SMT Scharf AGHammJahresabschluss zum 31.12.2012KonzernlageberichtWirtschaftliches Umfeld Die SMT Scharf Gruppe entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Berg- und Tunnelbau sowie damit verwandte Produkte. Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden. Sie transportieren dort Material und Personen bis zu einer Nutzlast von 45 Tonnen auf Strecken mit Steigungen bis zu 35 Grad. Weitere wesentliche Produkte sind Teilschnittmaschinen, Ausrüstungen für den Streckenausbau und Sessellifte. Die Produkte der SMT Scharf Gruppe werden vor allem in schwierigen, das heißt tief liegenden und schrägen Bergwerksstollen eingesetzt. Daher ist nicht primär die Fördermenge für unser Geschäft maßgeblich, sondern die Entwicklungsphase eines Bergwerks. So werden zu Beginn des Abbaus einer Lagerstätte zunächst einfach zugängliche Depots abgebaut, in denen man ohne hohe Kosten große Tunnels auffahren kann und der Transport von Mensch und Material mit gummibereiften Fahrzeugen bewältigt wird. Erst später muss in tiefere und schwierigere Lagen vorgedrungen werden. Dort sind große Tunnels ungleich teurer und die Steigungen nur schwer befahrbar, so dass sich die speziellen Bahnen von SMT Scharf auszahlen, die weniger Platz benötigen und neben Steigungen auch enge Kurvenradien bewältigen können. Unser Hauptkundensegment ist der Steinkohlebergbau, auf den im Durchschnitt der Geschäftsjahre 2010 bis 2012 64 % der Umsatzerlöse entfielen. Die übrigen 36 % erwirtschafteten wir im sogenannten „Hardrock“, das sind Gold- und Platinbergwerke sowie Bergwerke anderer Rohstoffe. Im Straßentunnelbau sind wir nicht tätig. Ähnlich wie im Jahr zuvor stieg die Kohleproduktion in den einzelnen Märkten der SMT Scharf Gruppe 2012 in allen Ländern mit Ausnahme Deutschlands und Polens. Die Zuwächse finden sich im Wesentlichen in den asiatischen Märkten, allen voran China, das heute schon etwa die Hälfte der weltweiten Kohlefördermenge verantwortet. In Deutschland läuft der Steinkohlebergbau aufgrund der im internationalen Vergleich ungünstigen Kostensituation bis 2018 schrittweise aus. Die Spot-Preise für Steinkohle schwanken seit Mitte 2008 sehr stark. Der Trend zeigt aber deutlich nach unten. Allerdings sind die Kohlepreise, anders als der Ölpreis, aufgrund der im Vergleich zum Warenwert hohen Transportkosten – vor allem über Land – regional sehr unterschiedlich: Die meisten Bergwerke, vor allem in küstenfernen Gegenden, haben feste lokale Abnehmer (Kraft- oder Stahlwerke) mit langfristiger Preisbindung. Daher sind die internationalen Kohlepreise für das Investitionsverhalten unserer Bergwerkskunden nur teilweise relevant. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Umsatz der SMT Scharf Gruppe trotz seit Jahren sinkender Kohlepreise so stark angewachsen ist. Die internationalen Wechselkurse sind für die SMT Scharf Gruppe in zweierlei Hinsicht wichtig: Erstens befindet sich der Großteil unserer Neuanlagenfertigung in Deutschland, so dass der immer noch als stark einzuschätzende Euro unsere Produkte in China und Russland teuer erscheinen lässt. Zumindest sind Chinesischer Yuan und Russischer Rubel recht stabil mit -1 % (CNY) und +3 % (RUB) Wechselkursänderung von Anfang bis Ende 2012. Der Wertverlust des Südafrikanischen Rand ist mit -6 % auch noch verkraftbar. Die Stärke des Euro wird abgeschwächt durch einen zunehmenden Auslandsanteil beim Teileeinkauf, der direkt zwar nur ca. 25% ausmacht, aber durchgerechnet (viele Inlandslieferanten beziehen selbst Vorprodukte im Ausland) deutlich höher ist – wir schätzen bei 40%. Unser Personal ist heute schon zu 67% außerhalb der Eurozone in den Ländern der Kunden beschäftigt, was zu geringeren Personalkosten führt. Zweitens befinden sich unsere beiden wichtigsten Wettbewerber in Tschechien und Polen. Beide Länder verfügen mit der Krone und dem Zloty noch über eigene Währungen. Der polnische Zloty wertete zwischen Dezember 2011 und Dezember 2012 um 8 % gegenüber dem Euro auf, was unsere Wettbewerbsfähigkeit begünstigte. Gegenüber Tschechien haben wir schon immer einen deutlichen Nachteil bei den Faktorkosten. Der Wechselkurs der Tschechischen Krone veränderte sich leider nur geringfügig: Sie wertete im Geschäftsjahr nur unwesentlich um 3 % auf. Hier können wir im Wettbewerb nur mit der technisch überlegenen Produktqualität unter dem Label „Made in Germany“ unsere höheren Kosten und Preise rechtfertigen. Aus heutiger Sicht halten wir es für überwiegend wahrscheinlich, dass die Rohstoffproduktion und die Investitionen der Bergwerke im Mittel der kommenden Jahre weiter steigen werden. Für unseren Hauptkundenmarkt, den Steinkohlebergbau, erwarten wir – mit Blick auf verschiedene externe Quellen wie z.B. die U.S. Energy Information Administration – in den kommenden 20 Jahren ein Förderwachstum von 1,5 % pro Jahr. Entgegen der Hoffnung, fossile Brennstoffe durch regenerative Energiequellen ersetzen zu können, wird die Weltwirtschaft noch einige Zeit von der Kohle abhängig bleiben. Länder wie China, Russland, Ukraine oder Südafrika haben mit ihrer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung einen steigenden Bedarf an Energie, Stahl und anderen Metallen. Daher bleiben sie für die SMT Scharf Gruppe die Märkte, aus denen auch in den folgenden Jahren die Hauptnachfrage stammen wird. Das von SMT Scharf erwartete weitere Wachstum des internationalen Bergbaus wird voraussichtlich dazu führen, dass viele Bergwerksbetreiber in immer schwierigere Lagerstätten vordringen müssen und daher auch zukünftig gezielt in Techniken investieren werden, die ihre Produktivität dort steigern. Dafür eignen sich die Produkte der SMT Scharf Gruppe hervorragend und spielen im Streckenvortrieb und bei der der Materialversorgung von Abbaubetrieben unter Tage eine immer bedeutendere Rolle. Geschäftsentwicklung Im Berichtsjahr 2012 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 23.244 TEUR bzw. 28 % auf 105.363 TEUR. Davon entfielen 97.290 TEUR auf Märkte außerhalb Deutschlands, was einem Anteil von 92 % entsprach (Vorjahr: 90 %). Wichtigster Markt war – wie im Vorjahr – China, auf das 33 % der Umsätze entfielen. An zweiter Stelle standen Russland und andere Staaten der GUS, gefolgt von Mittel- und Südamerika, Südafrika und Polen. Zu der Umsatzsteigerung trugen mehrere bedeutende Aufträge bei. Ein russischer Kunde bestellte acht Einschienenhängebahnen, zwei Zahnradloks, mehrere Kleinlokomotiven Typ „Scharman“, und Zubehör im Gesamtwert von ca. 5 Mio. EUR. Aus England gingen Teilschnittmaschinen an einen argentinischen Kunden (8 Mio. EUR) sowie einen chinesischen Kunden im Wert von 6 Mio. EUR. In Deutschland beschränkte sich das Geschäft der SMT Scharf Gruppe mit der Deutschen Steinkohle AG wie in den Vorjahren auf Ersatzteile und Servicearbeiten. Trotz etwas geringerer Fördermengen für Steinkohle aus Deutschland blieb der Umsatz mit der Deutschen Steinkohle AG gegenüber dem Vorjahr relativ konstant. Zum Jahresende 2012 lag der Auftragsbestand der SMT Scharf Gruppe bei 22.355 TEUR. Davon stammten 94 % aus Märkten außerhalb Deutschlands. Der Vorjahreswert betrug 51.983 TEUR, wovon 96 % auf Märkte außerhalb Deutschlands entfielen. (Anmerkung: Bei der Berechnungsmethode des Auftragsbestands wurde eine interne Änderung vorgenommen, so dass der Vorjahresstand nicht exakt mit dem im Geschäftsbericht 2011 publizierten Wert übereinstimmt. Zur besseren Vergleichbarkeit wird daher auch der hier angegebene Vorjahreswert auf die neue Berechnung angepasst). Die starke Reduktion des Auftragsbestands im Vergleich zum Vorjahr liegt zum Teil darin begründet, dass sich Ende 2011 ein Auftragsstau – vor allem beim Tochterunternehmen Dosco – gebildet hatte. Strategie SMT Scharf ist ein typischer „Hidden Champion“ der deutschen mittelständischen Maschinenbauindustrie mit einer Exportquote von über 90%. Unsere Stärken liegen in technischer Kompetenz, hohem Qualitätsanspruch und intensiv gelebter Internationalität. Nur so können wir als deutsches Unternehmen, das nach 2018 keinen einzigen Inlandskunden mehr haben wird, unsere Marktführerschaft am Weltmarkt erfolgreich und profitabel verteidigen. Im Zuge des Wechsels im Vorstand wurde die Strategie der SMT Scharf Gruppe einer grundlegenden Überprüfung unterzogen. Dabei bestätigten sich die wesentlichen Eckpfeiler der Vergangenheit als tragfähig und zukunftsorientiert: (1) Die Attraktivität des wachsenden internationalen Bergbaumarktes, mit Schwerpunkt auf Asien, d.h. China und Russland. (2) Die Fokussierung der SMT Scharf Gruppe auf Transportlösungen in schwierigen Lagerungen. (3) Der Mix aus Neuanlagen- und Reparaturgeschäft (inkl. Ersatzteile und Service). Aufbauend darauf wurde eine 5-Jahres-Perspektivplanung erstellt, die folgende wesentliche Ziele spezifiziert: (1) Konzentration auf das Kerngeschäft „Bahnen“, wodurch die Vortriebstechnik (Beteiligung Dosco) aus dem strategischen Fokus rückt. (2) Durchschnittliches Umsatzwachstum des Kerngeschäfts von 15% per annum, was zu einer Umsatzverdoppelung alle 5 Jahre führen soll. (3) Verteidigung der attraktiven Marge mit dem Ziel, das EBIT auf 20% zu steigern. Um diese ambitionierten Ziele erreichen zu können, sind eine Vielzahl von operativen Entwicklungsprogrammen in allen Bereichen und an allen Standorten der Gruppe erforderlich. Dabei sind keine elementaren Änderungen gegenüber der Vergangenheit vorgesehen. Vielmehr ist eine konsequente Fortsetzung der nach 2000 begonnenen und bislang sehr erfolgreichen Internationalisierung des Konzerns geplant. Unsere neu formulierte Strategie steht unter dem Motto „Lokalisierung“ („Localization“), womit wir die Stärkung unserer Kompetenz in unseren Tochterfirmen nahe bei den Bergwerkskunden verstehen. Unsere Vision ist eine von deutschem Ingenieursdenken geprägte Unternehmenskultur mit zentraler Entwicklung im Stammhaus in Hamm, sowie kompetenten Tochterfirmen in allen wichtigen Bergbauländern. In Deutschland werden dabei die zentralen Technologien und Qualitätsmaßstäbe für alle Funktionen – von Entwicklung über Fertigung bis hin zum Finanzwesen – vorgegeben. In den Absatzländern sollen aus den heutigen Vertriebs- und Serviceniederlassungen vollwertige Betriebsstätten erwachsen, die nicht nur Vertrieb und Service, sondern auch kundespezifische Anpassungsentwicklung samt lokaler Fertigung und Zulassung eigenständig beherrschen. Die Sparte Vortriebsmaschinen (Dosco) wird dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Forschung und