SFC Energy AG

Brunnthal

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Die in dem vorliegenden Konzernzwischenbericht dargestellten Zahlen wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu dargestellten Summen addieren lassen.

Die Finanzzahlen für die ersten sechs Monate 2024 unterliegen keiner prüferischen Durchsicht.

Der Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gelesen werden. Diese beinhalten eine umfassende Darstellung der Geschäftsaktivitäten der SFC Energy AG sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen.

SFC ENERGY AG - KOMPAKT

KONZERN-KENNZAHLEN

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Veränderung 2024
01.04.-30.06.
2023
01.04.-30.06.
Veränderung
Umsatz 70.856 57.053 24,2% 30.809 29.599 4,1%
Bruttoergebnis vom Umsatz 29.542 21.876 35,0% 11.650 11.662 -0,1%
Bruttomarge 41,7% 38,3% - 37,8% 39,4% -
EBITDA 11.215 6.788 65,2% 2.575 3.283 -21,6%
EBITDA-Marge 15,8% 11,9% 8,4% 11,1%
EBITDA bereinigt 12.526 7.321 71,1% 3.529 3.975 -11,2%
EBITDA-Marge bereinigt 17,7% 12,8% 11,5% 13,4%
EBIT 8.247 3.822 115,8% 1.056 1.512 -30,2%
EBIT-Marge 11,6% 6,7% 3,4% 5,1%
EBIT bereinigt 9.558 4.355 119,5% 2.009 2.204 -8,8%
EBIT-Marge bereinigt 13,5% 7,6% 6,5% 7,4%
Konzernperiodenergebnis 6.421 3.327 93,0% 1.173 1.292 -9,2%
Ergebnis je Aktie, unverwässert 0,37 0,19 92,5% 0,07 0,07 -8,5%
Ergebnis je Aktie, verwässert 0,36 0,19 97,8% 0,08 0,07 5,6%

UMSATZERLÖSE NACH QUARTALEN

in TEUR

UMSATZ NACH REGIONEN
01.01.-30.06.2024

in TEUR

UMSATZ NACH SEGMENTEN
01.01.-30.06.2024

in TEUR

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SFC,

nach dem wir das Jahr 2023 und auch das erste Quartal 2024 mit Rekordwerten abgeschlossen haben, können wir auch zum ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2024 eine positive Bilanz ziehen und über weitere Fortschritte hinsichtlich unserer Wachstumsstrategie berichten. Diese erfreuliche Entwicklung der SFC Energy AG basiert auf einer weltweit strukturell steigenden Nachfrage nach unseren Energieversorgungslösungen auf Basis unserer umweltfreundlichen und effizienten Brennstoffzellentechnologie.

Mit Blick auf das zweite Quartal 2024 hat sich das Umsatz- und Ergebniswachstum nach einem sehr starken ersten Quartal 2024 trotz einer hohen Marktnachfrage leicht abgeschwächt. Der wesentliche Grund hierfür lag, wie bereits mit den Ergebnissen zum ersten Quartal kommuniziert, in einem temporären Engpass bei der Verfügbarkeit von Membrane Electrode Assemblies (MEAs) und einem daraus resultierenden Produktionsengpass bei den Brennstoffzellen im Rahmen des Aufbaus unseres Produktionsstandortes in Swindon, UK.

Wir gehen jedoch aus heutiger Sicht davon aus, dass sich diese Kapazitätsbeschränkungen mit dem Hochlauf unserer Membranfertigung in Großbritannien im Laufe des dritten Quartals auflösen werden und wir damit im zweiten Halbjahr die Auslieferungsmengen wieder erheblich steigern können.

Die Konzernumsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr um 24,2% auf EUR 70,9 Mio. (Vorjahr: EUR 57,1 Mio.). Die starke internationale Kundennachfrage, eine zunehmend stabilere Lieferkettensituation, ein vorteilhafter Produktmix und unser bewusster Fokus auf profitables Wachstum haben sich auf Halbjahressicht positiv auf die Ertragslage ausgewirkt. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA erhöhte sich um 71,1 % auf EUR 12,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.), was zu einer deutlich verbesserten bereinigte EBITDA-Marge von 17,7 % führte (Vorjahr: 12,8 %). Das bereinigte EBIT konnte sich mehr als verdoppeln auf EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.), wodurch sich die bereinigte EBIT-Marge auf 13,5 % (Vorjahr: 7,6 %) verbesserte. Besonders hervorzuheben ist der operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen, der sich aufgrund der sehr positiven operativen Entwicklung signifikant erhöhte auf EUR 12,6 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode (EUR 7,3 Mio.).

Wiederkehrende und neue Kunden sowie neue Leistungsklassen

Die Nachfrage nach unseren Produkten entwickelte sich sehr erfreulich - der bisher höchste Einzelvertragsabschluss der Unternehmensgeschichte von SFC Energy über ein Gesamtvolumen von EUR 27,8 Mio. fällt in die Kategorie "Folgeauftrag" mit unserem größten und langjährigsten Kunden im Segment Clean Power Management. Dass unsere langjährigen Kunden im Clean Energy Segment- wie Oneberry Technologies aus Singapur oder im Juni Fuel Cell Systems Ltd. UK - immer wieder auf Lösungen von SFC setzen, bestärkt uns darin, unseren eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und langlebige, zuverlässige sowie nutzerfreundliche Energieerzeugungslösungen für eine bessere CO2-Bilanz zu entwickeln. Neben erfolgreichen Folgeaufträgen konnten wir im ersten Halbjahr unter anderem auch zahlreiche Neukunden, wie die luxemburgische ConnectCom Sarl, für unsere Wasserstoffprodukte gewinnen.

Auch bei der Einführung neuer Produkte sowie neuen Leistungsklassen, um einem größeren adressierbaren Markt gerecht zu werden, haben wir im ersten Halbjahr weitere Fortschritte erzielt. So wurde im April die neueste Generation unseres emissionsfreien mobilen Wasserstoff-Stromgenerators H2Genset in die Serienfertigung überführt und durfte u. a. auf dem weltbekannten Wacken Open Air 2024 seine Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis stellen.

Wenn es um neue Leistungsklassen geht, führt kein Weg an unserer Produktinnovation, dem EFOY H2Powerpack X50 ("EFOY Hydrogen Power Pack") vorbei. Diese Wasserstoff-Brennstoffzellenlösung liefert eine kontinuierliche elektrische Ausgangsleistung von 50 kW und kann im Clusterbetrieb mit vier Einheiten bis zu 200 kW bereitstellen. Mit dieser stetigen Erweiterung unserer Leistungskapazitäten folgen wir der weltweiten Nachfrage und den sich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden. Einen ersten erfolgreichen Piloteinsatz absolvierte das EFOY H2Powerpack X50 auf dem LAUTFEUER Festival.

Fokus auf internationale Expansion und Kapazitätserweiterungen für weiteres Wachstum

Ein weiteres Highlight gegen Ende des ersten Halbjahres war die feierliche Eröffnung unserer US-Tochtergesellschaft SFC Energy LLC in Orem, Utah, nahe Salt Lake City. Begleitet wurde diese vom Gouverneur von Utah und dem langjährigen Kunden LiveView Technologies, Inc. Mit SFC Energy LLC haben wir den Grundstein für die weitere Expansion in den USA gelegt. Derzeit sind wir in Orem dabei, die dortige Belegschaft für die Bereiche Vertrieb, Kundenservice und Logistik in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen personell auszubauen. Langfristig steigt mit dieser Expansion auch die Notwendigkeit, den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten zu prüfen - ein Schritt, der durch die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen nur noch dringlicher wird.

Diesen Status haben wir in Cluj - der zweigrößten Stadt Rumäniens - längst hinter uns gelassen und freuen uns auf die offizielle Eröffnung. Mit diesem anstehenden Meilenstein im laufenden dritten Quartal wird unsere bis dato größte Produktionsstätte für beide Segmente endlich offiziell in das globale SFC-Netzwerk eingegliedert sowie deren Hochlauf weiter forciert.

Parallel fahren wir in Gurgaon, Indien, gemeinsam mit unserem langjährigen indischen Partner FC TecNrgy Pvt Ltd. das hochmoderne Fertigungs- und Montagezentrum hoch. Auch in Swindon, Vereinigtes Königreich, wo unsere Tochtergesellschaft SFC Energy UK Ltd. ansässig ist, arbeiten wir mit Hochdruck am Ramp-up der Produktion von MEAs (Membrane Electrode Assemblies). Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der schnellen Steigerung des Outputs an Membranen für unsere Direkt-Methanol-Brennstoffzellenlösungen (DMFC). In einem weiteren Schritt planen wir dort auch Entwicklungskapazitäten für die Entwicklung neuer Membrangenerationen auszubauen.

Im bisherigen Jahresverlauf haben wir bereits viele Meilensteine erreicht, weitere werden folgen - und das, in einer Zeit, in der erhebliche Unsicherheiten bspw. durch geopolitische Konflikte oder Rezessionsängste das Weltgeschehen beherrschen. Wir als SFC Energy sind trotz diverser Belastungsfaktoren weiterhin optimistisch für die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr. Das erfolgreiche erste Halbjahr, ein Auftragsbestand in Höhe von EUR 89,0 Mio. zum 30. Juni (31. Dezember 2023: EUR 81,3 Mio.), der geplante Hochlauf der MEA-Fertigung in Swindon, UK sowie die Erweiterung der Fertigungskapazitäten und der damit verbundene Anstieg der Auslieferungen schaffen eine solide Basis, um unsere Gesamtjahresprognose zu bestätigen.

Als Vorstandsteam sind wir uns bewusst, dass wir mit der Vielzahl der parallelen Projekte in verschiedenen Teilen der Welt unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel abverlangen. Umso mehr möchten wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unsere Dankbarkeit für ihr außerordentliches Engagement und ihren Einsatz in dieser Wachstumsphase von SFC Energy aussprechen. Werte Aktionärinnen und Aktionäre, als profitabler und führender Anbieter von Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen in diesen volatilen Zeiten. Wir freuen uns, dass Sie SFC Energy weiterhin auf ihrem Weg begleiten, die globale Dekarbonisierung voranzutreiben.

Ihr

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

SFC ENERGY AM KAPITALMARKT

Basisdaten der Aktie

Aktieninformationen

Bloomberg Symbol F3C
Reuters Symbol F3CG.DE
WKN 756857
ISIN DE0007568578
Anzahl der ausstehenden Aktien (30.06.2024) 17.363.691
Aktienausstattung Nennwertlose Stückaktien
Börsensegment SDAX, Prime Standard, Erneuerbare Energien
Börse Frankfurt, FWB
Designated Sponsors mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Entwicklung der Indizes

Nachdem es an den internationalen und nationalen Börsen ab Ende Oktober 2023 zu breit angelegten Aufwärtsbewegungen kam, setzte sich diese Marktdynamik in den ersten drei Monaten und teilweise im zweiten Quartal 2024 fort. Sinkende Inflationsdaten ließen auf baldige Leitzinssenkungen durch die Zentralbanken hoffen und eine sich robust zeigende Weltwirtschaft beflügelte die Leitindizes. Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones erzielte bis zum 28. Juni 2024 ein Plus von 3,8 % im Vergleich zum Jahresendwert vom 29. Dezember 2023. Der Anstieg des S&P 500 fiel mit knapp 14,5 % deutlich stärker aus. Auch in Europa profitierten die Börsen per Ende Juni 2024: Der EURO STOXX 50 legte um 8,2 % zu, der deutsche Leitindex DAX um 8,9 % auf 18.235,5 Punkte. Im ersten Halbjahr erreichte der DAX sein bisheriges Allzeithoch von 18.892,90 Punkten. An diese Entwicklung konnte der deutsche Aktienindex SDAX, in dem auch die Aktien der SFC Energy AG einbezogen sind, nicht anknüpfen. Der Auswahlindex verbuchte in den ersten sechs Monaten einen Anstieg von rund 2,6 %.

Entwicklung der SFC-Aktie

Kursentwicklung

in EUR
Eröffnungskurs 02.01.2024 19,60
Höchststand 20.05.2024 25,05
Tiefststand 06.03.2024 16,50
Schlusskurs 28.06.2024 19,28

Die SFC Energy-Aktie konnte im Berichtshalbjahr allerdings nicht nachhaltig von der insgesamt übergeordnet positiven Marktdynamik an den Börsen profitieren. Trotz eines guten und kontinuierlichen "News Flow" sowie einer starken operativen Geschäftsentwicklung gelang es der SFC Energy-Aktie nicht, sich vom allgemeinen negativen Sentiment innerhalb der Peergroup der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien zu entkoppeln.

Zur Börseneröffnung am 2. Januar 2024 notierte die SFC Energy-Aktie bei EUR 19,60. Ihren Höchststand im Sechsmonatszeitraum erreichten die Anteilsscheine am 20. Mai mit einem Wert von EUR 25,05 im Nachgang der Veröffentlichung der starken Zahlen für das erste Quartal 2024. Den Tiefststand markierten die Papiere am 06. März mit EUR 16,50. Am 28. Juni 2024 beendete die SFC Energy-Aktie mit einem Kurs von EUR 19,28 das erste Halbjahr. Gegenüber dem Schlusskurs von EUR 19,52 am 29. Dezember 2023 blieb der Kurswert mit einem Minus von 1,2 % somit nahezu unverändert. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag im ersten Halbjahr 2024 bei 74.305 Aktien gegenüber 87.922 Aktien im Vorjahreszeitraum. Zum 28. Juni 2024 betrug die Marktkapitalisierung der SFC Energy AG rund EUR 334,8 Mio. bei 17,36 Mio. insgesamt ausstehenden Aktien und einem Schlusskurs von EUR 19,28. Zum Abschlussstichtag 2023 lag die Marktkapitalisierung bei gleicher Aktienanzahl und einem Schlusskurs von EUR 19,25 bei EUR 338,9 Mio. (alle Angaben auf Basis von Xetra-Kursen).

KURSVERLAUF DER SFC-AKTIE (ABSOLUT)

in EUR

Investor Relations-Aktivitäten

Auch im ersten Halbjahr 2024 pflegten Vorstand und Investor Relations einen regelmäßigen, aktiven und transparenten Dialog mit Investoren auf Konferenzen, Roadshows und in Telefonkonferenzen, um Verständnis und Vertrauen in den nachhaltigen Erfolg des SFC Energy-Geschäftsmodells zu stärken. Den thematischen Schwerpunkt im Austausch mit allen Anspruchsgruppen bildete die operative Entwicklung sowie die stringente Verfolgung der unternehmerischen Wachstumsstrategie.

Im Jahresverlauf wurden in Kooperation mit verschiedenen Banken Roadshows im Vereinigten Königreich, der Schweiz und Frankreich durchgeführt. Darüber hinaus hatten Investoren im ersten Halbjahr die Möglichkeit SFC Energy auf dem Duxebridge Family Equity Summit (Schweiz), den Metzler Small Cap Days (Deutschland), der Acatis Value Conference (Deutschland) und dem ODDO BHF Nextcap Forum (Frankreich) zu treffen. Zudem war der SFC-Vorstand auf den Branchenveranstaltungen 26th annual Power and Energy Conference von Pareto Securities (Norwegen) und der Warburg Renewables Conference (Deutschland) vertreten.

Als Designated Sponsor sorgte, die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Berichtszeitraum für verbindliche Geld-/Briefkurse sowie eine angemessene Liquidität und entsprechende Handelbarkeit der SFC-Aktie.

Im Investor-Relations-Bereich der SFC Energy-Webseite - sfc.com - bietet die Gesellschaft umfassende Informationen zur Geschäftslage, aktuelle Nachrichten und einen Überblick über künftige Veranstaltungen und Aktivitäten.

