Siltronic AGMünchenZwischenbericht Q2 2021Quartalsübersichtscrollen
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UnternehmensprofilSiltronic ist einer der weltweit führenden
Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium mit einem
Durchmesser bis 300 mm und Partner vieler führender
Chiphersteller. Das Unternehmen verfügt über ein
Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Asien,
Europa und den USA. Siliziumwafer sind die Grundlage der
modernen Mikro- und Nanoelektronik und bilden die Basis
für Halbleiterchips z. B. in Computern, Smartphones,
Navigationssystemen sowie in vielen weiteren Anwendungen.
Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus
auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die
künftige Steigerung des Unternehmenswerts.
KonzernzwischenlageberichtGrundlagen des KonzernsEinen detaillierten Überblick über die
Geschäftstätigkeit, die Ziele und die Strategie
der Siltronic AG liefert der Geschäftsbericht 2020.
Die dort getroffenen Aussagen haben nach wie vor
Gültigkeit. Im ersten Halbjahr 2021 gab es keine
maßgeblichen Änderungen.
Die Entwicklung der für die Konzernsteuerung
bedeutenden finanziellen Steuerungsgrößen im
ersten Halbjahr 2021 ist in der folgenden Tabelle
dargestellt. Die genaue Definition der
Steuerungsgrößen ist im Geschäftsbericht
2020 auf S. 19 zu finden.
Finanzielle Steuerungsgrößenscrollen
Gesamtwirtschaftliche Lage und BranchenentwicklungDas weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2020 nach
Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,3
Prozent unter dem des Gesamtjahres 2019. Für das Jahr
2021 rechnete der Fonds mit einem Wachstum von 6,0 Prozent
und damit mit einer deutlichen Erholung von den Folgen der
Corona-Pandemie. Trotz anhaltender Unsicherheit durch die
Corona-Pandemie konnte sich die Weltwirtschaft durch
weitreichende Impfangebote und die Anpassung der
Lebensumstände an die Pandemie stärker erholen
als erwartet. Fiskalpolitische Unterstützung
förderte den Anstieg der Weltwirtschaft
zusätzlich. Hohe Arbeitslosigkeit und wachsende
soziale sowie ökonomische Ungleichheit, besonders in
Bezug auf ungleiche Geschwindigkeit der wirtschaftlichen
Erholung, stellen weiterhin große Herausforderungen
dar.
Der IWF verweist bei seiner Prognose deutlich auf die
mit den Schätzungen verbundenen Unsicherheiten, gerade
vor dem Hintergrund neuer Virus-Varianten, die bei
Unwirksamkeit des Impfstoffes zu einem massiven Einbruch
der Wirtschaft führen können.
Das BIP im Euroraum ist im ersten Quartal 2021 nach
Angaben der OECD um 1,8 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal gesunken.
Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar im
Vergleich zum Vorjahr stark verändert, im bisherigen
Jahresvergleich dagegen nur wenig. Der japanische Yen wies
gegenüber dem Euro im ersten Halbjahr 2021 nur leichte
Veränderungen auf.
Der Markt für Halbleiterbauteile hat im bisherigen
Jahresverlauf ein massives Wachstum erlebt. Nach Daten der
WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) war der
weltweite Umsatz im Mai 2021 aufgrund des Nachfrageanstiegs
gegenüber dem Vorjahresmonat um 26,2 Prozent
gestiegen.
Der Absatz von Siliziumwafern ist nach Angaben des
Industrieverbandes SEMI im zweiten Quartal 2021 um 6
Prozent gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres und
um 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020
gestiegen.
Quellen:
IMF World Economic Outlook update April 2021
OECD Data Stand 12. Juli 2021
WSTS Pressemitteilung 3. Juli 2021
SEMI SMG Pressemitteilung 27. Juli 2021
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen LageDer Geschäftsverlauf der Siltronic AG war im ersten
Halbjahr 2021 besser als erwartet. Dies zeigte sich vor
allem in dem deutlich über den Erwartungen liegenden
Absatz der Waferfläche, während der Anstieg bei
Umsatz und Ertrag aufgrund des starken Euros weniger stark
ausfiel.
Bereits im ersten Quartal 2021 zeichnete sich diese
über unseren Prognosen liegende Entwicklung ab, so
dass wir am 20. April 2021 per Ad-hoc-Mitteilung unsere
Prognose angehoben haben.
Für diese Entwicklung sind mehrere Faktoren
verantwortlich. Die treibende Kraft für die starke
Nachfrage nach Waferfläche ist der anhaltende
Digitalisierungsschub mit dem Ausbau eines
leistungsfähigen 5G-Telekommunikationsnetzes, der
weitere Aufbau leistungsstarker
Cloud-Speicherlösungen, die staatlich geförderte
Zunahme des Absatzes von Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugen
und die verbesserte Ausstattung mit digitalen Applikationen
und Produkten wie Laptops, Headsets oder Bildschirmen.
Insgesamt verzeichnen wir eine steigende Nachfrage in allen
Endmärkten. Dieser Trend sollte, wenn auch teilweise
unter gewissen Schwankungen, in den nächsten Jahren
anhalten und weiter die Basis für das Wachstum der
Halbleiter- und Waferindustrie bilden.
Hinzu kommen insgesamt deutlich verbesserte
Konjunkturaussichten, die von massiven staatlichen und
geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen
profitieren. Zu nennen ist hier das über eine Dekade
laufende milliardenschwere US-Dollar-Programm der neuen
US-Administration unter Präsident Joe Biden. Zur
verbesserten Entwicklung tragen weiterhin weltweit die
Notenbanken mit einer ultraleichten Geldpolitik bei. Die
seit dem späten Frühjahr erkennbare Entspannung
bei der Corona-Pandemie hat auch zu verstärkter
Nachfrage seitens der Verbraucher geführt.
