![]() Schweizer Electronic AGSchrambergHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019KENNZAHLEN SCHWEIZER-KONZERN (IFRS)scroll
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Stand 30.6.2019 Informationen zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen können Punkt
2 des Anhangs zum Konzernzwischenabschluss entnommen werden. Alle Zahlen sind jeweils für sich gerundet, was bei der Berechnung einzelner Werte
zu geringfügigen Abweichungen führen kann. AKTIEDIE AKTIETrotz eingetrübter Konjunkturaussichten, anhaltender politischer Risiken, ungelöstem
Handelskonflikt zwischen den USA und China und einem immer wahrscheinlicher werdenden
ungeregeltem Brexit hat sich der deutsche Leitindex DAX mit einem Plus von rund 17
Prozent in der ersten Jahreshälfte positiv entwickelt. Als Grund hierfür wird vor
allem das Versprechen der Zentralbanken, die Märkte zu stützen, angeführt. Nahezu parallel zum DAX war der Verlauf unseres Referenzindex, dem TecDAX. Als Grund
hierfür kann sicherlich die Einbeziehung von vier DAX Schwergewichten in den TecDAX
genannt werden. Mit einer positiven Entwicklung von ebenfalls plus 17 Prozent und
einem Halbjahresendstand von 2.876 Punkten bewegt sich der Technologieindex nicht
weit von seinem Allzeithoch vom Sommer 2018 (3.039 Punkten) entfernt. SCHWEIZER AKTIEDer Kursverlauf der Schweizer Electronic Aktie zeigte in den ersten sechs Monaten
des Jahres nur wenige Parallelen zum Verlauf des TecDAX. Vielmehr weist die Kursentwicklung
eine starke Übereinstimmung mit dem DAX Sektorindex Automobile auf. Nachrichten und
Entwicklungen aus dem Bereich Automotive, unserer größten Kundengruppe, zeigten auch
Auswirkungen auf den Kurs der Schweizer Electronic Aktie. Nachdem die Aktie das Jahr
2019 mit einem Kurs von 13,00 Euro begonnen hat, erreichte sie bereits am 11. Januar
ihr Halbjahreshoch mit 16,30 Euro bzw. einem Plus von 25 Prozent. Dieses Plus musste
die Aktie allerdings bis Ende April wieder abgeben. Dies kann sowohl im zeitlichen
Zusammenhang mit der Ankündigung keine Dividende auszuschütten als auch mit der allgemeinen
Nachrichtenlage aus dem Bereich Automotive (Rückgang der PKW-Absatzzahlen, Zollstreitigkeiten,
WLTP) gesehen werden. Nach einem volatilen Kursverlauf in den Monaten Mai und Juni
beendete die Aktien das erste Halbjahr 2019 mit einem Kurs von 13,90 Euro, was einem
Plus von 7 Prozent entspricht. Aktienkurs 1. Januar 2019 - 30. Juni 2019![]() AKTIONÄRSSTRUKTURDie Aktionärsstruktur der Schweizer Electronic AG stellt sich zum 30. Juni 2019 wie
folgt dar: Aktionärsstruktur zum 30.06.2019![]() HAUPTVERSAMMLUNG 2019Auf der 30. ordentlichen Hauptversammlung der Schweizer Electronic AG am 28. Juni
2019 haben sich die Aktionäre den Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat
mit großer Mehrheit angeschlossen. So fanden sowohl die Entlastung der Mitglieder
von Vorstand und Aufsichtsrat, der Gewinnverwendungsvorschlag, der eine Aussetzung
der Dividendenzahlung vorsieht, als auch die zur Wahl des Aufsichtsrats von der Verwaltung
vorgeschlagenen Kandidaten eine große Zustimmung bei den versammelten Aktionären. KENNZAHLEN ZUR AKTIEscroll
STAMMDATEN ZUR AKTIEscroll
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliche Entwicklungen im ersten Halbjahr 2019Nach einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal um 0,4
Prozent verringerte sich die Dynamik der Konjunktur im zweiten Quartal des Jahres.
Das erste Quartal wurde zu einem guten Teil durch Aufholeffekte nach den Absatzschwierigkeiten
der Automobilindustrie im Zuge des neuen Prüfverfahrens WLTP im Herbst 2018 sowie
fiskalische Maßnahmen beeinflusst. Die konjunkturelle Grundtendenz, wie sie sich in
abnehmenden Stimmungsindikatoren und Auftragseingängen zeigt, war bereits im ersten
Quartal abwärts gerichtet. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt die weltweit hohe wirtschaftspolitische
Unsicherheit. Die deutsche Wirtschaft befindet sich somit in einem Abschwung. Dieser
wird nicht stark ausfallen, weil sich aufgrund der noch gut gefüllten Auftragsbücher
die Kapazitätsauslastung langsam zurückbildet und auch die Investitionstätigkeit der
privaten Haushalte noch nicht eingebrochen ist. Dennoch ist das Risiko, dass die deutsche
Wirtschaft in eine Rezession abgleitet, recht hoch. Eine Zunahme der weltweiten wirtschaftspolitischen
Turbulenzen wie eine weitere Eskalation der Handelskonflikte zwischen USA und China
oder das noch ungeklärte Brexit-Verfahren würde die Konjunktur in Deutschland belasten
und den Abschwung beschleunigen. Die Entwicklung im internationalen Automobilmarkt war insgesamt von deutlichen Absatzrückgängen
geprägt. In den bedeutenden Automobilmärkten China, USA und Europa wie auch in Russland
und Indien wurden jeweils weniger Fahrzeuge verkauft als noch im ersten Halbjahr 2018.
