![]() Aurubis AGHamburgZwischenbericht 6 Monate 2016/171. Oktober 2016 bis 31. März 2017Auf einen Blickscroll
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Konzernsteuerungskennzahlen. Erläuterung des Ergebnisses in der Kommentierung der
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben. scroll
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HighlightsDer Aurubis-Konzern hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 ein operatives
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 118 Mio. € erzielt (Vj. 113 Mio. €). Das operative
Ergebnis war wesentlich beeinflusst durch gestiegene Raffinierlöhne für Altkupfer
sowie einen geplanten Stillstand in Hamburg im Herbst 2016. Der operative Return on
Capital Employed (ROCE) betrug 10,4 % (Vj. 12,7 %). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern
(EBT) lag im 1. Halbjahr bei 272 Mio. € (Vj. 40 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um rund 703 Mio. € auf
5.428 Mio. € (Vj. 4.725 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere
Metallpreise zurückzuführen. Das operative EBT betrug 118 Mio. € (Vj. 113 Mio. €).
Die im 1. Quartal des Geschäftsjahres stichtagsbedingt entstandenen negativen Bewertungseffekte
i.H.v. 26 Mio. € wurden im 2. Quartal vollständig aufgeholt. Diese standen im Zusammenhang
mit Vorratsbeständen bei gestiegenen Metallpreisen. Die Entwicklung des operativen EBT war beeinflusst durch:
Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
lag aufgrund der niedrigeren operativen Ergebnisse im 3. Quartal 2015/16 und 1. Quartal
2016/17 bei 10,4 % (Vj. 12,7 %). Auf Basis IFRS wurde ein EBT von 272 Mio. € (Vj.
40 Mio. €) erzielt. Der Netto-Cashflow zum 31.03.2017 lag bei 41 Mio. € (Vj. -158
Mio. €). Im Vorjahr war der Netto-Cashflow durch den Aufbau von Vorratsvermögen im
Rahmen der Vorbereitung für den Großstillstand in Pirdop geprägt. Die Business Unit (BU) Primärkupfererzeugung erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
ein operatives EBT in Höhe von 109 Mio. € (Vj. 89 Mio. €). Positiv wirkten sich hier
unser vorteilhafter Einsatzmix und die dadurch bedingt höheren Schmelz- und Raffinierlöhne
für Kupferkonzentrate, höhere Raffinierlöhne für Altkupfer, ein höheres Metallmehrausbringen
aufgrund höherer Metallpreise sowie ein weiterhin starker US-Dollar auf das Ergebnis
aus. Mit einer Belastung von rd. 15 Mio. € wirkte sich der im Oktober/November 2016
an unserem Standort Hamburg durchgeführte gesetzliche Wartungsstillstand negativ auf
das Ergebnis aus. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) der BU Kupferprodukte betrug 30 Mio. € (Vj.
40 Mio. €). Höhere Einnahmen aus Raffinierlöhnen für Altkupfer bei gestiegenen Durchsätzen
sowie höhere Absätze bei Strangguss und Flachwalzprodukten wirkten sich positiv auf
das Ergebnis aus. Nachfragebedingt schwächere Absätze bei Gießwalzdraht sowie die
niedrigere Kathodenprämie belasteten hingegen das Ergebnis. Der Kupferpreis lag zu Beginn des Berichtshalbjahres bei 4.807 US$/t (LME-Settlement)
und stieg bis Mitte Februar auf 6.145 US$/t an. Danach entwickelte er sich wieder
rückläufig und beendete das Berichtshalbjahr am 31.03.2017 mit einem LME-Settlement-Kurs
von 5.849 US$/t (Vj. 4.855 US$/t). Im Durchschnitt des 2. Quartals erreichte die Notierung
5.831 US$/t (Vj. 4.672 US$/t). Auch in Euro ist der Preis im Durchschnitt auf 5.475
€/t (Vj. 4.239 €/t) gestiegen. Die Schmelz- und Raffinierlöhne im Spot-Markt für Kupferkonzentrate lagen im abgelaufenen
Berichtshalbjahr auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, weil Exportbeschränkungen
in Indonesien sowie Produktionsstörungen bei Minen, z.B. durch Streiks, die Angebotsmenge
verringert haben. Diese Einflüsse wirkten sich jedoch weniger gravierend aus als von
den Marktteilnehmern angenommen. Entsprechend blieben die verfügbaren Konzentratmengen
auf hohem Niveau. Aurubis war im 1. Halbjahr sehr gut mit Kupferkonzentraten zu guten
Konditionen versorgt. Die angestiegenen Metallpreise zu Beginn des Geschäftsjahres wirkte sich positiv auf
die Verfügbarkeit von Altkupfer aus und führte am Markt durchgängig zu höheren Raffinierlöhnen.
Unsere Anlagen waren hier ebenfalls sehr gut versorgt. Der Markt für Schwefelsäure war zunächst durch ein anhaltendes Überangebot gekennzeichnet.
