Bank Julius Bär Europe AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

LAGEBERICHT GESCHÄFTSJAHR 2012

BANK JULIUS BÄR EUROPE AG, FRANKFURT

1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 2012

Die Weltwirtschaft litt 2012 weiterhin unter den Nachwirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach dem Auslaufen der geld- und fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen verlor der zwischenzeitliche Aufschwung an Dynamik. Für Unsicherheit sorgten zudem die Staatsschuldenkrise sowie die anhaltende Bankenkrise, die Zweifel an der Kreditwürdigkeit einzelner Länder im Euro-Raum aufkommen ließ. Die eingeleitete Konsolidierungspolitik hat 2012 zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts geführt. Die USA und Japan haben die notwendige Konsolidierung bislang aufgeschoben und haben daher ein vergleichsweise robustes Wachstum verzeichnet. Die schwache Nachfrage in den Industrieländern dämpfte auch die Konjunktur in den Schwellenländern, die zusammen mit den USA und Japan im Jahr 2012 die Weltwirtschaft stabilisierten.

Bereits im Herbst 2011 begann in Deutschland eine wirtschaftliche Schwächephase, die sich 2012 fortsetzte und zu einer Verlangsamung des Wachstums führte. Die Zuwachsrate des realen BIP fiel mit 0,8% unter das Potenzialwachstum von 1,1 %. Die Inlandsnachfrage entwickelte sich im Zuge einer rückläufigen Investitionstätigkeit schwach, während der Außenhandel in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld und erfolgreich blieb und maßgeblich zum Wachstum beitrug.

Die reichliche Liquiditätsausstattung sowie rekordtiefe Renditen befeuerten 2012 die Aktienmärkte und hierbei insbesondere die Aktien der ersten Reihe. Die Griechenlandkrise sowie die Herabstufung der Bonität einzelner europäischer Länder führten zu kräftigen Rückschlägen insbesondere des deutschen Aktienindexes, die jedoch nie lange andauerten. Nach einer Aufwärtsentwicklung im ersten Quartal 2012 kam es im zweiten Quartal zu einer Korrektur, die den DAX bis auf den Jahrestiefststand bei 5.914 Indexpunkte zurückfallen ließ. Bereits im September notiert der DAX bei 7.500 Indexpunkten. Die Europäische Zentralbank beendet die Phase der Unsicherheit über ein Auseinanderbrechen der Eurozone mit der Ankündigung des unbegrenzten Ankaufs von Staatsanleihen unter bestimmten Bedingungen. Im Oktober kündigte die US-Notenbank das bereits lange erwartete Liquiditätsprogramm (QE3) an, das die Renditen der lang laufenden Anleihen weiter nach unten drückte und die Aktienkurse weiter in die Höhe trieb.

Mit einem Plus von 29,1% war der DAX 2012 der Performancespitzenreiter unter den Weltbörsen. Der DJ EuroStoxx 50, der S&P 500 sowie der MSCI World erreichten etwas weniger als die Hälfte dieses Kurszuwachses.

scroll
Indizes 30.12.2011 31.12.2012 Änderung in % Hoch 2012 Tief 2012
DAX Index 5898,35 7612,39 29,06% 7682,90 5900,18
DU EuroStoxx 50 Index 2316,55 2635,93 13,79% 2668,23 2050,16
Dow Jones Industrial Index (in USD) 12217,56 13104,14 7,26% 13661,87 12035,09
S&P 500 Index (in USD) 1257,60 1426,19 13,41% 1474,51 1258,86
MSCI World Index (in USD) 1182,59 1338,50 13,18% 1355,34 1144,16
REXP Performanceindex 423,06 442,69 4,64% 443,43 419,43
3 Monats-Euribor 1,36 0,19 -117 Bp 1,34 0,18
German 10 Year Government Bond Yield 1,83 1,31 -52 Bp 2,05 1,17
US '0 Year Treasury Bond Yield 1,88 1,76 -12 Bp 2,40 1,38
EURUSD 1,30 1,32 1,79% 1,35 1,20

Quelle: Bloomberg

Infolge der reichlichen Liquiditätsversorgung durch die Europäische Zentralbank und der Suche nach Sicherheit ging der 3-Monats-Euribor um 117 Basispunkte auf 0,19% und die Rendite für 10jährige deutsche Staatsanleihen um 52 Basispunkte auf 1,31% zurück. Im Jahresverlauf wurde sogar der absolute Renditetiefststand von 1,17% erreicht, bevor sich die Renditen zum Jahresende wieder etwas erhöhten. Die Rendite für 10jährige US-Staatsanleihen sank demgegenüber nur leicht um 12 Basispunkte auf 1,76%, so dass sich der Renditeabstand zu den Bundesanleihen von 5 auf 45 Basispunkte ausweitete. Der Kurs des US-Dollar gegenüber dem Euro bewegte sich im Vergleich der Jahresendstände kaum.

2. Geschäftsentwicklung 2012

2.1. Strategie und Geschäftsfelder

Die Bank Julius Bär Europe AG betrachtet sich entsprechend der Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe als Vermögensverwaltungsbank. Dies bedeutet, dass sich die Bank auf die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für Privatkunden und professionelle Kunden des deutschen Marktes (Gebiet der Bundesrepublik Deutschland) fokussiert. Andere Bankdienstleistungen wie z.B. die Kreditvergabe, der Zahlungsverkehr und das Angebot von Kreditkarten sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäftes zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids tritt die Bank Julius Bär Europe AG als Vermittlerin von deutschen Privatkunden für die Bank Julius Bär & Co. AG auf.

Das Geschäftsmodell der Bank Julius Bär Europe AG basiert auf der möglichst weitgehenden Nutzung von Auslagerungs- (Outsourcing-) Konzepten für die Erstellung der Bankdienstleistungen im Kerngeschäftsfeld Private Banking. Outsourcing-Möglichkeiten werden insbesondere im Backoffice-Bereich und auf der Administrationsebene realisiert, um das Geschäft skalierbarer zu gestalten und hohe Fixkostenblöcke zu vermeiden. Darüber hinaus wird - wenn immer möglich - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen zurückgegriffen (Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management, Finanzplanung für Kunden etc.). Die Beratung und Betreuung der Kunden im Private Banking erfolgt dagegen unmittelbar durch die Bank Julius Bär Europe AG vor Ort. In diesem Frontoffice-Bereich findet die eigentliche Wertschöpfung statt.

Die Betreuungskonzeption der Bank orientiert sich an den Grundwerten der Julius Bär Gruppe, namentlich „Care, Passion and Excellence". Diese Grundwerte beeinflussen die Ausgestaltung der Organisation (Focus auf Kunden), der Arbeit (hohe Qualitätsansprüche) und des Verhaltens aller Mitarbeiter (Engagement und Offenheit gegenüber Kunden wie auch intern).

Am 13. August 2012 gab die Julius Bär Gruppe die Akquisition des International-Wealthmanagementgeschäfts (IWM) der Bank of America Merrill Lynch (BAML) außerhalb der USA bekannt. Übernommen werden sollen bis Ende 2014 über 1.000 Mitarbeiter und Kundenvermögen von bis zu CHF 72 Mrd. Nach Abschluss der Transaktionen wird Julius Bär in mehr als 25 Ländern und an über 50 Standorten präsent sein, wodurch etwa 50% der verwalteten Kundenvermögen zukünftig in den Wachstumsmärkten liegen wird. Nach dem Abschluss des Kaufvertrages am 1. Februar 2013 begann der eigentliche Integrationsprozess. Die Übertragung der IWH-Kundenvermögen wird in drei Wellen vollzogen, wobei die erste große Welle im Juli 2013 stattfinden soll. Ende 2013 sollen bereits drei Viertel der IWH-Kundenvermögen übertragen worden sein, während der gesamte Prozess Ende 2014/Anfang 2015 abgeschlossen sein wird.