Diesen anhaltenden Chancen und Möglichkeiten stehen
jedoch weiterhin mögliche Belastungsfaktoren
gegenüber. Neben geopolitischen Spannungen ist dies
vor allem der sich zu einem massiven technologischen
Wettkampf entwickelnde Handelsstreit zwischen den
Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China. Immer mehr
Staaten erkennen das Risiko einer zu hohen
Abhängigkeit von China und versuchen die eigene
Wertschöpfung zu stärken. Die Europäische
Union, Japan, Südkorea und die USA haben massive
Investitionen in den Aufbau und Ausbau der eigenen
Halbleiterindustrie angekündigt, um in diesem so
wichtigen Technologiefeld eine Alternative zu chinesischen
Herstellern zu haben.
Ein weiterer Belastungspunkt sind mögliche
Störungen bei den Lieferketten. An der Leistungsgrenze
operierende Häfen sowie oftmals nicht ausreichende
Container-Kapazitäten stellen schon jetzt zahlreiche
Branchen vor Herausforderungen.
Die Waferindustrie ist derzeit sehr gut ausgelastet. Die
dringend notwendige Steigerung der Waferproduktion kann nur
durch den Bau neuer hochmoderner und kosteneffizienter
Werke gewährleistet werden.
Um die starke Marktnachfrage und Ausbauprojekte
wichtiger Kunden, die mit den aktuellen Kapazitäten
nicht bedient werden können, zu begleiten, hat der
Aufsichtsrat der Siltronic AG am 27. Juli 2021 dem
Vorschlag des Vorstands zugestimmt, am Konzernstandort in
Singapur eine weitere hochmoderne und kosteneffiziente 300
mm-Fabrik zu errichten. Der Baubeginn ist noch im laufenden
Jahr geplant. Wir beabsichtigen, die Auslastung eines
großen Teils der neuen Kapazitäten durch den
Abschluss von langfristigen Lieferverträgen, die
Anzahlungen vorsehen, abzusichern. Die Konditionen werden
derzeit mit Kunden verhandelt. Durch die anhaltenden
Investitionen in neue Kapazitäten, auch am Standort
Freiberg, erwarten wir, dass unsere Investitionen dieses
Jahr bei rund EUR 400 Mio. liegen. Nach dem derzeitigen
Planungsstand werden für die neue Fabrik bis Ende 2024
insgesamt Investitionen in Höhe von circa EUR 2
Milliarden erforderlich.
Mit den beschlossenen Investitionen wird auch der
Forschungs- und Entwicklungsstandort in Burghausen weiter
gestärkt, der die geplanten Erweiterungen
technologisch betreuen wird.
Wie schon 2020 stand auch im ersten Halbjahr 2021 die
Sicherstellung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Vordergrund unseres Handelns. Die
etablierten Sicherheitsmaßnahmen haben
gewährleistet, dass wir unterbrechungsfrei produzieren
konnten und seit Ausbrauch der Corona-Pandemie keine
Kurzarbeit einführen mussten. Wir beobachten die
weitere Entwicklung der Pandemie sehr genau und passen
unsere internen Maßnahmen entsprechend dem
Pandemiegeschehen an.
Wir arbeiten unverändert ambitioniert an der
Realisierung weiterer Kosteneinsparmöglichkeiten, der
Steigerung der Produktivität und unserer
Nachhaltigkeitsleistungen.
Im Mai haben die Kartellbehörden in Singapur und
Taiwan die Genehmigung zum Zusammenschluss mit GlobalWafers
erteilt. Somit stehen aktuell noch die
außenwirtschaftsrechtliche Freigabe in Deutschland
und Fusionsfreigaben in den USA, China und Japan aus. Wir
erwarten weiterhin, dass der Vollzug der Transaktion im
zweiten Halbjahr 2021 stattfinden wird.
Mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im
ersten Halbjahr 2021 ist der Vorstand zufrieden. Die
skizzierten Wachstumstreiber für unser Geschäft
sind intakt und wir gehen mittel- und langfristig folglich
von anhaltend steigender Nachfrage nach Waferfläche
aus.
Mit der Entscheidung für die Investition in ein
kosteneffizientes Werk stellen wir die Weichen für die
weitere erfolgreiche Zukunft der Siltronic AG. Wir werden
unsere Position als einer der Technologieführer durch
die neuen hochmodernen Produktionskapazitäten weiter
festigen.
Siltronic an der BörseDie Siltronic-Aktie startete mit einem
Eröffnungskurs von EUR 128,40 in das Jahr 2021 und
stieg in den nächsten Tagen kontinuierlich bis auf EUR
147,35 (22. Januar), was auch dem Höchstkurs im ersten
Halbjahr 2021 entsprach. Im weiteren Verlauf des ersten
Halbjahres gab es eine überwiegend seitwärts
gerichtete Kursentwicklung in einem Korridor von rund EUR
133,65 bis EUR 146,00. Die am 20. April 2021 kommunizierte
erhöhte Prognose aufgrund der verbesserten
Geschäftsaussichten der Siltronic AG schlugen sich
nicht im Kursverlauf nieder. Das erste Halbjahr 2021 wurde
mit einem Kurs von EUR 142,20 beendet. Dies entspricht
einem Kursgewinn von 11,0 Prozent gegenüber dem
Jahresschlusskurs 2020.
