SMA Solar Technology AGNiestetalHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Januar bis Juni 2023SMA Solar Technology AG auf einen Blickscrollen
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1 Investitionen inklusive Zugänge zu
Nutzungsrechten nach IFRS 16
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT¹GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftstätigkeit und OrganisationDie SMA Solar Technology AG und ihre
Tochtergesellschaften (SMA Gruppe) entwickeln, produzieren
und vertreiben Systeme und Lösungen für die
effiziente und nachhaltige Erzeugung, Speicherung und
Nutzung von Solar-Energie. Dazu gehören Solar- und
Batterie-Wechselrichter, Überwachungssysteme für
Solarstromanlagen, Ladelösungen für
Elektrofahrzeuge sowie intelligente
Energiemanagementsysteme und digitale Dienstleistungen
für die zukünftige Energieversorgung. Umfassende
Serviceleistungen bis hin zur Übernahme von
Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen
für Photovoltaik-Kraftwerke (O&M-Geschäft)
sowie Mittelspannungstechnik und Stromversorgungen für
die Wasserstoffproduktion runden das Angebot ab. Mit ihren
Produkten und Dienstleistungen trägt die SMA Gruppe
aktiv dazu bei, weltweit eine nachhaltige, sichere und
kostengünstige Energieversorgung zu verwirklichen.
OrganisationsstrukturRECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie SMA Solar Technology AG, mit Hauptsitz in Niestetal
bei Kassel, verfügt als Mutterunternehmen der SMA
Gruppe über alle für das operative Geschäft
notwendigen Funktionen. Das Mutterunternehmen hält
direkt oder indirekt 100 Prozent der Anteile an allen zur
SMA Gruppe gehörenden operativen Gesellschaften. Der
Konzern-Zwischenlagebericht bezieht die Muttergesellschaft
und alle 30 Konzerngesellschaften (H1 2022: 28) ein, davon
sieben inländische Gesellschaften und 24 mit Sitz im
Ausland. Darüber hinaus hält die SMA Solar
Technology AG gegenüber dem 31. Dezember 2022
unverändert Anteile in Höhe von 42 Prozent an der
elexon GmbH. Das 2019 gegründete Joint Venture im
Bereich der Ladeinfrastruktureinrichtungen wird wie im
Vorjahr als Gemeinschaftsunternehmen nach der
Equity-Methode in den Konzern-Halbjahresabschluss
einbezogen.
ORGANISATIONS- UND BERICHTSSTRUKTURDie SMA Gruppe ist eine Matrixorganisation, in der
über die Segmente Home Solutions, Commercial &
Industrial (C&I) Solutions sowie Large Scale &
Project Solutions die Entwicklung, der operative Service
und Vertrieb, Produktion und Beschaffung/ Logistik sowie
Qualitätssicherung und Auftragsbearbeitung gesteuert
werden.
BERICHTSSTRUKTURscrollen
LEITUNG UND KONTROLLEWie im deutschen Aktiengesetz vorgeschrieben, setzen
sich die Gesellschaftsorgane aus der Hauptversammlung, dem
Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen. Der Vorstand leitet
das Unternehmen, der Aufsichtsrat bestellt, überwacht
und berät den Vorstand. Die Hauptversammlung
wählt die Anteilseignervertreter*innen in den
Aufsichtsrat und erteilt oder verweigert dem Vorstand und
dem Aufsichtsrat die Entlastung.
VERÄNDERUNGEN IM VORSTANDSeit dem 1. Dezember 2022 setzt sich der Vorstand der
SMA Solar Technology AG aus den folgenden Mitgliedern
zusammen: Dr.-Ing. Jürgen Reinert
(Vorstandsvorsitzender, Vorstand Strategie und Technologie,
Vertrieb und Service, Personal, Operations sowie für
die Segmente der SMA) und Barbara Gregor (Vorstand
Finanzen, Recht, Corporate Governance, Compliance, Interne
Revision und Kapitalmarktkommunikation).
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATSDer paritätisch besetzte Aufsichtsrat der SMA Solar
Technology AG besteht auf der Aktionärsseite aus
Roland Bent, Kim Fausing (stellv. Vorsitzender), Alexa
Hergenröther, Uwe Kleinkauf (Vorsitzender), Ilonka
Nußbaumer und Jan-Henrik Supady. Die
Arbeitnehmerseite wird durch Martin Breul, Oliver Dietzel,
Johannes Häde, Yvonne Siebert, Romy Siegert und Dr.
Matthias Victor vertreten.
Forschung und EntwicklungDie SMA Gruppe nutzt ihre Systemkompetenz, um
ganzheitliche Lösungen aus Hardware, Software und
operativen sowie digitalen Services für
unterschiedliche Anwendungen in den Bereichen Photovoltaik,
Batteriespeicher und Laden von Elektrofahrzeugen sowie
für ein umfassendes Energiemanagement über alle
Segmente und Sektoren (Stromerzeuger, Haushaltsgeräte,
Speichersysteme, Heizung, Lüftungs- und Klimatechnik,
E-Mobilität) hinweg zu entwickeln. Um unseren Kunden
in allen Marktsegmenten und Regionen technisch ausgereifte
und wirtschaftliche Systemlösungen anzubieten,
arbeiten wir gezielt mit starken Partnern zusammen. Durch
unsere kontinuierliche Forschung sowie die markt- und
kundenbezogene Entwicklung können wir die
Stromgestehungskosten von Solarstromanlagen weiter senken,
die Energienutzung optimieren und die Komplexität in
der neuen, dezentralen und digitalen Energiewelt
verringern.
Zukunftsorientierter EntwicklungsansatzMit der wachsenden Bedeutung der Photovoltaik für
die globale Stromerzeugung und der zunehmenden Einbindung
von Solarstromanlagen in ganzheitliche Systeme rücken
die Systemintegration, die Konnektivität sowie die
Bereitstellung von Netzdienstleistungen für eine
sichere Energieversorgung in den Fokus der Anforderungen an
die Systemtechnik. Vor diesem Hintergrund liegt der
Entwicklungsschwerpunkt der SMA Gruppe auf hochintegrierten
und digitalisierten Lösungen, die möglichst viele
Funktionalitäten abdecken (All-in-One-Lösung).
Schwerpunkte unserer Forschungs- und
Entwicklungstätigkeit umfassen darüber hinaus die
Bereiche Energiespeicher, Elektromobilität,
Energiemarktintegration und Power-to-Gas.
Um schnell auf Marktveränderungen reagieren zu
können und die Produktkosten systematisch zu
reduzieren, verfolgen wir bei der Produktentwicklung eine
Plattformstrategie. Durch eine Standardisierung der
Architektur der Kernkomponenten und die Integration
wichtiger Systemfunktionen erhöhen wir den Anteil der
gleichen Bauteile und Softwaremodule über das gesamte
Portfolio und reduzieren gleichzeitig die Anzahl der
Komponenten im System, um unseren Kunden hocheffiziente
Lösungen zu bieten. Die Individualisierung
bezüglich der Märkte und Kundenbedürfnisse
erfolgt unter anderem über den Anschlussbereich und
die Software sowie über unterschiedliche
Leistungsklassen, die auf der Plattform basieren.
1
Weltweit verfügt die SMA Solar Technology AG zum
Ende des Berichtszeitraums über 1.621 geschützte
Patente und Gebrauchsmuster. Zusätzlich waren zum
Stichtag 30. Juni 2023 562 weitere Patentanmeldeverfahren
noch nicht abgeschlossen. Darüber hinaus hält die
SMA Solar Technology AG die Rechte an 1.472 eingetragenen
Warenzeichen.
Neben der (Weiter-)Entwicklung von Lösungen
für die effiziente Erzeugung, Speicherung und Nutzung
von Solarenergie, für das Laden und das Lademanagement
von Elektrofahrzeugen sowie für ein intelligentes
Energiemanagement über verschiedene Sektoren hinweg
stand im Berichtszeitraum die Optimierung der
Wasserstoffproduktion im Fokus der Entwicklung. Die SMA
Gruppe war hier bereits an der Realisierung von Projekten
auf mehreren Kontinenten beteiligt (siehe Abschnitt
"Projektgeschäft").
Ganzheitliche Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft²ANWENDUNGEN FÜR PRIVATE HAUSHALTE: HYBRIDWECHSELRICHTER IM ZENTRUM DES MANAGEMENTS ERNEUERBARER ENERGIENAuf der Intersolar Europe 2023 wurden im Juni das
Wechselrichtersystem Sunny Boy Smart Energy sowie die
modulare SMA Home Storage Batterie vorgestellt. Diese
Angebote bieten Flexibilität und eine umfassende
Lösung aus einer Hand, um maßgeschneiderte
Solaranlagen zu liefern, die auf die Budgets und
Anforderungen der Hauseigentümer abgestimmt sind.
1 Dieser Absatz ist nicht Gegenstand der
prüferischen Durchsicht.
Der Sunny Boy Smart Energy ist ein
All-in-One-Wechselrichter für PV und Batterie. Dank
erweiterbarer Backup-Optionen steht auch bei
Netzausfällen saubere Energie zur Verfügung. Der
Sunny Boy Smart Energy ist kompatibel mit der neuen SMA
Home Storage Batterie und mit Hochvolt-Batterien aller
führenden Marken. Konzipiert für intensive
Nutzung und Anpassungsfähigkeit an verschiedene
Anwendungsfälle, bietet der SMA Home Storage Akku eine
erweiterbare Kapazität.
Der Sunny Boy Smart Energy ist ab dem vierten Quartal
2023 in den USA verfügbar. Abhängig von der
länderspezifischen Zertifizierung folgen Anfang 2024
die Länder Deutschland, Österreich, Benelux,
Spanien, Italien und die Schweiz. Australien und weitere
europäische Länder werden im Laufe des Jahres
2024 folgen.
Ab August 2023 ist die SMA Home Storage Batterie in
Deutschland und Österreich erhältlich, danach
folgen die Länder Benelux, Spanien und Italien.
Bereits im ersten Quartal 2022 hat die SMA Gruppe mit
der Einführung des Sunny Tripower Smart Energy eine
Portfoliolücke im Segment Home Solutions geschlossen.
Der dreiphasige Hybrid-Wechselrichter mit integrierter
Backup-Funktion ist für den Einsatz im Eigenheim mit
vier Leistungsklassen erhältlich. Als Solar- und
Batterie-Wechselrichter in einem managt er mit dem Sunny
Home Manager 2.0 die Energieflüsse zwischen dem
PV-Generator, der angeschlossenen Batterie und der
öffentlichen Stromversorgung des Haushalts. Damit
reduziert der Sunny Tripower Smart Energy den Strombezug
aus dem öffentlichen Netz und versorgt in Verbindung
mit der Backup-Funktion bei einem Stromausfall wichtige
Haushaltsgeräte weiter. Integrierte Services und
Software-Lösungen sorgen für Anwenderkomfort und
Sicherheit. Dazu gehört die einzigartige digitale
Servicelösung SMA Smart Connected für schnellen
Service im Fehlerfall.
SMA Smart Connected überwacht PV-Anlagen rund um
die Uhr, analysiert Auffälligkeiten, meldet diese bei
Bedarf direkt an die SMA Serviceorganisation und informiert
Anlagenbetreiber und/ oder Installateure über
Anlagendaten, Störungen und Maßnahmen.
Ersatzteile oder Austauschgeräte werden automatisch
verschickt oder im Online-Shop für die Installateure
reserviert. Der hohe Automatisierungsgrad verkürzt und
vereinfacht den Serviceprozess und minimiert die
Ausfallzeiten der PV-Anlage.
Auch die SMA Apps für Fachhandwerker und
Anlagenbetreiber sind um weitere Funktionen ergänzt.
Mit der Fachhandwerker-App SMA 360° können
Installateure Anlagensimulation, Planung, Inbetriebnahme
und Monitoring sowie automatische Benachrichtigung im
Servicefall vernetzen. Die Endanwender-App SMA Energy ist
um ein Modul zur Steuerung des Ladens von Elektrofahrzeugen
erweitert.
Neben dem eigenen Stromtarif SMA JOIN hat die SMA Gruppe
die JOIN Charge Card zum Laden von Elektrofahrzeugen mit
Ökostrom in Deutschland eingeführt.
Fahrer*innen von Elektroautos in Deutschland bietet die
App SMA JOIN Charge seit Mai 2022 einen europaweiten
Überblick über verfügbare Ladestationen.
E-Fahrzeugfahrer*innen können sich dorthin navigieren
lassen, den Ladevorgang starten, zahlen und Abrechnungen
einsehen.
GEWERBLICHE ANWENDUNGEN: WECHSELRICHTER MIT ENERGIEMANAGEMENT-FUNKTIONEN UND FLOTTENLADELÖSUNGIm Segment Commercial & Industrial (C&I)
Solutions stellte die SMA Gruppe erstmals die neue
integrierte SMA Commercial Storage Solution vor, eine
Lösung für netzgekoppelte
Gewerbespeicheranwendungen. Sie ermöglicht
Gewerbetreibenden und Industriebetrieben, ihren
Eigenverbrauch zu optimieren und teure Lastspitzen zu
vermeiden. Das modulare Konzept erlaubt außerdem eine
flexible Erweiterung des Gesamtsystems, etwa um
PV-Wechselrichter oder EV-Charger, sowie eine vereinfachte
Planung für Fachpartner und Optimierung der heutigen
und künftigen Energiekosten für gewerbliche
Kunden.
