SFC Energy AG

Brunnthal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernlagebericht und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Der Konzern besteht aus der SFC Energy AG, Brunnthal, der SFC Energy Inc., Rockville, USA (SFC), der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Holdings Ltd., Calgary, Kanada, und deren Tochterunternehmen (Simark).

Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Rockville, Maryland, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Saskatoon.

Akquisitionen

SFC Energy AG und die Simark Holdings Ltd. unterzeichneten am 4. Juli 2013 einen Kaufvertrag über den Erwerb von zusammen 100% der Anteile an der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, sowie der 541462 Alberta Ltd., Calgary, Kanada. Nach Erfüllung aller Closing-Konditionen wurde die Transaktion am 30. August 2013 (Erwerbszeitpunkt) abgeschlossen, so dass die SFC Energy AG nun mittelbar bzw. unmittelbar insgesamt jeweils 100 % an den erworbenen Gesellschaften besitzt. Bei der 541462 Alberta Ltd. handelt es sich um eine reine Holding-Gesellschaft, die operative Tätigkeit wird über die Simark Controls Ltd. ausgeübt.

Die gesamte Gegenleistung zum Erwerb der Simark setzt sich gemäß dem Kaufvertrag aus den folgenden Komponenten zum Erwerbszeitpunkt zusammen:

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  in Mio. CAD in Mio. €
Barkomponente, fällig zum Closing 16,25 11,67
SFC Aktienkomponente 3,75 2,69
Earn-Out Komponente, fällig in 2014 1,67 1,20
Barkomponente, fällig in 2015 und 2016 3,33 2,39
Gesamt 25,00 17,95

Zu den weiteren Einzelheiten bzgl. Kaufpreiskomponenten siehe die Angaben im Konzernanhang.

Zur Finanzierung der Transaktion wurde ein Darlehen in Höhe CAD 4,125 Mio. aufgenommen. Zu den Einzelheiten siehe die Angaben unter Kapitalstruktur.

Simark wird ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. September 2013 voll in den Konzernabschluss einbezogen.

Simark hat ca. 70 Mitarbeiter und verfügt über eine hochqualifizierte, erfahrene und breit aufgestellte Vertriebs- und Serviceorganisation in der westkanadischen Öl & Gas Industrie. Das Unternehmen hat sich in den letzen Jahren zum Systemintegrator für Hightech-Produktlösungen mit hoher Fertigungskompetenz etabliert. Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll das Wachstum von SFC in der attraktiven nordamerikanischen Öl & Gas Industrie über Simark's direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur erheblich beschleunigen. Eine mögliche spätere regionale Ausweitung des Geschäfts in die USA stellt ein weiteres Wachstumspotenzial dar.

Die umweltfreundlichen SFC Energieversorgungssysteme werden schon heute in der Öl & Gas Industrie hauptsächlich in den Bereichen Messtechnik und Instrumentierung sowie Überwachung und Sicherheitstechnik eingesetzt. Durch gemeinsamen Vertrieb des gesamten Produktportfolios können hier erhebliche Synergien realisiert werden.

Unter Nutzung der hohen Produktintegrations- und Fertigungskompetenz von Simark sollen in einer zweiten Phase der Integration marktspezifische Systemlösungen mit SFC Brennstoffzellen vor Ort entwickelt und produziert werden.

Darüber hinaus ist geplant, das bestehende zivile SFC-Geschäft in Nordamerika in die neue gemeinsame Organisation einzubringen und von Calgary aus zu steuern.

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Der Vorstand steuert den Konzern nach den Segmenten "Industrie", "Freizeit" und "Verteidigung & Sicherheit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns.

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG - zuletzt geändert durch die Hauptversammlung am 6. Mai 2013 - ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Absatzmärkten.

Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Wind- sowie in der Öl- und Gasindustrie. Für den Freizeitmarkt bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die JENNY 600S, die fahrzeugbasierte EMILY 3000, der EMILY Cube 2500, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet.

PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Verteidigung & Sicherheit, Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner aber auch über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze nahezu ausschließlich im Segment Industrie, ein geringer Anteil wird im Segment Verteidigung & Sicherheit generiert.

Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung.

ZIELE UND STRATEGIEN

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

Die Akquisitionen von PBF im Jahr 2011 und Simark im Jahr 2013 waren weitere wichtige Schritte in der strategischen Ausrichtung des Konzerns zum Systemanbieter.

STEUERUNGSSYSTEM

Für die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.

Im Geschäftsjahr 2013 lag der Hauptfokus des Konzerns auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierte Gesamtlösungen. Der Konzern unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2013 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 7.560 (Vorjahr: T€ 6.046) im Bereich F&E aufgewendet.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 207 (T€ 380) aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich auf T€ 717 (T€ 545). Zudem waren Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 311 (T€ 0) und Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 734 (T€ 0) zu verzeichnen. Aus der Kaufpreisallokation für PBF wurden T€ 205 auf immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten (Aktivierungsquote) ohne die erwähnten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Firmenwert betrug somit 3,7 % (7,2 %).

Mit zum Stichtag 60 Mitarbeitern (davon bei SFC 23, bei PBF 34 und bei Simark 3) ist knapp ein Viertel des gesamten Personals des Konzerns im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 16 (Vorjahr: 15) erteilten Patenten.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2013 folgende:

Entwicklung verschiedener Energielösungen, die den Kunden in Industrieanwendungen unter extremen Einsatzbedingungen unterschiedliche Applikationen erschließen und eine zuverlässige Energieversorgung darstellen.

Untersuchungen zur weiteren Reduzierung der Stückkosten und Leistungssteigerung durch technologische Innovationen und einer verbesserten Betriebsstrategie, im Speziellen beim Brennstoffzellen-Stack - dem technischen Kern von Brennstoffzellensystemen - zu erhöhter Leistungsdichte und dabei verringerter Degradation bei geringerem Materialeinsatz.

Signifikante Steigerung der Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Robustheit der für den Industriemarkt entwickelten Geräte, auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen, um die Attraktivität der Produkte weiter zu steigern und den technologischen Vorsprung von SFC auszubauen.

Weiterentwickelte Prototypengeräte mit einer deutlichen Erhöhung der Ausgangsleistung wurden in ersten Feldversuchen getestet und Industriekunden zur Verfügung gestellt.

Im Verteidigungsbereich wurden erfolgreich die tragbaren Produkte in der Leistung gesteigert, evaluiert und erste Prototypen an verschiedene militärische Kunden ausgeliefert.

Entwicklung von leistungsgesteigerten Energieversorgungslösungen für den Fahrzeugbereich und für stationäre Anwendungen, um Kundenanforderungen aus dem Verteidigungssegment besser erfüllen zu können.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:

Die Weiterentwicklung der neuen Projekte wurde erfolgreich vorangetrieben. Bei den Projekten ging es um Netzteil Lösungen (AC to DC) im Leistungsbereich von 150 W bis 3000 W.

Weiterhin hat PBF die Forschung im Gebiet von buck-boost PFC Spannungswandlern fortgesetzt, wodurch eine höhere Effizienz über einen großen Eingangsspannungsbereich möglich werden soll.

Ein neues Projekt für militärische Anwendung wurde gestartet im Leistungsbereich 400 W.

Folgende gemeinsame Entwicklungen von PBF und SFC wurden fortgeführt:

Ein neuer, effizienter, kostenreduzierter Power Manager für die breitere militärische Anwendung wurde erfolgreich entwickelt und Prototypen ausgeliefert.

Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Zuschüsse (incl. des Verwaltungskostenanteils) T€ 1.001 (T€ 1.339).

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaft

Nach Angaben des ifo-Instituts1 hat sich das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion im vergangenen Jahr leicht beschleunigt. Weltindustrieproduktion und Welthandel stiegen kräftiger als im Sommer 2013. Jedoch verlief die globale Entwicklung in den einzelnen Regionen stark unterschiedlich. Während sich die Konjunkturlage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunehmend verbesserte, durchliefen wichtige aufstrebende Schwellenländer eine Schwächephase, für die nicht nur konjunkturelle, sondern vielerorts auch strukturelle Ursachen verantwortlich waren. Damit wurden die Industrieländer zum ersten Mal seit über vier Jahren wieder zur treibenden Kraft der konjunkturellen Besserung. Insgesamt war das globale Expansionstempo allerdings deutlich moderater als in den Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise.

Insbesondere konnte die Wirtschaft des Euroraums nach mehr als einem Jahr anhaltender Rezession im Sommer 2013 wieder einen moderaten Zuwachs vermelden. Hierzu trugen vor allem die Rückführung des fiskalischen Restriktionsgrades sowie die Abnahme der Unsicherheit über den Fortbestand des Währungsraums bei. Obgleich sich die Stimmung von Konsumenten und Herstellern nach Angaben des Instituts nahezu überall im Euroraum in den vergangenen Monaten verbesserte, ist die wirtschaftliche Lage der einzelnen Volkswirtschaften nach wie vor heterogen. Mehrere Euroraumländer, z.B. Portugal, Spanien, Italien und Griechenland, aber auch Frankreich, leiden nach wie vor unter einer sehr hohen privaten und/oder öffentlichen Verschuldung. Ferner ist die Lage im Bankensektor nach wie vor sehr fragil.

Im kommenden Winterhalbjahr erwartet das ifo-Institut basierend auf den Angaben des ifo World Economic Survey sowie der Mehrzahl der übrigen Frühindikatoren eine weitere, wenn auch nur leichte Beschleunigung der Weltproduktion, basierend auf der Annahme, dass es zu keiner neuerlichen Eskalation der Eurokrise kommt, was das Institut als Hauptrisiko für die globale wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr sieht.

1 ifo Konjunkturprognose 2013/2014, ifo Institut, 17. Dezember 2013

Deutschland - Deutsche Wirtschaft 2014 wieder auf Wachstumskurs

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)2 zeigte sich die deutsche Wirtschaft 2013 mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4 % im Jahresdurchschnitt insgesamt stabil. Zwar war in den beiden vorangegangenen Jahren das BIP noch kräftiger gewachsen (2012 um 0,7 %, 2011 sogar um 3,3 %), jedoch sieht das Amt die konjunkturelle Lage nach der Schwächephase im vergangenen Winter im Laufe des Jahres 2013 verbessert. Dabei war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %, die des Staates um 1,1 %. Die Investitionen hingegen waren rückläufig: In Deutschland investierten Unternehmen und Staat zusammen 2,2 % weniger in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen gingen ebenfalls zurück, aber nur um 0,3 %.

Der sonst so robuste deutsche Außenhandel verlor im Jahresdurchschnitt 2013 angesichts eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik: Während Deutschland preisbereinigt zwar 0,6 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2012 exportierte. stiegen die Importe um 1,3%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - bremste dadurch mit einem negativen Beitrag von minus 0,3% das BIPWachstum 2013.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten 2013 ihre Wirtschaftsleistung steigern. Dabei verzeichneten die Unternehmensdienstleister einen besonders starken Zuwachs von 3,4 %. Im Baugewerbe ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung erneut zurück, allerdings mit minus 1,2 % nur noch halb so stark wie 2012. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmacht, konnte das Niveau des Vorjahres halten. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche, genau wie das BIP, um 0,4 %.

Bereits zum siebten Mal in Folge erreichte 2013 die Zahl der Erwerbstätigen mit 41,8 Millionen einen neuen Höchststand. Allerdings schwächte sich der Beschäftigungsaufbau mit plus 0,6 % deutlich ab. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen, ging 2013 um 0,2 % zurück.

Der Staatssektor (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) beendete das Jahr nach noch vorläufigen Berechnungen mit einem geringfügigen Finanzierungsdefizit in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Dabei reduzierten Bund und Länder ihre Defizite im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich, Gemeinden und Sozialversicherungen erwirtschafteten erneut einen kräftigen Überschuss. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus für den Staat eine Defizitquote von minus 0,1 %, was einem nahezu ausgeglichenen Staatshaushalt entspricht.

2 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung 16/2014; 15. Januar 2014

Für Deutschland prognostiziert das ifo-Institut basierend auf dem ifo Geschäftsklima-Index3 , eine Beschleunigung der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Gründe hierfür sieht das Institut in der Besserung des weltwirtschaftlichen Umfelds und in der günstigen Entwicklung der binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Unsicherheit bei den Unternehmen ist gesunken, für die Anleger bleibt sie bei einer Auslandsanlage jedoch hinreichend hoch, um das Interesse an einer vergleichsweise sicheren Investition in Deutschland aufrecht zu erhalten. Daher geht das Institut davon aus, dass die konjunkturelle Expansion von der Binnenwirtschaft getragen werden wird und erwartet im Jahresdurchschnitt 2014 eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,9 %.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi4 sieht die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Winterhalbjahr im neuen Jahr wieder auf Wachstumskurs. Für das Produzierende Gewerbe meldet das Ministerium nach einem schwachen Einstieg ins vierte Quartal eine deutliche Zunahme der Auftragseingänge und eine positive Entwicklung des Geschäftsklimas. Auch die Erwerbstätigkeit nimmt saisonbereinigt zu, jedoch stagniert der Abbau der Arbeitslosigkeit u.a. aufgrund fehlender Qualifikation von Arbeitslosen. Hier hält das Ministerium neue Impulse für erforderlich.

Freizeitmarkt

a) Caravaning

Nach Angaben des CIVD5 und der der European Caravaning Federation (ECF)6 ging der Gesamtumsatz der deutschen Caravaningindustrie im Jahr 2013 mit 6,0 Milliarden Euro um minus 4,3 % leicht gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Umsatz mit Freizeitfahrzeugen reduzierte sich um minus 9,6 % auf 3,0 Milliarden Euro, dabei sank der Absatz von Caravans um 25 % auf 0,5 Milliarden Euro, der Bruttoerlös mit Reisemobilen ging um minus 5,5 % auf 2,5 Milliarden Euro zurück.

Aufgrund des wirtschaftlichen Rückgangs in mehreren europäischen Exportmärkten waren die Hersteller von Freizeitfahrzeugen 2013 zu erheblichen Produktionsanpassungen gezwungen. Infolge ging die Fertigung von Freizeitfahrzeugen um 14 % gegenüber 2012 auf 70.993 Einheiten zurück. Der Export verzeichnete einen Rückgang um 12 %. Im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Lage in Europa zeigte sich Deutschland jedoch stabil und fungierte als Stabilitätsanker.

3 ifo Geschäftsklima Deutschland Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im Januar 2014, Januar 2014
4 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2014, 13. Januar 2014
5 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformationen Branchenumsatz, 13. Januar 2014
6 Daten: ECF European Caravaning Federation, Press Release Markets, 13. Januar 2014

Nach Angaben des Verbands entwickelte sich die Zahl der Reisemobilneuzulassungen7 2013 jedoch weiterhin positiv. Insgesamt wurden 24.809 Reisemobile neu zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (24.062 Einheiten) und stellt erneut einen Rekordwert dar. Bei den neu zugelassenen Caravans hinterlässt Europas herausforderndes Marktumfeld deutliche Spuren: Mit 16.665 neu zugelassenen Fahrzeugen ist der Caravanmarkt 2013 gegenüber dem Jahr 2012 mit 17.638 Einheiten um minus 5,5% rückläufig.

Basierend auf einer Mitgliederbefragung des Caravaning Industrie Verbandes CIVD8 erwartet die deutsche Caravaningbranche für das Jahr 2014 eine stabile Marktentwicklung im Freizeitfahrzeugmarkt, mit weiter leicht rückläufiger Tendenz im Segment Caravan. Bei den Reisemobilen wird erneut mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Für den Export geht die Mehrzahl der Mitglieder trotz der schlechten wirtschaftlichen Situation in Europa von einer stabilen beziehungsweise leicht steigenden Nachfrage aus, wobei die Einschätzungen für den Caravanexport etwas positiver als die Erwartungen für das Inlandsgeschäft sind.

Insgesamt rechnet der Verband für 2014 mit einer sich stabilisierenden Entwicklung des deutschen Freizeitfahrzeugmarktes, mit dem Ziel, das Absatzniveau aus dem Vorjahr zu halten.

b) Marinemarkt

Im maritimen Freizeitbereich musste nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)9 die europäische Bootsbranche 2013 einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Die Produktionszahlen der europäischen Bootshersteller lagen 2013 auf Vorjahresniveau und damit nur knapp über den Ergebnissen des Krisenjahres 2009. Allerdings deutet für den Verband der bisherige Verlauf der Messesaison auf eine Erholung des Marktes im kommenden Jahr hin.

Von der Nachfrageschwäche der letzten Jahre waren auch die deutschen Bootshersteller betroffen, die mehr als 85 % ihrer Produktion ins Ausland exportieren. Insbesondere die traditionell wichtigen Absatzmärkte am Mittelmeer litten unter der Schuldenkrise. Rückgänge in diesen für die deutschen Hersteller traditionell wichtigen Märkten konnten auch durch die Erschließung neuer Märkte wie Brasilien oder China nicht kompensiert werden. Dennoch konnten die deutschen Bootshersteller durch Produktinnovation die Umsatzeinbußen teilweise ausgleichen.

7 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformationen Zulassungen, 13. Januar 2014
8 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformationen Marktentwicklung, 13. Januar 2014
9 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemitteilungen zur boot, 15. Januar 2014

Im maritimen Ausrüstungs- und Zubehörgeschäft sorgte nach einem zunächst zähen Start der gute Sommer für positive Impulse. Dennoch konnten auch die Ausrüster die Verluste vom Frühjahr nicht mehr vollständig kompensieren. Zum Jahresende rechnet die Branche mit einem Umsatzrückgang von insgesamt 3 % bis 5 %. Immerhin berichten rund dreiviertel der Zubehör-Anbieter im Vergleich zum Vorjahr von gleich guten oder besseren Geschäften. Dem Trend entsprechend, die vorhandene Yacht länger zu nutzen, investieren die Eigner weiterhin in die Ausstattung ihrer Boote. Hochwertige Komfort- sowie Navigations- und Kommunikationstechnik liegen besonders im Trend.

Für das kommende Jahr rechnet die Branche mit einer Umsatzsteigerung von insgesamt 3 %. Auch die Unternehmen blicken mit zunehmendem Optimismus in die Zukunft. In der bundesweiten Konjunkturumfrage des Verbandes zum Jahresende erwarteten über drei Viertel der Unternehmen in den kommenden zwei bis drei Jahren gleich guten oder besseren Geschäftsverlauf.

Markt für Verteidigung & Sicherheit

Die internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsorganisationen waren auch 2013 unverändert wie im Vorjahr in vielen großen europäischen und außereuropäischen Verteidigungsorganisationen von laufenden Reformen und Ausgabenkürzungen betroffen. Speziell im wichtigen Absatzmarkt USA war die Situation geprägt von einem anhaltenden Haushaltsstreit. Das Fehlen eines verabschiedeten Verteidigungsbudgets kombiniert mit gesetzlich vorgeschriebenen Ausgabenkürzungen ("Sequester") führte zu weitestgehendem Stillstand bei Neuprojekten. Die Reformen der Bundeswehr sowie der tiefgreifende Umbau des Beschaffungsprozesses führten gleichermaßen zu Verzögerungen im Gesamtablauf von Beschaffungsvorhaben. Im Rahmen dieser schwierigen Umfeldbedingungen wurden weniger Neuprojekte in den Bereichen Entwicklung und kommerzieller Einsatz von autarken Stromversorgern auf der Basis von Brennstoffzellen realisiert.

