SMA Solar Technology AGNiestetalHalbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2020GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATION Die SMA Solar Technology AG (SMA) und ihre Tochtergesellschaften (SMA Gruppe) entwickeln,
produzieren und vertreiben Solar- und Batterie-Wechselrichter, Überwachungssysteme
für Solarstromanlagen, Mittelspannungstechnik sowie Transformatoren und Drosseln.
Darüber hinaus bietet das Unternehmen intelligente Energiemanagementlösungen und Serviceleistungen
bis hin zur Übernahme von Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für Photovoltaik-Kraftwerke
(O&M-Geschäft) an. Ein weiteres Geschäftsfeld sind digitale Dienstleistungen für die
zukünftige Energieversorgung. OrganisationsstrukturRECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR Die SMA AG, mit Hauptsitz in Niestetal bei Kassel, verfügt als Mutterunternehmen
der SMA Gruppe über alle für das operative Geschäft notwendigen Funktionen. Das Mutterunternehmen
hält direkt oder indirekt 100 Prozent der Anteile an allen zur SMA Gruppe gehörenden
operativen Gesellschaften. Der Geschäftsbericht bezieht die Muttergesellschaft und
alle 28 Konzerngesellschaften (H1 2019: 30) ein, davon sieben inländische Gesellschaften
und 21 mit Sitz im Ausland. Darüber hinaus hält die SMA Solar Technology AG Anteile
in Höhe von 28,27 Prozent an der Tigo Energy, Inc. Die Tigo Energy, Inc. wird als
assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die elexon GmbH wird ebenfalls als assoziiertes Unternehmen behandelt. Die Gesellschaft
ist 2019 neu gegründet worden. Es handelt sich um ein Joint Venture im Bereich der
Ladeinfrastruktureinrichtungen, an dem der Konzern mit 33,34 Prozent beteiligt ist. ORGANISATIONS- UND BERICHTSSTRUKTUR Die SMA Gruppe ist funktional organisiert. In dieser Organisation übernehmen die
Business Units Home & Business Solutions sowie Large Scale & Project Solutions die
Geschäftsverantwortung und steuern die Entwicklung, den operativen Service und Vertrieb
sowie Produktion und Beschaffung / Logistik. In der Berichtsstruktur werden die Segmente
Home Solutions und Business Solutions getrennt aufgeführt. BERICHTSSTRUKTUR![]() LEITUNG UND KONTROLLE Wie im deutschen Aktiengesetz vorgeschrieben, setzen sich die Gesellschaftsorgane
aus der Hauptversammlung, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen. Der Vorstand
leitet das Unternehmen, der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand.
Die Hauptversammlung wählt die Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat und erteilt
oder verweigert dem Vorstand und dem Aufsichtsrat die Entlastung. ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS Seit dem 15. Oktober 2018 setzt sich der Vorstand der SMA Solar Technology AG aus
den folgenden Mitgliedern zusammen: Dr.-Ing. Jürgen Reinert (Vorstandssprecher, Vorstand
Strategie, Vertrieb und Service, Operations und Technologie) und Ulrich Hadding (Vorstand
Finanzen, Personal und Recht). ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS Der paritätisch besetzte SMA Aufsichtsrat besteht seit der Wahl der Aktionärsvertreter
auf der Hauptversammlung am 4. Juni 2020 auf der Aktionärsseite aus Roland Bent, Kim
Fausing (stellv. Vorsitzender), Alexa Hergenröther, Uwe Kleinkauf (Vorsitzender),
Ilonka Nussbaumer und Jan-Henrik Supady. Die Arbeitnehmerseite wird nach der turnusgemäßen
Neuwahl am 14. Mai 2020 durch Martin Breul, Oliver Dietzel, Johannes Häde, Yvonne
Siebert, Romy Siegert und Dr. Matthias Victor vertreten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG SMA nutzt ihre hohe Systemkompetenz, um ganzheitliche Lösungen für die unterschiedlichen
Photovoltaikanwendungen sowie für ein umfassendes Energiemanagement über alle Segmente
und Sektoren (Stromerzeuger, Haushaltsgeräte, Speichersysteme, Heizung, Lüftungs-
und Klimatechnik, E-Mobilität) hinweg zu entwickeln. Um unseren Kunden in allen Marktsegmenten
und Regionen technisch ausgereifte und wirtschaftliche Systemlösungen anzubieten,
arbeiten wir gezielt mit starken Partnern zusammen. Durch unsere kontinuierliche Forschung
sowie die markt- und kundenbezogene Entwicklung können wir die Stromgestehungskosten
von Solarstromanlagen (Consumer Cost of PV Electricity) weiter senken sowie die Komplexität
in der neuen, dezentralen und digitalen Energiewelt verringern und damit einen wesentlichen
Beitrag für eine weltweit erfolgreiche Energiewende schaffen.1 Zukunftsorientierter Entwicklungsansatz Durch ein hohes Verständnis der unterschiedlichen Marktanforderungen und eine große
Kundennähe antizipiert SMA die zukünftigen Anforderungen an die Systemtechnik. Ging
es Kunden früher vor allem um Energieertrag, Lebensdauer und Auslegungsflexibilität,
sind nun die Stromgestehungskosten der Solarstromanlage, die Systemintegration sowie
die Konnektivität die entscheidenden Faktoren bei der Kaufentscheidung. Mit der zunehmenden
Einbindung von Solarstromanlagen in ganzheitliche Systeme kommt darüber hinaus der
Datensicherheit (Cyber Security) eine immer wichtigere Rolle zu. Der Solar-Wechselrichter
wird in diesem Zusammenhang als systemkritische Komponente eingestuft, sodass Kunden
höhere Anforderungen an die Transparenz von Unternehmen stellen. 1 Um die Produktkosten systematisch zu reduzieren und schnell auf Marktveränderungen
reagieren zu können, verfolgen wir bei der Produktentwicklung eine Plattformstrategie.
Durch eine Standardisierung des Kern-Wechselrichters können wir den Anteil der gleichen
Bauteile über das gesamte Portfolio erhöhen. Die Individualisierung bezüglich der
Märkte und Kundenbedürfnisse erfolgt u. a. über den Anschlussbereich und die Software
sowie über unterschiedliche Leistungsklassen, die auf der Plattform basieren. 1 Weltweit wurden SMA bis Ende des Berichtszeitraums 1.580 Patente und Gebrauchsmuster
erteilt. Zusätzlich waren zum Stichtag 30. Juni 2020 über 500 weitere Patentanmeldeverfahren
noch nicht abgeschlossen. Darüber hinaus hält SMA die Rechte an 1.220 Handelsmarken. Ganzheitliche Lösungen für die weltweite Energiewende 2PRIVATE ANLAGEN: NEUE APPS UND LADELÖSUNGEN FÜR DIE DIGITALE ENERGIEWELT Im Segment Home Solutions standen im Berichtszeitraum digitale Energielösungen im
Fokus. So begann SMA mit der Einführung einer Serie von Energie-Apps für Installateure
und Anlagenbetreiber. Neue Ladelösungen für Elektrofahrzeuge stehen kurz vor der Markteinführung. Die SMA 360° App für PV-Fachhandwerker ist seit Mai erhältlich. Mit der neuartigen
App unterstützt SMA die Installateure in allen Bereichen ihres Tagesgeschäfts und
in allen Phasen der Planung und des Betriebs von Photovoltaikanlagen. Keiner unserer
Wettbewerber hat bisher so viele Funktionen in einer App vereint. Solarprofis haben
mit der SMA 360° App alle Anlagendaten immer sofort zur Hand. Sämtliche Schritte von
der Simulation und Inbetriebnahme von Photovoltaiksystemen über die mobile Überwachung
aller Anlagen im Portfolio bis hin zum Service beim Kunden vor Ort können direkt auf
dem Handy oder Tablet vorgenommen werden. Die SMA 360° App wird regelmäßig um neue
Funktionen erweitert. Dazu gehört zukünftig auch die automatische Benachrichtigung
im Servicefall. Für private Anlagenbetreiber wird im dritten Quartal die SMA Energy App in die App-Stores
kommen. Sie ermöglicht die digitale Überwachung und teilweise Steuerung aller Energieerzeuger
und -verbraucher in den eigenen vier Wänden - inklusive Speicher und Elektrofahrzeug
- und deckt so Energie- und Kostensparpotenziale auf. Ebenfalls kurz vor der Markteinführung steht der SMA EV Charger Home. Mit der flexiblen
Ladelösung können Endverbraucher in Privathaushalten ihre Elektrofahrzeuge intelligent
und kostengünstig mit selbst erzeugtem Solarstrom oder entsprechend ihrer eingestellten
Präferenz mit Netzstrom laden. Das intelligente System berücksichtigt beim Ladevorgang
stets alle Verbraucher, passt die Ladeleistung auch beim parallelen Betrieb mehrerer
elektrischer Verbraucher automatisch an und vermeidet eine Überlastung des Hausanschlusses.
Anwender laden so immer mit der maximal verfügbaren Leistung, die der Hausanschluss
und das Fahrzeug ermöglichen.
1
Dieser Absatz ist kein Gegenstand der prüferischen Durchsicht. GEWERBLICHE ANWENDUNGEN: FLEXIBLE LÖSUNG FÜR AUFDACH- UND FREIFLÄCHENANLAGEN UND NEUE LADELÖSUNG FÜR E-FAHRZEUGE Im Segment Business Solutions hat SMA im Berichtszeitraum mit der Einführung des
neuen Wechselrichters Sunny Tripower CORE2 eine Portfoliolücke geschlossen. Mit 12
MPP-Trackern und 24 Strings bietet der Sunny Tripower CORE2 maximale Flexibilität
bei der Auslegung und Installation von Photovoltaikanlagen. Der besonders kosteneffiziente
Wechselrichter ist für Aufdach- und Freiflächenanlagen mit bis zu 1.100 Volt DC-Spannung
geeignet. Der integrierte Service SMA Smart Connected sorgt im Fehlerfall für eine
automatische Benachrichtigung und senkt so die Kosten für Service- und Wartungseinsätze.
