SFC Energy AGBrunnthalHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2022Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzbericht
fasst wesentliche Entwicklungen des ersten Halbjahres 2022
("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine
ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres
Konzerns und ihrer Segmente findet sich im
Geschäftsbericht 2021.
Grundlagen des KonzernsOrganisation des SFC-Konzerns und Grundlagen der BerichterstattungDie SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren
Tochterunternehmen eine international tätige
Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im
Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis des
Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG
(Deutschland) die Tochterunternehmen SFC Energy B.V.
(Niederlande) ("SFC B.V"), deren Tochterunternehmen SFC
Energy Power SRL (Rumänien) sowie SFC Energy Ltd.
(Kanada) ("SFC Ltd.").
Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt
primär der internen Organisations- und
Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern.
Diese orientiert sich an den Technologieplattformen bzw.
dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio des
Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio
von Produkten, Systemen und Lösungen für die
stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf
Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC)
Brennstoffzellen. Das Segment adressiert Kunden aus dem
privaten, industriellen und staatlichen Sektor in
unterschiedlichen Märkten. Hierzu zählen u.a.
Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie
Systemintegratoren für Telekommunikation, Sicherheit-
und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie
(Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch
für den Caravaning- und Marinemarkt. Das Segment Clean
Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit
hochtechnologischen, standardisierten und
semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.
B. Spannungswandlern und Spulen, die zum Einsatz in
Geräten für die Hightech-Industrie kommen. Des
Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit
Frequenzwandlern, die in der Upstream-Öl- und
Gasindustrie eingesetzt werden.
Ziele und StrategieDie strategische Ausrichtung des Konzerns, die Position
von SFC im Markt für umweltfreundliche stationäre
und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb
im Berichtszeitraum unverändert. Ziel ist eine
marktführende Stellung als Anbieter für
emissionsarme bzw. freie Regel- und Notstromversorgung von
netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen, Anwendungen,
wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits-
und Überwachungstechnologie und netzfernen Sensoren
mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die
Brennstoffzellen sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie
Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die bislang als
Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung
eingesetzt werden, als auch bestehende Systeme zur
netzfernen Energieversorgung ergänzen.
Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch
organisches Wachstum als auch mittels Akquisitionen,
Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und
Kooperationsvereinbarungen realisiert werden.
Forschung und EntwicklungMit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
verfolgen wir weiterhin das Ziel, die Wettbewerbs- und
Technologieposition von SFC vor dem Hintergrund der
anstehenden Umgestaltung der Energiesysteme in zahlreichen
Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen
wir insbesondere auf die Entwicklung von
Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen und
längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion
sowie auf die digitale Anbindung unserer Lösungen.
Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres
Produktportfolios verbessert SFC auch bestehende Produkte
und Lösungen.
Mit 64 (Vorjahr: 64) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
waren 20 % (Vorjahr: 22 %) der Konzernbelegschaft mit der
Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie bzw. von
Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in Produkte
des Konzerns beschäftigt.
GESAMTAUFWAND FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGin TEUR
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Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit
des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren
auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich
Patenten und anderen Rechten an geistigem Eigentum ("IP")
verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden
IP-Portfolios als auch die Entwicklung von neuem IP
beinhaltet.
Wir rechnen insgesamt damit, dass der
F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres
über der Größenordnung des
Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Die F&E
Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum in
geringem Umfang, und werden voraussichtlich auch
zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen
Hand gefördert, z. B. über die "Nationale
Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie".
Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die
nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen
sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer
Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung. Die Schwerpunkte
im Berichtszeitraum lagen auf:
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Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power
Management standen Themen wie die Erhöhung der
Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und der "Watt /
Euro" Ratio für die angebotenen Power
Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im
Berichtszeitraum lagen auf:
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WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenHoher Inflationsdruck bremst Wirtschaft ausDie nach wie vor ungewisse Situation der Corona-Pandemie
sowie der militärisch geführte Angriff Russlands
auf die Ukraine waren und sind die größten
Einflussfaktoren auf die globale Konjunkturentwicklung.
Beide Ereignisse sorgten im ersten Halbjahr 2022 für
einen weiteren Anstieg der ohnehin schon hohen Inflation.
Im Juni lag die Teuerung in den USA bei 9,1 %, im Euroraum
betrug sie 8,6 % und in Großbritannien erreichte sie
einen Stand von 9,4 % und damit langjährige
Höchststände.
1 Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2022
verstärkten sich die Lieferengpässe und wirkten
sich bremsend auf die Konjunkturdynamik aus. In China
sorgte die Null-Covid-Politik der Regierung für
regionale Lockdowns, von denen ab März auch
wirtschaftliche Zentren wie Shenzen und Shanghai betroffen
waren. So lag das Weltwirtschaftswachstum im ersten Quartal
2022 bei 0,6 %. Im zweiten Quartal dürfte die
weltwirtschaftliche Dynamik schwach bleiben und stagnieren.
2 Für das Jahr 2022 rechnet das Institut
für Weltwirtschaft (IfW Kiel) mit einer Zuwachsrate
von 3,0 %. Gegenüber der im März formulierten
Prognose bedeutet dies eine Reduzierung um 0,5
Prozent-punkte.
3
Deutsche Wirtschaft: Lieferengpässe belastenDer Jahresauftakt verlief für die deutsche
Wirtschaft zunächst vielversprechend. Die Belastungen
aus der vierten Corona-Pandemiewelle wirkten sich offenbar
weniger stark aus als befürchtet.
4 So wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten
Quartal 2022 um 0,2 %. Im weiteren Verlauf verlangsamte
sich allerdings die Expansion, sodass das
Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal
unverändert blieb (0,0 %).
5 Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die
deutsche Wirtschaft um 1,5 %. Lieferengpässe in Folge
der Lock-down-Maßnahmen in China belasteten die
industrielle Aktivität.
6 Auf Jahressicht erwartet das IfW Kiel mit 7,4
% die höchste Inflationsrate im wiedervereinigten
Deutschland.
7 Im Mai lag die Teuerung bei 7,9 %, im Juni
schwächte sie sich geringfügig auf 7,6 % ab.
Ursächlich für das hohe Preisniveau sind nach
Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vor allem
die Erhöhungen der Preise bei Energieprodukten.
8 Positiv könnte sich die weiterhin aus der
Pandemiephase aufgestaute Kaufkraft der privaten Haushalte
auswirken. Zusätzlich verfügen Unternehmen
weiterhin über ein hohes Auftragspolster. Daher
rechnet das IfW Kiel mit einer Zuwachsrate von 2,1 %
für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022.
9
1
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/
Clean EnergyDynamische Entwicklung des BrennstoffzellenmarktesEssenziell zur Darstellung der Entwicklung der
Märkte des Segments Clean Energy ist die
internationale Nachfrage nach dezentralen
Energieerzeugungssystemen, wie sie die Brennstoffzelle
darstellt. Die Aggregate kommen in einer großen
Bandbreite von stationären Anwendungen zum Einsatz.
In ihrer im Juli 2022 erschienenen Branchenstudie zum
Brennstoffzellenmarkt geht die Unternehmensberatung E4tech
weiterhin von einer positiven Entwicklung für die
umweltfreundliche Energieerzeugung aus.
10 Hier sollten sich nach Einschätzung von
E4tech vor allem Nachholeffekte nach der Lockerung von
Reisebeschränkungen aus dem Jahr 2021 bemerkbar
machen. So sollten Vertriebs-, Marketing und
Messeaktivitäten auch wieder in persönlichen
Treffen stattfinden können. Positiv werten die
Marktbeobachter dabei auch die steigenden Investitionen in
die Brennstoffzellen-Technologie, die in erster Linie nicht
nur die reine Entwicklung, sondern vielmehr den
Markthochlauf und die Produktionsausweitungen adressieren.
11 Insgesamt wurden im Jahr 2021 (aktuellere
Daten lagen bei Redaktionsschluss nicht vor) 86.000
Brennstoffzellen ausgeliefert. Im Vorjahr waren es 81.800.
