DSC Software AG

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Als kompetenter Wegbegleiter unterstützen wir Industrieunternehmen bei der konkreten Umsetzung von Digitalisierungsstrategien für den Produktlebenszyklus mit PLM-Lösungen von SAP. Als integratives PLM bezeichnen wir bei DSC die Vernetzung aller Informationen und Prozesse zu einem Produkt entlang des kompletten Produktlebenszyklus: von der ersten Produktidee über die Produktentwicklung und Fertigung bis hin zum „End-of-Life“.

Als Software-Dienstleister sorgen wird dafür, dass produktrelevante Informationen in SAP erzeugt, vernetzt und für Folgeprozesse nutzbar gemacht werden, ganz unabhängig von der Bereitstellungsform des SAP-System: On-Premise, in der Cloud oder hybrid.

DSC Lösungen sind national und international in vielerlei Branchen bei über 1.000 Kunden im Einsatz, von Maschinen- und Anlagenbau über Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie bis zu Elektro- und Verfahrenstechnik. Seit Gründung unserer Gesellschaft vor über 30 Jahren setzen namhafte Hersteller weltweit sowohl auf das Knowhow unserer Integrationsspezialisten als auch auf die DSC Standard Softwarelösungen.

DSC begleitet Industrieunternehmen bei der konkreten Umsetzung von Digitalisierungsstrategien auf Basis von SAP mit Fokus auf dem Produktlebenszyklus. Die Integration sämtlicher Produktdaten in den Unternehmensprozess ist unsere Kernkompetenz.

Die DSC eigene Standardsoftware SAP Engineering Control Center - kurz SAP ECTR - ist ein wichtiger Baustein. SAP ECTR ist die strategische Integrationsplattform der SAP und ermöglicht die Direktintegration führender Autorensysteme und projektspezifischer Spezialanwendungen in die Unternehmensprozesse des Kunden.

Darüber hinaus bietet die DSC weitere Lösungen als Standardprodukte zur Optimierung der Engineering- und Fertigungsprozesse in SAP an. Eine ständig zunehmende Anzahl der DSC Lösungen sind für den Betrieb in der Cloud geeignet.

1.2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand und Ziel unserer permanenten Entwicklungstätigkeit ist es, die nachhaltige Weiterentwicklung der DSC Lösungen in unseren angestammten und angrenzenden sowie ergänzenden Themengebieten sicherzustellen sowie die Herausforderungen der tangierenden Unternehmensbereiche unserer Kunden zu erkennen und zu adressieren.

Grundsätzlich mindestens 20%, aktuell jedoch einen deutlich größeren Teil unserer Umsatzerlöse setzen wir jährlich für die Entwicklungen neuer Technologien und zukunftsweisender Produkte ein.

Wir sehen uns auch in Zukunft gut gerüstet für die Anforderungen des Marktes.

1.3. Personal und Soziales

Der durchschnittliche Personalbestand i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB beträgt bei einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden nach 163 im Vorjahr im Geschäftsjahr 172. Hinzu kommen wie im Vorjahr ein Vorstandsmitglied sowie 10 Werkstudenten und Auszubildende.

Wir legen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Geschäftstätigkeit und haben für das Geschäftsjahr 2024 erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Zudem haben wir uns für eine transparente Darstellung unserer Nachhaltigkeitsleistungen am Rating der Firma EcoVadis teilgenommen und sind mit der Bronzemedaille als Bestätigung unseres eingeschlagenen Wegs ausgezeichnet worden.

1. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2024 war, wie bereits die Vorjahre, von einem ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, insbesondere den Auswirkungen des russisch - ukrainischen Krieges sowie der schwächelnden Inlandskonjunktur einhergehend mit einer spürbaren allgemeinen Investitionszurückhaltung geprägt.

Unter diesen Rahmenbedingungen ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ebenso wie das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 um jeweils 0,2% zurückgegangen (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 15.01.2025).

