splendid medien AG

Köln

Halbjahresfinanzbericht 2021

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

DER SPLENDID MEDIEN AG, KÖLN, FÜR DAS 1. HALBJAHR 2021

I. Grundlagen des Konzerns

Die Splendid Medien AG ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern, der vorwiegend im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern agiert.

Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/​Neue Medien und Synchronisation erbracht.

Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2021 im Überblick Holding - Splendid Medien AG

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Content Services
Splendid Film GmbH WVG Medien GmbH Enteractive GmbH
100% 90% 85%
Splendid Film B.V. Splendid Entertainment GmbH Splendid Synchron GmbH
100% 100% 100%
Polyband Medien GmbH Splendid Studios GmbH
100% 90%
Videociety GmbH
100%

Im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 haben sich bezüglich des Geschäftsmodells, der Ziele und Strategien sowie der Steuerungssysteme der Splendid Gruppe keine Veränderungen ergeben. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2020, S. 18 ff.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftsleistung wieder gestiegen

Nach den verschärften Pandemiemaßnahmen in den Wintermonaten konnte die deutsche Wirtschaftsleistung im Frühjahr 2021 wieder kräftig aufholen. Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom Dienstleistungssektor, während in der Industrie die anhaltenden Lieferengpässe bei Vorprodukten die Produktion ausbremsten. Die Binnenkonjunktur in den Niederlanden und Belgien zog ebenfalls wieder an.

Branchenumfeld

In unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content führt die zunehmende Digitalisierung zu dynamischen Veränderungen bei der Nutzung von Film- und Programmangeboten durch die Konsumenten. Die Branche war zudem im ersten Halbjahr 2021 weiterhin von den Auswirkungen der Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie betroffen. Die Entwicklungen in den Branchenfeldern unserer Auswertungsstufen stellen sich im ersten Halbjahr 2021 wie folgt dar:

Im ersten Halbjahr 2021 waren die deutschen Kinos weitgehend geschlossen. Erst Anfang Juli 2021 fand eine flächendeckende Wiederöffnung nach dem Corona-Lockdown statt. Eine Vielzahl von Filmen, insbesondere auch Blockbuster der großen US-amerikanischen Filmunternehmen, wurden terminlich nach hinten verschoben. Die Niederlande und Belgien waren ebenfalls von monatelangen Schließungen der Kinos betroffen.

Der physische Videomarkt (Verkauf und Verleih von Blu-ray und DVD) ging um 31,1% auf EUR 177 Mio. (Vorjahr: EUR 257 Mio.) zurück, ebenso der digitale Videomarkt (Rückgang um 15,7 %), sodass der Gesamtmarkt (ohne Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im Folgenden "SVoD") um 23,8% rückläufig war (EUR 375 Mio., Vorjahr: EUR 492 Mio.). Der Umsatzanteil des digitalen Videomarktes liegt bei 52,8% (Vorjahr: 47,8%).

Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im Gegensatz zum Einzelabruf Abonnementmodelle (u.a. Amazon Prime, Netflix) darstellen, nahmen im ersten Halbjahr 2021 um 39,9% auf EUR 1,003 Mrd. (Vorjahr: EUR 717 Mio.) zu.

Der Markt für PayTV und SVoD, der bereits im Vorjahr ein deutliches Wachstum erlebte, ist auch im laufenden Jahr weiter im Aufschwung. Im gesamten deutschsprachigen Raum wird nach Schätzungen des Branchenverbandes Vaunet ein Marktvolumen von voraussichtlich EUR 5,4 Mrd. (2020: EUR 5,0 Mrd.) erreicht werden. In Deutschland gibt es ca. 8 Mio. Pay-TV-Abonnenten (Stand: 2020), und für SVoD rechnet Vaunet für das Jahr 2021 mit 21 Mio. Abonnenten (2020: 17,5 Mio.).

In unserem Geschäftsbereich Services mit Schwerpunkten im Bereich der audiovisuellen Postproduktion (Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die vorstehend geschilderten Marktentwicklungen die Nachfrage bezüglich der unterschiedlichen Dienstleistungsangebote. Die Branche ist in den vergangenen Jahren durch die Nachfrage der SVoD-Plattformen und Sender mit wachsendem Programmangebot positiv beeinflusst worden. Es besteht jedoch nach wie vor ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Kostendruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden an die technischen und organisatorischen Abläufe in der Auftragsbearbeitung.

II.2 Geschäftsverlauf und Ertragslage des Konzerns

Gesamtbewertung des Berichtszeitraums:

Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2021 zeichnete sich durch ein leichtes Umsatzwachstum sowie vor allem durch eine überaus erfreuliche Ergebnisentwicklung aus. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf EUR 19,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.). Zuwächse ergaben sich insbesondere im digitalen Home Entertainment. Erstmals in der Firmengeschichte der Splendid Gruppe wurde hier ein höherer Umsatzbeitrag erbracht als im physischen Geschäft. Letzteres konnte jedoch entgegen dem rückläufigen Markttrend ebenfalls einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr erreichen.

Das Konzern-EBIT verbesserte sich im Wesentlichen durch Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie durch hohe sonstige betrieblichen Erträge zum Stichtag deutlich auf EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Die EBIT-Marge des Konzerns stieg damit auf 13,7% (Vorjahr: 3,5%). Das Ergebnis je Aktie lag zum Bilanzstichtag bei EUR 0,24 (Vorjahr: EUR -0,04).