Industriemarkt

a) Brennstoffzellen (SFC)

Unverändert liegen keine offiziellen Zahlen über die Zahl fern vom Netz genutzter elektrischer und elektronischer Geräte in industriellen Anwendungen vor, da die Märkte extrem divers sind. Insgesamt setzte sich der Trend fort hin zu Anwendungen und Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden. Damit verbunden besteht eine Nachfrage nach integrierten, einfach zu bedienenden Stromerzeugern, die zuverlässig, wetterunabhängig und fernsteuerbar den Betrieb dieser Geräte sicherstellen. Ebenso ist ein wachsender Bedarf an autonomen Batterieladegeräten an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verzeichnen.

b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile (PBF)

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.

Nach Angaben des Verbands10 wuchs der globale Markt für elektrotechnische und elektronische Produkte im vergangenen Jahr um 4 % auf 3.592 Mrd. Euro. Dabei legte der asiatische Markt mit 6 % auf 2.063 Mrd. Euro am stärksten zu, das entspricht einem Anteil von 57 % am gesamten Weltmarkt. Der amerikanische Elektromarkt stieg 2013 um 4 % auf 758 Mrd. Euro (21 % Weltmarktanteil). In Europa stagnierte das Marktvolumen dagegen bei 641 Mrd. Euro (18 % Weltmarktanteil).

Im Zeitraum von Januar bis November 2013 betrugen die Exporte der deutschen Elektroindustrie 146 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Minus von 1,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2013 geht der ZVEI von einem einprozentigen Ausfuhrrückgang auf dann 158 Mrd. Euro aus.

Für die Folgejahre erwartet der Verband, dass das Wachstum weiterhin vor allem von Asien (2014: +7 %, 2015: +8 %) getragen werden wird. Während sich der amerikanische Markt mit plus 5 % bzw. 6 % in etwa weltmarktdurchschnittlich entwickeln dürfte, wird nach den Erwartungen des Verbands der Zuwachs in Europa wohl erneut dahinter zurückbleiben (2014: +3 %, 2015: +4 %). Für die deutsche Elektroindustrie rechnet der Verband11 2014 mit einem moderaten Wachstum um 2 %, der Umsatz sollte entsprechend auf knapp 170 Mrd. Euro steigen. Voraussetzung hierfür ist, dass es in Europa keine neuerlichen Rückschläge bei der Bewältigung der Euro-Schuldenkrise gibt.

Im Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) erwartete der ZVEI im November 201312 für den Weltmarkt einen Anstieg um gut 3% auf ca. 474 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr 2013. Für das Jahr 2014 erwartet der Verband im Weltmarkt für elektronische Bauelemente ein Wachstum von 5 % auf 497 Milliarden US-Dollar.

Auch für den europäischen Markt wurde ein Anstieg um gut 2 % auf einen Umsatz von ca. 60 Milliarden US-Dollar prognostiziert. 2014 soll der europäische Markt mit gut 3 % Wachstum einen Umsatz von rund 62 Milliarden US-Dollar erreichen und damit die Schwächeperiode des Jahres 2012, wo ein Rückgang von minus 9% verzeichnet wurde, hinter sich lassen.

10 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 08/2014, 24. Januar 2014
11 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 140/2013, 19. Dezember 2013
12 Daten: ZVEI-Pressemitteilung 118/2013, 12. November 2013

Für Deutschland erwarteten die Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components13 im November für das Gesamtjahr 2013 einen Anstieg um knapp 3% auf gut 17 Milliarden Euro. Für 2014 rechnet der ZVEI in Deutschland mit einem inländischen Marktwachstum bei elektronischen Komponenten um gut 3 %, nachdem 2013 die rückläufige Nachfrage nach Komponenten für die Industrie-Elektronik für die Kfz-Elektronik gestoppt werden konnte. Auch der Bereich der regenerativen Energien scheint seine rückläufige Entwicklung überwunden zu haben.

c) Öl- und Gasmarkt (Simark)

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet. Der Weltölmarkt ist nach Angaben der U.S. Energy Information Agency (EIA)14 , einer unabhängigen Organisation, die Statistiken und Analysen zur internationalen Energieindustrie erstellt, sehr komplex. Ihn beherrschen staatlich kontrollierte und private Wirtschaftsunternehmen, wobei die staatlich kontrollierten nationalen Ölfirmen im Jahr 2010 85 % der nachgewiesenen Ölvorkommen und 58 % der Produktion kontrollierten. 2013 bezifferte die Agentur die nachgewiesenen Ölvorkommen mit ca. 1,5 Billionen Barrel und die Produktion mit 89 Millionen Barrel pro Tag.

In der im Juli 2013 erstellten Publikation International Energy Outlook 201315 erwartet die EIA zwischen 2010 und 2040 einen Anstieg des globalen Energieverbrauchs um 56 %. Der Großteil dieses Wachstums (90 %) soll aus den Nicht-OPEC-Staaten kommen. Auch wenn erneuerbare Energien und Kernkraft die am schnellsten wachsenden Energiequellen sind (2,5 % Wachstum pro Jahr), werden nach Einschätzung der Agentur bis 2040 die fossilen Brennstoffe noch fast 80 % des Weltenergiebedarfs decken. Dabei nennt die Studie Erdgas als den am stärksten wachsenden fossilen Brennstoff, hier soll der Verbrauch weltweit um 1,7 % pro Jahr steigen.

Für die Ölproduktion16 erwartet die EIA 2014 ein Wachstum der Ölproduktion von Nicht-OPEC-Staaten auf ein Rekordniveau von 1,9 Millionen Barrel pro Tag. Dabei sollen die USA und Kanada gemeinsam fast 70 % dieses Zuwachses liefern. Für 2013 beziffert die EIA die Rohölproduktion der USA insgesamt auf durchschnittlich 7,5 Millionen Barrel pro Tag, das entspricht einem Anstieg von 1,0 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2014 und 2015 prognostiziert die EIA eine heimische Rohölproduktion von 8,5 bzw. 9,3 Millionen Barrel. Die Prognose für 2015 würde den Höchststand seit 1972 bedeuten.

13 ZVEI-Pressemitteilung 118/2013, 12. November 2013
14 EIA, Short-term Energy Outlook, 07. Januar 2014
15 EIA, International Energy Outlook, 25. Juli 2013
16 EIA, Energy in Brief, 13. September 2013

Durch den Anstieg der Nachfrage nach Erdöl und Erdgas wird auch der Bedarf nach Anlagen für Betrieb, Steuerung und Überwachung von Öl- und Erdgas-Förder- und Produktionsanlagen weiter steigen. Damit werden für diesen Markt stabile Konjunkturaussichten erwartet.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz von T€ 32.413. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 31.260) entspricht dies einer Steigerung von 3,7 %. Dabei ist zu berücksichtigen ist, dass die Anfang Juli 2013 akquirierte und zum 1. September 2013 erstkonsolidierte kanadische Simark mit T€ 8.146 in der Umsatzzahl für das Geschäftsjahr 2013 enthalten ist. Insofern ist eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen, in denen Simark nicht enthalten ist, gegeben.

SFC erzielte dabei einen Umsatz von T€ 11.082, ein Rückgang von 39,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 18.279).

PBF lag mit einem Umsatz von T€ 13.185 um 1.6 % über Vorjahresniveau (T€ 12.981).

Der erstmalige Beitrag von Simark zum Konzernumsatz belief sich auf T€ 8.146.

Das EBIT des Konzerns verminderte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 524 auf minus T€ 8.836.

Aufgrund der deutlichen Verschlechterung der Ertragslage wurden im vierten Quartal 2013 Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die den Geschäftsverlauf beeinflusst haben. Zu diesen Maßnahmen gehören u.a. die Reduzierung des Personals um 14 Mitarbeiter im Brennstoffzellengeschäft sowie die Neubewertung und Konsolidierung der genutzten Flächen des angemieteten Gebäudes in Brunnthal und die damit verbundene Drohverlustrückstellung.

Neben diesen Sondereffekten waren im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr weitere Sondereffekte zu verzeichnen.

Die folgenden Ergebniseffekte werden im bereinigten Ergebnis nicht berücksichtigt:

Erwerb von Simark; Akquisitionskosten (T€ 1.076), Personalaufwand resultierend aus der vereinbarten bedingten Gegenleistung (T€ 994), Abschreibung und Aufwand resultierend aus der Kaufpreisallokation (T€ 596),

Folgebewertung Erwerb von PBF; Wertminderungsaufwendungen Firmenwert (T€ 1.468), Ertrag aus der Auflösung Rückstellung Earn-out (T€ 921)

Weitere Aufwendungen; Restrukturierung (T€ 567), Drohverluste (T€ 396), Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungskosten (T€ 311) und übrige (T€ 132).

Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

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  2013
T€
2012
T€
Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung -8.836 -524
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistung    
Kaufpreisallokation, Abschreibung auf Auftragsbestand 210 0
Earn-out Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 172 0
Kaufpreisallokation, Materialaufwand 28 0
Forschungs- und Entwicklungskosten    
Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF 734 0
Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten 311 0
Vertriebskosten    
Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF 734 0
Earn-out Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 650 0
Kaufpreisallokation, Abschreibung Kundenbeziehung 358 0
Vertragsauflösung 50 0
Bonus Verbleib Schlüsselpersonal, Personalaufwand 24 0
Verwaltungskosten    
Earn-out Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand 172 0
Vertragsauflösung 30 0
Sonstige betriebliche Erträge    
Auflösung Rückstellung Earn-out Unternehmenszusammenschluss PBF -921 0
Zuschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten 0 -536
Auflösung Rückstellungen Vertragsauflösung 0 -124
Sonstige betriebliche Aufwendungen    
Akquisekosten (in 2013 für Unternehmenszusammenschluss Simark) 1.076 133
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 396 0
Vertragsauflösung 29 90
Restrukturierungsaufwendungen    
Aufwendungen für Beendigung von Arbeitsverhältnissen 567 0
Bereinigtes Betriebsergebnis -4.217 -961

Das bereinigte EBITDA ging ebenfalls zurück. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein bereinigtes EBITDA von T€ 829 erreicht. Im entsprechenden Zeitraum 2013 hingegen war das bereinigte EBITDA minus T€ 2.203. Ebenso wie beim bereinigten EBIT verschlechterte sich damit die Vorjahreszahl um rd. € 3 Mio.

Der Konzern lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen damit deutlich unter den Erwartungen und der Prognose vom Vorjahr, in der von einer Umsatzsteigerung von rund 10 % und einer damit einhergehenden weiteren Verbesserung der Ergebniskennzahlen ausgegangen wurde. Beim erreichten Umsatz lag der Konzern rd. 6 % unter den Erwartungen. Das prognostizierte Ergebnis (bereinigtes EBITDA) wurde um rd. € 3 Mio. verfehlt. Auf die Korrektur der Umsatz- und Ergebnisprognose vom 9. Oktober 2013 wird verwiesen.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2013 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Umsatz nach Segmenten

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  2013
T€
2012
T€
Veränd.
T€
Veränd.
in %
Industrie 24.969 17.500 7.469 42,7%
Freizeit 4.799 4.838 -39 -0,8%
Verteidigung & Sicherheit 2.645 8.922 -6.277 -70,4%
TOTAL 32.413 31.260 1.153 3,7%

Im Segment Industrie konnte der Umsatz von T€ 17.500 auf T€ 24.969 gesteigert werden. PBF erzielte nahezu ausnahmslos Umsätze im Segment Industrie und ist in dieser Umsatzzahl mit T€ 12.668 (T€ 12.650) enthalten. Die Umsätze von Simark in Höhe von T€ 8.146 sind ausschließlich diesem Segment zuzuordnen. Der Umsatz von SFC verringerte sich von T€ 4.850 auf T€ 4.155. Dabei ging die Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen von 974 auf 779 zurück. Ursächlich für den Rückgang bei SFC ist insbesondere, dass im Bereich Verkehrstechnik im Unterschied zum Vorjahr kein vergleichbares Großprojekt realisiert werden konnte. Ferner kam es zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Brennstoffzellen im Bereich Öl & Gas, da die zuvor über einen für die Gesellschaft tätigen kanadischen Öl- und Gas-Integrator erfolgte Vertriebstätigkeit nun in direkter Bearbeitung durch Simark erfolgt.

Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2013 mit T€ 4.799 ein Umsatz knapp unter Vorjahresniveau (T€ 4.838) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen steigerte sich dabei von 1.663 auf 1.697. Dieses Ergebnis ist im Lichte des rückläufigen Marktrends positiv zu bewerten.

Im Segment Verteidigung & Sicherheit reduzierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 von T€ 8.922 um 70,4 % auf T€ 2.645. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verzögerung von Auftragsvergaben auf Grund der ungeklärten Haushaltssituation in den USA und reformbedingte Verschiebungen bei der Bundeswehr in Deutschland zurückzuführen. Zudem verzögern notwendige technische Nacharbeiten neue Beauftragungen in Deutschland. Die Umsätze bei JDAs konnten von T€ 501 auf T€ 602 verbessert werden.

Umsatz nach Regionen

Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2013 ist durch die erstmalige Konsolidierung von Simark in der Region Nordamerika verursacht.

Umsatz nach Regionen

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  2013
T€
2012
T€
Veränd.
T€
Veränd.
in %
Europa (ohne Deutschland) 12.420 12.799 -379 -3,0%
Nordamerika 10.188 3.316 6.872 207,2%
Deutschland 7.145 12.583 -5.438 -43,2%
Asien 1.918 2.316 -398 -17,2%
Rest der Welt 742 246 496 201,6%
TOTAL 32.413 31.260 1.153 3,7%

Im bedeutenden Markt Europa (ohne Deutschland) wurden durch PBF T€ 7.167 und durch SFC T€ 5.253 erzielt. Mehr als die Hälfte der PBF-Umsätze waren dabei in den Niederlanden zu verzeichnen. Die Veränderung bei SFC im Vergleich zum Vorjahr (T€ 4.608) ist im Wesentlichen durch die Steigerung des Umsatzes im europäischen Industriemarkt verursacht.

In Nordamerika konnte das Umsatzniveau aufgrund der Akquisition von Simark signifikant gesteigert werden.

In Deutschland ist die deutliche Reduzierung des Umsatzes von SFC von T€ 9.900 auf T€ 3.282 hauptsächlich durch den im Vorjahr enthaltenen Großauftrag der Bundeswehr und den angesprochenen Rückgang im Verkehrstechnikbereich im Industriesegment bedingt. PBF trug mit T€ 3.863 (T€ 2.683) zum Umsatz in Deutschland bei.

Infolgedessen verminderte sich der Inlandsanteil am Umsatz im Geschäftsjahr 2013 von 40,3 % auf 22,0 %.

In Asien war insbesondere PBF mit T€ 1.289 (T€ 1.807) vertreten. Bei SFC waren überwiegend wie im Vorjahr Umsätze mit Projekten im Industriemarkt in Singapur zu verzeichnen.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 10.640 oder 32,8% vom Umsatz erzielt. Im Vorjahr waren hingegen T€ 12.763 oder 40,8 % vom Umsatz zu verzeichnen gewesen. Der Rückgang des Bruttoergebnis vom Umsatz ist neben den Verschiebungen zwischen den Segmenten auch durch den höheren Umsatzanteil der margenschwächeren Konzernunternehmen PBF und Simark, bedingt durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, verursacht.

Für das Konzernunternehmen SFC musste im Vergleich der Geschäftsjahre ein deutlich niedrigeres Bruttoergebnis vom Umsatz mit T€ 4.432 oder 40,0% (2012 mit T€ 8.538 oder 46,7 %) verbucht werden. Ursächlich für diese Verminderung waren die geringeren Umsätze in den margenstarken Segmenten Verteidigung & Sicherheit sowie Industrie. Zusätzlich zu diesem veränderten Produktmix konnten die Kosteneinsparungen des Vorjahres durch Einführung einer neuen Produktplattform nicht in gleichem Umfang wiederholt werden.

Das Konzernunternehmen PBF erreichte eine Bruttomarge vom Umsatz von T€ 4.384 oder 33,2 0% (2012: T€ 4.225 oder 32,5 %).

Simark erzielte eine Bruttomarge von T€ 1.824 oder 22,4 %.

Die niedrigeren Bruttoergebnismargen von PBF und Simark im Vergleich zu SFC sind durch das jeweilige Vertriebspartnermodell bedingt.

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Bruttoergebnis vom Umsatz

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  2013
T€
2012
T€
Veränd.
in %
Industrie 7.804 6.579 18,6%
Freizeit 1.742 1.788 -2,6%
Verteidigung & Sicherheit 1.094 4.396 -75,1%
TOTAL 10.640 12.763 -16,6%

Vertriebskosten

Bedingt durch die Akquisition von Simark erhöhten sich die Vertriebskosten von T€ 5.862 um 40,4 % auf T€ 8.233.

Für das Konzernunternehmen SFC war mit T€ 4.044 ein Rückgang um 14,5 % zu verzeichnen (Vorjahreszeitraum T€ 4.729).

Für Simark fielen inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie des anteiligen Earn-outs Vertriebskosten in Höhe von T€ 2.290 an.

Die Vertriebskosten für PBF beliefen sich auf T€ 1.165 (Vorjahreszeitraum T€ 1.133).

Zudem sind in 2013 Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 734 (T€ 0) enthalten.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2013 von T€ 4.257 um 44,4 % auf T€ 6.149.

Für SFC war eine Erhöhung von T€ 1.977 auf T€ 2.769 zu verzeichnen. Wesentliche Ursache waren im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 311 sowie um T€ 287 geringere Zuschüsse als im Vorjahr.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 2.523 (T€ 2.280) oder 19,1 % (17,6 %) des PBF-Umsatzes.

Simark ist erstmalig mit T€ 123 in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.

Zudem sind 2013 Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 734 (T€ 0) enthalten.

In diesem Zeitraum wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 207 (T€ 380) sowie selbst erstellte Patente in Höhe von T€ 0 (T€ 3) aktiviert. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von T€ 311 (T€ 0) zu verzeichnen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten 2013 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten und Patente auf T€ 7.560, eine Erhöhung von 25,0% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 6.046).

Allgemeine Verwaltungskosten

Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich 2013 von T€ 3.555 um 8,6% auf T€ 3.860. Damit konnte für den Konzern eine Quote von 11,9 % im Verhältnis zum Umsatz erreicht werden, während im Vorjahr noch 11,4 % zu verzeichnen waren.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich mit T€ 921 den Ertrag aus der Auflösung der Earn-Out Verbindlichkeit aus dem Unternehmenszusammenschluss PBF.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Akquisitionsaufwendungen aus dem Unternehmenszusammenschluss Simark mit T€ 1.076, Drohverluste für Mietaufwendungen und Leasing mit T€ 396 sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 189.

Restrukturierungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2013 wurden aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen insgesamt T€ 567 (T€ 0) ausgewiesen.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das EBITDA verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 730 auf minus T€ 4.474. Das EBITDA in Relation zum Umsatz reduzierte sich von 2,3 % auf minus 13,8 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.203 oder minus 6,8 %.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Konzerns verringerte sich 2013 signifikant von minus T€ 524 auf minus T€ 8.836. Das EBIT in Relation zum Umsatz verschlechterte sich von minus 1,7 % auf minus 27,3 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 4.217 oder minus 13,0 %.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch den niedrigeren Zahlungsmittelbestand von T€ 214 auf T€ 67.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 194 beinhalten Zinsen an Kreditinstitute sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Konzernjahresergebnis

Das Konzernjahresergebnis betrug im Geschäftsjahr 2013 minus T€ 8.912 nach minus T€ 426 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2013 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 4.619 (T€ 437) enthalten.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) verschlechterte sich von minus € 0,06 auf minus € 1,16.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Während im Geschäftsjahr 2013 Auftragseingänge von T€ 35.559 erfolgt sind (inkl. vier Monate für Simark), konnten im Vergleichszeitraum 2012 T€ 33.822 verzeichnet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr der Serienauftrag der Deutschen Bundeswehr für tragbare Brennstoffzellen mit Energienetzwerk mit netto knapp 5 Mio. € enthalten war.

Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2013 auf T€ 17.636 (31. Dezember 2012: T€ 9.564). Davon entfielen auf SFC T€ 707 und auf PBF T€ 8.281. Simark ist in dieser Zahl mit T€ 8.648 enthalten.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Kapitalstruktur

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.

Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Insbesondere auch durch die Akquisition von Simark haben sich die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2013 auf T€ 7.143 deutlich verringert (31. Dezember 2012: T€ 22.626).

Des Weiteren wurde im Rahmen der Akquisition von Simark ein Darlehen in Höhe von CAD 4,125 Mio. aufgenommen. Die Konditionen sind wie folgt:

Laufzeit 60 Monate bis Juli 2018

Monatliche Rückzahlung CAD 49.110; Schlusszahlungsbetrag 2018 CAD 1.227.510

Zinssatz: Basiszinssatz Canadian Dollar Bankers Acceptances (BA) zzgl. performanceabhängiger Aufschlag zwischen 4 % und 6 %

Umfangreiche Kreditvereinbarungsklauseln in Abhängigkeit diverser Kennzahlen von Simark und Rückzahlungsklauseln bei Nichteinhaltung

Sicherheitengestellung durch Verpfändung der Anteile an Simark

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

Eigenkapitalquote des Konzerns

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  31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Eigenkapital 29.063 36.393
als % vom Gesamtkapital 61,0% 76,4%
Langfristige Schulden 5.918 3.562
Kurzfristige Schulden 12.669 7.662
Fremdkapital 18.587 11.224
als % vom Gesamtkapital 39,0% 23,6%
Gesamtkapital 47.650 47.617

Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen durch die Akquisition von Simark verändert. SFC weist damit immer noch eine Eigenkapitalquote von 61,0 % (Vorjahr: 76,4 %) aus.

Das Anlagevermögen ist über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2013 wurden T€ 207 (T€ 380) für die Weiterentwicklung der Produkte aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Software, Maschinen und Betriebsausstattung vorgenommen.

Insgesamt beliefen sich die Investitionen 2013 auf T€ 758 (T€ 878). Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.

Liquidität

Nachdem im Geschäftsjahr 2012 noch ein Mittelzufluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 184 zu verzeichnen war, flossen im Geschäftsjahr 2013 Mittel in Höhe von T€ 15.474 ab, insbesondere bedingt durch die Akquisition von Simark und das negative Konzernjahresergebnis. Insofern besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Ertragslage des Konzerns und der zukünftigen Liquidität.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2013 reduzierten sich demzufolge auf T€ 7.143 (Ende Dezember 2012: T€ 22.626). Zudem waren Festgelder in Höhe von T€ 285 (T€ 285) als Mietkaution verpfändet.

Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.139 (Vorjahr: T€ 372).

Zum Stichtag bestehen Kreditlinien, die wie folgt in Anspruch genommen sind:

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Simark: Kreditlinie CAD 2,5 Mio., nicht ausgeübt: CAD 0,8 Mio.
PBF: Kreditlinie € 0,75 Mio., nicht ausgeübt: € 0,2 Mio.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Aus betrieblicher Tätigkeit war 2013 ein Abfluss von T€ 7.312 zu verzeichnen, im Vorjahr hingegen konnte ein Mittelzufluss von T€ 1.258 erzielt werden.

Wesentliche Ursache hierfür sind das negative Ergebnis und der daraus resultierende negative operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderung in Höhe von T€ 5.089 während im Vorjahr hier ein positiver Cashflow in Höhe von T€ 1.180 erzielt wurde.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 6.594 (T€ 657) ab. Davon entfielen auf den Erwerb von Simark T€ 5.585 und auf die Zahlung des Earn-out für PBF T€ 412.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2013 Mittel in Höhe von T€ 1.568 ab, im Vorjahr war ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 416 zu verzeichnen gewesen. Im Wesentlichen wurde der Mittelabfluss durch den Unternehmenszusammenschluss Simark verursacht. Die Tilgung von Finanzschulden als Teil des Kaufpreises der an Erfüllungsstatt abgelösten Verbindlichkeiten der Simark Controls Ltd. wurde teilweise über die Aufnahme von Finanzschulden finanziert.

Auf die Darstellung des Kaufpreises und die erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Konzernanhang wird verwiesen.

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage und die Bilanzrelationen haben sich durch die Akquisition von Simark verändert.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 hat sich mit T€ 47.650 gegenüber dem 31. Dezember 2012 (T€ 47.617) um 0,1 % erhöht.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund des Periodenverlustes von 76,4 % auf 61,0 %.

Die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 7.460 oder 78,4 % im Wesentlichen auf Grund der Akquisition von Simark angestiegen.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert von Simark in Höhe von T€ 7.126 (T€ 0) sowie PBF in Höhe von T€ 4.672 (T€ 6.140), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 3.616 (T€ 0) und PBF in Höhe von T€ 1.845 (T€ 2.227) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 1.265 (T€ 2.087). Im Geschäftsjahr 2013 wurden auf den Geschäfts- oder Firmenwert von PBF Wertminderungsaufwendungen in Höhe von T€ 1.468 (T€ 0) vorgenommen. Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen, der Technologie und des Auftragsbestands zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2013 T€ 206 aktiviert, T€ 717 planmäßig abgeschrieben und aufgrund neuer Erkenntnisse T€ 311 Wertminderungsaufwand verbucht.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von T€ 14.020 auf T€ 21.715. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme stieg folglich von 29,4 % auf 45,6 %. Dabei ist zu beachten, dass die Firmengebäude langfristig angemietet wurden und gemäß IFRS nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheinen.

Die Schulden sind akquisitionsbedingt von T€ 11.224 um 65,6 % auf T€ 18.587 angestiegen.

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 39,0 % (31. Dezember 2012: 23,6 %).

Durch das negative Ergebnis nach Steuern verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 auf T€ 29.063 im Vergleich zum 31. Dezember 2012 (T€ 36.394). Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage erhöhten sich dabei um T€ 2.208 auf Grund der durchgeführten Sachkapitalerhöhung.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 wurden oben bereits dargestellt.

Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:

Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung

Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten

Die Lieferantenqualität lag mit einer Quote von rund 4 % fehlerhaften Lieferungen auf Vorjahresniveau. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) konnte bei Brennstoffzellen im Industriesegment um rund 7 % verbessert werden.

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.

Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.

Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 zertifiziert und strebt für das Jahr 2014 eine Zertifizierung für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 an.

Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.

Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. Unser Ziel sind zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Vorstand 2 2 0
Forschung und Entwicklung 60 60 0
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 94 74 20
Vertrieb & Marketing 73 34 39
Verwaltung 27 19 8
Festangestellte Mitarbeiter 256 189 67

Der Konzern hat zum 31. Dezember 2013 insgesamt 7 (11) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 lag für SFC mit 85 (88) unter Vorjahresniveau.

Bei PBF verringerte sich die Mitarbeiterzahl von 101 auf 100.

Bei Simark waren zum Bilanzstichtag 71 Mitarbeiter beschäftigt.

Insgesamt war der Mitarbeiterbestand im Konzern aufgrund der Akquisition von Simark deutlich über dem Vorjahresstichtag. Allerdings wurden im Rahmen des oben genannten Restrukturierungsprogramms bei der SFC mit 10 Mitarbeitern Aufhebungsvereinbarungen geschlossen, die erst im Geschäftsjahr 2014 ausscheiden werden.

ZUSAMMENFASSUNG ZU GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag über eine solide Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2013 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz, Bruttomarge und EBITDA bereinigt abhängig.

Darüber hinaus bestand für die Vorstände im Geschäftsjahr 2013 die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014-2016 finden Sie unter "Aktienoptionsprogramme".

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10% des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2013

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt EUR 658.600. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2013 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das Long Term Incentive Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2013 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2013 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2012 zurückgestellten Beträge.

Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013 wie folgt:

Geschäftsjahr 2013

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alle Angaben
in €
fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung langfristige erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 370.648 55.817 0 426.465
Gerhard Inninger 201.626 14.689 15.821 232.135
Gesamt 572.274 70.505 15.821 658.600

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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  Gesamt
in €
Tim van Delden, Vorsitzender 50.000
David Morgan, Stellv. Vorsitzender 37.500
Dr. Jens Müller 25.000
Gesamt 112.500

Angaben, die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden in diesem dargestellt.

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von EUR 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z.B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird im Wesentlichen durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.

Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.

Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2013 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikomanagementsystem

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Konzerns ab, Chancen werden nicht erfasst.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF wurde in dieses Risiko-Managementsystem integriert. Bei Simark ist die Einführung im Laufe des Geschäftsjahres 2014 geplant.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel, Forderungen sowie Finanzanlagen. Soweit bei den finanziellen Vermögensgegenständen Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass aufgrund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über Liquiditätsreserven, um das weitere geplante Wachstum des Unternehmens zu finanzieren. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund der Akquisition von Simark und des Jahresfehlbetrages in 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark zukünftig einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in den USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsbilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig für Währungsrisiken nicht eingesetzt.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 8.020.045,00 und ist eingeteilt in 8.020.045 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt* :

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Name Anteil
in %
Holland Private Equity B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) 24,04 %

* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts bei SFC eingegangen sind.

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.234.285,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Im Dezember 2013 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Podesser ab dem 1. April 2014 um drei weitere Jahre verlängert. In diesem Vertrag ist geregelt, das Dr. Podesser im Fall der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte an SFC durch einen Dritten (Kontrollwechsel) den Vorstandsanstellungsvertrag aus wichtigem Grund kündigen kann. Diese Kündigung durch Dr. Podesser kann - auf Wunsch des Aufsichtsrats von SFC und/oder des Erwerbers der Kontrollmehrheit - nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen. Dr. Podesser hat im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels bis zum 31. März 2016 grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung des Werts einer Jahresvergütung unter Zugrundelegung einer 100%-igen Zielerreichung, maximal aber auf Auszahlung des Werts der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsanstellungsvertrages zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Die Abfindung wird mit Eintritt des Kontrollwechsels fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels nach dem 31. März 2016 ist das außerordentliche Kündigungsrecht von Dr. Podesser hingegen ausgeschlossen, eine Abfindungszahlung erfolgt nicht.

Ferner werden Dr. Podesser gemäß obigen Vertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von 4 bis 6 Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG.

Hans Pol wurde im Dezember 2013 mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016. Herr Pol werden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt.

Vergleichbare Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern bestehen nicht.

RISIKOBERICHT

Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf das Segment Industrie.

MARKTRISIKEN

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die nach wie vor sehr hohe private und/oder öffentliche Verschuldung in mehreren Euroraumländer und den USA und die fragile Lage im Bankensektor könnten auch im Jahr 2014 das weltweite Konjunkturklima negativ beeinflussen. Dennoch erwarten die Experten für das Jahr 2014 eine weitere, wenn auch nur leichte Beschleunigung der Weltproduktion, basierend auf der Annahme, dass es zu keiner neuerlichen Eskalation der Eurokrise kommt, was das ifo-Institut wie oben angeführt als Hauptrisiko für die globale wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr sieht.

Freizeitmarkt

Der deutsche Caravaning-Verband CIVD und die European Caravaning Federation ECF gehen von einer Stabilisierung des gegenwärtigen Trends in der Industrie aus, wobei das Ziel sein wird, das Absatzniveau des Vorjahrs zu halten. Dies wird als Indikator für die Entwicklung der Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen auf gleichbleibendem Niveau in diesem Markt gesehen.

Das klassische Segment der Reisemobilkäufer, in der Regel wohlhabende Pensionäre, nimmt weiter ab. Jüngere Kunden wählen andere, günstigere Fahrzeug- und Reisealternativen. Nach wie vor sparen die Endverbraucher generell noch bei ihren Freizeitausgaben, was zur extremen Abhängigkeit dieses Marktes von der Gesamtkonjunktur beiträgt.

Der Marinebereich steht ebenfalls in dieser Abhängigkeit, dies betrifft auch den für SFC relevanten Zubehörbereich. Auch wenn hochwertiges Zubehör nicht nur Mehrwert sondern insbesondere auch gestiegenen Komfort und bessere Sicherheit bietet, wird hier bei Investitionen in wirtschaftlich angespannten Konjunkturlagen noch Zurückhaltung geübt.

Markt für Verteidigung & Sicherheit

Wie bereits oben ausgeführt, stehen die Planungen und Investitionsentscheidungen der großen Verteidigungsorganisationen in Europa und Nordamerika weiter unter dem Einfluss aktueller Etatkürzungen und Strukturveränderungen. Dies betrifft für SFC sowohl den Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch das Segment der kommerziellen Aufträge.

Industriemarkt

Brennstoffzellen (SFC): Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle.

Leistungselektronik und Schaltnetzteile (PBF): Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. In diesem Sinne werden die Marktrisiken in diesem Markt weiterhin als eher gering beurteilt.

Öl- und Gasmarkt (Simark): Dem Öl- und Gasmarkt in Kanada und den USA wird für die nächsten Jahre kontinuierliches Wachstum prognostiziert. Zur Deckung des steigenden Energiebedarfs werden weltweit neue Förder- und Produktionsanlagen erschlossen und errichtet. Simark entwickelt, produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Instrumente und Messysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für Förder-, Transport- und Produktionsanlagen in der Öl- und Gasindustrie. Die Geräte und Lösungen von Simark und SFC werden sowohl in der Bauphase als auch im späteren Betrieb der Anlagen und Pipelines für zahlreiche Funktionen benötigt, von klassischen Mess-, Steuerungs- und Überwachungsaufgaben bis hin zum aktiven Umweltschutz. In diesem Sinne werden die Marktrisiken in diesem Markt als eher gering beurteilt.

TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-How stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

Nicht alle im Konzern hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Konzerns befindlichen Know-Hows werden solche Risiken abgemildert.

PATENTRECHTLICHE RISIKEN

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 16 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben.

Aus einer möglichen Patentrechtsverletzung im Hinblick auf eine derzeit stillgelegte Technische Anlage besteht ein Risiko auf Inanspruchnahme einer Schadensersatzzahlung. SFC hat für dieses Risiko eine Rückstellung in Höhe von T€ 40 gebildet.

WETTBEWERB

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich DMFC-Systeme. Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.

Bei PBF Produkten unterliegt der Konzern den üblichen Risiken des Wettbewerbs. Durch kundenspezifische "Design-in" Konzepte tritt man diesen Risiken gezielt entgegen und baut somit Wettbewerbsbarrieren auf.

Im Bereich von Simark unterliegt der Vertrieb der Produkte den üblichen Risiken des Wettbewerbs in einer reifen Abnehmerindustrie. Intensive Pflege der langfristig etablierten Kundenbeziehungen, eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich Service und die Fokussierung auf Produkt- und Systemintegration führen zu Wettbewerbsvorteilen und damit Risikominimierung.

PRODUKTRISIKEN

Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal der Konzern die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten in den Segmenten Verteidigung & Sicherheit sowie Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte. Im Segment Verteidigung & Sicherheit haben wir in einem Fall mit dem Kunden technische Nacharbeiten vereinbart, welche erbracht werden. Dem Risiko wurde durch eine Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung mit T€ 265 Rechnung getragen.

BESCHAFFUNGS- UND PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.

Simark erzielte 2013 rund 60 % seines Umsatzes mit den Produkten von zwei Zulieferern. Infolgedessen hängt das Ergebnis von Simark maßgeblich von der Stabilität dieser Lieferantenbeziehungen ab.

ROHSTOFFPREISRISIKEN

In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.

Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 889. Dies entspricht einer Reichweite von rund 1,5 Jahren.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung rund T€ 30 p.a.

WÄHRUNGSKURSRISIKEN

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark zukünftig einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen.

Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.

Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

Bei einer Änderung des Wechselkurses des kanadischen Dollar im Vergleich zu den Annahmen in der Unternehmensplanung von 5% hat dies eine Auswirkung von rund 2 % auf den Konzernumsatz und rund 7 % auf das bereinigte Konzern-EBITDA.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

Durch den Erwerb von Simark sowie das Geschäftsergebnis 2013 hat sich der Finanzmittelbestand erheblich verringert. Demzufolge besteht durch die Akquisition ein höheres Liquiditätsrisiko, insbesondere da ein Teil des Kaufpreises in der Simark-Gruppe fremdfinanziert wurde und dort die entsprechenden Kreditvereinbarungen einzuhalten sind, um dem Risiko einer vorzeitigen Kreditfälligstellung oder einer Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes entgegen zu wirken.

Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Industriekunden, Militärkunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2013 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 68 gebildet. Bei PBF wurden T€ 11 und bei Simark T€ 88 einzelwertberichtigt.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der oben erwähnten Fremdfinanzierung von Simark, der ein variabler und risikoabhängiger Zinssatz zu Grunde liegt.

Daneben besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Auf Grund des derzeit niedrigen Zinsniveaus und des verringerten Zahlungsmittelbestandes hält sich dieses Risiko in Grenzen und beträgt bei einer Änderung des Zinssatzes um 1 % rund T€ 60.

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Der Konzern ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal den Konzern verlässt.

Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht der Konzern, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Durch die Veränderung der Eigentumsverhältnisse bei Simark ergeben sich Risiken zur Bindung des Managements und des Schlüsselpersonals. In der Öl- und Gasindustrie sind spezielle Branchenkenntnisse ein wesentlicher Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Durch vertragliche Vereinbarungen und monetäre Anreize soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Know How Träger bei Simark langfristig an den Konzern gebunden werden.

INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKEN

Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher.

RISIKEN IM REGULATORISCHEN UMFELD

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.

AKQUISITION VON SIMARK

Durch die Akquisition von Simark und die damit verbundene Veränderung der Eigentumsverhältnisse ergeben sich Risiken hinsichtlich bestehender Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Dem wird durch intensive Kunden- und Lieferantengespräche entgegen gewirkt.

Ferner bestehen Risiken im Hinblick auf die Integration von Simark - als zuvor inhabergeführtes Unternehmen - in einen börsennotierten Konzern und durch die Anpassung und Akzeptanz der damit verbundenen Prozesse.

SONSTIGE RISIKEN

Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung aus Eigenmitteln bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisbelastung mit sich bringen.

ZUSAMMENFASSUNG ZUM RISIKOBERICHT

Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2014 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten.

CHANCENBERICHT

MARKTCHANCEN

Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Öl- & Gasindustrie, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen, Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen.

Öl- & Gasindustrie

Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll das bisherige Wachstum von SFC in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur erheblich beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die geplante regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark in die USA. Im Lichte der massiven Investitionen in diesem Sektor in den USA stellt dies ein weiteres erhebliches Wachstumspotenzial dar. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Simark Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar.

