![]() SFC Energy AGBrunnthalHalbjahresbericht Q2 2018KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
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Entwicklung Produktgeneration EFOY 3.0. |
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Weiterentwicklung der EFOY GO!. |
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Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben. |
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Konsequente Verbesserung, Weiterentwicklung und Portfolioerweiterung der Energielösungen für den industriellen Einsatz. |
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Weiterführende Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur Kostenreduzierung kommender EFOY Generationen wurden durchgeführt. |
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
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Die Prototypen der 3,8 kW Laserstromversorgung (LAPS3800), ein Teil der Laserplattform, befinden sich in den letzten Stadien vor der Zulassung. Die Verfügbarkeit wird im dritten Quartal 2018 gegeben sein. |
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Im Februar 2016 startete die Entwicklung einer Energieversorgung für die Luftfahrtindustrie. Nach Erstellung des Konzepts, Konstruktion und Tests der Prototypen wurden diese verbessert. Kundentests wurden im Q2 2017 durchgeführt; Serienauslieferungen erfolgten ab dem Q1 2018. |
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Ende Q3 2016 begann die Entwicklung für eine 2,5 kW Stromversorgung für den Lasermarkt. Erste Prototypen wurden in Q1 2017 ausgeliefert, der zweite Prototyp wurde im 2. Halbjahr 2017 durchgeführt. Dieses Produkt befindet sich in der finalen Entwicklungsphase, die Produktfreigabe ist für Q3 2018 geplant. |
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In 2018 wurde nach Auftragserteilung die Entwicklung für eine 21 kW Laser Stromversorgung gestartet. Diese modular aufgebaute Stromversorgung integriert die High-Power-Plattform-Technologie in einer flexiblen, skalierbaren System-Lösung. |
Nach der Einschätzung des ifo Instituts1 in seiner Konjunkturprognose Sommer 2018 ist der weltwirtschaftliche Aufschwung weiter intakt. Im Winterhalbjahr 2017/18 expandierte die Weltkonjunktur kräftig, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie im Halbjahr zuvor. Das reale Bruttoinlandsprodukt der Welt legte im vierten Quartal 2017 und im ersten Quartal um 0,8 % resp. 0,9 % im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal zu. Dabei waren jedoch die ersten drei Monate 2018 gekennzeichnet von einer temporären Schwäche der Industrieproduktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Zur Entwicklung beigetragen haben dürften auch das zum Teil schlechte Wetter und die Ungewissheit über weitere Handelseinschränkungen der USA in der Zukunft. Zusätzlich sieht das Institut in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften Anzeichen dafür, dass Unternehmen aufgrund eines zunehmenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften und technischen Kapazitäten immer größere Schwierigkeiten haben, ihre Produktion zu steigern. Zwar entwickelte sich der Welthandel im Winterhalbjahr 2017/18 insgesamt weiter sehr positiv. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften jedoch stagnierte er, wozu auch die Zollankündigungen der USA auf Stahl und Aluminium beigetragen haben dürften. Davon unbeeinflusst blieb der Warenverkehr in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Er legte sehr kräftig zu. Auch die Investitionstätigkeit in den OECD-Ländern beschleunigte sich.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)2 expandierte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2018 mit einem Zuwachs von lediglich 0,3 % gegenüber dem Vorquartal vorübergehend etwas weniger dynamisch. Auch im zweiten Quartal kam es noch nicht zur erhofften Belebung, da die Außen- und Handelspolitik der USA sowie die Regierungsbildung in Italien Unsicherheit und Risiken für die weitere Entwicklung verschärften. Die Experten beobachten als Folge eine zunehmende Investitionszurückhaltung der deutschen Wirtschaft. Im Gegensatz zur exportorientierten Industrie blieb der binnenwirtschaftliche Auftrieb jedoch stabil. Der Auslastungsgrad der Industrie ist weiter hoch und befindet sich nur knapp unterhalb historischer Höchstmarken. Der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat sich verschärft, mit der Folge eines deutlich verlangsamten Beschäftigungsaufbaus bei gleichzeitig weit überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Lohnanstiegen. Auch die Inflationsrate stieg zuletzt deutlich an.
1
ifo Konjunkturprognose Sommer 2018, "Gewitterwolken am deutschen Konjunkturhimmel",
16. Juni 2018
2
BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik,
Ausgabe 7/2018, 5. Juli 2018
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig
ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits-
und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet.
Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der sechstgrößte Gas- und Rohölproduzent der Welt und größter Erdöl- und Erdgaslieferant der USA. Das Land verfügt nach Aussagen des Industrieverbands Canadian Association of Petroleum Producers CAPP3 über geschätzte 170 Mrd. Barrel Rohölreserven, davon 164 Mrd. in den kanadischen Ölsanden, und damit über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt.4 Die Produktion übersteigt den kanadischen Inlandsverbrauch, ca. 99 % der kanadischen Exporte gehen in die USA (2017: 3,4 Mio. B/T). Damit sind die USA sowohl der größte Kunde als auch der größte Wettbewerber der kanadischen Öl- und Gasindustrie. Kanada hat die strengste Umweltgesetzgebung aller US-Lieferanten. Im Bereich Ölsandförderung ist das Land Technologieführer mit 900 eigenen Technologien im Wert von über 1,3 Mrd. CAD. Die kanadische Öl- und Erdgasindustrie ist der größte Privatsektorinvestor des Landes mit einer Investitionssumme von 44 Mrd. CAD im Jahr 2017. 2014 hatte diese Zahl noch bei 81 Mrd. CAD gelegen.
Im Jahr 2017 produzierte die kanadische Öl- und Gasindustrie insgesamt 4,2 Mio. Barrel
pro Tag (B/T) Rohöl.
Bis 2035 soll die Produktion nach Aussagen der CAPP auf 5,8 Mio. B/T steigen. In ihrem
Crude Oil Forecast vom Juni 2018 geht die CAPP mit der kanadischen Öl- und Erdgasindustrie
streng ins Gericht: Sie macht den nun bereits seit vier Jahren anhaltenden Investitionsstau
in allen Bereichen, insbesondere im Pipeline bau wie auch in der Ölsandförderung,
für den Verlust des Wettbewerbsvorsprungs gegenüber den USA verantwortlich und fordert
höhere Investitionen in Technologie und Infrastrukturen, um den geplanten Förderanstieg
auch realisieren zu können.
3
Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, "June 2018 Crude Oil Forecasts,
Markets and Transportation Report", 16. Juni 2018
4
Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, "Canada's Oil and Natural Gas Industry
Energy tomorrow", November 2017
5
eia U. S. Energy Information Administration, "Short Term Energy Outlook", 10. Juli
2018
Im Juni 2018 lagen nach Angaben der U. S. Energy Information Administration eia6 die Preise für Rohöl der Sorte Brent im Durchschnitt bei 74 USD/Barrel (B) und damit um fast 3 USD/B unter dem Vormonat. Zum Jahresende 2017 hatte der Preis noch 60 USD/B betragen. Für die zweite Hälfte 2018 erwartet die Behörde Brent-Preise von durchschnittlich 73 USD/B, für 2019 von durchschnittlich 69 USD/B. Der West Texas Intermediate (WTI) Rohölpreis soll in der zweiten Hälfte 2018 im Durchschnitt 6 USD/B und in 2019 7 USD/B unter Brent liegen.
Nach Angaben der International Energy Agency IEA7 stieg im ersten Quartal 2018 die weltweite Nachfrage um über 2 Mio. Barrel pro Tag (B/T) an, gefördert durch den kalten Winter. Im zweiten Quartal 2018 verlangsamte sich diese Dynamik, auch aufgrund der steigenden Ölpreise, auf einen Anstieg von nur noch 0,9 Mio. B/T. Damit liegt der Zuwachs im ersten Halbjahr 2018 bei durchschnittlich 1,5 Mio. B/T, für die zweite Hälfte wird eine weitere Verlangsamung des Nachfrageanstiegs auf 1,3 Mio. B/T erwartet. 2019 soll die Nachfrage im ersten Halbjahr um nahezu 1,2 Mio. B/T, im zweiten um 1,6 Mio. B/T wachsen.
Im Mai lag nach Angaben der IEA8 die weltweite Rohöl-Liefermenge bei 98,7 Mio. B/T, wozu der große Anstieg der Lieferungen aus den Nicht-OPEC-Staaten von 2,2 Mio. B/T gegenüber Vorjahr entscheidend beitrug. Nicht-OPEC-Liefermengen sollen weiter ansteigen. Auch OPEC-Lieferungen nahmen zu. Höhere Liefermengen aus Saudi-Arabien, Irak und Algerien glichen dabei Rückgänge in Nigeria und Venezuela aus. Die OECD-Lagerbestände sanken im April weiter um 3,1 Mio. Barrel auf ein neues Dreijahrestief von 2.809 Mio. Barrel.
Nach Angaben der Strategieberatung E4tech9 in ihrem "Fuel Cell Industry Report 2017" wächst die internationale Brennstoffzellenindustrie weiter. 2017 wurden nach den Berechnungen der Experten 30 % mehr Brennstoffzellen verkauft als noch im Jahr zuvor. Das entspricht insgesamt einem Zuwachs von nahezu 10.000 Brennstoffzellen. Am stärksten schlägt der Anstieg in der Fahrzeugindustrie zu Buche, wo verstärkt in Elektromobilität investiert wird. Stationäre Brennstoffzellen verharrten auf Vorjahresniveau, vor allem bedingt durch wirtschaftliche Probleme bei zahlreichen Herstellern. Nach Einschätzung der Experten bleibt dies nach wie vor die größte Herausforderung der Industrie.
Insgesamt stieg der Anteil von Brennstoffzellen am Energiemix im Jahr 2017 weltweit
um 30 % auf 670 MW. Die stärksten Impulse kamen aus Asien, das für fast 80 % dieses
Anstiegs verantwortlich ist. Erstmalig kommentieren die Experten in ihrem Bericht
die Einsatzmöglichkeiten von Brennstoffzellen in Verteidigungsanwendungen. Dieser
Markt soll zukünftig wichtiger werden. Wachstumschancen erwarten die Experten zudem
für kleinere Brennstoffzellensysteme, wie SFC Energy sie vertreibt, in portablen und
mobilen Privat- und Sicherheitsanwendungen. Für 2018 sieht die Strategieberatung gute
strategische und finanzielle Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Marktes,
vorausgesetzt die Förderbedingungen bleiben gut.
