Aurubis AGHamburgQuartalsmitteilung 9 Monate 2024/251. Oktober 2024 bis 30. Juni 2025Aurubis-Konzern auf einen Blick
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Brutto-Marge = Summe der Ergebniskomponenten Metallergebnis, Schmelz-und Raffinierlöhne
sowie Prämien und Produkte.
Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen
bei Summenangaben ergeben.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bei Personenbezeichnungen in der Regel die
männliche Form gewählt. Damit meinen wir selbstverständlich alle Personen jeglichen
Geschlechts (m/w/d). "Aurubis ist auf Kurs - mit unseren vielfältigen Ergebnistreibern bleiben wir erfolgreich.
Dies haben wir auch in der aktuell herausfordernden Wirtschaftslage erneut unter Beweis
gestellt. Dabei treiben wir weiter und mit Nachdruck die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie
voran: Inzwischen haben wir den größten Teil unserer strategischen Investitionsprojekte
realisiert."
Wirtschaftliche Entwicklung9 Monate 2024/25Der Aurubis-Konzern erzielte in den ersten 9 Monaten 2024/25 in einem herausfordernden
Umfeld ein robustes operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 286 Mio. € (Vj.
333 Mio. €). Das operative EBITDA lag mit 462 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (475
Mio. €). Der operative Return on Capital Employed (ROCE; unter Berücksichtigung des
operativen EBIT der letzten 4 Quartale) betrug 9,1 % (Vj. 11,1 %). Der Netto-Cashflow
verbesserte sich signifikant gegenüber Vorjahr auf 357 Mio. € (Vj. 52 Mio. €). Aurubis
schärft den Prognosekorridor des operativen EBT für 2024/25 auf 330 bis 370 Mio. €
(bisher 300 bis 400 Mio. €). Aus der heutigen Perspektive erwarten wir für das Geschäftsjahr
2024/25 ein operatives EBT etwa in der Mitte der prognostizierten Bandbreite. Der Aurubis-Konzern hat in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 mit 13.781
Mio. € Umsatzerlöse über dem Vorjahresniveau (Vj. 12.939 Mio. €) erzielt. Diese Entwicklung
war im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegenen
Kupfer- und Edelmetallpreise zurückzuführen. Die Brutto-Marge umfasst mit dem Metallergebnis Glossar, den Schmelz- und Raffinierlöhnen
Glossar sowie Prämien und Produkten die wesentlichen Ergebniskomponenten des Aurubis-Konzerns. Anteil wesentlicher Ergebniskomponenten im Aurubis-Konzern
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ein deutlich über Vorjahr liegendes Metallergebnis unter anderem aufgrund gestiegener Metallpreise, |
| ― |
signifikant höhere Schwefelsäureerlöse sowie |
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robuste Erlöse aus Kupferprodukten. |
Gegenläufig wirkten:
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ein geringerer Konzentratdurchsatz bei reduzierten Schmelz-und Raffinierlöhnen, |
| ― |
leicht niedrigere Erlöse aus der Verarbeitung von Recyclingmaterial sowie |
| ― |
erwartungsgemäß höhere Anlaufkosten und höhere planmäßige Abschreibungen für die in Umsetzung befindlichen strategischen Projekte. |
Mit einem operativen EBT von 57 Mio. € blieb das 3. Quartal 2024/25 erwartungsgemäß
aufgrund des Wartungsstillstände an unserem bulgarischen Standort sowie am Standort
Lünen gegenüber dem 2. Quartal des Geschäftsjahres (operatives EBT 99 Mio. €) zurück.
Gegenüber dem 2. Quartal reduzierten sich stillstandsbedingt die Einnahmen aus der
Verarbeitung von Primärmaterial durch einen niedrigeren Durchsatz von Konzentraten
bei reduzierten Schmelz- und Raffinierlöhnen. Als Folge der gesunkenen Konzentratverarbeitung
sanken die Erlöse aus dem Verkauf von Schwefelsäure. Positiv gegenüber dem Vorquartal
wirkte sich ein höheres Metallergebnis unter anderem aufgrund gestiegener Metallpreise
aus. Die Einnahmen aus der Verarbeitung von Recyclingmaterialien sowie aus dem Absatz
von Kupferprodukten bewegten sich auf dem Niveau des Vorquartals.
Das IFRS-Ergebnis lag im Berichtszeitraum mit 659 Mio. € deutlich über dem Vorjahr
(Vj. 368 Mio. €). Für Erläuterungen zur Herleitung des operativen Ergebnisses auf
Basis des Ergebnisses nach IFRS verweisen wir auf Seite 19.
Unsere zweite Konzernsteuerungsgröße, der operative ROCE (unter Berücksichtigung des
operativen EBIT der letzten 4 Quartale) erreichte zum 30.06.2025 einen Wert von 9,1
% gegenüber 11,1 % in der Vergleichsperiode. Ursächlich für die Verminderung der Rendite
im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres sind die weiterhin in der Umsetzung befindlichen
Wachstumsprojekte, die sich im eingesetzten Kapital abzeichnen, die entsprechende
Ergebniswirkung jedoch erst nach Projektabschluss entfalten.
Eine Herleitung des ROCE ist auf Seite 11 dargestellt.
Der Netto-Cashflow lag infolge der robusten Ertragslage bei vergleichsweise niedrigen
Vorratsbeständen in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 mit 357 Mio.
€ deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 52 Mio. € ). Das Vorjahr war beeinflusst
durch hohe Auszahlungen für Working Capital infolge des Wartungsstillstands im Werk
Hamburg.
Im 3. Quartal 2024/25 entwickelte sich der Netto-Cashflow im Zuge des laufenden Geschäfts
deutlich positiv. Der NettoCashflow unterliegt unterjährigen Schwankungen, die sich
im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wieder ausgleichen.
Weitere Erläuterungen zum Cashflow sind in der Vermögens-und Finanzlage enthalten.
Das Segment Multimetal Recycling (MMR) fasst die Recyclingaktivitäten im Konzern und
damit die Verarbeitung von Altkupfer, organischen und anorganischen metallhaltigen
Recyclingrohstoffen sowie industriellen Rückständen zusammen. Zum Segment zählen die
Recyclingaktivitäten der Standorte Lünen (Deutschland), Olen und Beerse (beide Belgien),
der Standort Berango (Spanien) sowie das sich im Aufbau befindende Recyclingwerk in
Richmond (USA).
Das Segment MMR erzielte im Berichtszeitraum ein operatives EBT von 36 Mio. € (Vj.
109 Mio. €). Die Ergebnisreduzierung gegenüber dem Vorjahr basiert vor allem auf den
erwartungsgemäß gestiegenen Anlaufkosten insbesondere für unseren US-amerikanischen
Standort Aurubis Richmond um 18 Mio. € auf 34 Mio. €. Der geplante Stillstand am Standort
Lünen belastete ebenfalls das Ergebnis. Außerdem wurden Abschreibungen auf eine at-equity-Beteiligung
vorgenommen.
Auf das 3. Quartal 2024/25 entfiel ein operatives EBT von -15 Mio. €. Der Rückgang
gegenüber dem 2. Quartal des Geschäftsjahres (operatives EBT 23 Mio. €) ist im Wesentlichen
auf eine geringere Verfügbarkeit von Einsatzmaterialien als Folge verhaltener Wirtschaftsaktivität
zurückzuführen. Der geplante Stillstand am Standort Lünen belastete ebenfalls das
Segmentergebnis im 3. Quartal 2024/25. Außerdem wurden Abschreibungen auf eine at-equity-Beteiligung
vorgenommen.
Der operative ROCE des Segments lag im Berichtszeitraum mit 0,6 % unter dem Vorjahreswert
(Vj. 10,4 %). Grund hierfür ist die gesunkene Ertragslage sowie das gestiegene Capital
Employed im Zuge der hohen Wachstumsinvestitionen insbesondere in Aurubis Richmond,
USA.
Im 3. Quartal des Geschäftsjahres ist der Wartungsstillstand am KRS in Lünen planmäßig
durchgeführt worden. Die Ergebnisbelastung belief sich auf rund. 10 Mio. €. Auch das
Vorjahr war durch einen Wartungsstillstand in Lünen belastet.