Insgesamt war der Kursverlauf der Siltronic AG stark
durch das öffentliche Übernahmeangebot von
GlobalWafers geprägt, im Rahmen dessen GlobalWafers
eine Annahmequote von 70,27 Prozent der Siltronic-Aktien
erreicht hat.
Die beiden Referenzindizes MDAX und TecDAX beendeten das
erste Halbjahr 2021 mit Kursgewinnen von 10,6 Prozent und
11,0 Prozent. Der Branchenindex SOXX legte in den ersten
sechs Monaten um 20,2 Prozent zu. Die Aktien der Siltronic
AG wechselten aufgrund der durch die geplante
Übernahme gesunkenen Marktkapitalisierung am 21. Juni
2021 vom MDAX in den SDAX.
Die Hauptversammlung hat Ende April 2021 einer Dividende
von EUR 2 pro Aktie für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2020 zugestimmt. Dies entspricht einer
Dividendenrendite von knapp 1,6 Prozent auf den Schlusskurs
vom Jahresende 2020.
Aufgrund des durch das Übernahmeangebot auf 29,73
Prozent verringerten Streubesitzes lag das tägliche
Handelsvolumen der Siltronic-Aktie im Xetra-System im
ersten Halbjahr 2021 mit durchschnittlich 68.800 Aktien
knapp 40 Prozent unter der Vorjahresperiode.
Die Wacker Chemie AG ist mit 30,8 Prozent derzeit noch
größter Einzelaktionär, hat ihre Aktien
jedoch komplett GlobalWafers angedient. Auf Basis der
eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen zum Stichtag 30. Juni
2021 waren die größten institutionellen
Investoren JP Morgan Chase mit 6,5 Prozent, Goldman Sachs
mit 5,07 Prozent, UBS mit 4,18 Prozent, Bank of America mit
4,07 Prozent, Morgan Stanley mit 4,01 Prozent, BlackRock
mit 3,85 Prozent, Alec Litwitz mit 3,84 Prozent und Capital
Group mit 3,03 Prozent.
Insgesamt analysierten zum 30. Juni 2021 elf Analysten
renommierter nationaler und internationaler Banken die
Aktien der Siltronic AG. Die Credit Suisse hat die Analyse
aufgrund des Weggangs des zuständigen Analysten im
zweiten Quartal eingestellt. Ende Juni 2021 lag das
durchschnittliche Kursziel der Analysten bei EUR 146,50.
Aktuelle Informationen zu Investor
Relations-Veröffentlichungen, Stimmrechtsmitteilungen
und Analystenschätzungen sind auf der Webseite unter
https://www.siltronic.com/de/investoren.html zu finden.
Wirtschaftliche Entwicklung Januar bis Juni 2021ErtragsentwicklungStarker Umsatz aufgrund Zunahme der abgesetzten Waferflächescrollen
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HalbjahresvergleichSiltronic erzielte im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz
von EUR 657,1 Millionen, eine Steigerung um 5,4 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Diese Erhöhung war
getrieben von einer sehr starken Zunahme der abgesetzten
Waferfläche.
Der Flächenzuwachs war so stark, dass die Belastung
aus der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar
von rund 9 Prozent deutlich überkompensiert wurde. Im
Durchschnitt der ersten sechs Monate 2021 lag der Euro
gegenüber dem US-Dollar bei 1,21 nach durchschnittlich
1,10 im ersten Halbjahr 2020.
Die Entwicklung des Durchschnittspreises in
Rechnungswährung war im Vergleich zur Entwicklung der
Fläche und zur Entwicklung des US-Dollars nachrangig.
Sequentieller QuartalsvergleichAuch im sequentiellen Quartalsvergleich zeigt die
Umsatzentwicklung ein erfreuliches Bild.
Siltronic hat im zweiten Quartal 2021 einen Umsatz von
EUR 341,1 Millionen erzielt. Damit sind die Erlöse im
Vergleich zum Vorquartal um 7,9 Prozent gestiegen.
Auch hier ist der Anstieg auf die größere
abgesetzte Waferfläche zurückzuführen. Weder
Durchschnittserlöse in Rechnungswährung noch
Wechselkursveränderungen hatten einen nennenswerten
Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Der Euro notierte
gegenüber dem US-Dollar im zweiten Quartal 2021 mit
durchschnittlich 1,21 unverändert zum ersten Quartal
2021.
Abnehmende Herstellungskosten je Waferfläche treiben Bruttoergebnisscrollen
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HalbjahresvergleichDie Herstellungskosten haben sich im ersten Halbjahr
2021 aufgrund der gestiegenen abgesetzten Waferfläche
von EUR 434,8 Millionen auf EUR 463,3 Millionen
erhöht.
Obwohl die abgesetzte Waferfläche und die in den
Herstellungskosten enthaltenen Abschreibungen merklich
zugenommen haben, sind die Herstellungskosten je
Waferfläche spürbar gesunken. Der Rückgang
der Herstellungskosten je Waferfläche erklärt
sich in erster Linie aus Skaleneffekten und
Produktivitätssteigerungen, die bei steigender
Absatzmenge eintreten. Flankierend haben erfolgreiche
Maßnahmen zur Kostensenkung die Herstellungskosten
entlastet, die zudem wechselkursbedingt etwas abgenommen
haben.