In China, USA und Europa wurden 26,8 Mio. Fahrzeuge abgesetzt, was einem Rückgang
gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 von insgesamt -7 Prozent in diesen Regionen
entspricht. In Europa schrumpfte der Absatz um -3,1 Prozent, gefolgt von USA mit -1,9
Prozent. In Japan verharrte der Absatz in etwa auf gleichem Niveau zu Vorjahr. In den BRIC-Staaten war diese rückläufige Tendenz mit Ausnahme des brasilianischen
Automobilmarktes ebenfalls festzustellen. China verzeichnete dabei mit -14,0 Prozent
den stärksten Rückgang im Neuwagenmarkt. Bei den übrigen BRIC-Staaten wiesen Indien
und Russland jeweils einen Rückgang der Absätze um -10,3 Prozent bzw. -2,4 Prozent
auf. In Brasilien stellte sich hingegen ein Absatzwachstum von +10,9 Prozent ein. Entgegen der eingetretenen Abschwächung der Automobilkonjunktur insgesamt wächst die
dynamische Nachfrage nach Elektroautos und Plug-In-Hybriden ungebrochen. Nach einer
Studie von PwC Autofacts® sind die Neuzulassungen für batteriebetriebene Elektrofahrzuge
in der ersten Jahreshälfte 2019 global um 68 Prozent gestiegen. Hierbei wurden weltweit
694 Tausend Einheiten rein strombetriebene Fahrzeuge im ersten Halbjahr verkauft.
Die europäischen wichtigsten Märkte Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien
und Spanien zeigten dabei ein anhaltendes Wachstum von 34 Prozent mit 411 Tausend
verkauften E- und Hybrid-Einheiten in 2019. China ist weiterhin der weltweit führende
Markt für Elektroautos und leichte Nutzfahrzeuge und verzeichnete in den ersten sechs
Monaten 2019 eine Wachstumsrate von 46 Prozent mit 653 Tausend verkauften E- und Hybrid-Einheiten. Im Sog der insgesamt eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Konjunkturaussichten dürfte
auch auf Grundlage der Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zu den gefertigten
Stückzahlen 2019 die Marktlage im Automobilsektor in den kommenden zwei Quartalen
dieses Jahres schwierig bleiben. Insgesamt wird also eine sich deutlich abkühlende globale Wachstumsdynamik erwartet.
Gegenüber dem Jahr 2018 wird sich der Anstieg der Weltproduktion um 0,5 Prozent-Punkte
verringern und Ende 2019 bei einem BIP-Wachstum von 3,2 Prozent liegen. Auch in Deutschland wird die Industrie durch Unsicherheiten über potenzielle weitere
Eskalationen im Handelskrieg zwischen USA und China, mögliche US-Zusatzzölle auf Autoimporte
und die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Brexit im Oktober dieses Jahres beeinträchtigt
sein. Aufgrund der Ifo-Exporterwartungen ist für die kommenden zwei Quartale keine
Ausweitung des Exports zu erwarten. Für China erwarten wir eine weitere Verlangsamung des Wachstums der Industrieproduktion,
umso mehr, wenn es in den folgenden Monaten zu keinem Handelsabkommen mit den USA
kommen sollte. Das Wachstum in den Schwellenländern hängt stark von der Konjunktur
der Industrieländer ab, weil geld- und fiskalpolitische Anreize in diesen Ländern
nur beschränkt wirken. Insbesondere die handelspolitischen Spannungen können bestehende
globale Lieferketten gefährden. Wir erwarten auch in diesen Märkten eine Abschwächung
der Wachstumsdynamik zum Jahresende 2019. (Quellen: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Deutsche Bundesbank, VDA-Verband
der Automobilindustrie, IfW Kiel, Deutsche Bank AG Research, PwC Autofacts®-Analyse) GESCHÄFTSVERLAUFAuftragseingang sinkt um 60 ProzentSCHWEIZER hat sich als unverzichtbarer Spezialist für Leistungselektronik und Sensorik etabliert. Wir sind damit ein wichtiger Partner für unsere Kunden im Automobilbereich zur zuverlässigen und kostenoptimierten Realisierung von Lösungen im Bereich E-Mobilität und CO2 Effizienz sowie Autonomes Fahren. Insbesondere aber auch für Kunden aus der Industrieelektronik spielen unsere Technologien für die Themen Automation und Sensorik im Rahmen von Industrie 4.0 eine immer bedeutsamere Rolle. Das Unternehmen war im ersten Halbjahr 2019 von der bereits im vierten Quartal 2018 eingetretenen Abschwächung der Nachfrage im Automobil- wie auch im Industriebereich in starkem Maße betroffen. Im Verlauf des 1. Halbjahres ergaben sich zunehmende Stornierungen bzw. Verschiebungen von Bestellungen unserer Kunden im Automobilsektor. Dies zeigte sich in einem Auftragseingang, der mit 30,3 Mio. EUR um 60,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lag. In Folge führte dies auch zu einer Reduzierung des Auftragsbestandes, der zum Ende Juni 143,0 Mio. EUR (2018: 185,1 Mio. EUR) betrug. Von diesem Auftragsbestand stehen für das zweite Halbjahr 2019 noch rund 52 Mio. EUR zur Auslieferung in den Büchern. Der Auftragsbestand für 2020 beträgt noch über 90 Mio. EUR. Die weitere Entwicklung der Nachfrage der Automobilindustrie erscheint kurzfristig kaum vorhersagbar. Umsatz nach Regionscroll
![]() Umsatz nach Kundengruppescroll
![]() Umsatz sinkt im ersten Halbjahr um 5,7 ProzentDer Umsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 60,2 Mio. EUR (2018: 63,9 Mio. EUR).
