SFC Energy AG

Brunnthal

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2023

Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts fasst wesentliche Entwicklungen des ersten Halbjahres 2023 ("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres Konzerns und ihrer Segmente findet sich im Geschäftsbericht 2022.

Grundlagen des Konzerns

Organisation des SFC-Konzerns und Grundlagen der Berichterstattung

Die SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen eine international tätige Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis des Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG (Deutschland) die Tochterunternehmen SFC Energy B.V. (Niederlande) ("SFC B.V"), deren Tochterunternehmen SFC Energy Power SRL (Rumänien), die SFC Energy Ltd. (Kanada) ("SFC Ltd."), die SFC Energy UK Ltd. (Großbritannien) und SFC Energy India Pvt. Ltd. (Indien).

Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt primär der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Diese orientiert sich an den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio des Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen. Das Segment adressiert Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen Märkten. Hierzu zählen u.a. Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie Systemintegratoren für Telekommunikation, Sicherheit- und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie (Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch für den Caravaning- und Marinemarkt. Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit hochtechnologischen, standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z. B. Spannungswandlern und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzwandlern, für die Upstream Öl- und Gasindustrie sowie andere Industrien, die zum Teil integriert und zum Teil vertrieben werden.

Ziele und Strategie

Die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Position von SFC im Markt für umweltfreundliche stationäre und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb im Berichtszeitraum unverändert. Ziel ist eine marktführende Stellung als Anbieter für emissionsarme bzw. -freie Regel- und Notstromversorgung von netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen, Anwendungen, wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits- und Überwachungstechnologie und netzfernen Sensoren mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die Brennstoffzellen sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die bislang als Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung eingesetzt werden, als auch bestehende Systeme zur netzfernen Energieversorgung ergänzen.

Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationsvereinbarungen realisiert werden.

Die SFC sieht sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum in ihrer Strategie bestätigt.

Forschung und Entwicklung

Mit ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt die SFC weiterhin das Ziel, ihre Wettbewerbs- und Technologieposition vor dem Hintergrund der anstehenden Umgestaltung der Energiesysteme in zahlreichen Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen wir insbesondere auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen und längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion sowie auf die digitale Anbindung unserer Lösungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres Produktportfolios verbessert SFC auch bestehende Produkte und Lösungen.

Mit 84 (Vorjahr: 64) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 22% (Vorjahr: 20%) der Konzernbelegschaft mit der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in Produkte des Konzerns beschäftigt.

GESAMTAUFWAND FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

in TEUR
2023 2022 2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06. 01.04.-30.06. 01.04.-30.06.
Erfolgswirksame Forschungs- und Entwicklungskosten 2.834 2.159 1.629 1.079
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.466 1.042 695 438
Erhaltene Zuschüsse 199 227 27 132
Sondereffekte (Sonderaufwendungen für LTI-Programm) -10 0 -10 3
Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung 4.490 3.429 2.340 1.652

Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich Patenten und anderen Rechten an geistigem Eigentum ("IP") verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden IP-Portfolios als auch die Entwicklung von neuem IP beinhaltet.

Wir rechnen insgesamt damit, dass der F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2022 liegen wird. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum in geringem Umfang, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie".

Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

Weiterentwicklung der neu eingeführten Direktmethanol-Brennstoffzellengeneration EFOY und EFOY Pro

Aufbau und Weiterentwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen auf Basis des EFOY Hydrogen-Systems

Entwicklung und Aufbau von Netzersatzanlagen auf Basis des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems EFOY Hydrogen

Entwicklung eines neuen EFOY-Wasserstoff-Brennstoffzellensystems mit integrierter Steuerung und Spannungswandlung

Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen für Leistungsbereiche über 50 kW

Kontinuierliche Entwicklung und Implementierung von service-optimierten Funktionen des Cloud basierten Fernüberwachungssystems für die neu eingeführte Produktgenerationen der Brennstoffzellen

Weiterentwicklung eines intelligenten Fuel Management-Systems zur Autonomieverlängerung der neuen Produktgenerationen

Entwicklung eines intelligenten Sensor- und I/O-Moduls zur Integration von externen Sensorsignalen, zur Erfassung des Energieflusses in EFOY-Energielösungen und Anbindung von I/O-Signalen

Konsequente Verbesserungen und Weiterentwicklungen zur Leistungssteigerung sowie zur Kostenreduzierung der bestehenden EFOY-Generationen

Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power Management standen Themen wie die Erhöhung der Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und des "Watt / Euro" Ratios für die angebotenen Power Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

Weiterentwicklung der aktuellen 3,8kW bis 4kW Energieplattform

Technologieentwicklung zur Leistungssteigerung bestehender Plattformen von 4kW auf 5kW

Integration einer neuen Energieplattform in Lasersysteme

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Sinkende Inflation belebt die Weltwirtschaft

In der ersten Jahreshälfte haben sich wichtige Rahmenbedingungen, die im vergangenen Jahr maßgeblich für die Abschwächung der Weltkonjunktur verantwortlich waren, verbessert. So gingen die Energiepreise zurück, in China haben sich mit der Abkehr der Null-COVID-Politik die wirtschaftlichen Perspektiven aufgehellt und die Lieferengpässe schlagen nicht mehr in außergewöhnlichem Maße auf die Konjunktur durch.1 Auch die weltweiten Inflationsraten gingen nach langjährigen Höchstständen in 2022 in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zurück. Im Juni 2023 lagen die Teuerungsraten in den für SFC relevanten Märkten im Euroraum bei 5,5% (Juni 2022: 8,6%), in den USA bei 3,0% (9,1%), in Kanada bei 2,8% (8,1%) und in Indien bei 4,8% (7,0%).2

Das verbesserte Umfeld begünstigte im ersten Quartal die Weltwirtschaft, die um 0,8% zulegte und damit die höchste Rate seit Ende 2021 auswies. Allerdings rechnet das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) im zweiten Quartal mit einem schwächeren Wachstum. Insgesamt geht das IfW für das Gesamtjahr 2023 bei der Weltproduktion von einer Expansion von 2,8% aus. Dies entspricht einer Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte gegenüber der Frühjahrsprognose.3 Ein wesentlicher Treiber des weltweiten Wirtschaftswachstums ist Indien. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in dem für SFC relevanten Markt Indien im Jahr 2023 ein Wachstum von 6,1%. Dies entspricht einer Aufwärtskorrektur von 0,2 Prozentpunkten gegenüber der Frühjahrsprognose und ist auf die unerwartet starken Inlandsinvestitionen zurückzuführen. Die US-Wirtschaft soll im laufenden Jahr um 1,8%, die kanadische Wirtschaft um 1,7% zulegen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF für 2023 ein konjunkturelles Wachstum von 0,9%.

1 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2023/weltwirtschaft-im-sommer-2023-expansion-bleibt-vorerst-schwach-0/
2 https://tradingeconomics.com/
3 https://www.ilw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IIW-Publications/ilw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2023/KKB_99_2023-Q1_Welt.pdf

Deutsche Wirtschaft: Moderater Expansionskurs erwartet

Mit dem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von -0,3% rutschte die deutsche Wirtschaft in eine technische Rezession. Der Rückgang in den ersten drei Monaten war in erster Linie auf einen Sondereffekt bei den Konsumausgaben des Staates zurückzuführen und weniger Ausdruck einer breit angelegten konjunkturellen Abschwächung. Dennoch haben mit den eingetrübten Konjunkturindikatoren die Befürchtungen zugenommen, dass die Nachwirkungen der Energiekrise und die Straffung der Geldpolitik die Konjunktur stärker belasten könnten als bisher erwartet. Das IfW geht jedoch insgesamt davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf wieder auf einen moderaten Expansionskurs einschwenkt. Vor allem der private Konsum dürfte sich erholen, da im Zuge anziehender Löhne die Kaufkraft gestärkt werden dürfte und dies auf einen rückläufigen Preisauftrieb trifft. Dennoch rechnet das IfW für das Gesamtjahr 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3%. In der Frühjahrsprognose war noch von einem Anstieg von 0,5% ausgegangen worden. Die Inflation wird sich im Verlauf des Jahres verringern. So rechnet das IfW mit einem durchschnittlichen Anstieg der Teuerungsrate in diesem Jahr um 5,8% (2022: 6,9%).4

Clean Energy

Weiterhin dynamische Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes

Wesentlich für die Darstellung der Marktentwicklung im Segment Clean Energy ist die internationale Nachfrage nach dezentralen Energieerzeugungssystemen, wie sie die Brennstoffzelle darstellt. Diese Aggregate kommen in einer Vielzahl von stationären Anwendungen zum Einsatz.