Unsere Recycling-Standorte zeigten im Berichtszeitraum einen erhöhten Durchsatz an
Alt- und Blisterkupfer von 23 % im Vergleich zum Vorjahresniveau Glossar.
Der Einsatz sonstiger Recyclingmaterialien wie Industrierückstände, Schlämme, Schreddermaterialien
oder Elektro-und Elektronikschrotte lag mit 378.000 t (Vj. 390.000 t) im Berichtszeitraum
leicht unter dem Vorjahresniveau.

Der europäische Markt für Recyclingmaterialien war im Berichtszeitraum über die meiste
Zeit von einem stabilen Angebot von Alt- und Blisterkupfer gekennzeichnet. Lediglich
im 3. Quartal zeigte sich eine rückläufige Verfügbarkeit, die laut CRU u. a. darauf
zurückzuführen ist, dass viele Halbzeugwerke in Europa fehlende Kupferkathoden durch
den Einsatz von Schrott kompensiert haben. Um die Nachfrage zu decken, griffen europäische
Marktteilnehmer auf Schrottlieferungen aus den USA zurück, wo es nach wie vor ein
Überangebot an Schrotten gibt.
Die Raffinierlöhne für europäisches Altkupfer entwickelten sich laut CRU zunächst
weitestgehend parallel zur Verfügbarkeit und aufgrund der angestiegenen Nachfrage
gegen Quartalsende rückläufig. Auf dem amerikanischen Markt hingegen stiegen laut
CRU die Verarbeitungsentgelte auf Basis von COMEX im Berichtszeitraum infolge der
Ungewissheit über die Zollpolitik sowie des Überangebots an Material weiter an.
Die Kathodenproduktion des Segments MMR lag mit 386.000 t im Berichtszeitraum nahezu
auf dem Vorjahresniveau (Vj. 383.000 t).
Im Segment MMR wurden in den ersten 9 Monaten Investitionen in Höhe von 261 Mio. €
(Vj. 284 Mio. €) getätigt. Die Investitionen im Berichtszeitraum erfolgten im Wesentlichen
in die strategischen Wachstumsprojekte Aurubis Richmond, USA, sowie in die neue Bleed
Treatment Anlage (BOB) in Olen, Belgien.
Das Segment Custom Smelting & Products (CSP) vereint die Produktionsanlagen zur Verarbeitung
von Kupferkonzentraten Glossar sowie zur Herstellung und Vermarktung von Standard-und
Spezialprodukten wie Kathoden Glossar, Gießwalzdraht Glossar, Stranggussformaten Glossar,
Bandprodukten, Schwefelsäure und Eisensilikat. Das Segment CSP ist auch für die Produktion
von Edelmetallen verantwortlich. An den Standorten Hamburg (Deutschland) und Pirdop
(Bulgarien) werden Kupferkathoden hergestellt, die zusammen mit den in MMR produzierten
Kathoden an den Standorten Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Emmerich (Deutschland)
und Avellino (Italien) zu Gießwalzdraht und Stranggussformaten weiterverarbeitet werden.
An den Standorten Stolberg (Deutschland) und Pori (Finnland) werden Flachwalzprodukte
und Spezialdrahtprodukte hergestellt. Im Vorjahr trug der Standort Buffalo (USA) bis
zu seiner Veräußerung am 30.08.2024 zum Ergebnis des Segments bei.
Das Segment CSP erzielte im Berichtszeitraum ein operatives EBT von 342 Mio. € (Vj.
317 Mio. €). Die positive Entwicklung des Segments resultierte aus einem deutlich
gestiegenen Metallergebnis, signifikant höheren Schwefelsäureerlösen sowie robusten
Erlösen aus Kupferprodukten. Gegenläufig wirkten im Vergleich zum Vorjahr ein geringerer
Konzentratdurchsatz bei reduzierten Schmelz- und Raffinierlöhnen sowie niedrigere
Erlöse aus der Verarbeitung von Recyclingmaterial.
Auf das 3. Quartal entfiel ein operatives EBT von 99 Mio. €. Der Rückgang gegenüber
dem Vorquartal (operatives EBT 117 Mio. €) ist v. a. auf einen stillstandsbedingt
niedrigeren Durchsatz von Konzentraten bei reduzierten Schmelz- und Raffinierlöhnen
zurückzuführen. Als Folge der stillstandsbedingt gesunkenen Konzentratverarbeitung
reduzierten sich auch die Erlöse aus dem Verkauf von Schwefelsäure.
Der operative ROCE des Segments erhöhte sich auf 17,6 % (Vj. 16,1 %). Der Einfluss
einer besseren Ertragslage konnte ein gestiegenes Capital Employed u. a. durch die
Wachstumsinvestitionen für das Projekt Complex Recycling Hamburg (CRH), die Edelmetallverarbeitung
Hamburg und die Erweiterung der Elektrolyse in Pirdop, Bulgarien, überkompensieren.
Von Mai bis Juli 2025 hat Aurubis den geplanten Stillstand am Standort in Pirdop durchgeführt.
Dabei wurden erfolgreich 120 Einzelmaßnahmen umgesetzt, die langfristig eine hohe
operative Performance sichern, sich kurzfristig jedoch negativ auf den Konzentratdurchsatz
und die Schwefelsäureproduktion auswirkten. Die Gesamtinvestitionen für die Maßnahmen
beliefen sich auf annähernd 115 Mio. € Unternehmensentwicklung.
Der Konzentratdurchsatz unserer Primärhütten Glossar lag mit 1.589.000 t unterhalb
des Vorjahresniveaus (Vj. 1.741.000 t) und ist durch den geplanten Stillstand am Standort
Pirdop sowie den verminderten Durchsatz am Standort Hamburg beeinflusst.
Der globale Markt für Kupferkonzentrate war laut CRU im Berichtszeitraum von der hohen
Nachfrage insbesondere der chinesischen Hüttenindustrie geprägt. Demgegenüber stand
zwar ein leicht wachsendes Angebot an Konzentraten der Minenindustrie, jedoch verblieb
am Spotmarkt ein Nachfrageüberhang nach Kupferkonzentraten.
Infolge des Defizits setzte sich der Trend von rückläufigen Schmelz- und Raffinierlöhnen
für Kupferkonzentrate weiter fort und erreichte laut CRU im 3. Quartal am Spotmarkt
historisch negative Werte. Als Reaktion hierauf mehrten sich Nachrichten, dass weltweit,
v. a. aber in China, einzelne Hütten ihre Aktivitäten reduziert haben. Ebenso gab
es am Spotmarkt angebotsseitig eine leicht verbesserte Verfügbarkeit durch zusätzliche
Mengen aus Mittelamerika sowie Chile. Aurubis ist durch seine langfristigen Vertragsstrukturen
und sein diversifiziertes Lieferantenportfolio jedoch nur in geringem Umfang am Spotmarkt
aktiv.
Der Durchsatz von Alt- und Blisterkupfer lag im Berichtszeitraum mit 105.000 t unter
dem Vorjahr (155.000 t). Infolge des reduzierten Konzentratdurchsatzes im Segment
wurde auch weniger Altkupfer verarbeitet, welches als Kühlmaterial eingesetzt wird.
Auch der Einsatz sonstiger Recyclingmaterialien war entsprechend unter dem Vorjahresniveau.
Bezüglich der Entwicklungen der Raffinierlöhne für Recyclingmaterialien verweisen
wir auf unsere Erläuterungen zum Segment MMR.
Das Metallergebnis des Segments CSP erhöhte sich im Berichtszeitraum u.a. aufgrund
gestiegener Metallpreise für Kupfer, Gold und Silber im Vergleich zum Vorjahr.
Die Kupferkathodenproduktion im Segment CSP lag im Berichtszeitraum mit 436.000 t
unter dem Niveau des Vorjahres (455.000 t). Dabei war die Performance der Elektrolyse
am Standort in Pirdop stabil, während die Kathodenproduktion in Hamburg unter dem
Niveau des Vorjahres lag.
