SMT Scharf AG

Hamm

Quartalsfinanzbericht zum 30.09.2015

Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

 

Geschäftsmodell

Die SMT Scharf Gruppe („SMT Scharf“) entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Bergbau unter Tage. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei Schienengebundenen Systemen. Die Geschäftstätigkeit von SMT Scharf lässt sich auf folgende Arten strukturieren:

•      Produkte: Das Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme für den untertägigen Bergbau, mit denen sich Personal und Material bis zu 45 Tonnen bei Steigungen von bis zu 35 Grad transportieren lassen. Sessellifte für den Bergbau sind ein spezialisiertes Nebenprodukt für den reinen Personentransport.

•      Art des Geschäfts: Kern der Geschäftstätigkeit ist die Auslieferung von Neuanlagen. Der Anteil nachgelagerter Services am Umsatz (Ersatzteile, Wartungen, Reparaturen) betrug im Durchschnitt der letzten Jahre etwa die Hälfte. SMT Scharf tritt vereinzelt auch als Betreiber von Bahnen auf.

•      Kundengruppen: Die Produkte von SMT Scharf werden vorrangig im Steinkohlebergbau, zunehmend aber auch beim Abbau von Gold, Platin, Kupfer oder Nickel (sog. „Hardrock-Bergbau“) verwendet.

•      Regionen: SMT Scharf ist international in allen Ländern tätig wo für SMT Produkte geeignete Lagerstätten mit den entsprechenden Abbaumethoden vorzufinden sind. Über eigene Tochtergesellschaften werden die Produkte in den immer wichtiger werdenden Auslandsmärkten wie Russland, Polen, China und Südafrika vertrieben. Der deutsche Heimatmarkt spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

 

Unternehmensstrategie

In der weiterhin aktuellen strategischen Planung wurden u. a. folgende Ziele festgelegt, deren Realisierung sich angesichts des schwierigen Marktumfelds verzögern wird:

(1)  Konzentration auf eine führende Positionierung in der Bergbaulogistik für Mensch und Maschine. Im Kerngeschäft „Bahnen“ wurde dies bereits weitgehend erreicht. Zusätzlich werden verstärkt mit dem Kerngeschäft verbundene Zusatzfunktionen angeboten.

(2)  Durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 15 %, was zu einer Verdopplung des    Konzernumsatzes alle fünf Jahre führen soll (aufgrund des zyklischen Abschwungs deutlich    verzögert)

(3)  Ziel-EBIT-Marge 15 % (derzeit durch den Abschwung bedingt nicht erreichbar)

Um diese mittelfristigen Umsatz- und Ergebnisziele erreichen zu können, verfolgt SMT Scharf u. a. eine Lokalisierungsstrategie und baut die Kompetenzen in den ausländischen Tochtergesellschaften nahe bei den Bergwerkskunden weiter aus. SMT Scharf begegnet der aktuellen Bergbaukrise durch die im kurzfristigen KVI-Programm zusammengefassten Kostensenkungen (K) bei gleichzeitiger Stärkung von Vertrieb (V) und Innovationskraft (I). Neben dem Ziel, den Hardrock-Bergbau als zweites Standbein zu etablieren, prüft der neue Vorstand von SMT Scharf, das Unternehmen für weitere bergbaunahe Märkte zu öffnen oder ggf. auch auf der Basis der SMT-Kernkompetenzen weitere Märkte opportunistisch zu erschließen.

 

Forschung und Entwicklung

Die Lokalisierungsstrategie in Polen, Russland und China wird weiterhin konsequent verfolgt. Der kontinuierliche Aufbau von lokalen Kompetenzzentren mit wachsender Fertigungstiefe findet derzeit erfolgreich statt. Durch Hebung von Synergien und die weitere Vernetzung der Standorte wird eine größtmögliche Effizienz angestrebt.

Durch international geplante Projekte, Weiter- und Neuentwicklungen der vorhandenen Produktpalette will die SMT Scharf Gruppe Entwicklungszeiten verkürzen und gezielter auf die jeweilige Nachfrage am lokalen Markt reagieren können. Gleichzeitig sorgt eine lokale Fertigung, überwiegend für den benötigten Stahlbau, sowie ein globales Lieferantennetzwerk für bessere Lieferzeiten und Kostenoptimierung.

Für innovative Anwendungen jenseits des untertägigen Kohlebergbaus können neue Transporttechniken auf Basis unserer Erfahrung mit Einschienenhängebahnen für den Abbau von weiteren Bodenschätzen entwickelt werden.

