Aumann AG

Beelen

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019

Grusswort des Vorstandes

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

unser Marktumfeld ist seit einigen Monaten geprägt von einer erheblichen Investitionszurückhaltung der Automobilhersteller und deren Zulieferer. Hervorgerufen ist diese Zurückhaltung insbesondere durch rückläufige Fahrzeugabsätze und unsichere Absatzprognosen. Dies führte zu wiederholten Verschiebungen bei Auftragsvergaben, sodass unser Auftragseingang im ersten Halbjahr mit 86,1 Mio. € deutlich unter unseren Erwartungen lag. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2019 jüngst angepasst.

Im ersten Halbjahr 2019 lag der Umsatz von Aumann mit 133,5 Mio. € geringfügig über dem Vorjahresniveau. Im E-mobility Segment konnte ein Umsatzwachstum von 16,0 % auf 56,6 Mio. € und damit ein Umsatzanteil von 42,4 % erzielt werden. Die EBIT-Marge im E-mobility Segment belief sich im Halbjahr auf 8,9 %, im Classic Segment lag die sie bei 8,1 %. Der Rückgang der Profitabilität ist insbesondere auf die Verschlechterung des Markumfeldes und die damit einhergehende Kostensensibilität unserer Kunden zurückzuführen. Vor dem Hintergrund unserer erfolgreichen Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren sind wir mit dieser Situation natürlich nicht zufrieden.

Auch wenn aktuell selbst im Bereich E-Mobility eine Investitionszurückhaltung spürbar ist, halten wir den langfristigen Trend zur Elektromobilität für ungebrochen. Bei unseren Kunden wird dies zwangsläufig einen Bedarf an neuen innovativen und hochautomatisierten Fertigungslösungen hervorrufen. Wir sind davon überzeugt, dass Aumann hierfür strategisch sehr gut aufgestellt ist und wir arbeiten täglich hart daran, diese Position weiter zu verbessern. Unsere außerordentlich hohe Eigenkapitalquote von 63,7 % und eine Nettoliquidität von 64,6 Mio. € bieten dafür ideale Voraussetzungen.

Herzlichst

 

Rolf Beckhoff, Chief Executive Officer

Sebastian Roll, Chief Financial Officer

Aumann in Zahlen

Halbjahr 2019 2018 Δ 2019 / 2018
(ungeprüft) IFRS IFRS
T€ T€ %
Auftragsbestand 156.858 203.251 -24,2
Auftragseingang 86.138 132.476 -35,0
Umsatzerlöse 133.499 133.379 0,1
davon E-mobility 56.615 48.816 16,0
Betriebsleistung 133.809 133.722 0,1
Gesamtleistung 142.438 136.162 4,6
Materialaufwand -83.072 -78.386 6,0
Personalaufwand -38.632 -35.570 8,6
EBITDA 13.859 16.986 -18,4
EBITDA-Marge 10,4% 12,7%  
EBIT 11.471 14.156 -19,0
EBIT-Marge 8,6% 10,6%  
bereinigtes EBIT 11.502 14.156 -18,7
bereinigte EBIT-Marge 8,6% 10,6%  
EBT 11.175 13.866 -19,4
EBT-Marge 8,4% 10,4%  
Konzernergebnis 7.743 9.862 -21,5
Anzahl Aktien 15.250 15.250 0,0
EPS in €* 0,51 0,65 -21,5
Bilanzzahlen 30.06. 31.12.  
  T€ T€ %
Langfristige Vermögenswerte 94.470 87.206 8,3
Kurzfristige Vermögenswerte 222.405 248.903 -10,6
Darin enthaltene liquide Mittel ** 87.712 116.474 -24,7
Gezeichnetes Kapital 15.250 15.250 0,0
Sonstiges Eigenkapital 186.455 180.678 3,2
Eigenkapital insgesamt 201.705 195.928 2,9
Eigenkapitalquote 63,7% 58,3%  
Langfristige Schulden 46.558 45.420 2,5
Kurzfristige Schulden 68.612 94.761 -27,6
Bilanzsumme 316.875 336.109 -5,7
Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) 64.649 93.391 -30,8
Mitarbeiter 1.118 1.101 1,5

* Bezogen auf die am 30. Juni 2019 im Umlauf befindlichen Aktien.
** Dieser Wert versteht sich inklusive der Wertpapiere.

