![]() Aurubis AGHamburgQuartalsmitteilung 3 Monate 2015/161. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015Auf einen BlickKennzahlen Aurubis-Konzern
Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben. Produktion/Durchsatz
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Cover:"Aurubis - 150 Jahre Zukunft" Das sind 150 Jahre erfolgreicher Unternehmensgeschichte,
auf die die Aurubis AG 2016 zurückblicken kann. Aus kleinen Anfängen im Jahr 1866
hat sich das Unternehmen bis heute durch internes und externes Wachstum zu einem der
führenden integrierten Kupferkonzerne mit Weltgeltung entwickelt. Aurubis ist international
aufgestellt, mit Kernaktivitäten in Europa. Heute arbeiten rund 6.300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter daran, dem Konzern auch weiterhin eine Zukunft zu geben. HighlightsDer Aurubis-Konzern erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 ein operatives
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 36 Mio. € (Vj. 39 Mio. €) . Der operative Return on
Capital Employed (ROCE) betrug 17,5 % (Vj. 11,0 %). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug im ersten Quartal -34 Mio. € (Vj. 33 Mio.
€). Der Umsatz des Aurubis -Konzerns (Aurubis) erreichte in den ersten drei Monaten des
Geschäftsjahres 2015/16 2.398 Mio. € (Vj. 2.635 Mio. €). Die Verringerung der Umsatzerlöse
ist im Wesentlichen auf gesunkene Metallpreise zurückzuführen. Das operative EBT betrug
36 Mio. € (Vj. 39 Mio. €). Diese Entwicklung war beeinflusst durch
Der Anstieg des operativen ROCE (EBIT rollierend 4 Quartale) auf 17,5 % (Vj. 11,0
%) basiert auf den guten Ergebnissen der letzten vier Quartale. Auf Basis IFRS wurde ein EBT von -34 Mio. € (Vj. 33 Mio. €) erzielt. Der Netto-Cashflow lag bei -23 Mio. € gegenüber 102 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang
des Netto-Cashflows ist vor allem bedingt durch den Anstieg von Working Capital, vornehmlich
durch den Aufbau von Vorräten. Die Business Unit (BU) Primärkupfererzeugung erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2015/16 ein Ergebnis von 28 Mio. € (Vj. 39 Mio. €). Der Ergebnisrückgang beruht auf
einem geringeren Metallmehrausbringen bei gesunkenen Metallpreisen, was durch verbesserte
Konzentratschmelzlöhne nicht kompensiert werden konnte. Die Schwefelsäureerlöse lagen
marktbedingt auf dem geringen Niveau des Vorjahresquartals. Die Edelmetallproduktion
lag aufgrund geringerer Edelmetallinhalte in den Einsatzmaterialien unter Vorjahr. Die Business Unit Kupferprodukte lag mit 17 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 12
Mio €. Die Ergebnissteigerung wurde getragen durch ein gutes Ergebnis der Business
Line Rod & Shapes und den Wegfall der im Vorjahr erfolgten Wertminderungen bei Aurubis
Switzerland. Der Kupferpreis notierte zu Beginn des ersten Berichtsquartals mit 5.178 US$/t (Settlement),
gab dann aber im November bis auf ein Tief von 4.515 US$/t nach. Im Dezember zeigte
sich eine leichte Erholung mit Kursen von zumeist über 4.600 US$/t. Im Quartalsdurchschnitt
erreichte die Notierung einen Wert von 4.892 US$/t (Vj. 6.624 US$/t), der offizielle
LME-Schlusskurs am 31.12.2015 lag bei 4.702 US$/t (Vj. 6.359 US$/t). Auch in Euro
ist der Kupferpreis der ersten drei Monate des Geschäftsjahres im Durchschnitt um
835 €/t gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres gesunken. Der internationale Markt für Kupferkonzentrate zeichnete sich im ersten Quartal durch
eine sehr gute Verfügbarkeit aus. Die Schmelz- und Raffinierlöhne lagen weiterhin
auf gutem Niveau. Die Versorgungslage unserer Betriebe mit Kupferkonzentraten war
jederzeit sehr gut. Die Verfügbarkeit von Altkupfer war im ersten Quartal aufgrund niedriger Metallpreisnotierungen
und der daraus resultierenden geringen Abgabebereitschaft des Handels für Schrotte
schwach. Unsere Anlagen konnten trotz der schlechten Marktlage voll versorgt werden. Die Marktkonditionen für Schwefelsäure haben sich im ersten Quartal weiter verschlechtert.