Die weltweiten verwalteten Kundenvermögen von Merrill Lynch werden im Wesentlichen auf die drei Buchungszentren: (1) Zürich, (2) Singapur und (3) Frankfurt verteilt. Bei Bank Julius Bär Europe AG werden die Kunden aus der Europäischen Union, die an den Standorten London, Dublin, Amsterdam, Luxemburg, Paris und Madrid betreut werden, auf der bestehenden Abwicklungsplattform gebucht werden. Die Bank hat bereits zum Jahresende 2012 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Genehmigung erhalten, ihre Bankdienstleistungen in allen 27 Ländern der Europäischen Union und den 3 EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen anzubieten. Die Buchung der EU-Kunden wird seit September 2012 mit Hilfe von externen Projektmitarbeitern sorgfältig vorbereitet.

2.2. Geschäftsverlauf und Wettbewerbsposition

Im Geschäftsjahr 2012 setzte die Bank Julius Bär Europe AG den beschleunigten Wachstumskurs im Private Banking fort. Die Anzahl der betreuten Kunden, das akquirierte Neugeld und die verwalteten Vermögen wurden deutlich an allen bestehenden Standorten in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Kiel, München, Stuttgart und Würzburg gesteigert. Die Betreuerteams wurden insbesondere in Hamburg und Düsseldorf weiter verstärkt. Alle Standorte sind durch zahlreiche Kundenevents fest in den regionalen Märkten vernetzt und haben sich eine gute Wettbewerbsposition erarbeitet.

Infolge der stärkeren Marktdurchdringung ist die Anzahl der Kunden um 30% (Vorjahr: +58%) sowie das Volumen der verwalteten Vermögen um 57% (Vorjahr: +45%) gestiegen, was einerseits auf einen anhaltend hohen Neugeldzufluss und einer positiven Marktperformance von 9% (Vorjahr: -8%) zurückgeht. Die ordentlichen Erträge der Bank erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 21% (Vorjahr: 54%). Die Marge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, da die Kunden weiterhin vorsichtig agierten und insgesamt risikoärmere Anlagestrategien bevorzugten.

Die klare Fokussierung auf das Privatkundengeschäft, die soliden Bilanzstrukturen sowie die risikoarme und konservative Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe haben sich im anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Kunden sowie hochprofessionelle Bankfachleute erkannten die Vorteile eines ausschließlich auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Instituts, dessen Geschäftsmodell hohe Stabilität zeigt und sich auch in der Schuldenkrise durch anhaltendes Wachstum ausgezeichnet hat. Die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland wird in den nächsten Jahren sukzessive fortgesetzt werden. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt den eingeschlagenen Wachstumskurs der Bank Julius Bär Europe AG nachhaltig.

Der erfolgreiche Marktauftritt von Julius Bär in Deutschland wird bestimmt durch:

Fokussierung auf die Vermögensverwaltung von gehobenen Privatkunden

Unabhängigkeit der Julius Bär Gruppe

Internationalität der Julius Bär Gruppe durch starkes Wachstum in Asien, Mittlerer Osten, Osteuropa und Lateinamerika

Solide Bilanzqualität und hohe Eigenkapitalquote

Anbieter von Lösungen in Finanzfragen, kein Produktverkauf

Offene Produktplattform, Kundenberater sind unabhängig in der Beratung

Internationales Kapitalmarkt-Knowhow durch internationale Präsenz

Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten: 1. das Vermögensverwaltungsmandat, 2. das Beratungsmandat und 3. das Portfolio Advisory-Mandat. Bei dem ersten Mandatstyp übernimmt die Bank die Vermögensverwaltung auf Grundlage einer mit dem Kunden und dessen Risikoprofil vereinbarten Strategie. Das Angebot an Strategien reicht vom klassischen Relative Return-Mandat bis hin zu flexiblen, speziellen und themenbezogenen Mandatstypen und umfasst auch asymmetrische und Absolute Return-Mandate. Beim zweiten und dritten Mandatstyp treffen die Kunden die Anlageentscheidungen selbst, werden jedoch von den Kundenberatern und Anlagespezialisten umfassend beraten. Auf Basis einer regelmäßigen Analyse des Kundenportfolios werden von der Bank proaktiv auf das Anlageprofil des Kunden zugeschnittene Investitionsvorschläge erarbeitet und den Kunden unterbreitet. Damit ist die dynamische Anpassung der Portfoliostruktur bei sich verändernden Marktverhältnissen sichergestellt.

Ergänzende Dienstleistungen wie die Vermögens- und Finanzplanung, systematisch ausgewählte Beteiligungen sowie individuelle Finanzierungslösungen runden das Angebot im Private Banking ab. Kunden können auf Lombardkredite zurückgreifen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Die Bank bietet des Weiteren Hypothekarkredite an, da die Anlage in Immobilien Bestandteil einer langfristigen Vermögensanlage ist. In Zusammenarbeit mit World Signia wird den Kunden eine exklusive Kreditkarte mit umfangreichen Dienstleistungen offeriert.

Zur Angebotspalette gehören weiterhin Produkte der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei übernimmt die Bank zum einen die Rolle des Unternehmenstreuhänders im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) und zum anderen die Rolle des Verwalters von „Pensionsgeldern" unter Einschaltung der Swiss & Global Asset Management Kapital AG als erfahrenen Portfolio Manager.

2.3. Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Bank bestand während des Gesamtjahres 2012 aus Herrn Heiko Schlag als Vorsitzenden des Vorstands und aus den Mitgliedern Dr. Gerhard Grebe und Alexander Jecht.

Während des gesamten Jahres 2012 blieb der Aufsichtsrat unverändert. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Herr Gian A. Rossi, der stellvertretende Vorsitzende Herr Dr. Urs Monstein. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Ingeborg König als Arbeitnehmervertreterin.

2.4. Mitarbeiter

Die Anzahl festangestellter Mitarbeiter wurde im Jahresverlauf 2012 von 99 auf 109 erhöht. Im Jahresdurchschnitt waren 105,2 Personen bei der Bank beschäftigt. Am Jahresende 2012 teilte sich die Belegschaft in 65 männliche und 44 weibliche Mitarbeiter auf.

2.5. Ertragslage

Das Geschäftsmodell der Bank wird maßgeblich durch einen hohen Anteil des Provisionsüberschusses am Gesamtergebnis reflektiert. Der Provisionsüberschuss stieg 2012 um 38,0% auf € 14,7 Mio.

Das Zinsergebnis spielt betragsmäßig eine untergeordnete Rolle in der Ertragsentwicklung der Bank. Aufgrund des gegenwärtigen Marktumfeldes ist das Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2012 von € 1,8 Mio. auf € 1,5 Mio. gesunken. Der Zinsüberschuss ist im Wesentlichen auf das Wachstum des Kreditgeschäfts mit Privatkunden zurückzuführen.

Die ordentlichen Erträge der Bank sind 2012 um 21,2% auf € 24,0 Mio. gestiegen, wobei allein € 19,4 Mio, auf die Provisionserträge entfallen.

Das Handelsergebnis ist vernachlässigbar gering; die Bank führt kein aktives Handelsbuch.

Der allgemeine Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 14,2% auf € 31,5 Mio. gestiegen. Im aktuellen Geschäftsjahr gab es nur eine geringe Personalfluktuation, und die Personalkosten sind mit € 16,6 Mio, gegenüber VJ nahezu stabil geblieben (+3,3%).

Durch den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten sowie Integrations- und Projektkosten, die aus der Übernahme des Merrill Lynch International-Wealth-Management-Geschäft (IWM) resultieren, stiegen die anderen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um 29,5% auf € 14,8 Mio. an. Ohne die Merrill Lynch Projektkosten hätten die anderen Verwaltungsaufwendungen lediglich um 13,1% zugenommen.

