Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

VORBEMERKUNG

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SCHUMAG-Konzern: SCHUMAG Aktiengesellschaft mit Sitz in Aachen, Deutschland
BR Energy GmbH mit Sitz in Aachen, Deutschland
SCHUMAG Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien
SCHUMAG: SCHUMAG Aktiengesellschaft

Da der SCHUMAG-Konzern weitgehend durch das Mutterunternehmen geprägt ist, wird im vorliegenden Lagebericht das Wahlrecht des § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SCHUMAG zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des SCHUMAG-Konzerns und der SCHUMAG berichtet. Die Angaben des zusammengefassten Lageberichts gelten grundsätzlich für den Konzern- und Jahresabschluss der SCHUMAG soweit nicht anders dargestellt. Die Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG nach HGB werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht der SCHUMAG veröffentlicht.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell, Ziele und Strategien

Die SCHUMAG ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften SCHUMAG Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.

Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch in der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen in der Betriebsmittelfertigung. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 187-jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SCHUMAG zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt.

Um künftig den Markterfordernissen noch besser gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum System- bzw. Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird mittelfristig weiterhin der asiatische Markt im Automotivebereich die Nachfragestruktur mitbestimmen.

Steuerungssystem

Die SCHUMAG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I.

Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mit Hilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert.

Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der SCHUMAG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Höhe der Abschreibungen und des Ergebnisses aus Abgängen des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an.

Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Bei der Berechnung der Kennzahl für die SCHUMAG (nach HGB) beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten neben den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auch kurzfristige sonstige Rückstellungen (insbesondere Personalrückstellungen).

Weitere Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie Auftragseingang und Auftragsbestand.

Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der SCHUMAG konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden. Mit der Etablierung eines Innovationszentrums sowie der Neustrukturierung des Berufsausbildungsprozesses wollen wir sowohl die bestehenden Mitarbeiter als auch die Auszubildenden künftig praxisorientierter in der Betriebsmittelherstellung, in der Kleinserienfertigung und im CAD-konstruierenden Bereich qualifizieren.

Qualität

Zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern betrifft auch den Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Im Herbst 2018 wurde das Qualitätsmanagementsystem erstmalig nach IATF 16949:2016 im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits überprüft und erfolgreich bestätigt. Das Rezertifizierungsaudit für das integrierte Umweltmanagementsystem nach neuer ISO 14001:2015 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 konnte gleichermaßen Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen und die bestehenden Zertifikate entsprechend validiert werden. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist im September 2018 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2015 rezertifiziert worden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2017 gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 3,9 % und zeigte sich trotz politischer Krisen sowie Marktunsicherheiten aufwärtsgerichtet. Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Nachdem im Jahr 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten werden konnte, gewann die Weltkonjunktur im Jahr 2017 weiter an Fahrt. Im vierten Quartal 2017 schwächte sich die Expansion gemessen an den Sommermonaten etwas ab und lag nur noch bei 0,6 %. Insbesondere der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten sowie bereits eingeführte Schutzzölle bergen Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahresverlauf 2018 spürbar verlangsamt. Die Weltproduktion hatte deutlich an Fahrt verloren. Die Verlangsamung war insbesondere bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu verzeichnen, während sich das Expansionstempo in den Schwellenländern vergleichsweise wenig verringert hat. Die Risiken für den Bestand des Euroraums sind nach dem Regierungswechsel in Italien wieder gestiegen und dämpfen ebenfalls die Entwicklung. Aufgrund der gestiegenen Abwärtsrisiken sowie den von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikten rechnet der IWF mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,8 % für das Jahr 2018. Für das Jahr 2019 wurde die Prognose auf 3,5 % reduziert.

Die deutsche Wirtschaft (BIP) konnte im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2 % wachsen und hat damit gegenüber den Vorjahren eine stärkere positive Dynamik gezeigt. Jedoch hat sich dieser Effekt schon im Schlussquartal 2017 sowie im Jahresverlauf 2018 spürbar abgeschwächt. Die binnenwirtschaftlichen Kräfte sind weiterhin wesentlicher Treiber der Entwicklung. Die Wirtschaft konnte im ersten Quartal des Jahres 2018 kaum wachsen; die Nachfrage nach industriellen Produkten fiel sowohl im Inland als auch im Ausland geringer aus. Insbesondere das außen- und handelspolitische Vorgehen der Vereinigten Staaten zeigen erste Wirkungen. Dieser Verlauf setzte sich im zweiten und dritten Quartal des Jahres 2018 fort. Die weltweit erhöhte Unsicherheit beeinträchtigt die Nachfrage nach deutschen Exporten sowie die heimische Investitionsneigung. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind erstmals wieder rückläufig und im Saldo steht ein Auftragsminus von 1,6 %. Die Stimmungsindikatoren haben sich merklich eingetrübt. Auch der ifo Geschäftsklimaindex gab im Jahresverlauf nochmals nach. Dies führt dazu, dass die Konjunkturforscher des IfW Kiel die Vorhersage nach unten korrigiert haben. Die Zuwachsrate des BIP für das Jahr 2018 wird auf 1,9 % und für das Jahr 2019 auf 2,0 % prognostiziert. Die Herbstprognose 2018 des IfW geht von einer angespannteren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aus. Bedeutende Abwärtsrisiken bestehen vor allem in einer Zuspitzung der internationalen Handelskonflikte, dem bevorstehenden Austritt des Vereinigten Königsreichs aus der Europäischen Union sowie der Haushaltspolitik der italienischen Regierung.

Schlüsselmärkte für SCHUMAG sind der Nutzfahrzeugmarkt sowie der PKW-Markt. In beiden Bereichen erfolgt der Einsatz von Diesel-Fahrzeugen.

Der weltweite PKW-Markt konnte im Jahr 2017 80,2 Millionen Fahrzeuge umsetzen, was einer Steigerung von 3,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Vorjahr +5,5 %). Das Wachstum gegenüber dem Jahr 2016 hat sich reduziert. Im Euroraum konnte ein Zuwachs der Verkäufe von 3.8 % verzeichnet werden. Auch dieser Wert lag unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Diesel-Fahrzeuge bei Neuzulassungen im Euroraum reduzierte sich von 49,9 % auf 44,8 %. Dieser Negativtrend hat sich bereits im Vorjahr angedeutet. Die Entwicklung hat sich im Jahresverlauf 2018 fortgesetzt. Im Euroraum konnte im ersten Halbjahr 2018 ein Zuwachs der Verkäufe von 2.8 % erreicht werden. Der Anteil der Diesel-Fahrzeuge bei Neuzulassungen im Euroraum blieb bei rd. 44,0 % stabil. Weltweit konnte in diesem Zeitraum 40,4 Millionen Fahrzeuge umgesetzt werden (+3,7 %), wobei rd. 30 % der Fahrzeuge den chinesischen Markt betreffen. Das dritte Quartal 2018 zeigt sich im Wachstumstrend ebenfalls rückläufig. Im Euroraum lag die Verbesserung der Verkäufe bei 0,5 %. Die zurückhaltende Nachfrage spiegelt sich auch auf dem deutschen Markt wider. Im bisherigen Jahresverlauf 2018 konnte ein Plus von 2,0 % erzielt werden. Der Dieselanteil an Neuzulassungen in Deutschland betrug im September 2018 nur noch 29,3 % gegenüber 36,3 % im September 2017. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich mit 3,3 % mehr Neuzulassungen und einer Produktionssteigerung von 2,9 % im Jahr 2017. Während des ersten Halbjahres 2018 haben die Neuzulassungen um 4,7 % zugenommen. Für das Jahr 2018 wird mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 4,7 % bzw. einer Produktionssteigerung von 3,2 % gerechnet.

Geschäftsverlauf des SCHUMAG-Konzerns

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Eckdaten 2017/18
EUR Mio
2016/17
EUR Mio
Veränderung
EUR Mio %
Auftragseingang 50,6 50,4 + 0,2 + 0
Umsatz 49,2 48,1 + 1,1 + 2
Gesamtleistung 52,2 49,5 + 2,7 + 5
Auftragsbestand (zum 30.9.) 28,4 27,0 + 1,4 + 5

Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 2 %. Insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Rohölpreis-Entwicklung trugen zur Steigerung des Umsatzes bei. Der stabilisierte Rohölpreis führte zur Wiederaufnahme der Investitionstätigkeiten unserer Kunden. Dies betrifft im Wesentlichen unsere Kunden in den USA, die direkt die Rohölförderer mit Nutzfahrzeugen und schweren Ausrüstungsgeräten beliefern. Dagegen führte die Dieselproblematik im Inland zu weiteren Beeinträchtigungen der Nachfrage. Dies beeinflusste auch im Berichtsjahr die Nachfrage in der Produktgruppe PKW-Diesel. Wir haben seit Sommer 2018 eine spürbar angespanntere Nachfragesituation unserer Kunden bemerkt und konnten Nachfrageschwankungen nur bedingt ausgleichen. Wir haben im Berichtsjahr weiterhin versucht, die Vertriebsstrategie daran anzupassen und vermehrt antriebsunabhängige Artikel in unser Portfolio aufzunehmen, um uns somit breiter aufzustellen. Der Auftragseingang lag nahezu auf Vorjahresniveau. Weiterhin haben wir in größerem Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Wir sind weiterhin bestrebt, mit den Kunden in die Baugruppenproduktion und -montage einzusteigen. Diese Teile haben einen höheren Wertschöpfungsanteil und trugen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation bei. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende stieg um 5 %. Dies auch aus dem Grund, dass nicht alle Aufträge infolge von zeitlich verspäteten Rohmateriallieferungen abgearbeitet werden konnten.

Die Gesamtleistung verbesserte sich im Berichtsjahr um 5 %.

Der Personaleinsatz reduzierte sich gemessen an der Gesamtleistung um 1 %-Punkt. Im Rahmen der weiteren Restrukturierung wurden weitere Kapazitäten im administrativen sowie indirekten Bereich der Produktion angepasst. Darüber hinaus gestaltet sich die Aufnahme der Neuprojekte in unserer Fertigung als personalintensiv. Wir gehen davon aus, dass sich der erhöhte Personaleinsatz aufgrund der getätigten Investitionen und durch Überführung der Muster- und Prototypenproduktion in die serielle Fertigung normalisiert.

Im Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzichts auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Es wurde festgelegt, dass die Aufholung der Tariferhöhung in 3 Stufen, beginnend ab 1. Oktober 2017 mit einem ersten Teilschritt, erfolgen soll. Dies wurde auch entsprechend umgesetzt.

Im Juli 2018 wurde uns ein unbefristeter Betriebsmittelkredit in Höhe von EUR 2,0 Mio eingeräumt, der entweder als Kontokorrentkredit oder auch als Festzinskredit genutzt werden kann. Eine Inanspruchnahme ist bisher nicht erfolgt. Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Im September 2018 wurde Herr Johannes Wienands vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des SCHUMAG-Konzerns

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Kennzahlen 2017/18 % 2016/17 % Veränderung %-Punkte
Umsatz-Rentabilität 1,7 1,6 + 0,1
Eigenkapital-Rentabilität 10,4 9,5 + 0,9
Working Capital (EUR Mio) 11,0 12,2 - 1,2

Die Umsatz- sowie Eigenkapital-Rentabilität lag nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Das Working Capital konnte um EUR 1,2 Mio abgebaut werden.

Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017/18 geringfügig um EUR 0,2 Mio, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der deutlich gestiegenen Gesamtleistung zurückzuführen ist. Gegenläufig wirken sich die Belastungen der Anlaufphase unserer Neuartikel aus. Wir haben mehrere Neuartikel in unser Produktionsprogramm aufgenommen und rechnen in den kommenden zwei Jahren mit einer Verbesserung der Ertragssituation aus diesen Aufträgen. Das Finanzergebnis lag auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr; insgesamt erhöhte sich das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,2 Mio auf EUR 1,4 Mio. Bei einer Steuerbelastung wie im Vorjahr erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern des Berichtsjahres ebenfalls um EUR 0,2 Mio auf EUR 0,9 Mio.

Die Eigenkapitalquote blieb mit 20 % auf dem Niveau des Vorjahres. Bei einer um EUR 0,6 Mio höheren Bilanzsumme war insbesondere die Erhöhung der Sachanlagen aufgrund der gesteigerten Investitionstätigkeit prägend. Aufgrund der deutlich gestiegenen Investitionen, dem gezielten Aufbau der Vorräte u.a. durch eine ausgeweitete Rohmaterialbevorratung hat sich die Liquidität um EUR 2,4 Mio verringert, wobei das finanzielle Gleichgewicht im Berichtsjahr jederzeit gegeben war.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung sowie der Vertriebsakquise in den Vorjahren hat sich der Umsatz um 2 % bzw. die Gesamtleistung um 5 % erhöht. Der Neuanlauf diverser Neuprojekte verursachte zunächst höhere Ramp-up-Kosten, wobei wir mit einer spürbaren Verbesserung in den nächsten zwei Jahren rechnen. Darüber hinaus müssen wir weiterhin konsequent an einer Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Unser Fokus liegt eindeutig im Bereich der Automatisierung der Produktion und der damit verbundenen Produktivitäts- und Qualitätssteigerung. Zudem müssen wir den Marktfokus nochmals ausweiten, um auch in volatilen Marktzeiten das Unternehmen noch stabiler zu machen.

Ertragslage des SCHUMAG-Konzerns

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2017/18 2016/17 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Umsatz 49,2 94 48,1 97 + 1,1 + 2
Gesamtleistung 52,2 100 49,5 100 + 2,7 + 5
Materialaufwand - 14,9 - 28 - 12,9 - 26 - 2,0 - 16
Personalaufwand - 29,1 - 56 - 28,2 - 57 - 0,9 - 3
Abschreibungen - 1,6 - 3 - 1,5 - 3 - 0,1 - 7
Sonstige Aufwendungen - 4,7 - 9 - 5,2 - 11 + 0,5 + 10
EBIT 1,9 4 1,7 3 + 0,2 + 12
Finanzergebnis - 0,5 - 1 - 0,5 - 1 + 0,0 + 0
Ergebnis vor Steuern 1,4 3 1,2 2 + 0,2 + 17

Gesamtleistung

Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation sowie der Vertriebsakquise in den Vorjahren erhöhte sich die Gesamtleistung um 5 %. Die Umsatzerlöse mit Konzernfremden des Segments SCHUMAG beliefen sich auf EUR 48,9 Mio (Vorjahr EUR 47,7 Mio), die des Segments Schumag Romania auf EUR 0,3 Mio (Vorjahr EUR 0,4 Mio).

Material und Personal

Die Erhöhung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist im Wesentlichen auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Dagegen konnte die Personalaufwandsquote um 1 %-Punkt reduziert werden, da bei einer um EUR 2,7 Mio höheren Gesamtleistung der durchschnittliche Eigenpersonalbestand mit 564 Mitarbeitern (Vorjahr 566 Mitarbeiter) nahezu gleich blieb. Gegenläufig wirkten sich die ab April 2018 wirksame Tariferhöhung, die Aufholung aus dem Standortsicherungstarifvertrag sowie vermehrte Überstunden, die infolge der Maschinenausfälle weiterhin notwendig sind, aus.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich von 83 % auf 84 %.

Ergebnis

Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017/18 geringfügig um EUR 0,2 Mio. Bereinigt um Einmalerträge bei der SCHUMAG AG von EUR 0,6 Mio im Berichtsjahr und EUR 1,4 Mio im Vorjahr konnte das EBIT um EUR 1,0 Mio gesteigert werden. Der Anstieg des EBIT ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Gesamtleistung und im Berichtsjahr erzielte Kosteneinsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich Belastungen aus der Anlaufphase unserer Neuartikel aus. Wir haben mehrere Neuartikel in unsere Produktionsprogramm aufgenommen und rechnen in den kommenden zwei Jahren mit einer Verbesserung der Ertragssituation aus diesen Aufträgen.

Das EBIT des Segments SCHUMAG reduzierte sich leicht um EUR 0,2 Mio auf EUR +1,7 Mio.

Im Segment Schumag Romania verbesserte sich das EBIT um EUR 0,5 Mio auf EUR 0,0 Mio.

Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR +0,2 Mio (Vorjahr EUR +0,3 Mio).

