Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

HALBJAHRESFINANZBERICHT 2017/18

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die SCHUMAG ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften SCHUMAG Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.

Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch in der Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen in der Betriebsmittelfertigung. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 187­ jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist.

Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt.

Um künftig den Markterfordernissen gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum System- bzw. Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird weiterhin der asiatische Markt aufgrund des Nachholbedarfes im Automotivebereich die Nachfragestruktur mitbestimmen.

Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und dem konzerninternen Steuerungssystem sind dem Kapitel „Grundlagen des Konzerns“ des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2016/17 (siehe Geschäftsbericht 2016/17, S. 22ff) zu entnehmen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäftsverlauf

Veränderung
Eckdaten 1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
TEUR %
Auftragseingang 26.788 23.653 +3.135 +13
Umsatz 25.599 23.598 +2.001 +8
Gesamtleistung 26.614 24.107 +2.507 +10
Auftragsbestand (zum 31.3.) 28.223 24.756 +3.467 +14

Im ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 verbesserte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 13 % auf insgesamt EUR 26,8 Mio. Insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die US-Dollar- und Rohölpreis-Entwicklung trugen zur Steigerung des Auftragseingangs bei. Der stabilisierte Rohölpreis führte zur Wiederaufnahme der Investitionstätigkeiten unserer Kunden. Dies betrifft im Wesentlichen unsere Kunden in den USA, die direkt die Rohölförderer mit Nutzfahrzeugen und schweren Ausrüstungsgeräten beliefern. Dagegen führte die Dieselproblematik zu weiteren Beeinträchtigungen der Nachfrage. Dies beeinflusste auch im Berichtsjahr die Nachfrage in der Produktgruppe PKW-Diesel. Wir haben im Berichtsjahr weiterhin versucht, die Vertriebsstrategie daran anzupassen und vermehrt antriebsunabhängige Artikel in unser Portfolio aufzunehmen, um uns somit breiter aufzustellen. Der gestiegene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 % auf insgesamt EUR 25,6 Mio erhöhte. Weiterhin haben wir im größeren Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Der Auftragsbestand zum 31. März 2018 stieg um 14 %.

Die Gesamtleistung verbesserte sich im Berichtszeitraum um 10 %.

Die mit einem Kunden bestehende Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen konnte im ersten Quartal 2017/18 in Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserer Versicherung außergerichtlich beigelegt werden. Der entsprechende vertraglich vereinbarte Selbstbehalt wurde unsererseits geleistet und war zum 30. September 2017 in unseren Rückstellungen berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 ist Herr Milion aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Der bisherige Mehrheitsaktionär Meibah International GmbH, Mainz, hat seine Anteile (54,58 %) per 16. März 2018 an folgende, unabhängig voneinander handelnde Investoren veräußert:

CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen (27,29 %)

Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (22,74 %)

ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen (4,55 %)

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

1.10.2017 bis 31.3.2018 1.10.2016 bis 31.3.2017 Veränderung
Kennzahlen % % %-Punkte
Umsatz-Rentabilität 1,9 0,8 +1,1
Eigenkapital-Rentabilität 6,1 2,7 +3,4
Liquiditätsgrad I (31.3.) 52,3 66,9 -14,6

Die von der Gesellschaft erwartete Verbesserung der Ergebnissituation für das erste Geschäftshalbjahr 2017/18 ist durch die vorgenannten Ereignisse im Wesentlichen realisiert worden. Bei einer Umsatzsteigerung von 8 % verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,6 Mio. Der Vorjahreszeitraum war durch einen positiven Einmaleffekt begünstigt, so dass sich die operative Performance spürbar verbessert hat. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 20 % auf 21 %, was auf das positive Ergebnis nach Steuern (EUR +0,5 Mio) zurückzuführen ist.

Das Gesamtkapital hat sich in der Berichtsperiode mit EUR 39,6 Mio im Vergleich zu EUR 39,8 Mio nur leicht verringert. Neben der Reduzierung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte war die Erhöhung der Vorräte prägend. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben, die Liquidität blieb auf konstantem Niveau.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im laufenden Geschäftshalbjahr 2017/18 positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der allgemeinen Marktsituation hat sich der Umsatz um 8 % bzw. die Gesamtleistung um 10 % erhöht. Wegen der Aufnahme einer Vielzahl von Neuprojekten in unsere Fertigung ist das Ergebnis mit höheren Ramp-up-Kosten belastet. Durch weitere gezielte Investitionen gehen wir von einer Normalisierung im Geschäftsjahr 2018/19 aus. Darüber hinaus müssen wir weiterhin konsequent an einer Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Unser Fokus liegt eindeutig im Bereich der Automatisierung der Produktion und der damit verbundenen Produktivitäts- und Qualitätssteigerung.

