![]() SFC Energy AGBrunnthalHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2023Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts fasst wesentliche Entwicklungen
des ersten Halbjahres 2023 ("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine
ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres Konzerns und ihrer Segmente findet
sich im Geschäftsbericht 2022. Grundlagen des KonzernsOrganisation des SFC-Konzerns und Grundlagen der BerichterstattungDie SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen eine international
tätige Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis
des Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG (Deutschland) die Tochterunternehmen
SFC Energy B.V. (Niederlande) ("SFC B.V"), deren Tochterunternehmen SFC Energy Power
SRL (Rumänien), die SFC Energy Ltd. (Kanada) ("SFC Ltd."), die SFC Energy UK Ltd.
(Großbritannien) und SFC Energy India Pvt. Ltd. (Indien). Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt primär der internen Organisations-
und Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Diese orientiert sich an
den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio
des Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio von Produkten, Systemen
und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von
Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen. Das Segment adressiert
Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen
Märkten. Hierzu zählen u.a. Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie Systemintegratoren
für Telekommunikation, Sicherheit- und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie
(Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch für den Caravaning- und Marinemarkt.
Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit hochtechnologischen,
standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z. B. Spannungswandlern
und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren
umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzwandlern, für die Upstream Öl- und Gasindustrie
sowie andere Industrien, die zum Teil integriert und zum Teil vertrieben werden. Ziele und StrategieDie strategische Ausrichtung des Konzerns, die Position von SFC im Markt für umweltfreundliche
stationäre und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb im Berichtszeitraum
unverändert. Ziel ist eine marktführende Stellung als Anbieter für emissionsarme bzw.
-freie Regel- und Notstromversorgung von netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen,
Anwendungen, wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits- und Überwachungstechnologie
und netzfernen Sensoren mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die Brennstoffzellen
sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die
bislang als Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung eingesetzt werden, als
auch bestehende Systeme zur netzfernen Energieversorgung ergänzen. Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels
Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationsvereinbarungen
realisiert werden. Die SFC sieht sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns im
Berichtszeitraum in ihrer Strategie bestätigt. Forschung und EntwicklungMit ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt die SFC weiterhin das Ziel,
ihre Wettbewerbs- und Technologieposition vor dem Hintergrund der anstehenden Umgestaltung
der Energiesysteme in zahlreichen Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen
wir insbesondere auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen
und längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion sowie auf die digitale Anbindung
unserer Lösungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres Produktportfolios
verbessert SFC auch bestehende Produkte und Lösungen. Mit 84 (Vorjahr: 64) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 22% (Vorjahr: 20%) der
Konzernbelegschaft mit der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Stromversorgungssystemen
und deren Umsetzung in Produkte des Konzerns beschäftigt. GESAMTAUFWAND FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren
auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich Patenten und anderen Rechten an geistigem
Eigentum ("IP") verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden IP-Portfolios
als auch die Entwicklung von neuem IP beinhaltet. Wir rechnen insgesamt damit, dass der F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres
über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2022 liegen wird. Die F&E-Aktivitäten des
Konzerns wurden im Berichtszeitraum in geringem Umfang, und werden voraussichtlich
auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z. B. über die "Nationale
Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie". Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen
sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung.
Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:
Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power Management standen Themen
wie die Erhöhung der Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und des "Watt / Euro"
Ratios für die angebotenen Power Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum
lagen auf:
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenSinkende Inflation belebt die WeltwirtschaftIn der ersten Jahreshälfte haben sich wichtige Rahmenbedingungen, die im vergangenen
Jahr maßgeblich für die Abschwächung der Weltkonjunktur verantwortlich waren, verbessert.
So gingen die Energiepreise zurück, in China haben sich mit der Abkehr der Null-COVID-Politik
die wirtschaftlichen Perspektiven aufgehellt und die Lieferengpässe schlagen nicht
mehr in außergewöhnlichem Maße auf die Konjunktur durch.1 Auch die weltweiten Inflationsraten gingen nach langjährigen Höchstständen in 2022
in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zurück. Im Juni 2023 lagen die Teuerungsraten
in den für SFC relevanten Märkten im Euroraum bei 5,5% (Juni 2022: 8,6%), in den USA
bei 3,0% (9,1%), in Kanada bei 2,8% (8,1%) und in Indien bei 4,8% (7,0%).2 Das verbesserte Umfeld begünstigte im ersten Quartal die Weltwirtschaft, die um 0,8%
zulegte und damit die höchste Rate seit Ende 2021 auswies. Allerdings rechnet das
Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) im zweiten Quartal mit einem schwächeren
Wachstum. Insgesamt geht das IfW für das Gesamtjahr 2023 bei der Weltproduktion von
einer Expansion von 2,8% aus. Dies entspricht einer Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte
gegenüber der Frühjahrsprognose.3 Ein wesentlicher Treiber des weltweiten Wirtschaftswachstums ist Indien. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) prognostiziert in dem für SFC relevanten Markt Indien im Jahr
2023 ein Wachstum von 6,1%. Dies entspricht einer Aufwärtskorrektur von 0,2 Prozentpunkten
gegenüber der Frühjahrsprognose und ist auf die unerwartet starken Inlandsinvestitionen
zurückzuführen. Die US-Wirtschaft soll im laufenden Jahr um 1,8%, die kanadische Wirtschaft
um 1,7% zulegen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF für 2023 ein konjunkturelles
Wachstum von 0,9%.
1
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2023/weltwirtschaft-im-sommer-2023-expansion-bleibt-vorerst-schwach-0/ Deutsche Wirtschaft: Moderater Expansionskurs erwartetMit dem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von -0,3% rutschte
die deutsche Wirtschaft in eine technische Rezession. Der Rückgang in den ersten drei
Monaten war in erster Linie auf einen Sondereffekt bei den Konsumausgaben des Staates
zurückzuführen und weniger Ausdruck einer breit angelegten konjunkturellen Abschwächung.