Eine deutliche Zunahme verzeichnete auch das Eigenkapital des Konzerns. Es nahm aufgrund des Konzernperiodenergebnisses zum Stichtag auf EUR 5,0 Mio. (31.12.2020: EUR 2,7 Mio.) zu. Damit erreichten wir mehr als eine Verdoppelung der Eigenkapitalquote auf 17,2% (31.12.2020: 8,2 %). Zum Bilanzstichtag verkürzte sich die Konzernbilanzsumme auf EUR 29,3 Mio. insbesondere aufgrund der Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten und der verminderten Inanspruchnahme von Kreditlinien.

Zum Bilanzstichtag verfügte die Splendid Gruppe über einen Gesamtfinanzierungsrahmen in Höhe von EUR 14,0 Mio, der mit EUR 4,9 Mio. in Anspruch genommen wurde. Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022 resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgehen.

Auf Jahressicht erwartet der Vorstand weiterhin einen Konzernjahresumsatz unterhalb des Vorjahresniveaus (2020: EUR 43,5 Mio.). Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr konnte die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr dagegen angehoben werden (Ad hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021). Der Vorstand rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Konzern-EBIT in einer Bandbreite von EUR 2,5 Mio. bis EUR 3,0 Mio. Zuvor war ein EBIT auf Vorjahresniveau (EUR 1,6 Mio.) prognostiziert worden. Die Erreichung der angepassten EBIT-Prognose setzt voraus, dass der weitere Einfluss der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung nicht wesentlich vom derzeit absehbaren und erwarteten Umfang abweicht.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2021

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in TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung
Umsatzerlöse 19.796 19.549 247
Herstellungskosten -12.585 -12.597 12
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.211 6.952 259
Vertriebskosten -2.165 -2.750 585
Verwaltungskosten -3.150 -3.663 513
Sonstige betriebliche Erträge 990 258 732
Sonstige betriebliche Aufwendungen -178 -151 -27
Währungsgewinne /​-verluste 4 30 -26
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.712 676 2.036
Finanzergebnis -331 -1.026 695
Ergebnis vor Steuern ( EBT) 2.381 -350 2.731
Ertragsteuern -66 -34 -32
Konzernperiodenergebnis 2.315 -384 2.699

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz der Splendid Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 auf EUR 19,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.).

In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich der Umsatz wie folgt:

Segment Content

Im Segment Content wurde im ersten Halbjahr 2021 ein Umsatz in Höhe von EUR 17,5 Mio. (Vorjahr: EUR 16,6 Mio.) erwirtschaftet, ein Zuwachs von 5,3% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz stieg auf 88% (Vorjahr: 85%).

Die Auswertungsstufe Kinoverleih war im ersten Halbjahr von den Corona-bedingten Kinoschließungen in Deutschland (Öffnung der Kinos erst wieder seit Anfang Juli 2021) und den Kapazitätsbeschränkungen nach den Öffnungen der Kinos in Österreich, Belgien und den Niederlanden betroffen, sodass sich lediglich ein Umsatzbeitrag von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) ergab.

In der Auswertungsstufe Home Entertainment erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus Vertriebsdienstleistungen für nationale und internationale Vertriebspartner einen Umsatz von EUR 10,3 Mio. (Vorjahr EUR 8,4 Mio.), davon EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen Bildtonträgern (DVD, Blu-ray). Damit konnten wir trotz der Corona-bedingten Einschränkungen im stationären Einzelhandel und einem insgesamt rückläufigen physischen Markt einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr erreichen, der v.a. auf ein wachsendes Geschäft mit Online-Kunden wie Amazon und mit Vertriebspartnern insbesondere im Bereich Lebensmittelhandel und Drogerien zurückgeht. Zum Bilanzstichtag ergaben sich zudem weniger Retourenrückläufe als erwartet.

Die Umsatzerlöse im digitalen Vertrieb (VoD und EST) stiegen deutlich um 33,6% auf EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz der Auswertungsstufe Home Entertainment erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2021 auf 52,5 % (Vorjahr: 48,0%). Erstmals in der Firmengeschichte der Splendid Gruppe übertraf der Umsatz aus digitalen Transaktionen im Home Entertainment denjenigen des physischen Vertriebs. Auch lag der Umsatzbeitrag im digitalen Vertrieb des Home Entertainments mit dem des Bereichs Lizenzhandel erstmals gleichauf.

Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im VoD und EST über alle bedeutenden Internet-Plattformen sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD", insbesondere aus der langfristig angelegten Zusammenarbeit mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet AG, in den Umsatzerlösen aus digitalem Vertrieb enthalten. Dabei übernimmt die Splendid Gruppe die Bereitstellung von Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen für "freenet Video", das VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de). Mit Wirkung zum 1.5.2021 war bereits im vergangenen Jahr mit mobilcom-debitel ein neuer Vertrag zu für die Splendid Gruppe verbesserten Konditionen abgeschlossen worden.

Die Vermarktung und Veröffentlichung von Musik über unser Label VERY US trug ebenfalls zur Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs bei. Insgesamt war der Beitrag dieses Geschäftsfeldes zum Konzernumsatz jedoch geringfügig.

In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2021 mit der Lizenzierung von Filmen an TV-Sender und SVoD-Anbieter Umsatzerlöse von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen Raum und in Benelux wurden wie im Vorjahr Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern realisiert, darunter Amazon, freenet Video und Netflix. Im Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in den Folgequartalen umsatzwirksam werden.

Im Geschäftsbereich Auftragsproduktion konzentrierten wir uns planmäßig vorrangig auf die Herstellung von "Die Wollnys" für RTL2. Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr auf EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.)