Dies entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent. Im zweiten Quartal setzte sich der
Rückgang zum Vorjahresquartal mit einer deutlich geringeren Rückstandsquote in Höhe
von 2,9 Prozent fort, während im ersten Quartal 2019 noch eine Veränderung in Höhe
von -8,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018 zu verzeichnen war. Aus dem
Werk in Schramberg wurde ein Umsatz von 41,4 Mio. EUR generiert, was einem Rückgang
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 24 Prozent entspricht. Der Rückgang ist überwiegend
auf die stark abnehmende Bestelldynamik unserer Automobil- und Industriekunden in
Deutschland zurückzuführen. Durch eine annähernde Verdopplung unserer Umsätze von
Produkten über unser asiatisches Partnernetzwerk konnte der Rückgang teilweise kompensiert
werden. Insgesamt wurden 18,8 Mio. EUR Umsatz mit Produkten erzielt, welche bei WUS
Kunshan oder bei Meiko Electronics China und Vietnam hergestellt wurden. Somit stieg
deren Umsatzanteil von 15 Prozent auf 31 Prozent. Hier sehen wir in Zukunft weiteres
Steigerungspotenzial. Trotz der erwähnten Bestellzurückhaltung unserer Automobilkunden in der Breite erhöhte
sich der Umsatz in diesem Bereich um 2,7 Mio. EUR auf 46,8 Mio. EUR, was insbesondere
auf einer bedeutenden Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit zwei Key-Account-Kunden
beruht. Mit unseren Industriekunden und den übrigen Branchen erlösten wir im ersten
Halbjahr 13,4 Mio. EUR Umsatz. Dies entspricht einem Rückgang von 6,4 Mio. EUR oder
32 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Unser Fokus richtet sich weiterhin
auf die Automobil- und Industrieelektronikbranchen und die Weiterentwicklung der Zielgruppe
der zivilen Luft- und Raumfahrt. Bei den Absatzregionen ergaben sich leichte Verschiebungen
in der Geschäftsaktivität zu Gunsten der asiatischen Märkte. 78 Prozent der Umsätze
wurden in Europa realisiert, 12 Prozent in Asien und 10 Prozent in Amerika/Rest of
World. Auftragsbestand und Umsatz in Mio. EUR![]() Profitabilität gesunkenDas Bruttoergebnis erreichte im ersten Halbjahr +6,5 Mio. EUR (2018: +10,6 Mio. EUR),
was einer Bruttomarge von 10,8 Prozent entspricht (2018: 16,6 Prozent). Im Vergleich
zum Vorjahr ist das Bruttoergebnis um rd. 39 Prozent gesunken. Die niedrigere Margenquote
wird durch eine selektive Preispolitik zur Stimulierung der Abätze und einem ungünstigeren
Mix im Produktportfolio beeinflusst. Um dem Einfluss aus rückläufigem Geschäftsvolumen
und dem sinkenden Margenertrag entgegenzuwirken, wurden zahlreiche Einsparmaßnahmen
im Produktionsbereich begonnen und umgesetzt. Zu dem Aktionsprogramm zählen u.a. die
im März eingeführte Kurzarbeit, signifikante Preisreduzierungen unserer Lieferanten
sowie umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität. Der Gewinn vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug 1,0 Mio. EUR (2018: 6,6 Mio. EUR), wodurch die
EBITDA-Quote auf 1,7 Prozent (2018: 10,3 Prozent) sank. Auch in den Vertriebs-, Entwicklungs-
und Verwaltungsbereichen wurde ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm im Bereich
Personalkosten und übrige Fixkosten umgesetzt. Neben einer restriktiven Einstellungspolitik
trugen Kurzarbeit, definierte Sachkosteneinsparungen sowie selektive Investitionsfreigaben
zu einer signifikanten Ergebnisstützung im ersten Halbjahr 2019 bei. Im ersten Geschäfts-Halbjahr
ist ein saldiertes positives Währungsergebnis in Höhe TEUR 253 aus der Bewertung der
Fremdwährungs-Liquidität in China enthalten. Die Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau
des neuen Produktionswerkes in China beliefen sich im ersten Halbjahr 2019 auf 1,7
Mio. EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf -2,3 Mio. EUR (2018: +2,8 Mio. EUR) und
fiel damit um 5,1 Mio. EUR schwächer als im Vorjahr aus. Die Abschreibungen reduzierten
sich von 3,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,3 Mio. EUR in 2019. Das Konzernergebnis ging gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um 3,4 Mio. EUR auf
-1,5 Mio. EUR zurück. Stabile Vermögens- und Finanzlage infolge Working Capital-Reduzierung und solider FinanzierungDas kurzfristig gebundene Kapital (Working Capital), welches in dieser Betrachtung
keine Vermögens- und Schuldposten aus Finanzierungvorgängen enthält, belief sich zum
Ende des ersten Halbjahres auf 21,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 25,4 Mio. EUR). Die
deutliche Senkung um 4,4 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Forderungen
an Kunden um 1,9 Mio. EUR und einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen um 3,0 Mio. EUR zurückzuführen. Die Vorräte und Vertragsvermögenswerte
gemäß IFRS 15 stiegen hingegen mit 0,8 Mio. EUR moderat an. Die Zahlungsmittel erhöhten
sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 6,3 Mio. EUR auf 36,3 Mio. EUR. Die gegenüber
der Umsatzentwicklung überproportional starke Verringerung des Working Capital wirkte
sich positiv auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit aus. Der Anstieg des Cashflow
gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr betrug +3,8 Mio. EUR. Der Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Wesentlichen infolge der Inanspruchnahme des
Kreditrahmens in Höhe von 24,2 Mio. EUR zur langfristigen Finanzierung unserer Direktinvestition
in den Produktionsstandort China. Zur Finanzierung des Bauvorhabens wurden zwei Bankenkonsortien
in Deutschland und in China gebildet, welche einen gesamten Kreditrahmen von insgesamt
115 Mio. USD zur Verfügung stellen. Der Verschuldungsgrad beträgt 13 Prozent, d.h.
die verzinslichen Verbindlichkeiten sind plangemäß höher als die Zahlungsmittel. Der
Hauptanteil der Liquidität wird für die Finanzierung der im zweiten Halbjahr anstehenden
Bauphasen in China und der Investition in die dortige technische Infrastruktur vorgehalten.
