SFC Energy AG

Brunnthal

SFC Energy AG Einzelabschluss HGB

Lagebericht und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS

Organisatorische Struktur des Unternehmens und Standorte

Die SFC Energy AG, Brunnthal, (SFC) hält Beteiligungen an der SFC Energy Inc., Rockville, USA, der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Holdings Ltd., Calgary, Kanada, und deren Tochterunternehmen (Simark).

Der Vorstand der SFC leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Rockville, Maryland, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Saskatoon.

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Die Steuerung des Unternehmens nach Segmenten erfolgte bis Ende 2013 nach Märkten untergliedert in "Industrie", "Verteidigung & Sicherheit" sowie "Freizeit". Ab dem Geschäftsjahr 2014 steuert der Vorstand das Unternehmen nach den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des SFC Konzerns. Die Umstellung war auf Grund der Akquisition von Simark erforderlich, die dem Geschäft im Öl & Gas-Markt in der Gruppe eine Gewichtung von rund 50 % verleiht und damit für die effektive und effiziente Steuerung dieses größten Teilbereichs eine separate Darstellung erfordert.

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Absatzmärkten.

Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. Für den Freizeitmarkt bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. Das Segment Öl & Gas wird über das Tochterunternehmen Simark bedient.

ZIELE UND STRATEGIEN

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

Die Akquisitionen von PBF im Jahr 2011 und Simark im Jahr 2013 waren weitere wichtige Schritte in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zum Systemanbieter.

STEUERUNGSSYSTEM

Für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.

Im Geschäftsjahr 2014 lag der Hauptfokus von SFC wiederum auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. SFC unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das Unternehmen investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2014 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 2.349 (Vorjahr: T€ 2.859) im Bereich F&E aufgewendet.

Mit zum Stichtag 17 Mitarbeitern (Vorjahr: 23) ist rund ein Viertel des gesamten Personals von SFC im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie und deren Umsetzung in den Produkten des Unternehmens beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 18 (Vorjahr: 16) erteilten Patenten.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2014 folgende:

Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben.

Im Verteidigungsbereich wurden erfolgreich die in der Leistung gesteigerten tragbaren Vorserienprodukte an militärische Kunden ausgeliefert. Des Weiteren wurde die Qualität der Produkte für den Verteidigungsbereich weiter gesteigert.

Evaluierung und Qualifizierung von Einzelkomponenten von leistungsgesteigerten Energieversorgungslösungen für stationäre Anwendungen und für den Fahrzeugbereich, um Kundenanforderungen besser erfüllen zu können.

Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur weiteren Reduzierung der Stückkosten wurden durchgeführt, um bei erhöhter Leistungsdichte eine verringerte Degradation bei geringerem Materialeinsatz zu erzielen.

Folgende Produktverbesserungen und -neuentwicklungen wurden von PBF und SFC gemeinsam gestartet:

Qualifizierung und Optimierung verschiedener Energielösungen, insbesondere der EFOY ProEnergyBox sowie der EFOY ProCube, die den Kunden in Industrieanwendungen unter extremen Einsatzbedingungen unterschiedliche Applikationen erschließen und eine zuverlässige Energieversorgung darstellen.

Konzeption und Entwicklung der neuen Produktplattform EFOY GO! sowie Evaluierung und Qualifizierung von Einzelkomponenten der neuen Produktplattform EFOY GO!.

Von SFC und Simark wurde gemeinsam folgendes Projekt durchgeführt:

Qualifizierung und Produktrelease des EFOY ProCabinet als Basis für Energielösungen unter extremen Wetterbedingungen

Auch weiterhin plant das Unternehmen deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Unternehmens in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Unternehmens wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Zuschüsse T€ 351 (T€ 877).

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft deutlich verlangsamt

Nach Angaben des ifo-Instituts1 hat sich das weltwirtschaftliche Expansionstempo seit Sommer 2014 deutlich verlangsamt. Die globale Industrieproduktion stieg im zweiten und dritten Quartal 2014 nur halb so stark wie im Winterhalbjahr zuvor. Diese Entwicklung führt das Institut vor allem auf die deutlich nachlassende konjunkturelle Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurück, wo der industrielle Output nahezu stagnierte. Die aggregierte Wirtschaftsleistung in den aufstrebenden Ökonomien stieg zwar mit nach wie vor deutlich höheren, leicht zunehmenden Raten, dies vermochte jedoch die Verlangsamung in den Industrieländern nicht wettzumachen.

1 ifo Konjunkturprognose 2014/2015, ifo Institut, 11. Dezember 2014.

Als maßgeblichen Faktor für die seit dem Frühjahr 2014 beobachtete Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik in den fortgeschrittenen Ökonomien sehen die ifo-Experten vor allem die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und in Japan. Ursache für die Verlangsamung im Euroraum ist nach Meinung des Instituts die wachsende Skepsis hinsichtlich der Bereitschaft der Regierungen Frankreichs und Italiens, dringend notwendige Strukturreformen auf Arbeits- und Produktmärkten sowie eine klare, tatkräftige und glaubwürdige finanzpolitische Konsolidierung einzuleiten. Dieser "Reformstau" verringert nach Meinung des Instituts die Standortattraktivität beider Länder und verschlechtert ihre mittelfristigen Wachstumsaussichten mit negativen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit.

Als weiteren Dämpfer für die Konjunktur im Euroraum sieht das Institut auch den Pessimismus und die Wirtschaftssanktionen im Umfeld des politischen Konflikts mit Russland. In Japan war die aggregierte Wirtschaftsleistung in den letzten beiden Quartalen 2014 sogar rückläufig, nachdem sie zu Jahresbeginn kräftig expandiert hatte.

Gemäß den ifo-Experten zeigt sich insgesamt die Abschwächung der Weltkonjunktur seit Jahresmitte 2014 im spürbaren Rückgang des ifo-Weltwirtschaftsklimas sowie einer Vielzahl weiterer Stimmungsindikatoren, z.B. Bruttoinlandsproduktentwicklung. Daraus schließt das Institut, dass das globale Expansionstempo im Winterhalbjahr 2015 verhalten ausfallen wird.

Deutsche Wirtschaft 2014 wieder auf Wachstumskurs

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis)2 präsentierte sich die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt stabil. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 1,5 % über dem Vorjahr und damit auch über dem durchschnittlichen Wachstum der letzten zehn Jahre von 1,2 %. In den beiden Vorjahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen - 2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %. Die Gründe für die positive Entwicklung sind gemäß Amt die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld sowie die starke Binnennachfrage. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt und einer Schwächephase im Sommer stabilisierte sich die konjunkturelle Lage zum Jahresende 2014.

Der Konsum war auch in diesem Jahr wieder wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %, die des Staates um 1,0 %. Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,7 % mehr in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ebenfalls ein kräftiges Plus von 3,4 %.

2 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung 16/2015; 15. Januar 2015.

Nach Angaben des Amts legte der deutsche Außenhandel 2014 trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,7 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2013. Die Importe legten fast genauso stark zu (+3,3 %). Daher konnte die Differenz zwischen Exporten und Importen -der Außenbeitrag - nur einen vergleichsweise geringen Beitrag von +0,4 % zum BIP-Wachstum 2014 leisten.

Fast alle Wirtschaftsbereiche trugen zur Belebung der deutschen Wirtschaft bei. Das Baugewerbe erzielte - auch begünstigt durch die extrem milde Witterung in den Wintermonaten - 2014 einen kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7 %. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmacht, konnte ebenfalls spürbar um 1,1 % zulegen. Auch die Dienstleistungsbereiche entwickelten sich überwiegend positiv. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 1,4 % gegenüber Vorjahr. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 mit 42,7 Millionen das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand - 371.000 Personen oder 0,9 % mehr als im Vorjahr. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen stieg um 0,6 % gegenüber 2013.

Der Staatssektor (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) beendete das Jahr mit dem zweithöchsten Finanzierungsüberschuss seit der deutschen Vereinigung: Er betrug nach vorläufigen Berechnungen 11,9 Milliarden Euro. Dabei erzielten Bund, Gemeinden und Sozialversicherungen jeweils Überschüsse, lediglich die Länder wiesen noch ein geringes Defizit auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus für den Staat eine Überschussquote von +0,4 %.

Für Deutschland sieht das ifo-Institut in seiner Konjunkturprognose3 die deutsche Wirtschaft nach der Stagnation im Sommerhalbjahr 2014 allmählich wieder an Schwung gewinnen. Getragen werden soll diese Erholung vor allem durch die Binnenwirtschaft, die vom Rückgang der Rohölpreise profitiert. Investitionen in neue Anlagen dürften wieder stärker anziehen, die zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten lässt Erweiterungsinvestitionen wieder dringlicher werden. Auch die Bauinvestitionen sollen wieder zulegen. Vom privaten Konsum wird erwartet, dass er im Tempo der steigenden Realeinkommen expandiert. Obwohl auch die Exporte beschleunigt steigen sollten, da sich die Weltkonjunktur bessert und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft auf Drittmärkten aufgrund der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zugenommen hat, dürften die Importe angesichts der erwarteten Binnenkonjunktur noch stärker wachsen. Die Experten des Instituts erwarten, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem und im kommenden Jahr jeweils um 1,5 % zulegt.

3 ifo Konjunkturprognose 2014/2015, ifo Institut, 11. Dezember 2014.

Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi4 sieht eine steigende Zahl von Signalen, die für eine sich verstärkende Erholung der deutschen Wirtschaft sprechen, nachdem sie zum Jahresende 2014 wieder verhalten angezogen hatte. Das Ministerium stützt diese Annahme auf spürbar aufgehellte Stimmungsindikatoren. Auftragseingänge, Umsätze und Produktion in der Industrie haben nach Angaben der Experten im vierten Quartal zugenommen, die Beschäftigung ist in den vergangenen Monaten dynamisch weiter angestiegen.

