![]() Aurubis AGHamburgQuartalsmitteilung 3 Monate 2017/181. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017Auf einen Blick
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Konzernsteuerungskennzahlen. Erläuterung des Ergebnisses in der Kommentierung der
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben.
HighlightsDer Aurubis-Konzern hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 ein
operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 79 Mio. € erzielt (Vj. 18 Mio. €). Das operative
Ergebnis war wesentlich beeinflusst durch einen deutlich höheren Konzentratdurchsatz
sowie deutlich höhere Raffinierlöhne für Altkupfer. Der operative Return on Capital
Employed (ROCE) betrug 15,4 % (Vj. 9,5 %). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) lag
bei 170 Mio. € (Vj. 102 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
2017/18 auf 2.872 Mio. € (Vj. 2.462 Mio. €). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf
den gestiegenen Kupferpreis zurückzuführen. Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 79 Mio. € (Vj. 18 Mio. €) und
war positiv beeinflusst durch
Gegenläufig wirkten
Des Weiteren war das Vorjahresergebnis beeinflusst durch negative Bewertungseffekte
i.H.v. 26 Mio. € im Zusammenhang mit Vorratsbeständen bei gestiegenen Metallpreisen. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
lag bei 15,4 % (Vj. 9,5 %). Der Anstieg resultiert aus im Vergleich zum Vorjahr höheren
Ergebnisbeiträgen. Auf Basis IFRS wurde ein EBT von 170 Mio. € (Vj. 102 Mio. €) erzielt.
Der Netto-Cashflow zum 31.12.2017 lag bei -246 Mio. € (Vj. -41 Mio. €). Der deutliche
Rückgang ist insbesondere durch höhere Vorratsbestände zum Bilanzstichtag begründet. Im Einklang mit unserer neuen Organisation (s. Kapitel Vision 2025, S. 18 f.) berichten
wir seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in den beiden Segmenten Metal Refining &
Processing (MRP) und Flat Rolled Products (FRP). Das operative EBT des Segments MRP betrug im Berichtszeitraum 93 Mio. € (Vj. 35 Mio.
€). Positiv wirkten deutlich höhere Konzentratdurchsätze, wesentlich höh-rere Raffinierlöhne
für Altkupfer bei sehr gutem Angebot, mengen- und preisbedingt höhere Schwefelsäureerlöse,
ein höheres Metallmehrausbringen bei höheren Kupferpreisen und höhere Absätze bei
Gießwahlzdrahtproduk-ten. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch die im Vergleich
zum Vorjahr niedrigere Kupferprämie sowie den schwächeren US-Dollar. Das Ergebnis
des 1. Quartals des Vorjahres war belastet mit oben genannten negativen Bewertungseffekten
von rd. 26 Mio. €, die im Wesentlichen auf das Segment MRP entfielen, sowie mit Mrd.
15 Mio. € durch einen am Standort Hamburg durchgeführten geplanten Wartungsstillstand. Das Segment FRP erzielte im 1. Quartal 2017/18 ein operatives EBT von -7 Mio. € (Vj.
-10 Mio. €). Saisonbedingt ist das erste Quartal beeinflusst durch eine zum Kalenderjahresende
üblicherweise geringere Kundennachfrage und unserer daraus resultierenden reduzierten
Produktion sowie einer erhöhten Instandhaltung in der zweiten Dezemberhälfte. Die
Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf positiven Effekten
aus dem laufenden Effizienzsteigerungsprogramm. Die Aurubis AG, Hamburg, befindet
sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf des Segments Flat Rolled
Products an die Wieland-Werke AG, Ulm. Die Parteien haben am 12.02.2018 ein Term Sheet
unterschrieben, welches wesentliche Eckpunkte einer möglichen Transaktion und eines
nun noch im Detail zu verhandelnden Kaufvertrags regelt. Das Term Sheet steht unter
dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der Aurubis AG, der das Vorhaben im
Grundsatz positiv bewertet. Der Kupferpreis lag zu Beginn des Berichtszeitraums bei 6.455 US$/t (LME-Settlement)
und stieg im Oktober zunächst zeitweilig über 7.000 US$/t, entwickelte sich dann jedoch
aufgrund schwächerer Wirtschaftsdaten aus China rückläufig bis auf 6.539 US$/t am
8.12.2017. Gestützt durch solide Fundamentaldaten aus China sowie Meldungen über mögliche
Engpässe aufgrund von umweltbedingten Produktionsrestriktionen in China erholte sich
der Kupferpreis im Monatsverlauf und schloss am 29.12.2017 mit einem LME-Settlement-Kurs
von 7.157 US$/t (Vj. 5.501 US$/t). Im Durchschnitt des 1. Quartals 2017/18 erreichte
die Notierung 6.808 US$/t (Vj. 5.277 US$/t). Auch in Euro ist der Preis im Durchschnitt
auf 5.783 €/t (Vj. 4.898 €/t) gestiegen. Im internationalen Markt für Kupferkonzentrate stiegen die Schmelz- und Raffinierlöhne
(TC/RCs) im SpotGeschäft des 1. Quartals 2017/18 wegen guter Konzentratverfügbarkeit
zunächst an, gaben im weiteren Verlauf dann allerdings wegen steigender Kaufaktivitäten
chinesischer Hütten leicht nach. Der erste größere Abschluss eines jahresvertrages
für 2018 zwischen einem führenden Minenunternehmen und einer größeren chinesischen
Kupferhütte erfolgte gemäß Reuters zu einer niedrigeren TC/RC als im Vorjahr bei 82,25
US$/t / 8,225 cts/lb (Vj. 92,50 US$/t / 9,25 cts/lb). Die im Berichtszeitraum weiterhin auf gutem Niveau liegenden Metallpreise wirkten
sich unverändert positiv auf die Verfügbarkeit von Altkupfer und die entsprechenden
Raffinierlöhne aus. Der globale Markt für Schwefelsäure war durch eine anhaltend gute Nachfrage gekennzeichnet.