In ihrem Brennstoffzellen Branchenführer10 sieht die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen mit dem Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Nationalen Innovationsprogramms, dem Bekenntnis zur Stärkung der Wasserstofftechnologie und der Sektorkopplung sowie der Beschleunigung der Energiewende im Wärmesektor und zur Modernisierung der Kraft-Wärme-Kopplung gute Voraussetzungen für schnelles Wachstum. Der Heimatmarkt für Brennstoffzellen soll bis zum Jahr 2022 nach Vorhersagen der VDMA € 2,6 Mrd. erreichen. Während der globale Brennstoffzellenmarkt über viele Jahre von stationären Anwendungen geprägt war, sieht die Organisation aktuell einen Trend für Brennstoffzellen in Transportanwendungen entstehen.
6
ebenda
7
International Energy Agency, "Oil Market Report July 2018", 12. Juli 2018
8
International Energy Agency, "Oil Market Report June 2018", 13. Juni 2018
9
E4tech, "The Fuel Cell Industry Review 2017", Dezember 2017
10
VDMA, Brennstoffzellen Branchenführer Deutschland 2018: Gute Position deutscher Hersteller
im wachsenden Weltmarkt, 25. April 2018
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig
ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische
Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung
des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen.
In seinem Faktenblatt zur deutschen Elektroindustrie meldet der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI11 einen vorläufigen Gesamtumsatz der deutschen Industrie in Höhe von € 191,5 Mrd. im Jahr 2017. Das entspricht einer Steigerung von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr und einem Gesamtanteil von 11 % an der deutschen Industrieproduktion und rund 3 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Mit 874.000 Beschäftigten ist die Industriebranche die zweitgrößte in Deutschland, 96.000 Menschen sind in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Das Produktportfolio setzt sich aus 78 % Industriegütern (z. B. Automation, Energie- und Medizintechnik), 12 % Vorleistungsgütern (Halbleiter) und 10 % Gebrauchsgütern (Elektrohaushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Licht) zusammen. 2017 investierte die Branche € 6,2 Mrd., € 17.2 Mrd. gingen in Forschung und Entwicklung.
In seiner "Trendanalyse Mikroelektronik bis 2022"12 sieht der ZVEI weiterhin ein langjähriges Wachstumspotenzial im einstelligen Prozentbereich für Mikroelektronik, mit China als größtem regionalen Markt. Der für SFC Energy relevante Untermarkt "Elektromechanische Bauteile" im Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) soll weiter zwischen 1 und 2 % wachsen. Die vornehmlich mittelständisch geprägte Industrie agiert nach Angaben ihres Verbands hier zunehmend erfolgreich in einem immer stärker globalisierten Markt.
11
ZVEI, Die deutsche Elektroindustrie - Daten, Zahlen und Fakten, 20. Juni 2018
12
ZVEI, Mikroelektronik Trendanalyse bis 2022, 1 2. April 2018
Nachdem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Ende vergangenen Jahres die Einrichtung
des Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) ab 2021 beschlossen und die Ständige Strukturierte
Zusammenarbeit (PESCO) begonnen hatten, kündigte im Mai 2018 die Europäische Kommission
erstmalig in der Geschichte die Bereitstellung erheblicher Mittel für Verteidigungszwecke
an. Dies stellt eine willkommene Ergänzung der nationalen Verteidigungsbemühungen
der einzelnen europäischen Staaten dar, wenngleich Experten auch weiterhin noch erhebliche
Fortschritte in der Definition gemeinsamer strategischer und militärischer Erfordernisse
zwischen den Staaten fordern. Von 2021 bis 2027 sollen im EDF insgesamt € 13 Mrd.
für Verteidigungs- und Sicherheitsaufgaben bereitgestellt werden.
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | |
| €bn | 1.5 | 1.5 | 1.5 | 1.6 | 1.9 | 2.2 |
| US$ | 1.9 | 1.9 | 1.9 | 2.1 | 2.5 | 2.8 |
| 2027 | Total 2021 - 27 | |
| €bn | 2.8 | 13.0 |
| US$ | 3.6 | 16.8 |
Quelle: IISS - Military Balance Blog13
Zusätzlich werden € 6,5 Mrd. für Militärische Mobilität ausgewiesen. Dies soll die
wachsende Herausforderung eines effizienteren Land-, See- und Lufttransports militärischer
Kräfte und Mittel zur schnellen Vor-Ort-Stationierung und verbesserten Abschreckung
adressieren. Trotz ihres fortgesetzten Streits über die Höhe der Verteidigungsausgaben
einigten sich im Juli 2018 die Mitgliedsstaaten der Nato bei ihrem Gipfeltreffen in
Brüssel auf eine gemeinsame Erklärung. Die 29 Nato-Staaten bekräftigten nochmals ihr
"uneingeschränktes Bekenntnis" zum sogenannten Zweiprozentziel aus dem Jahr 2014.
Deutschland liegt trotz deutlich steigender Verteidigungsausgaben derzeit bei etwa
1,24 %. Deutschland sieht sich damit auf einem guten Weg in Richtung 2 %: 2014 hatte
die deutsche Quote 2014 noch bei nur 1,18 % gelegen. 2024 soll die deutsche Quote
1,5 % erreichen.
In seinem Jahrbuch 201814 beziffert das SIPRI-Friedensforschungsinstitut die Weltmilitärausgaben 2017 auf 1.739 Mrd. USD, ein leichter Anstieg von 1,1 % gegenüber 2016. Damit haben die Ausgaben nach Angaben des Instituts einen Höchststand seit Ende des Kalten Krieges erreicht und entsprechen 2,2 % des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 230 USD pro Weltbürger. In den USA gingen die Militärausgaben bereits zum siebten Mal in Folge zurück und fielen um 0,2 % auf 610 Mrd. USD, das entspricht 3,1 % des BIP des Landes. Dennoch bleiben die Militärausgaben der USA nach wie vor die höchsten der Welt. In Asien stiegen die Militärausgaben bereits im 23. Jahr in Folge, um 4,1 %. China rangiert mit Ausgaben in Höhe von 228 Mrd. USD und einer Steigerung von 5,6 % gegenüber 2016 nun auf dem zweiten Platz der Liste der Länder mit den höchsten Militärausgaben, gefolgt von Saudi-Arabien mit einer Steigerung der Militärausgaben von 9,3 % auf 69,4 Mrd. USD und Russland, wo die Ausgaben um 20 % auf nunmehr 66,3 Mrd. USD zurückgingen. Indien liegt mit einer Steigerung von 5,5 % auf 63,9 Mrd. USD auf dem fünften Platz. Westeuropa steigerte seine Ausgaben im dritten Jahr in Folge um 1,7 % gegenüber 2016.
13
IISS: "The Military Balance Blog", 17. Juni 2018
14
SIPRI Yearbook 2018 - Armaments, Disarmament and International Security, 22. Juli
2018
In seiner Studie "The Military Balance 2018"16 warnt das International Institute for Strategic Studies IISS eindringlich vor dem Verlust der Technologieführerschaft der westlichen Länder. Länder wie China und Russland entwickeln immer schnellere, präzisere und technologisch anspruchsvollere Verteidigungssysteme. Wichtige Technologien werden auch für andere Staaten immer erschwinglicher. Cyberwerkzeuge wie Künstliche Intelligenz, moderne Sensorsysteme und maschinelle Lernverfahren werden zukünftig entscheidend sein für schnelle und gute Entscheidungen an den militärischen, wirtschaftlichen und politischen Schnittstellen. Parallel müssen funktionierende Antworten gegen terroristische Bedrohungen geschaffen werden. Dies beschränkt sich nicht nur auf stärkeren physischen Schutz und bessere Waffen, sondern auch auf neue Ansätze der kooperativen Zusammenarbeit. Insgesamt werden Technologie und Mobilität in den kommenden Jahren für die Verteidigungsindustrie eine immer bedeutsamere Rolle spielen.
15
ebenda
16
IISS: "The Military Balance 2018", 14. Februar 2018
Auch 2018 bleibt die Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbands Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD)17 weiterhin auf Rekordkurs. Der europäische Dachverband European Caravaning Federation ECF meldete im Juni für das erste Halbjahr 2018 erneut ein zweistelliges Wachstum der europäischen Absatzzahlen für Freizeitfahrzeuge und eine hervorragende Stimmung der Marktteilnehmer. Der ECF-Verband prognostiziert für die europäische Freizeitfahrzeugindustrie 2018 eine Wachstumsrate von 6 %. Damit sollte eine Gesamtzulassung von 200.000 Fahrzeugen auf europäischer Ebene erreichbar sein. Der Wachstumstreiber der Branche, das Reisemobilsegment, soll nach Angaben des Verbands mit 121.000 Einheiten weiter zweistellig wachsen. Für Caravans wird eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau erwartet. Belastungen erwartet der Verband jedoch durch den drastischen Rückgang von 11 % im zulassungsstärksten Markt Großbritannien. Hier scheint sich die schlechte Konsumentenstimmung infolge des Austritts aus der europäischen Union nun vollends auf das konjunktursensitive Segment im Vereinigten Königreich auszuwirken.
Deutschland lieferte nach Angaben des CIVD18 auch im ersten Halbjahr 2018 erneut Rekordergebnisse. Insbesondere das Reisemobil-Segment erreichte neue Meilensteine: In den ersten sechs Monaten 2018 wuchsen hier die Neuzulassungen um 14,4 % auf fast 31.000 Einheiten. Das Caravan-Segment hält das Vorjahresniveau mit über 2.800 Einheiten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der sehr positiven Kaufstimmung der Endkunden rechnet der Verband damit, dass in diesem Jahr in Deutschland etwa 23.500 Caravans und 45.000 Reisemobile neu zugelassen werden, insgesamt also über 68.500 Freizeitfahrzeuge. 2017 waren insgesamt 63.264 Reisemobile und Caravans neu registriert worden.
