splendid medien AGKölnHalbjahresfinanzbericht 2018KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTI. Grundlagen des KonzernsDie Splendid Medien AG ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern,
der vorwiegend im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern agiert. Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente
Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten,
Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc,
Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion.
Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie
mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien und Synchronisation erbracht. Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2018 im ÜberblickHolding - Splendid Medien AGscroll
Mit Kaufvertrag vom 26. April 2018 erwarb die Splendid Entertainment weitere 25 %
der Geschäftsanteile an der Joker Productions GmbH, sodass der Mehrheitsanteil an
der Joker Productions nunmehr 85 % beträgt. Mit Übernahme der weiteren Geschäftsanteile
wurde die Geschäftsführung der Gesellschaft neu besetzt und der Geschäftssitz der
Gesellschaft nach Köln verlegt. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 haben sich bezüglich des Geschäftsmodells der
Splendid Gruppe, bezüglich der Ziele und Strategien, der Steuerungssysteme sowie bezüglich
Forschung und Entwicklung keine Veränderungen ergeben. Wir verweisen hierzu auf unsere
Ausführungen im Geschäftsbericht 2017, S. 21 ff. II. WirtschaftsberichtII.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWeiterhin gute KonjunkturlageDie deutsche Wirtschaft setzte auch im ersten Halbjahr 2018 die positive Entwicklung
weiter fort. Die hohe Beschäftigung sowie Lohnzuwächse wirken sich positiv auf das
Konsumklima aus. Auch die wirtschaftliche Lage in den Niederlanden und Belgien ist
weiterhin positiv. BranchenumfeldDer deutsche Kinomarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 eine schwache Besucher-
und Umsatzentwicklung. Mit EUR 439 Mio. wurden 15 % weniger Kinoumsätze erzielt als
im Vorjahr (EUR 518 Mio.). Die Zahl der gelösten Tickets sank ebenfalls um 15 % auf
51,0 Mio. (Vorjahr: 60,2 Mio.). Der Kinomarkt in den Niederlanden war im ersten Halbjahr
2018 ebenfalls rückläufig. Das Geschäftsfeld Home Entertainment umfasst die Bereiche Verkauf physischer Bildtonträger
(Blu-ray und DVD), Verleih über Videotheken und das Internet (Video-on-Demand VoD)
sowie lizenzierte digitale Downloads (Electronic Sell-Through EST). Der deutsche Videomarkt (ohne Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im Folgenden
"SVoD") musste erneut ein rückläufiges Marktvolumen hinnehmen. Im ersten Halbjahr
2018 sank der Umsatz der deutschen Videobranche um 7 % auf EUR 551 Mio. (Vorjahr:
EUR 593 Mio.). Das rückläufige Marktvolumen resultiert aus dem gesunkenen Umsatz mit
physischen Bildtonträgern, während sich der Umsatz aus digitalen Transaktionen (EST,
TVoD) um 33 % auf EUR 152 Mio. (Vorjahr: EUR 114 Mio.) erhöhte. Damit betrug dessen
Anteil am Videomarkt nunmehr 27,6 % (Vorjahr: 19,4 %). Der Videomarkt in Deutschland
wird trotz rückläufiger Entwicklung noch mehrheitlich über den physischen Markt (DVD
und Blu-ray) repräsentiert, mit einem Marktanteil von 72,4 % (Vorjahr: 80,6 %). Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten die Umsätze aus Angeboten der digitalen Auswertungsstufe
SVoD, die im Gegensatz zum Einzelabruf (TVoD) ein Abonnementmodell (u. a. Amazon Prime,
Netflix) darstellt. Im ersten Halbjahr 2018 nahmen die Umsätze um 89 % auf EUR 411
Mio. (Vorjahr: EUR 218 Mio.) zu. Dieses Marktsegment hat sich damit innerhalb der
letzten drei Jahre mehr als vervierfacht. Der deutsche Fernsehmarkt finanziert sich über TV-Werbeerlöse, Ausgaben der Konsumenten
für Abonnements von Kabel-, Satelliten-, IPTV und Pay-TV-Diensten sowie Rundfunkgebühren
für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender. Der Brutto-Werbemarkt in Deutschland
verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 ein Wachstum bei den TV-Werbeumsätzen. Pay-TV
und bezahlte Videodienste im deutschsprachigen Raum verzeichnen eine weiter steigende
Nachfrage und investieren verstärkt in lokale Eigenproduktionen. Im Bereich audiovisuelle Postproduktion (Synchronisation und digitale Postproduktion)
besteht nach wie vor ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Preisdruck. II.2 Geschäftsverlauf und ErtragslageGesamtbewertung des Berichtszeitraums:Nach dem hohen Verlust im Vorjahr konnte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2018
eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen, jedoch wurde das erste Halbjahr noch
mit einem Verlust abgeschlossen. Der Konzernumsatz war mit EUR 23,0 Mio. (Vorjahr:
EUR 24,4 Mio.) gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Für das Segment Services war mit
einem Umsatzrückgang gerechnet worden. Im Segment Content ergaben sich Umsatzminderungen
durch Änderungen bei der Umsatzrealisierung von Lizenzerlösen aus der erstmaligen
Anwendung des neuen Standards IFRS 15 ("Erlöse aus Verträgen mit Kunden"). Innerhalb
des Segments Content wurden deutliche Umsatzzuwächse zum Vorjahr bei der Vermarktung
im digitalen Home Entertainment und bei SVoD-Angeboten erzielt, die Umsätze im Geschäftsfeld
TV-Produktion stiegen aber nur geringfügig und blieben hinter den Erwartungen zurück.
Auf der Kostenseite ergaben sich stark rückläufige Herstellungskosten, was insgesamt
zu deutlichen Ergebnisverbesserungen führte. Das operative Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) lag damit bei TEUR -8 (Vorjahr: EUR -3,9 Mio.) und es entstand ein
Konzernperiodenverlust von EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -4,4 Mio.). Das Ergebnis je
Aktie lag bei EUR -0,07 (Vorjahr: EUR -0,45). Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2018scroll
UmsatzentwicklungDer Konzernumsatz der Splendid Gruppe ging im ersten Halbjahr 2018 um EUR 1,4 Mio.
auf EUR 23,0 Mio. (Vorjahr: EUR 24,4 Mio.) zurück. Der Umsatzrückgang entfiel sowohl auf das Segment Content, dessen Anteil am Gesamtumsatz
sich auf 89 % (Vorjahr: 87 %) erhöhte, als auch auf das Segment Services, dessen Umsatzanteil
auf 11 % (Vorjahr: 13 %) sank. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ergab sich ein um EUR 2,8 Mio. geringerer
Umsatzausweis im Vergleich zur bisherigen Bilanzierungspraxis. Die Anpassungen betrafen
das Segment Content und resultieren überwiegend aus Änderungen bei der Umsatzrealisierung
von Lizenzerlösen. Nähere Einzelheiten hierzu finden sich unter Punkt 2 im Anhang
dieses Konzernzwischenabschlusses. In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich der Umsatz wie folgt: Segment ContentIm ersten Halbjahr 2018 wurde im Segment Content ein Umsatz in Höhe von EUR 20,3 Mio.