Auf der Intersolar Europe 2023 präsentierte die SMA
Gruppe im Juni die erweiterte SMA Commercial eMobility
Solution, mit der Gewerbetreibende selbst als Betreiber von
Ladeinfrastruktur tätig werden können. Mit der
neu verfügbaren eichrechtskonformen Variante der
Ladestation EV Charger Business können nun auch in
Deutschland Kilowattstunden genau abgerechnet werden. Eine
Roaming-Funktion im SMA eMobility Portal ermöglicht
zudem die Abrechnung gegenüber Dritten. Ab dem vierten
Quartal 2023 bietet SMA darüber hinaus ein Produkt zur
Vermarktung von Treibhausgasminderungsquoten (THG-Quoten)
an und schafft damit eine zusätzliche Einnahmequelle
für Gewerbekunden.
Zudem erweiterte die SMA Gruppe im ersten Halbjahr 2023
die Software Sunny Design zur Planung erneuerbarer
Energiesysteme. Neben Produktverbesserungen zur
Effizienzsteigerung und optimalen Unterstützung des
aktuellen Produktportfolios wurden erweiterte
Planungsmöglichkeiten geschaffen, insbesondere im
Bereich der Elektromobilität. Im Sunny Design Pro
wurde außerdem eine Importfunktion für
3D-Modelle aus Drohnenüberflügen und aus
Architekturprogrammen integriert.
Im US-Markt wurde Ende des dritten Quartals 2022 der
neue Wechselrichter STP-X für den lokalen Markt
vorgestellt. Die Auslieferung hat im zweiten Quartal 2023
begonnen. Darüber hinaus arbeitet die SMA Gruppe
aktuell für die globalen PV-Märkte an neuen
Modellen der Produktfamilie Sunny Tripower - der
Nachfolgegeneration der dreiphasigen SMA
Solar-Wechselrichter für kleinere bis mittlere
gewerbliche Anwendungen - und außerdem an neuen
Modellen für Sunny Island - dem
Batterie-Wechselrichter für die Speicherintegration in
netzunabhängige Stromversorgungssysteme. Die neuen
Wechselrichter werden das Leistungsspektrum der SMA
Commercial Energy Solution ergänzen.
Unsere 100 %-Tochtergesellschaft coneva baut ihr Angebot
für intelligente Ladelösungen für
Elektrofahrzeuge permanent aus. Zum 31. Dezember 2022
steuerte coneva mit ihrem dynamischen Lastmanagement zur
optimierten Ladung von Elektrofahrzeugen über 2.200
Ladepunkte an mehr als 100 deutschen und internationalen
Standorten von Logistikern, Autohäusern und
mittelständischen Betrieben. Gleichzeitig stellt
coneva die interne Verwaltung und Abrechnung der Ladepunkte
(CPO-Services) sicher. Darüber hinaus treibt coneva
die Integration von Ladeinfrastruktur, Speichern und
weiteren flexiblen Verbrauchern in die Energiemärkte
für einen kostenoptimalen Betrieb voran, wie zum
Beispiel am Ladepark Hilden. Diese (Lade-)Lösungen von
coneva werden 2023 auch in das erweiterte Energy System
Business integriert, um Gewerbebetrieben eine ganzheitliche
Lösung für das klimaneutrale Laden sowie das
Management und die Abrechnung von E-Fahrzeugflotten
anzubieten.
PROJEKTGESCHÄFT: OPTIMIERTE NETZINTEGRATION UND WASSERSTOFFPRODUKTIONIm Segment Large Scale & Project Solutions
konzentrierte sich die Entwicklung im Berichtszeitraum auf
die Optimierung kundenspezifischer schlüsselfertiger
Solar- und Speicherlösungen zur Bewältigung der
Herausforderungen bei der Netzintegration und zur
Steigerung der Innovationen bei Power-to-Gas-Anwendungen.
Die Mittelspannungskraftwerke von SMA sind
schlüsselfertige Containersysteme, die PV- oder
Batterie-Wechselrichter mit koordinierten
Mittelspannungsanlagen mit einer Anlagenleistung von bis zu
4,6 MW kombinieren.
SMA ist führend in der Entwicklung von
netzbildenden Lösungen. Dies ist ein entscheidender
Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien. SMA Grid
Forming Solutions ermöglichen es, immer
größere Mengen an erneuerbaren Energien in die
Netze zu integrieren und die Netzstabilität
aufrechtzuerhalten, während konventionelle
Energieträger schrittweise auslaufen.
Im Geschäftsfeld der grünen
Wasserstofferzeugung bietet die SMA Gruppe über ihre
100 %-Tochtergesellschaft Altenso den Electrolyzer
Converter für die netzfreundliche Aufbereitung von
Strom für die Elektrolyse in den wachsenden Markt an.
Als schlüsselfertige Containerlösung inklusive
Mittelspannungstechnologie ermöglicht die SMA
Entwicklung den Aufbau hocheffizienter Systeme ohne
zusätzliche Filter oder Kompensationseinheiten
für den Betrieb des Elektrolyseurs. Der Electrolyzer
Converter hat ein breites DC-Betriebsfenster für den
Elektrolyseur-Betrieb. Dies ermöglicht es, mit fast
allen Elektrolyseur-Typen zu arbeiten. Sorgfältig
ausgewählte Nieder- und Mittelspannungskomponenten
gewährleisten dabei einen hocheffizienten und
zuverlässigen Betrieb über die gesamte
Lebensdauer der Elektrolyseure.
Das Service-Angebot für PV-Kraftwerke wurde im
Berichtszeitraum konsequent erweitert. Dazu gehören
der Remote Service durch Expert*innen zur schnellen
Fehleranalyse und -behebung sowie die Bereitstellung von
Software-Updates per Fernübertragung unter
Berücksichtigung höchster Sicherheitsstandards
und der Anlagenverfügbarkeit. Die SMA Virtual Support
App ermöglicht die Wartung von Zentral-Wechselrichtern
vor Ort mit Unterstützung durch Expert*innen via
Remote Service, sowohl für die korrektive als auch
für die vorbeugende Wartung inklusive des Austauschs
von Bauteilen.
WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Aussichten für die weltwirtschaftliche
Entwicklung bleiben aufgrund der Auswirkungen durch den
Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die damit verbundenen
Zinserhöhungen weiterhin gedämpft. Dies
beeinflusst auch die deutsche Wirtschaft, die im ersten
Quartal in die Rezession gerutscht ist. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte von Januar bis
März 2023 um 0,3 Prozent zum Vorquartal. Im vierten
Quartal 2022 lag der Rückgang bereits bei 0,4 Prozent.
Ausgebremst wurde die Konjunktur von einem sinkenden
privaten Konsum, der sich im ersten Quartal 2023 um 1,0
Prozent reduzierte. Ein Grund dafür sind nach
Einschätzung des Statistischen Bundesamts die
Kaufkraftverluste der Verbraucher*innen infolge der hohen
Inflation. Eine grundlegende Besserung sei nach Ansicht der
Expert*innen vorerst nicht in Sicht, wie der Rückgang
des Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai 2023 auf 91,7
Punkte (April 2023: 93,4 Punkte) signalisiert. Die
Bundesbank rechnet für das zweite Quartal 2023 dennoch
mit einem leichten Wachstum. Nachlassende
Lieferengpässe, hohe Auftragsbestände und die
gesunkenen Energiepreise sollten dann für eine
Erholung in der Industrie sorgen. Dies dürfte auch die
Exporte stützen, zumal die globale Konjunktur wieder
etwas Tritt gefasst hat.
Branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Photovoltaik (PV) gehört mittlerweile in den
meisten Regionen der Erde zu den kostengünstigsten
Stromquellen. Beispielhaft sind hier solare
Großprojekte im Mittleren Osten zu nennen, in denen
Solarstrom bereits zu Kosten von weniger als 2 USD-Cent pro
kWh erzeugt wird. Dies zeigt den Weg zu einem Umfeld, in
dem die Branche auch ohne Förderung weiter
wächst. Im Zuge des Wandels der globalen
Energieversorgungsstrukturen geht es aktuell und in Zukunft
darum, ganzheitliche Lösungen anzubieten, die
verschiedene Technologien intelligent miteinander
verknüpfen, die erzeugte Energie zwischenspeichern und
steuern sowie die Nutzer*innen in den Energiemarkt
einbinden. Dies ist die Basis für eine
verlässliche und kostengünstige Stromversorgung
aus erneuerbaren Energien.
GLOBALER PV-MARKT: NEUZUBAU IN DER ERSTEN JAHRESHÄLFTE SEHR DEUTLICH ÜBER VORJAHRESNIVEAUMit einer neu installierten PV-Leistung von ca. 145 GW
bis 153 GW (H1 2022: ca. 86 GW) lag der globale Solarmarkt
nach SMA Schätzungen im ersten Halbjahr 2023 sehr
deutlich über Vorjahresniveau.
1 Der weltweite Umsatz mit
Solar-Wechselrichter-Technologie
2 stieg nach SMA Schätzungen auf 6,5 Mrd.
Euro bis 7,3 Mrd. Euro (H1 2022: 4,2 Mrd. Euro).
1 I n den Angaben zum Zubau sind die
Wechselrichter-Nachrüstungen von bestehenden
PV-Anlagen sowie Batterie-Wechselrichter-Technologie nicht
enthalten.
In den Solarmärkten Europas, des Mittleren Ostens
und Afrikas (EMEA) wuchs der Umsatz mit
Wechselrichter-Technologie nach SMA-Schätzungen auf
rund 1,9 Mrd. Euro bis 2,2 Mrd. Euro (H1 2022: 1,5 Mrd.
Euro). Der Anteil der Region EMEA am weltweiten Umsatz
entsprach damit ca. 31 Prozent (H1 2022: 35 Prozent).
Systemtechnik für Speicheranwendungen sowie die
Nachrüstung von bestehenden PV-Anlagen haben einen
erheblichen Anteil von ca. 30 Prozent an den Umsätzen
in der Region EMEA. In Nord- und Südamerika (Americas)
lagen die Investitionen bei 1,9 Mrd. Euro bis 2,1 Mrd. Euro
(H1 2022: 1,1 Mrd. Euro). Die Region vereinte somit rund 28
Prozent des weltweiten Umsatzes mit
Wechselrichter-Technologie auf sich (H1 2022: 26 Prozent).
Der chinesische PV-Markt verzeichnete ein sehr starkes
Wachstum. Mit einem Investitionsvolumen von 1,9 Mrd. Euro
bis 2,1 Mrd. Euro stand China im Berichtszeitraum für
ca. 28 Prozent des weltweiten Umsatzes (H1 2022: 800 Mio.
Euro; 19 Prozent). Die asiatischpazifischen
Solarmärkte (ohne China) lagen mit einem Umsatz von
rund 850 Mio. Euro bis 950 Mio. Euro nur leicht über
Vorjahresniveau und machten rund 13 Prozent des Weltmarkts
aus (H1 2022: 850 Mio. Euro; 19 Prozent).
EMEA: DEUTSCHLAND ERNEUT WICHTIGSTER MARKTIn der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA)
stieg die neu installierte PV-Leistung nach SMA
Schätzungen im ersten Halbjahr auf 27 GW bis 29 GW an
(H1 2022: 22 GW). Deutschland war im Berichtszeitraum mit
fast 6 GW neu gemeldeter PV-Leistung erneut der wichtigste
Markt in Europa (H1 2022: 3,7 GW).
Die meisten anderen europäischen Länder
verzeichneten ebenfalls steigende Installationszahlen.
Maßgebliche Hintergründe sind die ehrgeizigen
Pläne der EU zur Dekarbonisierung sowie das Streben
nach mehr Unabhängigkeit von Importen fossiler
Brennstoffe vor dem Hintergrund des russischen
Angriffskriegs auf die Ukraine.
AMERICAS: US-MARKT WIEDER AUF WACHSTUMSKURSDie neu installierte PV-Leistung in der Region Nord- und
Südamerika (Americas) lag im Berichtszeitraum nach SMA
Schätzungen bei rund 23 GW bis 25 GW (H1 2022: 14 GW).
Vor dem Hintergrund deutlich verringerter regulatorischer
Unsicherheiten, einer verbesserten Verfügbarkeit von
PV-Modulen und den gestiegenen Refinanzierungskosten zum
Trotz, stieg der Photovoltaikneuzubau im weiterhin von
solaren Großprojekten geprägten US-Markt im
ersten Halbjahr 2023 nach SMA Schätzungen auf
über 13 GW an (H1 2022: 8,8 GW).
APAC: CHINA MIT WACHSTUMSSCHUBIn China wurden nach SMA Schätzung im ersten
Halbjahr 2023 rund 77 GW bis 79 GW PV-Leistung neu
installiert (H1 2022: 31 GW). In der Region Asien-Pazifik
ohne China (APAC) lag der Neuzubau mit rund 18 GW bis 20 GW
leicht über Vorjahresniveau (H1 2022: 19 GW). Unter
den PV-Märkten der Region APAC stabilisierte sich im
wichtigen Markt Australien die neu installierte PV-Leistung
im ersten Halbjahr 2023 bei über 2 GW(H1 2022: 2 GW).
ErtragslageUmsatz- und ErgebnisentwicklungUMSATZ UND PROFITABILITÄT DEUTLICH GESTEIGERTDie SMA Gruppe verkaufte von Januar bis Juni 2023
Solar-Wechselrichter mit einer kumulierten Leistung von
7.213 MW (H1 2022: 5.757 MW). Mit 778,9 Mio. Euro lag der
Umsatz 65,1 Prozent über dem Vorjahr (H1 2022: 471,8
Mio. Euro). Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich
gestiegene Umsatz spiegelt die hohe Nachfrage nach SMA
Produkten sowie die verbesserte Liefersituation wider. Alle
Segmente haben den Umsatz deutlich steigern können und
jeweils ein positives Ergebnis (EBIT
1) erzielt.
AUFTRAGSBESTAND WEITERHIN AUF HOHEM NIVEAUDie Nachfrage nach SMA Produkten ist ungebrochen. SMA
verfügt zum 30. Juni 2023 über einen hohen
Auftragsbestand von 2.453,7 Mio. Euro (30. Juni 2022:
1.290,3 Mio. Euro).