Dennoch haben mit den eingetrübten Konjunkturindikatoren die Befürchtungen zugenommen,
dass die Nachwirkungen der Energiekrise und die Straffung der Geldpolitik die Konjunktur
stärker belasten könnten als bisher erwartet. Das IfW geht jedoch insgesamt davon
aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf wieder auf einen moderaten Expansionskurs
einschwenkt. Vor allem der private Konsum dürfte sich erholen, da im Zuge anziehender
Löhne die Kaufkraft gestärkt werden dürfte und dies auf einen rückläufigen Preisauftrieb
trifft. Dennoch rechnet das IfW für das Gesamtjahr 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts
um 0,3%. In der Frühjahrsprognose war noch von einem Anstieg von 0,5% ausgegangen
worden. Die Inflation wird sich im Verlauf des Jahres verringern. So rechnet das IfW
mit einem durchschnittlichen Anstieg der Teuerungsrate in diesem Jahr um 5,8% (2022:
6,9%).4 Clean EnergyWeiterhin dynamische Entwicklung des BrennstoffzellenmarktesWesentlich für die Darstellung der Marktentwicklung im Segment Clean Energy ist die
internationale Nachfrage nach dezentralen Energieerzeugungssystemen, wie sie die Brennstoffzelle
darstellt. Diese Aggregate kommen in einer Vielzahl von stationären Anwendungen zum
Einsatz. Neben der Dekarbonisierung der Volkswirtschaften gewinnen Brennstoffzellen und Wasserstoff
zusätzlich als Mittel der Energiesicherheit weiter an Bedeutung. Der Ukraine-Konflikt
hat das Bewusstsein geschärft, dass die Politik die Energiesicherheit mit den Klimazielen
in Einklang bringen muss. So hat zum Beispiel die EU-Kommission am 16. März 2023 den
Net-Zero Industry Act initiiert, der dazu beitragen soll, die europäischen Herstellungskapazitäten
für Netto-Null-Technologien zu stärken und Hindernisse für die Ausweitung der Herstellungskapazitäten
in Europa zu überwinden. Die Verordnung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit
von Unternehmen zu verbessern, die mit ihren Netto-Null-Technologien dazu beitragen,
die Widerstandsfähigkeit der EU im Energiebereich zu erhöhen. In die Liste der Netto-Null-Technologien
werden nun Elektrolyseure und Brennstoffzellen aufgenommen. Dies zeigt, welch große
Bedeutung Brennstoffzellen und Wasserstoff in der EU beigemessen werden, um die Abhängigkeit
von fossilen Brennstoffen zu verringern. Zum einen als Ersatz fossiler Brennstoffe
in Endanwendungen, zum anderen durch den Umstieg von einer auf fossilen Brennstoffen
basierenden Wasserstoffproduktion auf erneuerbaren Wasserstoff. Angesichts des politischen Rückenwinds prognostizieren die Marktforscher von Grand
View Research weiterhin eine dynamische Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes in
den kommenden Jahren. Demnach wird der weltweite Markt für Brennstoffzellen im Jahr
2022 ein Volumen von 6,3 Mrd. USD haben und bis zum Jahr 2030 mit einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate von 19,9% auf rund 26,9 Mrd. USD anwachsen. Haupttreiber
ist die zunehmende Fokussierung auf die Reduzierung von Treibhausgasen und anderen
Emissionen. Nach Angaben von Grand View Research treibt die steigende Nachfrage nach
unkonventionellen Energiequellen als einer der Hauptfaktoren, das Wachstum voran.
Wachsende öffentlich-private Partnerschaften und geringere Umweltauswirkungen werden
die Nachfrage voraussichtlich ebenfalls ankurbeln. Von den Regierungen weltweit wird
erwartet, dass sie diese Entwicklungen fördern und geeignete Finanzierungsprogramme
für den Ausbau bei Brennstoffzellen bereitstellen. In diesem Zusammenhang ist die
Schaffung eines soliden ordnungspolitischen Rahmens für ein investitionsfreundliches
Umfeld unerlässlich.5 Clean Power ManagementWeniger Nachfrage, mehr Umsatz nach ElektronikkomponentenUm die konjunkturelle Entwicklung der Märkte, in denen SFC Energy in diesem Segment
tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), zu betrachten, werden Daten der
Fachverbände "Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components & Systems)
und "PCB & Electronic Systems" des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
e. V. (ZVEI) herangezogen. Der Fachverband verzeichnet für die ersten fünf Monate des Jahres 2023 eine leicht
rückläufige Nachfrage nach elektronischen Bauelementen (aktuellere Zahlen lagen bei
Redaktionsschluss nicht vor). So gingen die Auftragseingänge von Januar bis Mai um
1,9% zurück. Die Importe stiegen um 12,8% auf EUR 112,7 Mrd., während die Auslandsnachfrage
um 9,7% auf EUR 105,2 Mrd. zunahm. In den vollen ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erreichte der aggregierte Branchenumsatz
einen Wert von 98,9 Mrd. Euro nach 87,3 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2022. Obwohl
sich das Geschäftsklima in der Elektro- und Digitalindustrie im Juni zum dritten Mal
in Folge abgeschwächt hat, bleibt es laut ZVEI im positiven Bereich.6 Für das Gesamtjahr 2023 rechnet der Branchenverband mit einem Wachstum von ein bis
zwei Prozent nach den Rekorderlösen von 224,5 Milliarden Euro im Vorjahr.7,8
5
https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/fuel-cell-market Geschäftsverlauf und wirtschaftliche LageWesentliche Ereignisse Veränderungen im KonzernDer Zwischenabschluss umfasst zum 30. Juni 2023 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen
sowie die folgenden Tochterunternehmen: TOCHTERUNTERNEHMEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS
Folgende Veränderungen haben sich im Berichtszeitraum ergeben. Am 3. April 2023 wurde die SFC Energy UK Ltd., London (Großbritannien) als 100%ige
Tochtergesellschaft gegründet. Des Weiteren wurde die SFC Energy India Pvt. Ltd.,
Gurgaon (Indien) am 6. Juni 2023 gegründet. Der SFC Energy AG sind 92% der Anteile
zuzuschreiben, die weiteren 8% wurden von dem strategischem Partner FC TecNrgy Pvt.
Ltd., Gurgaon gezeichnet. Die beiden, im ersten Halbjahr 2023 gegründeten Gesellschaften, wurden in den Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2023 aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen. PersonaliaAufsichtsratFrau Sunaina Sinha Haldea und Herr Gerhard Schempp wurden durch den Beschluss der
Hauptversammlung am 5. Juni 2023 erneut in den Aufsichtsrat der SFC Energy AG gewählt.
Auch wurde Herr Schempp wieder von dem Aufsichtsrat in den Prüfungsausschuss gewählt.
Das Mandat von Frau Haldea läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung
im Jahr 2025 und das Mandat von Herr Schempp bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung
im Jahr 2024. ErtragslageIm Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz von TEUR 57.053 (Vorjahr: TEUR
38.159) und verzeichnete damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ein signifikantes
Umsatzwachstum von 49,5%. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren sowohl
das sehr starke organische Wachstum des Umsatzes des Segments Clean Energy, als auch
ein außerordentlich starkes Umsatzwachstum im Segment Clean Power Management. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean Energy im Berichtszeitraum
ein Umsatzwachstum von 44,8% auf TEUR 38.590 (Vorjahr: TEUR 26.648). Die Umsatzerlöse
des Segments Clean Power Management nahmen im Berichtszeitraum um 60,4% auf TEUR 18.463
(Vorjahr: TEUR 11.510) zu. Das Segment Clean Energy, dessen Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum leicht
auf 67,6% (Vorjahr: 69,8%) abnahm, blieb das umsatzstärkere Segment. Entsprechend
legte der Umsatzanteil des Segments Clean Power Management am Konzernumsatz auf 32,4%
(Vorjahr: 30,2%) zu. Das Konzernbruttoergebnis ist im Vergleich zur Vorjahresperiode ebenso wie der Konzernumsatz
signifikant um TEUR 8.413 bzw. 62,5% auf TEUR 21.876 (Vorjahr: TEUR 13.463) gewachsen.