 

Personal

Der Aufbau der Entwicklungs- und Produktionskapazität an den ausländischen Standorten schreitet – wenn auch nicht im geplanten Ausmaß – voran. Zum 30. September 2015 beschäftigte die SMT Scharf Gruppe 284 FTE (davon 5 Auszubildende). Zum 30. September 2014 waren es 280 FTE (davon 9 Auszubildende).

Während in Deutschland zum Bilanzstichtag 89 FTE beschäftigt waren, stellten im Ausland 195 Mitarbeiter (FTE) lokale Kompetenz zur Verfügung.Im Segment Kohle lag die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Zeitraum von Januar bis September 2015 bei 254 FTE (9M/2014: 251 FTE), im Hardrock-Segment lag sie bei 29 FTE (9M/2014: 29 FTE).

 

Wirtschaftsbericht

 

Wirtschaftliches Umfeld 

Gesamtwirtschaftliches Umfeld: 

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im laufenden Jahr ist von einer uneinheitlichen Entwicklung gekennzeichnet. In den führenden Industrienationen setzt sich die wirtschaftliche Erholung fort, wobei das Wachstum jedoch schwächer ausfällt als von vielen Ökonomen zu Anfang des Jahres erwartet. So haben sowohl die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) ihre im Frühjahr gemachten Prognosen mittlerweile nach unten korrigiert. Einer der Gründe dafür ist die ausgeprägte konjunkturelle Schwäche vor allem großer Schwellenländer. Viele dieser Länder sind als Lieferanten von Energie und Rohstoffen von fallenden Preisen auf dem Weltmarkt betroffen. Vor allem in China, dessen Wirtschaft sich zudem in einem Strukturwandel befindet, ist das Wachstum deutlich stärker zurückgegangen als erwartet. Dazu kommen speziell in Russland die Folgen der Ukraine-Krise.

In ihrer gemeinsamen Herbstprognose sagen die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute der globalen Konjunktur in diesem Jahr ein Wachstum von 2,6 % voraus, der IWF hat seine Einschätzung Anfang Oktober für dieses Jahr von 3,3 % auf 3,1 % gesenkt. Dabei kommt der Währungsfonds zu der Einschätzung, dass Russland wegen des weiterhin niedrigen Ölpreises eine längere Rezession drohe, während der wirtschaftliche Wandel in China und die anstehende Zinswende in den USA weitere Wachstumsrisiken bergen.

 

Branchenentwicklung:

Die Entwicklungen in der Weltwirtschaft werden nach Einschätzung des „Fachverband Bergbaumaschinen“ im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dazu führen, dass sich die Branchenkonjunktur im laufenden Jahr weiter rückläufig entwickeln wird. Für das Gesamtjahr rechnet der Fachverband erneut mit einem Umsatzrückgang der Branche im oberen einstelligen Prozentbereich. Die wesentlichen Gründe dafür sind die unerwartet starke Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China und die anhaltend niedrigen Rohstoffpreise, die zu einem Investitionsstau bei den Minenbetreibern beitragen.

 

Geschäftsverlauf und Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2015 stieg der Konzernumsatz verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,8 % auf 35,4 Mio. EUR an (9M/2014: 31,9 Mio. EUR). Im dritten Quartal 2015 betrug das Umsatzwachstum 22,5 %. Der Umsatzzuwachs im Berichtszeitraum resultiert vor allem durch weiter steigende Umsätze in den Auslandsmärkten (Umsatzanteil 9M/2015: 89,1 %, 9M/2014: 85,2 %), während der Umsatz im Inland rückläufig war (10,9 % nach 14,9 % im Vorjahreszeitraum).

Mit Bahnsystemen wurden 90,1 % der Umsätze bzw. 31,8 Mio. EUR erlöst (9M/2014: 90,8 % bzw. 29,0 Mio. EUR), mit Sesselliften 9,9 % bzw. 3,4 Mio. EUR (9M/2014: 9,2 % bzw. 2,9 Mio. EUR). Beim Geschäft mit Neuanlagen liegt der Neunmonatswert 2015 mit 15,0 Mio. EUR um 14,4 % über dem Vorjahr (9M/2015: 13,1 Mio. EUR) und machte 42,5 % des Konzernumsatzes aus (9M/2014: 41,1 %). Der Anteil des Servicegeschäfts lag dementsprechend bei reduzierten 57,5 % bzw. 20,4 Mio. EUR (9M/2014: 58,9 % bzw. 18,8 Mio. EUR).

