Aurubis AGHamburgQuartalsmitteilung 3 Monate 2022/231. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022Aurubis-Konzern auf einen Blickscrollen
1 Brutto-Marge = Summe der Ergebniskomponenten
Metallergebnis, Schmelz- und Raffinierlöhne sowie
Prämien und Produkte.
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Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von
Rundungen geringfügige Abweichungen bei Summen angaben
ergeben.
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"Wir sind mit einem sehr respektablen Ergebnis in das
neue Geschäftsjahr gestartet - berücksichtigt man
insbesondere die hohe Inflation und Energiekosten. Die
anhaltend starke Nachfrage nach unseren Produkten zeigt
uns: Aurubis-Metalle werden gebraucht. Sie machen die
Transformation von Industrie und Gesellschaft hin zu einer
nachhaltigen Ausrichtung erst möglich. Für das
Gesamtjahr 2022/23 rechnen wir mit einem Ergebnis am oberen
Ende des gesetzten Prognosekorridors."
ROLAND HARINGS, Vorstandsvorsitzender
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bei
Personenbezeichnungen in der Regel die männliche Form
gewählt. Damit meinen wir selbstverständlich alle
Personen jeglichen Geschlechts (m/w/d).
Wirtschaftliche Entwicklung3 Monate 2022/23Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten 3 Monaten
2022/23 ein gutes operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) in
Höhe von 125 Mio. €. Gleichwohl blieb das
Ergebnis hinter dem außerordentlich hohen Niveau des
Vorjahres (Vj. 164 Mio. €) zurück. Bei einer
anhaltend hohen Nachfrage nach Kupferprodukten wirkten im
Vergleich zum Vorjahresquartal insbesondere deutlich
höhere Energiekosten sowie ein einsatzmaterialbedingt
niedrigeres Metallergebnis ergebnismindernd. Der operative
Return on Capital Employed (ROCE) betrug 16,3 % (Vj. 17,9
%). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 71 Mio.
€ (Vj. 415 Mio. €).
Der Aurubis-Konzern hat in den ersten 3 Monaten des
Geschäftsjahres 2022/23 Umsatzerlöse in Höhe
von 4.096 Mio. € (Vj. 4.406 Mio. €) erzielt.
Diese leicht rückläufige Entwicklung war im
Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
gesunkenen Kupferpreise zurückzuführen bei einer
weiterhin hohen Nachfrage nach unseren Kupferprodukten.
Die Brutto-Marge umfasst mit dem Metallergebnis Glossar,
Seite 23, den Schmelz- und Raffinierlöhnen Glossar,
Seite 23 sowie Prämien und Produkten die wesentlichen
Ergebniskomponenten des Aurubis-Konzerns. Grafik
Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Aurubis-Konzernzum 31.12. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte)
Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) - als eine
unserer Konzernsteuerungsgrößen - betrug 125
Mio. € (Vj. 164 Mio. €) und war im Vergleich zum
sehr guten Vorjahr positiv beeinflusst durch:
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Gegenläufig wirkten
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Für Erläuterungen zur Herleitung des
operativen Ergebnisses auf Basis des Ergebnisses nach IFRS
verweisen wir auf Seite 17.
Unsere zweite Konzernsteuerungsgröße, der
operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen
EBIT der letzten 4 Quartale) reduzierte sich trotz der sehr
guten Ertragslage auf 16,3 % (Vj. 17,9 %). Temporär
hohe Vorratsbestände führten dabei zu einem
höheren eingesetzen Kapital im Vergleich zum
Vorjahresstichtag.
Eine Herleitung des ROCE ist auf Seite 11 dargestellt.
Der Netto-Cashflow lag insbesondere aufgrund der hohen
Vorratsbestände im ersten Quartal des
Geschäftsjahres 2022/23 mit -64 Mio. € nur leicht
über dem Niveau des Vorjahres (Vj. -84 Mio. €).
Der Netto-Cashflow unterliegt unterjährigen
Schwankungen, die sich im Laufe des Geschäftsjahres
wieder ausgleichen.
Weitere Erläuterungen zum Cashflow sind in der
Vermögens- und Finanzlage, Seite 10 enthalten.
Segmente & MärkteDas Segment Multimetal Recycling (MMR) fasst die
Recyclingaktivitäten im Konzern und damit die
Verarbeitung von Altkupfer, organischen und anorganischen
metallhaltigen Recyclingrohstoffen sowie industriellen
Rückständen zusammen. Zum Segment zählen die
Recyclingaktivitäten der Standorte Lünen
(Deutschland), Olen und Beerse (beide Belgien) sowie der
Standort Berango (Spanien).
Das Segment MMR erzielte im Berichtszeitraum ein
operatives EBT von 35 Mio. € (Vj. 83 Mio. €).
Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch den
höheren Einsatz von Blisterkupfer und
Elektronikschrotten, bei gegenüber dem Vorjahr leicht
reduzierten Raffinierlöhnen für diese
Einsatzmaterialien. Gegenläufig wirkten im Vergleich
zum Vorjahr ein einsatzbedingt deutlich niedrigeres
Metallergebnis, gesunkene Raffinierlöhne für
Altkupfer sowie gestiegene Kosten, insbesondere für
Energie. Der operative ROCE des Segments lag mit 18,7 %
über der Konzernzielgröße von 15 %, jedoch
deutlich unter dem sehr guten Vorjahr (Vj. 37,3 %).
Unsere Recycling-Standorte zeigten im Berichtszeitraum
einen Durchsatz auf Vorjahresniveau bei einem
zufriedenstellenden Angebot an Altkupfer, Blisterkupfer
Glossar, Seite 23 und sonstigen Recyclingmaterialien.
Der Einsatz sonstiger Recyclingmaterialien wie
Industrierückstände, Schlämme,
Schreddermaterialien oder Elektro- und Elektronikschrotte
lag mit 119.000 t (Vj. 125.000 t) im Berichtszeitraum unter
dem Vorjahresniveau. Der Einsatz von Alt- und Blisterkupfer
in Höhe von 84.000 t (Vj. 71.000 t) erhöhte sich
im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr.
Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Segment Multimetal Recyclingzum 31.12. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte)
Der europäische Markt für Recyclingmaterialien
war im 1. Quartal 2022/23 von einem stabilen Angebot bei
zufriedenstellenden Raffinierlöhnen gekennzeichnet.
Exporte aus Europa blieben im Berichtszeitraum durch
Covid-Restriktionen und der damit einhergehenden begrenzten
Nachfrage in Asien auf niedrigem Niveau. Ferner hat die
Europäische Union neue Regularien für den Export
von Recyclingmaterialien aus der EU in nicht
OECD-Länder eingeführt. Dies beinhaltet die
Möglichkeit, Exporte in bestimmte Länder zu
reduzieren.
Die Aurubis Raffinierlöhne für Altkupfer
sanken im Vergleich zum sehr hohen Niveau des Vorjahres
signifikant. Im Vorjahr profitierte Aurubis noch von
Altkupferbeständen mit sehr hohen
Raffinierlöhnen. Die Raffinierlöhne für
komplexe Recyclingmaterialien reduzierten sich leicht,
verblieben jedoch auf hohem Niveau.
Die Kathodenproduktion des Segments MMR lag mit 131.000
t im Berichtszeitraum auf dem Vorjahresniveau. An unserem
Produktionsstandort in Lünen wird die Modernisierung
und Kapazitätserweiterung (Fertigstellung in 2024) der
Elektrolyse weiter umgesetzt.
Einsatzmaterialbedingt lag das Metallmehrausbringen des
Segments MMR unter dem hohen Vorjahresniveau, stellte im
Berichtszeitraum aber erneut einen signifikanten
Ergebnisanteil dar.
Im Segment MMR wurden Investitionen in Höhe von 46
Mio. € (Vj. 31 Mio. €) getätigt. Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus Investitionen für das
neue Recyclingwerk Aurubis Richmond, USA, Investitionen in
die neue Bleed Treatment Anlage (BOB) Glossar, Seite 23 in
Olen, Belgien, und Investitionen für die Sanierung der
Elektrolyse in Lünen.
Das Segment Custom Smelting & Products (CSP) vereint
die Produktionsanlagen zur Verarbeitung von
Kupferkonzentraten Glossar, Seite 23 sowie zur Herstellung
und Vermarktung von Standard- und Spezialprodukten wie
Kathoden Glossar, Seite 23, Gießwalzdraht Glossar,
Seite 23, Stranggussformaten Glossar, Seite 23,
Bandprodukten, Schwefelsäure und Eisensilikat. Das
Segment CSP ist auch für die Produktion von
Edelmetallen verantwortlich. An den Standorten Hamburg
(Deutschland) und Pirdop ( Bulgarien) werden Kupferkathoden
hergestellt, die zusammen mit den in MMR produzierten
Kathoden an den Standorten Hamburg (Deutschland), Olen
(Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino (Italien) zu
Gießwalzdraht und Stranggussformaten
weiterverarbeitet werden. An den Standorten Buffalo (USA),
Stolberg (Deutschland) und Pori (Finnland) werden
Flachwalzprodukte und Spezialdrahtprodukte hergestellt.
Das Segment CSP erzielte im Berichtszeitraum ein
operatives EBT von 108 Mio. (Vj. 94 Mio. €). Die
positive Entwicklung des Segments resultierte im
Wesentlichen aus einem höheren Metallermehrausbringen,
gestiegenen Schmelz- und Raffinierlöhnen für
Konzentrate, gestiegenen Erlösen durch den Absatz von
Kupferprodukten bei gestiegenen Preisen gegenüber dem
Vorjahr. Gegenläufig wirkten im Vergleich zum Vorjahr
deutlich gestiegene Kosten, insbesondere für Energie,
niedrigere Schwefelsäureerlöse sowie gesunkene
Raffinierlöhne für Altkupfer. Der operative ROCE
verbesserte sich signifikant auf 18,9 % gegenüber dem
Vorjahr (Vj. 12,6 %).