Die Zunahme der abgesetzten Waferfläche und die
abnehmenden Herstellungskosten je Waferfläche
führten trotz steigender Abschreibungen zu einem
Bruttoergebnis von EUR 193,8 Millionen im ersten Halbjahr
2021, eine Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem
Vorjahr (H1 2020: EUR 188,5 Millionen). Die Bruttomarge hat
leicht auf 29,5 Prozent abgenommen (H1 2020: 30,2 Prozent).
Bei unveränderten Abschreibungen wäre die
Bruttomarge gestiegen.
Sequentieller QuartalsvergleichIm sequentiellen Quartalsvergleich spielten
Änderungen bei Abschreibungen und Wechselkursen keine
nennenswerte Rolle. Hier treten Skaleneffekte und
Produktivitätssteigerungen beim Bruttoergebnis und der
Bruttomarge voll zu Tage.
Das Bruttoergebnis hat um 18,7 Prozent auf EUR 105,2
Millionen zugelegt und die Bruttomarge ist von 28,0 Prozent
auf 30,8 Prozent gestiegen.
Verwaltungskosten belastet durch Übernahmeangebot von GlobalWafersscrollen
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Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung
(F&E) sowie allgemeine Verwaltung lagen im ersten
Halbjahr 2021 bei EUR 76,2 Millionen. Dies entspricht 11,6
Prozent vom Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich
eine Erhöhung um EUR 9,3 Millionen, die
überwiegend aus Verwaltungskosten resultieren.
Die Belastung der Verwaltungskosten ist getrieben von
Mehraufwendungen für Anwälte und Berater aus dem
Übernahmeangebot von GlobalWafers.
Gewinne aus Währungssicherungen im ersten und zweiten Quartalscrollen
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Die Entwicklung des US-Dollars sowie des japanischen
Yens wirkte sich für Siltronic im ersten Halbjahr 2021
negativ auf die Umsatzerlöse sowie die Bruttomarge
aus. Unverändert zu Vorperioden führt Siltronic
Maßnahmen zur Währungssicherung durch, um
künftige nachteilige Wechselkursentwicklungen
abzuschwächen. Diese Währungssicherungen wirken
sich gegenläufig zur Entwicklung der Umsatzerlöse
und der Bruttomarge im Saldo aus sonstigen betrieblichen
Erträgen (SbE) und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen (SbA) aus.
Im ersten Halbjahr 2021 ergab sich per Saldo ein Ertrag
aus Wechselkurseffekten von EUR 7,8 Millionen. Im ersten
Halbjahr 2020 entstand ein Aufwand von EUR 3,0 Millionen.
Da sich der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem
japanischen Yen im zweiten Quartal 2021 nur wenig
verändert gegenüber dem Vorquartal zeigte,
entstand im sequentiellen Quartalsvergleich kein
nennenswerter Unterschied. Im zweiten Quartal wurde ein
wechselkursbedingter Ertrag in Höhe von EUR 3,8
Millionen verbucht nach EUR 4,0 Millionen im ersten
Quartal.
EBITDA und EBITDA-Marge ziehen aufgrund steigender Waferfläche stark anscrollen
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HalbjahresvergleichIm Halbjahresvergleich lag das im Jahr 2021 erzielte
EBITDA in Höhe von EUR 199,7 Millionen deutlich
über dem Vergleichswert 2020 von EUR 184,7 Millionen.
Die EBITDA-Marge hat von 29,6 Prozent auf 30,4 Prozent
zugenommen. Das EBIT lag mit EUR 123,8 Millionen im ersten
Halbjahr 2021 EUR 3,6 Millionen über dem Vorjahr.
Wichtigster Treiber für die positiven Entwicklungen
war die Zunahme der abgesetzten Waferfläche.
Sequentieller QuartalsvergleichDie Wirkung zunehmender verkaufter Waferfläche
zeigt sich im sequentiellen Quartalsvergleich noch klarer
als im Halbjahresvergleich, da Wechselkurseffekte
unbedeutend sind.
Das EBITDA im zweiten Quartal 2021 in Höhe von EUR
108,0 Millionen übertraf das Vorquartal um EUR 16,3
Millionen. Diese Erhöhung ist bemerkenswert, denn der
Umsatz ist im gleichen Zeitraum um EUR 25,0 Millionen
gestiegen.
Die EBITDA-Marge hat im zweiten Quartal 2021 31,7
Prozent erreicht, dies sind knapp 3 Prozentpunkte mehr als
im Vorquartal.
Die Verbesserung des EBIT um EUR 15,4 Millionen liegt
nahe an der Verbesserung des EBITDA. Im Berichtsquartal
betrug die EBIT-Marge 20,4 Prozent nach 17,2 Prozent im
Vorquartal.
Gewinn von EUR 123 Millionen im ersten Halbjahr 2021scrollen
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Das Finanzergebnis hat sich im Halbjahresvergleich in
erster Linie aufgrund der Entwicklung des Spezialfonds von
Siltronic verbessert.
Der im ersten Quartal 2021 erzielte Steuerertrag
resultierte in erster Linie aus latenten Steuern. Aufgrund
eines verbesserten Ausblicks stieg die Werthaltigkeit
künftiger steuerlicher Vorteile. Zusätzlich
entstand im ersten Quartal 2021 ein Steuerertrag wegen
einer Änderung im Steuerrecht.
Der Aufwand für Ertragsteuern war im ersten
Halbjahr 2021 niedrig. Hauptgrund dafür ist, dass der
größte Teil des Ergebnisses vor Ertragsteuern
bei einer (produzierenden) Gesellschaft anfällt, der
eine begrenzte Zeit Steuerfreiheit gewährt wurde. Die
Steuerfreiheit war Teil des staatlichen Programms zur
Ansiedelung von produzierenden Hochtechnologie-Unternehmen.