Gleichzeitig konnte die Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz
in Prozent der Umsatzerlöse) auf 38,3% (Vorjahr: 35,3%), und damit merklich über Vorjahresniveau,
ausgeweitet werden. Umsatzentwicklung nach RegionenDie Umsatzentwicklung nach Regionen für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal
2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: UMSATZ NACH REGIONEN
In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im Berichtszeitraum im Vergleich
zur Vorjahresperiode folgende Veränderungen: Der Umsatzbeitrag der Region Nordamerika
zum Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hauptsächlich getrieben von der gestiegenen
Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen merklich auf
47,2% (Vorjahr: 40,8%) zugenommen und verzeichnete mit einem Plus von TEUR 11.341
das höchste regionale Umsatzwachstum. Der relative Anteil der Region Europa (ohne
Deutschland) am Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hingegen auf 33,2% (Vorjahr:
41,3%) merklich abgenommen, insgesamt jedoch um TEUR 3.207 zugenommen. Dahingegen
hat sich der Umsatzanteil Asiens deutlich auf 10,1% (Vorjahr: 7,7%) erhöht. Im Berichtszeitraum wurden 7,5% (Vorjahr: 10,0%) des Konzernumsatzes in Deutschland
und 2,0% (Vorjahr: 0,2%) in RoW generiert. Überleitung EBITDA bereinigt und EBIT bereinigtUm Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtszeitraums
sowohl be- als auch entlasten, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren
zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den
Perioden abzubilden, werden das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ausgewiesen.
Hierbei werden die in den jeweiligen Funktionskosten und in den sonstigen betrieblichen
Erträgen enthaltenen Auswirkungen der unten aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum
im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminiert. Im Berichtszeitraum enthalten diese Sondereffekte Aufwendungen und Erträge aus der
Erhöhung bzw. der Auflösung von Rückstellungen und der Kapitalrücklage für Verpflichtungen
aus den langfristigen variablen aktienkursbasierten Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme")
sowie mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen. Bei diesen Programmen handelt sich um Stock Appreciation Rights ("SARs") und Aktienoptionsprogramme
("AOP") für den Vorstand sowie für Führungskräfte der Konzerngesellschaften. Die Aufwendungen
hierfür betrugen im Berichtszeitraum TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 241) ("Sonderaufwendungen").
Im Berichtszeitraum wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für die SARs
in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 1.207) erfasst. Diese Erträge wurden u.a. durch
die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen für die SARs bedingt,
die höher waren als die Auszahlung für die im aktuellen Berichtszeitraum in bar zugeflossenen
Beträge. Mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 254 (Vorjahr:
TEUR 1.018) in den Sondereffekten enthalten. In Summe sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR
52) für den Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten. Die Aufwendungen für die LTI-Programme der amtierenden Vorstandsmitglieder sind sowohl
in den Vertriebskosten als auch in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die
Aufwendungen für die LTI-Programme der Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den Vertriebskosten
und in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten. Die mit Transaktionsbemühungen
verbundenen Aufwendungen sind in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten und die
Erträge aus den Auflösungen der SARs-Rückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen
Erträgen erfasst. SONDEREFFEKTE
Umsatzentwicklung nach SegmentenDie Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2023 stellen
sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: UMSATZ NACH SEGMENTEN
Clean EnergyDas Kerngeschäft des Segments Clean Energy konzentriert sich auf die Entwicklung,
Herstellung, Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen
auf Basis von technologisch fortschrittlichen Wasserstoff- und Direkt-Methanol-Brennstoffzellen
zur Stromerzeugung. Das Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Produkten,
die einzeln oder als Lösungen an Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen
Sektor in unterschiedlichen Märkten verkauft werden. In den von Clean Energy adressierten Märkten verschiebt sich aufgrund der steigenden
Nachfrage nach sauberer Energie und den zunehmend strengeren nationalen Energievorschriften
zur Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten9 gegenwärtig die Marktnachfrage von der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen,
hin zu zuverlässigen, nachhaltigen Lösungen mit niedrigen oder keinen Emissionen.
Dies ist insbesondere in Europa, Nordamerika und Asien zu beobachten. Die International
Energy Agency (IEA) ist der Auffassung, dass der Ersatz von fossilen Brennstoffen
in vielen Bereichen der Wirtschaft, einschließlich der Schlüsselsektoren Verkehr,
Wärme und Industrie, durch Elektrizität aus erneuerbaren Energieträgern eine wesentliche
Säule auf dem Weg zu "net-zero" sein wird. In einer Szenarioanalyse geht die IEA davon
aus, dass bis 2050 etwa 90 % des Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt
werden wird.10 Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 38.590
(Vorjahr: TEUR 26.648) und erzielte damit ein äußerst starkes Umsatzwachstum von TEUR
11.942 beziehungsweise 44,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Umsatzwachstum war
einerseits auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle
Anwendungen, die ca. 2/3 des Segmentumsatzes ausmachen, und andererseits auf eine
gestiegene Nachfrage aus dem staatlichen Sektor (öffentliche Sicherheit) zurückzuführen.
So konnte der Umsatz mit Brennstoffzellenlösungen in den Kernzielmärkten für industrielle
Anwendungen, wie z.B. "Zivile Sicherheitstechnik" und "Datenübertragung und Digitalisierung"
um über 40%, und mit Kunden in den Kernzielmärkten für öffentliche Sicherheit mehr
als verdoppelt werden. Die Bruttomarge des Segments lag mit 44,6% (Vorjahr: 40,1%) sowohl aufgrund des guten
Produktmix als auch der Wirksamkeit der verbesserten Preisgestaltung merklich über
dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Berichtszeitraum entsprechend
des signifikant gestiegenen Umsatzes und der verbesserten Bruttomarge mit TEUR 17.210
(Vorjahr: TEUR 10.691) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode.
9
Deutsche Energie-Agentur GmbH, (Februar 2022): Auf dem Weg zur Klimaneutralität Neustrukturierung
industrieller Wertschöpfungsketten Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR
117) bereinigten Vertriebskosten des Segments lagen mit TEUR 6.530 (Vorjahr: TEUR
5.314) um 22,9% und somit erheblich über Vorjahresniveau. Wesentliche Gründe hierfür
waren - auch durch die Umsatzausweitung bedingte -höhere Personalkosten, Werbe- und
Reisekosten sowie Beratungskosten und Provisionen. Ebenfalls stiegen die um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von
TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.142) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des Segments
im Berichtszeitraum um 12,3% auf TEUR 5.083 (Vorjahr: TEUR 4.525) an und lag damit
deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere
Personalaufwendungen und Beratungskosten zurückzuführen. Aufgrund des deutlich gesteigerten Bruttoergebnisses und des im Verhältnis zum Umsatz
geringeren Anstiegs der Funktionskosten, verbesserte sich das um die Sondereffekte
bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR 5.947 (Vorjahr: TEUR 3.371), was in
einer signifikant höheren bereinigten EBITDA-Marge des Segmentes von 15,4% (Vorjahr:
12,6%) resultierte. Clean Power ManagementDas Kerngeschäft des Segments Clean Power Management umfasst die Entwicklung, Fertigung
und Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen Power Management-Lösungen
des Konzerns, die zur Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in elektronischen
Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden für diese Lösungen sind Gerätehersteller
von industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene Branchen. Hierbei fokussiert
sich das Segment insbesondere auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor
allem in wachstumsstarken Bereichen. Power Management-Lösungen sind eine Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen.