Der Sunny Tripower CORE2 ist auch für bifaziale PV-Module geeignet und wurde vom Markt
sehr gut aufgenommen. Die Auslieferung erfolgt ab August 2020. Im schnell wachsenden Markt für gewerbliche E-Fahrzeug-Ladelösungen positioniert
sich SMA mit dem EV Charger Business. Die Lösung, die im dritten Quartal 2020 in den
Markt eingeführt wird, deckt alle Anforderungen an die Ladeinfrastruktur für die elektrischen
Fahrzeugflotten von Gewerbebetrieben ab. Der SMA EV Charger Business ist Teil des
SMA Energy System Business. Dieses bietet eine Gesamtlösung aus Hardware, Software,
Monitoring und Steuerung zu Erzeugung, Speicherung und intelligentem Verbrauch von
Solarstrom in gewerblichen Anwendungen. Als weiteren wichtigen Baustein hat SMA gemeinsam
mit dem Tochterunternehmen coneva ein neuartiges Lademanagementsystem auf Basis der
SMA Energiemanagement-Plattform ennexOS entwickelt: Neben der Steuerung und dem Management
von Ladeparks in Gewerbeanwendungen ermöglicht es insbesondere Fahrern von voll elektrisch
angetriebenen Dienstwagen oder Hybridfahrzeugen, sowohl innerhalb des Unternehmens
als auch an öffentlichen Ladestationen oder zu Hause ihre Fahrzeuge zu laden und die
Ladekosten über ein System abzurechnen. SOLARE KRAFTWERKE: OPTIMALE NETZINTEGRATION FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN Im Segment Large Scale & Project Solutions lag der Fokus der Entwicklung im Berichtszeitraum
auf der Integration großer Mengen von erneuerbaren Energien in die Stromnetze. Mit dem im März weltweit eingeführten SMA Power Plant Manager sind regenerative Kraftwerke
optimal auf die Anforderungen an eine dezentrale Energieerzeugung und die flexible
Energievermarktung vorbereitet. Er realisiert das vollständige Leistungs- und Energiemanagement
und visualisiert dabei alle aktuellen und historischen Energieflüsse des Systems auf
Kraftwerks- und Geräteebene. Der systemweite Zugriff auf Betriebsdaten und Parameter
spart zudem Zeit bei Inbetriebnahme und Wartung. Basierend auf der SMA Energiemanagement-Plattform
ennexOS überwacht, optimiert, steuert und visualisiert der SMA Power Plant Manager
nicht nur die netzkonforme Energieerzeugung. Er ermöglicht darüber hinaus die Integration
von großen Batteriespeichern und anderen dezentralen Energieerzeugern in das Gesamtsystem.
Zusammen mit netzbildenden Batterie-Wechselrichtern von SMA können auch konventionelle
Kraftwerksfunktionalitäten wie Schwarzstart und automatische Netz-Synchronisation
sowie eine Ersatzstromversorgung bereitgestellt werden. Diese Funktionen gewinnen
in Netzen mit einer hohen Durchdringung von regenerativen Erzeugern stark an Bedeutung
und ihre Anwendung wird weltweit diskutiert. Ein Projekt bei den Versorgungsbetrieben
Bordesholm (VBB) hat die Praxistauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dort
ist es zum ersten Mal in Deutschland gelungen, eine ganze Kleinstadt vom Stromnetz
zu trennen, eine Stunde lang ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu versorgen
und ebenso unauffällig wieder mit dem Versorgungsnetz zu verbinden. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Coronakrise hatte die globale Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 fest im Griff.
Die negativen Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsleistung erwiesen sich als noch
stärker als zunächst von den Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet.
Die Wirtschaft schrumpfte sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungs-
und Schwellenländern. Bereits im ersten Quartal ging der weltweite Handel im Vergleich
zum Vorjahr um fast 3,5 Prozent zurück. Hintergrund sind eine schwache Nachfrage,
der Kollaps des grenzüberschreitenden Tourismus und Störungen in den Lieferketten
in der Folge von Lockdowns und Shutdowns in vielen Ländern rund um den Globus. Finanz-
und wirtschaftspolitische Maßnahmen der Regierungen sowie teilweise unkonventionelle
Reaktionen wichtiger Zentralbanken haben einen noch stärkeren Rückgang der Wirtschaftsleistung
verhindert. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Photovoltaik hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend als wettbewerbsfähig
erwiesen. In immer mehr Weltregionen ist Solarstrom inzwischen kostengünstiger als
konventionell erzeugter Strom. Beispielhaft sind hier solare Großprojekte im Mittleren
Osten zu nennen, in denen Solarstrom teilweise bereits zu Kosten von weniger als 2
USD-Cent pro kWh erzeugt wird. Dies zeigt den Weg zu einem Umfeld, in dem die Branche
mittel- bis langfristig auch ohne Förderung wachsen wird. Im Zuge des Wandels der
globalen Energieversorgungsstrukturen geht es aktuell und in Zukunft darum, verschiedene
Technologien intelligent miteinander zu verknüpfen, Lösungen zur Zwischenspeicherung
der erzeugten Energie anzubieten und so eine verlässliche und kostengünstige Stromversorgung
auf Basis erneuerbarer Energien zu gewährleisten. GLOBALER PV-MARKT: NEUZUBAU IN DER ERSTEN JAHRESHÄLFTE WEGEN CORONAKRISE LEICHT UNTER VORJAHRESNIVEAU Mit einer neu installierten PV-Leistung von ca. 43 GW (H1 2019: ca. 45 GW) lag der
globale Solarmarkt nach SMA Schätzungen im ersten Halbjahr 2020 leicht unter Vorjahresniveau.
(In den Angaben zum Zubau sind die Wechselrichter-Nachrüstungen von bestehenden PV-Anlagen
sowie Batterie-Wechselrichter-Technologie nicht enthalten.) Der weltweite Umsatz mit
Solar-Wechselrichter-Technologie (inklusive Wechselrichter-Nachrüstungen und Batterie-Wechselrichter-Technologie)
blieb nach SMA Schätzungen im Berichtszeitraum mit 2,1 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau
(H1 2019: 2,1 Mrd. Euro). In den Solarmärkten Europas, des Mittleren Ostens und Afrikas (EMEA) lag der Umsatz
mit Wechselrichter-Technologie mit rund 650 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau
(H1 2019: 630 Mio. Euro). Der Anteil der Region EMEA am weltweiten Umsatz stieg auf
rund 31 Prozent (H1 2019: 29 Prozent). Systemtechnik für Speicheranwendungen sowie
die Nachrüstung von bestehenden PV-Anlagen haben einen erheblichen Anteil von rund
23 Prozent an den Umsätzen in der Region EMEA. Die Investitionen in Nord- und Südamerika
(Americas) wuchsen auf nahezu 550 Mio. Euro (H1 2019: 460 Mio. Euro). Die Region vereinte
somit rund 26 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Wechselrichter-Technologie auf sich
(H1 2019: 22 Prozent). Der chinesische PV-Markt verzeichnete erneut einen Rückgang.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Mio. Euro stand China im Berichtszeitraum
für ca. 14 Prozent des weltweiten Umsatzes (H1 2019: 350 Mio. Euro; 16 Prozent). Die
asiatischpazifischen Solarmärkte (ohne China) lagen mit einem Umsatz von rund 620
Mio. Euro unter Vorjahresniveau und machten damit rund 29 Prozent des Weltmarkts aus
(H1 2019: 700 Mio. Euro; 33 Prozent). EMEA: DEUTSCHLAND ERNEUT WICHTIGSTER MARKT In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) stieg die neu installierte
PV-Leistung im ersten Halbjahr stark an auf 12,3 GW (H1 2019: 9,3 GW). Deutschland
war im Berichtszeitraum mit 2,4 GW neu gemeldeter PV-Leistung erneut der wichtigste
Markt in Europa (H1 2019: 2,1 GW). Wie im Vorjahreszeitraum verzeichneten insbesondere
gewerbliche PV-Anlagen einen hohen Anteil am Gesamtzubau. Die anderen europäischen Länder entwickelten sich uneinheitlich. Maßgeblicher Hintergrund
ist die unsichere Situation aufgrund der vorherrschenden Coronakrise bzw. sind die
unterschiedlich strengen Lockdown-Maßnahmen, die sich auf die Installationstätigkeit
ausgewirkt haben. AMERICAS: INVESTITIONEN IM US-MARKT STEIGEN AN Der US-Markt war in der Berichtsperiode weiterhin von solaren Großprojekten geprägt.
Der SMA Vorstand schätzt den Photovoltaikzubau im ersten Halbjahr 2020 auf mehr als
6 GW (H1 2019: 4,8 GW). Die Coronakrise hat insbesondere im ersten Quartal 2020 noch
keine Auswirkungen gezeigt. Der SMA Vorstand geht jedoch davon aus, dass insbesondere
der Markt für private Hausdachanlagen im zweiten Quartal rückläufig war. Das Investitionsvolumen
für Wechselrichter-Technologie stieg in den USA um ca. 22 Prozent auf ca. 360 Mio.
