SFC Energy AGBrunnthalHalbjahresbericht_2020KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTVOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell des KonzernsOrganisatorische Struktur des Konzerns und Standorte Der Konzern (SFC Konzern) besteht aus der SFC Energy AG, Brunnthal (SFC), der PBF
Group B. V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen in Rumänien (PBF) sowie
der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark). Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen Der Vorstand steuert den Konzern nach den Segmenten "Defense & Security", "Industry",
"Oil & Gas" sowie "Clean Energy & Mobility". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit
den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns. Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und
Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige
und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie,
die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden
Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere
Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen
Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische
Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen.
SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich
von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten. Im Segment "Defense & Security" erzielt die SFC Energy AG Umsätze im Markt Verteidigung
& Sicherheit. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen
von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen
die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, den SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen.
Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge
mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements)
sowie weitere Dienstleistungsumsätze erwirtschaftet. Das Segment "Clean Energy & Mobility" ist stark diversifiziert. Zum einen gehören
dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische
Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu
zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im
Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt
über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren
unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten
an. Produkte aus dem Bereich H2-Brennstoffzellentechnologie werden dem Segment "Clean
Energy & Mobility" zugeordnet. Die High Power-Plattform von PBF Group B. V., dem Unternehmen der SFC in den Niederlanden
und Rumänien, ermöglicht die zuverlässige qualitative Aufbereitung von Netzstrom exakt
nach den spezifischen Anforderungen der Anlage. Die Power Supplies passen die elektrischen
Leistungen modular an die jeweils von der Anlage benötigte Energie an. Die PBF Group
setzt anspruchsvolle Kundenanforderungen auf Basis der eigenentwickelten PBF Technologie
um. Diese kompakte, skalierbare Power Supply-Technologie bietet maximale Flexibilität
in der Entwicklung und Herstellung standardisierter und semistandardisierter Hochleistungs-
und Hochpräzisions-Power Supplies für anspruchsvolle Industrieanwendungen, z. B. in
der Lasertechnologie und anderen Hightech-Industriebereichen. Der Vertrieb der Produkte
erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend durch Direktvertrieb.
PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment "Industry". Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen
für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in
der Öl & Gas-Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten
Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung
und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik
für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas-Industrie, sowie in den Märkten Bergbau,
Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte
über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden grundsätzlich dem Segment "Oil
& Gas" zugeordnet. Soweit es sich um Umsätze mit Brennstoffzellen mit Kunden, die
nicht der Öl & Gas- Industrie zuzuordnen sind, erfolgt die Zuordnung zum Segment "Clean
Energy & Mobility". Ziele und Strategien Der SFC Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in
Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt
wird in Zukunft ausschließlich auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen
liegen. Brennstoffzellen auf Basis Methanol, aber auch H2-Brennstoffzellentechnologie
sind dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. Forschung und EntwicklungDie Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der SFC waren im ersten Halbjahr 2020 folgende:
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenCorona-Pandemie stellt die Weltkonjunktur auf den Kopf Die Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie
weltweit eingebrochen. Zum Jahresende 2019 stellte sich die Lage noch anders dar:
Anzeichen einer Wiederbelebung des Verarbeitenden Gewerbes und ein stabil expandierender
Dienstleistungshandel waren zu beobachten. Die globale Ausbreitung von COVID-19 seit
den ersten Infektionen in China Anfang Dezember 2019 trübte die positiven Aussichten
jedoch ein. Spätestens seit März 2020 wurden in nahezu allen Ländern staatliche Maßnahmen
ergriffen, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Die Eindämmungsmaßnahmen ähnelten sich
qualitativ, wurden aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt und waren in Bezug
auf Dauer und Intensität heterogen. Die Industrieproduktion brach ab Januar in China,
ab Februar in anderen asiatischen Ländern und ab März in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften
deutlich ein. Im April 2020 lag die weltweite Industrieproduktion um 22 % unter dem
bereits deutlich eingebrochenen Wert vom März 2020. Damit wurde auch der Welthandel
spürbar beeinträchtigt und ging im ersten Quartal 2020 um etwa 2,5 % zurück. Der Lockdown
sowie das vorsichtigere Verbraucherverhalten führten zum Einbruch des privaten Konsums.
Für das Gesamtjahr 2020 geht die Weltbank von der schwersten Rezession seit dem Zweiten
Weltkrieg aus und prognostiziert, dass die globale Wirtschaftsleistung um 5,2 % schrumpfen
wird.1 Im ersten Halbjahr 2020 ist die weltwirtschaftliche Aktivität infolge der Covid-19-Pandemie
insgesamt um annähernd 10 % gesunken. Der Tiefpunkt scheint jedoch inzwischen überwunden,
in China hat die Wirtschaft sogar einen Teil des Produktionseinbruchs vom Januar und
Februar wieder wettgemacht. Unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung der Pandemie
eine nachhaltige und weitgehende Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen erlaubt, und dank
massiver Unterstützung durch die Geld- und Finanzpolitik, dürfte die gesamtwirtschaftliche
Produktion in der zweiten Hälfte 2020 kräftig zunehmen. Obwohl der Tiefpunkt der Weltproduktion
bereits im April erreicht worden sein dürfte, rechnet das ifw im Durchschnitt des
laufenden Jahres mit einem Rückgang von 3,8 %, der mit Abstand stärkste Einbruch der
vergangenen 70 Jahre.2 Deutsche Konjunktur in tiefster Rezession der Nachkriegszeit Das ifo-Institut geht in seiner Konjunkturprognose Sommer 2020 davon aus, dass das
Bruttoinlandsprodukt nach einem Rückgang im ersten Vierteljahr 2020 in Höhe von 2,2
% im zweiten Vierteljahr noch einmal um schätzungsweise 11,9 % geschrumpft ist. Die
Corona-Pandemie und der Lockdown haben die deutsche Wirtschaft damit in die mit Abstand
tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte gestürzt. Als Folge der deutlich sinkenden
Neuinfektionszahlen wurden die staatlichen Eindämmungsmaßnahmen gelockert und für
manche Wirtschaftsbereiche ganz aufgehoben. Das ifo-Institut sieht die konjunkturelle
Talfahrt in Deutschland damit als gestoppt und eine Erholung der wirtschaftlichen
Aktivität als sicher. Die Wirtschaftsleistung wird im Jahresdurchschnitt 2020 voraussichtlich
um 6,7 % niedriger sein als im Jahr 2019. 2021 wird sich die Erholung fortsetzen und
das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 6,4 % wachsen.3
1
ifo-Institut Konjunkturprognose Sommer 2020, Sonderausgabe Juli 2020 https://www.ifo.de/DocDL/sd-2020-07-2020-Sonderausgabe-Juli.pdf Segment Oil & Gas Zur Darstellung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen die SFC Energy
Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten
und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) tätig ist, werden Daten zu den
internationalen Öl- und Gasmärkten herangezogen. Die Corona-Krise hat einen deutlichen Nachfrageeinbruch auf dem Rohölmarkt verursacht.
Als Folge der globalen Eindämmungsmaßnahmen ist die Mobilität, die weltweit 57 % der
Ölnachfrage verursacht, in einem bisher noch nie dagewesenen Ausmaß zurückgegangen.