Neben der Dekarbonisierung der Volkswirtschaften gewinnen Brennstoffzellen und Wasserstoff zusätzlich als Mittel der Energiesicherheit weiter an Bedeutung. Der Ukraine-Konflikt hat das Bewusstsein geschärft, dass die Politik die Energiesicherheit mit den Klimazielen in Einklang bringen muss. So hat zum Beispiel die EU-Kommission am 16. März 2023 den Net-Zero Industry Act initiiert, der dazu beitragen soll, die europäischen Herstellungskapazitäten für Netto-Null-Technologien zu stärken und Hindernisse für die Ausweitung der Herstellungskapazitäten in Europa zu überwinden. Die Verordnung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern, die mit ihren Netto-Null-Technologien dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der EU im Energiebereich zu erhöhen. In die Liste der Netto-Null-Technologien werden nun Elektrolyseure und Brennstoffzellen aufgenommen. Dies zeigt, welch große Bedeutung Brennstoffzellen und Wasserstoff in der EU beigemessen werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Zum einen als Ersatz fossiler Brennstoffe in Endanwendungen, zum anderen durch den Umstieg von einer auf fossilen Brennstoffen basierenden Wasserstoffproduktion auf erneuerbaren Wasserstoff.

Angesichts des politischen Rückenwinds prognostizieren die Marktforscher von Grand View Research weiterhin eine dynamische Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes in den kommenden Jahren. Demnach wird der weltweite Markt für Brennstoffzellen im Jahr 2022 ein Volumen von 6,3 Mrd. USD haben und bis zum Jahr 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 19,9% auf rund 26,9 Mrd. USD anwachsen. Haupttreiber ist die zunehmende Fokussierung auf die Reduzierung von Treibhausgasen und anderen Emissionen. Nach Angaben von Grand View Research treibt die steigende Nachfrage nach unkonventionellen Energiequellen als einer der Hauptfaktoren, das Wachstum voran. Wachsende öffentlich-private Partnerschaften und geringere Umweltauswirkungen werden die Nachfrage voraussichtlich ebenfalls ankurbeln. Von den Regierungen weltweit wird erwartet, dass sie diese Entwicklungen fördern und geeignete Finanzierungsprogramme für den Ausbau bei Brennstoffzellen bereitstellen. In diesem Zusammenhang ist die Schaffung eines soliden ordnungspolitischen Rahmens für ein investitionsfreundliches Umfeld unerlässlich.5

4 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/ifw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2023/KKB_104_2023-Q2_Deutschland_DE.pdf

Clean Power Management

Weniger Nachfrage, mehr Umsatz nach Elektronikkomponenten

Um die konjunkturelle Entwicklung der Märkte, in denen SFC Energy in diesem Segment tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), zu betrachten, werden Daten der Fachverbände "Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components & Systems) und "PCB & Electronic Systems" des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen.

Der Fachverband verzeichnet für die ersten fünf Monate des Jahres 2023 eine leicht rückläufige Nachfrage nach elektronischen Bauelementen (aktuellere Zahlen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor). So gingen die Auftragseingänge von Januar bis Mai um 1,9% zurück. Die Importe stiegen um 12,8% auf EUR 112,7 Mrd., während die Auslandsnachfrage um 9,7% auf EUR 105,2 Mrd. zunahm.

In den vollen ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erreichte der aggregierte Branchenumsatz einen Wert von 98,9 Mrd. Euro nach 87,3 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2022. Obwohl sich das Geschäftsklima in der Elektro- und Digitalindustrie im Juni zum dritten Mal in Folge abgeschwächt hat, bleibt es laut ZVEI im positiven Bereich.6 Für das Gesamtjahr 2023 rechnet der Branchenverband mit einem Wachstum von ein bis zwei Prozent nach den Rekorderlösen von 224,5 Milliarden Euro im Vorjahr.7,8

5 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/fuel-cell-market
6 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/weniger-bestellungen-fuer-die-deutsche-elektro-und-digitalindustrie
7 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektro-und-digitalindustrie-2022-mit-rekorderloesen
8 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektro-und-digitalindustrie-startet-kraftvoll-ins-jahr-2023

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wesentliche Ereignisse Veränderungen im Konzern

Der Zwischenabschluss umfasst zum 30. Juni 2023 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen sowie die folgenden Tochterunternehmen:

TOCHTERUNTERNEHMEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

in %
Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 - 100,00 CAD
SFC Energy B.V. Almelo (Niederlande) 100,00 - 100,00 EUR
SFC Energy Power Srl. Cluj-Napoca (Rumänien) - 100,00 100,00 RON

Folgende Veränderungen haben sich im Berichtszeitraum ergeben.

Am 3. April 2023 wurde die SFC Energy UK Ltd., London (Großbritannien) als 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Des Weiteren wurde die SFC Energy India Pvt. Ltd., Gurgaon (Indien) am 6. Juni 2023 gegründet. Der SFC Energy AG sind 92% der Anteile zuzuschreiben, die weiteren 8% wurden von dem strategischem Partner FC TecNrgy Pvt. Ltd., Gurgaon gezeichnet.

Die beiden, im ersten Halbjahr 2023 gegründeten Gesellschaften, wurden in den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen.

Personalia

Aufsichtsrat

Frau Sunaina Sinha Haldea und Herr Gerhard Schempp wurden durch den Beschluss der Hauptversammlung am 5. Juni 2023 erneut in den Aufsichtsrat der SFC Energy AG gewählt. Auch wurde Herr Schempp wieder von dem Aufsichtsrat in den Prüfungsausschuss gewählt. Das Mandat von Frau Haldea läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 und das Mandat von Herr Schempp bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2024.

Ertragslage

Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz von TEUR 57.053 (Vorjahr: TEUR 38.159) und verzeichnete damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ein signifikantes Umsatzwachstum von 49,5%. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren sowohl das sehr starke organische Wachstum des Umsatzes des Segments Clean Energy, als auch ein außerordentlich starkes Umsatzwachstum im Segment Clean Power Management.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean Energy im Berichtszeitraum ein Umsatzwachstum von 44,8% auf TEUR 38.590 (Vorjahr: TEUR 26.648). Die Umsatzerlöse des Segments Clean Power Management nahmen im Berichtszeitraum um 60,4% auf TEUR 18.463 (Vorjahr: TEUR 11.510) zu.

Das Segment Clean Energy, dessen Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum leicht auf 67,6% (Vorjahr: 69,8%) abnahm, blieb das umsatzstärkere Segment. Entsprechend legte der Umsatzanteil des Segments Clean Power Management am Konzernumsatz auf 32,4% (Vorjahr: 30,2%) zu.

Das Konzernbruttoergebnis ist im Vergleich zur Vorjahresperiode ebenso wie der Konzernumsatz signifikant um TEUR 8.413 bzw. 62,5% auf TEUR 21.876 (Vorjahr: TEUR 13.463) gewachsen. Gleichzeitig konnte die Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) auf 38,3% (Vorjahr: 35,3%), und damit merklich über Vorjahresniveau, ausgeweitet werden.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Umsatzentwicklung nach Regionen für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH REGIONEN

in TEUR
2023 2022 2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06. Veränderung 01.04.-30.06. 01.04-30.06. Veränderung
Nordamerika 26.917 15.576 72,8% 13.041 8.098 61,0%
Europa ohne Deutschland 18.951 15.743 20,4% 9.069 8.619 5,2%
Deutschland 4.282 3.802 12,6% 1.997 1.823 9,5%
Asien 5.746 2.952 94,7% 4.789 1.669 186,9%
Rest der Welt (RoW) 1.157 85 n.a. 703 45 n.a.
Summe 57.053 38.159 49,5% 29.599 20.253 46,1%

In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode folgende Veränderungen: Der Umsatzbeitrag der Region Nordamerika zum Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hauptsächlich getrieben von der gestiegenen Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen merklich auf 47,2% (Vorjahr: 40,8%) zugenommen und verzeichnete mit einem Plus von TEUR 11.341 das höchste regionale Umsatzwachstum. Der relative Anteil der Region Europa (ohne Deutschland) am Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hingegen auf 33,2% (Vorjahr: 41,3%) merklich abgenommen, insgesamt jedoch um TEUR 3.207 zugenommen. Dahingegen hat sich der Umsatzanteil Asiens deutlich auf 10,1% (Vorjahr: 7,7%) erhöht.

Im Berichtszeitraum wurden 7,5% (Vorjahr: 10,0%) des Konzernumsatzes in Deutschland und 2,0% (Vorjahr: 0,2%) in RoW generiert.

Überleitung EBITDA bereinigt und EBIT bereinigt

Um Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtszeitraums sowohl be- als auch entlasten, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den Perioden abzubilden, werden das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ausgewiesen. Hierbei werden die in den jeweiligen Funktionskosten und in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Auswirkungen der unten aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminiert.

Im Berichtszeitraum enthalten diese Sondereffekte Aufwendungen und Erträge aus der Erhöhung bzw. der Auflösung von Rückstellungen und der Kapitalrücklage für Verpflichtungen aus den langfristigen variablen aktienkursbasierten Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme") sowie mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen.

Bei diesen Programmen handelt sich um Stock Appreciation Rights ("SARs") und Aktienoptionsprogramme ("AOP") für den Vorstand sowie für Führungskräfte der Konzerngesellschaften. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtszeitraum TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 241) ("Sonderaufwendungen"). Im Berichtszeitraum wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für die SARs in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 1.207) erfasst. Diese Erträge wurden u.a. durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen für die SARs bedingt, die höher waren als die Auszahlung für die im aktuellen Berichtszeitraum in bar zugeflossenen Beträge.

Mit Transaktionsbemühungen verbundene Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 1.018) in den Sondereffekten enthalten.