Die allgemeine Verfügbarkeit von Schwefelsäure war sehr begrenzt und Hüttenstillstände
in Asien zum Ende des 1. Quartals verstärkten die Situation, was zu einem positiven
Preistrend am Spotmarkt führte und sich auch entsprechend positiv auf das Kontraktgeschäft
auswirkte. Die Kathodenmärkte verzeichneten im 1. Quartal eine gute Nachfrage bei leicht verbesserten
Spotprämien. Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender: "Das Geschäftsjahr hat für uns sehr gut begonnen, wenn man bedenkt, dass üblicherweise
das 1. Quartal unseres Geschäftsjahres durch saisonale Effekte eher schwächer ist.
In diesem Quartal profitierten wir insbesondere von den Schrottmärkten bei gleichzeitig
guter Performance unserer Standorte. Auch mit unserem Effizienzsteigerungsprogramm
sind wir voll im Plan. Gleichwohl bleiben Unsicherheiten wie beispielsweise der sich
abschwächende US-Dollar bestehen. Daher bestätigen wir für das Gesamtjahr unsere Prognose und gehen von einem auf Vorjahresniveau
liegenden operativen Ergebnis vor Steuern und einem gegenüber dem Vorjahr leicht niedrigeren
operativen ROCE aus. Die Unterzeichnung des Term Sheets über einen möglichen Verkauf
des Segments FRP zieht aktuell noch keine Anpassung der Prognose nach sich." Wirtschaftliche Entwicklung 3 Monate 2017/18Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageUm den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt über die Darstellung der Ertrags-,
Vermögens-, und Finanzlage nach IFRS hinaus die Erläuterung der Ertrags- und Vermögenslage
auch auf Basis operativer Werte. Bewertungseinflüsse umfassen dabei Effekte im Vorrats- und Anlagevermögen. Zur Bereinigung
der Bewertungseinflüsse aus der Anwendung des IAS 2 werden die aus der Anwendung der
Durchschnittsmethode resultierenden Metallpreisschwankungen ebenso eliminiert wie
stichtagsbezogene Abwertungen und Zuschreibungen auf Kupfervorratsbestände. Darüber
hinaus erfolgt die Bereinigung um Effekte aus Kaufpreisallokationen im Wesentlichen
auf Sachanlagevermögen (Purchase Price Allocation = PPA) seit dem Geschäftsjahr 2010/11. Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
drei Monate des Geschäftsjahres 2017/18 und des Vorjahresvergleichszeitraums wieder. Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)
Bereinigung um Bewertungsergebnisse aus der Anwendung der Durchschnittsmethode nach
IAS 2 sowie um Effekte aus Kaufpreisallokationen i.W. auf Sachanlagevermögen ab dem
Geschäftsjahr 2010/11. Ertragslage (operativ)Der Aurubis-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
2017/18 ein operatives Konzernergebnis in Höhe von 60 Mio. € (Vj. 14 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern in Höhe von 170 Mio. € (Vj. 102 Mio. €) wurde um Bewertungseffekte
im Vorratsvermögen in Höhe von -92 Mio. € (Vj. -85 Mio. €) (Summe folgender Positionen:
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Materialaufwand
und Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen) sowie um Effekte aus Kaufpreisallokationen
seit 2010/11 in Höhe von 1 Mio. € (Vj. 1 Mio. €) bereinigt, um zum operativen Ergebnis
vor Steuern von 79 Mio. € (Vj. 18 Mio. €) zu gelangen. Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 410 Mio. € auf 2.872
Mio. € (Vj. 2.462 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den durchschnittlich
höheren Kupferpreis zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 124 Mio. € (Vj. 44 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Kupferfertigerzeugnissen bedingt. Der Materialaufwand entwickelte sich, korrespondierend zu den Umsatzerlösen, von 2.293
Mio. € im Vorjahr auf 2.722 Mio. €. Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 291 Mio. € (Vj. 230 Mio. €). Der Personalaufwand lag mit 115 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 117 Mio.
€). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres
(32 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3 Mio. € auf 62 Mio. € (Vj.
59 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch höhere Transportkosten. Somit ergab sich insgesamt ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern
(EBIT) in Höhe von 82 Mio. € (Vj. 22 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 3 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (6 Mio. €).
