Bank Julius Bär Deutschland AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

LAGEBERICHT

1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2019

1.1. Branchenentwicklung

2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2019

2.1. Unternehmensstruktur

2.1.1. Positionierung im Markt

2.3. Vorstand und Aufsichtsrat

2.4. Mitarbeitende

2.5. Ertragslage

2.6. Vermögenslage

2.7. Finanzlage

2.8. Liquiditätslage

2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

3. RISIKOBERICHT

3.1. Grundsätze

3.2. Risikosteuerung

3.3. Geschäftsrisiken

3.4. Marktpreisrisiken

3.5. Adressenausfallrisiken

3.6. Liquiditätsrisiken

3.7. Operationelle Risiken

3.8. Risikotragfähigkeit

4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT

4.1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld

4.2. Ausblick

5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZ

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019

ANHANG

AKTIVA

PASSIVA

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SONSTIGE ANGABEN

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

LAGEBERICHT

1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD 2019

Der sich Ende 2018 abzeichnende Konjunkturabschwung hat sich in 2019 verfestigt. In fast allen Volkswirtschaften war eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik zu beobachten und der Welthandel dürfte gegenüber dem Vorjahr leicht schwächer ausfallen. Die Gründe für die konjunkturelle Abkühlung sind hauptsächlich in der Industrie zu suchen. Nach zwei Jahren des Aufschwungs mit entsprechender Investitionstätigkeit der Unternehmen hat sich die Nachfrage nach Investitionsgütern in wichtigen Absatzmärkten naturgemäß abgeschwächt. Gleichzeitig hat die Eskalation im Handelskonflikt zwischen China und den USA das Vertrauen und die Investitionstätigkeit belastet. Beide Faktoren haben zu einer rückläufigen Produktion insbesondere in den USA und seit Mitte des Jahres auch in Deutschland beigetragen. 1 Die Einkommen der privaten Haushalte und die Konsumnachfrage wurden dagegen durch die weiterhin günstigen Bedingungen am Arbeitsmarkt gestützt. Einer gesamtwirtschaftlichen Rezession konnte so entgegengewirkt werden.

Mit dem Wegfall der Kapazitätsengpässe fiel der Inflationsdruck in 2019 erneut schwächer aus. Für die Welt insgesamt erwarten wir aktuell eine Inflationsrate in Höhe von 3,8 % 2 in 2019 (gegenüber 5,1 % 3 in 2018). Die Vereinigten Staaten und die Eurozone dürften mit 1,8 % 4 respektive 1,2 % 5 deutlich hinter ihrem Inflationsziel zurückbleiben. Die Zentralbanken bemühten sich, einer möglichen Deflationsspirale frühzeitig entgegenzuwirken. Die in 2018 begonnenen ersten Schritte in Richtung einer Normalisierung wichen einem wieder stärker akkommodierenden geldpolitischen Kurs. Die US-Notenbank senkte mit drei Zinssenkungen das Zielband der Federal Funds Target Rate wieder auf 1,5-1,75 % 6. Der Europäischen Zentralbank blieb mit einem Leitzins von 0 % und Einlagezinsen von -0,4 % weniger Spielraum für konventionelle Manöver. Mit der Ankündigung einer neuen Runde günstiger langfristiger Kredite für Banken, der Wiederaufnahme ihres Anleihenkaufprogramms in Höhe von 20 Milliarden Euro monatlich und einer Senkung des Einlagenzinses auf -0,5 % signalisierte sie aber ebenfalls einen geldpolitischen Richtungswechsel. 7 Hinzu kamen offizielle Aussagen, dass eine mögliche Zinswende erneut außer Sichtweite gerückt ist. Auch die chinesische Zentralbank lockerte ihre Zügel in 2019 moderat und die japanische Zentralbank führte ihre geldpolitische Stimulierung ungebremst fort. Damit hat die Geldpolitik ihre stetige Unterstützung der Kapitalmärkte in 2019 erneut unter Beweis gestellt.

Angesichts der bestehenden Konjunktursorgen fiel die Kapitalmarktentwicklung in 2019 erstaunlich positiv aus. Dies dürfte insbesondere der Nachholrallye an den Aktienmärkten zu verdanken gewesen sein, welche die gute konjunkturelle Entwicklung und Gewinne aus 2018 noch nicht abgebildet hatten. Geopolitische Risiken wie der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China, die andauernden Spannungen im Nahen Osten, die Brexit-Verhandlungen und die schwierige Regierungsfindung in Spanien und Italien lieferten anhaltendes Störfeuer. Die Aktienmärkte zeigten dennoch einen robusten Verlauf und zogen insbesondere im letzten Quartal des Jahres spürbar an. Mit Zuwächsen von 31,44 % und 24,77 % konnten insbesondere die US-Aktienindizes S&P 500 und Dow Jones, ihre Verluste aus dem Vorjahr mehr als gutmachen. In Deutschland verzeichnete der DAX im Jahresvergleich einen Zuwachs um immerhin 22,95 % und der breiter aufgestellte Euro Stoxx 50 lag mit 24,78 % im Plus. Im Anleihenbereich gaben die Renditen für US-Wertpapiere mit 10-jähriger Laufzeit um 76 Basispunkte auf 1,92 % nach. In Deutschland sanken die Renditen 10-jähriger Staatspapiere erneut in den negativen Bereich. Sie fielen um 43 Basispunkte auf - 0,19 %. Im Devisenbereich profitierte der Euro vom sich verknappenden Zinsabstand zum USD und wertete auf EUR/​USD 1,1213 auf.

1 Eurostat, https:/​/​ec.europa.eu/​eurostat/​documents/​2995521/​10159464/​4-12022020-AP-DE.pdf/​230feac2-5163-30ee-4953-85190a727dl6; Federal Reserve https:/​/​www.federalreserve.gov/​re-Ieases/​gl7 /​ Current/​gl7.pdf
2 vgl. Julius Baer Baseline Scenario - April 2020, S. 2
3 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (April 2020) aus Bloomberg Finance L.P.
4 vgl. Julius Baer Baseline Scenario - April 2020, S. 2
5 vgl. Julius Baer Baseline Scenario - April 2020, S. 2
6 Federal Reserve, https:/​/​www.federalreserve.gov/​newsevents/​pressreleases/​monetary20190731a.htm, https:/​/​www.federalreserve.gov/​newsevents/​pressreleases/​monetary20190918a.htm, https:/​/​www.fe- deralreserve.gov/​newsevents/​pressreleases/​monetary20191030a.htm
7 Europäische Zentralbank, https:/​/​www.ecb.eu-ropa.eu/​press/​pr/​date/​2019/​html/​ecb.mpl90912~08de50b4d2.en.html

PERFORMANCEÜBERBLICK

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Währung Kurs 31.12.2018 Kurs 31.12.2019 Performance 2019 in lokaler Währung Performance 2019 in EUR
MSCI World Index USD 1.883,90 2.358,47 25,19% 27,68 %
DAX Performance Index EUR 10.558,96 13.249,01 k. A. 25,48 %
DJ Euro Stoxx 50 Price Index EUR 3.001,42 3.745,15 k.A. 24,78 %
Dow Jones Industrial Index USD 23.327,46 28.538,44 22,34% 24,77 %
S&P 500 Index USD 2.506,85 3.230,78 28,88 % 31,44%
REXP Performanceindex EUR 487,68 493,22 k.A. 1,14%
3-Monats-Euribor EUR -0,31 -0,38 k. A. -7 BP
German 10 Year Government Bond Yield EUR 0,24 -0,19 k. A. -43 BP
US 10 Year Treasury Bond Yield USD 2,68 1,92 -76 BP k.A.
EUR/​USD - 1,1452 1,1229 k.A. -1,95%

1.1. BRANCHENENTWICKLUNG

Auch das Jahr 2019 war aus Sicht der Banken durch dynamische Marktveränderungen geprägt. Aufgrund der Niedrigzinszeiten, disruptiver Marktveränderungen durch Fintechs und verschärfter Regulierungen konnten wir beobachten, dass viele Banken mit veränderten Geschäftsmodellen, Digitalisierungsstrategien und reduzierten Preismodellen reagierten, um Marktanteile zurückzugewinnen. Dennoch gab es auch 2019 viel Bewegung im Private-Banking-Markt, was sich auch in der hohen Wechselbereitschaft von Beraterinnen und Beratern zeigte.

Die eingangs geschilderten Beobachtungen können auch anhand folgender Zahlen belegt werden, die die Strategie- und Managementberatung zeb bereits in einer Studie 2018 publizierte. Demnach stieg in den vergangenen Jahren zwar das verwaltete Vermögen um etwa die Hälfte an, gleichzeitig fiel aber auch die Ertragsmarge der Banken im Durchschnitt von 70 auf 50 Basispunkte. Die hohen Kosten kompensierten die Gewinne. Der gleichen Studie sind aber auch positive Entwicklungen zu entnehmen. So wird der Private-Banking-Markt bis 2022 um bis zu 3 % wachsen, das Wealth Management sogar um bis zu 6 %. Im europäischen Vergleich ist Deutschland mit EUR 1,2 Bio. liquiden Mitteln der zweitgrößte Markt nach Großbritannien für wohlhabende und reiche Kunden.

2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2019

2.1. UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Die Bank Julius Bär Deutschland AG (BJBD) bietet in ihrem Kerngeschäftsfeld des Private Bankings die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für deutsche Privatkunden und professionelle Kunden nach MiFID-II an. Andere Bankdienstleistungen, wie etwa die Kreditvergabe und das Angebot von Kreditkarten, sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäfts zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids vermittelt die Bank Julius Bär Deutschland AG deutsche Privatkunden an die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich.

Im Marktauftritt verfolgt die deutsche Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe damit eine vergleichbare Geschäftsstrategie wie die Schweizer Schwestergesellschaft, die sich als reine Vermögensverwaltungsbank für Privatkunden, externe Vermögensverwalter und Family Offices positioniert hat. Während die Schweizer Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich im Rahmen des rechtlich Zulässigen ihre Dienstleistungen weltweit anbietet, liegt der Fokus der Bank Julius Bär Deutschland AG auf der Betreuung von Kunden in Deutschland.

Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten:

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Das Vermögensverwaltungsmandat beinhaltet die individuelle, auf das persönliche Risikoprofil, den individuellen Anlagehorizont und den spezifischen Anlagezweck ausgerichtete Verwaltung der Vermögenswerte durch BJBD, entsprechend den Bestimmungen »Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte«, und umfasst ein regelmäßiges Reporting.

Das Beratungsmandat beinhaltet die Unterbreitung regelmäßiger Anlageideen für alle Vermögensklassen, wobei der Kunde alle Anlageentscheidungen selbst trifft.

Das Investment-Advisory-Mandat beinhaltet die Anlageberatung in Wertpapieren im Portfoliokontext mit Angemessenheits- und Geeignetheitsprüfung.

Durch die intensive Zusammenarbeit mit der Julius Bär Gruppe, insbesondere im IT-Bereich sowie im Portfolio Management und Investment Advisory, konnten unverändert Synergien genutzt werden. Für das Private-Banking-Geschäft in Deutschland wird - wann immer möglich und regulatorisch zulässig - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär & Co. AG in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in den Bereichen Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management und Finanzplanung für Kunden zurückgegriffen.

2.1.1. POSITIONIERUNG IM MARKT

Die Stabilität der Bank ergibt sich aus dem ausschließlichen Fokus auf reines Private Banking, der soliden Kapitalausstattung sowie der geringen banktypischen Risiken. Das Angebots- und Servicespektrum, welches über unser Netzwerk an den Standorten regional zugänglich ist, unterstützt die Bank Julius Bär Deutschland AG erheblich dabei, im Private-Banking-Markt weiter zu wachsen.

Der Marktauftritt von Julius Bär in Deutschland wird im Einzelnen bestimmt durch:

1. Fokussierung auf die Vermögensberatung und Vermögensverwaltung für gehobene Privatkunden

2. Kontinuität und hohe fachliche Kompetenz in der Kundenbetreuung

3. Unabhängigkeit der Julius Bär Gruppe

4. Solide Bilanzqualität

5. Positionierung als Lösungsanbieter in Finanzfragen

6. Unabhängigkeit der Kundenberatung dank der offenen Produktplattform von Julius Bär

7. Internationalität der Julius Bär Gruppe durch globale Präsenz und damit verbundenes Kapitalmarkt-Know-how

Die hohe Zufriedenheit mit der Bank Julius Bär Deutschland AG lässt sich unter anderem durch eine im Jahre 2018 intern durchgeführte Kundenzufriedenheitsumfrage feststellen und messen.

Das Ergebnis der Kundenumfrage ergab, dass die Befragten die Kerndienstleistung der Bank, also die individuelle und persönliche Beratung durch die Kundenberaterin oder den Kundenberater, sehr schätzen. Diese wurde von den Teilnehmenden der Umfrage als wichtigste Bankdienstleistung eingestuft und bei Julius Bär als besonders herausragend bewertet. So gaben 97 % der Befragten an, dass sie mit ihrem Berater "extrem zufrieden" oder "sehr zufrieden" sind. Dementsprechend würde auch mehr als jeder zweite Befragte seinen Bekannten und Freunden Julius Bär als Privatbank weiterempfehlen. Als ausbaufähig beurteilten die Befragten den digitalen Service, wenngleich die Kundinnen und Kunden diesen als weniger wichtig empfanden als die persönliche Beratung oder das Serviceangebot. Dennoch hat die Bank Julius Bär Deutschland AG reagiert und eine Online-Banking-App entwickelt, die den Kunden 2019 zur Verfügung gestellt wurde.

2.2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Auf Basis der positiven Asset- und Ertragsentwicklung an allen Standorten in Deutschland (Düsseldorf, Frankfurt [Hauptsitz], Berlin, Hamburg, Hannover, Kiel, Mannheim, München, Stuttgart und Würzburg) verstärkte die Bank erneut die Beratungsseite. Der beschriebene Wachstumskurs und die Investitionen in die neuen Standorte unterstreichen das Bekenntnis zum deutschen Markt und das Bestreben, den Kunden persönliche Betreuung und exzellenten Service in ihrer Nähe zu bieten. Zudem wurde Deutschland erneut als Kernmarkt für die Julius Bär Gruppe definiert.

Wichtige Steuerungsgrößen für das Bankmanagement sind der Netto-Neugeldzufluss, die erzielte Marge (gemessen in Form von Return on Assets) sowie die verwalteten Vermögen.

In 2019 konnte am deutschen Markt erneut ein überdurchschnittliches Netto-Neugeldvolumen akquiriert werden, das allerdings 32 % unter dem im Vorjahr akquirierten Volumen lag.

Unter Berücksichtigung des Verkaufs der EU Custody Assets an die Bank Julius Bär Europe AG in den Jahren 2017/​2018 erreichen die verwalteten Vermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neues Rekordhoch und liegen zum 31. Dezember 2019 insgesamt 25,5 % über dem Vorjahr. Dies ist auf den erneut hohen Netto-Neugeldzufluss sowie auf die positive Marktentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die Marge wurde im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut und konnte auf zufriedenstellendem Niveau stabilisiert werden.

Folglich konnte die BJBD im Laufe des Jahres 2019 ihre positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Die Gesamtentwicklung der Bank Julius Bär Deutschland AG lag mit Ausnahme des Returns on Assets deutlich oberhalb der Planungsprognosen für 2019, und auch das für 2019 geplante Ergebnis konnte mit EUR 3,9 Mio. deutlich übertroffen werden.

2.3. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand der Bank setzte sich bis zum 30. November 2019 aus Heiko Schlag als Vorsitzendem des Vorstands sowie dem Vorstandsmitglied Ursula Egli (COO/​CFO/​CRO) zusammen. Zum 1. Dezember 2019 wurde Thomas Ernst Falk als Nachfolger von Ursula Egli in den Vorstand berufen.

Der Aufsichtsrat hat Christian E. Dubler, Gesamtverantwortlicher Private Banking deutsche Kunden bei der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. John Perego, (bis dato) Chief Risk Officer Europe der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, war bis zum 30. November 2019 Mitglied des Aufsichtsrates, legte dann sein Amt aufgrund eines Positionswechsels innerhalb der Gruppe nieder. Als Nachfolgerin wurde Ursula Egli (bis dato BJBD-Vorstandsmitglied, nun Chief Risk Officer Europe der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich) zum 1. Dezember 2019 in den Aufsichtsrat berufen. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats als Arbeitnehmervertreterin ist Kathrin Braun.

Der Aufsichtsrat ist sich der Verpflichtung bewusst, bei konkreten Personalentscheidungen die in den Organen vorhandene und gewünschte Vielfalt zu berücksichtigen. Bei der Auswahl von Persönlichkeiten für eine bestimmte Aufgabe, sei es für die Nominierung der Kandidaten und Kandidatinnen für den Aufsichtsrat oder bei der Besetzung der Vorstandspositionen, macht der Aufsichtsrat keine Unterschiede aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder anderer personenbezogener Merkmale. Im Vordergrund steht stets das Interesse der Bank, das der Aufsichtsrat sowohl bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern als auch bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet. Der Aufsichtsrat fällt seine Entscheidungen über die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen daher auf der Grundlage von Sachkriterien wie der fachlichen Qualifikation und der persönlichen Eignung der jeweiligen Person für die konkrete Aufgabe. Im Jahr 2019 wurde bis zum 30. November 2019 im Vorstand ein Frauenanteil von 50 % und im Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 33,3 % erreicht. Zum 1. Dezember 2019 lag der Frauenanteil im Vorstand bei 0 % und im Aufsichtsrat wurde, durch die Aufnahme von Ursula Egli, ein Frauenanteil von 66,6 % erreicht.

2.4. MITARBEITENDE

Das Serviceversprechen der BJBD wird maßgeblich durch das Engagement, die Erfahrung und die Leistung der Mitarbeiter geprägt. Daher fördert die BJBD die Qualifikation und die Leistungsstärke ihrer Mitarbeiter und analysiert die Zufriedenheit der Mitarbeiter, damit die Unternehmensführung gegebenenfalls diese fördern kann. 2019 fand dazu eine interne und anonymisierte Umfrage statt. Die Ergebnisse der Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage wurden vom Management analysiert und entsprechende Maßnahmen werden in Arbeitsgruppen zusammen mit den Mitarbeitern aktuell erarbeitet und dann in der Folge umgesetzt. Die Ergebnisse wurden den Mitarbeitern kommuniziert.

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 lag die Anzahl der Mitarbeitenden mit 196 über dem Vorjahreswert von 191. Im Jahresdurchschnitt waren 197,2 Personen bei der Bank beschäftigt, dabei setzte sich die Belegschaft aus 125 männlichen und 71 weiblichen Mitarbeitenden zusammen. Die Zahlen beziehen die Vorstandsmitglieder nicht mit ein.

2.5. ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsmodell der Bank spielt der Provisionsüberschuss beim Kundengeschäft mit 92,7 % (Vorjahr: 91,0 %) der Ergebnisse im Kundengeschäft die wesentliche Rolle. Der Provisionsüberschuss ist in 2019 um 26,6 % von EUR 46,8 Mio. auf EUR 59,2 Mio. gestiegen Damit liegt das Wachstum des Provisionsüberschusses deutlich über dem prognostizierten Wachstum von 10 %, was hauptsächlich auf die positive Marktentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie auf zusätzlich vereinnahmte performanceabhängige Gebühren zurückzuführen ist. Der Anteil der nicht transaktionalen Provisionserträge ging aufgrund der 2019 deutlich gestiegenen Transaktionsvolumina von 86,4 % auf 82,7 % zurück.

