![]() Aurubis AGHamburgZwischenbericht 6 Monate 2018/19Zwischenbericht1. Oktober 2018 bis 31. März 2019Auf einen Blick
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Konzernsteuerungskennzahlen.
HighlightsDer Aurubis-Konzern hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 ein operatives
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 103 Mio. € erzielt (Vj. 186 Mio. €). Das operative
Ergebnis war wesentlich beeinflusst durch einen deutlich niedrigeren Konzentratdurchsatz
und deutlich niedrigere Raffinierlöhne für Altkupfer. Der operative Return on Capital
Employed (ROCE) betrug 9,0 % (Vj. 14,9 %). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) aus
fortgeführten Aktivitäten (siehe S. 6) lag bei 136 Mio. € (Vj. 207 Mio. €). Der Konzern erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 Umsatzerlöse in Höhe
von 5.660 Mio. € (Vj. 5.770 Mio. €). Die Entwicklung ist auf den niedrigeren Konzentratdurchsatz
und den niedrigeren durchschnittlichen Kupferpreis zurückzuführen. Das operative EBT betrug 103 Mio. € (Vj. Mio. 186 €) und war negativ beeinflusst durch:
Positiv auf das operative EBT wirkten:
Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
lag bei 9,0 % (Vj. 14,9 %). Der Rückgang resultiert aus im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren
Ergebnisbeiträgen bei erhöhtem eingesetzten Kapital, im Wesentlichen bedingt durch
den Aufbau von Vorräten. Auf Basis IFRS wurde ein EBT aus fortgeführten Aktivitäten
von 136 Mio. € (Vj. 207 Mio. €) erzielt. Der Netto-Cashflow zum 31.03.2019 lag bei -334 Mio. € (Vj. -232 Mio. €). Der deutliche
Rückgang ist insbesondere durch höhere Vorratsbestände bei Zwischenprodukten zur Vorbereitung
auf geplante Wartungsstillstände sowie bei Fertigprodukten im Vergleich zum 30.09.2018
begründet. Nach IFRS wird das Segment FRP weiterhin als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert.
Die operative Berichterstattung bleibt davon unberührt. Das operative EBT des Segments Metal Refining & Processing (MRP) lag im Berichtszeitraum
mit 112 Mio. € unter dem sehr guten Vorjahr (Vj. 202 Mio. €). Der Rückgang des operativen
EBT resultiert aus den bereits genannten Einflussfaktoren. Das Segment Flat Rolled Products (FRP) erzielte im 1. Halbjahr 2018/19 ein operatives
EBT von -3 Mio. € (Vj. 4 Mio. €). Das deutlich geringere Ergebnis gegenüber dem Vorjahr
beruht im Wesentlichen auf einem geringeren Absatzvolumen sowie ungünstigeren Konditionen
im Beschaffungsmarkt. Nachdem die Transaktion über den Verkauf des Segments FRP an die Wieland Werke AG
am 06.02.2019 von der Europäischen Kommission untersagt wurde, prüft Aurubis nun weitere
strategische Optionen für das Segment FRP. Der Kupferpreis lag zu Beginn des Berichtszeitraums bei 6.172 US$/t (LME-Settlement).
Nach einer deutlichen Abschwächung bis auf 5.801 US$/t Anfang Januar erholte sich
der Kupferpreis, gestützt durch Meldungen einer möglichen Annährung im Handelskonflikt
zwischen China und den USA sowie positive Wirtschaftdaten aus China, bis auf 6.572
US$/t am 01.02.2019. Nach einer Seitwärtsbewegung im März notierte der Kupferpreis
am 31.03.2019 bei 6.485 US$/t. Im Durchschnitt des 2. Quartals 2018/19 erreichte die
Notierung 6.215 US$/t (Vj. 6.961 US$/t). In Euro lag der Preis im Durchschnitt bei
5.473€/t (Vj. 5.664 €/t). Im internationalen Markt für Kupferkonzentrate herrschte in den ersten sechs Monaten
des GJ 2018/19 ein gutes Angebot. Eine hohe Produktion der Minen traf auf vereinzelte,
teils ungeplante Hüttenstillstände. Das Kupferpreisniveau diente als Anreiz für die
Minenindustrie, die Produktion voll auszulasten. Davon profitierte auch Aurubis, die
ihre Produktionsanlagen jederzeit voll mit Kupferkonzentraten versorgen konnte. Nach einem guten Angebot an Altkupfer in Europa und den USA in den ersten drei Monaten
des Geschäftsjahres 2018/19 entwickelte sich der Markt auch im zweiten Geschäftsquartal
weiter freundlich und war von einem ausreichenden Angebot gekennzeichnet. Dies war
unter anderem positiv beeinflusst durch gestiegene Metallpreise, eine weiterhin allgemein
stabile Wirtschaftslage und bestehende Importrestriktionen für Altkupfer von den USA
nach China. Im März zogen die Raffinierlöhne für Altkupfer in Europa weiter an. Aurubis
nutzte die gute Marktlage und konnte die Produktionsanlagen im Berichtszeitraum voll
mit Altkupfer versorgen. Der globale Markt für Schwefelsäure war im 1. Halbjahr 2018/19 durch eine anhaltend
hohe Nachfrage gekennzeichnet. Das Angebot war begrenzt und vereinzelte Hüttenstillstände,
insbesondere in Südamerika und Asien, verstärkten die Situation. Dies führte im Berichtszeitraum
zu einem hohen Preisniveau am Spotmarkt. Die Marktsituation in Europa war weiterhin
sehr stabil. Der Kathodenmarkt verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2018/19 eine weiterhin
gute Nachfrage. Während sich die Spotprämien in Europa stabil zeigten, lag die Notierung
in Shanghai deutlich unter dem gemäß dem Researchunternehmen CRU sehr hohen Niveau
im Herbst 2018. Aurubis hat aufgrund der Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr 2018/19 und verschlechterter
konjunktureller Rahmenbedingungen, insbesondere im Automobilbereich, die Gesamtjahresprognose
für das Geschäftsjahr 2018/19 gesenkt. Der Aurubis-Konzern erwartet nunmehr ein deutlich
unter dem Vorjahr liegendes operatives EBT und einen deutlich niedrigeren operativen
ROCE im Vergleich zum Vorjahr. Mit Blick auf das Halbjahresergebnis kommentiert Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender: "Natürlich stellen uns das Halbjahresergebnis und die Anpassung unserer Prognose nicht
zufrieden, Aurubis kann sicher mehr. Allerdings ist dieses Jahr für Aurubis auch ein
Übergangsjahr: Wir nutzen die geplanten Stillstände, um über die gesetzlichen Vorgaben
hinaus in unsere Produktion sowie weiterhin in den Umweltschutz zu investieren. Zusammen
mit Maßnahmen des Effizienzsteigerungsprogramms verbessern wir damit nachhaltig die
Zuverlässigkeit unserer Anlagen und unsere Wettbewerbsfähigkeit." Konzern-Zwischenlagebericht 6 Monate 2018/19Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageUm den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt zusätzlich zur Darstellung der
Ertrags-, Vermögens-, und Finanzlage nach IFRS ergänzend die Erläuterung der Ertrags-
und Vermögenslage auf Basis operativer Werte. Nach IFRS waren mit Unterzeichnung des Termsheets mit der Wieland-Werke AG im Frühjahr
2018 die Voraussetzungen für die Darstellung des Segments Flat Rolled Products (FRP)
als nicht fortgeführte Aktivitäten gegeben. Die Transaktion wurde am 06.02.2019 von
der Europäischen Kommission untersagt. Aurubis prüft nun weitere strategische Optionen
für das Segment FRP. Für das Segment FRP sind somit weiterhin die besonderen Ausweis- und Bewertungsvorschriften
des IFRS 5 zu berücksichtigen. Diese schließen u. a. einen aggregierten und gesonderten
Ausweis des Konzernergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung sowie einen aggregierten und gesonderten Ausweis der zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der nicht fortgeführten Aktivitäten in der
Konzernbilanz ein. Ferner sind zusätzliche Anhangangaben zu tätigen (siehe Seite 32
f.). Im Hinblick auf die Bewertung nach IFRS 5 sind unter anderem die planmäßigen
Abschreibungen im Segment FRP sowie eine ergebniswirksame Fortschreibung von At Equity
konsolidierten Anteilen am Gemeinschaftsunternehmen Schwermetall Halbzeugwerk GmbH
& Co. KG (Schwermetall) im IFRS Konzernabschluss auszusetzen. Der Vorstand führt das Segment FRP als operatives Berichtssegment und damit einhergehend
wird die operative Finanzberichterstattung bis zum Zeitpunkt eines möglichen Verkaufs
des Segments FRP unverändert zur bisherigen Finanzberichterstattung fortgeführt. Infolgedessen werden in der Überleitung von der IFRS Berichterstattung zur operativen
Berichterstattung die bilanziellen Auswirkungen aus IFRS 5 rückgängig gemacht. In Bezug auf die Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Positionen
der nicht fortgeführten Aktivitäten wieder separat ausgewiesen und für die Bewertung
werden die planmäßigen Abschreibungen sowie die ergebniswirksame Fortschreibung der
At Equity konsolidierten Anteile wie bisher berücksichtigt. Zur Darstellung des operativen
Erfolgs des Aurubis-Konzerns werden anschließend die Bewertungseinflüsse im Vorrats-
und Anlagevermögen bereinigt. Zur Bereinigung der Bewertungseinflüsse im Vorratsvermögen aus der Anwendung des IAS
2 werden die aus der Anwendung der Durchschnittsmethode resultierenden Metallpreisschwankungen
ebenso eliminiert wie stichtagsbezogene Abwertungen und Zuschreibungen auf Kupfervorratsbestände.