Mit einem Anteil von 47.900 Aggregaten machen
Brennstoffzellen für stationäre Anwendungen den
größten Anteil aus. Mit Blick auf die regionale
Verteilung der Nachfrage belegt der asiatische Markt mit
56.200 Brennstoffzellen im Jahr 2021 die Spitzenposition.
Hingegen verzeichnete Nordamerika mit 15.400
Brennstoffzellen im Jahr 2021 im Vergleich zu 10.800 im
Jahr 2020 das dynamischste Wachstum im Regionenvergleich.
E4tech beobachtet in der Branche einen Trend hin zu
höheren Leistungsklassen. Kamen die im Jahr 2020
verkauften Brennstoffzellen auf eine Gesamtleistung von
1.338 Megawatt (MW), waren es im Jahr 2021 in Summe 2.313
MW.
Die Marktforscher von Grand View Research gehen
weiterhin von einer dynamischen Entwicklung des
Brennstoffzellenmarktes aus. Laut Grand View Research wurde
der globale Brennstoffzellenmarkt im Jahr 2020 auf USD 4,1
Mrd. geschätzt und soll bis 2028 mit einer
durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,2 %
auf USD 21,7 Mrd. steigen. Haupttreiber ist die zunehmende
Fokussierung auf die Reduzierung von Treibhausgasen und
anderen Emissionen.
12
Clean Power ManagementVitale Nachfrage nach ElektronikkomponentenFür die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung
der Märkte, in denen SFC Energy in diesem Segment
tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile),
werden Daten aus den Fachverbänden "Elektronische
Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components &
Systems) sowie "PCB & Electronic Systems" des
Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.
V. (ZVEI) herangezogen.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2022
(aktuellere Zahlen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor)
verzeichnet der Fachverband eine weiterhin vitale Nachfrage
nach Elektronikkomponenten. Dabei übertrafen die
Auftragseingänge ihren entsprechenden Vorjahreswert um
15,6 %. Im Inland zog die Auftragslage um 16,7 % an,
während die Auslandsnachfrage um 14,7 % wuchs. In den
vollen ersten fünf Monaten des laufenden Jahres
erreichte der aggregierte Branchenumsatz einen Wert von EUR
87,3 Milliarden. Zudem verbesserte sich das
Geschäftsklima innerhalb der Unternehmen. Nach drei
Rückgängen hellte sich die Stimmung gemessen an
der ifo-Konjunktur-Uhr wieder auf. Konkret verbesserte sich
die Beurteilung der aktuellen als auch der allgemeinen
Geschäftserwartungen.
13 Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der
Fachverband mit einem Wachstum des Welt-Elektromarktes um
6,0 % auf EUR 5.318 Mrd.
14
10
https://www.e4tech.com/resources/249-fuel-cell-industry-review-2021.php
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche LageWesentliche EreignisseAufsichtsratHerr Hubertus Krossa wurde durch den Beschluss der
Hauptversammlung am 28. April 2022 erneut in den
Aufsichtsrat der SFC Energy AG gewählt. In der an
diese Hauptversammlung konstituierenden
Aufsichtsratssitzung wurde Herr Hubertus Krossa erneut zum
Vorsitzenden des Aufsichtsrates und in den
Prüfungsausschuss gewählt. Sein Mandat läuft
bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im
Jahr 2024.
ErtragslageIm Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz
von TEUR 38.159 (Vorjahr: TEUR 31.132) und verzeichnete
damit im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Steigerung von
22,6 %. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung
war der organische Umsatzzuwachs im Segment Clean Energy.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean
Energy im Berichtszeitraum ein äußerst starkes
Umsatzwachstum von 37,7 % auf TEUR 26.648 (Vorjahr: TEUR
19.356). Die Umsatzerlöse des Segments Clean Power
Management nahmen im Berichtszeitraum hingegen leicht um
2,3 % auf TEUR 11.510 (Vorjahr: TEUR 1 1.776) ab.
Das Segment Clean Energy blieb das umsatzstärkere
Segment des Konzerns. Mit einem Anteil von 69,8 % (Vorjahr:
62,2 %) an den Konzernumsätzen, konnte dessen
Umsatzbeitrag weiter ausgebaut werden. Der prozentuale
Anteil des Segmentes Clean Power Management an den
Konzernumsätzen verringerte sich damit deutlich auf
30,2 % (Vorjahr: 37,8 %).
Im Berichtszeitraum führten sowohl das
Umsatzwachstum als auch der gestiegene Umsatzbeitrag des
margenstärkeren Segments Clean Energy, trotz eines
merklichen Margenrückgangs im Segment Clean Power
Management, zu einem Anstieg des Konzernbruttoergebnisses
um TEUR 2.276 bzw. 20,3 % auf TEUR 13.463 (Vorjahr: TEUR
11.187). Die hieraus resultierende Bruttoergebnismarge des
Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der
Umsatzerlöse) lag mit 35,3 % (Vorjahr: 35,9 %) knapp
unter Vorjahresniveau.
Umsatzentwicklung nach RegionenDie Umsatzentwicklung nach Regionen für den
Berichtszeitraum und das 2. Quartal 2022 stellt sich im
Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
UMSATZ NACH REGIONENin TEUR
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In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im
Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode keine
wesentlichen Veränderungen: Die Region Europa ohne
Deutschland trug mit 41,3 % (Vorjahr: 42,6 %) zum
Konzernumsatz bei und blieb die Region mit dem
höchsten Umsatzbeitrag gefolgt von der Region
Nordamerika. Der Anteil der Region Nordamerika am
Konzernumsatz nahm jedoch im Berichtszeitraum, im
Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach
Brennstoffzellenlösungen für industrielle
Anwendungen, auf 40,8 % (Vorjahr: 37,4 %) zu.
Im Berichtszeitraum wurden 10,0 % (Vorjahr: 13,0 %) des
Konzernumsatzes in Deutschland und 7,7 % (Vorjahr: 5,7 %)
in Asien generiert.
Überleitung EBITDA bereinigt und EBIT bereinigtUm Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative
Ergebnis des Berichtszeitraums sowohl be- als auch
entlasten, in der Darstellung finanzieller
Leistungsindikatoren zu neutralisieren und eine
Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den
Perioden abzubilden, wird das bereinigte EBITDA und das
bereinigte EBIT ausgewiesen. Hierbei werden die in den
jeweiligen Funktionskosten und in den sonstigen
betrieblichen Erträgen enthaltenen Auswirkungen der
unten aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum
im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBITDA und
bereinigten EBIT eliminiert.
Im Berichtszeitraum enthalten diese Sondereffekte
Aufwendungen und Erträge aus der Erhöhung bzw.
der Auflösung von Rückstellungen und der
Kapitalrücklage für Verpflichtungen aus den
langfristigen variablen aktienkursbasierten
Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme") sowie mit
Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen.
Bei den LTI-Programmen handelt sich um Stock
Appreciation Rights ("SARs") und Aktienoptionsprogramme
("AOP") für den Vorstand sowie für
Führungskräfte der Konzerngesellschaften. Die
Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtzeitraum TEUR
241 (Vorjahr: TEUR 5.656) ("Sonderaufwendungen"). Im
Berichtszeitraum wurden Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen für die SARs in Höhe von
TEUR 1.207 (Vorjahr: TEUR 484) erfasst. Diese Erträge
wurden u.a. durch die erfolgswirksame Auflösung von
bereits gebildeten Rückstellungen für die SARs
bedingt, die höher waren als die Auszahlung für
die im aktuellen Berichtszeitraum in bar zugeflossenen
Beträge.
Mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen
sind in Höhe von TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 181) in den
Sondereffekten enthalten ("Sonderaufwendungen"). In diesen
Aufwendungen sind im wesentlichen Kosten für die im
Juli 2022 durchgeführte Kapitalerhöhung mit
Bezugsrecht enthalten.
In Summe sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in
Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 5.353) für den
Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten.
