Aumann AG, BeelenHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020Grußwort des VorstandsLiebe Aktionärinnen und Aktionäre, die COVID-19 Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 zu einer drastischen Verschlechterung des globalen wirtschaftlichen Umfelds geführt. Allein in Deutschland sank die Pkw-Produktion im ersten Halbjahr auf das niedrigste Niveau seit 45 Jahren. So wurden an den deutschen Standorten der OEM's im ersten Halbjahr nur rund 1,5 Mio. Fahrzeuge produziert. Das sind 40 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Zwar erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) eine leichte Belebung im zweiten Halbjahr, dies bedeutet aber dennoch einen Rückgang der Pkw-Inlandsproduktion um 25 % gegenüber 2019. Die hieraus resultierenden Überkapazitäten in der Automobilindustrie sowie die Unsicherheiten durch die COVID-19 Pandemie haben die Investitionszurückhaltung weiter verschärft. So entwickelte sich unser Auftragseingang im ersten Halbjahr schwächer als erwartet, lag aber mit 83,1 Mio. € etwa auf dem Vorjahresniveau von 86,1 Mio. €. Positiv ist dabei der Auftragseingang im Segment E-mobility, welcher trotz der aktuellen Herausforderungen um 10,1 % auf 41,8 Mio. € gesteigert wurde und damit einen Rückgang im Segment Classic um 14,4 % auf 41,2 Mio. € teilweise kompensieren konnte. Aumann erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 84,7 Mio. €, welcher bedingt durch den schwachen Auftragseingang der vorausgegangenen Quartale deutlich unter dem Vorjahreswert von 133,5 Mio. € liegt. Das EBITDA lag vor Sondereffekten bei -0,7 Mio. €. Diese deutliche Verschlechterung, auch gegenüber dem ersten Quartal 2020, resultierte insbesondere aus Beeinträchtigungen des operativen Geschäfts durch die COVID-19 Pandemie. Zusätzlich haben Sondereffekte in Höhe von 3,3 Mio. € das EBITDA im ersten Halbjahr belastet, wovon allein 3,0 Mio. € im Rahmen der Schließung des Standortes in Hennigsdorf angefallen sind. Wir bei Aumann nehmen die weltweite COVID-19 Pandemie sehr ernst. Wir haben als Management frühzeitig umfangreiche Vorkehrungen zum bestmöglichen gesundheitlichen Schutz unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner getroffen. An dieser Stelle möchten wir deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen besonderen Dank für ihr verständnisvolles Mitwirken, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Zusammenhalt aussprechen. In jeder Krise steckt aber auch eine Chance. Deshalb arbeiten wir weiterhin zielgerichtet an der Optimierung unserer Kostenstruktur und Fertigungstiefe. Gleichzeitig treiben wir ausgewählte Projekte im Bereich der Prozesstechnik für den elektrischen Traktionsmotor voran. Nicht zuletzt dank liquider Mittel in Höhe von 86,5 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von 67,7 % steht Aumann seinen Kunden als solider Partner für den Wandel zu Elektromobilität beiseite. Davon sind wir überzeugt.
