![]() SFC Energy AGBrunnthalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012BERICHT DES AUFSICHTSRATSSFC EnergyÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDas vergangene Geschäftsjahr 2012 war entscheidend geprägt durch die Integration der Ende 2011 erworbenen niederländischen PBF-Gruppe in den SFC-Konzern. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen. AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNGNach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 waren: (i) Herr Dr. Rolf Bartke (bis zum 9. Mai 2012), (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Dr. Jens Thomas Müller und (iv) Herr Tim van Delden (seit dem 9. Mai 2012). Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war auch im Geschäftsjahr 2012 zunächst (bis zum 9. Mai 2012) Herr Dr. Rolf Bartke. Seit dem 9. Mai 2012 hat Herr Tim van Delden den Aufsichtsratsvorsitz inne. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im Geschäftsjahr 2012 war Herr David Morgan. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt fünf Sitzungen - am 27./28. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2011), 9. Mai, 24. Juli, 25. Oktober und 6. Dezember 2012 - beraten. Sämtliche Sitzungen fanden als Präsenzsitzungen statt. Dabei waren stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich anwesend. Zudem stimmte sich der Aufsichtsrat - sofern erforderlich -auch zwischen den Sitzungen telefonisch oder per E-Mail ab. Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der konzernweiten Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Business Units, die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa zu (drohenden) Rechtsstreitigkeiten. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese. Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete. Ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen bildete auch im Geschäftsjahr 2012 die M&A-Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit möglichen in- und ausländischen Akquisitionen und potenziellen Zielunternehmen, ließ sich vom Vorstand und Mitarbeitern der beauftragten M&A-Beratungsfirma ausführlich hierzu informieren und beteiligte sich an den Ausführungen zur M&A-Strategie der Gesellschaft aktiv mit Fragen und eigenen Vorschlägen, diskutierte mit dem Vorstand ausführlich die Chancen und Risiken vorgeschlagener Maßnahmen und forderte weitere Informationen zu diesen an. Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2012 war die Integration der im Geschäftsjahr 2011 erworbenen niederländischen PBF-Gruppe in den SFC-Konzern. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in verschiedenen Sitzungen ausführlich über den Status der Einbindung der PBF-Gruppe in den SFC-Konzern, die Integration der Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die Vereinheitlichung des Corporate Branding und die Erreichung der Earn-Out-Ziele unter dem Anteilskaufvertrag informieren lassen und die Maßnahmen des Vorstands zur weiteren Integration der PBF-Gruppe in den SFC-Konzern aktiv begleitet. Dabei hat der Aufsichtsrat die Finanzzahlen der PBF-Gruppe für die Quartale, das Halbjahr und das Gesamtjahr 2012 jeweils auch auf einer Standalone-Basis analysiert, diskutiert und bewertet. Der Aufsichtsrat hat zudem die Bedingungen des einvernehmlichen Ausscheidens eines Geschäftsführers der PBF-Gruppe gemeinsam mit dem Vorstand und innerhalb des Kontrollorgans diskutiert und dem Abschluss eines Anstellungsaufhebungsvertrages nach eingehender Erörterung zugestimmt. Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2012 weiterhin mit Vorstandsangelegenheiten, etwa den Jahresboni für das Geschäftsjahr 2011 für die Mitglieder des Vorstandes und die Zielvorgaben für den Jahresbonus 2012. Auf der Aufsichtsratssitzung vom 27. und 28. März 2012 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 befasst und diese in Gegenwart des Abschlussprüfers der Gesellschaft erörtert und gebilligt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 9. Mai 2012 ging es u. a. um personelle Veränderungen im Management der niederländischen PBF-Gruppe, die möglichen Ziele einer strategischen Übernahme oder Partnerschaft sowie Angelegenheiten des Aufsichtsrats, etwa die Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters und die Organisation der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2012. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 24. Juli 2012 befasste sich der Aufsichtsrat u. a. mit den Halbjahresfinanzzahlen, den Aussichten für das Gesamtjahr 2012, dem Risk Management Reporting und mit Personalangelegenheiten. Themen der Aufsichtsratssitzung am 25. Oktober 2012 waren u. a. der Q3-Finanzbericht, Personalangelegenheiten sowie die Ergebnisse einer Überprüfung der von der Gesellschaft für externe Berater aufgewendeten Kosten. Auf der Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2012 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Strategie und Planung einschließlich des Budgets für das Jahr 2013 unterrichten. Themen dieser Sitzung am 6. Dezember 2012 waren zudem die neuen Regularien für den Transport von Brennstoffzellen, der Abschluss einer Vergleichsvereinbarung mit einem Kunden der PBF-Gruppe wegen behaupteter Qualitätsmängel von durch PBF gelieferter Produkte sowie der Finanzkalender 2013. Die Aufsichtsratsmitglieder nahmen an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 teil. Im September 2012 nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrats zudem an einer gemeinsamen Strategiesitzung mit dem Vorstand sowie ausgewählten Führungskräften und leitenden Angestellten der Gesellschaft teil, in der insbesondere Fragen der weiteren Wachstumsstrategie und Ausrichtung der Gesellschaft sowie die kurz- und mittelfristige Planung erörtert und diskutiert wurden. AUSSCHÜSSEDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. CORPORATE GOVERNANCEInformationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 29 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 35 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012, wie auch in den vorangegangen Jahren, ausführlich mit potenziellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr einen potenziellen Interessenkonflikt in Bezug auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn David Morgan festgestellt. Conduit Ventures Ltd., ein Großaktionär der Gesellschaft, ist an Gesellschaften beteiligt, die als Geschäftspartner, Vertriebspartner und/oder für eine Akquisition in Frage kommen (die "CV-Gesellschaften"). Da Herr Morgan Vorsitzender des Verwaltungsrates der Conduit Ventures Ltd. ist, hat der Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 25. Oktober 2012 beschlossen, dass sich Herr Morgan bei einer möglichen Beschlussfassung, die eine CV-Gesellschaft betrifft, enthalten wird. Da die Gesellschaft in der Folgezeit die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einer CV-Gesellschaft nicht weiter verfolgt hat, ist es zu einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats in dieser Sache im Geschäftsjahr 2012 allerdings nicht gekommen. Weitere Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 22. März 2013, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.sfc.eom/de/investoren/corporate-governance#header abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 29 ff). RECHNUNGSLEGUNGAls Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren: (i) IFRS: Werthaltigkeit des Goodwill; Fortschreibung Kaufpreisallokation der PBF Akquisition sowie (ii) HGB: Umsatzrealisierung; rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem in den Prozessbereichen Absatz, Vorratsmanagement, Lohn und Gehalt, Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen; Werthaltigkeit der Anteile PBF. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2012 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Am 22. März 2013 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2012 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 22. März 2013 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG). Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2012 erzielten, besonderen Erfolge.
Brunnthal, 22. März 2013 Der Aufsichtsrat Tim van Delden, Vorsitzender CORPORATE GOVERNANCE BERICHT UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGBIm Folgenden berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat über die Corporate Governance bei der SFC Energy AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der nachstehende Bericht enthält zugleich die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie den Vergütungsbericht. Er ist Teil des Lageberichts. Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und an einer nachhaltigen Wertschaffung orientierten Unternehmensführung und umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der SFC Energy AG. Mittel einer effektiven Corporate Governance sind die vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie eine offene und aktuelle Unternehmenskommunikation. Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG fühlen sich den Grundsätzen einer guten Corporate Governance verpflichtet und sind davon überzeugt, dass diese eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens ist. Die Corporate Governance wird bei SFC Energy AG in regelmäßigen Abständen überprüft und weiter entwickelt. Die SFC Energy AG folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit nur wenigen Ausnahmen, die der folgenden Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) entnommen werden können. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGNach § 161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ("Kodex") entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Gesellschaften können somit von den Empfehlungen des Kodex abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen und zu begründen. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei. Für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 27. März 2012 bis zum 14. Juni 2012 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf den Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 2. Juli 2010. Seit dem 15. Juni 2012 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012, die am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils einschlägigen Fassung mit folgenden Ausnahmen durchgängig entsprochen wurde und wird:
Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der SFC Energy AG unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance#header dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. STRUKTUR UND ARBEITSWEISE DER LEITUNGS- UND KONTROLLORGANEEine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung und Kontrollstruktur ist für die SFC Energy AG die zentrale Grundlage zur Schaffung von Werten und Vertrauen. Die Struktur der Leitungs- und Kontrollorgane innerhalb der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar: Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der SFC Energy AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Die SFC Energy AG unterrichtet ihre Aktionäre, wie auch Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit, regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Im Rahmen ihrer Investor Relations-Tätigkeit finden zudem regelmäßige Treffen der Gesellschaft mit Analysten und institutionellen Anlegern statt. Zudem hält die Gesellschaft jährlich eine Analystenkonferenz, zuletzt am 13. November 2012, ab. Die Hauptversammlung der SFC Energy AG findet jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt und entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Gewinnverwendung, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- sowie Entlastung der Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers, Änderung der Satzung der Gesellschaft sowie weitere Aufgaben. Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet SFC Energy AG allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. VorstandDer Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Der Vorstand handelt dabei frei von Weisungen Dritter und nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand der SFC Energy AG zudem auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Vorstand der SFC Energy AG aus zwei Mitgliedern, nämlich Herrn Dr. Peter Podesser, der die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) ausübt, sowie Herrn Gerhard Inninger, dem die Aufgabe des Chief Financial Officer (CFO) zugewiesen ist. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SFC Energy AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über alle sonstigen wichtigen Ereignisse, die für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Auch die strategische Ausrichtung der SFC Energy AG wird regelmäßig mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zudem an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei den Mitgliedern des Vorstands der SFC Energy AG keine Interessenkonflikte auf, die unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offenzulegen gewesen wären. Kein Vorstandsmitglied war Mitglied des Aufsichtsrats bei nicht zum Konzern gehörenden Handelsgesellschaften. AufsichtsratDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht diesen bei der Leitung der SFC Energy AG. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands oder Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat begleitet den Vorstand aktiv durch Beratungen und Diskussionen, nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwacht die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend (siehe hierzu auch den Bericht des Aufsichtsrats). Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Aufsichtsratssitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Mit dem Vorstand steht er in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die im Rahmen von Gesetz und Satzung u. a. Regelungen zu den Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen, zur Verschwiegenheitspflicht und zum Umgang mit Interessenkonflikten enthält. Zusammensetzung des AufsichtsratsNach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen, die allesamt von der Hauptversammlung gewählt wurden. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 waren: (i) Herr Dr. Rolf Bartke (bis zum 9. Mai 2012), (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Dr. Jens Thomas Müller und (iv) Herr Tim van Delden (seit dem 9. Mai 2012). Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 einzeln gewählt. Von den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern qualifiziert sich insbesondere Herr David Morgan als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung als englischer Wirtschaftsprüfer, und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen herausgehobenen Positionen im Bereich der Unternehmensfinanzen tätig. Herr Morgan war, bis zu dessen Auflösung im Geschäftsjahr 2011, auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung seiner gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft mit einem nur aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat pauschal eingeschränkt würde. Mit Ausnahme von Herrn Dr. Jens Thomas Müller, der auf Vorschlag des Aktionärs HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, der mehr als 25 Prozent der Stimmrechte an der SFC Energy AG hält, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt wurde, gehörten oder gehören dem Aufsichtsrat keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG an. Dem Aufsichtsrat gehört nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012, wie auch in den vorangegangen Jahren, ausführlich mit potenziellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr einen potenziellen Interessenkonflikt in Bezug auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn David Morgan festgestellt. Conduit Ventures Ltd., ein Großaktionär der Gesellschaft, ist an Gesellschaften beteiligt, die als Geschäftspartner, Vertriebspartner und/oder für eine Akquisition in Frage kommen (die "CV-Gesellschaften"). Da Herr Morgan Vorsitzender des Verwaltungsrates der Conduit Ventures Ltd. ist, hat der Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 25. Oktober 2012 beschlossen, dass sich Herr Morgan bei einer möglichen Beschlussfassung, die eine CV-Gesellschaft betrifft, enthalten wird. Da die Gesellschaft in der Folgezeit die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einer CV-Gesellschaft nicht weiter verfolgt hat, ist es zu einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats in dieser Sache im Geschäftsjahr 2012 allerdings nicht gekommen. Weitere Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- und/oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre. Die laufende Amtsperiode endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2017. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist nach Ansicht des Aufsichtsrats zudem obsolet, da im Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Arbeitnehmervertreter vertreten sind. Angaben zu relevanten UnternehmensführungspraktikenEs werden bei der SFC Energy AG keine Unternehmensführungspraktiken angewandt, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken zählt zu den Aufgaben einer guten Corporate Governance. Der Vorstand der SFC Energy AG stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Hierdurch ist gewährleistet, dass Risiken rechtzeitig erkannt und Risikopotenziale minimiert werden. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. TransparenzEs ist das Ziel der SFC Energy AG, eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Zielgruppen über aktuelle Entwicklungen bei der Gesellschaft informieren. Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft sind auf der Webseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Auch Pressemitteilungen sowie sonstige Unternehmensnachrichten werden hier zur Verfügung gestellt. Die Entsprechenserklärung und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex sind auf der Internetseite der Gesellschaft ebenfalls zugänglich gemacht. Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen legen. Das Vorstandsmitglied Herr Dr. Peter Podesser hat der SFC Energy AG im Berichtsjahr mitgeteilt, dass er (i) am 30. August 2012 insgesamt 3.800 und (ii) durch die von ihm kontrollierte PP Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs GmbH am 30. August 2012 weitere insgesamt 66.200 sowie (iii) am 31. August 2012 insgesamt 30.000 Stückaktien der Gesellschaft veräußert hat. Sämtliche Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz sind auf der Webseite der Gesellschaft unter www.sfc.com veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstandsmitglieder an Aktien der SFC Energy AG betrug zum 31. Dezember 2012 1,42 %, wobei dieser sämtlich auf das Vorstandsmitglied Dr. Peter Podesser entfiel. Die Aufsichtsratsmitglieder besaßen zu diesem Stichtag 0,72 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss der SFC Energy AG sowie die Zwischenberichte erfolgen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß den Vorgaben des International Accounting Standards Board. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Anteilseignern und Interessenten stehen der Abschluss und die Zwischenberichte auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Vergütungssystem des VorstandesNach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen: Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2012 waren die Ziele jeweils mit 33,33 % von der Budgetzielerreichung Umsatz, Bruttomarge in Prozent und EBITDA bereinigt abhängig. Darüber hinaus besteht für die Vorstände die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Für das Jahr 2011 hat Herr Inninger als Äquivalent eine einmalige Zuzahlung von € 18.750,00 erhalten, die im Januar 2012 an ihn ausbezahlt worden ist. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Weitere Einzelheiten zum LTIP finden Sie im Konzernlagebericht. Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht. Vorstandsvergütung im Jahr 2012Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt € 969.523,00. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2012 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das Long Term Incentive Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2012 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2012 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2011 zurückgestellten Beträge. Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 wie folgt: scroll