Der Gesamtverlust der Bank ist in 2012 von € 15,2 Mio. auf € 14,6 Mio. gesunken.

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bank nahm im Jahresverlauf um 41,4% von € 371,1 Mio. auf € 524,7 Mio. zu.

Die Forderungen an Kreditinstitute sanken um 88,9% von € 264,2 Mio. auf € 29,4 Mio. Die Liquidität legte die Bank überwiegend bei der Deutschen Bundesbank an.

Das Volumen an langfristigen Kundenkrediten konnte weiter deutlich ausgebaut werden und stieg von € 65,9 Mio. auf € 104,6 Mio. an. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Es waren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen. Die Bildung einer Risikovorsorge im Kreditgeschäft war nicht notwendig.

Die Finanzanlagen verringerten sich im Geschäftsjahr 2012 gegenüber 2011 um 40,6%. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen gingen von € 13,1 Mio. auf € 7,8 Mio. zurück. Die Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand haben ein AA-Rating.

Die Treuhandforderungen erhöhten sich um 16% von € 8,1 Mio, auf € 9,4 Mio. Den Treuhandforderungen standen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber. Für diese Einlagen fungiert die Bank als Unternehmenstreuhänder im Rahmen des CTA-Modells.

2.7. Finanzlage

Die Kundeneinlagen stiegen um 45,6% von € 230,6 Mio. auf € 335,8 Mio., wobei 99,8% in täglich fälligen Einlagen angelegt ist. Mit 64% bilden sie den größten Einzelposten an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen 2012 von € 66,9 Mio. auf € 107,3 Mio zu und haben damit einen Anteil von 20,5% an der Bilanzsumme.

Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB ist stichtagsbezogen von € 57,0 Mio. auf € 59,5 Mio. angestiegen. Das Eigenkapital wurde durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Julius Bär Gruppe AG im Dezember 2012 zunächst um insgesamt € 17,0 Mio. auf € 74,0 Mio. vor Verrechnung des Jahresfehlbetrages erhöht. Durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen zur Abdeckung des Jahresfehlbetrages 2012 in Höhe von € 14,6 Mio. verringerte sich das Eigenkapital auf € 59,5 Mio. Nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages sind von dem Eigenkapital € 15,0 Mio. eingezahlt, während sich € 44,2 Mio. in der Kapitalrücklage befinden.

Die Eigenkapitalquote nahm Ende 2012 aufgrund der stark angestiegenen Kundeneinlagen im Vergleich zu Ende 2011 von 15,4 % auf 11,3% ab.

2.8. Liquiditätslage

Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach dem Liquiditätsgrundsatz, der die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen setzt. Diese Liquiditätskennzahl belief sich zum Jahresende 2012 auf komfortable 4,8 und lag damit deutlich über 1.

Die Solvabilitätskennziffer nach § 2 Abs. 1 bis 3 SolvV beträgt 47,5%.

2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank sind geordnet. Die bis zum Erreichen der Gewinnzone anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Darüber hinaus existiert die Zusage des Mutterhauses, im Falle größerer Defizite die Kapitalrücklagen zu stärken.

2.10. Nachtragsbericht

Nichts zu berichten.

3. Risikobericht

3.1. Grundsätze

Im auf das Private Banking fokussierten Geschäftsmodell der Bank sind die Geschäftsrisiken durch Nichterreichung der Geschäftsziele als die bedeutsamsten Risiken identifiziert worden. Deren Steuerung gilt die Aufmerksamkeit des Vorstands. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Zusammenhang mit der Fristentransformation oder im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Weitere wesentliche Risiken im Geschäftsmodell der Bank sind die operationellen Risiken aufgrund des weitreichenden Outsourcings der Abwicklung von Bankgeschäften.

In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Letztere werden jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, -überwachung und -steuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben.

Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands insgesamt nur geringe Risiken. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes, mittleres Institut in der Risikoklasse B (zweitbeste Risikoklasse) ein.

3.2. Risikosteuerung

Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:

Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken die Reputation der Bank gefährden könnten

Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken im Verhältnis zu den Ertragschancen ungünstig sind

Verzicht auf Geschäfte, welche wir nicht vollständig verstehen und welche nicht in angemessener Art und Weise in unsere Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie unsere Prozesse integriert werden können

Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen

Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen

Aktives Management aufgetretener Schadensfälle

Verwendung rechtlich geprüfter Verträge

Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil als Risikobudget zur Abdeckung des Risikopotenzials zum Ansatz gebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Es wird dabei sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch Stresstests ergänzt. Das Ziel der Bank ist es hier, den Standardinstrumenten zur Risikomessung nicht blind zu vertrauen, sondern diese kritisch zu hinterfragen. Der jährliche „Report zum Stresstesting sowie den Konzentrationsrisiken der Bank Julius Bär Europe AG" enthält die für die einzelnen Risikoarten relevanten Szenerien und Analysen. Er stellt eine Ergänzung zum Risikohandbuch dar. Bei den Stresstest wird von einer Fortführungsperspektive der Bank ausgegangen. Zur wirtschaftlich sinnvollen Zusammenführung der Ergebnisse der einzelnen Risikoarten werden übergreifende Szenarien genutzt. Diese helfen bei der Fundierung der Stresstests, ermöglichen einen angemessenen rahmen für historische sowie hypothetische Stressüberlegungen und ermöglichen die Auffindung von Inter-Risikokonzentrationen. Es werden zwei übergreifende wirtschaftliche Szenarien analysiert: (1) Ein starker konjunktureller Einbruch, dessen Auslöser die Staatskrisen in Europa sind und in deren Folge sich ein Vertrauensverlust bei den Anlegern und an den Kapitalmärkten Kurseinbrüche einsetzen. (2) Hoher Wettbewerb um Kunden, der verhindert, dass die Bank ihre Volumens- und Ertragsziele erreicht. Als problematisch kann sich – insbesondere bei den Geschäftsrisiken – ein stärkerer Wettbewerb um Kunden erwiesen. Zusammenfassend spiegeln die Ergebnisse die konservative Risikopolitik sowie eine gute Kreditqualität wider.

Zusätzlich wurden auch inverse Stresstest vorgenommen. Hier wird untersucht, bei welchen Ereignissen das Geschäftsmodell der Bank nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Nur bei den Geschäftsrisiken zeigt sich das mögliche Gefährdungspotential für die Bank. Andere gefährdende Konzentrationen sind nicht erkennbar.

Zum Risikomanagement gehört auch die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeit sowie die Strukturierung und Abbildung von Prozessen im Detail. Die Arbeitsplatzbeschreibungen und Organisationsrichtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt und für jeden Bank-Mitarbeiter verbindlich. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter elektronisch zur Verfügung. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren.

Das ausführliche Management-Informations-System ist dergestalt aufgebaut, dass insbesondere die für die Geschäftsrisiken als dem identifizierten größten Risiko ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen sind. In dem Management-Informations-System wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikokontrolle gehört des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling und Interne Revision. Alle diese Bereiche sind zusammen mit Vertretern der Marktbereiche Mitglieder des Risk- und Outsourcing Committee, das viermal im Jahr tagt, alle Risikoarten überwacht, die Parameter für die Risikosteuerung festlegt, ein Votum zu Entscheidungen von risikopolitischer Bedeutung hat und die Risiko-Berichterstattung an den Aufsichtsrat vorbereitet und dem Vorstand zur Genehmigung zuleitet.