Das im Segment Kohle zusammengefasste Geschäft mit den Betreibern von Steinkohlebergwerken machte 80,5 % des Konzernumsatzes aus, der Segmentumsatz lag bei 28,5 Mio. EUR (9M/2014: 84,6 % bzw. 27,0 Mio. EUR). Im Segment Hardrock hat sich die erfreuliche Umsatzentwicklung der Vorquartale fortgesetzt: Dort wurden mit bestehenden Kundengruppen verbesserte 6,9 Mio. EUR erzielt. Dementsprechend stieg der Anteil am Konzernumsatz auf 19,5 % (9M/2104: 4,9 Mio. EUR bzw. 15,4 %).

Im Vergleich des Umsatzes nach Regionen sticht die USA heraus. Der Umsatz stieg dort im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 169,4 % auf 2,4 Mio. EUR (9M/2014: 0,9 Mio. EUR), worin sich die Reindustrialisierung des Landes und der Ausbau der Förderung eigener Vorkommen an energetischen Rohstoffen bemerkbar widerspiegelt. Weiterhin wachstumsstark entwickelte sich auch China: Dort stieg der Umsatz von 4,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum um 48,7 % auf 7,0 Mio. EUR. Trotz des weiterhin starken Anteils des Geschäfts in China (Anteil am Gesamtumsatz 19,9 %, 9M/2014: 14,8 %) wurde der Großteil der Umsätze in den ersten neun Monaten 2015 in Russland erwirtschaftet. Ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Russland konnte der dortige Umsatz um 4,9 % auf 9,5 Mio. EUR ausgebaut werden. Damit lag der Anteil am Konzernumsatz bei 26,9 % (9M/2014: 28,4 %). Der Anteil des deutschen Geschäfts ging erwartungsgemäß weiter zurück. Er betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 3,9 Mio. EUR bzw. 10,9 % vom Gesamtumsatz (9M/2014: 4,7 Mio. EUR bzw. 14,9 %). Von dem deutlich um 41,7 % gewachsenen Umsatz in Afrika von 5,8 Mio. EUR (Umsatzanteil 16,4 %, 9M/2014: 4,1 Mio. EUR bzw. 12,8 %) entfällt etwas mehr als die Hälfte auf das Geschäft mit Neuanlagen.

 

 

 Umsatz nach Regionen

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in TEUR 9M/2015 9M/2014 Veränderung  Anteil am Gesamtumsatz
Russland  9.522 9.076 5% 27%
Polen 5.659 7.219 -22% 16%
Deutschland 3.866 4.741 -18% 11%
China 7.023 4.722 49% 20%
Afrika 5.802 4.096 42% 16%
Amerika 2.371 880 169% 7%
Sonstiges Europa 1.086 676 61% 3%
Australien / Asien ohne China 44 503 -91% 0%
Gesamtumsatz 35.373 31.913 11% 100%

 

Die Bestandsveränderungen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lagen aufgrund höherer Lagerbestände bei 0,6 Mio. EUR (9M/2014: -0,7 Mio. EUR), die Betriebsleistung (definiert als Summe von Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) stieg im dritten Quartal 2015 um 42,2 %. Im Neunmonatsvergleich stieg der Wert um 15,3 % auf 36,0 Mio. EUR (9M/2014: 31,2 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 59,8 % auf 4,7 Mio. EUR an (9M/2014: 2,9 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen sowie Währungsgewinne in Höhe von 2,4 Mio. EUR, die bereits im ersten Quartal 2015 erfasst wurden, zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund der Bildung von Rückstellungen sowie der Wertberichtigung ausstehender Forderungen überproportional zur Betriebsleistung um 23,5 % auf 9,7 Mio. EUR an (9M/2014: 7,9 Mio. EUR).

Der um 47,6 % gestiegene Materialaufwand von 20,1 Mio. EUR (9M/2014: 13,6 Mio. EUR) resultiert zum Teil aus der verzögerten Umsatzrealisierung aufgrund vermehrter Mietgeschäfte, dem erhöhtem Zukauf von Schienen sowie der Abwertung von Vorräten im Rahmen der Risikovorsorge. Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Betriebsleistung) lag dadurch bei deutlich höheren 55,8 % (9M/2014: 43,6 %).

Der Personalaufwand betrug 9,4 Mio. EUR, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 17,3 % (9M/2014: 13,6 Mio. EUR), die Personalaufwandsquote (im Verhältnis zur Betriebsleistung) sank auf 26,2 % (9M/2014: 36,6 %). Darin schlägt sich der Umstand nieder, dass im Vorjahr die Personalaufwendungen durch die Bildung der Restrukturierungsrückstellung höher lagen. Zudem machen sich zunehmend die positiven Effekte der Restrukturierung im Rahmen des KVI-Programms im Personalaufwand bemerkbar.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen bei 1,5 Mio. EUR und damit 51,6 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums (9M/2014: 1,0 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert aus einer Sonderabschreibung auf ältere bzw. nicht genutzte Gebäudeteile sowie aus der Abschreibung der erhöhten Anzahl aktivierter vermieteter Maschinen.