Der globale Markt für Kupferkathoden entwickelte sich im Berichtszeitraum regional
unterschiedlich. Der Preisunterschied zwischen der amerikanischen Börse COMEX und
der London Metal Exchange hat den globalen Markt für Kupferkathoden im Berichtszeitraum
stark geprägt, da Marktteilnehmer die Einführung von US-Zöllen antizipierten. Infolgedessen
stiegen die Lieferungen in die USA erheblich an, sodass andere Regionen wiederum eingeschränkt
waren. Einhergehend mit der engeren Angebotssituation und der hohen Nachfrage nach
Kupferkathoden stiegen laut CRU die Kathodenprämien sowohl in Asien als auch Europa
stark an, wobei in Europa der Anstieg bis zum Ende des 3. Quartals 2024/25 zu verzeichnen
war.
Ebenso zeigte sich die Nachfrage nach Kupferprodukten in unseren Kernmärkten im Berichtszeitraum
stabil auf hohem Niveau.
Die Produktion von Gießwalzdraht bewegte sich im Berichtszeitraum mit 655.000 t aufgrund
der anhaltend starken Nachfrage, insbesondere aus dem Energiesektor, weiter auf hohem
Niveau, wenngleich unterhalb der Vorjahresproduktion (Vj. 683.000 t). Die Produktion
von Stranggussformaten hingegen lag mit 136.000 t auf Vorjahresniveau (Vj. 135.000
t). Die Produktion von Bandprodukten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr auf 66.000
t (Vj. 99.000 t), wobei das vergangene Geschäftsjahr noch die Produktion des Standorts
Buffalo beinhaltete.

Die Schwefelsäureproduktion lag infolge des geringeren Konzentratdurchsatzes mit 1.463.000
t unter dem Vorjahr (Vj. 1.613.000 t). Die Nachfrage nach Schwefelsäure in Europa,
Nordafrika und Übersee blieb im Berichtszeitraum unverändert auf gutem Niveau. Auf
der Angebotsseite berichtet das Researchunternehmen ICIS von geringer Verfügbarkeit
am europäischen Spotmarkt, für die unter anderem der im dritten Quartal geplante Wartungsstillstand
am Aurubis Standort in Pirdop mitverantwortlich ist. Aurubis ist aufgrund seiner Kunden-
und Vertragsstruktur den Entwicklungen am Spotmarkt nicht in vollem Umfang und mit
zeitlichem Verzug ausgesetzt. Dennoch profitierte Aurubis im Berichtszeitraum von
sehr guten Schwefelsäureerlösen.
Im Segment CSP wurden in den ersten 9 Monaten Investitionen in Höhe von 304 Mio. €
(Vj. 255 Mio. €) getätigt. Am Standort in Pirdop investierten wir im Wesentlichen
in den Wartungsstillstand, die Erweiterung der Elektrolyse und die Erweiterung der
Schlackenbehandlung. Am Standort in Hamburg konzentrierten sich die Investitionen
auf den Bau des Projekts Complex Recycling Hamburg (CRH) und den Neubau der Edelmetallverarbeitung.
Die operative Bilanzsumme erhöhte sich von 6.349 Mio. € zum 30.09.2024 auf 6.596 Mio.
€ zum 30.06.2025. Der Anstieg beruht insbesondere aufden weiterhin hohen Investitionen
in das Sachanlagevermögen infolge der konzernweit initiierten Wachstumsprojekte. Darüber
hinaus erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen v. a. im Zusammenhang
mit dem Absatz von Zwischenprodukten und Gießwalzdraht auf 803 Mio. € (Vj. 628 Mio.
€). Das Vorratsvermögen verminderte sich dagegen leicht um 76 Mio. € auf 2.012 Mio.
€ zum 30.06.2025 als Folge des Bestandsabbaus bei Zwischenprodukten.
Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 149 Mio. € von 3.552 Mio. € zum Ende
des letzten Geschäftsjahres auf 3.701 Mio. € zum 30.06.2025. Der Anstieg beruht auf
dem operativen Konzerngesamtergebnis in Höhe von 215 Mio. €. Gegenläufig wirkte die
Dividendenzahlung in Höhe von 65 Mio. € im Anschluss an die Hauptversammlung im 3.
Quartal des Geschäftsjahres. Insgesamt lag die operative Eigenkapitalquote (Eigenkapital
im Verhältnis zur Bilanzsumme) somit bei 56,1 % gegenüber 55,9 % zum Ende des letzten
Geschäftsjahres.
Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 455 Mio. € zum 30.06.2025 infolge der Aufnahme
von Bankdarlehen in Höhe von 200 Mio. € über dem Niveau zum Ende des letzten Geschäftsjahres
(383 Mio. €). Gleichzeitig erfolgte die planmäßige Ablösung eines Schuldscheindarlehens
in Höhe von 103 Mio. € im Juni 2025.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten dar:
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.09.2024 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 393 | 199 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 32 | 36 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 426 | 235 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16 | 135 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 13 | 12 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 29 | 148 |
| Finanzverbindlichkeiten | 455 | 383 |
Zum 30.06.2025 standen dem Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 118 Mio. € (30.09.2024: 322 Mio. €) zur Verfügung. Die Netto-Finanzposition
zum 30.06.2025 betrug somit -337 Mio. € (30.09.2024: -61 Mio. €) und stellte sich
wie folgt dar:
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.09.2024 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 118 | 322 |
| - Finanzverbindlichkeiten | 455 | 383 |
| Netto-Finanzposition | -337 | -61 |
Der Netto-Cashflow lag infolge der robusten Ertragslage bei vergleichsweise niedrigen
Vorratsbeständen in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 mit 357 Mio.
€ deutlich über dem Niveau des Vorjahres (52 Mio. €). Das Vorjahr war beeinflusst
durch hohe Auszahlungen für Working Capital infolge des Wartungsstillstands im Werk
Hamburg.
Im 3. Quartal 2024/25 entwickelte sich der Netto-Cashflow im Zuge des laufenden Geschäfts
deutlich positiv.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 553 Mio. € (Vj. 524 Mio.
€ ) und beinhaltete vor allem Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe
von insgesamt 550 Mio. € (Vj. 533 Mio. €). Die hohe Investitionstätigkeit erstreckte
sich über den gesamten Konzern. In den Bau der Recyclinganlage Aurubis Richmond (USA)
flossen dabei in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres Investitionsmittel in Höhe
von 198 Mio. € (Vj. 173 Mio. €).
Unter Berücksichtigung von Zinsauszahlungen in Höhe von insgesamt 15 Mio. € und einer
Dividendenzahlung in Höhe von 65 Mio. € ergibt sich ein Free Cashflow von -276 Mio.
€ (Vj. -556 Mio. €).
| in Mio. € | 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 357 | 52 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -553 | -524 |
| Zinsauszahlung | -15 | -23 |
| Dividendenzahlung | -65 | -61 |
| Free Cashflow | -276 | -556 |
| Aus-/Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten (netto) | 71 | 131 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -205 | -425 |
| Zahlungsmittel zum Stichtag | 118 | 69 |
Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft
oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar. Er wird unter Berücksichtigung
des operativen EBIT der letzten vier Quartale ermittelt.
Der operative ROCE erreichte zum 30.06.2025 einen Wert von 9,1 % gegenüber 11,1 %
in der Vergleichsperiode.
Ursächlich für die Verminderung der Rendite im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres
sind die weiterhin in der Umsetzung befindlichen Wachstumsprojekte, die sich im eingesetzten
Kapital abzeichnen, die entsprechende Ergebnis-wirkung jedoch erst nach Projektabschluss
entfalten.
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.06.2024 |
| Anlagevermögen ohne Finanzanlagen | 3.345 | 2.828 |
| Vorräte | 2.012 | 2.535 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 803 | 709 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 308 | 264 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.654 | -1.737 |
| - Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | -663 | -631 |
| Eingesetztes Kapital (Capital Employed) zum Stichtag | 4.152 | 3.968 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 367 | 425 |
| Finanzergebnis | 9 | -4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT)¹ | 376 | 421 |
| Beteiligungsergebnis At Equity | 1 | 19 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT)¹ - adjusted | 377 | 440 |
| Rendite auf das eingesetzte Kapital (operativer ROCE) | 9,1 % | 11,1 % |
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Ermittlung unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten vier Quartale.