Konzernzwischenlagebericht

Aumann ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit Fokus auf Elektromobilität. Das Unternehmen verbindet einzigartige Wickeltechnologie zur hocheffizienten Herstellung von Elektromotoren mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, insbesondere in der Automobilindustrie. Weltweit setzen führende Unternehmen auf Lösungen von Aumann zur Serienproduktion rein elektrischer und hybrider Fahrzeugantriebe, sowie zur Fertigungsautomatisierung. Auf Grund des langfristig dynamischen Marktwachstums im Bereich der Elektromobilität fokussiert sich Aumann mit seinen Produkten im E-mobility Segment auf die Entwicklung und Herstellung automatisierter Fertigungslinien für Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs. Dabei verfügt das Unternehmen sowohl für Elektromotoren als auch für Energiespeicher über teils einzigartige Technologien zur automatisierten Massenfertigung. Aumann deckt mit seinen Fertigungslösungen somit wesentliche Technologien für die entscheidenden Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs ab.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

In den aktuellen Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum mehren sich die Anzeichen einer spürbaren Verlangsamung. So kam es bei den letzten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht nur zu Abwärtsrevision des erwarteten Weltwirtschaftswachstums, es handelte sich vielmehr um die dritte Abwärtskorrektur in diesem Jahr. Insbesondere korrigierte der IWF seine Prognosen für das Wachstum der Schwellenländer teils deutlich nach unten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum soll derweil in diesem Jahr lediglich um 1,3% steigen. Für Deutschland wird das Wachstum in 2019 wegen der deutlichen Exportabhängigkeit der Wirtschaft sogar nur mit 0,7% beziffert. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht eine Wachstumsverlangsamung in 2019 und korrigierte seine Prognose für das deutsche BIP-Wachstum zuletzt von 1,6 % auf 1,0 %.

Die jüngsten wirtschaftlichen Stimmungsindikatoren stützen die verhaltene Gangart der Wirtschaftsentwicklung. Seit Anfang des Jahres liegt der EWU-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe unter der Marke von 50 Punkten und hat damit den kontraktiven Bereich erreicht, was auf eine Verlangsamung der EWU-Wirtschaft hindeutet. In Deutschland zeigte der jüngste Ifo-Geschäftsklimaindex, einer der wichtigsten deutschen Frühindikatoren, einen erneuten Rückgang. Er markiert aktuell den tiefsten Wert seit April 2013 und damit die zunehmend besorgniserregende Stimmung in der deutschen Industrie.

Auch die Rahmenbedingungen unserer relevanten Kundenindustrien haben sich im abgelaufenen Quartal eingetrübt. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) kürzlich mitteilte, war die Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten im ersten Halbjahr überwiegend negativ. Insbesondere die großen Absatzregionen China, USA und Europa vermeldeten laut VDA teils deutlich rückläufige Absatzzahlen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Während die Rückgänge in den USA mit 1,9 % und in Europa mit 3,1 % noch vergleichsweise moderat ausfielen, bezifferte sich der Rückgang der verkauften Pkw in China im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 sogar auf 14,0 %. Die Erwartungen des Industrieverbandes für das Gesamtjahr 2019 bleiben verhalten.

Auch der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnet für 2019 mit einem Produktionsminus und weist auf eine sich bereits deutlich abgeschwächte reale Produktion im Maschinenbau im bisherigen Jahresverlauf hin. Neben der zyklischen Abschwächung und geopolitischen Verwerfungen belastet die laufenden und künftigen Investitionsvorhaben, dass sich die Automobilindustrie in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet. Laut VDMA verunsichert dieser die Kunden soweit, dass Investitionen verschoben oder eingefroren werden. Per Saldo rechnet der Verband für 2019 mit einem realen Produktionsrückgang von mehr als 2,0 %.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der konsolidierte Umsatz des Aumann-Konzerns lag mit 133,5 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (Vorjahreszeitraum 133,4 Mio. €).

