![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Geschäftsbericht 2013STADA-KENNZAHLENKonzern-Kennzahlen in Mio. €scroll
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1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). STADA IN KÜRZESTADA-GESCHÄFTSMODELL
STADA-GESCHÄFTSJAHR 2013
STADA-AUSBLICK
STADA-Geschäftsbericht 2013VORWORT DES STADA-VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,im Geschäftsjahr 2013 lag die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Rahmen unserer Erwartungen. Sowohl der Konzernumsatz als auch alle ausgewiesenen und auf Konzernebene bereinigten Ertragskennzahlen konnten gesteigert werden. Das bereinigte EBITDA - eine unserer Steuerungsgrößen - nahm um 13% auf 415,2 Mio. € zu. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 20,6%. Anhand der Entwicklung dieser beiden Ertragskennzahlen zeigt sich, dass wir bei den Themen Kosteneffizienz und Konzentration auf wachstumsstarke Schwellenmärkte sowie margenstarke Markenprodukte planmäßig vorankommen. So verzeichneten wir bspw. bei den für uns zunehmend an Bedeutung gewinnenden Markenprodukten einen Umsatzanstieg in Höhe von 19% auf 708,5 Mio. €. Erwähnenswert ist dabei nicht nur der überaus positive Umsatzzuwachs, sondern auch die Tatsache, dass die Markenprodukte mittlerweile 51% zum bereinigten operativen Ergebnis der Kernsegmente beitragen - und das mit steigender Tendenz. Mit Blick auf die regionale Entwicklung ist zum einen die Marktregion CIS/Osteuropa mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von 19% auf 629,2 Mio. € hervorzuheben. Dort wiesen nicht nur unsere beiden größten Märkte Russland und Serbien überaus erfreuliche Geschäftsverläufe auf, sondern auch Kasachstan und die Ukraine mit jeweils prozentual deutlich zweistelligen Umsatzsteigerungen. Zum anderen nahm der Umsatz in der Marktregion Asien & Pazifik signifikant um 190% auf 72,4 Mio. € zu - insbesondere durch die Konsolidierung der beiden vietnamesischen Gesellschaften Pymepharco und STADA Vietnam. Sowohl die Entwicklung unseres Markenproduktsegments als auch der Geschäftsverlauf in den beiden Marktregionen CIS/Osteuropa sowie Asien & Pazifik sind ein Beleg dafür, dass wir mit unserer Mehrsäulenstrategie richtigliegen. Im Rahmen der von uns verfolgten aktiven Akquisitionspolitik haben wir auch in 2013 weitere Fortschritte erzielt. So konnten wir mit dem OTC-Anbieter Thornton & Ross die Nummer 5 im britischen OTC-Markt und zugleich das am schnellsten wachsende Top-Unternehmen im britischen Pharmamarkt erwerben. Zudem haben wir im laufenden Geschäftsjahr 2014 den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® zur Anwendung bei Sinusitis und Halsschmerzen abgeschlossen. Mit den Produkten ließ sich in den letzten fünf Jahren nicht nur ein durchschnittliches Umsatzwachstum von ca. 34% erzielen, sondern in 2012 auch eine EBITDA-Marge, die deutlich über dem Durchschnitt der Markenprodukte im Konzern liegt. Darüber hinaus haben wir in 2013 die Kontrolle über die vietnamesische Pymepharco und die STADA Vietnam erlangt. Einen weiteren Schritt zur regionalen Ausdehnung unserer Geschäftsaktivitäten in Länder, in denen wir bislang noch nicht vertreten sind, konnten wir Ende 2013 in Myanmar machen. Dort bringen lokale Partner seitdem STADA-Generika und STADA-Markenprodukte in Lizenz auf den Markt. Mit unserem dortigen Engagement sind wir eines der ersten westlichen Pharmaunternehmen in diesem südostasiatischen Land, das seit der Öffnung erheblichen Nachholbedarf - insbesondere an günstigen Qualitätsmedikamenten - hat und uns somit gute Wachstumschancen eröffnet. Die Stärke unserer Produktentwicklung konnten wir in 2013 mit der weltweiten Einführung von 724 einzelnen Produkten - und damit der höchsten Anzahl in unserer Unternehmensgeschichte - unter Beweis stellen. Unser Biosimilar-Angebot haben wir durch die Einlizenzierung des Filgrastim-Präparats Grastofil des größten unabhängigen kanadischen Pharmaunternehmens Apotex erweitert. Darüber hinaus bestehen unverändert die Lizenz- und Kooperationsverträge für die Entwicklung und Vermarktung der beiden monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab. Die Finanzierungsstruktur des Konzerns wurde durch die im Berichtsjahr erfolgte Platzierung einer zweiten fünfjährigen Unternehmensanleihe in Höhe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 2,25% p.a. weiter gestärkt. Die erfolgreiche Begebung des Bonds mit einer mehr als dreifachen Überzeichnung hat uns wieder einmal gezeigt, dass die Teilnehmer am Refinanzierungsmarkt weiterhin großes Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Leistungsstärke unseres Konzerns haben und dass wir am Kapitalmarkt noch deutlichen Spielraum für weitere Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb von Kapitalerhöhungen hätten, wenn wir diese für externes Wachstum benötigen würden. Im Rahmen unseres konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future", das wir Ende 2013 planmäßig abschließen konnten, wurden die bis dato noch ausstehenden Maßnahmen umgesetzt. Darunter fiel u.a. die Gründung der STADA IT SOLUTIONS DOO in Serbien, eines IT-Shared-Service-Centers für den Konzern, mit dem wir ab dem laufenden Geschäftsjahr Netto-Kosteneinsparungen von über 2 Mio. € und ab 2015 von deutlich über 3 Mio. € erzielen werden. Darüber hinaus haben wir im 2. Halbjahr 2013 die notwendigen Maßnahmen ergriffen, die dazu geführt haben, dass das von uns beschlossene Steueroptimierungsprogramm umgesetzt wurde und wir Steuerverbesserungen realisieren konnten. Der Kurs der STADA-Aktie entwickelte sich in 2013 sehr erfreulich. Insgesamt erhöhte sich die STADA-Notierung in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 47%. Damit konnten wir den in 2013 erfolgten 39-prozentigen Anstieg des MDAX®, dem die STADA-Aktie angehört, um einiges übertreffen. Vor dem Hintergrund der starken Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Griwna sowie der Unsicherheiten über den zukünftigen Geschäftsverlauf im Rahmen der aktuellen CIS-Krise gehen wir im Vorstand nicht mehr davon aus, den in 2010 im Rahmen einer Langfristprognose veröffentlichten Ausblick für 2014 vollumfänglich zu erreichen. Wir erwarten aber, ein leichtes Wachstum beim Konzernumsatz, bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn zu erzielen. Sowohl die im Berichtsjahr erzielten Erfolge als auch unsere künftigen Zielsetzungen konnten und können wir nur dank der großartigen Leistungen und des hohen Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen, bei denen ich mich dafür im Namen des gesamten Vorstands bedanken möchte. Darüber hinaus gilt unser Dank auch dem STADA-Aufsichtsrat und STADA-Beirat für die sachorientierte und durch gegenseitigen Respekt geprägte Zusammenarbeit.
Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG nahm im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. So überwachte der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, bezog der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und unmittelbar ein. Der Aufsichtsrat ließ sich im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit vom Vorstand monatlich durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Strategie sowie die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung im Hinblick auf die Gesellschaft und den STADA-Konzern informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für die Gesellschaft bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat - auch zwischen den ordentlichen Sitzungen - über Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden über den Gang der Geschäfte einschließlich Umsatzentwicklung und Rentabilität, wichtige Geschäftsvorfälle sowie Angelegenheiten von wesentlicher Bedeutung. Zudem überwachte der Aufsichtsrat den Rechnungslegungsprozess und die durch den Vorstand für das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem, das interne Revisionssystem sowie die Compliance getroffenen Maßnahmen. Der Vorstand erläuterte den Mitgliedern des Aufsichtsrats etwaige Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen. Alle Angelegenheiten, die laut Satzung und Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat behandelte und prüfte diese Vorgänge eingehend und beriet sie mit dem Vorstand, wobei regelmäßig der Nutzen, die Risiken und die Auswirkungen des jeweiligen Vorgangs im Mittelpunkt standen. Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der TätigkeitDer Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2013 (am 19.03., 03.05., 04.06., 02.07., 07.08. und 12.11.) insgesamt sechs Sitzungen ab. Folgende Themen standen dabei im Mittelpunkt:
Besetzung des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vorstand besteht aus Hartmut Retzlaff (Vorstandsvorsitzender), Helmut Kraft (Vorstand Finanzen) und Dr. Matthias Wiedenfels (Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste). Bei der Besetzung des Vorstands gab es im Geschäftsjahr 2013 folgende Veränderungen: Der Aufsichtsrat bestellte Dr. Matthias Wiedenfels am 03.05.2013 zum Vorstand für Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste. Dr. Axel Müller, Vorstand für Produktion und Entwicklung, legte sein Amt mit Wirkung zum 07.08.2013 nieder. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten turnusgemäß Neuwahlen der Aufsichtsräte der Anteilseignervertreter. Die Hauptversammlung wählte die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch, Constantin Meyer und Carl Ferdinand Oetker am 05.06.2013 für eine erneute Amtszeit. Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sind unverändert Manfred Krüger, Heike Ebert und Karin Schöpper. Arbeit der AusschüsseDie vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse, der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss, unterstützten den Aufsichtsrat im Berichtsjahr bei seiner Tätigkeit. Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2013 zu vier Sitzungen zusammen (am 18.03., 02.05., 06.08. und 11.11.). Im Rahmen dessen befasste er sich vor allem mit den Ergebnissen, Kennzahlen, dem Rechnungswesen, den Konzernfinanzierungsgrundsätzen, dem internen Risikomanagement, der internen Revision und der Compliance im Konzern. Ferner berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat in einer Sitzung über die Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und Konzernzwischenlageberichts zum 30.06.2013. Der Personalausschuss hielt im Geschäftsjahr 2013 sieben Sitzungen ab (am 25.01., 15.02., 30.04., 01.07., 05.08., 06.08. und 15.10.). Dabei befasste er sich u.a. mit Vorstandspersonalia, Vergütungsfragen und Themen der betrieblichen Altersversorgung. Angesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss, wie ihn der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13.05.2013 empfiehlt, für strukturell entbehrlich. Der Aufsichtsrat bildete jedoch ein Nominierungskomitee, bestehend aus den Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informierten das Aufsichtsratsplenum in dessen ordentlichen Sitzungen regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Corporate GovernanceAuch im Geschäftsjahr 2013 beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen und berücksichtigten dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Die auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13.05.2013 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam am 12.11.2013 abgegebene neue Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz ist in diesem Geschäftsbericht unter dem Kapitel "Corporate Governance Bericht" abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com öffentlich zugänglich. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen gewesen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2013 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestanden für den Aufsichtsrat keine Zweifel. Der Abschlussprüfer gab die nach dem Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung ab. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Prüfungsausschuss prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und bezog dazu auch die Berichte des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung ein. In einer Sitzung des Prüfungsausschusses berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses beschäftigten sich ausführlich mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten und besprachen diese mit dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss erhob keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat, die Abschlüsse und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht zu billigen und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen. Auf der Grundlage der Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss prüfte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2013 sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die Arbeit und die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 keine Einwände und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Abschlussprüfer stellte ferner fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich den im Lagebericht des Vorstands jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 0,66 € je STADA-Stammaktie vorsieht, an. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns, dem Vorstand und dem Management für ihren großen Einsatz und das gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2013.
Bad Vilbel, 26. März 2014 Dr. Martin Abend, Aufsichtsratsvorsitzender DAS GESCHÄFTSJAHR IM ÜBERBLICK5-Jahres-Vergleich in Mio. €scroll
Positive Geschäftsentwicklung im Rahmen der ErwartungenIm Geschäftsjahr 2013 verzeichnete der STADA-Konzern eine im Rahmen der Erwartungen des Vorstands liegende positive Geschäftsentwicklung, die - bis auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA des Kernsegments Generika - dem zu Jahresbeginn veröffentlichten Ausblick des Vorstands entsprach. Der Konzernumsatz erhöhte sich - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - im Berichtsjahr um 10% auf 2.014,4 Mio. € (Vorjahr: 1.837,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten zurückzuführen sind, stieg der Konzernumsatz in 2013 um 6%. Die Ertragsentwicklung zeichnete sich im Geschäftsjahr 2013 durch eine Zunahme der Ertragskraft aus, die sich in einer Steigerung aller ausgewiesenen und auf Konzernebene bereinigten Ertragskennzahlen widerspiegelte. Das ausgewiesene operative Ergebnis zeigte ein Plus von 24% auf 251,5 Mio. € (Vorjahr5): 202,1 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA nahm um 18% auf 383,5 Mio. € zu (Vorjahr5): 323,7 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn legte um 40% auf 121,4 Mio. € zu (Vorjahr5): 86,5 Mio. €). Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten verzeichnete das operative Ergebnis einen Anstieg von 15% auf 306,3 Mio. € (Vorjahr5): 266,2 Mio. €). Das bereinigte EBITDA konnte um 13% auf 415,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr5): 367,4 Mio. €) und erreichte damit ein neues Rekordhoch in der STADA-Unternehmensgeschichte. Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn erhöhte sich um 9% auf 160,6 Mio. € (Vorjahr5): 147,9 Mio. €). Insgesamt erzielte STADA nach Auffassung des Vorstands mit dieser Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 ein positives Ergebnis, das auf dem nachhaltigen, auf Marktregionen mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns basiert.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Aus Gründen des in IAS
8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts wurden die Vorjahreszahlen
der Geschäftsjahre 2011 und früher diesbezüglich nicht angepasst. Stabile Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns zeichnet sich nach Auffassung des Vorstands weiterhin durch eine hohe Stabilität aus. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2013 29,6% (31.12.20121): 30,5%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich. Die Nettoverschuldung belief sich zum Bilanzstichtag auf 1.306,8 Mio. € (31.12.2012: 1.177,3 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag im Berichtsjahr bei 3,1 (Vorjahr1): 3,2). Die Finanzierungsstruktur wurde durch eine im 2. Quartal 2013 erfolgte Platzierung einer zweiten Unternehmensanleihe in Höhe von 350 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Verzinsung von 2,25% p.a. weiter gestärkt. Darüber hinaus bestanden zum 31.12.2013 zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns eine in 2010 begebene fünfjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 4,00% p.a. sowie langfristige Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2014 bis 2017 in Höhe von insgesamt 436,5 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 205,4 Mio. € (Vorjahr: 212,7 Mio. €). Der Free Cashflow belief sich in 2013 auf -107,0 Mio. € (Vorjahr: -255,8 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 134,9 Mio. € (Vorjahr: 149,6 Mio. €). Erfolgreiche Produktentwicklung mit gut gefüllter PipelineMit dem weiteren Ausbau des Produkt-Portfolios und der weltweiten Einführung von 724 einzelnen Produkten - der höchsten Zahl in der STADA-Unternehmensgeschichte - (Vorjahr: 717 Produkteinführungen) stellte der Konzern im Geschäftsjahr 2013 erneut die Stärke der STADA-Produktentwicklung unter Beweis. Ein Beispiel für die erneut zeitgerechte Einführung eines generischen Produkts zum Patentablauf des Originalpräparats ist der in 2013 erfolgte Vertriebsstart von Produkten mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil sowohl in Deutschland als auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern.2) Angesichts der weiterhin gut gefüllten Produkt-Pipeline rechnet der Vorstand damit, auch in Zukunft kontinuierlich neue Produkte in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen - schwerpunktmäßig Generika in den EU-Ländern - einführen zu können.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Aktive Akquisitionspolitik mit vielversprechenden ZukäufenIm Geschäftsjahr 2013 verfolgte der STADA-Konzern weiterhin eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Konzernwachstum durch externe Wachstumsimpulse weiter voranzutreiben. Grundsätzlich steht dabei zum einen die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt wachstumsstarke Schwellenländer im Vordergrund. Zum anderen fokussiert der Konzern auf den Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente, insbesondere der Markenprodukte - die sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als Generika auszeichnen. Im Berichtsjahr tätigte der STADA-Konzern im Rahmen seiner aktiven Akquisitionspolitik weitere wertsteigernde Zukäufe. So erwarb die britische STADA-Tochtergesellschaft STADA UK Holdings Ltd. in 2013 den britischen OTC-Anbieter Thornton & Ross zu einem Kaufpreis von ca. 221 Mio. GBP (ca. 259 Mio. € gemäß dem am Tag der Veröffentlichung der Ad-hoc-Aktualisierung gültigen Wechselkurs) bzw. ca. 193 Mio. GBP (ca. 226 Mio. € gemäß dem am Tag der Veröffentlichung der Ad-hoc-Aktualisierung gültigen Wechselkurs) auf einer so genannten "Cash and debt-free"-Basis.1) Die Nummer 5 im britischen OTC-Markt und zugleich das zum Zeitpunkt des Erwerbs am schnellsten wachsende Unternehmen der Top 10 im britischen Pharmamarkt verfügt über eine Vielzahl von bekannten verschreibungsfreien Markenprodukten in den unterschiedlichsten Indikationsgebieten - u.a. Erkältung, Schmerz und Dermatologie. Des Weiteren unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm im Berichtsjahr einen Rahmenvertrag für den Kauf des Markenprodukt-Portfolios Aqualor®.2) Der Kaufpreis für das Aqualor®-Produktpaket beträgt insgesamt 131 Mio. € in bar. Das Produktpaket umfasst zehn verschreibungsfreie Produktaufmachungen auf Meerwasserbasis in Form von Sprays und Tropfen mit dem lokalen regulatorischen Status Medizinprodukte zur Anwendung bei Sinusitis und Halsschmerzen. Das Markenprodukt-Portfolio wies in den letzten fünf Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von ca. 34% auf und erzielte in 2012 eine EBITDA-Marge, die deutlich über dem Durchschnitt der Markenprodukte im STADA-Konzern liegt. Der Vertragsvollzug und damit die Konsolidierung der Aqualor®-Produktumsätze erfolgte planmäßig im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Zudem erlangte STADA im Geschäftsjahr 2013 die Kontrolle über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco Joint Stock Company, zu dessen Geschäftsaktivitäten die Produktion und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten sowie Importaktivitäten für den vietnamesischen Gesundheits- und Pharmamarkt zählen, über weitere indirekte Beteiligungen und schuldrechtliche Vereinbarungen. Im Zuge der unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen erfolgten Konsolidierung der Pymepharco, die zuvor als assoziiertes Unternehmen behandelt worden war, profitiert STADA noch stärker von den lokalen Wachstumschancen. Darüber hinaus erlangte STADA im Berichtsjahr die Kontrolle über die ebenfalls im vietnamesischen Markt ansässige Gesellschaft STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., deren Geschäftstätigkeit die Produktion und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten umfasst. Die unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen erfolgte Konsolidierung der STADA Vietnam als Tochterunternehmen - und nicht wie zuvor als Gemeinschaftsunternehmen - führte zu einer weiteren Stärkung der Position von STADA im vietnamesischen Wachstumsmarkt. Im Rahmen der Kontrollerlangungen über die beiden vietnamesischen Pharmaunternehmen und der damit verbundenen Kaufpreisaufteilungen ergaben sich Effekte aus der Neubewertung der Altanteile an diesen Gesellschaften. Weitere Erläuterungen hierzu sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Zudem akquirierte STADA in 2013 über die Spirig HealthCare AG das Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft der Spirig Pharma AG.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.08.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 16.08.2013. Umsetzung der noch ausstehenden Maßnahmen von "STADA - build the future" mit erfolgreichem AbschlussIm Rahmen der weiteren Umsetzung des in 2010 begonnenen konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive setzte STADA im Berichtsjahr die noch ausstehenden Maßnahmen zur Reorganisation im Hinblick auf die zentrale Steuerung von Konzerngesellschaften um. Plangemäß konnten alle wesentlichen Aktivitäten bis zum Jahresende 2013 abgeschlossen oder eingeleitet werden, nachdem die Ziele der Personalreduzierung bereits im Vorjahr und damit früher als geplant übertroffen worden waren. Angesichts der weitgehend finalen operativen Umsetzung von "STADA - build the future" evaluierte der Vorstand in Zusammenarbeit mit externen Beratern in 2013 Maßnahmen zur weiteren Kostenoptimierung im Konzern. Im Ergebnis dieser Evaluation hält es der Vorstand aus heutiger Sicht nicht für notwendig, ein neues Effizienzprogramm aufzusetzen, da die im Konzern mittlerweile auf breiter Basis etablierte Kultur der kontinuierlichen Kostenoptimierung regelmäßig zur Identifikation und Einleitung effizienzverbessernder Einzelprojekte führt. Zu den im Berichtsjahr im Zuge von "STADA - build the future" eingeleiteten Maßnahmen zählten u.a. die Gründung der STADA IT SOLUTIONS1), eines IT-Shared-Service-Centers für den Konzern in Serbien. Darüber hinaus ergriff STADA im 2. Halbjahr 2013 die notwendigen Maßnahmen, die dazu geführt haben, dass das vom STADA-Vorstand mit Wirkung zum 01.07.2013 beschlossene Steueroptimierungsprogramm umgesetzt wurde, aus dem sich Steuerverbesserungen ergaben. Deutlicher Anstieg des STADA-AktienkursesDer Kurs der STADA-Aktie entwickelte sich in 2013 sehr erfreulich. Insgesamt konnte die STADA-Notierung in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 47% zulegen. Der MDAX®, dem die STADA-Aktie angehört, erhöhte sich um 39%. Während die STADA-Marktkapitalisierung Ende 2012 noch bei 1,448 Mrd. € gelegen hatte, betrug sie Ende 2013 2,172 Mrd. €. DividendenvorschlagIm Rahmen der konstanten STADA-Dividendenpolitik schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat vor, der nächsten Hauptversammlung am 04.06.2014 zu empfehlen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von 0,66 € je STADA-Stammaktie auszuschütten.2) Dies entspricht einer deutlichen Dividendensteigerung in Höhe von 32% gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,50 € je STADA-Stammaktie. Mit dem Beschlussvorschlag möchte der Vorstand die Aktionärinnen und Aktionäre an dem Anstieg des ausgewiesenen Konzerngewinns beteiligen, ohne den finanziellen Spielraum des Konzerns für weiteres Wachstum zu stark einzuengen und das mittelfristige Ziel der Reduzierung der Nettoverschuldung in Frage zu stellen. Etabliertes und breit angelegtes Risikomanagement sowie ChancenmanagementDas im STADA-Konzern etablierte und breit angelegte Risikomanagement-System ist darauf ausgerichtet, regelmäßig relevante und bestandsgefährdende Risiken zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und Maßnahmen aufzuzeigen, die im Bedarfsfall rechtzeitig ergriffen werden können. Angesichts des aktuellen Status des Risikomanagement-Systems sind nach Einschätzung des Vorstands derzeit keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Auch das Chancenmanagement, das auf die Erkennung und Erschließung von neuen Wachstumspotenzialen sowie die Sicherung und den Ausbau von bestehenden Wachstumsopportunitäten zielt, gehört zu den unternehmerischen Tätigkeiten von STADA, um den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Basis hierfür sind die strategischen Erfolgsfaktoren, zu denen im Wesentlichen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik, ein funktional organisierter Konzern, ein effizientes Kostenmanagement sowie qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören. AusblickAuch in Zukunft wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen. Vor dem Hintergrund der starken Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Griwna sowie der Unsicherheiten über den zukünftigen Geschäftsverlauf im Rahmen der aktuellen CIS-Krise geht der Vorstand nicht mehr davon aus, den in 2010 im Rahmen einer Langfristprognose veröffentlichten Ausblick für 20143) vollumfänglich zu erreichen. STADA erwartet aber, ein leichtes Wachstum beim Konzernumsatz, bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn zu erzielen. Zu detaillierten Angaben hierzu wird auf die Ausführungen im Prognosebericht innerhalb des Lageberichts dieses Geschäftsberichts verwiesen.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
09.09.2013. PERSONALIADER STADA-AUFSICHTSRAT (Stand 01.03.2014)Dr. Martin Abend, Dresden (Vorsitzender) Manfred Krüger1), Mühlheim am Main (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Eckhard Brüggemann, Herne Heike Ebert1), Niddatal Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dresden Dieter Koch, Kiel Constantin Meyer, Seelze Carl Ferdinand Oetker, Düsseldorf Karin Schöpper1), Bad Vilbel Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. DER STADA-VORSTAND (Stand 01.03.2014)Hartmut RetzlaffVorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands seit 1993 Vorstandsvorsitzender seit 1994 Vertrag bis 31.08.2016 Helmut KraftVorstand Finanzen Mitglied des Vorstands seit 2010 Vertrag bis 31.12.2018 Dr. Matthias WiedenfelsVorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste Mitglied des Vorstands seit 2013 Vertrag bis 31.12.2016 Die Mitglieder des Vorstands sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. DER STADA-BEIRAT (Stand 01.03.2014)Die Mitglieder des STADA-Beirats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats berufen. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung. Der für fünf Jahre von 2014 bis 2018 berufene Beirat umfasst zurzeit folgende ordentliche Mitglieder: Dr. Thomas Meyer, Seelze (Vorsitzender) Dr. Frank-R. Leu, Gießen (stellvertretender Vorsitzender) Rika Aschenbrenner, Mainburg Wolfgang Berger, Gießen Gerd Berlin, Haßloch Alfred Böhm, München Jürgen Böhm, Kirchhain Axel Boos, Darmstadt Reimar Michael von Kolczynski, Stuttgart Dr. Wolfgang Schlags, Mayen Jürgen Schneider, Offenbach Die Mitglieder des Beirats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. DIE STADA-AKTIEStammdaten der STADA-Aktiescroll
KapitalstrukturDas gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 157.150.500 € (31.12.2012: 154.263.876 €) war zum 31.12.2013 in 60.442.500 vinkulierte1) Namensaktien (31.12.2012: 59.332.260) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt. Die Veränderungen zum Vorjahr resultierten aus der Ausübung von 55.512 Optionsscheinen 2000/20152). Damit standen zum 31.12.2013 noch 97.386 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 1.947.720 vinkulierten Namensaktien aus. Kapitalstruktur STADA Arzneimittel AGscroll
Deutlicher Anstieg des STADA-AktienkursesDer Kurs der STADA-Aktie entwickelte sich in 2013 sehr erfreulich. Hatte der STADA-Kurs zum Jahresende 2012 mit 24,41 € geschlossen, lag er zum Ende des 1. Quartals 2013 bei 31,94 €. Zum Ende des 2. Quartals betrug die Notierung 33,07 € und zum Ende des 3. Quartals 2013 belief sie sich auf 37,49 €. Mit einem Schlusskurs von 35,93 € Ende 2013 konnte der STADA-Aktienkurs in 2013 insgesamt 47% zulegen. Die für STADA relevanten nationalen Vergleichsindices zeigten im Verlauf des Jahres 2013 prozentual unterschiedliche Kurssteigerungen auf. Der deutsche Leitindex DAX®3) verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 25%. Der MDAX®4), dem die STADA-Aktie angehört, nahm im selben Zeitraum um 39% zu. Beide Entwicklungen beziehen sich jeweils auf die XETRA®5)-Schlusskurse. Der Kurs des Bloomberg Pharmaceutical Index6) stieg in 2013 verglichen mit dem Jahresende 2012 um 22%. Während die STADA-Marktkapitalisierung Ende 2012 noch bei 1,448 Mrd. € gelegen hatte, betrug sie Ende 2013 2,172 Mrd. €. Gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG, die nur den Streubesitz berücksichtigt, lag STADA mit Blick auf die Marktkapitalisierung im MDAX® in 2013 auf Platz 17. Im Jahr zuvor hatte STADA in dieser Kategorie Rang 24 belegt. Beim Handelsvolumen im XETRA®-Handel und am Börsenplatz Frankfurt am Main betrug der durchschnittliche Tagesumsatz der STADA-Aktie in 2013 11,1 Mio. €. 2012 hatte das durchschnittliche Handelsvolumen der STADA-Aktie pro Tag bei 7,9 Mio. € gelegen. Gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG nahm STADA beim Handelsvolumen damit 2013 Platz 13 ein. Im Vorjahr hatte STADA in diesem Bereich Rang 20 belegt.
1)
Die vinkulierten STADA-Namensaktien können
satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister
eingetragen werden und gewähren laut Satzung jeweils eine Stimme in
der Hauptversammlung. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher
im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt,
an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte
auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe
Sonderrechte zu. Kennzahlen der STADA-Aktiescroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Breite Streuung der Investorenstruktur bei 100% FreefloatInsgesamt waren zum 31.12.2013 ca. 37.000 Aktionärinnen und Aktionäre am Grundkapital der STADA Arzneimittel AG beteiligt. Nach den Ergebnissen von regelmäßig stattfindenden Analysen zur Aktionärsstruktur des Unternehmens geht STADA davon aus, dass ca. 60% der STADA-Aktien von institutionellen Investoren gehalten werden und sich ca. 11% im Besitz von Apothekern und Ärzten befinden. Im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms verkaufte STADA in 2013 1.687 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 34,43 €. Damit waren zum 31.12.2013 91.989 eigene Aktien im Bestand des Unternehmens, während STADA per 31.12.2012 93.676 eigene Aktien gehalten hatte. Im Geschäftsjahr 2013 publizierte der Konzern alle erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG. Diese 22 Veröffentlichungen und alle danach bei der Gesellschaft eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com einzusehen. Directors-DealingsIm Geschäftsjahr 2013 meldete STADA auf Basis der dem Unternehmen vorliegenden Informationen insgesamt drei Directors-Dealings in Form eines Verkaufs, eines Kaufs und einer Ausübung von Optionsscheinen. Am 02.04.2013 verkaufte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff 3.000 STADA-Optionsscheine zu einem Preis von 299,167 € je Optionsschein. Darüber hinaus kaufte Hartmut Retzlaff am 02.04.2013 1.574 STADA-Aktien zu einem Preis von 32,449 € je Aktie. Des Weiteren übte Hartmut Retzlaff am 13.11.2013 1.000 STADA-Optionen aus und bezog 20.000 STADA-Aktien zu einem Kaufpreis von 16,45 € pro Aktie. CORPORATE GOVERNANCE BERICHTDer Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB befinden sich auf der STADA-Website unter www.stada.de/cg bzw. www.stada.com/cg. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB beinhaltet die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse. 1. Entsprechenserklärung 2013Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGDen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 (veröffentlicht am 10.06.2013 im Bundesanzeiger) wird mit folgenden Abweichungen entsprochen: Ziffer 5.3.3: Nominierungsausschuss für AufsichtsratswahlenAngesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen solchen zusätzlichen Ausschuss für strukturell entbehrlich, hat aber die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses mit der Aufgabe eines Nominierungskomitees beauftragt; damit wird auch eine sonst nach der Satzung der Gesellschaft anfallende zusätzliche Vergütung für in einem solchen Ausschuss tätige Aufsichtsratsmitglieder vermieden. Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2: Erfolgsorientierte Vergütung des AufsichtsratsDie Aufsichtsratsmitglieder erhalten noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 neben einer jährlichen festen Vergütung eine variable Vergütung abhängig vom Ertrag vor Steuern des Konzerns. Die ertragsabhängige jährliche Vergütung ist auf den Unternehmenserfolg ausgerichtet und stellt eine nach den gesetzlichen Vorschriften zulässige erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder dar. Die Hauptversammlung hat allerdings am 05.06.2013 eine Anpassung der Vergütungsregelungen mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 beschlossen. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder gemäß § 18 der Satzung der Gesellschaft neben einer jährlichen festen Vergütung eine auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Vergütung. Dementsprechend entspricht die variable Vergütung ab dem 01.01.2014 der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 des Kodex. Ziffer 6.3: Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsErwerb und Veräußerung von Aktien der Gesellschaft einschließlich Optionen durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie durch die im Gesetz genannten in einer engen Beziehung zu ihnen stehenden Personen werden der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß den gesetzlichen Vorschriften mitgeteilt und von der Gesellschaft gemäß den gesetzlichen Bestimmungen publiziert. Der jeweilige Besitz an Aktien und von darauf bezogenen Erwerbs- oder Veräußerungsrechten (z.B. Optionen) der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wird jedoch nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist. Für STADA sind die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine allgemeine Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit. In der täglichen Praxis können sich allerdings in Einzelfällen Situationen ergeben, in denen die Anwendung des Kodex zu Einschränkungen in der Flexibilität des Unternehmens oder in der bisher bewährten Unternehmenspraxis führen würde. Im Interesse einer guten Unternehmensführung kann es in diesen Einzelfällen zu einzelnen Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex kommen. STADA wird jedoch die Einhaltung des Kodex und die oben genannten Ausnahmen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
Bad Vilbel, den 12. November 2013 gez. Dr. Martin Abend, Vorsitzender des Aufsichtsrats gez. Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender 2. Relevante Angaben zu UnternehmenspraktikenCorporate GovernanceDie STADA Arzneimittel AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und verfügt über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur aus Vorstand und Aufsichtsrat. Das dritte Gesellschaftsorgan ist die Hauptversammlung. Darüber hinaus gibt es satzungsgemäß einen Beirat. Nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine gute Corporate Governance eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat von STADA verstehen unter Corporate Governance ein umfassendes Konzept für eine verantwortungsvolle, transparente und wertorientierte Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass die Corporate Governance in allen Bereichen bei STADA aktiv gelebt und ständig weiterentwickelt wird. Neben gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex umfasst Corporate Governance bei STADA auch die Standards des internen Kontrollsystems und der Compliance, die Regelungen zu den Organisations- und Aufsichtspflichten im Unternehmen sowie die STADA-unternehmensinternen Richtlinien und gemeinsamen Grundsätze und Werte. Risikomanagement und Interne RevisionEin Element guter Corporate Governance ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. STADA verfügt über ein systematisches Chancen- und Risikomanagement sowie ein Kontrollsystem, das den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen und unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils zu reagieren. Das STADA-Risikomanagement und -Kontrollsystem trägt damit zum Unternehmenserfolg bei. Das Risikomanagement ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision. Einzelheiten hierzu sind dem Lagebericht unter "Risikobericht" zu entnehmen. Der Bereich Interne Revision unterstützt darüber hinaus den Vorstand als unabhängige Funktion außerhalb des operativen Tagesgeschäfts. Der Bereich beurteilt interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen optimierte Geschäftsprozesse, reduzierte Kosten und gesteigerte Effizienz zu erhalten und unternehmensintern gesetzte Ziele zu erreichen. Ausgeprägte Compliance-KulturCompliance umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sowie die Ausarbeitung und Überwachung von internen Regeln, die sich ein Unternehmen selbst gibt. Ziel aller Compliance-Bemühungen sind die Abwendung möglicher Schäden vom Unternehmen und die Verhinderung von Fehlverhalten. Bei STADA ist Compliance fest im Leitbild einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -kontrolle verankert. Alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten erfolgen bei STADA ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze. Der Code of Conduct von STADA stellt die konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinie für alle Führungskräfte und Mitarbeiter des STADA-Konzerns dar und ist Basis aller Compliance-Tätigkeiten. Ziel des Code of Conduct ist es, allen Mitarbeitern bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit zur Seite zu stehen und ihnen Orientierung für richtiges Verhalten zu geben. Darüber hinaus konkretisieren interne Richtlinien, die so genannten Corporate Policies, diese Verhaltensrichtlinien zu spezifischen Themen. Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen, wie z.B. durch E-Learning-Maßnahmen, Präsenzschulungen und regelmäßige Newsletter bzw. Merkblätter zu Compliancerelevanten Inhalten, werden die STADA-Mitarbeiter fortlaufend über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen und internen Richtlinien informiert. Der für das Compliance-Management-System verantwortliche Chief Compliance Officer ist Mitglied des Vorstands, koordiniert das gesamte System und nimmt - ggf. auch anonyme - Beschwerden und Hinweise entgegen. Unterstützt wird er dabei national und international von Compliance-Managern und in Deutschland von einem externen Ombudsmann. Um die Einhaltung von externen gesetzlichen Vorgaben und unternehmensinternen Regelungen zur Compliance in effektiver Weise zu gewährleisten, überprüft STADA das Compliance-Management-System regelmäßig und entwickelt es weiter. Qualität und Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie STADA-LeitbildDetails zu den Themen "Qualität und Sicherheit" und "Nachhaltigkeit und Umwelt" sowie zu dem Leitbild von STADA sind in diesem Geschäftsbericht unter den Kapiteln "Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement" bzw. "Verantwortung und Nachhaltigkeit" zu finden. 3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenVorstand und Aufsichtsrat von STADA arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und treffen nach eingehender Beratung die grundlegenden strategischen Entscheidungen im Rahmen ihrer gesetzlichen Verantwortlichkeiten. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen Berichtspflicht regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand im Rahmen der Umsetzung der Strategie. Darüber hinaus hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft und des Konzerns. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung und haben sich jeweils eine Geschäftsordnung gegeben. a) VorstandDer Vorstand wird nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Mitglieder des Vorstands für eine Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Vorstand leitet die Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Die Mitglieder des Vorstands sind gemeinsam für die Unternehmensleitung verantwortlich. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung und des Geschäftsverteilungsplans. Der STADA-Vorstand besteht satzungsgemäß aus mindestens zwei Personen. Im Geschäftsjahr gab es folgende Veränderungen auf Vorstandsebene: Mit Wirkung zum 03.05.2013 hat der Aufsichtsrat Dr. Matthias Wiedenfels zum Vorstand der STADA Arzneimittel AG für den Vorstandsbereich Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste bestellt. Herr Dr. Axel Müller, Vorstand für Produktion und Entwicklung, legte sein Mandat als Vorstand der STADA Arzneimittel AG mit Wirkung zum 07.08.2013, 24.00 Uhr, nieder. Die Vorstandsaufgaben des Bereichs Produktion und Entwicklung wurden auf die verbleibenden drei Vorstandsmitglieder aufgeteilt. Zum 01.03.2014 ergab sich die folgende Ressortaufteilung:
Arbeitsweise des VorstandsUngeachtet der Gesamtverantwortung des Vorstands leitet jedes Mitglied des Vorstands seinen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Die Verteilung der Geschäftsbereiche auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem Geschäftsverteilungsplan, der Bestandteil der Geschäftsordnung für den Vorstand ist. Über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher und/oder strategischer Bedeutung oder von besonderem Gewicht für das Unternehmen entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit. Alle Mitglieder des Vorstands haben sich über die wesentlichen Vorgänge innerhalb der Geschäftsbereiche zu unterrichten. Über Vorgänge, die auch den Geschäftsbereich eines anderen Mitglieds des Vorstands berühren, muss sich das Mitglied des Vorstands zuvor mit anderen beteiligten Mitgliedern des Vorstands abstimmen. Nach der Geschäftsordnung für den Vorstand obliegt dem Vorstandsvorsitzenden die Koordination des Gesamtvorstands. Der Vorstandsvorsitzende repräsentiert den Vorstand und die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber Behörden, Verbänden, Wirtschaftsorganisationen und Publikationsorganen. Er kann diese Aufgabe für bestimmte Bereiche oder im Einzelfall auf ein anderes Mitglied des Vorstands übertragen. Der Vorstand trifft sich regelmäßig zu Vorstandssitzungen, die von dem Vorstandsvorsitzenden einberufen werden. Auf Verlangen eines Vorstandsmitglieds ist der Vorstandsvorsitzende zur Einberufung einer Vorstandssitzung verpflichtet. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder des Vorstands können ihre Stimmen schriftlich, in Textform oder fernmündlich abgeben. Vertretung ist unzulässig. Beschlüsse können auch im Umlaufverfahren gefasst werden, wenn kein Mitglied des Vorstands widerspricht. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Ist der Vorstandsvorsitzende abwesend oder verhindert, so ist bei Stimmengleichheit der Beschlussvorschlag abgelehnt. Für bestimmte in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegte Geschäfte muss der Vorstand die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Der STADA-Vorstand hat keine Vorstandsausschüsse eingerichtet. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung des Vorstands ist jedes Mitglied des Vorstands verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Ausübung von Nebentätigkeiten, insbesondere die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, bedarf der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Vorstands sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands dar. b) AufsichtsratDer STADA-Aufsichtsrat setzt sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen und besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter der Anteilseigner und drei Vertreter der Arbeitnehmer sind. Die Hauptversammlung wählt die Vertreter der Anteilseigner und die Arbeitnehmer wählen die Arbeitnehmervertreter. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands. Darüber hinaus überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Durch einen regelmäßigen Dialog mit dem Vorstand wird der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung, die Strategie und die Unternehmensplanung informiert. Er stimmt der Unternehmensplanung zu und billigt den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und den Konzernabschluss des STADA-Konzerns. Dem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitglieder an:
Die Amtszeit aller Aufsichtsratsvertreter der Anteilseigner endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Arbeitsweise des AufsichtsratsDie Koordination der Arbeit, die Leitung der Aufsichtsratssitzungen sowie die Wahrnehmung der Aufsichtsratsbelange nach außen übernimmt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft den Aufsichtsrat nach Bedarf mit einer Frist von 14 Tagen schriftlich ein. Eine Sitzung des Aufsichtsrats soll mindestens einmal im Kalendervierteljahr und muss zweimal im Kalenderhalbjahr stattfinden. Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden in der Regel als Präsenzsitzungen statt. In begründeten Ausnahmefällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats bestimmen, dass die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auch in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder im Wege der Telefon- oder Videoübertragung zugeschaltet werden können. Der Aufsichtsrat fasst Beschlüsse in der Regel in Sitzungen. Außerhalb von Sitzungen sind schriftliche, fernmündliche, per Telefax oder mit Hilfe sonstiger gebräuchlicher Kommunikationsmittel (per E-Mail) erfolgende Beschlussfassungen zulässig. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter, anwesend sind oder die verhinderten Mitglieder schriftliche Stimmabgaben durch Mitglieder des Aufsichtsrats überreichen lassen. Aufsichtsratsbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sitzungsvorsitzenden den Ausschlag. Zusammensetzung und Arbeitsweise der AufsichtsratsausschüsseNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen folgende Aufsichtsratsausschüsse: der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss. Weitere Ausschüsse, wie etwa ein Nominierungsausschuss, werden bei Bedarf gebildet.