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen (Indexjahr 2020 = 100) im Vergleich zum Vorjahr um 2,2%. Damit fiel die Inflationsrate in 2024 deutlich geringer aus als in den drei vorausgegangenen Jahren 2021 (3,1 %), 2022 (6,9%) und 2023 (5,9%). (Quelle: Statista vom 16.01.2025)

Der Markt für Software ist in Deutschland in 2024 von 26,49 Mrd. € im Vorjahr auf 28,22 Mrd. € gewachsen, für 2025 wird eine Steigerung auf 29,43 Mrd. € erwartet. (Quelle: Statista 08.01.2025)

Die Nachfrage, insbesondere von Bestandskunden, zeigte sich erfreulicherweise von den ungünstigen Rahmenbedingungen relativ unbeeindruckt und sorgte, dem Branchentrend folgend, auch bei der DSC für eine leicht positive Entwicklung.

3.2. Geschäftsverlauf

Die DSC hatte im Jahr 2024 einen nicht vollständig zufriedenstellenden Geschäftsverlauf, da das erzielte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wie bereits im Vorjahr wesentlich durch nicht operativ erzielte Ergebnisbestandteile beeinflusst ist.

Wir blicken jedoch in Anbetracht der äußerst herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf ein im Rahmen der konservativ geplanten Größen befriedigendes Geschäftsjahr zurück.

Die Gesamtentwicklung - unter anderem - als Folge unserer regelmäßigen Vorstellungen von Produktinnovationen und Aktionen rund um Spezialthemen lassen trotzdem erkennen, dass wir mit unserer vorausschauenden Produkt- und Lösungsgestaltung den Geist der Zeit getroffen haben. Im Berichtszeitraum konnten wir Neukunden im hohen zweistelligen Bereich akquirieren.

3.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Selbst vor dem Hintergrund der für das Geschäftsjahr 2024 zurückhaltend budgetierten Größen Gesamtumsatz und Jahresüberschuss entwickelte sich die Ertragslage der DSC im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vollumfänglich zufriedenstellend.

Sowohl die für das Jahr 2024 geplante Steigerung des Gesamtumsatzes als auch der avisierte Jahresüberschuss wurden jeweils verfehlt.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz eines geplanten temporären Personalaufbaus im Rahmen von Nachfolgeplanungen insbesondere aufgrund von ergebnisbedingt deutlich niedrigeren erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteilen deutlich vermindert.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich mit rund 26% der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr leicht steigend.

Das Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund von Bewertungseffekten und Gewinnrealisierungen um 173 T€ verbessert.

Insgesamt konnten wir einen aus Sicht der Geschäftsleitung trotz der wirtschaftlich herausfordernden Zeiten unbefriedigenden Jahresüberschuss von 1.908,3 T€ erzielen, der sowohl unterhalb dem des Vorjahres (2.704,4 T€) als auch knapp unterhalb unserer langfristigen Zielgröße von 2.000 T€ liegt.

1. Finanzlage

Die Finanzlage ist wie bereits seit einigen Jahren auf einen überschaubaren Zeitraum hinaus als stabil zu bezeichnen. Bedingt durch ein gut organisiertes Forderungsmanagement und einem sehr sorgfältigen Umgang mit der vorhandenen Liquidität konnten aufgrund des erzielten positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit sämtliche Investitionen ohne Fremdmittel und sämtliche Verbindlichkeiten skontiert bezahlt werden.

Eingeräumte Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten oder gar längerfristige Kredite mussten und müssen auch auf einen überschaubaren Zeitraum hinaus nicht in Anspruch genommen werden. Die fristgerechte Erfüllung der Verbindlichkeiten ist für die planbare Zukunft gewährleistet.

1. Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalsituation der Gesellschaft zeigt sich auch im Berichtsjahr trotz deutlich veränderter Rahmenbedingungen weiterhin stabil. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) hat sich aufgrund rückläufiger Bilanzsumme und zurückhaltender Dividendenpolitik mit 34,2% zu 31,4% im Vorjahr um 2,8% - Punkte verbessert.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden nach 1.223 T€ im Vorjahr planmäßige Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 719 T€ getätigt, welche im Wesentlichen auf Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den EDV - Bereich entfielen. Die Investitionen wurden in beiden Betrachtungszeiträumen in seiner Gesamtheit aus dem erzielten Cashflow getätigt.

3.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die im Vorjahr prognostizierte Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren konnte vor dem Hintergrund des herausfordernden Umfelds nur mit Blick auf die Eigenkapitalquote realisiert werden. Die weiteren von der Geschäftsleitung zur Steuerung der Gesellschaft herangezogenen Indikatoren (operatives Ergebnis1 mit 9.004 T€, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit 3.185 T€ sowie der Jahresüberschuss mit 1.908 T€) wurden im Berichtszeitraum 2024 nicht vollständig erreicht.

Wir legen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Geschäftstätigkeit und haben für das Geschäftsjahr 2024 erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Zudem haben wir für eine transparente Darstellung unserer Nachhaltigkeitsleistungen am Rating der Firma EcoVadis teilgenommen und sind mit der Bronzemedaille als Bestätigung unseres eingeschlagenen Wegs ausgezeichnet worden.

3.5. Gesamtaussage

Die DSC hat im Geschäftsjahr 2024 mit einem erzielten Jahresüberschuss von 1.908,3 T€ - insbesondere wegen der im Vorfeld nicht einschätzbaren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der schwächelnden Inlandskonjunktur - die angestrebte Zielgröße von 2.000 T€ nicht erreicht.

Für das kommende Geschäftsjahr 2025 ist nach jetzigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass sich die zur Steuerung der Gesellschaft herangezogenen Indikatoren gegenüber den in 2024 erzielten Werte leicht verbessern werden und sich der Jahresüberschuss tendenziell in etwa auf Höhe der avisierten Zielgröße bewegen wird.

1. Prognosebericht

Dieser Lagebericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich in den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder impliziert zum Ausdruck gebrachten Resultaten abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

Für 2025 wird nach einer Veröffentlichung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 17.01.2025 erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% wachsen könnte.

Der Branchentrend für Software und zugehörige Dienstleistungen wird mit einem Umsatzwachstum von 7,4 % grundsätzlich positiv gesehen (Quelle: bitkom, ITK-Markzahlen, Dezember 2024). Anschließend wird der Markt für Software in Deutschland laut Prognosen in den Jahren 2025 bis 2029 kontinuierlich um jährlich durchschnittlich 3,28 % steigen. Nach dem siebten aufeinanderfolgenden Anstieg soll Prognosen zufolge der Umsatz nach Segment im Jahr 2029 schätzungsweise 33,5 Milliarden Euro und damit einen neuen Höchststand erreichen (Quelle: Statista 10.02.2025).

Wir planen für das Jahr 2025 Investitionen in Sachanlagen in Höhe von rund 650 T€ durchzuführen. Für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sind Ausgaben in gleicher Höhe vorgesehen. Diese Investitionen können, wie bereits in den vergangenen Jahren, aus dem in diesem Zeitraum erzielten Cashflow finanziert werden.

Die aktuelle Auftragslage kann als zufriedenstellend, die Auslastung für das laufende Geschäftsjahr 2025 als tendenziell gesichert angesehen werden.

Wir erwarten für das Jahr 2025, ungeachtet der Veränderungen in der geopolitischen Großwetterlage und der nach der Bundestagswahl vom 25.03.2025 veränderten innenpolitischen Situation, dass wir bei einem tendenziell gleichbleibenden bis leicht steigendem Gesamtumsatz die finanziellen Leistungsindikatoren leicht steigern können.