Euro (H1 2019: ca. 300 Mio. Euro). Die neu installierte PV-Leistung in der Region
Americas erreichte im Berichtszeitraum 10,7 GW (H1 2019: 8,5 GW). APAC: REGION BLEIBT DEUTLICH HINTER VORJAHR ZURÜCK In China wurden nach SMA Schätzung im ersten Halbjahr 2020 rund 10 GW PV-Leistung
neu installiert. Damit lag das Installationsvolumen rund 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Der Rückgang ist insbesondere auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, die die chinesische
Wirtschaft erheblich beeinträchtigte. Der PV-Neuzubau in Japan belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf schätzungsweise
rund 2,5 GW (H1 2019: 3,4 GW). Das Investitionsvolumen für Wechselrichter-Technologie
lag im Berichtszeitraum bei rund 240 Mio. Euro (H1 2019: 340 Mio. Euro). Gewerbliche
Anlagen und PV-Großkraftwerke sowie die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen waren die
treibenden Segmente. In Indien gibt es diverse Anreizprogramme sowie ein grundlegendes Bestreben der Regierung,
das Land flächendeckend mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen. Bis 2022 sollen
100 GW PV-Leistung installiert sein - das Dreifache der bisher insgesamt installierten
Leistung. Im Berichtszeitraum wurden in Indien PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung
von nur ca. 1,5 GW neu installiert (H1 2019: 4,3 GW). Hintergrund ist der aufgrund
der Coronakrise ausgerufene Lockdown, der nahezu zum Stillstand der Wirtschaft geführt
hat. Das Preisniveau ist in Indien weiterhin extrem niedrig. Der Umsatz mit WechselrichterTechnologie
lag mit lediglich 30 Mio. Euro aufgrund des Installationsrückgangs deutlich unter
Vorjahresniveau (H1 2019: 100 Mio. Euro). ERTRAGSLAGEUmsatz- und ErgebnisentwicklungSMA VERZEICHNET POSITIVES ERGEBNIS UND GEHT MIT HOHEM AUFTRAGSBESTAND INS ZWEITE HALBJAHR Die SMA Gruppe verkaufte von Januar bis Juni 2020 SolarWechselrichter mit einer kumulierten
Leistung von 7.105 MW (H1 2019: 3.973 MW). Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um
41,8 Prozent auf 514,2 Mio. Euro (H1 2019: 362,7 Mio. Euro). Der Umsatzanstieg resultiert
im Wesentlichen aus dem starken Projektgeschäft in den USA und einer weiterhin positiven
Entwicklung des Handelsgeschäfts in EMEA. Trotz der Coronakrise konnte SMA die Produktion
und Lieferketten weitestgehend aufrechterhalten. Die Auswirkungen infolge des gesunkenen
Auftragseingangs im Berichtszeitraum waren moderat. SMA ist international gut positioniert und generiert in allen relevanten Regionen
Umsatzbeiträge. Im Berichtszeitraum erzielte SMA 47,9 Prozent der externen Umsatzerlöse
vor Erlösschmälerungen in den europäischen Ländern, dem Mittleren Osten und Afrika
(EMEA), 33,6 Prozent in der Region Nord- und Südamerika (Americas) und 18,5 Prozent
in der Region Asien-Pazifik (APAC) (H1 2019: 57,6 Prozent EMEA, 16,1 Prozent Americas,
26,3 Prozent APAC). Das Segment Large Scale & Project Solutions leistete im ersten Halbjahr 2020 mit
42,3 Prozent den stärksten Umsatzbeitrag (H1 2019: 34,6 Prozent ). Das Segment Business
Solutions erwirtschaftete 30,6 Prozent (H1 2019: 37,2 Prozent) und das Segment Home
Solutions 27,1 Prozent des Umsatzes der SMA Gruppe (H1 2019: 28,2 Prozent). SMA verfügt zum 30. Juni 2020 über einen hohen Auftragsbestand von 760,0 Mio. Euro
(30. Juni 2019: 818,7 Mio. Euro). Davon entfallen 321,0 Mio. Euro auf das Produktgeschäft
(30. Juni 2019: 453,1 Mio. Euro). Damit ist der produktbezogene Auftragsbestand im
Vergleich zum 31. Dezember 2019 (395,0 Mio. Euro) um 19 Prozent gesunken. Dies ist
insbesondere auf die vom SMA Vorstand bereits prognostizierte Investitionszurückhaltung
infolge der Coronakrise im zweiten Quartal zurückzuführen. Auf das Servicegeschäft
entfallen 439,0 Mio. Euro des Auftragsbestands. Dieser Anteil wird größtenteils über
einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren realisiert. Im Berichtszeitraum verdreifachte sich das operative Ergebnis vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu auf 24,0 Mio.
Euro (EBITDA-Marge: 4,7 Prozent; H1 2019: 8,5 Mio. Euro; 2,3 Prozent). Das operative
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 2,6 Mio. Euro (H1 2019: -14,4 Mio.
Euro). Das entspricht einer EBIT-Marge von 0,5 Prozent (H1 2019: -4,0 Prozent). Das
Konzernergebnis betrug 2,7 Mio. Euro (H1 2019: -14,2 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie
lag somit bei 0,08 Euro (H1 2019: -0,41 Euro). Der Steuerertrag ergab sich überwiegend
aus latenten Steuern aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen und der Zwischenergebniseliminierungen
auf Konzernebene. Umsatz- und Ergebnisentwicklung der SegmenteSEGMENT HOME SOLUTIONS MIT HOHEM UMSATZ- UND ERGEBNISANSTIEG Im Segment Home Solutions bedient SMA die weltweiten Märkte für kleine Photovoltaikanlagen
mit und ohne Anbindung an eine Smart Home Lösung. Das Portfolio umfasst ein- und dreiphasige
String-Wechselrichter der Produktlinien Sunny Boy und Sunny Tripower im unteren Leistungsbereich
bis 10 kW, integrierte Serviceleistungen, Energiemanagement-Lösungen, Speichersysteme
der Produktlinien Sunny Island und Sunny Boy Storage, Kommunikationsprodukte sowie
Zubehör. Darüber hinaus bietet SMA in dem Segment Serviceleistungen wie Garantieverlängerungen,
Ersatzteile und die Modernisierung von PV-Anlagen (Repowering) zur Performancesteigerung
sowie digitale Energiedienstleistungen an. 1
1
Dieser Absatz ist kein Gegenstand der prüferischen Durchsicht. Im ersten Halbjahr 2020 stiegen die externen Umsatzerlöse im Segment Home Solutions
deutlich um 36,4 Prozent auf 139,4 Mio. Euro (H1 2019: 102,2 Mio. Euro). Der Anteil
am Gesamtumsatz der SMA Gruppe betrug 27,1 Prozent (H1 2019: 28,2 Prozent). Die Region
EMEA machte dabei mit 78,7 Prozent (H1 2019: 75,8 Prozent) den größten Teil des Bruttoumsatzes
aus, die Region APAC trug 12,5 Prozent (H1 2019: 10,9 Prozent) und die Region Americas
8,8 Prozent (H1 2019: 13,3 Prozent) bei. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Segments Home Solutions
verbesserte sich aufgrund des starken Umsatzanstiegs im Vergleich zum Vorjahr signifikant
auf 11,5 Mio. Euro (H1 2019: -3,5 Mio. Euro). Bezogen auf die externen Umsatzerlöse
lag die EBIT-Marge bei 8,2 Prozent (H1 2019: -3,4 Prozent). SEGMENT BUSINESS SOLUTIONS MIT UMSATZSTEIGERUNG Im Segment Business Solutions liegt der Fokus auf den globalen Märkten für mittelgroße
Photovoltaikanlagen mit und ohne Energiemanagement. Das Produktportfolio umfasst die
dreiphasigen Wechselrichter der Produktlinien Sunny Tripower mit Leistungen ab 12
kW sowie Sunny Highpower. Speicherlösungen und ganzheitliche Energiemanagement-Lösungen
für mittelgroße Solarstromanlagen auf Basis der ennexOS-Plattform, Mittelspannungstechnik
und sonstiges Zubehör ergänzen das Angebot in diesem Segment. Darüber hinaus bietet
SMA Serviceleistungen bis hin zur Anlagenmodernisierung und operativen Betriebsführung
von gewerblichen PV-Anlagen (O&M-Geschäft) sowie digitale Dienstleistungen an. 1 Die externen Umsatzerlöse im Segment Business Solutions stiegen im ersten Halbjahr
2020 auf 157,5 Mio. Euro (H1 2019: 135,0 Mio. Euro). Der Anteil am Gesamtumsatz der
SMA Gruppe betrug 30,6 Prozent (H1 2019: 37,2 Prozent). Mit 60,4 Prozent entfiel auch
hier ein großer Teil der Bruttoumsatzerlöse auf die Region EMEA. Die Region APAC trug
25,0 Prozent und die Region Americas 14,6 Prozent bei (H1 2019: 61,9 Prozent EMEA,
27,7 Prozent APAC, 10,4 Prozent Americas). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Segments Business Solutions
belief sich im ersten Halbjahr auf 0,4 Mio. Euro (H1 2019: 0,7 Mio. Euro) und wurde
durch einen ungünstigen Produktmix und einen leichten Preisverfall beeinflusst. Auf
die externen Umsatzerlöse bezogen lag die EBIT-Marge bei 0,3 Prozent (H1 2019: 0,5
Prozent). SEGMENT LARGE SCALE & PROJECT SOLUTIONS VERBESSERT UMSATZ UND ERGEBNIS Das Segment Large Scale & Project Solutions konzentriert sich mit den leistungsstarken
String-Wechselrichtern der Produktlinie Sunny Highpower sowie den Zentral-Wechselrichtern
der Produktlinie Sunny Central auf die internationalen Märkte für Solar-Kraftwerke.
Die Leistung der Wechselrichter in diesem Segment reicht von 150 kW bis in den Megawattbereich.
Das SMA Portfolio beinhaltet in diesem Segment darüber hinaus Komplettlösungen, die
neben den Zentral-Wechselrichtern mit ihren Netzdienstleistungs- und Überwachungsfunktionen
die gesamte Mittel- und Hochspannungstechnik sowie Zubehör umfassen. Serviceleistungen,
etwa zur Modernisierung und Funktionserweiterung von PV-Kraftwerken (Repowering),
sowie Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen (O&M-Geschäft) ergänzen das Portfolio.
1 Die externen Umsatzerlöse des Segments Large Scale & Project Solutions stiegen im
ersten Halbjahr 2020 vor allem getrieben durch das starke Projektgeschäft im US-Markt
um 73,1 Prozent auf 217,3 Mio. Euro (H1 2019: 125,5 Mio. Euro). Der Anteil des Segments
Large Scale & Project Solutions am Gesamtumsatz der SMA Gruppe betrug im Berichtszeitraum
42,3 Prozent (H1 2019: 34,6 Prozent). Die Region EMEA machte 18,1 Prozent (H1 2019:
38,1 Prozent) des Bruttoumsatzes des Segments aus, die Region APAC 17,8 Prozent (H1
2019: 37,3 Prozent) und die Region Americas 64,1 Prozent (H1 2019: 24,6 Prozent). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Segments Large Scale & Project
Solutions lag bei -5,6 Mio. Euro (H1 2019: -11,1 Mio. Euro). Das EBIT war trotz des
Umsatzanstiegs negativ, unter anderem aufgrund des hohen Preisdrucks und höherer Transportkosten
durch geringere Kapazitäten infolge der Coronakrise. Die auf die externen Umsatzerlöse
bezogene EBIT-Marge betrug -2,6 Prozent (H1 2019: -8,8 Prozent).