Eine im Auftrag des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) von IBI Plus erstellte Marktstudie zum Freizeitbootmarkt19 sieht die Branche auf einem stabilen Wachstumskurs in Übereinstimmung mit der generellen Konjunkturentwicklung. Insbesondere die starken US- und europäischen Freizeitbootmärkte, wo die umfassendste Kundenbasis und die größten Hersteller zuhause sind, sollen davon profitieren. Begleitet wird diese Entwicklung von einer Rückkehr des Verbrauchervertrauens und wiedererwachter Ausgabebereitschaft. Die Finanzkrise mit ihren Restrukturierungen sehen die Experten überwunden, die Hersteller sind wieder gut aufgestellt und haben ihre Wettbewerbsposition gestärkt. Dabei ist die Branche jedoch großen Veränderungen unterworfen. Zum einen nimmt die Klientel der wohlhabenden älteren Bootseigner ab, viele junge Leute mieten lieber, als zu kaufen. Statt langer Reisen an Bord werden immer häufiger kürzere Wochenend- oder Tagesturns gemacht. Moderne Konnektivität und Funktionalität mit elektronischer Unterstützung sind in der Branche nicht mehr wegzudenken. Für die Hersteller werden Service-Aspekte immer wichtiger, die Kundenbindung nach dem Kauf hat völlig neue Risiken und Chancen hervorgebracht. Völlig neue Servicemodelle entstehen für Menschen, die Boote nutzen, aber nicht kaufen möchte. Zudem hat das Thema Umweltverantwortung in der Freizeitbootbranche einen enormen Stellenwert erlangt: Viele Boote werden bereits mit Hybridmotoren angetrieben, alternative Antriebe sind gesucht. Materialien müssen umweltfreundlicher, leichter und funktionaler sein. Durch diese Trends wächst nach Angaben der Experten auch der Bereich "Ausrüstung und Zubehör", der für die Brennstoffzellenprodukte von SFC Energy relevant ist. Hier sind insbesondere innovative, funktionale und umweltfreundliche Produkte nachgefragt.
17
CIVD, Presse-Information, "ECF diskutiert Trends", 8. Juni 2018
18
CIVD, Presse-Information, "Konjunkturverlangsamung auf Normalmaß", 5. Juli 2018
19
IBI Plus, on commission by Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemeldung,
"Key developments in major recreational boat markets", März 2018
Am 24. Januar 2018 hat ein Investor seine Wandelanleihe in Höhe von € 550.000 in 90.156
auf den Inhaber lautende Stückaktien gewandelt, so dass das nach dieser Wandlung das
gezeichnete Kapital € 9.749.612 eingeteilt in 9.749.612 auf den Inhaber lautende Stückaktien
lautete.
Weiterhin hat SFC aus der am 15. Juni 2018 beschlossenen Kapitalerhöhung im Rahmen
eines Privatplatzierungsverfahrens insgesamt 500.000 Stück neue Aktien bei institutionellen
Investoren platziert. Der Platzierungspreis war auf € 8,44 je neuer Aktie festgelegt
worden. Das Grundkapital wurde von € 9.749.612,00 sodann auf € 10.249.612,00 erhöht.
Aus der Kapitalerhöhung floss SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 4,22 Mio.
zu.
Mit Vereinbarung vom 15. Juni 2018 wurde für die festverzinsliche Inhaberschuldverschreibung
mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) in Höhe von € 5 Mio. der stufenweise
Tilgungsplan um ein Jahr verlängert mit nunmehriger Endfälligkeit zum 31. Dezember
2019. Die Schuldverschreibung valutiert zum Stichtag 30. Juni 2018 mit € 3,8 Mio.
Im ersten Halbjahr 2018 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz
von T€ 30.860. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 26.306) entspricht dies einer Verbesserung
von 17,3 %.
Alle drei Konzerngesellschaften konnten einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert
erzielen sowohl auf Halbjahres- als auch auf Quartalsebene.
SFC erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von T€ 10.379. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum
mit T€ 6.992 bedeutet dies eine Steigerung von 48,4 %. Obwohl die Umsatzsteigerung
weitestgehend auf das starke erste Quartal 2018 mit dem Großauftrag der Bundeswehr
zurückzuführen ist, konnte auch im zweiten Quartal 2018 bei SFC eine Umsatzsteigerung
von 12,1 % im Vergleich zum Vorjahreswert von T€ 3.301 auf nunmehr T€ 3.699 erreicht
werden.
PBF lag mit einem Umsatz von T€ 8.310 im ersten Halbjahr 2018 mit 8,6 % über dem Vorjahreswert
von T€ 7.650. Im zweiten Quartal 2018 erzielte PBF einen Umsatz von T€ 4.395 (Vorjahreszeitraum
T€ 4.025). Das zweite Quartal 2018 war das umsatzstärkste Quartal seitdem PBF Teil
des SFC Konzerns ist.
Simark erreichte im Berichtszeitraum einen Umsatz von T€ 12.172 was einem Anstieg
von 4,1 % entspricht. Im Vorjahreszeitraum waren T€ 11.687 zu verzeichnen. Auf Basis
von CAD wurde hier ein Umsatzanstieg von 11,2 % erreicht. Im zweiten Quartal 2018
erzielte Simark einen Umsatz von T€ 6.009 (Vorjahreszeitraum T€ 5.869).
Auch im Bereich der Ergebniszahlen konnte als nächster Schritt eine weitere Verbesserung
erreicht werden. Bereinigtes EBIT und bereinigtes EBITDA lagen zum Halbjahr 2018 jeweils
um mehr als € 2 Mio. über den Vorjahreswerten. Damit wurde der Grundstein für die
nachhaltige Verbesserung der Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2018 gelegt.
Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von minus T€ 1.521 auf
plus T€ 497 im ersten Halbjahr 2018. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im ersten
Halbjahr 2018 Sondereffekte in Höhe von T€ 1.074 resultierend aus Personalmaßnahmen
bei PBF (T€ 395) und Aufwand in Zusammenhang mit dem SAR Programm (T€ 679) zu verzeichnen
waren. Sondereffekte aus der Akquisition von Simark waren nicht mehr zu verzeichnen.
Die Sondereffekte im Vorjahr betrugen T€ 534.
Ohne diese Sondereffekte beträgt das bereinigte EBIT für das erste Halbjahr 2018 plus
T€ 1.571, der Vorjahreszeitwert lag bei minus T€ 988.
Im zweiten Quartal 2018 verbesserte sich das EBIT von minus T€ 705 im Vorjahr auf
minus T€ 208.
Im ersten Halbjahr 2018 war ein positives EBITDA in Höhe von T€ 1.057 zu registrieren,
nach minus T€ 546 im ersten Halbjahr 2017. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich
im Berichtszeitraum von minus T€ 369 auf plus T€ 2.131.
Für das zweite Quartal 2018 war ein EBITDA von plus T€ 84 zu verzeichnen, während
im Vorjahreszeitraum das EBITDA mit T€ 213 negativ war.
Die Überleitung auf das bereinigte EBIT und EBITDA und die Verteilung der Sondereffekte
auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich insgesamt wie folgt dar:
| in T€ | ||
| EBIT | EBITDA | |
| Ergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung | 497 | 1.057 |
| Restrukturierungsaufwendungen | ||
| Restrukturierungskosten | 395 | 395 |
| Vertriebskosten | ||
| Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand | 379 | 379 |
| Verwaltungskosten | ||
| Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand | 300 | 300 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | 1.571 | 2.131 |
Die Umsatzsegmentierung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018 bzw.
das zweite Quartal stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||||
| Segment | 2018 | 2017 | Veränd. in % | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
| Oil & Gas | 12.172 | 11.687 | 4,1 % | 6.009 | 5.869 | 2,4 % |
| Industry | 8.310 | 7.626 | 9,0 % | 4.395 | 4.024 | 9,2 % |
| Defense & Security | 5.647 | 1.425 | 296,3 % | 1.319 | 942 | 40,0 % |
| Clean Energy & Mobility | 4.732 | 5.568 | - 15,0 % | 2.380 | 2.359 | 0,9 % |
| Summe | 30.860 | 26.306 | 17,3 % | 14.102 | 13.194 | 6,9 % |
Das Segment "Oil & Gas" umfasst ausschließlich die Umsätze, die durch Simark erzielt
wurden. Simark führt seine Transaktionen nahezu ausschließlich in CAD durch. Der Umsatz
wurde dabei mit dem Vertrieb und der Integration von Produkten für den Öl & Gas-Markt
in Nordamerika erzielt. Auf Basis von CAD konnte der Umsatz von 16,9 Mio. auf 18,8
Mio. gesteigert werden.
PBF erzielte ausnahmslos Umsätze im Segment "Industry". Im ersten Halbjahr 2018 beliefen
sich diese Umsätze auf T€ 8.310 (Vorjahr: T€ 7.626).
SFC erwirtschaftete seine Umsätze in den Segmenten "Defense & Security", sowie "Clean
Energy & Mobility".
Im Segment "Defense & Security" waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018
folgende wesentlichen Aufträge zu verzeichnen:
| ― |
Verteidigungsauftrag der Deutschen Bundeswehr für Bord- und abgesetzte Stromversorgung in Höhe von € 3,6 Mio. |
| ― |
Folgeauftrag für gehärtete Brennstoffzellen eines asiatischen Verteidigungskunden Dabei war ein Umsatzanstieg von T€ 1.425 auf T€ 5.647 zu verzeichnen. |
Im Segment "Clean Energy & Mobility", Markt für Sicherheit & Industrie verringerte
die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen von 683 auf 489; der Umsatz lag bei T€
2.802 und damit um 22,0 % unter dem Vorjahreswert von T€ 3.590. Hierbei ist zu berücksichtigen
dass im Vorjahr ein Großauftrag für Überwachungssysteme nach Singapur geliefert werden
konnte.
Im Freizeitmarkt war ein Rückgang von T€ 1.977 auf T€ 1.929 zu verzeichnen. Die Anzahl
der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 613 auf 589.
Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||||
| Region | 2018 | 2017 | Veränd. in % | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
| Nordamerika | 12.357 | 11.837 | 4,4 % | 6.127 | 5.937 | 3,2 % |
| Europa und Rest der Welt | 18.504 | 14.469 | 27,9 % | 7.975 | 7.257 | 9,9 % |
| Summe | 30.860 | 26.306 | 17,3 % | 14.102 | 13.194 | 6,9 % |
Die Umsätze in Nordamerika beinhalten im Wesentlichen die Umsätze von Simark im Segment
Öl & Gas. SFC war nahezu ausschließlich in der Region Europa und Rest der Welt vertreten.
Ebenso ist PBF nahezu ausschließlich in Europa und im Rest der Welt vertreten. Der
Umsatz in Europa und im Rest der Welt konnte um nahezu 28 % gesteigert werden.
Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2018 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von
T€ 10.571 oder 34,3 % erzielt. Im Vorjahr waren hingegen T€ 7.943 oder 30,2 % zu verzeichnen.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz im zweiten Quartal betrug T€ 4.664 oder 33,1 %, während
im Vorjahreszeitraum T€ 4.299 oder 32,6 % erzielt wurden.
Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich
zum Vorjahr wie folgt dar:
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||||
| Segment | 2018 | 2017 | Veränd. in % | 2018 | 2017 | Veränd. in % |
| Oil & Gas | 3.613 | 2.718 | 32,9 % | 1.809 | 1.481 | 22,1 % |
| Industry | 2.440 | 2.610 | - 6,5 % | 1.388 | 1.421 | - 2,3 % |
| Defense & Security | 2.645 | 645 | 310,1 % | 502 | 371 | 35,3 % |
| Clean Energy & Mobility | 1.874 | 1.969 | - 4,8 % | 964 | 1.024 | - 5,9 % |
| Summe | 10.571 | 7.943 | 33,1 % | 4.664 | 4.299 | 8,5 % |
Im Segment "Oil & Gas" konnte im ersten Halbjahr 2018 die Bruttomarge im Vergleich
zum Umsatz auf 29,7 % gesteigert werden.
Das Segment "Industry" wies einen Rückgang auf 29,4 % aus, was durch auslaufende Entwicklungsumsätze
sowie den weiteren Aufbau in Rumänien bedingt ist.
Die Bruttomarge im Segment "Defense & Security" war leicht verbessert mit 46,8 %;
ebenso konnte im Segment "Clean Energy & Mobility" eine Steigerung der Bruttomarge
auf 39,6 % erzielt werden.
Insgesamt wurde für den Konzern die Bruttomarge auf 34,3 % gesteigert und lag damit
4,1 % Punkte über dem Vorjahreswert von 30,2 %. Die Margensteigerung ist damit ein
wesentlicher Baustein für die Verbesserung der Ergebniszahlen.
Die Vertriebskosten erhöhten sich im Konzern um 9,5 % von T€ 4.971 auf T€ 5.444. Die
Erhöhung war in erster Linie dem gestiegenen Umsatzvolumen geschuldet.
Sondereffekte sind im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von T€ 379 (Vorjahr: T€ 410) enthalten.
Insgesamt betrugen die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz 17,6 %, während im
Vorjahreszeitraum 18,9 % zu verzeichnen waren.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten verminderten sich im ersten Halbjahr 2018 von
T€ 2.054 auf T€ 1.695. Im Verhältnis zum Umsatz verringerten sich die F&E-Kosten aufgrund
des umfassenden Umsatzanstieges aber auch aufgrund erforderlicher Aktivierungen auf
5,5 % (Vorjahr: 7,8 %).
Im ersten Halbjahr 2018 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 633 (Vorjahr:
T€ 178) aktiviert. Dabei ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen
Entwicklungskosten unter den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten
mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten
im ersten Halbjahr 2018 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte
sowie der aktivierten Entwicklungskosten auf T€ 2.730, dieser Wert liegt über dem
Vorjahreswert von T€ 2.511.
Für SFC war in diesem Bereich eine Verringerung von T€ 782 (11,2 % des SFC-Umsatzes)
auf T€ 502 (4,8 % des SFC-Umsatzes) zu verzeichnen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 1.092 (Vorjahr:
T€ 1.161) oder 13,1 % des PBF-Umsatzes (Vorjahr: 15,2 %).
Die Allgemeinen Verwaltungskosten lagen in den ersten sechs Monaten 2018 mit T€ 2.726
um 9,7 % höher als im Vorjahr mit T€ 2.485. Ohne Sondereffekte waren die Verwaltungskosten
nur um 2,8 % über Vorjahresniveau.
Für den gesamten Konzern verringerte sich die Quote auf 8,8 % im Verhältnis zum Umsatz
(Vorjahr: 9,4 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 333 (Vorjahr: T€ 197) beinhalten
als größte Position Versicherungserstattungen mit T€ 223 sowie Erträge aus Kursdifferenzen
mit T€ 84.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 148 (Vorjahr: T€ 150) beinhalten
ausschließlich Aufwendungen aus Kursdifferenzen.
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von T€ 395 (Vorjahr: T€ 0) beinhalten ausschließlich
Kosten in Zusammenhang mit dem Abbau von Arbeitsplätzen bedingt durch Produktionsverlagerung
nach Cluj/Rumänien.
Das EBIT des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2018 von minus T€ 1.521
auf plus T€ 497. Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 5,8 %
auf plus 1,6 %.
Das um die eingangs erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug im ersten Halbjahr
2018 plus T€ 1.571 (Vorjahr: minus T€ 988) oder plus 5,1 % vom Umsatz.
Das EBIT im zweiten Quartal 2018 veränderte sich auf minus T€ 208 nach minus T€ 705
im zweiten Quartal 2017.
Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 546 auf plus T€
1.057. Das EBITDA in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 2,1 % auf plus
3,4 %.
Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug im ersten Halbjahr
plus T€ 2.131 (Vorjahr: minus T€ 369) oder 6,9 % vom Umsatz.
Das EBITDA im zweiten Quartal 2018 verbesserte sich auf plus T€ 84 nach minus T€ 213
im zweiten Quartal 2017.
Die Zinsen und ähnliche Erträge haben sich bedingt durch das Zinsniveau nur auf unwesentlichem
Niveau ergeben, bzw. lagen weiterhin bei nahezu Null.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen T€ 403 (Vorjahr: T€ 452) und beinhalten
zum überwiegenden Teil Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und für Darlehen. Die Zinsaufwendungen konnten wegen der positiven Geschäfts- und
Liquiditätsentwicklung verringert werden.
Das Ergebnis nach Steuern für das erste Halbjahr verbesserte sich von minus T€ 1.825
im Vorjahreszeitraum auf ein Ergebnis von minus T€ 149.
Im zweiten Quartal betrug das Ergebnis nach Steuern minus T€ 475, im Vorjahreszeitraum
minus T€ 834.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS war im ersten Halbjahr 2018 negativ mit € 0,02 (verwässert
und unverwässert) (Vorjahr: minus € 0,20 verwässert und unverwässert).
Im ersten Halbjahr 2018 waren Auftragseingänge in Höhe von T€ 28.046 zu verzeichnen.
Im Vorjahreszeitraum belief sich dieser Wert auf T€ 25.726.
Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2018 belief sich auf T€ 15.815 (Vorjahr: T€ 16.249).
Davon entfielen auf die Segmente "Oil & Gas" T€ 2.848, "Industry" T€ 9.729, "Defense
& Security" T€ 2.997 und "Clean Energy & Mobility" T€ 241.
In den ersten sechs Monaten 2018 wurden T€ 633 (Vorjahr: T€ 178) für die Weiterentwicklung
der Produkte von PBF und SFC aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen
für Betriebsausstattung und technisches Equipment mit T€ 377 vorgenommen. Insgesamt
beliefen sich die Investitionen im Berichtszeitraum auf T€ 1.016 (Vorjahr: T€ 365).
Im ersten Halbjahr 2018 war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 2.895 zu verzeichnen.
Im Vorjahreszeitraum lag noch ein Mittelabfluss von T€ 736 vor.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per Ende Juni 2018
beliefen sich auf T€ 7.303 und lagen aufgrund des Ergebnisses und der Kapitalmaßnahmen
in 2018 über dem Stand Ende Juni 2017 in Höhe von T€ 1.020.
Aufgrund des Ergebnisses im ersten Halbjahr 2018 war ein Mittelzufluss aus der betrieblichen
Tätigkeit mit T€ 1.200 zu verzeichnen (Vorjahr: Mittelabfluss T€ 1.135).
Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von
T€ 1.009 (Vorjahr: T€ 366) ab.
Aus Finanzierungstätigkeit sind dem Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2018 insgesamt
Mittel in Höhe von T€ 2.704 zugeflossen. Erwähnenswert ist die Einzahlung aus der
Kapitalerhöhung mit T€ 4.220 sowie die Tilgung von Darlehen mit T€ 1.509.
Die Vermögenslage und die Bilanzrelationen haben sich im ersten Halbjahr 2018 wie
folgt verbessert.
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2018 hat sich mit T€ 38.979 gegenüber dem 31. Dezember
2017 mit 34.534 um 12,9 % erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 40,2 % auf
46,5 %.
Der Gesamtbetrag der Vorräte und der Leistungsforderungen abzüglich der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen blieb gegenüber dem 31. Dezember 2017 in gleicher Höhe.
Trotz erhöhten Geschäftsvolumens konnte also das Working Capital zum 30. Juni 2018
nahezu konstant gehalten werden.
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert
von Simark in Höhe von T€ 6.762 (Vorjahr: T€ 7.048) sowie PBF unverändert in Höhe
von T€ 1.179 (Vorjahr: T€ 1.179), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang
mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 116) und PBF in Höhe von T€
249 (Vorjahr: T€ 511) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.625 (Vorjahr:
T€ 1.761). Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang
mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf wechselkursbedingte Änderungen sowie die
planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen und der Technologie zurückzuführen.
Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden in den ersten sechs Monaten 2018 T€
633 aktiviert und T€ 199 abgeschrieben.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von T€ 12.684 auf T€ 13.115. Gleichwohl
verringerte sich der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme aufgrund
der gestiegenen Bilanzsumme von 36,7 % auf 33,6 %. Dabei ist zu beachten, dass die
Firmengebäude langfristig angemietet wurden und gemäß IFRS nicht bei langfristigen
Vermögenswerten erscheinen. Die Änderung hierzu gemäß IFRS 16 wird ab dem 1. Januar
2019 greifen.
