SFC Energy AG

Brunnthal

Halbjahresbericht Q2 2018

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
VOM 1. JANUAR 2018 BIS 30. JUNI 2018

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Der Konzern (SFC Konzern) besteht aus der SFC Energy AG, Brunnthal (SFC), der PBF Group B. V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen in Rumänien (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark).

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Der Vorstand steuerte den Konzern ab dem Geschäftsjahr 2018 nach den Segmenten "Defense & Security", "Industry", "Oil & Gas" sowie "Clean Energy & Mobility". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns. Die Vorjahreszahlen aus den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit" werden der neuen Segmentaufteilung entsprechend zugeordnet um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten.

Im Segment "Defense & Security", erzielt die SFC Energy AG Umsätze im Markt Verteidigung & Sicherheit.

Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, den SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) sowie weitere Dienstleistungsumsätze erwirtschaftet.

Das Segment "Clean Energy & Mobility" ist stark diversifiziert. Zum einen gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an.

PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die bis zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Industrie, Verteidigung & Sicherheit und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment "Industry".

Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas-Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment "Oil & Gas" zugeordnet.

Ziele und Strategien

Der SFC Konzern hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft ausschließlich auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des SFC Konzerns waren im ersten Halbjahr 2018 folgende:

Entwicklung Produktgeneration EFOY 3.0.

Weiterentwicklung der EFOY GO!.

Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben.

Konsequente Verbesserung, Weiterentwicklung und Portfolioerweiterung der Energielösungen für den industriellen Einsatz.

Weiterführende Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur Kostenreduzierung kommender EFOY Generationen wurden durchgeführt.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:

Die Prototypen der 3,8 kW Laserstromversorgung (LAPS3800), ein Teil der Laserplattform, befinden sich in den letzten Stadien vor der Zulassung. Die Verfügbarkeit wird im dritten Quartal 2018 gegeben sein.

Im Februar 2016 startete die Entwicklung einer Energieversorgung für die Luftfahrtindustrie. Nach Erstellung des Konzepts, Konstruktion und Tests der Prototypen wurden diese verbessert. Kundentests wurden im Q2 2017 durchgeführt; Serienauslieferungen erfolgten ab dem Q1 2018.

Ende Q3 2016 begann die Entwicklung für eine 2,5 kW Stromversorgung für den Lasermarkt. Erste Prototypen wurden in Q1 2017 ausgeliefert, der zweite Prototyp wurde im 2. Halbjahr 2017 durchgeführt. Dieses Produkt befindet sich in der finalen Entwicklungsphase, die Produktfreigabe ist für Q3 2018 geplant.

In 2018 wurde nach Auftragserteilung die Entwicklung für eine 21 kW Laser Stromversorgung gestartet. Diese modular aufgebaute Stromversorgung integriert die High-Power-Plattform-Technologie in einer flexiblen, skalierbaren System-Lösung.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftlicher Aufschwung setzt sich fort

Nach der Einschätzung des ifo Instituts1 in seiner Konjunkturprognose Sommer 2018 ist der weltwirtschaftliche Aufschwung weiter intakt. Im Winterhalbjahr 2017/18 expandierte die Weltkonjunktur kräftig, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie im Halbjahr zuvor. Das reale Bruttoinlandsprodukt der Welt legte im vierten Quartal 2017 und im ersten Quartal um 0,8 % resp. 0,9 % im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal zu. Dabei waren jedoch die ersten drei Monate 2018 gekennzeichnet von einer temporären Schwäche der Industrieproduktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Zur Entwicklung beigetragen haben dürften auch das zum Teil schlechte Wetter und die Ungewissheit über weitere Handelseinschränkungen der USA in der Zukunft. Zusätzlich sieht das Institut in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften Anzeichen dafür, dass Unternehmen aufgrund eines zunehmenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften und technischen Kapazitäten immer größere Schwierigkeiten haben, ihre Produktion zu steigern. Zwar entwickelte sich der Welthandel im Winterhalbjahr 2017/18 insgesamt weiter sehr positiv. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften jedoch stagnierte er, wozu auch die Zollankündigungen der USA auf Stahl und Aluminium beigetragen haben dürften. Davon unbeeinflusst blieb der Warenverkehr in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Er legte sehr kräftig zu. Auch die Investitionstätigkeit in den OECD-Ländern beschleunigte sich.

Deutsche Hochkonjunktur verliert an Dynamik

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)2 expandierte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2018 mit einem Zuwachs von lediglich 0,3 % gegenüber dem Vorquartal vorübergehend etwas weniger dynamisch. Auch im zweiten Quartal kam es noch nicht zur erhofften Belebung, da die Außen- und Handelspolitik der USA sowie die Regierungsbildung in Italien Unsicherheit und Risiken für die weitere Entwicklung verschärften. Die Experten beobachten als Folge eine zunehmende Investitionszurückhaltung der deutschen Wirtschaft. Im Gegensatz zur exportorientierten Industrie blieb der binnenwirtschaftliche Auftrieb jedoch stabil. Der Auslastungsgrad der Industrie ist weiter hoch und befindet sich nur knapp unterhalb historischer Höchstmarken. Der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat sich verschärft, mit der Folge eines deutlich verlangsamten Beschäftigungsaufbaus bei gleichzeitig weit überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Lohnanstiegen. Auch die Inflationsrate stieg zuletzt deutlich an.

1 ifo Konjunkturprognose Sommer 2018, "Gewitterwolken am deutschen Konjunkturhimmel", 16. Juni 2018
2 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Ausgabe 7/2018, 5. Juli 2018


Öl- und Gasmarkt

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet.

Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der sechstgrößte Gas- und Rohölproduzent der Welt und größter Erdöl- und Erdgaslieferant der USA. Das Land verfügt nach Aussagen des Industrieverbands Canadian Association of Petroleum Producers CAPP3 über geschätzte 170 Mrd. Barrel Rohölreserven, davon 164 Mrd. in den kanadischen Ölsanden, und damit über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt.4 Die Produktion übersteigt den kanadischen Inlandsverbrauch, ca. 99 % der kanadischen Exporte gehen in die USA (2017: 3,4 Mio. B/T). Damit sind die USA sowohl der größte Kunde als auch der größte Wettbewerber der kanadischen Öl- und Gasindustrie. Kanada hat die strengste Umweltgesetzgebung aller US-Lieferanten. Im Bereich Ölsandförderung ist das Land Technologieführer mit 900 eigenen Technologien im Wert von über 1,3 Mrd. CAD. Die kanadische Öl- und Erdgasindustrie ist der größte Privatsektorinvestor des Landes mit einer Investitionssumme von 44 Mrd. CAD im Jahr 2017. 2014 hatte diese Zahl noch bei 81 Mrd. CAD gelegen.

Im Jahr 2017 produzierte die kanadische Öl- und Gasindustrie insgesamt 4,2 Mio. Barrel pro Tag (B/T) Rohöl.

Bis 2035 soll die Produktion nach Aussagen der CAPP auf 5,8 Mio. B/T steigen. In ihrem Crude Oil Forecast vom Juni 2018 geht die CAPP mit der kanadischen Öl- und Erdgasindustrie streng ins Gericht: Sie macht den nun bereits seit vier Jahren anhaltenden Investitionsstau in allen Bereichen, insbesondere im Pipeline bau wie auch in der Ölsandförderung, für den Verlust des Wettbewerbsvorsprungs gegenüber den USA verantwortlich und fordert höhere Investitionen in Technologie und Infrastrukturen, um den geplanten Förderanstieg auch realisieren zu können.

3 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, "June 2018 Crude Oil Forecasts, Markets and Transportation Report", 16. Juni 2018
4 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, "Canada's Oil and Natural Gas Industry Energy tomorrow", November 2017
5 eia U. S. Energy Information Administration, "Short Term Energy Outlook", 10. Juli 2018


Im Juni 2018 lagen nach Angaben der U. S. Energy Information Administration eia6 die Preise für Rohöl der Sorte Brent im Durchschnitt bei 74 USD/Barrel (B) und damit um fast 3 USD/B unter dem Vormonat. Zum Jahresende 2017 hatte der Preis noch 60 USD/B betragen. Für die zweite Hälfte 2018 erwartet die Behörde Brent-Preise von durchschnittlich 73 USD/B, für 2019 von durchschnittlich 69 USD/B. Der West Texas Intermediate (WTI) Rohölpreis soll in der zweiten Hälfte 2018 im Durchschnitt 6 USD/B und in 2019 7 USD/B unter Brent liegen.

Nach Angaben der International Energy Agency IEA7 stieg im ersten Quartal 2018 die weltweite Nachfrage um über 2 Mio. Barrel pro Tag (B/T) an, gefördert durch den kalten Winter. Im zweiten Quartal 2018 verlangsamte sich diese Dynamik, auch aufgrund der steigenden Ölpreise, auf einen Anstieg von nur noch 0,9 Mio. B/T. Damit liegt der Zuwachs im ersten Halbjahr 2018 bei durchschnittlich 1,5 Mio. B/T, für die zweite Hälfte wird eine weitere Verlangsamung des Nachfrageanstiegs auf 1,3 Mio. B/T erwartet. 2019 soll die Nachfrage im ersten Halbjahr um nahezu 1,2 Mio. B/T, im zweiten um 1,6 Mio. B/T wachsen.

Im Mai lag nach Angaben der IEA8 die weltweite Rohöl-Liefermenge bei 98,7 Mio. B/T, wozu der große Anstieg der Lieferungen aus den Nicht-OPEC-Staaten von 2,2 Mio. B/T gegenüber Vorjahr entscheidend beitrug. Nicht-OPEC-Liefermengen sollen weiter ansteigen. Auch OPEC-Lieferungen nahmen zu. Höhere Liefermengen aus Saudi-Arabien, Irak und Algerien glichen dabei Rückgänge in Nigeria und Venezuela aus. Die OECD-Lagerbestände sanken im April weiter um 3,1 Mio. Barrel auf ein neues Dreijahrestief von 2.809 Mio. Barrel.