Der Konzentratdurchsatz unserer Primärhütten
Glossar, Seite 23 lag mit 635.000 t unterhalb des sehr
hohen Vorjahresniveaus (Vj. 679.000 t). Gleichwohl zeigte
unser Standort in Pirdop wie im Vorjahr eine sehr gute
Performance. Der Standort in Hamburg konnte bisher nicht an
die stabile Vorjahresproduktion anknüpfen.
Die Verarbeitungsentgelte für Kupferkonzentrate am
Spotmarkt bewegten sich im Berichtszeitraum auf konstant
hohem Niveau. Ein verbessertes Angebot durch neue
Minenprojekte und Erweiterungen bestehender Minen zeichnet
ein positives Bild für das Konzentratangebot im
Kalenderjahr 2023. Entsprechend positiv entwickelte sich
der Referenzabschluss für 2023. Der dort vereinbarte
Schmelz- und Raffinierlohn (TC/RC) für die
Verarbeitung von Standard-Kupferkonzentraten belief sich
auf 88 US$/t/8,8 cts/lb und liegt somit rund 35 % über
dem Vorjahr (2022: 65 US$/t/ 6,5 cts/lb).
Der Durchsatz von Alt- und Blisterkupfer sowie sonstigen
Recyclingmaterialien lag im Berichtszeitraum mit 46.000 t
unter dem Vorjahr (Vj. 50.000 t). Durch den geringeren
Konzentratdurchsatz im Segment wurde weniger Alt- und
Blisterkupfer als Kühlmaterial benötigt.
Bezüglich der Entwicklungen der Raffinierlöhne
für Recyclingmaterialien verweisen wir auf unsere
Erläuterungen zum Segment MMR.
Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Segment Custom Smelting & Productszum 31.12. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte)
Positiv auf das Metallergebnis wirkten im
Berichtszeitraum weiter hohe Metallpreise sowie ein gutes
Metallmehrausbringen der Standorte des Segments CSP.
Wir konnten im 1. Quartal 2022/23 weiter in allen
Kundensegmenten eine hohe Nachfrage nach Kupferprodukten
verzeichnen. Einzig der Bausektor zeigte einen
Nachfragerückgang.
Die Kupferkathodenproduktion im Segment CSP lag im
Berichtszeitraum mit 150.000 t auf dem hohen Niveau des
Vorjahres (149.000 t).
Der globale Kathodenmarkt zeigte im 1. Quartal 2022/23
eine sehr volatile Entwicklung. Nach einem starken Anstieg
der Prämien in Europa und Asien im Oktober
schwächte sich die Kathodenprämie an den
Spotmärkten im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums
ab. Die Aurubis-Kupferprämie Glossar, Seite 23 liegt
für das Kalenderjahr 2023 bei 228 US$/t (Vj. 123
US$/t).
Die Produktion von Gießwalzdraht reduzierte sich
leicht auf 195.000 t (Vj. 200.000 t), verbleibt aber auf
dem hohen Vorjahresniveau. Die Produktion von Strangguss
lag mit 49.000 t unter dem hohen Vorjahresniveau (Vj.
53.000 t). Die Produktion von Flachwalzprodukten reduzierte
sich mit 32.000 t deutlich gegenüber dem Vorjahr (Vj.
39.000 t). Mit dem Teilverkauf der ehemaligen
Flachwalzsparte entfallen die Produktionsmengen des
Standorts in Zutphen mit Wirkung zum 29.07.2022.
Die Schwefelsäureproduktion lag analog zum
gesunkenen Konzentratdurchsatz mit 586.000 t deutlich unter
der Produktion des Vorjahres (Vj. 639.000 t). Die Nachfrage
nach Schwefelsäure in Europa blieb im 1. Quartal
2022/23 deutlich hinter der hohen Nachfrage des Vorjahres
zurück. Die Preise für Schwefelsäure an den
kurzfristigen Märkten zeigten im Berichtszeitraum eine
Stabilisierung auf reduziertem Niveau. Aurubis ist aufgrund
seiner Kunden- und Vertragsstruktur den Entwicklungen am
Spotmarkt nicht in vollem Umfang und mit zeitlichem Verzug
ausgesetzt und profitierte weiterhin von
verhältnismäßig hohen
Schwefelsäureerlösen im Berichtszeitraum.
Im Segment CSP wurden Investitionen in Höhe von 27
Mio. € (Vj. 28 Mio. €) im Wesentlichen für
vorbereitende Maßnahmen für den
Wartungsstillstand in Pirdop im 3. Quartal sowie den Start
des Baus der Industriewärme Stufe 2 in Hamburg
getätigt.