Das Zinsergebnis hat mit einem Anteil von 7,3c% (Vorjahr: 9,0 %) eine untergeordnete Bedeutung in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis (inklusive der gezahlten Negativzinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften) liegt unverändert bei EUR 4,7 Mio. Die negativen Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften erhöhten sich von EUR 1,7 Mio. auf EUR 2,6 Mio.

Insgesamt erhöhte sich die Summe aus Provisions- und Zinsüberschuss im Vorjahresvergleich aufgrund der deutlich gestiegenen Basis verwalteter Vermögen um 24,2 %.

Im Geschäftsjahr 2019 gingen die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % auf EUR 61,5 Mio. zurück. Die hierin enthaltenen Personalkosten sanken um 2,1 % auf EUR 33,4 Mio., maßgeblich hierfür ist ein Einmaleffekt der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Personalmaßnahmen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen leicht um 0,1 % auf EUR 28,01 Mio.

Die positiven Entwicklungen des Private-Banking-Geschäfts in Deutschland spiegeln sich im Geschäftsjahr 2019 nun auch im Ergebnis wider. Die Bank Julius Bär Deutschland AG schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3,9 Mio. ab.

2.6. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Bank sank im Jahresverlauf leicht um 2,0 % von EUR 1.461 Mio. auf EUR 1.433 Mio.

Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich zum Jahresende 2019 um 37,4 % von EUR 158,9 Mio. auf EUR 99,5 Mio. Gleichzeitig stieg das Volumen an Kundenkrediten um 8,0 % von EUR 478,3 Mio. auf EUR 516,8 Mio. an. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Es waren wie in den Vorjahren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen.

Die Finanzanlagen stiegen im Geschäftsjahr 2019 gegenüber 2018 um 5,0 %. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen stiegen von EUR 63,2 Mio. auf EUR 66,3 Mio. Das Rating der Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand bewegte sich zwischen A und AAA.

2.7. FINANZLAGE

Die Kundeneinlagen reduzierten sich leicht um 0,8 % und liegen bei EUR 1.277,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1.288,1 Mio.), wobei 99,3 % in täglich fälligen Einlagen angelegt sind. Mit 88,5 % bilden die täglich fälligen Kundeneinlagen den größten Einzelposten an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen 2019 um 91,2 % von EUR 42,0 Mio. auf EUR 3,7 Mio. ab und machen nur noch einen Anteil von 0,3 % an der Bilanzsumme aus.

Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB stieg nach Gewinnvortrag per 31.12.2019 stichtagsbezogen von EUR 103,1 Mio. auf EUR 115,0 Mio. Davon waren EUR 15,0 Mio. eingezahltes Grundkapital und EUR 85,6 Mio. in der Kapitalrücklage. Die Gewinnrücklagen der Bank stiegen nach Zuführung von EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,6 Mio. Der Bilanzgewinn per 31.12.2019 beträgt EUR 13,8 Mio.

2.8. LIQUIDITÄTSLAGE

Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach der Liquidity-Coverage-Ratio. Diese wurde zum Jahresende 2019 mit 368,1 % berechnet. Die Bank schätzt die Liquiditätslage insgesamt als komfortabel ein.

2.9. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Die Bank konnte im Geschäftsjahr 2019 die positive Entwicklung der letzten Jahre im inländischen Private-Banking-Geschäft fortsetzen. Dies manifestierte sich vor allem in der überdurchschnittlichen Neugeschäftsentwicklung, dem deutlichen Ausbau des Provisionsüberschusses sowie dem erstmaligen Erreichen eines positiven operativen Ergebnisses. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank geordnet.

3. RISIKOBERICHT

3.1. GRUNDSÄTZE

Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands insgesamt geringe banktypische Risiken nach MaRisk. Im Berichtszeitraum sind unwesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, etwa zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, entstanden, da keine derartigen Geschäfte getätigt wurden bzw. nur in sehr geringem Umfang. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes Institut ein.

Als bedeutsamste Risiken der Bank wurden zum einen die Nichterreichung der Geschäftsziele und zum anderen die operationellen Risiken identifiziert. Die Steuerung dieser Risiken unterliegt einer besonderen Aufmerksamkeit seitens des Vorstands. Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als wesentlich eingestuft. Allerdings sind weiterhin keine Kreditausfälle zu verzeichnen, was auf die konservative Kreditvergabepolitik der Bank zurückzuführen ist. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank.

Bei der Darstellung der Risiken im Risikobericht handelt es sich grundsätzlich um eine Bruttodarstellung. Die Sicherheiten werden lediglich im Bereich der Adressenausfallrisiken berücksichtigt.

In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Diese wird jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, -überwachung und -steuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben.

3.2. RISIKOSTEUERUNG

Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:

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Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken die Reputation der Bank gefährden könnten

Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken im Verhältnis zu den Ertragschancen ungünstig sind, d. h., Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen

Verzicht auf Geschäfte, welche die BJBD nicht vollständig versteht und welche nicht in angemessener Art und Weise in die Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie in die entsprechenden Prozesse integriert werden können

Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen

Aktives Management aufgetretener Schadensfälle

Verwendung rechtlich geprüfter Verträge

Regelmäßige Überprüfung der aktuellen Risikosituation im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter und der Aussagekraft der Bewertungsansätze für die eingegangenen Risiken

Ausschließliche Anlage von Eigenkapital in liquiden festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität, deren Risiken im Marktpreisrisiko abgebildet werden

Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langfristige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Für die Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind die Risiken über einen einheitlich langen Zeitraum zu ermitteln, der üblicherweise ein Jahr beträgt. Die Umsetzung bei der BJBD erfolgt über eine rollierende 12-Monats-Betrachtung. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit von der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil des Risikobudgets zur Abdeckung eingebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Dabei wird sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch Stresstests ergänzt. Ziel der Bank ist es hier, den Standardinstrumenten zur Risikomessung nicht uneingeschränkt zu vertrauen, sondern diese kritisch zu hinterfragen. Der jährliche Report zu Stresstests und zu den Konzentrationsrisiken der Bank Julius Bär Deutschland AG enthält die für die einzelnen Risikoarten relevanten Szenarien und Analysen. Er stellt eine Ergänzung zum Risikobericht dar. Bei den Stresstests wird von einer Fortführungsperspektive der Bank ausgegangen. Zur wirtschaftlich sinnvollen Zusammenführung der Ergebnisse der einzelnen Risikoarten werden übergreifende Szenarien genutzt. Diese helfen bei der Fundierung der Stresstests, ermöglichen einen angemessenen Rahmen für historische sowie hypothetische Stressüberlegungen und ermöglichen die Auffindung von Inter-Risikokonzentrationen.

Zusätzlich wurden inverse Stresstests vorgenommen, das heißt, es wurde analysiert, welche Ereignisse dazu führen könnten, dass das Geschäftsmodell der Bank nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Dabei zeigt sich nur bei den Geschäftsrisiken ein mögliches Gefährdungspotenzial für die Bank. Andere gefährdende Szenarien sind nicht erkennbar.

Zum Risikomanagement gehören auch die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten sowie die Strukturierung und Abbildung von Prozessen im Detail. Die Stellenbeschreibungen und Organisationsrichtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt und für alle Bankmitarbeitenden verbindlich. Das Organisationshandbuch steht allen Mitarbeitenden elektronisch zur Verfügung. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, das Risikoprofil der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren.

Das ausführliche Management-Informations-System (MIS) ermöglicht es, die insbesondere für die Geschäftsrisiken ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im MIS wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikosteuerung gehören des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung vor allem zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling, Credit und Interner Revision. Gemeinsam mit dem Vorstand, der Leiterin Legal und dem Leiter Compliance, dem Leiter IT, dem Leiter Credit, dem Outsourcing-Manager und dem Leiter Operations sind diese Bereiche als Mitglieder im Risk, Outsourcing und Compliance (ROC) Committee vertreten.

Dieses Gremium tagt viermal im Jahr (sowie anlassbezogen) und hat als primäre Aufgabe die Identifizierung, Überwachung und Steuerung der Risiken der Bank gemäß § 25b Kreditwesengesetz (KWG) sowie der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion. Als Grundlage dieser Überwachung dienen unter anderem Risikoberichte, die vom Risk Management /​ Risk Controlling quartalsweise erstellt und im Vorfeld an die Mitglieder verteilt werden. Darüber hinaus hat das Committee ein Mitspracherecht bei Entscheidungen mit risikopolitischer Bedeutung, bereitet die Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat vor und sendet diese dem Vorstand zur Genehmigung zu.

Die Abteilung Risk Management /​ Risk Controlling ist fester Bestandteil des Prüfungsplanes der internen Revision und wird dadurch jährlich geprüft.

3.3. GESCHÄFTSRISIKEN

Die Bank betrachtet das Geschäftsrisiko als das bedeutendste und wesentlichste Risiko, da das Geschäftsmodell auf Private-Banking-Dienstleistungen fokussiert ist und daher keine Diversifikationseffekte aus anderen Geschäftsbereichen zum Tragen kommen. Geschäftsrisiken sind primär externer Natur und sind definiert als die Abweichung des Betriebsergebnisses der Bank vom Planergebnis. Das Geschäftsrisiko beinhaltet die vier Ausprägungen "Ertrags- und Vertriebsrisiken", "Kostenrisiken", "Reputationsrisiken" und "Konzentrationsrisiken". Gibt es Zweifel an der Reputation von Julius Bär in Deutschland, dürfte sich dies in einem verringerten Neugeldzufluss und/​oder einem Abfluss von verwalteten Vermögen und damit in entsprechenden Ertragseinbußen bemerkbar machen. Den festgestellten Ertragskonzentrationen (z. B. bei Neugeld- und Vermögensverwaltungsvolumen und Marktperformance /​ Geld- und Kapitalmarktentwicklung) trägt die Bank durch entsprechende Simulationen in unterschiedlichen Szenarien Rechnung. Die Geschäftsrisiken werden eng vom Vorstand der Bank überwacht und im monatlichen Controlling bzw. im vierteljährlichen Risikobericht gewürdigt (einschließlich etwaiger Ertragskonzentrationen).

