![]() Aurubis AGHamburgQuartalsmitteilung 9 Monate 2019/201. Oktober 2019 bis 30. Juni 2020Auf einen Blickscroll
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Konzernsteuerungskennzahlen. scroll
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Metallo-Standorte für einen Monat berücksichtigt. Highlights Der Aurubis-Konzern konnte die Auswirkungen der Corona-Pandemie bisher gut auffangen
und erzielte in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 ein über dem Vorjahr
liegendes operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 133 Mio. € (Vj. 125 Mio.
€). Wir konnten den Konzentratdurchsatz deutlich steigern, mehr Metalle zu guten Preisen
ausbringen und profitierten von im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Raffinierlöhnen
für Altkupfer. Das erzielte Ergebnis bestätigt die Robustheit unseres Geschäftsmodells.
Der operative Return on Capital Employed (ROCE) betrug 8,5 % (Vj. 7,3 %). Das IFRS-
Ergebnis vor Steuern (EBT) aus fortgeführten Aktivitäten (siehe Seite 7) lag bei 248
Mio. € (Vj. 135 Mio. €). Die Geschäftsjahresprognose 2019/20 wird bestätigt. Nach Abschluss der Metallo-Transaktion (Closing) am 29.05.2020 wurden die Standorte
in Beerse und Berango erstmalig im Juni in den Konzernabschluss der Aurubis AG einbezogen. Der Konzern erzielte in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 Umsatzerlöse
in Höhe von 8.896 Mio. € (Vj. 8.681 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen
auf gestiegene Edelmetallpreise zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der niedrigere
Absatz von Gießwalzdraht-, Strangguss- und Flachwalzprodukten. Das operative EBT betrug 133 Mio. € (Vj. 125 Mio. €) und war im Vergleich zum Vorjahr
positiv beeinflusst durch: » einen deutlich höheren Konzentratdurchsatz, insbesondere
an unserem Standort in Pirdop, bei marktbedingt geringeren Schmelz- und Raffinierlöhnen
für Kupferkonzentrate,
Negativ auf das operative EBT im Vergleich zum Vorjahr wirkten:
Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 8,5 % (Vj. 7,3 %) ungeachtet des Aufbaus
von höheren Beständen an Einsatzmaterialien zur Sicherstellung der Versorgung des
Hüttennetzwerkes. Der Netto-Cashflow lag zum 30.06.2020 mit 166 Mio. € deutlich über dem niedrigen
Niveau des Vorjahres (Vj. -240 Mio. €). Ursächlich hierfür waren Edelmetallverkäufe
bei gestiegenen Preisen und Kathodenverkäufe nach Asien. Das operative EBT des Segments Metal Refining & Processing (MRP) lag im Berichtszeitraum
mit 194 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (Vj. 176 Mio. €). Der Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus bereits genannten Einflussfaktoren. Nach Abschluss der Transaktion
zum Erwerb der Metallo-Gruppe am 29.05.2020 wurde diese erstmalig für einen Monat
im Segment MRP konsolidiert und trug erstmalig zum Segmentergebnis bei. An unserem Standort in Hamburg belastete ein geplanter Wartungsstillstand im 1. Quartal
2019/20 mit rd. 34 Mio. € das Ergebnis. Im Vorjahr wirkten geplante und ungeplante
Stillstände mit rd. 40 Mio. € negativ auf das Ergebnis. Das Segment Flat Rolled Products (FRP) erzielte in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres
ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 0 Mio. € (Vj. 0 Mio. €). Trotz deutlich
unter Vorjahr liegenden Absatzmengen konnten Verluste durch stringentes Kostenmanagement
bisher vermieden werden. Aurubis ist in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung des Segments FRP.
Nach IFRS wird das Segment FRP unverändert als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert.
Die operative Berichterstattung bleibt davon unberührt. Seit Mitte März wirken Covid-19-bedingte Effekte auf die Minenproduktion von Kupferkonzentraten
in Südamerika, die teilweise zu Produktionseinschränkungen führten. Hinzu kamen logistische
Verzögerungen, beispielsweise beim Transport oder der Verladung von Konzentraten in
wichtigen Umschlaghäfen. In diesem Kontext entwickelten sich die Spot-TC/RCs von einem
Wert um 75 US$/t/7,5 cts/lb Anfang März rückläufig auf 50 US$/t/5,0 cts/lb Ende Juni,
auch bedingt durch eine stärkere Nachfrage aus Asien, vor allem aus China. Durch unser
breit diversifiziertes Lieferantenportfolio, aktives Rohstoffmanagement sowie rechtzeitige
Zukäufe am Spotmarkt konnten wir die Versorgung unseres Hüttennetzwerkes im Berichtszeitraum
gut sicherstellen. Die Raffinierlöhne für Altkupfer kamen nach einer stabilen Entwicklung auf hohem
Niveau im 1. Halbjahr 2019/20 zu Beginn des 3. Quartals unter Druck. Die Einschränkung
der Wirtschaftsaktivitäten durch Covid-19 sowie der schwächere Kupferpreis führten
zu einem geringeren Angebot an Recyclingmaterialien in Europa und den USA. Zum Ende
des Berichtszeitraums verbesserte sich die Verfügbarkeit auf dem Altkupfermarkt, einhergehend
mit der Lockerung der Maßnahmen zur Corona-Pandemie sowie einem deutlich gestiegenen
Kupferpreis, und führte zu einer Stabilisierung der Raffinierlöhne. Alle Produktionsanlagen
konnten im Berichtszeitraum ausreichend mit Altkupfer zu über dem Vorjahr liegenden
Konditionen versorgt werden. Der globale Markt für Schwefelsäure war nach einer zunächst robusten Nachfrageentwicklung
im 1. Quartal 2019/20 zu Beginn des Kalenderjahres von hoher Volatilität als Folge
des Ausbruches der Corona-Pandemie in China gekennzeichnet. Verstärkte Exporte chinesischer
Schwefelsäureproduzenten führten zu einer Erosion der Spotmarktpreise in Amerika und
Asien. Auch die Preise am europäischen Markt sowie für Spotmengen im Exportgeschäft
nach Nord- und Südamerika und in die Türkei gaben deutlich nach. Zum Ende des 3. Quartals
zeichnete sich an den Spotmärkten in Asien eine Stabilisierung ab, während sich die
Spot-Preise in Amerika und Europa leicht verbesserten. Die Kontraktpreise in Europa
zeigten sich grundsätzlich stabil, aber auch hier waren Preisreduzierungen als Folge
der weltweiten Geschehnisse zu verzeichnen. Aurubis ist aufgrund seiner Kunden- und
Vertragsstruktur den Entwicklungen am Spotmarkt nicht in vollem Umfang und mit zeitlichem
Verzug ausgesetzt. Der Kathodenmarkt verzeichnete im 1. Halbjahr 2019/20 eine grundsätzlich stabile