1
Dieser Absatz ist kein Gegenstand der prüferischen Durchsicht. Entwicklung wesentlicher Positionen der Gewinn- und VerlustrechnungBRUTTOMARGE DURCH PREISDRUCK IM SEGMENT LARGE SCALE & PROJECT SOLUTIONS LEICHT UNTER VORJAHRESNIVEAU Die Herstellungskosten des Umsatzes stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43,3
Prozent auf 416,5 Mio. Euro (H1 2019: 290,6 Mio. Euro). Die Bruttomarge wurde vom
hohen Preisdruck im Segment Large Scale & Project Solutions negativ beeinflusst und
lag somit im Berichtszeitraum bei 19,0 Prozent (H1 2019: 19,9 Prozent). Der in den Herstellungskosten enthaltene Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum
um 8,6 Prozent auf 57,3 Mio. Euro (H1 2019: 52,8 Mio. Euro). Die Materialkosten inklusive
Bestandsveränderungen lagen bei 313,6 Mio. Euro (H1 2019: 208,2 Mio. Euro). SMA arbeitet
in allen Segmenten kontinuierlich an ihrem Produktportfolio, um durch kostenoptimierte
Bestandsprodukte sowie die Einführung neuer, kostengünstigerer Produkte dem Preisdruck
begegnen zu können. Die in den Herstellungskosten enthaltenen Abschreibungen betrugen von Januar bis
Juni 2020 19,1 Mio. Euro (H1 2019: 20,4 Mio. Euro). Sie beinhalten planmäßige Abschreibungen
auf aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 4,2 Mio. Euro (H1 2019: 5,3 Mio.
Euro). Die sonstigen Kosten stiegen aufgrund des höheren Verkaufsvolumens auf 26,5
Mio. Euro (H1 2019: 9,2 Mio. Euro), vor allem in den Bereichen Transportkosten und
Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen. Die Vertriebskosten stiegen auf 42,6 Mio. Euro (H1 2019: 36,5 Mio. Euro). Hierin
sind 5,6 Mio. Euro für den weiteren Ausbau der digitalen Geschäftseinheiten coneva
GmbH und emerce GmbH enthalten. Die Vertriebskostenquote lag im Berichtszeitraum bei
8,3 Prozent (H1 2019: 10,1 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten ohne aktivierte Entwicklungsprojekte betrugen
im ersten Halbjahr 2020 26,9 Mio. Euro (H1 2019: 26,0 Mio. Euro). Die Forschungs-
und Entwicklungskostenquote lag damit bei 5,2 Prozent (H1 2019: 7,2 Prozent). Die
gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung inklusive aktivierter Entwicklungsprojekte
beliefen sich auf 32,9 Mio. Euro (H1 2019: 31,5 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden
Entwicklungsprojekte in Höhe von 6,0 Mio. Euro (H1 2019: 5,5 Mio. Euro) aktiviert. Die allgemeinen Verwaltungskosten blieben im ersten Halbjahr 2020 mit 24,5 Mio. Euro
(H1 2019: 24,3 Mio. Euro) konstant. Die Verwaltungskostenquote lag im Berichtszeitraum
bei 4,8 Prozent (H1 2019: 6,7 Prozent). Aus dem Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge ergab sich im
Berichtszeitraum ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von -1,1 Mio. Euro (H1 2019:
0,3 Mio. Euro). Hierin enthalten sind die Effekte aus der Fremdwährungsbewertung und
die Aufwendungen und Erträge aus der Vermietung eigener Gebäude. MITARBEITERZAHL STEIGT WEGEN PERSONALAUFBAU IN WICHTIGEN ZUKUNFTSFELDERN SMA beschäftigte per 30. Juni 2020 weltweit 3.199 Mitarbeiterinnen , 147 mehr als
ein Jahr zuvor. (30. Juni 2019: 3.052 Mitarbeiterinnen, Angaben ohne Zeitarbeitskräfte).
Der Grund für den Zuwachs ist die Schaffung von Stellen in strategisch wichtigen Zukunftsfeldern
sowie zur Umsetzung von Großaufträgen, etwa über Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen
für PV-Kraftwerke in den USA. In Deutschland waren zum Stichtag 2.215 Mitarbeiterinnen
tätig (30. Juni 2019: 2.143 Mitarbeiterinnen), im Ausland 984 Mitarbeiterinnen (30.
Juni 2019: 909 Mitarbeiterinnen). Um Auftragsschwankungen auffangen zu können, setzt SMA weiterhin Zeitarbeitskräfte
ein. Deren Stundenlohn entspricht dem der SMA Mitarbeiterinnen. Zudem erhalten die
bei SMA eingesetzten Zeitarbeitskräfte auch eine Beteiligung am Unternehmenserfolg.
Zum Stichtag waren bei SMA weltweit 478 Zeitarbeitskräfte im Einsatz und damit 79
mehr als ein Jahr zuvor (30. Juni 2019: 399 Zeitarbeitskräfte) und 36 mehr als zum
Jahresende 2019 (31. Dezember 2019: 442 Zeitarbeitskräfte). Mitarbeiterinnenscroll
Vollzeitäquivalentescroll
FINANZLAGEBrutto-Cashflow auf hohem Niveau Der Brutto-Cashflow zeigt den betrieblichen Einnahmeüberschuss vor Mittelbindung.
Er belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2020, bedingt durch eine erhebliche
Verbesserung des Konzernergebnisses, auf 28,4 Mio. Euro (H1 2019: 4,8 Mio. Euro). Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten
des Berichtsjahrs, wesentlich beeinflusst durch einen signifikanten Anstieg des Nettoumlaufvermögens,
-85,7 Mio. Euro (H1 2019: -54,5 Mio. Euro). Der Bestand an Vorräten erhöhte sich zwecks Sicherstellung der Lieferfähigkeit in
der Coronakrise gegenüber dem Vorjahresende um 2,0 Prozent auf 285,4 Mio. Euro (31.
Dezember 2019: 279,9 Mio. Euro). Zusammen mit den Veränderungen der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen führte dies zu einer
deutlichen Steigerung des Net Working Capital auf 251,8 Mio. Euro (31. Dezember 2019:
159,5 Mio. Euro). Die Net Working Capital Quote, bezogen auf den Umsatz der vergangenen
zwölf Monate, erhöhte sich auf 23,6 Prozent (31. Dezember 2019: 17,4 Prozent). Die
Net Working Capital Quote lag damit oberhalb des vom Management angestrebten Korridors
von 18 Prozent bis 22 Prozent. Der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2020 12,8
Mio. Euro nach 53,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Saldo der Ein- und Auszahlungen von
Finanzmittelanlagen betrug 27,0 Mio. Euro (H1 2019: 66,0 Mio. Euro). Die Mittelabflüsse
für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im
Berichtszeitraum auf 14,7 Mio. Euro (H1 2019: 12,8 Mio. Euro). Ein großer Teil der
Investitionen entfiel mit 6,0 Mio. Euro (H1 2019: 5,5 Mio. Euro) auf aktivierte Entwicklungsprojekte. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 2020 von 135,6 Mio.
Euro (31. Dezember 2019: 214,8 Mio. Euro) umfassen Kassenbestand, Bankguthaben und
kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Zusammen mit den Termingeldern mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten, festverzinslichen
Wertpapieren, als Sicherheiten hinterlegten liquiden Mitteln sowie unter Abzug der
zinstragenden Finanzverbindlichkeiten ergibt sich eine Nettoliquidität von 200,8 Mio.
Euro (31. Dezember 2019: 303,0 Mio. Euro). Investitionsanalyse Die für die Kapitalflussrechnung relevanten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 2020 14,7 Mio. Euro und lagen damit über
dem Vorjahreswert von 12,8 Mio. Euro. Dies entspricht, bezogen auf den Umsatz, einer
Investitionsquote von 2,9 Prozent, nach 3,5 Prozent im ersten Halbjahr 2019. Inklusive
der Zugänge von Nutzungsrechten im Rahmen von Leasingverhältnissen betrugen die Investitionen
23,3 Mio. Euro. Auf Investitionen in Sachanlagen entfielen 8,4 Mio. Euro (H1 2019: 6,9 Mio. Euro),
überwiegend für Umbauten und Erweiterungen bestehender Gebäude sowie für Maschinen
und Anlagen. Die Investitionsquote des Sachanlagevermögens lag im ersten Halbjahr
2020 bei 1,6 Prozent (H1 2019: 1,9 Prozent). Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen
inklusive der Abschreibungen auf Nutzungsrechte im Rahmen von Leasingverhältnissen
16,2 Mio. Euro (H1 2019: 13,7 Mio. Euro). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 6,3 Mio. Euro
(H1 2019: 5,9 Mio. Euro). Sie entfielen überwiegend auf aktivierte Entwicklungsprojekte.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen 5,1 Mio. Euro und lagen
damit auf dem Niveau des Vorjahres von 5,3 Mio. Euro. VERMÖGENSLAGEStabile Bilanzstruktur Die Bilanzsumme verringerte sich zum 30. Juni 2020 um 10,4 Prozent auf 991,8 Mio.
Euro (31. Dezember 2019: 1.107,3 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte lagen
mit 304,8 Mio. Euro aufgrund der Aktivierung weiterer Nutzungsrechte im Rahmen von
Leasingverhältnissen über dem Niveau zum Jahresende 2019 (31. Dezember 2019: 298,8
Mio. Euro). Das Nettoumlaufvermögen erhöhte sich deutlich auf 251,8 Mio. Euro (31. Dezember 2019:
159,5 Mio. Euro). Es entsprach damit 23,6 Prozent des Umsatzes der vergangenen zwölf
Monate. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum Ende
des ersten Halbjahrs 2020 im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 22,8 Prozent auf 112,3
Mio. Euro (31. Dezember 2019: 145,5 Mio. Euro). Die Debitorenlaufzeit lag mit 44,1
Tagen deutlich unter dem Niveau zum Ende des Vorjahrs (31. Dezember 2019: 50,8 Tage).
Das Vorratsvermögen bewegte sich mit 285,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 279,9 Mio.
Euro) weiterhin auf hohem Niveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit 122,2 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 174,7 Mio. Euro) deutlich unter dem
Niveau zum Jahresende 2019. Der Anteil der Lieferantenkredite am Gesamtkapital lag
mit 12,3 Prozent unter dem Vergleichswert zum Vorjahresende (31. Dezember 2019: 15,8
Prozent). Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns ist, bedingt durch die Ergebnisentwicklung,
leicht auf 418,0 Mio. Euro gestiegen (31. Dezember 2019: 416,9 Mio. Euro). Mit einer
Eigenkapitalquote von 42,1 Prozent verfügt SMA weiterhin über eine gute Eigenkapitalbasis. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTSYSTEM Das Risiko- und Chancenmanagement sowie Einzelrisiken mit möglicherweise erheblichen
nachteiligen Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
sowie die Unternehmensreputation sind im Geschäftsbericht 2019 umfassend beschrieben.