Ziele für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDas Nominierungskomitee hatte im Geschäftsjahr 2012 dem Aufsichtsratsplenum Ziele und einen Besetzungsplan für die Zusammensetzung für die auf der Hauptversammlung am 05.06.2013 gewählten Aufsichtsräte der Vertreter der Anteilseigner unterbreitet. Im 1. Quartal 2012 hatte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23.01.2012 gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen: 1. Allgemeine ZieleDer Aufsichtsrat der Gesellschaft soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen (Abschnitt 5.4.1 DCGK), so dass alle für den Aufsichtsrat der Gesellschaft erforderlichen Kompetenzen auch im Aufsichtsrat respektive bei den Anteilseignervertretern vertreten sind. Zu den allgemeinen Kenntnissen der Aufsichtsratsmitglieder gehören insbesondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf den Gebieten rechtliche Grundlagen und Compliance, Rechnungslegung und Risikocontrolling. Aufsichtsratsmitglieder sollen mit den Kernsegmenten der Unternehmenstätigkeit, der Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel - pharmazeutischen Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, und regelmäßig auch verschreibungspflichtig, apothekenpflichtig oder apothekenexklusiv sind, vertraut sein. Des Weiteren soll die internationale Tätigkeit der STADA Arzneimittel AG bei der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat berücksichtigt werden. Maßstab ist hierbei neben Kenntnis der englischen Sprache in Wort und Schrift das Verständnis für globale wirtschaftliche Zusammenhänge und für eine internationale Konzernstruktur. Insbesondere sollen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden, die durch ihre Integrität und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der börsennotierten STADA Arzneimittel AG wahrzunehmen. Des Weiteren ist auf Vielfalt (Diversity) zu achten. 2. Konkrete Ziele, Besetzungsplana) Erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche ErfahrungenJedes Aufsichtsratsmitglied sollte neben den allgemeinen Anforderungen an die Zuverlässigkeit und an die zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie der zur Beurteilung, Überwachung und Beratung des Vorstands der STADA Arzneimittel AG erforderliche Sachkunde folgende Voraussetzungen erfüllen:
Jedes Aufsichtsratsmitglied soll möglichst spezielle vertiefte Fachkenntnisse und fundierte Erfahrung auf einem oder mehreren Gebieten mitbringen, um den Aufsichtsrat insgesamt bei der Überwachungs- und Beratungsaufgabe zu ergänzen und zu unterstützen. Die vorgenannten Fachkenntnisse und Erfahrungen sollen im Aufsichtsrat möglichst breit vertreten sein. b) Persönliche VoraussetzungenEs sind solche Kandidaten vorzuschlagen, die die in der jeweils aktuellen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten persönlichen Voraussetzungen erfüllen. Auch während der Mandatszeit des Aufsichtsratsmitglieds sind die persönlichen Voraussetzungen nach der jeweils aktuellen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex einzuhalten. Weiter ist darauf zu achten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig sind. Es soll bei Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung darauf geachtet werden, dass der jeweilige Kandidat nicht in Management- oder Beraterfunktion oder in Kontrollgremien von Wettbewerbsunternehmen, Lieferanten, wesentlichen Kreditgebern oder Kunden tätig ist, um Interessenkonflikte von vornherein zu verhindern. c) BesetzungsplanBeim Vorschlag der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung ist die Vielfalt zu berücksichtigen. Die Vielfalt im Aufsichtsrat spiegelt sich u.a. durch den unterschiedlichen beruflichen Werdegang und die Tätigkeitsbereiche sowie im Hinblick auf die Internationalität der STADA Arzneimittel AG durch den unterschiedlichen Erfahrungshorizont der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wider. Die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses unterbreiteten dem Aufsichtsrat für die Neuwahl der Anteilseignervertreter in der Hauptversammlung im Juni 2013 folgenden möglichen Besetzungsplan (hier wird der Einfachheit halber die männliche Form gewählt, gleichfalls gilt die weibliche Bezeichnung):
Bei den weiteren Kandidatinnen und Kandidaten ist die Expertise u.a. auf den Gebieten Behandlungsmethoden der Zukunft, Biotech, Health-Care-Trends, Gesundheitssysteme (stationäre und ambulante medizinische Versorgung) wünschenswert. Des Weiteren sprach sich der Aufsichtsrat gegen die Festlegung einer Altersgrenze und gegen feste Diversity-Quoten aus. Bestimmte Altersgrenzen oder feste Diversity-Quoten würden die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten pauschal einschränken. Unter Berücksichtigung dieser Ziele hatte der Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2013 einen Kandidatenvorschlag unterbreitet, der auf dieser Hauptversammlung angenommen wurde. Eine Überarbeitung der Ziele des Aufsichtsrats wird rechtzeitig vor der Aufsichtsratswahl in 2018 erfolgen. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sollen Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Ferner sind die Aufsichtsratsmitglieder verpflichtet, Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung, ob Interessenkonflikte auftraten und wie sie behandelt wurden. EffizienzprüfungDer Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind neben vom Aufsichtsrat festzulegenden qualitativen Kriterien insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen den Ausschüssen und dem Plenum sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung untereinander. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Aufsichtsrats sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder dar. c) BeiratDer Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Mitglieder des Beirats der STADA Arzneimittel AG. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung. Der Beirat bestand zum Bilanzstichtag aus 13 Mitgliedern. Die Amtszeit der derzeit gewählten 11 Beiratsmitglieder endet mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018. Der Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Beirats dar. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre1) nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede STADA-Aktie2) gewährt eine Stimme. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder es durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, sich zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu Wort zu melden und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers sowie über Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen.
1)
Zur Kapital- und Aktionärsstruktur vgl. "Die
STADA-Aktie". TRANSPARENTE UNTERNEHMENSFÜHRUNGUm eine transparente Unternehmensführung zu gewährleisten, informiert STADA Aktionäre, Finanzanalysten, andere Kapitalmarktteilnehmer, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Um der Gleichbehandlung aller Adressaten nachzukommen und alle Marktteilnehmer zeitlich und inhaltlich mit demselben Informationsstand zu versorgen, stellt STADA alle wichtigen Dokumentationen auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com bereit. Dort werden jedem Interessenten insbesondere alle Pflichtinformationen wie Finanzberichte (Geschäfts- bzw. Zwischenberichte), Ad-hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen, Informationen zur Hauptversammlung sowie weitere umfangreiche Unternehmens- und Aktieninformationen wie Pressemitteilungen, Unternehmensprofil, Finanzkalender, Präsentationen und aktuelle Kursinformationen zu STADA (inklusive Peer-Group-Vergleichen) zugänglich gemacht. Die Gesellschaft publiziert zudem in der Regel aktuelle Präsentationen für den Kapitalmarkt auf ihrer Website. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der STADA Arzneimittel AG sowie des STADA-Konzerns erfolgt mittels der Geschäfts- und Zwischenberichte sowie auf den Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen, die in der Regel live verfolgt und für einige Zeit als Aufzeichnung auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com eingesehen werden können. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGSTADA stellt den Konzernabschluss und die Konzernzwischenabschlüsse unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze und den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf. Abschlussprüfer und Aufsichtsrat prüfen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr. Der Prüfungsausschuss erörtert Zwischenberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. STADA veröffentlicht den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG (einschließlich Lagebericht) und den Konzernabschluss für den STADA-Konzern (einschließlich Konzernlagebericht) innerhalb von 90 Tagen nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres und unterrichtet während des Geschäftsjahres Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch die Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums. Der Zwischenbericht zum Halbjahr wird freiwillig einer prüferischen Durchsicht durch den auch für diesen Zweck durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer unterzogen. Die Gesellschaft hat kein Aktienoptionsprogramm und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft sowie die Beziehungen zu nahestehenden Personen sind im Konzernanhang dargestellt. Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und STADA und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch darauf, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Der Aufsichtsrat hat mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat hat weiterhin mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, sowie dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Halbjahres-, Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Lagebericht des Vorstands 2013GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell des KonzernsFokus auf Gesundheitsmarkt mit Schwerpunkt PharmamarktDer Fokus des STADA-Geschäftsmodells liegt auf dem Gesundheitsmarkt. Im Zentrum der international ausgerichteten Konzernaktivitäten steht dabei insbesondere der Pharmamarkt - einer der globalen Wachstumsbranchen. In 2013 verzeichneten die weltweiten Gesundheits- und Pharmamärkte weiteres Wachstum. Dabei erhöhte sich der Umsatz des internationalen Pharmamarkts im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,9%1) auf ca. 739,6 Mrd. €1). Nach Einschätzung des Vorstands werden zahlreiche nationale Gesundheits- und insbesondere Pharmamärkte auch künftig hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen, die sowohl auf allgemeinen als auch generikaspezifischen Stimulatoren basieren. Zu den erstgenannten zählen eine globale Bevölkerungszunahme, eine alternde Gesellschaft in den Industrienationen und ein weiterer medizinischer Fortschritt. Zu den letztgenannten gehören ein zunehmender Sparzwang in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen sowie kontinuierliche Patentabläufe. Angesichts der kontinuierlich steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt und der Tatsache, dass Arzneimittel im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden ein relativ hohes Maß an Effizienz aufweisen, wird für den internationalen Pharmamarkt auch in Zukunft weiteres Wachstum erwartet. Vorhersagen zufolge soll der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts bis 2018 um 5% bis 7% pro Jahr steigen (vgl. "Prognosebericht").1) Innerhalb des Gesundheits- und Pharmamarkts fokussiert der STADA-Konzern auf ausgewählte Segmente. Mit Blick auf Kosten- und Risikogesichtspunkte ist STADA bewusst nicht im Bereich der Forschung nach bzw. der Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig. Vielmehr konzentriert sich der Konzern auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, unterliegen. Die von STADA vertriebenen Produkte sind überwiegend in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte positioniert. Mit Blick auf die regionale Aufteilung sind die STADA-Geschäftsaktivitäten auf die vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS/Osteuropa und Asien & Pazifik ausgelegt.2) In 2013 veränderte sich die Zusammensetzung des Konzerns insbesondere durch die Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie die Kontrollerlangungen über die beiden vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Kernsegmente und RandaktivitätenGemäß der strategischen Positionierung des Konzerns ist das Geschäftsmodell von STADA auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgerichtet. Während bei dem vertrieblichen Fokus der Generika eine günstige Preisgestaltung und/oder ein produkt- und indikationsübergreifendes Vermarktungskonzept im Vordergrund stehen, liegt der vertriebliche Schwerpunkt bei den Markenprodukten auf den spezifischen Produkteigenschaften, insbesondere auf dem Markennamen der einzelnen Produkte.3) Neben der unterschiedlichen vertrieblichen Positionierung unterscheiden sich die beiden Kernsegmente auch in anderen Punkten wie der Nachfragestruktur, den Wachstums- und Margenerwartungen, den Anforderungen an den jeweiligen Portfolioaufbau sowie die Entwicklungsstrategien. Im Generika-Segment sind die Erfordernisse an das Produkt-Portfolio stark von der regulativen Struktur der einzelnen Märkte in den jeweiligen Marktregionen und der regionalen Vertriebsstärke der dort aktiven STADA-Tochtergesellschaften geprägt. Dabei umfasst das Produkt-Portfolio für die meisten relevanten pharmazeutischen Wirkstoffe üblicherweise zahlreiche Darreichungsformen und Stärken und damit zum Teil auch Produkte mit nur geringer Umsatzbedeutung. Nur in einigen Märkten, wie bspw. Großbritannien, agiert STADA dagegen als Nischenanbieter und bietet dort ein ausgewähltes Produkt-Portfolio mit speziellen pharmazeutischen Wirkstoffen an, für das in dem jeweiligen Markt gute Vertriebsmöglichkeiten bestehen. Für eine solche Art von Portfolioangebot entscheidet sich der Konzern dann, wenn es auf Grund lokaler Gegebenheiten insbesondere unter Ertragsgesichtspunkten erfolgversprechend scheint. Auf einen durchgängig selektiven Portfolioansatz setzt STADA im Kernsegment Markenprodukte. Im Rahmen dessen vertreibt der Konzern die Markenprodukte in Abhängigkeit von Verfügbarkeit und Nachfrage in ausgewählten Märkten der einzelnen Marktregionen. Grundsätzlich verfolgt STADA dabei ein Konzept der so genannten "starken Marken", die auf Grund ihres hohen Bekanntheitsgrads - idealerweise als lokaler Marktführer - und mit umfangreicher werblicher bzw. vertrieblicher Unterstützung ein von lokalen Markttrends möglichst unabhängiges Wachstum aufweisen.
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IMS Market Prognosis, September 2013; IMS
Market Prognosis Global, September 2013; IMS Syndicated Analytics
Service (September) 2013; prepared for STADA March 2014. Anteile Kernsegmente und Randaktivitäten am STADA-Konzernumsatz![]() In 2013 belief sich der Anteil der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte auf insgesamt 96,5% vom Konzernumsatz (Vorjahr: 98,5%). Das Kernsegment Generika hatte dabei einen Anteil von 61,3% am Konzernumsatz (Vorjahr: 66,0%) und umfasste zu 86% verschreibungspflichtige Produkte (Vorjahr: 89%). Das Kernsegment Markenprodukte steuerte einen Beitrag von 35,2% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 32,5%) und beinhaltete zu 59% nicht verschreibungspflichtige Produkte (Vorjahr: 61%).1) Geschäfte bzw. Beteiligungen außerhalb der beiden Kernsegmente zählen bei STADA zu den Randaktivitäten. Unter dem Segment Handelsgeschäfte sind dabei Aktivitäten zusammengefasst, die im Wesentlichen Handelscharakter haben wie bspw. Großhandelstätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Anteil dieser Position 2,0% am Konzernumsatz (Vorjahr: 1,0%). Weitere Randaktivitäten, die nicht gesondert dargestellt werden, sowie die Konzernholding betreffende Positionen werden unter Konzernholding/Sonstiges ausgewiesen. Diese trugen im Berichtsjahr 1,5% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 0,5%). Das Kernsegment GenerikaIm Jahr 2013 erhöhte sich der Umsatz des weltweiten Generika-Markts im Vergleich zum Vorjahr um 6,3%1) auf ca. 110,7 Mrd. €1). Der Marktanteil von Generika am globalen Pharmamarkt belief sich auf ca. 15,0%1). Innerhalb des Pharmamarkts weist nach Ansicht des Vorstands vor allem das Segment der Generika insofern Wachstumschancen auf, als es eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleistet und damit dem steigenden Kostendruck in den einzelnen Gesundheitsmärkten entgegenwirkt. Des Weiteren steigen auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale. Diese Einschätzung bestätigen auch Prognosen von IMS Health, einem führenden internationalen Pharma-Marktforschungsinstitut (vgl. "Prognosebericht"). In der Rangliste der internationalen klassischen Generika-Unternehmen belegte der STADA-Konzern im Berichtsjahr eigenen Schätzungen zufolge gemessen am Umsatz unverändert Platz 52). Dabei nahmen die einzelnen STADA-Tochtergesellschaften in zahlreichen für den Konzern wichtigen nationalen Märkten der einzelnen Marktregionen in 2013 wie bereits in den Jahren zuvor führende Positionen in den jeweils relevanten Marktsegmenten ein. Das Kernsegment MarkenprodukteMit Blick auf das weitere Wachstum beabsichtigt der Vorstand, insbesondere das Kernsegment Markenprodukte weiter auszubauen und zu internationalisieren, da es sich in der Regel durch weniger regulatorische Eingriffe und bessere Margen auszeichnet. Im Berichtsjahr konnte STADA das Markensegment durch den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross3) sowie die Vertragsunterzeichnung für den Kauf des russischen Markenprodukts Aqualor®4) stärken (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage").
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IMS Market Prognosis, September 2013; IMS
Market Prognosis Global, September 2013; IMS Syndicated Analytics
Service (September) 2013; prepared for STADA March 2014. Operative AufstellungBei der operativen Aufstellung verfügt die STADA Arzneimittel AG in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Beschaffung, zentraler Einkauf und Qualitätsmanagement über die zentrale Strategieführerschaft. Gleiches gilt für die Bereiche Finanzen, Risikomanagement, Compliance, Corporate Governance sowie für die Gesamtverantwortung bezüglich der Konzernstrategie. Gezielt ausgenommen sind hiervon die Vertriebsfunktionen, die gemäß der Konzernstrategie über die STADA-Marktregionen mit einem primär regionalen Fokus organisiert sind, um dadurch eine größtmögliche Marktnähe zu erreichen. Auf der Basis von Zielvereinbarungen liegt die vertriebliche Verantwortung, die sich auf Umsatz und Ergebnis der Marktregionen, deren Produkt-Portfolio und deren Personalmanagement bezieht, bei dem jeweiligen regionalen Management. Im Rahmen dieser operativen Aufstellung zielt STADA ungeachtet einer zur Effizienzsteigerung erforderlichen konzernweiten Harmonisierung und Zentralisierung darauf ab, über die für das Geschäftsmodell erforderliche Flexibilität und Marktnähe zu verfügen, um kurzfristig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Angesichts dessen geschieht die Aufteilung in die Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäfte im Wesentlichen unter vertrieblichen Gesichtspunkten. Damit spiegeln sich die unterschiedlichen vertrieblichen Anforderungen der einzelnen Produktkategorien auch in der operativen Konzernsteuerung wider. ProduktentwicklungStrategische und organisatorische Ausrichtung der EntwicklungsaktivitätenAngesichts der strategischen Positionierung und des Geschäftsmodells betreibt der STADA-Konzern bewusst keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung von Produkten mit Wirkstoffen - in der Regel pharmazeutischen -, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen. Der Fokus der konzernweiten Entwicklungstätigkeiten liegt auf der Entwicklung von neuen Produkten für die internationale Vermarktung durch die STADA-Vertriebsgesellschaften. Weitere Entwicklungsaktivitäten sind auf den Ausbau des vorhandenen Produkt-Portfolios durch zusätzliche Darreichungsformen oder Stärken sowie die Internationalisierung national erfolgreicher Produkte ausgerichtet. Darüber hinaus beschäftigt sich der Konzern auch mit der Unterstützung von Transferprojekten wie bspw. dem Wissenstransfer im Bereich Produktion oder der Optimierung von eingeführten Produkten, die auf die Reduzierung von Herstellungskosten oder die Verbesserung von Anwendungsmöglichkeiten zielen. Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeiten für neue Produkte steht jeweils deren Marktreife. Bei Arzneimitteln bedeutet dies in der Regel, im Rahmen von unterschiedlichen, teilweise supranationalen Zulassungsverfahren eine nationale Zulassung durch die jeweils verantwortlichen Aufsichtsbehörden zu erhalten. In der Mehrheit der Fälle bevorzugt STADA supranationale - insbesondere EU-weite - Zulassungsverfahren, da sich hierdurch nahezu zeitgleich zahlreiche nationale Zulassungen eines Produkts in verschiedenen Ländern erlangen lassen. Zulassungsverfahren außerhalb der EU erfolgen nach Möglichkeit auf Basis der EU-Dossiers der einzelnen Produkte, so dass der Konzern auf eine einheitliche Formulierung zurückgreifen kann. Mit der internationalen Ausrichtung der Entwicklungsaktivitäten zielt der Konzern zudem darauf ab, durch optimierte Chargengrößen Skaleneffekte zu erreichen. Grundsätzlich sind die Entwicklungstätigkeiten des Konzerns langfristig angelegt, um durch einen kontinuierlichen Fluss von Neueinführungen insbesondere im Kernsegment Generika das organische Wachstum zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich STADA bereits heute mit der Entwicklung von generischen Produkten mit potenziellen Einführungszeitpunkten, die jenseits des Jahres 2020 liegen. Als regulatorischen Vorbereitungszeitraum inklusive Zulassungsdauer setzt STADA für Generika mit konzernweiter Relevanz derzeit mindestens drei Jahre an. Aus diesem Grund befinden sich Produkte, die der Konzern innerhalb dieses Zeitrahmens einzuführen plant, in der Regel schon heute im Zulassungsprozess. Grundsätzlich verfolgt der Konzern eine so genannte "Time and cheap to market"-Strategie, die darauf zielt, Neueinführungen sowohl zum frühestmöglichen Zeitpunkt als auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten einzuführen. Angesichts des hohen Stellenwerts, den eine starke Produktentwicklung für den Konzernerfolg hat, sind Planung und Organisation der Entwicklungstätigkeiten im Wesentlichen zentral angelegt. Generell setzt STADA bei den Entwicklungsaktivitäten u.a. sowohl auf Eigen- als auch Lohnentwicklung. Eigene Entwicklungszentren befinden sich in Bad Vilbel, Deutschland, und in Vrsac, Serbien. Im Rahmen der Auftragsentwicklung werden derzeit bspw. vier Projekte bei Lohnentwicklern in Indien realisiert. Grundsätzlich bedient sich STADA im Bereich Produktentwicklung neben der Eigenentwicklung eines internationalen Netzwerks von externen Entwicklungspartnern und erwirbt bei ausgewählten Projekten auch teilweise oder vollständig Dossiers oder Zulassungen von Dritten. Darüber hinaus geht der Konzern - wie teilweise in der Branche üblich - auch Entwicklungskooperationen mit Wettbewerbern ein. Grundsätzlich zählt die langjährige Expertise, ein solches Netzwerk mit Blick auf die Kosten und unter Beachtung der jeweiligen gewerblichen Schutzrechte termingenau zu koordinieren, zu den strategischen Erfolgsfaktoren des Konzerns. Mit dem - auch unter Kostengesichtspunkten - bedeutsamen Ziel, die Zahl der Eigenentwicklungen von strategisch relevanten und umsatzstarken Produkten zu steigern, hat STADA die internen Entwicklungsarbeiten in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Auf diese Weise lassen sich in den ersten Jahren u.a. die Beschaffungs- und Herstellungskosten optimieren, da der Erwerb von Dossiers und damit einhergehende initiale Lieferbindungen reduziert werden können. Zudem spielt mit Blick auf die Kosten auch die zunehmende Bündelung von Eigenentwicklungen an kostengünstigen Konzernstandorten eine wichtige Rolle. Sofern neue Produkte keine Konzernbedeutung haben, realisieren lokale Geschäftseinheiten in Ausnahmefällen auch eigene Entwicklungsarbeiten. Im Rahmen der Umsetzung des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" führte STADA im Berichtsjahr die Entwicklungstätigkeiten an kostengünstigen Konzernstandorten fort. Mittlerweile werden ca. 55% der intern laufenden, konzernweiten Eigenentwicklungen von Generika im Entwicklungszentrum im serbischen Vrsac bearbeitet. Zur Steuerung aller Entwicklungsprojekte verfügt STADA über ein zentrales Projektmanagement mit einem aktiven Schnittstellenmanagement, das im Konzern eine transparente Steuerung der Produktentwicklung ermöglicht. Der klare Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten liegt auf dem Kernsegment Generika. Je nach lokaler Patent- und Zulassungssituation sowie der jeweiligen Marktstrategie entscheidet STADA bzw. das Management der jeweiligen Marktregion, welcher pharmazeutische Wirkstoff zu welchem Zeitpunkt in einem Markt eingeführt wird. Da der langfristige Erfolg eines Generikums auch vom Einführungszeitpunkt abhängt, strebt STADA die fertige Entwicklung der aus Konzernsicht umsatzrelevanten Wirkstärken und Darreichungsformen eines pharmazeutischen Wirkstoffs zum frühestmöglichen Zeitpunkt an, um sie den einzelnen Vertriebsgesellschaften inklusive aller erforderlichen Zulassungen am Tag des Ablaufs des jeweiligen Patents bzw. gewerblichen Schutzrechts respektive möglichst zeitnah zum Ablauf des jeweiligen Patents bzw. gewerblichen Schutzrechts zur Verfügung stellen zu können. Bei der Festlegung eines konkreten Einführungszeitpunkts für ein Generikum in einem Markt spielen die zu beachtenden gewerblichen Schutzrechte eine wesentliche Rolle, da deren Umfang und Laufzeit in Abhängigkeit vom jeweiligen Markt sehr unterschiedlich sein können. Aus Sicherheitsaspekten erhalten das regionale Management und die Konzernleitung von STADA sowohl von in- als auch von externen Experten kontinuierlich rechtliche Empfehlungen zu gewerblichen Schutzrechten. Ungeachtet dessen kann es jedoch sowohl vor als auch nach der Einführung von neuen Generika zu teilweise von Erstanbietern initiierten rechtlichen Auseinandersetzungen kommen, die insbesondere die Gültigkeit gewerblicher Schutzrechte wie bspw. Patente zum Gegenstand haben, die im Gegensatz zu der Einschätzung des Konzerns stehen und in Ausnahmefällen auch ein negatives Ergebnis zur Folge haben können. Im Kernsegment Markenprodukte sind die Entwicklungstätigkeiten fokussierter auf einzelne Märkte ausgerichtet und vom Zeithorizont flexibler als bei Generika, da sie sich an produkt- und länderspezifischen Wachstums- und/oder Ertragschancen sowie an der Vereinbarkeit mit bestehenden Sortimenten und Konzernstrukturen orientieren. Nachhaltige Entwicklungs- und ZulassungsstärkeDie nachhaltige Entwicklungs- und Zulassungsstärke des Konzerns zeigt sich jedes Jahr an der hohen Zahl von Neueinführungen. So stellte der Konzern auch im Geschäftsjahr 2013 mit der Einführung von weltweit 724 einzelnen Produkten (Vorjahr: 717) - und damit der erneut höchsten Anzahl in der STADA-Unternehmensgeschichte - den Erfolg dieses Bereichs unter Beweis. Die hohe Bedeutung der erfolgreichen STADA-Produktentwicklung belegt der Umsatzanteil in Höhe von 7% (Vorjahr: 8%), den der Konzern mit Produkten erzielt, die in den letzten zwei Jahren1)2) am Markt eingeführt worden sind. Unverändert verfügt der Konzern über eine gut gefüllte Produkt-Pipeline. Diese Einschätzung wird auch an der hohen Zahl der zum 31.12.2013 laufenden Zulassungsverfahren von insgesamt über 1.100 für mehr als 150 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 50 Länder deutlich. Dies gilt vor allem für Generika in der EU. Zudem betreibt der Konzern auch in Märkten außerhalb der EU Zulassungsverfahren, in denen STADA mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten oder im Exportgeschäft tätig ist.
