![]() SFC Energy AGBrunnthalHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024Die in dem vorliegenden Konzernzwischenbericht dargestellten Zahlen wurden kaufmännisch
gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu dargestellten Summen
addieren lassen. Die Finanzzahlen für die ersten sechs Monate 2024 unterliegen keiner prüferischen
Durchsicht. Der Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2023 gelesen werden. Diese beinhalten eine umfassende Darstellung
der Geschäftsaktivitäten der SFC Energy AG sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen. SFC ENERGY AG - KOMPAKTKONZERN-KENNZAHLEN
UMSATZERLÖSE NACH QUARTALENin TEUR![]() UMSATZ NACH REGIONEN
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| Dr. Peter Podesser | Daniel Saxena | Hans Pol |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (CFO) | Vorstand (COO) |
| Bloomberg Symbol | F3C |
| Reuters Symbol | F3CG.DE |
| WKN | 756857 |
| ISIN | DE0007568578 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien (30.06.2024) | 17.363.691 |
| Aktienausstattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Börsensegment | SDAX, Prime Standard, Erneuerbare Energien |
| Börse | Frankfurt, FWB |
| Designated Sponsors | mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG |
Nachdem es an den internationalen und nationalen Börsen ab Ende Oktober 2023 zu breit
angelegten Aufwärtsbewegungen kam, setzte sich diese Marktdynamik in den ersten drei
Monaten und teilweise im zweiten Quartal 2024 fort. Sinkende Inflationsdaten ließen
auf baldige Leitzinssenkungen durch die Zentralbanken hoffen und eine sich robust
zeigende Weltwirtschaft beflügelte die Leitindizes. Der US-amerikanische Leitindex
Dow Jones erzielte bis zum 28. Juni 2024 ein Plus von 3,8 % im Vergleich zum Jahresendwert
vom 29. Dezember 2023. Der Anstieg des S&P 500 fiel mit knapp 14,5 % deutlich stärker
aus. Auch in Europa profitierten die Börsen per Ende Juni 2024: Der EURO STOXX 50
legte um 8,2 % zu, der deutsche Leitindex DAX um 8,9 % auf 18.235,5 Punkte. Im ersten
Halbjahr erreichte der DAX sein bisheriges Allzeithoch von 18.892,90 Punkten. An diese
Entwicklung konnte der deutsche Aktienindex SDAX, in dem auch die Aktien der SFC Energy
AG einbezogen sind, nicht anknüpfen. Der Auswahlindex verbuchte in den ersten sechs
Monaten einen Anstieg von rund 2,6 %.
| in EUR | ||
| Eröffnungskurs | 02.01.2024 | 19,60 |
| Höchststand | 20.05.2024 | 25,05 |
| Tiefststand | 06.03.2024 | 16,50 |
| Schlusskurs | 28.06.2024 | 19,28 |
Die SFC Energy-Aktie konnte im Berichtshalbjahr allerdings nicht nachhaltig von der
insgesamt übergeordnet positiven Marktdynamik an den Börsen profitieren. Trotz eines
guten und kontinuierlichen "News Flow" sowie einer starken operativen Geschäftsentwicklung
gelang es der SFC Energy-Aktie nicht, sich vom allgemeinen negativen Sentiment innerhalb
der Peergroup der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien zu entkoppeln.
Zur Börseneröffnung am 2. Januar 2024 notierte die SFC Energy-Aktie bei EUR 19,60.
Ihren Höchststand im Sechsmonatszeitraum erreichten die Anteilsscheine am 20. Mai
mit einem Wert von EUR 25,05 im Nachgang der Veröffentlichung der starken Zahlen für
das erste Quartal 2024. Den Tiefststand markierten die Papiere am 06. März mit EUR
16,50. Am 28. Juni 2024 beendete die SFC Energy-Aktie mit einem Kurs von EUR 19,28
das erste Halbjahr. Gegenüber dem Schlusskurs von EUR 19,52 am 29. Dezember 2023 blieb
der Kurswert mit einem Minus von 1,2 % somit nahezu unverändert. Das durchschnittliche
tägliche Handelsvolumen lag im ersten Halbjahr 2024 bei 74.305 Aktien gegenüber 87.922
Aktien im Vorjahreszeitraum. Zum 28. Juni 2024 betrug die Marktkapitalisierung der
SFC Energy AG rund EUR 334,8 Mio. bei 17,36 Mio. insgesamt ausstehenden Aktien und
einem Schlusskurs von EUR 19,28. Zum Abschlussstichtag 2023 lag die Marktkapitalisierung
bei gleicher Aktienanzahl und einem Schlusskurs von EUR 19,25 bei EUR 338,9 Mio. (alle
Angaben auf Basis von Xetra-Kursen).

Auch im ersten Halbjahr 2024 pflegten Vorstand und Investor Relations einen regelmäßigen,
aktiven und transparenten Dialog mit Investoren auf Konferenzen, Roadshows und in
Telefonkonferenzen, um Verständnis und Vertrauen in den nachhaltigen Erfolg des SFC
Energy-Geschäftsmodells zu stärken. Den thematischen Schwerpunkt im Austausch mit
allen Anspruchsgruppen bildete die operative Entwicklung sowie die stringente Verfolgung
der unternehmerischen Wachstumsstrategie.
Im Jahresverlauf wurden in Kooperation mit verschiedenen Banken Roadshows im Vereinigten
Königreich, der Schweiz und Frankreich durchgeführt. Darüber hinaus hatten Investoren
im ersten Halbjahr die Möglichkeit SFC Energy auf dem Duxebridge Family Equity Summit
(Schweiz), den Metzler Small Cap Days (Deutschland), der Acatis Value Conference (Deutschland)
und dem ODDO BHF Nextcap Forum (Frankreich) zu treffen. Zudem war der SFC-Vorstand
auf den Branchenveranstaltungen 26th annual Power and Energy Conference von Pareto
Securities (Norwegen) und der Warburg Renewables Conference (Deutschland) vertreten.
Als Designated Sponsor sorgte, die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Berichtszeitraum
für verbindliche Geld-/Briefkurse sowie eine angemessene Liquidität und entsprechende
Handelbarkeit der SFC-Aktie.
Im Investor-Relations-Bereich der SFC Energy-Webseite - sfc.com - bietet die Gesellschaft
umfassende Informationen zur Geschäftslage, aktuelle Nachrichten und einen Überblick
über künftige Veranstaltungen und Aktivitäten.
Die im Auswahlindex SDAX notierte Aktie der SFC Energy AG wird regelmäßig von Analysten
renommierter Research-Häuser bewertet. Alle fünf Analysten empfehlen die SFC-Aktie
zum Kauf. Damit ergibt sich für die SFC-Aktie auf Basis des Schlusskurses vom 28.
Juni 2024 in Höhe von EUR 19,28 ein Kurspotenzial von 29,7 % bis 76,3 %. Gegenüber
dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel von EUR 28,80 errechnet sich eine Kurschance
von 49,4 %.
Ausführliche Informationen finden Investoren unter sfc.com im Bereich Investor Relations/Aktie.
| in EUR | |||
| Herausgeber | Datum | Empfehlung | Kursziel |
| ABN AMRO/ODDO BHF | 15.05.2024 | Outperform | 26,00 |
| Berenberg | 22.02.2024 | Buy | 25,00 |
| First Berlin - Equity Research | 17.05.2024 | Buy | 34,00 |
| Metzler Capital Markets | 15.05.2024 | Buy | 30,00 |
| MM Warburg | 16.05.2024 | Buy | 29,00 |
Die Aktionärsstruktur der SFC Energy AG zum 30. Juni 2024 hat sich gegenüber dem 31.
Dezember 2023 nicht wesentlich verändert. Im Besitz institutioneller Investoren befanden
sich zum Ende des ersten Halbjahres 37,18 % der Aktien. Das erweiterte Management
inklusive des Aufsichtsrats verfügt über 1,61 % der Stimmrechte. Der Anteil der im
Streubesitz befindlichen Aktien der SFC Energy AG lag per Ende Juni 2024 bei 61,21
%. Detaillierte und aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur befinden sich auf
unter sfc.com im Bereich Investor Relations/Aktie.
Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts fasst wesentliche Entwicklungen
des ersten Halbjahres 2024 ("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine
ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres Konzerns und ihrer Segmente findet
sich im Geschäftsbericht 2023.
Die SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen eine international
tätige Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis
des Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG (Deutschland) die nachstehend
aufgeführten Tochterunternehmen.
| in % | |||||
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital | Währung | ||
| unmittelbar | mittelbar | gesamt | |||
| SFC Energy B.V. ("SFC NL") | Almelo, Niederlande | 100% | - | 100% | EUR |
| SFC Energy Power SRL ("SFC RO") | Cluj-Napoca, Rumänien | - | 100% | 100% | RON |
| SFC Energy Ltd. ("SFC CA") | Calgary, Kanada | 100% | - | 100% | CAD |
| SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") | Swindon, UK | 100% | - | 100% | GBP |
| SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") | Gurgaon, Indien | 92% | - | 92% | INR |
| SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") | Cluj-Napoca, Rumänien | 100% | - | 100% | RON |
| SFC Energy LLC ("SFC USA") | Wilmington, USA | 100% | - | 100% | USD |
Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt primär der internen Organisations-
und Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Diese orientiert sich an
den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio
des Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio von Produkten, Systemen
und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von
Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen. Das Segment adressiert
Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen
Märkten. Hierzu zählen u.a. Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie Systemintegratoren
für Telekommunikation, Sicherheit- und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie
(Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch für den Caravaning- und Marinemarkt.
Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit hochtechnologischen,
standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z. B. Spannungswandlern
und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren
umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzwandlern, für die Upstream Öl- und Gasindustrie
sowie andere Industrien, die zum Teil integriert und zum Teil vertrieben werden.
Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Position von SFC im Markt für umweltfreundliche
stationäre und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb im Berichtszeitraum
unverändert. Ziel ist eine marktführende Stellung als Anbieter für emissionsarme bzw.
freie Regel- und Notstromversorgung von netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen,
Anwendungen, wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits- und Überwachungstechnologie
und netzfernen Sensoren mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die Brennstoffzellen
sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die
bislang als Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung eingesetzt werden, als
auch bestehende Systeme zur netzfernen Energieversorgung ergänzen.
Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels
Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationsvereinbarungen
realisiert werden.
Die SFC sieht sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens
im Berichtszeitraum in ihrer Strategie bestätigt.
Mit ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt die SFC weiterhin das Ziel,
ihre Wettbewerbs- und Technologieposition vor dem Hintergrund der anstehenden Umgestaltung
der Energiesysteme in zahlreichen Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen
wir insbesondere auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen
und längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion sowie auf die digitale Anbindung
unserer Lösungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres Produktportfolios
verbessert SFC auch bestehende Produkte und Lösungen.
Mit 74 (Vorjahr: 84) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 17,6% (Vorjahr: 22,4%)
der Konzernbelegschaft mit der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie bzw. von
Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in Produkte des Konzerns beschäftigt.
| in TEUR | ||||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
2024 01.04.-30.06. |
2023 01.04.-30.06. |
|
| Erfolgswirksame Forschungs- und Entwicklungskosten | 3.383 | 2.834 | 1.763 | 1.642 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | 1.490 | 1.466 | 736 | 695 |
| Erhaltene Zuschüsse | 383 | 199 | 190 | 27 |
| Sondereffekte (Sonderaufwendungen für LTI-Programm) | -59 | -10 | -19 | -23 |
| Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung | 5.197 | 4.490 | 2.670 | 2.340 |
Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren
auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich Patenten und anderen Rechten an geistigem
Eigentum ("IP") verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden IP-Portfolios
als auch die Entwicklung von neuem IP beinhaltet.
Wir rechnen insgesamt damit, dass der F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres
über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Die F&E-Aktivitäten des
Konzerns wurden im Berichtszeitraum in geringem Umfang, und werden voraussichtlich
auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z. B. über die "Nationale
Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie".
Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen
sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung.
Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:
| ― |
Weiterentwicklung der Direktmethanol-Brennstoffzellen ("DMFC") Brennstoffzellengenerationen |
| ― |
Aufbau und Weiterentwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen ("PEMFC") |
| ― |
Entwicklung und Aufbau von Netzersatzanlagen auf Basis der PEMFC-Brennstoffzellen |
| ― |
Entwicklung eines neuen PEMFC-Brennstoffzellensystems mit integrierter Steuerung und Spannungswandlung |
| ― |
Entwicklung von PEMFC-Brennstoffzellensystemen für Leistungsbereiche über 50 kW |
| ― |
Kontinuierliche Entwicklung und Implementierung von service-optimierten Funktionen des Cloud basierten Fernüberwachungssystems für die neu eingeführte Produktgenerationen der Brennstoffzellen |
| ― |
Weiterentwicklung eines intelligenten Fuel Management-Systems zur Autonomieverlängerung der neuen Produktgenerationen |
| ― |
Entwicklung eines intelligenten Sensor- und I/O-Moduls zur Integration von externen Sensorsignalen, zur Erfassung des Energieflusses in EFOY-Energielösungen und Anbindung von I/O-Signalen |
| ― |
Konsequente Verbesserungen und Weiterentwicklungen zur Leistungssteigerung sowie zur Kostenreduzierung der bestehenden EFOY-Generationen |
Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power Management standen Themen
wie die Erhöhung der Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und des "Watt / Euro"
Ratios für die angebotenen Power Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum
lagen auf:
| ― |
Entwicklung einer Modul- und Systemlösung auf Basis der bestehenden Energieplattform, um mehrere 4-kW-Stromversorgungen zu kombinieren und z. B. ein 12-kW- oder 16-kW-System aufzubauen |
| ― |
Technologieentwicklung zur Leistungssteigerung bestehender Plattformen von 4kW auf 5kW |
| ― |
Vorbereitung auf zukünftige Änderungen der EMV-Normen |
| ― |
Integration einer neuen Energieplattform in Lasersysteme |
In der ersten Jahreshälfte 2024 wuchs die Weltwirtschaft in moderatem Tempo, wobei
sich dabei primär in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die zuvor ausgeprägten
Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik verringerten. Während das kräftige Wirtschaftswachstum
in den Vereinigten Staaten an Schwung verlor, erholte sich die Wirtschaft in Europa
nach einer Phase der Stagnation spürbar. Gleichzeitig zog auch die Produktion in China
merklich an, wenngleich viele Indikatoren darauf hindeuten, dass die private Nachfrage
im Inland weiterhin schwach bleibt. Insgesamt verzeichnete der Welthandel einen leichten
Anstieg.1
Nachdem die weltweiten Inflationsraten im Jahresverlauf 2023 aufgrund der restriktiven
Geldpolitik wieder zurückgegangen waren, lagen die Teuerungsraten im Juni 2024 in
den für SFC relevanten Märkten im Euroraum bei 2,5% (Juni 2023: 5,5%) 2, in den USA bei 3,0% (Juni 2023: 3,0%) 3, in Kanada bei 2,7% 4 (2,8%) 5 und in Indien bei 5,1% 6 (5,6%) 7.
