![]() SFC Energy AGBrunnthalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014SFC_GB2014_D_FinanzteilKONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell des KonzernsOrganisatorische Struktur des Konzerns und StandorteDer Konzern besteht aus der SFC Energy AG, Brunnthal, der SFC Energy Inc., Rockville, USA (SFC), der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Holdings Ltd., Calgary, Kanada, und deren Tochterunternehmen (Simark). Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden. Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex. Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Rockville, Maryland, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Saskatoon. Segmente, Absatzmärkte, Produkte und DienstleistungenDie Steuerung des Konzerns nach Segmenten erfolgte bis Ende 2013 nach Märkten untergliedert in "Industrie", "Verteidigung & Sicherheit" sowie "Freizeit". Ab dem Geschäftsjahr 2014 steuert der Vorstand den Konzern nach den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns. Die Umstellung war auf Grund der Akquisition von Simark erforderlich, die dem Geschäft im Öl & Gas-Markt in der Gruppe eine Gewichtung von rund 50 % verleiht und damit für die effektive und effiziente Steuerung dieses größten Teilbereichs eine separate Darstellung erfordert. Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Absatzmärkten. Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. Für den Freizeitmarkt bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Verteidigung & Sicherheit, Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment Sicherheit & Industrie. Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment Öl & Gas zugeordnet. Ziele und StrategienSFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. Die Akquisitionen von PBF im Jahr 2011 und Simark im Jahr 2013 waren weitere wichtige Schritte in der strategischen Ausrichtung des Konzerns zum Systemanbieter. SteuerungssystemFür die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT). Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet. Im Geschäftsjahr 2014 lag der Hauptfokus des Konzerns wiederum auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. Der Konzern unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration. Forschung und EntwicklungDer Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2014 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 5.641 (Vorjahr: T€ 6.845, angepasst wegen Ausweis Abschreibung aktivierte Entwicklungskosten) im Bereich F&E aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 281 (T€ 207) aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten waren mit T€ 23 (T€ 311) zu verbuchen. Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF waren im Gegensatz zum Vorjahr (T€ 734) nicht zu verzeichnen. Aus der Kaufpreisallokation für PBF wurden T€ 205 (T€ 205) auf immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten (Aktivierungsquote) ohne die erwähnten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Firmenwert betrug somit 5,2 % (3,7 %). Mit zum Stichtag 51 Mitarbeitern (davon bei SFC 17, bei PBF 32 und bei Simark 2) ist etwa ein Fünftel des gesamten Personals des Konzerns im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 18 (Vorjahr: 16) erteilten Patenten. Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2014 folgende:
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
Folgende Produktverbesserungen und -neuentwicklungen wurden von PBF und SFC gemeinsam gestartet:
Von SFC und Simark wurde gemeinsam folgendes Projekt durchgeführt:
Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Zuschüsse T€ 453 (T€ 1.001). WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaft deutlich verlangsamtNach Angaben des ifo-Instituts1 hat sich das weltwirtschaftliche Expansionstempo seit Sommer 2014 deutlich verlangsamt. Die globale Industrieproduktion stieg im zweiten und dritten Quartal 2014 nur halb so stark wie im Winterhalbjahr zuvor. Diese Entwicklung führt das Institut vor allem auf die deutlich nachlassende konjunkturelle Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurück, wo der industrielle Output nahezu stagnierte. Die aggregierte Wirtschaftsleistung in den aufstrebenden Ökonomien stieg zwar mit nach wie vor deutlich höheren, leicht zunehmenden Raten, dies vermochte jedoch die Verlangsamung in den Industrieländern nicht wettzumachen. Als maßgeblichen Faktor für die seit dem Frühjahr 2014 beobachtete Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik in den fortgeschrittenen Ökonomien sehen die ifo-Experten vor allem die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und in Japan. Ursache für die Verlangsamung im Euroraum ist nach Meinung des Instituts die wachsende Skepsis hinsichtlich der Bereitschaft der Regierungen Frankreichs und Italiens, dringend notwendige Strukturreformen auf Arbeits- und Produktmärkten sowie eine klare, tatkräftige und glaubwürdige finanzpolitische Konsolidierung einzuleiten. Dieser "Reformstau" verringert nach Meinung des Instituts die Standortattraktivität beider Länder und verschlechtert ihre mittelfristigen Wachstumsaussichten mit negativen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit. Als weiteren Dämpfer für die Konjunktur im Euroraum sieht das Institut auch den Pessimismus und die Wirtschaftssanktionen im Umfeld des politischen Konflikts mit Russland. In Japan war die aggregierte Wirtschaftsleistung in den letzten beiden Quartalen 2014 sogar rückläufig, nachdem sie zu Jahresbeginn kräftig expandiert hatte. Gemäß den ifo-Experten zeigt sich insgesamt die Abschwächung der Weltkonjunktur seit Jahresmitte 2014 im spürbaren Rückgang des ifo-Weltwirtschaftsklimas sowie einer Vielzahl weiterer Stimmungsindikatoren, z. B. Bruttoinlandsproduktentwicklung. Daraus schließt das Institut, dass das globale Expansionstempo im Winterhalbjahr 2015 verhalten ausfallen wird.
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ifo Konjunkturprognose 2014/2015, ifo Institut,
11. Dezember 2014 Deutsche Wirtschaft 2014 wieder auf WachstumskursNach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)2 präsentierte sich die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt stabil. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 1,5 % über dem Vorjahr und damit auch über dem durchschnittlichen Wachstum der letzten zehn Jahre von 1,2 %. In den beiden Vorjahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen - 2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %. Die Gründe für die positive Entwicklung sind gemäß Amt die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld sowie die starke Binnennachfrage. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt und einer Schwächephase im Sommer stabilisierte sich die konjunkturelle Lage zum Jahresende 2014. Der Konsum war auch in diesem Jahr wieder wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %, die des Staates um 1,0 %. Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,7 % mehr in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ebenfalls ein kräftiges Plus von 3,4 %. Nach Angaben des Amts legte der deutsche Außenhandel 2014 trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,7 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2013. Die Importe legten fast genauso stark zu (+ 3,3 %). Daher konnte die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - nur einen vergleichsweise geringen Beitrag von + 0,4 % zum BIP-Wachstum 2014 leisten. Fast alle Wirtschaftsbereiche trugen zur Belebung der deutschen Wirtschaft bei. Das Baugewerbe erzielte - auch begünstigt durch die extrem milde Witterung in den Wintermonaten - 2014 einen kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7 %. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmacht, konnte ebenfalls spürbar um 1,1 % zulegen. Auch die Dienstleistungsbereiche entwickelten sich überwiegend positiv. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 1,4 % gegenüber Vorjahr. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 mit 42,7 Millionen das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand - 371.000 Personen oder 0,9 % mehr als im Vorjahr. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen stieg um 0,6 % gegenüber 2013. Der Staatssektor (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) beendete das Jahr mit dem zweithöchsten Finanzierungsüberschuss seit der deutschen Vereinigung: Er betrug nach vorläufigen Berechnungen 11,9 Milliarden Euro. Dabei erzielten Bund, Gemeinden und Sozialversicherungen jeweils Überschüsse, lediglich die Länder wiesen noch ein geringes Defizit auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus für den Staat eine Überschussquote von + 0,4 %. Für Deutschland sieht das ifo-Institut in seiner Konjunkturprognose3 die deutsche Wirtschaft nach der Stagnation im Sommerhalbjahr 2014 allmählich wieder an Schwung gewinnen. Getragen werden soll diese Erholung vor allem durch die Binnenwirtschaft, die vom Rückgang der Rohölpreise profitiert. Investitionen in neue Anlagen dürften wieder stärker anziehen, die zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten lässt Erweiterungsinvestitionen wieder dringlicher werden. Auch die Bauinvestitionen sollen wieder zulegen. Vom privaten Konsum wird erwartet, dass er im Tempo der steigenden Realeinkommen expandiert. Obwohl auch die Exporte beschleunigt steigen sollten, da sich die Weltkonjunktur bessert und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft auf Drittmärkten aufgrund der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zugenommen hat, dürften die Importe angesichts der erwarteten Binnenkonjunktur noch stärker wachsen. Die Experten des Instituts erwarten, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem und im kommenden Jahr jeweils um 1,5 % zulegt. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi4 sieht eine steigende Zahl von Signalen, die für eine sich verstärkende Erholung der deutschen Wirtschaft sprechen, nachdem sie zum Jahresende 2014 wieder verhalten angezogen hatte. Das Ministerium stützt diese Annahme auf spürbar aufgehellte Stimmungsindikatoren. Auftragseingänge, Umsätze und Produktion in der Industrie haben nach Angaben der Experten im vierten Quartal zugenommen, die Beschäftigung ist in den vergangenen Monaten dynamisch weiter angestiegen. Der Rückgang der Mineralölpreise wirkt auf die Verbraucherpreise durch und stärkt die real verfügbaren Einkommen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch nicht gelegt, die Aufhellung der Geschäftserwartungen in der gewerblichen Wirtschaft verspricht aber nach Ansicht des Ministeriums Besserung.
