SFC Energy AG

Brunnthal

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2022

Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzbericht fasst wesentliche Entwicklungen des ersten Halbjahres 2022 ("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres Konzerns und ihrer Segmente findet sich im Geschäftsbericht 2021.

Grundlagen des Konzerns

Organisation des SFC-Konzerns und Grundlagen der Berichterstattung

Die SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen eine international tätige Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis des Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG (Deutschland) die Tochterunternehmen SFC Energy B.V. (Niederlande) ("SFC B.V"), deren Tochterunternehmen SFC Energy Power SRL (Rumänien) sowie SFC Energy Ltd. (Kanada) ("SFC Ltd.").

Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt primär der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Diese orientiert sich an den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio des Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen. Das Segment adressiert Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen Märkten. Hierzu zählen u.a. Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie Systemintegratoren für Telekommunikation, Sicherheit- und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie (Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch für den Caravaning- und Marinemarkt. Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit hochtechnologischen, standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z. B. Spannungswandlern und Spulen, die zum Einsatz in Geräten für die Hightech-Industrie kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzwandlern, die in der Upstream-Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

Ziele und Strategie

Die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Position von SFC im Markt für umweltfreundliche stationäre und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb im Berichtszeitraum unverändert. Ziel ist eine marktführende Stellung als Anbieter für emissionsarme bzw. freie Regel- und Notstromversorgung von netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen, Anwendungen, wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits- und Überwachungstechnologie und netzfernen Sensoren mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die Brennstoffzellen sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die bislang als Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung eingesetzt werden, als auch bestehende Systeme zur netzfernen Energieversorgung ergänzen.

Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationsvereinbarungen realisiert werden.

Forschung und Entwicklung

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir weiterhin das Ziel, die Wettbewerbs- und Technologieposition von SFC vor dem Hintergrund der anstehenden Umgestaltung der Energiesysteme in zahlreichen Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen wir insbesondere auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen und längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion sowie auf die digitale Anbindung unserer Lösungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres Produktportfolios verbessert SFC auch bestehende Produkte und Lösungen.

Mit 64 (Vorjahr: 64) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 20 % (Vorjahr: 22 %) der Konzernbelegschaft mit der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie bzw. von Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in Produkte des Konzerns beschäftigt.

GESAMTAUFWAND FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

in TEUR

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01.01.- 30.06. 01.04.- 30.06.
2022 2021 2022 2021
Erfolgswirksame Forschungs- und Entwicklungskosten 2.159 1.498 1.079 620
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.042 1.255 438 637
Aufwand in Entwicklungskooperationen 190 164 75 140
Erhaltene Zuschüsse 227 181 132 109
Sondereffekte (Sonderaufwendungen für LTI -Programm) 0 0 3 0
Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung 3.619 3.097 1.727 1.505

Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich Patenten und anderen Rechten an geistigem Eigentum ("IP") verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden IP-Portfolios als auch die Entwicklung von neuem IP beinhaltet.

Wir rechnen insgesamt damit, dass der F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Die F&E Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum in geringem Umfang, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie".

Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

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Weiterentwicklung der neu eingeführten Direktmethanol-Brennstoffzellengeneration EFOY und EFOY Pro

Aufbau und Weiterentwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen auf Basis des EFOY Hydrogen-Systems

Entwicklung und Aufbau von Netzersatzanlagen auf Basis des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems EFOY Hydrogen

Entwicklung von serviceoptimierten Funktionen eines Cloud basierten Fernüberwachungssystems für die neu eingeführte Produktgenerationen der Brennstoffzellen

Entwicklung einer für die EFOY-Brennstoffzellen optimierten 12 V- und 24 V-Batterie mit integriertem Batterie-Management-System (BMS) für Lithium-Batterien

Weiterentwicklung eines intelligenten Fuel Management-Systems zur Autonomieverlängerung der neuen Produktgenerationen

Konsequente Verbesserungen und Weiterentwicklungen zur Leistungssteigerung sowie zur Kostenreduzierung der bestehenden EFOY-Generationen

Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power Management standen Themen wie die Erhöhung der Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und der "Watt /​ Euro" Ratio für die angebotenen Power Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

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Weiterentwicklung der aktuellen 3,8kW bis 4kW Energieplattform

Technologieentwicklung zur Leistungssteigerung bestehender Plattformen von 4kW auf 5kW

Integration einer neuen Energieplattform in Lasersysteme

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Hoher Inflationsdruck bremst Wirtschaft aus

Die nach wie vor ungewisse Situation der Corona-Pandemie sowie der militärisch geführte Angriff Russlands auf die Ukraine waren und sind die größten Einflussfaktoren auf die globale Konjunkturentwicklung. Beide Ereignisse sorgten im ersten Halbjahr 2022 für einen weiteren Anstieg der ohnehin schon hohen Inflation. Im Juni lag die Teuerung in den USA bei 9,1 %, im Euroraum betrug sie 8,6 % und in Großbritannien erreichte sie einen Stand von 9,4 % und damit langjährige Höchststände. 1 Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2022 verstärkten sich die Lieferengpässe und wirkten sich bremsend auf die Konjunkturdynamik aus. In China sorgte die Null-Covid-Politik der Regierung für regionale Lockdowns, von denen ab März auch wirtschaftliche Zentren wie Shenzen und Shanghai betroffen waren. So lag das Weltwirtschaftswachstum im ersten Quartal 2022 bei 0,6 %. Im zweiten Quartal dürfte die weltwirtschaftliche Dynamik schwach bleiben und stagnieren. 2 Für das Jahr 2022 rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) mit einer Zuwachsrate von 3,0 %. Gegenüber der im März formulierten Prognose bedeutet dies eine Reduzierung um 0,5 Prozent-punkte. 3

Deutsche Wirtschaft: Lieferengpässe belasten

Der Jahresauftakt verlief für die deutsche Wirtschaft zunächst vielversprechend. Die Belastungen aus der vierten Corona-Pandemiewelle wirkten sich offenbar weniger stark aus als befürchtet. 4 So wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2022 um 0,2 %. Im weiteren Verlauf verlangsamte sich allerdings die Expansion, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal unverändert blieb (0,0 %). 5 Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,5 %. Lieferengpässe in Folge der Lock-down-Maßnahmen in China belasteten die industrielle Aktivität. 6 Auf Jahressicht erwartet das IfW Kiel mit 7,4 % die höchste Inflationsrate im wiedervereinigten Deutschland. 7 Im Mai lag die Teuerung bei 7,9 %, im Juni schwächte sie sich geringfügig auf 7,6 % ab. Ursächlich für das hohe Preisniveau sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vor allem die Erhöhungen der Preise bei Energieprodukten. 8 Positiv könnte sich die weiterhin aus der Pandemiephase aufgestaute Kaufkraft der privaten Haushalte auswirken. Zusätzlich verfügen Unternehmen weiterhin über ein hohes Auftragspolster. Daher rechnet das IfW Kiel mit einer Zuwachsrate von 2,1 % für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022. 9

1 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​
2 https:/​/​www.bmwk.de/​Redaktion/​DE/​Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/​2022/​06/​17-weltwirtschaft.html
3 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​
4 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2022/​deutsche-wirtschaft-im-sommer-2022-erholung-kommt-muehsam-voran-0/​
5 https:/​/​www.destatis.de/​DE/​Presse/​Pressemitteilungen/​2022/​07/​PD22_​322_​811.html
6 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2022/​deutsche-wirtschaft-im-sommer-2022-erholung-kommt-muehsam-voran-0/​
7 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2022/​deutsche-wirtschaft-im-sommer-2022-erholung-kommt-muehsam-voran-0/​
8 https:/​/​www.destatis.de/​DE/​Presse/​Pressemitteilungen/​2022/​07/​PD22_​296_​611.html
9 https:/​/​www.ifw-kiel.de/​de/​publikationen/​kieler-konjunkturberichte/​2022/​deutsche-wirtschaft-im-sommer-2022-erholung-kommt-muehsam-voran-0/​

Clean Energy

Dynamische Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes

Essenziell zur Darstellung der Entwicklung der Märkte des Segments Clean Energy ist die internationale Nachfrage nach dezentralen Energieerzeugungssystemen, wie sie die Brennstoffzelle darstellt. Die Aggregate kommen in einer großen Bandbreite von stationären Anwendungen zum Einsatz.

In ihrer im Juli 2022 erschienenen Branchenstudie zum Brennstoffzellenmarkt geht die Unternehmensberatung E4tech weiterhin von einer positiven Entwicklung für die umweltfreundliche Energieerzeugung aus. 10 Hier sollten sich nach Einschätzung von E4tech vor allem Nachholeffekte nach der Lockerung von Reisebeschränkungen aus dem Jahr 2021 bemerkbar machen. So sollten Vertriebs-, Marketing und Messeaktivitäten auch wieder in persönlichen Treffen stattfinden können. Positiv werten die Marktbeobachter dabei auch die steigenden Investitionen in die Brennstoffzellen-Technologie, die in erster Linie nicht nur die reine Entwicklung, sondern vielmehr den Markthochlauf und die Produktionsausweitungen adressieren. 11 Insgesamt wurden im Jahr 2021 (aktuellere Daten lagen bei Redaktionsschluss nicht vor) 86.000 Brennstoffzellen ausgeliefert. Im Vorjahr waren es 81.800. Mit einem Anteil von 47.900 Aggregaten machen Brennstoffzellen für stationäre Anwendungen den größten Anteil aus. Mit Blick auf die regionale Verteilung der Nachfrage belegt der asiatische Markt mit 56.200 Brennstoffzellen im Jahr 2021 die Spitzenposition. Hingegen verzeichnete Nordamerika mit 15.400 Brennstoffzellen im Jahr 2021 im Vergleich zu 10.800 im Jahr 2020 das dynamischste Wachstum im Regionenvergleich. E4tech beobachtet in der Branche einen Trend hin zu höheren Leistungsklassen. Kamen die im Jahr 2020 verkauften Brennstoffzellen auf eine Gesamtleistung von 1.338 Megawatt (MW), waren es im Jahr 2021 in Summe 2.313 MW.