Der Transport auf der Straße betrug noch zwischen 50 % und 75 % im Vergleich zu 2019,
der Luftverkehr ging in einigen europäischen Ländern um mehr als 90 % zurück.4 Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat deshalb zur Stabilisierung
des Ölmarkts ihre Ölproduktion von April bis Juli 2020 um 9,7 Millionen Barrel (je
159 Liter) pro Tag gekürzt. Dennoch ist der Preis für UK Brent, der wichtigsten Rohölsorte
für Europa, pro Barrel dramatisch gesunken. Während das 159 Liter-Fass im Februar
noch mehr als 55 USD/B kostete, sanken die Preise bis auf 18,4 USD/B im April und
29,4 USD/B im Mai 2020, stiegen jedoch im Juni wieder bis auf 39,3 USD/B.5 Auch der Gasverbrauch ging zurück. In Europa sank er im ersten Quartal 2020 um 2,6
% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Allerdings lag das auch am milden Wetter in den
ersten drei Monaten des laufenden Jahres.6 Kanada In Kanada, dem zweitgrößten Flächenstaat der Erde sowie dem Kernmarkt des SFC-Unternehmens
Simark Controls, wächst die Ölindustrie zwar weiterhin, aber nicht mehr so stark wie
bisher angenommen. Mit rund 170 Milliarden Barrel verfügt Kanada über 10 % des weltweiten
Ölvorkommens und weist damit nach Venezuela (304 Mrd. Barrel) und Saudi-Arabien (298
Mrd. Barrel) den drittgrößten Ölbestand weltweit auf.7 In seinem Crude Oil Forecast gibt der kanadische Industrieverband CAPP (Canadian
Association of Petroleum Producers) nur eine eingeschränkt positive Perspektive für
die kanadische Ölförderung von 2019 bis 2035. Obwohl die Produktion bis 2035 um 1,27
Millionen Barrel pro Tag (b/d) steigen soll, liegt die Wachstumsrate etwa 6 % unter
der CAPP-Prognose von 2018. Ein Ölpreis unter € 60 begrenzt neue Investitionen in Pipeline-Ausrüstungen und minimiert
damit auf der einen Seite die Chance für SFC, verlorene Umsätze von Großkunden in
absehbarer Zeit zurückzugewinnen. Auf der anderen Seite führt die Optimierung des
SFC-Produktmixes innerhalb des Segmentes Öl & Gas, die aus einem steigenden Anteil
von Brennstoffzellen-Volumina resultiert, zur Verbesserung der Umsatzerlöse und der
Rentabilität. Darüber hinaus fokussiert sich SFC zunehmend auf den Ausbau des Segmentes
Clean Energy & Mobility, angetrieben insbesondere durch die steigende Nachfrage nach
sauberer Energie in den Bereichen Windkraft, Überwachung, aber auch Telekommunikation
(5G-Infrastuktur).
4
IEA - Global Energy Review 2020; https://www.iea.org/reports/global-energy-review-2020/oil#abstract Segment Clean Energy & Mobility Für das Segment Clean Energy & Mobility wird insbesondere die Entwicklung in der
Brennstoffzellenindustrie in Betracht gezogen. Brennstoffzellen Die Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen ist eine der zentralen Herausforderungen
des 21. Jahrhunderts. Um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen und
die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen, sind dramatische Veränderungen in der
Art und Weise erforderlich, wie Energie erzeugt, verteilt und gespeichert wird. Vor
diesem Hintergrund dürfte das deutlich wiedererstarkte Interesse an der umweltfreundlichen
Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie weiter anhalten. Im Vergleich zu konventioneller
Technologie können diese die Emissionen drastisch reduzieren. Wasserstoff und Brennstoffzellen
dürften daher ihre Rolle als Schlüsseltechnologien in den kommenden Jahren festigen
und von einem weiteren deutlichen Bedeutungszuwachs profitieren, da sie saubere Energie
speicher- und transportierbar machen und diese den Abnehmern dezentral zur Verfügung
stellen. Der dynamisch wachsende Markt birgt signifikante wirtschaftliche Potenziale. Laut
Prognosen von Roland Berger werden europäische Unternehmen im Jahr 2030 Umsätze von
bis zu € 65 Mrd. in Europa und weiteren € 65 Mrd. auf den weltweiten Märkten im Bereich
Wasserstoff und Brennstoffzellen erzielen. Allein im Bereich Wasserstoff wird bis
2050 eine Verzehnfachung der jährlichen Nachfrage gegenüber 2015 auf rund 21.700 TWh
prognostiziert, was rund 18 % des zu diesem Zeitpunkt erwarteten globalen Endenergieverbrauchs
entspricht.8 Mit dem Marktwachstum dürfte eine fortschreitende Industrialisierung der Produktion
und somit eine signifikante Reduktion der Kosten einhergehen, was die Wettbewerbsfähigkeit
der Technologie weiter erhöhen dürfte. Nach Schätzungen des Hydrogen Council werden
im Verlauf des weiteren Ausbaus der Wasserstoffproduktion, -verteilung, -ausrüstung
und -komponentenherstellung die Kosten für eine Vielzahl von Anwendungen bis 2030
voraussichtlich um bis zu 50 % sinken.9 In der öffentlichen Wahrnehmung steht vor allem das Thema Mobilität und hier insbesondere
das Wasserstoff-Auto im Mittelpunkt zur Verlängerung der Reichweiten von E-Fahrzeugen.
Darüber hinaus existiert eine Vielzahl zukunftsträchtiger Anwendungsfälle. Ein wichtiger
Treiber für die dynamische Marktentwicklung ist die Zunahme dezentraler Mess-, Sicherheits-,
und Überwachungssysteme, Funkstationen und Telekommunikationsanlagen, die - oft fernab
von jeglichem Stromnetz - immer größere Datenmengen verarbeiten müssen und daher eine
zuverlässige, umweltfreundliche und dezentrale Stromversorgung benötigen. Die Brennstoffzelle
als Strom- und Notstromquelle bietet sich insbesondere für industrielle Anwendungen
an, zum Beispiel in der Bahn- und Verkehrsüberwachung, in Rechenzentren und Umspannwerken
sowie in der Telekommunikationstechnik. So führt die Einführung der 5G-Technologie
im Telekommunikationsmarkt dazu, dass künftig deutlich mehr Mobilfunk- und Repeater-Stationen
betrieben werden müssen. Hier ist SFC AG mit den Jupiter-Brennstoffzellensystemen
hervorragend positioniert. Um die Potenziale der Wasserstofftechnologien zu heben und die Energiewende als Kombination
aus Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit erfolgreich zu
etablieren, hat die Bundesregierung im Juni dieses Jahres die Nationale Wasserstoffstrategie
verabschiedet. Das Ziel besteht darin, den Markthochlauf der Technologie - insbesondere
des sogenannten grünen Wasserstoffs - bis 2023 zu forcieren, die nationale Versorgung
mit CO2-freiem Wasserstoff zu gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen
in diesem Markt zu stärken. Dazu wird die Bundesregierung in den kommenden Jahren
€ 9 Mrd. investieren und 38 Einzelmaßnahmen umsetzen.
8
file:///C:/Users/ACER/Downloads/roland_berger_wasserstoff_und_brennstoffzellenindudstrie.pdf Für SFC Energy ergeben sich hieraus positive Impulse, die die Zielsetzung der Geschäftstätigkeit
unterstützen, die gesamte Wertschöpfungskette der Erzeugung, Speicherung und des Transports
von sauberer Energie mithilfe der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie weiterzuentwickeln.
