![]() Aurubis AGHamburgZwischenbericht 6 Monate 2017/18Metals for Progress
Zwischenbericht
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| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Umsatz | Mio. € | 2.898 | 2.966 | -2 % | 5.770 | 5.428 |
| Rohergebnis | Mio. € | 331 | 324 | 2 % | 622 | 554 |
| Abschreibungen | Mio. € | 33 | 32 | 3 % | 65 | 64 |
| EBITDA** | Mio. € | 140 | 136 | 3 % | 254 | 190 |
| EBIT | Mio. € | 107 | 104 | 3 % | 189 | 126 |
| EBT* | Mio. € | 107 | 100 | 7 % | 186 | 118 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 81 | 76 | 7 % | 141 | 90 |
| Ergebnis je Aktie | € | 1,80 | 1,68 | 7 % | 3,13 | 1,98 |
| Netto-Cashflow | Mio. € | 14 | 84 | -83 % | -232 | 43 |
| Investitionen (inkl. Finanzierungsleasing) | Mio. € | 35 | 25 | 39 % | 80 | 105 |
| ROCE* | % | - | - | - | 14,9 | 10,4 |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Umsatz | 6 % |
| Rohergebnis | 12 % |
| Abschreibungen | 2 % |
| EBITDA** | 34 % |
| EBIT | 50 % |
| EBT* | 58 % |
| Konzernergebnis | 57 % |
| Ergebnis je Aktie | 58 % |
| Netto-Cashflow | < - 100 % |
| Investitionen (inkl. Finanzierungsleasing) | -24 % |
| ROCE* | - |
*
Konzernsteuerungskennzahlen.
**
Der EBITDA operativ (EBITDA) ermittelt sich aus EBIT operativ (EBIT) zuzüglich Abschreibungen
operativ (Abschreibungen).
Erläuterung zur Herleitung der operativen Kennzahlen in der Kommentierung der Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage (operativ).
| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Umsatz | Mio. € | 2.565 | 2.656 | -3 % | 5.161 | 4.883 |
| Rohergebnis | Mio. € | 227 | 329 | -31 % | 552 | 594 |
| Personalaufwand | Mio. € | 92 | 86 | 7 % | 175 | 171 |
| Abschreibungen | Mio. € | 30 | 30 | 0 % | 59 | 59 |
| EBITDA** | Mio. € | 81 | 187 | -57 % | 272 | 319 |
| EBIT | Mio. € | 51 | 159 | -68 % | 213 | 260 |
| EBT | Mio. € | 48 | 155 | -69 % | 207 | 251 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 35 | 118 | -70 % | 158 | 192 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,79 | 2,63 | -70 % | 3,49 | 4,27 |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Umsatz | 6 % |
| Rohergebnis | -7 % |
| Personalaufwand | 2 % |
| Abschreibungen | 0 % |
| EBITDA** | - 15 % |
| EBIT | - 18 % |
| EBT | -18 % |
| Konzernergebnis | -18 % |
| Ergebnis je Aktie | -18 % |
| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Kupferpreis (Durchschnitt) | US$/t | 6.961 | 5.831 | 19 % | 6.884 | 5.556 |
| Kupferpreis (Stichtag) | US$/t | - | - | - | 6.685 | 5.849 |
| Belegschaft (Durchschnitt) | 6.521 | 6.459 | 1 % | 6.515 | 6.459 | |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Kupferpreis (Durchschnitt) | 24 % |
| Kupferpreis (Stichtag) | 14 % |
| Belegschaft (Durchschnitt) | 1 % |
| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Konzentratdurchsatz | 1.000 t | 641 | 626 | 2 % | 1.295 | 1.170 |
| Alt-/Blisterkupfereinsatz | 1.000 t | 97 | 106 | -8 % | 196 | 224 |
| KRS-Durchsatz | 1.000 t | 58 | 57 | 2 % | 138 | 122 |
| Schwefelsäureproduktion | 1.000 t | 618 | 598 | 3 % | 1.251 | 1.127 |
| Kathodenproduktion | 1.000 t | 291 | 288 | 1 % | 586 | 569 |
| Gießwalzdrahtproduktion | 1.000 t | 209 | 192 | 9 % | 390 | 355 |
| Stranggussproduktion | 1.000 t | 55 | 51 | 8 % | 99 | 94 |
| Flachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion | 1.000 t | 61 | 57 | 7 % | 116 | 110 |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Konzentratdurchsatz | 11 % |
| Alt-/Blisterkupfereinsatz | -13 % |
| KRS-Durchsatz | 13 % |
| Schwefelsäureproduktion | 11 % |
| Kathodenproduktion | 3 % |
| Gießwalzdrahtproduktion | 10 % |
| Stranggussproduktion | 5 % |
| Flachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion | 5 % |
Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben.
Der Aurubis-Konzern hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 ein operatives
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 186 Mio. € erzielt (Vj. 118 Mio. €). Das operative
Ergebnis war wesentlich beeinflusst durch einen deutlich höheren Konzentratdurchsatz,
deutlich höhere Raffinierlöhne für Altkupfer sowie höhere Schwefelsäureerlöse. Der
operative Return on Capital Employed (ROCE) betrug 14,9 % (Vj. 10,4 %). Das IFRS-Ergebnis
vor Steuern (EBT) aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 207 Mio. € (Vj. 251 Mio. €).
Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18
auf 5.770 Mio. € (Vj. 5.428 Mio. €). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den gestiegenen
Kupferpreis zurückzuführen.
Das operative EBT betrug 186 Mio. € (Vj. 118 Mio. €) und war positiv beeinflusst durch:
| ― |
einen deutlich höheren Konzentratdurchsatz aufgrund guter Performance der beiden Standorte Hamburg und Pirdop. Das Vorjahr war belastet durch einen geplanten Wartungsstillstand in Hamburg im 1. Quartal 2016/17, |
| ― |
deutlich gestiegene Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem Angebot, |
| ― |
mengen- und preisbedingt höhere Schwefelsäureerlöse, |
| ― |
ein höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Kupferpreisen, |
| ― |
einen deutlich höheren Absatz bei Gießwalzdrahtprodukten, |
| ― |
einen höheren Absatz bei Flachwalzprodukten, |
| ― |
positive Beiträge aus unserem Effizienzsteigerungsprogramm. |
Gegenläufig wirkte der schwächere US-Dollar.
Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
lag aufgrund gestiegener operativer Ergebnisse mit 14,9 % über dem Vorjahr (10,4 %).
Auf Basis IFRS wurde ein EBT aus fortgeführten Aktivitäten von 207 Mio. € (Vj. 251
Mio. €) erzielt. Der Netto-Cashflow zum 31.03.2018 lag bei - 232 Mio. € (Vj. 43 Mio.
€). Der deutliche Rückgang ist insbesondere durch höhere Vorratsbestände zum Bilanzstichtag
begründet.
Das operative EBT des Segments Metal Refining & Processing (MRP) betrug im Berichtszeitraum
202 Mio. € (Vj. 150 Mio. €). Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch deutlich
höhere Konzentratdurchsätze aufgrund der guten Performance der beiden Standorte Hamburg
und Pirdop, wesentlich gestiegene Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem Angebot,
mengen- und preisbedingt höhere Schwefelsäureerlöse, ein höheres Metallmehrausbringen
bei gestiegenen Kupferpreisen und deutlich höhere Absätze bei Gießwalzdrahtprodukten.
Negativ wirkte sich der schwächere US-Dollar auf das Ergebnisaus. Das Ergebnis des
1. Halbjahres des Vorjahres war mit rd. 15 Mio. € belastet durch einen am Standort
Hamburg im 1. Quartal 2016/17 durchgeführten geplanten Wartungsstillstand.
Das Segment Flat Rolled Products (FRP) erzielte in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres
2017/18 ein operatives EBT in Höhe von 4 Mio. € (Vj. -9 Mio. €). Die Ergebnisverbesserung
ergibt sich im Wesentlichen aus einem höheren Absatz von Flachwalzprodukten, aus günstigen
Konditionen für Einsatzmaterialien sowie aus positiven Effekten aus dem laufenden
Effizienzsteigerungsprogramm.
Mit Unterzeichnung des Termsheets am 12.02.2018 über den möglichen Verkauf des Segments
FRP an die Wieland-Werke AG wurde das Segment FRP nach IFRS als nicht fortgeführte
Aktivitäten klassifiziert. Die Steuerung des Segments FRP innerhalb des Konzerns erfolgt
bis zum Zeitpunkt des Vollzugs der Verkaufstransaktion weiterhin nach dem operativen
Ergebnis. Eine Klassifizierung des Segments FRP als nicht fortgeführte Aktivitäten
erfolgt in der operativen Berichterstattung daher nicht.
Der Kupferpreis lag zu Beginn des Berichtszeitraums bei 6.455 US$/t (LME-Settlement)
und stieg bis Anfang Januar gestützt durch Meldungen aus China über solide Fundamentaldaten
sowie über umweltbedingte Produktionsrestriktionen bis auf 7.203 US$/t an. Bis Mitte
März hielt er sich in dem Korridor 6.800-7.100 US$/t. Insbesondere im Zuge der Diskussionen
über mögliche Handelsauseinandersetzungen gab der Kupferpreis bis auf 6.685 US$/t
am 29.03.2018 nach. Im Durchschnitt des 2. Quartals 2017/18 erreichte die Notierung
6.961 US$/t (Vj. 5.831 US$/t). In Euro lag der Preis im Durchschnitt bei 5.664 €/t
(Vj. 5.475 €/t).