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ist in den ersten sechs Monaten um 18,4 % auf 13,9 Mio. € (Vorjahreszeitraum 17,0 Mio. €) gefallen. Nach Abschreibungen von 2,4 Mio. € ergibt sich ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des Aumann-Konzerns von 11,5 Mio. € (Vorjahreszeitraum 14,2 Mio. €). Von diesen Abschreibungen entfallen 0,03 Mio. € auf Stille Reserven, die im Rahmen der Übernahme der Aumann Limbach-Oberfrohna GmbH aktiviert wurden. Bereinigt um diese Abschreibungen ergibt sich ein EBIT von 11,5 Mio. €. Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von minus 0,3 Mio. € ergibt sich ein EBT (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von 11,2 Mio. € (Vorjahreszeitraum 13,9 Mio. €). Das Konzernergebnis beträgt 7,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum 9,9 Mio. €) oder 0,51 € pro Aktie (bezogen auf 15.250.000 im Umlauf befindliche Aktien) in den ersten sechs Monaten.

Der Auftragseingang lag zum Ende der ersten sechs Monate bei 86,1 Mio. €. Der Auftragsbestand erreichte per Ende Juni 156,9 Mio. €.

Das Eigenkapital des Konzerns ist zum Ende der ersten sechs Monate mit 201,7 Mio. € (195,9 Mio. € zum 31. Dezember 2018) um 2,9 % gestiegen. Bezogen auf die Konzernbilanzsumme in Höhe von 316,9 Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote 63,7 %.

Das Working Capital ist seit dem 31. Dezember 2018 um 26,6 Mio. € gestiegen.

Die Finanzverbindlichkeiten betragen zum 30. Juni 2019 23,1 Mio. € (23,1 Mio. € zum 31. Dezember 2018) und die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere erreichen 87,7 Mio. € (116,5 Mio. € zum 31. Dezember 2018). Der Saldo aus den vorgenannten Verbindlichkeiten und Cash-Positionen beträgt somit 64,6 Mio. € (Net Cash) gegenüber 93,4 Mio. € am 31. Dezember 2018.

Segmententwicklung

Aumann unterscheidet auf Grund der unterschiedlichen Marktperspektiven zwischen den Unternehmenssegmenten E-mobility und Classic, welche im Folgenden näher beschrieben werden.

Im Segment E-mobility fertigt Aumann vorwiegend Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien mit Fokus auf die Automobilindustrie. Aumanns Angebote ermöglichen Kunden die hocheffiziente und technologisch fortschrittliche Massenfertigung von E-Motoren und Spulen. Zur Anwendung kommen dabei hochspezialisierte und zum Teil einzigartige Wickeltechnologien, mit der elektrische Komponenten mit Kupferdraht bewickelt werden. Ebenso wichtig sind modernste Automationslösungen für angrenzende Prozesse. Große Kunden aus den Bereichen Automotive und E-Bikes verwenden Aumann Technologie, um ihre neueste Generation von E-Motoren zu fertigen. Aumanns Angebot umfasst außerdem Spezialmaschinen und Fertigungslinien für die Herstellung von Energiespeichersystemen nebst produktbegleitenden Leistungen wie Wartung, Reparatur und Ersatzteillieferung.

Im Segment E-mobility wuchs der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 16,0 % gewachsen und liegt damit bei 56,6 Mio. €. Das EBIT des Segments liegt nach sechs Monaten bei 5,0 Mio. €. Die EBIT-Marge des Segments beträgt 8,9 %. Der Rückgang der Profitabilität ist insbesondere auf die Verschlechterung des Markumfeldes und die damit einhergehende Kostensensibilität unserer Kunden zurückzuführen. Der Auftragseingang im Bereich E-mobility liegt bei 38,0 Mio. €.

Im Segment Classic fertigt Aumann hauptsächlich Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien für die Bereiche Automotive, Verbraucherelektronik, Haushaltsgeräte, Luft- und Raumfahrt und Industrie. Aumanns Lösungen umfassen beispielsweise Anlagen für die Produktion von Antriebskomponenten, welche die CO2-Emission von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor reduzieren. Außerdem bietet Aumann hochautomatisierte Fertigungs- und Montagelösungen für die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgeräteindustrie sowie spezifische Lösungen für andere Sektoren.