Davon entfallen 2.075,3 Mio. Euro auf das
Produktgeschäft. Der produktbezogene Auftragsbestand
ist damit im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (1.700,7 Mio.
Euro) bzw. zum 30. Juni 2022 (861,3 Mio. Euro) nochmals
angestiegen. Auf das Servicegeschäft entfallen 378,4
Mio. Euro des Auftragsbestands (30. Juni 2022: 429,0 Mio.
Euro). Dieser Anteil wird größtenteils über
einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren realisiert.
SMA ist international gut positioniert und generiert in
allen relevanten Regionen Umsatzbeiträge. Im
Berichtszeitraum entfielen 75,3 Prozent der externen
Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen auf die
europäischen Länder, den Mittleren Osten und
Afrika (EMEA), 19,6 Prozent auf die Region Nord- und
Südamerika (Americas) und 5,1 Prozent auf die Region
Asien-Pazifik (APAC) (H1 2022: 57,0 Prozent EMEA, 26,8
Prozent Americas, 16,2 Prozent APAC).
Das Segment Home Solutions erwirtschaftete im ersten
Halbjahr 2023 den größten Umsatzanteil mit 42,1
Prozent (H1 2022: 28,7 Prozent). Das Segment Large Scale
& Project Solutions leistete einen Umsatzbeitrag von
33,0 Prozent (H1 2022: 46,2 Prozent), das Segment
Commercial & Industrial Solutions erzielte 24,9 Prozent
des Umsatzes der SMA Gruppe (H1 2022: 25,1 Prozent).
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und
Steuern (EBITDA
1) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf
125,3 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 16,1 Prozent; H1 2022: 15,9
Mio. Euro; 3,4 Prozent). Das operative Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT) lag bei 106,1 Mio. Euro (H1 2022: -2,8
Mio. Euro). Das entspricht einer EBIT-Marge von 13,6
Prozent (H1 2022: -0,6 Prozent). Die gesteigerte
Profitabilität ist im Wesentlichen durch den
Umsatzanstieg infolge der verbesserten Materialversorgung
und der hohen Nachfrage nach SMA Produkten sowie den damit
einhergehenden Fixkostendegressionseffekten in der
Produktion und einem günstigen Produktmix zu
erklären. Das Konzernergebnis betrug 103,5 Mio. Euro
(H1 2022: -10,6 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit
bei 2,98 Euro (H1 2022: -0,31 Euro).
Umsatz- und Ergebnisentwicklung der SegmenteSEGMENT HOME SOLUTIONS MIT SIGNIFIKANTER UMSATZ- UND ERGEBNISSTEIGERUNG IM ERSTEN HALBJAHRIm Segment Home Solutions bedient die SMA Gruppe die
weltweiten Märkte für kleine Photovoltaikanlagen
mit und ohne Speicher sowie Anbindung an eine Smart Home
Lösung. Das SMA Energy System Home ist ein Systempaket
mit Hardware-, Software- und Servicekomponenten für
eine unabhängige Stromversorgung für Haushalte.
Es umfasst ein- und dreiphasige Wechselrichter mit einer
Leistung bis 12 kW, integrierte Serviceleistungen,
Speichersysteme sowie Ladelösungen für
Elektrofahrzeuge.
Kommunikationsprodukte und Zubehör,
Serviceleistungen wie Garantieverlängerungen,
Ersatzteile und die Modernisierung von PV-Anlagen
(Repowering) zur Performancesteigerung sowie digitale
Energiedienstleistungen runden das Angebot ab.
Im ersten Halbjahr 2023 stiegen die externen
Umsatzerlöse aufgrund der verbesserten Liefersituation
in Verbindung mit der hohen Nachfrage um 141,5 Prozent auf
327,3 Mio. Euro (H1 2022: 135,5 Mio. Euro). Der Anteil am
Gesamtumsatz der SMA Gruppe betrug 42,1 Prozent (H1 2022:
28,7 Prozent). Die Region EMEA machte dabei mit 95,5
Prozent (H1 2022: 84,8 Prozent) den größten
Anteil des Bruttoumsatzes aus, die Region Americas trug 3,1
Prozent (H1 2022: 9,3 Prozent) und die Region APAC 1,4
Prozent bei (H1 2022: 5,9 Prozent).
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
verbesserte sich erheblich infolge der Umsatzsteigerung in
Verbindung mit einem margenträchtigeren Produktmix im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 93,4 Mio. Euro (H1
2022: 17,0 Mio. Euro). Das Segmentergebnis enthält wie
im Vorjahr einen positiven Effekt im niedrigen einstelligen
Millionenbereich, welcher aus der Berücksichtigung
aktualisierter Qualitätsparameter im Rahmen der
regelmäßig zum Abschlussstichtag
durchzuführenden Neubewertung der
Gewährleistungsrückstellungen für bereits
verkaufte Produkte resultiert. In Summe steigt diese
Rückstellung, aufgrund des gesteigerten
Verkaufsvolumens. Bezogen auf die externen
Umsatzerlöse lag die EBIT-Marge bei 28,5 Prozent (H1
2022: 12,5 Prozent).
SEGMENT COMMERCIAL & INDUSTRIAL SOLUTIONS MIT DEUTLICHER UMSATZ- UND ERGEBNISSTEIGERUNGIm Segment Commercial & Industrial Solutions liegt
der Fokus auf den globalen Märkten für
mittelgroße Photovoltaikanlagen mit und ohne
Energiemanagement, Batteriespeicher und
E-Fahrzeugladelösungen. Das SMA Energy System Business
bietet kleinen und mittleren Gewerbebetrieben sowie der
Wohnungswirtschaft mit aufeinander abgestimmter Hard- und
Software sowie Tools und Services die Möglichkeit,
Solarstrom selbst zu erzeugen, zu speichern, zu nutzen und
zu vermarkten. Die Anwendung zeigt die Energieflüsse
im Unternehmen transparent und trägt so zur
Kostenersparnis bei. Es umfasst dreiphasige
String-Wechselrichter, Speicherlösungen sowie
ganzheitliche Energiemanagement-Lösungen für
kleinere bis mittelgroße Solarstromanlagen.
Lösungen für das Lademanagement und die
Abrechnung von E-Fahrzeugflotten runden das Angebot ab.
Darüber hinaus bietet die SMA Gruppe Serviceleistungen
bis hin zur Anlagenmodernisierung und operativen
Betriebsführung von gewerblichen PV-Anlagen
(O&M-Geschäft) sowie digitale Dienstleistungen an.
Die externen Umsatzerlöse stiegen im ersten
Halbjahr 2023 um 64,0 Prozent auf 194,2 Mio. Euro (H1 2022:
118,4 Mio. Euro). Der Anteil am Gesamtumsatz der SMA Gruppe
betrug 24,9 Prozent (H1 2022: 25,1 Prozent). Die Region
EMEA trug 80,4 Prozent der Bruttoumsatzerlöse bei, auf
die Region Americas entfielen 11,7 Prozent und auf die
Region APAC 7,9 Prozent (H1 2022: 77,1 Prozent EMEA, 13,3
Prozent Americas, 9,6 Prozent APAC).
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
verbesserte sich infolge des gestiegenen Umsatzes und der
daraus resultierenden verbesserten Produktionsauslastung im
ersten Halbjahr 2023 auf 6,7 Mio. Euro (H1 2022: -11,1 Mio.
Euro). Auf die externen Umsatzerlöse bezogen lag die
EBIT-Marge bei 3,5 Prozent (H1 2022: -9,4 Prozent). Das
Segmentergebnis enthält einen positiven Effekt im
niedrigen einstelligen Millionenbereich aus der
Berücksichtigung aktualisierter
Qualitätsparameter im Rahmen der regelmäßig
zum Abschlussstichtag durchzuführenden Neubewertung
der Gewährleistungsrückstellungen für
bereits verkaufte Produkte. In Summe steigt diese
Rückstellung, aufgrund des gesteigerten
Verkaufsvolumens.
SEGMENT LARGE SCALE & PROJECT SOLUTIONS MIT POSITIVEM TREND IN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGDas Segment Large Scale & Project Solutions
konzentriert sich auf Komplettlösungen in den
internationalen Märkten für Solar-Kraftwerke, die
auf der Basis von Zentral-Wechselrichtern und
Anlagenreglern Netzdienstleistungs- und
Überwachungsfunktionen erbringen. Die Leistung der
String- und Zentral-Wechselrichter in diesem Segment reicht
von 100 kW bis in den Megawattbereich. Ein weiterer Fokus
liegt auf Speicherlösungen für große PV-
und Speicherkraftwerke sowie auf Lösungen für die
Wasserstoffproduktion. Serviceleistungen, etwa zur
Modernisierung und Funktionserweiterung von PV-Kraftwerken
(Repowering), sowie Betriebsführungs- und
Wartungsdienstleistungen (O&M-Geschäft)
ergänzen das Portfolio. Darüber hinaus realisiert
die SMA Gruppe in diesem Segment weltweit PV-Diesel-Hybrid-
und Großspeicherprojekte.
Die externen Umsatzerlöse sind im ersten Halbjahr
2023 um 18,1 Prozent auf 257,4 Mio. Euro gestiegen (H1
2022: 217,9 Mio. Euro). Der Anteil am Gesamtumsatz der SMA
Gruppe betrug im Berichtszeitraum 33,0 Prozent (H1 2022:
46,2 Prozent). Die Region Americas machte 48,1 Prozent (H1
2022: 46,0 Prozent) des Bruttoumsatzes des Segments aus,
die Region EMEA 43,9 Prozent (H1 2022: 27,2 Prozent) und
die Region APAC 8,0 Prozent (H1 2022: 26,8 Prozent).
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war
mit 8,8 Mio. Euro positiv und konnte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum aufgrund einer verbesserten
Produktionsauslastung mit einhergehender
Fixkostendegression deutlich gesteigert werden (H1 2022:
-6,3 Mio. Euro). Hierzu hat ebenfalls die Vereinnahmung von
Ausgleichszahlungen in mittlerer einstelliger
Millionenhöhe infolge von Vertragskündigungen
durch Kunden beigetragen. Im Saldo ergab sich in diesem
Segment eine Erhöhung der Rückstellung im
niedrigen einstelligen Millionenbereich, welche aus der
Berücksichtigung aktualisierter
Qualitätsparameter sowie dem gesteigerten
Verkaufsvolumen im Rahmen der regelmäßig zum
Abschlussstichtag durchzuführenden Neubewertung der
Gewährleistungsrückstellungen für bereits
verkaufte Produkte resultiert. Außerdem wurde eine
Drohverlustrückstellung im niedrigen einstelligen
Millionenbereich für den Ausstieg aus dem
O&M-Geschäft in Nordamerika gebildet. Dem steht
eine Auflösung der Drohverlustrückstellung aus
der Abwicklung eines langfristigen Vertrags über
Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen
für PV-Kraftwerke (O&M) gegenüber. Der
saldierte Effekt dieser beiden Sachverhalte ist
unwesentlich.
1 Die auf die externen Umsatzerlöse
bezogene EBIT-Marge betrug 3,4 Prozent (H1 2022: -2,9
Prozent).
Entwicklung wesentlicher Positionen der Gewinn- und VerlustrechnungSMA AUF WACHSTUMSKURS IN ALLEN BEREICHENDie Herstellungskosten des Umsatzes lagen mit 543,8 Mio.
Euro bedingt durch die signifikante Umsatzsteigerung
deutlich über dem Vorjahresniveau (H1 2022: 375,8 Mio.
Euro). Die Bruttomarge verbesserte sich infolge des starken
Umsatzwachstums, positiver Auslastungseffekte hinsichtlich
der Fixkostendeckung in der Produktion sowie des hohen
Umsatzanteils des margenstarken Segments Home Solutions
deutlich auf 30,2 Prozent (H1 2022: 20,3 Prozent).
Der in den Herstellungskosten des Umsatzes enthaltene
Personalaufwand stieg im ersten Halbjahr 2023 um 29,9
Prozent auf 80,0 Mio. Euro (H1 2022: 61,6 Mio. Euro). Die
Gründe hierfür sind der Personalaufbau infolge
des gestiegenen Produktionsvolumens sowie die Bildung von
Rückstellungen für erfolgsabhängige variable
Vergütungen. Der Materialaufwand inklusive
Bestandsveränderungen lag bei 423,2 Mio. Euro (H1
2022: 288,1 Mio. Euro).
Die in den Herstellungskosten des Umsatzes enthaltenen
Abschreibungen betrugen von Januar bis Juni 2023 16,7 Mio.
Euro (H1 2022: 15,9 Mio. Euro). Sie beinhalten
planmäßige Abschreibungen auf aktivierte
Entwicklungsleistungen in Höhe von 4,2 Mio. Euro (H1
2022: 3,3 Mio. Euro). Die sonstigen Kosten stiegen auf 23,9
Mio. Euro (H1 2022: 10,3 Mio. Euro).
Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab
sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der
Gewährleistungsrückstellungen. Diese sind nicht
proportional zum Umsatz gestiegen, da sich die
Qualitätsparameter verbessert haben. Im
Vorjahresvergleichszeitraum wurde diese Rückstellung
in Teilen aufgelöst. Zudem sind die Kosten für
externe betriebliche Dienstleistungen gestiegen.