Infolge der genannten Effekte im Berichtszeitraum sank das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 auf -0,1 Mio. EUR (9M/2014: 0,2 Mio. EUR). Auf Segmentebene verbesserte sich das EBIT beim Hardrock-Geschäft auf 0,5 Mio. EUR (9M/2014: -0,6 Mio. EUR), während es sich im Kohle-Segment auf -0,6 Mio. EUR verschlechterte (9M/2014: 0,8 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis des Konzerns lag unter dem des Vorjahres bei -0,02 Mio. EUR (9M/2014: 0,7 Mio. EUR). Hierbei ist zum einen zu berücksichtigen, dass in den ersten neun Monaten 2015 Erträge aus Beteiligungen nur in Höhe von 87 TEUR anfielen, da Erträge im Zusammenhang mit dem chinesischen Joint Venture Xinsha in Höhe von 0,3 Mio. EUR bereits im Schlussquartal 2014 verbucht worden waren. Im Neunmonatszeitraum 2014 waren hingegen 0,8 Mio. EUR. Beteiligungserträge angefallen.

Nach höheren Ertragssteuern in Höhe von 0,6 Mio. EUR (9M/2014: 0,2 Mio. EUR) resultiert in den ersten neun Monaten 2015 aufgrund der vorgenannten Effekte ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschlechtertes Konzernergebnis von -0,7 Mio. EUR (9M/2014: 0,7 Mio. EUR). Bezogen auf eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringere Zahl von 4.144.729 ausstehenden Aktien betrug das Ergebnis je Aktie im Berichtszeitraum -0,17 EUR (9M/2014: 0,16 EUR).

Der Auftragsbestand von SMT Scharf lag zum 30. September 2015 bei verringerten 9,9 Mio. EUR (30. September 2014: 18,8 Mio. EUR). Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2015 lag bei ebenfalls geringeren 30,5 Mio. EUR (9M/2014: 34,7 Mio. EUR).

 

Gegenüber dem Jahresende 2014 ist die Bilanzsumme zum 30. September 2015 um 1,4 % auf 61,3 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2014: 60,5 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf den Anstieg der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf der einen Seite sowie der sonstigen kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte auf der anderen Seite zurückzuführen. Der Wert der sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte stieg zum 30. September 2015 um 81,0 % auf 3,2 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1,7 Mio. EUR), die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 25,1 % auf 9,4 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 7,5 Mio. EUR). Die langfristigen Vermögenswerte zum 30. September 2015 lagen mit 15,3 Mio. EUR leicht unter dem Niveau vom Jahresende (31. Dezember 2014: 15,6 Mio. EUR).

Das Eigenkapital der SMT Scharf AG lag zum Bilanzstichtag mit 36,3 Mio. EUR annähernd auf Höhe des Wertes zum 31. Dezember 2014 (36,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag mit 59,1 % stabil auf einem hohen Niveau (31.Dezember 2014: 61,0 %).

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 investierte SMT Scharf 0,4 Mio. EUR (9M/2014: 1,4 Mio. EUR). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreszeitraum Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Mietmaschinen in Russland getätigt wurden, die im Berichtszeitraum nicht anfielen. Bei den Investitionen in den ersten neun Monaten 2015 handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in die EDV-Infrastruktur.

 

Nachtragsbericht

Weitere Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage haben, sind nach Ablauf der ersten neun Monate 2015 nicht eingetreten.

 

Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte Anfang Oktober 2015 folgende BIP-Wachstumsraten in den Zielmärkten von SMT Scharf:

 

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BIP-Wachstum ggü. Vorjahr, in %

2015

2016

Deutschland

1,5

1,6

Eurozone

1,5

1,6

Russland

-3,8

-0,6

Polen

3,5

3,5

Südafrika

1,4

1,3

China

6,8

6,3

Weltwirtschaft

3,1

3,6

Quelle: IMF World Economic Outlook Update, Oktober 2015, alle Werte sind Prognosen,

 

 