Entwicklung Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten im Berichtsjahr waren – wie im Vorjahr – Untersuchungen zu neuen Fahrzeugantrieben. Die Dieselmotoren, die SMT Scharf einsetzt, basieren auf Motoren, die ursprünglich für Baumaschinen entwickelt worden sind. Aufgrund der fortlaufenden Veränderung der Normen in diesem Bereich hat auch die SMT Scharf Gruppe die Aufgabe, ihre Antriebe kontinuierlich weiter zu entwickeln. Für die im Dezember 2010 erstmals vorgestellte Rangierlokomotive mit 25 kW Leistung und der Bezeichnung „Scharman“ (intern auch „Emma“) erhielt SMT Scharf in weiteren Absatzmärkten Zulassungen. Mittlerweile bewähren sich Antriebsaggregate dieses Typs bei Kunden in drei verschiedenen Ländern im Einsatz. Sie dienen dort als Rangierlok, die auf dem gesamten Schienennetz eines Bergwerks fahren kann. Das unterscheidet sie von den für diese Zwecke bisher verwendeten so genannten „Rangierkatzen“, die an eine stationäre hydraulische oder pneumatische Versorgung angeschlossen sind und daher nur einen begrenzten Einsatzradius haben. Ein wesentlicher Teil der Weiterentwicklung dieses Produktes besteht in der Adaption von Fernsteuerungen, in der Verwendung mit Fahrerkabinen sowie im Einsatz als dieselhydraulische Pumpstation. Hiermit können externe Geräte wie Winden, Pumpen oder Bohrgeräte betrieben werden. Das in den vergangenen Jahren mehrfach erwähnte Projekt unseres Schwerlastfahrzeuges „Schatun“ wurde im Laufe des Berichtsjahres mehreren Reviews unterzogen. Im Rahmen der strategischen Fokussierung auf „Bahnen“ und deren attraktive Marktchancen wurde beschlossen, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen. Die in 2011 und 2012 aufgelaufenen Entwicklungskosten, sofern sie aktiviert waren, wurden wertberichtigt, ebenso das Material. Insgesamt betrug die Wertberichtigung 711 TEUR und ist voll ergebnismindernd. Im Bereich der Teilschnittmaschinen wurden die Arbeiten zur Erweiterung des Produktprogramms im Bereich hoher Leistung fortgesetzt. Die SMT Scharf Gruppe investierte 2012 für Forschung und Entwicklung rund 3,1 % des Umsatzes, was leicht unter dem Niveau des Vorjahrs (4,1 %) lag. Dieser Wert beinhaltet auftragsbezogene Entwicklungsarbeiten und Zulassungen sowie aktivierte Eigenleistungen. Damit liegt SMT Scharf im Durchschnitt des deutschen Maschinenbaus. Personal An den Standorten in Deutschland blieb die Beschäftigtenzahl nahezu konstant, nachdem sie zuvor mehrere Jahre in Folge deutlich gesunken war. Zum 31. Dezember 2012 waren hier 130 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 13 Auszubildende (Vorjahr: 131 Mitarbeiter, darunter 14 Auszubildende). Außerhalb Deutschlands baute SMT Scharf die Beschäftigung dagegen weiter aus. Die Anzahl der Mitarbeiter an den ausländischen Standorten – ohne die Gemeinschaftsunternehmen in China und der Ukraine – erhöhte sich auf 204, darunter 5 Auszubildende (Vorjahr: 176 Mitarbeiter, darunter 3 Auszubildende). Der größte Teil des Wachstums entfiel auf China. Damit erhöhte sich der Anteil der Mitarbeiter außerhalb Deutschlands auf 61 % (Vorjahr: 57 %). Von den 334 Beschäftigten sind 45 weiblich. Ihr Anteil in Höhe von 13,5 % liegt leicht über dem Anteil der weiblichen Führungskräfte an der Gesamtzahl der Führungskräfte in der SMT Scharf Gruppe (11 %). Anfang 2006 wurde aufgrund einer Betriebsvereinbarung ein Härte- und Sozialfonds mit 990 TEUR dotiert, der bei der SMT Scharf GmbH und der SMT Scharf Saar GmbH Folgen von betriebs- oder krankheitsbedingten Kündigungen sowie anderer Härten abmildern soll. Darüber hinaus werden seine Mittel vereinbarungsgemäß zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben zur Verfügung gestellt. Eine von Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzte Kommission entscheidet über die Verwendung der Mittel. Der Härte- und Sozialfonds betrug am Geschäftsjahresende unverändert zum Vorjahr 681 TEUR. Im Rahmen eines Belegschaftsaktienprogramms wurden im April 2012 insgesamt 3.200 Aktien an Mitarbeiter veräußert. Diese Aktien hatte SMT Scharf im Geschäftsjahr 2009 im Rahmen der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung vom 23. April 2009 gekauft. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Eigenkapital und besondere Rechtsverhältnisse: Das gezeichnete Kapital der SMT Scharf AG wurde im Rahmen des Börsengangs im April 2007 gegen Bareinlagen auf 4.200 TEUR von 3.000 TEUR erhöht. Seither setzt es sich aus 4.200.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von je 1 EUR zusammen. Zusätzlich besteht ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe von insgesamt bis zu 2.100.000 weiteren Stammaktien. Der Vorstand kann hieraus mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gezeichnete Kapital der SMT Scharf AG bis zum 12. April 2016 erhöhen. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Daneben besteht ein bedingtes Kapital zur Ausgabe von weiteren bis zu 2.100.000 Stammaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie entweder die Inhaber von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen und / oder von Genussrechten mit Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft bis zum 22. April 2014 ausgegeben worden sind, von ihrem Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen und / oder von Genussrechten mit Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft bis zum 22. April 2014 ausgegeben worden sind, ihre Pflicht zum Umtausch erfüllen. Derzeit sind keine solchen Wertpapiere ausgegeben. Die Hauptversammlung vom 14. April 2010 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 13. April 2015 bis zu 10 % des jeweils aktuellen Grundkapitals an eigenen Aktien zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2009 hatte die Gesellschaft im Rahmen der vorangehenden Ermächtigung insgesamt 359.996 eigene Aktien (8,6 % des Grundkapitals) erworben. Davon hielt sie zu Beginn des Berichtsjahrs noch 50.475 Aktien (1,2 % des Grundkapitals). Diesen Bestand verringerte sie im Berichtsjahr durch die Ausgabe von Aktien an Mitarbeiter auf 47.275 Aktien (1,1 % des Grundkapitals). Die Gesellschaft unterliegt den allgemeinen gesetzlichen Stimmrechtsbeschränkungen, insbesondere aus dem Aktiengesetz (AktG) und dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Darüber hinaus gehende Stimmrechtsbeschränkungen einschließlich solcher, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben könnten, sind dem Vorstand nicht bekannt. Ebenso sind dem Vorstand keine Beschränkungen bekannt, welche die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen, einschließlich solcher aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern. Die Aktionäre, die vor dem Börsengang an der SMT Scharf AG beteiligt waren, unterschritten im Januar 2010 jeweils die Schwelle von 10 % der Stimmrechte und schieden im Februar 2010 zur Gänze aus dem Aktionärskreis aus. Seither sind der SMT Scharf AG keine neuen Beteiligungen gemeldet worden, die direkt oder indirekt 10 % der Stimmrechte überschreiten. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht. Kapitalbeteiligungen von Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind keine bekannt. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen. Im Übrigen bedürfen Satzungsänderungen eines Beschlusses der Hauptversammlung gemäß den §§ 133, 179 AktG, wobei gemäß § 17 der Satzung Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegen stehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst werden; dies kann auch Beschlüsse über Satzungsänderungen betreffen. Gemäß § 8 der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft aus einem Mitglied oder mehreren Mitgliedern, auch für den Fall, dass das Grundkapital 3.000 TEUR übersteigt, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands und auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen kann. Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands gelten im Übrigen die gesetzlichen Regelungen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht. Vermögenslage: Das gezeichnete Kapital der SMT Scharf AG beträgt seit dem Börsengang 4.200 TEUR. Davon entfielen am Ende des Berichtszeitraums 47 TEUR auf eigene Aktien, so dass der Bilanzwert 4.153 TEUR lautete. Hinzu kommt eine Kapitalrücklage, die infolge des Verkaufs von Aktien an Mitarbeiter auf 11.763 TEUR anstieg (Vorjahr: 11.689 TEUR). Das Eigenkapital einschließlich des Jahresüberschusses und der sonstigen Veränderungen belief sich per 31. Dezember 2012 auf 43.333 TEUR gegenüber 38.329 TEUR ein Jahr zuvor. Bei einer Bilanzsumme von 77.798 TEUR entspricht das einer Eigenkapitalquote von 56 % gegenüber 46 % ein Jahr zuvor. Das Umlaufvermögen lag zum Jahresende deutlich über dem Wert des Vorjahrs. Haupteinfluss war ein deutlicher Anstieg der Flüssigen Mittel auf 16.515 TEUR von 12.772 TEUR ein Jahr zuvor. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Jahresverlauf zeitweise deutlich gesunken waren, haben sich zum Jahresende mit 24.003 TEUR im Vergleich zum Vorjahresabschlusses (22.868 TEUR) erhöht. Die Finanzanlagen haben um die Ergebnisbeiträge aus den beiden Gemeinschaftsunternehmen zugenommen. Auf der Passivseite ergab sich die größte Veränderung bei den Pensionsrückstellungen. Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode der Pensionsrückstellungen werden Veränderungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste nicht mehr nach der Korridormethode erfasst, sondern direkt im Eigenkapital erfasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten verminderten sich die erhaltenen Anzahlungen aufgrund der erhöhten Auslieferungen am Jahresanfang und die Lieferantenverbindlichkeiten. Die erhaltenen Anzahlungen sanken auf 1.281 TEUR nach 8.000 TEUR ein Jahr zuvor. Die Lieferantenverbindlichkeiten betrugen am Ende des Berichtszeitraums 6.012 TEUR (Vorjahr: 10.469 TEUR). Die im Vorjahr noch als langfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesene Mezzanine-Finanzierung ist zum 31. Dezember 2012 aufgrund der Fälligkeit im April 2013 als kurzfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Ertragslage: Die SMT Scharf Gruppe erzielte im Berichtsjahr 15.382 TEUR Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT), was einer Steigerung um 6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 14.547 TEUR entsprach. Damit lag die EBIT-Marge – gemessen an der Betriebsleistung statt wie bis zum Vorjahr gemessen am Umsatz - bei 14,8 % nach 16,5 % im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote blieb unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 54 %. Ebenso blieb die Personalaufwandsquote mit 15,8 % relativ konstant (Vorjahr 15,7 %). Die übrigen Aufwendungen und Erträge (ohne die Bestandsveränderungen) stiegen auf 15 % der Betriebsleistung, während sie im Vorjahr nur 14 % betragen hatten. Der Anstieg resultierte vor allem aus höheren Vertriebsnebenkosten (Provisionen, Frachten und Verpackungen). Die Verkaufspreise der Produkte entwickelten sich weiter uneinheitlich: Punktuell konnte SMT Scharf Preissteigerungen durchsetzen, während in anderen Verkaufsbereichen Preiszugeständnisse nötig waren. Das Finanzergebnis verringerte sich auf 191 TEUR von 424 TEUR. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf einem geringeren Zinsergebnis von -480 TEUR (Vorjahr: -168 TEUR). Die Zinsen für die Mezzanine-Finanzierung blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert, hingegen sank der Zinssatz für Guthabenzinsen. Neu hinzu kamen Zinsaufwendungen aus einem Darlehen aus dem ERP-Innovationsprogramm. Das Konzernjahresergebnis stieg um 10 % und erreichte damit 11.713 TEUR gegenüber 10.658 TEUR im Vorjahr. Die Steuerquote lag mit 25 % niedriger als im Vorjahr (29 %). Haupteinfluss waren Steuern bei den ausländischen Tochtergesellschaften, da diese eine niedrigere Steuerquote ausweisen. Der Steuersatz für die deutschen Gesellschaften einschließlich der SMT Scharf AG beträgt unverändert 32,1 %. Finanzlage: Der Bestand liquider Mittel (im Vorjahr zuzüglich der Wertpapiere des Umlaufvermögens) stieg im Berichtsjahr auf 16.515 TEUR (Vorjahr: 14.772 TEUR). Neben der Aufnahme eines Darlehens aus dem ERP Innovationsprogramm der KfW resultiert diese Erhöhung insbesondere aus dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Ein Teilbetrag von 681 TEUR liquider Mittel ist für einen Härte- und Sozialfonds zweckgebunden. Investitionen: Im Geschäftsjahr 2012 investierte SMT Scharf 1.603 TEUR (Vorjahr: 1.384 TEUR). Größter Posten war ein Entwicklungsprojekt, welches gemäß IAS 38 zu aktivieren war, im Gesamtwert von 419 TEUR. Hinzu kamen Modernisierungen von IT-Systemen und Anschaffungen von Fahrzeugen zur Vertriebsunterstützung. Daneben erfolgten Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen in einem für SMT Scharf üblichen Umfang. Erklärung zur Unternehmensführung Erklärung gemäß § 161 AktG: Am 5. Dezember 2012 gaben Vorstand und Aufsichtsrat die jüngste Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ab. Sie lautet: „Vorstand und Aufsichtsrat der SMT Scharf AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit Ausnahme der folgenden Abweichungen in der Vergangenheit entsprochen wurde und weiterhin entsprochen werden wird. - Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse eingerichtet, weil er aus drei Mitgliedern besteht. Diese Besetzung erscheint der Größe der Gesellschaft angemessen. - Derzeit besteht keine Nachfolgeplanung für die Mitglieder des Vorstands. Es wird angestrebt, eine langfristige Nachfolgeplanung aufzubauen. - Bei der Besetzung des Vorstands war Vielfalt kein eigenständiges Kriterium. Dies kann auch zukünftig so sein, weil der Vorstand nur zwei Mitglieder hat. - Derzeit bestehen keine Altersgrenzen für die Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Dadurch wird dem AGG Rechnung getragen. - Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Begrenzung von Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit auf zwei Jahresvergütungen. Eine solche Begrenzung erscheint bislang verzichtbar, weil die Dienstverträge nur Laufzeiten von drei Jahren haben.“ Arbeitsweise von Aufsichtsrat und Vorstand: Die Organe der SMT Scharf AG verstehen es als ihre zentrale Aufgabe, das Unternehmen auf verantwortungsvolle und wertorientierte Weise zu führen. Dazu dienen die folgenden Grundsätze: Der Aufsichtsrat hat drei Mitglieder, die als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung gewählt werden. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands an. Er hat keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Er befasst sich mit der Geschäftsentwicklung, der Mittelfristplanung und der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Er verabschiedet unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Darüber hinaus bestellt er die Mitglieder des Vorstands und beruft sie ab. Ausgewählte Maßnahmen des Vorstands, die in dessen Geschäftsordnung aufgeführt sind, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen. Die Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Im Berichtsjahr kam es nicht zu Interessenkonflikten bei Aufsichtsratsmitgliedern der SMT Scharf AG. Der Aufsichtsrat strebt im Zeitraum bis 2015 eine größere Vielfalt bei der Zusammensetzung des Gremiums an. Sie soll insbesondere drei Merkmale betreffen: Ein unterschiedlicher fachlicher bzw. Branchenhintergrund der Mitglieder soll die Vielfalt der Gesichtspunkte in der internen Diskussion fördern. Eine internationale Besetzung soll die internationale Tätigkeit der Gruppe widerspiegeln. Eine angemessene Besetzung mit weiblichen Mitgliedern ist ausdrücklich erwünscht. Bei den Neuwahlen 2011 und 2012 wurden Fortschritte bei den ersten beiden Teilzielen gemacht. Um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu gewährleisten, holt der Aufsichtsrat von diesem eine Erklärung über eventuell bestehende Ausschluss- und Befangenheitsgründe ein. Bei Erteilung des Prüfungsauftrags wird vereinbart, dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat über mögliche Ausschluss- und Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, und über Feststellungen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben, unverzüglich unterrichtet. Es wurden keine derartigen Tatsachen, Ausschluss- oder Befangenheitsgründe festgestellt. Der Vorstand der SMT Scharf AG besteht aus zwei Mitgliedern und hat einen Vorsitzenden. Er hat keine Ausschüsse gebildet. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder auf der Grundlage einer vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung. Er bestimmt die unternehmerischen Ziele, die Unternehmenspolitik und die Konzernorganisation. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung und des Risikomanagements. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate in konzernfremden Gesellschaften, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu übernehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es nicht zu Interessenkonflikten bei Vorstandsmitgliedern der SMT Scharf AG. Aktionäre, alle übrigen Teilnehmer am Kapitalmarkt sowie die Medien werden vom Vorstand regelmäßig und aktuell über die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens informiert. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender zusammengefasst. Die Finanzberichte, der Finanzkalender, die Ad-hoc-Mitteilungen und das „Jährliche Dokument“ stehen im Internet unter www.smtscharf.com zur Verfügung. Vergütungssystem für Aufsichtsrat und Vorstand Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde zuletzt durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 14. April 2010 auf Grundlage der Satzung der SMT Scharf AG mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 neu festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen für jedes Geschäftsjahr eine feste und eine variable Vergütung. Die variable Vergütung bemisst sich nach dem Konzernjahresüberschuss und ist betragsmäßig begrenzt. Die Amtszeit der Mitglieder des Aufsichtsrats läuft bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 (Herr Dr. Markus und Herr Dr. Kempis) bzw. das Geschäftsjahr 2016 (Herr Dr. Fett) beschließt. Herr Dreyer hatte sein Amt kurzfristig niedergelegt, um für einen Wechsel in das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen. Die Zuständigkeit für Entscheidungen über die Vergütung des Vorstands liegt beim Aufsichtsrat. Die Mitglieder des Vorstands erhalten Bezüge, die sich aus einer festen jährlichen Grundvergütung und einer jährlichen Tantieme zusammensetzen. Die Grundvergütung wird monatlich und zum Teil quartalsweise nachschüssig ausbezahlt. Hinzu kommen Sachbezüge aus der privaten Nutzung von Dienst-Pkw, Beiträge zu Direktversicherungen und der Ersatz von Auslagen. Die Höhe der jährlichen Tantieme orientiert sich daran, inwieweit bestimmte persönliche Ziele erreicht wurden. Diese Ziele werden auf der Grundlage der Unternehmensplanung für das jeweilige Geschäftsjahr jeweils zu Jahresbeginn fest vereinbart. Die Vergütung soll in regelmäßigen Abständen auf Marktüblichkeit und Angemessenheit überprüft werden. Pensionsverpflichtungen gegenüber Vorstandsmitgliedern bestehen ausschließlich aus der Umwandlung von Entgeltbestandteilen für frühere Geschäftsjahre. Die betrieblichen Regelungen zur Entgeltumwandlung sehen bis einschließlich des Geschäftsjahres 2007 eine feste Altersgrenze von 65 Jahren und eine Verzinsung der umgewandelten Entgeltbestandteile mit 6,0 % vor. Ab dem Geschäftsjahr 2008 ist die Altersgrenze an die sich jährlich ändernde Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung angeglichen und die Verzinsung auf 4,5 % festgesetzt. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots. Die vorstehenden Regelungen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder sind in den Vorstandsdienstverträgen vereinbart. Der Vertrag von Herrn Schulze-Buxloh läuft bis Dezember 2014 und kann vor Ablauf von beiden Seiten nur aus wichtigem Grund gekündigt werden. Der Vertrag von Herrn Dr. Trautwein wurde Ende März 2012 einvernehmlich aufgehoben. Im Mai 2012 wurde ein Vertrag mit Herrn Dreyer bis April 2013 geschlossen. Es gibt weder Bezüge ehemaliger Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihrer Hinterbliebenen noch Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis. Einzelangaben zur Vergütung und zum Aktienbesitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands enthält der Anhang zum Konzernjahresabschluss. Risikobericht Grundlage des Risikomanagementsystems bei SMT Scharf ist die Einbeziehung des Risikomanagements in die bestehenden Planungs-, Steuerungs- und Kontrollabläufe. Damit ist es ein zentraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmenssteuerung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Ziel des Risikomanagements ist die Früherkennung von Chancen und Risiken, die Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einschließlich deren Überwachung. Für das Risikomanagement bestehen interne Regelungen, die in Richtlinien verbindlich festgelegt und im Prozess der Unternehmenssteuerung und -überwachung implementiert sind. Wesentliche Elemente des Prozesses sind die strategische und operative Planung, die Wochen-, Monats- und Quartalsberichterstattung sowie die Vorbereitung von Investitionsentscheidungen. Die periodische Berichterstattung dient konzernweit – neben der Steuerung des geschäftlichen Erfolgs – der laufenden Chancen- und Risikokommunikation. Darüber hinaus werden kurzfristig auftretende Risiken unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt an die zuständigen Stellen kommuniziert. Es gilt der Grundsatz, dass die originäre Risikoverantwortung bei den Organisationseinheiten liegt, die für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der jeweiligen Risiken verantwortlich sind. Innerhalb der Organisationseinheiten sind Risikomanagementbeauftragte dafür verantwortlich, die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten zu koordinieren und die Risikokommunikation an die jeweils übergeordnete Ebene zu gewährleisten. Das interne Kontrollsystem ist ein integraler Bestandteil des Risikomanagements bei SMT Scharf. Seine Hauptziele sind es, die zutreffende Abbildung aller Geschäftsvorfälle in der Berichterstattung sicherzustellen und Abweichungen von internen oder externen Regelungen zu unterbinden. Bezogen auf die externe Rechnungslegung bedeutet das, die Konformität der Abschlüsse mit den jeweils geltenden Regelwerken zu gewährleisten. Dazu ist das interne Kontrollsystem wie das Risikomanagement entsprechend der Einheiten, die Rechnung legen, gegliedert. Es bestehen einheitliche Regelungen zur Rechnungslegung in der SMT Scharf Gruppe, z. B. Bilanzierungsrichtlinien, deren Einhaltung fortlaufend kontrolliert wird. Zur Steuerung einzelner Risiken der Rechnungslegung, z. B. bei versicherungsmathematischen Bewertungen, werden fallweise externe Spezialisten hinzugezogen. Die SMT Scharf Gruppe ist einer Anzahl von Risiken ausgesetzt, die vom unternehmerischen Handeln der Gesellschaften in der Gruppe nicht zu trennen sind. Markt- und Absatzrisiken: Die SMT Scharf Gruppe ist sich ständig ändernden politischen, gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Risiken, die sich daraus ableiten, begegnet die Gruppe, indem sie diese Rahmenbedingungen genauestens beobachtet und Marktentwicklungen antizipiert. Der Konkurrenz aus Niedriglohnländern mit aggressiver Preispolitik wirkt SMT Scharf mit verstärkter regionaler Diversifizierung sowie einer Verbesserung der Kostenposition und des angebotenen Services entgegen. Ferner können eine allgemeine Rezession – wie 2008 / 2009 geschehen – oder Nachfragerückgänge einzelner Kundengruppen das Geschäft der SMT Scharf beeinträchtigen. In vielen Ländern spielen zudem die politische Kontinuität und die Stabilität der Eigentumsverhältnisse an den Bergwerken eine Rolle. Regierungswechsel oder Wechsel in der Eigentümerstruktur von Bergwerken können personelle Wechsel bei den Kunden nach sich ziehen, die Projekte deutlich verzögern können. Dem begegnet SMT Scharf durch permanente Marktbeobachtung sowie Anstrengungen zur Erschließung neuer Märkte. Umweltrisiken: Umweltrelevante Beanstandungen oder Schadensfälle an den Standorten der SMT Scharf Gruppe sind nicht bekannt. Einige der von SMT Scharf genutzten Gebäude sind mit Materialien errichtet worden, die Asbest enthalten. Diese Materialien werden regelmäßig überwacht und bei Umbaumaßnahmen wird auf eine fachgerechte Entsorgung geachtet. Produktionsrisiken: Als Industrieunternehmen ist SMT Scharf den Risiken von Betriebsunterbrechungen, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und unerwarteten technischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Diese können sowohl intern zu Abweichungen von geplanten Ergebnissen führen als auch die mit Kunden oder Lieferanten getroffenen Vereinbarungen stören. Richtlinien zu Projekt- und Qualitätsmanagement, zu Produkt- und Arbeitssicherheit sowie zum Umweltschutz sollen eine wirksame Reduzierung dieser Risiken gewährleisten. Der Ausfall von Produktionsanlagen ist in Grenzen über Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Beschaffungsrisiken: Negative Entwicklungen von Material- und Energiepreisen sowie Ausfälle in der Belieferung mit Vorprodukten stellen potenzielle Risiken dar. Diesen Risiken begegnet SMT Scharf dadurch, dass bestehende Lieferanten soweit wie möglich dauerhaft gebunden und weltweit alternative Lieferanten erschlossen werden. Außerdem überarbeitet SMT Scharf die Konstruktionen kontinuierlich mit dem Ziel, sie kostengünstiger zu gestalten. Liquiditätsrisiken: Zur Steuerung der Liquidität existiert ein zentrales Liquiditätsmanagement. Es stellt sicher, dass erforderliche Mittel zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts sowie der geplanten Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zur Verfügung stehen. Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund des gegenwärtigen positiven Cash Flows aus der Geschäftstätigkeit, der bestehenden Bankguthaben sowie Kredit- und Avallinien zurzeit nicht. Die liquiden Mittel legt SMT Scharf so an, dass sie kurzfristig verfügbar sind und relativ sichere Erträge erzielen. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken werden die Geldanlagen auf mehrere Banken verteilt. Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken: Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit ist SMT Scharf insbesondere Währungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gruppe durch den Einsatz geeigneter Sicherungsinstrumente. So werden ausgewählte offene Positionen in fremder Währung durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Ausfallrisiken werden z. B. durch den Abschluss von Akkreditiven und durch die Begrenzung von Kreditlimiten für einzelne Kunden gemindert. Zinsrisiken sind derzeit von nachrangiger Bedeutung. Sonstige Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten bestehen derzeit nicht. Rechtliche Risiken: SMT Scharf unterliegt den üblichen Haftungsrisiken, die sich insbesondere aus den Bereichen Produkthaftung, Patentrecht, Steuerrecht, Wettbewerbsrecht und Umweltrecht ergeben. Für den kontrollierten Umgang mit solchen Risiken wurde ein Konzept mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von gleichwohl eintretenden Schäden bestehen Versicherungen bezüglich Sachschäden, Produkthaftung und anderer Risiken. Personalrisiken: Die Realisierung der strategischen und operativen Ziele basiert darauf, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte an die Gruppe binden zu können und weitere geeignete Mitarbeiter – insbesondere an neuen Standorten – zu gewinnen. Lohnerhöhungen und Steigerungen der Personalnebenkosten können zu Kostenerhöhungen führen, die SMT Scharf nicht über die Preise weitergeben kann. Dem wird durch Rationalisierungen in der Produktion entgegengewirkt. Risiken der Informationstechnologie: Der Umgang mit Informationen sowie die sichere Nutzung von Informationssystemen werden durch Richtlinien und Regelungen detailliert beschrieben. Zur Gewährleistung eines größtmöglichen Maßes an Datensicherheit setzt SMT Scharf moderne technische Schutzmaßnahmen ein. Die Gesamtbewertung der Risikolage hat ergeben, dass die erkannten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die SMT Scharf Gruppe haben. Eine völlige Sicherheit, dass alle relevanten Risiken identifiziert und gesteuert werden können, gibt es jedoch nicht. Nachtragsbericht Am 10. Januar 2013 erwarb die SMT Scharf GmbH den 50%-Anteil von Hr. Viktor Poteraylo am ukrainischen Joint-Venture „TOW SMT Scharf Ukrainia“, Donetsk für einen Kaufpreis von 40 TEUR. Somit ist die Gesellschaft in der Ukraine nunmehr eine 100% Konzernbeteiligung. Prognosebericht Aus heutiger Sicht ist es überwiegend wahrscheinlich, dass die Rohstoffnachfrage und die Investitionen der Bergwerke 2013 und in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Länder wie China, Russland, Ukraine oder Südafrika haben mit ihrer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung einen steigenden Bedarf an Energie, Stahl und anderen Metallen. Darum bleiben sie für die SMT Scharf Gruppe die Märkte, aus denen auch in den folgenden Jahren die Hauptnachfrage stammen wird. Gleichzeitig bestehen nennenswerte Risiken, dass die weltwirtschaftliche Erholung langsamer vonstatten geht als erwartet. Gründe hierfür können insbesondere die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in vielen Ländern, die übermäßige Verschuldung einiger Staaten und politische Unstimmigkeiten über die Wechselkurse sein. Derzeit wird jedoch allgemein erwartet, dass die Weltwirtschaft 2013 wächst. Die OECD prognostiziert für ihre Mitgliedsländer im Jahresverlauf 2013 ein schwaches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 % nach 1,6 % im Vorjahr. Für die Länder, in denen die SMT Scharf Gruppe überwiegend ihre Umsätze erwirtschaftet, liegen die Prognosen günstiger. Zum Beispiel erwartet die OECD für China 2013 ein Wachstum von 8,5 % (Vorjahr: 7,5 %) und für Südafrika von 3,3 % (Vorjahr: 2,6 %). Mittelfristige Prognosen für die Wachstumsraten der Rohstoffmärkte liegen – je nach Rohstoff und Region – zwischen rund 2 % und über 5 % pro Jahr. Auch hier bestehen naturgemäß Unsicherheiten. So hat die chinesische Regierung angekündigt, dass sie die Steigerungen des inländischen Kohleverbrauchs begrenzen will. Für die weltweiten Investitionen in Bergbautechnik prognostizieren Marktbeobachter (Freedonia Group) im Zeitraum von 2010 bis 2015 eine mittelfristige jährliche Wachstumsrate von 5 %. Für SMT Scharf war 2012 ein weiteres Jahr der erfolgreichen internationalen Expansion. Der Vorstand erwartet, im Mittel der folgenden Jahre Umsatz und Ergebnis der SMT Scharf Gruppe weiter steigern zu können. Wichtigste Märkte werden auch weiterhin China, Russland, Südafrika und Polen sein. Daneben sollen andere regionale Märkte erschlossen werden. Um den Umsatz mittelfristig weiter steigern zu können, sind weitere Investitionen in den Aufbau internationaler Vertriebs- und Servicestrukturen erforderlich. Die Einheiten der SMT Scharf Gruppe in den Hauptmärkten sollen zu diesem Zweck entwickelt werden. Ziel ist es, lokale Fertigung, Qualitätskontrolle, Ersatzteilverkauf und Service mit einer Gesellschaft in dem jeweiligen Markt abzudecken. Dabei werden bei Bedarf – wie in dem Gemeinschaftsunternehmen in China – lokale Partner eingebunden. Parallel strebt SMT Scharf weitere Akquisitionen in verwandten Geschäftsfeldern an.
