![]() Siemens Healthineers AGMünchenHalbjahresfinanzbericht - Erstes Halbjahr Geschäftsjahr 2018HalbjahresfinanzberichtErstes Halbjahr Geschäftsjahr 2018siemens-healthineers.de EinführungDer Halbjahresfinanzbericht der Siemens Healthineers AG entspricht den geltenden gesetzlichen
Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes ("WpHG") und beinhaltet einen verkürzten
Konzernhalbjahresabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht und eine Versicherung
der gesetzlichen Vertreter nach §115 WpHG. Der Konzernhalbjahresabschluss entspricht den International Financial Reporting Standards
("IFRS") die für die Zwischenberichtserstattung anzuwenden sind und von dem International
Accounting Standards Board ("IASB") herausgegeben und von der Europäischen Union ("EU")
verabschiedet werden. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen
Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben
nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. KonzernzwischenlageberichtA.1 GeschäftsgrundlagenA.1.1 Organisation und Beschreibung der GeschäftstätigkeitWir sind ein Medizintechnologieunternehmen, das in zahlreichen Ländern der Welt tätig
ist. Siemens Healthineers umfasst die im Dezember 2017 gegründete Siemens Healthineers
AG, eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen.
Die Siemens Healthineers AG hat ihren eingetragenen Sitz in München, und wurde im
Dezember 2017 im Handelsregister des Amtsgerichts München, unter der Handelsregisternummer
HRB 237558, eingetragen. Zum 31. März 2018 beschäftigte Siemens Healthineers etwa
49 tausend Arbeitnehmer. Das Geschäftsjahr der Siemens Healthineers AG endet am 30.
September eines jeden Kalenderjahres. Die Siemens Healthineers AG fungiert als Holdinggesellschaft
des Siemens Healthineers Konzerns, welcher im weiteren Verlauf auch als "Siemens Healthineers"
oder der "Konzern" bezeichnet wird. Das operative Geschäft des Konzerns wird von der
Siemens Healthcare GmbH und ihren direkten und indirekten Tochterunternehmen sowie
von den direkten und indirekten Tochterunternehmen der Siemens Healthineers Beteiligungen
GmbH & Co. KG. geführt. Siemens Healthineers ist ein weltweiter Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen
im Gesundheitswesen mit einer einzigartigen Präsenz und Größe in einem attraktiven
Markt. Mit unseren drei führenden Segmenten und einer ganzheitlichen Systemkompetenz
entwickeln, produzieren und vertreiben wir ein vielfältiges Angebot marktführender
und innovativer Bildgebungs-, Diagnostik- und neuartiger Therapieprodukte und Dienstleistungen
an Gesundheitsdienstleister weltweit. Wir bieten ebenso Medizintechnik, Softwarelösungen
sowie klinische Beratungsleistungen, abgerundet durch ein umfangreiches Set an Trainings-
und Serviceangeboten, an. Dieses umfassende Portfolio unterstützt Kunden entlang der
Behandlungskette - von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur
Therapie und Nachsorge. Unsere Geschäftstätigkeiten sind in bestimmtem Umfang unbeeinflusst von kurzfristigen
Konjunkturentwicklungen, da ein Großteil unserer Umsatzerlöse aus wiederkehrenden
Geschäften stammt. Dagegen besteht eine Abhängigkeit von den weltweiten regulatorischen
und politischen Entwicklungen im Gesundheitssektor. Der globale Markt für Gesundheitsleistungen, der von Siemens Healthineers bedient
wird, wandelt sich und setzt Gesundheitsdienstleister unter Druck, bessere Ergebnisse
zu niedrigeren Kosten zu erzielen. Treiber dieses Wandels sind unter anderem zunehmende
gesellschaftliche Widerstände gegenüber den Kosten der Gesundheitsversorgung, die
zunehmende Professionalisierung der Kostenträger, eine Verlagerung hin zu wertbasierter
Erstattung, Belastungen durch chronische Krankheiten sowie der rapide wissenschaftliche
Fortschritt. Als Folge davon schließen sich Gesundheitsdienstleister in Netzwerken
zusammen, woraus größere Klinik- und Laborketten resultieren - oft auf internationaler
Ebene - die zunehmend wie große Unternehmen agieren. Die Anwendung dieser industriellen
Logik auf den Gesundheitsmarkt kann zu systematischen Qualitätsverbesserungen bei
gleichzeitig niedrigeren Kosten führen. Um diese Vorteile zu nutzen, ist die Regulierung
weltweit zunehmend darauf ausgerichtet, die Erstattungen im Gesundheitswesen am Behandlungserfolg
und nicht mehr an der Anzahl der Eingriffe auszurichten. Unsere Geschäftstätigkeiten sind in drei Segmente unterteilt: Imaging, Diagnostics
und Advanced Therapies. Unser Segment Imaging ist ein international führender Anbieter für bildgebende Produkte
und Dienstleistungen. Unsere wichtigsten Produkte in diesem Segment sind Modalitäten,
die auf der Basis von Magnetresonanz, Computertomographie, Röntgensystemen, molekularer
Bildgebung oder Ultraschall beruhen. Unser Segment Diagnostics ist ein weltweit führender Anbieter für diagnostische Produkte
und Dienstleistungen im Bereich der Labordiagnostik, molekularer Diagnostik und Point-of-Care
Diagnostik, unter anderem zur Akutversorgung und Betreuung chronischer Krankheiten,
die wir Gesundheitsdienstleistern zur Verfügung stellen. Unser Segment Advanced Therapies ist ein weltweit führender Anbieter in der Herstellung
hochintegrierter Produkte sowie in der Bereitstellung von Lösungen und Dienstleistungen
in den verschiedensten klinischen Bereichen, die wir den Therapieabteilungen von Gesundheitsdienstleistern
zur Verfügung stellen. Die Produkte aus unserem Segment Advanced Therapies erleichtern
die minimalinvasive Behandlung durch die Nutzung von bildgesteuerten Therapien, welche
in den letzten Jahren in den Bereichen der Kardiologie, interventionellen Radiologie,
Chirurgie und Radioonkologie ein Wachstum verzeichnen konnten. Unsere wichtigsten
Produkte innerhalb dieses Segments sind Angiographiesysteme und mobile C-Bögen. Innerhalb dieser drei Segmente stellen wir umfassende Dienstleistungen entlang der
gesamten Kundenwertschöpfungskette zur Verfügung, inklusive Beratung, Design, Instandhaltung,
Betriebsmanagement, Training und Bildungsleistungen. Unsere Serviceangebote beinhalten
Angebote wie: Leistungsmanagement für medizinisches Equipment, Betreibermodelle für
Labore und Gesundheitseinrichtungen, klinische Ausbildung und eLearning, Asset-Management,
Beratung, Digital Ecosystem und Population Health Management. A.1.2 Entwicklungen aufgrund der Trennung vom Siemens-KonzernVeränderungen in der Unternehmensstruktur und Trennung vom Siemens-KonzernUnsere Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres
und den vorhergehenden Geschäftsjahren aufgrund der Trennung von der Siemens AG und
ihren Tochtergesellschaften ("Siemens-Konzern") stark verändert. In einem ersten Schritt
wurden mittels mehrerer länderspezifischer Ausgliederungen die Healthcare bezogenen
Aktivitäten des Siemens-Konzerns, Services sowie die Zentralfunktionen, welche nicht
bereits in eigenständigen, Healthcare zugeordneten Gesellschaften organisiert waren,
aus der Siemens AG bzw. der jeweiligen Siemens Landesgesellschaft, ausgegliedert und
auf neu gegründete oder bestehende Healthcare bezogene Gesellschaften übertragen.
In einem zweiten Schritt wurde die Siemens Healthineers AG mit Sitz in München, Deutschland,
durch notariellen Gründungsakt im Dezember 2017 gegründet. Um die eigenständige Konzernstruktur
zu vervollständigen, wurden weitere bis dahin noch nicht übertragene Healthcare bezogene
Gesellschaften, die noch von der Siemens AG oder einer ihrer direkten bzw. indirekten
Tochtergesellschaften gehalten wurden, entweder im Rahmen von Einlagen gegen Ausgabe
neuer Aktien oder im Rahmen von Veräußerungsgeschäften an direkte oder indirekte Tochtergesellschaften
der Siemens Healthineers AG übertragen. Dividenden sowie Beherrschungs- und ErgebnisabführungsvertragDie Siemens Healthcare GmbH hatte mit der Siemens AG einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
abgeschlossen, der mit Wirkung zum 31. März 2018 einvernehmlich beendet wurde. Somit
wird das nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches ("HGB") ermittelte Ergebnis nach
Steuern der Siemens Healthcare GmbH für die sechs Monate bis 31. März 2018 letztmalig
an die Siemens AG abgeführt. Die Berechnung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018,
welche von der Siemens Healthineers AG in 2019 gezahlt wird, ist unabhängig von der
Ergebnisabführung der Siemens Healthcare GmbH an die Siemens AG für die sechs Monate
bis 31. März 2018. Die Dividende wird auf Basis des Gewinns nach Steuern von Siemens
Healthineers berechnet, der sich nach den Regelungen der International Financial Reporting
Standards ("IFRS") für den gesamten Zeitraum vom 01. Oktober 2017 bis zum 30. September
2018 ermittelt. Dabei wird unterstellt es hätte keine Ergebnisabführung für die ersten
sechs Monate bis 31. März 2018 unter dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
stattgefunden. KapitalmaßnahmenZum 31. März 2018 beträgt das Grundkapital der Siemens Healthineers AG 1,0 Mrd. €
und ist in 1.000.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag aufgeteilt.
Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien der Siemens Healthineers AG wurden
nach deutschem Recht begeben. Das Grundkapital der Gesellschaft hat sich wie folgt
entwickelt: Die Gesellschaft wurde mit einem Grundkapital von 50 Tsd. € gegen Bareinlage
gegründet. Am 2. Februar 2018 hat die außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft
beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von 50 Tsd. € auf 1,0 Mrd. € durch
Ausgabe von 999.950.000 neuen Aktien zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 9. Februar
2018 in das Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, eingetragen. Am 19. Februar 2018 wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung der Siemens Healthineers
AG die Schaffung eines genehmigten Kapitals beschlossen. Der Beschluss wurde am 27.
Februar 2018 in das Handelsregister eingetragen. Demnach ist der Vorstand ermächtigt
das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Februar 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats
einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 500 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 500.000.000
neue auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag gegen Bareinlage und/oder
Sacheinlage zu erhöhen. Am 19. Februar 2018 wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung der Siemens Healthineers
AG die Schaffung eines bedingten Kapitals beschlossen. Das Grundkapital der Siemens
Healthineers AG wird durch die Ausgabe von 100.000.000 neue auf den Namen lautende
Stückaktien ohne Nennbetrag um bis zu 100 Mio. € bedingt erhöht. Eine bedingte Kapitalerhöhung
kann nur zur Gewährung von Aktien durchgeführt werden, wenn Inhaber von Schuldverschreibungen
der Siemens Healthineers AG oder eines Tochterunternehmen bis zum 18. Februar 2023
Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder Wandlungspflichten oder Optionsscheine
gegenüber diesen Inhabern erfüllt werden und andere Formen der Erfüllung nicht ausgeübt
werden. Der Vorstand ist ermächtigt Inhaber- oder Namensschuldverschreibungen mit Wandlungsrecht
(Wandelschuldverschreibungen) oder Inhaber- oder Namensoptionsschuldverschreibungen
(Optionsanleihe) oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von
bis zu 6,0 Mrd. € auszugeben, welche die Inhaber/Gläubiger berechtigen bis zu 100.000.000
neue auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag zu zeichnen. Dies entspricht
einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 100 Mio. €. Am 19. Februar 2018 beschloss die außerordentliche Hauptversammlung den Vorstand zu
ermächtigen, in der Zeit bis zum 18. Februar 2023 für jeden zulässigen Zweck eigene
Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden
Grundkapitals oder -sofern dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung
der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Zum 31. März 2018 verfügte
weder die Siemens Healthineers AG, noch Dritte im Namen oder für Rechnung der Gesellschaft
über eigene Aktien. BörsengangDie Siemens Healthineers AG hatte am 16. März 2018 mit der Handelsaufnahme ihrer Aktien
an der Frankfurter Wertpapierbörse ihr erfolgreiches Börsendebüt. Mit 33,39€ pro Siemens
Healthineers Aktie lag der Aktienkurs am 29. März 2018 bei Handelsschluss deutlich
über dem Platzierungspreis von 28,00€. Insgesamt wurden beim Börsengang 150.000.000
auf den Namen lautende Stammaktien (einschließlich Mehrzuteilungen) vom Siemens-Konzern
platziert, was einem Streubesitz von 15% entspricht. Die daraus resultierenden Erlöse
flossen der Siemens AG zu. Der Siemens-Konzern hält nach dem Börsengang einen Anteil
von 85% an der Siemens Healthineers AG und wird langfristig eine Mehrheitsbeteiligung
halten. Die Aktien der Siemens Healthineers AG werden am Regulierten Markt (Prime
Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel SHL gehandelt. A.1.3 Forschung und EntwicklungUnsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) sind durchgehend darauf ausgerichtet,
innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu schaffen und gleichzeitig
unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Folglich konzentrieren wir unsere FuE-Aktivitäten
auf ausgewählte Technologien und Innovationen. Die FuE-Aktivitäten von Siemens Healthineers
beinhalten die Entwicklung von innovativen Produktlinien, welche neue Technologien
wie Digitalisierung oder künstliche Intelligenz nutzen. Unter anderem wird dies die
Verarbeitung von Gesundheitsdaten beschleunigen und ermöglicht damit präzisere und
individuell auf den Patienten zugeschnittene, klinische Entscheidungen. Damit entsteht
Mehrwert, indem neue Computeralgorithmen verborgene Muster in den Daten aufspüren
und Ärzten wertvolle Unterstützung bei Diagnose- und Therapieentscheidungen geben
können. Neben der kontinuierlichen Erneuerung unseres Portfolios erweitert Siemens Healthineers
bestehende Produkte und Lösungen. Die Leistungsfähigkeit unserer Kunden verbessert
sich durch Systeme, wie das kürzlich eingeführte Atellica. Diese Plattform für Labordiagnostik
transportiert Proben zehnmal schneller als bisherige Systeme und bietet eine größere
Flexibilität. Unser Servicegeschäft wächst außerhalb der produktbezogenen Leistungen, durch ein
digitales Serviceportfolio sowie zunehmende Dienstleistungen, die unsere Kunden bei
der Umstellung auf ergebnisorientierte Gesundheitsversorgung unterstützen. Ein wichtiger
Schritt hierbei ist die Plattform Digital Ecosystem. Sie vernetzt Gesundheitsversorger
und Lösungsanbieter sowie deren Daten, Anwendungen und Dienstleistungen. Anwender
gewinnen damit neue Erkenntnisse durch Datenanalysen und nutzen diese in der Zusammenarbeit
mit ihren Partnern. Unsere eigenen FuE-Mitarbeiter arbeiten weltweit an verschiedenen FuE-Standorten.
Die Verteilung unserer FuE-Mitarbeiter auf ein international ausgewogenes Netzwerk
gibt uns die Möglichkeit besser auf die Bedürfnisse der lokalen Märkte einzugehen
und ermöglicht uns einen Zugang zu lokalen Arbeitsmärkten. Dies versetzt uns in die
Lage die besten Mitarbeiter für die entsprechenden Aufgaben zu gewinnen. Wir ergänzen
unsere internen Fähigkeiten durch Beziehungen zu strategischen Partnern. In den sechs Monaten bis 31. März 2018 sind FuE-Kosten in Höhe von 614 Mio. € angefallen,
im Vergleich zu 606 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2017. Die resultierende
FuE-Intensität, definiert als das Verhältnis von FuE-Aufwand zu Umsatzerlösen, lag
in den sechs Monaten bis 31. März 2018 bei 9,6%, im Vergleich zur FuE-Intensität von
9,0% in den sechs Monaten bis 31. März 2017. Die Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten
betrugen 61 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2018 im Vergleich zu 93 Mio.