Vergütung des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt: scroll
AktienoptionsprogrammeIm Geschäftsjahr 2012 waren keine Aktienoptionen mehr ausstehend. Aus den in den Vorjahren aufgelegten Aktienoptionsprogrammen wurden im Geschäftsjahr 2008 letztmals Aktienoptionen ausgeübt. KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20121. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGENGeschäftstätigkeit und OrganisationsstrukturDer SFC-Konzern (Konzern) besteht aus der SFC Energy AG (SFC), Brunnthal, und seinen Tochterunternehmen sowie der P&E Interholding B. V., Almelo, Niederlande, und seinen Tochterunternehmen (PBF-Gruppe oder PBF). Standort des Unternehmens in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Rockville, Maryland, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande sowie in Cluj, Rumänien. Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG - eine Änderung erfolgte durch die Hauptversammlung am 09. Mai 2012 - ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten unter anderem auf Basis der Brennstoffzellen-Technologie sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, speziell Tankpatronen, und Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen und -verbrauchern (sog. "Power Manager"). SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über echte kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Zielmärkten. Die Tochtergesellschaft PBF Group B. V. ist auf die Entwicklung und Fertigung von Power Supplies sowie von maßgeschneiderten Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen spezialisiert. SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt liegt hierbei vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. PBF wird ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Dezember 2011 voll in den Konzernabschluss einbezogen. SFC profitiert von mehreren wichtigen wirtschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Trends (Markttreibern), z. B. erhöhten Bedürfnissen nach Komfort und Funktionalität in Freizeit- und Sonderfahrzeugen, verstärktem Einsatz drahtloser Informationstechnologie, verstärkter Automatisierung von Messaufgaben, intelligenten Verkehrsleit-, Überwachungs- und Sicherheitssystemen, erhöhtem Stromverbrauch im Militärbereich, veränderter politischer Sicherheitslage und dem Trend zur effizienten, ressourcenschonenden Energieversorgung. Eine saubere, leistungsfähige netzunabhängige Stromversorgung ist eine echte "enabling technology" und ermöglicht nach Einschätzung von SFC eine Vielzahl von Produkten, die heute an einer mangelhaften Energieversorgung scheitern. Die wichtigsten Produkte des Konzerns sind kompakte Brennstoffzellengeneratoren, die unter der Marke EFOY überwiegend in den europäischen Freizeitmarkt (primär als Bordstromversorgung für Reisemobile) sowie in den Markt für netzunabhängige Industrieapplikationen verkauft werden. Stark miniaturisierte Versionen dieser Produkte werden als tragbare Stromquellen an Kunden im Verteidigungsbereich geliefert. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. SFC ist in folgenden Märkten aktiv: Für den Freizeitmarkt bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) serienmäßige Produkte an. Im Industriebereich wird der Markt netzferner, stationärer Stromversorgungslösungen z. B. für Umweltsensorik, Sicherheits- und Verkehrstechnik bedient. Der Markt für Verteidigung & Sicherheit beinhaltet zum einen Seriengeschäft mit Produkten, zum anderen Entwicklungsaufträge, in deren Rahmen Militärorganisationen mit Prototypen beliefert werden. PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF kommen überwiegend im Industriemarkt, unter anderem für Anwendungen in Medizin, Forschung & Wissenschaft und Halbleiter, zum Einsatz. Daneben wird auch der Markt für Verteidigung & Sicherheit bedient. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner aber auch über Direktvertrieb. Durch das öffentliche Aktienangebot und das Bezugsrechtsangebot im Mai 2007 verfügt SFC über eine solide Kapitalausstattung zur Finanzierung des weiteren Wachstums. Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden. Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet. Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex. Für die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) sowie das Betriebsergebnis (EBIT). Im Geschäftsjahr 2012 lag der Hauptfokus des Konzerns auf dem Aufbau der Märkte und Ausbau der Marktpenetration bei gleichzeitiger Produktkostenreduktion durch technologische Innovation. In 2012 wurde insbesondere bedingt durch die Akquisition der PBF Ende letzten Jahres eine Umsatzsteigerung um 102,6 % auf T€ 31.260 verzeichnet. Der Konzern konnte seine Marktposition in seinen Marktsegmenten festigen, erhebliche Erfolge beim weiteren Geschäftsaufbau verzeichnen und die Margensituation deutlich verbessern. Zudem wurde durch den Erwerb der PBF der Industriemarkt erheblich gestärkt. Ferner konnte das Konzernjahresergebnis von minus T€ 6.218 auf minus T€ 426 verbessert werden. 2. KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG UND BRANCHENUMFELD: EUROKRISE BELASTET WEITERHIN KONJUNKTUR UND AUFSCHWUNGIm zweiten Halbjahr 2012 setzte sich aufgrund der europäischen Schuldenkrise die seit anderthalb Jahren andauernde Abkühlung der Weltkonjunktur weiter fort. Von dieser Entwicklung waren nach Angaben des ifo-Instituts1 alle wichtigen Wirtschaftsregionen betroffen. Unter dem Eindruck der Krise konsolidierten Staaten und Privatleute ihre Finanzen, was einen starken Rückgang der Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern nach sich zog. Unter der Annahme, dass sich die Eurokrise nicht weiter verschärft, erwartet das ifo-Institut, eine konjunkturelle Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/13 in nahezu allen großen Volkswirtschaften und Schwellenländern. Im weiteren Verlauf des Jahres 2013 wird dann mit einer leichten Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Expansion gerechnet. Alles in allem sieht das Institut das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum 2013 um 0,2 % zurückgehen, wovon die einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich betroffen sein werden. Während die Produktion in den Krisenländern (außer Irland) wohl weiter schrumpfen wird, sollen stabilere Volkswirtschaften wie Deutschland, Finnland und Österreich nach einer merklichen Schwächephase im Winter im Verlauf des Jahres 2013 den Abschwung hinter sich lassen können. Deutschland - Wirtschaftswachstum 2012 verlangsamt - für 2013 und 2014 allmähliche Erholung prognostiziertIm Jahr 2012 verlor das Wachstum der Konjunktur in Deutschland nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi2 an Fahrt. Die Gründe dafür sieht das BMWi in der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der Vertrauenskrise im Euroraum, es rechnet jedoch damit, dass die Abschwächung nur vorübergehend ist und das Wachstum im Jahresverlauf 2013, im Wesentlichen getragen von der Binnennachfrage, wieder spürbar anziehen wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)3 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - nach dem kräftigen Anstieg der beiden vorangegangenen Jahre in Folge der Aufholprozesse nach der Weltwirtschaftskrise 2009 (2010: +4,2 %, 2011: +3,0 %) - im Gesamtjahr 2012 um 0,7 %. Mit diesem Wachstum behauptete sich die deutsche Konjunktur im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und trotzte der europäischen Rezession, dennoch kühlte auch die deutsche Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2012 deutlich ab. Besonders stark war 2012 der Außenhandel: Deutschland exportierte im Jahr 2012 preisbereinigt insgesamt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr zuvor. Die Importe nahmen um 2,3 % zu. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - trug 1,1 % zum BIP-Wachstum 2012 bei und war damit, nach Angaben des Amts, einmal mehr wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Die Binnennachfrage entwickelte sich unterschiedlich: Zwar stieg der Inlandskonsum um 0,8 % im privaten und +1,0 % im staatlichen Sektor, jedoch lieferten die Investitionen erstmals seit der Krise 2009 keinen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum mehr, sondern gingen zum Teil deutlich zurück: die Bauinvestitionen um 1,1 % und die Ausrüstungsinvestitionen sogar um 4,4 %. In den Dienstleistungsbereichen stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung gegenüber 2011 zum Teil kräftig an, im Minus jedoch lagen sowohl das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe (-0,8 %) als auch das Baugewerbe (-1,7 %). Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche, genau wie das BIP, um 0,7 %.
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ifo Konjunkturprognose 201 2/2013, ifo Institut,
13. Dezember 2012 Bereits zum sechsten Mal in Folge erreichte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2012 mit 41,6 Millionen einen neuen Höchststand. 2012 konnte Deutschland erstmals seit 2007 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beendete das Jahr nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts mit einem Finanzierungsüberschuss von 2,2 Milliarden Euro. Dabei reduzierte der Bund sein Defizit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich, während Gemeinden und vor allem Sozialversicherungen wie bereits 2011 Überschüsse erwirtschafteten. Im Januar 2013 stieg der ifo-Geschäftsklimaindex4 für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands zum dritten Mal in Folge. Damit wird die aktuelle Geschäftslage nach einem Rückgang im Vormonat wieder etwas positiver beurteilt. Die Aussichten auf die kommende Geschäftsentwicklung haben sich erneut deutlich verbessert. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr. Freizeitmarkt5Europaweit war die Entwicklung uneinheitlich. Nachdem der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge im ersten Halbjahr 2012 noch um 2,5 % gewachsen war, geriet er im Verlauf des Jahres unter den Einfluss der Schuldenkrise und gab in der Folge nach Angaben der European Caravaning Federation (ECF)6 auf etwa 145.650 Einheiten nach. Dabei sanken die Caravan-Neuzulassungen europaweit um 9,5 % auf circa. 73.250 Stück, hingegen gingen die Neuzulassungen von Reisemobilen lediglich um 3,0 % auf rund 72.400 Fahrzeuge zurück. Nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz stieg die Zahl der Neuzulassungen insgesamt, in Norwegen gab es einen Zuwachs an Reisemobilen, in Großbritannien blieben die Zulassungszahlen stabil. In allen anderen Ländern gingen die Zahlen zurück. Hier sieht der Verband ein großes Risiko für die deutsche Caravaningindustrie: während vor der Krise rund 60 % der deutschen Produktion ins europäische Ausland exportiert wurden, ist die Ausfuhr inzwischen auf knapp 50 % gesunken. Sollte die Schwäche der europäischen Märkte weiter anhalten, hält die ECF verstärkte Produktionsanpassungen für unvermeidlich. Im maritimen Freizeitbereich hat sich 2012 nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)7 die aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Vorjahr weiter verschlechtert. Insbesondere belasteten die rückläufigen Umsätze im Bereich neuer und gebrauchter Boote und Yachten das Jahresergebnis. Die übrigen Geschäftsbereiche, insbesondere die für SFC relevanten Ausrüstung- und Zubehörmärkte, Service, Wartung, aber auch Bootsvermietung und Tauchen befanden sich auf Vorjahresniveau oder konnten kleine Zuwächse vermerken. Insgesamt konnte sich die maritime Wirtschaft in Deutschland in einem schwierigen, von der Finanzkrise beeinflussten Markt deutlich besser behaupten als die übrigen europäischen Märkte. Allerdings mussten die deutschen Bootshersteller aufgrund der Nachfrageschwäche auf den Auslandsmärkten deutliche Einbußen hinnehmen. Die Bootsproduktion sank im Jahr 2012 um rund 23 %. Insgesamt rechnet der Verband für 2013 über alle Sparten hinweg mit einem leichten Wachstum von 3 bis 5 %. Impulse erwartet der Bootsmarkt von der neuen Regelung, nach der Boote mit Motoren bis zu 15 PS führerscheinfrei gefahren werden dürfen.
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ifo Geschäftsklima Deutschland; ifo Konjunkturtest
Januar 2013 Entsprechend blickt die Wassersportbranche mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Lediglich 64,8 % der befragten Unternehmen erwarten für die kommenden Jahre eine gleich gute oder bessere Konjunktur als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Markt für Verteidigung & SicherheitAuch die internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsorganisationen waren 2012 von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen. Zudem wurden aufgrund der in vielen großen europäischen und internationalen Verteidigungsorganisationen laufenden Umstrukturierungen und Reformen weniger Neuprojekte im Bereich des kommerziellen Einsatzes von autarken Stromversorgern auf der Basis von Brennstoffzellen realisiert. Dennoch ist auch 2012 das Interesse an alternativen tragbaren, mobilen und fahrzeugbasierten Stromversorgungslösungen zur Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien weiter gestiegen und hat sich auch bereits in Aufträge umgesetzt. Um asymmetrische/terroristische Bedrohungen besser adressieren zu können, entwickeln sich die Verteidigungskräfte zunehmend weg von einem monolithischen Ansatz hin zu kleineren Einheiten. Bei diesen stellt längere Autonomie mit geringer Detektierbarkeit für Soldaten wie Fahrzeuge eine entscheidende Voraussetzung für längere Einsätze dar. IndustriemarktUnverändert liegen keine offiziellen Zahlen über die Zahl fern vom Netz genutzter elektrischer und elektronischer Geräte in industriellen Anwendungen vor, da die Märkte extrem divers sind. Insgesamt setzte sich der Trend fort hin zu Anwendungen und Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden, z. B. netzferne Sensoren und Messgeräte, Anlagen in der Überwachungs-, Sicherheits- und Verkehrstechnik oder Geräte an Bord von Behörden- und Servicefahrzeugen. Damit verbunden stieg die Nachfrage nach integrierten, einfach zu bedienenden Stromerzeugern, die zuverlässig, wetterunabhängig und fernsteuerbar den Betrieb dieser Geräte sicherstellen. Die Anwender verlangen autarke Stromversorger für den mobilen und stationären Einsatz im Freien, unter der Erde, in Schaltschränken, Trailern oder wetterfesten Outdoor-Boxen. Ebenso ist ein wachsender Bedarf an autonomen Batterieladegeräten an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verzeichnen. In diesen Anwendungen dürfen nach den Umweltschutzverordnungen Bordbatterien nicht mehr über den laufenden Motor im Standbetrieb geladen werden. Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems")8 aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen. Insgesamt gingen nach Angaben des Verbands9 in der Elektrobranche von Januar bis November 2012 im Vergleich zum Vorjahr die Bestellungen um 8 % zurück. Dabei sanken die Aufträge aus dem Inland um 14 % und die aus dem Ausland um 1 %. Im gleichen Zeitraum sank der Branchenumsatz um 2 % gegenüber 2011, die Inlandserlöse gingen um 2,5 %, die Auslandserlöse um 2 % zurück. Für das Gesamtjahr 2012 schätzt der ZVEI den Erlösrückgang ebenfalls auf 2 % bei einem erwarteten Gesamtumsatz 2012 von 175 Mrd. Euro. Für 2013 erwartet der Verband einen Anstieg auf 177 Mrd. Euro.