Hamm, 26. Februar 2013 Der Vorstand Christian Dreyer Heinrich Schulze-Buxloh Konzern-Bilanz zum 31.12.2012Aktiva
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.01. bis 31.12.2012
* Konzernjahresergebnis bezogen auf durchschnittlich 4.151.910 ausgegebene Aktien (Vorjahr: 4.099.551) Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01.01. bis 31.12.2012
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012Informationen zur SMT Scharf AG und SMT Scharf Gruppe Die SMT Scharf AG, Römerstraße 104, 59075 Hamm, (im Folgenden auch „Gesellschaft“ genannt) wurde am 31. Mai 2000 nach deutschem Recht gegründet. Sie ist Führungsholding der Unternehmen der SMT Scharf Gruppe. Sämtliche 4.200.000 Aktien sind zum Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) zugelassen. Gegenstand der Unternehmen der SMT Scharf Gruppe ist die Projektierung, Herstellung, Handel, Installation und Wartung von Maschinen und Anlagen zum Transport von Personen, Ausrüstung und Material sowie das Halten von Beteiligungen. In den Konzernabschluss werden neben der SMT Scharf AG einbezogen:
* davon 1,25 % mittelbar über SMT Scharf GmbH ** mittelbar über SMT Scharf GmbH *** mittelbar über Dosco Holdings Ltd. **** davon 25 % mittelbar über SMT Scharf GmbH Die Beteiligungen von 50 % an der mit jeweils einem Partner gegründeten Shandong Xinsha Monorail Co. Ltd. und TOW SMT Scharf Ukraine werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Ihre bilanziellen Eckdaten 2012 lauten:
Die SMT Scharf AG hat als börsennotierte Aktiengesellschaft gemäß § 161 AktG eine Erklärung abzugeben, inwieweit sie den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entspricht. Vorstand und Aufsichtsrat haben diese Erklärung am 5. Dezember 2012 abgegeben. Sie ist den Aktionären unter www.smtscharf.com zugänglich gemacht worden. Informationen zum Konzernabschluss Die SMT Scharf AG stellt aufgrund der Zulassung zum regulierten Markt ihren Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss der SMT Scharf Gruppe zum 31. Dezember 2012 ist nach den am Abschlussstichtag gültigen Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderung des § 315a HGB berücksichtigt. Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2012 erstmalig anzuwendende IAS / IFRS / IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards haben keine (wesentlichen) Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SMT Scharf AG: · Änderungen zu IFRS 7 (Financial Instruments) · Änderungen zu IAS 12 (Income Taxes) · Änderungen zu IFRS 1 (Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender) Folgende vom IASB neu herausgegebene bzw. überarbeitete Standards oder Interpretationen, die im vorliegenden Abschluss indes noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, hat die SMT Scharf AG nicht freiwillig vorzeitig angewandt; z.T. steht die EU-Übernahme noch aus: · Änderungen des IAS 19 „Employee Benefits“ (EU-Übernahme erfolgte am 5. Juni 2012) · IFRS 9 „Financial Instruments“ (EU-Übernahme ausstehend.) · IFRS 10 „Consolidated Financial Statements“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · IFRS 11 „Joint Arrangements“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · IFRS 12 „Disclosure of Interests in Other Entities“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · Änderungen des IAS 27 „Separate Financial Statements“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · Änderungen des IAS 28 „Investments in Associates and Joint Ventures“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · IFRS 13 „Fair Value Measurement“ (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · Änderungen zu IAS 1 „Presentation of Financial Statements“ (EU-Übernahme erfolgte am 5. Juni 2012) · IFRIC 20 „Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine“ (EU-Übernahme erfolgte am 11. Dezember 2012) · Änderungen zu IAS 32 und IFRS 7 (EU-Übernahme am 13. Dezember 2012) · Änderungen zu IFRS 1 (Government Loans) (EU-Übernahme am 11. Dezember 2012) · Änderungen im Rahmen des „Annual improvements project 2009-2011“ (EU-Übernahme ausstehend) Für sämtliche dieser Standards prüft die SMT Scharf AG derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden im Anhang alle Beträge in 1.000 Euro (TEUR) angegeben und kaufmännisch gerundet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, Beurteilung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte, Aktivierung von latenten Steuern, Bewertung der Pensionsverpflichtungen und sonstigen Rückstellungen, Einschätzung von rechtlichen Risiken sowie die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und ggf. angepasst. Der IFRS-Konzernabschluss wird voraussichtlich am 5. März 2013 durch den Aufsichtsrat der SMT Scharf AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Einzelabschlüssen der Unternehmen der SMT Scharf Gruppe. Die Einzelabschlüsse werden auf den 31. Dezember aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung der Unternehmen der SMT Scharf Gruppe erfolgt grundsätzlich nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dazu werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit es sich nicht um selbst gegründete Gesellschaften handelt und ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen besteht, wird dieser als Geschäftswert ausgewiesen und regelmäßig einer Prüfung auf dessen Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird nach einer erneuten Beurteilung erfolgswirksam erfasst. Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den voll konsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüsse der vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21. Für die Tochterunternehmen richtet sich die funktionale Währung nach dem primären Wirtschaftsumfeld. Sie entspricht damit der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung der Posten der Bilanz erfolgt zum Bilanzstichtagskurs, die der Gesamtergebnisrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. In der Darstellung der Entwicklung von Vermögenswerten, Rückstellungen und Eigenkapital werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahrs sowie die Veränderungen des Konsolidierungskreises zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Die übrigen Posten werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Unterschiede aus der Währungsumrechnung der Bilanzposten gegenüber der Umrechnung des Vorjahrs werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Die Wechselkurse der wichtigsten Währungen betragen:
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Anlagen sowie Ersatzteilen werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse aus Serviceleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Bei Rahmenverträgen über Serviceleistungen werden erbrachte Leistungen regelmäßig, in der Regel monatlich, abgerechnet. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatten oder sonstigen Preisnachlässen ausgewiesen. Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (percentage-of-completion) ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt am Stichtag geschätzten Auftragskosten (cost-to-cost-Verfahren). Für Fertigungsaufträge werden die zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, als sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart worden sind. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste unmittelbar als Aufwand erfasst. Erlöse aus Mietverträgen werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der zu Grunde liegenden Verträge unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Erlöse aus Leasingverträgen, die als Operating-Leasing-Verhältnisse gemäß IAS 17 klassifiziert wurden, werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der zu Grunde liegenden Verträge unter den Umsatzerlösen erfasst. Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode vereinnahmt. Finanzierungskosten werden nicht als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, sondern sofort aufwandswirksam erfasst. Forschungs- und Entwicklungskosten, die nicht die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Goodwills werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn sonst Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt mittels einer DCF-Bewertung. Der Planungszeitraum beträgt fünf Jahre. Ein Wert für eine unendliche Rente wird nicht angesetzt. Für die Barwertermittlung wird ein Zinssatz von 7,75 % zugrunde gelegt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis sechs Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer. Abgrenzbare selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sobald die in IAS 38 geforderten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Ab diesem Zeitpunkt werden die den einzelnen immateriellen Vermögenswerten direkt zurechenbaren Entwicklungs- respektive Herstellungskosten (im Wesentlichen Personalkosten) einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten aktiviert. Die aktivierten Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt, ab dem sie zur Verwertung zur Verfügung stehen (Absatzreife), planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von sechs bis acht Jahren linear abgeschrieben. Alle aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer. Das betrieblich genutzte Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird regelmäßig auf Basis so genannter Liquidität erzeugender Einheiten („cash generating units“) überprüft. Im Berichtsjahr wurden Wertanpassungen gemäß IAS 36 auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 461 TEUR vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Jahr 2012 wurden solche Zuwendungen nicht vereinnahmt. Die SMT Scharf Gruppe hat als Leasingnehmer Leasingverträge (im Wesentlichen für Pkws und Kopierer) abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Operating-Leasing-Verhältnisse zu klassifizieren sind, da alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst. Ferner hat die SMT Scharf Gruppe als Leasinggeber Leasingverträge (im Wesentlichen für Dieselkatzen des Typs DZ 1500 bzw. DZ 1800) abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Operating-Leasing-Verhältnisse zu klassifizieren sind, da alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei SMT Scharf verbleiben. Diese vermieteten Gegenstände werden als Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert. Die Leasingzahlungen werden als Umsatzerlöse über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden für die Bilanzierung und Bewertung gemäß IAS 39 klassifiziert. Zum 31. Dezember 2012 verfügt die SMT Scharf Gruppe über Vermögenswerte in der Kategorie ausgereichte Kredite und Forderungen. Die ausgereichten Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sämtliche Ausleihungen und Forderungen der SMT Scharf Gruppe werden marktüblich verzinst. Die Ausreichung der Ausleihungen und Forderungen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Auf Forderungen, deren Ausfall mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet wird, werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet und entstehende Kursdifferenzen in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Die flüssigen Mittel umfassen Barmittel, Sichteinlagenund kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten aufweisen und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Sie sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten werden gemäß IAS 2 als Vollkosten (bestehend aus Einzelkosten und angemessenen Gemeinkosten einschließlich fertigungsbezogener Verwaltungskosten) nach der Standardkostenmethode, die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungskosten und Vertriebskosten. Am 31. Dezember 2012 betrug die Wertminderung von Vorräten auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert 6.644 TEUR (Vorjahr: 6.047 TEUR). Die Berechnung der latenten und laufenden Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRS-Bilanz und Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die Steuersätze zu Grunde, die in dem jeweiligen Land zum Bilanzstichtag für den erwarteten Realisierungszeitpunkt gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit die damit verbundenen Steuerforderungen wahrscheinlich genutzt werden. Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung nur einbezogen, wenn sie wahrscheinlich realisierbar sind. Pensionsrückstellungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die künftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Annahmen über die künftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Grundlagen. Bisher wurden in der SMT Scharf Gruppe versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach der Korridormethode berücksichtigt. Beträge, die den so genannten „Korridor“ überstiegen, wurden danach in der Gesamtergebnisrechnung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Dies bedeutet, dass der Betrag der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorangegangenen Berichtsperiode, der den Korridor überstieg, jeweils über die durchschnittliche erwartete restliche Arbeitszeit der Mitarbeiter verteilt wurde. Entsprechend IAS 19 beträgt der Korridor 10% des Barwerts der Versorgungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) oder 10% des Fair Value des Planvermögens, wobei jeweils der zum Ende des vorangegangenen Berichtsjahres höhere Betrag maßgeblich war. Seit der Änderung des IAS 19 zum 1. Januar 2005 ist es zulässig, die noch nicht realisierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht nach der Korridormethode sukzessive ergebniswirksam zu amortisieren, sondern vollständig gegen das Eigenkapital zu verrechnen. Dies hat zur Folge, dass keine ergebniswirksamen Amortisationen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst werden. Die SMT Scharf Gruppe hat im vorliegenden IFRS-Konzernabschluss die Verteilung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste von der bisher angewandten Korridormethode auf die vollständige Erfassung im Eigenkapital nach IAS 19.93A umgestellt, um die Transparenz der Berichterstattung zu erhöhen. Durch die Berücksichtigung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital ändern sich die Rückstellungen für Pensionen. Zusätzlich sind auf die durchgeführten Ausweisänderungen latente Steuern zu berechnen, die ebenfalls gegen die entsprechende Eigenkapitalposition verrechnet werden. Entsprechend wurden im vorliegenden IFRS-Konzernabschluss die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2011 angepasst. Brutto- und Netto-Cashflow werden durch diese zahlungsneutralen Vorgänge nicht beeinflusst. Auf die Bilanz zum 31. Dezember 2011 ergeben sich aus der Umstellung folgende Auswirkungen auf die betroffenen Bilanzposten:
Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, wenn der Eintritt wahrscheinlich ist und die Schätzung der Höhe hinreichend zuverlässig möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit Rückstellungen erst nach einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. ‑zeitpunkte möglich ist, wird der Barwert durch Abzinsung ermittelt. Für Gewährleistungen wird der Rückstellungsbetrag anhand des in der Vergangenheit entstandenen Gewährleistungsaufwands, des Gewährleistungszeitraums und des gewährleistungsbehafteten Umsatzes ermittelt. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Rückstellungen für übrige geschäftsbezogene Verpflichtungen sind auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen bewertet, in der Regel in Höhe der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind in den Folgejahren mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet und entstehende Kursdifferenzen in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
(3) Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der SMT Scharf Gruppe betrug:
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu Rückstellungen, Kosten für Reinigung und Entsorgung, Versicherungen sowie Telekommunikation. Unter den fremden Dienstleistungen sind auch die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers incl. seiner Netzwerkgesellschaften erfasst; sie gliedern sich wie folgt:
(5) Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus dem positivem Ergebnis der chinesischen Gesellschaft Shandong Xinsha Monorail Co. Ltd., Xintai ( Vorjahr: 592 TEUR). (6) Ertragsteuern Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der zum Bilanzstichtag gültigen Rechtslage zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Der Konzernsteuersatz beträgt wie im Vorjahr 32,1 %. Soweit bei den ausländischen Gesellschaften aktive bzw. passive latente Steuern anzusetzen sind, werden diese mit den in den entsprechenden Ländern gültigen Steuersätzen bewertet. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen bei den folgenden Bilanzpositionen:
Aktive und passive latente Steuern in Höhe von 371 TEUR werden saldiert, weil sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind (Vorjahr: 287 TEUR). Aus Konsolidierungseffekten ergeben sich 427 TEUR (Vorjahr: 534 TEUR) aktive latente Steuern. Zum 31. Dezember 2012 werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.998 TEUR (Vorjahr: 2.797 TEUR) angesetzt. Die Verlustvorträge sind nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Zum 31. Dezember 2012 werden aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 1.932 TEUR (Vorjahr: 2.350 TEUR) angesetzt. Der Unterschied zwischen dem rechnerischen (bei Anwendung des für die SMT Scharf AG gültigen Steuersatzes von 32,1 %) und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
Die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 wird für die SMT Scharf Gruppe weder zu einer Ertragsteuerminderung noch zu einer Ertragsteuererhöhung führen. Erläuterungen zur Bilanz (7) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und vermietete Gegenstände Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen inklusive der vermieteten Gegenstände ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen: Konzern-Anlagenspiegel vom 01.01. bis 31.12.2012
Konzern-Anlagenspiegel vom 01.01. bis 31.12.2011
Die Herstellungskosten der gemäß IAS 38 aktivierten immateriellen Vermögenswerte werden nach dem Gesamtkostenverfahren zunächst als Aufwendungen (insbesondere Personalaufwendungen) erfasst und anschließend periodengerecht neutralisiert. Die Abschreibungen der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte werden als Abschreibungen erfasst. Im Jahr 2012 wurden 419 TEUR Entwicklungskosten für ein Projekt aktiviert, dass die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt. Die SMT Scharf Gruppe vermietet als Leasinggeber selbst erstellte Antriebsaggregate. Zum Bilanzstichtag sind sechs Leasingobjekte als vermietete Gegenstände im Anlagespiegel enthalten. (8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in branchenüblichem Umfang Sicherheitseinbehalte, die vertraglich mit den Kunden vereinbart sind. Die Einbehalte decken Nebenleistungen der SMT Scharf ab, die nach Gefahrenübergang zu erbringen sind. (9) Wertpapiere und liquide Mittel Als Geldanlage hält SMT Scharf zum Teil Anleihen von Schuldnern mit guter Bonität. Zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben hält SMT Scharf Anteile eines geldmarktnahen Fonds. Er hat eine unbestimmte Laufzeit und ist nur geringfügigen Kursschwankungen unterworfen. Die Anteile werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Von den Wertpapieren und liquiden Mitteln entfallen unverändert zum Vorjahr 681 TEUR auf einen Härte- und Sozialfonds. Die treuhänderische Verwaltung dieses Fonds obliegt einer von Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzten Kommission. (10) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals der SMT Scharf Gruppe ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Seit der Kapitalerhöhung im April 2007 beträgt das gezeichnete Kapital 4.200 TEUR. Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Kapitalerhöhung abzüglich der Transaktionskosten unter Berücksichtigung der Steuereffekte sowie Zugängen aus dem Verkauf bzw. der Übertragung eigener Aktien. Am 31. Dezember 2012 sind 4.152.725 auf den Inhaber lautende Stammaktien der SMT Scharf AG in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1 EUR ausgegeben. Sämtliche Aktien sind voll eingezahlt und gewähren die gleichen Rechte. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 12. April 2016 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 2.100 TEUR erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Daneben besteht ein bedingtes Kapital bis zu 2.100 TEUR zur Ausgabe von weiteren Stammaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie entweder die Inhaber von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen und / oder von Genussrechten mit Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft bis zum 22. April 2014 ausgegeben worden sind, von ihrem Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen und / oder von Genussrechten mit Umtausch- oder Bezugsrechten, die von der Gesellschaft bis zum 22. April 2014 ausgegeben worden sind, ihre Pflicht zum Umtausch erfüllen. Derzeit sind keine solchen Wertpapiere ausgegeben. Die Hauptversammlung vom 14. April 2010 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 13. April 2015 bis zu 10 % des zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals an eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten erfolgen. Darüber hinaus werden in dem Beschluss die weiteren Bedingungen für den Ankauf und die Veräußerung der eigenen Anteile festgelegt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben. Von den 2009 erworbenen eigenen Aktien veräußerte die Gesellschaft im Berichtsjahr 3.200 an Mitarbeiter im Rahmen eines Belegschaftsaktienprogramms. Am 31. Dezember 2012 hält die Gesellschaft noch 47.275 eigene Aktien, was 1,1 % des Grundkapitals entspricht. Die eigenen Aktien können zu allen Zwecken verwendet werden, die im Ermächtigungsbeschluss vorgesehen sind. Der Jahresabschluss der SMT Scharf AG, der nach den Grundsätzen des HGB aufgestellt wird, weist einen Bilanzgewinn von 4.649 TEUR aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung, die am 17. April 2013 stattfinden wird, vorschlagen, aus diesem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,98 EUR je Aktie auszuschütten. Bezogen auf die am heutigen Tag ausstehenden Aktien (ohne eigene Aktien der Gesellschaft) ergibt sich eine Dividendensumme von 4.070 TEUR, zahlbar in 2013. Die verbleibenden 579 TEUR sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden. (11) Rückstellungen für Pensionen Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen bei den deutschen Gesellschaften der SMT Scharf Gruppe leistungsorientierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die Pensionsverpflichtungen stammen aus verschiedenen arbeitgeberfinanzierten Direktzusagen sowie aus Entgeltumwandlungen auf der Grundlage einer Betriebsvereinbarung. Außerdem existieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gemäß der Satzung der Unterstützungskasse der DBT e.V.. Sämtliche Pensionszusagen sind rückstellungsfinanziert. Planvermögen liegt nicht vor. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusage bzw. „Defined Benefit Obligation“) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung gemäß den Richttafeln 2005 G die folgenden Prämissen verwendet:
Der laufende Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand werden in den Personalaufwendungen erfasst. Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt entwickelt:
Außerdem bestehen bei den englischen Gesellschaften der SMT Scharf Gruppe leistungsorientierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen aus dem Dosco Overseas Engineering (1973) Pension & Life Assurance Scheme. Das Scheme verfügt über ein Planvermögen, das den überwiegenden Teil der Verpflichtungen deckt. Auch diese Pensionsverpflichtung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung gemäß den Richttafeln PC[M/F]A00 die folgenden Prämissen verwendet:
Der laufende Dienstzeitaufwand und der Zinsaufwand abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen werden in den Personalaufwendungen erfasst. Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt entwickelt:
Das Planvermögen hat sich wie folgt entwickelt:
Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste beträgt die zu bilanzierende Verpflichtung demnach:
Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
(12) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Sie entfallen auf den Personalbereich, den Verkaufsbereich und übrige Bereiche. Rückstellungen im Personalbereich betreffen insbesondere erfolgsabhängige Vergütungen der Mitarbeiter und Vergütung für Mehrarbeit. Rückstellungen im Verkaufsbereich betreffen insbesondere Garantie- und Nachlaufkosten. Hierfür werden projektbezogen nach vorsichtiger kaufmännischer Betrachtung Kostenschätzungen gebildet. Die übrigen Bereiche beinhalten insbesondere ungewisse Verpflichtungen gegenüber Lieferanten. Ferner enthalten sie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten. Die Ergebnisse von gegenwärtigen und künftigen Rechtsstreitigkeiten können nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass in diesem Zusammenhang Aufwendungen entstehen können, die nicht durch Versicherungen, Rückgriffsansprüche oder bereits bestehende Rückstellungen abgedeckt sind und die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben können. Nach Einschätzung des Vorstands sind in den gegenwärtig anhängigen oder angedrohten Rechtsstreitigkeiten Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu Lasten der SMT Scharf Gruppe nicht zu erwarten. In Chile wurde von einem Kunden eine Klage gegen die Beteiligung Dosco in Höhe von ca. 41 Mio. USD für Produktionsausfälle eingebracht. Da Folgeschäden in dem betreffenden Vertrag explizit ausgeschlossen sind, hält der Vorstand diesen Anspruch nach Rücksprache mit den Rechtsberatern in Chile für haltlos. Eine Rückstellung für Rechtskosten wurde von Dosco gebildet. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Altersteilzeitverträge, sowie langfristige Risiken aus Rechtsstreitigkeiten. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen 2012 ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Entwicklung sonstiger Rückstellungen vom 01.01. bis 31.12.2012