3.4. MARKTPREISRISIKEN

Marktpreisrisiken bestehen u. a. im Anlagebuch der Bank. Die Bank investiert einen Teil ihres Liquiditätsüberschusses in Anleihen mit hoher Bonität. Es wird in Fremdwährungen investiert, wobei jedoch keine Währungsrisiken eingegangen werden; dies wird durch eine währungskongruente Refinanzierung erreicht. So bestehen auch Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius-Bär-eigenen Pensionsgelder im JB-OPEN-1-Fonds.

Die wesentlichen Marktpreisrisiken der Bank werden wie folgt kalkuliert:

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Zinsänderungsrisiken der Einlagen/​Verbindlichkeiten: Die Risiken aus den bilanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten werden in bestimmten Laufzeitbändern bei einer Parallelverschiebung der Zinskurve berechnet.

Preisrisiken der Liquiditätsreserve: Diese werden kalkuliert als Value at Risk (VaR) aus der historischen Preisvolatilität.

Preisrisiken aus der Anlage der Pensionsgelder: Diese werden auf Basis der VaR-Angaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), die den JB-OPEN-l-Fonds verwaltet, kalkuliert.

Die Preisänderungsrisiken werden über das Konzept des Value at Risk abgebildet, und zwar in fünf verschiedenen Szenarien mit den Konfidenzniveaus 95 % bis 99,9 %. Dabei wird nicht zwischen den allgemeinen Marktpreisrisiken und den vertragspartnerbezogenen spezifischen Risiken unterschieden. Zur Berechnung dieses Risikomaßes wird die Varianz-Kovarianz-Methode benutzt. Diese Methode geht davon aus, dass der jeweilige Preisprozess normalverteilt ist. Zur Berechnung der Kennzahl muss vorher das Quantil des jeweiligen Instruments festgelegt werden. Der Value at Risk errechnet sich als Value at Risk = Marktwert(Position) * InvNorm(Quantil) * STD(Position) * √Haltedauer, wobei STD() die Standardabweichung der Position und InvNorm() die Inverse der Standardnormalverteilung widerspiegelt. Die Haltedauer wird in der Formel als Wurzel aus der Anzahl der Tage berücksichtigt und beträgt immer 10 Tage.

Das Zinsänderungsrisiko wird zusätzlich durch eine Zinssensitivitätsanalyse überwacht. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken und der Optimierung der Bilanzbewirtschaftung hat die Bank ein Asset-Liability-Committee (ALCO) eingerichtet. Das Komitee ist verantwortlich für die Festlegung der Rahmenbedingungen für die Finanzanlagen, welche durch die Treasury-Funktion getätigt werden.

Derivategeschäfte werden überwiegend für Kunden getätigt; diese Transaktionen werden taggleich durch entsprechende Gegengeschäfte geschlossen. Darüber hinaus wurden im vierten Quartal 2019 Devisentermingeschäfte im Namen der Bank in geringem Umfang getätigt.

3.5. ADRESSENAUSFALLRISIKEN

Im Geschäftsmodell der Bank wird das Kreditgeschäft in Form von Lombard-, Aval- und Immobilienkrediten nur als "Beigeschäft" zum Vermögensverwaltungsgeschäft betrieben. Es werden also nur Kredite an Kunden gewährt, die bei der Bank ein Konto/​Depot unterhalten, wobei das verwaltete Vermögen größer als die Inanspruchnahme von Lombard- und Avalkrediten sein soll. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte und eventuell darüber hinaus durch Wertpapiervermögen gesichert.

Die Bank ist keinem besonderen Länderrisiko ausgesetzt; eine nähere Betrachtung innerhalb der Adressenausfallrisiken erfolgt somit nicht. Die Bewertung der Adressenausfallrisiken erfolgt über einen VaR-Ansatz auf Basis eines fortgeschrittenen IRB-Ansatzes (Ein-Faktor-Modell nach Vasichek) mit sechs Ratingstufen. Somit erfolgen modellhafte Berechnungen für:

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Risiken aus Kreditportfolien (innerhalb des Kundenkreditportfolios wird ein Unterschied zwischen Lombard- und Immobilienkrediten vorgenommen)

Kontrahentenrisiken

Emittentenrisiken

Die verwendeten Modelle berücksichtigen empirische Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD) und Ausfallraten (Loss Given Default, LGD) der Julius Bär Gruppe. Im Kundenkreditgeschäft werden die PD bei den Lombardkrediten auf 0,30 % für alle Ratingklassen und die LGD in Abhängigkeit von der Ratingstufe zwischen 0,00 % und 80,00 % festgelegt. Im Bereich der Immobilienkredite werden ebenfalls ratingabhängig die PD zwischen 0,04 % und 7,00 % und die LGD zwischen 0,00 % und 80,00 % definiert. Im Hinblick auf die Kontrahentenrisiken bewegt sich die PD bei gleichbleibender LGD i. H. v. 45,00 % zwischen 0,00 % und 3,56 %.

Korrelationen werden auf Basis eines inhomogenen, endlichen Portfolios geschätzt. Beim "Exposure at Default" werden Lombardsicherheiten mit ihrem Beleihungswert in Teilen angesetzt. Andere Sicherheiten finden keine Berücksichtigung.

Darüber hinaus wird ein Kreditkonversionsfaktor für die Berücksichtigung von unwiderruflichen Kreditzusagen in die Limitauslastung für Adressrisiken berechnet. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass die Inanspruchnahme ungenutzter Kreditzusagen in den nächsten zwölf Monaten stabil bleibt und dass die Portfoliostruktur der ungenutzten Kreditlinien analog zum Gesamtkreditportfolio ist. Der Konversionsfaktor wird jährlich überprüft. Er wurde zum 31.12.2019 auf 20 % festgelegt und gilt nur für das Kundenkreditportfolio.

Der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an der Bilanzsumme lag 2019 bei 36,1 %, der Anteil des Kundenkreditgeschäfts an den verwalteten Vermögen bei 5,8 %. Wie in den Vorjahren gab es auch 2019 keine Kreditausfälle. Der Anteil der Blankoanteile belief sich auf ca. 0,1 %. Die Gesamtheit der vertraglich vereinbarten Kredite ist zu 83,0 % durch Wertpapierverpfändung und zu 17,0 % durch Grundpfandrechte gesichert. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel sowie das Rating des Portfolios werden konservativ festgelegt und täglich über das von der Julius Bär Gruppe zur Verfügung gestellte Monitoringsystem TEMOS nach einem festgelegten Algorithmus berechnet und überwacht. Die Absicherung der Hypothekarkredite erfolgt ausschließlich für im Inland gelegene Grundstücke/​Objekte über eine erstrangige Grundschuld unter deutschem Recht. Weitere Sicherheiten können in Form von Depotverpfändungen, Abtretungen von Lebensversicherungen oder Bürgschaften gestellt werden.

Bei den Adressenausfallrisiken im Eigengeschäft werden die Kontrahentenrisiken betrachtet. Das Adressenausfallrisiko der festverzinslichen Wertpapiere in der Eigenanlage ist bereits über die VaR-Berechnung in den Marktpreisrisiken "Bonds" abgebildet. Die Kontrahentenrisiken werden täglich im Rahmen der Limitüberwachung vom Risk Management /​ Risk Controlling kontrolliert und vierteljährlich im Risikobericht dargestellt, wo sie als Bestandteil der Kreditrisiken entsprechend bewertet werden. Die Streuung der Adressen unter engen Limitvorgaben und der hohe Anteil an Anlagen bei der Deutschen Bundesbank zeigen die konservative Strategie.

Sowohl die Platzierung von Termingeldern und die Investition in festverzinsliche Wertpapiere als auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten, insbesondere der sichernden Wertpapiere, erfolgen nach den Leitlinien für die entsprechenden Geschäfte der Julius Bär Gruppe.

3.6. LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die Treasury-Funktion befasst sich mit der Optimierung der Liquidität sowie der Zins-, Kredit- und Währungsrisiken in der Bilanz.

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen in festverzinslichen Wertpapieren und bei Geldmarktanlagen bei anderen Banken kann ein Marktliquiditätsrisiko - als ein Refinanzierungsrisiko - bei der Finanzierung von Krediten auftreten. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgen die Geldmarktanlagen überwiegend in Form von "Overnight-Money". Zusätzlich wurde im Jahr 2019 der größte Teil der Liquiditätsüberschüsse bei der Deutschen Bundesbank angelegt, sodass - bis auf die Mindestreserve - jederzeit auf sie zurückgegriffen werden kann. Während die Einlagen der Bank bei der Bundesbank einen Anteil von 50,6 % an der Bilanzsumme ausmachen, beträgt der Anteil der Geldmarktanlagen nur 0,6 %. Wenn Kredite im Rahmen der Bilanzsteuerung refinanziert werden, dann erfolgt dies ausschließlich über die Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, da aufgrund deren solider Bilanzverhältnisse eine Anschlussfinanzierung sicherer als eine Refinanzierung über den Markt erscheint.

Die Liquiditätsrisiken werden außerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung systematisch über eine fortlaufende Beobachtung der Entwicklung aufsichtsrechtlicher Kennzahlen (u. a. LCR) gesteuert und anhand diverser Stresstests überwacht und analysiert. Die von Finance & Controlling erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden auf täglicher Basis dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Das fokussierte Geschäftsmodell der Bank führt zu sehr stabilen und Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die durchschnittlichen Werte auf Basis der Monatsendwerte bei der LCR auf 380 %. Die Liquiditätsreserven sind auch für den Fall des gleichzeitigen Rückzuges der zehn größten Kundeneinlagen ausreichend.