Herzlichst Rolf Beckhoff Chief Executive Officer Sebastian Roll Chief Financial Officer Aumann in Zahlenscrollen
* Hinsichtlich der Bereinigungen verweisen wir auf die Ausführungen innerhalb der Ertrags-, Finanz-und Vermögenslage. ** Bezogen auf die am 30. Juni 2020 im Umlauf befindlichen Aktien. *** Dieser Wert versteht sich inklusive der Wertpapiere. KonzernzwischenlageberichtAumann ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit Fokus auf Elektromobilität. Das Unternehmen verbindet einzigartige Wickeltechnologie zur hocheffizienten Herstellung von Elektromotoren mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, insbesondere in der Automobilindustrie. Weltweit setzen führende Unternehmen auf Lösungen von Aumann zur Serienproduktion rein elektrischer und hybrider Fahrzeugantriebe, sowie zur Fertigungsautomatisierung. Auf Grund des langfristigen Wachstumspotenzials im Bereich der Elektromobilität fokussiert sich Aumann mit seinen Produkten im E-mobility Segment auf die Entwicklung und Herstellung automatisierter Fertigungslinien für Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs. Dabei verfügt das Unternehmen sowohl für Elektromotoren als auch für Energiespeicher über teils einzigartige Technologien zur automatisierten Massenfertigung. Aumann deckt mit seinen Fertigungslösungen somit wesentliche Technologien für die entscheidenden Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs ab. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie im Verlauf des ersten Quartals 2020 einsetzende Dynamik der weltweiten COVID-19 Pandemie hat sich im zweiten Quartal massiv verschärft. Als Reaktion auf die Pandemie wurden weltweit Maßnahmen ergriffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dies führte zu deutlichen Einschränkungen der Geschäftstätigkeit, die von Schließungen von Ländergrenzen über mehrwöchige Produktionsstillstände bis hin zu Personalabbaumaßnahmen und Kurzarbeit bei den Unternehmen führten. Entsprechend verhalten sind derzeit die Erwartungen für die globale Wirtschaftsleistung. Laut Sommer-Prognose der EU-Kommission wird die durch die COVID-19 Pandemie in der Eurozone ausgelöste Rezession 2020 noch stärker ausfallen als bisher angenommen. Nach einer Kontraktion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,6 % im ersten Quartal, erwartet die Kommission für das zweite Quartal einen Rückgang um 13,5 %. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet sie, dass das BIP der Eurozone in Summe um 8,7 % einbrechen wird. In den USA hatte das BIP im ersten Quartal 2020 bereits nachgegeben. Von April bis Juni brach es gemäß offizieller Erstschätzung annualisiert um 32,9 % massiv ein, was nach in Europa gebräuchlicher Berichtsweise einem Rückgang von 9,5 % entspricht. Nach zwei Negativquartalen in Folge wird für das Gesamtjahr 2020 ein BIP-Rückgang erwartet, der stärker als in der Finanz- und Wirtschaftskrise vor über zehn Jahre ausfallen dürfte. In China, das früher von der COVID-19 Pandemie betroffen war und sich entsprechend früher von den Pandemie-Maßnahmen erholte als andere Volkswirtschaften, folgte auf den 6,8 %-igen BIP-Absturz im ersten Quartal 2020 im zweiten Quartal ein überraschend kräftiges Wachstum von 3,2 %. Sofern es nicht zu einer erneuten Verschärfung der weltweiten Pandemie kommt, wird für die zweite Jahreshälfte 2020 insgesamt eine Erholung der globalen Wirtschaftsleistung erwartet. Dennoch dürften die Wachstumsraten in der Eurozone, in den USA und in China für das Gesamtjahr 2020 historisch schwach ausfallen. Die deutlichen Verwerfungen aufgrund der COVID-19 Pandemie haben die Automobilindustrie besonders hart getroffen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) spricht von einem beispiellosen Einbruch der weltweiten Automobilmärkte, der sowohl die Produktion als auch die Absätze von Pkw betrifft. In den großen Absatzregionen China, USA und Europa wurden im ersten Halbjahr 2020 in Summe 7,5 Mio. Pkw weniger verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Absatzrückgang schlägt