Darüber hinaus erfolgt die Bereinigung im Anlagevermögen um Effekte aus Kaufpreisallokationen
im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen (Purchase Price Allocation = PPA) seit dem
Geschäftsjahr 2010/11. In Bezug auf die Überleitung der Konzern-Bilanz werden die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte und Schulden der nicht fortgeführten Aktivitäten wieder disaggregiert
ausgewiesen und die Bewertungseffekte auf die betroffenen Bilanzpositionen wie bisher
berücksichtigt. Anschließend werden zur Darstellung des operativen Erfolgs des Aurubis-Konzerns
ebenfalls Bewertungseinflüsse im Vorrats- und Anlagevermögen bereinigt. Ertragslage (operativ)Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahres 2018/19 und des Vorjahresvergleichszeitraums wieder. Das operative EBT im 1. Halbjahr beträgt 103 Mio. € und leitet sich aus dem IFRS-Ergebnis
vor Ertragsteuern der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten wie folgt
ab: Im 1. Halbjahr erzielte Aurubis aus fortgeführten Aktivitäten ein IFRS-Ergebnis vor
Ertragsteuern in Höhe von 136 Mio. € (Vj. 207 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis vor Ertragsteuern
aus nicht fortgeführten Aktivitäten beträgt 5 Mio. € (Vj. 28 Mio. €). Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)
Erläuterung zur Darstellung und zu den Bereinigungseffekten siehe Seite 6. Die bilanziellen Auswirkungen aus dem IFRS 5 sind zur Herleitung des operativen Ergebnisses
rückgängig gemacht worden. Dementsprechend sind planmäßige Abschreibungen (-7 Mio.
€) sowie die ergebniswirksame Fortschreibung der At Equity konsolidierten Anteile
an Schwermetall (3 Mio. €) in der Überleitung zum operativen Ergebnis wie bisher berücksichtigt
worden. Zur Überleitung zum operativen Ergebnis sind überdies Bewertungseffekte im Vorratsvermögen
in Höhe von -39 Mio. € (Vj. -50 Mio. €). Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Materialaufwand
und Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen. Das operative EBT war negativ beeinflusst durch:
Positiv auf das operative EBT wirkten:
Die Umsatzerlöse im Konzern verminderten sich im Berichtszeitraum um 110 Mio. € auf
5.660 Mio. € (Vj. 5.770 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den niedrigeren
Konzentratdurchsatz sowie den niedrigeren durchschnittlichen Kupferpreis zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 435 Mio. € (Vj. 219 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Kupfer- und Edelmetallbeständen bedingt. Der Materialaufwand erhöhte sich, korrespondierend zu den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen,
von 5.398 Mio. € im Vorjahr auf 5.592 Mio. €. Andere aktivierte Eigenleistungen erhöhten sich im 1. Halbjahr um 2 Mio. € auf 9 Mio.
€. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen Tätigkeiten für das Projekt Future Complex
Metallurgy. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 16 Mio. € auf 40 Mio. € (Vj.
24 Mio. €). Darin enthalten ist ein Ertrag aus der Bilanzierung einer Forderung in
Höhe von 20 Mio. € aus dem untersagten Verkauf des Segments FRP gegen die Wieland-Werke
AG. Es ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 552 Mio. € (Vj. 622 Mio. €). Der Personalaufwand stieg von 239 Mio. € im Vorjahr auf 249 Mio. €. Ursächlich waren
Tarifsteigerungen sowie eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl. Wir haben uns insbesondere
im Hinblick auf viele Zukunftsthemen personell verstärkt. Dazu gehören Bereiche wie
Forschung, Entwicklung und Innovation, Technologie oder das Projekt Future Complex
Metallurgy. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
lagen jeweils leicht über dem Vorjahresniveau. Somit ergab sich insgesamt ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in
Höhe von 106 Mio. € (Vj. 189 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 7 Mio. € auf Vorjahresniveau. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das operative Ergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) 103 Mio. € (Vj. 186 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis in
Höhe von 78 Mio. € (Vj. 141 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 1,72
€ (Vj. 3,13 €). Ertragslage (IFRS) aus fortgeführten AktivitätenAufgrund der Klassifizierung des Segments FRP als zur Veräußerung vorgesehene Aktivitäten
beziehen sich die nachfolgenden Kennzahlen zur Ertragslage ausschließlich auf die
fortgeführten Aktivitäten. Die Umsatzerlöse im Konzern verminderten sich im Berichtszeitraum um 79 Mio. € auf
5.082 Mio. € (Vj. 5.161 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den niedrigeren
Konzentratdurchsatz sowie den niedrigeren durchschnittlichen Kupferpreis zurückzuführen. Die Bestandsveränderung in Höhe von 476 Mio. € (Vj. 238 Mio. €) war insbesondere durch
den Aufbau von Kupfer- und Edelmetallbeständen bedingt. Andere aktivierte Eigenleistungen erhöhten sich im 1. Halbjahr um 2 Mio. € auf 9 Mio.
€ (Vj. 7 Mio. €). Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen Tätigkeiten für das Projekt
Future Complex Metallurgy. Der Materialaufwand erhöhte sich, korrespondierend zu den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen,
von 4.878 Mio. € im Vorjahr auf 5.117 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 16 Mio. € auf 40 Mio. € (Vj.