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ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
e. V. Auch die Produktion ging im Zeitraum von Januar bis November 2012 um 2 % zurück, der Verband erwartet diese Zahl auch für den Gesamtzeitraum 2012. Nachdem in den Umfragen die Unternehmen der Branche ihre Produktionspläne im Dezember 2012 zum zweiten Mal in Folge erhöht hatten, planen 85 % der befragten Firmen, ihren Output in den nächsten drei Monaten zu erhöhen oder aufrechtzuerhalten. Für 2013 erwartet der ZVEI seiner jüngsten Prognose zufolge wieder eine Zunahme der deutschen Elektroproduktion um 1,5 %. Weiterhin sieht der Verband gute Entwicklungspotenziale für Anwendungen in den Bereichen Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, Bewerkstelligung der Energiewende, technologische Intelligenz, Bewältigung des demografischen Wandels sowie Sicherheit und Infrastruktur. Für den Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" in Deutschland erwarteten die Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components10 im November 2012 für das Gesamtjahr 2012 einen Rückgang von gut 3 % auf ca. 16,8 Mrd. Euro. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 0,5 % auf einen Umsatz von 16,9 Mrd. Euro erwartet. Den Weltmarkt für elektronische Komponenten sehen die Experten im Gesamtjahr 2012 auf US-Dollar Basis um knapp 2 % auf 460 Mrd. US-Dollar zurückgehen, in Europa wird er auf US-Dollar Basis um 8 % auf einen Umsatz von gut 59 Mrd. US-Dollar schrumpfen. Einzig die Region Asien/Pazifik soll den Umsatz des Vorjahres halten können. Der Weltmarkt für elektronische Bauelemente wird ihrer Meinung nach 2013 um rund 4 % auf 480 Mrd. US-Dollar zulegen, für Europa wird gut 1 % Wachstum mit einen Umsatz von rd. 60 Mrd. US-Dollar erwartet, wobei erneut die Finanzkrise im Euroraum belasten wird. Die Region Asien/Pazifik soll mit einem Plus von ca. 6 % erneut überdurchschnittlich wachsen, gefolgt von Amerika mit einem Plus von 3 % und Japan mit einem Plus von 2 %.
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ZVEI-Pressemitteilung 131/2012, 13. November
2012 3. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGEErtragslageIm Geschäftsjahr 2012 erzielte der SFC Konzern einen Umsatz von T€ 31.260. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 15.426) entspricht dies mehr als einer Verdoppelung des Umsatzes. Zu berücksichtigen ist, dass die zum Ende des Vorjahres akquirierte und zum 01.12.2011 erstkonsolidierte niederländische PBF mit T€ 12.981 enthalten ist. Insofern ist eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen, in denen PBF nur für einen Monat (T€ 891) enthalten ist, gegeben. Gleichwohl konnte für SFC der Umsatz von T€ 14.535 auf T€ 18.279 gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg von 25,8 %. Umsatz nach SegmentenDie Berichterstattung nach Segmenten erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2012 nach Märkten untergliedert nach Industrie, Verteidigung & Sicherheit sowie Freizeit. Durch diese Umstellung kann die Unternehmenssteuerung effektiver und effizienter auf die einzelnen Märkte und Kunden ausgerichtet werden. Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahres 2012 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
Im Segment Industrie konnte der Umsatz von T€ 4.573 auf T€ 17.500 gesteigert werden. Ursächlich hierfür war in erster Linie der Umsatzbeitrag von PBF mit T€ 12.650 (T€ 891), aber auch für SFC war eine Steigerung von T€ 3.682 um 31,7 % auf T€ 4.850 zu verzeichnen. Dabei ist, wie oben erwähnt, zu beachten, dass PBF erstmals ganzjährig in den Konzern einbezogen wurde. Dabei konnte die Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen von 826 auf 974 gesteigert werden. Zudem ist der überproportionale Umsatzanstieg auf eine Verschiebung im Absatz hin zu stärkeren Leistungsklassen zurückzuführen. Wachstum war insbesondere im Öl- und Gasmarkt sowie im Bereich Verkehrstechnik zu verzeichnen. Im Segment Verteidigung & Sicherheit stieg der Umsatz von T€ 4.408 um 102,4 %% auf T€ 8.922 an. Der Anstieg war bedingt durch die Auslieferung von 185 Energienetzwerken, bestehend aus der portablen JENNY Brennstoffzelle, dem Power Manager und diversem Zubehör, an die Bundeswehr im vierten Quartal 2012 mit einem Volumen von T€ 4.751. Dadurch konnten die rückläufigen Umsätze bei JDA's (Joint Development Agreements) auf Grund von auslaufenden Verträgen mehr als kompensiert werden. Die Umsätze aus JDA's gingen von T€ 1.859 auf T€ 501 zurück. Die Stückzahl an ausgelieferten EMILY, FC 100 konnte von 82 auf 111 gesteigert werden. Dieses Produkt trug mit T€ 1.649 zum Umsatz im Segment Verteidigung & Sicherheit bei. PBF steuerte T€ 331 zum Segmentumsatz bei. Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2012 ein Rückgang von T€ 6.445 um 24,9 %% auf T€ 4.838 zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 2.422 auf 1.663. Eine generell schwächere Nachfrage in den europäischen Märkten ist der maßgebliche Grund für den Rückgang. Umsatz nach RegionenDas Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2012 ist durch das Wachstum von SFC in Deutschland sowie die erstmalige Konsolidierung von PBF für ein volles Geschäftsjahr verursacht. scroll
Im bedeutenden Markt Europa (ohne Deutschland) wurden durch PBF T€ 8.191 und durch SFC T€ 4.608 erzielt. Mehr als die Hälfte der PBF-Umsätze waren dabei in den Niederlanden zu verzeichnen. Die Veränderung bei SFC im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.441) ist im Wesentlichen durch den oben angesprochenen Rückgang der Brennstoffzellen im Freizeitmarkt verursacht. In Deutschland ist die Erhöhung des Umsatzes hauptsächlich durch den angesprochenen Auftrag der Bundeswehr bedingt. PBF trug mit T€ 2.683 zum Umsatz in Deutschland bei. In Nordamerika konnte das Umsatzniveau nahezu gehalten werden. In Asien war insbesondere PBF mit T€ 1.807 vertreten. Bei SFC waren Folgeprojekte im Industriemarkt in Singapur zu verzeichnen. Bruttoergebnis vom UmsatzDas Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen aufgrund der oben dargestellten Umsatzverdoppelung, den Verschiebungen der Umsatzanteile zwischen den Marktsegmenten und den Kosteneinsparungen bei der EFOY COMFORT Brennstoffzelle um insgesamt 137,7 %% auf T€ 12.763 (T€ 5.370). Insgesamt erzielte der Konzern ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 40,8 % (34,8 %). SFC erreichte ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 8.538 oder 46,7 %. Gegenüber dem Vorjahr mit 35,4 % konnte eine signifikante Margenverbesserung von mehr als 10 Prozentpunkten erzielt werden. Ursächlich hierfür waren auf der Vertriebsseite der Umsatzanstieg in dem Segment Industrie sowie eine verbesserte Marge im Segment Verteidigung & Sicherheit infolge der gestiegenen Produktumsätze. Auf der Produktionsseite konnten im Freizeitmarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhebliche Kosteneinsparungen mit der EFOY COMFORT Brennstoffzelle durch technische Optimierung erreicht werden. Die PBF erreichte ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 4.225 oder 32,5 %. Die niedrigere Bruttoergebnismarge der PBF im Vergleich zu SFC ist durch das Vertriebspartnermodell von PBF bedingt. VertriebskostenDie Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2012 trotz Verdoppelung des Umsatzes nur um 19,7 % auf T€ 5.862 (T€ 4.896). Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2012 von T€ 2.537 um 67,8 % auf T€ 4.257. In diesem Zeitraum wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 380 (T€ 326) sowie selbst erstellte Patente in Höhe von T€ 3 (T€ 9) aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2012 nicht zu verzeichnen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in 2012 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten und Patente auf T€ 6.046, eine Erhöhung von 16,7 °% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 5.183). Allgemeine VerwaltungskostenDie Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich in 2012 um 32,8 % auf T€ 3.555 (T€ 2.677), bedingt durch die Vergrößerung des Konsolidierungskreises. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von T€ 197 im Vorjahreszeitraum um T€ 552 auf T€ 749 im Geschäftsjahr 2012. Diese Erhöhung beinhaltet mit T€ 536 eine Zuschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten. Ursächlich für die Zuschreibung waren neue Erkenntnisse auf Basis des erwähnten Großauftrages der Deutschen Bundeswehr für tragbare Brennstoffzellen. Die Zuschreibung erfolgte im ersten Quartal 2012. Des Weiteren beinhaltet diese Position den Ertrag aus der Auflösung einer Rückstellung für Vertragsauflösung in Höhe von T€ 124 sowie Erträge aus Kursdifferenzen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich in 2012 deutlich auf T€ 362. Im Vorjahr waren Sondereffekte in Höhe von T€ 1.478 ausgewiesen in Form von Drohverlust aus Mietaufwendungen (T€ 597), mit dem Unternehmenserwerb von PBF verbundene Kosten (T€ 511), Aufwendungen aus Vertragsauflösungen (T€ 323) sowie Übrige (T€ 47). RestrukturierungsaufwendungenIm Geschäftsjahr 2012 entstanden keine Restrukturierungsaufwendungen. Im Vorjahr wurden hierfür aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen insgesamt T€ 474 ausgewiesen. Betriebsergebnis (EBIT)Das EBIT des Konzerns verbesserte sich signifikant von minus T€ 6.615 im Geschäftsjahr 2011 auf minus T€ 524. Im Geschäftsjahr 2012 waren einige Sondereffekte zu verzeichnen. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT stellt sich wie folgt dar: scroll
Das um Sondereffekte bereinigte EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich auf minus 3,1 % (minus 26,5 %). Zinsen und ähnliche ErträgeDie Zinsen und ähnliche Erträge halbierten sich von T€ 427 auf T€ 214 im Geschäftsjahr 2012 bedingt durch das niedrigere Zinsniveau. KonzernjahresergebnisDas Konzernjahresergebnis betrug im Geschäftsjahr 2012 minus T€ 426 nach minus T€ 6.218 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2012 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 437 enthalten. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) verbesserte sich von minus € 0,87 auf minus € 0,06. Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDer Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Von den nicht-finanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:
Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr. Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus. Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 zertifiziert und strebt für das Jahr 2013 eine Zertifizierung für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 an. Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. Unser Ziel sind zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg. FinanzlageDas Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Nachdem im Geschäftsjahr 2011 noch ein Mittelabfluss von Finanzmitteln von T€ 11.131 zu verzeichnen war, konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Zufluss von T€ 184 generiert werden. Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2012 beliefen sich auf T€ 22.626 (Ende Dezember 2011: T€ 22.443). Zudem waren Festgelder in Höhe von T€ 285 (T€ 285) als Mietkaution verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 372 (Vorjahr: T€ 759, davon T€ 200 langfristig). Cashflow aus betrieblicher TätigkeitAus betrieblicher Tätigkeit war im Vorjahr noch ein Abfluss von T€ 4.317 zu verzeichnen, im Berichtsjahr hingegen konnte ein Mittelzufluss mit T€ 1.258 erzielt werden. Neben dem signifikant verbesserten Ergebnis war trotz des Platinzukaufs im vierten Quartal 2012 nur ein geringfügiger Aufbau des Net Working Capital zu verzeichnen (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Einem Anstieg von T€ 321 im Geschäftsjahr 2012 stand im Vorjahr ein Anstieg um T€ 1.041 gegenüber. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitIm Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 657 (T€ 6.412) ab. Das Vorjahr war im Wesentlichen durch die Auszahlung aus dem Erwerb der PBF in Höhe von T€ 6.000 geprägt. Daneben reduzierten sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen trotz der veränderten Firmengröße von T€ 1.131 im Vorjahr auf T€ 878 im Geschäftsjahr 2012. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in 2012 auf T€ 416 (T€ 402) ist nahezu ausschließlich durch die Tilgung von Finanzschulden der PBF in Höhe von T€ 388 begründet. VermögenslageEin positives Bild zeigt nach wie vor die Vermögenslage des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 76,4 % (31. Dezember 2011: 74,3 %). Die Bilanzsumme verminderte sich zum 31. Dezember 2012 gegenüber dem 31. Dezember 2011 unwesentlich um 3,9 % auf T€ 47.617 (T€ 49.538). Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Lagerbestandes für EFOY Brennstoffzellen von T€ 4.907 auf T€ 5.815. Zum Jahresende 2012 betrug der unter den Vorräten ausgewiesene Wert von Platin und Ruthenium T€ 1.215 (T€ 1.148). Trotz des Umsatzwachstums konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 4.474 um 17,4 % auf T€ 3.696 verringert werden. Ursächlich hierfür waren Zahlungseingänge zum Jahresende. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe in Höhe von T€ 6.140 (T€ 6.140), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb der PBF Gruppe in Höhe von T€ 2.227 (T€ 2.620) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.087 (T€ 1.715). Die Reduzierung der anderen immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb der PBF Gruppe ist auf die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen, der Technologie und des Auftragsbestands zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2012 T€ 380 aktiviert, T€ 544 planmäßig abgeschrieben und aufgrund neuer Erkenntnisse T€ 536 zugeschrieben. Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von T€ 15.607 auf T€ 14.020. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme verringerte sich geringfügig von 31,5 % auf 29,4 %. Dabei ist zu beachten, dass das Firmengebäude langfristig angemietet wurde und gemäß IFRS nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheint. Die kurzfristigen Schulden haben sich von T€ 7.487 auf T€ 7.662 erhöht. Dies ist zum einen auf den Anstieg der Umsatzsteuerverbindlichkeiten von T€ 2 auf T€ 619 zurückzuführen. Zum anderen erfolgte eine Umgliederung des zum 31.12.2012 kurzfristigen Anteils aus der Earn Out Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem Erwerb der PBF in Höhe von T€ 669. Zum Vorjahresstichtag war die Earn Out Verbindlichkeit in voller Höhe (T€ 1.288) in den langfristigen Schulden enthalten. Zum 31.12.2012 sind in den langfristigen Schulden noch Earn Out Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 645 enthalten, die voraussichtlich im Geschäftsjahr 2014 beglichen werden. Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 23,6 % (31. Dezember 2011: 25,7 %). Im Wesentlichen durch das negative Ergebnis nach Steuern verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 auf T€ 36.394 im Vergleich zum 31. Dezember 2011 (T€ 36.788). Forschung und EntwicklungDer Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2012 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 6.046 (Vorjahr: T€ 5.183) im Bereich F&E aufgewendet. Mit zum Stichtag 60 Mitarbeitern (davon bei SFC 23 und bei PBF 37) ist knapp ein Drittel des gesamten Personals des Konzerns mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Power Supplies und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 15 erteilten Patenten. Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2012 folgende:
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
Folgende gemeinsame Entwicklungen von PBF und SFC wurden gestartet:
Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Zuschüsse (incl. des Verwaltungskostenanteils) T€ 1.339 (T€ 1.382). InvestitionenIm Geschäftsjahr 2012 wurden T€ 380 (T€ 326) für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellensysteme und Produkte der PBF aktiviert. Daneben wurden bei SFC insbesondere Investitionen in CRM Software getätigt sowie Spritzgußwerkzeuge zur Erzielung von weiteren Kostenreduktionen angeschafft. Bei PBF betrafen die Investitionen insbesondere die Verbesserung der ERP Software sowie die Anschaffung von Maschinen für den Standort Cluj. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in 2012 auf T€ 878 (T€ 1.131). Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen. Auftragseingang und AuftragsbestandDer Auftragseingang für SFC im Geschäftsjahr 2012 lag mit T€ 18.479 um 46,4 % über Vorjahresniveau (T€ 12.621) und war mehr als zufriedenstellend. Der Auftragseingang im Segment Verteidigung & Sicherheit belief sich auf T€ 8.277, im Segment Industrie konnten Auftragseingänge von T€ 5.225 und im Freizeitmarkt von T€ 4.977 verzeichnet werden. Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2012 auf T€ 1.420, eine Steigerung um 16,4 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.220). PBF verfügte zum Jahresende 2012 über einen Auftragsbestand von T€ 8.144 (T€ 5.782). Gegenüber dem Bestand zum Stichtag 31.12.2011 ist dies eine Steigerung von 40,9 %. Die Auftragseingänge in 2012 beliefen sich für PBF auf T€ 15.343. Für den Konzern belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende auf T€ 9.564 (T€ 7.002). Mitarbeiter zum JahresendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2012 stellt sich wie folgt dar: MITARBEITERscroll
Der Konzern hat zum 31. Dezember 2012 insgesamt 11 (12) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2012 lag für SFC mit 88 (94) unter Vorjahresniveau. Der Rückgang basiert auf dem in 2011 durchgeführten Restrukturierungsprogramm, bei dem fünf Mitarbeiter erst im Jahr 2012 ausgeschieden sind. Bei PBF erhöhte sich die Mitarbeiterzahl von 96 auf 101. Die Erhöhung erfolgte in Cluj, Rumänien insbesondere im Bereich Produktion. Insgesamt war der Mitarbeiterbestand in der Gruppe im Vergleich zum Vorjahresstichtag nahezu unverändert. ZusammenfassungZusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag über eine solide Vermögens- und Finanzlage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Ertragslage könnte sich das Gesamtbild jedoch langfristig gesehen verschlechtern. 4. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Vergütungsstruktur des VorstandsNach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen: Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2012 waren die Ziele jeweils mit 33,33 % von der Budgetzielerreichung Umsatz, Bruttomarge und EBITDA bereinigt abhängig. Darüber hinaus besteht für die Vorstände die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Für das Jahr 2011 hat Herr Inninger als Äquivalent eine einmalige Zuzahlung von € 18.750,00 erhalten, die im Januar 2012 an ihn ausbezahlt worden ist. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht. Vergütungsstruktur des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Angaben, die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden in diesem dargestellt. Sonstige nahestehende Unternehmen und PersonenWir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang. 5. ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGBDas Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 7.502.887,00 und ist eingeteilt in 7.502.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt11: scroll
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.218.121,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern existieren keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten. 6. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen. Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird im Wesentlichen durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist. Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens P&E nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sichergestellt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten. Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2012 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF wurde in dieses Risiko-Managementsystem integriert. Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind. Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden. Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, sowie Liquiditätsrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Soweit bei den finanziellen Vermögensgegenständen Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig für Währungs- und Rohstoffrisiken nicht eingesetzt. 7. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRisiken der zukünftigen EntwicklungAus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. MarktrisikenGesamtwirtschaftliche EntwicklungWeiterhin wird das weltweite Konjunkturklima von der Finanz- und Schuldenkrise beeinflusst bleiben, dennoch erwarten die Experten für das Jahr 2013 einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung in der Weltkonjunktur. FreizeitmarktDer deutsche Caravaning-Verband CIVD und die European Caravaning Federation ECF warnen vor Nachfrage- und entsprechenden Produktionsrückgängen und weiterer Kaufzurückhaltung in ganz Europa. Dies ist als wesentliches Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen in diesem Markt zu sehen. Auch wenn die Reisemobilverkaufs- und -zulassungszahlen über die letzten Jahre gestiegen sind, ist zu erwarten, dass das klassische Segment der Reisemobilkäufer, in der Regel wohlhabende Pensionäre, abnimmt. Jüngere Kunden ziehen häufig andere, günstigere Fahrzeug- und Reisealternativen vor. Zudem sparen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Endverbraucher zuerst bei ihren Freizeitausgaben, was ebenfalls zur extremen Abhängigkeit dieses Marktes von der Gesamtkonjunktur beiträgt. Der Marinebereich steht, trotz seines Wachstums in den letzten Jahren, ebenfalls in dieser Abhängigkeit, dies betrifft auch den für SFC Energy relevanten Zubehörbereich. Auch wenn hochwertiges Zubehör nicht nur Mehrwert sondern insbesondere auch gestiegenen Komfort und bessere Sicherheit bietet, wird hier in wirtschaftlich schwierigen Situationen zuerst gespart. Markt für Verteidigung & SicherheitWie bereits oben ausgeführt, stehen die Planungen und Investitionsentscheidungen der großen Verteidigungsorganisationen in Europa und Nordamerika unter dem Einfluss aktueller Etatkürzungen und Strukturveränderungen. Dies betrifft für SFC Energy sowohl den Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch das Segment der kommerziellen Aufträge. Trotz dieses nicht zu unterschätzenden Risikos rechnet das Unternehmen aufgrund der hohen Attraktivität der SFC-Stromversorgungslösungen in Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen dennoch mit einer weiterhin guten Entwicklung dieses Marktes. IndustriemarktSFC: Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle. PBF: Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. In diesem Sinne werden die Marktrisiken in diesem Markt weiterhin als eher gering beurteilt. Technologische RisikenDie von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung und höhere Stückzahlen weiter zu senken. Wiederum konnten auch im Berichtszeitraum 2012 weitere Kostensenkungen wie beispielsweise beim Stack (Kernkomponente des Brennstoffzellensystems) ohne Qualitätseinbußen realisiert werden. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen hochinnovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale. Patentrechtliche RisikenDie immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 15 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen. SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Aus einer möglichen Patentrechtsverletzung im Hinblick auf eine derzeit stillgelegte Technische Anlage besteht ein Risiko auf Inanspruchnahme einer Schadensersatzzahlung. Sowohl das Risiko, dass überhaupt eine solche Schadensersatzzahlung fällig wird, als auch die Höhe einer solchen etwaigen Schadensersatzzahlung betrachtet SFC aus heutiger Sicht auf Grund des derzeitigen Verhandlungsstandes als nicht wesentlich. WettbewerbDerzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft im Bereich DMFC-Systeme und den Vermarktungsvorsprung. Dieser Vorsprung wird u. a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang erste Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Verteidigungsgeschäft zu verzeichnen. In den Zielmärkten Freizeit und netzunabhängige Stromversorgung gibt es aktuell erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Gleichwohl bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine fokussierte und innovative Produktweiterentwicklung entgegen. ProduktrisikenMöglichen Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass unbekannte Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - durch unsere Produkte auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatzansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal der Konzern die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten besteht zudem das Risiko diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen. In einem Einzelfall wurden durch einen Kunden von PBF Forderungen geltend gemacht, denen durch Bildung einer Rückstellung im Rahmen der Aktualisierung der Kaufpreisallokation der PBF Gruppe Rechnung getragen wurde. Beschaffungs- und produktionstechnische RisikenSFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung ihrer Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. RohstoffpreisrisikenMitte des vierten Quartals 2012 hat SFC auf die Volatilität des Platinpreises reagiert und den Bedarf für einen Zeitraum von rd. 1,5 Jahren (zusätzliche 600 Unzen) abgesichert. Dabei wurde wie im Vorjahr Platin bei unserem Lieferanten zum Tageskurs gekauft. Das Platin wird dort auf einem separaten Konto verwaltet und bei der Lieferung der Komponente für die Brennstoffzelle verwendet. Neben dem Platin wurde auch die korrespondierende Menge an Ruthenium (210 Unzen) eingekauft, das ebenfalls beim gleichen Produkt verwendet wird, aber nur rund 2 % der Kosten des Platins ausmacht. In Summe wurden T€ 742 in die Edelmetalle investiert, die bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen werden. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 1.215. Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. WährungskursrisikenSFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem geringere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine längerfristigen Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko. Grundsätzlich können wie in der Vergangenheit bei volatilen Preisentwicklungen von Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen. Finanz- und LiquiditätsrisikenDie strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Demzufolge wird das aktuelle Liquiditätsrisiko aufgrund von Zahlungsstromschwankungen als gering eingeschätzt. Dennoch besteht ein Risiko, falls ein größerer Kunde oder eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen an SFC nicht mehr nachkommen könnte. Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Militärkunden, Industriekunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2012 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 67 gebildet. Bei PBF wurden T€ 37 einzelwertberichtigt. Ein gewisses Risiko besteht darin, dass im Jahr 2012 die 10 größten Kunden 56 % zum Umsatz beitrugen. ZinsänderungsrisikenDas Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Auf Grund des derzeit niedrigen Zinsniveaus hält sich dieses Risiko in Grenzen. Personalwirtschaftliche RisikenSFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Unternehmens entwickelt. Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2012 war SFC weiterhin als Arbeitgeber attraktiv und konnte sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnen. Der gewonnene Zugang zum rumänischen Arbeitsmarkt für hochqualifizierte technisch ausgebildete Arbeitskräfte sollte etwaige Engpässe an anderen Standorten kompensieren können. Informationstechnologische RisikenWichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden weiter vorangetrieben und verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Server wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Risiken im regulatorischen UmfeldDie Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u. a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland und Österreich beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC seit dem dritten Quartal 2011 in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an. In Österreich ist dieses Problem inzwischen durch eine entsprechende Gesetzesänderung gelöst worden. Sonstige RisikenDurch einen ehemaligen Vertriebspartner in Kanada wurde im August 2011 eine Klage gegen SFC auf Verletzung einer Vertraulichkeitsvereinbarung eingereicht. Mittlerweile konnte eine einvernehmliche Regelung getroffen werden, so dass die Rücknahme der Klage im zweiten Quartal 2012 erfolgt ist. ZusammenfassungNach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten. Chancen der zukünftigen EntwicklungDie wesentlichen Determinanten der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem in den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung (Volumensteigerung in bestehenden Märkten, regionale Ausweitung, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen, Aufbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich) und in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen. Ferner sind Wachstumsimpulse sowie Synergie- und Effizienzeffekte durch weitere Akquisitionen geplant. Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren. 8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDer Vorstand wird am 26. März 2013 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance#header öffentlich zugänglich machen. 9. PROGNOSEBERICHT IFRSFür das Gesamtjahr 2013 erwartet SFC eine Umsatzsteigerung von rund 10 % und eine damit einhergehende weitere Verbesserung der Ergebniskennzahlen. Für den Freizeitmarkt geht der Vorstand aufgrund eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus. Das wesentliche Wachstum wird im Industriemarkt erwartet und soll über regionale Geschäftsausweitung, strategische Partnerschaften und die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit sind Großprojekte wie im Jahr 2012 nicht in dieser Form eingeplant. Demzufolge ist in diesem Segment von einem Umsatzrückgang von 15 % bis 20 % auszugehen. Weitere akquisitorische Schritte sind in diesem Umfeld für das Jahr 2013 nicht ausgeschlossen. Durch das Umsatzwachstum soll nach heutiger Planung für den SFC Konzern der Break-even beim bereinigten EBIT im vierten Quartal 2013 erreicht werden. Für das Jahr 2014 wird eine weitere Umsatzsteigerung von 10 % bis 15 % und eine damit einhergehende weitere Verbesserung der Ergebniskennzahlen angestrebt. Wir erwarten für die Segmente dabei Steigerungen im oben genannten Rahmen. 10. NACHTRAGSBERICHTWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 22. März 2013 Der Vorstand Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO) Gerhard Inninger Vorstand (CFO) KONZERNABSCHLUSS KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in € | Konzernanhang | 2012 | 2011 |
| Umsatzerlöse | (1) | 31.259.726 | 15.425.974 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -18.497.113 | -10.056.012 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 12.762.613 | 5.369.962 | |
| Vertriebskosten | (3) | -5.861.523 | -4.895.763 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (4) | -4.257.185 | -2.537.471 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (5) | -3.554.938 | -2.676.857 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 748.742 | 196.767 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -362.155 | -1.597.538 |
| Restrukturierungsaufwendungen | (8) | 0 | -473.970 |
| Betriebsergebnis | -524.446 | -6.614.870 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (9) | 213.804 | 427.360 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -134.277 | -37.380 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -444.919 | -6.224.890 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (10) | 19.330 | 7.143 |
| Konzernjahresergebnis | -425.589 | -6.217.747 | |
| ERGEBNIS JE AKTIE | (34) | ||
| unverwässert | -0,06 | -0,87 | |
| verwässert | -0,06 | -0,87 |
| in € | Konzernanhang | 2012 | 2011 |
| Konzernjahresergebnis | -425.589 | -6.217.747 | |
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 31.104 | -64.563 | |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen | (28) | 31.104 | -64.563 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -394.485 | -6.282.310 |
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.