Nachfrage. Während sich die Spotprämien in Europa stabil zeigten, gaben die Notierungen
in Shanghai im Zuge der Corona-Pandemie nach. Nachdem der Großteil der kupferverarbeitenden
Industrie in China die Produktion im März wieder aufgenommen hat, zeigte sich bei
der chinesischen Kupfernachfrage im 3. Quartal 2019/20 eine deutliche Erholung. Aurubis
nutzte die hohe chinesische Nachfrage nach raffiniertem Kupfer und setzte verstärkt
Kupferkathoden in Asien ab. Zur Finanzierung des Kaufpreises der Metallo-Akquisition und zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung
hat Aurubis am 24.06.2020 erstmalig ein Schuldscheindarlehen (SSD) mit nachhaltiger
Komponente mit einem Volumen von 400 Mio. € platziert. Die Verzinsung des SSD ist
direkt an das Aurubis-Rating der Nachhaltigkeitsagentur EcoVadis gekoppelt. Aurubis
spiegelt mit der Begebung dieses SSD die Bedeutung von Nachhaltigkeit auch für unsere
Finanzierungsstrategie wider. Es unterstreicht unser Bekenntnis zu nachhaltigem Handeln. Die Aurubis AG hat am 15.07.2020 einen Kaufvertrag zur Übernahme des Software Unternehmens
azeti GmbH mit Sitz in Berlin unterzeichnet. azeti entwickelt und vertreibt eine Internet-of-Things
(IoT)-Plattform zur Integration und Auswertung von Produktionsdaten und ist ein weiterer
Baustein für die neue Digitalorganisation der Aurubis. Am 29.07.2020 hat der Aufsichtsrat der Aurubis AG Dr. Heiko Arnold mit Wirkung zum
15.08.2020 zum neuen Produktionsvorstand bestellt. Dr. Heiko Arnold wird die Produktionswerke,
die kontinuierliche Verbesserung der operativen Prozesse, Umweltschutz, Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz verantworten. Der bisherige Produktionsvorstand Dr. Thomas Bünger
wird sich als Technologievorstand auf Projekte zur Weiterentwicklung der innovativen
metallurgischen Prozesse zum Ausbau des Multimetall-Geschäfts konzentrieren und den
Bereich Forschung & Entwicklung verantworten. Roland Harings, Vorstandsvorsitzender: "Das zurückliegende Quartal war durch die weltweite Corona-Krise in Bezug auf externe
Faktoren sehr herausfordernd. Doch Einsatz, Flexibilität und Disziplin unserer Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter haben zusammen mit agilem Krisenmanagement dafür gesorgt, dass wir
die Corona-Infektionszahlen bei Aurubis bisher auf sehr niedrigem Niveau halten und
unsere Produktion an den Hüttenstandorten weitestgehend unbeeinträchtigt aufrechterhalten
konnten. Zudem zeigt sich in der Pandemie einmal mehr die Robustheit unseres Geschäftsmodells.
Das spiegelt sich im soliden Ergebnis wider. Gleichwohl muß Aurubis zukünftig noch kostenbewusster agieren. Wir werden darum unser
Kostensenkungsprogramm in den nächsten Monaten weiter umsetzen." Wirtschaftliche Entwicklung 9 Monate 2019/20Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Um den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt ergänzend zur Darstellung der Ertrags-,
Vermögens-, und Finanzlage nach IFRS die Erläuterung der Ertrags- und Vermögenslage
auf Basis operativer Werte. Seit dem Geschäftsjahr 2017/18 besteht für das Segment FRP eine Verkaufsabsicht.
Deshalb sind, wie im Vorjahr, für das Segment Flat Rolled Products (FRP) die besonderen
Ausweis- und Bewertungsvorschriften des IFRS 5 zu berücksichtigen. Diese schließen
u. a. einen aggregierten und gesonderten Ausweis des Konzernergebnisses aus nicht
fortgeführten Aktivitäten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen aggregierten
und gesonderten Ausweis der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden
der nicht fortgeführten Aktivitäten in der Konzernbilanz ein. Ferner sind zusätzliche
Anhangangaben zu tätigen (siehe Seite 28f.). Der Vorstand führt das Segment FRP weiterhin als operatives Berichtssegment und damit
einhergehend wird die operative Finanzberichterstattung bis zum Zeitpunkt des Vollzugs
der Verkaufstransaktion unverändert zur bisherigen Finanzberichterstattung fortgeführt. Infolgedessen werden in der Überleitung von der IFRS Berichterstattung zur operativen
Berichterstattung die bilanziellen Auswirkungen aus IFRS 5 rückgängig gemacht. Weiterhin werden zur Bereinigung der Bewertungseinflüsse im Vorratsvermögen aus der
Anwendung des IAS 2 die aus der Anwendung der Durchschnittsmethode resultierenden
Metallpreisschwankungen ebenso eliminiert wie nicht dauerhafte stichtagsbezogene Abwertungen
und Zuschreibungen auf Kupfervorratsbestände. Darüber hinaus erfolgt die Bereinigung im Anlagevermögen um nicht zahlungswirksame
Effekte aus Kaufpreisallokationen. Ertragslage Das operative EBT in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres betrug 133 Mio. € (Vj.
125 Mio. €) und war im Vergleich zum Vorjahr positiv beeinflusst durch: » einen deutlich
höheren Konzentratdurchsatz, insbesondere an unserem Standort in Pirdop, bei marktbedingt
geringeren Schmelz- und Raffinierlöhnen für Kupferkonzentrate,
Negativ auf das operative EBT im Vergleich zum Vorjahr wirkten:
Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses der ersten
9 Monate des Geschäftsjahres 2019/20 und des Vorjahresvergleichszeitraums wieder. Die Umsatzerlöse im Konzern erhöhten sich im Berichtszeitraum um 215 Mio. € auf 8.896
Mio. € (Vj. 8.681 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum gestiegene Edelmetallpreise zurückzuführen. Gegenläufig wirkte
der niedrigere Absatz von Gießwalzdraht-, Strangguss- und Flachwalzprodukten. In den ersten 9 Monate des Geschäftsjahres erfolgte eine Veränderung des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 143 Mio. € (Vj. 441 Mio. €). Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €)scroll
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Der Materialaufwand verringerte sich korrespondierend zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen
von 8.349 Mio. € im Vorjahr auf 8.228 Mio. €. Andere aktivierte Eigenleistungen erfolgten im Geschäftsjahr u.a. im Zusammenhang
mit den geplanten Wartungsstillständen am Standort Hamburg und lagen mit 14 Mio. €
(Vj. 12 Mio. €) über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich deutlich um 27 Mio. € auf 23
Mio. €. Im Vorjahr war der Ertrag aus der Bilanzierung einer Forderung von 20 Mio.