Der Rückgang der Mineralölpreise wirkt auf die Verbraucherpreise durch und stärkt die real verfügbaren Einkommen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch nicht gelegt, die Aufhellung der Geschäftserwartungen in der gewerblichen Wirtschaft verspricht aber nach Ansicht des Ministeriums Besserung.

Öl- und Gasmarkt

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet. Der Weltölmarkt ist nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA), einer unabhängigen Organisation, die Statistiken und Analysen zur internationalen Energieindustrie erstellt, sehr komplex. Ihn beherrschen staatlich kontrollierte und private Wirtschaftsunternehmen, wobei die staatlich kontrollierten nationalen Ölfirmen im Jahr 2010 85 % der nachgewiesenen Ölvorkommen und 58 % der Produktion kontrollierten. 2013 bezifferte die Agentur die nachgewiesenen Ölvorkommen mit ca. 1,5 Billionen Barrel und die Produktion mit 89 Millionen Barrel pro Tag.

Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der fünftgrößte Gas- und Rohölproduzent der Welt. Die Branche ist mit einem Investitionsvolumen von 74 Milliarden CAD (Stand 2013) größter Privatinvestor in Kanada und beschäftigt insgesamt 550.000 Menschen. Das in Kanada produzierte Rohöl deckt 40 % des inländischen Energiebedarfs und macht 17 % der Exporte des Landes aus. Kanada verfügt über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt nach Venezuela und Saudi Arabien.

4 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015", 15. Januar 2015.

Das im Land geförderte Erdgas deckt ca. 30 % des Inlandsbedarfs, die Industrie rechnet damit, aus den 700 - 1.300 Billionen Kubikfuß Erdgasvorkommen die kanadische Nachfrage für die nächsten 100 Jahre auf dem derzeitigen Stand decken zu können5 .

Im Juni 2014 hatte die Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP)6 , basierend auf der erwarteten Stabilität in der konventionellen Rohölproduktion und einem prognostizierten Wachstum von fast 3 Mio. Barrel pro Tag in der Ölsandförderung (von 1,9 Mio. Barrel pro Tag im Jahr 2013 auf 4,8 Mio. Barrel pro Tag 2030, das entspricht einem Anstieg von ca. 250 %), mit einem langfristigen Wachstum der kanadischen Rohölproduktion von 4 % jährlich auf insgesamt 6,4 Mio. Barrel pro Tag bis 2030 gerechnet. Seitdem jedoch hat sich die Marktsituation durch stetig sinkende Rohölpreise signifikant verändert. Im Januar 2015 rechnet CAPP für 2015 mit einem Rückgang der kurzfristigen Investitionen von 33 % und einer langsameren Steigerung der Fördermenge als ursprünglich geplant. So werden in 2015 nur 7.350 neue Bohrlöcher in Kanada erwartet.

Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration EIA in ihrem neuesten Energy Outlook7 befanden sich im Januar 2015 die Rohölpreise bereits im sechsten Monat im Abwärtstrends. Die als Richtwerte verwendeten Preiskurven Brent und WTI (West Texas Intermediate - siehe Grafik 1) zeigen den kontinuierlichen Preisverfall, im Januar 2015 lagen die Preise auf dem tiefsten Stand seit 2009 (Brent 51 USD, WTI 50 USD pro Barrel). Als Gründe für die Preisrückgänge sieht die EIA die stetig wachsende Ölproduktion, hohe internationale Verfügbarkeiten und eine sich abschwächende Weltwirtschaft und Nachfrage. Für die nächsten beiden Jahre erwartet die EIA Brent-Rohölpreise von 58 USD pro Barrel im Jahr 2015 und 75 USD im Jahr 2016, die durchschnittlichen WTI Preise sollen 3 bis 4 USD pro Barrel darunter liegen. Dabei soll die Produktionsmenge unverändert hoch bleiben: Im Dezember lag sie in den USA bei 9,2 Millionen Barrel pro Tag, für 2015 sieht sie die EIA bei 9,3 Millionen Barrel pro Tag und für 2016 bei 9,5 Millionen Barrel pro Tag. Dies wäre der zweithöchste Produktionsstand in der amerikanischen Geschichte, der Höchststand hatte 1970 bei 9,6 Millionen Barrel pro Tag gelegen.

5 Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP) Webseite, Basic Statistics.
6 Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP), Rohölprognose, Märkte, Transport (Crude Oil Forecast, Markets & Transportation Report), Juni 2014.
7 EIA, Short-term Energy Outlook, 7. Januar 2015.

Figure 1. Historical crude oil front month futures prices

Grafik 1 - Rohölpreisentwicklung (Quelle: EIA, Short-term Energy Outlook, Januar 2015, "Market Prices and Uncertainty Report", S.1)

Auch in Russland erreichte die Rohölproduktion im Dezember 2014 einen neuen Höchststand. Ebenso wird erwartet, dass auch die zwischen der irakischen Zentralregierung und der kurdischen Regionalregierung erzielte Einigung über die Verteilung der Öleinkünfte zu höheren Fördermengen führen wird.

Generell geht die EIA in ihrer neuen Prognose8 davon aus, dass weltweit wachsende Rohöllagerbestände die Ölpreise auch 2015 weiter nach unten drücken werden, insbesondere in der ersten Jahreshälfte. Hier räumt die EIA jedoch angesichts der Vielzahl der beeinflussenden Faktoren einen großen Unschärfefaktor ein, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit des Preises vom Angebot. Trotz der kürzlich getroffenen OPEC-Entscheidung, das Produktionsziel von 30 Millionen Barrel pro Tag aufrechtzuerhalten, könnten die großen Hersteller eine Reduzierung der Förderquoten zur Verknappung der auf dem Markt verfügbaren Mengen beschließen. Dies könnte für eine ganze Reihe von Förderländern gelten, darunter die OPEC-Mitglieder Libyen, Irak, Iran, Nigeria und Venezuela. Ebenso wird die Abhängigkeit zwischen Liefervolumen und niedrigeren Ölpreisen in den Nicht-OPEC Förderländern Marktgeschehen und Preise beeinflussen. Der Staatsetat zahlreicher OPEC und Nicht-OPEC Förderländer hängt in hohem Maße von ihren Öleinnahmen ab. Sollten die Rohölpreise weiter fallen oder auf dem derzeitig niedrigen Niveau verharren, müssen diese ölabhängigen Staaten schwierige politische Entscheidungen treffen, darunter Einsparmaßnahmen und Kürzungen, die soziale Unruhen und Angriffe auf Ölinfrastrukturen in diesen Ländern auslösen könnten. Dadurch wiederum könnten Lieferengpässe verursacht werden, was im derzeitigen Moment verlässliche Vorhersagen über diesen Markt weiter erschwert.

8 EIA, Short-term Energy Outlook, Prices, 13. Januar 2015.

Sicherheits- und Industriemarkt

a) Industriemarkt

Nach Angaben des Beratungsunternehmens E4Tech, das 2014 erstmals den Fuel Cell Industry Review9 erstellte, befindet sich die Brennstoffzellenindustrie immer noch im Aufbau. 2014 sah den Eintritt des koreanischen Doosan-Konzerns, neue Kommerzialisierungsversuche von General Electric, sowie mehrere erfolgreiche Kapitalmaßnahmen, z.B. von Plug Power und FuelCell Energy, sowie den erfolgreichen IPO von Intelligent Energy. Der Gesamtverkauf stieg gegenüber 2013 erneut. Insbesondere sehen die Marktforscher einen wichtigen Trend hin zu integrierten Systemen. Der von SFC Energy bearbeitete Markt im niedrigen bis mittleren Leistungsbereich wird von den Experten als stabil wachsender Markt gesehen, wobei vor allem stationäre, autark arbeitende Komplettsysteme von großem Interesse für die Anwender sein werden.

Insgesamt setzte sich der Trend fort hin zu Anwendungen und Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden. Damit verbunden besteht eine Nachfrage nach integrierten, einfach zu bedienenden Stromerzeugern, die zuverlässig, wetterunabhängig und fernsteuerbar den Betrieb dieser Geräte sicherstellen. Ebenso ist ein wachsender Bedarf an autonomen Batterieladegeräten an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verzeichnen.

b) Verteidigung und Sicherheit

Nach Angaben des "The Military Balance 2015" Berichts des International Institute for Strategic Studies' (IISS)10 , das jährlich die Verteidigungsfähigkeiten und -budgets von 171 Ländern weltweit analysiert, stand im Jahr 2014 sinkenden Verteidigungsausgaben in Europa ein fortgesetzter Anstieg der Ausgaben in Asien um mehr als 25 % gegenüber. Während in Europa angesichts der zunehmend unsicheren Lage in den Ländern Europas und insbesondere den nahen Nachbarländern diskutiert wird, ob dieser Rückgang noch haltbar ist, steht Asien vor der Herausforderung, das für weitere militärische Modernisierung erforderliche wirtschaftliche Wachstum ins Zentrum der Anstrengungen zu stellen und damit auch gleichzeitig Bedingungen zu schaffen, die verhindern, dass Spannungen in militärische Konflikte eskalieren.

In Europa erschütterten die Ukrainekrise das bisherige Gleichgewicht. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die Aktivitäten islamistischer Extremisten im Mittleren Osten und Afrika gefährdet. Die Sicherheitsdienste sind damit beschäftigt solche Bedrohungen von den westlichen Gesellschaften abzuwenden. Im September 2014 einigten sich 28 Nato-Mitgliedstaaten auf dem Nato-Gipfel in Wales auf das Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Nur wenige Länder wie die USA und Großbritannien erfüllen dieses Ziel bereits. Deutschland dagegen gibt aktuell nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für seine Streitkräfte aus.

9 E4Tech: "The Fuel Cell Industry Review 2014", November 2014.
10 International Institute for Strategic Studies' (IISS) "The Military Balance 2015", 11. Februar 2015.