Aktiva
| in € | Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 33.597.825 | 33.930.987 | |
| Vorräte | (14) | 5.814.778 | 4.906.928 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 3.696.497 | 4.474.260 |
| Forderungen aus Percentage-of-Completion | (16) | 0 | 541.137 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | (17) | 57.805 | 112.559 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen1 | (18) | 1.118.230 | 1.1 67.962 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (19) | 22.625.515 | 22.443.141 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 285.000 | 285.000 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.019.617 | 15.606.741 | |
| Immaterielle Vermögenswerte1 | (21) | 11.000.118 | 11.034.655 |
| Sachanlagen | (22) | 2.400.291 | 2.746.578 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 0 | 54.286 |
| Aktive latente Steuern1 | (10) | 619.208 | 1.771.222 |
| Aktiva | 47.617.442 | 49.537.728 | |
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Passiva |
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| in € | Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Kurzfristige Schulden | 7.661.752 | 7.487.407 | |
| Steuerrückstellungen | (23) | 52.383 | 97.019 |
| Sonstige Rückstellungen1 | (23) | 946.934 | 1.480.981 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (24) | 371.656 | 559.390 |
| Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | (25) | 14.088 | 202.136 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 3.033.1 23 | 3.171.240 |
| Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion | (16) | 68.009 | 43.792 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (27) | 3.175.559 | 1.932.849 |
| Langfristige Schulden | 3.561.896 | 5.262.042 | |
| Sonstige Rückstellungen | (23) | 1.386.527 | 1.413.160 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (24) | 0 | 200.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (27) | 1.041.206 | 1.457.617 |
| Passive latente Steuern1 | (10) | 1.134.163 | 2.191.265 |
| Eigenkapital | 36.393.794 | 36.788.279 | |
| Gezeichnetes Kapital | (28) | 7.502.887 | 7.502.887 |
| Kapitalrücklage | (28) | 67.878.818 | 67.878.818 |
| Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | (28) | -37.087 | -68.191 |
| Ergebnisvortrag | (28) | -38.525.235 | -32.307.488 |
| Konzernjahresergebnis | (28) | -425.589 | -6.217.747 |
| Passiva | 47.617.442 | 49.537.728 |
| in € | Konzernanhang | 2012 | 2011 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | -444.919 | -6.224.890 | |
| - Zinsergebnis | (9) | -79.527 | -389.980 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (12), (21), (22) | 1.254.507 | 1.971.230 |
| + Aufwand aus Long Term Incentive Plan | (32) | 226.524 | 53.949 |
| + Änderung von Wertberichtigungen | (14), (15) | 35.158 | 270.879 |
| + Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | (21), (22) | 504 | 48 |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 188.243 | -73.119 | |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen | 1.180.490 | -4.391.883 | |
| -/+ Veränderung der kurz- und langfristigen Rückstellungen | (23) | -640.662 | 874.279 |
| +/- Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 840.570 | -283.651 |
| - Veränderung der Vorräte | (14) | -1.023.587 | -1.047.272 |
| + Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | (16), (17), (18) | 637.241 | 343.157 |
| -/+ Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | -137.490 | 290.377 |
| +/- Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | (25), (27) | 409.271 | -69.504 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern | 1.265.833 | -4.284.497 | |
| - Ertragsteuerzahlungen | (35) | -8.140 | -32.712 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1.257.693 | -4.317.209 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| - Investionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten | (21) | -380.317 | -326.468 |
| - Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | (21) | -180.215 | -356.338 |
| - Investitionen in Sachanlagen | (22) | -317.746 | -447.841 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | (35) | 0 | -5.999.750 |
| + Einzahlungen aus dem Abgang von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 0 | 285.000 |
| + Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | (9) | 221.250 | 429.059 |
| + Verkauf von Anlagevermögen | (20) | 30 | 4.152 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -656.998 | -6.412.186 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| - Auszahlungen für die Ausgabe von Anteilen | (28) | 0 | -50.820 |
| - Tilgung von Finanzschulden | (24) | -387.734 | -349.854 |
| - Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -28.487 | -1.307 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -416.221 | -401.981 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 184.474 | -11.131.376 | |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | -2.100 | 14.346 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | (19) | 22.443.141 | 33.560.171 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | (19) | 22.625.515 | 22.443.141 |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 184.474 | -11.131.376 |
| in € | Konzernanhang | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapital- veränderung |
Konzernbilanz- verlust |
Summe |
| Stand 1.1.2011 | 7.152.887 | 66.879.638 | -3.628 | -32.307.488 | 41.721.409 | |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | ||||||
| Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | -6.217.747 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (28) | -64.563 | -64.563 | |||
| Kapitalerhöhung | ||||||
| Ausgabe von Aktien zum Erwerb der PBF | (28) | 350.000 | 1.050.000 | 1.400.000 | ||
| Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung | (28) | -50.820 | -50.820 | |||
| Stand 31.12.2011 | 7.502.887 | 67.878.818 | -68.191 | -38.525.235 | 36.788.279 | |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | ||||||
| Konzernjahresergebnis | -425.589 | -425.589 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (28) | 31.104 | 31.104 | |||
| Stand 31.12.2012 | 7.502.887 | 67.878.818 | -37.087 | -38.950.824 | 36.393.794 |
| in € | Verteidigung & Sicherheit | Industrie | ||
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Umsatzerlöse | 8.922.094 | 4.407.461 | 17.499.451 | 4.573.212 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -4.525.846 | -2.518.702 | -10.920.746 | -2.835.438 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.396.248 | 1.888.759 | 6.578.705 | 1.737.774 |
| Vertriebskosten | -1.448.610 | -1.531.909 | -2.902.338 | -1.565.557 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.053.593 | -1.161.360 | -2.798.866 | -817.333 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.045.455 | -889.998 | -1.850.263 | -1.034.879 |
| Andere | 469.242 | -298.651 | -41.865 | -1.037.438 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1.317.832 | -1.993.159 | -1.014.627 | -2.717.433 |
| Anpassungen EBIT | -489.340 | 937.862 | 8.451 | 1.054.698 |
| EBIT bereinigt | 828.492 | -1.055.297 | -1.006.176 | -1.662.735 |
| Abschreibungen | -17.606 | -1.084.924 | -889.156 | -335.431 |
| EBITDA | 1.335.438 | -908.235 | -125.471 | -2.382.002 |
| Anpassungen EBITDA | 46.218 | 360.219 | 8.456 | 1.054.694 |
| EBITDA bereinigt | 1.381.656 | -548.016 | -117.015 | -1.327.309 |
| Finanzergebnis | ||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||
| Jahresergebnis | ||||
| in € | Freizeit | Konzernabschluss | ||
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Umsatzerlöse | 4.838.181 | 6.445.301 | 31.259.726 | 15.425.974 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -3.050.521 | -4.701.872 | -18.497.113 | -10.056.012 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.787.660 | 1.743.429 | 12.762.613 | 5.369.962 |
| Vertriebskosten | -1.510.575 | -1.798.297 | -5.861.523 | -4.895.763 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -404.726 | -558.778 | -4.257.185 | -2.537.471 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -659.220 | -751.980 | -3.554.938 | -2.676.857 |
| Andere | -40.790 | -538.653 | 386.587 | -1.874.742 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -827.651 | -1.904.279 | -524.446 | -6.614.870 |
| Anpassungen EBIT | 44.213 | 537.316 | -436.677 | 2.529.876 |
| EBIT bereinigt | -783.438 | -1.366.963 | -961.123 | -4.084.994 |
| Abschreibungen | -347.745 | -550.875 | -1.254.507 | -1.971.230 |
| EBITDA | -479.906 | -1.353.404 | 730.061 | -4.643.640 |
| Anpassungen EBITDA | 44.213 | 537.325 | 98.887 | 1.952.237 |
| EBITDA bereinigt | -435.693 | -816.078 | 828.948 | -2.691.403 |
| Finanzergebnis | 79.527 | 389.980 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -444.919 | -6.224.890 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 19.330 | 7.143 | ||
| Jahresergebnis | -425.589 | -6.217.747 | ||
Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Textziffer (36) des Konzernanhangs.
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Als Anbieter von netzfernen und netzbasierenden Stromversorgungen bedient der Konzern insbesondere die Kernmärkte "Industrie", "Verteidigung & Sicherheit" und "Freizeit".
Der Konzernabschluss 2012 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2012 waren keine geltenden Standards oder Interpretationen anzuwenden, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein.
Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben in diesem Konzernanhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Euro (€). Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben.
Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 22. März 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Die folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2012 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2012 angewandt:
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Oktober 2010 hat der IASB die Änderungen "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen führen zu erweiterten Anhangangaben bei Transaktionen, die zu einer Übertragung von finanziellen Vermögenswerten führen. Mit der Änderung wird das Ziel verfolgt, einen besseren Einblick in Risiken zu gewähren, die beim Übertragenden verbleiben. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Anpassungen wurden im November 2011 von der EU übernommen.
Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern": Die vom IASB im Dezember 2010 veröffentlichte Änderung "Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten" betrifft Vermögenswerte, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Durch die Änderung wird nunmehr eine widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt. Die Anpassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
Folgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2012 angewandte, neue und überarbeitete Standards wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt:
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Der IASB hat im Juni 2011 die Änderungen an IAS 1 "Presentation of items of Other Comprehensive Income" veröffentlicht. Zukünftig müssen die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen in der Gesamtergebnisrechnung gesondert nach Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sog. "Recycling") und solche, die nicht recycelt werden, ausgewiesen werden. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen.
Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 19 veröffentlicht. Hieraus ergeben sich zukünftig insbesondere Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (sogenannte "Defined Benefit Plans"). Unter anderem wird das bisherige Wahlrecht versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis oder zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode zu erfassen abgeschafft. Diese sind zukünftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zudem ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand zukünftig in der Periode zu erfassen, in der die Planänderung stattfindet und bei der Ermittlung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags ist zukünftig ein einheitlicher Zinssatz für das Netto-Vermögen und die NettoVerbindlichkeit zugrunde zu legen, der anhand der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen zu ermitteln ist. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen.
Neue Fassung IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 10 wurde IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt. Die Neufassung des IAS 27 behandelt zukünftig nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die bestehenden Leitlinien und Anhangsangaben für Einzelabschlüsse blieben dabei unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
Neue Fassung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen.
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen sehen neue qualitative und quantitative Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen vor. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im November 2009 hat der IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 ist unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Oktober 2010 hat der IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Ergänzungen sind unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Die bisher verpflichtende Anwendung des IFRS 9 für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wurde auf Perioden verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner werden Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen bei Übergang auf IFRS 9 an Stelle einer Anpassung von Vorjahresangaben zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann mit aufgenommen. Die in IFRS 9 geforderten zusätzlichen Anhangangaben wurden als Änderung an IFRS 7 hinzugefügt. Die Änderungen der beiden Standards wurden bisher nicht von der EU übernommen.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 10 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Die Definition von "Beherrschung" wird durch den neuen IFRS 10 dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 11 veröffentlicht. Zukünftig sind nach IFRS 11 zwei Sachverhalte der gemeinschaftlichen Vereinbarung zu trennen: gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operation) und Gemeinschaftsunternehmen (joint venture). Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Zukünftig ist zwingend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Sofern es sich um eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) handelt, sind die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbare Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" und ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der im Mai 2011 vom IASB veröffentlichte IFRS 12 legt die erforderlichen Anhangangaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ersetzt die derzeit in IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Angabepflichten. Anhangangaben bezogen auf Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen (sogenannte Zweckgesellschaften) sind zukünftig in IFRS 12 neu geregelt. Der neue Standard ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
IFRS 13 "Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 veröffentlicht. IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der neue Standard enthält keine Regelungen, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Durch IFRS 13 werden die bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes in den einzelnen IFRSs durch einen einzigen Standard ersetzt. IFRS 13 gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.
Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011": Der IASB hat am 3. Mai 2012 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Die Änderungen würden grundsätzlich für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen zu IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und die daraus folgenden Änderungen zu IFRS 9 Finanzinstrumente würden jedoch für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, in Kraft treten. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Das IASB hat weitere Verlautbarungen veröffentlicht. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Bewertung von Rückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Die unter diesen Annahmen ermittelten langfristigen Rückstellungen werden abgezinst. Im Berichtsjahr wurden die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) die wahrscheinliche Inanspruchnahme geschätzt.
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF wurde die Nutzungsdauer der Kundenbeziehung anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).
Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft und ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft werden aktive latente Steuern basierend auf steuerlichen Ergebnisplanungen bilanziert. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".
Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Erläuterung 32 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen.
Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z. B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und - kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden.
Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 31 "Finanzinstrumente".
Unternehmenserwerb: Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF-Gruppe (PBF) im Jahr 2011 waren Schätzungen hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere erworbener immaterieller Vermögenswerte sowie eventueller Garantieverpflichtungen im Rahmen der Kaufpreisallokation sowie der Earn-out Komponente zur Bestimmung der Gegenleistung, zum Erwerbstichtag notwendig.
In den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen und ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft sowie die im Vorjahr erworbene PBF Gruppe. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (01. Januar bis 31. Dezember).
Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2012 geht aus der folgenden Tabelle hervor.
| TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE VOLL IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGEN WERDEN Gesellschaft | Sitz | in % Anteil am Kapital unmittelbar (mittelbar) |
| SFC Energy, Inc. | Rockville (USA) | 100 |
| P&E Interholding B. V. | Almelo (Niederlande) | 100 |
| PBF-Group B. V. | Almelo (Niederlande) | (100) |
| PBF Power Srl | Cluj-Napoca (Rumänien) | (100) |
| Power Concepts B. V. | Almelo (Niederlande) | (100) |
Daneben hält die P&E Interholding B. V. noch einen 100%igen Anteil an der PBF Hong Kong Limited, China. Die nicht operative Tochtergesellschaft hatte zum Erwerbsstichtag einen beizulegenden Wert von € 0 und wurde wegen Unwesentlichkeit nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen.
Da der Unternehmenserwerb erst kurz vor Ende des Geschäftsjahres 2011 erfolgte, war die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der PBF Gruppe am 31. Dezember 2011 noch nicht abgeschlossen. Nach Fertigstellung der Kaufpreisallokation im zweiten Quartal 2012 wurden die zuvor im Geschäftsbericht 2011 unter "Veränderung im Konsolidierungskreis" gemachten Angaben angepasst, um die endgültigen Werte zum Erwerbszeitpunkt nach Anpassungen gemäß IFRS 3 darzustellen.