€ aus dem untersagten Verkauf des Segments Flat Rolled Products beinhaltet. Insgesamt betrachtet lag das operative Rohergebnis in Höhe von 848 Mio. € (Vj. 835
Mio. €) leicht über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand stieg von 375 Mio. € im Vorjahr auf 389 Mio. €. Ursächlich hierfür
waren Tarifsteigerungen und Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit unserem
Kostensenkungsprogramm. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 21 Mio. € von 226 Mio.
€ im Vorjahr auf 205 Mio. €. Im Vorjahr enthalten war eine aufwandswirksame Verbuchung
der zuvor aktivierten Projektkosten für das gestoppte Projekt Future Complex Metallurgy
(FCM) in Höhe von rd. 30 Mio. €. Nach Einbeziehung der Abschreibungen auf Anlagevermögen belief sich das Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf insgesamt 139 Mio. € (Vj. 132 Mio. €). Das Finanzergebnis lag mit -6 Mio. € auf Vorjahresniveau. Somit ergibt sich ein gegenüber
Vorjahr leicht verbessertes operatives Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von
133 Mio. € (Vj. 125 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verblieb ein operatives Konzernergebnis
in Höhe von 103 Mio. € (Vj. 95 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 2,30
€ (Vj. 2,10 €). Das IFRS-Rohergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 833 Mio. € (Vj. 703
Mio. €) hat das Vorjahr deutlich überschritten. Die Veränderung des IFRS-Rohergebnisses
war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen Ertragslage beschriebenen
Ergebniseffekten, auch durch die Metallpreisentwicklung begründet. Die Anwendung der
Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen, die nah an den Marktpreisen
liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen
und damit auf das IFRS-Rohergebnis. Das IFRS-Rohergebnis beinhaltet in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 Bewertungseffekte im Vorratsvermögen in Höhe
von 122 Mio. € (Vj. 14 Mio. €). Die Abbildung dieser Volatilität ist nicht Cashflowrelevant
und spiegelt auch nicht die operative Performance von Aurubis wider. Das IFRS-Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 187 Mio. € (Vj. 102
Mio. €). Dies entspricht einem IFRS-Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten
in Höhe von 4,18 € (Vj. 2,26 €). Das IFRS-Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug 1 Mio. € (Vj.
-2 Mio. €). Vermögenslage Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 30.06.2020
und zum 30.09.2019 wieder. Die operative Bilanzsumme erhöhte sich von 4.059 Mio. € zum 30.09.2019 auf 4.775
Mio. € zum 30.06.2020. Überleitung der Konzern-Bilanz (in Mio. €)scroll
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Ursächlich hierfür waren insbesondere die infolge des Erwerbs der Metallo-Gruppe
(siehe Seite 29) erworbenen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 63 Mio. € sowie
Sachanlagen in Höhe von 228 Mio. €. Das Konzernanlagevermögen erhöhte sich von 1.499
Mio. € zum 30.09.2019 auf 1.872 Mio. € zum 30.06.2020. Die Vorratsbestände erhöhten
sich von 1.532 Mio. € zum 30.09.2019 um 469 Mio. € auf 2.001 Mio. € zum 30.06.2020.
Der Anstieg erfolgte insbesondere bei Einsatzmaterialien. Darüber hinausgehend wurden
Vorräte in Höhe von 135 Mio. € infolge der Metallo-Akquisition hinzuerworben. Gegenläufig
reduzierten sich die Zahlungsmittel in diesem Zeitraum um 164 Mio. € von 441 Mio.
€ auf 277 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 82 Mio. € von 2.234 Mio. € zum Ende
des letzten Geschäftsjahres auf 2.316 Mio. € zum 30.06.2020. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem operativen Konzernergebnis in Höhe von
103 Mio. € sowie aus der im sonstigen Ergebnis enthaltenen Zinssatz bedingten Neubewertung
der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 50 Mio. € (nach Steuern). Gegenläufig wirkte
sich die Dividendenzahlung in Höhe von 56 Mio. € aus. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich
einhergehend mit dem gestiegenen Bestand bei Einsatzmaterialien um 359 Mio. € von
818 Mio. € auf 1.177 Mio. €. Darin enthalten waren 64 Mio. € aus dem Erwerb der Metallo
Gruppe. Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 582 Mio. € zum 30.06.2020 deutlich über dem
Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres (302 Mio. €). Der Antieg resultierte im
Wesentlichen aus der Platzierung eines Schuldscheindarlehens u. a. zur Finanzierung
des Erwerbs von Metallo. Gegenläufig wirkte die Tilgung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 127 Mio. €
im 2. Quartal des Geschäftsjahres. Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar: scroll
Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
somit bei 48,5 % gegenüber 55,0 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die IFRS-Bilanzsumme erhöhte sich von 4.532 Mio. € zum 30.09.2019 auf 5.404 Mio.
€ zum 30.06.2020. Ursächlich für den Anstieg war neben dem Erwerb der Metallo-Gruppe der im Vergleich
zur operativen Bilanz höhere Anstieg der Vorratsbestände um insgesamt 589 Mio. € von
1.728 Mio. € zum 30.09.2019 auf 2.317 Mio. € zum 30.06.2020. Das Eigenkapital des
Konzerns erhöhte sich um 176 Mio. € von 2.593 Mio. € zum Ende des letzten Geschäftsjahres
auf 2.769 Mio. € zum 30.06.2020. Die Erhöhung resultierte insbesondere aus dem im
Vergleich zur operativen Bilanz höheren Konzernergebnis in Höhe von 197 Mio. €. Insgesamt lag die IFRS-Eigenkapitalquote am 30.06.2020 bei 51,2 % gegenüber 57,2
% zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Kapitalrendite Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt. Der operative ROCE verbesserte sich auf 8,5 % gegenüber 7,3 % in der Vergleichsperiode
ungeachtet des Aufbaus von höheren Beständen an Einsatzmaterialien zur Sicherstellung
der Versorgung des Hüttennetzwerkes. scroll
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rollierend letzte 4 Quartale Finanzlage und Investitionen Die nachfolgende Kommentierung bezieht sowohl die fortgeführten als auch die nicht
fortgeführten Aktivitäten ein. Der Netto-Cashflow lag zum 30.06.2020 mit 166 Mio. € über dem niedrigen Niveau des
Vorjahres (Vj. 240 Mio. €). Ursächlich hierfür waren Edelmetallverkäufe bei gestiegenen
Preisen und Kathodenverkäufe nach Asien. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf -483 Mio. € (Vj. -128
Mio. €). Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Investitionen beinhalten 333 Mio. €
Nettomittelabfluss aus dem Erwerb der Metallo-Gruppe (siehe Seite 29). Unter Berücksichtigung von Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile in Höhe von
26 Mio. €, Zinsauszahlungen in Höhe von insgesamt 11 Mio. € sowie Dividendenzahlungen
in Höhe von 56 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von -410 Mio. € (Vj. -448 Mio.