Analysten-Research

Die im Auswahlindex SDAX notierte Aktie der SFC Energy AG wird regelmäßig von Analysten renommierter Research-Häuser bewertet. Alle fünf Analysten empfehlen die SFC-Aktie zum Kauf. Damit ergibt sich für die SFC-Aktie auf Basis des Schlusskurses vom 28. Juni 2024 in Höhe von EUR 19,28 ein Kurspotenzial von 29,7 % bis 76,3 %. Gegenüber dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel von EUR 28,80 errechnet sich eine Kurschance von 49,4 %.

Ausführliche Informationen finden Investoren unter sfc.com im Bereich Investor Relations/Aktie.

RESEARCH-BEWERTUNGEN

in EUR
Herausgeber Datum Empfehlung Kursziel
ABN AMRO/ODDO BHF 15.05.2024 Outperform 26,00
Berenberg 22.02.2024 Buy 25,00
First Berlin - Equity Research 17.05.2024 Buy 34,00
Metzler Capital Markets 15.05.2024 Buy 30,00
MM Warburg 16.05.2024 Buy 29,00

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der SFC Energy AG zum 30. Juni 2024 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 nicht wesentlich verändert. Im Besitz institutioneller Investoren befanden sich zum Ende des ersten Halbjahres 37,18 % der Aktien. Das erweiterte Management inklusive des Aufsichtsrats verfügt über 1,61 % der Stimmrechte. Der Anteil der im Streubesitz befindlichen Aktien der SFC Energy AG lag per Ende Juni 2024 bei 61,21 %. Detaillierte und aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur befinden sich auf unter sfc.com im Bereich Investor Relations/Aktie.

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM
1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2024

Dieses Kapitel des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts fasst wesentliche Entwicklungen des ersten Halbjahres 2024 ("Berichtszeitraum") bei der SFC Energy AG zusammen. Eine ausführliche Beschreibung der SFC Energy AG, ihres Konzerns und ihrer Segmente findet sich im Geschäftsbericht 2023.

Grundlagen des Konzerns

Organisation des SFC-Konzerns und Grundlagen der Berichterstattung

Die SFC Energy AG ("SFC AG") bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen eine international tätige Unternehmensgruppe ("SFC" oder "Konzern") im Brennstoffzellen-Sektor. Der Konsolidierungskreis des Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen SFC Energy AG (Deutschland) die nachstehend aufgeführten Tochterunternehmen.

TOCHTERUNTERNEHMEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

in %
Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy B.V. ("SFC NL") Almelo, Niederlande 100% - 100% EUR
SFC Energy Power SRL ("SFC RO") Cluj-Napoca, Rumänien - 100% 100% RON
SFC Energy Ltd. ("SFC CA") Calgary, Kanada 100% - 100% CAD
SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") Swindon, UK 100% - 100% GBP
SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") Gurgaon, Indien 92% - 92% INR
SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") Cluj-Napoca, Rumänien 100% - 100% RON
SFC Energy LLC ("SFC USA") Wilmington, USA 100% - 100% USD

Die Segmentierung der Konzernaktivitäten folgt primär der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns nach Geschäftsfeldern. Diese orientiert sich an den Technologieplattformen bzw. dem angebotenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio des Konzerns. Das Segment Clean Energy umfasst das Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen. Das Segment adressiert Kunden aus dem privaten, industriellen und staatlichen Sektor in unterschiedlichen Märkten. Hierzu zählen u.a. Anbieter von Ausrüstungsgütern sowie Systemintegratoren für Telekommunikation, Sicherheit- und Überwachungstechnologie, Fernerkundungstechnologie (Remote Sensing), Verteidigungstechnologie, aber auch für den Caravaning- und Marinemarkt. Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit hochtechnologischen, standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z. B. Spannungswandlern und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzwandlern, für die Upstream Öl- und Gasindustrie sowie andere Industrien, die zum Teil integriert und zum Teil vertrieben werden.

Ziele und Strategie

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Position von SFC im Markt für umweltfreundliche stationäre und mobile netzferne Energielösungen auszubauen, blieb im Berichtszeitraum unverändert. Ziel ist eine marktführende Stellung als Anbieter für emissionsarme bzw. freie Regel- und Notstromversorgung von netzfernen, zum Teil sicherheitskritischen, Anwendungen, wie etwa Telekommunikationsausrüstung, Sicherheits- und Überwachungstechnologie und netzfernen Sensoren mit Brennstoffzellengeneratoren zu etablieren. Die Brennstoffzellen sollen sowohl emissionsarme bzw. -freie Alternativen zu Dieselmotoren bieten, die bislang als Notstromaggregate oder zur Spitzenlastenabdeckung eingesetzt werden, als auch bestehende Systeme zur netzfernen Energieversorgung ergänzen.

Die Umsetzung dieser Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationsvereinbarungen realisiert werden.

Die SFC sieht sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens im Berichtszeitraum in ihrer Strategie bestätigt.

Forschung und Entwicklung

Mit ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt die SFC weiterhin das Ziel, ihre Wettbewerbs- und Technologieposition vor dem Hintergrund der anstehenden Umgestaltung der Energiesysteme in zahlreichen Ländern zu sichern bzw. zu stärken. Dabei setzen wir insbesondere auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen mit höheren Leistungen und längeren Betriebsstunden bei Produktkostenreduktion sowie auf die digitale Anbindung unserer Lösungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung unseres Produktportfolios verbessert SFC auch bestehende Produkte und Lösungen.

Mit 74 (Vorjahr: 84) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 17,6% (Vorjahr: 22,4%) der Konzernbelegschaft mit der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in Produkte des Konzerns beschäftigt.

GESAMTAUFWAND FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
2024
01.04.-30.06.
2023
01.04.-30.06.
Erfolgswirksame Forschungs- und Entwicklungskosten 3.383 2.834 1.763 1.642
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.490 1.466 736 695
Erhaltene Zuschüsse 383 199 190 27
Sondereffekte (Sonderaufwendungen für LTI-Programm) -59 -10 -19 -23
Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung 5.197 4.490 2.670 2.340

Um die Technologieposition und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern bzw. Markteintrittsbarrieren auszubauen, wird eine aktive Strategie bezüglich Patenten und anderen Rechten an geistigem Eigentum ("IP") verfolgt, die sowohl die aktive Pflege des bestehenden IP-Portfolios als auch die Entwicklung von neuem IP beinhaltet.

Wir rechnen insgesamt damit, dass der F&E-Gesamtaufwand des aktuellen Geschäftsjahres über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum in geringem Umfang, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie".

Im Segment Clean Energy stehen Themen wie die nächsten Generationen von Brennstoffzellenmodulen sowie Digitalisierung und Konnektivität unserer Produkte im Mittelpunkt der Entwicklung. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

Weiterentwicklung der Direktmethanol-Brennstoffzellen ("DMFC") Brennstoffzellengenerationen

Aufbau und Weiterentwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen ("PEMFC")

Entwicklung und Aufbau von Netzersatzanlagen auf Basis der PEMFC-Brennstoffzellen

Entwicklung eines neuen PEMFC-Brennstoffzellensystems mit integrierter Steuerung und Spannungswandlung

Entwicklung von PEMFC-Brennstoffzellensystemen für Leistungsbereiche über 50 kW

Kontinuierliche Entwicklung und Implementierung von service-optimierten Funktionen des Cloud basierten Fernüberwachungssystems für die neu eingeführte Produktgenerationen der Brennstoffzellen

Weiterentwicklung eines intelligenten Fuel Management-Systems zur Autonomieverlängerung der neuen Produktgenerationen

Entwicklung eines intelligenten Sensor- und I/O-Moduls zur Integration von externen Sensorsignalen, zur Erfassung des Energieflusses in EFOY-Energielösungen und Anbindung von I/O-Signalen

Konsequente Verbesserungen und Weiterentwicklungen zur Leistungssteigerung sowie zur Kostenreduzierung der bestehenden EFOY-Generationen

Im Mittelpunkt der Entwicklung des Segments Clean Power Management standen Themen wie die Erhöhung der Leistungsdichte, der Leistungseffizienz und des "Watt / Euro" Ratios für die angebotenen Power Management-Lösungen. Die Schwerpunkte im Berichtszeitraum lagen auf:

Entwicklung einer Modul- und Systemlösung auf Basis der bestehenden Energieplattform, um mehrere 4-kW-Stromversorgungen zu kombinieren und z. B. ein 12-kW- oder 16-kW-System aufzubauen

Technologieentwicklung zur Leistungssteigerung bestehender Plattformen von 4kW auf 5kW

Vorbereitung auf zukünftige Änderungen der EMV-Normen

Integration einer neuen Energieplattform in Lasersysteme

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft: Konjunkturgefälle nimmt ab

In der ersten Jahreshälfte 2024 wuchs die Weltwirtschaft in moderatem Tempo, wobei sich dabei primär in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die zuvor ausgeprägten Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik verringerten. Während das kräftige Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten an Schwung verlor, erholte sich die Wirtschaft in Europa nach einer Phase der Stagnation spürbar. Gleichzeitig zog auch die Produktion in China merklich an, wenngleich viele Indikatoren darauf hindeuten, dass die private Nachfrage im Inland weiterhin schwach bleibt. Insgesamt verzeichnete der Welthandel einen leichten Anstieg.1

Nachdem die weltweiten Inflationsraten im Jahresverlauf 2023 aufgrund der restriktiven Geldpolitik wieder zurückgegangen waren, lagen die Teuerungsraten im Juni 2024 in den für SFC relevanten Märkten im Euroraum bei 2,5% (Juni 2023: 5,5%) 2, in den USA bei 3,0% (Juni 2023: 3,0%) 3, in Kanada bei 2,7% 4 (2,8%) 5 und in Indien bei 5,1% 6 (5,6%) 7.

Die Stimmung bei den Unternehmen, die sich zu Beginn des Jahres merklich aufgehellt hatte, hat sich zuletzt wieder leicht eingetrübt. Trotzdem lässt der vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) berechnete Indikator für das globale Wirtschaftsklima für das zweite Quartal 2024 eine weitere spürbare Ausweitung der globalen Produktion erwarten. Für das laufende Jahr rechnet das IfW mit einer Zunahme der Weltproduktion von 3,2%, die damit geringfügig höher ausfällt als im vergangenen Jahr. Dies entspricht einer Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte gegenüber der Frühjahrsprognose. 8 Ein wesentlicher Treiber des weltweiten Wirtschaftswachstums ist Indien. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in dem für SFC relevanten Markt Indien im Jahr 2024 ein Wachstum von 6,8%. Dies entspricht einer Aufwärtskorrektur von 0,3 Prozentpunkten gegenüber der Frühjahrsprognose und ist auf die starke Inlandsnachfrage und die wachsende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zurückzuführen. Die US-Wirtschaft soll laut IWF im laufenden Jahr um 2,7% und die kanadische Wirtschaft um 1,2% zulegen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF für 2024 ein konjunkturelles Wachstum von 0,8%.9

1 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-sommer-2024-konjunkturgefaelle-nimmt-ab-33011/

2 https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-02072024-ap

3 Current US Inflation Rates: 2000-2024 https://www.bls.gov/news.release/cpi.nr0.htm

4 https://en.econreporter.com/57123/canada-inflation-june2024-2-7/

5 https://www150.statcan.gc.ca/n1/daily-quotidien/240716/dq240716a-eng.htm

6 Statewise Inflation Rates (%) for June 2024 (based on CPI). https://www.mospi.gov.in/dataviz-cpi-map

7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/203897/umfrage/monatliche-inflationsrate-in-indien/

8 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/-ifw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2023/KKB_99_2023-Q1_Welt.pdf

9 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/06/14-anzeichen-verbesserte-konjunkturentwicklung.html

Deutsche Wirtschaft: Erholung kommt mühsam in Gang

Die deutsche Wirtschaft hat die Rezession hinter sich gelassen und ist dynamischer in das Jahr gestartet als noch in der Frühjahrsprognose des IfW prognostiziert. Impulse für das Wachstum kamen laut IfW im ersten Quartal vor allem aus dem Auslandsgeschäft. Demgegenüber verzeichnete der private Konsum trotz merklicher Kaufkraftzuwächse der privaten Haushalte zum Jahresauftakt einen Rückgang, wobei der Anstieg der Sparquote durch Sondereffekte überzeichnet sein dürfte. Weiterhin schwach zeigten sich die Unternehmensinvestitionen, die zwei Quartale in Folge deutlich nachgaben. Laut der Prognose des IfW wird das Bruttoinlandsprodukt nach dem Anstieg im ersten Quartal weiterhin wachsen. Im Verlauf des Jahres sollen die steigenden real verfügbaren Einkommen und das anziehende Auslandsgeschäft die wirtschaftliche Aktivität beleben. Zudem wird die Wirkung der strafferen Geldpolitik allmählich nachlassen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich allerdings nicht ab. Sowohl das Geschäfts- als auch das Konsumklima bleiben trotz einer Aufwärtstendenz weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Zudem wird der Expansionsspielraum zunehmend durch strukturelle Hemmnisse - darunter nicht zuletzt den demografischen Wandel - begrenzt. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr laut IfW um 0,2% (Frühjahrsprognose: 0,1%) zulegen. Die Inflation hat sich merklich abgeflacht und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2,2% betragen (2023: 5,9%).10

Clean Energy

Beschleunigung der Dynamik im Brennstoffzellenmarkt

Die Entwicklung des Segments Clean Energy wird wesentlich durch die internationale Nachfrage nach dezentralen Energieerzeugungssystemen - dem Anwendungsbereich für Brennstoffzellen der Marke EFOY - beeinflusst. Die Brennstoffzellen von SFC kommen in einer Vielzahl von stationären, mobilen und hybriden Anwendungen zum Einsatz.

Die weltweiten Bemühungen zur Verringerung des CO2-Auststoßes, wie bspw. in den Klimazielen der EU und den USA bis zum Jahre 2050 festgeschrieben, sind gleichzeitig Nachfragetreiber des Segments. Auf europäischer Ebene manifestiert sich dies durch das in Kraft treten der Netto-Null-Industrie-Verordnung ("Net Zero Industry Act" (NZIA)) zum 29. Juni 2024. Ziel der Verordnung ist die breite Förderung von sogenannten "Netto-Null-Technologien" wie bspw. Solar, Wind, Batterien und Elektrolyseuren.11 In der Liste der Netto-Null-Technologien des NZIA werden "Wasserstofftechnologien, einschließlich Elektrolyseure und Brennstoffzellen" explizit aufgeführt.12 Genauer geht es in der Verordnung um den gezielten Aufbau von Fertigungskapazitäten innerhalb der Europäischen Union, damit bis zum Jahre 2030 mindestens 40% des Eigenbedarfs der Mitgliedsstatten an diesen "Netto-Null-Technologien" innerhalb der EU hergestellt werden.13 Auch in den USA sieht der bereits 2022 verabschiedete "Inflation Reduction Act" (IRA) vor, Wasserstoffstrukturen und insbesondere Wasserstoffproduzenten zu fördern.14 Übergeordnet untermauern die internationalen Initiativen die steigende Bedeutung von Brennstoffzellen und Wasserstoff auf dem Weg zur Dekarbonisierung als auch im Hinblick auf Energiesicherheit und dem damit verbundenen Streben nach mehr Unabhängigkeit sowie Souveränität gesamter Staaten angesichts geopolitischer Unsicherheiten.