Die folgende Tabelle erläutert den zum 30. Juni 2012 vorliegenden finalen Status zum Erwerbszeitpunkt für die übertragende Gegenleistung und der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden: Unter Berücksichtigung bestimmter Anpassungen, die innerhalb des Bewertungszeitraums durchgeführt wurden, enthält die Tabelle die Beträge mit Stand vom 1. Dezember 2011. Die Anpassungen beziehen sich auf übernommene Vermögenswerte und Schulden, deren ursprünglicher beizulegender Zeitwert korrigiert wurde. Sie basieren auf Umständen und Sachverhalten, die bereits am Erwerbszeitpunkt vorlagen und nicht auf nachfolgenden Ereignissen. Sie basieren insbesondere aus aktualisierten Informationen über erwartete Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse.
| ZUM ERWERBSZEITPUNKT 1.12.2011 | Vorläufige Beträge | Anpassungen innerhalb des Bewertungszeitraums | in € Aktualisierte Beträge |
| Gegenleistung | |||
| Zahlungsmittel | 6.000.000 | 0 | 6.000.000 |
| Abzug für Erfüllung zuvor bestehender Garantieleistungen | 0 | -281.000 | -281.000 |
| Eigenkapitalinstrumente (350.000 Stammaktien von SFC) | 1.400.000 | 0 | 1.400.000 |
| Vereinbarung über eine bedingte Gegenleistung | 1.287.849 | 0 | 1.287.849 |
| Gesamte übertragene Gegenleistung | 8.687.849 | -281.000 | 8.406.849 |
| Für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommene Schulden erfasste Beträge | |||
| Vorräte | 2.016.560 | 0 | 2.016.560 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.657.393 | 0 | 1.657.393 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 296.795 | 180.000 | 476.795 |
| Zahlungsmittel | 250 | 0 | 250 |
| Identifizierbare immatierielle Vermögenswerte | 2.711.101 | 0 | 2.711.101 |
| Sachanlagen | 476.313 | 0 | 476.313 |
| Aktive latente Steuern | 98.103 | 177.500 | 275.603 |
| Verbindlichkeiten | -3.588.157 | 0 | -3.588.157 |
| Rückstellungen | -340.472 | -710.000 | -1.050.472 |
| Passive latente Steuern | -663.506 | -45.000 | -708.506 |
| Identifizierbare Nettovermögenswerte gesamt | 2.664.380 | -397.500 | 2.266.880 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 6.023.469 | 116.500 | 6.139.969 |
Die Anpassungen bei den Rückstellungen und damit in Verbindung stehenden Anpassungen der übertragenen Gegenleistung sowie der sonstigen Vermögenswerte und Forderungen betrafen den Abschluss der Bewertung der gebildeten Garantierückstellungen und damit im Zusammenhang stehende Ansprüche gegen die Altgesellschafter der PBF sowie Erstattungsansprüche aus Versicherungen.
In der Gegenleistung für die im Jahr 2011 erworbenen Anteile der PBF Gruppe ist eine bedingte Gegenleistung enthalten, die an die Erreichung von bestimmten Zielgrößen gebunden ist. Die bedingte Gegenleistung besteht aus zwei Earn-Out Komponenten (prognostiziertes EBITDA in 2012, Umsätze aus "cross-selling" Effekten und Vertrieb von gemeinsam entwickelten Produkten in 2012/2013) mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 31.03.2013. Zum Bilanzstichtag ergab sich eine Verlängerung einer Earn-out Komponente um ein Jahr. Der potenzielle nicht abgezinste Betrag aller zukünftigen Zahlungen, zu denen die Gesellschaft im Rahmen dieser Vereinbarung über eine bedingte Gegenleistung verpflichtet sein könnte, liegt weiterhin zwischen € 0 und € 1.350.000. Der Vorstand rechnet weiterhin mit einer vollständigen Inanspruchnahme. Der beizulegende Zeitwert in Höhe von € 1.313.581 wurde mit der Discounted-Cash-Flow Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,84 % bzw. 3,72 % ermittelt. Die Verbindlichkeit aus den Earn-out Vereinbarungen sind in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten mit € 644.914 und in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten mit € 668.667 passiviert. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Verbindlichkeit in Höhe von € 25.732 wurde im Finanzergebnis berücksichtigt.
Den größten Anteil am Umsatz erzielt SFC aus dem Verkauf von EFOY Brennstoffzellensystemen. Die EFOY kommt unter anderem im Freizeitmarkt, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Die neue Produktgeneration EFOY COMFORT wurde im Vorjahr erfolgreich in den Markt eingeführt. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Markt Verteidigung & Sicherheit entwickelten Brennstoffzellensystemen (EMILY) und aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen (JENNY) erzielt. In diesem Markt kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen realisiert.
Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software.
Die Erfassung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.
Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen und Power Manager. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.
Diese langfristigen Entwicklungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion.
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für:
| ERP-Software | 5 - 8 Jahre |
| Software | 3 - 5 Jahre |
| Patente | 5 - 14 Jahre |
| Lizenzen | 2 - 5 Jahre |
Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.
Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten bei SFC liegt bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.
Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.
| Kundenbeziehungen PBF | 8 Jahre |
| Technologie PBF | 6 Jahre |
| Auftragsbestand PBF | 1 Jahr |
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauern betragen für:
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 10 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2012 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem zeit- und risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d.h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operate Leases". Im Geschäftsjahr 2012 wie auch im Vorjahr wurden keine Verträge als "Finance Leases" klassifiziert.
Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.
In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.
Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und PBF und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen sowie zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität gewährt.
Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.
Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten und der allgemeinen Verwaltungskosten direkt ertragswirksam erfasst.
Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 °% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.
Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.
Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen.
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Earn-out Komponente (bedingte Gegenleistung) im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurde als Finanzverbindlichkeit, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, klassifiziert, und unter den kurz- und langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert werden in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.
Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebniseliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.
Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährung hat sich wie folgt entwickelt:
| in € | Durchschnittskurs 2012 | Durchschnittskurs 2011 | Stichtagskurs 31.12.2012 | Stichtagskurs 31.12.2011 |
| US-Dollar (USD) | 0,77773 | 0,71824 | 0,75844 | 0,77298 |
Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
| in € | 2012 | 2011 |
| Umsatzerlöse | 31.259.726 | 15.425.974 |
| davon aus Percentage-of-Completion | 501.116 | 1.859.020 |
Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die seit dem 1. Dezember 2011 vollkonsolidierte PBF Gruppe zurückzuführen. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 36 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Materialaufwand | 13.926.477 | 6.081.433 |
| Personalkosten | 2.426.224 | 1.891.890 |
| Raumkosten | 734.891 | 656.166 |
| Abschreibungen | 470.000 | 374.847 |
| Transportkosten | 385.402 | 394.401 |
| Gewährleistung | 227.186 | 300.596 |
| Beratung | 82.647 | 95.391 |
| Übrige | 244.286 | 261.288 |
| Gesamt | 18.497.113 | 10.056.012 |
Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:
| in € | 2012 | 2011 |
| Personalkosten | 2.796.931 | 2.427.898 |
| Werbe- und Reisekosten | 1.322.973 | 1.086.746 |
| Beratung / Provision | 615.203 | 418.991 |
| Abschreibungen | 229.928 | 56.310 |
| Materialaufwand | 86.246 | 127.141 |
| Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen | 79.096 | 170.610 |
| Übrige | 731.146 | 608.067 |
| Gesamt | 5.861.523 | 4.895.763 |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Personalkosten | 3.253.408 | 1.471.857 |
| Beratung und Patente | 586.623 | 177.857 |
| Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 584.329 | 1.324.391 |
| Materialaufwand | 488.694 | 532.748 |
| Raumkosten | 369.099 | 305.488 |
| Übrige Abschreibungen | 335.195 | 71.321 |
| Übrige | 134.608 | 105.859 |
| Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | -383.250 | -335.405 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -1.111.521 | -1.116.645 |
| Gesamt | 4.257.185 | 2.537.471 |
In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind im Vorjahr noch Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von € 577.638 enthalten.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
| in € | 2012 | 2011 |
| Personalkosten | 1.718.017 | 1.427.129 |
| Prüfungs- u. Beratungskosten | 569.416 | 408.018 |
| Investor Relations/Hauptversammlung | 184.067 | 182.490 |
| Abschreibungen | 170.617 | 144.361 |
| Versicherung | 144.311 | 103.446 |
| Reisekosten | 121.239 | 97.595 |
| Aufsichtsratsvergütung | 112.500 | 108.795 |
| KfZ-Kosten | 78.839 | 63.428 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 59.743 | 40.680 |
| Personalbeschaffungskosten | 20.335 | 9.873 |
| Übrige | 603.490 | 356.012 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -227.636 | -264.970 |
| Gesamt | 3.554.938 | 2.676.857 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Zuschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen | 535.563 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 123.752 | 0 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 68.468 | 189.223 |
| Übrige periodenfremde Erträge | 2.571 | 2.190 |
| Übrige | 18.388 | 5.354 |
| Gesamt | 748.742 | 196.767 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 139.320 | 100.833 |
| Akquisitionsaufwendungen | 132.638 | 0 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 2.009 | 18.092 |
| Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten | 0 | 510.566 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 0 | 323.300 |
| Drohverluste Mietaufwendungen | 0 | 597.124 |
| Übrige | 88.188 | 47.623 |
| Gesamt | 362.155 | 1.597.538 |
Im Geschäftsjahr 2012 sind keine Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen angefallen. Im Vorjahr sind einmalig im Zusammenhang mit einem Restrukturierungsprogramm zur Effizienz- und Ergebnissteigerung Aufwendungen in Höhe von € 473.970 entstanden.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
| in € | 2012 | 2011 |
| Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 210.504 | 420.993 |
| Übrige | 3.300 | 6.367 |
| Gesamt Zinsen und ähnliche Erträge | 213.804 | 427.360 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
| in € | 2012 | 2011 |
| Aufzinsung sonstiger Rückstellungen | 80.058 | 36.073 |
| Übrige | 54.219 | 1.307 |
| Gesamt Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 134.277 | 37.380 |
Die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| in € | 2012 | 2011 |
| Tatsächliche Ertragsteuern auf das Ergebnis des laufenden Jahres | 18.258 | 5.717 |
| Latenter Steuerertrag (-)/ -aufwand (+) aus der: | ||
| Auflösung passiver latenter Steuern auf andere immaterielle Vermögenswerte | -98.293 | -8.545 |
| Bildung passiver latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten | 24.243 | 3.374 |
| Bildung aktiver latenter Steuern auf Vorräte | 36.462 | -7.689 |
| Saldo Steuerertrag (-) -aufwand (+) der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -19.330 | -7.143 |
Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5 %. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (Vorjahr: 27,38 %).
Für die Tochtergesellschaften in den USA, den Niederlanden, Rumänien erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 18 % bis 25 % (Vorjahr: 18 % bis 25 %) angewandt.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Aktive latente Steuern | ||
| Verlustvorträge | 8.931.125 | 9.796.372 |
| Rückstellungen | 130.981 | 351.126 |
| Vorräte | 86.279 | 122.740 |
| Sonstige Schulden | 35.822 | 45.574 |
| Wertberichtigung aktive latente Steuern | -8.564.999 | -8.570.776 |
| Übrige | 0 | 26.186 |
| Gesamt | 619.208 | 1.771.222 |
| Passive latente Steuern | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 27.533 | 1.041.186 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 556.668 | 654.961 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 549.962 | 495.118 |
| Gesamt | 1.134.163 | 2.191.265 |
Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und in den USA in Höhe von € 34.578.940 (Vorjahr: € 40.362.626) für die Körperschaftsteuer sowie € 29.157.085 (Vorjahr: € 32.849.824) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC und ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 387.115 gebildet. Die Verlustvorträge in Deutschland sind grundsätzlich unbegrenzt vortragsfähig, in den USA verfallen diese nach 20 Jahren.
Passive latente Steuern auf sog. Outside basis differences bestehen nicht.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand bzw. -ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
| in € | 2012 | 2011 |
| Steuersatz | 27,38 % | 27,38 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -444.919 | -6.224.890 |
| Erwarteter Steuerertrag | -121.819 | -1.704.375 |
| Überleitung zum ausgewiesenen Steuerertrag | ||
| Steuerlich unwirksame Verlustvorträge | 0 | 2.577.493 |
| Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | 411 | -1.455.055 |
| Unterschiede im Steuersatz | 52.375 | 420.925 |
| Steuern aus permanenten Differenzen - nicht abzugsfähige Aufwendungen | -12.088 | 163.848 |
| Währungsdifferenzen | 13.075 | -13.830 |
| Sonstige | 48.716 | 3.851 |
| Steuerertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | -19.330 | -7.143 |
Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 10.696.906 | 5.976.134 |
| Bezogene Leistungen | 3.804.703 | 768.772 |
| Gesamt | 14.501.609 | 6.744.906 |
Zu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterungen 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen".
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.
Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
| in € | 2012 | 2011 |
| Löhne und Gehälter | 7.387.744 | 5.165.958 |
| Gesetzliche Sozialaufwendungen | 1.124.836 | 877.352 |
| Variablen / Prämien | 976.471 | 895.482 |
| Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung | 319.462 | 168.860 |
| Aufwand Long Term Incentive Plan | 226.523 | 53.949 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0 | 468.519 |
| Übrige | 159.543 | 57.174 |
| Gesamt | 10.194.579 | 7.687.294 |
In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 586.530 (Vorjahr: € 476.383) enthalten.
Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:
| 2012 | 2011 | |
| Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) | 159 | 98 |
| Angestellte in Teilzeit | 27 | 8 |
| Gesamt | 186 | 106 |
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 10 (Vorjahr: 8) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.
Die Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.670.781 | 3.342.253 |
| Fertige Erzeugnisse | 1.753.744 | 1.253.464 |
| Unfertige Erzeugnisse | 390.253 | 311.211 |
| Gesamt | 5.814.778 | 4.906.928 |
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung | 3.804.237 | 3.436.529 |
| Bewertungsabschläge | -133.456 | -94.276 |
| Nettobuchwert | 3.670.781 | 3.342.253 |
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung | 2.268.953 | 1.618.974 |
| Bewertungsabschläge | -1 24.956 | -54.299 |
| Nettobuchwert | 2.143.997 | 1.564.675 |
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von € 148.521 (Vorjahr: € 136.278) als Aufwand erfasst. Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.931.396 (Vorjahr: € 1.904.414) wurden als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis | 3.800.421 | 4.652.874 |
| Einzelwertberichtigungen | -103.924 | -178.614 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.696.497 | 4.474.260 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 31 "Finanzinstrumente".
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 1.643.368 (Vorjahr: € 1.819.989) sind als Sicherheit für eine noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,6 %) in Höhe von € 1.643.368 verpfändet.
Sofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen.
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| In der Periode als Umsatzerlöse erfasste Auftragserlöse | 501.116 | 1.859.020 |
| Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und erfasste Gewinne | 504.949 | 1.862.853 |
| Erfolgte Teilabrechnungen | 572.958 | 1.365.508 |
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Forderungen aus Percentage-of-Completion) | 0 | 541.137 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion) | -68.009 | -43.792 |
Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang, z. B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer, zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und -kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2012 stiegen die Projektvolumina aufgrund von Anpassungen und Wechselkursänderungen um € 813.638 (Vorjahr: € 331.487). In diesem Zusammenhang stiegen die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr um € 502.775 (Vorjahr: € 206.837). Infolgedessen erhöhte sich der Umsatz in 2012 um € 252.463 (Vorjahr: € 195.059) und das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um € 140.568 (Vorjahr: € 20.010). In den Folgejahren führt die Änderung der Gesamtprojektkosten zu einer Erhöhung der Auftragskosten um € 390.879 (Vorjahr: € 31.788).