€). scroll
Zum 30.06.2020 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 277 Mio. € (zum 30.09.2019 in Höhe von 441 Mio. €) zur Verfügung. scroll
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Metallo-Standorte für einen Monat berücksichtigt. Segment Metal Refining & Processing Das Segment Metal Refining & Processing (MRP) verarbeitet komplexe Metallkonzentrate,
Altkupfer, organische und anorganische metallhaltige Recyclingstoffe, industrielle
Rückstände und zinkhaltige Einsatzstoffe zu Metallen mit höchster Qualität. Unter
anderem werden an den Hüttenstandorten Hamburg (Deutschland), Pirdop (Bulgarien),
Olen und Beerse (Belgien), sowie Lünen (Deutschland) Kupferkathoden hergestellt, welche
an den Standorten Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und
Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden.
Durch die Verarbeitung und optimale Verwertung von Konzentraten sowie Recyclingrohstoffen
mit komplexen Zusammensetzungen verfügt das Segment über ein breites Produktportfolio.
Es beinhaltet neben hochreinem Kupfer u. a. Gold, Silber, Blei, Nickel, Zinn, Zink,
Nebenmetalle, Metalle der Platingruppe sowie eine Reihe anderer Produkte wie Schwefelsäure
und Eisensilikat. Die Aktivitäten der in 2020 erworbenen Metallo mit Standorten in
Beerse (Belgien) und Berango (Spanien) werden im Segment MRP konsolidiert. Das Segment MRP erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 8.170 Mio.
€ (Vj. 7.788 Mio. €). Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere Edelmetallpreise
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der niedrigere Absatz von Gießwalzdraht- und Stranggussprodukten. Das operative EBT des Segments MRP lag im Berichtszeitraum mit 194 Mio. € deutlich
über dem Vorjahr (Vj. 176 Mio. €). Positiv wirkte ein deutlich höherer Konzentratdurchsatz, insbesondere an unserem
Standort in Pirdop, bei marktbedingt geringeren Schmelz- und Raffinierlöhnen für Kupferkonzentrate.
Allerdings beeinflussten Stillstände sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahr
den Durchsatz und damit das operative Ergebnis. An unserem Standort in Hamburg wurde
im 1. Quartal 2019/20 ein geplanter Wartungsstillstand mit einem Ergebniseffekt von
rd. 34 Mio. € durchgeführt. Im Vorjahr belasteten geplante und ungeplante Stillstände
in Höhe von rd. 40 Mio. € das Ergebnis. Positiv auf das operative EBT wirkten im Berichtszeitraum deutlich höhere Raffinierlöhne
für Altkupfer, ein wesentlich gestiegener Durchsatz an Recyclingmaterial sowie ein
höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Edelmetallpreisen. Niedrigere Schwefelsäureerlöse
durch deutlich gesunkene Absatzpreise sowie eine deutlich schwächere Nachfrage nach
Gießwalzdraht- und Stranggussprodukte belasteten das Ergebnis. Nach Abschluss der Transaktion zum Erwerb der Metallo-Gruppe am 29.05.2020 wurde
diese erstmalig für einen Monat im Segment MRP konsolidiert und trug erstmalig zum
Segmentergebnis bei. Rohstoffe Das gute Angebot an Kupferkonzentraten zu Beginn des Berichtszeitraums setzte sich
noch über weite Teile des 2. Quartals 2019/20 fort. Seit Mitte März wirken Covid-19-bedingte
Effekte auf die Produktion einzelner Minen in Südamerika, die teilweise zu Produktionseinschränkungen
führten. Hinzu kamen logistische Verzögerungen, beispielsweise beim Transport oder
der Verladung von Konzentraten in wichtigen Umschlaghäfen. Entsprechend entwickelten
sich die Spot-TC/RCs von einem Wert um 75 US$/t/7,5 cts/lb Anfang März rückläufig.
Trotz einer Stabilisierung des Konzentratangebotes zum Ende des 3. Quartals 2019/20
lagen die Spot-TC/RCs zum Ende Juni bei 50 US$/t/5,0 cts/lb aufgrund einer stärkeren
Nachfrage aus Asien, vor allem aus China. Das China Smelters Purchase Team (CSPT) hat den sogenannten Buying floor für das
3. Quartal 2020 auf ein Niveau von 53 US$/t/5,3 cts/lb festgelegt. Durch unser breit diversifiziertes Lieferantenportfolio, aktives Rohstoffmanagement
sowie rechtzeitige Zukäufe am Spotmarkt konnten wir die Versorgung unseres Hüttennetzwerkes
im Berichtszeitraum gut sicherstellen. Bis Mitte Februar profitierte Aurubis noch
von Konzentratschmelzlöhnen zu Konditionen des Kalenderjahres 2019, die deutlich über
den aktuellen Schmelzlöhnen lagen. Nach einer stabilen Entwicklung auf hohem Niveau im 1. Halbjahr 2019/20 kamen die
Raffinierlöhne für Altkupfer zu Beginn des 3. Quartals unter Druck. Die Einschränkung
der Wirtschaftsaktivitäten durch Covid-19 sowie der schwächere Kupferpreis führten
zu einem geringeren Angebot an Recyclingmaterialien in Europa und den USA. Zum Ende
des Berichtszeitraums verbesserte sich die Verfügbarkeit auf dem Altkupfermarkt, einhergehend
mit der Lockerung der Maßnahmen zur Corona-Pandemie sowie einem deutlich gestiegenen
Kupferpreis, und führte zu einer Stabilisierung der Raffinierlöhne. Alle Produktionsanlagen
konnten im Berichtszeitraum ausreichend mit Altkupfer zu über dem Vorjahr liegenden
Konditionen versorgt werden. Konzentratdurchsatz Aurubis-Konzern (in 1.000 t)![]() Kathodenproduktion Aurubis-Konzern (in 1.000 t)![]() Gießwalzdrahtproduktion (in 1.000 t)![]() Stranggussproduktion (in 1.000 t)![]() Die Verfügbarkeit komplexer Recyclingmaterialien, darunter industrielle Rückstände
sowie Elektro- und Elektronikschrotte, war ebenso durch Covid-19 negativ beeinflusst.