Die Stimmung bei den Unternehmen, die sich zu Beginn des Jahres merklich aufgehellt
hatte, hat sich zuletzt wieder leicht eingetrübt. Trotzdem lässt der vom Institut
für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) berechnete Indikator für das globale Wirtschaftsklima
für das zweite Quartal 2024 eine weitere spürbare Ausweitung der globalen Produktion
erwarten. Für das laufende Jahr rechnet das IfW mit einer Zunahme der Weltproduktion
von 3,2%, die damit geringfügig höher ausfällt als im vergangenen Jahr. Dies entspricht
einer Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte gegenüber der Frühjahrsprognose. 8 Ein wesentlicher Treiber des weltweiten Wirtschaftswachstums ist Indien. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) prognostiziert in dem für SFC relevanten Markt Indien im Jahr
2024 ein Wachstum von 6,8%. Dies entspricht einer Aufwärtskorrektur von 0,3 Prozentpunkten
gegenüber der Frühjahrsprognose und ist auf die starke Inlandsnachfrage und die wachsende
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zurückzuführen. Die US-Wirtschaft soll laut IWF
im laufenden Jahr um 2,7% und die kanadische Wirtschaft um 1,2% zulegen. Für den Euroraum
prognostiziert der IWF für 2024 ein konjunkturelles Wachstum von 0,8%.9
2
https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-02072024-ap
3
Current US Inflation Rates: 2000-2024 https://www.bls.gov/news.release/cpi.nr0.htm
4
https://en.econreporter.com/57123/canada-inflation-june2024-2-7/
5
https://www150.statcan.gc.ca/n1/daily-quotidien/240716/dq240716a-eng.htm
7
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/203897/umfrage/monatliche-inflationsrate-in-indien/
Die deutsche Wirtschaft hat die Rezession hinter sich gelassen und ist dynamischer
in das Jahr gestartet als noch in der Frühjahrsprognose des IfW prognostiziert. Impulse
für das Wachstum kamen laut IfW im ersten Quartal vor allem aus dem Auslandsgeschäft.
Demgegenüber verzeichnete der private Konsum trotz merklicher Kaufkraftzuwächse der
privaten Haushalte zum Jahresauftakt einen Rückgang, wobei der Anstieg der Sparquote
durch Sondereffekte überzeichnet sein dürfte. Weiterhin schwach zeigten sich die Unternehmensinvestitionen,
die zwei Quartale in Folge deutlich nachgaben. Laut der Prognose des IfW wird das
Bruttoinlandsprodukt nach dem Anstieg im ersten Quartal weiterhin wachsen. Im Verlauf
des Jahres sollen die steigenden real verfügbaren Einkommen und das anziehende Auslandsgeschäft
die wirtschaftliche Aktivität beleben. Zudem wird die Wirkung der strafferen Geldpolitik
allmählich nachlassen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich allerdings nicht
ab. Sowohl das Geschäfts- als auch das Konsumklima bleiben trotz einer Aufwärtstendenz
weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Zudem wird der Expansionsspielraum zunehmend
durch strukturelle Hemmnisse - darunter nicht zuletzt den demografischen Wandel -
begrenzt. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr laut IfW um
0,2% (Frühjahrsprognose: 0,1%) zulegen. Die Inflation hat sich merklich abgeflacht
und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2,2% betragen (2023: 5,9%).10
Die Entwicklung des Segments Clean Energy wird wesentlich durch die internationale
Nachfrage nach dezentralen Energieerzeugungssystemen - dem Anwendungsbereich für Brennstoffzellen
der Marke EFOY - beeinflusst. Die Brennstoffzellen von SFC kommen in einer Vielzahl
von stationären, mobilen und hybriden Anwendungen zum Einsatz.
Die weltweiten Bemühungen zur Verringerung des CO2-Auststoßes, wie bspw. in den Klimazielen
der EU und den USA bis zum Jahre 2050 festgeschrieben, sind gleichzeitig Nachfragetreiber
des Segments. Auf europäischer Ebene manifestiert sich dies durch das in Kraft treten
der Netto-Null-Industrie-Verordnung ("Net Zero Industry Act" (NZIA)) zum 29. Juni
2024. Ziel der Verordnung ist die breite Förderung von sogenannten "Netto-Null-Technologien"
wie bspw. Solar, Wind, Batterien und Elektrolyseuren.11 In der Liste der Netto-Null-Technologien des NZIA werden "Wasserstofftechnologien,
einschließlich Elektrolyseure und Brennstoffzellen" explizit aufgeführt.12 Genauer geht es in der Verordnung um den gezielten Aufbau von Fertigungskapazitäten
innerhalb der Europäischen Union, damit bis zum Jahre 2030 mindestens 40% des Eigenbedarfs
der Mitgliedsstatten an diesen "Netto-Null-Technologien" innerhalb der EU hergestellt
werden.13 Auch in den USA sieht der bereits 2022 verabschiedete "Inflation Reduction Act" (IRA)
vor, Wasserstoffstrukturen und insbesondere Wasserstoffproduzenten zu fördern.14 Übergeordnet untermauern die internationalen Initiativen die steigende Bedeutung
von Brennstoffzellen und Wasserstoff auf dem Weg zur Dekarbonisierung als auch im
Hinblick auf Energiesicherheit und dem damit verbundenen Streben nach mehr Unabhängigkeit
sowie Souveränität gesamter Staaten angesichts geopolitischer Unsicherheiten.
12
ttps://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202401735
14
https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2022/12/Inflation-Reduction-Act-Guidebook.pdf
Das Marktforschungsinstitut Grand View Research nennt staatliche Maßnahmen in Form
von Subventionen und Steuererleichterungen, wie in den beispielhaft genannten Programmen
enthalten, als Treiber für eine weitere Beschleunigung des Brennstoffzellenmarktes.
Auch die stattfindende und intensiver werdende Sensibilisierung der Öffentlichkeit
für den Einsatz erneuerbarer Energien zur Reduktion von CO2-Emissionen soll das Verlangen
nach den entsprechenden Lösungen und damit auch Brennstoffzellen fördern. Als Folge
ist die Prognose zur Entwicklung des weltweiten Brennstoffzellenmarktes seitens Grand
View Research optimistischer als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des letztjährigen
Halbjahresberichtes. Wurde im vergangenen Jahr und für den Zeitraum von 2023 bis 2030
noch eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 19,9% unterstellt,
liegt diese Schätzung nun bei 27,1% bis zum Ende der Dekade. In diesem Zusammenhang
soll das gesamte Volumen des Brennstoffzellenmarktes von bisher angenommenen 26,9
Mrd. USD bis Ende 2030 auf rund 37,0 Mrd. USD anwachsen. Dies zeigt, dass es zu signifikanten
Fortschritten im Kampf gegen den Klimawandel und dem damit einhergehenden Einsatz
entsprechender Technologien kommen kann.15
Zur Entwicklung der Zielmärkte (Leistungselektronik und Schaltnetzteile) des Segments
Clean Power Management werden veröffentliche Daten und Informationen der Fachverbände
"Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components & Systems) und "PCB
& Electronics Systems" des Zentralverbandes Elektronik- und Elektronikindustrie e.
V. (ZVEI) zur Einschätzung der aktuellen Situation betrachtet.
Laut Konjunkturbarometer des ZVEI vom 9. Juli - aktuellere Daten lagen zum Zeitpunkt
der Berichtserstellung nicht vor - sank die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen
von Januar bis Mai um 11,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Binnennachfrage
nahm dabei mit 14,5% stärker ab als der Auftragseingang aus dem Ausland. Dieser verringerte
sich um 8,6%.16
Nachdem für das Gesamtjahr 2023 vom Branchenverband ein aggregierter Branchenerlös
in Höhe von 237,9 Mrd. Euro angegeben wird, soll dieser bis Ende Mai bei kumulierten
91,4 Mrd. Euro liegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Abnahme von 7,2%.17 Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der ZVEI bisher einen realen Produktionsrückgang
in Höhe von 2%.18 Die Erwartungen der Branchenunternehmen zur Geschäftsentwicklung auf Basis von Befragungen
für die nächsten sechs Monate per Ende Juni kommen per Saldo auf einen Wert von +1.
Ende Mai lag dieser bei +2. Ende 2023 waren es -16.19
15
https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/fuel-cell-market
16
https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024
17
https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024
19
https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024
Der Zwischenabschluss umfasst zum 30. Juni 2024 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen
sowie die folgenden Tochterunternehmen:
| in % | |||||
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital | Währung | ||
| unmittelbar | mittelbar | gesamt | |||
| SFC Energy B.V. ("SFC NL") | Almelo, Niederlande | 100% | - | 100% | EUR |
| SFC Energy Power SRL ("SFC RO") | Cluj-Napoca, Rumänien | - | 100% | 100% | RON |
| SFC Energy Ltd. ("SFC CA") | Calgary, Kanada | 100% | - | 100% | CAD |
| SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") | Swindon, UK | 100% | - | 100% | GBP |
| SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") | Gurgaon, Indien | 92% | - | 92% | INR |
| SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") | Cluj-Napoca, Rumänien | 100% | - | 100% | RON |
| SFC Energy LLC ("SFC USA") | Wilmington, USA | 100% | - | 100% | USD |
Im Berichtszeitraum haben sich keine Veränderung zum 31.12.2023 ergeben.
Die Amtszeiten von Hubertus Krossa (Aufsichtsratsvorsitzender) und Gerhard Schempp
(Mitglied des Aufsichtsrats) endeten mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai
2024, wodurch eine Wahl von zwei Mitgliedern erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende
Hubertus Krossa schied mit Beendigung der Hauptversammlung nach 10-jähriger Aufsichtsratstätigkeit
aus. Gerhard Schempp wurde erneut zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Neu in den
Aufsichtsrat gewählt wurde Dr. Andreas Blaschke. Das Mandat von Herrn Schempp läuft
bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 und das Mandat von
Herrn Dr. Blaschke bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027.
In der nach Beendigung der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des
Aufsichtsrats ebenfalls am 16. Mai 2024 wurde Frau Sunaina Sinha Haldea zur neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Das Mandat von Frau Haldea läuft noch bis zur Beendigung
der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2025.
Der Aufsichtsrat der SFC Energy AG verlängerte in seiner Sitzung am 15. Mai 2024 die
Vorstandsverträge von Herrn Daniel Saxena mit Wirkung zum 1. Juli 2024 und Herrn Hans
Pol mit Wirkung zum 1. März 2025 um weitere fünf Jahre.
Darüber hinaus gab es keine weiteren wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr.
Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz von TEUR 70.856 (Vorjahr: TEUR
57.053) und verzeichnete damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ein signifikantes
Umsatzwachstum von 24,2%. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren sowohl
das sehr starke organische Wachstum des Umsatzes des Segments Clean Energy, als auch
ein deutliches Umsatzwachstum im Segment Clean Power Management.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean Energy im Berichtszeitraum
ein sehr starkes Umsatzwachstum von 31,8% auf TEUR 50.860 (Vorjahr: TEUR 38.590).
Die Umsatzerlöse des Segments Clean Power Management nahmen im Berichtszeitraum merklich
um 8,3% auf TEUR 19.997 (Vorjahr: TEUR 18.463) zu.
Das Segment Clean Energy, dessen Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum merklich
auf 71,8% (Vorjahr: 67,6%) zunahm, blieb das umsatzstärkere Segment. Analog dazu verringerte
sich der Umsatzanteil des Segments Clean Power Management am Konzernumsatz auf 28,2%
(Vorjahr: 32,4%).
Das Konzernbruttoergebnis konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 7.666 bzw.
35,0% auf TEUR 29.542 (Vorjahr: TEUR 21.876) gesteigert werden und übertraf somit
das Umsatzwachstum, so dass die Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom
Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) auf 41,7% (Vorjahr: 38,3%) zunahm, und damit merklich
ausgeweitet werden konnte.

Die Umsatzentwicklung nach Regionen für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal
2024 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| in TEUR | ||||||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
Veränderung | 2024 01.04.-30.06. |
2023 01.04-30.06. |
Veränderung | |
| Kanada | 19.614 | 15.496 | 26,6% | 10.500 | 8.488 | 24,3% |
| USA | 6.621 | 11.421 | -42,0% | 2.727 | 4.593 | -40,6% |
| Europa (ohne Deutschland & Niederlande) | 11.948 | 11.902 | 0,4% | 6.105 | 6.067 | 0,6% |
| Niederlande | 10.942 | 7.049 | 55,2% | 4.835 | 3.002 | 61,0% |
| Deutschland | 5.617 | 4.282 | 31,2% | 2.654 | 1.997 | 32,9% |
| Asien | 13.319 | 5.746 | 131,8% | 2.360 | 4.338 | -45,6% |
| Rest der Welt | 2.795 | 1.157 | 141,6% | 1.628 | 1.153 | 41,2% |
| Summe | 70.856 | 57.053 | 24,2% | 30.809 | 29.599 | 4,1% |

In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vorjahr folgende Veränderungen: Der Beitrag der Region Nordamerika zum Konzernumsatz
hat im Berichtszeitraum merklich auf 37,0% (Vorjahr: 47,2%) abgenommen und verzeichnete
absolut jedoch nur einen leichten Rückgang in Höhe von TEUR 682.
Der Anteil Asiens am Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hingegen signifikant auf
18,8% (Vorjahr: 10,1%) zugenommen. Der Anteil Europas am Konzernumsatz ist auf 40,2%
(Vorjahr: 53,2%) merklich zurückgegangen, lag allerdings absolut TEUR 1.865 über dem
Vorjahresniveau.
Die übrigen Regionen bzw. Länder trugen mit 3,9% (Vorjahr: 2,0%) zum Konzernumsatz
bei.
Um Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtszeitraums
sowohl be- als auch entlasten, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren
zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den
Perioden abzubilden, werden das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ausgewiesen.
Hierbei werden die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Auswirkungen der
nachfolgend aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum im Rahmen einer Überleitung
zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminiert.