Durch saisonale Einflüsse und das am Markt herrschende Überangebot setzte sich der
negative Preistrend fort. Die Kathodenmärkte verzeichneten teilweise geringere Spot-Prämien. Wir waren davon
wenig betroffen, da die wesentlichen Mengen unter Jahresverträgen abgesetzt wurden. Erwin Faust, Sprecher des Vorstandes, zum Quartalsergebnis und zum Geschäftsjahresausblick des Konzerns:"Bei insgesamt zufriedenstellendem Marktumfeld haben vor allem schlechte Schrottmärkte sowie ein geringeres Metallmehrausbringen in Verbindung mit niedrigeren Metallpreisen das Ergebnis im ersten Quartal beeinträchtigt. Für das Geschäftsjahr 2015/16 bestätigen wir unsere Prognose und rechnen mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren operativen EBT und einem ebenfalls deutlich niedrigeren ROCE. Insgesamt sehen wir jedoch nach wie vor ein zufriedenstellendes Ergebnis."Wirtschaftliche Entwicklung 3 Monate 2015/16Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageUm den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
- aus der Anwendung der Durchschnittsmethode bei der Vorratsbewertung nach IAS 2,
aus kupferpreisbedingten Bewertungseffekten auf Vorratsbestände sowie aus Effekten
der Kaufpreisallokationen im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen ab dem Geschäftsjahr
2010/11 -zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt über die Darstellung der
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hinaus die Erläuterung der Ertrags- und Vermögenslage
auch auf Basis operativer Werte. Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
drei Monate des Geschäftsjahres 2015/16 und das operative Ergebnis im Vorjahresvergleichszeitraum
wieder. Ertragslage (operativ)Der Aurubis-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
2015/16 ein operatives Konzernergebnis in Höhe von 26 Mio. € (Vj. 29 Mio. €). Das
IFRS-Ergebnis vor Steuern in Höhe von -34 Mio. € (Vj. 33 Mio. €) wurde um Bewertungseffekte
im Vorratsvermögen in Höhe von 68 Mio. € (Vj. 4 Mio. €) sowie um Effekte aus der Kaufpreisallokation
der Luvata RPD (Rolled Products Division) in Höhe von 2 Mio. € (Vj. 2 Mio. €) bereinigt,
um zum operativen Ergebnis vor Steuern von 36 Mio. € (Vj. 39 Mio. €) zu gelangen. Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)
Die Umsatzerlöse im Konzern verringerten sich im Berichtszeitraum um 237 Mio. € auf
2.398 Mio. € (Vj. 2.635 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf geringere
Metallpreise zurückzuführen. Der Materialaufwand verminderte sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um 255
Mio. €, von 2.537 Mio. € im Vorjahr auf 2.282 Mio. €. Nach Einbeziehung der Bestandsveränderungen, der aktivierten Eigenleistungen und der
sonstigen betrieblichen Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 241 Mio. €
(Vj. 242 Mio. €). Der Personalaufwand stieg um 5 Mio. € auf 110 Mio. € (Vj. 105 Mio. €). Ursächlich
hierfür waren insbesondere Tarifsteigerungen und in Euro gestiegene Personalkosten
am Standort Buffalo, USA. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen 30 Mio. € und lagen um 3 Mio. €
unter dem Niveau des Vorjahres (33 Mio. €). Dies resultiert aus im Vorjahr erfolgten
Wertminderungen bei der Aurubis Switzerland. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 55 Mio. € im Vorjahr auf 60 Mio.