10 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/deutsche-wirtschaft-im-sommer-2024-erholung-kommt-muehsam-in-gang-33009/

11 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/06/20240629-net-zero-industry-act-tritt-in-kraft.html

12 ttps://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202401735

13 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/06/20240629-net-zero-industry-act-tritt-in-kraft.html

14 https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2022/12/Inflation-Reduction-Act-Guidebook.pdf

Das Marktforschungsinstitut Grand View Research nennt staatliche Maßnahmen in Form von Subventionen und Steuererleichterungen, wie in den beispielhaft genannten Programmen enthalten, als Treiber für eine weitere Beschleunigung des Brennstoffzellenmarktes. Auch die stattfindende und intensiver werdende Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Einsatz erneuerbarer Energien zur Reduktion von CO2-Emissionen soll das Verlangen nach den entsprechenden Lösungen und damit auch Brennstoffzellen fördern. Als Folge ist die Prognose zur Entwicklung des weltweiten Brennstoffzellenmarktes seitens Grand View Research optimistischer als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des letztjährigen Halbjahresberichtes. Wurde im vergangenen Jahr und für den Zeitraum von 2023 bis 2030 noch eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 19,9% unterstellt, liegt diese Schätzung nun bei 27,1% bis zum Ende der Dekade. In diesem Zusammenhang soll das gesamte Volumen des Brennstoffzellenmarktes von bisher angenommenen 26,9 Mrd. USD bis Ende 2030 auf rund 37,0 Mrd. USD anwachsen. Dies zeigt, dass es zu signifikanten Fortschritten im Kampf gegen den Klimawandel und dem damit einhergehenden Einsatz entsprechender Technologien kommen kann.15

Clean Power Management

Nachfragerückgang bei elektronischen Bauelementen

Zur Entwicklung der Zielmärkte (Leistungselektronik und Schaltnetzteile) des Segments Clean Power Management werden veröffentliche Daten und Informationen der Fachverbände "Elektronische Komponenten und Baugruppen" (Electronic Components & Systems) und "PCB & Electronics Systems" des Zentralverbandes Elektronik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) zur Einschätzung der aktuellen Situation betrachtet.

Laut Konjunkturbarometer des ZVEI vom 9. Juli - aktuellere Daten lagen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht vor - sank die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen von Januar bis Mai um 11,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Binnennachfrage nahm dabei mit 14,5% stärker ab als der Auftragseingang aus dem Ausland. Dieser verringerte sich um 8,6%.16

Nachdem für das Gesamtjahr 2023 vom Branchenverband ein aggregierter Branchenerlös in Höhe von 237,9 Mrd. Euro angegeben wird, soll dieser bis Ende Mai bei kumulierten 91,4 Mrd. Euro liegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Abnahme von 7,2%.17 Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der ZVEI bisher einen realen Produktionsrückgang in Höhe von 2%.18 Die Erwartungen der Branchenunternehmen zur Geschäftsentwicklung auf Basis von Befragungen für die nächsten sechs Monate per Ende Juni kommen per Saldo auf einen Wert von +1. Ende Mai lag dieser bei +2. Ende 2023 waren es -16.19

15 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/fuel-cell-market

16 https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024

17 https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024

18 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektro-und-digitalindustrie-vor-leichter-wachstumsdelle

19 https://www.zvei.org/presse-medien/publikationen/zvei-konjunkturbarometer-juli-2024

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wesentliche Ereignisse

Veränderungen im Konzern

Der Zwischenabschluss umfasst zum 30. Juni 2024 die SFC Energy AG als Mutterunternehmen sowie die folgenden Tochterunternehmen:

in %
Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy B.V. ("SFC NL") Almelo, Niederlande 100% - 100% EUR
SFC Energy Power SRL ("SFC RO") Cluj-Napoca, Rumänien - 100% 100% RON
SFC Energy Ltd. ("SFC CA") Calgary, Kanada 100% - 100% CAD
SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") Swindon, UK 100% - 100% GBP
SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") Gurgaon, Indien 92% - 92% INR
SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") Cluj-Napoca, Rumänien 100% - 100% RON
SFC Energy LLC ("SFC USA") Wilmington, USA 100% - 100% USD

Im Berichtszeitraum haben sich keine Veränderung zum 31.12.2023 ergeben.

Personalia

Aufsichtsrat

Die Amtszeiten von Hubertus Krossa (Aufsichtsratsvorsitzender) und Gerhard Schempp (Mitglied des Aufsichtsrats) endeten mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2024, wodurch eine Wahl von zwei Mitgliedern erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hubertus Krossa schied mit Beendigung der Hauptversammlung nach 10-jähriger Aufsichtsratstätigkeit aus. Gerhard Schempp wurde erneut zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Dr. Andreas Blaschke. Das Mandat von Herrn Schempp läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 und das Mandat von Herrn Dr. Blaschke bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027.

In der nach Beendigung der Hauptversammlung folgenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats ebenfalls am 16. Mai 2024 wurde Frau Sunaina Sinha Haldea zur neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Das Mandat von Frau Haldea läuft noch bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2025.

Vorstand

Der Aufsichtsrat der SFC Energy AG verlängerte in seiner Sitzung am 15. Mai 2024 die Vorstandsverträge von Herrn Daniel Saxena mit Wirkung zum 1. Juli 2024 und Herrn Hans Pol mit Wirkung zum 1. März 2025 um weitere fünf Jahre.

Darüber hinaus gab es keine weiteren wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr.

Ertragslage

Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Umsatz von TEUR 70.856 (Vorjahr: TEUR 57.053) und verzeichnete damit im Vergleich zur Vorjahresperiode ein signifikantes Umsatzwachstum von 24,2%. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren sowohl das sehr starke organische Wachstum des Umsatzes des Segments Clean Energy, als auch ein deutliches Umsatzwachstum im Segment Clean Power Management.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Segment Clean Energy im Berichtszeitraum ein sehr starkes Umsatzwachstum von 31,8% auf TEUR 50.860 (Vorjahr: TEUR 38.590). Die Umsatzerlöse des Segments Clean Power Management nahmen im Berichtszeitraum merklich um 8,3% auf TEUR 19.997 (Vorjahr: TEUR 18.463) zu.

Das Segment Clean Energy, dessen Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum merklich auf 71,8% (Vorjahr: 67,6%) zunahm, blieb das umsatzstärkere Segment. Analog dazu verringerte sich der Umsatzanteil des Segments Clean Power Management am Konzernumsatz auf 28,2% (Vorjahr: 32,4%).

Das Konzernbruttoergebnis konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 7.666 bzw. 35,0% auf TEUR 29.542 (Vorjahr: TEUR 21.876) gesteigert werden und übertraf somit das Umsatzwachstum, so dass die Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) auf 41,7% (Vorjahr: 38,3%) zunahm, und damit merklich ausgeweitet werden konnte.

UMSATZ UND BRUTTOERGEBNIS

in TEUR

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Umsatzentwicklung nach Regionen für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2024 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH REGIONEN

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Veränderung 2024
01.04.-30.06.
2023
01.04-30.06.
Veränderung
Kanada 19.614 15.496 26,6% 10.500 8.488 24,3%
USA 6.621 11.421 -42,0% 2.727 4.593 -40,6%
Europa (ohne Deutschland & Niederlande) 11.948 11.902 0,4% 6.105 6.067 0,6%
Niederlande 10.942 7.049 55,2% 4.835 3.002 61,0%
Deutschland 5.617 4.282 31,2% 2.654 1.997 32,9%
Asien 13.319 5.746 131,8% 2.360 4.338 -45,6%
Rest der Welt 2.795 1.157 141,6% 1.628 1.153 41,2%
Summe 70.856 57.053 24,2% 30.809 29.599 4,1%

UMSATZAUFTEILUNG NACH REGIONEN
01.01.- 30.06.2024

in %

In der regionalen Umsatzentwicklung ergaben sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr folgende Veränderungen: Der Beitrag der Region Nordamerika zum Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum merklich auf 37,0% (Vorjahr: 47,2%) abgenommen und verzeichnete absolut jedoch nur einen leichten Rückgang in Höhe von TEUR 682.

Der Anteil Asiens am Konzernumsatz hat im Berichtszeitraum hingegen signifikant auf 18,8% (Vorjahr: 10,1%) zugenommen. Der Anteil Europas am Konzernumsatz ist auf 40,2% (Vorjahr: 53,2%) merklich zurückgegangen, lag allerdings absolut TEUR 1.865 über dem Vorjahresniveau.

Die übrigen Regionen bzw. Länder trugen mit 3,9% (Vorjahr: 2,0%) zum Konzernumsatz bei.

Überleitung EBITDA bereinigt und EBIT bereinigt

Um Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtszeitraums sowohl be- als auch entlasten, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit dieser Leistungsindikatoren zwischen den Perioden abzubilden, werden das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT ausgewiesen. Hierbei werden die in den jeweiligen Funktionskosten enthaltenen Auswirkungen der nachfolgend aufgeführten Sondereffekte im Berichtszeitraum im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBITDA und bereinigten EBIT eliminiert.

Im Berichtszeitraum enthalten die Sondereffekte Aufwendungen und Erträge für die Erhöhung bzw. Auflösung der Rückstellungen und der Kapitalrücklage für Verpflichtungen aus den langfristigen variablen aktienkursbasierten Vergütungsprogrammen ("LTI-Programme") sowie mit Transaktionsbemühungen (z.B. potenzielle Akquisitionen) verbundene Aufwendungen.

Bei den LTI-Programmen handelt sich um Stock Appreciation Rights ("SARs"), Aktienoptionsprogramme ("AOPs") und Performance Share Plans ("PSPs") für den Vorstand sowie für Führungskräfte der Konzerngesellschaften. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtszeitraum TEUR 1.709 (Vorjahr: TEUR 392) ("Sonderaufwendungen"). Im Berichtshalbjahrwurden gleichzeitig Erträge aus den LTI Programmen ("Sondererträge") in Höhe von TEUR 638 (Vorjahr: TEUR 113) erfasst. Diese Erträge sind u.a. durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen für die SARs bedingt, bzw. der Auflösung der Kapitalrücklage für die AOPs, die höher sind als eine Auszahlung für die in einem Berichtzeitraum in bar zugeflossenen Beträge oder sich aus der Bilanzierung gemäß IFRS 2 ergaben.

Mit Transaktionsbemühungen wie z.B. mit potentiellen Akquisitionen verbundene Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 254) in den Sondereffekten enthalten.

Per Saldo sind die Sondereffekte als Nettoaufwand in Höhe von TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR 533) für den Berichtszeitraum im EBIT und im EBITDA enthalten.

Die Aufwendungen für die LTI-Programme der amtierenden Vorstandsmitglieder sind sowohl in den Vertriebskosten als auch in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die Aufwendungen für die LTI-Programme der Mitarbeiter (Führungskräfte) sind in den Vertriebskosten, in den Forschungs- und Entwicklungskosten und in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die mit Transaktionsbemühungen verbundenen Aufwendungen sind in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten.

Die Überleitung auf das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT (=bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn und Verlustrechnung stellen sich dementsprechend wie folgt dar:

SONDEREFFEKTE

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für LTI-Programme -1.709 -392
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für LTI-Programme 638 113
Aufwand im Zusammenhang mit Transaktionsbemühungen -239 -254
Summe Nettoaufwand/-ertrag -1.311 -533
davon enthaltener Aufwand in Vertriebskosten -473 -17
davon enthaltener Aufwand in Forschungs- und Entwicklungskosten -59 -10
davon enthaltener Aufwand in allgemeinen Verwaltungskosten -778 -506

Umsatzentwicklung nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für den Berichtszeitraum und das zweite Quartal 2024 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

UMSATZ NACH SEGMENTEN

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Veränderung 2024
01.04.-30.06.
2023
01.04-30.06.
Veränderung
Clean Energy 50.860 38.590 31,8% 20.056 20.826 -3,7%
Clean Power Management 19.997 18.463 8,3% 10.753 8.773 22,6%
Summe 70.856 57.053 24,2% 30.809 29.599 4,1%

UMSATZAUFTEILUNG NACH SEGMENTEN
01.01.-30.06.2024

in %

Clean Energy

Das Kerngeschäft des Segments Clean Energy konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Integration und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen auf Basis von technologisch fortschrittlichen Wasserstoff- und Direkt-Methanol-Brennstoffzellen zur Stromerzeugung. Das Segment verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Produkten, die einzeln oder als Lösungen an Kunden in den Kernzielmärkten für industrielle- und private Anwendungen sowie öffentliche Sicherheitsanwendungen in unterschiedlichen Branchen verkauft werden.

Im Zuge von Klimawandel und dem Weg zur Treibhausgasneutralität wandeln sich die Energieversorgung und die Wirtschaftsstrukturen in zahlreichen Volkswirtschaften grundlegend. Große Teile staatlicher Institutionen, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft betrachten erneuerbare Energien im Generellen und Wasserstoff im Speziellen als eine Säule der Strategie zum Umbau des Energiesektors. Umfassende Initiativen eine globale CO2-Bepreisung zu etablieren und den Auf- bzw. Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur voranzutreiben, stehen stellvertretend für die Bemühungen. Trotz der schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die weltweite Wasserstoffprojektpipeline weiter auf Wachstumskurs. Gemäß dem Hydrogen Insights 2023 Dezember-Update ist beispielsweise die Zahl der angekündigten Projekte seit Jahresbeginn um mehr als ein Drittel auf über 1.400 mit einem Investitionsvolumen von mehr als USD 570 Milliarden gestiegen. Damit könnten im Jahr 2030 ca. 45 Millionen Tonnen Wasserstoff produziert werden.

Eine Studie einer international anerkannten Beratungsgesellschaft geht davon aus, dass das relevante Marktpotenzial für Lösungen des Unternehmens von 4,3 Gigawatt (GW) installierbare Leistung im Jahr 2021 auf 8,1 GW im Jahr 2026 steigen wird. Dies entspräche einem Marktwachstum von 12% p.a. Der relevante Markt umfasst neun Anwendungsfälle im Leistungsspektrum <100 kW, u. a. Telekommunikationstürme, Baustromversorgung, Up- und Midstream-Überwachung von Öl- und Gasquellen sowie Pipelines, Umweltüberwachung von Windparks und CCTV-Überwachung.

Das Segment verzeichnete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 50.860 (Vorjahr: TEUR 38.590) und erzielte damit ein deutliche Steigerung des Umsatzes von TEUR 12.270 beziehungsweise 31,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu dem Umsatzwachstum trug insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage nach Brennstoffzellenlösungen für industrielle Anwendungen, die etwas mehr als die Hälfte des Segmentumsatzes ausmachen, bei. Der Segmentumsatz mit Industriekunden hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 12% zugenommen.

Des Weiteren profitierte das Segment von dem deutlich gewachsenen Projektgeschäft bzw. dem Nachfrageanstieg in den Kernzielmärkten für öffentliche Sicherheit. So konnte der Umsatz mit Brennstoffzellenlösungen mit Kunden in diesen Märkten mehr als verdoppelt werden.

Die Nachfrage in den Kernzielmärkten für private Anwendungen, die nunmehr den geringsten Anteil am Segmentumsatz ausmachten, ging marginal zurück. Ein wesentlicher Grund hierfür ist nach Auffassung des Vorstands das getrübte Konsumklima in Verbindung mit einer höheren Preissensitivität der privaten Haushalte, insbesondere in Deutschland.

Die Bruttomarge des Segments lag mit 47,9% (Vorjahr: 44,6%) aufgrund des attraktiven Produktmix u.a. in Verbindung mit einer Verdünnung der Fertigungsgemeinkosten sowie dem anhaltenden Effekt normalisierter Rohstoffpreise bzw. dem Wegfall für materielle Wertaufholungen für Lagerbestände an Vorräten merklich über dem Vorjahresniveau. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag im Berichtszeitraum entsprechend des signifikant gestiegenen Umsatzes und der verbesserten Bruttomarge mit TEUR 24.360 (Vorjahr: TEUR 17.210) signifikant über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Die um die oben aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 17) bereinigten Vertriebskosten des Segments lagen mit TEUR 7.123 (Vorjahr: TEUR 6.474) um 10,0% und somit erheblich über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Gründe hierfür waren - auch durch die Umsatzausweitung bedingte - höhere Personalkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Beratungskosten.