Finanzlage des SCHUMAG-Konzerns

Das Finanzmanagement des SCHUMAG-Konzerns erfolgt zentral über die SCHUMAG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Der Liquiditätsgrad I verringerte sich zwar von 54,0 % auf 13,5 %, die finanzielle Situation konnte im Geschäftsjahr 2017/18 jedoch insbesondere durch das positive operative Ergebnis, ein striktes Liquiditätsmanagement sowie den seit Juli 2018 zur Verfügung stehenden Betriebsmittelkredit in Höhe von EUR 2,0 Mio weiter stabil gehalten werden. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Reduzierung des Liquiditätsgrads I sowie der eigenen Zahlungsmittel ist vor allem auf die verstärkt vorgenommenen zukunftsorientierten Investitionen in Maschinen und deren Automatisierung sowie in die Vorräte zurückzuführen.

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2018 ein Gesamtvolumen von EUR 0,5 Mio (Vorjahr EUR 0,6 Mio).

Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil auf EUR-Basis und kurzfristig sowie unverzinslich.

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Konzern- Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung) 2017/18
EUR Mio
2016/17
EUR Mio
Veränderung
EUR Mio
Ergebnis nach Steuern 0,9 0,7 + 0,2
Abschreibungen 1,6 1,5 + 0,1
Veränderung Nettoumlaufvermögen - 0,9 0,2 - 1,1
Veränderung übrige Posten - 0,8 - 1,0 + 0,2
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 0,8 1,4 - 0,6
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 3,0 - 1,7 - 1,3
Cash-flow aus Investitionstätigkeit - 3,0 - 1,7 - 1,3
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,1 - 0,1
Auszahlungen für Finanzierungsleasing - 0,2 - 0,1 - 0,1
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit - 0,2 0,0 - 0,2
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel - 2,4 - 0,3 - 2,1
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 3,3 3,6 - 0,3
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 0,9 3,3 - 2,4

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -0,6 Mio auf EUR 0,8 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR -0,3 Mio.

Die Ausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 3,0 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 2,3 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,2 Mio).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten im Geschäftsjahr 2017/18 nur geringfügige Auszahlungen. Die Finanzschulden reduzierten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 0,2 Mio und belaufen sich zum 30. September 2018 auf EUR 1,1 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,5 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der Schumag Romania.

Vermögenslage des SCHUMAG-Konzerns

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30.9.2018 30.9.2017 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 16,8 42 15,4 39 + 1,4 + 9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,2 10 4,2 11 + 0,0 + 0
Latente Steuern 0,1 0 0,2 1 - 0,1 - 50
Übrige Vermögenswerte 1,5 4 1,7 4 - 0,2 - 12
22,6 56 21,5 54 + 1,1 + 5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11,6 29 9,0 23 + 2,6 + 29
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3,3 8 4,0 10 - 0,7 - 18
Übrige Vermögenswerte 1,9 5 1,9 5 + 0,0 + 0
Zahlungsmittel 0,9 2 3,3 8 - 2,4 - 73
17,7 44 18,2 46 - 0,5 - 3
40,3 100 39,7 100 + 0,6 + 2
Passiva
Eigenkapital 8,2 20 7,9 20 + 0,3 + 4
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 22,4 56 22,3 56 + 0,1 + 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 0,9 2 1,6 4 - 0,7 - 44
23,3 58 23,9 60 - 0,6 - 3
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 0,7 2 1,1 3 - 0,4 - 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,4 8 2,7 7 + 0,7 + 26
Übrige Verbindlichkeiten 4,7 12 4,1 10 + 0,6 + 15
8,8 22 7,9 20 + 0,9 + 11
40,3 100 39,7 100 + 0,6 + 2

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,6 Mio um EUR 1,4 Mio erhöht. Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 3,0 Mio erfolgten im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen für das Segment SCHUMAG (EUR 2,3 Mio). Zudem wurde bei SCHUMAG in Höhe von EUR 0,2 Mio in Infrastrukturmaßnahmen investiert.

Im Zusammenhang mit der gestiegenen Gesamtleistung erfolgte im Berichtsjahr zur Verbesserung der kundenspezifischen Lieferbereitschaft ein gezielter Aufbau der Vorräte um EUR 2,6 Mio.

Das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns erhöhte sich durch das positive Ergebnis nach Steuern (EUR +0,9 Mio) bei einem gegenläufigen erfolgsneutralen sonstigen Ergebnis nach Steuern (EUR -0,6 Mio) insgesamt um EUR 0,3 Mio auf EUR 8,2 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 20 %.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +0,8 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich insbesondere aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um EUR 0,7 Mio.

Die übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt EUR -0,5 Mio, was insbesondere auf den Abbau der Auftragsrückstellungen (EUR -0,4 Mio) zurückzuführen ist. Zudem erfolgte eine laufzeitbedingte Umgliederung bei den Finanzschulden vom lang- in den kurzfristigen Bereich in Höhe von EUR 0,5 Mio.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG (Angaben nach HGB)

Der Jahresabschluss der SCHUMAG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu dem nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss liegen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens sowie der Pensions-, Jubiläums- und ATZ-Rückstellungen.

Ertragslage der SCHUMAG

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2017/18 2016/17 Veränderung
Angaben nach HGB EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Umsatz 49,8 97 48,6 101 + 1,2 + 2
Gesamtleistung 51,6 100 47,9 100 + 3,7 + 8
Materialaufwand - 17,2 - 33 - 15,1 - 32 - 2,1 + 14
Personalaufwand - 27,7 - 54 - 26,6 - 56 - 1,1 + 4
Abschreibungen - 1,5 - 3 - 1,3 - 3 - 0,2 + 15
Übrige Aufwendungen/Erträge - 4,0 - 8 - 3,3 - 7 - 0,7 + 21
EBIT 1,2 2 1,6 3 - 0,4 - 25
Zinsergebnis - 1,7 - 3 - 1,5 - 3 - 0,2 + 13
Ergebnis vor Ertragsteuern - 0,5 - 1 0,1 0 - 0,6 <-100
Ertragsteuern - 0,1 0 - 0,2 0 + 0,1 - 50
Ergebnis nach Ertragsteuern* - 0,6 - 1 - 0,1 0 - 0,5 <-100

* Das Ergebnis nach Ertragsteuern entspricht dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-).

Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation erhöhte sich die Gesamtleistung um 8 %.

Die Erhöhung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 1 %-Punkt ist wie im Konzern im Wesentlichen auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Wie im Konzern konnte dagegen die Personalaufwandsquote um 2 %-Punkte reduziert werden, da sich bei einer um EUR 3,7 Mio höheren Gesamtleistung der durchschnittliche Eigenpersonalbestand (einschließlich Auszubildender) gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur marginal von 471 Mitarbeitern auf 467 Mitarbeiter reduzierte. Gegenläufig wirkten sich die ab April 2018 wirksame Tariferhöhung, die Aufholung aus dem Standortsicherungstarifvertrag sowie vermehrte Überstunden, die infolge der Maschinenausfälle weiterhin notwendig sind, aus.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote verringerte sich von 88 % auf 87 %.

Das EBIT verschlechterte sich aufgrund der Anlaufphase einer Vielzahl von Neuprojekten gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,6 Mio auf EUR 1,2 Mio. Ergebnisverbessernd wirkten sich die Effekte aus der gestiegenen Gesamtleistung (EUR +3,7 Mio) aus. Zudem war das Ergebnis des Vorjahres mit EUR 1,4 Mio in stärkerem Maße durch Sondereffekte begünstigt als das Berichtsjahr mit EUR 0,6 Mio. Die Sondereffekte des Berichtsjahres betreffen die Wertaufholung auf die Insolvenzforderungen gegenüber einer ehemaligen Muttergesellschaft und die Änderung der Pensionszusage an einen Vorstand. Bereinigt um die Sondereffekte konnte das EBIT um EUR 0,4 Mio gesteigert werden.

Die erforderliche Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2017/18 gegenüber der BR Energy GmbH aufgelaufenen Forderungen führte zu einem negativen Ergebnisbeitrag von EUR -0,2 Mio. Das Zinsergebnis verschlechtere sich um EUR -0,2 Mio, was darauf zurückzuführen ist, dass im Berichtsjahr wieder signifikante Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellung aufgrund weiter rückläufiger Zinssätze anfielen. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich insgesamt um EUR -0,6 Mio auf EUR -0,5 Mio.

Finanzlage der SCHUMAG

Die Verbindlichkeiten beinhalteten zum 30. September 2018 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten; Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil kurzfristig und auf EUR-Basis. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen folgende verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten:

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Verbindlichkeit EUR Mio Verzinsung
Drittdarlehen 0,5 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber 5,0 % p.a.
Verbindlichkeiten Mietkauf 0,1 4,2 % p.a.

Alle anderen Verbindlichkeiten sind unverzinslich.

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Kapitalflussrechnung Angaben nach HGB (verkürzte Darstellung) 2017/18
EUR Mio
2016/17
EUR Mio
Veränderung
EUR Mio
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,0 1,6 - 0,6
Cash-flow aus Investitionstätigkeit - 3,4 - 1,9 - 1,5
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 0,0 + 0,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 2,4 - 0,3 - 2,1
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3,3 3,6 - 0,3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 0,9 3,3 - 2,4

Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich wie im Konzern gegenüber dem Vorjahr um EUR -0,6 Mio auf EUR 1,0 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR -0,3 Mio.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit liegt mit EUR -3,4 Mio deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 3,2 Mio betreffen wie im Konzern insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 2,3 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,2 Mio). Weiterhin erfolgten Ausgaben zur Finanzierung der Tochtergesellschaft BR Energy GmbH in Höhe von EUR 0,2 Mio.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten im Geschäftsjahr 2017/18 keine Ein- bzw. Auszahlungen.

Vermögenslage der SCHUMAG

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30.9.2018 30.9.2017 Veränderung
Angaben nach HGB EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Aktiva
Anlagevermögen 11,2 37 9,7 33 + 1,5 + 15
Vorräte 10,9 36 8,3 28 + 2,6 + 31
Forderungen Lieferungen und Leistungen 3,3 11 3,9 13 - 0,6 - 15
Flüssige Mittel 0,9 3 3,3 11 - 2,4 - 73
Übrige Aktiva 3,7 12 4,1 14 - 0,4 - 10
30,0 100 29,3 100 + 0,7 + 2
Passiva
Eigenkapital 3,8 13 4,4 15 - 0,6 - 14
Rückstellungen 21,9 73 21,3 73 + 0,6 + 3
Verbindlichkeiten 4,3 14 3,6 12 + 0,7 + 19
30,0 100 29,3 100 + 0,7 + 2

Bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,5 Mio (Vorjahr EUR 1,3 Mio) erhöhte sich das Anlagevermögen sich insgesamt um EUR 1,5 Mio. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen EUR 3,0 Mio (Vorjahr EUR 1,7 Mio), im Wesentlichen erfolgten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (EUR 2,3 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,2 Mio).

Im Zusammenhang mit der gestiegenen Gesamtleistung erfolgte im Berichtsjahr zur Verbesserung der kundenspezifischen Lieferbereitschaft ein gezielter Aufbau der Vorräte um EUR 2,6 Mio.

Das Eigenkapital der SCHUMAG verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag um EUR -0,6 Mio auf EUR 3,8 Mio. Bei einem leicht gestiegenen Gesamtkapital reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 15 % auf 13 %. Das Eigenkapital beträgt weiterhin weniger als die Hälfte des Stammkapitals.

Der Aufbau der Rückstellungen hängt vor allem mit der Erhöhung der Pensionsrückstellungen (EUR +1,0 Mio) zusammen, die auf die Zinssatzänderung sowie die Erstanwendung der neuen Heubeck-Richttafeln 2018G zurückzuführen ist.

Innerhalb der Verbindlichkeiten erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um EUR 0,7 Mio.

Weitergehende Informationen zur Vermögenslage der SCHUMAG sind im Anhang enthalten.

Leistungsindikatoren

Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.

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Kennzahlen SCHUMAG-Konzern (IFRS) Prognose für 2017/18 Ist 2017/18 Zielerreichung 2017/18
Gesamtleistung 52,0 - 54,0 EUR Mio 52,2 EUR Mio erreicht
EBIT >1,7 EUR Mio 1,9 EUR Mio erreicht
Liquiditätsgrad I (30.9.) >54,0 % 13,5 % nicht erreicht

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Kennzahlen SCHUMAG (HGB) Prognose für 2017/18 Ist 2017/18 Zielerreichung 2017/18
Gesamtleistung 52,0 - 54,0 EUR Mio 51,6 EUR Mio bedingt erreicht
EBIT >1,6 Mio EUR 1,2 EUR Mio nicht erreicht
Liquiditätsgrad I (30.09.) >57,1 % 12,9 % nicht erreicht

Insbesondere durch die gestiegenen Umsatzerlöse erhöhte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2017/18 um EUR +2,7 Mio (SCHUMAG: EUR +3,7 Mio). Die Prognose des Vorjahres konnte somit erreicht werden. Die Maschinenausfallzeiten konnten im Vergleich zum Vorjahr - bei gestiegener Gesamtleistung - stabilisiert werden. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Produktivität zu steigern sowie durch präventive Wartungs- und Instandhaltungspläne die Ausfallzeiten zu minimieren.

Aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung sowie der Verbesserung der Kostenstrukturen hat sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR +0,2 Mio verbessert (SCHUMAG: um EUR -0,4 Mio verschlechtert), womit sich bei dieser Kennzahl unsere Erwartungen für den Konzern erfüllt haben. Für die SCHUMAG wurden die Ziele dagegen nicht erreicht, da das EBIT durch ungeplante Effekte aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen belastet wurde.

Der Liquiditätsgrad I veränderte sich von 54,0 % auf 13,5 %. (SCHUMAG: von 57,1 % auf 12,9 %). Somit wurde die Prognose für diese Kennzahl nicht erreicht, dennoch ist die Liquiditätslage stabil. Sowohl bei den liquiden Mitteln als auch bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber der internen Planung negative Abweichungen zu verzeichnen, die zum Teil jedoch stichtagsbedingt waren. Unter Berücksichtigung des seit Juli 2018 zur Verfügung stehenden Betriebsmittelkredit in Höhe von EUR 2,0 Mio haben wir uns zudem dazu entschieden, verstärkt zukunftsorientierte Investitionen in Maschinen für Neuprojekte unserer Kunden sowie in die Vorräte vorzunehmen, durch die unsere eigenen liquiden Mittel mehr als ursprünglich geplant verwendet wurden. Unter Einbeziehung des Betriebsmittelkredit in die zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel erhöht sich der Liquiditätsgrad I auf 48,2 % (SCHUMAG: 41,8 %).

RECHTLICHE ANGABEN

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der SCHUMAG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Vergütung, in Form einer fixen und variablen Vergütung zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde die Pensionszusage von Herrn Dr. Ohlinger erhöht, im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der SCHUMAG verzichtet.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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Bezüge 2017/18 Dr. Ohlinger
EUR
Gesamt
EUR
Feste Vergütungen 600.000,00 600.000,00
Variable Vergütungen 60.000,00 60.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 660.000,00 660.000,00

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Bezüge 2016/17 Dr. Ohlinger
EUR
Gesamt
EUR
Feste Vergütungen 600.000,00 600.000,00
Variable Vergütungen 60.000,00 60.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 660.000,00 660.000,00

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Der Aufsichtsrat der SCHUMAG hat Herrn Johannes Wienands, wohnhaft in Aachen, mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt. Im Geschäftsjahr 2017/18 hat Herr Wienands keine Vorstands-Bezüge erhalten.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 746.928,95 (Vorjahr EUR 729.723,42).

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30.9.2018 30.9.2017
Angaben in EUR IFRS HGB IFRS HGB
Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands 1.335.081 1.141.286 992.605 794.324
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen 10.337.586 9.041.568 10.338.870 8.744.356

Weiteren Einfluss auf die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen hatten neben der Anpassung der Pensionszusage von Herrn Dr. Ohlinger die Zinssatzänderung sowie die Erstanwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G.

Von den Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen nach HGB sind EUR 8.226.390 (Vorjahr EUR 7.812.724) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 815.178 (Vorjahr EUR 931.632).

Hinsichtlich des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang.