Der Rückgang resultierte überwiegend aus der reduzierten Bruttoverschuldung durch
die Tilgung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 136 Mio. € im Februar 2017. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das operative Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) 79 Mio. € (Vj. 18 Mio. €). Das operative EBT war in den ersten drei Monaten des Vorjahres durch Bewertungseffekte
im Zusammenhang mit Vorratsbeständen in Höhe von 26 Mio. € belastet. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis in
Höhe von 60 Mio. € (Vj. 14 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 1,33 €
(Vj. 0,30 €). Ertragslage (IFRS)Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2017/18
ein Konzernergebnis in Höhe von 130 Mio. € (Vj. 78 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 410 Mio. € auf 2.872
Mio. € (Vj. 2.462 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den durchschnittlich
höheren Kupferpreis zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 175 Mio. € (Vj. 64 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Kupferfertigerzeugnissen bedingt. Der Materialaufwand erhöhte sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um 454 Mio.
€, von 2.228 Mio. € im Vorjahr auf 2.682 Mio. €. Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 382 Mio. € (Vj. 315 Mio. €). Die Veränderung des Rohergebnisses war, neben den bereits in den Highlights beschriebenen
Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung begründet. Die Anwendung der
Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen, die nah an den Marktpreisen
liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen
und damit auf das IFRS-Rohergebnis. Dies ist unabhängig von der operativen Performance
und nicht Cashflow-relevant. Der Personalaufwand lag mit 115 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 117 Mio.
€). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 33 Mio. € ebenfalls auf dem Niveau
des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3 Mio. € auf 62 Mio. € (Vj.
59 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch höhere Transportkosten. Somit ergab sich insgesamt ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von
172 Mio. € (Vj. 106 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 3 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (6 Mio. €).
Der Rückgang resultierte überwiegend aus der reduzierten Bruttoverschuldung durch
die Tilgung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 136 Mio. € im Februar 2017. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern 170
Mio. € (Vj. 102 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein Konzernergebnis in Höhe von
130 Mio. € (Vj. 78 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei 2,88 € (Vj. 1,73 €). Vermögenslage (operativ)Die Tabelle auf der nächsten Seite gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 31.12.2017
und zum 30.09.2017 wieder. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 3.975 Mio. € zum 30.09.2017 auf 4.168 Mio. € zum
31.12.2017, insbesondere aufgrund gestiegener Vorratsbestände. Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 53 Mio. € von 2.087 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 2.140 Mio. € zum 31.12.2017. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen
das operative Konzernergebnis von 60 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich erfolgsneutral
zu berücksichtigende negative Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen
aus. Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
bei 51,3 % gegenüber 52,5 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Überleitung der Konzern-Bilanz (in Mio. €)
Bereinigung um Bewertungsergebnisse aus der Anwendung der Durchschnittsmethode nach
IAS 2 sowie um Effekte aus Kaufpreisallokationen i.W. auf Sachanlagevermögen ab dem
Geschäftsjahr 2010/11. Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar: Die Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 373 Mio. € lagen zum 31.12.2017 geringfügig
über dem Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (351 Mio. €).
Kapitalrendite (operativ)Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt. Aufgrund der gestiegenen operativen Ergebnisse lag der operative ROCE bei 15,4 % gegenüber
9,5 % in der Vergleichsperiode.
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rollierend letzte 4 Quartale Vermögenslage (IFRS)Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4.361 Mio. € zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres
auf 4.632 Mio. € zum 31.12.2017, insbesondere aufgrund gestiegener Vorratsbestände
zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 123 Mio. € von 2.366 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 2.489 Mio. € zum 31.12.2017. Ursächlich war im Wesentlichen das
Konzernergebnis von 130 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich erfolgsneutral zu berücksichtigende
negative Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen aus. Insgesamt lag die Eigenkapitalquote am 31.12.2017 bei 53,7 % gegenüber 54,2 % zum
Ende des letzten Geschäftsjahres. Die Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 373 Mio. € lagen zum 31.12.2017 geringfügig
über dem Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (351 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar:
Kapitalrendite (IFRS)Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE
wird im Abschnitt "Kapitalrendite (operativ)" erläutert. Finanzlage und InvestitionenDer Netto-Cashflow zum 31.12.2017 lag mit -246 Mio. € deutlich unter dem Niveau des
Vorjahres (Vj. -41 Mio. €). Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Vorratsbestände
zum Bilanzstichtag. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 22 Mio. € (Vj. 79 Mio.
€). Der Verkauf einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie wirkte sich mit rd.
8 Mio. € positiv auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit in der Berichtsperiode
aus. Der Mittelabfluss im Vorjahr war beeinflusst durch eine größere Einzelinvestition
im Zusammenhang mit unserer Vereinbarung zum langfristigen Bezug von Strom. Nach Abzug des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 22 Mio. €
vom Netto-Cashflow in Höhe von -246 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von -268
Mio. € (Vj. -120 Mio. €). Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 6 Mio. € (Vj. -10 Mio. €). Zum 31.12.2017 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 308 Mio. € (zum 30.09.2017 in Höhe von 571 Mio. €) zur Verfügung.