3.7. OPERATIONELLE RISIKEN

Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Diese Definition schließt operationelle Verluste ein, die aus Rechtsrisiken und dolosen Handlungen entstehen könnten. Sie beinhaltet aber nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Unter das Rechtsrisiko fallen Rechtsstreitigkeiten, in welche die Bank Julius Bär Deutschland AG involviert sein kann. Dieser Bereich umfasst auch Risiken aus Gesetzesänderungen und der aktuellen Rechtsprechung. Das Rechtsrisiko umfasst ebenfalls Schadensfälle des Kreditbereichs, die durch nicht durchsetzbare Vertragsgestaltungen entstanden sind. Vermögensschäden werden nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist.

Die operationellen Risiken umfassen vor allem folgende Risikoarten:

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Risikoart Definition
Interner Betrug Verluste aufgrund von Handlungen mit betrügerischer Absicht, Veruntreuung von Eigentum, Verstoß gegen oder Umgehung von Verwaltungs-, Rechts- oder internen Vorschriften. Dabei kann es sich um Diebstahl, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Geheimnisverrat, Korruption und Untreue von Mitarbeitenden, auch in Zusammenarbeit mit externen Dritten, handeln. Die angewandten Methoden sind extrem unterschiedlich und oft sehr einfallsreich.
Externer Betrug Verluste aufgrund von Handlungen mit betrügerischer Absicht, Veruntreuung von Eigentum, Verstoß gegen oder Umgehung von Rechtsvorschriften durch Dritte, wie bestehende oder potentielle Kunden, mit der Bank verbundene Vermittler, Geschäftspartner oder andere Externe. Dabei kann es sich unter anderem um Kontoeröffnungsbetrug, Lastschriftbetrug, Überweisungsbetrug, Kreditbetrug, Anlagebetrug, Scheckbetrug und Skimming handeln.
Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit Verluste aufgrund von Handlungen, die gegen Beschäftigungs-, Gesundheitsschutz- oder Sicherheitsvorschriften bzw. -abkommen verstoßen, Verluste aufgrund von Schadenersatzzahlungen wegen Körperverletzung, Verluste aufgrund von Diskriminierung, auch aufgrund sozialer und kultureller Verschiedenheit.
Sachschäden Verluste aufgrund von Beschädigungen oder des Verlustes von Sachvermögen durch Naturkatastrophen oder andere Ereignisse, unter anderem durch eigenes Verschulden.
Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle Verluste aufgrund von Geschäftsunterbrechungen oder Systemausfällen, unter anderem durch unzureichende Qualität der Dienstleistungen der Outsourcing-Partner.
Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten Verluste aufgrund einer unbeabsichtigten oder fahrlässigen Nichterfüllung geschäftlicher Verpflichtungen gegenüber Kunden (einschließlich treuhänderischer und auf Angemessenheit beruhender Verpflichtungen), Verluste aufgrund der Art oder Struktur eines Produkts oder einer Dienstleistung, wie etwa Falschberatung.
Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement Verluste aufgrund von Fehlern bei der Geschäftsabwicklung oder im Prozessmanagement, Verluste aus Beziehungen zu Geschäftspartnern, Lieferanten und Anbietern.

Aufgrund der Organisationsstruktur und des Geschäftsmodells der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Die mit dem Outsourcing verbundenen operationellen Risiken werden von der Bank als wesentliche Risiken im Sinne einer aktiven Steuerung qualifiziert. Die Bank hat für den Outsourcing-Bereich ein detailliertes Monitoring- und Controlling-System aufgebaut. Die Basis der Überwachung der Outsourcing-Partner sind klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen ("Service Level Agreements", SLA) für sämtliche ausgelagerte Aktivitäten. Diese SLA enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch für die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom ROC Committee der Bank ausgewertet und bilden die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing-Partnern.

Zur besseren Kontrolle der Risiken und zur Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten, strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.

Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank "OPRI" eingeführt. OPRI ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potenziellen Schäden aus dem Bankgeschäft, deren Wert über CHF 2.500 liegt, wobei die Bank Julius Bär Deutschland AG seit 2016 operationelle Verluste bereits ab EUR 1.500 in der OPRI-Datenbank erfasst. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im ROC Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. Bei der Umsetzung von OPRI wurden die Vorgaben des Baseler Regelwerks berücksichtigt. 2019 wurden insgesamt 15 Schäden über EUR 1.500 gemeldet, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 77.

Als Teil des Programmes Mistral (bei Mistral handelt es sich um eine Konzerninitiative aus sechs Projekten, die ein integriertes "Risk Management & Control Framework" etablieren soll) wurde im 4. Quartal 2019 das neue Tool BaerControl des Anbieters MetricStream ausgerollt. Dieses Tool hat das bisher bestehende, vom Konzern selbst entwickelte ICS /​ ICA-Tool (Internal Control System /​ Assessment) abgelöst. In BaerControl werden ebenfalls die Schlüsselkontrollen der Bank erfasst und die Kontrolldurchführung dokumentiert. Das Tool soll dazu dienen, ein integriertes Management von Kontrollen und Risiken zu gewährleisten, und es ist geplant, künftig das jährliche Risk & Control Self Assessment (RCSA) mittels des Tools durchzuführen.

3.8. RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotenziale einander gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial abgesichert sind.

Dieses Risikodeckungspotenzial errechnet sich mit einer Höhe von maximal EUR 52,8 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse in Abhängigkeit von den Szenarien allokiert wird.

Die Summe der Risikolimite ("Risikobudget") wird von den Gremien der Bank festgelegt und jährlich überprüft. Die Limite sind nach den bewerteten Risiken im Risikoszenario bestimmt, sodass bei Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden können.

Den Geschäftsrisiken wird mit EUR 13,0 Mio. das höchste Limit zugewiesen. Der Vorstand hat folgende weitere Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für das Kreditrisiko wird auf EUR 2,5 Mio. festgesetzt, das Limit für die Marktpreisrisiken des Anlagebuchs, bestehend aus dem Zinsspannenrisiko und dem Marktpreisrisiko, liegt bei EUR 2,0 Mio., das Limit für operationelle Risiken beträgt EUR 1,0 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf EUR 18,5 Mio. Es wurden zwei Szenarien als Hauptsteuerungskreise definiert: das Baseline- und das Risk-Szenario. Im Baseline-Szenario wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsbetrieb ohne wesentliche Störungen von innen oder außen läuft. Die geschätzten Risiken sind die potenziellen Risiken aus dem normalen Tagesgeschäft. Beim Risk-Szenario ist das Markt- bzw. Bankenumfeld angespannter als erwartet, die Geschäftsziele können nicht wie geplant erreicht werden und die Risiken aus dem bilanziellen Geschäft liegen über den erwarteten Schwankungsanfälligkeiten.

Das Ergebnis der einzelnen errechneten Risiken sowie deren Summe im Baseline- und Risk-Szenario (mit Angabe des vom Vorstand erlassenen Risikobudgets) sind in der nachstehenden Tabelle in EUR Mio. dargestellt (Stand: 31. Dezember 2019):

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EUR Mio. Limite Baseline-Szenario Risk-Szenario
Geschäftsrisiko 13,0 8,1 9,9
Zinsspannenrisiko 1,0 0,4 0,8
Marktpreisrisiko 1,0 0,2 0,2
Kreditrisiko Kundengeschäft 1,0 0,2 0,4
Kreditrisiko Kontrahenten 1,5 < 0,1 0,1
Operationelle Risiken 1,0 0,2 0,8
Summe 18,5 9,1 12,2

Aus der Zusammenstellung lässt sich festhalten, dass der Fortbestand der Bank auch unter negativen Annahmen für die einzelnen Risikoarten gewährleistet ist.

Im Baseline-Szenario sind die Risiken damit mehr als ausreichend abgedeckt. Entscheidend für die Bank ist, ob der Eintritt von Risiken auch verkraftet werden kann. Diese Risiken können u. a. aus Modellfehlern, überproportional großen Kursschwankungen oder Risikokonzentrationen entstehen. Grundüberlegung ist dabei, dass eine Kennziffer nach CRR von 10,75 % zu erreichen ist; die Kennziffer setzt sich aus 8,0 % Gesamtkapitalquote, 2,5 % Kapitalerhaltungspuffer und 0,25 % antizyklischem Kapitalpuffer zusammen. Darüber hinaus hat die Bank im Geschäftsjahr 2018 einen SREP-Bescheid (Bescheid nach Supervisor/​ Review and Evaluation Process) gemäß § 10 Abs. 3 Satz 1 und 2 Nr. 1 KWG in Verbindung mit § 6b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG erhalten, der weitere 4 Prozentpunkte ab Anfang 2019 als Eigenmittelanforderung erfordert. Somit belief sich die Kennziffer nach CRR auf 14,75 % in 2019. Ausgehend von risikogewichteten Aktiva in Höhe von EUR 351,4 Mio. per 31.12.2019 können die entsprechenden Zahlen im Zusammenhang mit der Eigenmittelanforderung wie folgt zusammengefasst werden:

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Eigenmittelanforderung (Gesamtkapitalquote von 8 %): EUR 28,1 Mio.
Eigenmittel: EUR 99,4 Mio.
Gesamtkapitalquote 28,30 %

Die MaRisk verlangen ferner von den Instituten sogenannte "inverse Stresstests", das heißt eine Analyse von Ereignissen, die das Institut in seiner Überlebensfähigkeit gefährden können. Die Überlebensfähigkeit ist dann als gefährdet anzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell als nicht mehr tragfähig erweist.

Inverse Stresstests stellen eine Ergänzung der sonstigen Stresstests dar. Sie untersuchen für die einzelnen Risikoarten, bei welchen Ereignissen das Stressrisikobudget verbraucht wird. Im Fall der inversen Stresstests wird auch das eingezahlte Eigenkapital dem Risikobudget zugewiesen. Aus der Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Falls können dann wieder Rückschlüsse auf die Risikotragfähigkeit gezogen werden.