€ in den sechs Monaten bis 31. März 2017. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten
betrugen 40 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2018, im Vergleich zu 28 Mio.
€ in den sechs Monaten bis 31. März 2017. A.2 Wirtschaftliche RahmenbedingungenA.2.1 Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Wachstumsrate der Weltwirtschaft begann sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2018 zu verlangsamen. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts ("BIP"), das
im Kalenderjahr 2017 mit 3,0% das höchste seit fünf Jahren war, wird sich dennoch
im Kalenderjahr 2018 voraussichtlich auf 3,1% erhöhen (basierend auf Marktwechselkursen).
Der globale Aufschwung verlief regional wie auch strukturell betrachtet auf breiter
Basis. Sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industrienationen wuchs die
Konjunktur, jedoch begann das Wachstum in den Industrienationen zu stagnieren. Die
vorwiegend durch (geo)politische Risiken bedingten Unsicherheiten, wie drohende Handelszölle
und weitere protektionistische Maßnahmen, hatten geringe Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Die dargestellten, teilweise geschätzten, Daten beruhen auf Prognosen und Statistiken
der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds ("IWF"). A.2.2 MarktentwicklungNeben den oben beschriebenen weltwirtschaftlichen Entwicklungen werden die von uns
adressierten Märkte von vier wesentlichen Trends beeinflusst. Unser Geschäft wird
von verschiedenen demographischen Trends getrieben, einschließlich der weltweit wachsenden
und alternden Bevölkerung. Dieser Anstieg stellt die weltweiten Gesundheitssysteme
vor große Herausforderungen und bietet gleichzeitig Chancen für uns, da sich die Nachfrage
nach kosteneffizienten Lösungen für die Gesundheitsversorgung intensiviert. Der zweite
Trend ist die wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern, die einen besseren
Zugang zu einer Gesundheitsversorgung ermöglicht. Aufgrund der wachsenden Mittelschicht
werden weiterhin signifikante Investitionen in die Erweiterung der privaten und öffentlichen
Gesundheitssysteme vorgenommen, die das allgemeine Wachstum fördern. Der dritte Trend
ist die Zunahme an chronischen Erkrankungen, die durch eine alternde Bevölkerung und
umwelt- und lebensstilbedingte Veränderungen weiter anwachsen. Der letzte weltweite
Trend mit bedeutender Auswirkung auf unsere Geschäftsentwicklung ist die Transformation
der Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Aufgrund des wachsenden Kostendrucks im
Gesundheitswesen werden neue Vergütungsmodelle für Gesundheitsdienstleistungen eingeführt.
Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden voraussichtlich Schlüsselfaktoren
für Gesundheitsversorger sein, da diese sich zunehmend darauf fokussieren, die ganzheitliche
Patientenerfahrung zu verbessern, unterstützt durch bessere Ergebnisse und eine allgemeine
Verringerung der Behandlungskosten. Die Nachfrage nach unseren Produkten nahm zwar weiter zu, allerdings wurde dieser
Trend teilweise durch Preisdruck bei Neuanschaffungen sowie durch eine erhöhte Auslastung
der installierten Systeme aufgewogen. Die Entwicklung des Segments Imaging profitiert
von einem breiteren Anwendungsspektrum sowie dem wachsenden Zugang für Patienten zu
bildgebender Technologie. Der Markt des Segments Diagnostics wächst aufgrund der Bevölkerungszunahme
und steigen der Einkommen in Schwellenländern sowie der zunehmenden Bedeutung der
Diagnostik für die Verbesserung der Qualität der gesundheitlichen Versorgung. Besonders
stark war das Wachstum in dem Bereich der Molekulardiagnostik. Ausschlaggebend hierfür
waren technologische Fortschritte sowie ein erweitertes Anwendungsspektrum. Insgesamt
setzt sich der Trend der Konsolidierung im Gesundheitswesen fort. Es herrscht ein
starker Wettbewerbsdruck unter den führenden Anbietern, insbesondere in Bezug auf
den Preis. Der Imaging-Markt profitiert von einem Paradigmenwechsel hin zur Präzisionsmedizin
und einer zunehmenden Nutzung von bildgebenden Geräten in Therapie, Screening und
bei Interventionen. Diese Trends werden weiterhin die Nachfrage nach einer breiteren
Anwendung bildgebender Verfahren und Digitalisierung antreiben. Ferner werden Entwicklungen
in den Bereichen der künstlichen Intelligenz, Big Data und Deep Machine Learning den
Weg des bevölkerungsbezogenen Gesundheitsmanagement weiter bestimmen. Aus diesem Grund
werden hochintelligente, bildgebende Systeme auch weiterhin entscheidend für das Management
und die Bereitstellung von medizinischer Versorgung sein. Der weltweite Imaging-Markt
wurde im Geschäftsjahr 2016 auf 17,4 Mrd. € geschätzt, für die Jahre 2016 bis 2021
wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3% erwartet. Dabei stellt die
Region Asien/ Australien mit einem jährlichen Wachstum von 5% über die gleiche Zeitperiode
die größte und am schnellsten wachsende geographische Region dar. Es wird erwartet,
dass der weltweite Markt über alle bildgebende Modalitäten und Regionen hinweg von
nachhaltigen, zugrundliegenden Trends angetrieben wird. Der Diagnostics-Markt ist fragmentiert; darin global agierende Anbieter, die über
verschiedene Marktsegmente hinweg konkurrieren, gleichzeitig aber auch Wettbewerbsdruck
durch mehrere regionale Akteure und spezialisierte Anbieter von Nischentechnologien
erfahren. Der Diagnostics-Markt unterliegt einer Vielzahl fundamentaler Einflussfaktoren,
von denen erwartet wird, dass sie die Branche weiter vorantreiben. Das gestiegene
Bewusstsein für präventive Gesundheitschecks ("Wellness-testing") zusammen mit einer
Zunahme von nicht übertragbaren Krankheiten, bringt eine breitere Gesellschaftsschicht
dazu, regelmäßiger an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Des Weiteren führen eine durch Wirtschaftswachstum gestützte, erhöhte Nachfrage aus
Schwellenländern, die Vergrößerung der Absatzmärkte und eine Erweiterung der allgemeinen
Gesundheits- und Grundversorgungsmodelle in ebendiesen Märkten zu Wachstumschancen
für unser Unternehmen. Diese werden zusätzlich dadurch unterstützt, dass Regierungen
in Entwicklungsländern in den Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur in ländlichen Gebieten
zunehmend investieren. Schließlich wird erwartet, dass die verbesserten Diagnostikverfahren,
das Potenzial für neuere Tests und ein verstärkter Fokus auf Präzisionsmedizin zu
einem stufenweisen Marktwachstum führen. Der weltweite Diagnostics-Markt (inklusive
Molekulardienstleistungen) betrug im Geschäftsjahr 2016 etwa 31 Mrd. €, mit einer
erwarteten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6% in den Jahren 2016 bis
2021. Der Advanced Therapies-Markt wird vornehmlich durch die Entwicklung und Zunahme medizinischer
Eingriffe beeinflusst. Es wird geschätzt, dass sich etwa die Hälfte des Anstiegs der
Eingriffe in einer erhöhten Nachfrage nach medizinischen Produkten niederschlägt.
Beispielsweise gehen offene Eingriffe, als Standardverfahren bei Operationen, mit
langen Genesungszeiten, einem hohen Risiko für Komplikationen und hohen Kosten für
die Krankenhäuser einher. Angetrieben von technologischen Innovationen in den Bereichen
Bildgebung, Robotik, Medizingeräte und IT, zeichnen sich minimalinvasive Verfahren
als neuer Standard ab, die den bisherigen Nachteilen entgegenwirken und unter anderem
mit geringeren Komplikationsrisiken, kleineren Narben, schnellerer Genesungszeit,
weniger postoperativen Schmerzen, kürzeren Krankenhausaufenthalten und geringeren
Kosten einhergehen. Daneben erfordern neue und komplexere Behandlungsmethoden über
alle interventionellen klinischen Disziplinen hinweg technologische Geräte, um diese
zu unterstützen. Das Marktvolumen für unsere Produkte aus dem Bereich Advanced Therapies
lag im Geschäftsjahr 2016 (exklusive Radioonkologie) schätzungsweise bei 2,8 Mrd.
€ und wird voraussichtlich mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4%
in den Jahren 2016 bis 2021 steigen. Das Marktwachstum wird vornehmlich durch nachhaltige
Trends über alle klinischen Bereiche hinweg, und insbesondere im Bereich der minimalinvasiven
Verfahren, bestimmt. A.3 Finanzielles SteuerungssystemBedeutsamste Leistungsindikatoren ("KPIs")Zur Steuerung des Wachstums unserer Umsatzerlöse verwenden wir als zentrale Messgröße
das vergleichbare Umsatzwachstum. Es zeigt die Entwicklung in unserem Geschäft bereinigt
um Währungsumrechnungseffekte, die im externen Umfeld entstehen und jenseits unserer
Kontrolle liegen, sowie um Portfolioeffekte, die sich aus Geschäftsaktivitäten ergeben,
die entweder neu oder nicht länger Bestandteil unseres Geschäftes sind. Zur Steuerung unserer operativen Leistung nutzen wir die Ergebnismarge als Messgröße.
Das Ergebnis ist definiert als der Jahresüberschuss vor Ertragsteuern, Finanzierungszinsen,
bestimmten Pensionsaufwendungen und Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte,
die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden. Die Ergebnismarge
ist definiert als das Ergebnis von Siemens Healthineers oder des jeweiligen Segments
geteilt durch die jeweiligen (Gesamten) Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse von Siemens
Healthineers sind definiert als die konsolidierten Umsatzerlöse von Siemens Healthineers,
wie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichtet. Auf Segmentebene werden
die Umsatzerlöse als Gesamte Umsatzerlöse definiert, die auch Interne Umsatzerlöse
mit anderen Segmenten von Siemens Healthineers beinhalten. In den sechs Monaten bis
31. März 2018 entstanden Siemens Healthineers außerordentliche einmalige externe Aufwendungen
in direktem Zusammenhang mit dem Börsengang, die in den zentralen Posten ausgewiesen
sind, sowie Abfindungsaufwendungen im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungsprogrammen.
Diese Kosten sind außergewöhnliche Effekte, die nicht den üblichen Geschäftsverlauf
widerspiegeln und daher die Vergleichbarkeit des Ergebnisses mit anderen Perioden
einschränken. Deshalb wird das oben definierte Ergebnis und die Ergebnismarge um diese
einmaligen Effekte bereinigt ("Bereinigtes Ergebnis" und "Bereinigte Ergebnismarge").
Für die Berechnung der Bereinigten Ergebnismarge gelten die gleichen Definitionen
der Umsatzerlöse, wie oben beschrieben. Eine Überleitungsrechnung des Ergebnisses
und der Ergebnismarge auf das Bereinigte Ergebnis und die Bereinigte Ergebnismarge
ist für die Berichtsperiode in der Tabelle im Kapitel 4.2. Ergebnis enthalten. Beide Leistungsindikatoren, vergleichbares Umsatzwachstum und (Bereinigte) Ergebnismarge,
werden für Steuerungs- und Controllingzwecke sowie für die Bewertung der operativen
Leistung der jeweiligen Segmente wie auch von Siemens Healthineers als Ganzem ermittelt
und verwendet. DividendeWir möchten unseren Aktionären eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen
wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen einem Anteil von 50%
bis 60% des Gewinns nach Steuern entspricht, welcher zu diesem Zweck um ausgewählte
außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte angepasst werden kann. A.4 GeschäftsergebnisA.4.1 Umsatz nach Regionen und SegmentenDer Umsatz sank um 298 Mio. € oder 4% von 6.723 Mio. € für die sechs Monate bis 31.
März 2017 auf 6.425 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Auf einer vergleichbaren
Basis stieg der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2018 um 3%, getragen
von den Segmenten Imaging und Advanced Therapies. Negative Währungsumrechnungseffekte reduzierten das Umsatzwachstum um sieben Prozentpunkte.
Portfolioeffekte hatten minimale Auswirkungen auf die Entwicklung des Gesamtumsatzes
im Vergleich zum Vorjahr. Umsatzerlöse nach Regionen (Sitz des Kunden)scroll
scroll
Das starke vergleichbare Umsatzwachstum in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und
Mittlerer Osten ("EMEA") wurde durch alle Segmente unterstützt, wobei das Segment
Advanced Therapies ein sehr steiles Wachstum verzeichnete. In Deutschland wurde ein
geringes Wachstum im Segment Diagnostics durch einen steilen Rückgang im Segment Imaging
aufgehoben. In der Region Amerika verlief das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr auf einer vergleichbaren
Basis flach. Ein moderater Anstieg im Segment Imaging wurde durch einen Rückgang im
Segment Diagnostics aufgewogen. Die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis in der Region Asien, Australien stiegen
deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum in der Region wurde von der außerordentlichen
Leistung in China in allen Segmenten getragen, insbesondere im Segment Imaging. Der Anstieg der Gesamtnachfrage für unsere Produkte unterstützt unsere kurz- und mittelfristigen
Wachstumserwartungen. Der Gesamtumsatz, der in unserem Segment Imaging erzielt wurde, wuchs auf vergleichbarer
Basis um 5%, wobei alle Geschäftsbereiche dazu beitrugen. Insbesondere der Geschäftsbereich
Magnetic Resonance ("MR") konnte seine Innovationsführerschaft fortsetzen und ein
bedeutendes Umsatzwachstum ausweisen. Aufgrund negativer Währungsumrechnungseffekte
sind die gezeigten Umsatzerlöse um 91 Mio. € oder 2% von 3.980 Mio. € für die sechs
Monate bis 31. März 2017 auf 3.889 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018,
gesunken. Geographisch betrachtet trugen alle drei Regionen zu einem Anstieg der Umsatzerlöse
auf vergleichbarer Basis bei. Die Region Asien, Australien wurde durch den schnell
wachsenden Markt in China angetrieben, während das Wachstum in Amerika durch Unsicherheiten
im Zusammenhang mit der Erstattung von Gesundheitsleistungen in den USA beeinträchtigt
wurde. Die Region EMEA zeigt ein gemischtes Bild, wobei einige Länder unter Druck
stehen, z.B. Deutschland. Das vergleichbare Umsatzwachstum im Segment Diagnostics verlief für die sechs Monate
bis 31. März 2018 flach. Durch den Einfluss negativer Währungsumrechnungseffekte sank
der gezeigte Umsatz um 158 Mio. € oder 8% von 2.057 Mio. € für die sechs Monate bis
31. März 2017 auf 1.899 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Geographisch
betrachtet wurde ein solides Wachstum in den Regionen EMEA und Asien, Australien durch
den Rückgang in der Region Amerika aufgewogen. Der Gesamtumsatz im Segment Advanced Therapies verringerte sich um 18 Mio. € oder
2% von 738 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 720 Mio. € für die sechs
Monate bis 31. März 2018. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 5%, getrieben
durch EMEA und China. Dieser Zuwachs im Segment Advanced Therapies wurde in erster
Line durch die strukturelle Verschiebung von offenen Operationen hin zu minimalinvasiven
Eingriffen beeinflusst, bei denen unsere Produkte (und die damit verbundenen Dienstleistungen)
eine wesentliche Rolle spielen. A.4.2 ErgebnisÜberleitung des Ergebnisses zum Bereinigten Ergebnis (zur Bereinigten Ergebnismarge)
und zum Gewinn nach Steuern. scroll
scroll
Das Ergebnis ging um 197 Mio. € oder 16,7% von 1.177 Mio. € für die sechs Monate bis
31. März 2017 auf 980 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018 zurück. Der Rückgang
ist in erster Linie auf negative Währungseffekte und die Kosten des Börsengangs zurückzuführen.