Als Brennstoffzellen-Pionier verfügt SFC Energy über langjähriges Know-how und ist
bereits in vielen Märkten mit mehr als 45.000 verkauften Brennstoffzellen und mehr
als 100 Millionen Betriebsstunden vertreten. Es ist zu erwarten, dass Bereiche wie
der 5G-Infrastruktur-Ausbau sowie die Entwicklung moderner, umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte
durch das Konjunkturpaket an Dynamik gewinnen. Reisemobile Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen erreichten im ersten Halbjahr 2020 einen
Rekordwert von knapp 55.000 Fahrzeugen, also rund 4 % mehr als in der ersten Jahreshälfte
2019. Der Juni hatte daran mit einem Plus von fast 50 % einen großen Anteil. Die Vorteile
von Freizeitfahrzeugen liegen gerade in der Corona-Pandemie auf der Hand: Da man individuell
und nur mit den Personen des eigenen Haushaltes verreisen kann und durch die eigenen
Schlaf-, Wohn-, Koch- und Sanitärmöglichkeiten ist man weitestgehend autark. Das macht
Caravaning zu einer der sichersten Urlaubsformen. Nach Angaben des Caravaning Industrie
Verbands (CIVD) stiegen die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen im Berichtszeitraum
im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres um 3,7 %. Von Januar bis Juni wurden
insgesamt 39.627 Reisemobile neu zugelassen. Das sind 12,0 % mehr als im selben Zeitraum
des Vorjahres und ein neuer Allzeitbestwert. Die Neuzulassungen von Caravans (14.812
Einheiten) lagen insgesamt im ersten Halbjahr 2020 13,5 % hinter dem Halbjahresergebnis
2019 zurück. Allerdings stiegen die Caravan-Neuzulassungen im Juni um 20,0 % gegenüber
dem Juni 2019 auf 3.572 Fabrikate. Im Mai 2020 hatte der Caravan-Markt noch mit 15,8
% im Minus gelegen. Die Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte könnte
einen zusätzlichen Kaufanreiz bei den Freizeitfahrzeugen schaffen.10 Segment IndustryLeistungselektronik und Schaltnetzteile Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen die SFC
Energy Tochtergesellschaft PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile),
wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic
components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverbandes Elektrotechnik
und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen. Die Kernprodukte des Segmentes
Industry sind Spannungswandler für mehrere Industriekunden im Laser- und Halbleitergeschäft,
aber auch im Gesundheitswesen. Der ZVEI erwartete bereits 2019 in seinem Weltmarktausblick für die Elektroindustrie
ein sich abschwächendes Branchenwachstum von 3 % im Jahr 2020 (2019: 4 %). Im Januar
des laufenden Jahres gab der ZVEI bekannt, für 2020 allenfalls mit einer stabilen
Entwicklung der Produktion in der deutschen Elektroindustrie im Vergleich zum Vorjahr
zu rechnen.11 Aufgrund der Corona-Pandemie und den durch den Lockdown bedingten wirtschaftlichen
Einschränkungen büßte der aggregierte Branchenumsatz in Deutschland in den ersten
fünf Monaten dieses Jahres 9,4 % gegenüber Vorjahr ein und kam auf € 70,8 Mrd. Die
Inlands- (minus 9,1 % auf € 33,4 Mrd.) und Auslandserlöse (minus 9,5 % auf € 37,4
Mrd.) fielen hier in etwa mit gleicher Rate. Die Stimmungsindikatoren für Juni lassen
jedoch hoffen, dass die Talsohle bereits durchschritten wurde. So haben die Unternehmen
der deutschen Elektroindustrie zuletzt ihre Produktionspläne nach oben revidiert.
Auch die allgemeinen Geschäftserwartungen in der Branche verbesserten sich zuletzt.12
10
https://www.civd.de Der Fachverband PCB and Electronic System des ZVEI konnte im Segment der Leiterplattenhersteller
in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) im ersten Quartal 2020 einen
Zuwachs von 16,1 % verzeichnen und entzog sich damit dem allgemeinen Branchentrend.
Das Wachstum ist jedoch auch dem deutlichen Umsatzrückgang Ende des vergangenen Jahres
geschuldet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 steht ein Minus von 7,5 % in den
Büchern.13 Die mit dem Wachstum verbundene positive Entwicklung im ersten Quartal 2020 ist somit
einer Sondersituation zuzuschreiben. Im Bereich der Mikroelektronikindustrie blieb
der Weltmarkt im ersten Quartal 2020 jedoch weitgehend stabil. In Bereichen der Medizintechnik
und Homeoffice-Applikationen wird Mikroelektronik weiterhin stark nachgefragt. Die mittel- bis langfristigen Aussichten für elektronische Bauelemente und Baugruppen
stellen sich positiv dar, da sie einen wesentlichen Beitrag zum technischen Fortschritt
im Zuge der Industrie 4.0 und weiteren Digitalisierungstrends in diversen Branchen
leisten. So prognostiziert der ZVEI für 2024 auf dem Halbleitermarkt einen globalen
Umsatz von 532 Milliarden USD und bis dahin 5,2 % jährliches Durchschnittswachstum
der Branche, wobei Amerika und Asien (exklusive China) mit 7,1 % und 6,3 % überdurchschnittlich
hohes Wachstum aufweisen. Auf der Nachfrageseite wird Asiens Anteil (inkl. China)
am Mikroelektronikmarkt im Jahr 2024 rund 341 Milliarden USD 62 % betragen, wobei
China mit 183 Milliarden USD allein 33 % halten wird.14 SFC Energy bietet über seine Tochtergesellschaft PBF Group für die komplexen Stromversorgungsanforderungen
von Halbleiterherstellungsanlagen hocheffiziente und kostenattraktive Lösungen. Die
PBF Group entwickelt, produziert und vertreibt extrem zuverlässige, standardisierte
und semistandardisierte Powerplattformlösungen für die hochdynamischen Anforderungen
Halbleiterherstellungsanlagen, Analytik-Anwendungen und andere Hightech-Industriesysteme.
Die Produktlösungen von PBF kommen auch im Bereich von Laserherstellungsanlagen zum
Einsatz. Der Branchenverband VDMA, in dem auch die Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme
angesiedelt ist, geht nach den Ergebnissen einer aktuellen Mitgliederbefragung davon
aus, dass 60 % ihrer Mitglieder 2021 wieder Umsatzsteigerungen erzielen werden. Knapp
die Hälfte der befragten Unternehmen erwartet für 2020 jedoch Umsatzeinbußen von 10
bis 30 %.15 Segment Defense & Security Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung des Segmentes "Defense & Security"
wird der Markt Verteidigung & Sicherheit herangezogen. Die globalen Militärausgaben sind im Jahr 2019, nach Angaben des Stockholm International
Peace Research Insitute SIPRI, so stark angestiegen wie seit 10 Jahren nicht mehr.16 1,917 Billionen USD oder 2,2 % der globalen Wirtschaftsleistung gaben die Staaten
im vergangenen Jahr weltweit für Rüstung aus. Das Plus von 3,6 % im Vergleich zu 2018
ist gleichzeitig die größte Steigerungsrate seit 2010. Die USA nehmen mit den mit
Abstand höchsten Militärausgaben in der Welt (732 Milliarden USD) den Spitzenplatz
ein. Diese Summe entspricht 38 % aller weltweiten Rüstungsausgaben. China liegt 2019
mit einem Plus von 5,1 % im Vergleich zu 2018 und 261 Milliarden Dollar mit großem
Abstand zu Indien auf dem zweiten Platz. Indien erhöhte seine Militärausgaben 2019 um 6,8 % auf 71,1 Milliarden Dollar. Russland
lag laut SIPRI auf dem vierten Platz, mit einem Plus von 4,5 % und 65,1 Milliarden
Dollar. Deutschland auf Rang sieben gab 2019 10 % mehr Geld (49,3 Milliarden USD)
für Rüstung aus und liegt damit bei der jährlichen Steigerungsrate an der Weltspitze.