Es verringerte sich jedoch zum Ende des 1. Halbjahres bedingt durch Stillstände von
Hütten und Schwefelbrennern. Die allgemeine Nachfrage zeigte sich dabei stabil und
führte zu leicht verbesserten Preisen. Der Markt für Kupferkathoden war gekennzeichnet durch ein hohes Angebot mit geringeren
Spot-Prämien. Neben saisonalen Effekten durch das chinesische Neujahrsfest wirkte
sich die hohe Schrottverfügbarkeit belastend auf die globale Kathodennachfrage aus. Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender: "Das Ergebnis entspricht unseren Erwartungen.
Die Schrottmärkte haben sich erheblich verbessert und das Recycling hat einen guten
Ergebnisbeitrag geleistet. Unsere Kompetenz in der Verarbeitung komplexer Rohstoffe
macht uns unabhängiger von den aktuell niedrigeren Schmelz- und Raffinierlöhnen am
Konzentratmarkt. Gleichzeitig erlaubt uns die Verarbeitung dieser Rohstoffe höhere
Margen. Für das Gesamtjahr bestätigen wir unsere Prognose: Wir gehen von einem gegenüber dem
Vorjahr deutlich steigenden operativen Ergebnis vor Steuern und einem leicht steigenden
operativen ROCE aus." Konzern-Zwischenlagebericht 6 Monate 2016/17Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageUm den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt über die Darstellung der Ertrags-,
Vermögens-, und Finanzlage nach IFRS hinaus die Erläuterung der Ertrags- und Vermögenslage
auch auf Basis operativer Werte. Bewertungseinflüsse umfassen Effekte aus der Anwendung der Durchschnittsmethode bei
der Vorratsbewertung nach IAS 2, aus kupferpreisbedingten Bewertungseffekten auf Vorratsbestände
sowie aus Effekten der Kaufpreisallokationen, im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen
ab dem Geschäftsjahr 2010/11. Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 und des Vorjahresvergleichszeitraums wieder. Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)scroll
Ertragslage (operativ)Der Aurubis-Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016/17 ein operatives Konzernergebnis in Höhe von 90 Mio. € (Vj. 83 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern in Höhe von 272 Mio. € (Vj. 40 Mio. €) wurde um Bewertungseffekte
im Vorratsvermögen in Höhe von -156 Mio. € (Summe folgender Positionen: Veränderungen
des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Materialaufwand und Ergebnis
aus At Equity bewerteten Anteilen) (Vj. 70 Mio. €) sowie um Effekte aus der Kaufpreisallokation
der Luvata RPD (Rolled Products Division) in Höhe von 2 Mio. € (Vj. 3 Mio. €) bereinigt,
um zum operativen Ergebnis vor Steuern von 118 Mio. € (Vj. 113 Mio. €) zu gelangen. Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 703 Mio. € auf 5.428
Mio. € (Vj. 4.725 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf gestiegene Metallpreise
zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 38 Mio. € (Vj. 274 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Kupfererzeugnissen bedingt. Im Vorjahr stand der Bestandsaufbau auch
in Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den Stillstand in Pirdop und war insbesondere
auf den Aufbau von Kupfer- und Edelmetallerzeugnissen zurückzuführen. Der Materialaufwand entwickelte sich, korrespondierend zu den Umsatzerlösen, von 4.504
Mio. € im Vorjahr auf 4.940 Mio. €. Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 554 Mio. € (Vj. 526 Mio. €). Der Personalaufwand stieg um 14 Mio. € auf 237 Mio. € (Vj. 223 Mio. €). Ursächlich
hierfür waren insbesondere Tarifsteigerungen sowie eine gestiegene Mitarbeiterzahl. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen 64 Mio. € und lagen leicht über
dem Niveau des Vorjahres (62 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 127 Mio. € über dem Niveau des
Vorjahres (119 Mio. €). Der Anstieg war unter anderem bedingt durch höhere Transportkosten. Somit ergab sich insgesamt ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern
(EBIT) in Höhe von 126 Mio. € (Vj. 122 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 9 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (12 Mio. €).
Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer niedrigeren Verzinsung bei einer
leicht reduzierten Bruttoverschuldung. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das operative Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) 118 Mio. € (Vj. 113 Mio. €). Für die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr waren
folgende wesentliche Faktoren ausschlaggebend:
Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis in
Höhe von 90 Mio. € (Vj. 83 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 1,98 €
(Vj. 1,83 €). Ertragslage (IFRS)Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17
ein Konzernergebnis in Höhe von 208 Mio. € (Vj. 30 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 703 Mio. € auf 5.428
Mio. € (Vj. 4.725 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf gestiegene Metallpreise
zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 118 Mio. € (Vj. 228 Mio. €) war insbesondere bedingt
durch den Aufbau von Kupfererzeugnissen bei gestiegenen Kupferpreisen. Im Vorjahr
stand der Bestandsaufbau auch in Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den Stillstand
in Pirdop und war insbesondere auf den Aufbau von Kupfer- und Edelmetallerzeugnissen
zurückzuführen. Der Materialaufwand erhöhte sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um 340 Mio.
