SIMONA AktiengesellschaftKirn/NaheHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023KONZERNZWISCHENBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 20231. WIRTSCHAFTSBERICHT1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenFür die Weltwirtschaft wichtige Faktoren, wie die
Entwicklung der Energiepreise oder die Lieferengpässe,
haben sich seit Beginn des Jahres 2023 wieder verbessert.
Das hat dazu beigetragen, dass sich die globale Produktion
im ersten Quartal um 0,8 Prozent erhöht hat.
Allerdings haben die straffe Geldpolitik mit ihren
Zinserhöhungen, der drohende Handelsstreit zwischen
USA und China sowie der andauernde Krieg in der Ukraine den
positiven Trend deutlich abgebremst. So expandierte die
für SIMONA wichtige Industrieproduktion kaum und der
Welthandel zeigte sich wenig dynamisch.
Im Euroraum stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal um
0,1 Prozent. Gegenüber dem vierten Quartal 2022 ging
das BIP um 0,1 Prozent zurück. Die deutsche Wirtschaft
befindet sich nach zwei negativen Quartalen in Folge in
einer technischen Rezession. Nachdem das BIP bereits im
vierten Quartal ins Minus gerutscht war, sank das BIP im
ersten Quartal erneut um 0,3 Prozent gegenüber dem
Vorquartal und um 0,5 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal. Die Wirtschaft in den USA ist im ersten
Quartal stärker gewachsen als erwartet. Das
Bruttoinlandsprodukt legte mit einer auf das Jahr
hochgerechneten Rate von 2,0 Prozent zu. Die chinesische
Wirtschaft konnte nach dem Auslaufen der strikten
COVID-19-Politik leicht wachsen. Das BIP legte im ersten
Quartal mit 4,5 Prozent so stark zu wie seit einem Jahr
nicht. Allerdings expandierte vor allem der
Dienstleistungssektor während Industrieproduktion und
Außenhandel weiter schwächelten.
Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie in
Deutschland ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2023
um 2,6 Prozent gesunken. Dabei sind die Inlandsumsätze
stärker als die Auslandsumsätze
zurückgegangen. Bei den Auslandsumsätzen ist
allerdings der starke Rückgang von Umsätzen
außerhalb des Euroraums von 4,6 Prozent
auffällig. Die Produktion von Halbzeugen ist im ersten
Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal zum zweiten Mal
in Folge zweistellig gesunken und liegt nun bei 89 Prozent
des Niveaus des Basisjahres 2015. Schwache
Bautätigkeit und Nachfrage aus verschiedenen
Abnehmerbranchen sind dafür verantwortlich.
Die Weltchemieproduktion ist im ersten Quartal um 1,9
Prozent gestiegen. Treiber waren China, Indien und die USA.
Produktion und Umsatz der chemisch-pharmazeutischen
Industrie in Deutschland sind dagegen im ersten Halbjahr
2023 deutlich gesunken. Die Produktion (ohne Pharma) ging
um 16,5 Prozent, der Umsatz um 11,5 Prozent zurück.
Nach mehreren Monaten mit zweistelligen
Rückgängen verbuchte der Maschinen- und
Anlagenbau aus Deutschland im März ein geringeres
Minus des Auftragseingangs. Insgesamt sanken die
Bestellungen um real 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im
gesamten ersten Quartal 2023 sanken die
Auftragseingänge um 13 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Dabei gingen die Inlandsaufträge um 14
Prozent und die Auslandsaufträge um 13 Prozent
zurück. Im US-Maschinenbau schrumpfte die reale
Produktion im Mai 2023 zum dritten Mal in Folge
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im
Fünfmonatszeitraum wurde das Vorjahresniveau um knapp
1 Prozent verfehlt. Auch im EU-Maschinenbau hat die
Wachstumsdynamik sukzessive nachgelassen. Für die
ersten vier Monate ergibt sich ein kumulierter
Produktionszuwachs von 3 Prozent, nach +4 Prozent im ersten
Quartal. Der Umsatz in der deutschen Bauindustrie ist in
den ersten vier Monaten 2023 real deutlich um 8,9 Prozent
zurückgegangen. Der reale Auftragseingang ging im
Zeitraum Januar bis April 2023 sogar um 17,1 Prozent
zurück. Besonders betroffen war der Wohnungsbau. Der
weltweite Markt für die Innenausstattung von
Flugzeugen erholt sich aufgrund des starken Reiseverkehrs
weiter und ist auf dem Weg, das Vor-Pandemie-Niveau zu
erreichen.
1.2 GeschäftsverlaufDer SIMONA Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr
2023 Umsatzerlöse von 319,8 Mio. EUR. Dies stellt im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum (365,2 Mio. EUR) einen
Umsatzrückgang von 12,4 Prozent dar. Im zweiten
Quartal 2023 beläuft sich der Umsatz auf 154,8 Mio.
EUR, was einem Umsatzminus von 19,4 Prozent gegenüber
dem Vorjahresquartal (192,0 Mio. EUR) entspricht. Dies ist
auf den starken Rückgang der Verkaufspreise weltweit
im Zuge der fallenden Rohstoffpreise sowie die
rückläufigen Absatzmengen
zurückzuführen. Während in den Segmenten
EMEA und Amerika die Geschäftsvolumen
zurückgegangen sind, blieb im Segment Asien-Pazifik
der Umsatz stabil.
EMEADie Umsatzerlöse in der Region EMEA sind im ersten
Halbjahr um 16,3 Prozent auf 199,2 Mio. EUR gesunken
(Vorjahr 238,1 Mio. EUR). Die nachlassende Nachfrage in
allen Anwendungsbereichen, mit Ausnahme des Bereiches
Mobility, war der Hauptgrund der rückläufigen
Entwicklung. Der Anteil der Region EMEA am Gesamtumsatz ist
von 65,2 auf 62,3 Prozent gesunken. Das EBIT in der Region
EMEA ist von 10,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,8 Mio. EUR
deutlich zurückgegangen.
AmerikaDie Umsatzerlöse der Region Amerika sind um 7,0
Prozent auf 95,2 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 102,3 Mio.
EUR). Hauptgrund war insbesondere der Rückgang des
Geschäftsvolumens im Industriegeschäft und dem
Bereich Outdoor & Leisure. Zudem spiegelt sich hier der
Preisverfall der Rohstoffe wider. Der Anteil der Region am
Gesamtumsatz erhöhte sich von 28,0 auf 29,8 Prozent.