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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2017/18 2016/17
feste Vergütungen
EUR
sonstige Auslagen
EUR
Bezüge gesamt
EUR
feste Vergütungen
EUR
sonstige Auslagen
EUR
Bezüge gesamt
EUR
Rasim Alii 3.320,56 0,00 3.320,56 0,00 0,00 0,00
Dirk Daniel 4.096,02 0,00 4.096,02 0,00 0,00 0,00
Miaocheng Guo 3.678,46 0,00 3.678,46 7.158,09 0,00 7.158,09
Yun Guo 3.678,46 17.895,14 21.573,60 7.158,09 13.766,64 20.924,73
Peter Koschel 7.158,09 0,00 7.158,09 7.158,09 0,00 7.158,09
Karl Josef Libeaux 3.320,56 0,00 3.320,56 0,00 0,00 0,00
Ralf Marbaise 14.316,18 0,00 14.316,18 14.316,18 1.088,40 15.404,58
Jürgen Milion 0,00 0,00 0,00 7.158,09 0,00 7.158,09
Catherine Noel 3.320,56 0,00 3.320,56 0,00 0,00 0,00
Vassilios Sevdalis 3.678,46 1.016,89 4.695,35 7.158,09 2.656,05 9.814,14
46.567,35 18.912,03 65.479,38 50.106,63 17.511,09 67.617,72

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 23 sowie im Konzernanhang unter Anmerkung 31 aufgeführt.

Übernahmerelevante Angaben

Die Angaben nach § 289a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB bzw. § 315a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Das gezeichnete Kapital der SCHUMAG zum 30. September 2018 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der SCHUMAG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Die Angaben gem. § 289a Abs. 1 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 7 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung), die Angaben gem. § 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB im Konzernanhang unter Anmerkung 33 enthalten.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Dabei kann der Vorstand das Bezugsrecht auf neue Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB bzw. § 315d HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Nichtfinanzielle Erklärung

Die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 289b HGB bzw. § 315b HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG gesondert berichtet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass keine berichtspflichtigen Maßnahmen vorlagen, die die SCHUMAG auf Veranlassung oder im Interesse der Meibah International GmbH, Mainz, sowie Herrn Miaocheng Guo, China, oder der mit diesen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen hat.

Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

„Der Vorstand der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen, erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt."

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem wurde letztmalig im Geschäftsjahr 2017/18 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Im Rahmen der Überarbeitung des Risikomanagementsystems wurde die Klassifizierung des Risikoerwartungswertes an die aktuelle Risikostruktur des Unternehmens angepasst. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen ist.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen:

 

Niedrig: bis einschließlich EUR 0,2 Mio

 

Mittel: ab EUR 0,2 Mio bis einschließlich EUR 0,4 Mio

 

Hoch: ab EUR 0,4 Mio

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem, soweit es das rechnungslegungsbezogene Kontrollsystem betrifft, im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt.

Dieser Chancen- und Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken der SCHUMAG und deren Tochtergesellschaften.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Absatzmarkt

SCHUMAG bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für PKWs, Nutzfahrzeuge sowie Infrastrukturanwendungen. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Im Wesentlichen werden die Märkte von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und Infrastrukturanwendungen (wie z.B. stationäre Großdiesel), wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals (für PKWs) noch sehr lange maßgebend bleiben. Ob hier eine Ablösung überhaupt durch neue bzw. alternative Antriebstechnologien erfolgen wird, kann derzeit noch nicht konkret eingeschätzt werden.

Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile versuchen wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umzusetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die zu fertigenden Komponenten technologisch verbessert.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie einzelnen Großkunden sehen wir eine Risikokonzentration.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der nationalen und internationalen Marktpräsenz für die PKW- und LKW-Zulieferindustrie. Wir versuchen hier insbesondere antriebsunabhängige Artikel, wie z.B. Lenkungs- und Bremssysteme, in unser Portfolio aufzunehmen. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die auf uns einwirkenden Problemfelder Dieselproblematik, Rohölpreis und Währungskurse stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko von Umsatzreduzierungen ist vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie eine sich wieder verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch die Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben.

Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen in hohem Maße zu entsprechen. Mehr als 187 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklungen zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren.

Das Risiko einer höheren Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose ist aufgrund des instabilen Nachfrageverhaltens bei Konsumenten infolge der derzeitigen Abgasproblematik im Dieselsegment gegeben.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Beschaffungsmarkt

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) nur noch bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen ist und keine Preisstabilität gegeben ist.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren beschaffungslogistische Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen. Aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Erholung und des stärkeren Nachfrageverhalten am Markt für Stahl kam es zu Lieferverzögerungen seitens der Zulieferer. Es kam zu teilweise mehrwöchigen Lieferverschiebungen. Aufgrund des sich kurzfristig ändernden Nachfrageverhaltens unserer Kunden aus dem Automobilbereich ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time" zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe in nennenswertem Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht.

Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten führen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege.

Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.

Altersstruktur unserer Belegschaft

Unsere Kunden verlangen von uns technisch hochkomplexe Artikel in ausgezeichneter Qualität zu marktkonformen Preisen. Ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Kundenzufriedenheit sind die Fachkräfte in unserer Belegschaft. Grundsätzlich weist unsere Mitarbeiterschaft einen höheren Altersdurchschnitt auf, so dass in den Folgejahren mit einer nennenswerten altersbedingten Fluktuation zu rechnen ist.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, haben wir eine mittel- und langfristige Personalnachfolgeplanung erarbeitet. Wir wollen künftig zum einen den Automatisierungsgrad in unserer Fertigung durch weitere Investitionen ausbauen. Zum anderen wollen wir das aufgebaute Kompetenzzentrum nutzen, um junge Leute noch praxisorientierter auszubilden. Die eigene Ausbildung unserer Mitarbeiter haben wir durch Änderungen unseres Ausbildungskonzeptes weiter ausgedehnt.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.

Chancen und Risiken aus Management und Organisation

Compliance

Die Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte in der Vergangenheit eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Weiterhin wurden neue Compliance-Regelungen erarbeitet und die Führungskräfte dementsprechend sensibilisiert.

Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten.

Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Gerichtliche Verfahren gegen einzelne Organmitglieder wurden eingeleitet. Zum Bilanzstichtag sind drei Verfahren in verschiedenen Prozessinstanzen anhängig, aus denen bisher keine rechtskräftigen Urteile vorliegen. Aus den betreffenden Sachverhalten resultierende potenzielle Chancen wie Schadensersatzansprüche haben sich aus Sicht der SCHUMAG für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert.

Den Risikoerwartungswert für den Bereich Compliance haben wir als „Mittel" eingestuft.

Infrastruktur

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in der Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung.

Im Hinblick auf die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen könnten.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch eine sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Auch im Geschäftsjahr 2017/18 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen (maschinenbedingt) erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallzeiten. Im Berichtsjahr haben wir in größerem Umfang Investitionen in moderne Maschinen ausgelöst. Dennoch können wir die erforderlichen Neuinvestitionen und strukturellen Anpassungsmaßnahmen aufgrund der Liquiditätssituation nur in begrenztem Umfang einleiten. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Finanzen

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert.

Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt SCHUMAG ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.

Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird.

Unsere Liquiditätssituation konnte stabil gehalten werden. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Vermietung

SCHUMAG generiert Erträge aus der Vermietung von Gewerbeimmobilien. Grundsätzlich ist ein Vermietungsrisiko für die gehaltenen Immobilien gegeben. Im Einzelnen bestehen wesentliche Risiken in der Prolongation oder Anschlussvermietung bei auslaufenden oder gekündigten Mietverhältnissen sowie in der mangelnden Zahlungsfähigkeit von Mietern und den sich daraus ergebenden Mietausfällen. Weitere potenzielle Risiken bestehen in der Nachvermietung zu einem geringeren Mietzins und in erhöhten Aufwendungen bei der Neuvermietung.

Aktuell sind alle Mieterträge bis mindestens Ende 2021 vertraglich abgesichert. Darüber hinaus ist nach jetziger Markteinschätzung die Vermietungsfähigkeit der Immobilien gegeben, welche zudem durch nachhaltige Instandhaltungsmaßnahmen auch zukünftig gesichert wird. Bei Neuvermietungen wird die Bonität potenzieller Mieter eingehend geprüft und weiterhin das Ziel verfolgt, Mietverträge mit möglichst langen Laufzeiten abzuschließen.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.

Externe Chancen und Risiken

Wasserschutzzonen

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der SCHUMAG Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.

Insolvenzforderung

Hinsichtlich der Forderungen der SCHUMAG gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Berichterstattung des Insolvenzverwalters erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 eine Wertaufholung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Im Februar 2018 sowie November 2018 erhielten wir vom Insolvenzverwalter Abschlagszahlungen auf die angemeldeten Forderungen. Gemäß aktuellem Zwischenbericht des Insolvenzverwalters bestehen zwar weiterhin Risiken hinsichtlich des Zeitpunktes des noch ausstehenden Zahlungszugangs sowie hinsichtlich möglicher Reduzierungen der Insolvenzquote, demgegenüber stehen jedoch auch Chancen aus weiteren Verbesserungspotenzialen der Insolvenzquote. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2017/18 erhaltenen Abschlagszahlungen und abzüglich eines auf Basis des derzeitigen Verfahrensstands aktualisierten Risikoabschlags erfolgte im Berichtsjahr eine weitere Wertaufholung in Höhe von EUR 0,4 Mio. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir somit eine Reduzierung des Risikoprofils.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.

Gerichtsprozesse

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können.

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH erfolgte, wie bereits in den Vorjahren ausgeführt, nicht erwartungsgemäß, so dass die operativen Aktivitäten vollständig eingestellt wurden. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel ist eingetreten. Im HGB-Jahresabschluss der SCHUMAG erfolgten daher in den Geschäftsjahren 2010/11 bis 2017/18 dem Vorsichtsprinzip entsprechend bereits Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe der investierten Mittel. Derzeit beschäftigen wir uns mit den verbliebenen Rechtsstreitigkeiten und deren kosteneffizienter Erledigung.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.

PROGNOSEBERICHT

Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Die Einschätzungen zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren beziehen sich sowohl auf die für die SCHUMAG nach handelsrechtlichen Grundsätzen als auch auf die für den SCHUMAG-Konzern nach den Grundsätzen der IFRS ermittelten Werte.

Der technologische Wandel im Automobilbereich ist präsenter denn je. Hierzu zählen insbesondere die Elektrifizierung des Antriebsstranges sowie striktere Emissionsgrenzwerte bei Verbrennungsmotoren. Dies betrifft unserer Ansicht nach den PKW-Markt als auch den Nutzfahrzeuge-Markt. Im Bereich der PKW-Entwicklung sehen wir weitere Möglichkeiten, in antriebsunabhängige Systeme wie z.B. Lenkung und Bremsen zu liefern. Daher versuchen wir, bei Neuprojekten darauf zu achten, dass die Komponenten und Teile auch in (voll-)elektrischen Fahrzeugen benötigt werden. Ein Teil der Neuprojekte (z.B. Abgasnachbehandlung) wurde seitens unserer Kunden aufgrund der unklaren politischen Lage hinsichtlich der Dieselregelungen noch nicht umgesetzt. Auch der Handelskonflikt zwischen USA und China belasten das außereuropäische Geschäft spürbar.

Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer wieder stärkeren Marktstellung im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt weiterhin in einer nicht einfachen Situation. Insbesondere die Rückschläge durch die Dieselkrise sowie die bestehenden Handelskonflikte hat unser Unternehmen zu verkraften.

Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. Zusätzliche Projekte mit Bestandskunden zur Baugruppenfertigung und -montage konnten realisiert werden. Weiterhin konnten diverse Neuprojekte in unsere Fertigung aufgenommen werden. Diese Artikel finden Anwendung in Lenksystemen und sind daher auch langfristig geeignet, unser Unternehmen im Wandel der Elektrifizierung zu begleiten. Im Berichtsjahr verursachten die Neuanläufe noch hohe Ramp-up-Kosten. Jedoch rechnen wir in den Folgejahren mit einer erhöhten Wertschöpfung, welche das Fundament für die künftige Ertragskraft der SCHUMAG legt. In den kommenden Jahren müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und das Geschäft in den Marktnischen weiter ausbauen. Ferner soll die Baugruppenfertigung weiter intensiviert und ausgebaut werden.

Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, welche durch Leasing und aus eigenen Mitteln realisiert werden konnten.

In den kommenden Jahren wird die Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weiter negativ belasten. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Umkehrung der Bewertungsansätze in der Steuerbilanz. Dies verzehrt zusätzliche Substanz und mindert unsere Innovationskraft vorübergehend.

Aufgrund der derzeit fehlenden politökonomischen Richtungsgebung in der Dieselproblematik, der weiterhin schwierigen allgemeinen Marktsituation (Handelsstreit USA/China, Importzölle und Brexit) sowie der US-Dollar-Entwicklung gehen wir nur von einer geringfügigen Erholung der Nachfrage unserer Kunden und somit moderat steigenden Umsatzerlösen aus. Ziel ist es, das Produktportfolio bei Bestandskunden hinsichtlich Komponenten und Baugruppen zu erweitern. Mit der Herstellung und dem Vertrieb von Baugruppen einher geht die Verbesserung der Preisqualität unseres Produktportfolios. Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2018/19 mit einer Gesamtleistung zwischen EUR 50 Mio und EUR 52 Mio. In gleicher Größenordnung werden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet.

Zur nachhaltigen Stabilisierung der Liquiditätssituation ist weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen hinsichtlich der Umsatzentwicklung und der dafür notwendigen Investitionen planen wir mit einer Liquiditätsausstattung auf konstantem Niveau. Zum 30. September 2019 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I, der leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die operativen Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei einer geringeren Gesamtleistung aufgrund der unsicheren Marktentwicklung für das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem EBIT auf Niveau des Berichtsjahres.

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Johannes Wienands

Bilanz

AKTIVA

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Anhang 30.9.2018
EUR
30.9.2017
TEUR
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 176.315,00 185
Sachanlagen 8.638.967,20 7.130
Finanzanlagen 2.341.156,00 2.341
11.156.438,20 9.656
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 10.934.913,78 8.349
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 6.721.869,04 7.683
Flüssige Mittel (4) 898.994,96 3.252
18.555.777,78 19.284
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 82.393,13 67
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (6) 169.704,87 259
29.964.313,98 29.266

PASSIVA

Eigenkapital (7)
Gezeichnetes Kapital 10.225.837,62 10.226
Bilanzverlust - 6.473.649,51 - 5.829
3.752.188,11 4.397
Rückstellungen (8) 21.944.235,00 21.334
Verbindlichkeiten (9) 4.267.890,87 3.535
29.964.313,98 29.266

Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang 2017/18
EUR
2016/17
TEUR
Umsatzerlöse (10) 49.749.742,77 48.643
Bestandsveränderung 1.554.668,68 - 1.020
Andere aktivierte Eigenleistungen 258.161,94 263
Gesamtleistung 51.562.573,39 47.886
Sonstige betriebliche Erträge (11) 1.012.665,97 2.048
Materialaufwand (12) - 17.235.112,98 - 15.113
Personalaufwand (13) - 27.691.276,17 - 26.613
Abschreibungen (1) - 1.450.204,29 - 1.324
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) - 4.904.190,83 - 5.204
Zinsergebnis (15) - 1.724.699,45 - 1.472
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) - 84.993,93 - 176
Ergebnis nach Steuern - 515.238,29 32
Sonstige Steuern - 129.287,61 - 130
Jahresfehlbetrag - 644.525,90 - 98
Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 5.829.123,61 - 5.731
Bilanzverlust - 6.473.649,51 - 5.829

Anhang

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") hat ihren Sitz in Aachen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der SCHUMAG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Im Anhang werden, sofern nicht anders dargestellt, sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern).

Entgeltlich erworbene und selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts des § 248 Abs. 2 HGB werden Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt Erfolg haben wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen orientieren sich die voraussichtlichen Nutzungsdauern an den steuerlichen AfA-Tabellen, bei selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände am geschätzten Zeitraum, in dem die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile der SCHUMAG zufließen werden.