Die SFC Energieversorgungssysteme werden schon heute in der Öl- & Gasindustrie schwerpunktmäßig in den Bereichen Messtechnik und Instrumentierung sowie Überwachung und Sicherheitstechnik eingesetzt. Durch gemeinsamen Vertrieb des gesamten Produktportfolios können hier erhebliche Synergien realisiert und beschleunigtes Wachstum ermöglicht werden.

Unter Nutzung der hohen Produktintegrations- und Fertigungskompetenz von Simark sollen in einer zweiten Phase der Integration marktspezifische Systemlösungen mit SFC Brennstoffzellen und PBF Power Supplies vor Ort entwickelt und produziert werden.

Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in Russland und anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.

Verteidigung & Sicherheit

SFC hat für das Geschäftsjahr 2014 eine konservative Planung für diesen Markt vorgenommen, da sich Kernparameter, welche zu der unerfreulichen Geschäftsentwicklung 2013 geführt haben, noch nicht wesentlich geändert haben. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, schwer detektierbaren, tragbaren und mobilen Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Rückkehr zu einem erneuten Wachstumskurs in diesem Markt. Erste Zeichen von Nachfragebelebung in den bisherigen Kernmärkten Deutschland und USA, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in Israel, sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.

Breitere Kundenbasis PBF

Ein wesentlicher Erfolg 2013 war die erhebliche Verbreiterung der Kundenbasis für PBF Produkte und die damit zusammenhängende Reduktion der Abhängigkeit von wenigen Hauptkunden. Die weitere Steigerung des Umsatzes mit Neukunden und Belebung des Geschäftes mit bestehenden Großkunden stellt ein beträchtliches Wachstumspotenzial für diesen Bereich des Geschäftes dar.

Verbesserter Produktmix

Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Die erfolgreiche Markteinführung einer neuen Produktplattform für Datenübertragung und Sicherheitstechnik (SCADA) birgt erhebliche Chancen für Produktmixverbesserung und beschleunigtes Wachstum für Simark in Kanada.

SONSTIGE CHANCEN

Kosten und Effizienz

Die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Jahr 2013 gesetzt wurden, führen 2014 zu höherer Effizienz und verbesserter Kostenstruktur in der gesamten Wertschöpfungskette des Brennstoffzellengeschäftes. Eine Einhaltung der bestehenden Planung oder eine mögliche Übererfüllung können hier merkliche positive Ergebniseffekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 bringen.

Innovation und Weiterentwicklung

Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.

Mit ersten Test- und Pilotsystemen von Brennstoffzellen höherer Leistungsklassen von 0,5 KW bis ca. 2,5 KW eröffnen sich neue Anwendungsbereiche, insbesondere im Bereich der Backup- und Notstromversorgung aber auch bei fahrzeugbasierender Zusatzstromversorgung.

Integrierte Systeme zur Sicherheit und Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.

Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Externe Bestimmungsfaktoren

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2013 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wird der Vorstand am 27. März 2014 abgeben und im Internet unter öffentlich zugänglich machen.

PROGNOSEBERICHT

Für 2014 nimmt SFC eine Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts, insbesondere im Öl- und Gasmarkt in Nordamerika an. Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2014 mit einem Konzernumsatz zwischen 55 und 60 Mio. Euro sowie einem stark verbesserten positiven bereinigten EBITDA und einem stark verbesserten bereinigten EBIT.

In der Annahme eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes geht der Vorstand für den Freizeitmarkt dennoch mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus.

Das wesentliche Wachstum wird im Industriemarkt erwartet und soll neben strategischen Partnerschaften und der weiteren Konzentration auf Komplettlösungen insbesondere durch die Akquisition von Simark erzielt werden. Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2013 wird eine annähernde Verdoppelung des Umsatzes erwartet, auch dadurch dass Simark ganzjährig konsolidiert wird, während im Geschäftsjahr 2013 nur vier Monate in den Konzernumsatz einbezogen wurden.

Im Markt für Verteidigung & Sicherheit wird angenommen, dass die verschobenen Projekte in 2014 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem stark steigenden Umsatz auszugehen.

Der Vorstand geht bei der Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses von Simark von einem Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro von 1,40 aus. Das Umsatzwachstum ist primär mengengetrieben. Branchenprognosen werden in der Öl- und Gasindustrie als Annahme zugrunde gelegt. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird voraussichtlich auf Vorjahresniveau liegen. Mit einer leicht steigenden Mitarbeiteranzahl wird gerechnet, ebenso wird bei den Qualitätskennzahlen von einer leichten Verbesserung ausgegangen.

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von 7,1 Mio. € aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2014 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird der Konzern über ausreichend Eigenmittel in der Größenordnung von drei bis fünf Mio. Euro verfügen um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

NACHTRAGSBERICHT

Herr Hans Pol wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Vorstand von SFC bestellt. Er verantwortet das Vertriebsressort für SFC und PBF.

Der Vorstand für den Bereich Finanzen der SFC, Gerhard Inninger, wird aus persönlichen Gründen gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 16. Mai 2014 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausscheiden. Herr Inninger wird dem Konzern aber weiterhin als Berater im Finanzbereich in vollem Umfang zur Verfügung stehen und operative Aufgaben aus seinem jetzigen Verantwortungsbereich weiterhin betreuen.

 

Brunnthal, den 21. März 2014

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)

Hans Pol, Vorstand (CSO)

Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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  Konzern- Anhang 2013
in €
2012
in €
Umsatzerlöse (1) 32.413.114 31.259.726
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (2) -21.773.099 -18.497.113
Bruttoergebnis vom Umsatz   10.640.015 12.762.613
Vertriebskosten (3) -8.233.072 -5.861.523
Forschungs- und Entwicklungskosten (4) -6.148.653 -4.257.185
Allgemeine Verwaltungskosten (5) -3.860.496 -3.554.938
Sonstige betriebliche Erträge (6) 1.041.429 748.742
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -1.708.490 -362.155
Restrukturierungsaufwendungen (8) -566.981 0
Betriebsergebnis   -8.836.248 -524.446
Zinsen und ähnliche Erträge (9) 66.554 213.804
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -194.459 -134.277
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -8.964.153 -444.919
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) 52.268 19.330
Konzernjahresverlust   -8.911.885 -425.589
Ergebnis je Aktie (34)    
unverwässert   -1,16 -0,06
verwässert   -1,16 -0,06

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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  Konzern- Anhang 2013
in €
2012
in €
Konzernjahresverlust   -8.911.885 -425.589
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird:      
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften   -627.216 31.104
Summe sonstiges Ergebnis (30) -627.216 31.104
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres   -9.539.101 -394.485

Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffeke auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

Konzern-Bilanz für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Aktiva

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  Konzern- Anhang 31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Kurzfristige Vermögenswerte   25.934.454 33.597.825
Vorräte (14) 7.713.256 5.814.778
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 9.258.049 3.696.497
Forderungen aus Percentage-of-Completion (16) 217.932 0
Forderungen aus Ertragsteuern (17) 110.014 57.805
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen (18) 1.207.667 1.118.230
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (19) 7.142.536 22.625.515
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung (20) 285.000 285.000
Langfristige Vermögenswerte   21.715.222 14.019.617
Immaterielle Vermögenswerte (21) 19.053.809 11.000.118
Sachanlagen (22) 2.295.999 2.400.291
Aktive latente Steuern (10) 365.414 619.208
Aktiva   47.649.676 47.617.442

Passiva

     
  Konzern- Anhang 31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Kurzfristige Schulden   12.669.182 7.661.752
Steuerrückstellungen (23) 88.466 52.383
Sonstige Rückstellungen (23) 713.710 946.934
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (24) 2.139.136 371.656
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen (25) 13.894 14.088
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 5.086.833 3.033.123
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (27) 51.771 0
Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion (16) 1.172.797 68.009
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 3.329.640 3.175.559
Ertragsteuerverbindlichkeiten (29) 72.937 0
Langfristige Schulden   5.917.537 3.561.896
Sonstige Rückstellungen (23) 1.799.661 1.386.527
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (24) 2.281.526 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (27) 30.759 0
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 70.648 1.041.206
Passive latente Steuern (10) 1.734.944 1.134.163
Eigenkapital   29.062.957 36.393.794
Gezeichnetes Kapital (30) 8.020.045 7.502.887
Kapitalrücklage (30) 69.569.925 67.878.818
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung (30) -664.303 -37.087
Konzernbilanzverlust (30) -47.862.710 -38.950.824

Passiva

  47.649.676 47.617.442

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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    Konzern- Anhang 2013
in €
2012
in €
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit        
Ergebnis vor Steuern     -8.964.153 -444.919
+/- Zinsergebnis (9), (37) 127.905 -79.527
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (12), (21), (22) 4.362.247 1.254.507
-/+ Ertrag/Aufwand aus Long Term Incentive Plan (32) -319.131 226.524
+ Änderung von Wertberichtigungen (14), (15) 24.515 35.158
+ Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (21), (22) 1.842 504
-/+ sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen   -322.259 188.243
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen     -5.089.034 1.180.490
+/- Veränderung der Rückstellungen (23) 105.472 -640.662
-/+ Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) -2.124.781 840.570
+- Veränderung der Vorräte (14) 302.906 -1.023.587
+ Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte (16), (17), (18) 771.759 637.241
- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) -1.968.183 -137.490
+ Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten (25), (28) 724.660 409.271
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern     -7.277.202 1.265.833
- Ertragsteuerzahlungen (10), (37) -34.455 -8.140
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit     -7.311.656 1.257.693
Cashflow aus der Investitionstätigkeit        
- Investionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten (21) -206.595 -380.317
- Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte (21) -120.594 -180.215
- Investitionen in Sachanlagen (22), (27) -345.319 -317.746
- Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel   -5.997.436 0
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge (9), (37) 75.883 221.250
+ Verkauf von Anlagevermögen (21), (22) 0 30
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit     -6.594.061 -656.998
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit        
+ Aufnahme von Finanzschulden (24) 3.026.154 0
- Tilgung von Finanzschulden (24) -4.495.576 -387.734
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9), (37) -98.361 -28.487
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit     -1.567.783 -416.221
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds     -15.473.500 184.474
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds     -9.480 -2.100
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten        
  Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode (19) 22.625.515 22.443.141
  Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode (19) 7.142.536 22.625.515
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten     -15.473.500 184.474
Zahlungsmittel in der Bilanz:        
  Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   7.142.536 22.625.515

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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in € Konzernanhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Konzernbilanzverlust Summe
Stand 01.01.2012   7.502.887 67.878.818 -68.191 -38.525.235 36.788.279
Konzernjahresverlust         -425.589 -425.589
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (30)     31.104   31.104
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres           -394.485
Stand 31.12.2012   7.502.887 67.878.818 -37.087 -38.950.824 36.393.794
Konzernjahresverlust         -8.911.885 -8.911.885
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung (30)     -627.216   -627.216
Konzern-Gesamtergebnis des Jahres           -9.539.101
Kapitalerhöhung            
Ausgabe von Aktien zum Erwerb der Simark (30) 517.158 1.691.107     2.208.265
Stand 31.12.2013   8.020.045 69.569.925 -664.303 -47.862.710 29.062.957

Konzern-Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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in € Industrie Freizeit Verteidigung & Sicherheit
  2013 2012 2013 2012 2013 2012
Umsatzerlöse 24.969.540 17.499.451 4.798.784 4.838.181 2.644.790 8.922.094
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -17.166.179 -10.920.746 -3.056.478 -3.050.521 -1.550.442 -4.525.846
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.803.361 6.578.705 1.742.306 1.787.660 1.094.348 4.396.248
Vertriebskosten -5.792.988 -2.902.338 -1.166.308 -1.510.575 -1.273.776 -1.448.610
Forschungs- und Entwicklungskosten -3.981.802 -2.798.866 -569.248 -404.726 -1.597.603 -1.053.593
Allgemeine Verwaltungskosten -2.352.958 -1.850.263 -676.943 -659.220 -830.595 -1.045.455
Andere Aufwendungen/Erträge (Saldo) -593.996 -41.865 -262.113 -40.790 -377.933 469.242
Betriebsergebnis (EBIT) -4.918.383 -1.014.627 -932.306 -827.651 -2.985.559 1.317.832
Anpassungen EBIT 3.687.036 8.451 264.654 44.213 667.166 -489.340
EBIT bereinigt -1.231.347 -1.006.176 -667.652 -783.438 -2.318.393 828.492
Abschreibungen -3.045.694 -889.156 -500.351 -347.745 -816.202 -17.606
EBITDA -1.872.689 -125.471 -431.955 -479.906 -2.169.357 1.335.438
Anpassungen EBITDA 1.676.991 8.456 264.654 44.213 329.438 46.218
EBITDA bereinigt -195.698 -117.015 -167.301 -435.693 -1.839.919 1.381.656
Finanzergebnis            
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit            
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag            
Konzernjahresergebnis            
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in € Konzernabschluss
  2013 2012
Umsatzerlöse 32.413.114 31.259.726
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -21.773.099 -18.497.113
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.640.015 12.762.613
Vertriebskosten -8.233.072 -5.861.523
Forschungs- und Entwicklungskosten -6.148.653 -4.257.185
Allgemeine Verwaltungskosten -3.860.496 -3.554.938
Andere Aufwendungen/Erträge (Saldo) -1.234.042 386.587
Betriebsergebnis (EBIT) -8.836.248 -524.446
Anpassungen EBIT 4.618.856 -436.677
EBIT bereinigt -4.217.392 -961.123
Abschreibungen -4.362.247 -1.254.507
EBITDA -4.474.001 730.061
Anpassungen EBITDA 2.271.084 98.887
EBITDA bereinigt -2.202.917 828.948
Finanzergebnis -127.905 79.527
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.964.153 -444.919
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 52.268 19.330
Konzernjahresergebnis -8.911.885 -425.589

Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Textziffer (38) des Konzernanhangs.

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013

1. Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Als Anbieter von netzfernen und netzbasierenden Stromversorgungen bedient der Konzern die Kernmärkte "Industrie", "Verteidigung & Sicherheit" und "Freizeit".

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss 2013 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2013 waren keine geltenden Standards oder Interpretationen anzuwenden, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein.

Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben.

In der Bilanz wurde innerhalb des Eigenkapitals der Ergebnisvortrag mit dem Konzernjahresergebnis zusammengefasst und als Konzernbilanzverlust ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Entwicklung des Konzernbilanzverlusts ist unverändert aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 21. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Angewandte neue Rechnungslegungsstandards

Die folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2013 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2013 angewandt:

Änderungen an IAS 1 "Darstellung der Posten des Sonstigen Ergebnisses": Die Änderung fordert, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Posten künftig getrennt gezeigt werden müssen nach Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) und solchen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen. Die Änderungen betreffen lediglich die Darstellung und wirkten sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus.

Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen sehen neue qualitative und quantitative Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen vor. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben und verfolgt das Ziel einer weiteren Annäherung der IFRS und der US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze (US GAAP). Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

"Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011": Der IASB hat am 3. Mai 2012 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011" Annual Improvements to IFRSs 2009-2011 Cycle) veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2009-2011 wurden kleinere Änderungen an den Standards IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34 vorgenommen, deren Anwendung jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hatten.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 19 veröffentlicht. Hieraus ergeben sich zukünftig insbesondere Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (sogenannte "Defined Benefit Plans"). Unter anderem wird das bisherige Wahlrecht, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis oder zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode zu erfassen, abgeschafft. Diese sind zukünftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zudem ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand zukünftig in der Periode zu erfassen, in der die Planänderung stattfindet und bei der Ermittlung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags ist zukünftig ein einheitlicher Zinssatz für das Netto-Vermögen und die Netto-Verbindlichkeit zugrunde zu legen, der anhand der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen zu ermitteln ist. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neue, noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsstandards

Folgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2013 angewandte, neue und überarbeitete Standards wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt:

Neue Fassung IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 10 wurde IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt. Die Neufassung des IAS 27 behandelt zukünftig nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die bestehenden Leitlinien und Anhangangaben für Einzelabschlüsse blieben dabei unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

Neue Fassung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im November 2009 hat der IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 ist unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.

Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Oktober 2010 hat der IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Ergänzungen sind unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Die bisher verpflichtende Anwendung des IFRS 9 für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wurde auf Perioden verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner werden Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen bei Übergang auf IFRS 9 an Stelle einer Anpassung von Vorjahresangaben zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann, mit aufgenommen. Die in IFRS 9 geforderten zusätzlichen Anhangangaben wurden als Änderung an IFRS 7 hinzugefügt. Die Änderungen der beiden Standards wurden bisher nicht von der EU übernommen.

Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Im November 2013 hat der IASB die Änderungen "Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" herausgegeben und damit IFRS 9 im Hinblick auf die Aufnahme des neuen Modells für die allgemeine Sicherungsbilanzierung, die Gestattung der vorzeitigen Übernahme der Vorschrift, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aus eigenem Kreditrisiko bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden, im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen, und die Streichung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts 1. Januar 2015 geändert. Die gegenwärtige Fassung von IFRS 9 enthält daher keinen Zeitpunkt des Inkrafttretens, steht aber - vorbehaltlich eventuell bestehender Übernahmeprozesse wie in der EU - für die vorzeitige Anwendung zur Verfügung. Ein verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt wird erst dann festgelegt, wenn alle Phasen des Projekts abgeschlossen sind und eine endgültige Fassung von IFRS 9 vorliegt. Auf seiner Sitzung im November 2013 hat der IASB beschlossen, dass IFRS 9 frühestens für Berichtsperioden in Kraft tritt, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 10 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung -Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Die Definition von "Beherrschung" wird durch den neuen IFRS 10 dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 11 veröffentlicht. Zukünftig sind nach IFRS 11 zwei Sachverhalte der gemeinschaftlichen Vereinbarung zu trennen: Gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operation) und Gemeinschaftsunternehmen (joint venture). Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Zukünftig ist zwingend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Sofern es sich um eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) handelt, sind die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" und ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der im Mai 2011 vom IASB veröffentlichte IFRS 12 legt die erforderlichen Anhangangaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ersetzt die derzeit in IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Angabepflichten. Anhangangaben bezogen auf Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen (sogenannte Zweckgesellschaften) sind zukünftig in IFRS 12 neu geregelt. Der neue Standard ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im November 2013 Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen.

Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Im Juni 2012 hat der IASB "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)" veröffentlicht. Mit den Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurden im April 2013 von der EU übernommen.

Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Oktober 2012 hat der IASB die Verlautbarung "Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)" veröffentlicht, mit der eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 "Konzernabschlüsse" gewährt wird. Dies gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Diese Unternehmen würden stattdessen ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 "Finanzinstrumente" oder IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bewerten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurden im November 2013 von der EU übernommen.

Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012" und "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013": Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012 (Annual Improvements to IFRSs 20102012 Cycle)" und die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2010-2012 wurden kleinere Änderungen an folgenden Standards vorgenommen: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/IAS 18 und IAS 24. Das Annual Improvement Projekt 2011-2013 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Die jeweiligen Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen und sind nur prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen.

Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Bewertung von Rückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Die unter diesen Annahmen ermittelten langfristigen Rückstellungen werden abgezinst. Im Berichtsjahr wurden die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) die wahrscheinliche Inanspruchnahme geschätzt.