Die Schulden haben sich von T€ 20.639 auf T€ 20.844 erhöht. Wesentliche Position waren
hierbei die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 6.230.
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 53,5 % (31. Dezember
2017: 59,8 %).
Durch Kapitalmaßnahmen erhöhte sich das Eigenkapital zum 30. Juni 2018 auf T€ 18.135
im Vergleich zum 31. Dezember 2017 in Höhe von T€ 13.895. Das Gezeichnete Kapital
beläuft sich nunmehr aus T€ 10.250.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 30. Juni 2018 stellt sich wie folgt
dar:
| SFC Gruppe | 30.06.2018 | 30.06.2017 | Veränderung |
| Vorstand | 3 | 3 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 51 | 46 | 5 |
| Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement | 109 | 99 | 10 |
| Vertrieb und Marketing | 73 | 75 | - 2 |
| Verwaltung | 29 | 27 | 2 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 265 | 250 | 15 |
Der Konzern hat zum 30. Juni 2018 insgesamt 7 (Vorjahr: 5) Werkstudenten, Diplomanden
und Praktikanten beschäftigt. Von den Festangestellten Mitarbeitern entfielen 77 (Vorjahr:
74) auf SFC, 119 (Vorjahr: 110) auf PBF und 69 (Vorjahr: 66) auf Simark. Der Anstieg
bei PBF ist auf den Ausbau der Produktion in Rumänien zurückzuführen.
Die Chancen für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung gegenüber dem Jahresbericht
2017 nicht verändert.
Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand
ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente
zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden
systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.
Die sonstigen wesentlichen Risiken für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung
gegenüber dem Jahresbericht 2017 mit Ausnahme der nachfolgend angeführten Risiken
nicht verändert:
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten
wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen
sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und
PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Oil & Gas sowie Industry.
In seiner Sommerprognose 2018 sieht das ifo Institut20 die Weltwirtschaft im Sommerhalbjahr 2018 weiter dynamisch wachsen, sogar etwas stärker als im ersten Quartal 2018. Trotz einer Verschlechterung des ifo-Weltwirtschaftsklimas im zweiten Quartal 2018 beurteilen die Experten die Lage insgesamt weiter in etwa unverändert gegenüber dem Vorquartal und damit deutlich über ihrer Lageeinschätzung im Schlussquartal 2017. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird hingegen eine Verschlechterung der Konjunkturentwicklung erwartet. Im weiteren Verlauf prognostizieren die Experten insgesamt eine Fortsetzung der Dynamik der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Produktion, jedoch abgeschwächt gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür sind eine zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und eine restriktivere Geldpolitik in China. Die US-amerikanische Steuerreform dürfte die Investitionen in den USA und in geringerem Maße auch den Konsum der privaten US-Haushalte stimulieren. Jedoch könnte andererseits diese Steuerpolitik sowie die sich abzeichnende Verschärfung protektionistischer Maßnahmen der US-Regierung zur Abschwächung der Investitionstätigkeiten insbesondere in Europa führen, da multinationale Unternehmen ihre globalen Produktionsketten überdenken und Teile ihrer Produktion in die USA verlegen könnten. Zuletzt wird erwartet, dass die gestiegenen Rohölpreise in den ölexportierenden Ländern die Dynamik beflügeln. Insgesamt soll das Bruttoinlandsprodukt der Welt in diesem und im kommenden Jahr mit 3,3 % resp. 3,1 % etwas schwächer wachsen als im Jahr 2017.
Für das deutsche Bruttoinlandsprodukts 2018 rechnet das ifo Institut mit einem reduzierten
Anstieg in Höhe von nur 1,4 % (kalenderbereinigt 2,5 %) und damit einer spürbaren
Verlangsamung der konjunkturellen Dynamik im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Aufgrund
des starken Schlussquartals 2017 und des damit verbundenen hohen statistischen Überhangs
von 1,0 % dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2018 preisbereinigt um 1,8 % steigen. Für
2019 erwarten die Experten mit einem Anstieg um 1,8 % eine Expansion im gleichen Ausmaß
wie in diesem Jahr, jedoch bei wieder zunehmender konjunktureller Grunddynamik. Chancen
jedoch auch Risiken sehen die Experten für die deutsche Konjunktur in der Wirtschaftspolitik
der neuen Bundesregierung, bei der die konkrete Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen
nur mit hoher Unsicherheit vorausgesagt werden kann.
20
ifo Konjunkturprognose Sommer 2018, "Gewitterwolken am deutschen Konjunkturhimmel",
16. Juni 2018
In ihrer Energieprognose vom Juli 201821 geht die U. S. Energy Information Administration eia von einem Anstieg der weltweiten Nachfrage von 1,4 Mio. B/T im Jahr 2018 sowie von 1,2 Mio. B/T im ersten Halbjahr 2019 aus. Nicht-OPEC Liefermengen sollen 2019 weiter wachsen, vorrangig in den USA, obwohl auch hier Infrastruktur- und Logistikzwänge als Einschränkungen gesehen werden. Besonders stark betreffen diese, wie oben bereits ausgeführt, Kanada, wo massive Investitionen in den Pipeline-Ausbau und die Ölsandförderung für Produktionswachstum erforderlich sind.22 Die OPEC-Staaten haben in ihrer Wien-Vereinbarung einen Anstieg der Liefermengen beschlossen. Die eia sieht erste Anzeichen, dass in der Folge die Liefermengen neue Rekordhöhen erreichen können. Dies könnte den unruhigen Markt etwas stabilisieren, jedoch erwartet die eia angesichts der aktuellen Ölpreisentwicklung daraus keine sinkenden Ölpreise und befürchtet negative Auswirkungen weiter hoher Ölpreise auf Investitionsentscheidungen von Wirtschaften und Endverbrauchern, was wiederum zu Nachfragerückgängen führen könnte.
Für SFC Energy bietet insbesondere der hohe Investitions- und Innovationsbedarf der
kanadischen und auch der nordamerikanischen Öl- und Gasindustrie große Chancen: Die
von der kanadischen Tochter Simark Controls entwickelten und vertriebenen vollintegrierten
kundenspezifischen Automations- und Energielösungen sichern den zuverlässigen und
kostenattraktiven Betrieb netzferner Anlagen zu jeder Jahreszeit und auch an schwer
zugänglichen Orten. SFC Energy erwartet hier aufgrund der entscheidenden Vorteile
für die Nutzer steigende Umsatzzahlen.
Zusätzliche positive Chancen erwachsen für die SFC Gruppe auch aus den fortgesetzten
Anstrengungen der Industrie hin zu weiteren Effizienz- und Wirtschaftlichkeitssteigerungen.
Hier können SFC-Produkte erheblich zu attraktiven Betriebskostensenkungen beitragen.
Zum anderen treibt auch eine immer strenger werdende Umweltgesetzgebung in den fortgeschrittenen
Wirtschaften wie in Kanada und den USA die Entwicklung und den Einsatz neuer umweltfreundlicher
Systemlösungen voran. Hier können die emissionsarmen, effizienten Stromerzeuger der
SFC-Gruppe entscheidende Beiträge leisten.
21
EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 10. Juli 2018
22
Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, June 2018 Crude Oil Forecasts, Markets
and Transportation Report, 16. Juni 2018
23
EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 10. Juli 2018
Ein Risiko ist in den langen Projektanlaufzeiten zu sehen, da neue Technologien in
der Regel vor dem Serieneinsatz in ausführlichen Tests erprobt werden müssen.
Brennstoffzellen sind wieder stärker ins Marktinteresse gerückt. Nachdem über viele
Jahre vor allem stationäre Anwendungen im Fokus standen, werden jetzt mobile Anwendungen
immer wichtiger. Marktexperten rechnen nicht nur mit einem Wachstum im Bereich Fahrzeuge,
sondern auch im Markt für netzferne und mobile Industriesysteme, die in einer immer
stärker vernetzten und überwachten Welt stark an Bedeutung gewinnen und überall zuverlässig
mit Strom versorgt werden müssen. Jedoch bleibt nach wie vor eine große Abhängigkeit
zahlreicher Marktteilnehmer von der Gesamtwirtschaftslage und staatlichen Konjunkturprogrammen
als Risiko bestehen. Die Experten gehen dementsprechend auch davon aus, dass sich
der Markt weiter bereinigen wird und vorrangig die Unternehmen wachsen werden, die
wirtschaftlichen Erfolg nachweisen können.
Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom
verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt üblicherweise der wirtschaftlichen
Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten
spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle.
Zunehmende Automationsanforderungen und immer präziser arbeitende Hochleistungsindustrieanlagen
stellen wachsende Anforderungen an Schaltnetzteile und Stromverteiler. Damit werden
diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind in den langen Vorlaufzeiten
und dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden
zu sehen.
Experten sehen angesichts steigender Verteidigungsetats ein verstärktes Interesse
der Regierungen, sich gegen Bedrohungen unterschiedlichster Art besser zu schützen.
Dabei steht die Verteidigungsindustrie international vor entscheidenden Veränderungen:
Traditionelle, moderne und unkonventionelle Ausstattung, Technologien, Strategien
und Arbeitsweisen müssen immer stärker integriert und verbunden werden. Im Fokus stehen
hier insbesondere die Stärkung und Sicherung militärischer Agilität und Mobilität
in unterschiedlichsten Verteidigungsszenarien, sowie die Modernisierung der im Einsatz
befindlichen Technologien, um zum Teil jahrelange Investitionsstaus zu beheben und
die Wirksamkeit und den Schutz von Soldaten und Geräten im Einsatz mobil wie stationär
zu steigern und zu gewährleisten. Hier sind neue, innovative Technologien erforderlich,
vor allem neue Arten der Informationsgewinnung und -verarbeitung mit künstlicher Intelligenz
und maschinellem Lernen. Regierungen und Verteidigungsorganisationen müssen größere
Risiko- und Investitionsbereitschaft bei der Entwicklung dieser Technologien zeigen.