(Vorjahr: EUR 21,1 Mio.) erzielt, ein Rückgang von knapp 4 % gegenüber dem Vorjahr. In der Auswertungsstufe Kinoverleih wurde mit der Veröffentlichung von Kinofilmen
in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten mit EUR 1,9 Mio. erwartungsgemäß
ein geringerer Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr (EUR 2,6 Mio). Die besucherstärkste
Kinoveröffentlichung war der Horrorfilm "Hereditary", der bislang 330.000 Zuschauer
in Deutschland, Österreich und Benelux erreichte. Die romantische Jugendbuchverfilmung
"Letztendlich sind wir dem Universum egal", erreichte in Deutschland und Österreich
knapp 150.000 Kinozuschauer. Beide Filme platzierten sich im Juni in den Top 10 der
deutschen Kinocharts. Die Auswertungsstufe Home Entertainment erzielte aus der Veröffentlichung von Blu-ray,
DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus Vertriebsdienstleistungen für nationale
und internationale Vertriebspartner einen Umsatz von EUR 12,2 Mio. (Vorjahr EUR 12,6
Mio.). Zu den umsatzstärksten Neuveröffentlichungen im Home Entertainment zählten
im ersten Halbjahr 2018 die zweite Staffel der Naturdokumentation "Unser Blauer Planet",
die Action- und Thrillertitel "What Happened to Monday" mit Noomi Rapace und "Bleeding
Steel" mit Jackie Chan sowie der Sci-Fi-Titel "Beyond Skyline". Die Umsätze aus dem physischen Vertrieb mit DVD und Blu-ray waren entsprechend der
allgemeinen Marktentwicklung weiter rückläufig. Zudem war das 1. Halbjahr durch hohe
Retourenrückläufe gekennzeichnet. Im digitalen Vertrieb (VoD und EST) hingegen konnten wir eine deutliche Umsatzzunahme
von 71 % erreichen. Der Umsatz stieg auf EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 2,0 Mio.) an. Der
Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz der Auswertungsstufe Home Entertainment
erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2018 deutlich auf 28,4 % (Vorjahr: 16,2 %). Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im VoD und EST über alle bedeutenden
Internet-Plattformen verzeichneten wir im ersten Halbjahr auch anziehende Umsatzbeiträge
unseres B2B-Angebotes "meinVoD". Im zweiten Quartal startete eine langfristig angelegte
Zusammenarbeit mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet
AG. Dabei übernimmt die Splendid-Tochtergesellschaft Videociety GmbH die Bereitstellung
von Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen für "freenet Video", das neue
VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de). Im Rahmen eines SVoD-Vertrages
stellt Splendid mehr als 1.000 Filme und Serien aus den verschiedensten Genres für
die SVoD-Plattform "freenet Video" zur Verfügung. Zusätzlich können Kunden über "freenet
Video" auf die mehr als 8.000 Filme und Serien in hochauflösender Qualität der meinVoD-Plattform
der Videociety zugreifen und über Einzelabruf leihen oder kaufen. Videociety übernimmt
auch die operative Betreuung für "freenet Video". Auch das Geschäftsfeld Künstler-Management für Social Media Plattformen entwickelte
sich weiter positiv. VERY US-Act Michael Schulte hat für Deutschland mit seinem Song
"You Let Me Walk Alone" den vierten Platz beim diesjährigen Finale des Eurovision
Song Contest in Lissabon erreicht. Erstmals seit mehreren Jahren holte damit ein deutscher Teilnehmer wieder eine Top
Platzierung bei diesem internationalen Musikwettbewerb. Neben Umsätzen aus den Albumverkäufen
des Künstlers trugen Umsätze aus Influencer Marketing mit VERY US-Künstlern (Marketing-Kampagnen
für Markenartikler, Medienunternehmen und Agenturen) zum Wachstum des Geschäftsfeldes
bei. In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr
2018 bei der Vergabe von Lizenzen an TV-Sender und SVoD-Anbieter einen Umsatzanstieg
auf EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen
Raum und in Benelux wurden insbesondere deutlich steigende Umsätze aus Lizenzverträgen
mit SVoD-Anbietern, darunter freenet Video, Netflix und Amazon, im ersten Halbjahr
realisiert. Im Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit TV-Sendern und SVoD-Anbietern
in Deutschland und den Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in den Folgequartalen
umsatzwirksam werden. Das Geschäftsfeld TV-Produktion erreichte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr
nur eine geringfügige Umsatzverbesserung. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1,9 Mio.
(Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) wurden vorwiegend mit der etablierten Serie "Die Wollnys"
erzielt sowie mit verschiedenen neuen Formaten im Bereich der non-fiktionalen Unterhaltung.
Insgesamt blieb die Umsatzentwicklung jedoch hinter den Erwartungen zurück. Ende April
wurde die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft Joker Productions GmbH neu besetzt.
Mit dem Wechsel der Geschäftsführung wird eine stärkere Ausrichtung auf die Entwicklung
und Produktion von eigenen Inhalten für den nationalen und internationalen Markt erfolgen.