In Summe sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR 52) für den Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten.

Die Aufwendungen für die LTI-Programme der amtierenden Vorstandsmitglieder sind sowohl in den Vertriebskosten als auch in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die Aufwendungen für die LTI-Programme der Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den Vertriebskosten und in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten. Die mit Transaktionsbemühungen verbundenen Aufwendungen sind in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten und die Erträge aus den Auflösungen der SARs-Rückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

SONDEREFFEKTE

in TEUR
2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06.
Aufwendungen für die LTI Programme -392 -241
Erträge aus den SARs 113 1.207
Aufwand für Transaktionsbemühungen -254 -1.018
Summe Nettoaufwand -533 -52
davon enthaltener Aufwand in Vertriebskosten -130 -117
davon enthaltener Aufwand in Forschungs- und Entwicklungskosten -10 0
davon enthaltener Aufwand in allgemeinen Verwaltungskosten -506 -1.142
davon enthaltener Ertrag in sonstigen betrieblichen Erträgen 113 1.207

Umsatzentwicklung nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2023 stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH SEGMENTEN

in TEUR
2023 2022 2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06. Veränderung 01.04.-30.06. 01.04-30.06. Veränderung
Clean Energy 38.590 26.648 44,8% 20.826 14.370 44,9%
Clean Power Management 18.463 11.510 60,4% 8.773 5.884 49,1%
Summe 57.053 38.159 49,5% 29.599 20.253 46,1%

Clean Energy

Das Kerngeschäft des Segments Clean Energy konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen auf Basis von technologisch fortschrittlichen Wasserstoff- und Direkt-Methanol-Brennstoffzellen zur Stromerzeugung. Das Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Produkten, die einzeln oder als Lösungen an Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen Märkten verkauft werden.

In den von Clean Energy adressierten Märkten verschiebt sich aufgrund der steigenden Nachfrage nach sauberer Energie und den zunehmend strengeren nationalen Energievorschriften zur Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten9 gegenwärtig die Marktnachfrage von der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, hin zu zuverlässigen, nachhaltigen Lösungen mit niedrigen oder keinen Emissionen. Dies ist insbesondere in Europa, Nordamerika und Asien zu beobachten. Die International Energy Agency (IEA) ist der Auffassung, dass der Ersatz von fossilen Brennstoffen in vielen Bereichen der Wirtschaft, einschließlich der Schlüsselsektoren Verkehr, Wärme und Industrie, durch Elektrizität aus erneuerbaren Energieträgern eine wesentliche Säule auf dem Weg zu "net-zero" sein wird. In einer Szenarioanalyse geht die IEA davon aus, dass bis 2050 etwa 90 % des Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden wird.10

Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 38.590 (Vorjahr: TEUR 26.648) und erzielte damit ein äußerst starkes Umsatzwachstum von TEUR 11.942 beziehungsweise 44,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Umsatzwachstum war einerseits auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen, die ca. 2/3 des Segmentumsatzes ausmachen, und andererseits auf eine gestiegene Nachfrage aus dem staatlichen Sektor (öffentliche Sicherheit) zurückzuführen. So konnte der Umsatz mit Brennstoffzellenlösungen in den Kernzielmärkten für industrielle Anwendungen, wie z.B. "Zivile Sicherheitstechnik" und "Datenübertragung und Digitalisierung" um über 40%, und mit Kunden in den Kernzielmärkten für öffentliche Sicherheit mehr als verdoppelt werden.

Die Bruttomarge des Segments lag mit 44,6% (Vorjahr: 40,1%) sowohl aufgrund des guten Produktmix als auch der Wirksamkeit der verbesserten Preisgestaltung merklich über dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Berichtszeitraum entsprechend des signifikant gestiegenen Umsatzes und der verbesserten Bruttomarge mit TEUR 17.210 (Vorjahr: TEUR 10.691) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode.

9 Deutsche Energie-Agentur GmbH, (Februar 2022): Auf dem Weg zur Klimaneutralität Neustrukturierung industrieller Wertschöpfungsketten
10 International Energy Agency, (October 2022): World Energy Outlook

Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 117) bereinigten Vertriebskosten des Segments lagen mit TEUR 6.530 (Vorjahr: TEUR 5.314) um 22,9% und somit erheblich über Vorjahresniveau. Wesentliche Gründe hierfür waren - auch durch die Umsatzausweitung bedingte -höhere Personalkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Beratungskosten und Provisionen.

Ebenfalls stiegen die um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.142) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des Segments im Berichtszeitraum um 12,3% auf TEUR 5.083 (Vorjahr: TEUR 4.525) an und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere Personalaufwendungen und Beratungskosten zurückzuführen.

Aufgrund des deutlich gesteigerten Bruttoergebnisses und des im Verhältnis zum Umsatz geringeren Anstiegs der Funktionskosten, verbesserte sich das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR 5.947 (Vorjahr: TEUR 3.371), was in einer signifikant höheren bereinigten EBITDA-Marge des Segmentes von 15,4% (Vorjahr: 12,6%) resultierte.

Clean Power Management

Das Kerngeschäft des Segments Clean Power Management umfasst die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen Power Management-Lösungen des Konzerns, die zur Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in elektronischen Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden für diese Lösungen sind Gerätehersteller von industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene Branchen. Hierbei fokussiert sich das Segment insbesondere auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor allem in wachstumsstarken Bereichen.

Power Management-Lösungen sind eine Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen. Die Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte zu verbessern, elektromagnetische Interferenzen zu reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu bewahren, die Sicherheit bei Vorhandensein variabler Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso wie die Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach diesen Komponenten ist traditionell von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird jedoch vom Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von Trends begünstigt: Dazu gehören auch die Dekarbonisierung und Digitalisierung, die zu einer steigenden Nachfrage nach intelligenteren Geräten sowie Stromspeichern und der flexiblen Steuerung der Stromverteilung, auch mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien, führt. Komponenten werden auf der Grundlage neuer Materialien weiterentwickelt. Konvertierungssysteme erfordern neue Topologien und ein immer höheres Maß an Kompaktheit und Effizienz.

Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power Management ein ausgesprochen starkes Umsatzwachstum von 60,4% auf TEUR 18.463 (Vorjahr: TEUR 11.510). Der Segmentumsatz war im Vorjahr besonders von einem herausfordernden Beschaffungsumfeld und Lieferengpässen, die erst im zweiten Halbjahr 2022 allmählich nachließen, geprägt. Das Auflösen der Lieferengpässe hat sich im Berichtszeitraum weiter fortgesetzt und unter anderem auf Grundlage dieses Trends konnte der Segmentumsatz im ersten Halbjahr 2023 deutlich gesteigert werden.

Das Bruttoergebnis des Segments nahm überproportional zum Umsatzwachstum um 68,3% bzw. TEUR 1.894 auf TEUR 4.666 (Vorjahr: TEUR 2.772) deutlich zu. Die Zunahme war hauptsächlich auf den deutlich höheren Segmentumsatz, aber auch auf eine leicht verbesserte Bruttoergebnismarge zurückzuführen, die im Berichtszeitraum mit 25,3% (Vorjahr: 24,1%) über dem Niveau der Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür waren einerseits der Produktmix sowie eine verbesserte Preisgestaltung.

Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 943) und mit 10,6% merklich über Vorjahresniveau, was insbesondere auf höhere Personalkosten und gestiegene Werbe- und Reisekosten zurückzuführen ist.

Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.960 (Vorjahr: TEUR 1.551) und lagen im Wesentlichen aufgrund höherer Personalkosten und IT-Aufwendungen um TEUR 409 merklich über dem Wert der Vorjahresperiode.

Das EBITDA des Segments enthält keine Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des deutlich gestiegenen Bruttoergebnisses in Verbindung mit dem relativ geringeren Anstieg der Funktionskosten verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum signifikant auf TEUR 1.375 (Vorjahr: TEUR -259), was zu einer EBIT-DA-Marge des Segments von 7,4% (Vorjahr: -2,3%) führte.

Konzern

Bruttoergebnis vom Umsatz

Im Berichtszeitraum wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz um 62,5% auf TEUR 21.876 (Vorjahr: TEUR 13.463) und damit um TEUR 8.413 im Vergleich zum Vorjahreswert erheblich gesteigert. Zu dieser Zunahme haben im Wesentlichen das vorstehend aufgeführte ausgesprochen starke organische Umsatzwachstum einhergehend mit einer Margenexpansion, auch aufgrund der Wirksamkeit der verbesserten Preisgestaltung, beigetragen.

Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) lag im Berichtszeitraum mit 38,3% (Vorjahr: 35,3%) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode und ebenfalls über der Bruttoergebnismarge des Geschäftsjahres 2022 (36,8%).

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

BRUTTOERGEBNIS NACH SEGMENTEN

in TEUR
2023 2022 2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06. Veränderung 01.04.-30.06. 01.04-30.06. Veränderung
Clean Energy 17.210 10.691 61,0% 9.562 6.485 47,4%
Clean Power Management 4.666 2.772 68,3% 2.100 1.370 53,3%
Summe 21.876 13.463 62,5% 11.662 7.855 48,5%

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 20,8% auf TEUR 7.703 (Vorjahr: TEUR 6.374) zu. Die in den Vertriebskosten enthaltenen Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 117) lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten im Berichtszeitraum auch deutlich um 21,0% auf TEUR 7.573 (Vorjahr: TEUR 6.258) an. Höhere Beratungskosten und Provisionen, Werbe- und Reisekosten sowie Personalkosten u.a. bedingt durch das Umsatzwachstum waren hierfür ursächlich.