In der Region Amerika hat sich das EBIT von 15,9 Mio. EUR
im Vorjahr auf 19,5 Mio. EUR entgegen der Umsatzentwicklung
deutlich erhöht.
Asien-PazifikIn der Region Asien-Pazifik konnte das Umsatzniveau mit
25,4 Mio. EUR gehalten werden (Vorjahr 24,8 Mio. EUR).
Wachstumstreiber waren die Halbleiter- und
Photovoltaikindustrie während das übrige
Industriegeschäft stabil verlief. Der Anteil der
Region am Gesamtumsatz hat von 6,8 auf 7,9 Prozent
zugenommen. Das EBIT der Region Asien-Pazifik hat sich von
2,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,9 Mio. EUR wechselkursbedingt
verringert.
Umsatzentwicklung der Business LinesDie Business Lines verzeichneten in den ersten sechs
Monaten 2023 mit Ausnahme der Business Line Mobility
Umsatzrückgänge. In der Business Line Industry
wurden Umsatzerlöse von 123,5 Mio. EUR generiert
(Vorjahr 138,3 Mio. EUR) und damit ein Minus von 10,7
Prozent. Die Business Line Advertising & Building
erwirtschaftete Umsatzerlöse von 45,2 Mio. EUR
(Vorjahr 55,9 Mio. EUR; ein Rückgang um 19,1 Prozent).
Der Umsatz der Business Line Infrastructure liegt im ersten
Halbjahr mit 56,0 Mio. EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau
von 56,6 Mio. EUR (-1,1 Prozent). Die Business Line
Mobility hat eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent auf 39,4
Mio. EUR (Vorjahr 36,4 Mio. EUR) erzielt. Die übrigen
Umsatzerlöse aus weiteren verschiedenen
Anwendungsfeldern und dem Handel werden unter "Others"
zusammengefasst und betragen 55,7 Mio. EUR (Vorjahr 78,0
Mio. EUR).
1.3 ErtragslageErgebnisDas operative Ergebnis (EBIT) im Konzern ist im ersten
Halbjahr 2023 von 28,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 25,8 Mio.
EUR zurückgegangen. Die EBIT-Marge im Berichtszeitraum
liegt bei 8,1 Prozent und damit leicht über dem
Vorjahreswert von 7,9 Prozent. Das EBITDA hat sich absolut
von 39,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR verringert,
während die EBITDA-Marge sich von 10,7 Prozent im
Vorjahr auf 11,6 Prozent erhöhte.
Der Konzern-ROCE in den ersten sechs Monaten
beträgt 5,2 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent);
stichtagsbedingt liegt der ROCE zum 30.06.2023
erwartungsgemäß unter dem Gesamtjahreswert
(31.12.2022: 11,4 Prozent).
Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2023 war im
Vorjahresvergleich hauptsächlich geprägt von
einer Ergebnissteigerung in der Region Amerika,
während das Ergebnis in EMEA und Asien-Pazifik
deutlich zurückgegangen ist. Neben der in 2022
erworbenen Produktionsgesellschaft in Großbritannien
trug maßgeblich die Gesellschaft in der Türkei
mit einer starken Ergebnisverbesserung zum EBIT in der
Region EMEA bei. Das Segment Amerika konnte trotz des
Umsatzrückganges das Ergebnis im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2022 deutlich steigern - auch durch eine
Verbesserung des Produktmixes. Im Segment Asien-Pazifik
erzielte primär die Tochtergesellschaft in Indien
einen deutlichen Ergebniszuwachs, während die
Produktionsgesellschaft in China, bedingt durch die
Abwertung des Renminbis, lediglich ein ausgeglichenes
Resultat verzeichnete.
Die in Europa gegenüber Vorjahr stark gestiegenen
Energiepreise führten zu Aufwendungen für Energie
im Konzern von 14,8 Mio. EUR (Vorjahr 10,9 Mio. EUR) und in
der SIMONA AG von 10,9 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR).
Der Personalaufwand ist auf 60,4 Mio. EUR angestiegen
(Vorjahr 54,8 Mio. EUR).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Leasing liegen mit
11,2 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR über dem
Vorjahresniveau. Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten aus
Leasingverhältnissen belaufen sich auf 0,9 Mio. EUR.
Die Sonstigen Aufwendungen haben sich auf 51,9 Mio. EUR
reduziert (Vorjahr 55,3 Mio. EUR). Während die
Betriebskosten (insbesondere Kosten für Leiharbeit)
sowie die Vertriebskosten (Ausgangsfrachten, Verpackung)
mengenbedingt im Zuge des Umsatzrückgangs gesunken
sind, haben sich die Verwaltungskosten erhöht.
1.4 VermögenslageDie Bilanzsumme zum 30.06.2023 hat sich auf 623,4 Mio.
EUR im Vergleich zum 31.12.2022 geringfügig
erhöht.
Bilanzentwicklung VermögenswerteDie Immateriellen Vermögenswerte betragen 90,9 Mio.
EUR (31.12.2022: 96,2 Mio. EUR) und beinhalten im
Wesentlichen die Firmenwerte sowie die Kundenstämme
aus den Akquisitionen der Vorjahre.
Die Sachanlagen werden mit 182,6 Mio. EUR aktiviert
(31.12.2022: 176,8 Mio. EUR). Die Investitionen in
Sachanlagen betragen im Konzern 17,0 Mio. EUR. Die
Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 8,6 Mio.
EUR.
Während sich die Bestände an Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen in Höhe von 59,2 Mio. EUR (Vorjahr
60,2 Mio. EUR) verringert haben, sind die Fertigen
Erzeugnissen und Waren in Höhe von 82,3 Mio. EUR
(Vorjahr 81,5 Mio. EUR) im Vergleich zum Jahresende 2022
leicht angestiegen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen
zum 30.06.2023 stichtagsbedingt mit 102,5 Mio. EUR
über dem Jahresende 2022 (88,9 Mio. EUR). Aufgrund des
geringeren Geschäftsvolumens jedoch unterhalb des
Halbjahreswertes 2022 (125,1 Mio. EUR).
Die Sonstigen Vermögenswerte und
Ertragsteuerforderungen werden mit 24,2 Mio. EUR
ausgewiesen (31.12.2022: 29,5 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente haben sich zum
Bilanzstichtag auf 59,2 Mio. EUR verringert (31.12.2022:
65,7 Mio. EUR; siehe Kapitalflussrechnung).