Im Segment Classic liegt der Umsatz in den ersten sechs Monaten bei 76,9 Mio. € (Vorjahreszeitraum 84,6 Mio. €). Einer der wesentlichen Gründe für den aktuellen Umsatzrückgang des Classic Segments liegt in der Investitionszurückhaltung in der Automobilindustrie. Das EBIT des Segments beträgt in den ersten sechs Monaten 6,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 8,7 Mio. €. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 8,1 %. Der Auftragseingang im Classic Segment beträgt 48,2 Mio. €.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter lag am 30. Juni 2019 ohne Leiharbeiter und Auszubildende bei 1.118.

Bericht über Chancen und Risiken

Eine ausführliche Darstellung der Chancen und Risiken des Unternehmens findet sich im Geschäftsbericht 2018, welcher unter www.aumann.com verfügbar ist. Seit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 haben sich die Chancen und Risiken nicht wesentlich verändert. Aumanns Risikomanagementsystem ist dazu geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen und unmittelbar Maßnahmen zu ergreifen.

Prognosebericht

Aumann hat im abgelaufenen Quartal eine vorsichtige Neueinschätzung der Umsatz- und Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2019 vorgenommen. Wiederholte Verschiebungen von Auftragsvergaben mit signifikantem Volumen führten zu einem enttäuschenden Auftragseingang von 86,1 Mio. € im ersten Halbjahr. Vor diesem Hintergrund wird nunmehr für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatz von 240 bis 260 Mio. € erwartet. Das adj. EBIT wird mit bis zu 22 Mio. € prognostiziert, kann sich jedoch abhängig von der weiteren Marktentwicklung auf 16 Mio. € reduzieren.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind insbesondere der rückläufige Fahrzeugabsatz und die daraus resultierende Verunsicherung in der Automobilindustrie, welche sich in erheblicher Investitionszurückhaltung und Kostendisziplin bei Herstellern und Zuliefern niederschlagen. Aumann erwartet ein Fortbestehen dieser Faktoren über das laufende Geschäftsjahr hinaus, hält den mittelfristigen E-mobility Trend jedoch für ungebrochen.

IFRS - Konzernzwischenabschluss 2019

IFRS-Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(ungeprüft) 01.01. - 30.06.2019 01.01. - 30.06.2018
T€ T€
Umsatzerlöse 133.499 133.379
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands    
an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 310 343
Betriebsleistung 133.809 133.722
Aktivierte Entwicklungsleistungen 2.771 1.370
Sonstige betriebliche Erträge 5.858 1.070
Gesamtleistung 142.438 136.162
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -65.737 -66.780
Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.335 -11.606
Materialaufwand -83.072 -78.386
Löhne und Gehälter -30.860 -28.238
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.772 -7.332
Personalaufwand -38.632 -35.570
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.875 -5.220
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 13.859 16.986
Abschreibungen -2.388 -2.830
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 11.471 14.156
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115 110
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -411 -400
Finanzergebnis -296 -290
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11.175 13.866
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.373 -3.965
Sonstige Steuern -59 -39
Konzernjahresüberschuss 7.743 9.862
Ergebnis je Aktie (in €) 0,51 0,65

IFRS-Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(ungeprüft) 01.01. - 30.06.2019 01.01. - 30.06.2018
  T€ T€
Konzernergebnis 7.743 9.862
Währungsumrechnung 3 125
Rücklage aus Zeitwertänderung 1.081 169
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 1.084 294
Gesamtergebnis der Berichtsperiode 8.827 10.156

IFRS-Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(ungeprüft) 01.03. - 30.06.2019 01.03. - 30.06.2018
  T€ T€
Umsatzerlöse 66.102 70.147
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 168 -694
Betriebsleistung 66.270 69.453
Aktivierte Entwicklungsleistungen 2.117 876
Sonstige betriebliche Erträge 5.381 485
Gesamtleistung 73.768 70.814
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -34.213 -37.147
Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.790 -4.999
Materialaufwand -45.003 -42.146
Löhne und Gehälter -15.649 -14.608
für Altersversorgung und für Unterstützung -3.794 -3.890
Personalaufwand -19.443 -18.498
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.500 -1.528
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 5.822 8.642
Abschreibungen -1.205 -1.449
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4.617 7.193
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82 78
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -167 -157
Finanzergebnis -85 -79
Ergebnis vor Steuern (EBT) 4.532 7.114
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.454 -2.070
Sonstige Steuern -37 -15
Konzernergebnis 3.041 5.029
Ergebnis je Aktie (in €) 0,20 0,33