Geringwertige Anlagegüter - das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 (bei Zugängen vor dem 1. Januar 2018) bzw. bis einschließlich EUR 250,00 (bei Zugängen ab dem 1. Januar 2018) - werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 (bei Zugängen vor dem 1. Januar 2018) bzw. mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 (bei Zugängen ab dem 1. Januar 2018) wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände, die zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis der Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB ermittelt. Der Zuführungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG wurde entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszins von 3,34 % (Vorjahr 3,77 %) angewendet. Beim Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2018G (Vorjahr 2005G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zudem wurden wie im Vorjahr ein Rententrend von 1,75 % und eine Fluktuationsrate von 1,25 % zugrunde gelegt. Ein Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen beträgt 0,93 % (Vorjahr 1,36 %).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines kombinierten Ertragsteuersatzes der SCHUMAG in Höhe von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %), der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer umfasst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird unter Verzicht auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert. Soweit sich aktive und passive latente Steuern der Höhe nach entsprechen, wird auf eine Ausübung des Wahlrechts zum unverrechneten Ausweis gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB verzichtet.

Die Umsatzrealisierung aus Warenverkäufen erfolgt bei Auslieferung bzw. bei Gefahrenübergang.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/18 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.820 1.789
Unfertige Erzeugnisse 4.753 4.059
Fertige Erzeugnisse 3.362 2.501
10.935 8.349

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.286 3.941
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 354 402
Sonstige Vermögensgegenstände 3.082 3.340
6.722 7.683

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

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30.9.2018 30.9.2017
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.286 0 3.941 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 354 0 402 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.582 1.500 1.670 1.670
5.222 1.500 6.013 1.670

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Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Schumag Romania S.R. L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 171 195
BR Energy GmbH, Aachen 183 146
Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., Hangzhou/China - 61
354 402

Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. beinhalten mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft BR Energy GmbH ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den zum Abschlussstichtag gegen die BR Energy GmbH bestehenden Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.261 wurden TEUR 4.078 wertberichtigt, davon bereits in Vorjahren TEUR 3.887. In den Forderungen gegen die BR Energy GmbH ist ein Darlehen über TEUR 2.238 mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2019 enthalten. Die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., ist seit dem 16. März 2018 nicht mehr ein verbundenes Unternehmen der SCHUMAG.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend eine Forderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sowie Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft.

4. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Versicherungsaufwendungen für das folgende Geschäftsjahr.

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 1.477 1.300
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 1.647 1.559
Überschuss des Vermögens über die Pensionsverpflichtungen (Aktiver Unterschiedsbetrag) 170 259
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 1.482 1.416

7. Eigenkapital

Das Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Jahresfehlbetrag - 645 - 98
Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 5.829 - 5.731
Bilanzverlust - 6.474 - 5.829

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 13. September 2017 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 19,82 % (792.717 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 19,59 % (783.672 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG a.F. zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich (Zurechnung: 19,59 % entsprechend 783.672 Stimmrechten).

Die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 27,29 % (1.091.582 Stimmrechte) beträgt.

Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 22,74 % (909.652 Stimmrechte) beträgt.

Frau Elisheva Libeaux, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,55 % (181.930 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 4,55 % (181.930 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 4,55 % entsprechend 181.930 Stimmrechten).

Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,0 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Zum Abschlussstichtag hielten gem. den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:

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CoDa Beteiligungs GmbH: 27,29 %
Nomainvest S.A.: 22,74 %
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 19,59 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH 4,55 %
Streubesitz: 17,49 %

Die Allerthal-Werke AG, Köln, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 3. Dezember 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,32 % (132.726 Stimmrechte) beträgt.

Die Schumag-Stiftung, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,9 % (236.000 Stimmrechte) beträgt.

8. Rückstellungen

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.463 16.439
Steuerrückstellungen 226 122
Sonstige Rückstellungen 4.255 4.773
21.944 21.334

Aufgrund der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB besteht zum 30. September 2018 ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.692 (Vorjahr TEUR 1.934).

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 2.197 (Vorjahr TEUR 1.903).

Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 18.940 17.739
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 1.477 1.300
Nettowert der Pensionsverpflichtungen (Rückstellung) 17.463 16.439
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 1.354 1.218

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Weihnachtsgeld 719 675
Altersteilzeit 623 692
Urlaub 565 640
Auftragsrückstellungen 557 864
Jubiläumsgeld 505 474
Tantiemen / Jahresabschlussvergütungen 295 200
Jahresabschlusskosten 195 204
Abfindungen 50 200
Übrige 746 824
4.255 4.773

Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Sicherheiten bestellt.

9. Verbindlichkeiten

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.143 2.358
Sonstige Verbindlichkeiten 1.125 1.177
4.268 3.535

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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30.9.2018 30.9.2017
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.122 21 2.358 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.105 20 537 640
4.227 41 2.895 640

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 37) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 301 (Vorjahr TEUR 283). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen die Lohn- und Kirchensteuer inklusive Solidaritätszuschlag für den Monat September 2018.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Drittdarlehen in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 500) enthalten, für das als Sicherheit die Eigentumsübertragung von Maschinen dient.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017/18 wurden wie im Vorjahr ausschließlich im Geschäftsbereich Präzisionsmechanik erzielt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

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2017/18 2016/17
TEUR % TEUR %
Deutschland 18.286 36,7 18.029 37,1
Sonstige EU-Länder 11.176 22,5 9.857 20,3
Übriges Europa 385 0,8 1.225 2,5
Nordamerika 13.560 27,3 12.645 26,0
Lateinamerika 1.892 3,8 1.701 3,4
Asien 4.451 8,9 5.186 10,7
49.750 100,0 48.643 100,0

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben dem Erlös aus der Wertaufholung auf die Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. (TEUR 420) die erstattete KWK-Umlage, Versicherungsentschädigungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr TEUR 16) enthalten, die im Wesentlichen den Erlös aus der aufgeführten Wertaufholung betreffen. Erträge aus der Währungsumrechung betragen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 19).

12. Materialaufwand

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren - 12.278 - 11.513
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 4.957 - 3.600
- 17.235 - 15.113

13. Personalaufwand

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Löhne und Gehälter - 22.772 - 22.295
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 4.919 - 4.318
- 27.691 - 26.613

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR -718 (Vorjahr TEUR -182).

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:

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2017/18 2016/17
Arbeiter 384 383
Angestellte 58 61
442 444
Auszubildende 25 27
467 471

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Aufwendungen, z.B. für Instandhaltungen, Leasingkosten, Versicherungen, Beratungskosten, IT-Kosten, Wertberichtigungen, Factoring-Gebühren und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten. Die Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB betragen wie im Vorjahr TEUR -242. Aufwendungen aus der Währungsumrechung belaufen sich auf TEUR -8 (Vorjahr TEUR -6).

15. Zinsergebnis

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113 118
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.838 - 1.590
- 1.725 - 1.472

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen TEUR 101 (Vorjahr TEUR 101).

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beinhalten den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Nach den BilMoG-Bestimmungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung mit den Vermögenserträgen wie folgt verrechnet:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (brutto) - 1.690 - 1.438
Erträge aus Rückdeckungsversicherungen 23 21
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (netto) - 1.667 - 1.417

Der Zinsaufwand enthält in Höhe von TEUR -23 (Vorjahr TEUR -27) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen.

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen die Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) sowie die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2017/18. Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern, der nicht bilanziert wird. Die aktiven temporären Differenzen stehen im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen sowie Rückstellungen für drohende Verluste, Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Eine passive temporäre Differenz resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungskosten.

SONSTIGE ANGABEN

17. Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die SCHUMAG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gemäß § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 535 632
Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 514 256
Verpflichtungen für Stromlieferungen 510 352
Verpflichtungen für Gaslieferungen 359 287
Bestellobligo Investitionen 202 777
2.120 2.304

Darüber hinaus wurde im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

19. Außerbilanzielle Geschäfte

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 495 625
Im Rahmen von Factoring verkaufte Forderungen 3.942 4.354
4.437 4.979

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2004/05 die Nutzung von Leasing, wodurch sofortige Zahlungsmittelabflüsse für benötigte Investitionen vermieden werden. Die Leasingverträge haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing.

Seit August 2010 wird zur Verbesserung der Finanzlage zudem echtes Factoring betrieben. Neben der Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft konnte dadurch seitdem bis zum Bilanzstichtag zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt TEUR 3.507 generiert werden.

Durch die dargestellten außerbilanziellen Geschäfte wird die SCHUMAG mit Finanzierungskosten belastet. Bei Wegfall dieser Finanzierungsinstrumente würde sich ein erhöhter Finanzierungsbedarf ergeben.

20. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteils Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital1) Ergebnis des Geschäftsjahres1)
BR Energy GmbH, Aachen 100 % TEUR 100 TEUR 0 2) TEUR - 174
Schumag Romania S.R. L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100 % TRON 9.560 TEUR 1.873 TEUR -352

1) nach jeweiligem Landesrecht
2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.233
3) aufgrund der Änderung des Geschäftsjahres von Kalenderjahr auf den Zeitraum vom 01.10. des Jahres bis zum 30.09. des Folgejahres erstreckt sich im Übergangszeitraum das Geschäftsjahr nach Landesrecht vom 01.01.2017 bis zum 30.09.2018 (21 Monate)

21. Ausschüttungssperre

Entsprechend § 253 Abs. 6 S. 2 HGB sowie § 268 Abs. 8 HGB stehen bestimmte Beträge für eine Ausschüttung nicht zur Verfügung („Ausschüttungssperre").

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Ausschüttungsgesperrte Beträge 30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
aus dem Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB 2.197 1.903
aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 69 81
2.266 1.984

22. Honorare des Abschlussprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin - Niederlassung Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Das für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der SCHUMAG einbezogen wird.

23. Organe der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

 

Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

 

Vorsitzender

 

Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Dirk Daniel, Aachen (ab 13. April 2018)

 

Stellvertretender Vorsitzender (ab 12. Juli 2018)

 

Rechtsanwalt/Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Partner in der Daniel, Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte und Steuerberater Partnerschaft mbB, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen

Mitgliedschaft

 

Quip AG, Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats)

 

Rasim Alii, Würselen (ab 13. April 2018)

 

Leiter Produktion und Einkauf der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China (bis 5. April 2018)

 

Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China (bis 5. April 2018)

 

Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China, und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, Mainz

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Peter Koschel, Berlin

 

General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.,

 

Birmingham/Großbritannien

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Karl Josef Libeaux, Aachen (ab 13. April 2018)

 

vereidigter Buchprüfer/Steuerberater und Partner der Sozietaet Libeaux vereidigte Buchprüfer und Steuerberater, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Jürgen Milion, Alsdorf (bis 15. Dezember 2017)

 

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Catherine Noel, Eupen/Belgien (ab 13. April 2018)

 

Direktionsattaché bei der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien

Mitgliedschaft

 

NOEL MANAGEMENT + FINANCE S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

Vassilios Sevdalis, Nea Erythrea im Regionalbezirk Athen/Griechenland (bis 5. April 2018)

 

Diplom-Kaufmann, Pensionär

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

 

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

 

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaft

 

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats, bis April 2018)

 

Johannes Wienands, Aachen (ab 1. Dezember 2018)

 

Dipl.-Kaufmann

Mitgliedschaft

Global Venture Partner AG (Mitglied des Aufsichtsrats)

24. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Bezüge des Vorstands 660 660
davon feste Vergütungen 600 600
davon variable Vergütungen 60 60
Bezüge des Aufsichtsrats 66 68
davon feste Vergütungen 47 50
davon sonstige Auslagen 19 18

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 747 (Vorjahr TEUR 730).

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 9.041 (Vorjahr TEUR 8.744). Davon sind TEUR 8.226 (Vorjahr TEUR 7.813) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt TEUR 815 (Vorjahr TEUR 932).

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts der SCHUMAG verwiesen.

25. Erklärung nach § 161 AktG

Im Januar 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

26. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss der SCHUMAG zum 30. September 2018 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.

27. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Oktober 2018 wurde uns eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 1.000 eingeräumt. Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Anfang November 2018 erhielten wir eine weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Johannes Wienands

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1.10.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand 30.9.2018
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 120 0 0 0 120
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.436 39 0 16 1.459
1.556 39 0 16 1.579
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.201 241 19 5 19.456
Technische Anlagen und Maschinen 11.218 2.087 4 113 13.196
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.715 346 10 407 9.664
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203 264 - 33 0 434
40.337 2.938 0 525 42.750
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.941 0 0 0 5.941
5.941 0 0 0 5.941
47.834 2.977 0 541 50.270
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Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.10.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand 30.9.2018
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 18 0 0 18
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.371 28 0 14 1.385
1.371 46 0 14 1.403
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.356 231 0 5 15.582
Technische Anlagen und Maschinen 8.878 912 0 103 9.687
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.817 261 0 393 8.685
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 0 0 0 156
33.207 1.404 0 501 34.110
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.600 0 0 0 3.600
3.600 0 0 0 3.600
38.178 1.450 0 515 39.113
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Buchwert
Stand 30.9.2018
TEUR
Stand 30.9.2017
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 102 120
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74 65
176 185
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.874 3.845
Technische Anlagen und Maschinen 3.509 2.340
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 979 898
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 278 47
8.640 7.130
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.341 2.341
2.341 2.341
11.157 9.656

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Lagebericht) der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodengerechte Umsatzrealisierung

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Anhang. Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft ist im Abschnitt Ertragslage der Schumag des Lageberichts erläutert.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse der Schumag AG belaufen sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf EUR 49,8 Mio.

Die Schumag AG erfasst Umsätze aus dem Verkauf von Präzisionsmechanik-Produkten, wenn die Voraussetzungen zur Umsatzrealisierung gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein.

Die wesentlichen Märkte der Schumag befinden sich in Europa und den USA. Für die weltweite Lieferung der Produkte werden durch die Schumag AG unterschiedliche Incoterms vereinbart. Die Incoterms legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest.

Aufgrund der Nutzung zum Teil unterschiedlicher Incoterms für den jeweiligen Kunden und der unterschiedlichen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass Umsatzerlöse zum Stichtag vorzeitig realisiert werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf den Warenausgang und die Faktura beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen für zum Stichtag noch nicht ausgeglichene Umsatzforderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie bei fehlenden Rückläufen alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den externen Liefernachweisen bzw. Zahlungseingängen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte zum Stichtag offene Rechnungen, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Darauf aufbauend haben wir die Umsatzbuchungen eines festgelegten Zeitraums vor dem Stichtag auf ihre periodengerechte Zuordnung beurteilt. Zusätzlich haben wir einen festgelegten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag auf wesentliche Umsatzgutschriften untersucht.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise der Schumag AG bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunfts-orientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011/12 als Abschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Charlotte Salzmann.