Die Vertriebskosten stiegen im Wesentlichen durch den
Personalaufbau infolge der Geschäftsausweitung sowie
die Bildung von Rückstellungen für
erfolgsabhängige variable Vergütungen auf 59,2
Mio. Euro (H1 2022: 47,8 Mio. Euro). Die
Vertriebskostenquote lag im Berichtszeitraum bei 7,6
Prozent (H1 2022: 10,1 Prozent).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ohne
aktivierte Entwicklungsprojekte betrugen im ersten Halbjahr
2023 31,4 Mio. Euro (H1 2022: 22,6 Mio. Euro). Hier machten
sich im Wesentlichen die gestiegenen Personalkosten durch
Personalaufbau sowie die Bildung von Rückstellungen
für erfolgsabhängige variable Vergütungen
bemerkbar. Die Quote der Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen lag damit bei 4,0 Prozent (H1
2022: 4,8 Prozent). Die gesamten Aufwendungen für
Forschung und Entwicklung inklusive aktivierter
Entwicklungsprojekte beliefen sich auf 51,2 Mio. Euro (H1
2022: 41,4 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden
Entwicklungsprojekte in Höhe von 19,9 Mio. Euro (H1
2022: 18,8 Mio. Euro) aktiviert. Dieser Anstieg in den
Aktivierungen ist auf mehrere Projekte, die sich im
fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung befinden,
zurückzuführen. Die Quote der Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen inklusive aktivierter
Entwicklungsleistungen liegt somit bei 6,6 Prozent (H1
2022: 8,8 Prozent).
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen im
ersten Halbjahr 2023 auf 36,3 Mio. Euro (H1 2022: 29,3 Mio.
Euro). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch
Personalaufbau sowie die Bildung von Rückstellungen
für erfolgsabhängige variable Vergütungen
begründet. Die Quote der Verwaltungsaufwendungen lag
bei 4,7 Prozent (H1 2022: 6,2 Prozent).
Aus dem Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
und Erträge ergab sich im Berichtszeitraum ein
Ergebniseffekt in Höhe von -2,3 Mio. Euro (H1 2022:
0,9 Mio. Euro). Positiv wirkte sich, wie auch im Vorjahr,
die Vereinnahmung von Ausgleichszahlungen in mittlerer
einstelliger Millionenhöhe infolge von
Vertragskündigungen durch Kunden aus. Ferner sind die
Aufwendungen in Höhe von 12,5 Mio. Euro (H1 2022: 22,1
Mio. Euro) und Erträge in Höhe von 8,8 Mio. Euro
(H1 2022: 17,8 Mio. Euro) aus der
Fremdwährungsbewertung und der
Fremdwährungssicherung enthalten. Weiterhin sind
Aufwendungen und Erträge aus der Vermietung eigener
Gebäude sowie Aufwendungen aus der Bildung bzw.
Erträge aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen enthalten.
PERSONALAUFBAU IN ALLEN BEREICHEN DURCH WACHSTUM IN WICHTIGEN ZUKUNFTSFELDERNSMA beschäftigte per 30. Juni 2023 weltweit 3.771
Mitarbeiter*innen, 373 mehr als ein Jahr zuvor (30. Juni
2022: 3.398 Mitarbeiter*innen). Grund für den Zuwachs
ist der weitere Personalaufbau in allen Bereichen, um das
Wachstum in strategisch wichtigen Zukunftsfeldern
voranzutreiben.
Um Auftragsschwankungen auffangen zu können, setzt
SMA weiterhin Zeitarbeitskräfte ein. Deren Stundenlohn
entspricht dem der SMA Mitarbeiter*innen. Zum Stichtag
waren bei SMA weltweit 586 Zeitarbeitskräfte im
Einsatz und damit 406 mehr als ein Jahr zuvor (30. Juni
2022: 180 Zeitarbeitskräfte) und 107 mehr als zum
Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 479
Zeitarbeitskräfte).
Mitarbeiter*innenscrollen
Vollzeitäquivalentescrollen
FinanzlageSMA erzielt starken operativen CashflowDer Brutto-Cashflow zeigt den betrieblichen
Einnahmeüberschuss vor Mittelbindung. Er belief sich,
insbesondere aufgrund der positiven Umsatz- und
EBIT-Entwicklung, im ersten Halbjahr 2023 auf 143,2 Mio.
Euro (H1 2022: -3,2 Mio. Euro).
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug in
den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres 112,9 Mio. Euro
(H1 2022: -14,1 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund der
weiterhin erwarteten positiven Umsatzentwicklung nutzt die
SMA Gruppe die verbesserte Verfügbarkeit von Bauteilen
zur stärkeren Bevorratung.
Der Bestand an Vorräten lag aufgrund der
beschriebenen Bevorratungsstrategie mit 468,5 Mio. Euro
deutlich über dem Wert zum Vorjahresende (31. Dezember
2022: 308,7 Mio. Euro). Hierdurch bedingt ergab sich ein
deutlicher Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen um 93,3 Mio. Euro. Zusammen mit dem für
die Kapitalflussrechnung relevanten Anstieg der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen um 37,0 Mio. Euro sowie
einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus erhaltenen
Anzahlungen führte dies zu einer leichten Steigerung
des Net Working Capital auf 250,4 Mio. Euro (31. Dezember
2022: 238,5 Mio. Euro).
Die Net Working Capital Quote
1, bezogen auf den Umsatz der vergangenen
zwölf Monate, verringerte sich auf 18,2 Prozent (31.
Dezember 2022: 22,4 Prozent). Die Net Working Capital Quote
lag damit weiterhin unterhalb des vom Vorstand angestrebten
Korridors von 20 Prozent bis 23 Prozent.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2023 -32,2 Mio. Euro nach 38,5 Mio. Euro im
Vorjahr. Der Saldo der Ein- und Auszahlungen von
Finanzmittelanlagen betrug 0,1 Mio. Euro (H1 2022: 66,7
Mio. Euro). Die Mittelabflüsse für Investitionen
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
beliefen sich im Berichtszeitraum auf 32,3 Mio. Euro (H1
2022: 28,3 Mio. Euro). Ein großer Teil der
Investitionen entfiel mit 19,9 Mio. Euro (H1 2022: 18,8
Mio. Euro) auf aktivierte Entwicklungsprojekte.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2023 1,8 Mio. Euro (H1 2022: -11,9 Mio.
Euro), was auf die erstmalige Erfassung einer langfristigen
Finanzierungskomponente im Rahmen einer Sale &
Leaseback-Vereinbarung sowie auf die Rückzahlung von
Verbindlichkeiten im Rahmen von Leasingverhältnissen
zurückzuführen ist. Der Vorjahreswert war
wesentlich beeinflusst durch die Ablösung von
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zum 30. Juni 2023 von 248,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022:
165,4 Mio. Euro) umfassen Kassenbestand, Bankguthaben und
kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen
Laufzeit von weniger als drei Monaten. Zusammen mit den
Termingeldern mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten,
festverzinslichen Wertpapieren, als Sicherheiten
hinterlegten liquiden Mitteln sowie unter Abzug der
zinstragenden Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten ergibt sich eine Nettoliquidität von
304,6 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 220,1 Mio. Euro). Die
Gesamtliquidität betrug ebenfalls 304,6 Mio. Euro (31.
Dezember 2022: 220,1 Mio. Euro).
Die SMA Gruppe konnte im Juni 2023 Gespräche
über eine neue revolvierende Konsortial-Kreditlinie
mit verschiedenen Kreditinstituten erfolgreich zum
Abschluss bringen. Diese ersetzt die bisherige
Konsortial-Kreditlinie in Höhe von 100,0 Mio. Euro.
Mit Abschluss der neuen Vereinbarung verfügt die SMA
Gruppe über ein Kreditvolumen von 380,0 Mio. Euro.
Dieser zusätzliche Finanzierungsspielraum zu erheblich
verbesserten Bedingungen ermöglicht ein weiteres
Wachstum der SMA Gruppe.
InvestitionsanalyseDie Investitionen in Sachanlagen (inklusive Zugänge
aus Nutzungsrechten nach IFRS 16) und immaterielle
Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 2023 35,5
Mio. Euro und lagen damit über dem Vorjahreswert von
29,8 Mio. Euro. Dies entspricht, bezogen auf den Umsatz,
einer Investitionsquote von 4,6 Prozent, nach 6,3 Prozent
im ersten Halbjahr 2022.
Auf Investitionen in Sachanlagen entfielen 11,7 Mio.
Euro (H1 2022: 9,1 Mio. Euro), überwiegend für
Technische Anlagen und Maschinen. Die Investitionsquote des
Sachanlagevermögens lag im ersten Halbjahr 2023 bei
1,5 Prozent (H1 2022: 1,9 Prozent). Die Zugänge zu
Nutzungsrechten im Rahmen von Leasingverhältnissen
betrugen 3,2 Mio. Euro (H1 2022: 1,5 Mio. Euro). Die
Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen inklusive der
Abschreibungen auf Nutzungsrechte im Rahmen von
Leasingverhältnissen 14,3 Mio. Euro (H1 2022: 14,2
Mio. Euro).
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
beliefen sich auf 20,6 Mio. Euro (H1 2022: 19,2 Mio. Euro).
Sie entfielen überwiegend auf aktivierte
Entwicklungsprojekte. Die Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte betrugen 4,9 Mio. Euro und lagen damit
über dem Niveau des Vorjahres von 4,5 Mio. Euro.
VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2023 um
28,8 Prozent auf 1.430,7 Mio. Euro (31. Dezember 2022:
1.110,0 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte
lagen mit 414,9 Mio. Euro über dem Niveau zum
Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 386,6 Mio. Euro).
Das Nettoumlaufvermögen
1 erhöhte sich, im Kontext der weiteren
positiven Umsatzentwicklung, auf 250,4 Mio. Euro (31.
Dezember 2022: 238,5 Mio. Euro). Es entsprach damit 18,2
Prozent des Umsatzes der vergangenen zwölf Monate. Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten
sich zum Ende des ersten Halbjahres 2023 aufgrund der
Umsatzentwicklung im zweiten Quartal 2023 im Vergleich zum
31. Dezember 2022 um 22,7 Prozent auf 188,4 Mio. Euro (31.
Dezember 2022: 153,5 Mio. Euro). Die Debitorenlaufzeit lag
mit 45,3 Tagen unter dem Niveau zum Ende des Vorjahres (31.
Dezember 2022: 50,7 Tage). Das Vorratsvermögen
erhöhte sich, in Erwartung der weiteren dynamischen
Geschäftsentwicklung, auf 468,5 Mio. Euro (31.
Dezember 2022: 308,7 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen lagen mit 226,7 Mio. Euro
hierdurch bedingt erheblich über dem Wert zum
Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 133,4 Mio. Euro). Der
Anteil der Lieferantenkredite am Gesamtkapital erhöhte
sich auf 15,8 Prozent und lag damit über dem
Vergleichswert zum Vorjahresende (31. Dezember 2022: 12,0
Prozent).
Die Eigenkapitalausstattung des Konzerns erhöhte
sich ebenfalls, und zwar auf 565,7 Mio. Euro (31. Dezember
2022: 463,5 Mio. Euro). Mit einer Eigenkapitalquote von
39,5 Prozent verfügt SMA weiterhin über eine
solide Eigenkapitalbasis.
RISIKO- UND CHANCENBERICHTRisiko- und ChancenmanagementDas Risiko- und Chancenmanagement sowie Einzelrisiken
mit möglicherweise erheblichen nachteiligen
Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage sowie die Unternehmensreputation
sind im Geschäftsbericht 2022 umfassend beschrieben.
Zudem werden dort die für die SMA Gruppe wesentlichen
Chancen genannt. Basierend auf unserem Risiko- und
Chancenmanagementsystem schätzen wir die
Gesamtrisikosituation als beherrschbar ein; die im
Geschäftsbericht 2022 getroffenen Aussagen gelten im
Wesentlichen unverändert. Im Vergleich zum vierten
Quartal 2022 hat sich das Gesamtrisiko weiter reduziert und
die Gesamtzahl der Risiken ist leicht rückläufig,
weil beispielsweise die Corona-Pandemie nicht mehr als
Risiko betrachtet wird.
Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die
Risikosituation der SMA Gruppe nicht wesentlich
verändert, wobei eine kurzfristige Veränderung
der Lage jederzeit möglich erscheint. Die Auswirkungen
können zum jetzigen Zeitpunkt daher nicht
abschließend beurteilt werden. In den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2023 haben wir keine
weiteren wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert,
die über die Risiken und Chancen hinausgehen, welche
im Kapitel "Geschäftstätigkeit und Organisation"
sowie in den weiterführenden Ausführungen zur
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dargestellt sind.
Gegenwärtig sind keine Risiken zu erkennen, die
eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken
den Fortbestand des Unternehmens ernsthaft gefährden
oder die Geschäftsentwicklung wesentlich
beeinträchtigen könnten. Wir verweisen an dieser
Stelle auf die zukunftsgerichteten Aussagen im
Prognosebericht.
PROGNOSEBERICHTPräambelDie Prognosen des Vorstands beinhalten alle zum
Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekannten
Faktoren, welche einen Einfluss auf die
Geschäftsentwicklung nehmen können. Hierbei sind
sowohl allgemeine Marktindikatoren als auch
branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte
einbezogen. Sämtliche Einschätzungen beziehen
sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.
Gesamtwirtschaftliche SituationDie Aussichten für die weltwirtschaftliche
Entwicklung werden weiterhin von den Auswirkungen durch den
Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die damit verbundenen
Zinserhöhungen bestimmt. Nach einer im April 2023
vorgestellten Konjunkturprognose von 2,8 Prozent zeigen
sich die Ökonom*innen des Internationalen
Währungsfonds (IWF) für die Weltwirtschaft in
diesem Jahr nun optimistischer und haben ihre
Wachstumsprognose auf 3,0 Prozent angehoben und rechnen
ebenfalls für das Jahr 2024 mit einem Plus von 3,0
Prozent. Im Jahr 2022 wuchs die globale Wirtschaft noch um
3,5 Prozent.
