![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011STADA-Geschäftsbericht 2011STADA-KENNZAHLENscroll
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1)
Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten,
die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen
beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren
verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die
als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften
nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten
bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise
berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt
mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar. STADA IN KURZEDas Geschäftsmodell
Das Geschäftsjahr 2011 - gute operative Ertragsentwicklung bei hohen belastenden einmaligen Sondereffekten
Der Ausblick
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldungen der Gesellschaft vom
07.06.2010 und 01.03.2012. STADA-GESCHÄFTSBERICHT 2011VORWORT DES STADA-VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,im Geschäftsjahr 2011 lag die Umsatz- und operative Ertragsentwicklung von STADA im Rahmen unserer Erwartungen. Sowohl der Konzernumsatz als auch alle operativen Ertragskennzahlen, d.h. ohne Berücksichtigung von hohen belastenden einmaligen Sondereffekten, konnten im Berichtsjahr gesteigert werden. Erfreuliche Entwicklungen verzeichneten wir beispielsweise in einigen unserer zehn größten nationalen Märkte. In Deutschland erzielten verschiedene STADA-Tochtergesellschaften bei zahlreichen Ausschreibungen von Rabattverträgen, darunter auch großvolumige wie die 6. und 7. Runde der AOK, sehr starke Ergebnisse und so sehen wir im deutschen Markt für 2012 eine moderate Wachstumschance. In unserem zweitgrößten nationalen Markt Russland konnten wir den Umsatz deutlich steigern. In den so genannten Generika-Schwellenmärkten Italien und Spanien, die auf Grund ihrer derzeit noch relativ geringen Generika-Penetration auch in Zukunft weiteres Wachstum versprechen, erreichten wir ebenfalls erfreulich starke Umsatzzuwächse. In Serbien mussten wir in 2011 unerwartet leider hohe ertragsbelastende einmalige Sondereffekte ausweisen, da wir zu der Einschätzung kommen mussten, dass offene Forderungen unserer serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen voraussichtlich nicht mehr werthaltig sind. Nach intensiven Gesprächen mit höchsten serbischen Regierungskreisen hat die serbische Regierung allerdings mittlerweile eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben, so dass wir im serbischen Gesundheitssystem nun wieder die Chance für mehr Vertrauen in die Lieferbeziehungen aller Beteiligten untereinander und damit auch für positive Auswirkungen auf unsere Tochtergesellschaft Hemofarm sehen. Im Bereich der Produktentwicklung konnten wir neben einer unverändert hohen Anzahl erfolgreicher Neueinführungen im Berichtsjahr Lizenz- und Kooperationsverträge für die Entwicklung und spätere Vermarktung von Biosimilar-Produkten für die beiden monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab unterzeichnen. Mit Blick auf diese Vereinbarung zeigt sich, dass unsere strategische Entscheidung richtig war, von eigenen kostenintensiven Biosimilar-Entwicklungen Abstand zu nehmen und bei diesen Biosimilar-Projekten stattdessen auf Kooperationen und Lizenzen zu setzen. Denn damit haben wir uns den vertrieblichen Zugriff auf zwei Biosimilars mit besonders hohem Umsatzpotenzial für unsere europäischen Kernmärkte zu deutlich günstigeren Konditionen gesichert, als es mit einer Eigenentwicklung möglich gewesen wäre. Erfolgreich haben wir auch unsere forcierte Akquisitionspolitik umgesetzt. Herausragend ist dabei der Kauf eines Markenprodukt-Portfolios inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten, das u.a. so bekannte Markenprodukte wie Tramal® (Wirkstoff Tramadol) und Zaldiar® (Wirkstoffkombination Tramadol/Paracetamol) umfasst. Bei dieser in zwei Teilschritten zum 30.12.2011 und zum 31.01.2012 vollzogenen Transaktion konnten wir durch erfolgreiche Nachverhandlungen den zu zahlenden Kaufpreis für das Gesamtpaket von ursprünglich 360 Mio. € um 48 Mio. € auf letztendlich nur noch 312 Mio. € drücken. Mit dieser Akquisition haben wir unsere Präsenz in Mittel- und Osteuropa, einer der weltweit größten Wachstumsregionen, gestärkt und unsere Basis im Nahen Osten und damit unsere internationale Präsenz insgesamt weiter ausgebaut. Zudem eröffnen wir uns strategisch neue Vertriebswege für passende Produkte aus dem umfangreichen Konzern-Portfolio, die zukünftig über die erworbenen Vertriebsstrukturen in den entsprechenden Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten auch als Markenprodukte vermarktet werden können. Neben dem Kauf des britischen Markenprodukts Cetraben® haben wir zudem mit dem Zukauf eines Generika-Geschäfts in der Schweiz einschließlich der entsprechenden Vertriebsstrukturen auch unser Generika-Segment weiter gestärkt. Diese in 2011 vertraglich vereinbarte Transaktion konnte im Januar dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Unsere stabile Finanzierungsstruktur haben wir 2011 durch die erfolgreiche Aufnahme neuer Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. € zu günstigen Zinssätzen von durchschnittlich 4,27% für Laufzeiten von drei bis fünf Jahren weiter gefestigt und dabei auch das Fälligkeitsprofil der Konzernverbindlichkeiten über die nächsten Jahre geglättet. Das große Interesse bei dieser jüngsten Finanzierungsrunde zeigt uns, dass die Investoren unverändert großes Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit und langfristige Leistungsstärke von STADA haben. Bei der Umsetzung unseres konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive erzielen wir laufend weitere Fortschritte, die auch im vergangenen Jahr mit dazu beigetragen haben, das bereinigte EBITDA im Konzern wieder auf einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte zu steigern. Zusätzlich zu zahlreichen Maßnahmen zur internen Effizienzverbesserung in den Bereichen Produktion, Beschaffung und Lieferkette, Entwicklung, Qualitätsmanagement sowie Marketing und Vertrieb wurde im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres auch die irische Produktionsstätte des Konzerns verkauft. Neben der damit erreichten Reduktion des Personalstands um ca. 180 Mitarbeiter zielt dieser Verkauf darauf ab, durch die bereits initiierte sukzessive Überführung der Produktionsmengen aus der irischen Produktionsstätte in andere STADA-eigene Fertigungsstätten die dortige Auslastung zu verbessern und damit mittelfristig die Stückkosten der jeweiligen Produkte zu reduzieren. Die durch den Verkauf der irischen Fabrik angefallene einmalige Belastung liegt dabei unter den im Rahmen des "STADA - build the future"-Programms ursprünglich dafür einkalkulierten Aufwendungen. Der Kurs der STADA-Aktie war in 2011 sehr volatil und zeitweise stark rückläufig. Neben den weltweiten Börsenturbulenzen und einer damit verbundenen hohen Volatilität der weltweiten Aktienkurse insgesamt, der sich auch die STADA-Notierung nicht entziehen konnte, war der deutliche Kursrückgang unserer Aktie im 3. Quartal auf die zuvor erwähnten hohen belastenden einmaligen Sondereffekte zurückzuführen. Im 4. Quartal stabilisierte sich der Kurs jedoch - unter anderem infolge der von der serbischen Regierung abgegebenen Patronatserklärung. Im Ausblick erwarten wir auch künftig eine erfolgreiche Entwicklung. Für 2012 und 2013 gehen wir von einem weiteren Wachstum des Konzernumsatzes und der bereinigten Ertragskennzahlen aus. So sehen wir für 2012 beim bereinigten EBITDA wiederum die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit würden in 2012 bei diesen Kennzahlen erneut Rekordergebnisse erreicht werden. Darüber hinaus bekräftigen wir unsere für 2014 in Aussicht gestellte Langfristprognose, nach der wir bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. € auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. € und einen Konzerngewinn von ca. 215 Mio. € mindestens erreichen wollen. All dies - sowohl die Erfolge in 2011 als auch unsere künftigen Zielsetzungen - konnten und können wir nur dank des hohen Engagements und der großartigen Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen, denen ich dafür im Namen des gesamten Vorstands herzlich danken möchte. Unser Dank gilt zudem auch dem STADA-Aufsichtsrat und STADA-Beirat für die sachorientierte und durch gegenseitigen Respekt geprägte Zusammenarbeit.
Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG nahm im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. So überwachte der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand bei seiner Tätigkeit. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, bezog der Vorstand den Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig ein. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat monatlich durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Strategie sowie die Planung im Hinblick auf die Gesellschaft und den STADA-Konzern. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat - auch außerhalb von Sitzungen - über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität, wichtige Geschäftsvorfälle und Angelegenheiten von besonderer Bedeutung. Zudem prüfte und überwachte der Aufsichtsrat die Risikolage und die durch den Vorstand für das Risikomanagement getroffenen Maßnahmen. Der Vorstand erläuterte den Mitgliedern des Aufsichtsrats etwaige Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen. Sämtliche laut Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Vorgänge des Vorstands lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat behandelte und prüfte diese Vorgänge eingehend und beriet sie mit dem Vorstand, wobei regelmäßig der Nutzen, die Risiken und die Auswirkungen des jeweiligen Vorgangs im Mittelpunkt standen. Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der TätigkeitDer Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2011 (am 25.02., 25.03., 10.05., 15.06., 09.08., 05.10., 08.11. und 14.12.) insgesamt acht Sitzungen ab. Folgende Themen standen dabei u.a. im Mittelpunkt:
Besetzung des Vorstands und AufsichtsratsDie Besetzung des Vorstands und Aufsichtsrats blieb im Jahr 2011 unverändert. Arbeit der AusschüsseDie vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse, der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss, unterstützten den Aufsichtsrat im Berichtsjahr bei seiner Tätigkeit. Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2011 zu sechs Sitzungen zusammen (am 23.03., 09.05., 08.08., 27.09., 05.10. und 07.11.). Im Rahmen dessen befasste er sich vor allem mit den Ergebnissen, Kennzahlen, dem Rechnungswesen, den Konzernfinanzierungsgrundsätzen, dem internen Risikomanagement, der internen Revision und der Compliance sowie der Situation des Konzerns in Serbien infolge von Liquiditätsproblemen lokaler Pharma-Großhandlungen. Ferner berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat in einer Sitzung über die Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zum 30.06.2011 und des Konzernzwischenlageberichts. Des Weiteren befasste sich der Prüfungsausschuss mit der (Stichproben-)Prüfung nach § 342b Abs. 2 Satz 3 HGB der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung des STADA-Konzernabschlusses zum 31.12.2010 und des Konzernlageberichts 2010. In zwei Sitzungen im Geschäftsjahr 2011 (am 31.03. und 07.11.) befasste sich der Personalausschuss mit den für ihn relevanten Themenfeldern. Angesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss, wie ihn der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26.05.2010 empfiehlt, für strukturell entbehrlich. Der Aufsichtsrat bildete im Berichtsjahr ein Nominierungskomitee, bestehend aus den Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses. Das Nominierungskomitee hatte den Auftrag, Ziele und Profile für die Zusammensetzung des künftigen Aufsichtsrats zu erarbeiten. Der Gesamtaufsichtsrat beschloss die vom Nominierungskomitee vorgelegten Ziele und einen Besetzungsplan für die Zusammensetzung der im Jahr 2013 neu zu wählenden Aufsichtsräte der Vertreter der Anteilseigner. Einzelheiten der vom Gesamtaufsichtsrat beschlossenen Ziele und des Besetzungsplans können Sie dem Corporate Governance Bericht entnehmen. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informierten das Aufsichtsratsplenum in dessen ordentlichen Sitzungen regelmäßig umfassend über ihre Arbeit. Corporate GovernanceAuch im Geschäftsjahr 2011 beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen und berücksichtigten dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Die auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26.05.2010 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam am 01.09.2011 abgegebene neue Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz ist in diesem Geschäftsbericht unter dem Kapitel "Corporate Governance Bericht" abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com öffentlich zugänglich. Der Aufsichtsrat führte im Berichtsjahr unter Hinzuziehung eines externen Beraters wieder (wie bereits in den Jahren 2007 und 2009) eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2011 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Prüfungsausschuss hat den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und dazu auch die Berichte des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung einbezogen. In einer Sitzung des Prüfungsausschusses berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses beschäftigten sich intensiv mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten und besprachen diese mit dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss erhob keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat die Abschlüsse und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht zu billigen und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen. Auf der Grundlage der Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss prüfte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2011 sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die Arbeit und die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 keine Einwände und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich den im Lagebericht des Vorstands jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick an. Ferner schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 0,37 € je STADA-Stammaktie vorsieht, an. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Vorstands, dass die im Jahr 2011 zu verzeichnenden hohen außerordentlichen Ertragsbelastungen in Serbien einmaligen Charakter haben sollten und die nachhaltige Ertrags- und Dividendenfähigkeit von STADA davon unbeeinflusst bleibt. Der Aufsichtsrat spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns, dem Vorstand und dem Management für die engagierte Arbeit und das gute Ergebnis im herausfordernden Geschäftsjahr 2011 seinen Dank aus.
Bad Vilbel, 22. März 2012 Dr. Martin Abend, Aufsichtsratsvorsitzender DAS GESCHÄFTSJAHR 2011 IM ÜBERBLICKscroll
1)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Gute operative Ertragsentwicklung bei hohen belastenden einmaligen SondereffektenIm Geschäftsjahr 2011 lag die Umsatz- und operative Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns, d.h. ohne Berücksichtigung von hohen belastenden einmaligen Sondereffekten, im Rahmen des zu Jahresbeginn veröffentlichten Ausblicks des Vorstands. Der Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen nationalen Märkten - um 5% auf 1.715,4 Mio. € (Vorjahr: 1.627,0 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basieren, nahm der Konzernumsatz in 2011 um 5% zu. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren im Geschäftsjahr 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertminderungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen (vgl. "Ertragslage -Ergebnis- und Kostenentwicklung") - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigen Ertragskennzahlen des Vorjahres. Das ausgewiesene operative Ergebnis ging im Berichtsjahr um 26% auf 120,1 Mio. € (Vorjahr: 161,8 Mio. €) zurück. Der ausgewiesene Konzerngewinn reduzierte sich um 68% auf 22,0 Mio. € (Vorjahr: 68,4 Mio. €). Das EBITDA wies einen Rückgang von 17% auf 223,2 Mio. € (Vorjahr: 268,8 Mio. €) auf. Bereinigt um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten und nicht operativ bedingten Effekten aus Zinssicherungsgeschäften (Vorjahr: bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften) zeigte das bereinigte operative Ergebnis in 2011 ein Plus von 8% auf 257,6 Mio. € (Vorjahr: 239,3 Mio. €) und erreichte damit einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Der bereinigte Konzerngewinn verzeichnete einen Anstieg von 10% auf 146,6 Mio. € (Vorjahr: 133,3 Mio. €). Das bereinigte EBITDA nahm um 7% auf 337,2 Mio. € (Vorjahr: 315,9 Mio. €) zu. Unter Ausklammerung der hohen belastenden einmaligen Sondereffekte erzielte der Konzern aus Sicht des Vorstands im Berichtsjahr insgesamt ein gutes operatives Ergebnis. Basis hierfür ist das nachhaltige Geschäftsmodell von STADA, das sich auch bei einer Kumulation belastender Einflussfaktoren bewährt und deutlich positive Erträge generiert. Stabile Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns ist nach Einschätzung des Vorstands unverändert stabil. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2011 30,9% (31.12.2010: 34,6%) und lag damit weiterhin über der vom Vorstand angestrebten Mindestquote. Die Nettoverschuldung belief sich zum Bilanzstichtag auf 900,3 Mio. € (31.12.2010: 864,1 Mio. €). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag in 2011 bei 2,7 (Vorjahr: 2,7) und somit unterhalb des vom Vorstand anvisierten Werts von maximal 3. Damit blieb dieser Wert konstant - ungeachtet des belastenden stichtagsbezogenen Effekts, dass der Vollzug der Teilakquisition des Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und im Nahen Osten unmittelbar vor Jahresende zum 30.12.2011 die Verschuldung zum Bilanzstichtag bereits erhöht hat, ohne dass daraus bereits ein EBITDA-Beitrag einbezogen werden konnte. Unter Ausklammerung dieses Stichtagseffekts lag das Verhältnis der so adjustierten Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA sogar bei nur noch 2,5. Die langfristige Refinanzierungsstruktur konnte der Konzern im Berichtsjahr durch die erfolgreiche Aufnahme von neuen Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. € weiter stärken. Somit bestanden zum 31.12.2011 neben einer in 2010 begebenen fünfjährigen Unternehmensanleihe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 4,00% p.a. zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns langfristige Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2012-2016 in Höhe von insgesamt 729,5 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 169,0 Mio. € (Vorjahr: 194,8 Mio. €). Der Free Cashflow betrug -18,1 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow reduzierte sich auf 123,3 Mio. € (Vorjahr: 135,0 Mio. €). Außerbilanzielle VermögenswerteNeben den bilanzierten Vermögenswerten verfügt der Konzern auch über nur teilweise quantifizierbare außerbilanzielle Vermögenswerte wie bspw. die hohe internationale Reputation der STADA Arzneimittel AG und der einzelnen nationalen Tochtergesellschaften, die u.a. im Rahmen von Neugeschäft oder in gesundheitspolitischen Diskussionen ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Ein weiterer bedeutender außerbilanzieller Vermögenswert, der sich durch Schätzungen annähernd beziffern lässt, liegt in zum Teil bilanziell nach IFRS nicht ausweisbaren Geschäfts- oder Firmenwerten konsolidierter Konzerngesellschaften. Im Rahmen von kontinuierlichen Werthaltigkeitsprüfungen führt zwar jede festgestellte Minderung von Geschäfts- oder Firmenwerten zu einer Wertberichtigung und damit zu einer Reduzierung der entsprechenden Bilanzposition. Etwaige festgestellte Steigerungen von Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen jedoch nicht für Zuschreibungen genutzt werden. Darüber hinaus darf gemäß IFRS bei selbst gegründeten Konzerngesellschaften kein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden. Legt man für alle konsolidierten Unternehmen mit Geschäfts- und Firmenwert die bei STADA üblichen Kriterien der Werthaltigkeitsprüfung an, so ergeben sich derzeit allein bei diesen Unternehmen Nutzungswerte in Höhe von mehr als 500 Mio. €, die bilanziell nicht als Vermögenswert ausgewiesen werden dürfen. Erfolgreiche Produktentwicklung und Kooperation bei Biosimilar-AktivitätenMit dem weiteren Ausbau des Produkt-Portfolios und der weltweiten Einführung von 600 einzelnen Produkten in einzelnen nationalen Märkten (Vorjahr: 572 Produkteinführungen) stellte der Konzern im Berichtsjahr erneut die Stärke der STADA-Produktentwicklung unter Beweis. Ferner konnte STADA im Bereich der Produktentwicklung in 2011 mit der Gedeon Richter Plc. Lizenz- und Kooperationsverträge für die Entwicklung und Vermarktung von zwei Biosimilar-Produkten für die monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab unterzeichnen. Forcierte Akquisitionspolitik mit attraktiven ZukäufenMit dem Ziel, das organische Konzernwachstum durch externe Wachstumsimpulse zu ergänzen, verfolgte STADA im Geschäftsjahr 2011 eine forcierte Akquisitionspolitik. Dabei standen zum einen die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Fokus auf wachstumsstarke Schwellenländer und zum anderen der Ausbau sowie die Internationalisierung des Kernsegments Markenprodukte im Vordergrund. Herausragend ist dabei der Kauf eines Produkt-Portfolios überwiegend verschreibungspflichtiger Markenprodukte inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten, das u.a. die Markenprodukte Tramal® 1) , Zaldiar® 2) , Transtec® 3) und Palexia® 4) umfasst. 5) Bei dieser in zwei Teilschritten zum 30.12.2011 und im laufenden Geschäftsjahr zum 31.01.2012 vollzogenen Transaktion konnte durch Nachverhandlungen der zu zahlende Kaufpreis für das Gesamtpaket von ursprünglich ca. 360 Mio. € auf noch ca. 312 Mio. € reduziert werden. Mit dieser Akquisition hat STADA die internationale Präsenz weiter ausgebaut und sich strategisch neue Vertriebswege für passende Produkte aus dem umfangreichen Konzern-Portfolio eröffnet, die zukünftig über die erworbenen Vertriebsstrukturen in den entsprechenden Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten auch als Markenprodukte vermarktet werden können. Neben dem Kauf des britischen Markenprodukts Cetraben® für ca. 34,6 Mio. € 6) wurde zudem mit dem Zukauf eines Generika-Geschäfts in der Schweiz einschließlich der entsprechenden Vertriebsstrukturen auch das Generika-Segment des Konzerns weiter gestärkt. 7) Diese in 2011 vertraglich vereinbarte Transaktion konnte im laufenden Geschäftsjahr zum 31.01.2012 zu einem Kaufpreis von ca. 78 Mio. € erfolgreich abgeschlossen werden. Weitere konsequente und erfolgreiche Umsetzung von "STADA - build the future"Auch bei der Umsetzung des für den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive erzielt STADA laufend weitere Fortschritte. Zusätzlich zu zahlreichen Maßnahmen zur internen Effizienzverbesserung in den Bereichen Produktion, Beschaffung und Lieferkette, Entwicklung, Qualitätsmanagement sowie Marketing und Vertrieb wurde im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres auch die irische Produktionsstätte des Konzerns verkauft (vgl. "Nachtragsbericht"). 8) Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten 9) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland 10) .
1)
Wirkstoff: Tramadol zur Behandlung von Schmerzuständen. Insgesamt wird STADA voraussichtlich bereits im laufenden Geschäftsjahr und damit ein Jahr früher als geplant den für den Zeitraum 2010 bis 2013 geplanten Personalabbau von ca. 10% der damaligen Belegschaft in Höhe von ca. 800 Mitarbeitern erreichen. Auch bei den angestrebten EBITDA-Verbesserungen erreichte STADA auf dem um einmalige Sondereffekte bereinigten Niveau die für 2011 angestrebten Zwischenziele. Dies trug nach Auffassung des Vorstands wesentlich dazu bei, dass STADA beim bereinigten EBITDA in 2011 erneut einen Spitzenwert erzielen konnte. Erfolgreiche Aufnahme von SchuldscheindarlehenZur Finanzierung der in 2011 getätigten Akquisitionen und zur Refinanzierung auslaufender Schuldscheindarlehen nahm STADA im Berichtsjahr erfolgreich Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. € auf. Die neu aufgenommenen Schuldscheindarlehen bestehen aus vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren, die teilweise mit einer variablen und teilweise mit einer fixen Verzinsung versehen sind. Der fixe Zinssatz liegt dabei mit durchschnittlich 4,27% p.a. deutlich unter dem Zinssatz, zu dem sich STADA durch die alternativ erwogene Platzierung einer Unternehmensanleihe zu den damaligen Marktbedingungen hätte finanzieren können. Durch die Aufnahme der neuen Schuldscheindarlehen konnte STADA das Fälligkeitsprofil der Konzernverbindlichkeiten über die nächsten Jahre glätten und die stabile Finanzierungsstruktur weiter stärken. Sehr hohe Volatilität des STADA-AktienkursesDer Kurs der STADA-Aktie war in 2011 sehr volatil und zeitweise stark rückläufig. Neben den weltweiten Börsenturbulenzen und einer damit verbundenen hohen Volatilität der weltweiten Aktienkurse insgesamt, der sich auch die STADA-Notierung nicht entziehen konnte, war der deutliche Kursrückgang im 3. Quartal 2011 auf eine zuvor publizierte Ad-hoc-Meldung zu hohen belastenden einmaligen Sondereffekten auf Grund eines gestiegenen Ausfallrisikos von offenen Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen zurückzuführen. Im 4. Quartal 2011 stabilisierte sich der STADA-Kurs und schloss zum Jahresende mit 19,25 €. Damit lag der Schlusskurs 2011 um 24% unter dem des Vorjahres und um 34% über dem des Jahrestiefs. DividendenvorschlagDer STADA-Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, der nächsten Hauptversammlung am 30.05.2012 zu empfehlen, für das Geschäftsjahr 2011 ungeachtet des durch die hohen belastenden einmaligen Sondereffekte rückläufigen ausgewiesenen Konzerngewinns eine unveränderte Dividende von 0,37 € je Stammaktie (Vorjahr: 0,37 €) auszuschütten. Die sich daraus ergebende Ausschüttungssumme von 21,8 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €) entspricht einer gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Ausschüttungsquote von ca. 99% des ausgewiesenen Konzerngewinns. Der Vorstand hat sich bei diesem Dividendenvorschlag davon leiten lassen, dass die in 2011 zu verzeichnenden hohen außerordentlichen Ertragsbelastungen in Serbien einmaligen Charakter haben sollten und die nachhaltige Ertrags- und Dividendenfähigkeit von STADA davon unbeeinflusst bleibt. Etabliertes und umfassendes Chancen- und RisikomanagementDas im STADA-Konzern etablierte und umfassende Chancen- und Risikomanagement-System ist darauf ausgerichtet, kontinuierlich bedeutende und bestandsgefährdende Risiken zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und potenzielle Maßnahmen aufzuzeigen, die im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Mit Blick auf den derzeitigen Stand des Chancen- und Risikomanagement-Systems geht der Vorstand davon aus, dass STADA auch künftig mit herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert sein wird, zugleich aus heutiger Sicht aber keine Risiken erkennbar sind, die allein oder kombiniert den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten - zumal mit Blick auf die sich gleichzeitig bietenden Chancen. AusblickDie Umsatz- und Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns wird weiterhin durch teilweise stimulierende, aber teilweise auch sehr herausfordernde Rahmenbedingungen in den verschiedenen nationalen Märkten, in denen STADA aktiv ist, geprägt sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht für 2012 und 2013 jedoch eine weitere klare Steigerung des Konzernumsatzes, insbesondere auch unter Einbezug der aktuellen Akquisitionen, des Kaufs des Markenprodukt-Pakets von Grünenthal 1) für zahlreiche nationale Märkte sowie des Kaufs des Generika-Geschäfts der Spirig Healthcare 2) . Dabei geht der Vorstand aus heutiger Sicht davon aus, dass in 2012 und 2013 in beiden Kernsegmenten ein Umsatzwachstum erreicht werden kann. Das Segment Markenprodukte wird dabei voraussichtlich überproportional wachsen, so dass der Anteil der Markenprodukte am Konzernumsatz damit weiter steigen wird. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten 3) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland 4) . Trotz dieser ertragsbelastenden einmaligen Sondereffekte aus der weiteren Umsetzung des "STADA - build the future"-Programms erwartet der Vorstand beim ausgewiesenen Konzerngewinn für 2012 eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu 2011. Auch bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der STADA-Vorstand im Konzern für 2012 und 2013 von einem weiteren Wachstum aus und sieht dabei für 2012 bei dem um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA aus heutiger Sicht die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit werden in 2012 erneut Rekordergebnisse bei diesen Kennzahlen angestrebt. Zudem bekräftigt der Vorstand seine für 2014 5) in Aussicht gestellte Langfristprognose, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. € auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. € und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. € mindestens erreicht werden sollen. Die aktuellen Akquisitionen des Konzerns, die STADA organisch, d.h. ohne Kapitalerhöhung, finanziert, geben dem Vorstand eine ausgeprägte Sicherheit, dass ungeachtet der weiterhin bestehenden operativen Herausforderungen in einzelnen nationalen Märkten diese langfristigen Wachstumsziele mindestens erreicht werden.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
12.05.2011 sowie Ad-hoc-Aktualisierungen der Gesellschaft vom 22.07.2011,
30.12.2011, 01.01.2012, 27.01.2012 und 31.01.2012. PERSONALIADer STADA-Aufsichtsrat (Stand 01.03.2012)Dr. Martin Abend, Dresden (Vorsitzender) Manfred Krüger 1) , Mühlheim am Main (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Eckhard Brüggemann, Herne Heike Ebert 1) , Niddatal Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dresden Dieter Koch, Kiel Constantin Meyer, Seelze Carl Ferdinand Oetker, Düsseldorf Karin Schöpper 1) , Bad Vilbel Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. Der STADA-Vorstand (Stand 01.03.2012)Hartmut RetzlaffVorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands seit 1993 Vorstandsvorsitzender seit 1994 Vertrag bis 31.08.2016 Helmut KraftVorstand Finanzen Mitglied des Vorstands seit 2010 Vertrag bis 31.12.2014 Dr. Axel MüllerVorstand Produktion und Entwicklung Mitglied des Vorstands seit 2010 Vertrag bis 31.12.2014 Die Mitglieder des Vorstands sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. Der STADA-Beirat (Stand 01.03.2012)Die Mitglieder des STADA-Beirats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats berufen. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Beirats den Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung stehen. Der für fünf Jahre von 2009 bis 2013 neu berufene Beirat umfasst zurzeit folgende ordentliche Mitglieder: Frank Füßl, Frankfurt am Main (Vorsitzender) Dr. Thomas Meyer, Seelze (stellvertretender Vorsitzender) Rika Aschenbrenner, Mainburg Wolfgang Berger, Gießen Gerd Berlin, Haßloch Alfred Böhm, München Jürgen Böhm, Kirchhain Axel Boos, Darmstadt Reimar Michael von Kolczynski, Stuttgart Dr. Frank-R. Leu, Gießen Dr. Hanns-Dietrich Rahn, Wiesbaden Dr. Wolfgang Schlags, Mayen Jürgen Schneider, Offenbach Die Mitglieder des Beirats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen DIE STADA-AKTIEscroll
KapitalstrukturZum 31.12.2011 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 153.312.536 € (31.12.2010: 153.078.536 €) in 58.966.360 vinkulierte 1) Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2010: 58.876.360 Namensaktien). Die Veränderungen zum Vorjahr resultierten aus der Ausübung von 4.500 Optionsscheinen 2000/2015 2) . Damit standen zum 31.12.2011 noch 171.193 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 3.243.860 vinkulierten STADA-Namensaktien aus. scroll
Kursverlauf der STADA-Aktie durch sehr hohe Volatilität gekennzeichnetIn 2011 war der Kurs der STADA-Aktie sehr volatil und zeitweise stark rückläufig. Neben den weltweiten Börsenturbulenzen und einer damit verbundenen hohen Volatilität der weltweiten Aktienkurse insgesamt, der sich auch die STADA-Notierung nicht entziehen konnte, war der deutliche Kursrückgang im 3. Quartal 2011 auf eine zuvor publizierte Ad-hoc-Meldung 3) zu hohen belastenden einmaligen Sondereffekten auf Grund eines gestiegenen Ausfallrisikos von offenen Forderungen der serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen zurückzuführen. Im 4. Quartal 2011 stabilisierte sich der Kurs - auch infolge einer von der serbischen Regierung abgegebenen Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen 4) , Notierte die STADA-Aktie zum 31.03.2011 bei 27,34 €, betrug der Kurs zum 30.06.2011 27,00 € und lag zum 30.09.2011 bei 15,81 €. Zum Jahresende 2011 belief sich die Notierung auf 19,25 €, während der Jahresschlusskurs 2010 bei 25,38 € gelegen hatte. Damit war die STADA-Aktie im Jahresverlauf 2011 um ca. 24% rückläufig und um ca. 34% höher als der Jahrestiefstkurs von 14,40 €. Die für STADA relevanten nationalen Vergleichsindices waren im Jahresverlauf 2011 beide rückläufig. Der deutsche Leitindex DAX®5) reduzierte sich in 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 15%. Der MDAX®6) , dem die STADA-Aktie angehört, verzeichnete im selben Zeitraum ein Minus von 12% (jeweils XETRA®7) -Schlusskurse). Die STADA-Marktkapitalisierung belief sich zum Jahresende 2011 auf 1,135 Mrd. €. Zum Vorjahresende hatte sie 1,494 Mrd. € betragen. Gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG, die nur den Streubesitz berücksichtigt, nahm STADA bei der Marktkapitalisierung in 2011 im MDAX® Platz 22 ein. Im Jahr zuvor hatte STADA in dieser Kategorie ebenfalls Platz 22 belegt.
1)
Die vinkulierten STADA-Namensaktien können
satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister
eingetragen werden und gewähren laut Satzung jeweils eine Stimme in
der Hauptversammlung. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher
im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt,
an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte
auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe
Sonderrechte zu. Beim Handelsvolumen im XETRA® -Handel und am Börsenplatz Frankfurt am Main lag der durchschnittliche Tagesumsatz der STADA-Aktie in 2011 insgesamt bei 10,0 Mio. €. 2010 hatte das durchschnittliche Handelsvolumen der STADA-Aktie pro Tag 12,4 Mio. € betragen. Damit war STADA beim Handelsvolumen nach der Indexsystematik der Deutschen Börse AG in 2011 auf Platz 19. Im Vorjahr hatte STADA in diesem Bereich Rang 11 belegt. scroll
Breite Streuung der AktionärsstrukturInsgesamt waren zum 31.12.2011 ca. 44.000 Aktionärinnen und Aktionäre am Grundkapital der STADA Arzneimittel AG beteiligt. Nach den Ergebnissen von regelmäßig stattfindenden Analysen zur Aktionärsstruktur des Unternehmens geht STADA davon aus, dass mindestens ca. 57% der STADA-Aktien von institutionellen Investoren gehalten werden und sich ca. 13% im Besitz von Apothekern und Ärzten befinden. 2011 verkaufte STADA im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 4.315 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 20,76 €. Zum 31.12.2011 waren damit 96.391 eigene Aktien im Bestand des Unternehmens, während STADA per 31.12.2010 100.706 eigene Aktien gehalten hatte. Zum 31.12.2011 geht STADA gemäß den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen zur Über- bzw. Unterschreitung von Meldeschwellen nach § 21 Absatz 1 WpHG davon aus, dass die SKAGEN AS 2) , Stavanger, Norwegen, und die Gryphon International Investment Corporation 3) , Toronto/Ontario, Kanada, einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3% halten. Bei dem Anteilsbesitz der Gryphon International Investment Corporation sind 3,15% der Gryphon International Investment Corporation, Toronto/Ontario, Kanada, und 0,05% der Gryphon Investment Counsel Inc., Toronto/Ontario, Kanada, zuzurechnen. Darüber hinaus geht STADA gemäß der der Gesellschaft vorliegenden Meldung zur Über- bzw. Unterschreitung von Meldeschwellen nach § 21 Absatz 1 WpHG davon aus, dass die DWS Investment GmbH4) , Frankfurt am Main, Deutschland, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG 4) , London, Großbritannien, einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 5%, und zwar 5,381%, hält. Den Regelungen der Deutschen Börse AG zufolge beträgt der Freefloat der STADA Arzneimittel AG damit unverändert 100%.
1)
Vorschlag. Directors-DealingsIm Geschäftsjahr 2011 meldete STADA auf Basis der dem Unternehmen vorliegenden Informationen insgesamt drei Directors-Dealings in Form von Käufen.
Im Rahmen von Directors-Dealings erfolgten nach den dem Unternehmen vorliegenden Informationen im Berichtsjahr keine Verkäufe. CORPORATE GOVERNANCE BERICHTDer Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB befinden sich auf der STADA-Website unter www.stada.de/cg bzw. www.stada.com/cg. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB beinhaltet die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse. 1. Entsprechenserklärung 2011Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Berichtsjahr eingehend mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und die nachfolgende Entsprechenserklärung abgegeben. Sie ist, ebenso wie vorangegangene Entsprechenserklärungen, auf der STADA-Website unter www.stada.de/cg bzw. www.stada.com/cg veröffentlicht. Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGDen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26.05.2010 (veröffentlicht am 02.07.2010 im elektronischen Bundesanzeiger) wird mit folgenden Abweichungen entsprochen: Ziffer 5.3.3: Nominierungsausschuss für AufsichtsratswahlenAngesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen solchen zusätzlichen Ausschuss für strukturell entbehrlich, hat aber die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses mit der Aufgabe eines Nominierungskomitees beauftragt; damit wird auch eine sonst nach der Satzung der Gesellschaft anfallende zusätzliche Vergütung für in einem solchen Ausschuss tätige Aufsichtsratsmitglieder vermieden. Ziffer 5.4.1 Absatz 2: Benennung von Zielen für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat mit der Arbeit zur Benennung von konkreten Zielen für seine Zusammensetzung begonnen und wird diese rechtzeitig vor der nächsten Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern vorlegen. Ziffer 6.6 Absätze 1 und 2: Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsErwerb und Veräußerung von Aktien der Gesellschaft einschließlich Optionen durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie durch die im Gesetz genannten in einer engen Beziehung zu ihnen stehenden Personen werden der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß den gesetzlichen Vorschriften mitgeteilt und von der Gesellschaft gemäß den gesetzlichen Bestimmungen publiziert. Der jeweilige Besitz an Aktien und von darauf bezogenen Erwerbs- oder Veräußerungsrechten (z.B. Optionen) der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wird jedoch nicht im Anhang zum Konzernabschluss veröffentlicht. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist. Entsprechend erfolgt auch keine Angabe im Corporate Governance Bericht. Seit der letzten Entsprechenserklärung im 4. Quartal 2010 entsprach die STADA Arzneimittel AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der damals geltenden Fassung mit folgenden Abweichungen:Ziffer 4.2.3 Absatz 5: Regelungen zu Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der VorstandstätigkeitDie Regelungen bestehender Vorstandsverträge entsprechen in Bezug auf Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit nur für den Fall des Vorstandsvorsitzenden nicht dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Auch für die Zukunft schließt der Aufsichtsrat nicht aus, Vorstandsverträge mit Regelungen zu schließen, die diesbezüglich dem Deutschen Corporate Governance Kodex nicht entsprechen. Der Aufsichtsrat vertritt die Position, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen nicht einzelne Detailregelungen präjudiziert sein dürfen, sondern dass für den Aufsichtsrat der gesetzliche Rahmen zur Ausgestaltung von Vorstandsverträgen voll ausnutzbar sein muss, um eine situativ optimale Vorstandsbesetzung zu erreichen. Ziffer 5.3.3: Nominierungsausschuss für AufsichtsratswahlenAngesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen solchen zusätzlichen Ausschuss für strukturell entbehrlich, hat aber die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses mit der Aufgabe eines Nominierungskomitees beauftragt; damit wird auch eine sonst nach der Satzung der Gesellschaft anfallende zusätzliche Vergütung für in einem solchen Ausschuss tätige Aufsichtsratsmitglieder vermieden. Ziffer 5.4.1 Absatz 2: Benennung von Zielen für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat mit der Arbeit zur Benennung von konkreten Zielen für seine Zusammensetzung begonnen und wird diese rechtzeitig vor der nächsten Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern vorlegen. Ziffer 6.6 Absätze 1 und 2: Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsErwerb und Veräußerung von Aktien der Gesellschaft einschließlich Optionen durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie durch die im Gesetz genannten in einer engen Beziehung zu ihnen stehenden Personen werden der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß den gesetzlichen Vorschriften mitgeteilt und von der Gesellschaft gemäß den gesetzlichen Bestimmungen publiziert. Der jeweilige Besitz an Aktien und von darauf bezogenen Erwerbs- oder Veräußerungsrechten (z.B. Optionen) der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wird jedoch nicht im Anhang zum Konzernabschluss veröffentlicht. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist. Entsprechend erfolgt auch keine Angabe im Corporate Governance Bericht. Für STADA sind die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine allgemeine Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit. In der täglichen Praxis können sich allerdings in Einzelfällen Situationen ergeben, in denen die Anwendung des Kodex zu Einschränkungen in der Flexibilität des Unternehmens oder in der bisher bewährten Unternehmenspraxis führen könnte. In diesen Einzelfällen kann es entgegen der Entsprechenserklärung zu einzelnen Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex kommen. STADA wird jedoch die Einhaltung des Kodex und die oben genannten Ausnahmen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
Bad Vilbel, den 01. September 2011 gez. Dr. Martin Abend, Vorsitzender des Aufsichtsrats gez. Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender 2. Relevante Angaben zu UnternehmenspraktikenCorporate GovernanceDie STADA Arzneimittel AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und verfügt über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur aus Vorstand und Aufsichtsrat. Das dritte Gesellschaftsorgan ist die Hauptversammlung. Darüber hinaus gibt es satzungsgemäß einen Beirat. Nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine gute Corporate Governance eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat der STADA verstehen unter Corporate Governance ein umfassendes Konzept für eine verantwortungsvolle, transparente und wertorientierte Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass die Corporate Governance in allen Bereichen bei STADA aktiv gelebt und ständig weiterentwickelt wird. Neben gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex umfasst Corporate Governance bei STADA auch die Standards des internen Kontrollsystems und der Compliance, die Regelungen zu den Organisations- und Aufsichtspflichten im Unternehmen sowie die STADA-unternehmensinternen Richtlinien und gemeinsamen Grundsätze und Werte. Risikomanagement und Interne RevisionEin Element guter Corporate Governance ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. STADA verfügt über ein systematisches Risikomanagement und Kontrollsystem, das den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen und unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils zu reagieren. Das STADA Risikomanagement und Kontrollsystem trägt damit zum Unternehmenserfolg bei. Das Risikomanagement ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision. Einzelheiten hierzu sind dem Lagebericht unter "Chancen- und Risikobericht" zu entnehmen. Der Bereich Interne Revision unterstützt darüber hinaus den Vorstand als unabhängige Funktion außerhalb des operativen Tagesgeschäfts. Der Bereich beurteilt interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen optimierte Geschäftsprozesse, reduzierte Kosten und gesteigerte Effizienz zu erhalten und unternehmensintern gesetzte Ziele zu erreichen. Ausgeprägte Compliance-KulturDer Code of Conduct von STADA stellt die konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinie für alle Führungskräfte und Mitarbeiter der STADA-Gruppe dar und ist Basis aller Compliance-Tätigkeiten. Ziel des Code of Conduct ist es, allen Mitarbeitern bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit zur Seite zu stehen und ihnen Orientierung für richtiges Verhalten zu geben. Darüber hinaus konkretisieren interne Richtlinien, die so genannten Corporate Policies, diese Verhaltensrichtlinien zu spezifischen Themen. Dementsprechend erfolgen alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze. Der für das Compliance-Management-System verantwortliche Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstand, koordiniert das gesamte System und nimmt - ggf. auch anonyme - Beschwerden und Hinweise entgegen. Unterstützt wird er dabei in Deutschland von einem externen Ombudsmann und international von Compliance-Managern. Um die Einhaltung von externen gesetzlichen Vorgaben und unternehmensinternen Regelungen zur Compliance in effektiver Weise zu gewährleisten, überprüft STADA das Compliance-Management-System regelmäßig und entwickelt es weiter. Qualität und Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie STADA-LeitbildDetails zu den Themen "Qualität und Sicherheit" und "Nachhaltigkeit und Umwelt" sowie zu dem Leitbild von STADA sind in diesem Geschäftsbericht unter den Kapiteln "Produktentwicklung" bzw. "Verantwortung und Nachhaltigkeit" zu finden. 3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenVorstand und Aufsichtsrat von STADA arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und treffen nach eingehender Beratung grundlegende strategische Entscheidungen gemeinsam. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen Berichtspflicht regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand im Rahmen der Umsetzung der Strategie. Darüber hinaus hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der Gesellschaft und des Konzerns. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung und haben sich jeweils eine Geschäftsordnung gegeben. a) VorstandDer Vorstand wird nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Mitglieder des Vorstands für eine Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Vorstand leitet die Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Die Mitglieder des Vorstands sind gemeinsam für die Unternehmensleitung verantwortlich. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung und des Geschäftsverteilungsplans. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG besteht satzungsgemäß aus mindestens zwei Personen. Zum Bilanzstichtag bestand der Vorstand aus drei Mitgliedern mit der folgenden Ressortaufteilung:
Arbeitsweise des VorstandsUngeachtet der Gesamtverantwortung des Vorstands leitet jedes Mitglied des Vorstands seinen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Die Verteilung der Geschäftsbereiche auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem Geschäftsverteilungsplan, der Bestandteil der Geschäftsordnung für den Vorstand ist. Über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher und/oder strategischer Bedeutung oder von besonderem Gewicht für das Unternehmen entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit. Alle Mitglieder des Vorstands haben sich über die wesentlichen Vorgänge innerhalb der Geschäftsbereiche zu unterrichten. Über Vorgänge, die auch den Geschäftsbereich eines anderen Mitglieds des Vorstands berühren, muss sich das Mitglied des Vorstands zuvor mit anderen beteiligten Mitgliedern des Vorstands abstimmen. Nach der Geschäftsordnung für den Vorstand obliegt dem Vorstandsvorsitzenden die Koordination des Gesamtvorstands. Der Vorstandsvorsitzende repräsentiert den Vorstand und die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber Behörden, Verbänden, Wirtschaftsorganisationen und Publikationsorganen. Er kann diese Aufgabe für bestimmte Bereiche oder im Einzelfall auf ein anderes Mitglied des Vorstands übertragen. Der Vorstand trifft sich regelmäßig zu Vorstandssitzungen, die von dem Vorstandsvorsitzenden einberufen werden. Auf Verlangen eines Vorstandsmitglieds ist der Vorstandsvorsitzende zur Einberufung einer Vorstandssitzung verpflichtet. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder des Vorstands können ihre Stimmen schriftlich, in Textform oder fernmündlich abgeben. Vertretung ist unzulässig. Beschlüsse können auch im Umlaufverfahren gefasst werden, wenn kein Mitglied des Vorstands widerspricht. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Ist der Vorstandsvorsitzende abwesend oder verhindert, so ist bei Stimmengleichheit der Beschlussvorschlag abgelehnt. Für bestimmte in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegte Geschäfte muss der Vorstand die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG hat keine Vorstandsausschüsse eingerichtet. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung des Vorstands ist jedes Mitglied des Vorstands verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Ausübung von Nebentätigkeiten, insbesondere die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, bedarf der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands der STADA Arzneimittel AG sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands dar. b) AufsichtsratDer Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG setzt sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen und besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter der Anteilseigner und drei Vertreter der Arbeitnehmer sind. Die Hauptversammlung wählt die Vertreter der Anteilseigner und die Arbeitnehmer wählen die Arbeitnehmervertreter. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands. Darüber hinaus überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Durch einen regelmäßigen Dialog mit dem Vorstand wird der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung, die Strategie und die Unternehmensplanung informiert. Er stimmt der Unternehmensplanung zu und billigt den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und den Konzernabschluss des STADA-Konzerns. Dem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitglieder an:
Die Amtszeit aller Aufsichtsratsvertreter der Anteilseigner endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Arbeitsweise des AufsichtsratsDie Koordination der Arbeit, die Leitung der Aufsichtsratssitzungen sowie die Wahrnehmung der Aufsichtsratsbelange nach außen übernimmt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft den Aufsichtsrat nach Bedarf mit einer Frist von 14 Tagen schriftlich ein. Eine Sitzung des Aufsichtsrats soll mindestens einmal im Kalendervierteljahr und muss zweimal im Kalenderhalbjahr stattfinden. Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden in der Regel als Präsenzsitzungen statt. In begründeten Ausnahmefällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats bestimmen, dass die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auch in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder im Wege der Telefon- oder Videoübertragung zugeschaltet werden können. Der Aufsichtsrat fasst Beschlüsse in der Regel in Sitzungen. Außerhalb von Sitzungen sind schriftliche, telegrafische, fernmündliche oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen zulässig, wenn kein Mitglied diesem Verfahren innerhalb einer vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu bestimmenden Frist widerspricht. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter, anwesend sind oder die verhinderten Mitglieder schriftliche Stimmabgaben durch Mitglieder des Aufsichtsrats überreichen lassen. Aufsichtsratsbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sitzungsvorsitzenden den Ausschlag. Zusammensetzung und Arbeitsweise der AufsichtsratsausschüsseNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen folgende Aufsichtsratsausschüsse: der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss. Weitere Ausschüsse, wie etwa ein Nominierungsausschuss, werden bei Bedarf gebildet.