 

Düsseldorf, den 25. Januar 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Salzmann, Wirtschaftsprüfer

Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Johannes Wienands

Konzernbilanz zum 30. September 2018

AKTIVA

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Konzernanhang 30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 177 186
Sachanlagen (13) 16.584 15.158
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 4.225 4.237
Aktive latente Steuern (10) 93 224
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 1.500 1.671
22.579 21.476
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (15) 11.605 9.017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 3.294 3.987
Ertragsteueransprüche 5 114
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 1.784 1.724
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (18) 137 171
Zahlungsmittel (19) 910 3.263
17.735 18.276
Bilanzsumme 40.314 39.752

PASSIVA

Eigenkapital (20)
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
Erwirtschaftetes Eigenkapital - 2.017 - 2.286
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 8.209 7.940
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen (21) 22.445 22.276
Übrige langfristige Rückstellungen (22) 12 131
Passive latente Steuern (10) 91 48
Finanzschulden (23) 20 640
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 21 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 701 802
23.290 23.897
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen (22) 727 1.072
Ertragsteuerschulden (10) 226 122
Finanzschulden (23) 1.121 680
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 3.421 2.659
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 3.009 3.084
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (26) 311 298
8.815 7.915
Bilanzsumme 40.314 39.752

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

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Konzernanhang 2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Umsatzerlöse (4) 49.181 48.061
Bestandsveränderung 1.613 - 974
Andere aktivierte Eigenleistungen 262 277
Sonstige betriebliche Erträge (5) 1.145 2.134
Gesamtleistung 52.201 49.498
Materialaufwand (6) - 14.898 - 12.856
Personalaufwand (7) - 29.066 - 28.196
Abschreibungen (12-14) - 1.557 - 1.487
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) - 4.756 - 5.243
Ergebnis der Betriebstätigkeit 1.924 1.716
Finanzerträge 12 18
Finanzierungsaufwendungen - 552 - 493
Finanzergebnis (9) - 540 - 475
Ergebnis vor Steuern 1.384 1.241
Ertragsteuern (10) - 533 - 487
Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 851 754
Ergebnis je Aktie (in EUR) (11) 0,21 0,19
unverwässert gleich verwässert

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

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Konzernanhang 2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Ergebnis nach Steuern 851 754
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (21) - 846 2.121
Latente Steuern (10) 275 - 689
Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 571 1.432
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe (20) - 11 - 53
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können - 11 - 53
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 582 1.379
Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 269 2.133

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzernbilanzverlust
TEUR
Eigenkapital*
TEUR
Stand 1.10.2016 10.226 16 1.726 - 6.161 5.807
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 754 754
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 - 53 1.432 0 1.379
Gesamtergebnis nach Steuern 0 - 53 1.432 754 2.133
Stand 30.9.2017 10.226 - 37 3.158 - 5.407 7.940
Stand 1.10.2017 10.226 - 37 3.158 - 5.407 7.940
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 851 851
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 - 11 - 571 0 - 582
Gesamtergebnis nach Steuern 0 - 11 - 571 851 269
Stand 30.9.2018 10.226 - 48 2.587 - 4.556 8.209

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 20.
* sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Ergebnis nach Steuern 851 754
Ertragsteuern 533 487
Finanzergebnis 540 475
Abschreibungen 1.557 1.487
Veränderung der Pensionsrückstellungen - 1.412 - 1.380
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge - 288 1
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 8 29
Veränderung der Vorräte - 2.588 107
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 703 - 553
Veränderung der übrigen Vermögenswerte 627 - 46
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 783 599
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen - 486 135
Auszahlungen für Zinsen - 161 - 163
Einzahlungen aus Zinsen 12 18
Auszahlungen für Ertragsteuern - 2 - 560
Einzahlungen aus Ertragsteuern 130 37
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 807 1.427
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte - 39 - 170
Auszahlungen für Sachanlagen und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 2.953 - 1.529
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 11 9
Cash-flow aus Investitionstätigkeit - 2.981 - 1.690
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 5 76
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 184 - 157
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit - 179 - 81
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel - 2.353 - 344
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0 - 11
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 3.263 3.618
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 910 3.263

Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 36.

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

1. Informationen zum Unternehmen

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 wurde am 28. Dezember 2018 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, in der Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Der Konzernabschluss der SCHUMAG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden. Die Konzernbilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz zusammengefasst und im Konzern-Anhang gesondert erläutert.

2.2 Konsolidierung

In den Konzernabschluss werden neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 34 aufgeführt. Der Abschluss der BR Energy GmbH ist zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Schumag Romania S.R.L. ist erstmalig auch der 30. September der Abschlussstichtag.

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 30.9.2018 30.9.2017 2017/18 2016/17
Rumänien RON 4,63 4,60 4,64 4,54

2.3.2 Ertragsrealisierung: Erträge werden grundsätzlich erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dieser in der Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren realisiert, sobald der Gefahrenübergang auf den Erwerber vorliegt. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgezogen. Mögliche Risiken aus der Reklamation von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen werden zurückgestellt. Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, soweit die Leistung erbracht wurde. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze zeitanteilig vereinnahmt. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden zeitanteilig über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst.

2.3.3 Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.3.4 Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand: Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen.

2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nut- zungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und nach dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten werden gem. IAS 38 als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der entstehende immaterielle Vermögenswert genutzt werden kann und dessen Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ansonsten werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Beginn der gewerblichen Produktion des Produktes planmäßig linear über den Zeitraum ihrer erwarteten Nutzung abgeschrieben. Grundsätzlich ist es bei SCHUMAG kostenrechnerisch nicht möglich, Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln, da die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte keine klar definierbaren neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben. Im Vorjahr beinhaltete ein Entwicklungsprojekt erstmals ein für uns neues Produkt, dessen Kosten nach Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen aktiviert wurden. Im Berichtsjahr wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht angesetzt.

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Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte 2017/18 Jahre 2016/17 Jahre
Entwicklungskosten 5 5
Software 5 5

2.3.7 Sachanlagen: Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fertigungsbezogene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbezogenen Gemeinkosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer Sachanlagen 2017/18 Jahre 2016/17 Jahre
Gebäude 7 - 50 7 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20 4 - 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 3 - 23

2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die nicht für die eigene Produktion, sondern zur Erzielung von Mieteinnahmen genutzt werden. Bei der SCHUMAG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 40 i.V.m. IAS 16.5. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Grundstücke und Gebäude) werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt.

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Nutzungsdauer als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 2017/18 Jahre 2016/17 Jahre
Gebäude 10 - 40 10 - 40

2.3.9 Wertminderungen: Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu jedem Abschlussstichtag über- prüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test durch- geführt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (fair value less cost to sale / value in use) unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal auf die fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten vorgenommen (vgl. Anmerkung 2.4.5).

2.3.10 Leasing: Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der SCHUMAG-Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der SCHUMAG-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

2.3.11 Ertragsteuern: Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der SCHUMAG-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 10 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren.

2.3.12 Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bzw. des Materialanteils in den Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.

2.3.13 Pensionsrückstellungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

2.3.14 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.

2.3.15 Finanzinstrumente: Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der SCHUMAG aus gewährten Krediten und Forderungen sowie Zahlungsmitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte*

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte*

Kredite und Forderungen

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte*

Effektive Derivate als Sicherungsinstrumente*

* im SCHUMAG-Konzern für die dargestellten Berichtsperioden nicht relevant

Unter „Kredite und Forderungen" werden im SCHUMAG-Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive Anzeichen für eine substanzielle Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der SCHUMAG Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten*

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

* im SCHUMAG-Konzern für die dargestellten Berichtsperioden nicht relevant

Der erstmalige Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Konzernbilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im SCHUMAG-Konzern nicht angewendet.

2.3.16 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen: Der Ansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten.

2.3.17 Segmentberichterstattung: Die Segmentberichterstattung ist gem. dem sogenannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der SCHUMAG aus- gerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventual-verbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber: Die SCHUMAG hat im Wesentlichen zwei Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand von Analysen der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Die Verträge werden dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, wobei der Ausweis der ab 2008 vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt, während die ab 2016 vermietete Immobilie weiterhin nach IAS 16 unter den Sachanlagen ausgewiesen wird, da der Anteil der Eigennutzung der Immobilie wesentlich ist.

2.4.2 Ertragsteuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die SCHUMAG bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall aktive latente Steuern nicht angesetzt. Die nach dem Wegfall der seinerzeit bestehenden Verlustvorträge im Juni 2014 neu entstandenen Verlustvorträge der deutschen Tochtergesellschaft werden vor dem Hintergrund der Einstellung derer operativer Tätigkeiten voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche nicht angesetzt.

2.4.3 Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Lebenserwartungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der SCHUMAG getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 21 aufgeführt.

2.4.4 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.

2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte („Triggering Events") wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Hierfür werden Vermögenswerte auf der niedrigsten identifizierbaren Ebene zusammengefasst, für die Cash-flows weitestgehend von voneinander unabhängigen Einheiten generiert werden können (ZGE). Für die SCHUMAG wurden zwei ZGE identifiziert. Zum einen die Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, zum anderen die operativen Geschäftsaktivitäten des SCHUMAG-Konzerns. Der erzielbare Betrag der ZGE wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cash-flows bestimmt. Den geschätzten Cash-flows liegt in der Regel eine von den entsprechenden Gremien im vierten Quartal des Geschäftsjahres genehmigte Unternehmensplanung mit einem Detailplanungszeitraum von drei Jahren zugrunde. Das letzte Planungsjahr bildet die Grundlage für die Ableitung des nachhaltig erzielbaren Zahlungsmittelzuflusses. In die Planung fließen neben prognostizierten Umsatz- sowie Lohn- und Gehaltsentwicklungen insbesondere Einschätzungen zur zukünftigen betrieblichen Leistung ein. Die zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse werden zudem von dem angesetzten Diskontierungszinssatz sowie der für die ewige Rente unterstellten Wachstumsrate beeinflusst. Der Diskontierungszinssatz hängt im Wesentlichen vom risikolosen Zinssatz sowie von Annahmen zum Kreditrisiko und zur Marktrisikoprämie für die Eigenkapitalverzinsung ab.

Sofern der erzielbare Betrag der ZGE unter dem Buchwert ihres Nettovermögens liegt, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswertes weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards

2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2017/18 erstmalig verpflichtend angewendet. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendments to IAS 12 „Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses" wurden am 19. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Mit den Anpassungen wird vor allem der Ansatz aktiver latenter Steuern für nicht realisierte Verluste, die sich aus den Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten ergeben und im sonstigen Ergebnis erfasst werden, klargestellt.

Amendments to IAS 7 „Disclosure Initiative" wurden am 29. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Durch die Anpassungen sollen die den Abschlussadressaten vermittelten Informationen zum Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit verbessert werden.

Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und am 7. Februar 2018 in EU-Recht übernommen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 12 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen.

2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die bereits in EU-Recht übernommen wurden

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die SCHUMAG plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurde am 28. Mai 2014 veröffentlicht, zusammen mit den am 11. September 2015 veröffentlichten Amendments to IFRS 15 „Effective Date of IFRS 15" am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. welchem Zeitraum Umsatzerlöse zu erfassen sind. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Revenue", IAS 11 "Construction Contracts" und IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes". Auf Grundlage des derzeitigen Erkenntnisstandes ergeben sich zu Beginn der Vergleichsperiode am 1. Oktober 2017 im Vergleich zur Konzernbilanz zum 30. September 2017 sowie hinsichtlich der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Vergleichsjahr 2017/18 keine wesentlichen Umstellungseffekte.

IFRS 9 „Financial Instruments" wurde am 24. Juli 2014 veröffentlicht, am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 9 löst den bestehenden Standard IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ab. IFRS 9 umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Zudem enthält er neue, allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat die Erstanwendung von IFRS 9 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten der SCHUMAG. Eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfolgt zurzeit nicht.

IFRS 16 „Leases" wurde am 13. Januar 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch IFRS 16, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzt, verändert sich im Wesentlichen die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für sog. geringwertige Vermögenswerte sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen dagegen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17, d.h. für diese ist weiter zwischen Finanzierungsleasing und Operatingleasing zu unterscheiden. Die Erstanwendung von IFRS 16 wird zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte sowie der Finanzschulden führen, während sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen durch die Änderung der Bilanzierungsvorschriften für Verpflichtungen aus Operatingleasing-Verträgen reduzieren werden. Zudem werden die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen durch Abschreibungen der Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Darüber hinaus verschieben sich die Leasingauszahlungen vom Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. Bzgl. des derzeitigen Volumens aus Operatingleasing-Verträgen wird auf Anmerkung 29 verwiesen.

Clarifications to IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurden am 12. April 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Klarstellungen betreffen gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung von Prinzipal oder Agent sowie Umsatzerlöse aus Lizenzen. Zu den möglichen Auswirkungen wird auf die Aussagen zu IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" verwiesen.

Amendments to IFRS 4 „Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts" wurden am 12. September 2016 veröffentlicht, am 3. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherungsverträge. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und IFRS 4 ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand.

Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und am 7. Februar 2018 in EU-Recht übernommen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Amendments to IFRS 2 „Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions" wurden am 20. Juni 2016 veröffentlicht, am 26. Februar 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Durch die Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich klargestellt.

Amendments to IAS 40 „ Transfer of Investment Property" wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 14. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Mit den Änderungen wurde klargestellt, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet.

IFRIC 22 „Foreign Currency Transactions and Advance Consideration" wurde am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die neue Interpretation stellt klar, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten.

IFRIC 23 „Uncertainty over Income Tax Treatments" wurde am 7. Juni 2017 veröffentlicht, am 23. Oktober 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die neue Interpretation ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von solchen Sachverhalten und Transaktionen, die von der zukünftigen Auslegung durch die Steuerbehörden abhängen, welche jedoch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht bekannt ist.

Amendments to IFRS 9 „Prepayment Features with Negative Compensation" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen an IFRS 9 betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien.

2.5.3 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die noch nicht in EU-Recht übernommen wurden

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in EU-Recht übernommen worden. Die SCHUMAG plant deren erstmalige Anwendung grundsätzlich zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt nach Übernahme durch die EU und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt -keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

IFRS 17 „Insurance Contracts" wurde am 18. Mai 2017 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Standard IFRS 4 und regelt die Grundsätze bzgl. Ansatz, Bewertung und Ausweis von Versicherungsverträgen sowie diesbezügliche Anhangangaben.

Amendments to IAS 28 „Long-term Interests in Associates and Joint Ventures" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.

Annual Improvements to IFRSs 2015-2017 Cycle wurden am 12. Dezember 2017 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 11 "Joint Arrangements", IAS 12 "Income Taxes" sowie IAS 23 "Borrowing Costs".

Amendments to IAS 19 „Plan Amendment, Curtailment or Settlement" wurden am 7. Februar 2018 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass bei Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen von Pensionsverpflichtungen aufgrund aktualisierter Annahmen der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis der aktualisierten Annahmen zu berücksichtigen sind.

Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards wurden am 29. März 2018 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Das überarbeitete Rahmenkonzept besteht aus einem neuen übergeordneten Abschnitt "Status and purpose of the conceptual framework" sowie aus nunmehr acht vollständig enthaltenen Abschnitten. Dazu gekommen sind die Abschnitte "The reporting entity" und "Presentation and disclosure"; der Abschnitt "Recognition" wurde um "Derecognition" ergänzt.

Amendment to IFRS 3 „Business Combinations" wurde am 22. Oktober 2018 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit der vorliegenden Änderung wird insbesondere klargestellt, dass ein Geschäftsbetrieb eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren. Im Hinblick auf die Leistungen (Output) wird zudem auf die Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Kunden abgestellt.

Amendments to IAS 1 and IAS 8 „Definition of Material" wurden am 31. Oktober 2018 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt.

3. Akquisitionen / Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe durchgeführt. Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen.

4. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente.

Das Segment SCHUMAG bildet die Geschäftsaktivitäten der SCHUMAG am Standort Aachen ab. Es produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess-und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten sowie Komponenten für medizinische und optische Geräte.

Das Segment Schumag Romania bildet die Geschäftsaktivitäten der Schumag Romania S.R.L. am rumänischen Standort ab. Hier werden neben Komponenten für Automobilzulieferteile insbesondere Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen produziert. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über die SCHUMAG.

Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Aktivitäten aus. Darin werden die BR Energy GmbH, die operativ nicht mehr aktiv ist, sowie die Konsolidierung abgebildet. Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung konzerninterner Umsätze sowie der entsprechenden Materialaufwendungen.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Eine Aggregation von Segmenten erfolgte nicht.

Segmente

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2017/18 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten Konzern
Umsatz 49.750 3.443 - 4.012 49.181
davon Umsätze mit Konzernfremden 48.931 277 - 27 49.181
davon Intersegmentumsätze 819 3.166 - 3.985 0
Gesamtleistung 52.575 3.595 - 3.969 52.201
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 1.704 53 167 1.924
Ergebnis vor Steuern 1.279 40 65 1.384
Finanzerträge 113 0 - 101 12
Finanzierungsaufwendungen - 538 - 13 - 1 - 552
Abschreibungen - 1.422 - 141 6 - 1.557
Investitionen 2.977 15 0 2.992
Langfristige Vermögenswerte 23.595 1.293 - 2.309 22.579
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 467 94 3 564

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2016/17 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten Konzern
Umsatz 48.643 3.573 - 4.155 48.061
davon Umsätze mit Konzernfremden 47.720 367 - 26 48.061
davon Intersegmentumsätze 923 3.206 - 4.129 0
Gesamtleistung 49.934 3.616 - 4.052 49.498
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 1.894 - 457 279 1.716
Ergebnis vor Steuern 1.541 - 470 170 1.241
Finanzerträge 118 0 - 100 18
Finanzierungsaufwendungen - 471 - 13 - 9 - 493
Abschreibungen - 1.316 - 167 - 4 - 1.487
Investitionen 1.688 32 58 1.778
Langfristige Vermögenswerte 22.229 1.545 - 2.298 21.476
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 471 92 3 566

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 21.253 (Vorjahr TEUR 19.882) auf Deutschland und TEUR 1.326 (Vorjahr TEUR 1.594) auf Rumänien.

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde wie im Vorjahr mit drei Kunden jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze beliefen sich auf TEUR 7.551, TEUR 6.798 und TEUR 5.655 (Vorjahr TEUR 7.087, TEUR 6.391 und TEUR 5.932).