Entwicklung sonstiger Rückstellungen vom 01.01. bis 31.12.2011
(13) Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den erhaltenen Anzahlungen und den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hat – wie im Vorjahr – keine eine Laufzeit über einem Jahr. Die als Genussrecht ausgestaltete Mezzanine-Finanzierung, welche im Vorjahr als langfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen war, wurde zum 31. Dezember 2012 als kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesen. Sie hatte eine Laufzeit von sieben Jahren und ist im April 2013 in einer Summe zurückzuzahlen. Es bestehen keine durch Pfandrechte besicherten Verbindlichkeiten; für Bürgschaften einer Bank dient ein Bankguthaben von 171 TEUR als Sicherheit. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Nettofinanzposition der SMT Scharf Gruppe durch Mittelzuflüsse und -abflüsse in der Berichtsperiode verändert hat. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Cash Flows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet. Im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:
Die in der Kapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind, sowie kurzfristig veräußerbare Wertpapiere abzüglich kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und abzüglich des Härte- und Sozialfonds.
Sonstige Angaben (14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Es bestehen am Geschäftsjahresende Haftungsverhältnisse aus Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften mit einem Gesamtwert von 2.207 TEUR (Vorjahr: 3.240 TEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Pkws und Kopierer. Die Verträge haben Laufzeiten bis zu fünf Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen der Miet- und Leasingverträge wurden 2012 Zahlungen in Höhe von 449 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR) als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Die Summe der Nominalbeträge der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Mietverträgen und Operating-Leasing-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
(15) Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Abschnitt zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert. Weder 2012 noch 2011 verfügte die SMT Scharf Gruppe über bis zur Endfälligkeit gehaltene oder zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente. Umgruppierungen wurden nicht vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt: Sofern vorhanden, wurde der beizulegende Zeitwert unter Bezugnahme auf notierte Marktpreise bestimmt. Sofern ein solcher Marktpreis nicht vorhanden war, wurde der beizulegende Zeitwert in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf DCF-Analysen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen und Händlernotierungen für ähnliche Instrumente bestimmt. Für die Mezzanine-Finanzierung wurde ein am Geschäftsjahresende gültiger Zinssatz für vergleichbare Mittelstandsanleihen herangezogen. Die einzige Kategorie finanzieller Vermögenswerte und Schulden des SMT Scharf Konzerns, bei welcher der beizulegende Zeitwert vom Buchwert wesentlich abweicht, sind die erhaltenen Darlehen:
(16) Kapitalrisikomanagement Das Management steuert das Kapital (Eigenkapital plus Schulden) der SMT Scharf Gruppe mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität die Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft regelmäßig zu den Berichtsterminen die Kapitalstruktur. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und ‑möglichkeiten überprüft. Der Konzern hat eine Zieleigenkapitalquote von langfristig über 30 %. Es wird erwartet, dass diese im Zuge der weiteren Expansion eingehalten wird. Die Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr wie folgt geändert:
(17) Finanzrisikomanagement Der Vorstand der SMT Scharf AG steuert den Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und überwacht die damit verbundenen Finanzrisiken. Dies geschieht im Einzelnen wie folgt: Liquiditätsrisiken: Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und ‑abflüsse. Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der nicht beanspruchte Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 6.000 TEUR (Vorjahr: 6.000 TEUR). Zusätzlich stehen Avallinien zur Verfügung. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash Flows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Kreditrisiken: Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es beträgt 26.988 TEUR (Vorjahr: 28.307 TEUR). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien, ggf. unter Einholung von Sicherheiten zur Minderung des Ausfallrisikos, eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit insbesondere von Großkunden werden Auskünfte von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die mindestens jährlich überprüft und genehmigt werden. Ebenso werden die offenen Posten überwacht. Die SMT Scharf Gruppe sieht sich keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche Regionen verteilten Kunden. Es gibt im Konzern keine einheitlichen Zahlungsbedingungen, da für Anlagenaufträge individuelle Verträge abgeschlossen werden. Bei wesentlicher Zielüberschreitung nimmt SMT Scharf eine Wertberichtigung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach für Forderungen, die mehr als sechs Monate überfällig sind, in der Regel nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Für zweifelhafte Forderungen bestehen 614 TEUR Wertberichtigungen (Vorjahr: 711 TEUR). Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.970 TEUR (Vorjahr: 7.375 TEUR), welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, da keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Vertragspartner festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Das betrifft insbesondere polnische Kunden. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten. Marktrisiken: Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Diesen begegnet SMT Scharf durch den Einsatz geeigneter Sicherungs- und Steuerungsinstrumente. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung des Cash Flows und eine monatliche Berichterstattung an das Management. Wechselkursrisiken werden dadurch begrenzt, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. in lokaler Währung fakturiert. Ansonsten werden bei wesentlichen Vorgängen Kursabsicherungen abgeschlossen. Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu festen Zinssätzen derzeit keinen bedeutenden Zinsrisiken ausgesetzt. Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten auf dem „Management Approach“. Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium („Chief Operating Decision Maker“). In der SMT Scharf Gruppe ist der Vorstand der SMT Scharf AG verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne des IFRS 8. Abweichend von der bisherigen Berichterstattung berichtet die SMT Scharf AG über zwei operative Segmente, die entsprechend der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, Marken, Vertriebswege und Kundenprofile eigenständig von segmentverantwortlichen Gremien geführt werden. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Im Segment Bahnen sind Produktion und Vertrieb von schienengebundenen Transportsystemen zusammengefasst. Das Segment Vortriebstechnik bündelt die Aktivitäten der Beteiligung Dosco. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten sind von untergeordneter Bedeutung und werden nicht separat ausgewiesen. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zu Grunde. Die SMT Scharf AG beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Ergebnisses vor Zins- und sonstigem Finanzergebnis, welches sich aus dem Betriebsergebnisses (EBIT) zuzüglich des Ergebnisses aus at equity bilanzierten Unternehmen zusammensetzt. Segmentvermögen und –schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die den Segmenten zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie wesentliche Rückstellungen. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteil am Periodenergebnis und deren Buchwert dort angegeben.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Steuerungsgröße Ergebnis vor Zins- und sonstigem Finanzergebnis zum Ergebnis vor und nach Steuern:
Nach Regionen werden die langfristigen Vermögenswerte und die Außenumsätze der SMT Scharf Gruppe aufgeteilt. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich nach dem Standort der jeweiligen Kunden und befindet sich unter den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung. Von den langfristigen Vermögenswerten, die immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen umfassen, entfallen TEUR 5.816 (Vorjahr: TEUR 6.453) auf Deutschland und TEUR 5.845 (Vorjahr: TEUR 5.756) auf übrige Länder. (19) Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der SMT Scharf AG bestand im Geschäftsjahr aus:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen für jedes Geschäftsjahr eine feste und eine variable Vergütung. Die feste Vergütung beträgt 15 TEUR, der Vorsitzende erhält das Anderthalbfache. Die variable Vergütung bemisst sich nach dem Konzernjahresüberschuss und ist auf 10 TEUR je Person und Jahr begrenzt. Bei unterjährigem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat ist die Vergütung zeitanteilig zu zahlen. Für das Geschäftsjahr 2012 sind folgende Bezüge und Auslagen aufwandswirksam erfasst worden:
Es gibt weder Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder oder ihrer Hinterbliebenen noch Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis. Es bestehen keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern. Am 31. Dezember 2012 hielten Mitglieder des Aufsichtsrats 1.000 Aktien der Gesellschaft. (20) Vorstand Der Vorstand der SMT Scharf AG bestand im Geschäftsjahr aus Herrn Dr. Friedrich Trautwein (Vorstandsvorsitzender bis 31. März 2012), Herrn Christian Dreyer (Vorstandsvorsitzender ab 1. Mai 2012) und Herrn Heinrich Schulze-Buxloh. Herr Schulze-Buxloh ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der SMT Scharf Polska Sp. z o. o.. Die Mitglieder des Vorstands erhalten Bezüge, die sich aus einer festen jährlichen Grundvergütung und einer erfolgsabhängigen jährlichen Tantieme zusammensetzen, sowie Ersatz ihrer Auslagen. Die Tantieme für ein Geschäftsjahr wird im jeweils folgenden Geschäftsjahr festgestellt und fällig; hierfür wird zum Geschäftsjahresende eine Rückstellung gebildet. Für das Geschäftsjahr 2012 sind folgende Bezüge und Auslagen aufwandswirksam erfasst worden:
Bei der SMT Scharf AG sind gegenüber Herrn Schulze-Buxloh Pensionsverpflichtungen sowie sonstige Verpflichtungen aus der Umwandlung von Entgeltbestandteilen für frühere Geschäftsjahre in Höhe von 196 TEUR erfasst. Es bestehen keine aktienbasierten Vergütungen, keine Zusagen von Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit und keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots. Am 31. Dezember 2012 hielten Herr Dreyer keine und Herr Schulze-Buxloh 6.000 Aktien der Gesellschaft. Es gibt keine Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder oder ihrer Hinterbliebenen. Pensionsverpflichtungen bestehen in Höhe von 713 TEUR gegenüber Herrn Dr. Trautwein. Die zum 15. Februar 2013 fällige Zahlung aus Pensionsverpflichtungen sowie aus Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen ist in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es bestehen keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern. (21) Beziehungen zu nahe stehenden Personen Von nahe stehenden Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 wurden 2012 Leistungen zu marktüblichen Bedingungen im Wert von unter 156 TEUR bezogen. Es wurden keine Leistungen an nahe stehende Personen und Unternehmen erbracht. (22) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 10. Januar 2013 erwarb die SMT Scharf GmbH den 50%-Anteil von Hr. Viktor Poteraylo am ukrainischen Joint-Venture „TOW SMT Scharf Ukrainia“, Donetsk für einen Kaufpreis von 40 TEUR. Somit ist die Gesellschaft in der Ukraine nunmehr eine 100% Konzernbeteiligung.
