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Schumag AktiengesellschaftAachenHALBJAHRESFINANZBERICHT 2018/19KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNS Die SCHUMAG Aktiengesellschaft (SCHUMAG) ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften SCHUMAG Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG. Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch in der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen in der Betriebsmittelfertigung. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 187-jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SCHUMAG zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt. Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und dem konzerninternen Steuerungssystem sind dem Kapitel „Grundlagen des Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2017/18 (siehe Geschäftsbericht 2017/18, S. 18ff) zu entnehmen. WIRTSCHAFTSBERICHT Geschäftsverlauf
Im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 verschlechterte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 19 % auf insgesamt EUR 21,7 Mio. Die Reduzierung des Auftragseingangs ist insbesondere auf die fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie eine deutlich schwächere Nachfragedynamik in unseren Endmärkten zurückzuführen. Eine angepasste Vertriebsstrategie, die sich auf strategische Kunden, Märkte und Produkte konzentriert, wird erst mittel- bis langfristig greifen, und verschafft daher keine kurzfristige Entlastung. Der gesunkene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 % auf insgesamt EUR 23,4 Mio verringerte. Zudem konnten Umsatzsteigerungen aus Neuprodukten, die in vorangegangenen Geschäftsjahren im größeren Umfang in die Fertigung aufgenommen wurden, noch nicht plangemäß erzielt werden. Der Auftragsbestand zum 31. März 2019 sank um 5 %. Die Gesamtleistung reduzierte sich im Berichtszeitraum um 13 %. Im Oktober 2018 wurde uns eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 1,0 eingeräumt. Sicherheiten wurden nicht bestellt. Anfang November 2018 erhielten wir eine weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Johannes Wienands, wohnhaft in Aachen, zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt. Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Februar 2019 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0,62 % (24.749 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 0,23 % (9.216 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen Stimmrechte zugerechnet werden: Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 29,24 % (1.169.652 Stimmrechte) beträgt. Frau Elisheva Libeaux Rosenberg, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 7,55 % (301.930 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 7,55 % (301.930 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 7,55 % entsprechend 301.930 Stimmrechten). Zum 31. März 2019 hielten gem. den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:
Mit Wirkung zum 8. März 2019 hat Herr Dr. Johannes Ohlinger sein Amt als Mitglied des Vorstands der SCHUMAG niedergelegt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Insbesondere aufgrund des starken Umsatzrückgangs sind die Ergebniskennzahlen im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 deutlich schlechter als ursprünglich geplant. Zusätzlich belasten Verzögerungen bei Neuanläufen von Serien sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung das Ergebnis. Bei einer Reduzierung der Gesamtleistung von 13 % verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahrszeitraum um EUR 2,7 Mio auf EUR -2,1 Mio. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 20 % auf 14 %, was vor allem auf das negative Ergebnis nach Steuern (EUR -2,3 Mio) zurückzuführen ist. Das Gesamtkapital hat sich in der Berichtsperiode um EUR 1,4 Mio auf EUR 39,9 Mio verringert. Neben der Reduzierung des Eigenkapitals (EUR -2,7 Mio), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR -1,2 Mio), der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR -0,5 Mio) sowie der Vorräte (EUR -0,5 Mio) war die Erhöhung der Finanzschulden (EUR +2,2 Mio) prägend. Das finanzielle Gleichgewicht war aufgrund der eingeräumten Kreditlinien im Berichtszeitraum jederzeit gegeben, die Liquidität blieb auf konstantem Niveau. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der Umsatz aufgrund der schlechten konjunkturellen Entwicklung und der allgemeinen Marktsituation um 9 % reduziert hat. Wegen der Aufnahme einer Vielzahl von Neuprojekten in unsere Fertigung ist das Ergebnis weiterhin mit höheren Ramp-up-Kosten belastet. Um wieder positive Ergebnisse erzielen zu können, sind Restrukturierungsmaßnahmen im erheblichen Umfang erforderlich. Diese müssen durch weitere gezielte Investitionen insbesondere in die Automatisierung der Produktion unterstützt werden, um erforderliche Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen zu erzielen. Ertragslage Gesamtleistung Die Reduzierung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 3,3 Mio (-13 %) ist vor allem auf die gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Material und Personal Die Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist auf den Abbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen. Dagegen erhöhte sich die Personalaufwandsquote um 13 %-Punkte, was insbesondere darin begründet liegt, dass wir nicht zeitgerecht auf das gesunkene Umsatzniveau reagieren konnten. Zudem wirkten sich die ab April 2018 wirksame Tariferhöhung (+4,3 %) sowie die ab Oktober 2018 wirksame Aufholung aus dem Standortsicherungstarifvertrags (+1,5 %) aus. Aufgrund von Maschinenausfällen sind weiterhin vermehrte Überstunden notwendig. Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote stieg von 84 % auf 95 %. Ergebnis Das EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere aufgrund der Effekte aus der gesunkenen Gesamtleistung (EUR -3,3 Mio) von EUR +0,9 Mio auf EUR -1,8 Mio. Bei einem konstanten Finanzergebnis sank das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 2,7 Mio auf EUR -2,1 Mio an. Im Segment SCHUMAG verschlechterte sich das EBIT um EUR 2,6 Mio auf EUR -1,7 Mio. Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR -0,2 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio). Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR +0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio). Finanzlage Im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 sank der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit um EUR 2,4 Mio auf EUR -1,6 Mio. Neben der Ergebnisverschlechterung ist dies vor allem auf die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, während durch den Abbau der Vorräte ein positiver Cash-Effekt erzielt wurde. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich EUR 0,2 Mio nach EUR -0,9 Mio im Vorjahreszeitraum. Die Veränderung um EUR +1,1 Mio liegt im Wesentlichen an den erzielten Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen (EUR 0,9 Mio). Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von EUR 2,0 Mio sowie Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR -0,4 Mio. Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 2,2 Mio und beliefen sich zum 31. März 2019 auf insgesamt EUR 3,4 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 2,4 Mio betreffen mit EUR 2,0 Mio Kreditlinien der SCHUMAG AG und mit EUR 0,4 Mio die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania. Insgesamt erhöhten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 die Zahlungsmittel des SCHUMAG-Konzerns leicht um EUR 0,1 Mio auf EUR 1,0 Mio. Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich gegenüber dem 30. September 2018 ebenfalls geringfügig von 13,5 % auf 17,5 %. Vermögenslage Im Betrachtungszeitraum hat sich die Bilanzsumme insgesamt um EUR 1,4 Mio reduziert. Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 mit EUR 1,4 Mio um EUR 0,5 Mio über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technische Ausstattung und Automatisierung unserer Produktionsbereiche. Zudem erfolgten Anlagenabgänge in Höhe von EUR 0,9 Mio. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2018/19 voraussichtlich über dem Niveau der Abschreibungshöhe liegen. Aufgrund der deutlich verschlechterten Auftragslage erfolgte ein gezielter Abbau der Vorräte (EUR -0,5 Mio). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich insgesamt um EUR 0,5 Mio, was insbesondere auf die weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I. zurückzuführen ist. Gegenüber dem 30. September 2018 reduzierte sich das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns durch das Ergebnis nach Steuern (EUR -2,3 Mio) sowie das sonstige Ergebnis (EUR -0,4 Mio) insgesamt um EUR 2,7 Mio auf EUR 5,5 Mio. Die Eigenkapitalquote sank von 20 % auf 14 %. Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +0,6 Mio. Insgesamt stiegen die Pensionsrückstellungen um EUR 0,1 Mio. Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 2,2 Mio. Demgegenüber wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,2 Mio abgebaut. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt. Hinsichtlich der Einschätzung der wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken wird auf den Chancen- und Risikobericht innerhalb des zusammengefassten Lagebricht für das Geschäftsjahr 2017/18 (siehe Geschäftsbericht 2017/18, S. 39ff) verwiesen. Ein wesentliches Risiko, das über die im zusammengefassten Lagebericht 2017/18 ausführlich dargestellten Risiken hinausgeht, besteht nicht. PROGNOSEBERICHT Die im Prognosebericht innerhalb des zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/18 getroffenen Aussagen zu Umsatz, Gesamtleistung und EBIT (siehe Geschäftsbericht 2017/18, S. 46f) können aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht aufrecht erhalten werden. Der Umsatzrückgang verstärkt die negativen Ergebniseffekte durch die weiterhin vorhandenen Schwachstellen bei der SCHUMAG, vornehmlich dem veralteten Maschinenpark, der fehlenden Automatisierung, der hohen Komplexität in der Fertigung, der nicht zeitgemäßen IT-Ausstattung sowie der hohen Personalquote. Zusätzlich wird das Ergebnis durch Verzögerungen bei Neuanläufen von Serien sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerungen belastet. Um zukünftig nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen, sind diverse Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich. Dies sind insbesondere Anpassung des Personalbestands an das kurz- bis mittelfristig geplante Geschäftsvolumen, Bereinigung des Produktportfolios zur Reduzierung der Komplexität in der Produktion, Konzentration auf strategische Kunden, Märkte und Produkte sowie Erhöhung des Automatisierungsgrads durch gezielte Ersatzinvestitionen in moderne Produktionsmaschinen. Zur Kompensation des zurückgehenden Geschäfts im Bereich Dieseleinspritzsystem müssen zudem neue Produkte gefunden werden. Ziel ist, dass die SCHUMAG Produkte und Komponenten wieder mit wettbewerbsfähigen Prozessen, die im zunehmend internationaler werdenden Wettbewerb langfristig bestehen können, produziert. Zur Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahmen ist neben den bestehenden Kreditlinien zusätzliche Liquidität zu generieren. Daher ist geplant, nicht betriebsnotwendiges Vermögen zu veräußern. Der Verkauf der restlichen Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde bereits im Mai 2019 umgesetzt. Unter Einbeziehung von positiven Ergebniseffekten aus weiteren kurzfristigen Maßnahmen geht die SCHUMAG trotz der aus dem geplanten Personalabbau von 36 Mitarbeitern zu erwartenden Einmalaufwendungen weiterhin - wie in der Ad hoc-Mitteilung vom 12. April 2019 bekannt gemacht - von einem EBIT in einer Bandbreite von EUR -2,7 Mio bis EUR -3,4 Mio. aus. Anmerkung Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. VERKÜRZTER KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSSKONZERNBILANZAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ERLÄUTERNDE ANGABEN ZUM VERKÜRZTEM KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS1. Informationen zum Unternehmen Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019 wurde am 27. Mai 2019 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses hat nicht stattgefunden. Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und SCHUMAG Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv. 2. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben Der Konzernhalbjahresabschluss der SCHUMAG wurde unverändert nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34, aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Konzernabschluss zum 30. September 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Methoden sind im Konzernanhang des genannten Konzernabschlusses detailliert beschrieben (siehe Geschäftsbericht 2017/18, S. 55ff). Im Geschäftsjahr 2018/19 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurde am 28. Mai 2014 veröffentlicht, zusammen mit den am 11. September 2015 veröffentlichten Amendments to IFRS 15 „Effective Date of IFRS 15" am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. welchem Zeitraum Umsatzerlöse zu erfassen sind. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Revenue", IAS 11 "Construction Contracts" und IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes". IFRS 9 „Financial Instruments" wurde am 24. Juli 2014 veröffentlicht, am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 9 löst den bestehenden Standard IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ab. IFRS 9 umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Zudem enthält er neue, allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Clarifications to IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurden am 12. April 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Klarstellungen betreffen gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung von Prinzipal oder Agent sowie Umsatzerlöse aus Lizenzen. Amendments to IFRS 4 „Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts" wurden am 12. September 2016 veröffentlicht, am 3. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von ZFRS 9 für Versicherungsverträge. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und IFRS 4 ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand. Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und am 7. Februar 2018 in EU-Recht übernommen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Amendments to IFRS 2 „Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions" wurden am 20. Juni 2016 veröffentlicht, am 26. Februar 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Durch die Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich klargestellt. Amendments to IAS 40 „ Transfer of Investment Property" wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 14. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Mit den Änderungen wurde klargestellt, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. IFRIC 22 „Foreign Currency Transactions and Advance Consideration" wurde am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die neue Interpretation stellt klar, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2018 nicht verändert und umfasst neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft eine inländische und eine ausländische Gesellschaft. Bei der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. 3. Segmentberichterstattung Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Die sich nach IFRS 8 aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergebende Segmente haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2018 nicht verändert.
4. Finanzergebnis
5. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.
Verwässerungseffekte liegen nicht vor. 6. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
7. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Die SCHUMAG unterhält Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, mit denen alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017/18 angegebenen Informationen (siehe Geschäftsbericht 2017/18, S. 105f) ergeben. Es gab lediglich Änderungen bei den Mitgliedern des Vorstands (siehe S. 5f). 8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die restliche Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde von der SCHUMAG zum 30. April 2019 verkauft, der Kaufpreis wurde im Mai 2019 gezahlt. Am 24. Mai 2019 wurde die Insiderinformation bezüglich des geplanten Personalabbaus um 36 Mitarbeiter veröffentlicht. Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Aachen, 27. Mai 2019 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Johannes Wienands |
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