Ebenfalls stiegen die um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 506) bereinigten allgemeinen Verwaltungskosten des Segments im Berichtszeitraum um 21,9% auf TEUR 6.196 (Vorjahr: TEUR 5.083) an und lagen damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf höhere Personalaufwendungen, Reisekosten und Abschreibungen zurückzuführen.

Aufgrund des deutlich gesteigerten Bruttoergebnisses und des im Verhältnis zum Umsatz geringeren Anstiegs der Funktionskosten, verbesserte sich das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum auf TEUR 10.850 (Vorjahr: TEUR 5.947), was in einer signifikant höheren bereinigten EBITDA-Marge des Segments von 21,3% (Vorjahr: 15,4%) resultierte.

Clean Power Management

Das Kerngeschäft des Segments Clean Power Management umfasst die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung der breiten Palette von hochtechnologischen Power Management-Lösungen des Konzerns, die zur Erzeugung und Steuerung von geregelten Spannungen in elektronischen Systemen eingesetzt werden. Die Zielkunden für diese Lösungen sind Gerätehersteller von industriellen Hightech-Maschinen für verschiedene Branchen. Hierbei fokussiert sich das Segment insbesondere auf Unternehmen mit langfristiger Positionierung vor allem in wachstumsstarken Bereichen.

Power Management-Lösungen sind eine Schlüsselkomponente von Stromwandlungssystemen. Die Lösungen werden u.a. verwendet, um die Leistungsdichte zu verbessern, elektromagnetische Interferenzen zu reduzieren, die Leistungs- und Signalintegrität zu bewahren, die Sicherheit bei Vorhandensein variabler Spannungsbereiche aufrechtzuerhalten, ebenso wie die Batterielebensdauer zu verlängern. Die Nachfrage nach diesen Komponenten ist traditionell von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld geprägt, wird jedoch von dem Aufkommen neuer Nutzungen und einer Reihe von Trends begünstigt. Dazu gehören auch der kritische Übergang zu niedrigeren Emissionen und der nachhaltigere Betrieb bei Anlagenbauern und Fertigungsunternehmen sowie die Digitalisierung, die zu einer steigenden Nachfrage nach intelligenteren Geräten sowie Stromspeichern und der flexiblen Steuerung der Stromverteilung, auch mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien, führt. Zu den allgemeinen Trends gehören auch eine verstärkte Integration, ein höherer Wirkungsgrad und die Verwendung von neuen Materialien. Leistungsmodule profitieren von Fortschritten in der Fertigungstechnologie.

Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Clean Power Management ein solides Umsatzwachstum von 8,3% auf TEUR 19.997 (Vorjahr: TEUR 18.463). Während das Geschäft mit Power-Management Lösungen merklich zulegen konnte, verzeichnete das Geschäft der Frequenzwandler für die Upstream Öl- und Gasindustrie ein moderates Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das Bruttoergebnis des Segments nahm mit 11,1% bzw. TEUR 516 merklich auf TEUR 5.183 (Vorjahr: TEUR 4.666) zu. Die Zunahme blieb leicht hinter dem Umsatzwachstum zurück, was im Berichtszeitraum zu einer Bruttoergebnismarge von 25,9% (Vorjahr: 25,3%) führte, die marginal unter dem Niveau der Vorjahresperiode lag. Ursächlich hierfür war eine leicht geringere Bruttoergebnismarge im Geschäft mit Power-Management Lösungen.

Die Vertriebskosten des Segments lagen bei TEUR 1.112 (Vorjahr: TEUR 1.159) und mit 4,1% merklich unter dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf geringere Personalkosten sowie geringere Werbe- und Reisekosten im Geschäft mit Power-Management Lösungen zurückzuführen ist.

Die allgemeinen Verwaltungskosten des Segments beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 2.116 (Vorjahr: TEUR 1.960) und lagen im Wesentlichen aufgrund höherer Beratungskosten sowie gestiegener Abschreibungen um TEUR 157 merklich über dem Wert der Vorjahresperiode.

Das EBITDA des Segments enthält keine Sondereffekte. Im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Bruttoergebnisses in Verbindung mit den im Verhältnis zum Umsatz marginal geringeren Anstieg der Funktionskosten verbesserte sich das EBITDA im Berichtszeitraum signifikant auf TEUR 1.676 (Vorjahr: TEUR 1.375), was zu einer stabilen EBITDA-Marge des Segments von 8,4% (Vorjahr: 7,4%) führte.

Konzern

Bruttoergebnis vom Umsatz

Im Berichtszeitraum wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz um 35,0% auf TEUR 29.542 (Vorjahr: TEUR 21.876) und damit um TEUR 7.666 im Vergleich zum Vorjahreswert sehr deutlich gesteigert. Zu dieser Zunahme haben im Wesentlichen das vorstehend aufgeführte signifikante organische Umsatzwachstum einhergehend mit einer Margenexpansion, auch aufgrund eines sehr vorteilhaften Produktmix zu Gunsten von margenattraktiven Produkten und einer deutlich gestiegenen Fertigungsauslastung im Segment Clean Energy beigetragen.

Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttoergebnismarge des Konzerns (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) lag im Berichtszeitraum mit 41,7% (Vorjahr: 38,3%) deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode und ebenfalls über der Bruttoergebnismarge des Geschäftsjahres 2023.

Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

BRUTTOERGEBNIS NACH SEGMENTEN

in TEUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Veränderung 2024
01.04.-30.06.
2023
01.04-30.06.
Veränderung
Clean Energy 24.360 17.210 41,5% 9.064 9.562 -5,2%
Clean Power Management 5.183 4.666 11,1% 2.586 2.100 23,1%
Summe 29.542 21.876 35,0% 11.650 11.662 -0,1%

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit 13,8% deutlich auf TEUR 8.708 (Vorjahr: TEUR 7.650) zu. Die in den Vertriebskosten enthaltenen Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 17) lagen signifikant über dem Niveau des Vorjahres.

Bereinigt um diese Effekte stiegen die Vertriebskosten im Berichtszeitraum auch deutlich um 7,9% auf TEUR 8.235 (Vorjahr: TEUR 7.633) an. Höhere bereinigte Personalkosten, sowie gestiegenen Werbe- und Reisekosten und Provisionen, u.a. bedingt durch das Umsatzwachstum, waren im Wesentlichen für den Anstieg ursächlich.

Konzernweit lagen die bereinigten Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz aufgrund der positiven Umsatzentwicklung mit 11,6% (Vorjahr: 13,4%) leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Kosten für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im Berichtszeitraum um 19,4% auf TEUR 3.383 (Vorjahr: TEUR 2.834).

Bereinigt um die vorstehend aufgeführten Sonderaufwendungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 10) und einschließlich der im Berichtszeitraum aktivierten Entwicklungsaufwendungen und erhaltenen Zuschüsse in Höhe von zusammen TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 1.666) belief sich der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand des Konzerns auf TEUR 5.197 (Vorjahr: TEUR 4.490) und lag mit 15,8% erheblich über dem Vorjahreswert. Der höhere Gesamtaufwand im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Personalaufwendungen und einem gestiegenen Aufwand für die in der Entwicklungsabteilung verwendeten Materialien, u.a. auch aufgrund der im Berichtszeitraum intensivierten Entwicklungen der Membrane Electrode Assembly (MEA).

Die gesamte Entwicklungsquote des Konzerns (Forschungs- und Entwicklungskosten bereinigt um die Sondereffekte und einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten sowie Zuschüsse in Prozent der Umsatzerlöse) nahm aufgrund des Umsatzwachstums trotz insgesamt höherer Aufwendungen geringfügig auf 7,3% (Vorjahr: 7,9%) ab.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 9.091 (Vorjahr: TEUR 7.548) signifikant über denen der Vorjahresperiode. Nach Bereinigung um die vorstehend beschriebenen Sondereffekte in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 506) stieg der allgemeine Verwaltungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 1.270 bzw. 18,0% auf TEUR 8.312 (Vorjahr: TEUR 7.043) an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren Personalaufwendungen im Zusammenhang mit einem höheren Personalbestand sowie deutlich gestiegenen Reisekosten und IT-Kosten. Die Kostensteigerungen sind zu einem großen Teil durch das Umsatzwachstum und die dynamische Unternehmensentwicklung bedingt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode um 23,7% ab und betrugen TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 834). Wesentlich hierfür ist die Entwicklung der in diesem Posten enthaltenen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 460 (Vorjahr: TEUR 734).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 658 (Vorjahr: TEUR 915) und lagen um 28,1% unter Vorjahresniveau. Die in diesem Posten enthaltenen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen betrugen im Berichtszeitraum TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 915) und lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Berichtzeitraum war zudem eine Rückstellung für etwaig anfallende Kosten gegenüber einem Geschäftspartner im Zusammenhang mit Verzögerungen im Fertigungsanlauf einer Tochtergesellschaft in Höhe TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns nahm, angetrieben von der guten operativen Leistung, im Berichtszeitraum mit TEUR 4.427 ausgesprochen stark zu und belief sich auf TEUR 11.215 (Vorjahr: TEUR 6.788). Hieraus resultierte ebenfalls eine deutliche Steigerung der EBITDA-Marge (EBITDA in Relation zum Umsatz) auf 15,8% (Vorjahr: 11,9%).

Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des operativen Geschäfts, das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA (EBITDA bereinigt), belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 12.526 (Vorjahr: TEUR 7.321) und hat sich mit einer Steigerung von TEUR 5.204 gegenüber dem Vorjahreswert ebenfalls ausgesprochen positiv entwickelt. Die bereinigte EBITDA-Marge verzeichnete ein Anstieg um 4,8 Prozentpunkte und lag mit 17,7% (Vorjahr: 12,8%) deutlich über dem Vorjahresniveau.

Im Wesentlichen bedingten das starke Umsatzwachstum mit relativ geringer gestiegenen Funktionskosten in Verbindung mit der merklich verbesserten Bruttoergebnismarge die Zunahme des bereinigten EBITDA.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns verbesserte sich im Berichtszeitraum erheblich um TEUR 4.425 auf TEUR 8.247 (Vorjahr: TEUR 3.822). Die EBIT-Marge (EBIT in Relation zum Umsatz) verbesserte sich dementsprechend auf 11,6% (Vorjahr: 6,7%).

Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (EBIT bereinigt) belief sich auf TEUR 9.558 (Vorjahr: TEUR 4.355), lag damit um TEUR 5.203 über dem Vorjahreswert und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die daraus resultierende bereinigte EBIT-Marge von 13,5% (Vorjahr: 7,6%) lag erheblich über dem Vorjahresniveau.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des höheren Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Berichtszeitraum auf TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 313) und haben sich mehr als verdoppelt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 339) beinhalten Zinsaufwendungen aus der Anwendung von IFRS 16 in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 211). Die Abnahme der Zinsaufwendungen ergab sich im Wesentlichen aus geringeren Zinsaufwendungen für die Nutzung der Betriebsmittellinien aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus.

Konzernperiodenergebnis

Das Konzernperiodenergebnis stieg im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund der guten operativen Leistung und der geringeren Belastungen mit den oben aufgeführten Sondereffekten auf TEUR 6.421 (Vorjahr: TEUR 3.327) und lag damit signifikant über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ergebnis je Aktie

Im Berichtszeitraum erhöhten sich sowohl das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf EUR 0,37 (Vorjahr: EUR 0,19) sowie das verwässerte Ergebnis je Aktie auf EUR 0,36 (Vorjahr: EUR 0,19).

Auftragseingang und Auftragsbestand

Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum mit TEUR 79.180 (Vorjahr: TEUR 68.871) merklich über Vorjahresniveau. Stichtagsbezogen erhöhte sich der Auftragsbestand des Konzerns zum 30. Juni 2024 auf TEUR 89.024 (31. Dezember 2023: TEUR 81.300). Davon entfielen auf die SFC AG TEUR 26.788 (31. Dezember 2023: TEUR 37.111), auf SFC NL, TEUR 48.101 (31. Dezember 2023: TEUR 27.267), auf die SFC CA TEUR 13.446 (31. Dezember 2023: TEUR 16.922), und auf die SFC IN TEUR 688 (31. Dezember 2023: TEUR 0).

Vermögen und Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni 2024 TEUR 135.926 (31. Dezember 2023: TEUR 128.133) und erhöhte sich somit merklich um TEUR 7.792.

Die Nettofinanzposition (frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) nahm im Berichtszeitraum um TEUR 9.564 zu und belief sich auf TEUR 65.621 (31. Dezember 2023: TEUR 56.056).

Zahlungsmittel

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 30. Juni 2024 TEUR 69.610 (31. Dezember 2023: EUR 59.847) und nahmen mit TEUR 9.762 stark zu.

Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtszeitraum gegenüber dem Geschäftsjahresende 2023 um TEUR 198 auf TEUR 3.989 (31. Dezember 2023: TEUR 3.791).

Kontinuierliche Investitionen in die Produktentwicklung sowie potenzielle Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Akquisitionen bleiben ein wichtiger Bestandteil der Wachstums- und Internationalisierungsstrategie der SFC, um die Marktpositionen gezielt zu stärken und auszubauen oder bestehende Geschäfte zu ergänzen bzw. in neue Geschäftsfelder vorzudringen. Aus der Umsetzung dieser Strategie können finanzielle Verpflichtungen oder ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.

Im Februar 2024 hat die SFC mit der in Indien ansässigen FC TecNrgy Pvt. Ltd. eine strategische Kooperationsvereinbarung zum Aufbau einer neuen Fertigungsstätte für Brennstoffzellen und zur weiteren Marktentwicklung in Indien getroffen. In diesem Zusammenhang hat sich die SFC AG verpflichtet eine Finanzinvestition in Höhe von TEUR 1.000 in die FC TecNrgy Pvt. Ltd. vorzunehmen, die noch nicht erfolgt ist. Hierbei handelt es sich um Investitionsverpflichtungen der SFC Energy India Pvt. Ltd. Die Finanzierung dieser Investition soll aus den Zahlungsmitteln der SFC erfolgen.

Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Cashflow und Investitionen

CASHFLOW

in TEUR
01.01.-30.06.2024 01.01.-30.06.2023
Operativer Cashflow vor Working-Capital Veränderungen 12.602 7.339
Cashflow aus
betrieblicher Tätigkeit 15.970 -1.522
Investitionstätigkeit -5.121 -3.608
Finanzierungstätigkeit -1.370 -1.213

Operativer Cashflow und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorjahresperiode ausgesprochen signifikant und lag bei TEUR 15.970 (Vorjahr: TEUR -1.522).

Ausschlaggebend für diese Verbesserung waren die sehr positive operative Entwicklung und das starke Wachstum des bereinigten EBITDA sowie des operativen Cashflows vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens und Ertragsteuern (Operatives Ergebnis vor Working Capital-Veränderungen). Dieser konnte im Berichtszeitraum sehr deutlich um TEUR 5.263 auf TEUR 12.602 (Vorjahr: TEUR 7.339) gesteigert werden. Gleichzeitig verzeichnete das Nettoumlaufvermögen im Berichtszeitraum eine Abnahme um TEUR 4.523 (Vorjahr: Zunahme TEUR 8.014). Dem wirkten höhere Aufwendungen für Steuer in Höhe von TEUR 1.154 (Vorjahr: TEUR 847) entgegen.