im europäischen Markt mit einem Minus von 39,5 % besonders deutlich zu Buche, doch auch die Rückgänge in den USA (-23,5 %) und China (-22,5 %) waren im ersten Halbjahr sehr ausgeprägt. Die Pkw-Produktionszahlen waren im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls deutlich rückläufig, wie das Beispiel Deutschland zeigt. So führten der deutliche Einbruch der Endkundennachfrage, die zeitweise Unterbrechung von Lieferketten sowie mehrwöchige Produktionsstillstände dazu, dass die Pkw-Produktion in Deutschland um etwa 40 % auf das niedrigste Niveau seit 45 Jahren gesunken ist. So erwartet der VDA für 2020 insgesamt einen Rückgang des Pkw-Weltmarkts. Die Pkw-Neuzulassungen sollen um etwa ein Sechstel rückläufig sein. In Europa wird dabei mit etwa einem Viertel der stärkste Einbruch bei den Neuzulassungen erwartet. In den USA und China soll der Rückgang 2020 mit etwa 18,0 % bzw. 10,0 % zumindest etwas glimpflicher verlaufen. Bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) zeigen sich die Auswirkungen der Pandemie gleichermaßen. So mussten sie im ersten Halbjahr einen deutlichen Rückgang von 16,0 % in ihren Auftragsbüchern verzeichnen. Dabei fiel der Rückgang bei den Auslandsaufträgen mit 38,0 % deutlich größer aus als das Minus aus dem Inland. Der VDMA konstatiert, dass weiterhin schwer abschätzbar ist, wann sich die Auftragslage nachhaltig entspannt. So wurde die bisherige VDMA-Produktionsprognose in Höhe eines Minus von 5,0 % für 2020, trotz der allgemeinen Erwartung einer Wachstumserholung der Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte, vorerst kassiert. Aumann hat bereits im letzten Jahr damit begonnen, Maßnahmen zur zielgerichteten Optimierung von Kostenstruktur und Fertigungstiefe voranzutreiben. Mit Beginn der weltweiten COVID-19-Pandemie wurden diese Maßnahmen nochmal intensiviert, um die Kostenstruktur an die schwächere Nachfrage in der Automobilindustrie anzupassen. So hat das Management im Juni beschlossen, den Geschäftsbetrieb der Aumann Berlin GmbH am Standort Hennigsdorf einzustellen. Als kleinste Produktionseinheit der Aumann Gruppe hat der Standort zuletzt einen Umsatz von rund 11 Mio. € erzielt und das Konzernergebnis deutlich belastet. Die Standortschließung betrifft alle 65 Arbeitsplätze, derzeit laufende Kundenprojekte werden bis zum Jahresende abgeschlossen. Es wird erwartet, dass die hierdurch herbeigeführte Komplexitätsreduzierung innerhalb des Konzerns zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Aumann führen wird. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDer konsolidierte Umsatz des Aumann-Konzerns ging um 36,6 % auf 84,7 Mio. € zurück (Vorjahreszeitraum 133,5 Mio. €). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug in den ersten sechs Monaten -4,0 Mio. € (Vorjahreszeitraum 13,9 Mio. €). Nach Abschreibungen von 2,8 Mio. € ergibt sich ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des Aumann-Konzerns von -6,8 Mio. € (Vorjahreszeitraum 11,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -0,4 Mio. € ergibt sich ein EBT (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von -7,2 Mio. € (Vorjahreszeitraum 11,2 Mio. €). Das Konzernergebnis beträgt -5,1 Mio. € (Vorjahreszeitraum 7,7 Mio. €) oder -0,34 € pro Aktie (bezogen auf 15.250.000 im Umlauf befindliche Aktien) in den ersten sechs Monaten. Das bereinigte EBITDA beträgt -0,7 Mio. €. Bereinigt wurden einmalige Anpassungsaufwendungen in Höhe von 3,3 Mio. €, wovon 3,0 Mio. € im Rahmen der Einstellung des Geschäftsbetriebs des Standortes in Hennigsdorf entstanden sind und weitere 0,3 Mio. € auf Anpassungsaufwendungen zur Kapazitätsreduzierung an anderen Standorten entfallen. Das bereinigte EBIT liegt bei -3,2 Mio. € und wurde zusätzlich zu den oben genannten Bereinigungen um außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 0,3 Mio. € auf das Anlagevermögen des Standorts Hennigsdorf korrigiert. Der Auftragseingang lag zum Ende der ersten sechs Monate bei 83,1 Mio. €. In diesem Zeitraum wurde Aufträge in Höhe von 7,2 