Segment Services

Im Segment Services ging der Außenumsatz mit konzernfremden Auftraggebern im ersten Halbjahr 2021 von EUR 3,0 Mio. auf EUR 2,3 Mio zurück. Maßgeblich dafür war die Entwicklung bei der Splendid Synchron, die im Berichtszeitraum nicht an das außergewöhnlich umsatzstarke Vorjahr anknüpfen konnte. Im Servicebereich Digitalisierung lag der mit Dritten erwirtschaftete Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die Innenumsätze des gesamten Segments mit Konzerngesellschaften erhöhten sich auf EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Der Anteil der mit externen Auftraggebern erzielten Umsatzerlöse sank im ersten Halbjahr 2021 auf 68% (Vorjahr: 79%).

Kostenentwicklung

Die Herstellungskosten lagen mit EUR 12,6 Mio. auf Vorjahresniveau. Die planmäßigen Abschreibungen verringerten sich auf EUR 4,3 Mio (Vorjahr: EUR 4,8 Mio), während sich die Personalkosten sowie die Aufwendungen für Royalties gegenüber dem Vorjahr jeweils leicht erhöhten. Die Herstellungskostenquote lag bei 63,6% (Vorjahr: 64,4%).

Die Vertriebskosten gingen auf EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) zurück, im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben und Provisionen für Kino- und Home Entertainment-Veröffentlichungen sowie durch verringerte Personal- und Reisekosten. Die Vertriebskostenquote reduzierte sich damit deutlich auf 10,9% (Vorjahr: 14,1%).

Die Verwaltungskosten waren ebenfalls mit EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) rückläufig, vor allem aufgrund verringerter Rechts- und Beratungskosten. Die Verwaltungskostenquote lag bei 15,9% (Vorjahr: 18,7%).

Die Sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie aus der Beendigung von Rechsstreitigkeiten.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 0,2 Mio auf Vorjahresniveau. Im Wesentlichen umfasst die Position Wertberichtigungen auf Forderungen.

Im Berichtszeitraum entstand ein geringfügig positives Währungsergebnis in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 30). Die saldierten Nettogewinne umfassen sowohl realisierte als auch stichtagsbezogene Wechselkurseffekte aus US-Dollar-Termingeschäften.

Ergebnisentwicklung

Im Wesentlichen durch deutliche Rückgänge bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie durch hohe Sonstige betriebliche Erträge verbesserte sich das Konzern-Ergebnis zum Stichtag deutlich. Unter Berücksichtigung des Holding-Ergebnisses lag das Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern) bei EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Die EBIT-Marge des Konzerns stieg damit auf 13,7% (Vorjahr: 3,5%).

Der größte Ergebnisbeitrag entstand im Segment Content. Hier wurde im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) erwirtschaftet, daraus resultierend eine EBIT-Marge von 21,7% (Vorjahr: 10,2%).

Im Segment Services wurde ein EBIT in Höhe von TEUR 16 erwirtschaftet (Vorjahr: TEUR 91). Die EBIT-Marge des Segments lag im Berichtszeitraum bei 0,7% (Vorjahr: 3,1%).

Die Finanzaufwendungen und damit das Finanzergebnis verringerten sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Wie im Vorjahr sind Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung enthalten (TEUR 123, Vorjahr: TEUR 471).

Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 34).

Das Konzernperiodenergebnis ist somit deutlich positiv und beträgt EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich damit zum Bilanzstichtag auf EUR 0,24 (Vorjahr: EUR -0,04).

II.3 Vermögenslage des Konzerns Konzernbilanz zum 30.6.2021

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in TEUR 30.6.2021 31.12.2020 Veränderung
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 14.103 14.402 -299
Kurzfristige Vermögenswerte 15.204 18.727 -3.523
Summe Aktiva 29.307 33.129 -3.822
Passiva
Eigenkapital 5.049 2.733 2.316
Langfristige Verbindlichkeiten 1.066 2.318 -1.252
Kurzfristige Verbindlichkeiten 23.192 28.078 -4.886
Summe Passiva 29.307 33.129 -3.822

Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG verkürzte sich zum 30. Juni 2021 auf EUR 29,3 Mio. (31.12.2020: EUR 33,1 Mio.), insbesondere durch Rückführung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten.

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf EUR 14,1 Mio. (31.12.2020: EUR 14,4 Mio.). Einem Anstieg der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,4 Mio. auf zum Stichtag EUR 0,7 Mio. (31.12.2020: EUR 0,3 Mio.) stand eine stichtagsbedingte Verminderung der Nutzungsrechte um EUR 0,3 Mio. gegenüber. Das Filmvermögen wurde zum Stichtag mit EUR 9,8 Mio. ausgewiesen (31.12.2020: EUR 9,9 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf EUR 15,2 Mio. (31.12.2020: EUR 18,7 Mio.), insbesondere aufgrund der Verringerung der liquiden Mittel auf EUR 4,7 Mio. (31.12.2020: EUR 7,3 Mio.) im Zusammenhang mit der Rückführung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten. Darüber hinaus reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 9,4 Mio. (31.12.2020: EUR 10,0 Mio.). Im Zusammenhang mit dem Abschluss einer weiteren Factoringvereinbarung, welche nach dem Bilanzstichtag wirksam wurde, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Das Eigenkapital des Konzerns nahm aufgrund des Konzernperiodenergebnis zum Stichtag deutlich zu. Mit einem Eigenkapital von EUR 5,0 Mio. (31.12.2020: EUR 2,7 Mio.) stieg die Eigenkapitalquote deutlich auf 17,2% (31.12.2020: 8,2 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahresende auf EUR 1,1 Mio. (31.12.2020: EUR 2,3 Mio.). Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich stichtagsbedingt ebenfalls.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen auf EUR 23,2 Mio. zurück (31.12.2020: EUR 28,1 Mio.). Insbesondere wurden Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden Bankenkonsortiums zurückgeführt und die Inanspruchnahme der Kreditlinien reduziert, sodass die Bankverbindlichkeiten um EUR 3,9 Mio. auf EUR 4,9 Mio. (31.12.2020: EUR 8,8 Mio.) stark sanken. Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten (i.W. gegenüber Lizenz- und Vertriebspartnern) stichtagsbedingt um EUR 1,2 Mio. auf EUR 7,3 Mio. (31.12.2020: EUR 8,5 Mio.). Die Vertragsverbindlichkeiten (v.a. erhaltene Anzahlungen) hingegen erhöhten sich auf EUR 2,3 Mio. (31.12.2020: EUR 2,0 Mio.), und die Rückstellungen auf EUR 8,1 Mio. (31.12.2020: EUR 7,8 Mio.). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Rückstellungen für Remissionen aus dem physischen Home Entertainment-Geschäft sowie Verpflichtungen aus Lizenzverträgen, die sich jeweils gegenüber dem Vorjahreswert erhöhten.