Hinsichtlich der wesentlichen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens nahmen die Vorräte im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 1.589 ab. Des Weiteren nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trotz des gestiegenen Umsatzvolumens im Berichtszeitraum liquiditätswirksam marginal um TEUR 200 zu. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte, in denen als wesentliche Position Steuervorauszahlungen enthalten sind, haben sich liquiditätswirksam um TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 1.144) erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Berichtszeitraum liquiditätswirksam um TEUR 3.580 (Vorjahr: TEUR 3.790) zugenommen. Zusammen mit den weiteren Posten des Nettoumlaufvermögens resultierte daraus eine Abnahme des Nettoumlaufvermögens und somit ein Liquiditätszufluss von TEUR 4.523 (Vorjahr: Zunahme TEUR 8.014) im Berichtszeitraum.

Cashflow aus Investitionstätigkeit und Investitionen

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit summierten sich im Berichtszeitraum auf TEUR 5.121 (Vorjahr: TEUR 3.608 ). Die darin enthaltenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen TEUR 1.529 (Vorjahr: TEUR 2.659), wovon TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 1.466) auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen entfielen. Der höhere Mittelabfluss im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögengegenständen.

Die Mittelabflüsse für Investitionen in Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrugen im Berichtszeitraum TEUR 4.322 (Vorjahr: TEUR 1.243) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Diese sehr starke Zunahme resultiert im Wesentlichen aus dem Auf- und Ausbau der Standorte für SFC UK und SFC IN.

Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit nahm in der Berichtsperiode merklich auf TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 1.213) zu. Diese Zunahme resultiert aus gestiegenen Mittelabflüssen für Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.060 (Vorjahr: TEUR 881) im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16.

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

Die Nettoveränderung des Finanzmittelfonds betrug TEUR 9.479 (Vorjahr: TEUR -6.343). Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2024 TEUR 69.610 (31. Dezember 2023: TEUR 59.847).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von TEUR 187.186 zum 30. Juni 2024 (31. Dezember 2023: TEUR 176.399) hat sich mit TEUR 10.786 gegenüber dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 6,1% erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte, und hier insbesondere die Erhöhung der sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sowie die Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlmitteläquivalente.

Die Vorräte nahmen in der Berichtsperiode trotz des Umsatzwachstums merklich um 6,7% auf TEUR 23.377 (31. Dezember 2023: TEUR 25.043) ab. Maßgeblich hierfür waren Vorratsreduktionen bei der SFC AG und der SFC IN.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben in der Berichtsperiode mit TEUR 28.772 (Vorjahr: TEUR 28.645) in etwa auf dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2023.

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen habe sich im Berichtszeitraum um TEUR 3.000 auf TEUR 8.424 (Vorjahr: TEUR 5.424) sehr deutlich erhöht. Wesentlich hierfür waren höhere Steuervorauszahlungen.

Zum Stichtag betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen 30% (31. Dezember 2023: 31%) und blieb damit in etwa auf dem Niveau des Anteils zum Geschäftsjahresende 2023.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2024 um TEUR 398 auf TEUR 20.218 (Vorjahr: TEUR 19.820), im Wesentlichen aufgrund aktivierter Entwicklungsaufwendungen.

Die Sachanlagen lagen mit TEUR 19.380 (31. Dezember 2023: TEUR 16.944) 14,4% über dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2023. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus den vorstehend beschriebenen Investitionen in den Aus- und Aufbau von internationalen Standorten.

Die kurzfristigen Schulden sind im Berichtszeitraum um TEUR 3.974 auf TEUR 37.552 (31. Dezember 2023: TEUR 33.578) gestiegen. Die deutliche Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der nachstehend ausgeführten deutlichen Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 16.478 (31. Dezember 2023: TEUR 12.890) 27,8% bzw. TEUR 3.588 über dem Bestand zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres, was u.a. auf ein im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum steigendes Einkaufsvolumen sowie der steigenden Wertschöpfung innerhalb des Konzerns zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten nahmen um TEUR 17 auf TEUR 2.218 (31. Dezember 2023: TEUR 2.200) zu und blieben somit in etwa auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2023.

Die langfristigen Schulden haben zum Stichtag um TEUR 574 merklich auf TEUR 13.708 (31. Dezember 2023: TEUR 14.688) abgenommen. Eine Wesentliche in den langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Position sind langfristige Leasingverbindlichkeiten, welche sich im Berichtszeitraum deutlich um TEUR 1.003 bzw. 9,7% verringert haben.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 198 auf TEUR 3.989 (31. Dezember 2023: TEUR 3.791) und sind ausschließlich von kurzfristiger Natur. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Betriebsmittellinien der SFC NL.

Die Zusammensetzung sowie die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

in TEUR
30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.989 3.791 5,2%
davon SFC AG 0 0 0%
davon SFC NL 3.989 3.791 5,2%
davon SFC CA 0 0 0%
Abzüglich
Frei verfügbare liquide Mittelna 69.610 59.847 16,3%
Summe 65.621 56.056 17,1%

a Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung

Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 27,4% (31. Dezember 2023: 27,4%).

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum auf TEUR 135.926 (31. Dezember 2023: TEUR 128.133). Die Eigenkapitalquote blieb mit 72,6% (31. Dezember 2023: 72,6%) auf dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2023. Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

Mitarbeitende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2024 stellt sich wie folgt dar:

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER

30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
Vorstand 3 3 0
Forschung und Entwicklung 74 77 -3
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 178 156 22
Vertrieb und Marketing 102 103 -1
Verwaltung 64 64 0
Festangestellte Mitarbeiter 421 403 18

MITARBEITER NACH FUNKTIONSBEREICHEN

Zum 30. Juni 2024 beschäftigte der Konzern weltweit 421 (31. Dezember 2023: 403) festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Risiko- und Chancenbericht

Die SFC als international agierende Gruppe, ist mit ihren Technologieplattformen in innovativen Geschäftsfeldern aktiv. Hieraus ergeben sich einerseits große Chancen, andererseits unterliegt die Geschäftstätigkeit auch potenziellen Risiken, welche einen maßgeblichen und nachhaltigen Einfluss auf die Erreichung der finanziellen und nicht-finanziellen Zielsetzungen haben können und somit auch auf die Vermögens Finanz- und Ertragslage (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) der Gruppe.

SFC hat gruppenweit ein Risikomanagementsystem implementiert, um potenzielle Risiken und Chance zu identifizieren, zu bewerten, zu mitigieren, fortlaufend zu beobachten und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen einzuarbeiten. Geschäftsbezogene Risiken und Chancen, bspw. Finanzrisiken, technologische Risiken, Wettbewerbsrisiken, Risiken in der Beschaffung von Vorleistungsgütern, Risiken im Personalbereich und der Informationstechnologie, sowie im Bereich Umwelt, Klima und Sicherheit werden kontinuierlich überwacht. Im Hinblick auf rechtliche Risiken überwachen wir potenzielle Sachverhalte wie Rechtsstreitigkeiten, Produktrisiken, patentrechtliche Risiken, oder Risiken im regulatorischen Umfeld.

Die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Chancen und Risiken sind auch im aktuellen Berichtszeitraum weitgehend gültig und ein Großteil der Risiken wurde im Wesentlichen auf Basis aktueller Planzahlen überarbeitet oder neu bewertet. Im Verlauf des Berichtzeitraums haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die in unserem Geschäftsbericht 2023 hinausgehen.

Das Risiko einer länger als geplanten Produktionsanlaufphase auf die volle Kapazität für die Membran-Elektroden-Einheit (MEA) an dem neuen Fertigungsstandort SFC UK ist nach wie vor relevant. Um einem Teil der MEA-Knappheit auszugleichen, wurde im ersten Quartal 2024 eine temporäre MEA-Fertigung am Standort der SFC AG in aufgebaut, deren Effizienz allerdings nicht der geplanten Effizienz des neuen Standortes der SFC UK entspricht. Diese MEA-Fertigung wurde im zweiten Quartal 2024 zur SFC UK verlagert.

Um die Lieferengpässe von Brennstoffzellen aufgrund der MEA-Knappheit zu minimieren, wird der MEA-Bedarf auf Jahressicht kontinuierlich mit der Produktion abgeglichen und die Kapazität am Standort der SFC UK soll im zweiten Halbjahr im Zweischicht-Betrieb gefahren werden.

Unabhängig davon beinhaltet der Aufbau und Transfer von Produktionsprozessen und -technologien zahlreiche inhärente und voneinander abhängige Risikofaktoren, die die Produktion verzögern können oder die Fertigungseffizienz negativ beeinflussen können. Die SFC bewertet und analysiert diese Risiken regelmäßig, um solchen Risiken rechtzeitig zu begegnen und die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten. Eine eigene MEA Fertigung birgt nicht nur die Chance einer höheren Liefersicherheit bzw. Lieferantenunabhängigkeit, sondern auch die Kosten der MEAs bzw. die technologische Leistungsfähigkeit zu optimieren.

Abgesehen von der im vorherigen Absatz beschriebenen Risikolage sind keine signifikanten Änderungen der Risikolandschaft zu verzeichnen. Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten beeinflussen.

Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten

Prognosebericht

Nach einem sehr starken ersten Quartal 2024 hat sich das Umsatz- und Ergebniswachstum von SFC im zweiten Quartal 2024 trotz einer starken Marktnachfrage wie erwartet leicht abgeschwächt. Der wesentliche Grund hierfür lag, wie bereits mit den Ergebnissen zum ersten Quartal kommuniziert, in einem temporären Engpass bei der Verfügbarkeit von Membrane Electrode Assemblies (MEAs) und einem daraus resultierenden Produktionsengpass bei Methanol-Brennstoffzellen.

Trotz dieser Tatsache erwartet der Vorstand auf Basis der sehr guten operativen Leistung im ersten Halbjahr 2024 auch im zweiten Halbjahr eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.

Insgesamt geht der Vorstand, vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage und aufgrund des Hochlaufs der MEA-Fertigung in Swindon, UK sowie der Erweiterung der Fertigungskapazitäten in Deutschland, Rumänien und Indien und dem damit verbundenen Anstieg der Auslieferungen von weiter steigenden Umsätzen im zweiten Halbjahr 2024 aus und ist zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

Trotz der makroökonomischen, geopolitischen und industriespezifischen Gegebenheiten erwartet der Vorstand eine fortbestehende hohe Nachfragedynamik. Hinsichtlich der Inflationserwartungen geht der Vorstand von einer langsamen Normalisierung aus.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung und dem aktuellen Status der MEA-Fertigung bestätigt der Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 für die SFC Energy AG. Die Prognose basiert auf der Annahme eines Umsatzwachstums in beiden Segmenten, auf einer stabilen Qualität in der MEA-Fertigung sowie relativ stabilen operativen Kosten.

Umsatzerlöse

Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt der Vorstand unter Berücksichtigung des erwarteten Geschäftsverlaufs und des aktuellen Auftragsbestandes, seine Prognose vom 22. Februar 2024 und erwartet unverändert ein Umsatzwachstum von ca. 20 % bis 30 % zum Umsatz des Geschäftsjahres 2023 bzw. einen konsolidierten Umsatz in einer Bandbreite von TEUR 141.700 bis TEUR 153.500.

EBITDA bereinigt

In Anbetracht der vorstehend geschilderten Erwartungen bestätigt der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr die bereinigte EBITDA Prognose vom 22. Februar 2024 in einer Bandbreite von TEUR 17.500 bis TEUR 22.400.

EBIT bereinigt

Entsprechend den in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erzielten Ergebnissen sowie den vorstehend beschriebenen Erwartungen bestätigt der Vorstand die bereinigte EBIT Prognose vom 22. Februar 2024 in einer Bandbreite von TEUR 9.800 bis TEUR 14.700.

Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen.

Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die SFC Energy AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die SFC Energy AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der SFC Energy AG.

Die Gruppe der nahestehenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nicht geändert.

Nahestehende Unternehmen

Im Berichtszeitraum gab es wie im Vorjahr keine Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Sonstige Angaben zu nahestehenden Personen

Zum 30. Juni 2024 hielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt circa 1,66% (31. Dezember 2023: 1,65%) der von der SFC Energy AG ausgegebenen Aktien.

Brunnthal, den 20. August 2024

Der Vorstand


Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH
INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS FÜR
DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2024

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
(RÜCKWIRKEND
ANGEPASST*)
Umsatzerlöse 70.856.449 57.053.042
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
-41.314.097 -35.176.595
Bruttoergebnis vom Umsatz 29.542.352 21.876.447
Vertriebskosten** -8.707.936 -7.649.548
Forschungs- und Entwicklungskosten -3.383.250 -2.834.372
Allgemeine Verwaltungskosten -9.090.832 -7.548.405
Sonstige betriebliche Erträge 636.166 833.879
Sonstige betriebliche Aufwendungen -657.847 -915.307
Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle
Vermögenswerte**
-91.610 59.453
Betriebsergebnis (EBIT) 8.247.042 3.822.147
Zinsen und ähnliche Erträge 748.528 313.130
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -316.437 -338.578
Ergebnis vor Steuern 8.679.133 3.796.699
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.258.045 -469.334
Konzernperiodenergebnis 6.421.088 3.327.365
den Eigentümer der SFC Energy AG zuzuordnen 6.405.777 3.327.365
den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen 15.311 0
Ergebnis je Aktie
unverwässert 0,37 0,19
verwässert 0,36 0,19

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

** geänderte Darstellung: separater Ausweis Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte

Konzerngesamtergebnisrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
(RÜCKWIRKEND ANGEPASST*)
Konzernperiodenergebnis 6.421.088 3.327.366
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird:
Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 113.721 27.111
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen (Summe sonstiges Ergebnis) 113.721 27.111
Konzerngesamtergebnis der Periode 6.534.809 3.354.477
den Eigentümern der SFC Energy AG zuzuordnen 6.513.624 3.354.477
den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen 21.185 0

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz

AKTIVA ZUM 30. JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
30.06.2024 31.12.2023
Kurzfristige Vermögenswerte 131.142.930 121.258.735
Vorräte 23.376.903 25.043.347
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.772.295 28.645.153
Vermögenswerte aus Verträgen mit Kunden 674.873 2.013.114
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 8.423.542 5.424.007
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 69.609.697 59.847.494
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung 285.620 285.620
Langfristige Vermögenswerte 56.042.671 55.140.522
Immaterielle Vermögenswerte 20.217.715 19.819.787
Sachanlagen 19.380.127 16.943.596
Sonstige VW und Forderungen - langfristig 181.249 960.644
Aktive latente Steuern 16.263.580 17.416.495
Aktiva 187.185.601 176.399.257

PASSIVA ZUM 30. JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
30.06.2024 31.12.2023
Kurzfristige Verbindlichkeiten 37.552.201 33.578.134
Ertragssteuerverbindlichkeiten 1.281.356 1.331.652
Sonstige Rückstellungen 2.247.606 2.108.107
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.989.167 3.791.132
Verbindlichkeiten aus Anzahlungen 191.024 178.982
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.478.356 12.890.047
Leasingverbindlichkeiten 2.217.524 2.200.030
Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden 401.956 1.470.035
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP 10.745.212 9.608.149
Langfristige Verbindlichkeiten 13.707.844 14.687.907
Sonstige Rückstellungen 2.566.187 2.188.891
Leasingverbindlichkeiten 9.360.609 10.363.153
Sonstige Verbindlichkeiten 1.629.472 2.015.720
Passive latente Steuern 151.576 120.143
Eigenkapital 135.925.556 128.133.216
Nicht beherrschende Anteile -7.824 -29.009
auf die Eigentümer der SFC Energy AG entfallendes Eigenkapital 135.933.380 128.162.225
Gezeichnetes Kapital 17.363.691 17.363.691
Kapitalrücklage 174.424.768 173.167.237
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung -951.584 -1.059.431
Ergebnisvortrag -61.309.272 -82.393.765
Konzernperiodenergebnis 6.405.777 21.084.493
Passiva 187.185.601 176.399.257