Konzernweit lagen die bereinigten Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz aufgrund des Umsatzwachstums allerdings mit 13,3% (Vorjahr: 16,4%) leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Kosten für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im Berichtszeitraum um 31,3% auf TEUR 2.834 (Vorjahr: TEUR 2.159).

Bereinigt um die vorstehend aufgeführten Sondereffekte und einschließlich der im Berichtszeitraum aktivierten Entwicklungsaufwendungen und erhaltenen Zuschüsse in Höhe von zusammen TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 1.269) belief sich der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Konzerns auf TEUR 4.490 (Vorjahr: TEUR 3.429) und lag damit 24,1% über dem Vorjahreswert. Der höhere Gesamtaufwand im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Personalaufwendungen, höheren Kosten für die in der Entwicklungsabteilung verwendeten Materialien sowie deutlich höheren Abschreibungen.

Die gesamte Entwicklungsquote des Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten bereinigt um die Sondereffekte und einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten sowie Zuschüsse in Prozent der Umsatzerlöse) nahm aufgrund des Umsatzwachstums trotz insgesamt höherer Aufwendungen auf 7,9% (Vorjahr: 9,5%) ab.

In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 0) in den Forschungs- und Entwicklungskosten der SFC Energy AG erfasst. Diese resultieren aus der geplanten vorzeitigen Abkündigung eines Zubehörproduktes.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 7.548 (Vorjahr: TEUR 6.076) signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach Bereinigung um die vorstehend beschriebenen Sondereffekte in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.142) stieg der allgemeine Verwaltungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 2.109 bzw. 42,7% auf TEUR 7.043 (Vorjahr: TEUR 4.934) an. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Personalaufwendungen in beiden Segmenten, gestiegene Rechts- und Beratungsaufwendungen, höhere Personalbeschaffungskosten sowie höhere IT-Aufwendungen zurückzuführen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode in etwa auf die Hälfte ab und betrugen TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 1.926). Wesentlich hierfür sind die in den vorstehend beschriebenen Sondereffekten aufgeführten Erträge aus der erfolgswirksamen Auflösung von SARs Rückstellungen die mit TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 1.207) signifikant geringer ausfielen als in der Vorjahresperiode. Im übrigen beinhaltet der Posten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 683).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 915 (Vorjahr: TEUR 122) und resultieren aus Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns nahm, angetrieben von der guten operativen Leistung, im Berichtszeitraum mit TEUR 3.728 besonders stark zu und belief sich auf TEUR 6.788 (Vorjahr: TEUR 3.060). Hieraus resultierte ebenfalls eine deutliche Steigerung der EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz) auf 11,9% (Vorjahr: 8,0%).

Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des operativen Geschäfts, das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 7.321 (Vorjahr: TEUR 3.112) und hat sich mit einer Steigerung von TEUR 4.210 gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdoppelt. Die bereinigte EBITDA-Marge verzeichnete ein Anstieg um 4,7 Prozentpunkte und lag mit 12,8% (Vorjahr: 8,2%) deutlich über dem Vorjahresniveau.

Im Wesentlichen bedingten das starke Umsatzwachstum mit relativ geringer gestiegenen Funktionskosten in Verbindung mit der merklich verbesserten Bruttoergebnismarge die Zunahme des bereinigten EBITDA.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns nahm im Berichtszeitraum besonders stark auf TEUR 3.822 (Vorjahr: TEUR 658) zu. Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum Umsatz) verbesserte sich dementsprechend auf 6,7% (Vorjahr: 1,7%).

Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT bereinigt) fiel mit TEUR 4.355 (Vorjahr: TEUR 709) und damit um TEUR 3.646 ebenfalls signifikant höher aus als im Vorjahr. Daraus resultiert eine deutlich gestiegene bereinigte EBIT-Marge von 7,6% (Vorjahr: 1,9%).

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des höheren Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Berichtszeitraum auf TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 200).

Konzernperiodenergebnis

Das Konzernperiodenergebnis stieg im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund der guten operativen Leistung und der geringeren Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten auf TEUR 3.327 (Vorjahr: TEUR 369) und lag damit signifikant über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS unverwässert und verwässert erhöhte sich im Berichtszeitraum auf EUR 0,19 (Vorjahr: EUR 0,03).

Auftragseingang und Auftragsbestand

Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 68.871 (Vorjahr: TEUR 72.512) unter Vorjahresniveau. Stichtagsbezogen erhöhte sich der Auftragsbestand des Konzerns zum 30. Juni 2023 jedoch auf TEUR 85.709 (31. Dezember 2022: TEUR 74.176). Davon entfielen auf die SFC AG TEUR 34.079 (31. Dezember 2022: TEUR 19.522), auf SFC Energy B.V, TEUR 32.879 (31. Dezember 2022: TEUR 34.937) und auf SFC Energy Ltd. TEUR 18.751 (31. Dezember 2022: TEUR 19.717).

Vermögen und Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2023 TEUR 106.993 (31. Dezember 2022: TEUR 103.437) und erhöhte sich somit leicht um TEUR 3.555.

Die Nettofinanzposition (frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verringerte sich im Berichtszeitraum um TEUR 6.331 und belief sich auf TEUR 54.417 (31. Dezember 2022: TEUR 60.748).

Zahlungsmittel

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2023 TEUR 59.373 (31. Dezember 2022: TEUR 64.803).

Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum gegenüber dem Geschäftsjahresende 2022 um TEUR 901 auf TEUR 4.956 (31. Dezember 2022: TEUR 4.055).

Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil der Wachstums- und Internationalisierungsstrategie der SFC, um die Marktpositionen gezielt zu stärken und auszubauen oder bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue Geschäftsfelder vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser Strategie können finanzielle Verpflichtungen oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.

Im Februar 2023 hat die SFC mit der in Indien ansässigen FC TecNrgy Pvt. Ltd. eine strategische Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer neuen Fertigungsstätte für Brennstoffzellen und zur weiteren Marktentwicklung in Indien getroffen. In diesem Zusammenhang wird im Geschäftsjahr 2023 eine Finanzinvestition in Höhe von TEUR 1.000 in die FC TecNrgy Pvt. Ltd. erfolgen. Hierbei handelt es sich um Investitionsverpflichtungen der neu gegründeten SFC Energy India Pvt. Ltd. Die Finanzierung dieser Investition soll aus den Zahlungsmitteln der SFC erfolgen.

Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Cashflow und Investitionen

CASHFLOW

in TEUR
01.01.-30.06.2023 01.01.-30.06.2022
Operativer Cashflow vor Working-Capital Veränderungen 7.339 2.134
Cashflow aus
betrieblicher Tätigkeit -1.522 -8.917
Investitionstätigkeit -3.608 -1.773
Finanzierungstätigkeit -312 -96

Operativer Cashflow und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich verbessern, blieb jedoch negativ. Ausschlaggebend für diese ausgesprochen starke Verbesserung waren die sehr positive operative Entwicklung und das starke Wachstum des bereinigten EBITDA bzw. des operative Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen). Dieser konnte im Berichtszeitraum signifikant um TEUR 5.205 auf TEUR 7.339 (Vorjahr: TEUR 2.134) gesteigert werden. Gleichzeitig verzeichnetete das Nettoumlaufvermögen eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum merklich geringere Zunahme um TEUR 8.014 (Vorjahr: TEUR 10.933). Nach Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens sowie Ertragsteuerzahlungen ergab sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR -1.522 (Vorjahr: TEUR -8.917).

Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens erhöhten sich die Vorräte im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 2.250. Des Weiteren erhöhten sich sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 7.888 als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im gleichen Zeitraum liquiditätswirksam um TEUR 3.790. Zusammen mit den weiteren Posten des Nettoumlaufvermögens resultierte daraus eine Zunahme des Nettoumlaufvermögens und somit ein Liquiditätsabfluss von TEUR 8.014 (Vorjahr: TEUR 10.933) im Berichtszeitraum.

Cashflow aus Investitionstätigkeit und Investitionen

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit summierten sich im Berichtszeitraum auf TEUR -3.608 (Vorjahr: TEUR -1.773). Die darin enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von ca. TEUR 1.193 (Vorjahr: TEUR 153) sowie Investitionen in Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 1.243 (Vorjahr: TEUR 578) sind die wesentlichen Gründe für die Zunahme. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (aktivierte Entwicklungsaufwendungen) betrugen TEUR 1.466 (Vorjahr: TEUR 1.042) und lagen ebenfalls über Vorjahresniveau.

Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -312 (Vorjahr: TEUR -96) resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Mittelzufluss aus der Inanspruchnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Betriebsmittellinien) in Höhe von TEUR 901 (Vorjahr: TEUR 1.287). Dieser Aufnahme standen zwar leicht niedrigerer Mittelablfüsse aus Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 881 (Vorjahr: TEUR 974) im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 als im Vorjahr gegenüber, die jedoch nur zum Teil höhere Zinszahlungen in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 200) kompensieren konnten.