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Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung
16/2015; 15. Januar 2015 Öl- und GasmarktFür die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet. Der Weltölmarkt ist nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA), einer unabhängigen Organisation, die Statistiken und Analysen zur internationalen Energieindustrie erstellt, sehr komplex. Ihn beherrschen staatlich kontrollierte und private Wirtschaftsunternehmen, wobei die staatlich kontrollierten nationalen Ölfirmen im Jahr 2010 85 % der nachgewiesenen Ölvorkommen und 58 % der Produktion kontrollierten. 2013 bezifferte die Agentur die nachgewiesenen Ölvorkommen mit ca. 1,5 Billionen Barrel und die Produktion mit 89 Millionen Barrel pro Tag. Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der fünftgrößte Gas- und Rohölproduzent der Welt. Die Branche ist mit einem Investitionsvolumen von 74 Milliarden CAD (Stand 2013) größter Privatinvestor in Kanada und beschäftigt insgesamt 550.000 Menschen. Das in Kanada produzierte Rohöl deckt 40 % des inländischen Energiebedarfs und macht 17 % der Exporte des Landes aus. Kanada verfügt über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt nach Venezuela und Saudi Arabien. Das im Land geförderte Erdgas deckt ca. 30 % des Inlandsbedarfs, die Industrie rechnet damit, aus den 700 - 1.300 Billionen Kubikfuß Erdgasvorkommen die kanadische Nachfrage für die nächsten 100 Jahre auf dem derzeitigen Stand decken zu können5. Im Juni 2014 hatte die Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP)6 , basierend auf der erwarteten Stabilität in der konventionellen Rohölproduktion und einem prognostizierten Wachstum von fast 3 Mio. Barrel pro Tag in der Ölsandförderung (von 1,9 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2013 auf 4,8 Mio. Barrel pro Tag 2030, das entspricht einem Anstieg von ca. 250 %), mit einem langfristigen Wachstum der kanadischen Rohölproduktion von 4 % jährlich auf insgesamt 6,4 Mio. Barrel pro Tag bis 2030 gerechnet. Seitdem jedoch hat sich die Marktsituation durch stetig sinkende Rohölpreise signifikant verändert. Im Januar 2015 rechnet CAPP für 2015 mit einem Rückgang der kurzfristigen Investitionen von 33 % und einer langsameren Steigerung der Fördermenge als ursprünglich geplant. So werden in 2015 nur 7.350 neue Bohrlöcher in Kanada erwartet. Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration EIA in ihrem neuesten Energy Outlook7 befanden sich im Januar 2015 die Rohölpreise bereits im sechsten Monat im Abwärtstrends. Die als Richtwerte verwendeten Preiskurven Brent und WTI (West Texas Intermediate - siehe Grafik 1) zeigen den kontinuierlichen Preisverfall, im Januar 2015 lagen die Preise auf dem tiefsten Stand seit 2009 (Brent 51 USD, WTI 50 USD pro Barrel). Als Gründe für die Preisrückgänge sieht die EIA die stetig wachsende Ölproduktion, hohe internationale Verfügbarkeiten und eine sich abschwächende Weltwirtschaft und Nachfrage. Für die nächsten beiden Jahre erwartet die EIA Brent-Rohölpreise von 58 USD pro Barrel im Jahr 2015 und 75 USD im Jahr 2016, die durchschnittlichen WTI Preise sollen 3 bis 4 USD pro Barrel darunter liegen. Dabei soll die Produktionsmenge unverändert hoch bleiben: Im Dezember lag sie in den USA bei 9,2 Millionen Barrel pro Tag, für 2015 sieht sie die EIA bei 9,3 Millionen Barrel pro Tag und für 2016 bei 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Dies wäre der zweithöchste Produktionsstand in der amerikanischen Geschichte, der Höchststand hatte 1970 bei 9,6 Millionen Barrel pro Tag gelegen. Auch in Russland erreichte die Rohölproduktion im Dezember 2014 einen neuen Höchststand. Ebenso wird erwartet, dass auch die zwischen der irakischen Zentralregierung und der kurdischen Regionalregierung erzielte Einigung über die Verteilung der Öleinkünfte zu höheren Fördermengen führen wird. Generell geht die EIA in ihrer neuen Prognose8 davon aus, dass weltweit wachsende Rohöllagerbestände die Ölpreise auch 2015 weiter nach unten drücken werden, insbesondere in der ersten Jahreshälfte. Hier räumt die EIA jedoch angesichts der Vielzahl der beeinflussenden Faktoren einen großen Unschärfefaktor ein, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit des Preises vom Angebot. Trotz der kürzlich getroffenen OPEC-Entscheidung, das Produktionsziel von 30 Millionen Barrel pro Tag aufrechtzuerhalten, könnten die großen Hersteller eine Reduzierung der Förderquoten zur Verknappung der auf dem Markt verfügbaren Mengen beschließen. Dies könnte für eine ganze Reihe von Förderländern gelten, darunter die OPEC-Mitglieder Libyen, Irak, Iran, Nigeria und Venezuela. Ebenso wird die Abhängigkeit zwischen Liefervolumen und niedrigeren Ölpreisen in den Nicht-OPEC Förderländern Marktgeschehen und Preise beeinflussen. Der Staatsetat zahlreicher OPEC und Nicht-OPEC Förderländer hängt in hohem Maße von ihren Öleinnahmen ab. Sollten die Rohölpreise weiter fallen oder auf dem derzeitig niedrigen Niveau verharren, müssen diese ölabhängigen Staaten schwierige politische Entscheidungen treffen, darunter Einsparmaßnahmen und Kürzungen, die soziale Unruhen und Angriffe auf Ölinfrastrukturen in diesen Ländern auslösen könnten. Dadurch wiederum könnten Lieferengpässe verursacht werden, was im derzeitigen Moment verlässliche Vorhersagen über diesen Markt weiter erschwert.
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Canadian Association of Petroleum Producers
(CAPP) Webseite, Basic Statistics Sicherheits- und Industriemarkta) BrennstoffzellenNach Angaben des Beratungsunternehmens E4Tech, das 2014 erstmals den Fuel Cell Industry Review9 erstellte, befindet sich die Brennstoffzellenindustrie immer noch im Aufbau. 2014 sah den Eintritt des koreanischen Doosan-Konzerns, neue Kommerzialisierungsversuche von General Electric, sowie mehrere erfolgreiche Kapitalmaßnahmen, z. B. von Plug Power und FuelCell Energy, sowie den erfolgreichen IPO von Intelligent Energy. Der Gesamtverkauf stieg gegenüber 2013 erneut. Insbesondere sehen die Marktforscher einen wichtigen Trend hin zu integrierten Systemen. Der von SFC Energy bearbeitete Markt im niedrigen bis mittleren Leistungsbereich wird von den Experten als stabil wachsender Markt gesehen, wobei vor allem stationäre, autark arbeitende Komplettsysteme von großem Interesse für die Anwender sein werden. Insgesamt setzte sich der Trend fort hin zu Anwendungen und Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden. Damit verbunden besteht eine Nachfrage nach integrierten, einfach zu bedienenden Stromerzeugern, die zuverlässig, wetterunabhängig und fernsteuerbar den Betrieb dieser Geräte sicherstellen. Ebenso ist ein wachsender Bedarf an autonomen Batterieladegeräten an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verzeichnen. b) Leistungselektronik und SchaltnetzteileFür die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.
Für Deutschland legte der Verband11 im Januar 2015 aktualisierte Zahlen für das Jahr 2014 vor. Trotz der im Verlauf des vergangenen Jahres immer ungünstiger gewordenen globalen Rahmenbedingungen konnte die deutsche Elektroindustrie demnach von Januar bis November 2014 ihre reale Produktion um 2,4 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum steigern. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet der Verband infolgedessen mit einem Anstieg der Erlöse auf 171 Milliarden Euro. Trotz starker monatlicher Schwankungen lag die letztjährige Entwicklung der Elektroindustrie damit unter dem Strich im Rahmen der Erwartungen. Die Exporte stiegen zwischen Januar und Oktober 2014 um 3,9 % gegenüber Vorjahr auf 136,8 Milliarden Euro. Zwei Drittel davon (83,2 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 3,4 %) wurden in Europa abgesetzt. Größter Exportkunde war China mit 12,3 Milliarden Euro (plus 15,9 %). Damit hat China die USA als bislang größten Abnehmer abgelöst. Für die deutsche Elektroindustrie rechnet der Verband ZVEI 2015 mit einem Anstieg der preisbereinigten deutschen Elektroproduktion um 1,5 % auf knapp 174 Milliarden Euro.
Für Deutschland erwarteten die Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components im November für das Gesamtjahr 2014 einen Anstieg um 6 % auf einen neuen Rekordwert von 18 Milliarden Euro. Für 2015 rechnet der ZVEI in Deutschland mit einem inländischen Marktwachstum bei elektronischen Komponenten von knapp 4 %.
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E4Tech: "The Fuel Cell Industry Review 2014",
November 2014 c) Verteidigung und SicherheitNach Angaben des "The Military Balance 2015" Berichts des International Institute for Strategic Studies' (IISS)13 , das jährlich die Verteidigungsfähigkeiten und -budgets von 171 Ländern weltweit analysiert, stand im Jahr 2014 sinkenden Verteidigungsausgaben in Europa ein fortgesetzter Anstieg der Ausgaben in Asien um mehr als 25 % gegenüber. Während in Europa angesichts der zunehmend unsicheren Lage in den Ländern Europas und insbesondere den nahen Nachbarländern diskutiert wird, ob dieser Rückgang noch haltbar ist, steht Asien vor der Herausforderung, das für weitere militärische Modernisierung erforderliche wirtschaftliche Wachstum ins Zentrum der Anstrengungen zu stellen und damit auch gleichzeitig Bedingungen zu schaffen, die verhindern, dass Spannungen in militärische Konflikte eskalieren. In Europa erschütterte die Ukrainekrise das bisherige Gleichgewicht. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die Aktivitäten islamistischer Extremisten im Mittleren Osten und Afrika gefährdet. Die Sicherheitsdienste sind damit beschäftigt solche Bedrohungen von den westlichen Gesellschaften abzuwenden. Im September 2014 einigten sich 28 Nato-Mitgliedstaaten auf dem Nato-Gipfel in Wales auf das Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Nur wenige Länder wie die USA und Großbritannien erfüllen dieses Ziel bereits. Deutschland dagegen gibt aktuell nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für seine Streitkräfte aus. In ihrem Ausblick gehen die IISS-Experten davon aus, dass der Westen auch weiterhin mehr als die Hälfte der globalen Verteidigungsausgaben tätigen wird, 2010 hatte der Anteil des Westens noch bei über 65 % gelegen. Die europäischen Staaten werden nach Ansicht des Instituts ein neues Gleichgewicht finden müssen, wie sie gleichzeitig ihre wachsenden Verteidigungsherausforderungen adressieren, notwendige Budgetkürzungen umsetzen und Ermessensaufgaben wie z. B. neue Rüstungsausgaben, erfüllen können. In den Schwellenländern erwarten die Experten angesichts fallender Ölpreise, der Schwäche der russischen Wirtschaft und des sich abschwächenden Weltwirtschaftswachstums ein stark reduziertes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Besondere Bedeutung wird nach Meinung des IISS den Themen technologische Innovation und Wissensweitergabe in den Verteidigungsorganisationen zukommen. Insbesondere in technologischer Hinsicht wird empfohlen, dass staatliche und nicht-staatliche Akteure enger zusammenarbeiten - auch über Landesgrenzen, damit Militärorganisationen moderne Technologien schnell und zielführend einsetzen können. Dies wird auch den zusätzlich entstehenden Aufgaben der Organisationen im humanitären Bereich, Heimat- und Pandemieschutz zugutekommen, denn die Herausforderungen in diesem Bereich halten nicht am Grenzbaum. Freizeitmarkta) ReisemobileNach Angaben des CIVD14 und der European Caravaning Federation (ECF)15 stabilisierte sich 2014 nach Jahren der Krise die europäische Caravaning-Industrie erstmals wieder. Europaweit wurden 2014 rund 136.800 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen - das entspricht einem leichten Rückgang des Gesamtmarktes um 0,5 %. Während Neuzulassungen von Caravans europaweit nochmals um 2 % zurückgingen, erreichten sie bei Reisemobilen erstmals ein Plus von 1 %. Nach Jahren der rückläufigen Entwicklung werten die Verbände dies als erstes positives Anzeichen für eine Stabilisierung des europäischen Markts. Erstmals verzeichneten neben Deutschland auch die wichtigen Märkte Frankreich, Großbritannien und Schweden wieder Wachstumsraten. Die deutsche Caravaningbranche erwirtschaftete nach Angaben des CIVD 2014 einen Rekordumsatz von 6,62 Milliarden Euro, dies entspricht einem Zuwachs von 10,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der größte Teil hiervon wurde im Neuwagengeschäft erzielt, jedoch auch die Märkte für gebrauchte Freizeitfahrzeuge und Zubehör zeigten sich von ihrer starken Seite. Bei den Neufahrzeugen legten die Reisemobile um 3,7 % auf 2,6 Milliarden Euro zu, die Caravans verbuchten bei einem Umsatz von 0,56 Milliarden Euro ein starkes Plus von 22,8 % gegenüber 2013. Dank der hohen Nachfrage erreichte der Markt für gebrauchte Reisemobile und Caravans mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Euro einen neuen Bestwert, dies entspricht einem Wachstum von 13,3 %. Auch das Zubehörgeschäft zeigte sich stark und erwirtschaftete mit einem Plus von 14,7 % einen Umsatz von 0,6 Milliarden Euro - ebenfalls ein Rekordergebnis. Die Stimmung in der deutschen Caravaningindustrie hat sich nach Angaben des Verbands zum Jahresbeginn 2015 weiter deutlich aufgehellt. So das Ergebnis der jährlichen Mitgliederbefragung des CIVD16 hinsichtlich der wirtschaftlichen Erwartungen an die nächsten zwölf Monate. Besonders für das Inlandsgeschäft, aber auch für den Export wird für 2015 ein stabiles bis leicht wachsendes Ergebnis erwartet. Der positive Trend soll hauptsächlich durch den Reisemobilabsatz in Deutschland getrieben werden. Auch die Erwartungen an die Entwicklung des Exportgeschäfts sind nach mehreren Jahren erstmals wieder vorsichtig optimistisch. Insgesamt schätzt der Verband für 2015, dass sich der deutsche Markt weiterhin positiv entwickeln wird und dass die europäischen Exportmärkte die Talsohle durchschritten haben und langsam wieder anziehen werden.