Bilanzentwicklung Eigenkapital und SchuldenDie Passivseite ist gekennzeichnet durch eine leichte
Verringerung des Eigenkapitals und des langfristigen
Fremdkapitals sowie andererseits durch eine Erhöhung
des kurzfristigen Fremdkapitals.
Das Konzerneigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag
374,3 Mio. EUR und liegt damit knapp unter dem Wert zum
31.12.2022 (376,4 Mio. EUR). Während die
Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022
(11,1 Mio. EUR) abgeflossen ist, ist zum Stichtag ein
Periodenergebnis in Höhe von 12,4 Mio. EUR
zugeflossen. Die Neubewertung der
Pensionsrückstellungen zum 30.06.2023 wirkte sich nur
geringfügig auf das Eigenkapital aus. Der
IFRS-Rechnungszins ist von 3,80 Prozent per Jahresende 2022
auf 3,70 Prozent moderat zurückgegangen, während
das Planvermögen leicht angestiegen ist.
Die Konzerneigenkapitalquote beträgt 60 Prozent und
ist leicht gefallen (31.12.2022: 61 Prozent).
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für
Pensionen werden mit 47,3 Mio. EUR (31.12.2022: 49,5 Mio.
EUR) passiviert und sind aufgrund der Reduzierung des
IFRS-Rechnungszinses von 3,80 Prozent per Jahresende 2022
auf 3,70 Prozent sowie der Erhöhung des
Planvermögens insgesamt etwas gesunken.
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen belaufen
sich auf 32,0 Mio. EUR (31.12.2022: 32,6 Mio. EUR).
Die lang- und kurzfristigen sonstigen
Rückstellungen betragen 7,4 Mio. EUR und sind im
Vergleich zum Jahresende 2022 nahezu unverändert.
Die lang- und kurzfristigen Schulden werden insgesamt
mit 249,1 Mio. EUR ausgewiesen und liegen mit 4,4 Mio. EUR
über dem Wert zum 31.12.2022. Während die
langfristigen Schulden sich um 10,4 Mio. EUR verringert
haben, sind die kurzfristigen Schulden um 14,8 Mio. EUR
angestiegen.
InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen im Konzern betragen im
Berichtszeitraum 17,0 Mio. EUR (Vorjahr 15,4 Mio. EUR). Es
handelt sich im Wesentlichen um Sachanlageninvestitionen,
insbesondere in den Segmenten EMEA und Amerika. Im Konzern
wurden Netto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von
8,4 Mio. EUR getätigt (Vorjahr 7,1 Mio. EUR).
1.5 FinanzlageDer Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über
frei verfügbare Kreditlinien in Höhe von
insgesamt 38,7 Mio. EUR (31.12.2022: 46,7 Mio. EUR) bei in-
und ausländischen Bankinstituten.
Liquide MittelDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
haben sich um 6,5 Mio. EUR im Vergleich zum 31.12.2022
reduziert und bestehen größtenteils aus
kurzfristigen Bankguthaben in Höhe von 59,2 Mio. EUR
(31.12.2022: 65,7 Mio. EUR). Die Verringerung resultiert in
Summe aus einem positiven operativen Cashflow, der jedoch
die Abflüsse aus Investitions- und
Finanzierungstätigkeit nicht kompensiert hat. Die
Entwicklung ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
CashflowIm ersten Halbjahr beträgt der Mittelzufluss aus
operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow)
21,0 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss 1,4 Mio. EUR). Trotz
Ergebnisrückgang ergibt sich der operative
Mittelzufluss insbesondere durch den Abbau von
Vorräten, Zufluss aus Erhöhung der Schulden und
gegenläufig der Zunahme aus Kundenforderungen. Der
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
beläuft sich auf 16,4 Mio. EUR (Vorjahr Mittelabfluss
50,2 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der
Finanzierungstätigkeit beträgt 10,9 Mio. EUR
(Vorjahr Mittelzufluss 51,8 Mio. EUR) und resultiert
hauptsächlich aus der Inanspruchnahme bestehender
Kreditlinien sowie gegenläufig der Ausschüttung
der Dividende für das Geschäftsjahr 2022.
FinanzergebnisAus den Finanzerträgen in Höhe von 2,0 Mio.
EUR und den Finanzaufwendungen in Höhe von 8,0 Mio.
EUR ergibt sich im ersten Halbjahr 2023 insgesamt ein
negatives Finanzergebnis von -6,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,2
Mio. EUR). Im Finanzergebnis ist ein negatives
Währungsergebnis von 5,0 Mio. EUR enthalten (Vorjahr
-0,8 Mio. EUR).
1.6 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeitendeDie Beschäftigtenzahl im SIMONA Konzern
beträgt zum Stichtag 1.738 Mitarbeitende (31.12.2022:
1.734). In Deutschland liegt die Zahl der
Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2022
unverändert bei 840.
2. NACHTRAGSBERICHTNach Ablauf des ersten Halbjahres 2023 bis zur
Erstellung des Konzernzwischenberichtes sind keine
Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu
einer Änderung der Bewertung führen.
3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT3.1 ChancenberichtDie Entwicklung der Chancen und Risiken ist kurz- und
mittelfristig vor allem von den geopolitischen Konflikten,
den fiskalpolitischen Maßnahmen zur Eindämmung
der Inflation sowie dem intensiven Wettbewerb
gekennzeichnet. Langfristig kann die Diskussion zur
Umweltbelastung von Kunststoffen negative Auswirkungen,
insbesondere auf das Geschäft mit Bau- und
Werbeanwendungen sowie der Flugzeuginnenausstattung haben.
Die ins Stocken geratene Erholung der Weltwirtschaft hat
die Investitionsbereitschaft in den von SIMONA bedienten
Branchen gebremst. Von der geringen
Investitionsbereitschaft aufgrund globaler Unsicherheiten
geht nach wie vor das höchste kurzfristige Risiko aus.
Dabei hat in der Region EMEA eine deutliche konjunkturelle
Abkühlung in den von SIMONA bedienten Kernbranchen
Chemische Prozessindustrie und Maschinenbau die Risiken
erhöht. In der Region Amerika sind die Risiken dank
einer nach wie vor robusten Konjunktur unverändert,
wenn auch im Laufe des zweiten Quartals 2023 eine
Abkühlung spürbar ist. Die Risiken in der Region
Asien-Pazifik sind dank einer nach wie vor guten Lage in
den Kernbranchen Halbleiter- und chemische Prozessindustrie
ebenfalls unverändert.
