![]() splendid medien AGKölnHalbjahresfinanzbericht 2019KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTI. Grundlagen des KonzernsDie Splendid Medien AG ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern,
der vorwiegend im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern agiert. Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente
Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten,
Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc,
Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion.
Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie
mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien und Synchronisation erbracht. Der Vorstand der Splendid Medien AG hat beschlossen, die Strategie und Struktur des
Konzerns auf die Marktentwicklung und die sich daraus ergebenden Erfordernisse anzupassen.
Künftig werden Investitionen in ein breites Portfolio von weniger kapitalintensiven
Titeln den Schwerpunkt bilden. Einzelne Filme mit hohen Investitionskosten, die mit
einem hohen Vermarktungsrisiko verbunden sind, sollen nur noch selektiv akquiriert
bzw. produziert werden. Gleichzeitig konzentriert sich das Unternehmen auf Eigenproduktionen
für den Streaming-Markt sowie auf den Ausbau der eigenen Streaming-Plattform. Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2019 im ÜberblickHolding - Splendid Medien AGscroll
Bezüglich der Steuerungssysteme sowie Forschung und Entwicklung ergeben sich keine
Veränderungen. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2018,
S. 22 ff. II. WirtschaftsberichtI.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenKonjunkturlage in Deutschland schwächerDie deutsche Wirtschaftsleistung schwächte sich zum Ende des ersten Halbjahres ab.
Ausschlaggebend dafür war der Abschwung in der exportorientierten Industrie, während
sich die Binnennachfrage und die Beschäftigung weiter positiv entwickelten. In den
Niederlanden und Belgien setzte sich das Wirtschaftswachstum weiter fort, wenn auch
leicht abgeschwächt. BranchenumfeldIn unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content führt die zunehmende Digitalisierung
zu dynamischen Veränderungen bei der Nutzung von Film- und Programmangeboten durch
die Konsumenten. Die Entwicklungen in den Branchenfeldern unserer Auswertungsstufen
stellen sich im ersten Halbjahr 2019 wie folgt dar: Nach dem schwachen Vorjahr erholte sich der deutsche Kinomarkt per Ende des ersten
Halbjahres 2019 wieder leicht. Mit EUR 462 Mio. wurden 5 % mehr Kinoumsätze erzielt
als im Vorjahreszeitraum (EUR 440 Mio.). Die Zahl der gelösten Tickets erhöhte sich
ebenfalls um 5 % auf 53,7 Mio. (Vorjahr: 51,1 Mio.). Der Kinomarkt in den Niederlanden
ist im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls wieder gewachsen. Der deutsche Videomarkt (ohne Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im Folgenden
"SVoD") musste ein deutlich rückläufiges Marktvolumen hinnehmen. Im ersten Halbjahr
2019 sank der Umsatz der deutschen Videobranche um 9 % auf EUR 502 Mio. (Vorjahr:
EUR 551 Mio.). Die Entwicklung resultiert aus dem gesunkenen Umsatz mit physischen
Bildtonträgern (Rückgang von 18,5 %), deren Marktanteil weiter sank und bei 64,7 %
(Vorjahr: 72,4 %) lag. Gleichzeitig stieg der Umsatz aus digitalen Transaktionen (EST,
TVoD) um 25 % auf EUR 177 Mio. (Vorjahr: EUR 152 Mio.). Damit betrug dessen Anteil
am Videomarkt nunmehr 35,3 % (Vorjahr: 27,6 %). Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im Gegensatz zum Einzelabruf
(TVoD) ein Abonnementmodell (u. a. Amazon Prime, Netflix) darstellt, nahmen im ersten
Halbjahr 2019 um 37,5 % auf EUR 565 Mio. (Vorjahr: EUR 411 Mio.) zu. Zu den bedeutendsten Fernsehprogrammen zählen neben den öffentlich-rechtlichen Sendern
(Das Erste, ZDF, Dritte Programme) die großen Privatsender RTL, Vox (Mediengruppe
RTL) und RTL II, die Sender der ProSiebenSat1.Gruppe sowie Sky Lizenzsender. Ein wichtiger
Finanzierungsbestandteil der Sender sind TV-Werbeerlöse. Diese sanken im Vergleich
zum Vorjahr. Dem dynamischen Wachstum im Streaming-Markt insbesondere bei jüngeren
Zielgruppen kommen die Sender durch zunehmende Transformation der Geschäftsmodelle
nach (eigene On-Demand-Angebote, vielfältige Verbreitungswege, verstärkte Investitionen
in Eigenproduktionen). In unserem Geschäftsbereich Services mit Schwerpunkten in der audiovisuellen Postproduktion
(Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die vorstehend genannten Marktveränderungen
die Nachfrageentwicklung bezüglich der unterschiedlichen Dienstleistungsangebote.
Hier besteht nach wie vor ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Preisdruck
bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden an die technischen und organisatorischen
Abläufe in der Auftragsbearbeitung. II.2 Geschäftsverlauf und Ertragslage des KonzernsGesamtbewertung des BerichtszeitraumsDie Splendid Medien AG blickt auf einen unbefriedigenden Geschäftsverlauf im ersten
Halbjahr 2019 zurück. Es wurde ein um EUR 1,7 Mio. rückläufiger Konzernumsatz von
EUR 21,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,0 Mio.) gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet, der vor
allem aus dem Segment Content, Auswertungsstufe Home Entertainment und hier insbesondere
aus der Vermarktung im physischen Bereich (DVD, Blu-ray) resultierte. Der drastische
Rückgang des physischen Marktes schlug sich auf unsere Auswertungserfolge nieder.