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden die Nutzungsdauern der Kundenbeziehungen anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).

Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".

Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft und ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft werden aktive latente Steuern basierend auf steuerlichen Ergebnisplanungen bilanziert. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Erläuterung 34 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen.

Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Ebenso ergeben sich bei Simark langfristige Kundenaufträge, die nach der Percentage-of-Completion Methode bilanziert werden.

Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z.B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und -kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".

Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden.

Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".

Unternehmenserwerb: Ferner sind im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. Schätzungen hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere erworbener immaterieller Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation zum Erwerbstichtag, notwendig. Siehe hierzu die Erläuterungen zu "Änderungen im Konsolidierungskreis" in diesem Abschnitt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen, ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft, die im Jahr 2011 erworbene PBF Gruppe sowie die im Berichtsjahr erworbene Simark Controls Ltd. und 541462 Alberta Ltd., und die im Berichtsjahr gegründete Simark Holdings Ltd. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).

Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2013 geht aus der folgenden Tabelle hervor.

Tochterunternehmen, die voll in den Konsolidierungskreis einbezogen werden

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Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital unmittelbar
in %
Anteil am Kapital mittelbar
in %
Anteil am Kapital gesamt
in %
Währung
SFC Energy, Inc. Rockville (USA) 100,00 - 100,00 USD
Simark Holdings Ltd. Alberta (Kanada) 100,00 - 100,00 CAN
Simark Controls Ltd. Alberta (Kanada) 5,83 94,17 100,00 CAN
541462 Alberta Ltd. Alberta (Kanada) 15,00 85,00 100,00 CAN
PBF Group B.V. Almelo (Niederlande) 100,00 - 100,00 EUR
PBF Power Srl Cluj-Napoca (Rumänien) - 100,00 100,00 RON

Daneben hält die PBF Group B.V. noch einen 100%igen Anteil an der PBF Hong Kong Limited, China. Die nicht operative Tochtergesellschaft hatte zum Erwerbsstichtag einen beizulegenden Wert von € 0 und wurde wegen Unwesentlichkeit nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Neben dem Mutterunternehmen, der SFC Energy AG, umfasst der der Konsolidierungskreis 6 (Vorjahr: 5) ausländische Tochterunternehmen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurden die PBF Group B.V. und die Power Concepts B.V. auf die P&E Interholding B.V. verschmolzen. Die P&E Interholding B.V. wurde anschließend in PBF Group B.V. umbenannt. Die Verschmelzung wurde mit Urkunde vom 11. Dezember 2013 beschlossen und am gleichen Tag in das zuständige Register eingetragen.

Mit Urkunde vom 23. Mai 2013 hat die SFC Energy AG die Simark Holdings Ltd., Alberta, Kanada, gegründet. Die Gründung erfolgte in Hinblick auf den Erwerb der Anteile an der Simark Controls Ltd., Alberta, Kanada sowie der 541462 Alberta Ltd., Alberta, Kanada.

SFC Energy AG und die Simark Holdings Ltd. unterzeichneten am 4. Juli 2013 einen Kaufvertrag über den Erwerb von zusammen 100% der Anteile an der Simark Controls Ltd. sowie der 541462 Alberta Ltd. Nach Erfüllung aller Closing-Konditionen wurde die Transaktion am 30. August 2013 (Erwerbszeitpunkt) abgeschlossen, so dass die SFC Energy AG nun mittelbar bzw. unmittelbar insgesamt jeweils 100% an den erworbenen Gesellschaften besitzt. Bei der 541462 Alberta Ltd. handelt es sich um eine reine Holding-Gesellschaft, die operative Tätigkeit wird über die Simark Controls Ltd. ausgeübt.

Hauptgrund für den Unternehmenszusammenschluss ist die geplante Vorwärtsintegration und Expansion in den nordamerikanischen Öl & Gas Markt durch den Erwerb von Simark Controls Ltd. als weiteren Schritt in der strategischen Ausrichtung der SFC Gruppe zum Systemanbieter.

Die gesamten Leistungen stellen sich gemäß dem Kaufvertrag wie folgt dar:

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Zum 31.08.2013 in Mio. CAD $ in Mio. €
Barkomponente, fällig zum Closing 16,25 11,67
SFC-Aktienkomponente 3,75 2,69
Earn-Out Komponente, fällig in 2014 1,67 1,20
Barkomponente, fällig in 2015 und 2016 3,33 2,39
Gesamt 25,00 17,95
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Umrechnungskurs Euro zu CAD $ (Stand: 31.08.2013) 1,3934

Die Barkomponente, fällig zum Closing, beinhaltet insgesamt € 5,86 Mio. die verwendet wurden, um Verbindlichkeiten der Simark Controls Ltd. an Erfüllungs statt zurückzuführen und sind insofern im Rahmen der Kaufpreisallokation kein Bestandteil des Kaufpreises. Im statutorischen Abschluss der Simark Controls Ltd. wurde dieser Betrag als Einlage verbucht.

Die Barkomponente, fällig zum Closing, reduzierte sich bis zum Erwerbszeitpunkt aufgrund einer Working Capital Adjustment-Vereinbarung entsprechend um € 0,22 Mio.

Im Rahmen der Aktienkomponente erhalten die Verkäufer 517.158 neu auszugebende SFC-Aktien aus dem bestehenden genehmigten Kapital der Gesellschaft. Als Ausgabebetrag wurde ein volumengewichteter Durchschnittskurs in Höhe von € 5,14 zuzüglich eines Aufschlages von 5% vereinbart (€ 5,39).

Der Zeitwert der SFC-Aktienkomponente beläuft sich unter Berücksichtigung des Kurses der SFC Aktie zum Erwerbszeitpunkt auf € 2,21 Mio.

Sowohl bei der Earnout-Komponente als auch bei den Barkomponenten 2014 und 2015, fällig in 2015 und 2016, handelt es sich um separate Transaktionen im Sinne des IFRS 3.51, da die Zahlungen an die Weiterbeschäftigung bestimmter Mitglieder des Managements der Simark Controls Ltd. gekoppelt sind.

Die bedingte Gegenleistung (Earnout-Komponente) wird gewährt, soweit im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis (EBITDA 2013 zuzüglich der Bruttomarge auf die Erhöhung des Auftragsbestandes in 2013) von mehr als CAD $ 2,99 Mio. erreicht wird. Für eine Erreichung von CAD $ 2,99 Mio. werden 65%, für eine Erreichung von CAD $4,60 Mio. werden 100% der bedingten Gegenleistung gewährt. Der minimale potenzielle Betrag den die SFC Gruppe im Rahmen der Vereinbarung über die bedingte Gegenleistung leisten müsste, ist null; der maximale Betrag ist € 1,20 Mio.

Wir gehen aktuell und in Abweichung von der Annahme bei Erstellung des Neunmonatsberichtes 2013 davon aus, dass die Voraussetzungen für die Auszahlung der Earnout-Komponente weitestgehend erfüllt werden, so dass sich der Zeitwert der Vereinbarung über die bedingte Gegenleistung (Earnout-Komponente) auf ca. CAD $1,4 Mio. oder € 0,9 Mio. beläuft.

Die Barkomponenten in Höhe von € 2,39 Mio., fällig in 2015 und 2016 jeweils zu 50%, werden gemäß IFRS 3 B55 als Compensation (zukünftiger Personalaufwand) klassifiziert, da die Zahlungen an eine weitergehende Beschäftigung der Verkäufer gebunden sind.

Der minimale potenzielle Betrag den die SFC Gruppe im Rahmen der Vereinbarung über die bedingten Gegenleistungen (Barkomponenten, fällig 2015 und 2016) leisten müsste, beträgt bei Nichterfüllung der weitergehenden Beschäftigung € 0; der maximale Betrag beläuft sich auf € 2,39 Mio.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 (ohne Berücksichtigung der Compensation, aber unter Berücksichtigung der an Erfüllungsstatt abgelösten Verbindlichkeiten der Simark Controls Ltd.) beträgt insgesamt € 7,56 Mio.

Die Purchase Price Allocation ist in vollem Umfang vorläufig.

Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von € 1,076 Mio, im Wesentlichen für Beratungsgebühren angefallen. Diese Kosten sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Überleitung vom Kaufpreis zum erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert stellt sich vorläufig wie folgt dar:

Veränderungen im Konsolidierungskreis

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  Vorläufige Beträge zum 3. Quartal 2013 in CAD $ Anpassungen im 4. Quartal 2013 in CAD $ Jahresendwerte in CAD $ in €
Kaufpreis        
Zahlungsmittel 15.921.738   15.921.738 11.426.538
Eigenkapitalinstrumente (517.158 Stammaktien von SFC) 3.076.996   3.076.996 2.208.265
Change of control pool -306.191   -306.191 -219.744
abgelöste Verbindlichkeiten (Zahlung an Erfüllungs statt) -8.159.144   -8.159.144 -5.855.565
  10.533.399   10.533.399 7.559.494
Die vereinbarte bedingte Gegenleistung (Earn-Out und Barkomponente, fällig in 2015 und 2016) wird als Personalaufwand dargestellt.        
Für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfasste beizulegende Zeitwerte        
Vorräte 2.991.064 250.000 3.241.064 2.326.011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.448.710   6.448.710 4.628.039
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 214.162   214.162 153.697
Im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierte immaterielle Vermögenswerte 6.106.415 -9.157 6.097.258 4.375.813
Neubewertung der Vorräte im Zuge der Kaufpreisallokation 39.286   39.286 28.195
Passive latente Steuern auf diese identifizierten immateriellen Vermögenswerte -1.597.882 2.381 -1.595.501 -1.145.042
Immaterielle Vermögenswerte 38.347   38.347 27.520
Sachanlagen 332.911   332.911 238.920
Aktive latente Steuern 186.233 -62.500 123.733 88.799
Verbindlichkeiten -12.826.051   -12.826.051 -9.204.859
Rückstellungen -1.994.546   -1.994.546 -1.431.424
Passive latente Steuern -16.409   -16.409 -11.776
Identifizierbare Nettovermögenswerte gesamt -77.760 180.724 102.964 73.894
Geschäfts- oder Firmenwert 10.611.159 -180.724 10.430.435 7.485.600
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Umrechnungskurs Euro zu CAD $ (Stand: 31.08.2013) 1,3934

Die Differenz zwischen dem obigen Kaufpreis, Zahlungsmittel, und der Barkomponente, fällig zum Closing, resultiert aus einem niedrigeren als im Kaufvertrag vereinbarten Working capital Bestand.

Der angesetzte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von € 7,49 Mio. setzt sich größtenteils aus Cross-Selling- und Skaleneffekten zusammen, die aus dem Unternehmenszusammenschluss erwartet werden.

Der Zeitwert der erworbenen Forderungen wird mit € 4,63 Mio. angesetzt. Der Bruttobetrag beträgt € 4,72 Mio. dieser Betrag wurde mit € 0,09 Mio. wertberichtigt.

Mit weiteren uneinbringlichen, vertraglichen Cashflows wird nicht gerechnet.

Eventualverbindlichkeiten waren nicht zu verzeichnen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert kann nicht als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten beliefen sich auf € 1,08 Mio.

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis der Simark Controls Ltd. (ohne Einflüsse aus der Purchase Price Allocation) stellen sich wie folgt dar:

Zeitraum seit Erstkonsolidierung (1.9.-31.12.2013):

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Umsatzerlöse: € 8,3 Mio.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: € 0,3 Mio.

Zeitraum Geschäftsjahr 2013 (1.1.-31.12.2013):

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Umsatzerlöse: € 25,1 Mio.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: € 0,7 Mio.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Umsatzrealisierung

Der größte Anteil am Umsatz von SFC wird mit dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen erzielt. Die EFOY COMFORT kommt unter anderem im Freizeitmarkt, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Markt Verteidigung & Sicherheit entwickelten Brennstoffzellensystemen (EMILY 3000 und EMILY Cube 2500) und aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen (JENNY) erzielt. In diesem Markt kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen realisiert.

Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software.

Simark ist Value Added Reseller (VAR) und Produktintegrator für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen.

Die Erfassung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.

Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen und Power Manager. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.

Diese langfristigen Entwicklungsaufträge sowie die durch Simark erbrachten langfristigen Auftragsfertigungen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion.

Aufwandsrealisierung

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• ERP-Software 5 - 8 Jahre
• Software 3 - 10 Jahre
• Patente 5 - 14 Jahre
• Lizenzen 2 - 5 Jahre

Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.

Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten bei SFC liegt bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.

Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.

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• Kundenbeziehungen PBF 8 Jahre
• Technologie PBF 6 Jahre
• Auftragsbestand PBF 1 Jahr

Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt.

Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.

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• Auftragsbestand Simark 2 Jahre
• Kundenbeziehungen Simark 3 - 4 Jahre

Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen bilanzierten Sachanlagen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

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• Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Fremdkapitalkosten

Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs-oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2013 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.

Fertigungsaufträge

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten ermittelt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem zeit- und risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Leasingverhältnisse

Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d.h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operate Leases". Im Geschäftsjahr 2013 lag innerhalb der Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. ein Vertragsverhältnis in Form eines Finanzierungsleasings vor. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 27 "Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing".

Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und PBF und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen sowie zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität gewährt.

Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.

Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten und der allgemeinen Verwaltungskosten direkt ertragswirksam erfasst.

Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.

Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.

Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Konsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.

Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebniseliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet.

Währungsumrechnung

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.

Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen hat sich wie folgt entwickelt:

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in € Durchschnittlicher Kurs 2013 Durchschnittlicher Kurs 2012 Stichtagskurs 31.12.2013 Stichtagskurs 31.12.2012
US-Dollar (USD) 0,75290 0,77773 0,72637 0,75844
Kanadischer Dollar (CAD) 0,70607 n/a 0,68325 n/a

2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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  2013
in €
2012
in €
Umsatzerlöse 32.413.114 31.259.726
davon aus Percentage-of-Completion 2.645.207 501.116

Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen. Zum einen durch die zusätzlichen Umsatzerlöse der seit dem 30. August 2013 vollkonsolidierten Simark Controls Ltd., und zum anderen durch einen Umsatzrückgang bei der SFC Energy AG.

Letzteres betrifft im Wesentlichen das Segment Verteidigung & Sicherheit aufgrund von Verzögerungen von Auftragsvergaben wegen der ungeklärten Haushaltssituation in den USA und aufgrund reformbedingter Verschiebungen bei der Bundeswehr in Deutschland. Zudem verzögern notwendige technische Nacharbeiten neue Beauftragungen in Deutschland.

Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".

(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Materialaufwand 16.199.554 13.926.477
Personalkosten 2.887.827 2.426.224
Raumkosten 842.655 734.891
Abschreibungen 731.186 470.000
Transportkosten 661.398 385.402
Beratung 117.093 82.647
Übrige 333.386 471.472
Summe 21.773.099 18.497.113

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:

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  2013
in €
2012
in €
Personalkosten 4.062.002 2.796.931
Abschreibungen 1.350.502 229.928
Werbe- und Reisekosten 1.062.870 1.322.973
Beratung / Provision 804.634 615.203
Materialaufwand 110.608 86.246
Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen 11.890 79.096
Übrige 830.564 731.146
Summe 8.233.072 5.861.523

(4) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Personalkosten 3.309.768 3.253.408
Übrige Abschreibungen 1.099.001 335.195
Wertminderungsaufwand/Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 1.055.508 584.329
Beratung und Patente 558.508 586.623
Materialaufwand 476.739 488.694
Raumkosten 414.591 369.099
Übrige 249.297 134.608
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -206.595 -383.250
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -808.165 -1.111.521
Summe 6.148.653 4.257.185

In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von € 311.420 (Vorjahr: € 0) enthalten.

(5) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:

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  2013
in €
2012
in €
Personalkosten 1.840.478 1.718.017
Prüfungs- u. Beratungskosten 606.627 569.416
Versicherung 197.708 144.311
Investor Relations/Hauptversammlung 189.277 184.067
Reisekosten 172.341 121.239
Abschreibungen 153.210 170.617
Aufsichtsratsvergütung 112.500 112.500
KfZ-Kosten 108.496 78.839
Personalbeschaffungskosten 67.012 20.335
Wartungskosten für Hard- und Software 51.869 59.743
Übrige 554.009 603.490
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -193.031 -227.636
Summe 3.860.496 3.554.938

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Erträge aus der Auflösung der PBF-Earn-Out-Verpflichtung 921.331 123.752
Erträge aus Kursdifferenzen 71.963 68.468
Periodenfremde Erträge 69 2.571
Zuschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen 0 535.563
Übrige 48.065 18.388
Summe 1.041.429 748.742

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Akquisitionsaufwendungen 1.076.409 132.638
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 395.626 0
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 189.342 139.320
Periodenfremde Aufwendungen 1.117 2.009
Übrige 45.996 88.188
Summe 1.708.490 362.155

(8) Restrukturierungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2013 sind Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von € 566.981 entstanden. Die innerhalb des Betriebsergebnisses ausgewiesene Position enthält nahezu ausschließlich die in diesem Zusammenhang entstandenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Im Vorjahr sind keine Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen angefallen.

(9) Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

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  2013
in €
2012
in €
Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalente 66.554 210.504
Übrige 0 3.300
Summe Zinsen und ähnliche Erträge 66.554 213.804

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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  2013
in €
2012
in €
Aufzinsung sonstiger Rückstellungen 75.242 80.058
Übrige 119.217 54.219
Summe Zinsen und ähnliche Aufwendungen 194.459 134.277

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

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  2013
in €
2012
in €
Tatsächliche Ertragsteuern auf das Ergebnis des laufenden Jahres 113.960 18.258
Latenter Steuerertrag (-)/ -aufwand (+) aus der: Auflösung passiver latenter Steuern auf andere immaterielle Vermögenswerte -250.293 -98.293
Bildung passiver latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten 40.800 24.243
Bildung passiver latenter Steuern auf Sachanlagen 1.531 0
Auflösung aktiver latenter Steuern auf Vorräte 47.980 36.462
Bildung aktiver latenter Steuern auf sonstige Rückstellungen -6.246 0
Saldo Steuerertrag (-)/ -aufwand (+) der Steuern vom Einkommen und Ertrag -52.268 -19.330

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5%. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (Vorjahr: 27,38 %).

Für die Tochtergesellschaften in den USA, den Niederlanden, Rumänien und Kanada erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 18 % bis 26 % (Vorjahr: 18 % bis 25 %) angewandt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Aktive latente Steuern    
Verlustvorträge 120.427 387.114
Rückstellungen 177.698 130.981
Vorräte 15.415 86.279
Sonstige Schulden 158 35.822
Übrige 51.717 -20.988
Summe aktive latente Steuern 365.414 619.208
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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Passive latente Steuern    
Andere immaterielle Vermögenswerte 1.401.505 556.668
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 270.061 549.962
Sonstige Vermögenswerte 63.378 27.533
Summe passive latente Steuern 1.734.944 1.134.163

Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und in den USA in Höhe von ca. € 40.010.887 (Vorjahr: € 34.634.445) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 33.806.798 (Vorjahr: € 29.217.165) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC und ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 120.427 gebildet. Auf die Verlustvorträge der Simark Holdings Ltd. wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Zum 31.12.2013 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 72.753.359 (Vorjahr: € 60.628.288) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von € 68.854.454 (Vorjahr: € 57.362.949) in Deutschland unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in den USA in Höhe von € 4.065.848 (Vorjahr: € 3.364.586) nach 20 Jahren verfallen. Daneben wurden weitere latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen i.H.v. € 51.006 nicht erfasst.