Die Aufwendungen für die LTI-Programme der
Vorstandsmitglieder Dr. Peter Podesser, Daniel Saxena und
Hans Pol sind sowohl in den Vertriebskosten als auch in den
allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die Aufwendungen
für die LTI-Programme der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den
Vertriebskosten und in den Forschungs- und
Entwicklungskosten enthalten. Die mit
Transaktionsbemühungen verbundenen Aufwendungen sind
in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten und die
Erträge aus den Auflösungen der
SARs-Rückstellungen sind in den sonstigen
betrieblichen Erträgen erfasst.
SONDEREFFEKTEin TEUR
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Umsatzentwicklung nach SegmentenDie Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum
und das 2. Quartal 2022 stellt sich im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt dar:
UMSATZ NACH SEGMENTENin TEUR
scrollen
Clean EnergyDas Kerngeschäft des Segments Clean Energy
konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung,
Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten,
Systemen und Lösungen auf Basis von technologisch
fortschrittlichen Wasserstoff- und
Direkt-Methanol-Brennstoffzellen zur Stromerzeugung. Das
Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio
an Produkten, die einzeln oder als Lösungen an Kunden
aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in
unterschiedlichen Märkten verkauft werden. In den von
Clean Energy adressierten Märkten verschiebt das
anhaltende Wachstum der Nachfrage nach Stromerzeugung aus
erneuerbaren Energien und die zunehmend strengeren
nationalen Energievorschriften, die auch den Druck zur
Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten erhöht
15, gegenwärtig die Marktnachfrage von der
netzfernen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu
zuverlässigen, nachhaltigen
Energieversorgungslösungen mit niedrigen oder keinen
Emissionen. Dies ist insbesondere in Europa, Nordamerika
und Asien zu beobachten.
Im Allgemeinen profitiert das Segment Clean Energy von
den Änderungen nationaler Energievorschriften,
beispielsweise im Zusammenhang mit der Förderung der
Wasserstoffindustrie, der notwendigen Versorgungsicherheit
einer zunehmenden Anzahl und Vielfalt von netzfernen
Systemen und Anlagen, der CO
2-Bepreisung und Klimaschutzzielen, sowie der
Modernisierung der Energiemärkte.
16 Es wird erwartet, dass diese Änderungen
die künftige Nachfrage nach
Brennstoffzellenlösungen erhöhen werden.
15 World Economic Forum, (Januar 2021): Net-Zero
Challenge: The supply chain opportunity
Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 26.648 (Vorjahr:
TEUR 19.356) und erzielte damit im Vergleich zur
Vorjahresperiode ein äußerst starkes
Umsatzwachstum von TEUR 7.292 beziehungsweise 37,7 % .
Insbesondere war das Umsatzwachstum auf eine weiterhin
zunehmende Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen
für industrielle Anwendungen, die den
größten Beitrag zum Segmentumsatz leisteten,
zurückzuführen.
Die Bruttomarge des Segments lag mit 40,1 % (Vorjahr:
40,2 %) auf dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis
vom Umsatz lag im Berichtszeitraum aufgrund des signifikant
gestiegenen Umsatzes mit TEUR 10.691 (Vorjahr: TEUR 7.788 )
deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode.
Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in
Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 3.376) bereinigten
Vertriebskosten lagen mit TEUR 5.314 (Vorjahr: TEUR 4.095)
um 29,8 % und somit erheblich über Vorjahresniveau.
Wesentliche Gründe hierfür waren höhere
Personalkosten, Werbe- und Reisekosten sowie
Beratungskosten und Provisionen.
Ebenfalls stiegen die um die oben aufgeführten
Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 1.142 (Vorjahr:
TEUR 2.461) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des
Segments im Berichtszeitraum um 41,5 % auf TEUR 3.383
(Vorjahr: TEUR 2.391) an und lag damit deutlich über
dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg
auf höhere Personalaufwendungen und Prüf- und
Beratungskosten zurückzuführen.
Im Wesentlichen aufgrund des deutlich höheren
Bruttoergebnisses in Verbindung mit Erträgen aus
Wechselkurseffekten verbesserte sich das um die
Sondereffekte bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf
TEUR 3.371 (Vorjahr: TEUR 2.435), was zu einer stabilen
bereinigten EBITDA-Marge des Segmentes von 12,6 % (Vorjahr:
12,6 %) führte.
Clean Power ManagementDas Kerngeschäft des Segments Clean Power
Management umfasst die Entwicklung, Fertigung und
Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen
Power Management-Lösungen des Konzerns, die zur
Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in
elektronischen Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden
für diese Lösungen sind Gerätehersteller von
industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene
Branchen. Hierbei fokussiert sich das Segment insbesondere
auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor allem
in wachstumsstarken Bereichen.
Mit einem geringeren Umsatzanteil umfasst das Segment
zudem das Geschäft mit Frequenzwandlern für
Kunden in der Öl- und Gasindustrie.
Power Management-Lösungen sind eine
Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen. Die
Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte
zu verbessern, elektromagnetische Interferenzen zu
reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu
bewahren, die Sicherheit bei Vorhandensein variabler
Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso wie die
Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach
diesen Komponenten ist traditionell von Veränderungen
im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird
jedoch vom Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von
Trends begünstigt: Dazu gehören auch die
Dekarbonisierung und Digitalisierung, die zu einer
steigenden Nachfrage nach intelligenteren Geräten
sowie Stromspeichern und der flexiblen Steuerung der
Stromverteilung, auch mit einem höheren Anteil
erneuerbarer Energien, führt. Komponenten werden auf
der Grundlage neuer Materialien weiterentwickelt.
Konvertierungssysteme erfordern neue Topologien und ein
immer höheres Maß an Kompaktheit und Effizienz.
Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power
Management einen leichten Umsatzrückgang von 2,3 % auf
TEUR 11.510 (Vorjahr: TEUR 1 1.776). Der Rückgang
resultiert hauptsächlich aus der Umsatzverschiebung
aufgrund von Lieferverzögerungen bei elektronischen
Bauteilen.
Das Bruttoergebnis des Segments hingegen verringerte
sich deutlich um 18,4 % bzw. TEUR 627 auf TEUR 2.772
(Vorjahr: TEUR 3.399). Der Rückgang war
hauptsächlich auf eine niedrigere Bruttoergebnismarge
zurückzuführen, die im Berichtszeitraum mit 24,1
% (Vorjahr: 28,9 %) deutlich unter dem Niveau der
Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür waren
einerseits der Produktmix, die Umsatzverschiebungen gingen
insbesondere zu Lasten von Produkten mit höherer
Marge, sowie gestiegene Komponentenkosten die im
Berichtszeitraum nicht vollumfänglich an Kunden
weitergegeben werden konnten.
Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 943
(Vorjahr: TEUR 964) und mit 2,2 % leicht unter
Vorjahresniveau.
Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen
sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.551 (Vorjahr: TEUR
1.051) und lag im Wesentlichen aufgrund höherer
Personalkosten, IT-Aufwendungen und Reisekosten um TEUR 500
über dem Wert der Vorjahresperiode.
Das EBITDA des Segments enthält keine
Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des deutlich
geringen Bruttoergebnisses in Verbindung mit dem
höheren allgemeinen Verwaltungsaufwand verschlechterte
sich das EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR -259 (Vorjahr:
TEUR 1.007), was zu einer negativen EBITDA Marge des
Segments von -2,3 % (Vorjahr: 8,5 %) führte.
KonzernBruttoergebnis vom UmsatzIm Berichtszeitraum legte das Bruttoergebnis vom Umsatz
um 20,3 % auf TEUR 13.463 (Vorjahr: TEUR 11.187) deutlich
zu und erhöhte sich damit um TEUR 2.276 im Vergleich
zum Vorjahreswert. Dieser Zuwachs war auf das organische
Umsatzwachstum des Segments Clean Energy
zurückzuführen.
Die aus der Umsatzentwicklung resultierende
Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz
in Prozent der Umsatzerlöse) ging im Berichtszeitraum
geringfügig auf 35,3 % (Vorjahr: 35,9 %) zurück.
Der gestiegene Umsatzbeitrag des margenstärkeren
Segments Clean Energy konnte in diesem Zusammenhang der
Margenreduktion des Segmentes Clean Power Management
entgegenwirken.
