![]() Softing AGHaarHalbjahresbericht zum 30.06.2016Quartalsfinanzbericht 2/2016
Halbjahresbericht 2016
LIEBE AKTIONÄRE, MITARBEITER, PARTNER UND FREUNDE VON SOFTING,Softing zeigt im zweiten Quartal 2016 die erwartete Entwicklung. Nach einem verhaltenen
ersten Quartal ist der erwartete Anstieg in der Dynamik klar ersichtlich. So stieg
der Umsatz auf 20,4 Mio. EUR (Vj 19,2 Mio. EUR). Im EBIT machte sich dies mit einem
Anstieg auf 0,8 Mio. EUR (Vj 0,3 Mio. EUR) bemerkbar. Der Auftragseingang, ein Frühindikator
für die Folgemonate, zog auf 21,9 Mio. EUR (Vj 20,2 Mio. EUR) an. Dies deutet für
das zweite Halbjahr auf die Steigerungen hin, mit denen wir rechnen. Treiber für das Umsatzwachstum bei Softing waren in erster Linie die europäischen
Gesellschaften in beiden Segmenten, die im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt
haben. Die starke Entwicklung bei den europäischen Gesellschaften im Segment Industrial
ist bemerkenswert in einem Branchenumfeld, in dem die weltweiten Umsätze der großen
Marktführer wie etwa Rockwell und Siemens in den für uns relevanten Geschäftssegmenten
um teilweise mehr als 10% geschrumpft sind. Das Geschäft im Segment Industrial in
Nordamerika und Asien blieb hingegen hinter den Zahlen des Vorjahres zurück. Softing
hat jedoch an keiner Stelle relevante Umsätze an Wettbewerber verloren. In diesen
Märkten hat das schwache konjunkturelle Umfeld die Nachfrage unserer Kunden belastet. Im den ersten sechs Monaten wuchs trotz des schwachen ersten Quartals der Umsatz um
knapp 5% auf 38,3 Mio. EUR (VJ 36,5 Mio. EUR). Dies fußt vollständig auf organischem
Wachstum. Auch der Auftragsbestand lag mit 11,8 Mio. EUR (Vj 10,2 Mio. EUR) deutlich
über dem Vorjahr. Der EBIT und der Jahresüberschuss liegen in etwa auf Vorjahresgröße. Die wichtigsten Kennzahlen von 2016 im Vergleich zu 2015 zusammen: scroll
Im Segment Industrial konnten die europäischen Gesellschaften dank ihrer guten Positionierung
im Umfeld von "Industrie 4.0" sowohl den Umsatz als auch den Ertrag im Vorjahresvergleich
deutlich ausweiten. Gleichzeitig blieb jedoch das US-Geschäft im Umsatz wie im Ertrag
weit hinter dem Vorjahr zurück. Auf Seiten der Umsätze konnten die europäischen Gesellschaften
den Wegfall in den USA auffangen, nicht jedoch im EBIT. Trotz der deutlichen Ablage der US-Gesellschaften zu den Vorjahresergebnissen sehen
wir uns dort dennoch im Markt bestens positioniert. OLDI erwartet noch im zweiten
Halbjahr signifikante Aufträge von Großkunden. Aufgrund enger Beziehung zu amerikanischen
Marktführern konnte OLDI mehrere Produkte mit absoluten Alleinstellungsmerkmalen entwickeln,
die noch in diesem Jahr Produktfreigabe erhalten werden. Daraus werden auf Jahre hinaus
signifikante und margenstarke Umsätze resultieren. Ferner rechnen wir damit, dass
die US-Konjunktur nach den Präsidentschaftswahlen wieder Tritt fassen wird. Mit Wirkung zum 1. Juli wurde die vor zweieinhalb Jahren übernommene Psiber Data GmbH
in "IT Networks GmbH" umbenannt. Dies stellt den Abschluss der Integration und Neupositionierung
dieser Tochtergesellschaft dar, die Werkzeuge und Messtechnik für die Infrastruktur
von Daten-Netzwerken produziert und vertreibt. Durch neue Produkte, den Ausbau der
Vertriebsgebiete, eine zunehmend eigene Vermarktung und aggressiveres Marketing werden
wir unseren Marktanteil in diesem Geschäft ausweiten. IT Networks macht traditionell
den Großteil und den margenstärksten Teil ihres Geschäfts im vierten Quartal. Im Segment Automotive wuchs der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2016 um 25% auf
12,4 Mio. EUR (Vj. 9,9 Mio. EUR). Hierbei sind die mittelfristig erwarteten Umsatzzuwächse
aus Neuprodukten noch gar nicht enthalten. In weiten Teilen handelt es sich bei dem
Wachstum um die Umsetzung von Vertriebserfolgen im HDD (Heavy Duty Diesel) Markt,
sowohl in Europa wie auch in Nordamerika. Hinzu kommt ein stetiges Geschäft mit Bestandskunden
im PKW-Bereich. Trotz signifikanter Erfolge bei der Messtechnik betreffen die Umsätze
zunehmend Softwareprodukte. Die gesteigerte Ertragsqualität schlägt sich auch im operativen
EBIT nieder. Dies hat sich im ersten Halbjahr beinahe verdreifacht und betrug 1,6
Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR). Damit erreicht das Segment Automotive jetzt schon eine
EBIT Marge (operativ) von fast 13%. Mit der Ausweitung des Software Anteils am Produktportfolio
wird diese Marge mittelfristig weiter steigen. Besonders stolz ist das Segment auf den erfolgreichen Start der Automotive Diagnose
App "Car Asyst", die Softing mit dem Partner Audi für deren Werkstätten entwickelt
hat. Diese App ermöglicht den Werkstätten den kompletten Zugriff auf alle Diagnosedaten
der neuen Audi Modelle. Dabei verkürzt sich die Zeit für das Auslesen aller relevanten
Daten von 3-5 Minuten auf nur noch 5 Sekunden. In Kürze folgt mit "Analytics" ein
weiteres Programmpaket, um Fehlerursachen in sogenannten "Problemfahrzeugen" aufzuspüren.