Besondere Entwicklungen veröffentlichen wir in Form von Ad-hoc, Presse- und Stimmrechtsmitteilungen.
Der Aurubis AG lagen folgende Stimmrechtsmitteilungen nach § 33ff Abs. 1 WpHG von
Aktionären bezüglich der Über-und Unterschreitung der relevanten Meldeschwellen vor:
| Aktionäre | Anteil voting rights shares gem. §33, 34 WpHG in % | Anteil voting rights instruments gem. §38 (1) WpHG in % | Gesamt-stimmrechts-anteile in % | Datum der Schwellen-berührung | Datum der Veröffentlichung |
| BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA¹ | 2,90 | 0,27 | 3,18 | 02.02.2024 | 08.02.2024 |
| Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA¹ | 2,99 | 0,00 | 2,99 | 09.01.2023 | 16.01.2023 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 7,72 | 7,50 | 15,23 | 08.10.2024 | 11.10.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 10,15 | 6,95 | 17,10 | 06.11.2024 | 08.11.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 10,61 | 10,11 | 20,72 | 12.11.2024 | 18.11.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 10,44 | 8,94 | 19,39 | 15.11.2024 | 19.11.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 12,35 | 7,72 | 20,06 | 09.12.2024 | 12.12.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 12,05 | 7,61 | 19,66 | 19.12.2024 | 24.12.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 7,21 | 5,38 | 12,59 | 20.12.2024 | 24.12.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 8,68 | 4,49 | 13,17 | 27.12.2024 | 30.12.2024 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 10,01 | 2,34 | 12,35 | 21.01.2025 | 23.01.2025 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 9,92 | 3,51 | 13,43 | 14.03.2025 | 20.03.2025 |
| Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, DE | 10,01 | 2,34 | 12,35 | 28.05.2025 | 30.05.2025 |
| Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, DE² | 25,0000006 | 0,00 | 25,0000006 | 12.12.2018 | 13.12.2018 |
| Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, DE² | gem. § 43 WpHG³ | 19.12.2018 | 19.12.2018 | ||
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 2,30 | 8,35 | 10,65 | 15.10.2024 | 17.10.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,96 | 8,48 | 9,44 | 16.10.2024 | 18.10.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,99 | 9,07 | 10,07 | 04.11.2024 | 06.11.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,63 | 9,26 | 9,90 | 05.11.2024 | 07.11.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,80 | 9,27 | 10,07 | 05.11.2024 | 08.11.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,88 | 10,03 | 10,91 | 03.12.2024 | 06.12.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,35 | 9,16 | 10,51 | 19.12.2024 | 23.12.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 4,78 | 5,02 | 9,80 | 20.12.2024 | 23.12.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,07 | 5,16 | 6,23 | 27.12.2024 | 31.12.2024 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 2,30 | 4,81 | 7,11 | 21.03.2025 | 25.03.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,42 | 2,02 | 2,43 | 24.03.2025 | 26.03.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,41 | 6,26 | 6,67 | 13.05.2025 | 15.05.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,0382590163 | 1,57 | 1,57 | 16.05.2025 | 20.05.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,47 | 6,14 | 6,61 | 23.05.2025 | 27.05.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,30 | 6,65 | 6,95 | 05.06.2025 | 10.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,31 | 6,54 | 6,84 | 11.06.2025 | 13.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,29 | 6,59 | 6,89 | 16.06.2025 | 18.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,57 | 6,42 | 6,99 | 17.06.2025 | 19.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,13 | 4,82 | 5,95 | 20.06.2025 | 24.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,79 | 5,12 | 5,90 | 24.06.2025 | 26.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,46 | 5,68 | 6,15 | 25.06.2025 | 27.06.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,0002446798 | 1,40 | 1,40 | 30.06.2025 | 02.07.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,26 | 6,30 | 6,56 | 04.07.2025 | 08.07.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,00 | 1,40 | 1,40 | 10.07.2025 | 14.07.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,06 | 6,36 | 6,42 | 11.07.2025 | 15.07.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,20 | 6,47 | 6,67 | 16.07.2025 | 18.07.2025 |
| SIH Partners, LLLP, Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,11 | 6,34 | 6,45 | 18.07.2025 | 22.07.2025 |
| Silchester International Investors LLP, London, UK | 5,04 | 0,00 | 5,04 | 21.08.2023 | 23.08.2023 |
| Silchester International Investors International Value Equity Trust, Wilmington, Delaware, USA | 3,04 | 0,00 | 3,04 | 03.01.2024 | 05.01.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,98 | 5,58 | 6,56 | 24.09.2024 | 01.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,10 | 8,02 | 9,12 | 01.10.2024 | 08.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,18 | 7,09 | 7,27 | 02.10.2024 | 08.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,01 | 8,96 | 8,97 | 11.10.2024 | 17.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,38 | 8,64 | 9,02 | 15.10.2024 | 23.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,14 | 9,44 | 9,58 | 17.10.2024 | 24.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,21 | 9,82 | 10,03 | 21.10.2024 | 28.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,25 | 11,13 | 11,38 | 23.10.2024 | 30.10.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,12 | 9,99 | 10,11 | 25.10.2024 | 01.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,11 | 11,81 | 11,92 | 30.10.2024 | 06.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,28 | 12,86 | 13,14 | 05.11.2024 | 12.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,01 | 16,54 | 16,56 | 06.11.2024 | 13.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,44 | 16,79 | 17,24 | 08.11.2024 | 15.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,24 | 9,15 | 9,39 | 14.11.2024 | 21.11.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,19 | 10,01 | 10,20 | 06.12.2024 | 13.12.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,58 | 9,92 | 10,50 | 09.12.2024 | 16.12.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,01 | 10,39 | 10,41 | 10.12.2024 | 17.12.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,25 | 9,91 | 10,16 | 20.12.2024 | 30.12.2024 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,85 | 7,30 | 9,15 | 24.12.2024 | 02.01.2025 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,48 | 8,67 | 9,15 | 27.12.2024 | 03.01.2025 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,10 | 7,17 | 7,26 | 22.01.2025 | 28.01.2025 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 1,18 | 5,17 | 2,17 | 02.04.2025 | 09.04.2025 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,12 | 4,46 | 4,46 | 03.04.2025 | 10.04.2025 |
| The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, USA¹ | 0,19 | 5,10 | 5,29 | 10.07.2025 | 17.07.2025 |
1
Direkt oder indirekt gehalten über Tochtergesellschaften.
2
Die Anteile sind der Salzgitter AG, Salzgitter zuzurechnen.
3
Mitteilungspflichten für Inhaber wesentlicher Beteiligungen. Die Stimmrechtsmitteilungen
sind unter www.aurubis.com/de/ueber-uns/corporate-governance/stimmrechtsmitteilungen
verfügbar.
Der Aufsichtsrat der Aurubis AG hat in seiner ordentlichen Aufsichtsratssitzung vom
02.04.2025 das Mandat von Inge Hofkens als COO Multimetal Recycling um weitere drei
Jahre bis 2028 verlängert.
Die Hauptversammlung der Aurubis AG fand am 03.04.2025 statt. Die vom Vorstand und
Aufsichtsrat vorgeschlagene Dividende von 1,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2023/24
wurde beschlossen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bedeutet dies bezogen auf den
Schlusskurs vom 30.09.2024 eine Dividendenrendite von 2,3 %, die Ausschüttungsquote
liegt bei 20 % des operativen Konzernergebnisses nach Steuern. Die Auszahlung der
Dividende in Höhe von rund 65 Mio. € erfolgte am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung.
Ferner waren 68,8 % des stimmberechtigten Grundkapitals bei der Hauptversammlung vertreten.
Die Abstimmergebnisse stehen auf unsere Website zur Verfügung www.aurubis.com/hauptversammlung2025.
Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2023/24.