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Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband
e.V., Presseinformation "Deutsche Caravaningindustrie erzielt Umsatzrekord",
19. Januar 2015 b) MarinemarktIm maritimen Freizeitbereich war die Branche nach einem schwierigen Jahr 2013, dessen Geschäftsverlauf durch die Wetterlage zu Beginn der Saison erheblich beeinträchtigt worden war, mit Schwung in die Saison 2014 gestartet, der sich während des gesamten Jahres fortsetzte, auch wenn im zweiten Quartal die Verkäufe im Boots- und Ausrüstungsbereich etwas hinter den Erwartungen zurückblieben. Insgesamt erzielte die Branche nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)17 für das Jahr 2014 einen Gesamtumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen von rund 1,77 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. (Die Umsätze im Megayachtbereich sind in diesen Zahlen nicht enthalten.) Die deutschen Bootshersteller steigerten ihre Produktion auf ca. 1.700 Segel- und Motoryachten (+10 %) und konnten dank innovativer Produkte und gutem Preis-/Leistungsverhältnis im In- und Ausland Marktanteile hinzugewinnen. Neue Modelle sowie sehr preisgünstige Einstiegsversionen erleichterten das Neubootgeschäft und sorgten für die notwendigen Impulse am Markt. Der Trend, die eigene Yacht noch einige Jahre länger als ursprünglich geplant zu nutzen, beflügelte nach Angaben des Verbands das Ausrüstungsgeschäft. Wenn schon der Neubootkauf aufgeschoben wird, soll wenigstens die vorhandene Yacht besser ausgestattet werden. Da das Durchschnittsalter der Bootseigner steigt und mehr Zeit auf dem eigenen Boot verbracht wird, investieren die Bootseigner vor allem in Ausstattungen, die das Leben an Bord komfortabler und sicherer machen. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGEVorbemerkungIm Zeitraum 02. Dezember 2013 bis 03. Juni 2014 wurde durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. (DPR) eine routinemäßige Prüfung nach § 342b Abs. 2 HGB des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 sowie des Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2012 durchgeführt. Ergebnis der Prüfung war, dass seitens der DPR keine fehlerhafte Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2012 festgestellt wurde. Der Hinweis zur künftigen Rechnungslegung, planmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung anstatt unter dem Posten Forschungs- und Entwicklungskosten unter dem Posten Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen auszuweisen, wurde für den Berichtszeitraum bereits umgesetzt. Die Vergleichszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst. Darüber hinaus waren folgende Veränderungen im Vorstand zu verzeichnen:
ErtragslageIm Geschäftsjahr 2014 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz von T€ 53.631. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 32.413) entspricht dies einer Steigerung von 65,5 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anfang Juli 2013 akquirierte und zum 1. September 2013 erstkonsolidierte kanadische Simark nur mit einer Umsatzzahl von T€ 8.146 für das Geschäftsjahr 2013 enthalten ist, während hingegen für das Geschäftsjahr 2014 T€ 29.329 konsolidiert wurden. Insofern ist eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen gegeben. SFC erzielte einen Umsatz von T€ 11.180 und lag damit auf Vorjahresniveau (T€ 11.082). PBF lag mit einem Umsatz von T€ 13.121 ebenfalls auf Vorjahresniveau (T€ 13.185). Simark verzeichnete mit einem Umsatz von T€ 29.329 einen Anstieg von rund 20 % auf CAD Basis gegenüber dem Zwölfmonatszeitraum 2013. Das EBIT des Konzerns verbesserte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 8.836 auf minus T€ 4.269. Die folgenden Sondereffekte werden im bereinigten Ergebnis nicht berücksichtigt:
Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar: scroll
Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls. Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein bereinigtes EBITDA von minus T€ 2.203 erreicht. Im entsprechenden Zeitraum 2014 hingegen war das bereinigte EBITDA positiv mit T€ 379. Der Konzern lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen damit im Rahmen der Erwartungen und der Prognose, in der von einem Umsatz von € 55 Mio. bis € 60 Mio. sowie einem ausgeglichenen bereinigten EBITDA ausgegangen wurde. Beim erreichten Umsatz lag der Konzern zwar rund € 1,4 Mio. unter dem unteren Ende der Prognose, gleichwohl entspricht dies dem Betrag der sich aufgrund der Abweichung des Umrechnungskurses für den kanadischen Dollar gemäß Budgetkurs (1,40) zu tatsächlichem Durchschnittskurs (1,4663) ergibt. Umsatz nach SegmentenDie Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2014 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
Im Segment Öl & Gas konnte der Umsatz von T€ 8.450 auf T€ 29.335 gesteigert werden. In diesem Segment sind nahezu ausschließlich die Umsätze von Simark enthalten. Im Vorjahr wurde nur ein Viermonatszeitraum konsolidiert, während hingegen im Geschäftsjahr 2014 das gesamte Kalenderjahr berücksichtigt wurde. Der Umsatz wurde dabei ausschließlich mit dem Vertrieb und der Integration von Produkten für den Öl & Gas-Markt in Nordamerika erzielt. Im Markt für Sicherheit & Industrie konnte der Umsatz von T€ 19.164 auf T€ 20.186 gesteigert werden. PBF erzielte ausnahmslos Umsätze in diesem Segment und ist in dieser Umsatzzahl mit T€ 13.121 (Vorjahr: T€ 13.185) enthalten. Der Umsatz von SFC erhöhte sich von T€ 5.979 um 18,2 % auf T€ 7.065, die Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen von 767 auf 1.029. Ursächlich für den Anstieg bei SFC ist insbesondere, dass im Bereich Verkehrstechnik zum Jahresende ein Großprojekt mit einem Umsatzvolumen von T€ 1.057 realisiert werden konnte. Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2014 mit T€ 4.110 ein Umsatz unter Vorjahresniveau (T€ 4.799) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 1.697 auf 1.450. Hier konnten Umsatzsteigerungen in Skandinavien den konjunkturbedingten Abwärtstrend in Frankreich und Südeuropa sowie geringere Absätze in Deutschland nicht kompensieren. Umsatz nach RegionenDer Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Im nunmehr bedeutendsten Markt Nordamerika wurde das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2014 durch die erstmalige Konsolidierung von Simark für einen Zeitraum von 12 Monaten erreicht. Im Markt Europa (ohne Deutschland) wurden durch PBF T€ 8.242 und durch SFC T€ 4.702 erzielt. In Deutschland ist die deutliche Steigerung des Umsatzes von SFC von T€ 3.282 auf T€ 4.407 hauptsächlich durch den Großauftrag im Verkehrstechnikbereich im Segment Sicherheit & Industrie bedingt. PBF trug mit T€ 3.398 (Vorjahr: T€ 3.863) zum Umsatz in Deutschland bei. Der Inlandsanteil am Umsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 von 22,0 % auf 14,6 %. In Asien war insbesondere PBF mit T€ 1.224 (T€ 1.289) vertreten. Bei SFC waren überwiegend wie im Vorjahr Umsätze mit Projekten im Industriemarkt in Singapur zu verzeichnen. Bruttoergebnis vom UmsatzInsgesamt wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 15.661 oder 29,2 % vom Umsatz erzielt. Im Vorjahr waren hingegen T€ 9.925 oder 30,6 % vom Umsatz zu verzeichnen gewesen. Die Veränderung der Bruttomarge vom Umsatz ist neben den Verschiebungen zwischen den Segmenten auch durch den höheren Umsatzanteil des margenschwächeren Konzernunternehmens Simark, bedingt durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, verursacht. Die Marge in diesem Segment liegt auf Grund des unterschiedlichen Geschäftsmodells von Simark bei rund 26 %, während durch die Konzernunternehmen SFC und PBF kumuliert eine durchschnittliche Marge von über 33 % erzielt wird. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte um T€ 5.736 oder 57,8 % gesteigert werden. Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
Im Segment Öl & Gas betrug das Bruttoergebnis vom Umsatz T€ 7.637 oder 26,0 %. Dies entspricht sowohl prozentual als auch absolut den Erwartungen. Das Segment Sicherheit & Industrie erzielte ein Bruttoergebnis vom Umsatz von T€ 7.090 und lag damit über dem Vorjahreswert von T€ 6.433. Die Bruttomarge konnte im Wesentlichen aufgrund des höheren Umsatzanteils von SFC in diesem Segment von 33,6 % auf 35,1 % gesteigert werden. Im Segment Freizeit betrug die Bruttomarge 22,7 % (Vorjahr: 31,4 %). Ursächlich hierfür waren hauptsächlich die niedrigeren Umsätze bei gleichbleibender Gemeinkostenstruktur. VertriebskostenBedingt durch die Konsolidierung von Simark erhöhten sich die Vertriebskosten von T€ 8.233 um 28,0 % auf T€ 10.540. Konzernweit konnten die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz von 25,4 % auf 19,7 % verringert werden. Für das Konzernunternehmen SFC war mit T€ 3.520 ein erheblicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit T€ 4.044 zu verzeichnen. Für Simark fielen inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation sowie der anteiligen Barkomponente Vertriebskosten in Höhe von T€ 6.039 (Vorjahreszeitraum T€ 2.290) an. Die Vertriebskosten für PBF beliefen sich auf T€ 979 (Vorjahreszeitraum T€ 1.165). Zudem waren in 2013 Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 734 enthalten. Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten verringerten sich 2014 von T€ 5.433 um T€ 903 auf T€ 4.530, nicht zuletzt bedingt durch die in 2013 enthaltenen Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 734. Für SFC war eine Verringerung von T€ 2.054 auf T€ 1.581 zu verzeichnen. Wesentliche Ursache waren im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 311 aber auch ein reduzierter Personalbestand in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 2.537 und waren damit auf Vorjahresniveau (T€ 2.523). Simark ist mit T€ 412 (T€ 123) in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten. Allgemeine VerwaltungskostenDie Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich 2014 von T€ 3.860 um 26,2 % auf T€ 4.872. Damit konnte für den Konzern eine Quote von 9,1 % im Verhältnis zum Umsatz erreicht werden, während im Vorjahr noch 11,9 % zu verzeichnen waren. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 170 beinhalten mit T€ 96 Erträge aus Kursdifferenzen. Im Vorjahr war im Wesentlichen der Ertrag aus der Auflösung der Earn-Out Verbindlichkeit PBF mit T€ 921 ausgewiesen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken deutlich von T€ 1.708 im Vorjahr auf T€ 159 und beinhalten Drohverluste für Mietaufwendungen und Leasing mit T€ 86 sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 49. Im Vorjahr waren insbesondere die Akquisitionsaufwendungen aus dem Unternehmenszusammenschluss Simark mit T€ 1.076, Drohverluste für Mietaufwendungen und Leasing mit T€ 396 sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 189 enthalten. RestrukturierungsaufwendungenIm Geschäftsjahr 2014 waren keine Restrukturierungsaufwendungen (Vorjahr T€ 567) zu verzeichnen. Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 4.474 auf minus T€ 1.177. Das EBITDA in Relation zum Umsatz steigerte sich von minus 13,8 % auf minus 2,2 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug T€ 379 (minus T€ 2.203) oder plus 0,7 % (minus 6,8 %) im Verhältnis vom Umsatz. Betriebsergebnis (EBIT)Das EBIT des Konzerns verbesserte sich 2014 signifikant von minus T€ 8.836 auf minus T€ 4.269. Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 27,3 % auf minus 8,0 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 1.223 (minus T€ 4.217) oder minus 2,3 % (minus 13,0 %) im Verhältnis vom Umsatz. Zinsen und ähnliche ErträgeDie Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch den niedrigeren Zahlungsmittelbestand von T€ 67 auf T€ 14. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 312 (T€ 194) beinhalten Zinsen an Kreditinstitute sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen. KonzernjahresergebnisDas Konzernjahresergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 auf minus T€ 4.826 nach minus T€ 8.912 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2014 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 3.046 (Vorjahr: T€ 4.619) enthalten. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) verbesserte sich von minus € 1,16 auf minus € 0,60. Auftragseingang und AuftragsbestandWährend im Geschäftsjahr 2013 Auftragseingänge von T€ 35.559 erfolgt sind (inkl. vier Monate für Simark), konnten in 2014 T€ 46.621 verzeichnet werden. Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2014 auf T€ 10.626 (31. Dezember 2013: T€ 17.636). Davon entfielen auf SFC T€ 685 (Vorjahr: T€ 707) und auf PBF T€ 3.898 (Vorjahr: T€ 8.281). Simark ist in dieser Zahl mit T€ 6.044 (Vorjahr: T€ 8.648) enthalten. FinanzlageDas Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. KapitalstrukturSFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 sowie der Barkapitalerhöhung im November 2014 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt. Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. SFC hat im Geschäftsjahr 2014 eine Barkapitalerhöhung durchgeführt. Im November 2014 wurde im Rahmen einer Barkapitalerhöhung insgesamt T€ 3.263 (591.159 Aktien zu einem Kurs von € 5,52) eingeworben. Das gezeichnete Kapital stieg somit von T€ 8.020 auf T€ 8.611 zum 31.12.2014. Die Kapitalrücklage erhöhte sich in 2014 um T€ 2.385 auf T€ 71.955. Diese Erhöhung stellt das von den Zeichnern der neuen Aktien gezahlte Agio abzüglich der Kosten für Barkapitalerhöhung (T€ 287) dar. Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2014 T€ 6.122 und sind gegenüber dem Vorjahreswert um 14,3 % verringert (31. Dezember 2013: T€ 7.143). Des Weiteren wurde zur Finanzierung der bedingten Gegenleistung für Simark ein weiteres Darlehen in Höhe von CAD 2,0 Mio. aufgenommen. Die Gesamtfinanzierung für Simark belief sich zum Bilanzstichtag damit auf CAD 5,2 Mio. Die Konditionen sind wie folgt:
Die gesamten kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf T€ 5.058 (31. Dezember 2013: T€ 4.421). Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen: EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNSscroll
Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2014 durch die Kapitalerhöhung verändert die jedoch das negative Konzernperiodenergebnis nur zum Teil kompensieren konnte. SFC weist damit immer noch eine Eigenkapitalquote von 58,4 % (Vorjahr: 61,0 %) aus. Das Anlagevermögen ist über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden. InvestitionenIm Geschäftsjahr 2014 wurden T€ 281 (T€ 207) für die Weiterentwicklung der Produkte aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Software, Maschinen und Betriebsausstattung vorgenommen. Insgesamt beliefen sich die Investitionen 2014 auf T€ 750 (T€ 758). Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen. In geringem Umfang wurden Finanzierungsleasingverträge abgeschlossen. LiquiditätIm Geschäftsjahr 2014 war ein Mittelabfluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 1.029 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2013 flossen Mittel in Höhe von T€ 15.474 ab, insbesondere bedingt durch die Akquisition von Simark und das negative Konzernjahresergebnis. Insofern besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Ertragslage des Konzerns, den Akquisitionsaktivitäten und der zukünftigen Liquidität. Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2014 reduzierten sich demzufolge auf T€ 6.122 (Ende Dezember 2013: T€ 7.143). Zudem waren Festgelder in Höhe von T€ 285 zu Gunsten des Vermieters gesperrt. Im Vorjahr bestand eine Bankbürgschaft in Höhe von T€ 285, wofür Festgelder in gleicher Höhe verpfändet waren. Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.013 (Vorjahr: T€ 2.139). Zum Stichtag bestehen Kreditlinien, die wie folgt in Anspruch genommen sind: scroll
Cashflow aus betrieblicher TätigkeitAus betrieblicher Tätigkeit war 2014 ein Abfluss von T€ 3.553 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelabfluss T€ 7.312. Wesentliche Ursache für den Abfluss 2014 sind das negative Ergebnis und der daraus resultierende negative operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderung in Höhe von T€ 1.117 während im Vorjahr hier ein negativer Cashflow in Höhe von T€ 5.089 erzielt wurde. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitIm Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 618 (T€ 6.594) ab. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitAus der Finanzierungstätigkeit flossen 2014 Mittel in Höhe von T€ 3.143 zu, im Vorjahr war ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 1.568 zu verzeichnen gewesen. Der Mittelzufluss in 2014 wurde im Wesentlichen durch die durchgeführte Barkapitalerhöhung verursacht. Die Tilgung von Finanzschulden als Teil des Kaufpreises der an Erfüllungsstatt abgelösten Verbindlichkeiten der Simark Controls Ltd. wurde über die Aufnahme von Finanzschulden finanziert. VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 hat sich mit T€ 47.256 gegenüber dem 31. Dezember 2013 (T€ 47.650) um 0,8 % vermindert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund des Periodenverlustes, der nur teilweise durch die Barkapitalerhöhung kompensiert wurde, von 61,0 % auf 58,4 %. Die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen aus Percentage-of-Completion sind um T€ 3.230 oder 18,8 % im Wesentlichen auf Grund des starken vierten Quartals 2014 angestiegen. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert von Simark in Höhe von T€ 7.411 (Vorjahr: T€ 7.126) sowie PBF in Höhe von T€ 4.672 (Vorjahr: T€ 4.672), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 2.560 (Vorjahr: T€ 3.616) und PBF in Höhe von T€ 1.464 (Vorjahr: T€ 1.845) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 1.140 (Vorjahr: T€ 1.265). Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen, der Technologie und des Auftragsbestands zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2014 T€ 281 aktiviert sowie T€ 407 abgeschrieben. Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von T€ 21.715 auf T€ 19.714. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme ging folglich von 45,6 % auf 41,7 % zurück. Die Schulden sind geringfügig von T€ 18.587 um 5,8 % auf T€ 19.667 angestiegen. Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 41,6 % (31. Dezember 2013: 39,0 %). Durch das negative Ergebnis nach Steuern mit dem gegenläufigen Effekt auf Grund der Kapitalerhöhung verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 auf T€ 27.589 im Vergleich zum 31. Dezember 2013 (T€ 29.063). Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage erhöhten sich dabei um T€ 2.976 auf Grund der durchgeführten Barkapitalerhöhung. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 wurden oben bereits dargestellt. Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:
Die Lieferantenqualität lag mit einer Quote von rund 4 % fehlerhaften Lieferungen auf Vorjahresniveau. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) konnte bei Brennstoffzellen im Industriesegment um 1 % (Vorjahr: 7 %) verbessert werden. Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr. Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus. Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und seit 2014 auch für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert. Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert. Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg. Mitarbeiter zum JahresendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar: MITARBEITERscroll
Der Konzern hat zum 31. Dezember 2014 insgesamt 8 (7) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014 lag für SFC mit 72 (85) unter Vorjahresniveau. Bei PBF verringerte sich die Mitarbeiterzahl von 100 auf 97. Bei Simark waren zum Bilanzstichtag 77 Mitarbeiter (Vorjahr: 71) beschäftigt. Zusammenfassung zu Geschäftsverlauf und LageZusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Barkapitalerhöhung, über eine solide Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Vergütungssystem des VorstandesNach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen: Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2014 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz, Bruttomarge und EBITDA bereinigt abhängig. Darüber hinaus bestand für die Vorstände bis zum Geschäftsjahr 2014 die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014-2016 finden Sie unter "Aktienoptionsprogramme". Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht. Vorstandsvergütung im Jahr 2014Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt € 1.014.197. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2014 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR-Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2014 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2014 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2013 zurückgestellten Beträge. Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen. TABELLE 1 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2014 (ZUWENDUNGSBETRACHTUNG* )scroll
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TABELLE 2 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2014 (ZUFLUSSBETRACHTUNG)scroll
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Vergütung des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt: GESCHÄFTSJAHR 2014scroll
Angaben, die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden in diesem dargestellt. AktienoptionsprogrammeDer Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Kurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind. Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014-2016 lauten wie folgt: RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DAS SAR-PROGRAMM 2014-2016scroll
Sonstige nahestehende Unternehmen und PersonenWir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMRechnungslegungsbezogenes internes KontrollsystemSFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen. Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist. Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt. Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten. Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2014 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. RisikomanagementsystemZum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Konzerns ab, Chancen werden nicht erfasst. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF wurde in dieses Risiko-Managementsystem integriert. Bei Simark wurde das Risikomanagementsystem im Laufe des Geschäftsjahres 2014 eingeführt. Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggfls. zu ergreifen sind. RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTENDer Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden. Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel, Forderungen sowie Finanzanlagen. Soweit bei den finanziellen Vermögensgegenständen Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zuzuordnen. Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt: AusfallrisikoAusfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeiter nachgegangen und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements. Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert. Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind. Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund der Akquisition von Simark und des Jahresfehlbetrages in 2014 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. ZinsänderungsrisikoDas Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau. WährungsrisikoSFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig für Währungsrisiken nicht eingesetzt. KreditrisikoIn den Kreditverträgen die durch die kanadischen Gesellschaften in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung der operativen kanadischen Gesellschaft geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Des Weiteren besteht das Risiko, dass die Kreditlinie der PBF wegen Nichterreichung von Ergebnis- oder Kennzahlen aufgekündigt wird. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB)Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 8.611.204,00 und ist eingeteilt in 8.611.204 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt18 : scroll
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss. Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 6. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2013) hat die SFC Energy AG ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen Bareinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 8.020.045,00 um € 591.159,00 auf € 8.611.204,00 durch Ausgabe von 591.159 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 2. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der Vorstand ist nach der vorstehend beschriebenen teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.643.126,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Bei der SFC Energy AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Podesser wurde ab dem 1. April 2014 um drei weitere Jahre verlängert. In diesem Vertrag ist geregelt, dass Dr. Podesser im Fall der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte an SFC durch einen Dritten (Kontrollwechsel) den Vorstandsanstellungsvertrag aus wichtigem Grund kündigen kann. Diese Kündigung durch Dr. Podesser kann - auf Wunsch des Aufsichtsrats von SFC und/oder des Erwerbers der Kontrollmehrheit - nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen. Dr. Podesser hat im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels bis zum 31. März 2016 grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung des Werts einer Jahresvergütung unter Zugrundelegung einer 100 %igen Zielerreichung, maximal aber auf Auszahlung des Werts der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsanstellungsvertrags zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Die Abfindung wird mit Eintritt des Kontrollwechsels fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels nach dem 31. März 2016 ist das außerordentliche Kündigungsrecht von Dr. Podesser hingegen ausgeschlossen, eine Abfindungszahlung erfolgt nicht. Ferner wurden Dr. Podesser gemäß obigen Vertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt. Steffen Schneider wurde mit Wirkung ab 1. September 2014 bis zum 31. August 2017 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 01.09.2021. Herrn Schneider wurden am 1. September 2014 180.000 SAR gewährt. Vergleichbare Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern bestehen nicht. RISIKOBERICHTAus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Öl & Gas sowie Sicherheit & Industrie. MarktrisikenGesamtwirtschaftliche EntwicklungAuch wenn die Weltkonjunktur nach Einschätzung des ifo-Instituts 2015 langsam an Fahrt gewinnen dürfte, sehen die Experten erhebliche Risikofaktoren in den Strukturproblemen wichtiger fortgeschrittener Volkswirtschaften im Euroraum und Japan sowie einiger großer Schwellenländer wie Brasilien oder Argentinien. Ebenso rechnen sie damit, dass die Wirtschaft Chinas im kommenden Jahr leicht abnehmende Zuwächse verzeichnen wird. Die jüngste Entwicklung des Ölpreises beurteilen sie hingegen als zusätzlich stützenden Faktor für die globale konjunkturelle Entwicklung 2015. Von einem niedrigeren Ölpreis dürften vor allem Ölabnehmer wie die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie China, Indien und die Ökonomien Ostasiens profitieren. Für ölexportierende Länder wie Brasilien, Russland und zahlreiche Volkswirtschaften bedeutet ihrer Einschätzung nach der starke Ölpreisrückgang jedoch Einbußen im Volkseinkommen. Öl- & GasmarktDie Konjunkturaussichten für den Öl- und Gasmarkt haben sich aufgrund des Preisverfalls verschlechtert, insbesondere ist zu befürchten, dass aufgrund der negativen Preisentwicklung geplante Investitionen in neue Öl- und Gasfelder zurückgestellt oder komplett gestrichen werden. So rechnet die Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP) in 2015 in Kanada mit einem Rückgang der kurzfristigen Investitionen von 33 % und einer langsameren Steigerung der Fördermenge als ursprünglich geplant. So werden in 2015 nur 7.350 neue Bohrlöcher erwartet. Weiterhin besteht das zusätzliche Risiko, dass innovative Technologien erst mit einer gewissen Verzögerung Eingang in diese Industrie finden. Sicherheit- und IndustriemarktBrennstoffzellen:Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle. Leistungselektronik und Schaltnetzteile:Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. In diesem Sinne werden die Marktrisiken in diesem Markt weiterhin als eher gering beurteilt. Verteidigung & Sicherheit:Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die westlichen Verteidigungsausgaben dies- und jenseits des Atlantiks unter dem Einfluss der unsicheren Situation in Europa und Asien wieder ansteigen werden, insbesondere im Bereich Innovation, Modernisierung und Effizienzsteigerung. Dies könnte sich für SFC sowohl im Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch für das Segment der kommerziellen Aufträge positiv auswirken. FreizeitmarktReisemobile:Der deutsche Caravaning-Verband CIVD und die European Caravaning Federation ECF blicken Anfang 2015 erstmals wieder mit verhaltenem Optimismus auf die europäische Caravaning-Industrie. Die niedrigen Treibstoffpreise laden ein zu mehr Mobilität, den Verbrauchern verbleibt durch Energiekosteneinsparungen mehr Geld im Beutel. Jedoch wird angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten die Investitionsbereitschaft der Verbraucher von den Wirtschaftsinstituten nach wie vor als zurückhaltend eingeschätzt und ist insbesondere in diesem Markt schwer abschätzbar, mit entsprechendem Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen. Es ist weiter zu erwarten, dass das klassische Segment der Reisemobilkäufer, in der Regel wohlhabende Pensionäre, abnimmt. Jüngere Kunden ziehen andere, günstigere Fahrzeug- und Reisealternativen vor. Marine:Der Marinebereich steht, trotz seines Wachstums in den letzten Jahren, ebenfalls in dieser Abhängigkeit, dies betrifft auch den für SFC relevanten Zubehörbereich. Auch wenn hochwertiges Zubehör nicht nur Mehrwert sondern insbesondere auch gestiegenen Komfort und bessere Sicherheit bietet, wird hier bei Investitionen in wirtschaftlich unsicheren Konjunkturlagen Zurückhaltung geübt. Technologische RisikenDie von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-How stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale. Nicht alle im Konzern hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Konzerns befindlichen Know-Hows werden solche Risiken abgemildert. Patentrechtliche RisikenDie immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 18 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen. SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben. Aus einer möglichen Patentrechtsverletzung im Hinblick auf eine derzeit stillgelegte Technische Anlage bestand ein Risiko auf Inanspruchnahme einer Schadensersatzzahlung. Im ersten Quartal 2014 konnte eine entsprechende Vergleichsvereinbarung geschlossen werden, sodass von einer Inanspruchnahme nicht mehr ausgegangen wird. WettbewerbDerzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich DMFC-Systeme. Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen. Bei PBF Produkten unterliegt der Konzern den üblichen Risiken des Wettbewerbs. Durch kundenspezifische "Design-in" Konzepte tritt man diesen Risiken gezielt entgegen und baut somit Wettbewerbsbarrieren auf. Im Bereich von Simark unterliegt der Vertrieb der Produkte den üblichen Risiken des Wettbewerbs in einer reifen Abnehmerindustrie. Intensive Pflege der langfristig etablierten Kundenbeziehungen, eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich Service und die Fokussierung auf Produkt- und Systemintegration führen zu Wettbewerbsvorteilen und damit Risikominimierung. ProduktrisikenProduktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal der Konzern die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte. Im Segment Sicherheit & Industrie haben wir in einem Fall mit dem Kunden technische Nacharbeiten vereinbart, welche erbracht werden. Dem Risiko wurde durch eine Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung mit T€ 250 Rechnung getragen. Von Seiten eines Kunden aus dem Verteidigungsmarkt wurde eine erneute Untersuchung einer möglichen Gefährdung von Nutzern durch Abgasemissionen der Produkte von SFC gefordert. Eine entsprechende Untersuchung wurde im November 2014 bei einem unabhängigen Labor durchgeführt und konnte sowohl die damaligen Ergebnisse des Kunden als auch die bei SFC vorhandenen Daten bestätigen. Eine mögliche Gefährdung von Nutzern konnte wie erwartet nicht festgestellt werden. Beschaffungs- und produktionstechnische RisikenSFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden. Simark erzielte 2014 rund 57 % seines Umsatzes mit den Produkten von zwei Zulieferern. Infolgedessen hängt das Ergebnis von Simark maßgeblich von der Stabilität dieser Lieferantenbeziehungen ab. RohstoffpreisrisikenIn einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar. Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 568. Dies entspricht einer Reichweite von rund 5 Quartalen. Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung rund T€ 30 p.a. WährungskursrisikenSFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzern umsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko. Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen. Bei einer Änderung des Wechselkurses des kanadischen Dollar im Vergleich zu den Annahmen in der Unternehmensplanung von 5 % hat dies eine Auswirkung von rund 3 % auf den Konzernumsatz und rund 8 % auf das bereinigte Konzern-EBITDA. Finanz- und LiquiditätsrisikenDie strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Wegen der bedingten Zahlung aufgrund des Erwerbs von Simark sowie des Geschäftsergebnisses 2014 hat sich der Finanzmittelbestand verringert. Demzufolge besteht durch die Akquisition ein höheres Liquiditätsrisiko, insbesondere da ein Teil des Kaufpreises in der Simark-Gruppe fremdfinanziert wurde und dort die entsprechenden Kreditvereinbarungen einzuhalten sind, um dem Risiko einer vorzeitigen Kreditfälligstellung oder einer Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes entgegen zu wirken. Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Industriekunden, Militärkunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2014 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 31 gebildet. Bei PBF wurden T€ 55 und bei Simark T€ 142 einzelwertberichtigt. ZinsänderungsrisikenDas Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der oben erwähnten Fremdfinanzierung von Simark, der ein variabler und risikoabhängiger Zinssatz zu Grunde liegt. Daneben besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Auf Grund des derzeit niedrigen Zinsniveaus und des verringerten Zahlungsmittelbestandes hält sich dieses Risiko in Grenzen und beträgt bei einer Änderung des Zinssatzes um 0,1 % rund T€ 6. Personalwirtschaftliche RisikenDer Konzern ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal den Konzern verlässt. Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht der Konzern, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch die Veränderung der Eigentumsverhältnisse bei Simark ergeben sich Risiken zur Bindung des Managements und des Schlüsselpersonals. In der Öl- und Gasindustrie sind spezielle Branchenkenntnisse ein wesentlicher Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Durch vertragliche Vereinbarungen und monetäre Anreize soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Know-How Träger bei Simark langfristig an den Konzern gebunden werden. Informationstechnologische RisikenWichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Brunnthal und Almelo intensiviert, so dass sich die IT-Teams gegenseitig unterstützen können. Risiken im regulatorischen UmfeldDie Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an. Sonstige RisikenEine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung aus Eigenmitteln bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisbelastung mit sich bringen. Zusammenfassung zum RisikoberichtNach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten. CHANCENBERICHTMarktchancenWesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen. Darüber hinaus eröffnen neue Produkte wie EFOY GO! neue Märkte. Öl- & GasindustrieDie starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur erheblich beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die geplante regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark in die USA. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Simark Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar. Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in Russland und anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen. Verteidigung & SicherheitSFC hat für das Geschäftsjahr 2015 eine konservative Planung für diesen Markt vorgenommen, da sich Kernparameter, welche zu der unerfreulichen Geschäftsentwicklung 2013 und 2014 geführt hatten, zum Zeitpunkt der Planerstellung noch nicht wesentlich geändert hatten. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Rückkehr zu einem erneuten Wachstumskurs in diesem Markt. Erste Zeichen von Nachfragebelebung in den bisherigen Kernmärkten Deutschland, Israel und USA, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z. B. in weiteren NATO Staaten, sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin. Aufgrund der diversen internationalen Krisen, u.a. in Osteuropa, scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten statt zu finden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO in Höhe von 2 % des BIP wird aktuell nur von drei Mitgliedern erreicht. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen, da insbesondere Spezialkräfte zuerst von den Erhöhungen profitieren sollten. Breitere Kundenbasis PBFDie weitere Steigerung des Umsatzes mit Neukunden und Belebung des Geschäftes mit bestehenden Großkunden stellt ein beträchtliches Wachstumspotenzial für diesen Bereich des Geschäftes dar. Darüber wird die Entwicklung einer gemeinsamen Produktentwicklungsplattform die Geschwindigkeit in neuen Projekten erhöhen und die Entwicklungskosten verringern. Dies wird die Kundenattraktivität weiter erhöhen. Verbesserter ProduktmixDer kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Die erfolgreiche Markteinführung der EFOY Produktplattform birgt erhebliche Chancen für Produktmixverbesserung und beschleunigtes Wachstum für Simark in Kanada. Sonstige ChancenKosten und EffizienzDie notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Jahr 2013 gesetzt wurden, führen 2014 und den Folgejahren zu höherer Effizienz und verbesserter Kostenstruktur in der gesamten Wertschöpfungskette des Brennstoffzellengeschäftes. Eine Einhaltung der bestehenden Planung oder eine mögliche Übererfüllung können hier merklich positive Ergebniseffekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 bringen. Als Folge des rasanten Preisverfalles für Rohöl und um den damit veränderten Marktbedingungen Rechnung zu tragen wurde ein umfassendes Kostensenkungsprogramm für die kanadische Organisation verabschiedet und befindet sich in Umsetzung. Darüber hinaus wurde durch den Transfer von weiteren Produkten von den Niederlanden nach Rumänien weitere Kosten gesenkt, die die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte weiter erhöhen. Innovation und WeiterentwicklungMit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen. Mit ersten Test- und Pilotsystemen von Brennstoffzellen höherer Leistungsklassen von 0,5 KW bis ca. 2,5 KW eröffnen sich neue Anwendungsbereiche, insbesondere im Bereich der Backup- und Notstromversorgung, z. B. in der Windindustrie aber auch bei fahrzeugbasierender Zusatzstromversorgung. Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar. Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen. Externe BestimmungsfaktorenZusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren. Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDer Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2014 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wird der Vorstand am 24. März 2015 abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance öffentlich zugänglich machen. PROGNOSEBERICHTFür das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Während wir grundsätzlich weiterhin von einem langfristigen Wachstum im Öl- und Gassegment ausgehen, so erwarten wir für 2015, aufgrund der negativen Entwicklung des Öl- und Gaspreises seit seinem Hoch im Sommer 2014, eine rückläufige Entwicklung für SFC. Der relativ niedrige Öl- und Gaspreis führt allerdings zu allgemeinen positiven Konjunktureffekten und sollte sich entsprechend positiv auf das Sicherheits- und Industriesegment der SFC auswirken. Für 2015 nimmt SFC eine Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit wird angenommen, dass erste verschobene Projekte in 2015 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem steigenden Umsatz auszugehen. In wie weit sich die oben erwähnten positiven Effekte aus den gesunkenen Öl- und Gaspreisen auch für das Freizeitsegment auswirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Im Freizeitmarkt wird insbesondere die Einführung der neuen Produktplattform EFOY GO! ab dem 2. Halbjahr mittelfristige Wachstumsimpulse geben. Der Vorstand geht für den Freizeitmarkt mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus. Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2015 mit einem Konzernumsatz zwischen 55 Mio. Euro und 65 Mio. Euro sowie einem erneut leicht verbesserten positiven bereinigten EBITDA und einem erneut leicht verbesserten bereinigten EBIT. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten in 2015 fortsetzen wird. Der Vorstand geht bei der Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses von Simark von einem Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro von 1,425 aus. Branchenprognosen werden den Annahmen des Unternehmens zugrunde gelegt. Eine negative Preisentwicklung des Öl- und Gaspreises hätte negative Auswirkungen auf Investitionen der Öl- und Gaskunden, insbesondere im Hinblick auf neue Projekte. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird voraussichtlich auf Vorjahresniveau liegen. Es wird mit einer leicht rückläufigen bis stabilen Mitarbeiteranzahl gerechnet. Bei den Qualitätskennzahlen wird von einer weiteren Verbesserung ausgegangen. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von 6,1 Mio. € aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2015 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird der Konzern über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die tatsächliche Entwicklung von SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht). NACHTRAGSBERICHTWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.