Ziele für die ZusammensetzungDas Nominierungskomitee hat im Berichtsjahr dem Aufsichtsratsplenum Ziele und einen Besetzungsplan für die Zusammensetzung für die im Jahr 2013 neu zu wählenden Aufsichtsräte der Vertreter der Anteilseigner unterbreitet. Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23.01.2012 gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen: 1. Allgemeine Ziele Der Aufsichtsrat der Gesellschaft soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen (Abschnitt 5.4.1. DCGK), so dass alle für den Aufsichtsrat der Gesellschaft erforderlichen Kompetenzen auch im Aufsichtsrat, respektive bei den Anteilseignervertretern, vertreten sind. Zu den allgemeinen Kenntnissen der Aufsichtsratsmitglieder gehören insbesondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf den Gebieten: rechtliche Grundlagen und Compliance, Rechnungslegung und Risikocontrolling. Aufsichtsratsmitglieder sollen mit den Kernsegmenten der Unternehmenstätigkeit, die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel - pharmazeutischen Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, und regelmäßig auch verschreibungspflichtig, apothekenpflichtig oder apothekenexklusiv sind, vertraut sein. Des Weiteren soll die internationale Tätigkeit der STADA Arzneimittel AG bei der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat berücksichtigt werden. Maßstab sind hierbei neben Kenntnis der englischen Sprache in Wort und Schrift das Verständnis für globale wirtschaftliche Zusammenhänge und eine internationale Konzernstruktur. Insbesondere sollen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden, die durch ihre Integrität und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der börsennotierten STADA Arzneimittel AG wahrzunehmen. Des Weiteren ist auf Vielfalt (diversity) zu achten. 2. Konkrete Ziele, Besetzungsplan a) erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen Jedes Aufsichtsratsmitglied sollte neben den allgemeinen Anforderungen an die Zuverlässigkeit und an die zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie der zur Beurteilung, Überwachung und Beratung des Vorstands der STADA Arzneimittel AG erforderliche Sachkunde -folgende Voraussetzungen - erfüllen:
Jedes Aufsichtsratsmitglied soll möglichst spezielle vertiefte Fachkenntnisse und fundierte Erfahrung auf einem oder mehreren Gebieten mitbringen, um den Aufsichtsrat insgesamt bei der Überwachungs- und Beratungsaufgabe zu ergänzen und zu unterstützen. Die vorgenannten Fachkenntnisse und Erfahrungen sollen im Aufsichtsrat möglichst breit vertreten sein. b) persönliche Voraussetzungen Es sind solche Kandidaten vorzuschlagen, die die in der jeweils aktuellen Fassung des deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten persönlichen Voraussetzungen erfüllen. Auch während der Mandatszeit des Aufsichtsratsmitglieds sind die persönlichen Voraussetzungen nach der jeweils aktuellen Fassung des deutschen Corporate Governance Kodex einzuhalten. Weiter ist darauf zu achten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig sind. Es soll bei Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung darauf geachtet werden, dass der jeweilige Kandidat nicht in Management- oder Beraterfunktion oder in Kontrollgremien von Wettbewerbsunternehmen, Lieferanten, wesentlichen Kreditgebern oder Kunden tätig ist, um Interessenkonflikte von vorn herein zu verhindern. c) Besetzungsplan Beim Vorschlag der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung ist die Vielfalt zu berücksichtigen. Die Vielfalt im Aufsichtsrat spiegelt sich u.a. durch den unterschiedlichen beruflichen Werdegang und die Tätigkeitsbereiche sowie im Hinblick auf die Internationalität der STADA Arzneimittel AG durch den unterschiedlichen Erfahrungshorizont der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wieder. Die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses unterbreiten dem Aufsichtsrat für die Neuwahl der Anteilseignervertreter in der Hauptversammlung im Juni 2013 folgenden möglichen Besetzungsplan (hier wird der Einfachheit halber die männliche Form gewählt, gleichfalls gilt die weibliche Bezeichnung):
Bei den weiteren Kandidatinnen und Kandidaten ist die Expertise u.a. auf den Gebieten Behandlungsmethoden der Zukunft, Biotech, Health Care Trends, Gesundheitssysteme (stationäre und ambulante medizinische Versorgung) wünschenswert. Des Weiteren sprach sich der Aufsichtsrat gegen die Festlegung einer Altersgrenze und gegen feste Diversity-Quoten aus. Bestimmte Altersgrenzen oder feste Diversity-Quoten würden die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten pauschal einschränken. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sollen Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Ferner sind die Aufsichtsratsmitglieder verpflichtet, Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung, ob Interessenkonflikte auftraten und wie sie behandelt wurden. EffizienzprüfungDer Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind neben vom Aufsichtsrat festzulegenden qualitativen Kriterien insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen den Ausschüssen und dem Plenum sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung untereinander. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder dar. c) BeiratDer Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Mitglieder des Beirats der STADA Arzneimittel AG. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Beirats den Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung stehen. Der Beirat besteht derzeit aus 13 Mitgliedern. Der Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des Beirats der STADA Arzneimittel AG dar. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre 1) nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie 2) der STADA Arzneimittel AG gewährt eine Stimme. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder es durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, sich zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu Wort zu melden und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers sowie über Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen.
1)
Zur Kapital- und Aktionärsstruktur vgl. "Die
STADA-Aktie". Transparente UnternehmensführungUm eine transparente Unternehmensführung zu gewährleisten, informiert STADA Aktionäre, Finanzanalysten, andere Kapitalmarktteilnehmer, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Um der Gleichbehandlung aller Adressaten nachzukommen und alle Marktteilnehmer zeitlich und inhaltlich mit demselben Informationsstand zu versorgen, stellt STADA alle wichtigen Dokumentationen auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com bereit. Dort werden jedem Interessenten insbesondere alle Pflichtinformationen wie Finanzberichte (Geschäfts- bzw. Zwischenberichte), Ad-hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen, Informationen zur Hauptversammlung sowie weitere umfangreiche Unternehmens- und Aktieninformationen wie Unternehmensinformationen, Unternehmensprofil, Finanzkalender, Präsentationen und aktuelle Kursinformationen zu STADA (inklusive Peer-Group-Vergleichen) zugänglich gemacht. Die Gesellschaft publiziert zudem in der Regel aktuelle Präsentationen für den Kapitalmarkt auf ihrer Website. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der STADA Arzneimittel AG sowie des STADA-Konzerns erfolgt mittels der Geschäfts- und Zwischenberichte sowie auf den Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen, die in der Regel live verfolgt und für einige Zeit als Aufzeichnung auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com eingesehen werden können. Rechnungslegung und AbschlussprüfungSTADA stellt den Konzernabschluss und die Konzernzwischenabschlüsse unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze und den Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf. Abschlussprüfer und Aufsichtsrat prüfen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr. Der Prüfungsausschuss erörtert Zwischenberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. STADA veröffentlicht den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG (einschließlich Lagebericht) und den Konzernabschluss für den STADA-Konzern (einschließlich Konzernlagebericht) innerhalb von 90 Tagen nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres und unterrichtet während des Geschäftsjahres Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch die Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums. Der Zwischenbericht zum Halbjahr wird freiwillig einer prüferischen Durchsicht durch den auch für diesen Zweck durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer unterzogen. Die STADA Arzneimittel AG hat kein Aktienoptionsprogramm und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die wesentlichen Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG sowie die Beziehungen zu nahestehenden Personen sind im Konzern-Anhang dargestellt. Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und STADA und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung hat sich auch darauf erstreckt, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Der Aufsichtsrat hat mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat hat weiterhin mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, sowie dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. LAGEBERICHT DES VORSTANDSGeschäft und RahmenbedingungenGeschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles UmfeldSTADA-GeschäftsmodellDas Geschäftsmodell von STADA ist auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtet. Im Rahmen der international ausgelegten Geschäftstätigkeiten steht dabei der Pharmamarkt mit offensichtlichen Wachstumspotenzialen im Mittelpunkt. So verzeichneten auch im Jahr 2011 die internationalen Gesundheits- und Pharmamärkte ein weiteres Wachstum. Der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts stieg in 2011 gegenüber 2010 um ca. 5,0% auf ca. 732,4 Mio. €. Zahlreiche nationale Gesundheitsmärkte werden nach Einschätzung des Vorstands auch künftig hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Basis hierfür sind sowohl allgemeine Wachstumstreiber wie ein globales Bevölkerungswachstum, eine alternde Gesellschaft in den Industrieländern und medizinischer Fortschritt als auch spezifische Wachstumsstimulatoren wie eine fortschreitende Generika-Penetration infolge eines zunehmenden Sparzwangs in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen und kontinuierlicher Patentabläufe. Angesichts dieser stetig steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt sowie der Tatsache, dass sich im gesundheitsökonomischen Vergleich Arzneimittel gegenüber anderen Behandlungsmethoden weiterhin durch ein relativ hohes Maß an Effizienz auszeichnen, werden für den weltweiten Pharmamarkt auch in Zukunft weitere Wachstumsraten erwartet. Prognosen zufolge soll sich der Umsatz des internationalen Pharmamarkts bis 2016 um 4% bis 6% p.a. erhöhen. 1) Innerhalb des Gesundheits- und Pharmamarkts hat sich STADA auf ausgewählte Segmente fokussiert. Unter Kosten- und Risikoaspekten ist der Konzern bewusst nicht in der Forschung nach bzw. Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen aktiv, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, sind. Diese Produkte von STADA werden dann in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte vertrieben. Zu den strategischen Erfolgsfaktoren des STADA-Konzerns zählen im Wesentlichen ein umfassendes Produkt-Portfolio, eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur mit lokaler Ausrichtung sowie ein hoher Flexibilitätsgrad mit kurzen Entscheidungswegen und funktional zentralen Berichtsstrukturen. Darüber hinaus tragen ein effizientes Kostenmanagement und eine forcierte Akquisitionspolitik inklusive langjähriger Erfahrung im Integrationsmanagement zu der Erfolgsgeschichte von STADA bei. Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten von STADA liegt dabei in Europa und Asien/pazifische Region. Kernsegmente und RandaktivitätenGemäß der strategischen Positionierung des Konzerns ist das Geschäftsmodell von STADA auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen ausgerichtet, die in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte positioniert sind. Während bei dem vertrieblichen Fokus der Generika eine günstige Preisgestaltung und/oder ein produkt- und indikationsübergreifendes Vermarktungskonzept im Vordergrund stehen, liegt der vertriebliche Schwerpunkt bei den Markenprodukten auf den spezifischen Produkteigenschaften, insbesondere auf dem Markennamen der einzelnen Produkte. 2)
1)
IMS MIDAS 2011; IMS Market Prognosis, Sep.
2011; IMS Institute For Healthcare Informatics analysis prepared for
STADA, Feb. 2012. Daten basierend auf den 32 führenden Pharmamärkten. Die beiden Kernsegmente von STADA differenzieren sich neben dieser unterschiedlichen vertrieblichen Positionierung auch in etlichen weiteren Punkten grundlegend, wie bspw. durch unterschiedliche Nachfragestrukturen, unterschiedliche Wachstums- und Margenerwartungen sowie unterschiedliche Anforderungen an Portfolio-Aufbau und Entwicklungsstrategien. So sind die Anforderungen an das Produkt-Portfolio im Generika-Segment stark von der regulativen Struktur der jeweiligen nationalen Märkte und der relativen Vertriebsstärke des Konzerns im jeweiligen Markt geprägt. In nationalen Märkten, wie bspw. Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Frankreich, die bei STADA gemessen am Umsatz zu den Top-10-Märkten zählen, ist der Konzern im Generika-Segment als so genannter Vollsortimenter positioniert. Dabei umfasst das Produkt-Portfolio für die meisten relevanten pharmazeutischen Wirkstoffe in der Regel zahlreiche Darreichungsformen und Stärken und damit zum Teil auch Produkte mit nur geringer Umsatzbedeutung. In einigen nationalen Märkten, wie bspw. Großbritannien, offeriert STADA dagegen ein selektiertes Produkt-Portfolio und damit nur spezielle pharmazeutische Wirkstoffe mit einer guten Vertriebsmöglichkeit in dem jeweiligen nationalen Markt. Für ein solch ausgewähltes Portfolio-Angebot entscheidet sich der Konzern dann, wenn es auf Grund lokaler Gegebenheiten insbesondere unter Ertragsgesichtspunkten erfolgversprechend erscheint. Auf einen durchgängig selektiven Portfolio-Ansatz setzt STADA im Kernsegment Markenprodukte und vertreibt diese Markenprodukte je nach Verfügbarkeit und Marktresonanz in ausgewählten lokalen Märkten. Dabei verfolgt der Konzern das Konzept der so genannten "starken Marken", die angesichts ihres hohen Bekanntheitsgrads - bestenfalls als lokale Marktführer - mit umfassender werblicher bzw. vertrieblicher Unterstützung von lokalen Markttrends möglichst unabhängige Wachstumspotenziale aufweisen. Im Geschäftsjahr 2011 trugen die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte 96,8% (Vorjahr: 95,2%) zum Konzernumsatz bei. Dabei hatten Generika, das deutlich größere der beiden Kernsegmente, im Berichtsjahr einen Anteil von 69,3% (Vorjahr: 69,1%) am Konzernumsatz. Zu den STADA-Generika zählen zu 91% (Vorjahr: 91%) vorwiegend verschreibungspflichtige Produkte. Das Kernsegment Markenprodukte trug im Berichtsjahr 27,5% (Vorjahr: 26,1%) zum Konzernumsatz bei. Zu den STADA-Markenprodukten gehören mit 70% (Vorjahr: 60%) größtenteils nicht verschreibungspflichtige Produkte. 1) Geschäfte bzw. Beteiligungen außerhalb der beiden Kernsegmente betrachtet STADA als Randaktivitäten. Das Segment Handelsgeschäfte weist dabei Tätigkeiten aus, die im Wesentlichen Handelscharakter wie bspw. Großhandelstätigkeiten haben. In 2011 trug dieses Segment 1,9% (Vorjahr: 4,1%) zum Konzernumsatz bei. Weitere Randaktivitäten, die nicht gesondert dargestellt werden, und die Konzernholding sind unter Konzernholding/Sonstiges zusammengefasst. Diese Position hatte im Geschäftsjahr 2011 einen Anteil von 1,3% (Vorjahr: 0,7%) am Konzernumsatz. Das Kernsegment GenerikaNach Einschätzung des STADA-Vorstands wird innerhalb des Pharmamarkts insbesondere das Segment der Generika von den Wachstumsmöglichkeiten profitieren, da es eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleistet und dem zunehmenden Kostendruck in den einzelnen nationalen Gesundheitssystemen entgegenwirkt. Darüber hinaus steigen auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten kontinuierlich die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Marktpotenziale. So stieg der Umsatz des globalen Generika-Markts in 2011 gegenüber 2010 um ca. 9,3% 1) auf ca. 116,4 Mrd. € 2) an. Der Marktanteil von Generika am internationalen Pharmamarkt lag in 2011 bei ca. 15,9%. Für die Zukunft prognostiziert IMS Health, ein führendes internationales Pharma-Marktforschungsinstitut, für den globalen Generika-Markt bis 2016 eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 9,6%. 3) Der STADA-Konzern ist mit seiner nach eigener Schätzung unveränderten Position 5 4) in der Umsatzrangliste der internationalen klassischen Generika-Unternehmen im Wachstumssegment Generika gut aufgestellt. In zahlreichen für den Konzern wichtigen nationalen Märkten nahmen die einzelnen STADA-Tochtergesellschaften in 2011 wie auch in den Jahren zuvor führende Plätze in den jeweils relevanten Marktsegmenten ein. Mit Blick auf das Umsatzvolumen für die von 2012 bis 2015 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten - Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien -, das aktuellen Marktforschungszahlen zufolge bei über 13 Mrd. € liegt, geht der STADA-Vorstand davon aus, dass insbesondere der Generika-Markt in der EU nachhaltige Wachstumspotenziale birgt. 5) In den fünf Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien für die generische Vermarktung pro Jahr neu verfügbare Umsatzvolumina in Mrd. € 5)![]() Diese Ansicht bestätigen auch Schätzungen von IMS Health, nach denen das jährliche Generika-Wachstum in der EU von 2011 bis 2013 im Durchschnitt 6,1% 6) betragen soll. Für ausgewählte osteuropäische Märkte 7) prognostiziert IMS Health 8) bis 2016 ein durchschnittliches jährliches Generika-Wachstum von 8,2%. In Russland beläuft sich gemäß den Prognosen von IMS Health das erwartete Generika-Wachstum in den Jahren 2012 bis 2016 im Durchschnitt auf 12,3%. 9) Bei einem Umsatzanteil von 23%, den STADA derzeit in den osteuropäischen Märkten mit Generika erzielt, geht der Vorstand unverändert davon aus, an dem Wachstumspotenzial dieser Region angemessen partizipieren zu können. Weiteres Wachstumspotenzial im Generika-Markt bietet für STADA zudem eine Expansion dieses Kernsegments in nationale Märkte, in denen der Konzern bisher nicht vertreten ist. Im laufenden Geschäftsjahr 2012 sind so die STADA-Aktivitäten im Generika-Bereich durch eine Akquisition in der Schweiz und eine Geschäftsgründung in Australien ausgebaut worden (vgl. "Nachtragsbericht").
1)
IMS MIDAS 2011; IMS Market Prognosis, Sep.
2011; IMS Institute For Healthcare Informatics analysis prepared for
STADA, Feb. 2012. Das Kernsegment MarkenprodukteDer STADA-Vorstand strebt zur Nutzung von zusätzlichen Wachstumschancen den weiteren Ausbau und die zunehmende Internationalisierung auch der Markenprodukt-Aktivitäten an, da sich dieser Bereich in der Regel durch weniger regulatorische Eingriffe und bessere Margen auszeichnet als das Segment der Generika. Vor diesem Hintergrund hat STADA das margenstarke Markenprodukt-Segment durch Akquisitionen gezielt ausgebaut. Herausragend ist dabei der Kauf eines Portfolios überwiegend verschreibungspflichtiger Markenprodukte inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten, das u.a. die Markenprodukte Tramal®1) , Zaldiar®2) , Transtec®3) und Palexia®4) umfasst (vgl. "Finanzlage" sowie "Nachtragsbericht").5) Mit dieser in zwei Teilschritten zum 30.12.2011 und im laufenden Geschäftsjahr zum 31.01.2012 vollzogenen Akquisition hat STADA die internationale Präsenz weiter ausgebaut und sich strategisch neue Vertriebswege für passende Produkte aus dem umfangreichen Konzern-Portfolio eröffnet, die zukünftig über die erworbenen Vertriebsstrukturen in den entsprechenden Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten auch als Markenprodukte vermarktet werden können. Zudem wurde in 2011 das Markenprodukt Cetraben® für den britischen Markt erworben, das zuvor bereits von der dortigen STADA-Vertriebsgesellschaft in Lizenz vertrieben worden war (vgl. "Finanzlage" sowie "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Großbritannien"). Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen RahmenbedingungenDas Jahr 2011 war durch eine schwere weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gekennzeichnet, die sich sowohl in einer wirtschaftlichen Eintrübung - insbesondere in Europa und den USA - als auch in einem hohen Volatilitätsgrad der Aktienkurse bemerkbar machte. Insgesamt nahm die weltweite Wirtschaftsleistung nach Angaben des Internationalen Währungsfonds 2011 zwar um 3,8%6) zu. Dieses Wachstum war jedoch im Wesentlichen auf die starke Entwicklung in den so genannten Emerging Markets, insbesondere in China, zurückzuführen. In der Europäischen Union lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im selben Zeitraum mit 1,6%6) im Plus. Dabei wiesen die einzelnen EU-Länder allerdings sehr unterschiedliche Wachstumsraten auf. Während das BIP in Deutschland und Frankreich um 3,0% bzw. 1,6% zulegte, fiel dieser Anstieg in Spanien und Italien mit 0,7% bzw. 0,4% deutlich geringer aus.6)
1)
Wirkstoff: Tramadol zur Behandlung von Schmerzuständen. Da das Geschäftsmodell von STADA auf den Gesundheitsmarkt mit einer relativ konjunkturunabhängigen Nachfrage ausgerichtet ist, haben die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen nationalen Märkten, in denen der Konzern aktiv ist. Allerdings wirkt sich die konjunkturelle Entwicklung in Form von Währungs- und Zinsvolatilitäten auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns aus. Angesicht dessen trifft STADA kontinuierlich adäquate Vorkehrungen, um starken Schwankungen von Zinsniveau und konzernrelevanten Währungsrelationen angemessen begegnen zu können (vgl. "Chancen- und Risikobericht" sowie "Konzern-Anhang - 46."). Mit Blick auf die Währungseinflüsse war der Konzern im Geschäftsjahr 2011 bei der Translation der Umsätze und Erträge in dem für STADA wichtigen nationalen Markt Russland in die Konzernwährung Euro durch eine schwächere Entwicklung des russischen Rubel gegenüber dem Euro leicht belastet. Einen gegenläufigen Effekt hatte in 2011 die Aufwertung des serbischen Dinar. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten nationalen Märkten hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro. Des Weiteren haben konjunkturelle Gegebenheiten Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung der Konzernaktivitäten, da STADA teilweise in Märkten tätig ist, die zu den so genannten Selbstzahlermärkten gehören und damit die Nachfrage nach STADA-Produkten teilweise auch von den finanziellen Möglichkeiten der Patienten beeinflusst werden. Darüber hinaus herrscht in den einzelnen nationalen Gesundheitssystemen in Anlehnung an die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung mehr oder weniger stark der Zwang zu Kosteneinsparungen, der wiederum regelmäßig auch regulatorische Maßnahmen nach sich zieht, von denen auch Generika-Anbieter betroffen sein können (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen"). Schließlich können makroökonomische Einflüsse auch dann direkt die STADA-Geschäftsergebnisse beeinflussen, wenn staatliche Gesundheitssysteme nicht mehr in der Lage sind, genügend Mittel für eine angemessene Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufzubringen. So sah sich STADA in Serbien in 2011 vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf die serbische Volkswirtschaft mit zunehmenden Liquiditätsengpässen des staatlichen serbischen Gesundheitsfonds (RZZO) und mit einem gestiegenen Ausfallrisiko von offenen Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen konfrontiert und nahm infolgedessen Wertberichtigungen vor, die zu hohen belastenden einmaligen Sondereffekten führten 1) (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung" sowie "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Serbien"), Ende 2011 wurde STADA von der Botschaft der Republik Serbien in Deutschland jedoch darüber informiert, dass die serbische Regierung eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben hatte. 2)
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
21.09.2011. Operative AufstellungIn der operativen Aufstellung verfügt STADA in den Bereichen Finanzen, Entwicklung, Produktion inklusive Beschaffung und Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Compliance, Corporate Governance sowie bei der Gesamtverantwortung für die Konzernstrategie über eine vorwiegend funktionale zentrale Organisationsstruktur. Gezielt ausgenommen hiervon sind die Vertriebsfunktionen, die gemäß der Konzernstrategie primär lokal und regional organisiert sind, um so ein hohes Maß an Marktnähe zu gewährleisten. Auf der Basis von Zielvereinbarungen liegt die vertriebliche Verantwortung, die sich auf Umsatz und Ergebnis der einzelnen lokalen Vertriebsgesellschaft, deren Produkt-Portfolio und deren Personalmanagement bezieht, bei dem jeweiligen lokalen Management. Basierend auf dieser operativen Aufstellung verfolgt STADA das Ziel, sich ungeachtet einer zur Effizienzsteigerung notwendigen konzernweiten Harmonisierung und Zentralisierung gleichzeitig die für das Geschäftsmodell notwendige Flexibilität und Marktnähe zu erhalten, um kurzfristig auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Angesichts dessen basiert die Unterteilung in die Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäfte im Wesentlichen auf vertrieblichen Aspekten. Damit spiegeln sich die unterschiedlichen vertrieblichen Anforderungen der einzelnen Produktkategorien auch in der operativen Konzernsteuerung wider. SteuerungsgrößenIm Rahmen der von STADA grundsätzlich verfolgten Wachstumsstrategie, die auf organischem ergänzt durch akquisitorisches Wachstum basiert, steuert STADA die Unternehmensbereiche anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen. Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der Konzern die einzelnen Unternehmensbereiche und insbesondere die lokalen Vertriebsgesellschaften steuert, sind für alle Konzernsegmente identisch. Dies ist auch unterhalb der Ebene der Segmente der Fall, da sie in der Regel bis auf die Ebene von meist segmentspezifischen lokalen Vertriebsgesellschaften aufgebrochen werden. Die wesentlichen Kennzahlen zur operativen Steuerung des STADA-Konzerns sind der Konzernumsatz, das operative Ergebnis - insbesondere das lokale operative Profitabilitätsniveau im Vergleich zum Konzerndurchschnitt -, das bereinigte EBITDA, der Free Cashflow und das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA. Die Entwicklung des Konzernumsatzes ist eine maßgebliche Größe zur Sicherung des Unternehmenserfolgs. Angesichts dessen bilden Top-Line-Programme zur Steigerung des Umsatzes im STADA-Konzern eine wesentliche Basis für die zukünftige Entwicklung des Konzerns. In 2011 erhöhte sich der Konzernumsatz um 5% auf 1,715 Mrd. € (Vorjahr: 1,627 Mrd. €). Das operative Ergebnis, das im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt wird, ging - im Wesentlichen auf Grund hoher belastender einmaliger Sondereffekte - im Geschäftsjahr um 26% auf 120,1 Mio. € (Vorjahr: 161,8 Mio. €) zurück. Das bereinigte operative Ergebnis zeigte im selben Zeitraum dagegen ein Plus von 8% auf 257,6 Mio. € (Vorjahr: 239,3 Mio. €). Das bereinigte EBITDA entspricht im STADA-Konzern dem EBITDA bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Zinssicherungsgeschäften bzw. in 2010 dem EBITDA bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften. Mit der Entwicklung des bereinigten EBITDA misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. 2011 stieg das bereinigte EBITDA um 7% auf 337,2 Mio. € (Vorjahr: 315,9 Mio. €). Der Free Cashflow ist bei STADA die Maßgröße für das Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens in Form von organischem und anorganischem Wachstum sowie für die Fähigkeit zur Ausschüttung einer Dividende und zur Tilgung von Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Free Cashflow -18,1 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ist ein Gradmesser für die finanzielle Stabilität des Konzerns und wird dementsprechend als Maßstab bei der Aufnahme von Fremdkapital herangezogen. In 2011 lag diese Steuerungsgröße bei 2,7 (Vorjahr: 2,7) und damit unterhalb des vom Vorstand anvisierten Werts von maximal 3. Damit blieb dieser Wert konstant - ungeachtet des belastenden stichtagsbezogenen Effekts, dass der Vollzug der Teilakquisition des Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und im Nahen Osten unmittelbar vor Jahresende zum 30.12.2011 die Verschuldung zum Bilanzstichtag bereits erhöht hat, ohne dass daraus bereits ein EBITDA-Beitrag einbezogen werden konnte. Unter Ausklammerung dieses Stichtagseffekts lag das Verhältnis der so adjustierten Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA sogar bei nur noch 2,5. Steuerungsgrößen des STADA-Konzernsscroll
Weitere Details zu der Entwicklung dieser Steuerungsgrößen sind in den Kapiteln "Ertragslage", "Finanzlage" und "Vermögenslage" enthalten. Konzernweites Kosteneffizienzsteigerungsprogramm "STADA - build the future"Im Zuge der weiteren konsequenten Umsetzung des in 2010 gestarteten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive erzielte STADA im Geschäftsjahr 2011 in zahlreichen Konzernbereichen weitere Fortschritte:
Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten 1) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland2) . Insgesamt wird STADA zudem voraussichtlich bereits im laufenden Geschäftsjahr und damit ein Jahr früher als geplant den für den Zeitraum 2010 bis 2013 geplanten Personalabbau von ca. 10% der damaligen Belegschaft bzw. 800 Mitarbeitern erreicht haben. Auch bei den angestrebten EBITDA-Verbesserungen erlangte STADA auf dem um einmalige Sondereffekte bereinigten Niveau die für 2011 angestrebten Zwischenziele. Dies hat nach Auffassung des Vorstands wesentlich dazu beigetragen, dass STADA beim bereinigten EBITDA in 2011 erneut einen Spitzenwert erreichen konnte.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
07.06.2010. Gesamtaussagen des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2011Im Geschäftsjahr 2011 lag die Umsatz- und operative Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns, d.h. ohne Berücksichtigung von hohen belastenden einmaligen Sondereffekten, im Rahmen des zu Jahresbeginn veröffentlichten Ausblicks des Vorstands. Im Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 war der Vorstand im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2010 von weiterem Wachstum bei Konzernumsatz und Ertrag ausgegangen. Im Rahmen dessen hatte der Vorstand die Chance für einen Anstieg des bereinigten EBITDA im hohen einstelligen Prozentbereich gesehen. Bei unterschiedlicher Entwicklung in einzelnen nationalen Märkten stieg der Konzernumsatz im Berichtsjahr um 5% auf 1.715,4 Mio. €. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren im Geschäftsjahr 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im Berichtsjahr um 7% auf 337,2 Mio. €. Mit Blick auf diesen Anstieg der bereinigten Konzernkennzahlen kann das Geschäftsjahr 2011 nach Ansicht des Vorstands damit als für STADA wiederum operativ erfolgreich bezeichnet werden. ProduktentwicklungStrategische und organisatorische Ausrichtung der EntwicklungstätigkeitenMit Blick auf die strategische Positionierung betreibt der STADA-Konzern bewusst keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung (und spätere Vermarktung) von Produkten mit Wirkstoffen - in der Regel pharmazeutischen Wirkstoffen -, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen. Der klare Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten von STADA liegt dabei in der Entwicklung von neuen Produkten für die internationale Vermarktung durch die eigenen Vertriebsgesellschaften. Weitere Entwicklungsarbeiten des Konzerns zielen auf die Erweiterung des vorhandenen Produkt-Portfolios durch zusätzliche Darreichungsformen oder Stärken, die Internationalisierung national erfolgreicher Produkte, die Unterstützung von Transferprojekten im Produktionsbereich, bspw. durch Know-how-Transfer, sowie die Optimierung bereits eingeführter Produkte mit dem Ziel geringerer Herstellungskosten oder verbesserter Anwendungsmöglichkeiten. Ziel der Entwicklungsaktivitäten für neue Produkte ist dabei regelmäßig die Marktreife. Bei Arzneimitteln bedeutet dies in der Regel die Erlangung einer nationalen Zulassung durch die entsprechend verantwortlichen Aufsichtsbehörden im Rahmen differenzierter, zum Teil supranationaler Zulassungsverfahren. STADA bevorzugt dabei in der Regel supranationale Verfahren, vor allem EU-weite Zulassungsverfahren, da hiermit zahlreiche nationale Zulassungen eines Produkts annähernd zeitgleich in verschiedenen EU-Ländern erlangt werden können. Zulassungsverfahren außerhalb der EU erfolgen nach Möglichkeit auf der Grundlage der EU-Dossiers der jeweiligen Produkte, so dass der Konzern dabei auf eine einheitliche Formulierung zurückgreifen kann. Basierend auf optimierten Chargengrößen zielt STADA mit der internationalen Ausrichtung der Entwicklungstätigkeiten zudem auf die Nutzung von Skaleneffekten ab. Die Entwicklungstätigkeiten des Konzerns sind langfristig angelegt, um einen kontinuierlichen Fluss von Neueinführungen im Kernsegment Generika zu gewährleisten und so das organische Wachstum voranzutreiben. Angesichts dessen beschäftigt sich STADA schon heute mit der Entwicklung von generischen Produkten, deren potenzielle Einführungszeitpunkte jenseits von 2020 liegen. Bei den Planungen geht STADA von einem regulatorischen Vorbereitungszeitraum inklusive Zulassungsdauer für Generika mit konzernweiter Relevanz von derzeit mindestens drei Jahren aus. Aus diesem Grund befinden sich Produkte, die der Konzern innerhalb dieses Zeitraums einführen möchte, in der Regel schon heute im Zulassungsprozess. Dabei verfolgt STADA eine "Time and cheap to market"-Strategie mit dem Ziel, Neueinführungen in der Regel nicht nur zum frühstmöglichen Zeitpunkt in den jeweiligen nationalen Märkten einzuführen, sondern auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten. Da eine starke Produktentwicklung eine maßgebliche Rolle für den Konzernerfolg spielt, sind Planung und Organisation der STADA-Entwicklungstätigkeiten primär zentral angelegt. Grundsätzlich werden die einzelnen Projekte entweder in konzerneigenen Entwicklungszentren oder durch Auftragsentwicklungen realisiert. Bei ausgewählten Projekten erwirbt der Konzern zudem auch teilweise oder vollständig Dossiers oder Zulassungen von Dritten. Im Rahmen der Entwicklungsaktivitäten bedient sich STADA eines internationalen Netzwerks von in- und externen Entwicklungspartnern und schließt dabei auch - wie teilweise in der Branche üblich - Entwicklungskooperationen mit Wettbewerbern nicht aus. Vor diesem Hintergrund zählt die langjährige Expertise, ein solches Netzwerk unter Kostengesichtspunkten und unter Beachtung der jeweiligen gewerblichen Schutzrechte termingetreu zu koordinieren, zu den strategischen Erfolgsfaktoren des Konzerns. Mit dem Ziel, die Zahl der Eigenentwicklungen von strategisch relevanten und umsatzstarken Produkten zu erhöhen, haben die internen Entwicklungstätigkeiten im Konzern in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig ist damit in den ersten Jahren des Vertriebs eine Optimierung der Beschaffungs- und Herstellungskosten bei neuen Produkten verbunden, da STADA den Erwerb von Dossiers und damit einhergehende initiale Lieferbindungen reduzieren kann. Dabei werden eigene Produktentwicklungen zunehmend gezielt an kostengünstigen Konzernstandorten gebündelt und ausgebaut. In ausgewählten Fällen verfolgen einzelne lokale Geschäftseinheiten jedoch auch eigene Entwicklungstätigkeiten für neue Produkte ohne Konzernbedeutung. Bei der Umsetzung des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" setzte STADA in 2011 neu in Angriff genommene konzernweite Entwicklungsprojekte nicht mehr vorrangig im Entwicklungszentrum in Deutschland, sondern insbesondere auch im Entwicklungszentrum im serbischen Vrsac auf, so dass mittlerweile ca. 50% der laufenden konzernweiten Projekte für Eigenentwicklungen dort bearbeitet werden. Zudem wurde in 2011 auch die Vergabe von zunächst zwei Entwicklungsprojekten an Lohnentwickler in Indien vorbereitet, die im laufenden 1. Quartal 2012 gestartet worden sind. Schließlich wurden die zur Produktentwicklung zählenden Zulassungsaktivitäten der verschiedenen deutschen Konzerngesellschaften im Rahmen einer weitgehenden Funktionszusammenfassung am Standort Bad Vilbel zusammengefasst. Angesichts des deutlich größeren Umsatzanteils von Generika in Höhe von 69% am Konzernumsatz und der damit verbundenen Bedeutung liegt der klare Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten von STADA auf diesem Kernsegment. Je nach lokaler Patent- und Zulassungssituation sowie in Abhängigkeit von der entsprechenden Marktstrategie entscheidet STADA bzw. die verantwortliche STADA-Vertriebsgesellschaft, welcher pharmazeutische Wirkstoff wann in einem nationalen Markt eingeführt wird. Da der langfristige Erfolg eines Generikums auch vom Zeitpunkt der Einführung abhängt, strebt STADA die fertige Entwicklung der aus Konzernsicht umsatzrelevanten Wirkstärken und Darreichungsformen eines pharmazeutischen Wirkstoffs grundsätzlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt an, um sie den einzelnen Vertriebsgesellschaften inklusive aller erforderlichen Zulassungen möglichst termingenau zum Ablauf des jeweiligen Patents bzw. gewerblichen Schutzrechts zur Verfügung stellen zu können. Bei der Festlegung eines konkreten Einführungszeitpunkts für ein Generikum in einem nationalen Markt spielt die Expertise hinsichtlich der zu beachtenden gewerblichen Schutzrechte eine entscheidende Rolle, da deren Umfang und Laufzeit in Abhängigkeit vom jeweiligen Markt sehr unterschiedlich sein können. Aus Sicherheitsaspekten erhalten das Management und die Konzernleitung von STADA sowohl von internen als auch externen Experten kontinuierlich rechtliche Empfehlungen zu gewerblichen Schutzrechten. Unabhängig davon gibt es vor und nach der Einführung von neuen Generika teilweise von Erstanbietern initiierte juristische Auseinandersetzungen, insbesondere um die Gültigkeit gewerblicher Schutzrechte wie bspw. Patente, die im Gegensatz zu der Einschätzung des Konzerns stehen und in Ausnahmefällen auch ein negatives Ergebnis für STADA zur Folge haben können. Im Kernsegment Markenprodukte kann die Entwicklung fokussierter auf einzelne Märkte ausgerichtet und vom Zeithorizont flexibler sein als bei Generika, da sich die Entwicklungsaktivitäten neuer Markenprodukte an produkt- und länderspezifischen Wachstums- und/oder Ertragschancen sowie an der Kompatibilität mit bestehenden Sortimenten und Konzernstrukturen orientieren. Nachhaltige Entwicklungs- und ZulassungsstärkeDie nachhaltige Entwicklungs- und Zulassungsstärke des Konzerns zeigt sich jedes Jahr an der hohen Zahl der Neueinführungen. Auch 2011 stellte STADA mit der Einführung von weltweit 600 einzelnen Produkten - und damit der höchsten Zahl in der Unternehmensgeschichte - in einzelnen nationalen Märkten wieder den Erfolg dieses Bereichs unter Beweis (Vorjahr: 572 Produkteinführungen). 5-Jahres-Entwicklung: Anzahl Produkteinführungen![]() Die hohe Bedeutung dieser erfolgreichen Produktentwicklung belegt der Umsatzanteil von 9%, die der Konzern mit Produkten erzielt, die von STADA in den letzten zwei Jahren 1)2) eingeführt worden sind (Vorjahreswert: 10%). Insgesamt verfügt der Konzern über eine weiterhin gut gefüllte Produkt-Pipeline. Diese Einschätzung zeigt sich u.a. an der hohen Zahl der zum 31.12.2011 laufenden Zulassungsverfahren von insgesamt mehr als 1.100 für über 130 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 50 Länder. Dies gilt insbesondere für Generika in den Märkten der EU. Zudem betreibt der Konzern auch in Ländern außerhalb der EU, in denen STADA eigene Tochtergesellschaften hat oder im Exportgeschäft tätig ist, weitere Zulassungsaktivitäten. Neben der hohen Anzahl erfolgreicher Neueinführungen im Bereich klassischer Generika wird die hohe Expertise der STADA-Produktentwicklung auch anhand einiger Spezialprojekte deutlich. So unterzeichnete STADA im Geschäftsjahr 2011 mit der Gedeon Richter Plc., Budapest, Ungarn, Lizenz- und Kooperationsverträge für die Entwicklung und Vermarktung von Biosimilar-Produkten für die beiden monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab. 3) Für den biopharmazeutischen Wirkstoff Rituximab, den Richter gegenwärtig als Biosimilar entwickelt und dessen Zulassung aus heutiger Sicht für Ende 2017 erwartet werden kann, erhält STADA danach die nicht exklusiven Vertriebsrechte für das Gebiet des geografischen Europa und das GUS-Gebiet, aus regulatorischen Gründen jedoch ohne Russland. Neben STADA und einer etwaigen Eigenvermarktung kann Richter höchstens einem weiteren Partner eine entsprechende Vertriebslizenz im Vertragsgebiet erteilen. Sollte eine solche partiell exklusive Lizenzvermarktung in Russland regulatorisch möglich werden, so wird STADA auch dort von Richter eine solche Vertriebslizenz erhalten. Gemäß den Vertragsbedingungen ist STADA verpflichtet, neben einer Zahlung aus Anlass der Vertragsunterzeichnung weitere, jeweils vom Projektfortschritt abhängige Zahlungen, die sich insgesamt auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen, zu leisten. STADA wird das Rituximab-Biosimilar exklusiv von Richter beziehen, wofür bereits die wesentlichen kommerziellen Eckpunkte vereinbart wurden. STADA hat bekanntlich vorbereitende Arbeiten für ein Biosimilar für den biopharmazeutischen Wirkstoff Trastuzumab getätigt, die jedoch Ende 2010 eingestellt worden sind, da sich STADA strategisch dazu entschlossen hat, den kostengünstigeren Weg einer Einlizenzierung anzustreben. Den von STADA bis dahin erreichten Entwicklungsstand erwarb Richter von STADA im Rahmen der Verträge für einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag, um damit die laufende eigene Entwicklung für ein Trastuzumab-Biosimilar zu beschleunigen. Der dabei erzielte Ertrag von 1,8 Mio. € vor bzw. 1,3 Mio. € nach Steuern wurde als entlastender einmaliger Sondereffekt ausgewiesen (vgl. "Ertragslage - Ergebnis und Kostenentwicklung" sowie "Finanzlage"). Zudem erhält STADA eine zum Zeitpunkt des Beginns der klinischen Studien einseitig von STADA ausübbare Option, von Richter auch für das Trastuzumab-Biosimilar eine Vertriebslizenz zu analogen kommerziellen Bedingungen wie für das Rituximab-Biosimilar zu erwerben. Die Entwicklungen beider Biosimilars werden nun von Richter federführend weitergeführt. Eine unterstützende Funktion von STADA bei spezifischen patentrechtlichen Fragen zu beiden Projekten ist dabei bereits bei der Vertragsunterzeichnung mit vereinbart worden. STADA wird zudem mit der eigenen Expertise auf dem Gebiet der zentralen Zulassung von Biosimilars in der EU gegebenenfalls die entsprechenden Zulassungsprozesse unterstützen.
1)
Berichtsjahr und Vorjahr. Aufwendungen für Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 50,4 Mio. € (Vorjahr: 54,9 Mio. €) (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Da STADA auf Grund des Geschäftsmodells keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen betreibt, handelt es sich dabei ausschließlich um Entwicklungskosten. Darüber hinaus aktivierte der Konzern im Geschäftsjahr 2011 Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 12,3 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €) (vgl. "Konzern-Anhang - 15."). Beschaffung, Produktion und QualitätsmanagementWeltweite Beschaffung von Wirk- und HilfsstoffenAus Flexibilitäts- und Kostengründen stellt STADA in der Regel keine der zur pharmazeutischen Produktion benötigten Wirk- und Hilfsstoffe her, sondern greift auf ein weltweites Netzwerk aus Rohstofflieferanten zurück. Insbesondere bei der Beschaffung von pharmazeutischen Wirkstoffen konzentriert sich der Konzern dabei auf preisgünstige Lieferanten aus Niedrigkostenländern, schwerpunktmäßig aus Asien. Unverändert schließt STADA bei der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion Kooperationen mit dem Ziel einer höheren vertikalen Integration in Zukunft jedoch nicht grundsätzlich aus. In 2011 wurden die Beschaffung von Wirk- und Hilfsstoffen sowie der Einkauf von Bulkware und Fertigprodukten mit dem Ziel einer Mengenoptimierung im Konzern weiter zentralisiert und internationalisiert. In diesem Zusammenhang wurde in 2011 auch ein Beschaffungsbüro in Schanghai, Volksrepublik China, neu aufgebaut, da sich China für STADA zu einem immer wichtigeren Quellenland für eine kostengünstige Wirkstoffbeschaffung entwickelt. Sofern STADA Produkte im Rahmen von Lohnherstellung fertigen lässt, ist der Konzern von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für die dafür erforderlichen Wirk- und Hilfsstoffe sowie von den mit den Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen - die je nach Produkt starken Schwankungen unterliegen können - abhängig. Um das Risiko marktbedingter Margenverluste durch rückläufige Absatzpreise zu reduzieren, beteiligt STADA soweit möglich Lieferanten an diesem Marktpreisrisiko, bspw. in Form von Preisgleitklauseln, bei denen Bezugspreise an Absatzpreise gekoppelt werden, Nachverhandlungen oder Vereinbarungen zu Sonderbeschaffungspreisen bei speziellen Absatzmengen, wie bspw. für Mengen, die von Krankenkassen im Rahmen von Rabattverträgen ausgeschrieben werden (vgl. "Ertragslage -Segmententwicklung - Entwicklung nach Regionen - Deutschland"). Hohe Flexibilität und kontinuierliche Kostenoptimierung bei Lieferkette und pharmazeutischer ProduktionAngesichts des umfangreichen Produkt-Portfolios von über 900 pharmazeutischen Wirkstoffen und mehr als 13.000 durch den Konzern vertriebenen Produktaufmachungen, die sich jeweils in Wirkstoff und/oder Wirkstoffmenge und/oder Darreichungsform und/oder Packungsgröße unterscheiden, greift STADA bei Lieferkette und pharmazeutischer Produktion auf ein weltweites Netzwerk interner und externer Ressourcen zurück. Im Bereich Beschaffung und Lieferkette führte STADA im Laufe des Geschäftsjahres 2011 umfangreiche neue bzw. optimierte IT-Modelle zur zentralen Planung und Steuerung ein, die im Konzern eine effizientere Ressourcennutzung ermöglichen sollen. Im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung stehen für die Eigenfertigung hierbei die in den letzten Jahren erworbenen oder erweiterten Produktionsstätten in Niedrigkostenländern wie Südosteuropa, Russland und Vietnam im Fokus. Mit Blick auf die signifikanten Kostensenkungspotenziale im Bereich Herstellung und Produktionsstätten werden durch sukzessive Überführung zahlreicher Produktionsmengen aus Lohnherstellung in eigene Werke, aber auch durch Verschiebung von Produktionsmengen innerhalb eigener Werke die Produktionsprozesse stärker an ausgewählten eigenen Standorten, insbesondere in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Vietnam, konzentriert, um von den strukturellen Kostenvorteilen dieser Standorte zu profitieren. Gleichzeitig werden die dortigen Auslastungen weiter verbessert und die Stückkosten der jeweiligen Produkte damit zusätzlich reduziert. Für Werke, die im Rahmen dieses Konzentrationsprozesses signifikante Produktionsmengen abgeben, wird dabei gleichzeitig ein Verkauf evaluiert, woraus im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Veräußerung der irischen Fabrik in Clonmel resultierte. Die dabei angefallene einmalige Belastung 1) liegt unter den im Rahmen des "STADA - build the future"-Programms ursprünglich dafür einkalkulierten Aufwendungen. Zudem veräußerte der Konzern in 2011 auch eine kleine, nicht zum Kerngeschäft gehörende chemische Fabrik in Serbien. Unverändert wird im Rahmen von "STADA - build the future" der Verkauf von zwei Produktionsstätten in Russland evaluiert; im Fall einer Realisierung wäre aus heutiger Sicht eine als einmaliger Sondereffekt auszuweisende Ertragsbelastung im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich zu erwarten. Schließlich sind im Produktionsbereich in 2011 umfangreiche neue bzw. optimierte IT-Programme eingeführt worden, die eine transparentere Steuerung der konzernweiten Produktionsprozesse ermöglichen. Zugleich setzte STADA den in 2007 in der deutschen Konzernzentrale eingeleiteten Roll-out der SAP-Software, der aus heutiger Sicht vollständig in 2014 abgeschlossen sein soll, auch im Berichtsjahr fort. Per 01.03.2012 verfügte der Konzern an den folgenden Standorten über pharmazeutische Produktionsstätten:
Durch jährliche angemessene Investitionen hält STADA alle konzerneigenen Fertigungsstätten auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau. Für den Ausbau und die Erneuerung von Produktionsstätten und -anlagen investierte der Konzern in 2011 insgesamt 13,6 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €).
