Bank Julius Bär Deutschland AG (vormals: Bank Julius Bär Europe AG)Frankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018LAGEBERICHT 1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2018 1.1. Branchenentwicklung 2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2018 2.1. Unternehmensstruktur und Entwicklungen 2018 2.1.1. Private Banking in Deutschland 2.1.2. Positionierung im Markt und Branchenumfeld 2.1.3. Geschäftsverlauf: Private Banking in Deutschland 2.2. Geschäftsverlauf: EU-Geschäft 2.3. Vorstand und Aufsichtsrat 2.4. Mitarbeitende 2.5. Ertragslage 2.6. Vermögenslage 2.7. Finanzlage 2.8. Liquiditätslage 2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 3. RISIKOBERICHT 3.1. Grundsätze 3.2. Risikosteuerung 3.3. Geschäftsrisiken 3.4. Marktpreisrisiken 3.5. Adressenausfallrisiken 3.6. Liquiditätsrisiken 3.7. Operationelle Risiken 3.8. Risikotragfähigkeit 4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT 4.1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 4.2. Ausblick 5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH S 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZ JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018 ANHANG AKTIVA PASSIVA ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG SONSTIGE ANGABEN BERICHT DES AUFSICHTSRATS BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS LAGEBERICHT1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2018Das Wirtschaftswachstum kühlte sich im Jahresverlauf 2018 ab. Allen voran in China, wo sich die Dynamik abschwächte. Dabei spielte sowohl die Begrenzung der Verschuldung chinesischer Unternehmen sowie der ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China eine entscheidende Rolle. Die Aussichten für den globalen Handel trübten sich zunehmend ein. Vor allem die Entwicklung an den Kapitalmärkten war 2018 stark von politischen Faktoren geprägt. Der Brexit dominierte in Europa das Geschehen und sorgte für erhöhte Unsicherheit. Auch der Haushaltsstreit zwischen der Europäischen Union und Italien sorgte für Verunsicherung, ebenso wie die Fortsetzung der Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise. Zum Jahresende führte die Haushaltssperre in den USA - der Shut-down - zu weiterer Verunsicherung an den Märkten. In der Geldpolitik begannen die ersten Schritte hin zu einer Normalisierung. Die Federal Reserve setzte ihre Zinserhöhungen fort. Nach vier Anhebungen in 2018 liegt die Fed Funds Target Rate bei 2,25- 2,50%. Die Europäische Zentralbank beendete zum Jahresende 2018 ihr Anleihekaufprogramm, bleibt mit ihrem Einlagenzins von -0,40% aber weiter im negativen Bereich. Lediglich in Japan werden die umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen trotz des guten Wachstums und robusten Arbeitsmarktes fortgesetzt. Damit hat die Geldpolitik ihre stetige Unterstützung der Kapitalmärkte in 2018 zum großen Teil zurückgefahren. Steigende Inflationsraten und Anzeichen von Kapazitätsengpässen in den USA und der Eurozone sind die wesentlichen Gründe, von der extrem lockeren Geldpolitik der vergangenen Jahre abzurücken. In den USA erreichte die Inflation zum Jahresende 2,4% und in der Eurozone im Jahresschnitt 1,8%. In den USA sorgte insbesondere der Arbeitsmarkt mit seiner außerordentlich positiven Entwicklung, die zu Lohnzuwächsen führte, für einen stabilen Konsum. Darüber hinaus sorgten Steuersenkungen in den USA für zusätzlichen Konsum. Die Eurozone konnte mit dieser Dynamik nicht ganz mithalten. Auch in Deutschland gab die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf nach. Im Devisenbereich profitierte der US-Dollar seit dem Frühjahr 2018 von der divergierenden Zinspolitik und wertete gegen den EUR auf. Am letzten Handelstag 2018 lag der Kurs bei 1,1452 EUR/USD. Die Aktienmärkte zeigten einen schwachen Verlauf und korrigierten im letzten Quartal des Jahres deutlich. Mit Verlusten von -6,2 und -5,6% schnitten die US-Aktienindizes, S&P 500 und Dow Jones, noch moderat ab. In Deutschland verzeichnete der DAX im Jahresvergleich einen Rückgang um 18,3% und selbst der breiter aufgestellte EuroStoxx50 lag mit 14,3% im Minus. Im Anleihebereich konnten die US-Wertpapiere mit 10-jähriger Laufzeit ihre Rendite auf 2,6842% steigern, während in Deutschland die Nachfrage nach sicheren Anlagen stieg und die Rendite daher um 19 Basispunkte auf 0,24% sank. PERFORMANCEÜBERBLICK scroll
1.1. BRANCHENENTWICKLUNG Eine in 2018 durchgeführte Studie von der Strategie- und Managementberatung zeb hat ergeben, dass Deutschland mit EUR 1,2 Bio. der zweitgrößte Markt nach Großbritannien für wohlhabende und reiche Kunden in Europa ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Private-Banking-Markt bis 2022 um bis zu 3% wachsen wird, das Wealth Management sogar um bis zu 6%. So stieg in den vergangenen Jahren das verwaltete Vermögen zwar um etwa die Hälfte, gleichzeitig fiel aber auch die Ertragsmarge der Banken im Durchschnitt von 70 auf 50 Basispunkte. Hohe Kosten kompensierten die Gewinne. Daher befindet sich der deutsche Bankensektor nach wie vor im Strukturwandel. Aus Sicht der Banken war auch das Jahr 2018 durch dynamische Marktveränderungen und Kernthemen (u. a. Regulierung, modifizierte Geschäftsmodelle in Niedrigzinszeiten, Digitalisierung sowie disruptive Marktveränderungen durch Fintechs) geprägt. Gerade aufgrund der ab dem 3. Januar 2018 neu geltenden EU-Richtlinie zu den Märkten für Finanzinstrumente (MiFID-II) sahen sich Anbieter im Vermögensverwaltungsbereich mit beträchtlichen Investitionen in die Kunden- und Compliance-Prozesse, in das Produktangebot und in die Automatisierung konfrontiert. Durch MiFID-II werden die bestehenden nationalen Vorschriften über die Abwicklung von Finanzdienstleistungen insbesondere um Regelungen zum Anlegerschutz, zur Eigenständigkeit der einzelnen Finanzdienstleistungen sowie zur Transparenz der Finanzmärkte ergänzt. 2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 20182.1. UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND ENTWICKLUNGEN 2018 Die Bank Julius Bär Deutschland AG war bis Ende 2017 die Depotführungsstelle und der Serviceanbieter für EU-Kunden der Julius Bär Gruppe, was die Vorgänge der Buchung, Kontoführung, Kreditgewährung sowie die Ausführung von Wertpapieraufträgen umfasste. Im Laufe des Jahres 2017 wurden die Assets des EU-Custody-Geschäfts von Frankfurt nach Luxemburg transferiert. Vorrausgegangen war die Übernahme der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) als neue Depotführungsstelle durch die Julius Bär Gruppe am 4. Juli 2016. Als Folge davon präsentierte sich das Geschäftsmodell der Bank Julius Bär Deutschland AG 2018 wieder als „Pure Private Banking Germany Onshore“, wie schon vor der Übernahme der Kundenvermögen (Assets) des EU-Custody-Geschäfts, das im Rahmen der Akquisition des International-Wealth-Management-Geschäfts (IWM) der Bank of America Merrill Lynch (BAML) außerhalb der USA in den Jahren 2013 bis 2014 erworben worden war. Die Konzentration auf das Kerngeschäftsfeld Private Banking Onshore wurde durch die Namensänderung von Bank Julius Bär Europe AG in Bank Julius Bär Deutschland AG zum 01. Juli 2018 unterstrichen. Im Laufe des Jahres 2018 konnte die Bank Julius Bär Deutschland AG (BJBD) in ihrem deutschen Kerngeschäft ihre positive Geschäftsentwicklung (unterstrichen durch einen weiterhin hohen Nettoneugeldzufluss) der vergangenen Jahre fortsetzen. Ermöglicht wurde dies durch die Nutzung von Kapazitäten, die durch die Verlagerung der Abwicklungsplattform für die Assets des EU-Custody-Geschäfts der Julius Bär Gruppe von Frankfurt nach Luxemburg freigeworden sind. Auf Basis dieser positiven Entwicklung an allen bisherigen Standorten in Deutschland (Düsseldorf, Frankfurt (Hauptsitz), Hamburg, Kiel, Mannheim, München, Stuttgart und Würzburg) verstärkte die Bank erneut die Beratungsseite. Das regionale Betreuungsgebiet wurde mit den Gründungen der Standorte in Hannover und Berlin deutlich ausgeweitet. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung konnte das für 2018 geplante ausgeglichene Ergebnis nicht erreicht werden. Der beschriebene Wachstumskurs und die Investitionen in die neuen Standorte unterstreichen das Bekenntnis zum deutschen Markt und das Bestreben, den Kunden persönliche Betreuung und exzellenten Service in ihrer Nähe zu bieten. Zudem wurde Deutschland erneut als Kernmarkt für die Julius Bär Gruppe definiert. 