Aus den Ergebnissen der inversen Stresstests lässt sich schließen, dass die meisten Szenarien, die zum Aufbrauchen des Risikobudgets führen, unwahrscheinlich sind - mit Ausnahme der Szenarien für die Geschäftsrisiken. Im Bereich der Adressenausfallrisiken für das Kundengeschäft und das Eigengeschäft sind solche Ereignisse nicht völlig auszuschließen. Hier wird mit einer Limitierung im Kunden- und im Eigengeschäft und mit konservativen Kreditvergaberichtlinien gegengesteuert. Die kritischsten Werte in Bezug auf das Geschäftsmodell der Bank zeigen sich im Geschäftsrisiko.

4. PROGNOSE UND CHANCENBERICHT

4.1. WIRTSCHAFTS- UND KAPITALMARKTUMFELD

Die Verwerfungen, zu denen die Pandemie Covid-19 in der Realwirtschaft und an den Kapitalmärkten binnen kürzester Zeit geführt hat, sind beispiellos in der Geschichte. Der Stillstand des sozialen Lebens, welcher derzeit international als favorisierte Erstmaßnahme zur Eindämmung des Virus gilt, wird unserer Ansicht nach zu einem starken Wachstumseinbruch und einem negativen Weltwirtschaftswachstum in 2020 führen. Epizentrum dürfte der Nachfrageeinbruch im Dienstleistungssektor sein. Die Bereiche Reisen, Tourismus und Unterhaltungsindustrie sowie das Hotel-und Gaststättengewerbe entsprechen in den meisten Volkswirtschaften mehr als einem Viertel des privaten Konsums. Die zahlreichen monetären Maßnahmen und die im aktuellen Fall noch wichtigeren fiskalischen Hilfspakete reduzieren das Risiko von Zweitrundeneffekten und einer systemischen Krise. Aktuell gehen wir daher davon aus, dass dem Einbruch in der ersten Jahreshälfte eine rasche Erholung in der zweiten Jahreshälfte folgen wird.

Basierend auf dieser Dynamik, prognostizieren wir für Deutschland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,8 % für das Geschäftsjahr 2020. Dieser dürfte aber im kommenden Jahr mit einem Zuwachs von 6,4 % größtenteils wieder aufgeholt werden. 8 Ein ganz ähnliches Muster ergibt sich für die Konjunkturdynamik in Frankreich, Italien, Spanien, den übrigen Euroländern und der Schweiz. Für die besonders stark betroffenen Länder Italien und Spanien, in denen inzwischen sehr weit gehende Einschränkungen erlassen wurden, erwarten wir einen drastischeren Rückgang der Konjunktur in diesem Jahr und eine nur schleppende Erholung im Jahr 2021. In China hat der deutliche Konjunktureinbruch dagegen bereits im ersten Quartal stattgefunden und die Erholung setzte früher ein. Damit dürfte das chinesische BIP im Gesamtjahr 2020 stagnieren und sich dann 2021 kräftig erholen. Der Handelsstreit zwischen China und den USA erhält durch Covid-19 eine weitere Dimension. Vor allem eine erneute Eskalation angesichts unrealistisch hoher chinesischer US-Importziele nach den US-Wahlen im November ist wahrscheinlicher geworden.

Der Inflationsausblick bleibt angesichts des von Covid-19 ausgehenden deflatorischen Nachfrageschocks weithin äußerst zurückhaltend. Abwärtsdruck ergibt sich zudem auch durch den Preiseinbruch bei Rohöl, welcher durch den Bruch des OPEC+ Abkommens zusätzlich befeuert wird. Eine Abkehr von der Nullzinspolitik der Zentralbanken ist im aktuellen Umfeld daher erneut in die Ferne gerückt. Zusätzliche Anleihenkäufe der US Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank sorgen zudem dafür, dass rekordtiefe Zinsen bei Anleihen auf breiter Front bestehen bleiben. Die Aktienmärkte haben einen Großteil unseres Rezessionsszenarios bereits eingepreist und dürften mit einer Rückkehr des Risikoappetits der Anleger ihren Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Dazu bedarf es jedoch positiver Meldungen in Bezug auf Covid-19, entscheidend sind hier insbesondere eine rückläufige Anzahl bei den Neuansteckungen sowie eine teilweise Aufhebung der Isolationsmaßnahmen.

4.2. AUSBLICK

Die Grundlagen der Geschäftsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG sind die Positionierung im Wettbewerb und die Geschäftsphilosophie, zu der die unabhängige Beratung sowie die transparente Preisgestaltung gehören. Daneben sind die internationale Kompetenz, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und die Nachfolgeregelung zentrale Elemente des Kundenservice in regionaler Nähe. Diese Erfolgsfaktoren der Geschäftsstrategie sind auf die Betreuung von Unternehmern, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung ausgerichtet. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset-Allokation unter Einsatz eines weiten Produktspektrums und einer stringenten Risikoüberwachung bieten.

Die Ertragsentwicklung ist unter anderem von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängig. Das Risiko besteht darin, dass starke Marktverwerfungen zu einer geringeren Bemessungsgrundlage für die Provisionserträge der Bank führen.

Wir gehen aktuell davon aus, dass die Wachstumsrate des verwalteten Vermögens unter Berücksichtigung des geplanten Neugeldzuflusses auch im nächsten Jahr bei ca. 5 % liegen wird. Es ist geplant, die Zusammenarbeit mit der Julius Bär Gruppe in strukturierten Finanzierungen auszubauen. Auf dieser Basis gehen wir davon aus, den Provisionsüberschuss um etwa 14 % auf EUR 67 Mio. ausbauen zu können. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt diese Wachstumsstrategie der Bank Julius Bär Deutschland AG nachhaltig und definiert den deutschen Markt als Kernmarkt der Julius Bär Gruppe.

Die Kundenbetreuung soll auch in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, was gezielt an einzelnen Standorten stattfinden wird, um die erkannten Marktchancen zu nutzen, sofern erfahrene Berater, die zu der Unternehmenskultur der Bank Julius Bär Deutschland AG passen, gefunden werden. Zudem werden auch andere Fach- und Produktbereiche der Bank Julius Bär, die im direkten Kontakt mit dem Kunden stehen, weiter ausgebaut.

Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Geschäftsaktivitäten in Deutschland aufgrund unserer guten Positionierung im Markt sowie unserer Wachstumsstrategie, die wir dank unserer engagierten und qualifizierten Mitarbeitenden umsetzen können, auch 2020 ausweiten werden.

8 Eigene Prognose

Nach Erreichen der Gewinnschwelle in 2019 fokussiert die Bank auf ein weiteres Geschäftswachstum mit angemessener Kostendisziplin. Zur Messung der Kostendisziplin wird die Bank die Messgröße Cost-In-come-Ratio verwenden, die damit Bestandteil der Strategie wird. Vor diesem Hintergrund ist ein aktives Management der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ein entscheidender Faktor für die Zielerreichung neben dem fortlaufenden Ausbau der Kundenbeziehungen. Während wir davon ausgehen, dass die anderen Verwaltungsaufwendungen sich auf Vorjahresniveau stabilisieren können, werden die Personalkosten aufgrund des oben beschriebenen Ausbaus des Geschäftes auch in 2020 weiter leicht ansteigen.

In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes als Risikofaktor zu berücksichtigen. Eine Entwicklung, die den gesamten Bankensektor und somit auch die Bank Julius Bär Deutschland AG stark betrifft. Regulatorische Anforderungen, die bereits in Kraft getreten oder absehbar sind, wirken weiterhin kostentreibend, komplexitätserhöhend und ressourcenbindend.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 stabilisierten Kostenbasis und bei gleichzeitig stetigem Wachstum der Erträge streben wir für 2020 einen leichten weiteren Ausbau des positiven operativen Ergebnisses an, welches laut aktuellem Stand und trotz der aktuellen Marktverwerfungen durch die Covid-19-Pandemie bei einem mittleren einstelligen Millionenbetrag liegen sollte. Derzeit gehen wir nicht von weiteren stärkeren Marktverwerfungen aus. Sollten diese wider Erwarten doch eintreffen, ist ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten.

5. SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 SATZ 3 AKTIENGESETZ

Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand der Bank Julius Bär Deutschland AG gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

Aktivseite

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31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 42.437,46 47
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 720.536.171,68 (Vorjahr: TEUR 744.169) 720.536.171,68 744.197
720.578.609,14 744.244
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 90.406.678,36 102.327
b) andere Forderungen 9.107.399,65 56.611
99.514.078,01 158.938
3. Forderungen an Kunden 516.765.598,48 478.325
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 64.813.845,15 (Vorjahr: TEUR 61.344)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 14.033.447,24 22.338
bb) von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 26.154 (Vorjahr: TEUR 17.760) 52.277.176,72 40.844
66.310.623,96 63.182
5. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 25.564,59 26
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 8.019.589,83 7.413
7. Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.123.408,50 1.443
8. Sachanlagen 2.005.281,00 1.561
9. Sonstige Vermögensgegenstände 18.048.860,98 5.745
10. Rechnungsabgrenzungsposten 153.149,74 203
Summe der Aktiva 1.432.544.764,23 1.461.080

Passivseite

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31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 3.692.306,19 1.840
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 40.127
3.692.306,19 41.967
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.268.145.255,86 1.283.864
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.113.766,50 4.230
1.277.259.022,36 1.288.094
3. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 8.019.589,83 7.413
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.820.195,91 2.567
5. Rechnungsabgrenzungsposten 637.586,09 757
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 399.919,13 768
b) andere Rückstellungen 17.572.646,85 16.226
c) Steuerrückstellungen 323.606,18 203
18.296.172,16 17.197
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken 850.000,00 0
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
b) Kapitalrücklage 85.579.372,07 87.679
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 341.169,87 142
cb) andere Gewinnrücklagen 263.885,66 264
605.055,53
d) Bilanzgewinn 13.785.464,09 0
114.969.891,69 103.085
Summe der Passiva 1.432.544.764,23 1.461.080
1.) Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 13.053.733,22 19.853
2.) Andere Verpflichtungen 295.502.290,48 225.910
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019