€, von 4.526 Mio. € im Vorjahr auf 4.866 Mio. €. Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 708 Mio. € (Vj. 458 Mio. €). Die Veränderung des Rohergebnisses war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen
Ertragslage beschriebenen Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung
begründet. Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen,
die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen
auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und damit auf das IFRS-Rohergebnis.
Dies ist unabhängig von der operativen Performance und nicht Cashflow-relevant. Der Personalaufwand stieg um 14 Mio. € auf 237 Mio. € (Vj. 223 Mio. €). Ursächlich
hierfür waren insbesondere Tarifsteigerungen sowie eine gestiegene Mitarbeiterzahl. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 66 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres
(65 Mio. €). Ebenso lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 127 Mio. € über dem Niveau
des Vorjahres (119 Mio. €). Der Anstieg war unter anderem bedingt durch höhere Transportkosten. Somit ergab sich insgesamt ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von
278 Mio. € (Vj. 51 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 9 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (12 Mio. €).
Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer niedrigeren Verzinsung bei einer
leicht reduzierten Bruttoverschuldung. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern 272
Mio. € (Vj. 40 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein Konzernergebnis in Höhe von
208 Mio. € (Vj. 30 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei 4,62 € (Vj. 0,64 €). Vermögenslage (operativ)Die Tabelle auf der nächsten Seite gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 31.03.2017
und zum 30.09.2016 wieder. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 3.823 Mio. € zum 30.09.2016 auf 3.952 Mio. € zum
31.03.2017, insbesondere aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 70 Mio. € von 1.829 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 1.899 Mio. € zum 31.03.2017. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen
das operative Konzernergebnis von 90 Mio. € sowie erfolgsneutral zu berücksichtigende
positive Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen. Gegenläufig wirkte
die Dividendenzahlung in Höhe von 58 Mio. €. Überleitung der Konzern-Bilanz (in Mio. €)scroll
Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
bei 48,0 % gegenüber 47,8 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres . Die Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31.03.2017 mit 442 Mio. € unter dem Niveau zum
Ende des letzten Geschäftsjahres (494 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle stellt die
Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten zum 31.03.2017 und 30.09.2016 dar: scroll
Kapitalrendite (operativ)Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt. Aufgrund der niedrigeren operativen
Ergebnisse im 3. Quartal 2015/16 und 1. Quartal 2016/17 lag der operative ROCE bei
10,4 % gegenüber 12,7 % in der Vergleichsperiode. scroll
Vermögenslage (IFRS)Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4.027 Mio. € zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres
auf 4.326 Mio. € zum 31.03.2017, insbesondere aufgrund gestiegener Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 188 Mio. € von 1.991 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 2.179 Mio. € zum 31.03.2017. Ursächlich waren im Wesentlichen
das Konzernergebnis von 208 Mio. € sowie erfolgsneutral zu berücksichtigende positive
Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen. Gegenläufig wirkte sich
die Dividendenzahlung in Höhe von 58 Mio. € aus. Insgesamt lag die Eigenkapitalquote am 31.03.2017 bei 50,4 % gegenüber 49,4 % zum
Ende des letzten Geschäftsjahres. Die Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31.03.2017 mit 442 Mio. € unter dem Niveau zum
Ende des letzten Geschäftsjahres (494 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle stellt die
Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten zum 31.03.2017 und 30.09.2016 dar: scroll
Kapitalrendite (IFRS)Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE
wird im Abschnitt "Kapitalrendite (operativ)" erläutert. Finanzlage und InvestitionenDer Netto-Cashflow zum 31.03.2017 lag bei 41 Mio. €. Der Netto-Cashflow von -158 Mio.
€ im Vorjahr war durch den Aufbau von Vorratsvermögen im Rahmen der Vorbereitung für
den Großstillstand in Bulgarien geprägt. Die Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) betrugen im Berichtszeitraum
105 Mio. € (Vj. 66 Mio. €). Die größte Einzelinvestition stand im Zusammenhang mit
unserer Vereinbarung zum langfristigen Bezug von Strom. Durch diese Einzelinvestition
haben wir die laufenden Kosten für den langfristigen Stromverbrauch gesenkt. Die Planungssicherheit
für unsere deutschen Produktionsstandorte für den Strombezug bleibt erhalten. Nach Abzug der Investitionen in das Anlagevermögen vom Netto-Cashflow ergibt sich
ein Free Cashflow von -64 Mio. € (Vj. -224 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 100 Mio. € (Vj. 52 Mio.
€). Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 114 Mio. € (Vj. 67 Mio. €). Der
höhere Mittelabfluss war im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens,
zum Teil ausgeglichen durch die kurzfristige Ziehung des Konsortialkredits über den
Bilanzstichtag. Zum 31.03.2017 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 299 Mio. € (zum 30.09.2016 in Höhe von 472 Mio. €) zur Verfügung. BU PrimärkupfererzeugungDie Business Unit (BU) Primärkupfer produziert hochreines Kupfer sowie Edelmetalle
aus Rohstoffen wie Kupferkonzentrat, Kupferschrotten und Blisterkupfer. Zusätzlich
werden diverse Recyclingmaterialien und Zwischenprodukte anderer Hütten eingesetzt.