Vermögens- und FinanzlageDie operative Bilanzsumme erhöhte sich von 5.926
Mio. € zum 30.09.2022 auf 6.073 Mio. € zum
31.12.2022. Ursächlich hierfür waren insbesondere
die um 330 Mio. € gestiegenen Vorratsbestände in
Höhe von 2.532 Mio. € zum 31.12.2022
gegenüber 2.202 Mio. € zum 30.09.2022. Der Aufbau
erfolgte in beiden Segmenten insbesondere bei
Einsatzmaterialien und Zwischenprodukten
(Kupferkonzentrate/ Blisterkupfer/ Anoden) sowie bei
Fertigprodukten (Kathoden).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich mit den gestiegenen
Beständen im Umlaufvermögen um 213 Mio. €
von 1.583 Mio. € auf 1.796 Mio. €.
Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich,
einhergehend mit dem operativen Konzerngesamtergebnis, um
108 Mio. € von 3.202 Mio. € zum Ende des letzten
Geschäftsjahres auf 3.310 Mio. € zum 31.12.2022.
Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote
(Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) somit bei
54,5 % gegenüber 54,0 % zum Ende des letzten
Geschäftsjahres.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der
Finanzverbindlichkeiten dar:
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Zum 31.12.2022 standen dem Konzern Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 540 Mio.
€ (30.09.2022: 706 Mio. €) zur Verfügung.
Der Rückgang korrespondierte mit dem Aufbau des Net
Working Capital.
Die Netto-Finanzposition zum 31.12.2022 stellte sich
somit wie folgt dar:
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Der Netto-Cashflow lag insbesondere aufgrund der hohen
Vorratsbestände im 1. Quartal des Geschäftsjahres
2022/23 mit -64 Mio. € nur leicht über dem Niveau
des Vorjahres (Vj. -85 Mio. €).
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief
sich auf -70 Mio. € (Vj. -51 Mio. €) und
beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Auszahlungen für
Investitionen in Sachanlagen in Höhe von -60 Mio.
€. Gegenläufig wirkten unter anderem
Zinseinzahlungen in Höhe von 2 Mio. €.
Unter Berücksichtigung von Zinsauszahlungen auf
Vorjahresniveau in Höhe von insgesamt -3 Mio. €
ergibt sich für das 1. Quartal 2022/23 ein Free
Cashflow von -137 Mio. € (Vj. -140 Mio. €).
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Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die
Verzinsung des im operativen Geschäft oder für
eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter
Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten 4
Quartale ermittelt.
Der operative ROCE verringerte sich aufgrund hoher
Vorratsbestände im eingesetzten Kapital von 17,9 % in
der Vergleichsperiode auf 16,3 % zum 31.12.2022.
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Corporate GovernanceÜber besondere Entwicklungen haben wir die
Kapitalmärkte in Form von Ad-hoc-Mitteilungen
informiert:
Am 28.10.2022 haben wir bekannt gegeben, dass es in der
Nacht auf den 28.10.2022 einen Cyberangriff auf die
IT-Systeme der Aurubis gegeben hat. Infolgedessen mussten
gezielt zahlreiche Systeme an Aurubis-Standorten
präventiv heruntergefahren und vom Internet getrennt
werden. Die Produktion konnte weitgehend aufrechterhalten
werden. Mittlerweile sind alle wesentlichen IT-Systeme
wieder ohne Einschränkungen im Einsatz. Der Umfang der
ergebniswirksamen Auswirkungen im Konzern auf das
(operative) EBT beläuft sich auf einen niedrigen
einstelligen Millionenbetrag.
Am 20.12.2022 haben wir den Kapitalmarkt in einer
Ad-hoc-Mitteilung über die Aufsichtsratsgenehmigung
eines umfangreichen Wachstumspakets sowie die Anpassung der
Dividendenpolitik der Aurubis AG informiert. Das
Wachstumspaket beinhaltet die vorgezogene Verdopplung der
Kapazitäten unseres im Bau befindlichen Werks Aurubis
Richmond in Georgia, USA, sowie Investitionsanpassungen
für Infrastrukturanforderungen und Inflation. Für
beide Module rechnet Aurubis mit Investitionen von rund 640
Mio. € und mit einem Ergebnisbeitrag von ca. 170 Mio.
€ EBITDA ab dem Geschäftsjahr 2026/27.
Als weiterer Teil des Investitionspakets wurde das
Projekt Complex Recycling Hamburg beschlossen. Dieses
Projekt beinhaltet die Verarbeitung von internen und
externen komplexen Hüttenzwischenprodukten mit
Investitionen in Höhe von rund 190 Mio. € und
einem erwarteten Ergebnisbeitrag von rund 40 Mio. €
EBITDA ab dem Geschäftsjahr 2025/26.
Aufgrund dieses beschleunigten Wachstumskurses wurde der
Beschluss gefasst, die bisherige Dividendenpolitik,
mindestens 25% des operativen Netto-Konzernergebnisses
auszuschütten, aufzuheben. Die Ausschüttungsquote
soll künftig jährlich neu festgelegt werden,
wobei dem Finanzierungsbedarf der Aurubis AG und dem
berechtigten Interesse der Aktionäre auf Beteiligung
am Erfolg unseres Unternehmens Rechnung getragen werden
soll.