Grundsätzlich haben sich die im Geschäftsbericht 2023/24 und im Zwischenbericht zum
1. Halbjahr 2024/25 dargestellten Risiken im 3. Quartal 2024/25 nicht verändert. Nichtsdestotrotz
beobachten wir intensiv die sich dynamisch verändernden Bedingungen auf unseren Rohstoffmärkten
aber auch die Auswirkungen der US-amerikanischen Handels- und Zollpolitik aufThemen
wie den US-Dollar-Wechselkurs, Zölle auf Importe oder Restriktionen bei Exporten.
Aurubis verwertet die unterschiedlichsten Rohstoffe zu 20 kritischen Metallen und
Elementen, die zentrale Bausteine für viele Zukunftstechnologien sind. Diese Metalle
sind der Schlüssel für die Digitalisierung, für die Energie- und Mobilitätswende sowie
für zahlreiche weitere Innovationen. Sie sichern Wachstum und Fortschritt und sind
für die Unabhängigkeit und Sicherheit von Europa von strategischer Bedeutung. Aurubis
ist für das Wirtschaftssystem relevant - in Deutschland, in Europa und zukünftig verstärkt
auch in den USA.
Die metallurgischen Fähigkeiten der Mitarbeiter, der Hüttenverbund und das Partner-Netzwerk
machen Aurubis weltweit einzigartig. Dies ist die Basis für Aurubis' integriertes
Geschäftsmodell, für die robuste Finanzausstattung und letztlich für den wirtschaftlichen
Erfolg der Aurubis.
Aurubis' global integriertes Hüttennetzwerk erzielt durch die Vernetzung der Standorte
Verbundvorteile. Jeder einzelne Hüttenstandort schafft unterschiedlichste Werte. Aber
erst gemeinsam entfalten sie ihre besondere Stärke: aus komplexen Konzentraten und
Recyclingmaterialien effizient und nachhaltig hochwertige Metalle zu schaffen.
Mit der Strategie Metals for Progress: Driving Sustainable Growth sichert und stärkt
Aurubis umfassend das Kerngeschäft in seinem einzigartigen Hüttennetzwerk und verfolgt
zugleich konsequent Wachstumsoptionen - vor allem im Recycling. Gleichzeitig baut
Aurubis seine Vorreiterrolle in der Nachhaltigkeit weiter aus.
Von den für strategische Projekte genehmigten Investitionen in Höhe von 1,7 Mrd. €
sind zum Ende des 3. Quartals 2024/25 rund 1,2 Mrd. € investiert worden. Aus diesen
strategischen Projekten wird zukünftig ein zusätzlicher jährlicher EBITDA-Beitrag
von rund 260 Mio. € erwartet.
Die Finanzierung der Projekte erfolgt im Wesentlichen aus dem laufenden Cashflow,
den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie zusätzlichen Kreditaufnahmen mit einer
Laufzeit im Wesentlichen zwischen 3 und 5 Jahren. Die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung
zur Finanzierung des aktuellen Investitionspakets besteht auf absehbare Zeit nicht.
Für ausführliche Informationen zu den einzelnen strategischen Projekten und deren
Fortschritte verweisen wir auf unsere Ausführungen zur strategischen Weiterentwicklung
im Geschäftsbericht 2023/24.
In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 haben wir weitere Fortschritte
bei folgenden strategischen Projekten erzielt:
Am Standort Olen, Belgien, hat Aurubis am 10.12.2024 mit BOB (Bleed Treatment Olen
Beerse) eine hochmoderne und energieeffiziente Anlage zur hydrometallurgischen Behandlung
von Elektrolyt, sog. Bleed, in Betrieb genommen. In diesem hydrometallurgischen Prozess
werden wertvolle Metalle wie Nickel und Kupfer, die beim Raffinationsprozess an den
Aurubis-Standorten in Beerse und Olen anfallen, jetzt in Olen wiedergewonnen und nicht
mehr durch den Verkauf von Bleed, einem metallurgischen Zwischenprodukt, abgegeben.
Mit BOB hält Aurubis somit noch mehr strategisch relevante Metalle für Europa im Wertkreislauf.
Die neue Recyclinganlage hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 85 Mio. €. Aurubis
schafft rund 30 neue Arbeitsplätze mit diesem Projekt, das die höchsten Umweltstandards
in Europa erfüllt.
Mit Aurubis Richmond errichtet Aurubis die erste Sekundärhütte für Multimetall-Recycling
in den Vereinigten Staaten. Die Vor-Inbetriebnahme der ersten Stufe ist bereits gestartet
und wird in den kommenden Monaten weiter intensiviert. Der Beginn der Inbetriebnahme
der ersten Stufe ist im September 2025 geplant mit anschließendem Hochlauf im Laufe
des Jahres 2026. Nach Fertigstellung und Hochlauf der zweiten Stufe, die in 2025/26
in Betrieb gehen wird, wird Aurubis Richmond bei voller Produktion jährlich rund 180.000
t komplexes Recyclingmaterial zu Blisterkupfer verarbeiten. Mit der Technologie und
den Verarbeitungsmöglichkeiten unseres Recyclingsystems ist Aurubis Vorreiter für
nachhaltiges Multimetall-Recycling in den USA. Gleichzeitig eröffnet sich durch Aurubis
Richmond auch die Perspektive auf weiteres Wachstum entlang der metallurgischen Wertschöpfungskette
in den USA. Aurubis ist somit durch den Aufbau regionaler Kapazitäten gut positioniert
und kann von einem wachsenden Markt für Recyclingmaterialien in den USA profitieren.
Der US-amerikanische Markt für Recyclingmaterialien bietet attraktive Chancen - auch
im Hinblick auf eine Diversifizierung unseres Geschäfts- und Projektportfolios über
Europa hinaus.
Bereits seit 2018 versorgt unsere Wärme die HafenCity Ost mit Heizenergie. Seit Anfang
2022 liefen die Planungen zur Erweiterung des Projekts www.aurubis.com/industriewaerme.
In 2023/24 erfolgte der Umbau eines Nebenprozesses der Kupferproduktion mit einem
Investitionsvolumen von rund 100 Mio. €. Am 09.01.2025 haben die Hamburger Energiewerke
und Aurubis symbolisch die Lieferung der klimaneutralen Industriewärme gestartet.
Die beiden Unternehmen schaffen damit die Voraussetzung, dass künftig bis zu 20.000
Hamburger Haushalte klimaneutral heizen können und bis zu 100.000 t CO2-Emissionen eingespart werden. Das Industriewärme-Projekt, in Kooperation mit den
Hamburger Energiewerken, wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
(BMWK) gefördert.
Am Standort Hamburg hat Aurubis Ende Juni eine neue innovative und vollautomatisierte
Probenpräparationsanlage in Betrieb genommen. Mit einer jährlichen Kapazität von bis
zu 20.000 Proben setzt die Anlage neue Standards in der Recycling-Branche und erhöht
die Kapazität der Probenpräparation des Aurubis-Werks um mehr als das Doppelte. Die
neue innovative Anlage ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Probenahmeprozesses
und spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung einer durchgängig hohen Qualität
und effizienten Beprobung der Materialien. Durch ihre modulare Technologie kann die
neue Anlage nahezu alle zu beprobenden Eingangsmaterialien des Standortes vollautomatisch
präparieren. Neben Elektronikschrott gehören dazu auch Schlacken, Katalysatoren, Schlämme,
Konzentrate sowie Anodenschlämme. Damit bietet die Hamburger Anlage eine Vielfalt,
die so in der Branche bislang weltweit einzigartig ist. Neben erhöhter Effizienz bei
der Probenpräparation punktet die Anlage mit modernen Filter- und Absauganlagen, die
für zusätzlichen Arbeits- und Umweltschutz sorgen. Auch die Prozesssicherheit erhöht
sich durch die umfassende Automatisierung in einem geschlossenen System mittels moderner
Authentifizierungssysteme deutlich.
In diesem Geschäftsjahr wurden die Standorte Hamburg und Lünen im Rahmen der Copper
Mark auditiert, um die Rezertifizierung für drei weitere Jahre zu erlangen. Das Ergebnis
der Prüfung wird für den Herbst erwartet.