Das wichtigste Produkt der BU sind Kupferkathoden, die an den Standorten Hamburg (Deutschland)
und Pirdop (Bulgarien) gewonnen werden. Als Nebenprodukte werden unter anderem Schwefelsäure
und Eisensilikatgestein hergestellt. Die Umsatzerlöse der BU betrugen im 1. Halbjahr 2016/17 3.139 Mio. € (Vj. 2.645 Mio.
€). Der Umsatzanstieg war im Wesentlichen auf höhere Metallpreise zurückzuführen. Die BU Primärkupfer erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres ein operatives EBT
in Höhe von 109 Mio. € (Vj. 89 Mio. €). Positiv wirkten sich hier unser Einsatzmix
auf die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate, höhere Raffinierlöhne für
Altkupfer, ein höheres Metallmehrausbringen aufgrund höherer Metallpreise sowie ein
weiterhin starker US-Dollar auf das Ergebnis aus. Mit einer Belastung von rd. 15 Mio. € wirkte sich der im Oktober/November 2016 an
unserem Standort Hamburg durchgeführte gesetzliche Wartungsstillstand negativ auf
das Ergebnis aus. Der Anstieg des operativen ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten
12 Monate) auf 19,7 % (Vj. 18,8 %) resultiert aus einer Verringerung des Capital Employed
durch niedrigere Vorräte zum Stichtag. RohstoffeDie Schmelz- und Raffinierlöhne im Spot-Markt für Kupferkonzentrate lagen im abgelaufenen
Berichtshalbjahr auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, weil Exportbeschränkungen
in Indonesien sowie Produktionsstörungen bei Minen, z.B. durch Streiks, die Angebotsmenge
verringert haben. Diese Einflüsse wirkten sich jedoch weniger gravierend aus als von
den Marktteilnehmern angenommen. Entsprechend blieben die verfügbaren Konzentratmengen
auf hohem Niveau. Aurubis war im 1. Halbjahr sehr gut mit Kupferkonzentraten zu guten
Konditionen versorgt. Die angesteigene Metallpreise zu Beginn des 1. Halbjahres wirkten sich positiv auf
die Verfügbarkeit von Altkupfer aus und führten am Markt durchgängig zu höheren Raffinierlöhnen.
Unsere Anlagen waren hier ebenfalls sehr gut versorgt. SchwefelsäureDer Markt für Schwefelsäure war zunächst durch ein anhaltendes Überangebot gekennzeichnet.
Es verringerte sich jedoch zum Ende des 1. Halbjahres bedingt durch Stillstände von
Hütten und Schwefelbrennern. Die allgemeine Nachfrage zeigte sich dabei stabil und
führte zu leicht verbesserten Preisen. ProduktionDer Konzentratdurchsatz lag trotz der im 1. Quartal erfolgten Revision des Abhitzekessels
in Hamburg aufgrund der durchgängig sehr guten Produktion in Pirdop insgesamt mit
1.170.000 t auf Vorjahresniveau. Der Einsatz von edelmetallhaltigen Materialien ermöglichte
eine sehr gute Silberproduktion von 561 t, die deutlich über dem Vorjahr lag. Die
Goldproduktion erreichte das Vorjahresniveau von 20 t. InvestitionenIn der BU Primärkupfererzeugung wurden Investitionen in Höhe von 74 Mio. € (Vj. 35
Mio. €) getätigt. Wesentliche Einzelinvestitionen standen im Zusammenhang mit dem
langfristigen Bezug von Strom sowie mit dem Stillstand in Hamburg. scroll
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Guter Konzentratdurchsatz trotz geplantem WartungsstillstandKonzentratdurchsatz Aurubis-Konzern (in 1.000 t) ![]() Kathodenproduktion auf hohem NiveauKathodenproduktion Aurubis-Konzern (in 1.000 t) ![]() BU KupferprodukteIn der BU Kupferprodukte werden vorrangig eigene Kupferkathoden zu Gießwalzdraht,
Stranggussformaten, Walzprodukten sowie Spezialprodukten verarbeitet. Die wichtigsten
Produktionsstandorte hierfür sind Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Avellino
(Italien), Emmerich, Stolberg (beide Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande)
und Buffalo (USA). Außerdem ist der BU Kupferprodukte das Werk in Lünen zugeordnet,
in dem Recyclingmaterialien zu hochwertigen Kupferkathoden verarbeitet werden. Die BU Kupferprodukte erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres Umsatzerlöse von
4.422 Mio. € (Vj. 3.854 Mio. €). Hier wirkten sich die gestiegenen Metallpreise positiv
aus. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 30 Mio. € (Vj. 40 Mio. €). Höhere
Einnahmen aus Raffinierlöhnen für Altkupfer bei gestiegenen Durchsätzen sowie höhere
Absätze bei Strangguss und Flachwalzprodukten wirkten sich positiv auf das Ergebnis
aus. Nachfragebedingt schwächere Absätze bei Gießwalzdraht sowie die niedrigere Kathodenprämie
belasteten hingegen das Ergebnis. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 12 Monate)
betrug 7,2 % (Vj. 11,1 %). Der Rückgang resultierte aus im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren
Ergebnisbeiträgen der letzten vier Quartale sowie einem höheren Capital Employed. ProduktmärkteSeit Beginn des Geschäftsjahres ist die Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht unter den
Erwartungen geblieben. Dies hing vor allem mit dem Anstieg des Kupferpreises Anfang
November, einer EU-Normänderung und daraus folgenden temporären Bestandskorrekturen
im Energiekabelbereich zusammen. Hinzu kam eine weiterhin schwache Nachfrage aus Nahost.