Die Marktforscher von Grand View Research gehen weiterhin von einer dynamischen Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes aus. Laut Grand View Research wurde der globale Brennstoffzellenmarkt im Jahr 2020 auf USD 4,1 Mrd. geschätzt und soll bis 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,2 % auf USD 21,7 Mrd. steigen. Haupttreiber ist die zunehmende Fokussierung auf die Reduzierung von Treibhausgasen und anderen Emissionen. 12

Clean Power Management

Vitale Nachfrage nach Elektronikkomponenten

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen SFC Energy in diesem Segment tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), werden Daten aus den Fachverbänden "Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components & Systems) sowie "PCB & Electronic Systems" des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2022 (aktuellere Zahlen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor) verzeichnet der Fachverband eine weiterhin vitale Nachfrage nach Elektronikkomponenten. Dabei übertrafen die Auftragseingänge ihren entsprechenden Vorjahreswert um 15,6 %. Im Inland zog die Auftragslage um 16,7 % an, während die Auslandsnachfrage um 14,7 % wuchs. In den vollen ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erreichte der aggregierte Branchenumsatz einen Wert von EUR 87,3 Milliarden. Zudem verbesserte sich das Geschäftsklima innerhalb der Unternehmen. Nach drei Rückgängen hellte sich die Stimmung gemessen an der ifo-Konjunktur-Uhr wieder auf. Konkret verbesserte sich die Beurteilung der aktuellen als auch der allgemeinen Geschäftserwartungen. 13 Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der Fachverband mit einem Wachstum des Welt-Elektromarktes um 6,0 % auf EUR 5.318 Mrd. 14

10 https:/​/​www.e4tech.com/​resources/​249-fuel-cell-industry-review-2021.php
11 https:/​/​www.e4tech.com/​resources/​249-fuel-cell-industry-review-2021.php
12 https:/​/​www.grandviewresearch.com/​industry-analysis/​fuel-cell-market
13 https:/​/​www.zvei.org/​fileadmin/​user_​upload/​Presse_​und_​Medien/​Publikationen/​2022/​Juli/​ZVEI-Konjunkturbarometer_​Juli_​2022/​ZVEI-Konjunkturbarometer-Juli-2022_​V2.pdf
14 https:/​/​www.zvei.org/​fileadmin/​user_​upload/​Presse_​und_​Medien/​Publikationen/​2021/​Juli/​ZVEI-Welt-Elektromarkt_​Ausblick_​bis_​2022/​ZVEI-Welt-Elektromarkt-Ausblick-bis-2022-Juli-2021.pdf

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wesentliche Ereignisse

Aufsichtsrat

Herr Hubertus Krossa wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung am 28. April 2022 erneut in den Aufsichtsrat der SFC Energy AG gewählt. In der an diese Hauptversammlung konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurde Herr Hubertus Krossa erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und in den Prüfungsausschuss gewählt. Sein Mandat läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2024.

Ertragslage

Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz von TEUR 38.159 (Vorjahr: TEUR 31.132) und verzeichnete damit im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Steigerung von 22,6 %. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war der organische Umsatzzuwachs im Segment Clean Energy.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean Energy im Berichtszeitraum ein äußerst starkes Umsatzwachstum von 37,7 % auf TEUR 26.648 (Vorjahr: TEUR 19.356). Die Umsatzerlöse des Segments Clean Power Management nahmen im Berichtszeitraum hingegen leicht um 2,3 % auf TEUR 11.510 (Vorjahr: TEUR 1 1.776) ab.

Das Segment Clean Energy blieb das umsatzstärkere Segment des Konzerns. Mit einem Anteil von 69,8 % (Vorjahr: 62,2 %) an den Konzernumsätzen, konnte dessen Umsatzbeitrag weiter ausgebaut werden. Der prozentuale Anteil des Segmentes Clean Power Management an den Konzernumsätzen verringerte sich damit deutlich auf 30,2 % (Vorjahr: 37,8 %).

Im Berichtszeitraum führten sowohl das Umsatzwachstum als auch der gestiegene Umsatzbeitrag des margenstärkeren Segments Clean Energy, trotz eines merklichen Margenrückgangs im Segment Clean Power Management, zu einem Anstieg des Konzernbruttoergebnisses um TEUR 2.276 bzw. 20,3 % auf TEUR 13.463 (Vorjahr: TEUR 11.187). Die hieraus resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) lag mit 35,3 % (Vorjahr: 35,9 %) knapp unter Vorjahresniveau.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Umsatzentwicklung nach Regionen für den Berichtszeitraum und das 2. Quartal 2022 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH REGIONEN

in TEUR

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01.01.-30.06. 01.04.-30.06.
2022 2021 Veränd. 2022 2021 Veränd.
Nordamerika 15.576 11.638 33,8 % 8.098 5.514 46,9 %
Europa ohne Deutschland 15.743 13.263 18,7 % 8.619 5.018 71,8 %
Deutschland 3.802 4.046 -6,0 % 1.823 1.754 3,9 %
Asien 2.952 1.788 65,1 % 1.669 1.469 13,7 %
Rest der Welt ("RoW") 85 398 -78,5 % 45 394 -88,7 %
Summe 38.159 31.132 22,6 % 20.253 14.148 43,2 %

In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode keine wesentlichen Veränderungen: Die Region Europa ohne Deutschland trug mit 41,3 % (Vorjahr: 42,6 %) zum Konzernumsatz bei und blieb die Region mit dem höchsten Umsatzbeitrag gefolgt von der Region Nordamerika. Der Anteil der Region Nordamerika am Konzernumsatz nahm jedoch im Berichtszeitraum, im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen, auf 40,8 % (Vorjahr: 37,4 %) zu.

Im Berichtszeitraum wurden 10,0 % (Vorjahr: 13,0 %) des Konzernumsatzes in Deutschland und 7,7 % (Vorjahr: 5,7 %) in Asien generiert.

Überleitung EBITDA bereinigt und EBIT bereinigt

Um Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtszeitraums sowohl be- als auch entlasten, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den Perioden abzubilden, wird das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ausgewiesen. Hierbei werden die in den jeweiligen Funktionskosten und in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Auswirkungen der unten aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminiert.

Im Berichtszeitraum enthalten diese Sondereffekte Aufwendungen und Erträge aus der Erhöhung bzw. der Auflösung von Rückstellungen und der Kapitalrücklage für Verpflichtungen aus den langfristigen variablen aktienkursbasierten Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme") sowie mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen.

Bei den LTI-Programmen handelt sich um Stock Appreciation Rights ("SARs") und Aktienoptionsprogramme ("AOP") für den Vorstand sowie für Führungskräfte der Konzerngesellschaften. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtzeitraum TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 5.656) ("Sonderaufwendungen"). Im Berichtszeitraum wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für die SARs in Höhe von TEUR 1.207 (Vorjahr: TEUR 484) erfasst. Diese Erträge wurden u.a. durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen für die SARs bedingt, die höher waren als die Auszahlung für die im aktuellen Berichtszeitraum in bar zugeflossenen Beträge.

Mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 181) in den Sondereffekten enthalten ("Sonderaufwendungen"). In diesen Aufwendungen sind im wesentlichen Kosten für die im Juli 2022 durchgeführte Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht enthalten.

In Summe sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 5.353) für den Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten.

Die Aufwendungen für die LTI-Programme der Vorstandsmitglieder Dr. Peter Podesser, Daniel Saxena und Hans Pol sind sowohl in den Vertriebskosten als auch in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die Aufwendungen für die LTI-Programme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den Vertriebskosten und in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten. Die mit Transaktionsbemühungen verbundenen Aufwendungen sind in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten und die Erträge aus den Auflösungen der SARs-Rückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

SONDEREFFEKTE

in TEUR

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2022 01.01.-30.06. 2021 01.01.-30.06.
Aufwendungen für die LTI Programme 241 5.656
Erträge aus den SARs 1.207 484
Aufwand für Transaktionsbemühungen 1.018 181
Summe Nettoaufwand 52 5.353
davon enthaltener Aufwand in Vertriebskosten 117 3.376
davon enthaltener Aufwand in Forschungs- und Entwicklungskosten 0 0
davon enthaltener Aufwand in allgemeinen Verwaltungskosten 1.142 2.461
davon enthaltener Ertrag in sonstigen betrieblichen Erträgen 1.207 484

Umsatzentwicklung nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum und das 2. Quartal 2022 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH SEGMENTEN

in TEUR

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01.01.-30.06. 01.04.-30.06.
2022 2021 Veränd. 2022 2021 Veränd.
Clean Energy 26.648 19.356 37,7 % 14.370 9.285 54,8 %
Clean Power Management 11.510 11.776 -2,3 % 5.884 4.863 21,0 %
Summe 38.159 31.132 22,6 % 20.253 14.148 43,2 %

Clean Energy

Das Kerngeschäft des Segments Clean Energy konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen auf Basis von technologisch fortschrittlichen Wasserstoff- und Direkt-Methanol-Brennstoffzellen zur Stromerzeugung. Das Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Produkten, die einzeln oder als Lösungen an Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen Märkten verkauft werden. In den von Clean Energy adressierten Märkten verschiebt das anhaltende Wachstum der Nachfrage nach Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die zunehmend strengeren nationalen Energievorschriften, die auch den Druck zur Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten erhöht 15, gegenwärtig die Marktnachfrage von der netzfernen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu zuverlässigen, nachhaltigen Energieversorgungslösungen mit niedrigen oder keinen Emissionen. Dies ist insbesondere in Europa, Nordamerika und Asien zu beobachten.