China, Russland, Polen und Südafrika bleiben auf absehbare Zeit die Kernmärkte von SMT Scharf. Zwar sind die konjunkturellen Aussichten für den wichtigsten europäischen Zielmarkt Polen weiterhin positiv, doch das Klima der Weltkonjunktur hat sich in den vergangenen Monaten erkennbar eingetrübt. Nach den Prognosen des IWF werden die Rahmenbedingungen in der Weltwirtschaft auch im kommenden Jahr schwierig bleiben. Davon sind insbesondere die weiteren Kernmärkte von SMT Scharf –China, Russland und Südafrika – betroffen. Trotz dieser negativen Einflussfaktoren seitens der Weltkonjunktur geht das Management für das Gesamtjahr weiterhin von einer Stabilisierung des Konzernumsatzes in Höhe von 45 Mio. EUR aus. Bei dieser Prognose ist bereits berücksichtigt, dass sich das Wachstumstempo Chinas verlangsamt hat und sich die Wirtschaftsleistung der Russischen Föderation angesichts anhaltend niedriger Rohstoffpreise und westlicher Sanktionen voraussichtlich deutlich rückläufig entwickeln wird. Weitere Belastungsfaktoren der Prognose sind mit Bezug auf den IWF die Dynamik des eingeleiteten Strukturwandels in China und die mit großer Wahrscheinlichkeit zum Jahreswechsel anstehende Zinswende in den USA.

Der Vorstand der SMT Scharf AG erwartet für das gesamte Jahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 45,0 Mio. EUR. Angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der zusätzlichen Abschreibungen, Rückstellungen und Risikovorsorgen, die bereits zum Halbjahresabschluss ersichtlich wurden, geht der Vorstand beim EBIT auf Jahressicht von einem ausgeglichenen Ergebnis aus.

Mittel- bis langfristig erwartet das Management trotz des aktuell schwierigen Branchenumfeldes eine Verbesserung auf dem weltweiten Markt für Bergbauausrüstung und eine Auflösung des Investitionsstaus, insbesondere bei den chinesischen Bergwerksbetreibern, die ihre Infrastruktur optimieren müssen. Die Rohstoffproduktion wird aufgrund des zwar temporär schwächeren, aber langfristig nachhaltigen Wachstums der Weltwirtschaft zunehmen. Die Wachstumsschwäche der Schwellenländer kann zudem als vorübergehend angenommen werden. Langfristig wird der Wohlstand dort weiter wachsen. Damit einher geht ein nachhaltig steigender Energiebedarf weltweit. Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostizieren für 2040 trotz eines steigenden Anteils erneuerbarer Energien einen mehrheitlichen Anteil fossiler Brennstoffe an der Weltenergieproduktion und ein weltweites Wachstum der Nachfrage nach Kohle bis 2040 um 15 %.Um sich weiter zu diversifizieren und die Abhängigkeit von Kohlebergwerksbetreibern weiter zu reduzieren, wird SMT Scharf darauf hinarbeiten, das Hardrock-Geschäft mittel- bis langfristig zu einem zweiten Standbein auszubauen. Die für die Zukunft der erneuerbaren Energien notwendigen Industriemetalle zur Verwendung in Biogasanlagen, Solarkollektoren und -zellen sowie Windkraftwerken werden aus Erzen gewonnen, die im Hardrock-Bergbau abgebaut werden. Daneben prüft der neue Vorstand von SMT Scharf, das Unternehmen für weitere bergbaunahe Märkte zu öffnen.

 

 

 

Risiko- und Chancenbericht

Die mit der zukünftigen Entwicklung der SMT Scharf Gruppe verbundenen Chancen und Risiken sind im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2014 ausführlich dargestellt.

 

Hamm, 16. November 2015

 

SMT Scharf AG

Der Vorstand

 

 

Konzern-Bilanz zum 30.09.2015

 

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(in TEUR)

Anhang

30.09.2015

30.09.2014

31.12.2014

Aktiva

 

 

 

 

Vorräte

 

15.932

19.156

14.062

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

23.492

17.186

22.430

Sonstige kurzfristige Forderungen / Vermögenswerte

 

3.165

3.024

1.749

Flüssige Mittel

 

4.430

5.466

6.647

Kurzfristige Vermögenswerte

(4)

47.019

44.832

44.888

Immaterielle Vermögenswerte

 

2.688

2.911

2.932

Sachanlagen

 

5.275

6.427

6.713

Beteiligungen

 

3.672

3.277

3.392

Aktive latente Steuern

 

2.640

2.210

2.553

Sonstige langfristige Forderungen / Vermögenswerte

 

25

2

2

Langfristige Vermögenswerte

(5)

14.300

14.827

15.592

Bilanzsumme

 

61.319

59.659

60.480

 

Passiva

 

 

 

 

Laufende Ertragsteuern

 

204

660

762

Sonstige kurzfristige Rückstellungen

 

9.220

6.862

7.531

Erhaltene Anzahlungen

 

1.254

1.460

439

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

2.623

2.428

3.502

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

 