Am 05. bzw. 09.01.2023 wurde die Einladung zur
ordentlichen Hauptversammlung, die am 16.02.2023
stattfindet, im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 16.01.2023
hat die Dimensional Holdings Inc. mit Sitz in Austin,
Texas, USA einen Anteil an der Aurubis AG von 2,99 %
(bisher: 3,15 %).
Für zusätzliche Informationen verweisen wir
auf unsere Angaben im Geschäftsbericht 2021/22.
Risiko- und ChancenmanagementDie im Geschäftsbericht 2021/22 dargestellten
Risiken und Chancen haben sich im 1. Quartal 2022/23
grundsätzlich nicht verändert. Für weitere
Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im
Geschäftsbericht 2021/22.
UnternehmensentwicklungTestreihe für den Einsatz von blauem Ammoniak in der Kupferherstellung gestartetAurubis geht einen weiteren Schritt in Richtung
Klimaneutralität und testet den industriellen Einsatz
von blauem Ammoniak als Brennstoff. Im Oktober 2022 erhielt
Aurubis die erste Lieferung von 13 t blauem
(kohlenstoffarmem) Ammoniak aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten (VAE) zum Einsatz in der Kupferdrahtanlage im Werk
Hamburg. Langfristig planen wir, das aktuell
verfügbare blaue Ammoniak vollständig mit
grünem Ammoniak zu ersetzen. Dieses wird unter
Verwendung erneuerbarer Energien produziert. Damit
diversifizieren wir weiter unsere Energieversorgung und
senken unseren CO₂-Fußabdruck. Unser Ziel ist
es, deutlich vor 2050 klimaneutral zu produzieren.
Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Aufbau
einer Wasserstofflieferkette zwischen den VAE und
Deutschland. Die Lieferung ist Teil der Anfang 2022
vertieften Wasserstoffkooperation zwischen den VAE und
Deutschland.
Spatenstich für den Bau der neuen Recyclinganlage (ASPA) in Beerse erfolgtAm 15 .12.2022 hat Aurubis offiziell in Beerse mit dem
Bau seiner hochmodernen hydrometallurgischen ASPA-Anlage
(Advanced Sludge Processing by Aurubis) begonnen. Die
Inbetriebnahme der 33 Mio. €-Investition soll im
Geschäftsjahr 2024/25 erfolgen. In der ASPA-Anlage
werden zukünftig Anodenschlämme, ein wertvolles
Zwischenprodukt der Kupferelektrolyse, aus den
Recyclingstandorten in Beerse und Lünen (Deutschland)
verarbeitet. Mit dem neuen Verfahren können so mehr
Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch Zinn, in noch
kürzerer Zeit aus dem Anodenschlamm ausgebracht
werden. Die neue ASPA-Anlage stärkt die Position von
Aurubis als effizientestes und nachhaltigstes, integriertes
Hüttennetzwerk der Welt.
Weiteres Investitionspaket über 530 Mio. € zur Beschleunigung von Wachstum und Nachhaltigkeit beschlossenAm 20.12.2022 hat der Aufsichtsrat der Aurubis AG ein
weiteres umfangreiches Investitionspaket in Höhe von
rund 530 Mio. € beschlossen. Dieses besteht aus einer
Erweiterungsinvestition zur Verdopplung der
Verarbeitungskapazität am Recyclingstandort Aurubis
Richmond in Georgia, USA, in Höhe von 250 Mio. €
sowie Investitionsanpassungen (90 Mio. €) für
Infrastrukturanforderungen und Inflation für das
laufende Projekt. Zudem investiert Aurubis in das Projekt
CRH (Complex Recycling Hamburg) 190 Mio. € zur
Steigerung der Recyclingfähigkeiten in Hamburg und dem
Ausbau des Solarparks zur Eigenstromerzeugung am Standort
Pirdop in Bulgarien.
Aurubis verdoppelt Recyclingkapazitäten in den USAAurubis wird den Wachstumskurs in den USA deutlich
beschleunigen. Das aktuell im Bau befindliche Werk Aurubis
Richmond im US-Bundesstaat Georgia, wird um ein zweites
Recyclingmodul erweitert. Diese Ausbaustufe soll 2026 die
Produktion aufnehmen.
Aurubis verdoppelt mit der Ausbaustufe das
Durchsatzvolumen von bisher geplanten 90.000 t an komplexen
Recyclingmaterialien auf 180.000 t. Auch die Erweiterung
wird nach den höchsten Umweltstandards errichtet und
ermöglicht damit eine umweltschonende Aufbereitung der
Einsatzmaterialien. Parallel schafft Aurubis rund 80
weitere Arbeitsplätze vor Ort und wird nach
Fertigstellung beider Recyclingmodule rund 200
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Richmond
beschäftigen.
Zusammen mit der nun beschlossenen zweiten Ausbaustufe
rechnen wir für Aurubis Richmond ab dem
Geschäftsjahr 2026/27 mit einem zusätzlichen
EBITDA-Beitrag von rund 170 Mio. € bei einem
Investitionsvolumen von insgesamt 640 Mio. €.