Für 2026 wird, soweit dies nach heutigem Kenntnisstand zu prognostizieren ist, mit einem leichten Umsatzplus und einem im Bereich unserer Zielgröße liegenden Jahresüberschuss gerechnet. Durch den relativ hohen Anteil an dauerhaft wiederkehrenden Umsätzen, insbesondere aus Wartungsverträgen sowie unsere Stellung als langjähriger SAP Platinum Partner haben wir - auch unter den zu erwartenden Veränderungen in der Umsatzstruktur - eine stabile Basis für die avisierte zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung.

Das solide Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital soll sich in der aktuell dargestellten Relation stabilisieren. Unser angestrebtes Ziel eines dauerhaften Eigenfinanzierungsgrades von 30% der Bilanzsumme bei einer Mindestausstattung an Eigenkapital von absolut 5.000 T€ kann unter Berücksichtigung der für die Zukunft geplanten Ergebnisverwendung stabil eingehalten werden.

1. Risikobericht

Risiken als Bestandteil jeglichen unternehmerischen Handelns lassen sich grundsätzlich nicht vermeiden. Die DSC hat zur Identifikation dieser Risiken ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem implementiert, welches die Gesellschaft in die Lage versetzt, sämtliche rechnungslegungsbezogenen Prozesse hinsichtlich ihres Risikopotentials zu werten, die Risiken zu identifizieren und diesen angemessen zu begegnen.

Bei der Rekrutierung ausreichend qualifizierten Personals stehen wir vor dem Hintergrund des allgemein herrschenden Fachkräftemangels im harten Wettbewerb. Mit vielerlei Aktivitäten zur Steigerung und Sicherung der Personalzufriedenheit versuchen wir, der Mitarbeiterfluktuation entgegenzutreten. Die DSC als attraktiver Arbeitgeber im Großraum Karlsruhe (Kununu - Bewertung: 4,7 von 5 Sternen) versucht durch die Zurverfügungstellung von Arbeitsplätzen für Werks- und dual Studierende ihren Bekanntheitsgrad an den einschlägigen Hochschulen zu steigern und die Absolvierenden für sich zu gewinnen. Die bisher diesbezüglich erzielten Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend.

Als weitere Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung werden vor dem Hintergrund der fragilen weltpolitischen Lage und deren aktuell nicht absehbaren Folgen in der Entwicklung der globalen Wirtschaftssituation identifiziert. Daneben gibt es besondere Herausforderungen, die in der globalen Vermarktung unserer Softwarelösungen identifiziert werden.

Die fortwährende Stabilisierung und Ausweitung des internationalen Partnernetzwerkes wird maßgeblich zur Stärkung des Unternehmensauftritts beitragen.

Die Prüfung der Risikosituation im Geschäftsjahr lässt den Schluss zu, dass in diesem Zeitraum keine die Existenz der Gesellschaft gefährdende Risiken bestanden haben und davon auszugehen ist, dass für den überschaubaren Zeitraum der nahen Zukunft keine den Fortbestand gefährdende Risiken zu erkennen sind.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Vorgaben des Vorsichtsprinzips des § 252 HGB erstellt, sämtliche erkennbaren Risiken wurden angemessen berücksichtigt und nötigenfalls ausreichend dotierte Rückstellungen gebildet.

1. Chancenbericht

Chancen der zukünftigen Entwicklung werden seitens des Vorstands nach wie vor darin gesehen, die Softwarelösungen weltweit zu vermarkten und in diesem Zusammenhang neue Themen wie z.B. Cloud - Anwendungen sowie weitere internationale Märkte erschließen zu können. Das globale Partnernetzwerk im SAP - Umfeld unterstützt zunehmend die Stabilisierung des weltweiten Unternehmensauftritts.