Zudem werden dort unsere wesentlichen Chancen genannt. Basierend auf unserem Risikomanagementsystem
schätzen wir die Gesamtrisikosituation als beherrschbar ein; die im Geschäftsbericht
2019 getroffenen Aussagen gelten im Wesentlichen unverändert. In den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahrs 2020 hat sich durch die weltweite Coronakrise das Risiko
eines signifikanten Geschäftsrückgangs ergeben. SMA hat sofort mit der Einrichtung
einer Taskforce und umfassenden Maßnahmen in allen relevanten Bereichen auf dieses
Risiko reagiert. Weitere Angaben hierzu finden Sie im Prognosebericht ab Seite 12.
Darüber hinaus haben wir keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert,
die über die Risiken und Chancen hinausgehen, welche im Kapitel "Geschäftstätigkeit
und Organisation" sowie in den weiterführenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage dargestellt sind. Gegenwärtig sind keine Risiken zu erkennen, die eigenständig oder in Kombination
mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens ernsthaft gefährden oder die
Geschäftsentwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten. Wir verweisen an dieser Stelle
auf die zukunftsgerichteten Aussagen im Prognosebericht. PROGNOSEBERICHTPRÄAMBEL Die Prognosen des Vorstands beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses
Berichts bekannten Faktoren, welche einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen
können. Hierbei sind sowohl allgemeine Marktindikatoren als auch branchenbezogene
und unternehmensspezifische Sachverhalte einbezogen. Sämtliche Einschätzungen beziehen
sich auf einen Zeitraum von einem Jahr. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONCoronakrise hinterlässt deutliche Spuren In seiner Aktualisierung des World Economic Outlook (WEO) vom Juni hat der Internationale
Währungsfonds (IWF) seine Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft im laufenden
Jahr erneut zurückgenommen. Die Experten erwarten nun für 2020 einen Rückgang der
globalen Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent (2019: Wachstum um 2,9 Prozent). Hintergrund
sind die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die im ersten Halbjahr stärker
ausfielen als noch bei der letzten Prognose vom April erwartet. Zusätzlich geht der
IWF davon aus, dass die Erholung erst nach und nach erfolgen und die Weltwirtschaft
2021 um 5,4 Prozent wachsen wird. Die Prognose sei jedoch weiterhin mit hohen Unsicherheiten
und Risiken behaftet. Für die Industriestaaten erwarten die Ökonomen für 2020 einen Rückgang um 8,0 Prozent
(2019: Wachstum um 1,7 Prozent). Die Wirtschaftsleistung der Entwicklungs- und Schwellenländer
wird nach ihrer Einschätzung um 3,0 Prozent sinken (2019: Wachstum um 3,7 Prozent). Besonders stark werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie die großen westlichen
Industriestaaten treffen. Die US-Wirtschaft wird laut IWF 2020 um 8,0 Prozent schrumpfen
(2019: Wachstum um 2,3 Prozent). Für die Eurozone erwarten die Experten sogar einen
Rückgang um 10,2 Prozent (2019: Wachstum um 1,3 Prozent). Während China trotz der
Corona-Pandemie voraussichtlich ein geringes Wachstum um 1,0 Prozent verzeichnen wird,
geht der IWF für alle weiteren großen Schwellenländer in allen Regionen von einer
sinkenden Wirtschaftsleistung aus. KÜNFTIGE WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER PHOTOVOLTAIKINDUSTRIEErneuerbare Energien sind der Schlüssel zur Bekämpfung des Klimawandels Der Kampf gegen den Klimawandel ist mittlerweile eines der zentralen Themen in Öffentlichkeit,
Politik und Wirtschaft. Neben der internationalen "Fridays for Future"-Bewegung tragen
dazu insbesondere auffällige Wetterphänomene wie verheerende Stürme, Dürren und Überschwemmungen
in verschiedenen Regionen der Erde sowie die in nie gekanntem Ausmaß aufgetretenen
Buschbrände in Australien bei. Der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien wird weithin als zentrales Mittel
im Kampf gegen den Klimawandel gesehen. Dies wird ihren Ausbau über die kommenden
Jahre und Jahrzehnte verstärkt vorantreiben. Um die internationalen Klimaschutzziele
zu erreichen, fordert die International Renewable Energy Agency (IRENA) bis 2030 eine
Verdreifachung der aktuell weltweit installierten erneuerbaren Erzeugungskapazitäten
auf 7,7 TW. Weitere Treiber für das prognostizierte rasante Wachstum von Solar- und Windenergie,
das nachfolgend näher ausgeführt wird, sind ein mit der Elektrifizierung weiterer
Sektoren überproportional ansteigender Strombedarf sowie die weiter sinkenden Kosten
von Solar- und Windenergie, die schon heute in weiten Teilen der Welt zu den günstigsten
Energiequellen gehören. Die Internationale Energie Agentur geht in ihrem World Energy Outlook 2019 davon
aus, dass die Photovoltaik weltweit zur führenden Stromquelle wird. Dies bestätigen
die Experten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). In ihrem New Energy Outlook
2019 prognostizieren sie, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen im Jahr 2050 einen
Anteil von rund 50 Prozent an der weltweiten Stromerzeugung haben werden. Der Anteil
der Photovoltaik wird dabei von heute 2 Prozent auf 22 Prozent steigen. Laut den BNEF-Experten
sind Wind und Photovoltaik bereits heute in mehr als zwei Dritteln aller Länder die
kostengünstigste Stromquelle und werden bis 2030 fast überall auch die Erzeugungskosten
bereits bestehender Kohle- und Gaskraftwerke unterbieten. Neben den durch den technologischen Fortschritt immer weiter sinkenden Stromgestehungskosten
von Solarstromanlagen macht die solare Erzeugung in Nähe der Verbraucher die Photovoltaik
besonders attraktiv. Immer günstiger werdende Speicher und moderne Kommunikationstechnologien
sowie Services zum sektorenübergreifenden Energiemanagement werden Energieproduktion
und -nachfrage in Einklang bringen. Der SMA Vorstand ist deshalb von der Attraktivität
des Markts überzeugt und hat das Unternehmen so positioniert, dass SMA von der zukünftigen
Entwicklung sowohl im Bereich der Photovoltaik als auch bei der Speichertechnologie
und den digitalen Energiedienstleistungen profitieren wird. Globaler PV-Zubau sinkt wegen Coronakrise auf 101 GW Für 2020 rechnet der SMA Vorstand mit einem Rückgang der weltweit neu installierten
Photovoltaikleistung um rund 8 Prozent auf ca. 101 GW (2019: 110 GW). Hintergrund
ist die in allen Regionen unsichere Situation durch die Coronakrise. Die weltweiten
Investitionen in Systemtechnik für traditionelle Photovoltaikanwendungen werden auf
rund 3,8 Mrd. Euro sinken. Die Investitionen in Systemtechnik für Speicheranwendungen
(ohne Investitionen in Batterien) werden auf ca. 700 Mio. Euro wachsen (2019: 600
Mio. Euro). Insgesamt rechnet der SMA Vorstand deshalb für 2020 mit Investitionen
in die PV-Systemtechnik (inkl. Systemtechnik für Speicher) von rund 4,5 Mrd. Euro
(2019: 5,2 Mrd. Euro). Die mittelfristigen Perspektiven der PV-Branche schätzt der
Vorstand trotz des Rückgangs im Jahr 2020 positiv ein. Hintergrund sind die gesunkenen
Kosten der Photovoltaik sowie die sich beschleunigende Transformation im Energiesektor
hin zu einer dezentralen, digitalen und vernetzten Energieerzeugung. Nachfrage in EMEA leicht steigend In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) rechnet der SMA Vorstand
für 2020 mit einem leichten Anstieg der neu installierten PV-Leistung auf etwa 27
GW (2019: 26 GW). Die verhaltene Entwicklung ist insbesondere auf die Einschränkungen
und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronakrise zurückzuführen. Das Investitionsvolumen
in PV- und SpeicherSystemtechnologie wird nach eigenen Schätzungen aufgrund der Preisentwicklung
mit voraussichtlich 1,5 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau liegen. Batteriespeicher gewinnen
in den europäischen Ländern, und hier insbesondere in Deutschland, Großbritannien
und Italien, weiter an Bedeutung. Zusätzlich zu dem Geschäft mit neuen Eigenverbrauchsanlagen
ergibt sich mittelfristig ein hohes Potenzial durch die Nachrüstung von Bestandsanlagen
mit neuen Wechselrichtern und Speichern. Für viele PV-Anlagen läuft in den kommenden
Jahren die staatliche Förderung aus. Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist für die
Betreiber dieser Anlagen eine besonders attraktive Option. Investitionen in Region Americas unter Vorjahresniveau Für die Region Americas erwartet der SMA Vorstand einen Rückgang der neu installierten
PV-Leistung um rund 12 Prozent auf 19 GW. Davon entfallen rund 11 GW auf den US-Markt.
Das Investitionsvolumen in Wechselrichter-Technologie wird mit voraussichtlich 900
Mio. Euro unter Vorjahresniveau liegen (2019: 1,1 Mrd. Euro). Die Segmente für private
und gewerbliche Anwendungen werden hier aktuell durch hohe regulatorische Anforderungen
im Rahmen des National Electrical Code (NEC) beeinflusst. Die mittelfristigen Aussichten
für die Hersteller, die der neuen Norm entsprechende Produkte anbieten können, sind
positiv. Region Asien-Pazifik am stärksten von Rückgang betroffen Zu den wichtigsten Märkten in der Region Asien-Pazifik (APAC) zählen China, Indien,
Japan und Australien. In Japan und Australien bietet die Installation von PV-Anlagen
in Kombination mit Batteriespeichern für eine von fossilen Energieträgern unabhängige
Energieversorgung zusätzliches Wachstumspotenzial. In China wird der PV-Zubau nach
Einschätzung des SMA Vorstands 2020 mit rund 30 GW auf Vorjahresniveau liegen. Die
Investitionen in Wechselrichter-Technologie werden voraussichtlich auf 800 Mio. Euro
sinken (2019: 900 Mio. Euro). Für die asiatischpazifische Region ohne China prognostiziert
der SMA Vorstand für 2020 einen Rückgang der neu installierten PV-Leistung um ca.