Ertragslage

Gesamtleistung

Die Erhöhung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 2,5 Mio (+10 %) ist vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Material und Personal

Die Erhöhung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 5 %-Punkte ist im Wesentlichen auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Dagegen konnte die Personalaufwandsquote um 5 %-Punkte reduziert werden, was insbesondere darin begründet liegt, dass mit nahezu konstantem Eigenpersonalbestand die Ausbringung erhöht werden konnte. Gegenläufig wirkten sich die ab Oktober 2017 wirksame Tariferhöhung aus der Aufholung des Standortsicherungstarifvertrags (+1,3 %) sowie vermehrte Überstunden, die infolge der Maschinenausfälle weiterhin notwendig sind, aus.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote liegt unverändert bei 84 %.

Ergebnis

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Effekte aus der gestiegenen Gesamtleistung (EUR +2,5 Mio) von EUR +0,6 Mio auf EUR +0,9 Mio. Bei einem leicht schlechteren Finanzergebnis stieg das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,6 Mio an.

Im Segment SCHUMAG verbesserte sich das EBIT um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,9 Mio.

Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR 0,0 Mio (Vorjahr EUR -0,1 Mio).

Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR 0,0 Mio (Vorjahr EUR +0,1 Mio).

Finanzlage

Trotz der Ergebnisverbesserung blieb der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 konstant bei EUR +0,8 Mio. Dies ist vor allem auf den Aufbau der Vorräte zurückzuführen, während durch die Reduzierung der sonstigen Vermögenswerte ein positiver Cash-Effekt erzielt wurde.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit zeigt mit EUR -0,9 Mio gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR -0,8 Mio) weiter eine steigende Tendenz. Dies liegt im Wesentlichen an höheren, gezielten Auszahlungen in Sachanlagen, insbesondere in die Automatisierung von Maschinen, der schrittweise Erneuerung des Maschinenparks sowie in Infrastrukturmaßnahmen.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR -0,1 Mio. Die Finanzschulden wurden um EUR 0,1 Mio abgebaut und beliefen sich zum 31. März 2018 auf insgesamt EUR 1,2 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,5 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania.

Insgesamt verringerten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 die Zahlungsmittel des SCHUMAG-Konzerns leicht um EUR 0,2 Mio auf EUR 3,1 Mio.

Der Liquiditätsgrad I reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2017 ebenfalls geringfügig von 54,0 % auf 52,3 %.

Vermögenslage

Im Betrachtungszeitraum kam es zu keiner tiefgreifenden Änderung der Vermögenslage des Konzerns. Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um EUR 0,2 Mio reduziert.

Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien lag im ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 mit EUR 0,9 Mio um EUR 0,1 Mio über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technische Ausstattung und Automatisierung unserer Produktionsbereiche sowie Infrastrukturmaßnahmen. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2017/18 voraussichtlich über dem Niveau der Abschreibungshöhe liegen.

Aufgrund der deutlich verbesserten Auftragslage erfolgte ein gezielter Aufbau der Vorräte (EUR +0,8 Mio).

Gegenüber dem 30. September 2017 erhöhte sich das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns durch das positive Ergebnis nach Steuern (EUR +0,5 Mio) bei einem gegenläufigen sonstigen Ergebnis (EUR -0,3 Mio) insgesamt um EUR 0,2 Mio auf EUR 8,2 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg von 20 % auf 21 %.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +0,4 Mio. Die Pensionsrückstellungen verringerten sich insgesamt um EUR 0,1 Mio.

NACHTRAGSBERICHT

Mit Wirkung zum 5. April 2018 haben die Aufsichtsratsmitglieder Frau Yun Guo, Herr Miaocheng Guo und Herr Vassilios Sevdalis ihr Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Durch gerichtliche Bestellung wurden zum 13. April 2018 Frau Catherine Noël, Herr Dirk Daniel, Herr Karl Josef Libeaux (allesamt Vertreter der Kapitalseite) sowie Herr Rasim Alii (Vertreter der Arbeitnehmer) zu Mitgliedern des Aufsichtsrat bestellt.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Hinsichtlich der Einschätzung der wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken wird auf den Chancen- und Risikobericht innerhalb des zusammengefassten Lagebricht für das Geschäftsjahr 2016/17 (siehe Geschäftsbericht 2016/17, S. 43ff) verwiesen.

