splendid medien AGKölnHalbjahresfinanzbericht 2021KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTDER SPLENDID MEDIEN AG, KÖLN, FÜR DAS 1. HALBJAHR 2021I. Grundlagen des KonzernsDie Splendid Medien AG ist ein mittelständisch
geprägter, integrierter Medienkonzern, der vorwiegend
im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern
agiert.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid
Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und
Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit
Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und
Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD,
Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und
TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche
Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie
mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/Neue Medien und
Synchronisation erbracht.
Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2021 im Überblick Holding - Splendid Medien AGscrollen
Im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 haben sich
bezüglich des Geschäftsmodells, der Ziele und
Strategien sowie der Steuerungssysteme der Splendid Gruppe
keine Veränderungen ergeben. Wir verweisen hierzu auf
unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2020, S.
18 ff.
II. WirtschaftsberichtII.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWirtschaftsleistung wieder gestiegenNach den verschärften Pandemiemaßnahmen in
den Wintermonaten konnte die deutsche Wirtschaftsleistung
im Frühjahr 2021 wieder kräftig aufholen.
Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom
Dienstleistungssektor, während in der Industrie die
anhaltenden Lieferengpässe bei Vorprodukten die
Produktion ausbremsten. Die Binnenkonjunktur in den
Niederlanden und Belgien zog ebenfalls wieder an.
BranchenumfeldIn unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content
führt die zunehmende Digitalisierung zu dynamischen
Veränderungen bei der Nutzung von Film- und
Programmangeboten durch die Konsumenten. Die Branche war
zudem im ersten Halbjahr 2021 weiterhin von den
Auswirkungen der Maßnahmen im Zusammenhang mit der
COVID-19-Pandemie betroffen. Die Entwicklungen in den
Branchenfeldern unserer Auswertungsstufen stellen sich im
ersten Halbjahr 2021 wie folgt dar:
Im ersten Halbjahr 2021 waren die deutschen Kinos
weitgehend geschlossen. Erst Anfang Juli 2021 fand eine
flächendeckende Wiederöffnung nach dem
Corona-Lockdown statt. Eine Vielzahl von Filmen,
insbesondere auch Blockbuster der großen
US-amerikanischen Filmunternehmen, wurden terminlich nach
hinten verschoben. Die Niederlande und Belgien waren
ebenfalls von monatelangen Schließungen der Kinos
betroffen.
Der physische Videomarkt (Verkauf und Verleih von
Blu-ray und DVD) ging um 31,1% auf EUR 177 Mio. (Vorjahr:
EUR 257 Mio.) zurück, ebenso der digitale Videomarkt
(Rückgang um 15,7 %), sodass der Gesamtmarkt (ohne
Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im
Folgenden "SVoD") um 23,8% rückläufig war (EUR
375 Mio., Vorjahr: EUR 492 Mio.). Der Umsatzanteil des
digitalen Videomarktes liegt bei 52,8% (Vorjahr: 47,8%).
Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im
Gegensatz zum Einzelabruf Abonnementmodelle (u.a. Amazon
Prime, Netflix) darstellen, nahmen im ersten Halbjahr 2021
um 39,9% auf EUR 1,003 Mrd. (Vorjahr: EUR 717 Mio.) zu.
Der Markt für PayTV und SVoD, der bereits im
Vorjahr ein deutliches Wachstum erlebte, ist auch im
laufenden Jahr weiter im Aufschwung. Im gesamten
deutschsprachigen Raum wird nach Schätzungen des
Branchenverbandes Vaunet ein Marktvolumen von
voraussichtlich EUR 5,4 Mrd. (2020: EUR 5,0 Mrd.) erreicht
werden. In Deutschland gibt es ca. 8 Mio. Pay-TV-Abonnenten
(Stand: 2020), und für SVoD rechnet Vaunet für
das Jahr 2021 mit 21 Mio. Abonnenten (2020: 17,5 Mio.).
In unserem Geschäftsbereich Services mit
Schwerpunkten im Bereich der audiovisuellen Postproduktion
(Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die
vorstehend geschilderten Marktentwicklungen die Nachfrage
bezüglich der unterschiedlichen
Dienstleistungsangebote. Die Branche ist in den vergangenen
Jahren durch die Nachfrage der SVoD-Plattformen und Sender
mit wachsendem Programmangebot positiv beeinflusst worden.
Es besteht jedoch nach wie vor ein sehr
wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Kostendruck
bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden an die
technischen und organisatorischen Abläufe in der
Auftragsbearbeitung.
II.2 Geschäftsverlauf und Ertragslage des KonzernsGesamtbewertung des Berichtszeitraums:Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2021
zeichnete sich durch ein leichtes Umsatzwachstum sowie vor
allem durch eine überaus erfreuliche
Ergebnisentwicklung aus. Der Konzernumsatz erhöhte
sich auf EUR 19,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.).
Zuwächse ergaben sich insbesondere im digitalen Home
Entertainment. Erstmals in der Firmengeschichte der
Splendid Gruppe wurde hier ein höherer Umsatzbeitrag
erbracht als im physischen Geschäft. Letzteres konnte
jedoch entgegen dem rückläufigen Markttrend
ebenfalls einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr
erreichen.