1)
Berichtsjahr und Vorjahr. 5-Jahres-Entwicklung: Anzahl Produkteinführungen![]() Ein Beispiel für die erneut zeitgerechte Einführung eines generischen Produkts zum Patentablauf des Originalpräparats in zahlreichen europäischen Ländern ist der im Berichtsjahr erfolgte Vertriebsstart von Produkten mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil zur Behandlung von erektiler Dysfunktion.1) So brachten mit Sildenafil STADA, Sildenafil AL und Silda die beiden deutschen Tochtergesellschaften STADApharm GmbH und ALIUD PHARMA GmbH Mitte 2013 in Deutschland drei Generika unterschiedlicher Wirkstärken auf den Markt, die im Vergleich zum Originalprodukt deutlich kostengünstiger sind. Neben der großen Zahl erfolgreicher Neueinführungen im Bereich der klassischen Generika wird die hohe Expertise der Produktentwicklung auch anhand einiger Spezialprojekte deutlich. So bestehen bspw. seit 2011 mit der ungarischen Gedeon Richter Plc. diverse Lizenz- und Zulassungsvereinbarungen für die Entwicklung sowie Vermarktung von Biosimilar-Produkten für die beiden monoklonalen Antikörper Rituximab und optional Trastuzumab.2) Die Zulassung für den biopharmazeutischen Wirkstoff Rituximab, den Gedeon Richter derzeit als Biosimilar entwickelt, wird aus heutiger Sicht für Mitte 2018 erwartet. Für das Trastuzumab-Biosimilar hält STADA eine zum Zeitpunkt des Beginns der klinischen Studien von STADA ausübbare Option zum Erwerb einer Vertriebslizenz zu analogen kommerziellen Bedingungen wie für das Rituximab-Biosimilar. Grundsätzlich führt STADA kontinuierlich Verhandlungen über die Einlizenzierung weiterer Biosimilars, um diesen Bereich auch künftig gezielt weiter ausbauen und stärken zu können.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
23.06.2013. Aufwendungen für Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 55,7 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Da STADA auf Grund der strategischen Positionierung und des Geschäftsmodells keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen betreibt, handelt es sich dabei ausschließlich um Entwicklungskosten. Darüber hinaus aktivierte der Konzern in 2013 Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. €). Daraus ergibt sich eine Aktivierungsquote von 25,2% (Vorjahr: 21,7%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2013 ca. 6 Mio. € (Vorjahr: ca. 5 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2013 beschäftigte der Konzern im Bereich Produktentwicklung 538 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 528). Beschaffung, Produktion und QualitätsmanagementInternationales Netzwerk für Beschaffung von Wirk- und HilfsstoffenAus Flexibilitäts- und Kostengründen stellt der Konzern in der Regel keine der zur pharmazeutischen Produktion benötigten Wirk- und Hilfsstoffe her, sondern bedient sich - gesellschaftsübergreifend und für alle Konzerngesellschaften geltend - eines internationalen Netzwerks aus Rohstofflieferanten. Im Rahmen dessen konzentriert sich STADA - insbesondere bei der Beschaffung von pharmazeutischen Wirkstoffen - auf preisgünstige Lieferanten aus Niedrigkostenländern, schwerpunktmäßig aus asiatischen Ländern. Ungeachtet dessen schließt der Konzern bei der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion in der Zukunft jedoch nicht generell Kooperationen aus, die auf eine höhere vertikale Integration zielen. Im Geschäftsjahr 2013 schloss der Konzern im Zuge der weiteren Umsetzung von "STADA - build the future" die Zentralisierung und Internationalisierung bei der Beschaffung von Wirk- und Hilfsstoffen sowie beim Einkauf von Bulkware und Fertigprodukten mit dem Ziel der Mengenoptimierung ab. Nachdem STADA bereits in 2012 die Inbetriebnahme eines Beschaffungsbüros in Schanghai, Volksrepublik China, aufgenommen hatte, eröffnete der Konzern im Berichtsjahr ein weiteres Beschaffungsbüro in Mumbai, Indien. Angesichts der kontinuierlichen Kostenoptimierung stellen für STADA mittlerweile sowohl China als auch Indien wichtige Bezugsquellen für eine kostengünstige Wirkstoffbeschaffung dar. Sofern STADA Produkte im Rahmen von Lohnherstellung fertigen lässt, ist der Konzern neben der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für die erforderlichen Wirk- und Hilfsstoffe auch von den Lieferpreisen der Lohnhersteller, die produktspezifisch sehr unterschiedlich sein können, abhängig. Grundsätzlich beteiligt STADA zur Reduzierung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch rückläufige Absatzpreise - soweit möglich - Lieferanten an diesem Marktpreisrisiko. Dies geschieht bspw. durch Preisgleitklauseln, bei denen Bezugspreise an Absatzpreise gekoppelt werden, Nachverhandlungen oder Vereinbarungen zu Sonderbeschaffungspreisen bei speziellen Absatzmengen, u.a. für Mengen, die von Krankenkassen im Rahmen von Rabattverträgen ausgeschrieben werden. Auf Grund neuer EU-Vorschriften wurden zum 02.07.2013 erhöhte Dokumentations- und Informationsanforderungen an Vorlieferanten von pharmazeutischen Wirkstoffen, insbesondere auch aus Nicht-EU-Ländern, gestellt, die einen stärkeren Einbezug nationaler bzw. lokaler Behörden der Drittländer verlangen. Da Nicht-EU-Länder in 2013 in kontinuierlich steigendem Umfang diesen neuen Anforderungen nachgekommen waren und STADA zudem überbrückende Maßnahmen für den Einführungszeitraum getroffen hatte, kam es durch die neuen Vorschriften im STADA-Konzern zu keinen Lieferengpässen beim Wirkstoffbezug. Zentrale BedarfsplanungIm Bereich Supply Chain fokussiert sich die Bedarfsplanung im STADA-Konzern grundsätzlich auf eine zentrale Steuerung über die STADA Arzneimittel AG. Daneben gibt es drei Hubs an den Standorten in Bad Vilbel, Vrsac und Moskau, an denen die Steuerung der Supply Chain für nach bestimmten Kriterien ausgewählte Top-Produkte im Konzern vorgenommen wird. Auf Grund der damit einhergehenden Bündelung der einzelnen Leistungen erzielt der Konzern Kostensynergien, die wiederum zu Kosteneinsparungen führen. Dieses bereits in 2011 gestartete Projekt wurde in 2012 kontinuierlich ausgebaut und konnte im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen werden. Grundsätzlich wird das zu Grunde liegende Konzept im Rahmen eines Verbesserungsprozesses jedoch regelmäßig weiterentwickelt. Hohe Flexibilität und kontinuierliche Kostenoptimierung bei Lieferkette und pharmazeutischer ProduktionAngesichts des umfangreichen Produkt-Portfolios von über 900 pharmazeutischen Wirkstoffen mit mehr als 16.000 durch den Konzern vertriebenen Produktaufmachungen, die jeweils in Wirkstoff und/oder Wirkstoffmenge und/oder Darreichungsform und/oder Packungsgröße differieren, greift STADA bei Lieferkette und pharmazeutischer Produktion auf ein internationales Netzwerk von in- und externen Ressourcen zurück. Auf Grund der signifikanten Kostensenkungspotenziale im Bereich Produktion führte STADA 2013 im Rahmen von "STADA - build the future" die weitere Konzentration der Produktionsprozesse an eigenen Standorten - insbesondere in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Russland und Vietnam - fort. Diese Maßnahme umfasste sowohl die sukzessive Überführung von Produktionsmengen aus Lohnherstellung als auch die Verschiebung von Produktionsmengen innerhalb konzerneigener Werke. Ziel des Konzentrationsprozesses ist es, zum einen von den strukturellen Kostenvorteilen dieser Standorte zu profitieren und zum anderen durch die Erhöhung der Auslastungen die Stückkosten der jeweiligen Produkte zu verringern. An den Produktionsstandorten in Serbien und Bosnien-Herzegowina, an denen die Auslastung besonders zugenommen hat, setzte der Konzern die Ausweitung der Programme zur Prozessoptimierung, die bei einer teilweise erreichten Vollauslastung einzelner Produktionsabschnitte zu unmittelbaren Kapazitäts- und damit Ergebnisverbesserungen geführt haben, fort. Darüber hinaus nahm STADA im Berichtsjahr Investitionen vor, um die unterschiedlichen Kapazitäten der einzelnen Prozessschritte bei der pharmazeutischen Herstellung an den einzelnen Standorten in ihrer jeweiligen Kapazität anzugleichen. Des Weiteren ging STADA in 2013 an den serbischen Standorten mit neuen IT-Programmen live, die auf eine verbesserte Vernetzung zwischen der Beschaffungs- und der Produktionsplanung im Konzern zielen. Angesichts der in 2013 erlangten Kontrolle über das vietnamesische Tochterunternehmen Pymepharco erhöhte sich die Anzahl der Produktionsstätten im Konzern in 2013 um eine Fertigungsstätte in Tuy Hoa. Diese Produktionsstätte ist zwar vorrangig auf Produkte des vietnamesischen Markts ausgerichtet und wird demzufolge zunächst nicht in die zentrale Produktionssteuerung für Produkte mit Konzernbedeutung integriert. Allerdings zeigt die im 1. Quartal 2013 erreichte EU-Zertifizierung eines Teilbereichs dieses Werks, dass das technische Potenzial dieser Produktionsstätte eine schrittweise Konzernintegration grundsätzlich möglich erscheinen lässt. Darüber hinaus erweiterte STADA im Zuge des Erwerbs des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross das konzerneigene Produktionsnetzwerk im Berichtsjahr um eine EU-GMP-zertifizierte Produktionsstätte.1) Die in Huddersfield ansässige Fertigungsstätte soll für pastöse Formen und Flüssigkeiten als so genanntes "OTC Center of Excellence" aufgebaut werden, von dem aus die bestehende Markenproduktpalette des Konzerns weiterentwickelt und neue Produkte entwickelt werden sollen.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.08.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 16.08.2013. Per 01.03.2014 verfügte der Konzern über pharmazeutische Produktionsstätten an den folgenden Standorten: scroll
Grundsätzlich hält STADA alle konzerneigenen Fertigungsstätten durch jährliche angemessene Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau. Für den Ausbau und die Erneuerung von Produktionsstätten und -anlagen investierte der Konzern im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 18,4 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Höchste Ansprüche an Qualität und SicherheitAls Gesundheitsunternehmen ist STADA höchsten Ansprüchen an die Qualität und die Sicherheit seiner Produkte verpflichtet. Diese Anforderungen beziehen sich sowohl auf die fertigen Produkte als auch auf die Rohstoffe, die der Konzern verarbeitet, die Serviceleistungen und die Arbeitsbedingungen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden und umfangreichen so genannten Audits überprüft das konzernweite Qualitätsmanagement die vom Konzern festgelegten und zum Teil weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden Qualitätsstandards nicht nur in den eigenen Fertigungsstätten, sondern auch bei Lieferanten und Lohnherstellern. Von externer Seite werden in den Produktionsstätten des Konzerns zudem von national zuständigen Aufsichtsbehörden regelmäßig Inspektionen durchgeführt. Innerhalb der EU werden solche Inspektionen in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren vorgenommen. Außerhalb der EU beantragt STADA neben den nationalen Inspektionen durch die zuständigen Behörden zusätzlich so genannte EU-GMP-Compliance-Inspektionen, um die für jeweils drei Jahre gültige Verlängerung der erforderlichen EU-Importerlaubnis zu erhalten. Im Rahmen der Inspektionen prüfen die für STADA zuständigen Behörden jeweils, ob die inspizierten Fertigungsstätten den GMP-Standards der EU entsprechen. Zwischen 2011 und 2013 wurden in Drittländern konzernweit insgesamt neun Inspektionen erfolgreich absolviert, zu denen die Inspektionen in den Produktionsstätten Hemofarm A.D., Vrsac, Serbien, Hemofarm Banja Luka d.o.o., Banja Luka, Bosnien-Herzegowina, Hemofarm d.o.o., Sabac, Serbien, Hemomont d.o.o., Podgorica, Montenegro, LCC Nizhpharm J.S.C., Nizhny Novgorod, Russland, Pymepharco Joint Stock Company, Tuy Hoa, Vietnam, und STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, zählen. Da der Konzern anstrebt, auch in Ländern außerhalb der EU die häufig über die lokalen Anforderungen hinausgehenden EU-Qualitätsstandards für Arzneimittel zu gewährleisten, sind die konzerneigenen nicht in der EU ansässigen Produktionsstätten in Banja Luka, im Großraum Ho-Chi-Minh-Stadt (Binh Duong Branch), in Nizhny Novgorod, in Obninsk, in Podgorica, in Sabac, in Tuy Hoa und in Vrsac auf die Produktion von bestimmten pharmazeutischen Darreichungsformen für EU-Länder ausgerichtet und dafür von den zuständigen EU-Aufsichtsbehörden nach den vorab erwähnten Inspektionen zur Lieferung in die EU freigegeben. Neben den gesetzlichen Bestimmungen verfügt der Konzern über internationale Zertifizierungen gemäß externen Qualitätsmanagement-Systemen. So orientiert sich STADA an zahlreichen Produktionsstandorten nicht nur an den Good-Manufacturing-Practice-Standards (GMP-Standards), sondern auch an den einschlägigen ISO-Normen. An mehreren Standorten hält der Konzern verschiedene ISO-Zertifikate wie bspw. ISO-9001:2008 und ISO-14001:2004. Sollten trotz aller Vorbeugungs- und Kontrollmaßnahmen vereinzelt Qualitätsprobleme auftreten, ist der Bereich Qualitätsmanagement auf eine aktive Vorgehensweise zwecks Identifizierung der Ursache und Problemlösung ausgerichtet. Dieses Procedere bewährte sich bspw. in der serbischen Produktionsstätte, als im 3. Quartal 2011 in dem überwiegend zur Lohnherstellung ausgelegten Teil der Injektabilia technische Probleme auftraten. Mit Hilfe einer in Abstimmung mit den Kunden erfolgten aktiven Vertriebssperre konnte ein Marktrückruf vermieden und die Fertigung für die konzerneigenen Zulassungen im 4. Quartal 2011 wieder aufgenommen werden. Im Nachgang zu diesen technischen Problemen hatte die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA im 2. Quartal 2012 einen "Import Alert" und im 3. Quartal 2012 einen "Warning Letter" bezüglich des Produktionsstandorts in Vrsac veröffentlicht. Die dabei angesprochenen Themen und Maßnahmen waren während der erfolgten technischen Optimierung der von der FDA inspizierten Anlage und Herstellungsprozesse unter Einbezug externer Experten bereits in weitem Umfang mit eingeflossen, wurden von der FDA bis dato aber noch nicht berücksichtigt. Auf Grund der durchgeführten Optimierungen konnte die Produktion auf der betroffenen Linie für den lokalen und den EU-Markt im 2. Quartal 2012 wieder aufgenommen werden. Eine Inspektion der betroffenen Produktionslinie und der damit verbundenen Abläufe auch in der mikrobiologischen Qualitätskontrolle am 17.07.2012 durch die zuständige serbische Aufsichtsbehörde bestätigte die von Hemofarm getroffenen Maßnahmen und führte zu keinen Beanstandungen. Für den US-Markt verzichtete STADA aus wirtschaftlichen Überlegungen auf eine weitere Belieferung. Im 3. Quartal 2012 war die Bearbeitung der von der FDA angesprochenen Themen unter Einbezug zusätzlicher externer Experten plangemäß umgesetzt und zum Ende des 3. Quartals ein entsprechender Sachstandsbericht fristgemäß an die FDA übermittelt worden. Im Rahmen des fortlaufenden GMP-Optimierungsprogramms werden bis zur FDA-Reinspektion, die für das laufende Geschäftsjahr 2014 geplant ist, an die FDA weiterhin Quartalsberichte gesendet. Erfolgreiche Inspektionen der betroffenen Produktionslinie und der damit verbundenen Abläufe auch in der mikrobiologischen Qualitätskontrolle im 2. Quartal 2013 durch die australische und im 4. Quartal durch die deutsche Aufsichtsbehörde bestätigten die von Hemofarm getroffenen Maßnahmen. Durch die im Rahmen von "STADA - build the future" erfolgte Umsetzung der weiteren Maßnahmen ist der Konzern nun auch mit Blick auf das Qualitätsmanagement zentraler, internationaler und kostengünstiger aufgestellt. In 2013 trieb STADA in diesem Bereich weitere Optimierungsprozesse voran. So führte der Konzern die bereits in 2012 eingeleitete zweite Ausbaustufe des in Timisoara gelegenen konzerneigenen Laborgebäudes, in dem STADA Laboruntersuchungen zur Produktfreigabe betreibt, im Berichtsjahr fort. Mit der im laufenden 1. Quartal 2014 erfolgten Fertigstellung des Gesamtprojekts wurden seitens des Konzerns die Voraussetzungen für eine Verdoppelung der dortigen Prüfkapazitäten geschaffen. Neben den Kostenvorteilen entschied sich STADA für den in Rumänien gelegenen Standort aus zwei weiteren Gründen. Zum einen liegt Timisoara innerhalb der EU, so dass von dort aus EU-weite Qualitätskontrollprüfungen möglich sind. Zum anderen befindet sich Timisoara so nah an dem für den Konzern wichtigen serbischen Produktionsstandort Vrsac, dass sich das neue Labor auch unter logistischen Gesichtspunkten für Prozesskontrollen von in Vrsac gefertigten Produkten eignet. Vertrieb und MarketingFunktional organisierter Konzern mit lokalen und marktnahen Vertriebsgesellschaften in den vier STADA-MarktregionenDie internationale Vertriebsstruktur des STADA-Konzerns besteht aus einer Vielzahl von national ausgerichteten und somit marktnahen Vertriebsgesellschaften, die innerhalb der vier STADA-Marktregionen regional gesteuert und durch zentrale Konzernfunktionen unterstützt werden. In Abhängigkeit von der lokalen Marktstruktur und der korrespondierenden Nachfragestruktur konzentrieren sich die STADA-Tochtergesellschaften in Abstimmung mit dem Management der jeweiligen Marktregionen im Bereich Vertrieb und Marketing auf unterschiedliche Zielgruppen wie Patienten bzw. Verbraucher, Ärzte, Arztkooperationen, Apotheken, Apothekenkooperationen, Kliniken, Großhandlungen und andere Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt sowie Kostenträger in Form von gesetzlichen Krankenkassen und Privatversicherungen. Grundsätzlich werden Vertriebsaktivitäten im Konzern international abgestimmt. Dies gilt bspw. für die Strukturierung des Portfolios im Rahmen der weiteren Internationalisierung einzelner Produkte oder für Vertriebsaktivitäten wie Großhandelskooperationen. Sofern es auf Grund struktureller oder rechtlicher Rahmenbedingungen erforderlich ist, separiert STADA die Marketing- und Vertriebstätigkeiten verschiedener Vertriebsgesellschaften innerhalb der vier Marktregionen. Dies ist bspw. für die Aufrechterhaltung des so genannten "Geheimwettbewerbs" im Rahmen von Rabattvertragsausschreibungen im deutschen Generika-Markt der Fall. Sofern erforderlich ist STADA in bestimmten Marktregionen auch mit parallel agierenden Vertriebsgesellschaften tätig. Unter Einhaltung von Vorgaben des Konzerns sind die einzelnen Tochtergesellschaften für Vertriebsentscheidungen im lokalen Markt verantwortlich, um den jeweiligen lokalen Bedürfnissen der einzelnen Zielgruppen optimal gerecht zu werden. Angesichts dieses marktregionenorientierten Vertriebskonzepts ist STADA in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen zu reagieren und den lokalen Vertrieb an die entsprechenden Erfordernisse zeitnah anzupassen. Hierzu zählen bspw. eine andere Produktzuordnung, ein veränderter Marktauftritt oder die Diversifizierung, der Ausbau oder die Reduzierung der lokalen Vertriebsstruktur. Kontinuierlicher Ausbau und weitere Internationalisierung des konzernweiten VertriebsnetzesVor dem Hintergrund der aktiven Akquisitionspolitik zielt der Konzern unverändert darauf ab, das bestehende Vertriebsnetz kontinuierlich auszubauen. Zum einen soll dies die Abhängigkeit von einzelnen Ländern - wie bspw. von Deutschland, dessen Gesundheitssystem durch schwierige lokale Rahmenbedingungen für Generika gekennzeichnet ist - weiter verringern. Zum anderen beabsichtigt STADA dadurch, die sich bietenden Wachstumschancen optimal ausschöpfen zu können. Im Berichtsjahr erweiterte STADA die internationale Vertriebsstruktur des Konzerns durch den im 3. Quartal 2013 erfolgten Kauf des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage").1) Die Nummer 5 im britischen OTC-Markt und zugleich das zum Zeitpunkt des Erwerbs am schnellsten wachsende Unternehmen der Top 10 im britischen Pharmamarkt ist in Großbritannien im Wesentlichen über die Handelskanäle Apotheken und Drogerien aktiv. Die Gesellschaft beschäftigte zum Zeitpunkt der Übernahme 439 Mitarbeiter, von denen 32 im Vertrieb tätig sind. Zum 01.03.2014 war der Konzern in den vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS/Osteuropa und Asien & Pazifik vertreten. Der vertriebliche Fokus lag in 2013 auf den Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa und CIS/Osteuropa. In der Marktregion Asien & Pazifik war der Konzern zum 01.03.2014 mit eigenen Vertriebsgesellschaften in China, auf den Philippinen, in Thailand und in Vietnam tätig. Weitere Informationen zu der Entwicklung der Konzerntätigkeiten in den einzelnen Marktregionen finden sich unter "Wirtschaftsbericht - Lage - Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen". Einrichtung eines Logistik- und Vertriebszentrums in DubaiIm 1. Quartal 2013 begann STADA in Dubai ein Logistik- und Vertriebszentrum für den Nahen Osten und Nordafrika (MENA-Region) einzurichten, um durch diesen zentralen Versorgungs-Hub alle zu dieser Region zählenden Länder, in denen der Konzern aktiv ist, zu versorgen.2) Im Rahmen der Umsetzung des Projekts gründete STADA in Dubai eine eigene Tochtergesellschaft und baute zusammen mit einem lokalen Partner die neue Vertriebsorganisation auf. Zum einen soll dieses Vorhaben dem gestiegenen STADA-Umsatz in der MENA-Region gerecht werden und zum anderen die bis dato lokal organisierten Vertriebsaktivitäten der jeweiligen Länder in der Region effizienter gestalten.
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Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.08.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 16.08.2013. STADA-Vertriebsstruktur (Stand 01.03.2014)1)Die nachfolgende Übersicht zeigt die STADA-Vertriebsstruktur mit allen wesentlichen Vertriebsgesellschaften entsprechend ihrer Zuordnung zu den vier Marktregionen des Konzerns. scroll
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Aufgeführt sind alle wesentlichen Gesellschaften
mit einem STADA-Anteil von mindestens 50%. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterLangfristig angelegte PersonalpolitikDie operative Aufstellung des STADA-Konzerns basiert maßgeblich auf der Steuerung eines umfassenden Netzwerks von in- und externen Ressourcen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Vertrieb und Marketing, Produktentwicklung sowie Beschaffung und Produktion. Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer ausgewiesenen Expertise und ihrer hohen Leistungsbereitschaft einen wesentlichen Anteil an dem langjährigen Konzernerfolg haben, kommt ihnen eine maßgebliche Bedeutung zu. Angesichts dessen verfolgt das Personalmanagement von STADA eine langfristig angelegte Personalpolitik, die darauf ausgerichtet ist, die Beschäftigten optimal zu fördern und die für eine nachhaltige Entwicklung erforderlichen personellen Veränderungen vorzunehmen. Darüber hinaus zielt die Personalpolitik darauf ab, neben der Bindung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch potenzielle Interessenten anzusprechen. Dezentrale Organisation des PersonalmanagementsDer Bereich Personalmanagement ist bewusst dezentral organisiert, um so die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den einzelnen Konzernstandorten der jeweiligen Marktregionen optimal erfüllen zu können. Dies gilt insbesondere für die internationalen Tochtergesellschaften, die unter Berücksichtigung der Unternehmensleitlinien in vielen Bereichen der Personalpolitik wie Personalauswahl, Qualifizierung und Vergütung weitgehend autonom sind. Grundsätzlich sind dabei jedoch die operativen und strategischen Konzernvorgaben - insbesondere die Compliance-Richtlinien - zu beachten. Hintergrundinformationen zu der Personalpolitik für die in Deutschland ansässigen Konzerngesellschaften sind in dem einmal pro Jahr erscheinenden Personal- und Sozialbericht von STADA enthalten, der auf der deutschen Website der Gesellschaft unter www.stada.de eingestellt ist. Kontinuierliche PersonalentwicklungMit Blick auf den hohen Stellenwert der im STADA-Konzern Beschäftigten spielt das Thema Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund bietet STADA verschiedene Ausbildungsberufe in den Bereichen Pharmazie, Verwaltung und Lagerlogistik an. Darüber hinaus haben junge Menschen die Möglichkeit, im Rahmen von diversen Praktika Einblicke in die Abläufe eines pharmazeutischen Unternehmens zu erhalten. Grundsätzlich kommt den im Konzern tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine ihrem Tätigkeitsbereich entsprechende fachliche Unterstützung und Aktualisierung ihres Wissens zugute. So gibt es neben dem nachfolgend dargestellten Förderungsprogramm für nachwachsende Führungskräfte bspw. Fortbildungen für Führungskräfte, Fremdsprachenförderungen sowie fachspezifische Workshops und Seminare. Darüber hinaus hat der Vorstand vielfältige weitere Personalentwicklungsmaßnahmen im Rahmen eines institutionalisierten Mitarbeiterdialogs etabliert. STARS" zur nachhaltigen Sicherung von FührungskräftenUnter dem Namen "STARS" - Searching Talents in All Regions of STADA - gibt es im Konzern ein Programm zur frühzeitigen und zielgerichteten Förderung von nachwachsenden Führungskräften, die im Rahmen von speziellen internationalen Talent- und Entwicklungsprogrammen auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet werden. Dabei reichen alle bestehenden Führungskräfte aus ihrem Bereich bzw. ihrer Gesellschaft jedes Jahr Vorschläge für potenzielle Führungskräfte ein, die zunächst an einem Personalauswahlverfahren teilnehmen. Nach erfolgreicher Absolvierung dieses Assessment-Centers folgt ein über einen Zeitraum von 12 bis 15 Monaten dauerndes Programm, das aus drei aufeinander aufbauenden Modulen unterschiedlicher Inhalte besteht und in verschiedenen Ländern stattfindet. Grundsätzlich ermöglicht "STARS" dem Konzern, Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren, um somit nicht nur auf externe Bewerber für solche Positionen angewiesen zu sein. Auf diese Weise sichert sich STADA intern frühzeitig die für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens erforderlichen Führungskräfte. Entwicklung des PersonalstandsUngeachtet der im Rahmen von "STADA - build the future" erfolgten deutlichen Reduzierung des Personalstands erhöhte sich die Zahl der im STADA-Konzern tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2013. Dieser Anstieg gilt sowohl für die Betrachtung der durchschnittlichen als auch der stichtagsbezogenen Beschäftigt enzahl. So stieg die Zahl der in 2013 im Durchschnitt beschäftigt en Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 9.154 (Vorjahr: 7.814). Stichtagsbezogen nahm die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum 31.12.2013 auf 9.825 zu (31.12.2012: 7.761). Die wesentlichen Zugänge beim Personalstand basierten auf der Kontrollerlangung über die vietnamesische Pymepharco mit durchschnittlich 1.108 Beschäftigt en, dem Kauf des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross mit durchschnittlich 147 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Kontrollerlangung über die vietnamesische STADA Vietnam mit durchschnittlich 505 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, welche nun vollständig im Konzern konsolidiert werden (vgl. jeweils "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Die regionale Aufgliederung der im Konzern Beschäftigten weist in 2013 durchschnittlich 1.269 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland auf (Vorjahr: 1.261). Am Konzernsitz in Bad Vilbel waren im Berichtsjahr im Durchschnitt 988 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig (Vorjahr: 1.007). Die Zahl der an ausländischen Konzernstandorten Beschäftigt en lag im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich bei 7.885 (Vorjahr: 6.553). STADA-Beschäftigtenentwicklung im Jahresdurchschnitt![]() Bezogen auf die durchschnittliche Gesamtzahl der im STADA-Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sah die prozentuale Verteilung nach Funktionsbereichen zum 31.12.2013 wie folgt aus: STADA-Beschäftigte nach Funktionsbereichen![]() Der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Konzern betrug im Berichtsjahr ca. 51% (Vorjahr: ca. 52%). Im Zuge der Umsetzung von "STADA - build the future" und mit Blick auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen im deutschen Markt - insbesondere infolge der Krankenkassenausschreibungen - hatte der Konzern im Geschäftsjahr 2011 zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Konzernstandorte in Bad Vilbel und Florstadt - im Rahmen einer Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat und mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien - die bis Ende 2012 geltende 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich eingeführt. Im Gegenzug gab STADA zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte den davon betroffenen Beschäftigten eine bis zum 31.12.2012 geltende Zusage für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Da diese Betriebsvereinbarung nicht verlängert wurde, gilt an den Standorten in Bad Vilbel und Florstadt seit dem 01.01.2013 wieder die 37,5-Stunden-Woche bei gleichzeitigem Wegfall der Zusage für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Die im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen in 2011 gegebene Zusage für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für die am deutschen Konzernstandort Laichingen verbliebenen Beschäftigten endete vereinbarungsgemäß ebenfalls zum 31.12.2012. PersonalaufwandDer Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 321,2 Mio. € (Vorjahr2): 291,6 Mio. €). Die Personalaufwandsquote betrug im Berichtsjahr 15,9% (Vorjahr2): 15,9%). Angesichts der zuvor erwähnten Kontrollerlangungen über die beiden vietnamesischen Gesellschaften Pymepharco und STADA Vietnam sowie der Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross geht STADA in den kommenden Jahren von einem Anstieg der Personalaufwandsquote aus.
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Inklusive Facility Management. Personalstruktur nach Marktregionen und FunktionsbereichenDurchschnittliche Anzahl STADA-Beschäftigte in 2013scroll
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Inklusive Facility Management. Ziele und StrategienWachstum von Umsatz und Ertrag durch MehrsäulenstrategieMit seinem Geschäftsmodell zielt STADA darauf ab, im Konzern weiteres Wachstum zu generieren. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie strebt STADA an, mit den einzelnen Tochtergesellschaften in zahlreichen für den Konzern wichtigen nationalen Märkten der einzelnen Marktregionen führende Positionen in den jeweils relevanten Marktsegmenten zu erreichen. Grundsätzlich sollen sowohl das organische Wachstum ausgebaut als auch externe Wachstumsimpulse konsequent genutzt werden. Im Rahmen der aktiven Akquisitionspolitik verfolgt STADA eine Mehrsäulenstrategie, die auf eine zunehmende Diversifizierung des Portfolios setzt. Damit sollen potenzielle Risiken reduziert und bestehende Chancen erweitert werden. Im Zuge der Mehrsäulenstrategie konzentriert sich der Vorstand zum einen auf die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Fokus auf wachstumsstarke Schwellenländer. Zum anderen setzt er auf den Ausbau sowie die Internationalisierung des Markenproduktsegments, das sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als Generika auszeichnet. Strategische Erfolgsfaktoren als Basis für die Nutzung bestehender WachstumschancenGrundlage für die Nutzung der bestehenden Wachstumspotenziale und damit zur Sicherung des nachhaltigen Konzernerfolgs sind die strategischen Erfolgsfaktoren von STADA. Hierzu zählen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik inklusive eines erfahrenen Integrationsmanagements, ein im Vertrieb nach Marktregionen gesteuerter Konzern mit kurzen Entscheidungswegen und ein effizientes Kostenmanagement (vgl. "Prognosebericht"). Mit einer starken Produktentwicklung und einer gut gefüllten Produkt-Pipeline sorgt STADA für einen kontinuierlichen Fluss an Neueinführungen, um so das bestehende Konzern-Portfolio - insbesondere im Kernsegment Generika - kontinuierlich auszubauen. Die internationale Vertriebsstruktur mit vier Marktregionen ist darauf ausgelegt, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen zu vertreiben. Im Fokus der aktiven Akquisitionspolitik stehen zum einen ausgewählte Märkte - schwerpunktmäßig wachstumsstarke Schwellenländer - und zum anderen der Ausbau und die weitere Internationalisierung der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Sparzwänge, denen die einzelnen Gesundheitssysteme ausgesetzt sind, zielt der Vorstand insbesondere auf weitere Wachstumsopportunitäten bei den Markenprodukten, da sie in der Regel bessere Margen aufweisen und weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen. Im Hinblick auf künftiges Wachstum spielt die Organisation nach Marktregionen mit kurzen Entscheidungswegen bei gleichzeitig starker lokaler Marktpräsenz eine wichtige Rolle. Dies betrifft insbesondere die Vertriebsaktivitäten, da die Fähigkeit, kurzfristig auf strukturelle, regulatorische oder wettbewerbliche Veränderungen reagieren zu können, sowohl bei der Nutzung von Chancen als auch bei der Reduzierung von Risiken von großer Bedeutung ist. Unter Ertragsgesichtspunkten nimmt im Konzern ein effizientes Kostenmanagement einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung liegt ein Fokus auf den Herstellungskosten und allen damit verbundenen Kosten, da sie die deutlich größte Kostenposition im Konzern darstellen. Umsetzung der noch ausstehenden Maßnahmen des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms und erfolgreicher AbschlussIm Berichtsjahr setzte STADA die noch ausstehenden Maßnahmen des in 2010 gestarteten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive um. Plangemäß konnte STADA im Berichtsjahr alle wesentlichen Aktivitäten des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms bis zum Jahresende 2013 abschließen oder einleiten, nachdem die Ziele der Personalreduzierung bereits im Vorjahr und damit früher als geplant übertroffen worden waren. Angesichts der weitgehend finalen operativen Umsetzung von "STADA - build the future" evaluierte der Vorstand im Geschäftsjahr 2013 in Zusammenarbeit mit externen Beratern Maßnahmen zur weiteren Kostenoptimierung im Konzern. Im Ergebnis dieser Evaluation hält es der Vorstand aus heutiger Sicht nicht für erforderlich, ein neues Effizienzprogramm aufzusetzen, da die im Konzern mittlerweile auf breiter Basis etablierte Kultur der kontinuierlichen Kostenoptimierung regelmäßig zur Identifikation und Einleitung effizienzverbessernder Einzelprojekte führt. Zu den im Berichtsjahr im Zuge von "STADA - build the future" eingeleiteten Maßnahmen zählten Projekte in den Bereichen Operations und IT. So gründete STADA in 2013 bspw. die STADA IT SOLUTIONS, ein eigenes Shared-Service-Center, in dem eine Vielzahl der anfallenden IT-Dienstleistungen gebündelt wurde.1) Das Unternehmen, das nur konzerninterne Dienstleistungen erbringt, ist Teil der Hemofarm A.D., einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft des STADA-Konzerns in Serbien. Rund 85 Mitarbeiter kümmern sich an den serbischen Hemofarm-Standorten Vrsac und Belgrad hauptsächlich um die Umsetzung von SAP- und Microsoft-Projekten sowie den entsprechenden Support für den gesamten Konzern. Zu diesen Projekten gehören u.a. SAP-Rollouts, Upgrades oder die Einführung neuer Sharepoint-Lösungen. Durch den Verzicht auf externe Berater spart STADA einen erheblichen Teil der bisherigen Kosten ein. Bereits ab dem laufenden Geschäftsjahr 2014 werden gemessen am Auftrags- und Kostenvolumen in 2013 im IT-Budget Netto-Kosteneinsparungen von über 2 Mio. € realisiert werden können. Ab 2015 rechnet STADA mit jährlichen Einsparungen von deutlich mehr als 3 Mio. €. Die rund 60 Mitarbeiter der bisherigen Hemofarm-IT sind nun Teil der neu gegründeten STADA IT SOLUTIONS. Angesichts dessen, dass das neue Shared-Service-Center IT-Projekte des gesamten STADA-Konzerns übernommen hat, wurden die Kapazitäten aufgestockt und rund 25 weitere Arbeitsplätze geschaffen. Im Bereich Steuern ergriff STADA im 2. Halbjahr 2013 die notwendigen Maßnahmen, die dazu geführt haben, dass das vom STADA-Vorstand mit Wirkung zum 01.07.2013 beschlossene Steueroptimierungsprogramm umgesetzt wurde, aus dem sich Steuerverbesserungen ergaben. Die im Zusammenhang mit den noch ausstehenden Maßnahmen planmäßig erwarteten restlichen projektbezogenen Kosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 9,1 Mio. € und wurden als einmalige Sondereffekte ausgewiesen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage"). Im Rahmen der in 2010 begonnenen Umsetzung des Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" zur nachhaltigen Ertragssteigerung hatte der Vorstand eine Langfristprognose für das Geschäftsjahr 2014 verabschiedet.2) Vor dem Hintergrund der starken Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Griwna sowie der Unsicherheiten über den zukünftigen Geschäftsverlauf im Rahmen der aktuellen CIS-Krise geht der Vorstand nicht mehr davon aus, den in 2010 im Rahmen dieser Langfristprognose veröffentlichten Ausblick für 2014 vollumfänglich zu erreichen. STADA erwartet aber, ein leichtes Wachstum beim Konzernumsatz, bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn zu erzielen.
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Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
09.09.2013. SteuerungssystemIm Zuge der von STADA verfolgten Wachstumsstrategie, die sowohl auf einen organischen als auch akquisitorischen Ausbau der Geschäftsaktivitäten setzt, werden die Unternehmensbereiche im Konzern anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen gesteuert. Die finanziellen Leistungsindikatoren, die von STADA als Kennzahlen zur operativen Konzernsteuerung herangezogen werden, betreffen den Konzernumsatz sowie das bereinigte EBITDA, die jeweils auf Segmentebene gesteuert werden, und den bereinigten Konzerngewinn sowie das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, die jeweils auf Konzernebene gesteuert werden. Die Entwicklung des Konzernumsatzes ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Unternehmenserfolgs. Angesichts dessen spielen im STADA-Konzern Top-Line-Programme zur Steigerung des Umsatzes eine maßgebliche Rolle für die künftige Entwicklung. Als finanzieller Leistungsindikator ist für STADA dabei der ausgewiesene Umsatz maßgeblich, da STADA mit seinem Geschäftsmodell darauf abzielt, im Konzern weiteres Wachstum, auch im Rahmen einer aktiven Akquisitionspolitik, zu generieren. Auf das noch im Vorjahr als finanzieller Leistungsindikator definierte operative Ergebnis wurde zugunsten einer Fokussierung auf das bereinigte EBITDA verzichtet, da auf Grund der Vielzahl der in der jüngeren Vergangenheit genutzten Akquisitionsopportunitäten eine Leistungsbewertung ohne die aus den Akquisitionen resultierenden Abschreibungen durch vorgenommene Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3 sachgerechter erscheint. Das bereinigte EBITDA1) entspricht im STADA-Konzern dem EBITDA bereinigt um einmalige Sondereffekte innerhalb des operativen Ergebnisses mit Ausnahme der einmaligen Sondereffekte, welche sich auf Wertberichtigungen und Zuschreibungen von Anlagevermögen beziehen. Mit der Entwicklung des bereinigten EBITDA misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche bereinigt um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten. Dabei werden das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sowie das Beteiligungsergebnis mit einbezogen. Der bereinigte Konzerngewinn1) stellt im STADA-Konzern den Konzerngewinn bereinigt um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen dar. Der Konzerngewinn wurde im Geschäftsjahr 2013 als finanzieller Leistungsindikator definiert, da dieser eine Kennzahl für den Gesamterfolg des Konzerns, auch unter Einbeziehung des Steueroptimierungsprogramms, darstellt und dementsprechend für die Steuerung des Konzerns herangezogen wird. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ist ein Gradmesser für die finanzielle Stabilität des Konzerns und wird als Maßstab bei der Aufnahme von Fremdkapital herangezogen. Damit stellt diese Kennzahl einen finanziellen Leistungsindikator im STADA-Konzern dar. Auf Grund der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 erfolgreich durchgeführten Platzierung einer zweiten Unternehmensanleihe sowie der geplanten Vermarktung weiterer Schuldscheindarlehen ist es STADA gelungen, seine Finanzierungsmöglichkeiten weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang wurde der Free Cashflow für das Geschäftsjahr 2013 nicht mehr als wesentliche Steuerungsgröße angesehen. Die Ableitung der finanziellen Leistungsindikatoren bereinigtes EBITDA, bereinigter Konzerngewinn und Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA stellt sich wie folgt dar: scroll
Verantwortung und NachhaltigkeitSTADA-Leitbild fest im Konzern verankertGesundheit ist nicht nur ein hohes Gut, sondern spielt in der Gesellschaft auch unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten eine zentrale Rolle. Als Traditionsunternehmen mit hoher Kompetenz in der Gesundheits- und insbesondere der Pharmabranche hat der STADA-Konzern eine hohe Verantwortung, der er mit qualitativ hochwertigen und preisgünstigen Generika sowie bekannten Markenprodukten gerecht wird. Die Fürsorge um Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen liegt damit im Zentrum des Handelns von STADA. Aus ihr entwickeln sich Philosophie und Leitbild, das fester Bestandteil im Konzern ist. Ausgedrückt wird dies durch den Wunsch "Alles Gute". Gemäß der Intention von Corporate Social Responsibility (CSR1 soll der ökonomische Erfolg eines Unternehmens im Einklang stehen mit einem in sozialer und ökologischer Hinsicht verantwortungsvollen Handeln. Um dieser Maxime gerecht zu werden, unterstützt der Konzern in Deutschland wie auch in zahlreichen anderen Ländern ausgewählte soziale und kulturelle Projekte - häufig in Form von Sponsoring, Spenden und Stiftungen. Förderung sozialer und kultureller ProjekteEin Projekt, das von der STADA Arzneimittel AG unterstützt wird, ist die von der Stiftung "Kinderzukunft" ins Leben gerufene Hilfe für in Not geratene Kinder in Rumänien. In dem seit 1994 bestehenden Kinderdorf in der rumänischen Stadt Timisoara erleben rund 200 Schützlinge zwischen drei und 18 Jahren, die aus sozial schwachen Familien kommen, Waisenkinder sind oder von ihren Eltern vernachlässigt bzw. verlassen worden sind, Zuwendung und Geborgenheit. Das ganzheitliche Konzept der "Kinderzukunft" geht dabei weit über die reine Versorgung und Betreuung hinaus. Nach der Schulausbildung können die Jugendlichen in den kinderdorfeigenen Ausbildungswerkstätten auch eine staatlich anerkannte Berufsausbildung absolvieren, die sie in die Lage versetzt, ihr späteres Leben mit eigenen finanziellen Mitteln zu bestreiten. Die pekuniäre Förderung dieses Projekts erfolgt seit 2012 und erstreckt sich auch auf die Jahre 2013 und 2014. In Zusammenarbeit mit der in Idstein, Deutschland, ansässigen Hochschule Fresenius unterhält STADA seit 2003 die STADA-Stiftungsprofessur "Gesundheitsökonomie", um der Diskussion hinsichtlich Kostenoptimierung im Gesundheitswesen neue Impulse zu geben. Die Stiftungsprofessur zielt auf die Förderung praxisbezogener Versorgungsforschung zur Optimierung der Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ab. Ein Fokus liegt dabei auf der Erschließung von Einsparpotenzialen bei transsektoralen Versorgungsmodellen, die eine ganzheitliche Leistungsgewährung durch Komplexleistungen ermöglichen. Seit 2011 gibt es im Konzern einen Fonds, der in Deutschland beschäftigten STADA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern bzw. ihren Familien finanzielle Hilfestellung leistet, wenn sie unverschuldet in Not geraten sind. Die Entscheidung darüber, wer diese Unterstützung in welcher Höhe in Anspruch nehmen kann, erfolgt jeweils in Absprache zwischen dem Betriebsrat und der Personalleitung. Seit der Einrichtung des Fonds konnte bereits 14 STADA-Beschäftigten geholfen werden. Neben der regionalen kulturellen Förderung wie bspw. der Burgfestspiele in Bad Vilbel, Deutschland, die STADA seit über 20 Jahren sponsert, unterstützte das Unternehmen in 2013 weitere Projekte. So stellte die STADA Arzneimittel AG bspw. mit dem kostenlosen Ersatz von beschädigter Ware Mitte 2013 deutschen Apotheken, die von den schweren Überschwemmungen in deutschen Regionen betroffen waren, kurzfristige Hilfe zur Verfügung. Damit wurde zum einen den mit dem Unternehmen traditionell eng verbundenen Apothekern geholfen und zum anderen ein Beitrag zur Medikamentenversorgung der Menschen in den überfluteten Gebieten geleistet. Darüber hinaus spendete STADA nach dem Taifun "Haiyan" auf den Philippinen Ende 2013 Antibiotika und Schmerzmittel, um den vor Ort im Einsatz befindlichen Ärzteteams notwendige Medikamente zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Tochtergesellschaft STADA GmbH unterstützte in 2013 im Rahmen eines Gewinnspiels auf ProSieben in Kooperation mit der Castingshow "The Voice of Germany" den Charity-Event "Red Nose Day", mit dessen Spenden Kinderhilfsorganisationen und -projekte im In- und Ausland gefördert werden. Ein weiteres Projekt, das die STADA GmbH und die STADA Arzneimittel AG als Hauptsponsor seit 2007 gemeinsam unterstützen, ist die dolphin aid e.V. mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland. Der gemeinnützige Verein fördert alternative Therapiemöglichkeiten und bietet kranken und behinderten Kindern die Möglichkeit einer "Delphin-Therapie". Dabei erleben die Kleinen den Umgang mit Delphinen in einem naturnahen Lebensumfeld, der ihnen zu einer Besserung ihrer individuellen körperlichen oder psychischen Probleme verhelfen soll. Mit dem Sponsoring von dolphin aid hat sich STADA bewusst für die Unterstützung einer nicht auf Arzneimitteln basierenden Therapiemethode entschieden, um ein ganzheitliches, nicht allein auf Arzneimittel gerichtetes Verständnis von Gesundheit aufzuzeigen. In Zusammenarbeit mit der Charite-Universitätsmedizin Berlin fördert die deutsche Tochtergesellschaft STADApharm GmbH bereits im zweiten Jahr das so genannte "Deutschlandstipendium". Hierbei handelt es sich um eine Studienfinanzierung der Bundesregierung, die darauf zielt, neue Talente zu unterstützen, Anreize für Spitzenleistungen zu schaffen und zu einer neuen Stipendienkultur in Deutschland zu kommen. Das Deutschlandstipendium wird zur einen Hälfte vom Bund gezahlt und zur anderen Hälfte von privaten Förderern übernommen. Derzeit bezieht sich das Engagement der STADApharm auf fünf Stipendiaten der Berliner Charite. Engagement in der SportförderungDa Sport einen wesentlichen Teil zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen beiträgt, unterstützen die STADA Arzneimittel AG und verschiedene STADA-Tochtergesellschaften zahlreiche Projekte im Breiten-, Behinderten- und Profisport. Seit 1995 fördert STADA u.a. den in der Basketball-Bundesliga sowie auf europäischer Ebene sehr erfolgreich agierenden Rollstuhlbasketball-Verein (RSV) Lahn-Dill. Auch im Jahr 2013 konnte der Verein - unter finanzieller Unterstützung von STADA - mit dem Gewinn des Doubles aus Pokal und Meisterschaft sowie der Teilnahme an der Champions-League-Endrunde wieder herausragende Erfolge verzeichnen. Bereits seit 1996 sponsert die ALIUD PHARMA GmbH Hanne Brenner, die Doppel-Olympiasiegerin im Dressurreiten bei den Paralympics 2012 in London. Die seit einem Reitunfall inkomplett querschnittsgelähmte Spitzensportlerin ist angesichts ihrer Leistungen für viele ebenfalls gehandicapte Sportler ein Vorbild und ermutigt sie dazu, sich trotz Behinderung schwierigen Herausforderungen zu stellen. Von Hanne Brenner initiiert und ebenfalls von der ALIUD PHARMA gefördert wird der Verein "Kleine Glücksritter", der schwerkranken Kindern und ihren Geschwistern auf schnelle und unkomplizierte Weise einige glückliche Stunden mit Pferden ermöglicht, um ihnen so zu helfen, für einen Moment ihr schweres Schicksal in den Hintergrund treten zu lassen. Auch der Bereich Mitarbeitersport wird im STADA-Konzern groß geschrieben. Auf diese Weise soll nicht nur die Gesundheit der Belegschaft gefördert werden, sondern auch deren Teamgeist. So nimmt bspw. der jährlich stattfindende J.P. Morgan Corporate Challenge in Frankfurt mit insgesamt rund 70.000 Teilnehmern einen festen Platz im STADA-Kalender ein. Bei dem B2RUN-Lauf in München war in den letzten Jahren auch immer ein Mobilat-Team aus Pfaffenhofen mit von der Partie. Ausgewählte Hilfsprojekte ausländischer STADA-TochtergesellschaftenIm Jahr 2012 hatte die in Russland ansässige Holding STADA CIS das CSR-Projekt "Open your Heart" gestartet. In 2013 führte die russische STADA-Tochtergesellschaft die Tour mit einem mobilen Diagnosezentrum durch Russland, die Ukraine und Kasachstan fort. Das Projekt, das darauf zielt, die Problematik der Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen sowie den Wissensstand der Bevölkerung über die Ursachen und die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen, wird von Pressekonferenzen, Vor- und Nachberichterstattung in den Medien, Vorträgen und wissenschaftlichen Dokumentationen begleitet. Ungeachtet des Alters, Geschlechts oder der finanziellen Situation bietet STADA CIS Menschen die Möglichkeit, kostenlos ihr Herz-Kreislauf-System untersuchen zu lassen sowie Informationen über ihren Gesundheitszustand und Beratung durch führende Spezialisten zu erhalten. Darüber hinaus rief STADA CIS bereits in 2011 das Projekt "Medicine for life" ins Leben, das die Gesellschaft seitdem fortführt. Ziel dabei ist es, den russischen Bürgern einen achtsamen Umgang mit ihrer Gesundheit sowie ein Basiswissen über die Anwendung von Medikamenten zu vermitteln. Mit Hilfe von Broschüren, eigenen Radioprogrammen, Social-Media-Aktivitäten und Medienevents stellt das Unternehmen Informationen über entsprechende Inhalte bereit. Neben weiteren vielfältigen karitativen und gesellschaftlichen Aktivitäten ist STADA CIS auch in verwandten Bereichen der Pharmabranche engagiert. So soll das von STADA initiierte Fotoprojekt "Der Beruf des Arztes" in Russland, der Ukraine und Kasachstan das Vertrauen in die Leistungen von Ärzten stärken und die Bevölkerung dazu ermutigen, regelmäßig zu medizinischen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Das langfristig angelegte Projekt mit wahren Geschichten der porträtierten Personen gibt einen Einblick in den Leistungsumfang von Ärzten und deren tägliche Herausforderungen. Die Fotoausstellungen finden im Rahmen von medizinischen Kongressen und Patientenforen statt. Auch die serbische Tochtergesellschaft Hemofarm ist seit Jahren mit umfangreichen Aktivitäten im karitativen Bereich tätig. Im Rahmen dessen kooperiert sie in vielen Projekten mit der Hemofarm Foundation, die 2013 ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnte und gleichzeitig zwei strategische Partnerschaften unterzeichnete. Zum einen arbeitet die Hemofarm Foundation mit UNICEF bei dem Projekt "Support to Parents - For Healthy Environment for Growth and Development of Every Child" zusammen. Zum anderen ging Hemofarm eine kulturelle Kooperation mit dem nationalen Orchester, dem Belgrade Philharmonic, in Verbindung mit dem Bau einer Konzerthalle ein. Des Weiteren unterstützt die Hemofarm Foundation soziale Vereine in Form von Geschenken und Geldspenden. Diese gehen insbesondere an Kinder, die ohne elterliche Fürsorge oder in Familien aus ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, sowie an Institutionen im Gesundheitsbereich. Außerdem ist die Hemofarm Foundation seit 1995 Sponsor des jährlich stattfindenden "Vasko Popa" Book Award zur Förderung der serbischen Dichtkunst. Da im Rahmen von CSR bei Hemofarm auch das Thema "Nachhaltigkeit" einen hohen Stellenwert hat, erstellte die Gesellschaft als erstes serbisches Pharmaunternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht. Nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative erhielt Hemofarm hierfür das Rating b+ und damit das höchste, das in diesem Bereich bislang an ein serbisches Unternehmen vergeben worden ist. In Zusammenarbeit mit verschiedenen spanischen Institutionen aus dem Gesundheitssektor hatte die spanische Tochtergesellschaft Laboratorio STADA, S.L. bereits in 2012 das Projekt "kNOW Alzheimer" ins Leben gerufen. In Kooperation mit Neurologen, Allgemeinmedizinern, Pharmazeuten sowie Wissenschaftlern und Fachleuten aus dem Bereich Altersheilkunde und Altenpflege wird das Thema "Demenz" weiter erforscht. Ziel ist es, die Kenntnisse über Morbus Alzheimer zu steigern und damit die Situation der Patienten zu verbessern. Im sportlichen Bereich engagiert sich die spanische STADA-Tochtergesellschaft seit 2012 mit der Förderung des größten europäischen Damen-Sportevents "Carrera de la Mujer", einem fünf bis sieben Kilometer langen Rennen, das in acht spanischen Städten absolviert wird. Ziel des Engagements ist es, im Bereich Krebs mit Ladival® als einem der Hauptsponsoren die Relevanz von Sonnenschutz als vorbeugender Maßnahme von Hautkrebs in den Fokus der Aufmerksamkeit zu stellen. Des Weiteren sponsert Laboratorio STADA seit nunmehr sieben Jahren die spanische Nichtregierungsorganisation "Farmaceúticos Sin Fronteras de Espana" und stellt für deren Medizinbank Arzneimittel bereit, die bei weltweiten Notfällen und Kooperationsprojekten zum Einsatz kommen. Weitere Aktivitäten aus dem Bereich CSR sind auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com dargestellt. Gezieltes Handeln in Sachen Nachhaltigkeit, Gesundheit und UmweltBereits die strategische Positionierung des STADA-Konzerns zeichnet sich durch Nachhaltigkeit aus, da das Unternehmen mit preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zu einer kosteneffektiven Gesundheitsversorgung und so zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung in einem für den Menschen bedeutenden Lebensbereich beiträgt. Als in der Gesundheitsbranche tätiges Unternehmen animiert STADA seine Beschäftigten zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit. In einem Gesundheitsvorsorgezentrum in der Konzernzentrale in Bad Vilbel, Deutschland, das u.a. Fitnessgeräte, Yoga-Kurse und Massageanwendungen anbietet, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, präventiv gegen Erkrankungen des Halte- und Bewegungsapparats vorzugehen, ihre Fitness und damit ihr Wohlbefinden zu steigern. Im Jahr 2013 führte STADA für die Beschäftigten eine innerbetriebliche Gesundheitsberatung ein, bei der sie sich ganzheitlich über Gesundheitsthemen wie Stressbewältigung, Entspannung und Ernährung informieren können. Begleitet wird dieses Angebot von einem regelmäßigen Gesundheits-Newsletter. Auch im Bereich Umweltschutz verfolgt STADA ein verantwortungsvolles Handeln und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung von Verfahren und Prozessen, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen sowie Risiken für die Gesundheit zu minimieren. Im Rahmen dessen sind die Produktionsprozesse von STADA in aller Regel durch keine bzw. sehr niedrige Emissionsbelastungen gekennzeichnet, da der Konzern gezielt auf die chemische Synthese von Wirk- und Hilfsstoffen verzichtet. Das auf bekannte und bewährte Wirkstoffe fokussierte Geschäftsmodell von STADA bedingt ungeachtet der Positionierung im Pharmamarkt den Verzicht auf gentechnische Forschungsalternativen mit Embryonen. Konzernweite Compliance als fester BestandteilCompliance, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln, ist seit Jahren ein fester Bestandteil im STADA-Konzern. Ausführliche Information zu der Compliance und dem Code of Conduct von STADA sind in diesem Geschäftsbericht im Kapitel "Corporate Governance Bericht" enthalten. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungWas die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise betrifft, war 2013 ein weiteres Übergangsjahr. Die Folgen der Krise werden nur ganz allmählich überwunden. Dennoch hellte sich die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten spürbar auf. Die Kurse der weltweit wichtigsten Indices erhöhten sich im zweistelligen Prozentbereich und erreichten teilweise neue Höchststände. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigte die weltweite Wirtschaftsleistung in 2013 zwar ein Wachstum von 3,0%.1) Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser Anstieg im Wesentlichen aus der unverändert starken Entwicklung in den Emerging Markets mit einer Zunahme von 4,7%, insbesondere in China mit 7,7%, resultierte.1) In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften legte die Wirtschaft um 1,3% zu.1) Im Rahmen dessen zeigte die Wirtschaftsleistung in den USA, der weltweit größten Volkswirtschaft, eine Steigerung von 1,9%.1) In den Euro-Staaten ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im selben Zeitraum dagegen um 0,4% zurück, wobei die einzelnen Euro-Länder weiterhin sehr unterschiedliche Entwicklungen verzeichneten.1) Während das BIP in Deutschland und Frankreich ein Wachstum von 0,5% bzw. 0,2% aufwies, reduzierte es sich in Spanien und Italien um 1,2% bzw. 1,8%.1) Branchenspezifische EntwicklungDer Umsatz des weltweiten Generika-Markts erhöhte sich in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 6,3%2) auf ca. 110,7 Mrd. €2). Der Marktanteil von Generika am globalen Pharmamarkt betrug ca. 15,0%2). Die Umsatzentwicklung von Generika in den vier STADA-Marktregionen sah in 2013 dabei wie folgt aus: Deutschland ca. +6,6%3) auf ca. 5,89 Mrd. €3), Zentraleuropa ca. +4,9%3) auf ca. 22,43 Mrd. €3), CIS/Osteuropa ca. +9,0%3) auf ca. 7,24 Mrd. €3), Asien & Pazifik ca. +6,1%3) auf ca. 7,42 Mrd. €3). Der Umsatz des weltweiten OTC-Markts nahm in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7,7%4) auf ca. 51,30 Mrd. €4) zu. Der Marktanteil von OTC-Produkten belief sich auf ca. 8,2%4). Die Umsatzentwicklung von OTC-Produkten in den vier STADA-Marktregionen stellte sich in 2013 dabei wie folgt dar: Deutschland ca. +4,8%3) auf ca. 4,68 Mrd. €3), Zentraleuropa ca. +2,6%3) auf ca. 11,19 Mrd. €3), CIS/Osteuropa ca. +14,7%3) auf ca. 5,86 Mrd. €3), Asien & Pazifik ca. +2,1%3) auf ca. 3,11 Mrd. €3).