Die Militärausgaben pro Person beliefen sich 2019 auf 249 USD.17 In Europa stiegen 2019 die Verteidigungsausgaben (356 Milliarden USD) um 5.0 % im
Vergleich zu 2018. Der Grund für die höheren Militärausgaben liegt für die Forscher
des SIPRI in der Rückkehr zum militärischen Wettstreit der Großmächte.
13
ZVEI Leiterplattenindustrie: Erstes Quartal 2020 von Auswirkungen der Corona-Pandemie
überschattet, 25. Juni 2020 Wobei dazu nicht nur die USA und Russland zählen, sondern auch China und Indien.
Insgesamt stehen die USA (38 %) und China (14 %) für mehr als die Hälfte der weltweiten
Militärausgaben. Der Anteil von Deutschland an den weltweiten Rüstungsexporten betrug
im Zeitraum 2015 -2019 5,8 %. SIPRI führt Deutschland in der Rangliste der größten
Exporteure auf Rang vier hinter den USA, Russland und Frankreich. Die drei größten Empfängerländer deutscher Exporte im Zeitraum 2015 -2019 waren nach
SIPRI die Republik Korea (18 %), Griechenland (10 %) und Algerien (8,1 %).18 Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erteilte die Bundesregierung
im Jahr 2019 Einzelgenehmigungen für den Export von deutschen Rüstungsgütern in Höhe
von ca. € 8,02 Mrd., 2018 waren es noch € 4,82 Mrd.19 Allerdings ging die Zahl der Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern
im ersten Halbjahr 2020 auf € 2,78 Mrd. zurück. Im Vergleichszeitraum des ersten Halbjahres
2019 betrug der Wert noch € 5,33 Mrd. Der deutsche Verteidigungshaushalt 2020 liegt bei rund € 45,2 Mrd. Gegenüber dem
Vorjahr ist er damit um etwa € 2 Mrd. gestiegen.20 Weltweit ist 2019 die Zahl der Kriege und Konflikte laut Heidelberger Konfliktbarometer
von 16 auf 15 zurückgegangen. 2017 hatten die Politikwissenschaftler noch 20 Kriege
gezählt. Brasilien und Mexiko mit ihren Drogenkartellen, der Nahe Osten und einige
afrikanische Länder bleiben aber Pulverfässer. Der Nahe Osten und Nordafrika waren
im vergangenen Jahr die Regionen mit den meisten Kriegen. Laut dem Heidelberger Institut
für Internationale Konfliktforschung (HIIK) wurden insgesamt acht Kriege in Afghanistan,
Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen und der Türkei geführt.21 Der Global Peace Index (GPI, Weltfriedensindex) 2020 des Instituts für Wirtschaft
und Frieden in Sidney (IEP) sieht die Welt, trotz der gesunkenen Zahl der Kriege,
weniger friedlich als in den Jahren zuvor.22 Der GPI bildet die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt anhand von Kriterien wie
beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten ab. Er ist also
ein Maß dafür, wie es um den Frieden in der Welt steht. Europa bleibt die friedlichste Region der Welt. Hier befinden sich 13 der 20 friedlichsten
Länder. Allerdings belegt Deutschland nur Platz 16, China 104, USA 121 und Russland
154. Auf dem ersten Platz liegt Island vor Neuseeland, Portugal und Österreich. Die
Länder mit dem niedrigsten Friedensindex sind der Irak, Syrien und Afghanistan. Die
Friedensforscher gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie die Situation weiter belasten
wird, weil Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und bei UN-Friedensmissionen zu erwarten
sind. Dies könnte Länder wie Liberia, Afghanistan und Südsudan weiter destabilisieren
und Staaten wie Brasilien, Pakistan und Argentinien durch wirtschaftliche Turbulenzen
einem höheren Risiko durch politische Instabilität, Unruhen und Gewalt aussetzen.
18
www.waffenexporte.org/wp-content/up1oads/2020/06/ruestungsexportbericht-2019.pdf GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGEWichtige Ereignisse In der Hauptversammlung der SFC Energy AG vom 19. Mai 2020 wurde ein neues bedingtes
Kapital zur Einführung eines Aktienoptionsprogramms beschlossen. Im ersten Quartal 2020 war zudem eine Barkapitalerhöhung mit einem Netto-Mittelzufluss
von T€ 750 zu verzeichnen. Ertragslage Im ersten Halbjahr 2020 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz
von T€ 27.710. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 31.076) entspricht dies einer Reduzierung
von 10,8 %. Die drei Konzerngesellschaften konnten per Halbjahresende gegenüber dem Vorjahreswert
folgende Veränderungen erzielen: SFC erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von T€ 9.991. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum
mit T€ 10.171 bedeutet dies einen geringfügigen Rückgang von 1,8 %. Gegenüber dem
Vorjahreszeitraum konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 im Segment "Clean Energy"
mit Brennstoffzellen von T€ 5.539 auf T€ 9.428 gesteigert werden. Der Umsatz im Segment
"Defense" belief sich auf T€ 1.404 im Gegensatz zum Vorjahreswert von T€ 4.633. Das
Geschäft in diesem Segment ist weiterhin als Jahresendgeschäft einzustufen. PBF lag mit einem Umsatz von T€ 6.532 im ersten Halbjahr 2020 mit 27,4 % unter dem
Vorjahreswert von T€ 8.998. Im zweiten Quartal 2020 erzielte PBF nur einen Umsatz
von T€ 2.500 (Vorjahreszeitraum T€ 4.719). Das zweite Quartal 2020 war das umsatzschwächste
Quartal seitdem PBF Teil der SFC Unternehmensgruppe ist. Simark verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatz von T€ 11.187, was einem Rückgang
von 6,0 % entspricht. Im Vorjahreszeitraum waren T€ 11.907 zu verzeichnen, auf Basis
von CAD betrug der Umsatzrückgang 6,3 %. Im zweiten Quartal 2020 erzielte Simark einen
Umsatz von T€ 4.699 (Vorjahreszeitraum T€ 5.681). Umsatz und Profitabilität der SFC Energy Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2020
sind im Rahmen des weltweiten Umfeldes als ausreichend, aber verbesserungsfähig zu
bezeichnen. Im Bereich der Ergebniszahlen ist zu berücksichtigen, dass sich durch die Anwendung
des IFRS 16 folgende Auswirkungen ergeben, die in den dargestellten Zahlen bereits
berücksichtigt sind (Abschreibungen sowie Zinsaufwand statt Mietaufwand): scroll
Das EBIT verminderte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von minus T€ 1.987 auf
minus T€ 4.000 im ersten Halbjahr 2020. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im ersten
Halbjahr 2020 Sondereffekte in Höhe von T€ 3.353 in Zusammenhang mit dem SAR Programm
sowie mit Akquisitionsbemühungen verbundenen Kosten zu verzeichnen waren. Die Sondereffekte
im Vorjahr betrugen insgesamt T€ 2.570. Ohne diese Sondereffekte beträgt das bereinigte EBIT für das erste Halbjahr 2020
minus T€ 647, der Vorjahreszeitwert lag bei plus T€ 584. Im zweiten Quartal 2020 verschlechterte sich das EBIT von minus T€ 1.968 im Vorjahr
auf minus T€ 3.568. Im ersten Halbjahr 2020 war ein negatives EBITDA in Höhe von T€ 2.113 zu registrieren,
nach minus T€ 371 im ersten Halbjahr 2019. Das bereinigte EBITDA verringerte sich
im Berichtszeitraum von plus T€ 2.199 auf plus T€ 1.239. Für das zweite Quartal 2020 war ein EBITDA von minus T€ 2.488 zu verzeichnen, während
im Vorjahreszeitraum das EBITDA mit T€ 1.149 negativ war. Überleitung auf das bereinigte EBIT und EBITDA Die Überleitung auf das bereinigte EBIT und EBITDA und die Verteilung der Sondereffekte
auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich insgesamt wie folgt dar: scroll
Umsatz nach Segmenten Die Umsatzsegmentierung für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 bzw.