In ihrem Ausblick gehen die IISS-Experten davon aus, dass der Westen auch weiterhin mehr als die Hälfte der globalen Verteidigungsausgaben tätigen wird, 2010 hatte der Anteil des Westens noch bei über 65 % gelegen. Die europäischen Staaten werden nach Ansicht des Instituts ein neues Gleichgewicht finden müssen, wie sie gleichzeitig ihre wachsenden Verteidigungsherausforderungen adressieren, notwendige Budgetkürzungen umsetzen und Ermessensaufgaben wie z.B. neue Rüstungsausgaben, erfüllen können. In den Schwellenländern erwarten die Experten angesichts fallender Ölpreise, der Schwäche der russischen Wirtschaft und des sich abschwächenden Weltwirtschaftswachstums ein stark reduziertes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Besondere Bedeutung wird nach Meinung des IISS den Themen technologische Innovation und Wissensweitergabe in den Verteidigungsorganisationen zukommen. Insbesondere in technologischer Hinsicht wird empfohlen, dass staatliche und nicht-staatliche Akteure enger zusammenarbeiten - auch über Landesgrenzen, damit Militärorganisationen moderne Technologien schnell und zielführend einsetzen können. Dies wird auch den zusätzlich entstehenden Aufgaben der Organisationen im humanitären Bereich, Heimat- und Pandemieschutz zugutekommen, denn die Herausforderungen in diesem Bereich halten nicht am Grenzbaum.

Freizeitmarkt

a) Reisemobile

Nach Angaben des CIVD11 und der European Caravaning Federation (ECF)12 stabilisierte sich 2014 nach Jahren der Krise die europäische Caravaning-Industrie erstmals wieder. Europaweit wurden 2014 rund 136.800 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen - das entspricht einem leichten Rückgang des Gesamtmarktes um 0,5 %. Während Neuzulassungen von Caravans europaweit nochmals um 2 % zurückgingen, erreichten sie bei Reisemobilen erstmals ein Plus von 1 %. Nach Jahren der rückläufigen Entwicklung werten die Verbände dies als erstes positives Anzeichen für eine Stabilisierung des europäischen Markts. Erstmals verzeichneten neben Deutschland auch die wichtigen Märkte Frankreich, Großbritannien und Schweden wieder Wachstumsraten.

Die deutsche Caravaningbranche erwirtschaftete nach Angaben des CIVD 2014 einen Rekordumsatz von 6,62 Mrd. €, dies entspricht einem Zuwachs von 10,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der größte Teil hiervon wurde im Neuwagengeschäft erzielt, jedoch auch die Märkte für gebrauchte Freizeitfahrzeuge und Zubehör zeigten sich von ihrer starken Seite. Bei den Neufahrzeugen legten die Reisemobile um 3,7 % auf 2,6 Mrd. € zu, die Caravans verbuchten bei einem Umsatz von 0,56 Mrd. € ein starkes Plus von 22,8 % gegenüber 2013. Dank der hohen Nachfrage erreichte der Markt für gebrauchte Reisemobile und Caravans mit einem Umsatz von 2,7 Mrd. € einen neuen Bestwert, dies entspricht einem Wachstum von 13,3 %. Auch das Zubehörgeschäft zeigte sich stark und erwirtschaftete mit einem Plus von 14,7 % einen Umsatz von 0,6 Mrd. € - ebenfalls ein Rekordergebnis.

11 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformation "Deutsche Caravaningindustrie erzielt Umsatzrekord", 19. Januar 2015.
12 Daten: ECF European Caravaning Federation, Press Release "European leisure vehicle sales stabilize", 19. Januar 2015.

Die Stimmung in der deutschen Caravaningindustrie hat sich nach Angaben des Verbands zum Jahresbeginn 2015 weiter deutlich aufgehellt. So das Ergebnis der jährlichen Mitgliederbefragung des CIVD13 hinsichtlich der wirtschaftlichen Erwartungen an die nächsten zwölf Monate. Besonders für das Inlandsgeschäft, aber auch für den Export wird für 2015 ein stabiles bis leicht wachsendes Ergebnis erwartet. Der positive Trend soll hauptsächlich durch den Reisemobilabsatz in Deutschland getrieben werden. Auch die Erwartungen an die Entwicklung des Exportgeschäfts sind nach mehreren Jahren erstmals wieder vorsichtig optimistisch. Insgesamt schätzt der Verband für 2015, dass sich der deutsche Markt weiterhin positiv entwickeln wird und dass die europäischen Exportmärkte die Talsohle durchschritten haben und langsam wieder anziehen werden.

b) Marinemarkt

Im maritimen Freizeitbereich war die Branche nach einem schwierigen Jahr 2013, dessen Geschäftsverlauf durch die Wetterlage zu Beginn der Saison erheblich beeinträchtigt worden war, mit Schwung in die Saison 2014 gestartet, der sich während des gesamten Jahres fortsetzte, auch wenn im zweiten Quartal die Verkäufe im Boots- und Ausrüstungsbereich etwas hinter den Erwartungen zurückblieben. Insgesamt erzielte die Branche nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)14 für das Jahr 2014 einen Gesamtumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen von rund 1,77 Mrd. €, das entspricht einem Plus von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. (Die Umsätze im Megayachtbereich sind in diesen Zahlen nicht enthalten.) Die deutschen Bootshersteller steigerten ihre Produktion auf ca. 1.700 Segel- und Motoryachten (+10 %) und konnten dank innovativer Produkte und gutem Preis/Leistungsverhältnis im In- und Ausland Marktanteile hinzugewinnen. Neue Modelle sowie sehr preisgünstige Einstiegsversionen erleichterten das Neubootgeschäft und sorgten für die notwendigen Impulse am Markt. Der Trend, die eigene Yacht noch einige Jahre länger als ursprünglich geplant zu nutzen, beflügelte nach Angaben des Verbands das Ausrüstungsgeschäft. Wenn schon der Neubootkauf aufgeschoben wird, soll wenigstens die vorhandene Yacht besser ausgestattet werden. Da das Durchschnittsalter der Bootseigner steigt und mehr Zeit auf dem eigenen Boot verbracht wird, investieren die Bootseigner vor allem in Ausstattungen, die das Leben an Bord komfortabler und sicherer machen.

13 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V., Presseinformation "Mit Optimismus in das Neue Jahr", 19. Januar 2015.
14 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemitteilungen zur boot "Stabile Nachfrage sorgt für gute Stimmung", 8. Januar 2015.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

VORBEMERKUNG

Im Zeitraum 2. Dezember 2013 bis 3. Juni 2014 wurde durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. (DPR) eine routinemäßige Prüfung nach § 342b Abs. 2 HGB des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 sowie des Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2012 durchgeführt. Ergebnis der Prüfung war, dass seitens der DPR keine fehlerhafte Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2012 festgestellt wurde.

Darüber hinaus waren folgende Veränderungen im Vorstand zu verzeichnen:

Herr Hans Pol wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 als Vorstand bestellt. Herr Pol verantwortet den Bereich Vertrieb für die Gesellschaften SFC und PBF.

Der Vorstand für den Bereich Finanzen der SFC, Herr Gerhard Inninger, schied aus persönlichen Gründen mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 am 16. Mai 2014 aus.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Steffen Schneider zum neuen CFO des Unternehmens bestellt. Er nahm am 1. September 2014 seine Tätigkeit als Finanzvorstand auf.

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2014 stiegen die Umsatzerlöse von T€ 10.888 im Vorjahreszeitraum um 2,4 % auf T€ 11.147.

Das EBIT des Unternehmens verbesserte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 6.288 auf minus T€ 3.605.

Im Geschäftsjahr 2014 waren wie im Vorjahr Sondereffekte zu verzeichnen. Die Überleitung auf das bereinigte EBIT und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

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  2014
T€
2013
T€
EBIT -3.605 -6.288
Personalaufwand    
Aufwendungen für Beendigung von Arbeitsverhältnissen 0 478
Aufwendungen für SAR Programm Vorstand 118 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen    
Akquisekosten (in 2013 für Unternehmenszusammenschluss Simark) 0 611
Drohverluste Mietaufwendungen und Leasing 86 396
Wertberichtigung auf Forderungen SFC Energy Inc. 347 231
Vertragsauflösung 0 28
Abschreibungen auf Sachanlagen    
Abschreibungen auf Sachanlagen 339 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen    
Abschreibungen auf Finanzanlagen PBF Group B.V. 0 1.061
Bereinigtes EBIT -2.715 -3.483

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls von minus T€ 2.866 im Geschäftsjahr 2013 auf minus T€ 2.242 im Geschäftsjahr 2014.

Das Unternehmen lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen deutlich unter den Erwartungen und der Prognose vom Vorjahr, in der von einem Umsatz zwischen Mio. € 3 und Mio. € 14 sowie einem stark verbesserten positiven bereinigtem EBITDA und EBIT ausgegangen wurde. Beim erreichten Umsatz lag das Unternehmen rund 15 % unter den Erwartungen. Das prognostizierte Ergebnis (bereinigtes EBITDA) wurde um rund Mio. € 2,3 verfehlt.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2014 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Umsatz nach Segmenten 2014
T€
2013
T€
Veränd.
T€
Veränd.
in %
Sicherheit & Industrie 6.642 5.904 738 12,5
Freizeit 4.091 4.770 -679 -14,2
Öl & Gas 414 214 200 93,5
TOTAL 11.147 10.888 259 2,4

Im Markt für Sicherheit & Industrie war ein Umsatzwachstum von T€ 5.904 um 12,5 % auf T€ 6.642 zu registrieren. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen stieg von 844 um 18,2 % auf 998. Ursächlich für den Anstieg ist insbesondere, dass im Bereich Verkehrstechnik zum Jahresende ein Großprojekt mit einem Volumen von T€ 1.057 realisiert werden konnte. Die enthaltenen Umsätze mit Kunden aus dem Teilbereich Verteidigung blieben mit T€ 1.672 unter dem Vorjahresniveau (T€ 1.904).

Im Freizeitmarkt war ein Rückgang von T€ 4.770 um 14,2 % auf T€ 4.091 zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 1.691 auf 1.448. Hier konnten Umsatzsteigerungen in Skandinavien den konjunkturbedingten Abwärtstrend in Frankreich und Südeuropa sowie geringere Absätze in Deutschland nicht kompensieren.