Am Kupferkonzentratmarkt herrschte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 eine
weiterhin gute Versorgungslage, insbesondere aufgrund hoher Produktionsmengen der
Minen. Nachdem der erste größere Abschluss eines Jahresvertrages für 2018 zwischen
einem führenden Minenunternehmen und einer größeren chinesischen Kupferhütte laut
Reuters zu niedrigeren Benchmark-TC/RCs von 82,25 US$/t / 8,225 cts/lb (Vj. 92,50
US$/t / 9,25 cts/lb) erfolgte, etablierte sich ein geringeres Niveau bei Spot-Geschäften
im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/18.
Im Berichtszeitraum entwickelten sich die Metallpreise -insbesondere der Kupferpreis
- positiv. Dies wirkte sich entsprechend auf die Verfügbarkeit von Altkupfer und als
Resultat daraus auch auf die Raffinierlöhne für die Verarbeitung von Altkupfer aus.
Zu Beginn des Jahres 2018 verengte sich der Markt für Altkupfer mit hohen Kupferinhalten
aufgrund witterungsbedingt negativer Einflüsse und einer verstärkten Nachfrage nach
Altkupfer aus China aufgrund gesetzlich eingeschränkter Importe für komplexe Recyclingmaterialien
nach China.
Der globale Markt für Schwefelsäure war durch eine anhaltend hohe Nachfrage gekennzeichnet.
Die allgemeine Verfügbarkeit von Schwefelsäure war sehr begrenzt und vereinzelte Hüttenstillstände
insbesondere in Asien verstärkten die Situation. Dies führte zu höheren Preisen am
Spotmarkt und wirkte sich positiv auf das Kontraktgeschäft aus.
Die Kathodenmärkte verzeichneten im 1. Halbjahr eine weiterhin gute Nachfrage bei
leicht verbesserten Spotprämien. Die Aurubis-Kupferprämie für das Kalenderjahr 2018
entspricht mit 86 US$/t der Kupferprämie des Vorjahres.
Infolge der positiven Geschäftsentwicklung erhöht der Konzern seine Gesamtjahresprognose
für das operative EBT im laufenden Geschäftsjahr 2017/18. Der Aurubis-Konzern erwartet
nun im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/17 ein moderat höheres operatives EBT und
einen auf Vorjahresniveau liegenden ROCE.
Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender:
"Wir sehen zwar, dass sich einige positive Rahmenbedingungen mittelfristig eintrüben
können, aber mit einem außergewöhnlich starken ersten Halbjahr 2017/18 im Rücken schauen
wir optimistisch auf die zweite Hälfte unseres Geschäftsjahres."
Um den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt zusätzlich zur Darstellung der
Ertrags-, Vermögens-, und Finanzlage nach IFRS ergänzend die Erläuterung der Ertrags-
und Vermögenslage auf Basis operativer Werte.
Nach IFRS sind mit Unterzeichnung des Termsheets am 12.02.2018 die Voraussetzungen
für die Darstellung des Segments FRP als nicht fortgeführte Aktivitäten gegeben.
Insoweit sind für das Segment FRP die besonderen Ausweis- und Bewertungsvorschriften
des IFRS 5 zu berücksichtigen. Diese schließen unter anderem einen aggregierten und
gesonderten Ausweis des Konzernergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten in
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen aggregierten und gesonderten Ausweis
der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der nicht fortgeführten
Aktivitäten in der Konzernbilanz ein.
Ferner sind zusätzliche Anhangangaben zu tätigen (siehe Konzern-Zwischenabschluss
auf Seite 24 ff.). Im Hinblick auf die Bewertung nach IFRS 5 sind unter anderem die
planmäßigen Abschreibungen im Segment FRP sowie eine ergebniswirksame Fortschreibung
von At Equity konsolidierten Anteilen am Gemeinschaftsunternehmen Schwermetall Halbzeugwerk
GmbH & Co. KG (Schwermetall) im IFRS Konzernabschluss auszusetzen.
Der Vorstand führt das Segment FRP weiterhin als operatives Berichtssegment und damit
einhergehend wird die operative Finanzberichterstattung bis zum Zeitpunkt des Vollzugs
der Verkaufstransaktion, die unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden
steht, unverändert zur bisherigen Finanzberichterstattung fortgeführt.
In Folge dessen werden in der Überleitung von der IFRS Berichterstattung zur operativen
Berichterstattung die bilanziellen Auswirkungen aus IFRS 5 rückgängig gemacht.
In Bezug auf die Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden daher
die Positionen der nicht fortgeführten Aktivitäten wieder separat ausgewiesen und
für die Bewertung werden die planmäßigen Abschreibungen sowie die ergebniswirksame
Fortschreibung der At Equity konsolidierten Anteile wie bisher berücksichtigt. Zur
Darstellung des operativen Erfolgs des Aurubis-Konzerns werden anschließend die Bewertungseinflüsse
im Vorrats- und Anlagevermögen bereinigt.
Zur Bereinigung der Bewertungseinflüsse im Vorratsvermögen aus der Anwendung des IAS
2 werden die aus der Anwendung der Durchschnittsmethode resultierenden Metallpreisschwankungen
ebenso eliminiert wie stichtagsbezogene Abwertungen und Zuschreibungen auf Kupfervorratsbestände.
Darüber hinaus erfolgt die Bereinigung im Anlagevermögen um Effekte aus Kaufpreisallokationen
im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen (Purchase Price Allocation = PPA) seit dem
Geschäftsjahr 2010/11.
In Bezug auf die Überleitung der Konzern-Bilanz werden die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte und Schulden der nicht fortgeführten Aktivitäten wieder disaggregiert
ausgewiesen und die Bewertungseffekte auf die betroffenen Bilanzpositionen wie bisher
berücksichtigt. Anschließend werden zur Darstellung des operativen Erfolgs des Aurubis-Konzerns
wie bisher Bewertungseinflüsse im Vorrats- und Anlagevermögen bereinigt.
Die Tabelle auf Seite 7 gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahres 2017/18 und des Vorjahresvergleichszeitraums wieder.
| 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 | |||||
| IFRS aus fortgeführten Aktivitäten |
Bereinigungseffekte | IFRS aus fortgeführten Aktivitäten |
||||
| nicht fortgeführte Aktivitäten |
Vorräte | PPA | Operativ | |||
| Umsatzerlöse | 5.161 | 609 | 0 | 0 | 5.770 | 4.883 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 238 | 30 | -49 | 0 | 219 | 105 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 7 | 0 | 0 | 0 | 7 | 4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 24 | 0 | 0 | 0 | 24 | 24 |
| Materialaufwand | -4.878 | -521 | 1 | 0 | -5.398 | -4.422 |
| Rohergebnis | 552 | 118 | -48 | 0 | 622 | 594 |
| Personalaufwand | -175 | -64 | 0 | 0 | -239 | -171 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -59 | -7 | 0 | 1 | -65 | -59 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -105 | -24 | 0 | 0 | -129 | -104 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 213 | 23 | -48 | 1 | 189 | 260 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 0 | 6 | -2 | 0 | 4 | 0 |
| Zinserträge | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 | 1 |
| Zinsaufwendungen | -8 | -1 | 0 | 0 | -9 | -9 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 207 | 28 | -50 | 1 | 186 | 251 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -49 | -7 | 11 | 0 | -45 | -59 |
| Konzernergebnis | 158 | 21 | -39 | 1 | 141 | 192 |
| 6 Monate 2016/17 | ||||
| Bereinigungseffekte | ||||
| nicht fortgeführte Aktivitäten | Vorräte | PPA | Operativ | |
| Umsatzerlöse | 545 | 0 | 0 | 5.428 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 13 | -80 | 0 | 38 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 0 | 0 | 24 |
| Materialaufwand | -444 | -74 | 0 | -4.940 |
| Rohergebnis | 114 | -154 | 0 | 554 |
| Personalaufwand | -66 | 0 | 0 | -237 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -7 | 0 | 2 | -64 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23 | 0 | 0 | -127 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 18 | -154 | 2 | 126 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 4 | -2 | 0 | 2 |
| Zinserträge | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Zinsaufwendungen | -1 | 0 | 0 | -10 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 21 | -156 | 2 | 118 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -5 | 36 | 0 | -28 |
| Konzernergebnis | 16 | -120 | 2 | 90 |
Erläuterung zur Darstellung und zu den Bereinigungseffekten siehe Seite 6. Vorjahresdarstellung
angepasst.
Das operative EBT im 1. Halbjahr beträgt 186 Mio. € und leitet sich aus den fortgeführten
und nicht fortgeführten Aktivitäten des IFRS-Ergebnis vor Ertragsteuern wie folgt
ab:
Im 1. Halbjahr erzielte Aurubis aus fortgeführten Aktivitäten ein IFRS Ergebnis vor
Ertragsteuern in Höhe von 207 Mio. € (Vj. 251 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis vor Ertragsteuern
aus nicht fortgeführten Aktivitäten beträgt 28 Mio. € (Vj. 21 Mio. €).
Die bilanziellen Auswirkungen aus dem IFRS 5 sind zur Herleitung des operativen Ergebnisses
rückgängig gemacht worden. Dementsprechend sind planmäßige Abschreibungen (-1 Mio.
€) sowie die ergebniswirksame Fortschreibung der At Equity konsolidierten Anteile
an Schwermetall (2 Mio. €) in der Überleitung zum operativen Ergebnis wie bisher berücksichtigt
worden.