Aufgrund der längerfristigen Vertragsstrukturen blieben die Raffinierlöhne in diesem
Bereich trotz eines intensiven Wettbewerbsumfeldes stabil. Eine ausreichende Versorgung
der Produktionsanlagen war auch in diesem Bereich sichergestellt. Produktion Im 3. Quartal produzierten unsere Standorte in Hamburg und Pirdop auf sehr gutem
Niveau. Insbesondere in Pirdop konnte der Konzentratdurchsatz um 63 % gegen über dem
Vorjahr gesteigert werden, das allerdings durch einen geplanten Stillstand beeinflusst
war. Nach 9 Monaten 2019/20 lag der Konzentratdurchsatz mit 1.760.000 t (Vj. 1.659.000
t) deutlich über dem Vorjahr. Sowohl im 1. Quartal des aktuellen Berichtsjahres als
auch im Vorjahr wirkten sich Stillstände auf den Konzentratdurchsatz aus. Aufgrund eines Kranschadens in der Elektrolyse reduzierte sich am Standort Olen die
Kathodenproduktion gegenüber dem Vorjahr um 35 % auf 165.000 t. Durch aktives Gegensteuern
innerhalb des Hüttennetzwerkes sowie der Ausnutzung von Opportunitäten konnten die
Auswirkungen auf das operative Ergebnis begrenzt werden. Seit Ende April ist die Elektrolyse
in Olen wieder weitgehend verfügbar. Die Produktion von Gießwalzdraht und Strangguss lag nachfragebedingt deutlich unter
dem Vorjahr. Produktmärkte Nach einer stabilen Entwicklung im 1. Halbjahr 2019/20 schwächte sich die Nachfrage
nach Gießwalzdraht im April und Mai deutlich als Folge des Covid-19-bedingten Lockdowns
in Europa sowie von Produktionsstillständen in der europäischen verarbeitenden Industrie
ab. Nach Lockerung der Maßnahmen zur Corona-Pandemie zeigten sich zum Ende des 3.
Quartals 2019/20 Anzeichen einer leichten Nachfrageerholung. Im Bereich hochreiner Stranggussformate gab die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr
deutlich nach. Bis April blieb die Auftragslage trotz des durch Covid-19 herausfordernden
Marktumfeldes stabil, seit Mai verzeichnen wir jedoch eine deutlich schwächere Nachfrage,
insbesondere aus dem von der Pandemie stark betroffenen Flachwalzprodukte-Sektor. Der Kathodenmarkt verzeichnete im 1. Halbjahr 2019/20 eine grundsätzlich stabile
Nachfrage. Während sich die Spotprämien in Europa stabil zeigten, gaben die Notierungen
in Shanghai im Zuge der Corona-Pandemie nach. Nachdem der Großteil der kupferverarbeitenden
Industrie in China die Produktion im März wieder aufgenommen hat, zeigte sich bei
der chinesischen Kupfernachfrage im 3. Quartal 2019/20 eine deutliche Erholung, im
Juni mit Spotprämien auf dem Niveau der asiatischen Kupferprämie für 2020 von 88 US$/t.
Aurubis nutzte die hohe chinesische Nachfrage nach raffiniertem Kupfer und setzte
verstärkt Kupferkathoden in Asien ab. Die Aurubis-Kupfer prämie für das Kalenderjahr
2020 entspricht mit 96 US$/t der Kupferprämie des Vorjahres. Der globale Markt für Schwefelsäure war nach einer zunächst robusten Nachfrageentwicklung
im 1. Quartal 2019/20 zu Beginn des Kalenderjahres von hoher Volatilität als Folge
der Ausbruches der Corona-Pandemie in China gekennzeichnet. Die Abschottung der chinesischen Region Hubei, die das Zentrum der Düngemittelherstellung
in China und einen der Hauptabnehmer für Schwefelsäure in Asien darstellt, führte
zu verstärkten Exporten chinesischer Schwefelsäureproduzenten und damit zu einer Erosion
der Spotmarktpreise in Amerika und Asien. Auch die Preise am europäischen Markt für Schwefelsäure sowie für Spotmengen im Exportgeschäft
nach Nord- und Südamerika und in die Türkei gaben deutlich nach. Zum Ende des 3. Quartals
zeichnete sich an den Spotmärkten in Asien eine Stabilisierung ab, während sich die
Spot-Preise in Amerika und Europa leicht verbesserten. Die Kontraktpreise in Europa
zeigten sich grundsätzlich stabil, aber auch hier waren Preisreduzierungen als Folge
der weltweiten Geschehnisse zu verzeichnen. Aurubis ist aufgrund seiner Kunden- und
Vertragsstruktur den Entwicklungen am Spotmarkt nicht in vollem Umfang und mit zeitlichem
Verzug ausgesetzt. Die Verkaufsmengen der übrigen von uns produzierten Metalle lagen bei: scroll
*
Metallo-Standorte für einen Monat berücksichtigt. Das Ausbringen unserer Metalle ist abhängig von den Inhalten in den verarbeiteten
Kupferkonzentraten und Recyclingmaterialien. Stillstandsbedingt niedrigere Konzentratdurchsätze
wirken sich somit auch auf die Ausbringungsmengen aus. Ein Teil der Metalle wird in
Form von Zwischenprodukten veräußert. Investitionen In dem Segment MRP wurden Investitionen in Höhe von 131 Mio. € (Vj. 115 Mio. €) getätigt.