Im Segment Öl & Gas konnte der Umsatz auf niedrigem Niveau annähernd auf T€ 414 verdoppelt werden. Im Unterschied zum Vorjahr werden die Kunden in diesem Markt nun direkt über Simark beliefert.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2014 ist durch die Regionen Deutschland und Rest der Welt verursacht.

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Umsatz nach Regionen 2014
T€
2013
T€
Veränd.
T€
Veränd.
in %
Europa (ohne Deutschland) 4.702 5.253 -551 -10,5
Deutschland 4.407 3.282 1.125 34,3
Nordamerika 866 1.384 -518 -37,4
Rest der Welt 603 339 264 77,9
Asien 569 630 -61 -9,7
TOTAL 11.147 10.888 259 2,4

Im bedeutenden Markt Europa (ohne Deutschland) sank der Umsatz um 10,5 %. Der Rückgang auf T€ 4.702 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.253) ist im Wesentlichen durch die oben angesprochenen konjunkturellen Einflüsse im europäischen Freizeitmarkt verursacht.

In Deutschland ist die deutliche Steigerung des Umsatzes von T€ 3.282 um 34,3 % auf T€ 4.407 hauptsächlich durch den erwähnten Großauftrag im Verkehrstechnikbereich im Segment Sicherheit & Industrie bedingt.

Infolgedessen erhöhte sich der Inlandsanteil am Umsatz im Geschäftsjahr 2014 von 30,1 % auf 39,5 %. Der Auslandsanteil am Umsatz verminderte sich damit auf 60,5 % (Vorjahr: 69,9 %).

In Nordamerika resultiert der Umsatzrückgang um 37,4 % hauptsächlich aus dem rückläufigen Geschäftsverlauf im Segment Sicherheit & Industrie.

Im Rest der Welt stieg der Umsatz um 77,9 % auf T€ 603. Wesentliche Ursache waren die Umsätze aus einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt im Segment Sicherheit & Industrie.

In Asien waren überwiegend wie im Vorjahr Umsätze mit Projekten im Industriemarkt in Singapur zu verzeichnen.

Übrige Aufwendungen und Erträge

SFC wurde wie in den Vorjahren aufgrund seiner außerordentlichen technologischen Stellung von öffentlichen Fördermittelgebern bezuschusst. Die Zuschüsse in Höhe von T€ 351 (Vorjahr: T€ 877) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Darüber hinaus beinhaltet diese Position insbesondere Erträge aus Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 701 (Vorjahr: T€ 72) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 398 (Vorjahr: T€ 852).

Der im Vergleich zum Umsatz gegenläufige Rückgang des Materialaufwandes um 7,0 % auf T€ 4.729 (Vorjahr: T€ 5.084) ist durch den veränderten Produktmix in den Umsatzsegmenten verursacht. Im Segment Sicherheit & Industrie können aufgrund der Vertriebsstruktur höhere Margen als im Segment Freizeit erzielt werden.

Der Personalaufwand lag mit T€ 5.554 um 12,4 % unter Vorjahresniveau (T€ 6.340). Dies entspricht annähernd dem Rückgang der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2014 von rund 12 %. Zudem waren im Vorjahr Aufwendungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von T€ 478 enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen waren mit T€ 811 31,4 % über Vorjahresniveau (T€ 617). Wesentliche Ursache war eine außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Maschine in Höhe von T€ 339.

Die deutliche Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19,0 % auf T€ 5.010 (Vorjahr: T€ 6.182) beruht im Wesentlichen auf den oben erwähnten Sondereffekten, die in Summe von T€ 1.266 auf T€ 433 zurückgingen. Ferner waren die Werbekosten rückläufig (T€ 301 gegenüber T€ 404 im Vorjahr). Gegenläufig stiegen insbesondere die Kosten für Investor Relations von T€ 151 auf T€ 416. Ein Großteil dieser Kosten ist im Zusammenhang mit der Barkapitalerhöhung angefallen.

Zinsen und ähnliche Erträge reduzierten sich durch das niedrigere Zinsniveau und den niedrigeren Zahlungsmittelbestand von T€ 154 um 20,8 % auf T€ 122.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalteten im Geschäftsjahr 2013 die außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der PBF Group B.V. in Höhe von T€ 1.061.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 4.610 auf minus T€ 2.794. Das EBITDA in Relation zum Umsatz stieg von minus 42,3 % auf minus 25,1 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.242 oder minus 20,1 % vom Umsatz.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Unternehmens verbesserte sich in 2014 von minus T€ 6.288 auf minus T€ 3.605. Das EBIT in Relation zum Umsatz stieg von minus 57,8 % auf minus 32,3 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 2.715 oder minus 24,4 % vom Umsatz.

Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag hat sich signifikant von minus T€ 6.230 im Vorjahr auf minus T€ 3.567 infolge der oben geschilderten Entwicklungen verbessert.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2014 lag mit T€ 11.298 um 6,6 % über Vorjahresniveau (T€ 10.596). Der Auftragseingang im Segment Sicherheit & Industrie belief sich auf T€ 6.858 (Vorjahr: T€ 5.730), im Freizeitmarkt konnten Auftragseingänge von T€ 4.026 (Vorjahr: T€ 4.652) und im Segment Öl & Gas von T€ 414 (Vorjahr: T€ 214) verzeichnet werden.

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2014 belief sich auf T€ 670, eine Erhöhung um 29,1 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 519).

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Kapitalstruktur

SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Unternehmens als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 sowie der Barkapitalerhöhung im November 2014 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.

Das Kapitalmanagement des Unternehmens bezieht sich auf die Guthaben bei Kreditinstituten und das Eigenkapital.

SFC hat im Geschäftsjahr 2014 eine Barkapitalerhöhung durchgeführt. Im November 2014 wurden im Rahmen einer Barkapitalerhöhung insgesamt T€ 3.263 (591.159 Aktien zu einem Kurs von € 5,52) eingeworben. Das gezeichnete Kapital stieg somit von T€ 8.020 auf T€ 8.611 zum 31.12.2014. Die Kapitalrücklage erhöhte sich in 2014 um T€ 2.672 auf T€ 77.555. Diese Erhöhung stellt das von den Zeichnern der neuen Aktien gezahlte Agio dar.

Die flüssigen Mittel haben sich zum 31. Dezember 2014 um 10,2 % auf T€ 6.332 verringert (31. Dezember 2013: T€ 7.051).

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

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Eigenkapitalquote des Unternehmens 31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Eigenkapital 29.639 29.943
als % vom Gesamtkapital 88,0% 86,7%
Fremdkapital 4.040 4.580
als % vom Gesamtkapital 12,0% 13,3%
Gesamtkapital 33.679 34.523

Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen durch die Barkapitalerhöhung und den Jahresfehlbetrag verändert. SFC weist damit immer noch eine Eigenkapitalquote von 88,0 % (Vorjahr: 86,7 %) aus.

Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Das Anlagevermögen ist über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Aktiva decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionen

Die Investitionen 2014 in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen beliefen sich auf T€ 219 (Vorjahr: T€ 11.264). Dabei wurde insbesondere in Software, Hardware und Spritzgußwerkzeuge investiert. Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.

Liquidität

Nachdem im Geschäftsjahr 2013 akquisitionsbedingt noch ein Mittelabfluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 15.688 zu verzeichnen war, reduzierte sich der Abfluss im Geschäftsjahr 2014 auf T€ 719. Dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.904 stand insbesondere der Zufluss aus der Barkapitalerhöhung in Höhe von T€ 3.263 gegenüber. Insofern besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Ertragslage des Unternehmens, den Akquisitionsaktivitäten und der zukünftigen Liquidität.

Die flüssigen Mittel Ende Dezember 2014 reduzierten sich demzufolge auf T€ 6.332 (Ende Dezember 2013: T€ 7.051). Davon waren Festgelder in Höhe von T€ 285 zugunsten des Vermieters gesperrt. Im Vorjahr bestand eine Bankbürgschaft in Höhe von T€ 285, wofür Festgelder in gleicher Höhe verpfändet waren.

SFC legt die liquiden Mittel momentan überwiegend in kurzfristige Anlagen an. Demzufolge unterliegt SFC grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist dies jedoch zu vernachlässigen.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine offenen Devisen- oder Warentermingeschäfte und keine Kreditlinien.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich der Abfluss von T€ 6.632 im Vorjahr auf T€ 3.904 in 2014.

Wesentliche Ursache hierfür ist die deutliche Verbesserung des Jahresfehlbetrages.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 78 (Vorjahr: T€ 9.056) ab. Den oben angeführten Investitionen in Höhe von T€ 219 stand eine Rückzahlung einer Bareinlage in Simark in Höhe von 141 T€ gegenüber.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage flossen dem Unternehmen 2014 Mittel in Höhe von T€ 3.263 zu.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 hat sich mit T€ 33.679 gegenüber dem 31. Dezember 2013 (T€ 34.523) um 2,4 % reduziert.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des Jahresfehlbetrags und der damit verbundenen Bilanzverkürzung von 86,7 % zum 31. Dezember 2013 auf 88,0 %.

SFC verfügt über selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach den bis 31. Dezember 2009 geltenden handelsrechtlichen Vorschriften nicht bilanziert werden durften bzw. ab 1. Januar 2010 in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht bilanziert werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Patente und Know-how im Zusammenhang mit der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten und Power Managern.

Die Finanzanlagen in Höhe von T€ 18.137 (Vorjahr: T€ 18.278) beinhalten im Wesentlichen den Anteil an Simark (T€ 10.926) und den Anteil an PBF (T€ 7.211). Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Bareinlage in Simark in Höhe von T€ 141 zurückgezahlt.