Konzernkapitalflussrechnung
VOM 1.JANUAR BIS 30.JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
2024
01.01.-30.06.
2023
01.01.-30.06.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern 8.679.133 3.796.700
+ Zinsergebnis -432.091 25.448
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.968.120 2.966.177
+/- Erträge/Aufwendungen aus LTI-Programmen 1.071.439 278.573
+ Änderung von Wertberichtigungen 278.690 321.417
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 82.640 0
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -45.954 -49.374
Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen 12.601.977 7.338.941
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 506.571 268.484
-/+ Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -199.846 -7.887.751
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte 1.589.254 -2.249.712
-/+ Zu-/Abnahme sonstiger Forderungen und Vermögenswerte -834.490 -1.144.318
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.579.932 3.790.119
+/- Zu-/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -118.694 -790.538
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern 17.124.704 -674.775
+/- Ertragsteuererstattungen/-zahlungen -1.154.417 -846.924
- Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 15.970.287 -1.521.699
in EUR
2024
01.01.-30.06.
2023*
01.01.-30.06.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen in immaterielle Vemögenswerte aus Entwicklungsprojekten -1.489.824 -1.466.286
- Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte -39.297 -1.193.124
- Investitionen in Sachanlagen -4.322.301 -1.243.030
+ Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 730.306 195.005
- Auszahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung 0 99.307
- Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.121.116 -3.608.128
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.060.091 -881.046
- Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen -310.192 -331.631
- Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.370.283 -1.212.677
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 9.478.888 -6.342.504
Wechselkursbedingte und sonstige Änderungen des Finanzmittelfonds 85.280 11.782
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Kontokorrentkredite zu Beginn der Berichtsperiode 56.056.362 60.747.980
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Kontokorrentkredite am Ende der Berichtsperiode 65.620.530 54.417.259
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und Kontokorrentverbindlichkeiten 9.478.888 -6.342.503

* Anpassung in der Darstellung: Finanzmittelfonds inkl. Kontokorrentverbindlichkeiten

Konzern-Segmentberichterstattung
VOM 1.JANUAR BIS 30.JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Konzern
2024 2023 2024 2023 2024 2023
(rückwirkend
angepasst*)
Umsatzerlöse 50.859.821 38.590.207 19.996.628 18.462.835 70.856.449 57.053.042
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -26.500.309 -21.380.138 -14.813.788 -13.796.457 -41.314.097 -35.176.595
Bruttoergebnis vom Umsatz 24.359.512 17.210.069 5.182.840 4.666.378 29.542.352 21.876.447
Vertriebskosten** -7.596.351 -6.490.778 -1.111.585 -1.158.770 -8.707.936 -7.649.548
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.273.402 -1.917.902 -1.109.848 -916.470 -3.383.250 -2.834.372
Allgemeine Verwaltungskosten -6.974.574 -5.588.669 -2.116.258 -1.959.736 -9.090.832 -7.548.405
Sonstige betriebliche Erträge 602.485 808.653 33.681 25.226 636.166 833.879
Sonstige betriebliche Aufwendungen -643.376 -880.118 -14.471 -35.189 -657.847 -915.307
Änderung der Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte** -106.956 -55.955 15.346 115.408 -91.610 59.453
Betriebsergebnis (EBIT) 7.367.338 3.085.300 879.704 736.847 8.247.042 3.822.147
Anpassungen EBIT 1.310.711 533.057 0 0 1.310.711 533.057
EBIT bereinigt 8.678.049 3.618.357 879.704 736.847 9.557.753 4.355.204
Abschreibungen -2.171.755 -2.328.147 -796.365 -638.030 -2.968.120 -2.966.177
EBITDA 9.539.093 5.413.447 1.676.069 1.374.877 11.215.162 6.788.324
Anpassungen EBITDA 1.310.711 533.057 0 0 1.310.711 533.057
EBITDA bereinigt 10.849.804 5.946.504 1.676.069 1.374.877 12.525.873 7.321.381
Finanzergebnis 432.091 -25.448
Ergebnis vor Steuern (EBT) 8.679.133 3.796.699
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.258.045 -469.334
Konzernperiodenergebnis 6.421.088 3.327.365

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

** geänderte Darstellung: separater Ausweis Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale
Eigenkapitalveränderung
Konzern-
bilanzgewinn/
verlust
Den Eigentümern der
SFC AG zurechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherrschende
Anteile
Stand 01.01.2024 17.363.691 173.167.237 -1.059.431 -61.309.272 128.162.225 -29.009
Konzern-Gesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2024 6.405.777 6.405.777 15.311
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung 107.847 107.847 5.874
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 1.257.531 1.257.531 0
Stand 30.06.2024 17.363.691 174.424.768 -951.584 -54.903.495 135.933.380 -7.824
in EUR
Konzern-
eigenkapital
Stand 01.01.2024 128.133.216
Konzern-Gesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2024 6.421.088
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung 113.721
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 1.257.531
Stand 30.06.2024 135.925.556

VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Konzernbilanzgewinn/-verlust Den Eigentümern der SFC AG zurechenbares Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile
Stand 01.01.2023 17.363.691 169.215.296 -748.104 -82.393.765 103.437.118 0
Konzern-Gesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2023 3.327.366 3.327.366 0
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung 27.111 27.111 0
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 201.004 201.004 0
Stand 30.06.2023 17.363.691 169.416.300 -720.993 -79.066.399 106.992.599 0
in EUR
Konzern-
eigenkapital
Stand 01.01.2023 103.437.118
Konzern-Gesamtergebnis der Periode
Konzernperiodenergebnis 01.01. - 30.06.2023 3.327.366
Erfolgsneutrales Periodenergebnis aus Währungsumrechnung 27.111
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 201.004
Stand 30.06.2023 106.992.599

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERNANHANGSANGABEN

Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis

Informationen zum Unternehmen

Die SFC Energy AG ("Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("SFC" oder "Konzern") sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten, Systemen und Lösungen für die stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol- (DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

Die Gesellschaft ist im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/Main gelistet (WKN 756857, ISIN: DE0007568578).

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Der verkürzte Konzernabschluss enthält nicht alle für den Konzernabschluss eines Geschäftsjahres vorgeschriebenen Informationen und sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 gelesen werden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2023 gelten insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Zwischenabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Angaben in diesem Zwischenabschluss erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (EUR). Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung können Differenzen auftreten.

Vom Konzern übernommene neue und geänderte Standards

Der Konzern hat in der aktuellen Berichtsperiode nachfolgende Standardänderungen erstmals angewandt:

Änderung an IAS 1 - Einstufung von Schulden als kurz- oder langfristig und Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen

Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 - Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Änderung an IFRS 16 - Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion

Durch die aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2024 angewandten Standards, Änderungen und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den SFC Konzern.

Erwartete künftige Auswirkungen von bereits herausgebenden, aber noch nicht in Kraft getretenen Standards

Im August 2023 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 21, die klarstellen, wann eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist und wann nicht. Weiterhin beinhaltet die Änderungen Regelungen zur Festlegung, wie ein Unternehmen den anzuwendenden Stichtagskurs bestimmt, wenn eine Währung nicht umtauschbar ist. Es sind darüber hinaus Vorschriften zur Angabe zusätzlicher Informationen enthalten, wenn eine Währung nicht umtauschbar ist. Vorbehaltlich der Übernahme in europäisches Recht ist die Anwendung für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit oder den jährlichen Abschluss haben wird.

Im April 2024 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 18 zu Darstellung und Angaben in Abschlüssen. Ziel des Standards ist es, die Darstellung finanzieller Informationen zu verbessern und die Transparenz und Vergleichbarkeit von Abschlüssen zu erhöhen. IFRS 18 wird IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" ersetzen. Vorbehaltlich der Übernahme in europäisches Recht ist die Anwendung von IFRS 18 für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 verpflichtend. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, vom SFC Konzern jedoch nicht vorgesehen.

Fehlerkorrekturen

Im Rahmen einer Fehlerkorrektur im Zusammenhang mit der Auflösung von SAR Verbindlichkeiten wurde die Vorjahresperiode angepasst. Infolgedessen wurden EUR 113.360 in der Vergleichsperiode von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Vertriebskosten umgegliedert. Für weitere Informationen wird auf die Ausführungen im Konzernabschluss 2023 verwiesen.

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und auf Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden durch die Unternehmensleitung laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen geändert werden, sowie in allen zukünftigen Perioden, die davon betroffen sind.

Bei der Erstellung dieses Zwischenabschlusses wurden die wesentlichen Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns sowie die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten mit denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 identisch ausgeübt.

Konsolidierungskreis

Zum 30. Juni 2024 waren einschließlich des Mutterunternehmens SFC Energy AG acht (31. Dezember 2023: acht) Gesellschaften vollkonsolidiert.

Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 30. Juni 2024 geht aus der folgenden Tabelle hervor:

TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE VOLL IN DEN KONSOLIDIEURNGSKREIS EINBEZOGEN WERDEN

in %
Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Währung
unmittelbar mittelbar gesamt
SFC Energy B.V. ("SFC NL") Almelo, Niederlande 100% - 100% EUR
SFC Energy Power SRL ("SFC RO") Cluj-Napoca, Rumänien - 100% 100% RON
SFC Energy Ltd. ("SFC CA") Calgary, Kanada 100% - 100% CAD
SFC Energy UK Ltd. ("SFC UK") Swindon, UK 100% - 100% GBP
SFC Energy India Pvt. Ltd. ("SFC IN") Gurgaon, Indien 92% - 92% INR
SFC Clean Energy SRL ("SFC RO II") Cluj-Napoca, Rumänien 100% - 100% RON
SFC Energy LLC ("SFC USA") Wilmington, USA 100% - 100% USD

Zum Stichtag waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen.

Konjunktur- und Saisoneinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird wesentlich vom Tempo des Inflationsrückgangs und den daraus resultierenden Spielräumen für die Zinspolitik der Notenbanken bestimmt. Insbesondere die hartnäckige Inflation im Dienstleistungssektor sorgt hier für Risiken. Weitere Unsicherheiten resultieren aus dem weiteren Verlauf weltweiter geo- und handelspolitischer Konflikte, die den Handel und die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigen. In einer aktuellen Studie rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) damit, dass das globale Wachstum von geschätzten 3,3 % im Jahr 2023 auf 3,2 % im Jahr 2024 sinken wird und sich im Jahr 2025 nur leicht auf wieder 3,3 % erholen wird. Damit ist die Wachstumsprognose unverändert Weltwirtschaftsausblick vom April 2024 (WEO) und bewegt sich insgesamt weiter auf relativ schwachem Niveau.

Die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation belastet weiterhin die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Der Rückgang der Inflation setzt sich weiter fort, jedoch langsamer als erhofft, was besonders auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen ist.

Dennoch wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation voraussichtlich von 8,7 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und 4,4 % im Jahr 2025 zurückgehen wird.

Positiv hervorzuheben ist, das sich das Output-Gefälle zwischen den Volkswirtschaften wieder verringert, da konjunkturelle Faktoren nachlassen und die Wirtschaftstätigkeit sich stärker an ihr Potenzial annähert. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und die Belastungen bzw. der Kostendruck durch fortgesetzte Anpassungsreaktionen an die krisenbedingt gestiegenen Preisniveaus bleiben bestehen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen des Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2024 im Wesentlichen durch Mietereinbauten. Zum 30.06.2024 sind in den Sachanlagen Mietereinbauten mit einem Buchwert in Höhe von EUR 2.006.412 (Vorjahr: EUR 917) enthalten. Die Nutzungsdauer der Mietereinbauten richtet sich nach den Laufzeiten der Leasingverhältnisse der zugrundeliegenden Gebäude.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Programm (SAR Programm) für die Vorstandsmitglieder Daniel Saxena und Hans Pol sowie für ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe die nachfolgende Erläuterung zu "Anteilsbasierte Vergütung".

Anteilsbasierte Vergütung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft hatten vereinbart, den Vorstand und Führungskräfte am Erfolg der Gesellschaft zu beteiligen. Im Zuge dessen wurden zwischen der Gesellschaft und den Vorständen sowie (ehemaligen) Führungskräften ein Vertrag zum Abschluss aktienbasierter Vergütungsprogramme geschlossen. Ziel dieser Programme ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert, zu unterstützen.

Zum 30. Juni 2024 bestanden in der SFC drei aktienbasierte Vergütungsprogramme: das Stock Appreciation Rights Programm (SAR), das Aktienoptionsprogramm (AOP) und das Performance Share Programm (PSP).

Stock Appreciation Rights Programm

Die SAR Programme sehen eine variable Vergütung in Form von sogenannten virtuellen Aktienoptionen vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen SAR sind nicht durch Eigenkapital hinterlegte, virtuelle Vergütungsinstrumente. Sie gewähren bei Erreichung der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf Barauszahlung durch die SFC.

Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die ausgegebenen virtuellen Optionsrechte auf folgende Tranchen:

SARS-ÜBERSICHT 2024/Q2

Tranche HP3 Tranche DS1
Zuteilungstag 01.07.2018 01.07.2020
Anzahl SARs 180.000 228.000
Teil-Tranchen 3 4
Maximale Laufzeit des SAR Programms 7,0 Jahre 8,0 Jahre
Referenzpreis Durchschnittlicher Börsenkurs
der Aktien der Gesellschaft
(arithmetisches Mittel der
Schlusskurse im XETRA-Handel)
an den letzten 30 Handelstagen
vor dem jeweiligen Stichtag
Verfallsstichtag der letzten Teil-Tranche 01.07.2021 01.07.2024
Kursziel EUR 16,50 EUR 22,00
Wartezeit (ab Zuteilungstag) in Jahren 4,0 - 6,0 4,0 - 7,0
Ausübungspreis Der Ausübungspreis beträgt
EUR 1,00 pro virtueller
Aktienoption
Cap n/a EUR 1,0 Mio.
Ende des Ausübungszeitraums der letzten Teil-Tranche 01.07.2025 01.07.2028

Die Tranchen sind jeweils in einzelne Teil-Tranchen eingeteilt. Die Anzahl der erdienten SARs kann sich bis zum Verfallsstichtag in Abhängigkeit vom Referenzkurs zu diesem Stichtag (durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten 30 Handelstagen vor dem Verfallsstichtag) verändern. Dabei ist der vollständige Verlust aller gewährten SARs möglich. Erreicht der Referenzkurs zum Verfallsstichtag nicht das im Term Sheet festgelegte Kursziel, wird nur ein Teil der SAR erdient. Die übrigen SAR verfallen zum jeweiligen Stichtag ersatz- und entschädigungslos (vorzeitiger Verfall). Die sich im Anschluss ergebene Anzahl an SARs gilt als erdient.

Nach Ablauf der jeweiligen Wartezeit (siehe SARs-Übersicht 2024/Q2) können in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden die SARs ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SARs ist in Bezug auf jede Teil-Tranche davon abhängig, dass der durchschnittliche Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten 30 Handelstagen vor dem Ausübungsstichtag (Referenzkurs zum Ausübungsstichtag) die im Term Sheet festgelegten Schwellenwerte erreicht oder übersteigt. Erreicht der Referenzkurs nicht mindestens das Kursziel, kann von den Teil-Tranchen nur ein Teil der SAR ausgeübt werden. Im Zuge der Erfolgsziele muss für die Tranche HP3 zudem der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft in den 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartezeit den durchschnittlichen Börsenkurs in den 30 Handelstagen vor Zuteilungstag übersteigen. Blackout-Perioden beziehen sich auf zehn Tagen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach Veröffentlichung der Quartalsergebnisse sowie zehn Tage vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach Veröffentlichung der (vorläufigen) Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres. Bei Ausübung der SAR erfolgt ein Barausgleich in Höhe des Referenzkurses zum Ausübungsstichtags abzüglich des Ausübungspreis. Der Barausgleich der jeweiligen Teil-Tranche der Tranche DS1 ist dabei auf maximal EUR 1,0 Mio. beschränkt (Cap).