Zudem werden im physischen Home Entertainment hohe Retourenrückläufe erwartet, auf
die vorsorglich Rückstellungen gebildet wurden. Der Vorstand sah sich vor dem Hintergrund
der aktuellen, sehr schnellen Marktveränderungen und der damit verbundenen Folgen
für die Werthaltigkeit des Filmvermögens dazu veranlasst, Wertminderungen auf die
Filmbibliothek in Höhe von EUR 8,4 Mio. vorzunehmen. Des Weiteren sah es der Vorstand
als erforderlich an, vor dem Hintergrund der bisherigen und künftigen Entwicklung
der Splendid Studios die Bewertung des Firmenwertes der Splendid Studios einem Impairment
Test zu unterziehen. Auf dessen Basis minderte sich der Firmenwert der Splendid Studios
um EUR 1,0 Mio. Diese beiden bilanziellen Einmaleffekte belasteten das Periodenergebnis
stark. Insgesamt verzeichnete die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2019 ein deutlich
negatives EBIT von EUR -9,8 Mio. (Vorjahr: TEUR -8). Infolge einer reduzierten Einschätzung
der künftigen Ergebnisaussichten wurden zum 30. Juni 2019 Wertberichtigungen auf aktivierte
latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von EUR 4,7 Mio. vorgenommen,
die das Konzernperiodenergebnis zusätzlich belasteten. Es entstand ein Konzernperiodenverlust
von EUR -14,9 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.). Resultierend aus dem hohen Konzernperiodenverlust
reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns auf EUR 4,1 Mio. (31.12.2018: EUR 19,0
Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 10,0 % (31.12.2018: 29,9 %). Der
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr
auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag
bei EUR 2,7 Mio. (31.12.2018: EUR 6,4 Mio.). Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2019scroll
UmsatzentwicklungDer Konzernumsatz der Splendid Gruppe ging im ersten Halbjahr 2019 um EUR 1,7 Mio.
auf EUR 21,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,0 Mio.) zurück. Der Umsatzrückgang entstand zum maßgeblichen Teil in unserem wichtigsten Konzernsegment
Content. Der Vorjahreswert wurde um EUR 1,6 Mio. unterschritten. Der Anteil des Segmentes
am Gesamtumsatz sank leicht auf 88 % (Vorjahr: 89 %). Der Außenumsatz des Segment
Services sank um aufgerundet EUR 0,1 Mio. Der Anteil des Segmentes am Gesamtumsatz
lag bei 12 % (Vorjahr: 11 %). In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich der Umsatz wie folgt: Segment ContentIm ersten Halbjahr 2019 wurde im Segment Content ein Umsatz in Höhe von EUR 18,7 Mio.
(Vorjahr: EUR 20,3 Mio.) erwirtschaftet, ein Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr. In der Auswertungsstufe Kinoverleih erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung
von Kinofilmen in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten einen Umsatz von
EUR 1,6 Mio., der unterhalb des Vorjahres lag (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) und damit insgesamt
hinter unseren Erwartungen zurückblieb. Die besucherstärkste Kinoveröffentlichung
war die deutsche Adaption des erfolgreichen niederländischen Influencer-Films "MISFIT"
mit knapp 170.000 Zuschauern in Deutschland und Österreich, die von Splendid Studios
in Zusammenarbeit mit unserem niederländischen Produktionspartner NewBe produziert
und von Splendid Film Mitte März veröffentlicht wurde. In der Auswertungsstufe Home Entertainment werden die Umsätze mit der Veröffentlichung
von Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus Vertriebsdienstleistungen
für nationale und internationale Vertriebspartner erfasst. Hier mussten wir einen
deutlichen Umsatzrückgang von EUR 3,1 Mio. hinnehmen. Der drastische Rückgang des
physischen Marktes schlug sich hier auf unsere Auswertungserfolge nieder. Zudem werden
im physischen Home Entertainment hohe Retourenrückläufe erwartet, auf die vorsorglich
Rückstellungen gebildet wurden. Insgesamt erwirtschafteten wir in der Auswertungsstufe
einen Umsatz von EUR 9,2 Mio. (Vorjahr: EUR 12,2 Mio.), davon EUR 5,4 Mio. (Vorjahr:
EUR 8,8 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen Bildtonträgern (DVD, Blu-ray). Im digitalen Vertrieb (VoD und EST) erreichten wir ein Umsatzwachstum von 9 % auf
EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz
der Auswertungsstufe Home Entertainment erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2019
auf 41,2 % (Vorjahr: 28,4 %). Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im VoD und EST über alle bedeutenden
Internet-Plattformen sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD", insbesondere
die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft
der freenet AG, im digitalen Vertrieb enthalten. Dabei übernimmt die Splendid-Tochtergesellschaft
Videociety GmbH die Bereitstellung von Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen
für "freenet Video", das VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de). In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr
2019 bei der Vergabe von Lizenzen an TV-Sender und SVoD-Anbieter einen Umsatzanstieg
auf EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.). Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen
Raum und in Benelux wurden insbesondere Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern,
darunter freenet Video, Netflix und Amazon, realisiert. Im Berichtszeitraum wurden
weitere Lizenzverträge mit TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den Benelux-Ländern
verhandelt bzw. abgeschlossen, die in den Folgequartalen umsatzwirksam werden. Das Geschäftsfeld TV-Produktion erreichte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr
eine Umsatzverbesserung, blieb jedoch hinter unseren internen Erwartungen zurück.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) wurden vorwiegend
mit der etablierten Serie "Die Wollnys" und aus der RED7-Kooperation für das Format
"Prominente Privat" erzielt sowie mit verschiedenen neuen Formaten im Bereich der
non-fiktionalen Unterhaltung. Segment ServicesDas Segment Services nahm im ersten Halbjahr 2019 einen leicht schwächeren Umsatzverlauf.
