![]() SFC Energy AGBrunnthalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010GESCHÄFTSBERICHT 2010
ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDas vergangene Geschäftsjahr 2010 war entscheidend geprägt von der neuen Ausrichtung
des Unternehmens vom reinen Anbieter von Brennstoffzellen hin zum Anbieter von kompletten
Energieversorgungslösungen. Dies beinhaltet die Identifizierung potenzieller neuer
Märkte, der Kundenbedürfnisse, entsprechende Anpassungen des Produktportfolios sowie
entsprechender strategischer Änderungen. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv
durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat
nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden
Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung
des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht-
und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender
Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig
und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat
überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen. AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNGDem nach § 10 Absatz 1 der Satzung aus insgesamt sechs Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat
gehörten im Geschäftsjahr 2010 an: scroll
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf
insgesamt fünf Sitzungen -am 24. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr
2009), 6. Mai, 26. Juli, 27. Oktober und 9. Dezember 2010 -beraten. Sämtliche Sitzungen
wurden als Präsenzsitzungen abgehalten. Auf den Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich
über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung,
die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft einschließlich der Risikolage und des
Risikomanagements sowie der konzernweiten Compliance, die strategischen Ziele sowie
alle organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten
lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens
mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und
des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische
Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat
in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Business Units,
die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation der Gesellschaft sowie
über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse (etwa den Umzug in den neuen Firmensitz
und die Änderung der Firma der Gesellschaft), die Wachstumsstrategie des Unternehmens
und kapitalmarktrechtliche Fragen. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren
zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement,
Human Resources, Forschung und Entwicklung sowie Patent- und Wettbewerbssituation.
Der Vorstand erstattete zudem regelmäßig Bericht über die strategische Situation der
US-amerikanischen Tochtergesellschaft der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen
in Bezug auf diese. Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen
Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf
den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle
der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich
zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende
in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden,
der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete. Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2010 war der Einstieg
eines Private Equity Investors in die Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat sich vom
Vorstand der Gesellschaft in verschiedenen Sitzungen über mögliche Investoren und
ihre strategischen Ziele sowie die Folgen für die Gesellschaft informiert, sich umfangreich
zu den Vor- und Nachteilen der potentiellen Investoren berichten lassen, hierzu Fragen
gestellt, und nach ausführlicher Diskussion und Beratung den Abschluss einer Lock-up-Vereinbarung
mit dem Investor HPE PRO Institutional Fund B.V. zugestimmt. Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2010 bildete
daneben die M&A-Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit
möglichen Akquisitionen sowie der Beauftragung einer M&A-Beratungsfirma mit der Identifizierung
potentieller Zielunternehmen, ließ sich vom Vorstand und anderen Mitarbeitern der
Gesellschaft ausführlich hierzu informieren und beteiligte sich an den Ausführungen
zur M&A-Strategie der Gesellschaft aktiv mit Fragen und eigenen Vorschlägen, diskutierte
mit dem Vorstand ausführlich die Chancen und Risiken vorgeschlagener Maßnahmen und
forderte weitere Informationen zu diesen an. Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2010 weiterhin mit Vorstandsangelegenheiten,
etwa den Jahresboni für das Geschäftsjahr 2009 für die Mitglieder des Vorstandes,
der Übernahme eines Aufsichtsratsmandats durch das Vorstandsmitglied Herrn Dr. Podesser
sowie dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Herrn Dr. Müller aus dem Vorstand zum
31. Dezember 2010 und die damit verbundene vorübergehende Besetzung des Vorstands
mit nur einer Person. Auf der Aufsichtsratssitzung vom 24. März 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem
mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss
und Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 befasst und diese
in Abstimmung mit seinem Prüfungsausschuss und in Gegenwart des Abschlussprüfers der
Gesellschaft erörtert und gebilligt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2010
ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Strategie und Planung einschließlich
des Budgets für das Jahr 2011 unterrichten. Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender), Herr
David Morgan und Herr Dr. Manfred Stefener nahmen an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats
im Geschäftsjahr 2010 teil. Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Rüdiger C. Olschowy und
Herr Wolfgang Biedermann fehlten auf einer, Herr Jakob-Hinrich Leverkus auf zwei Aufsichtsratssitzungen,
jeweils entschuldigt. Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte damit in mehr als der Hälfte
der Sitzungen des Aufsichtsrats. AUSSCHÜSSEDer Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert zwei ständige Ausschüsse gebildet,
(I) den Prüfungsausschuss, der aus den Herren Wolfgang Biedermann (bis zum 31. Dezember
2010; bis zum 21. Dezember 2010 Ausschussvorsitzender), Dr. Manfred Stefener (bis
zum 31. Januar 2011), Dr. Rolf Bartke und David Morgan (seit dem 21. Dezember 2010;
seitdem Ausschussvorsitzender) bestand, sowie (II) den Personalausschuss, dem die
Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger C. Olschowy und Jakob-Hinrich
Leverkus (bis zum 31. Dezember 2010) angehörten. Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr
2010 dreimal getagt, nämlich am 23. März, 27. Juli und am 9. Dezember: Der Prüfungsausschuss
hat im Geschäftsjahr 2010 viermal getagt und zwar am 27. Januar (Telefonkonferenz),
18. März, 23. April und 27. Oktober. Dabei waren mit einer Ausnahme stets alle Ausschussmitglieder
persönlich anwesend oder den Ausschusssitzungen telefonisch zugeschaltet. Der Prüfungsausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2009
beraten und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers diskutiert und bewertet. Er
hat den Aufsichtsrat ferner bei Fragen der Sicherung und Verbesserung der Unternehmensüberwachung
unterstützt und damit die ihm zugewiesene Controlling Funktion erfüllt. Weiterhin
beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagementsystem des Unternehmens
sowie mit dem bestehenden Versicherungsschutz der Gesellschaft. Der Prüfungsausschuss
hat mit dem Vorstand die jeweiligen Quartalszahlen besprochen, sich ausführlich über
die Geschäftslage berichten lassen, Finanzkennziffern eingehend erörtert und diskutiert
und sich im Hinblick auf die Kapitalmarktkommunikation mit diesem abgestimmt. Der
Aufsichtsrat hat dem Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 24. März 2010 eine Geschäftsordnung
gegeben. Der Personalausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Vorbereitung der dem Plenum vorbehaltenen
Personalentscheidungen unterstützt. So hat sich der Personalausschuss etwa über die
Zielerreichungsgrade, die einverständliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn
Dr. Müller sowie die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Podesser beraten
und abgestimmt und Empfehlungen für den Aufsichtsrat ausgesprochen. CORPORATE GOVERNANCEInformationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der
Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht und der Erklärung zur Unternehmensführung
auf den Seiten 31 ff. des Geschäftsberichts zu finden. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten
39 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach
Bestandteilen ausgewiesen. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten
seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat
hat im Berichtsjahr potentielle Interessenkonflikte in Bezug auf die Aufsichtratsmitglieder
Dr. Manfred Stefener und Jakob-Hinrich Leverkus festgestellt. Herr Dr. Stefener ist
alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der elcomax GmbH, deren Unternehmensgegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Brennstoffzellkomponenten ist und
die offenbar seit dem Frühjahr 2010 auch Brennstoffzellensysteme, die ihn ähnliche
Märkte wie die der SFC Energy AG geliefert werden sollen, produzieren und vermarkten
will und somit eine Wettbewerbssituation zur Gesellschaft entstanden ist. Herr Leverkus
ist Mitglied des Beirats dieser Gesellschaft. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ein Rechtsgutachten einer renommierten Anwaltskanzlei
zu den rechtlich gebotenen Maßnahmen eingeholt. Im Einklang mit diesem Gutachten hat
der Aufsichtsrat am 6. Mai 2010 beschlossen, die beiden betroffenen Aufsichtsratsmitglieder
für die Zukunft von Strategiebesprechungen des Aufsichtsrats auszuschließen. In Abstimmung
mit dem Aufsichtsrat hat Herr Leverkus zudem sein Aufsichtsratsmandat bei der SFC
Energy AG zum 31. Dezember 2010 und Herr Dr. Stefener sein Aufsichtsratsmandat zum
31. Januar 2011 niedergelegt. Weitere Interessenkonflikte sind im Berichtszeitraum
nicht aufgetreten. Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex auch im Geschäftsjahr 2010 eine Effizienzprüfung seiner Aufsichtsratstätigkeit
vorgenommen. Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Corporate Governance Kodex niedergelegten
Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung,
zuletzt vom 23. März 2011, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.phi
abrufbar, oder auch im Geschäftsbericht auf den Seiten 31 ff. RECHNUNGSLEGUNGAls Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte &
Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat
beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben
und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren: Erstmalige Anwendung
der neuen handelsrechtlichen Vorschriften nach BilMoG; Aktivierung von Entwicklungskosten,
insbesondere für Projekte ELENA und EFOY 2.0 (Phase 1 und 2); Behandlung der Zuschüsse
der öffentlichen Hand, insbesondere Realisierung/Cut-Off zum Bilanzstichtag; Aktivierung
von Mietereinbauten im Rahmen des Umzugs in das neue Firmengebäude Eugen-Sänger-Ring
7; turnusmäßige Prüfung des internen Kontrollsystems mit Schwerpunkt auf den Prozessbereichen
Finanzmanagement, Absatz; Prüfung des Konzernlageberichts und des Konzernanhangs (insbesondere
auf Vollständigkeit der Angaben nach IFRS). Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss
der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der
Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der
Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler
Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind,
aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht
mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Am 23. März 2011 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen
sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern
im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert.
Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen.
Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2010 beendete Geschäftsjahr keinen
Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung
des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über
den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung
von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer
sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie
die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer
angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss
sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu
erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. März 2011 den
Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 mit den jeweiligen
Lageberichten. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG). Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen
Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2010 erzielten,
besonderen Erfolge.
Brunnthal, 23. März 2011 Der Aufsichtsrat Dr. Rolf Bartke CORPORATE GOVERNANCE BERICHT UND ERKLÄRUNG
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Gemäß Ziffer 2.3.3 Satz 2 des Kodex in seiner Fassung vom 25. Mai 2010 soll die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen. Die Satzung der SFC Energy AG sieht die Möglichkeit der Stimmrechtsabgabe mittels Briefwahl bisher noch nicht vor. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, den Vorstand in der Satzung zu ermächtigen, die Abstimmung per Briefwahl in der Einladung zur Hauptversammlung vorzusehen. Wird der Vorschlag angenommen und lässt der Vorstand die Briefwahl zu, wird die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl unterstützen. Die SFC Energy AG ermöglicht es ihren Aktionären zudem bereits jetzt, sich nach Maßgabe der Weisungen der Aktionäre durch einen von der SFC Energy AG benannten Stimmrechtsvertreter bei der Abstimmung vertreten zu lassen und auf diese Weise ihre Stimme schon vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben. |
| ― |
Gemäß Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex in seiner Fassung vom 6. Juni 2008 sollte für den Fall, dass die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung abschließt, ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 Satz 1 des Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009, der der Bestimmung des §93 Abs. 2 Satz 2 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entspricht, hat der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu betragen. Die SFC Energy AG hat vor Verkündung des VorstAG eine D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands abgeschlossen, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsieht. Die Versicherung war auf Anfrage auch nicht bereit, gegen die nachträgliche Vereinbarung eines Selbstbehalts eine niedrigere Prämie einzusetzen. Nach §23 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG musste der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder bis spätestens 1. Juli 2010 an die Vorschriften des VorstAG angepasst werden. Zum 1. Juli 2010 hat die SFC Energy AG eine neue D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats abgeschlossen, die die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt, so dass seit diesem Zeitpunkt insoweit keine Abweichung mehr vorliegt. |
| ― |
Gemäß Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Bis einschließlich 31. Dezember 2010 bestand der Vorstand aus zwei Personen, nämlich einem Chief Executive Officer (CEO) und einem Chief Operating Officer (COO). Am 31. Dezember 2010 lief die Amtzeit des Chief Operating Officer (COO) aus und die entsprechende Person stand für eine erneute Bestellung als Vorstandsmitglied nicht zur Verfügung. Seit dem 1. Januar 2011 werden die Leitungsaufgaben des Vorstands daher vorerst von dem vormaligen Chief Executive Officer (CEO) allein übernommen. Hierdurch wird unter anderem geschäftspolitische Kontinuität gewährleistet. Mittelfristig beabsichtigt der Aufsichtsrat, wieder ein zweites Vorstandsmitglied zu bestellen. Hierzu bedarf es indes eines sorgfältigen und pflichtgemäßen, umfassenden Auswahlprozesses. Aus diesen Gründen besteht der Vorstand seit dem 1. Januar 2011 zunächst nur aus nur einer Person und verfügt seit diesem Zeitpunkt auch nicht mehr über einen Vorsitzenden oder Sprecher. |
| ― |
Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Der Vorstandsanstellungsvertrag des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds sowie der bis zum 31. März 2011 laufende Vorstandsanstellungsvertrag des amtierenden Vorstandsmitglieds sahen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund keinen solchen Abfindungs-Cap vor. Ein entsprechender Cap wäre im Ergebnis nicht relevant geworden, da es zu keiner vorzeitigen Beendigung dieser Vorstandsanstellungsverträge gekommen ist. Der ab dem 1. April 2011 geltende Vorstandsanstellungsvertrag enthält einen entsprechenden Cap, so dass ab diesem Zeitpunkt insoweit keine Abweichung mehr vorliegt. |
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Gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, wobei nach 5.3.2 des Kodex insbesondere ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet werden soll. Derzeit hat der Aufsichtsrat der SFC Energy AG zwei Ausschüsse aus seiner Mitte gebildet, nämlich einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrates von sechs auf drei Mitglieder zu verringern. Für den Fall, dass dieser Vorschlag von der Hauptversammlung der SFC Energy AG angenommen wird, ist der Aufsichtsrat im Einklang mit dem juristischen Schrifttum der Ansicht, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. Im Falle der Annahme des Vorschlags durch die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat die derzeit eingerichteten Ausschüsse daher auflösen, so dass ab diesem Zeitpunkt eine Abweichung von den Empfehlungen in Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Kodex vorliegen wird. |
| ― |
Gemäß Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses Abstand. |
| ― |
Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Von der Empfehlung zur Formulierung, Berücksichtigung und Veröffentlichung konkreter Ziele wird abgewichen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats muss eine am Unternehmensinteresse ausgerichtete effektive Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleisten. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung dieser gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft pauschal eingeschränkt würde. Dementsprechend erfolgt im Corporate Governance Bericht auch keine Berichterstattung über eine diesbezügliche Zielsetzung. |
| ― |
Gemäß Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Dies ist derzeit nach der Satzung der SFC Energy AG der Fall. Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung allerdings vorschlagen, die Vergütung auf eine reine Festvergütung umzustellen. Für die Zukunft ist also eine Abweichung von Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex geplant. Nach Ansicht der SFC Energy AG trägt eine fixe Vergütungsstruktur der gesetzlichen Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats, die unabhängig vom Unternehmenserfolg zu erfüllen ist, besser Rechnung als eine Kombination mit erfolgsorientierten Vergütungskomponenten. Auf diese Weise werden auch potentielle Interessenkonflikte bei den Aufsichtsratsmitgliedern ausgeschlossen, die sich aus den Erfolgskriterien ergeben können. Zudem wird eine Beeinträchtigung der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats in Fällen der Parallelität von vorstands- und aufsichtsratsbezogenen Erfolgskriterien ausgeschlossen." |
Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der SFC Energy AG unter www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php
dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung und Kontrollstruktur
ist für SFC Energy AG die zentrale Grundlage zur Schaffung von Werten und Vertrauen.
Die Struktur der Leitungs- und Kontrollorgane innerhalb der Gesellschaft stellt sich
wie folgt dar:
Die Aktionäre der SFC Energy AG nehmen ihre Rechte am Unternehmen in der Hauptversammlung
wahr und üben dort ihr Mitsprache- und Stimmrecht aus. Die SFC Energy AG unterrichtet
ihre Aktionäre, wie auch Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien sowie die interessierte
Öffentlichkeit regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den
Quartalsberichten sowie auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Im Rahmen
ihrer Investor Relations-Tätigkeit finden regelmäßige Treffen der Gesellschaft mit
Analysten und institutionellen Anlegern statt. Zudem hält die Gesellschaft jährlich
eine Analystenkonferenz, zuletzt am 23. November 2010, ab.
Die Hauptversammlung der SFC Energy AG findet jährlich in den ersten acht Monaten
des Geschäftsjahres statt und entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen
Aufgaben wie die Gewinnverwendung, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- sowie Entlastung
der Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers, Änderung der Satzung der Gesellschaft
sowie weitere Aufgaben.
Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre
auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch
den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene
Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente
und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind
auch auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte
zu erleichtern, bietet SFC Energy AG allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht
selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter
in der Hauptversammlung abzustimmen.
Der Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung
in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung
der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen
Gruppen. Der Vorstand handelt dabei frei von Weisungen Dritter und nach Maßgabe des
Gesetzes, der Satzung und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den
Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Bei der
Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand der SFC Energy
AG zudem auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung
von Frauen an. Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder
des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes
Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende
hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens.
Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand
und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
bestand der Vorstand der SFC Energy AG aus zwei Mitgliedern, nämlich Herrn Dr. Peter
Podesser, der die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) ausübte, und Herrn Dr.
Jens Müller, dem die Aufgabe des Chief Operating Officer (COO) zugewiesen war. Seit
dem 1. Januar 2011 leitet Herr Dr. Peter Podesser die SFC Energy AG aus den in der
vorstehenden Entsprechenserklärung zu Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex dargelegten Gründen
vorübergehend als Alleinvorstand. Mittelfristig soll wieder ein zweites Vorstandsmitglied
bestellt werden.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SFC Energy AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens
eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend
über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung,
der Strategie, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über alle sonstigen
wichtigen Ereignisse, die für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung
sind. Auch die strategische Ausrichtung der SFC Energy AG wird regelmäßig mit dem
Aufsichtsrat abgestimmt. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind nach der vom
Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zudem an die Zustimmung
des Aufsichtsrats gebunden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei den Mitgliedern des Vorstands der SFC Energy
AG keine Interessenkonflikte auf, die unverzüglich gegenüber den Aufsichtsrat offenzulegen
gewesen wären. Kein Vorstandsmitglied war Mitglied des Aufsichtsrats bei nicht zum
Konzern gehörenden Handelsgesellschaften.
Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht diesen bei der Leitung der SFC
Energy AG. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen
sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der
Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des
Vorstands oder Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat seiner Zustimmung. Der Aufsichtsrat
begleitet den Vorstand aktiv durch Beratungen und Diskussionen, nimmt die ihm nach
Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwacht die Geschäftsführung auf
der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend (siehe hierzu
auch den Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 23).
Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Aufsichtsratssitzungen
und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Mit dem Vorstand steht er in regelmäßigem
Kontakt und berät mit ihm insbesondere die Strategie, die Geschäftsentwicklung und
das Risikomanagement des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung
gegeben, die im Rahmen von Gesetz und Satzung u. a. Regelungen zu den Aufsichtsratssitzungen,
den Aufsichtsratsausschüssen, zur Verschwiegenheitspflicht und zum Umgang mit Interessenkonflikten
enthält.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß derzeit aus insgesamt sechs
Mitgliedern, die allesamt von den Aktionären gewählt werden. Nach dem Ausscheiden
aus dem Aufsichtsrat von Herrn Wolfgang Biedermann und Herrn Jakob-Hinrich Leverkus
zum Ablauf des 31. Dezember 2010 sowie Herrn Dr. Manfred Stefener zum Ablauf des 31.