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook Update vom 21.01.2014. Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen RahmenbedingungenAngesichts dessen, dass das Geschäftsmodell von STADA auf den Gesundheitsmarkt mit einer relativ konjunkturunabhängigen Nachfrage ausgerichtet ist, haben die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen Märkten der vier STADA-Marktregionen. Ungeachtet dessen wirkt sich die konjunkturelle Entwicklung jedoch in Form von Währungs- und Zinsvolatilitäten auf die Konzernaktivitäten aus. Aus diesem Grund trifft STADA kontinuierlich geeignete Vorkehrungen, um auf starke Schwankungen von Zinsniveau und konzernrelevanten Währungsrelationen angemessen reagieren zu können (vgl. "Risikobericht" sowie "Konzernanhang - 46."). Betrachtet man die Währungseinflüsse, zeigte sich bei der Translation der Umsätze und Erträge in den für STADA wichtigsten Landeswährungen russischer Rubel, serbischer Dinar und britisches Pfund im Geschäftsjahr 2013 eine uneinheitliche Entwicklung. Während sich der russische Rubel und das britische Pfund schwächer entwickelten, verzeichnete der serbische Dinar einen leicht positiven Währungseffekt. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro. Darüber hinaus wurde die operative Geschäftsentwicklung des Konzerns in den Märkten von konjunkturellen Entwicklungen beeinflusst, die zu den so genannten Selbstzahlermärkten zählen. Damit hat die finanzielle Lage der jeweiligen Bevölkerung in den betroffenen Märkten der einzelnen Marktregionen zu einem gewissen Grad auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach STADA-Produkten. In Abhängigkeit von der jeweiligen wirtschaftlichen Entwicklung lastet zudem ein mehr oder weniger starker Kostendruck auf den einzelnen Gesundheitssystemen, der wiederum regulatorische Maßnahmen nach sich zieht, von denen auch Generika-Anbieter betroffen sein können (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen"). Darüber hinaus können sich makroökonomische Einflüsse auch dann direkt auf die STADA-Geschäftszahlen auswirken, wenn einzelne staatliche Gesundheitssysteme nicht mehr über ausreichende Mittel zur Finanzierung einer angemessenen Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung verfügen. Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung 2013 im Vergleich zum AusblickBeim Ausblick für 2013 hatte der Vorstand im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2012 weiteres Wachstum beim Konzernumsatz vorausgesagt. Im Rahmen dessen war der Vorstand von einem Umsatzwachstum in beiden Kernsegmenten ausgegangen, wobei das Segment Markenprodukte überproportional wachsen und der Anteil der Markenprodukte am Konzernumsatz somit weiter zunehmen sollte. Im Zuge der weiteren Umsetzung des bis Ende 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" hatte der Vorstand die noch planmäßig zu erwartenden restlichen projektbezogenen und als einmalige Sondereffekte auszuweisenden Kosten auf einen einstelligen Millionen-Euro-Bereich beziffert. Ungeachtet dessen hatte der Vorstand bei dem um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA im Konzern die Chance für weiteres Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und damit für das Erreichen eines neuen Rekordwerts gesehen. Darüber hinaus war der Vorstand für 2013 von einem Anstieg des bereinigten EBITDA der beiden Kernsegmente ausgegangen. Im Berichtsjahr stieg der Konzernumsatz - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - um 10% auf 2.014,4 Mio. €. Der Umsatz des Kernsegments Generika erhöhte sich um 2% auf 1.234,8 Mio. € und trug damit 61,3% zum Konzernumsatz bei. Der Umsatz des Kernsegments Markenprodukte nahm um 19% auf 708,5 Mio. € zu und hatte somit einen Anteil von 35,2% am Konzernumsatz. Die restlichen projektbezogenen Kosten für "STADA - build the future" lagen in 2013 bei 9,1 Mio. € und wurden als einmaliger Sondereffekt klassifiziert. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen konnten im Geschäftsjahr 2013 alle gesteigert werden, unter anderem bedingt durch Effekte aus den im Geschäftsjahr 2013 durchgeführten Unternehmenszusammenschlüssen sowie aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten mit anschließender Rücklizenzierung, die in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprechend dargestellt sind. Das im Konzern erzielte bereinigte EBITDA wies einen Anstieg von 13% auf 415,2 Mio. € auf. Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Generika reduzierte sich - entgegen der Erwartung des Vorstands - leicht um 1% auf 214,3 Mio. €. Im Wesentlichen basierte diese Entwicklung auf den schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika in Deutschland, die auf den intensiven Wettbewerb bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen zurückzuführen sind, den nunmehr vollständig ausgelaufenen Portfolioverträgen im deutschen Markt sowie dem bewussten teilweisen Umsatzverzicht aus Rabattverträgen zugunsten der operativen Profitabilität in der Marktregion Deutschland. Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Markenprodukte nahm um 19% auf 225,1 Mio. € zu. Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung der finanziellen LeistungsindikatorenDie finanziellen Leistungsindikatoren des STADA-Konzerns entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt: Finanzielle Leistungsindikatoren des STADA-Konzernsscroll
Nähere Erläuterungen zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren von STADA sind den nachfolgenden Ausführungen zur Ertragslage zu entnehmen. Geschäftsverlauf und Lage | ErtragslageUmsatzentwicklungSteigerung des Konzernumsatzes und erfreuliches organisches WachstumIm Geschäftsjahr 2013 verzeichnete STADA - bei uneinheitlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - eine Steigerung des Konzernumsatzes um 10% auf 2.014,4 Mio. € (Vorjahr: 1.837,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basieren, erhöhte sich der Konzernumsatz in 2013 um 6% auf 1.941,1 Mio. €. Portfolioveränderungen hatten im Berichtsjahr einen Anteil von insgesamt 106,3 Mio. € bzw. 5,8 Prozentpunkten am Umsatzanstieg. Diese gliederten sich auf die betroffenen Marktregionen wie folgt auf: Marktregion Deutschland 0,3 Mio. €, Marktregion Zentraleuropa 50,2 Mio. €, Marktregion CIS/Osteuropa 8,7 Mio. €, Marktregion Asien & Pazifik 47,1 Mio. €. Bei den Portfoliobereinigungen handelte es sich im Einzelnen um: Schema zur Ermittlung des bereinigten Konzernumsatzwachstumsscroll
Konzernumsatz in Mio. € über 5 Jahre![]() Bei Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro verzeichnete STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 35,0 Mio. € bzw. -2,0 Prozentpunkten, da sich zwei der drei für STADA wichtigsten Landeswährungen in Relation zur Konzernwährung Euro schwächer entwickelten. Im Rahmen dessen zeigten der russische Rubel und das britische Pfund eine schwächere Entwicklung. Die für den Konzern dritte wichtigste Landeswährung serbischer Dinar wies in 2013 dagegen einen leicht positiven Währungseffekt auf. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro. Sofern in diesem Geschäftsbericht über bereinigte Umsatzzahlen berichtet wird, ist darunter jeweils der um die vorstehend beschriebenen Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen. Ergebnis- und KostenentwicklungBereinigtes EBITDA in Mio. €1)![]() Bereinigtes EBIT in Mio. €1)![]() Bereinigter Konzerngewinn in Mio. €1)![]() Zunahme der operativen Ertragskraft - Steigerung aller ausgewiesenen ErtragskennzahlenDie Ertragsentwicklung zeichnete sich im Geschäftsjahr 2013 durch eine Zunahme der Ertragskraft aus, die sich in einer Steigerung aller ausgewiesenen und auf Konzernebene bereinigten Ertragskennzahlen des Konzerns widerspiegelte. Diese Entwicklung basierte u.a. auf Effekten aus den im Geschäftsjahr 2013 durchgeführten Unternehmenszusammenschlüssen sowie auf der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten mit anschließender Rücklizenzierung, die im Folgenden entsprechend dargestellt sind. Das ausgewiesene operative Ergebnis zeigte ein Plus von 24% auf 251,5 Mio. € (Vorjahr2): 202,1 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA nahm um 18% auf 383,5 Mio. € zu (Vorjahr2): 323,7 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn wies einen Anstieg von 40% auf 121,4 Mio. € auf (Vorjahr21: 86,5 Mio. €). Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten legte das bereinigte operative Ergebnis um 15% auf 306,3 Mio. € zu (Vorjahr2): 266,2 Mio. €). Das bereinigte EBITDA konnte um 13% auf 415,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr2): 367,4 Mio. €) und erreichte damit ein neues Rekordhoch in der STADA-Unternehmensgeschichte. Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn erhöhte sich um 9% auf 160,6 Mio. € (Vorjahr2): 147,9 Mio. €).
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Aus Gründen des in IAS
8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts wurden die Vorjahreszahlen
der Geschäftsjahre 2011 und früher diesbezüglich nicht angepasst. Ertragsbeeinflussung durch einmalige SondereffekteDie einmaligen Sondereffekte addierten sich im Berichtsjahr saldiert zu einer Ertragsbelastung in Höhe von 54,8 Mio. € vor bzw. 41,7 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: saldierte Ertragsbelastung durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 64,2 Mio. € vor bzw. 60,9 Mio. € nach Steuern). Diese sahen im Einzelnen wie folgt aus:
Ertragsbeeinflussung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und AufwendungenDie Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen summierten sich im Geschäftsjahr 2013 zu einer saldierten Ertragsentlastung in Höhe von 3,4 Mio. € vor bzw. 2,5 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: saldierte Ertragsbelastung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. € vor bzw. 0,5 Mio. € nach Steuern). Sofern in diesem Geschäftsbericht bereinigte Ertragskennzahlen ausgewiesen werden, beinhalten die vorgenommenen Ertragsbereinigungen jeweils diese Effekte insgesamt sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr. Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar. In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns sowie die sich daraus ergebenden Margen jeweils auch bereinigt um die zuvor aufgeführten einmaligen Sondereffekte bzw. um die zuvor aufgeführten einmaligen Sondereffekte und die Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2013 und das Vorjahr vergleichend dargestellt. Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Gewinn- und Verlustrechnung sowie KostenentwicklungDie nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns - sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr, jeweils unter Einbeziehung der zu bereinigenden Effekte, wie diese für das Geschäftsjahr 2013 detailliert unter den Punkten Ertragsbeeinflussung durch einmalige Sondereffekte sowie Ertragsbeeinflussung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen dargestellt sind. scroll
Die Herstellungskosten betrugen im Berichtsjahr 1.030,2 Mio. € (Vorjahr1): 931,7 Mio. €). Damit belief sich das Bruttoergebnis, d.h. der Umsatz nach Abzug der Herstellungskosten, auf 984,3 Mio. € (Vorjahr1): 905,8 Mio. €). Die Herstellungskosten enthielten im Geschäftsjahr 2013 Abschreibungen in Höhe von insgesamt 86,8 Mio. € (Vorjahr: 77,8 Mio. €), von denen 78,1 Mio. € (Vorjahr: 69,0 Mio. €) auf planmäßige Abschreibungen für solche immateriellen Vermögenswerte entfielen, deren Besitz eine Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen - darstellt. Die Herstellungskostenquote, d.h. der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz, lag in 2013 bei 51,1% (Vorjahr1): 50,7%). Die zur Herstellungskostenquote reziproke umsatzbezogene Bruttomarge reduzierte sich in der Berichtsperiode auf 48,9% (Vorjahr1): 49,3%). Diese Entwicklung verdeutlicht, dass auf Grund erhöhter Volumengeschäfte infolge gewonnener Rabattvertrags-Ausschreibungen (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen - Deutschland") die Bruttomarge auf Konzernebene belastet wird und dies durch Margensteigerungen bei anderen Produkten und/oder in anderen Märkten sowie Effizienzsteigerungen nicht kompensiert werden konnte. Grundsätzlich geht der Vorstand davon aus, dass die Herstellungskostenquote und die Bruttomarge bedingt durch die mit dem Geschäftsmodell von STADA verbundene Preiserosion dauerhaft unter Druck bleiben. Des Weiteren werden beide Positionen durch den auch künftig erwarteten Anstieg von Volumengeschäften weiterhin zusätzlich belastet. Grundsätzlich begegnet STADA dem dauerhaften Margendruck in den einzelnen Marktregionen durch Maßnahmen zur kontinuierlichen Kostenoptimierung im Konzern. Die Vertriebskosten, die bei STADA maßgeblich aus den Kosten für die Außendienst- und Vertriebsmitarbeiter sowie den produktbezogenen Marketingaufwendungen bestehen, erhöhten sich im Berichtsjahr auf 488,8 Mio. € (Vorjahr1): 444,7 Mio. €). Die Vertriebskostenquote betrug 24,3% (Vorjahr1): 24,2%). Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 160,0 Mio. € (Vorjahr1): 157,9 Mio. €) und hatten damit einen Anteil von 7,9% am Konzernumsatz (Vorjahr1): 8,6%). Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in 2013 bei 55,7 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug 2,8% (Vorjahr: 2,8%). Die von STADA ausgewiesenen Entwicklungskosten umfassen die nicht aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen, die sich im Wesentlichen aus den Kosten für regulatorische Anforderungen und die Optimierung von bestehenden Produkten zusammensetzen. Zahlungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte werden von STADA dagegen in der Regel aktiviert (vgl. "Konzernanhang - 15.").2) Angesichts dessen sind sie in dieser Kostenposition nicht enthalten. Die sonstigen Erträge nahmen im Berichtsjahr auf 53,6 Mio. € zu (Vorjahr: 30,3 Mio. €). Der Anstieg basierte im Wesentlichen auf Erträgen im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2013 zu verzeichnenden Unternehmenszusammenschlüssen. Hierbei ergab sich im Rahmen der Kontrollerlangungen über die vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam und des damit verbundenen Statuswechsels für diese Gesellschaften ein Ertrag aus der Neubewertung der Altanteile in Höhe von insgesamt 22,5 Mio. €. Gegenläufig ergab sich im Rahmen der Übergangsbilanzierung für diese beiden Gesellschaften ein Aufwand aus der Auflösung der jeweiligen Währungsumrechnungsrücklage in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. €, welcher in den anderen Aufwendungen enthalten ist, so dass sich der gesamte Effekt aus der Neubewertung der Pymepharco sowie der STADA Vietnam auf 20,1 Mio. € beläuft. Des Weiteren entstand im Zusammenhang mit dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisaufteilung für diesen Unternehmenszusammenschluss in Höhe von 14,4 Mio. €, der gemäß IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt ergebniswirksam zu erfassen ist.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Zudem waren in den sonstigen Erträgen im Geschäftsjahr 2013 u.a. Erträge aus einmaligen Sondereffekten enthalten, die auf Erträgen aus Zuschreibungen von immateriellen Vermögenswerten basierten. Die anderen Aufwendungen erhöhten sich in der Berichtsperiode auf 72,8 Mio. € (Vorjahr: 48,2 Mio. €). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die saldierten Kursaufwendungen in Höhe von 16,6 Mio. € zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2012 hatten sich saldierte Kurserträge in Höhe von 1,5 Mio. € ergeben, welche unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen wurden. Des Weiteren waren in den anderen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungen auf das Anlagevermögen enthalten, die STADA als einmaligen Sondereffekt ausgewiesen hat. Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) ausgewiesen. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future" betrugen im Berichtsjahr 9,1 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €) und wurden als einmalige Sondereffekte ausgewiesen. Das Finanzergebnis, das sich aus den finanziellen Erträgen und den finanziellen Aufwendungen zusammensetzt, belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf -62,1 Mio. € (Vorjahr1): -66,5 Mio. €). Der Zinsaufwand in Höhe von 70,1 Mio. € (Vorjahr1): 72,4 Mio. €) stellte dabei den größten operativ bedingten Einzelposten dar. Des Weiteren enthielt das Finanzergebnis in 2013 Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die sich zu einer saldierten Ertragsentlastung in Höhe von 3,4 Mio. € summierten (Vorjahr: Ertragsbelastung in Höhe von 0,7 Mio. €). Im Berichtsjahr refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,5% p.a. und 19,7% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,5% p.a. (Vorjahr: ca. 4,2% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 2,1% p.a. (Vorjahr: ca. 4,8% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns belief sich der durchschnittliche gewichtete Zinssatz auf ca. 3,3% p.a. (Vorjahr: ca. 4,3% p.a.). Die Ertragsteuern betrugen in 2013 66,6 Mio. € (Vorjahr1): 48,6 Mio. €). Damit lag die Steuerquote bei 35,2% (Vorjahr1): 35,8%). Im Berichtsjahr 2013 wie auch im Vorjahr war die Steuerquote im Konzern durch die in Deutschland geltende steuerliche Regelung zu Betriebsausgaben für Zinsaufwendungen bei Körperschaften belastet. Diese so genannte Zinsschranke sieht vor, dass der Nettozinsaufwand einer Körperschaft nur bis zur Höhe von 30% des für steuerliche Belange in Deutschland festgestellten EBITDA abzugsfähig ist. Dies führte in 2013 zu einer nicht mehr gegebenen Abzugsfähigkeit eines Nettozinsaufwands in Höhe von ca. 25,2 Mio. € (Vorjahr: ca. 30,7 Mio. €) sowie zu einer entsprechenden steuerlichen Mehrbelastung von ca. 6,1 Mio. € (Vorjahr: ca. 7,4 Mio. €). Um den negativen Effekt dieser Zinsschranke zu reduzieren, ergriff STADA im 2. Halbjahr 2013 die notwendigen Maßnahmen, die dazu geführt haben, dass das vom STADA-Vorstand mit Wirkung zum 01.07.2013 beschlossene Steueroptimierungsprogramm umgesetzt wurde, aus dem sich Steuerverbesserungen ergaben. Segmententwicklung: Informationen nach operativen SegmentenEntwicklung der KernsegmenteDie Informationen nach operativen Segmenten orientieren sich an der von STADA verwendeten Segmentdefinition nach vertrieblichen Differenzierungsmöglichkeiten und sind dementsprechend in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäfte gegliedert (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell"). Der Umsatz der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte stieg im Geschäftsjahr 2013 um insgesamt 7% auf 1.943,4 Mio. € (Vorjahr: 1.809,3 Mio. €), so dass sie einen Anteil von 96,5% (Vorjahr: 98,5%) am Konzernumsatz hatten. Der um Portfolioveränderungen und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der beiden Kernsegmente erhöhte sich um 5% (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Der Umsatz des Kernsegments Generika wies in 2013 einen Anstieg von 2% auf 1.234,8 Mio. € auf (Vorjahr: 1.213,1 Mio. €). Damit trugen Generika 61,3% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 66,0%). Bereinigt nahm der Generika-Umsatz um 0,4% zu (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Generika-Wirkstoffe in Produkten des STADA-Konzerns 2013scroll
Insgesamt erzielte STADA mit Produkten, die die fünf umsatzstärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 124,9 Mio. € (Vorjahr: 127,5 Mio. €). Damit steuerten diese Produkte 10,1% zum Umsatz des Segments Generika bei (Vorjahr: 10,5%). Das Lebertherapeutikum Phospholipide war im Kernsegment Generika im Geschäftsjahr 2013 der umsatzstärkste pharmazeutische Wirkstoff. Das Kernsegment Markenprodukte verzeichnete in 2013 einen Umsatzanstieg von 19% auf 708,5 Mio. € (Vorjahr: 596,2 Mio. €). Damit leisteten Markenprodukte einen Beitrag von 35,2% zum Konzernumsatz (Vorjahr: 32,5%). Der bereinigte Umsatz der Markenprodukte erhöhte sich um 13% (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Markenprodukte des STADA-Konzerns 2013scroll
Mit den umsatzmäßig fünf stärksten Markenprodukten des Konzerns erreichte STADA im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 154,7 Mio. € (Vorjahr: 140,5 Mio. €). Damit hatten diese Produkte einen Anteil von 21,8% am Umsatz des Segments Markenprodukte (Vorjahr: 23,6%). Mit einem Umsatz in Höhe von 43,5 Mio. € (Vorjahr: 46,3 Mio. €) war das Parkinson-Mittel Apo-Go® im Berichtsjahr sowohl im Kernsegment Markenprodukte als auch im Konzern das umsatzstärkste Produkt. Randaktivitäten zur Unterstützung der KernsegmenteDer Umsatz des nicht zu den Kernsegmenten zählenden Segments Handelsgeschäfte verzeichnete in 2013 eine Steigerung auf 40,5 Mio. € (Vorjahr: 18,2 Mio. €). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf dem Kauf eines Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts in der Schweiz, das seit 01.03.2013 konsolidiert wird. Der unter der Position Konzernholding/Sonstiges ausgewiesene Umsatz erhöhte sich im Berichtsjahr auf 30,6 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte maßgeblich aus einem Verkauf mit anschließender Rücklizenzierung, im Rahmen dessen immaterielle Vermögenswerte veräußert und gleichzeitig zur weiteren vertrieblichen Nutzung rücklizenziert wurden. Aus dem Verkauf ergab sich ein Ertrag in Höhe von 30,0 Mio. €. Mit dieser Transaktion konnte sich STADA eine weitere Finanzierungsmöglichkeit zur Diversifizierung der bestehenden Finanzierungsinstrumente erschließen. Operative SegmentergebnisseIm Geschäftsjahr 2013 zeigten sowohl die ausgewiesenen Segmentergebnisse als auch die ausgewiesenen Segmentmargen der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte eine Steigerung. Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika legte um 13% auf 156,7 Mio. € zu (Vorjahr1): 138,1 Mio. €). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte erhöhte sich um 30% auf 161,1 Mio. € (Vorjahr1): 123,7 Mio. €). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika lag bei 12,7% (Vorjahr1): 11,4%). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 22,7% (Vorjahr1): 20,7%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika reduzierte sich im Berichtsjahr um 2% auf 167,9 Mio. € (Vorjahr1): 171,7 Mio. €). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte legte um 22% auf 174,4 Mio. € zu (Vorjahr1): 143,5 Mio. €). Damit betrug die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika in 2013 13,6% (Vorjahr1): 14,1%) und die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte 24,6% (Vorjahr1): 24,1%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Handelsgeschäfte nahm im Geschäftsjahr 2013 auf 1,3 Mio. € zu (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Segmententwicklung: Informationen nach MarktregionenEntwicklung der MarktregionenInnerhalb der operativen Segmente erfolgt die Differenzierung nach Marktregionen. Dabei werden in den einzelnen Marktregionen jeweils segmentspezifisch alle Nettoumsätze ausgewiesen, die konsolidierte Konzerngesellschaften mit fremden Dritten erzielen. Insgesamt gibt es im STADA-Konzern die vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS/Osteuropa sowie Asien & Pazifik. Grundsätzlich ist bei der Betrachtung der in den einzelnen Marktregionen ausgewiesenen Umsätze zu beachten, dass sie der Marktregion zugeordnet werden, in der sich der Sitz der Vertriebsgesellschaft, die sie erzielt hat, befindet. Angesichts dessen beinhalten die Umsätze der einzelnen Marktregionen sowohl die Umsätze, die die jeweiligen Vertriebsgesellschaften im Land ihres Unternehmenssitzes erreichen, als auch die von ihnen generierten Exportumsätze. Umsätze 2013 nach Segmenten, Marktregionen und Märkten in Mio. €scroll
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1)
Gerechnet auf Mio.-€-Basis. Nachfolgend wird die Entwicklung von STADA in den vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS/Osteuropa und Asien & Pazifik im Geschäftsjahr 2013 beschrieben. Innerhalb dieser Marktregionen erfolgt zudem jeweils eine Beschreibung der Entwicklung in den Ländern, die umsatzmäßig die größte Bedeutung in der entsprechenden Marktregion haben. Marktregion DeutschlandIn der Marktregion Deutschland reduzierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 um 3% auf 454,1 Mio. € (Vorjahr: 470,0 Mio. €). Dies resultierte aus einem Umsatzrückgang im deutschen Generika-Markt, der im Wesentlichen auf den nunmehr vollständig ausgelaufenen Portfolioverträgen sowie einem bewussten teilweisen Umsatzverzicht aus Rabattverträgen zugunsten der operativen Profitabilität zurückzuführen ist. Gegenläufig ergab sich im Zusammenhang mit einem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten mit anschließender Rücklizenzierung zur weiteren vertrieblichen Nutzung ein positiver Effekt in Höhe von 30,0 Mio. €, der den Umsatzrückgang jedoch nur teilweise kompensierte und außerhalb der operativen Segmente unter der Position "Konzernholding/Sonstiges" ausgewiesen ist. Insgesamt trug diese Marktregion 22,6% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 25,6%). Von dem in der Marktregion Deutschland generierten Umsatz wurden 33,9 Mio. € mit Exportumsätzen erzielt (Vorjahr: 28,0 Mio. €). Bereinigt reduzierte sich der Umsatz in dieser Marktregion um 3%. Der in Deutschland erzielte Umsatz, d.h. der Umsatz ohne Exportumsätze der Marktregion Deutschland und ohne Umsätze anderer Marktregionen in Deutschland, ging im Berichtsjahr um 5% auf 420,2 Mio. € zurück (Vorjahr: 442,0 Mio. €). Dieser im deutschen Markt insgesamt ausgewiesene Umsatzrückgang ist unverändert auf die schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika zurückzuführen, die auf dem intensiven Wettbewerb bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen basieren. Darüber hinaus trugen hierzu auch die zuvor erwähnten nunmehr vollständig ausgelaufenen Portfolioverträge sowie der bewusste teilweise Umsatzverzicht aus Rabattverträgen zugunsten der operativen Profitabilität bei. Angesichts dessen reduzierte sich der Umsatz des deutschen Generika-Segments im Berichtsjahr um 16% auf 278,9 Mio. € (Vorjahr: 330,5 Mio. €). Der Umsatz, der in Deutschland mit Generika erreicht wurde, betrug im Geschäftsjahr 2013 66% von dem im deutschen Markt insgesamt erzielten Umsatz (Vorjahr: 75%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag in 2013 nach Absatz mit ca. 13,5%1) ungefähr auf dem Niveau von 2012 (Vorjahr: ca. 13,3%1)). Ungeachtet der Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 im Segment Generika ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt unverändert die klare Nummer 31). Der in Deutschland realisierte Generika-Umsatz wird von verschiedenen Vertriebsgesellschaften erzielt. Dabei war der Umsatz der größten deutschen Vertriebsgesellschaft ALIUD PHARMA im Geschäftsjahr 2013 um 19% auf 148,6 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 182,8 Mio. €). Der von der deutschen Generika-Vertriebsgesellschaft STADApharm erreichte Umsatz reduzierte sich um 11% auf 98,7 Mio. € (Vorjahr: 111,3 Mio. €). Der Umsatz der Generika-Vertriebsgesellschaft cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, Spezialanbieter für die Indikationsgebiete Onkologie und Nephrologie, ging um 5% auf 33,3 Mio. € zurück (Vorjahr: 35,3 Mio. €). Der mit Markenprodukten in Deutschland erreichte Umsatz verzeichnete in 2013 einen leichten Anstieg um 1% auf 110,7 Mio. € (Vorjahr: 110,1 Mio. €). Insgesamt hatten Markenprodukte im Berichtsjahr im deutschen Markt einen Anteil von 26% an dem in Deutschland erreichten Umsatz (Vorjahr: 25%). Der Umsatz mit Markenprodukten wird im deutschen Markt maßgeblich mit zwei Vertriebsgesellschaften erzielt. Dabei nahm der Umsatz der STADA GmbH, Bad Vilbel, in 2013 um 2% auf 101,9 Mio. € zu (Vorjahr: 100,2 Mio. €). Die Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg, verzeichnete eine Umsatzreduzierung von 18% auf 8,7 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2013 zählten wichtige Markenprodukte von STADA in ihren Marktsegmenten unverändert zu den jeweiligen Marktführern im deutschen Apothekenmarkt. Ein Beispiel hierfür ist das Erkältungsmittel Grippostad® C, das größte deutsche STADA-Markenprodukt, mit einem lokalen Umsatz in 2013 in Höhe von 36,7 Mio. € (Vorjahr: 32,6 Mio. €) und einem Marktanteil von ca. 32,8% im Markt für Erkältungspräparate1). 2) Im 4. Quartal 2013 hatte STADA die Optimierung der deutschen Vertriebsaktivitäten und die Gründung der STADAvita GmbH bekannt gegeben.3) Infolge dessen ist die neue STADA-Tochtergesellschaft seit Anfang 2014 für den Verkauf von präventiv eingesetzten Markenprodukten, wie Nahrungsergänzungsmitteln - bspw. Magnetrans® - und Produkten auf pflanzlicher Basis, sowie von Blutzuckertests für Diabetiker verantwortlich. Die STADA GmbH ist unverändert für die kurativen, nicht verschreibungspflichtigen Markenprodukte wie Grippostad® oder Mobilat® sowie die Sonnenschutzlinie Ladival® zuständig. Die STADApharm GmbH konzentriert sich in Zukunft dagegen auf verschreibungspflichtige Generika. Die bis dato ebenfalls im Markenbereich aktive Vertriebsmarke Hemopharm tritt seit der vertrieblichen Neuordnung des Deutschland-Vertriebs nicht mehr in Erscheinung, da der Verkauf der entsprechenden Produkte von der STADAvita übernommen worden ist. Die Restrukturierung erfolgte im Wesentlichen aus zwei Gründen. Zum einen werden nun alle Markenprodukte unter dem starken Markennamen "STADA" vertrieben. Zum anderen führen die Bereinigung von Portfolioüberschneidungen und die Erzielung von Synergien im Vertriebsbereich zu Kostensenkungen. Die anderen ebenfalls in Deutschland aktiven Konzern-Vertriebsgesellschaften bleiben von der Neuausrichtung unberührt. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet der Vorstand in der Marktregion Deutschland mit einem Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus bei einer unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Marktregion ZentraleuropaIn der Marktregion Zentraleuropa erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 um 5% auf 858,7 Mio. € (Vorjahr: 816,0 Mio. €). Damit hatten die Umsätze, die in dieser Marktregion generiert wurden, einen Anteil von 42,6% am Konzernumsatz (Vorjahr: 44,4%). Von dem in der Marktregion Zentraleuropa erzielten Umsatz entfielen 21,5 Mio. € auf Exportumsätze (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Der bereinigte Konzernumsatz ging in dieser Marktregion leicht um 0,3% zurück. Für das Geschäftsjahr 2014 geht der Vorstand in der Marktregion Zentraleuropa von einer Umsatzsteigerung bei einer im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität aus. In der Marktregion Zentraleuropa entwickelten sich in 2013 insbesondere die Umsätze in Italien, Großbritannien, der Schweiz und Irland positiv. Nach den in 2012 erfolgten regulatorischen Eingriffen stabilisierten sich die Umsätze in Belgien und Spanien im Verlauf des Berichtsjahres zunehmend. Im Folgenden werden die Geschäftsverläufe der am Umsatz gemessen fünf größten Märkte dieser Marktregion erläutert. Der Umsatz in Italien verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 eine Steigerung von 10% auf 169,5 Mio. € (Vorjahr: 154,0 Mio. €). Dabei zeigten die beiden Segmente Generika und Markenprodukte gegenläufige Entwicklungen. Der im italienischen Markt mit Generika realisierte Umsatz nahm insbesondere durch im Laufe des Geschäftsjahres 2012 eingeführte Generika stimulierende Regularien um 20% auf 143,6 Mio. € zu (Vorjahr: 119,8 Mio. €). Generika leisteten einen Beitrag von 85% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 78%). Mit einem Marktanteil von ca. 14,7% (Vorjahr: ca. 14,7%) nahm STADA im italienischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2013 Rang 5 ein.4)
1)
Ohne Antiinfektiva. Der Umsatz, der in Italien mit Markenprodukten erreicht wurde, war erwartungsgemäß um 24% auf 25,9 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 34,2 Mio. €). Dieser Rückgang basierte u.a. auf dem im 3. Quartal 2012 erfolgten Verkauf eines Portfolios, dessen Produkte sukzessive an den Käufer übergehen. Markenprodukte hatten einen Anteil von 15% am italienischen Umsatz (Vorjahr: 22%). In Belgien erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr um 4% auf 147,7 Mio. € (Vorjahr: 141,8 Mio. €). Während der Umsatz im belgischen Markt im 1. Quartal 2013 noch um 13% zurückgegangen war und im 2. Quartal um 14% zugenommen hatte, konnte er im 3. Quartal um 14% und im 4. Quartal um 6% gesteigert werden. Der mit Generika im belgischen Markt erzielte Umsatz erhöhte sich um 4% auf 140,1 Mio. € (Vorjahr: 134,8 Mio. €). Generika trugen 95% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 95%). Mit einem Marktanteil von ca. 49,9% (Vorjahr: ca. 48,5%) war STADA in 2013 im belgischen Generika-Markt unverändert klarer Marktführer.1) Der in Belgien mit Markenprodukten realisierte Umsatz stieg um 8% auf 7,6 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Markenprodukte steuerten 5% zum belgischen Umsatz bei (Vorjahr: 5%). Im 1. Quartal 2013 hatte die belgische STADA-Tochtergesellschaft S.A. Eurogenerics N.V. mit dem Pharmaunternehmen Omega Pharma N.V. einen neuen Vertrag über den Vertrieb seiner Generika an Apotheken und Großhandel in Belgien unterzeichnet.2) Gegenüber den bisherigen Bedingungen erwartet Eurogenerics im Vertragszeitraum jährliche Kostensenkungen im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Zudem profitieren die Kunden in Belgien seitdem von einem stark verbesserten Service durch einen intensiveren Einsatz des Omega-Pharma-Vertriebsteams. Der Vertrag gilt für mindestens fünf Jahre. In Spanien nahm der Umsatz im Berichtsjahr leicht um 1% auf 107,7 Mio. € ab (Vorjahr: 108,7 Mio. €). Hatte sich der Umsatz im spanischen Markt im 1. Quartal 2013 noch um 24% reduziert, wies er im 2. Quartal ein Plus von 4% auf und erhöhte sich im 3. Quartal um 13% sowie im 4. Quartal um 14%. Insgesamt ist der Geschäftsverlauf in Spanien angesichts der unverändert schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2013 als gut zu bewerten. Der mit Generika im spanischen Markt ausgewiesene Umsatz ging um 3% auf 97,2 Mio. € zurück (Vorjahr: 100,5 Mio. €). Gründe hierfür waren die bewusste Aufgabe des spanischen Hospital-Geschäfts in 2012, ein zunehmend intensiver Preiswettbewerb sowie in 2012 eingeführte marktdämpfende lokale Regularien. Der Anteil von Generika belief sich auf 90% am spanischen Umsatz (Vorjahr: 92%). Mit einem Marktanteil von ca. 9,3% (Vorjahr: ca. 9,9%) hatte STADA im spanischen Generika-Markt im Berichtsjahr Rang 4 inne.1) Der Umsatz der spanischen Markenprodukte verzeichnete ein Wachstum von 28% auf 10,5 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €). Markenprodukte trugen 10% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 8%). In Frankreich zeigte der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 ein Plus von 3% auf 95,0 Mio. € (Vorjahr: 92,2 Mio. €). Trotz rückläufiger Verkaufspreise ab dem 2. Quartal 2013 stieg der mit Generika erzielte Umsatz im französischen Markt auf Grund der im 2. Halbjahr 2012 in Kraft getretenen Generika fördernden Regularien und eines infolgedessen erreichten deutlichen Volumenwachstums um 2% auf 84,3 Mio. € (Vorjahr: 82,7 Mio. €). Der Anteil von Generika belief sich auf 89% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 90%). Bei einem Marktanteil von ca. 3,6% (Vorjahr: 3,9%) nahm STADA im französischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2013 Platz 7 ein.1) Der in Frankreich mit Markenprodukten erzielte Umsatz wies eine Steigerung in Höhe von 13% auf 10,7 Mio. € auf (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Basis für diese erfreuliche Entwicklung war im Wesentlichen der im 1. Quartal 2012 erfolgte Kauf der französischen Gesellschaft LERO. Markenprodukte trugen 11% zum französischen Umsatz bei (Vorjahr: 10%). In Großbritannien wies der im Berichtsjahr bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse erreichte Umsatz eine Zunahme von 49% auf. In Euro erhöhte sich der Umsatz angesichts eines negativen Währungseffekts des britischen Pfund um 44% auf 79,1 Mio. € (Vorjahr: 54,8 Mio. €). Zu dieser erfreulichen Entwicklung trug insbesondere die Konsolidierung des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross bei (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Der mit Markenprodukten generierte Umsatz erhöhte sich um 50% auf 68,2 Mio. € (Vorjahr: 45,3 Mio. €). Markenprodukte steuerten 86% zu dem in Großbritannien erzielten Umsatz bei (Vorjahr: 83%). Der Umsatz von Generika, bei denen STADA im britischen Markt Nischenanbieter von ausgewählten Generika mit nur wenigen pharmazeutischen Wirkstoffen ist, stieg trotz eines zunehmenden Wettbewerbs um 15% auf 10,9 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Generika hatten einen Anteil von 14% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 17%). Im 4. Quartal 2013 wurde in Großbritannien eine gesellschaftsrechtliche Restrukturierung umgesetzt, mit der die Anteile der beiden dort ansässigen Vertriebsgesellschaften Genus Pharmaceuticals Ltd. und Britannia Pharmaceuticals Ltd. auf die STADA UK Holding Ltd. übertragen worden sind. Mit dieser Maßnahme sind eine grundsätzliche Neuordnung der Vertriebsverantwortung und eine stärkere Bündelung von Kompetenzen für das Gesamtprodukt-Portfolio der britischen Gesellschaften mit Wirkung seit dem 01.01.2014 verbunden.