In diesem Zusammenhang ergeben sich für die Produkte der SFC Energy große Potenziale,
denn alle diese neuen Technologien müssen automatisiert werden und brauchen, da immer
mehr Datenerhebungen und Einsätze netzfern erfolgen, zuverlässig und unterbrechungsfrei
Strom.
Der deutsche Caravaning-Verband (CIVD) und die European Caravaning Federation (ECF) blicken weiter optimistisch in die Zukunft. Nach dem überaus erfolgreichen Rekordjahr 2017 erwarten die deutschen Hersteller von Reisemobilen und Caravans eine weitere Fortsetzung des Booms in Deutschland und Europa.24 Risiken sieht der Verband in den rückläufigen Absatzzahlen in Großbritannien infolge des Brexit. Insbesondere für das Brennstoffzellengeschäft von SFC Energy sind Chancen in der wachsenden Zahl moderner, leichterer Hochleistungsbatterien für Caravaning-Anwendungen zu sehen. Bei entsprechender Ausstattung können Reisemobile mit diesen Batterien einige Tage lang autark stehen. Dies könnte dazu führen, dass sich Reisemobilbesitzer lieber für eine Vergrößerung ihrer Batteriekapazitäten entscheiden, als für eine Brennstoffzelle.
Experten sehen die Branche weiter stabil im Aufwind. Umweltfreundlichkeit, Flexibilität
und Innovation werden Bootseignern und Bootsmietern immer wichtiger. Laut Einschätzung
der Marktexperten verschiebt sich die Eignerstruktur. Während die Zahl älterer und
wohlhabender Bootsbesitzer weiter sinkt, entstehen neue Käuferschichten, die Boote
lieber gezielt mieten oder chartern wollen. Alternative Energie sowohl im Bootsantrieb
als auch für die Versorgung der Bordgeräte gewinnt an Bedeutung. Es ist jedoch insbesondere
für die marinen Brennstoffzellenprodukte der SFC Energy zu berücksichtigen, dass die
Standard-Brennstoffzellen speziell auf größeren Yachten nicht die komplette netzferne
Stromversorgung leisten können, so dass die Anschaffung einer Brennstoffzelle häufig
eher für kleinere Boote sowie Rennyachten in Betracht gezogen wird.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen
nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch Kapitalerhöhungen
im Mai 2007 sowie im November 2014, August 2016 und Juli 2017 begegnet. Zur weiteren
Sicherung der Liquidität wurde im Dezember 2015 eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben.
Im Januar und März 2016 wurden weitere Tranchen platziert. Des Weiteren wurde im Oktober
2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben und ein Darlehen ausgereicht. Im August
2017 wurde eine Inhaberschuldverschreibung platziert und im Juni 2018 eine Kapitalerhöhung
durchgeführt. Die Liquiditätsreserven sind aufgrund der durchgeführten Finanzierung
deutlich gestiegen.
In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim
Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen
Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken
durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten
und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Die einzelnen Konzerngesellschaften kaufen die für die Produktion erforderlichen Komponenten
und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigen diese nicht selbst.
Im Bereich der Zulieferindustrie für die einzelnen Komponenten ist zum Teil mit erheblich
längeren Lieferfristen zu kämpfen, wobei dies das Geschäft erheblich erschwert und
umsatzrelevant werden kann.
24
CIVD, Presse-Information, "ECF diskutiert Trends", 8. Juni 2018
Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einem Konzernumsatz zwischen € 60
Mio. und € 64 Mio. sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem
deutlich verbesserten bereinigten EBIT. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass für die
Umsatz- und Ergebnisplanung 2018 ein Durchschnittskurs CAD/EUR von 1,50 herangezogen
wurde.
Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen"
in den Erläuterungen zum Zwischenbericht.
Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns erwartet wird.
Brunnthal, den 21. August 2018
| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | Marcus Binder |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (Industry) | Vorstand (Defense & Security) |
| in € | ||||
| 1. HJ 2018 01.01. - 30.06. | 1. HJ 2017 01.01. - 30.06. | Q2 2018 01.04. - 30.06. | Q2 2017 01.04. - 30.06. | |
| Umsatzerlöse | 30.860.467 | 26.305.852 | 14.102.413 | 13.193.833 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | - 20.289.164 | - 18.363.345 | - 9.438.604 | - 8.895.823 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 10.571.303 | 7.942.507 | 4.663.809 | 4.298.010 |
| Vertriebskosten | - 5.443.996 | - 4.971.008 | - 2.761.366 | - 2.461.508 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 1.694.712 | - 2.054.781 | - 872.851 | - 1.146.704 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 2.726.320 | - 2.485.438 | - 1.353.727 | - 1.299.653 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 333.489 | 197.058 | 124.964 | 26.222 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 148.015 | - 149.806 | - 8.646 | - 122.063 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - 394.715 | 0 | 0 | 0 |
| Betriebsergebnis | 497.034 | - 1.521.467 | - 207.817 | - 705.697 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5 | 7 | 3 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 402.929 | - 451.772 | - 183.001 | - 228.644 |
| Beteiligungsergebnis | 0 | 22.868 | 0 | 22.868 |
| Ergebnis vor Steuern | 94.110 | - 1.950.364 | - 390.815 | - 911.474 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 242.732 | 125.431 | - 84.158 | 77.472 |
| Konzernperiodenergebnis | - 148.622 | - 1.824.934 | - 474.973 | - 834.002 |
| ERGEBNIS JE AKTIE | ||||
| unverwässert | - 0,02 | - 0,20 | - 0,05 | - 0,09 |
| verwässert | - 0,02 | - 0,20 | - 0,05 | - 0,09 |
| in € | ||||
| 1. HJ 2018 01.01. - 30.06. | 1. HJ 2017 01.01. - 30.06. | Q2 2018 01.04. - 30.06. | Q2 2017 01.04. - 30.06. | |
| Konzernperiodenergebnis | - 148.622 | - 1.824.934 | - 474.973 | - 834.002 |
| Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird | ||||
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | - 127.350 | - 229.419 | 151.811 | - 187.395 |
| Summe sonstiges Ergebnis | - 127.350 | - 229.419 | 151.811 | - 187.395 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | - 275.972 | - 2.054.353 | - 323.162 | - 1.021.397 |
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten
Wertänderungen.
| in € | ||
| 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 25.863.083 | 21.849.419 |
| Vorräte | 7.759.775 | 7.939.322 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.085.591 | 7.798.627 |
| Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden | 505.106 | 913.114 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 2 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 923.844 | 504.338 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.303.146 | 4.408.398 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.620 | 285.620 |
| Langfristige Vermögenswerte | 13.115.458 | 12.684.463 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.080.868 | 10.950.437 |
| Sachanlagen | 1.318.373 | 1.197.253 |
| Finanzanlagen | 71 | 71 |
| Aktive latente Steuern | 716.146 | 536.702 |
| Aktiva | 38.978.541 | 34.533.882 |
| in € | ||
| 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
| Kurzfristige Schulden | 16.562.557 | 18.563.477 |
| Steuerrückstellungen | 2.313 | 51.509 |
| Sonstige Rückstellungen | 778.113 | 748.659 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.087.796 | 4.010.253 |
| Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | 12.640 | 15.184 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.229.805 | 5.520.020 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 16.761 | 40.442 |
| Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden | 274.942 | 191.353 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.405.824 | 5.399.603 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.754.363 | 2.586.454 |
| Langfristige Schulden | 4.281.212 | 2.075.623 |
| Sonstige Rückstellungen | 914.576 | 874.283 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28.234 | 19.616 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.336.575 | 4.157 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.207.966 | 528.906 |
| Passive latente Steuern | 793.861 | 648.661 |
| Eigenkapital | 18.134.772 | 13.894.782 |
| Gezeichnetes Kapital | 10.249.612 | 9.659.456 |
| Kapitalrücklage | 79.497.706 | 75.475.155 |
| Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | - 944.271 | - 816.921 |
| Konzernbilanzverlust | - 70.668.275 | - 70.422.908 |
| Passiva | 38.978.541 | 34.533.882 |
| in € | |||
| 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | ||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 94.110 | - 1.950.364 | |
| + | Zinsergebnis | 402.924 | 451.765 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 560.287 | 975.581 |
| -/+ | Ertrag/Aufwand aus SAR Plan/Transaktionsbonus | 679.060 | 75.649 |
| -/+ | Änderung von Wertberichtigungen | - 80.152 | - 231.396 |
| -/+ | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | - 189.692 | 113.158 |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen | 1.466.536 | - 565.608 | |
| +/- | Veränderung der Rückstellungen | 60.615 | - 30.188 |
| + | Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 1.513.003 | 71.219 |
| -/+ | Veränderung der Vorräte | 259.874 | - 361.729 |
| +/- | Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | - 41.071 | - 281.528 |
| -/+ | Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 781.712 | 24.269 |
| -/+ | Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | 262.365 | 50.301 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern | 1.277.028 | - 1.093.264 | |
| +/- | Ertragsteuererstattungen/-zahlungen | - 77.420 | - 41.642 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1.199.608 | - 1.134.905 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| - | Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten | - 632.832 | - 177.678 |
| - | Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | - 7.104 | 0 |
| - | Investitionen in Sachanlagen | - 376.531 | - 187.233 |
| + | Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 5 | 7 |
| + | Einzahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 0 | - 620 |
| + | Verkauf von Anlagevermögen | 7.166 | 1 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | - 1.009.296 | - 365.522 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung | 4.220.000 | 0 |
| - | Kosten der Kapitalerhöhung | - 130.960 | 0 |
| - | Tilgung von Finanzschulden | - 1.509.199 | - 329.244 |
| +/- | Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten | 468.821 | 1.432.004 |
| - | Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - 13.482 | 0 |
| - | Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 330.745 | - 338.059 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.704.435 | 764.701 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 2.894.747 | - 735.727 | |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 0 | - 533 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | 4.408.398 | 1.756.001 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | 7.303.146 | 1.019.742 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 2.894.748 | - 735.726 |
| in € | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | Konzernbilanzergebnis | Summe | |
| Stand 01.01.2017 | 9.047.249 | 73.132.012 | - 489.903 | - 68.350.685 | 13.338.673 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | |||||
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2017 | - 1.824.934 | - 1.824.934 | |||
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | - 229.419 | - 229.419 | |||
| Stand 30.06.2017 | 9.047.249 | 73.132.012 | - 719.322 | - 70.175.619 | 11.284.320 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | |||||
| Konzernperiodenergebnis 01.07. - 31.12.2017 | - 247.289 | - 247.289 | |||
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | - 97.599 | - 97.599 | |||
| Kapitalerhöhung | |||||
| Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente | 450.780 | 2.114.727 | 2.565.507 | ||
| Optionsanleihe - Eigenkapitalkomponente | 928 | 928 | |||
| Kapitalerhöhung | 161.427 | 238.573 | 400.000 | ||
| Kosten der Kapitalerhöhung | - 11.085 | - 11.085 | |||
| Stand 31.12.2017 | 9.659.456 | 75.475.155 | - 816.922 | - 70.422.908 | 13.894.782 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | |||||
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2018 | - 148.619 | - 148.619 | |||
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | - 127.350 | - 127.350 | |||
| Effekt durch Erstanwendung IFRS 9 | - 96.747 | - 96.747 | |||
| Kapitalerhöhung | |||||
| Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente | 90.156 | 433.511 | 523.667 | ||
| Optionsanleihe - Eigenkapitalkomponente | |||||
| Kapitalerhöhung | 500.000 | 3.720.000 | 4.220.000 | ||
| Kosten der Kapitalerhöhung | - 130.960 | - 130.960 | |||
| Stand 30.06.2018 | 10.249.612 | 79.497.706 | - 944.272 | - 70.668.274 | 18.134.772 |
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige
Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal.
Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer
HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
(der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen
und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem
auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen
sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte.
Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet
(WKN 756857, ISIN: DE0007568578).
Dieser Zwischenbericht wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze
der Gesellschaft, die dem Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2017 abgeschlossene
Geschäftsjahr zugrunde lagen, wurden auch für den Zwischenabschluss berücksichtigt.
Die Erstellung des Zwischenberichts der SFC Energy AG für den Zeitraum 1. Januar bis
30. Juni 2018 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" als
verkürzter Abschluss. Der verkürzte Abschluss enthält nicht alle für den Abschluss
eines Geschäftsjahres vorgeschriebene Informationen und sollte in Zusammenhang mit
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.
Zusätzlich zu den am 31. Dezember 2017 berücksichtigten Standards und Interpretationen
wurden die neuen Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen
mit Kunden" erstmalig in der aktuellen Berichtsperiode angewendet.
IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 "Finanzinstrumente" enthält Vorschriften für den
Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten,
finanziellen Verbindlichkeiten und einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht
finanziellen Posten. Damit wurde die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz
und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig
durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt. Die zentralen Anforderungen des finalen
IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― |
Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert. |
| ― |
Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. |
| ― |
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung. |
| ― |
Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen. |
Die im Konzern bestehenden Optionsschuldverschreibungen und Darlehen wurden der Kategorie
Amortized Cost zugeordnet.
Der Konzern passte das auf finanzielle Vermögenswerte anzuwendende Wertminderungsmodell
zum 1. Januar 2018 an die Anforderungen des IFRS 9 an. Der Standard ersetzt dabei
das Modell der eingetretenen Verluste des IAS 39 mit einem zukunftsorientierten Modell,
dem Modell der erwarteten Kreditausfälle. Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen
bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei
den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf Grundlage
gewichteter Wahrscheinlichkeiten bestimmt.
In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9 entschied sich die SFC
Energy AG dazu, keine rückwirkende Anpassung vergangener Perioden vorzunehmen. Stattdessen
erfolgte eine Neubewertung der Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zum 1. Januar 2018 entsprechend des Wertminderungsmodells nach IFRS
9.
Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ergab sich ein Gesamteffekt auf den Konzernbilanzverlust
zum 1. Januar 2018 i. H. v. € 96.747 (inkl. dem Effekt aus latenten Steuern).
| Urprüngliche Bewertungskategorien und Buchwerte nach IAS 39 (31.12.2017) | Neue Bewertungskategorien und Buchwerte nach IFRS 9 (01.01.2018) |
|||||
| Kredite und Forderungen |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden |
Neubewertung durch IFRS 9 (01.01.2018) |
Erfolgswirksam zum Fair Value (GuV) |
|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
4.408.398 | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung |
285.620 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
7.798.627 | - 133.224 | ||||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -kurzfristig |
11.828 | |||||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -langfristig |
0 | 0 | ||||
| Beteiligung SFC Energy Inc. |
71 | |||||
| Gesamtvermögen | 12.504.473 | 71 | 0 | 0 | - 133.224 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.010.253 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5.520.020 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
60.058 | |||||
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten |
4.157 | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig |
152.101 | |||||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
5.399.603 | |||||
| Gesamtverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 15.146.192 | 0 | 0 |
| Neue Bewertungskategorien und Buchwerte nach IFRS 9 (01.01.2018) | |||
| Erfolgsneutral zum Fair Value (OCI) | Fortgeführte Anschaffungskosten | Auswirkungen auf den Konzernbilanzverlust zum 01.01.2018 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.408.398 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.620 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.665.403 | - 133.224 | |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -kurzfristig | 11.828 | ||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -langfristig | 0 | ||
| Beteiligung SFC Energy Inc. | 71 | 0 | |
| Gesamtvermögen | 71 | 12.371.249 | - 133.224 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.010.253 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.520.020 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 60.058 | ||
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.157 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 152.101 | ||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 5.399.603 | ||
| Gesamtverbindlichkeiten | 0 | 15.146.192 | 0 |
Folgende Tabelle stellt die Endsalden der Wertminderungen zum 31. Dezember 2017 dem
Anfangsbestand der Wertminderungen zum 1. Januar 2018 gegenüber:
| in € | ||
| Wertminderungen zum 31.12.2017 | Wertminderungen zum 01.01.2018 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 445.117 | - 578.341 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | ||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig | ||
| Beteiligungen |
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Mit IFRS 15 wird ein umfassender Rahmen
für die Feststellung geschaffen, ob und in welchem Umfang sowie zu welchem Zeitpunkt
Umsatzerlöse erfasst werden. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den
Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung
zu stellen. Der neue Standard ersetzt IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge"
und die dazugehörigen Interpretationen.
Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den vorher gültigen Vorschriften ein einziges,
prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden
ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen
(Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag
zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen,
wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten,
Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung
des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf
die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise
der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst
werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde.
Der Konzern hat sein Implementierungsprojekt für die Bilanzierung von Erlösen aus
Verträgen mit Kunden abgeschlossen. Die wesentlichen relevanten Verträge wurden einer
Prüfung unterzogen, ob die Voraussetzungen des IFRS 15 erfüllt sind und welche Auswirkungen
sich durch die Anwendung des IFRS 15 ergeben. Basierend auf dieser Analyse zum 31.
Dezember 2017 und 30. Juni 2018 ergaben sich für die überwiegende Mehrzahl der Deals
durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Änderungen zur bisherigen
Bilanzierungsmethode und somit keine Effekte auf den Konzernbilanzverlust zum 1. Januar
2018.
Der Konzern hat keine weiteren neuen oder geänderten Standards und Interpretationen
vorzeitig angewandt, deren Anwendung trotz der Veröffentlichung noch nicht verpflichtend
ist.
Der Zwischenbericht ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenbericht
erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf
hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird
nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Zwischenabschluss wurde vom Abschlussprüfer
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Sofern die angefallenen Kosten der im Quartalsabschluss noch nicht abgeschlossenen
Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge
(erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als
Vermögenswert aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge
mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen.
In den ersten sechs Monaten 2018 wurden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber
Kunden in Höhe von € 505.106 (31. Dezember 2017: € 913.114) und Fertigungsaufträge
mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von € 274.942 (31. Dezember 2017:
€ 191.353) ausgewiesen.
Zum Stichtag weist die Gesellschaft sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen
von € 923.844 aus (31. Dezember 2017: € 504.338). Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf einen Anstieg der Umsatzsteuerforderungen auf € 307.641 (31. Dezember 2017: €
77.638) und einen Anstiegs der übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und
Forderungen auf € 321.169 (31. Dezember 2017: € 199.775) zurückzuführen.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus
dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die Vorstände Herrn Dr. Podesser,
Herrn Pol und Herrn Binder. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende
Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Plan".
Im Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den Vorständen
ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen.
Ziel des Plans ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete
Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre
fördert, zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Rahmen der neuen Vorstandsverträge
ggü. Hr. Pol weitere SAR gewährt.
Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation
Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung
in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die
SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr
unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten
Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich
vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen
vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).
Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30
Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs
30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs
zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter
Wertpapierbörse.
Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag
unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen,
zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.
Die SAR haben sich im Jahr 2018 wie folgt entwickelt:
| Tranche HP1 | Tranche HP2 | Tranche HP3 | Tranche PP2 | Tranche MB1 | |
| Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) | 90.000 | 180.000 | 180.000 | 360.000 | 180.000 |
| Maximale Laufzeit (in Jahren) | 7,00 | 7,00 | 7,00 | 7,00 | 7,00 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2018 ausstehende SAR (01.01.2018) | 7.500 | 60.000 | 0 | 360.000 | 180.000 |
| In der Berichtsperiode 2018 | |||||
| gewährte SAR | 0 | 0 | 180.000 | 0 | 0 |
| verwirkte SAR | 0 | 0 | 0 | 60.000 | 30.000 |
| ausgeübte SAR | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| verfallene SAR | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2018 ausstehende SAR (30.06.2018) | 7.500 | 60.000 | 180.000 | 300.000 | 150.000 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2018 ausübbare SAR (30.06.2018) | 7.500 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2018 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
| Tranche HP1 | Tranche HP2 | Tranche HP3 | Tranche PP2 | Tranche MB1 | |
| Bewertungszeitpunkt | 30.06.2018 | 30.06.2018 | 30.06.2018 | 30.06.2018 | 30.06.2018 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 2,50 | 4,00 | 7,00 | 5,75 | 5,67 |
| Volatilität | 49,19 % | 45,56 % | 41,10 % | 32,60 % | 42,18 % |
| Risikoloser Zinssatz | - 0,46 % | - 0,20 % | 0,16 % | - 0,01 % | - 0,02 % |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % |
| Ausübungspreis | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | € 8,56 | € 8,56 | € 8,56 | € 8,56 | € 8,56 |
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen
Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs
des XETRA-Handels zum 30.06.2018 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate
historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der
berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer
Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende
Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite
beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie
in den Jahren 2018 und 2019.