Januar 2011 gehören dem Aufsichtsrat gegenwärtig drei von der Hauptversammlung der
Gesellschaft gewählte Mitglieder an, nämlich die Herren (i) Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender),
Wirtschaftsingenieur aus Berlin, (ii) Rüdiger C. Olschowy (stv. Aufsichtsratsvorsitzender),
Kaufmann aus Schliersee, sowie (iii) Herr David Morgan, Kaufmann aus Rolvenden, Kent,
UK. Herr David Morgan wurde zunächst auf Antrag des Vorstands zum 8. März 2010 vom
Amtsgericht München zum Aufsichtsrat der Gesellschaft bestellt, bevor er am 6. Mai
2010 von der ordentlichen Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt
wurde. Herr Rüdiger C. Olschowy hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zur Beendigung
der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Mai 2011 niedergelegt.
Mit Ausnahme von Herrn Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) gehörten oder
gehören dem Aufsichtsrat keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der SFC Energy
AG an. Der Aktionär HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, der mehr
als 25 Prozent der Stimmrechte an der SFC Energy AG hält, hat vorgeschlagen, auf der
nächsten ordentlichen Hauptversammlung das ehemalige Vorstandsmitglied Herrn Dr. Jens
Müller in den Aufsichtsrat zu wählen. Dem Aufsichtsrat gehört nach Einschätzung des
Vorstands und des Aufsichtsrats eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an.
Des Weiteren wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung von der Verwaltung der
SFC Energy AG vorgeschlagen werden, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrats von
derzeit sechs auf zukünftig nur noch drei Aufsichtsratsmitglieder zu verringern. Dies
entspricht der Zahl der aktuell amtierenden Aufsichtsratsmitglieder. Wie die gegenwärtige
Praxis zeigt, ermöglicht ein mit drei Mitgliedern besetzter Aufsichtsrat zum einen
eine effektive Beratung und Überwachung des Vorstands der SFC Energy AG als einer
kleineren börsennotierten Aktiengesellschaft und führt im Vergleich zu einem sechsköpfigen
Gremium zum anderen zu erheblichen Kosteneinsparungen und schnelleren Entscheidungsprozessen.
Nach Ansicht des Aufsichtsrats erweist sich ein aus nur drei Mitgliedern bestehender
Aufsichtsrat für die SFC Energy AG als einer kleineren börsennotierten Aktiengesellschaft
damit als effizienter.
Im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten
seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Potentielle
Interessenkonflikte wurden in Bezug auf die Aufsichtratsmitglieder Dr. Manfred Stefener
und Jakob-Hinrich Leverkus festgestellt. Herr Dr. Stefener ist alleinvertretungsberechtigter
Geschäftsführer der elcomax GmbH, deren Unternehmensgegenstand die Entwicklung, Herstellung
und der Vertrieb von Brennstoffzellenkomponenten ist und die offenbar seit dem Frühjahr
2010 auch Brennstoffzellensysteme, die in ähnliche Märkte wie die der SFC Energy AG
geliefert werden sollen, produzieren und vermarkten will und somit eine Wettbewerbssituation
zur Gesellschaft entstanden ist. Herr Leverkus ist Mitglied des Beirats dieser Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat der SFC Energy AG holte ein Rechtsgutachten einer renommierten Anwaltskanzlei
zu den rechtlich gebotenen Maßnahmen ein. Im Einklang mit diesem Gutachten beschloss
der Aufsichtsrat am 6. Mai 2010, die beiden betroffenen Aufsichtsratsmitglieder für
die Zukunft von Strategiebesprechungen des Aufsichtsrats auszuschließen. In Abstimmung
mit dem Aufsichtsrat legte Herr Leverkus sein Aufsichtsratsmandat bei der SFC Energy
AG zum Ablauf des 31. Dezember 2010 nieder und Herr Dr. Stefener zum Ablauf des 31.
Januar 2011. Weitere Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht
aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- und/oder sonstige Dienstleistungs- und
Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft.
Es bestehen zwei Aufsichtsratsausschüsse, der Prüfungsausschuss, der im Jahr 2010
viermal tagte, sowie der Personalausschuss, der im Jahr 2010 dreimal tagte. Dem Prüfungsausschuss
gehören bzw. gehörten die Herren Wolfgang Biedermann (bis zum 31. Dezember 2010; bis
zum 21. Dezember 2010 Ausschussvorsitzender), Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar
2011), Dr. Rolf Bartke und David Morgan (seit dem 21. Dezember 2010; seitdem Ausschussvorsitzender),
dem Personalausschuss die Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger
C. Olschowy und Jakob-Hinrich Leverkus (bis zum 31. Dezember 2010) an. Der Prüfungsausschuss
befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements,
der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags
an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.
Von den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern qualifiziert sich insbesondere der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses, Herr David Morgan, als unabhängiger Finanzexperte im Sinne
des §100 Abs. 5 AktG. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung als englischer Wirtschaftsprüfer
und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen herausgehobenen Positionen im Bereich
der Unternehmensfinanzen tätig. Der Personalausschuss unterstützt den Aufsichtsrat
insbesondere bei der Vorbereitung der dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Personalentscheidungen.
Seit dem 14. Juni 2007 empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3.3 ferner die Bildung eines
Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Anteilseignern besetzt ist und dem
Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten
vorschlägt. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum
die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat
keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses
Abstand.
Wie bereits erläutert, wird die Verwaltung auf der nächsten Hauptversammlung eine
Verkleinerung des Aufsichtsrats von sechs auf drei Mitglieder vorschlagen. Im Falle
der Annahme dieses Vorschlags durch die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat die
bestehenden Ausschüsse auflösen, so dass insoweit eine Abweichung von den Ziffern
5.3.1 und 5.3.2 des Kodex vorliegen wird. In Übereinstimmung mit dem juristischen
Schrifttum ist die SFC Energy AG nämlich der Ansicht, dass eine Ausschussbildung innerhalb
eines nur dreiköpfigen Aufsichtsgremiums nicht sinnvoll erscheint und zu keinerlei
Effizienzvorteilen in Bezug auf die Wahrnehmung der Beratungs- und Kontrollfunktion
führt. Die jeweiligen Aufgaben, die aktuell noch dem Prüfungsausschuss bzw. dem Personalausschuss
übertragen sind, werden dann vollständig von dem verkleinerten Gesamtaufsichtsrat
wahrgenommen.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken zählt zu den Aufgaben einer guten Corporate
Governance. Der Vorstand der SFC Energy AG stellt ein angemessenes Risikomanagement
und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Hierdurch ist gewährleistet, dass Risiken
rechtzeitig erkannt und Risikopotenziale minimiert werden. Einzelheiten zum Risikomanagement
sind im Chancen- und Risikobericht (Abschnitt 6 des Lageberichts) (siehe hierzu den
Konzernlagebericht der Gesellschaft, Seite 59) dargestellt.
Es ist das Ziel der SFC Energy AG, eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten
und allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung
zu stellen. Über das Internet können sich alle Zielgruppen über aktuelle Entwicklungen
bei der Gesellschaft informieren. Adhoc-Mitteilungen der Gesellschaft sind auf der
Webseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Auch Pressemitteilungen sowie sonstige
Unternehmensnachrichten werden hier zur Verfügung gestellt. Die Entsprechenserklärung
und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance
Kodex sind auf der Internetseite der Gesellschaft ebenfalls zugänglich gemacht.
Nach §15a Wertpapierhandelsgesetz müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat
der SFC Energy AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen
in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der
Gesellschaft und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen legen.
Das Vorstandmitglied Herr Dr. Peter Podesser hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass
er am 7. und 29. Dezember 2010 jeweils 25.000 Stückaktien, am 03. Januar 2011 1.000
Stückaktien und am 28. Februar 40.000 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat. Das
Aufsichtsratsmitglied Herr David Morgan hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er
am 27. April und 13. Dezember 2010 jeweils 2.000 Stückaktien der Gesellschaft erworben
hat. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Rüdiger C. Olschowy hat der Gesellschaft mitgeteilt,
dass die MIT Munich Industrial Technologies AG, an der er beteiligt ist, am 17. November
2010 20.600 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat. Das damalige Aufsichtsratsmitglied
Herr Dr. Manfred Stefener hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er am 15. Dezember
2010 846.187 Stückaktien der Gesellschaft veräußert hat.
Sämtliche Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz sind auf
der Webseite der Gesellschaft unter www.sfc.com veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller
Vorstandsmitglieder an Aktien der SFC Energy AG betrug zum 31. Dezember 2010 3,26
%%, der aller Aufsichtsratsmitglieder 7,05 %% der von der Gesellschaft ausgegebenen
Aktien.
Der Konzernabschluss der SFC Energy AG sowie die Zwischenberichte erfolgen nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß den Vorgaben des International
Accounting Standards Board. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 wurde von
der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen
des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats über den Konzernabschluss teilgenommen und
über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Anteilseignern und Interessenten
stehen der Abschluss und die Zwischenberichte auf der Webseite der Gesellschaft zur
Verfügung.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung
des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur
der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und
Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung
dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands
besteht aus den folgenden Elementen:
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf bzw. dreizehn
Monatsraten gezahlt wird.
Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele
jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2010
waren die Ziele jeweils mit 25 % von der Budgetzielerreichung Umsatz, Bruttomarge
und EBIT abhängig. 25 %% des Bonus stehen im Ermessen des Aufsichtsrates.
Darüber hinaus besteht für die Vorstände die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term
Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen
bestimmter Erfolgsziele, Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2013 zu
erhalten. Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils
dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011,
2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 umfassen. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes
ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten
EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Weitere Einzelheiten zum
LTIP finden Sie im Konzernlagebericht auf Seite 57.
Schließlich erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt
die Gesellschaft beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft
übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung
bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder
eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen. Herr
Dr. Peter Podesser erhält im Geschäftsjahr 2011 zudem eine einmalige Wiederbestellungsprämie
als Gegenleistung für die frühzeitige Verlängerung seiner Amtszeit, den Abschluss
eines neuen Vorstandsanstellungsvertrages und die Übernahme von weiteren Aufgaben
als (temporärer) Alleinvorstand.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt
€ 864.882,00. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2010 sind das Festgehalt, die Sachbezüge,
die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das
Long Term Incentive Programm sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung
enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2010 ausgezahlt oder
im Konzernabschluss 2010 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember
2009 zurückgestellten Beträge. Die Vergütung Wettbewerbsverbot für Herrn Dr. Jens
Müller im Jahr 2010 betrifft den zurückgestellten Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche
Wettbewerbsverbot für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages.
Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die
einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2010 wie folgt:
|
|
|
|
|
|
in € |
|
|
fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung |
langfristige erfolgsabhängige Vergütung |
Vergütung Wettbewerbsverbot |
Gesamtbetrag |
| Dr. Peter Podesser | 320.441 | 141.062 | 4.584 | 0 | 466.087 |
| Dr. Jens Müller | 249.300 | 68.949 | 487 | 80.000 | 398.735 |
| Gesamt | 569.740 | 210.011 | 5.071 | 80.000 | 864.822 |
Die Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich entsprechend der Empfehlung des Deutschen
Corporate Governance Kodex derzeit noch aus einem fixen und einem variablen Bestandteil
zusammen. Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 2. April
2007 angepasst.
Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrates Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung
ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre
Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von
der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Daneben
erhalten sie eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für
das einzelne Mitglied € 20.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das
Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus
erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrates
eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in
einem Ausschuss des Aufsichtsrates eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 2.500,00.
Daneben erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von € 100,00 für jede € 0,01
ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von € 1,00 Dividende je Aktie
übersteigt. Dieser Vergütungsbestandteil war im Geschäftsjahr 2010 nicht relevant,
da keine Dividende ausgeschüttet worden ist.
Die Verwaltung wird der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, die Vergütung
der Aufsichtsratsmitglieder aus den in der vorstehenden Entsprechenserklärung zu Ziffer
5.4.6 Satz 4 des Kodex dargelegten Gründen auf eine reine Festvergütung in Höhe von
€ 25.000,00 pro Mitglied umzustellen, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende weiterhin
das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten
sollen.
Die Gesamt- und Einzelbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 verteilen sich
auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
|
|
in € |
| Dr. Rolf Bartke | 47.500 |
| Rüdiger C. Olschowy | 32.500 |
| Wolfgang Biedermann | 25.000 |
| Jakob-Hinrich Leverkus | 22.500 |
| David Morgan | 16.290 |
| Dr. Manfred Stefener | 22.500 |
| Gesamt | 166.290 |
Im Geschäftsjahr 2010 waren keine Aktienoptionen mehr ausstehend. Aus den in den Vorjahren
aufgelegten Aktienoptionsprogrammen wurden im Geschäftsjahr 2008 letztmals Aktienoptionen
ausgeübt.
Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG (SFC; ehemals SFC Smart Fuel Cell AG]
ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und
deren Komponenten für netzunabhängige Geräte, unter anderem auf Basis der Direkt-Methanol-Brennstoffzellentechnologie
(Direct Methanol Fuel Cell, kurz DMFC] sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen
in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio
zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, speziell Tankpatronen, und Lösungen für die
Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen und -verbrauchern
(sog. "Power Manager"]. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über echte kommerzielle
Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Zielmärkten.
SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender
netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft
vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen
bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. In
der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 wurde demzufolge eine entsprechende Erweiterung
des Unternehmensgegenstandes beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde darüber hinaus
der Umfirmierung des Mutterunternehmens von SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG
zugestimmt. Die Namensänderung spiegelt die zukünftige Positionierung des Unternehmens
als Anbieter von Gesamtsystemen zur netzfernen Energieversorgung wider. Die Eintragung
der Firmenänderung in das Handelsregister ist am 16. Juli 2010 erfolgt.
Standort des Unternehmens in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die
Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Atlanta vertreten.
SFC profitiert von mehreren wichtigen wirtschaftlich-technischen und gesellschaftlichen
Trends (Markttreibern], z. B. erhöhten Bedürfnissen nach Komfort und Funktionalität
in Freizeit- und Sonderfahrzeugen, verstärktem Einsatz drahtloser Informationstechnologie,
verstärkter Automatisierung von Messaufgaben, intelligenten Verkehrsleit-, Überwachungs-
und Sicherheitssystemen, erhöhtem Stromverbrauch im Militärbereich, veränderter politischer
Sicherheitslage, Trend zur effizienten, ressourcenschonenden Energieversorgung. Eine
saubere, leistungsfähige netzunabhängige Stromversorgung ist eine echte "enabling
technology" und ermöglicht nach Einschätzung von SFC eine Vielzahl von Produkten,
die heute an einer mangelhaften Energieversorgung scheitern.
Die wichtigsten Produkte des Konzerns sind kompakte Brennstoffzellengeneratoren, die
unter der Marke EFOY überwiegend in den europäischen Freizeitmarkt (primär als Bordstromversorgung
für Reisemobile] sowie in den Markt für netzunabhängige Industrieapplikationen verkauft
werden. Stark miniaturisierte Versionen dieser Produkte werden als tragbare Stromquellen
an Kunden im Verteidigungsbereich geliefert. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer
Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und
den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements] erwirtschaftet.
SFC ist in folgenden Märkten aktiv: Für den Freizeitmarkt (Leisure) bietet SFC über
etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) serienmäßige Produkte
an. Im Industriebereich (Industry) wird der Markt netzferner, stationärer Stromversorgungslösungen
z. B. für Umweltsensorik, Sicherheits- und Verkehrstechnik bedient. Das Verteidigungsgeschäft
(Defense) beinhaltet zum einen Seriengeschäft mit Produkten, zum anderen Entwicklungsaufträge,
in deren Rahmen Militärorganisationen mit Prototypen beliefert werden. Daneben betreibt
SFC die Erschließung weiterer Märkte, z. B. die Energieversorgung im Bereich der Mobilität
(Mobility) unterhalb der Pkw-Ebene sowie der Bordstromversorgung für Behörden- und
Sonderfahrzeuge.
Durch das öffentliche Aktienangebot und das Bezugsrechtsangebot im Mai 2007 verfügt
SFC über eine solide Kapitalausstattung zur Finanzierung des weiteren Wachstums.
Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat
bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender
Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur
des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Im Geschäftsjahr 2010 und in den Vorjahren lag der Hauptfokus des Konzerns auf dem
Aufbau der Märkte und Ausbau der Marktpenetration bei gleichzeitiger Produktkostenreduktion
durch technologische Innovation. In 2010 wurde eine Umsatzsteigerung um 14,1 % auf
T€ 13.330 verzeichnet, die im Rahmen der Erwartungen des Konzerns lag. Der Konzern
konnte seine Marktposition als einziger Anbieter kommerziell verfügbarer Brennstoffzellensysteme
als Serienprodukte in seinen Marktsegmenten festigen, erhebliche Erfolge beim weiteren
Geschäftsaufbau verzeichnen und die Margensituation deutlich verbessern.
Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem
Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
wie z. B. Qualitätsparameter verwendet.
Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien-
und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.
2010 stand unter dem Eindruck der Erholung von der Weltwirtschaftskrise. Nach den im Rahmen des ifo World Economic Survey1 erhobenen Daten entwickelte sich das Weltwirtschaftsklima stabil, mit leichten Eintrübungen im dritten und vierten Quartal, wobei sich der Indikator jedoch weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt befand. Der leichte Rückgang resultierte ausschließlich aus der Verschlechterung der weltweiten Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Die derzeitige Wirtschaftslage wird von den befragten Experten dagegen besser eingeschätzt als im Vorquartal. Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im nächsten halben Jahr verlangsamt fortsetzen wird. Die Entwicklung bleibt jedoch in den einzelnen Wirtschaftsräumen stark unterschiedlich. Der Wirtschaftsklimaindikator sank erneut in Nordamerika und Asien, stieg aber in Australien und marginal in Westeuropa.
1
ifo Konjunkturprognose 2011, ifo Institut, Nov. 2010
Mehr Exporte, Investitionen und Konsumausgaben ließen das Bruttoinlandsprodukt (BIP] 2010 um 3,6 % steigen2 . Das ist der höchste Zuwachs seit 20 Jahren. Dieses Wachstum folgte auf den deutlichen Rückgang im Jahr 2009. In dem Krisenjahr war die Wirtschaft mit 4,7 % so stark zurückgegangen, wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes3 wurde der Aufschwung von 2010 vor allem von den Exporten getragen, die um 14,2 % zulegten. Aber auch höhere Investitionen der Unternehmen halfen der Wirtschaft: Sie gaben 9,4 % mehr für Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungsgüter aus, während die Bauausgaben um 2,8 % zunahmen. Auch die Verbraucher investierten mehr. Ihre Konsumausgaben stiegen um 0,5 %. Der Staatskonsum legte sogar um 2,2 % zu.
Damit ist der außenwirtschaftliche Impuls auch auf die Binnennachfrage übergesprungen.
Sie entwickelt sich zunehmend zur treibenden Kraft und soll nach Angaben des BMWi
2011 zu über drei Vierteln zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität beitragen. Die wirtschaftliche
Erholung führte insbesondere zu einem Beschäftigungsaufschwung. Die Beschäftigung
hat 2010 mit 40,5 Mio. Personen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.
Trotz des Aufschwungs stieg die deutsche Staatsverschuldung 2010 auf einen Höchstwert.
Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen gaben 88,57 Milliarden Euro mehr aus,
als sie einnahmen. Das Staatsdefizit entspricht 3,5 % des Bruttoinlandsproduktes.
Damit wurde die im EU-Stabilitätspakt festgesetzte Schuldengrenze von 3,0 % überschritten.
2009 hatte der Staat lediglich 72,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen, was
einer Defizitquote von 3,0 % entsprach.