Im Berichtszeitraum enthalten die Sondereffekte Aufwendungen und Erträge für die Erhöhung
bzw. Auflösung der Rückstellungen und der Kapitalrücklage für Verpflichtungen aus
den langfristigen variablen aktienkursbasierten Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme")
sowie mit Transaktionsbemühungen (z.B. potenzielle Akquisitionen) verbundene Aufwendungen.
Bei den LTI-Programmen handelt sich um Stock Appreciation Rights ("SARs"), Aktienoptionsprogramme
("AOPs") und Performance Share Plans ("PSPs") für den Vorstand sowie für Führungskräfte
der Konzerngesellschaften. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtszeitraum TEUR
1.709 (Vorjahr: TEUR 392) ("Sonderaufwendungen"). Im Berichtshalbjahrwurden gleichzeitig
Erträge aus den LTI Programmen ("Sondererträge") in Höhe von TEUR 638 (Vorjahr: TEUR
113) erfasst. Diese Erträge sind u.a. durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits
gebildeten Rückstellungen für die SARs bedingt, bzw. der Auflösung der Kapitalrücklage
für die AOPs, die höher sind als eine Auszahlung für die in einem Berichtzeitraum
in bar zugeflossenen Beträge oder sich aus der Bilanzierung gemäß IFRS 2 ergaben.
Mit Transaktionsbemühungen wie z.B. mit potentiellen Akquisitionen verbundene Aufwendungen
sind in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 254) in den Sondereffekten enthalten.
Per Saldo sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in Höhe von TEUR 1.311 (Vorjahr:
TEUR 533) für den Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten.
Die Aufwendungen für die LTI-Programme der amtierenden Vorstandsmitglieder sind sowohl
in den Vertriebskosten als auch in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die
Aufwendungen für die LTI-Programme der Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den Vertriebskosten,
in den Forschungs- und Entwicklungskosten und in den allgemeinen Verwaltungskosten
enthalten. Die mit Transaktionsbemühungen verbundenen Aufwendungen sind in den allgemeinen
Verwaltungskosten enthalten.
Die Überleitung auf das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT (=bereinigtes Betriebsergebnis)
und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn und Verlustrechnung
stellen sich dementsprechend wie folgt dar:
| in TEUR | ||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
|
| Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für LTI-Programme | -1.709 | -392 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für LTI-Programme | 638 | 113 |
| Aufwand im Zusammenhang mit Transaktionsbemühungen | -239 | -254 |
| Summe Nettoaufwand/-ertrag | -1.311 | -533 |
| davon enthaltener Aufwand in Vertriebskosten | -473 | -17 |
| davon enthaltener Aufwand in Forschungs- und Entwicklungskosten | -59 | -10 |
| davon enthaltener Aufwand in allgemeinen Verwaltungskosten | -778 | -506 |
Die Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2024 stellt
sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| in TEUR | ||||||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
Veränderung | 2024 01.04.-30.06. |
2023 01.04-30.06. |
Veränderung | |
| Clean Energy | 50.860 | 38.590 | 31,8% | 20.056 | 20.826 | -3,7% |
| Clean Power Management | 19.997 | 18.463 | 8,3% | 10.753 | 8.773 | 22,6% |
| Summe | 70.856 | 57.053 | 24,2% | 30.809 | 29.599 | 4,1% |

Das Kerngeschäft des Segments Clean Energy konzentriert sich auf die Entwicklung,
Herstellung, Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen
auf Basis von technologisch fortschrittlichen Wasserstoff- und Direkt-Methanol-Brennstoffzellen
zur Stromerzeugung. Das Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Produkten,
die einzeln oder als Lösungen an Kunden in den Kernzielmärkten für industrielle- und
private Anwendungen sowie öffentliche Sicherheitsanwendungen in unterschiedlichen
Branchen verkauft werden.
Im Zuge von Klimawandel und dem Weg zur Treibhausgasneutralität wandeln sich die Energieversorgung
und die Wirtschaftsstrukturen in zahlreichen Volkswirtschaften grundlegend. Große
Teile staatlicher Institutionen, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft
betrachten erneuerbare Energien im Generellen und Wasserstoff im Speziellen als eine
Säule der Strategie zum Umbau des Energiesektors. Umfassende Initiativen eine globale
CO2-Bepreisung zu etablieren und den Auf- bzw. Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur
voranzutreiben, stehen stellvertretend für die Bemühungen. Trotz der schwierigeren
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die weltweite Wasserstoffprojektpipeline weiter
auf Wachstumskurs. Gemäß dem Hydrogen Insights 2023 Dezember-Update ist beispielsweise
die Zahl der angekündigten Projekte seit Jahresbeginn um mehr als ein Drittel auf
über 1.400 mit einem Investitionsvolumen von mehr als USD 570 Milliarden gestiegen.
Damit könnten im Jahr 2030 ca. 45 Millionen Tonnen Wasserstoff produziert werden.
Eine Studie einer international anerkannten Beratungsgesellschaft geht davon aus,
dass das relevante Marktpotenzial für Lösungen des Unternehmens von 4,3 Gigawatt (GW)
installierbare Leistung im Jahr 2021 auf 8,1 GW im Jahr 2026 steigen wird. Dies entspräche
einem Marktwachstum von 12% p.a. Der relevante Markt umfasst neun Anwendungsfälle
im Leistungsspektrum <100 kW, u. a. Telekommunikationstürme, Baustromversorgung, Up-
und Midstream-Überwachung von Öl- und Gasquellen sowie Pipelines, Umweltüberwachung
von Windparks und CCTV-Überwachung.
Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 50.860
(Vorjahr: TEUR 38.590) und erzielte damit ein deutliche Steigerung des Umsatzes von
TEUR 12.270 beziehungsweise 31,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu dem Umsatzwachstum
trug insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle
Anwendungen, die etwas mehr als die Hälfte des Segmentumsatzes ausmachen, bei. Der
Segmentumsatz mit Industriekunden hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 12%
zugenommen.
Des Weiteren profitierte das Segment von dem deutlich gewachsenen Projektgeschäft
bzw. dem Nachfrageanstieg in den Kernzielmärkten für öffentliche Sicherheit. So konnte
der Umsatz mit Brennstoffzellenlösungen mit Kunden in diesen Märkten mehr als verdoppelt
werden.
Die Nachfrage in den Kernzielmärkten für private Anwendungen, die nunmehr den geringsten
Anteil am Segmentumsatz ausmachten, ging marginal zurück. Ein wesentlicher Grund hierfür
ist nach Auffassung des Vorstands das getrübte Konsumklima in Verbindung mit einer
höheren Preissensitivität der privaten Haushalte, insbesondere in Deutschland.
Die Bruttomarge des Segments lag mit 47,9% (Vorjahr: 44,6%) aufgrund des attraktiven
Produktmix u.a. in Verbindung mit einer Verdünnung der Fertigungsgemeinkosten sowie
dem anhaltenden Effekt normalisierter Rohstoffpreise bzw. dem Wegfall für materielle
Wertaufholungen für Lagerbestände an Vorräten merklich über dem Vorjahresniveau. Das
Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Berichtszeitraum entsprechend des signifikant gestiegenen
Umsatzes und der verbesserten Bruttomarge mit TEUR 24.360 (Vorjahr: TEUR 17.210) signifikant
über dem Niveau der Vorjahresperiode.
Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR
17) bereinigten Vertriebskosten des Segments lagen mit TEUR 7.123 (Vorjahr: TEUR 6.474)
um 10,0% und somit erheblich über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Gründe hierfür
waren - auch durch die Umsatzausweitung bedingte - höhere Personalkosten, Werbe- und
Reisekosten sowie Beratungskosten.
Ebenfalls stiegen die um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von
TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 506) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des Segments
im Berichtszeitraum um 21,9% auf TEUR 6.196 (Vorjahr: TEUR 5.083) an und lagen damit
deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere
Personalaufwendungen, Reisekosten und Abschreibungen zurückzuführen.
Aufgrund des deutlich gesteigerten Bruttoergebnisses und des im Verhältnis zum Umsatz
geringeren Anstiegs der Funktionskosten, verbesserte sich das um die Sondereffekte
bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR 10.850 (Vorjahr: TEUR 5.947), was in
einer signifikant höheren bereinigten EBITDA-Marge des Segments von 21,3% (Vorjahr:
15,4%) resultierte.
Das Kerngeschäft des Segments Clean Power Management umfasst die Entwicklung, Fertigung
und Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen Power Management-Lösungen
des Konzerns, die zur Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in elektronischen
Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden für diese Lösungen sind Gerätehersteller
von industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene Branchen. Hierbei fokussiert
sich das Segment insbesondere auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor
allem in wachstumsstarken Bereichen.
Power Management-Lösungen sind eine Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen.
Die Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte zu verbessern, elektromagnetische
Interferenzen zu reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu bewahren, die
Sicherheit bei Vorhandensein variabler Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso
wie die Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach diesen Komponenten ist
traditionell von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird
jedoch von dem Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von Trends begünstigt. Dazu
gehören auch der kritische Übergang zu niedrigeren Emissionen und der nachhaltigere
Betrieb bei Anlagenbauern und Fertigungsunternehmen sowie die Digitalisierung, die
zu einer steigenden Nachfrage nach intelligenteren Geräten sowie Stromspeichern und
der flexiblen Steuerung der Stromverteilung, auch mit einem höheren Anteil erneuerbarer
Energien, führt. Zu den allgemeinen Trends gehören auch eine verstärkte Integration,
ein höherer Wirkungsgrad und die Verwendung von neuen Materialien. Leistungsmodule
profitieren von Fortschritten in der Fertigungstechnologie.
Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power Management ein solides Umsatzwachstum
von 8,3% auf TEUR 19.997 (Vorjahr: TEUR 18.463). Während das Geschäft mit Power-Management
Lösungen merklich zulegen konnte, verzeichnete das Geschäft der Frequenzwandler für
die Upstream Öl- und Gasindustrie ein moderates Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Bruttoergebnis des Segments nahm mit 11,1% bzw. TEUR 516 merklich auf TEUR 5.183
(Vorjahr: TEUR 4.666) zu. Die Zunahme blieb leicht hinter dem Umsatzwachstum zurück,
was im Berichtszeitraum zu einer Bruttoergebnismarge von 25,9% (Vorjahr: 25,3%) führte,
die marginal unter dem Niveau der Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür war eine
leicht geringere Bruttoergebnismarge im Geschäft mit Power-Management Lösungen.
Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 1.112 (Vorjahr: TEUR 1.159) und mit
4,1% merklich unter dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf geringere Personalkosten
sowie geringere Werbe- und Reisekosten im Geschäft mit Power-Management Lösungen zurückzuführen
ist.
Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen sich im Berichtszeitraum auf
TEUR 2.116 (Vorjahr: TEUR 1.960) und lagen im Wesentlichen aufgrund höherer Beratungskosten
sowie gestiegener Abschreibungen um TEUR 157 merklich über dem Wert der Vorjahresperiode.
Das EBITDA des Segments enthält keine Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des
gestiegenen Bruttoergebnisses in Verbindung mit den im Verhältnis zum Umsatz marginal
geringeren Anstieg der Funktionskosten verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum
signifikant auf TEUR 1.676 (Vorjahr: TEUR 1.375), was zu einer stabilen EBITDA-Marge
des Segments von 8,4% (Vorjahr: 7,4%) führte.
Im Berichtszeitraum wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz um 35,0% auf TEUR 29.542 (Vorjahr:
TEUR 21.876) und damit um TEUR 7.666 im Vergleich zum Vorjahreswert sehr deutlich
gesteigert. Zu dieser Zunahme haben im Wesentlichen das vorstehend aufgeführte signifikante
organische Umsatzwachstum einhergehend mit einer Margenexpansion, auch aufgrund eines
sehr vorteilhaften Produktmix zu Gunsten von margenattraktiven Produkten und einer
deutlich gestiegenen Fertigungsauslastung im Segment Clean Energy beigetragen.
Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis
vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) lag im Berichtszeitraum mit 41,7% (Vorjahr:
38,3%) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode und ebenfalls über der Bruttoergebnismarge
des Geschäftsjahres 2023.
Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich
zum Vorjahr wie folgt dar:
| in TEUR | ||||||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
Veränderung | 2024 01.04.-30.06. |
2023 01.04-30.06. |
Veränderung | |
| Clean Energy | 24.360 | 17.210 | 41,5% | 9.064 | 9.562 | -5,2% |
| Clean Power Management | 5.183 | 4.666 | 11,1% | 2.586 | 2.100 | 23,1% |
| Summe | 29.542 | 21.876 | 35,0% | 11.650 | 11.662 | -0,1% |
Die Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit 13,8%
deutlich auf TEUR 8.708 (Vorjahr: TEUR 7.650) zu. Die in den Vertriebskosten enthaltenen
Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 17) lagen signifikant über
dem Niveau des Vorjahres.
Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten im Berichtszeitraum auch deutlich
um 7,9% auf TEUR 8.235 (Vorjahr: TEUR 7.633) an. Höhere bereinigte Personalkosten,
sowie gestiegenen Werbe- und Reisekosten und Provisionen, u.a. bedingt durch das Umsatzwachstum,
waren im Wesentlichen für den Anstieg ursächlich.
Konzernweit lagen die bereinigten Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz aufgrund
der positiven Umsatzentwicklung mit 11,6% (Vorjahr: 13,4%) leicht unter dem Niveau
des Vorjahres.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Kosten für Forschung und Entwicklung
erhöhten sich im Berichtszeitraum um 19,4% auf TEUR 3.383 (Vorjahr: TEUR 2.834).
Bereinigt um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr:
TEUR 10) und einschließlich der im Berichtszeitraum aktivierten Entwicklungsaufwendungen
und erhaltenen Zuschüsse in Höhe von zusammen TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 1.666) belief
sich der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Konzerns auf TEUR 5.197 (Vorjahr:
TEUR 4.490) und lag mit 15,8% erheblich über dem Vorjahreswert. Der höhere Gesamtaufwand
im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Personalaufwendungen
und einem gestiegenen Aufwand für die in der Entwicklungsabteilung verwendeten Materialien,
u.a. auch aufgrund der im Berichtszeitraum intensivierten Entwicklungen der Membrane
Electrode Assembly (MEA).
Die gesamte Entwicklungsquote des Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten bereinigt
um die Sondereffekte und einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten sowie Zuschüsse
in Prozent der Umsatzerlöse) nahm aufgrund des Umsatzwachstums trotz insgesamt höherer
Aufwendungen geringfügig auf 7,3% (Vorjahr: 7,9%) ab.
Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 9.091 (Vorjahr:
TEUR 7.548) signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach Bereinigung um die vorstehend
beschriebenen Sondereffekte in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 506) stieg der allgemeine
Verwaltungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 1.270 bzw. 18,0% auf
TEUR 8.312 (Vorjahr: TEUR 7.043) an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus deutlich
höheren Personalaufwendungen im Zusammenhang mit einem höheren Personalbestand sowie
deutlich gestiegenen Reisekosten und IT-Kosten. Die Kostensteigerungen sind zu einem
großen Teil durch das Umsatzwachstum und die dynamische Unternehmensentwicklung bedingt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 23,7% ab und betrugen TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 834). Wesentlich hierfür ist die
Entwicklung der in diesem Posten enthaltenen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von
TEUR 460 (Vorjahr: TEUR 734).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR
658 (Vorjahr: TEUR 915) und lagen um 28,1% unter Vorjahresniveau. Die in diesem Posten
enthaltenen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen betrugen im Berichtszeitraum
TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 915) und lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Berichtzeitraum
war zudem eine Rückstellung für etwaig anfallende Kosten gegenüber einem Geschäftspartner
im Zusammenhang mit Verzögerungen im Fertigungsanlauf einer Tochtergesellschaft in
Höhe TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns nahm, angetrieben
von der guten operativen Leistung, im Berichtszeitraum mit TEUR 4.427 ausgesprochen
stark zu und belief sich auf TEUR 11.215 (Vorjahr: TEUR 6.788). Hieraus resultierte
ebenfalls eine deutliche Steigerung der EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz)
auf 15,8% (Vorjahr: 11,9%).
Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des operativen Geschäfts,
das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief sich im Berichtszeitraum
auf TEUR 12.526 (Vorjahr: TEUR 7.321) und hat sich mit einer Steigerung von TEUR 5.204
gegenüber dem Vorjahreswert ebenfalls ausgesprochen positiv entwickelt. Die bereinigte
EBITDA-Marge verzeichnete ein Anstieg um 4,8 Prozentpunkte und lag mit 17,7% (Vorjahr:
12,8%) deutlich über dem Vorjahresniveau.
Im Wesentlichen bedingten das starke Umsatzwachstum mit relativ geringer gestiegenen
Funktionskosten in Verbindung mit der merklich verbesserten Bruttoergebnismarge die
Zunahme des bereinigten EBITDA.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns verbesserte sich im Berichtszeitraum
erheblich um TEUR 4.425 auf TEUR 8.247 (Vorjahr: TEUR 3.822). Die EBIT-Marge (EBIT
in Relation zum Umsatz) verbesserte sich dementsprechend auf 11,6% (Vorjahr: 6,7%).
Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT bereinigt) belief sich auf TEUR 9.558
(Vorjahr: TEUR 4.355), lag damit um TEUR 5.203 über dem Vorjahreswert und hat sich
damit mehr als verdoppelt. Die daraus resultierende bereinigte EBIT-Marge von 13,5%
(Vorjahr: 7,6%) lag erheblich über dem Vorjahresniveau.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus
und des höheren Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Berichtszeitraum
auf TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 313) und haben sich mehr als verdoppelt.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 339) beinhalten
Zinsaufwendungen aus der Anwendung von IFRS 16 in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR
211). Die Abnahme der Zinsaufwendungen ergab sich im Wesentlichen aus geringeren Zinsaufwendungen
für die Nutzung der Betriebsmittellinien aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus.
Das Konzernperiodenergebnis stieg im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund der guten
operativen Leistung und der geringeren Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten
auf TEUR 6.421 (Vorjahr: TEUR 3.327) und lag damit signifikant über dem Niveau der
Vorjahresperiode.
Im Berichtszeitraum erhöhten sich sowohl das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf EUR
0,37 (Vorjahr: EUR 0,19) sowie das verwässerte Ergebnis je Aktie auf EUR 0,36 (Vorjahr:
EUR 0,19).
Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 79.180 (Vorjahr: TEUR 68.871)
merklich über Vorjahresniveau. Stichtagsbezogen erhöhte sich der Auftragsbestand des
Konzerns zum 30. Juni 2024 auf TEUR 89.024 (31. Dezember 2023: TEUR 81.300). Davon
entfielen auf die SFC AG TEUR 26.788 (31. Dezember 2023: TEUR 37.111), auf SFC NL,
TEUR 48.101 (31. Dezember 2023: TEUR 27.267), auf die SFC CA TEUR 13.446 (31. Dezember
2023: TEUR 16.922), und auf die SFC IN TEUR 688 (31. Dezember 2023: TEUR 0).
Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2024 TEUR 135.926 (31. Dezember 2023: TEUR 128.133)
und erhöhte sich somit merklich um TEUR 7.792.
Die Nettofinanzposition (frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) nahm im Berichtszeitraum um
TEUR 9.564 zu und belief sich auf TEUR 65.621 (31. Dezember 2023: TEUR 56.056).
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30.
Juni 2024 TEUR 69.610 (31. Dezember 2023: EUR 59.847) und nahmen mit TEUR 9.762 stark
zu.
Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum
gegenüber dem Geschäftsjahresende 2023 um TEUR 198 auf TEUR 3.989 (31. Dezember 2023:
TEUR 3.791).
Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen,
Beteiligungen und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil der Wachstums- und
Internationalisierungsstrategie der SFC, um die Marktpositionen gezielt zu stärken
und auszubauen oder bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue Geschäftsfelder
vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser Strategie können finanzielle Verpflichtungen
oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.
Im Februar 2024 hat die SFC mit der in Indien ansässigen FC TecNrgy Pvt. Ltd. eine
strategische Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer neuen Fertigungsstätte für
Brennstoffzellen und zur weiteren Marktentwicklung in Indien getroffen. In diesem
Zusammenhang hat sich die SFC AG verpflichtet eine Finanzinvestition in Höhe von TEUR
1.000 in die FC TecNrgy Pvt. Ltd. vorzunehmen, die noch nicht erfolgt ist. Hierbei
handelt es sich um Investitionsverpflichtungen der SFC Energy India Pvt. Ltd. Die
Finanzierung dieser Investition soll aus den Zahlungsmitteln der SFC erfolgen.
Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko
(z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
| in TEUR | ||
| 01.01.-30.06.2024 | 01.01.-30.06.2023 | |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital Veränderungen | 12.602 | 7.339 |
| Cashflow aus | ||
| betrieblicher Tätigkeit | 15.970 | -1.522 |
| Investitionstätigkeit | -5.121 | -3.608 |
| Finanzierungstätigkeit | -1.370 | -1.213 |
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum im Vergleich
zur Vorjahresperiode ausgesprochen signifikant und lag bei TEUR 15.970 (Vorjahr: TEUR
-1.522).
Ausschlaggebend für diese Verbesserung waren die sehr positive operative Entwicklung
und das starke Wachstum des bereinigten EBITDA sowie des operativen Cashflows vor
Veränderung des Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives Ergebnis vor Working
Capital-Veränderungen). Dieser konnte im Berichtszeitraum sehr deutlich um TEUR 5.263
auf TEUR 12.602 (Vorjahr: TEUR 7.339) gesteigert werden. Gleichzeitig verzeichnete
das Nettoumlaufvermögen im Berichtszeitraum eine Abnahme um TEUR 4.523 (Vorjahr: Zunahme
TEUR 8.014). Dem wirkten höhere Aufwendungen für Steuer in Höhe von TEUR 1.154 (Vorjahr:
TEUR 847) entgegen.
Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens nahmen die Vorräte
im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 1.589 ab. Des Weiteren nahmen die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen trotz des gestiegenen Umsatzvolumens im Berichtszeitraum
liquiditätswirksam marginal um TEUR 200 zu. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte,
in denen als wesentliche Position Steuervorauszahlungen enthalten sind, haben sich
liquiditätswirksam um TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 1.144) erhöht.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Berichtszeitraum liquiditätswirksam
um TEUR 3.580 (Vorjahr: TEUR 3.790) zugenommen. Zusammen mit den weiteren Posten des
Nettoumlaufvermögens resultierte daraus eine Abnahme des Nettoumlaufvermögens und
somit ein Liquiditätszufluss von TEUR 4.523 (Vorjahr: Zunahme TEUR 8.014) im Berichtszeitraum.
Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit summierten sich im Berichtszeitraum
auf TEUR 5.121 (Vorjahr: TEUR 3.608 ). Die darin enthaltenen Auszahlungen für Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte betrugen TEUR 1.529 (Vorjahr: TEUR 2.659), wovon TEUR
1.490 (Vorjahr: TEUR 1.466) auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen entfielen. Der
höhere Mittelabfluss im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von immateriellen
Vermögengegenständen.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung
betrugen im Berichtszeitraum TEUR 4.322 (Vorjahr: TEUR 1.243) und haben sich im Vergleich
zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Diese sehr starke Zunahme resultiert im Wesentlichen
aus dem Auf- und Ausbau der Standorte für SFC UK und SFC IN.
Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen
vorgenommen.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit nahm in der Berichtsperiode merklich
auf TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 1.213) zu. Diese Zunahme resultiert aus gestiegenen
Mittelabflüssen für Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR
1.060 (Vorjahr: TEUR 881) im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16.
Die Nettoveränderung des Finanzmittelfonds betrug TEUR 9.479 (Vorjahr: TEUR -6.343).
Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2024 TEUR 69.610
(31. Dezember 2023: TEUR 59.847).
Die Bilanzsumme von TEUR 187.186 zum 30. Juni 2024 (31. Dezember 2023: TEUR 176.399)
hat sich mit TEUR 10.786 gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 6,1%
erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte,
und hier insbesondere die Erhöhung der sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sowie
die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlmitteläquivalente.
Die Vorräte nahmen in der Berichtsperiode trotz des Umsatzwachstums merklich um 6,7%
auf TEUR 23.377 (31. Dezember 2023: TEUR 25.043) ab. Maßgeblich hierfür waren Vorratsreduktionen
bei der SFC AG und der SFC IN.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben in der Berichtsperiode mit
TEUR 28.772 (Vorjahr: TEUR 28.645) in etwa auf dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres
2023.
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen habe sich im Berichtszeitraum um TEUR
3.000 auf TEUR 8.424 (Vorjahr: TEUR 5.424) sehr deutlich erhöht. Wesentlich hierfür
waren höhere Steuervorauszahlungen.
Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen
30% (31. Dezember 2023: 31%) und blieb damit in etwa auf dem Niveau des Anteils zum
Geschäftsjahresende 2023.
Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2024 um TEUR 398 auf TEUR
20.218 (Vorjahr: TEUR 19.820), im Wesentlichen aufgrund aktivierter Entwicklungsaufwendungen.
Die Sachanlagen lagen mit TEUR 19.380 (31. Dezember 2023: TEUR 16.944) 14,4% über
dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2023. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus
den vorstehend beschriebenen Investitionen in den Aus- und Aufbau von internationalen
Standorten.
Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um TEUR 3.974 auf TEUR 37.552
(31. Dezember 2023: TEUR 33.578) gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen
aus der nachstehend ausgeführten deutlichen Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung
und Leistung.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 16.478 (31. Dezember
2023: TEUR 12.890) 27,8% bzw. TEUR 3.588 über dem Bestand zum Ende des vergangenen
Geschäftsjahres, was u.a. auf ein im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum steigendes
Einkaufsvolumen sowie der steigenden Wertschöpfung innerhalb des Konzerns zurückzuführen
ist.
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten nahmen um TEUR 17 auf TEUR 2.218 (31. Dezember
2023: TEUR 2.200) zu und blieben somit in etwa auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende
2023.
Die langfristigen Schulden haben zum Stichtag um TEUR 574 merklich auf TEUR 13.708
(31. Dezember 2023: TEUR 14.688) abgenommen. Eine Wesentliche in den langfristigen
Verbindlichkeiten enthaltene Position sind langfristige Leasingverbindlichkeiten,
welche sich im Berichtszeitraum deutlich um TEUR 1.003 bzw. 9,7% verringert haben.
Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 198 auf TEUR
3.989 (31. Dezember 2023: TEUR 3.791) und sind ausschließlich von kurzfristiger Natur.
Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Betriebsmittellinien der SFC NL.
Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten
sich wie folgt dar:
| in TEUR | |||
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | Veränderung | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.989 | 3.791 | 5,2% |
| davon SFC AG | 0 | 0 | 0% |
| davon SFC NL | 3.989 | 3.791 | 5,2% |
| davon SFC CA | 0 | 0 | 0% |
| Abzüglich | |||
| Frei verfügbare liquide Mittelna | 69.610 | 59.847 | 16,3% |
| Summe | 65.621 | 56.056 | 17,1% |
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 27,4% (31. Dezember
2023: 27,4%).
Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum auf TEUR 135.926 (31.
Dezember 2023: TEUR 128.133). Die Eigenkapitalquote blieb mit 72,6% (31. Dezember
2023: 72,6%) auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2023. Hinsichtlich der Entwicklung
des Eigenkapitals wird auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im verkürzten
Konzernzwischenabschluss verwiesen.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2024
stellt sich wie folgt dar:
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | Veränderung | |
| Vorstand | 3 | 3 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 74 | 77 | -3 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 178 | 156 | 22 |
| Vertrieb und Marketing | 102 | 103 | -1 |
| Verwaltung | 64 | 64 | 0 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 421 | 403 | 18 |

Zum 30. Juni 2024 beschäftigte der Konzern weltweit 421 (31. Dezember 2023: 403) festangestellte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die SFC als international agierende Gruppe, ist mit ihren Technologieplattformen in
innovativen Geschäftsfeldern aktiv. Hieraus ergeben sich einerseits große Chancen,
andererseits unterliegt die Geschäftstätigkeit auch potenziellen Risiken, welche einen
maßgeblichen und nachhaltigen Einfluss auf die Erreichung der finanziellen und nicht-finanziellen
Zielsetzungen haben können und somit auch auf die Vermögens Finanz- und Ertragslage
(einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows)
der Gruppe.
SFC hat gruppenweit ein Risikomanagementsystem implementiert, um potenzielle Risiken
und Chance zu identifizieren, zu bewerten, zu mitigieren, fortlaufend zu beobachten
und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen einzuarbeiten. Geschäftsbezogene Risiken
und Chancen, bspw. Finanzrisiken, technologische Risiken, Wettbewerbsrisiken, Risiken
in der Beschaffung von Vorleistungsgütern, Risiken im Personalbereich und der Informationstechnologie,
sowie im Bereich Umwelt, Klima und Sicherheit werden kontinuierlich überwacht. Im
Hinblick auf rechtliche Risiken überwachen wir potenzielle Sachverhalte wie Rechtsstreitigkeiten,
Produktrisiken, patentrechtliche Risiken, oder Risiken im regulatorischen Umfeld.