Hierzu zählen auch verstärkt fiktionale Formate. Segment ServicesDas Segment Services nahm im ersten Halbjahr 2018 erwartungsgemäß einen schwächeren
Umsatzverlauf. Im Außenumsatz mit konzernfremden Auftraggebern wurden Umsätze in Höhe
von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) erwirtschaftet. Sowohl der Bereich Synchronisation
als auch der Bereich Neue Medien / Digitalisierung lagen bei den mit Dritten erwirtschafteten
Umsätzen unterhalb der Vorjahreswerte, während die Umsatzbeiträge mit Konzerngesellschaften
auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) zunahmen. Die Umsatzquote des Segmentes mit
externen Auftraggebern lag im ersten Halbjahr 2018 bei 66 % (Vorjahr: 79 %). Im Geschäftsfeld Synchronisation wurden Synchronisationen von Spielfilmen und TV-Serien
sowie tontechnische Bearbeitungen von Dokumentationen vorgenommen. Zu den größten
Auftraggebern im ersten Halbjahr zählen ProSiebenSat.1, SuperRTL sowie die internationalen
Partner BBC, Warner Bros., Dreamworks und Discovery. Im Geschäftsfeld Neue Medien
/ Digitalisierungen wurden zum größten Teil Aufträge aus VoD / EST-Digitalisierungen
für Internet-Portale, Premastering-Aufträge für DVD / Blu-ray sowie Erstellung, Bearbeitung
und Auslieferung digitaler Kinokopien (DCP) umsatzwirksam. KostenentwicklungDie Herstellungskosten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich
auf EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 20,4 Mio.). Stark rückläufig entwickelten sich hier
insbesondere die Abschreibungen auf das Filmvermögen, die auf EUR 5,7 Mio. (Vorjahr:
EUR 9,2 Mio.) zurückgingen. Darin sind Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe
von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.) enthalten. Die Abschreibungsquote verminderte
sich auf 25,0 % (Vorjahr: 37,9 %). Auch die Lizenzaufwendungen reduzierten sich im
Vorjahresvergleich deutlich auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.). Im Vorjahreszeitraum
waren hohe außerplanmäßige Lizenzaufwendungen von EUR 1,2 Mio. aus der Bildung einer
Drohverlustrückstellung angefallen. Auch weitere Positionen innerhalb der Herstellungskosten
entwickelten sich rückläufig gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Herstellungskostenquote verringerte sich damit im ersten Halbjahr deutlich auf
66,8 % (Vorjahr 83,7 %). Die Vertriebskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf EUR 4,9
Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben
für die Kino- und Home Entertainment-Veröffentlichungen. Die Vertriebskostenquote
betrug im ersten Halbjahr 21,3 % (Vorjahr: 21,1 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 2 % auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.).
Der leichte Anstieg resultiert insbesondere aus erhöhten Rechts- und Beratungskosten.
Die Verwaltungskostenquote belief sich auf 14,5 % (Vorjahr: 13,4 %). Die Sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 0,6 Mio. unterhalb des Vorjahresniveaus
(EUR 0,9 Mio.). Die Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern (EUR 0,3). Im Vorjahr war ein
Ertrag aus Schadenersatz wegen Vertragsnichterfüllung in Höhe von EUR 0,6 Mio. entstanden,
der aus der Auflösung eines Lizenzvertrages resultierte. Die Erträge aus der Verfolgung
von Produktpiraterie verringerten sich weiter und lagen aufgerundet bei EUR 0,1 Mio.
(Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich
nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum entstand ein positives Währungsergebnis, im Wesentlichen bedingt
durch die Bewertung von USD-Dollar-Termingeschäften zum Bilanzstichtag. Insgesamt
ergab sich ein Währungsergebnis für den Berichtszeitraum von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr:
EUR -0,3 Mio.). ErgebnisentwicklungDurch Verbesserungen in den Herstellkosten erzielten beide operativen Segmente bei
verminderten Umsatzerlösen eine Verbesserung des operativen Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT). Nach dem hohen Verlust im Vorjahreszeitraum entstand im ersten Halbjahr 2018 im Segment
Content wieder ein positives EBIT in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -3,5 Mio).
Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 2,1 % (Vorjahr: -16,4 % ). Ergebnisbelastungen
ergaben sich weiterhin aus dem Geschäftsfeld TV-Produktion, weshalb weitere Maßnahmen
zur Kostensenkung eingeleitet wurden. Auch im Segment Services konnte trotz des Umsatzrückgangs ein verbessertes EBIT in
Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) erreicht werden. Die EBIT-Marge lag
im Berichtszeitraum bei 11,4 % (Vorjahr: 0,4 %) . Insgesamt verbesserte sich das EBIT der Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2018 deutlich.
Unter Berücksichtigung des Holding-Ergebnisses ist ein leicht negatives EBIT in Höhe
von TEUR -8 entstanden (Vorjahr: EUR -3,9 Mio.). Die EBIT-Marge des Konzerns lag bei
0,0 % (Vorjahr: -16,0 %). Die Finanzaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr i.W. aufgrund der Erhöhung
der Kreditzinsen zu Beginn des Jahres 2018. Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum
EUR -0,5 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.). Die Ertragsteuern betrugen im Berichtszeitraum EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.)
und beinhalten sowohl tatsächliche wie auch latente Steueraufwendungen. Die Erhöhung
zum Vorjahreszeitraum entfällt auf latente Steueraufwendungen. Das Konzernperiodenergebnis hat sich auf EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -4,4 Mio.) verbessert.
Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit für das erste Halbjahr 2018 auf EUR -0,07
(Vorjahr: EUR -0,45). II.3 VermögenslageKonzernbilanz zum 30.6.2018scroll
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG reduzierte sich zum 30. Juni 2018 auf
EUR 60,0 Mio. (31.12.2017: EUR 63,4 Mio.). Bezüglich der Anpassungen an IFRS 15 verweisen
wir auf die Angaben unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf EUR 39,3 Mio. (31.12.2017: EUR
38,4 Mio.). Dies liegt im Wesentlichen in der Entwicklung des Filmvermögens begründet,
das aufgrund der Anpassungen an IFRS 15 auf EUR 28,1 Mio. (31.12.2017: EUR 26,0 Mio.)
zunahm. Investitionen und Abschreibungen des Filmvermögens glichen sich im ersten
Halbjahr weitgehend aus und lagen jeweils bei EUR 5,7 Mio. Zu weiteren Einzelheiten
der Filminvestitionen verweisen wir auch auf die Erläuterungen unter Punkt II. 4.
Investitionen in diesem Zwischenlagebericht. Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen reduzierten sich dagegen per 30. Juni 2018 auf EUR 0,3 Mio. (31.12.2017:
EUR 1,4 Mio.). Unter den langfristigen Vermögenswerten werden unverändert zum Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 4,9 Mio. ausgewiesen. Die ausgewiesenen
latenten Steueransprüche haben sich geringfügig erhöht und belaufen sich zum Stichtag
auf EUR 4,5 Mio. (31.12.2017: EUR 4,5 Mio.). Die latenten Steueransprüche resultieren
überwiegend aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge. Das Sachanlagevermögen
ging abschreibungsbedingt leicht auf EUR 1,2 Mio. (31.12.2017: EUR 1,3 Mio.) zurück. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um EUR 4,3 Mio. auf EUR 20,7 Mio.