II.4 Finanzlage des Konzerns

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass die Unternehmen der Splendid Gruppe dauerhaft liquide sind, reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften aus. Die Splendid Medien AG erbringt und steuert diese Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es, den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form kostengünstig und möglichst über die vorhandenen internen und externen Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies gilt sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich an der Art sowie der voraussichtlichen Laufzeit des zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für das Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie der Bankguthaben und der freien und in Anspruch genommenen Linien bei den finanzierenden Kreditinstituten.

Kapitalstruktur

Das Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert eine ausreichende Kapitalausstattung, insbesondere zur Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur Finanzierung der mit der Filmvermarktung verbundenen Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür ein angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital an.

Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine Eigenkapitalquote von 17,2% (31.12.2020: 8,2%) aus. Damit wurde die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahresstichtag mehr als verdoppelt. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Relation zur Bilanzsumme auf 3,6 % (31.12.2020: 7,0%) verringert. Auch der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten sank - i.W. aufgrund der Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten und der verminderten Inanspruchnahme von Kreditlinien - auf 79,1% (31.12.2020: 84,8%).

In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag zinstragende Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,9 Mio. (31.12.2020: EUR 8,8 Mio.) sowie Leasingverbindlichkeiten von EUR 1,7 Mio. (31.12.2020: EUR 2,0 Mio.) enthalten.

Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Per 30. Juni 2021 verfügte die Splendid Gruppe aus den Finanzierungsvereinbarungen über einen Gesamtkreditrahmen von EUR 14,0 Mio., der mit EUR 4,9 Mio. durch Tilgungsdarlehen und Geldmarktkredite in Anspruch genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio.

Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022 resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgehen.

Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die ergänzenden Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles Risikomanagement in diesem Konzernzwischenabschluss sowie auf die Angaben unter VI.4.1 "Finanzierung und Liquidität in den Konzerngesellschaften" im Geschäftsbericht 2020, S. 38f.

Cashflow

Die Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow nach der indirekten Methode ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Ergänzend werden die Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der Veränderung von Bilanzposten abgeleitet werden.

Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar:

Konzern-Cashflow-Rechnung im 1. Halbjahr 2021

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in TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020 Veränderung
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 6.455 6.025 430
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.841 -2.933 -1.908
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.225 -2.459 -1.766
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -2.611 633 -3.244
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.281 6.017 1.264
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.670 6.650 -1.980

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr auf EUR 6,5 Mio. (Vorjahr: EUR 6.0 Mio.) erhöht, im Wesentlichen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie unter Berücksichtigung von Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst vor allem Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das Filmvermögen in Höhe von EUR -4,8 Mio. (Vorjahr: EUR -2,7 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2021 bei EUR -4,3 Mio. (Vorjahr: EUR -2,5 Mio.). Im Berichtszeitraum wurden Nettorückführungen von Darlehen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 3,9 Mio. sowie Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) vorgenommen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Nettorückführung von Finanzverbindlichkeiten EUR 2,1 Mio. betragen.

Liquidität

Der Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den Kassenbestand sowie Bankguthaben. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag auf EUR 4,7 Mio. (31.12.2020: EUR 7,3 Mio.) verringert.

Investitionen in das Filmvermögen

Im ersten Halbjahr 2021 investierte die Splendid Gruppe EUR 4,2 Mio. in das Filmvermögen (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen beinhalten auch Anzahlungen für Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn geleistet werden; sie betrugen unter Berücksichtigung von Auszahlungen für Investitionen des Vorjahres insgesamt EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.).

Es wurde weiterhin vorwiegend in ein breites Portfolio von weniger kapitalintensiven Filmen insbesondere für die digitalen Plattformen investiert. In der ersten Jahreshälfte 2021 schloss die Splendid Gruppe weitere Einkaufsverträge für die Auswertung im deutschsprachigen Raum und Benelux ab, die in den kommenden Monaten investitionswirksam werden.

II.5 Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug zum 30. Juni 2021 145 (31.12.2020: 151 Mitarbeiter). Zum Bilanzstichtag waren 4 (31.12.2020: 6) Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen beschäftigt. Knapp 30% der Konzernmitarbeiter sind teilzeit beschäftigt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der angestellten Mitarbeiter in den Segmenten wie folgt:

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30.06.2021 31.12.2020
Content 71 71
Services 60 67
Holding (Splendid Medien AG) 14 13
Gesamt 145 151

Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung bzw. Konzernzugehörigkeit. Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, allen voran die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften, sind über Bonisysteme und/​oder Beteiligungen am Geschäftserfolg beteiligt.