Hamm, am 26. Februar 2013 Der Vorstand Christian Dreyer Heinrich Schulze-Buxloh Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS-Konzernabschluss der SMT Scharf AG zum 31. Dezember 2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamm, am 26. Februar 2013 Der Vorstand Christian Dreyer Heinrich Schulze-Buxloh Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der SMT Scharf AG aufgestellten IFRS-Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von IFRS Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der SMT Scharf AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS-Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des IFRS-Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der IFRS-Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem IFRS-Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 26. Februar 2013 Verhülsdonk & Partner GmbH Rainer Grote, Wirtschaftsprüfer Christian Weyers, Wirtschaftsprüfer Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SMT Scharf AG gemäß § 161 AktG im Jahr 2012 zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ Vorstand und Aufsichtsrat der SMT Scharf AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit Ausnahme der folgenden Abweichungen in der Vergangenheit entsprochen wurde und weiterhin entsprochen werden wird. - Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse eingerichtet, weil er aus drei Mitgliedern besteht. Diese Besetzung erscheint der Größe der Gesellschaft angemessen. - Derzeit besteht keine Nachfolgeplanung für die Mitglieder des Vorstands. Es wird angestrebt, eine langfristige Nachfolgeplanung aufzubauen. - Bei der Besetzung des Vorstands war Vielfalt kein eigenständiges Kriterium. Dies kann auch zukünftig so sein, weil der Vorstand nur zwei Mitglieder hat. - Derzeit bestehen keine Altersgrenzen für die Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats. Dadurch wird dem AGG Rechnung getragen. - Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Begrenzung von Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit auf zwei Jahresvergütungen. Eine solche Begrenzung erscheint bislang verzichtbar, weil die Dienstverträge nur Laufzeiten von drei Jahren haben.
Hamm, den 5. Dezember 2012 Dr. Dirk Markus Dr. Rolf-Dieter Kempis Dr. Harald Fett Christian Dreyer Heinrich Schulze-Buxloh Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012Der Aufsichtsrat der SMT Scharf AG nahm im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben gewissenhaft wahr. Er überwachte und beriet den Vorstand kontinuierlich. Regelmäßig, zeitnah und umfassend ließ er sich durch den Vorstand schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklung der SMT Scharf AG und der Konzerngesellschaften, über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie geplante Akquisitionsvorhaben und den Stand der Strategieumsetzung berichten. In vier ordentlichen Sitzungen am 5. März (Hamm), am 25. April (Hamm), am 18. September (Tuxford/UK) und am 5. Dezember 2012 (Tychy/Polen) befasste sich der Aufsichtsrat gründlich mit allen für das Unternehmen relevanten Fragen. Vertieft diskutierte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung der laufenden Geschäfte, die strategischen Konzepte, die kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanungen, die Investitionsplanungen, die Entwicklung von Erträgen und Liquidität, die Risikolage und das Risikomanagement sowie wesentliche organisatorische und personelle Veränderungen. Ebenso befasste sich der Aufsichtsrat mit Fragen der Corporate Governance unter Einschluss der Prüfung seiner eigenen Effizienz, die am 17. April 2012 und am 4. März 2013 mit Hilfe eines Fragebogens bewertet und für gut befunden wurde. In allen Sitzungen ließ sich der Aufsichtsrat über den Verlauf des Geschäftsjahres ausführlich informieren. Wichtige Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen waren ebenfalls ständiger Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen. Schwerpunkte der Sitzung am 5. März waren der Jahresabschluss und der IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 nebst den zugehörigen Lageberichten. In der Sitzung am 25. April 2012 konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Herr Dr. Dirk Markus wurde wieder zum Vorsitzenden und Herr Dr. Rolf-Dieter Kempis zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Herr Christian Dreyer wurde zum Vorstand und Vorstandsvorsitzenden bestellt. Ein weiterer Gegenstand der Sitzung waren die laufenden Akquisitionsprojekte. Schwerpunkt der Sitzung am 18. September waren ein Sonderbericht über die Beteiligung Dosco, sowie ein Bericht über das vom Vorstand angestoßene Strategieprojekt „SMT Scharf 2017“. Des weiteren wurden die Haftungsverhältnisse zwischen Konzerngesellschaften erörtert. Am 5. Dezember 2012 in Polen behandelte der Aufsichtsrat insbesondere das Budget der Gruppe für 2013 und Fragen der Konzernstruktur, insbesondere in der Ukraine und in China. Zudem wurde in dieser Sitzung die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Jahr 2012 mit dem Vorstand durchgesprochen und verabschiedet. Über Vorhaben, die von großer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert. Bei Notwendigkeit fasste er Beschlüsse auch im schriftlichen Verfahren. Das betraf etwa die Zustimmung zum vorzeitigen Ausscheiden von Dr. Trautwein aus seinem Amt als Vorstandsvorsitzender und die Regelung seiner Nachfolge. Die in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelten Zustimmungsvorbehalte für bestimmte Geschäfte wurden beachtet. Das betraf insbesondere den Abschluss von Kreditverträgen, die Gründung neuer Tochtergesellschaften und Kapitalmaßnahmen. Außerdem hielt der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand, und hier insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, regelmäßig Kontakt und beriet mit ihm strategische Überlegungen, die Geschäftsentwicklung, wesentliche personelle Fragen und das Risikomanagement. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und der Entwicklung der SMT Scharf Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren, vom Vorstandsvorsitzenden stets unverzüglich informiert. Herr Christian Dreyer legte sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf der Hauptversammlung am 25. April 2012 nieder. Die Hauptversammlung wählte Herrn Dr. Harald Fett neu in den Aufsichtsrat. Es bestanden und bestehen aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats keine Ausschüsse. Die Mitglieder des Aufsichtsrats verfügen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Der Aufsichtsrat strebt im Zeitraum bis 2015 eine größere Vielfalt bei der Zusammensetzung des Gremiums an. Sie soll insbesondere drei Merkmale betreffen: Ein unterschiedlicher fachlicher bzw. Branchenhintergrund der Mitglieder soll die Vielfalt der Gesichtspunkte in der internen Diskussion fördern. Eine internationale Besetzung soll die internationale Tätigkeit der Gruppe widerspiegeln. Eine angemessene Besetzung mit weiblichen Mitgliedern ist ausdrücklich erwünscht. Bei den Neuwahlen 2011 und 2012 wurden Fortschritte bei den ersten beiden Teilzielen gemacht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllten und erfüllen die Unabhängigkeitskriterien des Corporate Governance Kodex. Interessenkonflikte im Sinne des Corporate Governance Kodex wurden vermieden. Vorstand und Aufsichtsrat gaben am 5. Dezember 2012 eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab. Diese wurde zwischenzeitlich veröffentlicht und den Aktionären unter www.smtscharf.com zugänglich gemacht. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie der IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 wurden durch die Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen waren auch das Risikomanagement- und das interne Kontrollsystem der SMT Scharf Gruppe Gegenstand der Abschlussprüfung. Vor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns diskutierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer detailliert Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Der Abschlussprüfer unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden über die Vorprüfungsergebnisse. Er hat auch danach darauf geachtet, unverzüglich über alle für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen zu informieren, die ihm bei der Durchführung der Abschlussprüfung zur Kenntnis kamen. In seiner Sitzung am 4. März 2013 hat der Aufsichtsrat unter Beteiligung des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 seinerseits geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung vor. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat umfänglich berichtet und für Fragen ausführlich zur Verfügung gestanden. Nach ausführlicher Erläuterung ist der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund seiner eigenen Prüfung beigetreten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss oder den Konzernabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellten IFRS-Konzernabschluss und den Konzernlagebericht gebilligt. Der Vorstand der Gesellschaft hat vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von 4.649 TEUR eine Dividende von 0,98 EUR je Aktie auszuschütten. Das entspricht bezogen auf die am heutigen Tag ausstehenden Aktien (ohne eigene Aktien der Gesellschaft) einer Ausschüttungssumme von 4.070 TEUR. Die verbleibenden 579 TEUR sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Aufsichtsrat hat diesen Vorschlag geprüft und ihm zugestimmt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat wünscht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Herausforderungen des neuen Geschäftsjahres auch weiterhin viel Erfolg.
Hamm, am 4. März 2013 Dr. Dirk Markus, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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