Ad-hoc | 4 November 1997 08:10
Ad hoc-Service: SGL Carbon
Rekordquartal
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Ad hoc-Service: SGL Carbon
Rekordquartal
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Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
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Betriebsergebnis im 3. Quartal plus 38%
Die konjunkturelle Belebung innerhalb der europäischen
Stahlindustrie schlug sich im 3. Quartal 1997 in einer
deutlichen Steigerung von Umsatz und Gewinn nieder. Der
Konzernumsatz lag mit 541 Mio. DM um 31% über
Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis konnte
überproportional um 38% auf 98 Mio. DM verbessert werden. Dies
gelang, obwohl im Geschäftsfeld Spezialgraphit Sonderausgaben
von rund 12 Mio. DM für Personal- und Lagerabbau,
Umstrukturierung sowie die Integration der Akquisitionen
angefallen sind. Inklusive anteiliger Belastungen für einen
Teil der Incentive-Pläne und einem akquisitionsbedingt höheren
Zinsaufwand lag der Vorsteuergewinn im 3. Quartal mit 89 Mio.
DM um ein Drittel über Vorjahr. Unsere Auftragsbücher stimmen
uns für das 4. Quartal weiter zuversichtlich, so daß wir für
das Gesamtjahr – trotz deutlich höherer
rationalisierungsbedingter Einmalkosten – an unseren
optimistischen Prognosen festhalten.
Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg zum Dreivierteljahr.
Der Konzernumsatz konnte von Januar bis September 1997
gegenüber Vorjahr um 17% auf 1.502 Mio. DM gesteigert werden.
Ohne die erstmals konsolidierten Akquisitionen M.G.P./USA, das
Geschäft mit Elektrischen Kontakten von EKL/ Deutschland
(jetzt PanTrac), RK Carbon/ Schottland (jetzt SGL TECHNIC
Ltd.) und Hitco/ USA (jetzt SGL Carbon Composites) verbleibt
ein Anstieg von 12%. Neben diesen strukturellen Effekten
trugen die im Jahresverlauf durchgeführten Preisanpassungen
sowie ein wechselkursbedingt positiver Translationseffekt,
insbesondere beim US-Dollar, zu der deutlichen
Umsatzsteigerung bei. Der operative Neun-Monatsgewinn konnte
um 19% auf 275 Mio. DM verbessert werden, obwohl das Ergebnis
von mehreren Sondereffekten negativ beeinflußt wurde. Neben
den außergewöhnlichen Belastungen aus einem
Produktrückruf im Nordamerikageschäft mit Graphitelektroden
von 10 Mio. DM mußten insbesondere im 3. Quartal im
Geschäftsfeld Spezialgraphit Sonderbelastungen für Personal-
und Lagerabbau, Rationalisierungen sowie Integration der
Akquisitionen von circa 12 Mio. DM verkraftet werden. Nicht
mit dem Vorjahr vergleichbar ist das Ergebnis im Geschäftsfeld
Technik, da im 1. Quartal 1996 ein Ausgleich für einen
Erdbebenschaden in Höhe von 4,2 Mio. DM verrechnet wurde.
Die Entwicklung des Vorsteuergewinns gestaltet sich nach dem
verhaltenen Start zu Beginn des Jahres zunehmend positiv und
liegt mit 248 Mio. DM um 11% über Vorjahr. Hierbei wirkten
sich ein niedrigeres Beteiligungsergebnis sowie höhere
Zinsaufwendungen negativ aus. Letztere beruhen auf den
Akquisitionen, für die 1997 rund 200 Mio. DM investiert
wurden, sowie auf der seit 1. Januar eingeführten
Umbuchung des Zinsaufwandes für Pensionsrückstellungen.
Zusätzlich sind anteilige Verrechnungen und Rückstellungen für
einen Teil der Management-Incentive-Programme erfolgt. Trotz
einer leicht auf 39% gestiegenen Steuerquote konnte der
Nettogewinn von 140 auf 152 Mio. DM verbessertwerden, wobei im
3. Quartal mit 55 Mio. DM ein Plus von 28% ausgewiesen wurde.
Daraus errechnet sich inklusive Bereinigungen nach DVFA/SG ein
Gewinn je Aktie von 7,30 DM (Vorjahr: 6,73 DM). Der Gewinn im 3.
Quartal kletterte von 2,07 DM auf 2,70 DM. Die Umsatzrendite
lag wegen der erläuterten Sondereffekte und der
Integration der Akquisitionen mit 18% auf
Vorjahresniveau, die Vermögensrendite mit 25% ebenso. Trotz
einer signifikant um 22% auf 2.004 Mio. DM gestiegenen
Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote gegenüber Vorjahr von
39% auf 42% verbessert werden. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte
sich aufgrund der Einbeziehung der Neuerwerbungen von 6.667 auf
6.880.
Ausblick
Die gute Auslastung bei Graphitelektroden stimmt uns auch für
den Rest des Geschäftsjahres 1997 zuversichtlich. Um die
Umsetzung der Strategien in unseren Geschäftsfeldern
Spezialgraphit und Technik nach den jüngsten Akquisitionen zu
beschleunigen, werden wir den eingeschlagenen Weg der
erforderlichen Umstrukturierungen und Rationalisierungen im 4.
Quartal verstärkt fortführen. Daher werden sich die
Einmalkosten 1997, inklusive der Aufwendungen von 10 Mio. DM
für die Qualitätsprobleme in Nordamerika, auf rund 45 Mio. DM
belaufen. Dennoch erwarten wir für 1997 insgesamt, soweit
keine außergewöhnlichen Umstände eintreten, sowohl beim
Umsatz als auch beim Ergebnis eine Steigerung im zweistelligen
Prozentbereich.
Ende der Mitteilung