Wesentliche Investitionen entfielen auf den Wartungsstillstand in Hamburg. scroll
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Vorjahreswerte teilweise angepasst. Segment Flat Rolled Products Im Segment Flat Rolled Products (FRP) erfolgt eine Weiterverarbeitung von Kupfer
und Kupferlegierungen - im wesentlichen Messing, Bronze und Hochleistungslegierungen
- zu Flachwalzprodukten und Spezialdrahtprodukten. Die wichtigsten Produktionsstandorte
hierfür sind Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland), Zutphen (Niederlande) und Buffalo
(USA). Zum Segment gehören weiterhin Schneid- und Servicecenter in Birmingham (UK),
Dolny Kubin (Slowakei) und Mortara (Italien) sowie Vertriebsbüros weltweit. Die Umsatzerlöse des Segments lagen im Berichtszeitraum mit 822 Mio. € deutlich unter
Vorjahresniveau (Vj. 999 Mio. €). Ursache für den niedrigeren Umsatz ist insbesondere
eine deutlich reduzierte Absatzmenge in Folge der Corona-Pandemie. Das Segment FRP erzielte in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres ein operatives
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 0 Mio. € (Vj. 0 Mio. €). Trotz deutlich unter Vorjahr
liegenden Absatzmengen konnten Verluste durch stringentes Kostenmanagement bisher
vermieden werden. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4 Quartale)
betrug -11,3 % (Vj. 3,9 %). Die deutliche Verschlechterung ist im Wesentlichen auf
rückläufige Ergebnisse zurückzuführen. Hierin enthalten sind die im 4. Quartal 2018/19
berichteten negativen Einmaleffekte in Höhe von 51 Mio. €. Produktmärkte Der Markt für Flachwalzprodukte hat sich gegenüber Vorjahr deutlich abgekühlt. Die
Corona-Pandemie führte im 3. Quartal des Geschäftsjahres zu einem massiven Einbruch
der Auftragslage in allen Standorten. Betroffen ist insbesondere die Nachfrage nach
Steckverbindern aus der Automobilindustrie. Andere Absatzsegmente lagen ebenfalls
unter den Erwartungen. Rohstoffe Die Verfügbarkeit von Einsatzmetallen und die erzielbaren Schrottabschläge auf den
Kupferpreis waren im Berichtszeitraum gut. Produktion Die Produktion von Flachwalzprodukten und Spezialdrähten reduzierte sich nachfragebedingt
auf 138.000 t (Vj. 163.000 t). An allen Standorten wurde weiter an der Umsetzung der
Programme zur Effizienzverbesserung und zur Produktivitäts- und Qualitätserhöhung
gearbeitet. Auf den Nachfragerückgang, insbesondere in Folge der Corona-Pandemie,
wurde mit Kapazitätsanpassungen mit entsprechenden Kosteneinsparungen reagiert. Investitionen Im Segment FRP wurden Investitionen in Höhe von 11 Mio. € (Vj. 8 Mio. €) getätigt.
Dabei handelte es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen. Flachwalzprodukte und Spezialdrahtproduktion(in 1.000 t)![]() Corporate Governance Die EU-Wettbewerbskommission hat der Aurubis AG am 04.05.2020 die Freigabe ohne Auflagen
zum Erwerb der belgisch-spanischen Metallo-Gruppe erteilt. Damit ist das seit August
2019 laufende Fusionskontrollverfahren abgeschlossen. Der formale Abschluss der Transaktion
(Closing) ist am 29.05.2020 erfolgt. Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hat mit Stimmrechtsmitteilung vom 22.05.2020
bekannt gegeben, dass sie einen Anteil von 4,86 % an der Aurubis AG hält. Am 18.06.2020 wurde die erste Tranche des am 18.03.2020 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms
der Aurubis AG beendet. Die Gesamtzahl der im Rahmen der ersten Tranche im Zeitraum
vom 19.03.2020 bis einschließlich 18.06.2020 erworbenen Aktien beläuft sich auf 713.971
Stückaktien. Das entspricht einem rechnerischen Anteil von 1.827.765,76 € am Grundkapital
und mithin ca. 1,6 % des Grundkapitals der Aurubis AG. Der durchschnittliche Kaufpreis
betrug 35,91 €/Aktie. Insgesamt wurden Aktien zu einem Gesamtpreis von 25.637.753,41
€ (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft. Am 24.06.2020 hat Aurubis erstmalig ein Schuldscheindarlehen (SSD) mit nachhaltiger
Komponente mit einem Volumen von 400 Mio. € platziert. Der Schuldschein dient der
allgemeinen Unternehmensfinanzierung und der Finanzierung des Erwerbs der Metallo-Gruppe.
Die Verzinsung des SSD ist direkt an das Aurubis-Rating der Nachhaltigkeitsagentur
EcoVadis gekoppelt. Am 15.07.2020 hat die Aurubis AG einen Kaufvertrag zur Übernahme des Software Unternehmens
azeti GmbH mit Sitz in Berlin unterzeichnet. azeti entwickelt und vertreibt eine Internet-of-Things
(IoT)-Plattform zur Integration und Auswertung von Produktionsdaten. Am 29.07.2020 hat der Aufsichtsrat der Aurubis AG Dr. Heiko Arnold mit Wirkung zum
15.08.2020 zum neuen Produktionsvorstand bestellt. Dr. Heiko Arnold wird die Produktionswerke,
die kontinuierliche Verbesserung der operativen Prozesse, Umweltschutz, Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz verantworten. Der bisherige Produktionsvorstand Dr. Thomas Bünger
wird sich als Technologievorstand auf Projekte zur Weiterentwicklung der innovativen
metallurgischen Prozesse zum Ausbau des Multimetall-Geschäfts konzentrieren und den
Bereich Forschung & Entwicklung verantworten. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 30.07.2020 hält die Silchester International Investors
LLP mit Sitz in London einen Anteil von 6,99 %. Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2018/19, im Zwischenbericht 6 Monate 2019/20 sowie auf unsere Internetseite. Risiko- und Chancenmanagement Die konjunkturellen Eintrübungen hervorgerufen durch die CoViD-19 Krise führen zu
steigenden Belastungen auf der Absatzseite, zum Einen in Form von geringeren Auslieferungen
bei Gießwalzdraht, Stranggussprodukten und Flachwalzprodukten, zum Anderen durch niedrigere
Schwefelsäurepreise. Grundsätzlich haben sich die im Geschäftsbericht 2018/19 und im Zwischenbericht 6
Monate 2019/20 dargestellten Risiken und Chancen im 3. Quartal 2019/20 nicht verändert. Ausblick Die Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Rohstoff- und Produktmärkte sind aus heutiger
Sicht unterschiedlich und schwer zu prognostizieren. Rohstoffmärkte Wir gehen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 von einem reduzierten Angebot
an Kupferkonzentraten mit Schmelz- und Raffinierlöhnen auf niedrigerem Niveau aus.
Die Ausbreitung von Covid-19 und damit verbundene Produktionseinschränkungen bei den
Minen könnten in den nächsten Monaten zu einem anhaltend geringeren Angebot an Kupfer
konzentraten führen. Aufgrund unserer Positionierung im Markt, unserer Vertragsstruktur und Lieferantendiversifizierung
können wir die Kupferkonzentratversorgung unserer Hütten bis zum Ende des Kalenderjahres
sicherstellen. Auf dem Altkupfermarkt sehen wir aus heutiger Sicht ein sich verbesserndes Angebot
mit steigenden Raffinierlöhnen. Wir gehen davon aus, unsere Anlagen bis zum Geschäftsjahresende
mit Recyclingmaterialien zu guten Konditionen versorgen zu können. Anhaltende oder
weitere Covid-19-bedingte Einschränkungen der Wirtschaftsaktivitäten sowie ein Rückgang
der Metallpreise könnten sich negativ auf das Angebot an Recyclingmaterial auswirken
und damit zu niedrigeren Raffinierlöhnen führen. ProduktmärkteKupferprodukte Für die nächsten Monate gehen wir für Kupfergießwalzdraht von einer Nachfrageerholung
aus. Impulse erwarten wir von Seiten der Kabelproduzenten und der Automobilindustrie.