Die Lackdrahtindustrie sowie der Automobilbereich zeigten weitgehend eine stabil hohe
Nachfrage. Im Bereich hochreiner Stranggussformate verzeichneten die Märkte durchgänging eine
hohe Nachfrage oberhalb der Erwartungen. Dies war insbesondere auf eine starke Nachfrage
nach Flachwalzprodukten zurückzuführen. Entsprechend entwickelte sich unser Flachwalzproduktgeschäft
positiv. Der Markt für Kupferkathoden war gekennzeichnet durch ein hohes Angebot mit geringeren
Spot-Prämien. Neben saisonalen Effekten durch das chinesische Neujahrsfest wirkte
sich die hohe Schrottverfügbarkeit belastend auf die globale Kathodennachfrage aus.
Wir haben die Kathodenprämie für das Kalenderjahr 2017 über unsere Produkte durchgesetzt. RohstoffeDie angesteigene Metallpreise zu Beginn des 1. Halbjahres wirkten sich positiv auf
die Verfügbarkeit von Altkupfer aus und führten am Markt durchgängig zu höheren Raffinierlöhnen.
Unsere Anlagen waren sehr gut versorgt. Das Angebot an komplexen Recyclingmaterialien wie industrielle Rückstände sowie Elektro-
und Elektronikschrotte war ausreichend gegeben, die Wettbewerbsintensität hat jedoch
zugenommen. ProduktionDer Durchsatz in unserem Recyclingaggregat KRS lag bedingt durch einen geplanten Wartungsstillstand
unter Vorjahr. Die Gießwalzdrahtproduktion lag mit 355.000 t nachfragebedingt unter dem Vorjahr. InvestitionenIn der BU Kupferprodukte wurden Investitionen in Höhe von 31 Mio. € (Vj. 16 Mio. €)
getätigt. Wesentliche Einzelinvestitionen standen im Zusammenhang mit dem langfristigen
Bezug von Strom. scroll
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Gießwalzdrahtproduktion bleibt nachfragebedingt hinter dem Vorjahresquartal zurückGießwalzdrahtproduktion (in 1.000 t) ![]() Produktionssteigerung bei Strangguss durch hohe NachfrageStranggussproduktion (in 1.000 t) ![]() Corporate GovernanceDie Hauptversammlung der Aurubis AG hat am 2. März 2017 der vom Vorstand und dem Aufsichtsrat
vorgeschlagenen Dividende von 1,25 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2015/16 zugestimmt. Herr Erwin Faust wurde aufgrund einer Erkrankung einvernehmlich und bis auf Weiteres
durch Beschluss des Aufsichtsrats von seinen Diensten und Pflichten als Finanzvorstand
der Aurubis AG befreit. Wir verweisen auf unsere Angaben im Geschäftsbericht 2015/16. Risiko- und ChancenmanagementDie Rohstoffversorgung des Aurubis-Konzerns war im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
2016/17 insgesamt gut. Die allgemeine Versorgung mit Kupferkonzentraten lag auf hohem
Niveau. Die Marktlage bei Altkupfer verbesserte sich weiter. Die Versorgung unserer Aggregate konnten wir im gesamten 1. Halbjahr sicherstellen.