Die Umsätze mit Konzernfremden aus den aufgeführten Produkten betrugen TEUR 48.241 (Vorjahr TEUR 47.293), davon für das Segment SCHUMAG TEUR 47.964 (Vorjahr TEUR 46.926) sowie für das Segment Schumag Romania TEUR 277 (Vorjahr TEUR 367). Aus Vermietung wurden im Segment SCHUMAG Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 967 (Vorjahr TEUR 794) erzielt.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksame Wertminderungsaufwendungen enthalten:

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Wertminderungsaufwendungen 2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 - 67
0 - 67
davon für Segment SCHUMAG 0 0
davon für Segment Schumag Romania 0 - 67

Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das EBIT.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

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Sitz des Kunden 2017/18 2016/17
TEUR % TEUR %
Deutschland 17.717 36,0 17.431 36,3
Sonstige EU-Länder 11.176 22,7 9.873 20,5
Übriges Europa 385 0,8 1.225 2,6
USA 13.560 27,6 12.645 26,3
Lateinamerika 1.892 3,8 1.701 3,5
Asien 4.451 9,1 5.186 10,8
49.181 100,0 48.061 100,0

5. Sonstige betriebliche Erträge

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Ertrag aus der Aufwertung von Forderungen 430 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen/ Ausbuchung von Verbindlichkeiten 153 30
Ertrag aus KWK-Umlage 122 118
Versicherungsentschädigungen 94 262
Erträge aus Rückkaufswerten 67 51
Währungsgewinne 34 77
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 4 6
Übrige 241 1.590
1.145 2.134

Der Ertrag aus der Aufwertung von Forderungen beinhaltet insbesondere die Erträge aus einer weiteren, im Berichtsjahr erfolgten Wertaufholung der Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. (TEUR 420), auf die in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen wurde.

Der Ertrag aus KWK-Umlage umfasst den vom Stromnetzbetreiber vergüteten Zuschlag gem. Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) im Zusammenhang mit der Nutzung des Blockheizkraftwerks (BHKW).

Die Versicherungsentschädigungen beinhalten im Wesentlichen von unserer Versicherung erstattete Kosten, die im Zusammenhang mit der Bearbeitung einer Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen anfielen.

Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen.

In den übrigen Erträgen sind u.a. sonstige Zuschüsse sowie eine Vielzahl kleinerer Posten enthalten. Im Vorjahr beinhalteten sie im Wesentlichen den Erlös der SCHUMAG aus der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrags mit der SMS group (TEUR 1.406).

6. Materialaufwand

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren - 9.756 - 8.820
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 5.142 - 4.036
- 14.898 - 12.856

Die Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist vor allem auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

7. Personalaufwand

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Löhne und Gehälter - 24.236 - 23.590
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 4.830 - 4.606
davon für Altersversorgung - 453 - 136
- 29.066 - 28.196

An gesetzliche Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 1.929 (Vorjahr TEUR 1.863) abgeführt.

Durchschnittlicher Personalbestand

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2017/18 2016/17
Arbeiter 474 471
Angestellte 65 68
Auszubildende 25 27
564 566

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Instandhaltung - 1.638 - 1.736
Versicherungskosten - 376 - 349
Leasing- und Mietkosten - 368 - 279
Beratungskosten - 320 - 197
Sonstige Fremd- und Serviceleistungen - 302 - 326
IT-Kosten - 255 - 259
Factoring - 142 - 157
Währungsverluste - 53 - 89
Übrige - 1.302 - 1.851
- 4.756 - 5.243

Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.

9. Finanzergebnis

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12 18
Finanzerträge 12 18
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 552 - 493
Finanzierungsaufwendungen - 552 - 493
Finanzergebnis - 540 - 475

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -405 (Vorjahr TEUR -340) enthalten (vgl. Anmerkung 21).

Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Gesamtzinsertrag 12 18
Gesamtzinsaufwand - 154 - 160

10. Ertragsteuern

In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden.

Der von der ausländischen Gesellschaft erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei der ausländischen Gesellschaft werden die Steuern mit dem in Rumänien maßgeblichen Steuersatz von 16 % (Vorjahr 16 %) ermittelt.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Tatsächliche Steuern
SCHUMAG - 85 - 176
Ausländische Tochtergesellschaften 0 2
- 85 - 174
davon für Vorjahre 2 1
Latente Steuern
Steueraufwand - 477 - 441
Steuerertrag 29 128
- 448 - 313
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesene Ertragsteuern - 533 - 487

Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr TEUR -689).

Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:

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Latenter Steueraufwand Latenter Steuerertrag
2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0 - 39 6 0
Sachanlagen - 129 - 56 23 85
Vorräte und Forderungen - 13 - 22 0 9
Pensionsrückstellungen - 237 - 174 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten - 98 - 115 0 34
Steuerlicher Verlustvortrag 0 - 35 0 0
- 477 - 441 29 128

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 33 39
Sachanlagen 18 107 3.556 3.539
Vorräte und Forderungen 77 91 0 0
Pensionsrückstellungen 3.235 3.196 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 262 361 0 0
Sonstiges 0 0 1 1
Bruttowert 3.592 3.755 3.590 3.579
Saldierung - 3.499 - 3.531 - 3.499 - 3.531
Bilanzansatz 93 224 91 48

Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern grundsätzlich realisiert werden können.

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Im Rahmen von Gesellschafterwechseln können steuerliche Verlustvorträge ganz oder teilweise entfallen. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2018 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 852 (Vorjahr TEUR 678) keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der SCHUMAG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Ergebnis vor Steuern 1.384 1.241
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz der SCHUMAG) - 450 - 403
Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen 65 32
Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 7 - 78
Latente Steuern infolge von bisher nicht berücksichtigten
steuerlichen Verlustvorträgen 0 17
Nichtansatz von latenten Steuern - 77 - 49
Aperiodische Effekte - 82 - 4
Sonstige Steuereffekte 4 - 2
Ausgewiesene Ertragsteuern - 533 - 487
Steuerquote 38,5 % 39,2 %

11. Ergebnis je Aktie

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2017/18 2016/17
Ergebnis nach Steuern (in TEUR) 851 754
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 4.000.000 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) 0,21 0,19

Verwässerungseffekte ergaben sich nicht.

12. Immaterielle Vermögenswerte

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Entwicklung 2017/18 Entwicklungskosten
TEUR
Software
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2017 120 801 921
Zugänge 0 39 39
Abgänge 0 16 16
Stand am 30.9.2018 120 824 944
Abschreibungen
Stand am 1.10.2017 0 735 735
Zugänge 18 28 46
Abgänge 0 14 14
Stand am 30.9.2018 18 749 767
Nettobuchwert am 30.9.2018 102 75 177

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Entwicklung 2016/17 Entwicklungskosten
TEUR
Software
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 0 838 838
Zugänge 120 50 170
Abgänge 0 87 87
Stand am 30.9.2017 120 801 921
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 0 790 790
Zugänge 0 32 32
Abgänge 0 87 87
Stand am 30.9.2017 0 735 735
Nettobuchwert am 30.9.2017 120 66 186

Die aktivierten Entwicklungskosten entstanden aus einer internen Entwicklung und stellen somit selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte dar. Geschäfts- oder Firmenwerte liegen nicht vor.

13. Sachanlagen

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Entwicklung 2017/18 Grundstücke und Gebäude
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEUR
Anlagen im Bau
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2017 15.687 23.823 6.929 215 46.654
Umrechnungsbedingte
Wertänderungen - 11 - 1 - 6 0 - 18
Zugänge 241 2.087 361 264 2.953
Abgänge 1 617 344 0 962
Umbuchungen 19 4 10 - 33 0
Stand am 30.9.2018 15.935 25.296 6.950 446 48.627
Abschreibungen
Stand am 1.10.2017 4.433 21.146 5.761 156 31.496
Umrechnungsbedingte
Wertänderungen - 3 0 - 4 0 - 7
Zugänge 348 817 334 0 1.499
Abgänge 1 615 329 0 945
Stand am 30.9.2018 4.777 21.348 5.762 156 32.043
Nettobuchwert am 30.9.2018 11.158 3.948 1.188 290 16.584

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Entwicklung 2016/17 Grundstücke und Gebäude
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEUR
Anlagen im Bau
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 15.830 23.695 6.762 262 46.549
Umrechnungsbedingte
Wertänderungen - 46 - 3 - 26 0 - 75
Zugänge 118 763 543 57 1.481
Abgänge 3 656 349 0 1.008
Umbuchungen - 212 24 - 1 - 104 - 293
Stand am 30.9.2017 15.687 23.823 6.929 215 46.654
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 4.369 21.038 5.776 156 31.339
Umrechnungsbedingte
Wertänderungen - 13 - 3 - 17 0 - 33
Zugänge 358 736 355 0 1.449
Abgänge 0 627 343 0 970
Umbuchungen - 281 2 - 10 0 - 289
Stand am 30.9.2017 4.433 21.146 5.761 156 31.496
Nettobuchwert am 30.9.2017 11.254 2.677 1.168 59 15.158

Die Sachanlagen enthalten wie im Vorjahr zwölf geleaste Produktionsmaschinen für das Segment SCHUMAG, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist.

Die Anschaffungskosten und der Nettobuchwert der geleasten Sachanlagen sind nachfolgend aufgeführt:

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30.9.2018 30.9.2017
Anschaffungskosten
TEUR
Nettobuchwert
TEUR
Anschaffungskosten
TEUR
Nettobuchwert
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen 468 221 468 322
Betriebs- und Geschäftsausstattung 117 96 117 108
585 317 585 430

Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 23 erläutert.

14. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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Entwicklung 2017/18 TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2017 5.224
Stand am 30.9.2018 5.224
Abschreibungen
Stand am 1.10.2017 987
Zugänge 12
Umbuchungen 0
Stand am 30.9.2018 999
Nettobuchwert am 30.9.2018 4.225

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Entwicklung 2016/17 TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 4.804
Zugänge 127
Umbuchungen 293
Stand am 30.9.2017 5.224
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 692
Zugänge 6
Umbuchungen 289
Stand am 30.9.2017 987
Nettobuchwert am 30.9.2017 4.237

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 28. September 2016 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücksnutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein über dem Buchwert liegender Zeitwert in Höhe von TEUR 4.501. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem unabhängigen zertifizierten Immobiliengutachter (HypZert) im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7,80 % ermittelt.

Aus der Vermietung der Immobilie resultieren Mieterträge von TEUR 799 (Vorjahr TEUR 625) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR -303 (Vorjahr TEUR -232) (vgl. Anmerkung 29).

15. Vorräte

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.180 2.207
Unfertige Erzeugnisse 5.173 4.463
Fertige Erzeugnisse 3.252 2.347
11.605 9.017

Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 445 (Vorjahr TEUR 365) zu ihrem unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegenden Nettoveräußerungswert bilanziert.

Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Segments SCHUMAG um TEUR 253 (Vorjahr TEUR 288) und des Segments Schumag Romania um TEUR 12 (Vorjahr TEUR 10).

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:

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Buchwert nicht wertgemindert, aber überfällig
TEUR weder wertgemindert noch überfällig
TEUR
überfällig bis 30 Tage
TEUR
überfällig 31 bis 60 Tage
TEUR
überfällig 91 bis 180 Tage
TEUR
überfällig 181 bis 360 Tage
TEUR
30.9.2018 3.294 3.053 127 24 39 51
30.9.2017 3.987 3.838 149 0 0 0

Wir gehen davon aus, dass die überfälligen Forderungen einbringlich sind.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Stand 1.10. 80 95
Erfolgswirksame Zuführung 0 10
Erfolgswirksame Auflösung - 10 0
Nicht erfolgswirksame Inanspruchnahme 0 - 25
Stand 30.9. 70 80

Es besteht ein Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen. Auf Basis des Vertrags erhält die SCHUMAG als Gegenleistung für den Verkauf den Kaufpreis der Forderungen abzüglich eines Betrags für Factor-Gebühren, Zinsen und Kostenerstattungen. Der Wert der zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 3.942 (Vorjahr TEUR 4.355). Da das Eigentum dieser Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übergegangen ist, erfolgt kein Ansatz in der Konzernbilanz der SCHUMAG.

17. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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30.9.2018 30.9.2017
TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 60 60
Übrige Vermögenswerte 3.284 1.784 3.335 1.664
3.284 1.784 3.395 1.724

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Im Vorjahr bestanden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegen die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., Tonglu County, Hangzhou/China, die seit dem 16. März 2018 kein verbundenes Unternehmen mehr ist.

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft 1.500 1.500
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 444 506
Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft 435 501
Kautionen/Hinterlegungen 323 345
Forderungen an Mitarbeiter 316 319
Verpfändete Bankguthaben 75 75
Übrige 191 89
3.284 3.335

Die Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft beinhalten die zum Erwartungswert angesetzte Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., deren Erfüllung nach mehr als einem Jahr erwartet wird. Der Ansatz erfolgt in Höhe der aktuell vom Insolvenzverwalter veröffentlichten Quote unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2017/18 erhaltenen Abschlagszahlungen und abzüglich eines auf Basis des derzeitigen Verfahrensstands aktualisierten Risikoabschlags.

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.

Die Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft beinhalten Forderungen aus dem Factoring-Vertrag .

Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen Verpflichtungen aus Leasingverträgen sowie Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten.

Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen.

Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betragen TEUR 55 (Vorjahr TEUR 56).

18. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

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30.9.2018 30.9.2017
TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Geleistete Anzahlungen 1 1 2 2
Rechnungsabgrenzungen 94 94 78 78
Steuererstattungsansprüche 42 42 91 91
137 137 171 171

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten ausschließlich Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer.

19. Zahlungsmittel

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 900 3.250
Kassenbestände 10 13
910 3.263

20. Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen.

Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Stand 1.10. - 5.204 - 6.636
Neubewertung der Nettoschuld
aus leistungsorientierten Plänen - 846 2.121
Latente Steuern 275 - 689
Veränderung - 571 1.432
Stand 30.9. - 5.775 - 5.204

Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511).

Maßgeblich für eine durch die Hauptversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Für das Geschäftsjahr 2017/18 ist eine Ausschüttung nicht vorgesehen.

Sonstiges Ergebnis nach Steuern

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den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
2017/18 Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Gesamt
TEUR
Währungsumrechnungsdifferenzen
ausländische Geschäftsbetriebe - 11 0 - 11
Neubewertung der Nettoschuld
aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 - 571 - 571
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 11 - 571 - 582

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den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
2016/17 Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Gesamt
TEUR
Währungsumrechnungsdifferenzen
ausländische Geschäftsbetriebe - 53 0 - 53
Neubewertung der Nettoschuld
aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 1.432 1.432
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 53 1.432 1.379

Kapitalmanagement

Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der SCHUMAG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem die Stabilisierung der Ertragslage sowie die weitere Nutzung des Factorings.

Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Mietkauf.

Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital. Zum 30. September 2018 beläuft sich die Eigenkapitalquote unverändert auf 20 %.

21. Pensionsrückstellungen

Den Mitarbeitern der SCHUMAG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)

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30.9.2018 % 30.9.2017 %
Rechnungszins 1,95 2,05
Rententrend 1,75 1,75
Fluktuation 1,25 1,25

Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018G (Vorjahr 2005G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen.

Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen.

Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Anwartschaftsbarwert am 1.10. 23.835 26.930
Laufender Dienstzeitaufwand 74 97
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 344 0
Zinsaufwand 405 340
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 846 - 2.121
Rentenzahlungen - 1.412 - 1.411
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 24.092 23.835
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. - 1.559 - 1.472
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 23 - 22
Arbeitgeberbeiträge - 65 - 65
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. - 1.647 - 1.559
Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 22.445 22.276

Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen.

Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung demographischer Annahmen 214
Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen 288 - 2.161
Verluste (+) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 344 40
846 - 2.121

Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 8.556 (Vorjahr TEUR 7.709) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungen

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand - 74 - 97
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 344 0
Nettozinsaufwand - 382 - 318
Nettopensionsaufwendungen - 800 - 415

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand.

Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschaftsbarwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten.