3.3. Geschäftsrisiken

Die Bank betrachtet das Geschäftsrisiko als das bedeutendste und wesentliche Risiko, da das Geschäftsmodell auf Private Banking-Dienstleistungen fokussiert ist und daher keine Diversifikationseffekte aus anderen Geschäftsbereichen zum Tragen kommen. Geschäftsrisiken sind primär externer Natur und sind definiert als die Abweichung des Betriebsergebnisses der Bank von dem Planergebnis. Das Geschäftsrisiko beinhaltet die drei Ausprägungen „Ertrags- und Vertriebsrisiken. Kostenrisiken und Reputationsrisiken". Gibt es Zweifel an der Reputation von Julius Bär in Deutschland, dürfte sich dies in einem verringerten Neugeldzufluss und/oder einem Abfluss von verwalteten Vermögen und entsprechenden Ertragseinbußen bemerkbar machen. Den festgestellten Ertragskonzentrationen (z.B. bei Neugeld- und Vermögensverwaltungsvolumen und Marktperformance/Geld- und Kapitalmarktentwicklung) trägt die Bank durch entsprechende Szenarienrechnungen und Simulationen Rechnung. Die Geschäftsrisiken werden eng von der Bank überwacht und im monatlichen Reporting gewürdigt.

3.4. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Das Eigenkapital der Bank wird in festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität angelegt. Die Auswahl und die Bonitätskontrolle werden durch Fachabteilungen der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, wahrgenommen. Es werden nur geringe Fremdwährungspositionen eingegangen. Zum anderen bestehen Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär eigenen Pensionsgelder im JB OPEN 1-Fonds. Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt anhand des marktüblichen Konzeptes des „Value at Risk". Zum Stichtag 31. Dezember 2012 hat das „Interest Income" nur einen Anteil von 6,3% an den gesamten Erträgen. Der Basel II-Koeffizient liegt bei - 0,37%. Dies entspricht einem Zinsänderungsrisiko (alle Wertpapiere im Anlagebuch und zinstragenden Bestandteile im JB Open 1-Fonds) von € 0,27 Mio. In den Zinsszenarien hat die Bank eine Zinsänderungschance. Es ergeben sich daher keine besonderen Anforderungen an die Risikosteuerung.

3.5. Adressenausfallrisiken

Im Geschäftsmodell der Bank wird das Kreditgeschäft in Form von Lombard-. Aval- und Immobilienkrediten nur als „Beigeschäft" zum Vermögensverwaltungsgeschäft betrieben. Es werden also nur Kredite an Kunden gewährt, die bei der Bank Konto/Depot unterhalten, wobei das verwaltete Vermögen größer als die Inanspruchnahme von Lombard- und Avalkrediten sein soll. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte und eventuell darüber hinaus durch Wertpapiervermögen gesichert.

Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an der Bilanzsumme lag 2012 bei 18,1% oder 3,2% an den verwalteten Vermögen. Bisher gab es keine Kreditausfälle. Der Anteil der Blankoanteile lag unter 1%. Die Gesamtheit der Kredite ist zu etwa 80% durch Wertpapierverpfändung und zu etwa 20% durch Grundpfandrechte gesichert. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel sowie das Rating des Portfolios werden konservativ festgelegt und täglich über das von der Julius Bär Gruppe gesetzte Controllingsystem TEMOS nach einem festgelegten Algorithmus berechnet und überwacht. Die Limite waren so konservativ gesetzt, dass selbst bei den sehr volatilen Kapitalmärkten nicht in Gefahr bestand, diese zu unterschreiten.

Bei den Adressenausfallrisiken im Eigengeschäft werden lediglich die Kontrahentenrisiken betrachtet. Das Eigengeschäft wird originär bewusst nicht betrieben. Das Adressenausfallrisiko der festverzinslichen Wertpapiere in der Eigenanlage ist bereits über die VaR-Berechnung in den Marktpreisrisiken „Bonds" abgebildet worden. Die Kontrahentenrisiken werden monatlich im Risk Reporting dargestellt. Eine Streuung der Adressen unter engen Limitvorgaben und ein hoher Anteil von 94,6% der Anlagen bei der Deutschen Bundesbank zeigen die konservative und risikobewusste Strategie. Da in der Hauptsache nur Liquiditätsüberschüsse „overnight" angelegt werden und bei Ratingverschlechterungen der Geldhandelspartner keine Bewertungsverluste bei den Geldmarktanlagen zu befürchten sind, sind die Kontrahentenrisiken eher Liquiditätsrisiken.

Sowohl die Platzierung von Termingeldern, die Investition in festverzinslichen Wertpapieren wie auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten insbesondere hinsichtlich der sichernden Wertpapiere erfolgen nach den Leitlinien für die entsprechenden Geschäfte der Julius Bär Gruppe in Zürich.

3.6. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Aufgrund des niedrigen Risikoprofils des Geschäftsmodells der Bank und des Verzichts auf Fristentransformationen sind auch die Liquiditätsrisiken als niedrig einzustufen.

Die vom Rechnungswesen erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden täglich dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Der enge Geschäftsrahmen der Bank führt zu sehr stabilen und Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze.

Liquiditätsrisiken resultieren viel eher aus Geldmarktanlagen bei anderen Banken. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgen diese Anlagen zum überwiegenden Teil nur in Form „overnight money", um die Liquidität schnell zurückholen zu können, wenn sich Anzeichen von Instabilität eines Geldhandelspartners zeigen sollten. Infolge der Anspannungen im Bankensystem wurden Liquiditätsüberschüsse 2012 bis zu 95% bei der Deutschen Bundesbank angelegt.

3.6. Operationelle Risiken

Aufgrund der komplexen Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Die mit dem Outsourcing verbundenen operationellen Risiken werden von der Bank als wesentliche Risiken im Sinne einer aktiven Steuerung qualifiziert. Die Bank hat für den Outsourcing-Bereich ein detailliertes Monitoring- und Controlling-System aufgebaut. Basis der Überwachung der Outsourcingpartner sind klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen („Service Level Agreements — SLAs") für sämtliche ausgelagerten Aktivitäten. Diese SLAs enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom Outsourcing Committee der Bank ausgewertet und bilden auch die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing Partnern.

Zur besseren Kontrolle der Risiken und Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.

Im Rahmen des Investment Controllings wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft.

Die Bank betrachtet die Gewährung von Lombardkrediten in erster Linie als operatives Abwicklungsrisiko, da die (konservativen) Beleihwerte auf der Basis der langjährigen Lombardkrediterfahrung der Julius Bär Gruppe festgelegt und täglich überwacht werden. Dies bedeutet, dass in der Regel ausreichend Zeit für Portfolioumschichtungen zur Reduktion des Kreditrisikos bestehen.

Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „OpRi" eingeführt. OpRi ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potentiellen Schäden aus dem Bankgeschäft, deren Wert über € 1.500 liegt. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im Risk and Outsourcing Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. JB GOLD entspricht den Anforderungen des Basel II-Aufsichtsrechts. 2012 wurden insgesamt 7 Schäden über € 1.500 in diese Datenbank eingestellt. Die Gesamtsumme der Schäden hat nur einen Anteil von 0,06% an dem gesamten Transaktionsvolumen.

3.7. Rechtliche Risiken

Die Bank sieht momentan keine besonderen rechtlichen Risiken.

3.8. Risikotragfähigkeit

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf der Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotentiale gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotential abgesichert sind. Dieses Risikodeckungspotential errechnet sich mit einer Höhe von max. € 50,6 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse selektiv alloziiert wird.

Das Risikodeckungsbudget der Bank wurde von den Gremien der Bank in einer Höhe von € 6,3 Mio. festgelegt. Die Limite sind nach den bewerteten Risiken im Risikoszenario bestimmt worden, so dass bei Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden.