Das Konzern-EBIT verbesserte sich im Wesentlichen durch
Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie
durch hohe sonstige betrieblichen Erträge zum Stichtag
deutlich auf EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Die
EBIT-Marge des Konzerns stieg damit auf 13,7% (Vorjahr:
3,5%). Das Ergebnis je Aktie lag zum Bilanzstichtag bei EUR
0,24 (Vorjahr: EUR -0,04).
Eine deutliche Zunahme verzeichnete auch das
Eigenkapital des Konzerns. Es nahm aufgrund des
Konzernperiodenergebnisses zum Stichtag auf EUR 5,0 Mio.
(31.12.2020: EUR 2,7 Mio.) zu. Damit erreichten wir mehr
als eine Verdoppelung der Eigenkapitalquote auf 17,2%
(31.12.2020: 8,2 %). Zum Bilanzstichtag verkürzte sich
die Konzernbilanzsumme auf EUR 29,3 Mio. insbesondere
aufgrund der Rückführung von
Darlehensverbindlichkeiten und der verminderten
Inanspruchnahme von Kreditlinien.
Zum Bilanzstichtag verfügte die Splendid Gruppe
über einen Gesamtfinanzierungsrahmen in Höhe von
EUR 14,0 Mio, der mit EUR 4,9 Mio. in Anspruch genommen
wurde. Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine
Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur
Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022
resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine
Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen
steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgehen.
Auf Jahressicht erwartet der Vorstand weiterhin einen
Konzernjahresumsatz unterhalb des Vorjahresniveaus (2020:
EUR 43,5 Mio.). Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im
ersten Halbjahr konnte die Ergebnisprognose für das
laufende Geschäftsjahr dagegen angehoben werden (Ad
hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021). Der Vorstand rechnet
für das laufende Geschäftsjahr mit einem
Konzern-EBIT in einer Bandbreite von EUR 2,5 Mio. bis EUR
3,0 Mio. Zuvor war ein EBIT auf Vorjahresniveau (EUR 1,6
Mio.) prognostiziert worden. Die Erreichung der angepassten
EBIT-Prognose setzt voraus, dass der weitere Einfluss der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die
Geschäftsentwicklung nicht wesentlich vom derzeit
absehbaren und erwarteten Umfang abweicht.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2021scrollen
UmsatzentwicklungDer Konzernumsatz der Splendid Gruppe erhöhte sich
im ersten Halbjahr 2021 auf EUR 19,8 Mio. (Vorjahr: EUR
19,5 Mio.).
In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte
sich der Umsatz wie folgt:
Segment ContentIm Segment Content wurde im ersten Halbjahr 2021 ein
Umsatz in Höhe von EUR 17,5 Mio. (Vorjahr: EUR 16,6
Mio.) erwirtschaftet, ein Zuwachs von 5,3% gegenüber
dem Vorjahr. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz stieg
auf 88% (Vorjahr: 85%).
Die Auswertungsstufe Kinoverleih war im ersten Halbjahr
von den Corona-bedingten Kinoschließungen in
Deutschland (Öffnung der Kinos erst wieder seit Anfang
Juli 2021) und den Kapazitätsbeschränkungen nach
den Öffnungen der Kinos in Österreich, Belgien
und den Niederlanden betroffen, sodass sich lediglich ein
Umsatzbeitrag von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.)
ergab.
In der Auswertungsstufe Home Entertainment
erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von
Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus
Vertriebsdienstleistungen für nationale und
internationale Vertriebspartner einen Umsatz von EUR 10,3
Mio. (Vorjahr EUR 8,4 Mio.), davon EUR 4,9 Mio. (Vorjahr
EUR 4,4 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen
Bildtonträgern (DVD, Blu-ray). Damit konnten wir trotz
der Corona-bedingten Einschränkungen im
stationären Einzelhandel und einem insgesamt
rückläufigen physischen Markt einen Zuwachs
gegenüber dem Vorjahr erreichen, der v.a. auf ein
wachsendes Geschäft mit Online-Kunden wie Amazon und
mit Vertriebspartnern insbesondere im Bereich
Lebensmittelhandel und Drogerien zurückgeht. Zum
Bilanzstichtag ergaben sich zudem weniger
Retourenrückläufe als erwartet.
Die Umsatzerlöse im digitalen Vertrieb (VoD und
EST) stiegen deutlich um 33,6% auf EUR 5,4 Mio. (Vorjahr:
EUR 4,0 Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am
Gesamtumsatz der Auswertungsstufe Home Entertainment
erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2021 auf 52,5 %
(Vorjahr: 48,0%). Erstmals in der Firmengeschichte der
Splendid Gruppe übertraf der Umsatz aus digitalen
Transaktionen im Home Entertainment denjenigen des
physischen Vertriebs. Auch lag der Umsatzbeitrag im
digitalen Vertrieb des Home Entertainments mit dem des
Bereichs Lizenzhandel erstmals gleichauf.
Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im
VoD und EST über alle bedeutenden Internet-Plattformen
sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD",
insbesondere aus der langfristig angelegten Zusammenarbeit
mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft
der freenet AG, in den Umsatzerlösen aus digitalem
Vertrieb enthalten. Dabei übernimmt die Splendid
Gruppe die Bereitstellung von Filminhalten sowie die
technischen Dienstleistungen für "freenet Video", das
VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de). Mit
Wirkung zum 1.5.2021 war bereits im vergangenen Jahr mit
mobilcom-debitel ein neuer Vertrag zu für die Splendid
Gruppe verbesserten Konditionen abgeschlossen worden.
Die Vermarktung und Veröffentlichung von Musik
über unser Label VERY US trug ebenfalls zur
Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs bei. Insgesamt
war der Beitrag dieses Geschäftsfeldes zum
Konzernumsatz jedoch geringfügig.
In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die
Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2021 mit der
Lizenzierung von Filmen an TV-Sender und SVoD-Anbieter
Umsatzerlöse von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.).
Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im
deutschsprachigen Raum und in Benelux wurden wie im Vorjahr
Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern
realisiert, darunter Amazon, freenet Video und Netflix. Im
Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit
TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den
Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in
den Folgequartalen umsatzwirksam werden.
Im Geschäftsbereich Auftragsproduktion
konzentrierten wir uns planmäßig vorrangig auf
die Herstellung von "Die Wollnys" für RTL2. Die
Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr auf EUR 1,7
Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.)
Segment ServicesIm Segment Services ging der Außenumsatz mit
konzernfremden Auftraggebern im ersten Halbjahr 2021 von
EUR 3,0 Mio. auf EUR 2,3 Mio zurück. Maßgeblich
dafür war die Entwicklung bei der Splendid Synchron,
die im Berichtszeitraum nicht an das
außergewöhnlich umsatzstarke Vorjahr
anknüpfen konnte. Im Servicebereich Digitalisierung
lag der mit Dritten erwirtschaftete Umsatz auf dem Niveau
des Vorjahres. Die Innenumsätze des gesamten Segments
mit Konzerngesellschaften erhöhten sich auf EUR 1,1
Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Der Anteil der mit externen
Auftraggebern erzielten Umsatzerlöse sank im ersten
Halbjahr 2021 auf 68% (Vorjahr: 79%).
KostenentwicklungDie Herstellungskosten lagen mit EUR 12,6 Mio. auf
Vorjahresniveau. Die planmäßigen Abschreibungen
verringerten sich auf EUR 4,3 Mio (Vorjahr: EUR 4,8 Mio),
während sich die Personalkosten sowie die Aufwendungen
für Royalties gegenüber dem Vorjahr jeweils
leicht erhöhten. Die Herstellungskostenquote lag bei
63,6% (Vorjahr: 64,4%).
Die Vertriebskosten gingen auf EUR 2,2 Mio. (Vorjahr:
EUR 2,8 Mio.) zurück, im Wesentlichen bedingt durch
reduzierte Werbeausgaben und Provisionen für Kino- und
Home Entertainment-Veröffentlichungen sowie durch
verringerte Personal- und Reisekosten. Die
Vertriebskostenquote reduzierte sich damit deutlich auf
10,9% (Vorjahr: 14,1%).
Die Verwaltungskosten waren ebenfalls mit EUR 3,2 Mio.
(Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) rückläufig, vor allem
aufgrund verringerter Rechts- und Beratungskosten. Die
Verwaltungskostenquote lag bei 15,9% (Vorjahr: 18,7%).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf EUR
1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), insbesondere aus der
Auflösung von Rückstellungen und
Verbindlichkeiten sowie aus der Beendigung von
Rechsstreitigkeiten.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR
0,2 Mio auf Vorjahresniveau. Im Wesentlichen umfasst die
Position Wertberichtigungen auf Forderungen.
Im Berichtszeitraum entstand ein geringfügig
positives Währungsergebnis in Höhe von TEUR 4
(Vorjahr: TEUR 30). Die saldierten Nettogewinne umfassen
sowohl realisierte als auch stichtagsbezogene
Wechselkurseffekte aus US-Dollar-Termingeschäften.
ErgebnisentwicklungIm Wesentlichen durch deutliche Rückgänge bei
den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie durch hohe
Sonstige betriebliche Erträge verbesserte sich das
Konzern-Ergebnis zum Stichtag deutlich. Unter
Berücksichtigung des Holding-Ergebnisses lag das
Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern) bei
EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Die EBIT-Marge des
Konzerns stieg damit auf 13,7% (Vorjahr: 3,5%).
Der größte Ergebnisbeitrag entstand im
Segment Content. Hier wurde im ersten Halbjahr ein Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr:
EUR 1,7 Mio.) erwirtschaftet, daraus resultierend eine
EBIT-Marge von 21,7% (Vorjahr: 10,2%).