€ in der aktuellen Berichtsperiode. Der Anstieg war vor allem bedingt durch gestiegene
Transportkosten und Kosten im Zusammenhang mit Optimierungs- und Entwicklungsprojekten. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das operative Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) 36 Mio. € (Vj. 39 Mio. €). Ausschlaggebend für die Entwicklung im Vergleich
zum Vorjahr waren folgende wesentliche Faktoren:
Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis in
Höhe von 26 Mio. € (Vj. 29 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 0,58 €
(Vj. 0,64 €). Ertragslage (IFRS)Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16
ein Konzernergebnis in Höhe von -25 Mio. € (Vj. 25 Mio. €). Ursächlich dafür waren
die in Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark gefallenen Metallpreise. Die Umsatzerlöse im Konzern verringerten sich im Berichtszeitraum um 237 Mio. € auf
2.398 Mio. € (Vj. 2.635 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf geringere
Metallpreise zurückzuführen. Der Materialaufwand verminderte sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um 240
Mio. €, von 2.551 Mio. € im Vorjahr auf 2.311 Mio. €. Nach Einbeziehung der Bestandsveränderungen, der aktivierten Eigenleistungen und der
sonstigen betrieblichen Erträge verblieb ein Rohergebnis in Höhe von 174 Mio. € (Vj.
238 Mio. €). Die Veränderung des Rohergebnisses war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen
Ertragslage beschriebenen Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung
begründet. Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen,
die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen
auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und damit auf das IFRS-Rohergebnis.
Dies ist unabhängig von der operativen Performance und nicht Cashflow-relevant. Der Personalaufwand stieg um 5 Mio. € auf 110 Mio. € (Vj. 105 Mio. €). Ursächlich
hierfür waren insbesondere Tarifsteigerungen und in Euro gestiegene Personalkosten
am Standort Buffalo, USA. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen 32 Mio. € und lagen um 3 Mio. €
unter dem Niveau des Vorjahres (35 Mio. €). Dies resultiert aus im Vorjahr erfolgten
Wertminderungen bei der Aurubis Switzerland. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 55 Mio. € im Vorjahr auf 60 Mio.
€ in der aktuellen Berichtsperiode. Der Anstieg war vor allem bedingt durch gestiegene
Transportkosten und Kosten im Zusammenhang mit Optimierungs- und Entwicklungsprojekten. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern -34
Mio. € (Vj. 33 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein Konzernergebnis
in Höhe von -25 Mio. € (Vj. 25 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,56 € (Vj.
0,54 €). Vermögenslage (operativ)Die Tabelle auf der nachfolgenden Seite gibt die Ermittlung der operativen Bilanz
zum 31.12.2015 im Vergleich zum 30.09.2015 wieder. Die Bilanzsumme verminderte sich von 3.733 Mio. € zum 30.09.2015 auf 3.659 Mio. €
zum 31.12.2015. Ursächlich hierfür war insbesondere der Rückgang der flüssigen Mittel
und kurzfristiger Forderungen. Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 29 Mio. € von 1.765 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 1.794 Mio. € zum 31.12.2015. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt
durch das operative Konzernergebnis von 26 Mio. €. Insgesamt liegt die Eigenkapitalquote
bei 49,0 % gegenüber 47,3 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die Finanzverbindlichkeiten liegen zum 31.12.2015, wie auch zum Ende des letzten Geschäftsjahres,
bei 506 Mio. €. Dabei betrugen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 26 Mio. €
(Vj. 25 Mio. €) und die langfristigen Finanzverbindlichkeiten 480 Mio. € (Vj. 481
Mio. €). Kapitalrendite (operativ)Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäfts
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Der Anstieg des operativen ROCE (EBIT rollierend letzte vier Quartale) auf 17,5 %
(Vj. 11,0 %) basiert auf den guten Ergebnissen der letzten vier Quartale. Vermögenslage (IFRS)Die Bilanzsumme verminderte sich von 4.044 Mio. € zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres
auf 3.901 Mio. € zum 31.12.2015. Ursächlich hierfür war insbesondere der Rückgang