Chancen bietet weltweit der Einsatz von Kunststoffen als
nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zu schwereren
oder nicht recycelbaren Materialien. Der Einsatz von
Kunststoffen kann so den CO
2-Ausstoß senken bzw. die Aufbereitung von
Trinkwasser oder den Transport von erneuerbaren Energien
über weite Strecken ermöglichen. Dabei sind
hochfunktionelle Kunststoffe mit individuellen
Eigenschaften gefordert. Die Strategie von SIMONA ist
darauf ausgerichtet, in eigener Forschung und Entwicklung
die Produkteigenschaften technologisch permanent
weiterzuentwickeln und das Materialportfolio auszubauen.
Dazu gehören auch die Entwicklung und
Markteinführung von Produkten, die helfen, CO
2 einzusparen und die Kreislaufwirtschaft zu
fördern.
In der Region EMEA ist die anwendungsorientierte
Organisation in Business Lines auf die Erschließung
von Wachstum in Megatrends wie Energie- und
Wasserversorgung, Ernährung, Bau und Mobilität
ausgerichtet. Die Akquisition von SIMONA Stadpipe in
Norwegen unterstützt die Erschließung globalen
Wachstums in der Aquakultur. Aufgrund einer geplanten
Steuer der norwegischen Regierung auf die Gewinne aus
Fischzuchtanlagen, sind die kurzfristigen Risiken in diesem
Geschäft angestiegen. Die Akquisition von SIMONA
PLASTECH in der Türkei erweitert das Angebot für
Bau- und Werbeanwendungen und soll die Position in diesem
Marktsegment stärken. Mit der Akquisition von SIMONA
PEAK Pipe Systems wurde das Produktangebot erweitert und
die Marktposition im Markt für
Infrastrukturanwendungen in EMEA gestärkt.
In der Region Amerika kann SIMONA sein individuelles
Produktprogramm, das hohe Designanforderungen in der
Innenausstattung von Flugzeugen erfüllt, auf weitere
Anwendungen erweitern. Die Chancen im Kernmarkt der
Inneneinrichtung von Flugzeugen haben sich aufgrund der
Erholung im Luftverkehr verbessert. Durch zahlreiche
Produktentwicklungen sieht SIMONA in den USA zudem ein
gutes Potenzial im Markt für Outdoormöbel aus
Kunststoff, im Bootsbau und bei der Inneneinrichtung von
Bädern. Mittelfristig bieten sich in Amerika auch
Chancen im Produktbereich Rohre und Formteile.
In der Region Asien-Pazifik sieht SIMONA gute Chancen in
den Schlüsseltechnologien Umwelttechnik, Halbleiter-
und chemische Prozessindustrie sowie Aquakultur.
Insgesamt sieht SIMONA das Chancenpotenzial auf einem
nach wie vor guten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr sind
die mittel- und langfristigen Chancen für das
Geschäft von SIMONA grundsätzlich
unverändert. Kurzfristig sind die Risiken aufgrund
schwacher Dynamik der Weltwirtschaft und damit verbundener
mangelnder Nachfrage, die zu intensivem Wettbewerb
führt, angestiegen.
3.2 RisikoberichtRisikomanagementsystemDie SIMONA AG und der SIMONA Konzern sind aufgrund der
globalen Geschäftsaktivitäten einer Vielzahl von
Risiken ausgesetzt. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis,
eine Handlung und/oder eine unterlassene Handlung mit der
Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das
Unternehmen. Die Risikostrategie ist fester Bestandteil in
der Unternehmensstrategie von SIMONA und koexistiert neben
der Geschäftsstrategie. Die Risikokultur der SIMONA
ist gekennzeichnet durch risikobewusste Entscheidungen
sowie Handlungen auf Basis der Grundsätze eines
vorsichtig agierenden Kaufmanns. Mit dem frühzeitigen
Erkennen von Chancen und auf Vorsicht basierendem Eingehen
von Geschäfts- bzw. Unternehmensrisiken ist es Ziel,
den langfristigen Unternehmensbestand sowie den
Unternehmenswert der SIMONA nachhaltig zu sichern. Im
Rahmen der Risikosteuerung sollen Risiken entweder
vermieden, begrenzt oder übertragen werden.
Verbleibende Risiken werden von SIMONA getragen. Im Rahmen
der halbjährlichen Risikoberichterstattung an Vorstand
und Aufsichtsrat werden die Risiken kommuniziert.
Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesamtheit aller
organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur
Risikoerkennung sowie zum Umgang mit den identifizierten
Risiken unternehmerischer Tätigkeit. Die
Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie
die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien
und Organisationsanweisungen niedergelegt. Diese werden in
regelmäßigen Abständen an externe und
interne Entwicklungen angepasst.
Das SIMONA Risikomanagementsystem steuert auf Basis
einer Riskmap die als wesentlich erachteten Risiken des
Konzerns. Die Steuerung der Chancen und Risiken zielt auf
die beiden Dimensionen Auswirkung und
Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Als wesentliche
Einzelrisiken werden alle bedeutenden Risiken mit einem
Erwartungswert von über 5,0 Mio. EUR Schadenshöhe
bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der
Erwartungswert ergibt sich als Produkt aus der Auswirkung
und der Eintrittswahrscheinlichkeit und dient
ausschließlich der Priorisierung sowie Fokussierung
der Risikoberichterstattung auf wesentliche Risikofelder.
Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent
wird als hoch und von unter 50 Prozent als gering
eingestuft.
Identifizierte Risiken werden hinsichtlich der
Risikotragfähigkeit des Konzerns auf deren
Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzielle Auswirkungen
bewertet. Im Rahmen eines Stresstest-Szenarios erfolgt auf
Basis des Erwartungswertes der im Risikoinventar erfassten
Einzelrisiken eine Risikoaggregation sowie
Überprüfung möglicher Interdependenzen.
Dabei wird das ermittelte maximale Risikopotenzial
bezüglich Risikotragfähigkeit ins Verhältnis
zu den verfügbaren Zahlungsmitteln (vorhandene
Zahlungsmittel zuzüglich nicht ausgeschöpfte
Kreditlinien) und dem Eigenkapital gesetzt. Zudem wird die
potenzielle Verschuldungskapazität für die
Beurteilung der Risikotragfähigkeit herangezogen.
SIMONA betrachtet folgende Einzelrisiken als wesentlich:
scrollen
Wenn nicht anders angegeben, betreffen die vorgenannten
Risiken in unterschiedlichem Ausmaß sämtliche
Segmente bzw. Business Lines.