Die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Chancen und Risiken sind auch im aktuellen
Berichtszeitraum weitgehend gültig und ein Großteil der Risiken wurde im Wesentlichen
auf Basis aktueller Planzahlen überarbeitet oder neu bewertet. Im Verlauf des Berichtzeitraums
haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die
in unserem Geschäftsbericht 2023 hinausgehen.
Das Risiko einer länger als geplanten Produktionsanlaufphase auf die volle Kapazität
für die Membran-Elektroden-Einheit (MEA) an dem neuen Fertigungsstandort SFC UK ist
nach wie vor relevant. Um einem Teil der MEA-Knappheit auszugleichen, wurde im ersten
Quartal 2024 eine temporäre MEA-Fertigung am Standort der SFC AG in aufgebaut, deren
Effizienz allerdings nicht der geplanten Effizienz des neuen Standortes der SFC UK
entspricht. Diese MEA-Fertigung wurde im zweiten Quartal 2024 zur SFC UK verlagert.
Um die Lieferengpässe von Brennstoffzellen aufgrund der MEA-Knappheit zu minimieren,
wird der MEA-Bedarf auf Jahressicht kontinuierlich mit der Produktion abgeglichen
und die Kapazität am Standort der SFC UK soll im zweiten Halbjahr im Zweischicht-Betrieb
gefahren werden.
Unabhängig davon beinhaltet der Aufbau und Transfer von Produktionsprozessen und -technologien
zahlreiche inhärente und voneinander abhängige Risikofaktoren, die die Produktion
verzögern können oder die Fertigungseffizienz negativ beeinflussen können. Die SFC
bewertet und analysiert diese Risiken regelmäßig, um solchen Risiken rechtzeitig zu
begegnen und die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten. Eine eigene MEA Fertigung
birgt nicht nur die Chance einer höheren Liefersicherheit bzw. Lieferantenunabhängigkeit,
sondern auch die Kosten der MEAs bzw. die technologische Leistungsfähigkeit zu optimieren.
Abgesehen von der im vorherigen Absatz beschriebenen Risikolage sind keine signifikanten
Änderungen der Risikolandschaft zu verzeichnen. Weitere Risiken und Chancen, die uns
derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen,
könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen.
Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination
mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten
Nach einem sehr starken ersten Quartal 2024 hat sich das Umsatz- und Ergebniswachstum
von SFC im zweiten Quartal 2024 trotz einer starken Marktnachfrage wie erwartet leicht
abgeschwächt. Der wesentliche Grund hierfür lag, wie bereits mit den Ergebnissen zum
ersten Quartal kommuniziert, in einem temporären Engpass bei der Verfügbarkeit von
Membrane Electrode Assemblies (MEAs) und einem daraus resultierenden Produktionsengpass
bei Methanol-Brennstoffzellen.
Trotz dieser Tatsache erwartet der Vorstand auf Basis der sehr guten operativen Leistung
im ersten Halbjahr 2024 auch im zweiten Halbjahr eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.
Insgesamt geht der Vorstand, vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage und aufgrund
des Hochlaufs der MEA-Fertigung in Swindon, UK sowie der Erweiterung der Fertigungskapazitäten
in Deutschland, Rumänien und Indien und dem damit verbundenen Anstieg der Auslieferungen
von weiter steigenden Umsätzen im zweiten Halbjahr 2024 aus und ist zuversichtlich,
die Jahresziele zu erreichen.
Trotz der makroökonomischen, geopolitischen und industriespezifischen Gegebenheiten
erwartet der Vorstand eine fortbestehende hohe Nachfragedynamik. Hinsichtlich der
Inflationserwartungen geht der Vorstand von einer langsamen Normalisierung aus.
Aufgrund der Geschäftsentwicklung und dem aktuellen Status der MEA-Fertigung bestätigt
der Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 für die SFC Energy AG. Die Prognose
basiert auf der Annahme eines Umsatzwachstums in beiden Segmenten, auf einer stabilen
Qualität in der MEA-Fertigung sowie relativ stabilen operativen Kosten.
Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt der Vorstand unter Berücksichtigung des erwarteten
Geschäftsverlaufs und des aktuellen Auftragsbestandes, seine Prognose vom 22. Februar
2024 und erwartet unverändert ein Umsatzwachstum von ca. 20 % bis 30 % zum Umsatz
des Geschäftsjahres 2023 bzw. einen konsolidierten Umsatz in einer Bandbreite von
TEUR 141.700 bis TEUR 153.500.
In Anbetracht der vorstehend geschilderten Erwartungen bestätigt der Vorstand für
das laufende Geschäftsjahr die bereinigte EBITDA Prognose vom 22. Februar 2024 in
einer Bandbreite von TEUR 17.500 bis TEUR 22.400.
Entsprechend den in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erzielten Ergebnissen
sowie den vorstehend beschriebenen Erwartungen bestätigt der Vorstand die bereinigte
EBIT Prognose vom 22. Februar 2024 in einer Bandbreite von TEUR 9.800 bis TEUR 14.700.
Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen.
Nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures)
sind juristische oder natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und deren Tochterunternehmen
Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem
maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen.
Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten
oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen
sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der SFC Energy AG.
Die Gruppe der nahestehenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2023 nicht geändert.
Im Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine Transaktionen mit nicht konsolidierten
Tochterunternehmen.
Zum 30. Juni 2024 hielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt
circa 1,66% (31. Dezember 2023: 1,65%) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien.
Brunnthal, den 20. August 2024
Der Vorstand
| Dr. Peter Podesser | Daniel Saxena | Hans Pol |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (CFO) | Vorstand (COO) |
| in EUR | ||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. (RÜCKWIRKEND ANGEPASST*) |
|
| Umsatzerlöse | 70.856.449 | 57.053.042 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-41.314.097 | -35.176.595 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 29.542.352 | 21.876.447 |
| Vertriebskosten** | -8.707.936 | -7.649.548 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -3.383.250 | -2.834.372 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -9.090.832 | -7.548.405 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 636.166 | 833.879 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -657.847 | -915.307 |
| Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte** |
-91.610 | 59.453 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 8.247.042 | 3.822.147 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 748.528 | 313.130 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -316.437 | -338.578 |
| Ergebnis vor Steuern | 8.679.133 | 3.796.699 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.258.045 | -469.334 |
| Konzernperiodenergebnis | 6.421.088 | 3.327.365 |
| den Eigentümer der SFC Energy AG zuzuordnen | 6.405.777 | 3.327.365 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen | 15.311 | 0 |
| Ergebnis je Aktie | ||
| unverwässert | 0,37 | 0,19 |
| verwässert | 0,36 | 0,19 |
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
| in EUR | ||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. (RÜCKWIRKEND ANGEPASST*) |
|
| Konzernperiodenergebnis | 6.421.088 | 3.327.366 |
| Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird: | ||
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 113.721 | 27.111 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen (Summe sonstiges Ergebnis) | 113.721 | 27.111 |
| Konzerngesamtergebnis der Periode | 6.534.809 | 3.354.477 |
| den Eigentümern der SFC Energy AG zuzuordnen | 6.513.624 | 3.354.477 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen | 21.185 | 0 |
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten
Wertänderungen.
| in EUR | ||
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 131.142.930 | 121.258.735 |
| Vorräte | 23.376.903 | 25.043.347 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.772.295 | 28.645.153 |
| Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden | 674.873 | 2.013.114 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 8.423.542 | 5.424.007 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 69.609.697 | 59.847.494 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.620 | 285.620 |
| Langfristige Vermögenswerte | 56.042.671 | 55.140.522 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 20.217.715 | 19.819.787 |
| Sachanlagen | 19.380.127 | 16.943.596 |
| Sonstige VW und Forderungen - langfristig | 181.249 | 960.644 |
| Aktive latente Steuern | 16.263.580 | 17.416.495 |
| Aktiva | 187.185.601 | 176.399.257 |
| in EUR | ||
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 37.552.201 | 33.578.134 |
| Ertragssteuerverbindlichkeiten | 1.281.356 | 1.331.652 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.247.606 | 2.108.107 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.989.167 | 3.791.132 |
| Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | 191.024 | 178.982 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.478.356 | 12.890.047 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.217.524 | 2.200.030 |
| Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden | 401.956 | 1.470.035 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP | 10.745.212 | 9.608.149 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 13.707.844 | 14.687.907 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.566.187 | 2.188.891 |
| Leasingverbindlichkeiten | 9.360.609 | 10.363.153 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.629.472 | 2.015.720 |
| Passive latente Steuern | 151.576 | 120.143 |
| Eigenkapital | 135.925.556 | 128.133.216 |
| Nicht beherrschende Anteile | -7.824 | -29.009 |
| auf die Eigentümer der SFC Energy AG entfallendes Eigenkapital | 135.933.380 | 128.162.225 |
| Gezeichnetes Kapital | 17.363.691 | 17.363.691 |
| Kapitalrücklage | 174.424.768 | 173.167.237 |
| Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | -951.584 | -1.059.431 |
| Ergebnisvortrag | -61.309.272 | -82.393.765 |
| Konzernperiodenergebnis | 6.405.777 | 21.084.493 |
| Passiva | 187.185.601 | 176.399.257 |
| in EUR | |||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023 01.01.-30.06. |
||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 8.679.133 | 3.796.700 | |
| + | Zinsergebnis | -432.091 | 25.448 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 2.968.120 | 2.966.177 |
| +/- | Erträge/Aufwendungen aus LTI-Programmen | 1.071.439 | 278.573 |
| + | Änderung von Wertberichtigungen | 278.690 | 321.417 |
| +/- | Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen | 82.640 | 0 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -45.954 | -49.374 |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen | 12.601.977 | 7.338.941 | |
| +/- | Zu-/Abnahme der Rückstellungen | 506.571 | 268.484 |
| -/+ | Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -199.846 | -7.887.751 |
| -/+ | Zu-/Abnahme der Vorräte | 1.589.254 | -2.249.712 |
| -/+ | Zu-/Abnahme sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | -834.490 | -1.144.318 |
| +/- | Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.579.932 | 3.790.119 |
| +/- | Zu-/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten | -118.694 | -790.538 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern | 17.124.704 | -674.775 | |
| +/- | Ertragsteuererstattungen/-zahlungen | -1.154.417 | -846.924 |
| - | Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 15.970.287 | -1.521.699 |
| in EUR | |||
| 2024 01.01.-30.06. |
2023* 01.01.-30.06. |
||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in immaterielle Vemögenswerte aus Entwicklungsprojekten | -1.489.824 | -1.466.286 | |
| - | Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | -39.297 | -1.193.124 |
| - | Investitionen in Sachanlagen | -4.322.301 | -1.243.030 |
| + | Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 730.306 | 195.005 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 0 | 99.307 |
| - | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.121.116 | -3.608.128 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| - | Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -1.060.091 | -881.046 |
| - | Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -310.192 | -331.631 |
| - | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.370.283 | -1.212.677 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 9.478.888 | -6.342.504 | |
| Wechselkursbedingte und sonstige Änderungen des Finanzmittelfonds | 85.280 | 11.782 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Kontokorrentkredite zu Beginn der Berichtsperiode | 56.056.362 | 60.747.980 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Kontokorrentkredite am Ende der Berichtsperiode | 65.620.530 | 54.417.259 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und Kontokorrentverbindlichkeiten | 9.478.888 | -6.342.503 | |
*
Anpassung in der Darstellung: Finanzmittelfonds inkl. Kontokorrentverbindlichkeiten
| in EUR | ||||||
| Clean Energy | Clean Power Management | Konzern | ||||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 (rückwirkend angepasst*) |
|
| Umsatzerlöse | 50.859.821 | 38.590.207 | 19.996.628 | 18.462.835 | 70.856.449 | 57.053.042 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -26.500.309 | -21.380.138 | -14.813.788 | -13.796.457 | -41.314.097 | -35.176.595 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 24.359.512 | 17.210.069 | 5.182.840 | 4.666.378 | 29.542.352 | 21.876.447 |
| Vertriebskosten** | -7.596.351 | -6.490.778 | -1.111.585 | -1.158.770 | -8.707.936 | -7.649.548 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.273.402 | -1.917.902 | -1.109.848 | -916.470 | -3.383.250 | -2.834.372 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -6.974.574 | -5.588.669 | -2.116.258 | -1.959.736 | -9.090.832 | -7.548.405 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 602.485 | 808.653 | 33.681 | 25.226 | 636.166 | 833.879 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -643.376 | -880.118 | -14.471 | -35.189 | -657.847 | -915.307 |
| Änderung der Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte** | -106.956 | -55.955 | 15.346 | 115.408 | -91.610 | 59.453 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 7.367.338 | 3.085.300 | 879.704 | 736.847 | 8.247.042 | 3.822.147 |
| Anpassungen EBIT | 1.310.711 | 533.057 | 0 | 0 | 1.310.711 | 533.057 |
| EBIT bereinigt | 8.678.049 | 3.618.357 | 879.704 | 736.847 | 9.557.753 | 4.355.204 |
| Abschreibungen | -2.171.755 | -2.328.147 | -796.365 | -638.030 | -2.968.120 | -2.966.177 |
| EBITDA | 9.539.093 | 5.413.447 | 1.676.069 | 1.374.877 | 11.215.162 | 6.788.324 |
| Anpassungen EBITDA | 1.310.711 | 533.057 | 0 | 0 | 1.310.711 | 533.057 |
| EBITDA bereinigt | 10.849.804 | 5.946.504 | 1.676.069 | 1.374.877 | 12.525.873 | 7.321.381 |
| Finanzergebnis | 432.091 | -25.448 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 8.679.133 | 3.796.699 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.258.045 | -469.334 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | 6.421.088 | 3.327.365 | ||||
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
| in EUR | ||||||
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung |
Konzern- bilanzgewinn/ verlust |
Den Eigentümern der SFC AG zurechenbares Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile |
|
| Stand 01.01.2024 | 17.363.691 | 173.167.237 | -1.059.431 | -61.309.272 | 128.162.225 | -29.009 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | ||||||
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2024 | 6.405.777 | 6.405.777 | 15.311 | |||
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | 107.847 | 107.847 | 5.874 | |||
| Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 1.257.531 | 1.257.531 | 0 | |||
| Stand 30.06.2024 | 17.363.691 | 174.424.768 | -951.584 | -54.903.495 | 135.933.380 | -7.824 |
| in EUR | |
| Konzern- eigenkapital |
|
| Stand 01.01.2024 | 128.133.216 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | |
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2024 | 6.421.088 |
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | 113.721 |
| Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 1.257.531 |
| Stand 30.06.2024 | 135.925.556 |
| in EUR | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | Konzernbilanzgewinn/-verlust | Den Eigentümern der SFC AG zurechenbares Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | |
| Stand 01.01.2023 | 17.363.691 | 169.215.296 | -748.104 | -82.393.765 | 103.437.118 | 0 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | ||||||
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 3.327.366 | 3.327.366 | 0 | |||
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | 27.111 | 27.111 | 0 | |||
| Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 201.004 | 201.004 | 0 | |||
| Stand 30.06.2023 | 17.363.691 | 169.416.300 | -720.993 | -79.066.399 | 106.992.599 | 0 |
| in EUR | |
| Konzern- eigenkapital |
|
| Stand 01.01.2023 | 103.437.118 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | |
| Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2023 | 3.327.366 |
| Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung | 27.111 |
| Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 201.004 |
| Stand 30.06.2023 | 106.992.599 |
Die SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige
Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal.
Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer
HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("SFC" oder "Konzern") sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten,
Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf
Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen für Kunden
aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten,
die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden
Geschäfte.
Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet
(WKN 756857, ISIN: DE0007568578).
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften
des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), sowie den Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der verkürzte Konzernabschluss
enthält nicht alle für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebenen
Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 gelesen werden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2023 gelten
insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Der Zwischenabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Angaben in diesem Zwischenabschluss
erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der Verwendung
von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung können
Differenzen auftreten.
Der Konzern hat in der aktuellen Berichtsperiode nachfolgende Standardänderungen erstmals
angewandt:
| ― |
Änderung an IAS 1 - Einstufung von Schulden als kurz- oder langfristig und Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen |
| ― |
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 - Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen |
| ― |
Änderung an IFRS 16 - Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion |
Durch die aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2024 angewandten Standards, Änderungen
und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen
auf den SFC Konzern.
Im August 2023 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 21, die klarstellen, wann
eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist und wann nicht. Weiterhin beinhaltet
die Änderungen Regelungen zur Festlegung, wie ein Unternehmen den anzuwendenden Stichtagskurs
bestimmt, wenn eine Währung nicht umtauschbar ist. Es sind darüber hinaus Vorschriften
zur Angabe zusätzlicher Informationen enthalten, wenn eine Währung nicht umtauschbar
ist. Vorbehaltlich der Übernahme in europäisches Recht ist die Anwendung für Geschäftsjahre
ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese
Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit oder den jährlichen
Abschluss haben wird.
Im April 2024 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 18 zu Darstellung und Angaben
in Abschlüssen. Ziel des Standards ist es, die Darstellung finanzieller Informationen
zu verbessern und die Transparenz und Vergleichbarkeit von Abschlüssen zu erhöhen.
IFRS 18 wird IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" ersetzen. Vorbehaltlich der Übernahme
in europäisches Recht ist die Anwendung von IFRS 18 für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar
2027 verpflichtend. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, vom SFC Konzern jedoch
nicht vorgesehen.
Im Rahmen einer Fehlerkorrektur im Zusammenhang mit der Auflösung von SAR Verbindlichkeiten
wurde die Vorjahresperiode angepasst. Infolgedessen wurden EUR 113.360 in der Vergleichsperiode
von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Vertriebskosten umgegliedert. Für
weitere Informationen wird auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2023 verwiesen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung
bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen
und auf Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen
und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen
in der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen
abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden durch die Unternehmensleitung
laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der
die Schätzungen geändert werden, sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon betroffen
sind.
Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die wesentlichen Ermessensentscheidungen
der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
des Konzerns sowie die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten mit denen des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2023 identisch ausgeübt.
Zum 30. Juni 2024 waren einschließlich des Mutterunternehmens SFC Energy AG acht (31.
Dezember 2023: acht) Gesellschaften vollkonsolidiert.
Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der
Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 30. Juni 2024 geht aus der folgenden Tabelle
hervor:
| in % | |||||
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital | Währung | ||
| unmittelbar | mittelbar | gesamt | |||
| SFC Energy B.V. ("SFC NL") | Almelo, Niederlande | 100% | - | 100% | EUR |
| SFC Energy Power SRL ("SFC RO") | Cluj-Napoca, Rumänien | - | 100% | 100% | RON |
| SFC Energy Ltd. ("SFC CA") | Calgary, Kanada | 100% | - | 100% | CAD |
| SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") | Swindon, UK | 100% | - | 100% | GBP |
| SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") | Gurgaon, Indien | 92% | - | 92% | INR |
| SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") | Cluj-Napoca, Rumänien | 100% | - | 100% | RON |
| SFC Energy LLC ("SFC USA") | Wilmington, USA | 100% | - | 100% | USD |
Zum Stichtag waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen,
die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen
der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten
des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns
zu erlangen.
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird wesentlich vom Tempo des
Inflationsrückgangs und den daraus resultierenden Spielräumen für die Zinspolitik
der Notenbanken bestimmt. Insbesondere die hartnäckige Inflation im Dienstleistungssektor
sorgt hier für Risiken. Weitere Unsicherheiten resultieren aus dem weiteren Verlauf
weltweiter geo- und handelspolitischer Konflikte, die den Handel und die wirtschaftliche
Aktivität beeinträchtigen. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds
(IWF) damit, dass das globale Wachstum von geschätzten 3,3 % im Jahr 2023 auf 3,2
% im Jahr 2024 sinken wird und sich im Jahr 2025 nur leicht auf wieder 3,3 % erholen
wird. Damit ist die Wachstumsprognose unverändert Weltwirtschaftsausblick vom April
2024 (WEO) und bewegt sich insgesamt weiter auf relativ schwachem Niveau.
Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation belastet
weiterhin die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften.
Der Rückgang der Inflation setzt sich weiter fort, jedoch langsamer als erhofft, was
besonders auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen ist.
Dennoch wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7 %
im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und 4,4 % im Jahr 2025 zurückgehen wird.
Positiv hervorzuheben ist, das sich das Output-Gefälle zwischen den Volkswirtschaften
wieder verringert, da konjunkturelle Faktoren nachlassen und die Wirtschaftstätigkeit
sich stärker an ihr Potenzial annähert. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen
Unsicherheiten verbunden und die Belastungen bzw. der Kostendruck durch fortgesetzte
Anpassungsreaktionen an die krisenbedingt gestiegenen Preisniveaus bleiben bestehen.
Das Sachanlagevermögen des Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2024
im Wesentlichen durch Mietereinbauten. Zum 30.06.2024 sind in den Sachanlagen Mietereinbauten
mit einem Buchwert in Höhe von EUR 2.006.412 (Vorjahr: EUR 917) enthalten. Die Nutzungsdauer
der Mietereinbauten richtet sich nach den Laufzeiten der Leasingverhältnisse der zugrundeliegenden
Gebäude.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation
Rights Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder Daniel Saxena und Hans
Pol sowie für ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung
siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Anteilsbasierte Vergütung".
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft hatten vereinbart, den Vorstand und Führungskräfte
am Erfolg der Gesellschaft zu beteiligen. Im Zuge dessen wurden zwischen der Gesellschaft
und den Vorständen sowie (ehemaligen) Führungskräften ein Vertrag zum Abschluss aktienbasierter
Vergütungsprogramme geschlossen. Ziel dieser Programme ist es eine vorrangig an den
Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung
der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen.
Zum 30. Juni 2024 bestanden in der SFC drei aktienbasierte Vergütungsprogramme: das
Stock Appreciation Rights Programm (SAR), das Aktienoptionsprogramm (AOP) und das
Performance Share Programm (PSP).
Die SAR Programme sehen eine variable Vergütung in Form von sogenannten virtuellen
Aktienoptionen vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen SAR sind nicht durch
Eigenkapital hinterlegte, virtuelle Vergütungsinstrumente. Sie gewähren bei Erreichung
der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf Barauszahlung
durch die SFC.
Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die ausgegebenen virtuellen Optionsrechte
auf folgende Tranchen:
| Tranche HP3 | Tranche DS1 | |
| Zuteilungstag | 01.07.2018 | 01.07.2020 |
| Anzahl SARs | 180.000 | 228.000 |
| Teil-Tranchen | 3 | 4 |
| Maximale Laufzeit des SAR Programms | 7,0 Jahre | 8,0 Jahre |
| Referenzpreis | Durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft (arithmetisches Mittel der Schlusskurse im XETRA-Handel) an den letzten 30 Handelstagen vor dem jeweiligen Stichtag |
|
| Verfallsstichtag der letzten Teil-Tranche | 01.07.2021 | 01.07.2024 |
| Kursziel | EUR 16,50 | EUR 22,00 |
| Wartezeit (ab Zuteilungstag) in Jahren | 4,0 - 6,0 | 4,0 - 7,0 |
| Ausübungspreis | Der Ausübungspreis beträgt EUR 1,00 pro virtueller Aktienoption |
|
| Cap | n/a | EUR 1,0 Mio. |
| Ende des Ausübungszeitraums der letzten Teil-Tranche | 01.07.2025 | 01.07.2028 |
Die Tranchen sind jeweils in einzelne Teil-Tranchen eingeteilt. Die Anzahl der erdienten
SARs kann sich bis zum Verfallsstichtag in Abhängigkeit vom Referenzkurs zu diesem
Stichtag (durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten
30 Handelstagen vor dem Verfallsstichtag) verändern. Dabei ist der vollständige Verlust
aller gewährten SARs möglich. Erreicht der Referenzkurs zum Verfallsstichtag nicht
das im Term Sheet festgelegte Kursziel, wird nur ein Teil der SAR erdient. Die übrigen
SAR verfallen zum jeweiligen Stichtag ersatz- und entschädigungslos (vorzeitiger Verfall).
Die sich im Anschluss ergebene Anzahl an SARs gilt als erdient.
Nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit (siehe SARs-Übersicht 2024/Q2) können in einem
Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter
Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden die SARs ausgeübt werden. Die Anzahl der
ausübbaren SARs ist in Bezug auf jede Teil-Tranche davon abhängig, dass der durchschnittliche
Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten 30 Handelstagen vor dem Ausübungsstichtag
(Referenzkurs zum Ausübungsstichtag) die im Term Sheet festgelegten Schwellenwerte
erreicht oder übersteigt. Erreicht der Referenzkurs nicht mindestens das Kursziel,
kann von den Teil-Tranchen nur ein Teil der SAR ausgeübt werden. Im Zuge der Erfolgsziele
muss für die Tranche HP3 zudem der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft in
den 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartezeit den durchschnittlichen
Börsenkurs in den 30 Handelstagen vor Zuteilungstag übersteigen. Blackout-Perioden
beziehen sich auf zehn Tagen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages
nach Veröffentlichung der Quartalsergebnisse sowie zehn Tage vor Geschäftsjahresende
bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach Veröffentlichung der (vorläufigen)
Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres. Bei Ausübung der SAR erfolgt ein Barausgleich
in Höhe des Referenzkurses zum Ausübungsstichtags abzüglich des Ausübungspreis. Der
Barausgleich der jeweiligen Teil-Tranche der Tranche DS1 ist dabei auf maximal EUR
1,0 Mio. beschränkt (Cap).
Im Geschäftsjahr 2024/Q2 wurden keine weiteren SARs gewährt. Ein Teil der Ansprüche
von HP3 wurden im Berichtszeitraum ausgeübt. Auf Basis des Vorstandsbeschlusses vom
11. März 2024 wurde für die bestehenden Tranchen CB1, BL1 und FT1 das Wahlrecht genutzt,
diese in ein Aktienoptionsprogramm umzuwandeln. Die bestehenden Verbindlichkeiten
dieser SARs wurden ausgebucht und es erfolgte eine Neubewertung innerhalb der AOPs
zum Modifikationsdatum.
Die Gewährung der verbleibenden SARs wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung
mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SARs wird
an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells für die jeweilige
Teil-Tranche und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt
wurden, neu bewertet.
Die SARs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Tranche HP3 | Tranche DS1 | Tranche CB1 / BL1 / FT1 |
|
| Anzahl SARs | 180.000 | 228.000 | 01 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 1,0 | 4,0 | n/a |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2024 ausstehende SARs (01.01.2024) | 83.333 | 228.000 | 40.500 |
| In der Berichtsperiode 2024/Q2 | |||
| gewährte SARs | 0 | 0 | 0 |
| verwirkte SARs | 0 | 0 | 0 |
| ausgeübte SARs | 41.667 | 0 | 0 |
| verfallene SARs | 0 | 0 | 40.5001 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2024 ausstehende SARs (30.06.2024) | 41.666 | 228.000 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2024 ausübbare SARs (30.06.2024) | 0 | 0 | 0 |
1
Es erfolgte eine Umwandlung der Tranchen in ein Aktienoptionsprogramm.
Im Vorjahreszeitraum haben sich die SARs wie folgt entwickelt:
| Tranche HP3 | Tranche DS1 | Tranche CB1 / BL1 / FT1 |
|
| Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) | 180.000 | 228.000 | 47.250 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 1,5 | 4,5 | 3,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (01.01.2023) | 90.000 | 228.000 | 40.500 |
| In der Berichtsperiode 2023 | |||
| gewährte SARs | 0 | 0 | 0 |
| verwirkte SARs | 0 | 0 | 0 |
| ausgeübte SARs | 6.667 | 0 | 0 |
| verfallene SARs | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (30.06.2023) | 83.333 | 228.000 | 40.500 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausübbare SARs (30.06.2023) | 41.667 | 0 | 0 |
Im Rahmen der Bewertung zum 30.06.2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
| Tranche HP3 | Tranche DS1 | Tranche CB1 / BL1 / FT1 |
|
| Bewertungszeitpunkt | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 30.06.2024 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 1,0 | 1,0 - 4,0 | n/a |
| Volatilität | 41,0% | 41,4% - 48,4% | n/a |
| Risikoloser Zinssatz | 3,12% - 3,63% | 2,45% - 3,12% | n/a |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,0% | 0,0% | n/a |
| Ausübungspreis | EUR 1,00 | EUR 1,00 | n/a |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | EUR 19,28 | EUR 19,28 | n/a |
Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31.12.2023) wurden folgende Parameter berücksichtigt:
| in EUR | |||
| Tranche HP3 | Tranche DS1 | Tranche CB1 / BL1 / FT1 | |
| Bewertungszeitpunkt | 31.12.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 0,5 - 1,5 | 1,5 - 4,5 | 1,0 - 3,0 |
| Volatilität | 40,3% - 41,7% | 41,7% - 53,7% | 39,2% - 48,1% |
| Risikoloser Zinssatz | 2,60% - 3,47% | 1,88% - 2,61% | 2,04% - 2,977% |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Ausübungspreis | EUR 1,00 | EUR 1,00 | EUR 1,00 |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | EUR 19,52 | EUR 19,52 | EUR 19,52 |
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des Ausübungszeitraums
der jeweiligen Teil-Tranche herangezogen (siehe Bewertungs-Übersicht 2024/Q2). Der
Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 28.