Aurubis wurde im November 2024 mit dem 17. Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Branche
Metallindustrie ausgezeichnet. Der europaweit umfassendste Preis dieser Art würdigt
unser Engagement für eine CO2-neutrale Produktion und Kreislaufwirtschaft. Die Auszeichnung bestätigt unseren intensiven
Einsatz für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Dabei verfolgt
Aurubis zahlreiche Maßnahmen für eine verantwortungsvolle, klima- und umweltschützende
Produktion an den internationalen Standorten. Mit unserem Einsatz für eine verantwortungsvolle
Metallgewinnung streben wir an, das nachhaltigste und effizienteste Hüttennetzwerk
der Welt zu sein. Nachhaltiges Wirtschaften und Handeln leitet sich bei Aurubis aus
der Unternehmensstrategie ab und drückt sich in unserem Kundenversprechen "Tomorrow
Metals" aus.
Anfang dieses Jahres haben wir ein Update unserer Nachhaltigkeitskennzahlen 2023/24
auf unseren Internetseiten veröffentlicht. Mit diesem ergänzen wir die Informationen
des nichtfinanziellen Berichts 2023/24.
Unsere ESG-Rating-Ergebnisse haben wir ebenfalls auf unseren Internetseiten veröffentlicht:
www.aurubis.com/ verantwortung/kennzahlen-und-berichterstattung.
Renommierte Research Institute gehen weiter von einem nachfrage- und angebotsseitigen
Wachstum des Marktes für Kupferkonzentrate im Kalenderjahr 2025 aus. Der wesentliche
Anteil des Wachstums wird bei integrierten Minenproduzenten erwartet, also Minengesellschaften,
die auch eigene Kupferhütten im Konzernverbund betreiben. Aufgrund diverser Produktionsausfälle
der globalen Minenindustrie, ausgelöst durch technische Störungen, Wetterbedingungen,
Streiks, politische Interventionen oder auch logistische Probleme, wird jedoch nur
ein leichtes Wachstum der Kupferminenproduktion erwartet. Auch wenn es im 3. Quartal
des Geschäftsjahres durch geringere Auslastungen von Hütten in Asien und Wartungsstillstände
einzelner Hütten Hinweise auf eine Anpassung der Nachfrage gab, überstieg das antizipierte
Kapazitätswachstum der globalen Hütten weiterhin den Zuwachs an Konzentraten. In Summe
gehen CRU und WoodMackenzie im Kalenderjahr 2025 von einem leicht defizitären Kupferkonzentratmarkt
aus.
Trotz des Angebotdefizits im Konzentratmarkt gehen wir weiterhin von einer stabilen
Konzentratversorgung im Jahr 2025 aus. Aurubis ist durch seine Positionierung am Markt
mit langfristigen Vertragsstrukturen nur in geringem Umfang am Spotmarkt aktiv. Wir
sind an unseren Primärstandorten Hamburg und Pirdop bereits bis in das vierte Quartal
des Kalenderjahres 2025 hinein mit Konzentraten versorgt.
Das Geschäft mit Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien ist von kurzfristiger
Natur und von vielfältigen, schwer prognostizierbaren Einflüssen wie Metallpreisen
und Sammelaktivitäten der Recyclingindustrie abhängig. Für das restliche Geschäftsjahr
erwarten wir bei einzelnen Sekundärrohstoffen in unseren Märkten ein knapperes Mengenangebot
in Folge von insgesamt reduzierter Wirtschaftsaktivität. Unsere breite Marktaufstellung
und ein diversifiziertes Lieferantennetzwerk helfen etwaige Versorgungsrisiken abzufedern.
Der Absatz von Kupferkathoden am Markt orientiert sich weiter an der geplanten Weiterverarbeitung
unserer Kathodenproduktion im Konzern. Bei Kupferprodukten rechnen wir für das laufende
Geschäftsjahr mit steigenden Ergebnisbeiträgen gegenüber Vorjahr. Für den weiteren
Verlauf des Geschäftsjahres 2024/25 geht Aurubis von einer stabile Nachfrage nach
Kupferkathoden und Gießwalzdraht in unseren Absatzmärkten aus. Chancen für eine gesteigerte
Nachfrage nach Gießwalzdraht könnten sich aus dem Bausektor und ggf. Automobilsektor
ergeben. Die Nachfrage nach Stranggussformaten erwarten wir auf Vorjahresniveau. Bei
Flachwalzprodukten rechnen wir konsolidierungsbedingt mit einer Nachfrage unter dem
Niveau des Vorjahres.
Aurubis beliefert den globalen Schwefelsäuremarkt mit den Schwerpunkten Europa, Türkei
und Nordafrika. Das Verhältnis von lokalem Absatz und Exporten schwankt entsprechend
der lokalen Marktgegebenheiten. In Nordwesteuropa erwarten die Researchinstitute ICIS
und CRU für dieses Geschäftsjahr weiterhin ein reduziertes Angebot an Schwefelsäure
aufgrund von Lieferengpässen von Schwefel für Schwefelbrenner. Die Nachfrage aus den
Absatzindustrien, wie der Düngemittelund chemischen Industrie, wird stabil auf hohem
Niveau erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von hohen Erlösen durch
den Absatz von Schwefelsäure aus.
Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 antizipieren wir einen Durchsatz von Konzentraten
leicht unter und bei Recyclingmaterialien im Konzern leicht über Vorjahresniveau.
Unser Ergebnis unterliegt quartalsweisen Schwankungen. Dies hat saisonale und marktbezogene
Gründe, kann aber auch durch geplante Wartungsstillstände der Anlagen sowie Störungen
einzelner Aggregate verursacht sein.
Der Ausblick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024/25 erfolgt auf Basis
von Markteinschätzungen und folgenden Prämissen:
| ― |
Wir erwarten aus der Verarbeitung von Primärrohstoffen einen sinkenden Ergebnisbeitrag gegenüber Vorjahr. |
| ― |
Das Geschäft mit Recyclingmaterialien bleibt von kurzfristiger Natur und schwer prognostizierbar. Wir erwarten leicht sinkende Erlöse gegenüber Vorjahr. |
| ― |
Den Ergebnisbeitrag durch den Absatz von Kupferprodukten erwarten wir steigend gegenüber dem Vorjahr. |
| ― |
Wir erwarten ein gegenüber dem Vorjahr steigendes Metallergebnis. |
| ― |
Wir gehen von hohen Erlösen durch den Absatz von Schwefelsäure aus. |
| ― |
Wesentliche Teile unserer Einnahmen sind US-Dollarbasiert. Im Rahmen unserer Hedging-Strategie haben wir einen großen Teil der US-Dollar-Ergebnisse bereits abgesichert. |
Wir schärfen den Prognosekorridor und erwarten für den Aurubis-Konzern im Geschäftsjahr
2024/25 ein operatives EBT zwischen 330 Mio. € und 370 Mio. € (vorher: zwischen 300
Mio € und 400 Mio. €) und einen operativen ROCE zwischen 8 % und 10 % (vorher: zwischen
7 % und 11 %). Aus der heutigen Perspektive erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25
ein operatives EBT etwa in der Mitte der prognostizierten Bandbreite.
Im Segment Multimetal Recycling erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 ein operatives
EBT zwischen 50 Mio. € und 70 Mio. € (vorher: zwischen 50 Mio. € und 110 Mio. €) und
einen operativen ROCE zwischen 4 % und 6 % (vorher: zwischen 4 % und 8 %). Der weiterhin
niedrige ROCE des Segments ergibt sich aus der antizipierten Ertragslage bei erhöhtem
Capital Employed durch die anhaltend hohe Investitionstätigkeit.
Im Segment Custom Smelting & Products planen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 mit
einem operativen EBT zwischen 340 Mio. € und 370 Mio. € (vorher: zwischen 310 Mio.
