splendid medien AGKölnHalbjahresfinanzbericht 2020HALBJAHRESFINANZBERICHT 2020KONZERN
ZWISCHENLAGEBERICHT
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| Content | Services | |
| Splendid Film GmbH | WVG Medien GmbH | Enteractive GmbH |
| 100% | 90% | 85% |
| Splendid Film B.V. | Splendid Entertainment GmbH | Splendid Synchron GmbH |
| 100% | 100% | 100% |
| Polyband Medien GmbH | Splendid Studios GmbH | |
| 100% | 90% | |
| Videociety GmbH | ||
| 100% |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde Herr Dr. Dirk
Schweitzer in den Vorstand der Splendid Medien AG berufen.
Dem Vorstand gehören somit die Herren Dr. Dirk
Schweitzer (Vorstandsvorsitzender) und Björn Siecken
(Vorstand Finanzen) an.
Im Verlauf des ersten Halbjahres 2020 haben sich
bezüglich des Geschäftsmodells der Splendid
Gruppe, der Ziele und Strategien, der Steuerungssysteme
sowie bezüglich Forschung und Entwicklung keine
Veränderungen ergeben. Wir verweisen hierzu auf unsere
Ausführungen im Geschäftsbericht 2019, S. 18 ff.
Mit der Corona-Pandemie sind die Weltwirtschaft und die
deutsche Wirtschaft in eine Rezession geraten. Ende Juli
2020 meldete das Statistische Bundesamt einen Rückgang
des Bruttoinlandsproduktes um 10,1 % im zweiten Quartal -
ein historischer Rückgang der Wirtschaftsleistung in
Deutschland. Bereits im Mai setzte jedoch nach ersten
Lockerungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen eine
wirtschaftliche Erholung ein. In der Folge ist davon
auszugehen, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung im
dritten Quartal wieder kräftig zulegen wird und der
Rückgang des Gesamtjahres-BIP mit 5,8% schwächer
als erwartet ausfallen wird. In den Niederlanden und
Belgien wird aufgrund der Corona-Pandemie ebenfalls mit
starken wirtschaftlichen Einbußen gerechnet.
Konjunkturelle Maßnahmenpakete der dortigen
Regierungen sollen die Auswirkungen mildern.
In unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content
führt die zunehmende Digitalisierung zu dynamischen
Veränderungen bei der Nutzung von Film- und
Programmangeboten durch die Konsumenten. Daneben ist die
Branche durch Veränderungen in der Marktstruktur
gekennzeichnet. Die Entwicklungen in den Branchenfeldern
unserer Auswertungsstufen stellen sich im ersten Halbjahr
2020 wie folgt dar:
Die Kinobranche erlebte durch den Corona-Lockdown einen
drastischen Einbruch. Ab Mitte Mai öffneten wenige
Kinos (darunter Autokinos) unter strengen Abstands- und
Hygieneregeln, die einen wirtschaftlichen Spielbetrieb kaum
möglich machten. Zudem wurden die Starts vieler
Kinofilme verschoben. Mit EUR 220 Mio. wurden 52% weniger
Kinoumsätze erzielt als im Vorjahreszeitraum (EUR 462
Mio.). Die Zahl der gelösten Tickets war ebenfalls mit
52% auf 25,9 Mio. (Vorjahr: 53,7 Mio.) gesunken. Auch der
Kinomarkt in den Niederlanden war im ersten Halbjahr 2020
deutlich rückläufig (-45%).
Die um 22% rückläufige Entwicklung im
physischen Videomarkt (Verkauf und Verleih von Blu-ray und
DVD) auf EUR 255 Mio. (Vorjahr: EUR 325 Mio.) konnte durch
den Zuwachs um 33% im digitalen Videomarkt (Verkauf EST und
Verleih TVoD) auf EUR 235 Mio. (Vorjahr: EUR 177 Mio.)
abgemildert werden, sodass der Gesamtmarkt (ohne
Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im
Folgenden "SVoD") um lediglich 2% rückläufig war
(EUR 490 Mio., Vorjahr: EUR 502 Mio.). Der Umsatzanteil des
digitalen Videomarktes liegt mit 48% (Vorjahr: 35,3%) mit
dem der physischen Bildtonträger nunmehr fast
gleichauf (52,0%; Vorjahr: 64,7% ).
Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im
Gegensatz zum Einzelabruf (TVoD) ein Abonnementmodell (u.a.
Amazon Prime, Netflix) darstellen, nahmen im ersten
Halbjahr 2020 um 27% auf EUR 717 Mio. (Vorjahr: EUR 565
Mio.) zu.
Die COVID-19-Pandemie bescherte neben den SVoD-Anbietern
auch den Pay-TV-Sendern Zuwächse. Die Programmvielfalt
ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und
die Zahl der Pay-TV und SVoD-Nutzer in der jüngeren
Zeit deutlich gestiegen.
In unserem Geschäftsbereich Services mit
Schwerpunkten im Bereich der audiovisuellen Postproduktion
(Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die
grundlegenden Marktveränderungen in der Film- und
Fernsehbranche die Nachfrageentwicklung bezüglich der
unterschiedlichen Dienstleistungsangebote. Die Branche ist
in den vergangenen Jahren durch die Nachfrage der
SVoD-Plattformen und Sender mit wachsendem Programmangebot
positiv beeinflusst worden. Es besteht jedoch nach wie vor
ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen
Preisdruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden
an die technischen und organisatorischen Abläufe in
der Auftragsbearbeitung. Negative Einflüsse ergaben
sich zuletzt, da Produktionstätigkeiten aufgrund der
Corona-Pandemie gestoppt oder verschoben werden mussten.
Das erste Halbjahr 2020 stand für die Splendid
Medien AG im Zeichen der Auswirkungen der Maßnahmen
und Ereignisse im Zuge der COVID-19-Pandemie, die vor dem
Hintergrund von Kino- und Geschäftsschließungen
im stationären Einzelhandel sowie Einschränkungen
in den Serviceleistungen einen negativen Einfluss auf die
Geschäftsentwicklung hatten. Der Vorstand und die
Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften nahmen
frühzeitig gegensteuernde Maßnahmen (v.a.
Kurzarbeit, Umdisponierung von
Veröffentlichungsterminen und Vermarktungswegen) vor
und leiteten Maßnahmen der Kostensenkung ein.
