![]() Aurubis AGHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.20231. Oktober 2022 bis 31. März 2023Aurubis-Konzern auf einen Blick
¹
Brutto-Marge = Summe der Ergebniskomponenten Metallergebnis, Schmelz- und Raffinierlöhne
sowie Prämien und Produkte.
Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben.
"Mit einem 2. Quartal auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres setzt sich die positive
Entwicklung von Aurubis weiter fort. Die hohe Nachfrage nach unseren Metallprodukten
zeigt, dass Aurubis-Metalle mehr denn je für die Mobilitäts- und Energiewende sowie
die Digitalisierung gebraucht werden. Wir beweisen aufs Neue die Resilienz unseres
Geschäftsmodells, denn vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen
und rezessiver Tendenzen in Europa war solch ein starkes Halbjahresergebnis kaum zu
erwarten. Entsprechend haben wir die Gesamtjahresprognose für 2022/23 auf 450 bis
550 Mio. € erhöht." ROLAND HARINGS, Vorstandsvorsitzender Konzern-Zwischenlagebericht 6 Monate 2022/23Der Aurubis-Konzern ist nach einem außerordentlich erfolgreichen letzten Geschäftsjahr
weiterhin auf sehr vielversprechendem Kurs: In den ersten 6 Monaten 2022/23 erzielte
Aurubis ein erneut sehr gutes operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 291
Mio. € (Vj. 331 Mio. €) und erhöht infolgedessen die Gesamtjahresprognose. Gestiegene
Schmelz- und Raffinierlöhne für Konzentrate und eine signifikant höhere Aurubis-Kupferprämie
bei sehr hoher Nachfrage nach Gießwalzdraht konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
deutlich reduzierte Schwefelsäureerlöse, ein einsatzmaterialbedingt niedrigeres Metallergebnis
sowie gestiegene Kosten im Konzern kompensieren. Der operative Return on Capital Employed
(ROCE) betrug 15,6 % (Vj. 19,6 %). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 203
Mio. € (Vj. 686 Mio. €). Der Aurubis-Konzern hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 Umsatzerlöse in
Höhe von 8.784 Mio. € (Vj. 9.262 Mio. €) erzielt. Diese leicht rückläufige Entwicklung
war im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunkenen Metallpreise,
insbesondere für Industriemetalle, zurückzuführen bei einer weiterhin hohen Nachfrage
nach Gießwalzdraht. Die Brutto-Marge umfasst mit dem Metallergebnis Glossar, Seite 31, den Schmelz- und
Raffinierlöhnen Glossar, Seite 31 sowie Prämien und Produkten die wesentlichen ErgebnisKomponenten
des Aurubis-Konzerns. Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Aurubis-Konzernzum 31.03. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte) ![]() Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) - als eine unserer Konzernsteuerungsgrößen
- betrug 291 Mio. € (Vj. 331 Mio. €) und war im Vergleich zum sehr guten Vorjahr positiv
beeinflusst durch:
Gegenläufig wirkten:
Für Erläuterungen zur Herleitung des operativen Ergebnisses auf Basis des Ergebnisses
nach IFRS verweisen wir auf Seite 12. Unsere zweite Konzernsteuerungsgröße, der operative ROCE (unter Berücksichtigung des
operativen EBIT der letzten 4 Quartale) ) reduzierte sich bei weiterhin sehr guter
Ertragslage auf 15,6 % (Vj. 19,6 %). Temporär hohe Vorratsbestände zur Versorgung
unseres Standorts in Pirdop während des anstehenden geplanten Wartungsstillstands
der dortigen Primärhütte führten dabei zu einem höheren eingesetzten Kapital im Vergleich
zum Vorjahresstichtag. Eine Herleitung des ROCE ist auf Seite 11 dargestellt. Der Netto-Cashflow lag insbesondere aufgrund der hohen Vorratsbestände in den ersten
6 Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 mit 19 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres
(Vj. 54 Mio. €), gestaltete sich gegenüber dem 1. Quartal (-64 Mio. €) trotz des fortgesetzten
Aufbaus des Working Capital jedoch bereits wieder positiv. Der Netto-Cashflow unterliegt
unterjährigen Schwankungen, die sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wieder
ausgleichen. Weitere Erläuterungen zum Cashflow sind in der Vermögens- und Finanzlage, Seite 10
enthalten. Segmente & MärkteDas Segment Multimetal Recycling (MMR) fasst die Recyclingaktivitäten im Konzern und
damit die Verarbeitung von Altkupfer, organischen und anorganischen metallhaltigen
Recyclingrohstoffen sowie industriellen Rückständen zusammen. Zum Segment zählen die
Recyclingaktivitäten der Standorte Lünen (Deutschland), Olen und Beerse (beide Belgien)
sowie der Standort Berango (Spanien). Das Segment MMR erzielte im Berichtszeitraum ein operatives EBT von 103 Mio. € (Vj.
158 Mio. €). Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch höhere Raffinierlöhne aufgrund
eines höheren Einsatzes von Alt- und Blisterkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien
(bspw. Elektronikschrotte). Gegenläufig wirkten im Vergleich zum Vorjahr ein einsatzbedingt
deutlich niedrigeres Metallergebnis bei rückläufigen Metallpreisen sowie gestiegene
Kosten für bspw. Logistik und Verbrauchsmaterialien. Der operative ROCE des Segments
lag mit 15,5 % weiter über der Konzernzielgröße von 15 %, jedoch unter dem sehr guten
Vorjahreswert (Vj. 44,4 %). Im Vorjahr wirkten noch historisch hohe Raffinierlöhne
für Altkupfer auf die Ertragslage. Ferner stieg das Capital Employed u.a. aufgrund
der hohen Wachstumsinvestitionen beispielsweise in Aurubis Richmond an. Unsere Recycling-Standorte zeigten im Berichtszeitraum einen guten Durchsatz oberhalb
des Vorjahresniveaus bei einem guten Angebot an Alt- und Blisterkupfer Glossar, Seite
31. Der Einsatz sonstiger Recyclingmaterialien wie Industrierückstände, Schlämme, Schreddermaterialien
oder Elektro- und Elektronikschrotte lag mit 268.000 t (Vj. 251.000 t) im Berichtszeitraum
über dem Vorjahresniveau. Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Segment
zum 31.03. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte) ![]() Elektronikschrotte lag mit 268.000 t (Vj. 251.000 t) im Berichtszeitraum über dem
Vorjahresniveau. Der europäische Markt für Recyclingmaterialien war im Berichtszeitraum von einem weitestgehend
guten Angebot von Alt- und Blisterkupfer bei guten Raffinierlöhnen gekennzeichnet.
Das Angebot sonstiger Recyclingmaterialien zeigte sich weitestgehend stabil gegenüber
dem Vorjahr. Exporte aus Europa nach Asien verblieben auf niedrigem Niveau, aufgrund
von restriktiven chinesischen Einfuhrbestimmungen und stützten somit das europäische
Angebot. Die Aurubis-Raffinierlöhne für Alt- und Blisterkupfer lagen durch den höheren Durchsatz
leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Raffinierlöhne für komplexe Recyclingmaterialien
zeigten sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Kathodenproduktion des Segments MMR lag mit 263.000 t im Berichtszeitraum leicht
über dem Vorjahresniveau (Vj. 258.000 t). Einsatzmaterialbedingt reduzierte sich das Metallmehrausbringen des Segments MMR gegenüber
dem Vorjahresniveau bei niedrigeren Metallpreisen, insbesondere für Industriemetalle
(Nickel & Zinn). Das Metallergebnis stellte im Berichtszeitraum aber erneut einen
wesentlichen Ergebnisanteil des Segments dar. Im Segment MMR wurden Investitionen in Höhe von 81 Mio. € (Vj. 47 Mio. €) getätigt.
Der Anstieg resultierte aus den Wachstumsinvestitionen für das neue Recyclingwerk
Aurubis Richmond, USA, in die neue Bleed Treatment Anlage (BOB) Glossar, Seite 31
in Olen, Belgien, für das Projekt ASPA in Beerse, Belgien, sowie die fortlaufende
Sanierung der Elektrolyse in Lünen. Das Segment Custom Smelting & Products (CSP) vereint die Produktionsanlagen zur Verarbeitung
von Kupferkonzentraten Glossar, Seite 31 sowie zur Herstellung und Vermarktung von
Standard- und Spezialprodukten wie Kathoden Glossar, Seite 31, Gießwalzdraht Glossar,
Seite 31, Stranggussformaten Glossar, Seite 31, Bandprodukten, Schwefelsäure und Eisensilikat.
Das Segment CSP ist auch für die Produktion von Edelmetallen verantwortlich. An den
Standorten Hamburg (Deutschland) und Pirdop (Bulgarien) werden Kupferkathoden hergestellt,
die zusammen mit den in MMR produzierten Kathoden an den Standorten Hamburg (Deutschland),
Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht und
Stranggussformaten weiterverarbeitet werden. An den Standorten Buffalo (USA), Stolberg
(Deutschland) und Pori (Finnland) werden Flachwalzprodukte und Spezialdrahtprodukte
hergestellt. Das Segment CSP erzielte im Berichtszeitraum ein operatives EBT von 223 Mio. (Vj.
205 Mio. €). Die positive Entwicklung des Segments resultierte aus gestiegenen Schmelz-
und Raffinierlöhnen für Konzentrate, einer erhöhten Aurubis-Kupferprämie sowie höheren
Erlösen durch den Absatz von Kupferprodukten bei gestiegenen Preisen gegenüber dem
Vorjahr. Gegenläufig wirkten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Kosten,
niedrigere Schwefelsäureerlöse durch gesunkene Absatzpreise sowie ein gesunkenes Metallmehrausbringen
durch rücklaufige Metallpreise. Der operative ROCE des Segments verbesserte sich aufgrund
der verbesserten Ertragslage auf 19,1 % gegenüber dem Vorjahr (Vj. 13,7 %). Der Konzentratdurchsatz unserer Primärhütten Glossar, Seite 31 lag mit 1.262.000 t
unterhalb des Vorjahresniveaus (Vj. 1.314.000 t). Hierbei zeigte unser Standort in
Pirdop wie im Vorjahr eine sehr gute Performance. Der Standort in Hamburg konnte nach
einem reduzierten Durchsatz im 1. Quartal im 2. Quartal an die Vorjahresproduktion
anknüpfen. Die Verarbeitungsentgelte für Kupferkonzentrate am Spotmarkt bewegten sich seit Beginn
des Kalenderjahres um die 80 US$/t und 8,0 cts/lb - Marke und somit leicht unterhalb
des Referenzabschlusses. Vereinzelte Minenprojekte mussten ihre Produktion aufgrund
starker Wetterereignisse oder Blockaden reduzieren. Entsprechend verringerte sich
das Konzentratangebot am Spotmarkt. Für das Kalenderjahr zeichnet sich auch aufgrund neuer Minenprojekte und Erweiterungen
bestehender Minen ein positives Bild für das Konzentratangebot ab. Der seit Januar
wirksame Referenzabschluss mit einem Schmelz- und Raffinierlohn (TC/RC) für die Verarbeitung
von Standard-Kupferkonzentraten beläuft sich auf 88 US$/t und 8,8 cts/lb und liegt
somit rund 35 % über dem Vorjahr (2022: 65 US$/t und 6,5 cts/ lb). Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Segment
zum 31.03. YTD 2022/23 (YTD Vorjahreswerte) ![]() Der Durchsatz von Alt- und Blisterkupfer sowie sonstigen Recyclingmaterialien lag
im Berichtszeitraum mit 101.000 t unter dem Vorjahr (Vj. 116.000 t). Durch den geringeren
Konzentratdurchsatz im Segment wurde weniger Alt- und Blisterkupfer als Kühlmaterial
benötigt. Bezüglich der Entwicklungen der Raffinierlöhne für Recyclingmaterialien
verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Segment MMR. Das Metallergebnis des Segments CSP zeigte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem
Vorjahr durch niedrigere Metallpreise reduziert, steuerte jedoch einen wesentlichen
Beitrag zum Ergebnis des Segments bei. Die Kupferkathodenproduktion im Segment CSP lag im Berichtszeitraum mit 305.000 t
auf dem Niveau des Vorjahres (301.000 t). Die Elektrolysen des Segments zeigten einhergehend
eine stabile Performance an den Standorten in Hamburg und Pirdop. Der globale Kathodenmarkt zeigte im Berichtszeitraum eine volatile Entwicklung. Nach
einem nachfragebedingten Rückgang der Spotprämien in Europa und Asien im ersten Quartal,
stiegen die Kathodenprämien an den kurzfristigen Märkten im zweiten Quartal insbesondere
in Europa, auch aufgrund niedriger Lagerbestände und einer stärkeren Nachfrage, wieder
an. Die Aurubis-Kupferprämie Glossar, Seite 31 liegt für das Kalenderjahr 2023 bei
228 US$/t (Vj. 123 US$/t). Die Produktion von Gießwalzdraht im Berichtszeitraum erhöhte sich durch die starke
Nachfrage, insbesondere für den Energiesektor, auf 445.000 t (Vj. 435.000 t) und übertraf
somit das hohe Vorjahresniveau. Die Produktion von Strangguss hingegen lag mit 95.000
t unter dem hohen Vorjahresniveau (Vj. 111.000 t), damit einhergehend reduzierte sich
ebenfalls die Produktion von Flachwalzprodukten mit 67.000 t signifikant gegenüber
dem Vorjahr (Vj. 88.000 t). Die Schwefelsäureproduktion lag analog zum gesunkenen Konzentratdurchsatz mit 1.183.000
t leicht unter der Produktion des Vorjahres (Vj. 1.238.000 t). Die Nachfrage nach
Schwefelsäure in Europa, Nordafrika und Übersee zeigte sich im Berichtszeitraum deutlich
reduziert im Vergleich zum außerordentlich hohen Niveau des Vorjahres. Weiter hohe
Energiekosten, insbesondere für Erdgas, sorgten für einen Rückgang der Nachfrage der
chemischen- und Düngemittelindustrie. Die Preise an den für Aurubis relevanten Märkten
verzeichneten einen entsprechenden Rückgang und stabilisierten sich auf gegenüber
Vorjahr reduziertem Niveau. Aurubis ist aufgrund seiner Kunden- und Vertragsstruktur
den Entwicklungen am Spotmarkt nicht in vollem Umfang und mit zeitlichem Verzug ausgesetzt
und profitierte weiterhin von verhältnismäßig hohen Schwefelsäureerlösen im Berichtszeitraum. Im Segment CSP wurden Investitionen in Höhe von 81 Mio. € (Vj. 70 Mio. €), im Wesentlichen
für die Industriewärme Stufe 2 in Hamburg, vorbereitende Maßnahmen für den geplanten
Wartungsstillstand in Pirdop im 3. Quartal sowie den Start des Baus des Projekts Complex
Recycling Hamburg (CRH) getätigt. Vermögens- und FinanzlageDie operative Bilanzsumme erhöhte sich von 5.926 Mio. € zum 30.09.2022 auf 6.255 Mio.
€ zum 31.03.2023. Ursächlich hierfür waren insbesondere die um 453 Mio. € gestiegenen
Vorratsbestände in Höhe von 2.655 Mio. € zum 31.03.2023 gegenüber 2.202 Mio. € zum
30.09.2022, insbesondere zur Versorgung des Standorts Pirdop während des dortigen
geplanten Wartungsstillstands im 3. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres. Auch die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bauten sich in Verbindung mit dem hohen
Absatz von Gießwalzdraht maßgeblich auf. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich ebenfalls
deutlich einhergehend mit den gestiegenen Beständen im Umlaufvermögen um 393 Mio.
€ von 1.583 Mio. € auf 1.975 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 122 Mio. € von 3.202 Mio. € zum Ende
des letzten Geschäftsjahres auf 3.324 Mio. € zum 31.03.2023. Der Anstieg beruht auf
dem operativen Konzerngesamtergebnis in Höhe von 201 Mio. €. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung in Höhe von -79 Mio. €. Insgesamt lag die
operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) somit bei
53,1 % gegenüber 54,0 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 302 Mio. € zum 31.03.2023 leicht unter dem Niveau
zum Ende des letzten Geschäftsjahres (327 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle stellt
die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar:
Zum 31.03.2023 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 451 Mio. € (30.09.2022: 706 Mio. €) zur Verfügung. Der Rückgang korrespondierte
mit dem Aufbau des Working Capital. Die Netto-Finanzposition zum 31.03.2023 betrug somit 149 Mio. € (30.09.2022: 379 Mio.
€) und stellte sich wie folgt dar:
Der Netto-Cashflow lag insbesondere aufgrund der hohen Auszahlungen für Working Capital
(siehe oben) in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2022/2023 mit 19 Mio. € unter
dem Niveau des Vorjahres (Vj. 54 Mio. €). Gegenüber dem 1. Quartal (-64 Mio. €) entwickelte
sich der Netto-Cashflow trotz des fortgesetzten Aufbaus des Working Capital aber bereits
deutlich positiv. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf -160 Mio. € (Vj. -100
Mio. €) und beinhaltete wie im Vorjahr vor allem Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen in Höhe von insgesamt -159 Mio. € (Vj. -110 Mio. €). Der Anstieg resultierte
dabei vor allem aus dem Aufbau des Recyclingwerks Aurubis Richmond. Unter Berücksichtigung von Zinsauszahlungen in Höhe von insgesamt -7 Mio. € und einer
Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt -79 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von
-226 Mio. € (Vj. -124 Mio. €).
Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten 4 Quartale ermittelt. Der operative ROCE verringerte sich aufgrund hoher Vorratsbestände im eingesetzen
Kapital (siehe oben) bei leicht rückläufiger Ertragslage auf 15,6 % gegenüber 19,6
% in der Vergleichsperiode.
Überleitung operatives ErgebnisDie interne Berichterstattung und Steuerung des Konzerns erfolgen auf Grundlage eines
operativen Ergebnisses, um den Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können. Die Herleitung des operativen Ergebnisses
aus der IFRS-Ertragslage erfolgt durch:
Zum 30.09.2022 wurde die Herleitung des operativen Ergebnisses angepasst. Für Vergleichszwecke
wurden die Vorjahreswerte angepasst. Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2021/22. Das IFRS EBT in Höhe von 203 Mio. € (Vj. 686 Mio. €) hat das Vorjahr deutlich unterschritten.
Die Veränderung war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen Ertragslage
beschriebenen Ergebniseffekten, durch die Metall- und Energiepreisentwicklung begründet.
Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen, die nah an
den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen
auf Bestandsveränderungen/ Materialaufwendungen und somit auf das IFRS-Rohergebnis. Das IFRS-Rohergebnis beinhaltet in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2022/23
Bewertungseffekte im Vorratsvermögen aus der Anwendung des IAS 2 in Höhe von 76 Mio.
€ (Vj. 364 Mio. €). Die Abbildung dieser Volatilität ist nicht cashflow-relevant und
spiegelt auch nicht die operative Performance von Aurubis wider. Die Herleitung der operativen Ergebnisse der ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2022/2023
und des Vorjahresvergleichszeitraums aus der IFRS-Gewinn- und Verlustrechnung wird
in der nachfolgenden Tabellen dargestellt. Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Vorjahreswerte angepasst. Die IFRS Bilanzsumme erhöhte sich von 7.447 Mio. € zum 30.09.2022 auf 7.747 Mio. €
zum 31.03.2023. Ursächlich für den Anstieg war der im Vergleich zur operativen Bilanz
leicht höhere Anstieg der Vorratsbestände um insgesamt 512 Mio. € von 3.553 Mio. €
zum 30.09.2022 gegenüber 4.065 Mio. € zum 31.03.2023. Auch die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen bauten sich in Verbindung mit dem hohen Absatz von Gießwalzdraht maßgeblich
auf. Gegenläufig wirkten u. a. die verringerten Zahlungsmittel. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 52 Mio. € von 4.258 Mio. € zum Ende
des letzten Geschäftsjahres auf 4.310 Mio. € zum 31.03.2023. Die Erhöhung erfolgte
einhergehend mit dem Konzerngesamtergebnis in Höhe von 130 Mio. €. Gegenläufig wirkte
die Dividendenzahlung in Höhe von -79 Mio. €. Insgesamt lag die IFRS-Eigenkapitalquote
am 31.03.2023 bei 55,6 % gegenüber 57,2 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Die folgende Tabelle gibt die Ermittlung der operativen Bilanz zum 31.03.2023 und
zum 30.09.2022 wieder: Überleitung der Konzern-Bilanz
Vorjahreswerte angepasst. Corporate GovernanceDie Hauptversammlung der Aurubis AG hat am 16.02.2023 der vom Vorstand und Aufsichtsrat
vorgeschlagenen Dividende von 1,80 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2021/22 zugestimmt.
Die Auszahlung der Dividende in Höhe von rund 79 Mio. € erfolgte am dritten Bankarbeitstag
nach der Hauptversammlung. Die Hauptversammlung der Aurubis AG hat ferner einer Anpassung
des Systems zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Aurubis AG mit Wirkung
zum 01.10.2023 sowie Satzungsänderungen zur Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder und
zur virtuellen Hauptversammlung zugestimmt. Des Weiteren wurden die Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats neu gewählt, namentlich
Frau Kathrin Dahnke, Herr Gunnar Groebler, Herr Prof. Dr. Markus Kramer, Herr Dr.
Stephan Krümmer, Frau Dr. Sandra Reich und Herr Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. Die Aurubis AG hat am 21.04.2023 in einer Ad-hoc-Mitteilung vorläufige Ergebnisse
des 2. Quartals 2022/23 und die Erhöhung der Gesamtjahresprognose 2022/23 veröffentlicht.
Der Aurubis-Konzern erwartet nun für das Geschäftsjahr 2022/23 ein operatives EBT
zwischen 450 Mio. € und 550 Mio. € (zuvor: 400 - 500 Mio. €) und einen ROCE von 14
- 18 % (zuvor: 11 - 15 %). Im Segment Multimetal Recycling wird für das Geschäftsjahr 2022/23 nun ein operatives
EBT zwischen 110 und 170 Mio. € (zuvor: 100 - 160 Mio. €) und ein operativer ROCE
zwischen 13 - 17 % (zuvor: 11 - 15 %), erwartet. Im Segment Custom Smelting & Products wird nun für das Geschäftsjahr 2022/23 nun ein
operatives EBT zwischen 390 und 450 Mio. € (zuvor: 350 - 410 Mio. €) und ein operativer
ROCE zwischen 18 - 22 % (zuvor: 15 - 19 %), erwartet. Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2021/22 sowie der Quartalsmitteilung 3 Monate 2022/23. Risiko- und ChancenmanagementDie Versorgung mit Rohstoffen für die kommenden Monate ist ausreichend sichergestellt.
Das ist das Ergebnis von u. a. langfristigen Lieferverträgen und gutem Rohstoffmanagement.
Trotzdem können vereinzelte Engpässe in der Lieferkette im aktuellen Umfeld (u.a.
Ukraine-Krieg) nicht vollständig ausgeschlossen werden. Aktuell beobachten wir eine hohe Nachfrage nach Giesswalzdraht, während bei der Schwefelsäure
sowohl Absatz- als auch Preisrisiken bestehen aufgrund eines globalen Angebotsüberhangs. Trotz der gegenüber 2022 deutlich gesunkenen Preise für Strom und Gas liegen unsere
größten Risiken weiterhin im Bereich Energie. Veränderungen der geopolitischen Situation
können - ähnlich wie in 2022 - wieder zu einem schnellen Anstieg der Preise führen.
Diesem Risiko begegnen wir mit geeigneten Absicherungsmaßnahmen. Das Risiko einer
Gasmangellage kann aus heutiger Sicht für den Winter 2023/24 nicht vollständig ausgeschlossen
werden, sodass wir mit den Investitionen in alternative Brennstoffe entsprechende
Vorkehrungen getroffen haben. Die Versorgung mit Liquidität ist sichergestellt. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben wir weitestgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Im
Berichtszeitraum wurden weiterhin keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Risiken aus dem schwankenden Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir
durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte eingeschränkt. Den Einflüssen schwankender
Metallpreise begegnen wir durch geeignetes Metallpreis-Hedging. Die im Geschäftsbericht 2021/22 dargestellten Chancen haben sich im 1. Halbjahr 2022/23
grundsätzlich nicht verändert. Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere
Angaben im Geschäftsbericht 2021/22. UnternehmensentwicklungAurubis investiert in den Ausbau der Elektrolyse in Pirdop Am bulgarischen Standort
in Pirdop investiert Aurubis 120 Mio. € zur Erweiterung der Elektrolyse um 120.000
t auf 340.000 t Jahreskapazität an Kupferkathoden. Nach der Inbetriebnahme im zweiten
Halbjahr 2026 erwartet Aurubis einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag (EBITDA) von 30
Mio. €. Die Investition ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Kerngeschäfts und gleichzeitig
die größte Einzelinvestition seit Übernahme des Standorts im Jahr 2008. Mit dem Ausbau
der Elektrolyse wird der Standort Pirdop weiterentwickelt, denn künftig können alle
lokal produzierten Kupferanoden direkt vor Ort weiterverarbeitet werden. Dies optimiert
zum einen die Materialflüsse im Konzern, zum anderen werden Logistikkosten und der
damit verbundene CO2-Fußabdruck weiter reduziert. Darüber hinaus schafft der Ausbau die Voraussetzung
für zusätzliche strategische Projekte an anderen Standorten der Aurubis-Konzern. Innovative Technologie für Batterierecycling in Testreihen sehr erfolgreichAuf der Hauptversammlung am 16.02.2023 präsentierte Aurubis die ersten Ergebnisse
der Pilotanlage für Batterierecycling, in der am Standort Hamburg seit dem vergangenen
Jahr über eine Vielzahl von Testreihen erfolgreich absolviert wurden. Mit Rückgewinnungswerten
von mehr als 95 % der in den Altbatterien enthaltenen Metalle, insbesondere Lithium,
stellt Aurubis seine exzellente metallurgische Expertise beim Recycling von komplexen,
hochwertigen Materialien unter Beweis. Die Entwicklung von Recyclinglösungen für Lithium-Ionen-Batterien ist ein attraktives
mögliches neues Geschäftsfeld für Aurubis. Das Unternehmen richtet seinen Fokus auf
die sogenannte Schwarzmasse, ein pulverförmiges Material, das bei der mechanischen
Aufbereitung von Batterien entsteht. Darin befinden sich wertvolle Metalle wie Lithium,
Nickel, Kobalt und Mangan sowie Graphit - allesamt wichtige Rohstoffe, um z.B. die
stetig steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen Batterien für die E-Mobilität und anderen
Anwendungen zu bedienen. Spatenstich für den Bau der neuen Recyclinganlage (BOB) in Olen erfolgtAm 07.03.2023 hat Aurubis offiziell mit dem Bau einer hochmodernen und energieeffizienten
Recyclinganlage BOB (Bleed treatment Olen Beerse) in seinem Werk in Olen, Belgien,
begonnen, mit der Aurubis seine Recyclingkapazität für wichtige Industriemetalle wie
Nickel und Kupfer erhöhen wird. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage mit einem Investitionsvolumen
von rund 70 Mio. € ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 vorgesehen. Bei Vollbetrieb
ab dem Geschäftsjahr 2025/26 wird ein zusätzliches EBITDA von 15 Mio. € erwartet. BOB wird in einem hydrometallurgischen Prozess aus den Elektrolytströmen, die bei
der Metallerzeugung in den Aurubis-Standorten Beerse und Olen (beide Belgien) anfallen,
wertvolle Metalle wie Nickel und Kupfer gewinnen, die für die Energiewende, die Elektromobilität
und die Digitalisierung eine Schlüsselrolle spielen und damit einen wichtigen Beitrag
zur europäischen Kreislaufwirtschaft leisten. Aurubis und SMS group schließen Liefervertrag über zweites Anlagenmodul für Aurubis RichmondAm 24.03.2023 haben Aurubis und der Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauer SMS group
GmbH einen Liefervertrag über ein zweites Anlagenmodul für das neue Aurubis-Recyclingwerk
Richmond, Georgia, USA, unterzeichnet und damit den nächsten Schritt ihrer strategischen
Partnerschaft im globalen Multimetall-Recycling-Sektor besiegelt. Bereits im Dezember
2022 hatte Aurubis bekannt gegeben, den Wachstumskurs in den USA deutlich zu beschleunigen
und das aktuell im Bau befindliche Werk Aurubis Richmond, um ein zweites Recyclingmodul
zu erweitern. Durch die zusätzlichen Anlagen steigt die Kapazität des aktuell im Bau
befindlichen Metallrecyclingwerks in Richmond von jährlich 90.000 t komplexer Metallschrottmaterialien
auf 180.000 t pro Jahr. Insgesamt rechnet Aurubis für das neue Recyclingwerk am Standort
Richmond mit einem Investitionsvolumen von 640 Mio. € und einem zusätzlichen EBITDA-Beitrag
von und 170 Mio. €. Die Recyclinganlagen der SMS group sind bereits das zweite Anlagenmodul für das neue
Aurubis-Werk in den USA. Kernstück der Anlagen ist die Technologie "Top Blown Rotary
Converter" (TBRC), ein hochmodernes Verfahren zum Verarbeiten komplexer Recyclingmaterialien,
um daraus in weiteren Schritten metallische Rohstoffe wie Kupfer, Nickel, Zinn, Zink,
Edelmetalle und Metalle der Platingruppe zurückzugewinnen. Metallrohstoffe, die für
alle Zukunftstechnologien unverzichtbar sind, ob Technologien in der Energiewende,
für die klimafreundliche Mobilität oder in der Digitalisierung. Das Besondere der Recyclingtechnik für Aurubis Richmond besteht in der Modularität
der Anlagen: Je nach künftigem Bedarf lässt sich das Werk um weitere Komponenten passgenau
ergänzen. Damit sichert sich Aurubis nicht nur die Position als Vorreiter im US-Recyclingmarkt.
Auch die Option für eine weitere Expansion der Kapazitäten ist jederzeit gesichert. Spatenstich für Aurubis Richmond war Mitte 2022, aktuell laufen die Bauarbeiten auf
Hochtouren. In der ersten Jahreshälfte 2024 soll das Werk mit seiner ersten Stufe
in Betrieb gehen. 2026 wird die zweite Stufe den Betrieb aufnehmen, für die am 24.03.2023
die Lieferung der TBRCs unterzeichnet wurde. Für ausführliche Erläuterungen zu unserer Strategie verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2021/22. Weitere Informationen zum Fortschritt einzelner strategischer Projekte sind
darüber hinaus in unserer Unternehmensmitteilung 3 Monate 2022/23 enthalten. NachhaltigkeitAurubis hat am 30.03.2023 zum achten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.
Der Konzern orientierte sich dabei an den Global Reporting Initiative Standard (GRI)
und hat erstmalig auch am freiwilligen Berichtsstandard der Task Force on Climate-related
Financial Disclosure (TCFD) teilgenommen. Neben dem Einfluss des eigenen Handelns
auf das Klima geht es beim TCFD um potenzielle Folgen des Klimawandels auf die eigene
Geschäftstätigkeit. Als Multimetall-Unternehmen bezieht Aurubis Rohstoffe aus zahlreichen Regionen der
Welt. Um die Sorgfaltspflicht für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Lieferkette
wahrzunehmen, durchlaufen alle Geschäftspartner bereits seit vielen Jahren ein umfassendes
Business Partner Screening, das auf den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) basiert. Bereits im letzten Berichtsjahr hat
Aurubis mit einer umfassenden Überarbeitung des Business Partner Screening begonnen,
um die laufenden Verbesserungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Die damit einhergehenden
optimierten Prozesse werden nun seit Anfang 2023 konzernweit ausgerollt. Sie erlauben
ein risikogerechteres Vorgehen, indem Lieferanten mit erhöhtem Risiko gezielter weiterentwickelt
und Lieferanten mit geringem Risiko standardisiert betrachtet werden, u. a. durch
eine weitgehend automatisierte Prüfung und die Verknüpfung mit externen Datenquellen. Für diesen neuen Lieferkettenansatz wurde Aurubis nun auch von der Wirtschafts- und
Unternehmensberatung EY bei den "Risk Transformation Awards 2023"' in der Kategorie
"Nachhaltigkeit" ausgezeichnet. Gemeinsam mit Anglo American plc hat Aurubis Ende 2022 eine Absichtserklärung (Memorandum
of Understanding) unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist es, Zusicherungen zu geben
für die Art der Förderung, Verarbeitung, den Transport und die Vermarktung von Kupfer.
Basierend auf ihrer gemeinsamen Expertise wollen Aurubis und Anglo American die Möglichkeiten
für technologische Lösungen zur Rückverfolgung eruieren, um den gesamten Produktionszyklus
transparenter zu gestalten. Darüber hinaus sollen weitere Bereiche von gemeinsamem
Interesse in der Technologieentwicklung identifiziert werden. Auch mit dem chilenischen Kupferproduzenten Codelco hat Aurubis eine Absichtserklärung
Anfang 2023 unterzeichnet. Im Einklang mit der deutsch-chilenischen Rohstoffpartnerschaft
verfolgt die Absichtserklärung das Ziel, die Zusammenarbeit zu fördern, hinsichtlich
des Austausches und dem Aufbau einer nachhaltigeren, verantwortungsvolleren und wachsenden
Kupferindustrie und Wertschöpfungskette. Die Absichtserklärung beinhaltet eine potenzielle
Zusammenarbeit hinsichtlich der Hüttenbetriebe und Projekte der Kreislaufwirtschaft
in Chile. Seine Nachhaltigkeitsleistungen macht Aurubis bereits seit Jahren transparent. Dazu
zählen die freiwillige Berichterstattung über die Themen der Nachhaltigkeit, die Teilnahme
an Nachhaltigkeitsrankings und -ratings und die damit verbundene Bewertung durch unabhängige
Ratingagenturen. Unsere ESG-Rating-Ergebnisse haben wir auf unseren Internetseiten veröffentlicht,
darunter beispielsweise das aktualisierte ESG-Rating von MSCI. www.aurubis.com/verantwortung/kennzahlen-und-berichterstattung AusblickRohstoffmärkteRenommierte Research Institute gehen, wie Aurubis, weiter von einem nachfrage- und
angebotsseitigen Wachstum des Marktes für Kupferkonzentrate im Kalenderjahr 2023 aus.
Durch das Kapazitätswachstum in bestehenden Minen weltweit sowie durch das Hochfahren
neuer Projekte wird ein Wachstum der globalen Minenproduktion erwartet, welches das
Wachstum der globalen Hüttenwerkskapazitäten übersteigt. Im November 2022 wurde ein Benchmarkabschluss für Jahresverträge in 2023 zu 88 US$/t
und 8,8 cts/lb. (Vj. 65 US$/t und 6,5 cts/lb.) abgeschlossen. Dies entspricht einem
Anstieg von 35 % gegenüber dem Jahr 2022. Seit dem Referenzabschluss haben sich die
Spotraten für die Verarbeitung von reinen Kupferkonzentraten weitesgehend stabil im
Bereich zwischen 78 -88 US$/t bewegt. Aurubis ist durch seine Positionierung am Markt
mit langfristigen Vertragsstrukturen nur in geringem Umfang am Spotmarkt aktiv. Wir
sind an unseren Primärstandorten Hamburg und Pirdop bereits bis in das 4. Quartal
des Geschäftsjahres 2022/23 hinein mit Konzentraten zu guten Schmelz- und Raffinierlöhnen
versorgt. Das Geschäft mit Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien ist von kurzfristiger
Natur und weiter von vielfältigen Einflüssen wie Metallpreisen und Sammelaktivitäten
der Recyclingindustrie abhängig. Grundsätzlich erwarten wir sowohl bei Altkupfer als
auch den sonstigen Recyclingmaterialien für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres
ein weitestgehend stabiles Marktumfeld mit zufriedenstellenden Raffinierlöhnen. Wir
sind in unserem Hüttennetzwerk bis in das 4. Quartal hinein mit Recyclingmaterial
zu derzeit guten Raffinierlöhnen versorgt. Vereinzelte Materialgruppen, wie bspw.
Schreddermaterialien werden im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres im reduzierten
Umfang am Markt verfügbar sein. Unsere breite Marktaufstellung und ein diversifiziertes
Lieferantennetzwerk federn etwaige Versorgungsrisiken ab. ProduktmärkteKupferprodukteFür den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 erwartet Aurubis eine weiterhin
hohe Nachfrage nach Kupferkathoden und Gießwalzdraht in unseren Abnehmermärkten. Die
Nachfrage nach Stranggussformaten und Flachwalzprodukten erwarten wir auf gegenüber
Vorjahr reduziertem Niveau. SchwefelsäureIn Nordwesteuropa erwarten die Researchinstitute ICIS und CRU wegen weiter hoher Energiepreise
eine reduzierte Nachfrage von der in Europa ansässigen chemischen und Düngemittelindustrie.
Auch in den Exportmärkten USA und Südamerika wird, aufgrund vermehrter Exporte, von
einem gegenüber dem Vorjahr reduzierten Preisniveau ausgegangen. In Summe gehen wir
von einer negativen Entwicklung der Erlössituation der Schwefelsäure gegenüber dem
außerordentlich guten Vorjahr aus. KupferproduktionFür das laufende Geschäftsjahr 2022/23 antizipieren wir unter Berücksichtigung der
geplanten Wartungsstillstände insbesondere an unserem Standort in Pirdop einen leicht
geringeren Durchsatz an Konzentraten. ErgebniserwartungUnser Ergebnis unterliegt quartalsweisen Schwankungen. Dies hat saisonale und marktbezogene
Gründe, kann aber auch durch geplante Wartungsstillstände der Anlagen sowie Störungen
einzelner Aggregate verursacht sein. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022/23 erfolgt auf Basis von Markteinschätzungen
und folgenden Prämissen:
Insgesamt erwarten wir für den Aurubis-Konzern im Geschäftsjahr 2022/23 ein operatives
EBT zwischen 450 Mio. € bis 550 Mio. € und einen operativen ROCE zwischen 14 % und
18 %. Im Segment Multimetal Recycling erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 ein operatives
EBT zwischen 110 Mio. € und 170 Mio. € und einen operativen ROCE zwischen 13 % und
17 %. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere ROCE ergibt sich u. a. durch die deutlich
gestiegene Investitionstätigkeit. Im Segment Custom Smelting & Products planen wir für das Geschäftsjahr 2022/23 mit
einem operativen EBT zwischen 390 Mio. € und 450 Mio. € und einem operativen ROCE
zwischen 18 % und 22 %. Intervallprognose für 2022/23 laut Aurubis-Definition
Konzern-Zwischenabschluss
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| 6 Monate | 6 Monate | |
| in T€ | 2022/23 | 2021/22 |
| Umsatzerlöse | 8.784.274 | 9.262.210 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 522.260 | 490.737 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 14.279 | 8.488 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 113.849 | 102.125 |
| Materialaufwand | -8.681.651 | -8.660.394 |
| Rohergebnis | 753.011 | 1.203.166 |
| Personalaufwand | -286.684 | -283.107 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -98.787 | -94.009 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -169.252 | -147.818 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 198.288 | 678.232 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 8.548 | 13.033 |
| Zinserträge | 4.867 | 4.426 |
| Zinsaufwendungen | -8.340 | -9.453 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | -4 | -73 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 203.359 | 686.165 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -40.189 | -175.889 |
| Konzernergebnis | 163.170 | 510.276 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzernergebnis | 162.996 | 510.093 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | 174 | 183 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 3,73 | 11,68 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 3,73 | 11,68 |
IFRS
| 6 Monate | 6 Monate | |
| in T€ | 2022/23 | 2021/22 |
| Konzernergebnis | 163.170 | 510.276 |
| Positionen, die zukünftig in den Gewinn/Verlust reklassifizierbar sind | ||
| Marktbewertung von Cashflow-Sicherungen | -20.763 | 11.619 |
| Kosten der Absicherung | 597 | -513 |
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | -21.413 | 2.309 |
| Ertragsteuern | 7.513 | -3.619 |
| Positionen, die nicht in den Gewinn/Verlust reklassifizierbar sind | ||
| Marktbewertung von Finanzinvestitionen | 4.588 | 23.737 |
| Neubewertung der Nettoschuld von leistungsorientierten Verpflichtungen | -5.343 | 56.123 |
| Ertragsteuern | 1.732 | -18.192 |
| Sonstiges Ergebnis | -33.089 | 71.464 |
| Konzerngesamtergebnis | 130.081 | 581.740 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzerngesamtergebnis | 129.908 | 581.557 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzerngesamtergebnis | 173 | 183 |
IFRS
| in T€ | 31.03.2023 | 30.09.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 142.538 | 143.415 |
| Sachanlagen | 1.870.942 | 1.813.611 |
| Finanzanlagen | 20.076 | 15.980 |
| At Equity bewertete Anteile | 98.755 | 96.007 |
| Latente Steuern | 12.219 | 18.446 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 41.485 | 168.079 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.370 | 3.579 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.187.385 | 2.259.117 |
| Vorräte | 4.064.688 | 3.552.922 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 794.747 | 622.621 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 184.325 | 210.561 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 64.730 | 96.061 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 451.096 | 706.048 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.559.586 | 5.188.213 |
| Summe Aktiva | 7.746.971 | 7.447.330 |
| in T€ | 31.03.2023 | 30.09.2022 |
| Gezeichnetes Kapital | 115.089 | 115.089 |
| Kapitalrücklage | 343.032 | 343.032 |
| Eigene Anteile | -60.248 | -60.248 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 3.880.644 | 3.794.071 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 30.338 | 65.588 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Aurubis AG | 4.308.855 | 4.257.532 |
| Nicht beherrschende Anteile | 826 | 653 |
| Eigenkapital | 4.309.681 | 4.258.185 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 60.186 | 57.605 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 62.726 | 63.347 |
| Latente Steuern | 600.245 | 638.087 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 206.961 | 209.107 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 95.900 | 11.475 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 2.896 | 5.131 |
| Langfristige Schulden | 1.028.914 | 984.752 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 53.056 | 67.605 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.975.358 | 1.582.695 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 39.693 | 32.331 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 94.852 | 118.398 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 185.723 | 295.634 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 59.694 | 107.730 |
| Kurzfristige Schulden | 2.408.376 | 2.204.393 |
| Summe Passiva | 7.746.971 | 7.447.330 |
| 6 Monate | 6 Monate | |
| in T€ | 2022/23 | 2021/22 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 203.359 | 686.165 |
| (Zu-) Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 98.787 | 93.919 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 215 | 58 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | -2.687 | 1.144 |
| Ergebnis im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit | 580 | 123 |
| Bewertung von Derivaten | 123.744 | -48.560 |
| Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis | 2.492 | 2.492 |
| Aufwendungen und Erträge aus dem Finanzergebnis | -5.071 | -7.933 |
| Zinseinzahlungen¹ | 4.867 | 4.426 |
| Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern | -23.059 | -33.088 |
| Brutto-Cashflow | 403.227 | 698.745 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -159.857 | -381.326 |
| Veränderung der Vorräte (inkl. Bewertungseffekte) | -524.638 | -879.738 |
| Veränderung kurzfristiger Rückstellungen | -14.549 | -16.002 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 315.145 | 632.354 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 19.328 | 54.033 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -175.227 | -113.143 |
| Auszahlungen aus der Gewährung von Krediten und Darlehen an nahestende Unternehmen | -383 | -200 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 9.713 | 7.493 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von nahestehenden Unternehmen gewährten Krediten und Darlehen | 165 | 564 |
| Erhaltene Dividenden | 5.800 | 4.400 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -159.932 | -100.886 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 2.628 | 16.690 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzverbindlichkeiten | -30.221 | -284.329 |
| Zinsauszahlungen | -7.176 | -8.314 |
| Dividendenzahlungen | -78.586 | -69.854 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -113.356 | -345.807 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -253.961 | -392.661 |
| Veränderungen aus Wechselkursänderungen | -991 | 126 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 706.048 | 965.287 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 451.096 | 572.751 |
| Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte am Ende der Periode | 0 | -12.820 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode (Konzernbilanz) | 451.096 | 559.931 |
IFRS
| in T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital |
| Stand am 01.10.2021 | 115.089 | 343.032 | -60.248 | 3.025.019 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 | -4.186 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | -69.854 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 548.024 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 510.093 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 37.931 |
| Stand am 31.03.2022 | 115.089 | 343.032 | -60.248 | 3.499.003 |
| Stand am 01.10.2022 | 115.089 | 343.032 | -60.248 | 3.794.071 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 | 5.774 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | -78.586 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 159.385 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 162.996 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -3.611 |
| Stand am 31.03.2023 | 115.089 | 343.032 | -60.248 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||
| in T€ | Marktbewertung von Cash flow Sicherungen | Kosten der Absicherung | Marktbewertung von Finanz-investitionen | Währungsänderungen | Ertragsteuern |
| Stand am 01.10.2021 | 18.326 | 161 | -4.520 | 12.712 | -7.390 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 4.186 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 11.619 | -513 | 23.737 | 2.309 | -3.619 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | 11.619 | -513 | 23.737 | 2.309 | -3.619 |
| Stand am 31.03.2022 | 29.945 | -352 | 23.403 | 15.021 | -11.009 |
| Stand am 01.10.2022 | 46.983 | -513 | 1.186 | 36.033 | -18.101 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | -5.774 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | -20.762 | 597 | 4.588 | -21.413 | 7.513 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | -20.762 | 597 | 4.588 | -21.413 | 7.513 |
| Stand am 31.03.2023 | 26.221 | 84 | 0 | 14.620 | -10.588 |
| in T€ | Anteile der Aktionäre der AurubisAG | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.10.2021 | 3.442.180 | 537 | 3.442.717 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | -69.854 | 0 | -69.854 |
| Konzerngesamtergebnis | 581.557 | 183 | 581.740 |
| davon Konzernergebnis | 510.093 | 183 | 510.276 |
| davon sonstiges Ergebnis | 71.464 | 0 | 71.464 |
| Stand am 31.03.2022 | 3.953.884 | 720 | 3.954.604 |
| Stand am 01.10.2022 | 4.257.532 | 653 | 4.258.185 |
| Verkauf von Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlung | -78.586 | 0 | -78.586 |
| Konzerngesamtergebnis | 129.908 | 173 | 130.081 |
| davon Konzernergebnis | 162.996 | 174 | 163.170 |
| davon sonstiges Ergebnis | -33.088 | -1 | -33.089 |
| Stand am 31.03.2023 | 4.308.855 | 826 | 4.309.681 |
Der vorliegende Konzernzwischenbericht der Aurubis AG umfasst nach den Vorschriften
des Wertpapierhandelsgesetzes einen Konzern-Zwischenabschluss sowie einen Konzern-Zwischenlagebericht.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30.09.2022 wurden
unverändert fortgeführt. Eine prüferische Durchsicht des Konzern-Zwischenabschlusses
und des Konzern-Zwischenlageberichts der ersten 6 Monate 2022/23 ist nicht erfolgt.
Im laufenden Geschäftsjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen von Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen.
Zum 31.03.2023 wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 11 Mio.
€ (30.09.2022: 116 Mio. €) vorgenommen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16.02.2023 wurde die Gesellschaft bis zum 15.02.2026
ermächtigt, unter Einbeziehung anderer Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft
bereits erworben hat und besitzt oder der Gesellschaft zuzurechnenden Aktien, eigene
Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben. Die Ermächtigung
ersetzt die bisherige Ermächtigung, die von der Hauptversammlung am 01.03.2018 erteilt
wurde. Ziel des Aktienrückkaufprogramms ist, den Bestand an eigenen Aktien für nach
der Ermächtigung durch die Hauptversammlung zulässige Zwecke zu verwenden, insbesondere
für mögliche Akquisitionen oder zukünftige Finanzierungsbedürfnisse. Zum 31.03.2023
belief sich der Bestand eigener Aktien auf 1.297.693 Stück.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Konzernergebnisses
aus fortgeführten Aktivitäten ohne nicht beherrschende Anteile durch den gewichteten
Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktienanzahl.
| in Tsd. Stück | Ausgegebene Aktien | Eigene Aktien | Aktien im Umlauf |
| Geschäftsjahresanfang | 44.957 | 1.298 | 43.659 |
| Aktienanzahl zum 31.03.2023 | 44.957 | 1.298 | 43.659 |
| Gewichtete Aktienanzahl | 44.957 | 1.298 | 43.659 |
| 6 Monate | 6 Monate | |
| 2022/23 | 2021/22 | |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzernergebnis in T€ | 162.996 | 510.093 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl (in Tsd. Stück) | 43.659 | 43.659 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € | 3,73 | 11,68 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in € | 3,73 | 11,68 |
Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird der Durchschnitt der im
Geschäftsjahr in Umlauf befindlichen Aktien um die Anzahl der Aktien erhöht, die bei
Ausübung aller Wandlungrechte aus Wandelanleihen maximal ausgegeben werden könnten.
Soweit vorhanden, werden gleichzeitig dem Konzernergebnis die für Wandelanleihen angefallenen
Zinsaufwendungen abzüglich der entsprechenden Steuern hinzugerechnet.
Da im Berichtsjahr keine Wandlungsrechte aus Wandelanleihen bestanden, entspricht
für den Aurubis-Konzern das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis
je Aktie.
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 der Aurubis AG in Höhe von 211.599.923,45
€ wurde in Höhe von 78.586.254,00€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,80 €
je Stückaktie verwendet. Ein Betrag von 133.013.669,45 € wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Die nachfolgende Tabelle ordnet die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Finanzinstrumente
den Leveln 1 bis 3 zu.
| Aggregiert nach Klassen | ||||
| in T€ | 31.03.2023 | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.458 | 0 | 0 | 10.458 |
| Beteiligungen | 9.243 | 0 | 0 | 9.243 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 478.526 | 0 | 478.526 | 0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 13.249 | 0 | 13.249 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 124.156 | 0 | 124.156 | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 24.166 | 0 | 24.166 | 0 |
| Vermögenswerte | 659.798 | 0 | 640.097 | 19.701 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 244.486 | 0 | 244.486 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.595.913 | 0 | 1.595.913 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 128.380 | 0 | 37.486 | 90.894 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 13.496 | 0 | 13.496 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 1.982.275 | 0 | 1.891.381 | 90.894 |
Die Level geben dabei Auskunft, ob der beizulegende Zeitwert einen Preis darstellt,
der an einem aktiven Markt notiert und dem Unternehmen zugänglich ist, wie bei Level
1, bzw. auf anderen beobachtbaren Faktoren, wie bei Level 2, oder auf nicht beobachtbare
Faktoren basiert, wie bei Level 3.
Die Derivate sind in der Bilanz, wie auch in der Tabelle dargestellt, mit den beizulegenden
Zeitwerten abgebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der
Bilanz der Aurubis mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten enthalten und werden
in der Tabelle lediglich zu Informationszwecken mit ihrem beizulegenden Zeitwert dargestellt.
Weitere Informationen zu den Bewertungsmethoden und verwendeten Inputparametern werden
im Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss von Aurubis zum 30.09.2022 dargestellt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 wurden keine Umgliederungen
von Finanzinstrumenten zwischen den einzelnen Leveln vorgenommen.
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
und in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumenten dar:
| Aggregiert nach Klassen in T€ | Stand 01.10.2022 | Veräußerungen/ Käufe | in der GuV erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) | Stand 31.03.2023 | Gewinne (+) / Verluste (-) für am Bilanzstichtag gehaltene Finanzinstrumente |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.462 | 0 | -4 | 10.458 | -4 |
| Beteiligungen | 116 | 9.127 | 0 | 9.243 | 0 |
| Derivative Vermögenswerte ohne Hedge Beziehung | 97.249 | 0 | -97.249 | 0 | -97.249 |
| Derivative Verbindlichkeiten ohne Hedge Beziehung | 0 | 0 | -90.894 | -90.894 | -90.894 |
Gewinne und Verluste der als Level 3 klassifizierten derivativen Finanzinstrumente
betreffen einen Teil eines langfristigen Energieversorgungsvertrages und schlagen
sich in der GuV-Position "Materialaufwand" nieder. Der beizulegende Zeitwert dieser
Derivate basiert zum Teil auf nicht beobachtbaren Eigangsparametern, die im Wesentlichen
den Preis für Strom, Kohle und CO2 betreffen. Die Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode.
Hätte der Aurubis-Konzern am 31.03.2023 zur Bewertung der betreffenden Finanzinstrumente
angemessene mögliche Alternativen der Bewertungsparameter zugrunde gelegt, hätte sich
bei einer Steigerung des Strompreises sowie einer Reduzierung des Kohle- und CO2-Preises um jeweils 20 % zum Laufzeitende der ausgewiesene beizulegende Zeitwert um
20.744 T€ erhöht bzw. bei einer Reduzierung des Strompreises sowie einer Steigerung
des Kohle- und CO2-Preises um jeweils 20 % zum Laufzeitende um 19.911 T€ verringert.
Das Segment Multimetal Recycling (MMR) fasst die Recyclingaktivitäten im Konzern und
damit die Verarbeitung von Altkupfer, organischen und anorganischen metallhaltigen
Recyclingrohstoffen sowie industriellen Rückständen zusammen. Zum Segment zählen die
Recyclingaktivitäten der Standorte Lünen (Deutschland), Olen und Beerse (beide Belgien)
sowie der Standort Berango (Spanien).
Das Segment Custom Smelting & Products (CSP) vereint die Produktionsanlagen zur Verarbeitung
von Kupferkonzentraten sowie zur Herstellung und Vermarktung von Standard- und Spezialprodukten
wie Kathoden, Gießwalzdraht, Stranggussformaten, Bandprodukten, Schwefelsäure und
Eisensilikat. Das Segment CSP ist auch für die Produktion von Edelmetallen verantwortlich.
An den Standorten Hamburg (Deutschland) und Pirdop (Bulgarien) werden Kupferkathoden
Glossar, Seite 31 hergestellt, die zusammen mit den in MMR produzierten Kathoden an
den Standorten Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland) und Avellino
(Italien) zu Gießwalzdraht und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden. An den
Standorten Buffalo (USA), Stolberg (Deutschland) und Pori (Finnland) werden Flachwalzprodukte
und Spezialdrahtprodukte hergestellt.
| 6 Monate 2022/23 | ||||||
| Segment Multimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Sonstige | Summe | Überleitung/ Konsolidierung | Konzern gesamt | |
| in Mio. € | operativ | operativ | operativ | operativ | IFRS | IFRS |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 2.883 | 8.900 | 0 | |||
| Intersegmentumsätze | 2.634 | 365 | 0 | |||
| Außenumsätze | 249 | 8.535 | 0 | 8.784 | 0 | 8.784 |
| EBIT | 102 | 220 | -36 | 286 | -88 | 198 |
| EBT | 103 | 223 | -36 | 291 | -87 | 203 |
| ROCE (%) | 15,5 | 19,1 | ||||
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern.
| 6 Monate 2021/22 | ||||||
| Segment Mutimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Sonstige | Summe | Überleitung/ Konsolidierung | Konzern gesamt | |
| in Mio. € | operativ | operativ | operativ | operativ | IFRS | IFRS |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 2.971 | 9.292 | 0 | |||
| Intersegmentumsätze | 2.626 | 375 | 0 | |||
| Außenumsätze | 345 | 8.917 | 0 | 9.262 | 0 | 9.262 |
| EBIT | 158 | 205 | -31 | 332 | 346 | 678 |
| EBT | 158 | 205 | -31 | 331 | 355 | 686 |
| ROCE (%) | 44,4 | 13,7 | ||||
Vorjahresergebnisse teilweise angepasst.
Die Aufgliederung der Außenumsätze nach Produktgruppen ist der folgenden Tabelle zu
entnehmen.
| Segment Multimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Summe | ||||
| in Mio. € | 6 Monate 2022/23 | 6 Monate 2021/22 | 6 Monate 2022/23 | 6 Monate 2021/22 | 6 Monate 2022/23 | 6 Monate 2021/22 |
| Gießwalzdraht | 0 | 0 | 3.570 | 3.674 | 3.570 | 3.674 |
| Kupferkathoden | 82 | 83 | 1.377 | 1.376 | 1.459 | 1.459 |
| Edelmetalle | 0 | 0 | 1.872 | 1.785 | 1.872 | 1.785 |
| Strangguss | 0 | 0 | 725 | 872 | 725 | 872 |
| Bänder, Profile und Formate | 0 | 0 | 665 | 803 | 665 | 803 |
| Sonstige | 167 | 262 | 326 | 408 | 493 | 670 |
| Gesamt | 249 | 345 | 8.535 | 8.917 | 8.784 | 9.262 |
Entsprechend IAS 24 gelten als nahestehende Unternehmen und Personen sämtliche Einzelpersonen
oder Unternehmen, die vom Unternehmen beeinflusst werden können, oder aber solche,
die selbst das Unternehmen beeinflussen können.
Für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ist für ihr Beschäftigungsverhältnis
bei der Aurubis AG eine Vergütung in marktüblicher Höhe gezahlt worden.
Innerhalb des Aurubis-Konzerns beziehen und erbringen verschiedene Konzernunternehmen
im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen von bzw. für
nahestehende Unternehmen. Solche Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen
abgewickelt. Soweit es sich dabei um Dienstleistungen handelt, werden diese auf Basis
bestehender Verträge abgerechnet. Dabei entfallen auf die nach der Equity-Methode
bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen folgende Beträge:
| 31.03.2023 | ||||
| in T€ | Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
| Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG | 61.356 | 16.889 | 14.067 | 973 |
| Cablo GmbH | 4.275 | 23.100 | 12.800 | 7.525 |
Auf die nicht konsolidierten nahestehenden Unternehmen entfallen folgende Beträge:
| 31.03.2023 | ||||
| in T€ | Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
| Gemeinschaftsunternehmen | 0 | 0 | 0 | 36 |
| Tochterunternehmen | 11.824 | 880 | 4.011 | 8.484 |
Einzelne Aktionäre der Aurubis AG, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Aurubis-Konzern
ausüben könnten, existieren bis auf die Salzgitter AG nicht. Auf Unternehmen der Salzgitter-Gruppe
entfallen im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsvorfälle.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine harten Patronatserklärungen gegenüber nahestehenden
Unternehmen oder Personen.
Es ergaben sich keine wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht
den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns
so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, 11. Mai 2023
Aurubis AG
Der Vorstand
| Roland Harings | Dr. Heiko Arnold |
| Inge Hofkens | Rainer Verhoeven |
Blisterkupfer: (auch "Blasenkupfer") Unraffiniertes, blasiges Kupfer; die Blasen (englisch:
Blister) entstehen durch Ausscheiden der Gase beim Erstarrungsprozess; wird auch als
Rohstoff eingekauft.
Formataufpreis: Entgelt für die Verarbeitung von Kupferkathoden zu Kupferprodukten.
Gießwalzdraht: In einem kontinuierlichen Verfahren hergestelltes Vorprodukt für die
Produktion von Kupferdrähten.
Komplexe Materialien: Sowohl primäre als auch sekundäre Rohstoffe werden in dem Sinne
komplexer, als die Gehalte an Kupfer abnehmen und die Konzentrationen an Begleitelementen
und Verunreinigungen zunehmen.
Kupferkathoden: Qualitätsprodukt der Kupferelektrolyse (Kupfergehalt 99,99 %) und
erstes börsenfähiges Produkt der Kupfererzeugung.
Kupferkonzentrat: Produkt aus der Aufbereitung (Anreicherung) von Kupfererzen, Hauptrohstoff
bei Aurubis. Da Kupfer in seinen Erzen fast ausschließlich chemisch gebunden ist und
in niedrigen Konzentrationen (zumeist unter 1 %) vorliegt, werden die Erze nach Förderung
in der Mine in Aufbereitungsanlagen zu Konzentraten angereichert (Kupfergehalt 25
% bis 40 %).
Kupferprämie: Aufpreis für qualitativ hochwertige Kathoden, die unter anderem in der
Produktion von Gießwalzdraht und Stranggussformate zum Einsatz kommen.
Metallergebnis: Metallmehrausbringen bewertet mit den entsprechenden Metallpreisen.
Metallmehrausbringen: Menge an Metallen, die eine Hütte über den bezahlten Metallinhalt
der eingesetzten Rohstoffe hinaus ausbringen kann.
Primärhütte: Anlage zur Produktion von Kupfer aus Kupferkonzentraten.
Recyclingmaterialien: Materialien aus der Kreislaufführung von Stoffen. Sie entstehen
als Reststoffe in Produktionsprozessen oder bei der Aufbereitung von Alt- und Fehlprodukten.
Schmelzlöhne (TC/RCs), Raffinierlöhne (RCs): Treatment and Refining Charges (TC/RCs)
und Refining Charges (RCs) sind Abschläge vom Metalleinkaufspreis für die Umwandlung
von Rohstoffen in das Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle.
Sekundärhütte: Anlage zur Produktion von Kupfer aus Recyclingmaterialien.
Spotmarkt: Tagesgeschäft; Markt für prompte Lieferungen.
Stranggussformate: Entstehen durch ein kontinuierliches Gießverfahren, bei dem endlose
Stränge erzeugt werden. Die Stranggussformate werden durch Walzen und Strangpressen
zu Blechen, Folien, Profilen und Rohren weiterverarbeitet.
Sie finden den Quartalsbericht 6 Monate 2022/23 sowie den Live-Webcast zur Veröffentlichung
online www.aurubis.com/investor-relations/
publikationen/Quartalsberichte
| Capital Market Day | 13. Juni 2023 |
| Quartalsmitteilung 9 Monate 2022/23 | 7. August 2023 |
| Bericht zum Geschäftsjahr 2022/23 | 6. Dezember 2023 |
Aurubis AG, Hovestrasse 50, 20539 Hamburg
Angela Seidler
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Corporate Communications
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