Zur Überleitung zum operativen Ergebnis sind überdies Bewertungseffekte im Vorratsvermögen
in Höhe von -50 Mio. € (Vj. -156 Mio. €) (Summe folgender Positionen: Veränderungen
des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Materialaufwand und Ergebnis
aus At Equity bewerteten Anteilen) sowie Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe
von 1 Mio. € (Vj. 2 Mio. €) bereinigt worden, um zum operativen Ergebnis vor Steuern
von 186 Mio. € (Vj. 118 Mio. €) zu gelangen. Das operative EBT war positiv beeinflusst
durch:
| ― |
einen deutlich höheren Konzentratdurchsatz aufgrund guter Performance der beiden Standorte Hamburg und Pirdop. Das Vorjahr war belastet durch einen geplanten Wartungsstillstand in Hamburg im 1. Quartal 2016/17, |
| ― |
deutlich gestiegene Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem Angebot, |
| ― |
mengen- und preisbedingt höhere Schwefelsäureerlöse, |
| ― |
ein höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Kupferpreisen, |
| ― |
einen deutlich höheren Absatz bei Gießwalzdrahtprodukten, |
| ― |
einen höheren Absatz bei Flachwalzprodukten, |
| ― |
positive Beiträge aus unserem Effizienzsteigerungsprogramm. |
Gegenläufig wirkte der schwächere US-Dollar.
Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 342 Mio. € auf 5.770
Mio. € (Vj. 5.428 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den durchschnittlich
höheren Kupferpreis zurückzuführen.
Die Bestandsveränderung in Höhe von 219 Mio. € (Vj. 38 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Edelmetallbeständen sowie Kupferfertigerzeugnissen bedingt.
Der Materialaufwand entwickelte sich, korrespondierend zu den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen,
von 4.940 Mio. € im Vorjahr auf 5.398 Mio. €.
Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 622 Mio. € (Vj. 554 Mio. €).
Der Personalaufwand lag mit 239 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 237
Mio. €). Ursächlich waren Tarifsteigerungen sowie eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl.
Gegenläufig wirkten währungskursbedingt niedrigere Personalkosten am Standort Buffalo,
USA.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
lagen auf Vorjahresniveau.
Somit ergab sich insgesamt ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in
Höhe von 189 Mio. € (Vj. 126 Mio. €).
Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 7 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (9 Mio. €).
Der Rückgang resultierte aus der reduzierten Bruttoverschuldung im Zusammenhang mit
der Tilgung von Schuldscheindarlehen.
Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das operative Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) 186 Mio. € (Vj. 118 Mio. €).
Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis in
Höhe von 141 Mio. € (Vj. 90 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 3,13
€ (Vj. 1,98 €).
Aufgrund der Klassifizierung des Segments FRP als zur Veräußerung vorgesehene Aktivitäten
beziehen sich die nachfolgenden Kennzahlen zur Ertragslage ausschließlich auf die
fortgeführten Aktivitäten.
Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017/18
ein Konzernergebnis in Höhe von 158 Mio. € (Vj. 192 Mio. €).
Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 278 Mio. € auf 5.161
Mio. € (Vj. 4.883 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den durchschnittlich
höheren Kupferpreis zurückzuführen.
Die Bestandsveränderung in Höhe von 238 Mio. € (Vj. 105 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Edelmetallbeständen sowie Kupferfertigerzeugnissen bedingt.
Der Materialaufwand erhöhte sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen
um 456 Mio. €, von 4.422 Mio. € im Vorjahr auf 4.878 Mio. €.
Nach Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen
Erträge ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 552 Mio. € (Vj. 594 Mio. €).
Die Veränderung des Rohergebnisses war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen
Ertragslage beschriebenen Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung
begründet. Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen,
die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen
auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und damit auf das IFRS-Rohergebnis.
Dies ist unabhängig von der operativen Performance und nicht Cashflow-relevant.
Der Personalaufwand lag mit 175 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 171
Mio. €). Ursächlich waren Tarifsteigerungen sowie eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
lagen auf Vorjahresniveau.
Somit ergab sich insgesamt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 213 Mio.
€ (Vj. 260 Mio. €).
Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 6 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (8 Mio. €).
Der Rückgang resultierte aus der reduzierten Bruttoverschuldung im Zusammenhang mit
der Tilgung von Schuldscheindarlehen.
Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern 207
Mio. € (Vj. 251 Mio. €).
Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein Konzernergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten in Höhe von 158 Mio. € (Vj. 192 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten
Aktivitäten lag bei 3,49 € (Vj. 4,27 €).
Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 31.03.2018
und zum 30.09.2017 wieder.
Die Bilanzsumme erhöhte sich, insbesondere aufgrund gestiegender Vorratsbestände,
von 3.975 Mio. € zum 30.09.2017 auf 4.087 Mio. € zum 31.03.2018.
Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 70 Mio. € von 2.087 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 2.157 Mio. € zum 31.03.2018. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen
das operative Konzernergebnis von 141 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung
in Höhe von 66 Mio. €.
Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
bei 52,8 % gegenüber 52,5 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die nachfolgende
Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar:
| (in Mio. €) | 31.03.2018 | 30.09.2017 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 251 | 317 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 34 | 23 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 285 | 340 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8 | 8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 3 | 3 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 11 | 11 |
| Finanzverbindlichkeiten | 296 | 351 |
Die Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 296 Mio. € lagen zum 31.03.2018 unter dem
Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (351 Mio. €). Ursächlich hierfür war im
Wesentlichen die Tilgung von Schuldscheindarlehen im Februar 2018.
| 31.03.2018 | 30.09.2017 | |||||
| Bereinigungseffekte | Bereinigungseffekte | |||||
| IFRS | nicht fortgeführte Aktivitäten | Vorräte | PPA | Operativ | IFRS | |
| Aktiva | ||||||
| Anlagevermögen | 1.320 | 165 | -13 | -32 | 1.440 | 1.489 |
| Latente Steuern | 3 | 0 | 34 | 0 | 37 | 6 |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 31 | 8 | 0 | 0 | 39 | 32 |
| Vorräte | 1.887 | 306 | -415 | 0 | 1.778 | 1.752 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 498 | 145 | 0 | 0 | 643 | 511 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 132 | 18 | 0 | 0 | 150 | 571 |
| Zur Veräußerung gehaltenene Vermögenswerte | 642 | -642 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 4.513 | 0 | -394 | -32 | 4.087 | 4.361 |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 2.473 | 1 | -290 | -27 | 2.157 | 2.366 |
| Latente Steuern | 204 | 11 | -104 | -5 | 106 | 205 |
| Langfristige Rückstellungen | 277 | 42 | 0 | 0 | 319 | 307 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 287 | 1 | 0 | 0 | 288 | 344 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 25 | 6 | 0 | 0 | 31 | 39 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.074 | 112 | 0 | 0 | 1.186 | 1.100 |
| Schulden aus zur Veräußerung gehaltenenen Vermögenswerten | 173 | -173 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Passiva | 4.513 | 0 | -394 | -32 | 4.087 | 4.361 |
| 30.09.2017 | |||
| Bereinigungseffekte | |||
| Vorräte | PPA | Operativ | |
| Aktiva | |||
| Anlagevermögen | -11 | -34 | 1.444 |
| Latente Steuern | 25 | 0 | 31 |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 32 |
| Vorräte | -366 | 0 | 1.386 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 511 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 571 |
| Zur Veräußerung gehaltenene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | -352 | -34 | 3.975 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | -254 | -25 | 2.087 |
| Latente Steuern | -98 | -9 | 98 |
| Langfristige Rückstellungen | 0 | 0 | 307 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 344 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 0 | 0 | 39 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 1.100 |
| Schulden aus zur Veräußerung gehaltenenen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 |
| Summe Passiva | -352 | -34 | 3.975 |
Erläuterungen zur Darstellung und zu den Bereinigungseffekten siehe Seite 6.
Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt.
Aufgrund des gestiegenen operativen Ergebnisses lag der operative ROCE bei 14,9 %
gegenüber 10,4 % in der Vergleichsperiode.
| (in Mio. €) | 31.03.2018 | 31.03.2017 |
| Anlagevermögen ohne Finanzanlagen und At Equity bewertete Anteile | 1.371 | 1.385 |
| Vorräte | 1.778 | 1.562 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 503 | 423 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 216 | 221 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -996 | -964 |
| - Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | -385 | -374 |
| Eingesetztes Kapital (Capital Employed) zum Stichtag | 2.488 | 2.253 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 366 | 218 |
| Finanzergebnis | 5 | 16 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT)* | 371 | 234 |
| Rendite auf das eingesetzte Kapital (operative ROCE) | 14,9 % | 10,4 % |
*
rollierend letzte 4 Quartale
Aufgrund der Klassifizierung des Segments FRP als nicht fortgeführte Aktivitäten beziehen
sich die nachfolgenden Werte zur Vermögenslage des laufenden Jahres überwiegend auf
die fortgeführten Aktivitäten im Konzern.
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4.361 Mio. € zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres
auf 4.513 Mio. € zum 31.03.2018, insbesondere aufgrund gestiegener Vorratsbestände
zum Bilanzstichtag.
Das Eigenkapital des Konzerns stieg um 107 Mio. € von 2.366 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 2.473 Mio. € zum 31.03.2018. Ursächlich war im Wesentlichen das
Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten von 158 Mio. €. Gegenläufig wirkte die
Dividendenzahlung in Höhe von 66 Mio. €.
Insgesamt lag die Eigenkapitalquote am 31.03.2018 bei 54,8 % gegenüber 54,2 % zum
Ende des letzten Geschäftsjahres.
Die Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 294 Mio. € lagen zum 31.03.2018 unter dem
Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (351 Mio. €). Ursächlich hierfür war im
Wesentlichen die Tilgung von Schuldscheindarlehen im Februar 2018.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar:
| (in Mio. €) | 31.03.2018 | 30.09.2017 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 251 | 317 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 34 | 23 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 285 | 340 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6 | 8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 3 | 3 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 9 | 11 |
| Finanzverbindlichkeiten | 294 | 351 |
Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE
wird im Abschnitt "Kapitalrendite (operativ)" erläutert.
Die nachfolgende Kommentierung bezieht sowohl die fortgeführten als auch die nicht
fortgeführten Aktivitäten ein.