Im Allgemeinen profitiert das Segment Clean Energy von den Änderungen nationaler Energievorschriften, beispielsweise im Zusammenhang mit der Förderung der Wasserstoffindustrie, der notwendigen Versorgungsicherheit einer zunehmenden Anzahl und Vielfalt von netzfernen Systemen und Anlagen, der CO 2-Bepreisung und Klimaschutzzielen, sowie der Modernisierung der Energiemärkte. 16 Es wird erwartet, dass diese Änderungen die künftige Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen erhöhen werden.

15 World Economic Forum, (Januar 2021): Net-Zero Challenge: The supply chain opportunity
16 Hydrogen Council /​ McKinsey & Company, (Februar 2021): Hydrogen Insights 2021: A perspective on Hydrogen investment, deployment and cost competitiveness

Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 26.648 (Vorjahr: TEUR 19.356) und erzielte damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ein äußerst starkes Umsatzwachstum von TEUR 7.292 beziehungsweise 37,7 % . Insbesondere war das Umsatzwachstum auf eine weiterhin zunehmende Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen, die den größten Beitrag zum Segmentumsatz leisteten, zurückzuführen.

Die Bruttomarge des Segments lag mit 40,1 % (Vorjahr: 40,2 %) auf dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Berichtszeitraum aufgrund des signifikant gestiegenen Umsatzes mit TEUR 10.691 (Vorjahr: TEUR 7.788 ) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 3.376) bereinigten Vertriebskosten lagen mit TEUR 5.314 (Vorjahr: TEUR 4.095) um 29,8 % und somit erheblich über Vorjahresniveau. Wesentliche Gründe hierfür waren höhere Personalkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Beratungskosten und Provisionen.

Ebenfalls stiegen die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 2.461) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des Segments im Berichtszeitraum um 41,5 % auf TEUR 3.383 (Vorjahr: TEUR 2.391) an und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere Personalaufwendungen und Prüf- und Beratungskosten zurückzuführen.

Im Wesentlichen aufgrund des deutlich höheren Bruttoergebnisses in Verbindung mit Erträgen aus Wechselkurseffekten verbesserte sich das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR 3.371 (Vorjahr: TEUR 2.435), was zu einer stabilen bereinigten EBITDA-Marge des Segmentes von 12,6 % (Vorjahr: 12,6 %) führte.

Clean Power Management

Das Kerngeschäft des Segments Clean Power Management umfasst die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen Power Management-Lösungen des Konzerns, die zur Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in elektronischen Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden für diese Lösungen sind Gerätehersteller von industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene Branchen. Hierbei fokussiert sich das Segment insbesondere auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor allem in wachstumsstarken Bereichen.

Mit einem geringeren Umsatzanteil umfasst das Segment zudem das Geschäft mit Frequenzwandlern für Kunden in der Öl- und Gasindustrie.

Power Management-Lösungen sind eine Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen. Die Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte zu verbessern, elektromagnetische Interferenzen zu reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu bewahren, die Sicherheit bei Vorhandensein variabler Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso wie die Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach diesen Komponenten ist traditionell von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird jedoch vom Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von Trends begünstigt: Dazu gehören auch die Dekarbonisierung und Digitalisierung, die zu einer steigenden Nachfrage nach intelligenteren Geräten sowie Stromspeichern und der flexiblen Steuerung der Stromverteilung, auch mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien, führt. Komponenten werden auf der Grundlage neuer Materialien weiterentwickelt. Konvertierungssysteme erfordern neue Topologien und ein immer höheres Maß an Kompaktheit und Effizienz.

Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power Management einen leichten Umsatzrückgang von 2,3 % auf TEUR 11.510 (Vorjahr: TEUR 1 1.776). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Umsatzverschiebung aufgrund von Lieferverzögerungen bei elektronischen Bauteilen.

Das Bruttoergebnis des Segments hingegen verringerte sich deutlich um 18,4 % bzw. TEUR 627 auf TEUR 2.772 (Vorjahr: TEUR 3.399). Der Rückgang war hauptsächlich auf eine niedrigere Bruttoergebnismarge zurückzuführen, die im Berichtszeitraum mit 24,1 % (Vorjahr: 28,9 %) deutlich unter dem Niveau der Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür waren einerseits der Produktmix, die Umsatzverschiebungen gingen insbesondere zu Lasten von Produkten mit höherer Marge, sowie gestiegene Komponentenkosten die im Berichtszeitraum nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden konnten.

Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 943 (Vorjahr: TEUR 964) und mit 2,2 % leicht unter Vorjahresniveau.

Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.551 (Vorjahr: TEUR 1.051) und lag im Wesentlichen aufgrund höherer Personalkosten, IT-Aufwendungen und Reisekosten um TEUR 500 über dem Wert der Vorjahresperiode.

Das EBITDA des Segments enthält keine Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des deutlich geringen Bruttoergebnisses in Verbindung mit dem höheren allgemeinen Verwaltungsaufwand verschlechterte sich das EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR -259 (Vorjahr: TEUR 1.007), was zu einer negativen EBITDA Marge des Segments von -2,3 % (Vorjahr: 8,5 %) führte.

Konzern

Bruttoergebnis vom Umsatz

Im Berichtszeitraum legte das Bruttoergebnis vom Umsatz um 20,3 % auf TEUR 13.463 (Vorjahr: TEUR 11.187) deutlich zu und erhöhte sich damit um TEUR 2.276 im Vergleich zum Vorjahreswert. Dieser Zuwachs war auf das organische Umsatzwachstum des Segments Clean Energy zurückzuführen.

Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) ging im Berichtszeitraum geringfügig auf 35,3 % (Vorjahr: 35,9 %) zurück. Der gestiegene Umsatzbeitrag des margenstärkeren Segments Clean Energy konnte in diesem Zusammenhang der Margenreduktion des Segmentes Clean Power Management entgegenwirken.

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ

in TEUR

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01.01.-30.06. 01.04.-30.06.
Segment 2022 2021 Veränd. 2022 2021 Veränd.
Clean Energy 10.691 7.788 37,3 % 6.485 3.692 75,7 %
Clean Power Management 2.772 3.399 -18,4 % 1.370 1.293 6,0 %
Summe 13.463 11.187 20,3 % 7.855 4.984 57,6 %

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 24,4 % auf TEUR 6.374 (Vorjahr: TEUR 8.436) ab. Die Entwicklung ist bedingt durch die in den Vertriebskosten enthaltenen im Vergleich zur Vorjahresperiode signifikant geringeren Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 3.376).

Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten im Berichtszeitraum jedoch deutlich um 23,7 % auf TEUR 6.258 (Vorjahr: TEUR 5.059) an. Höhere Personalaufwendungen sowie höhere Werbe- und Reisekosten, die im Vorjahr u.a. bedingt durch die globalen Pandemie-Beschränkungen relativ geringer ausfielen, waren hierfür ursächlich.

Konzernweit sind die bereinigten Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz aufgrund des Umsatzwachstums allerdings mit 16,4 % (Vorjahr: 16,3 %) auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Kosten für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im Berichtszeitraum um 44,1 % auf TEUR 2.159 (Vorjahr: TEUR 1.498).

Einschließlich der im Berichtszeitraum aktivierten Entwicklungsaufwendungen, des Aufwandes für gemeinsame Entwicklungsprojekte ("Joint Development Agreements") und erhaltener Zuschüsse in Höhe von zusammen TEUR 1.460 (Vorjahr: TEUR 1.599) belief sich der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Konzerns im Berichtszeitraum auf TEUR 3.619 (Vorjahr: TEUR 3.097). Daraus ergab sich eine gesamte Entwicklungsquote des Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten, Joint Development Agreements und erhaltener Zuschüsse in Prozent der Umsatzerlöse) von 9,5 % (Vorjahr: 9,9 %). Der leichte Rückgang resultiert aus der positiven Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 6.076 (Vorjahr: TEUR 5.902) signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach Bereinigung um die oben beschriebenen Sondereffekte in Höhe von TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 2.461) stieg der allgemeine Verwaltungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 1.492 bzw. 43,4 % auf TEUR 4.934 (Vorjahr: TEUR 3.442) an. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Personalaufwendungen in beiden Segmenten sowie höhere Prüfungs-, Rechts- und Beratungsaufwendungen zurückzuführen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode besonders stark auf TEUR 1.926 (Vorjahr: TEUR 726). Wesentlich hierfür sind die in den oben beschriebenen Sondereffekten aufgeführten Erträge aus der erfolgswirksamen Auflösung von SARs Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.207 (Vorjahr: TEUR 484). Des Weiteren beinhaltet der Posten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 683 (Vorjahr: TEUR 242).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 30) und resultieren aus Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns nahm im Berichtszeitraum mit TEUR 4.972 besonders stark zu und betrug TEUR 3.060 (Vorjahr: TEUR -1.912). Hieraus resultierte eine positive EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz) von 8,0 % (Vorjahr: -6,1 %).

Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des operativen Geschäfts, das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 3.112 (Vorjahr: TEUR 3.441) und hat sich mit einem Rückgang von TEUR 330 gegenüber dem Vorjahreswert merklich um 9,6 % verringert. Die bereinigte EBITDA-Marge verzeichnete einen Rückgang um 2,9 Prozentpunkte und lag mit 8,2 % (Vorjahr: 11,1%) merklich unter dem Vorjahresniveau.

Im Wesentlichen bedingten die zum Umsatz relativ stärker gestiegenen Funktionskosten in Verbindung mit dem leichten Rückgang der Bruttoergebnismarge die Abnahme des bereinigten EBITDA.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns verbesserte sich im Berichtszeitraum leicht auf TEUR 658 (Vorjahr: TEUR -3.953). Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum Umsatz) verbesserte sich auf 1,7 % (Vorjahr: -12,7 %).

Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT bereinigt) lag mit TEUR 709 (Vorjahr: TEUR 1.400) und damit TEUR 691 erheblich unter dem Vorjahreswert. Daraus resultiert eine bereinigte EBIT-Marge von 1,9 % (Vorjahr: 4,5 %).

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 171).

Konzernperiodenergebnis

Das Konzernperiodenergebnis war im Berichtszeitraum positiv und lag insbesondere aufgrund der geringeren Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten bei TEUR 369 (Vorjahr: TEUR -4.379) und damit signifikant über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS unverwässert und verwässert erhöhte sich im Berichtszeitraum auf EUR 0,03 im Vergleich zur Vorjahresperiode (EUR -0,30).

Auftragseingang und Auftragsbestand

Die Auftragseingänge erhöhten sich im Berichtszeitraum deutlich auf TEUR 72.512 (Vorjahr: TEUR 38.340). Entsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand des Konzerns stichtagsbezogen zum 30. Juni 2022 auf TEUR 65.176 (Vorjahr: TEUR 17.091). Davon entfielen auf die SFC AG TEUR 14.534 (Vorjahr: TEUR 4.469), auf SFC Energy B.V, TEUR 31.516 (Vorjahr: TEUR 8.174) und auf SFC Energy Ltd. TEUR 19.126 (Vorjahr: TEUR 4.448).

Vermögen und Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 51.198 (31. Dezember 2021: TEUR 50.019 ) und erhöhte sich somit um TEUR 1.179.

Die Nettofinanzposition (frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verringerte sich im Berichtszeitraum um TEUR 11.882 auf TEUR 10.006 (31. Dezember 2021: TEUR 21.888).

Zahlungsmittel

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2022 TEUR 13.869 (31. Dezember 2021: TEUR 24.623).

Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum gegenüber dem Geschäftsjahresende 2021 um TEUR 1.128 auf TEUR 3.863 (31. Dezember 2021: TEUR 2.735).

Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstums- und Internationalisierungsstrategie, um unsere Marktpositionen gezielt zu stärken und auszubauen oder bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue Geschäftsfelder vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser Strategie können finanzielle Verpflichtungen oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.

Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Cashflow und Investitionen

CASHFLOW

in TEUR

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01.01. - 30.06.2022 01.01. - 30.06.2021
Operativer Cashflow vor Working-Capital Veränderungen 2.134 3.078
Cashflow aus
betrieblicher Tätigkeit -8.917 672
Investitionstätigkeit -1.773 -1.564
Finanzierungstätigkeit -96 -1.618

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit nahm im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode besonders stark ab und belief sich auf TEUR -8.917 (Vorjahr: TEUR 672). Ausschlaggebend für diesen starken Rückgang waren einerseits das geringere bereinigte EBITDA bzw. der operative Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens, welcher sich im Berichtszeitraum um TEUR 944 auf TEUR 2.134 (Vorjahr: TEUR 3.078 ) verringerte, in Verbindung mit der Veränderung des Nettoumlaufvermögens, welches im Berichtszeitraum um TEUR 10.933 (Vorjahr: TEUR 2.270) zunahm.

Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens erhöhten sich die Vorräte im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 7.529 . Des Weiteren erhöhten sich sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 2.057 als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im gleichen Zeitraum liquiditätswirksam um TEUR 1.829. Zusammen mit den weiteren Posten des Nettoumlaufvermögens resultierte daraus eine Zunahme des Nettoumlaufvermögens und somit ein Liquiditätsabfluss von TEUR 10.933 (Vorjahr: TEUR 2.270 ) in der Berichtsperiode.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR -1.773 (Vorjahr: TEUR -1.564).

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte betrugen im Berichtszeitraum TEUR 1.773 (Vorjahr: TEUR 1.564). Dies war ein Rückgang um TEUR 281 beziehungsweise 12 % im Vergleich zum Vorjahreswert. Während einerseits die Investitionen in die oben aufgeführten aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen geringer als im Vorjahr waren, haben andererseits die Investitionen in Sachanlagen und Nutzungsrechte zugenommen.

Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR -96 (Vorjahr: TEUR -1.618) resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Betriebsmittellinien) in Höhe von TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR -328). Dieser Zunahme standen Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 802) im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 und Zinsaufwendungen gegenüber.

Der Operative Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen) lag im Berichtszeitraum bei TEUR 2.134 (Vorjahr: TEUR 3.078 ) und somit deutlich unter Vorjahresniveau.

Nach Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens, welches im Berichtszeitraum um TEUR 10.933 zugenommen hat, sowie Ertragsteuerzahlungen ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR -8.917 (Vorjahr: TEUR 672).

Die Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug TEUR -10.786 (Vorjahr: TEUR -2.510). Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 13.869 (31. Dezember 2021: TEUR 24.623).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von TEUR 90.892 zum 30. Juni 2022 (31. Dezember 2021: TEUR 87.365) hat sich mit TEUR 3.527 gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 4,0 % erhöht. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte, und hier insbesondere die Erhöhung der Vorräte.

Die Vorräte erhöhten sich insbesondere aufgrund einer höheren Bevorratung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bei allen Konzerngesellschaften, um potenziellen Unterbrechungen in den Lieferketten aufgrund der COVID-19-Pandemie und potenziellen Lieferengpässen vorzubeugen, signifikant um 54,5 % auf TEUR 21.920 (31.Dezember 2021: TEUR 14.185).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich deutlich um 14,0 % auf TEUR 20.076 (Vorjahr: TEUR 17.608), was auch auf den relativ hohen Konzernumsatz zum Halbjahresende zurückzuführen ist. Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen 32,6 % (31. Dezember 2021: 32,8 %) und blieb damit auf dem Niveau des Anteils zum Geschäftsjahresendes 2021.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2022 um TEUR 762 auf TEUR 18.460 (Vorjahr: TEUR 17.698 ), im Wesentlichen aufgrund eines höheren bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes von SFC Energy Canada Ltd. und SFC Energy B.V. zum 30. Juni 2022, der aus positiven Effekten aus Währungsumrechnung hinsichtlich des der SFC Energy Canada Ltd. zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes resultiert, und aus aktivierten Entwicklungsaufwendungen.

Die Sachanlagen lagen mit TEUR 8.954 (31. Dezember 2021: TEUR 8.887) auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2021.

Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um TEUR 5.246 auf TEUR 26.244 (31. Dezember 2021: TEUR 20.998) gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 9.898 (31. Dezember 2021: TEUR 7.642) 29,5 % bzw. TEUR 2.256 über dem Niveau des Endes des vergangenen Geschäftsjahres.

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 212 auf TEUR 2.072 (31. Dezember 2021: TEUR 1.860).

Die langfristigen Schulden haben sich zum Stichtag um TEUR 2.898 merklich auf TEUR 13.451 (31. Dezember 2021: TEUR 16.348) verringert. Eine Wesentliche in den langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Position sind Verbindlichkeiten (Rückstellungen) aus den LTI-Programmen in Höhe von TEUR 4.244 (31. Dezember 2021: TEUR 7.612), welche sich im Berichtszeitraum besonders stark reduziert haben.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 1.128 auf TEUR 3.863 (31. Dezember 2021: TEUR 2.735) und sind ausschließlich von kurzfristiger Natur. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Betriebsmittellinien der SFC Energy B.V. und der SFC Energy Ltd.

Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

in TEUR

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30.06.2022 31.12.2021 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.863 2.735 41 %
davon SFC Energy AG - - -
davon SFC Energy B.V. 2.194 2.190 0%
davon SFC Energy Ltd. 1.669 545 206 %
Abzüglich
Frei verfügbare liquide Mittel a) 13.869 24.623 -44 %
Summe 10.006 21.888 -54 %

a) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 43,7 % (31. Dezember 2021: 42,7 %).

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum auf TEUR 51.198 (31. Dezember 2021: TEUR 50.019). Allerdings verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 56,3 % (31. Dezember 2021: 57,3 %). Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

Mitarbeitende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITENDE

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30.06.2022 31.12.2021 Veränd.
Vorstand 3 3 0 %
Forschung und Entwicklung 64 64 0 %
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 116 103 12,1 %
Vertrieb und Marketing 83 76 9,2 %
Verwaltung 48 42 14,7 %
Festangestellte Mitarbeitende 314 288 8,9 %

Zum 30. Juni 2022 beschäftigte der Konzern weltweit 314 (31. Dezember 2021: 288 ) festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Risiko- und Chancenbericht

In unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2021 haben wir sowohl die Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) haben können als auch unsere wesentlichsten Chancen dargestellt. Die Veränderungen der Risiken und Chancen werden kontinuierlich im Rahmen des gruppenweiten Risikomanagementsystems überwacht, bewertet, mitigiert und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen eingearbeitet.