Bilanz

Aktiva (IFRS)

30.06.2019 31.12.2018
ungeprüft geprüft
T€ T€
Langfristiges Vermögen    
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 8.025 5.548
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 689 819
Geschäfts- oder Firmenwert 38.484 38.484
Immaterielle Vermögenswerte 47.198 44.851
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.911 26.820
Technische Anlagen und Maschinen 3.099 2.869
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.447 3.680
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.578 1.231
Sachanlagen 36.035 34.600
Finanzanlagen 10.602 7.454
Aktive latente Steuern 635 301
  94.470 87.206
Kurzfristiges Vermögen    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.092 3.035
Unfertige Erzeugnisse 2.446 1.996
Fertige Erzeugnisse 354 525
Geleistete Anzahlungen 7.015 4.713
Vorräte 12.907 10.269
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.387 25.071
Forderungen aus Auftragsfertigung 105.380 99.622
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4.621 4.921
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 132.388 129.614
Wertpapiere 1.660 2.697
Kasse 7 8
Bankguthaben 75.443 106.315
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 75.450 106.323
  222.405 248.903
Summe Aktiva 316.875 336.109

Passiva (IFRS)

   
  30.06.2019 31.12.2018
  ungeprüft geprüft
  T€ T€
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 15.250 15.250
Kapitalrücklage 131.841 131.841
Gewinnrücklagen 54.614 48.837
  201.705 195.928
Langfristige Schulden    
Rückstellungen für Pensionen 18.267 18.267
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.820 19.429
Sonstige Rückstellungen 862 933
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 729 1
Sonstige Verbindlichkeiten 1.165 1.180
Passive latente Steuern 7.715 5.610
  46.558 45.420
Kurzfristige Schulden    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.607 3.631
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 907 21
Vertragsverbindlichkeiten 12.345 21.186
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.276 30.891
Sonstige Verbindlichkeiten 3.419 9.562
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 13.442 13.828
Steuerrückstellungen 1.203 1.320
Sonstige Rückstellungen 9.413 14.322
  68.612 94.761
Summe Passiva 316.875 336.109

Konzern-Kapitalflussrechnung

(ungeprüft) 01.01. - 30.06. 2019 01.01. - 30.06. 2018
T€ T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit    
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 11.471 14.156
Berichtigungen um zahlungsunwirksame Vorgänge:    
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.388 2.830
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -4.980 -68
Verluste (+) / Gewinne (-) aus Anlageabgängen -1 -33
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 23 0
  -2.570 2.729
Veränderung des Working Capital:    
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -4.626 -3.514
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -22.001 -17.816
  -26.627 -21.330
Gezahlte (-) / Erstattete (+) Ertragsteuern -2.561 553
Erhaltene Zinsen 115 110
  -2.446 663
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -20.172 -3.782
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) immaterielles Anlagevermögen -2.862 -1.162
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) Sachanlagevermögen -1.325 -2.010
Finanzanlagen und Wertpapiere -1.029 -2.260
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.216 -5.432
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Gewinnausschüttung an Gesellschafter -3.050 -3.050
Zahlungseingänge aus der Aufnahme von Finanzkrediten 200 357
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -2.200 -2.248
Zinsauszahlungen -411 -400
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.461 -5.340
Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds    
(Zwischensumme 1-3) -30.849 -14.554
Auswirkungen von Wechselkursänderungen (nicht zahlungswirksam) -24 125
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 106.323 106.701
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 75.450 92.272
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Kasse 7 7
Guthaben bei Kreditinstituten 75.443 92.265
Überleitung zum Liquiditätsbestand am 30.06. 2019 2018
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 75.450 92.272
Wertpapiere 12.262 8.922
Liquiditätsbestand am 30.06. 87.712 101.194