In den sechs Monaten bis 31. März 2018 beliefen sich einmalige Sondereffekte durch
Kosten des Börsengangs sowie Personalrestrukturierungsaufwendungen auf 126 Mio. €.
Die Personalrestrukturierungsaufwendungen betrugen davon 33 Mio. € (für die sechs
Monate bis 31. März 2017: 26 Mio. €). Das Bereinigte Ergebnis, ohne Personalrestrukturierungsaufwendungen und Kosten des
Börsengangs, blieb unter dem Vorjahresniveau. Die Bereinigte Ergebnismarge sank von
17,9% für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 17,2% für die sechs Monate bis 31.
März 2018. Die FuE-Aufwendungen stiegen um 8 Mio. € oder 1% von 606 Mio. € für die sechs Monate
bis 31. März 2017 auf 614 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich um 44 Mio.
€ oder 4% von 1.109 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 1.065 Mio. €
für die sechs Monate bis 31. März 2018. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf
positive Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen; auf vergleichbarer Basis ergibt
sich ein geringer Anstieg. Die Finanzierungszinsen verringerten sich um 34 Mio. €, von 140 Mio. € für die sechs
Monate bis 31. März 2017 auf 106 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Die
Verringerung ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Krediten während der Reorganisation
zurückzuführen. Die Rückzahlung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert der Darlehen,
was zu einem Ertrag in Höhe von 27 Mio. € führte. Die Ertragssteueraufwendungen verringerten sich um 102 Mio. € oder um 35% von 294
Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 192 Mio. € für die sechs Monate
bis 31. März 2018. Diese Reduzierung wurde im Wesentlichen hervorgerufen durch Einmaleffekte
aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen und einem niedrigeren Gewinn vor Steuern. Unser
effektiver Körperschaftssteuersatz verringerte sich von 31% für die sechs Monate bis
31. März 2017 auf 24 % für die sechs Monate bis 31. März 2018. Auf Basis der beschriebenen Effekte verringerte sich der Gewinn nach Steuern um 48
Mio. € oder 7%, von 666 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 618 Mio.
€ für die sechs Monate bis 31. März 2018. Das Segmentergebnis (Summe der Segmentergebnisse ohne Zentralfunktionen und Überleitungen)
verringerte sich um 95 Mio. € oder 8%, von 1.198 Mio. € für die sechs Monate bis 31.
März 2017 auf 1.103 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Das Ergebnis des Segments Imaging war durch Währungseffekte getrübt und verringerte
sich um 13 Mio. € oder 2%, von 755 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf
742 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2018. Für die sechs Monate bis 31. März
2018 wurden zur Ermittlung des Bereinigten Ergebnisses Personalrestrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 14 Mio. € aus dem Ergebnis herausgerechnet. Dies ergibt eine Bereinigte
Ergebnismarge von 19,4%, die geringfügig oberhalb des Vorjahreswerts trotz stark gegenläufiger
Wechselkurseffekte liegt. Grundsätzlich wurde die Profitabilität für die sechs Monate
bis 31. März 2018 durch ein starkes vergleichbares Umsatzsatzwachstum gestützt. Das Ergebnis des Segments Diagnostics verringerte sich um 51 Mio. € oder 19%, von
275 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 224 Mio. € für die sechs Monate
bis 31. März 2018. Für die sechs Monate bis 31. März 2018 wurden zur Ermittlung des
Bereinigten Ergebnisses Personalrestrukturierungsaufwendungen in Höhe von 10 Mio.
€ aus dem Ergebnis herausgerechnet. Die Bereinigte Ergebnismarge betrug 12,3% im Vergleich
zu 13,9 % für die sechs Monate bis 31. März 2017. Die Verringerung ist im Wesentlichen
die Folge der Einführung der Atellica Solution. Das Ergebnis des Segments Advanced Therapies verringerte sich um 31 Mio. € oder 18%
von 168 Mio. € für die sechs Monate bis 31. März 2017 auf 137 Mio. € für die sechs
Monate bis 31. März 2018. Für die sechs Monate bis 31. März 2018 wurden zur Ermittlung
des Bereinigten Ergebnisses Personalrestrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio.
€ aus dem Ergebnis herausgerechnet. Die Bereinigte Ergebnismarge betrug 19,3% im Vergleich
zu 22,9 % für die sechs Monate bis 31. März 2017. Das Bereinigte Ergebnis betrug 139
Mio. € im Vergleich zu 169 Mio. € in der vorherigen Periode. Diese Verringerung wurde
im Wesentlichen durch nachteilige Währungseffekte und Investments in unsere mittel-
und langfristig geplante Portfolioentwicklung verursacht. A.5 Vermögenslagescroll
In den sechs Monaten bis 31. März 2018 wurde unser Gesamtvermögen von Währungsumrechnungseffekten
negativ beeinflusst, im Wesentlichen durch die Entwicklung des US-Dollar. Kurzfristige VermögenswerteDie Bündelung der Cash-Management Aktivitäten der Siemens Healthineers AG gegenüber
dem Siemens-Konzern resultieren in einer Bilanzverkürzung, die sich auf die Forderungen
und Verbindlichkeiten gegenüber dem Siemens-Konzern auswirkt. Die Forderungen gegen
den Siemens-Konzern sanken von 2.991 Mio. € zum 30. September 2017 auf 1.687 Mio.
€ zum 31. März 2018. Dieser Effekt wurde teilweise durch einen Anstieg des operativen Umlaufvermögens kompensiert.
Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem Atellica Hochlauf sowie zur Sichererstellung
der Lieferfähigkeit. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 1.382 Mio. € oder 10%, vornehmlich
bedingt durch den Rückgang der Sonstigen Forderungen gegen den Siemens-Konzern im
Rahmen der Refinanzierung von Siemens Healthineers vor dem Börsengang von 1.365 Mio.
€ zum 30. September 2017 auf 0 € zum 31. März 2018. Die Zunahme der Sachanlagen kommt hauptsächlich aus dem Anstieg der an Kunden im Segment
Diagnostics vermieteten Instrumente sowie Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. A.6 FinanzlageA.6.1 Kapitalstrukturscroll
Kurzfristige VerbindlichkeitenDer Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultierte hauptsächlich aus einem
Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber dem Siemens-Konzern, von 5.795 Mio. € zum
30. September 2017 auf 1.366 Mio. € zum 31. März 2018. Für weitere Details wird auf
das Kapitel A. 5 Vermögenslage verwiesen. Langfristige VerbindlichkeitenDie langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich im Wesentlichen aufgrund des
Rückgangs der Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Siemens-Konzern von 5.167
Mio. € zum 30. September 2017 auf 3.788 Mio. € zum 31. März 2018. Dieser resultiert
aus einer vorzeitigen Rückzahlung langfristiger US-Dollar Darlehen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich ebenfalls
von 1.732 Mio. € zum 30. September 2017 auf 1.037 Mio. € zum 31. März 2018 verringert.
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 hat Siemens Healthineers in Deutschland
eine Treuhandstruktur (Contractual Trust Arrangement - "CTA") errichtet, um seine
Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen zu finanzieren, die bereits
im Zuge der rechtlichen Umstrukturierung vom Siemens-Konzern auf Siemens Healthineers
übertragen worden waren. Während der Zwischenberichtsperiode hat Siemens Healthineers
im Wege einer in den Kapitalrücklagen erfassten Einlage Vermögenswerte vom Siemens-Konzern
erhalten, welche in das CTA eingebracht wurden und als Planvermögen zu klassifizieren
sind. Zum 31. März 2018 beträgt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte 758 Mio.
€. Der Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen bei Siemens Healthineers
verringert sich entsprechend. EigenkapitalDas Eigenkapital stieg von 3.289 Mio. € zum 30. September 2017 auf 7.799 Mio. € zum
31. März 2018 aufgrund des Abschlusses der rechtlichen Umstrukturierung vor dem Börsengang
und des Gewinns nach Steuern der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018. Der Anstieg wurde teilweise durch Ergebnisabführung und Dividendenzahlungen an den
Siemens-Konzern kompensiert. Finanzschulden und KreditlinienIm Rahmen einer Kreditvereinbarung, welche der Siemens-Konzern mit Siemens Healthineers
in den sechs Monaten bis 31. März 2018 einging, werden Siemens Healthineers zwei Kreditlinien
gewährt. Die erste Vereinbarung betrifft eine revolvierende Mehrwährungs-Kreditlinie
bis zu 1,1 Mrd. €, die bis zum 31. Januar 2020 verfügbar ist und als kurzfristige
Kreditlinie und zur Finanzierung des Nettoumlaufvermögens dient. Zum 31. März 2018
wurden von dieser Kreditlinie 0,6 Mrd. € in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde
eine revolvierende Mehrwährungs-Kreditlinie über 1,0 Mrd. € gewährt, die bis zum 31.
Januar 2023 verfügbar ist und als Finanzierungsreserve dient. Diese zweite Kreditlinie
wurde zum 31. März 2018 nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen weitere Darlehen in einer Gesamtsumme von umgerechnet ca.
3,5 Mrd. € (Buchwert) mit Fälligkeiten zwischen 2021 und 2046 zwischen dem Siemens-Konzern
und Siemens Healthineers. Diese Darlehen sind im Wesentlichen in US-Dollar und sind
durch separate Vereinbarungen geregelt. Daneben bestehen lokale Bankdarlehen, um den Finanzierungsbedarf einiger Gesellschaften
von Siemens Healthineers sicherzustellen, die keinen Zugriff auf direkte Finanzierungen
innerhalb von Siemens Healthineers haben. A.6.2 Cash flowsscroll
scroll
Betriebliche TätigkeitDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verringerte sich um 361 Mio. € von 762 Mio.
€ in den sechs Monaten bis 31. März 2017. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf
den Aufbau des operativen Umlaufvermögens zurückzuführen. Dieser stammt vor allem
aus dem Anstieg der Vertragsvermögenswerte und der Vorräte, hauptsächlich in den Segmenten
Imaging und Advanced Therapies, aus einer Zunahme von Operating-Leasingverträgen mit
Kunden im Segment Diagnostics und dem zusätzlichen Mittelabfluss aus IPO-Kosten. InvestitionstätigkeitDie Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit stiegen um 245 Mio. € von 196 Mio. €
in den sechs Monaten bis 31. März 2017. Die Erhöhung stammte überwiegend aus Mittelabflüssen
aufgrund von Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel,
die von 6 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2017 auf 227 Mio. € in den sechs
Monaten bis 31. März 2018 angestiegen sind und überwiegend unsere Akquisitionen von
Epocal, Inc. und Fast Track Diagnostics S.à.r.l. betreffen. Unsere Investitionen werden hauptsächlich zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit
eingesetzt. Unsere wesentlichen Investitionen beziehen sich, wie aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
ersichtlich, auf Zugänge von immateriellen Vermögenswerten, einschließlich aktivierter
Entwicklungskosten für neue Plattformen sowie eine neue integrierte, weltweite Enterprise
Resource Planning ("ERP") -Lösung (SAP), von Sachanlagevermögen sowie auf Ersatz-
und Erweiterungsinvestitionen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs. Unsere
Investitionsausgaben werden im Wesentlichen durch Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit,
durch bestehende Liquidität und teilweise durch die Inanspruchnahme von, zum Beispiel
mit der Siemens AG vereinbarten, Kreditlinien finanziert. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen
sind schneller gewachsen als der Umsatz und bezogen sich grundsätzlich auf notwendige
Investitionen für die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten und technischen Anlagen.
Für das am 30. September 2018 endende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von
circa 0,5 Mrd. € vorgesehen. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit in unseren Segmenten sind insbesondere: Imaging: Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2018 im Wesentlichen den Erwerb neuer (Spezial-) Werkzeuge, neuer
Anlagen und Maschinen, den Ausbau von Produktionsanlagen und die Reorganisation von
Produktionsprozessen sowie laufende Ersatzbeschaffungen von Maschinen und Anlagen
im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs. Den für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres
2018 erwarteten Investitionen liegen dieselben Gründe wie den vorstehend beschriebenen
zugrunde. Diagnostics: Die Investitionen in das Sachanlagevermögen haben im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2018 im Allgemeinen zugenommen und bezogen sich im Wesentlichen
auf Investitionen in unsere Produktionsanlagen. Die Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen sind im Wesentlichen aufgrund der Markteinführung von Atellica Solutions
im September 2017 gesunken. Die Ausweitung der Atellica Assay Angebotspalette sowie
die Entwicklung weiterer Produkte innerhalb des Atellica Umfelds werden im weiteren
Verlauf des Geschäftsjahres 2018 zu wesentlichen Investitionen führen. Advanced Therapies: In den sechs Monaten bis 31. März 2018 wurden neben den gewöhnlichen
Ersatzbeschaffungen für Produktionsmaschinen und Produktionsanlagen sowie für Spezialwerkzeuge
und Spezialmaschinen keine wesentlichen Investitionen getätigt. Für das verbleibende
Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein unverändertes Bild. FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich um 644 Mio. € von einem Zahlungsmittelabfluss
in Höhe von 587 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2017 zu einem Zahlungsmittelzufluss
in Höhe von 57 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2018. Diese Entwicklung ist
vor allem auf Sonstige Transaktionen/Finanzierungen mit dem Siemens-Konzern zurückzuführen,
was zu Zahlungsmittelzuflüssen in Höhe von 386 Mio. € in den sechs Monaten bis 31.
März 2018, im Vergleich zu Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 280 Mio. € in den sechs
Monaten bis 31. März 2017 führte und in erster Linie im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen,
in Verbindung mit der rechtlichen Reorganisation vor dem Börsengang stand. Dies wurde
teilweise durch eine Erhöhung der ausgeschütteten Dividenden an den Siemens-Konzern,
von 188 Mio. € in den sechs Monaten bis 31. März 2017 auf 230 Mio. € in den sechs
Monaten bis 31. März 2018, kompensiert. Cash-PoolingZum 31. März 2018 nehmen wir weiterhin am Cash-Pooling des Siemens-Konzerns teil,
was auch die kurzfristige Anlage überschüssiger Liquidität innerhalb des Siemens-Konzerns
beinhaltet. Wir gehen davon aus, mittelfristig ein eigenes Cash-Pooling aufzusetzen,
um unsere Teilnahme am Cash-Pooling des Siemens-Konzerns (teilweise) zu ersetzen. A.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageIn den sechs Monaten bis 31. März 2018 haben wir die neue Muttergesellschaft Siemens
Healthineers AG gegründet, die als unsere neue Holdinggesellschaft fungiert. Im Zuge
des Börsengangs, der am 16. März 2018 erfolgreich stattfand, sind wesentliche Änderungen
in der Organisation und Segmentierung erfolgt. In den sechs Monaten bis 31. März 2018 konnten wir unser Wachstum wie erwartet fortsetzen.