Im ersten Halbjahr 2019 wurden im Konzern 22,9 Mio. EUR fast ausschließlich in Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände investiert (2018: 2,0 Mio. EUR). Die Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 20,7 Mio. EUR trug maßgeblich
zur Steigerung der Bilanzsumme auf 161,3 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 135,3 Mio. EUR)
bei. Die Summe der langfristigen und kurzfristigen Schulden betrug 102,3 Mio. EUR
(31. Dezember 2018: 72,3 Mio. EUR). Auf der Vermögensseite zeigte sich dies vor allem
im Anstieg der Zahlungsmittel, wohingegen die Reduktion der Kapitalbindung im kurzfristigen
Vermögen gegenläufig war. Die Eigenkapitalquote betrug 36,6 Prozent (31. Dezember
2018: 46,6 Prozent). Aufgrund der Verlustsituation sowie im Wesentlichen aufgrund
der eigenkapitalreduzierenden Effekte bei der Bewertung der leistungsorientierten
Pensionspläne sank das Eigenkapital um 4,0 Mio. EUR auf 59,0 Mio. EUR. Die Finanzverbindlichkeiten
wurden durch Regeltilgungen von Bankdarlehen in Höhe von 5,8 Mio. EUR reduziert. Durch
den höheren Umsatzanteil aus Produkten, die bei unseren Partnern in Asien produziert
wurden, stieg das Einkaufsvolumen an. Dadurch erhöhten sich auch die Lieferantenverbindlichkeiten
um 3,0 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR. Bilanzstruktur![]() Cashflow durch Reduzierung der Kapitalbindung und Aufnahme langfristiger Darlehen gestärktIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 erhöhten sich die Zahlungsmittel-Bestände
um 6,3 Mio. EUR auf 36,3 Mio. EUR. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung
waren die Reduktion des Working Capital und die Inanspruchnahme von langfristigen
Darlehen. Die Summe der kapitalfreisetzenden Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, der Vorräte und der Lieferantenverbindlichkeiten betrug insgesamt 4,0
Mio. EUR. Dies hat sich positiv auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgewirkt,
welcher im Berichtszeitraum +3,9 Mio. EUR (2018: +0,1 Mio. EUR) ausmachte. Zur Berechnung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -15,4 Mio. EUR
wurden Anzahlungen für Investitionen in China mit dem vertraglich vereinbarten und
geleisteten Incentive der chinesischen Administration in Höhe von 6,6 Mio. EUR saldiert.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf +17,7 Mio. EUR. Hierbei
handelt es sich hauptsächlich um die Beanspruchung der Linien für die Langfristfinanzierung
unseres Engagements in China in Höhe von 24,2 Mio. EUR, Regeltilgungen von Bankdarlehen
und Finanzierungsleasing sowie gezahlte Zinsen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. EUR. Cashflow in Mio. EUR![]() PROGNOSEBERICHTDer Ausblick für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für die nächsten Quartale
sehr verhalten. Für das Gesamtjahr 2019 wird nunmehr mit einem Wachstum in Deutschland
- unserem wichtigsten Absatzmarkt - von 0,3 Prozent gerechnet. Eine Trendwende könnte
im zweiten Halbjahr 2020 eintreten, sodass dann wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent
prognostiziert wird (Handelsblatt Research Institute, Juni 2019). Im Vergleich zu
den Prognosen von Anfang dieses Jahres wird nun also von einer längeren Phase der
Stagnation oder sogar von einem höheren Risiko des Abgleitens in eine Rezession in
Deutschland ausgegangen. Ebenso zeigt sich das Jahr 2019 als sehr herausfordernd für die Automobilbranche.
SCHWEIZER erzielt 77 Prozent ihres Umsatzes mit dieser Kundengruppe. Die weltweiten
Absatzzahlen von PKW bis 6 Tonnen werden voraussichtlich dieses Jahr abermals zurückgehen.
Damit rechnet man mit einem Rückgang der Automobilproduktion um 2 bis 3 Prozent auf
92 bis 93 Millionen Einheiten. Vom Rückgang sind alle Märkte weltweit betroffen, insbesondere
aber auch China mit minus 5 Prozent auf 26,3 Millionen Fahrzeuge (2018: 27,7 Millionen).
Für das Jahr 2020 wird wieder mit einem geringen Wachstum der PKW Absätze gerechnet.
Jedoch kann das Niveau von 2018 und 2017 noch nicht wieder erreicht werden (LMC Q2/2019,
Juli 2019). Zu den bestehenden und bisher nicht gelösten Störfaktoren wie der Handelskonflikt
zwischen den USA und China, der drohenden Eskalation des Zollkonflikts zwischen USA
und der Europäischen Union und der steigenden Gefahr eines ungeregelten Brexit kommt
nun auch die Kriegsgefahr am Persischen Golf, welche negativ auf die Ölversorgung
und die Ölpreise wirken könnte. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und die andauernde Schwäche bei
den weltweiten Automobil-Absatzzahlen werden auch im zweiten Halbjahr unmittelbar
das Geschäft von SCHWEIZER negativ beeinflussen. Somit rechnen wir nicht mehr mit
einer Erholung des Geschäfts im zweiten Halbjahr 2019. Aus derzeitiger Sicht ist jedoch
auch nicht mit einer weiteren Abschwächung der Geschäftslage zu rechnen. Konkretisierung der UmsatzprognoseAuf dieser Basis erwarten wir nun einen Umsatz von zwischen 120 Mio. EUR und 125 Mio.
EUR, was etwa einem Wachstum von zwischen minus 4 und 0 Prozent entspricht (bisher
zwischen minus 5 und plus 5 Prozent). Die Konkretisierung der Umsatzprognose beruht
auf einer konservativeren Annahme der Produktionsvolumina am Standort Schramberg,
wogegen die Umsätze, die über die asiatischen Partner WUS und Meiko realisiert werden,
weiterhin stabil bleiben. Damit wird sich die Umsatzstruktur weiterhin zugunsten der
Handelsware verschieben. Projekt ChinaDer Bau eines Hochtechnologiewerkes in China ist voll im Plan. Das Gebäude ist erstellt,
der Innenausbau ist in vollem Gange. Die Anlieferung und Installation der Maschinen
wird im August beginnen, sodass aus derzeitiger Sicht dem Produktionsstart Anfang
2020 nichts entgegensteht. Ende Juni waren 56 Mitarbeiter in China beschäftigt. Zur
Vorbereitung des Produktionsstarts werden wir im zweiten Halbjahr plangemäß die Mitarbeiterzahl
mehr als verdoppeln. Die Muttergesellschaft, die Schweizer Electronic AG, hat das für die ersten Phasen
benötigte Eigenkapital in Höhe von rund 36 Mio. EUR voll einbezahlt. Zum Kauf der
Maschinen und Einrichtungen wird wie geplant auch die lokale Projektfinanzierung eingesetzt.
Im Jahr 2019 wird aus diesem chinesischen Werk mit noch keinen nennenswerten Umsatzbeiträgen
gerechnet. Wir erwarten einen negativen EBITDA Beitrag aus unserem chinesischen Projekt
in Höhe von 3,0 Mio. EUR. Ergebnisprognose nach unten korrigiertSCHWEIZER investiert weiterhin stark in die vielversprechenden Zukunftsthemen des
Chip-Embedding und den Aufbau des Technologiewerkes in China. Trotz der aktuellen
konjunkturellen Schwäche treiben wir diese strategisch wichtigen Themen unvermindert
voran. Daneben hat der Vorstand bereits im ersten Halbjahr ein umfangreiches Programm zur
Reduzierung von Material-, Sach- und Personalkosten gestartet. Hierdurch wurden gute
Erfolge erzielt, welche sich zum Teil erst im zweiten Halbjahr positiv auf die Ergebnissituation
auswirken. Somit werden wir in der Lage sein, den im zweiten Halbjahr steigenden negativen
Ergebnisbeitrag aus dem Projekt in China durch eine Erhöhung des Ergebnisses aus dem
Stammgeschäft teilweise zu kompensieren. Die ausbleibende Erholung der Geschäfte im zweiten Halbjahr, die anhaltende Schwäche
der Nachfrage nach Leiterplatten Made in Schramberg sowie der planmäßig steigende
Aufwand in China auf Basis des anstehenden Produktionsstarts werden auch im zweiten
Halbjahr die Ergebnissituation des Konzerns belasten. Auf Basis der derzeit vorliegenden
Informationen rechnen wir für den Konzern mit einer EBITDA Quote zwischen 0 und 4
Prozent (bisherige Prognose zwischen 4 und 6 Prozent), was einem absoluten EBITDA
von 0 bis 4 Mio. EUR entspricht. CHANCEN- UND RISIKO-BERICHTHinsichtlich der Chancen und Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht
2018 auf den Seiten 52ff. Weltpolitisch ist das Risiko einer kriegerischen Auseinandersetzung am Persischen
Golf hinzugekommen, welches sich negativ auf die Ölversorgung und damit mittelbar
auf die Automobilkonjunktur auswirken könnte. Die Wahl von Boris Johnson zum britischen
Premier erhöht ferner die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Brexit. Ein solcher
ungeregelter Brexit könnte Druck auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland sowie
die Europäische Union ausüben. Ferner erwarten die Prognoseinstitute derzeit ein längeres Andauern der Stagnation.