Es ergab sich eine um EUR 1,8 Mio. bzw. 8,3% auf EUR
19,5 Mio. rückläufige Umsatzentwicklung
insbesondere im Segment Content, Auswertungsstufen Kino,
Auftragsproduktion und Home Entertainment, während im
Segment Services trotz corona-bedingter
Einschränkungen des Geschäftsbetriebs ein
Umsatzwachstum erreicht werden konnte.
Durch deutliche Einsparungen bei den Herstellungs- und
Vertriebskosten verbesserte sich das EBIT der Splendid
Gruppe im ersten Halbjahr auf EUR 0,7 Mio. Das EBIT des
Vorjahreszeitraums (EUR -9,8 Mio.) war insbesondere durch
hohe Wertminderungen auf das Filmvermögen sowie auf
einen Firmenwert belastet. Im Wesentlichen im Zusammenhang
mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung erhöhten
sich die Finanzaufwendungen auf EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: EUR
-0,4 Mio.). Das Konzernperiodenergebnis betrug EUR -0,4
Mio. (Vorjahr: EUR -14,9 Mio.).
Vor dem Hintergrund der Corona-bedingten
Herausforderungen ist der Vorstand mit der
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zufrieden. Der
weitere Geschäftsverlauf 2020 ist jedoch infolge der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin mit hohen
Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklungen müssen in
den kommenden Monaten weiterhin regelmäßig
überprüft und die Auswirkungen auf unser
Geschäft kontinuierlich bewertet werden.
Wie in der Prognoseberichterstattung 2020
(Geschäftsbericht 2019, S. 43 ff) dargelegt, erwarten
wir nach wie vor einen gegenüber 2019 verringerten
Konzernumsatz und ein gegenüber 2019 deutlich
verbessertes EBIT, da das EBIT des Geschäftsjahres
2019 mit erheblichen Einmaleffekten belastet war.
| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 19.549 | 21.323 | -1.774 |
| Herstellungskosten | -12.597 | -22.744 | 10.147 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.952 | -1.421 | 8.373 |
| Vertriebskosten | -2.750 | -4.547 | 1.797 |
| Verwaltungskosten | -3.663 | -3.041 | -622 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 258 | 246 | 12 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -151 | -1.013 | 862 |
| Währungsgewinne /-verluste | 30 | -13 | 43 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 | 10.465 |
| Finanzergebnis | -1.026 | -446 | -580 |
| Ergebnis vor Steuern ( EBT) | -350 | -10.235 | 9.885 |
| Ertragsteuern | -34 | -4.615 | 4.581 |
| Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 | 14.466 |
Der Konzernumsatz der Splendid Gruppe ging im ersten
Halbjahr 2020 um EUR 1,8 Mio. auf EUR 19,5 Mio. (Vorjahr:
EUR 21.3 Mio.) zurück.
In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte
sich der Umsatz wie folgt:
Im ersten Halbjahr 2020 wurde im Segment Content ein
Umsatz in Höhe von EUR 16,6 Mio. (Vorjahr: EUR 18,7
Mio.) erwirtschaftet, ein Rückgang von 12%
gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Segments am
Konzernumsatz sank auf 85% (Vorjahr: 88%). Insbesondere in
der rückläufigen Entwicklung der
Auswertungsstufen Kino und Home Entertainment finden die
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ihren Ausdruck. Auch die
Auswertungsstufe Auftragsproduktion verfehlte den
Vorjahreswert, während die Auswertungsstufe Lizenzen
einen leichten Zuwachs verzeichnete.
In der Auswertungsstufe Kinoverleih erwirtschafteten wir
mit der Veröffentlichung von Kinofilmen in
Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten einen
Umsatz von EUR 1,1 Mio., der um rund 31% und damit deutlich
unterhalb des Vorjahres lag (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.).
Ursächlich für diese Entwicklung sind die
Corona-bedingten Kinoschließungen der ersten
Jahreshälfte sowie anhaltende
Kapazitätsbeschränkungen nach der Wiederaufnahme
des Spielbetriebes. Die besucherstärkste
Kinoveröffentlichung war die Familienkomödie "De
grote Slijmfilm", die in Zusammenarbeit mit unserem
niederländischen Produktionspartner NewBe produziert
und von Splendid Film im Februar 2020 veröffentlicht
wurde. Der Film erreichte knapp 260.000 Zuschauer in den
niederländischen und belgischen Kinos. Der
Animationsfilm "Mina und die Traumzauberer" erreichte nach
der Corona-bedingten Verschiebung des ursprünglichen
Starttermins auf Juni 2020 mehr als 80.000 Zuschauer in
Deutschland und Österreich und lag damit im Rahmen
unserer Erwartungen.
In der Auswertungsstufe Home Entertainment
erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von
Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus
Vertriebsdienstleistungen für nationale und
internationale Vertriebspartner einen Umsatz von EUR 8,4
Mio (Vorjahr EUR 9,2 Mio.), davon EUR 4,4 Mio. (Vorjahr EUR
5,4 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen Bildtonträgern
(DVD, Blu-ray). Die Auswirkungen der Corona-bedingten
Geschäftsschließungen im stationären
Einzelhandel belasteten den ohnehin rückläufigen
physischen Markt zusätzlich. Diese Entwicklung konnte
nicht durch die Zuwächse im digitalen Vertrieb
kompensiert werden. Zudem erwarten wir im physischen Home
Entertainment hohe Retourenrückläufe, für
die wir vorsorglich Rückstellungen gebildet haben.
Die Umsatzerlöse im digitalen Vertrieb (VoD und
EST) stiegen leicht auf EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8
Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz
der Auswertungsstufe Home Entertainment erhöhte sich
damit im ersten Halbjahr 2020 auf 48,0 % (Vorjahr: 41,2%).
Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im
VoD und EST über alle bedeutenden Internet-Plattformen
sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD",
insbesondere die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit
der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der
freenet AG, im digitalen Vertrieb enthalten. Dabei
übernimmt die Splendid Gruppe die Bereitstellung von
Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen
für "freenet Video", das VoD-Portal der freenet Group
(www.freenet-video.de).