Die Absatzmengen werden allerdings deutlich unter dem Vorjahresniveau bleiben. Bei Kupferstranggussformaten und Flachwalzprodukten zeichnet sich bis zum Ende des
Geschäftsjahres keine wesentliche Nachfrageverbesserung ab. Schwefelsäure Der Absatz von Schwefelsäure ist von kurzfristigen Entwicklungen abhängig und daher
schwer prognostizierbar. Die bisher für das 4. Quartal 2019/20 vorliegenden Erkenntnisse
signalisieren weiterhin ein Überangebot am internationalen Markt für Schwefelsäure. Kupferproduktion Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine deutlich über dem Vorjahr liegende
Anlagenverfügbarkeit. Ergebniserwartung Wir gehen für Aurubis bis zum Ende des Geschäfsjahres bei Kupferkonzentraten aufgrund
des reduzierten Benchmarks 2020 von deutlich niedrigeren Schmelz- und Raffinierlöhnen
aus. Aufgrund unserer Kernkompetenz, komplexe Konzentrate zu verarbeiten, werden wir
dabei über Benchmark liegende TC/RCs erzielen. Für Altkupfer rechnen wir für die nächsten Monate mit einem zufriedenstellenden Mengenangebot
bei Raffinierlöhnen auf weiterhin gutem Niveau. Für das Kalenderjahr 2020 haben wir die Aurubis-Kupferprämie auf 96 US$/t festgesetzt
(Vj. 96 US$/t). Bei Kupfergiesswalzdraht und Kupferstranggussformaten gehen wir für das Geschäftsjahr
von einer Entwicklung deutlich unter Vorjahresniveau aus. Bei Flachwalzprodukten rechnen wir für das Geschäftsjahr mit einer deutlich schwächeren
Nachfrage- und Absatzsituation im Vergleich zum Vorjahr, der wir mit einem stringenten
Kostenmanagement begegnen werden. Bei den Schwefelsäureerlösen erwarten wir aktuell eine rückläufige Entwicklung bei
niedrigerem Preisniveau. Allerdings bleibt die Marktentwicklung im Geschäftsjahr 2019/20
aufgrund der Kurzfristigkeit des Geschäfts schwer prognostizierbar. Wir befinden uns mit unserem Kostensenkungsprogramm weiterhin in der Umsetzung. Aktuell
sind wir in Gesprächen mit den Mitbestimmungsgremien und werden über die Ergebnisse
informieren. Zum aktuellen Zeitpunkt ist Aurubis mit ausreichender Liquidität versorgt und unsere
Investitionen werden wie geplant durchgeführt. Insgesamt erwarten wir für den Aurubis-Konzern im Geschäftsjahr 2019/20 unter Einbeziehung
der Metallo-Gruppe ein operatives EBT zwischen 185 Mio. € und 250 Mio. € und einen
operativen ROCE zwischen 8 % und 11 %. Im Segment MRP planen wir für das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem operativen EBT
zwischen 230 und 310 Mio. € und einen operativen ROCE zwischen 11 % und 16 %. Aufgrund der Marktaussichten haben wir unsere Prognose für das operative Ergebnis
des Segments FRP von 3 bis 7 Mio. € auf -3 bis -8 Mio. € angepasst. Wir erwarten einen
negativen operativen ROCE. Der Effekt wird im Gesamtkonzern kompensiert und führt
nicht zu einer Anpassung der Prognoseintervalle des Aurubis-Konzerns. Intervallprognose laut Aurubis- Definitionscroll
Konzern-Zwischenabschluss 9 Monate 2019/20Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(IFRS, in T€)scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung(IFRS, in T€)scroll
Vorjahreswerte teilweise angepasst. Konzern-Bilanz(IFRS, in T€)AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung(IFRS, in T€)scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung(IFRS, in T€)scroll
scroll
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben Allgemeine Grundlagen Die vorliegende Quartalsmitteilung der Aurubis AG wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses
zum 30.09.2019 wurden mit Ausnahme der im laufenden Jahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften
unverändert fortgeführt. Eine prüferische Durchsicht ist nicht erfolgt. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und InterpretationenIFRS 16 Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wurde im Januar 2016
vom IASB veröffentlicht und am 31.10.2017 von der EU in europäisches Recht übernommen.
IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard IAS 17 sowie die zugehörigen Interpretationen
IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. IFRS 16 ist verpflichtend seit dem 01.01.2019 anzuwenden.
Aurubis wendet IFRS 16 modifiziert retrospektiv ohne Anpassung der Vorjahreszahlen
erstmals zum 01.10.2019 an. Insoweit ist eine Vergleichbarkeit der betroffenen Angaben
im Berichtsjahr mit den Vorjahresangaben nur eingeschränkt möglich. Aurubis nutzt
die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses
bei der Umstellung auf IFRS 16. Der Konzern wendet daher IFRS 16 zum Zeitpunkt der
Erstanwendung auf die Vereinbarungen an, die zuvor unter Anwendung von IAS 17 und
IFRIC 4 als Leasingverhältnis eingestuft wurden. Die Definition eines Leasingverhältnisses
nach IFRS 16 wird auf Verträge angewendet, die am oder nach dem 01.10.2019 abgeschlossen
oder geändert wurden. IFRS 16 führt beim Leasingnehmer grundsätzlich zu einer Bilanzierung aller Leasingverhältnisse
in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit auf Basis des Barwerts
der künftigen Leasingzahlungen. Die Lea singzahlungen werden dabei mit dem im Leasingvertrag
impliziert festgelegten Zinssatz oder, wenn nicht ermittelbar, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz
des Leasingnehmers abgezinst. Die Unterscheidung in operative und finanzielle Leasingverhältnisse
für Leasingnehmer ist nicht mehr vorzunehmen. In der Gewinn- und Verlustrechnung entfällt
der bisherige Aufwand für operatives Leasing und wird künftig durch den Abschreibungsaufwand
der bilanzierten Nutzungsrechte sowie durch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der
Leasingverbindlichkeiten ersetzt. Aurubis macht von den im Standard gewährten Wahlrechte
für Leasingnehmer Gebrauch und erfasst die Zahlungen von kurzfristigen Leasingverhältnissen
sowie Leasingverhältnissen mit geringem Wert direkt im Aufwand sowie im Cashflow aus
operativer Tätigkeit. Die neuen Vorschriften wurden nicht auf Leasingverhältnisse
angewendet, deren Laufzeit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Zeitpunkt der Erstanwendung
endet. Diese Leasingverhältnisse werden wie kurzfristige Leasingverhältnisse bilanziert. Für Leasinggeber unterscheidet sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 nicht wesentlich
von den Vorgaben in IAS 17. Für Bilanzierungszwecke ist hier auch weiterhin zwischen
Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen ("finance" und "operate lease") zu unterscheiden. Zum Umstellungszeitpunkt 01.10.2019 ergab sich durch die Anwendung des IFRS 16 eine
Bilanzverlängerung in Höhe von 33,2 Mio. €. Die Konzernsteuerungskennzahlen EBT und
ROCE sind durch die Anwendung des IFRS 16 nur geringfügig betroffen. Der gewichtete
durchschnittliche Abzinsungszinssatz der Leasingverbindlichkeiten zum Erstanwendungszeitpunkt
betrug 3,0 %. Ausgehend von den operativen Leasingverpflichtungen zum 30.09.2019 ergab sich folgende
Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 01.10.2019: Überleitung Leasingverbindlichkeitenscroll
Unternehmenszusammenschlüsse und nicht fortgeführte AktivitätenUnternehmenszusammenschlüsse Am 29.05.2020 hat die Aurubis AG 100 % der Anteile an der Metallo Group Holding NV
erworben und damit die Beherrschungsmöglichkeit erlangt. Metallo ist ein Recycling-
und Raffinationsunternehmen, dass sich auf die Rückgewinnung von Nichteisenmetallen
aus überwiegend niedrig- metallhaltigen Recyclingmaterialien spezialisiert hat. Das
Unternehmen beschäftigt rund 540 Mitarbeiter an Standorten in Belgien und Spanien. Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die Werte der zum Erwerbszeitpunkt
identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die für den Erwerb
übertragene Gegenleistung dar: scroll
Nicht fortgeführte Aktivitäten Aurubis ist in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung des Segments FRP.