das zweite Quartal stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: UMSATZ NACH SEGMENTEN (UNGEPRÜFT)scroll
Das Segment "Oil & Gas" umfasst ausschließlich Umsätze, die durch Simark erzielt
wurden. Simark führt seine Transaktionen grundsätzlich in CAD durch. Der Umsatz wurde
dabei mit dem Vertrieb und der Integration von Produkten für den Öl & Gas-Markt in
Nordamerika erzielt. Auf Halbjahressicht verringerte sich der Umsatz im Segment Oil
& Gas von T€ 11.907 um 13,1 % auf T€ 10.346. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass
Umsatz in Höhe von T€ 840 sachgerecht dem Segment Clean Energy & Mobility zugeordnet
wurde. Im zweiten Quartal war nach einem durchaus zufriedenstellenden ersten Quartal der
Geschäftsverlauf durch eine Investitionszurückhaltung der Öl- und Gasindustrie eingetrübt,
verursacht zum einen aufgrund der beginnenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und
zum anderen wegen der negativen Entwicklung des Ölpreises im Zusammenhang mit den
Auseinandersetzungen der OPEC+ Gruppierung. Im Segment "Industry" sind die Aktivitäten der Tochtergesellschaft PBF gebündelt,
die hochdynamische Stromversorgungslösungen für Hightech-Anwendungen im Industriebereich
fertigt und liefert. PBF erzielte ausnahmslos Umsätze im Segment "Industry". Im ersten
Halbjahr 2020 beliefen sich diese Umsätze auf T€ 6.532 (Vorjahr: T€ 8.998). Der Rückgang
betrug 27,4 %. Ursächlich für den Rückgang war auch in diesem Segment Zurückhaltung
von Kunden bedingt durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. SFC erwirtschaftete seine Umsätze in den Segmenten "Defense & Security", sowie "Clean
Energy & Mobility". Im Segment "Defense & Security" waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020
im Gegensatz zum Vorjahr keine wesentlichen Großaufträge zu verzeichnen. Damit belief sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 auf T€ 1.404 gegenüber T€ 4.633
im Vorjahreszeitraum, der vor allem durch zwei Großaufträge mit insgesamt € 2,7 Mio.
geprägt war. Im Segment "Clean Energy & Mobility" konnte beim Umsatz mit T€ 9.428 im ersten Halbjahr
2020 ein Wachstum von 70,2 % gegenüber T€ 5.539 im Vorjahreszeitraum erzielt werden. Dabei erhöhte sich im Teilsegment Markt für Sicherheit & Industrie die Anzahl der
durch SFC veräußerten Brennstoffzellen von 605 auf 1.226; der Umsatz lag bei T€ 6.810
und damit um 95,0 % über dem Vorjahreswert von T€ 3.492. Zudem wurden erstmalig die
durch Simark erzielten Umsätze mit Brennstoffzellen von T€ 840 diesem Segment zugeordnet. Im Teilsegment Freizeitmarkt war eine Veränderung von T€ 2.046 auf T€ 1.777 zu verzeichnen.
Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 632 auf 568. Umsatz nach Regionen Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt: UMSATZ NACH REGIONEN (UNGEPRÜFT) in T€scroll
Die Umsätze in Nordamerika beinhalten im Wesentlichen die Umsätze von Simark im Segment
Öl & Gas. SFC war nahezu ausschließlich in der Region Europa und Rest der Welt vertreten. Ebenso
ist PBF nahezu ausschließlich in Europa und Rest der Welt vertreten. Der Umsatz in
Europa und Rest der Welt verringerte sich auf Halbjahressicht um 11,8 %. Bruttoergebnis vom Umsatz Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2020 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von
T€ 8.777 oder 31,7 % erzielt. Im Vorjahr waren hingegen T€ 10.404 oder 33,5 % zu verzeichnen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz im zweiten Quartal betrug T€ 3.532 oder 30,5 %, während
im Vorjahreszeitraum T€ 4.688 oder 32,1 % erzielt wurden. Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich
zum Vorjahr wie folgt dar: BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ (UNGEPRÜFT)scroll
Im Segment "Oil & Gas" konnte im ersten Halbjahr 2020 eine Bruttomarge im Vergleich
zum Umsatz von 25,1 % erzielt werden. Im Vorjahreszeitraum lag die Marge bei 27,9
%. Das Segment "Industry" lag mit 29,0 % nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 29,3 %). Die Bruttomarge im Segment "Defense & Security" lag mit 24,5 % deutlich unter dem
Vorjahreswert von 43,9 %; im Segment "Clean Energy & Mobility" war ein leichter Rückgang
der Bruttomarge von 43,4 % auf 41,8 % zu verzeichnen. Insgesamt wurde für den Konzern eine Bruttomarge von 31,7 % erreicht, die damit unter
dem Vorjahreswert von 33,5 % lag. Der prozentuale Rückgang in den Segmenten "Oil &
Gas" und "Defense & Security" konnte durch den Umsatzzuwachs im Segment "Clean Energy
& Mobility" mit einer Marge von über 40 % zum großen Teil kompensiert werden. Vertriebskosten Die Vertriebskosten verringerten sich im Konzern von T€ 7.267 auf T€ 7.055. Die Reduzierung
war insbesondere auf die Verringerung der Personalkosten bedingt durch staatliche
Zuschüsse aufgrund der COVID-19-Pandemie und Einsparungen bei Reise- und Marketingkosten
zurückzuführen. Sondereffekte sind im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von T€ 1.981 (Vorjahr: T€ 1.601)
enthalten, so dass die reelle Verringerung 10,5 % betrug. Insgesamt betrugen die Vertriebskosten
im Verhältnis zum Umsatz 18,3 %, im Vorjahreszeitraum waren 18,2 % zu verzeichnen. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten verminderten sich im ersten Halbjahr 2020
von T€ 1.689 auf T€ 1.572. Im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich die F&E-Kosten damit
geringfügig auch wegen der erforderlichen Aktivierungen auf 5,7 % (Vorjahr: 5,4%). Im ersten Halbjahr 2020 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 1.929 (Vorjahr:
T€ 1.052) aktiviert. Dabei ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen
Entwicklungskosten unter den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten
mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten
im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte
sowie der aktivierten Entwicklungskosten auf T€ 3.872, dieser Wert liegt über dem
Vorjahreswert von T€ 3.272. Für SFC war in diesem Bereich eine Verringerung von T€ 487 (4,8 % des SFC-Umsatzes)
auf T€ 286 (2,9 % des SFC-Umsatzes) bedingt durch den hohen Aktivierungsanteil zu
verzeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 1.193 (Vorjahr:
T€ 1.090) oder 18,3 % des PBF-Umsatzes (Vorjahr: 12,1 %). Allgemeine Verwaltungskosten Die Allgemeinen Verwaltungskosten lagen in den ersten sechs Monaten 2020 mit T€ 4.054
höher als im Vorjahr mit T€ 3.525. Ohne Sondereffekte beliefen sich die Verwaltungskosten
mit T€ 2.682 um 5,0 % über Vorjahresniveau. Für den gesamten Konzern erhöhte sich die Quote auf 9,7 % im Verhältnis zum Umsatz
(Vorjahr: 8,2 %). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 68 (Vorjahr: T€ 116) beinhalten
als größte Position Erträge aus Kursdifferenzen mit T€ 62. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 163 (Vorjahr: T€ 25) beinhalten