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Aufwendungen 1.1.-31.12.2019 2018
EUR EUR TEUR
1. Zinsaufwendungen 518.224,53 858
2. Positive Zinsen auf täglich fällige Verbindlichkeiten -40.882,42 0
3. Provisionsaufwendungen 10.267.122,08 8.946
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 29.309.893,32 30.479
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 1.425.756,09 (Vorjahr: TEUR 1.197) 4.064.228,00 3.614
b) andere Verwaltungsaufwendungen 28.131.678,06 28.094
61.505.799,38 62.187
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 896.575,99 1.174
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.238.588,03 1.720
7. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 850.000,00 0
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 279.550,00 812
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 2
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 138.975,00 161
11. Jahresüberschuss 3.984.699,04 0
Summe der Aufwendungen 79.638.651,63 75.860
1. Jahresüberschuss /​ -fehlbetrag 3.984.699,04 -9.471
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 2.697
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 10.000.000,00 6.774
4. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 199.234,95 0
5. Bilanzgewinn 13.785.464,09 0
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Erträge 1.1.-31.12.2019 2018
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 7.092.147,22 6.131
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 703.959,11 1.062
7.796.106,33 7.193
2. Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften -2.625.856,27 -1.685
3. Provisionserträge 69.503.503,89 55.722
4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 366.998,95 0
5. Sonstige betriebliche Erträge 4.597.042,62 3.779
6. Außerordentlicher Ertrag 0,00 1.380
7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 856,11 0
8. Jahresfehlbetrag 0 9.471
Summe der Erträge 79.638.651,63 75.860

ANHANG

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 31022 zum 31. Dezember 2019, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden stetig angewendet. Änderungen werden jeweils nachfolgend erläutert, sollten diese sich ergeben haben.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

• Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.

• Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.

• Aufgrund der gestellten Sicherheiten waren für das im Kreditgeschäft liegende Ausfallrisiko keine Einzelwertberichtigungen zu bilden. In den Vorjahren waren ebenfalls keine Einzelwertberichtigungen vorzunehmen, entsprechend wurde auch keine Pauschalwertberichtigung gebildet.

• Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

• Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) als Deckungsvermögen bewertet. Der bewertete Bestand wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet.

• Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.

• Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und zum Niederstwert bewertet.

• Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

• Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.

• Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 800 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst.

• Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.

• Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

• Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln in der Fassung 2018 G von Prof. Heubeck ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 2,71% sowie einer Bezüge- und Rentendynamik von 2,00% und 1,75%.

• Der sich zum Bilanzstichtag ergebende Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern dient, verrechnet. Die kumulierten Anschaffungskosten dieses Vermögens betragen TEUR 13.102.

• Aufgrund der Anwendung des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag der bilanzierten Pensionsverpflichtungen, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für zehn statt sieben Geschäftsjahre ergibt, zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.363. Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 558 sind mit der Einzahlung unverfallbar.

• Die Anderen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

• Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und zum Barwert bilanziert.

• Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten inkl. Sozialabgaben in Höhe von TEUR 1.074 werden zum Marktwert der zugrundeliegenden Investmentanteile des Spezialfonds JB Open 1 angesetzt.

• Bewertungseinheiten nach § 254 HGB werden für Derivate gebildet, die die Bank im Rahmen des Kundengeschäftes abschließt und durch korrespondierende Gegengeschäfte absichert. Die Bewertungseinheiten werden auf Mikroebene gebildet, entsprechend stehen den Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäftes einzelne Sicherungsgeschäfte gegenüber. Der Nachweis des Ausgleichs der gegenläufigen Wertveränderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt gemäß der Critical-Term-Match-Methode. Die Bewertungseinheiten werden bilanziell entsprechend der Einfriermethode abgebildet.

• Die Nominalbeträge der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte belaufen sich auf jeweils TEUR 293.499. Das abgesicherte Risiko beträgt TEUR 10.797.

• Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind gemäß § 256a sowie § 340h HGB zum EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

• Aufwendungen aus Negativzinsen in Höhe von TEUR 2.626 sowie Erträge aus Negativzinsen in Höhe von TEUR 41 werden als Einzelposition unter den Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen ausgewiesen.

• Per 31. Dezember 2019 wendet die Bank bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuches die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung RS BFA 3 "Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)" vom 16. Oktober 2017 an. In die Bewertung werden die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte einbezogen. Dabei werden diese unter Verwendung der Terminkurse zum 31. Dezember 2019 auf den Barwert diskontiert. Die anteiligen Risiko- und Verwaltungskosten werden als Korrekturposten auf den ermittelten Wert berücksichtigt.

AKTIVA

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 90.407 (Vorjahr: TEUR 102.327) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:

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in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
- bis drei Monate 9.107 34.512
- drei Monate bis ein Jahr 0 22.099
9.107 56.612

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 81.260 (Vorjahr: TEUR 86.052) enthalten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit:

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in TEUR 31.12.19 31.12.2018
- täglich fällig 11.105 5.411
- bis drei Monate 401.530 337.273
- drei Monate bis ein Jahr 50.847 41.864
- ein Jahr bis fünf Jahre 40.961 48.445
- über fünf Jahre 12.323 45.368
516.766 478.325

Hierin sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 11.105 (VJ TEUR 5.411) enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 47.400 sowie TUSD 21.000 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 66.468.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2020 sind insgesamt Schuldverschreibungen von nominal TEUR 11.000 sowie TUSD 6.000 fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige, aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1.

Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 1.867, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.074 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13.453 verrechnet.

Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der zu verrechnenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen unterschreitet, werden zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 400 ausgewiesen.

Das verrechnete Vermögen, das dem Anteil von 31,0% an einem Spezial-Sondervermögen i. S. d. § 1 Abs. 6 KAGB entspricht, weist zum 31. Dezember 2019 einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 15.995 (Vorjahr: TEUR 14.625) auf, der dem Marktwert i.S. d. § 168 KAGB entspricht. Der Differenzbetrag zum Buchwert beträgt TEUR 2.893.

Bei diesem Spezial-Sondervermögen handelt es sich um einen internationalen, thesaurierenden Mischfonds (Gemischtes Sondervermögen). Der Fonds verfolgt eine ausgewogene Anlagestrategie mit einer maximalen Aktienquote von 50% nach einem Multi-Asset-Ansatz unter Begrenzung des Risikos. Es wird eine Zielrendite von 4,5% angestrebt. Das Risikomanagement basiert auf einem maximalen hinterlegten Drawdown von 8%.

Dem Sondervermögen wurde im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 1.271) zugeführt. Das Vermögen ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und somit nicht täglich fällig.

Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und die von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:

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Forderungen an Banken: TEUR 8.020
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: TEUR 8.020

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital: TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres 2019: Jahresüberschuss von TEUR 1 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 2).

Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich, ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten, wie folgt dar (in TEUR):

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Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen ** Wertpapiere des Anlagevermögens * Anteile an verbundenen Unternehmen Anlagevermögen gesamt
Anschaffungs-/​ Herstellungskosten
Stand 01.01.2019 5.059 5.670 12.945 26 23.701
Zugänge 134 887 156 0 1.177
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 142 30 0 0 172
Stand 31.12.2019 5.051 6.527 13.102 26 24.706
Abschreibungen
Stand 01.01.2019 3.616 4.109 0 0 7.725
Abschreibungen 453 443 0 0 897
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 141 30 0 0 171
Stand 31.12.2019 3.928 4.522 0 0 8.450
Buchwerte
Stand 01.01.2019 1.443 1.562 12.945 26 15.976
Stand 31.12.2019 1.123 2.005 13.102 26 16.256

* Anschaffungskosten der Wertpapiere
** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Zuschreibungen ergaben sich in 2019 nicht. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 1. Januar 2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen beinhalten diese Posten eine Forderung gegenüber der Julius Bär Gruppe AG, Zürich, in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 0), Abgrenzungen von Erträge aus der Vermögensverwaltung in Höhe von TEUR 2.936 (Vorjahr: TEUR 248), Provisionsforderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, in Höhe von TEUR 1.114 (Vorjahr: TEUR 1.519) sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 382).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 203).

Auf Fremdwährung lautende Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 141.005 (Vorjahr: TEUR 158.505) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 84.523 (Vorjahr: TEUR 41.305), USD im Gegenwert von TEUR 39.599 (Vorjahr: TEUR 99.355), GBP im Gegenwert von TEUR 6.182 (Vorjahr: TEUR 4.741) sowie NOK im Gegenwert von TEUR 4.003 (Vorjahr: TEUR 6.838).

PASSIVA

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ausschließlich täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.692 (Vorjahr: TEUR 1.840). Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von TEUR 40.127 (Davon mit einer Restlaufzeit von bis drei Monate TEUR 866, drei Monate bis ein Jahr TEUR 3.971, ein Jahr bis fünf Jahre TEUR 19.633 sowie über fünf Jahre TEUR 15.657)

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 41.967) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.268.145 (Vorjahr: TEUR 1.283.864) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit bis drei Monaten in Höhe von TEUR 9.114 (Vorjahr: TEUR 4.230) zusammen.

In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 26) enthalten.

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.880 (Vorjahr: TEUR 2.567) enthalten im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.412 (Vorjahr: TEUR 976) sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 3.172 (Vorjahr TEUR 27), Marginverbindlichkeiten für Kundengeschäfte in Höhe von TEUR 1.468 (Vorjahr: TEUR 722) sowie abzuführende Lohnsteuer in Höhe von TEUR 858 (Vorjahr: TEUR 603).

Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.867 (Vorjahr: TEUR 166) wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus Mietzuschüssen für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Berlin und Hannover in Höhe von insgesamt TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 757).

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.19 31.12.18
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 400 768
Steuerrückstellungen 324 203
Andere Rückstellungen 17.573 16.226
- Personalrückstellungen 12.608 12.628
- Sonstige Rückstellungen 4.965 3.598
18.296 17.197

In den Personalrückstellungen sind unter anderem enthalten: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 8.642 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 405.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.564 sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.231.