Unser großer Kundenstamm, der sich bereits vor vielen Jahren für den Weg der Direktintegration entschieden hat sowie die erfreuliche Anzahl an Neukunden - eröffnet uns sehr gute Chancen, dass wir gemeinsam mit der SAP und unserem Partnernetzwerk in der Lage sind und sein werden, die Kunden als Partner ganz individuell und erfolgreich - gleich ob im private oder public cloud - Umfeld - auf ihrem (weiteren) Weg in die Digitalisierung zu begleiten.

1. Risikobericht: Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziele unseres Finanzmanagements sind die Erhaltung der Liquidität, die Sicherung unserer Investitionen sowie die Beitreibung unserer Forderungen. Im Mittelpunkt der Erhaltung der Liquidität steht die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Erforderliche Investitionen finanzieren wir - sofern möglich - aus dem laufenden Cashflow. Zu den Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb vereinbarter Zahlungsziele. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

 

Karlsruhe, den 24.03.2025

DSC Software AG

gez. Andrea Keller

1 operatives Ergebnis = Rohergebnis lt. Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich sonstige betriebliche Erträge minus Personalaufwand plus gewinnabhängige Vergütungen

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 8.002.767,88 7.464.768,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.219,99 7.432,99
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,46 0,46
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.219,53 7.432,53
II. Sachanlagen 1.727.416,02 1.713.120,55
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.727.416,02 1.713.120,55
III. Finanzanlagen 6.272.131,87 5.744.214,90
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.414,58 13.414,58
2. Sonstige Finanzanlagen 6.258.717,29 5.730.800,32
B. Umlaufvermögen 11.325.872,55 14.620.436,33
I. Vorräte 21.313,00 83.307,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.858.649,25 5.179.748,68
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 130.015,20 85.231,01
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.728.634,05 5.094.517,67
III. Wertpapiere 2.785.059,04
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.445.910,30 6.572.320,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 700.569,30 424.169,80
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 781.166,55 401.072,76
Aktiva 20.810.376,28 22.910.447,33

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 7.111.658,63 7.203.400,48
I. Gezeichnetes Kapital 1.950.000,00 1.950.000,00
II. Gewinnrücklagen 195.000,00 195.000,00
III. Gewinnvortrag 3.058.400,48 2.353.986,87
IV. Jahresüberschuss 1.908.258,15 2.704.413,61
B. Rückstellungen 9.078.496,00 11.174.992,97
C. Verbindlichkeiten 4.615.115,41 4.524.394,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.886,70
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.615.115,41 4.515.507,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.106,24 7.659,36
Passiva 20.810.376,28 22.910.447,33

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 29.745.082,60 31.206.704,56
2. Personalaufwand 20.024.350,66 21.244.164,50
a) Löhne und Gehälter 16.695.151,34 18.329.413,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.329.199,32 2.914.750,92
davon für Altersversorgung 703.879,52 650.776,95
3. Abschreibungen 688.128,45 915.766,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 688.128,45 915.766,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.535.100,50 5.629.963,15
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.175,73 25.947,78
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 598.288,15 396.411,18
davon aus verbundenen Unternehmen 2.556,93 2.482,46
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.458,46 1.874,56
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 6.587,00 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.162.006,38 1.112.351,64
9. Ergebnis nach Steuern 1.929.502,03 2.724.943,18
10. sonstige Steuern 21.243,88 20.529,57
11. Jahresüberschuss 1.908.258,15 2.704.413,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

A. Allgemeine Angaben

Die DSC Software AG hat ihren Sitz in 76149 Karlsruhe und wird beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 108089 geführt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des AktG aufgestellt. Ausweis und Bewertung erfolgen entsprechend den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die gegenüber dem Vorjahresabschluss unverändert angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den handelsrechtlichen Bestimmungen.

Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Es kam ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Nutzungsdauerschätzungen orientieren sich dabei grundsätzlich an den in den steuerlichen AfA - Tabellen aufgeführten Nutzungsdauern, da diese den Nutzenverbrauch bzw. den Wertverzehr unserer Anlagen im Allgemeinen zutreffend abbilden. Wirtschaftsgüter bis € 250,00 werden im Zugangsjahr als sofortiger Aufwand gebucht. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht eingerechnet.

Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Kapitalaufstockung bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden in die Bewertung nicht einbezogen

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden - sofern erforderlich - in angemessener Höhe, Pauschalwertberichtigungen auf den nicht einzelwertberichtigten Netto - Forderungsbestand gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie die flüssigen Mittel wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

In Anwendung von § 246 Abs. 2 S. 2 HS 1 HGB werden angelegte, ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogene (verpfändete) "Wertpapiere des Anlagevermögens" nach Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Im Hinblick auf eine periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen wurden gemäß § 250 HGB entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Passivposten

Das im Handelsregister ausgewiesene Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) wird ebenso mit dem Nominalbetrag (€ 1.950.000,00) bilanziert wie die gesetzliche Rücklage (€ 195.000,00).

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Bewertung der Verpflichtungen wird mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwert nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Sterbetafel 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck vorgenommen. Eine jährliche Rentenanpassung ist nicht zu berücksichtigen.

Zum 31.12.2024 ist der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,90 % (i.V. 1,82%) zur Anwendung gelangt. Bei dem Zinssatz handelt es sich aus Vereinfachungsgründen um den nach der Rückabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank für eine Laufzeit von 15 Jahren zum 31.12.2024 angegebenen Zinssatz.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von - € 24.514,00 (i.V. € 34.371,00).

In Anwendung von § 246 Abs. 2 S. 2 HS 1 HGB wird die Position "Pensionsrückstellungen" nach Verrechnung mit dem Planvermögen als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen tragen der erwarteten Inanspruchnahme Rechnung und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält Valutaforderungen und -verbindlichkeiten. Diese sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten sind grundsätzlich zum Wechselkurs per Entstehungstag bewertet worden.

Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Verhältnis zum Vorjahr liegen keine vor.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen angemessen verzinsliche Darlehen an Tochtergesellschaften sowie Forderungen aus laufendem Verrechnungsverkehr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben € 145.549,07 (i.V. € 131.257,95) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Im Hinblick auf eine periodengerechte Abgrenzung wurden gemäß § 250 HGB entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi - permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung der latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des nach § 274 Abs. 1 HGB dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Das im Handelsregister ausgewiesene Grundkapital (= gezeichnetes Kapital) beträgt € 1.950.000,00. Das Grundkapital der DSC Software AG ist eingeteilt in 75.000 Namensaktien mit einem Nennwert von jeweils € 26,00.

Die gesetzliche Rücklage weist den gem. § 150 AktG vorgeschriebenen Mindestbetrag von € 195.000,00 aus.

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2024 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt von € 0,00 (i.V. € 368.669,47). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Pensionsrückstellungen (7 - Jahres - Durchschnittszinssatz) 3.292,5 3.350,1
./. Pensionsrückstellungen (10 -Jahres - Durchschnittszinssatz) -3.317,0 -3.315,7
Unterschiedsbetrag -24,5 34,4
Deckungsvermögen zu Zeitwerten 4.098,2 3.716,8
./. Deckungsvermögen zu Anschaffungskosten -3.501,8 -3.382,5
Unterschiedsbetrag 596,4 334,3
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 596,4 368,7

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert. Es handelt sich um neun Fondsanlagen. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen (verpfändet). Sie wurden mit insgesamt € 4.098.177,55 (i.V. € 3.716.773,76) nach den Bestimmungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Wert der Fondsanlagen wurde aus den Kurswerten am Abschlussstichtag abgeleitet. Der Saldo aus verrechneten Erträgen (€ 422.903,79, i.V. € 291.352,26) und Aufwendungen (€ 26.369,00, i.V. € 40.803,00), beträgt 386.534,79 (i.V./. 250.549,26).