Für die einzelnen Segmente stellt sich das
Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie
folgt dar:
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZin TEUR
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VertriebskostenDie Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im
Vergleich zum Vorjahr um 24,4 % auf TEUR 6.374 (Vorjahr:
TEUR 8.436) ab. Die Entwicklung ist bedingt durch die in
den Vertriebskosten enthaltenen im Vergleich zur
Vorjahresperiode signifikant geringeren Sonderaufwendungen
in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 3.376).
Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten
im Berichtszeitraum jedoch deutlich um 23,7 % auf TEUR
6.258 (Vorjahr: TEUR 5.059) an. Höhere
Personalaufwendungen sowie höhere Werbe- und
Reisekosten, die im Vorjahr u.a. bedingt durch die globalen
Pandemie-Beschränkungen relativ geringer ausfielen,
waren hierfür ursächlich.
Konzernweit sind die bereinigten Vertriebskosten im
Verhältnis zum Umsatz aufgrund des Umsatzwachstums
allerdings mit 16,4 % (Vorjahr: 16,3 %) auf dem Niveau des
Vorjahres geblieben.
Forschungs- und EntwicklungskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
Kosten für Forschung und Entwicklung erhöhten
sich im Berichtszeitraum um 44,1 % auf TEUR 2.159 (Vorjahr:
TEUR 1.498).
Einschließlich der im Berichtszeitraum aktivierten
Entwicklungsaufwendungen, des Aufwandes für gemeinsame
Entwicklungsprojekte ("Joint Development Agreements") und
erhaltener Zuschüsse in Höhe von zusammen TEUR
1.460 (Vorjahr: TEUR 1.599) belief sich der gesamte
Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Konzerns im
Berichtszeitraum auf TEUR 3.619 (Vorjahr: TEUR 3.097).
Daraus ergab sich eine gesamte Entwicklungsquote des
Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten
einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten,
Joint Development Agreements und erhaltener Zuschüsse
in Prozent der Umsatzerlöse) von 9,5 % (Vorjahr: 9,9
%). Der leichte Rückgang resultiert aus der positiven
Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum.
Allgemeine VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten lagen im
Berichtszeitraum mit TEUR 6.076 (Vorjahr: TEUR 5.902)
signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach
Bereinigung um die oben beschriebenen Sondereffekte in
Höhe von TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 2.461) stieg der
allgemeine Verwaltungsaufwand im Vergleich zur
Vorjahresperiode um TEUR 1.492 bzw. 43,4 % auf TEUR 4.934
(Vorjahr: TEUR 3.442) an. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf höhere Personalaufwendungen in beiden Segmenten
sowie höhere Prüfungs-, Rechts- und
Beratungsaufwendungen zurückzuführen.
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten
sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode
besonders stark auf TEUR 1.926 (Vorjahr: TEUR 726).
Wesentlich hierfür sind die in den oben beschriebenen
Sondereffekten aufgeführten Erträge aus der
erfolgswirksamen Auflösung von SARs
Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.207 (Vorjahr:
TEUR 484). Des Weiteren beinhaltet der Posten Erträge
aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 683 (Vorjahr:
TEUR 242).
Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich
im Berichtszeitraum auf TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 30) und
resultieren aus Aufwendungen aus
Währungskursdifferenzen.
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) des Konzerns nahm im Berichtszeitraum mit TEUR
4.972 besonders stark zu und betrug TEUR 3.060 (Vorjahr:
TEUR -1.912). Hieraus resultierte eine positive
EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz) von 8,0 %
(Vorjahr: -6,1 %).
Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur
Steuerung des operativen Geschäfts, das um die
Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief
sich im Berichtszeitraum auf TEUR 3.112 (Vorjahr: TEUR
3.441) und hat sich mit einem Rückgang von TEUR 330
gegenüber dem Vorjahreswert merklich um 9,6 %
verringert. Die bereinigte EBITDA-Marge verzeichnete einen
Rückgang um 2,9 Prozentpunkte und lag mit 8,2 %
(Vorjahr: 11,1%) merklich unter dem Vorjahresniveau.
Im Wesentlichen bedingten die zum Umsatz relativ
stärker gestiegenen Funktionskosten in Verbindung mit
dem leichten Rückgang der Bruttoergebnismarge die
Abnahme des bereinigten EBITDA.
Betriebsergebnis (EBIT)Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns
verbesserte sich im Berichtszeitraum leicht auf TEUR 658
(Vorjahr: TEUR -3.953). Die EBIT-Marge (EBIT in Relation
zum Umsatz) verbesserte sich auf 1,7 % (Vorjahr: -12,7 %).
Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT
bereinigt) lag mit TEUR 709 (Vorjahr: TEUR 1.400) und damit
TEUR 691 erheblich unter dem Vorjahreswert. Daraus
resultiert eine bereinigte EBIT-Marge von 1,9 % (Vorjahr:
4,5 %).
Zinsen und ähnliche ErträgeDie Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich
aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 0).
Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen TEUR
200 (Vorjahr: TEUR 171).
KonzernperiodenergebnisDas Konzernperiodenergebnis war im Berichtszeitraum
positiv und lag insbesondere aufgrund der geringeren
Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten
bei TEUR 369 (Vorjahr: TEUR -4.379) und damit signifikant
über dem Niveau der Vorjahresperiode.
Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS
unverwässert und verwässert erhöhte sich im
Berichtszeitraum auf EUR 0,03 im Vergleich zur
Vorjahresperiode (EUR -0,30).
Auftragseingang und AuftragsbestandDie Auftragseingänge erhöhten sich im
Berichtszeitraum deutlich auf TEUR 72.512 (Vorjahr: TEUR
38.340). Entsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand
des Konzerns stichtagsbezogen zum 30. Juni 2022 auf TEUR
65.176 (Vorjahr: TEUR 17.091). Davon entfielen auf die SFC
AG TEUR 14.534 (Vorjahr: TEUR 4.469), auf SFC Energy B.V,
TEUR 31.516 (Vorjahr: TEUR 8.174) und auf SFC Energy Ltd.
TEUR 19.126 (Vorjahr: TEUR 4.448).
Vermögen und FinanzlageKapitalstrukturDas Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 51.198
(31. Dezember 2021: TEUR 50.019 ) und erhöhte sich
somit um TEUR 1.179.
Die Nettofinanzposition (frei verfügbare
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten) verringerte sich im Berichtszeitraum um
TEUR 11.882 auf TEUR 10.006 (31. Dezember 2021: TEUR
21.888).
ZahlungsmittelDie frei verfügbaren Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2022
TEUR 13.869 (31. Dezember 2021: TEUR 24.623).
Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum
gegenüber dem Geschäftsjahresende 2021 um TEUR
1.128 auf TEUR 3.863 (31. Dezember 2021: TEUR 2.735).
Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung
sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen
und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil unserer
Wachstums- und Internationalisierungsstrategie, um unsere
Marktpositionen gezielt zu stärken und auszubauen oder
bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue
Geschäftsfelder vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser
Strategie können finanzielle Verpflichtungen oder ein
zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.
Bis zur Verwendung werden
Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit
geringem Risiko (z. B. Tages und Festgelder) bei
verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse
definiert.
Cashflow und InvestitionenCASHFLOWin TEUR
scrollen
Cashflow aus betrieblicher TätigkeitDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit nahm im
Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode
besonders stark ab und belief sich auf TEUR -8.917
(Vorjahr: TEUR 672). Ausschlaggebend für diesen
starken Rückgang waren einerseits das geringere
bereinigte EBITDA bzw. der operative Cashflow vor
Veränderung des Nettoumlaufvermögens, welcher
sich im Berichtszeitraum um TEUR 944 auf TEUR 2.134
(Vorjahr: TEUR 3.078 ) verringerte, in Verbindung mit der
Veränderung des Nettoumlaufvermögens, welches im
Berichtszeitraum um TEUR 10.933 (Vorjahr: TEUR 2.270)
zunahm.
Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des
Nettoumlaufvermögens erhöhten sich die
Vorräte im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um
TEUR 7.529 . Des Weiteren erhöhten sich sowohl die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im
Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 2.057 als
auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
im gleichen Zeitraum liquiditätswirksam um TEUR 1.829.