Unsere jüngeren Geschäftsfelder Influencer
Management & Marketing (Marketing-Kampagnen VERY
US-Talents für Markenartikler, Medienunternehmen und
Agenturen) sowie die digitale Auswertung von Musikinhalten
insbesondere des Künstlers Michael Schulte trugen
ebenfalls zur Umsatzentwicklung des Geschäftsfeldes
bei. Insgesamt war der Beitrag dieses Geschäftsfeldes
zum Konzernumsatz jedoch weiterhin geringfügig.
In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die
Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2020 bei der Vergabe von
Lizenzen an TV-Sender und SVoD-Anbieter Umsatzerlöse
von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Neben
Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen Raum
und in Benelux wurden wie im Vorjahr insbesondere
Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern,
darunter freenet Video, Netflix und Amazon, realisiert. Im
Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit
TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den
Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in
den Folgequartalen umsatzwirksam werden.
Im Geschäftsfeld Auftragsproduktion (vormals
TV-Produktion) konzentrierten wir uns vorrangig auf die
Herstellung von "Die Wollnys" für RTL2. Die
Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr auf EUR
1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.)
Im Segment Services erreichten wir im ersten Halbjahr
2020 ein Umsatzwachstum von 14%. Im Außenumsatz mit
konzernfremden Auftraggebern wurden Umsätze in
Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.)
erwirtschaftet. Der Zuwachs entstand im Bereich
Synchronisation, der trotz Corona-bedingter zeitweiser
Geschäftsschließung im ersten und zweiten
Quartal 2020 einen Zuwachs von 25% erreichte, da die
Splendid Synchron aufgrund ihrer breiten Kundenbasis sowie
ihrer Auftragsstruktur weitgehend von den negativen
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verschont blieb.
Hingegen lag im Bereich Digitalisierung der mit Dritten
erwirtschaftete Umsatz unterhalb der Vorjahreswerte. Die
Innenumsätze des Segments mit Konzerngesellschaften
verringerten sich auf EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.).
Der Anteil der mit externen Auftraggebern erzielte Umsatz
im ersten Halbjahr 2020 erhöhte sich auf 79% (Vorjahr:
73%).
Die Herstellungskosten verringerten sich im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum deutlich auf EUR 12,6 Mio. (Vorjahr:
EUR 22,7 Mio.). Im Vorjahr waren als Reaktion auf
grundlegende Veränderungen des Nutzerverhaltens
Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von
EUR 8,4 Mio. vorgenommen worden. Die planmäßigen
Abschreibungen verringerten sich danach auf EUR 4,7 Mio
(Vorjahr: EUR 5,4 Mio). Die Herausbringungskosten in der
Kinostufe, im Home Entertainment und in der
Auftragsproduktion sanken um EUR 1,2 Mio auf EUR 4,1 Mio.
(Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Die Personalkosten reduzierten
sich im Zuge vorgenommener Anpassungsmaßnahmen auf
EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Die
Herstellungskostenquote betrug somit 64,4% (Vorjahr:
106,7%).
Die Vertriebskosten verringerten sich deutlich um EUR
1,8 Mio auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.), im
Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben und
Provisionen für die Kino- und Home
Entertainment-Veröffentlichungen sowie deutlich
verringerte Personal- und Reisekosten. Die
Vertriebskostenquote verringerte sich damit deutlich auf
14,1% (Vorjahr: 21,3%).
Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf EUR 3,7
Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.), im Wesentlichen aufgrund der
Zunahme der Rechts- und Beratungskosten. Die
Verwaltungskostenquote erhöhte sich auf 18,7%
(Vorjahr: 14,3%).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich
auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) Die Position
enthält im Wesentlichen einen Ertrag aus einer bereits
abgeschriebenen Forderung.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf EUR
- 0,2 Mio (Vorjahr: EUR -1,0 Mio.). Im Vorjahr war eine
Wertminderung auf den Firmenwert der Splendid Studios
vorgenommen worden.
Im Berichtszeitraum entstand ein positives
Währungsergebnis in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr:
TEUR -13). Die saldierten Nettogewinne umfassen sowohl
realisierte als auch stichtagsbezogene Wechselkurseffekte
aus US-Dollar-Termingeschäften.
Durch deutliche Rückgänge bei den Herstell-
und Vertriebskosten erzielten beide operativen Segmente
eine Verbesserung des operativen Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT).
Im Segment Content wurde im ersten Halbjahr ein deutlich
positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in
Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR -9,0 Mio.)
erwirtschaftet. Die EBIT-Marge lag bei 10,2% (Vorjahr:
-48,2%).
Auch im Segment Services wurde ein positives EBIT in
Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR -14) erzielt. Die
EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei 3,1%
(Vorjahr:-0,5%).
Insgesamt verbesserte sich das EBIT der Splendid Gruppe
im ersten Halbjahr 2020 deutlich. Unter
Berücksichtigung des Holding-Ergebnisses entstand ein
EBIT von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -9,8 Mio.). Die
EBIT-Marge des Konzerns lag damit bei 3,5% (Vorjahr:
-45,9%).
Die Finanzaufwendungen erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem
Abschluss einer Factoringvereinbarung, welche im zweiten
Halbjahr 2020 wirksam wurde. Aufgrund der zum Stichtag
bereits bestehenden Verkaufsabsicht ergab sich für
ausgewählte Forderungen ein gegenüber dem
Nominalwert um insgesamt EUR 0,5 Mio. verringerter
beizulegender Zeitwert. Das Finanzergebnis betrug danach
EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.).
Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf TEUR 34.
Im Vorjahr waren latente Steueransprüche im
Zusammenhang mit bestehenden steuerlichen
Verlustvorträgen vollumfänglich ertragswirksam
aufgelöst worden, da die diesbezüglichen
formellen Ansatzkriterien vor dem Hintergrund der
Ergebnisse der jüngeren Vergangenheit als nicht mehr
gegeben eingeschätzt worden waren.
Das Konzernperiodenergebnis beträgt EUR -0,4 Mio.
(Vorjahr: EUR -14,9 Mio.). Das Ergebnis je Aktie
beläuft sich damit für das erste Halbjahr 2020
auf EUR -0,04 (Vorjahr: EUR -1,52).
| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | Veränderung |
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 17.538 | 20.714 | -3.176 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.923 | 20.780 | -1.857 |
| Summe Aktiva | 36.461 | 41.494 | -5.033 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 2.588 | 2.972 | -384 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.065 | 2.577 | -512 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 31.808 | 35.945 | -4.137 |
| Summe Passiva | 36.461 | 41.494 | -5.033 |
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG reduzierte
sich zum 30. Juni 2020 auf EUR 36,5 Mio. (31.12.2019: EUR
41,5 Mio.).
Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich
auf EUR 17,5 Mio. (31.12.2019: EUR 20,7 Mio.). Dies liegt
im Wesentlichen in der Entwicklung des Filmvermögens
begründet, das sich auf EUR 10,4 Mio. (31.12.2019: EUR
12,7 Mio.) verringerte. Hier standen den im ersten Halbjahr
getätigten Investitionen in Höhe von EUR 2,5 Mio.
planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR
4,6 Mio. sowie Wertminderungen in Höhe von EUR 0,2
Mio. gegenüber.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich
auf EUR 18,9 Mio. (31.12.2019: EUR 20,8 Mio.), vorrangig
aufgrund des im Wesentlichen
geschäftsverlaufsbedingten Rückgangs der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 10,7
Mio. (31.12.2019: EUR 13,1 Mio.). Im Zusammenhang mit dem
Abschluss einer Factoringvereinbarung, welche im zweiten
Halbjahr 2020 wirksam wurde, sind Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4,3 Mio.
mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die liquiden
Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,7
Mio. (31.12.2019: EUR 6,0 Mio.).
Das Eigenkapital des Konzerns lag unter
Berücksichtigung des Konzernperiodenergebnis zum
Stichtag bei EUR 2,6 Mio. (31.12.2019: EUR 3,0 Mio.). Die
Eigenkapitalquote zum Stichtag verringerte sich leicht auf
7,1 % (31.12.2019: 7,2 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich
gegenüber dem Vorjahresende auf EUR 2,1 Mio.
verringert (31.12.2019: EUR 2,6 Mio.), im Wesentlichen
bedingt durch die planmäßige Verringerung von
Leasingverbindlichkeiten und langfristigen Bankdarlehen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen bei EUR 31,8
Mio. und verringerten sich gegenüber dem Stand zum
Jahresende um EUR 4,1 Mio. (31.12.2019: EUR 35,9 Mio.).
Dabei verringerten sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und die sonstigen
Verbindlichkeiten (i.W. gegenüber Lizenz- und
Vertriebspartnern) um EUR 0,8 Mio. auf EUR 7,2 Mio.
(31.12.2019: EUR 8,0 Mio.). Ebenso gingen die
Vertragsverbindlichkeiten (erhaltene Anzahlungen) auf EUR
1,8 Mio. (31.12.2019: EUR 2,9 Mio.) sowie die
Rückstellungen auf EUR 7,6 Mio. (31.12.2019: EUR 7,8
Mio.) zurück. Letztere betreffen im Wesentlichen
erwartete Remissionen aus dem physischen Home
Entertainment-Geschäft. Die kurzfristigen
Bankverbindlichkeiten, die im Wesentlichen kurzfristige
Geldmarktkredite beinhalten, haben sich zum Stichtag auf
EUR 14,6 Mio. (31.12.2019: EUR 16,5 Mio.) verringert.
Das Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass
die Unternehmen der Splendid Gruppe dauerhaft liquide sind,
reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich
sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften
aus. Die Splendid Medien AG erbringt und steuert diese
Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es,
den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form
kostengünstig und möglichst über die
vorhandenen internen und externen
Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies gilt sowohl
für das operative Geschäft als auch für
Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte
orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich
an der Art sowie der voraussichtlichen Laufzeit des
zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für das
Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung
der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie
der Bankguthaben und der freien und in Anspruch genommenen
Linien bei den finanzierenden Kreditinstituten.
Das Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert
eine ausreichende Kapitalausstattung, insbesondere zur
Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur
Finanzierung der mit der Filmvermarktung verbundenen
Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür ein
angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital
an.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine
Eigenkapitalquote von 7,1% (31.12.2019: 7,2%) aus. Die
langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Relation zur
Bilanzsumme auf 5,7 % (31.12.2019: 6,2%) vermindert. Der
Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist auf 87,2%
(31.12.2019: 86,6%) gestiegen.
In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag
zinstragende Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR
14,6 Mio. (31.12.2019: EUR 16,7 Mio.) sowie
Leasingverbindlichkeiten von EUR 1,9 Mio. (31.12.2019: EUR
2,2 Mio.) enthalten.
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der
Fremdkapitalseite überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium
unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Per 30. Juni 2020
verfügte die Splendid Gruppe aus den
Finanzierungsvereinbarungen über einen
Gesamtkreditrahmen von EUR 18,5 Mio., der mit EUR 14,5 Mio.
durch Tilgungsdarlehen und Geldmarktkredite in Anspruch
genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren
Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio.,
Rückdeckungen für Devisentermingeschäfte
bestanden zum Stichtag nicht.
Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine
Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Zu weiteren Details der
bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die
ergänzenden Konzern-Anhangangaben unter 5.
Finanzielles Risikomanagement in diesem
Konzernzwischenabschluss sowie auf die Angaben unter VI.4.1
Finanzierung und Financial Covenants im
Geschäftsbericht 2019, S. 38.
Die Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow ausgehend
vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dieses wird um
nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt.
Ergänzend werden die Zahlungsströme
berücksichtigt, die aus der Veränderung von
Bilanzposten abgeleitet werden.
Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt
sich wie folgt dar:
| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | Veränderung |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 6.025 | 4.795 | 1.230 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.933 | -8.012 | 5.079 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.459 | -501 | -1.958 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 633 | -3.718 | 4.351 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.017 | 6.372 | -355 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.650 | 2.654 | 3.996 |
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des
Konzerns hat sich im ersten Halbjahr auf EUR 6,0 Mio.
(Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) erhöht, im Wesentlichen durch
Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen
Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das
Filmvermögen in Höhe von EUR -2,7 Mio. (Vorjahr:
EUR -6,1 Mio.). Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2020 bei
EUR -2,5 Mio. (Vorjahr: EUR -0,5 Mio.). Im
Berichtszeitraum wurden Nettorückführungen von
Darlehen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR
2,1 Mio. sowie Tilgung aus Leasingverbindlichkeit in
Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.)
vorgenommen. Im Vorjahreszeitraum hatte die
Nettorückführung von Krediten EUR 0,2 Mio.
betragen.