Insbesondere unser vergleichbares Umsatzwachstum sowie unsere Bereinigte Ergebnismarge
verliefen entsprechend unserer Prognosen. Wir haben wesentliche Meilensteine für die
strategische Entwicklung von Siemens Healthineers erreicht und wichtige Maßnahmen
eingeleitet, um unser Portfolio weiter zu stärken. A.8 PrognoseberichtA.8.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungIm Geschäftsjahr 2018 wird die Weltwirtschaft voraussichtlich geringfügig schneller
wachsen als im Geschäftsjahr 2017. Für das weltweite BIP wird für das Kalenderjahr
2018 ein Wachstum von 3,1% prognostiziert, die höchste Wachstumsrate seit 2010. Es
ist davon auszugehen, dass die Schwellenländer vom stärkeren globalen Wachstum und
von ansteigenden Rohstoffpreisen profitieren werden. Für die Volkswirtschaft der USA
wird, getragen von Steuersenkungen und Infrastruktur-Projekten, ein moderates Wachstum
von 2,7% erwartet. Das BIP-Wachstum wird von Konsumausgaben bestimmt, die durch die
rückläufige Arbeitslosigkeit sowie steigende Einkommen und Haushaltsvermögen gestützt
werden. Diese Entwicklung dürfte von sich in 2018 stabilisierenden Märkten begünstigt
werden. Angeführt von den Leitzinssätzen einiger Zentralbanken, werden die Zinsen
voraussichtlich weiter schrittweise ansteigen. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum
in der Eurozone mit einem prognostizierten BIP-Anstieg von 2,2% nach einer längeren
Periode der Stagnation und Rezession fortsetzt. Unterstützend wirken unter anderem
anhaltende geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen, ein schwächerer fiskalpolitischer
Gegenwind und ein steigendes Vertrauen bei Unternehmen und Haushalten. Das BIP-Wachstum
in China wird sich im Kalenderjahr 2018 voraussichtlich weiter verlangsamen. Prognostiziert
wird ein Wachstum von 6,6%, nach einem Wachstum von 6,8% im Jahr 2017. Allerdings
verdeckt die kurzfristige Stärke der chinesischen Volkswirtschaft deren langfristigen
Schwächen, insbesondere die sehr hohe Verschuldung. Darüber hinaus hat die Regierung
bislang nur geringe Fortschritte beim Abbau von Überkapazitäten erzielt. Die hier
dargestellten Prognosen für das BIP basieren auf veröffentlichten Prognosen und Statistiken
des IWF und der Weltbank. A.8.2 BranchenentwicklungMarktentwicklungFür das verbleibende Geschäftsjahr 2018 wird das Marktvolumen in Euro von negativen
Währungsumrechnungseffekten beeinflusst. Es wird erwartet, dass die Märkte von Siemens
Healthineers im Geschäftsjahr 2018 auf einem moderaten Wachstumskurs bleiben werden.
Unsere Märkte profitieren weiter von langfristigen Trends wie einer wachsenden und
alternden Bevölkerung und einem breiteren Zugang zu Gesundheitsversorgung. Beschränkt
wird das Wachstum aber durch Sparzwänge der öffentlichen Haushalte sowie durch die
Konsolidierung bei Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen. Regional betrachtet
erwarten wir ein geringes Wachstum in den USA, das durch den anhaltenden Druck zur
Erhöhung der Auslastung bestehender Anlagen, durch sinkende Erstattungssätze sowie
durch politische Unsicherheit beeinträchtigt wird. Für Europa sehen wir ebenfalls ein geringes Wachstum, wobei der Ersatz von Anlagen
sowie das Geschäft mit Großkunden wie Krankenhausketten weiter an Bedeutung gewinnen
dürften. Für China rechnen wir mit einem moderaten Wachstum aufgrund stetig wachsender
staatlicher Gesundheitsausgaben, der Förderung des privaten Sektors, der Ausweitung
des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen auf Bezirksebene, der spürbaren Folgen
der alternden Bevölkerung und zunehmender chronischer Erkrankungen. Diese Entwicklung
dürfte durch Restriktionen seitens der Regierung wie zentrale Ausschreibungen und
der Regulierungsaufsicht bei Zuteilung sowie Nutzung von Großgeräten gebremst werden.
In einer Reihe von Ländern zeichnet sich die Intention der Regierungen ab, protektionistische
Maßnahmen einzuführen, die lokale Anbieter unterstützen. Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem beim US-Dollar und bei
Währungen aus Schwellenländern, wie beim chinesischen Yuan. Wir erwarten, dass sich
die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im zweiten Halbjahr 2018 fortsetzen
wird. Da Siemens Healthineers weiterhin ein Nettoexporteur aus der Eurozone in die
übrige Welt ist, bedeutet dies, dass sich ein schwacher Euro grundsätzlich vorteilhaft
auf unser Geschäft auswirkt, während ein starker Euro grundsätzlich nachteilig ist.
Wir sichern Währungsrisiken aus unserem Exportgeschäft mit derivativen Finanzinstrumenten.
Wir erwarten, dass diese Maßnahme dazu beitragen wird, Ergebniswirkungen aus Wechselkursschwankungen
im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 zu begrenzen. SegmententwicklungDas Segment Imaging wird primär durch die jüngsten und geplanten Einführungen neuer
Produkte und Plattformen und den Verkauf von bildgebenden Produkten und Dienstleistungen
aus unserem bestehenden Portfolio getrieben. Wir erwarten für das Segment Imaging
ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und damit die Ziele für das
Geschäftsjahr zu erreichen. Das Segment Diagnostics wird von Produktneuheiten und fundamentalen Treibern profitieren
wie einer erhöhten Nachfrage aus Schwellenländern, dem erwarteten steigenden Bewusstsein
für präventive Gesundheitschecks ("Wellness testing") und einer Verbesserung von Diagnoseverfahren.
Von diesen Treibern wird erwartet, dass sie das Marktwachstum stufenweise vorantreiben.
Wir erwarten für das Segment Diagnostics ein geringes Wachstum und damit die Ziele
für das Geschäftsjahr zu erreichen. Das Segment Advanced Therapies wird maßgeblich durch nachhaltige Entwicklungen des
Geschäftsumfeldes in allen adressierten klinischen Bereichen, wie eine gesteigerte
Komplexität chirurgischer Eingriffe sowie die Zunahme minimalinvasiver Verfahren,
positiv beeinflusst. Diese Treiber steigern erwartungsgemäß die Nachfrage nach Produkten
und Lösungen des Segments, was unsere Wachstumserwartungen stützt. Wir erwarten für
das Segment Advanced Therapies ein moderates Wachstum und damit die Ziele für das
Geschäftsjahr zu erreichen. A.8.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungFür unser Geschäftsjahr 2018 erwarten wir weiterhin ein vergleichbares Umsatzwachstum
zwischen 3% und 4% im Vergleich zu unserem Geschäftsjahr 2017. Wir erwarten, dass unsere Bereinigte Ergebnismarge für unser Geschäftsjahr 2018 zwischen
17% und 18% liegt. Die tatsächliche Entwicklung von Siemens Healthineers und der jeweiligen Segmente
kann aufgrund der im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall,
dass unsere Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ
von unseren Prognosen abweichen. A.9 Bericht über wesentliche Risiken und ChancenA.9.1 RisikenA.9.1.1 RisikomanagementUnsere Risikomanagementpolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen
sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu
steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler
Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik
durch den Vorstand vorgegeben wird. Entsprechend unserer Organisations- und Verantwortungshierarchie
ist das Management des jeweiligen Siemens Healthineers Geschäfts, der Zonen und Funktionen
dazu verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf sein spezifisches
Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den übergreifenden
Grundsätzen entspricht. Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme,
die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden
können, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere konzernweiten
Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen.
Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor
wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen ermöglicht
uns, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unsere interne Revision
überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres
Risikomanagementsystems. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen
zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass
Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert
werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens Healthineers basiert auf einem umfassenden,
interaktiven und Managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-) Ansatz,
der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als
auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert dabei auf dem weltweit anerkannten
Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission
(COSO) entwickelten "Enterprise Risk Management - Integrated Framework" (2004), und
ist an die Anforderungen von Siemens Healthineers angepasst. Ferner ist er mit dem
International Organization for Standardization ("ISO") Standard 31000 (2009) konform. Unser ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung
von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen
und Compliance- bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen
können. Der Betrachtungszeitraum im Rahmen des ERM-Ansatzes beträgt üblicherweise
drei Jahre. Unser ERM basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die Risiken und Chancen
adressiert werden, die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleiben.
Falls Risiken bereits in der Planung, in Budgets, in der Prognose oder im Konzernabschluss
(zum Beispiel in Form einer Rückstellung oder Risikovorsorge) berücksichtigt wurden,
sollten sie bereits mit ihren finanziellen Auswirkungen in den Geschäftszielen der
einzelnen Einheiten berücksichtigt sein. Als Konsequenz sollten im ERM nur zusätzliche
Risiken zum gleichen Thema (wie zum Beispiel Abweichungen von Geschäftszielen oder
im Falle von unterschiedlichen Risikodimensionen) erfasst werden. Um einen umfassenden
Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in
einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down- und eines
Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise,
wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt
wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen
werden aus verschiedenen Perspektiven wie Geschäftszielen, Reputation und regulatorischen
Angelegenheiten nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Der Bottom-up-Identifizierungs-
und -Priorisierungsprozess wird durch Workshops mit dem jeweiligen Management des
Siemens Healthineers Geschäfts, von den Zonen und Zentralabteilungen unterstützt.
Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf
Managementebene zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Berichterstattung
aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen
Effekten analysiert und auf der jeweiligen Organisationsebene, wie oben dargestellt,
aggregiert. Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei
hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen
Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. In einem ersten Schritt erfordert
die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische
Chance die Festlegung einer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken
umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen,
vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen sieht unsere allgemeine Reaktionsstrategie
vor, sie vollständig zu realisieren. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko-
beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen
angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie in einem angemessenen
Zeitraum. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen
spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen
mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere
Geschäfts-, Finanz- (inklusive Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden und Cashflow)
und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten
Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen
Risikomaßes für Siemens Healthineers wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für
die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit
noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen,
können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern
nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle unsere
Segmente. A.9.1.2 Strategische RisikenVerstärkter Protektionismus der RegierungenProtektionistische Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen
Umfeld, in den Märkten in denen wir tätig sind, wie Import- und Exportkontrollen,
Zölle und andere Handelshemmnisse, einschließlich des Ausschlusses von bestimmten
Märkten und Preis- oder Devisenkontrollen, könnten unser Geschäft in mehreren nationalen
Märkten beeinträchtigen und sich auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage auswirken
sowie für uns zu Strafen, anderen Sanktionen und Reputationsschaden führen. Besonders
die derzeitigen protektionistischen Entwicklungen, die von der Regierung der USA ausgehen,
und die drohenden Strafzölle auf verschiedene Waren gefährden den freien Zugang zum
nordamerikanischen Markt, welcher für unser Geschäft von hoher Bedeutung ist. Die
Verhängung von Importzöllen und nicht-abzugsfähigen Steuern auf ausländische Wertschöpfung
könnte eine Reduzierung unserer Transferpreise erfordern, da eine Weitergabe an die
Kunden nicht durchsetzbar ist. Zusätzlich könnte die Unsicherheit des rechtlichen
Umfelds in einigen Regionen unsere Fähigkeiten einschränken unsere Rechte durchzusetzen
und für uns zu steigenden Kosten für ein angemessenes Compliance Programm führen.
Um diesen Risiken zu begegnen beobachten wir die politische Situation und ihre Indikatoren
um kritische Fälle zu identifizieren. Dies tun wir mit dem Ziel unsere Prozesse und
unser Geschäftsmodell an mögliche protektionistische Veränderungen anzupassen und
die Organisation für diese Veränderungen zu sensibilisieren. WettbewerbsumfeldDie weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind hinsichtlich
Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Einführungszeiten,
Kundenservice und Finanzierungsbedingungen sowie Verschiebungen beim Marktbedarf hochgradig
wettbewerbsintensiv. Wir sind mit starken bestehenden Wettbewerbern konfrontiert und
auch mit Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen
könnten als wir. Neben den bestehenden Wettbewerbern besteht das Risiko, dass neue
Anbieter in unsere Märkte eindringen. Diese neuen Wettbewerber können Gesundheitsdienstleister
aus dem Niedrigpreissegment oder Nischenmärkten, unabhängige Dienstleister oder Global
Player, mit der Absicht ihr Angebotsportfolio zu erweitern, sein. Dies könnte zu Preissenkungen
oder dem Verlust von Marktanteilen führen. Wir begegnen diesen Risiken indem wir sowohl
die bestehenden Wettbewerber und die bekannten potentiellen Wettbewerber, als auch
die Markteintrittsbarrieren beobachten und einen Informationsaustausch mit Industrieverbänden
pflegen. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer
Verstärkung des Wettbewerbs, einer Veränderung unserer relativen Marktposition oder
einer unerwarteten Preiserosion führen könnten. Darüber hinaus gibt es das Risiko,
dass wichtige Zulieferer von unseren Wettbewerbern übernommen werden und dass Wettbewerber
verstärkt Dienstleistungen für unsere installierte Basis anbieten. Wir begegnen diesen
Risiken mit verschiedenen Maßnahmen, wie beispielsweise Benchmarking-Aktivitäten,
strategischen Initiativen, Vertriebsinitiativen, der Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen
und Projekten zur Erreichung der Zielkosten, Anpassungen bei unseren Standorten, Outsourcing,
Fusionen sowie Gemeinschaftsunternehmen, dem Export aus Niedrigkostenländern in preissensitive
Märkte und der Optimierung unseres Produktportfolios. Wir überwachen und analysieren
kontinuierlich Markt- und Wettbewerbsdaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds
besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie reagieren zu müssen. Verschiebung des ProduktmixesWir entwerfen, produzieren und vertreiben ein vielfältiges Portfolio an Produkten,
Systemen und Dienstleistungen für die Segmente Imaging, Diagnostics und Advanced Therapies
(einschließlich von Zubehör und Softwareprodukten) für ein breites Spektrum an Gesundheitsdienstleistern.
Viele unserer Produkte, Systeme und Dienstleistungen sind auf dem neusten Stand der
bestehenden Technik und des medizinischen Fortschritts. Da unsere Produkte, Systeme,
Dienstleistungen und Weiterentwicklungen oft lange Entwicklungs- und staatliche Genehmigungszyklen
durchlaufen, müssen wir Veränderungen im Markt, der Technologie und den Kundenanforderungen
genau und frühzeitig voraussehen. Einerseits erfordern Entwicklungen für neue Technologien
und Technologieverbesserungen hohe Investitionen in FuE, klinische Studien und zahlreiche
länderspezifische behördliche Genehmigungen. Andererseits haben Produkte mit einer
Spitzentechnologie meist höhere Ergebnismargen. Die Nachfrage nach Standard- und Basisprodukten
mit niedrigeren Margen stieg jedoch insbesondere in den Schwellenländern. Können wir
unseren Produktmix und unsere Produktionskapazitäten den Veränderungen im Markt, der
Technologie oder den Kundenanforderungen für High-End-, Standard- und Basisprodukte,
insbesondere in Schwellenländern, nicht schnell genug anpassen, könnte dies negative
Auswirkungen auf unser Ergebnis haben. Um diesen Risiken zu begegnen beobachten wir
die Marktentwicklung genau, um zukünftige Entwicklungen besser antizipieren zu können,
unsere Produkt Roadmap an künftige Anforderungen anpassen zu können und um festzustellen,
wie wir zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei Basis- und Standardprodukten Betriebskosten
senken können. Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit von ProduktenDie Märkte, in denen wir agieren, sind infolge der Einführung innovativer und disruptiver
Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Auf dem Gebiet der
Digitalisierung gibt es das Risiko neuer Wettbewerber, der Substitution von existierenden
Produkten/Lösungen/Dienstleistungen, von Nischenanbietern, neuer Geschäftsmodelle
und schließlich das Risiko, dass unsere Wettbewerber aufgrund schnellerer Time-to-Market-Strategien
ihre digitalen Produkte und Lösungen schneller als wir vermarkten können. Unsere Geschäftsergebnisse
hängen wesentlich von unserer Technologieführerschaft sowie unserer Fähigkeit ab,
Änderungen in unseren Märkten zu antizipieren und uns an sie anzupassen sowie die
Kosten für die Herstellung unserer Produkte zu senken. Die Einführung neuer Produkte
und Technologien erfordert ein starkes Engagement in FuE, das mit einem beträchtlichen
Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer erfolgreich sein muss. Unsere
Ertragslage könnte negativ von Investitionen in solche Technologien beeinflusst werden,
die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können, nicht die erwartete
Marktakzeptanz finden oder davon, dass unsere Produkte, Lösungen und Systeme, insbesondere
im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig am Markt eingeführt oder
sogar obsolet werden. Wir beantragen ständig neue Patente und pflegen aktiv unser
Portfolio geistigen Eigentums, um unsere Technologieposition zu sichern. Unsere Patente
und andere Rechte an geistigem Eigentum können jedoch nicht verhindern, dass Wettbewerber
selbst Produkte und Dienstleistungen entwickeln und verkaufen, die den unseren gleichen
oder ihnen sehr ähnlich sind. Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonmisches Umfeld)Wir sehen ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die künftige Entwicklung der
Weltwirtschaft. Wesentliche Risiken resultieren beispielsweise aus einem zunehmenden
Populismus und aus den Folgen der Brexit-Verhandlungen. Der Austrittsprozess Großbritanniens
könnte die Geschäfts- und Verbraucherunsicherheit erhöhen, Investitionen in Großbritannien
verringern, Risiken für den Finanzmarkt darstellen und allgemein zu einer erhöhten
Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft der Europäischen Union (EU) führen. Ein weiterer
massiver Rückgang des Vertrauens in die Wirtschaft sowie eine anhaltende Zurückhaltung
bei Investitionsentscheidungen und der Auftragsvergabe würden unser Geschäft negativ
beeinflussen. Wir beobachten den Austrittsprozess kontinuierlich und haben zum Beispiel
eine Arbeitsgruppe gebildet, die unsere lokalen und globalen Maßnahmen koordiniert.