Passive latente Steuern auf sog. Outside basis differences bestehen nicht.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand bzw. -ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

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  2013
in €
2012
in €
Steuersatz 27,38% 27,38%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.964.153 -444.919
Erwarteter Steuerertrag -2.454.385 -121.819
Überleitung zum ausgewiesenen Steuerertrag    
Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 1.730.081 411
Unterschiede im Steuersatz 20.283 52.375
Steuern aus permanenten Differenzen - nicht abzugsfähige Aufwendungen -40.223 -12.088
Auswirkung nicht steuerwirksamer Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 401.947 0
Währungsdifferenzen 31.237 13.075
Sonstige 258.793 48.716
Steuerertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -52.268 -19.330

(11) Materialaufwand

Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 13.995.291 10.696.906
Bezogene Leistungen 3.120.587 3.804.703
Summe 17.115.878 14.501.609

(12) Abschreibungen

Zu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterungen 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen".

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.

(13) Personalaufwand und Mitarbeiter

Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:

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  2013
in €
2012
in €
Löhne und Gehälter 8.939.678 7.387.744
Gesetzliche Sozialaufwendungen 1.215.237 1.124.836
Personalaufwand resultierend aus dem Earn-Out 993.514 0
Variablen / Prämien 602.408 976.471
Restrukturierungsaufwendungen 566.981 0
Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung 369.420 319.462
Ertrag bzw. Aufwand Long Term Incentive Plan -319.131 226.523
Übrige 298.949 159.543
Summe 12.667.057 10.194.579

In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 618.841 (Vorjahr: € 586.530) enthalten.

Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:

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Anzahl Mitarbeiter 2013 2012
Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) 190 159
Angestellte in Teilzeit 31 27
Summe 221 186

Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 6 (Vorjahr: 10) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

3. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(14) Vorräte

Die Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.670.780 3.670.781
Fertige Erzeugnisse 3.727.216 1.753.744
Unfertige Erzeugnisse 315.259 390.253
Summe 7.713.256 5.814.778

Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung 3.934.562 3.804.237
Bewertungsabschläge -263.782 -133.456
Nettobuchwert 3.670.780 3.670.781
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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung 4.552.046 2.268.953
Bewertungsabschläge -509.571 -124.956
Nettobuchwert 4.042.476 2.143.997

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von € 313.365 (Vorjahr: € 148.521) als Aufwand erfasst. Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 3.501.976 (Vorjahr: € 1.931.396) wurden als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis 9.424.795 3.800.421
Einzelwertberichtigungen -166.746 -103.924
Summe 9.258.049 3.696.497

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 4.883.323 (Vorjahr: € 0) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 2.220.700 (Vorjahr: € 1.643.368) sind als Sicherheit für eine noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,6 %) in Höhe von € 193.065 verpfändet.

(16) Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion

Sofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen.

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
In der Periode als Umsatzerlöse erfasste Auftragserlöse 2.645.207 501.116
Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und erfasste Gewinne 3.568.464 504.949
Erfolgte Teilabrechnungen 4.523.329 572.958
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Forderungen aus Percentage-of-Completion) 217.932 0
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion) -1.172.797 -68.009

Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang, z.B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer, zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und -kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013 sanken die Projektvolumina aufgrund von Anpassungen und Wechselkursänderungen um € 7.617 (Vorjahr: Anstieg um € 813.638). In diesem Zusammenhang stiegen die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr lediglich um € 6.148 (Vorjahr: € 502.775). Infolgedessen ging der Umsatz in 2013 um € 7.617 zurück (Vorjahr: Anstieg um € 252.463) und das Bruttoergebnis vom Umsatz sank um € 13.765 (Vorjahr: Anstieg um € 140.568). Die Änderung der Gesamtprojektkosten führt in den Folgejahren zu keiner Erhöhung der Auftragskosten (Vorjahr: € 390.879).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(17) Forderungen aus Ertragsteuern

Die Forderungen aus Ertragsteuern beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen (inkl. Solidaritätszuschlag) und niederländische Körperschaftsteuer und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(18) Sonstige Vermögenswerte und Forderungen

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Umsatzsteuerforderungen 312.553 42.168
Geleistete Anzahlungen 236.186 82.878
Sonstige Vorauszahlungen 209.204 0
Rechnungsabgrenzungsposten 197.804 58.722
Forderungen aus Zuschüssen 81.644 379.389
Zinsforderung Festgelder 1.076 10.405
Forderungen gegen Altgesellschafter PBF 0 350.000
Übrige 169.199 194.668
Summe 1.207.667 1.118.230

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 291.924 (Vorjahr: € 739.794).

(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag eine Bankbürgschaft in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 285.000). Hierzu wurden Festgelder in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 285.000) verpfändet.

(21) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

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in € Software Erworbene Patente und Lizenzen Aktivierte Patente Entwicklungskosten Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe und Simark Andere immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungskosten            
Stand zum 01.01.2012 556.942 329.733 568.554 4.101.291 6.139.969 2.654.022
Zugänge 134.838 42.444 2.933 380.317 0 0
Abgänge -5.551 0 0 0 0 0
Umbuchungen -202 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen -708 -4.543 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2012 685.319 367.634 571.487 4.481.608 6.139.969 2.654.022
Änderungen im Konsolidierungskreis 27.521 0 0 0 7.485.600 4.375.813
Zugänge 64.828 55.766 0 206.595 0 0
Abgänge -43.743 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen -2.908 -10.019 0 0 -359.039 -209.881
Stand zum 31.12.2013 731.017 413.381 571.487 4.688.203 13.266.530 6.819.954
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand            
Stand zum 01.01.2012 -355.203 -65.964 -474.561 -2.385.952 0 -34.176
Planmäßige Abschreibung -123.970 -25.062 -39.674 -544.655 0 -393.176
Zuschreibungen 0 0 0 535.563 0 0
Abgänge 5.546 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 609 754 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2012 -473.018 -90.272 -514.235 -2.395.044 0 -427.352
Planmäßige Abschreibung -82.115 -47.256 -27.450 -716.638 0 -949.591
Abgänge 43.722 0 0 0 0 0
Wertminderungsaufwand 0 0 0 -311.420 -1.468.032 0
Währungsdifferenzen 1.548 2.023 0 0 0 18.367
Stand zum 31.12.2013 -509.862 -135.505 -541.685 -3.423.102 -1.468.032 -1.358.576
Buchwerte            
Stand zum 01.01.2012 201.739 263.769 93.993 1.715.339 6.139.969 2.619.846
Stand zum 31.12.2012 212.301 277.362 57.252 2.086.564 6.139.969 2.226.670
Stand zum 31.12.2013 221.154 277.876 29.802 1.265.101 11.798.498 5.461.378
scroll
in € Summe
Anschaffungskosten  
Stand zum 01.01.2012 14.350.511
Zugänge 560.532
Abgänge -5.551
Umbuchungen -202
Währungsdifferenzen -5.251
Stand zum 31.12.2012 14.900.039
Änderungen im Konsolidierungskreis 11.888.933
Zugänge 327.189
Abgänge -43.743
Währungsdifferenzen -581.846
Stand zum 31.12.2013 26.490.572
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand  
Stand zum 01.01.2012 -3.315.856
Planmäßige Abschreibung -1.126.537
Zuschreibungen 535.563
Abgänge 5.546
Währungsdifferenzen 1.363
Stand zum 31.12.2012 -3.899.921
Planmäßige Abschreibung -1.823.050
Abgänge 43.722
Wertminderungsaufwand -1.779.452
Währungsdifferenzen 21.938
Stand zum 31.12.2013 -7.436.763
Buchwerte  
Stand zum 01.01.2012 11.034.655
Stand zum 31.12.2012 11.000.118
Stand zum 31.12.2013 19.053.809

Entwicklungskosten

In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 1.001.196 (Vorjahr: € 1.339.157) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten (€ 808.165) sowie allgemeinen Verwaltungskosten (€ 193.031) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013 lagen im Zusammenhang mit den Unwägbarkeiten bei der Haushaltslage und notwendigen technischen Nacharbeiten bei ausgelieferten Produkten der Bundeswehr Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall der damit zusammenstehenden aktivierten Entwicklungsleistungen vor. Auf der Basis eines daraufhin durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde im Geschäftsjahr 2013 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 311.420 (Vorjahr: € 0) auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Basis des Nutzungswertes der jeweiligen Vermögenswerte ermittelt, indem ein Diskontierungssatz in Höhe von 9,50 % angewandt wurde. Die Wertminderungsaufwendungen wurden unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen und betreffen das Segment Verteidigung & Sicherheit.

Im Vorjahr erfolgte eine Wertaufholung in Höhe von € 535.563 auf eine zuvor erfasste außerplanmäßige Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten, welche unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ausgewiesen ist.

Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe und Simark Controls Ltd.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe in Höhe von € 6.139.969 ermittelt worden ist, wurde auf die Zahlungsmittel generierende Einheit PBF Gruppe zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen des Impairment Tests erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Dreijahresplanung (2014 bis 2016) verwendet. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des vorletzten Planjahres wird mit 1,5 % und des letzten Planjahres wird mit 0,5 % angesetzt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,75 % sowie einer Marktrisikoprämie von 6,25 %. Ausgehend hiervon wurde unter Berücksichtigung des Beta-Faktors, des Steuersatzes sowie der Kapitalstruktur der Vergleichsgruppe ein durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) in Höhe von 8,62 % verwendet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten für die Zahlungsmittel generierende Einheit werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden. Auf Basis der vorangegangenen Ausführungen wurde im Berichtsjahr ein Wertminderungsaufwand hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von € 1.468.032 festgestellt, welcher anteilig jeweils zur Hälfte bei den Abschreibungen innerhalb der Vertriebs-, sowie innerhalb der Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst wurde. Hauptursächlich für diese Wertminderung sind der fehlende Umsatz aus wechselseitigen Verkäufen an die jeweils bestehende Kundenbasis von SFC und PBF (Cross Selling), sowie die, entgegen den ursprünglichen Erwartungen, geringere Entwicklung von gemeinsamen Produkten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 7.485.600 (kan. Dollar 10.430.435) ermittelt worden ist, wurde auf die Zahlungsmittel generierende Einheit Simark zugeordnet, die ausschließlich in dem Segment "Industrie" tätig ist. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen des Impairment Tests erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Dreijahresplanung (2014 bis 2016) verwendet. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des vorletzten Planjahres wird mit 1,5 % und des letzten Planjahres wird mit 0,5% angesetzt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 3,90 % sowie einer Marktrisikoprämie von 5,00%. Ausgehend hiervon wurde unter Berücksichtigung des Beta-Faktors, des Steuersatzes sowie der Kapitalstruktur der Vergleichsgruppe ein durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) in Höhe von 8,47 % verwendet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten für die Zahlungsmittel generierende Einheit werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden.

Andere immaterielle Vermögenswerte PBF Gruppe und Simark Controls Ltd.

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe:

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in € Kundenbeziehungen Technologie Auftragsbestand Summe
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2013 1.408.354 1.231.359 14.309 2.654.022
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2013 1.408.354 1.231.359 14.309 2.654.022
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand        
Stand zum 01.01.2013 -190.714 -222.329 -14.309 -427.352
Planmäßige Abschreibung -176.044 -205.227 0 -381.271
Stand zum 31.12.2013 -366.758 -427.556 -14.309 -808.623
Buchwerte        
Stand zum 01.01.2013 1.217.640 1.009.030 0 2.226.670
Stand zum 31.12.2013 1.041.596 803.803 0 1.845.399
Restabschreibungsdauer (Jahre) 6 4 0  

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. wurden das Markenzeichen, die Kundenbeziehungen sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd.:

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in € Markenzeichen Kundenbeziehungen Auftragsbestand Summe
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2013 0 0 0 0
Änderungen im Konsolidierungskreis 38.508 4.021.161 316.144 4.375.813
Währungsdifferenzen -1.847 -192.871 -15.163 -209.881
Stand zum 31.12.2013 36.661 3.828.291 300.980 4.165.932
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand        
Stand zum 01.01.2013 0 0 0 0
Planmäßige Abschreibung 0 -357.853 -210.467 -568.320
Währungsdifferenzen 0 11.565 6.802 18.367
Stand zum 31.12.2013 0 -346.288 -203.665 -549.953
Buchwerte        
Stand zum 01.01.2013 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2013 36.661 3.482.003 97.315 3.615.979
Restabschreibungsdauer (Jahre) 3 3-4 2  

(22) Sachanlagen

Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

scroll
in € Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungskosten      
Stand zum 01.01.2012 1.134.478 3.227.123 4.361.601
Zugänge 39.656 278.090 317.746
Abgänge 0 -71.948 -71.948
Umgliederungen -3.475 3.677 202
Währungsdifferenzen 0 -429 -429
Stand zum 31.12.2012 1.170.659 3.436.513 4.607.172
Änderungen im Konsolidierungskreis 71.204 167.716 238.920
Zugänge 135.473 295.132 430.605
Abgänge 0 -61.005 -61.005
Umgliederungen 401.461 -401.461 0
Währungsdifferenzen -3.415 -10.660 -14.075
Stand zum 31.12.2013 1.775.382 3.426.235 5.201.617
Abschreibungen und Wertminderungsaufwand      
Stand zum 01.01.2012 -385.643 -1.229.380 -1.615.023
Planmäßige Abschreibung -202.363 -461.170 -663.533
Abgänge 0 71.419 71.419
Währungsdifferenzen 0 256 256
Stand zum 31.12.2012 -588.006 -1.618.875 -2.206.881
Planmäßige Abschreibung -269.493 -490.252 -759.745
Abgänge 0 59.184 59.184
Währungsdifferenzen 98 1.727 1.825
Stand zum 31.12.2013 -857.401 -2.048.216 -2.905.617
Buchwerte      
Stand zum 01.01.2012 748.835 1.997.743 2.746.578
Stand zum 31.12.2012 582.653 1.817.638 2.400.291
Stand zum 31.12.2013 917.980 1.378.019 2.295.999

Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.174.213 (Vorjahr: € 303.491) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

(23) Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

scroll
in € Gewährleistungs-
rückstellungen
Drohverlust-
rückstellung
Übrige sonstige Rückstellungen Summe Sonstige Rückstellunge Steuerrückstellungen
Stand zum 01.01.2013 1.919.811 413.650 0 2.333.461 52.383
Währungsdifferenzen -29 0 -776 -805 0
Zuführung 415.408 395.626 24.021 835.055 36.082
Aufzinsung 63.328 11.914 0 75.242 0
Verbrauch -79.551 -211.604 0 -291.155 0
Auflösung -438.428 0 0 -438.428 0
Stand zum 31.12.2013 1.880.539 609.586 23.245 2.513.371 88.466
davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 1.344.750 431.666 23.245 1.799.661 0

Gewährleistungsrückstellungen

Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 3,43 % (Vorjahr: 3,79 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 3,59 % (Vorjahr: 3,93 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist, 3,76 % (Vorjahr: 4,08 %) auf den Teil, der nach 4 Jahren fällig ist und 3,93 % (Vorjahr: 4,22 %) auf den Teil, der nach 5 Jahren fällig ist, zu Grunde gelegt.

Drohverlustrückstellungen

Bei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Miet- und Leasingaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2015 zu rechnen. Auf Basis bestehender Miet- und Leasingverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Die Abzinsungsfaktoren wurden, in Abhängigkeit von den Restlaufzeiten, mit 3,43 %-4,22 % angesetzt.

Übrige sonstige Rückstellungen

Innerhalb der übrigen sonstigen Rückstellungen wird eine Prämie für Mitarbeiter aus dem Vertriebsbereich erfasst, welche nach 3-jährigem Verbleib im Konzern einen Anspruch auf Auszahlung besitzen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten niederländische und rumänische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Darlehen sowie Kontokorrentkredite ausgewiesen. Im Vorjahr enthielt diese Position lediglich Kontokorrentkredite. Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist im Wesentlichen auf ein an die Simark Holdings Ltd. ausgereichtes variabel verzinsliches Darlehen in Höhe von € 402.651 (Vorjahr: € 0) mit einer Laufzeit bis 15.7.2018 sowie der Inanspruchnahme der Kreditlinie der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 1.179.549 (Vorjahr: € 0) zurückzuführen. Der langfristige Anteil dieses Darlehens in Höhe von € 2.281.526 (Vorjahr: € 0) wird unter den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

(25) Verbindlichkeiten aus Anzahlungen

Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(27) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen Finanzierungs-Leasingverhältnisse abgeschlossen. Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns betreffen ausschließlich Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen der Simark Controls Ltd. Die Vertragslaufzeiten umfassen dabei zwischen drei bis fünf Jahren. Die Verträge enthalten Verlängerungsklauseln auf Monatsbasis sowie Kaufoptionen zum Ende des Leasingvertrags. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen des Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der nachfolgenden Darstellung entnommen werden:

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in € 31.12.2013 31.12.2012
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.931 0
Nettobuchwert der aktivierten Leasinggegenstände 107.931 0

Die zum Abschlussstichtag aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen können auf die Verbindlichkeiten wie folgt übergeleitet werden:

scroll
  31.12.2013 31.12.2012
in € Mindestleasing-
zahlungen
In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-
leasing (Barwert)
Mindestleasing-
zahlungen
In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-
leasing (Barwert)
Innerhalb eines Jahres 53.566 1.795 51.771 0 0 0
Zwischen einem und fünf Jahren 38.354 7.595 30.759 0 0 0
Gesamt 91.920 9.390 82.530 0 0 0

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Bedingte Gegenleistung aus dem Unternehmenserwerb (Simark) 961.406 0
Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien 668.569 471.630
Restrukturierungsaufwendungen 443.407 0
Ausstehender Urlaub 252.299 210.696
Lohnsteuer 244.949 262.083
Umsatzsteuer 241.722 618.585
13. Gehalt 154.210 132.211
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 81.578 33.580
Long Term Incentive Plan 77.161 396.292
Aufsichtsratvergütung 50.000 32.240
Berufsgenossenschaftsbeiträge 49.000 55.600
Aufbewahrung für Geschäftsunterlagen 30.500 30.000
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 25.200 0
Abgegrenzte Rechnungen 15.334 188.205
Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe 10.920 5.760
Überstunden 4.756 36.085
Verbindlichkeiten aus Unternehmenskauf (PBF) 0 668.667
Abfindung und Freistellung 0 3.400
Übrige 18.628 30.525
Summe 3.329.640 3.175.559

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich den langfristigen Teil einer Verpflichtung, welche aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen gebildet wurde. Im Vorjahr umfasste diese Position die passivierte Schuld aus dem Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte sowie die Earn-out Komponente aus der Kaufpreisvereinbarung im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der PBF.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.060.406 (Vorjahr: € 1.401.421).

(29) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von € 72.937 (Vorjahr: € 0) beinhalten ausschließlich ausländische Ertragsteuerschulden der Simark Controls Ltd.