Die Prognose für Deutschland fällt dagegen
schwächer aus. Der Währungsfonds erwartet in
diesem Jahr einen Rückgang der deutschen
Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Im April wurde für
das Jahr 2023 noch ein Rückgang um 0,1 Prozent
vorausgesagt. Zur Begründung verwies der IWF auf eine
schwache Industrieproduktion und einen
Konjunkturrückgang im ersten Quartal. Für 2024
rechnet der Währungsfonds in Deutschland dagegen mit
einer etwas stärkeren Erholung als zuvor. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich um 1,3
Prozent statt der zuvor erwarteten 1,1 Prozent steigen.
Für die US-Wirtschaft erstellt der IWF eine
gemischte Prognose. Für das laufende Jahr wurde diese
von 1,6 auf 1,8 Prozent angehoben, unter anderem aufgrund
steigender Realeinkommen und einer Erholung bei
Autokäufen. Dennoch rechnet der IWF nicht damit, dass
die Ausgaben auf diesem Niveau bleiben werden, da das in
der Pandemie zusätzlich angesparte Geld weitgehend
verbraucht sei, und von der US-Notenbank weitere
Zinserhöhungen zu erwarten sind. Für das Jahr
2024 gehen die Expert*innen daher nur noch von einem
Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent aus.
Insgesamt ist der IWF vorsichtig optimistisch. Die
Weltwirtschaft erhole sich schrittweise von der Pandemie
und dem Ukraine-Krieg. Die Arbeitsmärkte seien
überraschend stark, und die Preisrückgänge
bei Energie und Lebensmitteln hätten den
Inflationsdruck schneller gemindert als erwartet. Daher
senkte der IWF die Inflationsprognose in diesem Jahr auf
6,8 Prozent (April 2023: 7,0 Prozent). Dennoch wird sich
die Wirtschaft im Vergleich zu 2022 immer noch deutlich
abkühlen. Besonders spürbar sei dies in der
Eurozone, die sich von den hohen Gaspreisen der letzten
Monate noch nicht vollständig erholt hat. Dennoch
erhöhte der IWF seine Prognose für die Eurozone
leicht auf 0,9 Prozent (April 2023: 0,8 Prozent) vor allem
dank des aktuellen Reise-Booms. Für 2024 soll die
Wirtschaftsleistung dann bei 1,5 Prozent liegen.
Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der PhotovoltaikindustrieSolarenergie wird zur bedeutendsten Energiequelle¹Der Kampf gegen den Klimawandel ist mittlerweile eines
der zentralen Themen in Öffentlichkeit, Politik und
Wirtschaft. Neben der internationalen "Fridays for
Future"-Bewegung tragen dazu insbesondere auffällige
Wetterphänomene wie verheerende Stürme,
Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen in
verschiedenen Regionen der Erde bei.
1 Quelle: McKinsey "Global Energy Perspective
2022"
Der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien
wird weithin als zentrales Mittel im Kampf gegen den
Klimawandel gesehen. Dem trägt die Politik mit
Aktionsplänen wie dem "European Green Deal" zum
Erreichen der Klimaneutralität in der EU im Jahr 2050
und hochkarätig besetzten Expertenteams zur
Bekämpfung des Klimawandels, wie etwa in der
US-Regierung, Rechnung. Dies wird den Ausbau der
erneuerbaren Energien über die kommenden Jahre und
Jahrzehnte forcieren. Die Expert*innen des Analysehauses
Wood Mackenzie bezeichnen die Solarindustrie als "hoch
investierbar", da diese zunehmend in der Lage sei, sowohl
wirtschaftliche als auch politische Ziele zu erfüllen.
Die Expert*innen der Internationalen Energie Agentur
(IEA) betonen die große Rolle der Solarenergie bei
der Bekämpfung der Klimakrise: In ihrer Studie "Net
Zero by 2050 - A Roadmap for the global Energy Sector"
erklären sie, die globale Energieversorgung müsse
im Jahr 2050 größtenteils auf erneuerbaren
Energien basieren, mit Solarenergie als größter
einzelner Versorgungsquelle. Die Expert*innen des Potsdam
Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
prognostizieren, dass Grünstrom bei konsequenter
Klimapolitik langfristig drei Viertel der weltweiten
Energienutzung abdecken könnte.
Dabei werden die Elektrifizierung weiterer Sektoren wie
Mobilität und Wärme sowie die Produktion von
grünem Wasserstoff als weitere wichtige Elemente zum
Erreichen der Klimaschutzziele die Stromnachfrage
zusätzlich antreiben. In ihrem "Energy Transition
Outlook 2022" prognostizieren die Expert*innen der
Beratungsgesellschaft DNV, dass sich der Anteil der
Elektrizität am weltweiten Endenergiebedarf innerhalb
der kommenden 30 Jahre von 19 Prozent auf 36 Prozent nahezu
verdoppeln wird. Bis 2050 würden Solar- und
Windenergie nach Einschätzung der Expert*innen
zusammen 69 Prozent der netzgebundenen Stromerzeugung
ausmachen, die Solarenergie alleine 38 Prozent.
Konnektivität, Speicherung und Demand-Response
würden in einem dekarbonisierten Stromsystem
entscheidende Faktoren sein.
Laut dem "New Energy Outlook 2022" von Bloomberg New
Energy Finance müssen die weltweiten CO
2-Emissionen durchschnittlich um 6 Prozent pro
Jahr sinken, um das Ziel der globalen Klimaneutralität
bis 2050 zu realisieren. Um den Stromsektor zu
dekarbonisieren, ist unter anderem eine Verdreifachung der
gegenwärtigen Neuinstallationen von
PV-Kapazitäten notwendig. Die globalen Investitionen
in klimafreundliche Technologien für die
Stromerzeugung und -speicherung müssten auf insgesamt
ca. 35 Billionen US-Dollar steigen, um das Ziel der
Klimaneutralität im Jahr 2050 zu erreichen.
Neben den Klimaschutzzielen tragen ihre weiter sinkenden
Kosten zum erwarteten rasanten Wachstum von Solar- und
Windenergie bei. Laut dem PIK sind die Kosten für die
Solarstromerzeugung allein in den vergangenen zehn Jahren
um 85 Prozent gesunken, für die Zukunft seien aufgrund
eines rasanten technologischen Fortschritts weitere
Kostensenkungen zu erwarten. Die Expert*innen von Bloomberg
New Energy Finance stufen neu gebaute Wind- oder
Solarkraftwerke in fast allen wichtigen Märkten
bereits heute als die kostengünstigste Form der
Stromerzeugung ein. Diese Märkte deckten zwei Drittel
der Weltbevölkerung, etwa 77 Prozent des globalen BIP
und 91 Prozent der gesamten Stromerzeugung ab. Darüber
hinaus sei es in einer wachsenden Zahl von Ländern,
darunter China, Indien und ein Großteil Europas,
inzwischen kosteneffizienter, neue Kapazitäten im
Bereich der erneuerbaren Energien zu bauen als bestehende
Kohle- und Gaskraftwerke zu betreiben.
Neben den sukzessive sinkenden Stromgestehungskosten von
Solarstromanlagen lässt sich deren dezentrale und
ortsnahe Erzeugung sehr gut mit Speichern kombinieren. Die
Verbindung von Photovoltaik und Speichern ist daher
für private, gewerbliche und industrielle
Verbraucher*innen besonders attraktiv. Die Expert*innen von
DNV sehen Photovoltaik in Kombination mit Batteriespeichern
als eigene Kraftwerkskategorie, die ebenso wie
konventionelle Kraftwerke zuverlässig und
bedarfsgerecht Strom liefern kann. Laut ihren Prognosen
werden 2050 kombinierte PV- und Speicherkraftwerke
über eine Speicherkapazität von mehr als 20 TWh
verfügen und damit ca. zwei Drittel der weltweiten
Stromspeicherkapazitäten ausmachen.
Im Energiesystem der Zukunft stellen moderne
Kommunikationstechnologien sowie Services zum
sektorenübergreifenden Energiemanagement wichtige
Bausteine für die Modernisierung und Erweiterung der
Stromnetzinfrastruktur dar. Die IEA stellt in ihrem "World
Energy Outlook 2022" fest, dass im Zusammenspiel aus der
zunehmenden Elektrifizierung der Sektoren Mobilität
und Wärme durch erneuerbare Energien, moderne Netze
und einem intelligenten Energiemanagement große
Potenziale bestehen, sowohl die heute hohen Stromkosten als
auch die CO
2-Emissionen nachhaltig zu senken.
Der SMA Vorstand ist deshalb von der Attraktivität
des Markts überzeugt und hat das Unternehmen so
positioniert, dass SMA von der zukünftigen Entwicklung
sowohl im Bereich der Photovoltaik- und der
Speichertechnologie als auch von den nach Einschätzung
der Expert*innen zukünftig exponentiell wachsenden
Märkten für Elektromobilität, digitale
Energiedienstleistungen und grüne
Wasserstoffproduktion profitieren wird.
Globaler PV-Zubau steigt auf über 257 GWFür 2023 rechnet der SMA Vorstand mit einem
Wachstum der weltweit neu installierten
Photovoltaikleistung auf ca. 257 GW bis 265 GW (2022: 211
GW). Der Zuwachs wird voraussichtlich von allen Regionen
getragen. Die weltweiten Investitionen in Systemtechnik
für traditionelle Photovoltaikanwendungen werden nach
Einschätzung des Vorstands um rund 22 Prozent steigen.
Investitionen in Systemtechnik für Speicheranwendungen
(ohne Investitionen in Batterien) werden gegenüber dem
Vorjahr um ca. 400 Mio. Euro bis 500 Mio. Euro zunehmen.
Insgesamt rechnet der SMA Vorstand deshalb für 2023
mit Investitionen in die PV-Systemtechnik (inkl.
Systemtechnik für Speicher) von rund 13,4 Mrd. Euro
bis 14,4 Mrd. Euro (2022: 10,3 Mrd. Euro). Ob die erwartete
Marktentwicklung tatsächlich so umgesetzt werden kann,
hängt stark von der weiteren Entwicklung der
Lieferengpässe bei elektronischen Bauteilen sowie von
weiteren Herausforderungen in den globalen Lieferketten ab.
Nachfrage in EMEA steigt deutlich anIn der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA)
geht der SMA Vorstand für 2023 von einem deutlichen
Anstieg der neu installierten PV-Leistung auf etwa 58 GW
bis 60 GW (2022: 51 GW) aus. Dies ist sowohl auf das
Wachstum in Ländern des Mittleren Ostens und Afrikas
als auch auf die positive Entwicklung in europäischen
Märkten wie Deutschland und Italien sowie vielen
osteuropäischen Ländern zurückzuführen.
Das Investitionsvolumen in PV- und
Speicher-Systemtechnologie wird nach SMA Schätzungen
auf ca. 3,9 Mrd. Euro bis 4,1 Mrd. Euro wachsen (2022: 3,3
Mrd. Euro). In den europäischen Ländern, und hier
insbesondere in Deutschland, Großbritannien und
Italien, gewinnen Batteriespeicher immer mehr an Bedeutung.
Zusätzlich zu dem Geschäft mit neuen
Eigenverbrauchsanlagen ergibt sich mittelfristig ein hohes
Potenzial durch die Nachrüstung von Bestandsanlagen
mit neuen Wechselrichtern und Speichern. Für immer
mehr PV-Anlagen läuft in den kommenden Jahren die
staatliche Förderung aus. Der Eigenverbrauch von
Solarstrom ist für die Betreiber dieser Anlagen eine
besonders attraktive Option.
Region Americas wächst deutlichFür die Region Americas erwartet der SMA Vorstand
einen Anstieg der neu installierten PV-Leistung auf ca. 41
GW bis 43 GW (2022: 36 GW). Davon entfallen rund 27 GW bis
29 GW auf die nordamerikanischen Märkte. Insbesondere
in den USA ist der Markt für PV-Systemtechnik aktuell
von einer hohen Dynamik gekennzeichnet, die von positiven
Impulsen wie dem Inflation Reduction Act (IRA) und der
langfristigen Verlängerung des Investment Tax Credit
(ITC) für Solaranlagen angetrieben wird. Die
mittlerweile temporär entschärfte Situation
bezüglich Importzöllen auf PV-Module bestimmter
asiatischer Herkunftsländer bleibt mittelfristig ein
leichter Unsicherheitsfaktor. Das Investitionsvolumen in
Wechselrichter-Technologie wird in der Region Americas
voraussichtlich bei rund 3,4 Mrd. Euro bis 3,6 Mrd. Euro
liegen (2022: 2,3 Mrd. Euro).
Investitionen in Region Asien-Pazifik steigenZu den wichtigsten Märkten in der Region
Asien-Pazifik (APAC) zählen China, Indien, Japan und
Australien. In Japan und Australien bietet die Installation
von PV-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern
für eine von fossilen Energieträgern
unabhängige Energieversorgung zusätzliches
Wachstumspotenzial. In China wird der PV-Zubau nach
Einschätzung des SMA Vorstands 2023 auf 119 GW bis 121
GW ansteigen (2022: 87 GW). Die Investitionen in
Wechselrichter-Technologie werden voraussichtlich auf ca.
2,9 Mrd. Euro bis 3,1 Mrd. Euro steigen (2022: 2,1 Mrd.
Euro). Für die asiatisch-pazifische Region ohne China
prognostiziert der SMA Vorstand für 2023 einen Anstieg
der neu installierten PV-Leistung auf rund 39 GW bis 41 GW
(2022: 36 GW). Das Wachstum ist insbesondere auf die
positive Entwicklung in Indien zurückzuführen.
Der SMA Vorstand rechnet für die Region insgesamt mit
leicht ansteigenden Investitionen in
Wechselrichter-Technologie von ca. 1,8 Mrd. Euro bis 2,0
Mrd. Euro (2022: 1,7 Mrd. Euro).