Im Außenumsatz mit konzernfremden Auftraggebern wurden Umsätze in Höhe von EUR 2,6
Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.) erwirtschaftet. Die Umsatzabweichung entstand im Bereich
Neue Medien / Digitalisierung, während der Bereich Synchronisation leicht oberhalb
der Vorjahreswerte lag. Die Umsatzbeiträge mit Konzerngesellschaften nahmen um EUR
0,4 Mio auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) ab. Die Umsatzquote des Segmentes
mit externen Auftraggebern lag im ersten Halbjahr 2019 bei 73 % (Vorjahr: 66 %). Im Geschäftsfeld Synchronisation wurden Synchronisationen von Spielfilmen und TV-Serien
sowie tontechnische Bearbeitungen von Dokumentationen vorgenommen. Zu den größten
Kunden im ersten Halbjahr zählen SuperRTL, RTL, ProSiebenSat.1, sowie die internationalen
Partner Discovery, Dreamworks, BBC und Warner Bros. Im Geschäftsfeld Neue Medien /
Digitalisierungen wurden zum größten Teil Aufträge aus VoD / EST-Digitalisierungen
für Internet-Portale, Premastering-Aufträge für DVD / Blu-ray sowie Erstellung, Bearbeitung
und Auslieferung digitaler Kinokopien (DCP) bearbeitet. Zu den Kunden zählen u. a.
Warner Bros, Universal Pictures, BBC sowie die Tele München Gruppe. KostenentwicklungDie Herstellungskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf
EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch Wertminderungen
auf das Filmvermögen in Höhe von EUR 8,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio). Die Buchwertanpassungen
waren vor dem Hintergrund der aktuellen, sehr schnellen Marktveränderung und der damit
verbundenen Folgen für die Werthaltigkeit des Filmvermögens vorgenommen worden. Die
planmäßigen Abschreibungen stiegen auf EUR 5,4 Mio (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Insgesamt
erhöhte sich die Abschreibungsquote durch die Einmaleffekte aus den Wertberichtigungen
deutlich auf 65,1 % (Vorjahr: 25,0 %). Des Weiteren erhöhten Bestandsveränderungen
insbesondere aus der Fertigstellung von Produktionsaufträgen der Splendid Studios
in Höhe von EUR -1,3 Mio. (Vorjahr: EUR -0,1 Mio.) die Herstellungskosten. Die Vertriebskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf EUR 4,5
Mio. (Vorjahr: EUR 4,9 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben
für die Kino- und Home Entertainment-Veröffentlichungen. Die Vertriebskostenquote
lag wie im Vorjahr bei 21,3 %. Die Verwaltungskosten gingen auf EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) zurück. Insbesondere
die Rechts- und Beratungskosten sowie Betriebskosten waren rückläufig. Die Verwaltungskostenquote
verminderte sich leicht auf 14,3 % (Vorjahr: 14,5 %). Die Sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 0,2 Mio. unterhalb des Vorjahresniveaus
(EUR 0,6 Mio.). Vor dem Hintergrund der bisherigen und künftigen Entwicklung der Splendid Studios
sah es der Vorstand als erforderlich an, die Bewertung des Firmenwertes der Splendid
Studios einem Impairment Test zu unterziehen. Auf dessen Basis minderte sich der Firmenwert
der Splendid Studios um EUR 1,0 Mio. Die Wertminderung erhöhten die Sonstigen betrieblichen
Aufwendungen auf EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: TEUR -27). Im Berichtszeitraum entstand ein leicht negatives Währungsergebnis, im Wesentlichen
bedingt durch die Bewertung von US-Dollar-Termingeschäften zum Bilanzstichtag. Im
Berichtszeitraum des Vorjahres war ein Gewinn von EUR 0,1 Mio. entstanden. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 werden nun Zinsen von TEUR 52 und Abschreibungen
in Höhe von EUR 0,3 Mio. gezeigt. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf Punkt
2 im Anhang zu diesem Konzernzwischenabschluss. ErgebnisentwicklungIm Segment Content ist im ersten Halbjahr ein deutlich negatives Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR -9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) zu verzeichnen,
das im Wesentlichen auf die Wertminderungen des Filmvermögen zurückzuführen ist. Die
EBIT-Marge war mit -48,2 % (Vorjahr: 2,1 %) negativ. Das EBIT im Segment Services war mit TEUR -14 leicht negativ (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.).
Die EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei -0,5 % (Vorjahr: 11,4 %). Insgesamt verzeichnete die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2019 ein deutlich negatives
EBIT von EUR -9,8 Mio. Im Vorjahreszeitraum lag das EBIT in Höhe von TEUR -8. Die
EBIT-Marge des Konzerns war mit -45,9 % (Vorjahr: 0,0 %) negativ. Die Finanzaufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr leicht. Das Finanzergebnis
betrug EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -0,5 Mio.). Die Ertragsteuern sind stark erhöht. Zum Ende des Berichtszeitraums wird ein Steueraufwand
von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) ausgewiesen. Hierin ist im Wesentlichen ein
Nettosteueraufwand aus der Wertberichtigung von Latenten Steuern in Höhe von EUR 4,6
Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten. Infolge einer reduzierten Einschätzung der
künftigen Ergebnisaussichten wurden zum 30. Juni 2019 Wertberichtigungen auf aktivierte
latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen vorgenommen, womit sich die in der
Bilanz ausgewiesenen aktivierten latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen
zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio. (31.12.2018: EUR 5,0 Mio.) verminderten. Bei der Ermittlung
des Ist-Steueraufwandes wurden steuerliche Verlustvorträge angerechnet. Das Konzernperiodenergebnis hat sich damit auf EUR -14,9 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.)