Die Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte zu verbessern, elektromagnetische
Interferenzen zu reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu bewahren, die
Sicherheit bei Vorhandensein variabler Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso
wie die Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach diesen Komponenten ist
traditionell von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird
jedoch vom Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von Trends begünstigt: Dazu gehören
auch die Dekarbonisierung und Digitalisierung, die zu einer steigenden Nachfrage nach
intelligenteren Geräten sowie Stromspeichern und der flexiblen Steuerung der Stromverteilung,
auch mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien, führt. Komponenten werden auf
der Grundlage neuer Materialien weiterentwickelt. Konvertierungssysteme erfordern
neue Topologien und ein immer höheres Maß an Kompaktheit und Effizienz. Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power Management ein ausgesprochen
starkes Umsatzwachstum von 60,4% auf TEUR 18.463 (Vorjahr: TEUR 11.510). Der Segmentumsatz
war im Vorjahr besonders von einem herausfordernden Beschaffungsumfeld und Lieferengpässen,
die erst im zweiten Halbjahr 2022 allmählich nachließen, geprägt. Das Auflösen der
Lieferengpässe hat sich im Berichtszeitraum weiter fortgesetzt und unter anderem auf
Grundlage dieses Trends konnte der Segmentumsatz im ersten Halbjahr 2023 deutlich
gesteigert werden. Das Bruttoergebnis des Segments nahm überproportional zum Umsatzwachstum um 68,3%
bzw. TEUR 1.894 auf TEUR 4.666 (Vorjahr: TEUR 2.772) deutlich zu. Die Zunahme war
hauptsächlich auf den deutlich höheren Segmentumsatz, aber auch auf eine leicht verbesserte
Bruttoergebnismarge zurückzuführen, die im Berichtszeitraum mit 25,3% (Vorjahr: 24,1%)
über dem Niveau der Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür waren einerseits der
Produktmix sowie eine verbesserte Preisgestaltung. Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 943) und mit
10,6% merklich über Vorjahresniveau, was insbesondere auf höhere Personalkosten und
gestiegene Werbe- und Reisekosten zurückzuführen ist. Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen sich im Berichtszeitraum auf
TEUR 1.960 (Vorjahr: TEUR 1.551) und lagen im Wesentlichen aufgrund höherer Personalkosten
und IT-Aufwendungen um TEUR 409 merklich über dem Wert der Vorjahresperiode. Das EBITDA des Segments enthält keine Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des
deutlich gestiegenen Bruttoergebnisses in Verbindung mit dem relativ geringeren Anstieg
der Funktionskosten verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum signifikant auf
TEUR 1.375 (Vorjahr: TEUR -259), was zu einer EBIT-DA-Marge des Segments von 7,4%
(Vorjahr: -2,3%) führte. KonzernBruttoergebnis vom UmsatzIm Berichtszeitraum wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz um 62,5% auf TEUR 21.876 (Vorjahr:
TEUR 13.463) und damit um TEUR 8.413 im Vergleich zum Vorjahreswert erheblich gesteigert.
Zu dieser Zunahme haben im Wesentlichen das vorstehend aufgeführte ausgesprochen starke
organische Umsatzwachstum einhergehend mit einer Margenexpansion, auch aufgrund der
Wirksamkeit der verbesserten Preisgestaltung, beigetragen. Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis
vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) lag im Berichtszeitraum mit 38,3% (Vorjahr:
35,3%) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode und ebenfalls über der Bruttoergebnismarge
des Geschäftsjahres 2022 (36,8%). Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich
zum Vorjahr wie folgt dar: BRUTTOERGEBNIS NACH SEGMENTEN
VertriebskostenDie Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 20,8% auf
TEUR 7.703 (Vorjahr: TEUR 6.374) zu. Die in den Vertriebskosten enthaltenen Sonderaufwendungen
in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 117) lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten im Berichtszeitraum auch deutlich
um 21,0% auf TEUR 7.573 (Vorjahr: TEUR 6.258) an. Höhere Beratungskosten und Provisionen,
Werbe- und Reisekosten sowie Personalkosten u.a. bedingt durch das Umsatzwachstum
waren hierfür ursächlich. Konzernweit lagen die bereinigten Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz aufgrund
des Umsatzwachstums allerdings mit 13,3% (Vorjahr: 16,4%) leicht unter dem Niveau
des Vorjahres. Forschungs- und EntwicklungskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Kosten für Forschung und Entwicklung
erhöhten sich im Berichtszeitraum um 31,3% auf TEUR 2.834 (Vorjahr: TEUR 2.159). Bereinigt um die vorstehend aufgeführten Sondereffekte und einschließlich der im Berichtszeitraum
aktivierten Entwicklungsaufwendungen und erhaltenen Zuschüsse in Höhe von zusammen
TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 1.269) belief sich der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand
des Konzerns auf TEUR 4.490 (Vorjahr: TEUR 3.429) und lag damit 24,1% über dem Vorjahreswert.
Der höhere Gesamtaufwand im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen
Personalaufwendungen, höheren Kosten für die in der Entwicklungsabteilung verwendeten
Materialien sowie deutlich höheren Abschreibungen. Die gesamte Entwicklungsquote des Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten bereinigt
um die Sondereffekte und einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten sowie Zuschüsse
in Prozent der Umsatzerlöse) nahm aufgrund des Umsatzwachstums trotz insgesamt höherer
Aufwendungen auf 7,9% (Vorjahr: 9,5%) ab. In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen
in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 0) in den Forschungs- und Entwicklungskosten der
SFC Energy AG erfasst. Diese resultieren aus der geplanten vorzeitigen Abkündigung
eines Zubehörproduktes. Allgemeine VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 7.548 (Vorjahr:
TEUR 6.076) signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach Bereinigung um die vorstehend
beschriebenen Sondereffekte in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.142) stieg der allgemeine
Verwaltungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 2.109 bzw. 42,7% auf
TEUR 7.043 (Vorjahr: TEUR 4.934) an. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Personalaufwendungen
in beiden Segmenten, gestiegene Rechts- und Beratungsaufwendungen, höhere Personalbeschaffungskosten
sowie höhere IT-Aufwendungen zurückzuführen. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode
in etwa auf die Hälfte ab und betrugen TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 1.926). Wesentlich
hierfür sind die in den vorstehend beschriebenen Sondereffekten aufgeführten Erträge
aus der erfolgswirksamen Auflösung von SARs Rückstellungen die mit TEUR 113 (Vorjahr:
TEUR 1.207) signifikant geringer ausfielen als in der Vorjahresperiode. Im übrigen
beinhaltet der Posten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR
683). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR
915 (Vorjahr: TEUR 122) und resultieren aus Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen. Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns nahm, angetrieben
von der guten operativen Leistung, im Berichtszeitraum mit TEUR 3.728 besonders stark
zu und belief sich auf TEUR 6.788 (Vorjahr: TEUR 3.060). Hieraus resultierte ebenfalls
eine deutliche Steigerung der EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz) auf 11,9%
(Vorjahr: 8,0%). Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des operativen Geschäfts,
das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief sich im Berichtszeitraum
auf TEUR 7.321 (Vorjahr: TEUR 3.112) und hat sich mit einer Steigerung von TEUR 4.210
gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdoppelt. Die bereinigte EBITDA-Marge verzeichnete
ein Anstieg um 4,7 Prozentpunkte und lag mit 12,8% (Vorjahr: 8,2%) deutlich über dem
Vorjahresniveau. Im Wesentlichen bedingten das starke Umsatzwachstum mit relativ geringer gestiegenen
Funktionskosten in Verbindung mit der merklich verbesserten Bruttoergebnismarge die
Zunahme des bereinigten EBITDA. Betriebsergebnis (EBIT)Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns nahm im Berichtszeitraum besonders
stark auf TEUR 3.822 (Vorjahr: TEUR 658) zu. Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum
Umsatz) verbesserte sich dementsprechend auf 6,7% (Vorjahr: 1,7%). Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT bereinigt) fiel mit TEUR 4.355 (Vorjahr:
TEUR 709) und damit um TEUR 3.646 ebenfalls signifikant höher aus als im Vorjahr.