III. Nachtragsbericht

Der Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses wieder.

IV. Chancen und Risikobericht

Finanzierung und Liquidität

Die Finanzierungs- und Liquiditätssituation der Splendid Gruppe und somit die diesbezügliche Risikolage stellen sich unter Berücksichtigung der verfügbaren Kreditlinien zum 30. Juni 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 deutlich verbessert dar. Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022 resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgehen.

Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Auch im weiteren Jahresverlauf können sich neue oder verschärfte behördliche Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen aus der COVID-19-Pandemie ergeben (darunter Schließungen oder eingeschränkter Geschäftsbetrieb in den Kinos und im stationären Einzelhandel) mit Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe und daraus folgenden Umsatz- und Ergebnisbelastungen, deren Ausmaß derzeit nicht oder nicht hinreichend und abschließend abgeschätzt werden kann. Die Entwicklungen werden in den kommenden Monaten weiterhin regelmäßig überprüft und deren Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich bewertet.

Wir verweisen des Weiteren auch auf die Angaben unter V. Risikobericht der Splendid Gruppe im Geschäftsbericht 2020, S. 36ff. Die dortigen Ausführungen haben bis auf die oben beschriebenen Veränderungen weiterhin Gültigkeit.

V. Ausblick auf den Rest des Geschäftsjahres

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird sich auf Gesamtjahressicht gegenüber dem Vorjahr verbessern. Das Bundeswirtschaftsministerium geht in der aktuell gültigen Prognose von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 3,0% aus (2020: - 5,0%), bei steigenden Konsumausgaben insbesondere der Haushalte um 3,6%. Auch die Wirtschaft in unserem Absatzmarkt Benelux soll sich nach den Projektionen der dortigen Wirtschaftsexperten wieder erholen.

Überschattet wird die Erholungsphase jedoch von den ungewissen Aussichten der steigenden Corona-Inzidenzen, der Ausbreitung neuer Virusvarianten sowie anhaltenden Lieferengpässen im Produktionssektor. Insbesondere die Stimmung im Handel und im Dienstleistungsgewerbe ist angesichts einer möglichen vierten Corona-Welle und der Sorge betreffend damit verbundener neuer Beschränkungen getrübt.

Die Filmbranche hat sich eineinhalb Jahre nach Ausbruch von COVID-19 in vielen Bereichen an die Herausforderungen der Pandemie angepasst. Die aktuelle Wiedereröffnung der Kinos in Deutschland und die Öffnungen des Handels verschaffen der Branche und dem Publikum zudem positive Perspektiven.

Die Splendid Gruppe erlebte im ersten Halbjahr 2021 ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum sowie vor allem eine bessere unterjährige Ergebnisentwicklung als zunächst angenommen, sodass der Vorstand die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2021 anheben konnte (mit Ad hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021 veröffentlicht). Für die zweite Jahreshälfte 2021 erwartet der Vorstand die Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung, wenn auch bei nachlassender Dynamik.

Im Einzelnen ergeben sich die Segmentumsatzplanungen für das zweite Halbjahr 2021 wie folgt:

Segment Content

Nach den umfangreichen Beschränkungen der ersten Jahreshälfte sind in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten in der zweiten Jahreshälfte Filme für die Kinoauswertung vorgesehen, die verschiedene Genres abdecken, darunter unsere Produktion "De Nog Grotere Slijmfilm", der Anfang Juli in den niederländischen Kinos startete. Wir erwarten einen höheren Umsatzbeitrag als im ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr erwarten wir in der Kinostufe jedoch, entgegen der ursprünglichen Prognose, einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen wir auf Basis der vorgesehenen Veröffentlichungen für die zweite Jahreshälfte mit einem gegenüber der ersten Jahreshälfte verminderten Umsatz. Daneben geht der Vorstand davon aus, dass die rückläufige Entwicklung des physischen Home Entertainments nicht durch die Umsatzbeiträge im digitalen Bereich kompensiert werden kann. Wir erwarten daher für das Gesamtjahr weiterhin wie prognostiziert einen Umsatzrückgang gegenüber 2020.

In der Auswertungsstufe Lizenzen wird sich die Umsatzentwicklung durch die Lizenzierung von SVoD-, Pay-TV und Free-TV-Rechten in der zweiten Jahreshälfte verbessern. Für das Gesamtjahr rechnen wir wie ursprünglich prognostiziert mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2020.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 werden wir uns im Geschäftsfeld Auftragsproduktion weiterhin vorrangig auf die Herstellung von "Die Wollnys" im Auftrag von RTL2 konzentrieren. Auf Jahressicht rechnen wir weiterhin mit einem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Segment Services

Im Segment Services wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 voraussichtlich ein gegenüber der ersten Jahreshälfte erhöhter Umsatz erzielt werden können. Für das Gesamtjahr erwarten wir gleichwohl weiterhin einen niedrigeren Umsatz als im Rekordjahr 2020.

Gesamtausblick

Die erste Jahreshälfte 2021 verlief sehr erfolgreich für die Splendid Gruppe, und der Vorstand konnte auf dieser Grundlage die Ergebnisprognose anheben. Der weitere Geschäftsverlauf 2021 ist jedoch vor allem angesichts des Anwachsens der Corona-Infektionen und deren ungewisser Auswirkung auf die Wirtschaftslage weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Wir werden daher in den kommenden Monaten die Entwicklungen beobachten und die Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich bewerten.

Wir erwarten unter Berücksichtigung der Segmentumsatzplanungen für 2021 nach wie vor einen gegenüber 2020 verringerten Konzernumsatz.