Zusammen mit den weiteren Posten des
Nettoumlaufvermögens resultierte daraus eine Zunahme
des Nettoumlaufvermögens und somit ein
Liquiditätsabfluss von TEUR 10.933 (Vorjahr: TEUR
2.270 ) in der Berichtsperiode.
Cashflow aus InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich
im Berichtszeitraum auf TEUR -1.773 (Vorjahr: TEUR -1.564).
InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle
Vermögenswerte betrugen im Berichtszeitraum TEUR 1.773
(Vorjahr: TEUR 1.564). Dies war ein Rückgang um TEUR
281 beziehungsweise 12 % im Vergleich zum Vorjahreswert.
Während einerseits die Investitionen in die oben
aufgeführten aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen
geringer als im Vorjahr waren, haben andererseits die
Investitionen in Sachanlagen und Nutzungsrechte zugenommen.
Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen
der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.
Cashflow aus FinanzierungstätigkeitDer im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im
Berichtszeitraum in Höhe von TEUR -96 (Vorjahr: TEUR
-1.618) resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme von
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
(Betriebsmittellinien) in Höhe von TEUR 1.128
(Vorjahr: TEUR -328). Dieser Zunahme standen Tilgungen von
Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 948
(Vorjahr: TEUR 802) im Zusammenhang mit der Anwendung von
IFRS 16 und Zinsaufwendungen gegenüber.
Der Operative Cashflow vor Veränderung des
Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives
Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen) lag im
Berichtszeitraum bei TEUR 2.134 (Vorjahr: TEUR 3.078 ) und
somit deutlich unter Vorjahresniveau.
Nach Berücksichtigung der Veränderung des
Nettoumlaufvermögens, welches im Berichtszeitraum um
TEUR 10.933 zugenommen hat, sowie Ertragsteuerzahlungen
ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in
Höhe von TEUR -8.917 (Vorjahr: TEUR 672).
Die Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten betrug TEUR -10.786
(Vorjahr: TEUR -2.510). Der Bestand an frei
verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2022
TEUR 13.869 (31. Dezember 2021: TEUR 24.623).
VermögenslageDie Bilanzsumme von TEUR 90.892 zum 30. Juni 2022 (31.
Dezember 2021: TEUR 87.365) hat sich mit TEUR 3.527
gegenüber dem Ende des vergangenen
Geschäftsjahres um 4,0 % erhöht. Ursächlich
hierfür war im Wesentlichen die Erhöhung der
kurzfristigen Vermögenswerte, und hier insbesondere
die Erhöhung der Vorräte.
Die Vorräte erhöhten sich insbesondere
aufgrund einer höheren Bevorratung von Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffen bei allen Konzerngesellschaften, um
potenziellen Unterbrechungen in den Lieferketten aufgrund
der COVID-19-Pandemie und potenziellen Lieferengpässen
vorzubeugen, signifikant um 54,5 % auf TEUR 21.920
(31.Dezember 2021: TEUR 14.185).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
erhöhten sich deutlich um 14,0 % auf TEUR 20.076
(Vorjahr: TEUR 17.608), was auch auf den relativ hohen
Konzernumsatz zum Halbjahresende zurückzuführen
ist. Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen
Vermögenswerte am Gesamtvermögen 32,6 % (31.
Dezember 2021: 32,8 %) und blieb damit auf dem Niveau des
Anteils zum Geschäftsjahresendes 2021.
Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich
zum 30. Juni 2022 um TEUR 762 auf TEUR 18.460 (Vorjahr:
TEUR 17.698 ), im Wesentlichen aufgrund eines höheren
bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes von SFC
Energy Canada Ltd. und SFC Energy B.V. zum 30. Juni 2022,
der aus positiven Effekten aus Währungsumrechnung
hinsichtlich des der SFC Energy Canada Ltd. zugeordneten
Geschäfts- oder Firmenwertes resultiert, und aus
aktivierten Entwicklungsaufwendungen.
Die Sachanlagen lagen mit TEUR 8.954 (31. Dezember 2021:
TEUR 8.887) auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende
2021.
Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um
TEUR 5.246 auf TEUR 26.244 (31. Dezember 2021: TEUR 20.998)
gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen
aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistung.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit TEUR 9.898 (31. Dezember 2021: TEUR 7.642) 29,5 %
bzw. TEUR 2.256 über dem Niveau des Endes des
vergangenen Geschäftsjahres.
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten erhöhten
sich um TEUR 212 auf TEUR 2.072 (31. Dezember 2021: TEUR
1.860).
Die langfristigen Schulden haben sich zum Stichtag um
TEUR 2.898 merklich auf TEUR 13.451 (31. Dezember 2021:
TEUR 16.348) verringert. Eine Wesentliche in den
langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Position sind
Verbindlichkeiten (Rückstellungen) aus den
LTI-Programmen in Höhe von TEUR 4.244 (31. Dezember
2021: TEUR 7.612), welche sich im Berichtszeitraum
besonders stark reduziert haben.
Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im
Berichtszeitraum um TEUR 1.128 auf TEUR 3.863 (31. Dezember
2021: TEUR 2.735) und sind ausschließlich von
kurzfristiger Natur. Im Wesentlichen handelt es sich
hierbei um Betriebsmittellinien der SFC Energy B.V. und der
SFC Energy Ltd.
Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der
Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:
NETTOFINANZVERBINDLICHKEITENin TEUR
scrollen
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am
Gesamtkapital auf 43,7 % (31. Dezember 2021: 42,7 %).
Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im
Berichtszeitraum auf TEUR 51.198 (31. Dezember 2021: TEUR
50.019). Allerdings verringerte sich die Eigenkapitalquote
auf 56,3 % (31. Dezember 2021: 57,3 %). Hinsichtlich der
Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im
verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.
MitarbeitendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 stellt sich wie folgt dar:
MITARBEITENDEscrollen
Zum 30. Juni 2022 beschäftigte der Konzern weltweit
314 (31. Dezember 2021: 288 ) festangestellte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Risiko- und ChancenberichtIn unserem Geschäftsbericht für das
Geschäftsjahr 2021 haben wir sowohl die Risiken, die
erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
(einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten und Cashflows) haben können als auch
unsere wesentlichsten Chancen dargestellt. Die
Veränderungen der Risiken und Chancen werden
kontinuierlich im Rahmen des gruppenweiten
Risikomanagementsystems überwacht, bewertet, mitigiert
und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen
eingearbeitet.
Im Zusammenhang mit der Einschätzung der Risiken
und Chancen für die weitere Entwicklung des Jahres
2022 sind insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der
konjunkturellen Entwicklung, mit dem Krieg in der Ukraine,
dessen Auswirkung auf globale Lieferketten und vor allem
den europäischen Energiemarkt explizit zu
erwähnen.
Im Verlauf des Berichtzeitraums haben wir keine weiteren
bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die
über die in unserem Geschäftsbericht 2021 sowie
in diesem Konzernzwischenlagebericht beschriebenen Risiken
und Chancen hinausgehen. Im vorliegenden Risikobericht
fokussieren wir uns daher nur auf die Risiken, die in ihrer
Bedeutung insgesamt als hoch klassifiziert wurden und
beschreiben die jeweilige Veränderung gegenüber
dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres.
Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht
bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich
einschätzen, könnten ebenfalls unsere
Geschäftstätigkeiten beeinflussen.
Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die
entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken
den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
MarktrisikenGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie konjunkturelle Entwicklung im ersten Halbjahr 2022
war unbeständig. Nach einem verhaltenen Start im
ersten Quartal 2022 geprägt von einem moderaten
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem
Vorquartal und mit erheblichen regionalen Unterschieden
blieb die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Quartal
2022, wenn auch für den Euroraum überraschend
besser als erwartet, verhalten. Während das
Bruttoinlandsprodukt im Euroraum und in Kanada im ersten
Quartal ein Wachstum von 0,5 %
17 bzw. von 0,8 %
18 aufwies, verzeichnete die USA einen
Rückgang von 0,4 %
19. Nach vorläufigen Schätzungen stieg
das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im zweiten Quartal um
0,6 %
20, in Kanada um 0,8 %
21, während die USA wiederum einen
Rückgang um -0,2 %
22 verzeichneten.