Die Forderungen aus Percentage-of-Completion hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Forderungen aus Ertragsteuern beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen (inkl. Solidaritätszuschlag) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betrafen im Vorjahr geleistete Anzahlungen für die Beschaffung von Bauteilen für Platinen und deren Montage.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 379.389 | 144.018 |
| Forderungen geg. Altgesellschafter PBF | 350.000 | 281.000 |
| Geleistete Anzahlungen | 82.878 | 134.220 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 58.722 | 126.595 |
| Umsatzsteuerforderungen | 42.168 | 165.440 |
| Zinsforderung Festgelder | 10.405 | 21.150 |
| Forderung aus Versicherungserstattungen | 0 | 180.000 |
| Übrige | 194.668 | 115.539 |
| Gesamt | 1.118.230 | 1.167.962 |
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 739.794 (Vorjahr: € 626.168).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.
Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag eine Bankbürgschaft in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 285.000). Hierzu wurden Festgelder in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 285.000) verpfändet.
Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
| in € | Software | Erworbene Patente und Lizenzen |
Aktivierte Patente |
Entwicklungs- kosten |
Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe |
Andere immaterielle Vermögens- werte |
Summe |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2011 | 404.261 | 59.533 | 559.617 | 3.774.823 | 0 | 0 | 4.798.234 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 28.410 | 28.669 | 0 | 0 | 6.1 39.969 | 2.654.022 | 8.851.070 |
| Zugänge | 1 22.975 | 224.426 | 8.937 | 326.468 | 0 | 0 | 682.806 |
| Währungsdifferenzen | 1.296 | 17.105 | 0 | 0 | 0 | 0 | 18.401 |
| Stand zum 31.12.2011 | 556.942 | 329.733 | 568.554 | 4.101.291 | 6.139.969 | 2.654.022 | 14.350.511 |
| Zugänge | 134.838 | 42.444 | 2.933 | 380.317 | 0 | 0 | 560.532 |
| Abgänge | -5.551 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -5.551 |
| Umbuchungen | -202 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -202 |
| Währungsdifferenzen | -708 | -4.543 | 0 | 0 | 0 | 0 | -5.251 |
| Stand zum 31.12.2012 | 685.319 | 367.634 | 571.487 | 4.481.608 | 6.139.969 | 2.654.022 | 14.900.039 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2011 | -267.285 | -48.129 | -425.902 | -1.110.220 | 0 | 0 | -1.851.536 |
| Planmäßige Abschreibung | -86.924 | -16.613 | -48.659 | -698.094 | 0 | -34.176 | -884.466 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | 0 | 0 | -577.638 | 0 | 0 | -577.638 |
| Währungsdifferenzen | -994 | -1.222 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.216 |
| Stand zum 31.12.2011 | -355.203 | -65.964 | -474.561 | -2.385.952 | 0 | -34.176 | -3.315.856 |
| Planmäßige Abschreibung | -1 23.970 | -25.062 | -39.674 | -544.655 | 0 | -393.1 76 | -1.126.537 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 535.563 | 0 | 0 | 535.563 |
| Abgänge | 5.546 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.546 |
| Währungsdifferenzen | 609 | 754 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.363 |
| Stand zum 31.12.2012 | -473.018 | -90.272 | -514.235 | -2.395.044 | 0 | -427.352 | -3.899.921 |
| Buchwerte | |||||||
| Stand zum 1.1.2011 | 1 36.976 | 11.404 | 133.715 | 2.664.603 | 0 | 0 | 2.946.698 |
| Stand zum 31.12.2011 | 201.739 | 263.769 | 93.993 | 1.715.339 | 6.139.969 | 2.619.846 | 11.034.655 |
| Stand zum 31.12.2012 | 212.301 | 277.362 | 57.252 | 2.086.564 | 6.139.969 | 2.226.670 | 11.000.118 |
Im Rahmen der endgültigen Kaufpreisallokation wurde der Geschäfts- oder Firmenwert um € 116.500 angepasst. Die Darstellung der Änderung des Konsolidierungskreises wurde im Vorjahr dahingehend angepasst.
In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 1.339.157 (Vorjahr: € 1.381.615) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten (€ 1.111.521) sowie allgemeinen Verwaltungskosten (€ 227.636) ausgewiesen.
Im Vorjahr wurde aufgrund von Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall im Zusammenhang mit den Unwägbarkeiten bei der Haushaltslage und den Prioritäten der Beschaffung bei der Bundeswehr bei eventuellen Haushaltskürzungen eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 577.638 auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Basis des Nutzungswertes der jeweiligen Vermögenswerte ermittelt. Im Berichtsjahr haben sich die Schätzungen bezogen auf den Betrag der zukünftigen Cashflows geändert, da auf Grund eines Großauftrages der Bundeswehr neue Erkenntnisse bezüglich der Umsatzerlöse und Bruttoergebnisse bezogen auf diese aktivierten Entwicklungskosten gewonnen wurden. Die Wertaufholung in Höhe von € 535.563 wurde unter Zugrundelegung der fortgeführten Buchwerte, die sich ergeben hätten, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, ermittelt. Die Wertaufholung ist in voller Höhe unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von € 6.139.969 der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe ermittelt worden ist, wurde auf die Zahlungsmittel generierende Einheit PBF Gruppe zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen des Impairment Tests erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Dreijahresplanung (2013 bis 2015) verwendet. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahres wird mit 0,5 % angesetzt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,5 % sowie einer Marktrisikoprämie von 6,25 %. Ausgehend hiervon wurde unter Berücksichtigung des Beta-Faktors, des Steuersatzes sowie der Kapitalstruktur der Vergleichsgruppe ein durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) in Höhe von 8,44 % verwendet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten für die Zahlungsmittel generierende Einheit werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden.
Zur Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes der PBF Gruppe siehe die Erläuterungen unter "Kaufpreisallokation der PBF Gruppe".
Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte:
| in € | Kundenbeziehungen | Technologie | Auftragsbestand | Summe |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2012 | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2012 | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2012 | -14.670 | -17.102 | -2.404 | -34.176 |
| Planmäßige Abschreibung | -176.044 | -205.227 | -11.905 | -393.1 76 |
| Stand zum 31.12.2012 | -190.714 | -222.329 | -14.309 | -427.352 |
| Buchwerte Stand zum 1.1.2012 | 1.393.684 | 1.214.257 | 11.905 | 2.619.846 |
| Stand zum 31.12.2012 | 1.217.640 | 1.009.030 | 0 | 2.226.670 |
| Restabschreibungsdauer (Jahre) | 7 | 5 | 0 |
Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
| in € | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2011 | 684.309 | 2.858.811 | 3.543.120 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 355.824 | 1 20.489 | 476.313 |
| Zugänge | 11.420 | 436.421 | 447.841 |
| Abgänge | -1.952 | -104.524 | -106.476 |
| Umgliederungen | 84.877 | -84.877 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 803 | 803 |
| Stand zum 31.12.2011 | 1.134.478 | 3.227.123 | 4.361.601 |
| Zugänge | 39.656 | 278.090 | 317.746 |
| Abgänge | 0 | -71.948 | -71.948 |
| Umgliederungen | -3.475 | 3.677 | 202 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -429 | -429 |
| Stand zum 31.12.2012 | 1.170.659 | 3.436.513 | 4.607.172 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2011 | -265.289 | -942.468 | -1.207.757 |
| Planmäßige Abschreibung | -120.354 | -388.772 | -509.126 |
| Abgänge | 0 | 102.276 | 102.276 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -416 | -416 |
| Stand zum 31.12.2011 | -385.643 | -1.229.380 | -1.615.023 |
| Planmäßige Abschreibung | -202.363 | -461.170 | -663.533 |
| Abgänge | 0 | 71.419 | 71.419 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 256 | 256 |
| Stand zum 31.12.2012 | -588.006 | -1.618.875 | -2.206.881 |
| Buchwerte | |||
| Stand zum 1.1.2011 | 419.020 | 1.916.343 | 2.335.363 |
| Stand zum 31.12.2011 | 748.835 | 1.997.743 | 2.746.578 |
| Stand zum 31.12.2012 | 582.653 | 1.817.638 | 2.400.291 |
Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Restbuchwert in Höhe von € 303.491 (Vorjahr: € 342.704) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
| in € | Gewährleistungs- rückstellungen |
Drohverlustrückstellungen | Summe Sonstige Rückstellungen | Steuerrückstellungen |
| Stand zum 1.1.2012 | 2.297.017 | 597.124 | 2.894.141 | 97.019 |
| Währungsdifferenzen | -76 | 0 | -76 | 0 |
| Zuführung | 679.388 | 0 | 679.388 | 3.100 |
| Aufzinsung | 59.001 | 21.057 | 80.058 | 0 |
| Verbrauch | -1.115.519 | -204.531 | -1.320.050 | -47.736 |
| Stand zum 31.12.2012 | 1.919.811 | 413.650 | 2.333.461 | 52.383 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 1.184.480 | 202.047 | 1.386.527 | 0 |
Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 3,79 % (Vorjahr: 3,94 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 3,93 % (Vorjahr: 4,09 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist, 4,08 % (Vorjahr: 4,24 %) auf den Teil, der nach 4 Jahren fällig ist und 4,22 % (Vorjahr: 4,37 %) auf den Teil, der nach 5 Jahren fällig ist, zu Grunde gelegt. Der Anfangsbestand der Gewährleistungsrückstellung wurde um € 710.000 aufgrund der nachträglich korrigierten Kaufpreisallokation angepasst.
Bei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Mietaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2014 zu rechnen. Auf Basis bestehender Mietverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Der Abzinsungsfaktor wurde mit 3,79 % angesetzt.
Die Steuerrückstellungen enthalten niederländische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Kontokorrentkredite ausgewiesen. Im Vorjahr enthielt diese Position darüber hinaus ein Darlehen, welches im Geschäftsjahr vollständig zurückbezahlt wurde.
Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien | 867.922 | 623.400 |
| Verbindlichkeiten aus Unternehmenskauf | 668.667 | 0 |
| Umsatzsteuer | 618.585 | 1.508 |
| Lohnsteuer | 262.083 | 265.197 |
| Ausstehender Urlaub | 210.696 | 214.787 |
| Abgegrenzte Rechnungen | 188.205 | 171.158 |
| 13. Gehalt | 132.211 | 147.096 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 55.600 | 58.200 |
| Überstunden | 36.085 | 9.886 |
| Im Rahmen der sozialen Sicherheit | 33.580 | 16.739 |
| Ausichtsratvergütung | 32.240 | 0 |
| Aufbewahrung für Geschäftsunterlagen | 30.000 | 0 |
| Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe | 5.760 | 8.290 |
| Abfindung und Freistellung | 3.400 | 0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0 | 221.820 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 0 | 171.601 |
| Übrige | 30.525 | 23.167 |
| Gesamt | 3.175.559 | 1.932.849 |
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe Erläuterung 32 "Anteilsbasierte Vergütung". Ferner ist unter dieser Position die Earn-out Komponente aus der Kaufpreisvereinbarung im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der PBF ausgewiesen"). Die Zusammensetzung der langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
| 31.12.2012 | in € 31.12.2011 | |
| Bedingte Gegenleistung aus dem Unternehmenserwerb | 644.914 | 1.287.849 |
| Long Term Incentive Plan | 396.292 | 169.768 |
| Gesamt | 1.041.206 | 1.457.617 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.401.421 (Vorjahr: € 1.346.049).
Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 7.502.887 (Vorjahr: € 7.502.887) und ist eingeteilt in 7.502.887 (Vorjahr: 7.502.887) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Mai 2008 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2008) hat die Gesellschaft im Vorjahr ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen (gemischte) Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 7.152.887 um € 350.000 auf € 7.502.887 durch Ausgabe von 350.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie und mit voller Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2011 erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20.12.2011 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 67.878.818 (Vorjahr: € 67.878.818).
Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.218.121 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.
Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften.
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.
Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Drucker und Kopierer.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 1.368.502 (Vorjahr: € 1.187.879) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 | in € 31.12.2011 | |
| Mindest-Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen | ||
| Bis 1 Jahr | 1.313.581 | 1.323.622 |
| 1 bis 5 Jahre | 5.002.159 | 5.062.370 |
| Länger als 5 Jahre | 2.396.646 | 3.814.480 |
| Gesamt | 8.712.386 | 10.200.472 |
In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen").
Im Konzern bestehen zum Abschlussstichtag Einkaufsverpflichtungen von € 7.374.837 (Vorjahr: € 7.947.298). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Komponenten von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen sowie für andere benötigte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.
| BUCHWERTE LAUT KONZERN-BILANZ | 31.12.2012 | in € 31.12.2011 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Kredite und Forderungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.696.497 | 4.474.260 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 739.794 | 626.168 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 22.625.515 | 22.443.141 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.000 | 285.000 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 371.656 | 759.390 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.033.123 | 3.171.240 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 87.840 | 58.200 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schulden | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig | 644.914 | 1.287.849 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 668.667 | 0 |
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese mit Ausnahme der langfristigen Earn-Out Komponente kurzfristig sind. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Die im Geschäftsjahr unter den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Earn-Out Komponente im Rahmen des Unternehmenserwerbs PBF ist der Ebene 3 zuzuordnen.
Die Überleitungsrechnung der Finanzinstrumente, welche der Ebene 3 zuzuordnen sind, ist nachfolgend dargestellt:
| ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTE | in € 2012 |
| Bilanzausweis zum 1.1.2012 | 1.287.849 |
| unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesene Beträge aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten | 25.732 |
| Bilanzausweis zum 31.12.2012 | 1.313.581 |
Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
| AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE FINANZINSTRUMENTE | 2012 | in € 2011 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Kredite und Forderungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 7.556 | 1.314 |
| Aufwand aus Wertberichtigungen | -49.713 | -170.610 |
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 65.218 | 186.512 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -102.636 | -75.317 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Zinsertrag | 210.504 | 420.993 |
| Nettoergebnis der Kredite und Forderungen | 130.929 | 362.892 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Zinsaufwand | -21.835 | -1.307 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 3.249 | 2.711 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -36.684 | -25.516 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden | -55.270 | -24.112 |
SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.
Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung 19), das Eigenkapital (siehe Erläuterung 28) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung 24).
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:
| EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS | 31.12.2012 | in € 31.12.2011 |
| Eigenkapital | 36.393.794 | 36.788.279 |
| als % vom Gesamtkapital | 76,4 | 74,3 |
| Langfristige Schulden | 3.561.896 | 5.262.042 |
| Kurzfristige Schulden | 7.661.752 | 7.487.407 |
| Fremdkapital | 11.223.648 | 12.749.449 |
| als % vom Gesamtkapital | 23,6 | 25,7 |
| Gesamtkapital | 47.617.442 | 49.537.728 |
SFC ist durch die gute Kapitalausstattung und mit einer Eigenkapitalquote von 76,4 % (Vorjahr: 74,3 %) für das geplante Wachstum des Konzerns gut aufgestellt.
Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 unter anderem das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis", also das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnis auf das bereinigte Betriebsergebnis:
| ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNIS | 2012 | in € 2011 |
| Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | -524.446 | -6.614.870 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0 | 473.970 |
| Unter Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen | ||
| Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 577.638 |
| Unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen | ||
| Drohverluste Mietaufwendungen | 0 | 597.124 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 0 | 323.300 |
| Mit Akquisitionsbemühungen verbundene Kosten | 132.638 | 510.566 |
| Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen | 90.000 | 0 |
| Sonstige Sondereffekte | 0 | 47.278 |
| Unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen | ||
| Zuschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten | -535.563 | 0 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für Vertragsauflösungen | -123.752 | 0 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -961.123 | -4.084.994 |
In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z. B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken, auftreten, die nachfolgend erläutert werden.
Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für das Tochterunternehmen PBF erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3.696.497 (Vorjahr: € 4.474.260) entfallen auf die größten Kunden € 404.056, € 403.435, € 268.860, € 263.891 bzw. € 252.094 (Vorjahr: auf die größten Kunden € 602.610, € 393.822, € 328.540 bzw. € 283.252). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | 2012 | in € 2011 |
| Stand zum 1.1. | 178.614 | 1.314 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 8.004 |
| Zuführung | 79.096 | 170.610 |
| Inanspruchnahme | -146.229 | 0 |
| Auflösung | -7.556 | -1.314 |
| Stand zum 31.12. | 103.924 | 178.614 |
Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.202.816 (Vorjahr: € 1.304.687) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| 2012 | in € 2011 | |
| Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 103.924 | 183.720 |
| Einzelwertberichtigt | -103.924 | -178.614 |
| Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 0 | 5.106 |
| Weder überfällig, noch wertberichtigt | 2.493.682 | 3.164.467 |
| Überfällig, nicht wertberichtigt | ||
| bis zu einem Monat überfällig | 1.045.991 | 1.026.237 |
| ein bis drei Monate überfällig | 17.057 | 1 95.739 |
| drei bis sechs Monate überfällig | 135.622 | 44.101 |
| über sechs Monate überfällig | 4.147 | 38.610 |
| Forderungsbestand laut Bilanz | 3.696.497 | 4.474.260 |
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über komfortable Liquiditätsreserven, um das weitere geplante Wachstum des Konzerns zu finanzieren.
SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.
| 2012 | in € 2011 | |||||
| Summe | 1 Jahr | > 1 Jahr | Summe | 1 Jahr | >1 Jahr | |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -371.656 | -371.656 | 0 | -759.390 | -559.390 | -200.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -3.033.123 | -3.033.123 | 0 | -3.171.240 | -3.171.240 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -1.401.421 | -756.507 | -644.914 | -1.346.049 | -58.200 | -1.287.849 |
| Liquiditätsabfluss | -4.806.200 | -4.161.286 | -644.914 | -5.276.679 | -3.788.830 | -1.487.849 |
| Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Liquide Mittel | 22.910.515 | 22.910.515 | 0 | 22.728.141 | 22.728.141 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.696.497 | 3.696.497 | 0 | 4.474.260 | 4.474.260 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 739.794 | 739.794 | 0 | 626.168 | 626.168 | 0 |
| Liquiditätszufluss | 27.346.806 | 27.346.806 | 0 | 27.828.569 | 27.828.569 | 0 |
| Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten | 22.540.606 | 23.185.520 | -644.914 | 22.551.890 | 24.039.739 | -1.487.849 |
Der Konzern rechnet bezogen auf die Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zum Ende der Restlaufzeit bei einem Zinssatz von 3,72 % mit Zinszahlungen in Höhe von € 30.086.
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 103.676 (Vorjahr: € 126.411) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.
SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem geringere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine längerfristigen Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2012 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 137.008 und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -137.008 ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC und der PBF zum 31. Dezember 2012 hätte bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € 12.544 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € -12.544 veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten USD-Positionen eine offene USD-Bilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.
Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan verabschiedet. Dieser Plan soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Die Phantom Shares der Tranche 1 sowie Tranche 3 wurden ggü. Vorständen der SFC Energy AG ausgegeben während die Bezugsrechte der Tranche 2 ggü. Führungskräften gewährt wurden.
Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst.
Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene PerformanceZeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 und Tranche 3 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft.
Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2012 wie folgt entwickelt:
| Tranche 1 | Tranche 2 | Tranche 3 | |
| Anzahl Phantom Shares | 121.629 | 74.336 | 37.015 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 - 5,0 | 3 | 3,0 - 5,0 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2012 (in Jahren) | 1,0 - 3,0 | 1,0 - 2,0 | 2,0 - 4,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2012 ausstehende Phantom Shares (1.1.2012) | 121.629 | 44.267 | 37.015 |
| In der Berichtsperiode 2012 | |||
| gewährte Phantom Shares | 0 | 30.069 | 0 |
| verwirkte Phantom Shares | 45.053 | 28.439 | 8.743 |
| ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2012 ausstehende Phantom Shares (31.12.2012) | 76.576 | 45.897 | 28.272 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2012 ausübbare Phantom Shares (31.12.2012) | 0 | 0 | 0 |
Die im Jahre 2012 gewährten Phantom Shares der Tranche 2 (Teiltranche 2.4) wurden den Führungskräften einheitlich am 27.06.2012 zugeteilt. Der vorläufige Zuteilungswert beträgt € 130.000.
Die geschätzte Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares der Tranchen 1.5, 3.2 sowie 3.3 wurde auf Basis einer Monte Carlo Simulation ermittelt und kann sich an den nachfolgenden Bilanzstichtagen in Abhängigkeit der tatsächlichen Kursentwicklung der SFC Aktie ändern.
Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:
| Tranche 1 | Tranche 2 | Tranche 3 | |
| Anzahl Phantom Shares | 135.628 | 82.546 | 37.015 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 - 5,0 | 3 | 3,0 - 5,0 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2011 (in Jahren) | 1,0 - 4,0 | 1,0 - 2,0 | 3,0 - 5,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2011 ausstehende Phantom Shares (1.1.2011) | 63.485 | 50.179 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2011 | |||
| gewährte Phantom Shares | 72.143 | 32.367 | 37.015 |
| verwirkte Phantom Shares | 13.999 | 38.279 | 0 |
| ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2011 ausstehende Phantom Shares (31.12.2011) | 121.629 | 44.267 | 37.015 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2011 ausübbare Phantom Shares (31.12.2011) | 0 | 0 | 0 |
Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung der zum 31.12.2012 und 31.12.2011 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
| Bewertungszeitpunkt | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 1,0 - 4,0 | 1,0 - 5,0 |
| Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt | € 6,05 | € 4,00 |
| Ausübungskurs | € 0,00 | € 0,00 |
| Erwartete Volatilität | 34,65 % - 39,87 % | 37,02 % - 70,71 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,02 % - 0,17 % | 0,04 % - 0,91 % |
| Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % |
Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen PerformanceZeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der laufzeitadäquaten historischen Volatilität auf wöchentlicher Basis auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann.
Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode gewährten Phantom Shares beträgt zum Bilanzstichtag € 5,61 (Vorjahr: € 3,67).
Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2012 folgender Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich:
| 2012 | in € 2011 | |
| Periodenaufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich | 226.523 | 53.949 |
Zum 31.12.2012 wurde eine Schuld in Höhe von € 396.292 unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: € 169.768).
Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Im Fall der SFC war der Gesellschafter Dr. Manfred Stefener mit Mandat im Aufsichtsrat bis 31. Januar 2011 als nahe stehend im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wie folgt zusammen:
Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)
Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH) (seit 16. August 2011)
Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur (Vorsitzender bis 9. Mai 2012)
Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur (Vorsitzender seit 9. Mai 2012)
David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (seit 5. Mai 2011)
Rüdiger Olschowy, Schliersee, Kaufmann (bis 5. Mai 2011)
Dr. Manfred Stefener, München, Ingenieur (bis 31. Januar 2011)
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.
In der folgenden Übersicht sind die Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen dargestellt.
| TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN | 2012 | in € 2011 |
| Erträge | 0 | 2.113 |
Im Rahmen einer Lieferbeziehung über Einzelkomponenten und Testequipment mit der Elcomax GmbH, einem Unternehmen, das unter dem wesentlichen Einfluss des Gesellschafters Dr. Manfred Stefener steht, wurden bis Ende Januar 2011 Umsätze in Höhe von € 2.113 realisiert. Darüber hinaus arbeitet SFC im Rahmen eines gemeinsamen Förderprojektes mit der Elcomax GmbH zusammen.
Transaktionen mit nahe stehenden Personen bestanden wie im Vorjahr nicht.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:
| in € | ||||
| 2012 | 2011 | |||
| Fixer Anteil | Variabler Anteil | Fixer Anteil | Variabler Anteil | |
| Vorstand | 572.274 | 397.249 | 431.168 | 456.607 |
| Aufsichtsrat | 112.500 | 0 | 108.795 | 0 |
| Gesamt | 684.774 | 397.249 | 539.963 | 456.607 |
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 684.066 (Vorjahr: € 477.701) ausgewiesen.
Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für das Long Term Incentive Programm für die Vorstände.
| GESCHÄFTSJAHR 2012 | in € | ||||
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Verlängerungsprämie | Gesamtbetrag | |
| Dr. Peter Podesser | 370.648 | 187.939 | 114.201 | 0 | 672.788 |
| Gerhard Inninger | 201.626 | 51.005 | 44.104 | 0 | 296.735 |
| Gesamt | 572.274 | 238.944 | 158.305 | 0 | 969.523 |
| GESCHÄFTSJAHR 2011 | in € | ||||
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Verlängerungsprämie | Gesamtbetrag | |
| Dr. Peter Podesser | 355.980 | 162.630 | 39.241 | 200.000 | 757.851 |
| Gerhard Inninger | 75.188 | 37.500 | 17.236 | 0 | 129.924 |
| Gesamt | 431.168 | 200.130 | 56.477 | 200.000 | 887.775 |
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht.
| ERMITTLUNG DES VERWÄSSERTEN UND UNVERWÄSSERTEN ERGEBNISSES | 2012 | je Aktie 2011 |
| Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befanden | 7.502.887 | 7.152.887 |
| Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden | 7.502.887 | 7.502.887 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf | 7.502.887 | 7.162.609 |
| Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien | 0 | 0 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 7.502.887 | 7.162.609 |
| Konzernjahresergebnis (€) | -425.589 | -6.217.747 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) | -0,06 | -0,87 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) | -0,06 | -0,87 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben (€ 915.943; Vorjahr: € 1.256.763) sowie Termin- und Tagesgeldern (€ 21.709.572; Vorjahr: € 21.186.378) zusammen.
Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden sowie Ertragsteuerzahlungen für die niederländischen und rumänischen Tochtergesellschaften.
Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.
Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient. Für die interne Neuausrichtung auf die Kernmärkte "Industrie", "Freizeit" und "Verteidigung und Sicherheit" und Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die Segmentberichterstattung 2012 und die Vorjahreszahlen wurden entsprechend an die interne Berichtsstruktur angepasst.
Das Segment "Industrie" ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Windindustrie und der Umwelttechnologie sowie im Öl- und Gassegment. Zudem verkauft PBF nahezu ausschließlich in diesem Segment seine Hochleistungselektronik-Bauteile, die in Präzisionsgeräten sowie in Test- und Messsystemen integriert werden. Im Markt "Freizeit" kommen die EFOY COMFORT Brennstoffzellen von SFC als Stromerzeuger für Reisemobile, Ferienhütten und Segelboote zum Einsatz. Zum Segment "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Zum Produktportfolio für dieses Segment gehören die JENNY 600S, die fahrzeugbasierte EMILY 2200, der EMILY Cube 2500, der SFC Power Manager sowie Energienetzwerklösungen.
Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse sowie des langfristigen Segmentvermögens nach Regionen ist nachfolgend dargestellt:
| Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden | in € Langfristige Vermögenswerte | |||
| 2012 | 2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Europa (ohne Deutschland) | 12.798.835 | 5.867.499 | 9.103.235 | 9.319.551 |
| Deutschland | 12.583.093 | 4.757.792 | 4.074.354 | 4.254.553 |
| Nordamerika | 3.315.764 | 3.468.522 | 222.820 | 261.415 |
| Asien | 2.315.620 | 590.250 | 0 | 0 |
| Rest der Welt | 246.414 | 741.911 | 0 | 0 |
| Gesamt | 31.259.726 | 15.425.974 | 13.400.409 | 13.835.519 |
Die Vorjahreswerte wurden aufgrund der Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden der PBF zum Erwerbszeitpunkt innerhalb des Bewertungszeitraums angepasst. Siehe Erläuterungen zu Kaufpreisallokation der PBF Gruppe.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgte anhand der eingetragenen Firmensitze der jeweiligen Kunden. Im deutschen Heimatmarkt des Konzerns wurden Umsätze in Höhe von € 12.583.093 (Vorjahr: € 4.757.792) erzielt.
Kunden, mit denen mehr als 10 % der Umsätze generiert wurden verteilen sich wie folgt auf die Segmente:
| Industrie | Verteidigung und Sicherheit | Freizeit | in € Umsatz | in % Gesamtumsatz | |
| 2012 | |||||
| Kunde A | 0 | 6.361.996 | 0 | 6.361.996 | 20,35 |
Die Umsätze wurden komplett in Deutschland erzielt. Im Vorjahr wurde mit keinem Kunden mehr als 10 %% des Gesamtumsatzes generiert.
Die Abschreibungen des Anlagevermögens, welche innerhalb der Herstellungskosten angefallen sind, können den einzelnen Segmenten wie folgt zugeordnet werden:
| 2012 | in € 2011 | |
| Industrie | 174.976 | 88.598 |
| Verteidigung und Sicherheit | 179.141 | 102.368 |
| Freizeit | 115.884 | 183.880 |
| Gesamt | 470.000 | 374.847 |
Die Honorare betragen:
| 2012 | in € 2011 | |
| Abschlussprüfungsleistungen | 110.000 | 104.000 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 0 | 61.004 |
| Steuerberatungsleistungen | 4.197 | 6.335 |
| Gesamt | 114.197 | 171.338 |
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und werden diese am 26.03.2013 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlichen. Diese Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 22. März 2013
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Brunnthal, den 22. März 2013
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)
Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 22. März 2013
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Götz, Wirtschaftsprüfer
Becker,Wirtschaftsprüfer