der flüssigen Mittel und kurzfristiger Forderungen. Das Eigenkapital des Konzerns sank um 23 Mio. € von 1.969 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 1.946 Mio. € zum 31.12.2015. Der Rückgang ist im Wesentlichen
bedingt durch den Konzernfehlbetrag von 25 Mio. €. Insgesamt liegt die Eigenkapitalquote
bei 49,9 % gegenüber 48,7 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die Finanzverbindlichkeiten liegen zum 31.12.2015, wie auch zum Ende des letzten Geschäftsjahres,
bei 506 Mio. €. Dabei betrugen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 26 Mio. €
(Vj. 25 Mio. €) und die langfristigen Finanzverbindlichkeiten 480 Mio. € (Vj. 481
Mio. €). Kapitalrendite (IFRS)Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE
wird im Abschnitt "Kapitalrendite (operativ)" dargestellt. Finanzlage und InvestitionenDer Netto-Cashflow lag bei -23 Mio. € gegenüber 102 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang
des Netto-Cashflows ist vor allem bedingt durch den Anstieg von Working Capital, vornehmlich
durch den Aufbau von Vorräten. Die Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) betrugen im Berichtszeitraum
34 Mio. € (Vj. 21 Mio. €). Die größte Einzelinvestition wurde im Zusammenhang mit
dem bevorstehenden Stillstand in Pirdop, Bulgarien, getätigt. Nach Abzug der Investitionen in das Anlagevermögen vom Netto-Cashflow ergibt sich
ein Free Cashflow von -57 Mio. € (im Vj. 81 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
belief sich insgesamt auf 33 Mio. € (Vj. 20 Mio. €).Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
lag bei 6 Mio. € (Vj. 16 Mio. €). Zum 31.12.2015 standen dem Konzern flüssige Mittel in Höhe von 391 Mio. € (zum 30.09.2015
in Höhe von 453 Mio. €) zur Verfügung. Überleitung der Konzern-Bilanz (in Mio. €)
BU PrimärkupfererzeugungDie Business Unit (BU) Primärkupfer produziert hochreines Kupfer sowie Edelmetalle
aus Rohstoffen wie Kupferkonzentrat, Kupferschrotten und Blisterkupfer. Zusätzlich
werden diverse Recyclingmaterialien und Zwischenprodukte anderer Hütten eingesetzt.
Das wichtigste Produkt der BU sind Kupferkathoden, die an den Standorten Hamburg (Deutschland),
Pirdop (Bulgarien) gewonnen werden. Als Nebenprodukte werden unter anderem Schwefelsäure
und Eisensilikatgestein hergestellt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres lag der Gesamtumsatz bei 1.365 Mio. € (Vj. 1.608
Mio. €). Der Umsatzrückgang betrug 243 Mio. € bzw. 15 % und war bedingt durch niedrigere
Metallpreise. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 erzielte die BU Primärkupfer
ein operatives Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von 28 Mio. € (Vj. 39 Mio.
€). Der Ergebnisrückgang von 11 Mio. € bzw. 28 % beruht im Wesentlichen auf einem
geringeren Metallmehrausbringen bei gesunkenen Metallpreisen, was durch die verbesserten
Konzentratschmelzlöhne nicht kompensiert werden konnte. Die Schwefelsäureerlöse lagen
marktbedingt auf dem geringen Niveau des Vorjahresquartals. Der Anstieg des operativen ROCE (EBIT rollierend 4 Quartale) auf 29,6 % (Vj. 20,8
%) basiert auf den guten Ergebnissen der letzten vier Quartale . RohstoffeDie Schmelzlöhne im Markt für Kupferkonzentrate waren im abgelaufenen Quartal auf
einem hohen Niveau. Aurubis konnte sich sehr gut mit Kupferkonzentraten versorgen,
positiv beeinflusst sowohl durch die hohen Produktionsmengen der Minen als auch durch
diverse Hüttenstillstände. Der Altkupfermarkt war geprägt von sehr volatilen und von gleichzeitig rückläufigen
Metallpreisen. Damit einhergehend verminderte sich das Angebot und die Raffinierlöhne
kamen weiter unter Druck. SchwefelsäureDie Spot Märkte für Schwefelsäure haben sich im abgelaufenen Quartal verschlechtert.
Das internationale Geschäft verzeichnete einen weiteren Preisrückgang, ausgelöst durch
ein Überangebot an Schwefelsäure aus Mexiko mit gleichzeitig rückläufiger Nachfrage
aus Chile. Der europäische Schwefelsäuremarkt verhielt sich dagegen weitgehend stabil. ProduktionDer Konzentratdurchsatz lag trotz ungeplanter Reparaturmaßnahmen in Hamburg und Pirdop
im Quartal mit 601.000 t auf hohem Niveau und über dem Vorjahresquartal. Das geringere Altkupferangebot konnte teilweise durch den Einsatz von Blisterkupfer
kompensiert werden. Die Anlagen konnten trotz der schwierigen Marktsituation voll
versorgt werden. Die Produktion von Edelmetallen lag mit 10 t Gold (Vj. 12 t) und 218 t Silber (Vj.