Gesamtwirtschaftliche und AbsatzmarktrisikenSie betreffen vor allem die konjunkturelle Entwicklung
der Abnehmerbranchen von SIMONA, geopolitische Konflikte
sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen.
Branchenspezifische Risiken betreffen insbesondere die
Substitution von Kunststoff durch andere Materialien,
Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, die
Veränderung von Absatzmärkten, den Verlust von
Schlüsselkunden und geänderte
Kundenanforderungen. Als Maßnahmen zur
Risikobegrenzung dienen hierbei ein diversifiziertes
Produktsortiment, eine intensive Marktbeobachtung und ein
strukturiertes Beschaffungsmanagement. Die globale
Produktion an verschiedenen Standorten mit Werken in den
USA, China und Tschechien sowie die
Unternehmenszukäufe in Norwegen, in der Türkei
und zuletzt in Großbritannien tragen dazu bei, eine
hohe Diversifikation und Flexibilität zu
gewährleisten sowie die Kundenanforderungen
standortnah und kundengerecht zu bedienen.
Die geopolitischen Risiken befinden sich durch den
andauernden Krieg in der Ukraine sowie den drohenden
Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin im
Fokus. Im Segment EMEA bestimmen der Krieg in der Ukraine,
hohe Energiepriese sowie weiterhin unsichere Lieferketten
die Umfeld- und Branchenrisiken. Im Segment Amerika
determinieren insbesondere mittelfristig die
ökonomisch-politische Ausrichtung der USA sowie die
straffe Geldpolitik und Entwicklung des US-Dollars die
Risiken. Im Segment Asien-Pazifik ergeben sich vor allem
aus den künftigen politischen und wirtschaftlichen
Beziehungen zwischen den USA und China die wesentlichen
Risiken.
Im Bereich der Änderung von Absatzmärkten
werden mittelfristig Umsatzrückgänge von etwa
10,0 bis 25,0 Mio. EUR geschätzt, bei einer
Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Dies würde
korrespondierend zu einer Ergebnisbelastung von 1,0 Mio.
EUR bis 2,0 Mio. EUR führen.
Unternehmensstrategische RisikenSie umfassen insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr
gestiegene Gefahr von Fehleinschätzungen der
künftigen Marktentwicklung und werden mit
Umsatzeinbußen von etwa 15,0 bis 25,0 Mio. EUR
(Vorjahr 5,0 Mio. EUR bis 10,0 Mio. EUR) geschätzt.
Eine potentielle Ergebnisbelastung beträgt damit 1,0
Mio. EUR bis 2,0 Mio. EUR. Maßnahmen zur
Risikovermeidung sind hauptsächlich intensive
Beobachtung von Markt und Wettbewerb,
regelmäßige Strategiegespräche mit Key
Accounts und intern zwischen der Unternehmensführung
und der Vertriebsorganisation. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus
unternehmensstrategischen Risiken wird derzeit unter 50
Prozent eingeschätzt.
Finanzwirtschaftliche RisikenDiese betreffen vor allem Währungsrisiken,
Marktpreisrisiken sowie Risiken schwankender
Zahlungsströme, Kreditrisiken,
Forderungsausfallrisiken einschließlich Risiken aus
Insolvenzanfechtung, Zinsänderungsrisiken und Risiken
durch die betriebliche Altersversorgung.
Ziel des Risikomanagements ist es, die Risiken durch die
laufenden operativen und finanzorientierten Transaktionen
zu begrenzen. Risikoabhängig wird angestrebt,
Einzelrisiken bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente
und nicht derivative Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Durch die Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre
und die Erweiterung der Produktion und Marktposition im
US-amerikanischen Markt konnte die Abhängigkeit vom
Euro im Konzern reduziert werden. Damit einhergehend ist
jedoch das USD-Währungsrisiko für SIMONA
weiterhin bedeutend. Zudem ist das Währungsrisiko
durch die hohe Volatilität der Türkischen Lira im
Zuge des Unternehmenszukaufes in der Türkei
signifikant angestiegen. Mittelfristig wird das
Währungsrisiko auf 4,0 bis 6,0 Mio. EUR
Ergebnisbelastung bzw. -entlastung bei einer
Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 Prozent
eingeschätzt.
Das Risiko für Forderungsausfälle und
Insolvenzen ist aufgrund der konjunkturellen Entwicklung
deutlich erhöht. Intensive Bonitätsprüfungen
und die laufende Bonitätsüberwachung
beschränken dabei das Gesamtrisiko wie auch die
Einzelrisiken. Das potenzielle Risiko entspricht mit 0,9
Mio. EUR hauptsächlich dem Wert der mehr als 60 Tage
überfälligen und bilanziell wertberichtigten
Außenstände der SIMONA AG im Segment EMEA.
Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch
Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei
Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Lieferungen an
Russland wurden aufgrund des Ukraine-Krieges konzernweit im
Februar 2022 gestoppt. Außenstände
gegenüber Kunden aus Russland und der Ukraine wurden
wertberichtigt. Zudem sind die Risiken aus
Insolvenzanfechtung latent gegeben, die über eine
entsprechende Versicherung abgedeckt sind. Der Lagerbestand
wird turnusmäßig überprüft und
für einzelne ungängige Produkte werden
regelmäßig Wertberichtigungen vorgenommen,
einschließlich der Bestände für russische
und ukrainische Kunden. Kundenspezifische Produkte werden,
soweit von einem Ausfall des Kunden auszugehen ist,
wertberichtigt oder wenn möglich umgewidmet.
Die Zinsänderungsrisiken sind tendenziell deutlich
angestiegen. Die beanspruchten variabel verzinsten
kurzfristigen Kontokorrentkreditlinien der SIMONA AG
unterliegen einem erhöhten Zinsänderungsrisiko.
Die Verzinsung der langfristigen Finanzierung der
Akquisition in Großbritannien erfolgt teils mit
variablen und festen Zinssätzen, wobei ein Teil der
variablen Verzinsung durch einen Zinsswap abgesichert wird.
Die KfW-Fördermittel werden mit festen Zinssätzen
verzinst und unterliegen daher keinem
Zinsänderungsrisiko. Zinsänderungsrisiken werden
mit etwa 0,5 Mio. EUR geschätzt bei einer
Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent.
Insbesondere die Risiken aus der betrieblichen
Altersvorsorge werden als wesentlich und mit hoher
Eintrittswahrscheinlichkeit angesehen. Die langfristig
schwer kalkulierbaren Risiken wie die zukünftige
Zins-, Entgelt- und Rentenentwicklung sowie die höhere
Lebenserwartung werden als wesentliche Risiken eingestuft.