Der Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den
Kassenbestand sowie Bankguthaben.
Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im
Berichtszeitraum auf EUR 6,7 Mio. (31.12.2019: EUR 6,0
Mio.) erhöht.
Im ersten Halbjahr 2020 investierte die Splendid Gruppe
EUR 2,5 Mio. in das Filmvermögen. Im Wesentlichen
durch Verzögerungen bei der Auslieferung von
Filmtiteln lag das Investitionsvolumen unterhalb des
Vorjahreswertes (EUR 6,1 Mio.). Die Auszahlungen für
Investitionen beinhalten auch Anzahlungen für
Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn
geleistet werden, und betrugen insgesamt EUR 2,7 Mio.
(Vorjahr: EUR 6,1 Mio.).
Es wurde vorwiegend in ein breites Portfolio von wenig
kapitalintensiven Filmen insbesondere für die
digitalen Plattformen investiert. In der ersten
Jahreshälfte 2020 schloss die Splendid Gruppe weitere
Einkaufsverträge für die Auswertung im
deutschsprachigen Raum und Benelux.
Die Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne
Vorstand) betrug zum 30. Juni 2020 146 (31.12.2019: 172
Mitarbeiter) und damit 26 Mitarbeiter weniger als zum
31.12.2019. Zum Bilanzstichtag waren 7 (31.12.2019: 26)
Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen
beschäftigt.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der
angestellten Mitarbeiter in den Segmenten wie folgt:
| 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
| Content | 72 | 93 |
| Services | 64 | 67 |
| Holding (Splendid Medien AG) | 10 | 12 |
| Gesamt | 146 | 172 |
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt
über langjährige Branchenerfahrung bzw.
Konzernzugehörigkeit. Maßgebliche Mitarbeiter,
allen voran die Geschäftsführer der
Tochtergesellschaften, sind über Bonisysteme und/oder
Beteiligungen am Geschäftserfolg beteiligt.
Der Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden
Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses
wieder.
Bei der Lizenzierung von Filmrechten an TV-Sender
erhält die Splendid Gruppe im Regelfall bereits
deutlich vor Produktionsbeginn Anzahlungen auf die
geschlossenen Verträge. Für den Fall, dass die
vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und
damit nicht zur Auslieferung an die TV-Sender kommen,
besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der
geleisteten Anzahlung sowie etwaig vereinbarter
Vorfinanzierungen mit kurzfristigen,
liquiditätsbelastenden Auswirkungen für die
Splendid Gruppe. Dieses Risiko beläuft sich bei den
aktuell vorliegenden Verträgen über Filme, die
noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die
Sender gekommen sind, auf ein Volumen von maximal EUR 0,8
Mio.
Vor dem Hintergrund der ab März 2020 vorgenommenen
behördlichen Maßnahmen im Rahmen der
COVID-19-Pandemie ergeben sich Umsatz- und
Ergebnisbelastungen, deren Auswirkungen nach wie vor nicht
abschließend abgeschätzt werden können. Wir
verweisen hierzu auf die Angaben unter V. Risikobericht der
Splendid Gruppe im Geschäftsbericht 2019, S. 36ff. Die
dortigen Ausführungen haben weiterhin Gültigkeit.
Die Perspektiven der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
werden aktuell als besser bewertet als zunächst
erwartet. Mit der Interimsprojektion der Bundesregierung
von Anfang September 2020 zeigt sich, dass die Rezession
weniger stark ausgeprägt ist und sich der Aufschwung
schneller als erwartet vollzieht. Auch in unserem
niederländischen Absatzmarkt greifen die verschiedenen
Unterstützungsmaßnahmen, wenngleich die mittel-
und langfristigen wirtschaftlichen Folgen der
COVID-19-Pandemie auch hier schwer vorauszubestimmen sind.
Im Einzelnen ergibt sich aus den Segmentumsatzplanungen
wie folgt:
In der Auswertungsstufe Kino werden in der zweiten
Jahreshälfte in Deutschland, Österreich und den
Benelux-Staaten weitere Kinotitel veröffentlicht, die
verschiedene Genres abdecken. Insgesamt erwarten wir
für die zweite Jahreshälfte einen Umsatzbeitrag
aus Kinoveröffentlichungen auf dem Niveau der ersten
Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr rechnen wir
weiterhin mit einem Umsatzrückgang gegenüber
2019.
Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen
wir auf Basis der vorgesehenen Veröffentlichungen
für die zweite Jahreshälfte mit einem
gegenüber der ersten Jahreshälfte verminderten
Umsatz. Vor dem Hintergrund, dass die COVID-19-Pandemie die
negative Entwicklung des physischen Marktes massiv
beschleunigt hat und andererseits der digitale Bereich
diese Einbußen noch nicht vollständig
kompensieren kann, erwarten wir für das Gesamtjahr
weiterhin einen Umsatzrückgang gegenüber 2019.
In der Auswertungsstufe Lizenzen, wird sich die
Umsatzentwicklung durch die Lizenzierung von SVoD-, Pay-TV
und Free-TV-Rechten in der zweiten Jahreshälfte
verbessern. Für das Gesamtjahr erwarten wir jedoch
weiterhin einen Umsatzrückgang gegenüber 2019.
Der Umsatz im Geschäftsfeld Auftragsproduktion
(vormals TV-Produktion) wird in der zweiten
Jahreshälfte auf dem Niveau der ersten
Jahreshälfte liegen, sodass auf Jahressicht auch hier
weiterhin mit einem im Vorjahresvergleich verringerten
Umsatz zu rechnen ist.
Im Segment Services erwarten wir für die zweite
Jahreshälfte einen Umsatzrückgang gegenüber
der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr
rechnen wir weiterhin mit einem im Vorjahresvergleich
schwächeren Umsatzbeitrag.