268 t) vorlaufbedingt unter den Vergleichswerten des Vorjahres. InvestitionenIn der BU Primärkupfererzeugung wurden Investitionen in Höhe von 17 Mio. € (Vj. 10
Mio € ) getätigt, von denen 9 Mio. € auf die Vorbereitung des bevorstehenden Stillstandes
in Pirdop entfielen. BU Primärkupfererzeugung
Konzentratdurchsatz auf hohem Niveau und über Vorjahr![]() Kathodenproduktion stabil auf Vorjahresniveau![]() BU KupferprodukteIn der BU Kupferprodukte werden vorrangig eigene Kupferkathoden zu Gießwalzdraht,
Stranggussformaten, Walzprodukten sowie Spezialprodukten verarbeitet. Die wichtigsten
Produktionsstandorte hierfür sind Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Avellino
(Italien), Emmerich, Stolberg (beide Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande)
und Buffalo (USA). Außerdem ist der BU Kupferprodukte das Werk in Lünen zugeordnet,
in dem Altkupfer zu hochwertigen Kupferkathoden recycelt wird. Die BU Kupferprodukte erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres Umsatzerlöse
von 1.968 Mio. € (Vj. 2.118 Mio. €). Der Umsatzrückgang um 7 % ist bedingt durch niedrigere
Metallpreise. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 17 Mio. € (Vj. 12 Mio. €). Die Ergebnissteigerung
wurde getragen durch ein gutes Ergebnis der Business Line Rod & Shapes und den Wegfall
der im Vorjahr erfolgten Wertminderungen bei Aurubis Switzerland. Der Anstieg des operativen ROCE (EBIT rollierend 4 Quartale) auf 12,8 % (Vj. 7,2 %)
basiert auf den guten Ergebnissen der letzten vier Quartale. ProduktmärkteDie europäische Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht zeigte im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2015/16 eine erfreuliche Entwicklung. Dieser Trend wurde sowohl von der Kabel- als
auch von der Automobil- und Lackdrahtindustrie getragen. Auch die Nachfrage nach hochreinen
Stranggussformaten war positiv, wobei die zusätzlichen Impulse vor allem aus Deutschland
kamen. Für unser nordamerikanisches Flachwalzproduktgeschäft wirkten sich niedrige Investitionen
in Fracking und andere Infrastrukturbereiche belastend auf die Nachfrage im Motorkühlungssegment
aus. Die europäische Nachfrage nach Flachwalzprodukten ist stabil mit leichtem Wachstum
im Bereich Steckverbinder für die Automobilbranche. Die Nachfrage in Osteuropa und
in Nahost wird weiter von den politischen Umständen beeinträchtigt. In den asiatischen
Märkten sind lokale Produktionskapazitäten schneller gewachsen als die Nachfrage,
mit unverändert belastender Auswirkung auf unser Exportgeschäft. RohstoffeDer Altkupfermarkt war geprägt von sehr volatilen und gleichzeitig rückläufigen Metallpreisen.
Damit einhergehend verminderte sich das Angebot und die Raffinierlöhne kamen weiter
unter Druck. Der Rückgang im Altkupfereinsatz konnte weitgehend durch den Einsatz
von Blister kompensiert werden. Die Anlagen konnten trotz der schwierigen Marktsituation
voll versorgt werden. Die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien wie industrieller Rückstände und
Elektroschrotte war in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld ausreichend
gegeben, jedoch erhöhte sich aufgrund der volatilen Metallpreise der Druck auf die
Schmelzlöhne. ProduktionDie wesentlichen Produktionszahlen lagen auf Vorjahresniveau. Die Rod-Produktion konnte
jedoch um 9 % auf 178.000 t gesteigert werden (Vj. 163.000 t). InvestitionenIn der BU Kupferprodukte wurden Investitionen in Höhe von 8 Mio. € (Vj. 9 Mio. € )
getätigt. BU Kupferprodukte
Steigerung der Produktion von Gießwalzdraht um 9 % gegenüber Vorjahr![]() Strangussproduktion auf Vorjahresniveau![]() Corporate GovernanceFolgende Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates haben nach Veröffentlichung
des Quartalsergebnisses im Rahmen der ad hoc-Meldung am 27.01.2016 folgende Aktiengeschäfte
getätigt:
Risiko- und ChancenmanagementDie Rohstoffversorgung des Aurubis-Konzerns war im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2015/16 insgesamt gut. Die Versorgung mit Kupferkonzentraten lag auf sehr gutem Niveau.
Die Marktlage bei Altkupfer war zunehmend angespannt. Die Versorgung unserer Aggregate
konnten wir im gesamten Quartal sicherstellen. Wir erwarten keine Veränderung auf
den Kupferkonzentratmärkten und gehen davon aus, dass sich die angespannte Marktlage
bei Altkupfer im laufenden Quartal noch fortsetzt. Der internationale Markt für Schwefelsäure schwächte sich im ersten Quartal ab. Für
das zweite Quartal erwarten wir eine Stabilisierung der Marktlage auf niedrigem Niveau. Der Absatz von Kupferprodukten lag wie im ersten Quartal üblich unter dem Vorquartal. Der Kupferkonzentratdurchsatz und die Auslastung der Produktionskapazitäten der Kupfererzeugung
lagen mit kleineren technischen Störungen auf einem insgesamt befriedigenden Niveau. Die Energiepreise waren weitestgehend unverändert. Grundsätzlich ist das Risiko schwankender
Preise für die wesentlichen deutschen Standorte durch einen langfristigen Stromliefervertrag
abgemildert. Die Belastungen, die sich aus dem Beihilfeprüfverfahren zur Stromnetzentgeltverordnung
ergeben könnten, lassen sich aufgrund der noch anhaltenden politischen Diskussionen
nicht verlässlich einschätzen. Die Versorgung mit Liquidität war sichergestellt. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben wir weitestgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Im
Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Risiken aus dem schwankenden Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir
durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte eingeschränkt. Den Einflüssen schwankender
Metallpreise sind wir durch geeignetes Metallpreis-Hedging begegnet. Die mit der europäischen Schuldenkrise verbundenen Risiken sowie die politische Diskussion
zu Steuerthemen, wie z.B. der Finanztransaktionssteuer, sowie deren mögliche Auswirkungen,
werden durch uns eng verfolgt. Gegen Aurubis läuft zurzeit in Bulgarien ein Kartellverfahren.
Die Vorwürfe hält der Aurubis-Konzern der Sache nach für unbegründet. AusblickRohstoffmärkteEs wird weiterhin von einem guten Angebot an Kupferkonzentraten mit entsprechenden
Schmelz- und Raffinierlöhnen ausgegangen. Wir erwarten für Altkupfer weiterhin eine schwierige Marktsituation. Im dritten und
vierten Quartal des Geschäftsjahres rechnen wir mit einer Erholung der Märkte. ProduktmärkteKupferprodukteFür die nächsten Monate gehen wir von einer insgesamt guten Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht
und Stranggussformaten in Europa aus. Für die Bandproduktion der europäischen Werke erwarten wir für die nächsten Monate
eine stabile Nachfrage. In Nordamerika erwarten wir wegen des starken US-Dollars für
unsere lokale Bandproduktion einen stärkeren Wettbewerb durch Importe. Zusätzlich
wirken die niedrigen Ölpreise negativ auf unser Bandgeschäft im Motorkühlungssegment. SchwefelsäureWegen der anhaltend schwachen Nachfrage nach Schwefelsäure in Chile bei gleichzeitig
weiterhin gutem internationalem Angebot gehen wir davon aus, dass sich die Spotpreise
innerhalb des 2. Quartals auf einem niedrigen Niveau stabilisieren werden. Grundsätzlich
sind die Entwicklungen auf den Schwefelsäuremärkten jedoch schwer prognostizierbar. KupferproduktionWir erwarten für das Geschäftsjahr eine unter dem Vorjahr liegende Verarbeitungsmenge
für Kupferkonzentrate. Die wesentliche Ursache hierfür liegt in dem für April und
Mai 2016 in Pirdop geplanten Großstillstand unserer Konzentratverarbeitung. Unter der Annahme einer ansonsten unterbrechungsfreien Versorgung mit Altkupfer und
einer Vollversorgung mit Konzentraten erwarten wir eine auf dem Vorjahresniveau liegenden
Kathodenproduktion. ErgebniserwartungWir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäftsjahres von Schmelz- und Raffinierlöhnen
auf einem guten Niveau aus. Für die zu Beginn des Geschäftsjahres unter Druck geratenen Schwefelsäurepreise ist
zum jetzigen Zeitpunkt keine Besserung erkennbar. Es besteht weiterhin ein Angebotsüberschuss