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Marktregion CIS/OsteuropaIn der Marktregion CIS/Osteuropa1) zeigte der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 mit 19% auf 629,2 Mio. € eine deutliche Steigerung (Vorjahr: 526,5 Mio. €). Damit leisteten die Umsätze in dieser Marktregion einen Beitrag von 31,2% zum Konzernumsatz (Vorjahr: 28,7%). Von dem in der Marktregion CIS/Osteuropa erzielten Umsatz wurden 10,3 Mio. € mit Exportumsätzen erreicht (Vorjahr: 9,1 Mio. €). Der bereinigte Konzernumsatz erhöhte sich in dieser Marktregion um 23%. Für das Geschäftsjahr 2014 geht der Vorstand in der Marktregion CIS/Osteuropa von einem Umsatzanstieg aus. Die um negative Währungseffekte bereinigte operative Profitabilität sollte dabei oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen. Nachfolgend wird die Entwicklung der beiden in dieser Marktregion umsatzmäßig größten Märkte Russland und Serbien erläutert. In Russland wurde in 2013 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse ein starker Umsatzanstieg in Höhe von 30% erzielt. In Euro nahm der Umsatz trotz eines negativen Währungseffekts des russischen Rubel deutlich um 22% auf 418,8 Mio. € zu (Vorjahr: 343,0 Mio. €). Insgesamt erreichte STADA im Berichtsjahr im russischen Pharmamarkt einen Marktanteil von ca. 4,7% (Vorjahr: ca. 4,5%) und lag damit auf Platz 4 unter den russischen Pharmaunternehmen.2) Der mit Generika im russischen Markt realisierte Umsatz stieg um 10% auf 166,5 Mio. € (Vorjahr: 150,8 Mio. €). Generika trugen 40% zu dem in Russland erzielten Umsatz bei (Vorjahr: 44%). Der Umsatz der Markenprodukte zeigte mit einem Anstieg um starke 32% auf 252,3 Mio. € ebenfalls ein deutliches Wachstum (Vorjahr: 191,7 Mio. €). Markenprodukte hatten einen Anteil von 60% am russischen Umsatz (Vorjahr: 56%). Unverändert ist die Nachfragestruktur im russischen Markt durch Selbstzahler geprägt, mit denen direkt oder indirekt über Großhändler ca. 91% der russischen Umsätze erzielt werden. Im Rahmen des staatlichen Programms zur Kostenerstattung ausgewählter Arzneimittel für einzelne Bevölkerungsgruppen (DLO-Programm) wurden in 2013 nur ca. 5% der russischen Umsätze erzielt. Darüber hinaus wurden ca. 4% der Umsätze direkt oder indirekt mit anderen staatlichen Auftraggebern, insbesondere im Rahmen von Tendern, generiert.
1)
So genannte CEE-Länder (Central and Eastern
Europe) inklusive Russland. Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Geschäftsaktivitäten in Russland maßgeblich von der Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro beeinflusst bleiben. Zur weiteren Stärkung der russischen Geschäftsaktivitäten im strategisch für STADA besonders wichtigen Marktsegment der Markenprodukte zur Selbstmedikation unterzeichnete die russische Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm, Nizhny Novgorod, in 2013 einen Rahmenvertrag für den Kauf des Markenprodukt-Portfolios Aqualor®1) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). In Serbien stieg der im Berichtsjahr erreichte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 6%. In Euro legte der Umsatz bei einem leicht positiven Währungseffekt des serbischen Dinar ebenfalls um 6% auf 86,0 Mio. € zu (Vorjahr: 80,9 Mio. €). Ungeachtet der geringen Vergleichsbasis im entsprechenden Vorjahreszeitraum infolge der damaligen Umstellung des lokalen Distributionsmodells zur besseren Kontrolle der Zahlungsströme und eines damit einhergehenden erwartungsgemäß rückläufigen Umsatzes basierte der im Geschäftsjahr 2013 im serbischen Markt erzielte Umsatzanstieg auf einer gestiegenen Nachfrage. Der in Serbien mit Generika erzielte Umsatz erhöhte sich um 7% auf 71,8 Mio. € (Vorjahr: 67,0 Mio. €). Generika leisteten einen Beitrag in Höhe von 83% zum serbischen Umsatz (Vorjahr: 83%). Bei einem Marktanteil von ca. 36,7% (Vorjahr: ca. 36,3%) war STADA in 2013 im serbischen Markt unverändert Marktführer.2) Der mit Markenprodukten im serbischen Markt ausgewiesene Umsatz nahm deutlich um 19% auf 13,8 Mio. € zu (Vorjahr: 11,6 Mio. €). Markenprodukte hatten einen Anteil von 16% an dem in Serbien erzielten Umsatz (Vorjahr: 14%). STADA geht davon aus, dass das eigene operative Geschäft im serbischen Markt grundsätzlich stabil ist und weiteres Wachstumspotenzial bietet. Neben der Entwicklung der Liquiditätssituation des Großhandels und der Distributionspartner in Serbien hängen die Umsatz- und Ergebnisbeiträge in Serbien auch künftig maßgeblich von der Währungsrelation des serbischen Dinar zum Euro ab.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
18.10.2013 und Ad-hoc-Aktualisierung vom 28.02.2014. Marktregion Asien & PazifikIn der Marktregion Asien & Pazifik zeigte der Umsatz im Berichtsjahr mit einer Zunahme von 190% auf 72,4 Mio. € eine signifikante Steigerung (Vorjahr: 25,0 Mio. €). Der Umsatzanteil am Konzernumsatz betrug in dieser Marktregion 3,6% (Vorjahr: 1,3%). Das Wachstum in der Marktregion Asien & Pazifik basierte im Wesentlichen auf der Umsatzsteigerung im vietnamesischen Markt infolge der Konsolidierung der Pymepharco und der STADA Vietnam als Tochterunternehmen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Der bereinigte Umsatz stieg in dieser Marktregion um 4%. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet der Vorstand in der Marktregion Asien & Pazifik ein erneutes Umsatzplus bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Geschäftsverlauf und Lage | FinanzlageStabile FinanzlageNach Ansicht des Vorstands verfügt der STADA-Konzern über eine stabile Finanzlage. Neben einigen in der Kapitalflussrechnung enthaltenen Positionen zeigt sich dies auch anhand verschiedener Kennzahlen, die u.a. in der Liquiditätsanalyse in diesem Kapitel dargestellt sind. Grundsätze und Ziele des STADA-FinanzmanagementsSTADA verfolgt eine konservative Finanzpolitik, die durch langfristig gesicherte Finanzierungen und eine vorausschauende Steuerung finanzieller Risiken gekennzeichnet ist. Ziel dabei ist es, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können. Als Ausdruck der vorausschauenden Steuerung hat STADA eine interne Kennzahl zum Ausdruck der bestehenden dynamischen Verschuldungskapazität definiert, die gemessen am Verhältnis von Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA nicht höher als 3 sein soll. Temporäre Überschreitungen, bspw. durch entsprechende Akquisitionen, sollen innerhalb von zwölf bis 18 Monaten wieder auf den Zielwert zurückgeführt werden. Das Finanzmanagement erstreckt sich auch auf weitere finanzielle Risiken, bspw. Währungs- und Zinspreisrisiken. Hierbei wird das Ziel verfolgt, über eine natürliche Absicherung (Natural Hedges) oder derivative Finanzinstrumente die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente dabei weder gehalten noch begeben. Grundsätzlich werden nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf die Cashflows des Konzerns haben. Nähere Ausführungen zum Management der einzelnen finanziellen Risiken sind dem Risikobericht zu entnehmen. Im Rahmen der konzernweiten Finanzierungsstrategie fokussiert der Konzern insgesamt auf eine hohe finanzielle Flexibilität. Zur Erreichung dieser Flexibilität setzt STADA sowohl auf verschiedene Finanzierungsinstrumente als auch eine diversifizierte Investorenstruktur. Das Fälligkeitsprofil des Konzerns weist eine breite Streuung mit einem großen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungsinstrumenten auf. Den Finanzierungsbedarf deckt der Konzern mittels einer Kombination aus operativem Cashflow und der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Forderungsverkaufsprogrammen. Darüber hinaus besteht die Chance eines Zahlungsmittelzuflusses aus der Ausübung ausstehender Optionsscheine 2000/2015. Darüber hinaus stehen STADA Kreditlinien als Liquiditätsreserve zur Verfügung. Erfolgreiche Platzierung einer zweiten UnternehmensanleiheIm 2. Quartal 2013 platzierte STADA am Kapitalmarkt erfolgreich eine zweite Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 350 Mio. €.1) Der Bond hat eine Laufzeit von fünf Jahren und eine feste Verzinsung von 2,25% p.a. Der Ausgabekurs belief sich auf 99,417%. Die Stückelung beträgt 1.000 €. Das Orderbuch war mehr als dreifach überzeichnet. Die Anleihe wurde sowohl bei institutionellen Investoren als auch Privatanlegern in mehr als sieben Ländern platziert. Der Emissionserlös dient allgemeinen Finanzierungszwecken. Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns bestanden zum 31.12.2013 damit neben diesem Bond eine in 2010 begebene fünfjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 4,00% p.a. sowie Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2014 bis 2017 in Höhe von insgesamt 436,5 Mio. €. Grundsätzlich verfügt STADA mit diesen in der Fälligkeit gestaffelten Finanzierungsinstrumenten über ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine stabile Finanzierungsstruktur. Finanzschulden in einer von der funktionalen Währung des Konzerns abweichenden Währung bestehen dabei im Wesentlichen bei Konzerngesellschaften innerhalb der Marktregionen CIS/Osteuropa und Asien & Pazifik. Im Geschäftsjahr 2013 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,5% p.a. und 19,7% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 belief sich der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten auf ca. 3,5% p.a. (31.12.2012: ca. 4,2% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten auf ca. 2,1% p.a. (31.12.2012: ca. 4,8% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz bei ca. 3,3% p.a. (31.12.2012: ca. 4,3% p.a.).
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
29.05.2013. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Strukturierung der Finanzverbindlichkeiten im STADA-Konzern: Aktuelle Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2013 in Mio. €scroll
In der Regel sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zwar kurzfristig kündbar und werden somit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten unter einem Jahr ausgewiesen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele dieser Kreditlinien teilweise bereits seit Jahren bestehen. LiquiditätsanalyseIm Geschäftsjahr 2013 war die Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit gewährleistet. Wesentliche Quellen der Liquiditätsbeschaffung waren im Berichtsjahr Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Factoring und aus der Ausübung ausstehender Optionsscheine 2000/2015. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden durch die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und durch das Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital), u.a. durch den Forderungsbestand, beeinflusst. Neben zwei Unternehmensanleihen, langfristigen Kreditlinien und verschiedenen Schuldscheindarlehen hält STADA eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, ergänzt um kurzfristige Kreditlinien. Die kurzfristigen, mit verschiedenen Banken bilateral vereinbarten Kreditlinien haben Laufzeiten von jeweils zwölf Monaten und liegen in der Höhe bei derzeit über 500 Mio. €. Cashflow-AnalyseKapitalflussrechnung (Kurzfassung) in T €scroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich in 2013 auf 205,4 Mio. € (Vorjahr: 212,7 Mio. €). Die Veränderung um 7,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus der deutlich höheren zahlungswirksamen Abnahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der höheren zahlungswirksamen Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig ergaben sich ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich geringerer zahlungswirksamer Anstieg der Vorräte sowie eine höhere zahlungswirksame Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die den Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit jedoch nicht vollumfänglich kompensieren konnten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Berichtsjahr -312,4 Mio. € (Vorjahr: -468,4 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr insbesondere durch hohe Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst. Die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse betrafen im Berichtsjahr im Wesentlichen die Kaufpreiszahlungen für den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie die abschließenden Kaufpreiszahlungen für die zusätzlichen Anteile und die Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco und für das von der Spirig Pharma erworbene Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft, jeweils nach Abzug von erworbenen Zahlungsmitteln. Im Vorjahr hatten die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 im Wesentlichen die Akquisition des Grünenthal-Markenprodukt-Portfolios einschließlich der dazugehörigen Vertriebsgesellschaften sowie den Erwerb des Generika-Geschäfts der Spirig Pharma inklusive der entsprechenden Vertriebsstrukturen betroffen. Für Akquisitionen - sowohl für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 als auch für Produktzukäufe, d.h. für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios (in der Regel im Berichtsjahr) - wendete STADA in 2013 insgesamt 243,5 Mio. € auf (Vorjahr: 410,7 Mio. €). Auf Grund von Desinvestitionen gab es im Geschäftsjahr 2013 beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit einen Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von insgesamt 5,4 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €). Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, d.h. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Rahmen des laufenden operativen Geschäfts und somit ohne Berücksichtigung von Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten, in Höhe von 39,5 Mio. € (Vorjahr: 37,9 Mio. €) umfassten im Berichtsjahr schwerpunktmäßig Auszahlungen für den mittel- und langfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios im Zuge des Erwerbs von Zulassungen bzw. Zulassungsdossiers. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 34,0 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €). Dabei beinhalteten die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr Investitionen in Produktionsstätten und Fabrikationsanlagen in Höhe von insgesamt 18,4 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €) (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement"). Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2013 0,7 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 147,3 Mio. €, während STADA im Vorjahr einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 30,6 Mio. € verzeichnet hatte. Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus der von STADA im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe. Gegenläufig nahm die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr zu. Darüber hinaus erhielt der Konzern in 2013 im Rahmen der Wandlung von STADA-Optionsscheinen in Aktien eine Einzahlung aus Kapitalerhöhung in Höhe von 18,3 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) (vgl. "Konzernanhang - 35."). Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag in 2013 bei -107,0 Mio. € (Vorjahr: -255,8 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow belief sich im Berichtsjahr auf 134,9 Mio. € (Vorjahr: 149,6 Mio. €). Insgesamt betrug der Cashflow für das Geschäftsjahr 2013 als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse 33,4 Mio. € (Vorjahr: -228,0 Mio. €). InvestitionenDas Investitionsvolumen des Konzerns betrug im Berichtsjahr insgesamt 365,1 Mio. € (Vorjahr: 401,0 Mio. €). Dabei beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 78,8 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €). Der am Umsatz gemessene Anteil der Investitionen in Sachanlagen lag im Berichtsjahr bei 3,9% (Vorjahr: 1,6% vom Umsatz). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 285,4 Mio. € (Vorjahr: 367,1 Mio. €), von denen 228,5 Mio. € für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 verwendet wurden (Vorjahr: 252,7 Mio. €). Damit entfielen von dem Gesamt-Investitionsvolumen im Berichtsjahr 22% auf Sachanlagen (Vorjahr: 8%) und 78% auf Immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 91%). Im 4. Quartal 2013 unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm einen Rahmenvertrag für den Kauf des Markenprodukt-Portfolios Aqualor®.1) Der Kaufpreis für das Aqualor®-Produktpaket beträgt insgesamt 131 Mio. € in bar. Der Vertragsvollzug und damit die Konsolidierung der Aqualor®-Produktumsätze erfolgte planmäßig im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Für die Finanzierung der Akquisition nutzte STADA vorhandene Barmittel und bestehende freie Kreditlinien.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
18.10.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 28.02.2014. Aktive Akquisitionspolitik mit vielversprechenden ZukäufenGrundsätzlich verfolgt der Vorstand eine unverändert aktive Akquisitionspolitik, um das organische Konzernwachstum durch zusätzliche externe Wachstumsimpulse zu ergänzen. Dabei stehen zum einen die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf wachstumsstarke Schwellenländer im Vordergrund. Zum anderen fokussiert der Konzern auf den Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente, insbesondere der Markenprodukte, die in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als Generika gekennzeichnet sind. Ungeachtet der aktiven Erwerbspolitik galten im Konzern auch in 2013 strenge Maßstäbe, was die Rentabilität und Angemessenheit des Kaufpreises betrifft. Für größere Akquisitionen oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind weiterhin geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde. Im Rahmen seiner aktiven Akquisitionspolitik tätigte der STADA-Konzern im Berichtsjahr weitere wertsteigernde Zukäufe. Kauf des britischen OTC-Anbieters Thornton & RossIm 3. Quartal 2013 erwarb die britische STADA-Tochtergesellschaft STADA UK Holdings den britischen OTC-Anbieter Thornton & Ross, nachdem STADA und die Eigentümer bereits zuvor exklusive Vertragsverhandlungen darüber bekannt gegeben hatten.1) Der Kaufpreis beträgt ca. 221 Mio. GBP (ca. 259 Mio. € gemäß dem am Tag der Veröffentlichung der Ad-hoc-Aktualisierung gültigen Wechselkurs). Dies entspricht ca. 193 Mio. GBP (ca. 226 Mio. € gemäß dem am Tag der Veröffentlichung der Ad-hoc-Aktualisierung gültigen Wechselkurs) auf einer so genannten "Cash and debt-free"-Basis. Thornton & Ross verfügt über eine Vielzahl von bekannten verschreibungsfreien Markenprodukten in den unterschiedlichsten Indikationsgebieten - u.a. Erkältung, Schmerz und Dermatologie. Im Geschäftsjahr 2012/2013 (01.04.2012 -31.03.2013) erzielte Thornton & Ross einen Umsatz von 66,233 Mio. GBP (nach dem Stand des Wechselkurses am Tag der Veröffentlichung der Ad-hoc-Meldung ca. 76,66 Mio. €) und damit rund 11% mehr als im Vorjahr - im Wesentlichen in Großbritannien über die Handelskanäle Apotheken und Drogerien. Die EBITDA-Marge lag in 2012/2013 über dem Durchschnitt im STADA-Konzern. Die Nummer 5 im britischen OTC-Markt und zugleich das zum Zeitpunkt des Erwerbs am schnellsten wachsende Unternehmen der Top 10 im britischen Pharmamarkt verfügt über eine EU-GMP-zertifizierte Produktionsstätte und beschäftigte zum Zeitpunkt der Übernahme 439 Mitarbeiter. Die Umsätze werden seit 01.09.2013 im STADA-Konzern konsolidiert. Seitdem leistet die Transaktion auch einen positiven Beitrag zum Konzerngewinn. Vertragsunterzeichnung für den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor®Im 4. Quartal 2013 unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft OAO Nizhpharm einen Rahmenvertrag für den Kauf des Markenprodukt-Portfolios Aqualor®.2) Der Kaufpreis für das Aqualor®-Produktpaket beträgt insgesamt 131 Mio. € in bar. Das Produktpaket umfasst zehn verschreibungsfreie (OTC) Produktaufmachungen auf Meerwasserbasis in Form von Sprays und Tropfen mit dem lokalen regulatorischen Status Medizinprodukte zur Anwendung bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) und Halsschmerzen. In 2012 lag der mit diesen Aqualor®-Produkten erzielte Nettoumsatz in Russland bei circa 28 Mio. €. Die Aqualor®-Produktpalette wies in 2012 eine EBITDA-Marge aus, die deutlich über dem Durchschnitt der Markenprodukte im STADA-Konzern liegt. Der Kauf beinhaltet keine Produktionsstätten und keine Übernahme von Personal. Die Verkäufer des Portfolios sind im Wesentlichen Butterwood Holdings Limited, ein Unternehmen mit Sitz in Zypern, und ZAO Pharmamed, ein russisches Pharmaunternehmen mit Sitz in Moskau. Der Vertragsvollzug und damit die Konsolidierung der Aqualor®-Produktumsätze erfolgte planmäßig im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.08.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 16.08.2013. Kontrollerlangung über die vietnamesische PymepharcoSeit 2013 kontrolliert STADA das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco, zu dessen Geschäftsaktivitäten die Produktion und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten sowie Importaktivitäten für den vietnamesischen Gesundheits- und Pharmamarkt zählen, über weitere indirekte Beteiligungen und schuldrechtliche Vereinbarungen. Dementsprechend wird Pymepharco, das zuvor als assoziiertes Unternehmen behandelt worden ist, unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen im STADA-Konzern als Tochterunternehmen konsolidiert. Mit diesem Schritt beabsichtigt STADA, in Zukunft noch stärker von den lokalen Wachstumschancen zu profitieren. Kontrollerlangung über die vietnamesische STADA VietnamDarüber hinaus erlangte STADA im Berichtsjahr die Kontrolle über die vietnamesische Gesellschaft STADA Vietnam, deren Geschäftstätigkeit die Produktion und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten umfasst. Die unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen erfolgte Konsolidierung der STADA Vietnam als Tochterunternehmen - und nicht wie zuvor als Gemeinschaftsunternehmen - führte zu einer weiteren Stärkung der Position von STADA im vietnamesischen Wachstumsmarkt. Erwerb des Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts der Spirig PharmaIm 3. Quartal 2012 hatte STADA über die Spirig HealthCare einen Vertrag für den Erwerb des Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts der Spirig Pharma geschlossen. Im 1. Quartal 2013 erfolgte der Vollzug des Erwerbs. Fortsetzung der aktiven AkquisitionspolitikIm laufenden Geschäftsjahr 2014 setzte STADA die aktive Akquisitionspolitik fort. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Nachtragsbericht enthalten. Geschäftsverlauf und Lage | VermögenslageBilanzentwicklungscroll
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Die Vermögenslage des Konzerns ist nach Ansicht des Vorstands unverändert stabil. In Ergänzung zu den in der Bilanz ausgewiesenen Positionen zeigt sich dies anhand diverser abgeleiteter Kennzahlen. Die Nettoverschuldung betrug zum 31.12.2013 1.306,8 Mio. € (31.12.2012: 1.177,3 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag im Berichtsjahr bei 3,1 (Vorjahr1): 3,2). Die Eigenkapitalquote belief sich zum Stichtag 31.12.2013 auf 29,6% (31.12.20121): 30,5%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2013 auf 3.413,2 Mio. € (31.12.20121): 2.982,8 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Zugängen von Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen, insbesondere bei den immateriellen Vermögenswerten. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 31.12.2013 auf insgesamt 1.641,6 Mio. € (31.12.2012: 1.417,1 Mio. €). Die Höhe dieses Bilanzpostens basiert auf der langjährigen aktiven Expansionspolitik des Konzerns mit entsprechenden Investitionen in den Kauf von Unternehmen und Produkten inklusive Marken und Lizenzen sowie in den Bereich Produktentwicklung für den Erwerb von Dossiers und Zulassungen. Zum 31.12.2013 enthielten die immateriellen Vermögenswerte 458,0 Mio. € (31.12.2012: 455,8 Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Zugänge aus den Kaufpreisallokationen. Darüber hinaus ergaben sich bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen - ohne Berücksichtigung von Abschreibungen im Berichtsjahr - in Höhe von 293,9 Mio. €, die den im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Davon entfielen 29,1 Mio. € auf die Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco, 239,2 Mio. € auf den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie 24,8 Mio. € auf die Kontrollerlangung über die STADA Vietnam. Zudem wurden in 2013 Entwicklungskosten in Höhe von 20,7 Mio. € (31.12.2012: 17,3 Mio. €) als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert (vgl. "Konzernanhang - 25."). Der Anstieg der Sachanlagen zum 31.12.2013 auf 318,4 Mio. € (31.12.2012: 273,8 Mio. €) basierte insbesondere auf den Kontrollerlangungen über die vietnamesische Pymepharco und die STADA Vietnam sowie dem Kauf des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. Die übrigen Vermögenswerte beinhalten verschiedene Positionen, zu denen u.a. die Finanzanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen zählen. Die Finanzanlagen reduzierten sich per 31.12.2013 auf 9,0 Mio. € (31.12.2012: 12,5 Mio. €) und umfassten im Wesentlichen die als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Derzeit beabsichtigt STADA unverändert keinen Verkauf dieser zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich im Vergleich zum 31.12.2012 um 25,9 Mio. € auf 9,0 Mio. € (31.12.2012: 34,9 Mio. €). Im Wesentlichen basierte diese Veränderung auf der erlangten Kontrolle über das Tochterunternehmen Pymepharco, das zuvor als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen war und seit 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 77,9 Mio. € (Vorjahr: 52,3 Mio. €) beinhalten Darlehensforderungen sowie Kaufpreisforderungen. Die unverändert größte Einzelposition bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten stellt das seitens der STADA Arzneimittel AG gewährte Darlehen gegenüber der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG dar, das zum Bilanzstichtag mit 15,6 Mio. € (31.12.2012: 13,8 Mio. €) in Anspruch genommen wurde. Der zum 31.12.2013 erfolgte Anstieg der Vorräte auf 524,4 Mio. € (31.12.2012: 475,3 Mio. €) resultierte maßgeblich aus der Konsolidierung der beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam sowie des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. Mit Blick auf das Prinzip der Marktnähe (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Vertrieb und Marketing") stellt STADA situationsbedingt Reichweitenbetrachtungen zu Gunsten potenzieller operativer Chancen zurück. Dies kann in Einzelfällen zu ertragsbelastenden Wertberichtigungen von Vorräten führen, sofern sich die Chancen entgegen den Erwartungen nicht realisieren lassen. Durch Wertberichtigungen saldiert mit Wertaufholungen wurde das Vorratsvermögen zum 31.12.2013 mit insgesamt 29,9 Mio. € belastet (Vorjahr: 31,1 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 591,7 Mio. € (31.12.2012: 492,1 Mio. €). Dies war im Wesentlichen auf die Konsolidierung der beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam sowie des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross zurückzuführen. Die schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in einigen lokalen Märkten infolge der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise hatten zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen negativen Einfluss auf den fälligkeitsorientierten Forderungsspiegel. Sofern sich die Chance für das Erreichen einer besseren Marktposition ergibt, nimmt der Konzern in ausgewählten Marktsituationen ggf. höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Kauf. Dabei achtet STADA im Rahmen des Forderungsmanagements grundsätzlich jedoch sehr genau auf die Bonität der Kunden. Ein Zahlungsausfall lässt sich allerdings nie vollständig ausschließen (vgl. "Risikobericht"). Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Finanzinvestitionen umfasst, stieg zum 31.12.2013 auf 126,2 Mio. € (31.12.2012: 92,7 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten. Das Eigenkapital nahm zum 31.12.2013 auf 1.010,1 Mio. € zu (31.12.20121): 910,3 Mio. €). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern durch die Wandlung von STADA-Optionsscheinen im Berichtsjahr Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 18,3 Mio. € erhielt (Vorjahr: 6,0 Mio. €) (vgl. "Die STADA-Aktie"). Die sonstigen Rücklagen innerhalb des Eigenkapitals reduzierten sich zum 31.12.2013 auf -241,5 Mio. € (31.12.20121): -184,5 Mio. €). Wesentlicher Grund hierfür war die negative Entwicklung des russischen Rubel zum Euro, welche sich eigenkapitalmindernd in der Währungsumrechnungsrücklage niederschlug. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beinhalten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildete Pensionsrückstellungen und andere langfristige Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen (vgl. "Konzernanhang - 36."). Der Posten erhöhte sich geringfügig auf 51,5 Mio. € (31.12.20121): 50,5 Mio. €). Die Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31.12.2013 bei 1.433,1 Mio. € (31.12.2012: 1.270,1 Mio. €). In der Position sind insbesondere Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von 436,5 Mio. € (31.12.2012: 794,5 Mio. €) und zwei Anleihen mit einem Nominalwert in Höhe von jeweils 350,0 Mio. € (31.12.2012: eine Anleihe zu 350,0 Mio. €) enthalten. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe mit einem Volumen von 350,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum 31.12.2013 auf 331,7 Mio. € (31.12.2012: 269,0 Mio. €). Im Wesentlichen basierte die Steigerung auf stichtagsbezogenen Effekten und den daraus ableitbaren Zahlungsströmen. Darüber hinaus ergab sich eine Zunahme im Rahmen der Konsolidierung der beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam sowie des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen u.a. die passiven latenten Steuern und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern nahmen zum 31.12.2013 auf 150,4 Mio. € zu (31.12.20121): 82,8 Mio. €). Der Anstieg war maßgeblich auf die Kontrollerlangungen über die vietnamesische Pymepharco und die STADA Vietnam sowie die Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross und die im Rahmen des IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokationen zurückzuführen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 274,1 Mio. € (31.12.2012: 246,5 Mio. €) enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 8,5 Mio. € (31.12.2012: 10,8 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten betrugen zum Bilanzstichtag 5,6 Mio. € (31.12.2012: 11,6 Mio. €) und resultierten aus den negativen Marktwerten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten, die teilweise als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden. Die Zunahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten auf 274,1 Mio. € zum 31.12.2013 (31.12.2012: 246,5 Mio. €) war im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen zurückzuführen. Geschäftsverlauf und Lage | Gesamtaussagen des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2013Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete der STADA-Konzern eine im Rahmen der Erwartungen des Vorstands liegende positive Geschäftsentwicklung, die - bis auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA des Kernsegments Generika - dem zu Jahresbeginn veröffentlichten Ausblick des Vorstands entsprach. Der Konzernumsatz erhöhte sich - im Wesentlichen bedingt durch die deutliche Umsatzsteigerung in der Marktregion CIS/Osteuropa - im Berichtsjahr um 10% auf 2.014,4 Mio. € (Vorjahr: 1.837,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekte zurückzuführen sind, stieg der Konzernumsatz in 2013 um 6%. Hierzu trug vor allem die Abschwächung des russischen Rubel zu einem negativen Währungseffekt innerhalb der Umsätze bei. Im Geschäftsjahr 2013 verfolgte der STADA-Konzern weiterhin eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Konzernwachstum durch externe Wachstumsimpulse weiter voranzutreiben, wobei die Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie die Kontrollerlangungen über die vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam eine besondere Bedeutung hatten. Die Ertragsentwicklung zeichnete sich im Geschäftsjahr 2013 durch eine Zunahme der Ertragskraft aus, die sich in einer Steigerung aller ausgewiesenen und auf Konzernebene bereinigten Ertragskennzahlen widerspiegelte. Dabei war die Steigerung im Kernsegment Markenprodukte in hohem Maße auch auf die Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross im 3. Quartal 2013 zurückzuführen. Daneben resultierten positive Effekte auf die Ertragsentwicklung beider Kernsegmente aus den Kontrollerlangungen über die vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam. Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten verzeichnete das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 einen Anstieg von 15% auf 306,3 Mio. € gegenüber Vorjahr. Das bereinigte EBITDA konnte im Vorjahresvergleich um 13% auf 415,2 Mio. € gesteigert werden und erreichte damit ein neues Rekordhoch in der STADA-Unternehmensgeschichte. Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 9% auf 160,6 Mio. €. Das im Geschäftsjahr 2013 erzielte Ergebnis basiert dabei insgesamt auf dem nachhaltigen, auf Marktregionen mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns. VERGÜTUNGSBERICHTDieser Vergütungsbericht erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der STADA Arzneimittel AG zum Bilanzstichtag und enthält die individuelle Angabe der Bezüge der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Vergütung des VorstandsDer Gesamtaufsichtsrat legt das Vergütungssystem für den Vorstand und die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder auf Vorschlag des Personalausschusses fest und überprüft es regelmäßig. Vergütungssystem für den VorstandDas von der STADA-Hauptversammlung am 16.06.2011 verabschiedete Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens entsprechend ihren persönlichen Aufgaben und Leistungen, der Gesamtleistung des Vorstands sowie den Erfolgen bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist im Rahmen dieses Vergütungssystems in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und so bemessen, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit Anreize für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld bietet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich im Rahmen dieses Vergütungssystems aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung zusammen. Aktienoptionspläne oder sonstige vergleichbare Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung bestehen nicht. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem fest vereinbarten und in zwölf gleichen monatlichen Raten ausbezahlten Grundgehalt. Dieses Jahresfestgehalt wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Sonstige Bezüge erhalten die Mitglieder des Vorstands nur in Form von Nebenleistungen, die im Wesentlichen aus der Privatnutzung eines Dienstwagens, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Versicherungsleistungen (u.a. Unfallversicherung) bestehen. Im Rahmen der Vergütungsstruktur sind unter Einhaltung der Regeln des Gesetzes über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) grundsätzlich auch einzelvertragliche Zusagen über weitere erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten gegenüber einzelnen Vorstandsmitgliedern möglich, z.B. Pensionszusagen oder Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Die erfolgsabhängige Vergütung ist in der Vergütungsstruktur für alle Vorstandsmitglieder prinzipiell gleichartig strukturiert, kann in der individuellen Ausgestaltung und der Höhe für die einzelnen Vorstandsmitglieder jedoch auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen differieren. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht dabei in der geltenden Vergütungsstruktur bei jedem Vorstandsmitglied aus folgenden Komponenten:
Die aktuellen Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder entsprechen diesem Vergütungssystem. In der konkreten Ausgestaltung der Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder lehnen sich sowohl das Langzeitziel für die variable Langzeitsondervergütung als auch die jeweiligen Zwischenziele für alle drei Vorstandsmitglieder jeweils an die im Geschäftsjahr 2010 publizierten Langzeitziele des Konzerns für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2014 an. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2013 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
1)
Exklusive der vertraglich vereinbarten erfolgsabhängigen
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele, die nachfolgend als Vorschuss genannt
sind. Zusätzlich zu den vorstehenden Vergütungen erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2013 erfolgsabhängige Vorschüsse1) von insgesamt 1.206.250,00 € (Vorjahr: 1.306.250,00 €); davon entfielen auf Hartmut Retzlaff 806.250,00 € (Vorjahr: 806.250,00 €), auf Helmut Kraft 300.000,00 € (Vorjahr: 250.000,00 €), auf Dr. Axel Müller 0,00 € (Vorjahr: 250.000,00 €) und auf Dr. Matthias Wiedenfels 100.000,00 € (Vorjahr: 0,00 €). Das im Berichtsjahr ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Axel Müller erhielt im Berichtsjahr aufgrund des weiter bestehenden Dienstvertrags eine Vergütung in Höhe von 461.333,41 (davon 310.306,01 € erfolgsunabhängig inklusive 8.251,22 € sonstige Bezüge sowie 151.027,40 € erfolgsabhängig). Das prozentuale Verhältnis zwischen erfolgsunabhängiger und erfolgsabhängiger2) Vergütung der Vorstandsmitglieder bewegt sich dabei in einer Bandbreite von ca. 53% bis ca. 67% erfolgsunabhängiger und ca. 33% bis ca. 47% erfolgsabhängiger2) Vergütung.