Insgesamt sind die Aussichten für das globale
Wachstum überwiegend von Risiken und einem
Abwärtstrend geprägt. In einem Basisszenario vom
Juli 2022 ging der IMF davon aus, dass das globale Wachstum
im Jahr 2022 bei 3,2 % liegen wird und sich im Jahr 2023
auf 2,9 % abschwächt. Dieses Szenario liegt 0,4 bzw.
0,7 Prozentpunkte unter dem prognostizierten
Weltwirtschaftsausblick des IMF vom April 2022
23. Die Revisionen für China und die USA
sind die Haupttreiber der niedrigeren weltweiten
Wachstumserwartungen.
Zur erwarteten konjunkturellen Abschwächung tragen
eine Reihe unterschiedlicher Effekte bei: Die
vorübergehenden Lockdowns in großen chinesischen
Städten führten zu einem Rückgang der
Konsumnachfrage in China und zugleich zu
Angebotsausfällen aufgrund von Produktionsabstellungen
und Störungen in den Logistikketten. Nach Beginn des
Angriffskriegs gegen die Ukraine sind außerdem die
Preise für Energie und Rohstoffe erheblich
angestiegen. Die Zentralbanken in Europa und den USA haben
auf die steigenden Inflationsraten bereits mit einer
deutlichen Straffung ihrer Geldpolitik reagiert.
Darüber hinaus dämpften die
Kursrückgänge am Aktienmarkt und die damit
verbundenen Vermögenseffekte den Konsum in den USA. In
den EU-Ländern, die in hohem Maße von
Gaslieferungen aus Russland abhängig sind, hat die
Unsicherheit bei Verbrauchern und Produzenten erheblich
zugenommen.
In Bezug auf die aktuellen Entwicklungen der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäfte
kann es daher, vor allem bedingt durch die
Rohstoffverfügbarkeit insbesondere in Europa, zu
zusätzlichen Belastungen kommen. Unsicherheiten
resultieren u.a. aus:
scrollen
17 Eurostat (August 2022) - Euroindikatoren
(ps://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/14675418/2-17082022-AP-DE.pdf/d95ddc8e-f573-62f3-0ce8-7695f781f5ef?t=1660721342574)
Den Unsicherheiten treten wir insbesondere mit einer
erhöhten Lagerhaltung von Vorleistungsgütern
entgegen.
Auswirkungen des Kriegs in der UkraineDie SFC unterhält keine Geschäftsbeziehungen
in Russland, der Ukraine, Belarus und der Republik Moldau.
Aus dem Krieg in der Ukraine ergaben sich daher zum
Zeitpunkt der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses
2022 keine unmittelbaren Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Darüber hinaus ergaben sich indirekte Auswirkungen des
Kriegs auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des
Konzerns durch gestiegene Logistik- und Energieaufwendungen
sowie einen Anstieg der Beschaffungskosten für
Rohmaterialien.
ZinsänderungsrisikoUm den Inflationsdruck zu mindern haben zahlreiche
wichtige Zentralbanken mit einer Anhebung der
Zinssätze reagiert. Aus dieser Erhöhung
resultiert tendenziell ein Anstieg der Kreditkosten
für die kurzfristigen Finanzschulden
(Betriebsmittellinien) der Tochtergesellschaften in den
Niederlanden, Rumänien und in Kanada. SFC ermittelt
bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von
Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von
Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen,
Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das
Eigenkapital darstellen.
Das genaue Ausmaß der Straffung der Zinspolitik,
das erforderlich ist, um die Inflation zu senken, ohne eine
Rezession auszulösen, ist jedoch schwer zu ermitteln
und weitere Zinserhöhungen sind nicht
auszuschließen. Wenn die Zentralbanken die
Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation weiter
anheben, werden sich die Finanzierungsbedingungen weltweit
weiter verschärfen. Sollte die
Sensitivitätsanalyse ergeben, dass Zinsschwankungen zu
bedeutsamen Auswirkungen führen können,
könnte SFC derivative Sicherungsinstrumente zur
Verminderung des Risikos nutzen.
Das Zinsänderungsrisiko wird daher nicht mehr als
möglich, sondern als wahrscheinlich eingeschätzt,
hat aber nach wie vor potenziell geringe negative
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage. Insgesamt wird das Risiko als moderates Risiko
eingeschätzt.
PrognoseberichtVor dem Hintergrund der oben aufgeführten
Entwicklungen werden wir im Geschäftsjahr 2022 den
Schwerpunkt, trotz signifikant erhöhter geopolitischer
und wirtschaftlicher Unsicherheiten der Rahmenbedingungen,
weiterhin auf die strukturelle Verbesserung und
Weiterentwicklung unserer Margen legen und weiter gezielt
Wachstumsinitiativen fortsetzen. Alle Ziele sind konsequent
mit konkreten Maßnahmenplänen hinterlegt.
UmsatzerlöseAufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung des
Segmentes Clean Energy im ersten Halbjahr 2022, das von
einer hohen Nachfragedynamik geprägt war,
bestätigen wir die Prognose für das
Umsatzwachstum für die SFC Energy AG im Vergleich zum
Vorjahr mit 17 % bis 29 % auf etwa TEUR 75.000 bis TEUR
83.000.
EBITDA bereinigtAuch für das bereinigte EBITDA, einer unserer
bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung
des operativen Geschäftes, bestätigen wir unsere
Prognose in der Größenordnung von TEUR 6.000 bis
TEUR 9.100.
In unserer Prognose gehen wir davon aus, dass keine
weiteren größeren finanziellen Auswirkungen von
Covid-19 auf unsere Geschäftstätigkeit zu
erwarten sind ebenso wie keine weiteren größeren
negative Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Des
Weiteren gehen wir von einer weiterhin guten
Preisdurchsetzung für unsere Produkte und positiven
Wechselkurseffekten aus.
EBIT bereinigtEntsprechend den oben beschriebenen Erwartungen
bestätigen wir das EBIT bereinigt auf eine Bandbreite
von TEUR 1.600 bis TEUR 2.900.
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenTransaktionen mit nahestehenden Personen und UnternehmenNahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS
24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder
natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und
deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder
der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder
einem maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG
bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu
gehören insbesondere nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der
Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte
Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die
Organmitglieder der SFC Energy AG. Die Gruppe der
nahestehenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 nicht geändert.
Nahestehende UnternehmenIm Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine
Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
Sonstige Angaben zu nahestehenden PersonenZum 30. Juni 2022 hielten die Mitglieder des Vorstands
und des Aufsichtsrats insgesamt circa 1,7 % (31. Dezember
2021: 1,7 %) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien.
NachtragsberichtZur weiteren Finanzierung des Unternehmenswachstums hat
der Vorstand am 27. Juli 2022 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats, jeweils anknüpfend an vorherige
Beschlussfassungen vom 11. Juli 2022, beschlossen, das
Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung
des Genehmigten Kapitals 2019 von EUR 14.469.743 um EUR
2.893.948 auf EUR 17.363.691 zu erhöhen.
Hierzu wurden 2.893.948 neue auf den Inhaber lautende
Stammaktien (Stückaktien) zum Ausgabebetrag von 1 Euro
zunächst den Aktionären im Wege des mittelbaren
Bezugsrechts und anschließend die nicht bezogenen
Aktien qualifizierten Anlegern im Rahmen einer
Privatplatzierung, jeweils zu einem Preis von EUR 19,50 je
neuer Aktie, angeboten. Die neuen Aktien wurden
vollständig gezeichnet und die Kapitalerhöhung
wurde am 28. Juli 2022 in das Handelsregister eingetragen.
Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief
sich auf TEUR 56.432.
Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 2022 an voll
gewinnbezugsberechtigt.