im internationalen Markt. Bei Altkupfer erwarten wir aus heutiger Sicht ab dem dritten Quartal eine Erholung
der Märkte und damit der Raffinierlöhne. Aurubis hat die Kathodenprämie für das Kalenderjahr 2016 für europäische Kunden von
110 US$/t auf 92 US$/t abgesenkt und trägt damit der weltweit schwächer erwarteten
Nachfrage Rechnung. Für das weitere Kupferproduktgeschäft zeichnet sich insbesondere für Rod eine gute
Geschäftsentwicklung ab. Im Vergleich hierzu wird auf den Märkten für Bandprodukte
mit schwierigeren Bedingungen gerechnet. Da wesentliche Einnahmen US-Dollar basiert sind, erwarten wir durch den starken US-Dollar,
auch unter Berücksichtigung unserer Hedging-Strategie, weiterhin positive Ergebnisbeiträge
im Vergleich zum Vorjahr. In Pirdop, Bulgarien, planen wir einen großen Wartungs- und Reparaturstillstand mit
einer deutlichen Ergebnisbelastung im dritten Quartal. Die von uns aufgesetzten Verbesserungsprojekte liefern im laufenden Geschäftsjahr
bereits Ergebnisbeiträge, werden allerdings erst in zukünftigen Geschäftsjahren die
Ergebnisentwicklung deutlich positiv beeinflussen. Insgesamt bestätigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2015/16 und erwarten
ein gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeres operatives EBT und einen ebenfalls deutlich
geringeren operativen ROCE. Konzern-Zwischenabschluss 3 Monate 2015/16Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-BilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Werte zum 30.09.2014 und 31.12.2014 teilweise angepasst Ausgewählte erläuternde AnhangangabenDie vorliegende Quartalsmitteilung der Aurubis AG wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30.09.2015 wurden unverändert fortgeführt.
Eine prüferische Durchsicht ist nicht erfolgt. Erstmalig anzuwendende StandardsDie von der Europäischen Union im Dezember 2014 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.02.2015 bzw. 01.01.2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden
Jährlichen Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010 - 2012 und Zyklus 2011 -2013 behandeln
eine Reihe von kleinen Änderungen und Klarstellungen an den IFRS. Diese haben im Aurubis-Konzern
keine Auswirkungen. Der von der Europäischen Union im Dezember 2014 in europäisches Recht übernommene
und für am oder nach dem 01.02.2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwendende IAS 19
"Änderungen: Mitarbeiterbeiträge im Rahmen leistungsorientierter Pensionszusagen"
beinhaltet i.W. eine Klarstellung zur Zuordnung von Beiträgen in leistungsorientierte
Pläne. Die Änderung hat keine Auswirkungen im Aurubis-Konzern. Konzern-Segmentberichterstattung
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Business Units im Konzern.
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Termine und KontakteFinanzkalender
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:Investor RelationsAngela Seidler Tel +49 40 7883-3178 E-Mail a.seidler@aurubis.com Dieter Birkholz Tel +49 40 7883-3969 E-Mail d.birkholz@aurubis.com Elke Brinkmann Tel +49 40 7883-2379 E-Mail e.brinkmann@aurubis.com Corporate Communications & External AffairsUlf Bauer Tel +49 40 7883-2387 E-Mail u.bauer@aurubis.com Michaela Hessling Tel +49 40 7883-3053 E-Mail m.hessling@aurubis.com Rechtlicher Hinweis:Zukunftsgerichtete AussagenDiese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf unseren gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen beruhen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und Einflüsse können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage
oder die Entwicklung von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren. aurubis.com Our Copper for your Life Aurubis AG Hovestrasse 50 D-20539 Hamburg Telefon +49 40 7883-0 Telefax +49 40 7883-2255 info@aurubis.com |
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