deutlich verschlechtert. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit für das erste Halbjahr
2019 auf EUR -1,52 (Vorjahr: EUR -0,07). II.3 VermögenslageKonzernbilanz zum 30.6.2019scroll
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG reduzierte sich zum 30. Juni 2019 auf
EUR 41,5 Mio. (31.12.2018: EUR 63,6 Mio.). Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf EUR 25,2 Mio. (31.12.2018: EUR
36,4 Mio.). Dies liegt im Wesentlichen in der Entwicklung des Filmvermögens begründet,
das sich aufgrund der Wertminderungen auf EUR 16,6 Mio. (31.12.2018: EUR 24,5 Mio.)
deutlich verringerte. Wir verweisen hierzu auf die Angaben unter Punkt 3 (Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen) im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Zu den Filminvestitionen
verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt II. 4. Investitionen in diesem Zwischenlagebericht.
Des Weiteren reduzierten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte um die vorgenommene
Abschreibung auf den Firmenwert der Splendid Studios in Höhe von EUR 1,0 Mio. von
EUR 4,9 Mio. auf EUR 3,9 Mio. Auch hierzu verweisen wir auf die Angaben unter Punkt
3 (Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen) im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses.
Die neue Bilanzposition "Nutzungsrechte" umfasst die gem. IFRS 16 ausgewiesenen Nutzungsrechte
aus Leasingverhältnissen. Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die
Angaben unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die latenten Steueransprüche
wurden zum 30. Juni 2019 wertberichtigt und betragen EUR 0,3 Mio. (31.12.2018: EUR
5,0 Mio.). Die latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Aktivierung von latenten
Steuern auf Verlustvorträge einzelner Konzerngesellschaften. Das Sachanlagevermögen
verringerte sich auf EUR 1,1 Mio. (31.12.2018: EUR 1,3 Mio.). Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um EUR 10,9 Mio. auf EUR 16,4 Mio.
(31.12.2018: EUR 27,3 Mio.), im Wesentlichen bedingt aus dem Rückgang der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 11,5 Mio. (31.12.2018: EUR 17,9 Mio.). Die
liquiden Mittel verringerten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2,7 Mio. (31.12.2018:
EUR 6,4 Mio.). Das Eigenkapital des Konzerns verminderte sich zum Stichtag auf EUR 4,1 Mio. (31.12.2018:
EUR 19,0 Mio.), resultierend aus dem Konzernperiodenverlust. Auf der Hauptversammlung
der Splendid Medien AG am 13. Juni 2019 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018
keine Dividende zu zahlen und den Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft vollständig
in die Gewinnrücklagen einzustellen. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag betrug 10,0
% (31.12.2018: 29,9 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresende auf EUR
3,7 Mio. erhöht (31.12.2018: EUR 2,6 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch die gem.
IFRS 16 auszuweisenden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,8 Mio. (31.12.2018:
EUR 0,3 Mio.). Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die Angaben
unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die langfristigen Bankdarlehen
reduzierten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen zum Bilanzstichtag auf EUR 0,4 Mio.
(31.12.2017: EUR 0,7 Mio.). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf EUR 33,7 Mio. (31.12.2018:
EUR 42,1 Mio.). Insbesondere verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen stichtagsbezogen auf EUR 6,9 Mio. (31.12.2018: EUR 14,0 Mio.). Ebenso
verringert haben sich die Vertragsverbindlichkeiten auf EUR 3,9 Mio. (31.12.2018:
EUR 4,9 Mio.) sowie die Rückstellungen auf EUR 5,1 Mio. (31.12.2018: EUR 6,2 Mio.).