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

Die Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug TEUR -5.441 (Vorjahr: TEUR -10.786). Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2023 TEUR 59.373 (31. Dezember 2022: TEUR 64.803).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von TEUR 153.981 zum 30. Juni 2023 (31. Dezember 2022: TEUR 147.171) hat sich mit TEUR 6.810 gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 4,6% erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte, und hier insbesondere die Erhöhung der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte.

Die Vorräte erhöhten sich in der Berichtsperiode vor dem Hintergrund des Umsatzwachstums moderat um 8,1% auf TEUR 26.930 (31. Dezember 2022: TEUR 24.921).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich in der Berichtsperiode deutlich um 43,3% auf TEUR 25.951 (Vorjahr: TEUR 18.110), was auch auf den relativ hohen Konzernumsatz zum Halbjahresende zurückzuführen ist.

Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen 22,9% (31. Dezember 2022: 23,1%) und blieb damit auf dem Niveau des Anteils zum Geschäftsjahresende 2022.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2023 um TEUR 1.074 auf TEUR 19.651 (Vorjahr: TEUR 18.576), im Wesentlichen aufgrund aktivierter Entwicklungsaufwendungen und des Erwerbs von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Übernahme von Technologien von Johnson Matthey zur Produktion von Membrane Electrode Assemblies (MEAs).

Die Sachanlagen lagen mit TEUR 13.479 (31. Dezember 2022: TEUR 13.396) auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2022.

Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um TEUR 3.828 auf TEUR 30.420 (31. Dezember 2022: TEUR 26.591) gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der nachstehend ausgeführten deutlichen Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 12.828 (31. Dezember 2022: TEUR 9.046) 41,8% bzw. TEUR 3.782 über dem Bestand zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres, was u.a. auf ein im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum steigendes Einkaufsvolumen zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten nahmen um TEUR 30 auf TEUR 1.979 (31. Dezember 2022: TEUR 2.009) ab und blieben somit in etwa auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2022.

Die langfristigen Schulden haben sich zum Stichtag um TEUR 574 leicht auf TEUR 16.568 (31. Dezember 2022: TEUR 17.142) erhöht. Eine Wesentliche in den langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Position sind langfristige Leasingverbindlichkeiten, welche sich im Berichtszeitraum besonders stark um TEUR -652 bzw. 7,6% verringert haben.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 901 auf TEUR 4.956 (31. Dezember 2022: TEUR 4.055) und sind ausschließlich von kurzfristiger Natur. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Betriebsmittellinien der SFC Energy B.V. und der SFC Energy Ltd.

Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

in TEUR
30.06.2023 31.12.2022 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.956 4.055 22,2%
davon SFC Energy AG 0 0 0%
davon SFC Energy B. V. 4.015 3.306 21%
davon SFC Energy Ltd. 941 749 26%
Abzüglich
Frei verfügbare liquide Mitteln a 59.373 64.803 -8,4%
Summe 54.417 60.748 -10,4%

a Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 30,5% (31. Dezember 2022: 29,7%).

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum auf TEUR 106.993 (31. Dezember 2022: TEUR 103.437). Allerdings verringerte sich die Eigenkapitalquote geringfügig auf 69,5% (31. Dezember 2022: 70,3%).

Mitarbeitende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2023 stellt sich wie folgt dar:

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER

30.06.2023 31.12.2022 Veränderung
Vorstand 3 3 -
Forschung und Entwicklung 84 68 23,5%
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 147 137 7,2%
Vertrieb und Marketing 87 88 -0,8%
Verwaltung 54 58 -7,8%
Festangestellte Mitarbeiter 375 354 5,8%

Zum 30. Juni 2023 beschäftigte der Konzern weltweit 375 (31. Dezember 2022: 354) festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Risiko- und Chancenbericht

Die SFC als international agierende Gruppe, ist mit ihren Technologieplattformen in innovativen Geschäftsfeldern aktiv. Hieraus ergeben sich einerseits große Chancen, andererseits unterliegt die Geschäftstätigkeit auch potenziellen Risiken, welche einen maßgeblichen und nachhaltigen Einfluss auf die Erreichung der finanziellen und nicht-finanziellen Zielsetzungen haben können und somit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) der Gruppe.

SFC hat gruppenweit ein Risikomanagementsystem implementiert, um potenzielle Risiken und Chance zu identifizieren, zu bewerten, zu mitigieren, fortlaufend zu beobachten und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen einzuarbeiten. Geschäftsbezogene Risiken und Chancen, bspw. Finanzrisiken, technologische Risiken, Wettbewerbsrisiken, Risiken in der Beschaffung von Vorleistungsgütern, Risiken im Personalbereich und der Informationstechnologie, sowie im Bereich Umwelt, Klima und Sicherheit werden kontinuierlich überwacht. Im Hinblick auf rechtliche Risiken überwachen wir potenzielle Sachverhalte wie Rechtsstreitigkeiten, Produktrisiken, patentrechtliche Risiken, oder Risiken im regulatorischen Umfeld.

Die im Geschäftsbericht 2022 beschriebenen Chancen und Risiken sind auch im aktuellen Berichtszeitraum weitgehend gültig und ein Großteil der Risiken wurde im Wesentlichen auf Basis aktueller Planzahlen überarbeitet oder neu bewertet. Im Verlauf des Berichtzeitraums haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die in unserem Geschäftsbericht 2022 hinausgehen.

Abgesehen von der im vorherigen Absatz beschriebenen Risikolage sind keine signifikanten Änderungen der Risikolandschaft zu verzeichnen. Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Prognosebericht

Wesentliche Einflussfaktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2023 sind die anhaltende Inflation und die Zinspolitik der Notenbanken sowie der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF), dass das globale Wachstum von geschätzten 3,5% im Jahr 2022 auf 3,0% in den Jahren 2023 und 2024 sinken wird.11 Die Prognose für 2023 ist zwar etwas höher als im Weltwirtschaftsausblick vom April 2023 (WEO) vorausgesagt wurde, im historischen Vergleich bleibt sie aber schwach.

Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation drückt weiterhin auf die Wirtschaftstätigkeit. Es wird jedoch erwartet, dass die globale Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,8% im Jahr 2023 und 5,2% im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die zugrundeliegende Inflation (Kerninflation) wird voraussichtlich langsamer zurückgehen, und die Prognosen für die Inflation im Jahr 2024 wurden nach oben korrigiert.

Positiv zu bemerken ist, dass verschiedene Indikatoren darauf hindeuten, dass die im Verlauf von 2021 und Anfang 2022 stetig zugenommenen Engpässe in den Lieferketten und logistischen Herausforderungen weiter abnehmen werden, und es zu einer Normalisierung kommen kann. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und die Belastungen bzw. der Kostendruck bleiben bestehen.

Trotz dieser makroökonomischen Herausforderungen sehen wir eine anhaltend sehr hohe Nachfrage nach unseren Brennstoffzellenlösungen und auch Markt- und Branchenstudien geben Hinweise auf die weitere Entwicklung der Segmente. Auf Basis der soliden operativen Leistung im ersten Halbjahr 2023 erwartet die SFC auch im zweiten Halbjahr eine positive Geschäftsentwicklung. Diese stützt sich auf eine anhaltend gute Auftragslage sowie die bessere Verfügbarkeit von Vorleistungsgütern.

Aufgrund der vorstehend zusammengefassten wirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten unterliegt unsere vorliegende Prognose einer erhöhten Unsicherheit und Volatilität. Wir beobachten die weiteren Entwicklungen sehr genau und passen unsere Erwartungen, falls notwendig, entsprechend an. In der Prognose sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen sowie wesentliche Wertminderungen und Wertaufholungen ausgenommen.

Umsatzerlöse

Aufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung beider Segmente im ersten Halbjahr 2023, das von einer hohen Nachfragedynamik geprägt war, konkretisieren wir die Prognose für das Umsatzwachstum 2023 für die SFC Energy AG mit 26% bis 30% gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen nun davon aus, dass der Konzernumsatz 2023 voraussichtlich zwischen TEUR 107.000 bis TEUR 1 11.000 und damit in der oberen Hälfte der Bandbreite der bisherigen Prognose (TEUR 103.000 bis TEUR 11 1.000) liegen wird.

EBITDA bereinigt

Für das bereinigte EBITDA des Gesamtjahres, einer unserer bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des operativen Geschäftes, konkretisieren wir ebenfalls die Bandbreite auf die obere Hälfte der bisherigen Prognose und erwarten nunmehr TEUR 10.500 bis TEUR 14.100 (bisherige Prognose: TEUR 8.900 bis TEUR 14.100).

11 International Monetary Fund Washington, USA (Juli 2023), World Economic Outlook

In unserer Prognose gehen wir von moderaten Preissteigerungen für Vorleistungsgüter aus. Des Weiteren gehen wir von einer weiterhin guten Preisdurchsetzung für unsere Produkte und nur leicht negativem Wechselkurseffekten aus.