Der Netto-Cashflow zum 31.03.2018 lag mit -232 Mio. € deutlich unter dem Niveau des
Vorjahres (Vj. 43 Mio. €). Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Vorratsbestände
zum Bilanzstichtag.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 50 Mio. € (Vj. 100 Mio.
€). Der Verkauf einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie wirkte sich mit rd.
8 Mio. € positiv auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit in der Berichtsperiode
aus. Der Mittelabfluss im Vorjahr war beeinflusst durch eine größere Einzelinvestition
im Zusammenhang mit unserer Vereinbarung zum langfristigen Bezug von Strom.
Nach Abzug des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 50 Mio. €
vom Netto-Cashflow in Höhe von -232 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von -282
Mio. € (Vj. -57 Mio. €).
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 138 Mio. € (Vj. 116 Mio. €).
Zum 31.03.2018 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus
fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 150 Mio. € (zum 30.09.2017
in Höhe von 571 Mio. €) zur Verfügung.
| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.562 | 2.654 | -3 % | 5.155 | 4.876 |
| EBIT operativ | Mio. € | 110 | 119 | -8 % | 205 | 157 |
| EBT operativ | Mio. € | 109 | 115 | -5 % | 202 | 150 |
| ROCE operativ (EBIT rollierend letzte 4 Quartale) |
% | - | - | - | 19,3 | 14,8 |
| Capital Employed | Mio. € | - | - | - | 2.052 | 1.828 |
| Konzentratdurchsatz | 1.000 t | 641 | 626 | 2 % | 1.295 | 1.170 |
| Hamburg | 1.000 t | 291 | 302 | -4 % | 588 | 519 |
| Pirdop | 1.000 t | 350 | 324 | 8 % | 707 | 651 |
| Alt-/Blisterkupfereinsatz | 1.000 t | 97 | 106 | -8 % | 196 | 224 |
| KRS-Durchsatz | 1.000 t | 58 | 57 | 2 % | 138 | 122 |
| Schwefelsäureproduktion | 1.000 t | 618 | 598 | 3 % | 1.251 | 1.127 |
| Hamburg | 1.000 t | 268 | 269 | 0 % | 541 | 463 |
| Pirdop | 1.000 t | 350 | 327 | 7 % | 710 | 664 |
| Kathodenproduktion | 1.000 t | 291 | 288 | 1 % | 586 | 569 |
| Hamburg | 1.000 t | 101 | 101 | 0 % | 203 | 194 |
| Lünen | 1.000 t | 49 | 45 | 9 % | 99 | 92 |
| Olen | 1.000 t | 85 | 86 | -1 % | 171 | 168 |
| Pirdop | 1.000 t | 56 | 56 | 0 % | 113 | 115 |
| Rod (Gießwalzdraht) | 1.000 t | 209 | 192 | 9 % | 390 | 355 |
| Shapes (Stranggusformate) | 1.000 t | 55 | 51 | 8 % | 99 | 94 |
| Kupferpreis (Durchschnitt) | US$/t | 6.961 | 5.831 | 19 % | 6.884 | 5.556 |
| €/t | 5.664 | 5.475 | 3 % | 5.723 | 5.189 | |
| Gold (Durchschnitt) | US$/kg | 42.761 | 39.203 | 9 % | 41.898 | 39.222 |
| €/kg | 34.789 | 36.808 | -5 % | 34.822 | 36.573 | |
| Silber (Durchschnitt) | US$/kg | 539 | 560 | -4 % | 539 | 556 |
| €/kg | 439 | 526 | -17 % | 448 | 519 | |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Umsatzerlöse | 6 % |
| EBIT operativ | 31% |
| EBT operativ | 35 % |
| ROCE operativ (EBIT rollierend letzte 4 Quartale) |
- |
| Capital Employed | 12 % |
| Konzentratdurchsatz | 11 % |
| Hamburg | 13 % |
| Pirdop | 9 % |
| Alt-/Blisterkupfereinsatz | -13 % |
| KRS-Durchsatz | 13 % |
| Schwefelsäureproduktion | 11 % |
| Hamburg | 17 % |
| Pirdop | 7 % |
| Kathodenproduktion | 3 % |
| Hamburg | 5 % |
| Lünen | 8 % |
| Olen | 2 % |
| Pirdop | -2 % |
| Rod (Gießwalzdraht) | 10 % |
| Shapes (Stranggusformate) | 5 % |
| Kupferpreis (Durchschnitt) | 24 % |
| 10 % | |
| Gold (Durchschnitt) | 7 % |
| -5 % | |
| Silber (Durchschnitt) | -3 % |
| -14 % |
Das Segment Metal Refining & Processing (MRP) verarbeitet komplexe Metallkonzentrate,
Altkupfer und metallhaltige Recyclingstoffe zu Metallen mit höchster Qualität. Unter
anderem werden an den Standorten Hamburg (Deutschland), Pirdop (Bulgarien), Olen (Belgien)
und Lünen (Deutschland) Kupferkathoden hergestellt, welche an den Standorten Hamburg
(Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht
und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden. Durch die Verarbeitung und optimale
Verwertung von Konzentraten sowie Recyclingrohstoffen mit komplexen Zusammensetzungen
verfügt das Segment über ein breites Produktportfolio. Es beinhaltet neben hochreinem
Kupfer unter anderem Gold, Silber, Blei, Nickel, Zinn, Nebenmetalle, Metalle der Platingruppe
sowie eine Reihe anderer Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat.
Das Segment MRP erzielte im 1. Halbjahr 2017/18 Umsatzerlöse in Höhe von 5.155 Mio.
€ (Vj. 4.876 Mio. €). Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere Kupferpreise
zurückzuführen.
Das operative EBT des Segments MRP betrug im Berichtszeitraum 202 Mio. € (Vj. 150
Mio. €). Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch deutlich höhere Konzentratdurchsätze
aufgrund der guten Performance der beiden Standorte Hamburg und Pirdop, wesentlich
gestiegene Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem Angebot, mengen- und preisbedingt
höhere Schwefelsäureerlöse, ein höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Kupferpreisen
und deutlich höhere Absätze bei Gießwalzdrahtprodukten. Negativ wirkte sich der schwächere
US-Dollar auf das Ergebnis aus. Das Ergebnis des 1. Halbjahres des Vorjahres war mit
rd. 15 Mio. € belastet durch einen am Standort Hamburg im 1. Quartal 2016/17 durchgeführten
geplanten Wartungsstillstand. Das Ergebnis des 2. Quartals 2016/17 war positiv beeinflusst
durch die Aufholung negativer Bewertungseffekte in Höhe von 26 Mio. €, die im 1. Quartal
2016/17 im Zusammenhang mit Vorratsbeständen bei gestiegenen Preisen entstanden waren
und im Wesentlichen das Segment MRP betrafen.
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 herrschte eine weiterhin gute Versorgungslage
mit Kupferkonzentraten, insbesondere aufgrund hoher Produktionsmengen der Minen. Der
im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Kupferpreis diente im Berichtszeitraum
als starker Anreiz für die Minenindustrie, die Produktionsmengen zu maximieren und
weitere Minenerweiterungen voranzubringen. Davon profitierte auch Aurubis, die sich
ausreichend mit Kupferkonzentraten versorgen konnte.
Nachdem der erste größere Abschluss eines Jahresvertrages für 2018 zwischen einem
führenden Minenunternehmen und einer größeren chinesischen Kupferhütte laut Reuters
zu niedrigeren Benchmark-TC/RCs von 82,25 US$/t / 8,225 cts/lb (Vj. 92,50 US$/t /
9,25 cts/lb) erfolgte, etablierte sich ein geringeres Niveau bei Spot-Geschäften im
2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/18.
Im Berichtszeitraum entwickelten sich die Metallpreise -insbesondere der Kupferpreis
- positiv. Dies wirkte sich entsprechend auf die Verfügbarkeit von Altkupfer und als
Resultat daraus auch auf die Raffinierlöhne für die Verarbeitung von Altkupfer aus.
Zu Beginn des Jahres 2018 verengte sich der Markt für Altkupfer mit hohen Kupferinhalten
aufgrund witterungsbedingt negativer Einflüsse und einer verstärkten Nachfrage nach
Altkupfer aus China aufgrund gesetzlich eingeschränkter Importe für komplexe Recyclingmaterialien
nach China.
Aufgrund der insgesamt guten Verfügbarkeit von Altkupfer konnten wir unsere Anlagen
im 1. Halbjahr 2017/18 voll versorgen.
Die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien, darunter industrielle Rückstände
sowie Elektro- und Elektronikschrotte, war trotz eines intensiven Wettbewerbsumfeldes
ausreichend gegeben.

Mit 1.295.000 t lag der Konzentratdurchsatz aufgrund der guten Performance der beiden
Standorte Hamburg und Pirdop deutlich über dem Vorjahr, welches durch den geplanten
Wartungsstillstand im 1. Quartal 2016/17 am Standort Hamburg belastet war. Im 1. Halbjahr
2017/18 wirkten erstmalig in Pirdop vollumfänglich die Optimierungsmaßnahmen aus dem
Fit for Future-Programm.

Alt- und Blisterkupfereinsatz lagen 13 % unter Vorjahr. Der hohe Alt- und Blisterkupfereinsatz
des Vorjahres war begründet durch eine höhere Anodenproduktion im 1. Quartal 2016/17
an unserem Standort in Belgien, wo im Wesentlichen Recyclingmaterialien eingesetzt
werden. Die im 1. Quartal des Vorjahres dort produzierte Mehrmenge an Anoden diente
zur Aufrechterhaltung der Kathodenproduktion in Hamburg während der Stillstandszeit.
Der KRS-Durchsatz konnte aufgrund unseres guten Einsatzmixes und der guten Verfügbarkeit
von Recyclingmaterialien gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert werden.
Aufgrund guter Nachfrage übertraf die Gießwalzdrahtproduktion mit 390.000 t deutlich
die Produktion des Vorjahres (355.000 t).