Zum Vertrieb der App hat Softing erstmals einen kompletten und auf den Zielmarkt zugeschnittenen
Webshop in deutscher und englischer Sprache einschließlich Text- und Videodokumentation
aufgebaut, für den wir von unseren Kunden Lob und Anerkennung erhalten haben. Unter
www.car-asyst.com können Sie sich selbst ein Bild machen. Auch konnte im ersten Halbjahr die Eigenkapitalquote der Softing AG auf 53% (Vj 51%)
erneut verbessert werden. Dies spiegelt die konsequente Tilgung des für die Akquisitionen
aufgenommenen Fremdkapitals wieder. Mit der Stärkung der Eigenkapitalquote eröffnen
sich die Möglichkeiten der Finanzierung interessanter Übernahmeobjekte. Wir sehen weiterhin gute Chancen, unsere Marktposition mit der Übernahme von geeigneten
Zielobjekten auszubauen. Wir werden uns aber in erster Linie davon leiten lassen,
nur angemessene Preise zu zahlen und bei der Strukturierung der Übernahme das unternehmerische
Risiko im Auge zu behalten. Obwohl sich die Gespräche noch im Anfangsstadium befinden,
könnten Transaktionen relativ kurzfristig realisiert werden. Wir bestätigen unsere Prognose vom Anfang des Jahres, besonders in Bezug auf das EBIT.
Den größten Schub erwarten wir erneut im vierten Quartal, wo auch für das derzeit
noch schwache Nordamerika Geschäft Großaufträge anstehen. Aufgrund der Margenstruktur
des zum Jahresende hin erwarteten Geschäfts sowie aufgrund von Einzeleffekten sind
wir zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen. Liebe Aktionäre und Freunde von Softing, bleiben Sie dem Unternehmen weiterhin verbunden
und profitieren Sie von der Entwicklung unseres Unternehmens. Wir wünschen Ihnen einen
sonnigen Sommer und wollen das Unsere dazu beitragen. Herzlichst Dr. Wolfgang Trier Konzernlagebericht für den Halbjahresfinanzbericht 2016Wirtschaftliches UmfeldDie Industrie konnte das hohe Produktionsniveau vom Jahresbeginn nicht halten. Deswegen
fiel das Wachstum, verglichen mit dem kräftigen Jahresauftakt deutlich geringer aus
und liegt laut DIW um die 0,3%. Schon vor der Entscheidung Großbritanniens, die EU
zu verlassen, hatte sich nur ein moderater Aufwärtstrend abgezeichnet, wenngleich
dieser in der zweiten Jahreshälfte nochmals an Schwung verlieren wird, so das DIW.
Das Wirtschaftswachstum wird in Deutschland für das Jahr 2016 um die 1,5% liegen. Das Segment Industrial zeigte in den ersten 6 Monaten eine schwache Entwicklung in
den Regionen USA und Asien, die sich stabil entwickelnden Märkte in Europa konnten
den Rückgang in den Umsatzerlösen aber fast kompensieren. Das Segment Automotive entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 äußert positiv in
Bezug auf Umsatzerlöse und dem daraus resultierenden operativen EBIT. Softing rechnet im Vorjahresvergleich für das Gesamtjahr 2016 mit einem ähnlichen
Geschäftsverlauf wie in 2015. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die vom Rückgang
in der Öl- und Gasförderung betroffen Geschäftsteile in den USA im zweiten Halbjahr
zunehmend erholen könnten. In den europäischen Konzerngesellschaften geht Softing
bei Industrial von leicht steigenden Umsatzerlösen aus, die vom Verhalten einzelner
Kunden und nicht konjunkturell motiviert sind. ErtragslageIm Segment Automotive stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2016 um 25% auf
12,4 Mio. EUR (Vj. 9,9 Mio. EUR), im Segment Industrial sank der Umsatz leicht um
2% auf 25,9 Mio. EUR (Vj. 26,6 Mio. EUR). Der Rückgang im operativen EBIT im Segment Industrial 0,1 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR)
liegt begründet in der Tatsache, dass im amerikanischen Markt margenstarke Produkte
in geringerem Umfang geordert wurden. Weiterhin konnte sich die gute Auftragslage
aus 2015, im Bereich der externen Entwicklungsaufträge, nicht auf dem hohen Niveau
des Vorjahres behaupten. Demgegenüber hat sich das operative EBIT im Segment Automotive im ersten Halbjahr
fast verdreifacht auf 1,6 Mio. EUR (VJ. 0,6 Mio. EUR). Das EBITDA der ersten sechs Monate des Jahres betrug im Segment Industrial 0,6 Mio.
EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR). Die Steigerung der Umsatzerlöse im Segment Automotive schlugen
sich positiv im EBITDA des Segmentes nieder und beträgt in den ersten 6 Monaten 2016
3,2 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR). Zum 30. Juni 2016 betrug der Auftragsbestand im Konzern rund 11,8 Mio. EUR (Vj. 10,2
Mio. EUR). Die Umsatzerlöse des Softing-Konzerns liegen damit in den ersten sechs Monaten 2016
insgesamt mit 38,3 Mio. EUR um 1,8 Mio. EUR über Vorjahresniveau (Vj. 36,5 Mio. EUR).
Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei 1,5 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR). Das EBITDA beträgt
3,9 Mio. EUR (VJ. 4,0 Mio. EUR), die EBITDA Marge beträgt 10% (Vj. 11%). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum auf 0,9 Mio. EUR (Vj.
1,5 Mio. EUR), dies liegt in Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Brand
bei der Softing Messen und Testen GmbH in 2015 begründet. Vermögens- und FinanzlageDie Eigenkapitalquote betrug zum 30. Juni 2016 53% (31. Dezember 2015 51%). Das Grundkapital
der Softing AG beträgt zum 30. Juni 2016 unverändert 6.959.438 EUR. Die liquiden Mittel belaufen sich zum 30. Juni 2014 auf 6,4 Mio. EUR zum 31. Dezember
2015 betrugen die liquiden Mittel 9,2 Mio. EUR. Investitionen in das Sachanlegevermögen
wurden nur im geringen Umfang zu Ersatzbeschaffungen getätigt. Forschung und ProduktentwicklungSofting hat in den ersten sechs Monaten 2016 1,8 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR) der Aufwendungen
für die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte bilanziell
aktiviert. Die leichte Erhöhung liegt in der Entwicklung einer neuen Generation Kommunikation
Interfaces (VCI) im Segment Automotive begründet. Weitere wesentliche Teile sind direkt
als Aufwand verbucht worden. MitarbeiterZum 30. Juni 2016 waren im Softing-Konzern 428 Mitarbeiter (Vj. 422) beschäftigt.
Im Berichtsquartal wurden an die Mitarbeiter keine Aktienoptionen ausgegeben. Chancen für die zukünftige Entwicklung der GesellschaftDie Risikostruktur der Gesellschaft hat sich zum Stichtag 30. Juni 2016 und in Vorausschau
auf die verbleibenden sechs Monate des Jahres 2016 nicht wesentlich gegenüber der
Darstellung im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 geändert. Zur Detailierung verweisen
wir hierzu auf unseren Konzernlagebericht im Geschäftsbericht 2015 Seite 9ff. AusblickSofting bestätigt die Prognosen aus dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 mit einer
moderaten Steigerung der Umsätze und einer leichten Steigerung des EBIT/EBITDA. Dabei
wird auf Grund von Produktfreigabeterminen und Lieferzeiten das zweite Halbjahr, wie
im Vorjahr, überproportionale Beiträge in Umsatz und Ergebnis beisteuern. Ereignisse nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2016
nicht ereignet. Konzernbilanzzum 30. Juni 2016 und zum 31. Dezember 2015Aktivascroll
Passivascroll
Konzerngewinn- und-Verlust-Rechnungvom 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungvom 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungvom 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
Konzern-Segmentberichterstattungvom 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
Segmente - Geografischscroll
Ausgewählte Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht der Softing AG zum 30.Juni 20161. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS -UND BEWERTUNGSMETHODENDer Konzernabschluss der Softing AG zum 31. Dezember 2015 wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) der am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien
des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2016, der auf Basis des International Accounting Standards (IAS) 34 "Interim
Financial Reporting" erstellt wurde, enthält nicht die gesamten erforderlichen Informationen
gemäß den Anforderungen für die Erstellung des Jahresberichts und sollte in Verbindung
mit dem Konzernabschluss der Softing AG zum 31. Dezember 2015 gelesen werden. Im Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2016 wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015. 2.ÄNDERUNG IM ÄNDERUNG IM KONSOLIDIERUNGSKREISZum 30. Juni 2016 hat sich keine Änderung im Konsolidierungskreis der Softing AG im
Vergleich zum 31. Dezember 2015 ergeben. ORGANE DER GESELLSCHAFT UND WERTPAPIERBESITZscroll
FINANZKALENDERscroll
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