EBIT bereinigt

Entsprechend den oben beschriebenen Erwartungen konkretisieren wir die Bandbreite für das EBIT bereinigt auf die obere Hälfte der bisherigen Prognose und erwarten nunmehr TEUR 5.000 bis TEUR 8.600 (bisherige Prognose: TEUR 3.400 bis TEUR 8.600).

Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der SFC Energy AG.

Die Gruppe der nahestehenden Unternehmen hat sich, bis auf die neu gegründeten Unternehmen, im Vergleich zum 31.12.2022 nicht geändert.

Nahestehende Unternehmen

Im Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Sonstige Angaben zu nahestehenden Personen

Zum 30. Juni 2023 hielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt circa 1,52% (31. Dezember 2022: 1,52%) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien.

Brunnthal, den 22. August 2023

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 3 0. JUNI 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06.
Umsatzerlöse 57.053.042 38.158.787
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -35.176.595 -24.695.542
Bruttoergebnis vom Umsatz 21.876.448 13.463.245
Vertriebskosten -7.703.455 -6.374.440
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.834.372 -2.159.072
Allgemeine Verwaltungskosten -7.548.405 -6.075.889
Sonstige betriebliche Erträge 947.239 1.925.585
Sonstige betriebliche Aufwendungen -915.307 -121.813
Betriebsergebnis (EBIT) 3.822.148 657.616
Zinsen und ähnliche Erträge 313.130 4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -338.578 -200.239
Ergebnis vor Steuern 3.796.700 457.381
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -469.334 -88.091
Konzernperiodenergebnis 3.327.366 369.290
Ergebnis je Aktie
unverwässert 0,19 0,03
verwässert 0,19 0,03

Konzerngesamtergebnisrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06.
Konzernperiodenergebnis 3.327.366 369.290
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 27.111 568.745
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen (Summe sonstiges Ergebnis) 27.111 568.745
Konzerngesamtergebnis des Jahres 3.354.477 938.035

Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz

AKTIVA ZUM 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
30.06.2023 31.12.2022
Kurzfristige Vermögenswerte 118.736.415 113.145.754
Vorräte 26.929.985 24.921.204
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.951.072 18.110.324
Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden 1.573.250 1.265.883
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 4.623.239 3.660.591
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.373.249 64.802.825
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.620 384.927
Langfristige Vermögenswerte 35.244.320 34.025.247
Immaterielle Vermögenswerte 19.650.581 18.576.279
Sachanlagen 13.478.848 13.396.044
Aktive latente Steuern 2.114.891 2.052.924
Aktiva 153.980.734 147.171.001

PASSIVA ZUM 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
30.06.2023 31.12.2022
Kurzfristige Verbindlichkeiten 30.419.854 26.591.389
Steuerrückstellungen 203.147 568.439
Sonstige Rückstellungen 1.600.600 1.495.468
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.955.990 4.054.845
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen 191.913 498.154
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.827.683 9.045.990
Leasingverbindlichkeiten 1.979.154 2.009.259
Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden 1.597.571 601.841
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP 7.063.798 8.317.393
Langfristige Verbindlichkeiten 16.568.280 17.142.494
Sonstige Rückstellungen 2.054.140 1.882.784
Leasingverbindlichkeiten 7.899.953 8.551.813
Sonstige Verbindlichkeiten 4.529.042 4.644.125
Passive latente Steuern 2.085.145 2.063.772
Eigenkapital 106.992.599 103.437.118
Gezeichnetes Kapital 17.363.691 17.363.691
Kapitalrücklage 168.463.279 168.262.275
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung -720.993 -748.104
Ergebnisvortrag -81.440.744 -83.460.869
Konzernperiodenergebnis 3.327.366 2.020.125
Passiva 153.980.734 147.171.001

Konzernkapitalflussrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern 3.796.700 457.381
+ Zinsergebnis 25.448 200.235
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.966.177 2.402.482
+/- Erträge/Aufwendungen aus LTI-Programmen 278.573 -966.513
+ Änderung von Wertberichtigungen 321.417 50.092
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 50.919
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -49.374 -60.670
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen 7.338.941 2.133.926
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 268.484 -141.847
-/+ Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.887.751 -2.057.271
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte -2.249.712 -7.528.989
-/+ Zu-/Abnahme sonstiger Forderungen und Vermögenswerte -1.144.318 -3.038.675
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.790.119 1.829.160
+/- Zu-/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -790.538 4.778
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern -674.775 -8.798.918
+/- Ertragsteuererstattungen/-zahlungen -846.924 -118.232
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1.521.699 -8.917.150

Konzernkapitalflussrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2023 2022
01.01.-30.06. 01.01.-30.06.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen in immaterielle Vemögenswerte aus Entwicklungsprojekten -1.466.286 -1.042.305
+ Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.193.124 -152.558
+ Investitionen in Sachanlagen -1.243.030 -578.152
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 195.005 5
+ Einzahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung 99.307 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.608.128 -1.773.010
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Tilgung von Finanzschulden 0 -235.419
+/- Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten 901.146 1.287.279
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -881.046 -947.543
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -331.631 -200.240
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -311.531 -95.923
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.441.358 -10.786.083
Wechselkursbedingte und sonstige Änderung des Finanzmittelfonds 11.782 32.011
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 64.802.825 24.622.648
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 59.373.249 13.868.576
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -5.441.358 -10.786.083

Konzern-Segmentberichterstattung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Konzern
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse 38.590.207 26.648.389 18.462.835 11.510.398 57.053.042 38.158.787
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -21.380.137 -15.957.447 -13.796.457 -8.738.095 -35.176.594 -24.695.542
Bruttoergebnis vom Umsatz 17.210.070 10.690.942 4.666.378 2.772.303 21.876.448 13.463.245
Vertriebskosten -6.660.093 -5.431.266 -1.043.362 -943.174 -7.703.455 -6.374.440
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.917.902 -1.089.358 -916.470 -1.069.715 -2.834.372 -2.159.072
Allgemeine Verwaltungskosten -5.588.669 -4.524.738 -1.959.736 -1.551.151 -7.548.405 -6.075.889
Sonstige betriebliche Erträge 922.013 1.925.585 25.226 0 947.239 1.925.585
Sonstige betriebliche Aufwendungen -880.118 -121.813 -35.189 0 -915.307 -121.813
Betriebsergebnis (EBIT) 3.085.301 1.449.352 736.847 -791.737 3.822.148 657.616
Anpassungen EBIT 533.057 51.512 0 0 533.057 51.512
EBIT bereinigt 3.618.358 1.500.864 736.847 -791.737 4.355.205 709.128
Abschreibungen -2.328.147 -1.870.119 -638.030 -532.363 -2.966.177 -2.402.482
EBITDA 5.413.448 3.319.471 1.374.877 -259.374 6.788.325 3.060.098
Anpassungen EBITDA 533.057 51.512 0 0 533.057 51.512
EBITDA bereinigt 5.946.505 3.370.983 1.374.877 -259.374 7.321.382 3.111.610
Finanzergebnis -25.448 -200.235
Ertrag aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 3.796.700 457.381
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -469.334 -88.091
Konzernperiodenergebnis 3.327.366 369.290

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERNANHANGSANGABEN

Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis

Informationen zum Unternehmen

Die SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("SFC" oder "Konzern") sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet (WKN 756857, ISIN: DE0007568578).

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der verkürzte Konzernabschluss enthält nicht alle für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebenen Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gelesen werden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2022 gelten insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Bezüglich der dort aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2023 anzuwendenden Standards, Änderungen und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den SFC Konzern.

Der Zwischenabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die Angaben in diesem Zwischenabschluss erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung können Differenzen auftreten.

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und auf Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden durch die Unternehmensleitung laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen geändert werden, sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon betroffen sind.

Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die wesentlichen Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns sowie die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten mit denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 identisch ausgeübt.

Konsolidierungskreis

Zum 30. Juni 2023 waren, einschließlich des Mutterunternehmens SFC Energy AG, vier (31. Dezember 2022: vier) Gesellschaften vollkonsolidiert. Dabei handelt es sich um die gleichen Gesellschaften wie zum 31. Dezember 2022.

Im Berichtszeitraum wurden zwei Tochterunternehmen neu gegründet: Am 03. April 2023 wurde die SFC Energy UK Limited, eine 100 %-ige Tochter der SFC Energy AG, gegründet. Am 06. Juni 2023 wurde die SFC Energy India Private Limited gegründet, an der die SFC Energy AG 92 % der Anteile hält. Beide neu gegründeten Gesellschaften wurden aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum Stichtag 30. Juni 2023 nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Der direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an den Tochterunternehmen zum 30. Juni 2023 geht aus der folgenden Tabelle hervor.

TOCHTERUNTERNEHMEN

in %
Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 - 100,00 CAD
SFC Energy B.V. Almelo (Niederlande) 100,00 - 100,00 EUR
SFC Energy Power Srl. Cluj-Napoca (Rumänien) - 100,00 100,00 RON
SFC Energy UK Ltd. London (Großbritannien) 100,00 - 100,00 GBP
SFC Energy India Pvt. Ltd. Gurgaon (Indien) 92,00 - 92,00 INR

Zum 30. Juni 2023 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen.