Die Vorräte verminderten sich im Wesentlichen aufgrund des reduzierten Bestands an Bauteilen für EFOY Brennstoffzellen und des gesunkenen Platinbestands von T€ 3.566 auf T€ 2.815.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des höheren Umsatzes im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal von T€ 1.909 im Vorjahr auf T€ 2.707.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 1.700 auf T€ 2.514 betrifft hauptsächlich die Erhöhung eines Darlehens an PBF von T€ 1.599 auf T€ 2.199. Das im Umlaufvermögen ausgewiesene Darlehen an PBF in Höhe von T€ 1.599 wurde in 2014 nicht zurückgeführt. Wesentliche Ursachen hierfür waren der Aufbau von Working Capital und die Vornahme von Investitionen bei PBF. Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in den USA wurden in voller Höhe wertberichtigt.

Das Eigenkapital verminderte sich zum 31. Dezember 2014 insbesondere aufgrund des Jahresfehlbetrages auf T€ 29.639 im Vergleich zum 31. Dezember 2013 (T€ 29.943). Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage erhöhten sich um T€ 3.263 aufgrund der durchgeführten Barkapitalerhöhung.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von T€ 4.012 auf T€ 3.134 ist insbesondere durch die Reduzierung der Rückstellung für Restrukturierung von T€ 452 auf T€ 0 verursacht. Ferner sank die Rückstellung für ausstehende Rechnungen von T€ 362 auf T€ 69.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von T€ 107 auf T€ 327. In 2014 waren im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 232 enthalten, wohingegen zum 31. Dezember 2013 ein unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisender Vorsteuerüberhang in Höhe von T€ 203 bestand.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 wurden oben bereits dargestellt.

Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:

Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung

Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten

Die Lieferantenqualität lag mit einer Quote von rund 4 % fehlerhaften Lieferungen auf Vorjahresniveau. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) konnte bei Brennstoffzellen im Industriesegment um 1 % (Vorjahr: 7 %) verbessert werden.

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg der Gesellschaft. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.

Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet die Gesellschaft daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.

Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und seit 2014 auch für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert.

Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.

Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Vorstand 3 2 1
Forschung und Entwicklung 17 23 -6
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 20 19 1
Vertrieb & Marketing 24 26 -2
Verwaltung 7 11 -4
Festangestellte Mitarbeiter 71 81 -10

SFC hat zum 31. Dezember 2014 insgesamt 0 (2) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2014 lag mit 71 12,3 % unter Vorjahresniveau (81). Ursache war das im Vorjahr durchgeführte Restrukturierungsprogramm in dessen Rahmen mit 10 Mitarbeitern Aufhebungsvereinbarungen geschlossen wurden.

ZUSAMMENFASSUNG ZU GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass das Unternehmen zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Barkapitalerhöhung, über eine solide Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2014 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz, Bruttomarge und E-BITDA bereinigt abhängig.

Darüber hinaus bestand für die Vorstände bis zum Geschäftsjahr 2014 die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 (Herr Dr. Podesser und Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014-2016 finden Sie unter "Aktienoptionsprogramme".

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10% des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2014

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt € 1.014.197. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2014 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR-Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2014 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2014 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2013 zurückgestellten Beträge.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2014 (Zuwendungsbetrachtung)*

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Gewährte Zuwendungen
in €
Dr. Peter Podesser Gerhard Inninger Hans Pol Steffen Schneider
  Vorstandsvorsitzender Vorstand (CFO) Vorstand (CSO) Vorstand (CFO)
  seit 01.11.2006 16.08.2011 bis 16.05.2014 seit 01.01.2014 seit 01.09.2014
  2013 2014 2014 (Min) 2013 2014 2014 (Min) 2013 2014 2014 (Min) 2013 2014 2014 (Min)
Festvergütung 350.000 350.000 350.000 180.000 67.742 67.742 0 180.000 180.000 0 60.000 60.000
Nebenleistungen 20.648 20.648 20.648 21.626 12.228 12.228 0 20.564 20.564 0 6.976 6.976
Summe 370.648 370.648 370.648 201.626 79.970 79.970 0 200.564 200.564 0 66.976 66.976
Einjährige variable Vergütung 55.817 112.571 0 14.689 18.374 18.374 0 30.000 0 0 16.667 16.667
Mehrjährige variable Vergütung 0 242.317 0 15.821 0 0 0 49.376 0 0 293.900 0
LTIP 2011-2013 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0 10.277 0 0 0 0 0 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0 5.543 0 0 0 0 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 242.317 0 0 0 0 0 49.376 0 0 293.900 0
Summe 426.465 725.536 370.648 232.135 98.344 98.344 0 279.940 200.564 0 377.543 83.643
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 426.465 725.536 370.648 232.135 98.344 98.344 0 279.940 200.564 0 377.543 83.643

* Da für die Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.

Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2014 (Zuflussbetrachtung)

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  Dr. Peter Podesser Gerhard Inninger Hans Pol Steffen Schneider
Zufluss
in €
Vorstandsvorsitzender Vorstand (CFO) Vorstand (CSO) Vorstand (CFO)
  seit 01.11.2006 16.08.2011 bis 16.05.2014 seit 01.01.2014 seit 01.09.2014
  2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 350.000 350.000 180.000 67.742 0 180.000 0 60.000
Nebenleistungen 20.648 20.648 21.626 12.228 0 10.564 0 3.643
Summe 370.648 370.648 201.626 79.970 0 190.564 0 63.643
Einjährige variable Vergütung 192.636 55.571 50.694 33.374 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 77.161 0 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0 0 0 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0 49.974 0 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0 27.187 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe 563.284 426.219 252.320 190.505 0 190.564 0 63.643
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 563.284 426.219 252.320 190.505 0 190.564 0 63.643

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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  Gesamt
in €
Tim van Delden, Vorsitzender 50.000
David Morgan, Stellv. Vorsitzender 37.500
Hubertus Krossa (seit 16.05.2014) 15.685
Dr. Jens Müller (bis 16.05.2014) 9.315
Gesamt 112.500

Angaben, die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB Bestandteil des Anhangs sind, werden in diesem dargestellt.

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014-2016 lauten wie folgt:

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Ausgabedatum 1. Januar 2014 (Hans Pol); 1. April 2014 (Dr. Peter Podesser); 1. September 2014 (Steffen Schneider)
Laufzeit 7 Jahre
Wartezeit 4 Jahre (Hans Pol); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser), 4 bis 6 Jahre (Steffen Schneider)
Verfalldaten 1. Januar 2015 (Hans Pol); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser), 1. September 2015, 1. September 2016 und 1. September 2017 (Steffen Schneider)
Ausübungspreis € 1,00
Erfolgsziel Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax)

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahres- bzw. Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z.B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird im Wesentlichen durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, sodass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.

Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.

Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vieraugenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-)rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2014 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikomanagementsystem

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Unternehmens ab, Chancen werden nicht erfasst.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel, Forderungen sowie Finanzanlagen. Soweit bei den finanziellen Vermögensgegenständen Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund der Akquisition von Simark und des Jahresfehlbetrages in 2014 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaft in Kanada und den USA gegenüberstehen.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig für Währungsrisiken nicht eingesetzt.

Kreditrisiko

In den Kreditverträgen die durch die kanadischen Gesellschaften in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung der operativen kanadischen Gesellschaft geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart.

Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird.

Des Weiteren besteht das Risiko dass die Kreditlinie der PBF wegen Nichterreichung von Ergebnis- oder Kennzahlen aufgekündigt wird.

In diesen Fällen ist eine Finanzierung der Tochtergesellschaften durch SFC nicht auszuschließen.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 8.611.204,00 und ist eingeteilt in 8.611.204 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt* :

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Name Anteil in %
Holland Private Equity B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) 24,04 %

* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind.

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 6. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2013) hat die SFC Energy AG ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen Bareinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 8.020.045,00 um € 591.159,00 auf € 8.611.204,00 durch Ausgabe von 591.159 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 2. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der Vorstand ist nach der vorstehend beschriebenen teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.643.126,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Bei der SFC Energy AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen:

Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Podesser wurde am 1. April 2014 um drei weitere Jahre verlängert. In diesem Vertrag ist geregelt, dass Dr. Podesser im Fall der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte an SFC durch einen Dritten (Kontrollwechsel) den Vorstandsanstellungsvertrag aus wichtigem Grund kündigen kann. Diese Kündigung durch Dr. Podesser kann - auf Wunsch des Aufsichtsrats von SFC und/oder des Erwerbers der Kontrollmehrheit - nur mit einer Frist von einem Jahr erfolgen. Dr. Podesser hat im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels bis zum 31. März 2016 grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung des Werts einer Jahresvergütung unter Zugrundelegung einer 100 %igen Zielerreichung, maximal aber auf Auszahlung des Werts der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsanstellungsvertrags zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Die Abfindung wird mit Eintritt des Kontrollwechsels fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels nach dem 31. März 2016 ist das außerordentliche Kündigungsrecht von Dr. Podesser hingegen ausgeschlossen, eine Abfindungszahlung erfolgt nicht.

Ferner wurden Dr. Podesser gemäß obigen Vertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG.

Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2017. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt.

Steffen Schneider wurde mit Wirkung ab 1. September 2014 bis zum 31. August 2017 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 1. September 2020. Herrn Schneider wurden am 1. September 2014 180.000 SAR gewährt.

Vergleichbare Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern bestehen nicht.

RISIKOBERICHT

Aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Auch wenn die Weltkonjunktur nach Einschätzung des ifo-Instituts 2015 langsam an Fahrt gewinnen dürfte, sehen die Experten erhebliche Risikofaktoren in den Strukturproblemen wichtiger fortgeschrittener Volkswirtschaften im Euroraum und Japan sowie einiger großer Schwellenländer wie Brasilien oder Argentinien. Ebenso rechnen sie damit, dass die Wirtschaft Chinas im kommenden Jahr leicht abnehmende Zuwächse verzeichnen wird. Die jüngste Entwicklung des Ölpreises beurteilen sie hingegen als zusätzlich stützenden Faktor für die globale konjunkturelle Entwicklung 2015. Von einem niedrigeren Ölpreis dürften vor allem Ölabnehmer wie die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie China, Indien und die Ökonomien Ostasiens profitieren. Für ölexportierende Länder wie Brasilien, Russland und zahlreiche Volkswirtschaften bedeutet ihrer Einschätzung nach der starke Ölpreisrückgang jedoch Einbußen im Volkseinkommen.