Der ifo Geschäftsklimaindex4 für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands entwickelte sich 2010 kontinuierlich aufwärts und ist im Januar 2011 weiter gestiegen. Das Geschäftsklima 2011 knüpft damit an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Geschäftserwartungen für die ersten sechs Monate 2011 werden günstig bewertet.
2010 erholte sich die deutsche Caravaning- und Reisemobilindustrie wieder leicht,
nachdem 2009 die in den vorangegangenen Boomjahren aufgebauten hohen Bestände an Neufahrzeugen
deutlich reduziert worden waren. Entsprechend stieg die deutsche Reisemobilproduktion
um 34,1 % auf 30.756 Reisemobile. Auch der Export wuchs im abgelaufenen Jahr um 30
% auf 14.884 Reisemobile. Dank des florierenden Exports blieb der Bestand an neuen
Fahrzeugen beim deutschen Fachhandel auf einem gesunden (niedrigeren] Niveau. Fast
50 % der deutschen Reisemobilproduktion wurden ins Ausland verkauft.
Der Produktions-Turnaround führte im abgelaufenen Jahr zu leicht positiven Zulassungszahlen.
In Deutschland wurden im Jahr 2010 von Januar bis Dezember 18.139 Reisemobile neu
zugelassen, das entspricht einer Steigerung in Höhe von 3,3 % gegenüber 2009. Das
gegenwärtige Stimmungsbild bei Industrie, Zulieferern und Handel lässt für das kommende
Jahr eine klare Aufwärtsentwicklung noch nicht erwarten. Vielmehr muss davon ausgegangen
werden, dass sich der Freizeitmarkt in Deutschland wie in Europa zwar weiter stabilisiert,
insgesamt aber noch leicht rückläufig sein dürfte. Auch im Reisemobilbereich wachsen
die Erwartungen nicht in den Himmel. Hier würden Experten Steigerungen im niedrigen
einstelligen Bereich bereits als Erfolg werten. Es ist hierbei aber nicht auszuschließen,
dass das insgesamt positive Wirtschaftsklima in Europa der Caravaningindustrie zu
Rückenwind verhilft.
Insgesamt erzielte die deutsche Caravaningindustrie 2010 470 Millionen Euro Umsatz
mit Zubehör, das entspricht einem Plus von 40 Millionen Euro bzw. 9,3 %.
Die European Caravan Federation (ECF)6 erhebt als Dachorganisation der nationalen Vertretungen der europäischen Freizeitfahrzeugindustrie Marktdaten über die Entwicklung bzw. den Absatz von Caravans und Reisemobilen. Nach bislang vorliegenden Zahlen ließen die Europäer 2010 68.817 neue Reisemobile zu, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,8 %. Dabei waren die europäischen Märkte deutlich uneinheitlich: Zulassungsanstiege verzeichneten Frankreich (18.673 Neuzulassungen, plus 3,5 %), Deutschland (18.280 Neuzulassungen, plus 3 %), Schweden (3.035 Neuzulassungen, plus 28,7 %), Norwegen (1.857 Neuzulassungen, plus 25,5 %) und Spanien (1.851 Neuzulassungen, plus 0,5 %). Zulassungsverluste gab es in Italien (7.645 Fahrzeuge, minus 10,9 %) und Großbritannien (7.169 Fahrzeuge, minus 10,7 %). Für den europäischen Markt rechnet die ECF 2011 mit einer Seitwärtsentwicklung.
Nach dem Rückgang der Bootsproduktion im Jahr 2009 um knapp 60 % gegenüber dem Spitzenjahr 2006 verbesserte sich nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft7 die Nachfrage nach Booten und Yachten im Jahr 2010 wieder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Bootsproduktion nach Berechnungen des Verbandes um ca. 14 % zu. Diese positive Entwicklung wird durch die Ergebnisse des Konjunkturbarometers des Branchenverbandes zum Jahresende bestätigt. 52,6 % der befragten Unternehmen beurteilen die Geschäftslage besser als im Vergleich zum Vorjahr (2009: 25,5 %). Lediglich 21,1 % (Vorjahr: 50,3 %) der Unternehmen berichten von weiteren Umsatzrückgängen. Die Erholung betrifft nahezu alle Bereiche der maritimen Wirtschaft. Auch das Neubootsegment verspürt die frische Brise.
Trotz des kalten Frühjahrs zeichneten sich 2010 im für SFC relevanten Ausrüstungsbereich
Umsätze auf dem zufrieden stellenden Vorjahresniveau ab. Rund vier Fünftel der befragten
Unternehmen sprechen von gleich bleibenden oder besseren Umsätzen als im Vorjahr.
Die Bootseigner investieren weiterhin in den Werterhalt ihrer Schiffe. Dies gilt neben
hochwertigem technischem Zubehör wie Heiz-, Kühl- und Kochtechnik und Entertainment-Ausstattungen
auch für Navigations- und Sicherheitsausstattung.
Der Konjunkturverlauf im Marinemarkt in den kommenden zwei bis drei Jahren wird deutlich
positiver eingeschätzt: 63,7 % (Vorjahr: 33,3 %) glauben an weitere konjunkturelle
Verbesserungen.
2
BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2011,
Jan. 2011
3
Statistisches Bundesamt Wiesbaden, vorläufige Ergebnisse 2010; Stand: 12. Januar 2011
4
ifo Geschäftsklima Deutschland; ifo Konjunkturtest Januar 2011
5
Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e. V.
6
Daten: ECF European Caravan Federation
7
Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft e. V., Pressemeldung zur boot 2011, Jan.
2011
In industriellen Anwendungen stieg angesichts einer zunehmenden Zahl von Geräten,
die fern der Steckdose eingesetzt werden, auch im Jahr 2010 die Nachfrage nach Lösungen
zur zuverlässigen Bereitstellung von netzfernem Strom. Typische Anwendungsfelder sind
netzferne Sensoren und Messgeräte, Anlagen in der Überwachungs-, Sicherheits- und
Verkehrstechnik und viele mehr. Hier werden die EFOY Pro-Brennstoffzellen von SFC
zunehmend als echte "Enabling technology" wahrgenommen, die für viele Betreiber netzferner
Anlagen die Realisierung neuer und kostenattraktiverer Konzepte mit erhöhter Funktionalität
ermöglicht. Eine Umstellung strategisch und sicherheitstechnisch wichtiger Systeme
und Anlagen auf neue Energieversorgungskonzepte erfordert jedoch -nach einer entsprechend
langen Testphase -eine Investitionsentscheidung. Im Jahr 2010 erfuhr dieser Markt
aufgrund seiner strategischen Bedeutung eine leichte Belebung. Für das Jahr 2011 wird
damit gerechnet, dass er weiterhin an Bedeutung gewinnen wird.
SFC ist in zwei Segmenten des Mobilitätsmarktes tätig: im Bereich APUs (engl. Auxiliary
Power Units, Hilfsantriebe] für Spezial- und Sonderfahrzeuge und im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung
(KWK oder engl. CHP Combined Heat and Power Sources] für Batteriefahrzeuge. Im ersten
Segment APU liefert SFC existierende Produkte an Nutzer konventioneller Kraftfahrzeuge
mit Verbrennungsmotor. Hier wird die Marktnachfrage von zunehmend rigider werdenden
staatlichen Umweltschutzverordnungen angetrieben, wonach Fahrzeuge zur Erzeugung elektrischen
Stroms für die Bordbatterien nicht mehr den laufenden Motor im Standbetrieb nutzen
dürfen. Beim zweiten Segment CHP handelt es sich, obwohl dieses relativ junge Segment
des E-Mobilitätsmarktes viel öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, bislang noch um ein
reines Entwicklungsthema. SFC entwickelt brennstoffzellenbasierte Stromerzeugungslösungen,
die die vorrangigen Limitationen batteriebetriebener Fahrzeuge adressieren sollen,
wie Reichweite und Alljahrestauglichkeit. Bekannte Automobilhersteller planen derzeit
Tests der SFC-Lösungen als potenzielle Grundlage für saubere urbane Mobilitätskonzepte.
Auch wenn 2011 dieser Bereich weiter öffentliche Aufmerksamkeit und Finanzierung erfahren
wird, ist noch nicht mit wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesem Markt zu rechnen.
In Reaktion auf die Wirtschaftskrise haben verschiedene europäische Länder und die
Vereinigten Staaten rigide Kürzungen in ihren Verteidigungsetats vorgenommen und Strukturveränderungen
gestartet. Dessen ungeachtet ermöglichen tragbare und mobile alternative Stromversorgungslösungen
die Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien. Um asymmetrische/terroristische
Bedrohungen besser adressieren zu können, entwickeln sich die Verteidigungskräfte
zunehmend weg von einem monolithischen Ansatz hin zu kleineren Einheiten. Bei diesen
stellt längere Autonomie mit geringer Detektierbarkeit für Soldaten wie Fahrzeuge
eine entscheidende Voraussetzung für längere Einsätze dar. Daher wächst bei Sondereinsatzkommandos
und OEM-Partnern der Bedarf nach alternativen Stromversorgungslösungen.
Im Geschäftsjahr 2010 stiegen die Umsatzerlöse von T€ 11.687 im Vorjahreszeitraum
um 14,1 % auf T€ 13.330. Der Produktanteil am Umsatz erhöhte sich auf 93,4 %, verglichen
mit 90,2 % im Vorjahreszeitraum, während sich der Anteil von Umsätzen aus der Entwicklungszusammenarbeit
(JDA) und sonstigen Beratungsleistungen entsprechend verminderte.
Die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend auf erhöhte Umsätze von
Brennstoffzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY, FC 250) und C-Serie (JENNY) sowie
mit Power Managern zurückzuführen. In dieser Entwicklung spiegeln sich die leichte
Erholung im Freizeitmarkt, die zunehmende Akzeptanz der Brennstoffzellen im Industriemarkt
sowie gesteigertes Interesse an den Systemlösungen im Verteidigungsmarkt wider.
|
|
|
|
in T€ | in % |
| Segment | 2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| A-Serie | 9.628 | 9.355 | 273 | 2,9 |
| C-Serie | 1.089 | 388 | 701 | >100 |
| Power Manager | 794 | 136 | 658 | >100 |
| Joint Development Agreements | 875 | 996 | -121 | -12,1 |
| Sonstiges | 944 | 812 | 132 | 16,3 |
| Umsatz | 13.330 | 11.687 | 1.643 | 14,1 |
Im Segment A-Serie konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 um 2,9 % auf T€ 9.628 (T€
9.355) gesteigert werden, im Wesentlichen aufgrund des deutlichen Zuwachses im Industriebereich,
in welchem eine Steigerung um T€ 780 (+48,9 %) zu registrieren war. Der Freizeitbereich
lag mit einem Wachstum von T€ 288 (+4,6 %) leicht über Vorjahresniveau. Im Bereich
Mobilität reduzierte sich der Umsatz signifikant um T€ 939 (-88,5 %). Die im Vorjahr
enthaltenen Umsätze in Zusammenhang mit einem staatlichen Konjunkturprogramm konnten
aufgrund des Auslaufens der Programme nicht wiederholt werden. Erneut wurden Umsätze
mit speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (FC 250, EMILY) in
Höhe von T€ 429 (T€ 363) erzielt.
Der Umsatz im Segment C-Serie verdreifachte sich annähernd von T€ 388 im Geschäftsjahr
2009 auf T€ 1.089 im Geschäftsjahr 2010, wobei die Anzahl der ausgelieferten Systeme
von 31 auf 69 gestiegen ist.
Ein signifikantes Wachstum war auch bei Umsätzen mit Power Managern zu verzeichnen,
die sich von T€ 136 auf T€ 794 im Geschäftsjahr 2010 erhöhten, die Anzahl der ausgelieferten
Power Manager stieg von 23 auf 88.
Die Zuwächse bei der C-Serie und den Power Managern sind insbesondere auf den im 3.
Quartal 2010 erteilten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr zurückzuführen und bestätigen
die Strategie von SFC, dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr
orderte SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power
Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel
sowie speziellem Zubehör bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC
den Schritt vom Entwicklungspartner zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle
erstmals als Kernkomponente der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation
etabliert.
Der Umsatz des Segments JDAs reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 um 12,1 % auf T€
875 (T€ 996). Die Vergabe von Aufträgen der US-Streitkräfte erfolgte erst Ende des
vierten Quartals 2010. Somit ist in 2011 wieder mit einem Anstieg der Umsätze in diesem
Segment zu rechnen.
Der Umsatz des Segments Sonstiges stieg im Geschäftsjahr 2010 um 16,3 % auf T€ 944
(T€ 812). Diese Position beinhaltet neben dem Verkauf von Tankpatronen auch den Verkauf
von Testequipment an strategische Partner. Zudem sind erstmals auch Komponenten des
oben erwähnten Energienetzwerks wie Solarpanele enthalten. Im Vorjahr beinhaltete
die Position ferner Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148. Der Umsatz mit Tankpatronen
lag um T€ 112 (23,7 %) über Vorjahresniveau.
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung in % |
| Freizeit | 3.125 | 3.268 | -143 | - 4,4 |
| Industrie | 634 | 550 | 84 | 15,3 |
| Mobilität | 31 | 394 | -363 | -92,1 |
| Verteidigung | 41 | 29 | 12 | 41,4 |
| Stückzahlen | 3.831 | 4.241 | -410 | -9,7 |
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Absatz von Brennstoffzellensystemen der
A-Serie um 9,7 % von 4.241 auf 3.831 Einheiten. Die Umsatzsteigerung im Segment A-Serie
beruht im Wesentlichen auf Verschiebungen im Modellmix hin zu leistungsstärkeren Brennstoffzellensystemen
und reflektiert den Erfolg der im vierten Quartal 2009 in den Markt eingeführten Modelle
EFOY 2200 und EFOY Pro 2200.

Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend durch das signifikante Wachstum
in Europa verursacht, wohingegen sich der Umsatz in Nordamerika verringerte. In Deutschland
lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. Demzufolge sank der Inlandsanteil am Umsatz von
42,8 % im Vorjahreszeitraum auf 37,6 %. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich
damit auf 62,4 % (57,2 %).
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in T€ | in % |
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| A-Serie | 5.874 | 4.347 | 1.527 | 35,1 |
| C-Serie | 86 | 146 | -60 | -41,1 |
| Power Manager | 65 | 52 | 13 | 25,0 |
| Sonstiges | 412 | 320 | 92 | 28,8 |
| Total | 6.437 | 4.865 | 1.572 | 32,2 |
Das Umsatzwachstum in Europa um 32,3 % auf T€ 6.437 (T€ 4.865) ist insbesondere durch
höhere Verkaufszahlen mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Märkten Freizeit
und Industrie verursacht.
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in T€ | in % |
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| A-Serie | 3.170 | 4.439 | -1.269 | -28,6 |
| C-Serie | 921 | 38 | 883 | >100 |
| Power Manager | 470 | 0 | 470 | n. a. |
| Joint Development Agreements | 0 | 236 | -236 | -100,0 |
| Sonstiges | 447 | 289 | 158 | 54,7 |
| Total | 5.008 | 5.002 | 6 | 0,1 |
In Deutschland stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um
0,1 % auf T€ 5.008 (T€ 5.002). Bei der A-Serie war ein deutlicher Rückgang aus dem
Verkauf von Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Bereichen Mobilität und Freizeit
zu verzeichnen. Ferner konnten im Unterschied zum Vorjahr keine Umsätze aus einem
JDA mit der Bundeswehr realisiert werden. Der deutliche Anstieg bei den Segmenten
C-Serie, Power Manager und Sonstiges ist überwiegend auf den oben erwähnten Großauftrag
der Bundeswehr zurückzuführen.
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in T€ | in % |
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| Joint Development Agreements | 875 | 760 | 115 | 15,1 |
| A-Serie | 348 | 447 | -99 | -22,1 |
| Power Manager | 252 | 76 | 176 | >100 |
| C-Serie | 58 | 192 | -134 | -69,8 |
| Sonstiges | 63 | 189 | -126 | -66,7 |
| Total | 1.596 | 1.664 | -68 | -4,1 |
In Nordamerika sank der Umsatz um 4,1 % auf T€ 1.596 (T€ 1.664). Wesentliche Ursache
war der Wegfall der im Vorjahr enthaltenen Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148.
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in T€ | in % |
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| A-Serie | 148 | 111 | 37 | 33,3 |
| C-Serie | 24 | 0 | 24 | n. a. |
| Power Manager | 7 | 0 | 7 | n. a. |
| Sonstiges | 16 | 11 | 5 | 45,5 |
| Total | 195 | 122 | 73 | 59,8 |
Der Umsatzanstieg in Asien um 59,8 % von T€ 122 auf T€ 195 in 2010 ist insbesondere
durch höhere Umsätze mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie und C-Serie bedingt.
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in T€ | in % |
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2010 | 2009 | Veränderung | Veränderung |
| A-Serie | 88 | 11 | 77 | >100 |
| C-Serie | 0 | 12 | -12 | -100,0 |
| Power Manager | 0 | 8 |
-8 | -100,0 |
| Sonstiges | 6 | 3 | 3 | 100,0 |
| Total | 94 | 34 | 60 | >100 |
In anderen Teilen der Welt betreibt SFC wie auch in Asien derzeit selbst noch kein
aktives Marketing.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen aufgrund
der oben dargestellten Umsatzeffekte im Segment A-Serie und den gestiegenen Umsätzen
mit Produkten aus dem Verteidigungsbereich (insbesondere C-Serie und Power Manager)
um 26,5 % auf T€ 4.042 (T€ 3.194). Bei der A-Serie steigerte sich das Bruttoergebnis
vom Umsatz um T€ 362, die Bruttomarge vom Umsatz stieg auf 29,8 % (26,8 %). Demzufolge
erhöhte sich die Bruttomarge vom Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2010 auf 30,3 % (27,3
%). Erwähnenswert sind auch die weiteren Fortschritte bei der Kostenreduzierung der
im Segment Sonstiges enthaltenen Tankpatronen: Bei einem um T€ 112 erhöhten Umsatzvolumen
verbesserte sich das Bruttoergebnis um T€ 40. Die Verschlechterung des Bruttoergebnisses
vom Umsatz im Segment Sonstiges um T€ 10 ist im Wesentlichen durch den Entfall der
im Vorjahr enthaltenen margenträchtigen Beratungsleistungen begründet.
In einer Kernkomponente der Brennstoffzelle wird Platin verwendet. Platin stieg vom
31. Dezember 2009 von 1.475 USD/Unze um 18,8 % auf 1.752 USD/Unze zum 31. Dezember
2010 (Vorjahr: +60,0 %). Infolgedessen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz durch den
Anstieg des Platinpreises belastet. Demgegenüber stehen die Erträge aus der Absicherung
des Platins durch Platintermingeschäfte, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen
ausgewiesen sind.
Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2010 um 6,9 % auf T€ 4.751 (T€ 4.445),
im Wesentlichen durch den Aufbau der U.S.-Organisation.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2010 von T€ 1.508 um 25,4 % auf
T€ 1.891. In diesem Zeitraum wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 1.071 (T€
980) sowie selbst erstellte Patente in Höhe von T€ 30 (T€ 59) aktiviert. Dabei ist
zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den
Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen
und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten
verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in 2010 beliefen
sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten
und Patente auf T€ 4.725, eine Erhöhung von 5,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
(T€ 4.493).
Die Allgemeinen Verwaltungskosten reduzierten sich in 2010 um 3,6 % auf T€ 2.052 (T€
2.129), hauptsächlich verursacht durch niedrigere Beratungskosten und Kosten für Investor
Relations.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Wesentlichen aufgrund von
niedrigeren Erträgen aus der Bewertung von offenen Platintermingeschäften von T€ 417
im Vorjahreszeitraum um 45,3 % auf T€ 228 im Geschäftsjahr 2010.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2010 insbesondere durch
höhere Aufwendungen aus Kursdifferenzen von T€ 36 auf T€ 87.