Sicherheits- und Industriemarkt

a) Brennstoffzellen

Nach Angaben der Strategieberatung E4tech9 in ihrem "Fuel Cell Industry Report 2017" wächst die internationale Brennstoffzellenindustrie weiter. 2017 wurden nach den Berechnungen der Experten 30 % mehr Brennstoffzellen verkauft als noch im Jahr zuvor. Das entspricht insgesamt einem Zuwachs von nahezu 10.000 Brennstoffzellen. Am stärksten schlägt der Anstieg in der Fahrzeugindustrie zu Buche, wo verstärkt in Elektromobilität investiert wird. Stationäre Brennstoffzellen verharrten auf Vorjahresniveau, vor allem bedingt durch wirtschaftliche Probleme bei zahlreichen Herstellern. Nach Einschätzung der Experten bleibt dies nach wie vor die größte Herausforderung der Industrie.

Insgesamt stieg der Anteil von Brennstoffzellen am Energiemix im Jahr 2017 weltweit um 30 % auf 670 MW. Die stärksten Impulse kamen aus Asien, das für fast 80 % dieses Anstiegs verantwortlich ist. Erstmalig kommentieren die Experten in ihrem Bericht die Einsatzmöglichkeiten von Brennstoffzellen in Verteidigungsanwendungen. Dieser Markt soll zukünftig wichtiger werden. Wachstumschancen erwarten die Experten zudem für kleinere Brennstoffzellensysteme, wie SFC Energy sie vertreibt, in portablen und mobilen Privat- und Sicherheitsanwendungen. Für 2018 sieht die Strategieberatung gute strategische und finanzielle Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Marktes, vorausgesetzt die Förderbedingungen bleiben gut.

In ihrem Brennstoffzellen Branchenführer10 sieht die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen mit dem Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Nationalen Innovationsprogramms, dem Bekenntnis zur Stärkung der Wasserstofftechnologie und der Sektorkopplung sowie der Beschleunigung der Energiewende im Wärmesektor und zur Modernisierung der Kraft-Wärme-Kopplung gute Voraussetzungen für schnelles Wachstum. Der Heimatmarkt für Brennstoffzellen soll bis zum Jahr 2022 nach Vorhersagen der VDMA € 2,6 Mrd. erreichen. Während der globale Brennstoffzellenmarkt über viele Jahre von stationären Anwendungen geprägt war, sieht die Organisation aktuell einen Trend für Brennstoffzellen in Transportanwendungen entstehen.

6 ebenda
7 International Energy Agency, "Oil Market Report July 2018", 12. Juli 2018
8 International Energy Agency, "Oil Market Report June 2018", 13. Juni 2018
9 E4tech, "The Fuel Cell Industry Review 2017", Dezember 2017
10 VDMA, Brennstoffzellen Branchenführer Deutschland 2018: Gute Position deutscher Hersteller im wachsenden Weltmarkt, 25. April 2018


b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen.

In seinem Faktenblatt zur deutschen Elektroindustrie meldet der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI11 einen vorläufigen Gesamtumsatz der deutschen Industrie in Höhe von € 191,5 Mrd. im Jahr 2017. Das entspricht einer Steigerung von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr und einem Gesamtanteil von 11 % an der deutschen Industrieproduktion und rund 3 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Mit 874.000 Beschäftigten ist die Industriebranche die zweitgrößte in Deutschland, 96.000 Menschen sind in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Das Produktportfolio setzt sich aus 78 % Industriegütern (z. B. Automation, Energie- und Medizintechnik), 12 % Vorleistungsgütern (Halbleiter) und 10 % Gebrauchsgütern (Elektrohaushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Licht) zusammen. 2017 investierte die Branche € 6,2 Mrd., € 17.2 Mrd. gingen in Forschung und Entwicklung.

In seiner "Trendanalyse Mikroelektronik bis 2022"12 sieht der ZVEI weiterhin ein langjähriges Wachstumspotenzial im einstelligen Prozentbereich für Mikroelektronik, mit China als größtem regionalen Markt. Der für SFC Energy relevante Untermarkt "Elektromechanische Bauteile" im Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) soll weiter zwischen 1 und 2 % wachsen. Die vornehmlich mittelständisch geprägte Industrie agiert nach Angaben ihres Verbands hier zunehmend erfolgreich in einem immer stärker globalisierten Markt.

11 ZVEI, Die deutsche Elektroindustrie - Daten, Zahlen und Fakten, 20. Juni 2018
12 ZVEI, Mikroelektronik Trendanalyse bis 2022, 1 2. April 2018


c) Verteidigung und Sicherheit

Nachdem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Ende vergangenen Jahres die Einrichtung des Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) ab 2021 beschlossen und die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) begonnen hatten, kündigte im Mai 2018 die Europäische Kommission erstmalig in der Geschichte die Bereitstellung erheblicher Mittel für Verteidigungszwecke an. Dies stellt eine willkommene Ergänzung der nationalen Verteidigungsbemühungen der einzelnen europäischen Staaten dar, wenngleich Experten auch weiterhin noch erhebliche Fortschritte in der Definition gemeinsamer strategischer und militärischer Erfordernisse zwischen den Staaten fordern. Von 2021 bis 2027 sollen im EDF insgesamt € 13 Mrd. für Verteidigungs- und Sicherheitsaufgaben bereitgestellt werden.

MULTINATIONAL FINANCIAL FRAMEWORK (MFF), EU27: EUROPEAN DEFENCE FUND ALLOCATION
(2018 PRICES AND EXCHANGE RATES)

scroll

2021 2022 2023 2024 2025 2026
€bn 1.5 1.5 1.5 1.6 1.9 2.2
US$ 1.9 1.9 1.9 2.1 2.5 2.8


scroll

2027 Total 2021 - 27
€bn 2.8 13.0
US$ 3.6 16.8


Quelle: IISS - Military Balance Blog13

Zusätzlich werden € 6,5 Mrd. für Militärische Mobilität ausgewiesen. Dies soll die wachsende Herausforderung eines effizienteren Land-, See- und Lufttransports militärischer Kräfte und Mittel zur schnellen Vor-Ort-Stationierung und verbesserten Abschreckung adressieren. Trotz ihres fortgesetzten Streits über die Höhe der Verteidigungsausgaben einigten sich im Juli 2018 die Mitgliedsstaaten der Nato bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel auf eine gemeinsame Erklärung. Die 29 Nato-Staaten bekräftigten nochmals ihr "uneingeschränktes Bekenntnis" zum sogenannten Zweiprozentziel aus dem Jahr 2014. Deutschland liegt trotz deutlich steigender Verteidigungsausgaben derzeit bei etwa 1,24 %. Deutschland sieht sich damit auf einem guten Weg in Richtung 2 %: 2014 hatte die deutsche Quote 2014 noch bei nur 1,18 % gelegen. 2024 soll die deutsche Quote 1,5 % erreichen.

In seinem Jahrbuch 201814 beziffert das SIPRI-Friedensforschungsinstitut die Weltmilitärausgaben 2017 auf 1.739 Mrd. USD, ein leichter Anstieg von 1,1 % gegenüber 2016. Damit haben die Ausgaben nach Angaben des Instituts einen Höchststand seit Ende des Kalten Krieges erreicht und entsprechen 2,2 % des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 230 USD pro Weltbürger. In den USA gingen die Militärausgaben bereits zum siebten Mal in Folge zurück und fielen um 0,2 % auf 610 Mrd. USD, das entspricht 3,1 % des BIP des Landes. Dennoch bleiben die Militärausgaben der USA nach wie vor die höchsten der Welt. In Asien stiegen die Militärausgaben bereits im 23. Jahr in Folge, um 4,1 %. China rangiert mit Ausgaben in Höhe von 228 Mrd. USD und einer Steigerung von 5,6 % gegenüber 2016 nun auf dem zweiten Platz der Liste der Länder mit den höchsten Militärausgaben, gefolgt von Saudi-Arabien mit einer Steigerung der Militärausgaben von 9,3 % auf 69,4 Mrd. USD und Russland, wo die Ausgaben um 20 % auf nunmehr 66,3 Mrd. USD zurückgingen. Indien liegt mit einer Steigerung von 5,5 % auf 63,9 Mrd. USD auf dem fünften Platz. Westeuropa steigerte seine Ausgaben im dritten Jahr in Folge um 1,7 % gegenüber 2016.

13 IISS: "The Military Balance Blog", 17. Juni 2018
14 SIPRI Yearbook 2018 - Armaments, Disarmament and International Security, 22. Juli 2018


In seiner Studie "The Military Balance 2018"16 warnt das International Institute for Strategic Studies IISS eindringlich vor dem Verlust der Technologieführerschaft der westlichen Länder. Länder wie China und Russland entwickeln immer schnellere, präzisere und technologisch anspruchsvollere Verteidigungssysteme. Wichtige Technologien werden auch für andere Staaten immer erschwinglicher. Cyberwerkzeuge wie Künstliche Intelligenz, moderne Sensorsysteme und maschinelle Lernverfahren werden zukünftig entscheidend sein für schnelle und gute Entscheidungen an den militärischen, wirtschaftlichen und politischen Schnittstellen. Parallel müssen funktionierende Antworten gegen terroristische Bedrohungen geschaffen werden. Dies beschränkt sich nicht nur auf stärkeren physischen Schutz und bessere Waffen, sondern auch auf neue Ansätze der kooperativen Zusammenarbeit. Insgesamt werden Technologie und Mobilität in den kommenden Jahren für die Verteidigungsindustrie eine immer bedeutsamere Rolle spielen.