(31.12.2017: EUR 25,0 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch dem Rückgang der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 10,0 Mio. (31.12.2017: EUR 14,8 Mio.) sowie
aus dem Rückgang der Forderungen aus Fertigungsaufträgen auf EUR 1,3 Mio. (31.12.2017:
EUR 2,0 Mio.). Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,6 Mio.
(31.12.2017: EUR 5,6 Mio.). Das Eigenkapital des Konzerns verminderte sich zum Stichtag auf EUR 16,9 Mio. (31.12.2017:
EUR 18,2 Mio.). Die Minderung des Eigenkapitals resultiert aus dem Konzernperiodenverlust
in Höhe von EUR 0,7 Mio. sowie aus den IFRS 15 Anpassungen des Konzernverlustvortrages
in Höhe von EUR 0,6 Mio. Auf der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 21. Juni
2018 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2017 keine Dividende zu zahlen und den
Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Die Eigenkapitalquote zum Stichtag betrug 28,2 % (31.12.2017: 28,8 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresende auf EUR
3,1 Mio. reduziert (31.12.2017: EUR 5,5 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang
der langfristigen sonstige Verbindlichkeiten. Darunter werden die langfristigen Anteile
der vereinbarten Ausgleichszahlungen für Minderheitsgesellschafter sowie bedingte
Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem antizipierten Erwerb von Minderheitenanteilen an
der Joker Productions GmbH ausgewiesen. Diese verringerten sich auf EUR 1,3 Mio. (31.12.2017:
EUR 2,8 Mio.). Der Veränderung liegt der Ende April vereinbarte Erwerb eines weiteren
Geschäftsanteils in Höhe von 25 % an der Joker Productions GmbH zugrunde. Die Kaufpreisverbindlichkeit
in Höhe von EUR 1,5 Mio. wird im Januar 2019 fällig und zum Stichtag unter den kurzfristigen
Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die langfristigen Bankdarlehen reduzierten sich aufgrund
planmäßiger Tilgungen zum Bilanzstichtag auf EUR 1,2 Mio. (31.12.2017: EUR 1,9 Mio.). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht auf EUR 40,0 Mio. (31.12.2017:
EUR 39,6 Mio.). Dabei verminderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen stichtagsbezogen auf EUR 9,0 Mio. (31.12.2017: EUR 12,5 Mio.). Die kurzfristigen
Bankverbindlichkeiten, die im Wesentlichen kurzfristige Geldmarktkredite beinhalten,
haben sich zum Stichtag ebenfalls reduziert auf EUR 18,2 Mio. (31.12.2017: EUR 18,6
Mio.). Dagegen haben sich die Erhaltenen Anzahlungen von Kunden auf EUR 3,0 Mio. (31.12.2017:
EUR 2,2 Mio.) erhöht. Auch die Rückstellungen sind im Vergleich zum Jahresende 2017
auf EUR 4,7 Mio. (31.12.2017: EUR 3,6 Mio.) angestiegen. Die Erhöhung ergibt sich
aus dem geänderten Ausweis von Rückstellungen für Retouren, die in den Vorjahren als
Forderungskorrekturen und gemäß IFRS 15 nunmehr unter den Rückstellungen auszuweisen
sind (30.6.2018: EUR 1,7 Mio.). Der Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten resultiert
neben der oben erläuterten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem erstmaligen Ausweis von
Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 für vor Lizenzbeginn erhaltene Kundenzahlungen
in Höhe von EUR 1,7 Mio. zum Stichtag 30. Juni 2018. II.4 FinanzlageKapitalstrukturDas Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert eine ausreichende Kapitalausstattung,
insbesondere zur Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur Finanzierung der
mit der Filmvermarktung verbundenen Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür
ein angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital an. Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine verminderte Eigenkapitalquote von
28,2 % (31.12.2017: 28,8 %) aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in
Relation zur Bilanzsumme auf 5,1 % (31.12.2017: 8,7 %) vermindert. Der Anteil der
kurzfristigen Verbindlichkeiten ist auf 66,7 % (31.12.2017: 62,5 %) gestiegen. In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag zinstragende Bankverbindlichkeiten
in Höhe von EUR 19,5 Mio. (31.12.2017: EUR 20,5 Mio.) sowie Finanzleasingverbindlichkeiten
von EUR 0,4 Mio. (31.12.2017: EUR 0,5 Mio.) enthalten. Auf der Fremdkapitalseite finanziert sich die Splendid Gruppe überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK
AG. Die Finanzierungsvereinbarungen wurden zum Jahresende 2017 um weitere zwei Jahre
bis Ende 2019 verlängert. In diesem Zusammenhang wurden die Finanzierungskonditionen
für die flexibel nutzbaren Kreditlinien mit Wirkung ab 1. Januar 2018 angehoben. Per 30. Juni 2018 verfügte die Splendid Gruppe aus den Finanzierungsvereinbarungen
über einen Gesamtkreditrahmen von EUR 21,2 Mio., der mit EUR 19,5 Mio. durch Tilgungsdarlehen
und Geldmarktkredite in Anspruch genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren
Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio., die Rückdeckungen für Devisentermingeschäfte
betrugen zum Stichtag EUR 0,1 Mio. Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die ergänzenden
Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles Risikomanagement sowie auf die Angaben
unter VII.4 Finanzierung und Financial Covenants im Geschäftsbericht 2017, S. 49. CashflowDie Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Ergänzend
werden die Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der Veränderung von Bilanzposten
abgeleitet werden Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar: Konzern-Cashflow-Rechnung im 1. Halbjahr 2018scroll
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr
auf EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.) verbessert, im Wesentlichen bedingt durch
höhere Vereinnahmungen von Kundenzahlungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
umfasst im Wesentlichen Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das Filmvermögen in
Höhe von EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,8 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
lag im ersten Halbjahr 2018 bei EUR -1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.). Im Berichtszeitraum
erfolgten planmäßige Tilgungen von langfristigen Tilgungsdarlehen in Höhe von EUR
0,7 Mio. sowie Nettorückführungen von kurzfristigen Geldmarktkrediten in Höhe von
EUR 0,4 Mio. Im Vorjahreszeitraum betrug die Nettokreditaufnahme EUR 1,1 Mio. InvestitionenIm ersten Halbjahr 2018 investierte die Splendid Gruppe EUR 5,7 Mio. (Vorjahr: EUR
4,4 Mio.) in das Filmvermögen. Die Auszahlungen für Investitionen des Vorjahres und
des laufenden Jahres beliefen sich auf EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,8 Mio.). Die Investitionen
beinhalten auch Anzahlungen für Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn
geleistet werden. Zu den bedeutendsten Filminvestitionen des ersten Halbjahres gehörten u. a. die Titel
"Winchester" und "Hereditary"", die ihren Auswertungsstart in 2018 hatten. Des Weiteren verhandelte bzw. schloss die Splendid Gruppe in der ersten Jahreshälfte
2018 weitere Einkaufsverträge für die Auswertung im deutschsprachigen Raum und Benelux.