Ein wesentliches Risiko, das über die im zusammengefassten Lagebericht 2016/17 ausführlich dargestellten Risiken hinausgeht, besteht nicht.

PROGNOSEBERICHT

Die im Prognosebericht innerhalb des zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17 dargestellten Sachverhalte (siehe Geschäftsbericht 2016/17, S. 50f) sind aufgrund der aktuellen Marktbedingungen zu bestätigen. Die prognostizierte Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2017/18 zwischen EUR 52 Mio und EUR 54 Mio werden wir aus heutiger Sicht erreichen.

Der technologische Wandel im Automobilbereich ist präsenter denn je. Hierzu zählen insbesondere die Elektrifizierung des Antriebsstranges sowie striktere Emissionsgrenzwerte. Dies trifft unserer Ansicht nach eher für den PKW-Markt zu als für den Nutzfahrzeuge-Markt. Im Bereich der PKW-Entwicklung sehen wir weitere Möglichkeiten, in antriebsunabhängige Systeme wie z.B. Lenkung und Bremsen zu liefern. Daher versuchen wir, bei Neuprojekten darauf zu achten, dass die Komponenten und Teile auch in (voll-) elektrischen Fahrzeugen benötigt werden.

Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die operativen Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2016/17 nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei erhöhter Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer nennenswerten Verbesserung des EBIT.

Anmerkung

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

VERKÜRZTER KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS

KONZERNBILANZ

31.3.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
AKTIVA    
Langfristige Vermögenswerte    
Immaterielle Vermögenswerte 198 186
Sachanlagen 15.281 15.158
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.231 4.237
Aktive latente Steuern 225 224
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.255 1.671
  21.190 21.476
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte 9.815 9.017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.722 3.987
Ertragsteueransprüche 0 114
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.600 1.724
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 197 171
Zahlungsmittel 3.088 3.263
  18.422 18.276
Bilanzsumme 39.612 39.752

PASSIVA

   
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
Erwirtschaftetes Eigenkapital -2.046 -2.286
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmen 8.180 7.940
Langfristiges Fremdkapital    
Pensionsrückstellungen 22.200 22.276
Übrige langfristige Rückstellungen 70 131
Passive latente Steuern 55 48
Finanzschulden 552 640
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 766 802
  23.643 23.897
Kurzfristiges Fremdkapital    
Kurzfristige Rückstellungen 1.070 1.072
Ertragsteuerschulden 141 122
Finanzschulden 673 680
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.289 2.659
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.269 3.084
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 347 298
  7.789 7.915
Bilanzsumme 39.612 39.752

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.10.2017 bis 31.3.2018 1.10.2016 bis 31.3.2017
  TEUR TEUR
Umsatzerlöse 25.599 23.598
Bestandsveränderung 652 -726
Andere aktivierte Eigenleistungen 8 122
Sonstige betriebliche Erträge 355 1.113
Gesamtleistung 26.614 24.107
Materialaufwand -7.896 -6.023
Personalaufwand -14.280 -14.148
Abschreibungen -752 -703
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.740 -2.635
Ergebnis der Betriebstätigkeit 946 598
Finanzerträge 0 9
Finanzierungsaufwendungen -326 -254
Finanzergebnis -326 -245
Ergebnis vor Steuern 620 353
Ertragsteuern -123 -175
Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar 497 178
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,12 0,04
unverwässert gleich verwässert    

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Ergebnis nach Steuern 497 178
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -354 957
Latente Steuern 115 -311
Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -239 646
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe -18 -37
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können -18 -37
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -257 609
Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar 240 787

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Währungs-
umrechnung
Gewinnrücklagen Konzernbilanz-
verlust
Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1.10.2016 10.226 16 1.726 -6.161 5.807
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 178 178
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -37 646 0 609
Gesamtergebnis nach Steuern 0 -37 646 178 787
Stand 31.3.2017 10.226 -21 2.372 -5.983 6.594
Stand 1.10.2017 10.226 -37 3.158 -5.407 7.940
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 497 497
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -18 -239 0 -257
Gesamtergebnis nach Steuern 0 -18 -239 497 240
Stand 31.3.2018 10.226 -55 2.919 -4.910 8.180