Im Segment Services wurde ein EBIT in Höhe von TEUR
16 erwirtschaftet (Vorjahr: TEUR 91). Die EBIT-Marge des
Segments lag im Berichtszeitraum bei 0,7% (Vorjahr: 3,1%).
Die Finanzaufwendungen und damit das Finanzergebnis
verringerten sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 0,3
Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Wie im Vorjahr sind
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abschluss einer
Factoringvereinbarung enthalten (TEUR 123, Vorjahr: TEUR
471).
Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf TEUR 66
(Vorjahr: TEUR 34).
Das Konzernperiodenergebnis ist somit deutlich positiv
und beträgt EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.). Das
Ergebnis je Aktie erhöhte sich damit zum
Bilanzstichtag auf EUR 0,24 (Vorjahr: EUR -0,04).
II.3 Vermögenslage des Konzerns Konzernbilanz zum 30.6.2021scrollen
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG
verkürzte sich zum 30. Juni 2021 auf EUR 29,3 Mio.
(31.12.2020: EUR 33,1 Mio.), insbesondere durch
Rückführung kurzfristiger
Finanzverbindlichkeiten.
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich
auf EUR 14,1 Mio. (31.12.2020: EUR 14,4 Mio.). Einem
Anstieg der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um EUR 0,4 Mio. auf zum Stichtag EUR 0,7 Mio.
(31.12.2020: EUR 0,3 Mio.) stand eine stichtagsbedingte
Verminderung der Nutzungsrechte um EUR 0,3 Mio.
gegenüber. Das Filmvermögen wurde zum Stichtag
mit EUR 9,8 Mio. ausgewiesen (31.12.2020: EUR 9,9 Mio.).
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich
auf EUR 15,2 Mio. (31.12.2020: EUR 18,7 Mio.), insbesondere
aufgrund der Verringerung der liquiden Mittel auf EUR 4,7
Mio. (31.12.2020: EUR 7,3 Mio.) im Zusammenhang mit der
Rückführung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten.
Darüber hinaus reduzierten sich die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen auf EUR 9,4 Mio. (31.12.2020:
EUR 10,0 Mio.). Im Zusammenhang mit dem Abschluss einer
weiteren Factoringvereinbarung, welche nach dem
Bilanzstichtag wirksam wurde, sind Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,3 Mio.
mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Das Eigenkapital des Konzerns nahm aufgrund des
Konzernperiodenergebnis zum Stichtag deutlich zu. Mit einem
Eigenkapital von EUR 5,0 Mio. (31.12.2020: EUR 2,7 Mio.)
stieg die Eigenkapitalquote deutlich auf 17,2% (31.12.2020:
8,2 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich
gegenüber dem Vorjahresende auf EUR 1,1 Mio.
(31.12.2020: EUR 2,3 Mio.). Leasingverbindlichkeiten und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
Sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich
stichtagsbedingt ebenfalls.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen auf EUR 23,2
Mio. zurück (31.12.2020: EUR 28,1 Mio.). Insbesondere
wurden Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden
Bankenkonsortiums zurückgeführt und die
Inanspruchnahme der Kreditlinien reduziert, sodass die
Bankverbindlichkeiten um EUR 3,9 Mio. auf EUR 4,9 Mio.
(31.12.2020: EUR 8,8 Mio.) stark sanken. Des Weiteren
verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten (i.W.
gegenüber Lizenz- und Vertriebspartnern)
stichtagsbedingt um EUR 1,2 Mio. auf EUR 7,3 Mio.
(31.12.2020: EUR 8,5 Mio.). Die Vertragsverbindlichkeiten
(v.a. erhaltene Anzahlungen) hingegen erhöhten sich
auf EUR 2,3 Mio. (31.12.2020: EUR 2,0 Mio.), und die
Rückstellungen auf EUR 8,1 Mio. (31.12.2020: EUR 7,8
Mio.). Hierin enthalten sind im Wesentlichen
Rückstellungen für Remissionen aus dem physischen
Home Entertainment-Geschäft sowie Verpflichtungen aus
Lizenzverträgen, die sich jeweils gegenüber dem
Vorjahreswert erhöhten.
II.4 Finanzlage des KonzernsGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDas Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass
die Unternehmen der Splendid Gruppe dauerhaft liquide sind,
reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich
sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften
aus. Die Splendid Medien AG erbringt und steuert diese
Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es,
den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form
kostengünstig und möglichst über die
vorhandenen internen und externen
Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies gilt sowohl
für das operative Geschäft als auch für
Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte
orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich
an der Art sowie der voraussichtlichen Laufzeit des
zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für das
Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung
der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie
der Bankguthaben und der freien und in Anspruch genommenen
Linien bei den finanzierenden Kreditinstituten.