3.945

2.000

3.000

Sonstige kurzfristige Verbindlich-keiten

 

907

936

1.246

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

18.153

14.346

16.480

Rückstellungen für Pensionen

 

3.203

2.903

3.188

Sonstige langfristige Rückstellungen

 

347

357

364

Passive latente Steuern

 

1.029

1.132

1.191

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

 

2.317

1.703

2.388

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

6.896

6.095

7.131

Gezeichnetes Kapital

 

4.141

4.155

4.155

Kapitalrücklage

 

11.615

11.815

11.815

Gewinnvortrag

 

23.008

25.684

23.723

Differenzen aus Währungsumrechnung

 

-2.494

-2.436

-2.824

Eigenkapital

(6)

36.270

39.218

36.869

Bilanzsumme

 

61.319

59.659

60.480

 

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

 

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(in TEUR)

Anhang

01.07.2015- 30.09.2015

01.07.2014- 30.09.2014

01.01.2015- 30.09.2015

01.01.2014- 30.09.2014

Umsatzerlöse

(1)

12.868

10.508

35.373

31.913

Bestandsveränderungen

 

776

-915

612

-699

Betriebsleistung (100 %)

 

13.644

9.593

35.985

31.214

Sonstige betriebliche Erträge

 

1.005

1.185

4.660

2.916

Materialaufwand

 

7.070

3.797

20.079

13.605

Personalaufwand

 

3.421

5.080

9.443

11.422

Abschreibungen

 

344

323

1.487

981

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

3.547

2.242

9.750

7.897

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)

 

267

-664

-114

225

Erträge aus Beteiligungen

 

0

211

87

790

Zinserträge

 

13

26

61

90

Zinsaufwendungen

 

44

128

169

188

Finanzergebnis

 

-31

109

-21

692

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

 

236

-555

-135

917

Ertragsteuern

(2)

371

-33

580

239

Konzernergebnis

 

-135

-522

-715

678

Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse

 

-1.207

322

330

198

Insgesamt erfasste Aufwendungen und Erträge

 

-1.342

200

385

876

 

 

Ergebnis je Aktie (in EUR)

 

 

 

 

 

Unverwässert

 

               -0,03

-0,13

-0,17

0,16

Verwässert

 

-0,03

-0,13

-0,17

0,16

 

 

 

 

 

 

Durchschnittliche Anzahl Aktien

 

4.179.883

4.154.173

4.144.729

4.154.173

 

Konzern-Kapitalflussrechnung

 

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(in TEUR)

01.01.2015- 30.09.2015

01.01.2014- 30.09.2014

Konzernergebnis

-715

678

Ertrag aus Equity-Beteiligung

Dividendeneinnahme aus Equity-Beteiligung

-87

159

-790

0

Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte

1.487

981

Gewinne / Verluste aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten

554

44

Veränderungen bei Vermögenswerten, Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

 

- Rückstellungen

1.891

-2

- Steuern

-1.012

-189

- Vorräte

-1.870

-912

- Forderungen / sonstige Vermögenswerte

-2.501

-1.275

- Verbindlichkeiten

-402

1.486

Mittelzufluss / -abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-2.496

21

Investitionen in langfristige Vermögenswerte

-426

-1.440

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit

-426

-1.440

Dividendenzahlung

Rückkauf eigener Aktien

Veränderung Härte- und Sozialfond

0

-215

26

-1.039

0

0

Abfluss / Zufluss Finanzverbindlichkeiten

874

-2.613

Mittelzufluss / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit

685

-3.652

Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen

45

41

Veränderung der Nettofinanzposition*

-2.192

-5.030

 

 

 

Nettofinanzposition am Periodenanfang

6.058

9.899

Nettofinanzposition am Periodenende

3.866

4.869

 

* Flüssige Mittel ohne Härte- und Sozialfonds abzüglich kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten

 

Konzern-Eigenkapitalspiegel

 

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(in TEUR)

Gezeichntes Kapital

Kapital-rücklage

Gewinn-vortrag

Diff. aus Währungs- umrechnung

Eigen-kapital

 

 

 

 

 

 

Betrag zum 01.01.2015

4.155

11.815

23.723

-2.824

36.869

Konzernergebnis

 

 

-715

 

-715

Kauf eigener Aktien

-14

-200

 

 

-214

Sonstige Veränderungen

 

 

 

330

330

Insgesamt erfasste Aufwendungen und Erträge

0

0

-715

330

-385

Betrag zum 30.09.2015

4.141

11.615

23.008

-2.494

36.270

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betrag zum 01.01.2014

4.155

11.815

26.045

-2.634

39.381

Dividendenausschüttung

 

 