Wir erwarten keine Veränderung auf den Kupferkonzentratmärkten und gehen davon aus,
dass die Marktlage bei Altkupfer im laufenden Quartal weitgehend stabil bleibt. Der internationale Markt für Schwefelsäure hat sich zum Ende des 1. Halbjahres 2016/17
leicht verbessert. Für das 3. Quartal erwarten wir eine Fortsetzung dieser Marktlage. Bei den Kupferprodukten lag der Absatz von Strangguss- und Flachprodukten im 1. Halbjahr
2016/17 über dem Vorjahr. Der Absatz von Gießwalzdraht lag nachfragebedingt unter
Vorjahresniveau. Der Kupferkonzentratdurchsatz und die Auslastung der Produktionskapazitäten der Kupfererzeugung
lagen im 1. Halbjahr auf Vorjahresniveau. Grundsätzlich ist das Risiko schwankender Energiepreise für die wesentlichen deutschen
Standorte durch einen langfristigen Stromliefervertrag abgemildert. Die Belastungen,
die sich aus dem Beihilfeprüfverfahren zur Stromnetzentgeltverordnung ergeben könnten,
lassen sich aufgrund der noch anhaltenden politischen Diskussionen nicht verlässlich
einschätzen. Die Versorgung mit Liquidität war sichergestellt. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben wir weitestgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Im
Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Risiken aus dem schwankenden Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir
durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte eingeschränkt. Den Einflüssen schwankender
Metallpreise begegnen wir durch geeignetes Metallpreis-Hedging. Die mit der europäischen Schuldenkrise verbundenen Risiken sowie die politische Diskussion
zu Steuerthemen, wie z.B. der Finanztransaktionssteuer, sowie deren mögliche Auswirkungen,
werden von uns eng verfolgt. In dem Kartellverfahren, das in Bulgarien gegen Aurubis anhängig war, hat die Behörde
zugunsten von Aurubis entschieden. Dennoch wurde gegen diese Entscheidung das zuständige
Gericht angerufen. Die Vorwürfe hält der Aurubis-Konzern der Sache nach weiterhin
für unbegründet. Vision 2025Im Zuge der Hauptversammlung am 2. März 2017 haben wir unsere neue Vision 2025 erstmals
unseren Aktionärinnen und Aktionären und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
In ihr haben wir unsere wesentlichen Alleinstellungsmerkmale für die Zukunft in drei
Sätzen verdichtet: Passion for Metallurgy. Metals for Progress. Together with you.Wir wollen künftig der führende Verarbeiter von primären (Erzkonzentrat) und sekundären
(Recyclingmaterialien) Rohstoffen sein - sowohl mit geringem als auch mit hohem Komplexitätsgrad.
Gleichzeitig setzen wir Maßstäbe in Fragen der Nachhaltigkeit, sprich beim Dreiklang
Umwelt, Wirtschaft, Mensch. Hierbei helfen uns unsere hohe Innovationskraft und unser
Antrieb ständig besser zu werden. Dies alles macht Aurubis zum Partner der Wahl für
seine Kunden und Lieferanten. Zur Erreichung dieser Vision haben wir das Transformationsprogramm "ONE Aurubis" aufgelegt.
Es umfasst die fünf Säulen Strategie, Organisation, Geschäftsverbesserungen, Führung
& Verantwortung sowie Kultur & Kommunikation. Die Inhalte der Säule Strategie werden wir bis zum Ende des Kalenderjahres 2017 weiter
konkretisieren. Grundsätzlich ist es unser Ziel, die metallurgische Expertise noch
stärker als bisher auszubauen beziehungsweise unser bestehendes Material- und Prozess-Know-how
auf andere Bereiche und Metalle auszudehnen. So werden wir uns über das Kernmetall
Kupfer hinaus künftig noch stärker in Richtung Multi-Metallproduzent diversifizieren.
In diesem Zuge planen wir noch intensiver mit unseren Rohstofflieferanten zusammenzuarbeiten. ![]() Im Zuge der Strategie werden wir unser Wachstum weiter beschleunigen. Hierfür können
wir uns eine Ausweitung der bestehenden Kapazitäten aber auch Wachstum über Akquisitionen
vorstellen. All dies erfolgt stets unter der Prämisse, dass die Erweiterungen eine
sinnvolle inhaltliche oder geografische Ergänzung unseres bestehenden Geschäfts bilden
und wertschaffend wirken. Innerhalb der Säule Geschäftsverbesserungen haben wir zudem verschiedene Maßnahmen
in einem Effizienzsteigerungsprogramm verdichtet, welches alle unsere Gesellschaften
und Standorte umfasst. Es beinhaltet eine Vielzahl an konkreten Projekten wie beispielsweise
die Steigerung des Konzentratdurchsatzes, weitere Optimierungen beim Energie- und
Materialeinkauf oder Prozessverbesserungen bei der Instandhaltung unserer Anlagen
sowie der übergreifenden Funktionen. Durch diese internen Maßnahmen planen wir unser
EBITDA bis Ende des Geschäftsjahres 2019/20 um mehr als 200 Mio. € zu steigern. Auch in den weiteren drei Bereichen Organisation, Führung & Verantwortung sowie Kultur
& Kommunikation haben wir konkrete Projekte angestoßen. Weitere Informationen hierzu
entnehmen Sie bitte den Unterlagen zur Hauptversammlung 2017 beziehungsweise werden