Die Voraussetzungen für die Darstellung des Segments als nicht fortgeführte Aktivitäten
gemäß IFRS 5 sind weiterhin gegeben. Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten wird in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung getrennt von den Aufwendungen und Erträgen aus fortgeführten Aktivitäten
berichtet; Vorjahresangaben werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden bei der Ermittlung des Konzernergebnisses
aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten vollständig eliminiert. Die
Eliminierung der konzerninternen Transaktionen erfolgt dabei nach der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise, d. h. unter Berücksichtigung der künftigen Liefer- und Leistungsbeziehungen
des Aurubis-Konzerns. Der Konzern wird nach einem möglichen Verkauf des Segments FRP
bestehende Lieferbeziehungen mit dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich aufrechterhalten.
Die Eliminierung der Umsatzerlöse der Aurubis AG und ihrer Tochtergesellschaften aus
Lieferungen an den nicht fortgeführten Geschäftsbereich erfolgte daher vollständig
dort. Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitätenscroll
Buchwerte der Hauptgruppen der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schuldenscroll
scroll
Cashflow aus nicht fortgeführten Aktivitätenscroll
Vorratsvermögen nach IFRS Zum 30.06.2020 wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen der fortgeführten
Aktivitäten in Höhe von 3,9 Mio. € (30.09.2019: 19,0 Mio. €) vorgenommen. Erwerb eigener Anteile Der Vorstand ist durch die Hauptversammlung ermächtigt, bis zum Ablauf des 17.09.2021
eigene Aktien der Gesellschaft mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu
erwerben. Der Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft dient der Schaffung eines
Bestands eigener Aktien für mögliche Akquisitionen oder der Gestaltung zukünftigen
Finanzierungsbedarfs. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Konzernergebnisses
aus fortgeführten Aktivitäten ohne nicht beherrschende Anteile durch den gewichteten
Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktienanzahl. scroll
scroll
Dividende Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018/19 der Aurubis AG in Höhe von 127.590.975,97
€ wurde in Höhe von 56.195.903,75 € zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,25 €
je Stückaktie verwendet. Ein Betrag von 71.395.072,22 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
sind nicht aufgetreten. Konzern-Segmentberichterstattung Die Aurubis berichtet nach den zwei operativen Geschäftssegmenten Metal Refining
& Processing (MRP) und Flat Rolled Products (FRP). Das Segment MRP verarbeitet komplexe Metallkonzentrate, Altkupfer, organische und
anorganische metallhaltige Recyclingstoffe, industrielle Rückstände und zinkhaltige
Einsatzstoffe zu Metallen mit höchster Qualität. Es umfasst organisatorisch die Bereiche
Commercial und Operations. Der Bereich Commercial vereint alle marktrelevanten Organisationseinheiten,
also den Einkauf von Rohstoffen und den Verkauf von Produkten. Der Bereich Operations
steht für die Produktion aller Basisprodukte und Metalle sowie deren Weiterverarbeitung
zu anderen Produkten, wie Gießwalzdraht und Stranggussformaten. Im Segment FRP erfolgen eine Weiterverarbeitung und Vermarktung von Kupfer und Kupferlegierungen
- im Wesentlichen Messing, Bronze und Hochleistungslegierungen - zu Flachwalzprodukten
und Spezialdrahtprodukten. Beim Segment FRP handelt es sich um einen nicht fortgeführten Geschäftsbereich, über
den in der KonzernGewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz nach IFRS
5 aggregiert und gesondert zu berichten ist. Da die operative Geschäftstätigkeit des
Segments FRP unverändert fortgeführt und vom Vorstand des Aurubis-Konzerns überwacht
und gesteuert wird, erfüllt dieser Unternehmensbereich auch nach der Einstufung als
nicht fortgeführter Geschäftsbereich die Definition eines berichtspflichtigen Segments
und wird bis zum Vollzug der Verkaufstransaktion entsprechend in der Segmentberichterstattung
separat ausgewiesen. Der in der Spalte "Effekte aus nicht fortgeführten Aktivitäten" erfasste Eliminierungsbetrag
der Außenumsätze in Höhe von 711.780 T€ (Vj. 876.248 T€) entspricht dem Außenumsatz
des Segments FRP abzüglich der vollständig im aufgegebenen Geschäftsbereich eliminierten
konzerninternen Umsätze des Segments MRP mit dem Segment FRP in Höhe von 105.246 T€
(Vj. 110.325 T€). scroll
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppenscroll
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Termine und KontakteFinanzkalender Bericht zum Geschäftsjahr 2019/20 9. Dezember 2020 Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an: Aurubis AG, Hovestrasse 50, 20539 Hamburg Angela Seidler Vice President Investor Relations & Corporate Communications Telefon +49 40 7883-3178 a.seidler@aurubis.com Elke Brinkmann Senior Manager Investor Relations Telefon +49 40 7883-2379 e.brinkmann@aurubis.com |
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