Wachstumsmärkte Energiemanagement, digitale Energiedienstleistungen und operative BetriebsführungDer Trend zur Dezentralisierung der Stromversorgung
schreitet weiter voran. Immer mehr Haushalte, Städte
und Unternehmen machen sich mit eigenen Photovoltaikanlagen
unabhängiger von importierten Energieträgern und
steigenden Energiekosten. Damit einhergehend wächst
der Bedarf an Energiespeichern im privaten, gewerblichen
und industriellen Umfeld. Energie wird außerdem
zunehmend über intelligente Netze (Smart Grids)
geteilt, um die Stromnachfrage zu steuern,
Verbrauchsspitzen zu vermeiden und die Netze zu entlasten.
Eine wichtige Säule dieser neuen
Energieversorgungsstrukturen ist die Elektromobilität.
Die Integration einer zukünftig großen Anzahl
von Elektrofahrzeugen wird helfen, den Eigenverbrauch von
erneuerbaren Energien zu erhöhen und Schwankungen im
Stromnetz auszugleichen. Durch künstliche Intelligenz
(Artificial Intelligence) kann das Verhalten der
dezentralen Energieverbraucher und der Speicher an die
schwankende Stromproduktion der erneuerbaren Energien
angepasst und so das Gesamtsystem optimiert werden.
Vor diesem Hintergrund bieten innovative
Systemtechnologien, die Solarstrom zwischenspeichern und
das Energiemanagement von privaten Haushalten und
Gewerbebetrieben übernehmen, aus Sicht des SMA
Vorstands attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Die
steigenden Preise für konventionellen Haushalts- und
Gewerbestrom sowie der Wunsch vieler Privathaushalte und
Unternehmen, die Energiewende mit einem Beitrag zur
nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung
voranzutreiben, sind die Basis für neue
Geschäftsmodelle. Insbesondere in den
europäischen Märkten, den USA, Australien und
Japan dürfte die Nachfrage nach Lösungen zur
Steigerung des Eigenverbrauchs von Solarstrom weiter
wachsen. In diesen Märkten haben erneuerbare Energien
bereits einen größeren Anteil an der
Stromversorgung. Darüber hinaus nutzen auch
Energieversorger zunehmend Batteriespeicher, um einen
kostspieligen Ausbau der Stromnetze zu vermeiden, sowie zur
Stabilisierung der Netzfrequenz und zum Ausgleich der
schwankenden Stromeinspeisung durch erneuerbare
Energiequellen. Für 2023 rechnet der SMA Vorstand mit
einem Wachstum des noch recht jungen Speichermarkts auf ca.
1,4 Mrd. Euro bis 1,6 Mrd. Euro (Angaben ohne Investitionen
in Batterien). Die Nachfrageschätzung ist bereits in
den genannten Prognosen zur Entwicklung des Gesamtmarkts
für Wechselrichter-Technologie enthalten.
Zusätzlich zur Speichertechnologie gewinnen
digitale Energiedienstleistungen zur Optimierung der
Energiekosten von Haushalten und Gewerbebetrieben sowie zu
deren Anbindung an den Energiemarkt immer mehr an
Bedeutung. Für 2023 geht der SMA Vorstand in diesem
Bereich von einem adressierbaren Markt von ca. 2,0 Mrd.
Euro aus. Mittel- bis langfristig wird der Markt stark
wachsen.
Ein weiteres Segment ist die technische
Betriebsführung von gewerblichen PV-Anlagen und
großen PV-Kraftwerken. Diese beinhaltet
Dienstleistungen wie zum Beispiel Reparaturen und
Geräteaustausch sowie Sichtprüfungen und
Wartungen für die gesamte Anlage. Der Markt in diesen
Segmenten belief sich zum Ende des Jahres 2022 auf eine
kumulierte installierte Leistung von mehr als 960 GW, bis
Ende 2023 sind über 1.100 GW zu erwarten.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung der SMA GruppeUmsatz- und Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr durch verbesserte Lieferfähigkeit auf ZuliefererseiteAm 9. März 2023 veröffentlichte der Vorstand
der SMA Solar Technology AG die vorläufigen Zahlen
für das Geschäftsjahr 2022 und erstmals die
Umsatz- und Ergebnisprognose für das
Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 1.350 Mio.
Euro bis 1.500 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 100 Mio.
Euro bis 140 Mio. Euro. Die Gesamtjahresprognose wurde am
29. März 2023 im Rahmen einer Ad-Hoc-Mitteilung nach
oben angepasst und lag bei einem Jahresumsatz von 1.450
Mio. Euro bis 1.600 Mio. Euro und einem EBITDA von 135 Mio.
Euro bis 175 Mio. Euro. Hintergrund für die
Erhöhung war ein über den Erwartungen liegendes
erstes Quartal 2023 aufgrund einer verbesserten
Lieferfähigkeit, einer gestiegenen
Produktionsauslastung, eines guten Produktmix sowie
saisonal bedingt geringerer Kosten. Am 23. Juni 2023 hob
der Vorstand die Gesamtjahresprognose mit der
Veröffentlichung einer Ad-Hoc-Mitteilung erneut an.
Gründe waren nach dem bereits positiven ersten Quartal
ein über den Planungen liegendes zweites Quartal
infolge einer nochmals deutlich gestiegenen
Lieferfähigkeit durch eine schnellere Verbesserung der
Materialversorgung auf Zuliefererseite sowie ein
verbesserter Ergebnisbeitrag aller Segmente aufgrund einer
weiter gestiegenen Produktionsauslastung und eines guten
Produktmix. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der
Vorstand nun einen Umsatz von 1.700 Mio. Euro bis 1.850
Mio. Euro (IST 2022: 1.065,9 Mio. Euro) und ein EBITDA von
230 Mio. Euro bis 270 Mio. Euro (IST 2022: 70,0 Mio. Euro).
Für das zweite Halbjahr 2023 erwartet der Vorstand
im Segment Home Solutions auf Umsatz- und Ergebnisebene
eine Stabilisierung auf hohem Niveau sowie einen steigenden
Umsatz- und Ergebnisanteil der Segmente C&I und Large
Scale & Project Solutions.
Die Abschreibungen werden sich 2023 auf ca. 40 Mio. Euro
belaufen. Auf dieser Grundlage erwartet der Vorstand ein
EBIT von 190 Mio. Euro bis 230 Mio. Euro (IST 2022: 32 Mio.
Euro). Die Investitionen (inkl. aktivierter
Entwicklungsleistungen und Leasinginvestitionen) werden
sich 2023 mit ca. 85 Mio. Euro über dem Niveau des
Vorjahres bewegen (IST 2022: 56,4 Mio. Euro). Die SMA
Gruppe investiert in die Zukunft, um das erhebliche
Potenzial zu erschließen, das sich aus den Megatrends
Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung der
Energieversorgung weltweit ergibt, und entwickelt
hochintegrierte und digitalisierte Lösungen für
die daraus resultierenden Anforderungen. Im laufenden
Geschäftsjahr 2023 investiert das Unternehmen daher
insbesondere in neue Produkte, Grundstücke und
Gebäude, technische Ausrüstungen und Maschinen
sowie die Aktivierung von Forschungs- und
Entwicklungskosten.
Aufgrund der verbesserten Liefersituation erwartet der
Vorstand zum Jahresende ein Nettoumlaufvermögen
zwischen 19 Prozent und 23 Prozent vom Umsatz. Die
Nettoliquidität wird voraussichtlich ca. 275 Mio. Euro
betragen.
Für Details zu Risiken verweisen wir auf den
Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" im vorliegenden
Konzern-Zwischenlagebericht sowie auf den Risiko- und
Chancenbericht im SMA Geschäftsbericht 2022.
Übersicht Prognose SMA Gruppe 2023scrollen
Die Umsatz- und Ergebnissituation der SMA Gruppe
hängt von der Entwicklung des Weltmarkts, vom
Marktanteil, von der Preisdynamik und der Versorgung mit
elektronischen Bauteilen ab. Mit unserer weltweiten
Präsenz und unserem umfassenden Produkt- und
Lösungsportfolio für alle Segmente (Home
Solutions, Commercial & Industrial Solutions sowie
Large Scale & Project Solutions) können wir
schnell auf sich verändernde Marktbedingungen
reagieren, Nachfrageschwankungen kompensieren und von der
Entwicklung der weltweiten Solar- und Speichermärkte
profitieren. Das breite Produkt- und Lösungsportfolio
in allen Marktsegmenten ist ein wesentliches
Differenzierungsmerkmal der SMA Gruppe. Für die
einzelnen SMA Segmente prognostiziert der Vorstand der SMA
Solar Technology AG im Geschäftsjahr 2023 folgende
Entwicklung gegenüber dem Geschäftsjahr 2022:
Übersicht Segmentprognose 2023scrollen
Strategische Handlungsfelder stärken die langfristige WettbewerbsfähigkeitNachdem sich die Lieferfähigkeit auf
Lieferantenseite im ersten Halbjahr 2023 deutlich schneller
als erwartet erholt hat, sieht der Vorstand hervorragende
Wachstumsperspektiven für die SMA Gruppe. Wesentliche
Impulse gehen dabei vom erwarteten Wachstum des weltweiten
PV-Markts sowie wichtiger Zukunftsfelder wie Speicher,
E-Mobilität, digitale Energiedienstleistungen und
grüner Wasserstoff aus. Mit der Strategie 2025, der
weltweiten Präsenz mit Expert*innen in 20 Ländern
auf sechs Kontinenten sowie ihren Produkten und
Lösungen ist die SMA Gruppe gut positioniert, um von
den positiven Entwicklungen zu profitieren und ihre
Marktstellung zu festigen. Die Weiterentwicklung des
Portfolios hin zur Systemlandschaft für dezentrale
Energieversorgung schreitet kontinuierlich voran.
Mit der Strategie 2025 treibt die SMA Gruppe die
Weiterentwicklung zu einem innovativen und nachhaltigen
"Energiewendeunternehmen" konsequent voran, um passende
Lösungen für alle wesentlichen Bereiche der
zukünftigen Energieversorgung anbieten zu können.
Dabei nutzen wir unsere Systemkompetenz, um in enger
Zusammenarbeit mit starken Partnern ganzheitliche,
zukunftssichere Lösungen mit hohem Kundennutzen zu
entwickeln und neue Geschäftsfelder zu
erschließen.
Seit 2021 setzt die SMA Gruppe ihre Strategie 2025
erfolgreich um. Es wurden strategische Handlungsfelder
entwickelt, die die Wettbewerbsfähigkeit der SMA
Gruppe langfristig stärken. Sie werden durch
entsprechende Geschäftsinitiativen vorangetrieben und
greifen wesentliche Trends und Wachstumsfelder mit hohem
Zukunftspotenzial auf: PV- und Speicherlösungen,
Energiemarktintegration, E-Mobilität und
zukünftige Geschäftsfelder. In ihnen sind die
für das Erreichen der Strategieziele wesentlichen
Business-Initiativen gebündelt. Sie werden mit klarem
Segmentfokus umgesetzt. Die Zielerreichung innerhalb der
Handlungsfelder wird vierteljährlich im Rahmen von
Strategie-Reviews aktiv nachverfolgt. Aus den Ergebnissen
leitet das Management entsprechende Handlungsoptionen ab.
Die SMA Gruppe wird vom verstärkten Wandel der Energieversorgung profitieren¹Der Ausbau der erneuerbaren Energien und Speicher sowie
die Elektrifizierung weiterer Sektoren wie Mobilität,
Heizungs- und Klimatechnik werden sich durch den
verstärkten Kampf gegen den Klimawandel sowie das
Streben nach einer von Rohstoffimporten und steigenden
Preisen weitgehend unabhängigen Energieversorgung
weiter beschleunigen.
1 Der folgende Abschnitt ist kein Gegenstand der
prüferischen Durchsicht.
Die SMA Gruppe ist gut aufgestellt, um in allen
Marktsegmenten und Regionen von diesen Trends zu
profitieren. Mit unseren Produkten und Lösungen tragen
wir aktiv zur Bekämpfung der globalen Klimakrise bei.
Darüber hinaus verfügen wir über eine
internationale Vertriebs- und Serviceorganisation sowie
jahrzehntelange Erfahrung und technologische Expertise in
allen PV- und Speicherapplikationen sowie wesentlichen
Zukunftsfeldern der Energieversorgung. Unsere insgesamt
installierte Wechselrichter-Leistung von weltweit mehr als
125 GW ist ein sehr guter Grundstock für datenbasierte
Geschäftsmodelle, denn über den Wechselrichter
können wertvolle Energiedaten erhoben werden. Unser
umfassendes Wissen in der Steuerung komplexer
Batteriespeichersysteme sowie der Kopplung von
Solarstromsystemen mit anderen Energiesektoren wie
Heizungs-, Lüftungs- und Kühlungstechnik sowie
Elektromobilität ist eine hervorragende Basis, um das
zukünftige Wachstumspotenzial im Bereich der digitalen
Energielösungen zu erschließen. Auch im
margenträchtigen und erwartungsgemäß
zukünftig stark wachsenden Geschäftsfeld der
grünen Wasserstofferzeugung hat sich die SMA Gruppe
bereits positioniert. Wir werden unser Lösungsangebot
für eine optimierte Wasserstoffproduktion
kontinuierlich weiter ausbauen. Darüber hinaus werden
wir unsere Produktionskapazitäten für
Wechselrichter- Technologie am Hauptstandort in
Niestetal/Kassel ab Anfang 2025 von 21 GW auf rund 40 GW
nahezu verdoppeln und hier über 200 zusätzliche
hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Dies erhöht
die Flexibilität des Unternehmens in einem dynamischen
Marktumfeld und minimiert Risiken, Abhängigkeiten und
Kosten.