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.02.2012. Die einmalige Belastung in Höhe von 16,6 Mio. € vor bzw.
16,5 Mio. € nach Steuern wird STADA im 1. Quartal 2012 als einmaligen
Sondereffekt ausweisen. Höchste Ansprüche an Qualität und SicherheitSeit jeher haben bei STADA als Gesundheitsunternehmen Produktqualität und Produktsicherheit höchste Priorität. Neben den fertigen Produkten betrifft dies auch die Rohstoffe, die STADA verarbeitet, die Serviceleistungen des Konzerns und die Arbeitsbedingungen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden und umfangreichen so genannten Audits überprüft das konzernweite Qualitätsmanagement sowohl in den eigenen Produktionsstätten als auch bei Lieferanten und Lohnherstellern die vom Konzern festgelegten und zum Teil weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden Qualitätsstandards. Auch in Ländern außerhalb der EU strebt der Konzern an, die häufig über die lokalen Anforderungen reichenden EU-Qualitätsstandards für Arzneimittel sicherzustellen. Somit sind die konzerneigenen nicht in der EU ansässigen Produktionsstätten in Banja Luka, im Großraum Ho-Chi-Minh-Stadt, in Nizhny Novgorod, in Obninsk, in Podgorica, in Sabac und in Vrsac auf die Produktion von bestimmten pharmazeutischen Darreichungsformen für EU-Länder ausgelegt und dafür von den zuständigen EU-Aufsichtsbehörden nach Inspektion einzelner Betriebsstätten vor Ort zur Lieferung in den EU-Wirtschaftsraum freigegeben. Neben den gesetzlichen Bestimmungen verfügt STADA auch über internationale Zertifizierungen gemäß externen Qualitätsmanagement-Systemen. So richtet sich der Konzern an zahlreichen Produktionsstandorten nicht nur nach den Good-Manufacturing-Practice-Standards (GMP-Standards), sondern auch nach den einschlägigen ISO-Normen und hält an mehreren Standorten verschiedene ISO-Zertifikate wie bspw. ISO-9001:2008, ISO-14001:2004 und ISO-13485:2007. Das Qualitätsmanagement des Konzerns ist zudem auf eine proaktive Vorgehensweise ausgerichtet, sollten ungeachtet aller Vorbeuge- und Kontrollmaßnahmen einzelne Qualitätsprobleme auftreten. So entschied die serbische Tochtergesellschaft Hemofarm im 3. Quartal 2011, den Vertrieb einiger Chargen verschiedener Injektabilia in verschiedenen europäischen Märkten sowie im US-Markt auszusetzen, nachdem in einem Teil der serbischen Produktion für Injektabilia, der vorwiegend für Lohnherstellung genutzt wird, technische Problemen aufgetreten waren. Durch diese proaktive Vertriebssperre, die in Übereinstimmung mit den Kunden erfolgte, konnte ein Marktrückruf vermieden werden. Die Fertigung in dieser Injektabiliaproduktionslinie konnte für die konzerneigenen Zulassungen im 4. Quartal 2011 wieder aufgenommen werden. Die Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Produktion im Rahmen von Lohnherstellung für verschiedene Märkte in Europa sind erfolgreich abgeschlossen worden. Die Wiederaufnahme der Produktion ist für das laufende 1. Quartal 2012 geplant. Die Produktion für den US-Markt soll im 2. Quartal 2012 wieder aufgenommen werden. Insgesamt fiel in 2011 in diesem Zusammenhang eine außerordentliche Ertragsbelastung von 1,4 Mio. € vor bzw. 1,3 Mio. € nach Steuern an (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). STADA stellt sich auch im Bereich Qualitätsmanagement zunehmend zentraler, internationaler und kostengünstiger auf. So konnte in 2011 ein neu erbautes Laborgebäude im rumänischen Timisoara in Betrieb genommen werden, das es dem Konzern ermöglicht, bisher umfangreich fremdvergebene Laboruntersuchungen zur Produktfreigabe nun an diesem kostengünstigen Standort selbst durchzuführen. Die Standortwahl war dabei neben Kostenaspekten auch davon geprägt, dass Timisoara einerseits innerhalb der EU liegt und damit von dort EU-weite Freigaben grundsätzlich möglich sind, anderseits aber auch so nahe am wichtigen serbischen Produktionsstandort Vrsac gelegen ist, dass das neue Labor auch bequem für Prozesskontrollen von in Vrsac gefertigten Produkten eingesetzt werden kann. Außerdem wurde auch im Bereich Qualitätsmanagement in 2011 eine weitgehende Funktionszusammenfassung aller deutschen Aktivitäten am Standort Bad Vilbel umgesetzt. Vertrieb und MarketingFunktional organisierter Konzern mit lokalen und marktnahen VertriebsgesellschaftenDie internationale Vertriebsstruktur von STADA besteht aus einer Vielzahl von national ausgerichteten und somit marktnahen Vertriebsgesellschaften, die durch zentrale Konzernfunktionen unterstützt und gesteuert werden. In Abhängigkeit von der lokalen Marktstruktur und der korrespondierenden Nachfragerelevanz konzentrieren sich die einzelnen nationalen STADA-Tochtergesellschaften im Bereich Vertrieb und Marketing auf unterschiedliche Zielgruppen wie Patienten bzw. Verbraucher, Ärzte, Arztkooperationen, Apotheken, Apothekenkooperationen, Kliniken, Großhandlungen und andere Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt sowie Kostenträger in Form von gesetzlichen Krankenkassen und Privatversicherungen. Zur zielgruppenspezifischen Differenzierung ist STADA in ausgewählten Märkten teilweise auch mit parallel agierenden Vertriebsgesellschaften aktiv. Dabei können die einzelnen Tochtergesellschaften unter Berücksichtigung von Konzernvorgaben ihr lokales Produkt-Portfolio unterschiedlich strukturieren, um den jeweiligen lokalen Anforderungen optimal begegnen zu können. Dieses marktorientierte Vertriebskonzept ermöglicht es STADA, kurzfristig auf Veränderungen in den einzelnen nationalen Märkten zu reagieren und den jeweiligen lokalen vertrieblichen Auftritt den entsprechenden Erfordernissen zeitnah anzupassen. Hierzu können bspw. eine andere Produktzuordnung, ein modifizierter Marktauftritt oder die Diversifizierung, der Ausbau oder die Reduzierung der lokalen Vertriebsstruktur zählen. Zudem werden vertriebliche Aktivitäten im STADA-Konzern auch international abgestimmt; dies gilt bspw. für die Strukturierung des Produkt-Portfolios für die weitere Internationalisierung einzelner Produkte oder sonstige vertriebliche Aktivitäten wie bspw. Großhandelskooperationen. Andererseits separiert STADA Marketing- und Vertriebstätigkeiten verschiedener Vertriebsgesellschaften innerhalb einzelner Märkte, wenn dies auf Grund struktureller oder rechtlicher Rahmenbedingungen opportun oder notwendig ist, wie etwa zur Aufrechterhaltung des so genannten "Geheimwettbewerbs" im Rahmen von Rabattvertragsausschreibungen im deutschen Generika-Markt. Kontinuierlicher Ausbau und weitere Internationalisierung des konzernweiten VertriebsnetzesGrundsätzlich verfolgt der Konzern auch weiterhin das Ziel, das bestehende weltweite Vertriebsnetz kontinuierlich auszubauen. Zum einen soll dadurch die Abhängigkeit von einzelnen nationalen Märkten, wie bspw. Deutschland, dessen Gesundheitssystem unverändert durch schwierige lokale Rahmenbedingungen für Generika gekennzeichnet ist, weiter reduziert werden. Zum anderen beabsichtigt STADA dadurch, die sich bietenden Wachstumschancen optimal nutzen zu können. Im Geschäftsjahr 2011 ergänzte der Konzern die bestehende internationale Vertriebsstruktur durch zwei weitere Zukäufe. So akquirierte STADA in zwei Teilschritten zum 30.12.2011 und im laufenden Geschäftsjahr zum 31.01.2012 ein Markenprodukt-Portfolio inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten (vgl. "Finanzlage" sowie "Nachtragsbericht"). 1) Darüber hinaus unterzeichnete STADA in 2011 einen Vertrag für den Kauf eines Generika-Geschäfts in der Schweiz einschließlich der entsprechenden Vertriebsstrukturen, der im 1. Quartal 2012 abgeschlossen werden konnte (vgl. "Nachtragsbericht"). 2)
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
12.05.2011 sowie Ad-hoc-Aktualisierungen der Gesellschaft vom 22.07.2011,
30.12.2011, 01.01.2012, 27.01.2012 und 31.01.2012. Zum 01.03.2012 war der Konzern mit 54 Vertriebsgesellschaften in 33 Ländern (01.03.2011: 44 Vertriebsgesellschaften in 31 Ländern) aktiv. Der vertriebliche Fokus lag im Konzern 2011 unverändert auf Europa. Dort war STADA per 01.03.2012 mit 48 Vertriebsgesellschaften in 27 nationalen Märkten (01.03.2011: 38 Vertriebsgesellschaften in 25 nationalen Märkten) vertreten. Darüber hinaus war der Konzern zum 01.03.2012 in Asien mit eigenen Vertriebsgesellschaften in China, Kasachstan, auf den Philippinen, in Thailand und in Vietnam sowie in Afrika mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft in Ägypten aktiv. In 52 Ländern - insbesondere in der Region Naher Osten - agiert STADA zudem vertrieblich mit lokalen Distributoren. Im laufenden 1. Quartal 2012 begann STADA zudem im Rahmen der Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft STADA Pharmaceuticals Australia Pty Ltd mit vorbereitenden Aktivitäten zum Aufbau eines australischen Generika-Geschäfts, die noch in 2012 zu einem Marktstart führen sollen. Weitere Informationen zu der Entwicklung der Konzerntätigkeiten in den einzelnen nationalen Märkten finden sich unter "Ertragslage -Segmententwicklung - Informationen nach Regionen". STADA-Vertriebsstruktur (Stand 01.03.2012) 1)scroll
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1)
Aufgeführt sind alle Gesellschaften mit einem
STADA-Anteil von mindestens 50%. Soweit keine andere Angabe erfolgt,
gehören die Gesellschaften zu 100% zum STADA-Konzern. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von STADA haben mit ihrem umfangreichen Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrem großen Engagement einen wesentlichen Anteil an dem langjährigen Erfolg des Konzerns. Die Organisation und Steuerung des komplexen Netzwerks interner und externer Ressourcen des Konzerns, insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Beschaffung und Produktion sowie Vertrieb und Marketing, kann nur mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelingen, die über eine ausgewiesene Expertise und ein hohes Engagement verfügen. Angesichts dessen verfolgt das STADA-Personalmanagement grundsätzlich eine langfristige Personalpolitik mit dem Ziel, die Beschäftigten optimal zu fördern, an den Konzern zu binden und die für den weiteren Erfolg erforderlichen Personalveränderungen vorzunehmen. Dezentrale Organisation des PersonalmanagementsDer Bereich Personalmanagement ist im Konzern dezentral organisiert, um so den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den einzelnen Standorten bestmöglich gerecht zu werden. Dies gilt insbesondere für die internationalen STADA-Vertriebsgesellschaften, die unter Berücksichtigung der Unternehmensleitlinien in vielen Bereichen der Personalpolitik wie Personalauswahl, Qualifizierung und Vergütung weitgehend autonom sind - allerdings immer unter Beachtung der strategischen und operativen Konzernvorgaben, insbesondere der Compliance-Richtlinien. Hintergrundinformationen zu der Personalpolitik für die in Bad Vilbel ansässigen Konzerngesellschaften werden in dem einmal pro Jahr erscheinenden Personal- und Sozialbericht von STADA veröffentlicht, der auch auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de zu finden ist. Kontinuierliche PersonalentwicklungAngesichts des hohen Stellenwerts der STADA-Beschäftigten kommt ihrer Aus- und Weiterentwicklung eine große Bedeutung zu. So bietet STADA auf der pharmazeutischen Ebene und in den Bereichen Verwaltung und Lagerlogistik verschiedene Ausbildungsberufe an. In Form von Praktika können junge Menschen darüber hinaus erste Einblicke in die Abläufe eines pharmazeutischen Industrieunternehmens erhalten. Fortbildungen für Führungskräfte, Fremdsprachenförderung sowie fachspezifische Workshops und Seminare sorgen für eine generelle Unterstützung der im Konzern Tätigen und einen aktuellen Wissensstand in den jeweiligen Fachgebieten. Entwicklung des PersonalstandsIn 2011 ging die Zahl der im STADA-Konzern durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 7.826 (Vorjahr: 8.080) zurück. Stichtagsbezogen reduzierte sich die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer per 31.12.2011 - ungeachtet des Kaufs eines Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und dem Nahen Osten inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen und Beschäftigten in Höhe von ca. 70 - auf 7.900 (31.12.2010: 8.024). STADA-Beschäftigtenentwicklung im Jahresdurchschnitt![]() Der Rückgang der konzernweit Beschäftigten ist maßgeblich auf die kontinuierliche Umsetzung des Projekts "STADA - build the future" und die damit planmäßig einhergehende Reduzierung des Personalstands zurückzuführen. Unter Berücksichtigung von Ausgliederungen und Desinvestitionen sollen insgesamt ca. 800 Vollzeitstellen und damit ca. 10% der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 bestehenden Beschäftigtenzahl - mit dem Fokus außerhalb Deutschlands - reduziert werden (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Weitere konsequente Umsetzung von ,STADA - build the future'"). Im Geschäftsjahr 2011 trug zu der Reduzierung der Zahl der im Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter u.a. die zum 31.10.2010 erfolgte Restrukturierung des Vertriebs der Markenprodukte in Italien, die auch einen entsprechenden Abbau des dortigen Außendienstes zum 01.01.2011 nach sich zog, bei. Darüber hinaus setzte STADA im Berichtsjahr in Russland eine Restrukturierung des lokalen Vertriebsmodells um, die auf Grund einer stärkeren Konzentration der dortigen Vertriebsaktivitäten zu einem Rückgang des russischen Personalstands im Vertriebsbereich führte. Unverändert liegt bei der Umsetzung von "STADA - build the future" ein Fokus für ertragsverbessernde Maßnahmen auf dem serbischen STADA-Teilkonzern, mit denen in den nächsten Jahren auch eine weitere Optimierung des dortigen Personalstands verbunden ist. Die regionale Aufgliederung der im Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weist in 2011 durchschnittlich 1.226 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vorjahr: 1.192) im deutschen Markt auf. Am Hauptsitz in Bad Vilbel waren dabei im Berichtsjahr im Durchschnitt 979 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vorjahr: 929) unter Vertrag. Die Zahl der an ausländischen Konzernstandorten Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 6.600 (Vorjahr: 6.888). Eine funktionsbezogene Betrachtung der Beschäftigtenzahl wies in 2011 im Durchschnitt verglichen mit dem Vorjahr keine signifikanten Veränderungen auf. Bezogen auf die durchschnittliche Gesamtzahl der im Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die einzelnen Funktionsbereiche sah zum 31.12.2011 die prozentuale Verteilung wie folgt aus:
Der konzernweite Anteil von Frauen in Führungspositionen betrug im Geschäftsjahr 2011 ca. 49%. Angesichts der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen im deutschen Markt - insbesondere infolge der Krankenkassenausschreibungen - wurde im Geschäftsjahr 2011 im Zuge der Umsetzung des Kosteneffizienzprojekts zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der STADA-Konzernstandorte in Deutschland in Bad Vilbel und Florstadt - im Rahmen einer Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat und mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien - die bis Ende 2012 geltende 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich eingeführt. Im Gegenzug gab STADA zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte den davon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine bis zum 31.12.2012 geltende Zusage für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Im Bereich Produktentwicklung und Qualitätsmanagement nahm STADA zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 eine Funktionszusammenfassung aller deutschen Aktivitäten am Standort Bad Vilbel vor. Im Rahmen dessen konnte STADA mit dem Betriebsrat für 15 Beschäftigte am Standort Laichingen einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aushandeln. Die damit verbundenen Aufwendungen wurden in 2011 als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Mit Blick auf die Zentralisierung der Logistik wurden im Geschäftsjahr 2011 zudem 12 Beschäftigte aus dem Bereich Ärztemuster von Laichingen an den Standort des Distributions- und Service-Centers nach Florstadt verlegt. Für die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Laichingen gab STADA ebenfalls eine bis zum 31.12.2012 geltende Zusage für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. PersonalaufwandDer Personalaufwand lag im Berichtsjahr bei 272,2 Mio. € (Vorjahr: 268,6 Mio. €) und beinhaltete auch Abfindungen für die im Rahmen von "STADA - build the future" von den Personalmaßnahmen betroffenen Beschäftigten. Die Personalaufwandsquote belief sich in 2011 auf 15,9% (Vorjahr: 16,5%). Mit Blick auf die im Konzern eingeleiteten Personalmaßnahmen im Zuge der weiteren konsequenten Umsetzung des Kosteneffizienzprogramms geht STADA in den kommenden Jahren von einer Reduzierung der Personalaufwandsquote - ohne Berücksichtigung von Abfindungen - aus. Personalstruktur nach nationalen Märkten und FunktionsbereichenDurchschnittliche Anzahl STADA-Beschäftigte in 2011scroll
Verantwortung und NachhaltigkeitDas Leitbild von STADA - im Konzern verankert und täglich gelebtIn dem Leitbild von STADA, das sich an dem Begriff "Alles Gute!" orientiert, heißt es: "Die Fürsorge um Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen liegt im Zentrum des Handelns von STADA. Aus ihr entwickeln sich Philosophie und Leitbild des Unternehmens." Mit Blick auf das dadurch explizit geäußerte Bekenntnis zu seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wirkt der STADA-Vorstand kontinuierlich darauf hin, dass diese Handlungsmaxime und die darin geforderte Verantwortung von allen Beschäftigten auch täglich gelebt werden. Grundsätzlich soll der ökonomische Erfolg des Konzerns mit einem verantwortungsvollen Handeln verknüpft und insbesondere das Thema Corporate Social Responsibility, das in der Unternehmenswelt zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich mit der Rolle und der Verantwortung von Unternehmen in der Gesellschaft und der Lösung sozialer Probleme beschäftigt, in die Unternehmensabläufe integriert werden. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, unterstützt der Konzern sowohl in Deutschland als auch in zahlreichen anderen Ländern - in der Regel über die jeweiligen nationalen Tochtergesellschaften - ausgewählte soziale und kulturelle Projekte, im Wesentlichen in Form von Sponsoring, Spenden und Stiftungen. Ausgewählte gesellschaftliche und karitative AktivitätenIm Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung unterstützt STADA zahlreiche gesellschaftliche und karitative Aktivitäten:
Ausgeprägte Compliance-KulturDer Code of Conduct von STADA stellt die konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinie für alle Führungskräfte und Mitarbeiter der STADA-Gruppe dar und ist Basis aller Compliance-Tätigkeiten. Ziel des Code of Conduct ist es, allen Mitarbeitern bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit zur Seite zu stehen und ihnen Orientierung für richtiges Verhalten zu geben. Darüber hinaus konkretisieren interne Richtlinien, die so genannten Corporate Policies, diese Verhaltensrichtlinien zu spezifischen Themen. Dementsprechend erfolgen alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze. Der für das Compliance-Management-System verantwortliche Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstand, koordiniert das gesamte System und nimmt - ggf. auch anonyme - Beschwerden und Hinweise entgegen. Unterstützt wird er dabei in Deutschland von einem externen Ombudsmann und international von Compliance-Managern. Um die Einhaltung von externen gesetzlichen Vorgaben und unternehmensinternen Regelungen zur Compliance in effektiver Weise zu gewährleisten, überprüft STADA das Compliance-Management-System regelmäßig und entwickelt es weiter. Darüber hinaus stellt sich STADA - sofern sinnvoll und unter Kostenaspekten vertretbar - auch dem Anspruch an Exzellenz ("Best Practice") und prüft bzw. optimiert darauf ausgerichtet kontinuierlich Geschäftsprozesse. Unter der Bezeichnung "Entwicklung der Konzernorganisation" gibt es im Konzern hierzu eine eigene Stabsstelle. Hoher Stellenwert von Nachhaltigkeit und UmweltBereits die strategische Positionierung des STADA-Konzerns ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, da Generika, das mit Abstand größere der beiden Kernsegmente, maßgeblich zu einer effizienten Gesundheitsversorgung und damit zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung in einem für die Menschen bedeutenden Lebensbereich beitragen. STADA bekennt sich grundsätzlich zum Schutz von Mensch und Umwelt und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung von Verfahren und Prozessen, um so Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Angesichts dessen ist jeder Beschäftigte im STADA-Konzern dazu verpflichtet, Sorge für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit diesen Ressourcen zu tragen und die maßgeblichen Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt zu befolgen. Operativ wird der Verantwortung für Nachhaltigkeit, insbesondere in Bezug auf Umweltbelange, im Konzern über den gesetzlichen Rahmen hinausgehend projektbezogen Rechnung getragen. Auch in Zukunft wird das Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit im STADA-Konzern einen großen Stellenwert einnehmen, um die Anforderungen an ein gesellschaftlich verantwortliches sowie umweltfreundliches Verhalten zu erfüllen. VergütungsberichtDieser Vergütungsbericht erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der STADA Arzneimittel AG und enthält die individuelle Angabe der Bezüge der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Vergütung des VorstandsDer Gesamtaufsichtsrat legt das Vergütungssystem für den Vorstand und die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder auf Vorschlag des Personalausschusses fest und überprüft es regelmäßig. Vergütungssystem für den VorstandIm Hinblick auf die durch das Gesetz über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) neu formulierten Anforderungen an das System der Vorstandsvergütung, die für nach dem 05.08.2009 neu abgeschlossene oder inhaltlich geänderte bzw. angepasste Vorstandsdienstverträge gelten, fasste der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 das Vergütungssystem für den Vorstand in Übereinstimmung mit den Neuregelungen des VorstAG, insbesondere der §§ 87 und 93 Aktiengesetz (AktG), grundsätzlich neu. Zielsetzung des neu gefassten Vergütungssystems ist es, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens entsprechend ihren persönlichen Aufgaben und Leistungen, der Gesamtleistung des Vorstands sowie den Erfolgen bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist im Rahmen dieses neu gefassten Vergütungssystems, das unter Hinzuziehung eines unabhängigen externen Vergütungsexperten erfolgte, in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und so bemessen, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit Anreize für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld bietet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich im Rahmen dieses neu gefassten Vergütungssystems aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung zusammen. Aktienoptionspläne oder sonstige vergleichbare Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung bestehen nicht. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem fest vereinbarten und in zwölf gleichen monatlichen Raten ausbezahlten Grundgehalt. Dieses Jahresfestgehalt wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Sonstige Bezüge erhalten die Mitglieder des Vorstands nur in Form von Nebenleistungen, die im Wesentlichen aus der Privatnutzung eines Dienstwagens, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Versicherungsleistungen (u.a. Unfallversicherung) bestehen. Im Rahmen der neu gefassten Vergütungsstruktur bleiben unter Einhaltung der Regeln des VorstAG grundsätzlich auch weiterhin einzelvertragliche Zusagen über weitere erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten gegenüber einzelnen Vorstandsmitgliedern möglich, z.B. Pensionszusagen oder Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Die erfolgsabhängige Vergütung ist in der neu gefassten Vergütungsstruktur für alle Vorstandsmitglieder prinzipiell gleichartig strukturiert, kann in der individuellen Ausgestaltung und der Höhe für die einzelnen Vorstandsmitglieder jedoch auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen differieren. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht dabei in der neu gefassten Vergütungsstruktur bei jedem Vorstandsmitglied aus folgenden Komponenten:
Diesem neuen Vergütungssystem hat die STADA-Hauptversammlung am 16.06.2011 zugestimmt. Die aktuellen Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder entsprechen dem neu gefassten Vergütungssystem. Ausgenommen hiervon war der bis zum 31.08.2011 gültige Vorstandsvertrag von Hartmut Retzlaff, da er vor Inkrafttreten des VorstAG geschlossen wurde. In der konkreten Ausgestaltung der in 2010 abgeschlossenen Vorstandsverträge lehnen sich sowohl das Langzeitziel für die variable Langzeitsondervergütung als auch die jeweiligen Zwischenziele für alle drei Vorstandsmitglieder jeweils an die im Geschäftsjahr 2010 publizierten Langzeitziele des Konzerns für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2014 an. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2011Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2011 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
1)
Exklusive der vertraglich vereinbarten erfolgsabhängigen
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele, die nachfolgend als Vorschuss ausgewiesen
sind. Zusätzlich zu den vorstehenden Vergütungen erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2011 erfolgsabhängige Vorschüsse 1) von insgesamt 1.106.250,00 € (Vorjahr: 87.500,00 €); davon entfielen auf Hartmut Retzlaff 806.250,00 €, auf Helmut Kraft 150.000,00 € (Vorjahr: 43.750,00 €) und auf Dr. Axel Müller 150.000,00 € (Vorjahr: 43.750,00 €). Das prozentuale Verhältnis zwischen erfolgsunabhängiger und erfolgsabhängiger2) Vergütung der Vorstandsmitglieder bewegt sich dabei in einer Bandbreite von ca. 53% bis ca. 65% erfolgsunabhängiger und ca. 35% bis ca. 47% erfolgsabhängiger 2) Vergütung.
1)
Vertraglich vereinbarte erfolgsabhängige
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele. Zusagen an VorstandsmitgliederZusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit und etwaige entsprechende LeistungsgewährungenDer derzeitige Pensionsvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich in Abhängigkeit von der Dauer der Vorstandstätigkeit als Prozentsatz der Grundvergütung errechnet und zusätzlich eine in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Altersversorgung gewährte variable Vergütung prozentual berücksichtigt. Mit dem neuen, ab 01.09.2011 gültigen Vorstandsvertrag wurde das Ruhegehalt auf einen jährlichen Betrag festgeschrieben, wobei sich nach Eintritt des Versorgungsfalls das monatliche Ruhegeld zum 1. Juli eines jeden Jahres jeweils um den Prozentsatz, um den sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung im Vergleich zum Vorjahr erhöht, verändert. Die Zahlungen aus den Versorgungszusagen beginnen mit Antrag als Altersleistung, grundsätzlich nach Ablauf des vom 01.09.2011 bis 31.08.2016 gültigen Vorstandsvertrags, sofern dieser nicht verlängert wird, bzw. als Invalidenleistung, wenn das Dienstverhältnis vorher infolge einer Berufsunfähigkeit endet. Der Dienstzeitaufwand nach IFRS für die Rückstellungsbildung der im Geschäftsjahr 2011 verdienten Versorgungsansprüche betrug 983.342,00 €. Der Barwert der Pensionszusage nach IFRS beträgt 23.827.945,00 €. Für den Vorstandsvorsitzenden enthielt eine Ergänzungsvereinbarung des bis zum 31.08.2011 gültigen Anstellungsvertrags eine Abfindungsregelung für den Fall, dass der Vorstandsvertrag infolge eines näher definierten Kontrollwechsels im Rahmen einer Übernahme (Change of Control) beendet wird. Die Abfindung bestand dabei aus einer einmaligen Zahlung in Höhe des fünffachen Betrages des Bruttojahreseinkommens des Vorstandsvorsitzenden im letzten vor der Übernahme abgelaufenen Geschäftsjahr inklusive ausgezahlter Tantieme. Darüber hinaus war geregelt, dass der Vorstandsvorsitzende die in seinem Anstellungsvertrag vereinbarte Vergütung inklusive der Tantieme für die gesamte Vertragslaufzeit erhält. Die Tantieme errechnete sich dabei aus dem Schnitt der letzten zwei Tantiemen, die vor Beendigung der Tätigkeit bezahlt wurden. Der neue Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) eine Abfindungsregelung, die entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht höher als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages ist und deren Höhe auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Sonstige ZusagenDer bis zum 31.08.2011 gültige Anstellungsvertrag des Vorstandsvorsitzenden sah vor, dass im Fall von Krankheit oder Unfall die Gesellschaft das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden fortzahlt und die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten eines der beiden Fälle einem Grundgehalt zuzüglich der Tantieme bzw. einem Grundgehalt in den darauffolgenden beiden Jahren entspricht. Nach dem ab dem 01.09.2011 gültigen Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden zahlt die Gesellschaft im Fall von Krankheit oder Unfall die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden fort, wobei die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten eines der beiden Fälle dem Jahresfestgehalt und der variablen Vergütung und im zweiten bzw. dritten Jahr dem Jahresfestgehalt entspricht. Für den Vorstand Finanzen und den Vorstand Produktion &Entwicklung besteht jeweils eine Unfallversicherung, die im Fall von Dienstunfähigkeit wegen Erkrankung monatliche Bezüge bis zu einem Jahr, längstens jedoch bis zur Beendigung des Vertrags, und unter Anrechnung von Zahlungen Dritter vorsieht. Für den Fall der Dienstunfähigkeit von mehr als drei Monaten wird die variable Vergütung zeitanteilig gekürzt. Für alle drei Vorstandsmitglieder besteht im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder im gesetzlichen Rahmen. Leistungen von konzernfremden Dritten, die Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr zugesagt oder gewährt worden sindIm Geschäftsjahr 2011 haben nach Kenntnis der Gesellschaft konzernfremde Dritte Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr weder Leistungen zugesagt noch gewährt. Vergütung des AufsichtsratsSatzungsgemäßes Vergütungssystem für den AufsichtsratDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat regelt § 18 der Satzung der STADA Arzneimittel AG wie folgt: Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr:
Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte. Für die Tätigkeiten in einem Ausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 10.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält für seine Tätigkeit das Doppelte. Auf alle Vergütungen an den Aufsichtsrat ist zusätzlich Mehrwertsteuer zu zahlen. Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2011 tätigen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind darüber hinaus keine weiteren Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder gewährt worden; allerdings besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder, die dem gesetzlichen Rahmen der Vorstandsmitglieder entspricht. Vergütung des BeiratsGemäß § 10 der Geschäftsordnung des Beirats der STADA Arzneimittel AG erhalten die Beiratsmitglieder eine Sitzungspauschale von 600 € pro Sitzung zuzüglich der Erstattung von Auslagen. ErtragslageUmsatzentwicklungUmsatzsteigerung auf neuen Spitzenwert in der UnternehmensgeschichteIm Geschäftsjahr 2011 lag die Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns im Rahmen der Erwartungen. Bei unterschiedlicher Entwicklung in einzelnen nationalen Märkten stieg der Konzernumsatz im Berichtsjahr um 5% auf 1.715,4 Mio. € (Vorjahr: 1.627,0 Mio. €) und damit auf einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Unter Berücksichtigung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basieren, nahm der Konzernumsatz in 2011 um 5% zu. Konzernumsatz in Mio. € über 5 Jahre![]() Die Portfolioveränderungen, die im Geschäftsjahr 2011 insgesamt einen Anteil von 9,7 Mio. € bzw. 0,6 Prozentpunkten am Umsatzwachstum hatten, setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
Bei Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres verglichen mit denen des Vorjahres für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro wies STADA in 2011 einen geringfügig negativen Währungseffekt in Höhe von -7,9 Mio. € bzw. -0,5 Prozentpunkten auf. Sofern in diesem Geschäftsbericht über bereinigte Umsatzzahlen berichtet wird, ist darunter jeweils der um die vorstehend beschriebenen Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen. 3)
1)
Wirkstoff Tobramycin-2.5-sulfat zur Behandlung
von schweren Infektionen, die durch Tobramycinempfindliche Erreger
verursacht sind. Schema zur Ermittlung des bereinigten Konzernumsatzwachstumsscroll
Entwicklung der internationalen UmsätzeUmsatzanteile Deutschland vs. internationale Umsätze in % des Konzernumsatzes![]() In Europa stieg der Umsatz des STADA-Konzerns im Geschäftsjahr 2011 um 6% auf 1.645,1 Mio. € (Vorjahr: 1.553,6 Mio. €). Damit lag der Umsatzanteil von STADA in den europäischen Märkten bei 95,9% (Vorjahr: 95,5%) vom Konzernumsatz. Bereinigt erhöhte sich der Umsatz des Konzerns in Europa um 6%. In Westeuropa wies STADA im Berichtsjahr einen Umsatzanstieg von 1% auf 1.164,2 Mio. € (Vorjahr: 1.148,1 Mio. €) auf. Damit trugen die Umsätze von STADA in den westeuropäischen Ländern 67,9% (Vorjahr: 70,6%) zum Konzernumsatz bei. Ungeachtet eines rückläufigen Umsatzes in Deutschland in Höhe von 7% verzeichnete der bereinigte STADA-Umsatz in Westeuropa insgesamt angesichts der deutlichen Steigerung in einigen anderen europäischen Ländern wie Spanien und Italien ein Wachstum von 1% (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Deutschland bzw. Spanien bzw. Italien"). In Osteuropa 1) erzielte STADA in 2011 ein Umsatzwachstum von 19% auf 480,8 Mio. € (Vorjahr: 405,5 Mio. €). Diese Zunahme war im Wesentlichen auf die starke Umsatzsteigerung in Russland zurückzuführen (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Russland"). In Serbien legten zudem die lokalen Umsätze gegenüber dem außergewöhnlich niedrigen Vorjahresniveau erwartungsgemäß zu (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Serbien"). Insgesamt hatten die Umsätze in den osteuropäischen Ländern einen Anteil von 28,0% (Vorjahr: 24,9%) am Konzernumsatz. Der bereinigte Konzernumsatz zeigte in Osteuropa ein Plus von 20%.
1)
So genannte CEE-Länder (Central and Eastern
Europe) inklusive Russland. In Asien war der STADA-Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 7% auf 48,1 Mio. € (Vorjahr: 51.4 Mio. €) rückläufig. Der Umsatz, den der Konzern in den asiatischen Märkten verzeichnete, betrug damit 2,8% (Vorjahr: 3,2%) vom Konzernumsatz. Diese Entwicklung basierte auf gegenläufigen Faktoren. Zum einen wies STADA bedingt durch den erwarteten Rückgang margenarmer Handelsumsätze, der aus der im 3. Quartal 2010 erfolgten Beendigung einer Vertriebsvereinbarung mit einem wesentlichen Handelspartner resultierte, auf den Philippinen - insbesondere im 1. Quartal 2011 -eine starke Umsatzreduzierung auf. Zum anderen konnte der Konzern den Umsatz in Vietnam deutlich steigern. Dennoch ging der bereinigte Umsatz von STADA in den asiatischen Ländern insgesamt um 2% zurück ("Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Asien/pazifische Region"). Der Umsatz von STADA in der restlichen Welt nahm im Berichtsjahr um 1% auf 22,3 Mio. € (Vorjahr: 22,0 Mio. €) zu. Damit belief sich der Umsatz der restlichen Welt auf 1,3% (Vorjahr: 1,4%) vom Konzernumsatz. Der bereinigte Umsatzanstieg von STADA betrug hier 1%. Über die von STADA in den für den Konzern wichtigsten einzelnen nationalen Märkten erzielten Umsätze wird im Rahmen der regionalen Entwicklung detaillierter berichtet (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen"). Ergebnis- und KostenentwicklungBereinigtes EBITDA in Mio. €![]() Bereinigtes EBIT in Mio. €![]() Bereinigter Konzerngewinn in Mio. €![]() Anstieg aller operativen ErtragskennzahlenIm Geschäftsjahr 2011 lagen die operativen Ertragskennzahlen, d.h. ohne Berücksichtigung von hohen belastenden einmaligen Sondereffekten, im Rahmen der Erwartungen. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren in 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Das operative Ergebnis ging im Berichtsjahr um 26% auf 120,1 Mio. € (Vorjahr: 161,8 Mio. €) zurück. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 68% auf 22,0 Mio. € (Vorjahr: 68,4 Mio. €). Das EBITDA wies einen Rückgang von 17% auf 223,2 Mio. € (Vorjahr: 268,8 Mio. €) auf. Bereinigt um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten und nicht operativ bedingten Effekten aus Zinssicherungsgeschäften (Vorjahr: bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften) zeigte das bereinigte operative Ergebnis in 2011 ein Plus von 8% auf 257,6 Mio. € (Vorjahr: 239,3 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn verzeichnete einen Anstieg von 10% auf 146,6 Mio. € (Vorjahr: 133,3 Mio. €). Das bereinigte EBITDA nahm um 7% auf 337,2 Mio. € (Vorjahr: 315,9 Mio. €) zu. Die bei diesen Ertragskennzahlen zur besseren Vergleichbarkeit des Berichtsjahres mit dem Vorjahr vorgenommenen Bereinigungen setzten sich in 2011 wie folgt zusammen: 1) Ertragsbeeinflussung durch einmalige SondereffekteDie einmaligen Sondereffekte addierten sich im Geschäftsjahr 2011 zu einer saldierten Ertragsbelastung in Höhe von 137,5 Mio. € vor bzw. 125,4 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: saldierte Ertragsbelastung durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 79,9 Mio. € vor bzw. 66,7 Mio. € nach Steuern). Diese stellten sich im Einzelnen wie folgt dar:
1)
Wirkstoff Apomorphin zur Behandlung von Parkinson. Ertragsbeeinflussung durch nicht operativ bedingte Effekte aus ZinssicherungsgeschäftenDie nicht operativ bedingten Effekte aus Zinssicherungsgeschäften summierten sich im Geschäftsjahr 2011 zu einer saldierten Ertragsentlastung in Höhe von 1,2 Mio. € vor bzw. 0,9 Mio. € nach Steuern, die sich aus der Bewertung dieser Geschäfte ergab (Vorjahr: saldierte Ertragsentlastung durch nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 2,7 Mio. € vor bzw. 1,9 Mio. € nach Steuern). Sofern in diesem Geschäftsbericht bereinigte Ertragskennzahlen ausgewiesen werden, beinhalten die vorgenommenen Ertragsbereinigungen jeweils diese Effekte insgesamt sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr. In der nachfolgenden Tabelle werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns sowie die sich daraus ergebenden Margen jeweils auch bereinigt um die zuvor aufgeführten einmaligen Sondereffekte und die nicht operativ bedingten Effekte aus Zinssicherungsgeschäften für das Geschäftsjahr 2011 bzw. die nicht operativ bedingten Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften für das Vorjahr vergleichend dargestellt. Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten 5) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz. Gewinn- und Verlustrechnung sowie KostenentwicklungIn der nachfolgenden Tabelle wird die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns dargestellt - sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr, jeweils unter Einbeziehung der zu bereinigenden Effekte. scroll
1)
Erträge im Zusammenhang mit dem Verkauf des
Entwicklungsstands des Biosimilars Trastuzumab. Die Herstellungskosten lagen im Berichtsjahr bei 888,6 Mio. € (Vorjahr: 862,8 Mio. €). Damit belief sich das Bruttoergebnis, d.h. der Umsatz nach Abzug der Herstellungskosten, im Geschäftsjahr 2011 auf 826,8 Mio. € (Vorjahr: 764,2 Mio. €). Die Herstellungskosten beinhalteten im Geschäftsjahr 2011 belastende Aufwendungen aus einmaligen Sondereffekten in Höhe von insgesamt 4,7 Mio. €, die sich aus den folgenden Einzelsachverhalten zusammensetzen: einmalige Aufwendungen aus dem Verkauf eines Produkts der deutschen Vertriebsgesellschaft cell pharm, Aufwendungen im Zusammenhang mit technischen Problemen in einem Teil der serbischen Produktion für Injektabilia, einmalige Aufwendungen zur Aufrechterhaltung eines bestehenden Lizenzvertrags, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem in Deutschland zum 01.01.2011 in Kraft getretenen Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts sowie einmalige Aufwendungen aus Bestandsabwertungen auf Vorräte, die aus der vorgenommenen Restrukturierung des Vertriebsmodells in der Tschechischen Republik, der Slowakei sowie Russland resultieren. Die Herstellungskostenquote, d.h. der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz, betrug im Berichtsjahr 51,8% (Vorjahr: 53,0%). Die zur Herstellungskostenquote reziproke umsatzbezogene Bruttomarge erhöhte sich in 2011 damit auf 48,2% (Vorjahr: 47,0%). Erfreulicherweise ist trotz der Verwässerung der Bruttomarge durch ein angestiegenes Volumengeschäft infolge gewonnener Rabattvertrags-Ausschreibungen (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Deutschland") eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge auf Konzernebene in 2011 zu beobachten; dies zeigt, dass diese Verwässerung durch Margensteigerungen bei anderen Produkten und/oder in anderen Märkten aufgefangen werden konnte. Auf Grund der mit dem Geschäftsmodell von STADA einhergehenden Preiserosion erwartet der Vorstand allerdings, dass die Herstellungskostenquote und die Bruttomarge dauerhaft unter Druck bleiben (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Zudem werden diese beiden Positionen durch den erwarteten weiteren Anstieg von Volumengeschäften auch künftig zusätzlich belastet werden. Grundsätzlich begegnet STADA dem dauerhaften Margendruck in den einzelnen nationalen Märkten durch kontinuierliche Kostenoptimierung und die weitere Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen von "STADA - build the future". Die Vertriebskosten, die bei STADA im Wesentlichen die Kosten für die im Außendienst und im Vertrieb Beschäftigten sowie die produktbezogenen Marketingaufwendungen beinhalten, stiegen in 2011 auf 390,0 Mio. € (Vorjahr: 375,5 Mio. €). Die Vertriebskostenquote betrug im selben Zeitraum 22,7% (Vorjahr: 23,1%). Vor dem Hintergrund, dass der weitere Ausbau des Produkt-Portfolios nicht mit einer deutlichen Zunahme der vertrieblichen Aktivitäten, insbesondere der Außendiensttätigkeiten, einhergehen wird, erwartet der Vorstand in den nächsten Jahren einen weiteren leichten Rückgang der Vertriebskostenquote. Des Weiteren besteht in Märkten mit einem deutlichen Anstieg von Volumengeschäften mit niedrigen Margen die Möglichkeit eines rückläufigen Vertriebsaufwands. Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 140,0 Mio. € (Vorjahr: 125,3 Mio. €) und hatten damit einen Anteil von 8,2% am Konzernumsatz (Vorjahr: 7,7%). In dieser Position waren im Geschäftsjahr 2011 belastende Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € enthalten, die aus außerordentlichen Aufwendungen für Beratungsleistungen resultieren und im Berichtsjahr als einmaliger Sondereffekt klassifiziert wurden. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in 2011 bei 50,4 Mio. € (Vorjahr: 54,9 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug 2,9% (Vorjahr: 3,4%). Die in der Gewinn- und Verlustrechnung von STADA ausgewiesenen Entwicklungskosten beinhalten die nicht aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen, die im Wesentlichen auf regulatorischen Anforderungen und der Optimierung von bestehenden Produkten basieren. Zahlungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte werden von STADA dagegen in der Regel aktiviert (vgl. "Konzern-Anhang - 15."). 1) Aus diesem Grund sind sie in dieser Kostenposition nicht enthalten. Die sonstigen Erträge reduzierten sich in 2011 auf 29,9 Mio. € (Vorjahr: 40,4 Mio. €) im Wesentlichen auf Grund der Entwicklung der Kursaufwendungen, die mit den Kurserträgen verrechnet werden und im Berichtsjahr zu saldierten Kursaufwendungen führten. Während im Geschäftsjahr 2010 noch saldierte Kurserträge in Höhe von 10,0 Mio. € unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen wurden, ergaben sich im Geschäftsjahr 2011 saldierte Kursaufwendungen, die zu einem Ausweis innerhalb der anderen Aufwendungen führten. Die sonstigen Erträge enthielten im Geschäftsjahr 2011 u.a. Erträge aus einmaligen Sondereffekten. Dabei handelte es sich um Erträge aus Zuschreibungen im Rahmen von Impairment-Tests auf immaterielle Vermögenswerte sowie Erträge im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Produkts der deutschen Vertriebsgesellschaft cell pharm (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen -Deutschland"). Die anderen Aufwendungen nahmen in 2011 auf 151,6 Mio. € (Vorjahr: 70,9 Mio. €) zu. Dieser Posten enthielt im Berichtsjahr saldierte Kursaufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. €. Im Vorjahr hatten sich saldierte Kurserträge in Höhe von 10,0 Mio. € ergeben, die von STADA unter der Position "Sonstige Erträge" ausgewiesen worden waren. Darüber hinaus waren in dieser Position belastende Aufwendungen aus verschiedenen einmaligen Sondereffekten enthalten, die sich wie folgt zusammensetzten: Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen einschließlich der Wertminderungen für Beteiligungswerte an verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen in Höhe von 98,4 Mio. €, Wertberichtigungen von Vermögenswerten nach Werthaltigkeitstests in Höhe von 25,3 Mio. €, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösungsvereinbarung zwischen der britischen STADA-Tochtergesellschaft Genus Pharmaceuticals Ltd. und der Cephalon GmbH für den Vertrieb von Apo-Go®1) im deutschen Markt in Höhe von 5,4 Mio. € sowie außerplanmäßige Personalaufwendungen auf Grund von personellen Veränderungen im STADA-Konzern in Höhe von 4,5 Mio. €.