Segment Metal Refining & ProcessingDas Segment Metal Refining & Processing (MRP) verarbeitet komplexe Metallkonzentrate,
Altkupfer und metallhaltige Recyclingstoffe zu Metallen mit höchster Qualität. Unter
anderem werden an den Standorten Hamburg (Deutschland), Pirdop (Bulgarien), Olen (Belgien)
und Lünen (Deutschland) Kupferkathoden hergestellt, welche an den Standorten Hamburg
(Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht
und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden. Durch die Verarbeitung und optimale
Verwertung von Konzentraten sowie Recyclingrohstoffen mit komplexen Zusammensetzungen
verfügt das Segment über ein breites Produktportfolio. Es beinhaltet neben hochreinem
Kupfer unter anderem Gold, Silber, Blei, Nickel, Zinn, Nebenmetalle, Metalle der Platingruppe
sowie eine Reihe anderer Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat. Das Segment MRP erzielte in den ersten 3 Monaten 2017/18 Umsatzerlöse in Höhe von
2.593 Mio. € (Vj. 2.222 Mio. €). Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere
Kupferpreise zurückzuführen. Das operative EBT des Segments betrug im Berichtszeitraum 93 Mio. € (Vj. 35 Mio. €).
Positiv wirkten deutlich höhere Konzentratdurchsätze, wesentlich höhere Raffinierlöhne
für Altkupfer bei sehr gutem Angebot, mengen- und preisbedingt höhere Schwefelsäureerlöse,
ein höheres Metallmehrausbringen bei höheren Kupferpreisen und höhere Absätze bei
Gießwalzdrahtproduk-ten. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch die im Vergleich
zum Vorjahr niedrigere Kupferprämie sowie den schwächeren US-Dollar. Das Ergebnis
des 1. Quartals des Vorjahres war belastet mit oben genannten negativen Bewertungseffekten
von rd. 26 Mio. €, die im Wesentlichen auf das Segment MRP entfielen, sowie mit rd.
15 Mio. € durch einen am Standort Hamburg durchgeführten geplanten Wartungsstillstand. RohstoffeIm internationalen Markt für Kupferkonzentrate stiegen die Schmelz- und Raffinierlöhne
(TC/RCs) im SpotGeschäft des 1. Quartals 2017/18 wegen guter Konzentratverfügbarkeit
zunächst an, gaben im weiteren Verlauf dann allerdings wegen steigender Kaufaktivitäten
chinesischer Hütten leicht nach. Der erste größere Abschluss eines Jahresvertrages
für 2018 zwischen einem führenden Minenunternehmen und einer größeren chinesischen
Kupferhütte erfolgte gemäß Reuters zu einer niedrigeren TC/RC als im Vorjahr bei 82,25
US$/t / 8,225 cts/lb (Vj. 92,50 US$/t / 9,25 cts/lb). Aurubis konnte sich aufgrund der weiterhin hohen Minenproduktion gut mit Kupferkonzentraten
versorgen. Die im Berichtszeitraum weiterhin auf gutem Niveau liegenden Metallpreise wirkten
sich unverändert positiv auf die Verfügbarkeit von Altkupfer und entsprechende Raffinierlöhne
aus. Unsere Anlagen konnten voll versorgt werden. Die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien, darunter industrielle Rückstände
sowie Elektro- und Elektronikschrotte, war trotz eines intensiven Wettbewerbsumfeldes
ausreichend gegeben. ProduktionDer Konzentratdurchsatz lag mit 654.000 t deutlich über dem Vorjahr, das durch den
geplanten Wartungsstillstand im 1. Quartal 2016/17 am Standort Hamburg belastet war. Sehr guter Konzentratdurchsatz in Q1 2017/18 durch gute Performance an beiden Standorten Hamburg und Pirdop![]() Konzentratdurchsatz Aurubis-Konzern (in 1.000 t)Alt- und Blisterkupfereinsatz lagen 16 % unter Vorjahr. Der hohe Alt- und Blisterkupfereinsatz
des Vorjahres war begründet durch eine höhere Anodenproduktion an unserem Standort
in Belgien, wo im Wesentlichen Recy-clingmaterialen eingesetzt werden. Die im Vorjahr
dort produzierte Mehrmenge an Anoden diente zur Aufrechterhaltung der Kathodenproduktion
in Hamburg während der Stillstandszeit. Kathodenproduktion weiterhin auf hohem NiveauKathodenproduktion Aurubis-Konzern (in 1.000 t)![]() Aufgrund unseres guten Einsatzmixes und der guten Verfügbarkeit von Recyclingmaterialien
konnte der KRS-Durchsatz gesteigert werden. Gießwalzdrahtproduktion setzt positive Entwicklung fort![]() Gießwalzdrahtproduktion (in 1.000 t)Die Gießwalzdrahtproduktion lag mit 181.000 t nachfragebedingt deutlich über dem Vorjahr
(163.000 t). Die Produktion von Stranggussprodukten erreichte mit 44.000 t das gute Niveau des
Vorjahres. Stranggussproduktion nahezu unverändert auf gutem VorjahresniveauStranggussproduktion (in 1.000 t)![]() ProduktmärkteAn den Märkten für Kupfergießwalzdraht hat sich die zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17
abzeichnende Nachfrageerholung im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 fortgesetzt.
Diese wurde gleichermaßen durch eine gute Nachfrage im Energiekabelbereich, der Automobilbranche
als auch der Lackdrahtindustrie getragen. Unsere europäischen Kernmärkte zeigten konjunkturbedingt
eine sehr gute Nachfrage, auch in die Regionen Nahost und Afrika konnten wir verstärkt
liefern. Die Nachfrage im Bereich hochreiner Stranggussformate lag nahezu unverändert auf dem
guten Vorjahresniveau, bedingt durch eine hohe europäische Nachfrage nach Flachwalzprodukten. Die Kathodenmärkte verzeichneten im 1. Quartal eine gute Nachfrage bei leicht verbesserten
Spotprämien. Wir konnten die Kupferprämie für das Kalenderjahr 2017 im Wesentlichen
über unsere Produkte durchsetzen. Der globale Markt für Schwefelsäure war durch eine anhaltend gute Nachfrage gekennzeichnet.