Daraus resultiert eine deutlich gestiegene bereinigte EBIT-Marge von 7,6% (Vorjahr:
1,9%). Zinsen und ähnliche ErträgeDie Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus
und des höheren Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Berichtszeitraum
auf TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 0). Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 200). KonzernperiodenergebnisDas Konzernperiodenergebnis stieg im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund der guten
operativen Leistung und der geringeren Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten
auf TEUR 3.327 (Vorjahr: TEUR 369) und lag damit signifikant über dem Niveau der Vorjahresperiode. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS unverwässert und verwässert erhöhte sich im Berichtszeitraum
auf EUR 0,19 (Vorjahr: EUR 0,03). Auftragseingang und AuftragsbestandDie Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 68.871 (Vorjahr: TEUR 72.512)
unter Vorjahresniveau. Stichtagsbezogen erhöhte sich der Auftragsbestand des Konzerns
zum 30. Juni 2023 jedoch auf TEUR 85.709 (31. Dezember 2022: TEUR 74.176). Davon entfielen
auf die SFC AG TEUR 34.079 (31. Dezember 2022: TEUR 19.522), auf SFC Energy B.V, TEUR
32.879 (31. Dezember 2022: TEUR 34.937) und auf SFC Energy Ltd. TEUR 18.751 (31. Dezember
2022: TEUR 19.717). Vermögen und FinanzlageKapitalstrukturDas Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2023 TEUR 106.993 (31. Dezember 2022: TEUR 103.437)
und erhöhte sich somit leicht um TEUR 3.555. Die Nettofinanzposition (frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verringerte sich im Berichtszeitraum
um TEUR 6.331 und belief sich auf TEUR 54.417 (31. Dezember 2022: TEUR 60.748). ZahlungsmittelDie frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30.
Juni 2023 TEUR 59.373 (31. Dezember 2022: TEUR 64.803). Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum
gegenüber dem Geschäftsjahresende 2022 um TEUR 901 auf TEUR 4.956 (31. Dezember 2022:
TEUR 4.055). Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen,
Beteiligungen und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil der Wachstums- und
Internationalisierungsstrategie der SFC, um die Marktpositionen gezielt zu stärken
und auszubauen oder bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue Geschäftsfelder
vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser Strategie können finanzielle Verpflichtungen
oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen. Im Februar 2023 hat die SFC mit der in Indien ansässigen FC TecNrgy Pvt. Ltd. eine
strategische Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer neuen Fertigungsstätte für
Brennstoffzellen und zur weiteren Marktentwicklung in Indien getroffen. In diesem
Zusammenhang wird im Geschäftsjahr 2023 eine Finanzinvestition in Höhe von TEUR 1.000
in die FC TecNrgy Pvt. Ltd. erfolgen. Hierbei handelt es sich um Investitionsverpflichtungen
der neu gegründeten SFC Energy India Pvt. Ltd. Die Finanzierung dieser Investition
soll aus den Zahlungsmitteln der SFC erfolgen. Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko
(z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Cashflow und InvestitionenCASHFLOW
Operativer Cashflow und Cashflow aus betrieblicher TätigkeitDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnte sich im Berichtszeitraum im Vergleich
zur Vorjahresperiode deutlich verbessern, blieb jedoch negativ. Ausschlaggebend für
diese ausgesprochen starke Verbesserung waren die sehr positive operative Entwicklung
und das starke Wachstum des bereinigten EBITDA bzw. des operative Cashflow vor Veränderung
des Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen).
Dieser konnte im Berichtszeitraum signifikant um TEUR 5.205 auf TEUR 7.339 (Vorjahr:
TEUR 2.134) gesteigert werden. Gleichzeitig verzeichnetete das Nettoumlaufvermögen
eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum merklich geringere Zunahme um TEUR 8.014 (Vorjahr:
TEUR 10.933). Nach Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens sowie
Ertragsteuerzahlungen ergab sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe
von TEUR -1.522 (Vorjahr: TEUR -8.917). Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens erhöhten sich
die Vorräte im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 2.250. Des Weiteren erhöhten
sich sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum liquiditätswirksam
um TEUR 7.888 als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im gleichen
Zeitraum liquiditätswirksam um TEUR 3.790. Zusammen mit den weiteren Posten des Nettoumlaufvermögens
resultierte daraus eine Zunahme des Nettoumlaufvermögens und somit ein Liquiditätsabfluss
von TEUR 8.014 (Vorjahr: TEUR 10.933) im Berichtszeitraum. Cashflow aus Investitionstätigkeit und InvestitionenDie Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit summierten sich im Berichtszeitraum
auf TEUR -3.608 (Vorjahr: TEUR -1.773). Die darin enthaltenen Auszahlungen für den
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von ca. TEUR 1.193 (Vorjahr: TEUR
153) sowie Investitionen in Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe
von TEUR 1.243 (Vorjahr: TEUR 578) sind die wesentlichen Gründe für die Zunahme. Die
Investitionen in Forschung und Entwicklung (aktivierte Entwicklungsaufwendungen) betrugen
TEUR 1.466 (Vorjahr: TEUR 1.042) und lagen ebenfalls über Vorjahresniveau. Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen
vorgenommen. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitDer im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Mittelabfluss aus
Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -312 (Vorjahr: TEUR -96) resultiert im Wesentlichen
aus dem geringeren Mittelzufluss aus der Inanspruchnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
(Betriebsmittellinien) in Höhe von TEUR 901 (Vorjahr: TEUR 1.287). Dieser Aufnahme
standen zwar leicht niedrigerer Mittelablfüsse aus Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 881 (Vorjahr: TEUR 974) im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS
16 als im Vorjahr gegenüber, die jedoch nur zum Teil höhere Zinszahlungen in Höhe
von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 200) kompensieren konnten. Zahlungswirksame Veränderung des FinanzmittelfondsDie Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug TEUR
-5.441 (Vorjahr: TEUR -10.786). Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug
zum 30. Juni 2023 TEUR 59.373 (31. Dezember 2022: TEUR 64.803). VermögenslageDie Bilanzsumme von TEUR 153.981 zum 30. Juni 2023 (31. Dezember 2022: TEUR 147.171)
hat sich mit TEUR 6.810 gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 4,6%
erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte,
und hier insbesondere die Erhöhung der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie
die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte. Die Vorräte erhöhten sich in der Berichtsperiode vor dem Hintergrund des Umsatzwachstums
moderat um 8,1% auf TEUR 26.930 (31. Dezember 2022: TEUR 24.921). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich in der Berichtsperiode
deutlich um 43,3% auf TEUR 25.951 (Vorjahr: TEUR 18.110), was auch auf den relativ
hohen Konzernumsatz zum Halbjahresende zurückzuführen ist. Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen
22,9% (31. Dezember 2022: 23,1%) und blieb damit auf dem Niveau des Anteils zum Geschäftsjahresende
2022. Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2023 um TEUR 1.074 auf
TEUR 19.651 (Vorjahr: TEUR 18.576), im Wesentlichen aufgrund aktivierter Entwicklungsaufwendungen
und des Erwerbs von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Übernahme
von Technologien von Johnson Matthey zur Produktion von Membrane Electrode Assemblies
(MEAs). Die Sachanlagen lagen mit TEUR 13.479 (31. Dezember 2022: TEUR 13.396) auf dem Niveau
zum Geschäftsjahresende 2022. Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um TEUR 3.828 auf TEUR 30.420
(31. Dezember 2022: TEUR 26.591) gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen
aus der nachstehend ausgeführten deutlichen Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung
und Leistung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 12.828 (31. Dezember
2022: TEUR 9.046) 41,8% bzw. TEUR 3.782 über dem Bestand zum Ende des vergangenen
Geschäftsjahres, was u.a. auf ein im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum steigendes
Einkaufsvolumen zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten nahmen um TEUR 30 auf TEUR 1.979 (31. Dezember
2022: TEUR 2.009) ab und blieben somit in etwa auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende
2022. Die langfristigen Schulden haben sich zum Stichtag um TEUR 574 leicht auf TEUR 16.568
(31. Dezember 2022: TEUR 17.142) erhöht. Eine Wesentliche in den langfristigen Verbindlichkeiten
enthaltene Position sind langfristige Leasingverbindlichkeiten, welche sich im Berichtszeitraum
besonders stark um TEUR -652 bzw. 7,6% verringert haben. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 901 auf TEUR
4.956 (31. Dezember 2022: TEUR 4.055) und sind ausschließlich von kurzfristiger Natur.
Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Betriebsmittellinien der SFC Energy B.V.
und der SFC Energy Ltd. Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten
sich wie folgt dar: NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 30,5% (31. Dezember
2022: 29,7%). Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum auf TEUR 106.993 (31.
Dezember 2022: TEUR 103.437). Allerdings verringerte sich die Eigenkapitalquote geringfügig
auf 69,5% (31. Dezember 2022: 70,3%). MitarbeitendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2023
stellt sich wie folgt dar: DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER
Zum 30. Juni 2023 beschäftigte der Konzern weltweit 375 (31. Dezember 2022: 354) festangestellte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Risiko- und ChancenberichtDie SFC als international agierende Gruppe, ist mit ihren Technologieplattformen in
innovativen Geschäftsfeldern aktiv. Hieraus ergeben sich einerseits große Chancen,
andererseits unterliegt die Geschäftstätigkeit auch potenziellen Risiken, welche einen
maßgeblichen und nachhaltigen Einfluss auf die Erreichung der finanziellen und nicht-finanziellen
Zielsetzungen haben können und somit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
(einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows)
der Gruppe. SFC hat gruppenweit ein Risikomanagementsystem implementiert, um potenzielle Risiken
und Chance zu identifizieren, zu bewerten, zu mitigieren, fortlaufend zu beobachten
und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen einzuarbeiten. Geschäftsbezogene Risiken
und Chancen, bspw. Finanzrisiken, technologische Risiken, Wettbewerbsrisiken, Risiken
in der Beschaffung von Vorleistungsgütern, Risiken im Personalbereich und der Informationstechnologie,
sowie im Bereich Umwelt, Klima und Sicherheit werden kontinuierlich überwacht. Im
Hinblick auf rechtliche Risiken überwachen wir potenzielle Sachverhalte wie Rechtsstreitigkeiten,
Produktrisiken, patentrechtliche Risiken, oder Risiken im regulatorischen Umfeld. Die im Geschäftsbericht 2022 beschriebenen Chancen und Risiken sind auch im aktuellen
Berichtszeitraum weitgehend gültig und ein Großteil der Risiken wurde im Wesentlichen
auf Basis aktueller Planzahlen überarbeitet oder neu bewertet. Im Verlauf des Berichtzeitraums
haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die
in unserem Geschäftsbericht 2022 hinausgehen. Abgesehen von der im vorherigen Absatz beschriebenen Risikolage sind keine signifikanten
Änderungen der Risikolandschaft zu verzeichnen. Weitere Risiken und Chancen, die uns
derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen,
könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen. Gegenwärtig wurden keine
Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken
den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. PrognoseberichtWesentliche Einflussfaktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2023 sind
die anhaltende Inflation und die Zinspolitik der Notenbanken sowie der weitere Verlauf
des Krieges in der Ukraine. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds
(IWF), dass das globale Wachstum von geschätzten 3,5% im Jahr 2022 auf 3,0% in den
Jahren 2023 und 2024 sinken wird.11 Die Prognose für 2023 ist zwar etwas höher als im Weltwirtschaftsausblick vom April
2023 (WEO) vorausgesagt wurde, im historischen Vergleich bleibt sie aber schwach. Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation drückt
weiterhin auf die Wirtschaftstätigkeit. Es wird jedoch erwartet, dass die globale
Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,8% im Jahr 2023 und 5,2%
im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die zugrundeliegende Inflation (Kerninflation) wird
voraussichtlich langsamer zurückgehen, und die Prognosen für die Inflation im Jahr
2024 wurden nach oben korrigiert. Positiv zu bemerken ist, dass verschiedene Indikatoren darauf hindeuten, dass die
im Verlauf von 2021 und Anfang 2022 stetig zugenommenen Engpässe in den Lieferketten
und logistischen Herausforderungen weiter abnehmen werden, und es zu einer Normalisierung
kommen kann. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden
und die Belastungen bzw. der Kostendruck bleiben bestehen. Trotz dieser makroökonomischen Herausforderungen sehen wir eine anhaltend sehr hohe
Nachfrage nach unseren Brennstoffzellenlösungen und auch Markt- und Branchenstudien
geben Hinweise auf die weitere Entwicklung der Segmente. Auf Basis der soliden operativen
Leistung im ersten Halbjahr 2023 erwartet die SFC auch im zweiten Halbjahr eine positive
Geschäftsentwicklung. Diese stützt sich auf eine anhaltend gute Auftragslage sowie
die bessere Verfügbarkeit von Vorleistungsgütern. Aufgrund der vorstehend zusammengefassten wirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten
unterliegt unsere vorliegende Prognose einer erhöhten Unsicherheit und Volatilität.
Wir beobachten die weiteren Entwicklungen sehr genau und passen unsere Erwartungen,
falls notwendig, entsprechend an. In der Prognose sind Belastungen aus rechtlichen
und regulatorischen Themen sowie wesentliche Wertminderungen und Wertaufholungen ausgenommen. UmsatzerlöseAufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung beider Segmente im ersten Halbjahr 2023,
das von einer hohen Nachfragedynamik geprägt war, konkretisieren wir die Prognose
für das Umsatzwachstum 2023 für die SFC Energy AG mit 26% bis 30% gegenüber dem Vorjahr.