wir mit dem kommenden Geschäftsbericht 2016/17 veröffentlichen. AusblickRohstoffmärkteEs wird weiterhin von einem ausreichenden Angebot an Kupferkonzentraten mit zufriedenstellenden
Schmelz- und Raffinierlöhnen ausgegangen, auch wenn die Spot TC/RC's bisher unter
Benchmark 2017 liegen. Wir erwarten weiterhin einen grundsätzlich stabilen Altkupfermarkt. Kurzfristig kann
es durch sinkende Metallpreise jedoch zu einer Marktverengung mit rückläufigen Raffinierlöhnen
kommen. ProduktmärkteKupferprodukteFür die nächsten Monate gehen wir von einem steigenden Absatz von Kupfergießwalzdraht
und einer konstant hohen Nachfrage nach Stranggussformaten aus. Für Flachwalzprodukte rechnen wir in Europa mit einem anhaltend guten Nachfrageniveau,
insbesondere für hochwertige Erzeugnisse wie Hochleistungslegierungen und verzinntes
Material. Auch in Nordamerika erwarten wir eine gute Nachfrage. SchwefelsäureEs ist davon auszugehen, dass sich die aktuell leicht verbesserte Marktsituation im
2. Halbjahr fortsetzt und sich ab unserem 3. Quartal auf das Ergebnis positiv auswirken
wird. KupferproduktionWir erwarten für das Geschäftsjahr eine über dem Vorjahr liegende Verarbeitungsmenge
für Kupferkonzentrate bei hoher Anlagenverfügbarkeit. ErgebniserwartungWir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäftsjahres bei Konzentraten, trotz des
reduzierten Benchmarks 2017, von zufriedenstellenden Schmelz- und Raffinierlöhnen
aus. Bei hoher Minenproduktion werden wir uns weiterhin gut mit Kupferkonzentraten
versorgen können und aufgrund ihrer komplexen Qualitäten höhere TC/RCs erzielen. Bei den Schwefelsäureerlösen erwarten wir eine leichte Verbesserung, sofern sich die
positive Entwicklung an den Schwefelsäuremärkten fortsetzt. Für Altkupfer rechnen wir für die nächsten Monate mit einer anhaltend hohen Verfügbarkeit
bei guten Raffinierlöhnen. Inwiefern diese Situation bis zum Geschäftsjahresende anhält,
ist aus heutiger Sicht schwer prognostizierbar. Für das Kalenderjahr 2017 hat Aurubis die Kathodenprämie um 6 US$/t auf 86 US$/t gesenkt.
Wir werden die Prämie über unsere Produkte auch im weiteren Jahresverlauf durchsetzen. Für Gießwalzdraht und Stranggussprodukte gehen wir von einer soliden Nachfrage auf
Vorjahresniveau aus. Auf den Märkten für Bandprodukte rechnen wir für das Geschäftsjahr
ebenfalls mit einer insgesamt stabilen Nachfrage in den wichtigen Marktsegmenten. Da wesentliche Einnahmen US-Dollar basiert sind, gehen wir durch den starken US-Dollar
unter Berücksichtigung unserer Hedging-Strategie weiterhin von positiven Ergebnisbeiträgen
aus. Positive Ergebnisbeiträge erwarten wir aus unserem Effizienzsteigerungsprogramm im
Rahmen von "ONE Aurubis". Es wird zu weiteren Optimierungen an allen Standorten führen. Insgesamt bestätigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 und erwarten
ein gegenüber dem Vorjahr deutlich steigendes operatives EBT und einen leicht steigenden
operativen ROCE. Qualifiziert komparative Prognose laut Aurubis-Definitionscroll
Konzern-Zwischenabschluss 6 Monate 2016/17Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(IFRS, in T€) scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung(IFRS, in T€) scroll
Konzern-Bilanz(IFRS, in T€) AKTIVA
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PASSIVAscroll
Werte zum 30.09.2016 teilweise angepasst. Konzern-Kapitalflussrechnung(IFRS, in T€) scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung(IFRS, in T€) scroll
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Die enthaltenen Positionen werden zukünftig in den Gewinn/Verlust umgegliedert. Ausgewählte erläuternde AnhangangabenAllgemeine GrundlagenDer vorliegende Konzernzwischenbericht der Aurubis AG umfasst nach den Vorschriften
des Wertpapierhandelsgesetzes einen Konzern-Zwischenabschluss sowie einen Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für die Zwischenberichterstattung wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30.09.2016 wurden
unverändert fortgeführt. Eine prüferische Durchsicht des Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts
der ersten sechs Monate 2016/17 ist nicht erfolgt. Erstmalig anzuwendende StandardsDie von der Europäischen Union im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.01.2016 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Jährlichen
Verbesserungen an den IFRS -Zyklus 2012 - 2014 - behandeln eine Reihe von kleinen
Änderungen und Klarstellungen an den IFRS. Diese haben im Aurubis-Konzern keine Auswirkungen. Die von der Europäischen Union im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.01.2016 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Änderungen
der IAS 16 und IAS 38 beinhalten i. W. eine Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden.