Letztere Position enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Remissionen aus dem physischen
Home Entertainment-Geschäft. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten, die im Wesentlichen
kurzfristige Geldmarktkredite beinhalten, haben sich zum Stichtag nur geringfügig
erhöht auf EUR 16,9 Mio. (31.12.2018: EUR 16,8 Mio.). II.4 Finanzlage des KonzernsGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDas Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass die Unternehmen der Splendid
Gruppe dauerhaft liquide sind, reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich
sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften aus. Die Splendid Medien
AG erbringt und steuert diese Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es,
den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form kostengünstig und möglichst
über die vorhandenen internen und externen Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies
gilt sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Bei der Auswahl
der Finanzprodukte orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich an der Art
sowie der voraussichtlichen Laufzeit des zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für
das Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung der prognostizierten und
tatsächlichen Cashflows sowie der Bankguthaben und der Kreditlinien bei den Banken. KapitalstrukturDas Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert eine ausreichende Kapitalausstattung,
insbesondere zur Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur Finanzierung der
mit der Filmvermarktung verbundenen Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür
ein ausgewogenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital an. Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine verminderte Eigenkapitalquote von
10,0 % (31.12.2018: 29,9 %) aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in
Relation zur Bilanzsumme auf 9,0 % (31.12.2018: 4,0 %) erhöht. Der Anteil der kurzfristigen
Verbindlichkeiten ist auf 81,0 % (31.12.2018: 66,1 %) gestiegen. In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag zinstragende Bankverbindlichkeiten
in Höhe von EUR 17,4 Mio. (31.12.2018: EUR 17,5 Mio.) sowie Leasingverbindlichkeiten
von EUR 2,5 Mio. (31.12.2018: EUR 0,4 Mio.) enthalten. Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK
AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Zu
den Risiken aus dem Ergebnis der Anschlussverhandlungen verweisen wir auf IV. Chancen
und Risiken in diesem Konzernzwischenlagebericht. Per 30. Juni 2019 verfügte die Splendid Gruppe aus den Finanzierungsvereinbarungen
über einen Gesamtkreditrahmen von EUR 21,2 Mio., der mit EUR 17,4 Mio. durch Tilgungsdarlehen
und Geldmarktkredite in Anspruch genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren
Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio., die Rückdeckungen für Devisentermingeschäfte
betrugen zum Stichtag EUR 0,1 Mio. Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die ergänzenden
Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles Risikomanagement sowie auf die Angaben
unter VII.4 Finanzierung und Financial Covenants im Geschäftsbericht 2018, S. 48. CashflowDie Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Ergänzend
werden die Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der Veränderung von Bilanzposten
abgeleitet werden. Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar: Konzern-Cashflow-Rechnung im 1. Halbjahr 2019scroll
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr
auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.) verringert, im Wesentlichen bedingt durch
Abflüsse aus dem Working Capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst
im Wesentlichen Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das Filmvermögen in Höhe von
EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,6 Mio.). Daneben wurde die Zahlung auf den bereits im
Vorjahr vollzogenen Erwerb eines weiteren Gesellschafteranteils in Höhe von EUR 1,5
Mio. fällig. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen aufgerundet EUR
0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag
im ersten Halbjahr 2019 bei EUR -0,5 Mio. (Vorjahr: EUR -1,1 Mio.). Im Berichtszeitraum
wurden Nettorückführungen von Darlehen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR
0,2 Mio. sowie die Tilgung aus Leasingverbindlichkeit gem. IFRS 16 in Höhe von EUR
0,3 Mio. vorgenommen. Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die Angaben
unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Im Vorjahreszeitraum betrug
die Nettorückführung von Krediten EUR 1,1 Mio. LiquiditätDer Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben
sowie Kontokorrentkredite. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im Berichtszeitraum auf EUR 2,7 Mio. (31.12.2018:
EUR 6,4 Mio.) vermindert. Investitionen in das FilmvermögenIm ersten Halbjahr 2019 investierte die Splendid Gruppe EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR
5,7 Mio.) in das Filmvermögen. Die Auszahlungen für Investitionen betrugen ebenfalls
EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,6 Mio.). Die Investitionen beinhalten auch Anzahlungen
für Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn geleistet werden. Zu den bedeutendsten Filminvestitionen des ersten Halbjahres gehörten u. a. die Titel
"The Prodigy" sowie unsere deutsche Eigenproduktion "MISFIT", die ihren Auswertungsstart
Anfang 2019 hatten. Des Weiteren verhandelte bzw. schloss die Splendid Gruppe in der ersten Jahreshälfte
2019 weitere Einkaufsverträge für die Auswertung im deutschsprachigen Raum und Benelux. II.5 MitarbeiterDie Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug zum 30. Juni
2019 189 Mitarbeiter (31.12.2018: 172 Mitarbeiter). Davon waren 23 (31.12.2018: 9)
Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen überwiegend in der Auftragsproduktion
beschäftigt. Im Laufe des ersten Halbjahres verließen 13 Mitarbeiter das Unternehmen,
30 neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Die Zu- und Abgänge betreffen überwiegend
projektbezogene Mitarbeiter im Bereich TV-Produktion. Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der angestellten Mitarbeiter in den Segmenten
wie folgt: scroll
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung bzw.
Konzernzugehörigkeit. Maßgebliche Mitarbeiter, allen voran die Geschäftsführer der
Tochtergesellschaften, sind über Bonisysteme und / oder Beteiligungen am Geschäftserfolg
beteiligt. III. NachtragsberichtDer Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses
wieder. Wir weisen darauf hin, dass keine berichtspflichtigen Tatsachen vorliegen
und der Nachtragsbericht damit entfällt. IV. Chancen und RisikoberichtZum Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresberichts haben sich folgende Änderungen
bezüglich der Risiken der Splendid Gruppe ergeben: Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK
AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Derzeit
verhandelt die Splendid Gruppe über die erneute Verlängerung. Begleitend hat der Vorstand
darüber hinaus ein Sanierungsgutachten (IDW S6) beauftragt. Sollten die Verhandlungen
nicht erfolgreich abgeschlossen werden können, tritt ein bestandsgefährdendes Risiko
für die Splendid Gruppe ein. Davon unabhängig besteht ein dem Geschäftsmodell inhärentes
Risiko, dass prognostizierte Geldmittel nicht in der geplanten Höhe zur Verfügung
stehen, da die Verschiebung von Zeitpunkten bzgl. Investitionsauszahlungen und Lizenzeinzahlungen
kurzfristig eintreten kann. Bei Verlängerung der Finanzierungsvereinbarungen könnten
sich möglicherweise die Finanzierungskonditionen im kurzfristigen Kreditbereich verschlechtern.