Die allgemeine Verfügbarkeit von Schwefelsäure war sehr begrenzt und Hüttenstillstände
in Asien zum Ende des 1. Quartals verstärkten die Situation, was zu einem positiven
Preistrend am Spotmarkt führte und sich auch entsprechend positiv auf das Kontraktgeschäft
auswirkte. Im Rahmen unserer Multi-Metall-Strategie (s. S. 18f.) berichten wir ab diesem Quartal
neben Gold und Silber auch über die Verkaufsmengen von Blei, Nickel, Zinn, Nebenmetallen
und Metallen der Platin-Gruppe.
Das Ausbringen unserer Metalle ist abhängig von deren Inhalten in den verarbeiteten
Kupferkonzentraten und Recyclingmaterialien. Ein Teil der Metalle wird in Form von
Zwischenprodukten veräußert. Gold und Silber werden im Wesentlichen in Form von Barren und Granalien über die Börse
(London Bullion Market) verkauft. Blei wird zu einem wesentlichen Teil zur Herstellung von Autobatterien eingesetzt.
Kabelmäntel aus Blei, Dichtungsmaterialien in Form von Bleiwolle oder -folien sind
weitere Verwendungsgebiete. Nickel spielt insbesondere bei der Herstellung von Edelstahl, aber auch von Lithium-Ionen-Batterien
eine wichtige Rolle, welche die derzeit führende Batterietechnik für Hybrid- und Elektroautos
ist. Der Markt für Nickel war im abgelaufenen Quartal durch eine gute Nachfrage aufgrund
der Erweiterung von Verarbeitungskapazitäten für Batterieanwendungen, vor allem in
Asien, geprägt. Zinn wird zum Großteil für elektronische Anwendungen, als Korrosionsschutz von Metallen
und zur Herstellung von Bronzelegierungen benötigt. Unter den Nebenmetallen sind neben Selen und Tellur weitere Metalle wie Bismut, Antimon
und Rhenium zusammengefasst. Selen wird unter anderem innerhalb modernen Anwendungen z.B. der Solarzellenindustrie
sowie in Nahrungsergänzungsmittel und Futtermittelzusätzen eingesetzt. Für Selen besteht
durch die gute Wirtschaftslage weltweit und insbesondere die Nachfrage in China eine
solide Nachfrage über alle Kundensegmente. Tellur wird ebenfalls innerhalb moderner Anwendungen z.B. der Solarzellenindustrie
und in thermoelektrischen Anwendungen verwendet. Die Nachfrage nach Tellur wird vornehmlich
durch den asiatischen Markt getrieben. Insbesondere der Markt für thermoelektrische
Module des Konsumgüter- sowie Automobilbereichs verzeichnete im 1. Quartal des Geschäftsjahres
eine gute Nachfrage. Der Platingruppe gehören neben Platin unter anderem Palladium und Rhodium an. Diese
Metalle finden vor allem Anwendung in der Herstellung von Katalysatoren. InvestitionenIn dem Segment wurden Investitionen in Höhe von 39 Mio. € (Vj. 76 Mio. €) getätigt.
Wesentliche Einzelinvestitionen waren Infrastrukturmaßnahmen in Bulgarien.
Segment Flat Rolled ProductsIm Segment Flat Rolled Products (FRP) erfolgt eine Weiterverarbeitung von Kupfer und
Kupferlegierungen - im wesentlichen Messing, Bronze und Hochleistungslegierungen -
zu Flachwalzprodukten und Spezialdrahtpro-dukten. Die wichtigsten Produktionsstandorte
hierfür sind Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande) und Buffalo
(USA). Zum Segment gehören weiterhin Schneid- und Servicecenter in Birmingham (UK),
Dolny Kubin (Slowakei) und Mortara (Italien) sowie Vertriebsbüros weltweit. Das Segment erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres Umsatzerlöse von
326 Mio. € (Vj. 283 Mio. €). Auch hier wirkten sich insbesondere gestiegene Metallpreise
aus. Der schwächere US-Dollar belastete die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei -7 Mio. € (Vj. -10 Mio. €). Saisonbedingt
ist das erste Quartal beeinflusst durch eine zum Kalenderjahresende üblicherweise
geringere Kundennachfrage und unserer daraus resultierenden reduzierten Produktion
sowie einer erhöhten Instandhaltung in der zweiten Dezemberhälfte. Die Ergebnisverbesserung
gegenüber Vorjahr beruht im Wesentlichen auf positiven Effekten aus dem laufenden
Effizienzsteigerungsprogramm. Am 12.02.2018 hat die Aurubis AG mit der Wieland Werke AG ein Term Sheet unterschrieben,
welches wesentliche Eckpunkte eines möglichen Verkaufs des Segments FRP beinhaltet.