Die Risiken aus Pensionsverpflichtungen, die sich aus einer
Änderung der vorgenannten Parameter um +/-0,5 Prozent
ergeben können, betragen kumulativ etwa 30,0 bis 45,0
Mio. EUR, die hauptsächlich in der
Gesamtergebnisrechnung (OCI) zu erfassen wären. Des
Weiteren zählen dazu Risiken wie die schwer
vorhersagbare Belastung der Liquidität und des
Eigenkapitals, Risiken der Vermögensanlage bzw. der
Volatilität des Planvermögens sowie schwankende
Kostenbelastungen durch die Beiträge an den
Pensionssicherungsverein. Die Volatilität des
Planvermögens wird in etwa auf 5,0 bis 18,0 Mio. EUR
taxiert und ergibt sich im Wesentlichen aus der
Kursentwicklung der Aktien der SIMONA AG in den vergangenen
Jahren. Im ersten Halbjahr 2023 ist das Planvermögen
gestiegen, wobei der Wert der SIMONA AG Aktien im Vergleich
zum Ende des Vorjahres um 1,2 Mio. EUR niedriger notierte.
Beschaffungs- und EinkaufsrisikenDie Beschaffungs- und Einkaufsrisiken betreffen
weiterhin hauptsächlich potenzielle Ausfälle von
Rohstoff- und Additivlieferanten sowie die volatile
Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Die
Preisentwicklung der Vorprodukte (Naphtha, Propylen und
Ethylen) der von SIMONA eingesetzten Rohstoffe
verläuft nicht zwingend korrespondierend zum
Rohölpreis. Die Rohstoffnotierungen, vor allem
Commodities, sind im Laufe des ersten Halbjahres 2023
voneinander abgewichen. Die im Geschäftsjahr 2022
durch den Ukraine-Krieg zusätzlich entstandenen
Risiken in der Supply Chain haben im ersten Halbjahr keine
Risiken in der Belieferungskette aufgezeigt.
Der Energiemarkt, der sich im Zeitraum Juni bis Dezember
2022 preislich komplett entkoppelte und die Preise auf bis
zu 400 EUR/ MWh trieb, hat sich im Laufe der ersten sechs
Monate 2023 auf erhöhtem Niveau beruhigt. Vor allem
gesetzliche Regelungen, wie die Nutzung der
Strom-/Gaspreisbremse, die teils sehr gut gefüllten
Gasspeicher verbunden mit guter Angebotsversorgung haben
die Strom- und Gaspreise wieder auf normale Preisniveaus
einpendeln lassen. Sofern keine ungeplanten Störungen
größeren Ausmaßes beim Gasangebot
eintreten, sollten die Speicher in Europa rechtzeitig vor
der nächsten Heizperiode gefüllt sein. Auf der
Nachfrageseite sehen wir weiter Rückgänge im
Vergleich zu den Vorjahren, sodass hiervon ebenfalls
dämpfende Effekte auf die Preise für Gas und
Strom ausgehen dürften.
Die Inflationsraten dürften in den kommenden
Monaten wieder zurückgehen. Bei den
Vorleistungskosten, allen voran bei Energie, zeichnen sich
mittlerweile Preisrückgänge ab, die von den
Produzenten an ihre Kunden weitergeben werden. Allerdings
dürften die Löhne im weiteren Verlauf des Jahres
beschleunigt zunehmen, weil vermehrt Inflationsprämien
ausgezahlt und spürbare Tariflohnanhebungen wirksam
werden. Die Gesamtinflationsrate dürfte von 6,9
Prozent im Jahr 2022 auf etwa 5,8 Prozent im Jahr 2023
zurückgehen. Erst im kommenden Jahr sollte sich der
Preisanstieg allmählich wieder normalisieren und die
Inflationsrate weiter zurückgehen.
Eine Steigerung der Rohstoffpreise um 10 Prozent, die
nicht am Absatzmarkt weitergegeben werden kann, würde
zu einer Erhöhung der Rohstoffkosten und damit
Ergebnisbelastung von etwa 5,0 Mio. EUR führen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit auf 50 Prozent
eingeschätzt.
InvestitionsrisikenInvestitionsrisiken beinhalten hauptsächlich das
Risiko von Fehlinvestitionen in den Maschinenpark sowie in
Auslandsbeteiligungen. Potenzielle Investitionsrisiken
werden gegenwärtig mit etwa 10,0 bis 15,0 Mio. EUR und
einer Eintrittswahrscheinlichkeit unter 50 Prozent
geschätzt.
Risiken durch InformationstechnologienDie Gewährleistung der sicheren Abwicklung der
Geschäftsprozesse setzt eine permanente
Überprüfung und Verbesserung der eingesetzten
Informationstechnologien voraus. Die Weiterentwicklung der
eingeführten Maßnahmen zur
Informationssicherheit ist daher von hoher Bedeutung. Die
Risiken umfassen insbesondere die Verfügbarkeit,
Zuverlässigkeit und Effizienz der
Informationstechnologiesysteme einschließlich des
Ausfalls der IT-Infrastruktur, Datenverlusts sowie
Angriffen auf die IT-Systeme. Den
informationstechnologischen Risiken begegnet SIMONA durch
eine firmeneigene IT-Abteilung, die Beauftragung von
spezialisierten Unternehmen sowie regelmäßige
Investitionen in neueste Hard- und Software. Im Rahmen des
Sicherheitsmanagements reagiert SIMONA auf die zunehmenden
Anforderungen an die Anlagensicherheit. Hierzu zählt
hauptsächlich die Investition in aktuelle Firewall-
und Antivirussysteme sowie in sonstige Softwaresysteme.
Zudem wird derzeit ein Information Security Management
System (ISMS) institutionell im Konzern aufgebaut. Ein
wesentlicher Schaden durch einen temporären
Systemausfall wird mit etwa 10,0 Mio. EUR
Umsatzrückgang und etwa 2,0 bis 3,0 Mio. EUR
Kostenaufwand geschätzt. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit insbesondere durch externe
Angriffe auf die IT-Systeme hat weiter deutlich zugenommen
und wird auf über 50 Prozent geschätzt.
Im Rahmen eines Stresstest Szenarios hat eine
Überprüfung ergeben, dass die
Risikotragfähigkeit auf Ebene des SIMONA Konzerns
gegeben ist.