Die SMA Gruppe wird die Chancen der Digitalisierung nutzen²Durch umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der
PV-Systemtechnik, die Fähigkeit, Veränderungen
schnell umzusetzen, sowie auf zukünftige
Geschäftsfelder ausgerichtete Tochtergesellschaften
und zahlreiche strategische Partnerschaften ist die SMA
Gruppe gut auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft
vorbereitet und wird die damit einhergehenden Chancen
nutzen. Als Spezialist für ganzheitliche Lösungen
im Energiesektor werden wir die zukünftige
Energieversorgung mitgestalten, Innovationen in den Markt
einführen und im Zuge eines zentralisierten und
fokussierten Partnermanagements weitere strategische
Partnerschaften eingehen. Wir werden auf unseren
Stärken aufbauen, um weitere Systemlösungen zu
konzipieren, die den Umbau zu einer kostengünstigen,
sicheren und nachhaltigen Energieversorgung auf Basis
dezentraler erneuerbarer Energien ermöglichen.
2 Der folgende Abschnitt ist kein Gegenstand der
prüferischen Durchsicht.
Niestetal, 1. August 2023
SMA Solar Technology AG Der Vorstand
scrollen
KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSSGewinn- und VerlustrechnungSMA Gruppe¹scrollen
GesamtergebnisrechnungSMA Gruppe¹scrollen
BilanzSMA GruppeAKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
KapitalflussrechnungSMA Gruppescrollen
EigenkapitalveränderungsrechnungSMA Gruppescrollen
VERKÜRZTER ANHANG ZUM 30. JUNI 2023Allgemeine Angaben1. GrundlagenDer verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss der SMA
Solar Technology AG zum 30. Juni 2023 wurde im Einklang mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der Europäischen Union anzuwenden sind,
aufgestellt. Entsprechend wird im Geschäftsjahr 2023
der Halbjahresabschluss der SMA Solar Technology AG in
Übereinstimmung mit IAS 34, Interim Financial
Reporting, aufgestellt. Gemäß den Regelungen des
IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang
gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
gewählt. Der verkürzte Abschluss enthält
nicht alle für einen Konzernabschluss erforderlichen
Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen.
Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss wurde in
Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig angegeben,
werden sämtliche Werte zur Verbesserung der Klarheit
und Übersichtlichkeit auf volle Tausend Euro (TEUR)
bzw. Millionen Euro (Mio. Euro) gerundet angegeben.
Rundungen können in Einzelfällen dazu
führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt
zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich
nicht aus den dargestellten Werten ergeben.
Der Konzern-Halbjahresabschluss wird auf Grundlage des
Anschaffungskostenprinzips aufgestellt. Davon ausgenommen
sind insbesondere derivative Finanzinstrumente und
Wertpapiere (in Form von Anteilen an institutionellen
Publikumsfonds).
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Der Vorstand der SMA Solar Technology AG hat den
Konzern-Halbjahresabschluss am 1. August 2023 zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Sitz der Gesellschaft ist Sonnenallee 1, 34266
Niestetal. Die Aktien der SMA Solar Technology AG werden
öffentlich gehandelt, sie sind an der Frankfurter
Börse im Prime Standard gelistet. Seit dem 20. Juni
2022 ist die Gesellschaft im TecDAX gelistet, zudem wurde
sie zum 9. Mai 2023 in den MDAX aufgenommen.
Die SMA Solar Technology AG und ihre
Tochtergesellschaften (SMA Gruppe) entwickeln, produzieren
und vertreiben Systeme und Lösungen für die
effiziente und nachhaltige Erzeugung, Speicherung und
Nutzung von Solar-Energie. Dazu gehören Solar- und
Batterie-Wechselrichter, Überwachungssysteme für
Solarstromanlagen, Ladelösungen für
Elektrofahrzeuge sowie intelligente
Energiemanagementsysteme und digitale Dienstleistungen
für die zukünftige Energieversorgung. Umfassende
Serviceleistungen bis hin zur Übernahme von
Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen
für Photovoltaik-Kraftwerke (O&M-Geschäft)
sowie Mittelspannungstechnik und Stromversorgungen für
die Wasserstoffproduktion runden das Angebot ab. Mit ihren
Produkten und Dienstleistungen trägt die SMA Gruppe
aktiv dazu bei, weltweit eine nachhaltige, sichere und
kostengünstige Energieversorgung zu verwirklichen.
Nähere Erläuterungen zu den Segmenten sind in
Kapitel 5 enthalten.
2. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeMit Ausnahme der elexon GmbH werden sämtliche
Gesellschaften im Konsolidierungskreis vollkonsolidiert.
Die elexon GmbH wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 in der
Anteilsbesitzliste unter den Beteiligungen ausgewiesene
UNIKIMS GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung
nicht konsolidiert.
Der Konzern-Halbjahresabschluss basiert auf den nach
konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
erstellten Abschlüssen der SMA Solar Technology AG und
der einbezogenen Tochterunternehmen.
Nähere Einzelheiten hierzu sind im Anhang des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 enthalten.
Der Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2023 hat sich
gegenüber dem 31. Dezember 2022 dahingehend
verändert, dass die australische Tochtergesellschaft
Australia Zeversolar mit Eintragung der amtlichen
Deregistrierung entkonsolidiert wurde. Der
Konsolidierungskreis wurde mit der amtlichen Eintragung der
Registrierung der niederländischen Gesellschaft SMA
Nederland B.V. sowie der Gründung der SMA Solar
Technology Middle East DMCC in Dubai erweitert.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Anwendungen neuer RechnungslegungsvorschriftenBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEIm vorliegenden Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni
2023 ergaben sich gegenüber dem Konzernabschluss der
SMA Solar Technology AG zum 31. Dezember 2022 keine
Veränderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze.
ANWENDUNG NEUER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENEine vorzeitige Anwendung neuer Standards,
Interpretationen und Änderungen zu
veröffentlichten Standards, die zum Abschlussstichtag
noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, erfolgt durch
den Konzern nicht. Eine Darstellung dieser zukünftig
anzuwendenden Standards findet sich im Konzernanhang
für das Geschäftsjahr 2022 unter Kapitel 2 "Neu
herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB".
Folgende Änderungen an IFRS Standards sind mit
Beginn des aktuellen Geschäftsjahres in Kraft
getreten: IFRS 17 "Versicherungsverträge",
Änderungen an IFRS 1 7 "Erstmalige Anwendung von IFRS
17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen", Änderungen
an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses einschließlich
Änderungen an den Leitliniendokumenten",
Änderungen an IAS 8 "Änderungen von
rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"
sowie Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern". Zur
näheren Erläuterung verweisen wir auf den
Geschäftsbericht 2022.
Daneben wurde seit dem 31. Dezember 2022 vom IFRS
Interpretations Committee eine Agendaentscheidung
hinsichtlich Austauschrechten im Zusammenhang mit der
Definition eines Leasingverhältnisses (IFRS 16)
getroffen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Bilanzierung im Konzern.
4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenHinsichtlich der Bewertungsparameter für die
Gewährleistungsrückstellungen haben sich neue
Erkenntnisse (insbesondere gesunkene erwartete
Fehlerentwicklung basierend auf aktualisierten
Qualitätsdaten) ergeben, die sich mindernd auf die
Höhe der Gewährleistungsrückstellungen
auswirken. Gegenläufig wirkten sich vor allem der
Mengeneffekt durch den Umsatzanstieg sowie neue
Erkenntnisse zu den Annahmen der Kostensteigerungen im
Segment Large Scale & Project Solutions aus.
Ebenso wurden Aktualisierungen der weiteren im
Konzernabschluss der SMA Solar Technologie AG zum 31.
Dezember 2022 genannten wesentlichen
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
getroffen (insbesondere auch im Bereich der
Vorratsbewertung, der Entwicklungsaufwendungen sowie der
aktiven latenten Steuern). Angesichts der
Geschäftsentwicklung haben sich keine Anhaltspunkte
für Wertminderungen nichtfinanzieller
Vermögenswerte ergeben.
Für die Bewertungsparameter bezüglich der
Drohverlustrückstellung aus der Abwicklung eines
langfristigen Vertrags über Betriebsführungs- und
Wartungsdienstleistungen für PV-Kraftwerke (O&M)
haben sich im Zeitablauf neue Erkenntnisse hinsichtlich der
Höhe von Kompensationszahlungen für Liquidated
Damages sowie eine angepasste Abzinsung ergeben. Diese
Anpassungen haben in Summe zu einer
Rückstellungsauflösung im niedrigen einstelligen
Millionenbereich geführt.
Der Ausstieg aus dem belastenden O&M-Vertrag hat das
Management veranlasst, eine vollständige
Überprüfung des O&M-Geschäfts
vorzunehmen. Dies führte im zweiten Quartal 2023 zur
Feststellung, dass die anvisierten Gewinnmargen im
nordamerikanischen O&M-Geschäft ohne signifikante
Skalierungseffekte nicht erzielt werden können. Als
Konsequenz hat das SMA Management beschlossen, sich
komplett aus dem nordamerikanischen O&M-Geschäft
zurückzuziehen. Da die Kosten der
Vertragserfüllung die vereinbarten Erlöse
überschreiten, wurde eine Drohverlustrückstellung
im niedrigen einstelligen Millionenbereich für das
restliche nordamerikanische O&M-Portfolio gebildet.
Im ersten Halbjahr 2023 wurde ein Power Purchase
Agreement über den Strombezug aus einem Solarpark
abgeschlossen. Dieser hat über die Laufzeit bis 2037
einen fixierten Abnahmepreis. Hinsichtlich der bilanziellen
Abbildung des Power Purchase Agreements wurden
Ermessensentscheidungen getroffen. Im Ergebnis ist die SMA
vertraglich nicht berechtigt über die Nutzung des
Solarparks während der Laufzeit zu bestimmen. Das
Vorliegen eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16
wurde somit ausgeschlossen. Da der Strombezug zur Deckung
des eigenen Strombedarfs der SMA erfolgt, wendet die SMA
die own use exemption nach IFRS 9 an, so dass das Power
Purchase Agreement nicht als Finanzinstrument, sondern als
schwebendes Geschäft qualifiziert wurde. Zum Stichtag
30. Juni 2023 liegt kein belastender Vertrag nach IAS 37
vor.
Die SMA Gruppe hat im zweiten Quartal 2023 die
Verhandlungen über die Veräußerung der
Anteile an der elexon GmbH begonnen. Nach Einschätzung
des Managements sind die Voraussetungen nach IFRS 5, den
Bilanzausweis der Anteile und der zugehörigen
Darlehensforderung zum 30. Juni 2023 in der Position "Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte"
vorzunehmen, erfüllt.
5. SegmentberichterstattungDie Segmente der SMA Gruppe werden im
Konzern-Zwischenlagebericht im Abschnitt "Organisations-
und Berichtsstruktur" sowie einzeln im Kapitel
"Ertragslage" im Konzern-Zwischenlagebericht
erläutert. Die Segmentstruktur der SMA hat sich im
Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Kennzahlen nach Segmenten und RegionenDie Segmentinformationen gemäß IFRS 8 stellen
sich für das zweite Quartal der Jahre 2023 und 2022
wie folgt dar:
scrollen
scrollen
Umsatzerlöse nach Regionen (Zielmarkt der Ware)scrollen
Die Segmentinformationen gemäß IFRS 8 stellen
sich für das erste Halbjahr der Jahre 2023 und 2022
wie folgt dar:
scrollen
scrollen
Umsatzerlöse nach Regionen (Zielmarkt der Ware)scrollen
Die Überleitungen der Segmentgrößen auf
die jeweiligen in den Abschlüssen enthaltenen
Größen ergeben sich wie folgt:
scrollen
In der Überleitung werden Sachverhalte ausgewiesen,
die definitionsgemäß nicht Bestandteil der
Segmente sind. Insbesondere sind darin nicht allokierte
Teile der Konzernzentrale, unter anderem die zentral
verwalteten Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, Finanzinstrumente, sowie
Gebäude enthalten, deren Aufwendungen auf die Segmente
umgelegt werden.
Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung SMA Gruppe6. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung,
einschließlich der Erläuterungen erheblicher
Ereignisse und Geschäftsvorfälle, erfolgen in der
Darstellung der Ertragslage des
Konzern-Zwischenlageberichts.
7. Leistungen an Arbeitnehmer*innen und Zeitarbeitskräftescrollen
8. Finanzergebnisscrollen
Die Veränderungen der Zinserträge sowie der
Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen auf das
veränderte Zinsumfeld bei der Bewertung von
Rückstellungen zurückzuführen. Der
Rückgang der sonstigen finanziellen Aufwendungen ist
im Wesentlichen auf die Fair-Value-Bewertung der Anteile an
institutionellen Publikumsfonds zurückzuführen.
Ausgewählte Erläuterungen zur Bilanz SMA Gruppe9. Immaterielle Vermögenswertescrollen
Die angearbeiteten immateriellen Vermögenswerte
reflektieren die Entwicklungsaktivitäten der SMA
Gruppe.
10. Sachanlagenscrollen
11. Vorrätescrollen
Die Vorräte sind zum niedrigeren Wert aus
Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie
Nettoveräußerungswert bewertet. Insgesamt
betragen die Wertberichtigungen zum 30. Juni 2023 26,2 Mio.
Euro (31. Dezember 2022: 27,3 Mio. Euro). Die im Aufwand
als Herstellungskosten berücksichtigte Zuführung
der Wertberichtigungen auf Vorräte betrug 2,8 Mio.
Euro (H1 2022: 0,8 Mio. Euro).
12. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und UmsatzsteuerforderungenDie sonstigen langfristigen finanziellen
Vermögenswerte enthielten im Vorjahr Anteile an
Gemeinschaftsunternehmen und Darlehensforderungen. Die SMA
Gruppe hat im zweiten Quartal 2023 Verhandlungen über
die Veräußerung dieser Anteile aufgenommen. Der
Bilanzausweis der Anteile und der zugehörigen
Darlehensforderung erfolgt daher zum 30. Juni 2023 in der
Position "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte". Die SMA Gruppe erwartet aus einem
möglichen Verkauf einen positiven Ergebnisbeitrag,
daher erfolgt die Bilanzierung zu Buchwerten.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen
Vermögenswerte zum 30. Juni 2023 enthalten
insbesondere Finanzanlagen und Termingelder mit einer
Laufzeit von mehr als drei Monaten und Zinsabgrenzungen in
Höhe von insgesamt 38,8 Mio. Euro (31. Dezember 2022:
38,3 Mio. Euro) sowie in Höhe von 17,7 Mio. Euro
Forderungen gegen Finanzbehörden aus
Umsatzsteuererstattungsansprüchen (31. Dezember 2022:
18,5 Mio. Euro). Daneben sind Ansprüche aus
Überzahlungen an Lieferanten sowie aus
Schadensregulierungen von Lieferanten enthalten.
13. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 248,9 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 165,4
Mio. Euro) umfassen Barmittel sowie Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks, unterwegs befindliche Zahlungen
in Höhe von 247,7 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 164,2
Mio. Euro) sowie Einlagen mit einer ursprünglichen
Laufzeit von weniger als drei Monaten in Höhe von 1,2
Mio. Euro (31. Dezember 2022: 1,2 Mio. Euro). Guthaben bei
Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen
für täglich kündbare Guthaben verzinst.
14. EigenkapitalDie Veränderung des Eigenkapitals
einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in
der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Die Hauptversammlung der SMA Solar Technology AG hat am
24. Mai 2023 auf die Ausschüttung einer Dividende
für das Geschäftsjahr 2022 verzichtet (2022:
keine Dividendenausschüttung).
15. Rückstellungenscrollen
Bei den Gewährleistungsrückstellungen handelt
es sich um Gewährleistungsverpflichtungen (Zeitraum
fünf bis zehn Jahre) für die verschiedenen
Produktbereiche des Konzerns. Darüber hinaus werden
für Einzelfälle Rückstellungen gebildet, die
im Wesentlichen im Folgejahr verbraucht werden.
Gewährleistungsrückstellungen für
Einzelfälle bestehen in Höhe von 1,9 Mio. Euro
(31. Dezember 2022: 2,4 Mio. Euro). Rückstellungen
für zu erwartende Geräteausfälle
während des Gewährleistungszeitraums bestehen in
Höhe von 116,7 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 116,8
Mio. Euro). Hier wird für den kurzfristigen Anteil in
Höhe von 39,0 Mio. Euro mit einem Mittelabfluss
innerhalb eines Jahres, für den langfristigen Anteil
mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von fünf bis
zehn Jahren gerechnet.
Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen
Verpflichtungen für erfolgsabhängige Boni,
Betriebsjubiläen, Sterbegeld und Altersteilzeit.
Personalrückstellungen werden in Abhängigkeit von
den vertraglichen Einzelzusagen zahlungswirksam. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf erfolgsabhängige
variable Vergütungen zurückzuführen.
In den übrigen Rückstellungen sind
Drohverlustrückstellungen im niedrigen einstelligen
Millionenbereich enthalten, die im Zuge des Beschlusses,
sich aus dem nordamerikanischen O&M-Geschäft
zurückzuziehen, gebildet wurden.
16. Finanzverbindlichkeitenscrollen
Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sowie aus Leasingverhältnissen werden
vollständig im NettoCashflow aus
Finanzierungstätigkeit abgebildet. Bei den
finanziellen Verbindlichkeiten aus derivativen
Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermin- und
Optionsgeschäfte mit negativem Marktwert zum Stichtag.
Die in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023 ausgewiesenen
sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten
Verpflichtungen aus einem Sale & Leaseback-Vertrag im
Zusammenhang mit einem Grundstücksverkauf. Für
das betroffene Grundstück besteht eine
Rückkaufoption nach Beendigung des voraussichtlich im
zweiten Halbjahr 2024 beginnenden Mietverhältnisses.
17. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten enthalten Kosten für die
Abschlusserstellung sowie übrige finanzielle
Verbindlichkeiten und sind innerhalb eines Jahres
fällig.
18. Vertragliche Verpflichtungenscrollen
Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen
für Warenlieferungen sind aufgrund des Abschlusses von
Großprojekten deutlich gestiegen. Die übrigen
vertraglichen Verpflichtungen enthalten Abgrenzungsposten
für verlängerte Garantien, Service- und
Wartungsverträge und Bonusvereinbarungen. Die
langfristigen vertraglichen Verpflichtungen enthalten im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der entgeltlichen
Gewährung von Garantieverlängerungen für
Produkte der Business Units Home Solutions und Commercial
& Industrial Solutions. Die Erfüllung der
langfristigen vertraglichen Verpflichtungen wird sich
über einen Zeitraum von fünf bis 15 Jahren ab
Beginn der Garantieverlängerungen erstrecken.
Die kurzfristigen vertraglichen Verpflichtungen
enthalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen und
betreffen Warenlieferungen, Abgrenzungen für Service-
und Wartungsverträge sowie Bonusvereinbarungen. Sie
werden im Wesentlichen innerhalb der nächsten
zwölf Monate erfüllt.
19. Sonstige nichtfinanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten
enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem
Personalbereich. Hierin enthalten sind in Höhe von
insgesamt 29,5 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 36,7 Mio.
Euro) Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter*innen
für Urlaubs- und Gleitzeitguthaben sowie variable
Gehaltsanteile und Berufsgenossenschafts- und
Sozialversicherungsbeiträge. Daneben werden
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden,
sonstige übrige Verbindlichkeiten sowie aus erhaltenen
Zuschüssen von insgesamt 6,2 Mio. Euro (31. Dezember
2022: 3,1 Mio. Euro) ausgewiesen.
20. Finanzinstrumentescrollen
Die Buchwerte der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten stellen angemessene Näherungswerte
für die beizulegenden Zeitwerte der
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, weshalb auf
eine gesonderte Angabe der beizulegenden Zeitwerte
verzichtet wird. Auch bei den Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten weicht der beizulegende
Zeitwert nur unwesentlich vom Buchwert ab.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Termingelder
haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher
entsprechen deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag
näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen
Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den
Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter
Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter,
welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der
Konditionen und Erwartungen reflektieren (Stufe 2).
Bei den sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um nicht
konsolidierte Beteiligungen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten haben
regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die
bilanzierten Werte stellen näherungsweise die
beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit
den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt. Zur
Diskontierung werden marktübliche Zinssätze,
bezogen auf die entsprechende Fristigkeit, verwendet (Stufe
2).
Bei den meisten Kreditaufnahmen unterscheiden sich die
Zeitwerte nicht wesentlich von den Buchwerten, da die
Zinszahlungen auf diese Kreditaufnahmen entweder nahezu den
aktuellen Marktsätzen entsprechen oder die
Kreditaufnahmen kurzfristig sind.
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem
operativen Geschäft werden derivative
Finanzinstrumente genutzt. Diese Instrumente werden
grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Sie
werden - wie alle Finanzinstrumente - bei ihrer erstmaligen
Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die
Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant.
Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer
Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert
kann positiv oder negativ sein. Die Bewertung erfolgte bei
den Termingeschäften auf Basis von
Devisenterminkursen. Die Parameter, die in den
Bewertungsmodellen benutzt wurden, sind aus Marktdaten
abgeleitet.
Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung unserer in der
Bilanz zum Marktwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei
Stufen der Fair-Value-Hierarchie.
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung
auf unsere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind
im Folgenden beschrieben.
Stufe 1: notierte Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven
Märkten
Stufe 2: andere Informationen als notierte Marktpreise,
die direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum
Beispiel abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind
Stufe 3: Informationen über Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
basieren
Die institutionellen Publikumsfonds werden auf der
Grundlage beobachtbarer Marktpreise bewertet.
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Sonstige Erläuterungen21. Ereignisse nach dem Abschluss-StichtagEs ergaben sich keine Ereignisse nach dem
Abschluss-Stichtag.
22. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenAm 28. Mai 2014 hat SMA mit Danfoss A/S einen Vertrag
über eine enge strategische Partnerschaft
abgeschlossen. Im Zuge dieser Kooperation beteiligte sich
Danfoss mit 20 Prozent an SMA und gehört somit zum
Kreis der nahestehenden Unternehmen. SMA hat mit Danfoss
eine strategische Kooperation zur Zusammenarbeit in den
Bereichen Einkauf, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung
geschlossen. Zudem erbringt SMA im Auftrag von Danfoss
Servicedienstleistungen. Im ersten Halbjahr 2023 wurden
Waren im Wert von 0,4 Mio. Euro an Danfoss verkauft. Zum
Stichtag 30.06.2023 betrugen die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber Danfoss 0,3 Mio.
Euro. Alle Verträge wurden zu marktgerechten
Konditionen geschlossen. Es bestehen weder wesentliche
Besicherungen noch Garantien. Es wurde kein
Wertminderungsaufwand aus Transaktionen mit Danfoss
erfasst.
Im Weiteren wird die elexon GmbH als
Gemeinschaftsunternehmen behandelt. Es handelt sich um ein
Joint Venture im Bereich der
Ladeinfrastruktureinrichtungen, an dem die SMA Gruppe mit
42,00 Prozent beteiligt ist. Der elexon GmbH wurden seit
2019 von SMA Darlehen in Höhe von insgesamt 2,0 Mio.
Euro gewährt. Die SMA Gruppe hat im zweiten Quartal
2023 die Verhandlungen über die Veräußerung
dieser Anteile begonnen. Der Bilanzausweis der Anteile und
der zugehörigen Darlehensforderung erfolgt daher zum
30. Juni 2023 in der Position "Zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte". Die SMA Gruppe erwartet aus
dem Verkauf einen positiven Ergebnisbeitrag, daher erfolgt
die Bilanzierung zu Buchwerten.
Alle Verträge wurden zu marktgerechten Konditionen
geschlossen. Es bestehen weder wesentliche Besicherungen
noch Garantien.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresberichterstattung der
Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Niestetal, 1. August 2023
SMA Solar Technology AG Der Vorstand
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BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die SMA Solar Technology AG, NiestetalWir haben den Konzern-Halbjahresabschluss - bestehend
aus Gewinn- und Verlustrechnung SMA Gruppe,
Gesamtergebnisrechnung SMA Gruppe, Bilanz SMA Gruppe,
Kapitalflussrechnung SMA Gruppe,
Eigenkapitalveränderungsrechnung SMA Gruppe sowie
einem verkürzten Anhang und den
Konzern-Zwischenlagebericht der SMA Solar Technology AG,
Niestetal, für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum
30. Juni 2023, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, - mit
Ausnahme der Angaben für das zweite Quartal der Jahre
2023 und 2022 in der Gewinn- und Verlustrechnung SMA
Gruppe, in der Gesamtergebnisrechnung SMA Gruppe und in der
im verkürzten Anhang enthaltenen
Segmentberichterstattung sowie mit Ausnahme der im
Konzern-Zwischenlagebericht durch Fußnoten kenntlich
gemachten Angaben - einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung des
Konzern-Halbjahresabschlusses nach den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem Konzern-Halbjahresabschluss
und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage
unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
Konzern-Halbjahresabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der Konzern-Halbjahresabschluss in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der
EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine
prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster
Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und
auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
des Konzern-Halbjahresabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts sind uns keine Sachverhalte
bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass
der Konzern-Halbjahresabschluss in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Unser Urteil
erstreckt sich nicht auf Angaben für das zweite
Quartal der Jahre 2023 und 2022 in der Gewinn- und
Verlustrechnung SMA Gruppe, in der Gesamtergebnisrechnung
SMA Gruppe und in der im verkürzten Anhang enthaltenen
Segmentberichterstattung sowie auf die im
Zwischenlagebericht durch Fußnoten kenntlich
gemachten Angaben, die nicht Gegenstand unserer
prüferischen Durchsicht waren.
Frankfurt am Main, 1. August 2023
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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IMPRESSUMHerausgeber
Text
Beratung, Konzept & Design
Fotos
KONTAKTSMA Solar Technology AG
Tel.: +49 561 9522-0
info@SMA.de
Investor RelationsIR@SMA.de
Nachhaltigkeitsustainability@SMA.de
EINGETRAGENE WARENZEICHENDas SMA Firmenlogo sowie die Namen altenso, coneva,
Energy that changes, JOIN, SMA, SMA Smart Connected, SMA
Solar Technology, Sunny, Sunny Boy, Sunny Design, Sunny
Home Manager, Sunny Island, Sunny Tripower, Zeversolar sind
in vielen Ländern der Welt eingetragene Warenzeichen
der SMA Solar Technology AG. Der Name elexon ist in vielen
Ländern der Welt eingetragenes Warenzeichen der elexon
GmbH.
HAFTUNGSAUSSCHLUSSDer Halbjahresfinanzbericht, insbesondere der
Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält
verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die
die zukünftige Entwicklung des SMA Konzerns und der
SMA Solar Technology AG betreffen. Diese Aussagen beruhen
auf Annahmen und Schätzungen und können mit
bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten
verbunden sein.
Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse
sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher
wesentlich von den geäußerten Erwartungen und
Annahmen abweichen. Gründe hierfür können,
neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der
Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der
Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen
nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften
oder grundsätzliche Veränderungen des
wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder
beabsichtigt noch übernimmt SMA eine gesonderte
Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren
oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem
Erscheinen dieses Halbjahresfinanzberichts anzupassen.
SMA Solar Technology AG
Tel.: +49 561 9522-0
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