15 ebenda
16 IISS: "The Military Balance 2018", 14. Februar 2018


Freizeitmarkt

a) Reisemobile

Auch 2018 bleibt die Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbands Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD)17 weiterhin auf Rekordkurs. Der europäische Dachverband European Caravaning Federation ECF meldete im Juni für das erste Halbjahr 2018 erneut ein zweistelliges Wachstum der europäischen Absatzzahlen für Freizeitfahrzeuge und eine hervorragende Stimmung der Marktteilnehmer. Der ECF-Verband prognostiziert für die europäische Freizeitfahrzeugindustrie 2018 eine Wachstumsrate von 6 %. Damit sollte eine Gesamtzulassung von 200.000 Fahrzeugen auf europäischer Ebene erreichbar sein. Der Wachstumstreiber der Branche, das Reisemobilsegment, soll nach Angaben des Verbands mit 121.000 Einheiten weiter zweistellig wachsen. Für Caravans wird eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau erwartet. Belastungen erwartet der Verband jedoch durch den drastischen Rückgang von 11 % im zulassungsstärksten Markt Großbritannien. Hier scheint sich die schlechte Konsumentenstimmung infolge des Austritts aus der europäischen Union nun vollends auf das konjunktursensitive Segment im Vereinigten Königreich auszuwirken.

Deutschland lieferte nach Angaben des CIVD18 auch im ersten Halbjahr 2018 erneut Rekordergebnisse. Insbesondere das Reisemobil-Segment erreichte neue Meilensteine: In den ersten sechs Monaten 2018 wuchsen hier die Neuzulassungen um 14,4 % auf fast 31.000 Einheiten. Das Caravan-Segment hält das Vorjahresniveau mit über 2.800 Einheiten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der sehr positiven Kaufstimmung der Endkunden rechnet der Verband damit, dass in diesem Jahr in Deutschland etwa 23.500 Caravans und 45.000 Reisemobile neu zugelassen werden, insgesamt also über 68.500 Freizeitfahrzeuge. 2017 waren insgesamt 63.264 Reisemobile und Caravans neu registriert worden.

b) Marinemarkt

Eine im Auftrag des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) von IBI Plus erstellte Marktstudie zum Freizeitbootmarkt19 sieht die Branche auf einem stabilen Wachstumskurs in Übereinstimmung mit der generellen Konjunkturentwicklung. Insbesondere die starken US- und europäischen Freizeitbootmärkte, wo die umfassendste Kundenbasis und die größten Hersteller zuhause sind, sollen davon profitieren. Begleitet wird diese Entwicklung von einer Rückkehr des Verbrauchervertrauens und wiedererwachter Ausgabebereitschaft. Die Finanzkrise mit ihren Restrukturierungen sehen die Experten überwunden, die Hersteller sind wieder gut aufgestellt und haben ihre Wettbewerbsposition gestärkt. Dabei ist die Branche jedoch großen Veränderungen unterworfen. Zum einen nimmt die Klientel der wohlhabenden älteren Bootseigner ab, viele junge Leute mieten lieber, als zu kaufen. Statt langer Reisen an Bord werden immer häufiger kürzere Wochenend- oder Tagesturns gemacht. Moderne Konnektivität und Funktionalität mit elektronischer Unterstützung sind in der Branche nicht mehr wegzudenken. Für die Hersteller werden Service-Aspekte immer wichtiger, die Kundenbindung nach dem Kauf hat völlig neue Risiken und Chancen hervorgebracht. Völlig neue Servicemodelle entstehen für Menschen, die Boote nutzen, aber nicht kaufen möchte. Zudem hat das Thema Umweltverantwortung in der Freizeitbootbranche einen enormen Stellenwert erlangt: Viele Boote werden bereits mit Hybridmotoren angetrieben, alternative Antriebe sind gesucht. Materialien müssen umweltfreundlicher, leichter und funktionaler sein. Durch diese Trends wächst nach Angaben der Experten auch der Bereich "Ausrüstung und Zubehör", der für die Brennstoffzellenprodukte von SFC Energy relevant ist. Hier sind insbesondere innovative, funktionale und umweltfreundliche Produkte nachgefragt.

17 CIVD, Presse-Information, "ECF diskutiert Trends", 8. Juni 2018
18 CIVD, Presse-Information, "Konjunkturverlangsamung auf Normalmaß", 5. Juli 2018
19 IBI Plus, on commission by Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemeldung, "Key developments in major recreational boat markets", März 2018


GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Wichtige Ereignisse

Am 24. Januar 2018 hat ein Investor seine Wandelanleihe in Höhe von € 550.000 in 90.156 auf den Inhaber lautende Stückaktien gewandelt, so dass das nach dieser Wandlung das gezeichnete Kapital € 9.749.612 eingeteilt in 9.749.612 auf den Inhaber lautende Stückaktien lautete.

Weiterhin hat SFC aus der am 15. Juni 2018 beschlossenen Kapitalerhöhung im Rahmen eines Privatplatzierungsverfahrens insgesamt 500.000 Stück neue Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Der Platzierungspreis war auf € 8,44 je neuer Aktie festgelegt worden. Das Grundkapital wurde von € 9.749.612,00 sodann auf € 10.249.612,00 erhöht. Aus der Kapitalerhöhung floss SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 4,22 Mio. zu.

Mit Vereinbarung vom 15. Juni 2018 wurde für die festverzinsliche Inhaberschuldverschreibung mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) in Höhe von € 5 Mio. der stufenweise Tilgungsplan um ein Jahr verlängert mit nunmehriger Endfälligkeit zum 31. Dezember 2019. Die Schuldverschreibung valutiert zum Stichtag 30. Juni 2018 mit € 3,8 Mio.

Ertragslage

Im ersten Halbjahr 2018 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz von T€ 30.860. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 26.306) entspricht dies einer Verbesserung von 17,3 %.

Alle drei Konzerngesellschaften konnten einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert erzielen sowohl auf Halbjahres- als auch auf Quartalsebene.

SFC erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von T€ 10.379. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit T€ 6.992 bedeutet dies eine Steigerung von 48,4 %. Obwohl die Umsatzsteigerung weitestgehend auf das starke erste Quartal 2018 mit dem Großauftrag der Bundeswehr zurückzuführen ist, konnte auch im zweiten Quartal 2018 bei SFC eine Umsatzsteigerung von 12,1 % im Vergleich zum Vorjahreswert von T€ 3.301 auf nunmehr T€ 3.699 erreicht werden.

PBF lag mit einem Umsatz von T€ 8.310 im ersten Halbjahr 2018 mit 8,6 % über dem Vorjahreswert von T€ 7.650. Im zweiten Quartal 2018 erzielte PBF einen Umsatz von T€ 4.395 (Vorjahreszeitraum T€ 4.025). Das zweite Quartal 2018 war das umsatzstärkste Quartal seitdem PBF Teil des SFC Konzerns ist.

Simark erreichte im Berichtszeitraum einen Umsatz von T€ 12.172 was einem Anstieg von 4,1 % entspricht. Im Vorjahreszeitraum waren T€ 11.687 zu verzeichnen. Auf Basis von CAD wurde hier ein Umsatzanstieg von 11,2 % erreicht. Im zweiten Quartal 2018 erzielte Simark einen Umsatz von T€ 6.009 (Vorjahreszeitraum T€ 5.869).

Auch im Bereich der Ergebniszahlen konnte als nächster Schritt eine weitere Verbesserung erreicht werden. Bereinigtes EBIT und bereinigtes EBITDA lagen zum Halbjahr 2018 jeweils um mehr als € 2 Mio. über den Vorjahreswerten. Damit wurde der Grundstein für die nachhaltige Verbesserung der Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2018 gelegt.

Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von minus T€ 1.521 auf plus T€ 497 im ersten Halbjahr 2018. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im ersten Halbjahr 2018 Sondereffekte in Höhe von T€ 1.074 resultierend aus Personalmaßnahmen bei PBF (T€ 395) und Aufwand in Zusammenhang mit dem SAR Programm (T€ 679) zu verzeichnen waren. Sondereffekte aus der Akquisition von Simark waren nicht mehr zu verzeichnen. Die Sondereffekte im Vorjahr betrugen T€ 534.

Ohne diese Sondereffekte beträgt das bereinigte EBIT für das erste Halbjahr 2018 plus T€ 1.571, der Vorjahreszeitwert lag bei minus T€ 988.

Im zweiten Quartal 2018 verbesserte sich das EBIT von minus T€ 705 im Vorjahr auf minus T€ 208.

Im ersten Halbjahr 2018 war ein positives EBITDA in Höhe von T€ 1.057 zu registrieren, nach minus T€ 546 im ersten Halbjahr 2017. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich im Berichtszeitraum von minus T€ 369 auf plus T€ 2.131.

Für das zweite Quartal 2018 war ein EBITDA von plus T€ 84 zu verzeichnen, während im Vorjahreszeitraum das EBITDA mit T€ 213 negativ war.

Überleitung auf das bereinigte EBIT und EBITDA

Die Überleitung auf das bereinigte EBIT und EBITDA und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich insgesamt wie folgt dar:

scroll


in T€

EBIT EBITDA
Ergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung 497 1.057
Restrukturierungsaufwendungen

Restrukturierungskosten 395 395
Vertriebskosten

Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand 379 379
Verwaltungskosten

Aufwendungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand 300 300
Bereinigtes Betriebsergebnis 1.571 2.131


Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018 bzw. das zweite Quartal stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH SEGMENTEN (UNGEPRÜFT) in T€

scroll

1. Halbjahr 2. Quartal
Segment 2018 2017 Veränd. in % 2018 2017 Veränd. in %
Oil & Gas 12.172 11.687 4,1 % 6.009 5.869 2,4 %
Industry 8.310 7.626 9,0 % 4.395 4.024 9,2 %
Defense & Security 5.647 1.425 296,3 % 1.319 942 40,0 %
Clean Energy & Mobility 4.732 5.568 - 15,0 % 2.380 2.359 0,9 %
Summe 30.860 26.306 17,3 % 14.102 13.194 6,9 %


Das Segment "Oil & Gas" umfasst ausschließlich die Umsätze, die durch Simark erzielt wurden. Simark führt seine Transaktionen nahezu ausschließlich in CAD durch. Der Umsatz wurde dabei mit dem Vertrieb und der Integration von Produkten für den Öl & Gas-Markt in Nordamerika erzielt. Auf Basis von CAD konnte der Umsatz von 16,9 Mio. auf 18,8 Mio. gesteigert werden.