1)
Wirkstoff Apomorphin zur Behandlung von Parkinson. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future" beliefen sich in 2011 auf 4,6 Mio. € und werden als einmalige Sondereffekte ausgewiesen. Das Finanzergebnis, das im Wesentlichen die finanziellen Erträge und Aufwendungen enthält, lag im Berichtsjahr bei -50,5 Mio. € (Vorjahr: -52,8 Mio. €). Die größte operativ bedingte Einzelposition waren dabei unverändert die finanziellen Aufwendungen, die in 2011 62,4 Mio. € (Vorjahr: 56,9 Mio. €) betrugen. Das Finanzergebnis beinhaltete im Geschäftsjahr 2011 nicht operativ bedingte Effekte aus Zinssicherungsgeschäften, die sich zu einer Ertragsentlastung in Höhe von 1,2 Mio. € summierten. Im Geschäftsjahr 2011 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,3% p.a. und 20,3% p.a. (Vorjahr: zwischen 1,0% p.a. und 19,2% p.a.). Hierunter fiel auch die Finanzierung durch im Berichtsjahr neu aufgenommene Schuldscheindarlehen mit teilweise variablen und teilweise fixen Zinssätzen, durch die STADA das Fälligkeitsprofil der Konzernverbindlichkeiten über die nächsten Jahre glätten und die stabile Finanzierungsstruktur weiter stärken konnte (vgl. "Finanzlage"). Zum Bilanzstichtag 31.12.2011 betrug der durchschnittlich gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 4,6% p.a. (Vorjahr: ca. 5,1% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 6,4% p.a. (Vorjahr: ca. 7,0% p.a.). Die Ertragsteuern lagen in 2011 bei 47,1 Mio. € (Vorjahr: 40,5 Mio. €), so dass die Steuerquote 67,8% (Vorjahr: 37,1%) betrug. Maßgeblich für die deutliche Veränderung der Steuerquote ist die veränderte Gewinnallokation im Konzern, u.a. resultierend aus den hohen ausgewiesenen Sondereffekten in Serbien. Ungeachtet dessen war die Steuerquote in 2011 unverändert durch die in Deutschland geltende steuerliche Regelung zu Betriebsausgaben für Zinsaufwendungen bei Körperschaften belastet. Diese so genannte Zinsschranke sieht vor, dass der Nettozinsaufwand einer Körperschaft nur bis zur Höhe von 30% des für steuerliche Belange in Deutschland festgestellten EBITDA abzugsfähig ist, Mit Blick auf die hohen einmaligen Sondereffekte nahm das steuerrelevante EBITDA im Berichtsjahr in Deutschland so stark ab, dass dies zu einer nicht mehr gegebenen Abzugsfähigkeit eines Nettozinsaufwands in Höhe von 20,1 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €) sowie zu einer entsprechenden steuerlichen Mehrbelastung von ca. 4,9 Mio. € (Vorjahr: ca. 3,4 Mio. €) führte. Der Vorstand geht auch in den nächsten Jahren von einem Fortbestand dieser steuerlichen Nachteile aus. Segmententwicklung: Informationen nach operativen SegmentenEntwicklung der KernsegmenteDie Informationen nach operativen Segmenten richten sich gemäß der von STADA verwendeten Segmentdefinition nach vertrieblichen Differenzierungsmöglichkeiten und sind damit in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäft eingeteilt (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld"). Der Umsatz der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte nahm in 2011 um insgesamt 7% auf 1.660,2 Mio. € (Vorjahr: 1.549,2 Mio. €) zu, so dass ihr Anteil 96,8% (95,2%) am Konzernumsatz betrug. Der um Portfolioveränderungen und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der beiden Kernsegmente erhöhte sich im Berichtsjahr um 8% (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Der Umsatz des unverändert deutlich größeren Kernsegments Generika wies in 2011 ein Wachstum von 6% auf 1.188,3 Mio. € (Vorjahr: 1.124,2 Mio. €) auf. Damit leisteten Generika einen Beitrag von 69,3% (Vorjahr: 69,1%) zum Konzernumsatz, Bereinigt stieg der Generika-Umsatz um 6% (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Generika-Wirkstoffe in Produkten des STADA-Konzerns 2011scroll
Insgesamt erzielte STADA mit Produkten, die die fünf umsatzstärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 136,9 Mio. € (Vorjahr: 145,7 Mio. €). Damit hatten diese Produkte im Geschäftsjahr 2011 einen Anteil von 11,5% (Vorjahr: 13,0%) am Umsatz des Segments Generika. In 2011 war das Magentherapeutikum Omeprazol sowohl im Kernsegment Generika als auch im Konzern unverändert der mit Abstand umsatzstärkste pharmazeutische Wirkstoff. Das Kernsegment Markenprodukte verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzanstieg von 11% auf 471,9 Mio. € (Vorjahr: 425,0 Mio. €). Damit trugen Markenprodukte 27,5% (Vorjahr: 26,1%) zum Konzernumsatz bei. Der bereinigte Umsatz der Markenprodukte zeigte im Konzern ein Plus von 12% (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Markenprodukte des STADA-Konzerns 2011scroll
Mit den fünf umsatzstärksten Markenprodukten des Konzerns erzielte STADA im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 115,0 Mio. € (Vorjahr: 104,0 Mio. €). Damit belief sich der Anteil dieser Produkte auf 24,4% (Vorjahr: 24,5%) am Umsatz des Segments Markenprodukte. Grippostad® war in 2011 mit einem Umsatz in Höhe von 33,8 Mio. € (Vorjahr: 28,7 Mio. €) weiterhin das umsatzstärkste Markenprodukt des Konzerns. Randaktivitäten zur Unterstützung der KernsegmenteDer Umsatz des nicht zu den Kernsegmenten zählenden Segments Handelsgeschäfte war in 2011 auf 32,9 Mio. € (Vorjahr: 66,9 Mio. €) rückläufig. Hier machte sich insbesondere der erwartete Rückgang des margenarmen Handelsgeschäfts auf den Philippinen bemerkbar. Der unter der Position Konzernholding/Sonstiges ausgewiesene Umsatz verzeichnete im Berichtsjahr eine Zunahme auf 22,3 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €) und beinhaltete u.a. die Umsätze mit der im 3. Quartal 2010 transferierten niederländischen Verpackungseinheit. Operative SegmentergebnisseIm Geschäftsjahr 2011 verzeichneten die Segmentergebnisse und Segmentmargen der beiden Kernsegmente gegenläufige Entwicklungen. Während das operative Segmentergebnis der Generika auf Grund hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - um 42% auf 84,9 Mio. € (Vorjahr: 145,9 Mio. €) stark rückläufig war, erhöhte sich das operative Segmentergebnis der Markenprodukte um 7% auf 89,3 Mio. € (Vorjahr: 83,7 Mio. €). Die operative Gewinnmarge der Generika lag im Berichtsjahr bei 7,1% (Vorjahr: 13,0%). Die operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich in 2011 18,9% (Vorjahr: 19,7%). Bereinigt um den Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten und nicht operativ bedingten Effekten aus Zinssicherungsgeschäften in 2011 bzw. nicht operativ bedingten Effekten aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften in 2010 erhöhte sich das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika im Berichtsjahr um 1% auf 182,6 Mio. € (Vorjahr: 181,6 Mio. €). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte erhöhte sich um 8% auf 109,2 Mio. € (Vorjahr: 100,7 Mio. €). Damit betrug die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika in 2011 15,4% (Vorjahr: 16,2%) und die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte 23,1% (Vorjahr: 23,7%). Das operative Segmentergebnis der Handelsgeschäfte erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 auf -1,4 Mio. € (Vorjahr: -18,9 Mio. €). Segmententwicklung: Informationen nach RegionenDie Informationen nach Regionen1) basieren im STADA-Konzern auf der regionalen Differenzierung nach nationalen Märkten. Dabei werden in den einzelnen nationalen Märkten jeweils segmentspezifisch alle Nettoumsätze ausgewiesen, die konsolidierte Konzerngesellschaften dort mit fremden Dritten erzielen. Umsätze 2011 nach Segmenten und nationalen Märkten 2)scroll
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1)
Gegliedert nach dem jeweiligen nationalen
Markt, in dem der Umsatz erzielt wurde. Entwicklung der für STADA zehn größten nationalen MärkteAngesichts der Fokussierung der Konzern-Geschäftsaktivitäten auf Europa befinden sich die zehn größten nationalen Märkte von STADA, die in 2011 insgesamt 87% (Vorjahr: 87%) zum Konzernumsatz beitrugen, im europäischen Raum. Insgesamt stieg der Umsatz dieser zehn nationalen Märkte im Berichtsjahr um 5%. Bereinigt lag dieses Umsatzwachstum bei 5% (vgl. beides "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). DeutschlandIn Deutschland, dem größten nationalen Markt von STADA, reduzierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 7% auf 479,9 Mio. € (Vorjahr: 516,4 Mio. €). Hatte der Umsatzrückgang im deutschen Markt im 2. Quartal noch 9% betragen, ging der Umsatz im 3. Quartal um 5% und im 4. Quartal nur noch um 2% zurück. Insgesamt hatten die deutschen STADA-Aktivitäten in 2011 einen Anteil von 28,0% (Vorjahr: 31,7%) am Konzernumsatz. Dieser in Deutschland erwartete Umsatzrückgang war unverändert auf die schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika zurückzuführen. So reduzierte sich der Umsatz des deutschen Generika-Segments im Berichtsjahr um 9% auf 366,7 Mio. € (Vorjahr: 401,7 Mio. €). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika des STADA-Konzerns stieg in 2011 nach Absatz auf ca. 12,8% (Geschäftsjahr 2010: ca. 12,5%). 1) Im 4. Quartal 2011 allein betrachtet erhöhte sich der Marktanteil nach Absatz wie erwartet - angesichts der im Berichtsjahr erzielten starken Resultate in den Ausschreibungen von Rabattverträgen - auf ca. 13,5%. 1) Weiterhin stand dieser Absatzsteigerung jedoch eine erwartungsgemäß nur knapp unter Konzerndurchschnitt liegende operative Profitabilität des deutschen Konzerngeschäfts gegenüber. Der Umsatz, den STADA im deutschen Markt mit Generika erzielte, belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 76% (Vorjahr: 78%) an dem in Deutschland insgesamt erreichten Umsatz. Die Entwicklung in Deutschland basierte im Wesentlichen auf den von deutschen STADA-Vertriebsgesellschaften im Generika-Markt erzielten Ergebnissen im Rahmen der zahlreichen Ausschreibungen von Rabattverträgen durch gesetzliche Krankenkassen. An diesen Ausschreibungen sind deutsche STADA-Vertriebsgesellschaften weiterhin kontinuierlich mit von Margen- und Marktanteilsaspekten geprägten verschiedenen Gebotsstrategien und demzufolge auch sehr unterschiedlichen Zuschlagergebnissen beteiligt. So erreichten im Berichtsjahr deutsche STADA-Tochtergesellschaften u.a. bei großvolumigen Ausschreibungsrunden der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), der Ausschreibungsrunde der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) sowie den Ausschreibungsrunden verschiedener anderer Krankenkassen für in Deutschland bundesweit geltende Rabattverträge für Arzneimittel nach Ansicht des Vorstands sehr gute Ergebnisse. 2) Das insgesamt übergeordnete Ziel des Konzerns einer angemessenen operativen Profitabilität im deutschen Markt führte für STADA in 2011 in Deutschland zu einem Rückgang beim Umsatz im Generika-Segment, ohne dass dabei jedoch die Position des STADA-Konzerns als klare Nummer 3 1) im deutschen Generika-Markt beeinträchtigt wurde.
1)
Daten von IMS Health zur Abgabe von Arzneimitteln
in der Apotheke an die Kunden (Quelle: IMS/ Pharmascope national). Das infolge des zum 01.01.2011 in Kraft getretenen Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) erforderliche Umpacken und die damit einhergehende Warenrücknahme verursachten im Geschäftsjahr 2011 Kosten in Höhe von 0,5 Mio. €, die von STADA als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen wurden (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Den in Deutschland realisierten Generika-Umsatz erreicht STADA mit verschiedenen Vertriebsgesellschaften. Der Umsatz der ALIUD PHARMA GmbH, Laichingen, der größten konzerneigenen Vertriebsgesellschaft im deutschen Generika-Markt, war in 2011 um 8% auf 203,8 Mio. € (Vorjahr: 221,3 Mio. €) rückläufig. Der mit der konzerneigenen deutschen Generika-Vertriebsgesellschaft STADApharm GmbH, Bad Vilbel, erzielte Umsatz reduzierte sich im Berichtsjahr um 13% auf 127,8 Mio. € (Vorjahr: 147,5 Mio. €). Der Umsatz der STADA-Generika-Vertriebsgesellschaft cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, Bad Vilbel, Spezialanbieter für die Indikationsfelder Onkologie und Nephrologie, nahm im Geschäftsjahr 2011 um 7% auf 29,4 Mio. € (Vorjahr: 31,7 Mio. €) ab. Im 2. Quartal 2011 wurde gegen die deutschen STADA-Vertriebsgesellschaften ALIUD PHARMA GmbH und STADApharm GmbH im Rahmen eines patentrechtlich begründeten Wettbewerbsverfahrens eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung des Vertriebs für das Produkt mit dem pharmazeutischen Wirkstoff Leflunomid zur Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis und der aktiven Psoriasis-Arthritis erlassen. Die Angelegenheit wird nun im Hauptsacheverfahren fortgeführt. Im 3. Quartal 2011 verkaufte cell pharm das onkologische Produkt Tobra-cell®1) (Jahresumsatz 2010: 0,4 Mio. €, kumulierter Umsatz 2011 bis zum Tag des Verkaufs: 0,7 Mio. €) und erzielte dabei einen Ertrag von 1,4 Mio. € vor bzw. 1,0 Mio. € nach Steuern, der als entlastender einmaliger Sondereffekt ausgewiesen wurde (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostentwicklung" sowie "Finanzlage"). Der mit Markenprodukten in Deutschland erzielte Umsatz lag im Berichtsjahr mit 112,2 Mio. € (Vorjahr: 111,9 Mio. €) ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt lag der Anteil, den STADA im deutschen Markt mit Markenprodukten verzeichnete, in 2011 bei 23% (Vorjahr: 22%). Den Umsatz mit Markenprodukten erreicht STADA in Deutschland im Wesentlichen mit zwei lokalen Vertriebsgesellschaften. Dabei lag der von der STADA GmbH, Bad Vilbel, im Geschäftsjahr 2011 erreichte Umsatz mit 99,8 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 97,6 Mio. €). Die Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg, die rezeptfreie Generika, Hilfsmittel im Indikationsbereich Diabetes sowie ausgewählte Markenprodukte wie bspw. EUNOVA® vertreibt, wies im Berichtsjahr einen Umsatzanstieg von 10% auf 10,4 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) auf. In 2011 zählten wichtige STADA-Markenprodukte in ihren entsprechenden Marktsegmenten unverändert zu den jeweiligen Marktführern im deutschen Apothekenmarkt. Beispiele hierfür sind das Erkältungsmittel Grippostad® C (lokaler Umsatz in 2011: 29,8 Mio. €, Vorjahr: 26,0 Mio. €) mit einem Marktanteil von ca. 34% im Markt der Erkältungspräparate 2)3) und das STADA-Sonnenschutzsortiment unter der Marke Ladival® (lokaler Umsatz in 2011: 19,3 Mio. €, Vorjahr: 13,8 Mio. €), das mit einem Marktanteil von ca. 38% unverändert klar marktführend im Apothekenmarkt der Sonnenschutzmittel 4) ist. Die im deutschen Markt erzielten Umsätze umfassten in 2011 auch Exportumsätze von ausländischen Konzerngesellschaften nach Deutschland in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €). Dazu zählen auch die Umsätze des STADA-Markenproduktes Apo-Go®5) , das u.a. wegen spezieller vertrieblicher Anforderungen im STADA-Konzern global von der britischen Tochtergesellschaft gemanagt wird. Im 3. Quartal 2011 löste die britische STADA-Tochtergesellschaft Genus Pharmaceuticals Ltd. eine mit der Cephalon GmbH bestehende Vereinbarung für den Vertrieb von Apo-Go® im deutschen Markt auf. Neben der Tatsache, dass die Cephalon GmbH durch eine Akquisition Teil der israelischen Teva-Gruppe und damit eines direkten globalen Wettbewerbers von STADA geworden ist, wurde dabei auch ein Urteil1) des Landgerichts München vom 19.07.2011 berücksichtigt, nach dem Cephalon beim Vertrieb des STADA-Lizenzprodukts gegen die Apothekenpflicht verstoßen hat. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Vereinbarung entstand eine Ertragsbelastung in Höhe von 5,4 Mio. € vor bzw. 4,0 Mio. € nach Steuern, die als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen wurde (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung").
1)
Wirkstoff Tobramycin-2.5-sulfat zur Behandlung
von schweren Infektionen, die durch Tobramycin-empfindliche Erreger
verursacht sind. Insgesamt geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 davon aus, dass für das deutsche Geschäft insgesamt eine moderate Wachstumschance besteht bei einer unverändert knapp unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Mit Blick auf die in 2011 abgeschlossenen, teilweise großvolumigen Rabattverträge erwartet der Vorstand auch, dass der Marktanteil des Konzerns nach Absatz im deutschen Generika-Markt weiter steigen wird. RusslandIn Russland, dem für den Konzern nach Umsatz zweitwichtigsten nationalen Markt, verzeichnete STADA im Geschäftsjahr 2011 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse eine deutliche Umsatzsteigerung von 29%. In Euro stieg der Umsatz um starke 26% auf 279,6 Mio. € (Vorjahr: 221,2 Mio. €). Insgesamt erreichte STADA in 2011 im russischen Pharmamarkt einen Marktanteil von ca. 2,1% (Vorjahr: ca. 2,0%) und nahm damit Platz 2 unter den lokalen russischen Pharmaunternehmen ein. 2)
1)
Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mit Generika wies der Konzern im Berichtsjahr ein Umsatzwachstum in Höhe von 22% auf 124,9 Mio. € (Vorjahr: 102,6 Mio. €) auf, so dass deren Anteil an dem von STADA im russischen Markt erzielten Umsatz 45% (Vorjahr: 46%) betrug. Der Umsatz der Markenprodukte erhöhte sich deutlich um 30% auf 153,5 Mio. € (Vorjahr: 118,2 Mio. €) und somit auf 55% (Vorjahr: 53%) des STADA-Umsatzes in Russland. Im Rahmen von "STADA - build the future" wurde in 2011 in Russland eine Restrukturierung des lokalen Vertriebsmodells umgesetzt, die auf Grund einer stärkeren Konzentration der dortigen Vertriebsaktivitäten auch zu einem Rückgang des russischen Personalstands im Vertriebsbereich führte (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Weitere konsequente Umsetzung von ,STADA - build the future'" sowie "Geschäft und Rahmenbedingungen - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"). Unverändert ist die Nachfragestruktur der russischen STADA-Geschäftsaktivitäten durch Selbstzahler geprägt, mit denen direkt oder indirekt über Großhändler ca. 88% der russischen Umsätze erzielt werden. Im Rahmen des staatlichen Programms zur Kostenerstattung ausgewählter Arzneimittel für einzelne Bevölkerungsgruppen (DLO-Programm) verzeichnete der Konzern im Berichtsjahr nur ca. 7% der russischen Umsätze. Des Weiteren wurden ca. 5% der Umsätze direkt oder indirekt mit anderen staatlichen Auftraggebern, insbesondere im Rahmen von Tendern, erzielt. Zur weiteren Stärkung des Markenprodukt-Geschäfts unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm, Nizhny Novgorod, im laufenden 1. Quartal 2012 Verträge für den Erwerb der Markenrechte an dem Nahrungsergänzungsmittel Vuka Vuka® und Vuka Drive® , einer Weiterentwicklung von Vuka Vuka® , für Russland sowie an Vuka Vuka® für die so genannten CEE-Länder (Central and Eastern Europe). Der Kaufpreis betrug insgesamt 9,7 Mio. € (vgl. "Nachtragsbericht"). Darüber hinaus schloss die russische STADA-Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm, Nizhny Novgorod, Verträge für den Erwerb der Rechte an der Marke Tranexam® , die im Indikationsbereich Gynäkologie positioniert ist, ab. Der Kaufpreis für die erworbenen Rechte, die sich auf Russland beziehen, lag bei 40,0 Mio. € (vgl. "Nachtragsbericht"). Die operative Profitabilität lag in Russland im Berichtsjahr wie erwartet oberhalb des Konzerndurchschnitts. Unverändert wird im Rahmen von "STADA - build the future" der Verkauf von zwei Produktionsstätten in Russland evaluiert; im Fall einer Realisierung wäre aus heutiger Sicht eine als einmaliger Sondereffekt auszuweisende Ertragsbelastung im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2012 geht STADA im russischen Markt von einem weiterhin starken Umsatzwachstum in lokaler Währung bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität aus. Dabei werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der STADA-Geschäftsaktivitäten sowohl in Russland als auch auf Konzernebene weiter wesentlich von der Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro beeinflusst bleiben. ItalienIn Italien verzeichnete der Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzanstieg von 7% auf 146,1 Mio. € (Vorjahr: 136,8 Mio. €). Den größten Anteil hatten dabei unverändert Generika, deren Umsatz sich um 14% auf 105,0 Mio. € (Vorjahr: 92,1 Mio. €) erhöhte und die damit 72% (Vorjahr: 67%) zum italienischen Umsatz beitrugen. Die deutliche Umsatzsteigerung bei Generika basierte im Wesentlichen auf erfolgreichen Neueinführungen sowie einem insgesamt starken Marktwachstum und konnte trotz einer zum 01.04.2011 erneut erfolgten belastenden Preisregulierung für erstattungsfähige Produkte erreicht werden. Mit einem Marktanteil von ca. 14,8% (Vorjahr: ca. 14,8%) nahm STADA im italienischen Generika-Markt im Berichtsjahr Rang 3 ein. 1) Der von STADA in Italien mit Markenprodukten erzielte Umsatz reduzierte sich erwartungsgemäß im Berichtsjahr um 8% auf 41,1 Mio. € (Vorjahr: 44,7 Mio. €). Wesentlicher Grund für diesen Rückgang war die Auslizenzierung von drei wesentlichen Markenprodukten im 2. Halbjahr 2011. Markenprodukte trugen 28% (Vorjahr: 33%) zum lokalen STADA-Umsatz bei. Die im Rahmen von "STADA - build the future" im 3. Quartal 2010 eingeleitete Restrukturierung des Vertriebs der Markenprodukte in Italien führte per 31.12.2010 zu einem entsprechenden Abbau des Außendienstes, der sich zum 01.01.2011 auf den Personalstand ausgewirkt hat. Die operative Profitabilität der italienischen STADA-Aktivitäten lag im Berichtsjahr erwartungsgemäß in etwa im Konzerndurchschnitt. Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Vorstand in Italien von einem erneuten Umsatzwachstum bei einer wieder in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität aus. BelgienIn Belgien wies STADA im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzplus in Höhe von 4% auf 140,9 Mio. € (Vorjahr: 134,9 Mio. €) auf. Mit einer Umsatzsteigerung von 4% auf 133,7 Mio. € (Vorjahr: 128,6 Mio. €) erzielte der Konzern mit Generika im belgischen Markt den unverändert größten Anteil am lokalen Umsatz. Generika trugen damit 95% (Vorjahr: 95%) zum belgischen STADA-Umsatz bei. Mit einem Marktanteil von ca. 51,7% (Vorjahr: ca. 49,1%) war die belgische STADA-Tochtergesellschaft in 2011 im dortigen Generika-Markt weiterhin klarer lokaler Marktführer. 1) Der Umsatz der belgischen STADA-Markenprodukte nahm im Berichtsjahr um 14% auf 7,2 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) zu. Damit leisteten Markenprodukte einen Beitrag von 5% (Vorjahr: 5%) des von STADA in Belgien erzielten Umsatzes.
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Die in Belgien erreichte operative Profitabilität lag in 2011 wie erwartet im Konzerndurchschnitt. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet STADA im belgischen Markt - trotz der nach erfolgter Regierungsbildung geplanten Einführung Generika-dämpfender regulatorischer Maßnahmen - mit einem erneuten Umsatzanstieg bei einer wieder in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität. SpanienIn Spanien erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr um signifikante 36% auf 112,7 Mio. € (Vorjahr: 82,8 Mio. €). Der Umsatz, den STADA in dem sich durch eine anhaltende verstärkte Wachstumsdynamik auszeichnenden spanischen Generika-Markt erreichte, nahm dabei um 38% auf 106,4 Mio. € (Vorjahr: 76,9 Mio. €) zu. Hierzu trug neben der Partizipation an einem ausgeprägten lokalen Marktwachstum auch eine termingerecht zum Patentablauf im 1. Quartal 2011 vorgenommene sehr erfolgreiche Produkteinführung bei. Generika leisteten im Berichtsjahr einen Beitrag von 94% (Vorjahr: 93%) zum spanischen STADA-Umsatz. Mit einem Marktanteil von ca. 9,7% (Vorjahr: ca. 9,5%) nahm STADA im spanischen Generika-Markt in 2011 Rang 3 ein.1) Der Umsatz der Markenprodukte war im Geschäftsjahr 2011 um 5% auf 6,3 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) gestiegen. Damit hatten Markenprodukte einen Anteil von 6% (Vorjahr: 7%) am lokalen Umsatz von STADA. Die operative Profitabilität lag in 2011 im spanischen Generika-Markt erfreulicherweise oberhalb des Konzerndurchschnitts und damit über den ursprünglichen Erwartungen. Im Geschäftsjahr 2012 geht STADA in Spanien auch angesichts eines weiterhin starken Volumenwachstums des Generika-Markts von einem erneuten Umsatzanstieg und einer weiterhin oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität aus. SerbienIn Serbien nahmen die lokalen Umsätze im Berichtsjahr gegenüber dem niedrigen Vorjahresniveau erwartungsgemäß zu. Bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse stieg der Umsatz um 6%. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 8% auf 106,6 Mio. € (Vorjahr: 99,1 Mio. €). Unverändert war die serbische STADA-Tochtergesellschaft in 2011 mit einem Marktanteil von ca. 33,2% (Vorjahr: ca. 27,0%) lokaler Marktführer. 1) Der mit Generika erzielte STADA-Umsatz zeigte in 2011 im serbischen Markt ein Plus von 28% auf 86,6 Mio. € (Vorjahr: 67,7 Mio. €). Damit trugen Generika 81% (Vorjahr: 68%) zum serbischen STADA-Umsatz bei. Der Umsatz der Markenprodukte wies in Serbien im Geschäftsjahr 2011 ein Wachstum von 78% auf 13,5 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) auf. Damit hatten Markenprodukte einen Anteil von 13% (Vorjahr: 8%) an dem von STADA im serbischen Markt erzielten Umsatz. Auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 21.09.2011 kam der STADA-Vorstand im Nachgang zu einer am Tag zuvor stattgefundenen Aufsichtsratssitzung der serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm zu der Einschätzung, dass offene Forderungen der Hemofarm gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen voraussichtlich in signifikantem Umfang nicht werthaltig sind. 2) Im Zusammenhang mit diesem gestiegenen Ausfallrisiko entschied sich der STADA-Vorstand dazu, entsprechende Wertberichtigungen vorzunehmen. Insgesamt wurde in 2011 ein belastender einmaliger Sondereffekt in Höhe von 98,4 Mio. € vor bzw. 94,7 Mio. € nach Steuern ausgewiesen (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Die Liquiditätssituation von STADA wurde dadurch nicht wesentlich belastet, da die Wertberichtigungen weit überwiegend zahlungsunwirksam waren.
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Auf der Aufsichtsratssitzung der Hemofarm hatte das serbische Management vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise seine Einschätzungen über die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die serbische Volkswirtschaft, über zunehmende Liquiditätsengpässe des staatlichen serbischen Gesundheitsfonds (RZZO) und verschiedener serbischer Pharma-Großhandlungen sowie über für 2012 anstehende Verschärfungen in der Anwendung des serbischen Insolvenzrechts dargelegt. Der STADA-Vorstand sah sich daher veranlasst, alle ungesicherten Forderungen sowie den überwiegenden Teil der besicherten Forderungen der Hemofarm gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen mit voraussichtlich eingeschränkter Liquiditätssituation wertzuberichtigen. Außerdem entschloss sich der Vorstand dazu, alle Buchwerte für bestehende Minderheitsbeteiligungen der Hemofarm an verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen (20,65% an der Velefarm A.D., Belgrad, und 15% an der Vetfarm A.D., Belgrad) jeweils auf 1,00 € wertzuberichtigen. Daraus resultierten als Teilbetrag der einmaligen belastenden Sondereffekte Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 3,7 Mio. €. Am 10.11.2011 wurde STADA von der Botschaft der Republik Serbien in Deutschland offiziell darüber informiert, dass die serbische Regierung am Tag zuvor eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben hatte. 1) In der von der serbischen Botschaft an STADA übermittelten nichtamtlichen deutschen Übersetzung der Patronatserklärung hieß es, dass die Regierung der Republik Serbien die Begleichung der finanziellen Verpflichtungen und/oder offenen Forderungen der Medikamentenhersteller aus dem Verkauf und den Lieferungen von Medikamenten an staatliche Einrichtungen nach geltendem Recht der Republik Serbien im Jahr 2011 sowie aus dem Verkauf und den Lieferungen für den Zeitraum 2012-2013 noch entstehender Forderungen gewährleistet. Der Patronatserklärung war zudem zu entnehmen, dass die Regierung binnen 14 Tagen Gespräche mit Vertretern der Pharmaindustrie aufzunehmen beabsichtigt, um die Struktur der Verbindlichkeiten und die Bedingungen für die Begleichung der laufenden offenen Forderungen zu klären. Darüber hinaus hieß es in der Patronatserklärung, dass alle staatlichen Einrichtungen - im Besonderen, aber nicht ausschließlich die Staatliche Krankenversicherungsanstalt (RZZO), staatliche Apotheken, staatliche Krankenhäuser usw. - alle finanziellen Verpflichtungen bzw. unbezahlten Forderungen aus dem Verkauf und den Lieferungen von Medikamenten an staatliche Einrichtungen im Jahr 2011 und für den Zeitraum 2012-2013 begleichen und ihre finanziellen Verbindlichkeiten aus dem Lieferanten-Debitoren-Verhältnis erfüllen werden, so wie es mit der Regierung der Republik Serbien vereinbart werden wird. Des Weiteren hatte die serbische Regierung in ihrem Beschluss das Ministerium für Finanzen beauftragt, die notwendigen Mittel für die Begleichung der Verbindlichkeiten gegenüber Medikamentenherstellern im Zuge der Haushaltsberatungen zum Haushaltsentwurf einzuplanen. Gemäß der Ankündigung in der Patronatserklärung wurden im Berichtsjahr Gespräche zwischen Vertretern des serbischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums und Hemofarm über die Begleichung der offenen Forderungen aufgenommen. Grundsätzlich sieht der STADA-Vorstand in der abgegebenen Patronatserklärung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des serbischen Gesundheitsmarkts und damit auch der eigenen Geschäftsaussichten in Serbien. Sollten die umfänglich wertberichtigten offenen Forderungen der Hemofarm in besserem Maße als erwartet bedient werden, so wird STADA solche Zahlungseingänge sukzessive in der jeweiligen Berichtsperiode als ertragsverbessernde einmalige Sondereffekte ausweisen. Die Profitabilität des von Serbien aus geführten Teilkonzerns 2) lag in 2011 operativ, d.h. ohne die belastenden Einflüsse insbesondere im Zusammenhang mit den Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen, erwartungsgemäß leicht oberhalb des Konzerndurchschnitts. Unverändert stellt dieser Teilkonzern im Rahmen von "STADA - build the future" einen Schwerpunkt für ertragsverbessernde Maßnahmen dar, die zu weiteren Kostensenkungen im operativen Geschäft beitragen und in den nächsten Jahren auch eine weitere Optimierung des dortigen Personalstands mit sich bringen sollen (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Weitere konsequente Umsetzung von ,STADA - build the future'" sowie "Geschäft und Rahmenbedingungen - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter").
1)
Vgl. Unternehmensinformation der Gesellschaft
vom 10.11.2011. Insgesamt geht STADA davon aus, dass das eigene operative Geschäft in Serbien grundsätzlich stabil ist und weitere Wachstumschancen bietet. Die Bestände der Hemofarm-Ware in den lokalen Pharma-Großhandlungen wurden durch eine gezielte Vertriebssteuerung auf ein niedriges Niveau zurückgeführt, so dass das im Berichtsjahr erzielte ausgeprägte Umsatzwachstum des serbischen Geschäfts auf einer stabilen Nachfrage nach Hemofarm-Produkten im serbischen Markt beruht. Angesichts dieser stabilen Nachfrage nach Hemofarm-Produkten im serbischen Markt geht der Konzern in Serbien für das Geschäftsjahr 2012 und die Folgejahre unverändert von einer Steigerung des Umsatzes in lokaler Währung aus. Die operative Profitabilität des von dort geführten Teilkonzerns sollte dabei leicht oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen. Die Finanz- und Ertragslage des serbischen Teilkonzerns wird auch im Geschäftsjahr 2012 wesentlich von der weiteren Entwicklung der Liquiditätssituation des Großhandels und der Distributionspartner im serbischen Markt geprägt sein. Zudem werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge dieses Teilkonzerns auch weiterhin maßgeblich von der Währungsrelation des serbischen Dinar, den dieser Teilkonzern zum Ausweis seiner Ergebnisse verwendet, zum Euro abhängen. FrankreichIn Frankreich lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 mit 79,4 Mio. € (Vorjahr: 81,0 Mio. €) ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz der französischen Generika reduzierte sich im Berichtsjahr um 2% auf 74,7 Mio. € (Vorjahr: 76,1 Mio. €), so dass sich ihr Anteil auf 94% (Vorjahr: 94%) vom STADA-Umsatz in Frankreich belief. Insgesamt erreichte die französische STADA-Tochtergesellschaft in 2011 einen Marktanteil von ca. 3,9% (Vorjahr: ca. 4,0%) und nahm im französischen Generika-Markt damit Platz 8 ein. 1)
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Der von STADA in Frankreich erzielte Umsatz mit Markenprodukten zeigte im Geschäftsjahr 2011 ein Minus von 5% auf 4,7 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Damit trugen Markenprodukte 6% (Vorjahr: 6%) zum französischen STADA-Umsatz bei. Zur Stärkung der vertrieblichen Präsenz im französischen Markt erwarb STADA im 1. Quartal 2011 einen Anteil in Höhe von 25% an der Pharm Ortho Pedic SAS, einer lokal tätigen Apotheken-Einkaufsgemeinschaft. Der Kaufpreis für diesen Anteilsbesitz betrug 0,4 Mio. € (vgl. "Finanzlage" sowie "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Darüber hinaus kaufte STADA ebenfalls mit dem Ziel, die Vertriebspräsenz im französischen Markt weiter zu stärken, im 4. Quartal 2011 einen Anteil in Höhe von 20% an der französischen Gesellschaft AELIA SAS, einer ebenfalls lokal tätigen Apotheken-Einkaufsgemeinschaft. Der Kaufpreis hierfür lag bei 1,0 Mio. € (vgl. "Finanzlage" sowie "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Zum Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts im französischen Markt unterschrieb die französische STADA-Tochtergesellschaft EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS, Boulogne-Billancourt, im laufenden 1. Quartal 2012 Verträge für den Erwerb der französischen Gesellschaft LABORATOIRES D'ETUDES ET DE RECHERCHES EN OLIGO ELEMENTS THERAPHIE SA, Colombes, die auf Nahrungsergänzungsmittel und dermatologische Produkte spezialisiert ist. Der Kaufpreis belief sich auf 3,96 Mio. € (vgl. "Nachtragsbericht"). Die im französischen Markt von STADA im Geschäftsjahr 2011 erreichte operative Profitabilität lag erwartungsgemäß unterhalb des Konzerndurchschnitts. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet STADA in Frankreich mit einer in etwa konstanten Umsatzentwicklung bei einer unverändert unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. NiederlandeIn den Niederlanden stieg der Umsatz im Berichtsjahr deutlich um 19% auf 56,2 Mio. € (Vorjahr: 47,2 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf die Umsätze aus dem Verkauf von insbesondere Bulkware 1) an die zum 01.08.2010 transferierte niederländische Verpackungseinheit in Etten-Leur zurückzuführen. Bereinigt erhöhte sich der Umsatz im niederländischen Markt in 2011 um 2%. Der mit Generika von STADA in den Niederlanden erzielte Umsatz nahm im Geschäftsjahr 2011 um 4% auf 24,0 Mio. € (Vorjahr: 25,0 Mio. €) ab. Damit trugen Generika 43% (Vorjahr: 53%) zum lokalen Umsatz bei. Mit einem Marktanteil von ca. 5,0% (Vorjahr: ca. 5,1%) belegte STADA im niederländischen Generika-Markt in 2011 Platz 7. 2) Der Umsatz der Markenprodukte erhöhte sich in den Niederlanden um 5% auf 16,8 Mio. € (Vorjahr: 16,0 Mio. €). Der Anteil der Markenprodukte belief sich somit auf 30% (Vorjahr: 34%) am niederländischen STADA-Umsatz. Die vom Konzern im niederländischen Markt erreichte operative Profitabilität lag angesichts eines intensiven Wettbewerbsumfelds in 2011 unterhalb des Konzerndurchschnitts. Im Geschäftsjahr 2012 geht STADA in den Niederlanden - auch angesichts zahlreicher geplanter Neueinführungen - von einer Umsatzsteigerung der Kernsegmente und einer unverändert unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität aus; auf Grund einer angestrebten Reduzierung margenarmer Randaktivitäten wird der Umsatz insgesamt in diesem nationalen Markt plangemäß rückläufig sein. GroßbritannienIn Großbritannien nahm der Umsatz im Berichtsjahr bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 3% bzw. in Euro um 4% auf 52,2 Mio. € (Vorjahr: 54,4 Mio. €) ab. Der mit Markenprodukten erzielte Umsatz stieg in 2011 um 2% auf 40,3 Mio. € (Vorjahr: 39,7 Mio. €). Der Anteil, den STADA im britischen Markt mit Markenprodukten erreichte, beläuft sich damit auf 77% (Vorjahr: 73%) vom Umsatz in Großbritannien. Bei Generika, bei denen STADA in dem dortigen Markt unverändert Nischenanbieter von ausgewählten Generika mit nur wenigen pharmazeutischen Wirkstoffen ist, reduzierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 - im Wesentlichen auf Grund eines zunehmenden Wettbewerbs - um 20% auf 11,8 Mio. € (Vorjahr: 14,7 Mio. €). Damit leisteten Generika einen Beitrag von 23% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 27%). Im 2. Quartal 2011 unterzeichnete STADA Verträge zum Kauf des britischen Markenprodukts Cetraben® . 3) Die Verkäufer waren verschiedene Gesellschaften und eine Privatperson. Der Kaufpreis betrug 30 Mio. GBP (ca. 34,6 Mio. €). Für die Finanzierung der Akquisition nutzte STADA vorhandene Barmittel (vgl. "Finanzlage"). Das Produkt war zuvor schon von Genus Pharmaceuticals in Lizenz vertrieben worden. Im 2. Halbjahr 2011 erwarb STADA das Produkt Denzapine®4) für den Vertrieb in Großbritannien und Irland, das im Indikationsbereich Schizophrenie und Psychosen bei Parkinsonerkrankung mit verschiedenen Einschränkungen positioniert ist. Das Produkt wird in Großbritannien seit 01.12.2011 von der britischen STADA-Tochtergesellschaft Genus Pharmaceuticals vertrieben. Der Umsatz, den der ehemalige Eigentümer mit diesem Produkt in den letzten 12 Monaten vor der Akquisition in Großbritannien erzielt hat, betrug 1,3 Mio. € (vgl. "Finanzlage").