Die Transaktion stünde unter den üblichen Vorbehalten, insbesondere der Freigabe durch
die Kartellbehörden. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
betrug 1,5 % (Vj. -0,8 %). ProduktmärkteDer Markt für Flachwalzprodukte entwickelte sich weiter positiv. Die Kapazitätsauslastung
ist gut. Wachstumsimpulse werden insbesondere in Europa und bei Steckverbinder- und
Kabelherstellern verzeichnet. RohstoffeDie im Berichtszeitraum angestiegenen Metallpreise wirkten sich positiv auf die Verfügbarkeit
von Einsatzmetallen aus. ProduktionDie Produktion von Flachwalzprodukten und Spezialdrähten erhöhte sich nachfragebedingt
auf 55.000 t (Vj. 52.500 t). Flachwalz- und Spezialdrahtproduktion nachfragebedingt leicht höher gegenüber VorjahrFlachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion (in 1.000 t)![]() InvestitionenIm Segment FRP wurden Investitionen in Höhe von 4 Mio. € (Vj. 3 Mio. €) getätigt.
Dabei handelt es sich im überwiegend um Ersatzinvestitionen. Corporate GovernanceZum 01.01.2018 hat Rainer Verhoeven das Amt des CFO übernommen. Am 01.12.2017 hat die Aurubis AG gem. §19 Mitbestimmungsgesetz bekanntgemacht, dass
Karl-Heinz Hamacher, Renate Hold-Yilmaz, Jan Koltze, Dr. Elke Lossin, Stefan Schmidt
und Melf Singer als Mitglieder der Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat der Aurubis AG,
Hamburg, bestellt wurden. Der Aufsichtsrat tritt in neuer Besetzung erstmalig in der
konstituierenden Sitzung am 01.03.2018 zusammen. Die Aurubis AG und die Codelco Kupferhandel GmbH haben am 19.01.2018 einen Kaufvertrag
zur Übernahme aller Anteile an der Deutsche Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein durch
Aurubis unterzeichnet. Der Vollzug des Kaufvertrages steht unter dem Vorbehalt der
Freigabe durch das Bundeskartellamt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen zwischen
den Parteien vereinbart. Bislang hielten Aurubis 60 % und Codelco 40 % an dem Gemeinschaftsunternehmen
mit rund 110 Mitarbeitern. Am 22.01.2018 wurde die Einladung zur Hauptversammlung am 01.03.2018 im Bundesanzeiger
veröffentlicht. Die Aurubis AG, Hamburg, befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den
Verkauf des Segments Flat Rolled Products an die Wieland-Werke AG, Ulm. Die Parteien
haben am 12.02.2018 ein Term Sheet unterschrieben, welches wesentliche Eckpunkte einer
möglichen Transaktion und eines nun noch im Detail zu verhandelnden Kaufvertrags regelt.
Das Term Sheet steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der Aurubis
AG, der das Vorhaben im Grundsatz positiv bewertet. Wir verweisen auf unsere Angaben im Geschäftsbericht 2016/17. Risiko- und ChancenmanagementDie im Geschäftsbericht 2016/17 dargestellten Risiken haben sich im 1. Quartal 2017/18
grundsätzlich nicht verändert. Vision 2025![]() Im Rahmen unserer Vision 2025 und des Transformationsprogramms ONE Aurubis haben wir
am 13.12.2017 weitere Ausführungen zu zwei wesentlichen Pfeilern veröffentlicht: der
künftigen Strategie und der überarbeiteten Organisation der Aurubis. StrategieDie grundsätzliche Ausrichtung unserer neuen Strategie lässt sich auf einer übergeordneten
Ebene folgendermaßen verdichten: Wir wollen einerseits unsere führende Position im
Standard-Kupfergeschäft mittels struktureller Optimierungen und einer hohen Kostenwettbewerbsfähigkeit
stärken und andererseits den Ausbau des Multi-Metallgeschäfts mit Hilfe unserer ausgeprägten
Prozess- und Metallurgie-Kompetenz und innovativen Industrielösungen vorantreiben.
Hierfür haben wir die Strategie in drei Bereiche gegliedert: "Growth", "Efficiency"
und "Responsibility". ![]() Growth: Wir wollen wachsen, intern wie extern. Unser wichtiges internes Wachstumsprojekt
"Future Complex Metallurgy" (FCM) ist die Verkörperung des MultiMetall-Ansatzes. In
den nächsten Jahren werden wir für dessen Umsetzung rund 320 Mio. € an unseren Standorten
Hamburg und Olen (Belgien) investieren und so gleichzeitig über 180 neue Arbeitsplätze
schaffen. Das Projekt ermöglicht es uns, rund 270.000 t mehr an komplexen Konzentraten,
Schrotten oder Hüttenzwischenprodukten einzusetzen, um damit eine deutlich höhere
Anzahl verschiedener Metalle auszubringen. Nach der Bau- und Anlaufphase soll FCM
ab dem Geschäftsjahr 2022/23 einen Ergebnisbeitrag (EBITDA) von rund 80 Mio. € pro
Jahr erzielen. Mit diesem und weiteren Projekten wollen wir die Verkaufsmengen von
allen Nicht-Kupfer-Metallen bis zum Geschäftsjahr 2022/23 um 100 % im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2016/17 steigern. Für den gleichen Zeitraum planen wir außerdem, den
Einsatz an komplexen Schrotten zu verdoppeln sowie neue Vertriebskanäle für Anwendungen
mit einem hohen Wachstum zu erschließen. Neben internem Wachstum wollen wir uns darüber hinaus durch sinnvolle Zukäufe von
außen verstärken. Ein erstes Beispiel hierfür ist die im Januar verkündete Akqui-sition
des 40 %-Anteils der Codelco Kupferhandel GmbH an der Deutschen Gießdraht in Emmerich.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden wird diese Transaktion unseren Anteil
an dem Gießwalzdrahthersteller auf 100 % erhöhen, womit wir unsere Marktposition in
diesem Bereich weiter stärken und weitere Synergien im Verbund mit unseren drei anderen
Rod-Anlagen ermöglichen. Efficiency: Neben Wachstum ist der Bereich Effizienz eine tragende Säule unserer Strategie.