Den Geschäftsrisiken wird mit € 2,5 Mio. das höchste Budget zugewiesen. Das Limit für Liquiditätsrisiken ist mit € 1,8 Mio. festgesetzt worden. Der Vorstand hat folgende weitere Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für das Kreditrisiko wird auf € 0,6 Mio. festgesetzt, das Limit für die Marktpreisrisiken für das Anlagebuch und die Pensionsgelder liegt bei € 0,7 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf € 6,3 Mio.

Dem steht ein Kernkapital von € 15,0 Mio. und ein nicht belegtes Kapital von € 50,6 Mio. gegenüber. Für das Normalszenario sind daher die Risiken damit mehr als ausreichend abgedeckt. Die entscheidende Frage der Bank ist, ob der Eintritt von extremen Risiken auch verkraftet werden kann. Diese extremen Risiken können aus Modellfehlern, überproportional großen Kursschwankungen oder Risikokonzentrationen entstehen. Grundüberlegung ist dabei, dass eine Kennziffer nach Solvabilitätsverordnung von 8% zu erreichen ist, In den Stressszenarien wird daher kein Eigenkapital für die Risikodeckungsmasse bereitgestellt, um den „going concern" der Bank nicht zu gefährden. Nur für die inversen Stresstests werden auch die gezeichneten Kapitalreserven bereitgestellt.

Ergebnis der kombinierten Stresstests (Stand: 31. Oktober 2012)

scroll
€ Mio. Starker konjunktureller Einbruch Hoher Wettbewerb um Kunden Schlechteste realistische Annahme
Geschäftsrisiko 6,405 7,932 7,932
Zinsspannenrisiko Kein Ansatz** Kein Ansatz** 0,00
Marktpreisrisiko 1,898 0,658 1,898
Kreditrisiko Kundengeschäft 1,641 0,440 1,641
Kreditrisiko Eigengeschäfte 1,907 0,00 1,907
Operationelle Risiken 1,494 1,494 1,494
Liquiditätsrisiken* 0,00 0,00 0,00
Summe 13,345 10,524 14,871

*hier kein Ansatz, da Eigengeschäfte über Kreditrisiken betraglich abgebildet, ** kein Ansatz, da positiver Wert

Aus der Zusammenstellung der kombinierten Stresstests lässt sich festhalten, dass der Fortbestand der Bank auch unter ausgesprochen negativen Annahmen für die einzelnen Risikoarten gewährleistet ist. In allen Szenarien wird das Risikobudget nicht ausgeschöpft, selbst wenn der schlechteste Wert angesetzt wird.

Die MaRisk verlangen von den Instituten so genannte „inverse Stresstests", mit denen zu analysieren ist, welche Ereignisse das Institut in seiner Überlebensfähigkeit gefährden können. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell als nicht mehr tragfähig erweist.

Inverse Stresstests stellen eine Ergänzung der sonstigen Stresstests dar. Es wird für die einzelnen Risikoarten untersucht, bei welchen Ereignissen das Stressrisikobudget verbraucht wird. Im Fall der inversen Stresstests wird auch das eingezahlte Eigenkapital dem Risikobudget zugewiesen. Aus der Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Falls können dann wieder Rückschlüsse auf die Risikotragfähigkeit gezogen werden.

Aus den Ergebnissen der inversen Stresstests lässt sich schließen, dass die meisten Szenarien, die zum Aufbrauchen des Risikobudgets führen, mit Ausnahme der Geschäftsrisiken unwahrscheinlich sind. Im Bereich der Adressenausfallrisiken für das Kundengeschäft und das Eigengeschäft sind solche Ereignisse nicht völlig auszuschließen. Hier wird mit einer Limitierung im Kunden- und im Eigengeschäft und konservativen Kreditvergaberichtlinien gegengesteuert, Die kritischsten Werte in Bezug auf das Geschäftsmodell der Bank zeigen sich im Geschäftsrisiko. Daher wird die Risikotragfähigkeit der Bank monatlich berechnet und berichtet.

4. Ausblick

Die Konjunkturentwicklung in Deutschland wird 2013 schwächer starten, die Aussichten dürften sich im Jahresverlauf allerdings verbessern. Das reale Wachstum wird jedoch im Jahresergebnis nur eine „schwarze" Null erreichen. Konjunktureller Gegenwind entsteht primär durch die geringe Nachfrage aus den europäischen Partnerländern. Dank anhaltend hoher Beschäftigung und niedriger Zinsen bleibt die Inlandsnachfrage in Deutschland robust und verhindert eine Rezession.

Die bereits eingeleiteten fiskalischen Konsolidierungsbemühungen zahlen sich für die Eurozone 2013 aus. Die Konjunkturbelastung nimmt im Gegensatz zu den USA und Japan ab, während in den letztgenannten Ländern der fiskalische Gegenwind 2013 eher zunehmen dürfte. Dennoch ist in der Eurozone vor Herbst 2013 keine Konjunkturerholung zu erwarten, da die Kreditklemme vorerst das Investitions- und Wirtschaftswachstum belastet.

In den USA konnten zum Jahresende konnten zwar die automatischen Steuererhöhungen und gleichzeitigen Ausgabensenkungen von 4 bis 5 Prozentpunkten des Bruttoinlandsproduktes, die aller Wahrscheinlichkeit nach in eine Rezession geführt hätten, durch einen Kompromiss zwischen der Regierung Obama und dem republikanisch dominierten Kongress in letzter Minute deutlich abgemildert werden. Trotzdem ergibt sich ein konjunktureller Bremseffekt, der deutlich größer als im vergangenen Jahr ausfällt. Japan hingegen wird sich trotz Regierungswechsel dem fiskalischen Gegenwind kaum entziehen können. Auf globaler Ebene droht vorerst nach wie vor keine akute Inflationsgefahr. Die Zentralbanken in den Ländern mit schwachem Wachstum oder mit Rezession werden weiterhin ihre Geldschleusen geöffnet lassen, um so der Politik die nötige Zeit zu geben, die schmerzhaften, jedoch dringend notwendigen fiskalischen Reformen umzusetzen.

Aufgrund der latenten Wachstumsschwäche in den entwickelten Ländern, die sich über den Außenhandel auch stark auf die Konjunktur vieler wichtiger Schwellenländer auswirkt, ist 2013 nur ein weltwirtschaftliches Wachstum zu erwarten, das mit 3,3% auf der Höhe des vergangenen Jahres liegt. Es rächt sich, dass es viele Emerging Markets verpasst haben, ihren Binnenmarkt rechtzeitig stärker zu entwickeln, um so globale Konjunkturschwächen besser abfedern zu können. Davon betroffen sind vor allem rohstoffreiche Länder wie Brasilien und Russland, aber auch Indien und China. Daneben sind es oft fehlende Reformen, die in diesen Ländern einer stärkeren autonomen Konjunkturentwicklung im Weg stehen.

Das Anlagepanorama erweist sich 2013 noch akzentuierter als in den Jahren zuvor: In einem Umfeld geprägt von Nominalzinsen nahe Null, negativen Realzinsen und durchwachsenen Wirtschaftsaussichten sind Anleger gezwungen, immer größere Risiken einzugehen, wenn sie ihr Vermögen auch nur kaufkraftbereinigt erhalten, geschweige denn attraktive Renditen generieren wollen. Die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, unbegrenzt Staatsanleihen der Länder der Eurozone anzukaufen, wird die Märkte liquide und die Zinsen auf niedrigem Niveau halten. Allerdings könnten in der zweiten Jahreshälfte die Zinsen in den USA und der Eurozone leicht anziehen. Bei den festverzinslichen Anlagen sollte bei langen Laufzeiten der Inflationsschutz einbezogen und das Unternehmensrisiko dem Staatsrisiko vorgezogen werden. Die reichliche Liquidität sollte die Märkte für Realkapital stützen. Bei anhaltend volatilen Aktienmärkten gilt es, weiterhin auf Substanz zu setzen oder den Schritt in exotischere Regionen wie ausgesuchte Schwellenländer zu wagen. Im Rohstoffbereich sind Chancen bei Gold und Palladium zu erwarten. Insgesamt wird von einer positiven Jahresperformance 2013 und auch 2014 ausgegangen.