In der zweiten Jahreshälfte wird der geänderte Umsatzmix zu einer Erhöhung insbesondere der Herstellungs- und Vertriebskosten führen mit Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung. Auf der Basis der aktuellen Umsatz- und Kostenplanungen erwarten wir, wie mit Ad hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021 kommuniziert, für 2021 ein Konzern-EBIT in der Bandbreite von EUR 2,5 Mio. bis EUR 3,0 Mio. Die Erreichung der angepassten EBIT-Prognose setzt voraus, dass der weitere Einfluss der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung nicht wesentlich vom derzeit absehbaren und erwarteten Umfang abweicht.

Auf der Grundlage der aktuell vorgesehenen Produktions- und Auslieferungszeitpunkte bereits kontrahierter Filme plant der Vorstand, entgegen der ursprünglichen Planung, mit einem gegenüber 2020 verringerten Investitionsvolumen in das Filmvermögen. Die Finanzierung erfolgt aus dem operativen Cashflow, dem bestehenden Finanzierungsrahmen sowie durch den Verkauf von Teilen der Kundenforderungen (Factoring).

Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der Risiken für die Jahresprognose verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2020, S. 44 ff.

Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Unterjährig kann es in Abhängigkeit von den Veröffentlichungszeitpunkten zu starken Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Berichtsperioden kommen.

Köln, 25. August 2021

Splendid Medien AG Der Vorstand

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Dr. Dirk Schweitzer Björn Siecken
Vorstandsvorsitzender Vorstand Finanzen

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERNBILANZ

Aktiva

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in TEUR 30.6.2021 31.12.2020
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Sachanlagevermögen 893 950
II. Immaterielle Vermögenswerte 211 211
III. Nutzungsrechte 1.641 1.951
IV. Filmvermögen 9.774 9.854
V. Geschäfts- oder Firmenwert 872 872
VI. Latente Steueransprüche 0 270
VII. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 712 294
14.103 14.402
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.670 7.281
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9.378 10.015
III. Vertragsvermögenswerte 101 372
IV. Vorräte 1.055 1.036
V. Forderungen aus Ertragsteuern 0 23
15.204 18.727
Summe Aktiva 29.307 33.129

Passiva

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in TEUR 30.6.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.790 9.790
II. Kapitalrücklage 396 396
III. Gewinnrücklagen 15.748 15.748
IV. Konzernbilanzverlust -20.892 -23.194
V. Minderheitenanteile 7 -7
5.049 2.733
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Leasingverbindlichkeiten 1.066 1.310
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
II. sonstige Verbindlichkeiten 0 738
III. Latente Steuerschulden 0 270
1.066 2.318
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Bankverbindlichkeiten 4.884 8.792
II. Leasingverbindlichkeiten 610 681
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
III. sonstige Verbindlichkeiten 7.294 8.453
IV. Vertragsverbindlichkeiten 2.276 1.998
V. Rückstellungen 8.128 7.839
VI. Ertragsteuerschulden 0 315
23.192 28.078
Summe Passiva 29.307 33.129

KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
1. Umsatzerlöse 19.796 19.549
2. Herstellungskosten -12.585 -12.597
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 7.211 6.952
4. Vertriebskosten -2.165 -2.750
5. Verwaltungskosten -3.150 -3.663
6. Sonstige betriebliche Erträge 990 258
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -178 -151
8. Währungsgewinne /​ -Verluste 4 30
9. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.712 676
10. Finanzergebnis -331 -1.026
11. Ergebnis vor Steuern 2.381 -350
12. Ertragsteuern -66 -34
13. Konzernperiodenergebnis 2.315 -384
- davon entfallen auf Anteilseigner 2.301 -384
- davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 14 0
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 0,24 -0,04
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 0,24 -0,04
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 9.789.999 9.789.999
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 9.789.999 9.789.999

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Konzernperiodenergebnis 2.315 -384
Sonstiges Ergebnis 0 0
Konzerngesamtergebnis 2.315 -384
- davon entfallen auf Anteilseigner 2.301 -384
- davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 14 0
2.315 -384

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzernbilanzverlust Anteile nichtbeherrschender Gesellschafter Gesamt
Stand 1.1.2021 9.790 396 15.748 -23.194 -7 2.733
Konzerngesamtergebnis 2.301 14 2.315
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand 30.6.2021 9.790 396 15.748 -20.892 7 5.049

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzernbilanzverlust Anteile nichtbeherrschender Gesellschafter Gesamt
Stand 1.1.2020 9.790 396 15.748 -22.955 -7 2.972
Konzerngesamtergebnis -384 -384
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand 30.6.2020 9.790 396 15.748 -23.339 -7 2.588

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2.712 676
-/​+ Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -15 -118
+ Abschreibungen und Wertminderungen auf Filmvermögen 4.319 4.832
+ Abschreibungen auf Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte 478 694
+/​- Zunahme/​Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -383 -234
Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie -/​+ anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.371 -1.479
Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer +/​- Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.629 2.097
+ Erhaltene Steuern 0 217
Gezahlte Steuern -66 -106
Gezahlte Zinsen -331 -554
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 6.455 6.025
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte -88 -270
Auszahlungen für Investitionen in das Filmvermögen -4.753 -2.663
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.841 -2.933
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -6.155 -3.365
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 2.267 1.274
Tilgung Leasingverbindlichkeit -337 -368
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.225 -2.459
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -2.611 633
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.281 6.017
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.670 6.650

ERGÄNZENDE KONZERNANHANGANGABEN zum Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG für das erste Halbjahr 2021

1. Grundlagen und Methoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2020 gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.

Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 25. August 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft.

2. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Alle ab dem 1. Januar 2021 geltenden Auslegungen und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern deren Anwendung verpflichtend ist.

Die Gesellschaft hat die folgenden, ab dem 1.1.2021 geltenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig angewendet:

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Standard Titel/​Regelungsinhalt
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Änderungen an IFRS 4 Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2) Versicherungsverträge

Durch die Anwendung der ab dem Geschäftsjahr 2021 geltenden Änderungen der IFRS haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurden neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die folgenden Unternehmen einbezogen.

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Verbundene Unternehmen Sitz Anteil in %
Splendid Film GmbH Köln 100
Polyband Medien GmbH München 100
WVG Medien GmbH Hamburg 90
eNterActive GmbH Hamburg 85
Splendid Synchron GmbH Köln 100
Videociety GmbH Köln 100
Splendid Entertainment GmbH Köln 100
Splendid Studios GmbH Köln 90
Splendid Film B.V. Amsterdam 100
Early Learning Group GmbH i.L. Hamburg 100

4. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, welche Einfluss auf Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, ausgewiesene Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums haben.

Den Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.

Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Steuerschulden aus passiven latenten Steuern wurden mit Steueransprüchen aus aktiven latenten Steuern in der Bilanz saldiert.

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurden keine wesentlichen Änderungen bei den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben.

5. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

Vertriebskosten

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In TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Personalkosten 1.451 1.494
Werbung 332 654
Verkaufsprovisionen 208 274
GEMA /​ Filmförderabgabe 113 151
Reisekosten 14 64
Sonstiges 47 113
Gesamt 2.165 2.750

Verwaltungskosten

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In TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Personalkosten 1.383 1.398
Rechts- und Beratungskosten 795 1.004
Kommunikation, IT, Bürokosten 292 212
Mietneben- und Betriebskosten 208 172
Abschreibungen auf Anlagevermögen 195 547
Versicherungen, Beiträge 73 108
KFZ Kosten 45 57
Public Relations, Investor Relations, HV 53 37
Sonstiges 106 128
Gesamt 3.150 3.663

Sonstige betriebliche Erträge

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In TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Auflösung von Rückstellungen 302 26
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 254 0
Ertrag aus Rechtsstreitigkeiten 206 0
Herabsetzung von Wertberichtigungen /​ aus abgeschriebenen Forderungen 124 9
Erstattung Lohnfortzahlung 17 46
Filmverleihförderungen 16 -6
Schadenersatz 6 5
Ertrag aus Anlagenabgang 1 9
Sonstige 64 169
Gesamt 990 258

Finanzergebnis

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In TEUR 1. Halbjahr 2021 1. Halbjahr 2020
Finanzerträge
Bankguthaben 0 0
Summe Finanzerträge 0 0
Finanzaufwendungen
Bankverbindlichkeiten 312 599
Leasingverbindlichkeiten 21 39
Ausgleichsansprüche nicht beherrschender Gesellschafter -43 128
Sonstige 41 260
Summe Finanzaufwendungen 331 1.026
Finanzergebnis -331 -1.026

6. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzernbilanz

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.06.2021
Filmvermögen
1. Filmrechte 245.208 2.043 15 1.416 248.652
2. Geleistete Anzahlungen 1.918 2.279 68 -1.416 2.713
3. Eigenproduktionen 2.864 0 0 0 2.864
Summe Filmvermögen 249.990 4.322 83 0 254.229
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Abschreibungen und Wertminderungen Restbuchwerte
in TEUR Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Zuschreibung Stand 30.06.2021 Stand 30.06.2021
Filmvermögen
1. Filmrechte 236.911 4.319 0 0 241.230 7.422
2. Geleistete Anzahlungen 473 0 0 0 473 2.240
3. Eigenproduktionen 2.752 0 0 0 2.752 112
Summe Filmvermögen 240.136 4.319 0 0 244.455 9.774
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Restbuchwerte
in TEUR Stand 31.12.2020
Filmvermögen
1. Filmrechte 8.297
2. Geleistete Anzahlungen 1.445
3. Eigenproduktionen 112
Summe Filmvermögen 9.854

Die Zahlungsmittel verringerten sich auf TEUR 4.670 (31.12.2020: TEUR 7.281 ) i.W. aufgrund der Rückführung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten.

Die lang- und kurzfristigen Forderungen haben sich zum Stichtag um TEUR 219 verringert.

Das Eigenkapital des Konzerns nahm aufgrund des Konzernperiodenergebnis zum Stichtag zu (TEUR 5.049, 31.12.2020: TEUR 2.733). Die Eigenkapitalquote betrug 17,2% (31.12.2020: 8,2 %).

Die Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden Bankenkonsortiums wurden zurückgeführt und die Inanspruchnahme der Kreditlinien reduziert, sodass sich die Bankverbindlichkeiten auf EUR 4.884 (31.12.2020: TEUR 8.792 ) reduzierten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 1.159 verringert, dies resultiert u.a. aus verringerten Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Es wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 799 auf abzugsfähige temporäre Differenzen gebildet. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Verlustvorträge sind lediglich insoweit gebildet worden, als diesen passive latente Steuern gegenüberstehen. Die Steuerschulden wurden mit den Steueransprüchen saldiert.

7. Buchwerte und Zeitwerte der Finanzinstrumente

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten, so dass deren zu Nominalwerten angesetzte Buchwerte zum Abschlussstichtag grundsätzlich nahezu dem Zeitwert entsprechen.

Bezüglich der abgezinst angesetzten langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es ebenfalls keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom Fair Value abweicht.