Im Zusammenhang mit der Einschätzung der Risiken und Chancen für die weitere Entwicklung des Jahres 2022 sind insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung, mit dem Krieg in der Ukraine, dessen Auswirkung auf globale Lieferketten und vor allem den europäischen Energiemarkt explizit zu erwähnen.

Im Verlauf des Berichtzeitraums haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die in unserem Geschäftsbericht 2021 sowie in diesem Konzernzwischenlagebericht beschriebenen Risiken und Chancen hinausgehen. Im vorliegenden Risikobericht fokussieren wir uns daher nur auf die Risiken, die in ihrer Bedeutung insgesamt als hoch klassifiziert wurden und beschreiben die jeweilige Veränderung gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres.

Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die konjunkturelle Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 war unbeständig. Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal 2022 geprägt von einem moderaten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorquartal und mit erheblichen regionalen Unterschieden blieb die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Quartal 2022, wenn auch für den Euroraum überraschend besser als erwartet, verhalten. Während das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum und in Kanada im ersten Quartal ein Wachstum von 0,5 % 17 bzw. von 0,8 % 18 aufwies, verzeichnete die USA einen Rückgang von 0,4 % 19. Nach vorläufigen Schätzungen stieg das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im zweiten Quartal um 0,6 % 20, in Kanada um 0,8 % 21, während die USA wiederum einen Rückgang um -0,2 % 22 verzeichneten.

Insgesamt sind die Aussichten für das globale Wachstum überwiegend von Risiken und einem Abwärtstrend geprägt. In einem Basisszenario vom Juli 2022 ging der IMF davon aus, dass das globale Wachstum im Jahr 2022 bei 3,2 % liegen wird und sich im Jahr 2023 auf 2,9 % abschwächt. Dieses Szenario liegt 0,4 bzw. 0,7 Prozentpunkte unter dem prognostizierten Weltwirtschaftsausblick des IMF vom April 2022 23. Die Revisionen für China und die USA sind die Haupttreiber der niedrigeren weltweiten Wachstumserwartungen.

Zur erwarteten konjunkturellen Abschwächung tragen eine Reihe unterschiedlicher Effekte bei: Die vorübergehenden Lockdowns in großen chinesischen Städten führten zu einem Rückgang der Konsumnachfrage in China und zugleich zu Angebotsausfällen aufgrund von Produktionsabstellungen und Störungen in den Logistikketten. Nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind außerdem die Preise für Energie und Rohstoffe erheblich angestiegen. Die Zentralbanken in Europa und den USA haben auf die steigenden Inflationsraten bereits mit einer deutlichen Straffung ihrer Geldpolitik reagiert. Darüber hinaus dämpften die Kursrückgänge am Aktienmarkt und die damit verbundenen Vermögenseffekte den Konsum in den USA. In den EU-Ländern, die in hohem Maße von Gaslieferungen aus Russland abhängig sind, hat die Unsicherheit bei Verbrauchern und Produzenten erheblich zugenommen.

In Bezug auf die aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäfte kann es daher, vor allem bedingt durch die Rohstoffverfügbarkeit insbesondere in Europa, zu zusätzlichen Belastungen kommen. Unsicherheiten resultieren u.a. aus:

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der weiteren Entwicklung sowie möglicher kurzfristiger und teilweise extremer und kaum vorhersehbarer Schwankungen von Rohstoffpreisen bzw. Preisen für Vorleistungsgüter einschließlich Logistikkosten

der anhaltend angespannten Situation des globalen Beschaffungsmarktes sowie Lieferengpässen bei Vorprodukten insbesondere für Elektronikbauteile und Halbleiter, die verstärkt wachstumsbremsend wirken könnten

der Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie inkl. etwaiger neuerlicher Lockdown-Maßnahmen, insbesondere in China und dem gesamten asiatischen Raum

der Ungewissheit über die weitere Entwicklung - inkl. der direkten und indirekten Folgen - des Kriegs in der Ukraine sowie der daraus resultierenden potenziellen handelspolitischen Konflikte und Einschränkungen

der potenziellen Einschränkung der Versorgung mit fossilen Energieträgern und Rohstoffen

17 Eurostat (August 2022) - Euroindikatoren (ps:/​/​ec.europa.eu/​eurostat/​documents/​2995521/​14675418/​2-17082022-AP-DE.pdf/​d95ddc8e-f573-62f3-0ce8-7695f781f5ef?t=1660721342574)
18 Statistics Canada (Mai 2022) - Gross domestic product, income and expenditure, first quarter 2022 (https:/​/​www150.statcan.gc.ca/​n1/​daily-quotidien/​220531/​dq220531b-eng.htm)
19 Eurostat (August 2022) - Euroindikatoren (ps:/​/​ec.europa.eu/​eurostat/​documents/​2995521/​14675418/​2-17082022-AP-DE.pdf/​d95ddc8e-f573-62f3-0ce8-7695f781f5ef?t=1660721342574)
20 Eurostat (August 2022) - Euroindikatoren (ps:/​/​ec.europa.eu/​eurostat/​documents/​2995521/​14675418/​2-17082022-AP-DE.pdf/​d95ddc8e-f573-62f3-0ce8-7695f781f5ef?t=1660721342574)
21 Statistics Canada (August 2022) - https:/​/​www150.statcan.gc.ca/​n1/​daily-quotidien/​220831/​dq220831a-eng.htm
22 Eurostat (August 2022) - Euroindikatoren (ps:/​/​ec.europa.eu/​eurostat/​documents/​2995521/​14675418/​2-17082022-AP-DE.pdf/​d95ddc8e-f573-62f3-0ce8-7695f781f5ef?t=1660721342574)
23 International Monetary Fund (Juli 2022) - World Economic Outlook https:/​/​www.imf.org/​en/​Publications/​WE0/​Issues/​2022/​07/​26/​world-economic-outlook-update-july-2022

Den Unsicherheiten treten wir insbesondere mit einer erhöhten Lagerhaltung von Vorleistungsgütern entgegen.

Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine

Die SFC unterhält keine Geschäftsbeziehungen in Russland, der Ukraine, Belarus und der Republik Moldau. Aus dem Krieg in der Ukraine ergaben sich daher zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses 2022 keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Darüber hinaus ergaben sich indirekte Auswirkungen des Kriegs auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns durch gestiegene Logistik- und Energieaufwendungen sowie einen Anstieg der Beschaffungskosten für Rohmaterialien.

Zinsänderungsrisiko

Um den Inflationsdruck zu mindern haben zahlreiche wichtige Zentralbanken mit einer Anhebung der Zinssätze reagiert. Aus dieser Erhöhung resultiert tendenziell ein Anstieg der Kreditkosten für die kurzfristigen Finanzschulden (Betriebsmittellinien) der Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Rumänien und in Kanada. SFC ermittelt bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen.

Das genaue Ausmaß der Straffung der Zinspolitik, das erforderlich ist, um die Inflation zu senken, ohne eine Rezession auszulösen, ist jedoch schwer zu ermitteln und weitere Zinserhöhungen sind nicht auszuschließen. Wenn die Zentralbanken die Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation weiter anheben, werden sich die Finanzierungsbedingungen weltweit weiter verschärfen. Sollte die Sensitivitätsanalyse ergeben, dass Zinsschwankungen zu bedeutsamen Auswirkungen führen können, könnte SFC derivative Sicherungsinstrumente zur Verminderung des Risikos nutzen.

Das Zinsänderungsrisiko wird daher nicht mehr als möglich, sondern als wahrscheinlich eingeschätzt, hat aber nach wie vor potenziell geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Insgesamt wird das Risiko als moderates Risiko eingeschätzt.

Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der oben aufgeführten Entwicklungen werden wir im Geschäftsjahr 2022 den Schwerpunkt, trotz signifikant erhöhter geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten der Rahmenbedingungen, weiterhin auf die strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Margen legen und weiter gezielt Wachstumsinitiativen fortsetzen. Alle Ziele sind konsequent mit konkreten Maßnahmenplänen hinterlegt.

Umsatzerlöse

Aufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung des Segmentes Clean Energy im ersten Halbjahr 2022, das von einer hohen Nachfragedynamik geprägt war, bestätigen wir die Prognose für das Umsatzwachstum für die SFC Energy AG im Vergleich zum Vorjahr mit 17 % bis 29 % auf etwa TEUR 75.000 bis TEUR 83.000.

EBITDA bereinigt

Auch für das bereinigte EBITDA, einer unserer bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des operativen Geschäftes, bestätigen wir unsere Prognose in der Größenordnung von TEUR 6.000 bis TEUR 9.100.

In unserer Prognose gehen wir davon aus, dass keine weiteren größeren finanziellen Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Geschäftstätigkeit zu erwarten sind ebenso wie keine weiteren größeren negative Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Des Weiteren gehen wir von einer weiterhin guten Preisdurchsetzung für unsere Produkte und positiven Wechselkurseffekten aus.

EBIT bereinigt

Entsprechend den oben beschriebenen Erwartungen bestätigen wir das EBIT bereinigt auf eine Bandbreite von TEUR 1.600 bis TEUR 2.900.

Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der SFC Energy AG. Die Gruppe der nahestehenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 nicht geändert.

Nahestehende Unternehmen

Im Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Sonstige Angaben zu nahestehenden Personen

Zum 30. Juni 2022 hielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt circa 1,7 % (31. Dezember 2021: 1,7 %) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien.

Nachtragsbericht

Zur weiteren Finanzierung des Unternehmenswachstums hat der Vorstand am 27. Juli 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, jeweils anknüpfend an vorherige Beschlussfassungen vom 11. Juli 2022, beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 von EUR 14.469.743 um EUR 2.893.948 auf EUR 17.363.691 zu erhöhen.