Im ersten Halbjahr 2021 wurde ein Periodengewinn von EUR
122,5 Millionen erwirtschaftet (H1 2020: EUR 106,8
Millionen). Der Periodengewinn entfiel mit EUR 58,4
Millionen auf das erste und mit EUR 64,0 Millionen auf das
zweite Quartal.
Das Ergebnis je Aktie hat von EUR 1,67 im ersten Quartal
2021 auf EUR 1,83 im Berichtsquartal zugelegt. Kumuliert
für das erste Halbjahr 2021 lag das Ergebnis je Aktie
bei EUR 3,50 nach EUR 3,12 im ersten Halbjahr 2020.
Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme hat sich von EUR 1.919,4 Millionen per
31. Dezember 2020 um 4,5 Prozent auf EUR 2.005,6 Millionen
per 30. Juni 2021 erhöht.
Sachanlagen steigen aufgrund Investitionenscrollen
Im ersten Halbjahr 2021 addierten sich die Investitionen
in Sachanlagen und langfristige immaterielle
Vermögenswerte auf EUR 89,7 Millionen und die
Abschreibungen auf EUR 75,9 Millionen. Dass die Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte zusammen um mehr als
EUR 13,8 Millionen gestiegen sind, ist auf die
Wechselkursveränderung des Singapur-Dollars zum Euro
zurückzuführen.
Die langfristigen Vermögenswerte machen zum
Bilanzstichtag 54,8 Prozent der Bilanzsumme aus (31.
Dezember 2020: 57,1 Prozent).
Nachfragebedingt steigen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; liquide Mittel und Geldanlagen steigen aufgrund Cashflowscrollen
Die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben aufgrund höherer Produktionsmenge im
Zuge steigender Nachfrage zugenommen.
Die liquiden Mittel und die kurz- sowie langfristigen
Geldanlagen sind im ersten Halbjahr um EUR 29,2 Millionen
gestiegen, obwohl am 30. April 2021 eine Dividende von EUR
60,0 Millionen an die Aktionäre ausgezahlt wurde und
für Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle
Vermögenswerte EUR 97,7 Millionen abgeflossen sind.
Eigenkapitalquote von 54 Prozentscrollen
Der Anstieg des Eigenkapitals um EUR 211,8 Millionen ist
auf den Halbjahresgewinn von EUR 122,5 Millionen
abzüglich der Auszahlung der Dividende von EUR 60,0
Millionen und einem zinsbedingten Rückgang der
Pensionsverpflichtungen von EUR 140,2 Millionen
zurückzuführen. Der Einfluss von Wechselkursen
war unbedeutend.
Ursächlich für den Rückgang der
Pensionsverpflichtungen war die Zinsentwicklung in
Deutschland und USA. Zum 30. Juni 2021 wurde die
Pensionsrückstellung in den USA mit 2,4 Prozent
abgezinst nach 2,1 Prozent zum 31. Dezember 2020. In
Deutschland ist der Zinssatz von 0,7 Prozent auf 1,1
Prozent gestiegen.
Die langfristigen Schulden zum 30. Juni 2021 machen 34,3
Prozent der Bilanzsumme aus (31. Dezember 2020: 43,2
Prozent).
Sehr starker Netto-Cashflowscrollen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 2021 EUR
89,7 Millionen. Sie betreffen hauptsächlich
Investitionen in Epi-Kapazitäten, Capabilities und die
Erweiterung von Kristallziehgebäuden für den
Austausch älterer Anlagen. Die Auszahlungen in
Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen lagen bei
EUR 97,7 Millionen.
2021 sind Kundenanzahlungen in Höhe von EUR 16,2
Millionen zugeflossen.
Im zweiten Quartal 2021 entstand ein Netto-Cashflow in
Höhe von EUR 43,3 Millionen, verglichen mit EUR 27,9
Millionen im ersten Quartal 2021.
Nettofinanzvermögen gestiegen, da der Free-Cashflow die Dividende an Aktionäre übersteigtscrollen
Trotz der Dividendenzahlung von EUR 60,0 Millionen an
die Aktionäre der Siltronic AG hat das
Nettofinanzvermögen aufgrund des positiven Cashflows
um EUR 29,2 Millionen zugenommen.
Änderungen zum Risiko- und ChancenberichtIm Geschäftsbericht 2020 sind die wesentlichen
Risiken in unserem Risikobericht (S. 48 bis 57)
dargestellt.
Aufgrund der Größe und Bedeutung der am 27.
Juli 2021 angekündigten neuen 300 mm-Fabrik in
Singapur haben wir unsere Einschätzung zu unserem
Investitions- und Liquiditätsrisiko jeweils angepasst
und erläutern die wesentlichen Chancen im Zusammenhang
mit der neuen Investition.
Änderung der Risikobewertungen durch Investition in eine neue 300 mm-Fabrik in SingapurDas Investitionsrisiko haben wir von einer "mittleren"
auf eine "hohe" Einstufung und das Liquiditätsrisiko
von einer "niedrigen" auf eine "hohe" Bewertung
erhöht. Im Folgenden werden daher die wesentlichen
Investitions- und Liquiditätsrisiken dargestellt, die
sich negativ auf die künftige Geschäfts-, die
Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, den Aktienkurs
oder Dividendenzahlungen auswirken können.