Brunnthal, den 13. September 2022
Der Vorstand
scrollen
VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH INTERNATIONAL FINANCIAL STANDARDS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2022Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzerngesamtergebnisrechnungscrollen
Die Beträge sind vollständig den
Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es
ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im
Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.
KonzernbilanzAKTIVAscrollen
KonzernbilanzPASSIVAscrollen
Konzernkapitalflussrechnungscrollen
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Konzern-Segmentberichterstattungscrollen
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERNANHANGSANGABENAllgemeine Grundsätze und KonsolidierungskreisInformationen zum UnternehmenDie SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist
eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der
Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649
Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des
Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296
eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und
ihrer Tochterunternehmen ("SFC" oder "Konzern") sind die
Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten,
Systemen und Lösungen für die stationäre und
mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von
Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC)
Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten,
industriellen und öffentlichen Sektor in
unterschiedlichen Endkundenmärkten, die Vornahme der
hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen
hiermit zusammenhängenden Geschäfte.
Die Gesellschaft ist im Prime Standard der
Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet (WKN
756857, ISIN: DE0007568578).
Grundlagen der RechnungslegungDer Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in
verkürzter Form nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der
Europäischen Union anerkannten International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board, London, sowie den Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der
verkürzte Konzernabschluss enthält nicht alle
für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres
vorgeschriebene Informationen und sollte in Zusammenhang
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gelesen
werden.
Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses
2021 gelten insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Bzgl. der dort
aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2022
anzuwendenden Standards, Änderungen und
Interpretationen ergaben sich im laufenden
Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den
SFC Konzern.
Der Zwischenabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die
Angaben in diesem Zwischenabschluss erfolgen, soweit nicht
anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der
Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben
aufgrund kaufmännischer Rundung können
Differenzen auftreten.
Schätzungsunsicherheiten und ErmessensentscheidungenDie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS
erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen,
die Auswirkungen auf die Anwendung von
Rechnungslegungsgrundsätzen und auf Wertansätze
der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von
Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum
Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und
Aufwendungen in der Berichtsperiode haben. Die
tatsächlichen Ergebnisse können von diesen
Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die
zugrundeliegenden Annahmen werden durch die
Unternehmensleitung laufend überprüft.
Änderungen von Schätzungen werden in der Periode
erfasst, in der die Schätzungen geändert werden,
sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon
betroffen sind.
Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die
wesentlichen Ermessensentscheidungen der
Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden des Konzerns sowie die Hauptquellen
von Schätzungsunsicherheiten mit denen des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 identisch
ausgeübt
KonsolidierungskreisDer Zwischenabschluss umfasst unverändert wie zum
31. Dezember 2021 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen
sowie drei Tochterunternehmen:
TOCHTERUNTERNEHMEN IM KONSOLIDIERUNGSKREISin %
scrollen
Zum 30. Juni 2022 waren keine Veränderungen von
Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem
Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen
keine maßgeblichen Beschränkungen der
Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen
vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren
Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des
Konzerns zu erlangen.
Konjunktur- und Saisoneinflüsse auf die GeschäftstätigkeitDie in diesem Zwischenabschluss dargestellten operativen
Ereignisse unterliegen makroökonomischen Trends und
Konjunktureinflüssen. Saisonale Ereignisse wirken sich
dagegen nicht wesentlich auf den Konzern aus.
Die neuesten Konjunkturprognosen sind von hoher
Unsicherheit geprägt, da die Erholungsdynamik
nachlässt und zunehmend unausgewogen wird. Risiken
bestehen vor allem in der Unsicherheit über den
weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie, die anhaltenden
Unterbrechungen globaler Lieferketten, aber auch durch die
nach wie vor ungelösten geopolitischen Konflikte wie
dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, mit
deutlichen Auswirkungen unter anderem auf die
Energieversorgung und die Energiepreise. Außerdem hat
die kriegerische Auseinandersetzung zu höheren
Rohstoffpreisen geführt, die Inflation weiter
angeheizt sowie zu einem schlechteren Geschäftsklima
und schwierigen Finanzierungsbedingungen beigetragen.
In diesem Zusammenhang überprüft SFC die
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des
UkraineKonflikts auf das Geschäft und sich daraus
ergebende Effekte auf die Rechnungslegung des Konzerns
laufend. Die COVID-19-Pandemie wirkte sich bislang
insbesondere auf die Auftragsvergabe aus. Der
UkraineKonflikt wirkte sich bisher insbesondere im Hinblick
auf gestiegene Preise an den Beschaffungsmärkten sowie
durch höhere Energiepreise aus.
Weitere Ausführungen hierzu finden sich im
Abschnitt "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage"
im Konzernzwischenlagebericht.
Sonstige VerbindlichkeitenDie langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen
die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights
Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder
Dr. Peter Podesser, Daniel Saxena, Hans Pol sowie für
drei Führungskräfte. Für Einzelheiten zu
dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung
zu "Stock Appreciation Rights Programm".
Stock Appreciation Rights ProgrammIm Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der
Gesellschaft und den Vorständen ein Vertrag zum
Abschluss eines Stock Appreciation Rights Programm (SARs
Programm) geschlossen. Ziel des Programms ist es eine
vorrangig an den Interessen der Aktionäre
ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die
langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der
Aktionäre fördert, zu unterstützen.
Das Programm sieht eine variable Vergütung in Form
von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein
SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche
Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei
Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die
SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in
einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des
Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der
sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die
Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich
vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen
Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen
Wartefrist ab (Referenzkurs).
Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche
Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem
Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen
Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR
übersteigen.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine weiteren SARs
gewährt. Ein Teil der Ansprüche von Dr. Peter
Podesser wurde aufgrund der Tranche PP2 (Peter Podesser
Programm 2) im Berichtszeitraum ausgeübt.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Ansprüche von
Markus Binder im ersten Halbjahr 2021 durch eine Barzahlung
abgelöst. Des Weiteren wurde ein Teil der
Ansprüche von Peter Podesser aufgrund der Tranche PP2
(Peter Podesser Programm 2) ausgeübt.
Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als
anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der
SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines
Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der
Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu
bewertet.
Die SARs haben sich im ersten Halbjahr 2022 wie folgt
entwickelt:
ENTWICKLUNG SARs 2022scrollen
Im Geschäftsjahr 2021 hatten sich die SARs wie
folgt entwickelt:
ENTWICKLUNG SARs 2021scrollen
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2022 wurden
folgende Parameter berücksichtigt:
SARs 2022scrollen
Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2021 wurden
folgende Parameter zugrunde gelegt:
SARs 2021scrollen
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag
bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung
herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's
Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 30.
Juni 2022 ermittelt. Die Volatilität wurde als
laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC
Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der
berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die
Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität
auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass
die tatsächlich eintretende Volatilität von den
getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete
Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen
für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC
Aktie in den Jahren 2022 und 2023.
Zum 30. Juni 2022 wurde im Rahmen des SARs Programms
eine Schuld in Höhe von EUR 6.782.968 (davon EUR
4.224.455 langfristig) unter den sonstigen
Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2021: EUR
8.870.407; davon EUR 7.210.198 langfristig). Der
Periodenaufwand / -ertrag für den Zeitraum 1. Januar
bis 30. Juni beträgt EUR -1.094.003 (Vorjahreszeitraum
EUR 4.966.458).
AktienoptionsprogrammIm Zuge der Vorstandsverträge wurden zwischen der
Gesellschaft und Herrn Dr. Podesser sowie Herrn Pol ein
Vertrag zum Abschluss eines Aktienoptionsplans (AOP)
geschlossen. Weiterhin wurden Verträge für zwei
weitere Führungskräfte abgeschlossen. Ziel dieses
Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der
Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche
die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der
Aktionäre fördert, zu unterstützen. Im
Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Gewährung
gegenüber Herrn Hans Pol (Aktienoptionsprogramm 2)
sowie gegenüber zwei weiteren
Führungskräften.