KapitalstrukturDas Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert
eine ausreichende Kapitalausstattung, insbesondere zur
Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur
Finanzierung der mit der Filmvermarktung verbundenen
Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür ein
angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital
an.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine
Eigenkapitalquote von 17,2% (31.12.2020: 8,2%) aus. Damit
wurde die Eigenkapitalquote gegenüber dem
Vorjahresstichtag mehr als verdoppelt. Die langfristigen
Verbindlichkeiten haben sich in Relation zur Bilanzsumme
auf 3,6 % (31.12.2020: 7,0%) verringert. Auch der Anteil
der kurzfristigen Verbindlichkeiten sank - i.W. aufgrund
der Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten
und der verminderten Inanspruchnahme von Kreditlinien - auf
79,1% (31.12.2020: 84,8%).
In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag
zinstragende Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 4,9
Mio. (31.12.2020: EUR 8,8 Mio.) sowie
Leasingverbindlichkeiten von EUR 1,7 Mio. (31.12.2020: EUR
2,0 Mio.) enthalten.
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der
Fremdkapitalseite überwiegend über zwei
Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium
unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Per 30. Juni 2021
verfügte die Splendid Gruppe aus den
Finanzierungsvereinbarungen über einen
Gesamtkreditrahmen von EUR 14,0 Mio., der mit EUR 4,9 Mio.
durch Tilgungsdarlehen und Geldmarktkredite in Anspruch
genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren
Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio.
Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine
Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur
Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022
resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine
Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen
steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgehen.
Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung
verweisen wir auf die ergänzenden
Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles
Risikomanagement in diesem Konzernzwischenabschluss sowie
auf die Angaben unter VI.4.1 "Finanzierung und
Liquidität in den Konzerngesellschaften" im
Geschäftsbericht 2020, S. 38f.
CashflowDie Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow nach der
indirekten Methode ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame
Vorgänge bereinigt. Ergänzend werden die
Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der
Veränderung von Bilanzposten abgeleitet werden.
Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt
sich wie folgt dar:
Konzern-Cashflow-Rechnung im 1. Halbjahr 2021scrollen
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des
Konzerns hat sich im ersten Halbjahr auf EUR 6,5 Mio.
(Vorjahr: EUR 6.0 Mio.) erhöht, im Wesentlichen
aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie
unter Berücksichtigung von Veränderungen im
Working Capital. Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit umfasst vor allem
Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das
Filmvermögen in Höhe von EUR -4,8 Mio. (Vorjahr:
EUR -2,7 Mio.). Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2021 bei
EUR -4,3 Mio. (Vorjahr: EUR -2,5 Mio.). Im Berichtszeitraum
wurden Nettorückführungen von Darlehen aus der
Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 3,9 Mio. sowie
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR
0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) vorgenommen. Im
Vorjahreszeitraum hatte die Nettorückführung von
Finanzverbindlichkeiten EUR 2,1 Mio. betragen.
LiquiditätDer Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den
Kassenbestand sowie Bankguthaben. Insgesamt hat sich der
Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag auf EUR 4,7 Mio.
(31.12.2020: EUR 7,3 Mio.) verringert.
Investitionen in das FilmvermögenIm ersten Halbjahr 2021 investierte die Splendid Gruppe
EUR 4,2 Mio. in das Filmvermögen (Vorjahr: EUR 2,5
Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen beinhalten
auch Anzahlungen für Filmrechte, die nach
Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn geleistet werden; sie
betrugen unter Berücksichtigung von Auszahlungen
für Investitionen des Vorjahres insgesamt EUR 4,8 Mio.
(Vorjahr: EUR 2,7 Mio.).
Es wurde weiterhin vorwiegend in ein breites Portfolio
von weniger kapitalintensiven Filmen insbesondere für
die digitalen Plattformen investiert. In der ersten
Jahreshälfte 2021 schloss die Splendid Gruppe weitere
Einkaufsverträge für die Auswertung im
deutschsprachigen Raum und Benelux ab, die in den kommenden
Monaten investitionswirksam werden.
II.5 MitarbeiterDie Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne
Vorstand) betrug zum 30. Juni 2021 145 (31.12.2020: 151
Mitarbeiter). Zum Bilanzstichtag waren 4 (31.12.2020: 6)
Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen
beschäftigt. Knapp 30% der Konzernmitarbeiter sind
teilzeit beschäftigt.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der
angestellten Mitarbeiter in den Segmenten wie folgt:
scrollen
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt
über langjährige Branchenerfahrung bzw.
Konzernzugehörigkeit. Mitarbeiter in
Schlüsselpositionen, allen voran die
Geschäftsführer der Tochtergesellschaften, sind
über Bonisysteme und/oder Beteiligungen am
Geschäftserfolg beteiligt.
III. NachtragsberichtDer Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden
Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses
wieder.
IV. Chancen und RisikoberichtFinanzierung und LiquiditätDie Finanzierungs- und Liquiditätssituation der
Splendid Gruppe und somit die diesbezügliche
Risikolage stellen sich unter Berücksichtigung der
verfügbaren Kreditlinien zum 30. Juni 2021
gegenüber dem 31. Dezember 2020 deutlich verbessert
dar. Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine
Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Verhandlungen zur
Prolongation der Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2022
resultieren zum aktuellen Zeitpunkt in eine
Finanzierungszusage, die unter Auflagen und Bedingungen
steht, von deren Erfüllung wir mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgehen.
Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-PandemieAuch im weiteren Jahresverlauf können sich neue
oder verschärfte behördliche Maßnahmen zur
Eindämmung der Folgen aus der COVID-19-Pandemie
ergeben (darunter Schließungen oder
eingeschränkter Geschäftsbetrieb in den Kinos und
im stationären Einzelhandel) mit Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe und daraus
folgenden Umsatz- und Ergebnisbelastungen, deren
Ausmaß derzeit nicht oder nicht hinreichend und
abschließend abgeschätzt werden kann. Die
Entwicklungen werden in den kommenden Monaten weiterhin
regelmäßig überprüft und deren
Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich
bewertet.
Wir verweisen des Weiteren auch auf die Angaben unter V.
Risikobericht der Splendid Gruppe im Geschäftsbericht
2020, S. 36ff. Die dortigen Ausführungen haben bis auf
die oben beschriebenen Veränderungen weiterhin
Gültigkeit.
V. Ausblick auf den Rest des GeschäftsjahresDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird sich auf
Gesamtjahressicht gegenüber dem Vorjahr verbessern.
Das Bundeswirtschaftsministerium geht in der aktuell
gültigen Prognose von einem Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 3,0% aus (2020: -
5,0%), bei steigenden Konsumausgaben insbesondere der
Haushalte um 3,6%. Auch die Wirtschaft in unserem
Absatzmarkt Benelux soll sich nach den Projektionen der
dortigen Wirtschaftsexperten wieder erholen.
Überschattet wird die Erholungsphase jedoch von den
ungewissen Aussichten der steigenden Corona-Inzidenzen, der
Ausbreitung neuer Virusvarianten sowie anhaltenden
Lieferengpässen im Produktionssektor. Insbesondere die
Stimmung im Handel und im Dienstleistungsgewerbe ist
angesichts einer möglichen vierten Corona-Welle und
der Sorge betreffend damit verbundener neuer
Beschränkungen getrübt.
Die Filmbranche hat sich eineinhalb Jahre nach Ausbruch
von COVID-19 in vielen Bereichen an die Herausforderungen
der Pandemie angepasst. Die aktuelle Wiedereröffnung
der Kinos in Deutschland und die Öffnungen des Handels
verschaffen der Branche und dem Publikum zudem positive
Perspektiven.
Die Splendid Gruppe erlebte im ersten Halbjahr 2021 ein
leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem
Vorjahreszeitraum sowie vor allem eine bessere
unterjährige Ergebnisentwicklung als zunächst
angenommen, sodass der Vorstand die Ergebnisprognose
für das Gesamtjahr 2021 anheben konnte (mit Ad
hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021 veröffentlicht).
Für die zweite Jahreshälfte 2021 erwartet der
Vorstand die Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung,
wenn auch bei nachlassender Dynamik.
Im Einzelnen ergeben sich die Segmentumsatzplanungen
für das zweite Halbjahr 2021 wie folgt:
Segment ContentNach den umfangreichen Beschränkungen der ersten
Jahreshälfte sind in Deutschland, Österreich und
den Benelux-Staaten in der zweiten Jahreshälfte Filme
für die Kinoauswertung vorgesehen, die verschiedene
Genres abdecken, darunter unsere Produktion "De Nog Grotere
Slijmfilm", der Anfang Juli in den niederländischen
Kinos startete. Wir erwarten einen höheren
Umsatzbeitrag als im ersten Halbjahr. Für das
Gesamtjahr erwarten wir in der Kinostufe jedoch, entgegen
der ursprünglichen Prognose, einen Umsatzrückgang
gegenüber dem Vorjahr.
Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen
wir auf Basis der vorgesehenen Veröffentlichungen
für die zweite Jahreshälfte mit einem
gegenüber der ersten Jahreshälfte verminderten
Umsatz. Daneben geht der Vorstand davon aus, dass die
rückläufige Entwicklung des physischen Home
Entertainments nicht durch die Umsatzbeiträge im
digitalen Bereich kompensiert werden kann. Wir erwarten
daher für das Gesamtjahr weiterhin wie prognostiziert
einen Umsatzrückgang gegenüber 2020.
In der Auswertungsstufe Lizenzen wird sich die
Umsatzentwicklung durch die Lizenzierung von SVoD-, Pay-TV
und Free-TV-Rechten in der zweiten Jahreshälfte
verbessern. Für das Gesamtjahr rechnen wir wie
ursprünglich prognostiziert mit einem
Umsatzrückgang gegenüber 2020.
In der zweiten Jahreshälfte 2021 werden wir uns im
Geschäftsfeld Auftragsproduktion weiterhin vorrangig
auf die Herstellung von "Die Wollnys" im Auftrag von RTL2
konzentrieren. Auf Jahressicht rechnen wir weiterhin mit
einem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Segment ServicesIm Segment Services wird in der zweiten
Jahreshälfte 2021 voraussichtlich ein gegenüber
der ersten Jahreshälfte erhöhter Umsatz erzielt
werden können. Für das Gesamtjahr erwarten wir
gleichwohl weiterhin einen niedrigeren Umsatz als im
Rekordjahr 2020.