Hierzu wurden 2.893.948 neue auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) zum Ausgabebetrag von 1 Euro zunächst den Aktionären im Wege des mittelbaren Bezugsrechts und anschließend die nicht bezogenen Aktien qualifizierten Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung, jeweils zu einem Preis von EUR 19,50 je neuer Aktie, angeboten. Die neuen Aktien wurden vollständig gezeichnet und die Kapitalerhöhung wurde am 28. Juli 2022 in das Handelsregister eingetragen. Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief sich auf TEUR 56.432.

Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 2022 an voll gewinnbezugsberechtigt.

Brunnthal, den 13. September 2022

Der Vorstand

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Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH INTERNATIONAL FINANCIAL STANDARDS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 (ungeprüft) in EUR
2022
01.01.-30.06
2021
01.01.-30.06
Umsatzerlöse 38.158.787 31.131.904
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -24.695.542 -19.944.500
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.463.245 11.187.404
Vertriebskosten -6.374.440 -8.435.620
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.159.072 -1.498.129
Allgemeine Verwaltungskosten -6.075.889 -5.902.390
Sonstige betriebliche Erträge 1.925.585 726.061
Sonstige betriebliche Aufwendungen -121.813 -30.217
Betriebsergebnis (EBIT) 657.616 -3.952.891
Zinsen und ähnliche Erträge 4 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -200.239 -170.643
Ergebnis vor Steuern 457.381 -4.123.529
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -88.091 -255.550
Konzernperiodenergebnis 369.290 -4.379.079
Ergebnis je Aktie
unverwässert 0,03 -0,30
verwässert 0,03 -0,30

Konzerngesamtergebnisrechnung

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Vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 (ungeprüft) in EUR
2022
01.01.-30.06
2021
01.01.-30.06
Konzernperiodenergebnis 369.290 -4.379.079
Sonstiges Ergebnis das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 568.745 358.162
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen (Summe sonstiges Ergebnis) 568.745 358.162
Konzerngesamtergebnis der periode 938.035 -4.020.917

Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz

AKTIVA

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zum 30. JUNI 2022 (ungeprüft) in EUR
30.06.2022 31.12.2021
Kurzfristige Vermögenswerte 61.260.704 58.724.007
Vorräte 21.920.000 14.184.541
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.075.697 17.608.015
Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden 862.136 243.437
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 4.149.368 1.680.439
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.868.576 24.622.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 384.927 384.927
Langfristige Vermögenswerte 29.631.438 28.641.235
Immaterielle Vermögenswerte 18.459.865 17.698.268
Sachanlagen 8.954.038 8.886.706
Aktive latente Steuern 2.217.535 2.056.261
Aktiva 90.892.142 87.365.242

Konzernbilanz

PASSIVA

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zum 30. JUNI 2022 (ungeprüft) in EUR
30.06.2022 31.12.2021
Kurzfristige Verbindlichkeiten 26.243.814 20.998.034
Steuerrückstellungen 31.725 78.710
Sonstige Rückstellungen 1.628.152 1.941.650
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.862.825 2.734.888
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen 179.558 136.703
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 9.897.814 7.641.959
Leasingverbindlichkeiten 2.072.142 1.859.824
Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden 891.620 277.157
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP 7.679.979 6.327.143
Langfristige Verbindlichkeiten 13.450.705 16.348.354
Sonstige Rückstellungen 1.734.633 1.529.184
Leasingverbindlichkeiten 4.716.879 4.890.839
Sonstige Verbindlichkeiten 5.019.832 8.005.575
Passive latente Steuern 1.979.361 1.922.756
Eigenkapital 51.197.622 50.018.854
Gezeichnetes Kapital 14.469.743 14.469.743
Kapitalrücklage 119.877.283 119.636.548
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung -57.823 -626.568
Ergebnisvortrag -83.460.869 -77.631.411
Konzernbilanzverlust 369.288 -5.829.458
Passiva 90.892.142 87.365.242

Konzernkapitalflussrechnung

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VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022 (UNGEPRÜFT) in EUR
2022
01.01.-30.06
2021
01.01.-30.06
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
- Ergebnis vor Steuern 457.381 -4.123.530
+ Zinsergebnis 200.235 170.638
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.402.482 2.040.898
+/​- Aufwendungen/​Erträge aus LTI-Programmen -966.513 5.172.316
+ Änderung von Wertberichtigung 50.092 -146.659
+/​- Verluste/​ Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 50.919 -2.475
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -60.670 -33.099
- Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen 2.133.926 3.078.089
+/​- Zu- /​ Abnahme der Rückstellungen -141.847 106.490
-/​+ Zu- /​ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.057.271 -2.251.070
-/​+ Zu- /​ Abnahme der Vorräte -7.528.989 -318.059
-/​+ Zu- /​ Abnahme sonstiger Forderungen und Vermögenswerte -3.038.675 -773.154
+/​- Zu- /​ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.829.160 831.719
+/​- Zu - /​ Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 4.778 134.209
- Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern -8.798.918 808.224
+/​- Ertragsteuererstattungen/​ -zahlungen -118.232 -135.779
- Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -8.917.150 672.445
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten -1.042.305 -1.254.772
+ Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -152.558 -97.396
+ Investitionen in Sachanlagen -578.152 -221.067
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 5 5
- Verkauf von Anlagevermögen 0 9.000
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.773.010 -1.564.230
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
- Tilgung von Finanzschulden -235.419 -322.576
+/​- Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten 1.287.279 -328.349
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -947.543 -802.129
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -200.240 -165.196
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -95.923 -1.618.250
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -10.786.083 -2.510.036
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 32.011 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 24.622.648 31.464.099
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 13.868.576 28.954.063
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalente -10.786.083 -2.510.036

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

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1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022 in EUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Konzernbilanzverlust Summe
Stand 31.12.2021 14.469.743 119.636.548 - 626.568 -83460869 50.018.854
Konzerngesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenverlust 01.01. - 30.06.2022 369.289 369.289
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung 568.746 568.746
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 240.735 240.735
Stand 30.06.2022 14.469.743 119.877.283 - 57.823 -83.091.580 51.197.623
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1. JANUAR BIS 30. JUNI 2021 in EUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Konzernbilanzverlust Summe
Stand 31.12.2020 14.469.743 119.118.339 -1.118.708 -77.631.411 54.837.963
Konzerngesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenverlust 01.01. - 30.06.2021 -4.379.080 -4.379.080
Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung 358.162 358.162
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 205.858 205.858
Stand 30.06.2021 14.469.743 119.324.197 -760.546 -82.010.491 51.022.904

Konzern-Segmentberichterstattung

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VON 1. JANUAR BIS 3. JUNI 2022 in EUR
Clean Energy Clean Power Management Konzern
2022 2021 2022 2021 2022 2021
Umsatzerlöse 26.648.389 19.356.186 11.510.398 11.775.718 38.158.787 31.131.904
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen
-15.957.447 - 11.568.176 -8.738.095 - 8.376.342 -24.695.542 - 19.944.500
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.690.942 7.788.010 2.772.303 3.399.395 13.463.245 11.187.405
Vertriebskosten -5.431.266 - 7.471.507 -943.174 - 964.113 -6.374.440 - 8.435.621
Forschungs - und Entwicklungs-
kosten
-1.089.358 - 623.389 -1.069.715 - 874.740 -2.159.072 - 1.498.129
Allgemeine Verwaltungskosten -4.524.738 - 4.851.649 -1.551.151 - 1.050.741 -6.075.889 - 5.902.390
Sonstige betriebliche Erträge 1.925.585 726.061 0 0 1.925.585 726.061
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
-121.813 - 30.217 0 0 -121.813 - 30.217
Betriebsergebnis (EBIT) 1.449.352 -4.462.691 -791.737 509.800 657.616 - 3.952.892
Anpassungen EBIT 51.512 5.353.331 0 0 51.512 5.353.331
EBIT bereinigt 1.500.864 890.640 -791.737 509.800 709.128 1.400.439
Abschreibungen -1.870.119 - 1.543.951 -532.363 - 496.947 -2.402.482 - 2.040.898
EBITDA 3.319.471 - 2.918.740 -259.374 1.006.747 3.060.098 - 1.911.994
Anpassungen EBITDA 51.512 5.353.331 0 0 51.512 5.353.331
EBITDA bereinigt 3.370.983 2.434.591 -259.374 1.006.747 3.111.610 3.441.337
Betriebsergebnis (EBIT) 657.616 - 3.952.892
Finanzergebnis -200.235 - 170.638
Ergebnis vor Steuern 457.381 - 4.123.530
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
-88.091 - 255.550
Konzernperiodenergebnis 369.290 - 4.379.080

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERNANHANGSANGABEN

Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis

Informationen zum Unternehmen

Die SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("SFC" oder "Konzern") sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/​Main gelistet (WKN 756857, ISIN: DE0007568578).

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der verkürzte Konzernabschluss enthält nicht alle für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebene Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gelesen werden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2021 gelten insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Bzgl. der dort aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2022 anzuwendenden Standards, Änderungen und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den SFC Konzern.

Der Zwischenabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenabschluss erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung können Differenzen auftreten.

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und auf Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden durch die Unternehmensleitung laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen geändert werden, sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon betroffen sind.

Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die wesentlichen Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns sowie die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten mit denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 identisch ausgeübt

Konsolidierungskreis

Der Zwischenabschluss umfasst unverändert wie zum 31. Dezember 2021 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen sowie drei Tochterunternehmen:

TOCHTERUNTERNEHMEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

in %

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Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 - 100,00 CAD
SFC Energy B.V. Almelo (Niederlande) 100,00 - 100,00 EUR
SFC Energy Power Srl. Cluj-Napoca (Rumänien) - 100,00 100,00 RON

Zum 30. Juni 2022 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen.