1)
Ausgewiesen unter der Position "Konzernholding/Sonstiges". Die operative Profitabilität der britischen Geschäftsaktivitäten lag im Berichtsjahr wie erwartet oberhalb des Konzerndurchschnitts. Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Vorstand in Großbritannien von einem Umsatzwachstum in lokaler Währung aus. Die operative Profitabilität sollte wieder über dem Konzerndurchschnitt liegen. Unverändert hängen die Umsatz- und Ergebnisbeiträge des britischen Geschäfts auf Konzernebene in 2012 jedoch auch von der Entwicklung der Währungsrelation des britischen Pfund zum Euro ab. DänemarkIn Dänemark reduzierte sich der Umsatz in 2011 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 9%. In Euro nahm der Umsatz ebenfalls um 9% auf 31,4 Mio. € (Vorjahr: 34,4 Mio. €) ab. Zu dieser Umsatzentwicklung trug maßgeblich ein Rückgang der zu den Handelsgeschäften zählenden, in diesem lokalen Markt traditionellen Geschäftsaktivitäten mit Parallelimporten bei. Der Umsatz mit Handelsaktivitäten reduzierte sich in Dänemark im Geschäftsjahr 2011 um 18% auf 22,2 Mio. € (Vorjahr: 27,0 Mio. €). Damit leisteten Handelsgeschäfte einen Beitrag von 71% (Vorjahr: 78%) zum dänischen STADA-Umsatz. Der mit Generika erzielte Umsatz nahm im dänischen Markt in 2011 um 49% auf 6,9 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €) zu. Damit hatten Generika einen Anteil von 22% (Vorjahr: 14%) am lokalen Umsatz. Mit einem Marktanteil in Höhe von ca. 3,2% (Vorjahr: ca. 2,8%) belegte die dänische STADA-Tochtergesellschaft im dortigen Generika-Markt im Berichtsjahr Platz 8. 1)
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Der Umsatz mit Markenprodukten nahm in Dänemark im Berichtsjahr um 19% auf 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) ab. Das entspricht einem Anteil der Markenprodukte von 7% (Vorjahr: 8%) am lokalen Umsatz. Angesichts der vorstehend beschriebenen, zum überwiegenden Teil im Bereich Handelsgeschäfte mit üblicherweise niedrigen Margen betriebenen Aktivitäten lag die operative Profitabilität im dänischen Markt in 2011 erwartungsgemäß erneut unterhalb des Konzerndurchschnitts. Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Konzern in Dänemark von einer Umsatzstabilisierung der Kernsegmente bei einer unverändert unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität aus; auf Grund einer angestrebten Reduzierung margenarmer Randaktivitäten wird der Umsatz insgesamt in diesem nationalen Markt plangemäß rückläufig sein. Entwicklung in weiteren europäischen MärktenDie Entwicklung von STADA im Geschäftsjahr 2011 in weiteren europäischen Märkten mit eigenen Vertriebseinheiten ist der vorstehenden Tabelle zu entnehmen. Darüber hinaus tätigte der STADA-Konzern im Geschäftsjahr 2011 in weitere 19 europäische Länder unverändert Exportaktivitäten und erzielte dabei Umsätze in Höhe von insgesamt 18,5 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €). Entwicklung in AfrikaIn Afrika zeigte der Umsatz im Berichtsjahr ein Plus von 38% auf 13,1 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Bereinigt nahm der Umsatz um 37% zu. Entwicklung in Asien/pazifische RegionIn Asien reduzierte sich der Umsatz im Berichtsjahr insgesamt um 7% auf 48,1 Mio. € (Vorjahr: 51,4 Mio. €) (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Bereinigt ging der Umsatz um 2% zurück. Im Einzelnen sah die Entwicklung von STADA in den asiatischen Märkten in 2011 wie folgt aus: In Vietnam erhöhte sich der von STADA - im Rahmen eines 50:50-Joint Ventures mit einem lokalen Partner generierte - quotal konsolidierte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse deutlich um 21%. In Euro stieg der Umsatz um 10% auf 12,5 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €). Im 2. Quartal 2011 nutzte STADA die vertraglich vereinbarte Option, den Anteilsbesitz an dem vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco Joint Stock Company, zu dessen Geschäftsaktivitäten die Produktion und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten sowie Importaktivitäten für den vietnamesischen Gesundheits- und Pharmamarkt zählen, von 23,7% auf die maximale Höhe von 49% aufzustocken, um in Vietnam künftig noch stärker von den dortigen Wachstumschancen zu profitieren. Der Kaufpreis für diese Beteiligung beläuft sich insgesamt auf 25,2 Mio. €, von denen im Berichtsjahr 15,1 Mio. € gezahlt wurden (vgl. "Finanzlage" sowie "Konzern-Anhang - 19, und 28,"). Seit Ende Dezember 2011 laufen in Vietnam behördliche Ermittlungen, ob das vietnamesische Joint Venture beim Export von lokalen OTC-Produkten nach Papua-Neuguinea gegen spezifische Exportvorschriften verstoßen haben könnte. Eine interne Analyse dieser kommerziell unbedeutenden Exportgeschäfte unter Einbezug der Konzern-Abteilungen Compliance und Interne Revision im laufenden 1. Quartal 2012 hat jedoch keine nennenswerten Verstöße erkennen lassen. In Kasachstan stieg der Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 45%. In Euro erhöhte sich der Umsatz um 37% auf 11,9 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €). In China nahm der Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 36% zu. In Euro verzeichnete STADA einen Umsatzanstieg von 29% auf 3,1 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). In Thailand war der Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 3% rückläufig. In Euro ging der Umsatz um 5% auf 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) zurück. Auf den Philippinen nahm der Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 58% ab. In Euro reduzierte sich der Umsatz um 59% auf 5,0 Mio. € (Vorjahr: 12,2 Mio. €). Wesentlicher Grund hierfür war der erwartete Rückgang margenarmer Handelsumsätze, der aus der im 3. Quartal 2011 erfolgten Beendigung einer Vertriebsvereinbarung mit einem wesentlichen Handelspartner resultierte. In Australien begann STADA im laufenden 1. Quartal 2012 im Rahmen der Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft STADA Pharmaceuticals Australia Pty Ltd mit vorbereitenden Aktivitäten zum Aufbau eines australischen Generika-Geschäfts, die noch in 2012 zu einem Marktstart führen sollen. Darüber hinaus betrieb STADA in 2011 Exportaktivitäten in weitere 21 asiatische Länder. Entwicklung des ExportgeschäftsIm Berichtsjahr verzeichnete STADA neben den Umsätzen der lokalen Vertriebsgesellschaften in den einzelnen nationalen Märkten unverändert Exportumsätze, die von verschiedenen Vertriebsgesellschaften, insbesondere vom serbischen Teilkonzern, erzielt wurden. Im Rahmen dieser weltweiten Exportaktivitäten in insgesamt 52 Länder erreichte der Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 54,0 Mio. € (Vorjahr: 50,2 Mio. €). Die regionale Aufteilung der Exportumsätze stellte sich in 2011 dabei wie folgt dar:
FinanzlageStabile FinanzlageNach Ansicht des Vorstands verfügt der STADA-Konzern über eine stabile Finanzlage. Diese Einschätzung ist - in Ergänzung zu der Beurteilung der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen einzelnen Positionen - anhand verschiedener abgeleiteter Kennzahlen ersichtlich, die u.a. der in diesem Kapitel enthaltenen Liquiditätsanalyse zu entnehmen sind. Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsIm Rahmen der Finanzierungsstrategie fokussiert der STADA-Konzern auf eine hohe finanzielle Flexibilität. Zur Erreichung dieser Flexibilität setzt STADA auf verschiedene Finanzierungsinstrumente und eine hohe Diversifikation der Investoren. Das Fälligkeitsprofil des Konzerns weist eine breite Streuung mit einem großen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungsinstrumenten auf. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wird durch eine Kombination aus operativem Cashflow und der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einem Forderungsverkaufsprogramm gedeckt. Erfolgreiche Aufnahme neuer SchuldscheindarlehenZur Finanzierung der in 2011 getätigten Akquisitionen und zur Refinanzierung auslaufender Schuldscheindarlehen nahm STADA im Berichtsjahr erfolgreich Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. € auf. Die neu aufgenommenen Schuldscheindarlehen bestehen aus vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren, die teilweise mit einer variablen und teilweise mit einer fixen Verzinsung versehen sind. Der fixe Zinssatz liegt dabei mit durchschnittlich 4,27% p.a. deutlich unter dem Zinssatz, zu dem sich STADA durch die alternativ erwogene Platzierung einer Unternehmensanleihe zu den damaligen Marktbedingungen hätte finanzieren können. Somit bestanden zum 31.12.2011 neben einer in 2010 begebenen fünfjährigen Unternehmensanleihe in Höhe von 350 Mio. € und einer Verzinsung von 4,00% p.a. zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns langfristige Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2012-2016 in Höhe von insgesamt 729,5 Mio. €. Grundsätzlich konnte STADA mit diesen neuen, in der Fälligkeit gestaffelten Schuldscheindarlehen das Fälligkeitsprofil über die nächsten Jahre glätten und die stabile Finanzierungsstruktur weiter stärken. Im laufenden 1. Quartal 2012 konnte STADA weitere Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 100 Mio. € mit einer Laufzeit bis Februar 2017 platzieren (vgl. "Nachtragsbericht"). Im Geschäftsjahr 2011 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,3% p.a. und 20,3% p.a. (Vorjahr: zwischen 1,0% p.a. und 19,2% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2011 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 4,6% p.a. (31.12.2010: ca. 5,1% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 6,4% p.a. (31.12.2010: ca. 7,0% p.a.). Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Vorstand von einer nur leichten Veränderung des durchschnittlichen gewichteten Zinssatzes im Konzern aus, sofern bei der bestehenden Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Strukturierung der Finanzverbindlichkeiten im STADA-Konzern. scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Regel zwar unverändert kurzfristig kündbar und werden dementsprechend unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten unter einem Jahr ausgewiesen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele dieser Kreditlinien teilweise eine langjährige Historie haben. LiquiditätsanalyseDie Liquidität des Konzerns war in 2011 zu jeder Zeit gewährleistet. Wesentliche Quellen der Liquiditätsbeschaffung waren im Berichtsjahr Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden durch die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und durch das Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital), insbesondere durch den Forderungsbestand, beeinflusst. Neben einer Unternehmensanleihe und verschiedenen Schuldscheindarlehen hält STADA eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vor. Die kurzfristigen Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Ausgewählte ableitbare Kennzahlen zur Finanzlage des STADA-Konzerns sahen im Geschäftsjahr 2011 wie folgt aus:
Cashflow-Analysescroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich in 2011 auf 169,0 Mio. € (Vorjahr: 194,8 Mio. €). Die Veränderung um 25,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine zahlungswirksame Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 87,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2010 hatte sich eine gegenüber 2011 um 56,5 Mio. € reduzierte zahlungswirksame Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weniger mindernd auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Das Ergebnis nach Steuern war im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich rückläufig, Allerdings wurde diese Abnahme durch die davon zu bereinigenden sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen, die im Wesentlichen aus den bei der serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm vorgenommenen Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen resultierten, vollumfänglich kompensiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete im Berichtsjahr saldiert Abflüsse von Zahlungsmitteln in Höhe von 187,1 Mio. € (Vorjahr: saldierte Abflüsse in Höhe von 92,4 Mio. €). Davon wendete der Konzern für Akquisitionen - sowohl für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 als auch für Produktzukäufe, d.h. für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios (in der Regel im Berichtsjahr) - in 2011 insgesamt 142,4 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) auf. Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf Grund von Desinvestitionen einen Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von insgesamt 8,0 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €). Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, d.h. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Rahmen des laufenden operativen Geschäfts und damit ohne Berücksichtigung von Akquisitions-, Kooperations- und Desinvestitionsprojekten, in Höhe von 30,5 Mio. € (Vorjahr: 32,2 Mio. €) beinhalteten in 2011 schwerpunktmäßig Auszahlungen für den mittel- und langfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios im Zuge des Erwerbs von Zulassungen bzw. Zulassungsdossiers. Insgesamt hängt die künftige Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Bezug auf die im Konzern insgesamt vorhandenen immateriellen Vermögenswerte insbesondere von Einzelentscheidungen über Akquisitions-, Kooperations- und Desinvestitionsprojekte ab. Im Rahmen des operativen Geschäfts geht STADA bei den Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte zur Unterstützung des organischen Wachstums in den kommenden Jahren von Investitionen in ähnlicher Höhe wie 2011 aus. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich in 2011 auf 22,0 Mio. € (Vorjahr: 30,7 Mio. €). Dabei umfassten die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen Investitionen in Produktionsstätten und Fabrikationsanlagen in Höhe von insgesamt 13,6 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement"). Darüber hinaus enthielten die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr auch Zahlungen zum Erhalt und den Ausbau bestehender Standorte. So wurden am Standort Vrsac Investitionen in Höhe von 3,1 Mio. € zum Ausbau von Produktionsanlagen und am Standort Bad Vilbel neben den alljährlichen Investitionen in Maschinenpark und Infrastruktur Investitionen in Höhe von 5,4 Mio. € zur Sanierung sowie zum Ausbau von Labor- und Bürokapazitäten getätigt. Bei den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen geht STADA in 2012 von einer signifikanten Größenordnung aus, die mindestens auf dem Niveau von 2011 liegen wird. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen lagen im Berichtsjahr bei 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Die weitere Entwicklung dieser Cashflow-Position hängt grundsätzlich von Einzelentscheidungen über Beteiligungsprojekte ab. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2011 140,5 Mio. € (Vorjahr: -59,4 Mio. €). Diese Entwicklung ist insbesondere auf den in 2011 entgegen dem Vorjahr bestehenden Überhang der Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten über die Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Im Rahmen der Wandlung von STADA-Optionsscheinen in Aktien erhielt der Konzern in 2011 eine Einzahlung aus Kapitalerhöhung in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) (vgl. "Konzern-Anhang - 35."). Insgesamt belief sich der Cashflow für das Geschäftsjahr 2011 als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse auf 121,6 Mio. € (Vorjahr: 42,2 Mio. €). Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag im Berichtsjahr bei -18,1 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow betrug in 2011 123,3 Mio. € (Vorjahr bereinigt um Auszahlungen für wesentliche Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen: 135,0 Mio. €). Angesichts der guten Finanzlage geht der Vorstand davon aus, das organische Wachstum, d.h. das Wachstum ohne die Berücksichtigung von Akquisitionen, auch in 2011 durch den erzielten Cashflow finanzieren zu können. Langfristig werterhaltendes InvestitionsvolumenDie Investitionen des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 286,6 Mio. € (Vorjahr: 109,3 Mio. €). Dabei beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 31,7 Mio. € (Vorjahr: 30,8 Mio. €). Mit einem Anteil von 1,8% am Umsatz lagen sie damit in der von STADA angestrebten Größenordnung (2010: 1,9% vom Umsatz). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 237,3 Mio. € (Vorjahr: 70,5 Mio. €), wovon 150,3 Mio. € auf Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 entfielen. Somit entfielen von dem in 2011 insgesamt getätigten Investitionsvolumen 11% auf Sachanlagen und 83% auf immaterielle Vermögenswerte. Forcierte Akquisitionspolitik mit attraktiven ZukäufenAngesichts der weiteren Konzentrationsprozesse in der Branche beabsichtigt der Vorstand, das organische Konzernwachstum durch zusätzliche externe Wachstumsimpulse zu ergänzen. Angesichts dessen verfolgte STADA im Geschäftsjahr 2011 einen forcierten Akquisitionsansatz. Dabei standen zum einen die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Fokus auf wachstumsstarke Schwellenländer und zum anderen der Ausbau und die Internationalisierung des Kernsegments Markenprodukte, das sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als der Bereich Generika auszeichnet, im Vordergrund. Ungeachtet des forcierten Akquisitionsansatzes galten im Berichtsjahr im Rahmen der STADA-Akquisitionspolitik strenge Maßstäbe, die sich an der Rentabilität und Angemessenheit des Kaufpreises orientieren. Für größere Akquisitionsvorhaben oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind grundsätzlich geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde. Erwerb eines 25%-Anteils an der Pharm Ortho Pedic SAS sowie eines 20%-Anteils an der AELIA SASZur Stärkung der vertrieblichen Präsenz im französischen Markt erwarb STADA im 1. Quartal 2011 einen Anteil von 25% an der Pharm Ortho Pedic SAS, einer lokal tätigen Apotheken-Einkaufsgemeinschaft, die von STADA seit dem 1. Quartal 2011 als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Frankreich"). Der Kaufpreis für diesen Anteilsbesitz betrug 0,4 Mio. € (vgl. "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Darüber hinaus erwarb STADA im 4. Quartal 2011 einen 20%-Anteil an der französischen Gesellschaft AELIA SAS, einer ebenfalls lokal tätigen Apotheken-Einkaufsgemeinschaft, die von STADA seit dem 4. Quartal 2011 als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Frankreich"). Der Kaufpreis für diesen Anteilsbesitz betrug 1,0 Mio. € (vgl. "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Akquisition eines Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und dem Nahen OstenIm 2. Quartal 2011 vereinbarten STADA und Grünenthal, ein global agierendes forschendes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, exklusiv über den Kauf eines Markenprodukt-Portfolios inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten zu verhandeln. 1) Im 3. Quartal 2011 unterzeichneten beide Vertragsparteien die entsprechenden Verträge. 2) Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch noch die Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden aus, die im 4. Quartal 2011 für Osteuropa und den Nahen Osten erteilt wurde. 3) Am 01.01.2012 übte STADA ein vertragliches Recht zum Rücktritt vom Kauf dieses Markenprodukt-Portfolios für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas aus, nachdem die zuständigen Kartellbehörden der vereinbarten Transaktion nicht vor Ablauf des vertraglich vereinbarten so genannten "Long Stop Date" (zum 31.12.2011) zugestimmt hatten. 4) Im Rahmen von erfolgreichen Nachverhandlungen konnte STADA das Markenprodukt-Portfolio inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen und verschiedener Pipeline-Produkte im laufenden 1. Quartal 2012 jedoch auch für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas erwerben (vgl. "Nachtragsbericht"). 5)
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
12.05.2011. Der Kaufpreis für den in 2011 erworbenen Teil des Markenprodukt-Portfolio inklusive Vertriebsstrukturen und verschiedener Pipeline-Produkte beträgt insgesamt ca. 152 Mio. € in bar. Davon wurden im Berichtsjahr 69,6 Mio. € zahlungswirksam, Für weitere ca. 160 Mio. € erwarb STADA zum 01.02.2012 den zweiten Teil des Markenprodukt-Portfolios für mitteleuropäische Märkte inklusive Polen, so dass sich für das Markenprodukt-Portfolio insgesamt ein Kaufpreis von ca. 312 Mio. € ergibt. Das erworbene Produkt-Portfolio umfasst über 14 Eigen- und Lizenzmarken für Osteuropa und den Nahen Osten sowie seit 01.02.2012 auch für Mitteleuropa inklusive Polen, Mit dem Kauf übernimmt STADA in diesen Märkten auch sämtliche rechtlichen Vertriebseinheiten inklusive der dort rund 210 Beschäftigten - davon ca. 71% Außendienstmitarbeiter - sowie die Markennamen und vorhandenen Lizenzen, Grünenthal wird die Produkte in allen anderen Märkten außerhalb des Vertragsgebiets unter dem gleichen Warenzeichen selbst weitervermarkten, Zudem hat STADA auch für die nationalen Märkte des Vertragsgebiets, in denen die erworbenen Produkte bisher noch nicht eingeführt sind, alle Rechte an diesen Produkten gekauft. Der Kauf beinhaltet keine Produktionsstätten, Für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum wird Grünenthal für STADA weiterhin die Herstellung der Produkte übernehmen, soweit es sich nicht um Lizenzprodukte handelt, Bei den Lizenzprodukten strebt STADA einen langfristigen Einstieg in die bestehenden Lizenz- und Bezugsverträge an, Sollte dies wider Erwarten nicht möglich sein, wird es zu einer entsprechenden Kaufpreisreduzierung kommen. Das Markenprodukt-Portfolio für Osteuropa und im Nahen Osten wird seit 01.01.2012 im STADA-Konzern konsolidiert. Die Zahlung der ersten von zwei Kaufpreistranchen erfolgte zum 30.12.2011, Für die Finanzierung der Akquisition wurden von STADA vorhandene Barmittel, bestehende freie Kreditlinien sowie Mittel aus den im 4. Quartal 2011 aufgenommenen Schuldscheindarlehen genutzt. Mit der Akquisition stärkt der STADA-Konzern seine Präsenz in Osteuropa, einer der weltweit größten Wachstumsregionen, und baut seine Basis im Nahen Osten und damit seine internationale Präsenz insgesamt weiter aus, Zudem eröffnet sich STADA dadurch strategisch neue Vertriebswege für passende Produkte aus dem umfangreichen Konzern-Portfolio, die zukünftig über die erworbenen Vertriebsstrukturen in den entsprechenden Märkten in Osteuropa und im Nahen Osten auch als Markenprodukte vermarktet werden können. Kauf des britischen Markenprodukts Cetraben®Im 2. Quartal 2011 unterzeichnete STADA Verträge zum Kauf des britischen Markenprodukts Cetraben® (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Großbritannien"). 1) Die Verkäufer waren verschiedene Gesellschaften und eine Privatperson. Der Kaufpreis betrug 30 Mio. GBP (ca. 34,6 Mio. €). Für die Finanzierung der Akquisition nutzte STADA vorhandene Barmittel. Unter der Marke Cetraben® werden seit 2006 von der britischen STADA-Tochtergesellschaft Genus Pharmaceuticals in Großbritannien eine Feuchtigkeitscreme und ein Badezusatz im therapeutischen Bereich der Dermatologie zur Behandlung von Hautekzemen und trockener Haut als Lizenzprodukte vertrieben, Mit Abschluss des vertraglich vereinbarten Kaufs gingen diese bisher einlizenzierten Produkte in das Eigentum der STADA Arzneimittel AG über. Mit diesen margenstarken und saisonal unabhängigen Produkten erzielte Genus Pharmaceuticals in 2010 einen Umsatz von 7,5 Mio. GBP (ca. 8,7 Mio. €) und konnte damit gegenüber 2009 ein Umsatzwachstum von 27% erreichen. Zwischen 2006 und 2010 betrugen die mit diesen Produkten von Genus Pharmaceuticals generierten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten 30%, Nach dem Kauf sieht die Gesellschaft aus heutiger Sicht gute Chancen, dieses starke Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung fortsetzen zu können. Dazu soll auch die geplante Einführung von weiteren Produkten unter dem Markennamen Cetraben® beitragen.
1)
Vgl. Unternehmensinformation der Gesellschaft
vom 26.05.2011. Mit der Akquisition der Cetraben® -Markenprodukte werden die beiden Produkte, deren Lizenzvertrag Ende 2012 ausgelaufen wäre, langfristig für das Produkt-Portfolio der Genus Pharmaceuticals gesichert. Zudem wird die Profitabilität der Genus Pharmaceuticals durch die zukünftig entfallenden Lizenzzahlungen in Höhe von bisher 15% des Nettoumsatzes deutlich verbessert. Im Rahmen der Akquisition erwarb STADA die Marken, die Zulassungen, die Produkt-Pipeline und die Domainnamen für Europa und eine Vielzahl von osteuropäischen Ländern inklusive Russland sowie ein Miteigentum am Dossier. Damit hat der STADA-Konzern auch die Möglichkeit, die Cetraben® -Produkte zu internationalisieren und so zusätzliche Wachstumsimpulse für beide Produkte zu entwickeln. Darüber hinaus wird STADA mit der Akquisition seine Kompetenz im Bereich Dermatologie weiter ausbauen. Aufstockung des Anteilsbesitzes an der Pymepharco Joint Stock CompanyIm 2. Quartal 2011 nutzte STADA die vertraglich vereinbarte Option, den Anteilsbesitz an dem vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco Joint Stock Company, zu dessen Geschäftsaktivitäten die Produktion und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten sowie Importaktivitäten für den vietnamesischen Gesundheits- und Pharmamarkt zählen, von 23,7% auf die maximale Höhe von 49% aufzustocken, um in Vietnam künftig noch stärker von den dortigen Wachstumschancen zu profitieren (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung -Informationen nach Regionen - Asien/pazifische Region" sowie "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Der Kaufpreis für diese Beteiligung beläuft sich insgesamt auf 25,2 Mio. €, von denen im Geschäftsjahr 2011 15,1 Mio. € gezahlt wurden. Erwerb des Produkts Denzapine® für Großbritannien und IrlandIm 2. Halbjahr 2011 erwarb STADA das Produkt Denzapine®1) für den Vertrieb in Großbritannien und Irland, das im Indikationsbereich Schizophrenie und Psychosen bei Parkinsonerkrankung positioniert ist. Der Kaufpreis betrug 1,3 Mio. €. Verkäufer war die Merz Pharma UK Limited. Das Produkt wird seit 01.07.2011 von der irischen Tochtergesellschaft Clonmel Healthcare und seit 01.12.2011 von der britischen STADA-Tochtergesellschaft Genus Pharmaceuticals vertrieben. Der Umsatz des Produkts belief sich in den letzten 12 Monaten vor der Akquisition unter dem ehemaligen Eigentümer auf 0,3 Mio. € in Irland und auf 1,3 Mio. € in Großbritannien (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Großbritannien"). Unterzeichnung von Lizenz- und Kooperationsverträgen für zwei Biosimilar-ProdukteIm 3. Quartal 2011 unterzeichnete STADA mit der Gedeon Richter Plc. Lizenz- und Kooperationsverträge für die Entwicklung und Vermarktung von zwei Biosimilar-Produkten für die monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Produktentwicklung").2) Laut Vertrag erhält STADA die nicht exklusiven Vertriebsrechte für das Gebiet des geografischen Europa und das GUS-Gebiet, aus regulatorischen Gründen jedoch ohne Russland, für den biopharmazeutischen Wirkstoff Rituximab, den Richter gegenwärtig als Biosimilar entwickelt und dessen Zulassung aus heutiger Sicht für Ende 2017 erwartet werden kann. Neben STADA und einer etwaigen Eigenvermarktung kann Richter höchstens einem weiteren Partner eine entsprechende Vertriebslizenz im Vertragsgebiet erteilen. Sollte eine solche partiell exklusive Lizenzvermarktung in Russland regulatorisch möglich werden, so wird STADA auch dort von Richter eine solche Vertriebslizenz erhalten. Gemäß den Vertragsbedingungen ist STADA verpflichtet, neben einer Zahlung aus Anlass der Vertragsunterzeichnung weitere, jeweils vom Projektfortschritt abhängige Zahlungen, die sich insgesamt auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen, zu leisten. STADA wird das Rituximab-Biosimilar exklusiv von Richter beziehen, wofür bereits die wesentlichen kommerziellen Eckpunkte vereinbart wurden.
1)
Wirkstoff Clozapin zur Behandlung von Schizophrenie
und Psychosen bei Parkinsonerkrankung. STADA hat bekanntlich vorbereitende Arbeiten für ein Biosimilar für den biopharmazeutischen Wirkstoff Trastuzumab getätigt, die jedoch Ende 2010 eingestellt worden sind, da sich STADA strategisch dazu entschlossen hat, den kostengünstigeren Weg einer Einlizenzierung anzustreben. Den von STADA bis dahin erreichten Entwicklungsstand erwarb Richter von STADA im Rahmen des Vertrags für einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag, um damit die laufende eigene Entwicklung für ein Trastuzumab-Biosimilar zu beschleunigen. Der dabei erzielte Ertrag von 1,8 Mio. € vor bzw. 1,3 Mio. € nach Steuern wurde als entlastender einmaliger Sondereffekt ausgewiesen (vgl. "Ertragslage - Ergebnis und Kostenentwicklung"). Zudem erhält STADA eine zum Zeitpunkt des Beginns der klinischen Studien in etwa zwei Jahren einseitig von STADA ausübbare Option, von Richter auch für das Trastuzumab-Biosimilar eine Vertriebslizenz zu analogen kommerziellen Bedingungen wie für das Rituximab-Biosimilar zu erwerben. Die Entwicklungen beider Biosimilars werden nun von Richter federführend weitergeführt. Eine unterstützende Funktion von STADA bei spezifischen patentrechtlichen Fragen zu beiden Projekten ist dabei bereits mit der Vertragsunterzeichnung mit vereinbart worden. STADA wird zudem mit der eigenen Expertise im Bereich der EU-Zulassung von Biosimilars gegebenenfalls die entsprechenden Zulassungsprozesse unterstützen. Verkauf einer kleinen chemischen Fabrik in SerbienIm 1. Quartal 2011 veräußerte der Konzern eine kleine chemische Fabrik in Serbien, da diese Aktivitäten nicht zum Kerngeschäft gehörten. Die damit verbundenen Aufwendungen wurden in 2011 als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Weitere konsequente Umsetzung von 'STADA - build the future'", "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung" sowie "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Serbien"). Verkauf des onkologischen Produkts Tobra-cell®Im 3. Quartal 2011 verkaufte die deutsche STADA-Tochtergesellschaft cell pharm das onkologische Produkt Tobra-cell®1) (Jahresumsatz 2010: 0,4 Mio. €, kumulierter Umsatz 2011 bis zum Tag des Verkaufs: 0,7 Mio. €) und erzielte dabei einen Ertrag von 1,4 Mio. € vor bzw. 1,0 Mio. € nach Steuern, der als entlastender einmaliger Sondereffekt ausgewiesen wurde (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung" sowie "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Deutschland"). Fortführung der aktiven Akquisitionspolitik im laufenden Geschäftsjahr 2012Auch im laufenden Geschäftsjahr 2012 führte STADA seine forcierte Akquisitionspolitik fort. Einzelheiten hierzu befinden sich im Nachtragsbericht. VermögenslageBilanzentwicklungscroll
Nach Einschätzung des Vorstands verfügt der Konzern über eine stabile Vermögenslage. Ergänzend zu der Beurteilung der in der Bilanz ausgewiesenen einzelnen Positionen zeigt sich dies anhand verschiedener abgeleiteter Kennzahlen. Die Nettoverschuldung betrug zum 31.12.2011 900,3 Mio. € (31.12.2010: 864,1 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag in 2011 bei 2,7 (Vorjahr: 2,7) und somit unterhalb des vom Vorstand anvisierten Werts von maximal 3. Damit blieb dieser Wert konstant - ungeachtet des belastenden stichtagsbezogenen Effekts, dass der Vollzug der Teilakquisition des Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und im Nahen Osten unmittelbar vor Jahresende zum 30.12.2011 die Verschuldung zum Bilanzstichtag bereits erhöht hat, ohne dass daraus bereits ein EBITDA-Beitrag einbezogen werden konnte. Unter Ausklammerung dieses Stichtagseffekts lag das Verhältnis der so adjustierten Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA sogar bei nur noch 2,5. Die Eigenkapitalquote belief sich zum Stichtag 31.12.2011 auf 30,9% (31.12.2010: 34,6%) und lag damit weiterhin über der vom Vorstand angestrebten Mindestquote. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2011 auf 2.799,8 Mio. € (31.12.2010: 2.506,7 Mio. €). Die immateriellen Vermögenswerte nahmen zum 31.12.2011 auf insgesamt 1.147,2 Mio. € (31.12.2010: 986,0 Mio. €) zu. Grundsätzlich basiert die Höhe dieser Bilanzposition auf der langjährigen aktiven Expansionspolitik des Konzerns mit entsprechenden Investitionen in den Kauf von Unternehmen und Produkten inklusive Marken und Lizenzen sowie in den Bereich Produktentwicklung für den Erwerb von Dossiers und Zulassungen. Der Anstieg dieses Bilanzpostens im Berichtsjahr war im Wesentlichen auf den Erwerb der ersten Tranche des von Grünenthal akquirierten Markenprodukt-Portfolios sowie des britischen Markenprodukts Cetraben® zurückzuführen. Darüber hinaus wurden in 2011 Entwicklungskosten in Höhe von 12,8 Mio. € (31.12.2010: 13,5 Mio. €) als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert (vgl. "Konzern-Anhang - 25."). Gemäß IFRS wird die Werthaltigkeit der Vermögenswerte mindestens einmal jährlich - im STADA-Konzern jeweils im 4. Quartal -, aber ggf. auch anlassbezogen durch Werthaltigkeitsprüfungen, so genannte Impairment-Tests, geprüft. Im Rahmen dessen entstanden im Geschäftsjahr 2011 sowohl Wertminderungen als auch Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die das Ergebnis saldiert mit 19,0 Mio. € (Vorjahr: 20,6 Mio. €) belasteten (vgl. "Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Die Sachanlagen stiegen zum 31.12.2011 auf 299,5 Mio. € (31.12.2010: 298,0 Mio. €). Die übrigen Vermögenswerte umfassen verschiedene Positionen, zu denen u.a. die Finanzanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen zählen. Die Finanzanlagen reduzierten sich zum 31.12.2011 auf 10,1 Mio. € (31.12.2010: 14,4 Mio. €) und enthielten Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert wurden, in Höhe von 10,1 Mio. €. Unverändert beabsichtigt STADA derzeit keinen Verkauf dieser zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte. Die Anteile an assoziierten Unternehmen in Höhe von 34,0 Mio. € per 31.12.2011 (31.12.2010: 17,3 Mio. €) betrafen die Bilanzierung der Anteile an der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, an der Pymepharco Joint Stock Company, an der Pharm Ortho Pedic SAS sowie an der AELIA SAS (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Produktentwicklung", "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Asien/pazifische Region" bzw. "Frankreich" sowie "Konzern-Anhang - 19. und 28."). Der Anstieg dieser Bilanzposition basiert maßgeblich auf der Aufstockung der Anteile an der Pymepharco Joint Stock Company, dem Erwerb eines 25%-Anteils an der Pharm Ortho Pedic SAS und dem Kauf eines 20%-Anteils an der AELIA SAS. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 46,0 Mio. € (Vorjahr: 50,7 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Darlehensforderungen sowie Kaufpreisforderungen. Die Reduzierung dieser Bilanzposition ist maßgeblich auf eine verringerte Inanspruchnahme gewährter Darlehen zurückzuführen. Die Vorräte nahmen zum 31.12.2011 auf 399,1 Mio. € (31.12.2010: 386,1 Mio. €) zu. Wesentlicher Grund für diesen Anstieg war ein Bestandsaufbau in Spanien, um die zunehmende Nachfrage im dortigen Generika-Markt bedienen zu können. Mit Blick auf das Prinzip der Marktnähe (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Vertrieb und Marketing") stellt STADA situationsbedingt Reichweitenbetrachtungen zu Gunsten potenzieller operativer Chancen zurück. Dies kann in Einzelfällen zu ertragsbelastenden Umbewertungen von Vorräten führen, sofern sich die Chancen entgegen den Erwartungen nicht realisieren lassen. Basierend auf Wertberichtigungen wurde das Vorratsvermögen zum 31.12.2011 mit insgesamt 33,0 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) belastet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Bilanzstichtag auf 446,2 Mio. € (31.12.2010: 448,9 Mio. €) ab. Mit Ausnahme von Serbien hatten die aus der sich wieder verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise resultierenden schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in zahlreichen lokalen Märkten keinen wesentlich negativen Einfluss auf den fälligkeitsorientierten Forderungsspiegel. In ausgewählten Marktsituationen nimmt der Konzern grundsätzlich ggf. höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Kauf, sofern sich daraus Chancen für eine verbesserte Marktposition ergeben. Im Rahmen des Forderungsmanagements achtet STADA dabei jedoch sorgfältig auf die Bonität der entsprechenden Kunden. Ein Zahlungsausfall - insbesondere von Großkunden - lässt sich allerdings nie vollständig ausschließen (vgl. "Chancen- und Risikobericht"). Im Geschäftsjahr 2011 musste STADA auf Grund eines gestiegenen Ausfallrisikos verschiedener serbischer Pharma-Großhandlungen Wertberichtigungen auf Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 98,4 Mio. € vornehmen, die als einmaliger Sondereffekt ausgewiesen wurden (vgl. "Ertragsentwicklung - Ergebnis- und Kostenentwicklung" sowie "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen - Serbien"). Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrug zum 31.12.2011 320,7 Mio. € (31.12.2010: 199,1 Mio. €). Der hohe Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31.12.2011 erklärt sich aus den am Bilanzstichtag teilweise noch zu leistenden Zahlungen für den Erwerb der ersten Tranche des Markenprodukt-Portfolios von Grünenthal. Das Eigenkapital nahm zum 31.12.2011 auf 863,9 Mio. € (31.12.2010: 868,5 Mio. €) ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Berichtsjahr Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen durch die Wandlung von STADA-Optionsscheinen in Höhe von 1,5 Mio. € gab (vgl. "Die STADA-Aktie"). Auf Grund von erfolgsneutral gebuchten Effekten aus Währungsumrechnungen ging das Eigenkapital in 2011 um 5,8 Mio. € (Eigenkapitalrückgang im Vorjahr durch Währungsumrechnungen: 30,6 Mio. €) zurück. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 34,9 Mio. € (31.12.2010: 32,6 Mio. €). Sie beinhalteten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildete Pensionsrückstellungen und andere langfristige Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Einmalzahlungen beim Ausscheiden von Arbeitnehmern (vgl. "Konzern-Anhang - 36."). Die Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31.12.2011 bei 1.221,1 Mio. € (31.12.2010: 1.063,3 Mio. €). Im Berichtsjahr enthielt diese Position u.a. in 2011 neu aufgenommene Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten bis 2016 (vgl. "Finanzlage" sowie "Konzern-Anhang - 37.") sowie eine im Geschäftsjahr 2010 begebene Anleihe mit einem Nominalwert von 350,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 31.12.2011 auf 241,6 Mio. € (31.12.2010: 233,5 Mio. €). Diese Erhöhung war im Wesentlichen auf stichtagsbezogene Effekte und die daraus ableitbaren Zahlungsströme zurückzuführen. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen u.a. die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 252,4 Mio. € (31.12.2010: 118,6 Mio. €), die u.a. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betrugen im Berichtsjahr 10,3 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten resultierten aus den negativen Marktwerten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten, die teilweise als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden. Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten zum Bilanzstichtag den noch nicht gezahlten Teilbetrag der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der ersten Tranche des Markenprodukt-Portfolios einschließlich der dazugehörigen Vertriebsstrukturen von Grünenthal. NachtragsberichtDieser Nachtragsbericht enthält nur die zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2011 und dem Unterzeichnungsdatum des Lageberichts und des Jahresabschlusses für 2011 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns. Diese Ereignisse waren:
1)
Vgl. Ad-hoc-Aktualisierung der Gesellschaft
vom 01.01.2012.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
01.03.2012. Chancen- und RisikoberichtJede im Rahmen der Geschäftstätigkeit des STADA-Konzerns getroffene unternehmerische Entscheidung basiert auf der Abwägung von damit verbundenen Chancen und Risiken. Da der sachgerechte Umgang mit den identifizierten Chancen und Risiken maßgeblich sowohl den kurzfristigen als auch den langfristigen Unternehmenserfolg bestimmt, müssen Chancen und Risiken Einfluss auf das tägliche Handeln eines jeden Mitarbeiters haben. Grundsätzlich ist die Bereitschaft, Risiken einzugehen, die Voraussetzung dafür, auch die sich bietenden Chancen nutzen zu können. Dabei müssen die eingegangenen Risiken jedoch in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen für den STADA-Konzern stehen. ChancenmanagementDas Management von Chancen ist eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Ziel des Chancenmanagements ist es, Neues zu schaffen sowie Bestehendes zu sichern und zu verbessern. Die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur in den vertriebsnahen Bereichen des STADA-Konzerns, unterstützt durch die Durchführung von intensiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie den engen Kontakt mit Institutionen, führt dazu, dass Trends und Anforderungen in den häufig fragmentierten Märkten frühzeitig erkannt und analysiert werden, um so Chancen gezielt nutzen zu können. Zusätzlich verfügt der Konzern über zentral organisierte Prozesse zur Chancenerkennung, wie bspw. ein konzernweites Portfolio-Management zur Identifizierung konzernrelevanter potenzieller Neuprodukte. Die sich künftig für den Konzern bietenden Chancen, die sich aus dem Geschäftsmodell und den Aktivitäten des Konzerns ergeben, sind in der Darstellung des Geschäftsmodells sowie im Prognosebericht dieses Geschäftsberichts erläutert. RisikomanagementEbenso wie das Management von Chancen ist das Management von Risiken eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit. Aus diesem Grund hat der Vorstand von STADA ein in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integriertes, kontinuierliches Risikomanagement-System implementiert. Risikomanagement-SystemZiel des Risikomanagement-Systems ist es, für STADA signifikante und bestandsgefährdende Risiken systematisch und regelmäßig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und mögliche Maßnahmen zu eruieren, die im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagement-Systems sind: 1. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem der Risikomanagement-Prozess und das Risikomanagement-System definiert sind. 2. die direkt an den Vorstand berichtende Abteilung Corporate Risk Management, die für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der Risikomanagement-Software R2C - Risk to Chance), die Methoden und Verfahren zur Bewertung von Risiken sowie für die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist. 3. dezentrale Risikobeauftragte, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren (Bottom-up-Kommunikation). 4. schriftliche und mündliche Abfragen (Top-down-Kommunikation) bei den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten durch die Abteilung Corporate Risk Management zu aktuellen Themen und zur Risikolage im Konzern. 5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das Risikomanagement-System von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und alle Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% erkennbare Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im Risikomanagement-System des Konzerns erfasst. Der aus dem Risikomanagement-System resultierende, quartalsweise erstellte Risikobericht wird dem Vorstand zeitnah vorgelegt. Wesentliche Risiken daraus werden von Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. werden Maßnahmen zur Risikominimierung adressiert. Bei zwischenzeitlich im Rahmen des Risikomanagement-Systems neu auftretenden signifikanten Risiken werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat unmittelbar informiert. Bei einzelnen potenziell hoch risikobehafteten Geschäftsprozessen begleitet das Risikomanagement des Konzerns auch beobachtend die operative Umsetzung. Der Abschlussprüfer hat das von STADA betriebene Risikomanagement-System beurteilt und bestätigt, dass es den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessSTADA verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen Ziel es ist, durch die Implementierung von angemessenen und wirksamen Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung (Buchführung, Einzel- und Konzernabschlüsse sowie Lageberichte) im Sinne einer Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften sowie die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Dabei greifen eine zentrale systemische Organisation und Steuerung sowie eine jeweils lokale Verantwortung einzelner Teilprozesse ineinander. Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems obliegt dem Vorstand der STADA Arzneimittel AG. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontrollsystems wird vom Vorstand mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Das konzernweite Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist Bestandteil des umfangreichen konzernweiten Risikomanagement-Systems. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Grundlage von konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien, die von der Abteilung Corporate Accounting and Controlling vorgegeben werden, und einem konzerneinheitlichen Kontenplan. Neuerungen im Bereich der Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend überwacht. Soweit diese für STADA relevant sind, werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst. Die Änderungen werden zeitnah an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen kommuniziert. Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Die eingesetzten Softwaresysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte externe Zugriffe geschützt. Darüber hinaus stellen interne Genehmigungsverfahren sicher, dass nur die jeweils relevanten Personen Zugriff auf die einzelnen Systeme haben. Außerhalb der Softwaresysteme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Konzernebenen durchgeführt. Alle Einzelabschlüsse von Gruppengesellschaften, die Eingang in die Konzernkonsolidierung finden, unterliegen grundsätzlich mindestens einmal pro Jahr der Prüfung durch den Abschlussprüfer von STADA. Darüber hinaus führt dieser auch eine prüferische Durchsicht der Halbjahresabschlüsse wesentlicher konsolidierter Tochtergesellschaften durch. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Konzernrechnungswesen für die Konzernabschlüsse sowie Rechnungswesen für die Einzelabschlüsse sind innerhalb des Finanzbereichs organisatorisch getrennt. Im Rahmen der Tätigkeit der internen Revision als weiteres Element des Kontrollsystems werden Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontroll- und Risikomanagement-Systems regelmäßigen konzernweiten Prüfungen unterzogen, um so die Funktionsfähigkeit der Kontrollmechanismen sowie die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Als Kontrollorgan befasst sich auch der Aufsichtsrat regelmäßig mit den wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und dessen Schwerpunkten sowie der Wirksamkeit des eingerichteten internen Kontrollsystems des STADA-Konzerns. Der Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Kontroll- und Risikomanagement-Systeme im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind insgesamt auf unternehmensspezifische Anforderungen von STADA ausgelegt. Nach Ansicht des Vorstands verfügt STADA über ein angemessenes und ausreichendes Überwachungssystem, das die für den Konzern notwendigen Elemente eines internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Betrachtung eines jeden Kontroll- und Risikomanagement-Systems sind allerdings Einschränkungen bezüglich dessen Wirksamkeit hinzunehmen. Des Weiteren können - auch bei Existenz von als wirksam erachteten Kontrollmechanismen - Fehler bzw. eine unzutreffende Einschätzung von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Risikokategorien und PrognosezeitraumDie aus heutiger Sicht des STADA-Vorstands antizipierbaren Risiken für die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfassen insbesondere die im Folgenden aufgeführten Risiken, die dabei nach Risikokategorien zusammengefasst sind. Als Prognosezeitraum für diesen Risikobericht ist dabei grundsätzlich der Zeitraum bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zu Grunde gelegt, sofern nicht im Einzelfall ein anderer Zeitraum angegeben ist. Prinzipiell kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Geschäftsverlauf während des Prognosezeitraums weitere, auch wesentliche Risiken ergeben, die zu den im Folgenden genannten Risiken hinzutreten können. Umfeld- und BranchenrisikenSTADA ist im Gesundheits- und Pharmamarkt in einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld tätig. Von wesentlicher Bedeutung für STADA sind Risiken, die im Zusammenhang mit einer Veränderung der Marktbedingungen auf Grundlage des starken Wettbewerbs in den einzelnen nationalen Märkten stehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den STADA-Kernsegmenten Generika und Markenprodukte. Einige Wettbewerber können auf Grund ihrer finanziellen oder organisatorischen Ressourcen. Produktionskapazitäten, Vertriebsstärke und/ oder Marktmacht die Marktbedingungen in für STADA negativer Weise beeinflussen. Dies betrifft insbesondere solche Aktivitäten der Wettbewerber, die die Preisstellung (bspw. bei Ausschreibungen und Rabattverträgen), den Sortiments- und Serviceumfang und/oder die Liefer- und Rabattkonditionen beeinflussen, um die eigene Wettbewerbsposition zu sichern oder auszubauen. Des Weiteren können die Marktbedingungen auch durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern beeinflusst werden. Gleichzeitig ist eine Veränderung der Marktbedingungen ebenso durch eine steigende Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen (wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen, Versandhändlern) möglich, die eine Verschärfung des Preis-, Service- und/oder Konditionenwettbewerbs sowie ungünstigere Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen und Rabattverträgen zur Folge haben können. Dies kann dazu führen, dass STADA vor die Alternative gestellt wird, in einzelnen nationalen Märkten entweder zu nicht kostendeckenden Preisen zu verkaufen oder auf wesentliche Umsätze zu verzichten und eine Abwertung und Vernichtung von nicht mehr benötigten Lagerbeständen in Kauf zu nehmen. Der Ausfall dieser Umsätze kann zu einer weiteren Verschlechterung der Ertragslage bei bestehenden Umsätzen bspw. durch eine geringere Auslastung bestehender Kapazitäten oder eine verschlechterte Mengenstaffel bei Fremdbezug führen. Prinzipiell ist STADA bereit, Chancen zu nutzen und in einzelnen Märkten und/oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen ggf. Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in nationalen Märkten mit großem Wachstumspotenzial für Umsatz und/oder Ertrag oder mit strategischer und/oder operativer Notwendigkeit zum Erhalt oder zum Ausbau der eigenen Marktposition. Diese Verluste können durch Wettbewerbsaktivitäten, Kundenverhalten oder regulatorische Eingriffe bedingt auch höher als erwartet ausfallen. STADA betreibt eine aktive Risikominimierung, indem das Marktgeschehen aller Marktteilnehmer umfassend beobachtet wird und auf Basis der Beobachtungen Handlungsalternativen aufgezeigt werden. Unternehmensstrategische RisikenDie Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Gesundheits- und Pharmamarkt in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgelegt. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass damit einhergehende spezifische organisatorische und/oder finanzwirtschaftliche Anforderungen nicht oder nicht in ausreichendem Umfang operativ erfüllt werden. Sollten die sachlichen und personellen Kapazitäten, die internen Strukturen, die Steuerungsinstrumente sowie die Finanzmittel des Konzerns mit der Wachstumsstrategie des Konzerns nicht Schritt halten, kann sich dies für STADA wesentlich nachteilig auswirken. In der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder erworbene oder selbst erstellte andere Wirtschaftsgüter können möglicherweise nicht wie geplant oder nur zu höheren als den ursprünglich erwarteten Kosten in den Konzern integriert und/oder beabsichtigte Synergieeffekte möglicherweise nicht oder nicht in der beabsichtigten Höhe erzielt werden. Akquirierte Gesellschaften oder Produkte können sich möglicherweise nicht wie erwartet wirtschaftlich im Markt entwickeln. Darüber hinaus können akquirierte Produkte möglicherweise nur mit unerwarteten Schwierigkeiten in neue Märkte eingeführt werden oder sich in ihren bestehenden Marktpositionen behaupten. All dies kann zu Wertminderungen auf Vermögenswerte führen. Die Umsetzung der im Grundsatz wachstumsorientierten Unternehmensstrategie setzt eine signifikante Fremdfinanzierung voraus. Bei der Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten sowie insbesondere der beabsichtigten künftigen Expansion besteht damit das Risiko, dass sich der Konzern nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen Kapital oder Kredite beschaffen kann. Prinzipiell setzen sich international tätige Unternehmen wie STADA dem Risiko aus, bei der Geschäftstätigkeit den von Land zu Land unterschiedlichen und sich ändernden rechtlichen sowie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, dem jeweiligen spezifischen Marktumfeld sowie außerhalb des Euro-Raums der unterschiedlichen Währung differenziert und mit möglicherweise erheblichem Aufwand Rechnung tragen zu müssen. STADA geht dabei davon aus, dass sich berechtigte eigene Ansprüche - seien es Ansprüche aus getätigten Geschäften bzw. geschlossenen Verträgen gegenüber Dritten, seien es Ansprüche aus bestehenden Gesetzen oder Verordnungen gegenüber staatlichen Institutionen oder Verwaltungen - prinzipiell im Rahmen der Rechtsordnung eines Landes, in dem STADA geschäftlich aktiv ist, in absehbarer Zeit, unter zumutbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das weitere Geschäft in diesem Land durchsetzen lassen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land, in dem STADA geschäftlich aktiv ist, nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit in diesem Land, aber auch bei international vernetzten Geschäftsprozessen für den Konzern insgesamt haben. Im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit bedient sich STADA der Möglichkeit des Austauschs im Konzern durch Transferleistungen. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass die dabei zugrunde gelegten finanzwirtschaftlichen Parameter von Steuerbehörden einzelner Länder kritisch beurteilt und Steuernachzahlungen gegenüber der Gesellschaft geltend gemacht werden. Zusätzlich besteht das Risiko, dass für die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Rahmenbedingungen - insbesondere steuerrechtliche Rahmenbedingungen - durch nationale oder supranationale Regulation in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Zudem besteht im Rahmen der Internationalisierung das Risiko, dass sich das politische Umfeld in einzelnen Ländern im Allgemeinen und für STADA bzw. die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Speziellen wesentlich nachteilig verändert, bspw. durch internationale Spannungen oder durch innere politische Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen STADA geschäftlich tätig ist. Ferner haben Teile der Geschäftstätigkeit von STADA, vor allem in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb, Beschaffung und Produktion, Bezug zu den USA und unterliegen dort gegenüber anderen Ländern nach Einschätzung der Gesellschaft erhöhten rechtlichen Risiken, insbesondere in den Bereichen Haftung und Patentstreitigkeiten. Dies kann dort mit erheblichen Kosten, vor allem für Rechtsberatung, verbunden sein. Gleiches gilt für Streitigkeiten in den USA bezüglich vertraglicher Vereinbarungen mit Dritten sowie der Verletzung der Vertraulichkeit von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Des Weiteren liegt ein prinzipielles unternehmensstrategisches Risiko, so auch von STADA, darin, dass sich die Märkte und Marktsegmente, auf die sich ein Unternehmen strategisch fokussiert, anders als erwartet entwickeln. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, diese Erwartungen im Vorfeld sorgfältig zu analysieren und dabei teilweise auch auf externe Daten und Einschätzungen zurückgreift, so können Einschätzungsfehler von STADA, bspw. auf Grund ungenügender Datenlage, unerwarteter regulatorischer oder wettbewerblicher Einflüsse, neuer technologischer Entwicklungen oder veränderter gesellschaftlicher und makro- bzw. mikroökonomischer Trends, nicht ausgeschlossen werden, die mit erheblichen wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Konzern oder einzelne Tochterunternehmen verbunden sein können. Regulatorische RisikenDer Gesundheits- und Pharmamarkt ist durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Veränderung oder Aufhebung von bestehenden oder die Verabschiedung von neuen Vorschriften (bspw. durch Gerichtsentscheidungen oder Gesetzesänderungen) kann wirtschaftlich signifikante und strategische Auswirkungen auf den unternehmerischen Erfolg von STADA haben. Für STADA von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, die Marktstruktur, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen. Daher besteht für das Geschäftsmodell von STADA das Risiko, dass sich von STADA im Vertrauen auf den Fortbestand von bestehenden Marktstrukturen getätigte Investitionen nach regulatorischen Eingriffen als nicht werthaltig erweisen oder bestehende Marktpositionen sogar gefährdet sind. Dies betrifft bspw. die einzelnen nationalen Vertriebsstrukturen von STADA, die an den national unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Vermarktung sowie den Vertrieb von und den Handel mit pharmazeutischen Produkten ausgerichtet sind, aber auch Veränderungen der direkten oder indirekten Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen oder geändertes Nachfrageverhalten. Auf vielen Märkten sind die Preise pharmazeutischer Produkte staatlicher Kontrolle und Regulation ausgesetzt. In einigen Märkten nehmen sogar die Regierungen direkt Einfluss auf die Preisbildung. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen bzw. Vorgaben zur Rabattgewährung, Schaffung von einen intensiveren Wettbewerb stimulierenden Rahmenbedingungen) reguliert oder durch supranationale Vorschriften beeinflusst werden. Der Preisdruck durch staatliche Erstattungssysteme kann die Profitabilität einzelner Produkte schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel machen. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen bleibt oder sich sogar noch vergrößert. Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme. Dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird. Zusätzlich besteht für pharmazeutische Produkte das Risiko, dass arzneimittelrechtliche Rahmenbedingungen oder Bestimmungen zu gewerblichen Schutzrechten oder andere für den Ausbau des Produkt-Portfolios relevante Bestimmungen durch nationale oder supranationale Regulationen in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Gleichartige Risiken bestehen auch für andere teilregulierte Produktkategorien im Gesundheitsmarkt wie z.B. Medizinprodukte. Eine exakte Prognose zu Einführung und Ausmaß von etwaigen Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf für STADA relevante Marktstrukturen und/oder Geschäftsprozesse ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess im jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und nach dem Inkrafttreten solcher Regelungen die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten der STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulation könnte es notwendig sein, das Geschäftsmodell anzupassen. Risiken des Produkt-PortfoliosEine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des Produkt-Portfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass entgegen den Planungen Produkte durch unerwartete Ereignisse und/oder fehlerhafte Ausführungen der den Markteintritt vorbereitenden Aktivitäten wie bspw. Produktentwicklung und Zulassung nicht oder verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- und/oder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Sozialversicherungssystem könnten ebenfalls dazu führen, dass STADA ein neues Produkt überhaupt nicht, nicht planmäßig oder nur mit deutlich höheren Kosten als ursprünglich erwartet entwickeln oder vermarkten kann. Zudem ist auch bei der Entwicklung und Zulassung bei jedem einzelnen Produkt die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften von großer Bedeutung. Bei Generika gilt dies in besonderem Maß für die Beachtung von gewerblichen Schutzrechten (wie bspw. Patenten, SPCs und so genannten Bezugnahmesperren). Werden einzelne rechtliche Vorschriften verletzt, kann dies zu einer Verzögerung oder sogar Verhinderung der Ausbietung eines neuen Produkts durch rechtliche Schritte von Wettbewerbern oder Zurückweisung durch die Zulassungsbehörden führen, Sofern STADA unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte ausgeboten hat und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme irrig war, so besteht das Risiko, dass STADA eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt nehmen muss, vorhandene und zurückgenommene Bestände abwerten und vernichten muss sowie ggf. bei Verletzung gewerblicher Schutzrechte auch signifikante Schadensersatzforderungen erbringen muss. Darüber hinaus können mögliche Nebenwirkungen oder zunächst verdeckte Qualitätsmängel bei bestehenden Produkten, trotz intensiver Prüfung, erst nach der Zulassung entdeckt werden oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Bewertungen zu einer ungünstigeren Nutzen-Risiko-Abwägung führen, die eine teilweise oder komplette Rücknahme vom Markt zur Folge hat. Ein solcher Vertriebsstopp kann freiwillig oder aber auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen auf Grund möglicher Nebenwirkungen oder zunächst verdeckter Qualitätsmängel das Ergebnis erheblich belasten. Rechtliche RisikenDie Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten auftreten, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist insbesondere im Kernsegment Generika mit dem erhöhten Risiko von Streitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und SPCs) sowie um die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verbunden, die von Dritten gegenüber STADA oder von STADA gegenüber Dritten eingeleitet werden könnten. Als Folge davon könnten erhebliche Kosten entstehen, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen. Außerdem könnten erhebliche Schadensersatzverpflichtungen drohen und/oder die Vermarktung von Produkten vollständig oder zeitweise untersagt werden. Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Schadensersatzansprüche produktbezogene, aus Sicht von STADA angemessene Rückstellungen, die im Konzern zum 31.12.2011 insgesamt 2,0 Mio. € (31.12.2010: 2,6 Mio. €) betrugen. STADA kann prinzipiell nicht gewährleisten, dass diese getätigten Rückstellungen im Einzelfall und in der Summe ausreichend sind. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit dem Risiko von Haftungsansprüchen verbunden. Sollten einzelne Produkte des Konzerns fehlerhaft sein und/oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen oder einzelne Dienstleistungen oder Tätigkeiten des Konzerns in fehlerhafter Weise ausgeführt werden, könnte dies zu erheblichen Schadensersatzverpflichtungen führen und die Einschränkung oder Aufhebung der Zulassung der betroffenen Produkte oder die Aufhebung der Genehmigung der Dienstleistung zur Folge haben. Es kann prinzipiell nicht gewährleistet werden, dass die vom Konzern abgeschlossenen Versicherungen nach Art und Umfang ausreichend sein werden, um den Konzern vor allen möglichen Schadensersatzansprüchen oder Verlusten zu schützen. Zudem unterliegt STADA dem Risiko der Rechtsprechung, die in wesentlich nachteiligerer Weise als von STADA zunächst erwartet ausfallen kann. Dieses Risiko bezieht sich sowohl auf Verfahren, in denen STADA selbst Prozessbeteiligte ist, als auch auf Verfahren Dritter, bei denen Urteile indirekte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf STADA bzw. das für STADA relevante Marktumfeld haben könnten. Dies gilt insbesondere für Urteile im Wettbewerbsrecht, im Patentrecht und zur Umsetzung einzelner regulativer Vorschriften der Gesundheitsversorgung auf nationaler und/oder supranationaler Ebene. Leistungswirtschaftliche RisikenDie STADA-eigenen Produktionsstätten sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter potenzieller Produktionsstörungen und -ausfälle ausgesetzt. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Image beim Kunden auswirken. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, ausschließlich sichere Geschäftsprozesse - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Logistik - auszuführen, so kann prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, dass es bei solchen Prozessen zu unerwarteten Störungen kommt, die Mitarbeiter von STADA oder Dritte gesundheitlich gefährden oder beeinträchtigen bzw. Umweltschäden verursachen, da STADA bei der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Produkten des Konzern-Portfolios, insbesondere bei Arzneimitteln, regelmäßig mit Stoffen arbeitet, die Gefahrstoffcharakter aufweisen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass im Schadensfall die dafür getroffenen Vorsorgemaßnahmen und Versicherungen eine ausreichende Deckung gewähren. Bei den Geschäftsprozessen von STADA sind insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Beschaffung, Herstellung und Verpackung, Logistik sowie Vertrieb, aber zunehmend auch in anderen Bereichen in erheblichem Umfang externe Zulieferer, Lohnhersteller, Vertriebslizenznehmer oder sonstige Auftragnehmer integriert. Darüber hinaus bedient sich der Konzern in verstärktem Umfang der Möglichkeit, durch Kooperationen auch für den Konzernerfolg wesentliche Leistungen durch Dritte erbringen zu lassen. Außerdem hat STADA zum Stichtag 31.12.2011 14.477 deutsche Apotheken (Vorjahr: 14.842) bei derzeit vier Markenprodukten speziell dafür lizenziert, von STADA gelieferte teilverpackte Produkte in der eigenen Apotheke endzuverpacken. Mit jeder Einbindung von Dritten in die eigenen Geschäftsprozesse ist das Risiko verbunden, dass einzelne Geschäfts- oder Kooperationspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommen oder den Vertrag mit der Gesellschaft kündigen und STADA dadurch wesentliche Nachteile entstehen. Außerdem könnte STADA für Pflichtverletzungen der Geschäfts- und Kooperationspartner einstehen müssen. STADA ist abhängig von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/ oder Lieferengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen des Konzerns führen können. Eine Vielzahl von Verträgen im STADA-Konzern enthalten - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung und Produktion sowie bei Vertriebsrechten - so genannte "Change of Control"-Klauseln, die in der Regel beiden Vertragsparteien branchenübliche wechselseitige Sonderkündigungsrechte für zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarungen für den Fall einräumen, dass bei einem Vertragspartner ein so genannter Kontrollwechsel (Änderung des Mehrheitsbesitzes) erfolgt, bspw. nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot. Bei einem Kontrollwechsel im STADA-Konzern könnte sich dies wesentlich nachteilig für STADA auswirken, wenn Vertragspartner von solchen Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen, insbesondere wenn diese Kündigungen einen über Einzelfälle hinausgehenden Umfang annehmen. PersonalrisikenSTADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen könnte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg des Konzerns ist außerdem davon abhängig, auch in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten zu können. Es ist das ausdrückliche Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze abzuwickeln. Im Rahmen des bei STADA eingerichteten Compliance-Managements werden dazu alle Beschäftigten regelmäßig und im Umfang angepasst an ihren jeweiligen Verantwortungsbereich geschult und unterwiesen. Dennoch kann es nicht ausgeschlossen werden, dass Beschäftigte bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen in Abweichung von den Konzernvorgaben einer vollständigen Compliance fahrlässig oder vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und dass sich solche Verstöße wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Tochtergesellschaften sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA auswirken, bspw. nach Aufdeckung solcher Gesetzesverstöße durch auferlegte Schadensersatz- und/oder Kompensations- und/oder Strafzahlungen, Ausschluss von Ausschreibungen oder Schaden in der Reputation. Informationstechnische RisikenDie strategischen Ziele von STADA sind nicht ohne IT-Unterstützung zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen. Sollten bei den informationstechnischen Prozessen des Konzerns trotzdem Insuffizienz und/oder Ineffizienz auftreten, könnte dies wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse von STADA haben. Sollten elektronische Daten trotz umfangreicher Sicherungsmaßnahmen verloren gehen oder einem unberechtigten Zugriff unterliegen, könnte dies ebenfalls wesentlich nachteilige Auswirkungen auf den Konzern haben. Derzeit wird im Konzern die schrittweise Umstellung verschiedener informationstechnischer Systeme (IT-Systeme) auf ein integriertes SAP-System vorgenommen. Prinzipiell besteht bei der Einführung neuer oder der Umstellung bestehender IT-Systeme ein erhöhtes Risiko für das Auftreten nicht vorhersehbarer Ereignisse, die während der Startphase und auch während der Integrations- und Ausbauphase den Ablauf der Geschäftsprozesse wesentlich nachteilig beeinflussen und sich somit wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/ oder einzelner Tochtergesellschaften auswirken könnten. Konjunkturelle RisikenDer Geschäftserfolg von STADA hängt in der Regel auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig den Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen und damit möglicherweise Geschwindigkeit und Ausmaß lokaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöht. Dabei sind für STADA wesentlich nachteilige Ausgestaltungen insbesondere für die den Großteil des Sortiments ausmachenden verschreibungspflichtigen Arzneimittel nicht auszuschließen. Außerdem sind Absatz und Umsatz solcher Produkte bzw. Produktlinien des Konzerns besonders konjunkturabhängig, bei denen der Konsument die Kosten dieser Produkte nicht im Rahmen des jeweiligen nationalen Versicherungssystems erstattet bekommt, sondern diese ganz oder zu einem überwiegenden Teil selbst trägt. Dies gilt im STADA-Produkt-Portfolio insbesondere für Arzneimittel zur Selbstmedikation, für Produkte ohne Arzneimittelcharakter sowie für angebotene Dienstleistungen und für verschreibungspflichtige Medikamente in Ländern ohne umfassendes staatliches Gesundheitssystem, wie bspw. in Russland, dem für STADA zweitgrößten nationalen Markt. Ein weiteres wesentliches konjunkturelles Risiko für STADA besteht im Bereich Finanzwirtschaft. Den Konzernerfolg in diesem Bereich wesentlich beeinflussende Parameter, wie bspw. Finanzierungsmöglichkeiten, Zinssätze, Inflationsraten, Währungsrelationen und Kundenliquidität, können starken konjunkturellen Einflüssen unterliegen und damit den Geschäftserfolg von STADA im Falle einer Konjunkturschwäche auch wesentlich nachteilig beeinflussen. Zudem ist für die Akquisitionspolitik von STADA ein liquider Finanzmarkt zur Refinanzierung eine wichtige Voraussetzung. Im Falle von Störungen des Finanzmarkts - seien sie global oder lokal in für STADA wichtigen Ländern - sind wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern nicht auszuschließen. Zudem wickelt STADA Geschäfte in aller Regel nicht gegen Barzahlung, sondern auf Rechnung gegenüber einer Vielzahl einzelner Debitoren ab. Damit ist das prinzipielle, teilweise auch konjunkturabhängige Geschäftsrisiko des Debitorenausfalls verbunden. Aus diesem Grund strebt STADA an. Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Sachanlagen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren kommt. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Im Fall einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise können sich die vorstehend geschilderten konjunkturabhängigen Risiken erheblich verschärfen. Finanzwirtschaftliche RisikenIm Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanzwirtschaftlichen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert wird. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Börsenkursen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Währungsrisiken von STADA resultieren zu einem überwiegenden Teil aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen, bleiben ungesichert, während Risiken aus Fremdwährungen, soweit sie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen können, in der Regel gesichert werden. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten vorwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Aus diesem Grund wird das Währungsrisiko aus der laufenden operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns aus heutiger Sicht als gering eingeschätzt. Allerdings besteht ein wesentliches Translationsrisiko bei der Übernahme der Ergebnisse lokaler Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums in die Konzernrechnungslegung. Einige Konzerngesellschaften sind zudem Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich die Refinanzierung der serbischen Hemofarm-Gruppe und der russischen Tochtergesellschaft Nizhpharm. Zinsrisiken bestehen für STADA hauptsächlich in der Euro-Zone, in Großbritannien, in Serbien und Russland. Den Risiken aus zins- und währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Grundsätzlich nutzt STADA verschiedene derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Schulden und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr setzte STADA u.a. Devisenterminkontrakte ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Generell laufen diese Kontrakte jedoch nicht länger als ein Jahr. Dabei wird im Rahmen einer Risikoanalyse mit Hilfe der Varianz-Kovarianz-Methode auf Basis der jeweiligen Fremdwährungsplanung eine Absicherungsstrategie entwickelt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen, bspw. weil die Entwicklung der Finanzmärkte nicht erwartungsgemäß verläuft und es dadurch zu nachteiligen Auswirkungen für STADA kommen kann. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko für die auf Euro und Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Im Geschäftsjahr 2011 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps und nicht in einer Sicherungsbeziehung stehende Zinsswaps. Payer-Zinsswaps, im Rahmen derer variable Zinszahlungen in feste Zinszahlungen getauscht werden, dienen dabei der Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten. Im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen werden zinsbezogene Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Variabel verzinsliche Anleihen werden damit in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten umgewandelt und die daraus resultierenden Zinszahlungsströme entsprechend gesichert. Außerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich sind entsprechende Kreditmanagementprozesse vorhanden und werden entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Die Liefer- und Leistungsbeziehung mit internationalen Großhändlern unterliegt einer besonderen Überwachung. Zum Bilanzstichtag bestanden keine über die als einmalige Sondereffekte ausgewiesenen Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen hinausgehenden bedeutsamen Risikokonzentrationen. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken betreffen die Liquidität von STADA. Zur Gewährleistung der Liquidität und zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat STADA mit verschiedenen Banken bilaterale Kreditverträge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem geringen Umfang aus. Die quantitativen Angaben gemäß IFRS 7 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken von STADA sind in diesem Geschäftsbericht im Rahmen des STADA-Konzernabschlusses unter Punkt 47, erläutert. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die vorstehend beschriebenen von STADA eingesetzten finanzpolitischen Methoden und das spezifische finanzwirtschaftliche Risikomanagement sich als nicht ausreichend erweisen könnten, um alle finanzwirtschaftlichen Risiken und damit verbundenen möglichen wesentlichen Nachteile für STADA abzuwenden. Werthaltigkeit des Vermögens von STADADie Werthaltigkeit der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte, insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, unterliegt sorgfältigen und detaillierten Prüfungen. Im Rahmen eines jährlichen Werthaltigkeitstests wird die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer und unbestimmbarer Nutzungsdauer überprüft. Darüber hinaus werden bei Vorliegen bestimmter Anhaltspunkte sowohl immaterielle Vermögenswerte als auch Sachanlagen einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundsätzlich kann hier nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit oder bei unterjährigen anlassbezogenen Prüfungen der Werthaltigkeit, bspw. durch das Auftreten von neuen Erkenntnissen bei Zulassungen oder die Veränderung der Marktbedingungen in einzelnen nationalen Märkten, zur Feststellung eines entsprechenden Wertminderungsbedarfs kommen kann. Für eine ausführliche Darstellung, insbesondere für die Geschäfts- oder Firmenwerte des Teilkonzerns Hemofarm, wird auf den Konzern-Anhang, Angabe 10, ff, sowie besonders Angabe 25, zu den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten einschließlich der verwendeten Parameter und zugehörigen Sensitivitätsanalysen, verwiesen. Sonstige RisikenSTADA verfügt über eine Vielzahl als vertraulich zu behandelnde Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Schutz verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern und Leistungserbringern sowie bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Vereinbarungen und andere Schutzmaßnahmen für Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse einen wirksamen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Wettbewerbern auf andere Weise bekannt werden. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf den Konzern auswirken. Wie jedes Unternehmen, so tragen schließlich auch STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in ihren nationalen Märkten weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streik, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichen. Zusammenfassende Beurteilung der RisikenSollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten des Konzerns auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Im Berichtsjahr hat sich das Risikoumfeld von STADA gegenüber dem Vorjahr nicht maßgeblich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die allein oder in Kombination den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Übernahmerelevante AngabenGemäß § 315 Abs. 4 HGB ist STADA zu folgenden Angaben im Geschäftsbericht verpflichtet: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, mit Aktien verbundene Rechte und Pflichten/Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffenDas Grundkapital war zum 31.12.2011 in 58.966.360 Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt. Bei den Stammaktien der Gesellschaft handelt es sich ausnahmslos um vinkulierte Namensaktien, die satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister eingetragen werden und laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung gewähren. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von Mitarbeitern erworbenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Veräußerungssperre. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/SatzungsänderungenDer Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Satzung kann grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Die Änderung wird mit der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Absatz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Absatz 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstands betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung macht in § 23 Absatz 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Absatz 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden und, soweit das Aktiengesetz zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, mit einfacher Kapitalmehrheit des vertretenen Kapitals, soweit dies gesetzlich zulässig ist, gefasst werden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 32 der Satzung ermächtigt. Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 10.06.2008 zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ermächtigt. Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10.06.2013 einmalig oder mehrmalig um bis zu 76.346.010,00 € durch Ausgabe von bis zu 29.363.850 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erhöhen kann. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung am 10.06.2008 den Vorstand ermächtigt, bis zum 09.06.2013 einmalig oder mehrmals a) durch die Gesellschaft oder durch im unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Gesellschaften ("nachgeordnete Konzernunternehmen") Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren zu begeben und b) für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebene Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen und den Inhabern oder Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen Options- und/oder Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 25.701.330 Stück vinkulierte Namensaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 66.823.458,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen zu gewähren. Zur Bedienung dieser Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen hat die Hauptversammlung am 10.06.2008 das Grundkapital um bis zu 66.823.458,00 € durch Ausgabe von bis zu 25.701.330 Stück vinkulierten Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital 2008/I). Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Das Grundkapital der Gesellschaft war zum 31.12.2011 um bis zu 8.902.036 € durch die Ausgabe von bis zu 3.423.860 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16.06.2011 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 17.06.2011 bis zum 16.06.2013 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines KontrollwechselsZu der Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels wird auf den Vergütungsbericht in diesem Geschäftsbericht verwiesen. PrognoseberichtWeitere Fokussierung auf Geschäftsmodell mit nachhaltigen WachstumspotenzialenDas Geschäftsmodell von STADA zeichnet sich seit Jahren durch Konstanz und Nachhaltigkeit aus. Der Vorstand sieht keinen grundsätzlichen Änderungsbedarf am Geschäftsmodell und wird die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auch in Zukunft auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in ausgewählten Segmenten des Pharmamarkts fokussieren. Die Kernsegmente werden dabei unverändert Generika und Markenprodukte darstellen. Damit sind die Konzernaktivitäten nach Ansicht des Vorstands auch weiterhin auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichtet - auch wenn diese in Abhängigkeit von den konjunkturellen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten von Jahr zu Jahr variieren können (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld"). Angesichts dessen wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns auch in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 durch unterschiedliche und teilweise gegenläufige Faktoren in den einzelnen nationalen Märkten geprägt sein. Zu spezifischen Erwartungen des Vorstands hinsichtlich der bestehenden Chancen und Risiken in den einzelnen Segmenten und nationalen Märkten, in denen der Konzern aktiv ist, verweist STADA auf die Berichterstattung zur regionalen Entwicklung (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Regionen"). Bei einer Kumulation schwieriger Rahmenbedingungen in für den Konzern besonders wichtigen nationalen Märkten kann eine Abschwächung oder ein etwaiger Rückgang des Wachstums zwar nicht prinzipiell ausgeschlossen werden. Mit Blick auf die strategischen Erfolgsfaktoren sieht der STADA-Vorstand jedoch auch in Zukunft die klare Chance, weiteres Wachstum verzeichnen können. Strategische Erfolgsfaktoren eröffnen WachstumschancenNach Ansicht des Vorstands verfügt STADA über verschiedene strategische Erfolgsfaktoren, die zur Nutzung der sich bietenden Wachstumschancen und zur Sicherung des künftigen Konzernerfolgs besonders wesentlich sind. Einer dieser Erfolgsfaktoren ist die starke Produktentwicklung. Basierend auf der weiterhin gut gefüllten Produkt-Pipeline wird STADA das bestehende Produkt-Portfolio - insbesondere im Kernsegment Generika - auch in Zukunft kontinuierlich ausbauen. Neben den im Rahmen von Neueinführungen erzielten Umsätzen und Erträgen ergibt sich dadurch auch die Chance, einen verbesserten Margenmix und Skaleneffekte zu erzielen, sofern die Produkte mit einer initial besseren Marge als der des Konzerndurchschnitts bzw. im Rahmen von bestehenden Vertriebsstrukturen in den einzelnen nationalen Märkten eingeführt werden können. Im Rahmen einer "Time and cheap to market"-Strategie verfolgt STADA das Ziel, Neueinführungen in der Regel nicht nur zum frühstmöglichen Zeitpunkt in den jeweiligen nationalen Märkten einzuführen, sondern auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten. Zu den weiteren Erfolgsfaktoren des Konzerns zählt die internationale Vertriebsstruktur in derzeit 33 Ländern, die es STADA ermöglicht, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio adaptiert an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten zu vertreiben. Um die Abhängigkeit von einzelnen nationalen Märkten weiter zu reduzieren, den jeweiligen lokalen Herausforderungen und Risiken besser begegnen und die entsprechenden Wachstumschancen optimal nutzen zu können, plant STADA, dieses Vertriebsnetz weiter auszubauen. Im Rahmen der vom Konzern verfolgten forcierten Akquisitionspolitik beabsichtigt der Vorstand, zum einen die regionalen Geschäftsaktivitäten in selektierten Märkten, vorzugsweise in wachstumsstarken Schwellenländern, zu erweitern und zum anderen den Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente Generika und Markenprodukte weiter voranzutreiben. Angesichts der zunehmenden Sparzwänge, denen die einzelnen nationalen Gesundheitssysteme ausgesetzt sind, sieht der Vorstand weitere Wachstumsmöglichkeiten insbesondere auch im Segment der Markenprodukte, das sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe auszeichnet. Grundsätzlich schließt der Konzern zudem auch künftig Kooperationen mit signifikanter Kapitalbeteiligung nicht aus. Für größere Akquisitionsvorhaben oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind unverändert geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde. Der hohe Flexibilitätsgrad mit kurzen Entscheidungswegen, die dezentrale marktnahe Vertriebsorganisation und die zentralen funktionalen Berichtsstrukturen gehören ebenfalls zu den etablierten Erfolgsfaktoren des Konzerns. Dies ist insbesondere bei den vertrieblichen Aktivitäten von Bedeutung, da die Fähigkeit, kurzfristig auf strukturelle, regulatorische oder wettbewerbliche Veränderungen reagieren zu können, sowohl bei der Nutzung von Chancen als auch bei der Reduzierung von Risiken eine wesentliche Rolle spielt. Aus diesem Grund wird STADA in Einzelfällen auch weiterhin eine aggressive Preispolitik mit einem evtl. verbundenen Rückgang operativer Margen betreiben, um eine bessere Marktposition bzw. einen höheren Marktanteil zu erzielen. Ziel ist dabei jedoch unverändert, dass die Geschäftsaktivitäten in dem jeweiligen Markt profitabel sind bzw. in einem absehbaren Zeitraum werden. Mit Blick auf die Ertragsentwicklung nimmt im Konzern ein effizientes Kostenmanagement einen hohen Stellenwert ein. Da die Herstellungskosten die mit Abstand größte Kostenposition im Konzern darstellen, wird für STADA im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung auch künftig bei dieser Position und allen in diesem Zusammenhang stehenden Kosten, wie bspw. den Beschaffungskosten für die pharmazeutischen Wirk- und Hilfsstoffe sowie den der pharmazeutischen Produktion zuzuordnenden Kosten, ein Schwerpunkt liegen. Hierzu gehören u.a. die Beteiligung von Lieferanten am Marktrisiko durch Maßnahmen wie die Vereinbarung von Preisgleitklauseln oder Nachverhandlungen sowie die Auswahl von Anbietern in Niedrigkostenländern. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird auch die weitere konsequente Umsetzung von "STADA - build the future" beitragen. Unverändert geht der Vorstand davon aus, dadurch zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu können, die sich mit der sukzessiven Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zu Einsparungen im jährlich zweistelligen Millionen-Euro-Bereich addieren. Dabei werden planmäßig bis Ende 2013 auch weiterhin gesteigerte Investitionen sowie Belastungen der Gewinn- und Verlustrechnung durch projektbezogene einmalige Sondereffekte verbunden sein. Von zentraler Bedeutung für den weiteren Erfolg des Konzerns werden auch in Zukunft die STADA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit ihrer Erfahrung, ihrem großen Engagement und ihrem umfangreichen Fachwissen - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Beschaffung und Produktion sowie Vertrieb und Marketing - sein. Gesamtwirtschaftlicher AusblickNach Meinung von Experten steuert die Weltwirtschaft in 2012 auf die nächste Krise zu, wenn die Industrieländer ihre Staatsschulden nicht in den Griff bekommen. Allein die derzeitige Unsicherheit darüber, ob die finanziellen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen greifen, wird voraussichtlich zu einer Abschwächung des weltweiten Wachstums im Jahr 2012 führen. Die Refinanzierungsmöglichkeiten der südlichen Euro-Länder und damit deren wirtschaftliche Perspektiven sind zunehmend von der Verunsicherung der Gläubiger von Staatsanleihen geprägt. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft gewinnen die großen Schwellenländer zunehmend an Bedeutung, sind dabei aber gleichzeitig von der Nachfrage in den Industrieländern abhängig. 1)
1)
Vgl. Pressemitteilung des FAZ-Instituts Weltkonjunktur
2012: Moderate Expansion - große Risiken. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds wird die weltweite Wirtschaftsleistung 2012 um 3,3% 1) steigen. Für die Europäische Union wird im laufenden Jahr ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1% 1) vorhergesagt. Dabei werden die einzelnen EU-Länder sehr unterschiedliche Wachstumsraten aufweisen. Für Deutschland prognostizieren die Experten eine Zunahme des BIP um 0,3% 1) und für Frankreich um 0,2% 1) , während das BIP in Spanien um 1,7% 1) und in Italien um 2,2% 1) rückläufig sein soll. Das Bild der Kapitalmärkte wird in 2012 nach Einschätzung von Finanzexperten durch Sicherheit statt Rendite bestimmt; niedrige Zinsen, gedämpfte Gewinnerwartungen und politische Unsicherheit prägen die Märkte in den USA und Europa. Dies lässt den Wechselkurs des Euro zum US-Dollar voraussichtlich ohne klare Richtung schwanken. Edelmetalle und nachhaltige Anlagen bleiben aus heutiger Expertensicht auch weiterhin gefragt. 2) Zudem ist in 2012 die Entwicklung der Gemeinschaftswährung Euro, die auch für STADA die Konzernwährung darstellt, auf dem Prüfstand. Der Austritt einzelner Länder würde den Euro-Raum voraussichtlich wirtschaftlich schwächen und zusätzliche Währungsrisiken mit sich bringen. Eine vollständige Aufgabe der Gemeinschaftswährung würde aus heutiger Sicht unabsehbare Folgen haben und wird von den meisten Experten nicht erwartet. Der Vorstand von STADA beobachtet kontinuierlich die Chancen und Risiken der globalwirtschaftlichen Entwicklung. Aus heutiger Sicht hat der Vorstand in diesem Zusammenhang keine Veranlassung, das Geschäftsmodell des Konzerns grundsätzlich in Frage zu stellen. Branchenspezifischer AusblickEin Großteil der nationalen Gesundheitsmärkte wird auch künftig hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Basis hierfür sind sowohl allgemeine Wachstumstreiber wie ein globales Bevölkerungswachstum, eine alternde Gesellschaft in den Industrieländern und medizinischer Fortschritt als auch spezifische Wachstumsstimulatoren wie eine fortschreitende Generika-Penetration infolge eines zunehmenden Sparzwangs in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen und kontinuierlicher Patentabläufe. Angesichts dieser stetig steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt sowie der Tatsache, dass sich im gesundheitsökonomischen Vergleich Arzneimittel gegenüber anderen Behandlungsmethoden in der Regel durch ein relativ hohes Maß an Effizienz auszeichnen, wird der weltweite Pharmamarkt auch in Zukunft weitere Wachstumsraten zeigen. Prognosen zufolge soll sich der Umsatz des internationalen Pharmamarkts bis 2016 um 4% bis 6% p.a. erhöhen (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld"). 3) Nach Einschätzung des STADA-Vorstands wird innerhalb des Pharmamarkts insbesondere das Segment der Generika von den Wachstumsmöglichkeiten profitieren, da es eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleistet und dem zunehmenden Kostendruck in den einzelnen nationalen Gesundheitssystemen entgegenwirkt. Darüber hinaus steigen auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten kontinuierlich die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale. So prognostiziert bspw. IMS Health, ein führendes internationales Pharma-Marktforschungsinstitut, für den weltweiten Generika-Markt bis 2016 eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 9,6% 4) , auch wenn die Umsätze trotz deutlicher Absatzzuwächse durch einen größeren Preisdruck geringer ausfallen könnten.
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook Update vom 24.01.2012. Mit Blick auf das Umsatzvolumen für die von 2012 bis 2015 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten - Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien -, das aktuellen Marktforschungszahlen zufolge bei über 13 Mrd. € liegt, geht der STADA-Vorstand davon aus, dass insbesondere der Generika-Markt in der EU nachhaltige Wachstumspotenziale birgt. 1) Für die meisten EU-Länder rechnet STADA daher mit einer weiter steigenden Generika-Penetration, die in den einzelnen nationalen Märkten nach wie vor sehr unterschiedlich ausfällt. Diese Ansicht bestätigen auch Schätzungen von IMS Health, nach denen das jährliche Generika-Wachstum in der EU von 2011 bis 2013 im Durchschnitt 6,1% 2) beträgt. Für ausgewählte osteuropäische Märkte 3) prognostiziert IMS Health 4) bis 2016 ein durchschnittliches jährliches Generika-Wachstum von 8,2%. In Russland beläuft sich gemäß den Prognosen von IMS Health das erwartete Generika-Wachstum in den Jahren 2012 bis 2016 im Durchschnitt auf 12,3%. 5) Bei einem Umsatzanteil von 23%, den STADA derzeit in den osteuropäischen Märkten mit Generika erzielt, geht der Vorstand unverändert davon aus, an diesem Wachstumspotenzial angemessen partizipieren zu können. Mit Blick auf die prognostizierten Wachstumschancen in Osteuropa liegt im Rahmen der vom Konzern weiterhin verfolgten Internationalisierungsstrategie ein Schwerpunkt deswegen auch auf dem Ausbau der Konzernaktivitäten in den osteuropäischen Ländern.
1)
STADA-Schätzung von Umsatzvolumina in 2011
zu Herstellerabgabepreisen für pharmazeutische Wirkstoffe, bei denen
STADA bis 2015 einen für den generischen Wettbewerb relevanten Ablauf
des Patents oder anderer relevanter gewerblicher Schutzrechte aus
heutiger Sicht erwartet, basierend auf Daten verschiedener internationaler
Marktforschungsinstitute. Die STADA-Erwartung, zu welchem Termin ein
pharmazeutischer Wirkstoff für den generischen Wettbewerb verfügbar
wird, unterliegt kontinuierlicher rechtlicher Prüfung und kann sich
gegenüber der diesen Daten zu Grunde liegenden heutigen Erwartung
(Stand: 01.03.2012) in der Zukunft signifikant verändern. Die für
den generischen Wettbewerb zu den entsprechenden Terminen dann tatsächlich
neu verfügbar werdenden Umsatzvolumina unterliegen Schwankungen, die
u.a. von verändertem Markterfolg, rechtlichen Rahmenbedingungen oder
Marktstrukturen abhängen können. Allgemeine Herausforderungen und Risiken des GeschäftsmodellsNeben den vorstehend erläuterten Wachstumschancen unterliegt der Konzern grundsätzlich operativen Herausforderungen und Risiken, die im Detail u.a. im Rahmen der Berichterstattung zu den Segmenten und der regionalen Entwicklung in einzelnen nationalen Märkten und im Chancen- und Risikobericht dargestellt sind (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld" sowie "Chancen- und Risikobericht"). Nach Ansicht des Vorstands basieren viele dieser Herausforderungen und Risiken auf den von STADA nicht beeinflussbaren Strukturen und Mechanismen der Marktsegmente, in denen der Konzern tätig ist. Angesichts der Tatsache, dass diese in hohem Maß untrennbar mit den strukturellen Wachstumschancen verbunden sind, wird sich zur optimalen Nutzung dieser Wachstumspotenziale das Eingehen solcher Risiken auch künftig nicht vermeiden lassen (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld" sowie "Chancen- und Risikobericht"). STADA wird auch in Zukunft in Märkten bzw. Marktsegmenten agieren, die u.a. hohe Preissensibilität, kontinuierlichen Margendruck, intensiven Wettbewerb und sich stetig verändernde regulatorische Rahmenbedingungen aufweisen. Zur Bewältigung daraus resultierender Herausforderungen und Risiken wird der Konzern auch weiterhin kurzfristig und flexibel mit gegensteuernden Maßnahmen wie bspw. vertrieblichen Um- und Restrukturierungen reagieren, um den anhaltenden Margendruck durch kontinuierliche Kostenoptimierung zu kompensieren. Insgesamt sind für den Vorstand aus heutiger Sicht jedoch keine den Bestand des Konzerns gefährdenden Herausforderungen oder Risiken erkennbar. Spezifische Herausforderungen und Risiken durch konjunkturelle EinflüsseGrundsätzlich ist das Geschäftsmodell von STADA zwar auf eine Branche ausgerichtet, bei der die Nachfrage eher konjunkturunabhängig ist, so dass die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen generell weniger Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns haben als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen nationalen Märkten, in denen der Konzern tätig ist. Ungeachtet dessen wird sich der Konzern neben den mit dem STADA-Geschäftsmodell verbundenen allgemeinen Herausforderungen und Risiken aber auch künftig mit spezifischen Auswirkungen konjunktureller Einflüsse auseinanderzusetzen haben. Vor diesem Hintergrund bereitet sich STADA im Rahmen des Möglichen auf potenzielle daraus resultierende spezifische Risiken wie Ausfälle von Geschäftspartnern oder starke Volatilitäten von Zinsniveaus und konzernrelevanten Währungsrelationen vor (vgl. "Chancen- und Risikobericht"). Unabhängig davon können jedoch Belastungen aus einmaligen Sondereffekten, bspw. infolge von Zahlungsausfällen, oder nicht operativ bedingten Effekten aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften nicht vollständig ausgeschlossen werden. So werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der STADA-Geschäftsaktivitäten in den Nicht-Euro-Märkten Serbien und Russland auch in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 maßgeblich von der Entwicklung der Währungsrelationen des serbischen Dinar und des russischen Rubel zum Euro beeinflusst bleiben. Darüber hinaus können auf Grund eines konjunkturbedingten dauerhaften deutlichen Nachfrage- und/oder Umsatzrückgangs in einzelnen nationalen Märkten oder von Werthaltigkeitsprüfungen, so genannten Impairment-Tests, Wertberichtigungen bei solchen immateriellen Vermögenswerten erforderlich werden, deren bilanzielle Werthaltigkeit wesentlich von der Währungsrelation beim Erwerb und/oder zukünftigen Markterwartungen, wie bspw. Geschäfts- und Firmenwerte akquirierter Unternehmen oder Produktzulassungen, geprägt ist. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögern oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Mit Blick auf den ohnehin herrschenden Kostendruck in zahlreichen nationalen Gesundheitssystemen besteht insbesondere bei einer abgeschwächten oder negativen konjunkturellen Entwicklung prinzipiell die Chance bzw. das Risiko, dass Geschwindigkeit und Umfang lokaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostenreduzierung weiter steigen werden. Im Rahmen dessen kann Regulation für Generika sowohl abschwächende als auch stimulierende Wirkung zur Folge haben, bspw. wenn es zu staatlich angeordneten Preissenkungen oder staatlich verordneten Anreizen für die Verschreibung von preisgünstigen Generika kommt. Infolge von Auswirkungen regulatorischer Rahmenbedingungen wie bspw. modifizierten Erstattungsregularien oder Vorgaben zur Preisfindung können konjunkturelle Entwicklungen auch Einfluss auf das STADA-Kernsegment Markenprodukte haben. Dies ist dann jedoch in geringerer Frequenz und mit weniger ausgeprägten operativen Folgen der Fall als bei Generika. Des Weiteren kann sich eine abgeschwächte oder negative Konjunktur in einzelnen nationalen Märkten auch insofern auf die Markenprodukt-Aktivitäten des Konzerns auswirken, als hier die Kosten mehrheitlich von den Patienten selbst getragen und nur teilweise erstattet werden. Davon betroffen sind insbesondere STADA-Geschäftstätigkeiten in den nationalen Märkten, in denen der Konzern zahlreiche Produkte für Selbstzahler vertreibt. Grundsätzlich können konjunkturelle Entwicklungen und die damit einhergehende Lage an den Finanzmärkten mit Blick auf die Finanzierungsmöglichkeiten auch Einfluss auf die Akquisitionspolitik des Konzerns haben. In diesem Zusammenhang sieht der Vorstand aus heutiger Sicht jedoch keine wesentlichen Einschränkungen, da STADA eine überwiegend langfristige Verschuldungsstruktur aufweist (vgl. "Finanzlage"). FinanzierungDie Finanzlage des Konzerns ist und bleibt nach Ansicht des Vorstands unverändert stabil. Bei dem durchschnittlichen gewichteten Zinssatz im Konzern erwartet der Vorstand für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 nur eine leichte Veränderung - sofern bei der bestehenden Finanzierungsstruktur keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden. Angesichts der guten Finanzlage geht der Vorstand davon aus, das organische Wachstum, d.h. das Wachstum ohne die Berücksichtigung von Akquisitionen, auch in 2012 und 2013 durch den erzielten Cashflow finanzieren zu können. Für die im Konzern verwendete Steuerungsgröße "Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA" strebt der Vorstand auch künftig einen Wert von maximal 3 an. Für 2012 ist jedoch davon auszugehen, dass auf Grund der forcierten Akquisitionspolitik dieser Zielwert überschritten wird; der Vorstand geht aus heutiger Sicht davon aus, diese Zielgröße bis Ende 2013 wieder in etwa zu erreichen. InvestitionenInsgesamt hängt die künftige Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Bezug auf die im Konzern insgesamt vorhandenen immateriellen Vermögenswerte insbesondere von Einzelentscheidungen über Akquisitions-, Kooperations- und Desinvestitionsprojekte ab. Im Rahmen des operativen Geschäfts plant STADA bei den Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte zur Unterstützung des organischen Wachstums in den kommenden Jahren Investitionen in ähnlicher Höhe wie 2011. Bei den Investitionen in Sachanlagen geht STADA in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 von einer Größenordnung aus, die in etwa auf dem Niveau von 2011 liegen wird. Die weitere Entwicklung der Investitionen in das Finanzanlagevermögen hängt grundsätzlich von Einzelentscheidungen über Akquisitions- und/oder Beteiligungsprojekte ab. Operative Aufstellung und Kosteneffizienzprogramm "STADA - build the future"STADA verfügt in den Bereichen Finanzen, Entwicklung, Produktion inklusive Beschaffung und Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Compliance, Corporate Governance sowie bei der Gesamtverantwortung für die Konzernstrategie über eine vorwiegend funktionale zentrale Organisationsstruktur. Ausgenommen hiervon sind die Vertriebsfunktionen, die primär lokal und regional organisiert sind, um so ein hohes Maß an Marktnähe zu gewährleisten. Auf der Basis von Zielvereinbarungen liegt die vertriebliche Verantwortung, die sich auf Umsatz und Ergebnis der einzelnen lokalen Vertriebsgesellschaft, deren Produkt-Portfolio und deren Personalmanagement bezieht, bei dem jeweiligen lokalen Management (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Operative Aufstellung"). STADA wird auch künftig an dieser Organisationsstruktur festhalten, da der Konzern - auf Basis dieser operativen Aufstellung - durch die konzernweite Harmonisierung und Zentralisierung eine Effizienzsteigerung und gleichzeitig die für das Geschäftsmodell notwendige Flexibilität und Marktnähe erreicht, um kurzfristig auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Angesichts des auf langfristige Wachstumsmärkte ausgerichteten Geschäftsmodells und der bewährten strategischen Erfolgsfaktoren hat STADA auch in den kommenden Jahren die Chance, von diesem Wachstum zu profitieren. Hierfür wird jedoch auch in Zukunft eine wesentliche Voraussetzung sein, dass der Konzern in der Lage ist, die eigenen operativen Strukturen an die sich kontinuierlich verändernden strukturellen Rahmenbedingungen der verschiedenen nationalen Märkte anzupassen. Vor diesem Hintergrund wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive konsequent weiter fortsetzen. Zusätzlich zu zahlreichen laufenden Maßnahmen zur internen Effizienzverbesserung in den Bereichen Produktion, Beschaffung und Lieferkette, Entwicklung, Qualitätsmanagement sowie Marketing und Vertrieb wurde im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres auch die irische Produktionsstätte des Konzerns verkauft (vgl. "Nachtragsbericht"). Neben der damit erreichten Reduktion des Personalstands um ca. 180 Mitarbeiter zielt dieser Verkauf darauf ab, durch die bereits initiierte sukzessive Überführung der Produktionsmengen aus der irischen Produktionsstätte in andere STADA-eigene Fertigungsstätten die dortige Auslastung zu verbessern und damit mittelfristig die Stückkosten der jeweiligen Produkte zu reduzieren. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten 1) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland. 2) Im Rahmen der Umsetzung des Projekts "STADA - build the future" sollten zudem insgesamt ca. 800 Vollzeitstellen und damit ca. 10% der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 bestehenden Beschäftigtenzahl - mit dem Fokus außerhalb Deutschlands - reduziert werden (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Geschäftsmodell, Kernsegmente und strukturelles Umfeld - Weitere konsequente Umsetzung von ,STADA - build the future'"). STADA wird diesen ursprünglich für den Zeitraum 2010 bis 2013 geplanten Personalabbau von ca. 10% voraussichtlich bereits im laufenden Geschäftsjahr und damit ein Jahr früher als geplant erreicht haben. Zusammenfassender Ausblick inklusive Aussagen zur Entwicklung von Umsatz und ErtragDas Geschäftsmodell von STADA ist auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen und Wachstumschancen im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch auch untrennbar Risiken und Herausforderungen verbunden, die insbesondere aus geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation und intensivem Wettbewerb resultieren. Angesichts dessen kann es in der Einschätzung des Vorstands in einzelnen nationalen Märkten auch in Zukunft immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt im Wesentlichen für die zunehmende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäftsaktivitäten im Kernsegment Generika. Darüber hinaus wird STADA weiterhin mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein. Somit werden auch in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 für den Konzern wesentliche Währungsrelationen, insbesondere des serbischen Dinar und des russischen Rubel zum Euro, einen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Konzerns haben. Zudem wird sich STADA auch künftig mit den Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auseinanderzusetzen haben. Angesichts dessen bereitet sich der Konzern im Rahmen des Möglichen unverändert auf potenzielle davon ausgehende spezifische Risiken wie ein deutlich erhöhtes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, etwaige wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder weiterhin starke Volatilitäten bei Zinsniveau und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings können mit Blick auf das außerordentliche Ausmaß der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise Belastungen aus dieser wie etwa einmalige Sondereffekte durch Zahlungsausfälle oder nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns wird damit weiterhin durch unterschiedliche und teilweise stimulierende, aber teilweise auch sehr herausfordernde Rahmenbedingungen in den verschiedenen nationalen Märkten, in denen STADA aktiv ist, geprägt sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht für 2012 und 2013 jedoch eine weitere klare Steigerung des Konzernumsatzes, insbesondere auch unter Einbezug der aktuellen Akquisitionen, des Kaufs des Markenprodukt-Pakets von Grünenthal 3) für zahlreiche nationale Märkte sowie des Kaufs des Schweizer Generika-Geschäfts der Spirig Healthcare 4) . Dabei geht der Vorstand aus heutiger Sicht davon aus, dass in 2012 und 2013 in beiden Kernsegmenten ein Umsatzwachstum erreicht werden kann. Das Segment Markenprodukte wird dabei voraussichtlich überproportional wachsen, so dass der Anteil der Markenprodukte am Konzernumsatz damit weiter steigen wird.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
07.06.2010. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten 1) jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im 1. Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland 2) . Trotz dieser ertragsbelastenden einmaligen Sondereffekte aus der weiteren Umsetzung des "STADA - build the future"-Programms erwartet der Vorstand beim ausgewiesenen Konzerngewinn für 2012 eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu 2011. Auch bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der STADA-Vorstand im Konzern für 2012 und 2013 von einem weiteren Wachstum aus und sieht dabei für 2012 bei dem um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA aus heutiger Sicht die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit werden in 2012 erneut Rekordergebnisse bei diesen Kennzahlen angestrebt. Zudem bekräftigt der Vorstand seine für 2014 3) in Aussicht gestellte Langfristprognose, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. € auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. € und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. € erreicht werden sollen. Die aktuellen Akquisitionen des Konzerns, die STADA organisch, d.h. ohne Kapitalerhöhung, finanziert, geben dem Vorstand eine ausgeprägte Sicherheit, dass ungeachtet der weiterhin bestehenden operativen Herausforderungen in einzelnen nationalen Märkten diese langfristigen Wachstumsziele mindestens erreicht werden.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
07.06.2010. STADA-KONZERNABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-BilanzAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-AnhangAllgemeine Angaben1. Informationen zum UnternehmenDie STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft (STADA Arzneimittel AG) als Muttergesellschaft des STADA-Konzerns (im Nachfolgenden "STADA" genannt) mit Sitz in der Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, ist ein in Deutschland ansässiges, international ausgerichtetes Unternehmen, das weltweit im Gesundheits- und Pharmamarkt, insbesondere in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte, tätig ist. Der Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2011 wurde am 14.03.2012 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. In der Bilanzgliederung wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die teilweise im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit dargestellt werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Zahlen im Anhang in Tausend Euro (T €) dargestellt. In diesem Zusammenhang sind Rundungen notwendig, die naturgemäß jedoch keinen signifikanten Charakter haben. 3. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und InterpretationenIm Geschäftsjahr 2011 hat STADA die folgenden vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt für das Geschäftsjahr 2011 beachtet und, sofern relevant, angewandt, die jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA hatten: • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS":Da STADA den Konzernabschluss bereits nach IFRS aufstellt, sind Neufassungen des Standards sowie dessen Änderungen nicht relevant. • IAS 24 "Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen":Der geänderte Standard beinhaltet eine Teilausnahme von den Angabepflichten für regierungsverbundene Unternehmen sowie eine Verdeutlichung der Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person. • IAS 32 "Finanzinstrumente":Die Änderungen stellen die Bilanzierung von Bezugsrechten klar, sofern diese nicht auf die funktionale Währung des Unternehmens lauten. • IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften":Die Interpretation gewährt einem Unternehmen, den Nutzen aus einer im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften geleisteten Vorauszahlung von Beiträgen als Vermögenswert darzustellen. • IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente":Die Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung solcher auch "debt for equity swaps" genannten Transaktionen. • Änderungen im Rahmen des Annual Improvement Project 2010:IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse":Die Änderungen betreffen die Erstanwendung der Neuvorschriften zu bedingten Kaufpreiszahlungen ("contingent consideration"), die Anwendung des in IFRS 3.19 (rev. 2008) enthaltenen Wahlrechts zur Bewertung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum anteiligen Reinvermögen oder zum beizulegenden Zeitwert im Akquisitionszeitpunkt sowie die Behandlung von Eigenkapitalinstrumenten und Schulden im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen des erworbenen Unternehmens. IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben":Der geänderte Standard zielt darauf ab, die Verbindung zwischen qualitativen und quantitativen Angaben zu stärken und damit die Darstellung und Verständlichkeit der Angaben zu verbessern. Darüber hinaus wurden verschiedene Änderungen bezüglich der quantitativen Angaben vorgenommen. IAS 1 "Darstellung des Abschlusses":Die Änderungen ermöglichen nunmehr neben der Darstellung innerhalb der Eigenkapitalveränderungsrechnung optional eine Überleitung sämtlicher Bestandteile des sonstigen Ergebnisses im Anhang. Ein entsprechendes Wahlrecht gilt für als Ausschüttung an Anteilseigner erfasste Dividenden einschließlich der zugehörigen Angabe der Dividende pro Anteil. IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse":Die Änderung stellt klar, dass die durch IAS 27 (rev. 2008) ausgelösten Folgeänderungen der Standards IAS 21.48A-48D, IAS 28.18-19A und IAS 31.45-45B prospektiv anzuwenden sind, während die Anwendung der geänderten IAS 28.35 und IAS 31.46 retrospektiv zu erfolgen hat. IAS 34 "Zwischenberichterstattung":Die Änderung bezieht sich auf eine explizite Regelung, die eine Aufzählung von Beispielen für berichtsrelevante wesentliche Ereignisse und Transaktionen enthält. IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme":Die Änderung betrifft die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts kundenseitiger Prämienansprüche. Im Mai 2011 verabschiedete der IASB die neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen". IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsleitlinien des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" und führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Beteiligungsunternehmen ein. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und ersetzt damit IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen wird zu Gunsten einer zwingenden Anwendung der Equity-Methode abgeschafft. Im Rahmen des IFRS 12 werden Angabepflichten zu Tochtergesellschaften, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften zusammengeführt, erweitert und ersetzt. Die neuen Regelungen sind, sofern sie nicht freiwillig vorzeitig zur Anwendung kommen, auf Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2013 anzuwenden. Die neuen Standards wurden bislang noch nicht von der Europäischen Union endorsiert. Die wesentliche Änderung ergibt sich hierbei aus IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Die beiden Gemeinschaftsunternehmen STADA Import/Export Ltd, und STADA Vietnam J.V. Co. Ltd., die bislang quotal konsolidiert wurden, sind ab dem Geschäftsjahr 2013 mittels der Equity-Methode zu bilanzieren. Die anteiligen Vermögenswerte und Schulden dieser beiden Gesellschaften werden somit zukünftig nicht mehr in die Konzernbilanz übernommen und das anteilige Ergebnis beider Einheiten wird aggregiert in einer Linie innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, während zurzeit ein Ausweis in den jeweiligen Aufwands- und Ertragspositionen erfolgt. Im Mai 2011 verabschiedete der IASB darüber hinaus den neuen Standard IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Dieser neue Standard enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts, gibt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS vor und enthält des Weiteren Vorschriften über Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, IFRS 13 zielt damit darauf ab, die Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und der damit verbundenen Angaben über eine Bemessungshierarchie zu erhöhen (sog. Fair-Value-Hierarchie). Dabei werden die in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen eingeteilt. Notierten Preisen auf einem aktiven Markt für identische Vermögenswerte oder Schulden wird in der Hierarchie die höchste und nicht beobachtbaren Inputfaktoren die niedrigste Priorität zugesprochen. Die neuen Regelungen sind, sofern sie nicht freiwillig vorzeitig zur Anwendung kommen, auf Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2013 anzuwenden. Die neuen Standards wurden bislang noch nicht von der Europäischen Union endorsiert. Die Auswirkungen einer Anwendung der neuen Standards auf den Konzernabschluss von STADA werden derzeit noch geprüft. STADA hat darüber hinaus eine Reihe von weiteren Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die vom IASB verabschiedet wurden, im Geschäftsjahr 2011 jedoch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht angewandt. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. 4. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenÄnderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grund von neuen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben sich im Geschäftsjahr 2011 nicht ergeben. 5. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen, Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von STADA direkt oder indirekt beherrscht und daher voll konsolidiert werden. Eine Beherrschung liegt vor, wenn die STADA Arzneimittel AG oder deren Tochterunternehmen in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik dieses Unternehmens zu bestimmen, um daraus einen wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% gegeben. Bei einem Stimmrechtsanteil von 50% oder weniger werden Tochterunternehmen sowie Zweckgesellschaften auch dann voll konsolidiert, wenn gemäß IAS 27 und SIC-12 im Rahmen der wirtschaftlichen Betrachtung des Geschäftsverhältnisses eine Beherrschung durch STADA festgestellt wird. Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt bei einer vertraglich fixierten gemeinschaftlichen Führung dieses Joint Ventures durch STADA sowie ein oder mehrere Partnerunternehmen vor und wird quotal entsprechend dem jeweiligen Anteil am Eigenkapital konsolidiert. Als assoziierte Unternehmen werden Gesellschaften bezeichnet, auf die STADA maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die keine Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach der Equity-Methode. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert oder nach der Equity-Methode bewertet. Die Bilanzierung der Anteile an diesen Unternehmen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen. Bezogen auf den Gesamtumsatz des Konzerns macht der Umsatz dieser Unternehmen kumuliert weniger als 1% aus. Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich hinsichtlich der Anzahl der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: scroll