GesamtausblickDie erste Jahreshälfte 2021 verlief sehr
erfolgreich für die Splendid Gruppe, und der Vorstand
konnte auf dieser Grundlage die Ergebnisprognose anheben.
Der weitere Geschäftsverlauf 2021 ist jedoch vor allem
angesichts des Anwachsens der Corona-Infektionen und deren
ungewisser Auswirkung auf die Wirtschaftslage weiterhin mit
Unsicherheiten behaftet. Wir werden daher in den kommenden
Monaten die Entwicklungen beobachten und die Auswirkungen
auf unser Geschäft kontinuierlich bewerten.
Wir erwarten unter Berücksichtigung der
Segmentumsatzplanungen für 2021 nach wie vor einen
gegenüber 2020 verringerten Konzernumsatz.
In der zweiten Jahreshälfte wird der geänderte
Umsatzmix zu einer Erhöhung insbesondere der
Herstellungs- und Vertriebskosten führen mit
Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung. Auf der Basis der
aktuellen Umsatz- und Kostenplanungen erwarten wir, wie mit
Ad hoc-Mitteilung vom 23. Juni 2021 kommuniziert, für
2021 ein Konzern-EBIT in der Bandbreite von EUR 2,5 Mio.
bis EUR 3,0 Mio. Die Erreichung der angepassten
EBIT-Prognose setzt voraus, dass der weitere Einfluss der
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die
Geschäftsentwicklung nicht wesentlich vom derzeit
absehbaren und erwarteten Umfang abweicht.
Auf der Grundlage der aktuell vorgesehenen Produktions-
und Auslieferungszeitpunkte bereits kontrahierter Filme
plant der Vorstand, entgegen der ursprünglichen
Planung, mit einem gegenüber 2020 verringerten
Investitionsvolumen in das Filmvermögen. Die
Finanzierung erfolgt aus dem operativen Cashflow, dem
bestehenden Finanzierungsrahmen sowie durch den Verkauf von
Teilen der Kundenforderungen (Factoring).
Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der
Risiken für die Jahresprognose verweisen wir auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020, S. 44 ff.
Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und
Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Unterjährig
kann es in Abhängigkeit von den
Veröffentlichungszeitpunkten zu starken Schwankungen
bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Berichtsperioden
kommen.
Köln, 25. August 2021
Splendid Medien AG Der Vorstand
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KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSKONZERNBILANZAktivascrollen
Passivascrollen
KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscrollen
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNGFür den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscrollen
ERGÄNZENDE KONZERNANHANGANGABEN zum Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG für das erste Halbjahr 20211. Grundlagen und MethodenDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 ist in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in
verkürzter Form nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der
Europäischen Union anerkannten International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board, London, sowie den Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die
Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2020
gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr
erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder
geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im
Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden entsprechend.
Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des
Vorstands vom 25. August 2021 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des
Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft.
2. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenAlle ab dem 1. Januar 2021 geltenden Auslegungen und
Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern
deren Anwendung verpflichtend ist.
Die Gesellschaft hat die folgenden, ab dem 1.1.2021
geltenden neuen oder überarbeiteten Standards und
Interpretationen erstmalig angewendet:
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Durch die Anwendung der ab dem Geschäftsjahr 2021
geltenden Änderungen der IFRS haben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.
3. KonsolidierungskreisIn den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurden
neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die
folgenden Unternehmen einbezogen.
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4. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung von Konzernabschlüssen in
Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS erfordert
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen,
welche Einfluss auf Ansatz und Bewertung von
Vermögenswerten und Schulden, ausgewiesene
Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums haben.
Den Ermessensentscheidungen, Annahmen und
Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf
dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen.
Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten
künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden
Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte
zukünftige Entwicklung des globalen und
branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.
Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb
des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen
dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten
Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche
Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die
Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der
betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend
angepasst.
Steuerschulden aus passiven latenten Steuern wurden mit
Steueransprüchen aus aktiven latenten Steuern in der
Bilanz saldiert.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 wurden keine wesentlichen Änderungen bei
den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die
Vermögens- und Ertragslage haben.
5. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und VerlustrechnungVertriebskostenscrollen
Verwaltungskostenscrollen
Sonstige betriebliche Erträgescrollen
Finanzergebnisscrollen
6. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzernbilanzscrollen
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Die Zahlungsmittel verringerten sich auf TEUR 4.670
(31.12.2020: TEUR 7.281 ) i.W. aufgrund der
Rückführung der kurzfristigen
Bankverbindlichkeiten.
Die lang- und kurzfristigen Forderungen haben sich zum
Stichtag um TEUR 219 verringert.
Das Eigenkapital des Konzerns nahm aufgrund des
Konzernperiodenergebnis zum Stichtag zu (TEUR 5.049,
31.12.2020: TEUR 2.733). Die Eigenkapitalquote betrug 17,2%
(31.12.2020: 8,2 %).