PBF erzielte ausnahmslos Umsätze im Segment "Industry". Im ersten Halbjahr 2018 beliefen sich diese Umsätze auf T€ 8.310 (Vorjahr: T€ 7.626).

SFC erwirtschaftete seine Umsätze in den Segmenten "Defense & Security", sowie "Clean Energy & Mobility".

Im Segment "Defense & Security" waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 folgende wesentlichen Aufträge zu verzeichnen:

Verteidigungsauftrag der Deutschen Bundeswehr für Bord- und abgesetzte Stromversorgung in Höhe von € 3,6 Mio.

Folgeauftrag für gehärtete Brennstoffzellen eines asiatischen Verteidigungskunden Dabei war ein Umsatzanstieg von T€ 1.425 auf T€ 5.647 zu verzeichnen.

Im Segment "Clean Energy & Mobility", Markt für Sicherheit & Industrie verringerte die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen von 683 auf 489; der Umsatz lag bei T€ 2.802 und damit um 22,0 % unter dem Vorjahreswert von T€ 3.590. Hierbei ist zu berücksichtigen dass im Vorjahr ein Großauftrag für Überwachungssysteme nach Singapur geliefert werden konnte.

Im Freizeitmarkt war ein Rückgang von T€ 1.977 auf T€ 1.929 zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 613 auf 589.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:

UMSATZ NACH REGIONEN (UNGEPRÜFT) in T€

scroll

1. Halbjahr 2. Quartal
Region 2018 2017 Veränd. in % 2018 2017 Veränd. in %
Nordamerika 12.357 11.837 4,4 % 6.127 5.937 3,2 %
Europa und Rest der Welt 18.504 14.469 27,9 % 7.975 7.257 9,9 %
Summe 30.860 26.306 17,3 % 14.102 13.194 6,9 %


Die Umsätze in Nordamerika beinhalten im Wesentlichen die Umsätze von Simark im Segment Öl & Gas. SFC war nahezu ausschließlich in der Region Europa und Rest der Welt vertreten. Ebenso ist PBF nahezu ausschließlich in Europa und im Rest der Welt vertreten. Der Umsatz in Europa und im Rest der Welt konnte um nahezu 28 % gesteigert werden.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2018 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 10.571 oder 34,3 % erzielt. Im Vorjahr waren hingegen T€ 7.943 oder 30,2 % zu verzeichnen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz im zweiten Quartal betrug T€ 4.664 oder 33,1 %, während im Vorjahreszeitraum T€ 4.299 oder 32,6 % erzielt wurden.

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ (UNGEPRÜFT) in T€

scroll

1. Halbjahr 2. Quartal
Segment 2018 2017 Veränd. in % 2018 2017 Veränd. in %
Oil & Gas 3.613 2.718 32,9 % 1.809 1.481 22,1 %
Industry 2.440 2.610 - 6,5 % 1.388 1.421 - 2,3 %
Defense & Security 2.645 645 310,1 % 502 371 35,3 %
Clean Energy & Mobility 1.874 1.969 - 4,8 % 964 1.024 - 5,9 %
Summe 10.571 7.943 33,1 % 4.664 4.299 8,5 %


Im Segment "Oil & Gas" konnte im ersten Halbjahr 2018 die Bruttomarge im Vergleich zum Umsatz auf 29,7 % gesteigert werden.

Das Segment "Industry" wies einen Rückgang auf 29,4 % aus, was durch auslaufende Entwicklungsumsätze sowie den weiteren Aufbau in Rumänien bedingt ist.

Die Bruttomarge im Segment "Defense & Security" war leicht verbessert mit 46,8 %; ebenso konnte im Segment "Clean Energy & Mobility" eine Steigerung der Bruttomarge auf 39,6 % erzielt werden.

Insgesamt wurde für den Konzern die Bruttomarge auf 34,3 % gesteigert und lag damit 4,1 % Punkte über dem Vorjahreswert von 30,2 %. Die Margensteigerung ist damit ein wesentlicher Baustein für die Verbesserung der Ergebniszahlen.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten erhöhten sich im Konzern um 9,5 % von T€ 4.971 auf T€ 5.444. Die Erhöhung war in erster Linie dem gestiegenen Umsatzvolumen geschuldet.

Sondereffekte sind im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von T€ 379 (Vorjahr: T€ 410) enthalten.

Insgesamt betrugen die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz 17,6 %, während im Vorjahreszeitraum 18,9 % zu verzeichnen waren.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten verminderten sich im ersten Halbjahr 2018 von T€ 2.054 auf T€ 1.695. Im Verhältnis zum Umsatz verringerten sich die F&E-Kosten aufgrund des umfassenden Umsatzanstieges aber auch aufgrund erforderlicher Aktivierungen auf 5,5 % (Vorjahr: 7,8 %).

Im ersten Halbjahr 2018 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 633 (Vorjahr: T€ 178) aktiviert. Dabei ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im ersten Halbjahr 2018 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten auf T€ 2.730, dieser Wert liegt über dem Vorjahreswert von T€ 2.511.

Für SFC war in diesem Bereich eine Verringerung von T€ 782 (11,2 % des SFC-Umsatzes) auf T€ 502 (4,8 % des SFC-Umsatzes) zu verzeichnen.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 1.092 (Vorjahr: T€ 1.161) oder 13,1 % des PBF-Umsatzes (Vorjahr: 15,2 %).

Allgemeine Verwaltungskosten

Die Allgemeinen Verwaltungskosten lagen in den ersten sechs Monaten 2018 mit T€ 2.726 um 9,7 % höher als im Vorjahr mit T€ 2.485. Ohne Sondereffekte waren die Verwaltungskosten nur um 2,8 % über Vorjahresniveau.

Für den gesamten Konzern verringerte sich die Quote auf 8,8 % im Verhältnis zum Umsatz (Vorjahr: 9,4 %).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 333 (Vorjahr: T€ 197) beinhalten als größte Position Versicherungserstattungen mit T€ 223 sowie Erträge aus Kursdifferenzen mit T€ 84.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 148 (Vorjahr: T€ 150) beinhalten ausschließlich Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Restrukturierungsaufwendungen

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von T€ 395 (Vorjahr: T€ 0) beinhalten ausschließlich Kosten in Zusammenhang mit dem Abbau von Arbeitsplätzen bedingt durch Produktionsverlagerung nach Cluj/Rumänien.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2018 von minus T€ 1.521 auf plus T€ 497. Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 5,8 % auf plus 1,6 %.

Das um die eingangs erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug im ersten Halbjahr 2018 plus T€ 1.571 (Vorjahr: minus T€ 988) oder plus 5,1 % vom Umsatz.

Das EBIT im zweiten Quartal 2018 veränderte sich auf minus T€ 208 nach minus T€ 705 im zweiten Quartal 2017.

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 546 auf plus T€ 1.057. Das EBITDA in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 2,1 % auf plus 3,4 %.

Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug im ersten Halbjahr plus T€ 2.131 (Vorjahr: minus T€ 369) oder 6,9 % vom Umsatz.

Das EBITDA im zweiten Quartal 2018 verbesserte sich auf plus T€ 84 nach minus T€ 213 im zweiten Quartal 2017.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnliche Erträge haben sich bedingt durch das Zinsniveau nur auf unwesentlichem Niveau ergeben, bzw. lagen weiterhin bei nahezu Null.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen T€ 403 (Vorjahr: T€ 452) und beinhalten zum überwiegenden Teil Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für Darlehen. Die Zinsaufwendungen konnten wegen der positiven Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung verringert werden.

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern für das erste Halbjahr verbesserte sich von minus T€ 1.825 im Vorjahreszeitraum auf ein Ergebnis von minus T€ 149.

Im zweiten Quartal betrug das Ergebnis nach Steuern minus T€ 475, im Vorjahreszeitraum minus T€ 834.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS war im ersten Halbjahr 2018 negativ mit € 0,02 (verwässert und unverwässert) (Vorjahr: minus € 0,20 verwässert und unverwässert).

Auftragseingang und Auftragsbestand

Im ersten Halbjahr 2018 waren Auftragseingänge in Höhe von T€ 28.046 zu verzeichnen. Im Vorjahreszeitraum belief sich dieser Wert auf T€ 25.726.

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2018 belief sich auf T€ 15.815 (Vorjahr: T€ 16.249).

Davon entfielen auf die Segmente "Oil & Gas" T€ 2.848, "Industry" T€ 9.729, "Defense & Security" T€ 2.997 und "Clean Energy & Mobility" T€ 241.

Finanzlage

Investitionen

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden T€ 633 (Vorjahr: T€ 178) für die Weiterentwicklung der Produkte von PBF und SFC aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Betriebsausstattung und technisches Equipment mit T€ 377 vorgenommen. Insgesamt beliefen sich die Investitionen im Berichtszeitraum auf T€ 1.016 (Vorjahr: T€ 365).