Wir gehen nun davon aus, dass der Konzernumsatz 2023 voraussichtlich zwischen TEUR
107.000 bis TEUR 1 11.000 und damit in der oberen Hälfte der Bandbreite der bisherigen
Prognose (TEUR 103.000 bis TEUR 11 1.000) liegen wird. EBITDA bereinigtFür das bereinigte EBITDA des Gesamtjahres, einer unserer bedeutsamen finanziellen
Leistungsindikatoren zur Steuerung des operativen Geschäftes, konkretisieren wir ebenfalls
die Bandbreite auf die obere Hälfte der bisherigen Prognose und erwarten nunmehr TEUR
10.500 bis TEUR 14.100 (bisherige Prognose: TEUR 8.900 bis TEUR 14.100).
11
International Monetary Fund Washington, USA (Juli 2023), World Economic Outlook In unserer Prognose gehen wir von moderaten Preissteigerungen für Vorleistungsgüter
aus. Des Weiteren gehen wir von einer weiterhin guten Preisdurchsetzung für unsere
Produkte und nur leicht negativem Wechselkurseffekten aus. EBIT bereinigtEntsprechend den oben beschriebenen Erwartungen konkretisieren wir die Bandbreite
für das EBIT bereinigt auf die obere Hälfte der bisherigen Prognose und erwarten nunmehr
TEUR 5.000 bis TEUR 8.600 (bisherige Prognose: TEUR 3.400 bis TEUR 8.600). Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenTransaktionen mit nahestehenden Personen und UnternehmenNahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures)
sind juristische oder natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und deren Tochterunternehmen
Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem
maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen.
Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten
oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen
sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der SFC Energy AG. Die Gruppe der nahestehenden Unternehmen hat sich, bis auf die neu gegründeten Unternehmen,
im Vergleich zum 31.12.2022 nicht geändert. Nahestehende UnternehmenIm Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine Transaktionen mit nicht konsolidierten
Tochterunternehmen. Sonstige Angaben zu nahestehenden PersonenZum 30. Juni 2023 hielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt
circa 1,52% (31. Dezember 2022: 1,52%) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien. Brunnthal, den 22. August 2023 Der Vorstand
VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 3 0. JUNI 2023Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
KonzerngesamtergebnisrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten
Wertänderungen. KonzernbilanzAKTIVA ZUM 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
PASSIVA ZUM 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
KonzernkapitalflussrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
KonzernkapitalflussrechnungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
Konzern-SegmentberichterstattungVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERNANHANGSANGABENAllgemeine Grundsätze und KonsolidierungskreisInformationen zum UnternehmenDie SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige
Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal.
Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer
HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("SFC" oder "Konzern") sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten,
Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf
Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen für Kunden
aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten,
die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden
Geschäfte. Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet
(WKN 756857, ISIN: DE0007568578). Grundlagen der RechnungslegungDer Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften
des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der verkürzte Konzernabschluss
enthält nicht alle für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebenen
Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2022 gelesen werden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2022 gelten insbesondere im Hinblick
auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Bezüglich der dort aufgeführten
erstmals im Geschäftsjahr 2023 anzuwendenden Standards, Änderungen und Interpretationen
ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den SFC
Konzern. Der Zwischenabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenabschluss
erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der Verwendung
von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung können
Differenzen auftreten. Schätzungsunsicherheiten und ErmessensentscheidungenDie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung
bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen
und auf Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen
und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen
in der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen
abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden durch die Unternehmensleitung
laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der
die Schätzungen geändert werden, sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon betroffen
sind. Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die wesentlichen Ermessensentscheidungen
der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns sowie die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten mit denen des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2022 identisch ausgeübt. KonsolidierungskreisZum 30. Juni 2023 waren, einschließlich des Mutterunternehmens SFC Energy AG, vier
(31. Dezember 2022: vier) Gesellschaften vollkonsolidiert. Dabei handelt es sich um
die gleichen Gesellschaften wie zum 31. Dezember 2022. Im Berichtszeitraum wurden zwei Tochterunternehmen neu gegründet: Am 03. April 2023
wurde die SFC Energy UK Limited, eine 100 %-ige Tochter der SFC Energy AG, gegründet.
Am 06. Juni 2023 wurde die SFC Energy India Private Limited gegründet, an der die
SFC Energy AG 92 % der Anteile hält. Beide neu gegründeten Gesellschaften wurden aufgrund
von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
zum Stichtag 30. Juni 2023 nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Der direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an den Tochterunternehmen
zum 30. Juni 2023 geht aus der folgenden Tabelle hervor. TOCHTERUNTERNEHMEN
Zum 30. Juni 2023 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen,
die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen
der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten
des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns
zu erlangen. Konjunktur- und Saisoneinflüsse auf die GeschäftstätigkeitWesentliche Einflussfaktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2023 sind
die anhaltende Inflation und die Zinspolitik der Notenbanken sowie der weitere Verlauf
des Krieges in der Ukraine. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds
(IWF) damit, dass das globale Wachstum von geschätzten 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0
% in den Jahren 2023 und 2024 sinken wird. Die Prognose für 2023 ist zwar etwas höher
als im Weltwirtschaftsausblick vom April 2023 (WEO) vorausgesagt wurde, bleibt aber
im historischen Vergleich schwach. Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation drückt
weiterhin auf die Wirtschaftstätigkeit. Es wird jedoch erwartet, dass die globale
Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,8 % im Jahr 2023 und
5,2 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die zugrundeliegende Inflation (Kerninflation)
wird voraussichtlich langsamer zurückgehen, und die Prognosen für die Inflation im
Jahr 2024 wurden nach oben korrigiert. Positiv zu bemerken ist, dass verschiedene Indikatoren darauf hindeuten, dass die
im Verlauf von 2021 und Anfang 2022 stetig zugenommenen Engpässe in den Lieferketten
und logistischen Herausforderungen weiter abnehmen werden, und es zu einer Normalisierung
kommen kann. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden
und die Belastungen bzw. der Kostendruck bleiben bestehen. Sonstige VerbindlichkeitenDie langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus
dem Stock Appreciation Rights Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder
Daniel Saxena und Hans Pol sowie für drei Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser
Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Programm." Stock Appreciation Rights ProgrammIm Zuge der Vorstandsverträge wurde zwischen der Gesellschaft und den Vorständen ein
Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Programm (SARs Programm) geschlossen.
Ziel des Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete
Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre
fördert, zu unterstützen. Das Programm sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation
Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung
in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die
SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr
unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten
Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich
vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen
vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs). Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30
Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs
30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine weiteren SARs gewährt. Ein Teil der Ansprüche von
Hans Pol wurde aufgrund der Tranche HP3 (Hans Pol Programm 3) im Berichtszeitraum
ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die verbleibenden Ansprüche von Dr. Peter Podesser aufgrund
der Tranche PP2 (Peter Podesser Programm 2) ausgeübt. Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich
klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag
unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen,
zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet. Die SARs haben sich im ersten Halbjahr 2023 wie folgt entwickelt: SARs-ENTWICKLUNG 2023
Im Vorjahreszeitraum haben sich die SARs wie folgt entwickelt: SARs-ENTWICKLUNG 2022
Im Rahmen der Bewertung zum 30.06.2023 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31.12.2022) wurden folgende Parameter zugrunde
gelegt:
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen
Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs
des XETRA-Handels zum 30. Juni 2023 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate
historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der
berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer
Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende
Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite
beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie
in den Jahren 2023 und 2024. Zum 30. Juni 2023 wurde im Rahmen des SARs Programms eine Schuld in Höhe von EUR 3.979.803
(davon EUR 3.979.803 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert
(31. Dezember 2022: EUR 4.046.886; davon EUR 4.046.886 langfristig). Der Periodenaufwand/-ertrag
für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR 77.569 (Vorjahreszeitraum EUR
-1.094.003). AktienoptionsplanIm Zuge der Vorstandsverträge wurde zwischen der Gesellschaft und Herrn Dr. Podesser
sowie Herrn Pol ein Vertrag zum Abschluss eines Aktienoptionsplans (AOP) geschlossen.