Die aktuell dynamische Angebots-, Preis- und
Nachfrageentwicklung bei wichtigen Baustoffen, Anlagen und
Baudienstleistungen kann zu höheren Investitionskosten
führen als heute angenommen. Unerwartete
Ausgabensteigerungen belasten unsere Liquidität und
das zukünftige operative Ergebnis durch einen
höheren Abschreibungsaufwand. Verzögerte
Inbetriebnahmen, beispielsweise durch die Corona-Pandemie
oder aktuell angespannte Lieferketten verursacht, bergen
die Gefahr, dass wir bereits vereinbarte
Lieferverträge nicht erfüllen können und
Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen.
Mögliche Fehlinvestitionen führen zu Leerkosten
bzw. Wertminderungen auf Investitionen mit negativen
Ergebniseffekten. Die für die Investitionsentscheidung
zugrundeliegenden Marktprämissen könnten nicht
erreicht werden und zu negativen Ertrags-, Finanz- und
Vermögenseffekten führen.
Mit unserer Erfahrung in der Projektierung neuer
Produktionsanlagen, in der Montage- und
Baustellenüberwachung, im Projektcontrolling und in
der Inbetriebnahme sorgen wir dafür, dass die Projekte
möglichst fristgerecht und im Kostenplan abgewickelt
werden. Wir verfügen über eine Vielzahl an
Maßnahmen, Investitions- und Liquiditätsrisiken
entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in
Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives
Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu
minimieren bzw. auszuschließen. Wir planen durch
langfristige Abnahme- und Finanzierungsverpflichtungen mit
unseren Kunden unser Investitions- und Finanzierungs-/
Liquiditätsrisiko zu verringern.
Chancen aus der Investition in eine neue 300 mm-FabrikDie neue 300 mm-Fabrik ist ein wichtiger Beitrag das
starke Wachstum und die Ausbauprojekte unserer Kunden zu
unterstützen. Die Kapazitätserweiterung
ermöglicht uns weiter mit dem Markt zu wachsen und
unsere Kostenposition zu halten bzw. weiter zu verbessern.
Mit der Entscheidung für Singapur liegt unsere Fabrik
in der Nähe zu einer Vielzahl von Kunden. Zusammen mit
unseren beiden sehr modernen und kosteneffizienten Fabriken
in Singapur können wir weitere Skaleneffekte durch
Synergien erzielen.
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden können, sind derzeit nicht bekannt.
Veränderte Risikobeurteilung für 2021 (Stand 27. Juli 2021)scrollen
1) GB: Geschäftsbericht
Die relevanten Risiken bewerten wir nach
Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf
die Geschäftstätigkeit, Vermögens-,
Finanz-und Ertragslage sowie Cashflow. Zur besseren
Lesbarkeit haben wir im Vergleich zum Vorjahr die Risiken
anhand der folgenden Matrix eingestuft:
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PrognoseänderungsberichtVoraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche EntwicklungDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April
seine Prognose zur Entwicklung des weltweiten
Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2021 nach
oben angepasst. Für die globale Wirtschaftsleistung
wird eine stärker als erwartete Erholung von 6,0
Prozent prognostiziert. Die überdurchschnittlich hohe
Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen der
Corona-Pandemie bleibt jedoch weiterhin bestehen. Im Januar
ging der IWF noch von einer Erholung um 5,5 Prozent aus.
Aus Sicht des IWF hängt die Entwicklung vor allem
von der weiteren Auswirkung der Corona-Pandemie,
insbesondere der Entwicklung des Impfangebotes und der
neuen Virus-Varianten, ab. 2022 soll das weltweite
Bruttoinlandsprodukt etwas moderater um 4,4 Prozent
zulegen.
Die Wirtschaftsleistung im Euroraum soll im Gesamtjahr
2021 um 4,4 Prozent wachsen (2020: minus 6,6 Prozent).
Die Prognose für die US-Wirtschaft für das
Jahr 2021 sieht einen Anstieg des BIP um 6,4 Prozent
voraus, nachdem im Vorjahr noch ein Rückgang von 3,5
Prozent zu verzeichnen war.
Für Japan wird für 2021 ein Plus von 3,3
Prozent erwartet (2020: minus 4,8 Prozent).
Das Bruttoinlandsprodukt in China soll 2021 mit 8,4
Prozent deutlich wachsen und liegt massiv über dem
Vorjahreswachstum (2020: 2,3 Prozent).
Für die weltweite Halbleiterindustrie wird im
Kalenderjahr 2021 ein deutlicher Anstieg vorhergesagt. Nach
dem letzten Ausblick von WSTS (World Semiconductor Trade
Statistics) soll sich der weltweite Umsatz mit
Halbleiterbauteilen um 19,7 Prozent gegenüber dem
Vorjahr erhöhen.
Unsicherheiten bei der Prognose bestehen allerdings
aufgrund der nicht absehbaren weiteren Auswirkungen der
Corona-Pandemie.
Quellen:
IMF World Economic Outlook update, April 2021
WSTS Semiconductor Market Forecast, Pressemitteilung, 8.
Juni 2021
Künftige Entwicklung von SiltronicSiltronic hält an den Unternehmenszielen und dem
kurz- und langfristigen Ziel des nachhaltigen Ausbaus der
Geschäftstätigkeit fest, um die Position als
einer der führenden Hersteller für
Halbleiterwafer weiter zu festigen. Dazu zählen
Investitionen in Technologie und Qualität, die
Fortführung der Programme für operative Exzellenz
und Kostensenkungen sowie die Erweiterung der
Kapazitäten im Rahmen des Marktwachstums. Ein weiterer
Fokus liegt auf der Sicherstellung einer hohen
Profitabilität und eines stabilen Cashflows. Eine
detaillierte Beschreibung der strategischen Ziele ist auf
S. 22 des Geschäftsberichts 2020 zu finden.
Die Corona-Pandemie führte bereits 2020 zu einer
teilweise starken Nachfrage nach Waferfläche. Die
Nachfrage steigt auch 2021 deutlich. Dieser Tatsache haben
wir bereits mit unserer Prognoseanpassung bei Umsatz,
Profitabilität und Cashflow vom 20. April 2021
Rechnung getragen.