-1.039

 

-1.039

Konzernergebnis

 

 

678

 

678

Sonstige Veränderungen

 

 

 

198

198

Insgesamt erfasste Aufwendungen und Erträge

0

0

678

198

876

Betrag zum 30.09.2014

4.155

11.815

25.684

-2.436

39.218

 

Anhang

  

Methoden

Der vorliegende Finanzbericht zum 30. September 2015 der SMT Scharf Gruppe wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) und deren Interpretationen (IFRIC) erstellt. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die einbezogenen Informationen stehen im Einklang mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden stimmen mit denjenigen überein, die in dem durch den Konzernabschlussprüfer geprüften Konzernabschluss nach IFRS zum 31. Dezember 2014 angewendet worden sind.

Der Zwischenabschluss spiegelt für den Berichtszeitraum ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SMT Scharf Gruppe wider. Er wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Der Zwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in 1.000 Euro (TEUR) angegeben und kaufmännisch gerundet.

 

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der SMT Scharf Gruppe werden neben der SMT Scharf AG die folgenden Unternehmen einbezogen:

SMT Scharf GmbH, Hamm SMT Scharf Saar GmbH, Neunkirchen SMT Scharf Polska Sp. z o. o., Tychy, Polen SMT Scharf International OÜ, Tallinn, EstlandSMT Scharf Africa (Pty.) Ltd., Germiston, Südafrika Sareco Engineering (Pty.) Ltd., Germiston, Südafrika  OOO SMT Scharf, Novokuznetsk, Russische Föderation

OOO SMT Scharf Service, Novokuznetsk, Russische Föderation TOW SMT Scharf Ukraine, Donetsk, Ukraine Scharf Mining Machinery (Beijing) Co. Ltd., Beijing, ChinaScharf Mining Machinery (Xuzhou) Ltd, Xuzhou, China

Shandong Xinsha Monorail Co. Ltd., Xintai, China

Shandong Xinsha Monorail Co. Ltd. wird als 50 %-Beteiligung nach der Equity-Methode konsolidiert.

 

Erläuterungen zur Ergebnisrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

 

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01.07.2015- 30.09.2015

01.07.2014- 30.09.2014

01.01.2015- 30.09.2015

01.01.2014- 30.09.2014

Neuanlagen

3.160

3.637

15.019

13.129

Ersatzteile / Service / Übriges

9.708

6.871

20.354

18.784

Summe

12.868

10.508

35.373

31.913

 

 

 

 

 

Deutschland

1.522

1.408

3.866

4.741

Übrige Länder

11.346

9.100

31.507

27.172

Summe

12.868

10.508

35.373

31.913

 

(2) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

 

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01.07.2015- 30.09.2015

01.07.2014- 30.09.2014

01.01.2015- 30.09.2015

01.01.2014- 30.09.2014

Tatsächliche Steueraufwendungen

118

13.129

854

466

Latente Steuern

253

18.784

-274

-227

Summe

371

31.913

580

239

 

(3) Segmentbericht

Das Geschäft der SMT Scharf Gruppe ist entsprechend dem Vorjahresabschluss in zwei operative Segmente - Hardrock und Kohle - strukturiert. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten sind von untergeordneter Bedeutung und werden nicht separat ausgewiesen.

 

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Segment Segment Segment Segment
Hardrock Hardrock Kohle Kohle
 (in TEUR) Sep 15 Sep 14 Sep 15 Sep 14
Umsatzerlöse 6.906 4.943 28.467 26.970
Betriebsergebnis (EBIT) 500 -554 -614 779
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 87 790
Segmentvermögen 4.327 5.076 54.352 52.373
Segmentschulden 1.874 1.874 22.147 17.435
Segmentinvestitionen 55 30 371 1.409
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen - - 3.672 3.250
Planmäßige Abschreibungen 62 58 1.425 923
FTE  29 29 255 251

 

 

Nicht Nicht Konzern Konzern
zugeordnet zugeordnet
 (in TEUR) Sep 15 Sep 14 Sep 15 Sep 14
Umsatzerlöse - - 35.373 31.913
Betriebsergebnis (EBIT) - - -114 225
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 87 790
Segmentvermögen 2.640 2.210 61.319 59.659
Segmentschulden 1.029 1.132 25.050 20.441
Segmentinvestitionen - - 426 1.439
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen - - 3.672 3.250
Planmäßige Abschreibungen - - 1.487 981
FTE  - - 284 280

 

Erläuterungen zur Bilanz

(4) Kurzfristige Vermögenswerte

In den Wertpapieren und flüssigen Mitteln ist zum 30. September 2015 ein Härte- und Sozialfonds in Höhe von 563 TEUR enthalten. Die treuhänderische Verwaltung dieses Fonds obliegt einer Kommission, die aus den Geschäftsführungen der SMT Scharf GmbH und der SMT Scharf Saar GmbH sowie den Betriebsräten dieser beiden Gesellschaften besteht.