Brunnthal, den 24. März 2015 Der Vorstand Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO Steffen Schneider, Vorstand (CFO Hans Pol, Vorstand (CSO KonzernabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen. KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014scroll
Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Konzernjahresergebnis scroll
Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Textziffer (38) des Konzernanhangs. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund der Änderung des Ausweises von Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen anstatt unter Forschungs- und Entwicklungskosten angepasst. Siehe Erläuterungen zu Grundlagen der Rechnungslegung. KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 20141. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE UND KONSOLIDIERUNGSKREISDie SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Als Anbieter von netzfernen und netzbasierenden Stromversorgungen bedient der Konzern die Kernmärkte "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss 2014 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2014 waren keine geltenden Standards oder Interpretationen anzuwenden, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember). Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Konzernabschluss zum 31.12.2013 angewendet wurden, ergeben sich im Bereich der Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten. Erstmalig wurden im Berichtszeitraum planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, die im Vorjahr unter den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst wurden, zur Verbesserung der Darstellung innerhalb der Ertragslage im Rahmen einer freiwilligen Änderung unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend geändert um die Vergleichbarkeit herzustellen. Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 24. März 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Angewandte neue RechnungslegungsstandardsDie folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2014 angewandt: Neue Fassung IAS 27 "Einzelabschlüsse":Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse zu erstellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard betrifft lediglich Regelungen zu Einzelabschlüssen und hat daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Neue Fassung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen":Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung":Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Änderungen an IAS 36 "Angaben zum erzielbaren Betrag nicht finanzieller Vermögenswerte":Mit den Änderungen an IAS 36 schränkt das IASB die Pflichtangabe des erzielbaren Betrags ein. Gleichzeitig wird jedoch der Umfang, der für den Fall einer Wertminderung bzw. Wertaufholung vorgesehenen Anhangangaben, ausgeweitet. Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die einen wesentlichen Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert bzw. an immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten, ist der erzielbare Betrag gegenwärtig stets anzugeben. Die entsprechende Angabepflicht wurde durch IFRS 13 eingeführt. Nach der vorliegenden Änderung von IAS 36 ist der erzielbare Betrag künftig nur noch anzugeben, wenn in der aktuellen Periode eine Wertminderung bzw. Wertaufholung stattgefunden hat. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2013 von der EU übernommen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen außer im Einzelfall möglicher zusätzlicher Angaben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden. Änderungen an IAS 39 "Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften":Mit den Änderungen an IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei infolge gesetzlicher Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, in denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats übereinkommen, dass ein Zentralkontrahent an die Stelle ihrer jeweiligen Gegenpartei treten soll. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2013 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 10 "Konzernabschlüsse":Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 10 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Die Definition von "Beherrschung" wird durch den neuen IFRS 10 dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: a) Ein Unternehmen muss über das Beteiligungsunternehmen Macht ausüben können; b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und c) es muss die Renditen aufgrund seiner Macht der Höhe nach beeinflussen können. Im Gegensatz hierzu wurde Beherrschung bisher definiert, als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen um aus dessen Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. IFRS 10 enthält ergänzend zusätzliche Anwendungsleitlinien, die darlegen, wann ein Unternehmen die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen ausüben kann. Die darin enthaltenen Leitlinien zur Frage, ob und wann ein Unternehmen das mehr als 50 % der Stimmrechte besitzt, trotzdem keine Beherrschung ausüben kann, sind für den SFC Konzern nicht relevant, da SFC an allen Tochterunternehmen entweder unmittelbar oder mittelbar jeweils 100 % der Stimmrechte hält. Die Geschäftsführung kommt zu dem Ergebnis, dass der Konzern in Übereinstimmung mit der neuen Definition von Beherrschung und den dazugehörigen Anwendungsleitlinien in IFRS 10 die Beherrschung über alle Tochterunternehmen ausüben kann. Es ergibt sich somit keine von IAS 27 abweichende Beurteilung. IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen":Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 11 veröffentlicht. Zukünftig sind nach IFRS 11 zwei Sachverhalte der gemeinschaftlichen Vereinbarung zu trennen: gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operation) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture). Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Zukünftig ist zwingend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Sofern es sich um eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) handelt, sind die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbare Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen -Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss da der Konzern keine Beteiligungen an gemeinsamen Vereinbarungen hält. IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen":Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Grundsätzlich hat der Standard zu keinen zusätzlichen Angaben im Konzernabschluss der Gesellschaft geführt. Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen":Im Juni 2012 hat der IASB "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)" veröffentlicht. Mit den Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurden im April 2013 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse":Im Oktober 2012 hat der IASB die Verlautbarung "Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)" veröffentlicht, mit der eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 "Konzernabschlüsse" gewährt wird. Dies gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Diese Unternehmen würden stattdessen ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 "Finanzinstrumente" oder IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bewerten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und wurden im November 2013 von der EU übernommen. Der Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt. Neue, noch nicht umgesetzte RechnungslegungsstandardsFolgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2014 angewandte, neue und überarbeitete Standards wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt: Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative":Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen sollen Verbesserungen der Finanzberichterstattung in Bezug auf die Anhangangaben darstellen und umfassen (a) einen stärkeren Fokus auf den Grundsatz der Wesentlichkeit, (b) eine weitere Untergliederung der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie Ausweis von Zwischensummen, (c) eine größere Flexibilität bei der Erstellung des Anhangs in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben und (d) die Aufhebung der Vorgaben in IAS 1 in Bezug auf die Identifizierung bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als Bestandteil der Anhangangaben. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist. Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden":Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden: a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre. b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer":Der IASB hat im November 2013 Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Dezember 2014. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Änderungen an IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen":Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Mit den Änderungen wird einem Unternehmen gestattet, Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss entweder (a) zu Anschaffungskosten, (b) im Einklang mit IFRS 9 Finanzinstrumente oder (c) unter Anwendung der Equity-Methode wie in IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu bilanzieren. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da sich das Wahlrecht auf Einzelabschlüsse bezieht. Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung":Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufweist, für die eine Saldierung zulässig ist. Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchtragende Pflanzen":Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen zu bilanzieren sind. Um fruchttragende Pflanzen aus dem Anwendungsbereich auszunehmen und in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen und somit Unternehmen zu ermöglichen, sie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder nach dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren, wird die Definition einer fruchttragenden Pflanze' in beide Standards aufgenommen. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Übernahme durch die EU steht allerdings noch aus. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da das Geschäftsmodell der Gesellschaft nicht auf fruchttragenden Pflanzen aufsetzt. IFRS 9 "Finanzinstrumente":IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist. Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture":Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und IFRS 10 Konzernabschlüsse. Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Anwendung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung":Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an den Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 verabschiedet. Mit den Änderungen wird die Anwendung der Konsolidierungsausnahme, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt, klargestellt. Es wird nunmehr explizit bestätigt, dass die Ausnahme von der Erstellung eines Konzernabschlusses für Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft gilt, die wiederum selbst Mutterunternehmen sind. Ein Tochterunternehmen, das Dienstleistungen erbringt, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen (investment-related services), ist nicht zu konsolidieren, wenn das Tochterunternehmen selbst eine Investmentgesellschaft ist. Ebenso ist eine Vereinfachung bei der Anwendung der Equity-Methode für Unternehmen möglich, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Anteile an einem assoziierten Unternehmen halten, das eine Investmentgesellschaft ist. Investmentgesellschaften, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, haben die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt. Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit":Die Änderungen an IFRS 11 enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i.S.d. IFRS 3 darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten":Mit IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen in ihnen müssen in der Darstellung der Finanzlage und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Gesamtergebnis separat ausgewiesen werden. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden":In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:
Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen. Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:
Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung könnten aufgrund der tiefgreifenden Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, wesentliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie in der IT-Architektur nötig werden. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 kann jedoch erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist. IFRIC 21 "Abgaben":IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Juni 2014. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt. Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014":Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012 (Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle)" und die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle)" sowie am 25. September 2014 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014 (Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual Improvement Projekt 2010-2012 wurden kleinere Änderungen an folgenden Standards vorgenommen: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/IAS 38, IAS 24. Die jeweiligen Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen und sind nur prospektiv anzuwenden. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der EU übernommen. Das Annual Improvement Projekt 2011-2013 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40 und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der EU übernommen. Das Annual Improvement Projekt 2012-2014 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34 und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Schätzungsunsicherheiten und ErmessensentscheidungenDie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf: Bewertung von Rückstellungen:Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Die unter diesen Annahmen ermittelten langfristigen Rückstellungen werden abgezinst. Im Berichtsjahr wurden die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) die wahrscheinliche Inanspruchnahme geschätzt. Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden die Nutzungsdauern der Kundenbeziehungen anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze). Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte:Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte". Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge:Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft und ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft werden aktive latente Steuern basierend auf steuerlichen Ergebnisplanungen bilanziert. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag". Bewertung von anteilsbasierter Vergütung:Die Gesellschaft hat ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Darüber hinaus wurden zwischen der Gesellschaft und den drei Vorständen ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Erläuterung 34 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen. Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung:Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Ebenso ergeben sich bei Simark langfristige Kundenaufträge, die nach der Percentage-of-Completion Methode bilanziert werden. Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z. B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und -kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion". Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte:Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Werthaltigkeit von Forderungen:Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 33 "Finanzinstrumente". KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter:
Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen, ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft, die im Jahr 2011 erworbene PBF Gruppe sowie die im Jahr 2013 erworbene Simark Controls Ltd. und 541462 Alberta Ltd., und die im Jahr 2013 gegründete Simark Holdings Ltd. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (01. Januar bis 31. Dezember). Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2014 geht aus der folgenden Tabelle hervor. TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE VOLL IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGEN WERDENscroll
Daneben hält die PBF Group B.V. noch einen 100 %igen Anteil an der PBF Hong Kong Limited, China. Die nicht operative Tochtergesellschaft hatte zum Erwerbsstichtag einen beizulegenden Wert von € 0 und wurde wegen Unwesentlichkeit nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen. Im Geschäftsjahr 2014 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEUmsatzrealisierungDer größte Anteil am Umsatz von SFC wird mit dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen erzielt. Die EFOY COMFORT kommt unter anderem im Freizeitmarkt, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Markt Verteidigung & Sicherheit entwickelten Brennstoffzellensystemen (EMILY) und aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen (JENNY) erzielt. In diesem Markt kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen realisiert. Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software. Simark ist Value Added Reseller (VAR) und Produktintegrator für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen. Die Erfassung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d. h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt. Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden. Diese langfristigen Entwicklungsaufträge sowie die durch Simark erbrachten langfristigen Auftragsfertigungen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Leistungsfortschritt je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. AufwandsrealisierungDie Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für: scroll
Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software. Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten bei SFC liegt bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft. Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert. scroll
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt. Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert. scroll
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen bilanzierten Sachanlagen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen. Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauern betragen für: scroll
FremdkapitalkostenErstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs-oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2014 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an. FertigungsaufträgeIst das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten ermittelt. Wertminderung von nicht-finanziellen VermögenswertenDie Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem zeit- und risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungs-wert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wertaufholungen für Geschäfts-oder Firmenwerte vorgenommen. LeasingverhältnisseLeasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d. h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operating Leases". Im Geschäftsjahr 2014 lagen innerhalb der Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. mehrere Vertragsverhältnisse in Form eines Finanzierungsleasings vor. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 27 "Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing". Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet. Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind. SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt. Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wertminderungen finanzieller VermögenswerteBei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen HandDie Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und PBF und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen gewährt. Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten und der allgemeinen Verwaltungskosten direkt ertragswirksam erfasst. Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht. Latente und tatsächliche SteuernAktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Die tatsächlichen Steuern werden mit den länderspezifisch gültigen Steuersätzen berechnet. RückstellungenGemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/ Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht. Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen. Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. KonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 10 "Konzernabschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen. Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebniseliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet. WährungsumrechnungIn den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften. Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
2. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
Der Anstieg der Umsatzerlöse um 65,46 % gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr akquirierte Simark Controls Ltd. zurückzuführen. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion". (2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten LeistungenDie Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(3) VertriebskostenDie Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar: scroll
(4) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von € 22.992 (Vorjahr: € 311.420) enthalten. (5) Allgemeine VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar: scroll
(6) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(7) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(8) RestrukturierungsaufwendungenIm Geschäftsjahr 2014 sind keine Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen entstanden. Die im Vorjahr angefallenen Aufwendungen in Höhe von € 566.981 enthalten nahezu ausschließlich die in diesem Zusammenhang entstandenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. (9) FinanzergebnisDie Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden: scroll
(10) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich: scroll
Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5 %. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (Vorjahr: 27,38 %). Für die Tochtergesellschaften in den USA, den Niederlanden, Rumänien und Kanada erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 18 % bis 25 % (Vorjahr: 18 % bis 26 %) angewandt. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar: scroll
Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und in den USA in Höhe von ca. € 43.275.357 (Vorjahr: € 39.824.843) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 36.907.599 (Vorjahr: € 33.806.060) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC und ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 35.905 (Vorjahr: € 120.427) gebildet. Auf die Verlustvorträge der Simark Holdings Ltd. wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Zum 31.12.2014 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 79.915.346 (Vorjahr: € 72.753.359) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von € 75.777.133 (Vorjahr: € 68.854.454) in Deutschland unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in den USA in Höhe von € 4.138.213 (Vorjahr: € 4.065.848) nach 20 Jahren verfallen. Daneben wurden weitere latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen i.H.v. € 6.103 (Vorjahr: € 51.006) nicht erfasst. Die Vorjahreswerte bei den Verlustvorträgen wurden entsprechend den gesonderten Feststellungen des verbleibenden Verlustvortrags angepasst. Passive latente Steuern auf sog. Outside basis differences bestehen nicht. Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand (+) bzw. -ertrag (-) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung: scroll
(11) MaterialaufwandDer Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen: scroll
(12) AbschreibungenZu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterungen 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen". In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten. (13) Personalaufwand und MitarbeiterDer Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 555.210 (Vorjahr: € 618.841) enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt: scroll
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 7 (Vorjahr: 6) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ(14) VorräteDie Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen: scroll
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In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von € 131.532 (Vorjahr: € 313.365) als Aufwand erfasst. Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 4.745.728 (Vorjahr: € 3.501.976) wurden als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. (15) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar: scroll
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 33 "Finanzinstrumente". Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 8.691.311 (Vorjahr: € 4.883.323) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 3.528.463 (Vorjahr: € 2.220.700) sind als Sicherheit für eine noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,6 %) in Höhe von € 219.122 (Vorjahr: € 193.065) verpfändet. (16) Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-CompletionSofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. scroll
Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang, z. B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer, zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und -kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 stiegen die Projektvolumina aufgrund von Anpassungen und Wechselkursänderungen lediglich um € 2.824 (Vorjahr: Rückgang um € 7.617). In diesem Zusammenhang haben sich die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert (Vorjahr: Anstieg um € 6.148). Infolgedessen erhöhte sich der Umsatz in 2014 um € 2.824 (Vorjahr: Rückgang um € 7.617) und das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um € 2.824 (Vorjahr: Rückgang um € 13.765). Die Änderung der Gesamtprojektkosten führt in den Folgejahren wie bereits im Vorjahr zu keiner Erhöhung der Auftragskosten (Vorjahr: € 0). Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (17) Forderungen aus ErtragsteuernDie Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von € 3.711 (Vorjahr: € 110.014) beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen (inkl. Solidaritätszuschlag) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (18) Sonstige Vermögenswerte und ForderungenDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 262.943 (Vorjahr: € 291.924). (19) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind. (20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit VerfügungsbeschränkungIm Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.000. Im Vorjahr bestand eine Bankbürgschaft in Höhe von € 285.000, wofür Festgelder in Höhe von € 285.000 verpfändet waren. (21) Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt: scroll
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EntwicklungskostenIn Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 452.522 (Vorjahr: € 1.001.196) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten (€ 363.489, Vorjahr: € 808.165) sowie allgemeinen Verwaltungskosten (€ 89.033, Vorjahr: € 193.031) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013 lagen im Zusammenhang mit den Unwägbarkeiten bei der Haushaltslage und notwendigen technischen Nacharbeiten bei ausgelieferten Produkten der Bundeswehr Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall der damit zusammenstehenden aktivierten Entwicklungsleistungen vor. Auf der Basis eines daraufhin durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde im Geschäftsjahr 2013 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 311.420 auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Basis des Nutzungswertes der jeweiligen Vermögenswerte ermittelt, indem ein Diskontierungssatz in Höhe von 9,50 % angewandt wurde. Die Wertminderungsaufwendungen wurden unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen und betrafen das Segment Sicherheit & Industrie. Impairment Tests für Geschäfts- oder FirmenwerteDie im Konzernabschluss enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse der PBF Gruppe sowie der Simark Controls Ltd. entstandenen Unterschiedsbeträge der jeweiligen Kaufpreise über das gemäß IFRS 3 bewertete Nettovermögen der erworbenen Geschäftsbetriebe. Der Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe wurde in vollem Umfang der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PBF Gruppe innerhalb des Segments Sicherheit & Industrie, der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss Simark Ltd. wurde vollständig dem Segment Öl & Gas zugeordnet. Die Bestimmung des jeweiligen erzielbaren Betrags erfolgt in beiden Fällen durch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes fällt unter Berücksichtigung der wesentlichen Inputfaktoren insgesamt unter Stufe 3 der Hierarchie nach IFRS 13. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der durch das verantwortliche Management erstellten Dreijahresplanung (2015 bis 2017) verwendet. Darüber hinaus erfolgte im Anschluss eine Extrapolation der Planwerte mit einer Wachstumsrate von 1,5 % (2018) bzw. 0,5 % (2019), welche auch als nachhaltige Wachstumsrate angesetzt wurde. Geschäfts- oder Firmenwert PBF GruppeDer Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe beläuft sich auf € 4.671.937. Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung sind das Umsatzwachstum, die operative EBITDA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz. Umsatzwachstum und EBITDA-MargeDie Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cash Flows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital. Die Wachstumsannahmen basieren auf dem allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, der Entwicklung der relevanten Märkte sowie der konkreten Erschließung neuer Zielmärkte in regionaler Hinsicht (Asien) und branchenspezifischer Hinsicht (Laser, Semiconductor, Security), insbesondere auch auf Basis von Systemlösungen. Aufgrund dieser identifizierten Potentiale wird eine überdurchschnittliche Entwicklung erwartet, welche bezogen auf den gesamten Planungshorizont einem durchschnittlichen Wachstum (CAGR) von rd. 9,3 % p.a. entspricht. Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 13 %. KapitalkostensatzDer zur Diskontierung der Cash Flows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die PBF Gruppe mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 7,8 % (bzw. rd. 7,3 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value). Im Berichtsjahr ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Zur Abschätzung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses wurden Szenarioanalysen vorgenommen, die auch bei von als möglich eingeschätzten Änderungen wesentlicher Annahmen nicht zu einer Unterschreitung des Buchwertes führten. Geschäfts- oder Firmenwert der Simark Controls Ltd.Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss der Simark Controls Ltd. beläuft sich auf € 7.410.611 (CAD 10.430.435). Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung sind das Umsatzwachstum, die operative EBIDTA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz. Umsatzwachstum und EBITDA-MargeDie Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cash Flows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital. Die Wachstumsannahmen basieren auf dem segmentspezifischen Marktumfeld sowie auf aktuell beobachteten Wachstumsraten des Unternehmens. Bezogen auf den gesamten Planungshorizont beläuft sich das durchschnittliche Umsatzwachstum (CAGR) auf rd. 13,6 % p.a. Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 12 %. KapitalkostensatzDer zur Diskontierung der Cash Flows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die Simark Ltd. mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 8,1 % (bzw. rd. 7,6 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value). Im Berichtsjahr ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Zur Abschätzung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses wurden Szenarioanalysen vorgenommen, die auch bei von als möglich eingeschätzten Änderungen wesentlicher Annahmen nicht zu einer Unterschreitung des Buchwertes führten. Andere immaterielle Vermögenswerte PBF Gruppe und Simark Controls Ltd.Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe: scroll
Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. wurden das Markenzeichen, die Kundenbeziehungen sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd.: scroll
(22) SachanlagenDie Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt: scroll
Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.473.297 (Vorjahr: € 1.174.213) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. (23) Sonstige Rückstellungen und SteuerrückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
GewährleistungsrückstellungenDer Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 2,90 % (Vorjahr: 3,43 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 3,07 % (Vorjahr: 3,59 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist, 3,26 % (Vorjahr: 3,76 %) auf den Teil, der nach 4 Jahren fällig ist und 3,45 % (Vorjahr: 3,93 %) auf den Teil, der nach 5 Jahren fällig ist, zu Grunde gelegt. DrohverlustrückstellungenBei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Miet- und Leasingaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2015 zu rechnen. Auf Basis bestehender Miet- und Leasingverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Die Abzinsungsfaktoren wurden, in Abhängigkeit von den Restlaufzeiten, mit 2,90 % - 3,62 % (Vorjahr: 3,43 % - 4,22 %) angesetzt. Übrige sonstige RückstellungenInnerhalb der übrigen sonstigen Rückstellungen wird eine Prämie für Mitarbeiter aus dem Vertriebsbereich erfasst, welche jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren bei Verbleib im Konzern einen Anspruch auf Auszahlung besitzen. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten niederländische und rumänische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (24) Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenUnter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Darlehen sowie Kontokorrentkredite ausgewiesen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem an die Simark Holdings Ltd. ausgereichten variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von € 677.482 (Vorjahr: € 402.651) mit einer Laufzeit bis 15.08.2018 sowie der Inanspruchnahme der Kreditlinie der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 804.653 (Vorjahr: € 1.179.549) und der PBF Gruppe in Höhe von € 530.878 (Vorjahr: € 556.936). Der langfristige Anteil des Darlehens an die Simark Holdings Ltd. in Höhe von € 3.045.313 (Vorjahr € 2.281.526) wird unter den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. (25) Verbindlichkeiten aus AnzahlungenDie Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (27) Verbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingDer Konzern hat für verschiedene Sachanlagen Finanzierungs-Leasingverhältnisse abgeschlossen. Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns betreffen ausschließlich Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen der Simark Controls Ltd. Die Vertragslaufzeiten umfassen dabei zwischen drei bis fünf Jahren. Die Verträge enthalten Verlängerungsklauseln auf Monatsbasis sowie Kaufoptionen zum Ende des Leasingvertrags. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen des Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der nachfolgenden Darstellung entnommen werden: scroll