2.1.1. PRIVATE BANKING IN DEUTSCHLAND Im Kerngeschäftsfeld des Private Banking werden die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für deutsche Privatkunden und professionelle Kunden nach MiFID-II angeboten. Andere Bankdienstleistungen, wie etwa die Kreditvergabe, der Zahlungsverkehr und das Angebot von Kreditkarten, sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäfts zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids vermittelt die Bank Julius Bär Deutschland AG deutsche Privatkunden an die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich. Im Marktauftritt verfolgt die deutsche Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe damit eine vergleichbare Geschäftsstrategie wie die Schweizer Schwestergesellschaft, die sich als reine Vermögensverwaltungsbank für Privatkunden, externe Vermögensverwalter und Family Offices positioniert hat. Während die Schweizer Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich im Rahmen des rechtlich Zulässigen ihre Dienstleistungen weltweit anbietet, liegt der Schwerpunkt der Bank Julius Bär Deutschland AG auf der Betreuung von Kunden in Deutschland. Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten:
Durch die intensive Zusammenarbeit mit der Julius Bär Gruppe, insbesondere im IT-Bereich sowie im Portfolio Management und Investment Advisory, konnten unverändert Synergien genutzt werden. Für das Private-Banking-Geschäft in Deutschland wird - wann immer möglich und regulatorisch zulässig - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in den Bereichen Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management und Finanzplanung für Kunden zurückgegriffen. 2.1.2. POSITIONIERUNG IM MARKT UND BRANCHENUMFELD Die Stabilität der Bank, die sich aus dem ausschließlichen Fokus auf reines Private Banking, der soliden Kapitalausstattung sowie der guten Reputation ergibt, stellt weiterhin das Fundament ihrer Geschäftstätigkeit dar. Das gute Image der Bank Julius Bär Deutschland AG lässt sich sowohl durch eine hohe Weiterempfehlungsquote (z. B. Kundenneuzugänge) als auch durch eine intern durchgeführte Kundenzufriedenheitsumfrage feststellen und messen. Das Angebot- und Servicespektrum, welches über unser Netzwerk an den Standorten regional zugänglich ist, unterstützen die Bank Julius Bär Deutschland AG erheblich dabei, im Private-Banking-Markt weiter zu wachsen. Der Marktauftritt von Julius Bär in Deutschland wird im Einzelnen bestimmt durch:
Das Ergebnis der Kundenumfrage zeigte, dass die Befragten die Kerndienstleistung der Bank, also die individuelle und persönliche Beratung durch die Kundenberaterin oder den Kundenberater, sehr schätzen. Diese wurde von den Teilnehmenden der Umfrage als wichtigste Bankdienstleistung eingestuft und bei Julius Bär als besonders herausragend bewertet. So gaben 97% der Befragten an, dass sie mit ihrem Berater „extrem zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ sind. Dementsprechend würde auch mehr als jeder zweite Befragte seinen Bekannten und Freunden Julius Bär als Privatbank weiterempfehlen. Als ausbaufähig beurteilten die Befragten den digitalen Service, wenngleich die Kundinnen und Kunden diesen als weniger wichtig empfanden als die persönliche Beratung oder das Serviceangebot. Dennoch hat die Bank Julius Bär Deutschland AG reagiert und noch 2018 eine Online-Banking-App entwickelt, die den Kunden voraussichtlich im 1. Halbjahr 2019 zur Verfügung gestellt wird. 2.1.3. GESCHÄFTSVERLAUF: PRIVATE BANKING IN DEUTSCHLAND Wichtige Steuerungsgrößen für das Bankmanagement sind der Netto-Neugeldzufluss, die erzielte Marge (gemessen in Form von Return on Assets) sowie die verwalteten Vermögen. So konnte erneut ein im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittliches Netto-Neugeld akquiriert und die verwalteten Vermögen auf ein neues Rekordhoch gebracht werden. Infolge der stärkeren Marktdurchdringung ist die Anzahl der Kunden erneut gestiegen, um 11,10% im Vergleich zum Vorjahr, wodurch auch das Volumen der verwalteten Vermögen um ca. 9,6% (Vorjahr: 11,3%) zunahm. Dies ist auf den überdurchschnittlichen Netto-Neugeldzufluss zurückzuführen, der 235,0% über dem Vorjahr lag. Ein relevanter Teil des in 2018 erzielten Wachstums auf Basis des Netto-Neugeldzuflusses wurde durch die negative Marktperformance zum Jahresende ausgeglichen. Die Gesamtentwicklung der Bank Julius Bär Deutschland AG liegt unterhalb der Planungsprognosen für 2018. Die Marge ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, konnte jedoch auf zufriedenstellendem Niveau stabilisiert werden. 2.2. GESCHÄFTSVERLAUF: EU-GESCHÄFT Der in 2017 vorgenommene Transfer der EU-Assets (darin inbegriffen die verwalteten Vermögen, die bestehenden Kredite sowie die Einlagen) auf die Buchungsplattform in Luxemburg wurde im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen. Hieraus resultierte im Geschäftsjahr 2018 ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von EUR 1,4 Mio. 2.3. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Der Vorstand der Bank setzte sich ganzjährig aus Heiko Schlag als Vorsitzendem des Vorstands sowie dem Vorstandsmitglied Ursula Egli (COO/CFO/CRO) zusammen. Der Aufsichtsrat hat Christian E. Dubler, Gesamtverantwortlicher Private Banking deutsche Kunden bei der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Dr. Urs Monstein, Head of IT der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, war bis zum 31. März 2018 Mitglied des Aufsichtsrates, legte dann sein Amt aufgrund eines Arbeitgeberwechsels nieder. Sein Nachfolger ist seit dem 26. April 2018 John Perego, Chief Risk Officer Europe, der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats als Arbeitnehmervertreterin ist Kathrin Braun. Der Aufsichtsrat ist sich der Verpflichtung bewusst, bei konkreten Personalentscheidungen die in den Organen vorhandene und gewünschte Vielfalt zu berücksichtigen. Bei der Auswahl von Persönlichkeiten für eine bestimmte Aufgabe, sei es für die Nominierung der Kandidaten und Kandidatinnen für den Aufsichtsrat oder bei der Besetzung der Vorstandspositionen, macht der Aufsichtsrat keine Unterschiede aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder anderer personenbezogener Merkmale. Im Vordergrund steht stets das Interesse der Bank, das der Aufsichtsrat sowohl bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern als auch bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet. Der Aufsichtsrat fällt seine Entscheidungen über die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen daher auf der Grundlage von Sachkriterien wie der fachlichen Qualifikation und der persönlichen Eignung der jeweiligen Person für die konkrete Aufgabe. Im Jahr 2018 wurde im Vorstand ein Frauenanteil von 50% und im Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 33,3% erreicht. 2.4. MITARBEITENDE Zum Stichtag 31. Dezember 2018 lag die Anzahl der Mitarbeitenden mit 191 über dem Vorjahreswert von 183. Im Jahresdurchschnitt waren 191 Personen bei der Bank beschäftigt, dabei setzte sich die Belegschaft aus 118 männlichen und 73 weiblichen Mitarbeitenden zusammen. Die Zahlen beziehen die Vorstandsmitglieder nicht mit ein. 2.5. ERTRAGSLAGE Im Geschäftsmodell der Bank spielt der Provisionsüberschuss beim Kundengeschäft mit 91,0% (Vorjahr: 84,0%) der Ergebnisse im Kundengeschäft die wesentliche Rolle. Der Provisionsüberschuss ist in 2018 um 10,5% von 52,2 auf EUR 46,8 Mio. zurückgegangen. Der Rückgang resultierte ausschließlich aus dem deutlich verringerten Kundenvermögen in der Vermögenverwaltung aufgrund des bereits beschriebenen Verkaufs der EU-Assets. Gleichzeitig konnte der Provisionsüberschuss im Heimatmarkt um 3,1% ausgebaut werden. Damit blieb das Wachstum des Provisionsüberschusses unter dem prognostizierten Wachstum von 10%, was hauptsächlich auf die negative Marktperformance im 4. Quartal sowie die aufgrund der Marktentwicklung stark gestiegene Cash-Quote der Kunden zurückzuführen ist. Der Anteil der nicht transaktionalen Provisionserträge stieg in 2018 deutlich von 72,6% auf 86,4%. Das Zinsergebnis hat mit einem Anteil von 9,0% (Vorjahr: 16,0%) eine untergeordnete Bedeutung in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis (inklusive der gezahlten Negativzinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften) sank um 53,3% von 10,0 auf EUR 4,6 Mio. Dieser Rückgang ist ebenfalls ausschließlich auf den Verkauf der EU-Assets zurückzuführen. Die negativen Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften gingen von 2,3 auf EUR 1,7 Mio. zurück. Demzufolge sank auch die Summe aus Provisions- und Zinsüberschuss im Vorjahresvergleich aufgrund des Verkaufs der EU-Assets um 17,3%. Im Geschäftsjahr 2018 gingen die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 4,2% auf EUR 62,2 Mio. zurück. Die Personalkosten erhöhten sich um 17,0% auf EUR 34,1 Mio., was primär aus einer zum 31.12.2018 gebildeten Rückstellung für Personalfreistellungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. resultierte. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken im Berichtsjahr um 21,5% auf EUR 28,1 Mio. Dies ist zum einen auf erste Kostenreduktionen nach Verkauf der EU-Assets, zum anderen auch auf im Vorjahresvergleich gesunkene Projektaufwendungen zurückzuführen. Das Ergebnis des Private-Banking-Deutschland-Geschäftes hat sich somit im Geschäftsjahr 2018 weiter stabilisiert. Aus dem restlichen Verkauf der EU-Assets nach Luxemburg resultierte ein außerordentlicher Ertrag von EUR 1,4 Mio. Das für 2018 ursprünglich geplante, ausgeglichene Ergebnis konnte aufgrund der oben erwähnten Faktoren (tieferer Provisionsüberschuss und höhere Rückstellungen für Personalfreistellungen) nicht erreicht werden. Die Bank Julius Bär Deutschland AG schließt das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 9,5 Mio. ab. 2.6. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme der Bank stieg im Jahresverlauf um 32,2% von 1.105 auf EUR 1.461 Mio., was insbesondere auf die gestiegenen Kundeneinlagen aus den Netto-Neugeldzuflüssen des Geschäftsjahres sowie einer deutlich gestiegenen Cash-Quote der Kunden zum Jahresende zurückzuführen war. Die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Jahresende 2018 um 21,5% von 130,8 auf EUR 158,9 Mio. gestiegen. Gleichzeitig stieg das Volumen an Kundenkrediten von EUR 437,2 Mio. um 9,4% auf EUR 478,3 Mio. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Es waren wiederum keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen. Die Finanzanlagen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber 2017 um 6,3%. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen nahmen von 67,4 auf EUR 63,2 Mio. ab. Das Rating der Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand bewegte sich zwischen AA- und AAA. 2.7. FINANZLAGE Die Kundeneinlagen stiegen aufgrund der Netto-Neugeldzuflüsse sowie der gestiegenen Cash-Quote in den Kundenvermögen um 42,7% von 902,6 auf EUR 1.288,1 Mio., wobei 99,7% in täglich fälligen Einlagen angelegt sind. Mit 87,9% bilden die täglich fälligen Kundeneinlagen den größten Einzelposten an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen 2018 um 30,4% von 60,3 auf EUR 42,0 Mio. ab und machen nur noch einen Anteil von 2,9% an der Bilanzsumme aus. Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB verringerte sich nach Verlustverrechnung per 31.12.2018 stichtagsbezogen von 112,6 auf EUR 103,1 Mio. Davon waren EUR 15,0 Mio. eingezahltes Grundkapital und EUR 87,7 Mio. in der Kapitalrücklage. Die Gewinnrücklagen der Bank liegen unverändert bei EUR 0,4 Mio. 2.8. LIQUIDITÄTSLAGE Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach der Liquidity-Coverage-Ratio, diese wurde zum Jahresende 2018 mit 374% berechnet. Die Bank schätzt die Liquiditätslage insgesamt als komfortabel ein. 2.9. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Die Bank konnte im Geschäftsjahr 2018 die positive Entwicklung der letzten Jahre im inländischen Private-Banking-Geschäft fortsetzen. Dies manifestierte sich vor allem in der überdurchschnittlichen Neugeschäftsentwicklung, während das Ergebnis der Bank vor allem aufgrund der Marktentwicklung im 4. Quartal 2018 sowie den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Margen hinter der Planung zurückblieb. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank geordnet. 3. RISIKOBERICHT3.1. GRUNDSÄTZE Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands insgesamt geringe banktypische Risiken nach MaRisk. Im Berichtszeitraum sind keine Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, etwa zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, entstanden, da keine derartigen Geschäfte getätigt wurden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes Institut ein. Als bedeutsamste Risiken der Bank wurden zum einen die Nichterreichung der Geschäftsziele und zum anderen die Operationellen Risiken identifiziert. Die Steuerung dieser Risiken unterliegt einer besonderen Aufmerksamkeit seitens des Vorstands. Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als wesentlich eingestuft. Allerdings sind weiterhin keine Kreditausfälle zu verzeichnen, was auf die konservative Kreditvergabepolitik der Bank zurückzuführen ist. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Bei der Darstellung der Risiken im Risikobericht handelt es sich grundsätzlich um eine Bruttodarstellung. Die Sicherheiten werden lediglich im Bereich der Adressenausfallrisiken berücksichtigt. In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Diese wird jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, - Überwachung und -Steuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben. 3.2. RISIKOSTEUERUNG Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:
Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Für die Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind die Risiken über einen einheitlich langen Zeitraum zu ermitteln, der üblicherweise ein Jahr beträgt. Die Umsetzung bei der BJBD erfolgt über eine rollierende 12-Monatsbetrachtung. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit von der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil des Risikobudgets zur Abdeckung eingebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Dabei wird sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden. Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch Stresstests ergänzt. Ziel der Bank ist es hier, den Standardinstrumenten zur Risikomessung nicht uneingeschränkt zu vertrauen, sondern diese kritisch zu hinterfragen. Der jährliche Report zu Stresstests und zu den Konzentrationsrisiken der Bank Julius Bär Deutschland AG enthält die für die einzelnen Risikoarten relevanten Szenarien und Analysen. Er stellt eine Ergänzung zum Risikohandbuch dar. Bei den Stresstests wird von einer Fortführungsperspektive der Bank ausgegangen. Zur wirtschaftlich sinnvollen Zusammenführung der Ergebnisse der einzelnen Risikoarten werden übergreifende Szenarien genutzt. Diese helfen bei der Fundierung der Stresstests, ermöglichen einen angemessenen Rahmen für historische sowie hypothetische Stressüberlegungen und ermöglichen die Auffindung von Inter-Risikokonzentrationen. Zusätzlich wurden inverse Stresstests vorgenommen, das heißt, es wurde analysiert, welche Ereignisse dazu führen könnten, dass das Geschäftsmodell der Bank nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Dabei zeigt sich nur bei den Geschäftsrisiken ein mögliches Gefährdungspotenzial für die Bank. Andere gefährdende Konzentrationen sind nicht erkennbar. Zum Risikomanagement gehören auch die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten sowie die Strukturierung und Abbildung von Prozessen im Detail. Die Stellenbeschreibungen und Organisationsrichtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt und für jeden Bankmitarbeitenden verbindlich. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeitenden elektronisch zur Verfügung. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren. Das ausführliche Management-Informations-System (MIS) ermöglicht es, die insbesondere für die Geschäftsrisiken ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im MIS wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikosteuerung gehören des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung vor allem zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling, Credit und Interner Revision. Gemeinsam mit dem Vorstand, dem Leiter Legal und Compliance, dem Leiter IT, dem Leiter Credit, dem Outsourcing-Manager und dem Leiter Operations sind diese Bereiche als Mitglieder im Risk, Outsourcing und Compliance (ROC) Committee vertreten. Dieses Gremium tagt viermal im Jahr (sowie anlassbezogen) und hat als primäre Aufgabe die Identifizierung, Überwachung und Steuerung der Risiken der Bank gemäß § 25b Kreditwesengesetz (KWG) sowie der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion. Als Grundlage dieser Überwachung dienen unter anderem Risikoberichte, die vom Risk Management/Risk Controlling quartalsweise erstellt und im Vorfeld an die Mitglieder verteilt werden. Darüber hinaus hat das Committee ein Mitspracherecht bei Entscheidungen mit risikopolitischer Bedeutung, bereitet die Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat vor und sendet diese dem Vorstand zur Genehmigung zu. Die Abteilung Risk Management/Risk Controlling ist fester Bestandteil des Prüfungsplanes der internen Revision und wird dadurch jährlich geprüft. 3.3. GESCHÄFTSRISIKEN Die Bank betrachtet das Geschäftsrisiko als das bedeutendste und wesentlichste Risiko, da das Geschäftsmodell auf Private-Banking-Dienstleistungen fokussiert ist und daher keine Diversifikationseffekte aus anderen Geschäftsbereichen zum Tragen kommen. Geschäftsrisiken sind primär externer Natur und sind definiert als die Abweichung des Betriebsergebnisses der Bank vom Planergebnis. Das Geschäftsrisiko beinhaltet die vier Ausprägungen „Ertrags- und Vertriebsrisiken“, „Kostenrisiken“, „Reputationsrisiken“ und „Konzentrationsrisiken“. Gibt es Zweifel an der Reputation von Julius Bär in Deutschland, dürfte sich dies in einem verringerten Neugeldzufluss und/oder einem Abfluss von verwalteten Vermögen und damit in entsprechenden Ertragseinbußen bemerkbar machen. Den festgestellten Ertragskonzentrationen (z.B. bei Neugeld- und Vermögensverwaltungsvolumen und Marktperformance/Geld- und Kapitalmarktentwicklung) trägt die Bank durch entsprechende Simulationen in unterschiedlichen Szenarien Rechnung. Die Geschäftsrisiken werden eng vom Vorstand der Bank überwacht und im monatlichen Controlling bzw. im vierteljährlichen Risikobericht gewürdigt (einschließlich etwaiger Ertragskonzentrationen). 3.4. MARKTPREISRISIKEN Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Die Bank investiert einen Teil ihres Liquiditätsüberschusses in Anleihen mit hoher Bonität. Es wird in Fremdwährungen investiert, wobei jedoch keine Währungsrisiken eingegangen werden; dies wird durch eine währungskongruente Refinanzierung erreicht. So bestehen auch Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär-eigenen Pensionsgelder im JB OPEN 1-Fonds. Die wesentlichen Marktpreisrisiken der Bank werden wie folgt kalkuliert:
Die Preisänderungsrisiken werden über das Konzept des „Value at Risk“ (VaR) abgebildet und zwar in fünf verschiedenen Szenarien mit den Konfidenzniveaus 95% bis 99,9%. Dabei wird nicht zwischen den allgemeinen Marktpreisrisiken und den vertragspartnerbezogenen spezifischen Risiken unterschieden. Zur Berechnung dieses Risikomaßes wird die Varianz-Kovarianz-Methode benutzt. Diese Methode geht davon aus, dass der jeweilige Preisprozess normalverteilt ist. Zur Berechnung der Kennzahl muss vorher das Quantil des jeweiligen Instruments festgelegt werden. Der Value at Risk errechnet sich als Value at Risk = Marktwert(Position) * InvNorm(Quantil) * STD(Position) * √Haltedauer, wobei STD() die Standardabweichung der Position und InvNormo die Inverse der Standardnormalverteilung widerspiegelt. Die Haltedauer wird in der Formel als Wurzel aus der Anzahl der Tage berücksichtigt und beträgt immer 10 Tage. Das Zinsänderungsrisiko wird zusätzlich durch eine Zinssensitivitätsanalyse überwacht. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken und der Optimierung der Bilanzbewirtschaftung hat die Bank ein Asset-Liability-Committee (ALCO) eingerichtet. Das Komitee ist verantwortlich für die Festlegung der Rahmenbedingungen für die Investments, welche durch die Treasury Funktion getätigt werden. Derivategeschäfte werden nur für Kunden getätigt; diese Transaktionen werden taggleich durch entsprechende Gegengeschäfte geschlossen. 3.5. ADRESSENAUSFALLRISIKEN Im Geschäftsmodell der Bank wird das Kreditgeschäft in Form von Lombard-, Aval- und Immobilienkrediten nur als „Beigeschäft“ zum Vermögensverwaltungsgeschäft betrieben. Es werden also nur Kredite an Kunden gewährt, die bei der Bank ein Konto/Depot unterhalten, wobei das verwaltete Vermögen größer als die Inanspruchnahme von Lombard- und Avalkrediten sein soll. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte und eventuell darüber hinaus durch Wertpapiervermögen gesichert. Die Bank ist keinem besonderen Länderrisiko ausgesetzt; eine nähere Betrachtung innerhalb der Adressenausfallrisiken erfolgt somit nicht. Die Bewertung der Adressenausfallrisiken erfolgt über einen VaR-Ansatz auf Basis eines fortgeschrittenen IRB-Ansatzes (Ein-Faktor-Modell nach Vasichek) mit sechs Ratingstufen. Somit erfolgen modellhafte Berechnungen für:
Die verwendeten Modelle berücksichtigen empirische Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD) und Ausfallraten (Loss Given Default, LGD) der Julius Bär Gruppe. Im Kundenkreditgeschäft wird die PD bei den Lombardkrediten auf 0,30% für alle Ratingklassen und die LGD in Abhängigkeit von der Ratingstufe zwischen 0,00 und 80,00% festgelegt. Im Bereich der Immobilienkredite wird ebenfalls ratingabhängig die PD zwischen 0,04 und 7,00% und die LGD zwischen 0,00 und 80,00% definiert. Im Hinblick auf die Kontrahentenrisiken bewegt sich die PD bei gleichbleibender LGD i.H.v. 45,00% zwischen 0,00 und 3,56%. Korrelationen werden auf Basis eines inhomogenen, endlichen Portfolios geschätzt. Beim „Exposure at Default“ werden Lombardsicherheiten mit ihrem Beleihungswert in Teilen angesetzt. Andere Sicherheiten finden keine Berücksichtigung. Darüber hinaus wird ein Kredikonversionsfaktor für die Berücksichtigung von unwiderruflichen Kreditzusagen in die Limitauslastung für Adressrisiken berechnet. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass die Inanspruchnahme ungenutzter Kreditzusagen in den nächsten zwölf Monaten stabil bleibt und dass die Portfoliostruktur der ungenutzten Kreditlinien analog zum Gesamtkreditprotfolio ist. Der Konversionsfaktor wurde zum 31.12.2018 auf 20% festgelegt und gilt nur für das Kundenkreditportfolio. Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an der Bilanzsumme lag 2018 bei 34,08%, der Anteil an den verwalteten Vermögen bei 6,5%. Wie in den Vorjahren gab es auch 2018 keine Kreditausfälle. Der Anteil der Blankoanteile belief sich auf ca. 0,5%. Die Gesamtheit der vertraglich vereinbarten Kredite ist zu 87,0% durch Wertpapierverpfändung und zu 13,0% durch Grundpfandrechte gesichert. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel sowie das Rating des Portfolios werden konservativ festgelegt und täglich über das von der Julius Bär Gruppe zur Verfügung gestellte Monitoringsystem TEMOS nach einem festgelegten Algorithmus berechnet und überwacht. Die Absicherung der Hypothekarkredite erfolgt ausschließlich für im Inland gelegene Grundstücke/Objekte über eine erstrangige Grundschuld unter deutschem Recht. Weitere Sicherheiten können in Form von Depotverpfändungen, Abtretungen von Lebensversicherungen oder Bürgschaften gestellt werden. Bei den Adressenausfallrisiken im Eigengeschäft werden die Kontrahentenrisiken betrachtet. Das Adressenausfallrisiko der festverzinslichen Wertpapiere in der Eigenanlage ist bereits über die VaR-Berechnung in den Marktpreisrisiken „Bonds“ abgebildet. Die Kontrahentenrisiken werden täglich im Rahmen der Limitüberwachung vom Risk Management/Risk Controlling kontrolliert und vierteljährlich im Risikobericht dargestellt, wo sie als Bestandteil der Kreditrisiken entsprechend bewertet werden. Die Streuung der Adressen unter engen Limitvorgaben und der hohe Anteil an Anlagen bei der Deutschen Bundesbank (87,0% zum 31. Dezember 2018) zeigen die konservative Strategie. Sowohl die Platzierung von Termingeldern und die Investition in festverzinsliche Wertpapiere als auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten, insbesondere der sichernden Wertpapiere, erfolgen nach den Leitlinien für die entsprechenden Geschäfte der Julius Bär Gruppe. 3.6. LIQUIDITÄTSRISIKEN Die Treasury-Funktion befasst sich mit der Optimierung der Liquidität sowie der Zins-, Kredit- und Währungsrisiken in der Bilanz. Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen in festverzinslichen Wertpapieren und bei Geldmarktanlagen bei anderen Banken kann ein Marktliquiditätsrisiko - als ein Refinanzierungsrisiko - bei der Finanzierung von Krediten auftreten. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgen die Geldmarktanlagen überwiegend in Form von „Overnight-Money“. Zusätzlich wurde im Jahr 2018 der größte Teil der Liquiditätsüberschüsse bei der Deutschen Bundesbank angelegt, sodass - bis auf die Mindestreserve - jederzeit auf sie zurückgegriffen werden kann. Während die Einlagen der Bank bei der Bundesbank einen Anteil von 50,9% an der Bilanzsumme ausmachen, beträgt der Anteil der Geldmarktanlagen nur 3,7%. Wenn Kredite im Rahmen der Bilanzsteuerung refinanziert werden, dann erfolgt dies ausschließlich über die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, da aufgrund deren solider Bilanzverhältnisse eine Anschlussfinanzierung sicherer als eine Refinanzierung über den Markt erscheint. Die Liquiditätsrisiken werden außerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung systematisch über eine fortlaufende Beobachtung der Entwicklung aufsichtsrechtlicher Kennzahlen (u. a. LCR) gesteuert und anhand diverser Stresstests überwacht und analysiert. Die von Finance & Controlling erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden auf täglicher Basis dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Das fokussierte Geschäftsmodell der Bank führt zu sehr stabilen und Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze. Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die durchschnittlichen Werte auf Basis der Monatsendwerte bei der LCR auf 348%. Die Liquiditätsreserven sind auch für den Fall des gleichzeitigen Rückzuges der zehn größten Kundeneinlagen ausreichend. 3.7. OPERATIONELLE RISIKEN Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt operationelle Verluste ein, die aus Rechtsrisiken und dolosen Handlungen entstehen könnten. Sie beinhaltet aber nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Unter das Rechtsrisiko fallen Rechtsstreitigkeiten, in welche die Bank Julius Bär Deutschland AG involviert ist. Dieser Bereich umfasst auch Risiken aus Gesetzesänderungen und der aktuellen Rechtsprechung. Das Rechtsrisiko umfasst ebenfalls Schadensfälle des Kreditbereichs, die durch nicht durchsetzbare Vertragsgestaltungen entstanden sind. Vermögensschäden werden nur dann den Operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist. Die operationellen Risiken umfassen vor allem folgende Risikoarten: scroll
Aufgrund der Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Die mit dem Outsourcing verbundenen operationellen Risiken werden von der Bank als wesentliche Risiken im Sinne einer aktiven Steuerung qualifiziert. Die Bank hat für den Outsourcing-Bereich ein detailliertes Monitoring- und Controlling-System aufgebaut. Die Basis der Überwachung der Outsourcing-Partner sind klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen („Service Level Agreements“, SLA) für sämtliche ausgelagerte Aktivitäten. Diese SLA enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch für die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom ROC Committee der Bank ausgewertet und bilden die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing-Partnern. Zur besseren Kontrolle der Risiken und zur Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten, strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte. Im Rahmen des Investment Controllings werden die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft. Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „OPRI“ eingeführt. OPRI ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potenziellen Schäden aus dem Bankgeschäft, deren Wert über CHF 2.500 liegt, wobei die Bank Julius Bär Deutschland AG seit 2016 operationelle Verluste bereits ab EUR 1.500 in der OPRI-Datenbank erfasst. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im ROC Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. Bei der Umsetzung von OPRI wurden die Vorgaben des Baseler Regelwerks berücksichtigt. 2018 wurden insgesamt 19 Schäden über EUR 1.500 gemeldet, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 39. 3.8. RISIKOTRAGFÄHIGKEIT Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotenziale einander gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial abgesichert sind. Dieses Risikodeckungspotenzial errechnet sich mit einer Höhe von maximal EUR 40,4 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse in Abhängigkeit der Szenarien allokiert wird. Die Summe der Risikolimite („Risikobudget“) wird von den Gremien der Bank festgelegt und jährlich überprüft. Die Limite sind nach den bewerteten Risiken im Risikoszenario bestimmt, sodass bei Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden können. Den Geschäftsrisiken wird mit EUR 10,0 Mio. das höchste Limit zugewiesen. Der Vorstand hat folgende weitere Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für das Kreditrisiko wird auf EUR 3,0 Mio. festgesetzt, das Limit für die Marktpreisrisiken des Anlagebuchs, bestehend aus dem Zinsspannenrisiko und dem Marktpreisrisiko, liegt bei EUR 3,0 Mio., das Limit für operationelle Risiken beträgt EUR 1,0 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf EUR 17,0 Mio. Es wurden zwei Szenarien als Hauptsteuerungskreise definiert: das Baseline- und das Risk-Szenario. Im Baseline-Szenario wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsbetrieb ohne wesentliche Störungen von innen oder außen läuft. Die geschätzten Risiken sind die potenziellen Risiken aus dem normalen Tagesgeschäft. Beim Risk-Szenario ist das Markt- bzw. Bankenumfeld angespannter als erwartet, die Geschäftsziele können nicht wie geplant erreicht werden und die Risiken aus dem bilanziellen Geschäft liegen über den erwarteten Schwankungsanfälligkeiten. Das Ergebnis der einzelnen errechneten Risiken sowie deren Summe im Baseline- und Risk-Szenario (mit Angaben des vom Vorstand erlassenen Risikobudgets) sind in der nachstehenden Tabelle in EUR Mio. dargestellt (Stand: 31. Dezember 2018): scroll
Aus der Zusammenstellung lässt sich festhalten, dass der Fortbestand der Bank auch unter negativen Annahmen für die einzelnen Risikoarten gewährleistet ist. Im Baseline-Szenario sind die Risiken damit mehr als ausreichend abgedeckt. Entscheidend für die Bank ist, ob der Eintritt von Risiken auch verkraftet werden kann. Diese Risiken können u. a. aus Modellfehlern, überproportional großen Kursschwankungen oder Risikokonzentrationen entstehen. Grundüberlegung ist dabei, dass eine Kennziffer nach CRR von 9,9% zu erreichen ist; die Kennziffer setzt sich aus 8,0% Gesamtkapitalquote und 1,9% Kapitalerhaltungspuffer (ab Anfang 2019 2,5%) zusammen. Darüber hinaus hat die Bank im Geschäftsjahr 2018 einen SREP-Bescheid (Bescheid nach Supervisory Review and Evaluation Process) gemäß §10 Abs. 3 Satz 1 und 2 Nr.1 KWG in Verbindung mit §6b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG erhalten, der weitere 4 Prozentpunkte ab Anfang 2019 als Eigenmittelanforderung erfordert (bisher 2,5%). Somit belief sich die Kennziffer nach CRR auf 12,4% in 2018 (ab 2019,14,5%). Ausgehend von risikogewichteten Aktiva in Höhe von EUR 352,5 Mio. per 31.12.2018 können die entsprechenden Zahlen im Zusammenhang mit der Eigenmittelanforderung wie folgt zusammengefasst werden: scroll