Dies gilt sowohl volkswirtschaftlich als auch auf den Automobilsektor bezogen. Beide Themen könnten auch negative Effekte auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2020
zur Folge haben. Der geplante Umsatzhochlauf am neuen Produktionsstandort in China
dürfte nach derzeitiger Sicht noch nicht beeinträchtigt werden. Schramberg, 6. August 2019 Schweizer Electronic AG Der Vorstand scroll
KONZERNZWISCHENABSCHLUSSVERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019scroll
VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019scroll
VERKÜRZTE KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2019Aktivascroll
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VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2019scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
scroll
KONZERNANHANG ZUM ZWISCHENABSCHLUSS1. GRUNDLAGEN DES ZWISCHENABSCHLUSSESINFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDas Mutterunternehmen der SCHWEIZER-Gruppe ist die Schweizer Electronic AG (nachfolgend
als das Unternehmen oder SCHWEIZER bezeichnet). Der eingetragene Firmensitz der SCHWEIZER
befindet sich in der Einsteinstraße 10, 78713 Schramberg, Deutschland. Das Unternehmen
ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Handelsregisternummer
HRB 480540 eingetragen. Die Schweizer Electronic AG ist seit dem 5. Juli 1989 an der
Börse im regulierten Markt notiert. Die Aktien (ISIN DE0005156236) sind an den Börsenplätzen
Frankfurt/Main und Stuttgart zugelassen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der SCHWEIZER-Gruppe für das erste Halbjahr
2019 wurde am 6. August 2019 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG DES VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSSESDer verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach Vorschriften der International Financial
Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretation
Committee (IFRIC) aufgestellt, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen
wurden und zum Bilanzstichtag anzuwenden sind. In Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" enthält der verkürzte Konzernzwischenabschluss
nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen
sowie Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2018 zu lesen. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt dem Einfluss von saisonalen Schwankungen. Die
Ergebnisse der Zwischenberichtsperioden können daher nur eingeschränkt als Indikator
für die Ergebnisse des gesamten Geschäftsjahres herangezogen werden. Im Rahmen der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses gemäß IFRS sind
Schätzungen und Annahmen des Managements erforderlich. Diese haben Einfluss auf den
Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten
zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen für die Berichtsperiode.
Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können wesentlich von den Schätzungen des
Managements abweichen. Veränderungen der Annahmen und Schätzungen können einen wesentlichen
Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss haben. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in der Berichtswährung Euro, der funktionalen
Währung der Schweizer Electronic AG, aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben
ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR)
auf- oder abgerundet, sodass sich geringfügige Abweichungen bei der Addition ergeben
können. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von § 115 Abs. 5 WpHG unterzogen. 2. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEKONSOLIDIERUNGSKREISNeben der Schweizer Electronic AG als Mutterunternehmen setzt sich der Konsolidierungskreis
wie folgt zusammen: scroll
Zum 1. Halbjahr 2019 ergaben sich keine Änderungen am Konsolidierungskreis der SCHWEIZER-Gruppe. WÄHRUNGSUMRECHNUNGFür die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse
für einen Euro zugrunde gelegt: scroll
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie im verkürzten Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen mit Ausnahme der zum 1. Januar 2019 erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften
den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 angewandten Rechnungslegungsvorschriften,
welche auf den Seiten 94ff. des Geschäftsberichts 2018 detailliert dargestellt wurden.
Die erstmalige Anwendung dieser Rechnungslegungsvorschriften hat mit Ausnahme von
IFRS 16 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der SCHWEIZER-Gruppe. Die Auswirkungen neuer Rechnungslegungsvorschriften, die von
der EU übernommen, aber noch nicht angewandt wurden, sind unter den Angaben zu "Veröffentlichte,
aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften" auf den Seiten 94ff. des
Geschäftsberichts 2018 näher erläutert. IFRS 16 - LEASINGVERHÄLTNISSEIm Januar 2016 wurde IFRS 16 veröffentlicht und ersetzt IAS 17 Leasingverhältnisse
und alle die Leasingbilanzierung betreffenden Interpretationen. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Der Konzern hat IFRS 16 erstmalig im Geschäftsjahr 2019 angewendet. IFRS 16 legt die Grundsätze für Ansatz, Bewertung, Darstellung und Angabepflichten
bezüglich Leasingverhältnissen fest. Künftig werden Leasingnehmer bei Operating-Leasingverhältnissen
das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand aktivieren und die Verpflichtung zur Leasingzahlung
als Verbindlichkeit zeigen. Für Leasinggeber wurden die Vorschriften des IAS 17 grundsätzlich
übernommen und die Unterscheidung zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungsleasingverhältnissen
wird fortgeführt. SCHWEIZER hat den modifizierten retrospektiven Ansatz gewählt und die kumulierten
Umstellungseffekte in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Vorjahresperiode wird entsprechend
zur gewählten Umstellungsmethode nicht angepasst. Es wurde beim Übergang der praktische
Behelf in Anspruch genommen und Verträge, die nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" in
Verbindung mit IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält"
nicht als Leasingverhältnisse eingestuft waren, nicht erneut nach der Definition eines
Leasingverhältnisses gem. IFRS 16 überprüft. Auch verzichtet die SCHWEIZER-Gruppe
beim Übergang auf eine Wertminderungsprüfung nach IAS 36, sondern verlässt sich stattdessen
auf die unmittelbar vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung vorgenommene Beurteilung,
ob es sich bei ihren Leasingverhältnissen um belastende Verträge nach IAS 37 handelt
und berichtigt ggf. den Wert des Nutzungsrechts um die zuvor bilanzierte Rückstellung
für belastende Leasingverhältnisse. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2018 die Auswirkungen aufgrund der geänderten Rechnungslegungsvorschriften
im Rahmen eines Implementierungsprojekts analysiert. Die wesentlichen Umstellungseffekte
resultieren aufgrund des Ansatzes von zuvor als Operating-Leasingverhältnissen eingestuften
Leasingverhältnissen von Kraftfahrzeugen sowie Mietflächen. SCHWEIZER hat das Nutzungsrecht
gleich der Leasingverbindlichkeit bilanziert, ggf. gemindert um den Betrag vorausgezahlter
bzw. abgegrenzter Leasingzahlungen. Die Leasingverbindlichkeit wurde zum Barwert der
verbleibenden Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz,
der zum Stichtag der erstmaligen Anwendung am 1. Januar 2019 ermittelt wurde. Dieser
Zinssatz ist laufzeitenabhängig, wobei der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz
von SCHWEIZER zum 1. Januar 2019 bei 1,78 % liegt. Die Erleichterungsvorschriften
für Leasinggegenstände von geringem Wert werden von der SCHWEIZER-Gruppe in Anspruch
genommen. Durch die Anwendung des neuen Standards wird die Bilanzsumme zum 30. Juni 2019 um
TEUR 542 aufgrund des Ansatzes der Nutzungsrechte, der Leasingverbindlichkeiten für
operative Leasingverhältnisse sowie um TEUR 5 aufgrund aktiver latenter Steuern erhöht.