Wir haben hier vornehmlich das Standard-Kupfergeschäft im Blick und arbeiten kontinuierlich
daran, unsere Effizienzen zu verbessern. Hierfür setzen wir unter anderem auf Standardisierungen
der Kernprozesse, Automation im Produktionsbereich und Projekte aus dem Bereich der
Digitalisierung. Ein Beispiel hierfür ist unser Aurubis Operating System, welches
konzernweit einheitliche Arbeitsweisen schafft. Zusammengenommen sollen alle Effizienzmaßnahmen
einen Projekterfolg von 200 Mio. € ergeben. Hierzu tragen alle Unternehmensbereiche
bei, sowohl die Produktion als auch die Corporate Functions. Sich eventuell verschlechternd
e Marktbedingungen, im Vergleich zum Basisjahr 2014/15, könnten hier entgegenwirken.
So müssen beispielsweise übliche Inflationssteigerungen und Fremdwährungsschwankungen
mit aufgefangen werden. Responsibility: Schon seit jeher hat der Bereich Verantwortung einen hohen Stellenwert
bei Aurubis. Für uns war es daher eine logische Konsequenz diesen mit in unsere Strategie
zu integrieren. Im Zuge unserer Nach-haltigkeitsstrategie werden wir uns neue Ziele
setzen, um im Vergleich zu unseren Wettbewerbern auch künftig führend in den drei
Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Mensch zu bleiben. Weitere Informationen hierzu werden
wir im Laufe des Jahres veröffentlichen. OrganisationIm Mittelpunkt unserer überarbeiteten Organisation steht künftig noch stärker als
bisher der Wertschöpfungsprozess mit zwei neuen Kernfunktionen: Commercial und Operations.
Commercial ist unser Gesicht nach außen, zu Lieferanten und Kunden. Hier bieten wir
vom Einkauf der Rohstoffe bis zum Verkauf unserer Produkte an unsere Kunden alles
aus einer Hand. Operations umfasst die Produktion aller Basisprodukte und Metalle
sowie deren Weiterverarbeitung zu Halbzeugen oder Zwischenprodukten. Beide Funktionen
werden eingerahmt von zwei weiteren Kernfunktionen: Corporate Development und Technology.
Erstere umfasst Themen wie die Strategieentwicklung, die Beobachtung der Märkte oder
Akquisitionen. Die neu geschaffene Funktion Technology umfasst Themen wie Forschung
und Entwicklung, Engineering oder Geschäftsverbesserung. Ziel der neuen Organisation ist es insbesondere Prozesse im Konzern in den nächsten
Jahren noch stärker als bisher zu standardisieren und zu harmonisieren, um gruppenweit
einheitliche Vorgehensweisen und Methoden sicherzustellen. AusblickRohstoffmärkteWir gehen weiterhin von einem zufriedenstellenden Angebot an Kupferkonzentraten und
entsprechenden Schmelz- und Raffinierlöhnen aus. Wir erwarten einen grundsätzlich stabilen Altkupfermarkt. Kurzfristig sinkende Metallpreise
könnten jedoch zu einer Marktverengung mit rückläufigen Raffinierlöhnen führen. ProduktmärkteKupferprodukteFür die nächsten Monate gehen wir von einem guten Absatz von Kupfergießwalzdraht und
einer auf hohem Niveau stabilen Nachfrage nach Stranggussformaten aus, wobei sich
der starke Euro belastend auf das Exportgeschäft auswirken könnte. Für Flachwalzprodukte rechnen wir in Europa mit einem anhaltend hohen Nachfrageniveau,
insbesondere für hochwertige Erzeugnisse wie Hochleistungslegierungen und verzinnte
Bänder. In Nordamerika erwarten wir eine robuste Nachfrage mit Impulsen aus dem Steckverbinderbereich. SchwefelsäureEs ist weiterhin davon auszugehen, dass der positive Markttrend für Schwefelsäure
im 2. Quartal anhält. KupferproduktionWir erwarten für das Geschäftsjahr eine über dem Vorjahr liegende Verarbeitungsmenge
für Kupferkonzentrate bei hoher Anlagenverfügbarkeit sowie eine über dem Vorjahr liegende
Kathodenproduktion. ErgebniserwartungWir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäftsjahres bei Konzentraten, trotz des
reduzierten Benchmarks 2018, von zufriedenstellenden Schmelz- und Raffinierlöhnen
aus. Bei guter Minenproduktion werden wir uns weiterhin ausreichend mit Kupferkonzentraten
versorgen können. Aufgrund unserer Kernkompetenz, komplexe Konzentrate zu verarbeiten,
werden wir dabei über Benchmark liegende TC/RCs erzielen. Bei den Schwefelsäureerlösen erwarten wir eine gegenüber dem Vorjahr positive Entwicklung. Für Altkupfer rechnen wir auch für die nächsten Monate mit einem guten Mengenangebot
bei entsprechend hohen Raffinierlöhnen. Für das Kalenderjahr 2018 hat Aurubis die Kupferprämie bei 86 US$/t belassen. Wir
erwarten, diese Prämie über unsere Produkte größtenteils durchsetzen zu können. Für Gießwalzdraht gehen wir für das Gesamtjahr von einer über dem Vorjahr liegenden
Nachfrage aus. Für Stranguss- und Bandprodukte rechnen wir für das Geschäftsjahr mit