Neben einer bedingten Kaufpreisverpflichtung, welche bereits in der Vergangenheit zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten war, waren zum 30. Juni 2021 im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung auch ausgewählte, zum Verkauf bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Kategorie "zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" umzuklassifizieren.

Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte ergebniswirksam anhand des voraussichtlichen Transaktionspreises unter Berücksichtigung vereinbarter Gebühren, Abschläge etc.

Die im Zusammenhang mit dem Abschluss der Factoringvereinbarung bzw. der auf dieser Grundlage erfolgten Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstandenen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt TEUR 123 und wurden sämtlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Auf die Ausführungen zur Ergebnisentwicklung auf S. 12f. des Zwischenlageberichts wird verwiesen.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Stichtag TEUR 1.290.

Sämtliche übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten waren als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu klassifizieren.

8. Segmentberichterstattung

Der Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe betrachtet das Geschäft in erster Linie aus einer produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg des einzelnen Films bzw. Inhaltes über alle Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.

Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/​Neue Medien und Synchronisation erbracht.

Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt zugeordnet bzw. sachgerecht auf bestimmte Segmente aufgeteilt werden konnten. Innerhalb eines Segmentes anfallende Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert. Die Segmentangaben beinhalten Gewinne aus Lieferungen und Leistungen an andere Segmente, diese Zwischengewinne werden in der Überleitungsspalte zum Konzernausweis eliminiert.

Die operative Steuerung der Segmente wird ausschließlich anhand von Ertragskennzahlen vorgenommen. Segmentspezifische Angaben zu Vermögenswerten und Schulden sind insoweit nicht zu berichten.

Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:

Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2021

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in TEUR Content Services Holding Überleitung Gesamt
Umsätze Gesamt 17.497 3.439 600 21.536
Konzerninterne Umsätze -40 -1.100 -600 -1.740
Umsätze Konzern 17.457 2.339 0 19.796
EBITDA 8.692 257 -1.054 -386 7.509
Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen -4.700 0 0 381 -4.319
Abschreibungen und Wertminderungen Sachanlagen -203 -241 -34 -478
EBIT 3.790 16 -1.089 -5 2.712
Finanzergebnis -331
Ertragsteuern -66
Konzernperiodenergebnis 2.315
Beschäftigte 71 62 14 147

Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2020

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in TEUR Content Services Holding Überleitung Gesamt
Umsätze Gesamt 16.571 3.784 642 20.997
Konzerninterne Umsätze 0 -806 -642 -1.448
Umsätze Konzern 16.571 2.978 0 19.549
EBITDA 7.119 284 -1.134 -67 6.202
Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen -5.033 0 0 201 -4.832
Abschreibungen und Wertminderungen Sachanlagen -393 -193 -108 -694
EBIT 1.693 91 -1.242 134 676
Finanzergebnis -1.026
Ertragsteuern -34
Konzernperiodenergebnis -384
Beschäftigte 83 65 11 159

9. Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind:

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Dr. Dirk Schweitzer, Vorsitzender

Björn Siecken, Vorstand Finanzen

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

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Herr Dr. Ralph Drouven, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Köln, Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: Joblinge gemeinnützige AG Rheinland, Köln

Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer/​Steuerberater und Gesellschafter der Kucera & Hüttner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stellvertretender Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling (Vorsitzender)

Frau Malisa Scott, Unternehmensberaterin, Gesellschafterin der LINKR GmbH, München; Gesellschafterin der OCG Holdings, UK; Gesellschafterin der Logical Golf Global Investments GmbH, Hamburg

Aktienbesitz der Organmitglieder

Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 30. Juni 2021 9.789.999,00 Euro und ist eingeteilt in 9.789.999 Inhaber-Stammaktien.

Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30. Juni 2021 (unverändert zum Vorjahr):

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30. Juni 2021
Anzahl Anteile in %
Aufsichtsrat Dr. Ralph Drouven 3.060 0,03

10. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden.

Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen als nahestehende Personen definiert.

Geschäftsvorfälle mit Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen Tochtergesellschaften bestanden folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:

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In TEUR Betrag davon Aufwand davon offen Art der Tätigkeit Abrechnung
Andreas R. Klein 11 11 2 Darlehensgewährung* Zinsen gem. Vertrag
Andreas R. Klein 190 190 32 Beratung inkl. Nebenkosten gem. Vertrag
Dr. Ralph Drouven (CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB) 56 56 0 Beratung Abrechnung nach Stunden

* Im Dezember 2019 hat Herr Andreas Klein der Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von TEUR 500 zur Verfügung gestellt. Das Darlehen läuft unbefristet und wird mit 4,25% p.a. verzinst.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am 10. August 2021 weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Demgemäß gilt u.a. ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine ausgeweitete 3G (geimpft, genesen, getestet)-Nachweispflicht als Zugangsvoraussetzung zu Veranstaltungen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sollen weitere Maßnahmen vorgenommen werden können, z.B. Begrenzung der Teilnehmerzahl.

Die Konzerngesellschaft Videociety GmbH, hat mit der Joyn GmbH, München, eine Vereinbarung über die Übernahme des transaktionalen Geschäfts des maxdome-Stores abgeschlossen. Die Höhe der aktuellen Umsatz- und Ergebnisprognose 2021 der Splendid Gruppe wird durch die Transaktion nicht verändert.

Köln, 25. August 2021

Splendid Medien AG

Der Vorstand

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Dr. Dirk Schweitzer Björn Siecken
Vorstandsvorsitzender Vorstand Finanzen

VERSICHERUNG

DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG, Köln, zum 30. Juni 2021 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Köln, 25. August 2021

Der Vorstand

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Dr. Dirk Schweitzer Björn Siecken
Vorstandsvorsitzender Vorstand Finanzen