Juni 2024 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität
der SFC Aktie über die Restlaufzeit der jeweiligen Teil-Tranche ermittelt. Für vorherige
Bewertungen erfolgte die Ableitung auf Basis der Restlaufzeit der jeweiligen Tranche.
Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer
Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende
Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite
beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen für die Höhe der erwarteten zukünftigen
Dividende der SFC Aktie.
Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch
nicht verfallenen SARs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der
rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses
Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.
Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des SAR-Programms eine Schuld in Höhe von EUR 2.500.770
(davon EUR 1.320.232 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert
(31. Dezember 2023: EUR 3.578.386; davon EUR 2.574.691 langfristig). Der Periodenaufwand/-ertrag
für das anteilige Geschäftsjahr 2024 beträgt EUR 253.542 (Vorjahresperiode 2023 EUR
-323.848).
Im Rahmen der Umwandlung der SARs wird die bilanzierte Verbindlichkeit ausgebucht
und eine neue Kapitalrücklage zum Bewertungsstichtag wird gebildet. Der negative Unterschiedsbetrag
beträgt EUR 122.124 und wird als Aufwand erfasst.
Der innere Wert der unverfallbaren SAR zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:
| in EUR | ||||
| Ausübungspreis | Aktienkurs 30.06.2024 |
Anzahl unverfallbarer SARs |
Innerer Wert |
|
| HP3 | EUR 1,00 | EUR 19,28 | 41.667 | EUR 761.673 |
| DS1 1 | EUR 1,00 | EUR 19,28 | 228.000 | EUR 4.000.000 |
| Summe | EUR 4.761.673 | |||
Die AOP Programme sehen eine variable Vergütung in Form von Aktienoptionen vor. Die
im Rahmen des Programms ausgegebenen AOP sind durch Eigenkapital hinterlegte Vergütungsinstrumente.
Sie gewähren bei Erreichung der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen
einen Anspruch auf einer auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stammaktie der SFC.
Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die ausgegebenen Aktienoptionsrechte auf folgende
Tranchen:
| Tranche PP3 | Tranche HP4 | Tranche MC1 | Tranche SA2 | Tranchen CB1/ BL1/ FT1 |
|
| Zuteilungstag | 09.07.2020 | 01.03.2021 | 01.01.2021 | 05.05.2023 | 11.03.20241 |
| Anzahl AOPs | 504.000 | 500.000 | 22.800 | 22.800 | 21.000 |
| Teil-Tranchen | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 |
| Maximale Laufzeit des AOP Programms | 8,0 Jahre | 7,0 Jahre | 8,0 Jahre | 7,0 Jahre | 7,0 Jahren |
| Referenzkurs | Durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft (arithmetisches Mittel der Schlusskurse im XETRA-Handel) an den letzten 30 Handelstagen vor dem jeweiligen Stichtag |
||||
| Verfallsstichtag der letzten Teil-Tranche | 09.07.2024 | 01.03.2025 | 01.01.2024 | 05.05.2026 | 01.01.2023 |
| Kursziel | EUR 19,00 | EUR 51,54 | EUR 32,72 | EUR 44,59 | EUR 19,00 |
| Wartezeit (ab Zuteilungstag) in Jahren | 4,0 - 7,0 | 4,0 - 7,0 | 4,0 - 6,0 | 4,0 - 6,0 | 4,0-6,0 |
| Ausübungspreis | EUR 1,00 | EUR 24,41 | EUR 15,50 | EUR 21,12 | EUR 1,00 |
| Cap | EUR 1,0 Mio. | EUR 1,0 Mio. | n/a | n/a | n/a |
| Ende des Ausübungszeitraums der letzten Teil-Tranche | 09.07.2028 | 01.03.2029 | 01.01.2028 | 05.05.2030 | 01.07.2027 |
1
Zuteilungstag entspricht dem Modifikationsdatum.
Die Tranchen sind jeweils in einzelne Teil-Tranchen eingeteilt. Die Anzahl der erdienten
AOP kann sich bis zum Verfallsstichtag in Abhängigkeit vom Referenzkurs zu diesem
Stichtag (durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten
30 Handelstagen vor dem Verfallsstichtag) verändern. Dabei ist der vollständige Verlust
aller gewährten AOPs möglich. Erreicht der Referenzkurs zum Verfallsstichtag nicht
das im Term Sheet festgelegte Kursziel, wird nur ein Teil der AOP erdient. Die übrigen
AOP verfallen zum jeweiligen Stichtag ersatz- und entschädigungslos (vorzeitiger Verfall).
Die sich im Anschluss ergebene Anzahl an AOPs gilt als erdient.
Nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist (siehe AOPs-Übersicht 2024/Q2) können in einem
Zeitraum von einem Jahr unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden die AOPs
ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren AOPs ist in Bezug auf jede Teil-Tranche
davon abhängig, dass der durchschnittliche Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft
an den letzten 30 Handelstagen vor dem Ausübungsstichtag (Referenzkurs zum Ausübungsstichtag)
den Ausübungspreis erreicht oder übersteigt. Erreicht der Referenzkurs nicht die im
Term Sheet festgelegten Schwellenwerte, kann von der Teil-Tranche nach Maßgabe des
Referenzkurses und unter Beachtung der festgelegten Bandbreiten nur ein Teil der AOP
ausgeübt werden.
Für die Tranchen HP4 und PP3 ist ein Ausüben der jeweiligen Teil-Tranche der AOP zudem
nur möglich, soweit der innere Wert bei Ausübung der Teil-Tranche in Summe den Betrag
von EUR 1,0 Mio. nicht überschreitet (Cap). In der Berichtsperiode erfolgte eine Umwandlung
der bestehenden SAR Programme CB1, BL1 und FT1 zu AOPs. Diese wurden zum Modifikationsdatum
neu bewertet.
In der Vorberichtsperiode 2023 erfolgte die Gewährung weiterer Aktienoptionsprogramme
gegenüber Führungskräften (SA2). Gemäß IFRS 2.28 ist der gesamte Aufwand, der noch
auf die zukünftigen Perioden der Sperrfrist zu verteilen ist, sofort erfolgswirksam
zu erfassen. Der entsprechende Aufwand wurde im Geschäftsjahr 2023 nachgebucht.
Die Gewährung der in diesem Kapital genannten Programme wurde nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte
Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet.
Der beizulegende Zeitwert der Programme wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo
Modells für die jeweilige Teil-Tranche und unter Berücksichtigung der Bedingungen,
zu denen die AOP gewährt wurden, bewertet.
Die AOPs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Tranche PP3 | Tranche HP4 | Tranche MC1 | Tranche SA2 | Tranchen CB1/ BL1/ FT1 |
|
| Anzahl AOPs | 504.000 | 500.000 | 22.800 | 22.800 | 21.000 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 4,0 | 4,7 | 3,5 | 5,8 | 2,5 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2024 ausstehende AOPs (01.01.2024) | 504.000 | 250.000 | 19.543 | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2024 | |||||
| gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 22.800 | 21.000 |
| verwirkte Aktienoptionen | 0 | 0 | 4.704 | 0 | 3.000 |
| ausgeübte Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.000 |
| verfallene Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Am Ende der Berichtsperiode ausstehende AOPs (30.06.2024) | 504.000 | 250.000 | 14.839 | 22.800 | 14,000 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausübbare AOPs (30.06.2024) | 0 | 0 | 0 | 0 | 14,000 |
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Aktienoptionen wie folgt entwickelt:
| Tranche PP3 | Tranche HP4 | Tranche MC1 | Tranche SA1 | |
| Anzahl AOPs | 504.000 | 500.000 | 22.800 | 22.800 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 4,5 | 5,2 | 4,0 | 6,3 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende AOPs (01.01.2023) | 504.000 | 375.000 | 19.543 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2023 | ||||
| gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 22.800 |
| verwirkte Aktienoptionen | 0 | 125.000 | 4.704 | 0 |
| ausgeübte Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Aktienoptionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausstehende AOPs (31.12.2023) | 504.000 | 250.000 | 14.839 | 22.800 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausübbare AOPs (31.12.2023) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans eine Kapitalrücklage in Höhe
von EUR 2.684.722 bilanziert (31. Dezember 2023: EUR 1.757.626). Der Periodenaufwand/-ertrag
für das Geschäftsjahr 2024/Q2 beträgt EUR 290.660 (Vorjahreszeitraum EUR 311.928).
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
| Tranche PP3 | Tranche HP4 | Tranche MC1 | Tranche SA2 | Tranchen CB1/ BL1/ FT1 |
|
| Bewertungszeitpunkt | 04.09.2020 | 01.03.2021 | 01.02.2021 | 05.05.2023 | 31.03.2024 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 8 Jahre | 8 Jahre | 7 Jahre | 7 Jahre | 2,8 Jahre |
| Volatilität | 45,18% | 49,49% | 50,34% | 52,42% | 35,89%- 41,28% |
| Risikoloser Zinssatz | -0,54% | -0,47% | -0,69% | 2,15% | 2,6%-3,4% |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
| Ausübungspreis | EUR 1,00 | EUR 24,41 | EUR 15,50 | EUR 21,12 | EUR 1,00 |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | EUR 10,00 | EUR 28,50 | EUR 22,75 | EUR 21,80 | EUR 17,98 |
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen
Vereinbarung herangezogen. Für die umgewandelten Tranchen CB1, BL1 und FT1 wurde als
Laufzeit der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des Ausübungszeitraums der
jeweiligen Teil-Tranche herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus
dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum jeweiligen Bewertungszeitpunkt ermittelt. Die
Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über
die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität
liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends
geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen
Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen
für die Höhe der erwarteten zukünftigen Dividende der SFC Aktie zu den jeweiligen
Bewertungsstichtagen.
Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch
nicht verfallenen AOPs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der
rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses
Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.
Die PSPs sehen eine variable Vergütung in Form von Aktienoptionen vor. Die im Rahmen
des Programms ausgegebenen Aktienoptionen sind durch Eigenkapital hinterlegte Vergütungsinstrumente.
Sie gewähren bei Erreichung der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen
einen Anspruch auf einer auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stammaktie der SFC.
Die PSPs sehen eine variable Vergütung in Form von sogenannten virtuellen Aktienoptionen
vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen PSPs sind nicht durch Eigenkapital hinterlegte,
virtuelle Vergütungsinstrumente. Sie gewähren nach Ablauf der Performanceperiode in
Abhängigkeit des Gesamtzielerreichungsgrades verschiedener langfristigen Leistungskriterien
(LTI) und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung in Form
einer Barzahlung oder in SFC Aktien.
Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die zugeteilten PSPs auf folgende Tranchen:
| Tranche PP4 | Tranche CB2 | Tranche FT2/ BL2 | Tranche KE1 | Tranche RG1 | Tranche TM1 | |
| Zuteilungstag | 21.03.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 |
| Zielbetrag | 999.000 | 81.575 | 83.847 | 37.956 | 40.797 | 49.409 |
| Anfangsaktienkurs der SFC Aktie1 | 18,94 | 18,94 | 18,94 | 18,94 | 18,94 | 18,94 |
| Anfangszahl PSPs | 52.746 | 4.307 | 4.427 | 2.004 | 2.154 | 2.614 |
| Performanceperiode | 01.01.2024 31.12.2027 |
01.01.2024 31.12.2027 |
01.01.2024 31.12.2027 |
01.01.2024 31.12.2027 |
01.01.2024 31.12.2027 |
01.01.2024 31.12.2027 |
| Anzahl und Gewichtung Aktienkursziele | 1 (70%) | 1 (70%) | 1 (70%) | 1 (70%) | 1 (70%) | 1 (70%) |
| Anzahl und Gewichtung ESG-Ziele | 4 (je 7,5%) | 4 (je 7,5%) | 4 (je 7,5%) | 4 (je 7,5%) | 4 (je 7,5%) | 4 (je 7,5%) |
| Cap in % des Zielbetrags | 250% | 150% | 150% | 150% | 150% | 150% |
| Cap in EUR | 2.497.500 | 122.363 | 125.771 | 56.934 | 61.195 | 74.264 |
Die erwarte Endzahl an PSPs kann sich in Abhängigkeit vom Gesamtzielerreichungsgrad
der einschlägigen Leistungskriterien verändern und ergibt sich aus der Anfangszahl
an PSPs multipliziert mit dem Gesamtzielerreichungsgrad nach Ende der Performanceperiode.
Die Zielen setzen sich aus einem aktienkursbasierten Ziel und vier ESG-Zielen zusammen.
Das aktienkursbasierte Ziel wird durch die relative Renditeentwicklung der SFC Anteilseigner
im Vergleich zum SDAX als Referenzindex ermittelt. Die vier nicht-finanziellen Nachhaltigkeitsziele
(LTI-ESG-Ziele) sind gleichgewichtet verteilt auf je zwei Ziele in Bezug auf CO2-Reduktion
und Optimierungen der Kreislaufwirtschaft. Für alle Ziele wird nach Ablauf der Performanceperiode
der erreichte Zielerreichungsgrad je Ziel bestimmt. Der Gesamtzielerreichungsgrad
für die Performanceperiode ist die Summe der gewichteten Zielerreichungsgrade der
anwendbaren Leistungskriterien (siehe PSP-Parameter - 2024/Q2).
In dieser Berichtsperiode erfolgte die Gewährung eines PSP Programms für den Vorstand
(PP4) und eines gegenüber leitenden Angestellten (CB2, BL2, FT2, KE1, RG1, TM1).
Die Gewährung der in diesem Kapital genannten Programme wurden nach IFRS 2.10 als
anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert
und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Programme wird einmalig unter Anwendung
eines Monte-Carlo Modells für die jeweilige Teil-Tranche und unter Berücksichtigung
der Bedingungen, zu denen die PSPs gewährt wurden, bewertet.