 

(5) Langfristige Vermögenswerte

Die SMT Scharf Gruppe vermietet selbst erstellte Einschienenhängebahnen. Diese werden als vermietete Gegenstände unter den Sachanlagen erfasst. Zum 30. September 2015 gibt es sieben Leasingobjekte.

In den ersten neun Monaten 2015 wurde kein Entwicklungsaufwand für Projekte aktiviert, welcher die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt.

 

(6) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals der SMT Scharf Gruppe ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit wurden Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag zu einer Position zusammengefasst.

Am 30. September 2015 sind 4.200.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien der SMT Scharf AG in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1 EUR ausgegeben. Im Rahmen des angebotenen Aktienrückkaufprogramms erhöhte sich die Anzahl der eigenen Aktien auf 59.477 Stück. Es bestehen keine Bezugsrechte von Aufsichtsratsmitgliedern, Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern der Gruppe.

In den ersten neun Monaten 2015 wurden keine Dividenden gezahlt. Aufgrund des angebotenen Aktienrückkaufprogramms wurde in der ordentlichen Hauptversammlung am 22. April 2015 auf eine Dividende für 2014 verzichtet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde eine Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 0,25 EUR je Aktie gezahlt.

 

 

Sonstige Angaben

(7) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine wesentlichen branchenunüblichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Gebäude, Pkw und Kopierer. Die Verträge haben Laufzeiten bis zu fünf Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen der Miet- und Leasingverträge wurden im Berichtszeitraum 385 TEUR Zahlungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die nominale Summe der künftigen Mindestzahlungen im Kerngeschäft aus unkündbaren Mietverträgen und Operating-Leasing-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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30.09.2015

30.09.2014

31.12.2014

Fällig innerhalb eines Jahres

262

290

548

Fällig zwischen einem und fünf Jahren

811

558

1.119

Fällig nach mehr als fünf Jahren

0

0

6

 

(8) Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der SMT Scharf AG bestand im Berichtszeitraum aus:

Zeitraum vom 01.01.2015 bis 15.07.2015Michael Reich, Melbourne, VIC, Australien, Unternehmensberater, (Vorsitzender), Hans Joachim Theiß, Busek, Unternehmensberater, (stellvertretender Vorsitzender),           Dr. Dirk Vorsteher, Werne, Unternehmensberater.

Zeitraum ab 16.07.2015Michael Reich, Melbourne, VIC, Australien, Unternehmensberater, (Vorsitzender), Dr. Dirk Vorsteher, Werne, Unternehmensberater, (stellvertretender Vorsitzender),   Dorothea Gattineau, Herdecke, Unternehmensberaterin

Der Vorstand der SMT Scharf AG bestand im Berichtszeitraum aus:  

Zeitraum vom 01.01.2015 bis 30.06.2015

Christian Dreyer (Vorsitzender)

Heinrich Schulze-Buxloh

Zeitraum ab 01.07.2015. Hans Joachim Theiß (Vorsitzender), (ab 16.07.2015)Heinrich Schulze-Buxloh

Wolfgang Embert (ab 01.07.2015)

Am 30. September 2015 hielten Herr Dreyer (indirekt über Dreyer Ventures & Management GmbH) 3.300 Aktien, Herr Theiß 10.000 Aktien, Herr Schulze-Buxloh 6.000 Aktien der Gesellschaft. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 6.000 Aktien.

 

(9) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Von nahestehenden Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 wurden im Berichtszeitraum Leistungen zu marktüblichen Bedingungen im Wert von 24 TEUR bezogen. Es wurden keine Leistungen an nahestehende Personen und Unternehmen erbracht.

 

(10) Finanzinstrumente und finanzielle Risiken

Insbesondere zur Absicherung von Währungsrisiken geht die SMT Scharf Gruppe derivative Geschäfte in Form von Devisentermingeschäften ein. Gemäß der finanzpolitischen Zielsetzung der Gruppe wird kein Handel mit Finanzinstrumenten betrieben. Fair Value Hedges wurden im Berichtszeitraum nicht eingesetzt.

Zu den finanziellen Risiken des Geschäftes der SMT Scharf Gruppe wird auf den Konzernjahresfinanzbericht für 2014 verwiesen. Im Verlauf der Monate Januar bis September 2015 sind dazu keine nennenswerten Änderungen eingetreten.