Umfangreiche Investition in die Ausweitung der Recyclingkompetenz und Optimierung der Materialflüsse in HamburgGleichzeitig wurde ein weiterer Teil des
Investitionspakets zur Sicherung des Kerngeschäftes
mit einer Investition in das Projekt Complex Recycling
Hamburg (CRH) in Höhe von rund 190 Mio. € am
Standort Hamburg beschlossen. Aurubis wird hier
künftig rund 30.000 t zusätzliches
Recyclingmaterial sowie in größerem Umfang
interne, komplexe Hüttenzwischenprodukte verarbeiten
können. Das Unternehmen schließt damit interne
wie externe Wertstoffkreisläufe; ein weiterer Beitrag
zur Kreislaufwirtschaft.
Der eigenentwickelte Prozess für CRH erweitert die
metallurgischen Fähigkeiten im
Aurubis-Hüttennetzwerk erheblich, optimiert die
Auslastung vorhandener Anlagen und stellt so ein wichtiges
Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb dar. CRH erlaubt
zudem eine bessere Edelmetallverarbeitung bei gleichzeitig
kürzerer Prozesslaufzeit.
Nach Inbetriebnahme des Projektes im Jahr 2025 plant das
Unternehmen mit einem jährlichen Ergebnisbeitrag von
rund 40 Mio. €.
Aurubis erweitert den landesweit größten Solarpark für Eigennutzung in Bulgarien um weitere 14 MWpAls drittes Projekt wurde die Erweiterung der
bestehenden Photovoltaikanlage am Standort Pirdop
beschlossen. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von
zunächst rund 12 Mio. € wird die Leistung der
bestehenden Anlage um 14 MWp auf 24 MWp deutlich erweitert.
Die Anlage wird voraussichtlich bereits in 2024 in Betrieb
gehen. Nach Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe
entspricht die Leistung dem jährlichen Strombedarf von
9.000 Haushalten, also dem einer Kleinstadt. Im Vergleich
zur Nutzung einer Kohleverstromung werden damit 34.000 t
CO₂-Emissionen pro Jahr eingespart - bzw. über
500.000 t für den geplanten Betriebszeitraum von 15
Jahren.
Finanzierung des Wachstumskurses weiterhin aus eigener Kraft - künftige Dividendenausschüttung angepasstDie beschlossenen Projekte plant Aurubis im Wesentlichen
aus dem laufenden Cash-Flow zu finanzieren, eine
Kapitalerhöhung ist hierfür nicht erforderlich.
Der eingeschlagene Wachstumskurs soll künftig
stärker von einer vorausschauenden und flexibleren
Dividendenausschüttung getragen werden. Gleichzeitig
stellt Aurubis sicher, dass die Aktionärinnen und
Aktionäre weiterhin angemessen am Ergebnis der
Gesellschaft beteiligt werden.
AusblickRohstoffmärkteRenommierte Research Institute gehen, wie Aurubis,
weiter von einem nachfrage- und angebotsseitigen Wachstum
des Marktes für Kupferkonzentrate im Kalenderjahr 2023
aus. Durch das Kapazitätswachstum in verschiedenen
Ländern Südamerikas und weltweit in bestehenden
Minen sowie das Hochfahren neuer Projekte wird ein Wachstum
der globalen Minenproduktion antizipiert, welches das
Wachstum der Hüttenwerkskapazitäten
übersteigt.
Im November 2022 wurde ein Benchmarkabschluss für
Jahresverträge in 2023 zu 88 US$/t / 8,8 cts/lb. (Vj.
65 US$/t / 6,5 cts/lb.) abgeschlossen. Dies entspricht
einem Anstieg von 35 % gegenüber dem Jahr 2022. Seit
dem Referenzabschluss haben sich die Spotraten für die
Verarbeitung von reinen Kupferkonzentraten stabil um die
Marke des Benchmarks bewegt. Aurubis ist durch seine
Positionierung am Markt mit langfristigen
Vertragsstrukturen nur in geringem Umfang am Spotmarkt
aktiv. Wir sind an unseren Primärstandorten Hamburg
und Pirdop bereits bis in das 3. Quartal des
Geschäftsjahres 2022/23 hinein mit Konzentraten zu
guten Schmelz- und Raffinierlöhnen versorgt.
Das Geschäft von Altkupfer und sonstigen
Recyclingmaterialien ist von kurzfristiger Natur und weiter
von vielfältigen Einflüssen wie Metallpreisen und
Sammelaktivitäten der Recyclingindustrie
abhängig. Grundsätzlich erwarten wir sowohl bei
Altkupfer als auch den sonstigen Recyclingmaterialien
für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres
ein stabiles Marktumfeld mit zufriedenstellenden
Raffinierlöhnen. Wir sind in unserem
Hüttennetzwerk bereits über das 2. Quartal hinaus
mit Recyclingmaterial zu guten Raffinierlöhnen
versorgt. Unsere breite Marktaufstellung und ein
diversifiziertes Lieferantennetzwerk federn etwaige
Versorgungsrisiken ab.