Zu den neuen Filmen gehören u. a. der Thriller "City of Mist" mit Michael Keaton,
der Horrorfilm "The Prodigy" mit Taylor Schilling ("Orange is the New Black") sowie
der Abenteuerfilm "The Emperor of Paris" mit Vincent Cassel und Olga Kurylenko. Daneben
wurden auch für die Programmbereiche TV-Serien und Special Interest neue Lizenzverträge
geschlossen. LiquiditätDer Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben
sowie Kontokorrentkredite. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im Berichtszeitraum auf EUR 6,6 Mio. (31.12.2017:
EUR 5,6 Mio.) erhöht. II.5 MitarbeiterDie Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug zum 30. Juni
2018 175 Mitarbeiter (31.12.2017: 175). Im Laufe des ersten Halbjahres verließen 21
Mitarbeiter das Unternehmen, 21 neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Die Zu- und Abgänge
betreffen überwiegend projektbezogene Mitarbeiter im Bereich TV-Produktion, die befristete
Anstellungsverträge erhalten. Zum 30. Juni 2018 waren 18 Mitarbeiter kurzfristig bzw.
projektbezogen beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren die fest angestellten Mitarbeiter wie folgt in den Segmenten
beschäftigt: scroll
III. NachtragsberichtDer Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses
wieder. Wir weisen darauf hin, dass keine berichtspflichtigen Tatsachen vorliegen
und der Nachtragsbericht damit entfällt. IV. Chancen und RisikoberichtIm Verlauf des ersten Halbjahres 2018 sind bezüglich der Chancen und Risiken keine
wesentlichen Veränderungen eingetreten. Die Ausführungen im Konzernlagebericht für
das Geschäftsjahr 2017, S. 44 ff. haben weiterhin Gültigkeit. V. Ausblick auf den Rest des GeschäftsjahresDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist weiterhin positiv. Die Perspektiven
könnten in der nächsten Zeit jedoch getrübt werden durch Verunsicherungen in der internationalen
Handelspolitik, den Zollstreit mit den USA und dadurch ausgelöste mögliche Einbrüche
im Auftragseingang der Industrie. Für unseren Absatzmarkt Niederlande sind die Aussichten
weiterhin grundsätzlich positiv, wenngleich dort die Konjunkturerwartungen nach unten
korrigiert wurden. Nach der rückläufigen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr plant die Splendid Gruppe
für die zweite Jahreshälfte mit Umsatzverbesserungen in beiden operativen Segmenten
wie folgt: Segment ContentIn der Auswertungsstufe Kino werden in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland, Österreich
und den Benelux-Staaten weitere Kinotitel veröffentlicht, die verschiedene Genres
abdecken und ein breites Zielpublikum ansprechen. Für unsere neue niederländische
Koproduktion "Elvy's Wereld: So Ibiza", die Ende September in den Niederlanden veröffentlicht
wird, planen wir, in Anlehnung an unsere letztjährige erfolgreiche Kinoproduktion
"MISFIT", hohe Besucherzahlen. Hingegen verschiebt sich die Veröffentlichung der SciFi-Komödie
"Iron Sky: The Coming Race" auf das kommende Jahr. Insgesamt erwarten wir für die
zweite Jahreshälfte einen leicht höheren Umsatzbeitrag aus Kinoveröffentlichungen
als in der ersten Jahreshälfte, rechnen jedoch für das Gesamtjahr wie prognostiziert
weiterhin mit Umsätzen unterhalb des Vorjahres. Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen wir auf Basis der vorgesehenen
Veröffentlichungen für die zweite Jahreshälfte mit einem Umsatz auf dem Niveau des
ersten Halbjahres. Für das physische Home Entertainment werden in einem schwierigen
Martkumfeld weiter rückläufige Umsatzerlöse erwartet, während die digitale Vermarktung
(VoD, EST) mit den Geschäftfeldern "meinVoD" sowie Künstler-Management weiter zunehmen
wird. Wir rechnen insgesamt in der Auswertungsstufe Home Entertainment aber nicht
mehr mit einem Umsatzzuwachs zum Vorjahr, sondern planen nun mit einem Umsatzrückgang. In der Auswertungsstufe Lizenzen, die Free-TV, Pay-TV und SVoD-Rechte umfasst, wird
sich die Umsatzentwicklung dagegen deutlich verbessern. Wir rechnen in der zweiten
Jahreshälfte mit einem erheblich höheren Umsatzbeitrag als im ersten Halbjahr, da
eine Vielzahl von Free-TV und Pay-TV Lizenzen einen Lizenzbeginn im zweiten Halbjahr
haben. Auch für das Gesamtjahr erwarten wir nun einen deutlichen Umsatzantieg gegenüber
dem Vorjahr. Im Geschäftsfeld TV-Produktion werden die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte anziehen,
jedoch planen wir nun für das Gesamtjahr mit einem im Vorjahresvergleich reduzierten
Umsatz. Die im Zuge der Neuausrichtung eingeleiteten Formatentwicklungen werden erst
ab 2019 eine größere Umsatzwirkung entfalten. Segment ServicesIm Segment Services erwarten wir für die zweite Jahreshälfte steigende Umsätze, insbesondere
aus dem Geschäftsfeld Digitalisierung / Neue Medien. In einem durch intensiven Wettbewerb
geprägten Marktumfeld rechnen wir für beide Servicegesellschaften auf Jahressicht
mit einer Erhöhung der Serviceleistungen für die Konzerngesellschaften. Für das Gesamtjahr
planen wir, wie prognostiziert, einen gegenüber dem Vorjahr schwächeren Umsatzbeitrag. GesamtausblickAuf der Grundlage der aktuellen Segmentumsatzplanungen erwartet der Vorstand für das
Gesamtjahr weiterhin einen Konzernumsatz im Rahmen der Jahresprognose von EUR 53 Mio.