Sowohl das globale als auch das regionale Investitionsklima könnte wegen politischer
Verwerfungen, weiterer Unabhängigkeitsbestrebungen in Ländern der EU oder wegen nachhaltiger
Erfolge protektionistischer, EU- und wirtschaftsfeindlicher Parteien und Politik einbrechen.
Ein signifikantes Geschäftsrisiko resultiert aus einer unerwarteten Abschwächung des
Wirtschaftswachstums in China. Eine sich schnell verschärfende Geldpolitik der US-amerikanischen
Notenbank könnte eine Abwertungsspirale bei den Währungen der Schwellenländer in Gang
setzen. Dies könnte zu einer erneuten Krise in den Schwellenländern führen, da die
Verschuldung der Unternehmen aus Schwellenländern angestiegen ist und sie zur Begleichung
ihrer Schulden in ausländischer Währung von günstigen weltweiten Finanzierungskonditionen
abhängig sind. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen verschiedene
weitere Risiken wie Unruhen, Gesundheitsrisiken, zum Beispiel für Arbeitnehmer, kulturelle
Unterschiede, zum Beispiel bei Beschäftigungs- und Geschäftspraktiken, Volatilität
des Bruttoinlandsprodukts, wirtschaftliche und staatliche Instabilität, die mögliche
Verstaatlichung von Privatvermögen sowie die Auferlegung von Währungsbeschränkungen.
Ein terroristischer Mega-Angriff oder ein wesentlicher Fall von Cyber-Kriminalität
oder eine Reihe solcher Attacken oder Vorfälle in großen Volkswirtschaften könnte
die globale Wirtschaftstätigkeit herabsetzen und das Geschäftsklima und Konsumentenvertrauen
einbrechen lassen. Weitere Risiken liegen in geopolitischen Spannungen (beispielsweise
Syrien, der Ukraine, Russland, der Türkei und Nordkorea), sowie in einer erhöhten
Anfälligkeit der Weltwirtschaft in Bezug auf Naturkatastrophen. Wenn die moderate
Erholung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums wieder ins Stocken gerät und es uns
nicht gelingt erfolgreich unsere Produktions- und Kostenstruktur an die anschließend
geänderten Bedingungen unserer Märkte anzupassen, kann nicht garantiert werden, dass
wir keine negativen Auswirkungen spüren werden. So kann es beispielsweise für unsere
Kunden schwieriger werden Finanzierungen zu erhalten. Infolgedessen können sie Pläne
zum Kauf unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen verändern, verzögern oder
verwerfen, oder bereits getätigte Käufe und Verträge nicht aufrecht erhalten. Des
Weiteren könnten die Preise für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen, aufgrund
von negativen Marktbedingungen, in einem stärkeren Maß sinken als wir bisher angenommen
haben. Die globale Aufstellung von Siemens Healthineers mit Aktivitäten in fast allen
relevanten Volkswirtschaften, und die Vielfalt unserer Produkte und Dienstleistungen
helfen uns die Auswirkungen einer nachteiligen Entwicklung in einem einzelnen Markt
zu absorbieren. Zudem versuchen wir uns auf die Märkte, Dienstleistungen und Produkte
zu fokussieren, die die oben beschriebenen Risiken minimieren. Darüber hinaus werden
Transaktionen in Fremdwährungen abgesichert, um Wechselkursrisiken abzumildern. A.9.1.3 Operative RisikenOperative Störungen und Qualitätsprobleme in unserer WertschöpfungsketteUnsere Wertschöpfungskette umfasst alle Stufen von FuE über die Steuerung der Versorgungskette
(Supply Chain Management), Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen.
Operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette könnten zu Qualitätsproblemen sowie
zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits-, regulatorischen sowie Umweltrisiken
führen. Gelegentlich könnten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auftreten,
die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der Inbetriebnahme oder
der in ihnen integrierten Software resultieren können. Es können aber auch Probleme
bei (single-source) Lieferanten und Partnern für bestimmte Produkte und Dienstleistungen
auftreten, die häufig nicht ad-hoc substituierbar sind, und zu den beschriebenen Risiken
führen können. Dies kann zu höheren Kosten bei der Fehlerbehebung führen und gleichzeitig
Garantie- oder Gewährleistungsansprüche zur Folge haben und darüber hinaus Schadenersatzansprüche
und Gerichtsprozesse nach sich ziehen. Unser Geschäft steht beispielsweise unter der
regulatorischen Aufsicht der US Food and Drug Administration ("FDA") und des Health
and Consumer Policy Departments der Europäischen Kommission, was dazu führt, dass
wir spezifische Anstrengungen unternehmen müssen, um die Sicherheit unserer Produkte
zu gewährleisten. Falls wir diese Anforderungen nicht erfüllen, könnten unser Geschäft
und unsere Reputation beeinträchtigt werden. Wir haben verschiedene Maßnahmen zur
Qualitätsverbesserung und Schadensvermeidung eingeführt. Die verstärkte Nutzung von
Qualitätsmanagementinstrumenten insbesondere in Vertriebs- und Serviceabteilungen
verbessert die Transparenz, ermöglicht es uns die Ursachenanalyse zu verstärken und
dient der Vorbeugung. Verstoß gegen den Schutz von GesundheitsinformationenUnsere Produkte und Systeme empfangen, verarbeiten und speichern signifikante und
wachsende Mengen an persönlichen und sensiblen Informationen und unterliegen aus diesem
Grund strengen Datenschutz- und Informationssicherheitsbestimmungen. Diese Bestimmungen
greifen unter anderem in Bezug auf die Verwendung und Offenlegung von geschützten
Gesundheitsinformationen sowie die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit solcher
Daten. Neben den allgemeinen Datenschutzbestimmungen unterliegt der Gesundheitssektor
spezifischen Datenschutzrichtlinien in Bezug auf eine breite Palette an Gesundheitsinformationen.
Die Datenschutzgesetzgebung ist besonders im europäischen Wirtschaftsraum ("EWR"),
der Schweiz und in den USA umfassend und komplex. Trotz der Sicherheitsmaßnahmen kann
nicht ausgeschlossen werden, dass die Vertraulichkeit der Daten und Informationen
infolge einer nicht anonymisierten gemeinsamen Datennutzung, Datenverlusten oder anderweitig
unter Umständen verletzt wird. Ebenso können Zweifel aufkommen bezüglich der Sicherheit
der von und für uns gesammelten und verwalteten Daten und Informationen. Ein Verstoß
gegen diese Vorschriften kann zu Prozesskosten, Ausgleichszahlungen, Strafen, die
Aufnahme auf schwarze Listen in bestimmten Märkten oder strafrechtlichen Sanktionen
führen und einen Reputationsverlust zur Folge haben. Das Eintreten eines dieser Risiken
könnte negative Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere Finanz- und Ertragslage, als
auch unsere Reputation und unsere Zukunftsperspektive haben. Wir begegnen diesem Risiko
indem wir unser IT-Sicherheitssystem und die anderen betreffenden Systeme verwalten
und verbessern, zum Beispiel durch fortlaufende Analysen zur IT-Datensicherheit, die
Reduzierung von gefährdeten Systemen und mit Trainings für unser Personal. A.9.1.4 Finanzielle RisikenMarktpreisrisikenWir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem
US-Dollar (und anderen Währungen deren Bewegungen positiv mit dem US-Dollar korrelieren)
und dem Euro. In Abhängigkeit unseres Absicherungsprogramms kann die Abwertung des
US-Dollars gegenüber dem Euro einen erheblich negativen Einfluss auf unser Ergebnis
haben. Weitere, in Bezug auf einen Fremdwährungseffekt, wesentliche Währungen sind
der chinesische Yuan, der japanische Yen, der koreanische Won und das britische Pfund.
Eine Stärkung des Euro könnte unsere Wettbewerbsposition verändern. Ebenso sind wir
Zinsschwankungen ausgesetzt. Zunehmende Marktschwankungen können für uns zu einem erheblichen Volatilitätsrisiko
bei Ertrag und Zahlungsmittelzuflüssen (Cashflow) führen. Unser weltweites operatives
Geschäft sowie unsere Investitions- und Finanzierungsaktivitäten werden insbesondere
durch Wechselkurs- und Zinsschwankungen beeinflusst. Um die Allokation der finanziellen Mittel in unseren Segmenten und Einheiten zu optimieren
und unsere Ziele zu erreichen identifizieren, analysieren und steuern wir die damit
verbundenen Marktrisiken. Wir versuchen, diese Risiken in erster Linie durch unsere
laufenden Betriebs- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu kontrollieren,
und verwenden derivative Finanzinstrumente wenn dies zweckmäßig ist. Liquiditäts- und FinanzierungsrisikoIn Bezug auf unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten negative Entwicklungen
in Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie (1) begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln
(insbesondere in US-Dollar) und von Sicherungsinstrumenten, (2) eine geänderte Bonitätseinschätzung
insbesondere von Rating-Agenturen, (3) Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen
des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten,
(4) eine Beendigung der Finanzierung durch die Siemens AG oder anderer Siemens-Konzern
Einheiten oder eine Verschlechterung der finanziellen Situation unseres Hauptfinanziers
der Siemens AG, ergeben. Eine Ausweitung der Credit Spreads aufgrund von Unsicherheiten
und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zu nachteiligen Veränderungen unserer
finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen. Risiken aus PensionsverpflichtungenDer Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne könnte sowohl durch eine Änderung der
versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, als auch
durch Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung
unseres investierten Vermögens beeinflusst werden. Zur Erfüllung lokaler Pensionsvorschriften
in ausgewählten Ländern könnten wir mit einem erhöhten Zahlungsmittelabfluss konfrontiert
sein, um eine Unterdeckung unserer Pensionspläne in diesen Ländern zu verringern.
Für weitere Informationen bezüglich der Pensionsverpflichtungen siehe Note 15 - Provisions
for pensions and similar obligations in den kombinierten Abschlüssen für die am 30.
September 2017, 30. September 2016 und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre. A.9.1.5 Compliance RisikenCybersicherheitUnser Geschäftsmodell ist abhängig von digitalen Technologien. Wir beobachten eine
weltweite Zunahme von IT-Sicherheitsbedrohungen und ein höheres Maß an Professionalität
in der Cyberkriminalität. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko für Produkte, Systeme
und Netzwerke sowie für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten
dar. Wie auch andere große internationale Unternehmen sehen wir uns Cyberbedrohungen
durch hochentwickelte Gegenspieler ausgesetzt. Diese Parteien werden durch die organisierte
Kriminalität und Nationalstaaten unterstützt, welche Wirtschaftsspionage oder sogar
Sabotage betreiben. Um diesem Risiko zu begegnen, haben mehrere nationale Behörden,
wie die FDA, Regeln für Cyber-Sicherheitsmaßnahmen aufgestellt, die in medizinische
Geräte, Software und Dienstleistungen integriert werden müssen, damit der Nutzen für
den Patienten die Risiken überwiegt. Die Nichteinhaltung dieser Regeln könnte zu Kompensationszahlungen,
Strafen, die Aufnahme auf schwarze Listen in bestimmten Märkten und zu Reputationsverlusten
führen. Wir minimieren dieses Risiko indem wir uns zu mehreren Maßnahmen verpflichtet
haben, zum Beispiel dem Training von Mitarbeitern und Gerätebedienern sowie der umfassenden
Überwachung unserer Netzwerke und Systeme durch unser Cyber Security Operation Center.
