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Schumag AktiengesellschaftAachenHALBJAHRESFINANZBERICHT 2016/17KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSDie SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) mit Sitz in Aachen, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Der SCHUMAG zugehörig sind die Tochterunternehmen SCHUMAG Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien und die BR Energy GmbH mit Sitz in Aachen, Deutschland. Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch im Segment Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 180-jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist. Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und dem konzerninternen Steuerungssystem sind dem Kapitel „Grundlagen des Konzerns“ des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2015/16 (siehe Geschäftsbericht 2015/16, S. 20f) zu entnehmen. WIRTSCHAFTSBERICHTGeschäftsverlauf Präzisionsmechanik
Im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 verbesserte sich der Auftragseingang des Kerngeschäfts gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 12% auf insgesamt EUR 23,7 Mio. Das erste Quartal des Wirtschaftsjahres war noch geprägt von den allgemeinen Marktunsicherheiten, den niedrigen Rohölpreisen sowie der Diesel-Problematik. Diese Punkte stellen nach wie vor die größte Herausforderung für unsere SCHUMAG dar. Innerhalb des Automotive-Sektors liefern wir überwiegend Teile in den Bereich der schweren Nutzfahrzeuge. Aufgrund des niedrigen Ölpreisniveaus hält sich die Industrie im Mining- und Energiegeschäft deutlich mit Investitionsprojekten zurück. Zudem hat sich die Nachfrage nach stationären Dieselgeneratoren durch drastische Reduzierung der Lagerbestände auf Händlerseite reduziert. Ebenso nachteilig wirkt sich die aktuelle Dieselabgasproblematik aus. Insgesamt hat sich die seit Monaten extrem schwierige Lage der globalen Absatzmärkte erst im zweiten Quartal des Wirtschaftsjahres entspannt. Der Umsatz konnte mit EUR 23,6 Mio leicht gesteigert werden. Anlagentechnik Wie bereits ausgeführt hat der Geschäftsbereich Anlagentechnik in der Berichtsperiode wie in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die von der Gesellschaft erwartete Verbesserung der Ergebnissituation für das erste Geschäftshalbjahr 2016/17 ist durch die vorgenannten Ereignisse nicht im geplanten Umfang realisiert worden. Bei einer Umsatzsteigerung von 3 % verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio auf EUR 0,4 Mio. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 14 % auf 16 %, was neben dem positiven Ergebnis nach Steuern (EUR +0,2 Mio) insbesondere auf die erfolgsneutrale Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist. Das Gesamtkapital hat sich in der Berichtsperiode mit EUR 40,3 Mio im Vergleich zu EUR 40,6 Mio nur leicht verringert. Neben der Erhöhung des Eigenkapitals war insbesondere der Abbau der Vorräte sowie die Reduzierung der Pensionsrückstellungen und - damit zusammenhängend - der aktiven latenten Steuern prägend. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben, die Liquidität blieb auf konstantem Niveau. Zusammenfassend ist festzustellen, dass wir derzeit nicht die nötige finanzielle Flexibilität besitzen, um adäquat auf die geänderten Marktbedingungen reagieren zu können. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Flexibilität zu erhöhen und die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen auch im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 umzusetzen. Dennoch bleiben der Maschinenpark sowie die bestehenden Infrastrukturschwächen unsere größten Herausforderungen. Die finanziellen Mittel erlauben uns derzeit nur eine schrittweise Modernisierung. Ertragslage Gesamtleistung Die Erhöhung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 0,8 Mio (+4 %) ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Material und Personal Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote konnte durch den Umsatzanstieg von 85 % auf 84 % reduziert werden. Nach dem Verzicht der Belegschaft auf Urlaubsgeld für die Jahre 2014 und 2015 sowie Weihnachtsgeld für die Jahre 2013 und 2014 beinhaltet das Ergebnis seit Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld in voller Höhe. In diesem Zusammenhang wurde das erste Geschäftshalbjahr 2016/17 daher gegenüber dem Vergleichszeitraum mit Mehraufwendungen belastet. Ergebnis Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um EUR 0,2 Mio auf EUR +0,6 Mio, das Ergebnis vor Steuern um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,4 Mio. Im Kernbereich Präzisionsmechanik betrug das Ergebnis vor Steuern EUR +0,4 Mio nach EUR +0,1 Mio im Vergleichszeitraum. Das Ergebnis des Segments Anlagentechnik belief sich wie im Vorjahr auf EUR -0,1 Mio und beinhaltete ausschließlich den negativen Ergebnisbeitrag der BR Energy GmbH. Das Ergebnis der sonstigen Segmente belief sich EUR +0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio). Finanzlage Trotz der Ergebnisverbesserung verringerte sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2015/16 um EUR 0,8 Mio auf EUR +0,8 Mio. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr ein positiver Cash-Effekt aus Factoring aufgrund stichtagsbezogener Abrechnungseffekte enthalten war. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit zeigt mit EUR -0,8 Mio gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR -0,2 Mio) eine steigende Tendenz. Dies liegt im Wesentlichen an höheren, gezielten Auszahlungen in Sachanlagen, insbesondere in die Automatisierung von Maschinen, der schrittweise Erneuerung des Maschinenparks sowie in Infrastrukturmaßnahmen. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten nur sehr geringe Ein- bzw. Auszahlungen. Die Finanzschulden blieben im Berichtszeitraum unverändert und beliefen sich zum 31. März 2017 auf insgesamt EUR 1,3 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,5 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania. Insgesamt blieben im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 auch die Zahlungsmittel des SCHUMAGKonzerns unverändert. Sie betrugen wie zum Anfang des Berichtszeitraums EUR 3,6 Mio. Der Liquiditätsgrad I reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2016 leicht von 69,2 % auf 66,9 %. Vermögenslage Im Betrachtungszeitraum kam es zu keiner tiefgreifenden Änderung der Vermögenslage des Konzerns. Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um EUR 0,3 Mio reduziert. Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien lag im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 mit EUR 0,8 Mio um EUR 0,2 Mio über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Darüber hinaus wurden Neuinvestitionen in Höhe von EUR 0,2 Mio über Leasing abgewickelt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technische Ausstattung und Automatisierung unserer Produktionsbereiche sowie Infrastrukturmaßnahmen. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2016/17 voraussichtlich auf dem Niveau der Abschreibungshöhe liegen. Zur Verbesserung der Liquidität erfolgte mit der Optimierung des Working Capital ein gezielter Abbau der Vorräte (EUR -0,8 Mio). Gegenüber dem 30. September 2016 erhöhte sich das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns durch das positive Ergebnis nach Steuern (EUR +0,2 Mio) sowie das sonstige Ergebnis (EUR +0,6 Mio) insgesamt um EUR 0,8 Mio auf EUR 6,6 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg von 14 % auf 16 %. Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR -1,0 Mio. Die Pensionsrückstellungen verringerten sich insgesamt um EUR 1,4 Mio. NACHTRAGSBERICHTEs lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDas konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt. Hinsichtlich der Einschätzung der wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken wird auf den Chancen- und Risikobericht innerhalb des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2015/16 (siehe Geschäftsbericht 2015/16, S. 37ff) verwiesen. Ein wesentliches Risiko, das über die im Konzernlagebericht 2015/16 ausführlich dargestellten Risiken hinausgeht, besteht nicht. PROGNOSEBERICHTDie im Prognosebericht innerhalb des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2015/16 dargestellten Sachverhalte (siehe Geschäftsbericht 2015/16, S. 44f) sind aufgrund der aktuellen Marktbedingungen zu bestätigen. Die prognostizierte Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2016/17 zwischen EUR 48 Mio und EUR 49 Mio werden wir aus heutiger Sicht erreichen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 arbeiten wir weiterhin an Optimierungsmaßnahmen und Produktivitätssteigerungsmaßnahmen. Wir sind hier mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden. Aufgrund des weiterhin erneuerungsbedürftigen Maschinenparks und eingeschränkten finanziellen Mittel können wir nur schrittweise Modernisierungsinvestitionen und Automatisierungen bestehender Maschinen vornehmen. Die Gemeinkosten wollen wir weiterhin auf dem niedrigen Niveau stabil halten. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer Verbesserung des EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Der Einfluss der weiteren Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf die Höhe des Eigenkapitals lässt sich nur sehr schwer abschätzen. Anmerkung Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. VERKÜRZTER KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSSKONZERNBILANZAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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ohne Auszahlungen für Sozialplan ERLÄUTERNDE ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS1. Informationen zum Unternehmen Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 31. März 2017 wurde am 19. Mai 2017 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses hat nicht stattgefunden. Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und SCHUMAG Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Da der Bereich Anlagentechnik, in dem die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, tätig war, in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert hat, wurden die operativen Aktivitäten dieses Geschäftsfelds auch aufgrund dafür nicht vorhandener Finanzmittel nicht weiterverfolgt. 2. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben Der Konzernhalbjahresabschluss der SCHUMAG wurde unverändert nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34, aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Konzernabschluss zum 30. September 2016 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Methoden sind im Konzernanhang des genannten Konzernabschlusses detailliert beschrieben (siehe Geschäftsbericht 2015/16, S. 52ff). Im Geschäftsjahr 2016/17 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Amendments to IAS 16 and IAS 41 „Bearer Plants“ wurden am 30. Juni 2014 veröffentlicht, am 23. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird festgelegt, dass fruchttragende Pflanzen künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren sind, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Amendments to IFRS 11 „Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations“ wurden am 6. Mai 2014 veröffentlicht, am 24. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist. Darüber hinaus sind die relevanten Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen. Amendments to IAS 16 and IAS 38 „Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation“ wurden am 12. Mai 2014 veröffentlicht, am 2. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen betreffen weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in Ausnahmefällen zulässig. Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle wurden am 25. September 2014 veröffentlicht, am 15. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch den SammelÄnderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 5 "Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations", IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures", IAS 19 "Employee Benefits" sowie IAS 34 "Interim Financial Reporting". Amendments to IAS 27 „Equity Method in Separate Financial Statements“ wurden am 12. August 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39/IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig. Amendments to IAS 1 „Disclosure Initiative“ wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Anhangangaben, der Darstellung von zusätzlichen Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Struktur von Anhangangaben sowie der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden. Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 „Investment Entities - Applying the Consolidation Exception“ wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer “Investmentgesellschaft“ erfüllt. Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2016 nicht verändert und umfasst neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft eine inländische und eine ausländische Gesellschaft. Bei der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. 3. Segmentberichterstattung Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Die sich nach IFRS 8 aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergebende Segmente haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2016 nicht verändert.
4. Sonstige Angaben Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Derzeit beschäftigen wir uns bei einem Kunden mit einer Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen. Nach Konsultation unserer Anwälte und der Versicherung wären wir im Falle einer Haftungsfrage in ausreichender Höhe versichert, jedoch sind Grund und Höhe der Rüge noch nicht ausreichend begründet. Das wirtschaftliche Risiko wäre jedoch begrenzt auf die Höhe des mit der Versicherung vereinbarten Selbstbehalts. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich gegenüber dem 30. September 2016 insgesamt um TEUR 295 reduziert, was insbesondere auf den zeitlich bedingten Abbau der Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (TEUR -174) sowie Gaslieferungen (TEUR -141) zurückzuführen ist. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.
Verwässerungseffekte liegen nicht vor. Finanzergebnis
Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Die SCHUMAG unterhält Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, mit denen alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015/16 angegebenen Informationen (siehe Geschäftsbericht 2015/16, S. 104f) ergeben. VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERSNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Aachen, 19. Mai 2017 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger |
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