ProduktmärkteKupferprodukteFür den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres
2022/23 erwartet Aurubis eine weiterhin hohe Nachfrage nach
sämtlichen Kupferprodukten. Die Nachfrage nach
Kupfergießwalzdraht antizipieren wir sowohl in Europa
wie auch in Nordamerika weiter auf hohem Niveau. Die
Nachfrage nach Stranggussformaten und Flachwalzprodukten
erwarten wir auf dem hohen Vorjahresniveau.
SchwefelsäureIn Nordwesteuropa erwarten die Researchportale ICIS und
CRU wegen weiter hoher Energiekosten eine reduzierte
Nachfrage von der in Europa ansässigen chemischen und
Düngemittelindustrie. Auch in den Exportmärkten
USA und Südamerika wird von einem niedrigen
Preisniveau ausgegangen. In Summe gehen wir von einer
negativen Entwicklung der Erlössituation der
Säuremärkte gegenüber dem Vorjahr aus.
KupferproduktionFür das laufende Geschäftsjahr 2022/23 gehen
wir aufgrund der geplanten Stillstände an unseren
Standorten in Pirdop und Lünen sowie dem weiterhin
unter Vorjahr liegenden Konzentratdurchsatz in Hamburg von
einem in Summe geringeren Durchsatzvolumen aus.
ErgebniserwartungZu unserem Geschäftsmodell gehört, dass unser
Ergebnis quartalsweisen Schwankungen unterliegt. Dies hat
saisonale und marktbezogene Gründe, kann aber auch
durch Störungen bei Aggregaten oder in den
Betriebsabläufen verursacht sein. Risiken für die
Erreichung der Gesamtjahresprognose können sich aus
Herausforderungen im Zusammenhang mit der
Verfügbarkeit von Energie und den weltwirtschaftlichen
Entwicklungen ergeben.
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022/23 erfolgt
auf Basis von Markteinschätzungen und folgenden
Prämissen:
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Insgesamt erwarten wir für den Aurubis-Konzern im
Geschäftsjahr 2022/23 ein operatives EBT am oberen
Ende des Prognose-Korridors von 400 Mio. € bis 500
Mio. € und einen operativen ROCE zwischen 11 % und 15
%.
Im Segment Multimetal Recycling erwarten wir für
das Geschäftsjahr 2022/23 ein operatives EBT zwischen
100 Mio. € und 160 Mio. € und einen operativen
ROCE zwischen 11 % und 15 %. Der im Vergleich zum Vorjahr
geringere ROCE ergibt sich u. a. durch die deutlich
gestiegene Investitionstätigkeit.
Im Segment Custom Smelting & Products planen wir
für das Geschäftsjahr 2022/23 mit einem
operativen EBT zwischen 350 Mio. € und 410 Mio. €
und einem operativen ROCE zwischen 15 % und 19 %.
Intervallprognose für 2022/23 laut Aurubis- Definitionscrollen
Ausgewählte FinanzinformationenDie interne Berichterstattung und Steuerung des Konzerns
erfolgen auf Grundlage eines operativen Ergebnisses, um den
Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von
Bewertungseinflüssen zur internen Steuerung abbilden
zu können. Die Herleitung des operativen Ergebnisses
aus der IFRS-Ertragslage erfolgt durch:
scrollen
Zum 30.09.2022 wurde die Herleitung des operativen
Ergebnisses angepasst. Für Vergleichszwecke wurden die
Vorjahreswerte angepasst.
Für zusätzliche Informationen verweisen wir
auf unsere Angaben im Geschäftsbericht 2021/22.
Das IFRS EBT in Höhe von 71 Mio. € (Vj. 405
Mio. €) hat das Vorjahr deutlich unterschritten. Die
Veränderung war, neben den bereits in der
Erläuterung zur operativen Ertragslage beschriebenen
Ergebniseffekten durch die Metall- und
Energiepreisentwicklung begründet. Die Anwendung der
Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen,
die nah an den Marktpreisen liegen.
Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte
Auswirkungen auf
Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und somit
auf das IFRS-Rohergebnis.
Das IFRS-Rohergebnis beinhaltet in den ersten 3 Monaten
des Geschäftsjahres 2022/23 Bewertungseffekte im
Vorratsvermögen in Höhe von -8 Mio. € (Vj.
249 Mio. €). Die Abbildung dieser Volatilität ist
nicht zahlungswirksam und spiegelt auch nicht die operative
Performance von Aurubis wider.
Die Herleitung der operativen Ergebnisse des 1. Quartals
des Geschäftsjahres 2022/23 und des
Vorjahresvergleichszeitraums aus der IFRS-Gewinn- und
Verlustrechnung wird in der nachfolgenden Tabellen
dargestellt.
Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Die IFRS Bilanzsumme erhöhte sich von 7.447 Mio.
€ zum 30.09.2022 auf 7.515 Mio. € zum 31.12.2022.