Sensitivitätsbetrachtung

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30.9.2018 Anwartschaftsbarwert Veränderung
TEUR TEUR %
Ansatz Konzernbilanz 24.092 - -
Rechnungszins + 0,50 % 22.708 - 1.384 - 5,7
Rechnungszins - 0,50 % 25.629 1.537 6,4
Rententrend + 0,25 % 24.705 613 2,5
Rententrend - 0,25 % 23.503 - 589 - 2,4
Lebenserwartung + 1 Jahr 24.893 801 3,3

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30.9.2017 Anwartschaftsbarwert Veränderung
TEUR TEUR %
Ansatz Konzernbilanz 23.835 - -
Rechnungszins + 0,50 % 22.472 - 1.363 - 5,7
Rechnungszins - 0,50 % 25.348 1.513 6,3
Rententrend + 0,25 % 24.431 596 2,5
Rententrend - 0,25 % 23.262 - 573 - 2,4
Lebenserwartung + 1 Jahr 24.893 1.058 4,4

Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen.

Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigten

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Anwartschaftsbarwert 30.9.2018 30.9.2017
TEUR % TEUR %
Aktive Anwärter 4.144 17,2 3.922 16,4
Unverfallbar ausgeschiedene Anwärter 3.675 15,3 3.573 15,0
Rentner 16.273 67,5 16.340 68,6
24.092 100,0 23.835 100,0

Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt zwölf Jahre (Vorjahr dreizehn Jahre).

Die für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2018 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.491. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cash-flow finanziert.

Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cash-flow finanziert werden.

22. Übrige Rückstellungen

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Auftragsrückstellungen
TEUR
Sonstige
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand am 30.9.2017 974 229 1.203
Zuführung 549 144 693
Inanspruchnahme - 921 - 191 - 1.112
Auflösung - 45 0 - 45
Stand am 30.9.2018 557 182 739
davon kurzfristig 557 170 727
davon langfristig 0 12 12

Die Auftragsrückstellungen umfassen Drohverluste für Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Dritten und Garantieleistungen insbesondere für im Berichtsjahr verkaufte Produkte. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. SCHUMAG geht davon aus, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Garantieleistungen im Geschäftsjahr 2018/19 zu begleichen. Diesbezügliche Erstattungen werden nicht erwartet.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten.

23. Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2018 30.9.2017
TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 501 501 496 496
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 140 120 324 184
Sonstige Darlehen 500 500 500 0
1.141 1.121 1.320 680

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten die Inanspruchnahme einer unbefristeten Kontokorrentlinie der Schumag Romania über maximal TEUR 500 mit einem Zinssatz von 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 %. Als Sicherheit dient eine Grundschuld über TEUR 650. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die SCHUMAG fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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30.9.2018
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mindestleasingrate 122 20 142
Zinsanteil 2 0 2
Leasingverbindlichkeit 120 20 140

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30.9.2017
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mindestleasingrate 193 141 334
Zinsanteil 9 1 10
Leasingverbindlichkeit 184 140 324

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultieren wie im Vorjahr aus zwölf Anlagen innerhalb der Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen (vgl. Anmerkung 13).

In den sonstigen Darlehen ist die Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 500) eines von Dritten gewährten Darlehenrahmens über TEUR 500 (Vorjahr TEUR 1.000) ausgewiesen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019, es wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der SCHUMAG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2018 auf TEUR 3.377 (Vorjahr TEUR 1.936).

Restlaufzeiten Finanzschulden

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
bis 1 Jahr 1.121 680
1 bis 5 Jahre 20 640
1.141 1.320

Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 28 dargestellt.

24. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten:

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
bis 1 Jahr 3.421 2.659
1 bis 5 Jahre 21 0
3.442 2.659

25. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

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30.9.2018 30.9.2017
TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Verbindlichkeiten Personal 3.376 2.675 3.630 2.828
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 108 108 70 70
Übrige Verbindlichkeiten 226 226 186 186
3.710 3.009 3.886 3.084

Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Weihnachtsgeld, Urlaubsentgelt, Jubiläumsgeld sowie Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert.

Zum 30. September 2018 standen der SCHUMAG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von unverändert zum Vorjahr TEUR 75.

Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten

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30.9.2018
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten Personal 2.675 366 335 3.376
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen
Sicherheit 108 0 0 108
Übrige Verbindlichkeiten 226 0 0 226
3.009 366 335 3.710

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30.9.2017
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten Personal 2.828 410 392 3.630
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen
Sicherheit 70 0 0 70
Übrige Verbindlichkeiten 186 0 0 186
3.084 410 392 3.886

26. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

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30.9.2018 30.9.2017
TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Steuerverbindlichkeiten 311 311 298 298
311 311 298 298

Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem die Lohnsteuer für den Monat September.

27. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 535 632
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 510 352
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 509 244
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 359 287
Bestellobligo Investitionen in Sachanlagen 202 777
2.115 2.292

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt.

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten:

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30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
bis 1 Jahr 261 264
1 bis 5 Jahre 267 368
über 5 Jahre 7 0
535 632

Weitere Angaben zu Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 29 enthalten.

28. Finanzinstrumente

Buchwerte nach Bewertungskategorien

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Buchwert 30.9.2018
TEUR
Kredite und Forderungen
TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen 3.294 3.294 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.284 3.284 -
Zahlungsmittel 910 910 -
Finanzielle Vermögenswerte 7.488 7.488 -
Finanzschulden
(ohne Finanzierungsleasing) 1.001 - 1.001
Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing 140 - 140
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 3.442 - 3.442
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.710 - 3.710
Finanzielle Verbindlichkeiten 8.293 - 8.293

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Buchwert 30.9.2017
TEUR
Kredite und Forderungen
TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen 3.987 3.987 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.395 3.395 -
Zahlungsmittel 3.263 3.263 -
Finanzielle Vermögenswerte 10.645 10.645 -
Finanzschulden
(ohne Finanzierungsleasing) 996 - 996
Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing 324 - 324
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 2.659 - 2.659
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.886 - 3.886
Finanzielle Verbindlichkeiten 7.865 - 7.865

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente entspricht näherungsweise dem Buchwert.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Kredite und Forderungen 41 - 5
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 55 - 49
96 - 54

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Kursgewinne aus Fremdwährungsforderungen sowie Verluste aus der Wertberichtigung von Forderungen.

Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst insbesondere Kursverluste und -gewinne aus Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Finanzrisikomanagement

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.

Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der SCHUMAG-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt.

Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der SCHUMAG dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.

Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des SCHUMAG-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet.

29. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer

Hierzu verweisen wir auf Anmerkung 23.

Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasinggeber

SCHUMAG tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf.

Operatingleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer

Die Operatingleasing-Verträge, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing. Darüber hinaus wurde bis zum 30. April 2018 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, durch dessen Nutzung deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielt wurden.

Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2018
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 255 240 495

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30.9.2017
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 257 368 625

Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2017/18 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr TEUR 241) als Aufwand erfasst.

Operatingleasing - SCHUMAG als Leasinggeber

Die SCHUMAG vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie sowie eine Teilfläche der in 2010 errichteten Produktionshalle. Die feste Mietdauer für das ab 1. Januar 2017 neue Mietverhältnis bzgl. der als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wurde im Berichtsjahr von 5 auf 7 Jahre verlängert. Das Mietverhältnis für die ab dem 1. August 2016 vermietete Teilfläche der Produktionshalle hat eine unkündbare Mietdauer von 6 Jahren.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verhältnissen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2018
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 751 2.927 162 3.840

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30.9.2017
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 624 2.502 0 3.126

30. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der SCHUMAG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt:

Gesellschafter

 

CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen (ab 16. März 2018)

 

ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen (ab 16. März 2018)

 

Meibah International GmbH, Mainz (bis 16. März 2018)

 

Miaocheng Guo (bis 16. März 2018)

 

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Birmingham/GB)

 

Peter Koschel

 

Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (ab 16. März 2018)

 

Norbert Thelen

 

Organmitglieder (= Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen)

 

Aufsichtsrat SCHUMAG Aktiengesellschaft

 

Vorstand SCHUMAG Aktiengesellschaft

Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 33 wiedergegeben sind.

Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 31 aufgeführt.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

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2017/18
Geschäftsbeziehung Gesellschafter
TEUR
Organmitglieder
TEUR
Andere
TEUR
Bezüge der Organmitglieder 0 726 0
Ausstehende Forderungen 20 0 0
Offenstehende Verbindlichkeiten 0 363 0

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2016/17
Geschäftsbeziehung Gesellschafter
TEUR
Organmitglieder
TEUR
Andere
TEUR
Bezüge der Organmitglieder 0 728 0
Ausstehende Forderungen 20 0 60
Offenstehende Verbindlichkeiten 0 200 0

Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts erläutert.

Zu den Personen in Schlüsselpositionen gem. IAS 24 gehören bei SCHUMAG die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG.

Die gem. IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 726 728
726 728

31. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Gesamtbezüge des Vorstands (kurzfristig fällige Leistungen) 660 660
davon erfolgsunabhängige Bezüge 600 600
davon erfolgsabhängige Bezüge 60 60
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Leistungen) 66 68
davon erfolgsunabhängige Bezüge 47 50
davon sonstige Auslagen 19 18

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Der Aufsichtsrat der SCHUMAG hat Herrn Johannes Wienands, wohnhaft in Aachen, mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt. Im Geschäftsjahr 2017/18 hat Herr Wienands keine Vorstands-Bezüge erhalten.

Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie eine Beschreibung des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht, der ein Bestandteil des zusammen-gefassten Lageberichts ist, enthalten.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 747 (Vorjahr TEUR 730).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 10.338 (Vorjahr TEUR 10.339) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

 

Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

 

Vorsitzender

 

Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Dirk Daniel, Aachen (ab 13. April 2018)

 

Stellvertretender Vorsitzender (ab 12. Juli 2018)

 

Rechtsanwalt/Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Partner in der Daniel, Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte und Steuerberater Partnerschaft mbB, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen

Mitgliedschaft

 

Quip AG, Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats)

 

Rasim Alii, Würselen (ab 13. April 2018)

 

Leiter Produktion und Einkauf der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China (bis 5. April 2018)

 

Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China (bis 5. April 2018)

 

Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang/ Volksrepublik China, und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, Mainz

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Peter Koschel, Berlin

 

General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.,

 

Birmingham/Großbritannien

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Karl Josef Libeaux, Aachen (ab 13. April 2018)

 

vereidigter Buchprüfer/Steuerberater und Partner der Sozietaet Libeaux vereidigte Buchprüfer und Steuerberater, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Jürgen Milion, Alsdorf (bis 15. Dezember 2017)

 

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Catherine Noel, Eupen/Belgien (ab 13. April 2018)

 

Direktionsattaché bei der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien

Mitgliedschaft

 

NOEL MANAGEMENT + FINANCE S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)

 

Vassilios Sevdalis, Nea Erythrea im Regionalbezirk Athen/Griechenland (bis 5. April 2018)

 

Diplom-Kaufmann, Pensionär

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

 

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

 

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaft

 

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats, bis April 2018)

 

Johannes Wienands, Aachen (ab 1. Dezember 2018)

 

Dipl.-Kaufmann

Mitgliedschaft

 

Global Venture Partner AG (Mitglied des Aufsichtsrats)

32. Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin - Niederlassung Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Für vom Abschlussprüfer erbrachte bzw. noch zu erbringende Dienstleistungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 136 126
136 126

33. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 13. September 2017 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 19,82 % (792.717 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 19,59 % (783.672 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG a.F. zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich (Zurechnung: 19,59 % entsprechend 783.672 Stimmrechten).

Die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 27,29 % (1.091.582 Stimmrechte) beträgt.

Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 22,74 % (909.652 Stimmrechte) beträgt.

Frau Elisheva Libeaux, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,55 % (181.930 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 4,55 % (181.930 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 4,55 % entsprechend 181.930 Stimmrechten).

Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,0 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Zum Abschlussstichtag hielten gem. den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:

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CoDa Beteiligungs GmbH: 27,29 %
Nomainvest S.A.: 22,74 %
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 19,59 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH 4,55 %
Streubesitz: 17,49 %

Die Allerthal-Werke AG, Köln, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 3. Dezember 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,32 % (132.726 Stimmrechte) beträgt.

Die Schumag-Stiftung, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,9 % (236.000 Stimmrechte) beträgt.

34. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital1) Ergebnis des Geschäftsjahres1)
BR Energy GmbH, Aachen 100 % TEUR 100 TEUR 02) TEUR -174
Schumag Romana S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100 % TRON 9.560 TEUR 1.873 TEUR - 352 3)

1) nach jeweiligem Landesrecht
2) nicht durch Eigenkaptal gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.233
3) aufgrund der Änderung des Geschäftsjahres von Kalenderjahr auf den Zeitraum vom 01.10. des Jahres bis zum 30.09. des Folgejahres erstreckt sich im Übergangszeitraum das Geschäftsjahr nach Landesrecht vom 01.01.2017 bis zum 30.09.2018 (21 Monate)

35. Erklärung nach § 161 AktG

Im Januar 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

36. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Im Geschäftsjahr 2017/18 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Sachanlagen aus Finanzierungsleasing keine nicht-zahlungswirksamen Investitionstätigkeiten. Die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (TEUR 184) betrafen insgesamt zwölf geleaste Anlagen.

Die Auszahlungen für Ertragsteuern im Berichtsjahr (TEUR 2) betrafen bzgl. der Körperschaft zu leistende Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2017/18.

Die Ein-/Auszahlungen für Zinsen sowie für Ertragsteuern sind dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen.

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im zusammengefassten Lagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.

37. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Oktober 2018 wurde uns eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 1.000 eingeräumt. Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Anfang November 2018 erhielten wir eine weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Johannes Wienands

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern oder Schumag) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Konzernlagebericht) der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodengerechte Umsatzrealisierung

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzern-Anhang Abschnitt 2.3.2. Die Umsatzentwicklung der Schumag ist in Abschnitt Geschäftsverlauf des SCHUMAG Konzerns des zusammengefassten Lageberichts auf Seite 5 ff erläutert.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse der Schumag belaufen sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf EUR 49,2 Mio.

Die Schumag erfasst Umsätze aus dem Verkauf von Präzisionsmechanik-Produkten, wenn die Voraussetzungen zur Umsatzrealisierung gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein.

Die wesentlichen Märkte der Schumag befinden sich in Europa und den USA. Für die weltweite Lieferung der Produkte werden durch die Schumag unterschiedliche Incoterms vereinbart. Die Incoterms legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest.

Aufgrund der Nutzung zum Teil unterschiedlicher Incoterms für den jeweiligen Kunden und der unterschiedlichen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass Umsatzerlöse zum Stichtag vorzeitig realisiert werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf den Warenausgang und die Faktura beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen für zum Stichtag noch nicht ausgeglichene Umsatzforderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie bei fehlenden Rückläufen alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den externen Liefernachweisen bzw. Zahlungseingängen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte zum Stichtag offene Rechnungen, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Darauf aufbauend haben wir die Umsatzbuchungen eines festgelegten Zeitraums vor dem Stichtag auf ihre periodengerechte Zuordnung beurteilt. Zusätzlich haben wir einen festgelegten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag auf wesentliche Umsatzgutschriften untersucht.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise der Schumag bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB a.F. anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011/12 als Konzernabschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Charlotte Salzmann.

 

Düsseldorf, den 25. Januar 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Salzmann, Wirtschaftsprüferin

Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Johannes Wienands

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gem. § 21 EntgTranspG Veröffentlichung als Anlage zum zusammengefassten Lagebericht 2017/18

VORBEMERKUNG

Am 6. Juli 2017 ist das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (Entgelttransparenzgesetz, EntgTransG) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchzusetzen. Die SCHUMAG hat als Arbeitsgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, der zugleich einen Lagebericht nach §§ 264 und 289 HGB aufstellt, nach §§ 21f. EntgTranspG einen „Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit" zu veröffentlichen. Als tarifgebundenes Unternehmen stellt die SCHUMAG den Entgeltbericht alle fünf Jahre auf. In diesem Bericht werden erstmals die statistischen Werte für die Geschäftsjahre 2016/17 sowie 2017/18 dargestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nachfolgend unter dem Plural „Mitarbeiter" zusammengefasst.

1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern

Die SCHUMAG unterstützt ihre Mitarbeiter seit vielen Jahren bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle, wie z.B. unterschiedliche Teilzeitregelungen als auch kurzfristige/langfristige Arbeitszeitkonten. Wir halten uns hierbei eng an die bestehenden tariflichen Möglichkeiten sowie die festgelegten Instrumente.

2. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Die SCHUMAG ist ein tarifgebundenes und mitbestimmtes Unternehmen. Für Mitarbeiter, die nach dem Tarifvertrag vergütet werden, definieren die Tarifverträge geschlechtsunabhängige Kriterien zur Stellenbewertung (Entgeltrahmenabkommen) sowie die dazugehörige Vergütung, so dass Entgeltgleichheit für Frauen und Männer bereits im tariflichen Vergütungssystem angelegt ist. Die Vergütung und deren Entwicklung für außertariflich vergütete Mitarbeiter werden individuell in Abhängigkeit der Positionswertigkeit ermittelt. Das Bewertungsverfahren basiert auf geschlechtsneutralen Kriterien.

3. Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten sowie zu der durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten (gem. § 21 Abs. 2 EntgTransG)

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Geschäftsjahr 2017/18 Gesamt davon Frauen davon Männer
Gesamt 467 82 385
davon in Teilzeit 10 9 1
davon in Vollzeit 457 73 384

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Geschäftsjahr 2016/17 Gesamt davon Frauen davon Männer
Gesamt 473 87 386
davon in Teilzeit 11 9 2
davon in Vollzeit 462 78 384

 

Aachen, 28. Dezember 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") seit der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2018 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 mit Berichtigung am 19. Mai 2017) entsprochen wurde und künftig entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:

Nach Nummer 3.8 Abs. 2 des Kodex ist bei einem Abschluss einer D&O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 ^-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Nach Nummer 3.8 Abs. 3 soll in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Bei der SCHUMAG wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach unserer Ansicht weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist.

Vom Vorstand der SCHUMAG wurden an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen (namentlich Compliance-Richtlinien für unsere Beschäftigten und ein Risikomanagement-Handbuch sowie weitere Komponenten) eingerichtet, um für die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen (Compliance Management System), die mit dem vorhandenen konzernübergreifenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfungen von Gesellschaft und Konzern bisher beanstandungsfrei überprüft wurden. Diese Maßnahmen werden mithin als ausreichend bzw. angemessen erachtet, der Empfehlung in Nummer 4.2.3 Abs. 1 Satz 2 des Kodex wurde und wird insoweit entsprochen. Abgewichen wurde und wird künftig hingegen von der weiteren Empfehlung, Grundzüge der Maßnahmen offenzulegen. Denn unsere Gesellschaft steht laufend vor der Aufgabe, sich zunächst auf Veränderungen im Rahmen gesetzlicher Anforderungen für Rechnungslegung und Reporting einzustellen, die einerseits immer umfangreicher bzw. komplexer werden und mit denen - wie hier - andererseits Berichtsempfehlungen seitens der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nicht hinreichend abgestimmt erscheinen. Vor diesem Hintergrund erfolgt vorrangig die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, wobei sich der Vorstand künftig eine Neubewertung des Vorgehens vorbehält.

Nach Nummer 4.1.3 Satz 3, 1. Halbsatz des Kodex soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Hierunter wird gemeinhin ein institutionalisiertes Hinweisgeber- bzw. Whistleblower-System verstanden, in dem Beschäftigten innerhalb des Konzerns garantiert wird, bestimmte Verstöße anonym bzw. unter Wahrung der Vertraulichkeit ihrer Identität mitteilen zu können, beispielsweise eine anonyme, elektronische Kommunikationsplattform. Bisher bestand in unserem Unternehmen kein derartiges Hinweisgebersystem und der Vorstand beabsichtigt derzeit auch nicht, ein solches einzurichten. Denn es bestanden und bestehen für Beschäftigte in unserem Unternehmen Möglichkeiten, etwaige Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien zur Anzeige zu bringen, gegebenenfalls auch auf vertrauliche Weise, die als ausreichend und zumutbar erachtet wurden und werden. Abgesehen davon, dass für die Gesellschaft keine Rechtspflicht zur Einrichtung eines Hinweisgebersystems besteht, sind bei unserer Abwägung unter anderem auch potentielle Nachteile solcher Hinweisgebersysteme berücksichtigt worden, beispielsweise Risiken ihres Missbrauchs sowie potentiell negative Effekte auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation.

Nach Nummer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Der Vorstand bestand bis zum 30. November 2018 im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der SCHUMAG nur aus einer Person. Seit dem 1. Dezember 2018 besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern, wobei Herr Dr. Ohlinger zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt wurde.

Nach Nummer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft nicht, da die Grundzüge des Vergütungssystems bereits im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts ausführlich beschrieben werden.

Der Kodex empfiehlt nach Nummer 4.2.5 Abs. 3 Sätze 1 und 2, dass im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Detailangaben zu Vergütungen dargestellt und für diese Informationen zudem die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Dem wurde und wird für unsere Gesellschaft nicht gefolgt, weil die Darstellungen in den Anhängen des Jahres- und Konzernabschlusses ausreichend und unter dem Gesichtspunkt des Informationsnutzens angemessen erscheinen.

Nach Nummer 5.3.1 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Der Kodex empfiehlt hierbei konkret in Nummer 5.3.2 die Bildung eines Prüfungsausschusses und in Nummer 5.3.3 des Kodex die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt. Diesen Empfehlungen wurde und wird nicht gefolgt. Zuletzt (bis 3. Mai 2018) hatte der satzungsgemäß bei SCHUMAG nur aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat noch einen Personalausschuss; danach und derzeit hat der Aufsichtsrat hingegen keinen Ausschuss mehr errichtet, weil er im Hinblick auf die geringe Anzahl seiner Mitglieder bevorzugt alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandeln möchte. Ein Nominierungsausschuss wurde und wird nicht errichtet, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 51. Halbsatz AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.

Zu Nummer 5.4.1 Abs. 2 Sätze 1 und 2 des Kodex wird der Aufsichtsrat wie bisher auch künftig weder konkrete Ziele für seine Zusammensetzung unter Berücksichtigung von spezifischen, im Kodex genannten Kriterien (namentlich „Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder", „Vielfalt (Diversity)", „Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2", „festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer") festlegen noch ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten; dem entsprechend erfolgte und erfolgt hierzu bzw. zur Umsetzung auch nicht die Veröffentlichung im Corporate Governance Bericht. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass derartige Einschränkungen gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht ohne Weiteres sachgerecht sind und möchte über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der jeweiligen konkreten Situation individuell entscheiden. Unberührt vom Vorstehenden bleibt die Erfüllung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Verpflichtungen im Hinblick auf die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (§ 111 Abs. 5 AktG sowie Angaben dazu in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB).

Nach Nummer 5.4.1 Abs. 5 Satz 2 des Kodex soll auf der Webseite des Unternehmens für alle Aufsichtsratsmitglieder - jährlich aktualisiert - ihr Lebenslauf, der über relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen Auskunft gibt, ergänzt durch eine Übersicht über die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat veröffentlicht werden. Davon wurde und wird aus organisatorischen Gründen sowie auch deshalb abgewichen, weil das Erfordernis einer laufenden Vorhaltung solcher Informationen im Hinblick auf die Gegebenheiten des Unternehmens nicht als überzeugend erscheint.

Nach Nummer 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre) die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich (d.h. mit direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien) an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen, und zwar beschränkt auf solche Umstände, die nach Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Von dieser Empfehlung wurde und wird abgewichen, denn Inhalt und Umfang der Anforderungen des Kodex sind nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats insoweit nicht hinreichend bestimmt. Aus Gründen der erstrebten Rechtssicherheit der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hält sich die Gesellschaft bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung ausschließlich an die gesetzlichen Angabepflichten bei Wahlvorschlägen eines Aufsichtsratskandidaten an die Hauptversammlung. Außerdem legt sie die Beziehungen zu nahestehenden Personen nach den gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsbericht offen.

Nach Nummer 5.4.3 Satz 3 des Kodex sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz erfolgte bisher und erfolgt auch künftig nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält.

Nach Nummer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 des Kodex soll die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen. Die Satzung der SCHUMAG sieht bisher nur feste Vergütungsbestandteile für Aufsichtsratsmitglieder vor, wobei die Vergütungen für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zwar gestaffelt erhöht sind, hingegen eine Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht erfolgt; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.

Nach Nummer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die SCHUMAG schließt sich dieser Empfehlung - wie bisher - auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Nummer 3.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex) den Vorrang einräumen.

Nach Nummer 7.1.1 Satz 2 des Kodex soll die Gesellschaft, sofern sie - was im Falle von SCHUMAG zutrifft - nicht verpflichtet ist, Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen, die Aktionäre unterjährig neben dem Halbjahresbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, unterrichten. Dieser Empfehlung wurde und wird auch künftig nicht entsprochen. Denn die SCHUMAG als kleine und mit ihren Aktien in weniger stark reglementierten Börsensegmenten notierte Gesellschaft sollte nach unserer Ansicht von den Erleichterungen profitieren können, die mit dem Wegfall von gesetzlichen Pflichten zur Veröffentlichung der Zwischenmitteilungen für das erste und dritte Geschäftsjahresquartal verbunden sind. Hierzu wird verwiesen auf die entsprechende Lockerung von gesetzlichen Vorgaben zur unterjährigen Finanzberichterstattung, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 durch das Gesetz zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie vom 20. November 2015 erfolgt ist.

Nach Nummer 7.1.2 Satz 3 des Kodex sollen der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.

 

Aachen, im Januar 2019

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

trotz positiver Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der aufstrebenden konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte blicken wir erneut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2017/18 zurück. Insbesondere die Dieselproblematik forderte eine neue Denkweise unserer vertrieblichen Ausrichtung. Zudem haben die volatilen Marktentwicklungen ab Sommer 2018 das Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt. Die Vertriebsaktivitäten der Vorjahre haben zum Erfolg geführt. Wir konnten im Berichtsjahr weitere antriebsunabhängige Produkte in unser Portfolio aufnehmen. Jedoch befinden wir uns hier noch in der Anlaufphase und arbeiten derzeit an der Überführung dieser Teile in die serielle Fertigung. Weiterhin arbeiten wir an bestehenden und neuen Restrukturierungsmaßnahmen. Diese führten zur weiteren Stabilisierung der Liquiditätssituation, welche aber dennoch eines unserer größten Handlungsfelder darstellt.

Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung sowie zur Kapazitätsanpassung zeigen ihre Wirkung. Dennoch konnten die geplanten Maßnahmen nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor unser alter Maschinenpark dar. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel konnten nur bedingt Ersatzinvestitionen ausgelöst werden. Wir hatten auch im Berichtsjahr mit maschinenbedingten Ausfallzeiten zu kämpfen.

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017/18 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit kontinuierlich überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie der Halbjahresbericht. Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2017/18 intensiv befasst.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet.

Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden.

Sitzungen

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2017/18 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 7. Dezember 2017, 30. Januar 2018, 3. Mai 2018 und am 20. September 2018). Zu einem Gegenstand erfolgte zudem die Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung.

Nach Nummer 5.4.7 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Aufsichtsrat berichten, falls ein Aufsichtsratsmitglied nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, oder weniger teilgenommen hat. Dies trifft für Herrn Milion (ausgeschieden am 15. Dezember 2018) und Herrn Miaocheng Guo (ausgeschieden am 5. April 2018) zu, die beide krankheitsbedingt im Geschäftsjahr 2017/18 bis zu ihrem jeweiligen Ausscheiden an keiner Sitzung des Aufsichtsrats teilnahmen.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2017/18

Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2017/18 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern.

In der als Telefonkonferenz abgehaltenen Sitzung am 7. Dezember 2017 befassten wir uns im Wesentlichen mit Organisationsthemen sowie mit den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft.

Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016/17, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/17 sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 29. Mai 2018 waren in der Sitzung vom 30. Januar 2018 die Beratungsschwerpunkte. Der Aufsichtsrat billigte den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/17. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit der Beauftragung des von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfers, den wirtschaftlichen Eckdaten, der Liquiditätssituation der Gesellschaft sowie der operativen Unternehmensplanung.

In der Sitzung am 3. Mai 2018 befassten wir uns im Wesentlichen mit der abschließenden Vorbereitung der anstehenden Hauptversammlung sowie mit den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft. Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens wurden anhand des vom Vorstand vorgelegten Strategieansatzes intensiv diskutiert. Zudem beschäftigten wir uns mit dem Personalentwicklungsplan des Unternehmens sowie mit Vorstandsangelegenheiten. Weiterhin haben wir uns über den aktuellen Stand zu von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüchen sowie zu bestehenden Rechtsstreitigkeiten unterrichtet.

In der Sitzung am 20. September 2018 befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten sowie der Liquiditätssituation des Unternehmens. Die vom Vorstand erstellte strategische Planung sowie die darauf aufbauende 3-Jahres-Planung wurden intensiv erörtert. Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens wurden anhand des vom Vorstand vorgelegten Strategieansatzes diskutiert. Das vom Vorstand außerdem vorgelegte Investitionsbudget hat der Aufsichtsrat gebilligt. Im Rahmen der Liquiditätssituation beschäftigten wir uns mit der künftigen Finanzierungsstruktur.

Ausschüsse

In Wahrnehmung seiner Aufgaben hatte der Aufsichtsrat aus seiner Mitte bis zum 3. Mai 2018 einen Personalausschuss gebildet, der aus Herrn Ralf Marbaise (Vorsitzender) sowie Herrn Peter Koschel und (bis zu dessen Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 15. Dezember 2017) Herrn Jürgen Milion bestand. Der Personalausschuss befasste sich im Rahmen einer von ihm durchgeführten Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten. Für die Zeit nach dem 3. Mai 2018 hat der Aufsichtsrat sich zur Erleichterung der Arbeiten und Verschlankung der Arbeitsprozesse dafür entschieden, sämtliche seiner Aufgaben nur im Gesamtgremium wahrzunehmen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2017/18 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2019 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2017/18, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden in der Sitzung vom 25. Januar 2019 erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2018, der zusammengefasste Lagebericht für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2017/18 (der den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289a Abs. 1 bzw. § 315a Abs. 1 HGB umfasst) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2018 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der

Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2017/18 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. Januar 2019 umfassend diskutiert. Prüfungsschwerpunkte waren hinsichtlich des Jahres-sowie des Konzernabschlusses jeweils die periodengerechte Umsatzrealisierung. In der Bilanzsitzung am 25. Januar 2019 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts vor. Die unterzeichneten Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Dabei hat das Gremium die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert. Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. Im Anschluss erfolgten die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über den vorliegenden Bericht vom Aufsichtsrat.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat am 25. Januar 2019 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017/18 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der nach § 312 AktG vom Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu wurden in der Bilanzsitzung am 25. Januar 2019 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands über die Angemessenheit der Gegenleistungen, die die Gesellschaft bei mit verbundenen Unternehmen getätigten Rechtsgeschäften im vorgenannten Berichtszeitraum erhalten hat, sowie über das Fehlen sonstiger berichtspflichtiger Maßnahmen. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2017/18 hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats Veränderungen gegeben. Durch jeweilige Amtsniederlegung sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 zunächst der Arbeitnehmervertreter Herr Jürgen Milion und mit Wirkung zum 5. April 2018 sodann die Aktionärsvertreter Frau Yun Guo, Herr Miaocheng Guo und Herr Vassilios Sevdalis. Durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen wurden mit Wirkung ab 13. April 2018 Frau Catherine Noel, Herr Dirk Daniel und Herr Karl Josef Libeaux (allesamt als Vertreter der Aktionäre) sowie Herr Rasim Alii (als Vertreter der Arbeitnehmer) zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt. Durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2018 wurden Frau Catherine Noel (für die ausgeschiedene Frau Yun Guo), Herr Dirk Daniel (für den ausgeschiedenen Herrn Miaocheng Guo) und Herr Karl Josef Libeaux (für den ausgeschiedenen Herrn Vassilios Sevdalis) in den Aufsichtsrat nachgewählt. Mit Wirkung ab 12. Juli 2018 wählte der Aufsichtsrat dann Herrn Daniel zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

In der Zusammensetzung des Vorstands gab es im Berichtsjahr keine Änderungen. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Johannes Wienands zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt und Herr Dr. Johannes Ohlinger zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Außerdem ist der Vorstandsdienstvertrag von Herrn Dr. Ohlinger um ein Jahr, nunmehr bis zum 31. Dezember 2019, verlängert worden.

Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.

 

Aachen, 25. Januar 2019

Der Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Vorsitzender des Aufsichtsrats