Die PSPs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Tranche PP4 | Tranche CB2 | Tranche FT2/ BL2 |
Tranche KE1 | Tranche RG1 | Tranche TM1 | |
| Anzahl PSPs | 52.746 | 4.307 | 4.427 | 2.004 | 2.154 | 2.614 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 3,5 | 3,5 | 3,5 | 3,5 | 3,5 | 3,5 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende PSPs (01.01.2024) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2024/Q2 | ||||||
| zugeteilte PSPs | 52.746 | 4.307 | 4.427 | 2.004 | 2.154 | 2.614 |
| verfallene PSPs | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| ausgezahlte PSPs | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausstehende PSPs (30.06.2024) |
52.746 | 4.307 | 4.427 | 2.004 | 2.154 | 2.614 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausübbare PSPs (30.06.2024) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode erwartete Anzahl an Performance Shares (30.06.2024) |
38.345 | 3.086 | 3.172 | 1.436 | 1.544 | 1.873 |
Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des PSP Programms erstmals eine Kapitalrücklage
in Höhe von EUR 330.035 bilanziert (31. Dezember 2023: EUR 0). Der Periodenaufwand/-ertrag
für das Geschäftsjahr 2024/Q2 beträgt EUR 330.035 (Vorjahreszeitraum EUR 0).
Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
| Tranche PP4 | Tranche CB2 | Tranche FT2/ BL2 | Tranche KE1 | Tranche RG1 | Tranche TM1 | |
| Bewertungszeitpunkt | 21.03.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 | 28.06.2024 |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 0,8-3,8 Jahre | 0,5-3,5 Jahre | 0,5-3,5 Jahre | 0,5-3,5 Jahre | 0,5-3,5 Jahre | 0,5-3,5 Jahre |
| Volatilität SFC Aktie | 38,82%- 60,44% | 40,43%- 55,63% | 40,43%- 55,63% | 40,43%- 55,63% | 40,43%- 55,63% | 40,43%- 55,63% |
| Volatilität SDAX | 15,33%- 19,81% | 14,22%- 19,60% | 14,22%- 19,60% | 14,22%- 19,60% | 14,22%- 19,60% | 14,22%- 19,60% |
| Risikoloser Zinssatz | 2,44%- 3,45% | 2,44%- 3,45% | 2,44%- 3,45% | 2,44%- 3,45% | 2,44%- 3,45% | 2,44%- 3,45% |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
| Anfangskurs der SFC Aktie | EUR 18,94 | EUR 18,94 | EUR 18,94 | EUR 18,94 | EUR 18,94 | EUR 18,94 |
| Anfangskurs SDAX | EUR 12.969.15 | EUR 12.969.15 | EUR 12.969.15 | EUR 12.969.15 | EUR 12.969.15 | EUR 12.969.15 |
| Zielerreichung (Bewertungszeitpunkt) | Tranche PP4 | Tranche CB2 | Tranche FT2/ BL2 | Tranche KE1 | Tranche RG1 | Tranche TM1 |
| Zielerreichung Aktienkursbasiert - rTSR | 94,94% | 95,25% | 95,25% | 95,25% | 95,25% | 95,25% |
| Zielerreichung -ESG - CO2 Reduktion | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
| Zielerreichung -ESG - Erneuerbare Energien | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
| Zielerreichung Kreislaufwirtschaft-ReCycle | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
| Zielerreichung Kreislaufwirtschaft-ReUse | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% | 100,00% |
| Gesamtzielerreichungsgrad Ende Performanceperiode | 96,46% | 96,67% | 96,67% | 96,67% | 96,67% | 96,67% |
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen
Vereinbarung herangezogen. Der Anfangskurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs
des XETRA-Handels zum Start der Performanceperiode ermittelt. Die Volatilität wurde
als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie bzw. des SDAX über die
jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt
die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen
werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen
abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen
für die Höhe der erwarteten zukünftigen Dividende der SFC Aktie zu den jeweiligen
Bewertungsstichtagen.
Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch
nicht verfallenen PSPs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der
rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses
Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.
Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres der Berichts- sowie der Vergleichsperiode lassen
sich wie folgt aufteilen:
| in EUR | ||||||
| Clean Energy | Clean Power Management | Summe | ||||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| Regionen | ||||||
| Nordamerika | 18.135.279 | 18.977.089 | 8.033.857 | 7.940.224 | 26.169.136 | 26.917.313 |
| Europa (ohne Deutschland) | 13.245.337 | 10.491.229 | 9.710.708 | 8.459.651 | 22.956.045 | 18.950.880 |
| Deutschland | 4.737.933 | 3.548.166 | 879.012 | 733.447 | 5.616.945 | 4.281.613 |
| Asien | 13.029.087 | 5.488.369 | 289.994 | 257.920 | 13.319.081 | 5.746.289 |
| Rest der Welt | 1.712.185 | 85.354 | 1.083.058 | 1.071.593 | 2.795.243 | 1.156.947 |
| Summe | 50.859.821 | 38.590.207 | 19.996.627 | 18.462.835 | 70.856.449 | 57.053.042 |
| Zeitpunkt der Umsatzrealisierung | ||||||
| Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern | 50.859.821 | 37.803.567 | 19.996.627 | 18.462.835 | 70.856.449 | 56.266.402 |
| Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/Erbringung von Dienstleistungen | 0 | 786.640 | 0 | 0 | 0 | 786.640 |
| Summe | 50.859.821 | 38.590.207 | 19.996.627 | 18.462.835 | 70.856.449 | 57.053.042 |
Die Herstellungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
| in EUR | ||
| 2024 | 2023 | |
| Materialaufwand | 32.804.489 | 28.052.583 |
| Personalkosten | 4.035.746 | 3.347.415 |
| Raumkosten | 534.603 | 241.504 |
| Transportkosten | 873.541 | 843.369 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 955.696 | 944.967 |
| Übrige Abschreibungen | 824.352 | 737.264 |
| Gewährleistung | 620.990 | 567.063 |
| Beratung | 120.836 | 35.701 |
| Übrige | 543.844 | 406.729 |
| Summe | 41.314.097 | 35.176.594 |
Die Vertriebskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
| in EUR | ||
| 2024 | 2023* (rückwirkend angepasst**) |
|
| Personalkosten | 5.762.111 | 5.053.886 |
| Abschreibungen | 260.434 | 221.873 |
| Werbe- und Reisekosten | 1.321.456 | 1.233.497 |
| Beratung/Provision | 498.868 | 412.916 |
| Materialaufwand | 14.220 | 135.503 |
| KFZ-Kosten | 202.728 | 153.421 |
| Übrige | 648.119 | 438.452 |
| Summe | 8.707.936 | 7.649.548 |
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt
dar:
| in EUR | ||
| 2024 | 2023 | |
| Personalkosten | 2.621.794 | 2.230.222 |
| Beratung und Patente | 24.239 | 40.070 |
| Raumkosten | 112.695 | 56.130 |
| Materialaufwand | 1.606.847 | 1.185.537 |
| Übrige Abschreibungen | 374.855 | 244.954 |
| Wertminderungsaufwand/Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
0 | 508.030 |
| Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte |
-1.489.824 | -1.466.286 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -383.159 | -199.351 |
| Übrige | 515.805 | 235.066 |
| Summe | 3.383.250 | 2.834.372 |
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
| in EUR | ||
| 2024 | 2023 | |
| Personalkosten | 4.109.098 | 3.038.321 |
| Prüfungs- u. Beratungskosten | 1.946.421 | 1.852.071 |
| Versicherungen | 210.527 | 154.371 |
| Abschreibungen | 552.784 | 309.089 |
| Personalbeschaffungskosten | 118.645 | 252.958 |
| Kfz-Kosten | 129.699 | 146.795 |
| Reisekosten | 632.673 | 165.510 |
| Aufsichtsratsvergütung | 103.750 | 103.750 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 553.601 | 336.509 |
| Übrige | 733.634 | 1.189.032 |
| Summe | 9.090.832 | 7.548.405 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtszeitraum auf EUR 636.166
(Vorjahr: EUR 833.879*). Darin sind im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 460.292
(Vorjahr: EUR 734.229) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtszeitraums betragen EUR 657.847
(Vorjahr: EUR 915.307). Sie beinhalten neben Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe
von EUR 157.847 (Vorjahr: EUR 915.307), Aufwendungen aus der Zuführung von Rückstellungen
von EUR 500.000 (Vorjahr: EUR 0) für etwaig anfallende Kosten gegenüber einem Geschäftspartner
im Zusammenhang mit Verzögerungen im Fertigungsanlauf einer Tochtergesellschaft.
Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2023 erfolgt der Ansatz aktiver latenter
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im SFC Konzern in Höhe der künftigen steuerlichen
Erträge, die als hinreichend sicher angenommen werden.
Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt
eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand
und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung
dient.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen
den beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente Clean Energy und Clean Power Management
sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um Sondereffekte bereinigte
Gewinn vor Zinsen und Steuern).
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des
EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen
sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:
| in EUR | ||||||
| Clean Energy | Clean Power Management | Konzern | ||||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 (rückwirkend angepasst*) |
|
| Umsatzerlöse | 50.859.821 | 38.590.207 | 19.996.628 | 18.462.835 | 70.856.449 | 57.053.042 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -26.500.309 | -21.380.138 | -14.813.788 | -13.796.457 | -41.314.097 | -35.176.595 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 24.359.512 | 17.210.069 | 5.182.840 | 4.666.378 | 29.542.352 | 21.876.447 |
| Vertriebskosten** | -7.596.351 | -6.490.778 | -1.111.585 | -1.158.770 | -8.707.936 | -7.649.548 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.273.402 | -1.917.902 | -1.109.848 | -916.470 | -3.383.250 | -2.834.372 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -6.974.574 | -5.588.669 | -2.116.258 | -1.959.736 | -9.090.832 | -7.548.405 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 602.485 | 808.653 | 33.681 | 25.226 | 636.166 | 833.879 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -643.376 | -880.118 | -14.471 | -35.189 | -657.847 | -915.307 |
| Änderung der Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte** | -106.956 | -55.955 | 15.346 | 115.408 | -91.610 | 59.453 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 7.367.338 | 3.085.300 | 879.704 | 736.847 | 8.247.042 | 3.822.147 |
| Anpassungen EBIT | 1.310.711 | 533.057 | 0 | 0 | 1.310.711 | 533.057 |
| EBIT bereinigt | 8.678.049 | 3.618.357 | 879.704 | 736.847 | 9.557.753 | 4.355.204 |
| Abschreibungen | -2.171.755 | -2.328.147 | -796.365 | -638.030 | -2.968.120 | -2.966.177 |
| EBITDA | 9.539.093 | 5.413.447 | 1.676.069 | 1.374.877 | 11.215.162 | 6.788.324 |
| Anpassungen EBITDA | 1.310.711 | 533.057 | 0 | 0 | 1.310.711 | 533.057 |
| EBITDA bereinigt | 10.849.804 | 5.946.504 | 1.676.069 | 1.374.877 | 12.525.873 | 7.321.381 |
| Finanzergebnis | 432.091 | -25.448 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 8.679.133 | 3.796.699 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.258.045 | -469.334 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | 6.421.088 | 3.327.365 | ||||
*
siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers
Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio von Produkten, Systemen und
Lösungen für stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff-
(PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen
und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten.
Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit standardisierten
und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.B. Spannungswandlern und
Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren
umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und
Gasindustrie eingesetzt werden.
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind nachfolgend aufgeführt:
| in EUR | ||
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte |
||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.772.295 | 28.645.153 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 171.556 | 337.218 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 69.609.697 | 59.847.494 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung |
285.620 | 285.620 |
| Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.989.167 | 3.791.132 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.478.356 | 12.890.047 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.578.133 | 12.563.183 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 373.157 | 263.900 |
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen insbesondere aufgrund
ihrer Kurzfristigkeit weitgehend den beizulegenden Zeitwerten. Gemäß IFRS 7.29(a)
wird daher auf die Zuordnung zu den Leveln verzichtet. Gemäß IFRS 7.29(d) wird auf
die Angabe des beizulegenden Zeitwerts bei Leasingverbindlichkeiten verzichtet.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeitenden zum Stichtag stellt sich wie folgt
dar:
| 30.06.2024 | 30.06.2023 | |
| Angestellte in Vollzeit | 382 | 314 |
| Angestellte in Teilzeit | 39 | 49 |
| Summe | 421 | 363 |
Darüber hinaus waren Ende Juni 2024 insgesamt 14 (Vorjahr: 15) Praktikanten, Diplomanden
und Werkstudenten angestellt.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses,
das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch
die Anzahl der sich durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zum Stichtag 30.
Juni 2024 stehen 17.363.691 Aktien (30.06.2023: 17.363.691 Aktien) aus. Das unverwässerte
Ergebnis je Aktie im Berichtszeitraum beläuft sich auf EUR 0,37 (Vorjahr: EUR 0,19).
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Ergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen
Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien.
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie für den Berichtszeitraum beträgt EUR 0,36 (Vorjahr:
EUR 0,19).
Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns erwartet wird.
Brunnthal, den 20. August 2024
Der Vorstand
| Dr. Peter Podesser | Daniel Saxena | Hans Pol |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (CFO) | Vorstand (COO) |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Brunnthal, den 20. August 2024
Der Vorstand
| Dr. Peter Podesser | Daniel Saxena | Hans Pol |
| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Vorstand (CFO) | Vorstand (COO) |
| 21. AUGUST 2024 | HAMBURGER INVESTOREN TAGE, HIT |
| 19. SEPTEMBER 2024 | BERENBERG AND GOLDMAN SACHS CONFERENCE, MÜNCHEN |
| 26. SEPTEMBER 2024 | CAPITAL MARKETS DAY, BRUNNTHAL |
| 19. NOVEMBER 2024 | QUARTALSMITTEILUNG Q3 2024 |
| 25. - 27. NOVEMBER 2024 | DEUTSCHES EIGENKAPITALFORUM, FRANKFURT (MAIN) |
| Bloomberg Symbol | F3C |
| Reuters Symbol | F3CG.DE |
| WKN | 756857 |
| ISIN | DE0007568578 |
| Anzahl ausgegebener Aktien Stand 30.06.2024 | 17.363.691 |
| Aktienausstattung | Nennwertlose Stückzahlen |
| Börsensegment | SDAX, Prime Standard, Erneuerbare Energien |
| Börse | Frankfurt, FWB |
| Designated Sponsors | mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG |
SFC Energy AG
Eugen-Sänger-Ring 7
85649 Brunnthal
Deutschland
Telefon: +49 (0) 89 / 673 592 - 378
Telefax: +49 (0) 89 / 673 592 -169
E-Mail: ir @ sfc.com
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Eugen-Sänger-Ring 7
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Text & Redaktion: SFC Energy AG
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Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also
Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen",
"planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden
Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen
daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen
zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von SFC liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten,
den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von SFC. Diese Faktoren können
dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Konzerns
wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit
enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistung. SFC übernimmt keine Verpflichtung,
zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.