Mio. € storniert. Der Auftragsbestand erreichte per Ende Juni 125,4 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns ist zum Ende der ersten sechs Monate mit 197,8 Mio. € (203,2 Mio. € zum 31. Dezember 2019) um 2,6 % gefallen. Bezogen auf die Konzernbilanzsumme in Höhe von 292,8 Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote 67,6 %. Das Working Capital ist seit dem 31. Dezember 2019 um 0,8 Mio. € gesunken. Die Finanzverbindlichkeiten betragen zum 30. Juni 2020 21,0 Mio. € (21,3 Mio. € zum 31. Dezember 2019) und die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere erreichen 86,5 Mio. € (95,3 Mio. € zum 31. Dezember 2019). Der Saldo aus den vorgenannten Verbindlichkeiten und Cash-Positionen beträgt somit 65,5 Mio. € (Net Cash) gegenüber 74,0 Mio. € am 31. Dezember 2019. SegmententwicklungAumann unterscheidet auf Grund der unterschiedlichen Marktperspektiven zwischen den Unternehmenssegmenten E-mobility und Classic, welche im Folgenden näher beschrieben werden. Im Segment E-mobility fertigt Aumann vorwiegend Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien mit Fokus auf die Automobilindustrie. Aumanns Angebote ermöglichen Kunden die hocheffiziente und technologisch fortschrittliche Massenfertigung eines breiten Spektrums von Einzelkomponenten und Modulen des elektrifizierten Antriebsstranges, angefangen beim E-Traktionsmotor, Antriebs- und Getriebekomponenten, power-on-demand Aggregaten über verschiedene Energiespeichersysteme, bis hin zu Elektronikbauteilen. Ein besonderer, strategischer Fokus liegt für Aumann auf Fertigungslinien für E-Motor-Komponenten und deren Zusammenbau, die durch Produktionslösungen mit innovativen und effizienten Prozessabläufen die Großserienherstellung ermöglichen. Zur Anwendung kommen hierbei hochspezialisierte und zum Teil einzigartige Wickel- und Montagetechnologien, mit deren Hilfe Kupferdraht in elektrische Bauteile eingebracht wird. Ein weiterer strategischer Fokus liegt auf hochautomatisierten Fertigungslinien für die Herstellung von Energiespeichersystemen, wo Aumann mit Kunden auch im laufenden Geschäftsjahr anspruchsvolle Produktions- und Montagelösungen realisiert hat. Große Kunden aus den Bereichen Automotive verwenden Aumann Technologie, um ihre neueste Generation von E-Motoren oder anspruchsvolle Energiespeichersysteme von höchster Qualität zu fertigen. Aumanns Angebot umfasst darüber hinaus Produktionslösungen für E-Hilfsmotoren und auch produktbegleitende Leistungen wie Wartung, Reparatur und Ersatzteillieferung. Im Segment E-mobility sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % und liegt damit bei 55,0 Mio. €. Das EBITDA des Segments liegt nach sechs Monaten bei -1,3 Mio. € (Vorjahr 6,2 Mio. €). Bereinigt um einmalige Anpassungsaufwendungen ergibt sich ein EBITDA von 1,8 Mio. € Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 3,2 %. Das EBIT liegt bei -3,2 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €). Bereinigt um einmalige Anpassungsaufwendungen ergibt sich ein EBIT von 0,2 Mio. € und eine EBIT-Marge von 0,3 %. Der Auftragseingang im Bereich E-mobility liegt bei 41,8 Mio. €. Im Segment Classic fertigt Aumann hauptsächlich Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien für die Bereiche Automotive, Verbraucherelektronik, Haushaltsgeräte und Industrie. Aumanns Lösungen umfassen beispielsweise Anlagen für die Produktion von Antriebskomponenten, welche die CO 2-Emission von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor reduzieren. Außerdem bietet Aumann hochautomatisierte Fertigungs- und Montagelösungen für die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgeräteindustrie sowie spezifische Lösungen für weitere Sektoren. Im Segment Classic liegt der Umsatz in den ersten sechs Monaten bei 29,6 Mio. € (Vorjahreszeitraum 76,9 Mio. €). Das EBITDA des Segments beträgt in den ersten sechs Monaten -2,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 7,5 Mio. €. Bereinigt um einmalige Anpassungsaufwendungen ergibt sich ein EBITDA von -2,7 Mio. €. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei -8,9 %. Das EBIT liegt bei -3,7 Mio. € (Vorjahr 6,2 Mio. Bereinigt um einmalige Anpassungsaufwendungen ergibt sich ein EBIT von -4,5 Mio. € und eine EBIT-Marge von -11,8 %. Der Auftragseingang im Classic Segment beträgt 41,2 Mio. €. MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter lag am 30. Juni 2020 ohne Leiharbeiter und Auszubildende bei 1.044. Bericht über Chancen und RisikenEine ausführliche Darstellung der Chancen und Risiken des Unternehmens findet sich im Geschäftsbericht 2019, welcher unter www.aumann.com verfügbar ist. Seit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2019 haben sich die Chancen und Risiken nicht grundlegend verändert. Bezüglich des Verlaufes der COVID-19 Pandemie können sich abhängig von Dauer, Stärke und Wirksamkeit der Eindämmungsmaßnahmen im zweiten Halbjahr sowie über 2020 hinaus hohe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aumann Gruppe ergeben. Nach heutiger Einschätzung führen weder Einzelrisiken noch eine Kombination bzw. Wechselwirkung mehrerer Risiken zu einer Bestandsgefährdung der Aumann Gruppe. Aumanns Risikomanagementsystem ist dazu geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen und unmittelbar Maßnahmen zu ergreifen. PrognoseberichtDas Management geht davon aus, dass die bisherige Prognose eines Umsatzes von 180 bis 200 Mio. € sowie einer positiven EBITDA-Marge von bis zu 5 % vor etwaigen einmaligen Anpassungsaufwendungen jeweils nur am unteren Ende der Bandbreite erreicht wird. Grundlage hierfür ist die Erwartung, dass auf den konjunkturellen Tiefpunkt im zweiten Quartal 2020 eine leichte wirtschaftliche Erholung im weiteren Jahresverlauf folgt und sich die COVID-19 Pandemie nicht weiter verschärft. IFRS-Konzernzwischenabschluss 2020scrollen
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Erläuternde Angaben zum KonzernzwischenabschlussRechnungslegungDer Zwischenfinanzbericht des Aumann-Konzerns für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020 wurde auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standard (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019. Die Erstellung des Abschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie auf die Aufwands- und Ertragspositionen auswirken. Umsatzabhängige Sachverhalte werden unterjährig abgegrenzt. Geschäfts- oder FirmenwertDer Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt unverändert 38.484 T€ (31. Dezember 2019: 38.484 T€). Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte einer Werthaltigkeitsprüfung zum Bilanzstichtag unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung zum 30. Juni 2020 bestätigte die Werthaltigkeit aller aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. SegmentberichterstattungDas Management des Aumann-Konzerns grenzt die Segmente wie im Konzernzwischenlagebericht berichtet beschrieben ab. scrollen
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Veränderungen EventualverbindlichkeitenEs liegen keine Veränderungen bei den Eventualverbindlichkeiten gegenüber dem 31. Dezember 2019 vor. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Geschäftsbeziehungen zwischen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften sowie mit anderen Gesellschaften des MBB Konzerns erfolgen zu unter Fremden üblichen Bedingungen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBesondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Prüferische DurchsichtDer verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Beelen, 14. August 2020 Rolf Beckhoff, Chief Executive Officer Sebastian Roll, Chief Financial Officer FinanzkalenderQuartalsbericht Q2 2020
14. August 2020 Hauptversammlung 2020
21. August 2020 Quartalsbericht Q3 2020
13. November 2020 Ende des Geschäftsjahres
31. Dezember 2020 KontaktAumann AG Dieselstraße 6 48361 Beelen Telefon +49 2586 888 7800 www.aumann.com info@aumann.com ImpressumAumann AG Dieselstraße 6 48361 Beelen Deutschland |
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