Betriebsergebnis (EBIT): Das EBIT des Konzerns war mit minus T€ 4.510 im Geschäftsjahr
2010 nahezu auf Vorjahresniveau (minus T€ 4.507). Das EBIT in Relation zum Umsatz
verbesserte sich auf minus 33,8 % (minus 38,6 %).
Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch das niedrigere Zinsniveau
von T€ 744 um 45,0 % auf T€ 409.
Das Ergebnis nach Steuern sank im Geschäftsjahr 2010 um 8,9 % auf minus T€ 4.123 nach
minus T€ 3.785 im Vorjahr.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (verwässert) verminderte sich von minus € 0,53 auf
minus € 0,58.
Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management
von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.
Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich der Mittelabfluss von Finanzmitteln von T€ 5.023
im Vorjahr auf T€ 6.982.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2010
beliefen sich auf T€ 33.560 (Ende Dezember 2009: T€ 40.544).
Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit hat sich auf T€ 4.635 (T€ 3.677) im
Geschäftsjahr 2010 erhöht. Eine wesentliche Ursache war die im Vorjahreszeitraum enthaltene
Steuererstattung in Höhe von T€ 719, die sich in 2010 auf T€ 212 reduzierte. Ferner
erhöhte sich das Net Working Capital (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) in 2010 um T€
1.665, verglichen mit einem Anstieg von T€ 100 in 2009.
Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von
T€ 2.347 (T€ 1.227) ab. Diese Erhöhung wurde wesentlich durch die Auszahlung für ein
verpfändetes Festgeld (Bankbürgschaft für den Mietvertrag des neuen Gebäudes von SFC)
in Höhe von T€ 570 bedingt. Daneben flossen auch um T€ 426 niedrigere Zinsen zu.
Der Rückgang des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in 2010 auf T€ 0 (T€
120) ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr enthaltenen Zahlungen zur Tilgung von
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 118 begründet.
Ein positives Bild zeigt nach wie vor die Vermögenslage des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote
von 90,1 % (31. Dezember 2009: 90,9 %).
Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009
um 8,2 % auf T€ 46.312 (T€ 50.442).
Die Vorräte erhöhten sich aufgrund der Umsatzsteigerung, den zunehmenden Stückzahlen
von Produkten im Verteidigungsbereich und dem Aufbau des Lagers der Tochtergesellschaft
in den USA von T€ 1.328 um 45,9 %% auf T€ 1.937.
Aufgrund des Umsatzwachstums stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
von T€ 2.200 um 23,3 %% auf T€ 2.713.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Investitionen
in aktivierte Entwicklungskosten und Sachanlagen von T€ 4.846 zum 31. Dezember 2009
auf T€ 6.145 zum 31. Dezember 2010. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der
Bilanzsumme erhöhte sich von 9,6 % auf 13,3 %. Dabei ist zu beachten, dass das Firmengebäude
langfristig angemietet wurde und nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheint.
Bei den kurzfristigen Schulden reduzierten sich hauptsächlich die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 1.384 zum 31. Dezember 2010 (31. Dezember 2009:
T€ 1.957).
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 9,9 % (31. Dezember
2009: 9,1 %).
Durch das negative Ergebnis nach Steuern verminderte sich das Eigenkapital zum 31.
Dezember 2010 auf T€ 41.721 im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (T€ 45.860).
Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr
2010 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 4.725
(Vorjahr: T€ 4.493) im Bereich F&E aufgewendet. Mit zum Stichtag 28 Mitarbeitern (Vorjahr:
29) ist rund ein Drittel des gesamten Personals von SFC mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie
und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. Der Konzern verfolgt
eine aktive Patentstrategie zur Verteidigung von Markteintrittsbarrieren sowie zur
Sicherstellung der eigenen Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio
von mehr als 30 verschiedenen Patentanmeldungen bzw. erteilten Patenten.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im Geschäftsjahr
2010 unverändert folgende:
| ― |
Reduzierung der Stückkosten durch technologische Innovationen, im Speziellen beim Brennstoffzellen-Stack -dem technischen Kern von Brennstoffzellensystemen mit einem sehr hohen Kostenanteil. Hier wurde die konsequente Entwicklung zu erhöhter Leistungsdichte und dabei verringerter Degradation bei geringerem Materialeinsatz fortgesetzt. |
| ― |
Wesentliche Verbesserung und deutliche Erweiterung der Funktionalität; Neuentwicklungen der Produkte (z. B. Leistungssteigerung, neue marktspezifische Ausstattungsmerkmale, erhebliche Steigerung der Robustheit und Zuverlässigkeit unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen), um neben den bereits adressierten Märkten auch weitere Anwendungsfelder für die Produkte erschließen zu können. |
| ― |
Signifikante Steigerung der Zuverlässigkeit, Robustheit und Lebensdauer der für den Industriemarkt entwickelten Geräte, um die Attraktivität der Produkte weiter zu steigern und den technologischen Vorsprung des Konzerns auszubauen. |
| ― |
Miniaturisierung der Produkte, um Märkte mit hohen Anforderungen an die Tragbarkeit der Energiequelle erfolgreich erschließen zu können, speziell im Verteidigungsbereich. |
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2010 verstärkt komplette Energieversorgungslösungen
-typischerweise bestehend aus Brennstoffzellensystem, Hybridbatterie, Power Management,
Zubehör, teilweise auch Solarzellen -entwickelt, um Kundenanforderungen speziell aus
den Segmenten Verteidigung, Industrie und Mobilität besser erfüllen zu können.
Auch weiterhin plant der Konzern prozentual hohe Aufwendungen für den F&E-Bereich,
um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen.
Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich
auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B.
über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".
Im Geschäftsjahr 2010 wurden T€ 1.071 (T€ 980) für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellensysteme,
Power Manager und Netzwerklösungen aktiviert. Darüber hinaus wurde unter anderem in
diverse Spritzgußwerkzeuge für weitere Kostenreduktionen bei den Produkten von SFC,
eine automatische Abfüllanlage für Tankpatronen, einen Wareneingangsprüfstand zur
Qualitätsverbesserung sowie Einbauten für den Neubau eines Produktions-, Entwicklungs-
und Verwaltungsgebäudes, das SFC Anfang April 2010 bezogen hat, investiert.
Insgesamt beliefen sich die Investitionen in 2010 auf T€ 2.593 (T€ 2.351). Davon wurden
T€ 246 (T€ 304) über Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert und von den Anschaffungskosten
abgesetzt, die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.
Die Entwicklung des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2010 war durch den hohen Auftragseingang
für die zivilen EFOY Brennstoffzellensysteme der A-Serie im vierten Quartal 2009 beeinflusst.
Der Auftragseingang für EFOY Brennstoffzellen sank von T€ 10.160 im Vorjahr auf T€
7.710 im Jahr 2010. Infolgedessen bewegte sich der Auftragseingang insgesamt unter
dem Vorjahresniveau.
Ein wichtiger Meilenstein konnte im dritten Quartal 2010 mit dem oben unter Punkt
3. erwähnten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr im Verteidigungsbereich erzielt
werden.
Darüber hinaus hat SFC im vierten Quartal 2010 einen weiteren Auftrag des U.S. Army
Operational Test Command (ATEC) erhalten. Der Auftrag beinhaltet die Entwicklung und
Lieferung von 100 W-Feldladegeräten und hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Das Auftragsvolumen
beträgt knapp 2 Millionen US-Dollar und beinhaltet eine Entwicklungsphase und die
anschließende Lieferung einer Kleinserie von 100 W-Feldladegeräten.
Diese beiden Aufträge hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Anstieg des Auftragseingangs
für die Produkte für den Verteidigungsmarkt C-Serie, Power Manager und A-Serie (FC
100, FC 250, EMILY). Der Auftragseingang stieg in Summe von T€ 792 im Jahr 2009 auf
T€ 2.994 im Geschäftsjahr 2010.
Insgesamt sank der Auftragseingang von T€ 13.384 in 2009 um 2,4 % auf T€ 13.068 im
Geschäftsjahr 2010. Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2010
auf T€ 3.150, eine Reduzierung um 7,7 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.412).
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 stellt sich wie
folgt dar:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
| Vorstand | 2 | 2 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 28 | 29 | -1 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 25 | 24 | + 1 |
| Vertrieb und Marketing | 29 | 25 | + 4 |
| Verwaltung | 13 | 11 | + 2 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 97 | 91 | +6 |
SFC hat zum 31. Dezember 2010 insgesamt 8 (7) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten
beschäftigt.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 lag mit 97 (91)
leicht über Vorjahresniveau.

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass
der Konzern zum Stichtag über eine solide Vermögens- und Finanzlage verfügt. Bei einer
gleichbleibend negativen Ertragslage könnte sich das Gesamtbild jedoch langfristig
gesehen verschlechtern.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des
Aktiengesetzes.
Die Vorstandsverträge werden vom Personalausschuss unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden
erarbeitet. Die Vergütung wird jeweils nach 12 Monaten Vertragslaufzeit vom Personalausschuss
überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung und im Falle des Erreichens
bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus).
Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen für die Vorstände, im Rahmen eines Long Term
Incentive Programms des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter
Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2013 zu erhalten.
Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils dreijährige
Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012
und 2011 bis 2013 umfassen. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes erfolgt
als Barausgleich und ist im Wesentlichen vom Aktienkurs von SFC und der Zielerreichung
eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.
Zusätzlich stellt SFC beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. SFC
übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung
bis zu einem Höchstbetrag von jeweils Euro 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder
Directors & Officers-Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, die ab 1. Juli 2010
einen Selbstbehalt in Höhe von 10 Prozent des Schadens bis maximal des Eineinhalbfachen
der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorsehen.
Die Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich entsprechend der Empfehlung des Deutschen
Corporate Governance Kodex aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen.
Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 2. April 2007 angepasst.
Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung
ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen sowie auf Einbeziehung in
die von SFC für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Daneben erhalten
sie eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne
Mitglied Euro 20.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache,
sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes
Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine
zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem
Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 2.500,00.
Daneben erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von Euro 100,00 für jede Euro
0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von Euro 1,00 Dividende je
Aktie übersteigt.
Angaben, die gemäß §314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden
in diesem dargestellt.
Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen"
im Konzernanhang.
Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt Euro 7.152.887,00 und ist eingeteilt
in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen
Betrag von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede
Aktie gewährt eine Stimme.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt,
die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt8 :
|
|
in % |
| Holland Private Equity Management B. V. (über HPE PRO Institutional Fund B. V.) | 25,01 |
| Conduit Ventures Limited (über Conduit Ventures General Partner II Limited und Conduit Ventures IIA LP) | 10,64 |
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben
sich aus den §§84, 85 Aktiengesetz (AktG) und §7 Abs. 2 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß §179 AktG in Verbindung mit §20 der Satzung eines
Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013
mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu Euro 3.568.121,00 einmalig oder mehrmals
durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen
Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei
grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht
der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen
der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. §5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des
Aufsichtsrats fest.
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von Euro 127.716,00
für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31.12.2010 bestehen keine weiteren
Optionsausübungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.
Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015
eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai
2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch
gemacht.
Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung
eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern existieren keine Entschädigungsvereinbarungen
im Falle von Übernahmeangeboten.
Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand
ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente
zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden
systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.
Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation
der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen
zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige
Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen
Risikosituation. Quartalsweise wird die Entwicklung der definierten Risikofelder in
einer Balanced Score Card dargestellt.
Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem,
das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive
Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen
Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze
für jede Business Unit (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling,
ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool
für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren.
Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen
und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen
sind.
Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und
wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der
Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für
die Rentabilität oder Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management
eingebunden.
Aus der Geschäftstätigkeit von SFC ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen
Risiken.
Die Weltwirtschaft befindet sich noch immer in einer Situation mit aktuell nur schwierig
berechenbaren Auswirkungen. Aktuelle Prognosen der Regierungen sowie der Wirtschaftsforschungsinstitute
enthalten für die wichtigsten Märkte des Konzerns zwar Hinweise auf eine Bodenbildung;
belastbare Anzeichen für einen bevorstehenden nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung
fehlen jedoch derzeit, so dass weiterhin Unsicherheit die Planungen und Prognosen
erschweren.
Diese Unsicherheit betrifft nach wie vor die Märkte für Freizeitfahrzeuge in Europa.
Marktexperten sehen derzeit noch keine eindeutige Trendwende. Diese Entwicklung betrifft
auch den Zubehörbereich, wodurch das Risiko weiter steigt, dass sich die Umsätze mit
EFOY-Brennstoffzellen in dieser Saison europaweit unter Plan entwickeln.
Der Industriemarkt ist durch das schwierige öffentliche Marktumfeld mit auslaufenden
staatlichen Konjunkturprogrammen sowie weiterhin langen Testphasen und komplexen Investitionsentscheidungen
beeinflusst, die das Risiko einer geringeren Wachstumsgeschwindigkeit und eines verlangsamten
Marktaufbaus mit sich bringen. Auch die gravierende Verschuldung öffentlicher Haushalte
ist geeignet, die Wachstumsgeschwindigkeit in diesem Segment zu bremsen.
Die erwähnten auslaufenden staatlichen Konjunkturprogramme betreffen auch den Mobilitätsmarkt;
zusätzlich könnten auch hier mittelfristig Risiken durch verschärfte Sparbemühungen
öffentlicher Haushalte entstehen.
Der Verteidigungsmarkt ist unverändert schwer vorhersehbar, aufgrund geringer Transparenz,
Abhängigkeit von politischen Entscheidungen und Entwicklungen, schwieriger Prognostizierbarkeit
und einer ausgeprägten Projektorientierung. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen,
dass sich die erwarteten Auftragsvergaben an SFC in der Folge weiter verzögern können,
auch wenn erste Ausschreibungen bzw. Ankündigungen auf zukünftige Ausschreibungen
mittlerweile publik sind. Zusätzlich liegt ein Risiko in möglicherweise sinkenden
Ausgaben für den Verteidigungsbereich angesichts der in vielen Ländern laufenden Strukturdiskussionen
und stark gestiegener Staatsverschuldung in vielen Regionen.
Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um
im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung
der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei
gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu
im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich
ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung
und höhere Stückzahlen weiter zu senken. Wiederum konnten weitere Kostensenkungen
wie beispielsweise beim Stack (Kernkomponente des Brennstoffzellensystems) und Tankpatronen
im Berichtszeitraum 2010 ohne Qualitätseinbußen realisiert werden. Das dabei entstehende
Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen
wie bei allen hochinnovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.
Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte
bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch
SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller
Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen
(mittlerweile: rund 20 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet,
die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. SFC arbeitet kontinuierlich
gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern
bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.
Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft im Bereich DMFC-Systeme
und den Vermarktungsvorsprung. Dieser Vorsprung wird u. a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit
und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber
verfügen allerdings -speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar
guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen.
Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang erste Prototypenlieferungen
von Wettbewerbern aus den USA im Verteidigungsgeschäft zu verzeichnen. In den Zielmärkten
Freizeit und netzunabhängige Stromversorgung gibt es aktuell erste Wettbewerbsprodukte
auf dem Markt. Folglich bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche
Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen
bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine fokussierte und innovative
Produktweiterentwicklung entgegen.
SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten
und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die
Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die
speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet.
Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der
Diversifizierung ihrer Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Durch
professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette
reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten,
falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen
Qualität verfügbar sein sollten.
SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften
einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar
gegenüberstehen. Für das Jahr 2010 gab es aufgrund des Aufbaus der Tochtergesellschaft
in den USA keine wesentlichen US-Dollar-Überschüsse, weshalb auf eine Sicherung verzichtet
wurde. Lediglich 0,11 Mio. USD aus in 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäften
wurden Ende 2009 geswapt und Anfang des Jahres 2010 verkauft. Für das Geschäftsjahr
2011 erwartet SFC aufgrund der bestehenden Aufträge mit den U.S.-Streitkräften wieder
steigende US-Dollar-Überschüsse. Zum Bilanzstichtag wurden noch keine Devisentermingeschäfte
für 2011 abgeschlossen. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze
ein Fremdwährungsrisiko.
Für das Geschäftsjahr 2010 wurde ein Großteil des Platinbedarfs abgesichert. Aufgrund
der Markteinschätzung wurde im Geschäftsjahr 2010 noch keine Sicherung für den erwarteten
Platinbedarf für das Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen. Demzufolge existiert für den
nicht abgesicherten Teil des Platinbedarfs ein Preisrisiko. Ausgehend vom Platinpreis
zum 31. Dezember 2010 hätte eine Änderung des Platinpreises um 5 % bei unverändertem
Dollarkurs eine Auswirkung auf das Ergebnis von rund TEUR 42 beim angenommenen Volumen
für das Geschäftsjahr 2011.
Grundsätzlich können wie in der Vergangenheit bei volatilen Preisentwicklungen von
Dollar oder Platin Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.
Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten,
die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können.
Umsatz und Deckungsbeiträge reichten im Berichtszeitraum noch nicht aus, den Konzern
profitabel zu machen. Die strategische Ausrichtung von SFC erfordern weitere massive
Aufbauarbeit, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden
muss -speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung, Erschließung weiterer
Marktsegmente, Aufbau des Vertriebs und der insgesamt wachsenden Organisation. Die
im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in den Konzern geflossenen Mittel
wurden gezielt für diese Aufbauarbeit eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der
Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B.
Geldmarktfonds, Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
Demzufolge wird das aktuelle Liquiditätsrisiko aufgrund von Zahlungsstromschwankungen
als gering eingeschätzt. Dennoch besteht ein Risiko, falls ein größerer Kunde oder
eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen an SFC nicht mehr nachkommen könnte.
Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Militärkunden, Industriekunden
und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) war die Zahlungsausfallquote
von SFC im Jahr 2010 (0,01 % vom Umsatz) in vertretbarem Rahmen. Ein gewisses Risiko
besteht darin, dass im Jahr 2010 die 10 größten Kunden 54 % zum Umsatz beitrugen,
davon 2 Militärkunden und 5 in- und ausländische Großhändler im Freizeitbereich. Durch
Generierung von Neukunden und Ausweitung des Umsatzes mit bestehenden Kunden wird
diesem Risiko entgegengewirkt.
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen
der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem
Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in
den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit
vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen
Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte
Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums und der positiven gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass
für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Durch zunehmend erfolgsabhängige
Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung
versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2010 war SFC
als Arbeitgeber attraktiv, konnte sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnen
und damit weitere Voraussetzungen zur Erreichung der Wachstumsziele erfüllen.
Wichtige IT-Merkmale wie Ausfallsicherheit, Redundanz, Wiederverfügbarkeitsplanung
sowie Datensicherungs- und Archivierungsmaßnahmen wurden weiterhin ausgebaut. Zudem
sind die kommunikationstechnischen Risiken im neuen Geschäftsgebäude durch infrastrukturelle
Maßnahmen nachhaltig reduziert und sicherheitstechnische Vorkehrungen dem Stand der
Technik angepasst worden. Die Anbindung externer Mitarbeiter ist ebenso abgesichert
wie die redundant ausgelegte Direktverbindung zwischen dem Standort in Brunnthal und
der Tochtergesellschaft in den USA.
Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld des Konzerns ist unverändert sehr hoch. Dies
begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer
Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch
anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber
auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen
Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch
Behörden in Deutschland und Österreich beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen
Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen
verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher
Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten
aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für
den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Insbesondere könnte SFC verpflichtet
werden für Zusatzschulungen im Endkundenhandel zu sorgen, um weitergehende Sachkenntnis
bei den betroffenen Betrieben sicherzustellen.
Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand
des Konzerns gefährden könnten.