Die Gesamt-Risikosituation des Konzerns hat sich nach
unserer Einschätzung zum Ende des ersten Halbjahres
2023 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2022
weiter verschlechtert. Insbesondere sind die Auswirkungen
des Ukraine-Kriegs, der Inflation und straffen Geldpolitik
sowie der schwachen Weltkonjunktur noch nicht vorhersehbar.
Bestandsgefährdende Risiken für den SIMONA
Konzern und die SIMONA AG sind derzeit nicht erkennbar.
4. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) geht in
seiner jüngsten Prognose von einer "steinigen
Erholung" der Weltwirtschaft aus und sieht die Lage als
fragil an, auch wenn einige Konjunkturindikatoren sich
stabilisiert haben. Für das Jahr 2023 geht der IWF in
seiner April-Prognose von einem Wachstum der Weltwirtschaft
von 2,8 Prozent aus. Für den Euroraum erwartet der IWF
dabei ein Wachstum von 0,8 Prozent, für Deutschland
-0,1 Prozent. Für die Wirtschaft in den USA geht der
IWF von einem Wachstum von 1,6 und in China von 5,2 Prozent
aus. Es ist davon auszugehen, dass sich die weltweite
Investitionstätigkeit nicht entscheidend beleben wird.
Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Umsatz- und Ergebniserwartungen der Unternehmen der
Kunststoff verarbeitenden Industrie bleiben verhalten. 65
Prozent gehen nach einer Umfrage des Gesamtverbands
Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) von sinkenden
oder gleichbleibenden Umsatzerlösen in 2023 aus. 68
Prozent erwarten sinkende oder gleichbleibende
Betriebsergebnisse.
Die chemische Industrie in Deutschland geht für das
Gesamtjahr von einem Produktionsrückgang (ohne Pharma)
von 11 Prozent aus. Beim Umsatz wird ein Minus von 16
Prozent erwartet. Für die Weltchemieproduktion
erwartet der Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI)
ein Plus von 3 Prozent für 2023. Die Volkswirte des
VDMA prognostizieren für den Weltmaschinenbau im Jahr
2023 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 1 Prozent.
Für den Maschinenbau in Deutschland geht der VDMA von
einem realen Produktionsrückgang von -2 Prozent
für das laufende Jahr aus. Der Markt für die
Inneneinrichtung von Flugzeugen befindet sich aufgrund des
weltweit gestiegenen Flugverkehrs wieder auf Wachstumskurs
und könnte in diesem Jahr sein Vorkrisenniveau wieder
erreichen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie geht
für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023
von einem realen Umsatzrückgang von 6 Prozent aus.
Künftige EntwicklungDas erste Halbjahr 2023 war insgesamt von
rückläufigen Geschäftsvolumina und fallenden
Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Die rückläufigen
Rohstoffpreise führen zu einer Reduzierung der
Verkaufspreise der SIMONA bei Erhalt der Marge. Dieses
sowie der auch in der zweiten Jahreshälfte erwartete
Rückgang der Absatzvolumina führen zu einem
weiteren Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr. Daher
werden wir die Konzernumsatzprognose, die bisher bei
650-675 Mio. EUR lag, auf einen Jahresumsatz von 610-630
Mio. EUR anpassen. Dennoch geht SIMONA unverändert
davon aus, eine Konzern-EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent
für das Jahr 2023 zu erreichen.
Zukunftsbezogene Aussagen und PrognosenDer vorliegende Konzernzwischenlagebericht enthält
zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes der
SIMONA AG sowie den ihm derzeit verfügbaren
Informationen basieren. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind
nicht als Garantien für die darin genannten
zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und
Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig.
Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten
und beruhen auf Annahmen, die sich künftig
möglicherweise als nichtzutreffend erweisen
könnten. Die SIMONA AG übernimmt keine
Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten
zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu
aktualisieren.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass im
zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns sowie der SIMONA AG so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des
SIMONA Konzerns und der SIMONA AG beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2023
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023scrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023scrollen
Konzernbilanzder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023VERMÖGENSWERTEscrollen
EIGENKAPITAL UND SCHULDENscrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023scrollen
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Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschlussder SIMONA AG für das erste Halbjahr 2023[1] Informationen zum UnternehmenDie SIMONA AG ist eine in Deutschland gegründete
Aktiengesellschaft mit Sitz in 55606 Kirn, Teichweg 16,
Deutschland, deren Aktien öffentlich im General
Standard der Frankfurter und der Berliner
Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad
Kreuznach (HRB 1390).
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
(Konzernzwischenabschluss) für das erste Halbjahr 2023
wurde am 25. Juli 2023 durch Beschluss des Vorstandes zur
Veröffentlichung freigegeben.
[2] Grundlagen und Methoden des KonzernabschlussesDer Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr
2023 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des
IAS 34 "Interim Financial Reporting" und in Anwendung des
§ 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und stimmt mit
diesen überein.
Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt.
Die Berichtsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar
2023 bis 30. Juni 2023. Als Ausgangsbasis für den
Konzernzwischenabschluss dient der Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2022, auf den für weitere Informationen
verwiesen wird.
Aus rechentechnischen Gründen können in den
Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer
Einheit (EUR, %, usw.) auftreten.
Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Rechnungslegungsgrundsätze
entsprechen denen des vorherigen Geschäftsjahres und
der zugehörigen Zwischenberichtsperiode.
Anwendung des IAS 29 - Rechnungslegung in HochinflationsländernAuf Basis der im April 2022 vom Internationalen
Währungsfonds veröffentlichten Daten wird die
Türkei seit dem zweiten Quartal 2022 als
hochinflationär eingestuft. Deshalb wendet der Konzern
für die Tochtergesellschaft in der Türkei IAS 29,
Financial Reporting in Hyperinflationary Economies, an.
Hierbei wird der IAS 29 so angewendet, als ob die
Türkei schon immer hochinflationär gewesen
wäre. Der Effekt aus der erstmaligen Anwendung der
Hochinflationsbewertung auf die Eröffnungsbilanzwerte
wurde im OCI erfasst. Der Abschluss des Unternehmens,
dessen funktionale Währung die Türkische Lira
ist, wird dabei an die aktuelle Kaufkraft am Ende der
Berichtsperiode angepasst. Transaktionen des Jahres 2023
und nicht-monetäre Posten werden am Ende der
Berichtsperiode umgerechnet, um den am Stichtag aktuellen
Preisindex widerzuspiegeln. Zur Bereinigung dieser
Einflüsse wurde der Nationale Konsumenten Preisindex
verwendet, der vom Statistikinstitut der Türkei
veröffentlicht wird. Dessen Wert betrug zum 30. Juni
2023 19,77 Prozent für die letzten sechs Monate. Der
monetäre Gewinn in Höhe von 1.270 TEUR ist in der
Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Finanzergebnis
erfasst. Die kumulative Drei-Jahresinflationsrate in der
Türkei beträgt zum Stichtag 30. Juni 2023 190,14
Prozent.
KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31.
Dezember 2022 nicht verändert.
Neben dem Mutterunternehmen wurden zum 30. Juni 2023
insgesamt 32 in- und ausländische Gesellschaften in
den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
[3] Saisoneinflüsse auf die GeschäftstätigkeitAufgrund der saisonalen Einflüsse werden in allen
Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr in der Regel
niedrigere Umsatzerlöse und niedrigere
Betriebsergebnisse als im ersten Halbjahr erwartet. Die
niedrigeren Umsatzerlöse sind im Wesentlichen auf die
sinkende Nachfrage in den Haupturlaubsmonaten (Juli und
August) sowie auf reduzierte Lagerbestände bei den
Kunden zum Jahresende (Dezember) zurückzuführen.
[4] SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8 basiert die
Segmentberichterstattung auf dem "management approach".
Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating
Decision Maker regelmäßig für
Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als
maßgeblich zu betrachten.
Für Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der
Konzern nach geografischen Regionen organisiert und
verfügt über die folgenden drei
berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
scrollen
Die Segmentzuordnung erfolgt, wie im Vorjahr auf Basis
der Region, in welcher die umsatzgenerierende
Geschäftseinheit den Firmensitz hat.
Alle drei Segmente erzielen ihre Erträge
hauptsächlich mit dem Vertrieb von
Kunststoffhalbzeugen und Rohren einschließlich
Formteilen. Das Segment EMEA umfasst die Herstellung und
den Vertrieb von thermoplastischen Kunststoffhalbzeugen,
Fertigteilen und Profilen sowie Rohren und Formteilen,
zudem auch die Planung, Produktion und Installation von
Rohrleitungssystemen für die Aquakultur. Im Segment
Amerika werden überwiegend extrudierte Platten aus
Thermoplasten vor allem für die Inneneinrichtung von
Flugzeugen produziert und vertrieben. Im Segment
Asien-Pazifik werden überwiegend thermoplastische
Kunststoffhalbzeuge hergestellt und verkauft.
Das Betriebsergebnis (EBIT) dieser Segmente wird vom
Management verwandt, um Entscheidungen über die
Verteilung der Ressourcen zu fällen und die
Ertragskraft der Geschäftseinheiten zu bestimmen. Die
Ertragskraft der Segmente wird anhand des
Betriebsergebnisses aus der operativen
Geschäftstätigkeit vor Einflüssen aus der
Finanzierungstätigkeit sowie ohne ertragsteuerliche
Effekte beurteilt.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und
Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde.
Forderungen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie
Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den
Überleitungen eliminiert. Die Verrechnungspreise
zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand
marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten
ermittelt. Die Außenumsätze richten sich nach
dem Sitz der umsatzgenerierenden Geschäftseinheit. Die
Investitionen betreffen Zugänge bei den immateriellen
Vermögenswerten, Sachanlagen und Nutzungsrechten aus
Leasing. Das Segmentvermögen beinhaltet
Vermögenswerte, die zur Erreichung des operativen
Ergebnisses beitragen. Die Abschreibungen auf langfristige
Vermögenswerte betreffen die immateriellen
Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus
Leasing.
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu
Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen sowie
Ergebnissen der Segmente. Die Unterschiede zum
Konzernzwischenabschluss werden in der
Überleitungsrechnung dargestellt.
SEGMENTINFORMATIONEN SIMONA KONZERN FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2023scrollen
scrollen
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG[5] ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes
setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie
folgt zusammen:
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
[6] Gezahlte DividendeIm ersten Halbjahr wurde eine Dividende auf die
Stammaktien des Mutterunternehmens in Höhe von 1,85
EUR je Aktie (Vorjahr 1,70 EUR je Aktie) durch die
ordentliche Hauptversammlung am 02. Juni 2023 beschlossen
und am 07. Juni 2023 ausgeschüttet.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ[7] SachanlagenWährend des Berichtszeitraums hat der Konzern
Sachanlagen zu Anschaffungskosten in Höhe von 17.029
TEUR erworben (Vorjahr 22.117 TEUR; davon 6.713 TEUR aus
Erstkonsolidierung).
In den Sonstigen Erträgen sind Gewinne aus der
Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 408
TEUR (Vorjahr 97 TEUR), in den Sonstigen Aufwendungen sind
Verluste aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von
114 TEUR (Vorjahr 276 TEUR) enthalten.
[8] VorräteDer Betrag der Wertminderungen von Vorräten ist im
ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022
um 410 TEUR auf 12.237 TEUR gestiegen.
[9] Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteFür Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt
sich der Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten (Finanzmittelfonds) wie
folgt zusammen:
scrollen
[10] FinanzschuldenZum Bilanzstichtag wurden von der SIMONA AG kurzfristige
Geldmarktkredite in Höhe von insgesamt 25,0 Mio. EUR
mit Laufzeiten von drei bis sieben Monaten aufgenommen. Die
Verzinsung erfolgt variabel auf Basis des
laufzeitkongruenten EURIBOR.
Zudem verfügt die SIMONA PLASTECH Levha Sanayi
Anonim Şirketi, Türkei über eine variabel
verzinste Kreditlinie von nominal 5,0 Mio. EUR. Zum
Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme 3,0 Mio.
EUR mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die
Besicherung erfolgt durch eine Zahlungsgarantie der SIMONA
AG.
SONSTIGE ANGABEN[11] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo aus Investitionsvorhaben zum 30. Juni
2023 beträgt 15.342 TEUR (Vorjahr 23.135 TEUR) und aus
Rohstoffbestellungen 26.623 TEUR (Vorjahr 47.546 TEUR).
[12] Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie SIMONA AG erbringt im Rahmen ihrer betrieblichen
Geschäftstätigkeit Leistungen an die in den
Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen.
Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im
Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen
innerhalb des SIMONA Konzerns. Diese Lieferungs- und
Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
[13] Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse
eingetreten, die zu einer Änderung der Bewertungen
führen.
[14] Angabe gemäß § 115 Abs. 5 WpHGDer verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der
Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer
prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend
§ 317 HGB geprüft.
[15] Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Kirn, im Juli 2023
SIMONA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
scrollen
SIMONA AG
Phone +49 (0) 675214-0
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