Zum 30. Juni 2018 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 1.207.966
(davon € 940.113 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31.
Dezember 2017: € 528.906; davon € 450.725 langfristig). Der Periodenaufwand für den
Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt € 679.060 (Vorjahreszeitraum € 75.649).
Die Vertriebskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:
| in € | ||
| 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | |
| Personalkosten | 3.640.313 | 3.167.797 |
| Abschreibungen | 102.016 | 459.825 |
| Werbe- und Reisekosten | 586.376 | 437.789 |
| Beratung/Provision | 200.258 | 310.471 |
| Materialaufwand | 116.846 | 32.347 |
| Übrige | 798.186 | 562.779 |
| Summe | 5.443.996 | 4.971.008 |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt
dar:
| in € | ||
| 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | |
| Personalkosten | 1.458.010 | 1.196.561 |
| Beratung und Patente | 394.274 | 400.548 |
| Raumkosten | 128.024 | 194.981 |
| Übrige Abschreibungen | 46.532 | 172.011 |
| Materialaufwand | 177.092 | 159.508 |
| Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 0 | 587 |
| Übrige | 130.465 | 134.508 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | - 6.853 | - 26.244 |
| Aktivierung als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | - 632.832 | - 177.678 |
| Summe | 1.694.712 | 2.054.781 |
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:
| in € | ||
| 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | |
| Personalkosten | 1.461.739 | 1.297.636 |
| Prüfungs- und Beratungskosten | 339.865 | 249.080 |
| Investor Relations/Hauptversammlung | 176.778 | 169.051 |
| Versicherung | 95.486 | 96.361 |
| Abschreibungen | 77.398 | 65.861 |
| Kfz-Kosten | 41.305 | 61.550 |
| Reisekosten | 71.809 | 90.108 |
| Aufsichtsratsvergütung | 56.250 | 56.250 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 25.128 | 33.143 |
| Übrige | 383.381 | 374.246 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | - 2.819 | - 7.849 |
| Summe | 2.726.320 | 2.485.438 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten sechs Monaten 2018 im Wesentlichen
Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von € 82.350 (Vorjahr: € 46.756) sowie Versicherungserstattungen
in Höhe von € 223.020 (Vorjahr: € 102.602) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den ersten sechs Monaten 2018
im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von € 148.015 (Vorjahr: €
149.805).
Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2017 erfolgt der Ansatz aktiver latenter
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal
in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit
passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher
Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen
werden kann.
Die Segmentierung wurde an die Steuerung des Konzerns ab dem Geschäftsjahr 2018 angepasst,
die sich an den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns orientiert.
Dies sind die Märkte Clean Energy & Mobility, Defense & Security, Oil & Gas sowie
Industry.
Für die interne Ausrichtung auf die Kernmärkte "Oil & Gas", "Industry", "Clean Energy
& Mobility" und "Defense & Security" sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der
Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA).
Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des
EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen
sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:
| in € | ||||||
| Segment | Umsatzerlöse | Bruttoergebnis vom Umsatz | EBITDA | |||
| 2018 01.01. - 30.06. | 2017 01.01. - 30.06. | 2018 01.01. - 30.06. | 2017 01.01. - 30.06. | 2018 01.01. - 30.06. | 2017 01.01. - 30.06. | |
| Oil & Gas | 12.171.803 | 11.687.027 | 3.612.505 | 2.717.647 | 920.095 | - 80.084 |
| Industry | 8.309.599 | 7.626.368 | 2.440.166 | 2.610.333 | 8.278 | 657.064 |
| Clean Energy & Mobility | 4.731.600 | 5.567.674 | 1.873.963 | 1.969.257 | - 457.219 | - 188.956 |
| Defense & Security | 5.647.466 | 1.424.783 | 2.644.670 | 645.270 | 586.169 | - 933.909 |
| Summe | 30.860.467 | 26.305.852 | 10.571.303 | 7.942.507 | 1.057.322 | - 545.885 |
| Abschreibung | - 560.288 | - 975.581 | ||||
| Betriebsergebnis (EBIT) | 497.034 | - 1.521.467 | ||||
Im Segment "Defense & Security" erzielt die SFC Energy AG Umsätze im Markt Verteidigung
& Sicherheit. Zum Markt Verteidigung & Sicherheit gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen
von Militärorganisationen und Behörden.
Das Segment "Clean Energy & Mobility" ist stark diversifiziert. Zum einen gehören
dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische
Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Zum
anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt über etablierte Handelskanäle kompakte Brennstoffzellengeneratoren
als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an.
Im Segment "Industry" entwickelt und produziert PBF hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme.
Im Segment "Oil & Gas" ist Simark als spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen
für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in
der Öl & Gas-Industrie tätig.
| in € | |||||
| Segment | |||||
| Clean Energy & Mobility | Industry | Defense & Security | Oil & Gas | Summe | |
| Regionen | |||||
| Nordamerika | 74.469 | 59.418 | 51.256 | 12.171.803 | 12.356.946 |
| Europa (ohne Deutschland) | 2.931.003 | 6.727.705 | 249.735 | 9.908.443 | |
| Deutschland | 974.900 | 1.270.380 | 3.924.538 | 6.169.818 | |
| Asien | 701.337 | 243.879 | 1.137.745 | 2.082.961 | |
| Rest der Welt | 49.891 | 8.217 | 284.191 | 342.299 | |
| Summe | 4.731.600 | 8.309.599 | 5.647.465 | 12.171.803 | 30.860.467 |
| Produktlinien | |||||
| Brennstoffzellen und Zubehör | 4.731.600 | 5.647.465 | 1.203.338 | 11.582.403 | |
| Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie | 10.968.465 | 10.968.465 | |||
| Stromversorgungssysteme | 8.309.599 | 8.309.599 | |||
| Summe | 4.731.600 | 8.309.599 | 5.647.465 | 12.171.803 | 30.860.467 |
| Zeitpunkt der Umsatzrealisierung | |||||
| Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern | 4.731.600 | 8.309.599 | 5.336.310 | 9.322.147 | 27.699.656 |
| Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/Erbringung von Dienstleistungen | 0 | 0 | 311.155 | 2.849.656 | 3.160.811 |
| Summe | 4.731.600 | 8.309.599 | 5.647.465 | 12.171.803 | 30.860.467 |
Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 sind keine Vorjahresangaben verfügbar.
| 30.06.2018 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.085.591 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 923.844 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.303.146 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.620 |
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | |
| Beteiligung SFC Energy Inc. | 71 |
| Finanzielle Schulden | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.087.796 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.229.805 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 44.996 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.266 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 2.754.363 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3.738.133 |
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden
Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind. Der beizulegende Zeitwert der
zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten im August 2017 emittierten Optionsschuldverschreibung
beträgt zum Stichtag € 1.775 und der beizulegende Zeitwert des Darlehens beträgt €
3.735.514.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle
Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte
und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt,
sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt
werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar
sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen,
sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird.
In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle
Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen.
Die Zuordnung zu den Fair Value-Ebenen stellt sich wie folgt dar:
| 30.06.2018 | |||
| Level 1 | Level 2 | Summe | |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 9.085.591 | 9.085.591 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 0 | 923.844 | 923.844 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 7.303.146 | 7.303.146 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 0 | 285.620 | 285.620 |
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | |||
| Beteiligung SFC Energy Inc. | 0 | 71 | 71 |
| Finanzielle Schulden | |||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 4.087.796 | 4.087.796 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 6.229.805 | 6.229.805 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 44.996 | 44.996 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 4.266 | 4.266 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 3.738.133 | 3.738.133 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 0 | 2.754.363 | 2.754.363 |
Die Beteiligung an der SFC Inc. wurde unter IFRS 9 der Kategorie "Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte" zugeordnet. Eine Fair Value Bewertung
zum Zwischenabschluss 30. Juni 2018 ist aus Wesentlichkeitsgründen nicht erfolgt,
stattdessen erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Gruppe der nahestehenden Personen und Unternehmen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 nicht geändert. Im ersten Halbjahr 2018, fielen wie im ersten
Halbjahr 2017 keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen
an.
Zum Stichtag beschäftigte SFC die folgenden Mitarbeiter:
| 30.06.2018 | 30.06.2017 | |
| Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) | 234 | 222 |
| Angestellte in Teilzeit | 31 | 28 |
| Summe | 265 | 250 |
Darüber hinaus waren Ende Juni 2018 insgesamt 7 (Vorjahr: 5) Praktikanten, Diplomanden
und Werkstudenten angestellt.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das
insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die zum Stichtag 30. Juni
2018 ausstehenden Anteile (10.249.612 Aktien; 30. Juni 2017: 9.047.249 Aktien) haben
sich während des ersten Halbjahres 2018 um 590.156 Aktien erhöht, zum einen durch
die Wandlung der letzten Tranche der Wandelschuldverschreibung im Januar 2018 sowie
zum anderen durch die im Juni 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung. Die Berechnung des
verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren
Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach
Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Grundsätzlich liegen
aufgrund der Emission des Optionsdarlehens Verwässerungseffekte vor, die bei der Ermittlung
der Anzahl der ausstehenden Aktien berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde
Effekte auf das Ergebnis der SFC vor. Zum 30. Juni 2018 sind das verwässerte und das
unverwässerte Ergebnis je Aktie jedoch aufgrund des Vorliegens eines Verwässerungsschutzes
identisch, da die Umwandlung in Stammaktien den Verlust je Aktie aus dem laufenden
Geschäft reduzieren würde.
Im ersten Halbjahr 2018 gab es keine Änderungen im Vorstand der SFC Energy AG.
Es bestanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2018.
Brunnthal, den 21. August 2018
Der Vorstand
| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | Marcus Binder |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (Industry) | Vorstand (Defense & Security) |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Brunnthal, den 21. August 2018
| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | Marcus Binder |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (Industry) | Vorstand (Defense & Security) |