Dieses nimmt Schutzmaßnahmen wie die Einrichtung von Firewalls vor, sucht fortlaufend
Schlupflöcher und beseitigt diese durch spezialisierte Mitarbeiter. Außerdem implementieren
wir die geforderten Cybersicherheitsanforderungen in der Entwicklung neuer Produkte
und Dienstleistungen und aktualisieren bestehende Systeme. Änderungen von Regelungen, Gesetzen und RichtlinienAls ein diversifiziertes Medizintechnologieunternehmen mit globalem Geschäft sind
wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien
ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Veränderungen
der aktuellen Regulierungslandschaft, erhöhte regulatorische Anforderungen oder verstärkte
regulatorische Durchsetzungsaktivitäten können zu unvorhergesehenen Kosten führen
und sich negativ auf unsere Finanzlage auswirken. Gleichfalls können regulatorische
Veränderungen die Time-to-Market eines Produktes verlängern oder den Produktlebenszyklus
verkürzen. Neben internen und externen Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung von
Gesetzen und Vorschriften überwachen wir das politische und regulatorische Umfeld
in allen unseren Schlüsselmärkten, um mögliche Problembereiche zu antizipieren mit
dem Ziel möglichst schnell unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse an die veränderten
Bedingungen anzupassen. Nichtdestotrotz kann jede Änderung an Vorschriften, Gesetzen
und Richtlinien negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten und Prozesse,
als auch unsere finanzielle Situation und unsere Ertragslage haben. Verstöße gegen Antikorruptions- oder Antikartellvorschriften sowie sonstige GesetzesverletzungenVerfahren gegen uns hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen
betreffend anderer Gesetzesverletzungen könnten zu straf- oder zivilrechtlichen Bußgeldern
führen sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen
Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme
an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen
und Rechtsfolgen. Diese Konsequenzen könnten uns indirekt betreffen, wenn sie sich
auf Verstöße beziehen, die von unseren Vertriebs- oder Geschäftspartnern begangen
werden. Dementsprechend könnte es unter anderem erforderlich werden, dass wir möglichen
Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit
diesen Untersuchungen und Verfahren nachkommen müssen. Bei einem erheblichen Anteil
unserer Geschäftstätigkeit sind Regierungen und Unternehmen in staatlichem Besitz
beteiligt. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden
sowie zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen
Entwicklungsbanken, finanziert werden. Mögliche künftige Ermittlungen zu Korruptions-
oder Kartellvorwürfen oder Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten
nachteilige Auswirkungen auf unsere Beziehung mit solchen Auftraggebern haben bis
hin zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Ferner könnten dadurch bestehende privatwirtschaftliche
Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner in der Privatwirtschaft
für möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen wie strategische
Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit
zu gewinnen, beeinträchtigt werden. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung
einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Wettbewerber,
könnten gegen uns Verfahren einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen
in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche
Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen
des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken. Des Weiteren sehen
wir uns möglicherweise Compliance-Risiken in Verbindung mit kürzlich erworbenen Geschäften
gegenüber, die sich noch im Integrationsprozess befinden. Siemens Healthineers hat,
zusätzlich zu anderen Maßnahmen wie allgemeinen kartellrechtlichen Schulungen, eine
weltweite Compliance-Organisation etabliert, die unter anderem Compliance-Risikoreduzierungsprozesse,
wie beispielsweise Compliance-Risikobewertungen, durchführt und die von externen Compliance-Experten
überprüft wurden. A.9.1.6 Zusammenfassende Darstellung der RisikolageDie größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien strategische Risiken,
operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken zuerst genannt. Die
wesentlichsten Risiken, denen wir uns ausgesetzt sehen, sind mögliche operative Störungen
und Qualitätsprobleme in unserer Wertschöpfungskette, Cybersicherheit für medizinische
Geräte und das Risiko der Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien. Alle
anderen oben genannten Risiken sind von uns als weniger hoch eingestuft und sind in
einer gemeinsamen Risikoklasse eingeordnet. Gegenwärtig haben wir keine Risiken identifiziert
welche, alleine oder in Kombination, die Fortführung unseres Geschäfts gefährden. A.9.2 ChancenIm Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Sofern nicht anderslautend
angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Chancen auf alle unsere Segmente. Die Reihenfolge
der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes
für Siemens Healthineers wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige
Bedeutung dieser Chancen für uns. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise
die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen
Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich
weiterentwickeln. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals
verwirklichen. Neue Geschäftsmodelle und Service-Innovationen durch DigitalisierungInnovationen sind ein zentraler Bestandteil des unternehmerischen Konzepts von Siemens
Healthineers. Wir tun dies, indem wir signifikant in FuE investieren, um innovative,
nachhaltige Lösungen für unsere Kunden im Bereich Digitalisierung entwickeln zu können
und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu untermauern. Wir sind ein innovatives
Unternehmen und erfinden neue Technologien, die - wie wir denken - den künftigen Anforderungen
gerecht werden, die aus den Megatrends, wie einer wachsenden und alternden Bevölkerung,
der wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern, der Zunahme an chronischen Krankheiten
und der Transformation von Gesundheitsdienstleistern, erwachsen. Wir versuchen unter
anderem mit neuen und innovativen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen,
zum Beispiel Cybersicherheit für unsere Kunden, präventive Instandhaltung und Datenanalyse
zusätzliches Volumen und Ergebnis zu generieren. Durch den künftigen Fortschritt in
der Digitalisierung wird eine breite Palette neuer digitaler Lösungen für Dienstleistungen
und Produkte für unsere Kunden eingeführt. Zu diesem Zweck sind wir Allianzen mit
Entwicklern und Anbietern eingegangen, die auf der Grundlage der Digitalisierung nach
neuen Einnahmequellen suchen. Auf diese Weise stärken wir unsere Position entlang
der Wertschöpfungskette über die Digitalisierung, um weitere neue Produkte und Dienstleistungen
anzubieten und die Marktdurchdringung zu erhöhen. Synergien und Cross SellingWir sind bestrebt, unsere Cross-Selling-Aktivitäten von Diagnostik-Produkten, z. B.
Labordiagnostik, für unsere bestehenden Kunden in den Segmenten Imaging und Advanced
Therapies zu verstärken. Wir steigern somit unsere Erfolgsquote im Vertrieb und reduzieren
gleichzeitig Zeit und Kosten für die Kundengewinnung. Internationale Finanzierung und Nationale ProgrammeWir erwarten, dass die Bereitstellung (inter-) nationaler Mittel von Hilfsorganisationen
wie der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization - "WHO") oder der EU
sowie von staatlichen Mitteln oder Subventionen in naher Zukunft weiter steigen wird.
Dies wird zu höheren Investitionen und Ausgaben in privaten Krankenhäusern insbesondere
in Mitteleuropa, im Nahen Osten und in Afrika führen. Dadurch wird zusätzliches Wachstum
in diesen Märkten generiert, insbesondere für Standard- und Basisprodukte sowie Dienstleistungen. Wachstum in angrenzende BereicheUnsere Aktivitäten konzentrieren sich derzeit auf Gesundheitslösungen und Dienstleistungen
in der Humanmedizin. Unser spezifisches und technologisches Know-how im Gesundheitswesen
könnte auch auf andere angrenzende Märkte, wie z. B. die Veterinärmedizin oder weitere
spezifische Geräte für die Chirurgie und Dienstleistungen, übertragen werden, was
zu einem Anstieg der Einnahmen und zur Unterstützung unseres Gesamtwachstums führen
würde. Durch Vertriebsinitiativen und Masterpläne sind wir kontinuierlich bestrebt,
in etablierten Märkten zu wachsen und zu expandieren, neue Märkte für bestehende und
neue Portfolioelemente zu erschließen und unsere installierte Basiszu stärken, um
einen höheren Marktanteil und höheres Ergebnis zu erzielen. Lizensierung von geistigem EigentumRechte am geistigen Eigentum, wie Patente, für ältere Technologien oder für bereits
eingestellte Produkte, könnten an Dritte lizenziert werden, um weitere Einnahmen zu
generieren und das Ergebnis zu steigern. In diesem Zusammenhang analysieren wir ständig
unser Portfolio an geistigem Eigentum auf ungenutztes Lizenzpotenzial und gleichzeitig
suchen und verhandeln wir mit potenziellen Drittunternehmen. A.9.3 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDas übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung
des Konzernhalbjahresabschlusses und des Konzern(zwischen)lageberichts von Siemens
Healthineers mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem Rahmenwerk "Enterprise Risk Management - Integrated
Framework" des COSO. Da eines der Ziele dieses Rahmenwerks die Verlässlichkeit der
Finanzberichterstattung ist, beinhaltet es eine rechnungslegungsbezogene Sichtweise.
Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem ("Kontrollsystem") basiert
auf dem ebenfalls vom COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk "Internal
Control - Integrated Framework". Beide Systeme ergänzen sich gegenseitig. Unser Management beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit
des eingerichteten Kontrollsystems. Hierzu verfügt Siemens Healthineers über ein standardisiertes
Verfahren, nach dem notwendige Kontrollen definiert, nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert
und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Dessen ungeachtet gibt es inhärente
Beschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit eines jeden Kontrollsystems. Kein Kontrollsystem
- auch wenn es als wirksam beurteilt wurde - kann alle unzutreffenden Angaben verhindern
oder aufdecken. Unser Konzernabschluss wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmens
erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen einheitliche Vorgaben in Form von Bilanzierungsrichtlinien
und einen Kontenplan, die zentral von dem Siemens-Konzern herausgegeben werden. Die
Siemens Healthineers AG und andere nach HGB bilanzierende Gesellschaften von Siemens
Healthineers ergänzen verpflichtende HGB-spezifische Regelungen in diesen konzeptionellen
Rahmen. Es wird fortlaufend analysiert, ob eine Anpassung des konzeptionellen Rahmens
aufgrund von Änderungen im regulatorischen Umfeld erforderlich ist. Quartalsweise
werden die Rechnungswesenabteilungen über aktuelle Themen und einzuhaltende Termine
informiert, die die Rechnungslegung und den Abschlusserstellungsprozess betreffen. Die Datengrundlage für die Erstellung unserer Abschlüsse, bilden die von der Siemens
Healthineers AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen. Die
Erstellung der Abschlussinformationen der meisten unserer Gesellschaften wird durch
eine interne Shared-Services-Organisation unterstützt. Da Siemens Healthineers, als
Teil des Siemens-Konzerns, in deren Konzernabschlüssen einbezogen wird, ist im Rahmen
des allgemeinen Abschlussprozesses eine enge Abstimmung mit den verantwortlichen Abteilungen
innerhalb des Siemens-Konzerns erforderlich, um eine konzernweit einheitliche Kommunikation
zu gewährleisten. Darüber hinaus sind weitere Rechnungslegungsaktivitäten, wie Tätigkeiten,
die die Governance und die Überwachung betreffen, in der Regel auf regionaler Ebene
zusammengefasst. In bestimmten Fällen, wie der Bewertung von Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister.
Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Abschluss im Konsolidierungssystem
erstellt. Die zur Erstellung des Abschlusses durchzuführenden Schritte werden manuellen
wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird
durch geeignete Auswahlprozesse und regelmäßige Schulungsmaßnahmen sichergestellt.
Grundsätzlich gilt unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitserwägungen das "Vier-Augen-Prinzip"
und Abschlussinformationen müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Weitere
Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung
und Veränderungen der einzelnen Posten sowohl der von Konzerneinheiten berichteten
Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Zum Schutz vor nicht autorisiertem
Zugriff sind in Übereinstimmung mit unseren Bestimmungen zur Informationssicherheit
in den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen Zugriffsberechtigungen definiert. Quartalsweise
findet ein interner Zertifizierungsprozess statt, bei dem das Management verschiedener
Ebenen unserer Organisation - unterstützt durch Bestätigungen des Managements von
Einheiten in ihrem Verantwortungsbereich - die Ordnungsmäßigkeit der an die Konzernzentrale
berichteten Finanzdaten bestätigt und über die Wirksamkeit der entsprechenden Kontrollsysteme
berichtet. Unsere interne Revision beurteilt systematisch die Integrität unserer Finanzberichterstattung,
die Effektivität unseres Kontrollsystems und unseres Risikomanagementsystems sowie
die Einhaltung unserer Compliance-Richtlinien. Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls
in das Kontrollsystem eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und
den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des
Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Des Weiteren haben wir
ein Offenlegungskomitee eingerichtet, das bestimmte finanzielle und nicht finanzielle
Informationen vor der Veröffentlichung überprüft. Darüber hinaus bestehen Regeln für
bilanzbezogene Beschwerden. A.10 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenSiemens Healthineers unterhält Geschäftsbeziehungen mit dem Siemens-Konzern sowie
mit assoziierten Unternehmen sowohl des Siemens-Konzerns als auch von Siemens Healthineers.
Der Siemens-Konzern ist nahestehend, da die Siemens AG Siemens Healthineers beherrscht.
Für weitere Informationen bezüglich der Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen siehe Note 10 - Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
im Anhang zum Konzernhalbjahresabschluss zum 31. März 2018. KonzernhalbjahresabschlussB.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
B.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
B.3 KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
B.4 Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
B.5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
B.6 Anhang zum KonzernhalbjahresabschlussZiffer 1 - Allgemeine GrundlagenErstmaliger Konzernabschluss der Siemens Healthineers AGAm 3. August 2017 verkündete die Siemens AG ihre Pläne einer Börsennotierung des Siemens
Healthineers-Geschäfts in Form eines Börsengangs (Initial Public Offering - "IPO").
Das Siemens Healthineers-Geschäft wurde von der Siemens AG und ihren Tochterunternehmen
("Siemens-Konzern") in zwei Schritten getrennt. In einem ersten vorbereitenden Schritt
wurden diejenigen Geschäftsaktivitäten, die nicht in separaten Gesellschaften betrieben
worden waren, in eigene juristische Einheiten übertragen. In einem zweiten Schritt
wurde die Siemens Healthineers AG mit Sitz in München, Deutschland, durch notariellen
Gründungsakt am 1. Dezember 2017 gegründet und alle Gesellschaften des Siemens Healthineers-Geschäfts
wurden unter der Siemens Healthineers AG sowie ihren unmittelbaren und mittelbaren
Tochterunternehmen gebündelt (nachfolgend zusammen bezeichnet als "Siemens Healthineers",
"Unternehmen" oder "Konzern"). Das operative Geschäft des Konzerns wird durch die Siemens Healthcare GmbH und ihre
unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen sowie durch die unmittelbaren und
mittelbaren Tochterunternehmen der Siemens Healthineers Beteiligungen GmbH & Co. KG
geführt. Die Gesellschaftsanteile an der Siemens Healthcare GmbH sowie der einzige
Kommanditanteil und die Gesellschaftsanteile am Komplementär der Siemens Healthineers
Beteiligungen GmbH & Co. KG wurden durch den Siemens-Konzern gegen Ausgabe neuer Anteile
in die Siemens Healthineers AG eingebracht. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
zwischen der Siemens AG und der Siemens Healthcare GmbH wurde durch eine einvernehmliche
Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung zum 31. März 2018 beendet. Für das Siemens Healthineers-Geschäft wurden kombinierte Abschlüsse für die am 30.
September 2017, 30. September 2016 und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre
in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie
sie in der Europäischen Union ("EU") anzuwenden sind, sowie für die Zwischenberichtsperiode
vom 1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017 in Übereinstimmung mit den Anforderungen
des International Accounting Standard ("IAS") 34, Zwischenberichterstattung, erstellt
(nachfolgend zusammen bezeichnet als "Kombinierte Abschlüsse"). Diese Kombinierten
Abschlüsse wurden im Rahmen des Börsengangs der Siemens Healthineers AG in einem Wertpapierprospekt
veröffentlicht, der auf der Internetseite von Siemens Healthineers verfügbar ist. Die rechtliche Umstrukturierung des Konzerns wurde während der zum 31. März 2018 endenden
Zwischenberichtsperiode abgeschlossen. Bis dahin wurde das Nettovermögen des Siemens
Healthineers-Geschäfts weder von der Siemens Healthineers AG noch von einer anderen
Gesellschaft innerhalb des Siemens Healthineers-Geschäfts im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse,
beherrscht und es wurden die in den Kombinierten Abschlüssen beschriebenen Rechnungslegungsgrundsätze
angewandt. Das nachfolgende Schaubild zeigt eine vereinfachte Übersicht der gegenwärtigen Struktur
des Konzerns nach Abschluss der rechtlichen Umstrukturierung (soweit nicht anders
gekennzeichnet, belaufen sich die Beteiligungen jeweils auf 100%): ![]() Zum 31. März 2018 wird das Nettovermögen des Siemens Healthineers-Geschäfts durch
die Siemens Healthineers AG im Sinne von IFRS 10 beherrscht. Daher wurde für die am
31. März 2018 endende Zwischenberichtsperiode erstmals ein Konzernabschluss nach den
Regelungen von IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting
Standards, aufgestellt. Da bisher für das Siemens Healthineers-Geschäft kein Konzernabschluss aufzustellen
war, sind nach IFRS 1 keine Überleitungsrechnungen für das Eigenkapital bzw. für das
Gesamtergebnis erforderlich. Das Unternehmen hat die im IFRS-Konzernabschluss der Siemens AG angesetzten Buchwerte
(inklusive Geschäfts- oder Firmenwerte) entsprechend IFRS 1.18 in Verbindung mit IFRS
1.D16(a) fortgeführt (sog. predecessor accounting). Es wurden keine weiteren der nach
IFRS 1 zulässigen Befreiungen für den hier dargestellten Konzernabschluss in Anspruch
genommen. Informationen zu dem verkürzten KonzernhalbjahresabschlussDie Siemens Healthineers AG hat den verkürzten Konzernhalbjahresabschluss zum 31.
März 2018 bzw. für die am 31. März 2018 endende Zwischenberichtsperiode ("Konzernhalbjahresabschluss")
in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board
("IASB") verabschiedet und wie sie in der EU anzuwenden sind, insbesondere in Übereinstimmung
mit IAS 34, aufgestellt. Der Konzernhalbjahresabschluss wurde in Millionen Euro (Mio. €) erstellt und veröffentlicht.
Es können sich Rundungsdifferenzen bezüglich Einzelbeträgen oder Prozentangaben ergeben. Die im Konzernhalbjahresabschluss dargestellten Vergleichsinformationen werden als
"konsolidiert" bezeichnet und entsprechen den Angaben in den Kombinierten Abschlüssen. Der Konzernhalbjahresabschluss ist nicht testiert. Er wurde am 27. April 2018 vom
Vorstand der Siemens Healthineers AG zur Veröffentlichung freigegeben. Ziffer 2 - Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive BilanzierungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Konzernhalbjahresabschluss angewendet
werden, entsprechen denen, die in den Kombinierten Abschlüssen Verwendung fanden. Wesentliche Schätzungen und ErmessensentscheidungenIn bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze
anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung
von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss
sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven
Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf ändern und einen erheblichen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Außerdem können
sie Schätzungen enthalten, die Siemens Healthineers in demselben Berichtszeitraum
aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Siemens
Healthineers weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen
und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Schätzungen und Annahmen werden
laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen und Annahmen werden in der Periode der
Änderung erfasst sowie in zukünftigen Perioden, die von den Änderungen betroffen sind. Zum 1. Oktober 2017 wurde die Nutzungsdauer von Instrumenten aus dem Segment Diagnostics,
die im Rahmen eines Operating-Leasingvertrags an Kunden vermietet werden, von fünf
auf sieben Jahre erhöht, um die neu eingeschätzte voraussichtliche Nutzbarkeit für
Siemens Healthineers widerzuspiegeln. KonsolidierungskreisIn den Konzernhalbjahresabschluss werden die Siemens Healthineers AG und ihre Tochtergesellschaften,
über die sie Beherrschung ausübt, einbezogen. Siemens Healthineers beherrscht ein
Beteiligungsunternehmen, sofern es Verfügungsgewalt über dieses hat. Darüber hinaus
ist Siemens Healthineers schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen
ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, diese Renditen mittels
seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Ergebnis je AktieIm Konzernhalbjahresabschluss wird erstmals das Ergebnis je Aktie angegeben. Das unverwässerte
Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns nach Steuern, der den
Stammaktionären der Siemens Healthineers AG zugerechnet werden kann, durch die gewichtete
durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien der Siemens Healthineers
AG. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle
potenziell verwässernden aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise
ausgeübt werden. Das Ergebnis je Aktie wird zusätzlich auch für die Vergleichsperiode
angegeben, wobei für die Vergleichs- und für die Berichtsperiode die gleiche durchschnittliche
Anzahl an Aktien angenommen wird. ErtragsteuernFür Zwecke des Konzernhalbjahresabschlusses werden laufende und latente Ertragsteuern
gemäß IAS 12, Ertragsteuern, unter Berücksichtigung lokaler steuerlicher Anforderungen
erfasst. Die Ertragsteueraufwendungen werden in den Zwischenberichtsperioden auf Grundlage
des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes von Siemens Healthineers für das Gesamtjahr
ermittelt. Darüber hinaus wurden die Ertragsteueraufwendungen um die unten beschriebenen
Effekte angepasst, woraus in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 eine
Steuerquote von 24% resultiert. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 wurden Betriebsprüfungen in den USA und
Deutschland abgeschlossen, die zu einem positiven Einmaleffekt in der Zwischenberichtsperiode
führten. Bis zum Abschluss der rechtlichen Umstrukturierung von Siemens Healthineers wurden
Ertragsteuern unter der Annahme ermittelt, dass die Gesellschaften und Geschäftstätigkeiten
von Siemens Healthineers eigenständige Steuersubjekte darstellen (sog. "Separate Tax
Return Approach"). Diese Annahme impliziert, dass die laufenden und latenten Steuern
aller Gesellschaften und Geschäftsaktivitäten innerhalb von Siemens Healthineers separat
berechnet werden. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern erfolgt
ebenfalls unter dieser Prämisse. Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen wurden
in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass sie mit zukünftigem zu versteuerndem
Einkommen der betreffenden Siemens Healthineers-Gesellschaft verrechnet werden können.
Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
von Gesellschaften und Geschäftsaktivitäten von Siemens Healthineers, die in den Berichtsperioden
keine eigenständigen Ertragsteuersubjekte darstellten, wurden als Einlagen bzw. Entnahmen
der Anteilseigner dargestellt und sind nicht in der Vergleichsperiode enthalten. Im Dezember 2017 wurden mit dem US-Steuerreformgesetz "Tax Cuts and Jobs Act (TCJA)"
weitreichende Änderungen der Ertragsbesteuerung in den USA beschlossen. Infolge der
Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes ("Federal Tax Rate") von 35% auf 21% und
der Umbewertung von latenten Steuern ergab sich ein latenter Steuerertrag in Höhe
von 48 Mio. €. Aus dem Übergang auf ein territoriales Steuersystem und der einmaligen
Besteuerung thesaurierter Gewinne ausländischer Gesellschaften ergab sich ein laufender
Steueraufwand in Höhe von 21 Mio. €. Insgesamt reduzierte sich dadurch die Steuerquote
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 um drei Prozentpunkte. Die möglichen Auswirkungen
wurden auf Basis aktuell zuverlässig verfügbarer Interpretationen analysiert und sind
Gegenstand von Annahmen. Aufgrund der Komplexität und wegen der umfangreichen Anzahl
von Neuregelungen ist eine abschließende Einschätzung aller Implikationen derzeit
noch nicht möglich. Im Falle einer abweichenden Interpretation durch Siemens Healthineers
einerseits und lokalen Finanzbehörden andererseits, zum Beispiel aufgrund neuer klärender
Auslegungen, können hieraus weitere Steuereffekte resultieren, insbesondere können
sich auch künftige Steueraufwendungen oder -erträge ergeben. Erstmals angewandte RechnungslegungsvorschriftenDas International Accounting Standards Board ("IASB") veröffentlichte im Mai 2014
IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung
von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den
Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen
im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse
werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen
erhält. IFRS 15 ersetzt IAS 11, Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie
die dazugehörigen Interpretationen. Der Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Das Unternehmen hat den Standard für das Geschäftsjahr beginnend am
1. Oktober 2017 rückwirkend angewendet, das heißt, die Vergleichsperiode wird in Übereinstimmung
mit IFRS 15 dargestellt. Die Anwendung von IFRS 15 zum 1. Oktober 2017 und die Erstellung der Vergleichszahlen
für das Geschäftsjahr 2017 bestätigten, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss von Siemens Healthineers ergeben. Das Nettovermögen zum 1.
Oktober 2016 ist um 98 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf einen früheren
Zeitpunkt der Umsatzlegung für variable Vergütung zurückzuführen sowie darauf, dass
der Übergang der Verfügungsgewalt für bestimmte Güter zeitlich vor dem Übergang der
wesentlichen Chancen und Risiken erfolgen kann. Sobald eine der Vertragsparteien (das heißt der Kunde oder Siemens Healthineers) eine
Leistung erbracht hat, wird der Vertrag als Vertragsvermögenswert oder als Vertragsverbindlichkeit
dargestellt, abhängig von dem Verhältnis zwischen den von Siemens Healthineers erbrachten
Leistungen und den Zahlungen des Kunden. Entsprechend ergeben sich durch IFRS 15 vor allem zwei Auswirkungen auf die Konzernbilanz
von Siemens Healthineers:
Für weitere Informationen siehe auch Note 26 - Effects from the adoption of IFRS 15
in den Kombinierten Abschlüssen für die am 30. September 2017, 30. September 2016
und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre. Ziffer 3 - KonsolidierungskreisDer Konzernhalbjahresabschluss zum 31. März 2018 umfasst 122 vollkonsolidierte Gesellschaften.
Darüber hinaus werden acht assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach
der Equity-Methode in Übereinstimmung mit IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen, bilanziert. Geschäftsaktivitäten im Sinne von IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, die während
der rechtlichen Umstrukturierung vom Siemens-Konzern an Siemens Healthineers übertragen
wurden, sind bereits in den Kombinierten Abschlüssen für die am 30. September 2017,
30. September 2016 und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre berücksichtigt. Akquisition von EpocalAm 31. Oktober 2017 hat Siemens Healthineers den Erwerb aller Anteile an Epocal, Inc.
und ausgewählter Vermögenswerte ("Epocal") von Alere erfolgreich abgeschlossen. Die
Veräußerung dieses Geschäfts durch den Alere-Konzern steht im Zusammenhang mit der
Übernahme von Alere durch Abbott Laboratories und deren Überprüfung durch die Federal
Trade Commission und die Europäische Kommission. Epocal entwickelt und vertreibt Point-of-Care
Blutgas-Diagnostiksysteme für Gesundheitsversorger. Die Akquisition erlaubt Siemens
Healthineers sein Portfolio für Blutgas-Diagnostik zu vervollständigen. Das erworbene
Geschäft wird in das Segment Diagnostics integriert. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis belief sich auf 200 Mio. US$ (172 Mio. € zum
Erwerbszeitpunkt) und wurde in bar bezahlt. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ergaben sich Sonstige
immaterielle Vermögenswerte von 71 Mio. €, Sachanlagen von 13 Mio. €, Sonstige Vermögenswerte
von 9 Mio. €, Passive latente Steuern von 16 Mio. € und Sonstige Verbindlichkeiten
von 1 Mio. €. Sonstige immaterielle Vermögenswerte beziehen sich vor allem auf Technologien
in Höhe von 47 Mio. € und kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 24
Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 96 Mio. € enthält nicht separierbare
immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien.
Davon sind voraussichtlich 35 Mio. € steuerlich abzugsfähig. Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, weil die detaillierte Analyse der Vermögenswerte
und Schulden noch nicht abgeschlossen ist. Akquisition von Fast Track Diagnostics ("FTD")Am 19. Dezember 2017 hat Siemens Healthineers den Erwerb aller Anteile an der in Luxemburg
ansässigen FTD Investments S.à r.l. erfolgreich abgeschlossen. FTD bietet weltweit
ein breites Spektrums diagnostischer Tests an, die bedeutende Krankheitsgruppen abdecken.
Das erworbene Geschäft wird in das Segment Diagnostics integriert und erlaubt Siemens
Healthineers sein Engagement im Bereich Molekulardiagnostik zu unterstreichen. Der geschätzte Kaufpreis belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 80 Mio. €. Zum Closing
erfolgte eine Zahlung in Höhe von 60 Mio. €. Die vorläufige Differenz von 20 Mio.
€ ist abhängig von Anpassungen nach dem Closing. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ergaben sich Sonstige
immaterielle Vermögenswerte von 27 Mio. €, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
von 6 Mio. €, Sonstige Forderungen von 2 Mio. € und Passive latente Steuern von 8
Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 53 Mio. € enthält nicht separierbare
immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien. Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, weil die detaillierte Analyse der Vermögenswerte
und Schulden noch nicht abgeschlossen ist. Ziffer 4 - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIm zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 hat der Konzern in Deutschland eine Treuhandstruktur
(Contractual Trust Arrangement - "CTA") errichtet, um seine Verpflichtungen aus leistungsorientierten
Pensionszusagen zu finanzieren, die bereits im Zuge der rechtlichen Umstrukturierung
vom Siemens-Konzern an Siemens Healthineers übertragen worden waren. Während der Zwischenberichtsperiode
hat Siemens Healthineers im Wege einer in den Kapitalrücklagen erfassten Einlage Vermögenswerte
vom Siemens-Konzern erhalten, welche in das CTA eingebracht wurden und als Planvermögen
zu klassifizieren sind. Zum 31. März 2018 beträgt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte
758 Mio. €. Der Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen bei Siemens Healthineers
verringert sich entsprechend. Für weitere Informationen zu Vorsorgeplänen siehe Note 15 -Provisions for pensions
and similar obligations in den Kombinierten Abschlüssen für die am 30. September 2017,
30. September 2016 und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre. Ziffer 5 - EigenkapitalAm 1. Dezember 2017 wurde die Siemens Healthineers AG in einem notariellen Gründungsakt
mit einem Grundkapital von 50 Tsd. € gegründet. Im Zuge der rechtlichen Umstrukturierung
von Siemens Healthineers wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 2. Februar
2018 beschlossen, das Grundkapital der Siemens Healthineers AG durch die Ausgabe von
999.950.000 neuen Aktien gegen Sacheinlagen des Siemens-Konzerns von 50 Tsd. € auf
1,0 Mrd. € zu erhöhen. Der das zugeflossene Grundkapital übersteigende Wert der Sacheinlagen
wird zum 31. März 2018 in der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Außerdem beinhaltet die Kapitalrücklage die Einlage aus dem Übertrag von Planvermögen
(siehe Ziffer 4 - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen). Zum 31. März 2018 ist das gezeichnete Kapital der Siemens Healthineers AG in 1.000.000.000
auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag aufgeteilt, auf die ein anteiliger
Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt.
Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil
des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft. Mit allen Aktien sind die gleichen
Rechte und Pflichten verbunden. Zum 31. März 2018 hält die Siemens Healthineers AG weder selbst eigene Aktien noch
hält ein Dritter im Namen oder auf Rechnung der Siemens Healthineers AG Aktien des
Unternehmens. Am 19. Februar 2018 ermächtigte die außerordentliche Hauptversammlung
den Vorstand in der Zeit bis zum 18. Februar 2023 eigene Aktien im Umfang von bis
zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
oder - sofern dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung
bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Zum 31. März 2018 verfügt die Siemens Healthineers AG über genehmigtes Kapital von
500 Mio. €, aus dem bis zum 18. Februar 2023 einmal oder mehrmals insgesamt bis zu
500.000.000 neue auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben
werden können. Darüber hinaus hat die Siemens Healthineers AG zum 31. März 2018 bedingtes
Kapital von 100 Mio. € (100.000.000 Aktien). Damit können Wandelschuldverschreibungen
oder Optionsscheine aus Optionsschuldverschreibungen bedient werden. Der Betrag der für das zum 30. September 2018 endende Geschäftsjahr zu zahlenden Dividende,
über die die Hauptversammlung 2019 beschließen wird, soll auf Grundlage des Gewinns
nach Steuern des Konzerns für den gesamten Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 30.
September 2018 so berechnet werden, als hätte keine Ergebnisabführung unter dem zwischen
der Siemens AG und der Siemens Healthcare GmbH bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
stattgefunden. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Siemens
AG und der Siemens Healthcare GmbH wurde mit Wirkung zum 31. März 2018 beendet. KapitalmanagementDas Konzerneigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital der Siemens
Healthineers AG, Rücklagen, sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals sowie dem den
nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Eigenkapital. Darüber hinaus erfolgt
die Finanzierung vorwiegend durch den Siemens-Konzern in Form von revolvierenden Mehrwährungskreditlinien
sowie bestehenden Darlehen. Für weitere Informationen zu den Finanzierungsaktivitäten
mit dem Siemens-Konzern siehe Ziffer 10 - Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen. Sonstige EigenkapitalveränderungenDer in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung angegebene Posten Sonstige Eigenkapitalveränderungen
enthält für die im Konzernhalbjahresabschluss dargestellten Perioden hauptsächlich
Besonderheiten in Zusammenhang mit dem Aufbau und der Finanzierung des Konzerns sowie
die Effekte aus der Anwendung des Separate Tax Return Approach. Ziffer 6 - Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns nach
Steuern, der den Stammaktionären der Siemens Healthineers AG zugerechnet werden kann,
durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien der
Siemens Healthineers AG. Für die zum 31. März 2018 endende Zwischenberichtsperiode
bilden 1.000.000.000 Aktien die Grundlage für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses
je Aktie. Zum 31. März 2018 werden bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses
je Aktie zusätzliche 10.182 Aktien aus verwässernden aktienbasierten Vergütungsplänen
berücksichtigt. Gewinnabführungen aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags
zwischen der Siemens Healthcare GmbH und der Siemens AG hatten keine Auswirkungen
auf die Berechnung des Ergebnisses je Aktie. Ziffer 7 - FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten
und finanziellen Verbindlichkeiten: scroll
Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten: LaR = Loans and receivables (Darlehen und Forderungen), FAHfT = Financial assets held-for-trading
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte), AfS = Available-for-sale
(Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte); FLaC = Financial liabilities measured at amortized cost (Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten); FLHfT = Financial liabilities held-for-trading
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten) Im Folgenden werden die Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten und ihre Anwendung
auf finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten beschrieben: Stufe 1: in aktiven Märkten notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten; 1)
Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswertes
sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte - mit Ausnahme separat angegebener derivativer
Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte. Der Buchwert der Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Siemens-Konzern (Restlaufzeit
> ein Jahr), die das Geschäft von Siemens Healthineers in den USA betreffen, beläuft
sich zum 31. März 2018 auf 3.475 Mio. € (30. September 2017: 5.052 Mio. €), während
sich die beizulegenden Zeitwerte, welche auf Preisen von Preis-Service-Agenturen zum
jeweiligen Periodenende basieren (Stufe 2), zum 31. März 2018 auf 3.207 Mio. € (30.
September 2017: 4.883 Mio. €) belaufen. Der Rückgang ist vor allem auf die Rückzahlung
von US-Dollar-Darlehen zurückzuführen, die durch den Siemens-Konzern gewährt wurden.
Für weitere Informationen siehe Ziffer 10 -Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen. Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen langfristigen Darlehen (Restlaufzeit > ein
Jahr), die Siemens Healthineers durch den Siemens-Konzern gewährt wurden, entsprechen
annähernd den Buchwerten, da die Zinssätze annähernd den Marktzinssätzen entsprechen. Für weitere Informationen zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten siehe Note 19 - Financial instruments and hedging activities
in den Kombinierten Abschlüssen für die am 30. September 2017, 30. September 2016
und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre. Ziffer 8 - Segmentinformationenscroll
scroll
scroll
1)
Siemens Healthineers: Gewinn vor Ertragsteuern Die Rechnungslegungs- und die Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen jenen
in Note 23 - Segment information der Kombinierten Abschlüsse für die am 30. September
2017, 30. September 2016 und 30. September 2015 endenden Geschäftsjahre. In den Umsatzerlösen von Siemens Healthineers der sechs Monate bis 31. März 2018 sind
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen in Höhe von 70 Mio. € enthalten (sechs Monate bis
31. März 2017: 74 Mio. €). In allen Segmenten stammen die Umsatzerlöse überwiegend aus Leistungsverpflichtungen,
die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden, insbesondere aus dem Verkauf von
Produkten. Dies beinhaltet auch den Verkauf von Verbrauchsmaterialien und Reagenzien
im Segment Diagnostics. Leistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Wartungsverträgen für verkaufte Produkte
werden grundsätzlich über einen bestimmten Zeitraum erfüllt, wobei die Umsatzerlöse
linear erfasst werden. Überleitung KonzernabschlussErgebnisscroll
In den sechs Monaten bis 31. März 2018 sind in der Position Konzern-Treasury Zinsaufwendungen
in Höhe von 90 Mio. € enthalten (sechs Monate bis 31. März 2017: 125 Mio. €), die
in Zusammenhang mit Darlehen des Siemens-Konzerns stehen. Vermögenscroll
Free Cash Flowscroll
1)
ohne Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Ziffer 9 - Informationen nach RegionenIn der nachfolgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse nach dem Standort der Kunden
aufgeschlüsselt: scroll
Ziffer 10 - Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenSiemens Healthineers unterhält Geschäftsbeziehungen mit dem Siemens-Konzern sowie
mit assoziierten Unternehmen sowohl des Siemens-Konzerns als auch von Siemens Healthineers.
Der Siemens-Konzern ist nahestehend, da die Siemens AG Siemens Healthineers beherrscht. Transaktionen mit dem Siemens-KonzernIn der nachfolgenden Tabelle werden erbrachte Lieferungen und Leistungen und sonstige
Erträge sowie empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen aus
Transaktionen mit dem Siemens-Konzern in den sechs Monaten bis 31. März 2018 und 2017
dargestellt: scroll
Erbrachte und empfangene Lieferungen und LeistungenZwischen Siemens Healthineers und dem Siemens-Konzern bestehen Liefer- und Leistungsverträge.
Siemens Healthineers bezieht fallweise Güter und Dienstleistungen des Siemens-Konzerns
bzw. erbringt fallweise Lieferungen und Leistungen an den Siemens-Konzern. Sonstige AufwendungenIn den sechs Monaten bis 31. März 2018 hat Siemens Healthineers Unterstützungsleistungen
des Siemens-Konzerns für zentrale Konzerndienstleistungen wie Steuern und Recht, IT,
Unternehmenskommunikation, Personal, Rechnungswesen, Finanzdienstleistungen und Treasury
in einem Umfang von 259 Mio. € bezogen (sechs Monate bis 31. März 2017: 239 Mio. €). Siemens Healthineers hat eine Reihe von standardisierten übergangsweisen Serviceverträgen
und weitgehend standardisierten langfristigen Serviceverträgen abgeschlossen, nach
denen Unternehmen des Siemens-Konzerns Dienstleistungen für Unternehmen von Siemens
Healthineers erbringen. Für bestimmte Dienstleistungen haben die Siemens AG und Siemens
Healthineers dabei ein verpflichtendes Mindestvolumen vereinbart, das auf dem erwarteten
Umfang an benötigten Dienstleistungen basiert. Zum 31. März 2018 beträgt die daraus
resultierende Verpflichtung 451 Mio. €. IPO-KostenAm 22. Dezember 2017 haben die Siemens AG und die Siemens Healthcare GmbH, als Holdinggesellschaft
für wesentliche Teile von Siemens Healthineers zu diesem Zeitpunkt, eine Vereinbarung
geschlossen, wonach die Siemens AG bestimmte Dienstleistungen erbringt, um Siemens
Healthineers bei den Vorbereitungen des Börsengangs zu unterstützen. Als Gegenleistung
für die Erbringung der betreffenden Dienstleistungen zahlt die Siemens Healthcare
GmbH eine angemessene Vergütung an die Siemens AG, welche insbesondere die an Dritte
(wie zum Beispiel Konsortialbanken, Rechtsberater oder Wirtschaftsprüfer) zu zahlenden
Honorare sowie sonstige Kosten umfasst, die im Zusammenhang mit dem Börsengang anfallen. In den sechs Monaten bis 31. März 2018 sind Aufwendungen in Höhe von 94 Mio. € in
Bezug auf den IPO angefallen, wovon 92 Mio. € vom Siemens-Konzern an die Siemens Healthcare
GmbH verrechnet wurden. Die Aufwendungen sind in dem Posten Sonstige betriebliche
Aufwendungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Siemens-KonzernNachfolgend werden die Forderungen und Verbindlichkeiten von Siemens Healthineers
gegenüber dem Siemens-Konzern dargestellt: scroll
Siemens Credit WarehouseIn der Vergangenheit hat Siemens Healthineers an dem Factoring-Programm "Siemens Credit
Warehouse" teilgenommen. Dabei hat Siemens Healthineers Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen inklusive aller relevanten Delkredererisiken an den Siemens-Konzern
übertragen, war aber weiterhin für die Verwaltung der Forderungen verantwortlich.
Aufgrund der geplanten Beendigung der Teilnahme an dem Factoring-Programm wurde die
Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an den Siemens-Konzern
im Dezember 2017 gestoppt. FinanzierungSiemens Healthineers ist in das Cash Pooling und Cash Management des Siemens-Konzerns
eingebunden. Dabei legt Siemens Healthineers überschüssige Liquidität kurzfristig
an bzw. werden Siemens Healthineers Kontokorrentkredite zur Finanzierung der operativen
Geschäftstätigkeit gewährt. Die Finanzierungsvereinbarungen von Siemens Healthineers mit der Siemens AG bestehen
aus einer revolvierenden Mehrwährungskreditlinie bis zu 1,1 Mrd. €, die als kurzfristige
Kreditlinie und zur Finanzierung des Nettoumlaufvermögens dient, sowie einer revolvierenden
Mehrwährungskreditlinie bis zu 1 Mrd. € als Finanzierungsreserve. Darüber hinaus gewährt der Siemens-Konzern Darlehen mit verschiedenen Laufzeiten und
in verschiedenen Währungen. Die bestehenden Darlehen lauten zum 31. März 2018 hauptsächlich
auf US-Dollar, von denen ca. 1,6 Mrd. US$ bis 2023 (30. September 2017: 3,3 Mrd. US$),
ca. 1,7 Mrd. US$ in 2026 (30. September 2017: 1,7 Mrd. US$) und ca. 1,0 Mrd. US$ in
2046 (30. September 2017: 1,0 Mrd. US$) fällig sind. Der Rückgang ist auf die frühzeitige
Rückzahlung mehrerer Darlehen in der Zwischenberichtsperiode zurückzuführen. Im Zusammenhang
mit der rechtlichen Umstrukturierung des Konzerns wurden diese Darlehen zum beizulegenden
Zeitwert am Rückzahlungstag beglichen. Aufgrund von Unterschieden zwischen dem beizulegenden
Zeitwert und Buchwert der betreffenden Darlehen führten diese Geschäftsvorfälle zu
einem Ertrag von 27 Mio. €, der in dem Posten Zinserträge der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesen wird. Sonstige PostenAm 26. November 2014 haben die Siemens AG und die Siemens Healthcare GmbH einen Beherrschungs-
und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der an die Siemens AG für die sechs Monate
bis 31. März 2018 abzuführende Gewinn beträgt 778 Mio. €. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
zwischen der Siemens AG und der Siemens Healthcare GmbH wurde durch eine einvernehmliche
Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung zum 31. März 2018 beendet. Sonstige wesentliche Beziehungen mit dem Siemens-KonzernSicherungsaktivitätenDie Sicherungsaktivitäten (Hedging) von Siemens Healthineers werden überwiegend durch
das Konzern-Treasury der Siemens AG abgewickelt. Die Vergütung hierfür beruht auf
Marktpreisen. Die betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden hauptsächlich
in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Sonstige kurzfristige
finanzielle Verbindlichkeiten der Konzernbilanz ausgewiesen. Sicherheiten, Patronatserklärungen und GarantienIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns hat der Siemens-Konzern in
der Vergangenheit Garantien für oder im Auftrag von Siemens Healthineers ausgestellt.
Die durch die Siemens AG gestellten Garantien belaufen sich zum 31. März 2018 auf
95 Mio. € (30. September 2017: 96 Mio. €), während die durch andere Unternehmen des
Siemens-Konzerns gestellten Garantien 334 Mio. € (30. September 2017: 350 Mio. €)
betragen. Darüber hinaus stellt die Siemens AG Patronatserklärungen zugunsten von Banken und
Versicherungen aus, zum Beispiel im Zusammenhang mit Garantielinien und Kontokorrentkrediten
des Konzerns. Zum 31. März 2018 werden Verpflichtungen in Höhe von 316 Mio. € (30.
September 2017: 298 Mio. €) durch Patronatserklärungen abgesichert. Transaktionen im Zusammenhang mit PensionsplänenIn einigen Ländern, vor allem in Großbritannien und den USA, nimmt Siemens Healthineers
an Pensionsplänen und Versorgungseinrichtungen des Siemens-Konzerns teil. Für weitere
Informationen siehe Note 15 - Provisions for pensions and similar obligations in den
Kombinierten Abschlüssen für die am 30. September 2017, 30. September 2016 und 30.
September 2015 endenden Geschäftsjahre. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte UnternehmenIn den sechs Monaten bis 31. März 2018 hat Siemens Healthineers Güter und Dienstleistungen
von seinen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von insgesamt
34 Mio. € bezogen (sechs Monate bis 31. März 2018: 34 Mio. €). Nahestehende PersonenZum 31. März 2018 wird Siemens Healthineers von der Siemens AG beherrscht. Daher werden
der Vorstand und der Aufsichtsrat der Siemens AG als Managements in Schlüsselpositionen
angesehen. Informationen bezüglich des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens
AG können den von der Siemens AG veröffentlichten Abschlüssen entnommen werden. Vor der formalen Bestellung des aktuellen Vorstands der Siemens Healthineers AG am
1. März 2018 wurde Siemens Healthineers durch die Mitglieder der Geschäftsführung
der Siemens Healthcare GmbH geführt, welche aufgrund ihrer Funktion bei Siemens Healthineers
für das weltweite operative Geschäft von Siemens Healthineers verantwortlich waren
und als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen von Siemens Healthineers
angesehen wurden. Den Mitgliedern des Vorstands des Konzerns wird, neben anderen Mitarbeitern, ein einmaliger
IPO Incentive gewährt. Die Höhe des IPO Incentive ist abhängig vom Erfolg des Börsengangs,
von der Kursentwicklung der Aktie des Unternehmens und der laufenden und künftigen
Performance des Unternehmens. Der IPO Incentive wird als verfallbare Aktienzusage,
in zwei Tranchen mit jeweils einer dreijährigen Sperrfirst gewährt. Des Weiteren umfasst das Management in Schlüsselpositionen den Aufsichtsrat der Siemens
Healthineers AG sowie den Aufsichtsrat der Siemens Healthcare GmbH, welcher die Aufsicht
über die Geschäftsführung der Siemens Healthcare GmbH hatte, bis diese als Vorstand
der Siemens Healthineers AG bestellt wurde. Der Aufsichtsrat der Siemens Healthineers AG besteht aus neun Mitgliedern. Alle Mitglieder
wurden durch die Hauptversammlung bestellt und repräsentieren die Anteilseigner. Entsprechend
den deutschen Regelungen zur unternehmerischen Mitbestimmung ist die Siemens Healthineers
AG nicht verpflichtet einen mitbestimmten Aufsichtsrat einzusetzen, da die Siemens
Healthineers AG weniger als die erforderliche Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt.
Im Einklang mit den deutschen Regelungen zur unternehmerischen Mitbestimmung werden
Mitarbeiter anderer Unternehmen des Konzerns nicht der Siemens Healthineers AG zugerechnet. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Siemens Healthineers AG, die Siemens
Healthcare GmbH, hat einen mitbestimmten Aufsichtsrat mit 16 Mitgliedern (gleich verteilt
zwischen Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer). Weitere InformationenC.1. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanz-berichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. München, 27. April 2018 Siemens Healthineers AG Der Vorstand scroll
C.2 Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Siemens Healthineers AG, München Wir haben den Konzernhalbjahresabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,
Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie dem Anhang zum Konzernhalbjahresabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht
der Siemens Healthineers AG, München, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31.
März 2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie vom IASB verabschiedet und wie
sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzernhalbjahresabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender
Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410: "Review of Interim
Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" vorgenommen.
Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei
kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzernhalbjahresabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie vom IASB verabschiedet und wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernhalbjahresabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie vom IASB verabschiedet und wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der
Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden
sind. München, 27. April 2018 Ernst & Young GmbH scroll
C.3 Hinweise und zukunftsgerichtete AussagenDieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf
und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens Healthineers betreffende
Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können.
Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren",
"beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen"
oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten,
in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen
zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter
zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen
Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens Healthineers-Managements, von denen
zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens Healthineers liegen. Sie unterliegen
daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen
beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder
mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen,
dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht
korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens
Healthineers (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen
abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt
worden sind. Siemens Healthineers übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch
nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen
als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte
- ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind
oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von
Siemens Healthineers sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder
als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen
Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen,
die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder
berichten, können diese anders berechnen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor, bei Abweichungen geht
die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen
und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen
kommen. Internet: siemens-healthineers.com Presse: siemens-healthineers.com/press-room Investor Relations: corporate.siemens-healthineers.com/de/investor-relations Siemens Healthineers AG Henkestr. 127 © Siemens Healthineers AG, 2018 |
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