Öl & Gasmarkt

Die Konjunkturaussichten für den Öl- und Gasmarkt haben sich aufgrund des Preisverfalls verschlechtert, insbesondere ist zu befürchten, dass aufgrund der negativen Preisentwicklung geplante Investitionen in neue Öl- und Gasfelder zurückgestellt oder komplett gestrichen werden. So rechnet die Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP) in 2015 in Kanada mit einem Rückgang der kurzfristigen Investitionen von 33 % und einer langsameren Steigerung der Fördermenge als ursprünglich geplant. So werden in 2015 nur 7.350 neue Bohrlöcher erwartet. Weiterhin besteht das zusätzliche Risiko, dass innovative Technologien erst mit einer gewissen Verzögerung Eingang in diese Industrie finden.

Sicherheit- und Industriemarkt

Industrie: Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle.

Verteidigung & Sicherheit: Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die westlichen Verteidigungsausgaben dies- und jenseits des Atlantiks unter dem Einfluss der unsicheren Situation in Europa und Asien wieder ansteigen werden, insbesondere im Bereich Innovation, Modernisierung und Effizienzsteigerung. Dies könnte sich für SFC sowohl im Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch für das Segment der kommerziellen Aufträge positiv auswirken.

Freizeitmarkt

Reisemobile: Der deutsche Caravaning-Verband CIVD und die European Caravaning Federation ECF blicken Anfang 2015 erstmals wieder mit verhaltenem Optimismus auf die europäische Caravaning-Industrie. Die niedrigen Treibstoffpreise laden ein zu mehr Mobilität, den Verbrauchern verbleibt durch Energiekosteneinsparungen mehr Geld im Beutel. Jedoch wird angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten die Investitionsbereitschaft der Verbraucher von den Wirtschaftsinstituten nach wie vor als zurückhaltend eingeschätzt und ist insbesondere in diesem Markt schwer abschätzbar, mit entsprechendem Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen.

Es ist weiter zu erwarten, dass das klassische Segment der Reisemobilkäufer, in der Regel wohlhabende Pensionäre, abnimmt. Jüngere Kunden ziehen andere, günstigere Fahrzeug- und Reisealternativen vor.

Marine: Der Marinebereich steht, trotz seines Wachstums in den letzten Jahren, ebenfalls in dieser Abhängigkeit, dies betrifft auch den für SFC relevanten Zubehörbereich. Auch wenn hochwertiges Zubehör nicht nur Mehrwert sondern insbesondere auch gestiegenen Komfort und bessere Sicherheit bietet, wird hier bei Investitionen in wirtschaftlich unsicheren Konjunkturlagen Zurückhaltung geübt.

TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

Nicht alle im Unternehmen hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Unternehmens befindlichen Know-hows werden solche Risiken abgemildert.

PATENTRECHTLICHE RISIKEN

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 18 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können.

Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben.

Aus einer möglichen Patentrechtsverletzung im Hinblick auf eine derzeit stillgelegte Technische Anlage bestand ein Risiko auf Inanspruchnahme einer Schadensersatzzahlung. Im ersten Quartal 2014 konnte eine entsprechende Vergleichsvereinbarung geschlossen werden, sodass von einer Inanspruchnahme nicht mehr ausgegangen wird.

WETTBEWERB

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich DMFC-Systeme. Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.

PRODUKTRISIKEN

Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal SFC die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte. Im Segment Sicherheit & Industrie haben wir in einem Fall mit dem Kunden technische Nacharbeiten vereinbart, welche erbracht werden. Dem Risiko wurde durch eine Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung mit T€ 250 Rechnung getragen.

Von Seiten eines Kunden aus dem Verteidigungsmarkt wurde eine erneute Untersuchung einer möglichen Gefährdung von Nutzern durch Abgasemissionen der Produkte von SFC gefordert. Eine entsprechende Untersuchung wurde im November 2014 bei einem unabhängigen Labor durchgeführt und konnte sowohl die damaligen Ergebnisse des Kunden als auch die bei SFC vorhandenen Daten bestätigen. Eine mögliche Gefährdung von Nutzern konnte wie erwartet nicht festgestellt werden.

BESCHAFFUNGS- UND PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.

ROHSTOFFPREISRISIKEN

In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarf der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.

Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Im vierten Quartal 2014 sanken der Platin- und Rutheniumpreis wie auch andere Rohstoffpreise. Demzufolge musste zum Bilanzstichtag eine Abwertung auf die jeweiligen Stichtagskurse in Höhe von T€ 80 (T€ 146) vorgenommen werden. Unter Berücksichtigung dieser Abwertung war der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag T€ 488 (T€ 742). Dies entspricht einer Reichweite von rund 5 Quartalen.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung rund T€ 30 p.a.

WÄHRUNGSKURSRISIKEN

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaft in Kanada und den USA gegenüberstehen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.

Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

Durch das Geschäftsergebnis 2014 hat sich der Finanzmittelbestand verringert. Demzufolge besteht durch die Akquisition ein höheres Liquiditätsrisiko, insbesondere da ein Teil des Kaufpreises in der Simark-Gruppe fremdfinanziert wurde und dort die entsprechenden Kreditvereinbarungen einzuhalten sind, um dem Risiko einer vorzeitigen Kreditfälligstellung oder einer Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes entgegenzuwirken.

Aufgrund der Kundenstruktur des Unternehmens (hoher Anteil von Industriekunden, Militärkunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2014 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 31 gebildet. Ein gewisses Risiko besteht darin, dass im Jahr 2014 die zehn größten Kunden 49 % (53 %) zum Umsatz beitrugen.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal drei Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus und des verringerten Zahlungsmittelbestands hält sich dieses Risiko in Grenzen und beträgt bei einer Änderung des Zinssatzes um 0,1 % rund T€ 6.

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum von SFC entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal das Unternehmen verlässt.

Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKEN

Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Brunnthal und Almelo intensiviert, so dass sich die IT-Teams gegenseitig unterstützen können.

RISIKEN IM REGULATORISCHEN UMFELD

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten von SFC entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.

SONSTIGE RISIKEN

Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung aus Eigenmitteln bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisbelastung mit sich bringen.

ZUSAMMENFASSUNG ZUM RISIKOBERICHT

Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

CHANCENBERICHT

MARKTCHANCEN

Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen. Darüber hinaus eröffnen neue Produkte wie EFOY GO! neue Märkte.

Öl- und Gasindustrie

Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur erheblich beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die geplante regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark in die USA.

Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in Russland und anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.

Verteidigung & Sicherheit

SFC hat für das Geschäftsjahr 2015 eine konservative Planung für diesen Markt vorgenommen, da sich Kernparameter, welche zu der unerfreulichen Geschäftsentwicklung 2013 und 2014 geführt hatten, zum Zeitpunkt der Planerstellung noch nicht wesentlich geändert hatten. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Rückkehr zu einem erneuten Wachstumskurs in diesem Markt. Erste Zeichen von Nachfragebelebung in den bisherigen Kernmärkten Deutschland, Israel und USA, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in weiteren NATO Staaten, sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.

Aufgrund der diversen internationalen Krisen, u.a. in Osteuropa, scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten statt zu finden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO in Höhe von 2 % des BIP wird aktuell nur von drei Mitgliedern erreicht. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen, da insbesondere Spezialkräfte zuerst von den Erhöhungen profitieren sollten.

Verbesserter Produktmix

Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen stellt ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Die erfolgreiche Markteinführung der EFOY Produktplattform birgt erhebliche Chancen für Produktmixverbesserung und beschleunigtes Wachstum für Simark in Kanada.

SONSTIGE CHANCEN

Kosten und Effizienz

Die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Jahr 2013 gesetzt wurden, führen 2014 und den Folgejahren zu höherer Effizienz und verbesserter Kostenstruktur in der gesamten Wertschöpfungskette des Brennstoffzellengeschäftes. Eine Einhaltung der bestehenden Planung oder eine mögliche Übererfüllung können hier merklich positive Ergebniseffekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 bringen.

Innovation und Weiterentwicklung

Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.

Mit ersten Test- und Pilotsystemen von Brennstoffzellen höherer Leistungsklassen von 0,5 KW bis ca. 2,5 KW eröffnen sich neue Anwendungsbereiche, insbesondere im Bereich der Backup- und Notstromversorgung, z. B. in der Windindustrie aber auch bei fahrzeugbasierender Zusatzstromversorgung.

Integrierte Systeme zur Sicherheit und Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.

Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Externe Bestimmungsfaktoren

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2014 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wird der Vorstand am 24. März 2015 abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance öffentlich zugänglich machen.

PROGNOSEBERICHT

Für das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Unabhängig davon erwarten wir auf Einzelabschlussebene für 2015 eine ansteigende Entwicklung. Dies soll insbesondere aufgrund des Absatzes von integrierten Systemen zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, durch die Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. erreicht werden.

Der relativ niedrige Öl- und Gaspreis führt allerdings zu allgemeinen positiven Konjunktureffekten und sollte sich entsprechend positiv auf das Sicherheits- und Industriesegment der SFC auswirken. Für 2015 nimmt SFC eine Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit wird angenommen, dass erste verschobene Projekte in 2015 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem steigenden Umsatz auszugehen.

Im Freizeitmarkt wird insbesondere die Einführung der neuen Produktplattform EFOY GO! ab dem 2. Halbjahr mittelfristige Wachstumsimpulse geben. Der Vorstand geht für den Freizeitmarkt mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus.

Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2015 mit einem Umsatz zwischen € 12 Mio. und € 15 Mio. sowie einem erneut leicht verbesserten bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT.