Bei robuster Nachfrage lag die Produktion von Stranggussprodukten mit 99.000 t auf
einem sehr guten Niveau.


An den Märkten für Kupfergießwalzdraht hat sich die zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17
abzeichnende Nachfrageerholung im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 fortgesetzt.
Positive Nachfrageimpulse kamen insbesondere aus dem Bausektor, der Automobilbranche
und der Lackdrahtindustrie. Eine gute Nachfrage bestand zudem für Energiekabel. Speziell
unsere europäischen Kernmärkte zeigten im 1. Halbjahr 2017/18 ein verstärktes Nachfragewachstum.
Die Nachfrage im Bereich hochreiner Stranggussformate entwickelte sich positiv bedingt
durch eine hohe europäische Nachfrage nach Flachwalzprodukten.
Die Kathodenmärkte verzeichneten im 1. Halbjahr 2017/18 eine weiterhin gute Nachfrage
bei leicht verbesserten Spotprämien. Die Aurubis-Kupferprämie für das Kalenderjahr
2018 entspricht mit 86 US$/t der Kupferprämie des Vorjahres. Im 1. Halbjahr 2017/18
konnten wir diese im Wesentlichen über unsere Produkte durchsetzen.
Der globale Markt für Schwefelsäure war durch eine anhaltend hohe Nachfrage gekennzeichnet.
Die allgemeine Verfügbarkeit von Schwefelsäure war sehr begrenzt und vereinzelte Hüttenstillstände
insbesondere in Asien verstärkten die Situation. Dies führte zu höheren Preisen am
Spotmarkt und wirkte sich positiv auf das Kontraktgeschäft aus.
Im Rahmen unserer Multi-Metall-Strategie (s. S. 20f.) berichten wir seit Beginn des
Geschäftsjahres neben Gold und Silber auch über die Verkaufsmengen von Blei, Nickel,
Zinn, Nebenmetallen und Metallen der Platin-Gruppe.
| Verkaufsmengen | 6 Monate 17/18 | 6 Monate 16/17 | |
| Gold | t | 22 | 20 |
| Silber | t | 404 | 542 |
| Blei | t | 9.800 | 10.342 |
| Nickel | t | 1.533 | 1.364 |
| Zinn | t | 1.052 | 783 |
| Nebenmetalle | t | 537 | 454 |
| Platingruppe (PGM) |
kg | 5.099 | 4.383 |
Das Ausbringen unserer Metalle ist abhängig von den Inhalten in den verarbeiteten
Kupferkonzentraten und Recyclingmaterialien. Ein Teil der Metalle wird in Form von
Zwischenprodukten veräußert.
In dem Segment wurden Investitionen in Höhe von 66 Mio. € (Vj. 98 Mio. €) getätigt.
Wesentliche Einzelinvestitionen waren Infrastrukturmaßnahmen in Bulgarien sowie Investitionen
für das Fernwärmeprojekt Hamburg Hafencity Ost.
| 2. Quartal | 6 Monate | |||||
| 2017/18 | 2016/17 | Veränderung | 2017/18 | 2016/17 | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 384 | 355 | 8 % | 710 | 638 |
| EBIT operativ | Mio. € | 9 | 1 | >100 % | 4 | -8 |
| EBT operativ | Mio. € | 11 | 1 | >100 % | 4 | -9 |
| ROCE operativ (EBIT rollierend letzte 4 Quartale) | % | - | - | - | 3,7 | -0,3 |
| Capital Employed | Mio. € | - | - | - | 393 | 408 |
| Flachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion | 1.000 t | 61 | 57 | 7 % | 116 | 110 |
| 6 Monate | |
| Veränderung | |
| Umsatzerlöse | 11 % |
| EBIT operativ | >100 % |
| EBT operativ | >100 % |
| ROCE operativ (EBIT rollierend letzte 4 Quartale) | - |
| Capital Employed | -4 % |
| Flachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion | 5 % |
Im Segment Flat Rolled Products (FRP) erfolgt eine Weiterverarbeitung von Kupfer und
Kupferlegierungen - im wesentlichen Messing, Bronze und Hochleistungslegierungen -
zu Flachwalzprodukten und Spezialdrahtprodukten. Die wichtigsten Produktionsstandorte
hierfür sind Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande) und Buffalo
(USA). Zum Segment gehören weiterhin Schneid- und Servicecenter in Birmingham (UK),
Dolny Kubin (Slowakei) und Mortara (Italien) sowie Vertriebsbüros weltweit.
Das Segment erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 Umsatzerlöse
von 710 Mio. € (Vj. 638 Mio. €). Hier wirkten sich neben höheren Absatzmengen insbesondere
gestiegene Metallpreise aus. Der schwächere US-Dollar belastete die Umsatzerlöse gegenüber
dem Vorjahr.
Das operative EBT lag mit 4 Mio. € deutlich über Vorjahr (-9 Mio. €). Die Ergebnisverbesserung
ergibt sich im Wesentlichen aus einem höheren Absatz von Flachwalzprodukten, aus günstigen
Konditionen für Einsatzmaterialien sowie aus positiven Effekten aus dem laufenden
Effizienzsteigerungsprogramm.
Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
betrug 3,7 % (Vj. -0,3 %).
Am 29.03.2018 hat die Aurubis AG mit der Wieland Werke AG einen Vertrag über den Verkauf
des Segmentes FRP unterschrieben. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Freigabe
durch die Kartellbehörden.
Der Markt für Flachwalzprodukte entwickelte sich im 1. Halbjahr 2017/18 weiter positiv.
Die Kapazitätsauslastung war gut. Wachstumsimpulse wurden insbesondere in Europa und
bei Steckverbinder- und Kabelherstellern verzeichnet. Im amerikanischen Markt blieben
einzelne Absatzsegmente hinter den Erwartungen zurück.
Die im Berichtszeitraum angestiegenen Metallpreise wirkten sich positiv auf die Verfügbarkeit
von Einsatzmetallen aus.
Die Produktion von Flachwalzprodukten und Spezialdrähten erhöhte sich nachfragebedingt
auf 116.000 t (Vj. 110.000 t).

Im Segment FRP wurden Investitionen in Höhe von 11 Mio. € (Vj. 7 Mio. €) getätigt.
Dabei handelt es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen.
Die Hauptversammlung der Aurubis AG hat am 1. März 2018 der vom Vorstand und dem Aufsichtsrat
vorgeschlagenen Dividende von 1,45 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016/17 zugestimmt.
Zudem wählte die Hauptversammlung der Aurubis AG die Vertreter der Anteilseigner für
den Aufsichtsrat neu. In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung
bestimmte das Kontrollgremium Prof. Dr. Fritz Vahrenholt zum neuen Vorsitzenden des
Aufsichtsrats. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender
des Vorstands der Salzgitter AG, an, der dem Kontrollgremium weiterhin angehört. Die
Hauptversammlung wählte darüber hinaus Prof. Dr. Karl Friedrich Jakob, Dr. Stephan
Krümmer, Dr. Sandra Reich und Edna Schöne als Vertreter der Anteilseigner für den
neuen Aufsichtsrat.
Am 29.03.2018 haben die Aurubis AG, Hamburg, und die Wieland-Werke AG, Ulm, den Vertrag
zum Verkauf des Segmentes Flat Rolled Products unterzeichnet. Der Vollzug des Kaufvertrages
steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden.
Im Zuge dessen wird Dr. Stefan Boel, verantwortliches Vorstandsmitglied für dieses
Segment, zum 31.07.2018 Aurubis im besten gegenseitigen Einvernehmen verlassen.
Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2016/17 sowie in der Quartalsmitteilung 3 Monate 2017/18.
Die Rohstoffversorgung des Aurubis-Konzerns war im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
2017/18 insgesamt gut. Die Marktlage bei Altkupfer schwächte sich jedoch im 2. Quartal
2017/18 ab.
Die Versorgung unserer Aggregate konnten wir im gesamten Halbjahr sicherstellen. Wir
erwarten keine wesentliche Veränderung auf den Kupferkonzentratmärkten und gehen davon
aus, dass die Marktlage bei Altkupfer im laufenden Quartal weitgehend stabil bleibt.
Der internationale Markt für Schwefelsäure hat sich im Verlaufe des 1. Halbjahres
des Geschäftsjahres 2017/18 gut entwickelt. Für das 3. Quartal erwarten wir eine Fortsetzung
dieser Marktlage.
Die aktuelle Diskussion um Zölle und Handelsrestriktionen wird von uns sowohl auf
der Einkauf- als auch auf der Absatzseite eng verfolgt.
Das Risiko schwankender Energiepreise für die wesentlichen deutschen Standorte ist
durch einen langfristigen Stromliefervertrag abgemildert. Aus dem Beihilfeprüfverfahren
hinsichtlich der Netzentgeltbefreiung zu den vorangegangenen Perioden ergibt sich
nach heutigem Kenntnisstand keine wesentliche zusätzliche Belastung.
Die Versorgung mit Liquidität war sichergestellt. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben wir weitestgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Im
Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet.
Risiken aus dem schwankenden Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir
durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte eingeschränkt. Den Einflüssen schwankender
Metallpreise sind wir durch geeignetes Metallpreis-Hedging begegnet.

Im Zuge unserer Vision 2025 und dem Transformationsprogramm ONE Aurubis haben wir
Ende vergangen Jahres unsere neue Strategie veröffentlicht. Sie fokussiert drei Felder:
Wachstum, Effizienz und Verantwortung. Mit ihr wollen wir einerseits unsere führende
Position im Standard-Kupfergeschäft mittels struktureller Optimierungen und einer
hohen Kostenwettbewerbsfähigkeit stärken und andererseits den Ausbau des Multi-Metallgeschäfts
mit Hilfe unserer ausgeprägten Prozess- und Metallurgie-Kompetenz und innovativen
Industrielösungen vorantreiben.