€ und 370 Mio. €) und einem operativen ROCE zwischen 16 % und 18 % (vorher: zwischen
14 % und 18 %).
| Operatives EBT | Operativer ROCE | |
| in Mio. € | in % | |
| Konzern¹ | 330-370 | 8-10 |
| Segment Multimetal Recycling | 50-70 | 4-6 |
| Segment Custom Smelting & Products | 340-370 | 16-18 |
Die interne Berichterstattung und Steuerung des Konzerns erfolgen auf Grundlage eines
operativen Ergebnisses, um den Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen
zur internen Steuerung abbilden zu können. Die Herleitung des operativen Ergebnisses
aus der IFRS-Ertragslage erfolgt durch:
| ― |
Bereinigung um Bewertungsergebnisse aus der Anwendung des IAS 2; dabei werden die aus der Anwendung der Durchschnittsmethode resultierenden Metallpreisschwankungen eliminiert. Ebenso werden nicht dauerhafte stichtagsbezogene Abwertungen und Zuschreibungen auf Metallvorratsbestände eliminiert |
| ― |
Bereinigung um nicht realisierte stichtagsbedingte Effekte aus Marktbewertungen von Metallderivategeschäften, bezogen auf die Hauptmetallbestände |
| ― |
Bereinigung um nicht realisierte stichtagsbedingte Effekte aus Marktbewertungen von energiebezogenen Derivategeschäften |
| ― |
Eliminierung von nicht zahlungswirksamen Effekten aus Kaufpreisallokationen |
| ― |
Bereinigung um Effekte aus der Anwendung des IFRS 5. |
Für zusätzliche Informationen verweisen wir auf unsere Angaben im Geschäftsbericht
2023/24.
Das IFRS EBT in Höhe von 659 Mio. € (Vj. 368 Mio. €) hat das Vorjahr deutlich übertroffen.
Die Veränderung war, neben den bereits in der Erläuterung zur operativen Ertragslage
beschriebenen Ergebniseffekten, auch durch die Metall- und Energiepreisentwicklung
begründet. Zum einen führt die Anwendung der nach IAS 2 vorgeschriebenen Durchschnittsmethode
zu Metallpreisbewertungen, die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten
haben daher direkte Auswirkungen auf Bestandsveränderungen/ Materialaufwendungen und
somit auf das IFRS-Rohergebnis. Zum anderen unterliegen die Bewertungen der Energie
bezogenen Derivategeschäften ebenfalls marktpreisbedingten Schwankungen.
Das IFRS-Rohergebnis beinhaltet in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024/25
Bewertungseffekte im Vorratsvermögen aus der Anwendung des IAS 2 in Höhe von 378 Mio.
€ (Vj. 182 Mio. €).
Die Abbildung der oben beschriebenen Volatilitäten ist nicht Cashflow-relevant und
spiegelt auch nicht die operative Performance von Aurubis wider.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Herleitung des operativen Ergebnisses der ersten
9 Monate des Geschäftsjahres 2024/25 und des Vorjahresvergleichszeitraums aus der
IFRS-Gewinn-und Verlustrechnung dar.
| 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Bereinigungs- effekte |
Operativ | IFRS | Bereinigungs- effekte |
Operativ |
| Umsatzerlöse | 13.781 | 0 | 13.781 | 12.939 | 0 | 12.939 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 39 | -78 | -39 | 333 | -126 | 207 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 43 | 0 | 43 | 37 | 0 | 37 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 108 | 0 | 108 | 78 | 0 | 78 |
| Materialaufwand | -12.366 | -295 | -12.661 | -12.071 | 91 | -11.980 |
| Rohergebnis | 1.605 | -373 | 1.232 | 1.316 | -35 | 1.282 |
| Personalaufwand | -465 | 0 | -465 | -488 | 0 | -488 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -171 | 2 | -169 | -148 | 0 | -147 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -304 | 0 | -304 | -319 | 0 | -319 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 664 | -370 | 293 | 362 | -34 | 328 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | -1 | -2 | -3 | 16 | -1 | 16 |
| Zinserträge | 15 | 0 | 15 | 15 | 0 | 15 |
| Zinsaufwendungen | -18 | 0 | -18 | -25 | 0 | -25 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 659 | -372 | 286 | 368 | -35 | 333 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -161 | 90 | -71 | -72 | 6 | -66 |
| Konzernergebnis | 497 | -282 | 215 | 297 | -29 | 267 |
Die IFRS Bilanzsumme erhöhte sich von 7.846 Mio. € zum 30.09.2024 auf 8.459 Mio. €
zum 30.06.2025. Maßgeblich für den im Vergleich zur operativen Bilanzsumme stärker
ausgeprägten Anstieg waren positive Bewertungseffekte im Zuge der deutlich gestiegenen
Kupfer- und Edelmetallpreise.
Das IFRS-Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 431 Mio. € von 4.556 Mio. € zum
Ende des letzten Geschäftsjahres auf 4.987 Mio. € zum 30.06.2025. Die Erhöhung erfolgte
einhergehend mit dem Konzerngesamtergebnis in Höhe von 496 Mio. €. Gegenläufig wirkte
die Dividendenzahlung in Höhe von 65 Mio. €. Insgesamt lag die IFRS-Eigenkapitalquote
am 30.06.2025 bei 59,0 % gegenüber 58,1 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres.
| 30.06.2025 | 30.09.2024 | |||||
| in Mio. € | IFRS | Bereinigungs- effekte |
Operativ | IFRS | Bereinigungs- effekte |
Operativ |
| Aktiva | ||||||
| Anlagevermögen | 3.384 | -29 | 3.356 | 3.051 | -29 | 3.022 |
| Latente Steuern | 18 | 2 | 19 | 18 | 2 | 20 |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 36 | -1 | 36 | 37 | -1 | 36 |
| Vorräte | 3.844 | -1.832 | 2.012 | 3.546 | -1.458 | 2.087 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.060 | -3 | 1.057 | 872 | -11 | 861 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 118 | 0 | 118 | 322 | 0 | 322 |
| Summe Aktiva | 8.459 | -1.863 | 6.596 | 7.846 | -1.497 | 6.349 |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 4.987 | -1.286 | 3.701 | 4.556 | -1.004 | 3.552 |
| Latente Steuern | 674 | -501 | 173 | 571 | -410 | 160 |
| Langfristige Rückstellungen | 177 | 0 | 177 | 189 | 0 | 189 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 507 | -75 | 432 | 323 | -81 | 242 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 57 | 0 | 57 | 73 | 0 | 73 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.057 | -1 | 2.057 | 2.135 | -2 | 2.133 |
| Summe Passiva | 8.459 | -1.863 | 6.596 | 7.846 | -1.497 | 6.349 |
| in Mio. € | 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 659 | 368 |
| (Zu-) Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 171 | 148 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 7 | 16 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 0 | -3 |
| Ergebnis im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit | 1 | 2 |
| Bewertung von Derivaten | 31 | 4 |
| Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis | 3 | 4 |
| Aufwendungen und Erträge aus dem Finanzergebnis | 5 | -6 |
| Zinseinzahlungen | 15 | 15 |
| Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern | -74 | -43 |
| Brutto-Cashflow | 818 | 504 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -212 | -106 |
| Veränderung der Vorräte (inkl. Bewertungseffekte) | -298 | -542 |
| Veränderung kurzfristiger Rückstellungen | -5 | -12 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | 55 | 208 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 357 | 52 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -556 | -548 |
| Auszahlungen aus der Gewährung von Krediten und Darlehen an nahestende Unternehmen | -3 | 0 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 2 | 2 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von nahestehenden Unternehmen gewährten Krediten und Darlehen | 0 | 2 |
| Erhaltene Dividenden | 15 | 19 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -553 | -524 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 222 | 178 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzverbindlichkeiten | -151 | -48 |
| Zinsauszahlungen | -15 | -23 |
| Dividendenzahlungen | -65 | -61 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -9 | 47 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -205 | -425 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 322 | 494 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 118 | 69 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||||
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | Marktbewertung von Cashflow Sicherungen | Kosten der Absicherung |
| Stand am 01.10.2023 | 115 | 343 | -60 | 3.823 | 4 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | -61 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 269 | -13 | 0 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 297 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -27 | -13 | 0 |
| Stand am 30.06.2024 | 115 | 343 | -60 | 4.031 | -9 | 0 |
| Stand am 01.10.2024 | 115 | 343 | -60 | 4.154 | 11 | 0 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | -65 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 507 | 13 | 0 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 497 | 0 | 0 |
| davon sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 10 | 13 | 0 |
| Stand am 30.06.2025 | 115 | 343 | -60 | 4.596 | 23 | 0 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||
| in Mio. € | Währungsänderungen | Ertragsteuern | Anteile der Aktionäre der Aurubis AG | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.10.2023 | 24 | -5 | 4.244 | 1 | 4.245 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | -61 | 0 | -61 |
| Konzerngesamtergebnis | 1 | 4 | 261 | 0 | 261 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 297 | 0 | 297 |
| davon sonstiges Ergebnis | 1 | 4 | -36 | 0 | -36 |
| Stand am 30.06.2024 | 25 | -1 | 4.444 | 1 | 4.445 |
| Stand am 01.10.2024 | -2 | -5 | 4.555 | 1 | 4.556 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | -65 | 0 | -65 |
| Konzerngesamtergebnis | -23 | -2 | 496 | 0 | 496 |
| davon Konzernergebnis | 0 | 0 | 497 | 0 | 497 |
| davon sonstiges Ergebnis | -23 | -2 | -1 | 0 | -1 |
| Stand am 30.06.2025 | -24 | -7 | 4.985 | 1 | 4.987 |
| 9 Monate 2024/25 | ||||||
| Segment Multimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Sonstige | Summe | Überleitung/ Konsolidierung | Konzern gesamt | |
| in Mio. € | operativ | operativ | operativ | operativ | IFRS | IFRS |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 4.694 | 13.541 | 0 | |||
| Intersegmentumsätze | 4.324 | 130 | 0 | |||
| Außenumsätze | 370 | 13.411 | 0 | 13.781 | 0 | 13.781 |
| EBITDA | 97 | 436 | -71 | 462 | 373 | 835 |
| EBIT | 49 | 320 | -76 | 293 | 370 | 664 |
| EBT | 36 | 342 | -91 | 286 | 372 | 659 |
| ROCE (%)¹ | 0,6 | 17,6 | ||||
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der Definition der Segmente im Konzern.