In den Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag folgende Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten: Jubiläumsrückstellungen TEUR 696, Sonderzahlungen TEUR 729, Pensionsrückstellungen TEUR 400, Archivkosten TEUR 127.

Eigenkapital

Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG beträgt TEUR 341.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 264.

Kapitalrücklagen

Die freien Kapitalrücklagen der Bank betragen TEUR 85.579. Im Berichtsjahr wurden durch die Julius Bär Gruppe AG, Schweiz, eine Einzahlung in die Kapitalrücklagen in Hohe von TEUR 7.900 vorgenommen.

Im Rahmen der Bilanzaufstellung erfolgt eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.000 zu Gunsten des Bilanzgewinns.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 13.785 (nach Dotierung der gesetzlichen Rücklage) TEUR 10.000 an die Julius Bär Gruppe AG, Zürich als Dividende auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.785 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 140.476 (Vorjahr: TEUR 131.131) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 84.506 (Vorjahr: TEUR 37.151), USD im Gegenwert von TEUR 39.095 (Vorjahr: TEUR 78.947), GBP im Gegenwert von TEUR 6.175 (Vorjahr: TEUR 3.791) sowie NOK im Gegenwert von TEUR 4.003 (Vorjahr: TEUR 5.726).

Derivate Geschäfte

Die zum Bilanzstichtag dem Anlagebuch zugeordneten derivaten Geschäfte betreffen Devisentermingeschäfte sowie an der EUREX gehandelte Futures und Optionen die im Wesentlichen für Kunden abgeschlossen wurden. Die Positionen werden durch Gegengeschäfte mit Kreditinstituten ausgeglichen. Diese werden auf Mikroebene zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB zusammengefasst.

Aufgrund der weitgehend geschlossenen Position, des geringen Volumens der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkung auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war nicht notwendig.

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in TEUR bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Währungsrisiken 167.028 153.743 0 0
Aktien- und sonstige Risiken 145.647 61.690 0 0
Zinsrisiken 0 0 0 0
312.645 215.433 0 0

Daneben bestehen am Stichtag drei außerbilanzielle Devisentermingeschäfte die auf Rechnung der Bank abgeschlossen wurden. Diese drei Geschäfte, haben ein Volumen von insgesamt TEUR 48.959, einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 622 sowie eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.054 (Vorjahr: TEUR 19.853) sind keine Verbindlichkeiten in Fremdwährung (Vorjahr: TEUR 2.050) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 66). Das Risiko, dass die Kreditnehmer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und mit Inanspruchnahme zu rechnen ist, schätzen wir als gering ein.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen an unsere Kunden in Höhe von TEUR 295.502.

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuches

Das Gesamtergebnis ist deutlich positiv, sodass die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich wird.

Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten im Rahmen der Abwicklung von Wertpapier- und Devisentermingeschäften sowie für Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von TEUR 52.658 (Vorjahr: TEUR 45.851) an Kreditinstitute übertragen. Den übertragenen Vermögenswerten stehen zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 44.490 (Vorjahr: TEUR 39.282) bei diesen Instituten gegenüber. Die Sicherheiten betreffen mit TEUR 52.658 (Vorjahr: TEUR 45.851) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsergebnis

Die Bank hat im Berichtsjahr TEUR 2.626 (Vorjahr: TEUR 1.685) Negativzinsen für Geldanlagen gezahlt. Daneben wurden Negativzinsen auf täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr (TEUR 0) vereinnahmt.

Provisionsergebnis

Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft.

Die Provisionserlöse in Höhe von TEUR 69.504 (Vorjahr: TEUR 55.722) entfielen im Wesentlichen auf das Geschäft mit Privatkunden. Hierin enthalten sind vereinnahmte Vermittlungsprovisionen in Höhe von TEUR 5.927 (Vorjahr: TEUR 5.337).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Vorsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 879 (Vorjahr: TEUR 2.162), TEUR 902 (Vorjahr: TEUR 880) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 981 (Vorjahr: TEUR 744) sowie Ertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens für die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.214 (Vorjahr Aufwand: TEUR 599).

Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 52).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In 2019 hat die Bank periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 879 aus Vorsteuererstattungen sowie in Höhe von TEUR 294 aus der Auflösung von Rückstellungen vereinnahmt. Daneben realisierte die Bank periodenfremde Provisionserträge in Höhe von TEUR 86 sowie Provisionsaufwände in Höhe von TEUR 50.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 225. Dieses teilt sich wie folgt auf:

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in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 165
andere Bestätigungsleistungen 54
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 6
Gesamt 225

SONSTIGE ANGABEN

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Auslagerung betrieblicher Funktionen

Die Bank hat zum Bilanzstichtag folgende wesentliche Bereiche ausgelagert:

• Back-Office-Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel

• Bereitstellung und Betrieb des Kernbankensystems avaloq inklusive zugehöriger Infrastruktur

• Treasury

• IT-Infrastruktur und IT-Helpdesk sowie das Risk-Rating mittels TEMOS

Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z. B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen, Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch den jeweiligen Fachbereich und das zentrale Auslagerungsmanagement der Bank Rechnung getragen.

Country-by-Country-Reporting

Die Bank betreibt als CRR-Kreditinstitut Bankgeschäfte. Darüber hinaus erbringt sie Finanzdienstleistungen. Ihren Sitz hat die Bank in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden keine Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in Drittstaaten unterhalten.

Der Umsatz der Bank nach § 26a KWG betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 67.288 (Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstiges betriebliches Ergebnis). Die Bank weist einen Gewinn vor Steuern in Höhe von TEUR 4.124 sowie Steuern in Höhe von TEUR 139 aus. Die Bank erhält keine öffentlichen Beihilfen und beschäftigte im Jahr 2019 durchschnittlich 185,0 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).

Die Kapitalrendite der Bank nach § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG beträgt 0,28 % (Vorjahr: -0,65 %).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2019 beläuft sich der Betrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen auf TEUR 12.417

Des Weiteren beliefen sich die unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen in Zusammenhang mit der Bankenabgabe auf TEUR 307. Hierfür wurden Sicherheiten in gleicher Höhe hinterlegt. Die übertragenen Sicherheiten sind in der Position Sonstige Vermögensgegenstände enthalten.

Offenlegung

Die Bank wird den Offenlegungsbericht nach Art. 431-455 CRR auf der Homepage der Julius Bär Gruppe veröffentlichen.

Aufsichtsrat

Christian E. Dubler

(Vorsitzender)

Market Area Head Private Banking

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

John Perego (bis 30.11.2019)

(stellv. Vorsitzender)

Managing Director

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Ursula Egli (ab 01.12.2019)

(stellv. Vorsitzende)

Managing Director

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich

Kathrin Braun

(Arbeitnehmervertreterin)

Bankangestellte

Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt

Vorstand

Heiko Schlag

(Vorsitzender)

Vorstand Private Banking/​Markt

Ursula Egli (bis 30.11.2019)

Vorstand Bankbetrieb/​Marktfolge

Thomas Falk (ab 01.12.2019)

Vorstand Bankbetrieb/​Marktfolge

Organkredite

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.

Organbezüge

Mit Verweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet die Bank auf die Angabe zu den Organbezügen nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB für die aktuellen Mitglieder der Geschäftsführung.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 200. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1,0 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 3.206.

Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 199,2 (Vorjahr: 191,0), wovon 74,2 (Vorjahr: 72,8) Mitarbeiter weiblich und 125,0 (Vorjahr: 118,3) männlich waren.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5% zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzernzugehörigkeit

Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich nicht.

 

Frankfurt am Main, den 17. April 2020

Der Vorstand

Heiko Schlag

Thomas Falk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-AprVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-AprVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-AprVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bestimmung des Provisionsergebnisses

Ausführung zur Bestimmung von Provisionserträgen und -aufwendungen erfolgen durch die Bank in den Abschnitten "Provisionsergebnis" des Anhangs sowie 2.5 "Ertragslage" des Lageberichts.

Das Risiko für den Abschluss:

Die Hauptertragsquelle der Bank Julius Bär Deutschland AG sind Provisionserträge aus dem Private Banking Geschäft. Aufgrund der insgesamt hohen Bedeutung des Provisionsergebnisses für die zutreffende Bestimmung der Ertragslage der Bank haben wir dieses als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt festgelegt.

Vorgehen im Rahmen der Prüfung und Schlussfolgerung:

Die Prüfung des Provisionsergebnisses haben wir auf Basis eines kontrollbasierten Prüfungsansatzes durchgeführt und in diesem Zusammenhang die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen getestet. Unsere Prüfungshandlungen fokussierten sich dabei auf die Erfassung der maßgeblichen Abrechnungsparameter und die automatisierte Berechnung der laufenden Provisionserträge. Ergänzend haben wir analytische Prüfungshandlungen zur Gesamtentwicklung des Provisionsergebnisses sowie Einzelfallprüfungshandlungen zu einzelnen Vertragsformen und den durch Dritte in Rechnung gestellten Provisionsaufwendungen durchgeführt.

Unsere Prüfungshandlungen ergaben keine Einwände hinsichtlich der Bestimmung der Provisionserträge und Provisionsaufwendungen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-AprVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-AprVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. April 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Oktober 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Bank Julius Bär Deutschland AG, Frankfurt am Main, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-AprVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

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Durchführung einer fachlichen Fortbildung des Aufsichtsrats

Schulung des Vorstands und weiterer Funktionsträger zu steuerlichen und bankaufsichtsrechtlichen Fragestellungen

Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 Abs. 1 WpHG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Achim Sprengard.

 

Frankfurt am Main, den 23. April 2020

GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sprengard, Wirtschaftsprüfer

Hennig, Wirtschaftsprüfer"

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2019 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass

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1.

die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.

 

Frankfurt am Main, im April 2020

Der Aufsichtsrat

Christian E. Dubler, Vorsitzender