Zudem ist eine Anpassung der Covenants wahrscheinlich. Bei der Lizenzierung von Filmlizenzen an TV-Anstalten fließen im Regelfall Anzahlungen
der TV-Anstalten auf die geschlossenen Verträge an die Splendid Gruppe. Für den Fall,
dass die vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und damit nicht zur Auslieferung
an die TV-Sender kommen, besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der geleisteten
Anzahlung sowie der vereinbarten Vorfinanzierungen mit kurzfristigen, liquiditätsbelastenden
Auswirkungen für die Splendid Gruppe. Dieses Risiko ist bei den aktuell vorliegenden
Verträgen über Filme, die noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die Sender
gekommen sind, auf ein Volumen von EUR 2,3 Mio. zu beziffern. Weitere wesentliche Veränderungen bezüglich der Chancen und Risiken sind im ersten
Halbjahr 2019 nicht eingetreten. Die Ausführungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
2018, S. 44 ff. haben weiterhin Gültigkeit. V. Ausblick auf den Rest des GeschäftsjahresDie Perspektiven der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben sich
durch jüngst sinkende Exporte eingetrübt. Die Gründe dafür liegen in Unsicherheiten
im Welthandel, die vor allem durch den Zollstreit zwischen den USA und China, sowie
durch die Entwicklungen zum Brexit ausgelöst werden. Für unseren Absatzmarkt Niederlande
wird mit einem moderaten Zuwachs gerechnet, das unterhalb der zwei boomenden Vorjahre
liegen wird. Nach der rückläufigen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr plant die Splendid Gruppe
für die zweite Jahreshälfte mit Umsatzverbesserungen in beiden operativen Segmenten.
Im Einzelnen ergibt sich aus den Segmentumsatzplanungen wie folgt: Segment ContentIn der Auswertungsstufe Kino werden in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland, Österreich
und den Benelux-Staaten weitere Kinotitel veröffentlicht, die verschiedene Genres
abdecken. Für den zweiten Teil unserer niederländischen Koproduktion "MISFIT", die
im September in den Niederlanden veröffentlicht wird, planen wir, in Anlehnung an
den ersten Teil des Erfolgsformates, mit höheren Besucherzahlen. Insgesamt erwarten
wir für die zweite Jahreshälfte einen höheren Umsatzbeitrag aus Kinoveröffentlichungen
als in der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Umsatz auf
dem Niveau des Vorjahres. Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen wir auf Basis der vorgesehenen
Veröffentlichungen für die zweite Jahreshälfte ebenfalls mit einem höheren Umsatz
als in der ersten Jahreshälfte. Der Vorstand rechnet jedoch damit, dass sich insbesondere
angesichts der rückläufigen Marktentwicklung im physischen Home Entertainment der
Umsatz der gesamten Auswertungsstufe gegenüber dem Vorjahr deutlich verringern wird. In der Auswertungsstufe Lizenzen, die SVoD-, Pay-TV und Free-TV-Rechte umfasst, wird
sich die Umsatzentwicklung deutlich verbessern. Wir rechnen in der zweiten Jahreshälfte
mit einem erheblich höheren Umsatzbeitrag als im ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr
erwarten wir einen Umsatzantieg gegenüber dem Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld TV-Produktion wird sich in der zweiten Jahreshälfte ein Umsatzanstieg
gegenüber der ersten Jahreshälfte ergeben, sodass auf Jahressicht weiterhin mit einem
im Vorjahresvergleich deutlich höheren Umsatz zu rechnen ist. Segment ServicesIm Segment Services erwarten wir für die zweite Jahreshälfte steigende Umsätze, die
sich aus dem Geschäftsfeld Digitalisierung / Neue Medien ergeben. In einem durch intensiven
Wettbewerb geprägten Marktumfeld rechnen wir für das Gesamtjahr mit einem im Vorjahresvergleich
schwächeren Umsatzbeitrag. GesamtausblickAuf der Grundlage der vorstehenden Segmentumsatzplanungen erwartet der Vorstand, dass
der ursprünglich für 2019 prognostizierte Konzernumsatz in einer Bandbreite von EUR
51 Mio. bis EUR 55 Mio. nicht mehr erreicht wird. Stattdessen prognostiziert der Vorstand
einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von EUR 47 Mio. bis EUR 51 Mio. Die reduzierte Umsatzerwartung sowie die zum 30. Juni 2019 vorgenommenen bilanziellen
Einmaleffekte (Buchwertanpassungen auf das Filmvermögen in Höhe von EUR -8,4 Mio.
sowie die Abwertung des Firmenwertes der Splendid Studios in Höhe von EUR 1,0 Mio)
führen auch zu einer Anpassung der EBIT-Erwartung im Geschäftsjahr 2019. Das bisher
prognostizierte EBIT in einer Bandbreite von EUR 1,0 Mio. bis EUR 3,0 Mio. wird nicht
erreicht. Der Vorstand rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem EBIT in einer Bandbreite
von EUR -10,5 Mio. bis EUR -9,0 Mio. Die Investitionen in Film- und Programmtitel werden sich in der zweiten Jahreshälfte
erhöhen, sodass wir weiterhin mit einem Investitionsvolumen in der Bandbreite zwischen
EUR 13 Mio. und EUR 18 Mio. für das Gesamtjahr 2019 rechnen. Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der Risiken für die Jahresprognose verweisen
wir auf die Ausführungen unter IV. Chancen und Risiken in diesem Halbjahresbericht
sowie im Geschäftsbericht 2018. Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr.