Die Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden
Bankenkonsortiums wurden zurückgeführt und die
Inanspruchnahme der Kreditlinien reduziert, sodass sich die
Bankverbindlichkeiten auf EUR 4.884 (31.12.2020: TEUR 8.792
) reduzierten.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR
1.159 verringert, dies resultiert u.a. aus verringerten
Vertriebs- und Verwaltungskosten.
Es wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR
799 auf abzugsfähige temporäre Differenzen
gebildet. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige
temporäre Differenzen und Verlustvorträge sind
lediglich insoweit gebildet worden, als diesen passive
latente Steuern gegenüberstehen. Die Steuerschulden
wurden mit den Steueransprüchen saldiert.
7. Buchwerte und Zeitwerte der FinanzinstrumenteZahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
haben kurze Restlaufzeiten, so dass deren zu Nominalwerten
angesetzte Buchwerte zum Abschlussstichtag
grundsätzlich nahezu dem Zeitwert entsprechen.
Bezüglich der abgezinst angesetzten langfristigen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es
ebenfalls keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom
Fair Value abweicht.
Neben einer bedingten Kaufpreisverpflichtung, welche
bereits in der Vergangenheit zum beizulegenden Zeitwert zu
bewerten war, waren zum 30. Juni 2021 im Zusammenhang mit
dem Abschluss einer Factoringvereinbarung auch
ausgewählte, zum Verkauf bestimmte Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in die Kategorie "zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten" umzuklassifizieren.
Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte ergebniswirksam
anhand des voraussichtlichen Transaktionspreises unter
Berücksichtigung vereinbarter Gebühren,
Abschläge etc.
Die im Zusammenhang mit dem Abschluss der
Factoringvereinbarung bzw. der auf dieser Grundlage
erfolgten Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entstandenen Aufwendungen beliefen sich auf
insgesamt TEUR 123 und wurden sämtlich im
Finanzergebnis ausgewiesen. Auf die Ausführungen zur
Ergebnisentwicklung auf S. 12f. des Zwischenlageberichts
wird verwiesen.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum
Stichtag TEUR 1.290.
Sämtliche übrigen finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
waren als "zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet" zu klassifizieren.
8. SegmentberichterstattungDer Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe
betrachtet das Geschäft in erster Linie aus einer
produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg
des einzelnen Films bzw. Inhaltes über alle
Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid
Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und
Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit
Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und
Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD,
Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und
TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche
Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie
mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/Neue Medien und
Synchronisation erbracht.
Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche
Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt
zugeordnet bzw. sachgerecht auf bestimmte Segmente
aufgeteilt werden konnten. Innerhalb eines Segmentes
anfallende Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert.
Die Segmentangaben beinhalten Gewinne aus Lieferungen und
Leistungen an andere Segmente, diese Zwischengewinne werden
in der Überleitungsspalte zum Konzernausweis
eliminiert.
Die operative Steuerung der Segmente wird
ausschließlich anhand von Ertragskennzahlen
vorgenommen. Segmentspezifische Angaben zu
Vermögenswerten und Schulden sind insoweit nicht zu
berichten.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2021scrollen
Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2020scrollen
9. Vorstand und AufsichtsratVorstandMitglieder des Vorstands sind:
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AufsichtsratMitglieder des Aufsichtsrats sind:
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Aktienbesitz der OrganmitgliederDas Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum
30. Juni 2021 9.789.999,00 Euro und ist eingeteilt in
9.789.999 Inhaber-Stammaktien.
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30.
Juni 2021 (unverändert zum Vorjahr):
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10. Beziehungen zu nahe stehenden PersonenAls nahestehende Personen und Unternehmen
gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe
die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen
bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese
ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw.
maßgeblich beeinflusst werden.
Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und
des Aufsichtsrats der Splendid Medien AG sowie die durch
diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten
Unternehmen als nahestehende Personen definiert.
Geschäftsvorfälle mit Tochtergesellschaften
werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und nicht
weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen
zu den wesentlichen Tochtergesellschaften bestanden
folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden
Personen und Unternehmen:
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11. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie Ministerpräsidentenkonferenz hat am 10. August
2021 weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit der
Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen.
Demgemäß gilt u.a. ab einer Sieben-Tage-Inzidenz
von 35 eine ausgeweitete 3G (geimpft, genesen,
getestet)-Nachweispflicht als Zugangsvoraussetzung zu
Veranstaltungen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen
Räumen sollen weitere Maßnahmen vorgenommen
werden können, z.B. Begrenzung der Teilnehmerzahl.
Die Konzerngesellschaft Videociety GmbH, hat mit der
Joyn GmbH, München, eine Vereinbarung über die
Übernahme des transaktionalen Geschäfts des
maxdome-Stores abgeschlossen. Die Höhe der aktuellen
Umsatz- und Ergebnisprognose 2021 der Splendid Gruppe wird
durch die Transaktion nicht verändert.
Köln, 25. August 2021
Splendid Medien AG
Der Vorstand
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VERSICHERUNGDER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
der Splendid Medien AG, Köln, zum 30. Juni 2021 ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, 25. August 2021
Der Vorstand
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