22 Prozent auf rund 25 GW (2019: 32 GW). Der Rückgang wird insbesondere durch die
Corona-Auswirkungen auf dem indischen Markt getrieben. Zusätzlich zum Rückgang des
Neuzubaus besteht im asiatischen Markt der Preisdruck fort, sodass der SMA Vorstand
für die Region mit rückläufigen Investitionen in Wechselrichter-Technologie von ca.
1,3 Mrd. Euro rechnet (2019: 1,7 Mrd. Euro). Wachstumsmärkte Speichertechnologie, digitale Energiedienstleistungen und operative Betriebsführung Der Trend zur Regionalisierung der Stromversorgung nimmt Fahrt auf. Immer mehr Haushalte,
Städte und Unternehmen machen sich mit eigenen Photovoltaikanlagen unabhängiger von
importierten Energieträgern und steigenden Energiekosten. Damit einhergehend wächst
der Bedarf an Energiespeichern im privaten, gewerblichen und industriellen Umfeld.
Energie wird außerdem zunehmend über intelligente Netze (Smart Grids) geteilt, um
die Stromnachfrage zu steuern, Verbrauchsspitzen zu vermeiden und die Netze zu entlasten.
Zu einer wichtigen Säule dieser neuen Energieversorgungsstrukturen zählt voraussichtlich
in einigen Jahren auch die Elektromobilität. Die Integration von E-Fahrzeugen wird
helfen, den Eigenverbrauch von erneuerbaren Energien zu erhöhen und Schwankungen im
Stromnetz auszugleichen. Durch künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence) kann
das Verhalten der dezentralen Energieverbraucher und der Speicher an die schwankende
Stromproduktion der erneuerbaren Energien angepasst und so das Gesamtsystem optimiert
werden. 1 Vor diesem Hintergrund bieten innovative Systemtechnologien, die Solarstrom zwischenspeichern
sowie das Energiemanagement von privaten Haushalten und Gewerbebetrieben übernehmen,
aus Sicht des SMA Vorstands attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Die steigenden Preise
für konventionellen Haushaltsstrom sowie der Wunsch vieler Privathaushalte und Unternehmen,
die Energiewende mit einem Beitrag zur nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung
voranzutreiben, sind die Basis für neue Geschäftsmodelle. Insbesondere in den europäischen
Märkten, den USA, Australien und Japan dürfte die Nachfrage nach Lösungen zur Steigerung
des Eigenverbrauchs von Solarstrom anziehen. In diesen Märkten haben erneuerbare Energien
bereits einen größeren Anteil an der Stromversorgung. Darüber hinaus nutzen auch Energieversorger
zunehmend Batteriespeicher, um einen kostspieligen Ausbau der Stromnetze zu vermeiden,
sowie zur Stabilisierung der Netzfrequenz und zum Ausgleich der schwankenden Stromeinspeisung
durch erneuerbare Energiequellen. Für 2020 rechnet der SMA Vorstand mit einem Volumen
des noch recht jungen Speichermarkts von ca. 700 Mio. Euro (Angaben für Speicher-Systemtechnologie
ohne Investitionen in Batterien). Die Nachfrageschätzung ist bereits in den genannten
Prognosen zur Entwicklung des Gesamtmarkts für Wechselrichter-Technologie enthalten. Zusätzlich zur Speichertechnologie gewinnen digitale Energiedienstleistungen zur
Optimierung der Energiekosten von Haushalten und Gewerbebetrieben sowie ihrer Anbindung
an den Energiemarkt immer mehr an Bedeutung. Für 2020 geht der SMA Vorstand in diesem
Bereich von einem adressierbaren Markt von ca. 400 Mio. Euro aus. In den folgenden
Jahren wird der Markt exponentiell wachsen.
1
Dieser Absatz ist kein Gegenstand der prüferischen Durchsicht. Ein weiteres Wachstumssegment ist die technische Betriebsführung von gewerblichen
Anlagen und PV-Großanlagen. Diese beinhaltet Dienstleistungen wie zum Beispiel Reparatur,
Geräteaustausch sowie Sichtprüfungen und Wartungen für die gesamte Anlage. Der Markt
in diesen Segmenten beläuft sich zum Ende des Jahres 2019 auf eine kumulierte installierte
Leistung von mehr als 530 GW, bis Ende 2020 sind mehr als 600 GW zu erwarten. Den
adressierbaren Anteil, der sich noch nicht oder nicht mehr unter Vertrag befindet,
schätzt der SMA Vorstand 2020 auf 150 GW, was einem Potenzial von mindestens 1,1 Mrd.
Euro entspricht. Preise werden jährlich pro MW berechnet und variieren stark nach
Region sowie enthaltenen Leistungen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER SMA GRUPPEVorstand rechnet trotz Coronakrise weiter mit Umsatz- und Ergebniswachstum Am 7. Februar 2020 veröffentlichte der SMA Vorstand erstmals die Umsatz- und Ergebnisprognose
für das laufende Geschäftsjahr. Sie sieht ein Umsatzwachstum auf 1,0 Mrd. Euro bis
1,1 Mrd. Euro vor (2019: 915,1 Mio. Euro). Der Vorstand geht weiterhin davon aus,
dass SMA trotz der Coronakrise durch aktive Arbeit mit Kunden und Zulieferern Marktanteile
hinzugewinnen kann. Zusätzlich implementiert der Vorstand weitere Maßnahmen zur Kostensenkung.
Niedrigere Herstellungskosten und die Nutzung von Skaleneffekten bei gleichzeitig
abflachendem Preisverfall werden nach Überzeugung des Vorstands die Profitabilität
von SMA stützen. Vor diesem Hintergrund geht der SMA Vorstand auch beim Ergebnis weiterhin
von einem Wachstum aus. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen / Amortisationen,
Zinsen und Steuern (EBITDA) wird nach Einschätzung des Vorstands 2020 bei 50 Mio.
Euro bis 80 Mio. Euro liegen (2019: 34,2 Mio. Euro). Die Abschreibungen / Amortisationen
werden sich auf ca. 45 Mio. Euro belaufen. Auf dieser Grundlage erwartet der Vorstand
ein EBIT von 5 Mio. Euro bis 35 Mio. Euro. Aktuell sieht der SMA Vorstand keine Gefährdung der Prognose durch die Auswirkungen
der weltweiten Coronakrise. SMA hat bereits frühzeitig auf die Ausbreitung des Virus
reagiert. Dank umfassender Maßnahmen wie Prozessanpassungen in Produktion und Logistik
sowie einer engen Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern konnte die Produktion
auch während des Lock-downs ununterbrochen aufrechterhalten werden, und es kam lediglich
zu geringen Einschränkungen in der Lieferkette. Die sehr gute SMA IT-Infrastruktur,
der hohe Einsatz und die Flexibilität der Mitarbeiter*innen sowie etablierte Kundenbeziehungen
haben für eine nahtlose Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs gesorgt. Der SMA Vorstand
geht davon aus, dass nach dem im zweiten Quartal erwartungsgemäß erfolgten Auftragsrückgang
ab dem dritten Quartal eine weltweite Erholung erfolgt und die schwache Entwicklung
des zweiten Quartals bis zum Jahresende zu einem guten Teil wieder kompensiert werden
kann. Eine abschließende Bewertung der Auswirkungen der Coronakrise ist jedoch zum
jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Das Geschäftsmodell von SMA ist nicht kapitalintensiv. Die Investitionen (inkl. aktivierter
Entwicklungsleistungen und Leasinginvestitionen) werden sich 2020 mit ca. 50 Mio.