Branchenprognosen werden den Annahmen des Unternehmens zugrunde gelegt. Eine negative Preisentwicklung des Öl- und Gaspreises hätte negative Auswirkungen auf Investitionen der Öl- und Gaskunden, insbesondere im Hinblick auf neue Projekte. Es wird mit einer stabilen Mitarbeiteranzahl gerechnet. Bei den Qualitätskennzahlen wird von einer weiteren Verbesserung ausgegangen.

Zum Bilanzstichtag weist SFC flüssige Mittel in Höhe von 6,3 Mio. € aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2015 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird SFC über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die tatsächliche Entwicklung von SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).

NACHTRAGSBERICHT

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.

 

Brunnthal, den 24. März 2015

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

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  EUR 31.12.2014
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   198.668,35 137
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 112.867,00   540
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 737.830,00   940
3. Geleistete Anzahlungen 0,00   27
    850.697,00 1.507
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   18.137.042,69 18.278
    19.186.408,04 19.922
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.634.433,03   2.230
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 120.000,00   121
3. Fertige Erzeugnisse 1.060.700,00   1.215
    2.815.133,03 3.566
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.706.522,21   1.910
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.513.857,97   1.700
3. Sonstige Vermögensgegenstände 76.237,73   325
    5.296.617,91 3.935
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   6.331.861,68 7.051
    14.443.612,62 14.552
C. Rechnungsabgrenzungsposten   48.667,52 49
    33.678.688,18 34.523

Passiva

     
  EUR 31.12.2014
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 8.611.204,00   8.020
II. Kapitalrücklage 77.554.581,54   74.883
III. Bilanzverlust -56.526.600,36   -52.960
    29.639.185,18 29.943
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   3.133.462,50 4.011
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.220,23   14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 576.052,95   448
3. Sonstige Verbindlichkeiten 326.767,32   107
davon aus Steuern: EUR 300.811,13 (Vorjahr: TEUR 85)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.597,96 (Vorjahr: TEUR 12)      
    906.040,50 569
    33.678.688,18 34.523

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

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  EUR 2014
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   11.146.706,70 10.888
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen   -155.600,00 259
    10.991.106,70 11.147
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.508.001,10 1.849
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -4.204.855,91   -4.661
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -524.512,81   -423
    -4.729.368,72 -5.084
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.773.942,49   -5.477
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung davon für Altersversorgung: EUR 75.352,50 (Vorjahr: TEUR 73) -780.160,96   -863
    -5.554.103,45 -6.340
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -811.163,45 -617
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.009.515,69 -6.182
    -3.605.043,51 -5.227
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.810,35   154
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00   -1.062
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -83.316,86   -95
    38.493,49 -1.003
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -3.566.550,02 -6.230
12. Jahresfehlbetrag   -3.566.550,02 -6.230
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -52.960.050,34 -46.730
14. Bilanzverlust   -56.526.600,36 -52.960

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SFC Energy AG (SFC) für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des AktG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 246 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen des § 265 HGB und den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert.

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich berücksichtigt.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 150,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggfs. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Bestimmung des niedrigeren beizulegenden Werts im Rahmen des Niederstwerttests erfolgt durch Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Unternehmensplanung verwendet. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz sowie einer Marktrisikoprämie. Ausgehend hiervon wurde unter Berücksichtigung des Beta-Faktors, des Steuersatzes sowie der unternehmensspezifischen Kapitalstruktur ein durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) verwendet. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise, die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In den Fällen, in denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten voraussichtlich nicht durch den Marktpreis gedeckt werden, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz erfolgte grundsätzlich zum Nennbetrag. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2014 je nach Restlaufzeit 2,90 % bis 3,62 %. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufzinsungsaufwand wird unter Verwendung der Vorjahreszinssätze ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm für den Vorstand wird anhand einer Monte Carlo Simulation vorgenommen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (JDAs) werden realisiert, wenn die vertraglich vereinbarten Meilensteine abgeschlossen sind.

Die Realisation der übrigen Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt.

Die Zuschüsse werden erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.

III. Erläuterungen zu den Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.

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  Historische Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
alle Angaben
in €
1.1.2014 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2014 01.01.2014 Zugang Abgang 31.12.2014
Anlagevermögen                  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände              
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 517.638 126.716 23.781 0 620.574 380.495 63.937 22.526 421.905
  517.638 126.716 23.781 0 620.574 380.495 63.937 22.526 421.905
II. Sachanlagen                  
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.213.970 8.100 18.966 30.840 1.233.944 673.979 466.049 18.951 1.121.077
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.827.401 80.611 198.692 0 2.709.319 1.887.049 281.178 196.737 1.971.489
3. Geleistete Anzahlungen 27.000 3.840 0 -30.840 0 0 0 0 0
  4.088.371 92.551 217.659 0 3.943.263 2.561.028 747.227 215.689 3.092.566
III. Finanzanlagen                  
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.339.195 0 140.689 0 19.198.507 1.061.464 0 0 1.061.464
  19.339.195 0 140.689 0 19.198.507 1.061.464 0 0 1.061.464
  23.925.205 219.267 382.128 0 23.762.344 4.002.987 811.163 238.215 4.575.935
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  Buchwerte
alle Angaben
in €
31.12.2014 31.12.2013
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.668 137.143
  198.668 137.143
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 112.867 539.991
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 737.830 940.352
3. Geleistete Anzahlungen 0 27.000
  850.697 1.507.343
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.137.043 18.277.731
  18.137.043 18.277.731
  19.186.408 19.922.218

Die Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von € 338.731,00 (Vorjahr: € 49.837,00).

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2014

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
in %
Eigenkapital in €3 Ergebnis 2014 in €3
Anteile an verbundenen Unternehmen        
SFC Energy Inc. Rockville (USA) 100,00 -4.712.230 -195.875
PBF Group BV Almelo (Niederlande) 100,00 834.491 -39.663
PBF Hongkong Limited Hongkong (China) 100,00 0 0
PBF Power srl Cluj-Napoca (Rumänien) 100,00 136.104 90.400
Simark Controls Ltd. Calgary (Kanada) 100,001 4.943.564 1.639.670
Simark Holdings Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 5.441.154 -1.345.555
541462 Alberta Ltd. Calgary (Kanada) 100,002 193.037 -12

1 davon direkt 5,83 %.
2 davon direkt 15,00 %.
3 Ausländische Währungen werden zum Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs umgerechnet.

Vorräte

In den Vorräten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von € 305.942,64 (Vorjahr: € 399.738,88) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum Abschlussstichtag eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 50.445,06 (Vorjahr: € 38.083,91) gebildet. Ferner wurden Einzelwertberichtigungen (inkl. Währungseffekte) in Höhe von € 4.687.003,32 (Vorjahr: € 4.997.855,54) vorgenommen, die im Jahr 2014 mit € 4.655.777,82 (Vorjahr: € 4.929.671,13) auf die vollständige Wertberichtigung der Forderung gegen die SFC Energy Inc. entfallen.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft beträgt insgesamt € 8.611.204,00 und ist eingeteilt in 8.611.204 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückstammaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 6. Mai 2013 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2013) hat die SFC Energy AG ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen Bareinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 8.020.045,00 um € 591.159,00 auf € 8.611.204,00 durch Ausgabe von 591.159 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 2. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der Vorstand ist nach der vorstehend beschriebenen teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2018 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 2.643.126,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).

Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen der oben erwähnten Kapitalerhöhung gegen Bareinlage € 2.672.038,68 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

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alle Angaben
in €
2014 2013
Jahresfehlbetrag -3.566.550 -6.229.515
Verlustvortrag -52.960.050 -46.730.535
Bilanzverlust -56.526.600 -52.960.050

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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alle Angaben
in €
31.12.2014 31.12.2013
Gewährleistungsverpflichtungen 1.530.341 1.649.539
Verpflichtungen Personalbereich 781.397 655.320
Drohende Verluste aus Mietaufwendungen und Leasing 550.238 609.586
Ausstehende Rechnungen 69.487 361.786
Restrukturierung Mitarbeiter 0 451.555
Übrige Rückstellungen 202.000 283.900
Gesamt 3.133.463 4.011.686

Verbindlichkeiten

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  Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben
in €
zum 31.12.2014 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.220 3.220 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 576.053 576.053 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 326.767 326.767 0 0
Gesamt 906.041 906.041 0 0
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  Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben
in €
zum 31.12.2013 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.894 13.894 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447.895 447.895 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 107.358 107.358 0 0
Gesamt 569.147 569.147 0 0

Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2014 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von € 171.206,06 (Vorjahr: € 184.254,81). Diese resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der langfristigen sonstigen Rückstellungen und dem steuerlichen Ansatzverbot der Drohverlustrückstellung. Zudem ergeben sich aktive latente Steuern aus der Inanspruchnahme der Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern nicht angesetzt.

Die gesamten, vorläufig ermittelten steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf rd. Mio. € 39,1 für Körperschaftsteuer und rd. Mio. € 36,9 für Gewerbesteuer.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 27,38 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,00 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,50 % wurde der Gewerbesteuersatz von 11,55 % berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:

Die Berichterstattung nach Tätigkeiten erfolgt nach Märkten untergliedert nach Industrie & Sicherheit, Öl & Gas sowie Freizeit.

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alle Angaben
in €
2014 2013
Industrie & Sicherheit 6.642.107 5.904.056
Freizeit 4.090.905 4.769.950
Öl & Gas 413.695 214.458
Gesamtumsatz 11.146.707 10.888.464

Aufteilung nach geografischen Märkten:

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alle Angaben
in €
2014 2013
Europa (ohne Deutschland) 4.701.804 5.253.494
Deutschland 4.407.014 3.281.943
Nordamerika 865.587 1.383.855
Rest der Welt 602.921 339.586
Asien 569.382 629.586
Gesamtumsatz 11.146.707 10.888.464

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben
in €
2014 2013
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 650.844 11.494
Realisierte Kursgewinne 49.971 60.469
Gesamt 700.814 71.963

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 399.129,74 (Vorjahr: € 851.598,74) enthalten. Davon entfallen € 398.428,18 (Vorjahr: € 851.529,94) auf die Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben
in €
2014 2013
Realisierte Kursverluste 42.998 8.551
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung 509 280.006
Gesamt 43.507 288.557

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (Vorjahr: € 1.116,92).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind € 108.205,39 (Vorjahr: € 87.728,89) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten € 83.316,86 (Vorjahr: € 95.476,02) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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  2014 2013
Vollzeit 59 68
Teilzeit 12 12
Gesamt 71 80

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 bestanden keine offenen Finanzderivate.