Der Aufsichtsrat der Siltronic AG hat in seiner Sitzung
vom 27. Juli 2021 den vom Vorstand vorgeschlagenen Bau
einer neuen 300 mm-Fabrik am Konzernstandort in Singapur
genehmigt, um das starke Wachstum im Halbleitermarkt zu
unterstützen. Mit diesem Projekt begleiten wir die
Ausbauprojekte wichtiger Kunden, die mit den aktuellen
Kapazitäten nicht bedient werden können.
Nach dem derzeitigen Planungsstand werden für die
neue Fabrik bis Ende 2024 Investitionen in Höhe von
etwa EUR 2 Mrd. erforderlich, die vornehmlich durch
vorhandene Liquidität und freien Cashflow sowie durch
Anzahlungen von Kunden, Fremdkapital und gegebenenfalls
Eigenkapitalmaßnahmen finanziert werden sollen. Wir
beabsichtigen, die Auslastung eines großen Teils der
neuen Kapazitäten durch den Abschluss von
langfristigen Lieferverträgen mit Anzahlungen
abzusichern. Des Weiteren wurde ein Ausbau am deutschen
Siltronic Standort in Freiberg beschlossen, mit dem Zieh-
und Epitaxiekapazitäten vergrößert werden.
Im Zusammenhang mit den Kapazitätsausbauten
erhöhen sich die im laufenden Geschäftsjahr
erwarteten Investitionen von EUR 250 Mio. auf rund EUR 400
Mio. Der Vorstand erwartet nunmehr, dass der Netto-Cashflow
leicht positiv, aber deutlich unter dem des Vorjahres
liegen wird.
Die weiteren KPIs bleiben gegenüber April 2021
unverändert.
Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen
Unsicherheiten sowie des weiteren Verlaufs der
Corona-Pandemie kann die tatsächliche Performance des
Konzerns von der in unseren Annahmen angegebenen
Performance abweichen, sowohl positiv als auch negativ.
Die voraussichtliche Entwicklung der KPIs für das
Jahr 2021 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
Prognose 2021 (Stand 27. Juli 2021)scrollen
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzernbilanzscrollen
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Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
Ergänzende finanzielle Informationen (nicht Bestandteil des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und nicht geprüft)scrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
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Konzern-Eigenkapitalentwicklungscrollen
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Verkürzter KonzernanhangGrundlagen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDieser Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss")
für die sechs Monate zum 30. Juni 2021 umfasst die
Siltronic AG und die Tochtergesellschaften, die zusammen
als Konzern oder Gruppe bezeichnet werden. Bei der
Siltronic AG handelt es sich um eine börsennotierte
Gesellschaft, die deutschem Recht unterliegt.
Der Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2021 ist
in Übereinstimmung mit den Regelungen der
International Financial Reporting Standards (IFRS) für
Zwischenabschlüsse (IAS 34), wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind, in verkürzter
Form aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, die für das Geschäftsjahr
2020 galten, wurden um neue Rechnungslegungsvorschriften
ergänzt, wenn diese einschlägig und erstmals 2021
anzuwenden waren. Ansonsten blieben die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden unverändert.
Die Siltronic AG ist eine Gesellschaft mit Sitz in
München, Einsteinstrasse 172. Das Unternehmen ist beim
Amtsgericht München unter HRB 150884 geführt.
Bedeutung von Annahmen und SchätzungenDie Aufstellung von Zwischenabschlüssen erfordert,
dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet
werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und
Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf
Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit
hatten. Die tatsächlichen Werte können von den
getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn
sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den
Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.
Die Steuerermittlung erfolgt analog der Vorgehensweise
zum Geschäftsjahresende durch eine Ermittlung des
Steueraufwands zum Zwischenabschlussstichtag.
Die Pensionsverpflichtung ist zu jedem Stichtag neu zu
schätzen und der Abzinsungsfaktor ist zu jedem
Stichtag neu zu ermitteln. Die Herleitung des
Abzinsungsfaktors in Deutschland basiert auf einem
sogenannten "Bond-Universum". Zur Ermittlung der
Pensionsverpflichtung wurde zum 30. Juni 2021 ein
Abzinsungsfaktor von 1,14 Prozent im Inland und 2,39
Prozent in den USA verwendet (30. Juni 2020: 1,23 Prozent
im Inland und 2,46 Prozent in den USA). Zum 31. Dezember
2020 belief sich der Rechnungszins auf 0,69 Prozent im
Inland und auf 2,07 Prozent in den USA.
SegmentberichterstattungDer Konzern hat ein Segment. Dieses umfasst die
Entwicklung, Produktion und den Verkauf von Wafern für
die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite
von Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen
Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch kann
Siltronic die Forderungen der Kunden nach sehr
präzisen technischen Spezifikationen erfüllen,
die bei der Herstellung von Halbleiterbauteilen
einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die
Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der von
den Kunden nachgefragten technischen Spezifikationen
abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment
tätig.
Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der
Umsatzerlöse nach geografischen Regionen:
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Angaben zum beizulegenden ZeitwertDer beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist
der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für
den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw.
für die Übertragung einer Schuld gezahlt
würde.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buch- und
beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des
Konzerns dar.
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1) AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert
ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien
gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des
beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Hierarchie) zugeordnet.
Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der
ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt
zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung
wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen
erfolgt. Hinsichtlich der Definition der
Fair-Value-Hierarchiestufen und der zugeordneten
finanziellen Vermögenswerte und finanziellen
Verbindlichkeiten sowie deren Bewertung wird auf den
Konzernabschluss 2020 verwiesen. Die folgende Tabelle zeigt
die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie für
finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden,
die zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet
werden:
Fair-Value-Hierarchiescrollen
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Die Marktwertermittlung in Stufe I erfolgt auf Basis
notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten
für diese oder identische Vermögenswerte und
Schulden. Für alle Wertpapiere der Gesellschaft liegen
notierte Preise an einem aktiven Markt vor. Alle
Wertpapiere sind der Stufe I zuzuordnen.
Die in Stufe II eingestuften Finanzinstrumente werden
mittels Bewertungsverfahren auf Basis von Parametern, die
entweder direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten
abgeleitet werden, bewertet. Hierzu zählen prinzipiell
derivative Finanzinstrumente, innerhalb und außerhalb
von Sicherungsbeziehungen.
In Stufe III erfolgt die Marktwertermittlung auf der
Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren
Marktdaten zur Verfügung stehen.
Siltronic kontrolliert jährlich, ob die
Finanzinstrumente ordnungsmäßig den
Hierarchiestufen zugeordnet sind. Im Vergleich zum letzten
Konzernjahresabschluss lagen keine Änderungen bei den
Bewertungsmethoden vor und es ergaben sich keine nicht
wiederkehrenden Fair-Value-Bewertungen. Auch traten keine
Umgliederungen bei den Hierarchiestufen auf.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Ausweispflichten nach IAS 24 betreffen
Geschäftsvorfälle (a) mit dem
Minderheitsgesellschafter Wacker Chemie AG und dessen
beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker
Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der
Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (b) der Pensionskasse
und (c) mit den Mitgliedern des Vorstands und des
Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Die folgenden Beträge sind in der Gewinn- und
Verlustrechnung enthalten und resultieren aus
Geschäftsvorfällen mit der Wacker Chemie AG
(Vorjahreswerte berücksichtigen auch die Pensionskasse
der Wacker Chemie VvaG, von der Büroräume
gemietet wurden):
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Die folgende Tabelle betrifft
Geschäftsvorfälle mit der Wacker Chemie AG, die
in der Bilanz enthalten sind:
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ErtragsteuernDie Berechnung von effektiven Ertragsteuern erfolgte
unverändert zu den Methoden, die zum Jahresende
angewendet wurden, wobei bei der Ermittlung des
Steueraufwands auf den Bilanzstichtag dieses
Zwischenabschlusses abgestellt wurde. Die alternative
Möglichkeit nach IAS 34, wonach eine Schätzung
zugrunde gelegt wird, wurde nicht angewendet. Aktive
latente Steuern wurden auf temporäre Differenzen
aktiviert, soweit diese zu wahrscheinlich realisierbaren
Steuervorteilen innerhalb des Zeitraums der
Mittelfristplanung führen.
FremdwährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse ausländischer
Konzernunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen
Währung in Euro umgerechnet. Bei allen
ausländischen Konzernunternehmen ist dies die
jeweilige Landeswährung, da diese Unternehmen ihr
Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und
organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.
Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am
Bilanzstichtag, das Eigenkapital zu historischen Kursen und
Aufwendungen sowie Erträge zum Durchschnittskurs des
jeweiligen Quartals umgerechnet. Die sich gegenüber
den Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge
werden im Eigenkapital gesondert unter "Übrige
Eigenkapitalposten" ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Wechselkurse
im Verhältnis zum Euro:
Wechselkursescrollen
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Wesentliche Ereignisse der Berichtsperiode und
Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode zum 30. Juni
2021
Der Aufsichtsrat der Siltronic AG hat am 27. Juli 2021
dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, am bestehenden
Standort in Singapur eine weitere 300 mm-Fabrik zu
errichten.
München, den 27. Juli 2021
Der Vorstand der Siltronic AG
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Weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsgemäßer Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, den 27. Juli 2021
Der Vorstand der Siltronic AG
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Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Siltronic AG, München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, KonzernGesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des
Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Siltronic AG für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach dem International Accounting Standard IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der
EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine
prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster
Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und
auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der
EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 27. Juli 2021
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Finanzkalender26. Oktober 2021 Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2021
KontaktPetra Müller
Leiterin Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
investor.relations@siltronic.com
ImpressumHerausgeber
Siltronic AG
Einsteinstr. 172
81677 München, Deutschland
Telefon +49 89 8564 3000
info@siltronic.com
Hinweis zum ZwischenberichtDieser Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer
Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche
Fassung.
Dieser Zwischenbericht steht elektronisch als PDF zur
Verfügung.
DisclaimerDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der
Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir
annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden
Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür
garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig
erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können,
dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den
vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die
solche Abweichungen verursachen können, gehören
u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und
geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und
Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten,
mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen
und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine
Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch
Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic
die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es
möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in
anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe
aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht
genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich
beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und
Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit
wird nur die männliche Sprachform (zum Beispiel Kunde,
Mitarbeiter) verwendet.
Siltronic AG
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