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnungsdifferenz Rücklage aus Zeitwertänderung
T€ T€ T€ T€
01.01.2018 15.250 131.841 15 -37
Gezahlte Dividende 0 0 0 0
Zwischensumme 15.250 131.841 15 -37
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 0 0 0 -314
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 -15 0
Konzernergebnis 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 -15 -314
31.12.2018 15.250 131.841 0 -351
Gezahlte Dividende 0 0 0 0
Zwischensumme 15.250 131.841 0 -351
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 0 0 0 1.081
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 3 0
Konzernergebnis 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 3 1.081
30.06.2019 15.250 131.841 3 730
Rücklage Pensionen Erwirtschaftetes Konzern- Eigenkapital Konzern- Eigenkapital
T€ T€ T€
01.01.2018 -1.971 35.521 180.619
Gezahlte Dividende 0 -3.050 -3.050
Zwischensumme -1.971 32.471 177.569
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 466 0 152
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 -15
Konzernergebnis 0 18.222 18.222
Konzerngesamtergebnis 466 18.222 18.359
31.12.2018 -1.505 50.693 195.928
Gezahlte Dividende 0 -3.050 -3.050
Zwischensumme -1.505 47.643 192.878
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 0 0 1.081
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 3
Konzernergebnis 0 7.743 7.743
Konzerngesamtergebnis 0 7.743 8.827
30.06.2019 -1.505 55.386 201.705

Erläuternde Angaben zum Konzernzwischenabschluss

Rechnungslegung

Der Zwischenfinanzbericht des Aumann-Konzerns für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 wurde auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standard (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Die Erstellung des Abschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie auf die Aufwands- und Ertragspositionen auswirken. Umsatzabhängige Sachverhalte werden unterjährig abgegrenzt.

Segmentberichterstattung

Das Management des Aumann-Konzerns grenzt die Segmente wie im Konzernzwischenlagebericht berichtet beschrieben ab.

01.01. - 30.06.2019 Classic E-mobility Überleitung Konzern
(ungeprüft) T€ T€ T€ T€
Auftragsbestand 96.269 60.589 0 156.858
Auftragseingang 48.156 37.982 0 86.138
Umsatzerlöse Dritte 76.884 56.615 0 133.499
EBITDA 7.473 6.156 230 13.859
Abschreibungen -1.242 -1.115 -31 -2.388
EBIT 6.231 5.041 199 11.471
Finanzergebnis -270 -113 87 -296
EBT 5.962 4.928 285 11.175
EBIT-Marge 8,1% 8,9%   8,6%
Forderungen aus Lieferung und Leistung und Forderungen aus Fertigungsaufträgen 70.606 57.161 0 127.767
Vertragsverbindlichkeiten 9.665 2.680 0 12.345
01.01. - 30.06.2018 Classic E-mobility Überleitung Konzern
(ungeprüft) T€ T€ T€ T€
Auftragsbestand 128.508 74.743 0 203.251
Auftragseingang 79.636 52.840 0 132.476
Umsatzerlöse Dritte 84.563 48.816 0 133.379
EBITDA 9.687 7.473 -174 16.986
Abschreibungen -976 -778 -1.076 -2.830
EBIT 8.711 6.695 -1.250 14.156
Finanzergebnis -252 -148 110 -290
EBT 8.459 6.547 -1.140 13.866
EBIT-Marge 10,3% 13,7%   10,6%
       
Forderungen aus Lieferung und Leistung und Forderungen aus Fertigungsaufträgen 74.484 42.184 0 116.668
Vertragsverbindlichkeiten 15.740 5.088 0 20.828

Veränderungen Eventualverbindlichkeiten

Es liegen keine Veränderungen bei den Eventualverbindlichkeiten gegenüber dem 31. Dezember 2018 vor.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäftsbeziehungen zwischen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften sowie mit anderen Gesellschaften des MBB Konzerns erfolgen zu unter Fremden üblichen Bedingungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Prüferische Durchsicht

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Beelen, 23. August 2019

Rolf Beckhoff, Chief Executive Officer

Sebastian Roll, Chief Financial Officer

Finanzkalender

Ende des Geschäftsjahres

31. Dezember 2019

Konferenzen

Commerzbank Sector Conference

Frankfurt, Deutschland

28. August 2019

Berenberg/Goldmann Sachs Conference

München, Deutschland

24. September 2019

Deutsches Eigenkapitalforum

Frankfurt, Deutschland

25. November 2019

Berenberg European Conference

Pennyhill, Großbritannien

02. Dezember 2019

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