Konzernabschluss

Die SFC Energy AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Vorstand

Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2014:

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Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann, Vorsitzender verantwortlich für Strategy, Marketing, Communication, R&D, Operations, Human Resources, Simark Controls Ltd.
Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH) bis 16. Mai 2014, verantwortlich für Finance & Controlling, Human Resources, Quality Management, IT
Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann seit 1. Januar 2014, verantwortlich für Sales SFC und PBF, Quality Management SFC und PBF, Supply Chain Management, Managing Director PBF Group B.V.
Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann seit 1. September 2014, verantwortlich für Finance & Controlling, Investor Relations, IT

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Peter Podesser Mitglied des Aufsichtsrates der COC AG, Burghausen

Bezüge des Vorstands

Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

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Geschäftsjahr 2014 alle Angaben
in €
fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung1 langfristige erfolgsabhängige Vergütung2 Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 370.648 112.571 76.468 559.687
Gerhard Inninger 79.970 18.374 0 98.344
Hans Pol 200.564 30.000 19.623 250.187
Steffen Schneider 66.976 16.667 22.337 105.980
Gesamt 718.158 177.612 118.428 1.014.197
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Geschäftsjahr 2013 alle Angaben
in €
fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung1 langfristige erfolgsabhängige Vergütung2 Gesamtbetrag
Dr. Peter Podesser 370.648 55.817 0 426.465
Gerhard Inninger 201.626 14.689 15.821 232.135
Gesamt 572.274 70.505 15.821 658.600

1 Die erfolgsabhängige Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf dem vorläufigen Jahresabschluss nach IFRS für 2014, wider. Ferner sind die Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember 2013 zu den tatsächlich gezahlten Beträgen 2014 enthalten.
2 Die langfristige erfolgsabhängige Vergütung beinhaltet den zurückgestellten Aufwand für den Stock Appreciation Rights Plan (2014) bzw. das Long Term Incentive Programm (2013) für die Vorstände. Dabei wurde die Differenz der Rückstellungsbeträge zu den jeweiligen Stichtagen ohne Auflösungen betrachtet.

Bei der langfristigen erfolgsabhängigen Vergütung von Herrn Dr. Podesser wurden im Geschäftsjahr 2013 von den in Vorjahren gewährten Vergütungsbestandteilen für das Long Term Incentive Programm (LTIP) Rückstellungen in Höhe von € 246.995,72 aufgelöst. Zu Auszahlungen aus dem LTIP ist es bislang bei Dr. Podesser nicht gekommen.

Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Die Bezüge des Vorstandsmitglieds Herrn Gerhard Inninger für die Zeit nach seinem Ausscheiden betrugen im Geschäftsjahr 2014 € 112.000,00 (Vorjahr: € 0,00).

Gewährte Vorschüsse und Kredite und Haftungsverhältnisse

Mitgliedern des Vorstands wurden weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014:

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Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur, Vorsitzender Vorsitzender des Beirats der Cotesa GmbH, Mittweida Vorsitzender des Beirats der PPRO Holding GmbH, München
David William Morgan, Rolvenden, Kent, Großbritannien, MA ACA , Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender Chairman der Nord Gold N.V., Amsterdam, Niederlande Chairman Advisory Board der Conduit Ventures Limited, London, Großbritannien Chairman Advisory Board, Department of Chemistry, des Imperial College, London, Großbritannien Chairman, Econic Technologies Limited, London, Großbritannien Non executive Director, Phosphonics Limited, Abingdon, Großbritannien Deputy Chairman and Senior Independent Director, Hargreaves Services plc, Durham, Großbritannien Non executive director, Royal Mint, Llantrisant, Großbritannien
Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann seit 16. Mai 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der ALNO AG, Pfullendorf Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der United Power Technology AG, Eschborn Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der United Power Equipment Ltd., Fuzhou, China Vorsitzender des Aufsichtsrats der Balfour Beatty Rail GmbH, München Vorsitzender des Aufsichtsrats der Eckelmann AG, Wiesbaden
Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker bis 16. Mai 2014

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die fixen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats stellen sich danach wie folgt dar.

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alle Angaben
in €
fixe Vergütung 2014* fixe Vergütung 2013*
Gesamt 112.500 112.500

* Die Vergütung spiegelt den abgerechneten und zurückgestellten Aufwand wider. Ferner sind etwaige Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember des Vorjahres zu den tatsächlich gezahlten Beträgen enthalten.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten in entsprechender Anwendung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, wie sie oben genannt sind, sowie deren nahe Familienangehörige.

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" als nahestehend zu klassifizieren.

In der folgenden Übersicht sind die Transaktionen mit nahestehenden Personen dargestellt.

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alle Angaben
in €
2014 2013
Erträge 0 75

Im Geschäftsjahr 2013 wurden an Dr. Jens Müller Tankpatronen zu marktüblichen Konditionen veräußert.

Weitere Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten wie im Vorjahr nicht.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind bereits oben dargestellt. Zum Bilanzstichtag wurden Verpflichtungen gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 449.272,67 (Vorjahr: € 442.072,90) ausgewiesen.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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alle Angaben
in €
2014 2013
Abschlussprüfungsleistungen 129.000 124.500
Sonstige Leistungen 11.000 0
Steuerberatungsleistungen 4.326 386
Gesamt 144.326 124.886

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im EugenSänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.000. Im Vorjahr bestand eine Bankbürgschaft in Höhe von € 285.000, wofür Festgelder in Höhe von € 285.000 verpfändet waren.

Ferner haftet die SFC Energy AG für die Verpflichtungen ihres Tochterunternehmens Simark Holding Ltd. für eine bedingte Kaufpreiszahlung mit bis zu maximal Mio. € 2,37 (CAD Mio. € 3,33; Vorjahr: Mio. € 3,4 (CAD Mio. € 5,0)).

Darüber hinaus haftet die SFC Energy AG für eine Kreditlinie ihres Tochterunternehmens PBF Group B.V. mit bis zu maximal Mio. € 0,75.

Die SFC Energy AG haftet auch für die Zahlungsverpflichtungen aus einer Lizenzvereinbarung ihres Tochterunternehmens SFC Energy Inc.

Auf Basis der Liquiditäts- und geplanten Ertragslage der betroffenen verbundenen Unternehmen ist mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Eventualverbindlichkeiten nicht zu rechnen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgendem Umfang:

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alle Angaben
in €
fällig 2015 fällig 2016 fällig 2017 fällig 2018 ff. Gesamt
Leasing 83.306 44.454 26.669 13.584 168.013
Miete 888.383 888.383 888.383 2.095.856 4.761
Gesamt 971.689 932.837 915.052 2.109.440 4.929.018

Vorjahr:

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in €
fällig 2014 fällig 2015 fällig 2016 fällig 2017 ff. Gesamt
Leasing 107.492 62.114 25.072 8.952 203.630
Miete 833.917 907.227 951.240 3.149.404 5.841.788
Gesamt 941.409 969.341 976.312 3.158.356 6.045.418

Die Mieten betreffen das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude, sie sind als nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft. Es handelt sich um einen üblichen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verlängerungsoption um einmal weitere fünf Jahre. Wesentliche oder unübliche Risiken existieren nicht. Der Vorteil gegenüber einer Investition besteht für die Gesellschaft neben den Liquiditätsvorteilen und der Schonung der Eigenkapitalquote darin, dass durch den Mietvertrag die notwendige Planungs- und Kalkulationssicherheit sowie Flexibilität für das weitere geplante Wachstum von SFC gegeben ist. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus obigem Mietvertrag gebildet. Diese Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2013 und 2014 jeweils aufgrund neuer Erkenntnisse neu bewertet. Der Bilanzansatz dieser Rückstellung zum 31. Dezember 2014 beträgt € 542.960,92.

Meldungen gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Der SFC Energy AG gingen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses (24. März 2015) folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu (nachfolgend sind nur die Mitteilungen aufgeführt, die das Bestehen einer Beteiligung zum vorgenannten Datum wiedergeben bzw. soweit sie sich auf die vollständige Veräußerung einer Beteiligung seit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2013 beziehen; die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an SFC Energy AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein).

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Absatz 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Absatz 2 InvG mitgeteilt, dass deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, am 7. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der SFC Energy AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt einen Stimmrechtsanteil von 5,17 % gehalten hat (entsprechend 369.000 Stimmrechten).

Die T&E Holding B.V., Almelo, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 20. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1 % (das entspricht 232.925 Stimmrechten) betragen hat.

Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat.

Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die 1752748 Alberta Ltd., Calgary, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,59 % (das entspricht 288.057 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Mark Wheeler, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,94 % (das entspricht 316.087 Stimmrechten) betragen hat. 3,59 % der Stimmrechte (das entspricht 288.057 Stimmrechten) sind Herrn Wheeler gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der 1752748 Alberta Ltd. zuzurechnen.

Die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat.

Die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat.

Die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, und die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2014 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2015 haben der Vorstand und Aufsichtsrat am 20. März 2015 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

 

Brunnthal, den 24. März 2015

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SFC Energy AG, Brunnthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfüng gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zur Liquidität sowie zu Geschäftsverlauf und Lage im Lagebericht hin. Dort wird in den Abschnitten "Liquidität" sowie "Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage" ausgeführt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und zukünftiger Liquidität des Unternehmens ein Abweichen von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen negativ auf die derzeit noch hinreichende Finanzmittelausstattung auswirken könnte.

 

München, den 24. März 2015

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Götz, Wirtschaftsprüfer

Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Brunnthal, den 24. März 2015

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand CSO