![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelJahresabschluss 2013Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013Bilanz zum 31. DezemberAktiva scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezemberscroll
ANHANG JAHRESABSCHLUSS 2013ZUM STADA ARZNEIMITTEL AGAngewandte RechnungslegungsvorschriftenGemäß § 267 HGB gehört die STADA Arzneimittel AG zu den großen Kapitalgesellschaften. Neben den allgemeinen Vorschriften über die Handelsbücher (§§ 238 ff. HGB) kommen auch die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften über Jahresabschluss und Lagebericht (§§ 264 ff. HGB) und die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes zur Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und soweit erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren angesetzt. Unter immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden bei der STADA Arzneimittel AG arzneimittelrechtliche Zulassungen, Marken, Lizenzen, Vertriebsrechte, Software sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt und grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen beinhalten direkt zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile von Gemeinkosten. Soweit erforderlich, sind außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen worden. scroll
Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände bis 150 € werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Abnutzbare, selbständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände ab 150 € bis 1.000 € werden in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre aufgelöst wird. Zum Zeitpunkt der vollständigen Abschreibung werden diese Vermögensgegenstände im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Aus Vereinfachungsgründen wird das steuerliche Sammelpostenverfahren auch in der Handelsbilanz ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sind die Gründe für eine Wertminderung ganz oder teilweise entfallen und wurde in den Vorjahren eine Wertberichtigung vorgenommen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten einbezogen worden. In die Herstellungskosten sind keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen worden. Zum Abschlussstichtag werden die Vorräte abgewertet, sofern die Wiederbeschaffungskosten bzw. der Marktwert niedriger ist. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Bestehende liquide Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Für Finanzinstrumente, die in einer Bewertungseinheit (Grund- und Sicherungsgeschäft) stehen, wurde die Einfrierungsmethode angewandt, d.h., es erfolgte keine Buchung von unrealisierten Verlusten, die aus den abgesicherten Risiken entstehen, soweit diesen unrealisierte Gewinne im gleichen Betrag gegenüberstehen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden als gesonderter Posten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist das Disagio enthalten, welches aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag sowie dem niedrigeren Ausgabebetrag einer Finanzverbindlichkeit resultiert. Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Finanzverbindlichkeit abgeschrieben. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC -Projected-Unit-Credit-Methode). Bei den Pensionsverpflichtungen wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz mit einer 15-jährigen Laufzeit zu verwenden. Das Deckungsvermögen wurde mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum höheren Erfüllungsbetrag bilanziert. Ist der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher als der Ausgabebetrag, erfolgt der Ausweis als Rechnungsabgrenzungsposten mit einer erfolgswirksamen Verteilung der Verbindlichkeit auf die jeweilige Laufzeit. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt am Entstehungstag bei Forderungen mit dem Geldkurs bzw. bei Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, erfolgte mit dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 2013Bilanz1. AnlagevermögenZur Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2013 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den nachfolgend dargestellten Anlagespiegel verwiesen. Anlagespiegel zum 31.12.2013der STADA Arzneimittel AGscroll
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Die Nutzungsdauer von zwölf Jahren für Geschäfts- oder Firmenwerte trägt den künftigen wirtschaftlichen Nutzungspotenzialen der immateriellen Vermögensgegenstände Rechnung. Die Nutzungsdauern der einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte werden durch die wirtschaftlich zu erwartende Nutzung der erworbenen Geschäfte bestimmt und orientieren sich an den durch die Akquisition erworbenen, gutachterlich bewerteten Nutzungsdauern von Produktrechten. 2. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Posten enthält Forderungen in Höhe von 581.704,85 € (Vorjahr: 588.004,22 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehtZum Bilanzstichtag bestehen Darlehensforderungen in Höhe von 96.963.137,64 € (Vorjahr: 114.544.755,30 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Posten "Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" enthält ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Sonstige VermögensgegenständeDer Posten in Höhe von 25.491.629,92 € (Vorjahr: 37.989.503,35 €) enthält Steuerrückforderungen in Höhe von 9.858.730,99 € (Vorjahr: 21.752.313,87 €). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5. Antizipative PostenAus der Abgrenzung von Zinsgeschäften bestehen zum Bilanzstichtag antizipative Forderungen in Höhe von 1,5 Mio. € und antizipative Verbindlichkeiten in Höhe von 19,6 Mio. €. 6. RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 1.608.113,24 € (Vorjahr: 58.626,46 €) sowie anteiligen Aufwand für das künftige Jahr in Höhe von 3.280.570,31 € (Vorjahr: 2.443.120,97 €). 7. Latente SteuernLatente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Der zur Steuerabgrenzung verwendete Ertragsteuersatz (bestehend aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) beträgt 27,03%. Bei den latenten Steuern wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den sich aus dem Vergleich der Bilanzposten nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergebenden Aktivüberhang nicht anzusetzen. Latente Steuern sind demzufolge auch nicht im Steueraufwand enthalten. Der positive Überhang der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern beträgt 5.223 T €. Unsaldiert betragen die aktiven latenten Steuern 5.467 T € und die passiven latenten Steuern 244 T €. Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen sowie von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger. Aktive Latenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie der Verrechnung von Planvermögen nach BilMoG. 8. EigenkapitalGrundkapitalDas Grundkapital beträgt 157.150.500,00 € (Vorjahr: 154.263.876,00 €) und ist eingeteilt in 60.442.500 Stück vinkulierte Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie. Zum 31. Dezember 2012 war das Grundkapital noch mit 59.332.260 vinkulierten Namensaktien begeben. Die Erhöhung des Grundkapitals resultiert aus der Ausübung von Optionsscheinen. Saldiert mit den eigenen Anteilen in Höhe von 239.171,40 € ergibt sich zum 31.12.2013 ein bilanziertes Grundkapital von 156.911.328,60 €. Gemäß den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen zur Über- bzw. Unterschreitung von Meldeschwellen nach § 21 Abs. 1 WpHG geht STADA zum 31.12.2013 davon aus, dass die Gryphon International Investment Corporation1), Toronto/Ontario, Kanada, mit 3,20% einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3% hält. Bei dem Anteilsbesitz der Gryphon International Investment Corporation sind 3,15% der Gryphon International Investment Corporation, Toronto/Ontario, Kanada, und 0,05% der Gryphon Investment Counsel Inc., Toronto/Ontario, Kanada, zuzurechnen. Die DWS Investment GmbH12), Frankfurt am Main, Deutschland, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG, London, Großbritannien, hält nach gegenüber STADA bis zum 31.12.2013 gemachten Meldungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG einen mitteilungspflichtigen Stimmrechtsanteil von 3,04%. Die SOCIETE GENERALE SA3), Paris, Frankreich, hält nach gegenüber der Gesellschaft bis zum 31.12.2013 gemachten Meldungen gemäß § 25a Abs. 1 WpHG einen mitteilungspflichtigen Stimmrechtsanteil von 8,60% bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte der STADA Arzneimittel AG von 59.397.240. Dabei hält die SOCIETE GENERALE SA direkt 0,09% Aktien und hat über Finanz- oder sonstige Instrumente nach § 25a WpHG die Möglichkeit, 8,51% Anteilsbesitz an der STADA Arzneimittel AG (dabei mittelbar 3,92% über die SOCIETE GENERALE EFFEKTEN GMBH)3) zu erwerben. Darüber hinaus geht STADA gemäß den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen zur Über- bzw. Unterschreitung von Meldeschwellen nach § 25a Abs. 1 WpHG zum 31.12.2013 davon aus, dass die SOCIETE GENERALE EFFEKTEN GMBH, Frankfurt, Deutschland, über Finanz- oder sonstige Instrumente nach § 25a WpHG die Möglichkeit hat, 3,92% Anteilsbesitz an der STADA Arzneimittel AG zu erwerben. Des Weiteren geht STADA nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zum 31.12.2013 davon aus, dass die BlackRock Inc.4), New York, NY, USA, einen Stimmrechtsanteil von 3,001% hält, wovon ihr 3,001% zuzurechnen sind. Die BlackRock Holdco 2, Inc.4), Wilmington, DE, USA, meldete ebenfalls einen Stimmrechtsanteil gemäß § 21 Abs. 1 WpHG von 3,001%, wovon ihr 3,001% zuzurechnen sind. Ferner meldete die BlackRock Financial Management, Inc.4), New York, NY, USA, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG einen Stimmrechtsanteil von 3,001%, wovon ihr 3,001% zuzurechnen sind. Des Weiteren geht STADA nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zum 31.12.2013 davon aus, dass die Norges Bank5), Oslo, Norwegen, einen Stimmrechtsanteil von 3,01% hält. Ferner wurde der Gesellschaft im Namen des Staates Norwegen vom Finanzministerium Oslo gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an STADA 3,01% beträgt, wovon dem Staat Norwegen 3,01% zuzurechnen sind. Den Regelungen der Deutschen Börse AG zufolge beläuft sich der Freefloat der STADA Arzneimittel AG damit unverändert auf 100%.
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Vgl. Mitteilung der Gesellschaft vom 14.01.2011. Genehmigtes KapitalGemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 besteht ein genehmigtes Kapital in Höhe von 77.134.304,00 €. Demnach ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04.06.2018 einmalig oder mehrmalig um bis zu 77.134.304,00 € durch die Ausgabe von bis zu 29.667.040 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Bedingtes KapitalDas Grundkapital ist um bis zu 69.188.340,00 € durch Ausgabe von bis zu 26.610.900 Stück vinkulierten Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Juni 2013 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden (Bedingtes Kapital 2013). Darüber hinaus ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.064.072,00 € durch die Ausgabe von bis zu 1.947.720 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsrechten von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 08. März 2000 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 07. März 2005 einmalig oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen mit beigefügten Inhaber-Optionsscheinen im Gesamtnennbetrag von bis zu 100.000.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens sieben Jahren zu begeben. Von den im Jahr 2000 ausgegebenen Optionsscheinen - die Optionsscheine waren einer Inhaber-Teilschuldverschreibung beigefügt, die am 26.06.2005 zurückgezahlt wurde, während die Ausübungsfrist der Optionsscheine bis 26.06.2015 läuft - stehen zum 31. Dezember 2013 noch die Ausübungen von 97.386 Optionsscheinen zum Bezug von 1.947.720 STADA-Namensaktien aus. Auf Grund mehrerer durchgeführter Kapitalmaßnahmen wurde der Optionspreis entsprechend angepasst. Der Optionspreis eines Optionsscheins, welcher zum Bezug von nunmehr 20 Aktien der STADA Arzneimittel AG berechtigt (§ 1 Abs. 2 Satz 1 der Optionsbedingungen), beträgt unverändert 329,00 €. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt 493.164.073,94 € (Vorjahr: 477.759.283,93 €). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus der Ausübung von Optionsscheinen (15.376.824,00 €) sowie aus dem Gewinn aus der Veräußerung eigener Anteile im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms (27.966,01 €). GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen in Höhe von 150.445.624,50 € (Vorjahr: 40.419.897,75 €) beinhalten im Wesentlichen Einstellungen aus den Jahresüberschüssen. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus der Veräußerung eigener Anteile im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms (25.726,75 €) sowie aus der Einstellung in die Gewinnrücklagen 2013 (110.000.000,00 €). Eigene AnteileDie Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 91.989 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie. Dies entspricht einem Grundkapital von 239.171,40 € bzw. einem Anteil von 0,15 % am Grundkapital. Zum 31. Dezember 2012 wurden 93.676 eigene Aktien gehalten. Im Jahr 2013 wurden 1.687 Aktien verkauft und keine Aktien gekauft. Der hieraus resultierende Gewinn in Höhe von 27.966,01 € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die eigenen Aktien wurden im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausschließlich an Mitarbeiter ausgegeben. Der Erlös aus der Veräußerung eigener Anteile ist vollständig dem operativen Geschäft zugeflossen. Die eigenen Anteile können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen, Unternehmenserwerb oder dem Erwerb von Unternehmensbeteiligungen. Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 06.06.2013 bis zum 05.06.2018 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Veräußerung eigener Aktienscroll
9. RückstellungenAus der Umstellung auf Grund des BilMoG war für die Bilanzposition "Pensionen" eine Zuführung in Höhe von 243 T € p.a. erforderlich, die im Geschäftsjahr im außerordentlichen Ergebnis erfasst wurde. Bei der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die durch die BilMoG-Umstellung entstandenen Aufwendungen auf einen Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen (Gesamtbetrag 3,7 Mio. €). Durch die Diskontierung der Pensionsverpflichtung gemäß dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre war eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.805 T € erforderlich. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der biometrischen Tabellen 2005 G von Dr. Klaus Heubeck sowie der Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 4,90% p.a., einem Rententrend von 1,80% p.a. und einem Gehaltstrend von 3,00% p.a. errechnet worden. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert (Rückdeckungsversicherungen). Die dem Zugriff übriger Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände wurden mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Gesamterfüllungsbetrag (abzüglich BilMoG-Verteilung) der Pensionszusagen beträgt 35.678 T €. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung beträgt 10.135 T €. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 1.805 T € mit Erträgen in Höhe von 351 T € im Finanzergebnis verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich insbesondere aus Aufwendungen für den Personalbereich (12.595 T €), für Gewährleistungen (8.415 T €) und für ausstehende Abrechnungen der Krankenkassen auf Grund der Krankenkassenrabattverträge (104.345 T €) zusammen. 10. AnleiheIm Jahr 2010 wurde eine nicht konvertible Anleihe im Nominalwert von 350 Mio. € ausgegeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Eine zweite, ebenfalls nicht konvertible Anleihe über einen Nominalwert von 350 Mio. € wurde im Jahr 2013 ausgegeben. Die Laufzeit dieser Anleihe beträgt ebenfalls fünf Jahre. 11. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
13. Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse 2013 der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 412.896 T € enthalten einen Auslandsanteil von 147.931 T €. Davon entfallen 141.026 T € auf Europa, 16 T € auf MENA und 6.889 T € auf Asien. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf: scroll
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen für das Geschäftsjahr 2013 8.831 T € (Vorjahr: 4.622 T €). Außerplanmäßige Abschreibungen für Finanzanlagen betrugen für das Geschäftsjahr 2013 47.025 T € (Vorjahr: 4.494 T €). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge aus Gutschriften in Höhe von 186 T € (Vorjahr: 1.102 T €) sowie ein Betrag von 3.084 T € (Vorjahr: 3.837 T €) aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. Des Weiteren sind sonstige betriebliche Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 280.095 T € (Vorjahr: 155 T €) ausgewiesen. Unter dem sonstigen betrieblichen Aufwand sind periodenfremde Aufwendungen für Versicherungszahlungen in Höhe von 152 T € (Vorjahr: 267 T €) enthalten. Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 243 T € resultiert ausschließlich aus dem genutzten Wahlrecht, den Unterschiedsbetrag auf Grund der BilMoG-Umstellung bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf einen Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen. Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 14. Sonstige Erläuterungen und Angaben2013 waren durchschnittlich 976 Arbeitnehmer beschäftigt , darunter
Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist nach den gesetzlichen Vorschriften des § 84 AktG geregelt. Dem Vorstand gehören bzw. gehörten an:
Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2013 folgende Mandate inne: Hartmut Retzlaff ist zugleich Mitglied im Verwaltungsrat der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Mitglied im Aufsichtsrat der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG (bis zum 31.07.2013), Mitglied im Aufsichtsrat (Supervisory Board bzw. Board of Directors) der SA Neocare N.V., SA Euro-generics N.V., STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., STADApharm AB, Clonmel Healthcare Limited, STADA Financial Investments Limited sowie STADA Vietnam J.V. Co., Limited (seit dem 11.09.2013). Helmut Kraft ist zugleich Mitglied im Regionalbeirat Mitte der Commerzbank AG, Mitglied im Aufsichtsrat der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG (seit dem 22.08.2013) und Mitglied im Aufsichtsrat (Supervisory Board bzw. Board of Directors) der STADA Vietnam J.V. Co., Limited (seit dem 11.09.2013). Dr. Matthias Wiedenfels ist zugleich Mitglied der Geschäftsführung der STADA LUX S.a.r.l. und Mitglied im Aufsichtsrat (Supervisory Board bzw. Board of Directors) der Spirig HealthCare AG sowie der Pegach AG. 15. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2013 in der STADA Arzneimittel AG insgesamt 6.266.260,51 €1) (Vorjahr: 5.978.884,46 €). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2013 in der STADA Arzneimittel AG insgesamt 1.061.600,00 € (Vorjahr: 867.500,00 €). Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 3.039.307,48 €. Die Rückstellungen für laufende Pensionen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2013 vor Verrechnung mit dem Deckungskapital 9.598.064,00 €. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADA keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen. 16. Angaben zum Aufsichtsrat der GesellschaftZusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag an:
Manfred Krüger, Heike Ebert und Karin Schöpper sind die von den Arbeitnehmern in den Aufsichtsrat gewählten Vertreter. Mandate von AufsichtsratsmitgliedernCarl Ferdinand Oetker ist zugleich Mitglied im Beirat, Kuratorium bzw. Board of Directors der EWABO Chemikalien GmbH & Co. KG (Vorsitzender des Beirats), der wink Stanzwerkzeuge GmbH & Co. KG (Vorsitzender des Beirats), der Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH, der Lampe Asset Management GmbH (Mitglied des Beirats), der Lampe Privatinvest Management GmbH, der Dale Investment Advisors GmbH (Vorsitzender des Beirats), der FOCAM AG (Mitglied im Wirtschaftsbeirat), der Stiftung Hamburger Admiralität (Mitglied des Kuratoriums), der Cloverfield Inc. (Member of the Board of Directors), des Landeskuratoriums NRW des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft (Mitglied des Kuratoriums), der informedia-Stiftung (Mitglied des Kuratoriums), der Deutschen AIDS-Stiftung (Mitglied des Kuratoriums) und der Deutschen Welthungerhilfe e.V. (Mitglied des Kuratoriums). 17. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGBAm Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Höhe von 208.544.310,11 € (Vorjahr: 91.174.675,12 €). Hiervon entfallen 52.166.745,41 € (Vorjahr: 59.862.601,41 €) auf Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen. Auf Grund einer ständigen Evaluierung der Risikosituation und in Anbetracht der bis zum Bilanzstichtag erlangten Erkenntnisse geht die STADA Arzneimittel AG davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden können. Eine Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse wird als nicht wahrscheinlich betrachtet. 18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betrugen 47.540.859,83 €. Fälligkeit der übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen: scroll
Die STADA Arzneimittel AG hat zum Bilanzstichtag einen Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Verbesserung der Liquidität an einen fremden Dritten übertragen. Da durch den Vertrag ebenfalls die Risiken der Einbringlichkeit an den Käufer übertragen wurden (echtes Factoring), bestehen für die STADA Arzneimittel AG aus dieser Übertragung keine zu bilanzierenden Verpflichtungen. Es besteht ein Bestellobligo aus Verpflichtungen für künftige Aufwendungen und Investitionen in Höhe von 74 Mio. €. 19. Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB der STADA Arzneimittel AGIn der nachfolgenden Aufstellung werden die Ergebnisse der Gesellschaften unabhängig von der Höhe des Anteils am Kapital erfasst. 1) Direkte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AGscroll
1)
Bei den deutschen Gesellschalten mit einem
Ergebnis von 0 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 2) Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AGscroll
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Bei den deutschen Gesellschalten mit einem
Ergebnis von 0 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. scroll
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Für die ausländischen Gesellschalten wurde
jeweils das Eigenkapital in Landeswährung und nach lokalem Recht dargestellt. 20. UmrechnungskurseDie der Währungsumrechnung zu Grunde liegenden Wechselkurse, die für die STADA Arzneimittel AG eine wesentliche Währung außerhalb des Euro-Raums darstellen, entwickelten sich wie folgt: scroll
21. Honorar für AbschlussprüferDas von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses enthalten. 22. Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat haben in Erfüllung von § 161 des deutschen Aktiengesetzes die jährliche gemeinsame Entsprechenserklärung zum "Deutschen Corporate Governance Kodex" abgegeben. Den Aktionären ist ein dauerhafter Zugriff zu dieser Erklärung über die Internetseite der Gesellschaft (www.stada.de in deutscher bzw. www.stada.com in englischer Sprache) gewährleistet. Darüber hinaus wird diese Entsprechenserklärung auch im Geschäftsbericht der Gesellschaft publiziert. 23. FinanzinstrumenteDerivative FinanzinstrumenteDen Risiken aus zins- und währungsbedingen Zahlungsstromschwankungen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Durch den Einsatz der Derivate sollen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und/oder Zinszahlungsströme aus den zugeordneten Grundgeschäften (Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und verzinsliche Verbindlichkeiten) ausgeglichen werden. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden bei STADA Devisentermingeschäfte oder -optionen abgeschlossen. Die Kurssicherung im Jahr 2013 betraf insbesondere den russischen Rubel, den Schweizer Franken, das britische Pfund und den australischen Dollar. Zum Stichtag waren alle Devisentermingeschäfte jeweils in einer Bewertungseinheit mit Darlehen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Zur Sicherung des Zinsrisikos der Schuldscheindarlehen werden bei STADA Zinsswaps abgeschlossen. Zum Stichtag waren alle Zinsswaps in einer Bewertungseinheit mit Schuldscheindarlehen. Zur Absicherung der Zahlungsströme aus Darlehen an verbundene Unternehmen (Zins- und Währungsrisiko) hat STADA Zins- / Währungsswaps abgeschlossen. Zum Stichtag waren alle Zins- / Währungsswaps jeweils in einer Bewertungseinheit mit Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte ergibt sich aus dem Barwert der abgezinsten Cashflows, d.h. feste gegen variable Zinssätze. Durch Bewertungseinheiten gesicherte Grundgeschäfte: scroll
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente, die alle in einer Sicherungsbeziehung stehen, stellen sich wie folgt dar: scroll
Bei allen Bewertungseinheiten handelt es sich um Mikro-Hedges. Für alle Bewertungseinheiten wird von einer hohen Effektivität ausgegangen, da die wesentlichen Ausstattungsmerkmale nahezu identisch sind (Critical-Terms-Match). Die durch Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken - nicht gebildete Drohverlustrückstellungen, Zuschreibungen auf Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und Abschreibungen aus Forderungen in Fremdwährung: scroll
Die Beurteilung der Effektivität der Bewertungseinheiten am Stichtag erfolgt nach der Critical-Terms-Match-Methode. Die abgesicherten Risiken werden sich künftig voraussichtlich ausgleichen, weil die Grund- und Sicherungsgeschäfte demselben Risiko ausgesetzt sind, auf das identische Faktoren in gleicher Weise einwirken, und weil die Sicherungsgeschäfte keine anderen Risiken aufweisen als die Grundgeschäfte. Der Ausgleich sollte weitestgehend bis zum 31.12.2017 erfolgt sein.
Bad Vilbel, 24. März 2014 STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft Der Vorstand H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSGeschäftsmodell und UnternehmensstrukturDie STADA Arzneimittel AG (im Folgenden kurz STADA AG oder STADA) hält als börsennotierte Muttergesellschaft direkt und indirekt die Anteile an den zum STADA-Konzern gehörenden Gesellschaften. Das operative Geschäft der STADA AG stellt nur einen Teilabschnitt des globalen Geschäfts des STADA-Konzerns dar. Bei der Bewertung des Ergebnisses der STADA AG ist das operative Ergebnis aus den Aktivitäten der AG in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte zu berücksichtigen. Trotz der zentralen Organisationsstruktur im Konzern werden die Vertriebsfunktionen in der STADA AG regional nach Marktregionen organisiert, um eine notwendige Flexibilität und Marktnähe zu garantieren und somit eine rasche Adaption an sich verändernde Marktbedingungen zu ermöglichen. Einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis haben die Serviceleistungen aus der Funktion der AG als Muttergesellschaft bzw. Holding des STADA-Konzerns, die Warenlieferungen an andere Konzerngesellschaften mit einschließen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat der Vorstand entschieden, die Verrechnungspreisrichtlinien im Konzern anzupassen. Aus dieser Maßnahme fallen zusätzliche Erträge für die STADA AG an, die im Umsatz ausgewiesen werden. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der STADA AG wird darüber hinaus durch Erträge aus Beteiligungen geprägt. Die operative Verantwortung im STADA-Konzern wird durch die vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS-Staaten / Osteuropa1) sowie Asien & Pazifik getragen. Einen vollständigen Einblick gewährt der Abschluss des STADA-Konzerns. SteuerungssystemZu den wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen der STADA AG zählen neben strategischen und operativen Vorgaben auch finanzielle Kerngrößen. Zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren, die von der STADA AG als Kennzahlen zur operativen Steuerung herangezogen werden, gehören der Umsatz und der Jahresüberschuss. Der Umsatz ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Erfolgs der STADA AG. Eine wichtige Rolle für den künftigen Erfolg spielen unter anderem Top-Line-Programme zur Steigerung des Umsatzes, die insbesondere auf die Markenprodukte ausgerichtet sind. Finanzieller Leistungsindikator ist der ausgewiesene Umsatz, da die STADA AG darauf abzielt, auch durch eine aktive Akquisitionspolitik weiteres Umsatzwachstum zu erzielen. Der Jahresüberschuss wurde als finanzieller Leistungsindikator und Steuerungsgröße definiert, da dieser eine Kennzahl für den Erfolg der STADA AG darstellt und u.a. auch die Dividendenfähigkeit der STADA AG sicherstellen soll. Forschung und EntwicklungAuf Grundlage des Geschäftsmodells betreibt die STADA AG bewusst keine Forschung. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von in der Regel pharmazeutischen Wirkstoffen, die keinen gewerblichen Schutzrechten unterliegen. Das Fundament für profitables Wachstum und den langfristigen Firmenerfolg liegt in der kontinuierlichen Markteinführung von Generika-Produkten zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Patentablauf und den bestmöglichen Herstellungskosten in den einzelnen Ländern. Eine maßgebliche Rolle dabei spielen die konzerneigenen Entwicklungszentren, die von Auftragsentwicklungen sowie einer Zusammenarbeit mit externen Entwicklungspartnern ergänzt werden. Ein entscheidender strategischer Erfolgsfaktor bei der termingerechten Produktentwicklung des Konzerns bildet die Koordination eines internationalen Netzwerks mit in- und externen Entwicklungspartnern. Im Markenproduktbereich suchen unsere Mitarbeiter nach Lösungen für die gegenüber dem Wettbewerb differenzierende Positionierung, Internationalisierung und Ergänzung unserer Produkt-Portfolios. Neben klassischen Generika erweitert der STADA-Konzern kontinuierlich sein Produkt-Portfolio mit Spezialprojekten. Hierzu gehört u.a. die mit Gedeon Richter, Budapest, Ungarn, geschlossene Lizenz- und Kooperationspartnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung zweier monoklonaler Antikörper. Mit der Einlizenzierung eines Filgrastim-Produkts von der kanadischen Pharmafirma Apotex für den europäischen Markt im Oktober 2013 konnte STADA ihr Engagement im Bereich Biosimilars weiter ausbauen. In 2013 betrugen die Entwicklungsaufwendungen im STADA-Konzern 55,7 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €). Die Innovationskraft des Konzerns spiegelt sich in weltweit 724 Produkteinführungen in 2013 wider (Vorjahr: 717). Mehr als 1.100 laufende Zulassungsverfahren für über 150 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für mehr als 50 Länder befanden sich zum 31.12.2013 im Zulassungsprozess. MitarbeiterDie Mitarbeiter der STADA AG haben mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement sowie ihrer Vielfalt einen großen Anteil am langjährigen Erfolg. STADA verfolgt im Personalmanagement grundsätzlich eine langfristige Personalpolitik mit dem Ziel, die Beschäftigten optimal zu fördern und die besten Talente zu gewinnen und zu halten. STADA bietet jungen Menschen Praktika und verschiedene Ausbildungsberufe auf der pharmazeutischen Ebene an. Fortbildungen, Fremdsprachenförderung sowie fachspezifische Workshops und Seminare tragen zur Weiterentwicklung und zu einem aktuellen Wissensstand der Mitarbeiter in den einzelnen Fachbereichen bei. Das Personalmanagement ist im STADA-Konzern dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen an den Standorten gerecht zu werden. Diese sind, im Rahmen der Unternehmensrichtlinien, in vielen Bereichen der Personalpolitik weitgehend autonom. Weitere Hintergrundinformationen werden jährlich im Personal- und Sozialbereicht auf der Website des Konzerns unter www.stada.de veröffentlicht. Durch ein variables Vergütungssystem werden Mitarbeiter entsprechend den mit ihnen persönlich vereinbarten Leistungszielen und gemessen am Unternehmenserfolg belohnt. STADA-Mitarbeiter in Deutschland können im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsmodells jährlich eine Maximalanzahl von Aktien erwerben, was durch einen Zuschuss unterstützt wird. Der Personalstand der STADA AG stieg im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 2,8% auf 976 Beschäftigte (Vorjahr: 949 Beschäftigte). Umweltschutz und SicherheitDie STADA AG setzt sich grundsätzlich für Umweltschutz ein. Verfahren und Prozesse werden kontinuierlich verbessert, um Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Operativ wird der Verantwortung für Nachhaltigkeit, insbesondere in Bezug auf Umweltbelange, im Konzern über den gesetzlichen Rahmen hinausgehend, projektbezogen Rechnung getragen. Auf Grund der Fokussierung des STADA-Konzerns auf die Entwicklung von Generika als größtes Geschäftssegment trägt STADA maßgeblich zu einer effizienten Gesundheitsversorgung bei. Als Gesundheitsunternehmen misst die STADA AG der Produktqualität und Produktsicherheit höchste Priorität zu. Dies betrifft gleichermaßen fertige Produkte, Rohstoffe, Serviceleistungen wie auch Arbeitsbedingungen. Die STADA AG hat dafür internationale Qualitätsmanagementsysteme wie Good-Manufacturing-Practice-Standards (GMP) oder ISO-Normen eingeführt. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung in 20131) wurde weiterhin durch die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum beeinträchtigt. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in 2013 um +3,0% und blieb damit um 0,1% hinter dem Wachstum des Vorjahreszeitraums zurück. Davon waren sowohl die entwickelten Nationen als auch die Schwellenländer betroffen. So war das BIP im Euro-Raum, in dem STADA in einzelnen Ländern führende Positionen im Generika-Markt einnimmt, mit -0,4% weiter rückläufig (Vorjahr: -0,7%). Zwar erwies sich das BIP im Heimatmarkt Deutschland mit +0,5% im Vergleich etwas stabiler, allerdings konnte auch hier der Vorjahreswert von +0,9% nicht erreicht werden. Das BIP-Wachstum in den Schwellenländern und insbesondere in der Region CIS von 4,7% bzw. 2,1% zeigte sich trotz des Rückgangs insgesamt weiter robust. Diese Entwicklung unterstützt die Kaufkraft von Patienten, die in diesen für den STADA-Konzern an Bedeutsamkeit gewinnenden Märkten als so genannte "Selbstzahler" im Gesundheitsbereich agieren. Die übrigen für STADA wichtigen Schwellenländer-Regionen ASEAN-5 bzw. Mittlerer Osten und Nordafrika verzeichneten mit +5% und +2,4% in 2013 ein erfreuliches Wachstum, wenn auch mit zum Vorjahr abgeschwächter Dynamik. Branchenspezifische RahmenbedingungenDer Gesundheits- und Pharmamarkt profitiert allgemein vom weltweiten Anstieg der Bevölkerung, der demographischen Entwicklung mit einer Überalterung der Gesellschaft und vom medizinischen Fortschritt. So stieg der Umsatz des internationalen Pharmamarkts in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,9%2) auf ca. 739,6 Mrd. €. Der Umsatz des weltweiten Generika-Markts erhöhte sich in 2013 im Vorjahresvergleich um ca. 6,3% auf ca. 110,7 Mrd. €2). Der Marktanteil am globalen Pharmamarkt betrug 15,0%2). Zu den Treibern, aus denen der Sektor sein Wachstum bezieht, gehören kontinuierlich ablaufende Patentrechte. Zusätzlich ist die Generika-Penetration in manchen Ländern Europas, in denen STADA eine führende Position einnimmt, noch relativ niedrig und steigt voraussichtlich vor dem Hintergrund der Sparzwänge im Rahmen der Euro-Staatsschuldenkrise an. Allerdings werden diese Volumengewinne in einigen Märkten durch staatliche Eingriffe in das Preisgefüge wieder zunichtegemacht. Auch in Deutschland wächst der Generika-Markt volumenmäßig. Diese Zunahme wird jedoch durch den intensiven Preiswettbewerb, insbesondere bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen, derzeit mehr als aufgezehrt. Das Auslaufen der letzten Portfolio- bzw. Sortimentsverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen per April 2013 hat die Rahmenbedingungen im deutschen Generika-Markt für STADA nochmals verschärft. Der Umsatz des weltweiten OTC-Markts nahm im Vorjahresvergleich um ca. 7,7% auf 51,3 Mrd. € zu3). Der Marktanteil belief sich auf 8,2%3). Der Markenproduktbereich ist kaum von staatlicher Preisregulation betroffen und wesentlich von Nachfrage und Kaufkraft so genannter "Selbstzahler" sowie der eingesetzten Vermarktung abhängig. Das Segment kann allgemein von einer relativ freien Preisgestaltung profitieren.
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook Update vom 21.01.2014. Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen RahmenbedingungenAngesichts der relativ konjunkturunabhängigen Nachfrage im Gesundheitsmarkt haben die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der STADA AG als das regulatorische Umfeld. Ungeachtet dessen wirkt sich die konjunkturelle Entwicklung in Form von Währungs- und Zinsvolatilitäten auf die Aktivitäten im Konzern aus, die im Wesentlichen über das Beteiligungsergebnis indirekten Einfluss auf den Erfolg der STADA AG haben. STADA trifft kontinuierlich Vorkehrungen, um auf starke Schwankungen angemessen reagieren zu können. GeschäftsverlaufDer Umsatz hat sich in 2013 im Vergleich zum Prognosebericht 2012 besser als erwartet entwickelt. Das operative Geschäft der STADA AG wurde erneut vom Preisdruck aus den Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland belastet, zumal sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nochmals gegenüber dem Vorjahr verschärften. Dieser negative Effekt konnte jedoch durch eine robuste Entwicklung des deutschen Markenproduktgeschäfts und die Zunahme konzerninterner Warenlieferungen, insbesondere aber durch Erträge aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten mit anschließender Rücklizenzierung zur weiteren betrieblichen Nutzung und aus der Anpassung von Verrechnungspreisrichtlinien im Rahmen der Umsetzung eines Steueroptimierungsprogramms zum 1. Juli 2013 mehr als kompensiert werden. Der deutliche Anstieg des Jahresüberschusses in 2013 um 194,6 Mio. € auf 224,7 Mio. € resultiert jedoch maßgeblich aus gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen, die vor allem auf den konzerninternen Verkauf von verbundenen Gesellschaften im Rahmen der Umsetzung des Steueroptimierungsprogramms zurückgehen. Die Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen waren im Saldo rückläufig. Neben den nochmals verschärften Rahmenbedingungen im deutschen Generika-Markt führten in Europa die aus der Euro-Staatsschuldenkrise resultierende Notwendigkeit zur Konsolidierung der Haushalte und die gedämpften Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung zu staatlich angeordneten Einsparungen im Gesundheitswesen. So wurde die durch entsprechende regulatorische Maßnahmen geförderte Verschreibung von kostengünstigen Medikamenten, die sich in anziehenden Absätzen bemerkbar machte, in einzelnen Ländern des Euro-Raums von staatlich angeordneten Preissenkungen zunichtegemacht. Ein relativ starkes Wachstum in Schwellenländern wie Russland und Asien konnte diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive identifiziert und implementiert der STADA-Konzern kontinuierlich effizienzsteigernde Projekte. So wurde im 3. Quartal ein neues IT-Servicecenter in Serbien eröffnet, aus dem für die STADA AG jährliche Kosteneinsparungen von insgesamt 5 Mio. € ab 2015 erwartet werden. Daneben implementierte STADA im 2. Halbjahr 2013 ein zum 01.07.2013 vom STADA-Vorstand beschlossenes Steueroptimierungsprogramm, aus dem sich Steuerverbesserungen für die STADA AG ergaben. Dieses Programm dient dazu, negative Effekte aus der so genannten Zinsschranke in Deutschland zu reduzieren. Der Investitionsfokus im Konzern bzw. der STADA AG richtet sich insbesondere auf den Ausbau und die Internationalisierung des margenstarken Markenproduktgeschäfts. Lage | Ertragslagescroll
Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitDer Umsatz der STADA AG nahm in 2013 um starke 11% auf 412,9 Mio. € zu. Das Generika-Segment in Deutschland wurde allerdings durch nochmals verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen belastet, die Portfolioverträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Herstellern seit April 2013 per Gesetz untersagen. In der Folge wurden diese Sortimentsverträge sukzessive durch Ausschreibungen auf Einzelmolekülbasis ersetzt, was zu entsprechenden Erlösschmälerungen führte. Auch ein mengeninduzierter Anstieg konzerninterner Warenlieferungen konnte die gegenläufige Entwicklung im Generika-Segment nicht ganz ausgleichen. Markenprodukte entwickelten sich insgesamt stabil, auch wenn Gewährleistungsrückstellungen für einige stark saisonal abhängige Produkte notwendig wurden. Wesentliche Ertragsbeiträge ergaben sich jedoch aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten mit anschließender Rücklizenzierung zur weiteren betrieblichen Nutzung (30,0 Mio. €) sowie aus einem Ertrag aus der Umsetzung eines Steueroptimierungsprogramms zur Reduzierung negativer Effekte aus der Zinsschranke in Deutschland (20,0 Mio. €). Im Rahmen dieses Steueroptimierungsprogramms führte der konzerninterne Verkauf von verbundenen Gesellschaften, insbesondere der irischen Clonmel, zu Mehrerlösen und trug mit 276,9 Mio. € maßgeblich zum deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 303,9 Mio. € auf 365,2 Mio. € bei. Material- und Personalaufwand entwickelten sich mit einem Anstieg von 10% bzw. 12% in etwa proportional zum Umsatzwachstum. Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von 38,3 auf 59,6 Mio. € und insbesondere der Abschreibungen auf Finanzanlagen von 4,5 Mio. € auf 47,0 Mio. € hauptsächlich in Italien, Portugal und Frankreich hatte einen negativen Effekt. In Italien wurde die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Crinos vollumfänglich abgeschrieben (23,3 Mio. €), da das Geschäftsmodell für Marken-Generika durch neue staatliche Regularien stark negativ beeinträchtigt wurde. Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen gingen im Saldo um 49,7 Mio. € auf 88,1 Mio. € zurück. Während Erträge aus Beteiligungen infolge höherer Dividenden aus verbundenen Unternehmen um 8,0 Mio. € anstiegen, reduzierten sich die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen maßgeblich auf Grund der Abschaffung von Sortimentsverträgen mit staatlichen Krankenkassen in Deutschland um 57,7 Mio. €. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich um 194,5 Mio. € auf 225,0 Mio. € in 2013. JahresüberschussDie Steuerlast reduzierte sich trotz des deutlich höheren Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 47.519 €. Dies ist maßgeblich auf die weitgehend steuerfreie Veräußerung von Beteiligungen als Teil der betrieblichen Erträge zurückzuführen. Der Jahresüberschuss beträgt 224,7 Mio. €. Lage | Vermögenslagescroll
Die Bilanzsumme lag mit 2.885,7 Mio. € in 2013 um 19% über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg des Anlagevermögens um 478,2 Mio. € beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg der Finanzanlagen (+515,8 Mio. €). Dort haben sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen vor allem infolge der Kapitaleinlage für eine neu gegründete Holding in Großbritannien um 455,3 Mio. € erhöht. Wertminderungen auf Sachanlagen und insbesondere immaterielle Vermögenswerte hatten einen gegenläufigen Effekt. Bei den immateriellen Vermögenswerten reduzierte sich die Summe der entgeltlich erworbenen Konzessionen und Schutzrechte durch einen höheren Abschreibungsbedarf um 14,6 Mio. €. Der Geschäfts- und Firmenwert nahm durch planmäßige Abschreibungen um 8,7 Mio. € ab. Das Umlaufvermögen ging leicht um 15,8 Mio. € zurück. Stichtagsbedingt kam es zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche betragsmäßig jedoch geringer war als der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, der sonstigen Vermögensgegenstände, der Vorräte und des Kassenbestands. Während sich der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 20,3 Mio. € aus dem Ausgleich von Forderungen durch Tochterunternehmen ergab, beruhte der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 12,5 Mio. € auf einer Veränderung der Steuererstattungsansprüche. Das Eigenkapital stieg deutlich um 213,4 Mio. € an, maßgeblich bedingt durch den um 194,6 Mio. € angestiegenen Jahresüberschuss, der mit 110,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Auch die Ausübung von Aktienoptionen im Jahr 2013 und die daraus resultierende Veränderung des Grundkapitals und der Kapitalrücklage wirkten sich leicht positiv auf das Eigenkapital aus. Die Eigenkapitalquote stieg auf 32% (Vorjahr: 29%). Rückstellungen nahmen im Wesentlichen als Folge der bestehenden Krankenkassenrabattverträge um 58,6 Mio. € auf 187,8 Mio. € zu. Die Summe der Verbindlichkeiten stieg maßgeblich auf Grund der Emission einer Unternehmensanleihe (Nominalwert 350 Mio. €) deutlich um 192,8 Mio. € auf 1.780,6 Mio. € (2012: 1.587,7 Mio. €) an. Vor diesem Hintergrund waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 148,1 Mio. € rückläufig. Kaum Veränderungen ergaben sich bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Durch geringeres Factoring sanken die sonstigen Verbindlichkeiten um 7,8 Mio. €. Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt die STADA AG nicht bilanzierte Vermögenswerte. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um geleaste oder gemietete Gegenstände im üblichen Rahmen, wie z.B. Firmenfahrzeuge und angemietete Gebäudeflächen. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzt die STADA AG vor allem Factoring. Lage | FinanzlageDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug in 2013 120,8 Mio. € (2012: -5,5 Mio. €). Diese Verbesserung ergab sich im Wesentlichen aus einem stark gestiegenen Periodenergebnis (+194,6 Mio. €) bereinigt um im Vergleich zum Vorjahr nicht zahlungswirksame höhere Abschreibungen (+74,1 Mio. €), insbesondere auf Finanzanlagen und Rückstellungen (+36,0 Mio. €) infolge von Krankenkassenrabatten sowie auf Gewinne aus Anlageabgängen, vor allem aus Abgängen auf Beteiligungen (+276,9 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -290,0 Mio. € (2012: -351,2 Mio. €) und resultierte vor allem aus Ausleihungen an die neue britische Holding zur Finanzierung des Erwerbs von Beteiligungen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 165,1 Mio. € (2012: 144,0 Mio. €) und wurde maßgeblich durch die Aufnahme einer Unternehmensanleihe im Nominalwert von 350 Mio. € für die Finanzierung des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross beeinflusst, welche die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 148,1 Mio. € deutlich übertraf. Durch die beschriebenen Cashflows nahm der Finanzmittelfonds von 11,3 Mio. € auf 7,2 Mio. € ab. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität zu jedem Zeitpunkt zu sichern und die mit der Finanzierung verbundenen Risiken zu begrenzen. Die mittel- bis langfristige Fremdkapitalfinanzierung ist kapitalmarktorientiert und beruht im Wesentlichen auf zwei Unternehmensanleihen in Euro mit Laufzeit 2015 und 2018 und Schuldscheindarlehen mit Fälligkeiten bis in das Jahr 2017. Ziel ist ein balanciertes Fälligkeitsprofil mit diversifizierter Investorenbasis und optimierten Finanzierungskonditionen. Der durchschnittliche Zinssatz über die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten der STADA AG beträgt zum 31.12.2013 ca. 3,05%. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2013 verzeichnete die STADA AG insgesamt eine Geschäftsentwicklung, die den zum Jahresbeginn veröffentlichten Ausblick für Umsatz- und Jahresüberschuss deutlich übertraf. Zum einen belasteten zwar die verschärften Rahmenbedingungen für Generika in Deutschland und einigen für STADA wichtigen europäischen Märkten sowohl das operative Ergebnis als auch das Finanzergebnis. Andererseits fielen jedoch höhere konzerninterne Warenlieferungen sowie Erträge aus dem Verkauf immaterieller Vermögenswerte mit anschließender Rücklizenzierung zur betrieblichen Nutzung an, so dass der Umsatz insgesamt deutlich um 11% auf 412,9 Mio. € anstieg. Zudem verfolgte der STADA-Konzern im Geschäftsjahr 2013 die Umsetzung eines Steueroptimierungsprogramms zur Reduzierung negativer Effekte aus der Zinsschranke in Deutschland, aus dem sich erste positive Effekte auf den Umsatz sowie insbesondere die sonstigen betrieblichen Erträge der STADA AG ergaben. Zusätzlich führte eine deutliche Umsatzsteigerung in der Marktregion CIS / Osteuropa zu substanziellen Beteiligungserträgen und damit zu einer Unterstützung des Finanzergebnisses. Als Folge konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 30,5 Mio. € auf 225,0 Mio. € gesteigert werden. Der Ertrag aus der Veräußerung von Beteiligungen zur Optimierung der Steuerstruktur war zudem weitgehend steuerfrei, womit der Jahresüberschuss mit 224,7 Mio. € (Vorjahr: 30,0 Mio. €) in etwa proportional zum Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anstieg. Das im Geschäftsjahr 2013 erzielte Ergebnis der STADA AG basiert damit insgesamt auf einem verstärkten Fokus des Geschäftsmodells auf Markenprodukte mit langfristigem Wachstumspotenzial und begrenzter staatlicher Regulation sowie kontinuierlichen strukturellen Verbesserungen. Indirekt profitiert die STADA AG von Erträgen aus Beteiligungen, deren Fokus auf Marktregionen mit ebenfalls langfristigem Wachstumspotenzial gerichtet ist. VERGÜTUNGSBERICHTDieser Vergütungsbericht erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der STADA Arzneimittel AG zum Bilanzstichtag und enthält die individuelle Angabe der Bezüge der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Vergütung des VorstandsDer Gesamtaufsichtsrat legt das Vergütungssystem für den Vorstand und die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder auf Vorschlag des Personalausschusses fest und überprüft es regelmäßig. Vergütungssystem für den VorstandDas von der STADA-Hauptversammlung am 16.06.2011 verabschiedete Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens entsprechend ihren persönlichen Aufgaben und Leistungen, der Gesamtleistung des Vorstands sowie den Erfolgen bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist im Rahmen dieses Vergütungssystems in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und so bemessen, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit Anreize für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld bietet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich im Rahmen dieses Vergütungssystems aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung zusammen. Aktienoptionspläne oder sonstige vergleichbare Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung bestehen nicht. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem fest vereinbarten und in zwölf gleichen monatlichen Raten ausbezahlten Grundgehalt. Dieses Jahresfestgehalt wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Sonstige Bezüge erhalten die Mitglieder des Vorstands nur in Form von Nebenleistungen, die im Wesentlichen aus der Privatnutzung eines Dienstwagens, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Versicherungsleistungen (u.a. Unfallversicherung) bestehen. Im Rahmen der Vergütungsstruktur sind unter Einhaltung der Regeln des Gesetzes über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) grundsätzlich auch einzelvertragliche Zusagen über weitere erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten gegenüber einzelnen Vorstandsmitgliedern möglich, z.B. Pensionszusagen oder Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Die erfolgsabhängige Vergütung ist in der Vergütungsstruktur für alle Vorstandsmitglieder prinzipiell gleichartig strukturiert, kann in der individuellen Ausgestaltung und der Höhe für die einzelnen Vorstandsmitglieder jedoch auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen differieren. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht dabei in der geltenden Vergütungsstruktur bei jedem Vorstandsmitglied aus folgenden Komponenten:
Die aktuellen Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder entsprechen diesem Vergütungssystem. In der konkreten Ausgestaltung der Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder lehnen sich sowohl das Langzeitziel für die variable Langzeitsondervergütung als auch die jeweiligen Zwischenziele für alle drei Vorstandsmitglieder jeweils an die im Geschäftsjahr 2010 publizierten Langzeitziele des Konzerns für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2014 an. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2013 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
1)
Exklusive der vertraglich vereinbarten erfolgsabhängigen
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele, die nachfolgend als Vorschuss genannt
sind. Zusätzlich zu den vorstehenden Vergütungen erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2013 erfolgsabhängige Vorschüsse1) von insgesamt 1.206.250,00 € (Vorjahr: 1.306.250,00 €); davon entfielen auf Hartmut Retzlaff 806.250,00 € (Vorjahr: 806.250,00 €), auf Helmut Kraft 300.000,00 € (Vorjahr: 250.000,00 €), auf Dr. Axel Müller 0,00 € (Vorjahr: 250.000,00 €) und auf Dr. Matthias Wiedenfels 100.000,00 € (Vorjahr: 0,00 €). Das im Berichtsjahr ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Axel Müller erhielt im Berichtsjahr auf Grund des weiter bestehenden Dienstvertrags eine Vergütung in Höhe von 461.333,41 (davon 310.306,01 € erfolgsunabhängig inklusive 8.251,22 € sonstige Bezüge sowie 151.027,40 € erfolgsabhängig). Das prozentuale Verhältnis zwischen erfolgsunabhängiger und erfolgsabhängiger2) Vergütung der Vorstandsmitglieder bewegt sich dabei in einer Bandbreite von ca. 53% bis ca. 67% erfolgsunabhängiger und ca. 33% bis ca. 47% erfolgsabhängiger2) Vergütung.
1)
Vertraglich vereinbarte erfolgsabhängige
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele. Zusagen an VorstandsmitgliederZusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit und etwaige entsprechende LeistungsgewährungenIn dem Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden ist ein Ruhegehalt auf einen jährlichen Betrag festgeschrieben, wobei sich nach Eintritt des Versorgungsfalls das monatliche Ruhegeld zum 1. Juli eines jeden Jahres jeweils um den Prozentsatz, um den sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung im Vergleich zum Vorjahr erhöht, verändert. Die Zahlungen aus den Versorgungszusagen beginnen mit Antrag als Altersleistung, grundsätzlich nach Ablauf des vom 01.09.2011 bis 31.08.2016 gültigen Vorstandsvertrags, sofern dieser nicht verlängert wird, bzw. als Invalidenleistung, wenn das Dienstverhältnis vorher infolge einer Berufsunfähigkeit endet. Der Dienstzeitaufwand nach HGB für die Rückstellungsbildung der im Geschäftsjahr 2013 verdienten Versorgungsansprüche betrug 1.143.469,00 €. Der Barwert der Pensionszusage nach HGB belief sich auf 27.811.456,00 €. Ferner enthält der Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) eine Abfindungsregelung, die entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht höher als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags ist und deren Höhe auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Dr. Axel Müller im Berichtsjahr wurde die Weiterzahlung der vertraglich vorgesehenen Vergütung bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Diese Vergütungsaufwendungen bis zum Ende des Dienstvertrags belaufen sich auf 1.151.115,72 € (davon 753.615,72 € erfolgsunabhängig inklusive 3.615,72 € sonstige Bezüge sowie 397.500,00 € erfolgsabhängig) sowie 1.140.083,33 € erfolgsabhängige Langzeitsondervergütung. Sonstige ZusagenDer Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden sieht vor, dass die Gesellschaft im Fall von Krankheit oder Unfall die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden fortzahlt, wobei die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten eines der beiden Fälle dem Jahresfestgehalt und der variablen Vergütung und im zweiten bzw. dritten Jahr dem Jahresfestgehalt entspricht. Für den Vorstand Finanzen und den Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste besteht jeweils eine Unfallversicherung, die im Fall von Dienstunfähigkeit wegen Erkrankung monatliche Bezüge bis zu einem Jahr, längstens jedoch bis zur Beendigung des Vertrags, und unter Anrechnung von Zahlungen Dritter vorsieht. Für den Fall der Dienstunfähigkeit von mehr als drei Monaten wird die variable Vergütung zeitanteilig gekürzt. Für alle drei Vorstandsmitglieder besteht im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder im gesetzlichen Rahmen. Leistungen von konzernfremden Dritten, die Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr zugesagt oder gewährt worden sindIm Geschäftsjahr 2013 haben nach Kenntnis der Gesellschaft konzernfremde Dritte Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr weder Leistungen zugesagt noch gewährt. Vergütung des AufsichtsratsSatzungsgemäßes Vergütungssystem für den AufsichtsratDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat regelt § 18 der Satzung der STADA Arzneimittel AG. Für das Berichtsjahr gilt § 18 der Satzung in der Fassung vom 04.02.2013, wonach die Aufsichtsratsmitglieder neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr
erhalten. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte. Für die Tätigkeiten in einem Ausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 10.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält für seine Tätigkeit das Doppelte. Auf alle Vergütungen an den Aufsichtsrat ist zusätzlich Umsatzsteuer zu zahlen. Die Hauptversammlung hat am 05.06.2013 die Neufassung der Aufsichtsratsvergütung und des § 18 der Satzung beschlossen. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 neben einer jährlichen festen Vergütung eine auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Vergütung. Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2013 tätigen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind darüber hinaus keine weiteren Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder gewährt worden; allerdings besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder, die dem gesetzlichen Rahmen der Vorstandsmitglieder entspricht. Vergütung des BeiratsGemäß § 10 der Geschäftsordnung des Beirats der STADA Arzneimittel AG erhalten die Beiratsmitglieder eine Sitzungspauschale von 600 € pro Sitzung zuzüglich der Erstattung von Auslagen. NACHTRAGSBERICHTFolgendes Ereignis erfolgte zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2013 und dem Unterzeichnungsdatum des Lageberichts und des Abschlusses für 2013 mit einer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STADA Arzneimittel AG: Im 1. Quartal 2014 konnte STADA erfolgreich Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200 Mio. € aufnehmen, deren Laufzeit fünf Jahre beträgt. Für 124 Mio. € gilt dabei ein fixer Zinssatz, der bei 2,30% liegt. Für 76 Mio. € gibt es einen variablen Zinssatz von derzeit 1,51%. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTChancenmanagementDas kontinuierliche Management von Chancen sichert den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Ziel des Chancenmanagements bei STADA ist es, Neues zu schaffen sowie Bestehendes zu sichern und zu verbessern. Basis für die Nutzung sich bietender Wachstumspotenziale und somit zur Sicherung des nachhaltigen Erfolgs sind die strategischen Erfolgsfaktoren von STADA. Hierzu zählen im Wesentlichen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik inklusive eines langjährigen Integrationsmanagements, ein funktional zentral bzw. im Vertrieb nach Marktregionen organisierter Konzern mit kurzen Entscheidungswegen, ein effizientes Kostenmanagement sowie leistungsstarke und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wesentliche strategische Erfolgsfaktoren der STADA![]() Die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur in den vertriebsnahen Bereichen der STADA führt dazu - unterstützt von der Durchführung intensiver Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie dem engen Kontakt mit Institutionen -, dass Trends und Anforderungen in den häufig fragmentierten Märkten frühzeitig erkannt und analysiert werden. So können Chancen gezielt genutzt werden. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über zentral organisierte Prozesse zur Chancenerkennung, wie bspw. ein konzernweites Portfoliomanagement zur Identifizierung potenzieller Neuprodukte. Angesichts der nach wie vor gut gefüllten Produkt-Pipeline wird STADA das bestehende Portfolio - insbesondere im Kernsegment Generika - kontinuierlich ausbauen. Neben den mit der Neueinführung von Produkten erzielten Umsätzen und Erträgen besteht dadurch auch die Chance auf einen verbesserten Margenmix und Skaleneffekte, sofern die Produkte mit einer initial besseren Marge als der des Konzerndurchschnitts bzw. mit den bestehenden Vertriebsstrukturen in den einzelnen Marktregionen eingeführt werden können. Im Rahmen der "Time and cheap to market-Strategie zielt STADA darauf ab, Neueinführungen in der Regel nicht nur zum frühestmöglichen Zeitpunkt vorzunehmen, sondern auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten. Die internationale Vertriebsstruktur des STADA-Konzerns mit vier Marktregionen ist darauf ausgelegt, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten der Marktregionen zu vertreiben. Unter dem Gesichtspunkt, die jeweiligen Wachstumschancen in den einzelnen Marktregionen optimal nutzen zu können, wird STADA das weltweite Vertriebsnetz auch in Zukunft erweitern. Im Rahmen der aktiven Akquisitionspolitik beabsichtigt der Vorstand, die Geschäftsaktivitäten des STADA-Konzerns weiter auszubauen. Im Fokus stehen dabei zum einen ausgewählte Märkte in den jeweiligen Marktregionen, schwerpunktmäßig wachstumsstarke Schwellenländer, und zum anderen der Ausbau und die Internationalisierung der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Sparzwänge, denen die einzelnen nationalen Gesundheitssysteme ausgesetzt sind, sieht der Vorstand hier insbesondere weitere Wachstumsopportunitäten bei den Markenprodukten, da diese in der Regel bessere Margen aufweisen und weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen. Mit Blick auf künftiges Wachstum werden auch weiterhin die funktionalen Berichtsstrukturen der Tochtergesellschaften mit kurzen Entscheidungswegen bei gleichzeitig starker regionaler Marktpräsenz von hoher Bedeutung sein. Dies betrifft insbesondere die Vertriebsaktivitäten, da die Fähigkeit, kurzfristig auf strukturelle, regulatorische oder wettbewerbliche Veränderungen reagieren zu können, sowohl bei der Nutzung von Chancen als auch bei der Reduzierung von Risiken eine wesentliche Rolle spielt. Angesichts dessen wird STADA in Einzelfällen auch weiterhin eine aggressive Preispolitik mit einem eventuellen Rückgang operativer Margen verfolgen, um eine bessere Marktposition bzw. einen höheren Marktanteil zu erreichen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Geschäftsaktivitäten in dem jeweiligen Markt einer Marktregion profitabel sind bzw. es in einem absehbaren Zeitraum werden. Einen hohen Stellenwert wird unter Ertragsgesichtspunkten auch weiterhin ein effizientes Kostenmanagement einnehmen. Ein Fokus wird im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung unverändert auf den Herstellungskosten und allen damit verbundenen Kosten liegen, da sie die deutlich größte Kostenposition im Konzern darstellen. Somit ergeben sich für die STADA Chancen aus der Reduzierung der Herstellungskosten durch weitere Beteiligung von Lieferanten am Marktrisiko sowie aus der verstärkten Nutzung von Anbietern aus Niedriglohnländern. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive hat STADA die noch ausstehenden Maßnahmen im Rahmen des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future", das für den Zeitraum von 2010 bis Ende 2013 ausgelegt war, im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen oder eingeleitet. Chancen ergeben sich durch die mit der Durchführung des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms herbeigeführte Etablierung einer Kultur der kontinuierlichen Kostenoptimierung. Eine weitere wesentliche Chance für STADA stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, die mit ihrem umfangreichen Fachwissen, ihrer großen Erfahrung und ihrer hohen Leistungsbereitschaft auch künftig einen maßgeblichen Anteil an dem weiteren Erfolg des Unternehmens haben werden. RisikomanagementDas Management von Risiken ist eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit. Aus diesem Grund hat der Vorstand von STADA ein in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integriertes, kontinuierliches Risikomanagement-System implementiert, das auf einem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten "Enterprise Risk Management - Integrated Framework" (2004), basiert. Damit ist das Risikomanagement-System integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Grundlage für die Risikostrategie ist die Geschäftsstrategie von STADA. Sie zielt darauf ab, den Vorstand in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig steuernd eingreifen zu können. Die Risikostrategie findet in allen Geschäftssegmenten des STADA-Konzerns Anwendung. Das Risikomanagement-System der STADAAls in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt STADA den deutschen Rechtsvorschriften zum Risikomanagement wie bspw. § 91 Abs. 2 AktG. Der Vorstand hat ein konzernweites Risikomanagement-System eingerichtet, um die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ein effektives Management von Risiken sicherzustellen. Ziel des Risikomanagement-Systems ist es, für STADA signifikante und bestandsgefährdende Risiken systematisch und regelmäßig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und mögliche Maßnahmen zu eruieren, die im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Daneben soll das Risikomanagement-System hinreichende Sicherheit gewährleisten, dass die Ziele von STADA, insbesondere die finanziellen, operativen und strategischen Ziele, planmäßig erreicht werden können. Das Risikomanagement-System bildet bei STADA ein wesentliches Element im unternehmerischen Entscheidungsprozess und ist daher als integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im gesamten STADA-Konzern implementiert. Der unternehmensweit einheitliche, integrierte Ansatz zum Management von Risiken soll die Effektivität des konzernweiten Risikomanagements sicherstellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung ermöglichen. Die wesentlichen Elemente des konzernweiten Risikomanagement-Systems sind: 1. der im Unternehmen vertikal und horizontal integrierte Fachbereich Risk Management, der für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der konzernweiten Einrichtung der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"), die Methoden und Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist; 2. die konzernweit in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften integrierten dezentralen Risikobeauftragten, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren (Bottom-up-Kommunikation); 3. schriftliche und mündliche Abfragen (Top-down-Kommunikation) bei den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten durch den Fachbereich Risk Management zu aktuellen Themen und zur Risikolage in den einzelnen Bereichen im Konzern; 4. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem der Risikomanagement-Prozess und das Risikomanagement-System definiert sind; 5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das konzernweite Risikomanagement von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und auch nicht einbezogene Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% erkennbare Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im Risikomanagement-System des Konzerns erfasst. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess umfasst bei STADA die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoaggregation, Risiko-Monitoring und Risiko-Reporting. ![]() Phase 1: RisikoidentifikationIn der Phase "Risikoidentifikation" werden in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften systematisch alle Ereignisse erhoben, die zukünftig erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA haben könnten oder das Risikoprofil von STADA verändern würden. Diese Ereignisse werden nach ihrer Erhebung einer Kategorie im unternehmensspezifischen Risikoatlas zugeordnet. Die Identifikation von Risiken erfolgt zum einen durch Self-Assessment der Risikobeauftragten (bottom up) und zum anderen durch schriftliche und mündliche Abfragen durch den Fachbereich Risk Management (top down). Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und den Risikobeauftragten in den einzelnen Geschäftsbereichen und Standorten weltweit soll sicherstellen, dass, neben der inhaltlichen Konsistenz der Risiken, ein durchgängiges Risikomanagement über Abteilungs- und Ländergrenzen stattfinden kann. Phase 2: RisikobewertungIn der Phase "Risikobewertung" wird nach einer Analyse der Ursache-Wirkungs-Struktur durch den jeweiligen Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, eine Bewertung für jedes identifizierte Risiko durchgeführt. Die Bewertung der Risiken erfolgt quantitativ auf der Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und soll sowohl mögliche direkte Schäden als auch mögliche indirekte Folgen durch den möglichen Eintritt des Risikos berücksichtigen. In einem weiteren Schritt wird jedes bewertete Risiko einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten bereinigt. Phase 3: RisikosteuerungIn der Phase "Risikosteuerung" werden durch den Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, mögliche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduktion, -transferierung und/oder -kompensation identifiziert. Bei den identifizierten Maßnahmen kann es sich sowohl um ursachenbezogene (präventive) als auch um wirkungsbezogene (reaktive) Maßnahmen des Vorstands handeln. In einigen Fällen kann auch die Akzeptanz des Risikos als Maßnahme zugelassen werden. In einem weiteren Schritt wird jede identifizierte Maßnahme einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten bereinigt. Phase 4: RisikoaggregationIn der Phase "Risikoaggregation" werden durch den Fachbereich Risk Management nach einer Analyse der Risikoursachen Risiken mit identischer Risikoursache zur Erhöhung der Transparenz in einem Aggregat zusammengefasst. Die Risikobeschreibungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten der in einem Aggregat zusammengefassten Risiken werden analysiert und aufeinander abgestimmt. Phase 5: Risiko-MonitoringIn der Phase "Risiko-Monitoring" werden die Entwicklung der Risiken sowie die Durchführung und die Effektivität der identifizierten Maßnahmen durch den Risikoverantwortlichen kontinuierlich überwacht, wobei dieser von den jeweiligen Risikomanagern unterstützt wird. Bei einzelnen potenziell hoch risikobehafteten Geschäftsprozessen begleitet das Risikomanagement des Konzerns beobachtend auch die operative Umsetzung. Phase 6: Risiko-ReportingIn der Phase "Risiko-Reporting" wird durch den Fachbereich Risk Management aus den identifizierten Risiken quartalsweise jeweils ein empfängerorientierter Risikobericht für den Vorstand, die Vice Presidents und die Geschäftsführer erstellt und zeitnah zur Verfügung gestellt. Der Risikobericht für den Vorstand geht unverändert an den Aufsichtsrat. Wesentliche Risiken aus dem empfängerorientierten Risikobericht werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. werden weitere Maßnahmen zur Risikobewältigung adressiert. Bei zwischen zwei Berichtszeitpunkten im Rahmen des Risikomanagement-Systems neu auftretenden signifikanten Risiken werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert. Das von STADA betriebene Risikomanagement-System wird regelmäßig durch den Abschlussprüfer von STADA und durch die Interne Revision überprüft und beurteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass das Risikomanagement-System von STADA den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 HGB)Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (IKRMS) ist Bestandteil des konzernweiten Risikomanagement-Systems von STADA. Es verfolgt das Ziel, durch Implementierung von angemessenen und wirksamen Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung (Buchführung, Einzel- und Konzernabschlüsse sowie Lageberichte) im Sinne einer Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften sowie die Einhaltung interner Richtlinien sicherzustellen. Dabei greifen eine zentrale systemische Organisation und Steuerung sowie eine jeweils regionale Verantwortung einzelner Teilprozesse ineinander. Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des IKRMS obliegt dem Vorstand der STADA Arzneimittel AG. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS wird vom Vorstand mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt auf der Grundlage von einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien, die von der Abteilung Rechnungswesen vorgegeben werden, und einem einheitlichen Kontenplan. Neuerungen im Bereich der Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend überwacht. Soweit diese für STADA relevant sind, werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst. Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Die eingesetzten Softwaresysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte externe Zugriffe geschützt. Darüber hinaus stellen interne Genehmigungsverfahren sicher, dass nur die jeweils relevanten Personen Zugriff auf die einzelnen Systeme haben. Außerhalb der durch Software unterstützten Systeme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Ebenen der Gesellschaft durchgeführt. Im Rahmen der Tätigkeit der Internen Revision als weiteres Element des internen Überwachungssystems werden Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS regelmäßigen Prüfungen unterzogen, um so die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollmechanismen sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems und die Einhaltung interner Richtlinien sicherzustellen. Als Kontrollorgan überwacht auch der Aufsichtsrat über seinen Prüfungsausschuss regelmäßig den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Der Umfang und die Ausrichtung des eingerichteten IKRMS sind insgesamt auf unternehmensspezifische Anforderungen von STADA ausgelegt. Nach Ansicht des Vorstands verfügt STADA über ein angemessenes und ausreichendes Überwachungssystem, das die für den Konzern notwendigen Elemente eines IKRMS umfasst. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Betrachtung eines jeden IKRMS sind jedoch Einschränkungen bezüglich dessen Wirksamkeit hinzunehmen. Des Weiteren können - auch bei Existenz von als wirksam erachteten Kontrollmechanismen - Fehler bzw. eine unzutreffende Einschätzung von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. BeurteilungszeitraumAls Beurteilungszeitraum für diesen Risikobericht ist, sofern im Einzelfall nicht eine andere Zeitspanne angegeben ist, grundsätzlich ein Zeitraum von 24 Monaten zu Grunde gelegt. Prinzipiell kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Geschäftsverlauf während des Beurteilungszeitraums der Risiken weitere, auch wesentliche Risiken ergeben, die zu den nachfolgend genannten Risiken hinzutreten können. Bewertung der RisikokategorienDie aus heutiger Sicht des STADA-Vorstands antizipierbaren relevanten Risiken für die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfassen die im Folgenden in Risikokategorien zusammengefassten Risiken. Durch die Zusammenfassung gleichartiger Risiken werden die Risiken stärker aggregiert, als sie zur internen Steuerung mit Hilfe der Risikomanagement-Software verwendet werden. Wenn nicht anders angegeben, betreffen alle beschriebenen Risiken in unterschiedlichem Ausmaß alle Unternehmenssegmente (Generika, Markenprodukte und Handelsgeschäfte). Um zu ermitteln, welche Risikokategorien am ehesten für STADA bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt: Eintrittswahrscheinlichkeitscroll
Auswirkungscroll
STADA bewertet und berichtet nur Einzelrisiken quantitativ auf der Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung des Risikos, unabhängig von ihrer Risikokategorisierung. Eine interne Steuerung findet daher nur auf der Ebene der Einzelrisiken und nicht auf der Ebene aggregierter Risikokategorien statt. Zum Zweck der Darstellung in diesem Risikobericht werden nachfolgend die bewerteten Einzelrisiken pro aggregierte Risikokategorie zusammengefasst und in "hoch", "mittel" oder "gering" gewichtet. Die nachfolgenden Risiken werden grundsätzlich als Nettorisiken, also die Risiken sowie die ergriffenen Maßnahmen zur Risikobewältigung, dargestellt. Umfeld- und BranchenrisikenSTADA ist im Gesundheits- und Pharmamarkt in Marktregionen bzw. Marktsegmenten tätig, die sich u.a. durch hohe Preissensibilität, kontinuierlichen Margendruck, intensiven Wettbewerb und sich stetig verändernde regulatorische Rahmenbedingungen auszeichnen. Von wesentlicher Bedeutung für STADA sind Risiken, die im Zusammenhang mit Änderungen der Marktbedingungen auf Grundlage des starken Wettbewerbs oder mit Veränderungen durch von STADA nicht beeinflussbare Strukturen und Mechanismen in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen oder der Marktsegmente stehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den STADA-Kernsegmenten Generika und Markenprodukte. Einige Wettbewerber können auf Grund ihrer finanziellen oder organisatorischen Ressourcen, Produktionskapazitäten, Vertriebsstärke und/ oder Marktmacht die Marktbedingungen in für STADA negativer Weise beeinflussen. Dies betrifft insbesondere solche Aktivitäten der Wettbewerber, die die Preisstellung (bspw. bei Ausschreibungen und Rabattverträgen), den Sortiments- und Serviceumfang und/oder die Liefer- und Rabattkonditionen beeinflussen, um die eigene Wettbewerbsposition zu sichern oder auszubauen. Des Weiteren können die Marktbedingungen auch durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern beeinflusst werden. Gleichzeitig ist eine Veränderung der Marktbedingungen ebenso durch eine steigende Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen (wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen, Versandhändlern) möglich, die eine Verschärfung des Preis-, Service- und/oder Konditionenwettbewerbs sowie ungünstigere Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen und Rabattverträgen zur Folge haben können. Dies kann dazu führen, dass STADA vor die Alternative gestellt wird, in einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen entweder zu nicht kostendeckenden Preisen zu verkaufen oder auf wesentliche Umsätze zu verzichten und eine Wertberichtigung und Vernichtung von nicht mehr benötigten Lagerbeständen in Kauf zu nehmen. Der Ausfall dieser Umsätze kann zu einer weiteren Verschlechterung der Ertragslage bei bestehenden Umsätzen bspw. durch eine geringere Auslastung bestehender Kapazitäten oder eine verschlechterte Mengenstaffel bei Fremdbezug führen. Prinzipiell ist STADA bereit, Chancen zu nutzen und in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen und/oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen ggf. Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in Marktregionen mit großem Wachstumspotenzial für Umsatz und/oder Ertrag oder mit strategischer und/oder operativer Notwendigkeit zum Erhalt oder zum Ausbau der eigenen Marktposition. Diese Verluste können infolge des Wettbewerbs, des Kundenverhaltens oder der staatlichen Regulierung auch höher als erwartet ausfallen. STADA betreibt eine aktive Risikominimierung, indem das Marktgeschehen aller Marktteilnehmer umfassend beobachtet wird und auf Basis der Beobachtungen Handlungsalternativen aufgezeigt werden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Unternehmensstrategische RisikenDie Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Gesundheits- und Pharmamarkt in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgelegt. Unter Kosten- und Risikoaspekten ist STADA grundsätzlich nicht in der Forschung nach bzw. Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen aktiv, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, sind. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass STADA Schwierigkeiten im Zusammenhang mit bestimmten betrieblichen und/oder finanziellen Anforderungen entstehen, die operativ nicht oder nicht in ausreichendem Umfang erfüllt werden können. Sollten die sachlichen und personellen Kapazitäten, die internen Strukturen, die Steuerungsinstrumente sowie die Finanzmittel mit der Wachstumsstrategie nicht Schritt halten, kann sich dies für STADA wesentlich nachteilig auswirken. In der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder erworbene oder selbst erstellte andere Vermögensgegenstände können möglicherweise nicht wie geplant oder nur zu höheren als den ursprünglich erwarteten Kosten in den Konzern integriert und/ oder beabsichtigte Synergieeffekte möglicherweise nicht oder nicht in der beabsichtigten Höhe erzielt werden. Ferner können akquirierte Gesellschaften und/oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen. Darüber hinaus können akquirierte Produkte möglicherweise nur mit unerwarteten Schwierigkeiten in neue Märkte eingeführt werden oder sich in ihren bestehenden Marktpositionen behaupten. Jeder der vorgenannten Sachverhalte kann insbesondere zu Wertminderungen von Vermögenswerten führen. Die Umsetzung der im Grundsatz wachstumsorientierten Unternehmensstrategie setzt eine signifikante Fremdfinanzierung voraus. Bei der Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten sowie insbesondere der beabsichtigten künftigen Expansion besteht damit das Risiko, dass sich STADA nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen Kapital oder Kredite beschaffen kann. Prinzipiell setzen sich international tätige Unternehmen wie STADA dem Risiko aus, bei der Geschäftstätigkeit den von Region zu Region und ggf. von Land zu Land unterschiedlichen und sich ändernden rechtlichen sowie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, dem jeweiligen spezifischen Marktumfeld sowie außerhalb des Euro-Raums den unterschiedlichen Währungen differenziert und mit möglicherweise erheblichem Aufwand Rechnung tragen zu müssen. Für STADA ist es möglicherweise schwierig, nach dem Recht eines Landes, in dem STADA selbst und ihre Beteiligungen Geschäfte betreiben, ihre eigenen Ansprüche zu bezahlbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft in diesem Land durchzusetzen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land, in dem STADA geschäftlich aktiv ist, nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit in diesem Land, aber auch bei international vernetzten Geschäftsprozessen für den Konzern insgesamt haben. Da STADA Waren und Dienstleistungen innerhalb des Konzerns überträgt bzw. erbringt, besteht das Risiko, dass die Finanzbehörden in einzelnen Ländern die jeweiligen Verrechnungspreise anders bewerten und nachträgliche Steuerforderungen gegenüber einer Gesellschaft des STADA Konzerns erheben, die sich über den negativen Ergebniseffekt der Beteiligung nachteilig auf STADA auswirken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, dass für die internationale Geschäftstätigkeit relevante Rahmenbedingungen - insbesondere steuerrechtliche Rahmenbedingungen - durch nationale oder supranationale Regulation in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Zudem besteht im Rahmen der Internationalisierung das Risiko, dass sich das politische Umfeld in einzelnen Ländern im Allgemeinen und für STADA bzw. die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Speziellen wesentlich nachteilig verändert, bspw. durch internationale Spannungen oder durch innere politische Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen STADA selbst und ihre Beteiligungen geschäftlich tätig sind. Ferner haben Teile der Geschäftstätigkeit von STADA, vor allem in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb, Beschaffung und Produktion, Bezug zu den USA und unterliegen dort gegenüber anderen Ländern nach Einschätzung der Gesellschaft erhöhten rechtlichen Risiken, insbesondere in den Bereichen Haftung und Patentstreitigkeiten. Dies kann dort mit erheblichen Kosten, vor allem für Rechtsberatung, verbunden sein. Gleiches gilt für Streitigkeiten in den USA bezüglich vertraglicher Vereinbarungen mit Dritten sowie der Verletzung der Vertraulichkeit von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Des Weiteren liegt ein prinzipielles unternehmensstrategisches Risiko, so auch von STADA, darin, dass sich die Märkte, Marktregionen und Marktsegmente, auf die sich ein Unternehmen strategisch fokussiert, anders als erwartet entwickeln. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, diese Erwartungen im Vorfeld sorgfältig zu analysieren, und dabei teilweise auch auf externe Daten und Einschätzungen zurückgreift, so können Einschätzungsfehler von STADA, bspw. auf Grund ungenügender Datenlage, unerwarteter regulatorischer oder wettbewerblicher Einflüsse, neuer technologischer Entwicklungen oder veränderter gesellschaftlicher und makro- bzw. mikroökonomischer Trends, nicht ausgeschlossen werden, die mit erheblichen wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften verbunden sein können. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Regulatorische RisikenDer Gesundheits- und Pharmamarkt ist durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Änderung oder Aufhebung bestehender oder der Erlass neuer Vorschriften (insbesondere Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene in Bezug auf die Marktstruktur, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens bspw. durch Gerichtsentscheidungen oder Gesetzesänderungen) kann erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf den Geschäftserfolg von STADA haben. Für STADA von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, die Marktstruktur, Preisgestaltung und/ oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen. Daher besteht für das Geschäftsmodell von STADA das Risiko, dass sich von STADA im Vertrauen auf den Fortbestand von bestehenden Marktstrukturen getätigte Investitionen nach regulatorischen Eingriffen als nicht werthaltig erweisen oder bestehende Marktpositionen sogar gefährdet sind. Dies betrifft bspw. die einzelnen nationalen Vertriebsstrukturen von STADA, die an den national unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Vermarktung sowie den Vertrieb von und den Handel mit pharmazeutischen Produkten ausgerichtet sind, aber auch Veränderungen der direkten oder indirekten Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen oder geändertes Nachfrageverhalten. Auf vielen Märkten der jeweiligen Marktregionen sind die Preise pharmazeutischer Produkte staatlicher Kontrolle und Regulation ausgesetzt; in einigen Märkten nehmen die Regierungen direkt Einfluss auf die Preisbildung. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen bzw. Vorgaben zur Rabattgewährung, Schaffung von einen intensiveren Wettbewerb stimulierenden Rahmenbedingungen) reguliert oder durch supranationale Vorschriften beeinflusst werden. Der Preisdruck durch staatliche Erstattungssysteme kann die Profitabilität einzelner Produkte schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel machen. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen bleibt oder sich sogar noch vergrößert. Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme. Dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird. Zusätzlich besteht für pharmazeutische Produkte das Risiko, dass arzneimittelrechtliche Rahmenbedingungen oder Bestimmungen zu gewerblichen Schutzrechten oder andere für den Ausbau des Produkt-Portfolios relevante Bestimmungen durch nationale oder supranationale Vorschriften in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Gleichartige Risiken bestehen auch für andere teilregulierte Produktkategorien im Gesundheitsmarkt wie z.B. Medizinprodukte. Eine exakte Prognose zu Einführung und Ausmaß von etwaigen Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf für STADA relevante Marktstrukturen und/oder Geschäftsprozesse ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess im jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und nach dem Inkrafttreten solcher Regelungen die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten von STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulation könnte es notwendig werden, das Geschäftsmodell anzupassen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Risiken des ProduktportfoliosEine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des Produkt-Portfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass entgegen den Planungen Produkte, die dem Produkt-Portfolio der STADA zugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse und/oder fehlerhafte Ausführungen der den Markteintritt vorbereitenden Aktivitäten wie bspw. Produktentwicklung und Zulassung nicht oder verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- und/oder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Sozialversicherungssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet. Zudem ist auch bei der Entwicklung und Zulassung bei jedem einzelnen Produkt die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften von großer Bedeutung. Bei Generika gilt dies in besonderem Maß für die Beachtung von gewerblichen Schutzrechten (wie bspw. Patenten, SPCs und so genannten Bezugnahmesperren). Werden einzelne rechtliche Vorschriften verletzt, kann dies zu einer Verzögerung oder sogar Verhinderung der Ausbietung eines neuen Produkts durch rechtliche Schritte von Wettbewerbern oder Zurückweisung durch die Zulassungsbehörden führen. Sofern STADA unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte angeboten hat und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme irrig war, so besteht das Risiko, dass STADA eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt nehmen muss, vorhandene und zurückgenommene Bestände wertberichtigen und vernichten muss sowie auch signifikante Schadensersatzleistungen, unter anderem auch bei Verletzung gewerblicher Schutzrechte, erbringen muss. Trotz intensiver Tests ist es möglich, dass potenzielle Nebenwirkungen oder anfänglich verborgene Mängel bei bestehenden Produkten erst nach der Zulassung oder bei der Vermarktung entdeckt werden oder dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Auswertungen zu einer ungünstigeren Risiko-Nutzen-Analyse führen können, wodurch das Produkt ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Ein solcher Vertriebsstopp kann in freiwilliger Selbstverantwortung oder aber auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen auf Grund potenzieller Nebenwirkungen oder anfänglich verborgener Mängel das Ergebnis erheblich belasten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Rechtliche RisikenDie Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten auftreten, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist insbesondere im Kernsegment Generika mit dem erhöhten Risiko von Streitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und SPCs) sowie um die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verbunden, die von Dritten gegenüber STADA oder von STADA gegenüber Dritten eingeleitet werden könnten. Als Folge davon könnten erhebliche Kosten entstehen, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen. Außerdem könnten erhebliche Schadensersatzverpflichtungen drohen und/oder die Vermarktung von Produkten könnte vollständig oder zeitweise untersagt werden. Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Schadensersatzansprüche produktbezogene, aus Sicht von STADA angemessene Rückstellungen, die im Jahresabschluss zum 31.12.2013 insgesamt 1,2 Mio. € (31.12.2012: 1,0 Mio. €) betrugen. STADA kann prinzipiell nicht gewährleisten, dass diese gebildeten Rückstellungen im Einzelfall und in der Summe ausreichend sind. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit dem Risiko von Haftungsansprüchen verbunden. Sollten einzelne Produkte des Konzerns fehlerhaft sein und/oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen oder einzelne Dienstleistungen oder Tätigkeiten des Konzerns in fehlerhafter Weise ausgeführt werden, könnte dies zu erheblichen Schadensersatzverpflichtungen führen und die Einschränkung oder Aufhebung der Zulassung der betroffenen Produkte oder die Aufhebung der Genehmigung der Dienstleistung zur Folge haben. Es kann prinzipiell nicht gewährleistet werden, dass die vom Konzern abgeschlossenen Versicherungen nach Art und Umfang ausreichend sein werden, um den Konzern vor allen möglichen Schadensersatzansprüchen oder Verlusten zu schützen. Zudem unterliegt STADA dem Risiko der Rechtsprechung, die in wesentlich nachteiligerer Weise als von STADA zunächst erwartet ausfallen kann. Dieses Risiko bezieht sich sowohl auf Verfahren, in denen STADA selbst Prozessbeteiligte ist, als auch auf Verfahren Dritter, bei denen Urteile indirekte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf STADA bzw. das für STADA relevante Marktumfeld haben könnten. Dies gilt insbesondere für Urteile im Wettbewerbsrecht, im Patentrecht und zur Umsetzung einzelner regulativer Vorschriften der Gesundheitsversorgung auf nationaler und/oder supranationaler Ebene. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Leistungswirtschaftliche RisikenDie STADA-eigenen Produktionsstätten sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter Produktionsstörungen und -ausfälle ausgesetzt. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, ausschließlich sichere Geschäftsprozesse - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Logistik - auszuführen, so kann prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, dass es bei solchen Prozessen zu unerwarteten Störungen kommt, die die Gesundheit von Mitarbeitern von STADA oder Dritte gefährden und/oder Umweltschäden hervorrufen können, da STADA bei der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Produkten des Konzern-Portfolios, insbesondere bei Arzneimitteln, regelmäßig mit Stoffen arbeitet, die Gefahrstoffcharakter aufweisen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass im Schadensfall die dafür getroffenen Vorsorgemaßnahmen und Versicherungen keine ausreichende Deckung gewähren. Einzelne nationale Märkte zeichnen sich im Kernsegment Generika zunehmend durch sehr hohe Volumenvolatilitäten aus, die sich im Umfeld von Ausschreibungen durch staatliche Institutionen oder Krankenkassen regelmäßig ergeben. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt (z.B. durch Szenariokalkulationen und eine spezifische operative Aufstellung der jeweiligen Lieferkette), Lieferengpässe und/ oder einen unbeabsichtigten Bestandsaufbau zu vermeiden, so können solche Ereignisse angesichts des umfangreichen Portfolios dennoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Bei den Geschäftsprozessen von STADA sind insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Beschaffung, Herstellung und Verpackung, Logistik sowie Vertrieb, aber zunehmend auch in anderen Bereichen in erheblichem Umfang externe Zulieferer, Lohnhersteller, Vertriebslizenznehmer oder sonstige Auftragnehmer integriert. Darüber hinaus bedient sich STADA in verstärktem Umfang der Möglichkeit, durch Kooperationen auch für den Konzernerfolg wesentliche Leistungen durch Dritte erbringen zu lassen. Außerdem hat STADA deutsche Apotheken bei derzeit zwei Markenprodukten speziell dafür lizenziert, von STADA gelieferte teilverpackte Produkte in der eigenen Apotheke endzuverpacken. Mit jeder Einbindung von Dritten in die eigenen Geschäftsprozesse ist das Risiko verbunden, dass einzelne Geschäfts- oder Kooperationspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommen oder den Vertrag mit der Gesellschaft kündigen und STADA dadurch wesentliche Nachteile entstehen. Außerdem könnte STADA für Pflichtverletzungen der Geschäfts- und Kooperationspartner einstehen müssen. STADA ist abhängig von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen führen können. Eine Vielzahl von Verträgen in der STADA enthalten - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung und Produktion sowie bei Vertriebsrechten - so genannte "Change of Control"-Klauseln, die in der Regel beiden Vertragsparteien branchenübliche wechselseitige Sonderkündigungsrechte für zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarungen für den Fall einräumen, dass bei einem Vertragspartner ein so genannter Kontrollwechsel (Änderung des Mehrheitsbesitzes) erfolgt, bspw. nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot. Bei einem Kontrollwechsel könnte sich dies wesentlich nachteilig für STADA auswirken, wenn Vertragspartner von solchen Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen, insbesondere wenn diese Kündigungen einen über Einzelfälle hinausgehenden Umfang annehmen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. PersonalrisikenSTADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg des Konzerns ist außerdem davon abhängig, auch in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten zu können. Es ist das ausdrückliche Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse und Aktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze abzuwickeln. Im Rahmen des bei STADA eingerichteten Compliance-Managements werden dazu alle Beschäftigten regelmäßig und im Umfang angepasst an ihren jeweiligen Verantwortungsbereich geschult und unterwiesen. Dennoch kann es nicht ausgeschlossen werden, dass Beschäftigte bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen in Abweichung von den Konzernvorgaben einer vollständigen Compliance fahrlässig oder vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und dass sich solche Verstöße wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Tochtergesellschaften sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA auswirken, bspw. nach Aufdeckung solcher Gesetzesverstöße durch auferlegte Schadensersatz- und/oder Strafzahlungen, Ausschluss von Ausschreibungen oder Schaden in der Reputation. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Risiken in Bezug auf die InformationstechnologieDie strategischen Ziele von STADA sind nicht ohne IT-Unterstützung zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese komplexen und leistungsfähigen Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen. Sollten bei den informationstechnischen Prozessen trotzdem Insuffizienz und/oder Ineffizienz auftreten, könnte dies wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse von STADA haben. Des Weiteren kann nicht ausgeschlossen werden, dass elektronische Daten trotz umfangreicher Sicherungsmaßnahmen einem unberechtigten Datenzugriff, Datenmissbrauch oder Datenverlust unterliegen. Sollte dies der Fall sein, könnte dies ebenfalls wesentlich nachteilige Auswirkungen auf den Konzern haben. Derzeit wird bei der STADA die schrittweise Umstellung verschiedener informationstechnischer Systeme (IT-Systeme) auf ein integriertes SAP-System vorgenommen. Prinzipiell besteht bei der Einführung neuer oder der Umstellung bestehender IT-Systeme ein erhöhtes Risiko für das Auftreten nicht vorhersehbarer Ereignisse, die während der Startphase und auch während der Integrations- und Ausbauphase den Ablauf der Geschäftsprozesse wesentlich nachteilig beeinflussen und sich somit wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der STADA auswirken könnten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Konjunkturelle RisikenDer Geschäftserfolg von STADA hängt in der Regel auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig den ohnehin herrschenden Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen verstärken kann und damit möglicherweise Geschwindigkeit und Ausmaß regionaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöht. Infolgedessen sind für STADA wesentlich nachteilige Ausgestaltungen insbesondere für die den Großteil des Sortiments ausmachenden verschreibungspflichtigen Arzneimittel, bspw. staatlich angeordnete Preissenkungen, nicht auszuschließen. Des Weiteren sind Absatz und Umsatz solcher Produkte bzw. Produktlinien des Konzerns besonders konjunkturabhängig, bei denen der Konsument die Kosten dieser Produkte nicht im Rahmen des jeweiligen nationalen Versicherungssystems erstattet bekommt, sondern diese ganz oder zu einem überwiegenden Teil selbst trägt. Dies gilt im STADA-Produkt-Portfolio insbesondere für Arzneimittel zur Selbstmedikation, für Produkte ohne Arzneimittelcharakter sowie für angebotene Dienstleistungen und für verschreibungspflichtige Medikamente in Marktregionen mit Ländern ohne umfassendes staatliches Gesundheitssystem, wie bspw. Russland in der Marktregion CIS / Osteuropa. Ein weiteres wesentliches Risiko für STADA besteht im Bereich Finanzwirtschaft. Den Konzernerfolg in diesem Bereich wesentlich beeinflussende Parameter, wie bspw. Finanzierungsmöglichkeiten, Zinssätze, Inflationsraten, Währungsrelationen und Kundenliquidität, können starken konjunkturellen Einflüssen unterliegen und damit den Geschäftserfolg von STADA im Falle einer Konjunkturschwäche auch wesentlich nachteilig beeinflussen. Zudem ist für die Akquisitionspolitik von STADA ein liquider Finanzmarkt zur Refinanzierung eine wichtige Voraussetzung. Im Falle von Störungen des Finanzmarkts - seien sie global oder regional in für STADA wichtigen Marktregionen - sind wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern nicht auszuschließen. Zudem wickelt STADA Geschäfte in aller Regel nicht gegen Barzahlung, sondern auf Rechnung gegenüber einer Vielzahl von Debitoren ab. Damit ist das prinzipielle, teilweise auch konjunkturabhängige Geschäftsrisiko des Debitorenausfalls verbunden. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften / Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Ein weiteres Risiko besteht in der Werthaltigkeit der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögensgegenstände, maßgeblich bei den immateriellen Vermögenswerten (vor allem den arzneimittelrechtlichen Zulassungen und Marken) sowie Finanzanlagen (insbesondere den Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen). Sie unterliegen sorgfältigen und detaillierten Prüfungen. Bei Vorliegen bestimmter Anhaltspunkte werden anlassbezogene Werthaltigkeitstests durchgeführt. Grundsätzlich kann hier nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der Überprüfung der Werthaltigkeit oder bei unterjährigen anlassbezogenen Prüfungen der Werthaltigkeit, bspw. durch das Auftreten von neuen Erkenntnissen bei Zulassungen oder die Veränderung der Marktbedingungen in den einzelnen Marktregionen oder in einzelnen Ländern einer Marktregion, zur Feststellung eines entsprechenden Abschreibungsbedarfs kommen kann. Im Fall einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise können sich die vorstehend geschilderten konjunkturabhängigen Risiken erheblich verschärfen. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Finanzielle RisikenIm Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanziellen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken aus den laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Liquiditätsrisiken bestehen, wenn STADA nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Diese können bspw. durch Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements von STADA ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und der finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und in Form von freien Kreditlinien. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und über Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow sowie über weitere bilaterale Kreditverträge bei verschiedenen Banken (Kreditlinien), die im Bedarfsfall genutzt werden können. Die Bilanzwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken bestehen in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. STADA nutzt neben natürlichen Absicherungen (Natural Hedges) grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr 2013 setzte STADA u.a. Devisenterminkontrakte und Zins- / Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Kontrakte laufen aktuell bis zu fünf Jahre. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen. Zinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen als auch Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone. Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps und nicht in einer Sicherungsbeziehung stehende Zinsswaps. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Außerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich sind entsprechende Kreditmanagementprozesse vorhanden und entsprechende Geschäfte werden in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Ausfallrisiken bestehen auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften / Garantien, Akkreditive, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem geringen Umfang aus. STADA bedient sich eines internationalen Netzwerks und führt strategische Konzernfunktionen zentral über die STADA Arzneimittel AG aus. Dadurch kommt einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung der entsprechenden konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die vorstehend beschriebenen von STADA eingesetzten finanzpolitischen Methoden und das spezifische finanzwirtschaftliche Risikomanagement sich als nicht ausreichend erweisen könnten, um alle finanzwirtschaftlichen Risiken und damit verbundenen möglichen wesentlichen Nachteile für STADA abzuwenden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Andere RisikenSTADA verfügt über eine Vielzahl als vertraulich zu behandelnde Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Schutz verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern und Leistungserbringern sowie bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Vereinbarungen und andere Schutzmaßnahmen für Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse einen wirksamen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Wettbewerbern auf andere Weise bekannt werden. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf den Konzern auswirken. Wie jedes Unternehmen, so tragen schließlich auch STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in ihren Marktregionen bzw. Märkten weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streik, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichen. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Zusammenfassende Beurteilung der Risikenscroll
Sollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten der STADA auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Im Berichtsjahr hat sich das Risikoumfeld von STADA gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der STADA gefährden könnten. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftlicher AusblickIn 2014 wird allgemein von einer deutlichen Erholung des weltweiten Wirtschaftswachstums ausgegangen. Die Notwendigkeit zur Konsolidierung der Haushalte wird aber insbesondere im Euro-Raum die Wachstumsaussichten dämpfen, auch wenn insgesamt eine Rückkehr zu positivem Wachstum vorhergesagt wird. Unterstützung wird aber vor allem aus den Schwellenländern kommen, wo der Anteil von Selbstzahlerpatienten vergleichsweise hoch ist. Für das Jahr 2014 gehen externe Prognosen1) von folgenden Rahmenbedingungen aus:
1)
International Monetary Fund (World Economic
Outlook, Update January 23, 2013). Branchenspezifischer AusblickDas Wachstum der Gesundheitsmärkte wird allgemein vom Bevölkerungswachstum, der demographischen Entwicklung und vom medizinischen Fortschritt unterstützt. Das prognostizierte Wachstum in den Schwellenländern sollte die Kaufkraft der Patienten und damit auch die Nachfrage nach Markenprodukten weiter stärken. Zum anderen basieren die Wachstumschancen für die Generika-Branche weiterhin auf spezifischen Treibern wie kontinuierlich auslaufenden Patenten und - im Rahmen der Sparzwänge im Gesundheitswesen - auf Anreizen bzw. Gesetzen zur stärkeren Verschreibung kostengünstiger Generika. Diese führen insbesondere in Ländern mit noch geringer Penetration zu einem signifikanten Absatzwachstum. Auf der anderen Seite geht STADA davon aus, dass sich weitere regulatorische Maßnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen, insbesondere vor dem Hintergrund der angestrebten Haushaltskonsolidierung im Euro-Raum, durch Preisdruck belastend auf die Umsatzentwicklung in einzelnen nationalen Märkten auswirken werden. Zusätzlich wird die steigende Anzahl von Ausschreibungen im Segment Generika die Umsatzentwicklung dämpfen. Insgesamt gehen Marktforschungsinstitute wie IMS von einem jährlichen Umsatzwachstum des weltweiten Generika-Marktes von bis zu 10% bis 2018 aus. Die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken sind im entsprechenden Kapitel dargestellt. Prämissen der PrognoseIm Wesentlichen wurden folgende Annahmen für die Prognose getroffen:
Zusammenfassender AusblickFür das Jahr 2014 erwartet der Vorstand einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr. Durch den bedeutenden Anteil, den das deutsche Generika-Geschäft am Gesamtgeschäft ausmacht, ergibt sich allgemein eine Prognoseunsicherheit, da dieses Geschäft maßgeblich von den Ergebnissen der regelmäßig neu ausgeschriebenen Krankenkassenrabattverträge abhängt und somit eine hohe Volatilität aufweisen kann. Der Vorstand geht bei Generika insgesamt aber von einem rückläufigen Umsatz aus, der auf den seit April 2013 vollständig ausgelaufenen Portfolioverträgen sowie einem teilweisen Umsatzverzicht aus Rabattverträgen zugunsten der operativen Profitabilität zurückzuführen ist. Einem konstanten Margendruck gilt es durch neue Kosteneffizienzmaßnahmen zu begegnen. Zu diesen Maßnahmen zählen u.a. der Verzicht auf externe IT-Berater und der Aufbau eines eigenen IT-Servicecenters in Serbien, aus dem Kosteneinsparungen von insgesamt 5 Mio. € p.a. ab 2015 erwartet werden. Demgegenüber können im Markenproduktsegment auf Grund günstigerer Rahmenbedingungen eine grundsätzlich stabilere Umsatzentwicklung und stabilere Margen erwartet werden. Allerdings wird es durch die Neuausrichtung des deutschen Markenproduktgeschäfts zu einer Verlagerung von Umsatzerlösen in das Finanzergebnis kommen. Auch für konzerninterne Warenlieferungen wird ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse erwartet. Auf der anderen Seite wird die Ergebnissituation der STADA AG als Folge des umgesetzten Steueroptimierungsprogramms zur Reduzierung negativer Effekte aus der Zinsschranke in Deutschland in Zukunft stärker von einer Verschiebung von Finanzerträgen aus Beteiligungen in das operative Ergebnis geprägt sein. Der Vorstand geht davon aus, dass Erträge aus der Anpassung der Verrechnungspreisrichtlinien im Rahmen des Steueroptimierungsprogramms zum 1. Juli 2013 einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2014 haben werden, auch wenn damit insgesamt die erwartete rückläufige Entwicklung bei Generika, Markenprodukten und konzerninternen Warenlieferungen nicht kompensiert werden kann. Insgesamt geht der Vorstand daher für das Geschäftsjahr 2014 von einem deutlichen Rückgang des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr aus. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB (Corporate Governance Bericht, Entsprechenserklärung) wird auf der Website der STADA Arzneimittel AG unter www.stada.de/investor-relations/corporate-governance.html publiziert. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN GEMÄSS § 289 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten Kapitals, mit Aktien verbundene Rechte und Pflichten / Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffenDas Grundkapital war zum 31.12.2013 in 60.442.500 Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt. Bei den Stammaktien der Gesellschaft handelt es sich ausnahmslos um vinkulierte Namensaktien, die satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister eingetragen werden und laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung gewähren. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von Mitarbeitern erworbenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Veräußerungssperre. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder / SatzungsänderungenDer Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Satzung kann grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Die Änderung wird mit der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Absatz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Absatz 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstands betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung macht in § 23 Absatz 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Absatz 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden und, soweit das Aktiengesetz zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, mit einfacher Kapitalmehrheit des vertretenen Kapitals, soweit dies gesetzlich zulässig ist, gefasst werden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 32 der Satzung ermächtigt, Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Hauptversammlung hat am 05.06.2013 den Vorstand zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ermächtigt. Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals um bis zu 77.134.304,00 € durch Ausgabe von bis zu 29.667.040 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erhöhen kann. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 den Vorstand ermächtigt, bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 26.610.900 Stück vinkulierte Namensaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 69.188.340,00 € nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Bedienung dieser Schuldverschreibungen hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 das Grundkapital um bis zu 69.188.340,00 € durch Ausgabe von bis zu 26.610.900 Stück vinkulierten Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital 2013). Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Das Grundkapital der Gesellschaft war zum 31.12.2013 um bis zu 5.064.072,00 € durch die Ausgabe von bis zu 1.947.720 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 06.06.2013 bis zum 05.06.2018 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines KontrollwechselsZu der Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels wird auf den Vergütungsbericht in diesem Bericht verwiesen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt, den 24. März 2014 PKF Deutschland GmbH Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG nahm im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. So überwachte der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, bezog der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und unmittelbar ein. Der Aufsichtsrat ließ sich im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit vom Vorstand monatlich durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Strategie sowie die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung im Hinblick auf die Gesellschaft und den STADA-Konzern informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für die Gesellschaft bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat - auch zwischen den ordentlichen Sitzungen - über Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden über den Gang der Geschäfte einschließlich Umsatzentwicklung und Rentabilität, wichtige Geschäftsvorfälle sowie Angelegenheiten von wesentlicher Bedeutung. Zudem überwachte der Aufsichtsrat den Rechnungslegungsprozess und die durch den Vorstand für das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem, das interne Revisionssystem sowie die Compliance getroffenen Maßnahmen. Der Vorstand erläuterte den Mitgliedern des Aufsichtsrats etwaige Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen. Alle Angelegenheiten, die laut Satzung und Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat behandelte und prüfte diese Vorgänge eingehend und beriet sie mit dem Vorstand, wobei regelmäßig der Nutzen, die Risiken und die Auswirkungen des jeweiligen Vorgangs im Mittelpunkt standen. Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der TätigkeitDer Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2013 (am 19.03., 03.05., 04.06., 02.07., 07.08. und 12.11.) insgesamt sechs Sitzungen ab. Folgende Themen standen dabei im Mittelpunkt:
Besetzung des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vorstand besteht aus Hartmut Retzlaff (Vorstandsvorsitzender), Helmut Kraft (Vorstand Finanzen) und Dr. Matthias Wiedenfels (Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste). Bei der Besetzung des Vorstands gab es im Geschäftsjahr 2013 folgende Veränderungen: Der Aufsichtsrat bestellte Dr. Matthias Wiedenfels am 03.05.2013 zum Vorstand für Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste. Dr. Axel Müller, Vorstand für Produktion und Entwicklung, legte sein Amt mit Wirkung zum 07.08.2013 nieder. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten turnusgemäß Neuwahlen der Aufsichtsräte der Anteilseignervertreter. Die Hauptversammlung wählte die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch, Constantin Meyer und Carl Ferdinand Oetker am 05.06.2013 für eine erneute Amtszeit. Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sind unverändert Manfred Krüger, Heike Ebert und Karin Schöpper. Arbeit der AusschüsseDie vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse, der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss, unterstützten den Aufsichtsrat im Berichtsjahr bei seiner Tätigkeit. Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2013 zu vier Sitzungen zusammen (am 18.03., 02.05., 06.08. und 11.11.). Im Rahmen dessen befasste er sich vor allem mit den Ergebnissen, Kennzahlen, dem Rechnungswesen, den Konzernfinanzierungsgrundsätzen, dem internen Risikomanagement, der internen Revision und der Compliance im Konzern. Ferner berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat in einer Sitzung über die Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und Konzernzwischenlageberichts zum 30.06.2013. Der Personalausschuss hielt im Geschäftsjahr 2013 sieben Sitzungen ab (am 25.01., 15.02., 30.04., 01.07., 05.08., 06.08. und 15.10.). Dabei befasste er sich u.a. mit Vorstandspersonalia, Vergütungsfragen und Themen der betrieblichen Altersversorgung. Angesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss, wie ihn der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13.05.2013 empfiehlt, für strukturell entbehrlich. Der Aufsichtsrat bildete jedoch ein Nominierungskomitee, bestehend aus den Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informierten das Aufsichtsratsplenum in dessen ordentlichen Sitzungen regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Corporate GovernanceAuch im Geschäftsjahr 2013 beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen und berücksichtigten dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Die auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13.05.2013 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam am 12.11.2013 abgegebene neue Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz ist in diesem Geschäftsbericht unter dem Kapitel "Corporate Governance Bericht" abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com öffentlich zugänglich. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen gewesen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2013 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestanden für den Aufsichtsrat keine Zweifel. Der Abschlussprüfer gab die nach dem Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung ab. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Prüfungsausschuss prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und bezog dazu auch die Berichte des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung ein. In einer Sitzung des Prüfungsausschusses berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses beschäftigten sich ausführlich mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten und besprachen diese mit dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss erhob keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat, die Abschlüsse und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht zu billigen und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen. Auf der Grundlage der Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss prüfte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2013 sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die Arbeit und die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 keine Einwände und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Abschlussprüfer stellte ferner fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich den im Lagebericht des Vorstands jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 0,66 € je STADA-Stammaktie vorsieht, an. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns, dem Vorstand und dem Management für ihren großen Einsatz und das gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2013.
Bad Vilbel, 26. März 2014 Dr. Martin Abend, Aufsichtsratsvorsitzender VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STADA Arzneimittel AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der STADA Arzneimittel AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der STADA Arzneimittel AG beschrieben sind.
Bad Vilbel, 24. März 2014 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste GEWINNVERWENDUNGSBESCHLUSSVorschlag zur Verwendung Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats fasst der Vorstand der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, im schriftlichen Umlaufverfahren einstimmig folgenden Beschluss: Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG am 04. Juni 2014 folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2013 vorschlagen: scroll
Bad Vilbel, 24. März 2014 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013 Nachtrag zum Jahresabschluss zum 31.12.2013GEWINNVERWENDUNGSBESCHLUSSDie ordentliche Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG vom 4. Juni 2014 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 116.578.257,14 eine Dividende von EUR 0,66 je Aktie, d.h. EUR 39.831.869,22 auszuschütten und den danach verbleibenden Restbetrag in Höhe von EUR 76.746.387,92 auf neue Rechnung vorzutragen. Bad Vilbel, im Juni 2014
STADA Arzneimittel AG Der Vorstand IMPRESSUMHerausgeberSTADA Arzneimittel AG Stadastraße 2-18 61118 Bad Vilbel Telefon: 0 61 01/6 03-0 Fax: 0 61 01/6 03-2 59 E-Mail: info@stada.de Website: www.stada.de bzw. www.stada.com KontaktSTADA Arzneimittel AG STADA-Unternehmenskommunikation Telefon: 0 61 01/6 03-1 13 Fax: 0 61 01/6 03-5 06 E-Mail: communications@stada.de TextSTADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel Dieser Geschäftsbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. PublikationDer vollständige Geschäftsbericht sowie aktuelle Informationen über den STADA-Konzern sind im Internet unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar. Gestaltung und Realisierungwagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main ÜbersetzungMBETraining & Translations, Wiesbaden Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen (im Sinne des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995), die Überzeugungen und Erwartungen der Unternehmensführung zum Ausdruck bringen. Solche Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung und beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. Die STADA Arzneimittel AG übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse und Entwicklungen anzupassen. RundungenIm allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. CORPORATE GOVERNANCEEntsprechenserklärung 2013 Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGDen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 (veröffentlicht am 10.06.2013 im Bundesanzeiger) wird mit folgenden Abweichungen entsprochen: Ziffer 5.3.3: Nominierungsausschuss für AufsichtsratswahlenAngesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen solchen zusätzlichen Ausschuss für strukturell entbehrlich, hat aber die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses mit der Aufgabe eines Nominierungskomitees beauftragt; damit wird auch eine sonst nach der Satzung der Gesellschaft anfallende zusätzliche Vergütung für in einem solchen Ausschuss tätige Aufsichtsratsmitglieder vermieden. Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2: Erfolgsorientierte Vergütung des AufsichtsratsDie Aufsichtsratsmitglieder erhalten noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 neben einer jährlichen festen Vergütung eine variable Vergütung abhängig vom Ertrag vor Steuern des Konzerns. Die ertragsabhängige jährliche Vergütung ist auf den Unternehmenserfolg ausgerichtet und stellt eine nach den gesetzlichen Vorschriften zulässige erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder dar. Die Hauptversammlung hat allerdings am 05.06.2013 eine Anpassung der Vergütungsregelungen mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 beschlossen. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 18 der Satzung der Gesellschaft neben einer jährlichen festen Vergütung eine auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Vergütung. Dementsprechend entspricht die variable Vergütung ab dem 01.01.2014 der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 des Kodex. Ziffer 6.3: Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsErwerb und Veräußerung von Aktien der Gesellschaft einschließlich Optionen durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie durch die im Gesetz genannten in einer engen Beziehung zu ihnen stehenden Personen werden der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß den gesetzlichen Vorschriften mitgeteilt und von der Gesellschaft gemäß den gesetzlichen Bestimmungen publiziert. Der jeweilige Besitz an Aktien und von darauf bezogenen Erwerbs- oder Veräußerungsrechten (z.B. Optionen) der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wird jedoch nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist. Für STADA sind die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine allgemeine Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit. In der täglichen Praxis können sich allerdings in Einzelfällen Situationen ergeben, in denen die Anwendung des Kodex zu Einschränkungen in der Flexibilität des Unternehmens oder in der bisher bewährten Unternehmenspraxis führen würde. Im Interesse einer guten Unternehmensführung kann es in diesen Einzelfällen zu einzelnen Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex kommen. STADA wird jedoch die Einhaltung des Kodex und die oben genannten Ausnahmen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
Bad Vilbel, den 12. November 2013 gez. Dr. Martin Abend, Vorsitzender des Aufsichtsrats gez. Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender www.stada.de www.stada.com |
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