ausschließlich Aufwendungen aus Kursdifferenzen. Betriebsergebnis (EBIT) Das EBIT des Konzerns verschlechterte sich im ersten Halbjahr 2020 von minus T€ 1.987
auf minus T€ 4.000. Das EBIT in Relation zum Umsatz verschlechterte sich damit von
minus 6,4 % auf minus 14,4 %. Das um die eingangs erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug im ersten Halbjahr
2020 minus T€ 647 (Vorjahr: T€ 584) oder minus 2,3 % vom Umsatz. Das EBIT im zweiten Quartal 2020 veränderte sich auf minus T€ 3.568 nach minus T€
1.968 im zweiten Quartal 2019. Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Das EBITDA ging im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 371 auf minus T€ 2.113 zurück.
Das EBITDA in Relation zum Umsatz verringerte sich demzufolge von minus 1,2 % auf
minus 7,6 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug im ersten Halbjahr
plus T€ 1.239 (Vorjahr: plus T€ 2.199) oder 4,5 % vom Umsatz. Das EBITDA im zweiten Quartal 2020 verringerte sich auf minus T€ 2.488 nach minus
T€ 1.149 im zweiten Quartal 2019. Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Erträge haben sich bedingt durch das aktuelle Zinsniveau nicht
ergeben und lagen bei Null. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen T€ 254 (Vorjahr: T€ 424) und beinhalten
zum überwiegenden Teil Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und für Darlehen sowie auch Zinsaufwand resultierend aus der Anwendung von IFRS 16.
Die Zinsaufwendungen mit Banken und Kreditgebern konnten verringert werden. Ergebnis nach Steuern Das Ergebnis nach Steuern für das erste Halbjahr veränderte sich von minus T€ 2.555
im Vorjahreszeitraum auf ein Ergebnis von minus T€ 4.337. Im zweiten Quartal betrug das Ergebnis nach Steuern minus T€ 3.707, im Vorjahreszeitraum
minus T€ 2.236. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS war im ersten Halbjahr 2020 negativ mit € 0,33 (verwässert
und unverwässert) (Vorjahr: minus € 0,25 verwässert und unverwässert). Auftragseingang und Auftragsbestand Im ersten Halbjahr 2020 waren Auftragseingänge in Höhe von T€ 24.672 zu verzeichnen.
Im Vorjahreszeitraum belief sich dieser Wert auf T€ 28.265. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2020 belief sich auf T€ 12.451 (31. Dezember 2019:
T€ 15.489). Davon entfielen auf die Segmente "Oil & Gas" T€ 2.821, "Industry" T€ 6.433, "Defense
& Security" T€ 394 und "Clean Energy & Mobility" T€ 2.803. FinanzlageBarkapitalerhöhung Der Vorstand der SFC hatte am 4. August 2017 auf Grundlage der von der Hauptversammlung
der SFC Energy AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung
ausgegeben. Diese Optionsschuldverschreibung hat ein Optionsrecht auf 204.700 Aktien
der SFC Energy mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von €
1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von € 3,6639 geboten. Diese Option wurde im Januar 2020 durch den Harbert European Growth Capital Fund
ausgeübt. Der SFC Energy AG floß dadurch ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 0,75
Mio. zu. Durch die Ausübung der Optionsanleihe hat sich das Grundkapital der SFC Energy
AG von € 12.949.612,00 auf € 13.154.312,00 erhöht. Die entsprechende Eintragung in
das Handelsregister erfolgte am 21. April 2020. Investitionen In den ersten sechs Monaten 2020 wurden T€ 1.929 (Vorjahr: T€ 1.052) für die Weiterentwicklung
der Produkte von PBF und SFC aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen
für Betriebsausstattung und technisches Equipment mit T€ 515 vorgenommen. Insgesamt
beliefen sich die Investitionen im Berichtszeitraum auf T€ 2.444 (Vorjahr: T€ 1.575). Liquidität Im ersten Halbjahr 2020 war ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 6.056 zu verzeichnen.
Im Vorjahreszeitraum betrug der Mittelabfluss T€ 2.531. Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per Ende Juni 2020
beliefen sich auf T€ 14.850 und lagen aufgrund der im zweiten Halbjahr 2019 durchgeführten
Kapitalerhöhung über dem Stand Ende Juni 2019 in Höhe von T€ 4.988. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Auf Grund der Veränderung bei den sonstigen Verbindlichkeiten im ersten Halbjahr
2020 war ein Mittelabfluss aus der betrieblichen Tätigkeit von T€ 867 zu verzeichnen
(Vorjahr: Mittelzufluss T€ 271). Der operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderung
lag mit T€ 1.099 unter dem Vorjahreswert. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum insbesondere durch
Investitionen in Entwicklungsprojekte Mittel in Höhe von T€ 2.444 (Vorjahr: T€ 1.575)
ab. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Aus Finanzierungstätigkeit sind dem Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2020 insgesamt
Mittel in Höhe von T€ 2.745 abgeflossen. Der Saldo setzt sich im Wesentlichen aus
der Einzahlung Kapitalerhöhung mit T€ 750 einerseits sowie aus dem Abfluss für die
Tilgung von Darlehen mit T€ 2.222 sowie der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
mit T€ 1.020 andererseits zusammen. Vermögenslage Die Vermögenslage und die Bilanzrelationen haben sich im ersten Halbjahr 2020 wie
folgt verändert. Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2020 hat sich mit T€ 67.576 gegenüber dem 31. Dezember
2019 mit 72.859 um 7,3 % vermindert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 55,3
% auf 53,8 %. Der Gesamtbetrag der Vorräte und der Leistungsforderungen abzüglich der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 9,3
%. Die Erhöhung war insbesondere auf angestiegenes Vorratsvolumen zurückzuführen,
um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert
von Simark in Höhe von T€ 6.802 (Vorjahr 31. Dezember 2019: T€ 7.134) sowie PBF unverändert
in Höhe von T€ 1.179 (Vorjahr 31. Dezember 2019: T€ 1.179). Andere immaterielle Vermögenswerte
im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark sowie PBF sind zum 31. Dezember 2019 nicht
mehr auszuweisen. Des Weiteren werden aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€
6.760 (Vorjahr: T€ 4.065) ausgewiesen. Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte
im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf wechselkursbedingte Änderungen
bei Simark zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden in den ersten
sechs Monaten 2020 T€ 1.929 aktiviert und T€ 461 abgeschrieben. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von T€ 25.040 auf T€ 25.786, bedingt
durch die Aktivierung der Entwicklungskosten. Dadurch erhöhte sich der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme aufgrund
des gestiegenen Anlagevermögens und der gesunkenen Bilanzsumme im Vergleich zum Jahresende
von 34,4 % auf 38,2 %. Die Schulden haben sich von T€ 32.599 auf T€ 31.241 verringert. Wesentliche Position
waren hierbei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit T€ 1.745. Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 46,2 % (31.