Weiterhin wurden Verträge für zwei weitere Führungskräfte abgeschlossen. Ziel dieses
Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik,
welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen.
Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Gewährung gegenüber Herrn Hans Pol (Aktienoptionsprogramm
2) sowie gegenüber zwei weiteren Führungskräften. Die Tranche PP1 (Peter Podesser Aktienoptionsprogramm 1) sieht eine variable Vergütung
in Form von sogenannten Aktienoptionen vor. Eine Aktienoption berechtigt den Inhaber
zum Bezug einer auf den Inhaber lautenden Stammaktie der Gesellschaft ohne Nennbetrag
(Stückaktie) bei gleichzeitiger Bezahlung des Ausübungspreises durch den Optionsinhaber.
Die Aktienoptionen können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum
von einem Jahr unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden.
Die Anzahl der ausübbaren Aktienoptionen hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen
Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen
Wartefrist ab (Referenzkurs). Das Aktienoptionsprogramm 2 begann am 1. März 2021 und hat eine Laufzeit von maximal
acht Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb
eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier
bzw. sieben Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 1. März
2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 24,41. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug
einer SFC Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden,
dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten
Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat
und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung
von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass
ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC
Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht
oder übersteigt. Das Aktienoptionsprogramm stellt sicher, dass nach Ablauf der Wartezeit eine Ausübung
von Optionsrechten für den jeweiligen Ziehungszeitraum nur möglich ist, soweit die
Summe aus der Anzahl der ausgeübten Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs
am Ausübungstag dieser Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises und der Anzahl
der auszuübenden Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am Handelstag vor
dem intendierten Tag der Ausübung der Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises
einen Betrag von EUR 1 Mio. nicht überschreitet (Cap). Die Aktienoptionsprogramme 3 und 4 begannen am 1. Januar 2021 und haben eine Laufzeit
von maximal sieben Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen
innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit
beträgt vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend
am 1. Januar 2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 15,50. Jedes Optionsrecht berechtigt
zum Bezug einer SFC AG-Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt
werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie
zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel
erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind.
Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig,
dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs
der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte
erreicht oder übersteigt. Das Aktienoptionsprogramm 3 wurde im Jahr 2022 aufgelöst. Das Aktienoptionsprogramm 5 mit der Tranche SA2 begann am 5. Mai 2023 und hat eine
Laufzeit von maximal sieben Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen
innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit
beträgt vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend
am 5. Mai 2023). Der Ausübungspreis beträgt EUR 21,12. Jedes Optionsrecht berechtigt
zum Bezug einer SFC AG-Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt
werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie
zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel
erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind.
Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig,
dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs
der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte
erreicht oder übersteigt. Die Gewährung der Aktienoptionen wurde nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte Vergütung
mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der beizulegende
Zeitwert der Aktienoptionen wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells
und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Aktienoptionen gewährt wurden,
bewertet. Die Aktienoptionen haben sich im laufenden Geschäftsjahr bis 30. Juni 2023 wie folgt
entwickelt: AKTIENOPTIONEN 2023
Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Aktienoptionen wie folgt entwickelt: AKTIENOPTIONEN 2022
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2023 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2022 wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Zum 30. Juni 2023 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans eine Kapitalrücklage in Höhe
von EUR 1.587.381 bilanziert (31. Dezember 2022: EUR 1.386.377). Der Periodenaufwand
für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR 201.004 (Vorjahreszeitraum EUR
240.735). Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des ersten Halbjahres der Berichts- sowie der Vergleichsperiode lassen
sich wie folgt aufteilen: UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten LeistungenDie Herstellungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: HERSTELLUNGSKOSTEN
VertriebskostenDie Vertriebskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: VERTRIEBSKOSTEN
Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt
dar: FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Allgemeine VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtszeitraum im Wesentlichen Erträge
aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 734.229 (Vorjahr: EUR 682.877) sowie Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 113.360 (Vorjahr: EUR 1.207.248)
enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
sind ausschließlich auf die Auflösung von Rückstellungen aus dem SARs Programm und
Aktienoptionsprogramm zurückzuführen. Für Einzelheiten zu diesen Vereinbarungen wird
auf die beiden Kapitel "Stock Appreciation Rights Programm" und "Aktienoptionsprogramm"
verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich in Summe auf EUR 947.239
(Vorjahr: EUR 1.925.585). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtszeitraum die Aufwendungen
aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 915.307 (Vorjahr: EUR 120.865). ErtragsteuernAnalog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2022 erfolgt der Ansatz aktiver latenter
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal
in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit
passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher
Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen
werden kann. SegmentberichtIm Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt
eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand
und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung
dient. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen
den beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente Clean Energy und Clean Power Management
sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um Sondereffekte bereinigte
Gewinn vor Zinsen und Steuern). Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des
EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen
sich in der Berichtsperiode wie folgt dar: KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)
Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio von Produkten, Systemen und
Lösungen für stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff-
(PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen
und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten. Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit standardisierten
und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.B. Spannungswandlern und
Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren
umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und
Gasindustrie eingesetzt werden. Sonstige Angaben zu FinanzinstrumentenDie Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden
Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind. BUCHWERTE LAUT KONZERNBILANZ
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
sind den folgenden drei Hierarchiestufen zuzuordnen: Dem Level 1 sind finanzielle
Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte
und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Level 2 erfolgt,
sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt
werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar
sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in Level 3 ausgewiesen,
sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird.
In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanziellen
Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3 beruhen. Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellt sich zum 30. Juni 2023 wie folgt dar: FAIR VALUE-LEVEL
Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellte sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt
dar: FAIR VALUE-LEVEL
MitarbeitendeDie Anzahl der festangestellten Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 stellt sich wie folgt
dar: MITARBEITENDE
Darüber hinaus waren Ende Juni 2023 insgesamt 15 (Vorjahr: 17) Praktikanten, Diplomanden
und Werkstudenten angestellt. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das
insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die
Anzahl der sich durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zum Stichtag 30. Juni
2023 stehen 17.363.691 Aktien (30.06.2022: 14.469.743 Aktien) aus. Die Berechnung
des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren
Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach
Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Das Ergebnis pro
Aktie für den Berichtszeitraum beträgt EUR 0,19 (Vorjahr: EUR 0,03). Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns erwartet wird. Brunnthal, den 22. August 2023 Der Vorstand
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind. Brunnthal, den 22. August 2023 Der Vorstand
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