Die wesentlichen Determinanten der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem
in den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung (Volumensteigerung in bestehenden Märkten, regionale
Ausweitung, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung
von Systemlösungen und neue Applikationen wie Mobilität, Aufbau des Seriengeschäfts
im Verteidigungsbereich) und in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer
Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife
und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung
im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.
Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden
Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen
auf die Ertragslage resultieren.
SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf
den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse
definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine
zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen
Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen
Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.
Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden
fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert
und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen
angepasst.
Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen,
z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie
die Einhaltung und Arbeitsanweisungen.
Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird durch das Mutterunternehmen erledigt,
so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet
ist.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen
die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen
des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund
der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter
des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich
gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess
müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen
Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem
mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns
nicht unterhalten.
Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das
rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2010 funktionsfähig
war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem,
unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche
Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Der Vorstand hat am 23. März 2011 die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a
HGB abgegeben und im Internet unter ttp://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php
öffentlich zugänglich gemacht.
Der Vorstand geht aktuell fest davon aus, dass SFC seine Führungsposition im Zukunftsmarkt
netzunabhängiger Energieversorgung mittels Brennstoffzellen auf Methanolbasis weiter
verteidigen kann.
Die Zuwächse im Industrie- und Verteidigungsbereich und insbesondere der im 3. Quartal
2010 erteilte Großauftrag der Deutschen Bundeswehr bestätigen die Strategie von SFC,
dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr orderte SFC-Systemlösungen,
die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell
auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör
bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC den Schritt vom Entwicklungspartner
zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle erstmals als Kernkomponente
der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation etabliert.
Auch bei der Vermarktung sieht der Vorstand mit nunmehr über 20.000 ausgelieferten
Brennstoffzellengeneratoren und mehreren Millionen kumulierten Betriebsstunden in
der Praxis einen klaren Vorsprung des Konzerns gegenüber Wettbewerbern.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand ein organisches Umsatzwachstum ähnlich
wie in 2010 -hauptsächlich getragen durch die Märkte Verteidigung und Industrie. Im
Freizeitmarkt erwartet der Vorstand eine stabile Umsatzentwicklung mit Wachstumsimpulsen
durch den Markteinstieg in Kanada. Weiterer Lagerabbau von Brennstoffzellen bei unseren
Kunden im Freizeitbereich kann die Umsätze im ersten Quartal nochmals negativ beeinflussen.
Das Wachstum in den Märkten Industrie und Verteidigung soll über strategische Industriepartnerschaften
und die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Letzteres schließt
auch akquisitorische Schritte nicht aus. Dieses Wachstum kombiniert mit weiterer Verbesserung
der Produktkostenstruktur soll nach heutiger Planung zu erheblichen Verbesserungen
bei EBIT und Cash Flow führen und damit konkrete Schritte in Richtung Break Even ermöglichen.
Im Jahr 2012 sollen diese Entwicklungen weitergeführt und ausgebaut werden. Auch die
regionale Expansion des Freizeitgeschäftes in Nordamerika sollte zur weiteren Umsatzsteigerung
beitragen. Zeitgleich sind weitere Effizienzsteigerungen geplant, so dass auch von
einer weiteren Verbesserung von Ergebnis und Cash Flow auszugehen ist.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 23. März 2011
| Dr. Peter Podesser |
| Vorstand |
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in € |
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siehe Konzern-Anhang | 1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| 1. | Umsatzerlöse | (1) | 13.330.178 | 11.687.382 |
| 2. | Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -9.287.856 | -8.493.278 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz |
|
4.042.322 | 3.194.104 |
| 4. | Vertriebskosten | (3) | -4.751.085 | -4.445.176 |
| 5. | Forschungs- und Entwicklungskosten | (4) | -1.890.860 | -1.507.728 |
| 6. | Allgemeine Verwaltungskosten | (5) | -2.052.233 | -2.129.109 |
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 228.089 | 416.867 |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -86.571 | -35.747 |
| 9. | Betriebsergebnis |
|
-4.510.338 | -4.506.789 |
| 10. | Zinsen und ähnliche Erträge | (8) | 408.846 | 743.630 |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -21.769 | -21.621 |
| 12. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
-4.123.261 | -3.784.780 |
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (10) | 0 | 0 |
| 14. | Konzernjahresergebnis |
|
-4.123.261 | -3.784.780 |
| 15. | Ergebnisvortrag |
|
-28.184.227 | -24.399.447 |
| 16. | Konzernbilanzverlust |
|
-32.307.488 | -28.184.227 |
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ERGEBNIS JE AKTIE | (33) |
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unverwässert |
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-0,58 | -0,53 |
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verwässert |
|
-0,58 | -0,53 |
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in € |
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2010 | 2009 |
| Konzernjahresergebnis | -4.123.261 | -3.784.780 |
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -15.828 | 10.448 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen | -15.828 | 10.448 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -4.139.089 | -3.774.332 |
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten
Wertänderungen.
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in € |
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siehe Konzern-Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| A. | Kurzfristige Vermögenswerte |
|
40.167.297 | 45.596.399 |
| I. | Vorräte | (14) | 1.936.612 | 1.327.600 |
| II. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 2.713.062 | 2.200.369 |
| III. | Forderungen aus Percentage-of-Completion | (16) | 3.833 | 6.930 |
| IV. | Forderungen aus Ertragsteuern | (17) | 103.567 | 212.176 |
| V. | Sonstige Vermögenswerte und Forderungen1 | (18) | 1.280.052 | 1.260.404 |
| VI. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (19) | 33.560.171 | 40.543.600 |
| VII. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 570.000 | 45.320 |
| B. | Langfristige Vermögenswerte |
|
6.145.106 | 4.846.064 |
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 2.946.698 | 2.410.796 |
| II. | Sachanlagen | (22) | 2.335.363 | 1.681.233 |
| III. | Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 66.540 | 63.285 |
| IV. | Aktive latente Steuern | (10) | 796.505 | 690.750 |
|
|
Aktiva |
|
46.312.403 | 50.442.463 |
|
|
|
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|
in € |
|
|
|
siehe Konzern-Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| A. | Kurzfristige Schulden |
|
3.177.805 | 3.444.426 |
| I. | Sonstige Rückstellungen | (23) | 547.265 | 571.606 |
| II. | Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | (24) | 3.583 | 18.321 |
| III. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (25) | 1.384.029 | 1.957.452 |
| IV. | Sonstige Verbindlichkeiten | (26) | 1.242.928 | 897.047 |
| B. | Langfristige Schulden |
|
1.413.189 | 1.137.539 |
| I. | Sonstige Rückstellungen | (23) | 500.865 | 264.241 |
| II. | Sonstige Verbindlichkeiten | (26) | 115.819 | 182.548 |
| III. | Passive latente Steuern | (10) | 796.505 | 690.750 |
| C. | Eigenkapital |
|
41.721.409 | 45.860.498 |
| I. | Gezeichnetes Kapital | (27) | 7.152.887 | 7.152.887 |
| II. | Kapitalrücklage | (27) | 66.879.638 | 66.879.638 |
| III. | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | (27) | -3.628 | 12.200 |
| IV. | Ergebnisvortrag | (27) | -28.184.227 | -24.399.447 |
| V. | Konzernjahresergebnis | (27) | -4.123.261 | -3.784.780 |
|
|
Passiva |
|
46.312.403 | 50.442.463 |
|
|
|
|
|
in € |
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|
|
siehe Konzern-Anhang | 1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
|
|
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit |
|
|
|
|
|
Ergebnis vor Steuern |
|
-4.123.261 | -3.784.780 |
| - | Zinsergebnis | (8), (9) | -387.077 | -722.009 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (12), (21), (22) | 1.020.083 | 927.212 |
| + | Aufwand aus Long Term Incentive Plan | (31) | 7.899 | 182.548 |
| -/+ | Änderung von Wertberichtigungen | (14), (15) | -36.739 | 1.962 |
| +/- | Verluste/Gewinne aus dem Abgang Anlagevermögen | (21), (22) | 6.466 | -251 |
| - | Gewinn aus Derivaten | (30) | -90.799 | -306.067 |
|
|
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen |
|
-3.603.428 | -3.701.385 |
| + | Veränderung der kurz- und langfristigen Rückstellungen | (23) | 190.721 | 45.475 |
| -/+ | Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | -511.939 | 180.744 |
| - | Veränderung der Vorräte | (14) | -579.685 | -187.829 |
| +/- | Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte1 | (16), (17), (18) | 84.852 | -60.689 |
| - | Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (25) | -573.423 | -92.874 |
| +/- | Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | (24), (26) | 248.934 | -333.706 |
| - | Veränderung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten | (34) | 0 | -33.092 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern |
|
-4.743.968 | -4.183.356 |
| + | Ertragsteuererstattungen | (34) | 108.609 | 506.557 |
|
|
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit |
|
-4.635.359 | -3.676.799 |
|
|
|
|
|
in € |
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|
siehe Konzern-Anhang | 1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
|
|
Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
|
|
|
| - | Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten | (21) | -1.070.800 | -979.700 |
| - | Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | (21) | -88.816 | -93.074 |
| - | Investitionen in Sachanlagen | (22) | -1.061.669 | -974.531 |
| + | Einzahlungen aus dem Abgang von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 45.320 | 750.000 |
| + | Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | (8), (18) | 394.986 | 820.524 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | -570.000 | -750.000 |
| + | Verkauf von Anlagevermögen | (22) | 4.225 | 252 |
|
|
Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
|
-2.346.754 | -1.226.529 |
|
|
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
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|
| - | Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (22) | 0 | -118.182 |
| - | Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -207 | -1.745 |
|
|
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
-207 | -119.927 |
|
|
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
|
-6.982.317 | -5.023.255 |
|
|
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds |
|
-1.112 | -666 |
|
|
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten |
|
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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | (19) | 40.543.600 | 45.567.521 |
|
|
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | (19) | 33.560.171 | 40.543.600 |
|
|
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten |
|
-6.982.317 | -5.023.255 |
Im Geschäftsjahr 2010 gab es wie auch im Vorjahr keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen
Transaktionen.
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in € |
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siehe Konzern-Anhang | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung |
Konzern- bilanzverlust |
Summe |
| Stand 1.1.2009 |
|
7.152.887 | 66.879.638 | 1.752 | -24.399.447 | 49.634.830 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres |
|
|
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| Konzernjahresergebnis |
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|
-3.784.780 | -3.784.780 |
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (27) |
|
|
10.448 |
|
10.448 |
| Stand 31.12.2009 |
|
7.152.887 | 66.879.638 | 12.200 | -28.184.227 | 45.860.498 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres |
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| Konzernjahresergebnis |
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-4.123.261 | -4.123.261 |
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (27) |
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-15.828 |
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-15.828 |
| Stand 31.12.2010 |
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7.152.887 | 66.879.638 | -3.628 | -32.307.488 | 41.721.409 |
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in € |
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A-Serie | C-Serie | JDA | |||
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31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Anlagevermögen | 1.029.028 | 1.076.559 | 88.777 | 18.445 | 114.329 | 110.383 |
| Vorräte | 1.192.570 | 1.043.737 | 461.089 | 106.223 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.634.829 | 1.682.570 | 145.817 | 38.857 | 481.365 | 405.282 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 1.149.570 | 779.087 | 0 | 245.479 | 3.833 | 6.930 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentvermögen | 5.005.997 | 4.581.953 | 695.683 | 409.004 | 599.527 | 522.595 |
|
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1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
| Umsatzerlöse | 9.627.595 | 9.354.604 | 1.089.149 | 387.751 | 874.691 | 996.561 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -6.758.154 | -6.847.485 | -583.697 | -172.337 | -601.326 | -613.465 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.869.441 | 2.507.119 | 505.452 | 215.414 | 273.365 | 383.096 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten |
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| Betriebsergebnis |
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| Finanzergebnis |
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| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
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| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
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| Jahresergebnis |
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in € |
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Power Manager | Sonstige | Ausgleichsposten | |||
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31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Anlagevermögen | 43.803 | 5.089 | 190.945 | 90.193 | 3.815.179 | 2.791.360 |
| Vorräte | 156.547 | 43.222 | 126.406 | 134.418 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301.880 | 25.877 | 149.171 | 47.783 | 0 | 0 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 42.887 | 0 | 0 | 0 | 1.054.207 | 1.202.049 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 34.130.171 | 40.588.920 |
| Segmentvermögen | 545.117 | 74.188 | 466.522 | 272.394 | 38.999.557 | 44.582.329 |
|
|
1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
| Umsatzerlöse | 794.237 | 135.962 | 944.506 | 812.504 | 0 | 0 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -399.273 | -56.939 | -945.406 | -803.052 | 0 | 0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 394.964 | 79.023 | -900 | 9.452 | 0 | 0 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten |
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| Betriebsergebnis |
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| Finanzergebnis |
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| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
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| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
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| Jahresergebnis |
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in € |
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Konzernabschluss | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Anlagevermögen | 5.282.061 | 4.092.029 |
| Vorräte | 1.936.612 | 1.327.600 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.713.062 | 2.200.369 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 2.250.497 | 2.233.545 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 34.130.171 | 40.588.920 |
| Segmentvermögen | 46.312.403 | 50.442.463 |
|
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1.1.-31.12. 2010 |
1.1.-31.12. 2009 |
| Umsatzerlöse | 13.330.178 | 11.687.382 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -9.287.856 | -8.493.278 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.042.322 | 3.194.104 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten | -8.552.660 | -7.700.893 |
| Betriebsergebnis | -4.510.338 | -4.506.789 |
| Finanzergebnis | 387.077 | 722.009 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -4.123.261 | -3.784.780 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | 0 |
| Jahresergebnis | -4.123.261 | -3.784.780 |
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC"), ehemals SFC Smart Fuel Cell AG,
ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist
Eugen-Sänger-Ring 7 (seit 6. April 2010, ehemals Eugen-Sänger-Ring 4), 85649 Brunnthal.
Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer
HRB 144296 eingetragen. In der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 wurde der Umfirmierung
der Gesellschaft von SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG zugestimmt. Die Eintragung
der Firmenänderung in das Handelsregister ist am 16. Juli 2010 erfolgt. Die Hauptaktivitäten
der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens (der Konzern) sind unter Punkt (35)
"Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" beschrieben.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde unter Anwendung von §315a HGB ("Konzernabschluss
nach internationalen Rechnungslegungsstandards") in Übereinstimmung mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des
International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung
Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler
Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31.
Dezember).
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang
erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei
der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang
gesondert ausgewiesen.
Der vorliegende Konzernabschluss wird am 23. März 2011 durch den Vorstand und den
Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Für das Geschäftsjahr 2010 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für
Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2010 beginnen, in der EU verpflichtend anzuwenden
sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen,
die erstmalig auf den Konzern anzuwenden waren und keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss
hatten:
Das IASB hat im Juni 2009 die Änderungen "Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit
Barausgleich im Konzern" veröffentlicht. Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen dienen der
Klarstellung des Anwendungsbereichs von IFRS 2 und dessen Zusammenwirken mit anderen
Standards.
Der geänderte Standard und die Anpassungen wurden im Januar 2008 veröffentlicht und
sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden.
Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des
IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen
identifizierbaren Nettovermögen vor. Weitere wesentliche Änderungen betreffen den
sukzessiven Anteilserwerb. Sofern sich die Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen
ohne Verlust der Kontrolle über das Unternehmen ändert, müssen die Änderungen erfolgsneutral
erfasst werden. Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs sind künftig in voller Höhe als
Aufwand zu erfassen.
Im Juli 2008 hat das IASB die Ergänzung "Geeignete Grundgeschäfte" zu IAS 39 veröffentlicht.
Die Anpassungen stellen klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in den
speziellen Situationen - Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und Designation
eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft -anzuwenden sind. Die Änderungen
sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend
anzuwenden.
Im März 2009 veröffentlichte das IASB die Änderungen "Eingebettete Derivate" zur Klarstellung
der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten im Fall einer Umklassifizierung von hybriden
Finanzinstrumenten aus der "Fair Value through Profit and Loss"-Kategorie heraus.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen,
verpflichtend anzuwenden.
Dieser Sammelstandard zur Änderung verschiedener Standards und Interpretationen wurde
im April 2009 veröffentlicht. Er bewirkt Änderungen bei Darstellung, Ansatz und Bewertung
sowie Begriffs- oder redaktionelle Änderungen mit minimalen Auswirkungen auf die Bilanzierung.
Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder
nach dem 1. Januar 2010 beginnen.
Diese Interpretation wurde im November 2008 veröffentlicht und legt die Bilanzierung
von Sachdividenden an Eigentümer eines Unternehmens fest. IFRIC 17 ist verpflichtend
anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. November
2009 (EU) beginnen.
Im Januar 2009 wurde IFRIC 18 veröffentlicht. Die Interpretation legt fest, wie die
Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder Erwerb einer
Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist. IFRIC 18 ist verpflichtend anzuwenden
auf Übertragungen von Vermögenswerten, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. November
2009 (EU) stattfanden.
Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und
Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:
Im Oktober 2010 hat das IASB die Änderungen "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten"
zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen führen zu erweiterten Anhangangaben bei
Transaktionen, die zu einer Übertragung von finanziellen Vermögenswerten führen. Mit
der Änderung wird das Ziel verfolgt, einen besseren Einblick in Risiken zu gewähren,
die beim Übertragenden verbleiben. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die
Anpassungen sollen voraussichtlich im 2. Quartal 2011 von der EU übernommen werden.
Im November 2009 hat das IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von
finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte
entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Im Oktober 2010 hat das IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten
veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard
"Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten.
Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt wird, ist der
Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos
resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn-
und Verlustrechnung zu erfassen. Die Änderungen sind verpflichtend auf Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Die vom IASB im Dezember 2010 veröffentlichte Änderung "Latente Steuern: Realisierung
von zugrunde liegenden Vermögenswerten" betreffen Vermögenswerte, die nach IAS 40
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Durch die Änderung wird nunmehr eine widerlegbare
Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt.
Die Änderungen sollen voraussichtlich im 3. Quartal 2011 von der EU übernommen werden.
Im November 2009 hat das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 24 veröffentlicht.
Die überarbeitete Fassung des Standards befreit regierungsverbundene Unternehmen teilweise
von Angabepflichten und die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer
nahe stehenden Person wird präzisiert. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
Im Oktober 2009 hat das IASB eine Änderung "Einstufung von Bezugsrechten" zu IAS 32
veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von ausgegebenen Bezugsrechten
(Rechte, Optionen oder Optionsscheine), die in einer anderen Währung als der funktionalen
Währung des Emittenten notiert sind. Diese Bezugsrechte sind künftig als Eigenkapital
zu klassifizieren, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Änderungen sind
auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
Im Rahmen des jährlichen Aktualisierungsprozesses zur Verbesserung der IFRSs hat das
IASB im Mai 2010 ein Sammelstandard zur Änderung von sechs Standards sowie einer Interpretation
veröffentlicht. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in
Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
Im November 2009 hat das IASB die Änderungen "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen"
zu IFRIC 14, der eine Interpretation des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht.
Die Änderung soll unbeabsichtigte Folgen von IFRIC 14 beseitigen. Besteht für einen
leistungsorientierten Plan eine Mindestdotierungsverpflichtung, kann diese Vorauszahlung
nach der vorliegenden Änderung als Vermögenswert bilanziert werden. Die Interpretation
ist spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden.
Im November 2009 hat das IFRS Interpretation Committee (ehemals IFRIC) Leitlinien
für die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten, die ein Schuldner nach Neuaushandlung
der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit zu deren vollständiger oder teilweiser
Tilgung ausgibt, veröffentlicht. Die Interpretation ist spätestens für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden.
Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten
IFRS keine bzw. keine wesentlichen (mit Ausnahme des IFRS 9) Auswirkungen auf den
Konzernabschluss haben wird.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung
bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden,
die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die
ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
| ― |
Bewertung von Rückstellungen, insbesondere Garantierückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen € 1.048.130 (Vorjahr: € 835.847). Teile der Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf langfristige Verpflichtungen. Der langfristige Anteil beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf € 500.865 (Vorjahr: € 264.241). Der Abzinsungsfaktor beträgt 3,9 % auf den Teil, der erst nach 2 Jahren fällig ist bzw. 4,07 % auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist (Vorjahr: 4,0 %). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt (23) "Sonstige Rückstellungen". |
| ― |
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. |
| ― |
Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Kriterien des IAS 38.57 erfüllt sind, aktiviert. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Entwicklungskosten und selbsterstellte Patente in Höhe von € 1.100.536 (Vorjahr: € 1.038.846) aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf diese selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte belaufen sich in 2010 auf € 554.566 (Vorjahr: € 386.934). Der Buchwert der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag beträgt € 2.798.318 (Vorjahr: € 2.252.348). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". |
| ― |
Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet, da das Vorhandensein zukünftiger steuerlicher Ergebnisse zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Im Geschäftsjahr 2010 wurde aufgrund der höheren passiven latenten Steuern eine Erhöhung des Ansatzes aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 46.451 (Vorjahr: € 239.868) vorgenommen. Der Bilanzansatz der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2010 beträgt € 737.201 (Vorjahr: € 690.750). |
| ― |
Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat im Vorjahr ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Die daraus resultierenden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2010 € 7.899 (Vorjahr: € 182.548). Bzgl. der Erläuterung dieser Programme, der zu Grunde liegenden Annahmen sowie der daraus resultierenden Aufwendungen verweisen wir auf Punkt (31) "Anteilsbasierte Vergütung". |
| ― |
Teilgewinnrealisierung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert der Forderungen aus Percentage-of-Completion € 3.833 (Vorjahr: € 6.930). Die Umsatzerlöse aus Entwicklungsaufträgen betrugen im Geschäftsjahr 2010 € 874.691 (Vorjahr: € 996.561). Hinsichtlich der Ertragserfassung verweisen wir auf Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie bzgl. der Buchwerte auf Punkt (16) "Forderungen aus Percentage-of-Completion". |
| ― |
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine außerplanmäßigen Wertminderungen (Vorjahr: € 28.172) auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Wir verweisen auf Punkt (21) "Immaterielle Vermögenswerte". |
| ― |
Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Zum 31. Dezember 2010 bestanden Wertberichtigungen in Höhe von € 1.314 (Vorjahr: € 7.142). Wir verweisen auf Punkt (30) "Finanzinstrumente". |
| ― |
Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten: Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen in etwa den beizulegenden Zeitwerten (Fair Values), da diese ausschließlich kurzfristig sind. Die Ermittlung der Fair Values der im Konzernabschluss erfassten derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis beobachtbarer Marktparameter (insb. Zinsen, Devisen- und Warenpreisen). Für weitere Details verweisen wir auf Punkt (30) "Finanzinstrumente". |
Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den
Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam
berücksichtigt.
Der Konzernabschluss umfasst die SFC als oberstes Mutterunternehmen sowie ihre US-amerikanische
Tochtergesellschaft.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über
die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil
von mehr als 50 %. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss
einbezogen (Vollkonsolidierung), an welchem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen
ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.
Die SFC Smart Fuel Cell, Inc. mit Sitz in Atlanta, USA, wurde mit Gründungsurkunde
vom 25. Juli 2008 als 100 %ige Tochtergesellschaft der SFC errichtet. In den Konzernabschluss
der SFC wurde die SFC Smart Fuel Cell, Inc. zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz im
Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Im Zusammenhang mit der Umbenennung der SFC
Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG wurde auch die SFC Smart Fuel Cell, Inc. im Geschäftsjahr
2010 in SFC Energy, Inc. umbenannt.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt
sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns angepasst.
Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1.
Januar bis 31. Dezember).
| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % | Eigenkapital in € | Ergebnis in € |
| SFC Energy, Inc. | Atlanta (USA) | 100 | -1.500.235 | -1.125.028 |
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse
nach IFRS" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens
zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert.
Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung
sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Gewinne aus konzerninternen Warenlieferungen, die im
Buchwert von Vorräten enthalten sind, eliminiert. Auf die durch die Zwischengewinneliminierung
entstandenen Differenzen wurden aktive latente Steuern gebildet.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften
werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß
IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses
bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden
erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen
Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß
IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaft der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher
und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale
Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung
des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs
umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird
erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale
Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.
Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährung hat sich wie folgt
entwickelt:
|
|
|
|
|
in € |
|
|
Durchschnittskurs | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | Stichtagskurs |
|
|
2010 | 31.12.2010 | 2009 | 31.12.2009 |
| US-Dollar (USD) | 0,75415 | 0,74705 | 0,71685 | 0,69589 |
Den größten Anteil am Umsatz erzielt SFC aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen
der A-Serie (EFOY, EMILY, FC 250). Die EFOY kommt vor allem im Freizeitbereich, insbesondere
in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY
Pro mit steigendem Erfolg für netzferne Industrieapplikationen verkauft und zudem
für Anwendungen im Bereich Mobilität verwendet. Im Geschäftsjahr 2009 wurden erstmals
Umsätze mit speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (FC 250, EMILY)
der A-Serie erzielt.
Zunehmend werden Umsätze aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen, der so genannten
C-Serie (JENNY), im Verteidigungsbereich generiert.
Dort kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer,
universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und
Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht.
Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse
des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen und Power Manager. Die Joint Development
Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit
mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.
Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen, Testequipment, sonstigen Produkten
für Netzwerklösungen und im Jahr 2009 auch von Beratungsleistungen realisiert.
Langfristige Entwicklungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode
(PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei
durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtkosten
(Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen
bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen
(angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Anzahlungen im Einzelfall
übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen
aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo,
erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Anpassungen
bei den Schätzwerten der Auftragserlöse und -kosten werden als Änderungen von Schätzungen
im Sinne des IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen
und Fehler" behandelt.
Die Erfassung der übrigen Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden
oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen
und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist,
der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit
dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden
mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes
an den Kunden angesetzt.
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistung und
betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt
ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert
um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte
erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die Abschreibungsdauern betragen für:
| • ERP-Software | 8 Jahre |
| • Software | 3 Jahre |
| • Patente | 5 Jahre |
| • Lizenzen | 3 Jahre |
Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten
den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über
die Nutzungsdauer der ERP-Software.
Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn
ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar
ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin
setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit
durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen
Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden
planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte
abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten liegt bei
5 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden
die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten
werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten
enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauern betragen für:
| • Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 10 Jahre |
| • Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über
einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten
als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den
Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr fielen in
diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie
von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung
zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie
auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere
Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer
oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite
immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der
Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert
aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung
durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden
das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische,
technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn
der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird
-soweit dies zulässig ist -eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder
Herstellungskosten vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2010 lagen keine Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall
vor. Daher entfiel die Notwendigkeit eines Werthaltigkeitstests für immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen.
Demzufolge wurden im Geschäftsjahr 2010 keine außerplanmäßigen Wertminderungen (Vorjahr:
€ 28.172) auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Wir verweisen auf Punkt (21)
"Immaterielle Vermögenswerte".
Ebenso wurde für Sachanlagen wie auch im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert,
wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen
Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte,
d.h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt,
sind so genannte "Operate Leases". Im Geschäftsjahr 2010 wie auch im Vorjahr wurden
keine Verträge als "Finance Leases" klassifiziert.
Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear
über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände
erfolgt beim Leasinggeber.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten
zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese
enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs-
und Materialgemeinkosten.
In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte
am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen
Durchschnitts verwendet.
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte,
die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen,
als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem
beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die
keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber
hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts
oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen
Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit
dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten
in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur
Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern
nicht erfolgt.
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente
aus dem Vorjahr keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "Derivative Finanzinstrumente".
Im Vorjahr unterjährig zu Handelszwecken erworbene und wiederverkaufte Wertpapiere
sind ebenfalls der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte zugeordnet, da sie mit der Absicht erworben wurden, sie
kurzfristig wieder zu verkaufen. Durch den unterjährigen Verkauf bestanden diese Positionen
zum Bilanzstichtag nicht.
Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung
der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen
sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn der Konzern die Verfügungsmacht
über die vertraglichen Rechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten
wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand
wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert,
wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes
eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen
Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten,
abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen,
was dem Marktwert entspricht.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten
Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen
finanziellen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen
vorgenommen.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten
von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt. Darüber
hinaus wurden Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur
sowie Kosten zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität bezuschusst.
Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert,
werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.
Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse
als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten, der Herstellungskosten der zur
Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und der allgemeinen Verwaltungskosten
ausgewiesen.
Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach
der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten
Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente
Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden,
als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die
eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Bislang werden aktive latente
Steuern auf Verlustvorträge nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten
Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch
nicht hinreichend sicher angenommen werden können.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen
Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen
gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber
Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt
und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit
über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht
mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst.
Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen
bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen
Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen,
die über die geschäftsüblichen Garantie-/Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen,
bestehen nicht.
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen
Ansatz fest.
Im Konzern bestehen mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente aus dem Vorjahr keine
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten.
Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "Derivative Finanzinstrumente".
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit
dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit
der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen
Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit
zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Derivative Finanzinstrumente bestehen in Devisentermin- bzw. Warentermingeschäften
und sind der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" zugeordnet. Sie werden
erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt
und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben.
Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam
erfasst. Ein positiver Marktwert wird unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen,
ein negativer Marktwert unter den sonstigen Verbindlichkeiten.
Hedge Accounting findet keine Anwendung.
Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
|
|
|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Umsatzerlöse | 13.330.178 | 11.687.382 |
| davon aus PoC | 874.691 | 996.561 |
Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produkte verweisen wir auf die Konzern-Segmentberichterstattung
und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt (35) "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung"
dieses Konzern-Anhangs.
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen
sich wie folgt zusammen:
|
|
|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Materialaufwand | 6.212.255 | 5.911.987 |
| Personalkosten | 1.567.363 | 1.545.993 |
| Raumkosten | 452.897 | 120.499 |
| Abschreibungen | 283.288 | 285.764 |
| Transportkosten | 253.164 | 258.301 |
| Gewährleistung | 191.155 | 46.013 |
| Beratung | 63.230 | 99.969 |
| Übrige | 310.819 | 276.617 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -46.315 | -51.865 |
| Gesamt | 9.287.856 | 8.493.278 |
Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:
|
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|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Personalkosten | 2.340.235 | 2.165.337 |
| Werbe- und Reisekosten | 1.024.318 | 1.001.036 |
| Beratung/Provision | 567.384 | 614.517 |
| Übrige | 819.148 | 664.286 |
| Gesamt | 4.751.085 | 4.445.176 |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Personalkosten | 2.138.624 | 2.135.738 |
| Materialaufwand | 809.979 | 776.985 |
| Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 554.566 | 415.106 |
| Raumkosten | 271.631 | 86.933 |
| Beratung und Patente | 144.919 | 210.640 |
| Übrige Abschreibung | 55.453 | 81.678 |
| Übrige | 148.560 | 172.824 |
| Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | -1.100.536 | -1.038.846 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -1.132.336 | -1.333.330 |
| Gesamt | 1.890.860 | 1.507.728 |
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
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in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Personalkosten | 1.010.281 | 951.694 |
| Prüfungs- und Beratungskosten | 286.252 | 353.050 |
| Aufsichtsratsvergütung | 166.290 | 168.333 |
| Investor Relations/Hauptversammlung | 144.758 | 211.966 |
| Reisekosten | 140.011 | 165.597 |
| Abschreibungen | 109.193 | 123.180 |
| Versicherung | 88.443 | 87.775 |
| Kfz-Kosten | 46.050 | 54.940 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 39.283 | 38.714 |
| Personalbeschaffungskosten | 6.250 | 12.456 |
| Übrige | 242.897 | 254.264 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -227.475 | -292.860 |
| Gesamt | 2.052.233 | 2.129.109 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Erträge aus der Marktbewertung von Derivaten | 90.799 | 306.151 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 56.256 | 64.738 |
| Periodenfremde Erträge | 940 | 3.538 |
| Erträge aus Sale and Lease Back | 0 | 33.092 |
| Übrige | 80.094 | 9.348 |
| Gesamt | 228.089 | 416.867 |
Bei den Erträgen aus Sale and Lease Back im Vorjahr handelt es sich um die Auflösung
der nach IFRS abgegrenzten Gewinne aus der Veräußerung der betroffenen Anlagen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
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in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 68.358 | 31.526 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 8.593 | 1.129 |
| Aufwendungen aus der Marktbewertung von Derivaten | 0 | 84 |
| Übrige | 9.620 | 3.008 |
| Gesamt | 86.571 | 35.747 |
Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
|
|
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in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 406.758 | 726.456 |
| Übrige | 2.088 | 17.174 |
| Gesamt | 408.846 | 743.630 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
|
|
|
in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Aufzinsung sonstige Rückstellungen | 21.562 | 21.610 |
| Übrige | 207 | 11 |
| Gesamt | 21.769 | 21.621 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 wie auch
im Vorjahr auf € 0.
Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330. Es ergibt sich
somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz einschließlich
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag der SFC von 27,4 %.
Für die ausländische Tochtergesellschaft erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern
mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
|
|
|
in € |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Steuersatz | 27,4 % | 27,4 % |
| Aktive latente Steuern |
|
|
| aus sonstigen Vermögenswerten | 20.683 | 0 |
| aus sonstigen Schulden | 38.621 | 0 |
| aus Verlustvorträgen | 10.749.202 | 9.274.180 |
| Wertberichtigung aktive latente Steuern | -10.012.001 | -8.583.430 |
| Summe | 796.505 | 690.750 |
| Passive latente Steuern |
|
|
| aus immateriellen Vermögenswerten | 774.070 | 628.134 |
| aus sonstigen Vermögenswerten | 22.435 | 56.712 |
| an sonstigen Schulden | 0 | 5.904 |
| Summe | 796.505 | 690.750 |
Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge
in Höhe von ca. € 39.696.633 (2009: € 35.484.375) für die Körperschaftsteuer sowie
ca. € 35.761.205 (2009: € 32.699.383) für die Gewerbesteuer. Auf steuerliche Verlustvorträge
wurden -wie oben ersichtlich -aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher
sie, nach Abzug der übrigen latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet
werden können, gebildet, da ein zukünftiger Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch
nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Wir verweisen auf die Erläuterungen
zu den verwendeten Annahmen und Schätzungen in diesem Konzernanhang. Bei den steuerlichen
Verlustvorträgen handelt es sich ausschließlich um Verlustvorträge in Deutschland
und den USA. Die Verlustvorträge in Deutschland sind grundsätzlich unbegrenzt vortragsfähig,
in den USA verfallen diese nach 20 Jahren.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen
Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand
bzw. -ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
|
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in € |
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|
2010 | 2009 |
| Steuersatz | 27,4 % | 27,4 % |
| Jahresergebnis | -4.123.261 | -3.784.780 |
| Erwarteter Steuerertrag | -1.129.773 | -1.037.030 |
| Abweichungen |
|
|
| 1. Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | 1.428.571 | 884.241 |
| 2. Unterschiede im Steuersatz | -133.879 | 21.302 |
| 3. Steuern aus permanenten Differenzen -nicht abzugsfähige Aufwendungen | -23.928 | -25.825 |
| 4. Sonstige | -140.991 | 157.312 |
| Steueraufwand/-ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 0 |
Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von
selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
|
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in € |
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1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 6.349.451 | 6.132.546 |
| Bezogene Leistungen | 877.762 | 720.250 |
| Gesamt | 7.227.213 | 6.852.796 |
Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des
Konzern-Anlagevermögens entnommen werden.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich
anteilige Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten
der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den
Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.
Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von
selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
|
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in € |
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1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Löhne und Gehälter | 5.219.078 | 5.032.042 |
| Gesetzliche Sozialaufwendungen | 843.827 | 799.818 |
| Variablen/Prämien | 826.127 | 633.673 |
| Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung | 161.167 | 141.347 |
| Aufwand Long Term Incentive Plan | 7.899 | 182.548 |
| Übrige | -1.595 | 9.334 |
| Gesamt | 7.056.503 | 6.798.762 |
In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden
Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 443.918 (Vorjahr: € 436.136) enthalten.
Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen
entwickelt:
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) | 91 | 89 |
| Angestellte in Teilzeit | 6 | 6 |
| Gesamt | 97 | 95 |
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 10 (Vorjahr: 10) Praktikanten, Diplomanden
und Werkstudenten angestellt.
Die Vorräte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie
folgt zusammen:
|
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in € |
|
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.449.100 | 925.700 |
| Unfertige Erzeugnisse | 67.063 | 112.300 |
| Fertige Erzeugnisse | 420.449 | 289.600 |
| Gesamt | 1.936.612 | 1.327.600 |
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen
auf den Vorratsbestand vorgenommen:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung | 1.468.697 | 954.050 |
| Bewertungsabschläge | -19.597 | -28.350 |
| Nettobuchwert | 1.449.100 | 925.700 |
|
|
|
in € |
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|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung | 514.907 | 451.454 |
| Bewertungsabschläge | -27.395 | -49.554 |
| Nettobuchwert | 487.512 | 401.900 |
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Wertminderungen von Vorräten in Höhe von € 27.395 (Vorjahr:
€ 76.648) als Aufwand erfasst.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen
Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis | 2.714.376 | 2.207.511 |
| Einzelwertberichtigungen | -1.314 | -7.142 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.713.062 | 2.200.369 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr.
Bei den Forderungen aus Percentage-of-Completion wurden angefallene Auftragskosten
einschließlich Ergebnisbeiträgen mit erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Da die im
Geschäftsjahr 2010 realisierten Umsatzerlöse die jeweils erhaltenen Anzahlungen übersteigen,
ergeben sich zum Bilanzstichtag Forderungen aus Percentage-of-Completion.
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Ausgewiesene Erlöse | 874.691 | 996.561 |
| Erfolgte Teilabrechnungen und erhaltene Anzahlungen | 870.858 | 989.631 |
| Forderungen aus Percentage-of-Completion | 3.833 | 6.930 |
| Angefallene Auftragskosten | 601.326 | 613.465 |
Vorgenommene Anpassungen bei den zu Grunde gelegten Schätzwerten wurden in Übereinstimmung
mit IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler"
als Schätzungsänderung behandelt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen wurden ergebniswirksam
erfasst. Im Geschäftsjahr 2010 änderten sich die geschätzten Gesamtprojektkosten im
Vergleich zum Vorjahr nicht (Vorjahr: Erhöhung um € 96.296 im Wesentlichen aufgrund
von Änderungen der technischen Spezifikationen). Ferner stiegen bei Aufträgen in Fremdwährung
die Projektvolumen, im Wesentlichen aufgrund von angepassten Vertragsbedingungen,
aber auch aufgrund von Wechselkursänderungen, um € 18.296 (Vorjahr: € 118.806). Infolgedessen
erhöhte sich der Umsatz in 2010 um € 18.296 (Vorjahr: € 118.806) und das Bruttoergebnis
vom Umsatz stieg um € 18.296 (Vorjahr: € 22.511). In den Folgejahren führt die Änderung
der Gesamtprojektkosten wie im Vorjahr nicht zu veränderten Kosten.
Die Forderungen aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als
einem Jahr.
Fremdkapitalkosten sind im Zusammenhang mit der Leistungserstellung für JDAs wie bereits
im Vorjahr nicht angefallen.