Die MaRisk verlangen ferner von den Instituten sogenannte „inverse Stresstests“, das heißt, eine Analyse von Ereignissen die das Institut in seiner Überlebensfähigkeit gefährden können. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell als nicht mehr tragfähig erweist. Inverse Stresstests stellen eine Ergänzung der sonstigen Stresstests dar. Sie untersuchen für die einzelnen Risikoarten, bei welchen Ereignissen das Stressrisikobudget verbraucht wird. Im Fall der inversen Stresstests wird auch das eingezahlte Eigenkapital dem Risikobudget zugewiesen. Aus der Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Falls können dann wieder Rückschlüsse auf die Risikotragfähigkeit gezogen werden. Aus den Ergebnissen der inversen Stresstests lässt sich schließen, dass die meisten Szenarien, die zum Aufbrauchen des Risikobudgets führen, unwahrscheinlich sind - mit Ausnahme der Szenarien für die Geschäftsrisiken. Im Bereich der Adressenausfallrisiken für das Kundengeschäft und das Eigengeschäft sind solche Ereignisse nicht völlig auszuschließen. Hier wird mit einer Limitierung im Kunden- und im Eigengeschäft und mit konservativen Kreditvergaberichtlinien gegengesteuert. Die kritischsten Werte in Bezug auf das Geschäftsmodell der Bank zeigen sich im Geschäftsrisiko. 4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT4.1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD Die Aussichten für 2019 sind von einem um sich greifendem Konjunkturpessimismus geprägt. Das weltweite Wirtschaftswachstum 2019 wird nach unserer Einschätzung auf 3,2% zurückgehen. Dies entspricht einer Rückkehr zur Normalität nach Jahren außergewöhnlich starkem Wachstums. Dasselbe gilt für die Wachstumsraten der Industrienationen, die nach unserer Einschätzung mit 1,8% ebenfalls niedriger ausfallen werden als in den Vorjahren, sich allerdings auf ihrem historischen Mittel befinden. Die Frühindikatoren für die konjunkturelle Entwicklung, wie die Einkaufsmanagerindizes, haben deutlich nachgegeben, befinden sich allerdings global noch oberhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten. An einer Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China wird inzwischen gearbeitet und hat das Potential, für ein deutlich positives Signal an den Kapitalmärkten zu sorgen. In Europa steht eine eindeutige Regelung zum Brexit weiter aus und bleibt damit ein Unsicherheitsfaktor. Für die Arbeitsmärkte in den USA, Deutschland und Japan ist nach unserer Einschätzung eine robuste Entwicklung zu erwarten. Die solide Arbeitsmarktlage begünstigt die Lohnentwicklung und stützt damit den Konsum. Der Rückgang des Ölpreises in den vergangenen Monaten erhöht die Kaufkraft der Konsumenten, und Unternehmen profitieren ebenfalls von niedrigeren Rohstoffpreisen. Für die Schwellenländer bedeuten die Abschläge bei den Rohstoffpreisen dagegen geringere Einnahmen, was die Konjunktur bremst, sodass mit einem stärkeren Wachstumsrückgang zu rechnen ist. Nach den Zinserhöhungen im vergangenen Jahr ist unseres Erachtens in den USA für 2019 eine ausgedehnte Pause bei der Straffung der Geldpolitik zu erwarten. Für die Europäische Zentralbank besteht wegen der sich abkühlenden Konjunktur nur geringer Spielraum, in 2019 mit einer Zinsnormalisierung zu beginnen. In Japan dürfte die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung dafür sorgen, dass die Zentralbank die „ultralockere“ Geldpolitik auch in 2019 beibehalten wird. Der verhaltene Konjunkturausblick hat sich inzwischen vollständig an den Kapitalmärkten bemerkbar gemacht. Der starke Rückgang der Aktienkurse zum Jahresende 2018 hat für attraktive Bewertungen sorgt und die Voraussetzungen für eine Erholung gelegt. Eine höhere Schwankungsintensität auf den Finanzmärkten dürfte nach unserer Einschätzung allerdings auch im Jahr 2019 bestehen bleiben. 4.2. AUSBLICK Volatile Märkte erfordern mehr denn je eine enge Betreuung der Kunden. Gerade in kritischen Marktphasen sollen die Kundenberater verstärkt Kontakt zu den Kunden suchen, um sie zeitgerecht zu beraten und ihnen die Gewissheit zu geben, dass sie in diesen schwierigen Situationen nicht alleine gelassen werden. In vielen Fachveranstaltungen informieren das Research- und das Portfoliomanagement der Bank über die Chancen und Risiken an den Weltkapitalmärkten. Daneben stellen die niedrigen Renditeniveaus sowie die Negativzinsen der EZB eine Herausforderung für die Strukturierung des Vermögens dar. Die Kunden stellen sich die Frage, ob sich das Eingehen von Risiken am Kapitalmarkt überhaupt lohnt. Durch die Vielfalt der angebotenen Vermögensanlagestrategien kann die Bank Anlagelösungen für die Kundenwünsche auch in einem geänderten Umfeld bieten. Auf der Basis der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Vermögensentwicklung wird im Kundensegment in den Jahren bis 2020 gemäß gängiger Marktmeinungen ein Wachstum von 4% prognostiziert. Die Wachstumsraten der Bank Julius Bär Deutschland AG bei den verwalteten Vermögen lagen mit ca. 9% im Vergleich zum Vorjahr über dem Marktwachstum und der Marktperformance und sind ein eindrücklicher Nachweis dafür, dass das von uns angebotene Modell der Betreuung vermögender Privatkunden sehr gut angenommen wird. Wir gehen davon aus, dass sich die Wachstumsrate des Neugeldes auch im nächsten Jahr im Bereich von 10 bis 15% bewegen wird. Der Provisionsüberschuss soll um etwa 15% auf 53 Mio. zunehmen. Gleichzeitig gehen wir davon aus, die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 5% auf 59 Mio. senken zu können. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt diese Wachstumsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG nachhaltig und definiert den deutschen Markt als Kernmarkt der Julius Bär Gruppe. Die Grundlagen der Geschäftsstrategie sind die trennscharfe Positionierung im Wettbewerb und die unverwechselbare Geschäftsphilosophie, zu der die unabhängige Beratung sowie die transparente Preisgestaltung gehören. Anders als bei vielen Wettbewerbern - mit angeschlossenem Investmentbanking - sind die Kundenberater und Portfoliomanager bei Julius Bär aufgrund der offenen Produktplattform frei in ihrer Entscheidung und können diejenigen Produkte und Dienstleistungen auswählen, die am besten zu den Anlagezielen und zum Risikoprofil des Kunden passen. Daneben sind die globale Kompetenz, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und die Nachfolgeregelung zentrale Elemente des Kundenservice in regionaler Nähe. Diese Erfolgsfaktoren der Geschäftsstrategie sind auf die Betreuung von Unternehmern, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung ausgerichtet. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allokation unter Einsatz eines weiten Produktspektrums und einer stringenten Risikoüberwachung bieten. Das Geschäftsmodell sowie die Stabilität und der Erfolg der Julius Bär Gruppe sind nicht nur für vermögende Privatkunden attraktiv, sondern auch für erfahrene Senior-Berater, die sich umorientieren wollen und ein professionelles Umfeld im Private Banking suchen. Die Kundenbetreuung soll auch in den nächsten Jahren an den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut werden, um die erkannten Marktchancen zu nutzen, sofern erfahrene Berater, die zu der Unternehmenskultur der Bank Julius Bär Deutschland AG passen, gefunden werden. Allgemein ist das Ziel, die Anzahl der Kundenbetreuer auch im Geschäftsjahr 2019 weiter zu erhöhen. Die Stabilität und Effizienz in den Prozessen sind gleichermaßen Voraussetzung für die Bereitstellung von Dienstleistungen mit einer hohen Qualität wie auch für die Begrenzung der Kostenrisiken. Im Vergleich zu 2018 wird mit deutlich weniger Projektkosten gerechnet. 2019 werden Aufwendungen aufgrund von PSD2 (Zahlungsdienstrichtlinie) nötig werden. PSD2 schreibt den Banken vor, dass sie Schnittstellen für andere Finanzdienstleister und Internetanbieter einrichten müssen. Die vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen dieser Schnittstellen sind kostenintensiv. Daneben werden 2019 Anpassungen an steuerliche Regulierungen in den Systemen eingepflegt. Die Bank Julius Bär Deutschland arbeitet seit 2018 mit Robotics Anwendungen und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Diese Anwendungen sollen weiterentwickelt werden. Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Geschäftsaktivitäten in Deutschland aufgrund unserer guten Positionierung im Markt sowie unserer Wachstumsstrategie, die wir dank unserer engagierten und qualifizierten Mitarbeitenden umsetzen können, auch 2019 weiterhin ausweiten werden. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 initialisierten Kostenreduktionen und dem Wachstum der Erträge in 2018 streben wir für 2019 ein ausgeglichenes Ergebnis an. Diese Ziele werden wir nur erreichen, wenn keine neuerlichen Marktverwerfungen auftreten und die Marge das geplante Zielniveau erreicht. Andernfalls rechnen wir mit einem leicht negativen Ergebnis. 5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZÜber die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand der Bank Julius Bär Deutschland AG gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt: „Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt.“ JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018Aktivseite scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018scroll
ANHANGAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 31022 zum 31. Dezember 2018, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden stetig angewendet. Änderungen werden jeweils nachfolgend erläutert, sollten diese sich ergeben haben. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
AKTIVAForderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 102.327 (Vorjahr: TEUR 60.487) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit: scroll
In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 86.052 (Vorjahr: TEUR 58.692) enthalten. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit: scroll
Hierin sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 5.411 (VJ TEUR 4.657) enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 27.500 sowie TUSD 41.000 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 63.182. Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte Schuldverschreibungen. Im Geschäftsjahr 2019 sind insgesamt Schuldverschreibungen von nominal TEUR 27.500 fällig. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige, aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1. Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 166, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.507 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13.720 verrechnet. Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen unterschreitet, werden zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 768 ausgewiesen. Das verrechnete Vermögen, das dem Anteil von 31,2% an einem Spezial-Sondervermögen i. S. d. § 1 Abs. 6 KAGB entspricht, weist zum 31. Dezember 2018 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 14.625 (Vorjahr: TEUR 13.953) auf, der dem Marktwert i. S. d. § 168 KAGB entspricht. Der Differenzbetrag zum Buchwert beträgt TEUR 1.679. Bei diesem Spezial-Sondervermögen handelt es sich um einen internationalen, thesaurierenden Mischfonds (Gemischtes Sondervermögen). Der Fonds verfolgt eine ausgewogene Anlagestrategie mit einer maximalen Aktienquote von 50% nach einem Multi-Asset-Ansatz unter Begrenzung des Risikos. Es wird eine Zielrendite von 4,5% angestrebt. Das Risikomanagement basiert auf einem maximalen hinterlegten Drawdown von 8%. Dem Sondervermögen wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 1.271 (Vorjahr: TEUR 2.543) zugeführt. Das Vermögen ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und somit nicht täglich fällig. Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und die von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt: scroll
Anteile an verbundenen Unternehmen Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital: TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres 2018: Verlust von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich, ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten, wie folgt dar (in TEUR): scroll
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Anschaffungskosten der Wertpapiere Zuschreibungen ergaben sich in 2018 nicht. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 1. Januar 2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet. Sonstige Vermögensgegenstände Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, in Höhe von TEUR 1.519 (Vorjahr: TEUR 846), Fondverwaltungsgebühren in Höhe von TEUR 1.015 (Vorjahr TEUR 551), Steuerforderungen in Höhe von TEUR 987 (Vorjahr: TEUR 25) sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 382 (TEUR 1.291). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 187). Auf Fremdwährung lautende Forderungen Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 158.505 (Vorjahr: TEUR 173.642) in fremder Währung, darunter USD im Gegenwert von TEUR 99.355 (Vorjahr: TEUR 116.616), CHF im Gegenwert von TEUR 41.305 (Vorjahr: TEUR 36.655), NOK im Gegenwert von TEUR 6.838 (Vorjahr: TEUR 6.178) sowie GBP im Gegenwert von TEUR 4.741 (Vorjahr: TEUR 6.328). PASSIVAVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.840 (Vorjahr: TEUR 14.499) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit: scroll
Die Verbindlichkeiten setzen sich ausschließlich aus Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 41.967 (Vorjahr Teilbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: TEUR 51.692) zusammen. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.283.864 (Vorjahr: TEUR 900.613) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit: scroll
In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten. Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.567 (Vorjahr: TEUR 6.491) enthalten im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 976 (Vorjahr: TEUR 2.088), Marginverbindlichkeiten für Kundengeschäfte in Höhe von TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 210) sowie abzuführende Lohnsteuer in Höhe von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 524). Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 175) wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aus Mietzuschüssen für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Hannover in Höhe von insgesamt TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 925). Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Personalrückstellungen sind unter anderem enthalten: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 7.889 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 427 Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.030 sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.682. In den Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag folgende Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten: Abfindungszahlung TEUR 2.013, Jubiläumsrückstellungen TEUR 633, Sonderzahlungen TEUR 817, Pensionsrückstellungen TEUR 768, Archivkosten TEUR 86. Eigenkapital Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt. Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG beträgt TEUR 142. Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 264. Kapitalrücklagen Die freien Kapitalrücklagen der Bank betragen TEUR 87.679. Im Berichtsjahr wurden durch die Julius Bär Gruppe AG, Schweiz, keine Einzahlungen in die Kapitalrücklagen vorgenommen. Ergebnisverwendung Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurde zunächst der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 2.697 zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 9.471 herangezogen. Zum Ausgleich des darüberhinausgehenden Verlusts wurden Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 6.774 aufgelöst, diese betragen somit zum 31.12.2018 TEUR 87.679. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 131.131 (Vorjahr: TEUR 173.442) in fremder Währung, darunter USD im Gegenwert von TEUR 78.947 (Vorjahr: TEUR 116.431), CHF im Gegenwert von TEUR 37.151 (Vorjahr: TEUR 36.638), NOK im Gegenwert von TEUR 5.726 (Vorjahr: TEUR 6.180) sowie GBP im Gegenwert von TEUR 3.791 (Vorjahr: TEUR 6.328). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und Kfz) belaufen auf TEUR 14.552. Derivate Geschäfte Die zum Bilanzstichtag dem Anlagebuch zugeordneten derivativen Geschäfte betreffen Devisentermingeschäfte sowie an der EUREX gehandelte Futures und Optionen, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden. Die Positionen werden durch Gegengeschäfte mit Kreditinstituten ausgeglichen. Diese werden auf Mikroebene zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB zusammengefasst. Aufgrund der weitgehend geschlossenen Position, des geringen Volumens der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkung auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war nicht notwendig. scroll