1
Ermittlung unter Berücksichtigung des rollierenden operativen EBIT der letzten vier
Quartale.
| 9 Monate 2023/24 | ||||||
| Segment Multimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Sonstige | Summe | Überleitung/ Konsolidierung | Konzern gesamt | |
| in Mio. € | operativ | operativ | operativ | operativ | IFRS | IFRS |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Gesamtumsätze | 4.324 | 13.048 | 0 | |||
| Intersegmentumsätze | 3.960 | 473 | 0 | |||
| Außenumsätze | 364 | 12.575 | 0 | 12.939 | 0 | 12.939 |
| EBITDA | 149 | 417 | -90 | 475 | 35 | 510 |
| EBIT | 108 | 314 | -94 | 328 | 34 | 362 |
| EBT | 109 | 317 | -92 | 333 | 35 | 368 |
| ROCE (%)¹ | 10,4 | 16,1 | ||||
1
Ermittlung unter Berücksichtigung des rollierenden operativen EBIT der letzten vier
Quartale.
Die Aufgliederung der Außenumsätze nach Produktgruppen ist der folgenden Tabelle zu
entnehmen.
| Segment Multimetal Recycling | Segment Custom Smelting & Products | Summe | ||||
| in Mio. € | 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 | 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 | 9 Monate 2024/25 | 9 Monate 2023/24 |
| Gießwalzdraht | 0 | 0 | 4.788 | 4.609 | 4.788 | 4.609 |
| Kupferkathoden | 104 | 80 | 3.044 | 2.982 | 3.148 | 3.061 |
| Edelmetalle | 0 | 0 | 3.280 | 2.759 | 3.280 | 2.759 |
| Strangguss | 0 | 0 | 826 | 726 | 826 | 726 |
| Bänder, Profile und Formate | 0 | 0 | 754 | 972 | 754 | 972 |
| Sonstige | 266 | 285 | 719 | 527 | 985 | 811 |
| Gesamt | 370 | 364 | 13.411 | 12.575 | 13.781 | 12.939 |
Es ergaben sich keine wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
| ― |
Blisterkupfer: (auch "Blasenkupfer") Unraffiniertes, blasiges Kupfer; die Blasen (englisch: Blister) entstehen durch Ausscheiden der Gase beim Erstarrungsprozess; wird auch als Rohstoff eingekauft. |
| ― |
Formataufpreis: Entgelt für die Verarbeitung von Kupferkathoden zu Kupferprodukten. |
| ― |
Gießwalzdraht: In einem kontinuierlichen Verfahren hergestelltes Vorprodukt für die Produktion von Kupferdrähten. |
| ― |
Komplexe Materialien: Sowohl primäre als auch sekundäre Rohstoffe werden in dem Sinne komplexer, als die Gehalte an Kupfer abnehmen und die Konzentrationen an Begleitelementen und Verunreinigungen zunehmen. |
| ― |
Kupferkathoden: Qualitätsprodukt der Kupferelektrolyse (Kupfergehalt 99,99 %) und erstes börsenfähiges Produkt der Kupfererzeugung. |
| ― |
Kupferkonzentrat: Produkt aus der Aufbereitung (Anreicherung) von Kupfererzen, Hauptrohstoff bei Aurubis. Da Kupfer in seinen Erzen fast ausschließlich chemisch gebunden ist und in niedrigen Konzentrationen (zumeist unter 1 %) vorliegt, werden die Erze nach Förderung in der Mine in Aufbereitungsanlagen zu Konzentraten angereichert (Kupfergehalt 25 % bis 40 %). |
| ― |
Kupferprämie: Aufpreis für qualitativ hochwertige Kathoden, die unter anderem in der Produktion von Gießwalzdraht und Stranggussformate zum Einsatz kommen. |
| ― |
Metallergebnis: Metallmehrausbringen bewertet mit den entsprechenden Metallpreisen. |
| ― |
Metallmehrausbringen: Menge an Metallen, die eine Hütte über den bezahlten Metallinhalt der eingesetzten Rohstoffe hinaus ausbringen kann. |
| ― |
Primärhütte: Anlage zur Produktion von Kupfer aus Kupferkonzentraten. |
| ― |
Recyclingmaterialien: Materialien aus der Kreislaufführung von Stoffen. Sie entstehen als Reststoffe in |
| ― |
Produktionsprozessen oder bei der Aufbereitung von Alt- und Fehlprodukten. |
| ― |
Schmelzlöhne (TC/RCs), Raffinierlöhne (RCs): Treatment and Refining Charges (TC/RCs) und Refining Charges (RCs) sind Abschläge vom Metalleinkaufspreis für die Umwandlung von Rohstoffen in das Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle. |
| ― |
Sekundärhütte: Anlage zur Produktion von Kupfer aus Recyclingmaterialien. |
| ― |
Spotmarkt: Tagesgeschäft; Markt für prompte Lieferungen. |
| ― |
Stranggussformate: Entstehen durch ein kontinuierliches Gießverfahren, bei dem endlose Stränge erzeugt werden. Die Stranggussformate werden durch Walzen und Strangpressen zu Blechen, Folien, Profilen und Rohren weiterverarbeitet. |
| Capital Market Day | 8. Oktober 2025 |
| Geschäftsbericht 2024/25 | 4. Dezember 2025 |
| Quartalsmitteilung 3 Monate 2025/26 | 5. Februar 2026 |
| Hauptversammlung | 12. Februar 2026 |
| Zwischenbericht 6 Monate 2025/26 | 11. Mai 2026 |
| Quartalsmitteilung 9 Monate 2025/26 | 6. August 2026 |
| Geschäftsbericht 2025/26 | 2. Dezember 2026 |
Aurubis AG, Hovestraße 50, 20539 Hamburg
Ken Nagayama
Vice President Investor Relations
Telefon +49 40 7883-3178
k.nagayama@aurubis.com
Elke Brinkmann
Head of Investor Relations
Telefon +49 40 7883-2379
e.brinkmann@aurubis.com
Torben Rennemeier
Specialist Investor Relations
Telefon +49 152 2366 0716
t.rennemeier@aurubis.com