Der Betrag des Aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung stellt sich wie folgt dar:

beizulegender Zeitwert der verpfändeten Vermögensgegenstände 4.098.177,55
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen -3.317.011,00
Bilanzausweis Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 781.166,55

Als Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird ein Betrag von € 26.369,00 (i.V. € 40.803,00) in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" saldiert mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Sämtliche Rückstellungen haben sowohl zum aktuellen als auch zum Vorjahresstichtag Laufzeiten von unter einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie zum Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 1.231.115,33 (i.V. € 1.349.405,17) und aus sozialer Sicherheit in Höhe von € 249.071,17 (i.V. € 197.940,25).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält in Höhe von € 1.813.498,44 (i.V. € 2.154.729,50) periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie € 0,00 (i.V. € 24.860,45) periodenfremde Aufwendungen. Die Erträge stellen eine Position von außergewöhnlicher Größenordnung dar.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Kursgewinne mit € 32.444,60 (i.V. € 41.823,76) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste mit € 21.333,09 (i.V. € 59.727,26) ausgewiesen.

Über die Angaben nach § 158 AktG zur Entwicklung des Bilanzgewinns ist wie folgt zu berichten:

2023
2024
Jahresüberschuss 2.704.413,61 1.908.258,15
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.353.986,87 3.058.400,48
Bilanzgewinn per 31. Dezember 5.058.400,48 4.966.658,63

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum 31.12.2024 bestanden - ebenso wie zum Vorjahresstichtag - keine Haftungsverhältnisse.

2. finanzielle Verpflichtungen

Zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bestehen nachfolgende finanzielle Verpflichtungen:

a) aus laufenden Mietverträgen für Verwaltungsgebäude in Höhe von € 304.044,57 (i.V. € 303.972,56).

b) aus laufenden Leasingverträgen für Fahrzeuge in Höhe von € 421.155,18 (i.V. € 211.612,92)..

c) bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von € 482.551,40 (i.V. € 484.806,13).

Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos.

Finanzielle Verpflichtungen betreffend die Altersversorgung und / oder Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB bestehen keine.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital 1) Ergebnis des Geschäftsjahres 1)
Design System Consult GmbH, Karlsruhe 249.012,66 ./. 39.403,79
DSC Software Inc., New York / USA 2) 100 ./. 102.728.38 -1.227,56

1) Angabe in Landeswährung

2) der Jahresabschluss per 31.12.2024 liegt noch nicht vor, daher Angaben zum Jahresabschluss 31.12 2023

5. Geschäftsführung

Zum alleinigen Vorstandsmitglied war im Berichtszeitraum bzw. ist derzeit bestellt:

Andrea Keller, Kauffrau, Winden

6. Aufsichtsrat

Zu Aufsichtsratsmitgliedern waren im Berichtszeitraum bzw. sind derzeit bestellt:

1. Dr. Helmut Schäfer, selbständiger Unternehmensberater, Baden - Baden (Vorsitzender),

2. Peter J. Kirschbauer, selbständiger Management Consultant, Ettlingen (stellvertretender Vorsitzender),

3. Jürgen Kaiser, selbstständiger Steuerberater, Sinzheim.

Die Gesellschaft hat zulässigerweise nach § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben nach § 285 Nr.9 a und b HGB verzichtet.

7. Mitarbeiter

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 171,50 (i.V. 162,50) Angestellte beschäftigt.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB ist nicht zu berichten. Über die bereits in den Vorjahren auf- und eingetretenen Auswirkungen des Ukraine - Konfliktes hinaus werden nach aktuellem Kenntnisstand der Geschäftsführung auch auf einen überschaubaren Zeitraum ebenso keine weiteren, wesentlich negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft erwartet, wie dies die aktuelle Entwicklung der weltpolitischen Lage hoffentlich zeitigen wird.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn per 31.12.2024 in Höhe von € 4.966.658,63 eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 1.750.000,00 vorzunehmen und den verbleibenden Betrag von € 3.216.658,63 auf Rechnung des neuen Geschäftsjahres vorzutragen.

10. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Für Abschlussprüfungsleistungen unseres gesetzlichen Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr 2024 € 21.400,00 an Honorar bezahlt. Darüber hinaus hat diese Gesellschaft für € 5.750,00 sonstige Beratungsleistungen erbracht.

 

Karlsruhe, den 24.03.2025

DSC Software AG

gez. Andrea Keller

Anlage zum Anhang Anlagespiegel per 31. Dezember 2024

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024
Zugänge 2024
Abgänge 2024
Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 20.451,68 20.451,68
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.191.207,24 8.476,34 196.474,63 1.003.208,95
1.211.658,92 8.476,34 196.474,63 1.023.660,63
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.463.663,54 710.219,58 439.983,09 4.733.900,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.414,58 0,00 0,00 13.414,58
2. sonstige Finanzanlagen 6.044.220,44 1.322.432,17 1.107.935,32 6.258.717,29
6.057.635,02 1.322.432,17 1.107.935,32 6.272.131,87
11.732.957,48 2.041.128,09 1.744.393,04 12.029.692,53
Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024
Zugänge 2024
Abgänge 2024
Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 20.451,68 20.451,68
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.191.207,24 8.476,34 196.474,63 1.003.208,95
1.211.658,92 8.476,34 196.474,63 1.023.660,63
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.463.663,54 710.219,58 439.983,09 4.733.900,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.414,58 0,00 0,00 13.414,58
2. sonstige Finanzanlagen 6.044.220,44 1.322.432,17 1.107.935,32 6.258.717,29
6.057.635,02 1.322.432,17 1.107.935,32 6.272.131,87
11.732.957,48 2.041.128,09 1.744.393,04 12.029.692,53
Buchwert
31.12.2024
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 0,46 0,46
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.219,53 7.432,53
3.219,99 7.432,99
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.727.416,02 1.713.120,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.414,58 13.414,58
2. sonstige Finanzanlagen 6.258.717,29 5.730.800,32
6.272.131,87 5.744.214,90
8.002.767,88 7.464.768,44

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstand über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens beraten.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 2024 fünf ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates statt. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

Aufsichtsratssitzung am 04.03.2024

Vorstellung des Entwurfs des Jahresabschlusses per 31.12.2023

Aufsichtsratssitzung am 20.03.2024

Vorstellung des Jahresabschlusses per 31.12.2023

Billigung des Jahresabschlusses per 31.12.2022 durch den Aufsichtsrat

Zustimmung zum Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufsichtsratssitzung am 03.07.2024

Beratung zur aktuellen Produktstrategie, in der die DSC die Rolle als „Companion for Integrative PLM“ einnimmt.

Aufsichtsratssitzung am 04.09.2024

Betriebswirtschaftliche Auswertungen der Gesellschaft zum II. Quartal 2024

Aufsichtsratssitzung am 04.12.2024

Betriebswirtschaftliche Auswertungen der Gesellschaft zum III. Quartal 2024

Vorstellung und Beratung der Jahresprognose 2024

Prüfung des Jahresabschlusses 2024

Der Jahresabschluss der DSC Software AG sowie der Lagebericht ist unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2024 bestellten Abschlussprüfer Treuhand Hochrhein Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Lauchringen, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat zur umfassenden Information übermittelt. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an den Sitzungen des Aufsichtsrats am 12.03 und am 26.03.2025 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands zu erheben.

Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss 2024 der DSC Software AG. Der Jahresabschluss der DSC Software AG per 31.12.2024 ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeitern für das tatkräftige Engagement und die Leistungen im Geschäftsjahr 2024.

 

Karlsruhe, den 26. März 2025

gez. Dr. Helmut Schäfer, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis nach § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB:In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DSC Software AG, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSC Software AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSC Software AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lauchringen, den 25. März 2025

Treuhand Hochrhein Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Patrick Stärk, Wirtschaftsprüfer