(30) Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 8.020.045 (Vorjahr: € 7.502.887) und ist eingeteilt in 8.020.045 (Vorjahr: 7.502.887) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals resultiert aus dem Unternehmenserwerb der Simark Controls Ltd., in Zuge dessen ein Teil des Kaufpreises im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung durch Ausgabe von 517.158 neuen Aktien an die Altgesellschafter der Simark Controls Ltd. beglichen wurde.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 69.569.925 (Vorjahr: € 67.878.818). Die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von € 1.691.107 resultiert aus dem Unternehmenserwerb der Simark Controls Ltd., bei welchem 517.158 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie zu einem Kurs von € 4,27 ausgegeben wurden.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist nach der vorstehend beschriebenen teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.234.285 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 05. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung

Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften.

4. Sonstige Angaben

(31) Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.

(32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.

Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Hardware, Kopierer und Büroausstattung.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 1.634.275 (Vorjahr: € 1.368.502) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

Mindest-Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Bis 1 Jahr 1.850.423 1.313.581
1 bis 5 Jahre 6.159.372 5.002.159
Länger als 5 Jahre 1.246.923 2.396.646
Summe 9.256.718 8.712.386

In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen").

Bestellobligo

Im Konzern bestehen zum Abschlussstichtag Einkaufsverpflichtungen von € 11.223.253 (Vorjahr: € 7.374.837). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Haftungsverhältnisse

Hierzu wird auf die innerhalb der Änderungen im Konsolidierungskreis erläuterten Barkomponenten 2014 und 2015 verwiesen.

(33) Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.

Buchwerte laut Konzern-Bilanz

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Finanzielle Vermögenswerte - Kredite und Forderungen    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.258.049 3.696.497
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 291.924 739.794
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.142.536 22.625.515
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.000 285.000
Finanzielle Schulden - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.420.661 371.656
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.086.833 3.033.123
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 82.530 0
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 99.000 87.840
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schulden    
Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig 0 644.914
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 961.406 668.667

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese im Berichtsjahr mit Ausnahme des langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens, kurzfristig sind. Aufgrund der variablen, an Marktzinssätze gebundenen Verzinsung des Darlehens, entspricht dessen langfristiger Teil des Buchwerts ebenfalls dessen beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte der im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen ebenfalls annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese mit Ausnahme der langfristigen Earn-Out Komponente, kurzfristig sind. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Die einzigen finanziellen Verbindlichkeiten, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen, stellen die Earn-Out Komponenten (bedingte Gegenleistungen) im Zusammenhang mit dem Erwerb der Simark Controls Ltd. (siehe Erläuterungen zu "Änderungen im Konsolidierungskreis") und der im Geschäftsjahr 2011 erworbenen Anteile der PBF Gruppe dar. Der noch im Vorjahr in Höhe von € 1.313.581 erfasste beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung für die erworbenen Anteile der PBF Gruppe, bestehend aus zwei Earn-Out Komponenten (prognostiziertes EBITDA in 2012, Umsätze aus "cross-selling" Effekten und Vertrieb von gemeinsam entwickelten Produkten in 2012/2013) belief sich zum 31.12.2013 auf € 0.

Die Überleitungsrechnung der Finanzinstrumente, welche der Ebene 3 zuzuordnen sind, ist nachfolgend dargestellt:

Überleitungsrechnung Finanzinstrumente

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  2013
in €
2012
in €
Bilanzausweis zum 01.01. 1.313.581 1.287.849
Ergebniswirksame Veränderungen -901.097 25.732
Zugänge 961.406 0
Abgänge -412.484 0
Bilanzausweis zum 31.12. 961.406 1.313.581

Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Aufwendungen und Erträge Finanzinstrumente

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  2013
in €
2012
in €
Finanzielle Vermögenswerte - Kredite und Forderungen    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen    
Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen 6.209 7.556
Aufwand aus Wertberichtigungen -11.891 -49.713
Ertrag aus Währungsumrechnung 70.749 65.218
Aufwand aus Währungsumrechnung -184.241 -102.636
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente    
Zinsertrag 66.555 210.504
Nettoergebnis der Kredite und Forderungen -52.619 130.929
Finanzielle Schulden - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
Zinsaufwand -34.830 -21.835
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen    
Ertrag aus Währungsumrechnung 1.214 3.249
Aufwand aus Währungsumrechnung -5.101 -36.684
Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden -38.717 -55.270
Finanzielle Schulden - zum beizulegenden Zeitwert    
Sonstige Verbindlichkeiten    
Ertrag aus der Auflösung der Earn-Out Komponente PBF 921.331 0
Nettoergebnis der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schulden 921.331 0

Kapitalmanagement

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.

Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung 19), das Eigenkapital (siehe Erläuterung 30) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung 24).

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

Eigenkapitalquote des Konzerns

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  31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Eigenkapital 29.062.957 36.393.794
als % vom Gesamtkapital 61,0% 76,4%
Langfristige Schulden 5.917.537 3.561.896
Kurzfristige Schulden 12.669.182 7.661.752
Fremdkapital 18.586.719 11.223.648
als % vom Gesamtkapital 39,0% 23,6%
Gesamtkapital 47.649.676 47.617.442

Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen durch die Akquisition von Simark verändert. SFC weist damit immer noch eine Eigenkapitalquote von 61,0 % (Vorjahr: 76,4 %) aus.

Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 unter anderem das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis", also das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnis auf das bereinigte Betriebsergebnis:

Überleitung auf das bereinigte Betriebsergebnis

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  2013
in €
2012
in €
Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) -8.836.248 -524.446
Restrukturierungsaufwendungen 566.981 0
Unter Herstellungskosten ausgewiesen:    
Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte 210.467 0
Aufwendungen für Material im Rahmen von Akquisitionen 27.739 0
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 171.679 0
Unter Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen:    
Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungsleistungen 311.420 0
Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment 734.016 0
Unter Vertriebskosten ausgewiesen:    
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 50.000 0
Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte 357.853 0
Aufwendungen für Personal, Bonus 24.021 0
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 650.155 0
Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment 734.016 0
Unter allgemeine Verwaltungskosten ausgewiesen:    
Aufwendungen aus Vertragsauflösungen 30.000 0
Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen 171.679 0
Unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen:    
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 395.626 0
Mit Akquisitionen verbundene Kosten 1.076.409 132.638
Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen 0 90.000
Sonstige Sondereffekte 28.125 0
Unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen:    
Zuschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten 0 -535.563
Ertrag aus der Auflösung der Earn-out Rückstellung aus Unternehmenszusammenschlüssen -921.331 0
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für Vertragsauflösungen 0 -123.752
Bereinigtes Betriebsergebnis -4.217.392 -961.123

In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z.B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken, auftreten, die nachfolgend erläutert werden.

Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 9.258.049 (Vorjahr: € 3.696.497) entfallen auf die 5 größten Kunden € 714.555, € 556.347, € 498.626, € 411.709 bzw. € 359.329 (Vorjahr: auf die 5 größten Kunden € 404.056, € 403.435, € 268.860, € 263.891 bzw. € 252.094). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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  2013
in €
2012
in €
Stand zum 01.01. 103.924 178.614
Änderungen im Konsolidierungskreis 84.377 0
Zuführung 11.890 79.096
Inanspruchnahme -27.234 -146.229
Auflösung -6.212 -7.556
Stand zum 31.12. 166.746 103.924

Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.193.882 (Vorjahr: € 1.202.816) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

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  2013
in €
2012
in €
Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen 284.376 103.924
Einzelwertberichtigt -166.746 -103.924
Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen 117.631 0
Weder überfällig, noch wertberichtigt 6.946.537 2.493.682
Überfällig, nicht wertberichtigt    
bis zu einem Monat überfällig 1.169.043 1.045.991
ein bis drei Monate überfällig 595.266 17.057
drei bis sechs Monate überfällig 408.181 135.622
über sechs Monate überfällig 21.392 4.147
Forderungsbestand laut Bilanz 9.258.049 3.696.497

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über Liquiditätsreserven, um das weitere geplante Wachstum des Konzerns zu finanzieren. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund der Akquisition von Simark und des Jahresfehlbetrages 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.

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  2013
in €
2012
in €
  Summe 1 Jahr > 1 Jahr Summe 1 Jahr > 1 Jahr
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten            
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4.420.661 -2.139.136 -2.281.526 -371.656 -371.656 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.086.833 -5.086.833 0 -3.033.123 -3.033.123 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -82.530 -51.771 -30.759 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -1.060.406 -1.060.406 0 -1.401.421 -756.507 -644.914
Liquiditätsabfluss -10.650.430 -8.338.146 -2.312.284 -4.806.200 -4.161.286 -644.914
Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte            
Liquide Mittel 7.427.536 7.427.536 0 22.910.515 22.910.515 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.258.049 9.258.049 0 3.696.497 3.696.497 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 291.924 291.924 0 739.794 739.794 0
Liquiditätszufluss 16.977.509 16.977.509 0 27.346.806 27.346.806 0
Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten 6.327.079 8.639.364 -2.312.284 22.540.606 23.185.520 -644.914

Der Konzern rechnet bezogen auf die Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zum Ende der Restlaufzeit bei einem Zinssatz von 6,22 % mit Zinszahlungen in Höhe von € 728.098.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 2.624 (Vorjahr: € 103.676) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark zukünftig einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2013 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 164.540 und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -164.540 ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der Simark Controls Ltd. zum 31. Dezember 2013 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 1.027.868 und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -1.027.868 ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte.

Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC, PBF und Simark zum 31. Dezember 2013 hätte bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € 838 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € -838 veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsbilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.

(34) Anteilsbasierte Vergütung

Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan verabschiedet. Dieser Plan soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Die Phantom Shares der Tranche 1 sowie Tranche 3 wurden ggü. Vorständen der SFC Energy AG ausgegeben während die Bezugsrechte der Tranche 2 ggü. Führungskräften gewährt wurden.

Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst.

Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene Performance-Zeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 und Tranche 3 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft.

Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2013 wie folgt entwickelt:

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  Tranche 1 Tranche 2 Tranche 3
Anzahl Phantom Shares 121.629 95.245 37.015
Maximale Laufzeit (Jahre) 3,0 - 5,0 3,0 3,0 - 5,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2013 (in Jahren) 1,0 - 2,0 1,0 - 2,0 2,0 - 3,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2013 ausstehende Phantom Shares (01.01.2013) 76.576 45.897 28.272
In der Berichtsperiode 2013:      
gewährte Phantom Shares 0 20.909 5.679
verwirkte Phantom Shares 14.994 34.953 0
ausgeübte Phantom Shares 0 0 0
verfallene Phantom Shares 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2013 ausstehende Phantom Shares (31.12.2013) 61.582 31.853 33.951
Am Ende der Berichtsperiode 2013 ausübbare Phantom Shares (31.12.2013) 0 0 0

Die im Jahre 2013 gewährten Phantom Shares der Tranche 2 (Teiltranche 2.5) wurden den Führungskräften einheitlich am 16.4.2013 zugeteilt. Der vorläufige Zuteilungswert beträgt € 120.000.

Die geschätzte Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares der Tranche 3.3 wurde auf Basis einer Monte Carlo Simulation ermittelt und kann sich an den nachfolgenden Bilanzstichtagen in Abhängigkeit der tatsächlichen Kursentwicklung der SFC Aktie ändern.

Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:

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  Tranche 1 Tranche 2 Tranche 3
Anzahl Phantom Shares 121.629 74.336 37.015
Maximale Laufzeit (Jahre) 3,0 - 5,0 3,0 3,0 - 5,0
Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2012 (in Jahren) 1,0 - 3,0 1,0 - 2,0 2,0 - 4,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2012 ausstehende Phantom Shares (01.01.2012) 121.629 44.267 37.015
In der Berichtsperiode 2012:      
gewährte Phantom Shares 0 30.069 0
verwirkte Phantom Shares 45.053 28.439 8.743
ausgeübte Phantom Shares 0 0 0
verfallene Phantom Shares 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2012 ausstehende Phantom Shares (31.12.2012) 76.576 45.897 28.272
Am Ende der Berichtsperiode 2012 ausübbare Phantom Shares (31.12.2012) 0 0 0

Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung der zum 31.12.2013 und 31.12.2012 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

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Bewertungszeitpunkt 31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit (in Jahren) 1,0-3,0 1,0-4,0
Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt € 3,93 € 6,05
Ausübungskurs € 0,00 € 0,00
Erwartete Volatilität 28,30% - 35,94% 34,65% - 39,87%
Risikoloser Zinssatz 0,10% - 0,48% 0,02% - 0,17%
Dividendenrendite 0,00% 0,00%

Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen PerformanceZeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der laufzeitadäquaten historischen Volatilität auf wöchentlicher Basis auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode gewährten Phantom Shares beträgt zum Bilanzstichtag € 0,00 (Vorjahr: € 5,61).

Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2013 folgender Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich:

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in € 2013 2012
Periodenertrag/-aufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich -319.131 226.523

Zum 31.12.2013 wurde eine Schuld in Höhe von € 77.161 unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 0) und in Höhe von € 0 unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 396.292) passiviert. Der innere Wert der Schulden zum 31.12.2013 entspricht annähernd dem Buchwert.

(35) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 wie folgt zusammen:

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)

Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH)

Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann (ab 1. Januar 2014)

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur (Vorsitzender bis 9. Mai 2012)

Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur (Vorsitzender seit 9. Mai 2012)

David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen bestanden wie im Vorjahr nicht.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden an Dr. Jens Müller Tankpatronen zu marktüblichen Konditionen in Höhe von € 75,46 veräußert.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:

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  2013 2012
  Fixer Anteil
in €
Variabler Anteil
in €
Fixer Anteil
in €
Variabler Anteil
in €
Vorstand 572.274 86.326 572.274 397.249
Aufsichtsrat 112.500 0 112.500 0
Summe 684.774 86.326 684.774 397.249

Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 282.898 (Vorjahr: € 684.066) ausgewiesen.

Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für das Long Term Incentive Programm für die Vorstände.

Geschäftsjahr 2013

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  fixe Vergütung
in €
kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung
in €
langfristige erfolgsabhängige Vergütung
in €
Summe
in €
Dr. Peter Podesser 370.648 55.817 0 426.465
Gerhard Inninger 201.626 14.689 15.821 232.135
Summe 572.274 70.505 15.821 658.600

Geschäftsjahr 2012

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  fixe Vergütung
in €
kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung
in €
langfristige erfolgsabhängige Vergütung
in €
Summe
in €
Dr. Peter Podesser 370.648 187.939 114.201 672.788
Gerhard Inninger 201.626 51.005 44.104 296.735
Summe 572.274 238.944 158.305 969.523

Bei der langfristigen erfolgsabhängigen Vergütung von Herrn Dr. Podesser wurden im Geschäftsjahr 2013 von den in Vorjahren gewährten Vergütungsbestandteilen für das Long Term Incentive Programm (LTIP) Rückstellungen in Höhe von € 246.996 aufgelöst. Zu Auszahlungen aus dem LTIP ist es bislang nicht gekommen.

(36) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie:

Ermittlung des verwässerten und unverwässerten Ergebnisses je Aktie

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  2013 2012
Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befanden 7.502.887 7.502.887
Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden 8.020.045 7.502.887
Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf 7.675.273 7.502.887
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien 0 0
Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 7.675.273 7.502.887
Konzernjahresergebnis (€) -8.911.885 -425.589
Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) -1,16 -0,06
Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) -1,16 -0,06

(37) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben (€ 1.247.771; Vorjahr: € 915.943) sowie Termin- und Tagesgeldern (€ 5.894.765; Vorjahr: € 21.709.572) zusammen.

Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden sowie Ertragsteuerzahlungen für die kanadischen, niederländischen und rumänischen Tochtergesellschaften. Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.

(38) Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient. Für die interne Ausrichtung auf die Kernmärkte "Industrie", "Freizeit" und "Verteidigung und Sicherheit" und Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA).

Das Segment "Industrie" ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Windindustrie und der Umwelttechnologie sowie im Öl- und Gassegment. Zudem verkauft PBF nahezu ausschließlich in diesem Segment seine Hochleistungselektronik-Bauteile, die in Präzisionsgeräten sowie in Test- und Messsystemen integriert werden. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich in diesem Segment erzielt.

Im Markt "Freizeit" kommen die EFOY COMFORT-Brennstoffzellen von SFC als Stromerzeuger für Reisemobile, Ferienhütten und Segelboote zum Einsatz.

Zum Segment "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Zum Produktportfolio für dieses Segment gehören die JENNY 600S, die fahrzeugbasierte EMILY 3000, der EMILY Cube 2500, der SFC Power Manager sowie Energienetzwerklösungen. Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse sowie des langfristigen Segmentvermögens nach Regionen ist nachfolgend dargestellt:

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  Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden Langfristige Vermögenswerte
  2013
in €
2012
in €
31.12.2013
in €
31.12.2012
in €
Europa (ohne Deutschland) 12.420.514 12.798.835 7.559.401 9.103.235
Nordamerika 10.187.749 3.315.764 11.194.459 222.820
Deutschland 7.144.709 12.583.093 2.595.948 4.074.354
Asien 1.918.501 2.315.620 0 0
Rest der Welt 741.641 246.414 0 0
Summe 32.413.114 31.259.726 21.349.808 13.400.409

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgte anhand der eingetragenen Firmensitze der jeweiligen Kunden. Im deutschen Heimatmarkt des Konzerns wurden Umsätze in Höhe von € 7.144.709 (Vorjahr: € 12.583.093) erzielt.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde mit keinem Kunden mehr als 10% des Gesamtumsatzes generiert. Im Vorjahr wurde mit einem Kunden 20,35 % des Gesamtumsatzes erzielt. Dieser entfiel vollständig auf das Segment Verteidigung und Sicherheit.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens, welche innerhalb der Herstellungskosten angefallen sind, können den einzelnen Segmenten wie folgt zugeordnet werden:

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  2013
in €
2012
in €
Industrie 438.321 174.976
Freizeit 213.253 115.884
Verteidigung und Sicherheit 79.613 179.141
Summe 731.186 470.000

Daneben wurden im Berichtsjahr Wertminderungsaufwendungen hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe ermittelt worden ist, in Höhe von € 1.468.032 erfasst (siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte"). Diese Wertminderungsaufwendungen wurden dem Segment "Industrie" zugeordnet. Die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 311.420 auf aktivierte Entwicklungsleistungen entfällt vollständig auf das Segment "Verteidigung und Sicherheit".

Zinserträge sind innerhalb des Segments "Verteidigung und Sicherheit" in Höhe von € 12.782, innerhalb des Segments "Industrie" in Höhe von € 24.953 und innerhalb des Segments "Freizeit" in Höhe von € 28.819 enthalten. Zinsaufwendungen entfallen auf das Segment "Verteidigung und Sicherheit" in Höhe von € 18.337, auf das Segment "Industrie" in Höhe von € 134.780 sowie auf das Segment "Freizeit" in Höhe von € 41.343.

Das interne Berichtswesen beschränkt sich auf Aufwands- und Ertragsposten. Die Segmentberichterstattung enthält dementsprechend keine Bilanzposten.

(39) Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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  2013
in €
2012
in €
Abschlussprüfungsleistungen 124.500 110.000
Steuerberatungsleistungen 386 4.197
Summe 124.886 114.197

(40) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2013 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2014 wird der Vorstand und Aufsichtsrat am 27. März 2014 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlichen. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

(41) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Herr Hans Pol wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Vorstand der SFC bestellt. Er verantwortet das Vertriebsressort für SFC und die PBF Gruppe.