Liquidität

Im ersten Halbjahr 2018 war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 2.895 zu verzeichnen. Im Vorjahreszeitraum lag noch ein Mittelabfluss von T€ 736 vor.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per Ende Juni 2018 beliefen sich auf T€ 7.303 und lagen aufgrund des Ergebnisses und der Kapitalmaßnahmen in 2018 über dem Stand Ende Juni 2017 in Höhe von T€ 1.020.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Aufgrund des Ergebnisses im ersten Halbjahr 2018 war ein Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit mit T€ 1.200 zu verzeichnen (Vorjahr: Mittelabfluss T€ 1.135).

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 1.009 (Vorjahr: T€ 366) ab.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus Finanzierungstätigkeit sind dem Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2018 insgesamt Mittel in Höhe von T€ 2.704 zugeflossen. Erwähnenswert ist die Einzahlung aus der Kapitalerhöhung mit T€ 4.220 sowie die Tilgung von Darlehen mit T€ 1.509.

Vermögenslage

Die Vermögenslage und die Bilanzrelationen haben sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt verbessert.

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2018 hat sich mit T€ 38.979 gegenüber dem 31. Dezember 2017 mit 34.534 um 12,9 % erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 40,2 % auf 46,5 %.

Der Gesamtbetrag der Vorräte und der Leistungsforderungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieb gegenüber dem 31. Dezember 2017 in gleicher Höhe. Trotz erhöhten Geschäftsvolumens konnte also das Working Capital zum 30. Juni 2018 nahezu konstant gehalten werden.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert von Simark in Höhe von T€ 6.762 (Vorjahr: T€ 7.048) sowie PBF unverändert in Höhe von T€ 1.179 (Vorjahr: T€ 1.179), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 116) und PBF in Höhe von T€ 249 (Vorjahr: T€ 511) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.625 (Vorjahr: T€ 1.761). Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf wechselkursbedingte Änderungen sowie die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen und der Technologie zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden in den ersten sechs Monaten 2018 T€ 633 aktiviert und T€ 199 abgeschrieben.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von T€ 12.684 auf T€ 13.115. Gleichwohl verringerte sich der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 36,7 % auf 33,6 %. Dabei ist zu beachten, dass die Firmengebäude langfristig angemietet wurden und gemäß IFRS nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheinen. Die Änderung hierzu gemäß IFRS 16 wird ab dem 1. Januar 2019 greifen.

Die Schulden haben sich von T€ 20.639 auf T€ 20.844 erhöht. Wesentliche Position waren hierbei die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 6.230.

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 53,5 % (31. Dezember 2017: 59,8 %).

Durch Kapitalmaßnahmen erhöhte sich das Eigenkapital zum 30. Juni 2018 auf T€ 18.135 im Vergleich zum 31. Dezember 2017 in Höhe von T€ 13.895. Das Gezeichnete Kapital beläuft sich nunmehr aus T€ 10.250.

Mitarbeiter

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 30. Juni 2018 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITER

scroll
SFC Gruppe 30.06.2018 30.06.2017 Veränderung
Vorstand 3 3 0
Forschung und Entwicklung 51 46 5
Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement 109 99 10
Vertrieb und Marketing 73 75 - 2
Verwaltung 29 27 2
Festangestellte Mitarbeiter 265 250 15


Der Konzern hat zum 30. Juni 2018 insgesamt 7 (Vorjahr: 5) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. Von den Festangestellten Mitarbeitern entfielen 77 (Vorjahr: 74) auf SFC, 119 (Vorjahr: 110) auf PBF und 69 (Vorjahr: 66) auf Simark. Der Anstieg bei PBF ist auf den Ausbau der Produktion in Rumänien zurückzuführen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Chancen für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung gegenüber dem Jahresbericht 2017 nicht verändert.

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.

Die sonstigen wesentlichen Risiken für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung gegenüber dem Jahresbericht 2017 mit Ausnahme der nachfolgend angeführten Risiken nicht verändert:

Risikobericht

Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Oil & Gas sowie Industry.

Ausblick und Risiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In seiner Sommerprognose 2018 sieht das ifo Institut20 die Weltwirtschaft im Sommerhalbjahr 2018 weiter dynamisch wachsen, sogar etwas stärker als im ersten Quartal 2018. Trotz einer Verschlechterung des ifo-Weltwirtschaftsklimas im zweiten Quartal 2018 beurteilen die Experten die Lage insgesamt weiter in etwa unverändert gegenüber dem Vorquartal und damit deutlich über ihrer Lageeinschätzung im Schlussquartal 2017. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird hingegen eine Verschlechterung der Konjunkturentwicklung erwartet. Im weiteren Verlauf prognostizieren die Experten insgesamt eine Fortsetzung der Dynamik der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Produktion, jedoch abgeschwächt gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür sind eine zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und eine restriktivere Geldpolitik in China. Die US-amerikanische Steuerreform dürfte die Investitionen in den USA und in geringerem Maße auch den Konsum der privaten US-Haushalte stimulieren. Jedoch könnte andererseits diese Steuerpolitik sowie die sich abzeichnende Verschärfung protektionistischer Maßnahmen der US-Regierung zur Abschwächung der Investitionstätigkeiten insbesondere in Europa führen, da multinationale Unternehmen ihre globalen Produktionsketten überdenken und Teile ihrer Produktion in die USA verlegen könnten. Zuletzt wird erwartet, dass die gestiegenen Rohölpreise in den ölexportierenden Ländern die Dynamik beflügeln. Insgesamt soll das Bruttoinlandsprodukt der Welt in diesem und im kommenden Jahr mit 3,3 % resp. 3,1 % etwas schwächer wachsen als im Jahr 2017.

Für das deutsche Bruttoinlandsprodukts 2018 rechnet das ifo Institut mit einem reduzierten Anstieg in Höhe von nur 1,4 % (kalenderbereinigt 2,5 %) und damit einer spürbaren Verlangsamung der konjunkturellen Dynamik im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Aufgrund des starken Schlussquartals 2017 und des damit verbundenen hohen statistischen Überhangs von 1,0 % dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2018 preisbereinigt um 1,8 % steigen. Für 2019 erwarten die Experten mit einem Anstieg um 1,8 % eine Expansion im gleichen Ausmaß wie in diesem Jahr, jedoch bei wieder zunehmender konjunktureller Grunddynamik. Chancen jedoch auch Risiken sehen die Experten für die deutsche Konjunktur in der Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung, bei der die konkrete Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen nur mit hoher Unsicherheit vorausgesagt werden kann.

20 ifo Konjunkturprognose Sommer 2018, "Gewitterwolken am deutschen Konjunkturhimmel", 16. Juni 2018


Öl- und Gasmarkt (Segment "Oil & Gas")

In ihrer Energieprognose vom Juli 201821 geht die U. S. Energy Information Administration eia von einem Anstieg der weltweiten Nachfrage von 1,4 Mio. B/T im Jahr 2018 sowie von 1,2 Mio. B/T im ersten Halbjahr 2019 aus. Nicht-OPEC Liefermengen sollen 2019 weiter wachsen, vorrangig in den USA, obwohl auch hier Infrastruktur- und Logistikzwänge als Einschränkungen gesehen werden. Besonders stark betreffen diese, wie oben bereits ausgeführt, Kanada, wo massive Investitionen in den Pipeline-Ausbau und die Ölsandförderung für Produktionswachstum erforderlich sind.22 Die OPEC-Staaten haben in ihrer Wien-Vereinbarung einen Anstieg der Liefermengen beschlossen. Die eia sieht erste Anzeichen, dass in der Folge die Liefermengen neue Rekordhöhen erreichen können. Dies könnte den unruhigen Markt etwas stabilisieren, jedoch erwartet die eia angesichts der aktuellen Ölpreisentwicklung daraus keine sinkenden Ölpreise und befürchtet negative Auswirkungen weiter hoher Ölpreise auf Investitionsentscheidungen von Wirtschaften und Endverbrauchern, was wiederum zu Nachfragerückgängen führen könnte.

Für SFC Energy bietet insbesondere der hohe Investitions- und Innovationsbedarf der kanadischen und auch der nordamerikanischen Öl- und Gasindustrie große Chancen: Die von der kanadischen Tochter Simark Controls entwickelten und vertriebenen vollintegrierten kundenspezifischen Automations- und Energielösungen sichern den zuverlässigen und kostenattraktiven Betrieb netzferner Anlagen zu jeder Jahreszeit und auch an schwer zugänglichen Orten. SFC Energy erwartet hier aufgrund der entscheidenden Vorteile für die Nutzer steigende Umsatzzahlen.

Zusätzliche positive Chancen erwachsen für die SFC Gruppe auch aus den fortgesetzten Anstrengungen der Industrie hin zu weiteren Effizienz- und Wirtschaftlichkeitssteigerungen. Hier können SFC-Produkte erheblich zu attraktiven Betriebskostensenkungen beitragen. Zum anderen treibt auch eine immer strenger werdende Umweltgesetzgebung in den fortgeschrittenen Wirtschaften wie in Kanada und den USA die Entwicklung und den Einsatz neuer umweltfreundlicher Systemlösungen voran. Hier können die emissionsarmen, effizienten Stromerzeuger der SFC-Gruppe entscheidende Beiträge leisten.

21 EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 10. Juli 2018
22 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, June 2018 Crude Oil Forecasts, Markets and Transportation Report, 16. Juni 2018
23 EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 10. Juli 2018


Ein Risiko ist in den langen Projektanlaufzeiten zu sehen, da neue Technologien in der Regel vor dem Serieneinsatz in ausführlichen Tests erprobt werden müssen.