Die erwartete Entwicklung an den Kapitalmärkten erfordert mehr denn je eine international ausgerichtete Anlagestrategie, für die Julius Bär bestens aufgestellt ist. Die Bankengruppe ist international in mehr als 20 Ländern vertreten und besitzt im Research eine große internationale Expertise. Das kundenzentrierte Geschäftsmodell der Julius Bär Gruppe stößt bei den vermögenden Privatkunden weiterhin auf große Wertschätzung: Die Bank ist einerseits groß genug, um den Kunden ein umfassendes Dienstleistungsangebot anzubieten, andererseits noch überschaubar, um eine schnelle, flexible und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und Teams zum Nutzen der Kunden zu gewährleisten, die für eine individuelle Betreuung Voraussetzung ist.

Die Umwälzungen am Private Banking-Markt in Deutschland sind noch nicht abgeschlossen. Viele der Wettbewerber haben Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, was zu Verunsicherung der Mitarbeiter und der Kunden führt. Die Bank sieht daher Chancen, Marktanteile im Zuge einer Strategie des organischen Wachstums zu gewinnen. Das Geschäftsmodell sowie die Stabilität und der Erfolg der Julius Bär Gruppe sind nicht nur für vermögende Privatkunden attraktiv, sondern auch für erfahrene Senior-Betreuer, die ein professionelles Umfeld im Private Banking suchen. Als Folge des Ausbaus der Betreuerkapazität erwartet die Bank eine weitere substantielle Erhöhung der Zahl an Neukunden mit einer entsprechenden Erhöhung der verwalteten Vermögen und der Erträge. Die Kundenbetreuung wird auch 2013-2014 in den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut, um die erkannten Marktchancen zu nutzen. Die Marke Julius Bär soll in Deutschland gestärkt und die regionale Verankerung von Julius Bär an den bestehenden Standorten vorangetrieben werden. Die offene Produktarchitektur, die unabhängige Beratung, die globale Expertise, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und Nachfolgeregelung sowie ein professioneller Kundenservice in unmittelbarer Nähe sind die nachweislichen Erfolgsfaktoren der Geschäftsstrategie. Zielgruppen der Akquisitionsbemühungen sind in erster Linie Unternehmer, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allocation unter Einsatz innovativer Produkte und einer stringenten Risikoüberwachung bieten.

Die Bank ist zuversichtlich, in den nächsten zwei Jahren die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland im Privatkundengeschäft fortsetzen zu können. Als größtes Risiko für die Expansionsstrategie ist wiederum die Entwicklung der Kapitalmärkte anzusehen. Sollten die Kurse an den Kapitalmärkten wieder stark schwanken oder nach unten tendieren, dürften die Privatkunden weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Angeboten interessiert sein und stattdessen die risikoarmen Geldmarkt- und Einlagengeschäfte bevorzugen. Zweites Risiko für die Expansionsstrategie der Bank ist die weitere Erhöhung der Wettbewerbsintensität. In einem Markt mit hohem Verdrängungswettbewerb bei gleichzeitig weiter steigenden regulatorischen Anforderungen besteht das Risiko, dass die Margenvorstellungen nicht mehr am Markt durchsetzbar sind.

Bei dem geplanten organischen Wachstum wird das Inlandsgeschäft im Private Banking Ende 2014 nachhaltig die Gewinnschwelle erreichen. Die Ertragslage der Bank wird sich trotz der Verbesserung im Private Banking aber insgesamt 2013 nochmals deutlich verschlechtern, da die Vorbereitungen der Buchungsplattform auf die EU-Kunden außerordentliche Projektkosten verursachen und hohe Investitionen in Systeme und Personal erfordern. Die Erträge aus der Depotführung der EU-Kunden sollte dann bereits ab 2014 positiv zum Ergebnis der Bank beitragen. Die europäische Expansion wird darüber hinaus positive indirekte Auswirkungen auf das Private Banking-Geschäft mit deutschen Kunden haben. Das zu erwartende höhere Transaktionsvolumen und die deutlich erhöhten Kundenvermögen werden zu einer besseren Ausnutzung der Abwicklungsplattform führen und die Stückkosten reduzieren.

Den Chancen der Buchung von EU-Kunden bei der Bank stehen jedoch auch Risiken gegenüber, die insbesondere in der integrationsphase 2013 und 2014 genau zu beobachten und zu steuern sind. Um die Geschäftsausweitung vorzubereiten, hat die Bank ein Projekt seit September 2012 aufgesetzt und zahlreiche externe Spezialisten für den Transfer von Kundenvermögen hinzugezogen. Die Risiken bestehen zum einen darin, dass in der Vorbereitungsphase fehlerhaft Prozesse aufgesetzt werden, die später im Tagesgeschäft zu höheren operationellen Risiken führen. Zum anderen können in der Migration der Kundenvermögen selbst Fehler auftreten, die eventuell Schadensersatzanforderungen nach sich ziehen, Diesen beiden Risiken wird gegengesteuert, indem im Projekt ausgewiesene Fachleute mit der entsprechenden Erfahrung in ihren Fachgebieten beschäftigt werden und eine professionelle Projektorganisation die Projektarbeiten überwacht. Durch die steigende Zahl von Kunden ergeben sich höhere Risiken im Bereich der Bekämpfung der Geldwäsche und betrügerische Handlungen. Für die verstärkten Kontrollen sind bereits die Ressourcen im Bereich Compliance deutlich aufgestockt worden. Im Tagesbetrieb ist in der zweiten Jahreshälfte bei der erhöhten Transaktionszahl mit einer Erhöhung der Fehleranfälligkeit in der Abwicklung zu rechnen, da auch in diesem Bereich neue Mitarbeiter in die Prozesse eingeführt werden müssen. Der Kontrollaufwand im Middle Office der Bank wird deutlich zunehmen. Die Bank hat durch frühzeitige Einstellungen und entsprechend lange und intensive Trainingsphasen die Risiken überschaubar gehalten. Die Bank wird den EU-Kunden nicht nur die Konto/Depotführung mit der Auftragsabwicklung anbieten, sondern darüber hinaus auch noch andere Bankdienstleistungen wie Lombardkredite. Dadurch nehmen die Adressenausfallrisiken generell zu. Dem wird entgegengewirkt, dass für die EU-Kunden die gleichen konservativen Maßstäbe an die Bonität wie bei den Kunden angelegt werden.