1)
Vertraglich vereinbarte erfolgsabhängige
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele. Zusagen an VorstandsmitgliederZusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit und etwaige entsprechende LeistungsgewährungenIn dem Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden ist ein Ruhegehalt auf einen jährlichen Betrag festgeschrieben, wobei sich nach Eintritt des Versorgungsfalls das monatliche Ruhegeld zum 1. Juli eines jeden Jahres jeweils um den Prozentsatz, um den sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung im Vergleich zum Vorjahr erhöht, verändert. Die Zahlungen aus den Versorgungszusagen beginnen mit Antrag als Altersleistung, grundsätzlich nach Ablauf des vom 01.09.2011 bis 31.08.2016 gültigen Vorstandsvertrags, sofern dieser nicht verlängert wird, bzw. als Invalidenleistung, wenn das Dienstverhältnis vorher infolge einer Berufsunfähigkeit endet. Der Dienstzeitaufwand nach IFRS für die Rückstellungsbildung der im Geschäftsjahr 2013 verdienten Versorgungsansprüche betrug 940.000,00 €. Der Barwert der Pensionszusage nach IFRS belief sich auf 35.276.645 €. Ferner enthält der Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) eine Abfindungsregelung, die entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht höher als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags ist und deren Höhe auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Dr. Axel Müller im Berichtsjahr wurde die Weiterzahlung der vertraglich vorgesehenen Vergütung bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Diese Vergütungsaufwendungen bis zum Ende des Dienstvertrags belaufen sich auf 1.151.115,72 € (davon 753.615,72 € erfolgsunabhängig inklusive 3.615,72 € sonstige Bezüge sowie 397.500,00 € erfolgsabhängig) sowie 1.140.083,33 € erfolgsabhängige Langzeitsondervergütung. Sonstige ZusagenDer Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden sieht vor, dass die Gesellschaft im Fall von Krankheit oder Unfall die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden fortzahlt, wobei die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten eines der beiden Fälle dem Jahresfestgehalt und der variablen Vergütung und im zweiten bzw. dritten Jahr dem Jahresfestgehalt entspricht. Für den Vorstand Finanzen und den Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste besteht jeweils eine Unfallversicherung, die im Fall von Dienstunfähigkeit wegen Erkrankung monatliche Bezüge bis zu einem Jahr, längstens jedoch bis zur Beendigung des Vertrags, und unter Anrechnung von Zahlungen Dritter vorsieht. Für den Fall der Dienstunfähigkeit von mehr als drei Monaten wird die variable Vergütung zeitanteilig gekürzt. Für alle drei Vorstandsmitglieder besteht im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder im gesetzlichen Rahmen. Leistungen von konzernfremden Dritten, die Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr zugesagt oder gewährt worden sindIm Geschäftsjahr 2013 haben nach Kenntnis der Gesellschaft konzernfremde Dritte Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr weder Leistungen zugesagt noch gewährt. Vergütung des AufsichtsratsSatzungsgemäßes Vergütungssystem für den AufsichtsratDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat regelt § 18 der Satzung der STADA Arzneimittel AG. Für das Berichtsjahr gilt § 18 der Satzung in der Fassung vom 04.02.2013, wonach die Aufsichtsratsmitglieder neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr
erhalten. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte. Für die Tätigkeiten in einem Ausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 10.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält für seine Tätigkeit das Doppelte. Auf alle Vergütungen an den Aufsichtsrat ist zusätzlich Umsatzsteuer zu zahlen. Die Hauptversammlung hat am 05.06.2013 die Neufassung der Aufsichtsratsvergütung und des § 18 der Satzung beschlossen. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 neben einer jährlichen festen Vergütung eine auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Vergütung. Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2013 tätigen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind darüber hinaus keine weiteren Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder gewährt worden; allerdings besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder, die dem gesetzlichen Rahmen der Vorstandsmitglieder entspricht. Vergütung des BeiratsGemäß § 10 der Geschäftsordnung des Beirats der STADA Arzneimittel AG erhalten die Beiratsmitglieder eine Sitzungspauschale von 600 € pro Sitzung zuzüglich der Erstattung von Auslagen. NACHTRAGSBERICHTDieser Nachtragsbericht enthält die zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2013 und dem Unterzeichnungsdatum des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses für 2013 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns. Diese sahen wie folgt aus:
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. CHANCENBERICHTChancenmanagementDas Management von Chancen ist eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Ziel des Chancenmanagements ist es, neue Wachstumspotenziale zu erkennen und zu erschließen sowie bestehende Wachstumsopportunitäten zu sichern und auszubauen. Basis für die Nutzung sich bietender Wachstumspotenziale und somit zur Sicherung des nachhaltigen Konzernerfolgs sind die strategischen Erfolgsfaktoren von STADA. Hierzu zählen im Wesentlichen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik inklusive eines langjährigen Integrationsmanagements, ein funktional zentral bzw. im Vertrieb nach Marktregionen organisierter Konzern mit kurzen Entscheidungswegen, ein effizientes Kostenmanagement sowie leistungsstarke und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wesentliche strategische Erfolgsfaktoren des STADA-Konzerns![]() Die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur in den vertriebsnahen Bereichen des STADA-Konzerns, unterstützt durch die Durchführung von intensiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie den engen Kontakt mit Institutionen, führt dazu, dass Trends und Anforderungen in den Marktregionen bzw. Märkten frühzeitig erkannt und analysiert werden, um so Chancen gezielt nutzen zu können. Zusätzlich verfügt der Konzern über zentral organisierte Prozesse zur Chancenerkennung, wie bspw. ein konzernweites Portfoliomanagement zur Identifizierung konzernrelevanter potenzieller Neuprodukte. Angesichts der nach wie vor gut gefüllten Produkt-Pipeline wird STADA das bestehende Konzern-Portfolio - insbesondere im Kernsegment Generika - kontinuierlich ausbauen. Neben den mit der Neueinführung von Produkten erzielten Umsätzen und Erträgen besteht dadurch auch die Chance auf einen verbesserten Margenmix und Skaleneffekte, sofern die Produkte mit einer initial besseren Marge als der des Konzerndurchschnitts bzw. mit den bestehenden Vertriebsstrukturen in den einzelnen Marktregionen eingeführt werden können. Im Rahmen der "Time and cheap to market-Strategie zielt STADA darauf ab, Neueinführungen in der Regel nicht nur zum frühestmöglichen Zeitpunkt vorzunehmen, sondern auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten. Die internationale Vertriebsstruktur mit vier Marktregionen ist darauf ausgelegt, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten der Marktregionen zu vertreiben. Unter dem Gesichtspunkt, die jeweiligen Wachstumschancen in den einzelnen Marktregionen optimal nutzen zu können, wird STADA das weltweite Vertriebsnetz auch in Zukunft erweitern. Im Rahmen der aktiven Akquisitionspolitik beabsichtigt der Vorstand, die Geschäftsaktivitäten des Konzerns weiter auszubauen. Im Fokus stehen dabei zum einen ausgewählte Märkte in den jeweiligen Marktregionen, schwerpunktmäßig wachstumsstarke Schwellenländer, und zum anderen der Ausbau und die Internationalisierung der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Sparzwänge, denen die einzelnen nationalen Gesundheitssysteme ausgesetzt sind, sieht der Vorstand hier insbesondere weitere Wachstumsopportunitäten bei den Markenprodukten, da diese in der Regel bessere Margen aufweisen und weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen. Mit Blick auf künftiges Wachstum werden auch weiterhin die funktionalen Berichtsstrukturen mit kurzen Entscheidungswegen bei gleichzeitig starker regionaler Marktpräsenz von hoher Bedeutung sein. Dies betrifft insbesondere die Vertriebsaktivitäten, da die Fähigkeit, kurzfristig auf strukturelle, regulatorische oder wettbewerbliche Veränderungen reagieren zu können, sowohl bei der Nutzung von Chancen als auch bei der Reduzierung von Risiken eine wesentliche Rolle spielt. Angesichts dessen wird STADA in Einzelfällen auch weiterhin eine aggressive Preispolitik mit einem eventuellen Rückgang operativer Margen verfolgen, um eine bessere Marktposition bzw. einen höheren Marktanteil zu erreichen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Geschäftsaktivitäten in dem jeweiligen Markt einer Marktregion profitabel sind bzw. es in einem absehbaren Zeitraum werden. Einen hohen Stellenwert wird unter Ertragsgesichtspunkten im Konzern auch weiterhin ein effizientes Kostenmanagement einnehmen. Ein Fokus wird im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung unverändert auf den Herstellungskosten und allen damit verbundenen Kosten liegen, da sie die deutlich größte Kostenposition im Konzern darstellen. Somit ergeben sich für STADA Chancen aus der Reduzierung der Herstellungskosten durch weitere Beteiligung von Lieferanten am Marktrisiko sowie aus der verstärkten Nutzung von Anbietern aus Niedriglohnländern. Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive hat STADA die noch ausstehenden Maßnahmen zur Reorganisation im Hinblick auf die zentrale Steuerung von Konzerngesellschaften im Rahmen des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future", das für den Zeitraum von 2010 bis Ende 2013 ausgelegt war, im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen oder eingeleitet. Chancen ergeben sich durch die mit der Durchführung des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms herbeigeführte Etablierung einer Kultur der kontinuierlichen Kostenoptimierung. Eine weitere wesentliche Chance für STADA stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, die mit ihrem umfangreichen Fachwissen, ihrer großen Erfahrung und ihrer hohen Leistungsbereitschaft auch künftig einen maßgeblichen Anteil an dem weiteren Erfolg des Konzerns haben werden. RISIKOBERICHTDas Management von Risiken ist eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit. Aus diesem Grund hat der Vorstand von STADA ein in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integriertes, kontinuierliches Risikomanagement-System implementiert, das auf einem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten "Enterprise Risk Management - Integrated Framework" (2004), basiert. Damit ist das Risikomanagement-System integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Grundlage für die Risikostrategie ist die Geschäftsstrategie von STADA. Sie zielt darauf ab, den Vorstand in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig steuernd eingreifen zu können. Die Risikostrategie findet in allen Geschäftssegmenten des STADA-Konzerns Anwendung. RisikomanagementAls in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt STADA den deutschen Rechtsvorschriften zum Risikomanagement wie bspw. § 91 Abs. 2 AktG. Der Vorstand hat ein konzernweites Risikomanagement-System eingerichtet, um die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ein effektives Management von Risiken sicherzustellen. Ziel des Risikomanagement-Systems ist es, für STADA signifikante und bestandsgefährdende Risiken systematisch und regelmäßig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und mögliche Maßnahmen zu eruieren, die im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Daneben soll das Risikomanagement-System hinreichende Sicherheit gewährleisten, dass die Ziele von STADA, insbesondere die finanziellen, operativen und strategischen Ziele, planmäßig erreicht werden können. Das Risikomanagement-System bildet bei STADA ein wesentliches Element im unternehmerischen Entscheidungsprozess und ist daher als integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im gesamten STADA-Konzern implementiert. Der unternehmensweit einheitliche, integrierte Ansatz zum Management von Risiken soll die Effektivität des konzernweiten Risikomanagements sicherstellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung ermöglichen. Die wesentlichen Elemente des konzernweiten Risikomanagement-Systems sind: 1. der im Unternehmen vertikal und horizontal integrierte Fachbereich Risk Management, der für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der konzernweiten Einrichtung der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"), die Methoden und Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist; 2. die konzernweit in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften integrierten dezentralen Risikobeauftragten, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren (Bottom-up-Kommunikation); 3. schriftliche und mündliche Abfragen (Top-down-Kommunikation) bei den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten durch den Fachbereich Risk Management zu aktuellen Themen und zur Risikolage in den einzelnen Bereichen im Konzern; 4. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem der Risikomanagement-Prozess und das Risikomanagement-System definiert sind; 5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das konzernweite Risikomanagement von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und auch nicht einbezogene Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% erkennbare Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im Risikomanagement-System des Konzerns erfasst. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess umfasst bei STADA die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoaggregation, Risiko-Monitoring und Risiko-Reporting. ![]() Phase 1: RisikoidentifikationIn der Phase "Risikoidentifikation" werden in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften systematisch alle Ereignisse erhoben, die zukünftig erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA haben könnten oder das Risikoprofil von STADA verändern würden. Diese Ereignisse werden nach ihrer Erhebung einer Kategorie im unternehmensspezifischen Risikoatlas zugeordnet. Die Identifikation von Risiken erfolgt zum einen durch Self-Assessment der Risikobeauftragten (bottom up) und zum anderen durch schriftliche und mündliche Abfragen durch den Fachbereich Risk Management (top down). Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und den Risikobeauftragten in den einzelnen Geschäftsbereichen und Standorten weltweit soll sicherstellen, dass, neben der inhaltlichen Konsistenz der Risiken, ein durchgängiges Risikomanagement über Abteilungs- und Ländergrenzen stattfinden kann. Phase 2: RisikobewertungIn der Phase "Risikobewertung" wird nach einer Analyse der Ursache-Wirkungs-Struktur durch den jeweiligen Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, eine Bewertung für jedes identifizierte Risiko durchgeführt. Die Bewertung der Risiken erfolgt quantitativ auf der Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und soll sowohl mögliche direkte Schäden als auch mögliche indirekte Folgen durch den möglichen Eintritt des Risikos berücksichtigen. In einem weiteren Schritt wird jedes bewertete Risiko einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten bereinigt. Phase 3: RisikosteuerungIn der Phase "Risikosteuerung" werden durch den Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, mögliche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduktion, -transferierung und/oder -kompensation identifiziert. Bei den identifizierten Maßnahmen kann es sich sowohl um ursachenbezogene (präventive) als auch um wirkungsbezogene (reaktive) Maßnahmen handeln. In einigen Fällen kann auch die Akzeptanz des Risikos als Maßnahme zugelassen werden. In einem weiteren Schritt wird jede identifizierte Maßnahme einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten bereinigt. Phase 4: RisikoaggregationIn der Phase "Risikoaggregation" werden durch den Fachbereich Risk Management nach einer Analyse der Risikoursachen Risiken mit identischer Risikoursache zur Erhöhung der Transparenz in einem Aggregat zusammengefasst. Die Risikobeschreibungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten der in einem Aggregat zusammengefassten Risiken werden analysiert und aufeinander abgestimmt. Phase 5: Risiko-MonitoringIn der Phase "Risiko-Monitoring" werden die Entwicklung der Risiken sowie die Durchführung und die Effektivität der identifizierten Maßnahmen durch den Risikoverantwortlichen kontinuierlich überwacht, wobei dieser von den jeweiligen Risikomanagern unterstützt wird. Bei einzelnen potenziell hoch risikobehafteten Geschäftsprozessen begleitet das Risikomanagement des Konzerns beobachtend auch die operative Umsetzung. Phase 6: Risiko-ReportingIn der Phase "Risiko-Reporting" wird durch den Fachbereich Risk Management aus den identifizierten Risiken quartalsweise jeweils ein empfängerorientierter Risikobericht für den Vorstand, die Vice Presidents und die Geschäftsführer erstellt und zeitnah zur Verfügung gestellt. Der Risikobericht für den Vorstand geht unverändert an den Aufsichtsrat. Wesentliche Risiken aus dem empfängerorientierten Risikobericht werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. werden weitere Maßnahmen zur Risikobewältigung adressiert. Bei zwischen zwei Berichtszeitpunkten im Rahmen des Risikomanagement-Systems neu auftretenden signifikanten Risiken werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert. Das von STADA betriebene Risikomanagement-System wird regelmäßig durch den Abschlussprüfer von STADA und durch die Interne Revision überprüft und beurteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass das Risikomanagement-System von STADA den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (IKRMS) ist Bestandteil des konzernweiten Risikomanagement-Systems von STADA. Es verfolgt das Ziel, durch Implementierung von angemessenen und wirksamen Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung (Buchführung, Einzel- und Konzernabschlüsse sowie Lageberichte) im Sinne einer Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften sowie die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Dabei greifen eine zentrale systemische Organisation und Steuerung sowie eine jeweils regionale Verantwortung einzelner Teilprozesse ineinander. Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des IKRMS obliegt dem Vorstand der STADA Arzneimittel AG. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS wird vom Vorstand mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Grundlage von konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien, die von der Abteilung Corporate Accounting vorgegeben werden, und einem konzerneinheitlichen Kontenplan. Neuerungen im Bereich der Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend überwacht. Soweit diese für STADA relevant sind, werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst. Die Änderungen werden zeitnah an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen kommuniziert. Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Die eingesetzten Softwaresysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte externe Zugriffe geschützt. Darüber hinaus stellen interne Genehmigungsverfahren sicher, dass nur die jeweils relevanten Personen Zugriff auf die einzelnen Systeme haben. Außerhalb der durch Software unterstützten Systeme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Konzernebenen durchgeführt. Alle Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften, die Eingang in den Konzernabschluss von STADA finden, unterliegen grundsätzlich einmal pro Jahr der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus erfolgt durch diesen auch eine prüferische Durchsicht der Halbjahresabschlüsse wesentlicher konsolidierter Konzerngesellschaften. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Konzernrechnungswesen für die Konzernabschlüsse sowie Rechnungswesen für die Einzelabschlüsse sind innerhalb des Finanzbereichs organisatorisch getrennt. Im Rahmen der Tätigkeit der Internen Revision als weiteres Element des internen Überwachungssystems werden Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS regelmäßigen konzernweiten Prüfungen unterzogen, um so die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollmechanismen sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems und die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Als Kontrollorgan überwacht auch der Aufsichtsrat über seinen Prüfungsausschuss regelmäßig den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Der Umfang und die Ausrichtung des eingerichteten IKRMS sind insgesamt auf unternehmensspezifische Anforderungen von STADA ausgelegt. Nach Ansicht des Vorstands verfügt STADA über ein angemessenes und ausreichendes Überwachungssystem, das die für den Konzern notwendigen Elemente eines IKRMS umfasst. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Betrachtung eines jeden IKRMS sind jedoch Einschränkungen bezüglich dessen Wirksamkeit hinzunehmen. Des Weiteren können - auch bei Existenz von als wirksam erachteten Kontrollmechanismen - Fehler bzw. eine unzutreffende Einschätzung von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. BeurteilungszeitraumAls Beurteilungszeitraum für diesen Risikobericht ist, sofern im Einzelfall nicht eine andere Zeitspanne angegeben ist, grundsätzlich ein Zeitraum von 24 Monaten zu Grunde gelegt. Prinzipiell kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Geschäftsverlauf während des Beurteilungszeitraums der Risiken weitere, auch wesentliche Risiken ergeben, die zu den nachfolgend genannten Risiken hinzutreten können. Bewertung der RisikokategorienDie aus heutiger Sicht des STADA-Vorstands antizipierbaren relevanten Risiken für die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfassen die im Folgenden in Risikokategorien zusammengefassten Risiken. Durch die Zusammenfassung gleichartiger Risiken werden die Risiken stärker aggregiert, als sie zur internen Steuerung mit Hilfe der Risikomanagement-Software verwendet werden. Wenn nicht anders angegeben, betreffen alle beschriebenen Risiken in unterschiedlichem Ausmaß alle Unternehmenssegmente (Generika, Markenprodukte und Handelsgeschäfte). Um zu ermitteln, welche Risikokategorien am ehesten für den STADA-Konzern bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt: Eintrittswahrscheinlichkeitscroll
Auswirkungscroll
STADA bewertet und berichtet nur Einzelrisiken quantitativ auf der Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung des Risikos, unabhängig von ihrer Risikokategorisierung. Eine interne Steuerung findet daher nur auf der Ebene der Einzelrisiken und nicht auf der Ebene aggregierter Risikokategorien statt. Zum Zweck der Darstellung in diesem Risikobericht werden nachfolgend die bewerteten Einzelrisiken pro aggregierte Risikokategorie zusammengefasst und in "hoch", "mittel" oder "gering" gewichtet. Die nachfolgenden Risiken werden grundsätzlich als Nettorisiken, also die Risiken sowie die ergriffenen Maßnahmen zur Risikobewältigung, dargestellt. Umfeld- und BranchenrisikenSTADA ist im Gesundheits- und Pharmamarkt in Marktregionen bzw. Marktsegmenten tätig, die sich u.a. durch hohe Preissensibilität, kontinuierlichen Margendruck, intensiven Wettbewerb und sich stetig verändernde regulatorische Rahmenbedingungen auszeichnen. Von wesentlicher Bedeutung für STADA sind Risiken, die im Zusammenhang mit Änderungen der Marktbedingungen auf Grundlage des starken Wettbewerbs oder mit Veränderungen durch von STADA nicht beeinflussbare Strukturen und Mechanismen in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen oder der Marktsegmente stehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den STADA-Kernsegmenten Generika und Markenprodukte. Einige Wettbewerber können auf Grund ihrer finanziellen oder organisatorischen Ressourcen, Produktionskapazitäten, Vertriebsstärke und/oder Marktmacht die Marktbedingungen in für STADA negativer Weise beeinflussen. Dies betrifft insbesondere solche Aktivitäten der Wettbewerber, die die Preisstellung (bspw. bei Ausschreibungen und Rabattverträgen), den Sortiments- und Serviceumfang und/oder die Liefer- und Rabattkonditionen beeinflussen, um die eigene Wettbewerbsposition zu sichern oder auszubauen. Des Weiteren können die Marktbedingungen auch durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern beeinflusst werden. Gleichzeitig ist eine Veränderung der Marktbedingungen ebenso durch eine steigende Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen (wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen, Versandhändlern) möglich, die eine Verschärfung des Preis-, Service- und/oder Konditionenwettbewerbs sowie ungünstigere Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen und Rabattverträgen zur Folge haben können. Dies kann dazu führen, dass STADA vor die Alternative gestellt wird, in einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen entweder zu nicht kostendeckenden Preisen zu verkaufen oder auf wesentliche Umsätze zu verzichten und eine Wertberichtigung und Vernichtung von nicht mehr benötigten Lagerbeständen in Kauf zu nehmen. Der Ausfall dieser Umsätze kann zu einer weiteren Verschlechterung der Ertragslage bei bestehenden Umsätzen bspw. durch eine geringere Auslastung bestehender Kapazitäten oder eine verschlechterte Mengenstaffel bei Fremdbezug führen. Prinzipiell ist STADA bereit, Chancen zu nutzen und in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen und/oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen ggf. Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in Marktregionen mit großem Wachstumspotenzial für Umsatz und/oder Ertrag oder mit strategischer und/oder operativer Notwendigkeit zum Erhalt oder zum Ausbau der eigenen Marktposition. Diese Verluste können infolge des Wettbewerbs, des Kundenverhaltens oder der staatlichen Regulierung auch höher als erwartet ausfallen. STADA betreibt eine aktive Risikominimierung, indem das Marktgeschehen aller Marktteilnehmer umfassend beobachtet wird und auf Basis der Beobachtungen Handlungsalternativen aufgezeigt werden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Unternehmensstrategische RisikenDie Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Gesundheits- und Pharmamarkt in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgelegt. Unter Kosten- und Risikoaspekten ist STADA grundsätzlich nicht in der Forschung nach bzw. Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen aktiv, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, sind. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass STADA Schwierigkeiten im Zusammenhang mit bestimmten betrieblichen und/oder finanziellen Anforderungen entstehen, die operativ nicht oder nicht in ausreichendem Umfang erfüllt werden können. Sollten die sachlichen und personellen Kapazitäten, die internen Strukturen, die Steuerungsinstrumente sowie die Finanzmittel des Konzerns mit der Wachstumsstrategie des Konzerns nicht Schritt halten, kann sich dies für STADA wesentlich nachteilig auswirken. In der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder erworbene oder selbst erstellte andere Wirtschaftsgüter können möglicherweise nicht wie geplant oder nur zu höheren als den ursprünglich erwarteten Kosten in den Konzern integriert und/oder beabsichtigte Synergieeffekte möglicherweise nicht oder nicht in der beabsichtigten Höhe erzielt werden. Ferner können akquirierte Gesellschaften und/oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen. Darüber hinaus können akquirierte Produkte möglicherweise nur mit unerwarteten Schwierigkeiten in neue Märkte eingeführt werden oder sich in ihren bestehenden Marktpositionen behaupten. Jeder der vorgenannten Sachverhalte kann insbesondere zu Wertminderungen von Vermögenswerten führen. Die Umsetzung der im Grundsatz wachstumsorientierten Unternehmensstrategie setzt eine signifikante Fremdfinanzierung voraus. Bei der Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten sowie insbesondere der beabsichtigten künftigen Expansion besteht damit das Risiko, dass sich der Konzern nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen Kapital oder Kredite beschaffen kann. Prinzipiell setzen sich international tätige Unternehmen wie STADA dem Risiko aus, bei der Geschäftstätigkeit den von Region zu Region und ggf. von Land zu Land unterschiedlichen und sich ändernden rechtlichen sowie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, dem jeweiligen spezifischen Marktumfeld sowie außerhalb des Euro-Raums den unterschiedlichen Währungen differenziert und mit möglicherweise erheblichem Aufwand Rechnung tragen zu müssen. Für STADA ist es möglicherweise schwierig, nach dem Recht eines Landes, in dem STADA Geschäfte betreibt, ihre eigenen Ansprüche zu bezahlbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft in diesem Land durchzusetzen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land, in dem STADA geschäftlich aktiv ist, nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit in diesem Land, aber auch bei international vernetzten Geschäftsprozessen für den Konzern insgesamt haben. Da STADA Waren und Dienstleistungen innerhalb des Konzerns überträgt bzw. erbringt, besteht das Risiko, dass die Finanzbehörden in einzelnen Ländern die jeweiligen Verrechnungspreise anders bewerten und nachträgliche Steuerforderungen gegenüber einer Gesellschaft des STADA Konzerns erheben. Zusätzlich besteht das Risiko, dass für die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Rahmenbedingungen - insbesondere steuerrechtliche Rahmenbedingungen - durch nationale oder supranationale Regulation in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Zudem besteht im Rahmen der Internationalisierung das Risiko, dass sich das politische Umfeld in einzelnen Ländern im Allgemeinen und für STADA bzw. die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Speziellen wesentlich nachteilig verändert, bspw. durch internationale Spannungen oder durch innere politische Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen STADA geschäftlich tätig ist. Ferner haben Teile der Geschäftstätigkeit von STADA, vor allem in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb, Beschaffung und Produktion, Bezug zu den USA und unterliegen dort gegenüber anderen Ländern nach Einschätzung der Gesellschaft erhöhten rechtlichen Risiken, insbesondere in den Bereichen Haftung und Patentstreitigkeiten. Dies kann dort mit erheblichen Kosten, vor allem für Rechtsberatung, verbunden sein. Gleiches gilt für Streitigkeiten in den USA bezüglich vertraglicher Vereinbarungen mit Dritten sowie der Verletzung der Vertraulichkeit von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Des Weiteren liegt ein prinzipielles unternehmensstrategisches Risiko, so auch von STADA, darin, dass sich die Märkte, Marktregionen und Marktsegmente, auf die sich ein Unternehmen strategisch konzentriert, anders als erwartet entwickeln. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, diese Erwartungen im Vorfeld sorgfältig zu analysieren, und dabei teilweise auch auf externe Daten und Einschätzungen zurückgreift, können Einschätzungsfehler von STADA, bspw. auf Grund ungenügender Datenlage, unerwarteter regulatorischer oder wettbewerblicher Einflüsse, neuer technologischer Entwicklungen oder veränderter gesellschaftlicher und makro- bzw. mikroökonomischer Trends, nicht ausgeschlossen werden, die mit erheblichen wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften verbunden sein können. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Regulatorische RisikenDer Gesundheits- und Pharmamarkt ist durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Änderung oder Aufhebung bestehender oder der Erlass neuer Vorschriften (insbesondere Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene in Bezug auf die Marktstruktur, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens bspw. durch Gerichtsentscheidungen oder Gesetzesänderungen) kann erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf den Geschäftserfolg von STADA haben. Für STADA von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, die Marktstruktur, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen. Daher besteht für das Geschäftsmodell von STADA das Risiko, dass sich von STADA im Vertrauen auf den Fortbestand von bestehenden Marktstrukturen getätigte Investitionen nach regulatorischen Eingriffen als nicht werthaltig erweisen oder bestehende Marktpositionen sogar gefährdet sind. Dies betrifft bspw. die einzelnen nationalen Vertriebsstrukturen von STADA, die an den national unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Vermarktung sowie den Vertrieb von und den Handel mit pharmazeutischen Produkten ausgerichtet sind, aber auch Veränderungen der direkten oder indirekten Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen oder geändertes Nachfrageverhalten. Auf vielen Märkten der jeweiligen Marktregionen sind die Preise pharmazeutischer Produkte staatlicher Kontrolle und Regulation ausgesetzt; in einigen Märkten nehmen die Regierungen direkt Einfluss auf die Preisbildung. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen bzw. Vorgaben zur Rabattgewährung, Schaffung von einen intensiveren Wettbewerb stimulierenden Rahmenbedingungen) reguliert oder durch supranationale Vorschriften beeinflusst werden. Der Preisdruck durch staatliche Erstattungssysteme kann die Profitabilität einzelner Produkte schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel machen. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen bleibt oder sich sogar noch vergrößert. Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Sozialversicherungssysteme. Dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird. Zusätzlich besteht für pharmazeutische Produkte das Risiko, dass arzneimittelrechtliche Rahmenbedingungen oder Bestimmungen zu gewerblichen Schutzrechten oder andere für den Ausbau des Produkt-Portfolios relevante Bestimmungen durch nationale oder supranationale Vorschriften in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Gleichartige Risiken bestehen auch für andere teilregulierte Produktkategorien im Gesundheitsmarkt wie z.B. Medizinprodukte. Eine exakte Prognose zu Einführung und Ausmaß von etwaigen Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf für STADA relevante Marktstrukturen und/oder Geschäftsprozesse ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess im jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und nach dem Inkrafttreten solcher Regelungen die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten von STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulation könnte es notwendig werden, das Geschäftsmodell anzupassen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Risiken des Produkt-PortfoliosEine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des Produkt-Portfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass entgegen den Planungen Produkte, die dem Produkt-Portfolio der STADA zugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse und/oder fehlerhafte Ausführungen der den Markteintritt vorbereitenden Aktivitäten wie bspw. Produktentwicklung und Zulassung nicht oder verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- und/oder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Sozialversicherungssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet. Zudem ist auch bei der Entwicklung und Zulassung bei jedem einzelnen Produkt die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften von großer Bedeutung. Bei Generika gilt dies in besonderem Maß für die Beachtung von gewerblichen Schutzrechten (wie bspw. Patenten, SPCs und so genannten Bezugnahmesperren). Werden einzelne rechtliche Vorschriften verletzt, kann dies zu einer Verzögerung oder sogar Verhinderung der Ausbietung eines neuen Produkts durch rechtliche Schritte von Wettbewerbern oder Zurückweisung durch die Zulassungsbehörden führen. Sofern STADA unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte angeboten hat und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme irrig war, so besteht das Risiko, dass STADA eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt nehmen muss, vorhandene und zurückgenommene Bestände wertberichtigen und vernichten muss sowie auch signifikante Schadensersatzleistungen, unter anderem auch bei Verletzung gewerblicher Schutzrechte, erbringen muss. Trotz intensiver Tests ist es möglich, dass potenzielle Nebenwirkungen oder anfänglich verborgene Mängel bei bestehenden Produkten erst nach der Zulassung oder bei der Vermarktung entdeckt werden oder dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Auswertungen zu einer ungünstigeren Risiko-Nutzen-Analyse führen können, wodurch das Produkt ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Ein solcher Vertriebsstopp kann in freiwilliger Selbstverantwortung oder aber auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen auf Grund potenzieller Nebenwirkungen oder anfänglich verborgener Mängel das Ergebnis erheblich belasten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Rechtliche RisikenDie Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten auftreten, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist insbesondere im Kernsegment Generika mit dem erhöhten Risiko von Streitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und SPCs) sowie um die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verbunden, die von Dritten gegenüber STADA oder von STADA gegenüber Dritten eingeleitet werden könnten. Als Folge davon könnten erhebliche Kosten entstehen, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen. Außerdem könnten erhebliche Schadensersatzverpflichtungen drohen und/oder die Vermarktung von Produkten könnte vollständig oder zeitweise untersagt werden. Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Schadensersatzansprüche produktbezogene, aus Sicht von STADA angemessene Rückstellungen, die im Konzern zum 31.12.2013 insgesamt 0,6 Mio. € (31.12.2012: 1,0 Mio. €) betrugen. STADA kann prinzipiell nicht gewährleisten, dass diese gebildeten Rückstellungen im Einzelfall und in der Summe ausreichend sind. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit dem Risiko von Haftungsansprüchen verbunden. Sollten einzelne Produkte des Konzerns fehlerhaft sein und/oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen oder einzelne Dienstleistungen oder Tätigkeiten des Konzerns in fehlerhafter Weise ausgeführt werden, könnte dies zu erheblichen Schadensersatzverpflichtungen führen und die Einschränkung oder Aufhebung der Zulassung der betroffenen Produkte oder die Aufhebung der Genehmigung der Dienstleistung zur Folge haben. Es kann prinzipiell nicht gewährleistet werden, dass die vom Konzern abgeschlossenen Versicherungen nach Art und Umfang ausreichend sein werden, um den Konzern vor allen möglichen Schadensersatzansprüchen oder Verlusten zu schützen. Zudem unterliegt STADA dem Risiko der Rechtsprechung, die in wesentlich nachteiligerer Weise als von STADA zunächst erwartet ausfallen kann. Dieses Risiko bezieht sich sowohl auf Verfahren, in denen STADA selbst Prozessbeteiligte ist, als auch auf Verfahren Dritter, bei denen Urteile indirekte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf STADA bzw. das für STADA relevante Marktumfeld haben könnten. Dies gilt insbesondere für Urteile im Wettbewerbsrecht, im Patentrecht und zur Umsetzung einzelner regulativer Vorschriften der Gesundheitsversorgung auf nationaler und/oder supranationaler Ebene. Darüber hinaus besteht ein rechtliches Risiko, das sich aus der Einreichung einer Klage ergibt, die der Insolvenzverwalter der Velefarm Holding und der Velefarm VFB im 1. Quartal 2014 beim Handelsgericht (Commercial Court) in Belgrad gegen die Hemofarm A.D., eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und die Velefarm Prolek, eine Gesellschaft der Velefarm-Gruppe, eingereicht hat.1) Mit der Klage verlangt der Insolvenzverwalter, dass bestimmte Vereinbarungen und Erklärungen aus den Jahren 2010 und 2011 zwischen Hemofarm und Gesellschaften der serbischen Großhandelsgruppe Velefarm gegenüber der Insolvenzmasse der Velefarm Holding und der Velefarm VFB für unwirksam erklärt werden und infolgedessen Rückzahlungen an die Insolvenzmasse zu leisten seien. Im September 2010 hatte die Hemofarm mit der Velefarm Holding und der Velefarm VFB einen Restrukturierungsplan für Verbindlichkeiten der Velefarm Holding und der Velefarm VFB gegenüber Hemofarm unterzeichnet. Damit sollte die Velefarm in die Lage versetzt werden, die noch ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Hemofarm schrittweise über mehrere Jahre zu begleichen (vgl. Ad-hoc-Meldung vom 28.09.2010). Im Jahr 2012 haben die Velefarm Holding und die Velefarm VFB das Insolvenzverfahren beantragt, in dem ein Insolvenzverwalter als Vertreter beider Gesellschaften bestellt wurde. Der Insolvenzverwalter behauptet in seiner Klage, dass die Hemofarm andere Gläubiger der Velefarm Holding und der Velefarm VFB bei Vollzug des Restrukturierungsplans und damit in Zusammenhang stehender Vereinbarungen und Handlungen benachteiligt habe. Daneben verlangt der Insolvenzverwalter Rückzahlungen an die Insolvenzmasse der Velefarm Holding und der Velefarm VFB zuzüglich Zinsen und Verfahrenskosten. In der Klageschrift werden diese Beträge mit circa 54,2 Millionen Euro (in lokaler Währung) beziffert. Dabei wäre allerdings zu berücksichtigen, dass der Hemofarm als Gläubigerin der Insolvenzmasse eine Quote von der Insolvenzmasse in erheblichem Maße zusteht. Hemofarm und STADA halten die Klage für unbegründet. Die Voraussetzungen der vorsätzlichen Gläubigerschädigung sind im vorliegenden Fall nicht gegeben. Der Restrukturierungsplan zwischen der Hemofarm, der Velefarm Holding und der Velefarm VFB wurde von Hemofarm unter Beachtung aller gesetzlichen Anforderungen vollzogen und diente der Restrukturierung der Velefarm-Gruppe und nicht der Benachteiligung anderer Gläubiger. Insbesondere kam es im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsplan bei der Hemofarm als einem der größten Gläubiger der Velefarm-Gruppe zu signifikanten Abschreibungen. Hemofarm stützt sich bei dieser Einschätzung unter anderem auf das Gutachten einer namhaften lokalen Rechtsanwaltskanzlei und wird sich gegen diese Klage durch alle gerichtlichen Instanzen zur Wehr setzen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. Leistungswirtschaftliche RisikenDie STADA-eigenen Produktionsstätten sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter Produktionsstörungen und -ausfälle ausgesetzt. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, ausschließlich sichere Geschäftsprozesse - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Logistik - auszuführen, so kann prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, dass es bei solchen Prozessen zu unerwarteten Störungen kommt, die die Gesundheit von Mitarbeitern von STADA oder Dritte gefährden und/oder Umweltschäden hervorrufen können, da STADA bei der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Produkten des Konzern-Portfolios, insbesondere bei Arzneimitteln, regelmäßig mit Stoffen arbeitet, die Gefahrstoffcharakter aufweisen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass im Schadensfall die dafür getroffenen Vorsorgemaßnahmen und Versicherungen keine ausreichende Deckung gewähren. Einzelne nationale Märkte zeichnen sich im Kernsegment Generika zunehmend durch sehr hohe Volumenvolatilitäten aus, die sich im Umfeld von Ausschreibungen durch staatliche Institutionen oder Krankenkassen regelmäßig ergeben. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt (z.B. durch Szenariokalkulationen und eine spezifische operative Aufstellung der jeweiligen Lieferkette), Lieferengpässe und/oder einen unbeabsichtigten Bestandsaufbau zu vermeiden, so können solche Ereignisse angesichts des umfangreichen Portfolios dennoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Bei den Geschäftsprozessen von STADA sind insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Beschaffung, Herstellung und Verpackung, Logistik sowie Vertrieb, aber zunehmend auch in anderen Bereichen in erheblichem Umfang externe Zulieferer, Lohnhersteller, Vertriebslizenznehmer oder sonstige Auftragnehmer integriert. Darüber hinaus bedient sich der Konzern in verstärktem Umfang der Möglichkeit, durch Kooperationen auch für den Konzernerfolg wesentliche Leistungen durch Dritte erbringen zu lassen. Außerdem hat STADA deutsche Apotheken bei derzeit zwei Markenprodukten speziell dafür lizenziert, von STADA gelieferte teilverpackte Produkte in der eigenen Apotheke endzuverpacken. Mit jeder Einbindung von Dritten in die eigenen Geschäftsprozesse ist das Risiko verbunden, dass einzelne Geschäfts- oder Kooperationspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommen oder den Vertrag mit der Gesellschaft kündigen und STADA dadurch wesentliche Nachteile entstehen. Außerdem könnte STADA für Pflichtverletzungen der Geschäfts- und Kooperationspartner einstehen müssen. STADA ist abhängig von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen des Konzerns führen können. Eine Vielzahl von Verträgen im STADA-Konzern enthalten - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung und Produktion sowie bei Vertriebsrechten - so genannte "Change of Control"-Klauseln, die in der Regel beiden Vertragsparteien branchenübliche wechselseitige Sonderkündigungsrechte für zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarungen für den Fall einräumen, dass bei einem Vertragspartner ein so genannter Kontrollwechsel (Änderung des Mehrheitsbesitzes) erfolgt, bspw. nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot. Bei einem Kontrollwechsel im STADA-Konzern könnte sich dies wesentlich nachteilig für STADA auswirken, wenn Vertragspartner von solchen Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen, insbesondere wenn diese Kündigungen einen über Einzelfälle hinausgehenden Umfang annehmen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. PersonalrisikenSTADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen könnte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg des Konzerns ist außerdem davon abhängig, auch in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten zu können. Es ist das ausdrückliche Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze abzuwickeln. Im Rahmen des bei STADA eingerichteten Compliance-Managements werden dazu alle Beschäftigten regelmäßig und im Umfang angepasst an ihren jeweiligen Verantwortungsbereich geschult und unterwiesen. Dennoch kann es nicht ausgeschlossen werden, dass Beschäftigte bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen in Abweichung von den Konzernvorgaben einer vollständigen Compliance fahrlässig oder vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und dass sich solche Verstöße wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Tochtergesellschaften sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA auswirken, bspw. nach Aufdeckung solcher Gesetzesverstöße durch auferlegte Schadensersatz- und/oder Kompensations- und/oder Strafzahlungen, Ausschluss von Ausschreibungen oder Schaden in der Reputation. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Risiken in Bezug auf die InformationstechnologieDie strategischen Ziele von STADA sind nicht ohne IT-Unterstützung zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese komplexen und leistungsfähigen Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen. Sollten bei den informationstechnischen Prozessen des Konzerns trotzdem Insuffizienz und/oder Ineffizienz auftreten, könnte dies wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse von STADA haben. Des Weiteren kann nicht ausgeschlossen werden, dass elektronische Daten trotz umfangreicher Sicherungsmaßnahmen einem unberechtigten Datenzugriff, Datenmissbrauch oder Datenverlust unterliegen. Sollte dies der Fall sein, könnte dies ebenfalls wesentlich nachteilige Auswirkungen auf den Konzern haben. Derzeit wird im Konzern die schrittweise Umstellung verschiedener informationstechnischer Systeme (IT-Systeme) auf ein integriertes SAP-System vorgenommen. Prinzipiell besteht bei der Einführung neuer oder der Umstellung bestehender IT-Systeme ein erhöhtes Risiko für das Auftreten nicht vorhersehbarer Ereignisse, die während der Startphase und auch während der Integrations- und Ausbauphase den Ablauf der Geschäftsprozesse wesentlich nachteilig beeinflussen und sich somit wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Konzerngesellschaften auswirken könnten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Konjunkturelle RisikenDer Geschäftserfolg von STADA hängt in der Regel auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig den ohnehin herrschenden Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen verstärken kann und damit möglicherweise Geschwindigkeit und Ausmaß regionaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöht. Infolgedessen sind für STADA wesentlich nachteilige Ausgestaltungen insbesondere für die den Großteil des Sortiments ausmachenden verschreibungspflichtigen Arzneimittel, bspw. staatlich angeordnete Preissenkungen, nicht auszuschließen. Des Weiteren sind Absatz und Umsatz solcher Produkte bzw. Produktlinien des Konzerns besonders konjunkturabhängig, bei denen der Konsument die Kosten dieser Produkte nicht im Rahmen des jeweiligen nationalen Versicherungssystems erstattet bekommt, sondern diese ganz oder zu einem überwiegenden Teil selbst trägt. Dies gilt im STADA-Produkt-Portfolio insbesondere für Arzneimittel zur Selbstmedikation, für Produkte ohne Arzneimittelcharakter sowie für angebotene Dienstleistungen und für verschreibungspflichtige Medikamente in Marktregionen mit Ländern ohne umfassendes staatliches Gesundheitssystem, wie bspw. Russland in der Marktregion CIS/Osteuropa. Ein weiteres wesentliches Risiko für STADA besteht im Bereich Finanzwirtschaft. Den Konzernerfolg in diesem Bereich wesentlich beeinflussende Parameter, wie bspw. Finanzierungsmöglichkeiten, Zinssätze, Inflationsraten, Währungsrelationen und Kundenliquidität, können starken konjunkturellen Einflüssen unterliegen und damit den Geschäftserfolg von STADA im Falle einer Konjunkturschwäche auch wesentlich nachteilig beeinflussen. Zudem ist für die Akquisitionspolitik von STADA ein liquider Finanzmarkt zur Refinanzierung eine wichtige Voraussetzung. Im Falle von Störungen des Finanzmarkts - seien sie global oder regional in für STADA wichtigen Marktregionen - sind wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern nicht auszuschließen. Zudem wickelt STADA Geschäfte in aller Regel nicht gegen Barzahlung, sondern auf Rechnung gegenüber einer Vielzahl von Debitoren ab. Damit ist das prinzipielle, teilweise auch konjunkturabhängige Geschäftsrisiko des Debitorenausfalls verbunden. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Ein weiteres Risiko besteht in der Werthaltigkeit der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte, insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte. Sie unterliegen sorgfältigen und detaillierten Prüfungen. Im Rahmen eines jährlichen Werthaltigkeitstests wird die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer und unbestimmbarer Nutzungsdauer überprüft. Darüber hinaus werden bei Vorliegen bestimmter Anhaltspunkte sowohl immaterielle Vermögenswerte als auch Sachanlagen einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundsätzlich kann hier nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit oder bei unterjährigen anlassbezogenen Prüfungen der Werthaltigkeit, bspw. durch das Auftreten von neuen Erkenntnissen bei Zulassungen oder die Veränderung der Marktbedingungen in den einzelnen Marktregionen oder in einzelnen Ländern einer Marktregion, zur Feststellung eines entsprechenden Wertminderungsbedarfs kommen kann. Im Fall einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise können sich die vorstehend geschilderten konjunkturabhängigen Risiken erheblich verschärfen. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Finanzielle RisikenIm Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanziellen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken aus den laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Liquiditätsrisiken bestehen, wenn STADA nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Diese können bspw. durch Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements von STADA ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und der finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und in Form von freien Kreditlinien. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und über Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow sowie über weitere bilaterale Kreditverträge bei verschiedenen Banken (Kreditlinien), die im Bedarfsfall genutzt werden können. Die Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken bestehen einerseits in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. STADA nutzt neben natürlichen Absicherungen (Natural Hedges) grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr 2013 setzte STADA u.a. Devisenterminkontrakte und Zins-/Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Kontrakte laufen aktuell bis zu vier Jahre. Andererseits führen Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzposition sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko). In diesem Zusammenhang könnte die aktuelle politische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation sich mittelbar nachteilig auf die Ertragslage und die Wechselkurse auswirken. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus. Wechselkursrisiken stammen im Wesentlichen aus Geschäften in den folgenden Währungen: russischer Rubel, britisches Pfund, serbischer Dinar, Schweizer Franken und vietnamesischer Dong. Dieses Risiko wird nicht gesichert. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen. Zinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen als auch Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland. Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps und nicht in einer Sicherungsbeziehung stehende Zinsswaps. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Außerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich sind entsprechende Kreditmanagementprozesse vorhanden und entsprechende Geschäfte werden in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Ausfallrisiken bestehen auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Akkreditive, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem geringen Umfang aus. Wie in den Kapiteln "Produktentwicklung" sowie "Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement" beschrieben, bedient sich STADA eines internationalen Netzwerks und führt strategische Konzernfunktionen zentral über die STADA Arzneimittel AG aus. Dadurch kommt einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung der entsprechenden konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die vorstehend beschriebenen von STADA eingesetzten finanzpolitischen Methoden und das spezifische finanzwirtschaftliche Risikomanagement sich als nicht ausreichend erweisen könnten, um alle finanzwirtschaftlichen Risiken und damit verbundenen möglichen wesentlichen Nachteile für STADA abzuwenden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Andere RisikenSTADA verfügt über eine Vielzahl als vertraulich zu behandelnde Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Schutz verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern und Leistungserbringern sowie bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Vereinbarungen und andere Schutzmaßnahmen für Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse einen wirksamen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Wettbewerbern auf andere Weise bekannt werden. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf den Konzern auswirken. Wie jedes Unternehmen, so tragen schließlich auch STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in ihren Marktregionen bzw. Märkten weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streik, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichen. Sollte STADA auf Grund von besonderen Kapitalbeschränkungen oder anderen Maßnahmen - bspw. ausgelöst durch politische oder militärische Konflikte - nicht mehr die nach IFRS 10 ("Konzernabschlüsse") notwendigen Kriterien zur Kontrolle und damit zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften erfüllen, müsste STADA diese Gesellschaften entkonsolidieren. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind abhängig von der Bedeutung der betroffenen Gesellschaften für STADA und könnten sich wesentlich nachteilig für den Konzern auswirken. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Zusammenfassende Beurteilung der Risikenscroll
Sollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten des Konzerns auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Im Berichtsjahr hat sich das Risikoumfeld von STADA gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENGemäß § 315 Abs. 4 HGB ist STADA zu folgenden Angaben im Geschäftsbericht verpflichtet: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, mit Aktien verbundene Rechte und Pflichten/Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffenDas Grundkapital war zum 31.12.2013 in 60.442.500 Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt. Bei den Stammaktien der Gesellschaft handelt es sich ausnahmslos um vinkulierte Namensaktien, die satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister eingetragen werden und laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung gewähren. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von Mitarbeitern erworbenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Veräußerungssperre. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/SatzungsänderungenDer Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Satzung kann grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Die Änderung wird mit der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Absatz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Absatz 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstands betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung macht in § 23 Absatz 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Absatz 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden und, soweit das Aktiengesetz zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, mit einfacher Kapitalmehrheit des vertretenen Kapitals, soweit dies gesetzlich zulässig ist, gefasst werden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 32 der Satzung ermächtigt, Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen zu beschließen. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Hauptversammlung hat am 05.06.2013 den Vorstand zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ermächtigt. Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals um bis zu 77.134.304,00 € durch Ausgabe von bis zu 29.667.040 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erhöhen kann. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 den Vorstand ermächtigt, bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 26.610.900 Stück vinkulierte Namensaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 69.188.340,00 € nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Bedienung dieser Schuldverschreibungen hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 das Grundkapital um bis zu 69.188.340,00 € durch Ausgabe von bis zu 26.610.900 Stück vinkulierten Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital 2013). Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Das Grundkapital der Gesellschaft war zum 31.12.2013 um bis zu 5.064.072,00 € durch die Ausgabe von bis zu 1.947.720 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 06.06.2013 bis zum 05.06.2018 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines KontrollwechselsZu der Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels wird auf den Vergütungsbericht in diesem Geschäftsbericht verwiesen. PROGNOSEBERICHTBewährtes Geschäftsmodell mit nachhaltigen WachstumspotenzialenDas STADA-Geschäftsmodell zeichnet sich seit Jahren durch Konstanz und Nachhaltigkeit aus. Angesichts der insgesamt erfolgreichen Entwicklung des Konzerns sieht der Vorstand mit Blick auf die strategische Ausrichtung auch künftig keinen grundsätzlichen Änderungsbedarf. Damit werden sich die Geschäftsaktivitäten weiterhin auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in ausgewählten Segmenten des Pharmamarkts konzentrieren. Die Kernsegmente werden dabei unverändert Generika und Markenprodukte bilden. In der Einschätzung des Vorstands sind die Konzernaktivitäten somit auch in Zukunft auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichtet. Da diese in Abhängigkeit von den konjunkturellen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Marktregionen von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein können, werden im Geschäftsjahr 2014 unterschiedliche und teilweise gegenläufige Faktoren Einfluss auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung haben. Zu Einzelheiten hinsichtlich der Erwartungen des Vorstands in Bezug auf Chancen und Risiken in den einzelnen Marktregionen, in denen der Konzern tätig ist, wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen"). Im Fall einer Kumulation schwieriger Rahmenbedingungen kann eine Abschwächung oder ein temporärer Rückgang des Wachstums zwar nicht prinzipiell ausgeschlossen werden. Mit Blick auf die strategischen Erfolgsfaktoren sieht der Vorstand jedoch auch in Zukunft die Chance, weiteres Wachstum erzielen zu können. Gesamtwirtschaftlicher AusblickFür 2014 erwartet der IWF ein moderates Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums in Höhe von 3,7%.1) Dabei gehen die Schätzungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den Emerging Marktes von 5,1% aus - mit einem Wachstum in China von 7,5%.1) Die Prognose des IWF für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften beträgt 2,2%.1) Hinter diesen Voraussagen steht die Erwartung, dass die USA um 2,8% zulegen werden, während für die Wirtschaftsentwicklung in den Euro-Ländern ein Plus von 1,0% prognostiziert wird.1) Den Schätzungen zufolge wird für Deutschland und Frankreich ein Wachstum des BIP von 1,6% bzw. 0,9% erwartet.1) Das BIP in Spanien und Italien sollte in beiden Fällen um 0,6% zunehmen1) Mit Blick auf die Euro-Zone geht auch der EZB-Rat weiterhin von einer allmählichen konjunkturellen Erholung aus. Gestützt auf eine akkommodierende Geldpolitik dürfte die Konjunktur sowohl von einer sukzessiven Belebung der Binnen- als auch der Auslandsnachfrage profitieren.2) Überdies scheinen die allgemeinen Verbesserungen an den Finanzmärkten wie auch die Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung zunehmend auf die Realwirtschaft durchzuschlagen.2) Die Inflation ist u.a. dank zuletzt fallender Energiekosten niedrig, was sich positiv auf die Realeinkommen auswirkt.2) Ungeachtet dessen ist die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum nach wie vor hoch und die notwendigen Bilanzanpassungen im öffentlichen sowie im privaten Sektor werden die Wirtschaftsentwicklung weiterhin belasten.2) Der STADA-Vorstand verfolgt kontinuierlich die weltweite Wirtschaftsentwicklung - immer auch mit Blick auf die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für den Konzern. Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand in diesem Zusammenhang keine Veranlassung, das Geschäftsmodell von STADA grundsätzlich in Frage zu stellen.
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook Update vom 21.01.2014. Branchenspezifischer AusblickNach Einschätzung des Vorstands werden zahlreiche nationale Gesundheits- und insbesondere Pharmamärkte auch künftig hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen, die sowohl auf allgemeinen als auch generikaspezifischen Stimulatoren basieren. Zu den erstgenannten zählen eine globale Bevölkerungszunahme, eine alternde Gesellschaft in den Industrienationen und ein weiterer medizinischer Fortschritt. Zu den letztgenannten gehören ein zunehmender Sparzwang in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen sowie kontinuierliche Patentabläufe. Angesichts der kontinuierlich steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt und der Tatsache, dass Arzneimittel im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden ein relativ hohes Maß an Effizienz aufweisen, wird für den internationalen Pharmamarkt auch in Zukunft weiteres Wachstum erwartet. Vorhersagen zufolge soll der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts bis 2018 um 5% bis 7% pro Jahr steigen.1) Innerhalb des Pharmamarkts weist nach Ansicht des Vorstands vor allem das Segment der Generika insofern Wachstumschancen auf, als es eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleistet und damit dem steigenden Kostendruck in den einzelnen Gesundheitsmärkten entgegenwirkt. Des Weiteren steigen auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale. Diese Einschätzung wird auch durch Prognosen von IMS - einem führenden internationalen Pharma-Marktforschungsinstitut - bestätigt, denen zufolge die jährliche Wachstumsrate für den globalen Generika-Markt bis 2018 bis zu 10,0%2) beträgt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Wachstumsraten beim ausgewiesenen Umsatz in den Märkten deutlich unter denen der von den Marktforschungsinstituten in der Regel erfassten Bruttoumsätze vor Rabatten liegen dürften, in denen signifikante Rabatte gewährt werden müssen. Mit Blick auf das Umsatzvolumen für die von 2014 bis 2017 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten - Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien der beiden STADA-Marktregionen Deutschland und Zentraleuropa -, das Marktforschungszahlen zufolge bei über 11,1 Mrd. € liegt, sieht der Vorstand unverändert weitere Wachstumschancen im EU-Generika-Markt.3) Diese Annahme wird auch durch Schätzungen von IMS Health unterstützt, denen zufolge das durchschnittliche jährliche Generika-Wachstum in der EU von 2013 bis 2015 4,5%4) betragen soll. Für ausgewählte Märkte Osteuropas5), der Marktregionen Zentraleuropa und CIS/Osteuropa prognostiziert IMS Health6) bis 2018 ein jährliches Generika-Wachstum von durchschnittlich 8,7%. In Russland beläuft sich gemäß den Prognosen von IMS Health das Generika-Wachstum von 2014 bis 2018 auf durchschnittlich 10,6%.6)
1)
IMS Market Prognosis, September 2013; IMS
Market Prognosis Global, September 2013; IMS Syndicated Analytics
Service (September) 2013; prepared for STADA March 2014. Herausforderungen und RisikenNeben den vorstehend erläuterten Wachstumschancen ist der Konzern auch mit operativen Herausforderungen und Risiken konfrontiert, die u.a. im Rahmen der Berichterstattung zu den Segmenten und der regionalen Entwicklung in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen sowie im Risikobericht dargestellt sind. Viele dieser Herausforderungen und Risiken basieren nach Ansicht des Vorstands auf Strukturen und Mechanismen der Marktsegmente und Marktregionen, auf die der Konzern keinen Einfluss hat. Angesichts der Tatsache, dass diese jedoch in hohem Maß untrennbar mit den strukturellen Wachstumspotenzialen verbunden sind, lassen sie sich zur optimalen Nutzung dieser Wachstumschancen auch in Zukunft nicht vermeiden (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell" sowie "Risikobericht"). Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell von STADA zwar auf den Gesundheitsmarkt mit einer relativ konjunkturunabhängigen Nachfrage ausgerichtet, so dass die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns haben als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen Märkten der vier Marktregionen, in denen der Konzern tätig ist. Ungeachtet dessen wird sich der Konzern neben den mit dem Geschäftsmodell verbundenen allgemeinen Herausforderungen und Risiken aber auch in Zukunft mit spezifischen Auswirkungen von konjunkturellen Einflüssen auseinanderzusetzen haben (vgl. "Risikobericht"). Insgesamt sieht der Vorstand aus heutiger Sicht jedoch keine den Bestand des Konzerns gefährdenden Herausforderungen oder Risiken. Prämissen der PrognoseDie Prognose für das Geschäftsjahr 2014 berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts bekannten Ereignisse, die die Geschäftsentwicklung des STADA-Konzerns beeinflussen könnten, und stützt sich insgesamt auf die dargestellten Ausführungen zu dem gesamtwirtschaftlichen und insbesondere dem branchenspezifischen Ausblick. Des Weiteren wurden für die Prognose im Wesentlichen die folgenden Annahmen getroffen:
Zusammenfassender AusblickGrundsätzlich ist das STADA-Geschäftsmodell auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch auch untrennbar Risiken und Herausforderungen verbunden, die insbesondere aus geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation und intensivem Wettbewerb resultieren. Angesichts dessen kann es in der Einschätzung des Vorstands in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen auch in Zukunft immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt im Wesentlichen für die steigende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäftsaktivitäten im Kernsegment Generika. Darüber hinaus wird der Konzern auch künftig mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein. Somit werden auch im Geschäftsjahr 2014 konzernrelevante Währungsrelationen - insbesondere des serbischen Dinar, des russischen Rubel und des britischen Pfund zum Euro - Einfluss auf die künftige Entwicklung des Konzerns haben. Zudem wird sich STADA mit den Ausläufern der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auseinanderzusetzen haben. Vor diesem Hintergrund bereitet sich der Konzern zwar im Rahmen des Möglichen unverändert auf potenzielle davon ausgehende spezifische Risiken wie ein deutlich erhöhtes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, etwaige wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Mit Blick auf die Ausläufer der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise können sich daraus ergebende Belastungen wie einmalige Sondereffekte durch Zahlungsausfälle oder nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns auch in Zukunft sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen. Vor dem Hintergrund der starken Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Griwna sowie der Unsicherheiten über den zukünftigen Geschäftsverlauf im Rahmen der aktuellen CIS-Krise geht der Vorstand nicht mehr davon aus, den in 2010 im Rahmen einer Langfristprognose veröffentlichten Ausblick für 20141) vollumfänglich zu erreichen. STADA erwartet aber, ein leichtes Wachstum beim Konzernumsatz, bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn zu erzielen. Dabei sollte im Kernsegment Generika gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 ein leicht steigender Umsatz erzielt werden. Beim Umsatz des Kernsegments Markenprodukte wird ein deutlicher Anstieg erwartet. Im Kernsegment Generika sollte ein bereinigtes EBITDA erreicht werden, das leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2013 liegt. Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Markenprodukte sollte deutlich steigen. Für das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA strebt der Vorstand in 2014 ein Niveau von 3 an.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
07.06.2010. STADA-Konzernabschluss 2013KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KONZERN-BILANZ Konzern-Bilanz zum 31. DezemberAktiva scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-AnhangAllgemeine Angaben1. Informationen zum UnternehmenDie STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft (STADA Arzneimittel AG) als Muttergesellschaft des STADA-Konzerns (im Nachfolgenden "STADA" genannt) mit Sitz in der Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, ist ein in Deutschland ansässiges, international ausgerichtetes Unternehmen, das weltweit im Gesundheits- und Pharmamarkt, insbesondere in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte, tätig ist. Der Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2013 wurde am 24.03.2014 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. In der Bilanzgliederung wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die teilweise im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit dargestellt werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Zahlen im Anhang in Tausend Euro (T €) dargestellt. In diesem Zusammenhang sind Rundungen notwendig, die naturgemäß jedoch keinen signifikanten Charakter haben. 3. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und InterpretationenIm Geschäftsjahr 2013 hat STADA die folgenden vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt für das Geschäftsjahr 2013 beachtet und, sofern relevant, angewandt, die jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA hatten:
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 war der geänderte Standard IAS 19 (revised 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer" erstmals anzuwenden, der insbesondere die im Folgenden beschriebenen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von STADA hatte. Im Vergleich zur bisherigen Regelung wurde die bisher optionale Korridormethode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste abgeschafft. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten darf nur noch im sonstigen Ergebnis ("other comprehensive income") erfolgen. Gemäß den Neuregelungen wird ein Ertrag aus der Verzinsung des Planvermögens nunmehr ausschließlich in Höhe des Diskontierungszinssatzes erfasst und damit eine Nettoverzinsung auf die Nettoschuld bzw. das Nettovermögen eingeführt. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist sofort erfolgswirksam zu erfassen. Der geänderte IAS 19 fordert darüber hinaus umfangreichere Anhangsangaben. Da STADA die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste auch bereits in Vorperioden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst hatte, ergaben sich hieraus keine Änderungen für den Konzernabschluss von STADA. Die übrigen Änderungen resultierten für STADA im Wesentlichen in einer sofortigen Erfassung nachzuverrechnender Dienstzeitaufwendungen, einer unterschiedlichen Ermittlung und einem unterschiedlichen Ausweis des Ertrags aus der Verzinsung von Planvermögen sowie erweiterten Anhangsangaben. Darüber hinaus ergab sich aus den Neuregelungen auch eine unterschiedliche Behandlung von Aufstockungsbeträgen im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen. Bei der Erstanwendung des geänderten Standards IAS 19 haben sich zum 01.01.2013 die sonstigen langfristigen Rückstellungen um 0,1 Mio. € und die anderen Verbindlichkeiten um 0,04 Mio. € zu Gunsten des Eigenkapitals verringert. Der Pensionsaufwand im Geschäftsjahr 2013 ist - bezogen auf die leistungsorientierten Pensionspläne, die bereits zum 31.12.2012 bestanden - um ca. 0,4 Mio. € höher ausgefallen als nach der bisherigen Fassung von IAS 19. Für Altersteilzeitvereinbarungen ist im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Anwendung des geänderten Standards IAS 19 ein um 0,04 Mio. € höherer Personalaufwand angefallen. Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2013 eine Methodenänderung für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung eines leistungsorientierten Plans in Deutschland (vgl. Angabe 4.). Im Rahmen der gemäß der Methodenänderung sowie dem geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 vorgenommenen rückwirkenden Anpassungen änderten sich die Bilanzpositionen zum 31.12.2012 wie folgt: Die sonstigen langfristigen Rückstellungen stiegen um 2,61 Mio. € auf 50,49 Mio. €. Die kurz- und langfristigen anderen Verbindlichkeiten gingen insgesamt um 0,04 Mio. € auf 117,42 Mio. € zurück. Das Eigenkapital verringerte sich - die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn sowie die sonstigen Rücklagen betreffend - um insgesamt 1,86 Mio. € auf 910,32 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern stiegen um 0,79 Mio. € auf 46,09 Mio. €. Die passiven latenten Steuern nahmen um 0,07 Mio. € auf 82,76 Mio. € zu. Für die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich auf Grund der rückwirkenden Anpassungen die folgenden Änderungen: Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12. in T €scroll
Im Mai 2011 verabschiedete das IASB die neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen". IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsleitlinien des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" und führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Beteiligungsunternehmen ein. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und ersetzt damit IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen wird zu Gunsten einer zwingenden Anwendung der Equity-Methode abgeschafft. Im Rahmen des IFRS 12 werden Angabepflichten zu Tochtergesellschaften, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften zusammengeführt, erweitert und ersetzt. Die neuen Regelungen, die in 2012 in europäisches Recht übernommen wurden, sind in der EU für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Im Juni 2012 veröffentlichte das IASB in Bezug auf die im Mai 2011 verabschiedeten Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12), die im April 2013 in europäisches Recht übernommen wurden. Im Rahmen dieser Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die wesentliche Änderung ergibt sich hierbei aus IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, die bislang quotal konsolidiert wurden, sind beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 sowie retrospektiv im Rahmen der Anpassung der Vorjahreszahlen mittels der Equity-Methode zu bilanzieren. Die anteiligen Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften werden danach nicht mehr in die Konzernbilanz übernommen und das anteilige Ergebnis dieser Einheiten wird aggregiert in einer Linie innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, während gemäß den aktuell gültigen Regelungen ein Ausweis in den jeweiligen Aufwands- und Ertragspositionen vorzunehmen ist. Durch den Statuswechsel der zuvor als Gemeinschaftsunternehmen bilanzierten Gesellschaft STADA Vietnam sowie durch die Entkonsolidierung der STADA Import/Export bestehen zum 31.12.2013 keine Gemeinschaftsunternehmen mehr im Konsolidierungskreis von STADA. Somit ergeben sich für das Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich keine Auswirkungen aus dieser Änderung der Rechnungslegungsmethode für STADA. Für das Geschäftsjahr 2013 hätte sich als wesentliche Auswirkung aus dieser Umstellung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basierend auf der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Gesellschaften bis zum Zeitpunkt des Statuswechsels bzw. der Entkonsolidierung eine Reduzierung der externen Umsatzerlöse um ca. 11 Mio. € sowie eine Reduzierung des operativen Ergebnisses um ca. 3 Mio. € ergeben. Auf den Konzerngewinn hätten sich aus dieser Änderung der Rechnungslegungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen jedoch voraussichtlich keine Auswirkungen ergeben, da das anteilige Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen gemäß dem neuen Standard aggregiert in einer Linie im Finanzergebnis auszuweisen ist. STADA hat darüber hinaus eine Reihe von weiteren Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die vom IASB verabschiedet wurden, im Geschäftsjahr 2013 jedoch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht angewandt. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. 4. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenÄnderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grund von neuen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben sich - mit Ausnahme der unter Angabe 3. dargestellten geänderten Standards - im Geschäftsjahr 2013 nicht ergeben. Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich eine Methodenänderung für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung eines leistungsorientierten Plans in Deutschland, die zwei Annahmen betrifft. Durch den Ansatz individualisierter Parameter für den in der Pensionsverpflichtung für einen Planteilnehmer enthaltenen, auf die Ehefrau entfallenden Witwenrentenanteil werden gegenüber der vorherigen kollektiven Methode relevantere Informationen im Abschluss vermittelt. Des Weiteren wurde das Renteneintrittsalter für einen Planteilnehmer den aktuellen Gegebenheiten angepasst. In Übereinstimmung mit IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen diesbezüglich rückwirkend angepasst. Ohne die Methodenänderung wäre im Geschäftsjahr 2013 der Personalaufwand im Funktionsbereich Verwaltungskosten um 0,04 Mio. € niedriger, die Zinsaufwendungen um 0,1 Mio. € niedriger, die Ertragsteuern um 0,04 Mio. € höher und der Konzerngewinn somit insgesamt um 0,1 Mio. € höher ausgefallen. Die Erträge aus Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, die ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, wären im Geschäftsjahr 2013 um 0,3 Mio. € niedriger ausgefallen. Das Konzern-Gesamtergebnis wäre im Geschäftsjahr somit um insgesamt 0,2 Mio. € niedriger ausgefallen. In der Bilanz zum 31.12.2013 wären die sonstigen langfristigen Rückstellungen ohne die Methodenänderung um 2,4 Mio. € niedriger, die aktiven latenten Steuern um 0,6 Mio. € niedriger und die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn um 1,8 Mio. € höher. Darüber hinaus nahm STADA im Geschäftsjahr 2013 eine Änderung im Ausweis innerhalb des Eigenkapitals vor. Die Gewinnrücklagen und der Konzerngewinn einschließlich Gewinnvortrag werden aus Gründen der Informationskonzentration nunmehr in einer Position "Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn" ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Diese Ausweisänderung hat über die Zusammenführung von vormals getrennt ausgewiesenen Positionen hinaus keine Auswirkungen auf das Eigenkapital insgesamt. 5. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von STADA direkt oder indirekt beherrscht und daher voll konsolidiert werden. Eine Beherrschung liegt vor, wenn die STADA Arzneimittel AG oder deren Tochterunternehmen in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik dieses Unternehmens zu bestimmen, um daraus einen wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50% gegeben. Bei einem Stimmrechtsanteil von 50% oder weniger werden Tochterunternehmen sowie Zweckgesellschaften auch dann voll konsolidiert, wenn gemäß IAS 27 und SIC-12 im Rahmen der wirtschaftlichen Betrachtung des Geschäftsverhältnisses eine Beherrschung durch STADA festgestellt wird. Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt bei einer vertraglich fixierten gemeinschaftlichen Führung dieses Joint Ventures durch STADA sowie ein oder mehrere Partnerunternehmen vor. Durch den Statuswechsel der zuvor als Gemeinschaftsunternehmen bilanzierten Gesellschaft STADA Vietnam sowie durch die Entkonsolidierung der STADA Import/Export bestehen zum 31.12.2013 keine Gemeinschaftsunternehmen mehr im Konsolidierungskreis von STADA. Als assoziierte Unternehmen werden Gesellschaften bezeichnet, auf die STADA maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die keine Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach der Equity-Methode. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert oder nach der Equity-Methode bewertet. Die Bilanzierung der Anteile an diesen Unternehmen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen. Bezogen auf den Gesamtumsatz des Konzerns macht der Umsatz dieser Unternehmen kumuliert weniger als 1% aus. Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich hinsichtlich der Anzahl der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 wie folgt: Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreisscroll
Änderungen im Konsolidierungskreis zum 31.12.2013 im Vergleich zum 31.12.2012 ergaben sich durch die im Folgenden genannten gesellschaftsrechtlichen Verschmelzungen:
Aus diesen Verschmelzungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Des Weiteren erfolgte die Aufnahme der vietnamesischen Tochtergesellschaft Pymepharco in den Konsolidierungskreis, die zuvor als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss von STADA einbezogen war. Die Kontrolle über das Tochterunternehmen wurde zum 01.01.2013 erlangt. Seit dem Geschäftsjahr 2013 wird zudem die Gesellschaft Well Light Investment Joint Stock Company als Tochterunternehmen konsolidiert. STADA hält einen Anteil von 49% an dieser Gesellschaft; unter Berücksichtigung zusätzlicher schuldrechtlicher Vereinbarungen übt STADA einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft aus. Darüber hinaus wurde das Tochterunternehmen STADA Import/Export International Limited nach dessen Gründung seit 01.04.2013 in den Konzernabschluss von STADA einbezogen. Des Weiteren wurde die irische Tochtergesellschaft SFS International Limited, Clonmel, Irland, zum 30.06.2013 entkonsolidiert. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres erfolgte die Gründung des Tochterunternehmens STADA UK Holdings Ltd., das seit dem 01.08.2013 in den Konzernabschluss von STADA einbezogen wird. Darüber hinaus wurde im 3. Quartal 2013 die gesellschaftsrechtliche Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross vollzogen. Die erstmalige Konsolidierung der erworbenen Gesellschaften als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.09.2013. Zudem wurde die im 3. Quartal 2013 gegründete rumänische Tochtergesellschaft STADA M&D S.R.L. mit Sitz in Bukarest seit September in den Konzernabschluss von STADA einbezogen. Im 4. Quartal der Berichtsperiode wurden die neu gegründete serbische Tochtergesellschaft STADA IT Solutions d.o.o. mit Sitz in Belgrad sowie die deutsche Tochtergesellschaft STADAvita GmbH mit Sitz in Bad Homburg in den Konzernabschluss von STADA einbezogen. Darüber hinaus wurde die Tochtergesellschaft STADA Import/Export Ltd. mit Sitz in Tortola, British Virgin Islands, zum 30.11.2013 entkonsolidiert. In der oben vorangestellten Tabelle ist unverändert zum Vorjahr die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG enthalten, die als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. STADA hält 15,86% der Anteile an diesem Unternehmen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich daher nicht direkt aus der Beteiligungshöhe, sondern ist insbesondere in Verbindung mit der teilweisen Personenidentität im Management zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und der STADA Arzneimittel AG zu sehen. Details zu den Verbindungen zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und STADA sind in den Erläuterungen der Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen enthalten (Angabe 48.2.). Darüber hinaus sind in der oben dargestellten Tabelle wie im Vorjahr die beiden französischen Gesellschaften Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS gemäß den von STADA erworbenen Anteilen von 25,0% und 20,0% als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst. Die auf diese drei assoziierten Unternehmen entfallenden aggregierten Vermögenswerte und Schulden sowie die Erlöse und das Periodenergebnis können wie folgt beziffert werden: scroll
Der Rückgang dieser aggregierten Kennzahlen resultiert im Wesentlichen aus der erlangten Kontrolle über das Tochterunternehmen Pymepharco, das zuvor als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen war und seit 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. Im Folgenden sind die als Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen sowie alle nicht konsolidierten und sonstigen Beteiligungen aufgeführt. Direkte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG:scroll
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd.:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Thornton & Ross Ltd.:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH und über die PharmaCoDane ApS:scroll
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA GmbH:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V.:scroll
1)
Befindet sich im Gründungsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Centrafarm Nederland B.V.:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Centrafarm Nederland B.V. und über die Quatropharma Holding B.V:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.:scroll
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd. und über die Well Light Investment Services JSC:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Pymepharco JSC bzw. indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., über die Well Light Investment Services JSC und über die Pymepharco JSC:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Clonmel Healthcare Limited:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd., über die Clonmel Healthcare Limited und über die Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd.:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die OAO Nizhpharm:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die OAO Nizhpharm und über die Hetmak FZCO:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Ciclum Farma, Unipessoal, LDA:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über Laboratorio STADA, S.L.:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Hemofarm A.D.:scroll
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Hemofarm A.D. und über die Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen:scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Pegach AG:scroll
Bei den Gesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, STADA GmbH, STADA Medical GmbH, STADA CEE GmbH, STADApharm GmbH, STADAvita GmbH, STADA Pharma International GmbH und Mobilat Produktions GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 6. Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten UnternehmenUnternehmenszusammenschlüsse sind gemäß IFRS nach der Erwerbsmethode abzubilden. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei - unabhängig von der Beteiligungshöhe - zum Erwerbszeitpunkt in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Übersteigen die Anschaffungskosten des erworbenen Tochterunternehmens das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts, bilanziert STADA in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags einen Geschäfts- oder Firmenwert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird - nach kritischer Prüfung der der Kaufpreisallokation zu Grunde liegenden Prämissen - in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird darüber hinaus eine erfolgswirksame Neubewertung der zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung bereits gehaltenen Altanteile vorgenommen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils am Reinvermögen des Tochterunternehmens ausgewiesen. Der Erwerb zusätzlicher Anteile aus einer bereits beherrschenden Stellung an einem Tochterunternehmen erfolgt gemäß IAS 27 ergebnisneutral, da es sich um eine Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern handelt. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt und bis zum Ende der Beherrschungsmöglichkeit durch das Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, konzerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst. Soweit diese Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden führen, werden latente Steuern erfasst. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen folgt entsprechend dem jeweiligen Anteil an diesen Unternehmen denselben Grundsätzen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zum Zeitpunkt der Entstehung des maßgeblichen Einflusses mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und ab diesem Zeitpunkt um die anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres fortgeschrieben. Ein im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelter positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen erfasst. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird als Ertrag in der Periode des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nur entsprechend dem Anteil der anderen Gesellschafter im Konzernabschluss erfasst. Sofern sich aus der Anwendung des IAS 39 Anzeichen für eine Wertminderung des aus der Equity-Methode resultierenden Buchwerts des assoziierten Unternehmens ergeben, wird dessen Werthaltigkeit geprüft und ggf. ein Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Anteile an einem assoziierten Unternehmen. 7. WährungsumrechnungDie funktionale Währung der STADA Arzneimittel AG lautet auf Euro und entspricht der Berichtswährung des Konzerns. In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungstransaktionen mit dem im Zeitpunkt der Transaktion gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als Kursgewinne bzw. Kursverluste ergebniswirksam erfasst. Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro in die funktionale Währung des Konzerns erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu Stichtagskursen umgerechnet, während für die Umrechnung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals die historischen Kurse der jeweiligen Zugangszeitpunkte aus Konzernsicht verwendet werden. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - und damit auch die daraus resultierende Umrechnung der in das Eigenkapital eingehenden Jahresergebnisse - erfolgt zu Durchschnittskursen der Periode. Die aus der Anwendung der unterschiedlichen Wechselkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der "Rücklage Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden. Die Entwicklung der Wechselkurse der für STADA wichtigen Landeswährungen zum Euro ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1 Euroscroll
8. UnternehmenszusammenschlüsseIm Geschäftsjahr 2013 waren die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, deren Kaufpreisaufteilungen im Folgenden näher erläutert werden. Seit 01.01.2013 kontrolliert STADA das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco, zu dessen Geschäftsaktivitäten die Produktion und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten sowie Importaktivitäten für den vietnamesischen Gesundheits- und Pharmamarkt zählen, über weitere indirekte Beteiligungen und schuldrechtliche Vereinbarungen. Dementsprechend wird Pymepharco, das bisher als assoziiertes Unternehmen behandelt worden ist, seit dem 01.01.2013 unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen im STADA-Konzern als Tochterunternehmen konsolidiert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation geht aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 9,8 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergibt: scroll
Aus der Neubewertung der bis zum Erwerbszeitpunkt nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung ein Ertrag in Höhe von 2,4 Mio. €, der in den sonstigen Erträgen ausgewiesen wurde. Gegenläufig ergab sich ein Aufwand aus der Auflösung der Währungsumrechnungsrücklage aus der Übergangsbilanzierung in Höhe von 0,4 Mio. €, welcher in den anderen Aufwendungen enthalten ist. Der gesamte Effekt aus der Neubewertung der Pymepharco beläuft sich somit auf 2,0 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert dabei im Wesentlichen aus einer Stärkung der Präsenz in der Marktregion Asien & Pazifik sowie aus einer stärkeren Partizipation am Wachstumsmarkt Vietnam. Für die bilanzielle Erfassung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts wurde die Partial-Goodwill-Methode angewandt. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ermittelte Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter an dem erworbenen Unternehmen beträgt 18,4 Mio. €. Dieser entspricht dem Anteil von 41% am Nettovermögen der Pymepharco, welches sich aus den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt ergibt. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 13,5 Mio. €, 0,3 Mio. € wurden als nicht werthaltig angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 13,2 Mio. € erfasst. STADA unterhielt zu dem vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco vor Kontrollerlangung bereits in sehr geringem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Darüber hinaus ergab sich im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2013 ein weiterer wesentlicher Unternehmenszusammenschluss im Rahmen des Erwerbs des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross mit Sitz in Huddersfield. Die erstmalige Konsolidierung der erworbenen Gesellschaften als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.09.2013. Der Kaufpreis für die Akquisition des britischen OTC-Anbieters inklusive des Produkt-Portfolios, der Vertriebsstrukturen, einer Produktionsstätte sowie der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beträgt insgesamt ca. 221 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Ziele der Akquisition waren im Wesentlichen die Stärkung des Markenproduktsegments in der Marktregion Zentraleuropa sowie die Weiterentwicklung der bestehenden Markenproduktpalette des Konzerns. Im Rahmen der Kaufpreisallokation geht aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von ca. 14,4 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergibt: scroll