Weiterhin führt die Umgliederung der bestehenden Finanzierungs-Leasingverhältnisse
aus den Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zu den Nutzungsrechten in Höhe
von TEUR 2.952 zu einem Ansatz von insgesamt TEUR 3.494 bei den kurz- und langfristigen
Vermögenswerten. Die Leasingverbindlichkeiten sind in der Bilanzposition "sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten" in Höhe von TEUR 2.758 enthalten, davon TEUR 2.068
langfristig und TEUR 690 kurzfristig. Daneben wirkt sich die Anwendung des neuen Standards
auch auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus, da - mit Ausnahme bei geringwertigen
Leasinggegenständen - nicht mehr operative Leasingaufwendungen erfasst werden, sondern
nunmehr Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeit sowie Abschreibungen auf die
Nutzungsrechte erfasst werden. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte betragen unter
der Annahme, dass Leasingverhältnisse auslaufen und rollierend neue Verträge geschlossen
werden, im ersten Halbjahr 2019 TEUR 345 und die Zinsaufwendungen liegen bei TEUR
28. Im Vergleich zur bisherigen Leasingbilanzierung nach IAS 17 erhöht sich das EBITDA
um TEUR 41 im ersten Halbjahr 2019. In der Kapitalflussrechnung werden die Auszahlungen
für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten von TEUR 328 dem Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit zugeordnet, während der Zinsanteil ebenso wie die Zahlungen
für Leasingverhältnisse mit geringwertigen Leasinggegenständen im Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit enthalten sind. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung des Cashflows aus
betrieblicher Tätigkeit von TEUR 156. In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen auf die Bilanz im ersten Halbjahr
2019 dargestellt. scroll
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER LEASINGVERBINDLICHKEIT NACH IFRS 16.C12(B)scroll
ANGABEN NACH IFRS 16.55scroll
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNZWISCHENGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3.1 UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: scroll
Die vorstehenden Informationen zu den Umsatzerlösen sind nach den Standorten der Kunden
gegliedert. 3.2 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Abfallverwertung
(TEUR 420; Vj. TEUR 790), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 0;
Vj. TEUR 652), deren Rechtsgrund entfallen ist, sowie Währungsgewinne (TEUR 1.428;
Vj. TEUR 554). Zudem ist die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf höhere
übrige Erträge in Höhe von TEUR 471 (Vj. TEUR 251) zurückzuführen. 3.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Währungsverluste
in Höhe von TEUR 967 (Vj. TEUR 625). 3.4 FINANZERTRÄGEDie Veränderung der Finanzerträge ist im Wesentlichen auf Zinserträge in Höhe von
TEUR 12 (Vj. TEUR 5), sonstige Erträge im Zusammenhang mit der Sicherung des Rohstoffpreisrisikos
in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 28) sowie auf Dividendenerträge aus der Beteiligung
an Meiko Electronics Co. Ltd., Ayase/Japan, von TEUR 5 (Vj. TEUR 2) zurückzuführen. 3.5 FINANZAUFWENDUNGENDie Finanzaufwendungen beinhalten zum überwiegenden Teil Zinsaufwendungen in Höhe
von TEUR 532 (Vj. TEUR 335). 3.6 STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAGDie Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich zusammen aus Aufwand (+) / Ertrag
(-): scroll
Die Erträge aus latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Berücksichtigung
latenter Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.196 auf kumulierte Verluste, sowie aus
der Auflösung latenter Steueransprüche auf kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 274.