Im Geschäftsjahr 2024/Q2 wurden keine weiteren SARs gewährt. Ein Teil der Ansprüche von HP3 wurden im Berichtszeitraum ausgeübt. Auf Basis des Vorstandsbeschlusses vom 11. März 2024 wurde für die bestehenden Tranchen CB1, BL1 und FT1 das Wahlrecht genutzt, diese in ein Aktienoptionsprogramm umzuwandeln. Die bestehenden Verbindlichkeiten dieser SARs wurden ausgebucht und es erfolgte eine Neubewertung innerhalb der AOPs zum Modifikationsdatum.

Die Gewährung der verbleibenden SARs wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SARs wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells für die jeweilige Teil-Tranche und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.

Die SARs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

SARS-ENTWICKLUNG 2024/Q2

Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 /
BL1 / FT1
Anzahl SARs 180.000 228.000 01
Restlaufzeit (in Jahren) 1,0 4,0 n/a
Zu Beginn der Berichtsperiode 2024 ausstehende SARs (01.01.2024) 83.333 228.000 40.500
In der Berichtsperiode 2024/Q2
gewährte SARs 0 0 0
verwirkte SARs 0 0 0
ausgeübte SARs 41.667 0 0
verfallene SARs 0 0 40.5001
Am Ende der Berichtsperiode 2024 ausstehende SARs (30.06.2024) 41.666 228.000 0
Am Ende der Berichtsperiode 2024 ausübbare SARs (30.06.2024) 0 0 0

1 Es erfolgte eine Umwandlung der Tranchen in ein Aktienoptionsprogramm.

Im Vorjahreszeitraum haben sich die SARs wie folgt entwickelt:

SARs-ENTWICKLUNG 2023

Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 /
BL1 / FT1
Anzahl Stock Appreciation Rights (SARs) 180.000 228.000 47.250
Restlaufzeit (in Jahren) 1,5 4,5 3,0
Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (01.01.2023) 90.000 228.000 40.500
In der Berichtsperiode 2023
gewährte SARs 0 0 0
verwirkte SARs 0 0 0
ausgeübte SARs 6.667 0 0
verfallene SARs 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausstehende SARs (30.06.2023) 83.333 228.000 40.500
Am Ende der Berichtsperiode 2023 ausübbare SARs (30.06.2023) 41.667 0 0

Im Rahmen der Bewertung zum 30.06.2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2024/Q2

Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 /
BL1 / FT1
Bewertungszeitpunkt 30.06.2024 30.06.2024 30.06.2024
Restlaufzeit (in Jahren) 1,0 1,0 - 4,0 n/a
Volatilität 41,0% 41,4% - 48,4% n/a
Risikoloser Zinssatz 3,12% - 3,63% 2,45% - 3,12% n/a
Erwartete Dividendenrendite 0,0% 0,0% n/a
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 n/a
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 19,28 EUR 19,28 n/a

Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31.12.2023) wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2023

in EUR
Tranche HP3 Tranche DS1 Tranche CB1 / BL1 / FT1
Bewertungszeitpunkt 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023
Restlaufzeit (in Jahren) 0,5 - 1,5 1,5 - 4,5 1,0 - 3,0
Volatilität 40,3% - 41,7% 41,7% - 53,7% 39,2% - 48,1%
Risikoloser Zinssatz 2,60% - 3,47% 1,88% - 2,61% 2,04% - 2,977%
Erwartete Dividendenrendite 0,0% 0,0% 0,0%
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 1,00 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 19,52 EUR 19,52 EUR 19,52

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des Ausübungszeitraums der jeweiligen Teil-Tranche herangezogen (siehe Bewertungs-Übersicht 2024/Q2). Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 28. Juni 2024 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die Restlaufzeit der jeweiligen Teil-Tranche ermittelt. Für vorherige Bewertungen erfolgte die Ableitung auf Basis der Restlaufzeit der jeweiligen Tranche. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen für die Höhe der erwarteten zukünftigen Dividende der SFC Aktie.

Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch nicht verfallenen SARs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.

Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des SAR-Programms eine Schuld in Höhe von EUR 2.500.770 (davon EUR 1.320.232 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2023: EUR 3.578.386; davon EUR 2.574.691 langfristig). Der Periodenaufwand/-ertrag für das anteilige Geschäftsjahr 2024 beträgt EUR 253.542 (Vorjahresperiode 2023 EUR -323.848).

Im Rahmen der Umwandlung der SARs wird die bilanzierte Verbindlichkeit ausgebucht und eine neue Kapitalrücklage zum Bewertungsstichtag wird gebildet. Der negative Unterschiedsbetrag beträgt EUR 122.124 und wird als Aufwand erfasst.

Der innere Wert der unverfallbaren SAR zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

INNERER WERT DER UNVERFALLBAREN SARS ZUM 30.06.2024

in EUR
Ausübungspreis Aktienkurs
30.06.2024
Anzahl
unverfallbarer
SARs
Innerer
Wert
HP3 EUR 1,00 EUR 19,28 41.667 EUR 761.673
DS1 1 EUR 1,00 EUR 19,28 228.000 EUR 4.000.000
Summe EUR 4.761.673

1 Der Barausgleich der jeweiligen Teil-Tranche der Tranche DS1 ist auf maximal EUR 1,0 Mio. beschränkt (Cap). Das Cap ist bei der Berechnung des inneren Werts der unverfallbaren SAR entsprechend berücksichtigt.

Aktienoptionsprogramme

Die AOP Programme sehen eine variable Vergütung in Form von Aktienoptionen vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen AOP sind durch Eigenkapital hinterlegte Vergütungsinstrumente. Sie gewähren bei Erreichung der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf einer auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stammaktie der SFC.

Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die ausgegebenen Aktienoptionsrechte auf folgende Tranchen:

AOPS-ÜBERSICHT 2024/Q2

Tranche PP3 Tranche HP4 Tranche MC1 Tranche SA2 Tranchen
CB1/ BL1/
FT1
Zuteilungstag 09.07.2020 01.03.2021 01.01.2021 05.05.2023 11.03.20241
Anzahl AOPs 504.000 500.000 22.800 22.800 21.000
Teil-Tranchen 4 4 3 3 3
Maximale Laufzeit des AOP Programms 8,0 Jahre 7,0 Jahre 8,0 Jahre 7,0 Jahre 7,0 Jahren
Referenzkurs Durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft
(arithmetisches Mittel der Schlusskurse im XETRA-Handel) an den
letzten 30 Handelstagen vor dem jeweiligen Stichtag
Verfallsstichtag der letzten Teil-Tranche 09.07.2024 01.03.2025 01.01.2024 05.05.2026 01.01.2023
Kursziel EUR 19,00 EUR 51,54 EUR 32,72 EUR 44,59 EUR 19,00
Wartezeit (ab Zuteilungstag) in Jahren 4,0 - 7,0 4,0 - 7,0 4,0 - 6,0 4,0 - 6,0 4,0-6,0
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50 EUR 21,12 EUR 1,00
Cap EUR 1,0 Mio. EUR 1,0 Mio. n/a n/a n/a
Ende des Ausübungszeitraums der letzten Teil-Tranche 09.07.2028 01.03.2029 01.01.2028 05.05.2030 01.07.2027

1 Zuteilungstag entspricht dem Modifikationsdatum.

Die Tranchen sind jeweils in einzelne Teil-Tranchen eingeteilt. Die Anzahl der erdienten AOP kann sich bis zum Verfallsstichtag in Abhängigkeit vom Referenzkurs zu diesem Stichtag (durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten 30 Handelstagen vor dem Verfallsstichtag) verändern. Dabei ist der vollständige Verlust aller gewährten AOPs möglich. Erreicht der Referenzkurs zum Verfallsstichtag nicht das im Term Sheet festgelegte Kursziel, wird nur ein Teil der AOP erdient. Die übrigen AOP verfallen zum jeweiligen Stichtag ersatz- und entschädigungslos (vorzeitiger Verfall). Die sich im Anschluss ergebene Anzahl an AOPs gilt als erdient.

Nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist (siehe AOPs-Übersicht 2024/Q2) können in einem Zeitraum von einem Jahr unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden die AOPs ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren AOPs ist in Bezug auf jede Teil-Tranche davon abhängig, dass der durchschnittliche Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft an den letzten 30 Handelstagen vor dem Ausübungsstichtag (Referenzkurs zum Ausübungsstichtag) den Ausübungspreis erreicht oder übersteigt. Erreicht der Referenzkurs nicht die im Term Sheet festgelegten Schwellenwerte, kann von der Teil-Tranche nach Maßgabe des Referenzkurses und unter Beachtung der festgelegten Bandbreiten nur ein Teil der AOP ausgeübt werden.

Für die Tranchen HP4 und PP3 ist ein Ausüben der jeweiligen Teil-Tranche der AOP zudem nur möglich, soweit der innere Wert bei Ausübung der Teil-Tranche in Summe den Betrag von EUR 1,0 Mio. nicht überschreitet (Cap). In der Berichtsperiode erfolgte eine Umwandlung der bestehenden SAR Programme CB1, BL1 und FT1 zu AOPs. Diese wurden zum Modifikationsdatum neu bewertet.

In der Vorberichtsperiode 2023 erfolgte die Gewährung weiterer Aktienoptionsprogramme gegenüber Führungskräften (SA2). Gemäß IFRS 2.28 ist der gesamte Aufwand, der noch auf die zukünftigen Perioden der Sperrfrist zu verteilen ist, sofort erfolgswirksam zu erfassen. Der entsprechende Aufwand wurde im Geschäftsjahr 2023 nachgebucht.

Die Gewährung der in diesem Kapital genannten Programme wurde nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Programme wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells für die jeweilige Teil-Tranche und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die AOP gewährt wurden, bewertet.

Die AOPs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

AKTIENOPTIONEN 2024/Q2

Tranche PP3 Tranche HP4 Tranche MC1 Tranche SA2 Tranchen
CB1/ BL1/
FT1
Anzahl AOPs 504.000 500.000 22.800 22.800 21.000
Restlaufzeit (in Jahren) 4,0 4,7 3,5 5,8 2,5
Zu Beginn der Berichtsperiode 2024 ausstehende AOPs (01.01.2024) 504.000 250.000 19.543 0 0
In der Berichtsperiode 2024
gewährte Aktienoptionen 0 0 0 22.800 21.000
verwirkte Aktienoptionen 0 0 4.704 0 3.000
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0 4.000
verfallene Aktienoptionen 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende AOPs (30.06.2024) 504.000 250.000 14.839 22.800 14,000
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare AOPs (30.06.2024) 0 0 0 0 14,000

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Aktienoptionen wie folgt entwickelt:

AKTIENOPTIONEN 2023

Tranche PP3 Tranche HP4 Tranche MC1 Tranche SA1
Anzahl AOPs 504.000 500.000 22.800 22.800
Restlaufzeit (in Jahren) 4,5 5,2 4,0 6,3
Zu Beginn der Berichtsperiode 2023 ausstehende AOPs (01.01.2023) 504.000 375.000 19.543 0
In der Berichtsperiode 2023
gewährte Aktienoptionen 0 0 0 22.800
verwirkte Aktienoptionen 0 125.000 4.704 0
ausgeübte Aktienoptionen 0 0 0 0
verfallene Aktienoptionen 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende AOPs (31.12.2023) 504.000 250.000 14.839 22.800
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare AOPs (31.12.2023) 0 0 0 0

Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des Aktienoptionsplans eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2.684.722 bilanziert (31. Dezember 2023: EUR 1.757.626). Der Periodenaufwand/-ertrag für das Geschäftsjahr 2024/Q2 beträgt EUR 290.660 (Vorjahreszeitraum EUR 311.928).

Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

2024/Q2

Tranche PP3 Tranche HP4 Tranche MC1 Tranche SA2 Tranchen
CB1/ BL1/
FT1
Bewertungszeitpunkt 04.09.2020 01.03.2021 01.02.2021 05.05.2023 31.03.2024
Restlaufzeit (in Jahren) 8 Jahre 8 Jahre 7 Jahre 7 Jahre 2,8 Jahre
Volatilität 45,18% 49,49% 50,34% 52,42% 35,89%- 41,28%
Risikoloser Zinssatz -0,54% -0,47% -0,69% 2,15% 2,6%-3,4%
Erwartete Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
Ausübungspreis EUR 1,00 EUR 24,41 EUR 15,50 EUR 21,12 EUR 1,00
Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt EUR 10,00 EUR 28,50 EUR 22,75 EUR 21,80 EUR 17,98

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Für die umgewandelten Tranchen CB1, BL1 und FT1 wurde als Laufzeit der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des Ausübungszeitraums der jeweiligen Teil-Tranche herangezogen. Der Aktienkurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum jeweiligen Bewertungszeitpunkt ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen für die Höhe der erwarteten zukünftigen Dividende der SFC Aktie zu den jeweiligen Bewertungsstichtagen.

Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch nicht verfallenen AOPs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.

Performance Share Programme

Die PSPs sehen eine variable Vergütung in Form von Aktienoptionen vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen Aktienoptionen sind durch Eigenkapital hinterlegte Vergütungsinstrumente. Sie gewähren bei Erreichung der Erfolgsziele und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf einer auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stammaktie der SFC.

Die PSPs sehen eine variable Vergütung in Form von sogenannten virtuellen Aktienoptionen vor. Die im Rahmen des Programms ausgegebenen PSPs sind nicht durch Eigenkapital hinterlegte, virtuelle Vergütungsinstrumente. Sie gewähren nach Ablauf der Performanceperiode in Abhängigkeit des Gesamtzielerreichungsgrades verschiedener langfristigen Leistungskriterien (LTI) und dem Vorliegen sonstiger Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung in Form einer Barzahlung oder in SFC Aktien.

Im Geschäftsjahr 2024/Q2 verteilen sich die zugeteilten PSPs auf folgende Tranchen:

PSPS-ÜBERSICHT 2024/Q2

in EUR

Tranche PP4 Tranche CB2 Tranche FT2/ BL2 Tranche KE1 Tranche RG1 Tranche TM1
Zuteilungstag 21.03.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024
Zielbetrag 999.000 81.575 83.847 37.956 40.797 49.409
Anfangsaktienkurs der SFC Aktie1 18,94 18,94 18,94 18,94 18,94 18,94
Anfangszahl PSPs 52.746 4.307 4.427 2.004 2.154 2.614
Performanceperiode 01.01.2024
31.12.2027
01.01.2024
31.12.2027
01.01.2024
31.12.2027
01.01.2024
31.12.2027
01.01.2024
31.12.2027
01.01.2024
31.12.2027
Anzahl und Gewichtung Aktienkursziele 1 (70%) 1 (70%) 1 (70%) 1 (70%) 1 (70%) 1 (70%)
Anzahl und Gewichtung ESG-Ziele 4 (je 7,5%) 4 (je 7,5%) 4 (je 7,5%) 4 (je 7,5%) 4 (je 7,5%) 4 (je 7,5%)
Cap in % des Zielbetrags 250% 150% 150% 150% 150% 150%
Cap in EUR 2.497.500 122.363 125.771 56.934 61.195 74.264

1 Durchschnittlicher Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft (arithmetisches Mittel der Schlusskurse im XETRA-Handel) an den letzten 60 Handelstagen vor dem jeweiligen Stichtag.