Konjunktur- und Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Wesentliche Einflussfaktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2023 sind die anhaltende Inflation und die Zinspolitik der Notenbanken sowie der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) damit, dass das globale Wachstum von geschätzten 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0 % in den Jahren 2023 und 2024 sinken wird. Die Prognose für 2023 ist zwar etwas höher als im Weltwirtschaftsausblick vom April 2023 (WEO) vorausgesagt wurde, bleibt aber im historischen Vergleich schwach.

Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation drückt weiterhin auf die Wirtschaftstätigkeit. Es wird jedoch erwartet, dass die globale Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,8 % im Jahr 2023 und 5,2 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die zugrundeliegende Inflation (Kerninflation) wird voraussichtlich langsamer zurückgehen, und die Prognosen für die Inflation im Jahr 2024 wurden nach oben korrigiert.

Positiv zu bemerken ist, dass verschiedene Indikatoren darauf hindeuten, dass die im Verlauf von 2021 und Anfang 2022 stetig zugenommenen Engpässe in den Lieferketten und logistischen Herausforderungen weiter abnehmen werden, und es zu einer Normalisierung kommen kann. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und die Belastungen bzw. der Kostendruck bleiben bestehen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder Daniel Saxena und Hans Pol sowie für drei Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Stock Appreciation Rights Programm."

Stock Appreciation Rights Programm

Im Zuge der Vorstandsverträge wurde zwischen der Gesellschaft und den Vorständen ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Programm (SARs Programm) geschlossen. Ziel des Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen.

Das Programm sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).

Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine weiteren SARs gewährt. Ein Teil der Ansprüche von Hans Pol wurde aufgrund der Tranche HP3 (Hans Pol Programm 3) im Berichtszeitraum ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die verbleibenden Ansprüche von Dr. Peter Podesser aufgrund der Tranche PP2 (Peter Podesser Programm 2) ausgeübt.

Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.

Die SARs haben sich im ersten Halbjahr 2023 wie folgt entwickelt:

SARs-ENTWICKLUNG 2023

in EUR
Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 / BL1 /FT1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) 180.000 228.000 47.250
Maximale Laufzeit (Jahre) 7,00 8,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (01.01.2023) 90.000 228.000 40.500
In der Berichtsperiode 2023
gewährte SARs 0 0 0
verwirkte SARs 0 0 0
ausgeübte SARs 6.667 0 0
verfallene SARs 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (30.06.2023) 83.333 228.000 40.500
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausübbare SARs (30.06.2023) 0 0 0

Im Vorjahreszeitraum haben sich die SARs wie folgt entwickelt:

SARs-ENTWICKLUNG 2022

in EUR
Tranche PP2 Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 / BL1 / FT1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) 360.000 180.000 228.000 47.250
Maximale Laufzeit (Jahre) 7,00 7,00 8,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2022 ausstehende SARs (01.01.2022) 146.667 120.000 228.000 40.500
In der Berichtsperiode 2022
gewährte SARs 0 0 0 0
verwirkte SARs 0 0 0 0
ausgeübte SARs 36.667 0 0 0
verfallene SARs 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausstehende SARs (30.06.2022) 110.000 120.000 228.000 40.500
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausübbare SARs (30.06.2022) 110.000 0 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 30.06.2023 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2023 in EUR
Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 / BL1 / FT1
Bewertungszeitpunkt 30.06.2023 30.06.2023 30.06.2023
Restlaufzeit (in Jahren) 2,00 5,00 3,50
Volatilität 43,08% 53,28% 56,01%
Risikoloser Zinssatz 3,14% 2,55% 2,76%
Erwartete Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00%
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 22,75 EUR 22,75 EUR 22,75

Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31.12.2022) wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

2022 in EUR
Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 / BL1 / FT1
Bewertungszeitpunkt 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2022
Restlaufzeit (in Jahren) 2,50 5,50 4,00
Volatilität 52,69% 52,82% 55,51%
Risikoloser Zinssatz 2,57% 2,47% 2,50%
Erwartete Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00%
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 25,10 EUR 25,10 EUR 25,10

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 30. Juni 2023 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2023 und 2024.

Zum 30. Juni 2023 wurde im Rahmen des SARs Programms eine Schuld in Höhe von EUR 3.979.803 (davon EUR 3.979.803 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2022: EUR 4.046.886; davon EUR 4.046.886 langfristig). Der Periodenaufwand/-ertrag für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR 77.569 (Vorjahreszeitraum EUR -1.094.003).

Aktienoptionsplan

Im Zuge der Vorstandsverträge wurde zwischen der Gesellschaft und Herrn Dr. Podesser sowie Herrn Pol ein Vertrag zum Abschluss eines Aktienoptionsplans (AOP) geschlossen. Weiterhin wurden Verträge für zwei weitere Führungskräfte abgeschlossen. Ziel dieses Programms ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Gewährung gegenüber Herrn Hans Pol (Aktienoptionsprogramm 2) sowie gegenüber zwei weiteren Führungskräften.

Die Tranche PP1 (Peter Podesser Aktienoptionsprogramm 1) sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Aktienoptionen vor. Eine Aktienoption berechtigt den Inhaber zum Bezug einer auf den Inhaber lautenden Stammaktie der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktie) bei gleichzeitiger Bezahlung des Ausübungspreises durch den Optionsinhaber. Die Aktienoptionen können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren Aktienoptionen hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).

Das Aktienoptionsprogramm 2 begann am 1. März 2021 und hat eine Laufzeit von maximal acht Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier bzw. sieben Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 1. März 2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 24,41. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder übersteigt.

Das Aktienoptionsprogramm stellt sicher, dass nach Ablauf der Wartezeit eine Ausübung von Optionsrechten für den jeweiligen Ziehungszeitraum nur möglich ist, soweit die Summe aus der Anzahl der ausgeübten Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am Ausübungstag dieser Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises und der Anzahl der auszuübenden Optionsrechte multipliziert mit dem Schlusskurs am Handelstag vor dem intendierten Tag der Ausübung der Optionsrechte abzüglich des Ausübungspreises einen Betrag von EUR 1 Mio. nicht überschreitet (Cap).

Die Aktienoptionsprogramme 3 und 4 begannen am 1. Januar 2021 und haben eine Laufzeit von maximal sieben Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 1. Januar 2021). Der Ausübungspreis beträgt EUR 15,50. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC AG-Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder übersteigt.

Das Aktienoptionsprogramm 3 wurde im Jahr 2022 aufgelöst.

Das Aktienoptionsprogramm 5 mit der Tranche SA2 begann am 5. Mai 2023 und hat eine Laufzeit von maximal sieben Jahren. Die Optionsrechte können nach Maßgabe der Optionsbedingungen innerhalb eines Jahres nach Ablauf einer Wartezeit ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt vier bzw. sechs Jahre, jeweils beginnend am Ausgabetag der Tranche (beginnend am 5. Mai 2023). Der Ausübungspreis beträgt EUR 21,12. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug einer SFC AG-Aktie. Gewährte Bezugsrechte können nur abhängig davon ausgeübt werden, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter Börsenkurs der SFC Aktie zu bestimmten Zeitpunkten während der vierjährigen Wartezeit ein bestimmtes Kursziel erreicht hat und Bezugsrechte deswegen nicht (ganz oder teilweise) verfallen sind. Die Ausübung von Aktienoptionen ist in Bezug auf jede Teil-Tranche ferner davon abhängig, dass ein von der Hauptversammlung näher definierter durchschnittlicher Börsenkurs der SFC Aktie zum Ausübungszeitpunkt von der Hauptversammlung festgelegte Schwellenwerte erreicht oder übersteigt.

Die Gewährung der Aktienoptionen wurde nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Aktienoptionen gewährt wurden, bewertet.

Die Aktienoptionen haben sich im laufenden Geschäftsjahr bis 30. Juni 2023 wie folgt entwickelt:

AKTIENOPTIONEN 2023

in EUR
Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche MC1 Tranche SA2
Anzahl Aktienoptionen 504.000 500.000 22.800 22.800
Maximale Laufzeit (Jahre) 8,00 8,00 7,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende Aktienoptionen (01.01.2023) 504.000 500.000 22.800 0
In der Berichtsperiode 2023
gewährte Aktienoptionen 0 0 0 22.800
verwirkte Aktienoptionen 0 0 0 0
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0
verfallene Aktienoptionen 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausstehende Aktienoptionen (30.06.2023) 504.000 500.000 22.800 22.800
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausübbare Aktienoptionen (30.06.2023) 0 0 0 0

Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Aktienoptionen wie folgt entwickelt:

AKTIENOPTIONEN 2022

in EUR
Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche SA1 Tranche MC1
Anzahl Aktienoptionen 504.000 500.000 22.800 22.800
Maximale Laufzeit (Jahre) 8,00 8,00 7,00 7,00
Zu Beginn der Berichtsperiode 2022 ausstehende Aktienoptionen (01.01.2022) 504.000 500.000 22.800 22.800
In der Berichtsperiode 2022
gewährte Aktienoptionen 0 0 0 0
verwirkte Aktienoptionen 0 0 0 0
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0
verfallene Aktienoptionen 0 0 22.800 0
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausstehende Aktienoptionen (31.12.2022) 504.000 500.000 0 22.800
Am Ende der Berichtsperiode 2022 ausübbare Aktienoptionen (31.12.2022) 0 0 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2023 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2023 in EUR
Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche MC 1 Tranche SA2
Bewertungszeitpunkt 04.09.20 01.03.21 01.02.21 05.05.23
Restlaufzeit (in Jahren) 5,18 5,67 4,50 5,85
Volatilität 45,18% 49,49% 50,34% 52,42%
Risikoloser Zinssatz -0,54% -0,47% -0,69% 2,15%
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50 EUR 21,12
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 10,00 EUR 28,50 EUR 22,75 EUR 21,80

Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2022 wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

2022 in EUR
Tranche PP1 Tranche HP4 Tranche MC 1
Bewertungszeitpunkt 04.09.20 01.03.21 01.02.21
Restlaufzeit (in Jahren) 5,53 6,17 5,00
Volatilität 45,18% 49,49% 50,34%
Risikoloser Zinssatz -0,54% -0,47% -0,69%
Erwartete Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,00 %
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 10,00 EUR 28,50 EUR 22,75

Zum 30. Juni 2023 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.587.381 bilanziert (31. Dezember 2022: EUR 1.386.377). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni beträgt EUR 201.004 (Vorjahreszeitraum EUR 240.735).