Ursächlich für den leichten Anstieg
gegenüber dem letzten Geschäftsjahr war die
vergleichbar zur operativen Bilanz deutliche Erhöhung
der Vorratsbestände um insgesamt 345 Mio. € von
3.553 Mio. € zum 30.09.2022 gegenüber 3.898 Mio.
€ zum 31.12.2022. Gegenläufig wirkten u. a. die
verringerten Zahlungsmittel. Das Eigenkapital des Konzerns
erhöhte sich um 63 Mio. € von 4.258 Mio. €
zum Ende des letzten Geschäftsjahres auf 4.321 Mio.
€ zum 31.12.2022. Die Erhöhung resultierte aus
dem Konzernergebnis in Höhe von 57 Mio. €.
Insgesamt lag die IFRS-Eigenkapitalquote am 31.12.2022 bei
57,5 % gegenüber 57,2 % zum Ende des letzten
Geschäftsjahres.
Die Herleitung der operativen Bilanz zum 31.12.2022 und
des Vergleichsstichtags 30.09.2022 aus der IFRS-Bilanz wird
in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Überleitung der Konzern-Bilanzscrollen
Konzern-KapitalflussrechnungIFRSscrollen
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungIFRSscrollen
scrollen
Konzern-Segmentberichterstattungscrollen
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition
der Segmente im Konzern.
scrollen
Vorjahresergebnisse teilweise angepasst.
Die Aufgliederung der Außenumsätze nach
Produktgruppen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
scrollen
NachtragsberichtEs ergaben sich keine wesentliche Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag.
GlossarErläuterungen von FachbegriffenBlisterkupfer: (auch "Blasenkupfer") Unraffiniertes,
blasiges Kupfer; die Blasen (englisch: Blister) entstehen
durch Ausscheiden der Gase beim Erstarrungsprozess; wird
auch als Rohstoff eingekauft.
Formataufpreis: Entgelt für die Verarbeitung von
Kupferkathoden zu Kupferprodukten.
Gießwalzdraht: In einem kontinuierlichen Verfahren
hergestelltes Vorprodukt für die Produktion von
Kupferdrähten.
Komplexe Materialien: Sowohl primäre als auch
sekundäre Rohstoffe werden in dem Sinne komplexer, als
die Gehalte an Kupfer abnehmen und die Konzentrationen an
Begleitelementen und Verunreinigungen zunehmen.
Kupferkathoden: Qualitätsprodukt der
Kupferelektrolyse (Kupfergehalt 99,99 %) und erstes
börsenfähiges Produkt der Kupfererzeugung.
Kupferkonzentrat: Produkt aus der Aufbereitung
(Anreicherung) von Kupfererzen, Hauptrohstoff bei Aurubis.
Da Kupfer in seinen Erzen fast ausschließlich
chemisch gebunden ist und in niedrigen Konzentrationen
(zumeist unter 1 %) vorliegt, werden die Erze nach
Förderung in der Mine in Aufbereitungsanlagen zu
Konzentraten angereichert (Kupfergehalt 25 % bis 40 %).
Kupferprämie: Aufpreis für qualitativ
hochwertige Kathoden, die unter anderem in der Produktion
von Gießwalzdraht und Stranggussformate zum Einsatz
kommen.
Metallergebnis: Metallmehrausbringen bewertet mit den
entsprechenden Metallpreisen.
Metallmehrausbringen: Menge an Metallen, die eine
Hütte über den bezahlten Metallinhalt der
eingesetzten Rohstoffe hinaus ausbringen kann.
Primärhütte: Anlage zur Produktion von Kupfer
aus Kupferkonzentraten.
Recyclingmaterialien: Materialien aus der
Kreislaufführung von Stoffen. Sie entstehen als
Reststoffe in Produktionsprozessen oder bei der
Aufbereitung von Alt- und Fehlprodukten.
Schmelzlöhne (TC/RCs), Raffinierlöhne (RCs):
Treatment and Refining Charges (TC/RCs) und Refining
Charges (RCs) sind Abschläge vom Metalleinkaufspreis
für die Umwandlung von Rohstoffen in das
Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle.
Sekundärhütte: Anlage zur Produktion von
Kupfer aus Recyclingmaterialien.
Spotmarkt: Tagesgeschäft; Markt für prompte
Lieferungen.
Stranggussformate: Entstehen durch ein kontinuierliches
Gießverfahren, bei dem endlose Stränge erzeugt
werden. Die Stranggussformate werden durch Walzen und
Strangpressen zu Blechen, Folien, Profilen und Rohren
weiterverarbeitet.
Sie finden den Quartalsbericht 3 Monate 2022/23 sowie
den Live-Webcast zur Veröffentlichung online
www.aurubis.com/investor-relations/publikationen/Quartalsberichte
Termine und KontakteFinanzkalenderscrollen
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:Aurubis AG, Hovestrasse 50, 20539 Hamburg
Angela SeidlerVice President Investor Relations & Corporate
Communications
Ferdinand von OertzenSpecialist Investor Relations
Elke BrinkmannHead of Investor Relations
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