Wir verfolgen das Ziel zu wachsen, intern wie extern. Unser wichtiges internes Wachstumsprojekt
"Future Complex Metallurgy" (FCM) ist die Verkörperung des Multi-Metall-Ansatzes.
In den nächsten Jahren werden wir für dessen Umsetzung rund 320 Mio. € investieren.
Nach der Bau- und Anlaufphase soll FCM ab dem Geschäftsjahr 2022/23 einen Ergebnisbeitrag
(EBITDA) von rund 80 Mio. € pro Jahr erzielen. Mit diesem und weiteren Projekten wollen
wir die Verkaufsmengen von allen Nicht-Kupfer-Metallen bis zum Geschäftsjahr 2022/23
um 100 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/17 steigern. Für den gleichen Zeitraum
planen wir außerdem, den Einsatz an komplexen Schrotten zu verdoppeln sowie neue Vertriebskanäle
für Anwendungen mit einem hohen Wachstum zu erschließen.
Neben internem Wachstum wollen wir uns darüber hinaus durch sinnvolle Zukäufe von
außen verstärken. Ein erstes Beispiel ist die Akquisition des 40 %-Anteils der Codelco
Kupferhandel GmbH an der Deutschen Gießdraht in Emmerich. Vorbehaltlich der Zustimmung
der Kartellbehörden werden wir mit dieser Transaktion unsere Marktposition bei Gießwalzdraht
weiter ausbauen und zusätzlich Synergien im Verbund mit unseren drei weiteren Gießwalzdrahtanlagen
ermöglichen.
Vor dem Hintergrund der stärkeren Fokussierung des Multi-Metallgeschäfts und unserer
Kernkompetenz in der Prozess- und Metallurgie haben wir im 2. Quartal 2017/18 einen
Vertrag zum Verkauf des Segments FRP an die Wieland-Werke AG unterzeichnet. Dieser
steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.
Im Bereich Effizienz haben wir insbesondere das Standard-Kupfergeschäft im Blick.
Wir setzen hier unter anderem auf Standardisierungen der Kernprozesse, Automation
im Produktionsbereich und Projekte aus dem Bereich der Digitalisierung. Ein Beispiel
hierfür ist unser Aurubis Operating System, welches konzernweit einheitliche Arbeitsweisen
schafft. Bis zum Geschäftsjahr 2019/20 sollen alle Effizienzmaßnahmen zusammen (inkl.
FRP) einen Projekterfolg von 200 Mio. € erzielen. Hierzu tragen alle Unternehmensbereiche
bei, von der Produktion bis zu den Konzernfunktionen. Sich eventuell verschlechternde
Marktbedingungen im Vergleich zum Basisjahr 2014/15 sowie übliche Inflationssteigerungen
und Fremdwährungsschwankungen könnten hier entgegenwirken.
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsstrategie streben wir nach verantwortungsvollen Zielen,
um im Wettbewerbsvergleich auch künftig führend in den drei Bereichen Wirtschaft,
Umwelt und Mensch zu bleiben. Weitere Informationen hierzu werden wir im Laufe des
Jahres veröffentlichen.
Wir gehen weiterhin von einem zufriedenstellenden Angebot an Kupferkonzentraten und
entsprechenden Schmelz- und Raffinierlöhnen aus.
Wir erwarten einen grundsätzlich stabilen Altkupfermarkt. Kurzfristig sinkende Metallpreise
könnten jedoch zu einer Marktverengung mit rückläufigen Raffinierlöhnen führen.
Für die nächsten Monate gehen wir von einem guten Absatz von Kupfergießwalzdraht und
einer auf hohem Niveau stabilen Nachfrage nach Stranggussformaten aus, wobei sich
der starke Euro belastend auf das Exportgeschäft auswirken könnte.
Für Flachwalzprodukte rechnen wir mit einem anhaltend hohen Nachfrageniveau, insbesondere
für hochwertige Erzeugnisse wie Hochleistungslegierungen und verzinnte Bänder. Wir
erwarten eine robuste Nachfrage mit positiven Impulsen aus dem Steckverbinderbereich.
Aufgrund hoher Nachfrage und niedriger Bestände auf dem globalen Markt für Schwefelsäure
rechnen wir mit weiterhin stabilen Preisen auf hohem Niveau in den kommenden Monaten.
Wir erwarten für das Geschäftsjahr eine über dem Vorjahr liegende Verarbeitungsmenge
für Kupferkonzentrate bei hoher Anlagenverfügbarkeit sowie eine über dem Vorjahr liegende
Kathodenproduktion.
Für das Geschäftsjahr 2018/19 ist an unserem bulgarischen Standort ein geplanter Wartungsstillstand
mit einem Ergebniseffekt von rd. 12 Mio. € vorgesehen.
Wir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäftsjahres bei Konzentraten, trotz des
reduzierten Benchmarks 2018, von zufriedenstellenden Schmelz- und Raffinierlöhnen
aus. Bei guter Minenproduktion werden wir uns weiterhin ausreichend mit Kupferkonzentraten
versorgen können. Aufgrund unserer Kernkompetenz, komplexe Konzentrate zu verarbeiten,
werden wir dabei über Benchmark liegende TC/RCs erzielen.
Bei den Schwefelsäureerlösen erwarten wir eine gegenüber dem Vorjahr deutlich positivere
Entwicklung.
Für Altkupfer rechnen wir auch für die nächsten Monate mit einem zufriedenstellenden
Mengenangebot bei Raffinierlöhnen auf weiterhin gutem Niveau.
Für das Kalenderjahr 2018 hat Aurubis die Kupferprämie bei 86 US$/t belassen. Wir
erwarten, diese Prämie über unsere Produkte größtenteils durchsetzen zu können.
Für Gießwalzdraht gehen wir für das Gesamtjahr von einer weiterhin robusten Nachfrage
aus. Für Strangussprodukte rechnen wir ebenfalls für das Geschäftsjahr mit einer Nachfrage
leicht über Vorjahresniveau.
Für Flachwalzprodukte und Spezialdrahtprodukte rechnen wir für das Geschäftsjahr mit
einer Nachfrage leicht über Vorjahresniveau.
Wesentliche Teile unserer Einnahmen sind US-Dollar basiert. Durch unsere Hedging-Strategie
mildern wir die negativen Ergebnisbeiträge aus dem gegenüber dem Vorjahr schwächeren
US-Dollar ab.
Wir erwarten, unsere für 2017/18 gesteckten Ziele für das Effizienzsteigerungsprogramm
im Rahmen von "ONE Aurubis" zu erreichen. Es wird zu weiteren Optimierungen an allen
Standorten führen.
Infolge der positiven Geschäftsentwicklung erhöht der Konzern seine Gesamtjahresprognose
für das operative EBT im laufenden Geschäftsjahr 2017/18. Der Aurubis-Konzern erwartet
nun im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/17 ein moderat höheres operatives EBT und
einen auf Vorjahresniveau liegenden ROCE.
Im Segment Metal Refining & Processing erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017/18
ein operatives EBT moderat über Vorjahr und einen auf Vorjahresniveau liegenden operativen
ROCE.
Im Segment Flat Rolled Products planen wir für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem
deutlich höheren operativen EBT und einem leicht höheren operativen ROCE im Vergleich
zum Vorjahr.
| Veränderung operatives EBT | |
| auf Vorjahresniveau | ± 0 bis 5,0 % |
| moderat | ± 5,1 bis 15,0 % |
| deutlich | > ± 15,0 % |
| Delta ROCE Prozentpunkte | |
| auf Vorjahresniveau | ± 0 bis 1,0 |
| leicht | ± 1,1 bis 4,0 |
| deutlich | > ± 4,0 |
| 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 | |
| Umsatzerlöse | 5.160.609 | 4.882.484 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 238.178 | 105.257 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 6.754 | 3.799 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 23.971 | 24.061 |
| Materialaufwand | -4.877.449 | -4.421.594 |
| Rohergebnis | 552.063 | 594.007 |
| Personalaufwand | -175.485 | -170.969 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -59.142 | -58.654 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -104.559 | -103.815 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 212.877 | 260.569 |
| Zinserträge | 1.403 | 1.361 |
| Zinsaufwendungen | -7.778 | -10.489 |
| Übrige finanzielle Erträge | 3 | 0 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | -12 | -500 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 206.493 | 250.941 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -48.952 | -58.542 |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 157.541 | 192.399 |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 20.514 | 15.922 |
| Konzernergebnis | 178.055 | 208.321 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzernergebnis | 177.403 | 207.712 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | 652 | 609 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | ||
| Aus fortgeführten Aktivitäten je Aktie (in €) | 3,49 | 4,27 |
| Aus nicht fortgeführten Aktivitäten je Aktie (in €) | 0,46 | 0,35 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | ||
| Aus fortgeführten Aktivitäten je Aktie (in €) | 3,49 | 4,27 |
| Aus nicht fortgeführten Aktivitäten je Aktie (in €) | 0,46 | 0,35 |
Vorjahreswerte angepasst.
| 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 | |
| Konzernergebnis | 178.055 | 208.321 |
| Positionen, die zukünftig in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden | ||
| Marktbewertung von Cashflow-Sicherungen | 854 | -5.784 |
| Marktbewertung von Finanzinvestitionen | 2.307 | 3.483 |
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | -1.802 | 1.098 |
| Ertragsteuern | 270 | 956 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -1.142 | 905 |
| Positionen, die nicht in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung der Nettoschuld von leistungsorientierten Verpflichtungen | -7.980 | 53.714 |
| Ertragsteuern | 2.588 | -17.411 |
| Sonstiges Ergebnis | -4.905 | 36.961 |
| Konzerngesamtergebnis | 173.150 | 245.282 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzerngesamtergebnis | 172.498 | 244.674 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzerngesamtergebnis | 652 | 609 |
Vorjahreswerte angepasst.