Die Änderungen haben keine Auswirkungen im Aurubis-Konzern. Nicht vorzeitig angewendete Standards IFRS 9/IFRS 15Mit dem Geschäftsjahr 2018/19 hat Aurubis Neuregelungen gem. IFRS 9 zur Klassifizierung
und Bewertung von Finanzinstrumenten zu beachten sowie seine Umsatzerlöse basierend
auf dem fünfstufigen Modell nach IFRS 15 zu bilanzieren. Bereits im letzten Geschäftsjahr
hat das Management daher begonnen, erste Auswirkungen aus den Neuregelungen im Rahmen
von Betroffenheitsanalysen zu untersuchen. In den ersten sechs Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres wurden diese Betroffenheitsanalysen auf Basis von qualitativen Datenanalysen
beziehungsweise von Vertragsdurchsichten und strukturierten Interviews mit den Geschäftsbereichen
fortgeführt. Wir erwarten aus heutiger Sicht aus der Einführung des IFRS 9 keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Aurubis-Konzern. Ebenso erwarten wir für die Bilanzierung nach IFRS 15 keine
wesentlichen Auswirkungen auf den Aurubis-Konzern, da die Umsatzerlöse hauptsächlich
aus dem Verkauf von Metallen und Kupferprodukten erzielt werden. DividendeDer Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/16 der Aurubis AG in Höhe von 122.012.020
€ wurde in Höhe von 56.195.903,75 € zur Zahlung einer Dividende von 1,25 € verwendet.
Ein Betrag von 65.816.116,25 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. InvestitionenDie größte Einzelinvestition war eine Auszahlung im Zusammenhang mit unserer Vereinbarung
zum langfristigen Bezug von Strom. Durch diese Einzelinvestition haben wir die Kosten
für den langfristigen Stromverbrauch gesenkt. FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle ordnet die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Finanzinstrumente
der Aurubis den Leveln 1 bis 3 zu. Die Level geben dabei Auskunft, ob der beizulegende Zeitwert einen Preis darstellt,
der an einem aktiven Markt notiert und dem Unternehmen zugänglich ist, wie bei Level
1, bzw. auf anderen beobachtbaren Faktoren, wie bei Level 2, oder auf nicht beobachtbaren
Faktoren basiert, wie bei Level 3. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Derivate sind in der Bilanz der Aurubis,
wie auch in der Tabelle dargestellt, mit den beizulegenden Zeitwerten abgebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Bilanz der Aurubis mit
ihren fortgeführten Anschaffungskosten enthalten und werden in der Tabelle lediglich
zu Informationszwecken mit ihrem beizulegenden Zeitwert dargestellt. Weitere Informationen
zu den Bewertungsmethoden und verwendeten Inputparametern sollen in Zusammenhang mit
dem IFRS-Konzernabschluss von Aurubis zum 30. September 2016 gelesen werden. scroll
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 wurden keine Umgliederungen
zwischen den einzelnen Leveln vorgenommen. Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
und in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumente dar: scroll
Gewinne und Verluste der als Level 3 klassifizierten derivativen Finanzinstrumente
betreffen einen Teil eines Energieversorgungsvertrages und schlagen sich in der GuV-Position
"Materialaufwand" nieder. Im Zusammenhang mit unserer Vereinbarung zum langfristigen
Bezug von Strom wurde ein Derivat getilgt und ein neues Derivat erworben. Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate basiert zum Teil auf nicht beobachtbaren
Eingangsparametern, die im Wesentlichen den Preis für Strom und Kohle betreffen. Die
Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode. Hätte der Aurubis-Konzern am 31.03.2017 zur Bewertung der betreffenden Finanzinstrumente
angemessene mögliche Alternativen der Bewertungsparameter zugrunde gelegt, hätte sich
bei einer Steigerung des Strompreises sowie einer Reduzierung des Kohlepreises um
jeweils 20 % zum Laufzeitende der ausgewiesene beizulegende Zeitwert um 7.292 T€ (Vj.
7.965 T€) erhöht bzw. bei einer Reduzierung des Strompreises sowie einer Steigerung
des Kohlepreises um jeweils 20 % zum Laufzeitende um 5.751 T€ (Vj. 6.337 T€) verringert. Konzern-Segmentberichterstattung(in T€) scroll
scroll
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Business Units im Konzern. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht
den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns
so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Hamburg, 15. Mai 2017 Aurubis AG Der Vorstand scroll
Rechtlicher Hinweis: Zukunftsgerichtete Aussagen Diese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf unseren gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen beruhen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und Einflüsse können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage
oder die Entwicklung von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren. Termine und KontakteFinanzkalenderscroll
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:Investor RelationsAngela Seidler Tel +49 40 7883-3178 E-Mail a.seidler@aurubis.com Dieter Birkholz Tel +49 40 7883-3969 E-Mail d.birkholz@aurubis.com Elke Brinkmann Tel +49 40 7883-2379 E-Mail e.brinkmann@aurubis.com Christoph Tesch Tel +49 40 7883-2178 E-Mail c.tesch@aurubis.com Corporate Communications & External AffairsUlf Bauer Tel +49 40 7883-2387 E-Mail u.bauer@aurubis.com Michaela Hessling Tel +49 40 7883-3053 E-Mail m.hessling@aurubis.com aurubis.com Passion for Metallurgy. Metals for Progress. Together with you.Aurubis AG Hovestrasse 50 D-20539 Hamburg Telefon +49 40 7883-0 Telefax +49 40 7883-2255 info@aurubis.com |
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