bis EUR 57 Mio. Auf der Kostenseite erwartet der Vorstand für die zweite Jahreshälfte im Vergleich
zum ersten Halbjahr weitere Verbesserungen bei den Relationen der Kosten zum Umsatz
und auf Basis der geplanten Umsatzverbesserungen ein positives Periodenergebnis im
zweiten Halbjahr. Die Ergebniserwartungen liegen damit weiterhin im Rahmen der Jahresprognose
mit einem operativen EBIT in einer Bandbreite von EUR 1,0 Mio. bis EUR 3,0 Mio. sowie,
wie ebenfalls prognostiziert, mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Konzernjahresergebnis. Die Investitionen in Film- und Programmtitel werden sich in der zweiten Jahreshälfte
erhöhen. Wir planen unverändert mit einem Investitionsvolumen in der Bandbreite zwischen
EUR 13 Mio. und EUR 18 Mio. für das Gesamtjahr 2018. Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der Risiken für die Jahresprognose verweisen
wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2017. Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr.
Unterjährig kann es in Abhängigkeit von den Veröffentlichungszeitpunkten zu starken
Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Quartalen kommen. Köln, 24. August 2018 Splendid Medien AG scroll
KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNGFür den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018scroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ERGÄNZENDE KONZERNANHANGANGABEN
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| in TEUR | 31.12.2017 | IFRS Änderungen | 1.1.2018 | |
| Aktivseite | ||||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| III. | Filmvermögen | 26.019 | 2.063 | 28.082 |
| V. | Latente Steueransprüche | 4.485 | 307 | 4.792 |
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| II. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.840 | -1.210 | 13.630 |
| Passivseite | ||||
| A. | Eigenkapital | |||
| IV. | Bilanzgewinn | -5.157 | -639 | -5.796 |
| C. | Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| V. | Rückstellungen | 3.557 | 1.800 | 5.357 |
Im Konzernabschluss wurden zum 1. Januar 2018 folgende Änderungen an der bisherigen
Bilanzierung vorgenommen:
Entsprechend der Vorschriften des IFRS 15 werden Lizenzerlöse bei Übergang der Kontrolle,
frühestens zum Zeitpunkt des Lizenzbeginnes, realisiert. Die bisherige Bilanzierungsmethode
sah die Umsatzrealisierung bei Materialabnahme durch den Kunden vor. Dementsprechend
verschieben sich in der Bilanz auch die Entstehungszeitpunkte der Forderungen. Bei
erfolgter Zahlung vor Lizenzbeginn werden die erhaltenen Zahlungen als Vertragsverbindlichkeiten
in den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Zum 1. Januar 2018 wurden daraufhin die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um TEUR 3.087 erfolgsneutral vermindert.
Die Amortisierung der aktivierten erworbenen Filmrechte erfolgt grundsätzlich weiterhin
nach Maßgabe einer verwertungsabhängigen Abschreibungsmethode, die den Werteverzehr
der genutzten Filmrechte im Zeitablauf in Abhängigkeit von den erzielbaren Verwertungsergebnissen
darstellt. Dementsprechend sind Abschreibungen auf das Filmvermögen, die sich auf
die Lizenzumsätze beziehen, ebenfalls im Zeitpunkt der erstmaligen Anpassung des IFRS
15 anzupassen.
Zum 1. Januar 2018 wurde das Filmvermögen vor allem durch entsprechend zu korrigierende
Abschreibungen um TEUR 2.063 erhöht.
Aus den Anpassungen resultieren zum 1. Januar 2018 aktive latente Steuern in Höhe
von TEUR 307.
Erwartete Kundenremissionen aus dem Vertrieb von physischen Datenträgern unterliegen
einem geänderten Bilanzausweis. Die erwarteten Remissionen werden nicht mehr mit den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert, sondern gesondert als Remissionsverbindlichkeit
in den Rückstellungen ausgewiesen. Daraus resultiert zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar
2018 eine Erhöhung sowohl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch
der Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.877.
Werbekostenzuschüsse an den Handel im physischen Vertrieb werden ab dem 1. Januar
2018 nicht mehr in den Vertriebskosten ausgewiesen, sondern als Erlösschmälerungen
in den Umsatzerlösen verrechnet.
Im ersten Halbjahr wirkte sich die Veränderung der angepassten Umsatzrealisierung
von Lizenzerlösen mit TEUR 2.480 geringeren Umsatzerlösen im Vergleich zur bisherigen
Bilanzierungspraxis aus. Von den verminderten Forderungen werden TEUR 1.680 als Vertragsverbindlichkeit
ausgewiesen.
Die Herstellungskosten wurden dementsprechend um TEUR 2.420 korrigiert. Die Korrekturen
betreffen im Wesentlichen Abschreibungen auf das Filmvermögen.
Die Aktiven Latenten Steuern änderten sich im ersten Halbjahr um TEUR 19.
Der Effekt aus der Ausweisänderung führte hinsichtlich Werbekostenzuschüssen im ersten
Halbjahr zu einer erfolgsneutralen Umsatz- bzw. Vertriebskostenreduzierung von jeweils
TEUR 284.
Im Übrigen werden unverändert die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. Die Splendid Gruppe hat auf
die freiwillige vorzeitige Anwendung von neuen Standards, überarbeiteten Standards
und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend im Geschäftsjahr 2018 anzuwenden
sind, verzichtet. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017.
Die Erstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS
erfordert, dass Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden,
die Einfluss auf die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen
zum Bilanzstichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums
haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Ermessensentscheidungen, Schätzungen
und Annahmen abweichen.
Der Wertansatz der Lizenzen wurde zum 30. Juni 2018 im Rahmen eines Wertminderungstests
überprüft. Es wurden Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von TEUR 356 vorgenommen.
Im Vorjahreszeitraum hatte die Überprüfung der Filmbibliothek zu Wertminderungsaufwendungen
in Höhe von TEUR 2.144 geführt. Darüber hinaus war eine Drohverlustrückstellung in
Höhe von TEUR 1.210 gebildet worden.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden keine weiteren
wesentlichen Änderungen bei den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben.