Unterjährig kann es in Abhängigkeit von den Veröffentlichungszeitpunkten zu starken
Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Quartalen kommen. Köln, 28. August 2019 Splendid Medien AG scroll
KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGFür den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018scroll
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019scroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ERGÄNZENDE KONZERN-ANHANGANGABENzum Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG für das erste Halbjahr 20191. Grundlagen und MethodenDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften
des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die Erläuterungen im Anhang des
Konzernabschlusses 2018 gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals
angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter Bilanzierungsmethoden -
insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechend. Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 28. August 2019
zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft. 2. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenAlle ab dem 1. Januar 2019 geltenden Auslegungen und Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern deren
Anwendung verpflichten ist. Durch die Anwendung der ab dem Geschäftsjahr 2019 geltenden
Änderungen der IFRS haben sich wesentlichen Änderungen auf den Abschluss ergeben,
die im Folgenden dargestellt werden: Änderungen von RechnungslegungsgrundsätzenNachfolgend werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 erläutert
und die ab 1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden offengelegt. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften
des IFRS 16 mit Erfassung der sich ergebenden Effekte in den Gewinnrücklagen zum 1.
Januar 2019. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 wurden nicht angepasst. Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16Mit Erstanwendung des IFRS 16 erfasste der Konzern Leasingverbindlichkeiten für zuvor
unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Leasingverhältnisse.
Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst
mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 bewertet. Der gewichtete durchschnittliche
Grenzfremdkapitalzinssatz, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019
angewendet wurde, beträgt 4,04 %. Für ähnlich ausgestaltete Leasingverträge wurde
ein einheitlicher laufzeitabhängiger Diskontierungssatz angewendet. Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden
der unmittelbar vor der Erstanwendung des IFRS 16 bestehende Buchwert des geleasten
Vermögenswerts nach IAS 17 sowie der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach IAS
17 als erstmaliger Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit nach
IFRS 16 angesetzt. Die Bewertungsprinzipien des IFRS 16 werden erst danach angewendet. Überleitungstabelle IFRS 16scroll
Die Nutzungsrechte wurden zum Umstellungszeitpunkt mit dem Wert der anzusetzenden
Leasingschuld bewertet. Es wurden folgende Vertragsarten identifiziert:
Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten:
Durch die Änderung der Rechnungslegungsmethode ergaben sich wesentliche Änderungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nachfolgend zusammenfassend dargestellt
werden: IFRS 16 Auswirkungen auf die Konzernbilanzscroll
Zum Stichtag 30. Juni 2019 verringern sich die Nutzungsrechte auf einen Bilanzwert
von TEUR 2.553. Die Leasingverbindlichkeiten nehmen auf TEUR 2.520 ab, hiervon stellen sich TEUR 1.775
als langfristig dar. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden nun Zinsen von TEUR 52 und Abschreibungen
von TEUR 344 gezeigt, mit einem Effekt auf das EBITDA von TEUR 396. In der Kapitalflussrechnung stehen TEUR 328 nun im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
als Tilgung Leasingverbindlichkeit. Zinszahlungen von TEUR 52 sind im Cash Flow aus
der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet. Angewendete ErleichterungenBei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 hat der Konzern folgende Erleichterungen
in Anspruch genommen:
Leasingaktivitäten des Konzerns und ihre bilanzielle BehandlungDer Konzern mietet verschiedene Büro- und Lagergebäude, Stellplätze sowie Büro-Equipment,
Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1
bis 5 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen haben. Die Mietkonditionen
werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen
Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen. Bis einschließlich 2018 wurden Leasingverhältnisse entweder als Finanzierungs- oder
Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Zahlungen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen
wurden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Seit dem 1. Januar 2019 werden Leasingverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand
dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit
bilanziert. Leasingraten werden nach der Effektivzinsmethode in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen
aufgeteilt, Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses
erfolgswirksam erfasst. Das Nutzungsrecht wird linear über die Laufzeit des Leasingvertrags
abgeschrieben. Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten
erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz
abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem
Grenzfremdkapitalzinssatz, d. h. dem Zinssatz, den ein Leasingnehmer für einen fremdfinanzierten
Kauf des Vermögenswertes zahlen würde. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet:
Verlängerungs- und KündigungsoptionenEine Reihe von Immobilien -Leasingverträgen des Konzerns enthalten Verlängerungs-
und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen werden dazu verwendet, um der
Gruppe die maximale betriebliche Flexibilität in Bezug auf den Vertragsbestand zu
erhalten. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- Und Kündigungsoptionen kann
nur durch den Konzern und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.
Ungefähr 54 % der gesamten Leasingzahlungen im Jahr 2019 entfielen auf Optionszeiträume. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt das Management
sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von
Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus
der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen
werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung
einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Wesentliche, potentielle Mittelflüsse
i. H. v. TEUR 127 wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht
hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt)
werden. Im Übrigen werden unverändert die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Die Splendid Gruppe hat auf
die freiwillige vorzeitige Anwendung von neuen Standards, überarbeiteten Standards
und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend im Geschäftsjahr 2019 anzuwenden
sind, verzichtet. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018. 3. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie Erstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS
erfordert, dass Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden,
die Einfluss auf die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen
zum Bilanzstichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums
haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Ermessensentscheidungen, Schätzungen
und Annahmen abweichen. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die ein
signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte innerhalb
des laufenden Geschäftsjahres in sich bergen können, werden im Folgenden dargestellt: Der Wertansatz der Lizenzen wurde zum 30. Juni 2019 im Rahmen eines Wertminderungstests
überprüft. Es wurden Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von TEUR 8.478 (davon
TEUR 30 im ersten Quartal 2019) vorgenommen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Überprüfung
der Filmbibliothek zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 356 geführt. Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden keine weiteren
wesentlichen Änderungen bei den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben. Der Firmenwert an der Splendid Studios GmbH (vormals Joker Productions GmbH) wurde
im Rahmen der Erstellung des Halbjahresabschlusses einem Wertminderungstest unterzogen.