Dezember 2019: 44,7 %). Durch Kapitalmaßnahmen sowie das Halbjahresergebnis 2020 veränderte sich das Eigenkapital
zum 30. Juni 2020 auf T€ 36.335 im Vergleich zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€
40.260. Das Gezeichnete Kapital beläuft sich zum 30. Juni 2020 auf T€ 13.154. Mitarbeiter Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 30. Juni 2020 stellt sich wie folgt
dar: MITARBEITERscroll
Der Konzern hat zum 30. Juni 2020 insgesamt 11 (Vorjahr: 11) Werkstudenten, Diplomanden
und Praktikanten beschäftigt. Von den festangestellten Mitarbeitern entfielen 106
(Vorjahr: 96) auf SFC, 113 (Vorjahr: 117) auf PBF und 65 (Vorjahr: 74) auf Simark. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die Chancen für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung gegenüber dem Jahresbericht
2019 nicht verändert. Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand
ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente
zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden
systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß
den Stufen "Unwahrscheinlich", "Möglich" und "Wahrscheinlich", sowie des möglichen
Ausmaßes des Risikos. Die Bewertung über das mögliche Ausmaß bezieht sich auf das
operative Ergebnis (EBITDA underlying) der SFC-Gruppe. Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit/Mögliches Ausmaßscroll
Die sonstigen wesentlichen Risiken für den Konzern haben sich nach unserer Einschätzung
gegenüber dem Jahresbericht 2019 mit Ausnahme der nachfolgend angeführten Risiken
nicht verändert: Wir verweisen auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht eine wirtschaftliche Erholung von der
grundlegenden Unsicherheit über die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie erschwert.
Dennoch könnte der Abschwung der Weltwirtschaft weniger stark ausfallen als erwartet.
So schritt in China die konjunkturelle Normalisierung in wieder geöffneten Regionen
nach dem Lockdown schneller voran als prognostiziert. Gleichzeitig nimmt der IWF an,
dass Durchbrüche in der Entwicklung von Therapeutika und die Einhaltung sozialer Abstandsregelungen
die Gesundheitssysteme soweit entlasten könnten, dass längerfristige Lockdowns unnötig
wären. Erfolge mit voranschreitenden Impfstoffentwicklungen sollten die Unsicherheit
verringern und die Wachstumsaussichten für 2021 verbessern. Nach wie vor sind die
pandemiebezogenen Risiken erheblich. Erneute Infektionswellen könnten wieder Eindämmungsmaßnahmen
erforderlich machen, deren Auswirkungen die betroffenen Volkswirtschaften weiter belasten
würden. Infolgedessen könnte eine schwächere Auslandsnachfrage das globale Wachstum
zusätzlich bremsen. Weitere Risiken für die Weltwirtschaft stellen insbesondere die
eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China dar.23 scroll
Ausfallrisiko Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners.
Die Kundenstruktur bei SFC AG ist unter anderem durch verschiedene Großkunden geprägt.
Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei
Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte
mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse
beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen
Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern
eingeleitet. Für PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos
in der Weise, dass aufgrund des überschaubaren und nahezu konstanten Kundenkreises
überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeiter nachgegangen und sodann
durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung
für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der
Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen
Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine
Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen
auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements. Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode
wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben
und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC AG durch Eigentumsvorbehalte
besichert. Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind
aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen
keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten
sind. Ausgehend von der Höhe der ausstehenden Forderungen wurde das Ausmaß von mittel auf
hoch hochgesetzt. Dies ist eine Änderung zum Vorjahr. Zinsänderungsrisiko Das Zinsrisiko beinhaltet auch die Nichterfüllung der Financial Covenants. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass
ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig
fällig gestellt wird. Ausgehend von der Einschätzung für die Erfüllung der Covenants der kanadischen Tochtergesellschaft
wurde das Ausmaß von mittel auf hoch hochgesetzt. Dies ist eine Änderung zum Vorjahr. PROGNOSEBERICHT Wir verweisen auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019 sowie in der Quartalsmitteilung
Q1/2020. Bereits vor der Vorlage des Geschäftsberichtes 2019 hatte der Vorstand die mit den
vorläufigen Zahlen 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund
der Unsicherheit und fehlenden Visibilität als Folge der COVID-19-Pandemie und der
negativen Entwicklung des Ölpreises zurückgezogen. Eine stabile und hinreichend verlässliche
Prognose für das laufende Geschäftsjahr in Form der bisher prognostizierten Bandbreiten
ist im aktuellen Umfeld weiterhin nicht möglich. Insgesamt erwartet der Vorstand vor
diesem Hintergrund und der aktuellen hohen Unsicherheiten - vorbehaltlich einer Rezession
- Umsatzerlöse und eine Profitabilität deutlich unter dem Vorjahr. Die Grundprämisse
ist die Abschwächung der COVID-19-Auswirkungen nach dem dritten Quartal 2020. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen"
in den Erläuterungen zum Zwischenbericht. NACHTRAGSBERICHT Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des
Konzerns erwartet wird oder eingetreten ist. Brunnthal, den 20. August 2020 Der Vorstand scroll
ZWISCHENBERICHT NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS ZUM 30. JUNI 2020KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGVOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020scroll
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten
Wertänderungen. KONZERN-BILANZZUM 30. JUNI 2020Aktivascroll
Passivascroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGVOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGVOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGVOM 1. JANUAR 2020 BIS 30. JUNI 2020scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUM ZWISCHENBERICHT DER SFC ENERGY AGInformationen zum Unternehmen Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige
Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft
ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen.
Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind
die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren
Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis
der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen
sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet
(WKN 756857, ISIN: DE0007568578). Grundlagen der Rechnungslegung Dieser Zwischenbericht wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze
der Gesellschaft, die dem Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene
Geschäftsjahr zugrunde lagen, wurden auch für den Zwischenabschluss berücksichtigt. Die Erstellung des Zwischenberichts der SFC Energy AG für den Zeitraum 1. Januar
bis 30. Juni 2020 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
als verkürzter Abschluss. Der verkürzte Abschluss enthält nicht alle für den Abschluss
eines Geschäftsjahres vorgeschriebenen Informationen und sollte in Zusammenhang mit
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 gelesen werden. Im zweiten Quartal 2020 hat das International Accounting Standards Board (IASB) eine
Änderung an IFRS 16 veröffentlicht. Die Änderung bezieht sich auf "COVID-19-Pandemie
Mietkonzessionen". Dem Leasingnehmer soll eine praktische Erleichterung bei der Bilanzierung
von Mietkonzessionen infolge der COVID-19-Pandemie eingeräumt werden. Diese Änderung
ist derzeit in der Europäischen Union noch nicht anzuwenden. Der Konzern hat keine weiteren neuen oder geänderten Standards und Interpretationen
vorzeitig angewandt, deren Anwendung trotz der Veröffentlichung noch nicht verpflichtend
ist. Der Zwischenbericht ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenbericht
erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf
hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können. Die KonzernGewinn- und Verlustrechnung wird
nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Zwischenabschluss wurde vom Abschlussprüfer
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Nutzungsrechte In den Sachanlagen sind Nutzungsrechte in Höhe von € 6.832.488 enthalten (31. Dezember
2019: € 7.799.672), bestehend aus Gebäuden in Höhe von € 6.452.292 (31. Dezember 2019:
€ 7.379.962) sowie Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von
€ 380.196 (31. Dezember 2019: € 419.711). Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden Sofern die angefallenen Kosten der im Quartalsabschluss noch nicht abgeschlossenen
Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge
(erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als
Vermögenswert aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge
mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen Zum Stichtag weist die Gesellschaft sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen
von € 1.096.117 aus (31. Dezember 2019: € 821.485). Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf einen Anstieg der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auf € 384.050 (31. Dezember
2019: € 279.143) sowie auf einen Anstieg der übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
und Forderungen auf € 334.959 (31. Dezember 2019: € 143.647) zurückzuführen. Sonstige Verbindlichkeiten Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus
dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die beiden Vorstände Herrn Dr. Podesser
und Herrn Pol sowie den früheren Vorstand Herrn Binder. Für Einzelheiten zu dieser
Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Plan". Stock Appreciation Rights Plan Im Zuge der Vorstandsverträge wurde zwischen der Gesellschaft und den Vorständen
ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen.
Ziel des Plans ist es, eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete
Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre
fördert, zu unterstützen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden keine neuen SAR an Mitglieder
des Vorstands gewährt. Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation
Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung
in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die
SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr
unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten
Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich
vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen
vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs). Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30
Handels tage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs
30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs
zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter
Wertpapierbörse. Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag
unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen,
zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet. Die SAR haben sich im Jahr 2020 wie folgt entwickelt: scroll
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2020 wurden folgende Parameter berücksichtigt: scroll
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen
Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs
des XETRA-Handels zum 30. Juni 2020 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate
historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der
berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer
Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende
Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite
beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie
in den Jahren 2020 und 2021. Zum 30. Juni 2020 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 5.863.338
(davon € 5.863.338 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31.
Dezember 2019: € 2.792.231, davon € 2.792.231 langfristig). Der Periodenaufwand für
den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt € 3.071.107 (Vorjahreszeitraum € 2.570.211). Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Herstellungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt dar: scroll
Vertriebskosten Die Vertriebskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt dar: scroll
Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt
dar: scroll
Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt
dar: scroll
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten sechs Monaten 2020 im
Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von € 62.373 (Vorjahr: € 96.012)
enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den ersten sechs Monaten 2020
ausschließlich Kursdifferenzen in Höhe von € 162.776 (Vorjahr: € 25.221). Ertragsteuern Analog zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 erfolgt der Ansatz aktiver latenter
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal
in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit
passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher
Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen
werden kann. Segmentbericht Die Segmente der SFC sind die Märkte Clean Energy & Mobility, Defense & Security,
Oil & Gas sowie Industry. Für die interne Ausrichtung auf die Kernmärkte "Oil & Gas", "Industry", "Clean Energy
& Mobility" und "Defense & Security" sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der
Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des
EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen
sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt dar: scroll
Im Segment "Defense & Security" erzielt die SFC Energy AG Umsätze im Markt Verteidigung
& Sicherheit. Zum Markt Verteidigung & Sicherheit gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen
von Militärorganisationen und Behörden. Das Segment "Clean Energy & Mobility" ist stark diversifiziert. Zum einen gehören
dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische
Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Des
Weiteren werden auch die Einsatzbereiche für die Hydrogen Technologie hierunter erfasst.
Zum anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt über etablierte Handelskanäle kompakte
Brennstoffzellengeneratoren als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten
an. Im Segment "Industry" entwickelt und produziert PBF hochwertige und zuverlässige
Stromversorgungssysteme. Im Segment "Oil & Gas" ist Simark als spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen
für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in
der Öl & Gas-Industrie tätig. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2020 lassen sich wie folgt aufteilen: scroll
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2019 ließen sich wie folgt aufteilen: scroll
Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden
Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind. scroll
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle
Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte
und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt,
sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt
werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar
sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen,
sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird.
In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanziellen
Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen. Die Zuordnung zu den Fair Value-Ebenen stellt sich zum 30. Juni 2020 wie folgt dar: scroll
Die Zuordnung zu den Fair Value-Ebenen stellte sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt
dar: scroll
Zur Ausübung der im August 2017 platzierten Optionsanleihe durch den Harbert European Growth Capital Fund Der Vorstand der SFC Energy AG hatte am 4. August 2017 auf Grundlage der von der
Hauptversammlung der SFC Energy AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung
ausgegeben. Diese Optionsschuldverschreibung hat ein Optionsrecht auf 204.700 Aktien
der SFC Energy mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von €
1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von € 3,6639 geboten. Diese Option wurde am 31. Januar 2020 durch den Harbert European Growth Capital Fund
ausgeübt. Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen Die Gruppe der nahe stehenden Personen und Unternehmen hat sich im Vergleich zum
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 nicht geändert. Im ersten Halbjahr 2020, fielen
wie im ersten Halbjahr 2019 keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Personen
und Unternehmen an. Mitarbeiter Zum Stichtag beschäftigte SFC die folgenden Mitarbeiter: scroll
Darüber hinaus waren Ende Juni 2020 insgesamt 11 (Vorjahr: 11) Praktikanten, Diplomanden
und Werkstudenten angestellt. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses,
das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch
die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die zum Stichtag 30.
Juni 2020 ausstehenden Anteile betragen 13.154.312 Aktien (Vorjahr: 10.249.612 Aktien).
Durch die Ausübung der Optionsanleihe am 31. Januar 2020 hat sich das Grundkapital
der SFC Energy AG von € 12.949.612,00 auf € 13.154.312,00 erhöht. Die Berechnung des
verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren
Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach
Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Durch die Ausübung
der Optionsanleihe am 31. Januar 2020 liegen zum 30. Juni 2020 keine Verwässerungseffekte
vor, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien berücksichtigt werden
müssten. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es bestanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2020. Brunnthal, den 20. August 2020 Der Vorstand scroll
SFC ENERGY AG, BRUNNTHALVERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind. Brunnthal, den 20. August 2020 Der Vorstand scroll
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