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres der Berichts- sowie der Vergleichsperiode lassen sich wie folgt aufteilen:

UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Summe
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Regionen
Nordamerika 18.977.089 11.900.775 7.940.224 3.675.164 26.917.313 15.575.939
Europa (ohne Deutschland) 10.491.229 8.898.069 8.459.651 6.845.377 18.950.880 15.743.447
Deutschland 3.548.166 3.516.372 733.447 285.786 4.281.613 3.802.158
Asien 5.488.369 2.247.879 257.920 704.071 5.746.289 2.951.950
Rest der Welt 85.354 85.293 1.071.593 0 1.156.947 85.293
Summe 38.590.207 26.648.389 18.462.835 11.510.398 57.053.042 38.158.787
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern 37.803.567 26.127.629 18.462.835 10.942.344 56.266.402 37.069.973
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/Erbringung von Dienstleistungen 786.640 520.760 0 568.055 786.640 1.088.814
Summe 38.590.207 26.648.389 18.462.835 11.510.398 57.053.042 38.158.787

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

HERSTELLUNGSKOSTEN

in EUR
01.01.-30.06. 2023 01.01.-30.06. 2022
Materialaufwand 28.052.583 18.452.731
Personalkosten 3.347.415 2.861.420
Raumkosten 241.504 205.852
Transportkosten 843.369 932.894
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 944.967 859.181
Gewährleistung 567.063 266.312
Übrige Abschreibungen 737.264 803.317
Beratung 35.701 19.666
Übrige 406.728 294.168
Summe 35.176.594 24.695.542

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

VERTRIEBSKOSTEN

in EUR
01.01.-30.06. 2023 01.01.-30.06. 2022
Personalkosten 5.167.246 4.372.425
Abschreibungen 221.873 311.112
Werbe- und Reisekosten 1.233.497 901.917
Beratung/Provision 412.916 242.547
Forderungsausfälle/Materialaufwand 76.050 126.561
Übrige 591.873 419.879
Summe 7.703.455 6.374.440

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

in EUR
01.01.-30.06. 2023 01.01.-30.06. 2022
Personalkosten 2.230.222 2.047.298
Beratung und Patente 40.070 108.540
Raumkosten 56.130 91.561
Materialaufwand 1.185.537 803.394
Übrige Abschreibungen 244.954 191.488
Abschreibung auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 508.030 0
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -199.351 -227.124
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte -1.466.286 -1.042.305
Übrige 235.066 186.221
Summe 2.834.372 2.159.072

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

in EUR
01.01.-30.06. 2023 01.01.-30.06. 2022
Personalkosten 3.038.321 2.465.198
Prüfungs- u. Beratungskosten 1.852.071 2.095.601
Investor Relations/Hauptversammlung 145.117 206.478
Versicherungen 154.371 137.007
Abschreibungen 309.089 237.384
Personalbeschaffungskosten 252.958 58.158
Kfz-Kosten 146.795 123.270
Reisekosten 165.510 105.656
Aufsichtsratsvergütung 103.750 71.250
Wartungskosten für Hard- und Software 336.509 138.264
Übrige 1.043.915 437.623
Summe 7.548.405 6.075.889

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtszeitraum im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 734.229 (Vorjahr: EUR 682.877) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 113.360 (Vorjahr: EUR 1.207.248) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind ausschließlich auf die Auflösung von Rückstellungen aus dem SARs Programm und Aktienoptionsprogramm zurückzuführen. Für Einzelheiten zu diesen Vereinbarungen wird auf die beiden Kapitel "Stock Appreciation Rights Programm" und "Aktienoptionsprogramm" verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich in Summe auf EUR 947.239 (Vorjahr: EUR 1.925.585).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtszeitraum die Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 915.307 (Vorjahr: EUR 120.865).

Ertragsteuern

Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2022 erfolgt der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der SFC und ihrer Tochtergesellschaften maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, da ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann.

Segmentbericht

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente Clean Energy und Clean Power Management sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern).

Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Konzern
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse 38.590.207 26.648.389 18.462.835 11.510.398 57.053.042 38.158.787
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -21.380.137 -15.957.447 -13.796.457 -8.738.095 -35.176.594 -24.695.542
Bruttoergebnis vom Umsatz 17.210.070 10.690.942 4.666.378 2.772.303 21.876.448 13.463.245
Vertriebskosten -6.660.093 -5.431.266 -1.043.362 -943.174 -7.703.455 -6.374.440
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.917.902 -1.089.358 -916.470 -1.069.715 -2.834.372 -2.159.072
Allgemeine Verwaltungskosten -5.588.669 -4.524.738 -1.959.736 -1.551.151 -7.548.405 -6.075.889
Sonstige betriebliche Erträge 922.013 1.925.585 25.226 0 947.239 1.925.585
Sonstige betriebliche Aufwendungen -880.118 -121.813 -35.189 0 -915.307 -121.813
Betriebsergebnis (EBIT) 3.085.301 1.449.352 736.847 -791.737 3.822.148 657.616
Anpassungen EBIT 533.057 51.512 0 0 533.057 51.512
EBIT bereinigt 3.618.358 1.500.864 736.847 -791.737 4.355.205 709.128
Abschreibungen -2.328.147 -1.870.119 -638.030 -532.363 -2.966.177 -2.402.482
EBITDA 5.413.448 3.319.471 1.374.877 -259.374 6.788.325 3.060.098
Anpassungen EBITDA 533.057 51.512 0 0 533.057 51.512
EBITDA bereinigt 5.946.505 3.370.983 1.374.877 -259.374 7.321.382 3.111.610
Finanzergebnis -25.448 -200.235
Ertrag aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 3.796.700 457.381
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -469.334 -88.091
Konzernperiodenergebnis 3.327.366 369.290

Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten.

Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.B. Spannungswandlern und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da sie im Wesentlichen kurzfristig sind.

BUCHWERTE LAUT KONZERNBILANZ

in EUR
30.06.2023 31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.951.072 18.110.324
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 244.731 412.968
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.373.249 64.802.825
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.620 384.927
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.955.990 4.054.845
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.827.683 9.045.990
Leasingverbindlichkeiten 9.879.107 10.561.072
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 159.719 299.463

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchiestufen zuzuordnen: Dem Level 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Level 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in Level 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. In der aktuellen Periode bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanziellen Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3 beruhen.

Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellt sich zum 30. Juni 2023 wie folgt dar:

FAIR VALUE-LEVEL

in EUR
30.06.2023
Level 1 Level 2 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 25.951.07 25.951.072
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 0 244.731 244.731
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 59.373.249 59.373.249
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 0 285.620 285.620
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4.955.990 4.955.990
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 12.827.683 12.827.683
Leasingverbindlichkeiten 0 9.879.107 9.879.107
Sonstige Verbindlichkeiten 0 159.719 159.719

Die Zuordnung zu den Fair Value-Leveln stellte sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:

FAIR VALUE-LEVEL

in EUR
31.12.2022
Level 1 Level 2 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 18.110.324 18.110.324
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 0 412.968 412.968
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 64.802.825 64.802.825
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 0 384.927 384.927
Finanzielle Schulden
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4.054.845 4.054.845
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 9.045.990 9.045.990
Leasingverbindlichkeiten 0 10.561.072 10.561.072
Sonstige Verbindlichkeiten 0 299.463 299.463

Mitarbeitende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITENDE

30.06.2023 30.06.2022
Angestellte in Vollzeit 314 272
Angestellte in Teilzeit 49 42
Summe 363 314

Darüber hinaus waren Ende Juni 2023 insgesamt 15 (Vorjahr: 17) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der sich durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zum Stichtag 30. Juni 2023 stehen 17.363.691 Aktien (30.06.2022: 14.469.743 Aktien) aus. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Das Ergebnis pro Aktie für den Berichtszeitraum beträgt EUR 0,19 (Vorjahr: EUR 0,03).

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.

Brunnthal, den 22. August 2023

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Brunnthal, den 22. August 2023

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)