Die Bewertung erfolgt auf der Basis zukünftig erwarteter Zahlungströme. Zur Methodik
im Einzelnen wird auf die Angaben im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018,
S. 92, verwiesen. Als Ergebnis der Überprüfung war eine Wertminderung von TEUR 997
erforderlich. 4. KonsolidierungskreisIn den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurden neben dem Mutterunternehmen
Splendid Medien AG die folgenden Unternehmen einbezogen. scroll
5. Finanzielles RisikomanagementDie wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern umfassen Bankdarlehen und
Kontokorrentkredite, Finanzierungsleasingverhältnisse, Schulden aus Lieferungen und
Leistungen und Mietkaufverträgen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen
Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern
verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die
unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen
Zins-, Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt
Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten. Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK
AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Derzeit
verhandelt die Splendid Gruppe über die erneute Verlängerung. Begleitend hat der Vorstand
darüber hinaus ein Sanierungsgutachten (IDW S6) beauftragt. Sollten die Verhandlungen
nicht erfolgreich abgeschlossen werden können, tritt ein bestandsgefährdendes Risiko
für die Splendid Gruppe ein. Davon unabhängig besteht ein dem Geschäftsmodell inhärentes
Risiko, dass prognostizierte Geldmittel nicht in der geplanten Höhe zur Verfügung
stehen, da die Verschiebung von Zeitpunkten bzgl. Investitionsauszahlungen und Lizenzeinzahlungen
kurzfristig eintreten kann. Bei Verlängerung der Finanzierungsvereinbarungen könnten
sich möglicherweise die Finanzierungskonditionen im kurzfristigen Kreditbereich verschlechtern.
Zudem ist eine Anpassung der Covenants wahrscheinlich. Bei der Lizenzierung von Filmlizenzen an TV-Anstalten fließen im Regelfall Anzahlungen
der TV-Anstalten auf die geschlossenen Verträge an die Splendid Gruppe. Für den Fall,
dass die vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und damit nicht zur Auslieferung
an die TV-Sender kommen, besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der geleisteten
Anzahlung sowie der vereinbarten Vorfinanzierungen mit kurzfristigen, liquiditätsbelastenden
Auswirkungen für die Splendid Gruppe. Dieses Risiko ist bei den aktuell vorliegenden
Verträgen über Filme, die noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die Sender
gekommen sind, auf ein Volumen von EUR 2,3 Mio. zu beziffern. Des Weiteren haben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
keine wesentlichen Änderungen bei den Risiken aus Finanzinstrumenten ergeben. Wir
verweisen auf die Ausführungen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018, S.
109 ff., die weiterhin Gültigkeit haben. Buchwerte und Zeitwerte der FinanzinstrumenteZahlungsmittel, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten,
deren Buchwerte zum Abschlussstichtag daher nahezu dem Zeitwert entsprechen. Bezüglich
des langfristigen Darlehens sowie abgezinst angesetzter langfristiger Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom
Fair Value abweicht. Mit Ausnahme einer zum (dem Buchwert entsprechenden) beizulegenden Zeitwert zu bewertenden
bedingten Kaufpreisverpflichtung waren sämtliche zum 30. Juni 2019 ausgewiesenen finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten als "zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet" zu klassifizieren. Die Splendid Gruppe setzt zur Absicherung gegen Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente
in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen ein. Derivative Finanzinstrumente
werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung
erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird unter Bezugnahme
auf aktuelle relevante Marktparameter mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmodellen
ermittelt. Der Bilanzwert zum 30. Juni 2019 beträgt TEUR 9. 6. SegmentberichterstattungDer Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe betrachtet das Geschäft in erster
Linie aus einer produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg des einzelnen
Films bzw. Inhaltes über alle Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht. Die Splendid Gruppe ist ein integrierter Medienkonzern, dessen operative Geschäftstätigkeit
in die Segmente Content und Services unterteilt ist. Das Segment Content umfasst den
Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment
(DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film-
und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die
Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien
und Synchronisation erbracht. Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem
Segment direkt zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf bestimmte Segmente aufgeteilt
werden konnten. Innerhalb eines Segmentes anfallende Aufwendungen und Erträge wurden
eliminiert. Die Segmentangaben beinhalten Gewinne aus Lieferungen und Leistungen an
andere Segmente, etwaige Zwischengewinne hieraus werden in der Überleitungsspalte
zum Konzernausweis eliminiert. Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind: Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2019scroll
Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2018scroll
7. HaftungsverhältnisseZum 30. Juni 2019 bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. 8. Vorstand und AufsichtsratVorstandMitglieder des Vorstandes sind:
AufsichtsratMitglieder des Aufsichtsrats sind:
Aktienbesitz der OrganmitgliederDas Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 30. Juni 2019 EUR 9.789.999,00
und ist auf 9.789.999 Inhaber-Stammaktien verteilt. Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30. Juni 2019: scroll
9. Beziehungen zu nahestehenden PersonenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe
die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen
Einfluss auf diese ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich
beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten
Unternehmen als nahestehende Personen definiert. Zudem ist Herr Albert Klein als Firmengründer
sowie Mitglied der Familie Klein als nahestehende Person definiert. Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung
eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen
Tochtergesellschaften bestanden folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen
und Unternehmen: scroll
10. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs lagen keine berichtspflichtigen Tatsachen vor. 11. GewinnverwendungsbeschlussAuf der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 13. Juni 2019 wurde beschlossen,
für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende zu zahlen und den Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft
vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen. Köln, 28. August 2019 Der Vorstand scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien
AG, Köln, zum 30. Juni 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Köln, den 28. August 2019 Der Vorstand scroll
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