Sicherheit- und Industriemarkt

a) Brennstoffzellen (Segment "Clean Energy & Mobility")

Brennstoffzellen sind wieder stärker ins Marktinteresse gerückt. Nachdem über viele Jahre vor allem stationäre Anwendungen im Fokus standen, werden jetzt mobile Anwendungen immer wichtiger. Marktexperten rechnen nicht nur mit einem Wachstum im Bereich Fahrzeuge, sondern auch im Markt für netzferne und mobile Industriesysteme, die in einer immer stärker vernetzten und überwachten Welt stark an Bedeutung gewinnen und überall zuverlässig mit Strom versorgt werden müssen. Jedoch bleibt nach wie vor eine große Abhängigkeit zahlreicher Marktteilnehmer von der Gesamtwirtschaftslage und staatlichen Konjunkturprogrammen als Risiko bestehen. Die Experten gehen dementsprechend auch davon aus, dass sich der Markt weiter bereinigen wird und vorrangig die Unternehmen wachsen werden, die wirtschaftlichen Erfolg nachweisen können.

b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile (Segment "Industry")

Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt üblicherweise der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle. Zunehmende Automationsanforderungen und immer präziser arbeitende Hochleistungsindustrieanlagen stellen wachsende Anforderungen an Schaltnetzteile und Stromverteiler. Damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind in den langen Vorlaufzeiten und dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden zu sehen.

c) Verteidigung und Sicherheit (Segment "Defense")

Experten sehen angesichts steigender Verteidigungsetats ein verstärktes Interesse der Regierungen, sich gegen Bedrohungen unterschiedlichster Art besser zu schützen. Dabei steht die Verteidigungsindustrie international vor entscheidenden Veränderungen: Traditionelle, moderne und unkonventionelle Ausstattung, Technologien, Strategien und Arbeitsweisen müssen immer stärker integriert und verbunden werden. Im Fokus stehen hier insbesondere die Stärkung und Sicherung militärischer Agilität und Mobilität in unterschiedlichsten Verteidigungsszenarien, sowie die Modernisierung der im Einsatz befindlichen Technologien, um zum Teil jahrelange Investitionsstaus zu beheben und die Wirksamkeit und den Schutz von Soldaten und Geräten im Einsatz mobil wie stationär zu steigern und zu gewährleisten. Hier sind neue, innovative Technologien erforderlich, vor allem neue Arten der Informationsgewinnung und -verarbeitung mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Regierungen und Verteidigungsorganisationen müssen größere Risiko- und Investitionsbereitschaft bei der Entwicklung dieser Technologien zeigen. In diesem Zusammenhang ergeben sich für die Produkte der SFC Energy große Potenziale, denn alle diese neuen Technologien müssen automatisiert werden und brauchen, da immer mehr Datenerhebungen und Einsätze netzfern erfolgen, zuverlässig und unterbrechungsfrei Strom.

Freizeitmarkt (Segment "Clean Energy & Mobility")

a) Reisemobile

Der deutsche Caravaning-Verband (CIVD) und die European Caravaning Federation (ECF) blicken weiter optimistisch in die Zukunft. Nach dem überaus erfolgreichen Rekordjahr 2017 erwarten die deutschen Hersteller von Reisemobilen und Caravans eine weitere Fortsetzung des Booms in Deutschland und Europa.24 Risiken sieht der Verband in den rückläufigen Absatzzahlen in Großbritannien infolge des Brexit. Insbesondere für das Brennstoffzellengeschäft von SFC Energy sind Chancen in der wachsenden Zahl moderner, leichterer Hochleistungsbatterien für Caravaning-Anwendungen zu sehen. Bei entsprechender Ausstattung können Reisemobile mit diesen Batterien einige Tage lang autark stehen. Dies könnte dazu führen, dass sich Reisemobilbesitzer lieber für eine Vergrößerung ihrer Batteriekapazitäten entscheiden, als für eine Brennstoffzelle.

b) Marinemarkt

Experten sehen die Branche weiter stabil im Aufwind. Umweltfreundlichkeit, Flexibilität und Innovation werden Bootseignern und Bootsmietern immer wichtiger. Laut Einschätzung der Marktexperten verschiebt sich die Eignerstruktur. Während die Zahl älterer und wohlhabender Bootsbesitzer weiter sinkt, entstehen neue Käuferschichten, die Boote lieber gezielt mieten oder chartern wollen. Alternative Energie sowohl im Bootsantrieb als auch für die Versorgung der Bordgeräte gewinnt an Bedeutung. Es ist jedoch insbesondere für die marinen Brennstoffzellenprodukte der SFC Energy zu berücksichtigen, dass die Standard-Brennstoffzellen speziell auf größeren Yachten nicht die komplette netzferne Stromversorgung leisten können, so dass die Anschaffung einer Brennstoffzelle häufig eher für kleinere Boote sowie Rennyachten in Betracht gezogen wird.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch Kapitalerhöhungen im Mai 2007 sowie im November 2014, August 2016 und Juli 2017 begegnet. Zur weiteren Sicherung der Liquidität wurde im Dezember 2015 eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben. Im Januar und März 2016 wurden weitere Tranchen platziert. Des Weiteren wurde im Oktober 2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben und ein Darlehen ausgereicht. Im August 2017 wurde eine Inhaberschuldverschreibung platziert und im Juni 2018 eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Liquiditätsreserven sind aufgrund der durchgeführten Finanzierung deutlich gestiegen.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken

Die einzelnen Konzerngesellschaften kaufen die für die Produktion erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigen diese nicht selbst. Im Bereich der Zulieferindustrie für die einzelnen Komponenten ist zum Teil mit erheblich längeren Lieferfristen zu kämpfen, wobei dies das Geschäft erheblich erschwert und umsatzrelevant werden kann.

24 CIVD, Presse-Information, "ECF diskutiert Trends", 8. Juni 2018


PROGNOSEBERICHT

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einem Konzernumsatz zwischen € 60 Mio. und € 64 Mio. sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten bereinigten EBIT. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass für die Umsatz- und Ergebnisplanung 2018 ein Durchschnittskurs CAD/EUR von 1,50 herangezogen wurde.

BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN

Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen" in den Erläuterungen zum Zwischenbericht.

NACHTRAGSBERICHT

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.

Brunnthal, den 21. August 2018

scroll
Dr. Peter Podesser Hans Pol Marcus Binder
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (Industry) Vorstand (Defense & Security)


ZWISCHENBERICHT NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS ZUM 30. JUNI 2018

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
VOM 1. JANUAR 2018 BIS 30. JUNI 2018

scroll




in €

1. HJ 2018 01.01. - 30.06. 1. HJ 2017 01.01. - 30.06. Q2 2018 01.04. - 30.06. Q2 2017 01.04. - 30.06.
Umsatzerlöse 30.860.467 26.305.852 14.102.413 13.193.833
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen - 20.289.164 - 18.363.345 - 9.438.604 - 8.895.823
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.571.303 7.942.507 4.663.809 4.298.010
Vertriebskosten - 5.443.996 - 4.971.008 - 2.761.366 - 2.461.508
Forschungs- und Entwicklungskosten - 1.694.712 - 2.054.781 - 872.851 - 1.146.704
Allgemeine Verwaltungskosten - 2.726.320 - 2.485.438 - 1.353.727 - 1.299.653
Sonstige betriebliche Erträge 333.489 197.058 124.964 26.222
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 148.015 - 149.806 - 8.646 - 122.063
Restrukturierungsaufwendungen - 394.715 0 0 0
Betriebsergebnis 497.034 - 1.521.467 - 207.817 - 705.697
Zinsen und ähnliche Erträge 5 7 3 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 402.929 - 451.772 - 183.001 - 228.644
Beteiligungsergebnis 0 22.868 0 22.868
Ergebnis vor Steuern 94.110 - 1.950.364 - 390.815 - 911.474
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 242.732 125.431 - 84.158 77.472
Konzernperiodenergebnis - 148.622 - 1.824.934 - 474.973 - 834.002
ERGEBNIS JE AKTIE



unverwässert - 0,02 - 0,20 - 0,05 - 0,09
verwässert - 0,02 - 0,20 - 0,05 - 0,09


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
VOM 1. JANUAR 2018 BIS 30. JUNI 2018

scroll




in €

1. HJ 2018 01.01. - 30.06. 1. HJ 2017 01.01. - 30.06. Q2 2018 01.04. - 30.06. Q2 2017 01.04. - 30.06.
Konzernperiodenergebnis - 148.622 - 1.824.934 - 474.973 - 834.002
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird



Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften - 127.350 - 229.419 151.811 - 187.395
Summe sonstiges Ergebnis - 127.350 - 229.419 151.811 - 187.395
Konzern-Gesamtergebnis der Periode - 275.972 - 2.054.353 - 323.162 - 1.021.397


Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.

Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

KONZERN-BILANZ
ZUM 30. JUNI 2018

Aktiva

scroll


in €

30.06.2018 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 25.863.083 21.849.419
Vorräte 7.759.775 7.939.322
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.085.591 7.798.627
Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden 505.106 913.114
Forderungen aus Ertragsteuern 2 0
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 923.844 504.338
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.303.146 4.408.398
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.620 285.620
Langfristige Vermögenswerte 13.115.458 12.684.463
Immaterielle Vermögenswerte 11.080.868 10.950.437
Sachanlagen 1.318.373 1.197.253
Finanzanlagen 71 71
Aktive latente Steuern 716.146 536.702
Aktiva 38.978.541 34.533.882


Passiva

scroll


in €

30.06.2018 31.12.2017
Kurzfristige Schulden 16.562.557 18.563.477
Steuerrückstellungen 2.313 51.509
Sonstige Rückstellungen 778.113 748.659
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.087.796 4.010.253
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen 12.640 15.184
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.229.805 5.520.020
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 16.761 40.442
Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden 274.942 191.353
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.405.824 5.399.603
Sonstige Verbindlichkeiten 2.754.363 2.586.454
Langfristige Schulden 4.281.212 2.075.623
Sonstige Rückstellungen 914.576 874.283
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 28.234 19.616
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.336.575 4.157
Sonstige Verbindlichkeiten 1.207.966 528.906
Passive latente Steuern 793.861 648.661
Eigenkapital 18.134.772 13.894.782
Gezeichnetes Kapital 10.249.612 9.659.456
Kapitalrücklage 79.497.706 75.475.155
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung - 944.271 - 816.921
Konzernbilanzverlust - 70.668.275 - 70.422.908
Passiva 38.978.541 34.533.882


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
VOM 1. JANUAR 2018 BIS 30. JUNI 2018

scroll



in €


01.01. - 30.06.2018 01.01. - 30.06.2017

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit


Ergebnis vor Steuern 94.110 - 1.950.364
+ Zinsergebnis 402.924 451.765
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 560.287 975.581
-/+ Ertrag/Aufwand aus SAR Plan/Transaktionsbonus 679.060 75.649
-/+ Änderung von Wertberichtigungen - 80.152 - 231.396
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 189.692 113.158

Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen 1.466.536 - 565.608
+/- Veränderung der Rückstellungen 60.615 - 30.188
+ Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1.513.003 71.219
-/+ Veränderung der Vorräte 259.874 - 361.729
+/- Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte - 41.071 - 281.528
-/+ Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 781.712 24.269
-/+ Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 262.365 50.301

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern 1.277.028 - 1.093.264
+/- Ertragsteuererstattungen/-zahlungen - 77.420 - 41.642

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.199.608 - 1.134.905

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

- Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten - 632.832 - 177.678
- Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte - 7.104 0
- Investitionen in Sachanlagen - 376.531 - 187.233
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 5 7
+ Einzahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung 0 - 620
+ Verkauf von Anlagevermögen 7.166 1

Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 1.009.296 - 365.522

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

+ Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung 4.220.000 0
- Kosten der Kapitalerhöhung - 130.960 0
- Tilgung von Finanzschulden - 1.509.199 - 329.244
+/- Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten 468.821 1.432.004
- Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 13.482 0
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 330.745 - 338.059

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.704.435 764.701

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.894.747 - 735.727

Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 - 533

Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten


Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 4.408.398 1.756.001

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 7.303.146 1.019.742





Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2.894.748 - 735.726


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
VOM 1. JANUAR 2018 BIS 30. JUNI 2018

scroll





in €

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Konzernbilanzergebnis Summe
Stand 01.01.2017 9.047.249 73.132.012 - 489.903 - 68.350.685 13.338.673
Konzern-Gesamtergebnis der Periode




Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2017


- 1.824.934 - 1.824.934
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung

- 229.419
- 229.419
Stand 30.06.2017 9.047.249 73.132.012 - 719.322 - 70.175.619 11.284.320
Konzern-Gesamtergebnis der Periode




Konzernperiodenergebnis 01.07. - 31.12.2017


- 247.289 - 247.289
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung

- 97.599
- 97.599
Kapitalerhöhung




Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente 450.780 2.114.727

2.565.507
Optionsanleihe - Eigenkapitalkomponente
928

928
Kapitalerhöhung 161.427 238.573

400.000
Kosten der Kapitalerhöhung
- 11.085

- 11.085
Stand 31.12.2017 9.659.456 75.475.155 - 816.922 - 70.422.908 13.894.782
Konzern-Gesamtergebnis der Periode




Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2018


- 148.619 - 148.619
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung

- 127.350
- 127.350
Effekt durch Erstanwendung IFRS 9


- 96.747 - 96.747
Kapitalerhöhung




Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente 90.156 433.511

523.667
Optionsanleihe - Eigenkapitalkomponente




Kapitalerhöhung 500.000 3.720.000

4.220.000
Kosten der Kapitalerhöhung
- 130.960

- 130.960
Stand 30.06.2018 10.249.612 79.497.706 - 944.272 - 70.668.274 18.134.772


ERLÄUTERUNGEN ZUM ZWISCHENBERICHT DER SFC ENERGY AG

Informationen zum Unternehmen

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet (WKN 756857, ISIN: DE0007568578).

Grundlagen der Rechnungslegung

Dieser Zwischenbericht wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze der Gesellschaft, die dem Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr zugrunde lagen, wurden auch für den Zwischenabschluss berücksichtigt.

Die Erstellung des Zwischenberichts der SFC Energy AG für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" als verkürzter Abschluss. Der verkürzte Abschluss enthält nicht alle für den Abschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebene Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.

Zusätzlich zu den am 31. Dezember 2017 berücksichtigten Standards und Interpretationen wurden die neuen Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erstmalig in der aktuellen Berichtsperiode angewendet.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 "Finanzinstrumente" enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht finanziellen Posten. Damit wurde die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.

Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.

Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.

Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Die im Konzern bestehenden Optionsschuldverschreibungen und Darlehen wurden der Kategorie Amortized Cost zugeordnet.

Der Konzern passte das auf finanzielle Vermögenswerte anzuwendende Wertminderungsmodell zum 1. Januar 2018 an die Anforderungen des IFRS 9 an. Der Standard ersetzt dabei das Modell der eingetretenen Verluste des IAS 39 mit einem zukunftsorientierten Modell, dem Modell der erwarteten Kreditausfälle. Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf Grundlage gewichteter Wahrscheinlichkeiten bestimmt.

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9 entschied sich die SFC Energy AG dazu, keine rückwirkende Anpassung vergangener Perioden vorzunehmen. Stattdessen erfolgte eine Neubewertung der Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Januar 2018 entsprechend des Wertminderungsmodells nach IFRS 9.

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ergab sich ein Gesamteffekt auf den Konzernbilanzverlust zum 1. Januar 2018 i. H. v. € 96.747 (inkl. dem Effekt aus latenten Steuern).

ERLÄUTERUNG ZUR ÄNDERUNG DER RECHNUNGSLEGUNG FÜR FINANZINSTRUMENTE in €

scroll

Urprüngliche Bewertungskategorien und Buchwerte nach IAS 39 (31.12.2017)
Neue Bewertungskategorien und
Buchwerte nach IFRS 9 (01.01.2018)

Kredite und
Forderungen
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete
Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum
beizulegenden
Zeitwert bewertete
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete Schulden
Neubewertung
durch IFRS 9
(01.01.2018)
Erfolgswirksam
zum Fair
Value (GuV)
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
4.408.398




Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
mit Verfügungsbeschränkung
285.620




Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
7.798.627


- 133.224
Sonstige Vermögenswerte
und Forderungen
-kurzfristig
11.828




Sonstige Vermögenswerte
und Forderungen
-langfristig


0

0
Beteiligung SFC
Energy Inc.

71



Gesamtvermögen 12.504.473 71 0 0 - 133.224 0
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten



4.010.253

Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen



5.520.020

Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing



60.058

Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten



4.157

Sonstige Verbindlichkeiten
- kurzfristig



152.101

Sonstige
Finanzverbindlichkeiten



5.399.603

Gesamtverbindlichkeiten 0 0 0 15.146.192 0 0


scroll

Neue Bewertungskategorien und Buchwerte nach IFRS 9 (01.01.2018)

Erfolgsneutral zum Fair Value (OCI) Fortgeführte Anschaffungskosten Auswirkungen auf den Konzernbilanzverlust zum 01.01.2018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
4.408.398
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung
285.620
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
7.665.403 - 133.224
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -kurzfristig
11.828
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -langfristig
0
Beteiligung SFC Energy Inc. 71 0
Gesamtvermögen 71 12.371.249 - 133.224
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4.010.253
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.520.020
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
60.058
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
4.157
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig
152.101
Sonstige Finanzverbindlichkeiten
5.399.603
Gesamtverbindlichkeiten 0 15.146.192 0


Folgende Tabelle stellt die Endsalden der Wertminderungen zum 31. Dezember 2017 dem Anfangsbestand der Wertminderungen zum 1. Januar 2018 gegenüber:

scroll


in €

Wertminderungen zum 31.12.2017 Wertminderungen zum 01.01.2018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 445.117 - 578.341
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig

Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig

Beteiligungen


IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Mit IFRS 15 wird ein umfassender Rahmen für die Feststellung geschaffen, ob und in welchem Umfang sowie zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der neue Standard ersetzt IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und die dazugehörigen Interpretationen.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den vorher gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde.

Der Konzern hat sein Implementierungsprojekt für die Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden abgeschlossen. Die wesentlichen relevanten Verträge wurden einer Prüfung unterzogen, ob die Voraussetzungen des IFRS 15 erfüllt sind und welche Auswirkungen sich durch die Anwendung des IFRS 15 ergeben. Basierend auf dieser Analyse zum 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2018 ergaben sich für die überwiegende Mehrzahl der Deals durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Änderungen zur bisherigen Bilanzierungsmethode und somit keine Effekte auf den Konzernbilanzverlust zum 1. Januar 2018.

Der Konzern hat keine weiteren neuen oder geänderten Standards und Interpretationen vorzeitig angewandt, deren Anwendung trotz der Veröffentlichung noch nicht verpflichtend ist.

Der Zwischenbericht ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenbericht erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Zwischenabschluss wurde vom Abschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden

Sofern die angefallenen Kosten der im Quartalsabschluss noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Vermögenswert aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen.

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von € 505.106 (31. Dezember 2017: € 913.114) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von € 274.942 (31. Dezember 2017: € 191.353) ausgewiesen.

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen

Zum Stichtag weist die Gesellschaft sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen von € 923.844 aus (31. Dezember 2017: € 504.338). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Umsatzsteuerforderungen auf € 307.641 (31. Dezember 2017: € 77.638) und einen Anstiegs der übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen auf € 321.169 (31. Dezember 2017: € 199.775) zurückzuführen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die Vorstände Herrn Dr. Podesser, Herrn Pol und Herrn Binder. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Plan".

Stock Appreciation Rights Plan

Im Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den Vorständen ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Ziel des Plans ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Rahmen der neuen Vorstandsverträge ggü. Hr. Pol weitere SAR gewährt.

Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).

Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter Wertpapierbörse.

Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.