Die Forderungen aus Ertragsteuern beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen
(inkl. Solidaritätszuschlag) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betreffen geleistete Anzahlungen
für die Beschaffung von Bauteilen für Platinen und deren Montage.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit
von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 933.562 | 818.264 |
| Geleistete Anzahlungen | 192.355 | 143.016 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 39.383 | 35.334 |
| Zinsforderung Festgelder | 29.216 | 15.357 |
| Marktwert Derivate | 0 | 150.108 |
| Umsatzsteuerforderungen | 0 | 50.417 |
| Übrige | 85.536 | 47.908 |
| Gesamt | 1.280.052 | 1.260.404 |
Die Vorjahreswerte wurden um die im Vorjahr noch separat ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
in Höhe von € 35.334 erhöht. Dies erfolgte aufgrund der Anpassung an internationale
Gepflogenheiten. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zum 31. Dezember 2010 betreffen
wie im Vorjahr insbesondere abgegrenzte Wartungskosten sowie Gebühren für Research.
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in
Höhe von € 962.778 (Vorjahr: € 983.729).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und
Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen,
die innerhalb von drei Monaten fällig sind.
In Zusammenhang mit dem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft über die
Nutzung von Büroräumen im Eugen-Sänger-Ring 4 und 6, Brunnthal (StartPoint) bestand
im Vorjahr eine Bankbürgschaft in Höhe von € 31.320 und eine Bankbürgschaft gegenüber
der Woltering GmbH aufgrund des Mietvertrages für Geschäftsräume über die Nutzung
von Büroräumen und Parkplätzen im Eugen-Sänger-Ring 17, Brunnthal, in Höhe von € 14.000,
die beide im zweiten Quartal 2010 zurückgegeben worden sind. Im Zusammenhang mit dem
neuen Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht
seit dem ersten Quartal 2010 eine Bankbürgschaft in Höhe von € 570.000.
Hierzu wurden Festgelder in Höhe von € 570.000 (Vorjahr: € 45.320) verpfändet.
Für das vorgenommene Platintermingeschäft im Vorjahr forderte die Deutsche Bank im
Vorjahr eine Margenlinie in Höhe von € 750.000, die im März 2009 als Sicherheit hinterlegt
wurde. Der hinterlegte Betrag wurde bis zum Jahresende 2009 wieder vollständig freigegeben.
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens.
In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 1.359.811
(Vorjahr: € 1.626.190) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten
sowie allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kosten in Höhe von € 1.070.800 (Vorjahr:
€ 979.700) wurden als Entwicklungskosten aktiviert. Die in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
ausgewiesenen Zugänge der Geschäftsjahre 2009 und 2010 betreffen zudem unter anderem
die Kosten im Zusammenhang mit den Patenten von SFC. Im Vorjahr 2009 wurde eine außerplanmäßige
Wertminderung in Höhe von € 28.172 auf aktivierte Kosten für Patente vorgenommen,
da einige Patentanmeldungen nicht mehr weiter verfolgt und aufgegeben wurden.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
dargestellt.
Für Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur
wurden Zuschüsse in Höhe von € 246.489 (Vorjahr: € 304.310) gewährt und direkt mit
den Anschaffungskosten verrechnet.
Die am 31. Mai 2009 abgelaufene Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung betraf IT-Equipment
und Laborausstattung von SFC, bei der es sich um ein Finanzierungsleasing gehandelt
hat. Im Vorjahr wurden letztmalig Aufwendungen aus diesem Finanzierungsleasing (Abschreibungen
in Höhe von € 75.334 und Zinsaufwendungen in Höhe von € 1.733) erfasst. Der Ertrag
aus dem Verkauf wurde abgegrenzt und über die erwartete Laufzeit linear aufgelöst.
Bezüglich der Auflösung der nach IFRS abgegrenzten Gewinne verweisen wir auf Punkt
(6) "Sonstige betriebliche Erträge".
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:
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in € |
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1.1.2010 | Zuführung | Aufzinsung | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2010 |
| Gewährleistung | 835.847 | 494.479 | 21.562 | 303.758 | 0 | 1.048.130 |
| Summe |
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1.048.130 |
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in € |
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davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr |
| Gewährleistung | 500.865 |
| Summe | 500.865 |
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in € |
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1.1.2009 | Zuführung | Aufzinsung | Verbrauch | Auflösung | 31.12.2009 |
| Gewährleistung | 770.496 | 665.513 | 19.876 | 620.038 | 0 | 835.847 |
| Summe |
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835.847 |
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in € |
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davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr |
| Gewährleistung | 264.241 |
| Summe | 264.241 |
Teile der Gewährleistungsrückstellung beziehen sich auf langfristige Verpflichtungen.
Dieser Anteil in Höhe von € 500.865 (Vorjahr: € 264.241) wird als sonstige Rückstellung
bei den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts
des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz
von 3,9 % auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist bzw. 4,07 % auf den Teil, der
nach 3 Jahren fällig ist (Vorjahr: 4 %) zu Grunde gelegt. Die Auswirkungen von Änderungen
des Abzinsungssatzes waren nicht wesentlich.
Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit
von weniger als einem Jahr.
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien | 801.110 | 593.969 |
| Lohnsteuer | 86.325 | 89.016 |
| Wettbewerbsverbot | 80.000 | 0 |
| Ausstehender Urlaub | 79.309 | 111.621 |
| Abfindung und Freistellung | 57.786 | 21.613 |
| Umsatzsteuer | 50.398 | 0 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 42.700 | 39.700 |
| Überstunden | 9.985 | 3.348 |
| Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe | 9.180 | 8.070 |
| Im Rahmen der sozialen Sicherheit | 7.245 | 6.297 |
| Arbeitnehmererfindungsvergütungen | 1.300 | 8.725 |
| Aufsichtsratvergütung | 0 | 5.000 |
| Marktwert Derivate | 0 | 84 |
| Übrige | 17.590 | 9.604 |
| Gesamt | 1.242.928 | 897.047 |
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus
dem Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten
zu dieser Vereinbarung verweisen wir auf Punkt (31) "Anteilsbasierte Vergütung".
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von
€ 42.700 (Vorjahr: € 39.784).
Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
dargestellt.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 7.152.887 (Vorjahr: € 7.152.887)
und ist eingeteilt in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien
mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das gezeichnete Kapital ist
vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten
keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 66.879.638 (Vorjahr: € 66.879.638).
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von € 127.716
für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine
weiteren Optionsaus-übungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013
mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.568.121 einmalig oder mehrmals
durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen
Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei
grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht
der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Die Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 05. Mai
2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6.
Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch
gemacht.
Die Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 11. November
2010 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 12.
Mai 2009 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.
Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale
Änderungen aus der Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaft.
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen
beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser
zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der
SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten
dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe
der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet-
und Leasingverhältnissen.
Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operate Leases, insbesondere
aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für
Kraftfahrzeuge, Drucker und Kopierer.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 947.341 (Vorjahr: € 421.319) aus Operate Leasingverhältnissen
aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen
aus Operate Leases, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mietzahlungen innerhalb 1 Jahres | 1.242.247 | 920.051 |
| Mietzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren | 4.298.539 | 4.127.094 |
| Mietzahlungen > 5 Jahre | 4.737.876 | 6.845.180 |
Im Konzern bestehen Einkaufsverpflichtungen von € 4.317.394 (Vorjahr: € 4.479.944).
Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Komponenten von Brennstoffzellensystemen.
In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
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| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte |
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| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.713.062 | 2.200.369 |
| Forderungen aus Percentage-of-Completion | 3.833 | 6.930 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (abzüglich Derivate) | 962.778 | 833.621 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 33.560.171 | 40.543.600 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 570.000 | 45.320 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte |
|
|
| Derivate mit positivem Marktwert | 0 | 150.108 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten |
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.384.029 | 1.957.452 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (abzüglich Derivate) | 42.700 | 39.700 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten |
|
|
| Derivate mit negativem Marktwert | 0 | 84 |
Die im Vorjahr vorhandenen Derivate mit positivem bzw. negativem Marktwert sind in
der Konzern-Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten und Forderungen bzw. sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert. Da die Ermittlung dieser Werte auf Basis beobachtbarer Marktparameter
(insbesondere Zinsen, Devisen- und Warenpreisen) erfolgt, sind diese dem Level 2 der
dreistufigen Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zuzuordnen.
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden
Zeitwerten, da diese ausschließlich kurzfristig sind.
Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen
sich wie folgt dar:
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in € |
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2010 | 2009 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte |
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| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
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|
| Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 4.798 | 13.847 |
| Aufwand aus Wertberichtigungen | 0 | -6.940 |
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 50.661 | 58.446 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -32.790 | -21.622 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
|
|
| Zinsertrag | 406.758 | 726.456 |
| Zinsaufwand | -207 | -11 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte | 429.220 | 770.176 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte |
|
|
| Ertrag aus der Neubewertung von Derivaten mit positivem Marktwert | 90.799 | 306.151 |
| Ertrag aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0 | 850 |
| Nettoergebnis der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte | 90.799 | 307.001 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten |
|
|
| Ertrag aus Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.595 | 6.291 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -35.568 | -9.903 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten | -29.973 | -3.612 |
| Zum Barwert der Mindestleasingzahlung bewertete Verbindlichkeiten |
|
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| Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing | 0 | -1.733 |
| Nettoergebnis der zum Barwert der Mindestleasingzahlung bewerteten Verbindlichkeiten | 0 | -1.733 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten |
|
|
| Aufwand aus der Neubewertung von Derivaten mit negativem Marktwert | 0 | -84 |
| Nettoergebnis der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten | 0 | -84 |
SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres
Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive
Strategie erfordern weitere massive Aufbauarbeit, die zur Sicherstellung zukünftigen
Geschäftserfolgs finanziert werden muss -speziell in den Bereichen Produktentwicklung,
Fertigung, Erschließung weiterer Marktsegmente, Aufbau des Vertriebs und der insgesamt
wachsenden Organisation. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007
in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Aufbauarbeit eingeworben.
Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse
in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Geldmarktfonds, Festgelder] bei verschiedenen
Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener
Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals
ermächtigt.
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital | 41.721.409 | 45.860.498 |
| als % vom Gesamtkapital | 90,1 | 90,9 |
| Langfristige Schulden | 1.413.189 | 1.137.539 |
| Kurzfristige Schulden | 3.177.805 | 3.444.426 |
| Fremdkapital | 4.590.994 | 4.581.965 |
| als % vom Gesamtkapital | 9,9 | 9,1 |
| Gesamtkapital | 46.312.403 | 50.442.463 |
SFC ist durch die gute Kapitalausstattung und mit einer Eigenkapitalquote von 90,1
% für das geplante Wachstum des Konzerns gut aufgestellt.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestehen keine Finanzderivate mehr.
Die im Vorjahr mit einem positiv beizulegenden Zeitwert in Höhe von € 150.108 ausgewiesenen
Warentermingeschäfte (Platin) dienten der Absicherung des in einer der Kernkomponenten
der Brennstoffzelle eingesetzten Platins. Im Rahmen der Platinabsicherung wurden mit
Fälligkeiten zu den Quartalsenden 2010 Warentermingeschäfte mit einem Gesamtvolumen
von 600 Unzen Platin, dies entspricht rund USD 0,66 Mio., abgeschlossen. Die Warentermingeschäfte
wurden im Vorjahr unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Das im Vorjahr mit einem negativ beizulegenden Zeitwert in Höhe von € 84 ausgewiesene
Devisentermingeschäft wurde zur Sicherung des US-Dollarkurses abgeschlossen und war
Ende Januar 2010 fällig. Das Gesamtvolumen betrug 110.000 USD. Das Devisentermingeschäft
wurde unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung der bankbestätigten
Marktwerte der Finanzderivate erfolgte unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer
Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).
In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z.
B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken, auftreten, die nachfolgend erläutert
werden.
Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse,
Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den
Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts
beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Der Vorstand von SFC hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die
Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen
bei SFC nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden und dienen ausschließlich
Sicherungsgeschäften.
Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners,
was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko
vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien
für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion
abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden
wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen
und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung
für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der
Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen
Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine
Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen
auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode
wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben
und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind durch Eigentumsvorbehalte
besichert.
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.713.062 (Vorjahr:
€ 2.200.369) entfallen auf die größten beiden Kunden € 481.365 bzw. € 255.844 (Vorjahr:
€ 481.385 bzw. € 423.221). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die Wertberichtigungen gemäß der folgenden Tabelle
entwickelt:
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in € |
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2010 | 2009 |
| Wertberichtigungen zum 1.1. | 7.142 | 16.409 |
| Zuführungen | 0 | 6.940 |
| Verbräuche | -1.030 | -2.360 |
| Auflösungen | -4.798 | -13.847 |
| Wertberichtigungen zum 31.12. | 1.314 | 7.142 |
Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen der SFC in Höhe von € 546.612 (Vorjahr: € 247.883)
sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 1.564 | 10.986 |
| Einzelwertberichtigt | -1.314 | -7.142 |
| Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 250 | 3.844 |
| Weder überfällig, noch wertberichtigt | 2.166.200 | 1.948.642 |
| Überfällig, nicht wertberichtigt |
|
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| bis zu einem Monat überfällig | 455.686 | 132.801 |
| Ein bis drei Monate überfällig | 6.973 | 113.423 |
| drei bis sechs Monate überfällig | 76.667 | 0 |
| über sechs Monate überfällig | 7.286 | 1.659 |
| Forderungsbestand laut Bilanz | 2.713.062 | 2.200.369 |
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind
aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen
keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten
sind.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.
Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen
im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben
bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC
Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen
nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen
Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken
verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch
die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition
entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen
nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung
im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über komfortable Liquiditätsreserven,
um das weitere geplante Wachstum des Konzerns zu finanzieren.
SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse,
die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert
dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten
der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss
wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.
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in € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
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Total | 1 Jahr | > 1 Jahr | Total | 1 Jahr | >1 Jahr |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten |
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| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.384.029 | 1.384.029 |
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1.957.452 | 1.957.452 |
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| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 42.700 | 42.700 |
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39.700 | 39.700 |
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| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
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| Derivate mit negativem Marktwert | 0 | 0 |
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84 | 84 |
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| Liquiditätsabfluss total | 1.426.729 | 1.426.729 | 0 | 1.997.236 | 1.997.236 | 0 |
| Originäre finanzielle Vermögenswerte |
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| Liquide Mittel | 34.130.171 | 34.130.171 |
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40.588.920 | 40.588.920 |
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| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.713.062 | 2.713.062 |
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2.200.369 | 2.200.369 |
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| Sonstige finanzielle Forderungen | 962.778 | 962.778 |
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833.621 | 833.621 |
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| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
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| Derivate mit positivem Marktwert | 0 | 0 |
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150.108 | 150.108 |
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| Liquiditätszufluss total | 37.806.011 | 37.806.011 | 0 | 43.773.018 | 43.773.018 | 0 |
| Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten | 36.379.282 | 36.379.282 | 0 | 41.775.782 | 41.775.782 | 0 |
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen
der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem
Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in
den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit
vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen
Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes
Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um €171.670 (Vorjahr: € 214.324] verbessert bzw.
verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken
aus variabel verzinslichen Instrumenten.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum
Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen
Jahresendvorschau.
SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften
einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar
gegenüberstehen. Für das Jahr 2010 gab es aufgrund des Aufbaus der Tochtergesellschaft
in den USA keine wesentlichen US-Dollar-Überschüsse, weshalb auf eine Sicherung verzichtet
wurde.
Ende 2009 wurden 0,11 Mio. USD aus in 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäften
geswapt und Anfang des Jahres 2010 verkauft. Die im Vorjahr zum Bilanzstichtag ausgewiesenen
US-Dollar-Fremdwährungsderivate hätten bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem
um € -3.817 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € 3.817 veränderten Fremdwährungsergebnis
geführt.
Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember
2010 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 75.012 und bei
einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -75.012 ergeben, der sich im Eigenkapital
des Konzerns niedergeschlagen hätte.
Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC Energy AG
zum 31. Dezember 2010 hätte bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € -131.861
und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € 131.861 veränderten Fremdwährungsergebnis
geführt.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich
zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten
USD-Positionen eine offene USD-Bilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau
angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils
über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen
signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben.
Bedingt durch das in einer der Kernkomponenten der Brennstoffzelle eingesetzte Platin
unterliegt SFC dem Risiko einer Änderung des Platinkurses. Zudem wird Platin üblicherweise
in USD gehandelt, so dass sich hinsichtlich der Platintermingeschäfte zusätzliche
Wertrisiken durch die Entwicklung des USD ergeben. Um die im Rahmen der Preiskalkulation
in Ansatz gebrachten Kosten für Platin teilweise abzusichern, setzt SFC ggfls. derivative
Finanzinstrumente ein und sichert quartalsweise den Platinpreis ab.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestehen keine Finanzderivate mehr.
Bezogen auf die im Vorjahr zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Derivate
verweisen wir auf die Erläuterungen weiter oben unter "Derivate", wobei eine Erhöhung
des Platinkurses um 5 % zu einer ergebniswirksam erfassten Marktwertänderung des Derivats
um € 30.448, eine Minderung des Platinkurses zu einer Minderung des Fair Values um
€ 30.448 geführt hätte. Eine gleichzeitige Schwankung des USD Dollar Kurses um 5 %
hätte zu einer weiteren Änderung des Fair Value um € -7.310 bei einem Kursanstieg
bzw. € 8.079 bei einer Kursminderung geführt.
Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan (LTIP 2009 - 2011)
für die Vorstände verabschiedet (Tranche 1). Im Juli 2009 und Juli 2010 wurde vom
Aufsichtsrat die Beteiligung weiterer ausgewählter Führungskräfte genehmigt (Tranche
2). Dieser Plan, mit einer Laufzeit von insgesamt 5 Jahren, soll den Beitrag der Vorstände
und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der
Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich
um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde
liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung
in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents.
Ein Anspruch auf SFC-Aktien besteht nicht. Im Geschäftsjahr 2010 wie auch im Vorjahr
kam es zu keinen Aufhebungen oder Änderungen dieses Plans.
Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen
unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Der Performance-Zeitraum der Tranche
1 beginnt für die erste Teiltranche am 1. Januar 2009 und für die restlichen beiden
Teiltranchen zeitversetzt um jeweils ein Jahr. Der Performance-Zeitraum der Tranche
2 beginnt für die erste Teiltranche ebenfalls am 1. Januar 2009 und für die zweite
Teiltranche zeitversetzt um ein Jahr. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein
vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens
zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate
des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst. Für die erste und die zweite Teiltranche
der Tranche 1 wurde ein Zuteilungsvolumen in Höhe von insgesamt je € 220.000 definiert.
Für die erste Teiltranche der Tranche 2 betrug das Zuteilungsvolumen ursprünglich
€ 190.000 und für die zweite Teiltranche der Tranche 2 € 155.000. Die Anzahl der vorläufig
zugeteilten Phantom Shares für die erste Teiltranche der Tranche 1 beläuft sich zum
31.12.2010 auf 36.001 Stück (Vorjahr: 36.001 Stück), für die zweite Teiltranche der
Tranche 1 auf 35.208 Stück (Vorjahr: 32.892 Stück), für die erste Teiltranche der
Tranche 2 auf 31.094 Stück (Vorjahr: 31.094) und für die zweite Teiltranche der Tranche
2 auf 24.813 Stück. Für die dritte Teiltranche der Tranche 1 wird derzeit von einem
Zuteilungsvolumen von € 120.000 (Vorjahr: € 220.000) ausgegangen, wobei die Anzahl
der vorläufig zugeteilten Phantom Shares auf Basis der im Rahmen des Monte-Carlo-Modells
simulierten Kursentwicklung geschätzt wird.
Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der
endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen
Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums.
Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig,
der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet
das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene Performance-Zeiträume.
Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 die Phantom
Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis
der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der
Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung,
außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen
Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch
eine Führungskraft.
Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2010 wie folgt entwickelt:
|
|
Tranche 1.1 | Tranche 1.2 | Tranche 1.3 | Tranche 2.1 | Tranche 2.2 |
| Anzahl Phantom Shares | 36.001 | 35.208 | 39.186 | 31.094 | 24.813 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 | 4,0 | 5,0 | 3,0 | 3,0 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2010 (in Jahren) | 1,0 | 2,0 | 3,0 | 1,0 | 2,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (1.1.2010) | 36.001 | 32.892 | 31.994 | 27.003 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2010 gewährte Phantom Shares | 0 | 2.316 | 7.192 | 0 | 24.813 |
| In der Berichtsperiode 2010 verwirkte Phantom Shares | 0 | 0 | 14.543 | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2010 ausgeübte Phantom Shares | 16.367 | 16.000 | 0 | 1.637 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2010 verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (31.12.2010) | 19.634 | 19.208 | 24.643 | 25.366 | 24.813 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausübbare Phantom Shares (31.12.2010) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die im Rahmen der Tranche 1.1, Tranche 1.2 und Tranche 2.1 ausgeübten Phantom Shares
beziehen sich auf Phantom Shares, die Mitarbeitern, die im Jahr 2010 aus dem Programm
ausgeschieden sind, zustehen und ausgezahlt werden. Die geschätzte Anzahl der vorläufig
zugeteilten Phantom Shares der Tranchen 1.3 wurde auf Basis einer Monte Carlo Simulation
ermittelt und kann sich an den nachfolgenden Bilanzstichtagen in Abhängigkeit der
tatsächlichen Kursentwicklung der SFC Aktie ändern.
Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:
|
|
Tranche 1.1 | Tranche 1.2 | Tranche 1.3 | Tranche 2.1 |
| Anzahl Phantom Shares | 36.001 | 32.892 | 31.994 | 31.094 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 | 4,0 | 5,0 | 3,0 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2009 (in Jahren) | 2,0 | 3,0 | 4,0 | 2,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2009 ausstehende Phantom Shares (1.1.2009) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2009 gewährte Phantom Shares | 36.001 | 32.892 | 31.994 | 31.094 |
| In der Berichtsperiode 2009 verwirkte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 4.091 |
| In der Berichtsperiode 2009 ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2009 verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2009 ausstehende Phantom Shares (31.12.2009) | 36.001 | 32.892 | 31.994 | 27.003 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2009 ausübbare Phantom Shares (31.12.2009) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem
Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung
der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung
der zum 31.12.2010 und 31.12.2009 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter
zugrunde gelegt:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 2,0 - 3,0 | 2,0 - 4,0 |
| Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt | € 4,97 | € 6,67 |
| Ausübungskurs | € 0,00 | € 0,00 |
| Erwartete Volatilität | 38,09 % - 51,18 % | 57,03 % - 70,24 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,66% - 1,28 % | 1,38 % - 2,35 % |
| Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % |
Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen
Performance-Zeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde,
dass von der historischen Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann,
sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen
kann. Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode
gewährten Phantom Shares der Tranche 2.1 beträgt zum Bilanzstichtag € 4,96 (Vorjahr:
€ 5,94). Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2010 folgender Aufwand
aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich:
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in € |
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|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Periodenaufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich | 7.899 | 182.548 |
Zum 31.12.2010 wurde eine Schuld in Höhe von € 190.447 (davon € 115.819 langfristig)
unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: € 182.548; davon € 182.548
langfristig).
Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen
zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn
eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei
zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen
Führung des Unternehmens beteiligt ist. Im Fall der SFC ist der Gesellschafter Dr.
Manfred Stefener mit Mandat im Aufsichtsrat als nahe stehend im Sinne des IAS 24 zu
klassifizieren.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des
Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen
sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wie folgt zusammen:
Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)
Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 31. Dezember 2010)
Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur (Vorsitzender)
Rüdiger Olschowy, Schliersee, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)
Wolfgang Biedermann, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)
Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)
David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (ab 8. März 2010)
Dr. Roland Schlager, München, Kaufmann (bis 30. November 2009)
Dr. Manfred Stefener, München, Ingenieur (bis 31. Januar 2011)
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder
indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls
gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen"
als nahe stehend zu klassifizieren.
In den folgenden Übersichten sind die Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen
und Personen dargestellt.
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in € |
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|
Forderungen | Verbindlichkeiten | Erträge | Aufwendungen |
| Personen in Schlüsselpositionen | 0 | 652.639 | 0 | 1.031.112 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 3.100 | 0 | 30.752 | 0 |
| Gesamt | 3.100 | 652.639 | 30.752 | 1.031.112 |
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|
|
|
|
in € |
|
|
Forderungen | Verbindlichkeiten | Erträge | Aufwendungen |
| Personen in Schlüsselpositionen | 0 | 521.367 | 0 | 1.019.861 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 3.478 | 0 | 18.299 | 0 |
| Gesamt | 3.478 | 521.367 | 18.299 | 1.019.861 |
Im Rahmen einer Lieferbeziehung über Einzelkomponenten und Testequipment mit der Elcomax
GmbH, einem Unternehmen, das unter dem wesentlichen Einfluss des Gesellschafters Dr.
Manfred Stefener steht, wurden Umsätze in Höhe von € 30.752 (Vorjahr: € 18.299) realisiert.
Darüber hinaus arbeitet SFC im Rahmen eines gemeinsamen Förderprojektes mit der Elcomax
GmbH zusammen.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:
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in € |
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2010 | 2009 | ||
|
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Fixer Anteil | Variabler Anteil |
Fixer Anteil |
Variabler Anteil |
| Vorstand | 569.740 | 295.082 | 547.113 | 301.861 |
| Aufsichtsrat | 166.290 | 0 | 168.333 | 0 |
| Gesamt | 736.030 | 295.082 | 715.446 | 301.861 |
Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für das Long Term Incentive
Programm für die Vorstände in Höhe von € 5.071 (Vorjahr: € 163.111). Ferner ist im
Geschäftsjahr 2010 der erfasste Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot
für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages für Dr. Müller (in der nachfolgenden
Tabelle unter "Vergütung Wettbewerbsverbot" ausgewiesen) enthalten.
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in € |
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fixe Vergütung |
kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung |
langfristige erfolgsabhängige Vergütung |
Vergütung Wettbewerbsverbot |
Gesamtbetrag |
| Dr. Peter Podesser | 320.440 | 141.062 | 4.584 | 0 | 466.086 |
| Dr. Jens Müller | 249.300 | 68.949 | 487 | 80.000 | 398.736 |
| Gesamt | 569.740 | 210.011 | 5.071 | 80.000 | 864.822 |
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|
|
|
|
in € |
|
|
fixe Vergütung |
kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung |
langfristige erfolgsabhängige Vergütung |
Vergütung Wettbewerbsverbot |
Gesamtbetrag |
| Dr. Peter Podesser | 311.150 | 82.500 | 88.970 | 0 | 482.620 |
| Dr. Jens Müller | 235.963 | 56.250 | 74.141 | 0 | 366.354 |
| Gesamt | 547.113 | 138.750 | 163.111 | 0 | 848.974 |
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Jahresergebnisses, das insgesamt
auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die zum Bilanzstichtag ausstehenden
Anteile (7.152.887 Aktien) haben sich während des Geschäftsjahres wie auch im Vorjahr
nicht verändert. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden
Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis
der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme.
Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit
sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der
in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Ertragsteuererstattungen betreffen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag,
die im Wesentlichen bei der Fälligkeit von Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten
wurden.
Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel
angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit
zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.
Die Veränderung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens im Vorjahr bezog sich auf
abgegrenzte Veräußerungsgewinne aus der Sale-and-Lease-Back-Transaktion.
Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt
eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung. Diese erfolgt
bei SFC primär nach Produkten, aber auch nach Regionen. Basis für die Unternehmensplanung
und die Ressourcenabbildung bilden jedoch die Produkte bzw. Dienstleistungen. Auf
dieser Basis ergeben sich folgende berichtspflichtigen Segmente:
| ― |
A-Serie |
| ― |
C-Serie |
| ― |
Joint Development Agreements ("J DA"] |
| ― |
Power Manager |
| ― |
Sonstige |
Bei der A-Serie handelt es sich um das Serienprodukt Brennstoffzelle (EFOY, EMILY,
FC 250].
Die C-Serie (JENNY] betrifft miniaturisierte portable Brennstoffzellen, die aus den
Entwicklungstätigkeiten der Joint Development Agreements entstanden sind.
Die Joint Development Agreements sind vertragliche Vereinbarungen mit strategischen
Partnern über die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen und Power Managern zur Anpassung
an die kundenspezifischen Anforderungen.
Der Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung
und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen
ermöglicht.
Die Umsätze im Bereich "Sonstige" betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Tankpatronen
mit Methanol zum Befüllen der Brennstoffzellen, Testequipment zur Qualifizierung von
Komponenten für Brennstoffzellensysteme, sonstige Produkte für Netzwerklösungen sowie
im Jahr 2009 auch Beratungsleistungen.
In der separaten Position "Ausgleichsposten" sind sämtliche Beträge, die nicht einem
der vorgenannten Segmente zugeordnet werden können sowie Konsolidierungseffekte enthalten.
Die interne Berichterstattung erfolgt an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Je Produktkategorie
bzw. Region werden der Umsatz und die verkauften Stückzahlen berichtet. Als Segmentergebnis
wird die Bruttomarge der Gesellschaft ausgewiesen. Über Bruttomargen hinausgehende
Ergebnisermittlungen bzw. Ergebnisanalysen auf Segmentebene werden mangels Aussagekraft
nicht vorgenommen. Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis
wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Umsätze nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
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in € |
|
|
1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Deutschland |
|
|
| A-Serie | 3.169.848 | 4.438.644 |
| C-Serie | 920.425 | 38.044 |
| JDA | 0 | 236.737 |
| Power Manager | 470.068 | 0 |
| Sonstige | 447.947 | 288.361 |
| Summe Deutschland | 5.008.288 | 5.001.786 |
| Europa |
|
|
| A-Serie | 5.874.410 | 4.346.628 |
| C-Serie | 86.295 | 145.633 |
| Power Manager | 65.151 | 52.105 |
| Sonstige | 411.395 | 320.909 |
| Summe Europa (ohne Deutschland) | 6.437.251 | 4.865.275 |
| Nordamerika |
|
|
| A-Serie | 347.558 | 446.684 |
| C-Serie | 58.449 | 192.084 |
| JDA | 874.691 | 759.824 |
| Power Manager | 251.824 | 76.169 |
| Sonstige | 63.020 | 189.330 |
| Summe Nordamerika | 1.595.542 | 1.664.091 |
| Asien |
|
|
| A-Serie | 147.621 | 111.592 |
| C-Serie | 23.980 | 0 |
| Power Manager | 6.797 | 0 |
| Sonstige | 15.956 | 10.815 |
| Summe Asien | 194.354 | 122.407 |
| Rest der Welt |
|
|
| A-Serie | 88.158 | 11.057 |
| C-Serie | 0 | 11.990 |
| Power Manager | 398 | 7.688 |
| Sonstige | 6.187 | 3.088 |
| Summe Rest der Welt | 94.743 | 33.823 |
| Gesamt | 13.330.178 | 11.687.382 |
Die regionale Umsatzverteilung wurde anhand des Kundensitzes vorgenommen. Am Sitz
von SFC in Deutschland wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 5.008.288 (Vorjahr: € 5.001.786)
erzielt. In allen anderen Ländern konnten Umsätze in Höhe von € 8.321.890 (Vorjahr:
€ 6.685.596) realisiert werden.
Die Umsätze der Großkunden (Umsatzanteil mehr als 10 %) sind in der folgenden Übersicht
dargestellt:
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in € | in % |
|
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A-Serie | C-Serie | Power Manager | Sonstige Produkte | Umsatz | Gesamtumsatz |
| 2010 |
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| Kunde B | 42.391 | 859.445 | 453.068 | 150.432 | 1.505.336 | 11,29 |
| 2009 |
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| Kunde A | 1.122.192 | 0 | 0 | 47.957 | 1.170.149 | 10,01 |
Die in den Herstellungskosten des Umsatzes enthaltenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen
verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
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in € |
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1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| A-Serie | 198.728 | 236.526 |
| C-Serie | 17.145 | 4.052 |
| JDA | 22.080 | 24.252 |
| Power Manager | 8.459 | 1.118 |
| Sonstige | 36.876 | 19.816 |
| Gesamt | 283.288 | 285.764 |
Die Zugänge zum Anlagevermögen verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
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in € |
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1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| A-Serie | 432.741 | 538.619 |
| C-Serie | 37.334 | 9.228 |
| JDA | 48.079 | 55.226 |
| Power Manager | 18.421 | 2.546 |
| Sonstige | 80.298 | 45.125 |
| Gesamt | 616.873 | 650.744 |
Das Anlagevermögen und die Zugänge zum Anlagevermögen wurden im Verhältnis der Abschreibungen
pro Segment zu den gesamten Abschreibungen auf das Anlagevermögen den Segmenten zugeordnet.
Die Rechte aus immateriellen Vermögenswerten sowie das gesamte Sachanlagevermögen
sind im wesentlichen SFC mit Sitz in Deutschland zuzuordnen.
Zudem bestehen zum Bilanzstichtag langfristige sonstige Vermögenswerte und Forderungen
in Höhe von € 66.540 (Vorjahr: € 63.285), die dem Segment "A-Serie" zuzurechnen sind.
Die Honorare betragen:
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in € |
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1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2009 |
| Abschlussprüfung | 71.000 | 68.000 |
| Steuerberatung | 7.468 | 2.163 |
| Gesamt | 78.468 | 70.163 |
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gem. §161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex abgegeben und am 22. März 2010 sowie eine Aktualisierung
am 9. Dezember 2010 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Diese
Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und den
Aktionären somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate
Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 23. März 2011
Dr. Peter Podesser
Vorstand
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Anschaffungs- und Herstellungskosten | in € Kumulierte Abschreibungen |
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1.1.2010 | Zugänge | Abgänge | Währungs- umrechnung |
31.12.2010 | 1.1.2010 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte |
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| Software | 361.574 | 59.080 | -16.055 | -338 | 404.261 | -214.530 |
| Patente und Lizenzen | 59.533 | 0 | 0 | 0 | 59.533 | -48.129 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 3.233.904 | 1.100.536 | 0 | 0 | 4.334.440 | -981.556 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.655.011 | 1.159.616 | -16.055 | -338 | 4.798.234 | -1.244.215 |
| B. Sachanlagen |
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| Technische Anlagen und Maschinen | 663.615 | 36.195 | -15.501 | 0 | 684.309 | -181.147 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.054.163 | 1.025.474 | -220.632 | -194 | 2.858.811 | -855.398 |
| Sachanlagen | 2.717.778 | 1.061.669 | -236.133 | -194 | 3.543.120 | -1.036.545 |
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in € |
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Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | ||||
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Abschreibung Geschäftsjahr | Abgänge | Währungsumrechnung | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte |
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| Software | -68.706 | 15.923 | 28 | -267.285 | 136.976 | 147.044 |
| Patente und Lizenzen | 0 | 0 | 0 | -48.129 | 11.404 | 11.404 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | -554.566 | 0 | 0 | -1.536.122 | 2.798.318 | 2.252.348 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -623.272 | 15.923 | 28 | -1.851.536 | 2.946.698 | 2.410.796 |
| B. Sachanlagen |
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| Technische Anlagen und Maschinen | -98.165 | 14.023 | 0 | -265.289 | 419.020 | 482.468 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -298.646 | 211.551 | 25 | -942.468 | 1.916.343 | 1.198.765 |
| Sachanlagen | -396.811 | 225.574 | 25 | -1.207.757 | 2.335.363 | 1.681.233 |
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in € |
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Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
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1.1.2009 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2009 | 1.1.2009 | Abschreibung Geschäftsjahr |
| A. Immaterielle Vermögenswerte |
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| Software | 327.646 | 33.928 | 0 | 361.574 | -142.717 | -71.813 |
| Patente und Lizenzen | 59.533 | 0 | 0 | 59.533 | -48.129 | 0 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 2.312.580 | 1.038.846 | -117.522 | 3.233.904 | -683.972 | -386.934 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.699.759 | 1.072.774 | -117.522 | 3.655.011 | -874.818 | -458.747 |
| B. Sachanlagen |
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| Technische Anlagen und Maschinen | 513.320 | 152.824 | -2.529 | 663.615 | -100.007 | -83.668 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.232.456 | 821.707 | 0 | 2.054.163 | -574.107 | -281.291 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aus Finanzierungsleasing | 816.218 | 0 | -816.218 | 0 | -740.884 | -75.334 |
| Sachanlagen | 2.561.994 | 974.531 | -818.747 | 2.717.778 | -1.414.998 | -440.293 |
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in € |
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Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |||
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Abgänge | Wertminderung | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte |
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| Software | 0 | 0 | -214.530 | 147.044 | 184.929 |
| Patente und Lizenzen | 0 | 0 | -48.129 | 11.404 | 11.404 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 117.522 | -28.172 | -981.556 | 2.252.348 | 1.628.608 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 117.522 | -28.172 | -1.244.215 | 2.410.796 | 1.824.941 |
| B. Sachanlagen |
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| Technische Anlagen und Maschinen | 2.528 | 0 | -181.147 | 482.468 | 413.313 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 0 | -855.398 | 1.198.765 | 658.349 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aus Finanzierungsleasing | 816.218 | 0 | 0 | 0 | 75.334 |
| Sachanlagen | 818.746 | 0 | -1.036.545 | 1.681.233 | 1.146.996 |
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Brunnthal, den 23. März 2011
| Dr. Peter Podesser |
| Vorstand |
Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend
aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung,
Entwicklung des Eigenkapitals und Segmentberichterstattung sowie Anhang - und den
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß §317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung des Jahresabschlusses
des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften
und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Voit | ppa. Haussermann |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
| 28. April 2011 | Veröffentlichung Quartalsbericht |
| 5. Mai 2011 | Hauptversammlung |
| 27. Juli 2011 | Veröffentlichung Halbjahresbericht |
| 27. Oktober 2011 | Veröffentlichung Neunmonatsbericht |
| Bloomberg Symbol | F3C |
| Reuters Symbol | CXPNX |
| WKN | 756857 |
| ISIN | DE0007568578 |
| Anzahl ausgegebener Aktien | 7.152.887 |
| Aktienausstattung | Nennwertlose Stückzahlen |
| Börsensegment | Prime Standard, Erneuerbare Energien |
| Börse | Frankfurt, FWB |
| Designated Sponsor | Close Brothers Seydler |
Barbara von Frankenberg
Leiterin Investor Relations und Public Relations
SFC Energy AG
Eugen-Sänger-Ring 7
85649 Brunnthal
Deutschland
Telefon: +49 (0) 89 / 673 592 - 378
Telefax: +49 (0) 89 / 673 592 -169
E-Mail: barbara.frankenberg@sfc.com
SFC Energy AG
Eugen-Sänger-Ring 7
85649 Brunnthal
Deutschland
Telefon: +49 (0) 89 / 673 592 - 0
Telefax: +49 (0) 89 / 673 592 - 369
Verantwortlich: SFC Energy AG
Text & Redaktion: SFC Energy AG
Gestaltung und Umsetzung: Anzinger | Wüschner | Rasp
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen -also
Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen",
"planen", "glauben", "anstreben, "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden
Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen
daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen
zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von SFC liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten,
den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von SFC. Diese Faktoren können
dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Konzerns
wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit
enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistung. SFC übernimmt keine Verpflichtung,
zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.