Änderungen im Konsolidierungskreis zum 31.12.2011 im Vergleich zum 31.12.2010 ergaben sich durch die erstmalige Einbeziehung von zwei französischen Gesellschaften, der Pharm Ortho Pedic SAS mit erworbenem 25%-Anteil sowie der AELIA SAS mit erworbenem 20%-An-teil, die von STADA beide als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen werden. Darüber hinaus erfolgte durch den Kauf eines Markenprodukt-Portfolios zum 30.12.2011 in Osteuropa sowie im Nahen Osten die Integration der dabei miterworbenen Vertriebseinheiten als konsolidierte Tochterunternehmen in den STADA-Konsolidierungskreis. Im Zuge der Umsetzung des Projekts "STADA - build the future" entkonsolidierte der Konzern im Berichtsjahr die serbische Tochtergesellschaft Zorka Pharma - Hemija Sabac d.o.o., da die Aktivitäten dieser chemischen Fabrik nicht zum Kerngeschäft des Konzern gehörten und veräußert wurden. Der Veräußerungsverlust aus diesem Verkauf betrug 0,03 Mio. € und wurde im Berichtsjahr als Sondereffekt unter den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future" ausgewiesen. Auf Grund nicht mehr gegebener Wesentlichkeit wurde die Tochtergesellschaft Hemofarm USA Corporation mit Sitz in Washington, USA, entkonsolidiert. Des Weiteren ergaben sich Veränderungen im Konsolidierungskreis auf Grund der im Folgenden genannten gesellschaftsrechtlichen Verschmelzungen:
Nennenswerte Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 31.12.2011 ergaben sich aus diesen Veränderungen nicht. In der oben vorangestellten Tabelle ist unverändert zum Vorjahr die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG enthalten, die als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. STADA hält 15,86% der Anteile an diesem Unternehmen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich daher nicht direkt aus der Beteiligungshöhe, sondern ist insbesondere in Verbindung mit der teilweisen Personenidentität im Management zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und der STADA Arzneimittel AG zu sehen. Details zu den Verbindungen zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und STADA sind in den Erläuterungen der Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen enthalten (Angabe 48.2.). Seit dem Geschäftsjahr 2010 ist außerdem in der oben dargestellten Tabelle die Pymepharco Joint Stock Company enthalten, an der STADA nunmehr 49,0% der Anteile hält und welche ebenfalls als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. Im Geschäftsjahr 2011 wurden darüber hinaus die beiden französischen Gesellschaften Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS gemäß den von STADA erworbenen Anteilen von 25,0% und 20,0% erstmalig als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst. Die auf diese vier assoziierten Unternehmen entfallenden aggregierten Vermögenswerte und Schulden sowie die Erlöse und das Periodenergebnis können wie folgt beziffert werden: scroll
Im Konsolidierungskreis von STADA sind unverändert zum Vorjahr zwei Gemeinschaftsunternehmen, die STADA Import/Export Ltd. und die STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., enthalten, die gemäß IAS 31 quotal konsolidiert werden. Die von diesen Unternehmen anteilig in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Kapitalverpflichtungen oder Eventualverbindlichkeiten seitens STADA bestehen gegenüber diesen Gemeinschaftsunternehmen in Form einer Garantie gegenüber der STADA Import/Export Ltd. sowie einer Bürgschaft gegenüber der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. in Höhe von insgesamt 8,5 Mio. €. Im Folgenden sind die als Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen sowie alle nicht konsolidierten und sonstigen Beteiligungen aufgeführt: Direkte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH und über die ALIUD PHARMA GmbH: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA GmbH: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Centrafarm Nederland B.V.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Centrafarm Nederland B.V. und über die Quatropharma Holding B.V.: scroll
Indirekte Beteiligung der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Clonmel Healthcare Limited: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Clonmel Healthcare Limited und über die Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die OAO Nizhpharm: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Ciclum Farma, Unipessoal, LDA: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über Laboratorio STADA, S.L.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Hemofarm A.D.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Hemofarm A.D. und über die HF Pharmasuisse AG: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Hemofarm A.D. und über die Hemofarm Inženjering d.o.o.: scroll
Bei den Gesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, STADA GmbH, STADA Medical GmbH, STADApharm GmbH, STADA Pharma International GmbH und Mobilat Produktions GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 6. Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten UnternehmenUnternehmenszusammenschlüsse sind gemäß IFRS nach der Erwerbsmethode abzubilden. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei - unabhängig von der Beteiligungshöhe - zum Erwerbszeitpunkt in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Übersteigen die Anschaffungskosten des erworbenen Tochterunternehmens das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts, bilanziert STADA in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags einen Geschäfts- oder Firmenwert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird - nach kritischer Prüfung der der Kaufpreisallokation zu Grunde liegenden Prämissen - in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils am Reinvermögen des Tochterunternehmens ausgewiesen. Der Erwerb zusätzlicher Anteile aus einer bereits beherrschenden Stellung an einem Tochterunternehmen erfolgt gemäß IAS 27 ergebnisneutral, da es sich um eine Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern handelt. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt und bis zum Ende der Beherrschungsmöglichkeit durch das Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, konzerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst. Soweit diese Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden führen, werden latente Steuern erfasst. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen folgt entsprechend dem jeweiligen Anteil an diesen Unternehmen denselben Grundsätzen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zum Zeitpunkt der Entstehung des maßgeblichen Einflusses mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und ab diesem Zeitpunkt um die anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres fortgeschrieben. Ein im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelter positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen erfasst. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird als Ertrag in der Periode des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nur entsprechend dem Anteil der anderen Gesellschafter im Konzernabschluss erfasst. Sofern sich aus der Anwendung des IAS 39 Anzeichen für eine Wertminderung des aus der Equity-Methode resultierenden Buchwerts des assoziierten Unternehmens ergeben, wird dessen Werthaltigkeit geprüft und ggf. ein Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Anteile an einem assoziierten Unternehmen. 7. WährungsumrechnungDie funktionale Währung der STADA Arzneimittel AG lautet auf Euro und entspricht der Berichtswährung des Konzerns. In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungstransaktionen mit dem im Zeitpunkt der Transaktion gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als Kursgewinne bzw. Kursverluste ergebniswirksam erfasst. Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro in die funktionale Währung des Konzerns erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu Stichtagskursen umgerechnet, während für die Umrechnung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals die historischen Kurse der jeweiligen Zugangszeitpunkte aus Konzernsicht verwendet werden. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - und damit auch die daraus resultierende Umrechnung der in das Eigenkapital eingehenden Jahresergebnisse - erfolgt zu Durchschnittskursen der Periode. Die aus der Anwendung der unterschiedlichen Wechselkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der "Rücklage Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden. Die Entwicklung der Wechselkurse der für STADA wichtigen Landeswährungen zum Euro ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. scroll
8. UnternehmenszusammenschlüsseIm Geschäftsjahr 2011 war ein wesentlicher Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, der im Folgenden näher erläutert wird. STADA unterzeichnete am 22.07.2011 mit der Grünenthal GmbH, einem global agierenden forschenden Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, Deutschland, Verträge über den Kauf eines Markenprodukt-Portfolios inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen für zahlreiche nationale Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten. Die Beherrschung über die zu einem Anteil von 100% erworbenen Vertriebsgesellschaften einschließlich des Markenprodukt-Portfolios erlangte STADA am 30.12.2011. Im laufenden 1. Quartal 2012 erwarb STADA von der Grünenthal GmbH auch das Markenprodukt-Portfolio inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen und verschiedener Pipeline-Produkte für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas. Der zu Grunde liegende Vertrag zwischen der STADA Arzneimittel AG und der Grünenthal GmbH wurde am 27.01.2012 unterzeichnet. Der Kaufpreis für diese Region betrug insgesamt ca. 160 Mio. €. Die Beherrschung über die zu einem Anteil von 100% erworbenen Vertriebsgesellschaften einschließlich des Markenprodukt-Portfolios erlangte STADA am 27.01.2012. Der Kaufpreis für die Akquisition der Vertriebsgesellschaften einschließlich des Markenprodukt-Portfolios für die Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten sowie in Mitteleuropa beläuft sich insgesamt auf ca. 312 Mio. €. Da der Zeitpunkt der Beherrschung über die Vertriebsgesellschaften einschließlich des Markenprodukt-Portfolios der ersten Tranche in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Erstellung des Konzernabschlusses lag und diese Tranche darüber hinaus eine wirtschaftliche Einheit mit der zweiten Tranche der Akquisition darstellt, erfolgte bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2011 noch keine Kaufpreisaufteilung. Eine vorläufige Kaufpreisaufteilung wird im 1. Quartal 2012 für die von der Grünenthal GmbH insgesamt erworbenen Vertriebsgesellschaften und das zugehörige Markenprodukt-Portfolio vorgenommen. Aussagen über einen eventuellen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. dessen Höhe lassen sich daher aktuell noch nicht treffen. Die zum Bilanzstichtag übernommenen Vermögenswerte und Schulden der mit der ersten Tranche erworbenen Vertriebsgesellschaften einschließlich des dazugehörigen Markenprodukt-Portfolios ergeben sich wie folgt: scroll
Eröffnungsbilanzen für die im Rahmen der zweiten Tranche im laufenden Geschäftsjahr 2012 erworbenen Vertriebsgesellschaften lagen bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor. Die Erträge und Aufwendungen für das Markenprodukt-Portfolio in Osteuropa und im Nahen Osten werden ab 01.01.2012 im STADA-Konzern konsolidiert. Die Erträge und Aufwendungen für das Markenprodukt-Portfolio für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas werden ab 01.02.2012 im STADA-Konzern konsolidiert. Daher ergaben sich für das Geschäftsjahr 2011 keine Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung durch diesen Unternehmenszusammenschluss. Angaben über Erlöse, Gewinne und Verluste der im Geschäftsjahr 2011 erworbenen Vertriebsgesellschaften unter der Annahme, dass diese Gesellschaften bereits am Anfang der Periode erworben worden wären, lassen sich nicht isoliert treffen, da der Unternehmenszusammenschluss bezüglich der zwei Tranchen der Akquisition nur in wirtschaftlicher Einheit gesehen werden kann. Darüber hinaus ergab sich ein weiterer wesentlicher Unternehmenszusammenschluss nach dem Bilanzstichtag im Rahmen des Erwerbs des Generika-Geschäfts inklusive der entsprechenden Vertriebsstrukturen der Spirig Pharma AG, eines Schweizer Pharmaunternehmens mit Sitz in Egerkingen, Kanton Solothurn. Der zu Grunde liegende Vertrag zwischen der STADA Arzneimittel AG und den Anteilseignern der Spirig Pharma AG wurde am 09.11.2011 unterzeichnet. STADA konsolidiert das Generika-Geschäft der Spirig Pharma AG rückwirkend zum 01.01.2012. Der Kaufpreis für dieses Generika-Geschäft beträgt insgesamt ca. 97 Mio. CHF (ca. 78 Mio. €) und umfasst auch das Recht, die erworbenen Produkte weiterhin unter der Dachmarke Spirig zu vertreiben. Das akquirierte Portfolio umfasst 56 verschreibungspflichtige (RX) und 15 verschreibungsfreie (OTC) bzw. verschreibungsfähige (OTX) Produkte. Derzeit geht STADA von einer Aufdeckung eines Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von ca. 33% bezogen auf den Kaufpreis aus. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert dabei im Wesentlichen aus dem Markteintritt in den Schweizer Generika-Markt. 9. RechnungslegungsmethodenDer Konzernabschluss von STADA basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Grundlage hierfür bilden die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die im Folgenden näher erläutert werden. Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Lieferung erfolgt bzw. die Dienstleistung erbracht ist. Voraussetzung hierfür ist, dass mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein quantifizierbarer wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und dass die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum auf den Käufer übertragen wurden. Darüber hinaus müssen die eigenen angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Die Umsatzerlöse werden vor Steuern und nach Abzug von Erlösschmälerungen (Rabatten oder Skonti) zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung werden auf Basis von geschätzten Beträgen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen hinsichtlich Inanspruchnahmen in der Vergangenheit, wobei der geschätzte Aufwand aus der Rückstellungsbildung prozentual zum Umsatz ermittelt wird. Rabatte an Krankenkassen werden auf Grundlage des jeweils geltenden Vertrags ebenfalls umsatzmindernd erfasst. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen werden in der Regel in derselben Periode bilanziert. Aufwendungen zur Bildung von Abgrenzungen für künftige Erlösschmälerungen werden daher in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt ist. Herstellungskosten beinhalten die Kosten der umgesetzten Produkte sowie die Einstandskosten der verkauften oder kostenlos abgegebenen Handelswaren. Die Erfassung des Aufwands erfolgt dabei in der Periode, in der die zugehörigen Erträge realisiert werden. Des Weiteren beinhalten die Herstellungskosten die den Handelswaren direkt zurechenbaren Kosten (z.B. Material- und Personalaufwand), Gemeinkosten (z.B. Abschreibungen auf Produktionsanlagen und arzneimittelrechtliche Zulassungen und Lizenzen) sowie Wertberichtigungen von Überbeständen bzw. nicht mehr gängigen Vorräten. Forschungskosten sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Forschungstätigkeit eines Unternehmens stehen, die darauf zielt, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu liefern. STADA konzentriert das Produkt-Portfolio des Konzerns unverändert auf Produkte, die ohne eigene Forschung zugänglich sind. Im Geschäftsjahr 2011 fielen somit wie in den Vorjahren keine Forschungskosten an. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse zunächst technisch im Rahmen der Produktion und der Produktionsverfahren und schließlich kommerziell umzusetzen. In der Regel besteht das Ziel eines Entwicklungsprozesses bei STADA in der Erlangung einer nationalen bzw. multinationalen arzneimittelrechtlichen Zulassung. Entwicklungskosten neuer selbst geschaffener arzneimittelrechtlicher Zulassungen führen dann zu der Aktivierung als immaterieller Vermögenswert, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Komponente der finanziellen Erträge ausgewiesen. Dabei werden Zinserträge ebenso wie Zinsaufwendungen bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten auf Basis des Effektivzinssatzes erfasst. Von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erhaltene Dividenden werden innerhalb des Beteiligungsergebnisses ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung. Die Ertragsteuern beinhalten die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern. Die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten umfassen Ansprüche bzw. Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern aus dem Geschäftsjahr 2011 sowie ggf. aus Vorjahren. Die Berechnung der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze der Länder, in denen das zu versteuernde Einkommen erwirtschaftet wird. Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn entsteht, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet. STADA ermittelt die latenten Steuern auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze. Eine Saldierung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten wird vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Der Ausweis des Steueraufwands der Periode erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern nicht die Wertänderungen betroffen sind, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. Sofern sich Änderungen des Steuersatzes mit Auswirkungen auf die latenten Steuern ergeben, werden die daraus resultierenden Effekte in der Periode ihres Entstehens erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen ("impairment-only approach"). Hierfür erfolgt eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash-generating units"), wobei eine "cash-generating unit" den jeweiligen operativen Segmenten innerhalb eines Landes bzw. einer Gesellschaft entspricht. Dabei beziehen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte in der Regel auf die beiden Kernsegmente Generika und Marken. STADA nimmt für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests eine Prüfung auf Wertminderung vor. Darüber hinaus werden zusätzlich Überprüfungen durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit umfasst dabei die Buchwerte aller der Bewertungseinheit zugerechneten Vermögenswerte und Schulden einschließlich des zu testenden Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert, ergibt sich daraus eine Wertminderung. Dabei ist der erzielbare Betrag grundsätzlich der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, sofern ermittelbar, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Zu den wesentlichen Annahmen, die zur Ermittlung des Nutzungswerts herangezogen werden, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen, Investitionen, Diskontierungszinssatz sowie Wachstumsrate. Diese Annahmen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend den jeweiligen nationalen Gegebenheiten individuell getroffen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. sich in dem beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. Bei arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Markenzeichen, Lizenzen, Dossiers mit Daten für arzneimittelrechtliche Zulassungen bzw. zur Vorbereitung von arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Software, Konzessionen, Schutzrechten und dazu ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei und 20 Jahren. Soweit zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Vermögenswerte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts neu ermittelt und Wertminderungen entsprechend der Differenz zum Buchwert erfasst. Beim Wegfall der Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben. Im Rahmen von jährlichen Werthaltigkeitstests und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag dieser Vermögenswerte mit deren Buchwert verglichen und, sofern erforderlich, eine Wertminderung erfasst. Bei STADA betrifft dies die im Zuge der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm, die im Rahmen des Werthaltigkeitstests des Geschäfts- oder Firmenwerts der Hemofarm-Gruppe auf Wertminderungsbedarf geprüft wird. Auch immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden grundsätzlich jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgt in jeder Berichtsperiode eine Prüfung, ob die Gründe für den Ansatz einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin bestehen. Die Aktivierung von internen Entwicklungskosten erfolgt entsprechend den Kriterien des IAS 38. Dabei umfassen die aktivierten Entwicklungskosten im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen und die unmittelbar zuzuordnenden Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. Wertminderungen zuzüglich Zuschreibungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert zur Verfügung steht und sich demnach in betriebsbereitem Zustand befindet. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert. Die Aktivierung setzt voraus, dass ein künftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss stattfindet und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 50 Jahre, bei technischen Anlagen acht bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 14 Jahre. Der Komponentenansatz, nach dem jeder wesentliche Bestandteil einer Sachanlage bei unterschiedlichen Nutzungsdauern getrennt abgeschrieben werden muss, kommt bei STADA mangels Relevanz nicht zur Anwendung. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei Anschaffungen in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung beeinflussen nachträgliche Kursänderungen nicht den Bilanzansatz zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den jeweiligen Buchwerten ermittelt und saldiert in den Positionen "Sonstige Erträge" oder "Andere Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen liegen vor, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts geringer ist als dessen Buchwert. STADA prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte hierfür vorliegen. Ist dies der Fall, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird neben der anlassbezogenen Untersuchung jährlich ein Werthaltigkeitstest vorgenommen. Dieser erfolgt im ersten Schritt auf Basis einer Amortisationsrechnung (Payback-Methode). Bei Überschreitung definierter kritischer Werte erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Als erzielbarer Betrag wird der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert definiert, wobei der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dabei werden die zukünftigen Cashflows der immateriellen Vermögenswerte mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert, der individuell für verschiedene Ländergruppen anhand spezifischer Parameter ermittelt wird. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Position "Andere Aufwendungen" ausgewiesen. Soweit die Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Ausweis der Erträge aus Zuschreibungen erfolgt unter der Position "Sonstige Erträge". Leasingverhältnisse werden abhängig vom Verbleib der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber oder beim Leasingnehmer als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Beim Operating-Leasing erfolgt kein Ansatz des Leasinggegenstands in der Bilanz des Leasingnehmers. STADA erfasst die hierfür geleisteten Leasingzahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zum Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer oder kürzeren Vertragslaufzeit abgeschrieben. Als Leasingverbindlichkeit wird ein Betrag passiviert, der im Zugangszeitpunkt dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht und der in den Folgeperioden effektivzinskonstant getilgt und fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus wird bei Sale-and-leaseback-Geschäften, die ein Finanzierungsleasing darstellen, der Überschuss des Verkaufserlöses über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Gesamtwert der aktivierten Leasinggegenstände ist, gemessen an der Summe des gesamten Anlagevermögens, für STADA von untergeordneter Bedeutung. In den Finanzanlagen weist STADA Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Beteiligungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere aus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen werden dabei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt für die Bewertung dieser Anteile verfügbar sind und der beizulegende Zeitwert daher nicht verlässlich bestimmt werden kann, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beim Vorliegen von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden diese im Rahmen eines Werthaltigkeitstests gemäß IAS 39 quantifiziert und ergebniswirksam erfasst. Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich im Prozess der Herstellung für einen Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse und Waren) und die im Rahmen der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, sondern in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Als Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Vertrieb definiert. Finanzielle Vermögenswerte können gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Kredite und Forderungen ("loans and receivables"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("at fair value through profit or loss"), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available-for-sale") und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ("held-to-maturity"). Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IAS 39 vorgenommen. Danach erfolgt der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Zusätzlich sind bei den in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Für die Folgebewertung gelten unterschiedliche Bewertungsregeln entsprechend den jeweiligen Kategorien finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, für die keine Notierung auf einem aktiven Markt besteht. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet, soweit sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind. STADA weist Kredite und Forderungen unter den Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" aus. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte weist STADA Forderungen aus Derivaten aus, die ggf. auch in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Vermögenswerte dieser Kategorie werden grundsätzlich in den kurzfristigen Vermögenswerten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sofern die Vermögenswerte nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wird die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand von geeigneten Bewertungsmodellen vorgenommen. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung ergebniswirksam erfasst. In den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen werden nicht derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit erfasst, die STADA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. STADA weist diese Vermögenswerte in den Finanzanlagen unter dem Posten "Sonstige Finanzanlagen" aus. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht derivative Vermögenswerte, die keiner der zuvor aufgeführten Kategorien zugeordnet wurden. Insbesondere umfassen diese neben den in den Finanzanlagen enthaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen Eigenkapitaltitel in Form von Aktien, die unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" erfasst werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgsneutral in der Rücklage available-for-sale im Eigenkapital ausgewiesen werden. Eine ergebniswirksame Umgliederung dieser Bewertungsergebnisse wird bei Verkauf vorgenommen oder wenn eine Wertberichtigung der Vermögenswerte erfolgt. Hierfür müssen objektive Hinweise auf einen wesentlichen oder anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten vorliegen. In der Regel kann bezüglich des beizulegenden Zeitwerts auf notierte Marktpreise zurückgegriffen werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden in Form von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen für konkrete Ausfälle und erwartete Ausfallrisiken, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren, vorgenommen. Zur Quantifizierung der erwarteten Ausfallrisiken ermittelt STADA die erwarteten künftigen Cashflows der Forderungen, die nach den jeweiligen Debitoren gruppiert werden. Hierfür werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungswerte in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen berücksichtigt. Zusätzlich ist für die deutschen Konzerngesellschaften eine Warenkreditversicherung zu berücksichtigen, die im Fall eines Zahlungsausfalls einen Teil des Verlusts abdeckt. Der so ermittelte Wertminderungsbedarf verringert den Buchwert der Vermögenswerte durch den Ansatz eines Wertminderungskontos. Der Verlust wird ergebniswirksam unter dem Posten "Andere Aufwendungen" erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf bereits ausgebuchte Forderungen werden saldiert mit den Aufwendungen dargestellt. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft statt durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll und der Verkauf als höchstwahrscheinlich gilt. Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt ausgewiesen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bilden den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7. Sonstige Vermögenswerte, denen keine vertraglichen Ansprüche zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten Andere Vermögenswerte ausgewiesen. STADA unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungssysteme ("Defined Benefit Pension Plans"), nach denen der Betrag an Pensionsleistungen von der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Beschäftigten und ihrer Dienstzeiten abhängig ist. Für eine kleine Anzahl von ehemaligen Beschäftigten verfügt STADA in Deutschland über ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung. Darüber hinaus besteht in zwei ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen in Form von Schuldverschreibungen staatlicher Emittenten und Wertpapierfonds. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method"). Danach entspricht der in der Bilanz angesetzte Betrag der Pensionsrückstellungen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens angepasst um den nicht erfolgswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Hierfür werden neben verdienten Renten und Anwartschaften auch künftige Gehalts- und Rentensteigerungen in die Berechnung einbezogen. Für die deutschen Konzernunternehmen werden die Pensionsverpflichtungen auf Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck-Richttafel 2005G bewertet. Im Ausland kommen landesspezifische Richttafeln zur Anwendung. Die künftigen Pensionsleistungen hängen von den individuellen Versorgungszusagen ab. Zum Teil sind darin unterschiedliche Prozentsätze der Versorgung genannt. Der für die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen herangezogene Zinssatz orientiert sich an erstrangigen festverzinslichen Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums. STADA erfasst versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen sowie Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral in der Gewinnrücklage im Eigenkapital. Die entsprechenden Beträge sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Erträge aus dem Planvermögens werden als Zinsertrag ausgewiesen. Der laufende Dienstzeitaufwand wird in den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird nur bei unverfallbaren Anwartschaften sofort erfolgswirksam erfasst und ansonsten linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam vereinnahmt. Darüber hinaus gewähren einzelne Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Versorgungszusagen ("Defined Contribution Plans"). Hierbei entrichten die Konzerngesellschaften auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis festgelegte Beiträge an eigenständige Versorgungsträger, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Die für beitragsorientierte Pläne zu zahlenden Beiträge sind als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen erfasst. Die anderen langfristigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sowie sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von einmaligen Zahlungen an Arbeitnehmer bei ihrem Ausscheiden. Jubiläumsrückstellungen werden nach den Grundsätzen des IAS 19 für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bilanziert. Eine erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten erfolgt im Gegensatz zu den Pensionsrückstellungen nicht. Etwaige derartige Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst und in den sonstigen Erträgen bzw. den anderen Aufwendungen ausgewiesen. In einigen Ländern werden an Stelle von Pensionen von den Unternehmen Leistungen an Arbeitnehmer bei deren Ausscheiden gewährt. Diese werden als sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Übereinstimmung mit IAS 19 nach den gleichen Grundsätzen wie Pensionsrückstellungen bilanziert. Sonstige Rückstellungen werden von STADA gebildet, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, der verlässlich ermittelt werden kann. Ein Vermögensabfluss gilt als wahrscheinlich, wenn mehr Gründe dafür als dagegen sprechen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu einem Betrag, der unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Ausgaben darstellt. Ggf. bestehende Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten zugeordnet. Sofern sich auf Grund geänderter Schätzungen ein reduzierter Verpflichtungsumfang ergibt, werden die sonstigen Rückstellungen anteilig aufgelöst und erfolgswirksam in dem Posten erfasst, in dem der ursprüngliche Aufwand gebucht wurde. STADA weist alle sonstigen Rückstellungen als kurzfristige Verbindlichkeiten aus, da mit einem voraussichtlichen Erfüllungstag innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag gerechnet wird. Eine Abzinsung der passivierten Beträge wird daher nicht vorgenommen. Verpflichtungen aus ausstehenden Kostenrechnungen, gegenüber Personal und Steuerbehörden sowie sonstige Verpflichtungen werden nicht als Rückstellung, sondern unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In Abgrenzung zu den Rückstellungen bestehen Eventualverbindlichkeiten bei möglichen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch erst durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer Ereignisse in der Zukunft manifest werden, die nicht unter der Kontrolle von STADA stehen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten auch bei gegenwärtigen Verpflichtungen, bei denen der damit verbundene Ressourcenabfluss jedoch nicht als wahrscheinlich angesehen wird bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend geschätzt werden kann. Gemäß IAS 37 erfolgt kein Ansatz solcher Eventualverbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Für in der Folge weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden Transaktionskosten in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Dies betrifft die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und gemäß IAS 39 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit or loss") zugeordnet werden. STADA weist diese Verbindlichkeiten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" als kurzfristige Verbindlichkeiten aus. Hierin sind auch die derivativen Finanzinstrumente enthalten, die zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken dienen und gemäß den Vorschriften des IAS 39 zum Hedge-Accounting ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Sofern keine Marktpreise vorliegen, kommen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle auf Basis von Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung. Derivative Finanzinstrumente liegen bei STADA im Rahmen von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten sowie im Rahmen von derivativen Sicherungsinstrumenten vor. Der Ausweis erfolgt in beiden Fällen, abhängig von einem positiven bzw. negativen Marktwert der Derivate, unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (vgl. Rechnungslegungsmethoden zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten). Als derivative Sicherungsinstrumente können grundsätzlich Cashflow-Hedges, Fair-Value-Hedges und Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit im Rahmen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 bilanziert werden. Bei STADA dienen Cashflow-Hedges der Absicherung gegen Schwankungen von Zahlungsströmen aus bilanzierten Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente werden in Höhe des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen von Fair-Value-Hedges wird das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts von bilanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bzw. festen außerbilanziellen Verpflichtungen abgesichert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Sicherungsgeschäfte werden wie auch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern die Voraussetzungen für das Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind, erfolgt die Anpassung des Buchwerts der vormals gesicherten Grundgeschäfte über deren Restlaufzeit. Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit ("Hedge of a net investment in a foreign operation") werden nach den gleichen Bewertungsmethoden wie für Cashflow-Hedges behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen als Voraussetzung für eine Bilanzierung im Rahmen von Hedge-Accounting gemäß IAS 39 wird von STADA regelmäßig überprüft. Eine Sicherungsbeziehung gilt grundsätzlich als effektiv, wenn Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten, bewertet STADA zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, hat STADA bislang keinen Gebrauch gemacht. Sonstige Verbindlichkeiten, denen keine vertraglichen Verpflichtungen zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten Andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. 10. Schätzungen, Annahmen und Ermessen bei der Anwendung von RechnungslegungsgrundsätzenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft STADA Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Im Folgenden sind die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sowie die zugehörigen Annahmen für die betroffenen Bilanzierungssachverhalte aufgeführt. Im Rahmen von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben ergibt sich der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem gemäß IFRS 3 bewerteten erworbenen Nettovermögen und der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Anteile und des für nicht beherrschende Gesellschafter angesetzten Betrags. Hierbei kommen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, die im Wesentlichen auf Einschätzungen und Annahmen beruhen. STADA führt mindestens jährlich einen Werthaltigkeitstest für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Hierfür sind die abgezinsten zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln, die auf bestimmten Annahmen basieren. So erfordert die Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens die Berechnung eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren auf Basis genehmigter Budgets. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die auf Grund nicht absehbarer zukünftiger rechtlicher Entwicklungen und Entwicklungen im Gesundheitsmarkt mit einer gewissen Unsicherheit behafteten Budgetwerte für zukünftige Geschäftsjahre sowie die weiteren im Rahmen von aktuellen Marktinformationen, aber auch als bestmögliche Schätzung ermittelten Parameter bedingen, dass die Einschätzung der Werthaltigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen und in Folgejahren trotz guter Prognosen im Berichtsjahr ein Wertminderungsbedarf gegeben sein kann. Bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten werden jeweils die erwartete Nutzungsdauer und der damit verbundene Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen und Beurteilungen des Managements bestimmt. Wenn die tatsächliche Nutzungsdauer unter der erwarteten Nutzungsdauer liegt, wird die Höhe der Abschreibung entsprechend angepasst. Im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen des Anlagevermögens werden ferner Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderungen vorgenommen. Insbesondere im Rahmen des Werthaltigkeitstests für noch nicht genutzte Zulassungen, die als geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden, unterliegen die für den Barwerttest herangezogenen Wachstumsraten sowie die langfristige Preis- und Kostenentwicklung der Wirkstoffe bestmöglichen Schätzungen. Dies gilt entsprechend für die Prüfung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer. Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt auf Basis der Einschätzung, ob die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Dabei sind für die Bestimmung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens Planrechnungen notwendig, die naturgemäß Schätzungen unterliegen und daher von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Zukunft ggf. abweichen können. STADA bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwartete Verluste im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu antizipieren. Hierbei werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und historische Erfahrungen bezüglich Forderungsausfällen sowie die Bonität der Kunden als Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen herangezogen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die tatsächlichen Ausbuchungen die erwarteten Wertberichtigungen auf Grund einer signifikanten Verschlechterung der Finanzlage des Kunden übersteigen. Ermessensentscheidungen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen betreffen dabei insbesondere wertgeminderte Forderungen gegenüber Schuldnern in CEE-Ländern. STADA ist in verschiedenen Ländern tätig und in jeder Steuerjurisdiktion jeweils zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Für die Berechnung der Ertragsteuerrückstellungen sowie der latenten Steuern im Konzern sind auf der Basis von Annahmen jeweils die erwartete Ertragsteuer sowie die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten nach IFRS und ihrer steuerrechtlichen Bilanzierung zu ermitteln. Sofern sich in der endgültigen Besteuerung Abweichungen von den angenommenen Werten ergeben, wirkt sich dies entsprechend auf die tatsächlichen und latenten Steuern und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der jeweiligen Periode aus. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer und sonstiger Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise auf aktiven Märkten vorliegen, kommen Bewertungsmodelle auf Basis von am Markt beobachtbaren Inputparametern zur Anwendung. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über so genannte "Forward Rates" ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Die Pensionsverpflichtungen sind bei STADA grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt und werden anhand von versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt. Diesen Verfahren liegen Annahmen bezüglich des Zinssatzes, der Lebenserwartung, künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen und ggf. der erwarteten Erträge aus Planvermögen zu Grunde. Änderungen dieser Annahmen können die künftige Höhe des Pensionsaufwands wesentlich beeinflussen. Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. STADA bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür als dagegen sprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie STADA die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Zudem ist die Ermittlung der Rückstellungen für Schadenersatz mit erheblichen Schätzungen verbunden, die sich auf Grund einer neuen Informationslage ändern können. Gleiches gilt für den Ausweis der Höhe von Eventualschulden. In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgsmindernd berücksichtigt. Hierbei werden geschätzte Werte angesetzt, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen. Dies bedingt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Gewährleistungen von der Schätzung abweichen können und die Umsatzerlöse dementsprechend höher oder niedriger ausfallen würden. Gleiches gilt für die umsatzmindernde Berücksichtigung von gesetzlich vorgeschriebenen und durch sonstige regulatorische Anforderungen bedingten Rabatten (z.B. Krankenkassenrabatte), die auf Basis des jeweils zu Grunde liegenden Vertrags mit einem geschätzten Betrag in Erwartung eines voraussichtlichen Umsatzes erfasst werden. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung11. UmsatzerlöseUmsätze resultieren bei STADA im Wesentlichen aus Produktlieferungen. Zur Erfassung der Umsatzerlöse wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Der Anstieg der Umsatzerlöse in 2011 gegenüber 2010 resultierte im Wesentlichen aus einer guten Umsatzentwicklung in Russland und verschiedenen westeuropäischen Ländern, die die Umsatzrückgänge u.a. in Deutschland und auf den Philippinen überkompensieren konnten. Wechselkursbedingte Effekte und Portfolioveränderungen beeinflussten die Umsätze im Berichtsjahr insgesamt mit 3,2 Mio. €. Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente und Regionen wird auf die Segmentberichterstattung unter Angabe 43. verwiesen. 12. HerstellungskostenIn den Herstellungskosten werden u.a. auch Aufwendungen aus der Abwertung von Vorräten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2011 sind auf Grund von Wertberichtigungen insgesamt Belastungen in Höhe von 33,0 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) in den Herstellungskosten enthalten. Innerhalb der Herstellungskosten werden einmalige Aufwendungen aus Bestandsabwertungen auf Vorräte in Höhe von 3,1 Mio. € ausgewiesen, die STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2011 auf Grund von Restrukturierungen der Vertriebsmodelle in der Tschechischen Republik, der Slowakei sowie in Russland berücksichtigt. Darüber hinaus umfassen die Herstellungskosten auch alle Logistikkosten, die bis zur Fertigstellung des Endprodukts anfielen. Die in den Herstellungskosten insgesamt enthaltenen Sachaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 726,9 Mio. € (Vorjahr: 702,9 Mio. €). In den Herstellungskosten waren im Berichtsjahr zudem Abschreibungen in Höhe von insgesamt 60,4 Mio. € (Vorjahr: 59,6 Mio. €) enthalten. Davon entfielen 49,2 Mio. € (Vorjahr: 46,1 Mio. €) auf planmäßige Abschreibungen für solche immateriellen Vermögenswerte, deren Besitz eine notwendige Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte darstellt (insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen). 13. VertriebskostenDie Vertriebskosten beinhalten neben den Kosten für die Vertriebsabteilungen und den Außendienst auch die Kosten für Werbung und Marketingmaßnahmen einschließlich Ärztemustern. Ebenfalls enthalten sind alle Logistikkosten, die für fertiggestellte Endprodukte anfallen. Nicht enthalten sind Rabatte, die - soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einem nationalen Markt möglich ist - in Form kostenloser Verkaufspackungen gewährt werden, so genannte Naturalrabatte. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Teil der Herstellungskosten ausgewiesen. Im Berichtsjahr entsprachen Marketingaufwendungen in Höhe von 127,0 Mio. € (Vorjahr: 115,7 Mio. €) einem Anteil von 33% (Vorjahr: 31%) an den Vertriebskosten. Ferner enthielten die Vertriebskosten Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). 14. Allgemeine VerwaltungskostenIn den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leistungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit diese nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind. Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalteten in 2011 Abschreibungen in Höhe von 8,0 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €). Insgesamt stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr um 14,7 Mio. €. 15. Forschungs- und EntwicklungskostenZur Zusammensetzung der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. € ab. Die Reduzierung basiert im Wesentlichen auf den im Vorjahr in dieser Position ausgewiesenen Aufwendungen aus der Einstellung der Forschungsaktivitäten für monoklonale Antikörper in Höhe von 5,4 Mio. € vor Steuern, die STADA als Sondereffekt ausgewiesen hatte. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten Abschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €). Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 12,3 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €) aktiviert (vgl. Erläuterungen zum Posten "Immaterielle Vermögenswerte"). 16. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge untergliedern sich in die folgenden Sachverhalte: scroll
Die sonstigen Erträge beinhalteten im Geschäftsjahr 2011 u.a. Erträge aus Sondereffekten. Dabei handelte es sich um Erträge aus Zuschreibungen sowie teilweise um Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Produkts der deutschen Vertriebsgesellschaft cell pharm. Die übrigen sonstigen Erträge beinhalten u.a. Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Schadensersatzansprüchen sowie andere nicht den Funktionskosten unmittelbar zurechenbare Erträge, die sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammensetzen. 17. Andere AufwendungenDie Aufteilung der anderen Aufwendungen ergibt sich wie folgt: scroll
In den Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen, die saldiert mit den korrespondierenden Erträgen aus deren Auflösung ausgewiesen wurden, sind Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen auf Grund eines gestiegenen Ausfallrisikos in Höhe von 94,7 Mio. € (Vorjahr: 23,2 Mio. €) enthalten, die von STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2011 klassifiziert wurden. In den anderen Aufwendungen sind Wertminderungen in Höhe von 29,0 Mio. € (Vorjahr: 25,8 Mio. €) enthalten, davon 1,9 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Geschäftsjahr 2011 die Croma Medic, Inc. betrafen. Die Wertminderungen wurden von STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2011 betrachtet. Darüber hinaus enthielt diese Position im Berichtsjahr Kursaufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. €. Im Vorjahr hatten sich saldierte Kurserträge in Höhe von 10,0 Mio. € ergeben, die von STADA unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen worden waren. Die Saldierung aus den Erträgen bzw. den Verlusten aus Abgängen des Anlagevermögens ergeben für das Berichtsjahr einen Ertragsausweis in Höhe von 1,0 Mio. € (im Vorjahr führte die Saldierung zu einem Verlust in Höhe von 0,5 Mio. €). Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) ausgewiesen, von denen 4,5 Mio. € Sondereffekte des Geschäftsjahres 2011 auf Grund von außerplanmäßigen personellen Veränderungen innerhalb des STADA-Konzerns betreffen. 18. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future"Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future", welche seit dem Geschäftsjahr 2010 als Sondereffekte sowie gesondert in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 4,6 Mio. € (Vorjahr: 16,2 Mio. €). 19. FinanzergebnisDas Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betrifft die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Pymepharco Joint Stock Company, Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS. Im Beteiligungsergebnis werden hauptsächlich Gewinnausschüttungen von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Die finanziellen Erträge und finanziellen Aufwendungen setzen sich aus dem Zinsergebnis und den sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen zusammen. Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt: scroll
Im Zinsaufwand war ein Betrag in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) enthalten, der aus der Umgliederung von der Rücklage Cash-flow-Hedges resultiert. Darüber hinaus waren im Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2011 Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2011 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,3% p.a. und 20,3% p.a. (Vorjahr: zwischen 1,0% p.a. und 19,2% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2011 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 4,6% p.a. (Vorjahr: ca. 5,1% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 6,4% p.a. (Vorjahr: ca. 7,0% p.a.). Zinszahlungen, die aus den von STADA als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps resultieren, werden für jeden Swapkontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag als Zinsertrag oder -aufwand in der Bewertungskategorie des dazugehörigen Grundgeschäfts erfasst. Für den Berichtszeitraum betrifft dies ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögensgegenständen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Hierfür wurde ein Finanzierungskostensatz von 4,3% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 3,8%) bzw. 5,1% für Sachanlagen (Vorjahr: 3,6%) zu Grunde gelegt. Die sonstigen finanziellen Erträge und sonstigen finanziellen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen scroll
Die Erträge aus der Bewertung und die Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzinstrumenten resultierten im Berichtszeitraum ausschließlich aus den als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Zinsswaps. Es ergab sich eine saldierte Ertragsentlastung in Höhe von 1,2 Mio. € vor bzw. 0,9 Mio. € nach Steuern. Im Vorjahr ergab sich eine saldierte Ertragsentlastung aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 0,3 Mio. € vor bzw. 0,2 Mio. € nach Steuern. Die Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte ist abhängig von der Kapitalmarktzinsentwicklung. 20. ErtragsteuernDie tatsächlichen Ertragsteuern in der Gewinn- und Verlustrechnung entfallen wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Steuern sind, sofern sie den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung oder Forschung und Entwicklung nicht sinnvoll zugeordnet werden konnten, in den anderen Aufwendungen enthalten. Die tatsächlichen Ertragsteuern untergliedern sich gemäß ihrem zeitlichen Bezug wie folgt: scroll
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Ertragsteuersatz belief sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 67,8%, wobei für Deutschland die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhobene Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbeertragsteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 320% enthalten sind. Im Vorjahr betrug der Ertragsteuersatz 37,1%. Die nachfolgende Übersicht erläutert die Ermittlung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwands als Ableitung von dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des gewichteten erwarteten Konzerndurchschnittssteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern und berücksichtigt für alle in- und ausländischen Gesellschaften die jeweils anzuwendenden landes- und rechtsformabhängigen Steuersätze. scroll
Die in der Bilanz erfassten tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern entwickelten sich wie folgt: scroll
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Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen und Verlustvorträgen: scroll
Die bei STADA ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten u.a. aus latenten Steuern im Zusammenhang mit durchgeführten Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3. Unter der Position "Latente Steuern aus Verlustvorträgen" werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ausgewiesen. Die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt nur dann, wenn ihre künftige Nutzung höchst wahrscheinlich ist. Die zum Stichtag 31.12.2011 der Aktivierung zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 8,9 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €). Der nach deutschem Steuerrecht beschränkte Betriebsausgabenabzug für Zinsen (so genannte Zinsschranke) führte in 2011 zu einem steuerlich nicht abzugsfähigen Nettozinsaufwand in Höhe von 20,1 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €). Hierfür konnten keine latenten Steuern angesetzt werden, so dass dies zu einer entsprechenden steuerlichen Mehrbelastung von 4,9 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) führte. Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren wurden die gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern um insgesamt 1,6 Mio. € reduziert. Die zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge sind in der nachfolgenden Tabelle nach ihrem Verfallsdatum aufgeführt: scroll
Für die folgenden Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine latenten Steuern gebildet, da für diese in absehbarer Zeit keine Realisierung wahrscheinlich ist: scroll
21. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallender Gewinnscroll
Anteile durch nicht beherrschende Gesellschafter werden innerhalb der serbischen Hemofarm-Gruppe sowie an der Tochtergesellschaft STADA Asiatic gehalten. Der Konzerngewinn der nicht beherrschenden Gesellschafter betrifft somit die auf diese Minderheitsbeteiligungen entfallenden Anteile am Konzerngewinn. 22. Ergebnis je AktieDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie ergeben sich wie folgt: scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallenden angepassten Konzerngewinns durch die zeitlich gewichtete durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. scroll
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie folgt grundsätzlich dem Berechnungsschema für das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Der Effekt aus noch ausstehenden Aktienoptionen wird auf Basis des durchschnittlichen Aktienkurses des Geschäftsjahres zusätzlich bereinigt. Dies erfolgt unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Aktienoptionen ausgeübt werden. Details zu den aktuell gültigen Eigenkapitalinstrumenten sind in den Erläuterungen zum Eigenkapital enthalten. 23. Anzahl der Mitarbeiter und PersonalaufwandDie durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von STADA entwickelte sich wie folgt: scroll