Die verbleibende Differenz resultiert aus temporären Differenzen zwischen Ansätzen
der Steuerbilanzen und der IFRS-Konzernbilanz. 3.7 ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Im ersten Halbjahr 2019 sowie im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergaben sich keine
Verwässerungseffekte, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten
Ergebnis je Aktie entspricht. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNZWISCHENBILANZ4.1 BETEILIGUNGENDie Beteiligung an der Meiko Electronics Co. Ltd., Ayase/ Japan, welche in Höhe des
Kurswertes der auf JPY lautenden Aktien bilanziert wird, hat sich im ersten Halbjahr
2019 um TEUR 24 auf TEUR 456 (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 432) erhöht. Die
Aktien sind der Bewertungskategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (fair
value OCI)" zugeordnet. Die Wertaufholung in Höhe von TEUR 24 wurde erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis erfasst. 4.2 SONSTIGE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den übrigen sonstigen Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber Mitarbeitern
in Höhe von TEUR 147 (31. Dezember 2018 TEUR 803) sowie Forderungen aus Energiesteuer-Entlastungen
TEUR 225 (31. Dezember 2018 TEUR 722) enthalten. 4.3 EIGENKAPITALSchweizer Electronic AGDas Grundkapital beträgt zum 30. Juni 2019 EUR 9.664.054 (31. Dezember 2018: EUR 9.664.054)
und ist in 3.780.000 (31. Dezember 2018: 3.780.000) Namensaktien (Stückaktien) eingeteilt. Im ersten Halbjahr 2019 wurden den aktiven Vorstandsmitgliedern im Rahmen des Long
Term Incentive Programm (LTIP) 1.666 Aktien (Vj. 3.701 Aktien) als variable Vergütung
überlassen. Dies entspricht einem Betrag des Grundkapitals in Höhe von TEUR 4. Der
Überlassungspreis von TEUR 24 wurde anhand des Börsenkurses bemessen. Die Entwicklung
der eigenen Anteile stellt sich wie folgt dar: scroll
4.4 FINANZVERBINDLICHKEITENDie Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 beinhalten ausschließlich Bankdarlehen
in Höhe von TEUR 43.831 (31. Dezember 2018 TEUR 25.428). Mit Ausnahme von einem Darlehen
im Nominalwert TEUR 3.000 (Buchwert: TEUR 3.000; 31. Dezember 2018 TEUR 3.000) bestehen
Sicherheiten in Form von grundpfandrechtlichen Sicherheiten in Höhe von TEUR 21.804
(31. Dezember 2018 TEUR 21.804) und einer Sicherungsübereignung von Maschinen in Höhe
von TEUR 968 (31. Dezember 2018 TEUR 968). Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 von TEUR 18.402
resultiert aus weiteren Darlehensaufnahmen im Rahmen des Projektfortschritts im Aufbau
des neuen Werks in China. Dabei wurden seitens der Tochtergesellschaft erstmalig TCNY 40.863 (TEUR 5.226) aus
dem mit der Industrial and Commercial Bank of China Ltd., Jiangsu, China geschlossenen
Konsortial-Darlehensvertrag vom 12. Dezember 2018 über insgesamt TCNY 520.000 bzw.
TEUR 66.509 in Anspruch genommen. Für dieses Darlehen besteht eine Bürgschaft Dritter
sowie eine lokale Hypothek (mortgage-contract). Ferner ist im Kreditvertrag vereinbart,
dass eine Sicherungsübereignung der Maschinen erfolgt. Das Darlehen kann in unterschiedlicher
Währung gezogen werden. Die Laufzeit beträgt acht Jahre, wobei die ersten zwei Jahre
tilgungsfrei sind; die Verzinsung erfolgt variabel. 4.5 RÜCKSTELLUNG FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNEDie Effekte aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste aufgrund
der Änderung des Marktzinssatzes auf 1,03 % zum 30. Juni 2019 (31. Dezember 2018:
1,82 %) wurden auf Basis einer Simulation geschätzt. Hieraus ergab sich ein Anstieg
der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne in Höhe von TEUR 2.536 (Vj.
Rückgang um TEUR 51), der im sonstigen Ergebnis ausgewiesen wurde. 4.6 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENscroll
Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten im Wesentlichen Urlaubsansprüche
der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 1.060 (31. Dezember 2018 TEUR 537) sowie Rückstellungen
für Verpflichtungen aus einer Betriebsvereinbarung für Altersteilzeitregelungen, welche
zum Stichtag TEUR 1.214 betragen (31. Dezember 2018 TEUR 1.283). Die übrigen Rückstellungen
enthalten im Wesentlichen Kosten für ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von TEUR
91 (31. Dezember 2018 TEUR 161), Kosten im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Jahresabschluss
in Höhe von TEUR 222 (31. Dezember 2018 TEUR 240) sowie Kosten für gerichtliche Prozesse
in Höhe von TEUR 2.500 (31. Dezember 2018 2.500 TEUR). 4.7 SONSTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung ist im Wesentlichen
(TEUR 590) auf die jährlich im Juni abgerechnete Sonderzahlung, die zum 30. Juni noch
nicht ausgezahlt wurde, zurückzuführen. 4.8 VERBINDLICHKEITEN AUS ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDIm ersten Halbjahr wurden durch die Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., Changzhou/
China, Anzahlungen in Höhe von CNY 51,2 Mio. bzw. TEUR 6.551 für Gebäude getätigt,
welche zeitgleich in identischer Höhe als Zuschuss von der Administration Committee
of Jincheng Science and Technology Industrial Park, Jintan / China, entsprechend dem
Investment Agreement vom 11. November 2017 zugeflossen sind. Der Ausweis des Zuschusses
erfolgt in den Verbindlichkeiten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand. Für die Rückführung
wurde vereinbart, dass in den Jahren 2022 bis 2026 Steuerzahlungen als Rückzahlung
der Incentives angerechnet werden. Ende 2026 noch nicht zurückbezahlte Incentives
sind nicht rückzahlbar und würden zur erfolgswirksamen Erfassung führen. Des Weiteren hat das Administration Committee of Jincheng Science and Technology Industrial
Park, Jintan / China, entsprechend dem Investment Agreement vom 11. November 2017
einen Zuschuss von TCNY 1.500 bzw. TEUR 192 für den Zweck gezahlt, dass diese Mittel
an Mitarbeiter für Grundstückserwerbe im Jintan District oder als Mietzuschüsse weitergegeben
werden. Dieses Incentive (Individual Subsidy) wird über sechs Jahre bis zu einem Gesamtbetrag
von TCNY 9.000 auf Nachweis gewährt. Der Ausweis erfolgt in den Verbindlichkeiten
aus Zuwendungen der öffentlichen Hand. Für zu erwerbende Maschinen wurde eine Bezuschussung von 20 % des jeweiligen Kaufpreises
vereinbart, welche keine Rückzahlungsverpflichtung beinhaltet. Diesbezügliche Zuwendungen
sind bisher noch nicht erfolgt. 4.9 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der
Finanzinstrumente, sowie die Zuordnung der Bilanzposten zu den Bewertungskategorien: scroll
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des
IFRS 9, stellen sich wie folgt dar: Darstellung aggregiert nach Bewertungskategorien:scroll
scroll
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des
IFRS 9, stellen sich wie folgt dar: Darstellung aggregiert nach Bewertungskategorien:scroll
Angaben zur Bemessung des beizulegenden ZeitwertsDie folgende Tabelle zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte
und Schulden: scroll
Die derivativen Finanzinstrumente bestehen zum 30. Juni 2019 aus Rohstoffsicherungen.
Bei den Rohstoffsicherungen handelt es sich um Commodity Derivate (Goldswaps), für
welche ein Festpreis für Gold bezahlt wird und die Bank variable Beträge entrichtet.
Die Bewertung der Derivate erfolgte auf Basis von Stufe 2 Inputfaktoren auf Basis
von Werten für aktive Märkte für identische Vermögenswerte. Die Beteiligung an der Meiko Electronics Co. Ltd., Ayase/ Japan, ist auf Basis der
Stufe 1 in Höhe des Kurswertes der Aktien und des JPY/EUR-Stichtagskurses bilanziert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen finanziellen
Vermögenswerten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen die
Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden
Zeitwerten. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen
finanziellen Verbindlichkeiten sowie den sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund
der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente
den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultieren aus Leasingverträgen, die
im Geschäftsjahr 2017, 2018 sowie 2019 abgeschlossen wurden. Aufgrund unwesentlicher
Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz wird davon ausgegangen, dass die
Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs gab es keine Umgruppierungen zwischen
den Stufen der Bemessungshierarchie. Nettoverluste und -gewinne aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie nach IFRS 9 zum Stichtag 30. Juni 2019scroll
Der saldierte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 520 beinhaltet Zinserträge in Höhe von
TEUR 12 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 532. Nettoverluste und -gewinne aus Finanzinstrumenten je Bewertungskategorie nach IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2018scroll
Der saldiert Zinsaufwand in Höhe von TEUR 674 beinhaltet Zinserträge in Höhe von TEUR
24 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 698. 4.10 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND RECHTSSTREITIGKEITENDie Eventualverbindlichkeiten und Rechtsstreitigkeiten der SCHWEIZER-Gruppe haben
sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2018 mit nachfolgend dargestellter Ausnahme
nicht verändert. Die Schweizer Electronic AG hat sich bereits in 2018 im Zusammenhang mit der Finanzierung
der neuen Produktionseinheit Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd., Changzhou/
China, gegenüber dem Bankenkonsortium um die Industrial and Commercial Bank of China
durch eine Patronatserklärung verpflichtet, im Falle von Stockungen bei der Darlehensrückführung
oder anderen Liquiditätsengpässen bei der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd.
aktiv Maßnahmen zur Beschaffung von Mitteln zur Aufrechterhaltung des normalen Schuldendienstes
und des operativen Finanzbedarfs zu ergreifen. Die Patronatserklärung entfaltet mit
Erfüllung der Voraussetzungen des Darlehensvertrages zwischen der Tochtergesellschaft
und dem chinesischen Bankenkonsortium im ersten Halbjahr 2019 ihre Wirkung. Die Klage der Darcet Pte., Ltd., Singapore, gegen die Schweizer Energy Production
Singapore Pte., Ltd. wurde im ersten Halbjahr 2019 vor Gericht in Singapur verhandelt
und am 21. Mai 2019 in vollem Umfang abgewiesen. Am 12. Juni 2019 hat Darcet Pte.,
Ltd. gegen diese Entscheidung Beschwerde eingelegt. Mit einer Entscheidung ist innerhalb
von sechs Monaten zu rechnen. Aufgrund der Einschätzung des Vorstands wurde keine
zusätzliche Risikovorsorge gebildet. Hinsichtlich der Patronatserklärung an einen Lieferanten der Schweizer Electronic
Singapore Pte., Ltd. aus dem Geschäftsjahr 2015 bestanden zum 30. Juni 2019 Verbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 37 (31. Dezember 2018 TEUR 155). 4.11 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENWesentliche Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen lagen mit
Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Geschäftsvorfälle im Berichtszeitraum nicht
vor. Die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen im Rahmen des Long Term Incentive
Programmes (LTIP) betrugen TEUR 6 (Vj. TEUR 142). Ein Mitglied des Aufsichtsrats beherrscht die WUS Printed Circuit Kunshan Co., Ltd.
von welcher im Berichtszeitraum Waren in Höhe von TEUR 6.058 (Vj. TEUR 1.718) bezogen
und Leistungen in Höhe von TEUR 97 (Vj. TEUR 0) erbracht wurden. Zum 30. Juni 2019
bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.032 (Vj. TEUR 762). 5. EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODEDie Hauptversammlung vom 28. Juni 2019 hat beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018
keine Dividende (Vj. EUR 0,30 pro dividendenberechtigte Aktie) auszuschütten. Darüber
hinaus lagen keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
vor. Schramberg, 6. August 2019 Schweizer Electronic AG Der Vorstand scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die SCHWEIZER ELECTRONIC AG Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der SCHWEIZER ELECTRONIC
AG, Schramberg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Villingen-Schwenningen, 7. August 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Schramberg, 6. August 2019 Der Vorstand scroll
FINANZKALENDERscroll
Diese Termine und eventuelle Aktualisierungen finden Sie auch auf der Internet-Seite
www.schweizer.ag/de/investorrelations/finanzkalender.html. IMPRESSUMSchweizer Electronic AG Einsteinstrasse 10 78713 Schramberg Germany Tel.: +49 7422 512-0 Fax.: +49 7422 512-397 www.schweizer.ag Schweizer Electronic AG wird im Geschäftsbericht auch mit SCHWEIZER bezeichnet. Alle
Zahlen sind jeweils für sich gerundet, was bei der Berechnung einzelner Werte zu geringfügigen
Abweichungen führen kann. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der männlichen,
weiblichen und diversen Personenbezeichnung verzichtet. Die Verwendung der männlichen
Form schließt die weibliche und diverse Form mit ein. BildnachweiseFotos @ Nicolas Knebel - perceptum.de Leiterplatte mit ENEPAG Oberfläche: Continental AG (Titel) SAFE HARBOUR STATEMENTDiese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen
über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten
Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren",
"beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" oder ähnliche
Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen
und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.
Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von
Schweizer liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie
und die Ergebnisse von Schweizer. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des SCHWEIZER-Konzerns wesentlich abweichen von
den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben
zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Für uns ergeben sich solche Ungewissheiten
insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen
wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den
wichtigsten Geschäftsbereichen), Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen
und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen,
Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen, Einführung konkurrierender Produkte
oder Technologien durch andere Unternehmen, fehlender Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen von Schweizer, Änderungen in der Geschäftsstrategie
sowie verschiedener anderer Faktoren. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken
oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden
Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als
auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten
Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, projizierte
oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Schweizer übernimmt keine Verpflichtung
und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder
bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Schweizer Electronic AG Einsteinstraße 10 78713 Schramberg Postfach 561 78707 Schramberg Germany |
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