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Ergebnis nach Steuern 497 178
Ertragsteuern 123 175
Finanzergebnis 326 245
Abschreibungen 752 703
Veränderung der Pensionsrückstellungen -667 -656
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -85 -20
Veränderung der Vorräte -798 771
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 245 -414
Veränderung der übrigen Vermögenswerte 731 -401
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -370 197
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 23 157
Auszahlungen für Zinsen -88 -84
Einzahlungen für Zinsen 0 9
Auszahlungen für Ertragsteuern 0 -73
Einzahlungen für Ertragsteuern 130 2
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 819 789
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -32 -26
Auszahlungen für Sachanlagen und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -867 -746
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -899 -772
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 0 64
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -4 0
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -91 -74
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -95 -10
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -175 7
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0 -4
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 3.263 3.618
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 3.088 3.621

ERLÄUTERNDE ANGABEN ZUM VERKÜRZTEM KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS

1. Informationen zum Unternehmen

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170,52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 31. März 2018 wurde am 25. Mai 2018 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses hat nicht stattgefunden.

Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und SCHUMAG Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.

2. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben

Der Konzernhalbjahresabschluss der SCHUMAG wurde unverändert nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34, aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Konzernabschluss zum 30. September 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Methoden sind im Konzernanhang des genannten Konzernabschlusses detailliert beschrieben (siehe Geschäftsbericht 2016/17, S. 58ff).

Im Geschäftsjahr 2017/18 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendments to IAS 12

„Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses“ wurden am 19. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Mit den Anpassungen wird vor allem der Ansatz aktiver latenter Steuern für nicht realisierte Verluste, die sich aus den Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten ergeben und im sonstigen Ergebnis erfasst werden, klargestellt.

Amendments to IAS 7

„Disclosure Initiative“ wurden am 29. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Durch die Anpassungen sollen die den Abschlussadressaten vermittelten Informationen zum Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit verbessert werden.

Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle

wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und am 7. Februar 2018 in EU-Recht übernommen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 12 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, während die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2017 nicht verändert und umfasst neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft eine inländische und eine ausländische Gesellschaft.

Bei der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

3. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Die sich nach IFRS 8 aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergebende Segmente haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2017 nicht verändert. Aufgrund von Änderungen in der internen Organisations- und Berichtsstruktur Ende des Geschäftsjahrs 2016/17 ergaben sich jedoch gegenüber dem Halbjahresabschluss zum 31. März 2017 andere berichtspflichtigen Segmente, die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Segmente SCHUMAG 1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
Schumag Romania 1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
Sonstige Aktivitäten 1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
Konzern 1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
Umsatz 25.864 2.055 -2.320 25.599
davon Umsätze mit Konzernfremden 25.409 190 0 25.599
davon Intersegmentumsätze 455 1.865 -2.320 0
Gesamtleistung 26.990 1.954 -2.330 26.614
Ergebnis der Betriebstätigkeit 866 25 55 946
Ergebnis vor Steuern 598 19 3 620

Segmente SCHUMAG 1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Schumag Romania 1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Sonstige Aktivitäten 1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Konzern 1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Umsatz 23.896 1.950 -2.248 23.598
davon Umsätze mit Konzernfremden 23.423 175 0 23.598
davon Intersegmentumsätze 473 1.775 -2.248 0
Gesamtleistung 24.475 1.861 -2.229 24.107
Ergebnis der Betriebstätigkeit 633 -104 69 598
Ergebnis vor Steuern 445 -111 19 353

4. Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

31.3.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Bestellobligo Investitionen 1.447 777
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 515 632
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 325 244
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 211 352
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 173 287
  2.671 2.292

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

1.10.2017 bis 31.3.2018 1.10.2016 bis 31.3.2017
Ergebnis nach Steuern (TEUR) 497 178
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 4.000.000 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (EUR) 0,12 0,04

Verwässerungseffekte liegen nicht vor.

Finanzergebnis

1.10.2017 bis 31.3.2018
TEUR
1.10.2016 bis 31.3.2017
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -326 -254
Finanzergebnis -326 -245

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die SCHUMAG unterhält Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, mit denen alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016/17 angegebenen Informationen (siehe Geschäftsbericht 2016/17, S. 110f) ergeben. Es gab lediglich Änderungen bei den Gesellschaftern (siehe S. 6) sowie bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats (siehe S. 9).

VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Aachen, 25. Mai 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger