![]() Siltronic AGMünchenSiltronic Halbjahresfinanzbericht 2017Januar - Juni 2017ZWISCHENBERICHT
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| EUR Mio. | Q2 2017 | Q1 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | 283,1 | 258,0 | 229,6 | 541,1 | 450,1 | |
| Bruttoergebnis | 78,6 | 59,4 | 39,3 | 138,0 | 73,0 | |
| Bruttomarge | % | 27,8 | 23,0 | 17,1 | 25,5 | 16,2 |
| EBITDA | 72,7 | 53,0 | 35,1 | 125,7 | 58,7 | |
| EBITDA-Marge | % | 25,7 | 20,5 | 15,3 | 23,2 | 13,0 |
| EBIT | 43,4 | 23,4 | 6,0 | 66,8 | 0,3 | |
| EBIT-Marge | % | 15,3 | 9,1 | 2,6 | 12,3 | 0,1 |
| Finanzergebnis | - 2,2 | - 2,4 | - 2,4 | - 4,5 | - 6,2 | |
| Ertragsteuern | - 6,0 | - 4,0 | - 2,7 | - 10,0 | - 4,8 | |
| Periodenergebnis | 35,2 | 17,0 | 0,9 | 52,3 | - 10,7 | |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 1,13 | 0,56 | 0,07 | 1,69 | - 0,27 |
| ROCE | % | 24,0 | 12,9 | 3,2 | 18,6 | 0,1 |
| Investitionen und Free-Cashflow | ||||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 25,5 | 19,3 | 22,4 | 44,9 | 42,8 | |
| Free-Cashflow | 41,8 | 31,3 | 0,1 | 73,2 | - 6,6 |
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 | |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | 1.112,5 | 1.056,8 | |
| Eigenkapital | 522,1 | 425,3 | |
| Eigenkapitalquote | % | 46,9 | 40,2 |
| Nettofinanzvermögen | 241,2 | 175,0 | |
| Mitarbeiter (ohne Zeitarbeitnehmer) | 3.679 | 3.757 |
Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium
mit einem Durchmesser bis 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller. Das
Unternehmen verfügt über ein Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Asien, Europa
und den USA. Siliziumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik
und bilden die Basis für Halbleiterchips z. B. in Computern, Smartphones, Navigationssystemen
sowie in vielen anderen Anwendungen. Technologische Führerschaft und ein konsequenter
Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.
Das zweite Quartal 2017 hat sich positiver entwickelt als erwartet. Die Nachfrage
nach unseren Wafern liegt auf unverändert hohem Niveau. Unsere 300 mm- und 200 mm-Produktionen
sind weiterhin voll ausgelastet. Auch die Auslastung im Bereich der Durchmesser von
150 mm und kleiner ist inzwischen nahe der Vollauslastung.
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 ist das Wafervolumen gestiegen. Bei bestehender
Vollauslastung war eine marginale Volumensteigerung aufgrund einer höheren Anzahl
von Kalendertagen und der höheren Auslastung bei kleinen Durchmessern im Vergleich
zum ersten Quartal 2017 möglich.
Nachdem wir bereits im ersten und zweiten Quartal Preiserhöhungen erfolgreich durchsetzen
konnten, haben wir auch für das dritte Quartal weitere Preissteigerungen vereinbart.
Die Auswirkungen der Preiserhöhungen werden sich 2017 sequenziell in unserem Umsatz
widerspiegeln, da Kundenverträge aufgrund bestehender Vertragsstrukturen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten im Verlauf des Geschäftsjahres neu verhandelt werden. Die Preisverhandlungen
zum vierten Quartal laufen derzeit und eine Aussage über mögliche Ergebnisse ist noch
nicht möglich.
Die teilweise signifikante Erhöhung der durchschnittlichen Verkaufspreise bei 300
mm-Wafern im ersten Halbjahr führte noch nicht zum notwendigen Preisanstieg von mindestens
30 Prozent, der einen Kapazitätsausbau unserer Produktion wirtschaftlich rechtfertigen
würde. Wir bewegen uns jedoch eindeutig in die richtige Richtung.
Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr 2017 mit 23 Prozent deutlich über dem Vorjahr
mit 13 Prozent. Im zweiten Quartal 2017 stieg die EBITDA-Marge auf 26 Prozent nach
21 Prozent im Vorquartal und 15 Prozent im zweiten Quartal 2016.
Wie erwartet sind die Belastungen aus Wechselkurseffekten vor allem zur Währungssicherung
im ersten Halbjahr 2017 wesentlich geringer als im Vergleichszeitraum 2016. Circa
zwei Drittel unseres Umsatzes generieren wir in US-Dollar und circa ein Viertel basiert
auf Japanischen Yen. Die aktuelle Abwertung dieser Währungen ist für die Entwicklung
unseres Umsatzes und Bruttoergebnisses negativ. Die bisher erzielten Preiserhöhungen
sind jedoch deutlich positiver als die negativen Einflüsse aus den Währungsbewegungen.
In der Ad-hoc Mitteilung vom 11. Juli hatten wir bereits die Prognose für den Umsatz
2017 auf mindestens EUR 1,12 Mrd. und für die EBITDA-Marge auf mindestens 27 Prozent
erhöht.
Siltronic hat im ersten Halbjahr 2017 einen deutlich positiven Free-Cashflow von EUR
73 Mio. erwirtschaftet. Der ROCE lag mit 19 Prozent deutlich über den Kapitalkosten.
Die Siltronic-Aktie hat sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt. Am 30. Juni 2017
lag der Xetra-Schlusskurs bei EUR 74,17. Damit konnte er 69 Prozent seit dem 31. Dezember
2016 (EUR 44,03) zulegen. Die Marktkapitalisierung der Siltronic AG betrug Ende Juni
knapp EUR 2,2 Mrd. Im Laufe des Juli ist der Kurs auf über EUR 80 angestiegen.
Das Handelsvolumen im Xetra-Handelssystem lag im Zeitraum Januar bis Juni 2017 mit
durchschnittlich 149.909 gehandelten Siltronic-Aktien pro Tag auf einem guten Niveau.
Aktuell liegt der Streubesitz der Siltronic-Aktie bei 69,2 Prozent. Die Wacker Chemie
AG ist mit 30,8 Prozent stärkster Einzelaktionär. Gemäß vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen
zum 30. Juni 2017 halten Fidelity Research & Management, USA, 10 Prozent, Coltrane
Asset Management, USA, 4,76 Prozent, MainFirst SICAV, Luxemburg, 4,42 Prozent und
der Staat Norwegen 3,89 Prozent.
Derzeit erfolgt die Coverage der Siltronic-Aktie durch sechs Analysten renommierter
internationaler Banken. Anfang Juli 2017 lag das durchschnittliche Kursziel bei EUR
75,83 und es gab drei Kauf- und drei Halteempfehlungen.
Aktuelle Informationen zu Investor Relations-Veröffentlichungen, Stimmrechtsmitteilungen
und Analystenschätzungen sind auf der Webseite unter www.siltronic.com zu finden.


Einen detaillierten Überblick über die Geschäftstätigkeit, die Ziele und die Strategie
der Siltronic AG liefert der Geschäftsbericht 2016. Die dort getroffenen Aussagen
haben nach wie vor Gültigkeit. Im ersten Halbjahr 2017 gab es keine maßgeblichen Änderungen.
Die Entwicklung der für die Konzernsteuerung bedeutenden finanziellen Steuerungsgrößen
im ersten Halbjahr 2017 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| EUR Mio. | H1 2017 | H1 2016 | GJ 2016 |
| EBITDA-Marge in % | 23,2 | 13,0 | 15,6 |
| Free-Cashflow | 73,2 | - 6,6 | 19,0 |
| ROCE in % | 18,6 | 0,1 | 3,7 |
| Umsatz | 541,1 | 450,1 | 933,4 |
| Investitionen | 44,9 | 42,8 | 88,8 |
| Nettofinanzvermögen | 241,2 | 150,9 | 175,0 |
Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich der Ausblick für
die globale Wirtschaft in letzter Zeit verbessert. Insbesondere sind viele entwickelte
Wirtschaftsräume etwas stärker gewachsen als erwartet. Die Wachstumsprognose für das
weltweite Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr wurde von 3,4 Prozent auf 3,5 Prozent
erhöht (2016: 3,1 Prozent). Dennoch bestehen weiter Risiken, etwa durch geopolitische
Entwicklungen und die Folgen möglicher neuer Handelsbarrieren.
Das BIP im Euroraum lag im ersten Quartal 2017 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert
und stieg damit etwas schneller als im Vorquartal (1,8 Prozent). Trotz des anhaltend
günstigen Ölpreises und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist
die Entwicklung des Wirtschaftsraums weiter durch die nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit
und die Schuldenkrise in einigen Staaten belastet.
Der Wechselkurs des Euro gegenüber anderen Währungen ist in der ersten Jahreshälfte
2017 gestiegen: Gegenüber dem US-Dollar hat sich der Euro im bisherigen Jahresverlauf
von dem Tiefpunkt im Dezember 2016 erholt und notierte - nach einem schwächeren ersten
Quartal - zuletzt wieder über dem Vorjahresmittel. Der Wert des Euro zum Japanischen
Yen ist ebenfalls gestiegen und lag im ersten Halbjahr 2017 leicht über dem Vorjahresdurchschnitt.
Das Wirtschaftswachstum in den USA legte zu Beginn des Jahres 2017 leicht zu und war
im ersten Quartal 2017 mit 2,0 Prozent etwas stärker als 2016 (1,6 Prozent, jeweils
ggü. Vorjahr). Die USA profitieren - wie auch Japan - von anhaltend niedriger Arbeitslosigkeit.
Das Bruttoinlandsprodukt in Japan lag im ersten Quartal 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Entwicklung ist weiter verhalten, aber dennoch etwas besser als im Kalenderjahr
2016 (0,9 Prozent).
Das Bruttoinlandsprodukt in China wuchs um 6,9 Prozent (Q1 im Jahresvergleich) und
damit etwas stärker als im Vorjahresmittel (2016: 6,7 Prozent).
Der Markt für Halbleiterbauteile hat im bisherigen Jahresverlauf deutliche Zuwächse
erfahren. Nach Daten der WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) war der weltweite
Umsatz bis Mai aufgrund von Mengen- und Preissteigerungen um etwa 20 Prozent höher
als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.
Die Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie war im ersten Halbjahr
2017 weiter hoch. Das Marktvolumen - gemessen an der weltweit verkauften Fläche -
lag im ersten Quartal nach Angaben des Branchenverbands SEMI um 3,4 Prozent über dem
Vorquartal. Im zweiten Quartal stiegen die nachgefragten Mengen weiter an.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook April 2017)
WSTS Blue Book (29. Juni 2017)
SEMI Silicon Manufacturer's Group (Pressemitteilung 16. Mai 2017)
Das erste Halbjahr 2017 entwickelte sich besser als erwartet.
Nachdem sich der Umsatz bereits im ersten Quartal 2017 sehr positiv entwickelt hatte,
zeigte sich auch im zweiten Quartal ein besser als prognostizierter Umsatz. Dieser
lag im ersten Halbjahr 2017 mit EUR 541,1 Mio. deutlich über dem Vorjahreszeitraum.
Wir konnten aufgrund der Vollauslastung in den 300 mm- und 200 mm-Produktionen die
Preise für unsere Wafer sowohl im ersten wie auch im zweiten Quartal erhöhen. Für
das dritte Quartal 2017 konnten wir weitere Preissteigerungen verhandeln.
Unsere Kostensparprogramme verfolgen wir kontinuierlich weiter, um unsere Wettbewerbsposition
nachhaltig zu stärken.
Unsere Herstellungskosten je Waferfläche sind gesunken. Das Bruttoergebnis lag fast
doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2016.
Wir konnten auch das EBITDA mehr als verdoppeln. Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr
bei gut 23 Prozent.
Unsere Investitionen, hauptsächlich in die Erneuerung von Kristallziehanlagen sowie
die fortschreitende Automatisierung unserer Produktion, lagen mit rund EUR 45 Mio.
in den ersten sechs Monaten des Jahres im Plan.
Das Eigenkapital zum 30. Juni 2017 ist vor allem aufgrund des Halbjahresgewinns von
EUR 52 Mio. und höherer Diskontierungssätze bei den Pensionsrückstellungen gestiegen.
Die Eigenkapitalquote lag bei 46,9 Prozent.
Insgesamt ist der Vorstand mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 sehr
zufrieden.
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Umsatzerlöse | 283,1 | 229,6 | 53,5 | 23,3 | 541,1 | 450,1 |
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Umsatzerlöse | 91,0 | 20,2 |
Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017 war sehr erfreulich. Sowohl Umsatz als
auch Ergebnis haben sich besser entwickelt als zuvor prognostiziert.
Die Umsatzerlöse sind im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20
Prozent gestiegen. Dies ist auf deutlich höhere Durchschnittspreise und eine gestiegene
Waferfläche zurückzuführen. Der Umsatz im zweiten Quartal 2017 lag 10 Prozent über
dem ersten Quartal 2017.
Die Entwicklung des Euro-Wechselkurses gegenüber dem US-Dollar, der wichtigsten Fremdwährung
der Siltronic, hatte ebenfalls einen leicht positiven Effekt. Der US-Dollar lag im
ersten Halbjahr 2017 im Durchschnitt bei 1,08 und war damit 4 Prozent stärker als
im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damals notierte der US-Dollar im Durchschnitt
bei 1,12.
Im zweiten Quartal 2017 notierte der US-Dollar gegenüber dem Euro mit 1,10 im Durchschnitt
4 Prozent schwächer als im ersten Quartal mit 1,06. Dies hat die Umsatzentwicklung
im Quartalsvergleich etwas gedämpft.
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Herstellungskosten | 204,5 | 190,3 | 14,2 | 7,5 | 403,1 | 377,1 |
| Bruttoergebnis | 78,6 | 39,3 | 39,3 | 100,0 | 138,0 | 73,0 |
| Bruttomarge in % | 27,8 | 17,1 | 25,5 | 16,2 | ||
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Herstellungskosten | 26,0 | 6,9 |
| Bruttoergebnis | 65,0 | 89,0 |
| Bruttomarge in % | ||
Die absolute Zunahme der Herstellungskosten um EUR 26,0 Mio. im Halbjahresvergleich
resultiert vor allem aus der größeren Absatzfläche. Die Herstellungskosten je Waferfläche
sinken jedoch aufgrund unserer erfolgreichen Kostensenkungsprogramme.
Das Bruttoergebnis lag mit EUR 138,0 Mio. fast doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr
2016. Die Bruttomarge ist von 16,2 Prozent auf 25,5 Prozent gestiegen.
Gegenüber dem ersten Quartal 2017 hat sich das Bruttoergebnis um EUR 19,2 Mio. oder
32 Prozent verbessert. Die Bruttomarge hat sich von 23,0 Prozent im ersten Quartal
2017 auf 27,8 Prozent im zweiten Quartal erhöht.
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Vertriebskosten | 9,7 | 8,6 | 1,1 | 12,8 | 18,0 | 16,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) | 16,7 | 16,4 | 0,3 | 1,8 | 33,6 | 32,7 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 6,2 | 5,5 | 0,7 | 12,7 | 12,2 | 11,0 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 32,6 | 30,5 | 2,1 | 6,9 | 63,8 | 60,3 |
| in % vom Umsatz | 11,5 | 13,3 | 11,8 | 13,4 | ||
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Vertriebskosten | 1,4 | 8,4 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) | 0,9 | 2,8 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1,2 | 10,9 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 3,5 | 5,8 |
| in % vom Umsatz | ||
Die Zunahme der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung gegenüber dem ersten
Halbjahr 2016 ist in erster Linie durch erhöhte ergebnisabhängige Personalaufwendungen
verursacht.
Der prozentuale Anteil von Vertriebs-, F&E- und allgemeinen Verwaltungskosten im Verhältnis
zum Umsatz ist aufgrund des höheren Umsatzes von 13,4 Prozent auf 11,8 Prozent gesunken.
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16,8 | 11,9 | 4,9 | 41,2 | 31,7 | 28,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 19,4 | - 14,7 | - 4,7 | 32,0 | - 39,1 | - 40,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | - 2,6 | - 2,8 | 0,2 | -7,1 | - 7,4 | - 12,4 |
| davon | ||||||
| Wechselkurseffekte | -2,7 | -2,7 | 0,0 | - 7,2 | - 12,4 | |
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,3 | 11,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1,7 | - 4,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | 5,0 | - 40,3 |
| davon | ||
| Wechselkurseffekte | 5,2 | |
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist von Wechselkursgewinnen
und -verlusten, insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung, geprägt. Diese Währungssicherungen
betreffen den US-Dollar und den Japanischen Yen.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen war mit EUR - 7,4
Mio. deutlich niedriger als im ersten Halbjahr 2016 (EUR - 12,4 Mio.).
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| EBIT | 43,4 | 6,0 | 37,4 | >100 | 66,8 | 0,3 |
| EBIT-Marge in % | 15,3 | 2,6 | 12,3 | 0,1 | ||
| Abschreibung und Wertminderung abzgl. Zuschreibungen | 29,3 | 29,1 | 0,2 | 0,7 | 58,9 | 58,4 |
| EBITDA | 72,7 | 35,1 | 37,6 | >100 | 125,7 | 58,7 |
| EBITDA-Marge in % | 25,7 | 15,3 | 23,2 | 13,0 | ||
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| EBIT | 66,5 | >100 |
| EBIT-Marge in % | ||
| Abschreibung und Wertminderung abzgl. Zuschreibungen | 0,5 | 0,9 |
| EBITDA | 67,0 | >100 |
| EBITDA-Marge in % | ||
Das EBIT hat sich im Zeitraum Januar bis Juni 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum
2016 um EUR 66,5 Mio. verbessert. Die EBIT-Marge lag bei 12,3 Prozent gegenüber 0,1
Prozent im ersten Halbjahr 2016.
Im ersten Quartal 2017 wurde ein EBIT von EUR 23,4 Mio. ausgewiesen, im zweiten Quartal
sind EUR 43,4 Mio. erzielt worden.
Das EBITDA hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 auf EUR 125,7 Mio. mehr als
verdoppelt. Die EBITDA-Marge ist von 13,0 Prozent auf 23,2 Prozent gestiegen.
Das EBITDA lag im ersten Quartal 2017 bei EUR 53,0 Mio. und im zweiten Quartal bei
EUR 72,7 Mio. Die EBITDA-Marge kam auf 20,5 Prozent im ersten Quartal und auf 25,7
Prozent im zweiten Quartal.
| Veränderung | ||||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Zinserträge | 0,5 | 0,4 | 0,1 | 25,0 | 0,9 | 0,7 |
| Zinsaufwendungen | - 0,4 | - 0,4 | 0,0 | 0,0 | - 0,7 | - 2,3 |
| Übriges Finanzergebnis | - 2,3 | - 2,4 | 0,1 | - 4,2 | - 4,7 | - 4,6 |
| Finanzergebnis | - 2,2 | - 2,4 | 0,2 | - 8,3 | - 4,5 | - 6,2 |
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Zinserträge | 0,2 | 28,6 |
| Zinsaufwendungen | 1,6 | - 69,6 |
| Übriges Finanzergebnis | - 0,1 | 2,2 |
| Finanzergebnis | 1,7 | - 27,4 |
Der Rückgang der Zinsaufwendungen im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
ist auf geringere Zinseffekte für Währungssicherungen zurückzuführen.
Das übrige Finanzergebnis enthält im Wesentlichen die Effekte aus der Veränderung
der Rückstellungen für Pensionen.
| Veränderung | Veränderung | |||||
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | Betrag | % | H1 2017 | H1 2016 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 41,2 | 3,6 | 37,6 | >100 | 62,3 | - 5,9 |
| Aufwand für Ertragsteuern | - 6,0 | - 2,7 | - 3,3 | >100 | - 10,0 | - 4,8 |
| Periodenergebnis | 35,2 | 0,9 | 34,3 | >100 | 52,3 | - 10,7 |
| Steuerquote in % | 15 | 16 | ||||
| Veränderung | ||
| EUR Mio. | Betrag | % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 68,2 | - |
| Aufwand für Ertragsteuern | - 5,2 | >100 |
| Periodenergebnis | 63,0 | - |
| Steuerquote in % | ||
Effektive Steuern sind bei der Siltronic Singapore Pte. in Singapur, in den USA bei
der Siltronic Corp. und in Deutschland bei der Siltronic AG angefallen.
Die Behandlung latenter Steuern erfolgte unverändert zum Bilanzstichtag 31. Dezember
2016.
Der Gewinn des ersten Halbjahres 2017 betrug EUR 52,3 Mio. Dies ist auf Preiserhöhungen,
den gestiegenen Flächenabsatz und einen Rückgang der Herstellungskosten je Waferfläche
zurückzuführen.
Das Ergebnis je Aktie belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf EUR 1,69 (Vorjahr: EUR
- 0,27). Im zweiten Quartal 2017 lag das Ergebnis je Aktie bei EUR 1,13 nach EUR 0,56
im ersten Quartal.
Der sehr starke Free-Cashflow hat den Bestand an liquiden Mitteln und die Festgelder
erhöht. Die Bilanzsumme ist somit zum 30. Juni 2017 auf EUR 1.112,5 Mio. gestiegen.
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 24,7 | 26,4 | - 1,7 |
| Sachanlagen | 498,1 | 519,8 | - 21,7 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8,6 | 7,9 | 0,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 531,4 | 554,1 | - 22,7 |
Der Rückgang der Sachanlagen im Vergleich zum 31. Dezember 2016 resultiert überwiegend
aus höheren planmäßigen Abschreibungen im Vergleich zu Zugängen im Berichtszeitraum.
Die Investitionen in Sachanlagen und langfristige immaterielle Vermögenswerte betrugen
im ersten Halbjahr 2017 EUR 44,9 Mio.
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
| Vorräte | 139,9 | 140,9 | - 1,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 131,0 | 118,2 | 12,8 |
| Sonstige Vermögenswerte | 29,2 | 28,2 | 1,0 |
| Liquide Mittel und Festgelder | 281,0 | 215,4 | 65,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 581,1 | 502,7 | 78,4 |
Der im Vergleich zum vierten Quartal 2016 höhere Umsatz hatte steigende Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2017 zur Folge.
Der Free-Cashflow, der im ersten Halbjahr generiert wurde, führte zu einem Anstieg
der liquiden Mittel und Festgeldanlagen.
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
| Eigenkapital | 522,1 | 425,3 | 96,8 |
| Pensionsrückstellungen | 345,1 | 395,1 | - 50,0 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 39,8 | 40,4 | - 0,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 54,4 | 44,4 | 10,0 |
| Langfristige Schulden | 439,3 | 479,9 | - 40,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79,2 | 81,6 | - 2,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 71,9 | 70,0 | 1,9 |
| Kurzfristige Schulden | 151,1 | 151,6 | - 0,5 |
Die Erhöhung des Eigenkapitals um EUR 96,8 Mio. ist vor allem auf den Halbjahresgewinn
von EUR 51,8 Mio. und auf höhere Diskontierungszinssätze bei Pensionsrückstellungen
zurückzuführen.
Die langfristigen Schulden sind zum 30. Juni 2017 auf EUR 439,3 Mio. gesunken. Dies
entspricht rund 39 Prozent der Bilanzsumme.
Höhere Zinssätze bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen führten zu einem Rückgang
der langfristigen Schulden. Zum 30. Juni 2017 wurde die Pensionsrückstellung in Deutschland
mit 2,19 Prozent verglichen mit 1,94 Prozent zum 31. Dezember 2016 abgezinst. In den
USA hat sich der Zinssatz für Pensionen von 3,92 Prozent Ende Dezember 2016 auf 3,65
Prozent Ende Juni 2017 verringert.
| EUR Mio. | H1 2017 | H1 2016 | Veränderung |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 114,4 | 45,9 | 68,5 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 41,2 | - 52,5 | 11,3 |
| Free-Cashflow | 73,2 | - 6,6 | 79,8 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 41,2 | - 52,5 | 11,3 |
| Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf von Festgeldern | - 44,6 | - 12,6 | - 32,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 85,8 | - 65,1 | - 20,7 |
Aufgrund des starken Periodenergebnisses lag der Free-Cash-flow im ersten Halbjahr
2017 bei EUR 73,2 Mio.
Im Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sind Kundenanzahlungen in Höhe von
EUR 14,8 Mio. enthalten. Im zweiten Halbjahr werden weitere Anzahlungen folgen. Die
verhandelten Anzahlungen für das Gesamtjahr 2017 belaufen sich auf rund USD 20 Mio.
Diese Anzahlungen werden für notwendige Investitionen in Produktionsanlagen für leading
edge-Technologie verwendet. Sie dienen der Optimierung des Produktmix und stellen
keine Erhöhung der Gesamtkapazität dar.
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen
von EUR 41,2 Mio. betreffen hauptsächlich den Austausch alter gegen state-of-the-art
Kristallziehanlagen in Freiberg sowie die weitere Automatisierung der Produktion.
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | - 39,8 | - 40,4 | 0,6 |
| Liquide Mittel | 160,9 | 136,4 | 24,5 |
| Festgelder | 120,1 | 79,0 | 41,1 |
| Nettofinanzvermögen | 241,2 | 175,0 | 66,2 |
Aufgrund des Free-Cashflows lag das Nettofinanzvermögen zum 30. Juni 2017 bei EUR
241,2 Mio. Mit EUR 160,9 Mio. entfällt der größte Teil auf die liquiden Mittel.
Im ersten Halbjahr 2017 betrug der ROCE 18,6 Prozent gegenüber 0,1 Prozent in den
ersten sechs Monaten 2016. Treibender Faktor war das EBIT. Das leicht gesunkene Capital
Employed hatte keine nennenswerte Auswirkung auf den ROCE.
Wir haben im Geschäftsbericht 2016 die wesentlichen Risiken in unserem Risikobericht
(68 bis 79) dargestellt. Im ersten Halbjahr 2017 haben wir keine wesentlichen Risikoänderungen
identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind
derzeit nicht bekannt.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen |
|||||
| Risiko | Gering | Möglich | Hoch | Veränderung ggü. Q1 20171) |
Niedrig | Mittel |
| Gesamtumfeld | ||||||
| Konjunktureller Abschwung | • | → | ||||
| Externe Risiken | • | → | • | |||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||||||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → | ||||
| Anpassung Produktionsanlagen | • | → | • | |||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | • | → | • | |||
| Produktentwicklungsrisiken | • | → | • | |||
| Beschaffungsmarktrisiken | ||||||
| Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen | • | → | • | |||
| Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen | • | → | • | |||
| Produktions- und Produkthaftungsrisiken | ||||||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | • | → | • | |||
| Effizienz- und Produktionskostenziele | • | → | • | |||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||||||
| Allgemeine rechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Umweltrechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Regulatorische Risiken | • | → | • | |||
| Sicherheit der IT und Daten | • | → | • | |||
| Personalrisiken | • | → | • | |||
| Pensionsrisiken | • | → | • | |||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | • | → | • | |||
| Kreditrisiko Kunden | • | → | • | |||
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | → | ||||
| Liquiditätsrisiko | • | → | • | |||
| Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen |
||
| Risiko | Groß | Veränderung ggü. Q1 20171 |
| Gesamtumfeld | ||
| Konjunktureller Abschwung | • | → |
| Externe Risiken | → | |
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → |
| Anpassung Produktionsanlagen | → | |
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | → | |
| Produktentwicklungsrisiken | → | |
| Beschaffungsmarktrisiken | ||
| Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen | → | |
| Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen | → | |
| Produktions- und Produkthaftungsrisiken | ||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | → | |
| Effizienz- und Produktionskostenziele | → | |
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||
| Allgemeine rechtliche Risiken | → | |
| Umweltrechtliche Risiken | → | |
| Regulatorische Risiken | → | |
| Sicherheit der IT und Daten | → | |
| Personalrisiken | → | |
| Pensionsrisiken | → | |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | → | |
| Kreditrisiko Kunden | → | |
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | → |
| Liquiditätsrisiko | → | |
1)
Q1: Quartalsmitteilung Q1 2017
→ unverändert
↑ erhöht
↓ verringert
Der Internationale Wahrungsfonds (IWF) hat kürzlich seine Prognose von +3,5 Prozent
Steigerung des weltweiten BIP im Jahr 2017 bestätigt. Die aktuelle Erwartung liegt
damit etwas über dem Vorjahreswert (2016: +3,1 Prozent), aber unter historischen Werten
- insbesondere für die Industrienationen. Der IWF-Ausblick basiert auf der besseren
Entwicklung im ersten Quartal 2017, die den aktuellen zyklischen Aufschwung widerspiegelt.
Das Wirtschaftswachstum im Euroraum soll sich 2017 auf + 1,9 Prozent beschleunigen,
und wird damit leicht über dem Vorjahresniveau erwartet (+1,7 Prozent). Die Prognose
für die US Wirtschaft wurde um 0,2 Prozent auf +2,1 Prozent Zuwachs im Jahr 2017 gesenkt,
liegt aber weiter über dem tatsächlichen Wachstum in 2016 (+1,6 Prozent). Für Japan
erwartet der IWF mit +1,3 Prozent eine leichte Beschleunigung gegenüber den Vorjahren
voraus (2016: +1,0 Prozent). Die Vorhersage für BIP Wachstum in China im laufenden
Jahr wurde aufgrund der besseren Entwicklung im ersten Quartal auf +6,7 Prozent erhöht
(2016: +6,7 Prozent).
Für die weltweite Halbleiterindustrie wird im Kalenderjahr 2017 ein deutlicher Zuwachs
vorhergesagt. Die Marktfoschungsfirma IHS Markit Technology hat kürzlich die Prognose
für den weltweiten Umsatz mit siliziumbasierten Halbleiterbauteilen auf +14,5 Prozent
erhöht. Die Nachfrage nach Siliziumwafern - gemessen in Fläche - soll im Jahr 2017
um + 4,9 Prozent wachsen.
Der Ausbau unserer Technologieführerschaft, die Beibehaltung unserer Qualitätsführerschaft
und die Fortsetzung unseres Programms für operative Exzellenz und Kostensenkung ebenso
wie eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows stehen im Fokus unserer Strategie.
Eine detaillierte Beschreibung der strategischen Ziele liefert der Geschäftsbericht
2016 (Q 42 bis 43).
An der im Geschäftsbericht 2016 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2017
sowie der präzisierten Prognose in der Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2017
hält die Siltronic AG grundsätzlich fest.
Im Rahmen einer Ad-hoc Mitteilung haben wir am 11. Juli 2017 unsere Prognose für das
Geschäftsjahr 2017 für den Umsatz sowie die EBITDA-Marge erhöht und wiederholen diese
im vorliegenden Bericht.
Wir erwarten weiterhin, dass der Waferabsatz 2017 gegenüber dem Vorjahr steigen wird.
Im ersten Halbjahr 2017 konnten wir teilweise signifikante Preiserhöhungen bei 300
mm-Wafern und zuletzt auch bei 200 mm-Wafern erzielen. Die Preise für Durchmesser
kleiner 150 mm entwickeln sich aufgrund der sehr guten Produktionsauslastung ebenfalls
positiv. Für das dritte Quartal haben wir weitere Preiserhöhungen verhandelt. Wir
gehen aktuell davon aus, dass unser Umsatz bei mindestens EUR 1,12 Mrd. liegen wird.
Aufgrund der sehr guten Preisentwicklungen erwarten wir, dass die EBITDA-Marge für
das Geschäftsjahr 2017 bei mindestens 27 Prozent liegen wird.
Die Prognose hinsichtlich der relevanten Kennzahlen ist ausführlich im Geschäftsbericht
2016 sowie in der Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2017 dargestellt. Die voraussichtliche
Entwicklung relevanter Kennzahlen ist aus der Tabelle auf Q 14 ersichtlich.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, Juli 2017)
IHS Markit Technology (Application Market Forecast Tool AMFT - World + Regions, 19.
Juli 2017)
IHS Markit Technology (Semiconductor Silicon Demand Forecast Tool, Q2'17 Update)
Der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 lag über unseren Erwartungen. Wir gehen derzeit
weiter von einer starken Wafernachfrage im dritten und vierten Quartal aus.
Wir konnten für das dritte Quartal bereits weitere Preiserhöhungen vereinbaren. Die
Preisverhandlungen für das vierte Quartal stehen noch am Anfang und eine Aussage zu
den Ergebnissen ist derzeit noch nicht möglich.
| Veränderung Juli ggü. April 2017 |
Prognose 28. Juli 2017 |
Prognose 27. April 2017 |
Prognose 14. März 2017 |
|
| EBITDA-Marge | ↑ |
mind. 27 % | mind. 23 % | mind. 20 % |
| ROCE | → | erheblich über dem Vorjahr, deutlich über den Kapitalkosten | erheblich über dem Vorjahr, deutlich über den Kapitalkosten | erheblich über dem Vorjahr, in etwa im Bereich der Kapitalkosten |
| Free-Cashflow | → | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 |
| Konzernumsatz | ↑ | mind. EUR 1,12 Mrd. | mind. EUR 1,06 Mrd. | mind. EUR 1 Mrd. |
| F&E | → | weiterhin circa 7 % vom Umsatz | weiterhin circa 7 % vom Umsatz | weiterhin circa 7 % vom Umsatz |
| Kostenpositionen | → | Einsparpotenzial von rund EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. | Einsparpotenzial von rund EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. | Einsparpotenzial von rund EUR 20 Mio. bis EUR 25 Mio. |
| Aufwand aus Maßnahmen zur Währungssicherung | → | rund EUR 10 Mio. | rund EUR 10 Mio. | rund EUR 10 Mio. |
| Abschreibungen | → | auf dem Niveau von 2016 | auf dem Niveau von 2016 | auf dem Niveau von 2016 |
| Steuerquote | → | 20 % oder etwas niedriger | 20 % oder etwas niedriger | 20 % bis 25 % |
| Finanzergebnis | → | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand |
| Investitionen | → | rund EUR 100 Mio. | rund EUR 100 Mio. | rund EUR 100 Mio. |
| Ergebnis je Aktie | → | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 |
→ unverändert
↑ erhöht
↓ verringert
Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode zum 30. Juni 2017 sind bis
zum Aufstellungszeitpunkt dieses Zwischenberichts nicht eingetreten.
München, den 28. Juli 2017
Der Vorstand der Siltronic AG
| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
| (CEO) | (CFO) |
| EUR Mio. | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Umsatzerlöse | 283,1 | 229,6 | 541,1 | 450,1 |
| Herstellungskosten | - 204,5 | - 190,3 | - 403,1 | - 377,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 78,6 | 39,3 | 138,0 | 73,0 |
| Vertriebskosten | - 9,7 | - 8,6 | - 18,0 | - 16,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 16,7 | - 16,4 | - 33,6 | - 32,7 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 6,2 | - 5,5 | - 12,2 | - 11,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16,8 | 11,9 | 31,7 | 28,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 19,4 | - 14,7 | - 39,1 | - 40,8 |
| Betriebsergebnis | 43,4 | 6,0 | 66,8 | 0,3 |
| Zinserträge | 0,5 | 0,4 | 0,9 | 0,7 |
| Zinsaufwendungen | - 0,4 | - 0,4 | - 0,7 | - 2,3 |
| Übriges Finanzergebnis | - 2,3 | - 2,4 | - 4,7 | - 4,6 |
| Finanzergebnis | - 2,2 | - 2,4 | - 4,5 | - 6,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 41,2 | 3,6 | 62,3 | - 5,9 |
| Ertragsteuern | - 6,0 | - 2,7 | - 10,0 | - 4,8 |
| Periodenergebnis | 35,2 | 0,9 | 52,3 | - 10,7 |
| davon | ||||
| auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 34,0 | 2,1 | 50,6 | - 8,2 |
| auf andere Gesellschafter entfallend | 1,2 | -1,2 | 1,7 | -2,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert / verwässert) | 1,13 | 0,07 | 1,69 | - 0,27 |
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 30.06.2016 | 31.12.2016 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 24,7 | 28,3 | 26,4 |
| Sachanlagen | 498,1 | 536,6 | 519,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2,7 | 1,0 | 1,9 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 0,1 | - |
| Aktive latente Steuern | 5,9 | 5,8 | 6,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 531,4 | 571,8 | 554,1 |
| Vorräte | 139,9 | 145,1 | 140,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 131,0 | 105,1 | 118,2 |
| Festgelder | 120,1 | 53,3 | 79,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13,5 | 8,1 | 16,8 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 15,3 | 15,0 | 11,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,4 | 0,6 | 0,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 160,9 | 138,0 | 136,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 581,1 | 465,2 | 502,7 |
| Summe Aktiva | 1.112,5 | 1.037,0 | 1.056,8 |
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 30.06.2016 | 31.12.2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 120,0 | 120,0 | 120,0 |
| Kapitalrücklage | 974,6 | 997,3 | 974,6 |
| Gewinnrücklagen, Konzernergebnis | - 404,4 | - 497,9 | - 455,0 |
| Übrige Eigenkapitalposten | - 163,3 | - 289,9 | - 207,7 |
| Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital | 526,9 | 329,5 | 431,9 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital | - 4,8 | - 5,9 | - 6,6 |
| Eigenkapital | 522,1 | 323,6 | 425,3 |
| Pensionsrückstellungen | 345,1 | 472,7 | 395,1 |
| Andere Rückstellungen | 38,6 | 33,5 | 36,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 0,4 | - | - |
| Passive latente Steuern | 2,5 | 2,6 | 2,5 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 39,8 | 40,4 | 40,4 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 2,4 | 1,2 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12,9 | 16,3 | 3,9 |
| Langfristige Schulden | 439,3 | 567,9 | 479,9 |
| Andere Rückstellungen | 6,5 | 4,5 | 7,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 10,1 | 5,8 | 6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79,2 | 69,8 | 81,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,4 | 16,5 | 9,8 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 53,9 | 48,9 | 45,8 |
| Kurzfristige Schulden | 151,1 | 145,5 | 151,6 |
| Schulden | 590,4 | 713,4 | 631,5 |
| Summe Passiva | 1.112,5 | 1.037,0 | 1.056,8 |
| EUR Mio. | Q2 2017 | H1 2017 | H1 2016 |
| Periodenergebnis | 35,2 | 52,3 | - 10,7 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen | 29,3 | 58,9 | 58,4 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 10,8 | - 8,9 | - 2,5 |
| Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen | 0,3 | 0,8 | 0,4 |
| Zinsergebnis | - 0,2 | - 0,2 | 1,6 |
| Gezahlte Zinsen | 0,0 | 0,0 | - 1,7 |
| Erhaltene Zinsen | 0,5 | 0,8 | 0,7 |
| Steueraufwand | 6,0 | 10,0 | 4,8 |
| Steuerzahlungen | - 5,0 | - 6,5 | - 3,7 |
| Veränderung der Vorräte | 0,6 | - 1,6 | - 0,9 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 11,3 | - 19,4 | - 1,2 |
| Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte | 0,4 | - 6,5 | - 7,2 |
| Veränderung der latenten Steuern | - 0,2 | - 0,2 | 0,3 |
| Veränderung der Rückstellungen | 10,2 | 13,6 | 11,2 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5,6 | 1,4 | 2,6 |
| Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten | 5,0 | 19,9 | - 6,2 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 65,6 | 114,4 | 45,9 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 23,8 | - 41,2 | - 52,5 |
| Erwerb von Festgeldern | - 62,1 | - 93,9 | - 52,6 |
| Einzahlung aus Festgeldern | 26,1 | 49,3 | 40,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 59,8 | - 85,8 | - 65,1 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | - 6,3 | - 4,1 | 2,7 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 0,5 | 24,5 | - 16,5 |
| Stand am Periodenanfang | 161,4 | 136,4 | 154,5 |
| Stand am Periodenende | 160,9 | 160,9 | 138,0 |
| H1 2017 | H1 2016 | |||
| EUR Mio. | vor Steuern |
nach Steuern |
vor Steuern |
nach Steuern |
| Periodenergebnis | 52,3 | - 10,7 | ||
| Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird: Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 41,3 | 44,0 | - 167,2 | - 167,2 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - 6,3 | - 6,3 | 0,7 | 0,7 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) | 16,1 | 12,9 | - 0,4 | - 0,4 |
| davon ergebniswirksam | 2,1 | 1,7 | 12,2 | 12,2 |
| Effekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - 6,1 | - 6,1 | 3,9 | 3,9 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden | 3,7 | 0,5 | 4,2 | 4,2 |
| Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 45,0 | 44,5 | - 163,0 | - 163,0 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 96,8 | - 173,7 | ||
| davon | ||||
| auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 95,0 | - 171,0 | ||
| auf andere Gesellschafter entfallend | 1,8 | - 2,7 | ||
| EUR Mio. | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
Effekte aus Nettoinves- titionen in ausländische Geschäfts- betriebe |
Marktwert- änderung derivativer Finanz- instrumente (Cashflow Hedge) |
Neubewertung von leistungs- orientierten Pensionsplänen |
| Stand 01.01.2016 | 120,0 | 997,3 | - 0,5 | - |
- 13,2 | - 113,4 |
| Periodenergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
- |
0,9 | 3,9 | - 0,4 | - 167,2 |
| Gesamtergebnis | - | - | 0,9 | 3,9 | - 0,4 | - 167,2 |
| Stand 30.06.2016 | 120,0 | 997,3 | 0,4 | 3,9 | - 13,6 | - 280,6 |
| Stand 01.01.2017 | 120,0 | 974,6 | - 0,3 | 1,1 | - 4,6 | - 203,9 |
| Periodenergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
- |
- 6,4 | - 6,1 | 12,9 | 44,0 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 6,4 | - 6,1 | 12,9 | 44,0 |
| Stand 30.06.2017 | 120,0 | 974,6 | - 6,7 | - 5,0 | 8,3 | - 159,9 |
| EUR Mio. | Gewinnrücklagen/ Konzernergebnis |
Summe | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
| Stand 01.01.2016 | - 489,7 | 500,5 | - 3,2 | 497,3 |
| Periodenergebnis | - 8,2 | - 8,2 | - 2,5 | - 10,7 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
- 162,8 | - 0,2 | - 163,0 |
| Gesamtergebnis | - 8,2 | - 171,0 | - 2,7 | - 173,7 |
| Stand 30.06.2016 | - 497,9 | 329,5 | - 5,9 | 323,6 |
| Stand 01.01.2017 | - 455,0 | 431,9 | - 6,6 | 425,3 |
| Periodenergebnis | 50,6 | 50,6 | 1,7 | 52,3 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
44,4 | 0,1 | 44,5 |
| Gesamtergebnis | 50,6 | 95,0 | 1,8 | 96,8 |
| Stand 30.06.2017 | -404,4 | 526,9 | - 4,8 | 522,1 |
Dieser Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") für die sechs Monate zum 30.
Juni 2017 umfasst die Siltronic AG und die Tochtergesellschaften, die zusammen als
Konzern oder Gruppe bezeichnet werden. Bei der Siltronic AG handelt es sich um eine
börsennotierte Gesellschaft, die deutschem Recht unterliegt.
Der Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2017 ist gemäß § 37 w WpHG sowie in
Übereinstimmung mit den Regelungen der International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenabschlüsse (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind, in verkürzter Form aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
die für das Geschäftsjahr 2016 galten, wurden um neue Rechnungslegungsvorschriften
ergänzt, die erstmals im Geschäftsjahr 2017 anzuwenden sind. Ansonsten blieben sie
unverändert. Der Konzernzwischenlagebericht ist unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt worden. Neue Rechnungslegungsvorschriften des Jahres 2017 hatten
keinen wesentlichen Einfluss auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Siltronic.
Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden" erwarten wir, nach dem derzeitigen Stand der Analysen, erweiterte Angaben
im Konzernanhang und darüber hinaus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Siltronic.
Die Siltronic AG ist eine Gesellschaft mit Sitz in München am Hanns-Seidel-Platz 4.
Das Unternehmen ist beim Amtsgericht München unter HRB 150884 geführt.
Die Aufstellung von Zwischenabschlüssen erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen
verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag
Gültigkeit hatten. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und
Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen
zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Steuerermittlung erfolgt analog der Vorgehensweise
zum Geschäftsjahresende durch eine Ermittlung des Steueraufwands zum Zwischenabschlussstichtag.
Das Wahlrecht, nach IAS 34 eine Schätzung vorzunehmen, wird nicht angewandt.
Die Netto-Pensionsverpflichtung ist zu jedem Stichtag neu zu schätzen und der Abzinsungsfaktor
ist zu jedem Stichtag neu zu ermitteln. Zum 30. Juni 2017 wurde zur Ermittlung der
Netto-Pensionsverpflichtung ein Abzinsungsfaktor von 2,19 Prozent im Inland und 3,65
Prozent in den USA verwendet (30. Juni 2016: 1,60 Prozent im Inland und 3,47 Prozent
in den USA). Zum 31. Dezember 2016 belief sich der Rechnungszins auf 1,94 Prozent
im Inland und auf 3,92 Prozent in den USA.
Die Zwischenberichterstattung baut als Informationsinstrument auf dem Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende auf. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten werden im Konzernanhang ausführlich
dargestellt.
Der Konzern hat nur ein Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und den
Verkauf von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite von Eigenschaften
haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch
kann die Siltronic die Forderungen der Kunden nach sehr präzisen technischen Spezifikationen
erfüllen, die bei der Herstellung von Computerchips einschlägig sind. Da in der Waferindustrie
die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der von den Kunden nachgefragten
technischen Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment
tätig.
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die
nachfolgenden Tabellen zeigen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
nach Bewertungskategorien bzw. Hierarchiestufen. Außerdem sind Verbindlichkeiten aufgrund
von Derivaten ausgewiesen, für die "Hedge Accounting" angewendet wird (d. h., eine
bilanzielle Sicherungsbeziehung besteht), obwohl diese in keine Bewertungskategorie
nach IAS 39 fallen.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden, ergibt sich durch Abzinsung, wobei übliche Marktzinssätze verwendet
werden, die entsprechende Risiken und Laufzeiten abbilden. Die Buchwerte der so bilanzierten
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nähern sich den Marktwerten an.
Die sich aus IAS 39 ergebenden Kategorien unterscheiden zwischen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten, die mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solchen,
deren Bewertung sich aus einem Marktwert ergibt (siehe nachfolgende Tabellen). Diese
Kategorien sind ausreichend, um die Klassen nach IFRS 7 abzubilden, die zumindest
eine Trennung der Finanzinstrumente nach Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten
und nach Bewertung zu Marktwerten vorsehen. Bei den in der Tabelle unten gezeigten
derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Finanzinstrumente, die Fremdwährungen
betreffen.
| 30.06.2017 | 31.12.2016 | |||
| EUR Mio. | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 131,0 | 131,0 | 118,2 | 118,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 136,3 | 136,3 | 97,7 | 97,7 |
| Darlehen und Forderungen | 1,4 | 13,7 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | 14,8 | 5,0 | ||
| Festgelder | 120,1 | 79,0 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 160,9 | 160,9 | 136,4 | 136,4 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 39,8 | 39,8 | 40,4 | 40,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79,2 | 79,2 | 81,6 | 81,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,4 | 1,4 | 11,0 | 11,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,8 | 0,6 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | 0,6 | 10,4 | ||
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie
des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value-Hierarchie) zugeordnet. Die Zuordnung gibt
Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande
gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen
anhand von Modellen erfolgt. Hinsichtlich der Definition der Fair Value-Hierarchiestufen
und der zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
sowie deren Bewertung wird auf den Konzernabschluss 2016 verwiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung in die Fair Value-Hierarchie für finanzielle
Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz
bewertet werden:
| 30.06.2017 | ||||
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 3,0 | - | 3,0 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 11,8 | - | 11,8 |
| Summe | - | 14,8 | - | 14,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 0,4 | - | 0,4 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Summe | - | 0,6 | - | 0,6 |
| 31.12.2016 | ||||
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 1,9 | - | 1,9 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 3,1 | - | 3,1 |
| Summe | - | 5,0 | - | 5,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 2,7 | - | 2,7 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 7,7 | - | 7,7 |
| Summe | - | 10,4 | - | 10,4 |
Die Marktwertermittlung in Stufe 1 erfolgt auf Basis notierter, unangepasster Preise
auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte und Schulden. Die in
Stufe 2 eingestuften Finanzinstrumente werden mittels Bewertungsverfahren auf Basis
von Parametern, die entweder direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet
werden, bewertet. Hierzu zählen prinzipiell derivative Finanzinstrumente, innerhalb
und außerhalb von Sicherungsbeziehungen, Ausleihungen und Finanzschulden. In Stufe
3 erfolgt die Marktwertermittlung auf der Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren
Marktdaten zur Verfügung stehen.
Die Siltronic kontrolliert regelmäßig, ob die Finanzinstrumente ordnungsmäßig den
Hierarchiestufen zugeordnet sind. Im Vergleich zum letzten Konzernjahresabschluss
lagen keine Änderungen bei den Bewertungsmethoden vor und es ergaben sich keine nicht
wiederkehrenden Fair Value-Bewertungen. Auch traten keine Umgliederungen bei den Hierarchiestufen
auf.
Aufgrund des wesentlichen Einflusses der Zinssätze, die für die Bestimmung der Rückstellungen
für Pensionen verwendet werden, bewertet der Konzern diese zum Bilanzstichtag neu.
Die versicherungsmathematische Ermittlung zum 30. Juni 2017 wurde mit 2,19 Prozent
für Deutschland gerechnet und 3,65 Prozent für die USA (30. Juni 2016: 1,60 Prozent
für Deutschland und 3,47 Prozent für die USA). Zum 31. Dezember 2016 betrugen die
Zinssätze 1,94 Prozent für Deutschland bzw. 3,92 Prozent für die USA.
Die Ausweispflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (a) mit dem Minderheitsgesellschafter
Wacker Chemie AG (bis 15. März 2017 Mehrheitsgesellschafter) und dessen beherrschendem
Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent
der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG) (b) der Wacker Pensionskasse und (c) mit
den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Die folgenden Beträge sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten und resultieren
aus Geschäftsvorfällen mit der Wacker Chemie AG:
| EUR Mio. | H1 2017 | H1 2016 |
| Umsatzerlöse | 0,4 | 3,5 |
| Bezogene Lieferungen und Leistungen, überwiegend Herstellungskosten | 84,4 | 83,6 |
Die folgende Tabelle zeigt Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen (oder Personen), die in der Bilanz enthalten sind:
| EUR Mio. | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Vorräte | 10,7 | 10,8 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0,0 | 12,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21,6 | 24,9 |
Die Vorräte betreffen Rohstofflieferungen der Wacker Chemie AG.
Die Berechnung von Ertragsteuern erfolgte unverändert zu den Methoden, die zum Jahresende
angewendet wurden, wobei bei der Ermittlung des Steueraufwands auf den Bilanzstichtag
dieses Zwischenabschlusses abgestellt wurde. Die alternative Möglichkeit nach IAS
34, wonach eine Schätzung zugrunde gelegt wird, wurde nicht angewendet.
Die Veränderung der Steuerquote gegenüber dem Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass
im Vorjahr zwei wesentliche Gesellschaften negative Ergebnisse vor Steuern erwirtschaftet
haben, die nicht mit Gewinnen der gewinnträchtigen Gesellschaften verrechnet werden
konnten. Im ersten Halbjahr 2017 hingegen haben alle wesentlichen Gesellschaften einen
Gewinn vor Steuern erzielt.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Konzernunternehmen
ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Unternehmen ihr Geschäft in finanzieller,
wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte
und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital zu historischen Kursen
und Aufwendungen sowie Erträge zum Durchschnittskurs des jeweiligen Quartals umgerechnet.
Die sich gegenüber den Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital
gesondert unter "Übrige Eigenkapitalposten" ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Wechselkurse im Verhältnis zum Euro:
| Stichtagswerte | Durchschnittswerte | |||||
| ISO-Code | 30.06.2017 | 30.06.2016 | 31.12.2016 | Q2 2017 | H1 2017 | |
| US-Dollar | USD | 1,14 | 1,11 | 1,05 | 1,10 | 1,08 |
| Japanischer Yen | JPY | 128 | 114 | 123 | 122 | 122 |
| Singapur-Dollar | SGD | 1,57 | 1,50 | 1,52 | 1,53 | 1,52 |
| Durchschnittswerte | |
| H1 2016 | |
| US-Dollar | 1,12 |
| Japanischer Yen | 124 |
| Singapur-Dollar | 1,54 |
Die bezüglich ihrer Auswirkung, ihrer Natur und ihres Auftretens wesentlichen Ereignisse
der Berichtsperiode werden im Konzernzwischenlagebericht beschrieben. Wesentliche
Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode zum 30. Juni 2017 sind bis zum Aufstellungszeitpunkt
dieses Zwischenberichts nicht eingetreten.
München, den 28. Juli 2017
Der Vorstand der Siltronic AG
| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
| (CEO) | (CFO) |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, den 28. Juli 2017
Der Vorstand der Siltronic AG
| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
| (CEO) | (CFO) |
An die Siltronic AG, München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der Siltronic AG für den Zeitraum vom 1. Januar
bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 28. Juli 2017
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Specht | Ratkovic |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
| 26. Oktober 2017 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2017 |
Petra Müller
Director Investor Relations & Communications
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Telefax +49 89 8564 3904
petra.mueller@siltronic.com
Herausgeber
Siltronic AG
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Telefon +49 89 8564 3000
Telefax +49 89 8564 3219
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Konzept, Gestaltung und Umsetzung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
Dieser Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen
gilt die deutsche Fassung. Dieser Zwischenbericht steht elektronisch als PDF zur Verfügung.
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen
dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren,
dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen
verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen
Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde
Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant
noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich,
dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen
Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte
widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen
und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform
(zum Beispiel Kunde, Mitarbeiter) verwendet.
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