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag im Berichtsjahr mit 7.826 (Vorjahr: 8.080) unter dem Niveau des Vorjahres. Zum Bilanzstichtag betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STADA-Konzerns in 2011 insgesamt 7.900 (Vorjahr: 8.024). Bei den anteilsmäßig in den Konzern einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen waren in 2011 durchschnittlich 684 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vorjahr: 649) beschäftigt. Der Personalaufwand, der in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche entsprechend seiner sachlichen Zugehörigkeit enthalten ist, nahm im Geschäftsjahr 2011 auf 272,2 Mio. € (Vorjahr: 268,6 Mio. €) zu. Dabei sind in dieser Summe Abfindungen für die von den Personaleinsparungen im Rahmen des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" betroffenen Beschäftigten in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. € (Vorjahr: 8,3 Mio. €) enthalten. 24. Planmäßige Abschreibungen und WertminderungenPlanmäßige Abschreibungen und Wertminderungen sind entsprechend ihrer sachlichen Zugehörigkeit in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche enthalten und entfallen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wie folgt: scroll
Bei den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte handelt es sich um eine Vielzahl von arzneimittelrechtlichen Zulassungen und Markenzeichen. Die im Geschäftsjahr 2011 ausgewiesenen Wertminderungen für Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen ausschließlich die philippinische Tochtergesellschaft Croma Medic, Inc. Die Wertminderungen auf Finanzanlagen beziehen sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die wertberichtigten Beteiligungsbuchwerte der beiden serbischen Pharma-Großhandlungen Velefarm A.D. und Vetfarm A.D. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um ca. 2,8%. Weitere Erläuterungen zu planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Ausführungen zum Anlagevermögen enthalten. Angaben zur Konzern-Bilanz25. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: scroll
In den immateriellen Vermögenswerten war im Berichtsjahr Software in Höhe von 8,0 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €) enthalten, die im Rahmen eines im Geschäftsjahr 2009 durchgeführten Sale-and-leaseback-Geschäfts gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen wird. Zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrags besteht für diese Software eine Kaufoption zum Restwert. Die in 2006 im Rahmen der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm ist als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer in den aktivierten Markenzeichen enthalten, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2011 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 54,3 Mio. € (Vorjahr: 54,6 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahreswert ergibt sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Die in 2011 für immaterielle Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, betrugen 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,05 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 4,3% (Vorjahr: 3,8%). Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 12,8 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen sowie unmittelbar zuzuordnende Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort in der Periode als Aufwand, in der sie angefallen sind (vgl. Angabe 15.). Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich diese Entwicklungskosten auf 50,4 Mio. € (Vorjahr: 54,9 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen hauptsächlich arzneimittelrechtliche Zulassungen sowie Markenzeichen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst. Dabei handelte es sich im Berichtsjahr um einen Betrag in Höhe von 49,2 Mio. € (Vorjahr: 46,1 Mio. €). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 24,3 Mio. € vorgenommen. Details zu der Veränderung des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis (vgl. Angabe 5.) enthalten. Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt: scroll
Für die immateriellen Vermögenswerte wird in den kommenden fünf Jahren mit dem folgenden Abschreibungsaufwand gerechnet: scroll
Die nachfolgende Tabelle stellt dar, auf welche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen: scroll
Im Vorjahr entfielen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt: scroll
Als zahlungsmittelgenerierende Einheit definiert STADA gemäß der strategischen Planung und Steuerung des Konzerns die jeweiligen operativen Segmente innerhalb eines Landes bzw. einer Gesellschaft. Die Geschäfts- oder Firmenwerte der MAKIZ-Gruppe und der OAO Nizhpharm, beide Russland, sind bezogen auf das jeweilige operative Segment auf Grund ihrer strukturellen Vernetzung als eine zahlungsmittelgenerierende Einheit zusammengefasst. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich bei den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte folgende wesentliche Veränderungen:
Die in Serbien vorgenommenen umfangreichen Wertberichtigungen gaben Anlass, die den Segmenten Generika und Marken zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte der Hemofarm-Gruppe unterjährig auf Werthaltigkeit zu prüfen. Im Rahmen der entsprechenden Werthaltigkeitstests ergab sich zum 30.09.2011 auf der Basis aktualisierter Umsatz- und Cashflow-Prognosen des lokalen serbischen Managements kein Wertminderungsbedarf bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Generika und Marken des Teilkonzerns Hemofarm. Diese Prognosen berücksichtigen die zum 30.09.2011 bereits beschlossene Umstellung des Distributionsmodells der Hemofarm-Gruppe auf einen weitgehenden Direktvertrieb im serbischen Heimatmarkt. Das vorranginge Ziel dieser Maßnahme besteht in der direkten Lieferung und Rechnungsstellung an staatliche und private Apotheken, mit der eine deutliche Reduzierung der Forderungslaufzeiten und der Ausfallrisiken verbunden wird. Schätzunsicherheiten ergeben sich naturgemäß aus den geplanten Umsätzen und den Forderungslaufzeiten. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wurden aber die derzeit beobachtbaren Forderungslaufzeiten verwendet. Die künftigen Umsatz- und Cashflow-Annahmen der Hemofarm-Gruppe beziehen sich dabei auch auf eine stärkere Fokussierung auf erstattungsfreie Produkte, die nicht einer Regulierung durch die staatliche Krankenversicherung unterliegen. Der für die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte der Hemofarm-Gruppe verwendete Diskontierungszinssatz (WACC) reduzierte sich im Geschäftsjahr 2011 von 18,4% auf 14,4%, u.a. bedingt durch die Verwendung einer langfristig prognostizierten Inflationsrate. Gegenläufig reduzierte sich die Wachstumsrate der Fortschreibungsphase entsprechend. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter: scroll
Die Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die Veränderungen der Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr resultieren aus der Annahme geringerer Inflationsraten. Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Wären bspw. die zu Grunde gelegten Diskontierungszinssätze um 1,0 Prozentpunkte höher bzw. niedriger gewesen, hätten sich zum 31.12.2011 um 26,8 Mio. € höhere bzw. 0,4 Mio. € niedrigere Wertminderungen ergeben. Eine Erhöhung bzw. Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte hätte zum 31.12.2011 zu einer um 0,4 Mio. € niedrigeren bzw. 0,8 Mio. € höheren Wertminderung geführt. 26. SachanlagenDie Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt: scroll
In den Sachanlagen waren im Berichtsjahr Kraft- und Personenfahrzeuge aus Finanzierungsleasing in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) enthalten, die gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlung angesetzt und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden. Die in 2011 für Sachanlagen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug 5,1% (Vorjahr: 3,6%). Im Vorjahr entwickelten sich die Sachanlagen wie folgt: scroll
27. FinanzanlagenDie Finanzanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 folgendermaßen: scroll
Im Vorjahr entwickelten sich die Finanzanlagen wie folgt: scroll
Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels der Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Eine Veräußerungsabsicht besteht hierfür derzeit nicht. In den sonstigen Finanzanlagen sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ausgewiesen. 28. Anteile an assoziierten UnternehmenDer Ausweis betrifft die Bilanzierung der Anteile an den assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und Pymepharco Joint Stock Company sowie erstmals im Geschäftsjahr 2011 auch der Anteile an den assoziierten Unternehmen Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS nach der Equity-Methode. Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die Erhöhung des Beteiligungsanteils an assoziierten Unternehmen betraf im Geschäftsjahr 2011 mit 15,1 Mio. € die Aufstockung der Anteile an der Pymepharco Joint Stock Company sowie mit 1,4 Mio. € die erworbenen Anteile an der Pharm Ortho Pedic SAS sowie der AELIA SAS. 29. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Vom Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 35,8 Mio. € (Vorjahr: 44,0 Mio. €) nach einem Jahr fällig. Diese sind wie im Vorjahr im Wesentlichen auf einen im 3. Quartal 2010 eingeleiteten Restrukturierungsplan in Serbien zurückzuführen, im Rahmen dessen Forderungen gegenüber einem serbischen Großhändler neu verhandelt worden waren. Diese Forderungen wurden im Geschäftsjahr 2011 vollumfänglich wertberichtigt und der daraus resultierende Aufwand als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2011 ausgewiesen. Nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen waren vom Nettobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2,8 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) nach einem Jahr fällig. Diese resultieren aus Warenlieferungen im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeit. Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Sicherheiten in Form von Hypotheken, Forderungsabtretungen sowie verpfändeten Vorräten vor, die einen Teil des genannten Forderungsbestands abdecken. Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden Überfälligkeiten: scroll
Zum Bilanzstichtag waren keine Anzeichen erkennbar, dass die Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Daher werden die weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als uneingeschränkt werthaltig erachtet. Auch für die überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Hinweise auf eine Wertminderung vor. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich insgesamt wie folgt: scroll
In 2011 resultierte der größte den anderen Aufwendungen zugehörige Sondereffekt aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen im Zusammenhang mit einem gestiegenen Ausfallrisiko. Vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf die serbische Volkswirtschaft, das serbische Gesundheitssystem sowie die Liquidität in den Handelskanälen des Gesundheitsmarkts wurden in diesem Zusammenhang insgesamt Aufwendungen in Höhe von 98,4 Mio. € erfasst. 30. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Darlehensforderungen umfassen im Wesentlichen seitens der STADA Arzneimittel AG an die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG gewährte Kredite. Von dem zur Verfügung gestellten Darlehensrahmen waren zum Bilanzstichtag 23,9 Mio. € (Vorjahr: 31,8 Mio. €) ausgeschöpft. Die im Geschäftsjahr 2011 ausgewiesenen offenen Kaufpreisforderungen resultieren analog zum Vorjahr im Wesentlichen aus einem Teilbetrag der Kaufpreisforderung aus der Veräußerung der Health Vision Enterprise Ltd. im 4. Quartal 2009. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die positiven Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten (vgl. Angabe 47.7.). Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Aktien, die auf Basis von Börsenkursen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind in Höhe von 10,0 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) wertgemindert. Überfälligkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. 31. Andere VermögenswerteDie anderen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Die übrigen Vermögenswerte setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die anderen Vermögenswerte sind in Höhe von 4,4 Mio. € wertgemindert. Im Vorjahr bestanden keine Wertminderungen. 32. VorräteDie Vorräte lassen sich wie folgt untergliedern: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurden bei Vorräten Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 33,0 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) vorgenommen, die von den oben ausgewiesenen Beständen bereits erfolgswirksam abgesetzt wurden. 33. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenBei dem als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswert in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) handelte es sich im Geschäftsjahr 2011 um eine Immobilie einer STADA-Tochtergesellschaft in Serbien, die dem operativen Segment Generika zuzuordnen ist. Im Vorjahr wurde hier ein Grundstück mit Gebäude einer STADA-Tochtergesellschaft in England ausgewiesen, das im Geschäftsjahr 2011 auf Grund von gescheiterten Verkaufsverhandlungen ins Anlagevermögen umgegliedert wurde. 34. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt. In wenigen Ländern unterliegen bestimmte Transaktionen einer besonderen Überwachung im Rahmen der Anforderungen der jeweiligen Nationalbank bzw. geltenden Devisengesetzen. Darüber hinausgehende Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen nicht. Die Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 199,1 Mio. € zum 31.12.2010 auf 320,7 Mio. € zum 31.12.2011 ist im Wesentlichen auf Stichtagseffekte zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. 35. EigenkapitalDas Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 863,9 Mio. € (Vorjahr: 868,5 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 30,9% (Vorjahr: 34,6%). 35.1. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital belief sich zum 31.12.2011 auf 153.312.536 € und ist in 58.966.360 vinkulierte Namensaktien (Vorjahr: 58.876.360) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt und voll eingezahlt. Jede vinkulierte Namensaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die in 2011 erfolgte Erhöhung der Aktienanzahl war auf die Ausübung von 4.500 Optionen aus den STADA-Optionsscheinen 2000/2015 in 2011 zurückzuführen. Die Aktienanzahl stieg dadurch zum 31.12.2011 um 90.000 Stück auf 58.966.360 Stück und das Grundkapital der STADA Arzneimittel AG erhöhte sich um 234.000 € auf 153.312.536 €. Zum 31.12.2011 standen noch 171.193 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 3.423.860 STADA-Stammaktien aus. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital setzten sich zum 31.12.2011 folgendermaßen zusammen: scroll
Gemäß einer auf der Website der Gesellschaft am 10.06.2008 veröffentlichten Erklärung hat der damalige Vorstand beschlossen, die oben aufgeführten Ermächtigungen
jeweils im Hinblick auf den Ausschluss des Bezugsrechts nur mit folgenden Einschränkungen auszunutzen: Der Vorstand wird von diesen Ermächtigungen nur bis zu einem Betrag von insgesamt 20% des zum Zeitpunkt des erstmaligen Wirksamwerdens einer der genannten Ermächtigungen bzw. - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung einer der genannten Ermächtigungen bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen. Die Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Bezugsrechts in Ausübung der genannten Ermächtigung sind auf maximal 30.538.404 €, entsprechend 11.745.540 vinkulierten Namensaktien, beschränkt. 35.2. KapitalrücklageDie Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der STADA Arzneimittel AG. Unterschiede zu der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Kapitalrücklage ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ansatz der in 2003 neu ausgegebenen Aktien der STADA Arzneimittel AG zu deren Marktwert sowie der damit zusammenhängenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden. 35.3. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen ausgewiesen. 35.4. Sonstige RücklagenDie sonstigen Rücklagen umfassen den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht in die Gewinnrücklage eingestellt oder ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind die direkt im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnisse enthalten. Dies betrifft die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Die Rücklage available-for-sale und die Rücklage Cashflow-Hedges enthalten die Ergebnisse aus der Bewertung der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bzw. die aus Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Cashflows resultierenden Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherung, jeweils nach Berücksichtigung latenter Steuern. 35.5. Eigene AnteileDie Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 96.391 eigene Aktien (Vorjahr: 100.706), die entsprechend ihrem rechnerischen Nennbetrag von 2,60 € je Aktie einem Anteil von 0,16% (Vorjahr: 0,17%) am Grundkapital entsprechen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden damit 4.315 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 20,76 € verkauft. 35.6. Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile anderer Gesellschafter an Unternehmen der Hemofarm-Gruppe sowie an der Gesellschaft STADA Asiatic. 36. Sonstige langfristige RückstellungenDie sonstigen langfristigen Rückstellungen betrafen die von STADA zum Bilanzstichtag im In- und Ausland wie folgt gebildeten Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Einmalzahlungen beim Ausscheiden von Arbeitnehmern: scroll
STADA verfügt in Deutschland für einen kleinen Kreis von ehemaligen Beschäftigten über ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung, aus der die Pensionsansprüche dieser Beschäftigten bedient werden. Die Pensionsansprüche aller anderen Beschäftigten werden im Rahmen der ausgewiesenen Pensionsrückstellungen abgedeckt. Darüber hinaus besteht in zwei ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen in Form von Schuldverschreibungen staatlicher Emittenten und Wertpapierfonds. Auf Grund eines Aktivüberhangs dieses Planvermögens erfolgte in 2009 ein Ausweis unter den anderen Vermögenswerten. Im Geschäftsjahr 2010 überstiegen die Pensionsverpflichtungen dieser Gesellschaften das Planvermögen und es erfolgte ein Ausweis in den Pensionsrückstellungen. Die jeweiligen Eröffnungsbilanzwerte des Vorjahres sind in den nachfolgenden Tabellen als Umgliederungen von Vermögenswerten im Geschäftsjahr 2010 dargestellt. Für deutsche Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen wie folgt: scroll
Für ausländische Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen: scroll
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich wie folgt: scroll
Der kumulierte Wert der im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfassten versicherungsmathematischen Verluste belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 14,7 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €). Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften mit Planvermögen wie folgt: scroll
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften ohne Planvermögen wie folgt: scroll
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt 3,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) und setzten sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 2011 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt: scroll
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Die Komponenten des periodischen Pensionsaufwands für deutsche Konzerngesellschaften stellten sich wie folgt dar: scroll
Die Komponenten des periodischen Pensionsaufwands für ausländische Konzerngesellschaften stellten sich wie folgt dar: scroll
Die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens stellte sich zusammenfassend für das Berichtsjahr und die drei vorangegangenen Geschäftsjahre, jeweils zum Bilanzstichtag, wie folgt dar: scroll
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens ergaben sich für das Geschäftsjahr 2011 und die drei vorangegangenen Geschäftsjahre wie folgt: scroll
Für das Geschäftsjahr 2012 werden für Arbeitgeberbeiträge in die leistungsorientierten Pensionspläne Auszahlungen in Höhe von 1,6 Mio. € erwartet. Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen werden, betrugen im Geschäftsjahr 2011 22,0 Mio. €. Die anderen langfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für die anderen langfristigen Rückstellungen sind in Höhe von 0,03 Mio. € ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst und resultieren aus den Rückstellungen für sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von Einmalzahlungen beim Ausscheiden von Arbeitnehmern. Im Vorjahr waren die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vollumfänglich ergebniswirksam, da diese im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2011 aus Jubiläumsrückstellungen resultierten. Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der anderen langfristigen Rückstellungen zu Grunde gelegt: scroll
37. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten untergliedern sich nach ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag wie folgt: scroll
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Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2011 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Finanzverbindlichkeiten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergaben sich die folgenden Cashflows: scroll
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Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurde in der Regel eine Rückzahlung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Fristigkeit unterstellt. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde teilweise eine Prolongation der bestehenden Kreditlinien angenommen. Die variablen Zinszahlungen aus den Schuldscheindarlehen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2011 gefixten Zinssätze ermittelt. Die internen Maßnahmen zur Sicherstellung der für die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten erforderlichen Liquidität sind in den Angaben zum Management des Liquiditätsrisikos (Angabe 47.5.) beschrieben. 38. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 3,3 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) nach einem Jahr fällig. 39. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt: scroll
Die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten betreffen den zum 31.12.2011 noch nicht gezahlten Teilbetrag für die Akquisition der ersten Tranche des Markenprodukt-Portfolios einschließlich der dazugehörigen Vertriebsstrukturen von Grünenthal für die Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betrafen ein Sale-and-leaseback-Geschäft für Software in Höhe von 7,7 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €) sowie weitere Leasingverbindlichkeiten in 2011 für Kraft- und Personenfahrzeuge in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Zinsanteils in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) belaufen sich die in Folgejahren zu zahlenden Leasingraten insgesamt auf 12,0 Mio. € (Vorjahr: 12,8 Mio. €). Die Leasingverbindlichkeiten werden wie folgt fällig: scroll
Des Weiteren wurden in den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten die negativen Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2011 betraf dies unverändert zum Vorjahr Zinsswaps, die teilweise als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden (vgl. Angabe 47.7.), sowie im Geschäftsjahr 2011 darüber hinaus auch Devisenswaps. Im Rahmen der Fälligkeitsanalyse ergaben sich für diese derivativen finanziellen Verbindlichkeiten die folgenden vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten: scroll
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen und werden in Höhe von 141,3 Mio. € (Vorjahr: 89,8 Mio. €) innerhalb eines Jahres, in Höhe von 9,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) nach einem Jahr bis zu fünf Jahren sowie in Höhe von 0,0 Mio. € nach fünf Jahren fällig (Vorjahr: 7,9 Mio. €). Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2011 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und für die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergaben sich die folgenden Cashflows: scroll
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Einbezogen wurden dabei alle von STADA genutzten Finanzinstrumente, die am 31.12.2011 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten in Angabe 46. und Angabe 47.7. enthalten. 40. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen 41. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der kurzfristige Teil der Pensionsrückstellungen, der im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 0,7 Mio. € noch in den sonstigen Rückstellungen enthalten war, wird seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 kumuliert mit dem langfristigen Teil der Pensionsrückstellungen unter den sonstigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen ist in Angabe 36. dargestellt. Die Schadensersatzrückstellungen beinhalten mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten und entwickelten sich wie folgt: scroll
Die Rückstellungen für Gewährleistungen entwickelten sich folgendermaßen: scroll
Sonstige Angaben42. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 169,0 Mio. € (Vorjahr: 194,8 Mio. €). Die Veränderung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 25,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine zahlungswirksame Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 87,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2010 hatte sich eine gegenüber 2011 um 56,5 Mio. € reduzierte zahlungswirksame Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weniger mindernd auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen. Dieser betrug im Berichtsjahr -187,1 Mio. € (Vorjahr: -92,4 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2011 wurden Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 87,9 Mio. € (Vorjahr: 59,1 Mio. €) vorgenommen, hiervon entfielen 57,4 Mio. € (Vorjahr: 26,9 Mio. €) auf wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios. Dabei entfällt die größte Einzelposition mit 34,6 Mio. € auf den Erwerb des britischen Markenprodukts Cetraben® . Mit diesen Investitionen war im Berichtsjahr prinzipiell ein akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum verbunden. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen stiegen im Geschäftsjahr auf 8,0 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €). Die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 in Höhe von 68,5 Mio. € (saldiert mit den übernommenen Zahlungsmitteln) betreffen den zum 31.12.2011 bereits gezahlten Teilbetrag des Kaufpreises für die Akquisition der ersten Tranche des Markenprodukt-Portfolios einschließlich der dazugehörigen Vertriebsgesellschaften für die Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten nach Berücksichtigung erworbener Zahlungsmittel, wobei weitere 82,0 Mio. € erst im Januar 2012 zur Auszahlung kamen. Die Auszahlungen im Vorjahr in Höhe von 3,0 Mio. € resultierten aus abschließenden Kaufpreiszahlungen für den in 2007 erfolgten Erwerb der MAKIZ-Gruppe. Für Investitionen in Anteile an konsolidierten Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 16,5 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) aufgewendet. Diese Position betrifft eine weitere Aufstockung von Anteilen an der Pymepharco Joint Stock Company sowie die im Geschäftsjahr 2011 als assoziierte Unternehmen einbezogenen französischen Gesellschaften Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS. Im Vorjahr war hier die Aufstockung von Anteilen an der Pymepharco Joint Stock Company, die seit dem Geschäftsjahr 2010 als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird, enthalten. Die Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen konsolidierter Unternehmen betrafen im Berichtsjahr im Wesentlichen die erhaltene Zahlung einer Kaufpreisrate aus dem Verkauf des konsolidierten Unternehmens Health Vision Enterprise Ltd. im Geschäftsjahr 2009. Der Vorjahresausweis resultierte aus dem Erhalt der letzten Kaufpreisrate aus dem in 2008 erfolgten Verkauf der Sparte Forum Products. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten waren im Wesentlichen von der Aufnahme neuer Schuldscheindarlehen in Höhe von 400 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 geprägt. Geringere Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr führten im Geschäftsjahr 2011 zu einem insgesamt positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 140,5 Mio. € (Vorjahr: -59,4 Mio. €). Die Auszahlungen aus Dividendenausschüttung betrafen mit 21,7 Mio. € im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2010 gezahlte Dividende an die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG. Die Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung sind das Ergebnis der Ausübung von STADA-Optionsscheinen 2000/2015 (vgl. Angabe 35.1.). Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2011 bedingt durch das hohe Akquisitionsvolumen auf -18,1 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €). Der um wesentliche Sondereinflüsse, Effekte aus wesentlichen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Anteile konsolidierter Unternehmen und wesentliche Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow errechnet sich wie folgt: scroll
43. SegmentberichterstattungDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Die Segmentierung im STADA-Konzern basiert auf vertrieblicher Differenzierung. Damit wird die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten wesentlich durch die vertriebliche Positionierung determiniert. Ändert sich diese für Teile des Produkt-Portfolios, werden die dazugehörigen Umsätze umgegliedert. Grundsätzlich gliedern sich die operativen Segmente von STADA in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie in die Randaktivität Handelsgeschäfte. Bei Generika handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt - in der Regel mit Arzneimittel-Charakter -, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind oder in Kürze ablaufen und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
Bei Markenprodukten handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte in der Regel abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
STADA betreibt Geschäfte bzw. hält Beteiligungen auch außerhalb der Kernsegmente. Diese Aktivitäten haben in der Regel das Ziel, das Konzerngeschäft in den Kernsegmenten zu ergänzen und zu unterstützen. Soweit diese Geschäfte überwiegend Handelscharakter haben, indem sie bspw. eine Großhandelstätigkeit darstellen, werden sie im Segment der Handelsgeschäfte zusammengefasst. Alle weiteren Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte, die den Segmenten nicht direkt zugeordnet werden können, sowie die Eliminierung von Umsatzerlösen zwischen Segmenten werden unter der Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung ausgewiesen. Die Angaben zu den wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten beinhalten Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, jedoch nicht planmäßige Abschreibungen sowie die Saldierung aus Wertminderungen und Zuschreibungen. Auf einen Ausweis der Segmentschulden wird verzichtet, da diese für die Konzernsteuerung und für das Konzernreporting ohne Relevanz sind. Beginnend mit diesem Geschäftsbericht wird zudem auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen Segmentvermögens verzichtet, da diese Information ebenfalls nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen wird und infolge der Änderung des IFRS 8 die Angabepflicht für das jeweilige Segmentvermögen ab dem Geschäftsjahr 2010 entfallen ist. 43.1. Informationen nach operativen Segmentenscroll
43.2. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
43.3. Überleitung Segmentvermögen zu Konzernvermögenscroll
43.4. Informationen nach Regionenscroll
In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz des Kunden werden die Nettoumsätze mit fremden Dritten ausgewiesen, die konsolidierte Konzerngesellschaften mit Kunden in den jeweiligen für STADA wesentlichen nationalen Märkten erzielen. In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaften werden die Umsatzerlöse mit fremden Dritten nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft ausgewiesen. Die Angaben zu dem Vermögen nach Regionen beziehen sich auf langfristige Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen). Beginnend mit diesem Geschäftsbericht folgt die Darstellung von Vermögen nach Regionen dem Sitz der Gesellschaft und nicht mehr wie in den Vorjahren einer festen Schlüsselung entsprechend der Relation der Umsatzerlöse nach Sitz des Kunden. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 43.5. Informationen über wichtige KundenGemäß IFRS 8.34 hat ein Unternehmen anzugeben, wenn sich die Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf mindestens 10% der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen. Im Berichtsjahr traf dies wie im Vorjahr auf keinen Kunden zu. 44. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Bei STADA betreffen die Eventualverbindlichkeiten eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft wird aktuell nicht ausgegangen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit rechtlichen Risiken aus anhängigen Verfahren. Im Wesentlichen betrifft dies Patentrisiken für bestimmte pharmazeutische Wirkstoffe. Die daraus resultierenden möglichen Verpflichtungen beliefen sich auf ca. 9,6 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €). Des Weiteren bestehen rechtliche Risiken in Höhe von 4,0 Mio. € bezüglich eines bereits seit 2008 laufenden Verfahrens wegen Wettbewerbsverletzung in Serbien. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit steuerlichen Risiken in Russland in Höhe von 1,4 Mio. €. Rückstellungen wurden hierfür nicht gebildet, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vermögensabflusses unter 50% liegt. Die sich aus diesen Risiken potenziell ergebenden Abflüsse wären in der Regel kurzfristiger Art. 45. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen insbesondere IT-Equipment und Kraftfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von 12 Jahren. Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing betrafen im Geschäftsjahr 2011 ein Sale-and-leaseback-Geschäft in Bezug auf Software sowie weitere Leasingverpflichtungen für Kraft- und Personenfahrzeuge (vgl. Angabe 25.). Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten wurden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen (vgl. Angabe 39.). Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von Operating-Leasing-Verhältnissen belief sich zum Geschäftsjahresende auf 51,5 Mio. € (Vorjahr: 46,8 Mio. €) und setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 21,5 Mio. € (Vorjahr: 18,4 Mio. €) aufwandswirksam erfasst. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betrafen u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns. 46. Angaben zu Finanzinstrumenten46.1. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach BewertungskategorienZu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien werden folgende Angaben gemacht, wobei für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 folgende Abkürzungen angewandt werden: LaR ("loans and receivables") entsprechen Krediten und Forderungen, HtM ("held-to-maturity investments") sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, AfS ("available-for-sale financial assets") zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, FAHfT ("financial assets held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, FLHfT ("financial liabilities held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und FLAC ("financial liabilities measured at amortized costs") finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. scroll
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Da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Abweichungen der beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten ergeben sich wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt bei den Schuldscheindarlehen, den Anleihen sowie den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Fälligkeit nach fünf Jahren. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich neben einem kleineren Anteil von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels der Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen ebenfalls regelmäßig kurze Restlaufzeiten auf, so dass die bilanzierten Werte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die nach IFRS 7 erforderlichen Angaben je Klasse von Finanzinstrumenten definiert STADA jede Bewertungskategorie als eine Klasse. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente für die jeweiligen Klassen von Finanzinstrumenten ermittelt wurden: scroll
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS) betreffen Aktien, für die Marktpreise zur Bewertung vorliegen. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zins- bzw. Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zinsswaps reflektieren. 46.2. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach BewertungskategorienDas erfolgswirksame Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt aufgliedern: scroll
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Der Ausweis der Zinsen aus Finanzinstrumenten erfolgt in den finanziellen Erträgen und finanziellen Aufwendungen im Zinsergebnis. Erhaltene Dividenden werden im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit Ausnahme der Bewertungsergebnisse der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Zinsswaps, die in den finanziellen Erträgen bzw. in den finanziellen Aufwendungen erfasst werden, erfolgt der Ausweis der übrigen Komponenten des Nettoergebnisses in den sonstigen Erträgen bzw. in den anderen Aufwendungen. Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten bezieht sich auf im Geschäftsjahr ausgelaufene Devisenswaps. Bewertungsergebnisse von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Cashflow-Hedges, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden, sind in dieser Darstellung mangels Erfolgswirksamkeit nicht enthalten. 47. Risikomanagement, derivative Finanzinstrumente und Angaben zum Kapitalmanagement47.1. Grundsätze des RisikomanagementsDie Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle bedürfen zudem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der regelmäßig über Art, Umfang und den Betrag der aktuellen Risiken informiert wird. Diese Risiken umfassen hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf die Cashflows des Konzerns haben. 47.2. WährungsrisikenDie Währungsrisiken von STADA resultieren überwiegend aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen, bleiben ungesichert, während Risiken aus Fremdwährungen, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen können, in der Regel gesichert werden. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird von STADA aus heutiger Sicht das Währungskursrisiko aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt, auch wenn vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation Prognosen zu Währungsrelationen nicht valide abgegeben werden können. Einige Konzernunternehmen sind Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich die Refinanzierung der serbischen Hemofarm-Gruppe sowie der russischen Tochtergesellschaft Nizhpharm. STADA nutzt grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Schulden und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr 2011 setzte STADA u.a. Devisenterminkontrakte ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Generell laufen diese Kontrakte jedoch nicht länger als ein Jahr. Dabei wird im Rahmen einer Risikoanalyse mit Hilfe der Varianz-Kovarianz-Methode auf Basis der jeweiligen Fremdwährungsplanung eine Absicherungsstrategie entwickelt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen, bspw. weil sich die Finanzmärkte entgegen den Erwartungen entwickeln, und dass es daraus zu nachteiligen Auswirkungen für STADA kommen kann. Die quantitativen Angaben zum Währungsänderungsrisiko ermittelt STADA durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind. Sofern Sicherungsgeschäfte vorliegen, werden diese dem aus der Aggregation entstandenen aktivischen oder passivischen Saldo gegenübergestellt. Dabei ergeben sich die nachfolgend dargestellten wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, die sich bei einer Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung bzw. 10%ige Abwertung des Euro wie folgt darstellen: scroll
Hierbei wird jedes Währungsrisiko isoliert, d.h. ohne wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt. Im Berichtsjahr betrifft die ausgewiesene offene Fremdwährungsposition in serbischen Dinar ausschließlich Fremdwährungsbestände bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro. Das Währungsänderungsrisiko aus Konzernsicht ergibt sich dabei aus der funktionalen Währung der jeweiligen ausländischen Konzerngesellschaft. Bei den ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in russischen Rubel und in britischen Pfund handelt es sich um einen Saldo aus Fremdwährungsbeständen bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro und offenen Fremdwährungsbeständen in russischen Rubel bzw. britischen Pfund. 47.3. ZinsrisikenZinsrisiken bestehen für STADA hauptsächlich in der Euro-Zone, in Großbritannien, in Serbien und Russland. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko soweit möglich für die auf Euro und Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsinstrumenten in Form von Zinsswaps. Unter Berücksichtigung dieser Sicherungsgeschäfte waren in 2011 durchschnittlich 88% (Vorjahr: 96%) der auf Euro und 100% (Vorjahr: 100%) der auf Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. STADA ermittelt bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. In die Berechnung werden folgende Sachverhalte einbezogen:
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47.4. AusfallrisikenSTADA kann einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich werden entsprechende Geschäfte nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit internationalen Großhändlern unterliegen einer besonderen Überwachung. Von Risikokonzentrationen wird ausgegangen, wenn Schuldner ein bestimmtes Kreditvolumen überschreiten, für das keine Sicherheiten übertragen wurden. Bedeutsame Risikokonzentrationen, die über die im Geschäftsjahr als Sondereffekt klassifizierten Wertberichtigungen für Forderungen gegenüber Großhändlern in CEE-Ländern hinausgehen, bestehen bei STADA zum Bilanzstichtag jedoch nicht. Das maximale Kreditausfallrisiko von STADA ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte. Daneben hat STADA Bürgschaften gewährt, die zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von insgesamt 30,4 Mio. € (Vorjahr: 28,8 Mio. €) ausmachten (vgl. Angabe 44.). Als Kreditbesicherungen werden verschiedenartige Sicherheiten von STADA gehalten, darunter Hypotheken, Forderungsabtretungen sowie verpfändete Vorräte. 47.5. LiquiditätsrisikenDie Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr 2011 jederzeit gewährleistet. Zu diesem Zweck sowie um die finanzielle Flexibilität von STADA sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten. Hierzu schloss STADA mit verschiedenen Banken bilaterale Kreditverträge ab. Detaillierte Informationen zu den Restlaufzeiten und Fälligkeiten der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten sind den Angaben zu den jeweiligen Bilanzposten zu entnehmen. 47.6. Sonstige PreisrisikenSonstige Preisrisiken bestehen in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem unwesentlichen Umfang aus. 47.7. Derivative Finanzinstrumente und SicherungsinstrumenteSTADA begegnet den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Im Geschäftsjahr 2011 bestehen Cashflow-Hedges ausschließlich in Form von Payer-Zinsswaps. Hierbei werden variable Zinszahlungen in feste Zinszahlungen getauscht und damit das Zahlungsstromrisiko variabel verzinslicher Verbindlichkeiten abgesichert. Zinsbezogene Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte werden im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden zwei neue Payer-Zinsswaps als Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zinszahlungen aus Schuldscheindarlehen designiert. scroll
Fremdwährungsderivate werden in der Regel zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten gehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen zwei Devisenswaps, welche der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen dienen, jedoch nicht als Fair-Value-Hedge designiert wurden. scroll
Die Verluste aus der Bewertung dieses Sicherungsgeschäfts in Höhe von 0,3 Mio. € wurden unter den Kursaufwendungen in den anderen Aufwendungen erfasst. Das Gesamtvolumen währungs- und zinsbezogener Derivate setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Cashflow-Hedges enden die Laufzeiten zwischen 2013 und 2016. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird retrospektiv und prospektiv auf Basis eines Effektivitätstests überprüft. Zum Bilanzstichtag waren alle der oben dargestellten Sicherungsbeziehungen effektiv. Alle Änderungen im beizulegenden Zeitwert der derivativen Sicherungsinstrumente wurden daher erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die daraus resultierenden Aufwendungen auf 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). 47.8. Angaben zum KapitalmanagementSTADA verfolgt mit seinem Kapitalmanagement grundsätzlich das Ziel der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, der Schuldentilgungsfähigkeit und des Erhalts der finanziellen Substanz des Unternehmens. Dazu gehört im Hinblick auf die Reduzierung von Kapitalkosten insbesondere auch die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur. Die Überwachung des Kapitals erfolgt auf Basis der Nettoverschuldung, die sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der kurzfristigen Wertpapiere ergibt. Als wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements von STADA gilt das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, das im Geschäftsjahr 2011 bei 2,7 (Vorjahr: 2,7) lag und damit unterhalb des vom Vorstand anvisierten Werts von maximal 3. Damit blieb dieser Wert konstant - ungeachtet des belastenden stichtagsbezogenen Effekts, dass der Vollzug der Teilakquisition des Markenprodukt-Portfolios in Osteuropa und im Nahen Osten unmittelbar vor Jahresende zum 30.12.2011 die Verschuldung zum Bilanzstichtag bereits erhöht hat, ohne dass daraus bereits ein EBITDA-Beitrag einbezogen werden konnte. Unter Ausklammerung dieses Stichtagseffekts lag das Verhältnis der so adjustierten Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA sogar bei nur noch 2,5. Der Verschuldungsgrad stellt eine weitere wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements dar und ergibt sich aus dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Die Nettoverschuldung und das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt: scroll
48. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. 48.1. Beziehungen zu nahestehenden PersonenPersonen in Schlüsselpositionen sind die Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG, deren Bezüge einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Lagebericht (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Vergütungsbericht") sowie bezüglich der quantitativen Angaben zusammenfassend in Angabe 49. dargestellt werden. Im Rahmen der ordentlichen Berufsausübung einzelner Aufsichtsräte und Beiräte als Freiberufler bestehen Geschäftsbeziehungen dieser Aufsichtsräte und Beiräte mit STADA, die nach Umfang und Art keinen signifikanten Charakter haben. Die Ehefrau des Vorstandsmitglieds für Produktion und Entwicklung ist Inhaberin einer Apotheke, zu der STADA ausschließlich branchenübliche Geschäftsbeziehungen wie gegenüber fremden Dritten unterhält. Das Aufsichtsratsmitglied Constantin Meyer erhielt im Geschäftsjahr 2011 von einer indirekten Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG eine Abschlagszahlung in Höhe von 77.350 € für einen Entwicklungsauftrag für Rezepturen. 48.2. Beziehungen zu nahestehenden UnternehmenInnerhalb der Aktiva und Passiva entfielen im Wesentlichen folgende Beträge auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Die Aufwendungen und Erträge entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Darüber hinaus werden die folgenden Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen gemacht: Unverändert stellt STADA für das assoziierte Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG einen mit zum Teil für Risikokapital üblichen Zinssatz versehenen Darlehensrahmen 1) zur Verfügung, von dem per 31.12.2011 insgesamt 23,9 Mio. € (Vorjahr: 31,8 Mio. €) ausgeschöpft waren. Mit der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bestehen ein Dienstleistungsvertrag sowie u.a. für die cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH ein von der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG eingeräumtes semi-exklusives Vertriebsrecht für Epo-zeta für Deutschland. In einigen weiteren europäischen Ländern (wie bspw. Serbien oder Russland) hat bzw. kann eine lokale STADA-eigene Tochtergesellschaft parallel dazu ebenfalls eine semi-exklusive lokale Vertriebslizenz erhalten. Die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bedient sich - mit Ausnahme der aktienrechtlichen Organe der Gesellschaft - unverändert bisher keines eigenen Personals, sondern beauftragt damit exklusiv Gesellschaften des STADA-Konzerns, die dafür marktübliche Konditionen in Rechnung stellen. STADA unterhält ebenfalls verschiedene Geschäftsbeziehungen mit den gemeinsamen Mitgesellschaftern der Gemeinschaftsunternehmen STADA Import/Export Ltd., British Virgin Islands, sowie STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., Vietnam. Die Mitgesellschafter der STADA Import/ Export Ltd. und der STADA Vietnam J.V. Co. erhalten für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der Gemeinschaftsunternehmen eine entsprechende Geschäftsführervergütung, welche sich für das Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt 122 T € (Vorjahr: 115 T €) belief. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte STADA zudem Umsatzerlöse mit dem Mitgesellschafter der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. in Höhe von insgesamt 10,9 Mio. €. Aus dieser Geschäftsbeziehung bestanden zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von 2,8 Mio. €. Der Kredit, der seitens des Mitgesellschafters der STADA Import/Export Ltd. an diese gewährt wurde, wurde bereits im Geschäftsjahr 2010 abgelöst und besteht zum 31.12.2011 nicht mehr. Darüber hinaus gewährt STADA dem nicht konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen Breathe Pharmaceuticals Ltd. J.V. ein Darlehen in Höhe von 90 T €. 49. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems werden detailliert im Lagebericht (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Vergütungsbericht") dargestellt. Zusammenfassend werden gemäß IAS 24 unter Berücksichtigung der Angabepflichten des § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 1-4 HGB die folgenden Angaben zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG gemacht: scroll
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1)
Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte eine Verlängerung
zweier Darlehen in Höhe von 6,7 Mio. € bzw. 5,5 Mio. € bis zum 31.12.2012
und eines Darlehens in Höhe von 25,0 Mio. € bis zum 31.12.2014. Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt 280 T €. Die Rückstellungen für laufende Pensionen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2011 7.672 T €. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADA keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen. 50. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PKF Deutschland GmbH sind folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2011 erfasst worden: scroll
Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum Geschäftsjahresende. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses sowie die prüferische Durchsicht der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum 30. Juni des entsprechenden Geschäftsjahres sowie Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit der zunächst geplanten Platzierung einer Anleihe. Sonstige Leistungen betreffen verschiedenste Beratungsleistungen. 51. Corporate GovernanceDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 01.09.2011 abgegeben. Die Erklärung ist über die Website der Gesellschaft (www.stada.de in deutscher bzw. www.stada.com in englischer Sprache) öffentlich zugänglich und wird darüber hinaus auch im Geschäftsbericht unter "Weitere Informationen" dargestellt. 52. Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresDie zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2011 und dem Unterzeichnungsdatum des Lageberichts und des Jahresabschlusses für 2011 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns sahen wie folgt aus:
1)
Vgl. Ad-hoc-Aktualisierung der Gesellschaft
vom 01.01.2012.
1)
Vgl. Ad-hoc-Aktualisierung der Gesellschaft
vom 30.12.2011.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
01.03.2012. 53. DividendeLaut Aktiengesetz bestimmt sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die STADA Arzneimittel AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzes aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Dieser betrug zum 31.12.2011 23.316.623,53 €. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG schlägt vor, diesen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 zur Ausschüttung einer Dividende von 0,37 € je Stammaktie zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Dividende in Höhe von 0,37 € je Stammaktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 an die Aktionäre ausgeschüttet.
Bad Vilbel, 14. März 2012 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. A. Müller, Vorstand Produktion und Entwicklung VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bad Vilbel, 14. März 2012 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. A. Müller, Vorstand Produktion und Entwicklung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft, Bad Vilbel, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt, den 14. März 2012 PKF Deutschland GmbH Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer GLOSSAR A-ZAMNOG:Deutsches Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts, das zum 01.01.2011 in Kraft getreten ist. Audit:Im Pharmamarkt: Kontrolle der Einrichtungen und Dokumentationen von Herstellern oder Vorlieferanten. Biosimilar:Biopharmazeutisches Produkt, d.h. Arzneimittel mit einem durch gentechnisch veränderte Zelllinien hergestellten Protein als biopharmazeutischem Wirkstoff, das trotz unterschiedlicher produzierender Zelllinien gegenüber einem bereits im Markt befindlichen Erstanbieterprodukt diesem so ähnlich ist, dass das Biosimilar dazu nachweisbare therapeutische Äquivalenz aufweist. Dossier:Benötigte Unterlagen für einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels, die die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels beschreiben. Gewerbliche Schutzrechte:Bieten Erfindern bzw. Unternehmen einen zeitlich begrenzten Konkurrenzschutz für eine Erfindung. Das bekannteste gewerbliche Schutzrecht ist das Patent. Weiterhin spielt im Pharmamarkt das SPC eine wichtige Rolle. GMP:Good Manufacturing Practice, internationaler Produktionsstandard in der pharmazeutischen Industrie. Handelsgeschäfte:Kauf und Weiterverkauf von Produkten Dritter; häufig handelt es sich im Pharmamarkt dabei um Großhandelsgeschäfte oder Parallelimporte. Indikation:Krankheitsbild, bei dem ein bestimmtes Arzneimittel eingesetzt wird. Label:Im STADA-Konzern verwendeter Begriff für einheitlichen vertrieblichen Auftritt verschiedener Produkte. Monoklonale Antikörper:Monoklonale Antikörper sind immunologisch aktive Proteine (Eiweißmoleküle), die gegen ein einzelnes Epitop (Oberflächenstruktur) eines Antigens (Krankheitserreger oder bestimmte Moleküle) gerichtet sind und dieses mit höchster Spezifität binden. Monoklonale Antikörper werden mit molekularbiologischen Methoden generiert und biotechnologisch durch gentechnisch veränderte Zelllinien hergestellt. Nephrologie:Ein Teilgebiet der inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik und der nichtchirurgischen Therapie von Nierenerkrankungen befasst. Onkologie:Wissenschaft, die sich mit Krebserkrankungen befasst. Parallelimport:Arzneimittel werden dann als Parallelimport-Arzneimittel bezeichnet, wenn eine dritte, vom ursprünglichen Zulassungsinhaber bzw. Hersteller unabhängige Firma sie in einem anderen EU- bzw. EWR-Mitgliedsstaat erwirbt und nach Deutschland importiert, um sie dort - parallel zum ursprünglichen pharmazeutischen Unternehmer - ebenfalls in den Verkehr zu bringen. Patent:Im Pharmamarkt: gewerbliches Schutzrecht, das neuen pharmazeutischen Wirkstoffen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität (in der EU bspw. 20 Jahre) gewährt. Pharmazeutische Produktion:Umsetzung des Arzneistoffs in eine Arzneiform und deren Verpackung zu einem Fertigarzneimittel, bspw. Tablette. Protein:Eiweißstruktur. Rituximab:Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen wie z.B. der Non-Hodgkin-Lymphome sowie verschiedener Autoimmunerkrankungen wie bspw. der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. SPC:Supplementary Protection Certificate, gewerbliches Schutzrecht in der EU, das im Anschluss an den Patentschutz die Marktexklusivität des Erstanbieters um bis zu fünf Jahre verlängert. SPCs müssen Land für Land national beantragt werden, wobei das Datum der ersten EU-Zulassung für den Beginn der Laufzeit relevant ist. Die Laufzeit des SPCs kann dabei von Land zu Land unterschiedlich sein. Trastuzumab:Trastuzumab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung bestimmter Formen des Brustkrebses und des Magenkrebses. Verschreibungspflicht:Die gesetzliche Vorgabe, dass Arzneimittel in Abhängigkeit von ihrem Risikopotenzial nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung an Patienten abgegeben werden dürfen. Wirkstoff:Im Pharmamarkt: der arzneilich wirksame Bestandteil einer Arzneiform (auch API - Active Pharmaceutical Ingredient). Zulassung:Arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Vermarktung eines Arzneimittels in einem nationalen Markt. FINANZKALENDER2012scroll
2013scroll
Stand bei Drucklegung, Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie unter: www.stada.de bzw. www.stada.com. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden auf der Website der Gesellschaft (www.stada.de bzw. www.stada.com) zu den angegebenen Terminen in der Regel vor Öffnung der Frankfurter Wertpapierbörse publiziert. Aktionäre erhalten die Berichte auf Anforderung in gedruckter Form übersandt. IMPRESSUMscroll
Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen (im Sinne des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995), die Überzeugungen und Erwartungen der Unternehmensführung zum Ausdruck bringen. Solche Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung und beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. Die STADA Arzneimittel AG übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse und Entwicklungen anzupassen. RundungenIm allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. FÜNF-JAHRES-VERGLEICHscroll
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Gegliedert nach dem jeweiligen nationalen
Markt, in dem der Umsatz erzielt wurde. scroll
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Die bilanzielle Behandlung des Anteilsbesitzes
an der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG wurde rückwirkend für die Jahre
2007 bis 2001 verändert. www.stada.de
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