Der weitere Geschäftsverlauf 2020 ist infolge der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin mit hohen
Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklung hängt von den
nachhaltigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unsere
Geschäftsfelder, insbesondere dem relevanten
Konsumverhalten der Verbraucher und der Auftragslage
unserer Geschäftspartner ab. Der Umfang der
Corona-Schutzmaßnahmen, die Auswirkung weiterer
Lockerungen oder aber eine Verschärfung der
Maßnahmen sind hierfür von zentraler Bedeutung,
können jedoch auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht
abschließend abgeschätzt werden. Die
Entwicklungen müssen in den kommenden Monaten
weiterhin regelmäßig überprüft und die
Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich
bewertet werden.
Wir erwarten unter Berücksichtigung der
Segmentumsatzplanungen für 2020 nach wie vor einen
gegenüber 2019 verringerten Konzernumsatz.
Wir werden auch in der zweiten Jahreshälfte die
Kosten insgesamt reduzieren. Auf der Basis der Umsatz- und
Kostenplanungen erwarten wir für 2020 trotz
voraussichtlich verringerter Umsatzerlöse weiterhin
ein gegenüber 2019 deutlich verbessertes EBIT, da das
EBIT des Geschäftsjahres 2019 mit erheblichen
Einmaleffekten belastet war.
Die Investitionen in Film- und Programmtitel werden sich
in der zweiten Jahreshälfte erhöhen. Auf der
Grundlage der vorgesehenen Produktions- und
Auslieferungszeitpunkte bereits kontrahierter Filme plant
der Vorstand wie bisher mit einem gegenüber 2019
insgesamt jedoch verringerten Investitionsvolumen in das
Filmvermögen. Die Finanzierung erfolgt aus dem
operativen Cashflow, dem bestehenden Finanzierungsrahmen
sowie durch den Verkauf von Teilen der Kundenforderungen
(Factoring).
Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der
Risiken für die Jahresprognose verweisen wir auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2019, S. 43 ff.
Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und
Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Unterjährig
kann es in Abhängigkeit von den
Veröffentlichungszeitpunkten zu starken Schwankungen
bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Berichtsperioden
kommen.
Köln, 23. September 2020
Splendid Medien AG
Der Vorstand
| Dr. Dirk Schweitzer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Finanzen |
| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Sachanlagevermögen | 1.013 | 953 |
| II. | Immaterielle Vermögenswerte | 164 | 192 |
| III. | Nutzungsrechte | 1.755 | 2.213 |
| IV. | Filmvermögen | 10.373 | 12.716 |
| V. | Geschäfts- oder Firmenwert | 3.872 | 3.872 |
| VI. | Latente Steueransprüche | 0 | 90 |
| VII. | Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen |
361 | 678 |
| 17.538 | 20.714 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.650 | 6.017 |
| II. | Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen |
10.735 | 13.141 |
| III. | Vertragsvermögenswerte | 452 | 329 |
| IV. | Vorräte | 1.049 | 1.076 |
| V. | Forderungen aus Ertragsteuern | 37 | 217 |
| 18.923 | 20.780 | ||
| Summe Aktiva | 36.461 | 41.494 | |
| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 9.790 | 9.790 |
| II. | Kapitalrücklage | 396 | 396 |
| III. | Gewinnrücklagen | 15.748 | 15.748 |
| IV. | Konzernbilanzverlust | -23.339 | -22.955 |
| V. | Minderheitenanteile | -7 | -7 |
| 2.588 | 2.972 | ||
| B. | Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 0 | 145 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 1.338 | 1.577 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | |||
| III. | sonstige Verbindlichkeiten | 727 | 765 |
| IV. | Latente Steuerschulden | 0 | 90 |
| 2.065 | 2.577 | ||
| C. | Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 14.582 | 16.527 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 576 | 628 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | |||
| III. | sonstige Verbindlichkeiten | 7.233 | 7.982 |
| IV. | Vertragsverbindlichkeiten | 1.783 | 2.880 |
| V. | Rückstellungen | 7.610 | 7.844 |
| VI. | Ertragsteuerschulden | 24 | 84 |
| 31.808 | 35.945 | ||
| Summe Passiva | 36.461 | 41.494 | |
| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
| 1. | Umsatzerlöse | 19.549 | 21.323 |
| 2. | Herstellungskosten | -12.597 | -22.744 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.952 | -1.421 |
| 4. | Vertriebskosten | -2.750 | -4.547 |
| 5. | Verwaltungskosten | -3.663 | -3.041 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 258 | 246 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -151 | -1.013 |
| 8. | Währungsgewinne / -verluste | 30 | -13 |
| 9. | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 |
| 10. | Finanzergebnis | -1.026 | -446 |
| 11. | Ergebnis vor Steuern | -350 | -10.235 |
| 12. | Ertragsteuern | -34 | -4.615 |
| 13. | Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -384 | -14.850 | |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro | -0,04 | -1,52 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro | -0,04 | -1,52 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 | |
| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 |
| Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 |
| -384 | -14.850 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
| Stand 1.1.2019 | 9.790 | 396 | 15.390 | -6.570 | -7 | 18.999 |
| Konzerngesamtergebnis | -14.850 | -14.850 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 358 | -358 | 0 | |||
| Stand 30.6.2019 | 9.790 | 396 | 15.748 | -21.778 | -7 | 4.149 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
| Stand 1.1.2020 | 9.790 | 396 | 15.748 | -22.955 | -7 | 2.972 |
| Konzerngesamtergebnis | -384 | -384 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | |||
| Stand 30.6.2020 | 9.790 | 396 | 15.748 | -23.339 | -7 | 2.588 |
| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 | |
| -/+ | Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | -118 | -1 |
| + | Abschreibungen auf Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte | 694 | 614 |
| + | Abschreibungen und Wertminderungen auf Filmvermögen | 4.832 | 13.888 |
| + | Wertminderungen auf Firmenwert | 0 | 997 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -234 | -1.126 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen | 0 | 1 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der
Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-1.479 | 6.034 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
2.097 | -5.375 |
| + | Erhaltene Steuern | 217 | 9 |
| - | Gezahlte Steuern | -106 | -11 |
| + | Erhaltene Zinsen | 0 | 0 |
| - | Gezahlte Zinsen | -554 | -447 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 6.025 | 4.795 | |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | -270 | -451 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | -1.500 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Filmvermögen | -2.663 | -6.119 |
| + | Einzahlungen aus Rückerstattung geleisteter Anzahlungen | 0 | 58 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.933 | -8.012 | |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -3.365 | -7.653 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 1.274 | 7.480 |
| - | Tilgung Leasingverbindlichkeit | -368 | -328 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.459 | -501 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 633 | -3.718 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.017 | 6.372 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.650 | 2.654 | |
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 ist in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in
verkürzter Form nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der
Europäischen Union anerkannten International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board, London, sowie den Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee erstellt worden.
Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses
2019 gelten - mit Ausnahme der im laufenden
Geschäftsjahr erstmals angewendeten
Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter
Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die
wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechend.
Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des
Vorstands vom 23. September 2020 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des
Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft.
Alle ab dem 1. Januar 2020 geltenden Auslegungen und
Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern
deren Anwendung verpflichtend ist. Durch die Anwendung der
ab dem Geschäftsjahr 2020 geltenden Änderungen
der IFRS haben sich keine wesentlichen Änderungen auf
den Abschluss ergeben.
Die Aufstellung von Konzernabschlüssen in
Übereinstimmung mit den IFRS erfordert
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen,
welche Einfluss auf Ansatz und Bewertung von
Vermögenswerten und Schulden, ausgewiesene
Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums haben.
Den Ermessensentscheidungen, Annahmen und
Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf
dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen.
Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten
künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden
Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte
zukünftige Entwicklung des globalen und
branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.
Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb
des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen
dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten
Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche
Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die
Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der
betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend
angepasst.
Im Abschluss sind latente Steueransprüche auf
abzugsfähige temporäre Differenzen lediglich
insoweit gebildet worden, als diesen latente Steuern aus zu
versteuernden temporären Differenzen
gegenüberstehen. Die Steuerschulden wurden mit den
Steueransprüchen aus latenten Steuern in der Bilanz
saldiert ausgewiesen.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2019 wurden keine weiteren wesentlichen
Änderungen bei den Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen getroffen, die eine
entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und
Ertragslage haben.
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurden
neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die
folgenden Unternehmen einbezogen.
| Verbundene Unternehmen | Sitz | Anteil in % |
| Splendid Film GmbH | Köln | 100 |
| Polyband Medien GmbH | München | 100 |
| WVG Medien GmbH | Hamburg | 90 |
| eNterActive GmbH | Hamburg | 85 |
| Splendid Synchron GmbH | Köln | 100 |
| Videociety GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Entertainment GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Studios GmbH | Köln | 90 |
| Splendid Film B.V. | Amsterdam | 100 |
| Early Learning Group GmbH | Hamburg | 100 |
Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im
Konzern umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite,
Leasingverbindlichkeiten, Schulden aus Lieferungen und
Leistungen sowie Mietkaufverträge. Der Hauptzweck
dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung
der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern
verfügt über verschiedene finanzielle
Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und
kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der
Geschäftstätigkeit resultieren.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden
wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Zins-,
Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die
finanziellen Risiken der Unternehmen der Splendid Gruppe
werden zentral überprüft. Die Identifikation,
Beurteilung und Minimierung der finanziellen Risiken
erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den operativen
Unternehmen der Splendid Gruppe. Der Vorstand
beschließt die Strategien und Verfahren zur Steuerung
der einzelnen Risiken.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2019 ergaben sich, bedingt durch die
COVID-19-Pandemie, geringfügig erhöhte Risiken
aus Finanzinstrumenten. Wir verweisen auf die
Ausführungen im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2019, S. 104 ff., die weiterhin
Gültigkeit haben.
Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
haben kurze Restlaufzeiten, so dass deren zu Nominalwerten
angesetzte Buchwerte zum Abschlussstichtag
grundsätzlich nahezu dem Zeitwert entsprechen.
Bezüglich der abgezinst angesetzten langfristigen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es
ebenfalls keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom
Fair Value abweicht.
Neben einer bedingten Kaufpreisverpflichtung, welche
bereits in der Vergangenheit zum beizulegenden Zeitwert zu
bewerten war, waren zum 30.Juni 2020 im Zusammenhang mit
dem Abschluss einer Factoringvereinbarung auch
ausgewählte zum Verkauf bestimmte Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in die Kategorie "zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten" umzuklassifizieren
(zuvor als "zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet" klassifiziert).
Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte ergebniswirksam
anhand des voraussichtlichen Transaktionspreises (Stufe 2
der Fair-Value-Hierarchie) unter Berücksichtigung
vereinbarter Gebühren, Abschläge etc.
Die im Zusammenhang mit dem Abschluss der
Factoringvereinbarung bzw. der auf dieser Grundlage
erfolgten Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entstandenen Aufwendungen beliefen sich auf
insgesamt TEUR 471 und wurden sämtlich im
Finanzergebnis ausgewiesen. Auf die Ausführungen zur
Ergebnisentwicklung auf S. 12 f. des Zwischenlageberichts
wird verwiesen.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum
Stichtag TEUR 4.270.
Sämtliche übrigen finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
waren als "zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet" zu klassifizieren.
Der Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe
betrachtet das Geschäft in erster Linie aus einer
produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg
des einzelnen Films bzw. Inhaltes über alle
Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid
Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und
Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit
Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und
Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD,
Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und
TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche
Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie
mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/Neue Medien und
Synchronisation erbracht.
Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche
Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt
zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf
bestimmte Segmente aufgeteilt werden konnten. Innerhalb
eines Segmentes anfallende Aufwendungen und Erträge
wurden eliminiert. Die Segmentangaben beinhalten Gewinne
aus Lieferungen und Leistungen an andere Segmente, etwaige
Zwischengewinne hieraus werden in der
Überleitungsspalte zum Konzernausweis eliminiert.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
| Umsätze Gesamt | 16.571 | 3.784 | 642 | 20.997 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -806 | -642 | -1.448 | |
| Umsätze Konzern | 16.571 | 2.978 | 0 | 19.549 | |
| EBITDA | 7.119 | 284 | -1.134 | -67 | 6.202 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen | -5.033 | 0 | 0 | 201 | -4.832 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Vermögenswerte + Sachanlagen | -393 | -193 | -108 | -694 | |
| Wertminderung Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBIT | 1.693 | 91 | -1.242 | 134 | 676 |
| Finanzergebnis | -1.026 | ||||
| Ertragsteuern | -34 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -384 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.162 | 1.438 | 204 | 6.804 | |
| - davon Firmenwerte | 3.872 | 0 | 0 | 3.872 | |
| Filmvermögen | 10.666 | 0 | 0 | -293 | 10.373 |
| Sonstiges Vermögen | 17.798 | 2.215 | 30.331 | -31.060 | 19.284 |
| Gesamt Vermögen | 33.626 | 3.653 | 30.535 | -31.353 | 36.461 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 24.762 | 1.215 | 7.194 | 702 | 33.873 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 2.558 | 0 | 0 | -68 | 2.490 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen | 105 | 70 | 70 | 245 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+)/Auf-wand(-)) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Beschäftigte | 83 | 65 | 11 | 159 |
| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
| Umsätze Gesamt | 18.720 | 3.579 | 605 | 22.904 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -976 | -605 | -1.581 | |
| Umsätze Konzern | 18.720 | 2.603 | 0 | 21.323 | |
| EBITDA | 6.318 | 209 | -647 | -170 | 5.710 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen | -14.064 | 0 | 0 | 176 | -13.888 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Vermögenswerte + Sachanlagen | -280 | -223 | -111 | -614 | |
| Wertminderung Firmenwert | -997 | 0 | 0 | 0 | -997 |
| EBIT | -9.023 | -14 | -758 | 6 | -9.789 |
| Finanzergebnis | -446 | ||||
| Ertragsteuern | -4.615 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -14.850 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.635 | 1.408 | 678 | 7.721 | |
| - davon Firmenwerte | 3.873 | 0 | 0 | 3.873 | |
| Filmvermögen | 17.149 | 0 | 0 | -517 | 16.632 |
| Sonstiges Vermögen | 14.632 | 2.176 | 33.392 | -33.010 | 17.190 |
| Gesamt Vermögen | 37.416 | 3.584 | 34.070 | -33.527 | 41.543 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 28.330 | 1.045 | 6.668 | 1.351 | 37.394 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 6.229 | 0 | 0 | -170 | 6.059 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen | 137 | 293 | 19 | 449 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+)/Auf-wand(-)) | -1 | 0 | 0 | -1 | |
| Beschäftigte | 103 | 70 | 12 | 185 |
Zum 30. Juni 2020 bestehen keine
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Mitglieder des Vorstands sind:
| ― |
Dr. Dirk Schweitzer, Vorstand Lizenzhandel, Personal und Strategische Planung, Vorsitzender (seit 1.1.2020) |
| ― |
Björn Siecken, Vorstand Finanzen |
| ― |
Herr Dr. Ralph Drouven, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Köln, Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: Joblinge gemeinnützige AG Rheinland, Köln |
| ― |
Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater und Gesellschafter der Kucera & Hüttner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stellvertretender Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling (Vorsitzender) |
| ― |
Frau Malisa Scott, Unternehmensberaterin, Gesellschafterin der LINKR GmbH, München; Gesellschafterin der OCG Holdings, UK; Gesellschafterin der Logical Golf Global Investments GmbH, Hamburg |
Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum
30. Juni 2020 9.789.999,00 Euro und ist eingeteilt in
9.789.999 Inhaber-Stammaktien
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30.
Juni 2020:
| 30. Juni 2020 | ||
| Aufsichtsrat | Anzahl | Anteile in % |
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 |
Zum 30. Juni 2019 stellte sich der Aktienbesitz der
Organmitglieder wie folgt dar:
| 30. Juni 2019 | ||
| Vorstand | Anzahl | Anteile in % |
| Andreas R. Klein | 5.208.984 | 53,21 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,29 |
| Aufsichtsrat | ||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 |
Als nahestehende Personen und Unternehmen
gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe
die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen
bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese
ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw.
maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden
die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der
Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw.
maßgeblich beeinflussten Unternehmen als nahestehende
Personen definiert.
Geschäftsvorfälle mit wesentlichen
Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung
eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den
Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen
Tochtergesellschaften bestanden folgende
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und
Unternehmen:
| In TEUR | Betrag | davon Aufwand | davon offen | Art der Tätigkeit | Abrechnung |
| Andreas R. Klein | 11 | 11 | 2 | Darlehensgewährung | Zinsen gem. Vertrag |
| Kucera & Hüttner GmbH | 1 | 1 | 1 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
| Dr. Ralph Drouven (CMS
Hasche
Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB) |
84 | 84 | 20 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
Mit unserem Kooperationspartner mobilcom-debitel GmbH,
einer Tochtergesellschaft der freenet AG haben wir die
Vertragsverlängerung unser Lizenz- und
Dienstleistungszusammenarbeit (Bereitstellung von
Filminhhalten sowie technische Dienstleistungen für
das VoD-Portal der freenet Group) zum Abschluss gebracht.
Die Vertragsverlängerung unter leicht verbesserten
Konditionen wird zum 1.5.2021 wirksam.
Die Konzerngesellschaft Splendid Film GmbH hat mit einem
Factoringunternehmen einen Vertrag über den Verkauf
eines wesentlichen Teils der bestehenden und künftig
entstehenden Kundenforderungen der Splendid Film GmbH
abgeschlossen. Die Übertragung der Forderungen erfolgt
im Wege des echten Factorings mit Zustimmung der
betreffenden Kunden sowie in Abstimmung mit den die
Splendid Gruppe finanzierenden Geschäftsbanken. Mit
Abschluss der Factoringvereinbarung werden Teile der
Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden
Bankenkonsortiums abgelöst. Die Bilanzsumme
verkürzt sich entsprechend. Die geänderte
Finanzierungsstruktur führt zu einem gegenüber
den Vorperioden erhöhten Finanzierungsaufwand.
Mit dem Produzenten des Filmprojektes "Expendables 4"
wurde vor dem Hintergrund der Verschiebungen des
Produktionsbeginns und der damit verbundenen
Veränderung der Vermarktungschancen für die
Splendid Gruppe eine Einigung über die
Rückabwicklung der erworbenen Lizenzrechte vereinbart.
Der hieraus resultierende Ertrag wird zu einem wesentlichen
Teil bereits in 2020 realisiert.
Köln, 23. September 2020
Splendid Medien AG
Der Vorstand
| Dr. Dirk Schweitzer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Finanzen |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
der Splendid Medien AG, Köln, zum 30. Juni 2020 ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, 23. September 2020
Der Vorstand
| Dr. Dirk Schweitzer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Finanzen |