einer Nachfrage auf Vorjahresniveau. Für Flachwalzprodukte und Spezialdrahtprodukte rechnen wir für das Geschäftsjahr mit
einer Nachfrage leicht über Vorjahresniveau. Unsere wesentlichen Einnahmen sind US-Dollar basiert. Aufgrund des schwächeren US-Dollars
gehen wir unter Berücksichtigung unserer Hedging-Strategie gegenüber dem Vorjahr von
negativen Ergebnisbeiträgen aus. Wir erwarten, unsere für 2017/18 gesteckten Ziele für das Effizienzsteigerungsprogramm
im Rahmen von "ONE Aurubis" zu erreichen. Es wird zu weiteren Optimierungen an allen
Standorten führen. Insgesamt bestätigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 und erwarten
ein auf Vorjahresniveau liegendes operatives EBT und einen leicht niedrigeren operativen
ROCE gegenüber dem Berichtsjahr 2016/17. Die Unterzeichnung des Term Sheets über einen
möglichen Verkauf des Segments FRP zieht aktuell noch keine Anpassung der Prognose
nach sich. Qualifiziert komparative Prognose laut Aurubis-Definition für den operativen ROCE
Qualifiziert komparative Prognose laut Aurubis-Definition für den operativen EBT
Konzern-Zwischenabschluss 3 Monate 2017/18Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(IFRS, in T€)
Konzern-Gesamtergebnisrechnung(IFRS, in T€)
Konzern-Bilanz(IFRS, in T€)
Konzern-Bilanz(IFRS, in T€)
Konzern-Kapitalflussrechnung(IFRS, in T€)
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung(IFRS, in T€)
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Die enthaltenen Positionen sind zukünftig in den Gewinn/Verlust reklassifizierbar. Ausgewählte erläuternde AnhangangabenAllgemeine GrundlagenDie vorliegende Quartalsmitteilung wurde auf der Grundlage eines Zwischenabschlusses
nach IFRS erstellt. Eine prüferische Durchsicht ist nicht erfolgt. Erstmalig anzuwendende StandardsDie von der Europäischen Union im November 2017 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.01.2017 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Änderungen
an IAS 7 (Kapitalflussrechnung) und an IAS 12 (Ertragsteuern) führen zu keinen wesentlichen
Auswirkungen im Aurubis Konzern. Nicht vorzeitig angewendete Standards IFRS 9/IFRS 15Mit dem Geschäftsjahr 2018/19 hat Aurubis Neuregelungen gem. IFRS 9 zur Klassifizierung
und Bewertung von Finanzinstrumenten zu beachten sowie seine Umsatzerlöse basierend
auf dem fünfstufigen Modell nach IFRS 15 zu bilanzieren. Bereits im Geschäftsjahr
2015/16 hat das Management daher begonnen, erste Auswirkungen aus den Neuregelungen
im Rahmen von Betroffenheitsanalysen zu untersuchen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden
diese Betroffenheitsanalysen auf Basis von qualitativen Datenanalysen beziehungsweise
von Vertragsdurchsichten und strukturierten Interviews mit den Geschäftsbereichen
fortgeführt. Aurubis rechnet auf Basis der bisherigen Untersuchungen mit keinen wesentlichen Auswirkungen
auf die Bilanzierung und Bewertung aus der geänderten Klassifizierung der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unter IFRS 9. Ebenfalls werden keine
wesentlichen Effekte aus der Anwendung des Expected Credit Loss-Modells erwartet.
Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen rechnet Aurubis lediglich
mit Ausweisanpassungen im sonstigen Ergebnis. Ebenso erwarten wir für die Bilanzierung nach IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Aurubis-Konzern, da die Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Verkauf von Metallen
und Kupferprodukten erzielt werden. Für den Übergang auf IFRS 15 gehen wir derzeit
von der Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode aus Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie Aurubis AG und die Codelco Kupferhandel GmbH haben am 19.01.2018 einen Kaufvertrag
zur Übernahme aller Anteile an der Deutsche Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein durch
Aurubis unterzeichnet. Der Vollzug des Kaufvertrages steht unter dem Vorbehalt der
Freigabe durch das Bundeskartellamt. Am 12.02.2018 hat die Aurubis AG mit der Wieland Werke AG ein Term Sheet unterschrieben,
welches wesentliche Eckpunkte eines möglichen Verkaufs des Segments FRP beinhaltet.
Die Transaktion stünde unter den üblichen Vorbehalten, insbesondere der Freigabe durch
die Kartellbehörden. Konzern-Segmentberichterstattung(in T€)
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern. Termine und KontakteFinanzkalender
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an: Investor Relations
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