Der Vorstand für den Bereich Finanzen der SFC, Gerhard Inninger, wird aus persönlichen Gründen gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 16. Mai 2014 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausscheiden. Herr Inninger wird dem Konzern aber weiterhin als Berater im Finanzbereich in vollem Umfang zur Verfügung stehen und operative Aufgaben aus seinem jetzigen Verantwortungsbereich weiterhin betreuen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.

 

Brunnthal, den 21.3.2014

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)

Hans Pol, Vorstand (CSO)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zur Liquidität sowie zu Geschäftsverlauf und Lage im Konzernlagebericht hin. Dort wird in den Abschnitten "Liquidität" sowie "Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage" ausgeführt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und zukünftiger Liquidität des Konzerns ein Abweichen von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen negativ auf die derzeit noch hinreichende Finanzmittelausstattung auswirken könnte.

 

München, den 21. März 2014

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Götz, Wirtschaftsprüfer

Becker, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Brunnthal, den 21. März 2014

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)

Hans Pol, Vorstand (CSO)

Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Im Folgenden berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat über die Corporate Governance bei der SFC Energy AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der nachstehende Bericht enthält zugleich die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie den Vergütungsbericht. Er ist Teil des Lageberichts.

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und an einer nachhaltigen Wertschaffung orientierten Unternehmensführung und umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der SFC Energy AG. Mittel einer effektiven Corporate Governance sind die vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie eine offene und aktuelle Unternehmenskommunikation. Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG fühlen sich den Grundsätzen einer guten Corporate Governance verpflichtet und sind davon überzeugt, dass diese eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens ist.

Die Corporate Governance wird bei SFC Energy AG in regelmäßigen Abständen überprüft und weiter entwickelt. Die SFC Energy AG folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit nur wenigen Ausnahmen, die der folgenden Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) entnommen werden können.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Nach § 161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ("Kodex") entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Gesellschaften können somit von den Empfehlungen des Kodex abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen und zu begründen. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei.

Für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 22. März 2013 bis zum 9. Juni 2013 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf den Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012, veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 15. Juni 2012. Seit dem 10. Juni 2013 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Kodex-Fassung vom 13. Mai 2013, die am 10. Juni 2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils einschlägigen Fassung mit folgenden Ausnahmen durchgängig entsprochen wurde und wird:

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 soll die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Während die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen von vornherein begrenzt ist, ist im Hinblick auf das Kurssteigerungspotential im Ausübungszeitraum der virtuellen Aktienoptionen keine betragsmäßige Begrenzung festgelegt. Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die Begrenzung des Wertzuwachses einer aktienkursbezogenen Vergütung dem Grundgedanken dieser Vergütungsform widerspricht und ihren wesentlichen Anreiz, auf einen steigenden Unternehmenswert hinzuwirken, konterkarieren würde. Angesichts der nicht vollständigen betragsmäßigen Begrenzung aller variablen Vergütungsteile weist die Vergütung der Vorstandsmitglieder damit auch insgesamt keine betragsmäßige Höchstgrenze auf. Insoweit besteht eine Abweichung von Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Kodex.

Gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, wobei nach Ziffer 5.3.2 des Kodex insbesondere ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet werden soll. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus nur drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist im Einklang mit dem juristischen Schrifttum der Ansicht, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch die Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll erhöht werden kann. Insoweit besteht eine Abweichung von den Empfehlungen in Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Kodex.

Gemäß Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet. Der Aufsichtsrat vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Insoweit besteht eine Abweichung von Ziffer 5.3.3 des Kodex.

Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Von der Empfehlung zur Formulierung, Berücksichtigung und Veröffentlichung konkreter Ziele wird abgewichen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats muss eine am Unternehmensinteresse ausgerichtete effektive Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleisten. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung dieser gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft mit einem nur aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat pauschal eingeschränkt würde. Dementsprechend erfolgt im Corporate Governance Bericht auch keine Berichterstattung über eine diesbezügliche Zielsetzung. Insoweit besteht eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex.

Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der SFC Energy AG unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governanceheader dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Struktur und Arbeitsweise der Leitungs- und Kontrollorgane

Eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung und Kontrollstruktur ist für die SFC Energy AG die zentrale Grundlage zur Schaffung von Werten und Vertrauen. Die Struktur der Leitungs- und Kontrollorgane innerhalb der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der SFC Energy AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Die SFC Energy AG unterrichtet ihre Aktionäre, wie auch Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit, regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Im Rahmen ihrer Investor Relations-Tätigkeit finden zudem regelmäßige Treffen der Gesellschaft mit Analysten und institutionellen Anlegern statt. Zudem hält die Gesellschaft jährlich eine Analystenkonferenz, zuletzt am 11. November 2013, ab.

Die Hauptversammlung der SFC Energy AG findet jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt und entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie z.B. die Gewinnverwendung, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- sowie Entlastung der Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers oder Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet SFC Energy AG allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen.

Vorstand

Der Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Der Vorstand handelt dabei frei von Weisungen Dritter und nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand der SFC Energy AG zudem auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Vorstand der SFC Energy AG aus zwei Mitgliedern, nämlich Herrn Dr. Peter Podesser, der die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) ausübt, sowie Herrn Gerhard Inninger, dem die Aufgabe des Chief Financial Officer (CFO) zugewiesen ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 ist mit Hans Pol ein weiteres Vorstandsmitglied bestellt worden. Herr Pol verantwortet den Bereich Vertrieb SFC/PBF.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SFC Energy AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über alle sonstigen wichtigen Ereignisse, die für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Auch die strategische Ausrichtung der SFC Energy AG wird regelmäßig mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zudem an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei den Mitgliedern des Vorstands der SFC Energy AG keine Interessenkonflikte auf, die unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offenzulegen gewesen wären. Herr Dr. Podesser war im vergangenen Geschäftsjahr Mitglied im Aufsichtsrat der COC AG, Burghausen. Im Übrigen war kein Vorstandsmitglied Mitglied des Aufsichtsrats bei nicht zum Konzern gehörenden Handelsgesellschaften.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht diesen bei der Leitung der SFC Energy AG. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands oder Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat begleitet den Vorstand aktiv durch Beratungen und Diskussionen, nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwacht die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend (siehe hierzu auch den Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 1 ff).

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Aufsichtsratssitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Mit dem Vorstand steht er in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die im Rahmen von Gesetz und Satzung u.a. Regelungen zu den Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen, zur Verschwiegenheitspflicht und zum Umgang mit Interessenkonflikten enthält.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen, die allesamt von der Hauptversammlung gewählt wurden. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 waren: (i) Herr Tim van Delden (Vorsitzender), (ii) Herr David Morgan (stellvertretender Vorsitzender) und (iii) Herr Dr. Jens Thomas Müller. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 einzeln gewählt.

Von den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern qualifiziert sich insbesondere Herr David Morgan als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung als englischer Wirtschaftsprüfer und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen herausgehobenen Positionen im Bereich der Unternehmensfinanzen tätig. Herr Morgan war, bis zu dessen Auflösung im Geschäftsjahr 2011, auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung seiner gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft mit einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat pauschal eingeschränkt würde.

Mit Ausnahme von Herrn Dr. Jens Thomas Müller, der auf Vorschlag des Aktionärs HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, der mehr als 25 Prozent der Stimmrechte an der SFC Energy AG hält, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt wurde, gehörten oder gehören dem Aufsichtsrat keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG an. Dem Aufsichtsrat gehört nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potentiellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2013 wurde aber vorsorglich der klarstellende Beschluss gefasst, dass das Aufsichtsratsmitglied David Morgan, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats von Conduit Ventures Ltd. ("Conduit") ist, von der Beschlussfassung im Aufsichtsrat ausgeschlossen wird, wenn über den Erwerb von Unternehmen oder enge Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen abgestimmt werden sollte, an denen Conduit beteiligt ist. Durch den beschlossenen Stimmrechtsausschluss sollen Interessenkonflikte vermieden werden. Zu entsprechenden Beschlussfassungen ist es im Berichtsjahr allerdings nicht gekommen.

Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre. Die laufende Amtsperiode endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2017.

Herr Dr. Jens Thomas Müller hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2014 niedergelegt. Daher ist beabsichtigt, auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 ein Aufsichtsratsmitglied neu zu wählen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2013 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. Die Bildung eines Nominierungsausschusses ist nach Ansicht des Aufsichtsrats zudem obsolet, da im Aufsichtsrat der Gesellschaft keine Arbeitnehmervertreter vertreten sind.

Angaben zu relevanten Unternehmensführungspraktiken

Es werden bei der SFC Energy AG keine Unternehmensführungspraktiken angewandt, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken zählt zu den Aufgaben einer guten Corporate Governance. Der Vorstand der SFC Energy AG stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Hierdurch ist gewährleistet, dass Risiken rechtzeitig erkannt und Risikopotenziale minimiert werden. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts, auf Seite 1.1./30. dargestellt.

Transparenz

Es ist das Ziel der SFC Energy AG, eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Zielgruppen über aktuelle Entwicklungen bei der Gesellschaft informieren. Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft sind auf der Webseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Auch Pressemitteilungen sowie sonstige Unternehmensnachrichten werden hier zur Verfügung gestellt. Die Entsprechenserklärung und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex sind auf der Internetseite der Gesellschaft ebenfalls zugänglich gemacht.

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen legen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine offenlegungspflichtigen Geschäfte durch Mitglieder des Vorstands und/oder Aufsichtsrats getätigt.

Sämtliche Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz sind auf der Webseite der Gesellschaft unter www.sfc.com veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstandsmitglieder an Aktien der SFC Energy AG betrug zum 31. Dezember 2013 1,33%, wobei ein Anteil von 1,33% auf das Vorstandsmitglied Dr. Peter Podesser entfiel. Die Aufsichtsratsmitglieder besaßen zu diesem Stichtag 0,67% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der SFC Energy AG sowie die Zwischenberichte erfolgen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß den Vorgaben des International Accounting Standards Board. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Anteilseignern und Interessenten stehen der Abschluss und die Zwischenberichte auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2013 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz, Bruttomarge und EBITDA bereinigt abhängig.

Darüber hinaus bestand für die Vorstände im Geschäftsjahr 2013 die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA {Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Weitere Einzelheiten zum LTIP finden Sie im Konzernlagebericht auf Seite 1.1./27.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm {SAR-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014-2016 finden Sie unter der Überschrift "Aktienoptionsprogramme" auf Seite 1.1./29 des Geschäftsberichts.

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils EUR 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10% des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2013

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt EUR 658.600. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2013 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das Long Term Incentive Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2013 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2013 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2012 zurückgestellten Beträge.

Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013 wie folgt:

Geschäftsjahr 2013

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alle Angaben
in €
fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung langfristige erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 370.648 55.817 0 426.465
Gerhard Inninger 201.626 14.689 15.821 232.135
Gesamt 572.274 70.505 15.821 658.600

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils EUR 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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  Gesamt
in €
Tim van Delden Vorsitzender 50.000
David Morgan Stellv. Vorsitzender 37.500
Dr. Jens Müller 25.000

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von EUR 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014-2016 lauten wie folgt:

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Ausgabedatum 1. Januar 2014 (Hans Pol); 1. April 2014 (Dr. Peter Podesser)
Laufzeit 7 Jahre
Wartezeit 4 Jahre (Hans Pol); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser)
Verfalldaten 1. Januar 2015 (Hans Pol); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser)
Ausübungspreis EUR 1,00
Erfolgsziel Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax)

Bericht des Aufsichtsrats

Überwachung der Geschäftsführung

Das vergangene Geschäftsjahr 2013 war entscheidend geprägt durch die Akquisition der kanadischen Simark Controls Ltd. (Simark) und die Restrukturierung des Kerngeschäfts der SFC Energy AG, insbesondere am Standort Brunnthal. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 waren: (i) Herr Tim van Delden, (ii) Herr David Morgan und (iii) Herr Dr. Jens Thomas Müller. Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2013 Herr Tim van Delden, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Herr David Morgan.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt zehn Sitzungen - am 22. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2012), 25. März, 30. April, 6. Mai, 6. Juni, 10. Juni, 3. Juli, 23. Juli, 24. Oktober und 29. November 2013 - beraten. Davon fanden fünf Sitzungen, nämlich am 22. März, 6. Mai, 23. Juli, 24. Oktober und 29. November 2013, als Präsenzsitzungen statt, an denen stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Die übrigen fünf Sitzungen am 25. März, 30. April, 6. Juni, 10. Juni und 3. Juli 2013 wurden als Telefonkonferenzen abgehalten, an denen ebenfalls stets alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat - soweit erforderlich - auch außerhalb seiner Sitzungen telefonisch, persönlich und per Email ab.

Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die konzernweite Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Geschäftsbereiche (Business Units), die wirtschaftliche, finanzielle, technologische und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa zu (drohenden) Rechtsstreitigkeiten. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese.

Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.

Ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2013 bildete die M&A-Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit möglichen Akquisitionen und potentiellen Zielunternehmen, ließ sich vom Vorstand und Mitarbeitern der beauftragten M&A-Beratungsfirma ausführlich hierzu berichten und beteiligte sich an den Ausführungen zur M&A-Strategie der Gesellschaft aktiv mit Fragen und eigenen Vorschlägen, diskutierte mit dem Vorstand ausführlich die Chancen und Risiken der vorgeschlagenen Maßnahmen und forderte weitere Informationen zu den potentiellen Zielunternehmen an. Im Hinblick auf die M&A-Strategie der Gesellschaft wurde insbesondere der Erwerb des kanadischen Unternehmens Simark auf mehreren Sitzungen des Aufsichtsrats eingehend erörtert und mit dem Vorstand, Mitarbeitern der Gesellschaft und externen Beratern diskutiert. Der Aufsichtsrat begleitete und überwachte die Auswahl von Simark als Akquisitionsziel und informierte sich beim Vorstand in verschiedenen Sitzungen am 30. April, 6. Mai, 6. Juni, 10. Juni und 3. Juli 2013 ausführlich über die geplante Einbindung von Simark in den SFC-Konzern, die Details der potentiellen Akquisition (etwa im Hinblick auf die in Aussicht genommenen Vertragsbestimmungen, den Kaufpreis und seine Bestandteile), die anfallenden Transaktionskosten sowie die Finanzierung des Kaufpreises. Er hat die mit dem Erwerb von Simark verfolgten Ziele, auch im Hinblick auf die Einbindung von Simark im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft, gemeinsam mit dem Vorstand und innerhalb des Kontrollorgans erörtert und dem Abschluss des Anteilskaufvertrages, der Finanzierung der Transaktion sowie von Anstellungsverträgen mit dem Management von Simark nach ausführlichen Diskussionen und Beratungen zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat sich des Weiteren eingehend mit der vom Vorstand beschlossenen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zur teilweisen Finanzierung des Erwerbs von Simark befasst, die rechtlichen Rahmenbedingungen über die Ausübung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts in diesem konkreten Fall sowie die Angemessenheit des Ausgabepreises der neuen Aktien diskutiert und der Kapitalerhöhung, dem Ausschluss des Bezugsrechts sowie den weiteren Festsetzungen des Vorstands zum Inhalt der Aktienrechte und den übrigen Bedingungen der Aktienausgabe nach umfassender Beratung zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat die Maßnahmen des Vorstands zur Integration von Simark in den SFC-Konzern zudem aktiv begleitet.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2013 weiterhin mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere der Schaffung eines neuen Vorstandsressorts für den Bereich Vertrieb SFC/PBF sowie der zukünftigen Besetzung des Vorstands der Gesellschaft. Nach umfangreichen internen Diskussionen, sorgfältiger Analyse der Marktlage und Abwägung der Chancen und Risiken erfolgte die Verlängerung des Vorstandsanstellungsvertrags von Herrn Dr. Peter Podesser als Vorstandsvorsitzendem der Gesellschaft sowie die Bestellung von Herrn Hans Pol, dem bisherigen Geschäftsführer der PBF Group B.V. und Vertriebsleiter der SFC Energy AG, zum Vertriebsvorstand für SFC/PBF mit Wirkung zum 1. Januar 2014. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 25. März 2013 mit den Jahresboni für das Geschäftsjahr 2012 für die Mitglieder des Vorstandes sowie den Zielvorgaben für den Jahresbonus 2013. Nach eingehender interner Beratung und Diskussion mit den betroffenen Vorständen verständigte sich der Aufsichtsrat zudem auf die Einführung eines virtuellen Aktienoptionsprogramms für die Vorstandsmitglieder, das an die Stelle des bisherigen Long Term Incentive Programs (LTIP) tritt und für die neu abgeschlossenen bzw. verlängerten Vorstandsanstellungsverträge gilt.

Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2013 war ferner die negativ von der Budgetplanung abweichende Geschäftsentwicklung. Wiederholt erörtert wurden dabei die Ursachen, Folgen und potentiellen Maßnahmen im Hinblick auf die Budgetabweichungen. Der Aufsichtsrat diskutierte intern sowie mit dem Vorstand mögliche Kostenreduzierungen in allen Geschäftsbereichen und die dafür erforderlichen Restrukturierungsschritte. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, eine weitere Personalreduzierung bei der SFC Energy AG durchzuführen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2013 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 befasst und diese in Gegenwart des Abschlussprüfers der Gesellschaft erörtert und gebilligt. Im Rahmen der Sitzung vom 23. Juli 2013 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand und den Leitern der einzelnen Geschäftsbereiche detailliert über die jeweiligen Entwicklungen, Risiken und Probleme in den verschiedenen Business Units sowie die angestrebten Mittel zur Risikominimierung informieren. Thema der Aufsichtsratssitzung am 24. Oktober 2013 war u.a. der Q3-Finanzbericht. Auf der Aufsichtsratssitzung am 29. November 2013 erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat einen umfassenden Bericht über die Strategie und Planung einschließlich des Budgets für das Jahr 2014. Themen dieser Sitzung waren zudem die fortschreitende Integration von Simark in den SFC-Konzern, die Überprüfung des Risikomanagements sowie der Fortschritt der Restrukturierung der Geschäftsbereiche der SFC-Gruppe, insbesondere durchgeführte bzw. geplante Maßnahmen zum Personalabbau.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2013 keine Ausschüsse gebildet, da er -im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.

Corporate Governance

Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 30 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 36 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potentiellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2013 wurde aber vorsorglich der klarstellende Beschluss gefasst, dass das Aufsichtsratsmitglied David Morgan, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats von Conduit Ventures Ltd. (Conduit) ist, von der Beschlussfassung im Aufsichtsrat ausgeschlossen wird, wenn über den Erwerb von Unternehmen oder enge Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen abgestimmt werden sollte, an denen Conduit beteiligt ist. Durch den beschlossenen Stimmrechtsausschluss sollen Interessenkonflikte vermieden werden. Zu entsprechenden Beschlussfassungen ist es im Berichtsjahr allerdings nicht gekommen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 eine Effizienzprüfung seiner Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen.

Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 21. März 2014, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.sfc.com/de/investoren/corporate-governanceheader abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 30 ff.).

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren:

(i) IFRS: Werthaltigkeit des Goodwill; Kaufpreisallokation der Simark Akquisition (PPA);

(ii) HGB: Umsatzrealisierung; rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem in den Prozessbereichen Einkauf und Finanzmanagement; Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen; Werthaltigkeit der Anteile der PBF.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2013 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Am 21. März 2014 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2013 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 21. März 2014 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2013 erzielten, besonderen Erfolge.

 

Brunnthal, 21. März 2014

Der Aufsichtsrat

Tim van Delden, Vorsitzender