24 Mio. €). Darin enthalten ist ein Ertrag aus der Bilanzierung einer Forderung in
Höhe von 20 Mio. € aus dem untersagten Verkauf des Segments FRP gegen die Wieland-Werke
AG. Es ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 490 Mio. € (Vj. 552 Mio. €). Die Veränderung des Rohergebnisses war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen
Ertragslage beschriebenen Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung
begründet. Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen,
die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen
auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und damit auf das IFRS-Rohergebnis.
Die Abbildung dieser Volatilität im IFRS-Rohergebnis ist nicht Cashflow-relevant und
spiegelt auch nicht die operative Performance von Aurubis wider. Der Personalaufwand stieg von 175 Mio. € im Vorjahr auf 182 Mio. €. Ursächlich waren
Tarifsteigerungen sowie eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl. Wir haben uns insbesondere
im Hinblick auf viele Zukunftsthemen personell verstärkt. Dazu gehören Bereiche wie
Forschung, Entwicklung und Innovation, Technologie oder das Projekt Future Complex
Metallurgy. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 61 Mio. € (Vj. 59 Mio. €) leicht
über Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Somit ergab sich insgesamt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 142 Mio.
€ (Vj. 213 Mio. €). Die Nettozinsaufwendungen lagen mit 6 Mio. € auf Vorjahresniveau. Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern 136
Mio. € (Vj. 207 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein Konzernergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten in Höhe von 103 Mio. € (Vj. 158 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten
Aktivitäten lag bei 2,28 € (Vj. 3,49 €). Vermögenslage (operativ)Die Tabelle auf Seite 11 gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 31.03.2019
und zum 30.09.2018 wieder. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4.077 Mio. € zum 30.09.2018 auf 4.320 Mio. € zum
31.03.2019. Ursächlich hierfür waren die um 550 Mio. € gestiegenen Vorratsbestände
in Höhe von 2.099 Mio. € zum 31.03.2019 gegenüber 1.549 Mio. € zum 30.09.2018. Der
Anstieg erfolgte insbesondere bei Zwischenprodukten zur Vorbereitung von geplanten
Stillständen sowie bei Fertigprodukten. Gegenläufig reduzierten sich die Zahlungsmittel
in diesem Zeitraum deutlich um 450 Mio. € von 479 Mio. € auf 29 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns verminderte sich um 34 Mio. € von 2.261 Mio. € zum Ende
des letzten Geschäftsjahres auf 2.227 Mio. € zum 31.03.2019. Die Verminderung resultierte
aus der Dividendenzahlung in Höhe von 70 Mio € sowie der Zinssatz bedingten Neubewertung
der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 40 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich das operative
Konzernergebnis in Höhe von 78 Mio. € aus. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich einhergehend
mit den gestiegenen Vorratsbeständen um 216 Mio. € von 904 Mio. € auf 1.120 Mio. €.
Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 358 Mio. € zum 31.03.2019 ebenfalls über dem
Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (314 Mio. €):
Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
somit bei 51,6 % gegenüber 55,5 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Kapitalrendite (operativ)Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt. Die niedrigere operative Ergebnislage resultierte bei im Vergleich zum Vorjahr erhöhtem
eingesetzten Kapital in einem operativen ROCE in Höhe von 9,0 % gegenüber 14,9 % in
der Vergleichsperiode. Überleitung der Konzern-Bilanz (in Mio. €)
Erläuterungen zur Darstellung und zu den Bereinigungseffekten siehe Seite 6.
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rollierend letzte 4 Quartale Vermögenslage (IFRS)Aufgrund der Klassifizierung des Segments FRP als nicht fortgeführte Aktivitäten beziehen
sich die nachfolgenden Werte zur Vermögenslage des laufenden Jahres im Wesentlichen
auf die fortgeführten Aktivitäten im Konzern. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4.502 Mio. € zum 30.09.2018 auf 4.783 Mio. € zum
31.03.2019. Ursächlich hierfür waren die um 559 Mio. € gestiegenen Vorratsbestände
in Höhe von 2.240 Mio. € zum 31.03.2019 gegenüber 1.681 Mio. € zum 30.09.2018. Der
Anstieg erfolgte insbesondere bei Zwischenprodukten zur Vorbereitung von geplanten
Stillständen sowie bei Fertigprodukten. Gegenläufig reduzierten sich die Zahlungsmittel
in diesem Zeitraum deutlich um 438 Mio. € von 461 Mio. € auf 23 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich leicht um 4 Mio. € von 2.566 Mio. € zum
Ende des letzten Geschäftsjahres auf 2.570 Mio. € zum 31.03.2019. Ursächlich hierfür
war im Wesentlichen das Konzernergebnis aus fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten von 115 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich die Dividendenzahlung in Höhe
von 70 Mio € sowie die Zinssatz bedingte Neubewertung der Pensionsverpflichtungen
in Höhe von 40 Mio. € aus. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich einhergehend
mit den gestiegenen Vorratsbeständen um 205 Mio. € von 837 Mio. € auf 1.042 Mio. €.
Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 357 Mio. € zum 31.03.2019 ebenfalls über dem
Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (314 Mio. €):
Insgesamt lag die Eigenkapitalquote am 31.03.2019 bei 53,7 % gegenüber 57,0 % zum
Ende des letzten Geschäftsjahres. Kapitalrendite (IFRS)Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE
wird im Abschnitt "Kapitalrendite (operativ)" erläutert. Finanzlage und InvestitionenDie nachfolgende Kommentierung bezieht sowohl die fortgeführten als auch die nicht
fortgeführten Aktivitäten ein. Der Netto-Cashflow zum 31.03.2019 lag mit -334 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres
(Vj. -232 Mio. €). Ursächlich hierfür war insbesondere der deutliche Anstieg bei Zwischenprodukten
zur Vorbereitung von geplanten Stillständen sowie bei Fertigprodukten zum Bilanzstichtag. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 80 Mio. € (Vj. 50 Mio.
€). Die gestiegenen Investitionen in das Anlagevermögen beinhalten im Geschäftsjahr
höhere Auszahlungen für das Projekt Future Complex Metallurgy sowie für den Neubau
eines Innovations- und Ausbildungszentrums am Standort Hamburg. Im Vorjahr wirkte
sich zudem der Verkauf einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie mit rund 8
Mio. € positiv auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit aus. Nach Abzug des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 80 Mio. €
sowie Dividenden- und Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 77 Mio. € vom Netto-Cashflow
in Höhe von -334 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von -491 Mio. € (Vj. -354 Mio.
€). Zum 31.03.2019 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus
fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 29 Mio. € (zum 30.09.2018
in Höhe von 479 Mio. €) zur Verfügung.
Segment Metal Refining & ProcessingDas Segment Metal Refining & Processing (MRP) verarbeitet komplexe Metallkonzentrate,
Altkupfer und metallhaltige Recyclingstoffe zu Metallen mit höchster Qualität. Unter
anderem werden an den Standorten Hamburg (Deutschland), Pirdop (Bulgarien), Olen (Belgien)
und Lünen (Deutschland) Kupferkathoden hergestellt, welche an den Standorten Hamburg
(Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht
und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden. Durch die Verarbeitung und optimale
Verwertung von Konzentraten sowie Recyclingrohstoffen mit komplexen Zusammensetzungen
verfügt das Segment über ein breites Produktportfolio. Es beinhaltet neben hochreinem
Kupfer unter anderem Gold, Silber, Blei, Nickel, Zinn, Nebenmetalle, Metalle der Platingruppe
sowie eine Reihe anderer Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat. Das Segment MRP erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 5.072 Mio. €
(Vj. 5.155 Mio. €). Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Konzentratdurchsatz
und den durchschnittlich niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen. Das operative EBT des Segments MRP lag im Berichtszeitraum mit 112 Mio. € deutlich
unter dem sehr guten Vorjahr (Vj. 202 Mio. €). Ein deutlich niedrigerer Konzentratdurchsatz
bei geringeren Schmelz- und Raffinierlöhnen für Kupferkonzentrate belasteten das operative
Ergebnis. Insbesondere ungeplante Stillstände im 1.Quartal 2018/19 an unseren Standorten
Hamburg, Pirdop und Lünen führten zu einem negativen Ergebniseffekt von rd. 25 Mio.
€. Gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Raffinierlöhne für Altkupfer bei gutem
Angebot sowie gestiegene Energiekosten belasteten zusätzlich das Ergebnis. Die Schwefelsäureerlöse
erhöhten sich durch deutlich gestiegene Absatzpreise trotz stillstandsbedingt geringerer
Produktionsmengen. Ein robuster Absatz auf hohem Niveau von Kupfergießwalz-draht-
und Stranggussprodukten sowie Beiträge aus unserem Effizienzsteigerungsprogramm wirkten
sich positiv aus. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
sank auf 11,6 % (Vj. 19,3 %), im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Ergebnisbeiträge
sowie den Aufbau von Vorräten in Vorbereitung auf geplante Wartungsstillstände. RohstoffeIn den ersten sechs Monaten des GJ 2018/19 herrschte ein gutes Angebot an Kupferkonzentraten.
Auch im 2.Geschäftsquartal traf eine hohe Produktion der Minen auf vereinzelte, teils
ungeplante Hüttenstillstände. Das Kupferpreisniveau diente als Anreiz für die Minenindustrie,
die Produktion voll auszulasten. Davon profitierte auch Aurubis, die ihre Produktionsanlagen
jederzeit voll mit Kupferkonzentraten versorgen konnte. Für 2019 hat sich ein Benchmark für den Schmelz- und Raffinierlohn (TC/RC) für die
Verarbeitung von Standard-Kupferkonzentraten von 80,8 US$/t bzw. 8,08 cts/lb etabliert.
Im März setzte zudem das China Smelter Purchase Team (CSPT) den sogenannten Buying
floor für das zweite Quartal 2019 fest. Laut Nachrichtenagentur Reuters liegt dieser
bei 73 US$/t bzw. 7,3 cts/lb und damit unterhalb des aktuellen Benchmarks sowie des
Buying floors für das erste Quartal 2019 (92 US$/t bzw. 9,2 cts/lb). Der Rückgang
deutet darauf hin, dass das CSPT im Zuge des angekündigten Aufbaus von chinesischen
Hüttenkapazitäten im aktuellen Jahr einen engeren Konzentratmarkt erwartet. Durch
unsere langfristige Versorgungsstrategie ist unsere Abhängigkeit vom SpotMarkt allerdings
gering. Nach einem guten Angebot an Altkupfer in Europa und den USA in den ersten drei Monaten
des Geschäftsjahres 2018/19 entwickelte sich der Markt auch im 2. Geschäftsquartal
weiter freundlich und war von einem ausreichenden Angebot gekennzeichnet. Dies war
unter anderem positiv beeinflusst durch gestiegene Metallpreise, eine weiterhin allgemein
stabile Wirtschaftslage und bestehende Importrestriktionen von den USA nach China.
Im März zogen die Raffinierlöhne für Altkupfer in Europa weiter an. Aurubis nutzte
die gute Marktlage und konnte die Produktionsanlagen im Berichtszeitraum voll mit
Altkupfer versorgen. Die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien, darunter industrielle Rückstände
sowie Elektro- und Elektronikschrotte, blieben trotz eines intensiven Wettbewerbsumfeldes
stabil. Die bestehenden Importrestriktionen Chinas haben eine positive Auswirkung
auf die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien. ProduktionNachdem im 1. Quartal 2018/19 ungeplante Stillstände an unseren Standorten in Hamburg
und Pirdop zu einem deutlich niedrigeren Durchsatz führten, fiel der Konzentratdurchsatz
auch im 2. Quartal aufgrund kleinerer Instandhaltungen niedriger aus als im sehr starken
Vorjahresquartal. Entsprechend lag der Konzentratdurchsatz im 1. Halbjahr 2018/19
bei 1.181.000 t (Vj. 1.295.000 t). Die Schwefelsäureproduktion lag aufgrund des geringeren Konzentratdurchsatzes ebenfalls
deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der KRS-Durchsatz am Standort Lünen war im 1. Halbjahr nach einem ungeplanten Stillstand
im 1. Quartal 2018/19 negativ beeinflusst. Mitte März 2019 haben wir am KRS wie im
Vorjahr einen geplanten Wartungsstillstand durchgeführt. Die Produktion von Kupfergießwalzdraht lag mit 407.000 t im 1. Halbjahr 2018/19 leicht
über dem sehr guten Niveau des Vorjahres (390.000 t). Konzentratdurchsatz im Q2 2018/19 deutlich unter dem VorjahresquartalKonzentratdurchsatz Aurubis-Konzern (in 1.000 t)
![]() Kathodenproduktion in Q2 2018/19 vorlaufbedingt unter VorjahrKathodenproduktion Aurubis-Konzern (in 1.000 t)
![]() Kupfergießwalzdrahtproduktion deutlich über dem sehr guten VorjahresquartalGießwalzdrahtproduktion (in 1.000 t) ![]() Stranggussproduktion bei stabiler Nachfrage unter VorjahrStranggussproduktion (in 1.000 t)
![]() ProduktmärkteNach einer robusten Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht im 1. Quartal 2018/19 hat sich
diese im 2. Geschäftsquartal leicht abgeschwächt. Insgesamt zeigten unsere europäischen
Kernmärkte in den ersten sechs Monaten 2018/19 aber eine weiterhin stabile Nachfrage. Auch im Bereich hochreiner Stranggussformate blieb die Nachfrage im Berichtszeitraum
stabil, allerdings kühlte sie sich zum Ende des 2. Quartals, im Zuge der allgemeinen
wirtschaftlichen Entwicklung, ab. Grund hierfür ist insbesondere die verhaltene Nachfrage
aus dem Automobilbereich. Der Kathodenmarkt verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2018/19 eine weiterhin
gute Nachfrage. Während sich die Spotprämien in Europa stabil zeigten, lag die Notierung
in Shanghai deutlich unter dem gemäß dem Researchunternehmen CRU sehr hohen Niveau
im Herbst 2018. Die Aurubis-Kupferprämie für das Kalenderjahr 2019 liegt mit 96 US$/t
um 10 US$/t über dem Vorjahreswert. Wir konnten diese im 1. Halbjahr 2018/19 im Wesentlichen
über unsere Produkte durchsetzen. Der globale Markt für Schwefelsäure war im 1. Halbjahr 2018/19 durch eine anhaltend
hohe Nachfrage gekennzeichnet. Das Angebot an Schwefelsäure war begrenzt und vereinzelte
Hüttenstillstände, insbesondere in Südamerika und Asien, verstärkten die Situation.
Dies führte im Berichtszeitraum zu einem hohen Preisniveau am Spotmarkt. Die Marktsituation
in Europa war weiterhin sehr stabil. Im Rahmen unserer Multi-Metall-Strategie berichten wir seit 2017/18 neben Gold und
Silber auch über die Verkaufsmengen von Blei, Nickel, Zinn, Nebenmetallen und Metallen
der Platin-Gruppe.
Das Ausbringen unserer Metalle ist abhängig von den Inhalten in den verarbeiteten
Kupferkonzentraten und Recyclingmaterialien. Stillstandsbedingt niedrigere Konzentratdurchsätze
wirken sich somit auch auf die Ausbringungsmengen aus. Ein Teil der Metalle wird in
Form von Zwischenprodukten veräußert. InvestitionenIn dem Segment MRP wurden Investitionen in Höhe von 68 Mio. € (Vj. 66 Mio. €) getätigt.