Die Tranche PP1 (Peter Podesser Aktienoptionsprogramm 1)
sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten
Aktienoptionen vor. Eine Aktienoption berechtigt den
Inhaber zum Bezug einer auf den Inhaber lautenden
Stammaktie der Gesellschaft ohne Nennbetrag
(Stückaktie) bei gleichzeitiger Bezahlung des
Ausübungspreises durch den Optionsinhaber. Die
Aktienoptionen können nach Ablauf der jeweiligen
Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter Beachtung
der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die
Anzahl der ausübbaren Aktienoptionen hängt dabei
wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC
über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der
jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).
Das Aktienoptionsprogramm 2 begann am 1. März 2021
und hat eine Laufzeit von maximal acht Jahren. Die
Optionsrechte können nach Maßgabe der
Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer
Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt
vier bzw. sieben Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der
Tranche (beginnend am 1. März 2021). Der
Ausübungspreis beträgt EUR 24,41. Jedes
Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC Aktie.
Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig
davon ausgeübt werden, dass ein von der
Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der
SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der
vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel
erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder
teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von
Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner
davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung
näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs
der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der
Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder
übersteigt.
Das Aktienoptionsprogramm stellt sicher, dass nach
Ablauf der Wartezeit eine Ausübung von Optionsrechten
für den jeweiligen Ziehungszeitraum nur möglich
ist, soweit die Summe aus der Anzahl der ausgeübten
Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am
Ausübungstag dieser Optionsrechte abzüglich des
Ausübungspreises und der Anzahl der auszuübenden
Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am
Handelstag vor dem intendierten Tag der Ausübung der
Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises
einen Betrag von EUR 1 Mio. nicht überschreitet (Cap).
Die Aktienoptionsprogramme 3 und 4 begannen am 1. Januar
2021 und haben eine Laufzeit von maximal sieben Jahren. Die
Optionsrechte können nach Maßgabe der
Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer
Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt
vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der
Tranche (beginnend am 1. Januar 2021). Der
Ausübungspreis beträgt EUR 15,50. Jedes
Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC AG-Aktie.
Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig
davon ausgeübt werden, dass ein von der
Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der
SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der
vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel
erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder
teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von
Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner
davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung
näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs
der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der
Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder
übersteigt.
Die Gewährung der Aktienoptionen wurde nach IFRS
2.10 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch
Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der
beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird einmalig
unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter
Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die
Aktienoptionen gewährt wurden, bewertet.
Die Aktienoptionen haben sich im Berichtszeitraum 2022
wie folgt entwickelt:
ENTWICKLUNG AKTIENOPTIONEN 2022scrollen
Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die Aktienoptionen
wie folgt entwickelt:
ENTWICKLUNG AKTIENOPTIONEN 2021scrollen
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2022 wurden
folgende Parameter berücksichtigt:
2022scrollen
Zum 30. Juni 2022 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans
eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.315.184
bilanziert (31. Dezember 2021: EUR 1.074.449). Der
Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 30.
Juni beträgt EUR 240.735 (Vorjahreszeitraum EUR
205.858)
Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2021 wurden
folgende Parameter zugrunde gelegt:
2021scrollen
Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der Periode 1. Januar 2022 bis 30.
Juni 2022 lassen sich wie folgt aufteilen:
AUFGLIEDERUNG DER UMSATZERLÖSE 2022in EUR
scrollen
Die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode 1. Januar
2021 bis 30. Juni 2021 lassen sich wie folgt aufteilen:
AUFGLIEDERUNG DER UMSATZERLÖSE 2021in EUR
scrollen
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Die Herstellungskosten stellen sich im ersten Halbjahr
2022 wie folgt dar:
HERSTELLUNGSKOSTENin EUR
scrollen
VertriebskostenDie Vertriebskosten stellen sich im ersten Halbjahr 2022
wie folgt dar:
VERTRIEBSKOSTENin EUR
scrollen
Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im
ersten Halbjahr 2022 wie folgt dar:
FORSCHUNGS - UND ENTWICKLUNGSKOSTENin EUR
scrollen
Allgemeine VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im ersten
Halbjahr 2022 wie folgt dar:
ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTENin EUR
scrollen
Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im
Berichtszeitraum im Wesentlichen Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR
1.207.248 (Vorjahr: EUR 483.650) sowie Erträge aus
Kursdifferenzen in Höhe von EUR 682.877 (Vorjahr:
242.091 EUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
sind ausschließlich auf die Auflösung von
Rückstellungen aus dem SARs Programm und
Aktienoptionsprogramm zurückzuführen. Für
Einzelheiten zu diesen Vereinbarungen wird auf die beiden
Kapitel "Stock Appreciation Rights Programm" und
"Aktienoptionsprogramm" verwiesen. Die sonstigen
betrieblichen Erträge belaufen sich in Summe auf EUR
1.925.585 (Vorjahr: 726.060 EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im
Berichtszeitraum im Wesentlichen Aufwendungen aus
Kursdifferenzen in Höhe von EUR 120.865 (Vorjahr:
30.217 EUR).
ErtragsteuernAnalog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2021 erfolgt
der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche
Verlustvorträge der SFC und ihrer
Tochtergesellschaften maximal in der Höhe, in welcher
sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern,
mit passiven latenten Steuern verrechnet werden
können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher
Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht
ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann.
SegmentberichtIm Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung
gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine
Aufgliederung der Segmente nach der internen
Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat,
welche als Basis für die Unternehmensplanung und die
Ressourcenabbildung dient.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der
berichtspflichtigen Segmente entsprechen den beschriebenen
Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Seit dem 1. Januar 2021 erfolgt die Segmentierung des
Konzerns basierend auf der internen Steuerung durch das
Management, anhand einer an den Technologieplattformen bzw.
dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio
orientierten Betrachtung und Steuerung der
Unternehmensaktivitäten. Die Segmente des Konzerns
sind "Clean Energy" und "Clean Power Management.
Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente
Clean Energy und Clean Power Management sowie zur Steuerung
des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame
Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom
Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um
Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern).
Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz,
das EBITDA und die Überleitung des EBITDA zum
Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung stellen sich in der Berichtsperiode wie
folgt dar:
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022in EUR
scrollen
Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio
von Produkten, Systemen und Lösungen für
stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf
Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC)
Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten,
industriellen und öffentlichen Sektor in
unterschiedlichen Endkundenmärkten.
Das Segment Clean Power Management bündelt das
gesamte Geschäft mit standardisierten und
semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie
z.B. Spannungswandlern und Spulen, die zum Einsatz in
Geräten für die Hightech-Industrie kommen. Des
Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit
Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und
Gasindustrie eingesetzt werden.
Sonstige Angaben zu FinanzinstrumentenDie Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da sie
im Wesentlichen kurzfristig sind.
BUCHWERTE LAUT KONZERNBILANZin EUR
scrollen
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden
drei Hierarchiestufen zuzuordnen: Dem Level 1 sind
finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen,
sofern ein Börsenpreis für gleiche
Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt
vorliegt. Die Zuordnung auf Level 2 erfolgt, sofern die
Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder
indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
werden in Level 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende
Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird.
In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen
Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte, die
auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3
beruhen.
Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellt sich zum
30. Juni 2022 wie folgt dar:
FAIR VALUE-LEVELin EUR
scrollen
Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellte sich zum
31. Dezember 2021 wie folgt dar:
FAIR VALUE-LEVELin EUR
scrollen
MitarbeitetendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 stellt sich wie folgt dar:
MITARBEITETENDEscrollen
Darüber hinaus waren Ende Juni 2022 insgesamt 17
(Vorjahr: 9) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten
angestellt.
Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des
Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die
Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch
die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen
Aktien. Zum Stichtag 30. Juni 2022 stehen 14.469.743 Aktien
(Vorjahr: 14.469.743 Aktien) aus. Die Berechnung des
verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den
Stammaktionären zurechenbaren Verlust und einem
gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen
Stammaktien nach Bereinigung um alle
Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Das
Ergebnis pro Aktie für den Berichtszeitraum
beträgt EUR 0,03 (Vorjahr: -0,30 EUR).
Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis
je Aktie sind aufgrund des Vorliegens eines
Verwässerungsschutzes identisch, da die Umwandlung in
Stammaktien den Verlust je Aktie aus dem laufenden
Geschäft reduzieren würde.
Brunnthal, den 13. September 2022
Der Vorstand
scrollen
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