| 31.03.2018 | 30.09.2017 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 122.274 | 131.618 |
| Sachanlagen | 1.165.907 | 1.269.836 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 0 | 7.955 |
| Finanzanlagen | 31.863 | 29.680 |
| At Equity bewertete Anteile | 0 | 50.223 |
| Latente Steuern | 2.501 | 5.747 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 30.361 | 30.094 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 886 | 2.226 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.353.792 | 1.527.379 |
| Vorräte | 1.887.066 | 1.752.272 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 390.661 | 357.403 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 56.589 | 100.096 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 50.881 | 53.300 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 132.438 | 570.569 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 641.509 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.159.144 | 2.833.640 |
| Summe Aktiva | 4.512.936 | 4.361.019 |
| 31.03.2018 | 30.09.2017 | |
| Gezeichnetes Kapital | 115.089 | 115.089 |
| Kapitalrücklage | 343.032 | 343.032 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 1.977.397 | 1.870.573 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 34.442 | 33.955 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Aurubis AG | 2.469.960 | 2.362.649 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.661 | 3.097 |
| Eigenkapital | 2.472.621 | 2.365.746 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 222.217 | 243.682 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 54.574 | 63.678 |
| Latente Steuern | 203.568 | 205.134 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 285.469 | 340.266 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.517 | 2.752 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 1.213 |
| Langfristige Schulden | 767.345 | 856.725 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 25.042 | 39.013 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 923.211 | 905.083 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 15.822 | 19.959 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 9.434 | 11.068 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 98.273 | 129.729 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 28.233 | 33.696 |
| Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 172.955 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 1.272.970 | 1.138.548 |
| Summe Passiva | 4.512.936 | 4.361.019 |
| 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 233.381 | 271.708 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 65.060 | 65.859 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 198 | 1.357 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 2.010 | 3.675 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 194 | 38 |
| Bewertung von Derivaten | 8.435 | 23 |
| Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis | 2.936 | 1.468 |
| Aufwendungen und Erträge aus dem Finanzergebnis | 3.055 | 5.547 |
| Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern | -42.343 | -26.943 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -143.199 | -204.429 |
| Veränderung der Vorräte (inkl. Bewertungseffekte) | -444.268 | -216.571 |
| Veränderung kurzfristiger Rückstellungen | -7.783 | -3.184 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 90.343 | 144.558 |
| Mittelabfluss (im Vj. Mittelzufluss) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | -231.981 | 43.106 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -66.569 | -104.705 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 612 | 47 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von als Finanzinvestion gehaltene Immobilien | 7.842 | 0 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Dritten gewährten Krediten und Darlehen | 6.529 | 0 |
| Zinseinzahlungen | 1.424 | 1.384 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 2.975 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -50.162 | -100.299 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 11.562 | 106.449 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzverbindlichkeiten | -77.600 | -156.795 |
| Zinsauszahlungen | -5.861 | -8.117 |
| Dividendenzahlungen | -66.275 | -57.564 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -138.174 | -116.027 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -420.317 | -173.220 |
| Veränderungen aus Wechselkursänderungen | -151 | 141 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 570.569 | 471.874 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 150.101 | 298.795 |
| abzgl. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende der Periode | 17.663 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode aus fortgeführten Aktivitäten | 132.438 | 298.795 |
Vorjahreswerte angepasst.
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis* | ||||||
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital |
Marktbewertung von Cashflow Sicherungen |
Marktbewertung von Finanz- investitionen |
Währungs- änderungen |
|
| Stand am 30.09.2016 | 115.089 | 343.032 | 1.520.781 | -5.944 | 5.092 | 10.561 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | -56.196 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 244.014 | -5.784 | 3.483 | 2.004 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 207.712 | 0 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 36.302 | -5.784 | 3.483 | 2.004 |
| Stand am 31.03.2017 | 115.089 | 343.032 | 1.708.599 | -11.728 | 8.575 | 12.565 |
| Stand am 30.09.2017 | 115.089 | 343.032 | 1.870.573 | 19.744 | 11.820 | 8.745 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | -65.187 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 172.011 | 854 | 2.307 | -2.944 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 177.403 | 0 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -5.392 | 854 | 2.307 | -2.944 |
| Stand am 31.03.2018 | 115.089 | 343.032 | 1.977.397 | 20.598 | 14.127 | 5.801 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis* | ||||
| Ertragsteuern | Anteile der Aktionäre der Aurubis AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|
| Stand am 30.09.2016 | -244 | 1.988.367 | 2.769 | 1.991.136 |
| Dividendenzahlung | 0 | -56.196 | -1.368 | -57.564 |
| Konzerngesamtergebnis | 956 | 244.673 | 609 | 245.282 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 207.712 | 609 | 208.321 |
| davon sonstiges Ergebnis | 956 | 36.961 | 0 | 36.961 |
| Stand am 31.03.2017 | 712 | 2.176.844 | 2.010 | 2.178.854 |
| Stand am 30.09.2017 | -6.354 | 2.362.649 | 3.097 | 2.365.746 |
| Dividendenzahlung | 0 | -65.187 | -1.088 | -66.275 |
| Konzerngesamtergebnis | 270 | 172.498 | 652 | 173.150 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 177.403 | 652 | 178.055 |
| davon sonstiges Ergebnis | 270 | -4.905 | 0 | -4.905 |
| Stand am 31.03.2018 | -6.084 | 2.469.960 | 2.661 | 2.472.621 |
*
Die enthaltenen Positionen sind zukünftig in den Gewinn/Verlust reklassifizierbar.
Der vorliegende Konzernzwischenbericht der Aurubis AG umfasst nach den Vorschriften
des Wertpapierhandelsgesetzes einen Konzern-Zwischenabschluss sowie einen Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für die Zwischenberichtserstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30.09.2017 wurden
unverändert fortgeführt.
Eine prüferische Durchsicht des Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts
der ersten sechs Monate 2017/18 ist nicht erfolgt.
Die von der Europäischen Union im November 2017 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.01.2017 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Änderungen
an IAS 7 (Kapitalflussrechnung) und an IAS 12 (Ertragsteuern) führen zu keinen wesentlichen
Auswirkungen im Aurubis Konzern.
Mit dem Geschäftsjahr 2018/19 hat Aurubis Neuregelungen gem. IFRS 9 zur Klassifizierung
und Bewertung von Finanzinstrumenten zu beachten sowie seine Umsatzerlöse basierend
auf dem fünfstufigen Modell nach IFRS 15 zu bilanzieren. Bereits im Geschäftsjahr
2015/16 hat das Management daher begonnen, erste Auswirkungen aus den Neuregelungen
im Rahmen von Betroffenheitsanalysen zu untersuchen. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden
diese Betroffenheitsanalysen auf Basis von qualitativen Datenanalysen beziehungsweise
von Vertragsdurchsichten und strukturierten Interviews mit den Geschäftsbereichen
fortgeführt.
Aurubis rechnet auf Basis der bisherigen Untersuchungen mit keinen wesentlichen Auswirkungen
auf die Bilanzierung und Bewertung aus der geänderten Klassifizierung der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unter IFRS 9. Ebenfalls werden keine
wesentlichen Effekte aus der Anwendung des Expected Credit Loss-Modells erwartet.
Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen rechnet Aurubis lediglich
mit Ausweisanpassungen im sonstigen Ergebnis.
Ebenso erwarten wir für die Bilanzierung nach IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Aurubis-Konzern, da die Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Verkauf von Metallen
und Kupferprodukten erzielt werden. Für den Übergang auf IFRS 15 gehen wir derzeit
von der Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode aus.
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016/17 der Aurubis AG in Höhe von 140.155.196,74
€ wurde in Höhe von 65.187.248,35 € zur Zahlung einer Dividende von 1,45 € verwendet.
Ein Betrag von 74.967.948,39 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum 31.03.2018 wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen der fortgeführten
Aktivitäten in Höhe von 32.302 T€ (30.09.2017: 4.269 T€) vorgenommen.
Die Aurubis AG und die Codelco Kupferhandel GmbH haben am 19.01.2018 einen Kaufvertrag
zur Übernahme aller Anteile an der Deutsche Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein durch
Aurubis unterzeichnet. Der Vollzug des Kaufvertrages steht unter dem Vorbehalt der
Freigabe durch das Bundeskartellamt, die noch ausstehend ist.
Die im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 begonnenen Verhandlungen über den Verkauf
des Segmentes FRP an die Wieland-Werke AG führten am 12.02.2018 zur Unterzeichnung
des Termsheets über die wesentlichen Eckpunkte eines beabsichtigten Verkaufs. Ab diesem
Datum ist das Segment FRP als nicht fortgeführte Aktivitäten gem. IFRS 5 klassifiziert.
Der Vertrag zum Verkauf des Segmentes FRP wurde am 29.03.2018 unterschrieben. Der
Vollzug des Kaufvertrages steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden.
Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten wird in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung getrennt von den Aufwendungen und Erträgen aus fortgeführten Aktivitäten
berichtet; Vorjahresangaben werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. In der Konzern-Kapitalflussrechnung
sind nicht fortgeführte Aktivitäten in den Mittelzuflüssen-/abflüssen aus der betrieblichen,
der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit enthalten; Vorjahresangaben werden
auf vergleichbarer Basis dargestellt. Darüber hinaus wird in der Konzern-Bilanz über
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden in Form eines aggregierten Ausweises
berichtet.
Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden bei der Ermittlung des Konzernergebnisses
aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten vollständig eliminiert. Die
Eliminierung der konzerninternen Transaktionen erfolgt dabei nach der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise, d. h. unter Berücksichtigung der künftigen Liefer- und Leistungsbeziehungen
des Aurubis-Konzerns. Der Konzern wird nach dem Verkauf des Segmentes FRP bestehende
Lieferbeziehungen mit dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich aufrechterhalten. Die
Eliminierung der Umsatzerlöse der Aurubis AG und ihrer Tochtergesellschaften aus Lieferungen
an den nicht fortgeführten Geschäftsbereich erfolgte daher vollständig dort.
| (in Mio. €) | 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 |
| Umsatzerlöse | 609 | 545 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigenErzeugnissen | 30 | 13 |
| Aufwendungen | -461 | -418 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 27 | 21 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -6 | -5 |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 21 | 16 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallenes Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 21 | 16 |
| AKTIVA (in Mio. €) | 31.03.2018 |
| Anlagevermögen | 164 |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 8 |
| Vorräte | 306 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 146 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 642 |
| PASSIVA (in Mio. €) | 31.03.2018 |
| Latente Steuern | 11 |
| Langfristige Rückstellungen | 42 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 6 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 113 |
| Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 173 |
| (in Mio. €) | 6 Monate 2017/18 | 6 Monate 2016/17 |
| Mittelzufluss (im Vj. Mittelabfluss) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit(Netto-Cashflow) | 9 | -6 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -10 | -7 |
| Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | 2 | 1 |
Die nachfolgende Tabelle ordnet die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Finanzinstrumente
der Aurubis den Leveln 1 bis 3 zu.
Die Level geben dabei Auskunft, ob der beizulegende Zeitwert einen Preis darstellt,
der an einem aktiven Markt notiert und dem Unternehmen zugänglich ist, wie bei Level
1, bzw. auf anderen beobachtbaren Faktoren, wie bei Level 2, oder auf nicht beobachtbaren
Faktoren basiert, wie bei Level 3.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Derivate sind in der Bilanz der Aurubis,
wie auch in der Tabelle dargestellt, mit den beizulegenden Zeitwerten abgebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Bilanz der Aurubis mit
ihren fortgeführten Anschaffungskosten enthalten und werden in der Tabelle lediglich
zu Informationszwecken mit ihrem beizulegenden Zeitwert dargestellt. Weitere Informationen
zu den Bewertungsmethoden und verwendeten Inputparametern sind im Zusammenhang mit
dem IFRS-Konzernabschluss von Aurubis zum 30. September 2017 zu lesen.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 wurden keine Umgliederungen
zwischen den einzelnen Leveln vorgenommen.
| Aggregiert nach Klassen (in T€) | Beizulegender Zeitwert 31.03.2018 |
Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 30.346 | 30.346 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 34.342 | 0 | 22.426 | 11.916 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 21.481 | 0 | 21.481 | 0 |
| Vermögenswerte | 86.169 | 30.346 | 43.907 | 11.916 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 268.170 | 0 | 268.170 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 34.694 | 0 | 34.694 | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 14 | 0 | 14 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 302.878 | 0 | 302.878 | 0 |
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
und in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumente dar:
| Aggregiert nach Klassen (in T€) | Stand 01.10.2017 |
Veräußerungen/ Käufe | in der GuV erfasste Gewinne (+)/ Verluste (-) | Stand 31.03.2018 |
Gewinne (+)/ Verluste (-) für am Bilanzstichtag gehaltene Derivate |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge Beziehung | 4.196 | 6.222 | 1.498 | 11.916 | 1.498 |
Gewinne und Verluste der als Level 3 klassifizierten derivativen Finanzinstrumente
betreffen einen Teil eines Energieversorgungsvertrages und schlagen sich in der GuV-Position
"Materialaufwand" nieder. Im Zusammenhang mit unserer Vereinbarung zum langfristigen
Bezug von Strom wurde ein neues Derivat erworben.
Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate basiert zum Teil auf nicht beobachtbaren
Eingangsparametern, die im Wesentlichen den Preis für Strom und Kohle betreffen. Die
Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode.
Hätte der Aurubis-Konzern am 31.03.2018 zur Bewertung der betreffenden Finanzinstrumente
angemessene mögliche Alternativen der Bewertungsparameter zugrunde gelegt, hätte sich
bei einer Steigerung des Strompreises sowie einer Reduzierung des Kohlepreises um
jeweils 20 % zum Laufzeitende der ausgewiesene beizulegende Zeitwert um 10.180 T€
(Vj. 7.292 T€) erhöht bzw. bei einer Reduzierung des Strompreises sowie einer Steigerung
des Kohlepreises um jeweils 20 % zum Laufzeitende um 8.542 T€ (Vj. 5.751 T€) verringert.
Seit dem 01.10.2017 gilt für Aurubis eine neue Organisationsstruktur. Berichtet wird
seitdem nach den zwei operativen Geschäftssegmenten Metal Refining & Processing (MRP)
und Flat Rolled Products (FRP). Das Segment MRP umfasst organisatorisch die Bereiche
Commercial und Operations. Der Bereich Commercial vereint alle marktrelevanten Organisationseinheiten,
also den Einkauf von Rohstoffen und den Verkauf von Produkten.
Der Bereich Operations steht für die Produktion aller Basisprodukte und Metalle sowie
deren Weiterverarbeitung zu anderen Produkten, wie Gießwalzdraht und Stranggussformaten.
Das zweite Segment FRP wird in seiner Struktur fortgeführt. Vorjahresangaben werden
auf vergleichbarer Basis dargestellt.
Beim Segment FRP handelt es sich um einen nicht fortgeführten Geschäftsbereich, über
den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz nach IFRS
5 aggregiert und gesondert zu berichten ist.
Der Vorstand führt das Segment FRP weiter als operatives Berichtssegment und damit
einhergehend die Segmentberichterstattung bis zum Zeitpunkt des Vollzugs der Verkaufstransaktion
unverändert fort.
Da die operative Geschäftstätigkeit des Segmentes FRP unverändert fortgeführt und
vom Vorstand des Aurubis-Konzerns überwacht und gesteuert wird, erfüllt dieser Unternehmensbereich
auch nach der Einstufung als nicht fortgeführter Geschäftsbereich die Definition eines
berichtspflichtigen Segmentes und wird entsprechend in der Segmentberichterstattung
separat ausgewiesen.
Der in der Spalte "Effekte aus nicht fortgeführten Aktivitäten" erfasste Eliminierungsbetrag
der Außenumsätze in Höhe von 608.771 T€ (Vj. 545.393 T€) entspricht dem Außenumsatz
des Segments FRP abzüglich der vollständig im aufgegebenen Geschäftsbereich eliminierten
konzerninternen Umsätze des Segments MRP mit dem Segment FRP in Höhe von 91.298 T€
(Vj. 90.674 T€).
| Segment Metal Refining & Processing |
Segment Flat Rolled Products |
Sonstige | ||||
| (in T€) | 6 Monate 2017/18 operativ | 6 Monate 2016/17 operativ | 6 Monate 2017/18 operativ | 6 Monate 2016/17 operativ | 6 Monate 2017/18 operativ | 6 Monate 2016/17 operativ |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 5.155.313 | 4.875.941 | 710.002 | 637.942 | 5.805 | 7.071 |
| Intersegmentumsätze | 91.298 | 89.861 | 9.912 | 1.871 | 530 | 1.344 |
| Außenumsätze | 5.064.015 | 4.786.080 | 700.090 | 636.071 | 5.275 | 5.727 |
| EBIT | 205.349 | 156.524 | 4.470 | -7.709 | -20.354 | -22.905 |
| EBT | 201.858 | 149.839 | 4.094 | -9.345 | -20.299 | -23.000 |
| ROCE (%) | 19,3 | 14,8 | 3,7 | -0,3 | ||
| Summe | Überleitung/ Konsolidierung |
Effekte aus nicht fortgeführten Aktivitäten | ||||
| (in T€) | 6 Monate 2017/18 operativ | 6 Monate 2016/17 operativ | 6 Monate 2017/18 IFRS | 6 Monate 2016/17 IFRS | 6 Monate 2017/18 IFRS | 6 Monate 2016/17 IFRS |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 0 | 0 | ||||
| Intersegmentumsätze | 0 | 0 | ||||
| Außenumsätze | 5.769.380 | 5.427.878 | 0 | 0 | -608.771 | -545.393 |
| EBIT | 189.465 | 125.910 | 46.560 | 152.407 | -23.148 | -17.748 |
| EBT | 185.653 | 117.494 | 48.339 | 154.214 | -27.499 | -20.767 |
| ROCE (%) | ||||||
| Konzern (fortgeführte Aktivitäten) | ||
| (in T€) | 6 Monate 2017/18 IFRS | 6 Monate 2016/17 IFRS |
| Umsatzerlöse | ||
| Gesamtumsätze | ||
| Intersegmentumsätze | ||
| Außenumsätze | 5.160.609 | 4.882.484 |
| EBIT | 212.877 | 260.569 |
| EBT | 206.493 | 250.941 |
| ROCE (%) | ||
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht
den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns
so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, 15. Mai 2018
Aurubis AG
Der Vorstand
| Jürgen Schachler | Rainer Verhoeven | Dr. Stefan Boel |
Diese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf unseren gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen beruhen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und Einflüsse können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage
oder die Entwicklung von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.
| Quartalsmitteilung 9 Monate 2017/18 | 9. August 2018 |
| Bericht zum Geschäftsjahr 2017/18 | 11. Dezember 2018 |
Aurubis AG, Hovestrasse 50, 20539 Hamburg
| Angela Seidler Tel +49 40 7883-3178 E-Mail a.seidler@aurubis.com |
Elke Brinkmann Tel +49 40 7883-2379 E-Mail e.brinkmann@aurubis.com |
| Christoph Tesch Tel +49 40 7883-2178 E-Mail c.tesch@aurubis.com |