Euro in etwa auf Vorjahresniveau bewegen (2019: 27,6 Mio. Euro zzgl. Leasinginvestitionen
in Höhe von 26,8 Mio. Euro). Für Details zu Risiken verweisen wir auf den Risiko- und Chancenbericht auf Seite
11 sowie auf den Risiko- und Chancenbericht im SMA Geschäftsbericht 2019 ab Seite
59. Übersicht Prognose SMA Gruppe 2020scroll
Die Umsatz- und Ergebnissituation von SMA hängt von der Entwicklung des Weltmarkts,
vom Marktanteil und der Preisdynamik ab. Mit unserer weltweiten Präsenz und unserem
kompletten Produkt- und Lösungsportfolio für alle Segmente können wir schnell auf
sich verändernde Marktbedingungen reagieren, Nachfrageschwankungen kompensieren und
von der Entwicklung der weltweiten Solarmärkte profitieren. Das breite Produkt- und
Lösungsportfolio in allen Marktsegmenten ist ein wesentliches Differenzierungsmerkmal
für SMA. Für die einzelnen SMA Segmente prognostiziert der SMA Vorstand im Geschäftsjahr
2020 folgende Entwicklung: Übersicht Segmentprognose 2020scroll
SMA wird den eingeschlagenen Weg zu mehr Umsatz und Profitabilität fortsetzen Die Implementierung umfassender Kostensenkungsmaßnahmen, eine höhere Kundenzentrierung
und verstärkte Vertriebsaktivitäten haben bereits im Geschäftsjahr 2019 dazu geführt,
dass SMA im Kerngeschäft Marktanteile hinzugewinnen und Umsatz und Ergebnis deutlich
verbessern konnte. Darüber hinaus haben wir mit der Einführung von kompletten Systempaketen für private
und gewerbliche Anwendungen in wichtigen Zielmärkten, der Gründung des Joint Venture
elexon im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeugflotten, der Bündelung
der Vertriebsaktivitäten für Speicher, Repowering- und weitere Serviceleistungen in
einer eigenen Vertriebseinheit sowie der Weiterentwicklung des Angebots digitaler
Energiedienstleistungen durch die Tochtergesellschaft coneva unsere Positionierung
in wichtigen Zukunftsfeldern weiter vorangetrieben. Diesen Weg haben wir im ersten
Halbjahr 2020 mit der Entwicklung von Apps für wichtige Kundengruppen sowie von Ladelösungen
für E-Fahrzeuge im privaten und gewerblichen Bereich erfolgreich fortgesetzt. Darauf
aufbauend wird sich SMA in den kommenden Jahren kontinuierlich zum System- und Lösungsanbieter
weiterentwickeln, um zusätzliches Umsatzpotenzial und zukünftige Geschäftsmodelle
zu erschließen. SMA wird von Megatrends profitieren 1 Die Dringlichkeit eines verstärkten Kampfs gegen den Klimawandel und das starke Bewusstsein
für Nachhaltigkeit in weiten Teilen der Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik werden
den Ausbau der erneuerbaren Energien und Speicher, und damit einhergehend die Dezentralisierung
und Digitalisierung der Energieversorgung, weltweit beschleunigen. Gleichzeitig wird
sich die bereits begonnene Konsolidierung im globalen PV-Markt fortsetzen. Dies setzt
Marktanteile frei und sollte darüber hinaus in den kommenden Jahren zu einer Abschwächung
des Preisverfalls für Solar-Wechselrichter führen. SMA ist gut aufgestellt, um in allen Marktsegmenten und Regionen von diesen Trends
zu profitieren. Kein Wettbewerber verfügt gleichzeitig über eine ähnliche internationale
Präsenz und ein ähnlich großes technisches Know-how in allen PV-Applikationen. Unsere
insgesamt installierte Wechselrichter-Leistung von weltweit über 85 GW ist zudem ein
sehr guter Grundstock für datenbasierte Geschäftsmodelle, da der Wechselrichter der
bestgeeignete Sensor für die Erhebung wertvoller Energiedaten ist. Unser umfassendes
Wissen in der Steuerung komplexer Batteriespeichersysteme sowie der Kopplung von Solarstromsystemen
mit anderen Energiesektoren wie Heizungs-, Lüftungs- und Kühlungstechnik sowie Elektromobilität
ist eine hervorragende Basis, um das zukünftige Wachstumspotenzial im Bereich der
digitalen Energielösungen zu erschließen. Unsere Tochtergesellschaft coneva entwickelt White-Label-Lösungen für Stadtwerke,
die sowohl Prosumer als auch klassische Energiekunden der Versorger in die digitale
Energiewelt einbinden und ihnen eine einfache und kosteneffiziente Energienutzung
ermöglichen. Die individuellen Lösungsangebote für Gewerbekunden reichen vom Monitoring
der Energieflüsse über die Optimierung der Energiekosten in allen Sektoren bis zur
Zusammenführung von Angebot und Nachfrage auf der von SMA entwickelten Energiemanagementplattform
ennexOS. In beiden Bereichen hat coneva bereits erfolgreiche Partnerschaften und Projekte
mit führenden Energieversorgern und Supermarktketten umgesetzt. Mit dem im Geschäftsjahr 2019 gegründeten Joint Venture elexon verstärkt SMA darüber
hinaus ihre Positionierung im Zukunftsfeld der Elektromobilität. elexon bietet schlüsselfertige
Lösungen für die Planung, die Installation und den Service von effizienten E-Fahrzeug-Ladeparks
aus einer Hand. Auch Industrielösungen für Ladeparks und Großflotten sind aufgrund
der Fertigungskapazitäten und der Erfahrung der Joint-Venture-Partner im Fokus. SMA wird die Chancen der Digitalisierung nutzen1 Durch umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der PV-Systemtechnik, die Fähigkeit,
Veränderungen schnell umzusetzen, sowie auf zukünftige Geschäftsfelder ausgerichtete
Tochtergesellschaften und zahlreiche strategische Partnerschaften ist SMA gut auf
die Digitalisierung der Energiewirtschaft vorbereitet und wird die damit einhergehenden
Chancen nutzen. Als Spezialist für ganzheitliche Lösungen im Energiesektor werden
wir die zukünftige Energieversorgung mitgestalten, Innovationen in den Markt einführen
und neue strategische Partnerschaften eingehen. Wir werden auf unseren einzigartigen
Stärken aufbauen, um weitere Systemlösungen zu konzipieren, die den Umbau zu einer
kostengünstigen, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung auf Basis dezentraler
erneuerbarer Energien ermöglichen. Dabei helfen uns die einzigartige SMA Unternehmenskultur
und unsere engagierten Mitarbeiter*innen, die einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg
leisten und deshalb auch am finanziellen Erfolg der SMA beteiligt werden. Niestetal, 3. August 2020 SMA Solar Technology AG Der Vorstand
1
Der folgende Abschnitt ist kein Gegenstand der prüferischen Durchsicht. KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSSGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG SMA KONZERNscroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNG SMA KONZERNscroll
BILANZ SMA KONZERNAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
1
Nicht zinstragend KAPITALFLUSSRECHNUNG SMA KONZERNscroll
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG SMA KONZERNscroll
VERKÜRZTER ANHANG ZUM 30. JUNI 2020ALLGEMEINE ANGABEN1. Grundlagen Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss der SMA Solar Technology AG zum 30. Juni
2020 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS),
wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Entsprechend wird
im Geschäftsjahr 2020 der Halbjahresabschluss der SMA Solar Technology AG in Übereinstimmung
mit IAS 34, Interim Financial Reporting, aufgestellt. Gemäß den Regelungen des IAS
34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2019 gewählt. Der verkürzte Abschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2019 zu lesen. Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht
anderweitig angegeben, werden sämtliche Werte zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit
auf volle Tausend Euro (TEUR) bzw. Millionen Euro (Mio. Euro) gerundet angegeben. Der Konzernabschluss wird auf Grundlage des Anschaffungskostenprinzips aufgestellt.
Davon ausgenommen sind Rückstellungen, latente Steuern, Leasingverhältnisse und derivative
Finanzinstrumente. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Der Vorstand der SMA Solar Technology AG hat den Konzern-Halbjahresabschluss am 3.
August 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Sitz der Gesellschaft ist Sonnenallee 1, 34266 Niestetal. Die Aktien der SMA
Solar Technology AG werden öffentlich gehandelt, sie sind an der Frankfurter Börse
im Prime Standard gelistet. Seit dem 24. September 2018 ist die Gesellschaft im SDAX
gelistet. Die SMA Solar Technology AG (SMA) und ihre Tochtergesellschaften (SMA Gruppe) entwickeln,
produzieren und vertreiben Solar-Wechselrichter, Transformatoren, Drosseln und Überwachungssysteme
für Solarstromanlagen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen intelligente Energiemanagementlösungen
und Serviceleistungen bis hin zur Übernahme von Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen
für Photovoltaik-Kraftwerke (O&M-Geschäft) an. Ein weiteres Geschäftsfeld sind digitale
Dienstleistungen für die zukünftige Energieversorgung. Nähere Erläuterungen zu den
Segmenten sind in Kapitel 5 enthalten. 2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Mit Ausnahme der Tigo Energy, Inc. werden sämtliche Gesellschaften im Konsolidierungskreis
vollkonsolidiert. Die Tigo Energy, Inc. wird als assoziiertes Unternehmen nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2019 in der Anteilsbesitzliste unter den Beteiligungen ausgewiesenen Gesellschaften
werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidiert. Der Konzern-Halbjahresabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der SMA Solar Technology AG und der
einbezogenen Tochterunternehmen. Nähere Einzelheiten hierzu sind im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019
enthalten. Der Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2020 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019
durch die Verschmelzung der Zeversolar GmbH auf die emerce GmbH verändert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Anwendungen neuer RechnungslegungsvorschriftenBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Im vorliegenden Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2020 ergaben sich gegenüber
dem Konzernabschluss der SMA Solar Technology AG zum 31. Dezember 2019 keine Veränderungen
der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. ANWENDUNG NEUER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN Eine vorzeitige Anwendung neuer Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten
Standards, die zum Abschluss Stichtag noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, erfolgt
durch den Konzern nicht. Eine Darstellung dieser zukünftig anzuwendenden Standards
findet sich im Konzernanhang 2019 unter "2.Bilanzierungsmethoden und Neuerungen der
Rechnungslegungsvorschriften". Folgende Änderungen an IFRS Standards sind mit Beginn des aktuellen Geschäftsjahres
in Kraft getreten: Änderungen an IFRS 3 "Business Combinations", Änderungen an IAS
1 und IAS 8 "Definition von wesentlich", Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 "Interest
Rate Benchmark Reform" sowie Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept der IFRS-Standards
(veröffentlicht am 29. März 2018). Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2019. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die Bilanzierung im Konzern. 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Im Hinblick auf die mit der Corona-Pandemie verbundenen Auswirkungen auf Wirtschaft
und Märkte hat SMA geprüft, ob sich aus derzeitiger Sicht Auswirkungen ergeben könnten,
die zu berücksichtigen wären. Dabei wurden alle Positionen innerhalb der SMA Gruppe betrachtet. Aus Sicht zum Stichtag
sehen wir derzeit keine aktuellen oder zukünftigen negativen Entwicklungen im Geschäfts-
und Marktumfeld der SMA Gruppe, die negative Auswirkungen haben könnten. Diese Überprüfung
wird aufgrund der sich rasch ändernden Situation fortlaufend weitergeführt und könnte
aufgrund einer geänderten Risikoeinschätzung zu Anpassungen führen. Weitere Schätzungen ergeben sich aus der Bewertung der Earn-out-Regelung. Für nähere
Erläuterungen hierzu verweisen wir auf "20. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten". 5. Segmentberichterstattung Die Segmente der SMA Gruppe werden in der Organisations- und Berichtsstruktur auf
Seite 2 sowie einzeln in der Ertragslage im Wirtschaftsbericht auf Seite 6 f. erläutert.
Die Segmentstruktur der SMA hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. KENNZAHLEN NACH SEGMENTEN UND REGIONEN Die Segmentinformationen gemäß IFRS 8 stellen sich für das zweite Quartal der Jahre
2020 und 2019 wie folgt dar: scroll
scroll
Umsatzerlöse nach Regionen (Zielmarkt der Ware)scroll
Die Segmentinformationen gemäß IFRS 8 stellen sich für das erste Halbjahr der Jahre
2020 und 2019 wie folgt dar: scroll
scroll
Umsatzerlöse nach Regionen (Zielmarkt der Ware)scroll
Die Überleitungen der Segmentgrößen auf die jeweiligen in den Abschlüssen enthaltenen
Größen ergeben sich wie folgt: 8. Finanzergebnisscroll
In der Überleitung werden Sachverhalte ausgewiesen, die definitionsgemäß nicht Bestandteil
der Segmente sind. Insbesondere sind darin nicht allokierte Teile der Konzernzentrale,
unter anderem die zentralverwalteten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Finanzinstrumente, Finanzverbindlichkeiten sowie Gebäude enthalten, deren Aufwendungen
auf die Segmente umgelegt werden. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden
in der Überleitung eliminiert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG SMA KONZERN6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen in der Ertragslage des
Wirtschaftsberichts. 7. Leistungen an Arbeitnehmer*innen und Zeitarbeitskräftescroll
scroll
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ SMA KONZERN9. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen in der Ertragslage des
Wirtschaftsberichts. scroll
Die angearbeiteten immateriellen Vermögenswerte reflektieren die Entwicklungsaktivitäten
des SMA Konzerns. 10. Sachanlagenscroll
11. Vorrätescroll
Die Vorräte sind zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert bewertet. Insgesamt betragen die Wertberichtigungen zum 30.