Wesentliche Einzelinvestitionen waren Investitionen in den Neubau eines Innovations-
und Ausbildungszentrums am Standort Hamburg sowie Investitionen zur Vorbereitung der
geplanten Wartungsstillstände in Pirdop (Mai/Juni 2019) und Hamburg (Oktober 2019).
Segment Flat Rolled ProductsIm Segment Flat Rolled Products (FRP) erfolgt eine Weiterverarbeitung von Kupfer und
Kupferlegierungen - im wesentlichen Messing, Bronze und Hochleistungslegierungen -
zu Flachwalzprodukten und Spezialdrahtprodukten. Die wichtigsten Produktionsstandorte
hierfür sind Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande) und Buffalo
(USA). Zum Segment gehören zudem Schneid- und Servicecenter in Birmingham (UK), Dolny
Kubin (Slowakei) und Mortara (Italien) sowie Vertriebsbüros weltweit. Die Umsatzerlöse des Segments lagen im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 mit
666 Mio. € unter Vorjahresniveau (Vj. 710 Mio. €). Ursache für den niedrigeren Umsatz
ist insbesondere eine reduzierte Absatzmenge. Das Segment FRP erzielte im 1. Halbjahr des Berichtsjahres ein operatives Ergebnis
vor Steuern (EBT) von 3 Mio. € (Vj. 4 Mio. €). Das deutlich geringere Ergebnis gegenüber
Vorjahr beruht im Wesentlichen auf einem geringeren Absatzvolumen sowie ungünstigeren
Konditionen im Beschaffungsmarkt. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
betrug 3,2 % (Vj. 3,7 %). Nachdem die Transaktion über den Verkauf des Segments FRP an die Wieland Werke AG
am 06.02.2019 von der Europäischen Kommission untersagt wurde, prüft Aurubis nun weitere
strategische Optionen für das Segment FRP. ProduktmärkteDer europäische Markt für Flachwalzprodukte hat sich im Berichtszeitraum im Zuge sich
verschlechternder konjunktureller Rahmenbedingungen deutlich abgekühlt. Betroffen
war insbesondere die Nachfrage nach Steckverbindern aus der europäischen Automobilindustrie.
Im amerikanischen Markt blieben ebenfalls einzelne Absatzsegmente hinter den Erwartungen
zurück. RohstoffeDie Verfügbarkeit von Einsatzmaterialien war im 1. Halbjahr 2018/19 gut. Gegenüber
dem sehr guten Vorjahr haben sich die Konditionen allerdings verschlechtert. ProduktionDie Produktion von Flachwalzprodukten und Spezialdrähten reduzierte sich nachfragebedingt
auf 110.000 t (Vj. 116.000 t). An allen Standorten wurde weiter an der Umsetzung der
Programme zur Effizienzverbesserung und zur Produktivitäts- und Qualitätserhöhung
gearbeitet. Flachwalz- und Spezialdrahtproduktion in Q2 2018/19 nachfragebedingt deutlich unter VorjahrFlachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion (in 1.000 t)
![]() InvestitionenIm Segment FRP wurden Investitionen in Höhe von 6 Mio. € (Vj. 11 Mio. €) getätigt.
Dabei handelte es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen. Corporate GovernanceDie Europäische Kommission hat am 06.02.2019 den Verkauf des Segments FRP von der
Aurubis AG an die Wieland-Werke AG untersagt. Daraufhin teilte die Aurubis AG mit,
dass nun weitere strategische Optionen für das Segment FRP geprüft würden. Die Hauptversammlung der Aurubis AG hat am 28.02.2019 der vom Vorstand und Aufsichtsrat
vorgeschlagenen Dividende von 1,55 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2017/18 zugestimmt.
Zudem wählte die Hauptversammlung der Aurubis AG Andrea Bauer als Vertreterin der
Anteilseigner neu in den Aufsichtsrat. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde durch die Hauptversammlung
zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018/19 bestellt. Am 16.04.2019 hat der Aufsichtsrat der Aurubis AG im Rahmen einer außerordentlichen
Sitzung beschlossen, dass Roland Harings bereits mit Wirkung zum 20.05.2019 in den
Vorstand berufen und die Funktion des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ausüben
wird. Ab 01.07.2019 übernimmt er dann den Vorstandsvorsitz. Am 26.04.2019 hat die Aurubis AG veröffentlicht, dass die Aurubis AG nach vorläufigen
Ergebnissen im 2. Quartal 2018/19 ein operatives EBT von 63 Mio. € erzielte und die
Gesamtjahresprognose gesenkt hat. Die Aurubis AG erwartet gemäß aktueller Einschätzungen
für das Geschäftsjahr 2018/19 ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes operatives
EBT, das bedeutet einen Rückgang um mehr als 15 % (operatives EBT 2017/18: 329 Mio.
€). Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Renate Hold-Yilmaz und Ralf Winterfeldt
haben ihre Aufsichtsratsmandate Ende April 2019 niedergelegt. Daraufhin hat das Amtsgericht
Hamburg - Registergericht - Deniz Filiz Acar als Ersatz für Renate Hold-Yilmaz und
Christian Ehrentraut als Ersatz für Ralf Winterfeldt als neue Mitglieder des Aufsichtsrates
bestellt. Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2017/18 sowie in der Quartalsmitteilung 3 Monate 2018/19 sowie auf unsere Internetseite. Risiko- und ChancenmanagementDie Rohstoffversorgung des Aurubis-Konzerns war im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
2018/19 insgesamt gut. Wir erwarten keine wesentliche Veränderung auf den Kupferkonzentratmärkten
und gehen davon aus, dass die Marktlage bei Altkupfer im laufenden Quartal weitgehend
stabil bleibt. Die aktuelle Diskussion um Zölle und Handelsrestriktionen wird von uns sowohl auf
der Einkauf- als auch auf der Absatzseite eng verfolgt. Die Versorgung mit Liquidität war sichergestellt. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben wir weitestgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Im
Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Risiken aus dem schwankenden Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir
durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte eingeschränkt. Den Einflüssen schwankender
Metallpreise sind wir durch geeignetes Metallpreis-Hedging begegnet. Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2017/18. AusblickRohstoffmärkteWir gehen bis zum Ende des Geschäftsjahres von einem guten Angebot an Kupferkonzentraten
mit Schmelz- und Raffinierlöhnen auf zufriedenstellendem Niveau aus. Wir erwarten eine weiterhin positive Entwicklung am Altkupfermarkt. Unsere Anlagen
sind im 3. Quartal 2018/19 zu guten Konditionen voll versorgt. Allerdings könnten
rückläufige Metallpreisentwicklungen jedoch zu einer Verringerung des Altkupferangebots
und damit zu niedrigeren Raffinierlöhnen führen. ProduktmärkteKupferprodukteFür die nächsten Monate gehen wir für Kupfergießwalz-draht durch eine geringere Nachfrage
von Seiten der Kabelproduzenten von einer schwächeren Entwicklung aus. Bei Kupferstranggussformaten erwarten wir eine robuste Nachfrage, gestützt durch eine
höhere Nachfrage aus dem Bereich der Industrierrohre sowie nach sauerstoffärmeren
und höher legierten Werkstoffen. Aus dem Bereich der Flachwalzprodukte erwarten wir
eine deutlich schwächere Nachfrage. Bei Flachwalzprodukten zeigt sich seit Herbst 2018 eine verminderte Nachfrage, insbesondere
im europäischen Automobilsektor. Dies wird voraussichtlich auch im 2. Halbjahr 2018/19
anhalten. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018/19 eine deutlich unter
dem sehr guten Vorjahr liegende Nachfrage- und Absatzsituation. SchwefelsäureDer Absatz von Schwefelsäure ist von kurzfristigen Entwicklungen abhängig und daher