Eventualverbindlichkeiten In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 19.853 (Vorjahr: TEUR 13.329) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 2.050 (Vorjahr: TEUR 500) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 44). Das Risiko, dass die Kreditnehmer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und mit Inanspruchnahme zu rechnen ist, schätzen wir als gering ein. Unwiderrufliche Kreditzusagen Zum Bilanzstichtag bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen an unsere Kunden in Höhe von TEUR 225.910. Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuches Das Gesamtergebnis ist deutlich positiv, sodass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird. Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten im Rahmen der Abwicklung von Wertpapier- und Devisentermingeschäften sowie für Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von TEUR 45.851 (Vorjahr: TEUR 47.722) an Kreditinstitute übertragen. Den übertragenen Vermögenswerten stehen zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 39.282 (Vorjahr: TEUR 38.828) bei diesen Instituten gegenüber. Die Sicherheiten betreffen mit TEUR 45.851 (Vorjahr: TEUR 47.722) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGZinsergebnis Die Bank hat im Berichtsjahr TEUR 1.685 (Vorjahr: TEUR 2.271) Negativzinsen für Geldanlagen gezahlt. Provisionsergebnis Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft. Die gesamten Provisionserlöse in Höhe von TEUR 55.722 (Vorjahr: TEUR 88.107) entfielen auf das Geschäft mit Privatkunden. Hierin enthalten sind vereinnahmte Vermittlungsprovisionen in Höhe von TEUR 5.337 (Vorjahr: TEUR 12.730). Sonstiges betriebliches Ergebnis Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Vorsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 2.162 (Vorjahr: TEUR 806), TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 709) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 744 (Vorjahr: TEUR 740) sowie Aufwand aus der Bewertung des Deckungsvermögens für die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 599 (Vorjahr Ertrag: TEUR 212). Außerordentliches Ergebnis Das außerordentliche Ergebnis resultiert aus dem Verkauf der Kundenbeziehungen an die Julius Baer Luxembourg S.A. in Höhe von TEUR 1.380. Periodenfremde Erträge In 2018 hat die Bank periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.261 aus Vorsteuererstattungen sowie TEUR 121 aus Managementgebühren die das Jahr 2017 betreffen vereinnahmt. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 229. Dieses teilt sich wie folgt auf: scroll
SONSTIGE ANGABENAngaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Auslagerung betrieblicher Funktionen Die Bank hat zum Bilanzstichtag folgende wesentliche Bereiche ausgelagert:
Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z. B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch den jeweiligen Fachbereich und das zentrale Auslagerungsmanagement der Bank Rechnung getragen. Country-by-Country-Reporting Die Bank betreibt als CRR-Kreditinstitut Bankgeschäfte. Darüber hinaus erbringt sie Finanzdienstleistungen. Ihren Sitz hat die Bank in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden keine Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in Drittstaaten unterhalten. Der Umsatz der Bank nach § 26a KWG betrug im Geschäftsjahr 2018 TEUR 53.485 (Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstiges betriebliches Ergebnis). Die Bank weist einen Verlust in Höhe von TEUR 9.471 aus. Die Bank erhält keine öffentlichen Beihilfen und beschäftigte im Jahr 2018 durchschnittlich 176,9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente). Die Kapitalrendite der Bank nach § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG beträgt -0,65 % (Vorjahr: 0,32 %). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Offenlegung Die Bank wird den Offenlegungsbericht nach Art. 431-455 CRR auf der Homepage der Julius Bär Gruppe veröffentlichen. Aufsichtsrat
Vorstand
Organkredite Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite. Organbezüge Mit Verweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet die Bank auf die Angabe zu den Organbezügen nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB für die aktuellen Mitglieder der Geschäftsführung. Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 367. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1,0 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 4.835. Zahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 191,0 (Vorjahr: 179,1), wovon 72,8 (Vorjahr: 68,7) Mitarbeiter weiblich und 118,3 (Vorjahr: 110,4) männlich waren. Konzernabschluss Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5% zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist. Konzernzugehörigkeit Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die Julius Bär Gruppe AG, Zürich. Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.
Frankfurt am Main, den 03. April 2019 Der Vorstand Heiko Schlag Ursula Egli BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2018 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.
Frankfurt am Main, im April 2019 Der Aufsichtsrat Christian E. Dubler, Vorsitzender BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bank Julius Bär Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-AprVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-AprVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-AprVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bestimmung des Provisionsergebnisses Ausführung zur Bestimmung von Provisionserträgen und -aufwendungen erfolgen durch die Bank in den Abschnitten „Provisionsergebnis“ des Anhangs sowie 2.5 „Ertragslage“ des Lageberichts. Das Risiko für den Abschluss: Die Hauptertragsquelle der Bank Julius Bär Deutschland AG sind Provisionserträge aus dem Private Banking Geschäft. Aufgrund der insgesamt hohen Bedeutung des Provisionsergebnisses für die zutreffende Bestimmung der Ertragslage der Bank haben wir dieses als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt festgelegt. Vorgehen im Rahmen der Prüfung und Schlussfolgerung: Die Prüfung des Provisionsergebnisses haben wir auf Basis eines kontrollbasierten Prüfungsansatzes durchgeführt und in diesem Zusammenhang die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen getestet. Unsere Prüfungshandlungen fokussierten sich dabei auf die Erfassung der maßgeblichen Abrechnungsparameter und die automatisierte Berechnung der laufenden Provisionserträge. Ergänzend haben wir analytische Prüfungshandlungen zur Gesamtentwicklung des Provisionsergebnisses sowie Einzelfallprüfungshandlungen zu einzelnen Vertragsformen und den durch Dritte in Rechnung gestellten Provisionsaufwendungen durchgeführt. Unsere Prüfungshandlungen ergaben keine Einwände hinsichtlich der Bestimmung der Provisionserträge und Provisionsaufwendungen. Angemessenheit der Rückstellungsbewertung im Personalbereich Hinsichtlich der seitens der Bank gebildeten Rückstellungen im Personalbereich verweisen wir auf die Ausführungen in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ und „Rückstellungen“ des Anhangs. Das Risiko für den Abschluss: Die Bank Julius Bär Deutschland AG bildet für die ihren Mitarbeitern gegenüber ausgesprochenen Pensionszusagen Rückstellungen und macht dabei von dem Wahlrecht des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch. Darüber hinaus weist die Bank weitere Personalrückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Sonderzahlungen, Urlaubsrückstellungen und Jubiläumsrückstellungen, auf. Der Bemessung der genannten Rückstellungen liegt dabei eine Ermessenausübung hinsichtlich einzelner Parameter, wie z.B. der Lebenserwartung der Pensionäre, der Fluktuationsraten u. ä., zugrunde, deren Schätzung wesentliche Auswirkungen auf die Rückstellungshöhe haben können. Vorgehen im Rahmen der Prüfung und Schlussfolgerung: Hinsichtlich der Pensionsrückstellungen und der Jubiläumsrückstellungen haben wir die durch den von der Bank beauftragten externen Gutachter zugrunde gelegten Daten und Berechnungsannahmen überprüft. In gleicher Weise haben wir die seitens der Bank bei der Berechnung der weiteren Personalrückstellungen zugrunde gelegten Daten und Berechnungsannahmen überprüft. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen kommen wir zu dem Schluss, dass die der Bemessung der Rückstellungen zugrundeliegenden Annahmen und Schätzungen sachgerecht abgeleitet wurden. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-AprVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-AprVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-AprVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Achim Sprengard.
Frankfurt am Main, den 8. April 2019 GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH Prof. Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer Sprengard, Wirtschaftsprüfer |
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