Die SAR haben sich im Jahr 2018 wie folgt entwickelt:

scroll

Tranche HP1 Tranche HP2 Tranche HP3 Tranche PP2 Tranche MB1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) 90.000 180.000 180.000 360.000 180.000
Maximale Laufzeit (in Jahren) 7,00 7,00 7,00 7,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2018 ausstehende SAR (01.01.2018) 7.500 60.000 0 360.000 180.000
In der Berichtsperiode 2018




gewährte SAR 0 0 180.000 0 0
verwirkte SAR 0 0 0 60.000 30.000
ausgeübte SAR 0 0 0 0 0
verfallene SAR 0 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2018 ausstehende SAR (30.06.2018) 7.500 60.000 180.000 300.000 150.000
Am Ende der Berichtsperiode 2018 ausübbare SAR (30.06.2018) 7.500 0 0 0 0


Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2018 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

scroll

Tranche HP1 Tranche HP2 Tranche HP3 Tranche PP2 Tranche MB1
Bewertungszeitpunkt 30.06.2018 30.06.2018 30.06.2018 30.06.2018 30.06.2018
Restlaufzeit (in Jahren) 2,50 4,00 7,00 5,75 5,67
Volatilität 49,19 % 45,56 % 41,10 % 32,60 % 42,18 %
Risikoloser Zinssatz - 0,46 % - 0,20 % 0,16 % - 0,01 % - 0,02 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis € 1,00 € 1,00 € 1,00 € 1,00 € 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt € 8,56 € 8,56 € 8,56 € 8,56 € 8,56


Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 30.06.2018 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2018 und 2019.

Zum 30. Juni 2018 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 1.207.966 (davon € 940.113 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2017: € 528.906; davon € 450.725 langfristig). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt € 679.060 (Vorjahreszeitraum € 75.649).

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:

scroll


in €

01.01. - 30.06.2018 01.01. - 30.06.2017
Personalkosten 3.640.313 3.167.797
Abschreibungen 102.016 459.825
Werbe- und Reisekosten 586.376 437.789
Beratung/Provision 200.258 310.471
Materialaufwand 116.846 32.347
Übrige 798.186 562.779
Summe 5.443.996 4.971.008


Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:

scroll


in €

01.01. - 30.06.2018 01.01. - 30.06.2017
Personalkosten 1.458.010 1.196.561
Beratung und Patente 394.274 400.548
Raumkosten 128.024 194.981
Übrige Abschreibungen 46.532 172.011
Materialaufwand 177.092 159.508
Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 0 587
Übrige 130.465 134.508
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen - 6.853 - 26.244
Aktivierung als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 632.832 - 177.678
Summe 1.694.712 2.054.781


Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:

scroll


in €

01.01. - 30.06.2018 01.01. - 30.06.2017
Personalkosten 1.461.739 1.297.636
Prüfungs- und Beratungskosten 339.865 249.080
Investor Relations/Hauptversammlung 176.778 169.051
Versicherung 95.486 96.361
Abschreibungen 77.398 65.861
Kfz-Kosten 41.305 61.550
Reisekosten 71.809 90.108
Aufsichtsratsvergütung 56.250 56.250
Wartungskosten für Hard- und Software 25.128 33.143
Übrige 383.381 374.246
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen - 2.819 - 7.849
Summe 2.726.320 2.485.438


Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten sechs Monaten 2018 im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von € 82.350 (Vorjahr: € 46.756) sowie Versicherungserstattungen in Höhe von € 223.020 (Vorjahr: € 102.602) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den ersten sechs Monaten 2018 im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von € 148.015 (Vorjahr: € 149.805).

Ertragsteuern

Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2017 erfolgt der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann.

Segmentbericht

Die Segmentierung wurde an die Steuerung des Konzerns ab dem Geschäftsjahr 2018 angepasst, die sich an den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns orientiert.

Dies sind die Märkte Clean Energy & Mobility, Defense & Security, Oil & Gas sowie Industry.

Für die interne Ausrichtung auf die Kernmärkte "Oil & Gas", "Industry", "Clean Energy & Mobility" und "Defense & Security" sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA).

Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt dar:

scroll






in €
Segment Umsatzerlöse Bruttoergebnis vom Umsatz EBITDA

2018 01.01. - 30.06. 2017 01.01. - 30.06. 2018 01.01. - 30.06. 2017 01.01. - 30.06. 2018 01.01. - 30.06. 2017 01.01. - 30.06.
Oil & Gas 12.171.803 11.687.027 3.612.505 2.717.647 920.095 - 80.084
Industry 8.309.599 7.626.368 2.440.166 2.610.333 8.278 657.064
Clean Energy & Mobility 4.731.600 5.567.674 1.873.963 1.969.257 - 457.219 - 188.956
Defense & Security 5.647.466 1.424.783 2.644.670 645.270 586.169 - 933.909
Summe 30.860.467 26.305.852 10.571.303 7.942.507 1.057.322 - 545.885
Abschreibung



- 560.288 - 975.581
Betriebsergebnis (EBIT)



497.034 - 1.521.467


Im Segment "Defense & Security" erzielt die SFC Energy AG Umsätze im Markt Verteidigung & Sicherheit. Zum Markt Verteidigung & Sicherheit gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden.

Das Segment "Clean Energy & Mobility" ist stark diversifiziert. Zum einen gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Zum anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt über etablierte Handelskanäle kompakte Brennstoffzellengeneratoren als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an.

Im Segment "Industry" entwickelt und produziert PBF hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme.

Im Segment "Oil & Gas" ist Simark als spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie tätig.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

scroll





in €

Segment

Clean Energy & Mobility Industry Defense & Security Oil & Gas Summe
Regionen




Nordamerika 74.469 59.418 51.256 12.171.803 12.356.946
Europa (ohne Deutschland) 2.931.003 6.727.705 249.735
9.908.443
Deutschland 974.900 1.270.380 3.924.538
6.169.818
Asien 701.337 243.879 1.137.745
2.082.961
Rest der Welt 49.891 8.217 284.191
342.299
Summe 4.731.600 8.309.599 5.647.465 12.171.803 30.860.467
Produktlinien




Brennstoffzellen und Zubehör 4.731.600
5.647.465 1.203.338 11.582.403
Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie


10.968.465 10.968.465
Stromversorgungssysteme
8.309.599

8.309.599
Summe 4.731.600 8.309.599 5.647.465 12.171.803 30.860.467
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung




Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern 4.731.600 8.309.599 5.336.310 9.322.147 27.699.656
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/Erbringung von Dienstleistungen 0 0 311.155 2.849.656 3.160.811
Summe 4.731.600 8.309.599 5.647.465 12.171.803 30.860.467


Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 sind keine Vorjahresangaben verfügbar.

BUCHWERTE LAUT KONZERN-BILANZ in €

scroll

30.06.2018
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.085.591
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 923.844
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.303.146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.620
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Beteiligung SFC Energy Inc. 71
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.087.796
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.229.805
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44.996
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.266
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 2.754.363
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.738.133


Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind. Der beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten im August 2017 emittierten Optionsschuldverschreibung beträgt zum Stichtag € 1.775 und der beizulegende Zeitwert des Darlehens beträgt € 3.735.514.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen.

Die Zuordnung zu den Fair Value-Ebenen stellt sich wie folgt dar:

FAIR VALUE-EBENEN in €

scroll

30.06.2018

Level 1 Level 2 Summe
Finanzielle Vermögenswerte


zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 9.085.591 9.085.591
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 0 923.844 923.844
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 7.303.146 7.303.146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 0 285.620 285.620
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte


Beteiligung SFC Energy Inc. 0 71 71
Finanzielle Schulden


zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden


Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4.087.796 4.087.796
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 6.229.805 6.229.805
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 44.996 44.996
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 4.266 4.266
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 3.738.133 3.738.133
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 0 2.754.363 2.754.363


Die Beteiligung an der SFC Inc. wurde unter IFRS 9 der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte" zugeordnet. Eine Fair Value Bewertung zum Zwischenabschluss 30. Juni 2018 ist aus Wesentlichkeitsgründen nicht erfolgt, stattdessen erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Gruppe der nahestehenden Personen und Unternehmen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 nicht geändert. Im ersten Halbjahr 2018, fielen wie im ersten Halbjahr 2017 keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen an.

Mitarbeiter

Zum Stichtag beschäftigte SFC die folgenden Mitarbeiter:

scroll

30.06.2018 30.06.2017
Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) 234 222
Angestellte in Teilzeit 31 28
Summe 265 250


Darüber hinaus waren Ende Juni 2018 insgesamt 7 (Vorjahr: 5) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die zum Stichtag 30. Juni 2018 ausstehenden Anteile (10.249.612 Aktien; 30. Juni 2017: 9.047.249 Aktien) haben sich während des ersten Halbjahres 2018 um 590.156 Aktien erhöht, zum einen durch die Wandlung der letzten Tranche der Wandelschuldverschreibung im Januar 2018 sowie zum anderen durch die im Juni 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Grundsätzlich liegen aufgrund der Emission des Optionsdarlehens Verwässerungseffekte vor, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC vor. Zum 30. Juni 2018 sind das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie jedoch aufgrund des Vorliegens eines Verwässerungsschutzes identisch, da die Umwandlung in Stammaktien den Verlust je Aktie aus dem laufenden Geschäft reduzieren würde.

Veränderungen des Vorstandes

Im ersten Halbjahr 2018 gab es keine Änderungen im Vorstand der SFC Energy AG.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es bestanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2018.

Brunnthal, den 21. August 2018

Der Vorstand

scroll
Dr. Peter Podesser Hans Pol Marcus Binder
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (Industry) Vorstand (Defense & Security)


VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Brunnthal, den 21. August 2018

scroll
Dr. Peter Podesser Hans Pol Marcus Binder
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (Industry) Vorstand (Defense & Security)