schwer prognostizierbar. Die bisher für das 3. Quartal 2018/19 vorliegenden Erkenntnisse
signalisieren eine stabile Situation mit Preisen auf hohem Niveau. KupferproduktionWir erwarten für das laufende Geschäftsjahr aufgrund geplanter und ungeplanter Stillstände
eine unter dem Vorjahr liegende Anlagenverfügbarkeit und damit einhergehend eine deutlich
unter dem Vorjahr liegende Verarbeitungsmenge für Kupferkonzentrate. Auch die Kathodenproduktion
wird voraussichtlich unter der Produktion des Vorjahres liegen. Für das Geschäftsjahr sind folgende geplante Wartungsstillstände vorgesehen: An unserem Standort in Pirdop (Bulgarien) werden wir im Mai und Juni 2019 einen geplanten
22-tägigen Wartungsstillstand durchführen. Dieser wird unser operatives EBT nach aktuellen
Planungen mit rund 15 Mio. € belasten. An unserem Standort in Lünen werden wir im September 2019 einen geplanten Wartungsstillstand
mit einer Länge von 25 Tagen durchführen. Der Stillstand wird unser operatives EBT
nach aktuellen Planungen mit rund 3 Mio. € belasten. ErgebniserwartungDie Quartalsergebnisse unterliegen Schwankungen. Neben saisonalen Gründen spielen
hier sowohl geplante als auch ungeplante Stillstände eine Rolle. Wir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäftsjahres bei Konzentraten, trotz eines
leicht reduzierten Benchmarks 2019, von zufriedenstellenden Schmelz- und Raffinierlöhnen
aus. Bei anhaltend guter Minenproduktion werden wir uns weiterhin ausreichend mit
Kupferkonzentraten versorgen können. Aufgrund unserer Kernkompetenz, komplexe Konzentrate
zu verarbeiten, werden wir dabei über Benchmark liegende TC/RCs erzielen. Unabhängig
von derzeit rückläufigen Preisen am Spotmarkt konnten wir bereits einen wesentlichen
Anteil der erforderlichen Kupferkonzentratmengen durch langfristige Verträge sichern. Für Altkupfer rechnen wir auch für die nächsten Monate mit einem zufriedenstellenden
Mengenangebot bei Raffinierlöhnen auf weiterhin gutem Niveau. Für das Kalenderjahr 2019 hat Aurubis die Kupferprämie auf 96 US$/t festgesetzt (Vj.
86 US$/t). Wir erwarten, diese Prämie über unsere Produkte größtenteils durchsetzen
zu können. Für Kupfergießwalzdraht gehen wir für das Gesamtjahr aufgrund der konjunkurell schwächeren
Rahmenbedingungen von einer geringeren Nachfrage als im Vorjahr aus. Bei Kupferstranggussformaten
erwarten wir einen Absatz auf Vorjahresniveau. Für Flachwalzprodukte rechnen wir für das Geschäftsjahr mit einer deutlich schwächeren
Nachfragesituation. Bei den Schwefelsäureerlösen erwarten wir eine gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahr
positive Entwicklung. Wir erwarten aus dem Effizienzsteigerungsprogramm weitere 60 Mio. € Projekterfolg
in diesem Geschäftsjahr, verglichen mit dem Basisjahr 2014/15. Mit dem Effizienzsteigerungsprogramm
wird Aurubis alle Unternehmensbereiche weiter optimieren. Insgesamt erwarten wir für den Aurubis-Konzern im Geschäftsjahr 2018/19 ein deutlich
unter dem Vorjahr liegendes operatives EBT und einen deutlich niedrigeren operativen
ROCE im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Metal Refining & Processing erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018/19
ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes operatives EBT und einen deutlich niedrigeren
operativen ROCE im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Flat Rolled Products planen wir für das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem
deutlich unter dem Vorjahr liegenden operativen EBT und einem leicht niedrigeren operativen
ROCE im Vergleich zum Vorjahr. Qualifiziert komparative Prognose laut Aurubis-Definition für das operative EBT
Qualifiziert komparative Prognose laut Aurubis-Definition für den operativen ROCE
Konzern-Zwischenabschluss 6 Monate 2018/19Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(IFRS, in T€)
Konzern-Gesamtergebnisrechnung(IFRS, in T€)
Konzern-Bilanz(IFRS, in T€)AKTIVA
Konzern-Bilanz(IFRS, in T€)PASSIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung(IFRS, in T€)
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung(IFRS, in T€)
Ausgewählte erläuternde AnhangangabenAllgemeine GrundlagenDer vorliegende Konzernzwischenbericht der Aurubis AG umfasst nach den Vorschriften
des Wertpapierhandelsgesetzes einen Konzern-Zwischenabschluss sowie einen Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30.09.2018 wurden
mit Ausnahme der im laufenden Jahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften
unverändert fortgeführt. Eine prüferische Durchsicht des Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts
der ersten sechs Monate 2018/19 ist nicht erfolgt. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und InterpretationenErstmals angewendete Standards und Interpretationen Die von der Europäischen Union
im Februar 2018 in europäisches Recht übernommenen und für am oder nach dem 01.01.2018
beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden jährlichen Verbesserungen an den IFRS -Zyklus
2014-2016 - behandeln kleinere Änderungen und Klarstellungen an den IFRS. Diese haben
im Aurubis-Konzern keine Auswirkungen. Die von der Europäischen Union im Februar und März 2018 in europäisches Recht übernommenen
und für am oder nach dem 01.01.2018 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Änderungen
an IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) und an IFRIC 22 (Transaktion in fremder Währung
und im Voraus gezahlte Gegenleistungen) führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen
im Aurubis-Konzern. IFRS 9 und IFRS 15Zum 01.10.2018 wurde IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen
mit Kunden" retrospektiv ohne Änderung der Vorjahreszahlen erstmals angewendet. Die
Effekte aus der Erstanwendung auf die Gewinnrücklagen und das sonstige Ergebnis sind
kumulativ in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. IFRS 9IFRS 9 ändert die Bilanzierungsvorschriften für die Klassifizierung und Bewertung
von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
und für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand der
Struktur der Zahlungsströme und des betriebenen Geschäftsmodells bestimmt. Ein finanzieller
Vermögenswert wird dabei zum erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführten Anschaffungskosten",
als "zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen
im Sonstigen Ergebnis" oder als "zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert. Nach der Beurteilung der Zahlungsströme orientiert sich die Klassifizierung an der
Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte entsprechend dem Geschäftsmodell dahingehend,
welche gehalten werden, um vertragliche Zahlungsmittel zu vereinnahmen (held to collect)
bzw. zu vereinnahmen und zu verkaufen (held to collect and sell) oder keiner der beiden
Kategorien zugeordnet werden können (other). Zum Zeitpunkt der Erstanwendung ergeben sich Änderungen in der Bewertungskategorie
bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die vormals zu Anschaffungskosten
bewertet wurden und nun der Kategorie FV P&L zugeordnet werden. Des Weiteren werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des
Factoring zum Verkauf stehen, der Kategorie "held to collect and sell" zugeordnet.