Die zum Abschlussstichtag aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die künftigen Mindestleasingzahlungen können auf die Verbindlichkeiten wie folgt übergeleitet werden: scroll
(28) Sonstige VerbindlichkeitenDie kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 betreffen ausschließlich die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für Vorstände in Höhe von € 118.428. Im Vorjahr umfasste diese Position ausschließlich den langfristigen Teil einer Verpflichtung, welche aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen gebildet wurde (€ 70.648). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.232.133 (Vorjahr: € 1.060.406). (29) ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von € 153.270 (Vorjahr: € 72.937) beinhalten ausschließlich ausländische Ertragsteuerschulden der Simark Controls Ltd. (30) EigenkapitalDie Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 8.611.204 (Vorjahr: € 8.020.045) und ist eingeteilt in 8.611.204 (Vorjahr: 8.020.045) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 6. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2013) hat die Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 8.020.045 um € 591.159 auf € 8.611.204 durch Ausgabe von 591.159 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie und mit voller Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2014 erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 02.12.2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 71.954.950 (Vorjahr: € 69.569.925). Die Erhöhung der Kapitalrücklage um € 2.672.039 resultiert aus der vorstehend beschriebenen Kapitalerhöhung, bei welcher 591.159 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie zu einem Kurs von € 5,52 ausgegeben wurden. Die mit der Kapitalerhöhung verbundenen Kosten in Höhe von € 287.014 wurden erfolgsneutral, von der Kapitalrücklage wieder abgezogen. Aktive latente Steuern wurden hierauf nicht gebildet. Bedingtes KapitalDie Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist nach der vorstehend beschriebenen teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.643.126 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Genehmigung zum Erwerb eigener AktienDie Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 05. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Sonstige ergebnisneutrale EigenkapitalveränderungDie sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften. 4. SONSTIGE ANGABEN(31) EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar. (32) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen. Verpflichtung aus Operating-LeasingverhältnissenDie Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Hardware, Kopierer und Büroausstattung. Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 2.401.734 (Vorjahr: € 1.634.275) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst. Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen: scroll
In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leer stehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen"). BestellobligoIm Konzern bestehen zum Abschlussstichtag Einkaufsverpflichtungen von € 6.917.617 (Vorjahr: € 11.223.253). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestehen für die bedingte Gegenleistung in Form der zweiten Barkomponente im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses Simark in Höhe von € 1,18 Mio., fällig in 2016 (Vorjahr: € 2,39 Mio.). (33) FinanzinstrumenteIn der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. scroll
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese im Berichtsjahr mit Ausnahme des langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens, kurzfristig sind. Aufgrund der variablen, an Marktzinssätze gebundenen Verzinsung des Darlehens, entspricht dessen langfristiger Teil des Buchwerts ebenfalls dessen beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte der im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen ebenfalls annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese allesamt kurzfristig sind. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Im Geschäftsjahr 2014 bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen. Der noch im Vorjahr in Höhe von € 961.406 erfasste beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung (Earn-Out Komponente) für den Erwerb der Simark Controls Ltd. belief sich zum 31.12.2014 auf € 0. Die Überleitungsrechnung der Finanzinstrumente, welche der Ebene 3 zuzuordnen sind, ist nachfolgend dargestellt: ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FINANZINSTRUMENTEscroll
Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar: AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE FINANZINSTRUMENTEscroll
KapitalmanagementSFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 sowie der Barkapitalerhöhung im November 2014 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt. Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung 19), das Eigenkapital (siehe Erläuterung 30) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung 24). Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen: EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNSscroll
Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2014 durch die Kapitalerhöhung verändert, die jedoch das negative Konzernergebnis nur zum Teil kompensieren konnte. SFC weist damit immer noch eine Eigenkapitalquote von 58,4 % (Vorjahr: 61,0 %) aus. Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 unter anderem das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis", also das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnis auf das bereinigte Betriebsergebnis: ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNISscroll
In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z. B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken auftreten, die nachfolgend erläutert werden. Risiken und SicherungspolitikDurch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen. AusfallrisikoAusfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements. Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 11.546.354 (Vorjahr: € 9.258.049) entfallen auf die 5 größten Kunden € 1.257.311, € 472.029, € 433.706, € 324.827 bzw. € 302.770 (Vorjahr: auf die 5 größten Kunden € 714.555, € 556.347, € 498.626, € 411.709 bzw. € 359.329). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENscroll
Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3.362.522 (Vorjahr: € 2.193.882) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich: scroll
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind. Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche. Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund der Akquisition von Simark und des Jahresfehlbetrages in 2014 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt. scroll
Der Konzern rechnet bezogen auf die Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zum Ende der Restlaufzeit bei einem Zinssatz von 5,20 % (Vorjahr: 6,22 %) mit Zinszahlungen in Höhe von € 459.194 (Vorjahr: € 496.555). Die liquiden Mittel sind inkl. der Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung dargestellt. ZinsänderungsrisikoDas Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 4.671 (Vorjahr: € 2.624) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten. Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau. WährungsrisikoSFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzern umsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2014 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € 225.818 (Vorjahr: € 164.540) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € - 225.818 (Vorjahr: € - 164.540) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der Simark Controls Ltd. zum 31. Dezember 2014 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € - 998.533 (Vorjahr: € - 1.027.868) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € 998.533 (Vorjahr: € 1.027.868) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen. Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC, PBF und Simark zum 31. Dezember 2014 hätte bei einer Kursschwankung von - 5 % zu einem um € - 2.756 (Vorjahr: € - 838) und bei einer Kursschwankung um + 5 % zu einem um € 2.756 (Vorjahr: € 838) veränderten Fremdwährungsergebnis geführt. Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko. (34) Anteilsbasierte VergütungIm März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan verabschiedet. Dieser Plan soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Die Phantom Shares der Tranche 1 sowie Tranche 3 wurden ggü. Vorständen der SFC Energy AG ausgegeben während die Bezugsrechte der Tranche 2 ggü. Führungskräften gewährt wurden. Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst. Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene Performance-Zeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 und Tranche 3 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft. Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2014 wie folgt entwickelt: scroll
Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt: scroll
Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung der zum 31.12.2014 und 31.12.2013 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt: scroll
Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode gewährten Phantom Shares beträgt zum Bilanzstichtag € 0,00 (Vorjahr: € 0,00). Aus dem LTIP entsteht der SFC AG zum 31. Dezember 2014 folgender Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Barausgleich: scroll
Zum 31.12.2014 wurde eine Schuld in Höhe von € 0 unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 77.161) und in Höhe von € 0 unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: € 0) passiviert. Stock Appreciation Rights PlanIm Zuge der neuen Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den drei Vorständen Herrn Dr. Podesser (Tranche PP1), Herrn Pol (Tranche HP1) sowie Herrn Schneider (Tranche StS1) ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Ziel des Plans ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen. Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs). Die Anzahl der zum jeweiligen Stichtag verfallenden SAR stellt sich für die Begünstigten wie folgt dar: scroll
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Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet. Die SAR haben sich im Jahr 2014 wie folgt entwickelt: scroll
Im Rahmen der Bewertung zum 31.12.2014 wurden folgende Parameter berücksichtigt: scroll
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 31.12.2014 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2014 und 2015. Zum 31. Dezember 2014 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 118.428 (davon € 118.428 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: € 0; davon € 0 langfristig). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt € 118.428 (Vorjahreszeitraum € 0). (35) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAls nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 wie folgt zusammen: Mitglieder des VorstandesDr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender) Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH) (bis 16. Mai 2014) Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann (ab 1. September 2014) Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann (ab 1. Januar 2014) Mitglieder des AufsichtsratesTim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur (Vorsitzender) David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender) Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 16. Mai 2014) Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann (seit 16. Mai 2014) Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren. Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen bestanden im Geschäftsjahr 2014 nicht. Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt: scroll
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 449.273 (Vorjahr: € 282.898) ausgewiesen. Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für den Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die Vorstände. scroll
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Bei der langfristigen erfolgsabhängigen Vergütung von Herrn Dr. Podesser wurden im Geschäftsjahr 2013 von den in Vorjahren gewährten Vergütungsbestandteilen für das Long Term Incentive Programm (LTIP) Rückstellungen in Höhe von € 246.996 aufgelöst. Zu Auszahlungen aus dem LTIP ist es bislang bei Dr. Podesser nicht gekommen. (36) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie: ERMITTLUNG DES VERWÄSSERTEN UND UNVERWÄSSERTEN ERGEBNISSESscroll
(37) Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben (€ 660.765; Vorjahr: € 1.247.771) sowie Termin- und Tagesgeldern (€ 5.461.653; Vorjahr: € 5.894.765) zusammen. Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden sowie Ertragsteuerzahlungen für die kanadischen und rumänischen Tochtergesellschaften. Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet. (38) Angaben zur Konzern-SegmentberichterstattungIm Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient. Für die interne Neuausrichtung auf die Kernmärkte Öl & Gas, Sicherheit & Industrie und Freizeit sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die Segmentberichterstattung im Geschäftsjahr 2014 und die Vorjahreszahlen wurden entsprechend an die interne Berichtsstruktur angepasst. Zum Segment "Öl & Gas" gehören der Vertrieb und Service sowie die Produktintegration für Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte für den Öl & Gas-Markt. Das Segment "Sicherheit & Industrie" ist stark diversifiziert, im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender - mit Ausnahme von Kunden im Öl & Gasbereich - elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Dazu gehören Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Windindustrie und der Umwelttechnologie sowie Anwendungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich von Militärorganisationen und Behörden. Zum Produktportfolio für dieses Segment gehören somit auch die portable JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Energienetzwerklösungen. Zudem verkauft PBF in diesem Segment seine Hochleistungselektronik-Bauteile, die in Präzisionsgeräten sowie in Test- und Messsystemen integriert werden. Im Markt "Freizeit" kommen die EFOY COMFORT-Brennstoffzellen von SFC als Stromerzeuger für Reisemobile, Ferienhütten und Segelboote zum Einsatz. Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen. Die Aufteilung der Umsatzerlöse sowie des langfristigen Segmentvermögens nach Regionen ist nachfolgend dargestellt: scroll
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgte anhand der eingetragenen Firmensitze der jeweiligen Kunden. Im deutschen Heimatmarkt des Konzerns wurden Umsätze in Höhe von € 7.804.914 (Vorjahr: € 7.144.709) erzielt. Im Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von 11,1 % des Gesamtumsatzes generiert. Im Vorjahr wurde mit keinem Kunden mehr als 10 % des Gesamtumsatzes generiert. Die Abschreibungen des Anlagevermögens, welche innerhalb der Herstellungskosten angefallen sind, können den einzelnen Segmenten wie folgt zugeordnet werden: scroll
Zinserträge sind innerhalb des Segments "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 8.597, innerhalb des Segments "Freizeit" in Höhe von € 5.002 und innerhalb des Segments "Öl & Gas" in Höhe von € 7 enthalten. Zinsaufwendungen entfallen auf das Segment "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 91.784, auf das Segment "Freizeit" in Höhe von € 30.629 sowie auf das Segment "Öl & Gas " in Höhe von € 189.187. Das interne Berichtswesen beschränkt sich auf Aufwands- und Ertragsposten. Die Segmentberichterstattung enthält dementsprechend keine Bilanzposten. (39) Honorare des AbschlussprüfersDie Honorare betragen: scroll
(40) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2014 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/ corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2015 haben der Vorstand und Aufsichtsrat am 20. März 2015 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht. (41) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche den Geschäftsverlauf beeinflussende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.
Brunnthal, den 24.03.2015 Der Vorstand Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO Steffen Schneider, Vorstand (CFO Hans Pol, Vorstand (CSO |
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