Konjunktur- und Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Die in diesem Zwischenabschluss dargestellten operativen Ereignisse unterliegen makroökonomischen Trends und Konjunktureinflüssen. Saisonale Ereignisse wirken sich dagegen nicht wesentlich auf den Konzern aus.

Die neuesten Konjunkturprognosen sind von hoher Unsicherheit geprägt, da die Erholungsdynamik nachlässt und zunehmend unausgewogen wird. Risiken bestehen vor allem in der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie, die anhaltenden Unterbrechungen globaler Lieferketten, aber auch durch die nach wie vor ungelösten geopolitischen Konflikte wie dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, mit deutlichen Auswirkungen unter anderem auf die Energieversorgung und die Energiepreise. Außerdem hat die kriegerische Auseinandersetzung zu höheren Rohstoffpreisen geführt, die Inflation weiter angeheizt sowie zu einem schlechteren Geschäftsklima und schwierigen Finanzierungsbedingungen beigetragen.

In diesem Zusammenhang überprüft SFC die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des UkraineKonflikts auf das Geschäft und sich daraus ergebende Effekte auf die Rechnungslegung des Konzerns laufend. Die COVID-19-Pandemie wirkte sich bislang insbesondere auf die Auftragsvergabe aus. Der UkraineKonflikt wirkte sich bisher insbesondere im Hinblick auf gestiegene Preise an den Beschaffungsmärkten sowie durch höhere Energiepreise aus.

Weitere Ausführungen hierzu finden sich im Abschnitt "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage" im Konzernzwischenlagebericht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder Dr. Peter Podesser, Daniel Saxena, Hans Pol sowie für drei Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Programm".

Stock Appreciation Rights Programm

Im Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den Vorständen ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Programm (SARs Programm) geschlossen. Ziel des Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen.

Das Programm sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).

Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine weiteren SARs gewährt. Ein Teil der Ansprüche von Dr. Peter Podesser wurde aufgrund der Tranche PP2 (Peter Podesser Programm 2) im Berichtszeitraum ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Ansprüche von Markus Binder im ersten Halbjahr 2021 durch eine Barzahlung abgelöst. Des Weiteren wurde ein Teil der Ansprüche von Peter Podesser aufgrund der Tranche PP2 (Peter Podesser Programm 2) ausgeübt.

Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.

Die SARs haben sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG SARs 2022

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Tranche PP2 Tranche HP3 Tranche DS1 Tranchen CB1/​BL1/​FT1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) 360.000 180.000 228.000 47.250
Maximale Laufzeit (Jahre) 7,00 7,00 8,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2022 ausstehende SARs (01.01.2022) 146.667 120.000 228.000 40.500
In der Berichtsperiode 2022
gewährte SARs 0 0 0 0
verwirkte SARs 0 0 0 0
ausgeübte SARs 36.667 0 0 0
verfallene SARs 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausstehende SARs (30.06.2022) 110.000 120.000 228.000 40.500
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausübbare SARs (30.06.2022) 110.000 0 0 0

Im Geschäftsjahr 2021 hatten sich die SARs wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG SARs 2021

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Tranche HP2 Tranche PP2 Tranche MB1 Tranche HP3 Tranche DS1 Tranchen CB1/​BL1/​FT1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) 180.000 360.000 180.000 180.000 228.000 47.250
Maximale Laufzeit (Jahre) 7,00 7,00 7,00 7,00 8,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2021 ausstehende SARs (01.01.2021) 20.000 220.000 55.000 120.000 228.000 0
In der Berichtsperiode 2021
gewährte SARs 0 0 0 0 0 47.250
verwirkte SARs 0 0 55.000 0 0 6.750
ausgeübte SARs 20.000 73.333 0 0 0 0
verfallene SARs 0 0 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2021 ausstehende SARs (30.06.2021) 0 146.667 0 120.000 228.000 40.500
Am Ende der Berichtsperiode 2021 ausübbare SARs (30.06.2021) 0 73.333 0 0 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2022 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

SARs 2022

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Tranche PP2 Tranche HP3 Tranche HP3 Tranchen CB1/​BL1/​ FT1
Bewertungszeitpunkt 30.06.2021 30.06.2021 30.06.2021 30.06.2022
Restlaufzeit (in Jahren) 0,59 3,00 6,00 4,50
Volatilität 44,94 % 59,62 % 54,74 % 53,96%
Risikoloser Zinssatz 0,32 % 0,81 % 1,13 % 1,03 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 24,30 EUR 24,30 EUR 24,30 EUR 24,30

Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2021 wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

SARs 2021

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Tranche PP2 Tranche HP3 Tranche DS1 Tranchen CB1/​BL1/​ FT1
Bewertungszeitpunkt 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2021
Restlaufzeit (in Jahren) 2,25 3,50 6,50 5,00
Volatilität 56,33 % 54,73 % 68,15 % 69,51 %
Risikoloser Zinssatz - 0,70 % - 0,67 % - 0,44 % - 0,46 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 28,40 EUR 28,40 EUR 28,40 EUR 28,40

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 30. Juni 2022 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2022 und 2023.

Zum 30. Juni 2022 wurde im Rahmen des SARs Programms eine Schuld in Höhe von EUR 6.782.968 (davon EUR 4.224.455 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2021: EUR 8.870.407; davon EUR 7.210.198 langfristig). Der Periodenaufwand /​ -ertrag für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR -1.094.003 (Vorjahreszeitraum EUR 4.966.458).

Aktienoptionsprogramm

Im Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und Herrn Dr. Podesser sowie Herrn Pol ein Vertrag zum Abschluss eines Aktienoptionsplans (AOP) geschlossen. Weiterhin wurden Verträge für zwei weitere Führungskräfte abgeschlossen. Ziel dieses Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Gewährung gegenüber Herrn Hans Pol (Aktienoptionsprogramm 2) sowie gegenüber zwei weiteren Führungskräften.

Die Tranche PP1 (Peter Podesser Aktienoptionsprogramm 1) sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Aktienoptionen vor. Eine Aktienoption berechtigt den Inhaber zum Bezug einer auf den Inhaber lautenden Stammaktie der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktie) bei gleichzeitiger Bezahlung des Ausübungspreises durch den Optionsinhaber. Die Aktienoptionen können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren Aktienoptionen hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).

Das Aktienoptionsprogramm 2 begann am 1. März 2021 und hat eine Laufzeit von maximal acht Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier bzw. sieben Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 1. März 2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 24,41. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder übersteigt.

Das Aktienoptionsprogramm stellt sicher, dass nach Ablauf der Wartezeit eine Ausübung von Optionsrechten für den jeweiligen Ziehungszeitraum nur möglich ist, soweit die Summe aus der Anzahl der ausgeübten Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am Ausübungstag dieser Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises und der Anzahl der auszuübenden Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am Handelstag vor dem intendierten Tag der Ausübung der Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises einen Betrag von EUR 1 Mio. nicht überschreitet (Cap).

Die Aktienoptionsprogramme 3 und 4 begannen am 1. Januar 2021 und haben eine Laufzeit von maximal sieben Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 1. Januar 2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 15,50. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC AG-Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder übersteigt.

Die Gewährung der Aktienoptionen wurde nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Aktienoptionen gewährt wurden, bewertet.

Die Aktienoptionen haben sich im Berichtszeitraum 2022 wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG AKTIENOPTIONEN 2022

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Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche SA 1 Tranche MC 1
Anzahl Aktienoptionen 504.000 500.000 22.800 22.800
Maximale Laufzeit (Jahre) 8,00 8,00 7,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2020 ausstehende Aktienoptionen (01.01.2022) 504.000 500.0000 0 0
In der Berichtsperiode 2022
gewährte Aktienoptionen 0 500.000 22.800 22.800
verwirkte Aktienoptionen 0 0 0 0
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0
verfallene Aktienoptionen 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausstehende Aktienoptionen (31.12.2022) 504.000 500.000 22.800 22.800
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausübbare Aktienoptionen (31.12.2022) 0 0 0 0

Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die Aktienoptionen wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG AKTIENOPTIONEN 2021

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Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche SA 1 Tranche MC 1
Anzahl Aktienoptionen 504.000 500.000 22.800 22.800
Maximale Laufzeit (Jahre) 8,00 8,00 7,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2020 ausstehende Aktienoptionen (01.01.2021) 504.000 0 0 0
In der Berichtsperiode 2021
gewährte Aktienoptionen 0 500.000 22.800 22.800
verwirkte Aktienoptionen 0 0 0 0
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0
verfallene Aktienoptionen 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2021 ausstehende Aktienoptionen (31.12.2021) 504.000 500.000 22.800 22.800
Am Ende der Berichtsperiode 2021 ausübbare Aktienoptionen (31.12.2021) 0 0 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2022 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2022

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Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche SA 1 Tranche MC 1
Bewertungszeitpunkt 04.09.2020 01.03.2021 01.01.2021 01.01.2021
Restlaufzeit 6,18 6,67 5,51 5,51
Volatilität 45,18 % 49,49 % 50,34 % 50,34 %
Risikoloser Zinssatz -0,54 % -0,47 % -0,69 % -0,069 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50 EUR 15,50
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 10,00 EUR 28,50 EUR 22,75 EUR 22,75

Zum 30. Juni 2022 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.315.184 bilanziert (31. Dezember 2021: EUR 1.074.449). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR 240.735 (Vorjahreszeitraum EUR 205.858)

Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2021 wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

2021

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Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche SA 1 Tranche MC 1
Bewertungszeitpunkt 04.09.2020 01.03.2021 31.12.2021 31.12.2021
Restlaufzeit (in Jahren) 6,53 7,17 6,0 6,0
Volatilität 45,18 % 49,49 % 50,34 % 50,34 %
Risikoloser Zinssatz - 0,54 % - 0,47 % - 0,69 % - 0,69 %
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50 EUR 15,50
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 10,00 EUR 28,50 EUR 27,75 EUR27,75

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Periode 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 lassen sich wie folgt aufteilen:

AUFGLIEDERUNG DER UMSATZERLÖSE 2022

in EUR

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Clean Energy Clean Power Management Total
Regionen 01.01. - 30.06.2022 01.01. -30.06.2022 01.01. - 30.06.2022
Nordamerika 11.900.775 3.675.164 15.575.939
Europa ohne Deutschland 8.898.069 6.845.377 15.743.447
Deutschland 3.516.372 285.786 3.802.158
Asien 2.247.879 704.071 2.951.950
Rest der Welt 85.293 0 85.293
Summe 26.648.389 11.510.398 38.158.787
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern 26.127.629 10.942.344 37.069.973
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/​ Erbringung von Dienstleistungen 520.760 568.055 1.088.814
Summe 26.648.389 11.510.398 38.158.787

Die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 lassen sich wie folgt aufteilen:

AUFGLIEDERUNG DER UMSATZERLÖSE 2021

in EUR

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Clean Energy Clean Power Management Total
Regionen 01.01. - 30.06.2021 01.01. - 30.06.2021 01.01. - 30.06.2021
Nordamerika 7.893.074 3.744.594 1 1.637.668
Europa ohne Deutschland 6.259.439 7.003.386 13.262.824
Deutschland 3.676.061 369.607 4.045.668
Asien 1.309.860 478.335 1.788.196
Rest der Welt 217.752 179.796 397.548
Summe 19.356.186 11.775.718 31.131.904
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern 19.238.145 8.926.410 28.164.555
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/​ Erbringung von Dienstleistungen 118.041 2.849.308 2.967.349
Summe 19.356.186 11.775.718 31.131.904

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt dar:

HERSTELLUNGSKOSTEN

in EUR

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01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
Materialaufwand 18.452.731 15.490.759
Personalkosten 2.861.420 2.137.487
Raumkosten 205.852 174.132
Transportkosten 932.894 509.004
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 859.181 678.474
Gewährleistung 266.312 151.029
Übrige Abschreibungen 803.317 584.764
Beratung 19.666 27.360
Übrige 294.168 191.491
Summe 24.695.542 19.944.500

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt dar:

VERTRIEBSKOSTEN

in EUR

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01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
Personalkosten 4.372.425 7.286.720
Abschreibungen 311.112 265.108
Werbe- und Reisekosten 901.917 343.635
Beratung /​ Provision 242.547 99.928
Forderungsausfälle /​ Materialaufwand 126.561 0
Übrige 419.879 440.229
Summe 6.374.440 8.435.620

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt dar:

FORSCHUNGS - UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

in EUR

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01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
Personalkosten 2.047.298 1.426.440
Beratung und Patente 108.540 249.114
Raumkosten 91.561 28.096
Übrige Abschreibungen 191.488 317.083
Materialaufwand 803.394 811.055
Übrige 186.221 101.705
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -227.124 -180.592
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -1.042.305 -1.254.772
Summe 2.159.072 1.498.129

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt dar:

ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

in EUR

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01.01.-30.06.2022 01.01. -30.06.2021
Personalkosten 2.465.198 3.885.002
Prüfungs - und Beratungskosten 2.095.601 798.099
Investor Relations /​ Hauptversammlungskosten 206.478 319.212
Versicherung 137.007 121.353
Abschreibungen 237.384 195.469
Kfz-Kosten 123.270 77.747
Reisekosten 105.656 23.348
Aufsichtsratsvergütung 71.250 65.724
Wartungskosten für Hard - und Software 138.264 95.078
Übrige 495.780 324.293
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen 0 -2.935
Summe 6.075.889 5.902.390

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtszeitraum im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.207.248 (Vorjahr: EUR 483.650) sowie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 682.877 (Vorjahr: 242.091 EUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind ausschließlich auf die Auflösung von Rückstellungen aus dem SARs Programm und Aktienoptionsprogramm zurückzuführen. Für Einzelheiten zu diesen Vereinbarungen wird auf die beiden Kapitel "Stock Appreciation Rights Programm" und "Aktienoptionsprogramm" verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich in Summe auf EUR 1.925.585 (Vorjahr: 726.060 EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 120.865 (Vorjahr: 30.217 EUR).

Ertragsteuern

Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2021 erfolgt der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann.

Segmentbericht

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Seit dem 1. Januar 2021 erfolgt die Segmentierung des Konzerns basierend auf der internen Steuerung durch das Management, anhand einer an den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio orientierten Betrachtung und Steuerung der Unternehmensaktivitäten. Die Segmente des Konzerns sind "Clean Energy" und "Clean Power Management.

Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente Clean Energy und Clean Power Management sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern).

Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022

in EUR

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Clean Energy Clean Power Management Konzern
2022 2021 2022 2021 2022 2021
Umsatzerlöse 26.648.389 19.356.186 11.510.398 11.775.718 38.158.787 31.131.904
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen
-15.957.447 - 1 1.568.176 -8.738.095 - 8.376.342 -24.695.542 -19.944.500
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.690.942 7.788.010 2.772.303 3.399.395 13.463.245 11.187.405
Vertriebskosten -5.431.266 - 7.471.507 -943.174 - 964.113 -6.374.440 -8.435.621
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.089.358 - 623.389 -1.069.715 - 874.740 -2.159.072 - 1.498.129
Allgemeine Verwaltungskosten -4.524.738 - 4.851.649 -1.551.151 - 1.050.741 -6.075.889 -5.902.390
Sonstige betriebliche Erträge 1.925.585 726.061 0 0 1.925.585 726.061
Sonstige betriebliche Aufwendungen -121.813 -30.217 0 0 -121.813 -30.217
Betriebsergebnis (EBIT) 1.449.352 -4.462.691 -791.737 509.800 657.616 -3.952.892
Anpassungen EBIT 51.512 5.353.331 0 0 51.512 5.353.331
EBIT bereinigt 1.500.864 890.640 -791.737 509.800 709.128 1.400.439
Abschreibungen -1.870.119 - 1.543.951 -532.363 - 496.947 -2.402.482 -2.040.898
EBITDA 3.319.471 -2.918.740 -259.374 1.006.747 3.060.098 -1.911.994
Anpassungen EBITDA 51.512 5.353.331 0 0 51.512 5.353.331
EBITDA bereinigt 3.370.983 2.434.591 -259.374 1.006.747 3.111.610 3.441.337
Betriebsergebnis (EBIT) 657.616 -3.952.892
Finanzergebnis -200.235 - 170.638
Ergebnis vor Steuern 457.381 -4.123.530
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
-88.091 -255.550
Konzernperiodenergebnis 369.290 -4.379.080

Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten.

Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.B. Spannungswandlern und Spulen, die zum Einsatz in Geräten für die Hightech-Industrie kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind.

BUCHWERTE LAUT KONZERNBILANZ

in EUR

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Finanzielle Vermögenswerte 30.06.2022 31.12.2021
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.075.697 17.608.015
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 325.872 325.872
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.868.576 24.622.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 384.927 384.927
Finanzielle Schulden -
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.862.825 2.734.888
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.897.814 7.641.959
Leasingverbindlichkeiten 6.789.021 6.750.663
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 71.250 185.725

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchiestufen zuzuordnen: Dem Level 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Level 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in Level 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3 beruhen.

Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellt sich zum 30. Juni 2022 wie folgt dar:

FAIR VALUE-LEVEL

in EUR

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30.06.2022
Finanzielle Vermögenswerte Level 1 Level 2 Summe
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 20.075.697 20.075.697
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen -kurzfristig 0 325.872 325.872
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 13.868.576 13.868.576
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 0 384.927 384.927
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 3.862.825 3.862.825
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 9.897.814 9.897.814
Leasingverbindlichkeiten 0 6.789.021 6.789.021
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 0 71.250 71.250

Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellte sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:

FAIR VALUE-LEVEL

in EUR

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31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte Level 1 Level 2 Summe
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 17.608.015 17.608.015
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 0 325.872 325.872
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 24.622.648 24.622.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 0 384.927 384.927
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 2.734.888 2.734.888
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 7.641.959 7.641.959
Leasingverbindlichkeiten 0 6.750.663 6.750.663
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 0 185.725 185.725

Mitarbeitetende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITETENDE

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30.06.2022 30.06.2021
Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) 272 249
Angestellte in Teilzeit 42 33
Summe 314 282

Darüber hinaus waren Ende Juni 2022 insgesamt 17 (Vorjahr: 9) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zum Stichtag 30. Juni 2022 stehen 14.469.743 Aktien (Vorjahr: 14.469.743 Aktien) aus. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Verlust und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Das Ergebnis pro Aktie für den Berichtszeitraum beträgt EUR 0,03 (Vorjahr: -0,30 EUR).

Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie sind aufgrund des Vorliegens eines Verwässerungsschutzes identisch, da die Umwandlung in Stammaktien den Verlust je Aktie aus dem laufenden Geschäft reduzieren würde.

Brunnthal, den 13. September 2022

Der Vorstand

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Dr. Peter Podesser Daniel Saxena
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)