Juni 2020 23,5 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 29,1 Mio. Euro). Die im Aufwand als Herstellungskosten
berücksichtigte Zuführung der Wertberichtigungen auf Vorräte betrug 1,6 Mio. Euro
(H1 2019: 9,4 Mio. Euro). 12. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zum 30. Juni 2020
insbesondere Finanzanlagen, Termingelder mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten
sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von insgesamt 45,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 72,1
Mio. Euro). 13. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs wurde der Verkauf eines Grundstücks
in Höhe von 0,5 Mio. Euro abgeschlossen. scroll
SMA beabsichtigte am Abschluss-Stichtag die bisher at-Equity bewertete Beteiligung
an der Tigo Energy, Inc. zu veräußern. Uber diese Veräußerung wurden die Verhandlungen
mit einem Käufer abgeschlossen. Zum Stichtag entsprach der Zeitwert der Beteiligung
dem Buchwert, welcher bei 0 Euro liegt. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen verweisen
wir auf die Erläuterungen in "21. Ereignisse nach dem Abschluss-Stichtag". 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 135,6 Mio. Euro (30.
Juni 2019: 136,8 Mio. Euro) umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige
Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wie sie in der Konzern-Kapitalflussrechnung
zum 30. Juni 2020 dargestellt werden, enthalten Zahlungsmittel und Guthaben bei Kreditinstituten
in Höhe von 134,6 Mio. Euro sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit unter drei
Monaten in Höhe von 1,0 Mio. Euro. 15. Eigenkapital Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist
in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Hauptversammlung der SMA Solar Technology AG hat am 4. Juni 2020 auf die Ausschüttung
einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 verzichtet (2018: 0,00 Euro je dividendenberechtigter
Stückaktie). 16. Rückstellungenscroll
Bei den Gewährleistungsrückstellungen handelt es sich um allgemeine Gewährleistungsverpflichtungen
(Zeitraum fünf bis zehn Jahre) für die verschiedenen Produktbereiche des Konzerns.
Darüber hinaus werden für Einzelfälle Rückstellungen gebildet, die voraussichtlich
im Folgejahr verbraucht werden. Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Betriebsjubiläen,
Sterbegeld und Altersteilzeit. Personalrückstellungen werden in Abhängigkeit von den
vertraglichen Einzelzusagen zahlungswirksam. 17. Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
für die Finanzierung von Immobilien der SMA Immo sowie einer Photovoltaikanlage der
SMA AG. Sie haben eine durchschnittliche Laufzeit von zehn Jahren. Bei den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um Zinsderivate
sowie Devisentermin- und Optionsgeschäfte. 18. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2020 enthalten
insbesondere Verbindlichkeiten für Abschlusskosten sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 1,2 Mio. Euro). 19. Übrige Verbindlichkeiten 1scroll
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Übrige Verbindlichkeiten ohne sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die vertraglichen Verpflichtungen (erhaltene Anzahlungen) enthalten Anzahlungen und
betreffen Warenlieferungen. Der Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch die Fertigstellung
eines Großprojektes in den USA. Die übrigen vertraglichen Verpflichtungen enthalten
Abgrenzungsposten für verlängerte Garantien, Service- und Wartungsverträge und Bonusvereinbarungen.
Die langfristigen vertraglichen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
aus der entgeltlichen Gewährung von Garantieverlängerungen für Produkte der Business
Units Home Solutions und Business Solutions. Die Erfüllung der langfristigen vertraglichen
Verbindlichkeiten wird sich über einen Zeitraum von fünf bis 15 Jahren ab Beginn der
Garantieverlängerungen erstrecken. Die kurzfristigen vertraglichen Verpflichtungen
enthalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen, Abgrenzungen für Service- und Wartungsverträge
und Bonusvereinbarungen. Sie werden im Wesentlichen innerhalb der nächsten zwölf Monate
erfüllt. Die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich enthalten Verpflichtungen gegenüber
Mitarbeitern für erfolgsabhängige Boni, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben sowie variable
Gehaltsanteile und Berufsgenossenschafts- und Sozialversicherungsbeiträge. Die sonstigen
übrigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden
und erhaltenen Zuschüssen. 20. Finanzinstrumentescroll
Die Buchwerte stellen angemessene Näherungswerte für die beizulegenden Zeitwerte
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, weshalb auf eine gesonderte Angabe der
beizulegenden Zeitwerte verzichtet wird. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und Termingelder haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen
deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Vermögenswerten entsprechen
den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung
der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen
der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Bei den sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um nicht konsolidierte Beteiligungen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen
näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt. Zur Diskontierung
werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechende Fristigkeit, verwendet
(Stufe 2). Zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft werden derivative
Finanzinstrumente genutzt. Dazu gehören Devisentermin- und Optionsgeschäfte außerhalb
des Hedge Accounting. Diese Instrumente werden grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken
eingesetzt. Sie werden - wie alle Finanzinstrumente - bei ihrer erstmaligen Erfassung
mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen
relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht
dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Die Bewertung erfolgte
bei den Termingeschäften auf Basis von Devisenterminkursen und bei den Optionen nach
Black-Scholes bzw. Heath-Jarrow-Morton. Die Parameter, die in den Bewertungsmodellen
benutzt wurden, sind aus Marktdaten abgeleitet. Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung unserer in der Bilanz zum Marktwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie: scroll
Unter der Position "Sonstige Titel" wird aufgrund der gewährten Earn-out-Regelungen
im Zusammenhang mit der erfolgten Veräußerung der chinesischen SMA New Energy Gesellschaften
bzw. der Zeversolar Gesellschaften ein Fair Value ausgewiesen. Eine Veränderung des Fair Values der Kaufpreisforderung bis zum Auslaufen der Earn-out-Regelungen
im Jahr 2029 wird grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die Ermittlung des Barwerts der zusätzlichen Kaufpreisforderung erfolgt auf Basis
eines Discounted-Cashflow-Verfahrens (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) und unter
Beachtung der angepassten vertraglichen Earn-out-Regelungen. Diese Regelung sieht
vor, dass sich die zusätzliche Kaufpreisforderung aus der Summe der vertraglich zugesicherten
Ergebnisbeiträge zwischen der tatsächlichen Veräußerung in 2019 und dem Geschäftsjahr
2029 ergibt. Die zusätzliche Kaufpreisforderung ist im Wesentlichen abhängig vom operativen
Ergebnis der chinesischen Töchter als nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie dem
zugrunde liegenden Zinssatz zur Berechnung des Barwerts. Diese werden aus der unternehmensinternen Planung der jeweiligen Gesellschaften abgeleitet.
Eine Sensitivitätsanalyse zeigt, dass ein um 10 Prozent höherer Wert des Ergebnisses
vor Steuern der Gesellschaften zu einer Änderung des Barwerts der zusätzlichen Kaufpreisforderung
in Höhe von +300 Tsd. Euro führen würde, ebenso eine Reduzierung des Ergebnisses um
10 Prozent zu einer Änderung des Barwerts in Höhe von -300 Tsd. Euro. Eine Veränderung
des Zinssatzes um +/-100 Basispunkte führt ebenfalls zu einer Änderung des Barwerts
der Kaufpreisforderung in Höhe von 300 Tsd. Euro. Innerhalb des Geschäftsjahres wurden 1,2 Mio. Euro aus den sonstigen Titeln (Level
3) in die sonstigen Forderungen (Level 2) umgegliedert. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN21. Ereignisse nach dem Abschluss-Stichtag SMA hat die Beteiligung an der Tigo Energy, Inc. veräußert. Der Verkauf wurde zum
30. Juli 2020 abgeschlossen. Der Verkaufspreis betrug 2,0 Mio. USD und führt zu einem
positiven Ergebniseffekt in gleicher Höhe. Zum 30. Juni 2020 war der Verhandlungserfolg
noch nicht absehbar. 22. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Seit dem 15. Oktober 2018 setzt sich der Vorstand der SMA Solar Technology AG aus
dem Vorstandssprecher Dr.-Ing. Jürgen Reinert, verantwortlich für die Ressorts Strategie,
Vertrieb und Service, Operations sowie Technologie, und Ulrich Hadding, verantwortlich
für die Ressorts Finanzen, Personal und Recht, zusammen. Am 28. Mai 2014 hat SMA mit Danfoss A/S einen Vertrag über eine enge strategische
Partnerschaft abgeschlossen. Im Zuge dieser Kooperation beteiligte sich Danfoss mit
20 Prozent an SMA und gehört somit zum Kreis der nahestehenden Unternehmen. SMA hat
mit Danfoss eine strategische Kooperation zur Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf,
Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung geschlossen. Zudem erbringt SMA im Auftrag
von Danfoss Servicedienstleistungen. Alle Verträge wurden zu marktgerechten Konditionen
geschlossen. Im Weiteren war SMA mit 28,27 Prozent an Tigo Energy, Inc. beteiligt, bevor diese
Anteile im Juli 2020 veräußert worden sind. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresberichterstattung der Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Niestetal, den 3. August 2020 SMA Solar Technology AG Der Vorstand scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT An die SMA Solar Technology AG, Niestetal Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der verkürzten
Bilanz zum 30. Juni 2020, der verkürzten Gewinn- und Verlustrechnung sowie der verkürzten
Gesamtergebnisrechnung, der verkürzten Kapitalflussrechnung, der verkürzten Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der SMA Solar Technology AG, Niestetal, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts
nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in
der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage
unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben
wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer
Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernzwischenabschluss der
SMA Solar Technology AG, Niestetal, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden ist. Hannover, den 3. August 2020 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
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