5. Verbundene Unternehmen

Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung oder einen Nachteilsausgleich erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktivseite

scroll
31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR TEUR
1. Barreserve      
a) Kassenbestand 43.987,82   77
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken      
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 357.162.345,39 (Vorjahr: TEUR 5.671) 357.162.345,39   5.671
    357.206.333,21 5748
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 20.075.521,39   12.987
b) andere Forderungen 9.280.290,60   251.214
    29.355.811,99 264.201
3. Forderungen an Kunden   104.628.656,44 65.863
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 12.796.027,73 (Vorjahr: TEUR 4.293)      
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere      
b) Anleihen und Schuldverschreibungen      
ba) von öffentlichen Emittenten      
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 5.202.223,42 (Vorjahr: TEUR 7.927) 5.202.223,42   7.927
bb) von anderen Emittenten      
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 2.603.734,25 (Vorjahr: TEUR 5.215) 2.603.734,25   5.215
    7.805.957,67 13.142
5. Anteile an verbundenen Unternehmen      
darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)   25.564,59 26
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)      
6. Treuhandvermögen      
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0)   9.352.237,11 8.132
7. Immaterielle Anlagewerte      
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   754.393,00 885
8. Sachanlagen   2.361.351,00 1.924
9. Sonstige Vermögensgegenstände   10.756.725,17 9.005
10. Rechnungsabgrenzungsposten   113.033,33 151
11. Aktive latente Steuern   2.063.885,66 2.064
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   269.166,38 0
Summe der Aktiven   524.693.115,55 371.141

Passivseite

     
    31.12.2012 31.12.2011
  EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig 1.095.037,17   2.326
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 106.237.142,37   64.554
    107.332.179,54 66.880
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
ba) täglich fällig 335.242.291,31   222.944
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 541.073,25   7.674
    335783.364,56 230.618
3. Treuhandverbindlichkeiten      
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0)   9.352.237,11 8.132
4. Sonstige Verbindlichkeiten   2.752.719,17 132
5. Rechnungsabgrenzungsposten   1.568.138,35 1.086
6. Rückstellungen      
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00   127
b) andere Rückstellungen 8.440.168,82   7.119
    8.440.168,82 7.246
7. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 15.000.000,00   15.000
b) Kapitalrücklage 44.200.422,34   41.783
c) andere Gewinnrücklagen 263.885,66   264
    59.464.308,00 57.047
Summe der Passiven   524.693.115,55 371.141
1. Eventualverbindlichkeiten      
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   9.002.909,39 7.914
2. Andere Verpflichtungen      
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   3.350.000,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

scroll
Aufwendungen 1.1.-31.12.2012 2011
EUR EUR TEUR
1. Zinsaufwendungen   1.185.367,61 1.624
2. Provisionsaufwendungen   4.700.819.93 3.994
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 14.503.441,41   14.217
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung      
darunter: für Altersversorgung EUR 839.994,92 (Vorjahr: TEUR 711) 2.133.932,57   1.882
b) andere Verwaltungsaufwendungen 14.830.551,96   11.453
    31.467.925,94 27.552
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   822.640,08 683
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen   221.556,75 1.011
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   221.950,00 217
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme   2.461,35 1
Summe der Aufwendungen   38.622.721,66 35.082
1. Jahresfehlbetrag   14.582.307,48 15.252
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     0
    14.582.307,48 15.252
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage   14.582.307,48 15252
4. Bilanzverlust   0,00 0
Erträge   1.1.-31.12.2012 2011
  EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.175.608,06   2.812
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 470.941,90   625
    2.646.549,96 3.437
2. Laufende Erträge aus      
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 36,39   1
    36,39 1
3. Provisionserträge   19.399.666,58 14.647
4. Sonstige betriebliche Erträge   1.994.161,25 1.745
5. Jahresfehlbetrag   14.582.307,48 15.252
Summe der Erträge   38.622.721,66 35.082

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV, für die Gewinn- und verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahrs werden stetig angewendet.

Von der Möglichkeit. Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.

Aufgrund der gestellten Sicherheiten waren für das im Kreditgeschäft liegende allgemeine Ausfallrisiko keine Einzelwertberichtigungen zu bilden In Vorjahren waren ebenfalls keine Einzelwertberichtigungen vorzunehmen, entsprechend wurde keine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) bewertet. Der bewertete Bestand wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet.

Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.

Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 410 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst. In Vorjahren gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden linear auf die Restlaufzeit abgeschrieben.

Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln in der Fassung 2005G von Prof. Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 5,05% sowie einer Bezüge- und Rentendynamik von jeweils 2,00%.

Der sich zum Bilanzstichtag ergebende Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern dient, verrechnet. Die kumulierten Anschaffungskosten dieses Vermögens betragen TEUR 7.492.

Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 507 sind mit der Einzahlung unverfallbar.

Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und zum Barwert bilanziert.

Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 796 werden zum Marktwert der zugrunde liegenden Investmentanteile angesetzt.

Eine Bewertung der am Stichtag bestehenden, geschlossenen Positionen in Devisentermingeschäften erfolgte als Bewertungseinheit zum Nominalbetrag; unrealisierte Gewinne / Drohverlust-Rückstellung wurden nicht ausgewiesen.

Die Anderen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum EZB Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurden latente Steuern berechnet.

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 20.076 (Vorjahr: TEUR 12.987) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:

scroll
in TEUR 31.12.12 31.12.11
- bis drei Monate 8.878 241.196
- drei Monate bis ein Jahr 402 10.018
- ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
  9.280 251.214

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 22.580 (Vorjahr: TEUR 36.535) enthalten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit

scroll
in TEUR 31.12.12 31.12.11
- täglich fällig 435 733
- bis drei Monate 69.169 41.193
- drei Monate bis ein Jahr 11.080 3.699
- ein Jahr bis fünf Jahre 9.630 14.988
- über fünf Jahre 14.315 5.250
  104.629 65.863

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 7.500 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 7.607.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte inländische Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2013 sind Schuldverschreibungen in Höhe von nominal TEUR 7.500 fällig.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert zum Jahresultimo in Höhe von TEUR 191 vorgenommen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1. Diese Investmentanteile haben per 31.12.2012 einen Buchwert von TEUR 7.492.

Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 87, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 796 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.179 verrechnet.

Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen übersteigt, wird nach § 266 Abs. 2 HGB zum 31.12.2012 ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 269 ausgewiesen.

Das verrechnete Vermögen, das dem Anteil von 23 (Y0 an einem Spezial-Sondervermögen i.S.d. § 1 InvG i. V. m. § 2 Abs. 3 InvG entspricht, weist zum 31.12.2012 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 9.331 (Vorjahr: TEUR 7.838) auf, der dem Marktwert i. S. d. § 36 InvG entspricht. Beim Spezial-Sondervermögen handelt es sich um einen internationalen Mischfonds (Gemischtes Sondervermögen). Der Fonds verfolgt eine konservative Anlagestrategie nach einem Multi-Asset-Ansatz unter Begrenzung des Risikos. Es ist eine Zielrendite von 6 % unter Wahrung einer maximalen Volatiliät von 5% vorgegeben. Des weiteren ist die strategische Assetallokation in der Weise optimiert, dass die Verluste eine definierte Obergrenze nicht überschreiten können. Dem Sondervermögen wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 833 (Vorjahr: TEUR 260) zugeführt. Das Vermögen ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und somit nicht täglich fällig.

Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:

scroll
Forderungen an Banken: TEUR 9.352
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: TEUR 9.352

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres: Verlust von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 1).

Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten wie folgt dar (in TEUR):

scroll
Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwert
Stand
01.01.12
Zugänge
2012
Abgänge
2012
Stand
31.12.12
Gesamt davon
2012
31.12.12
Wertpapiere des Anlagevermögens* 6.660 832 --- 7.492 --- --- 7.492
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 --- --- 26 --- --- 26
Immaterielle Anlagewerte 5.783 121 884 5.020 4.265 252 755
Sachanlagen** 4.827 1.009 124 5.712 3.351 571 2.361
Insgesamt 17.296 1.962 1.008 18.250 7.616 823 10.634

* Anschaffungskosten der Wertpapiere

** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 01 01.2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen aus der Vermögensverwaltung für Privatkunden in Höhe von TEUR 6.728, Provisionsforderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co, AG, Zürich in Höhe von TEUR 1.225, sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 132.

Zudem besteht eine Rückforderung Lohnsteuer an das Finanzamt Höhe von TEUR 833, Vorsteuerforderungen für die Jahre 2010 und 2011 in Höhe von TEUR 516, Körperschaftsteuerforderungen gem. § 37 KStG von TEUR 128 sowie anrechenbare Steuerguthaben des Julius Bär Pensionsfund e.V. von TEUR 109.

Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.064 resultieren im Wesentlichen aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft sowie aus temporären Differenzen bezüglich der Bewertung von Pensionsrückstellungen, festverzinslichen Wertpapieren und steuerlich nicht nachvollzogenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden ein Steuersatz von 31,93% (davon Körperschaftsteuersatz von 15,83% einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuersatz von 16,1%) zugrunde gelegt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 113.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 53.658 (Vorjahr: TEUR 50.061) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 11.559 (Vorjahr: TEUR 10.254) sowie CHF im Gegenwert von TEUR 37.651 (Vorjahr: TEUR 15.619).

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.095 (Vorjahr: TEUR 2.326) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

scroll
in TEUR 31.12.12 31.12.11
- bis drei Monate 68.845 40.714
- drei Monate bis ein Jahr 11.195 3.107
- ein Jahr bis fünf Jahre 10.023 14.866
- über fünf Jahre 16.174 5.867
  106.237 64.554

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 106.237 (Vorjahr: TEUR 64.554) enthalten, Darunter sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten in Höhe von TEUR 68.845 (Vorjahr: TEUR 40.714), mit einer Restlaufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr in Höhe von TEUR 11.195 (Vorjahr: TEUR 3.107), TEUR 10.023 (Vorjahr: TEUR 14.866) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie TEUR 16.174 (Vorjahr: TEUR 5.867) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 335.242 (Vorjahr: TEUR 222.943) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

scroll
in TEUR 31.12.12 31.12.11
- bis drei Monate 541 7.674
- drei Monate bis ein Jahr 0 0
- ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
  541 7.674

In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten.

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.752 enthalten im Wesentlichen abzuführende Steuern unserer Kunden in Höhe von TEUR 1.843, abzuführende Lohnsteuer in Höhe von TEUR 365 sowie offene Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 522. Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 87 wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Mietzuschüsse für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg in Höhe von TEUR 1.564.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
in TEUR 31.12.12 31.12.11
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0 127
Steuerrückstellungen 0 0
Andere Rückstellungen 8.440 7.119
- Personalrückstellungen 4.539 4.845
- Sonstige Rückstellungen 3.901 2.274
  8.440 7.246

In den Personalrückstellungen enthalten sind: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 3,804 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 276.

Die Personalrückstellungen enthalten Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr; diese wurden nach § 253 Abs, 2 HGB mit einem Barwert von TEUR 161 angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.053 sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.515.

Eigenkapital

Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.

Gewinnrücklagen

Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern wurde zum 01.01.2010 ein erfolgsneutraler Umstellungsbetrag von TEUR 264 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Kapitalrücklagen

Im Dezember 2012 erfolgte durch die Alleingesellschafterin Julius Bär Gruppe AG, Zürich eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 17.000.

Gewinnverwendung

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 14.582 aufgelöst und betragen zum 31.12.2012 TEUR 44.200.

Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 53.430 (Vorjahr: TEUR 49.863) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 37,562 (Vorjahr: TEUR 30.976) sowie USD im Gegenwert von TEUR 11,578 (Vorjahr: TEUR 15.733).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und KFZ) belaufen sich für die nächsten 5 Jahre auf TEUR 11.214.

Termingeschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen 197 noch nicht abgewickelte, geschlossene Devisentermingeschäfte, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden.6 AUD Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 413 stehen 6 AUD Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 413 gegenüber. 27 CHF Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 12.103 stehen 27 CHF Verkäufen mit einem Gegenwert von TEUR 12.102 gegenüber. 60 USD-Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 19.333 stehen 43 USD-Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 19.323 gegenüber. 11 JPY-Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 3.236 stehen 7 JPY-Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 3.232 gegenüber. Zudem entsprechen 3 NOK Käufe mit einem Gegenwert von TEUR 249 4 NOK Verkäufen mit einem Gegenwert von TEUR 249 sowie 1 SEK Kauf mit einem Gegenwert von TEUR 204 entspicht 1 SEK Verkauf mit einem Gegenwert von TEUR 204. Aufgrund der weitgehend geschlossenen Positionen, dem geringen Volumen der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank.

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.003 (Vorjahr: TEUR 7.914) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 1.731 (Vorjahr: TEUR 1.719) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 40.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen unwiderruflichen Kreditzusagen aus Baufinanzierungen in Höhe von TEUR 3.350. Diese werden voraussichtlich im auf den Bilanzstichtag folgenden Kalenderjahr in Anspruch genommen.

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuches

Per 31.12.2012 wendet die Bank bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung RS BFA 3 „Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)" vom 30,08.2012 an. In die Bewertung werden die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte einbezogen. Dabei werden diese unter Verwendung der Terminkurse zum 31.12.2012 auf den Barwert diskontiert. Die anteiligen Risiko- und Verwaltungskosten werden als Korrekturposten auf den ermittelten Wert berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist deutlich positiv, so dass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft,

Die gesamten Provisionserlöse in Höhe von TEUR 19.400 entfielen auf das Geschäft mit Privatkunden.

Die im Private Banking erzielten Provisionen enthalten im Wesentlichen TEUR 6.456 aus der Vermögensverwaltung, TEUR 7.907 aus dem Geschäft mit Beratungskunden sowie TEUR 2.288 vereinnahmte Vermittlungsprovisionen, von denen TEUR 691 an die Kunden auszukehren waren.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Diese Position beinhaltet hauptsächlich Vorsteuererstattungen für 2011 von TEUR 997, TEUR 661 aus der Bewertung der im Anlagevermögen gehaltenen Anteile am Spezialfonds JB Open 1, TEUR 422 Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 588.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 224. Dieses teilt sich wie folgt auf:

scroll
EUR
Abschlussprüfungsleistungen 150.000
andere Bestätigungsleistungen 73.821
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
Gesamt 223.821

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2012 ausgewiesen:

scroll
Geldanlagen Geldaufnahmen Dienstleistungen Dienstleistungen
Art der Beziehung TEUR TEUR Aufwand TEUR Ertrag TEUR
Mutterunternehmen 0 0 1.629 0
Schwestergesellschaften 3.492.389 5.497.778 1.880 2.380
Tochtergesellschaft 0 0 0 0
Gesamt 3.492.389 5.497.778 3.509 2.380

Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag unterhält die Bank Nostrokonten bei Schwestergesellschaften in Höhe von von TEUR 22.575.

Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Bank hat folgende wesentlichen Bereiche ausgelagert:

Back Office Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel

Zahlungsverkehr

Interne und IT-Revision

IT Infrastruktur

IT Betreuung

automatischer Kontenabruf nach § 24c KWG

Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z.B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch das Risk and Outsourcing Committee (RoC) der Bank Rechnung getragen.

Aufsichtsrat

Gian A. Rossi
(Vorsitzender)
Market Area Head Private Banking
Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Dr. Urs Monstein
(stellv. Vorsitzender)
Managing Director
Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Ingeborg König
(Arbeitnehmervertreter)
Bankangestellte
Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt

Vorstand

Heiko Schlag
(Vorsitzender)
Vorstand Private Banking

Dr. Gerhard Grebe
Vorstand Organisation

Alexander Jecht
Vorstand Produkte

Organkredite

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.

Organbezüge

Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 151. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 3.406.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.523.

Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 105,2 (Vorjahr: 96,9) wovon 42,0 (Vorjahr: 37,9) Mitarbeiter weiblich und 63,2 (Vorjahr: 59,0) männlich waren.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 296 Abs. 2 H abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5% zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzernzugehörigkeit

Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG einbezogen.

Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.

 

Frankfurt am Main, den 24. Mai 2013

Der Vorstand

Heiko Schlag

Dr. Gerhard Grebe

Alexander Jecht

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vorn 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Bank. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vorn Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Bank sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bank und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 27. Mai 2013

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bors, Wirtschaftsprüfer

Unkel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2012 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3.

bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.

 

Frankfurt am Main, im Juni 2013

Der Aufsichtsrat

Gian A. Rossi, Vorsitzender