Der Firmenwert an der Joker Productions GmbH wurde im Rahmen der Erstellung des Halbjahresabschlusses
einem Wertminderungstest unterzogen. Die Bewertung erfolgt auf der Basis zukünftig
erwarteter Zahlungsströme. Zur Methodik im Einzelnen wird auf die Angaben im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2017, S. 69, verwiesen. Als Ergebnis der Überprüfung war keine
Wertminderung erforderlich.
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurden neben dem Mutterunternehmen
Splendid Medien AG die folgenden Unternehmen einbezogen.
| Verbundene Unternehmen | Sitz | Anteil in % |
| Splendid Film GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Film B.V. | Amsterdam | 100 |
| Polyband Medien GmbH | München | 100 |
| Splendid Synchron GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Entertainment GmbH | Köln | 100 |
| Videociety GmbH | Köln | 100 |
| Early Learning Group GmbH | Hamburg | 100 |
| WVG Medien GmbH | Hamburg | 90 |
| eNterActive GmbH | Hamburg | 85 |
| Joker Productions GmbH | Köln | 85 |
Mit Kaufvertrag vom 26. April 2018 erwarb die Splendid Entertainment weitere 25 %
der Geschäftsanteile an der Joker Productions GmbH, sodass der Mehrheitsanteil an
der Joker Productions nunmehr 85 % beträgt. Mit Übernahme der weiteren Geschäftsanteile
wurde die Geschäftsführung der Gesellschaft neu besetzt und der Geschäftssitz der
Gesellschaft nach Köln verlegt.
Angesichts einer bestehenden Put-Option wurde der Erwerb bereits bei der Aufstellung
des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 antizipiert und es wurde eine bedingte
Kaufpreisverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Entsprechend
ergab sich aus dem in 2018 erfolgten Erwerb der Geschäftsanteile keine neue Kapitalkonsolidierung
und Kaufpreisallokation. Die Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von EUR 1,5 Mio. wird
Anfang 2019 fällig und ist zum Stichtag unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Bezüglich der Darstellung zur Geschäftsentwicklung, der Aufgliederung der Umsatzerlöse
und zu wesentlichen Veränderungen einzelner Positionen in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf das Kapitel
"II. Wirtschaftsbericht" im Konzernzwischenlagebericht.
Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern umfassen Bankdarlehen und
Kontokorrentkredite, Finanzierungsleasingverhältnisse, Schulden aus Lieferungen und
Leistungen und Mietkaufverträgen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen
Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern
verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die
unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen
Zins-, Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt
Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen bei den Risiken aus Finanzinstrumenten. Wir verweisen auf die Ausführungen
im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017, S. 100 ff., die weiterhin Gültigkeit
haben.
Zahlungsmittel, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten,
deren Buchwerte zum Abschlussstichtag daher annähernd dem Zeitwert entsprechen.
| Buchwerte | Beizulegender Wert | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte in TEUR | Klasse | 30.6.2018 | 31.12.2017 | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | 1 | 6.623 | 5.604 | - | - |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 10.036 | 14.840 | - | - |
| Kurzfristige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1 | 1.250 | 1.991 | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 2 | 124 | 0 | 124 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1 | 973 | 792 | - | - |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 317 | 1.415 | 317 | 1.415 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1 | 7 | 11 | 7 | 11 |
| Buchwerte | Beizulegender Wert | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR | Klasse | 30.6.2018 | 31.12.2017 | 30.6.2018 | 31.12.2017 |
| Bankverbindlichkeiten (langfristig) | 1 | 1.232 | 1.937 | 1.232 | 1.937 |
| Bankverbindlichkeiten (kurzfristig) | 1 | 18.226 | 18.600 | 18.226 | 18.600 |
| Leasingverbindlichkeiten (langfristig) | 1 | 292 | 332 | 292 | 332 |
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) | 1 | 153 | 147 | 153 | 147 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (langfristig) | 1 | 100 | 245 | 100 | 245 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) | 1 | 9.004 | 12.469 | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 2 | 0 | 328 | 0 | 328 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | 2.781 | 1.375 | - | - |
| Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten | 2 | 785 | 2.212 | 785 | 2.212 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1 | 498 | 2.839 | 498 | 2.839 |
1
Schuldinstrumente, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
2
Schuldinstrumente, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
3
Schuldinstrumente, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
4
Eigenkapitalinstrumente
Die Splendid Gruppe setzt zur Absicherung gegen Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente
in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen ein. Derivative Finanzinstrumente
werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung
erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird unter Bezugnahme
auf aktuelle relevante Marktparameter mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmodellen
ermittelt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Grundlage der für die Bewertung
verwendeten Daten nach der dreistufigen Hierarchie des IFRS 13:
| ― |
Auf aktiven Märkten notierter Börsen- oder Marktpreis (Stufe 1) |
| ― |
Börsen- oder Marktpreis auf einem aktiven Markt für ähnliche Finanzinstrumente oder andere Bewertungstechniken auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) |
| ― |
Bewertungstechniken, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3) |
Die nachfolgende Tabelle stellt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie
dar:
| in TEUR | 30.6.2018 | |||
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Vermögenswerte, die zum Marktwert bewertet werden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 124 | 0 | 124 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Marktwert bewertet werden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 2 | 0 | 2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 785 | 785 |
| in TEUR | 31.12.2017 | |||
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Vermögenswerte, die zum Marktwert bewertet werden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Marktwert bewertet werden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 328 | 0 | 328 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 2.212 | 2.212 |
Aus der Bewertung der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen finanziellen Vermögenswerte
ergibt sich hierin im ersten Halbjahr ein Ertrag in Höhe von TEUR 122 (Stufe 2). Die
in der Stufe 3 ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten mit TEUR 785
bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Optionsvereinbarungen
ihre Anteile der Splendid Medien AG andienen können und die Splendid Medien AG als
wirtschaftlicher Eigentümer der Anteile anzusehen ist. Diese langfristigen Verbindlichkeiten
stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden. Aus der Zeitwertbewertung resultierend wurden im ersten Halbjahr im Finanzergebnis
TEUR 73 Zinsaufwand erfasst.
Der Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe betrachtet das Geschäft in erster
Linie aus einer produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg des einzelnen
Films bzw. Inhaltes über alle Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.
Die Splendid Gruppe ist ein integrierter Medienkonzern, dessen operative Geschäftstätigkeit
in die Segmente Content und Services unterteilt ist. Das Segment Content umfasst den
Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment
(DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film-
und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die
Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien
und Synchronisation erbracht.
Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem
Segment direkt zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf bestimmte Segmente aufgeteilt
werden konnten. Intersegmentäre Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
| Umsätze Gesamt | 20.338 | 4.022 | 732 | 25.092 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -1.387 | -732 | -2.119 | |
| Umsätze Konzern | 20.338 | 2.635 | 0 | 22.973 | |
| EBITDA | 6.410 | 431 | -674 | -197 | 5.970 |
| Abschreibungen Filmvermögen | -5.918 | 0 | 0 | 174 | -5.744 |
| Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
-73 | -131 | -30 | -234 | |
| EBIT | 419 | 300 | -704 | -23 | -8 |
| Finanzergebnis | -481 | ||||
| Ertragsteuern | -224 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -713 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.235 | 990 | 141 | 6.366 | |
| - davon Firmenwerte | 4.868 | 0 | 0 | 4.868 | |
| Filmvermögen | 28.591 | 0 | 0 | -529 | 28.062 |
| Sonstiges Vermögen | 17.799 | 1.518 | 30.021 | -23.813 | 25.525 |
| Gesamt Vermögen | 51.625 | 2.508 | 30.162 | -24.342 | 59.953 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 33.974 | 865 | 6.940 | 1.288 | 43.067 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 6.050 | 0 | 0 | -327 | 5.723 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
34 | 100 | 28 | 162 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+) / Aufwand (-)) | 467 | 0 | 0 | 467 | |
| Beschäftigte | 95 | 70 | 10 | 175 |
| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
| Umsätze Gesamt | 21.122 | 4.129 | 738 | 25.989 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -878 | 738 | -1.616 | |
| Umsätze Konzern | 21.122 | 3.251 | 0 | 24.373 | |
| EBITDA | 6.024 | 156 | -452 | -117 | 5.611 |
| Abschreibungen Filmvermögen | -9.394 | 0 | 0 | 149 | -9.245 |
| Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
-87 | -142 | -33 | -262 | |
| EBIT | -3.457 | 14 | -485 | 32 | -3.896 |
| Finanzergebnis | -354 | ||||
| Ertragsteuern | -130 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -4.380 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.262 | 1.041 | 167 | 6.470 | |
| - davon Firmenwerte | 4.868 | 0 | 0 | 4.868 | |
| Filmvermögen | 23.199 | 0 | 0 | -308 | 22.891 |
| Sonstiges Vermögen | 21.359 | 1.467 | 2.238 | 4.262 | 29.326 |
| Gesamt Vermögen | 49.820 | 2.508 | 2.405 | 3.954 | 58.687 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 29.425 | 1.027 | 7.471 | 3.035 | 40.958 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 4.532 | 0 | 0 | -117 | 4.415 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
41 | 313 | 12 | 366 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+) / Aufwand (-)) | -286 | 0 | 0 | -286 | |
| Beschäftigte | 94 | 70 | 9 | 173 |
Zum 30. Juni 2018 bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Mitglieder des Vorstandes sind:
| ― |
Andreas R. Klein, Vorstand Lizenzhandel und Strategische Planung, Vorsitzender |
| ― |
Alexander Welzhofer, Vorstand Marketing und Vertrieb |
| ― |
Hans-Jörg Mellmann, Vorstand Finanzen |
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
| ― |
Herr Dr. Ralph Drouven, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Köln, Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: Joblinge gemeinnützige AG Rheinland, Köln |
| ― |
Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer / Steuerberater und Gesellschafter der Kucera & Hüttner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, Vorsitzender: weiteres Aufsichtsratsmandat: LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling (ab 26.2.2018) |
| ― |
Frau Malisa Scott, Unternehmensberaterin, Gesellschafterin der LINKR GmbH, München; Gesellschafterin der OCG Holdings, UK; Gesellschafterin der Logical Golf Global Investments GmbH, Hamburg |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2001 war das Grundkapital der Gesellschaft
um bis zu nominal EUR 890.000 (Bedingtes Kapital I) durch Ausgabe von neuen, auf den
Inhalber lautenden Aktien im Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie bedingt erhöht. Die
bedingte Kapitalerhöhung diente ausschließlich der Einlösung von Bezugsrechten, die
im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2001 gewährt wurden. Am 29. August 2001 erfolgte
eine Ausgabe von insgesamt 222.494 Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter und Angestellte
der Splendid Gruppe. Die Optionen wurden nicht ausgeübt und der Ausübungszeitraum
ist im Geschäftsjahr 2017 abgelaufen. Am 21. Juni 2018 beschloss die Hauptversammlung
der Splendid Medien AG, das Bedingte Kapital I aufzuheben.
Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 30. Juni 2018 EUR 9.789.999,00
und ist auf 9.789.999 Inhaber-Stammaktien verteilt.
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30. Juni 2018:
| 30.6.2018 | 31.12.2017 | |||
| Anzahl | Anteile in % | Anzahl | Anteile in % | |
| Vorstand | ||||
| Andreas R. Klein | 5.208.984 | 53,21 | 5.208.984 | 53,21 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,29 | 28.621 | 0,29 |
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 | 3.060 | 0,03 |
Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe
die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen
Einfluss auf diese ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich
beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten
Unternehmen als nahestehende Personen definiert. Zudem ist Herr Albert Klein als Firmengründer
sowie Mitglied der Familie Klein als nahestehende Person definiert.
Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung
eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen
Tochtergesellschaften bestanden folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen
und Unternehmen:
| in TEUR | Betrag | davon Aufwand | davon offen | Art der Tätigkeit | Abrechnung |
| Albert Klein | 86 | 86 | 0 | Miete Bürogebäude inkl. Nebenkosten | gem. Mietvertrag |
| Kucera & Hüttner GmbH | 7 | 7 | 7 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
| Dr. Ralph Drouven (CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB) |
78 | 78 | 49 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
Es lagen keine berichtspflichtigen Tatsachen vor.
Auf der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 21. Juni 2018 wurde beschlossen,
für das Geschäftsjahr 2017 keine Dividende zu zahlen und den Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft
vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Köln, 24. August 2018
Der Vorstand
| Andreas R. Klein | Alexander Welzhofer | Hans-Jörg Mellmann |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Marketing und Vertrieb | Vorstand Finanzen |
Wir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien
AG, Köln, zum 30. Juni 2018 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, den 24. August 2018
Der Vorstand
| Andreas R. Klein | Alexander Welzhofer | Hans-Jörg Mellmann |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Marketing und Vertrieb | Vorstand Finanzen |