Die erwarte Endzahl an PSPs kann sich in Abhängigkeit vom Gesamtzielerreichungsgrad der einschlägigen Leistungskriterien verändern und ergibt sich aus der Anfangszahl an PSPs multipliziert mit dem Gesamtzielerreichungsgrad nach Ende der Performanceperiode. Die Zielen setzen sich aus einem aktienkursbasierten Ziel und vier ESG-Zielen zusammen. Das aktienkursbasierte Ziel wird durch die relative Renditeentwicklung der SFC Anteilseigner im Vergleich zum SDAX als Referenzindex ermittelt. Die vier nicht-finanziellen Nachhaltigkeitsziele (LTI-ESG-Ziele) sind gleichgewichtet verteilt auf je zwei Ziele in Bezug auf CO2-Reduktion und Optimierungen der Kreislaufwirtschaft. Für alle Ziele wird nach Ablauf der Performanceperiode der erreichte Zielerreichungsgrad je Ziel bestimmt. Der Gesamtzielerreichungsgrad für die Performanceperiode ist die Summe der gewichteten Zielerreichungsgrade der anwendbaren Leistungskriterien (siehe PSP-Parameter - 2024/Q2).

In dieser Berichtsperiode erfolgte die Gewährung eines PSP Programms für den Vorstand (PP4) und eines gegenüber leitenden Angestellten (CB2, BL2, FT2, KE1, RG1, TM1).

Die Gewährung der in diesem Kapital genannten Programme wurden nach IFRS 2.10 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Programme wird einmalig unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells für die jeweilige Teil-Tranche und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die PSPs gewährt wurden, bewertet.

Die PSPs haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

PSPS 2024/Q2

Tranche PP4 Tranche CB2 Tranche FT2/
BL2
Tranche KE1 Tranche RG1 Tranche TM1
Anzahl PSPs 52.746 4.307 4.427 2.004 2.154 2.614
Restlaufzeit (in Jahren) 3,5 3,5 3,5 3,5 3,5 3,5
Zu Beginn der Berichtsperiode 2023
ausstehende PSPs (01.01.2024)
0 0 0 0 0 0
In der Berichtsperiode 2024/Q2
zugeteilte PSPs 52.746 4.307 4.427 2.004 2.154 2.614
verfallene PSPs 0 0 0 0 0 0
ausgezahlte PSPs 0 0 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende
PSPs (30.06.2024)
52.746 4.307 4.427 2.004 2.154 2.614
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare
PSPs (30.06.2024)
0 0 0 0 0 0
Am Ende der Berichtsperiode erwartete
Anzahl an Performance Shares (30.06.2024)
38.345 3.086 3.172 1.436 1.544 1.873

Zum 30. Juni 2024 wurde im Rahmen des PSP Programms erstmals eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 330.035 bilanziert (31. Dezember 2023: EUR 0). Der Periodenaufwand/-ertrag für das Geschäftsjahr 2024/Q2 beträgt EUR 330.035 (Vorjahreszeitraum EUR 0).

Im Rahmen der Bewertung zum 30. Juni 2024 wurden folgende Parameter berücksichtigt:

PSP - PARAMETER - 2024/Q2

in EUR

Tranche PP4 Tranche CB2 Tranche FT2/ BL2 Tranche KE1 Tranche RG1 Tranche TM1
Bewertungszeitpunkt 21.03.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024 28.06.2024
Restlaufzeit (in Jahren) 0,8-3,8 Jahre 0,5-3,5 Jahre 0,5-3,5 Jahre 0,5-3,5 Jahre 0,5-3,5 Jahre 0,5-3,5 Jahre
Volatilität SFC Aktie 38,82%- 60,44% 40,43%- 55,63% 40,43%- 55,63% 40,43%- 55,63% 40,43%- 55,63% 40,43%- 55,63%
Volatilität SDAX 15,33%- 19,81% 14,22%- 19,60% 14,22%- 19,60% 14,22%- 19,60% 14,22%- 19,60% 14,22%- 19,60%
Risikoloser Zinssatz 2,44%- 3,45% 2,44%- 3,45% 2,44%- 3,45% 2,44%- 3,45% 2,44%- 3,45% 2,44%- 3,45%
Erwartete Dividendenrendite 0,00% 0,00% 0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
Anfangskurs der SFC Aktie EUR 18,94 EUR 18,94 EUR 18,94 EUR 18,94 EUR 18,94 EUR 18,94
Anfangskurs SDAX EUR 12.969.15 EUR 12.969.15 EUR 12.969.15 EUR 12.969.15 EUR 12.969.15 EUR 12.969.15
Zielerreichung (Bewertungszeitpunkt) Tranche PP4 Tranche CB2 Tranche FT2/ BL2 Tranche KE1 Tranche RG1 Tranche TM1
Zielerreichung Aktienkursbasiert - rTSR 94,94% 95,25% 95,25% 95,25% 95,25% 95,25%
Zielerreichung -ESG - CO2 Reduktion 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%
Zielerreichung -ESG - Erneuerbare Energien 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%
Zielerreichung Kreislaufwirtschaft-ReCycle 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%
Zielerreichung Kreislaufwirtschaft-ReUse 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00%
Gesamtzielerreichungsgrad Ende Performanceperiode 96,46% 96,67% 96,67% 96,67% 96,67% 96,67%

Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Anfangskurs wurde über S&P's Capital IQ aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum Start der Performanceperiode ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie bzw. des SDAX über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markt- und Managementeinschätzungen für die Höhe der erwarteten zukünftigen Dividende der SFC Aktie zu den jeweiligen Bewertungsstichtagen.

Bei Kontrollerwerb an der Gesellschaft im Sinne des § 29 Abs. 2 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetztes sind die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebots noch nicht verfallenen PSPs unmittelbar bzw. bei Vorstandsmitgliedern zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Anstellungsvertrages als Barausgleich auszuzahlen. Dieses Szenario wurde zum 30. Juni 2024 nicht weiter berücksichtigt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres der Berichts- sowie der Vergleichsperiode lassen sich wie folgt aufteilen:

UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Summe
2024 2023 2024 2023 2024 2023
Regionen
Nordamerika 18.135.279 18.977.089 8.033.857 7.940.224 26.169.136 26.917.313
Europa (ohne Deutschland) 13.245.337 10.491.229 9.710.708 8.459.651 22.956.045 18.950.880
Deutschland 4.737.933 3.548.166 879.012 733.447 5.616.945 4.281.613
Asien 13.029.087 5.488.369 289.994 257.920 13.319.081 5.746.289
Rest der Welt 1.712.185 85.354 1.083.058 1.071.593 2.795.243 1.156.947
Summe 50.859.821 38.590.207 19.996.627 18.462.835 70.856.449 57.053.042
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Übertragung von Gütern 50.859.821 37.803.567 19.996.627 18.462.835 70.856.449 56.266.402
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung/Erbringung von Dienstleistungen 0 786.640 0 0 0 786.640
Summe 50.859.821 38.590.207 19.996.627 18.462.835 70.856.449 57.053.042

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

HERSTELLUNGSKOSTEN

in EUR
2024 2023
Materialaufwand 32.804.489 28.052.583
Personalkosten 4.035.746 3.347.415
Raumkosten 534.603 241.504
Transportkosten 873.541 843.369
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 955.696 944.967
Übrige Abschreibungen 824.352 737.264
Gewährleistung 620.990 567.063
Beratung 120.836 35.701
Übrige 543.844 406.729
Summe 41.314.097 35.176.594

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

VERTRIEBSKOSTEN

in EUR
2024 2023*
(rückwirkend
angepasst**)
Personalkosten 5.762.111 5.053.886
Abschreibungen 260.434 221.873
Werbe- und Reisekosten 1.321.456 1.233.497
Beratung/Provision 498.868 412.916
Materialaufwand 14.220 135.503
KFZ-Kosten 202.728 153.421
Übrige 648.119 438.452
Summe 8.707.936 7.649.548

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

** geänderte Darstellung: separater Ausweis Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

in EUR
2024 2023
Personalkosten 2.621.794 2.230.222
Beratung und Patente 24.239 40.070
Raumkosten 112.695 56.130
Materialaufwand 1.606.847 1.185.537
Übrige Abschreibungen 374.855 244.954
Wertminderungsaufwand/Abschreibungen auf selbst
erstellte immaterielle Vermögenswerte
0 508.030
Aktivierung als selbsterstellte immaterielle
Vermögenswerte
-1.489.824 -1.466.286
Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen -383.159 -199.351
Übrige 515.805 235.066
Summe 3.383.250 2.834.372

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

in EUR
2024 2023
Personalkosten 4.109.098 3.038.321
Prüfungs- u. Beratungskosten 1.946.421 1.852.071
Versicherungen 210.527 154.371
Abschreibungen 552.784 309.089
Personalbeschaffungskosten 118.645 252.958
Kfz-Kosten 129.699 146.795
Reisekosten 632.673 165.510
Aufsichtsratsvergütung 103.750 103.750
Wartungskosten für Hard- und Software 553.601 336.509
Übrige 733.634 1.189.032
Summe 9.090.832 7.548.405

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtszeitraum auf EUR 636.166 (Vorjahr: EUR 833.879*). Darin sind im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 460.292 (Vorjahr: EUR 734.229) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtszeitraums betragen EUR 657.847 (Vorjahr: EUR 915.307). Sie beinhalten neben Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 157.847 (Vorjahr: EUR 915.307), Aufwendungen aus der Zuführung von Rückstellungen von EUR 500.000 (Vorjahr: EUR 0) für etwaig anfallende Kosten gegenüber einem Geschäftspartner im Zusammenhang mit Verzögerungen im Fertigungsanlauf einer Tochtergesellschaft.

Ertragsteuern

Analog zum Konzernabschluss 31. Dezember 2023 erfolgt der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im SFC Konzern in Höhe der künftigen steuerlichen Erträge, die als hinreichend sicher angenommen werden.

Segmentbericht

Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Für die Bemessung des Erfolgs der beiden Segmente Clean Energy und Clean Power Management sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand als bedeutsame Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBITDA bereinigt (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und EBIT bereinigt (der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern).

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

Die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz, das EBITDA und die Überleitung des EBITDA zum Betriebsergebnis (EBIT) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

VOM 1.JANUAR BIS 30.JUNI 2024 (UNGEPRÜFT)

in EUR
Clean Energy Clean Power Management Konzern
2024 2023 2024 2023 2024 2023
(rückwirkend
angepasst*)
Umsatzerlöse 50.859.821 38.590.207 19.996.628 18.462.835 70.856.449 57.053.042
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -26.500.309 -21.380.138 -14.813.788 -13.796.457 -41.314.097 -35.176.595
Bruttoergebnis vom Umsatz 24.359.512 17.210.069 5.182.840 4.666.378 29.542.352 21.876.447
Vertriebskosten** -7.596.351 -6.490.778 -1.111.585 -1.158.770 -8.707.936 -7.649.548
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.273.402 -1.917.902 -1.109.848 -916.470 -3.383.250 -2.834.372
Allgemeine Verwaltungskosten -6.974.574 -5.588.669 -2.116.258 -1.959.736 -9.090.832 -7.548.405
Sonstige betriebliche Erträge 602.485 808.653 33.681 25.226 636.166 833.879
Sonstige betriebliche Aufwendungen -643.376 -880.118 -14.471 -35.189 -657.847 -915.307
Änderung der Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte** -106.956 -55.955 15.346 115.408 -91.610 59.453
Betriebsergebnis (EBIT) 7.367.338 3.085.300 879.704 736.847 8.247.042 3.822.147
Anpassungen EBIT 1.310.711 533.057 0 0 1.310.711 533.057
EBIT bereinigt 8.678.049 3.618.357 879.704 736.847 9.557.753 4.355.204
Abschreibungen -2.171.755 -2.328.147 -796.365 -638.030 -2.968.120 -2.966.177
EBITDA 9.539.093 5.413.447 1.676.069 1.374.877 11.215.162 6.788.324
Anpassungen EBITDA 1.310.711 533.057 0 0 1.310.711 533.057
EBITDA bereinigt 10.849.804 5.946.504 1.676.069 1.374.877 12.525.873 7.321.381
Finanzergebnis 432.091 -25.448
Ergebnis vor Steuern (EBT) 8.679.133 3.796.699
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.258.045 -469.334
Konzernperiodenergebnis 6.421.088 3.327.365

* siehe Anhangangabe Fehlerkorrekturen über rückwirkende Änderung in Folge eines Fehlers

** geänderte Darstellung: separater Ausweis Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte

Das Segment Clean Energy umfasst das breite Portfolio von Produkten, Systemen und Lösungen für stationäre und mobile netzferne Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff- (PEMFC) und Direktmethanol-(DMFC) Brennstoffzellen für Kunden aus dem privaten, industriellen und öffentlichen Sektor in unterschiedlichen Endkundenmärkten.

Das Segment Clean Power Management bündelt das gesamte Geschäft mit standardisierten und semi-standardisierten Power Management-Lösungen wie z.B. Spannungswandlern und Spulen, die in Geräten für die Hightech-Industrie zum Einsatz kommen. Des Weiteren umfasst das Segment das Geschäft mit Frequenzumwandlern, die in der Upstream Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind nachfolgend aufgeführt:

BUCHWERTE LAUT KONZERNBILANZ

in EUR
30.06.2024 31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.772.295 28.645.153
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig 171.556 337.218
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 69.609.697 59.847.494
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit
Verfügungsbeschränkung
285.620 285.620
Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.989.167 3.791.132
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.478.356 12.890.047
Leasingverbindlichkeiten 11.578.133 12.563.183
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig 373.157 263.900

Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen insbesondere aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weitgehend den beizulegenden Zeitwerten. Gemäß IFRS 7.29(a) wird daher auf die Zuordnung zu den Leveln verzichtet. Gemäß IFRS 7.29(d) wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwerts bei Leasingverbindlichkeiten verzichtet.

Mitarbeitende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeitenden zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

MITARBEITENDE

30.06.2024 30.06.2023
Angestellte in Vollzeit 382 314
Angestellte in Teilzeit 39 49
Summe 421 363

Darüber hinaus waren Ende Juni 2024 insgesamt 14 (Vorjahr: 15) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der sich durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zum Stichtag 30. Juni 2024 stehen 17.363.691 Aktien (30.06.2023: 17.363.691 Aktien) aus. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie im Berichtszeitraum beläuft sich auf EUR 0,37 (Vorjahr: EUR 0,19).

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Ergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie für den Berichtszeitraum beträgt EUR 0,36 (Vorjahr: EUR 0,19).

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.


Brunnthal, den 20. August 2024

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Brunnthal, den 20. August 2024

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser Daniel Saxena Hans Pol
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand (CFO) Vorstand (COO)

FINANZKALENDER 2024

21. AUGUST 2024 HAMBURGER INVESTOREN TAGE, HIT
19. SEPTEMBER 2024 BERENBERG AND GOLDMAN SACHS
CONFERENCE, MÜNCHEN
26. SEPTEMBER 2024 CAPITAL MARKETS DAY, BRUNNTHAL
19. NOVEMBER 2024 QUARTALSMITTEILUNG Q3 2024
25. - 27. NOVEMBER 2024 DEUTSCHES EIGENKAPITALFORUM,
FRANKFURT (MAIN)

AKTIENINFORMATIONEN

Bloomberg Symbol F3C
Reuters Symbol F3CG.DE
WKN 756857
ISIN DE0007568578
Anzahl ausgegebener Aktien Stand 30.06.2024 17.363.691
Aktienausstattung Nennwertlose Stückzahlen
Börsensegment SDAX, Prime Standard, Erneuerbare Energien
Börse Frankfurt, FWB
Designated Sponsors mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

INVESTOR-RELATIONS

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IMPRESSUM

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Text & Redaktion: SFC Energy AG
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Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von SFC liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von SFC. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistung. SFC übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.