Diese Forderungen werden demnach zum Marktwert bewertet (FV OCI). Aurubis klassifiziert Eigenkapitalinstrumente, die nicht der Kategorie "held for trading"
zugeordnet werden, in die Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FV
OCI). Die Ausübung dieses Wahlrechts zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert der Wertpapiere des Anlagevermögens führte im Umstellungszeitpunkt zu einer
korrespondierenden Erhöhung der Gewinnrücklagen um 24,6 Mio. €. Die Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
zum Zeipunkt der Erstanwendung sind in nachfolgender Tabelle dargestellt: Überleitung der Klassifizierungs- und Bewertungskategorien der Finanzinstrumente zum 01.10.2018 (in T€)
Für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich unter IFRS
9 keine Auswirkungen gegenüber IAS 39. Die Ermittlung von Wertminderungen und die Bildung von Risikovorsorgen verändern sich
von einem Modell bereits eingetretener Kreditausfälle (Incurred Loss-Modell) zu einem
Modell erwateter Kreditausfälle (Expected Credit Loss-Modell). Das Modell erwarteter
Kreditausfälle ist auf alle finanziellen Schuldinstrumente anzuwenden, die entweder
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wie beispielsweise Bankguthaben,
Darlehensforderungen und sonstige Forderungen, oder erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert. Hierbei wird im Zugangszeitpunkt der Finanzinstrumente sogleich eine Risikovorsorge
gebildet. Der allgemeine Ansatz (General Approach) sieht ein dreistufiges Vorgehen
zur Ermittlung der Risikovorsorge vor. In Abhängigkeit des Kreditausfallrisikos des
Kontrahenten erfordert das Modell ein unterschiedliches Ausmaß an Wertberichtigung
in den unterschiedlichen Stufen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird
der vereinfachte Ansatz (Simplified Approach) zur Erfassung von Wertminderungen angewendet.
Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über ein sogenanntes Kohortenmodell berechnet,
das auf Daten der letzten drei Geschäftsjahre basiert. Die tatsächlichen historischen
Forderungsausfälle werden unter Beachtung von zukunftsgerichteten Informationen (Forward
Looking Information) auf die offenen Forderungsbestände angewendet. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste
bei deren Zugang primär auf Basis von Credit Default Swaps, für die Verluste berechnet
werden, die aus Ausfällen in den nächsten 12 Monaten erwartet werden. Im Falle einer
signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos werden die über die jeweilige Laufzeit des
Vermögenswerts erwarteten Kreditverluste berücksichtigt. Die Einführung des Modells erwarteter Kreditausfälle im Rahmen von IFRS 9 verminderte
im Umstellungszeitpunkt die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen
finanziellen Vermögenswerte um 0,3 Mio. €. Im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen wird die Möglichkeit zur Designation
von Risikokomponenten bei nicht-finanziellen Grundgeschäften geregelt. Darüber hinaus
entfallen mit IFRS 9 die quantitativen Grenzen für den Effektivitätstest. Die Anforderungen
an Dokumentation und Offenlegung werden ausgeweitet. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, bestimmte Komponenten von Derivaten, wie z.
B. Zeitwerte von Optionen, von der Designation in einer Sicherungsbeziehung auszunehmen
und die Änderungen der Zeitwerte dieser Komponenten erfolgsneutral abzugrenzen. Für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen wendet Aurubis die Vorschriften von
IFRS 9 ab 01.10.2018 prospektiv an. Davon ausgenommen ist die erfolgsneutrale Abgrenzung
der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte nicht-designierter Zeitwertkomponente von
Optionen. Der daraus resultierende Umstellungseffekt betrug 0,4 Mio. €. IFRS 15IFRS 15 regelt, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
zu erfassen sind sowie Erläuterungen zum Umfang erforderlicher Anhangangaben. Der
neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten,
sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann eine Leistungserbringung zu realisieren
ist. Demnach sind Umsatzerlöse dann zu realisieren, wenn der Kunde die Verfügungsmacht
über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen
kann. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das
Unternehmen erwartet zu erhalten. Die Ermittlung der Umsatzerlöse basiert dabei auf
einem fünfstufigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die Änderung der Bilanzierung unter IFRS 15 betrifft bei Aurubis im Wesentlichen den
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht.
Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Aurubis in der Regel zeitpunktbezogen, da sich
die Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen auf die Übertragung von Gütern beziehen.
Der Zeitpunkt der Realisierung erfolgt mit der neuen Regelung zum Teil später. Zum 01.10.2018 erfolgte der Übergang auf den IFRS 15 retrospektiv ohne Änderung der
Vorjahreszahlen. Die Umstellungseffekte wurden somit zum Erstanwendungszeitpunkt kumulativ
in den Gewinnrücklagen erfasst. Aurubis wendet IFRS 15 rückwirkend ausschließlich
auf Verträge an, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung noch nicht erfüllt sind. Im Umstellungszeitpunkt ergab sich eine Verminderung der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 6,1 Mio. € sowie eine Erhöhung der Vorräte um 5,8 Mio.
€. Nach Berücksichtigung von latenten Steuern in Höhe von 0,2 Mio. € ergab sich aus
den Anpassungen am 01.10.2018 insgesamt eine ergebnisneutrale Verminderung des Konzerneigenkapitals
in Höhe von 0,5 Mio. €. Aus der Anwendung des IFRS 15 ergeben sich zum 31.03.2019 im Vergleich zu den vor
der Änderung geltenden Bestimmungen des IAS 18 eine Verminderung der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie eine Erhöhung der Vorräte jeweils im einstelligen
Millionenbereich. Nicht vorzeitig angewendete Standards und InterpretationenIFRS 16Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den
bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung
von IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle
Leasingverhältnisse. IFRS 16 sieht für den Leasingnehmer ein einziges Bilanzierungsmodell
vor. Demnach sind in der Bilanz des Leasingnehmers Vermögenswerte für Nutzungsrechte
und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen zu erfassen, es sei denn, die Laufzeit
beträgt 12 Monate (oder weniger) oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert
(Wahlrecht). Für den Leasinggeber unterscheidet sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 nicht
wesentlich von den Vorgaben in IAS 17. Für Bilanzierungszwecke ist hier auch weiterhin
zwischen Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen (finance und operating lease)
zu unterscheiden. Die Erstanwendung des IFRS 16 erfolgt bei Aurubis mit Beginn des Geschäftsjahres am
01.10.2019. Für den Übergang auf IFRS 16 gehen wir derzeit von der Anwendung der modifiziert
retrospektiven Methode aus. Hierbei wird zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS
16 der kumulative Effekt als einmalige Anpassung in der Eröffnungsbilanz im erwirtschafteten
Eigenkapital erfasst. Die modifiziert retrospektive Anwendung bietet eine Reihe weiterer praktischer Erleichterungen
zur Umstellung der Bilanzierung von bestehenden Leasingverhältnissen. So kann der
Ansatz des Right-of-Use-Assets betragsgleich mit den Leasingverbindlichkeiten erfolgen
oder zum Wert, der sich ergeben würde, wenn der Standard schon immer angewendet worden
wäre. Aurubis wird von den Wahlrechten zur Inanspruchnahme von Befreiungsregelungen für
den Ansatz von Leasingverhältnissen, die kurzfristig sind oder denen ein geringwertiger
Vermögenswert zugrunde liegt, Gebrauch machen. Des Weiteren wird Aurubis zum Zeitpunkt
der erstmaligen Anwendung nicht erneut beurteilen, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis
darstellt oder beinhaltet. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Aurubis-Konzern werden derzeit
ausführlich geprüft. Nach aktuellem Kenntnisstand erwarten wir eine Bilanzverlängerung
im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Mindestmietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen
werden unter Anwendung von IFRS 16 zu einem Anstieg der Vermögenswerte des Anlagevermögens
durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten führen. Ebenso werden sich auch die Finanzverbindlichkeiten
durch den Ausweis entsprechender Leasingverbindlichkeiten erhöhen. In der Gesamtergebnisrechnung
werden anstelle der bisherigen Aufwendungen für Operating Leases künftig die Abschreibungen
der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die geringeren Ausgaben im operativen Bereich werden in der Kapitalflussrechnung tendenziell
zu einer Verbesserung des Mittelzuflusses aus betrieblicher Geschäftstätigkeit führen,
währenddem die Tilgung der Leasingverbindlichkeit und die Zinszahlungen sich im Mittelabfluss
aus Finanzierungstätigkeit niederschlagen. Bezüglich der Veränderung der Hauptsteuerungsgrößen
EBT und ROCE erwarten wir ebenfalls nur geringfügige Auswirkungen durch die Anwendung
des IFRS 16. Nicht fortgeführte Aktivitäten und zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteDas Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten wird in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung getrennt von den Aufwendungen und Erträgen aus fortgeführten Aktivitäten
berichtet; Vorjahresangaben werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. In der Konzern-Kapitalflussrechnung
sind nicht fortgeführte Aktivitäten in den Mittelzuflüssen-/abflüssen aus der betrieblichen,
der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit enthalten; Vorjahresangaben werden
auf vergleichbarer Basis dargestellt. Darüber hinaus wird in der Konzern-Bilanz über
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden in Form eines aggregierten Ausweises
berichtet. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden bei der Ermittlung des Konzernergebnisses
aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten vollständig eliminiert. Die
Eliminierung der konzerninternen Transaktionen erfolgt dabei nach der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise, d. h. unter Berücksichtigung der künftigen Liefer- und Leistungsbeziehungen
des Aurubis-Konzerns. Der Konzern wird nach einem möglichen Verkauf des Segments FRP
bestehende Lieferbeziehungen mit dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich aufrechterhalten.
Die Eliminierung der Umsatzerlöse der Aurubis AG und ihrer Tochtergesellschaften aus
Lieferungen an den nicht fortgeführten Geschäftsbereich erfolgte daher vollständig
dort. Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Buchwerte der Hauptgruppen der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden
Cashflow aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Vorratsvermögen nach IFRSZum 31.03.2019 wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen der fortgeführten
Aktivitäten in Höhe von 3,2 Mio. € (30.09.2018: 29,9 Mio. €) vorgenommen. DividendeDer Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017/18 der Aurubis AG in Höhe von 134.828.004,87
€ wurde in Höhe von 69.682.920,65 € zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,55 €
je Stückaktie verwendet. Ein Betrag von 65.145.084,22 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht aufgetreten. FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle ordnet die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Finanzinstrumente
der Aurubis den Leveln 1 bis 3 zu. Die Level geben dabei Auskunft, ob der beizulegende Zeitwert einen Preis darstellt,
der an einem aktiven Markt notiert und dem Unternehmen zugänglich ist, wie bei Level
1, bzw. auf anderen beobachtbaren Faktoren, wie bei Level 2, oder auf nicht beobachtbaren
Faktoren basiert, wie bei Level 3. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Derivate sind in der Bilanz der Aurubis,
wie auch in der Tabelle dargestellt, mit den beizulegenden Zeitwerten abgebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Bilanz der Aurubis mit
ihren fortgeführten Anschaffungskosten enthalten und werden in der Tabelle lediglich
zu Informationszwecken mit ihrem beizulegenden Zeitwert dargestellt. Weitere Informationen
zu den Bewertungsmethoden und verwendeten Inputparametern sind im Zusammenhang mit
dem IFRS-Konzernabschluss von Aurubis zum 30.09.2018 zu lesen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 wurden keine Umgliederungen
zwischen den einzelnen Leveln vorgenommen. Hierarchische Einstufung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
und in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumenten dar. Überleitung der Finanzinstrumente in Level 3
Gewinne und Verluste der als Level 3 klassifizierten derivativen Finanzinstrumente
betreffen unter anderem einen Teil eines Energieversorgungsvertrages und schlagen
sich in der GuV-Position "Materialaufwand" nieder. Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate basiert zum Teil auf nicht beobachtbaren
Eingangsparametern, die im Wesentlichen den Preis für Strom und Kohle betreffen. Die
Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode. Hätte der Aurubis-Konzern am 31.03.2019 zur Bewertung der betreffenden Finanzinstrumente
angemessene mögliche Alternativen der Bewertungsparameter zugrunde gelegt, hätte sich
bei einer Steigerung des Strompreises sowie einer Reduzierung des Kohlepreises um
jeweils 20 % zum Laufzeitende der ausgewiesene beizulegende Zeitwert um 11.301 T€
(Vj. 10.180 T€) erhöht bzw. bei einer Reduzierung des Strompreises sowie einer Steigerung
des Kohlepreises um jeweils 20 % zum Laufzeitende um 7.517 T€ (Vj. 8.542 T€) verringert. Konzern-SegmentberichterstattungDie Aurubis berichtet nach den zwei operativen Geschäftssegmenten Metal Refining &
Processing (MRP) und Flat Rolled Products (FRP). Das Segment MRP umfasst organisatorisch
die Bereiche Commercial und Operations. Der Bereich Commercial vereint alle marktrelevanten
Organisationseinheiten, also den Einkauf von Rohstoffen und den Verkauf von Produkten.
Der Bereich Operations steht für die Produktion aller Basisprodukte und Metalle sowie
deren Weiterverarbeitung zu anderen Produkten, wie Gießwalzdraht und Stranggussformaten. Beim Segment FRP handelt es sich um einen nicht fortgeführten Geschäftsbereich, über
den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz nach IFRS
5 aggregiert und gesondert zu berichten ist. Der Vorstand führt das Segment FRP weiter
als operatives Berichtssegment und damit einhergehend die Segmentberichterstattung
bis zum Zeitpunkt eines möglichen Verkaufs des Segments FRP unverändert fort. Da die operative Geschäftstätigkeit des Segments FRP unverändert fortgeführt und vom
Vorstand des Aurubis-Konzerns überwacht und gesteuert wird, erfüllt dieser Unternehmensbereich
auch nach der Einstufung als nicht fortgeführter Geschäftsbereich die Definition eines
berichtspflichtigen Segments und wird entsprechend in der Segmentberichterstattung
separat ausgewiesen. Der in der Spalte "Effekte aus nicht fortgeführten Aktivitäten" erfasste Eliminierungsbetrag
der Außenumsätze in Höhe von 578.445 T€ (Vj. 608.771 T€) entspricht dem Außenumsatz
des Segments FRP abzüglich der vollständig im aufgegebenen Geschäftsbereich eliminierten
konzerninternen Umsätze des Segments MRP mit dem Segment FRP in Höhe von 75.563 T€
(Vj. 91.298 T€). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen ist der folgenden Tabelle zu
entnehmen.
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht
den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns
so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Hamburg, 15. Mai 2019 Aurubis AG Der Vorstand
Rechtlicher Hinweis: Zukunftsgerichtete Aussagen Diese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf unseren gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen beruhen. Bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und Einflüsse können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage
oder die Entwicklung von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren. Termine und KontakteFinanzkalenderFinanzkalender
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:Aurubis AG, Hovestrasse 50, 20539 Hamburg Investor RelationsAngela Seidler Tel +49 40 7883-3178 E-Mail a.seidler@aurubis.com Christoph Tesch Tel +49 40 7883-2178 E-Mail c.tesch@aurubis.com Elke Brinkmann Tel +49 40 7883-2379 E-Mail e.brinkmann@aurubis.com |
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