Der negative Unterschiedsbetrag wurde ergebniswirksam in den sonstigen Erträgen erfasst. Aufgrund des im Rahmen der Kaufpreisaufteilung ermittelten negativen Unterschiedsbetrags wurden nochmals die Verfahren überprüft, welche zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden verwendet wurden. In diesem Zusammenhang wurde sichergestellt, dass bei der Bewertung alle zum Erwerbszeitpunkt verfügbaren Informationen angemessen berücksichtigt worden sind. Der negative Unterschiedsbetrag ergibt sich im Wesentlichen aus der Neubewertung der Sachanlagen, welche im Rahmen der Kaufpreisfindung weder seitens des Verkäufers noch seitens des Käufers explizit Berücksichtigung fanden. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 20,4 Mio. €, 0,5 Mio. € wurden als nicht werthaltig angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 19,9 Mio. € erfasst. STADA unterhielt zu dem britischen OTC-Anbieter Thornton & Ross vor dem Erwerb bereits in sehr geringem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Ein weiterer wesentlicher Unternehmenszusammenschluss ergab sich im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen der Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen STADA Vietnam. Seit dem 4. Quartal 2013 kontrolliert STADA das vietnamesische Pharmaunternehmen STADA Vietnam über gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen. Dementsprechend wird STADA Vietnam, das bisher als Gemeinschaftsunternehmen behandelt worden ist, seit dem 4. Quartal 2013 unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen im STADA-Konzern als Tochterunternehmen konsolidiert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation geht aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von ca. 4,9 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergibt: scroll
Aus der Neubewertung der bis zum Erwerbszeitpunkt gemäß IAS 31 bilanzierten Anteile ergab sich zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung ein Ertrag in Höhe von ca. 20,1 Mio. €, der in den sonstigen Erträgen ausgewiesen wurde. Gegenläufig ergab sich ein Aufwand aus der Auflösung der Währungsumrechnungsrücklage aus der Übergangsbilanzierung in Höhe von 2,0 Mio. €, welcher in den anderen Aufwendungen enthalten ist. Der gesamte Effekt aus der Neubewertung der STADA Vietnam beläuft sich somit auf ca. 18,1 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert dabei im Wesentlichen aus einer Stärkung der Präsenz in der Marktregion Asien & Pazifik sowie aus einer stärkeren Partizipation am Wachstumsmarkt Vietnam. Für die bilanzielle Erfassung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts wurde die Partial-Goodwill-Methode angewandt. Der im Rahmen der Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt ermittelte Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter an dem erworbenen Unternehmen beträgt ca. 27,0 Mio. €. Dieser entspricht dem Anteil von 50% am Nettovermögen der STADA Vietnam, welches sich aus den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt ergibt. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 8,8 Mio. €, 0,03 Mio. € wurden als nicht werthaltig angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 8,8 Mio. € erfasst. STADA unterhielt zu dem vietnamesischen Pharmaunternehmen STADA Vietnam vor Kontrollerlangung bereits Liefer- und Leistungsbeziehungen, welche zu marktüblichen Konditionen verrechnet wurden. Im Geschäftsjahr 2013 war darüber hinaus der folgende unwesentliche Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen: Im 3. Quartal 2012 hatte STADA über die Spirig Healthcare AG einen Vertrag für den Erwerb des Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts der Spirig Pharma geschlossen. Im 1. Quartal 2013 erfolgte der Vollzug des Erwerbs. Der Kaufpreis belief sich auf 5,1 Mio. CHF (ca. 4,2 Mio. €). Das Geschäft wird seit 01.03.2013 im STADA-Konzern konsolidiert. Die in der Marktregion Zentraleuropa mit dem britischen OTC-Anbieter Thornton & Ross seit dem Erwerbszeitpunkt erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2013 rund 31 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 3 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf rund 8 Mio. €. Hätte STADA den britischen OTC-Anbieter bereits zum 01.01.2013 erworben, wären im Geschäftsjahr 2013 bei linearer Hochrechnung ein Umsatz von rund 92 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 9 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 24 Mio. € erzielt worden. Die in der Marktregion Asien & Pazifik mit dem Geschäftsbetrieb Pymepharco seit dem Erwerbszeitpunkt erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2013 rund 43 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 3 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf rund 7 Mio. €. Die in der Marktregion Asien & Pazifik mit dem Geschäftsbetrieb STADA Vietnam seit dem Erwerbszeitpunkt erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2013 rund 5 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 1 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf rund 1 Mio. €. Hätte STADA die Kontrolle über STADA Vietnam bereits zum 01.01.2013 erlangt, wären im Geschäftsjahr 2013 bei linearer Hochrechnung ein Umsatz von rund 16 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 3 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 5 Mio. € erzielt worden. Die genannten Werte beziehen sich auf die zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge, die sich aus der Kontrollerlangung ergeben. 9. RechnungslegungsmethodenDer Konzernabschluss von STADA basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Grundlage hierfür bilden die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die im Folgenden näher erläutert werden. Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Lieferung erfolgt bzw. die Dienstleistung erbracht ist. Voraussetzung hierfür ist, dass mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein quantifizierbarer wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und dass die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum auf den Käufer übertragen wurden. Darüber hinaus müssen die eigenen angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Die Umsatzerlöse werden vor Steuern und nach Abzug von Erlösschmälerungen (Rabatten oder Skonti) zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung werden auf Basis von geschätzten Beträgen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen hinsichtlich Inanspruchnahmen in der Vergangenheit, wobei der geschätzte Aufwand aus der Rückstellungsbildung prozentual zum Umsatz ermittelt wird. Rabatte an Krankenkassen werden auf Grundlage des jeweils geltenden Vertrags ebenfalls umsatzmindernd erfasst. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen werden in der Regel in derselben Periode bilanziert. Aufwendungen zur Bildung von Abgrenzungen für künftige Erlösschmälerungen werden daher in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt ist. Herstellungskosten beinhalten die Kosten der umgesetzten Produkte sowie die Einstandskosten der verkauften oder kostenlos abgegebenen Handelswaren. Die Erfassung des Aufwands erfolgt dabei in der Periode, in der die zugehörigen Erträge realisiert werden. Des Weiteren beinhalten die Herstellungskosten die den Handelswaren direkt zurechenbaren Kosten (z.B. Material- und Personalaufwand), Gemeinkosten (z.B. Abschreibungen auf Produktionsanlagen und arzneimittelrechtliche Zulassungen und Lizenzen) sowie Wertberichtigungen von Überbeständen bzw. nicht mehr gängigen Vorräten. Forschungskosten sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Forschungstätigkeit eines Unternehmens stehen, die darauf zielt, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu liefern. STADA konzentriert das Produkt-Portfolio des Konzerns unverändert auf Produkte, die ohne eigene Forschung zugänglich sind. Im Geschäftsjahr 2013 fielen somit wie in den Vorjahren keine Forschungskosten an. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse zunächst technisch im Rahmen der Produktion und der Produktionsverfahren und schließlich kommerziell umzusetzen. In der Regel besteht das Ziel eines Entwicklungsprozesses bei STADA in der Erlangung einer nationalen bzw. multinationalen arzneimittelrechtlichen Zulassung. Entwicklungskosten neuer selbst geschaffener arzneimittelrechtlicher Zulassungen führen dann zu der Aktivierung als immaterieller Vermögenswert, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind. Darunter fallen auch Aufwendungen zur technischen und regulativen Pflege der vermarkteten Produkte. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Komponente der finanziellen Erträge ausgewiesen. Dabei werden Zinserträge ebenso wie Zinsaufwendungen bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten auf Basis des Effektivzinssatzes erfasst. Von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erhaltene Dividenden werden innerhalb des Beteiligungsergebnisses ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung. Die Ertragsteuern beinhalten die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern. Die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten umfassen Ansprüche bzw. Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern aus dem Geschäftsjahr 2013 sowie ggf. aus Vorjahren. Die Berechnung der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze der Länder, in denen das zu versteuernde Einkommen erwirtschaftet wird. Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn entsteht, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet. STADA ermittelt die latenten Steuern auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze. Eine Saldierung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten wird vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Der Ausweis des Steueraufwands der Periode erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern nicht die Wertänderungen betroffen sind, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. Sofern sich Änderungen des Steuersatzes mit Auswirkungen auf die latenten Steuern ergeben, werden die daraus resultierenden Effekte in der Periode ihres Entstehens erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen ("impairment-only approach"). Hierfür erfolgt eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu unterhalb der Segmentebene auf Marktregionen aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash-generating units"), wobei eine "cash-generating unit" für Zwecke des Impairmenttests der Geschäfts- oder Firmenwerte damit jeweils einer Marktregion innerhalb der drei operativen Segmente des STADA-Konzerns entspricht. STADA nimmt für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests eine Prüfung auf Wertminderung vor. Darüber hinaus werden zusätzlich Überprüfungen durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit umfasst dabei die Buchwerte aller der Bewertungseinheit zugerechneten Vermögenswerte und Schulden einschließlich des zu testenden Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert, ergibt sich daraus eine Wertminderung. Dabei ist der erzielbare Betrag grundsätzlich der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, sofern ermittelbar, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Zu den wesentlichen Annahmen, die zur Ermittlung des Nutzungswerts herangezogen werden, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen, Investitionen, Diskontierungszinssatz sowie Wachstumsrate. Diese Annahmen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten individuell getroffen und basieren teilweise auf intern ermittelten Annahmen, die sowohl vergangene Erfahrungen widerspiegeln als auch externe Marktdaten mit einbeziehen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. sich in dem beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. Bei arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Markenzeichen, Lizenzen, Dossiers mit Daten für arzneimittelrechtliche Zulassungen bzw. zur Vorbereitung von arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Software, Konzessionen, Schutzrechten und dazu ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei und 30 Jahren. Soweit zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Vermögenswerte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts neu ermittelt und Wertminderungen entsprechend der Differenz zum Buchwert erfasst. Beim Wegfall der Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben. Im Rahmen von jährlichen Werthaltigkeitstests und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag dieser Vermögenswerte mit deren Buchwert verglichen und, sofern erforderlich, eine Wertminderung erfasst. Hierzu wird der beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Verkaufskosten mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Bei STADA betrifft dies die im Zuge der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm sowie die im Zuge der Kontrollerlangung über die Pymepharco aktivierte Dachmarke Pymepharco. Auch immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden grundsätzlich jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgt in jeder Berichtsperiode eine Prüfung, ob die Gründe für den Ansatz einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin bestehen. Die Aktivierung von internen Entwicklungskosten erfolgt entsprechend den Kriterien des IAS 38. Dabei umfassen die aktivierten Entwicklungskosten im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen und die unmittelbar zuzuordnenden Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. Wertminderungen zuzüglich Zuschreibungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert zur Verfügung steht und sich demnach in betriebsbereitem Zustand befindet. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert. Die Aktivierung setzt voraus, dass zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss stattfindet und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 50 Jahre, bei technischen Anlagen acht bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 14 Jahre. Der Komponentenansatz, nach dem jeder wesentliche Bestandteil einer Sachanlage bei unterschiedlichen Nutzungsdauern getrennt abgeschrieben werden muss, kommt bei STADA mangels Relevanz nicht zur Anwendung. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei Anschaffungen in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung beeinflussen nachträgliche Kursänderungen nicht den Bilanzansatz zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den jeweiligen Buchwerten ermittelt und saldiert in den Positionen "Sonstige Erträge" oder "Andere Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen liegen vor, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts geringer ist als dessen Buchwert. STADA prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte hierfür vorliegen. Ist dies der Fall, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Bei Überschreitung definierter kritischer Werte erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Als erzielbarer Betrag wird der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert definiert, wobei der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dabei werden die zukünftigen Cashflows der immateriellen Vermögenswerte mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert, der individuell für die verschiedenen Marktregionen anhand spezifischer Parameter ermittelt wird. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Position "Andere Aufwendungen" ausgewiesen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird im STADA-Konzern in der Regel der einzelne Vermögenswert innerhalb der berichtspflichtigen Segmente Markenprodukte, Generika und Handelsgeschäft definiert. Soweit die Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Ausweis der Erträge aus Zuschreibungen erfolgt unter der Position "Sonstige Erträge". Leasingverhältnisse werden abhängig vom Verbleib der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber oder beim Leasingnehmer als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Beim Operating-Leasing erfolgt kein Ansatz des Leasinggegenstands in der Bilanz des Leasingnehmers. STADA erfasst die hierfür geleisteten Leasingzahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zum Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer oder kürzeren Vertragslaufzeit abgeschrieben. Als Leasingverbindlichkeit wird ein Betrag passiviert, der im Zugangszeitpunkt dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht und der in den Folgeperioden effektivzinskonstant getilgt und fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus wird bei Sale-and-leaseback-Geschäften, die ein Finanzierungsleasing darstellen, der Überschuss des Verkaufserlöses über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Gesamtwert der aktivierten Leasinggegenstände ist, gemessen an der Summe des gesamten Anlagevermögens, für STADA von untergeordneter Bedeutung. In den Finanzanlagen weist STADA Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Beteiligungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere aus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen werden dabei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt für die Bewertung dieser Anteile verfügbar sind und der beizulegende Zeitwert daher nicht verlässlich bestimmt werden kann, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beim Vorliegen von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden diese im Rahmen eines Werthaltigkeitstests gemäß IAS 39 quantifiziert und ergebniswirksam erfasst. Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich im Prozess der Herstellung für einen Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse und Waren) und die im Rahmen der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, sondern in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Als Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Vertrieb definiert. Finanzielle Vermögenswerte können gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Kredite und Forderungen ("loans and receivables"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("at fair value through profit or loss"), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available-for-sale") und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ("held-to-maturity"). Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IAS 39 vorgenommen. Danach erfolgt der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Zusätzlich sind bei den in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Für die Folgebewertung gelten unterschiedliche Bewertungsregeln entsprechend den jeweiligen Kategorien finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, für die keine Notierung auf einem aktiven Markt besteht. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet, soweit sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind. STADA weist Kredite und Forderungen unter den Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" aus. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte weist STADA Forderungen aus Derivaten aus, die ggf. auch in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Vermögenswerte dieser Kategorie werden unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sofern die Vermögenswerte nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wird die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand von geeigneten Bewertungsmodellen vorgenommen. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung ergebniswirksam erfasst. In den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen werden nicht derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit erfasst, die STADA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. STADA weist diese Vermögenswerte in den Finanzanlagen unter dem Posten "Sonstige Finanzanlagen" aus. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht derivative Vermögenswerte, die keiner der zuvor aufgeführten Kategorien zugeordnet wurden. Insbesondere umfassen diese neben den in den Finanzanlagen enthaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen Eigenkapitaltitel in Form von Aktien, die unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" erfasst werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgsneutral in der Rücklage available-for-sale im Eigenkapital ausgewiesen werden. Eine ergebniswirksame Umgliederung dieser Bewertungsergebnisse wird bei Verkauf vorgenommen oder wenn eine Wertberichtigung der Vermögenswerte erfolgt. Hierfür müssen objektive Hinweise auf einen wesentlichen oder anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten vorliegen. In der Regel kann bezüglich des beizulegenden Zeitwerts auf notierte Marktpreise zurückgegriffen werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden in Form von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen für konkrete Ausfälle und erwartete Ausfallrisiken, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren, vorgenommen. Zur Quantifizierung der erwarteten Ausfallrisiken ermittelt STADA die erwarteten künftigen Cashflows der Forderungen, die nach den jeweiligen Debitoren gruppiert werden. Hierfür werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungswerte in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen berücksichtigt. Zusätzlich ist für die deutschen Konzerngesellschaften eine Warenkreditversicherung zu berücksichtigen, die im Fall eines Zahlungsausfalls einen Teil des Verlusts abdeckt. Der so ermittelte Wertminderungsbedarf verringert den Buchwert der Vermögenswerte durch den Ansatz eines Wertminderungskontos. Der Verlust wird ergebniswirksam unter dem Posten "Andere Aufwendungen" erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf bereits ausgebuchte Forderungen werden saldiert mit den Aufwendungen dargestellt. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft statt durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll und der Verkauf als höchst wahrscheinlich gilt. Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt ausgewiesen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bilden den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7. Sonstige Vermögenswerte, denen keine vertraglichen Ansprüche zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten Andere Vermögenswerte ausgewiesen. STADA unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungssysteme ("Defined Benefit Pension Plans"), nach denen der Betrag an Pensionsleistungen von der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Beschäftigten und ihrer Dienstzeiten abhängig ist. Die Bewertung der Verpflichtungen wurde im Geschäftsjahr 2013 auf die geänderten Vorschriften des IAS 19 umgestellt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method"). Danach entspricht der in der Bilanz angesetzte Betrag der Pensionsrückstellungen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens angepasst um den Effekt aufgrund einer Begrenzung des Vermögenswerts. Hierfür werden neben verdienten Renten und Anwartschaften auch künftige Gehalts- und Rentensteigerungen in die Berechnung einbezogen. Für die deutschen Konzernunternehmen werden die Pensionsverpflichtungen auf Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck-Richttafel 2005G bewertet. Im Ausland kommen landesspezifische Sterbetafeln zur Anwendung. Die künftigen Pensionsleistungen hängen von den individuellen Versorgungszusagen ab. Der Rechnungszins basiert auf Renditen für qualitativ hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag. Existiert in einem Land kein liquider Markt für solche Unternehmensanleihen, wird der Rechnungszins auf Basis von Marktrenditen für Staatsanleihen ermittelt. Der geänderte Standard IAS 19 erlaubt ausschließlich die erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese gliedern sich nach der Terminologie des neuen Standards in Gewinne und Verluste auf Grund von Änderungen von demographischen und finanziellen Annahmen sowie auf Grund von erfahrungsbedingten Änderungen. Sie werden in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im Eigenkapital ("Other Comprehensive Income", OCI) erfasst. Die entsprechenden Beträge sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Für den erfolgswirksamen Teil des Zinsertrags aus dem Planvermögen sieht der geänderte Standard vor, dass zu dessen Berechnung der bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegende Rechnungszins angewendet wird. Der restliche Teil des tatsächlichen Zinsertrags ist erfolgsneutral im OCI zu erfassen. Der laufende Dienstzeitaufwand wird in den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche erfasst. Der im Geschäftsjahr angefallene nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird in voller Höhe erfolgswirksam gebucht. Darüber hinaus gewähren verschiedene Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Versorgungszusagen ("Defined Contribution Plans"). Hierbei entrichten die Konzerngesellschaften auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis festgelegte Beiträge an eigenständige Versorgungsträger, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Die für beitragsorientierte Pläne zu zahlenden Beiträge sind als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen erfasst. Die anderen langfristigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Jubiläumsrückstellungen werden nach den Grundsätzen des IAS 19 für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bilanziert. Eine erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten erfolgt im Gegensatz zu den Pensionsrückstellungen nicht. Etwaige derartige Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst und als Ertrag oder Aufwand in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden von STADA gebildet, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, der verlässlich ermittelt werden kann. Ein Vermögensabfluss gilt als wahrscheinlich, wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu einem Betrag, der unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Ausgaben darstellt. Ggf. bestehende Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten zugeordnet. Sofern sich auf Grund geänderter Schätzungen ein reduzierter Verpflichtungsumfang ergibt, werden die sonstigen Rückstellungen anteilig aufgelöst und erfolgswirksam in dem Posten erfasst, in dem der ursprüngliche Aufwand gebucht wurde. STADA weist alle sonstigen Rückstellungen als kurzfristige Verbindlichkeiten aus, da mit einem voraussichtlichen Erfüllungstag innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag gerechnet wird. Eine Abzinsung der passivierten Beträge wird daher nicht vorgenommen. Verpflichtungen aus ausstehenden Kostenrechnungen, gegenüber Personal und Steuerbehörden sowie sonstige Verpflichtungen werden nicht als Rückstellung, sondern unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In Abgrenzung zu den Rückstellungen bestehen Eventualverbindlichkeiten bei möglichen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch erst durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer Ereignisse in der Zukunft manifest werden, die nicht unter der Kontrolle von STADA stehen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten auch bei gegenwärtigen Verpflichtungen, bei denen der damit verbundene Ressourcenabfluss jedoch nicht als wahrscheinlich angesehen wird bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend geschätzt werden kann. Gemäß IAS 37 erfolgt kein Ansatz solcher Eventualverbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Für in der Folge weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden Transaktionskosten in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Dies betrifft die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und gemäß IAS 39 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit or loss") zugeordnet werden. STADA weist diese Verbindlichkeiten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" aus. Hierin sind auch die derivativen Finanzinstrumente enthalten, die zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken dienen und gemäß den Vorschriften des IAS 39 zum Hedge-Accounting ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Sofern keine Marktpreise vorliegen, kommen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle auf Basis von Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung. Derivative Finanzinstrumente liegen bei STADA im Rahmen von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten sowie im Rahmen von derivativen Sicherungsinstrumenten vor. Der Ausweis erfolgt in beiden Fällen, abhängig von einem positiven bzw. negativen Marktwert der Derivate, unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (vgl. Rechnungslegungsmethoden zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten). Als derivative Sicherungsinstrumente können grundsätzlich Cashflow-Hedges, Fair-Value-Hedges und Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit im Rahmen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 bilanziert werden. Bei STADA dienen Cashflow-Hedges der Absicherung gegen Schwankungen von Zahlungsströmen aus bilanzierten Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente werden in Höhe des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen von Fair-Value-Hedges wird das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts von bilanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bzw. festen außerbilanziellen Verpflichtungen abgesichert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Sicherungsgeschäfte werden wie auch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern die Voraussetzungen für das Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind, erfolgt die Anpassung des Buchwerts der vormals gesicherten Grundgeschäfte über deren Restlaufzeit. Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit ("hedge of a net investment in a foreign operation") werden nach den gleichen Bewertungsmethoden wie für Cashflow-Hedges behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen als Voraussetzung für eine Bilanzierung im Rahmen von Hedge-Accounting gemäß IAS 39 wird von STADA regelmäßig überprüft. Eine Sicherungsbeziehung gilt grundsätzlich als effektiv, wenn Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten, bewertet STADA zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, hat STADA bislang keinen Gebrauch gemacht. Sonstige Verbindlichkeiten, denen keine vertraglichen Verpflichtungen zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten "Andere Verbindlichkeiten" ausgewiesen. 10. Schätzungen, Annahmen und Ermessen bei der Anwendung von RechnungslegungsgrundsätzenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft STADA Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Im Folgenden sind die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sowie die zugehörigen Annahmen für die betroffenen Bilanzierungssachverhalte aufgeführt. Im Rahmen von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben ergibt sich der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem gemäß IFRS 3 bewerteten erworbenen Nettovermögen und der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Anteile und des für nicht beherrschende Gesellschafter angesetzten Betrags. Hierbei kommen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, die im Wesentlichen auf Einschätzungen und Annahmen beruhen. STADA führt mindestens jährlich einen Werthaltigkeitstest für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Hierfür sind die abgezinsten zukünftigen Cashflows der unterhalb der Segmentebene zu Marktregionen aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln, die auf bestimmten Annahmen basieren. So erfordert die Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens die Berechnung eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren auf Basis genehmigter Budgets. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die auf Grund nicht absehbarer zukünftiger rechtlicher Entwicklungen und Entwicklungen im Gesundheitsmarkt mit einer gewissen Unsicherheit behafteten Budgetwerte für zukünftige Geschäftsjahre sowie die weiteren im Rahmen von aktuellen Marktinformationen, aber auch als bestmögliche Schätzung ermittelten Parameter bedingen, dass die Einschätzung der Werthaltigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen und in Folgejahren trotz guter Prognosen im Berichtsjahr ein Wertminderungsbedarf gegeben sein kann. Bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten werden jeweils die erwartete Nutzungsdauer und der damit verbundene Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen und Beurteilungen des Managements bestimmt. Wenn die tatsächliche Nutzungsdauer unter der erwarteten Nutzungsdauer liegt, wird die Höhe der Abschreibung entsprechend angepasst. Im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen des Anlagevermögens werden ferner Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderungen vorgenommen. Insbesondere im Rahmen des Werthaltigkeitstests für noch nicht genutzte Zulassungen, die als geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden, unterliegen die für den Barwerttest herangezogenen Wachstumsraten sowie die langfristige Preis- und Kostenentwicklung der Wirkstoffe bestmöglichen Schätzungen. Dies gilt entsprechend für die Prüfung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer. Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt auf Basis der Einschätzung, ob die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Dabei sind für die Bestimmung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens Planrechnungen notwendig, die naturgemäß Schätzungen unterliegen und daher von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Zukunft ggf. abweichen können. STADA bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwartete Verluste im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu antizipieren. Hierbei werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und historische Erfahrungen bezüglich Forderungsausfällen sowie die Bonität der Kunden als Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen herangezogen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die tatsächlichen Ausbuchungen die erwarteten Wertberichtigungen auf Grund einer signifikanten Verschlechterung der Finanzlage des Kunden übersteigen. Ermessensentscheidungen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen betreffen dabei insbesondere wertgeminderte Forderungen gegenüber Schuldnern in CEE-Ländern. STADA ist in verschiedenen Ländern tätig und in jeder Steuerjurisdiktion jeweils zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Für die Berechnung der Ertragsteuerrückstellungen sowie der latenten Steuern im Konzern sind auf der Basis von Annahmen jeweils die erwartete Ertragsteuer sowie die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten nach IFRS und ihrer steuerrechtlichen Bilanzierung zu ermitteln. Sofern sich in der endgültigen Besteuerung Abweichungen von den angenommenen Werten ergeben, wirkt sich dies entsprechend auf die tatsächlichen und latenten Steuern und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der jeweiligen Periode aus. Darüber hinaus kommt im STADA-Konzern einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung von konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer und sonstiger Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise auf aktiven Märkten vorliegen, kommen Bewertungsmodelle auf Basis von am Markt beobachtbaren Inputparametern zur Anwendung. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über so genannte "Forward Rates" ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen von leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt. Diesen Verfahren liegen Annahmen u.a. bezüglich des Rechnungszinssatzes, der Lebenserwartung sowie künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen zu Grunde. Änderungen dieser Annahmen können die künftige Höhe des Pensionsaufwands wesentlich beeinflussen. Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. STADA bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie STADA die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Zudem ist die Ermittlung der Rückstellungen für Schadenersatz mit erheblichen Schätzungen verbunden, die sich auf Grund einer neuen Informationslage ändern können. Gleiches gilt für den Ausweis der Höhe von Eventualschulden. In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgsmindernd berücksichtigt. Hierbei werden geschätzte Werte angesetzt, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen. Dies bedingt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Gewährleistungen von der Schätzung abweichen können und die Umsatzerlöse dementsprechend höher oder niedriger ausfallen würden. Gleiches gilt für die umsatzmindernde Berücksichtigung von gesetzlich vorgeschriebenen und durch sonstige regulatorische Anforderungen bedingten Rabatten (z.B. Krankenkassenrabatte), die auf Basis des jeweils zu Grunde liegenden Vertrags mit einem geschätzten Betrag in Erwartung eines voraussichtlichen Umsatzes erfasst werden. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung11. UmsatzerlöseUmsätze resultieren bei STADA im Wesentlichen aus Produktlieferungen. Zur Erfassung der Umsatzerlöse wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Der Anstieg der Umsatzerlöse in 2013 gegenüber 2012 resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der beiden Kernsegmente sowie einer guten Umsatzentwicklung in den Marktregionen Zentraleuropa, CIS/Osteuropa und Asien & Pazifik, die die Umsatzrückgänge in der Marktregion Deutschland überkompensieren konnten. Wechselkursbedingte Effekte und Portfolioveränderungen beeinflussten die Umsätze im Berichtsjahr insgesamt mit 71,3 Mio. €. Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente und Marktregionen wird auf die Segmentberichterstattung unter Angabe 43. verwiesen. 12. HerstellungskostenDie Herstellungskosten untergliedern sich in folgende Sachverhalte: scroll
Die Abschreibungen enthalten 78,1 Mio. € (Vorjahr: 69,0 Mio. €) planmäßige Abschreibungen auf solche immateriellen Vermögenswerte, deren Besitz eine notwendige Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte darstellt - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen. Die Aufwendungen aus Bestandsabwertungen umfassen Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert von Vorräten saldiert mit Wertaufholungen. Die Wertaufholungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 7,7 Mio. €. 13. VertriebskostenDie Vertriebskosten beinhalten neben den Kosten für die Vertriebsabteilungen und den Außendienst auch die Kosten für Werbung und Marketingmaßnahmen einschließlich Ärztemustern. Ebenfalls enthalten sind alle Logistikkosten, die für fertiggestellte Endprodukte anfallen. Nicht enthalten sind Rabatte, die - soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einem nationalen Markt möglich ist - in Form kostenloser Verkaufspackungen gewährt werden, so genannte Naturalrabatte. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Teil der Herstellungskosten ausgewiesen. Im Berichtsjahr entsprachen Marketingaufwendungen in Höhe von 196,8 Mio. € (Vorjahr1): 167,5 Mio. €) einem Anteil von 40% an den Vertriebskosten (Vorjahr1): 38%). Ferner enthielten die Vertriebskosten Abschreibungen in Höhe von 7,7 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €). 14. Allgemeine VerwaltungskostenIn den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leistungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit diese nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind. Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalteten in 2013 Abschreibungen in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €). Insgesamt stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr um 2,1 Mio. €. 15. Forschungs- und EntwicklungskostenZur Zusammensetzung der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. € zu. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten Abschreibungen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. €) aktiviert (vgl. Erläuterungen zum Posten "Immaterielle Vermögenswerte"). 16. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge untergliedern sich in die folgenden Sachverhalte: scroll
Die Erträge im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen beziehen sich auf folgende Sachverhalte im Geschäftsjahr 2013: Im Rahmen der Kontrollerlangungen über die vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam und der damit verbundenen Kaufpreisaufteilungen ergab sich ein Ertrag aus der Neubewertung der Altanteile in Höhe von insgesamt 22,5 Mio. €. Gegenläufig ergab sich im Rahmen der Übergangsbilanzierung für diese beiden Gesellschaften ein Aufwand aus der Auflösung der jeweiligen Währungsumrechnungsrücklage in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. €, welcher in den anderen Aufwendungen enthalten ist, so dass sich der gesamte Effekt aus der Neubewertung der Pymepharco sowie der STADA Vietnam auf 20,1 Mio. € beläuft. Des Weiteren ergab sich im Zusammenhang mit dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisaufteilung für diesen Unternehmenszusammenschluss in Höhe von 14,4 Mio. €, welcher gemäß IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt ergebniswirksam zu erfassen ist. Die Saldierung der Kurserträge und -aufwendungen ergibt für das Geschäftsjahr 2013 einen Aufwandsausweis, während im Vorjahr noch saldierte Kurserträge zu verzeichnen waren. Die übrigen sonstigen Erträge beinhalten u.a. Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Schadensersatzansprüchen sowie andere nicht den Funktionskosten unmittelbar zurechenbare Erträge, die sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammensetzen. 17. Andere AufwendungenDie Aufteilung der anderen Aufwendungen ergibt sich wie folgt: scroll
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen wurden saldiert mit den korrespondierenden Erträgen aus deren Auflösung ausgewiesen. In den anderen Aufwendungen sind Wertminderungen in Höhe von 23,6 Mio. € (Vorjahr: 21,9 Mio. €) enthalten, welche im Berichtsjahr ausschließlich Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten betrafen (Vorjahr: 3,1 Mio. € Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Geschäftsjahr 2012 die Ciclum Farma, LDA betrafen). Die Wertminderungen wurden von STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2013 betrachtet. Darüber hinaus enthielt diese Position im Berichtsjahr saldierte Kursaufwendungen in Höhe von 16,6 Mio. €. Im Vorjahr hatten sich saldierte Kurserträge in Höhe von 1,5 Mio. € ergeben, die von STADA unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen worden waren. Innerhalb der saldierten Kursaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. € enthalten, die im Rahmen der Übergangsbilanzierung auf Grund der Kontrollerlangungen über die Pymepharco sowie über die STADA Vietnam und durch die Entkonsolidierung der STADA Import/Export aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor erfolgsneutral in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital erfassten Translationseffekte resultieren. Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) ausgewiesen. 18. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future"Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future", welche seit dem Geschäftsjahr 2010 als Sondereffekte sowie gesondert in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 9,1 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen die Belastungen für externe Beratungsleistungen, zugehörige Nachfolgeprojekte sowie außerplanmäßige Personalaufwendungen im Rahmen dieses Projekts. Im Vorjahr betrafen die Aufwendungen im Wesentlichen die Veräußerung der irischen Produktionsstätte STADA Production Ireland Limited, den Verkauf der beiden russischen Produktionsstätten OOO Makiz Pharma und OOO Skopin Pharmaceutical Plant und der nicht zum Kerngeschäft des Konzerns gehörenden Engineering-Gesellschaften sowie externe Beratungsleistungen. In dieser Position waren im Vorjahr darüber hinaus Aufwendungen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. € enthalten, die aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor erfolgsneutral in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital erfassten Translationseffekte im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2012 veräußerten russischen Tochtergesellschaften OOO Makiz Pharma und OOO Skopin Pharmaceutical Plant sowie der Engineering-Gesellschaften und der im Geschäftsjahr 2012 entkonsolidierten HF Pharmasuisse AG resultierten. Solche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2013 nicht in dieser Position enthalten. 19. FinanzergebnisDas Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betrifft im Geschäftsjahr 2013 die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS. Im Vorjahr betraf dies außerdem noch das vietnamesische Unternehmen Pymepharco Joint Stock Company, welches seit 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. Im Beteiligungsergebnis werden hauptsächlich Gewinnausschüttungen von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Die finanziellen Erträge und finanziellen Aufwendungen setzen sich aus dem Zinsergebnis und den sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen zusammen. Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt: scroll
Darüber hinaus ist im Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2013 ein Nettozinsaufwand aus sonstigen langfristigen Rückstellungen, der die Zinserträge aus Planvermögen sowie Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und anderen langfristigen Rückstellungen umfasst, in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr1): 1,8 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2013 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,5% p.a. und 19,7% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 3,5% p.a. (Vorjahr: ca. 4,2% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 2,1% p.a. (Vorjahr: ca. 4,8% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,3% p.a. (Vorjahr: ca. 4,3% p.a.). Zinszahlungen, die aus den von STADA teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps resultieren, werden für jeden Swapkontrakt unsaldiert als Zinsertrag oder -aufwand in der Bewertungskategorie des dazugehörigen Grundgeschäfts erfasst. Für den Berichtszeitraum betrifft dies ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögensgegenständen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Hierfür wurde ein Finanzierungskostensatz von 3,6% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 3,9%) bzw. im Vorjahr von 5,1% für Sachanlagen zu Grunde gelegt. Die sonstigen finanziellen Erträge und sonstigen finanziellen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Das Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten resultierte im Berichtszeitraum aus den als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Zinsswaps bzw. Zins-/Währungsswaps. Es ergab sich eine saldierte Ertragsentlastung in Höhe von 3,4 Mio. € vor bzw. 2,5 Mio. € nach Steuern. Im Vorjahr ergab sich eine saldierte Ertragsbelastung aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 0,7 Mio. € vor bzw. 0,5 Mio. € nach Steuern. Die Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte ist dabei abhängig von der Kapitalmarktzinsentwicklung. 20. ErtragsteuernDie tatsächlichen Ertragsteuern in der Gewinn- und Verlustrechnung entfallen wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Steuern sind, sofern sie den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung oder Forschung und Entwicklung nicht sinnvoll zugeordnet werden konnten, in den anderen Aufwendungen enthalten. Die tatsächlichen Ertragsteuern untergliedern sich gemäß ihrem zeitlichen Bezug wie folgt: scroll
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Ertragsteuersatz belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 35,2%, wobei für Deutschland die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhobene Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbeertragsteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 320% enthalten sind. Im Vorjahr betrug der Ertragsteuersatz 35,8%1). Die nachfolgende Übersicht erläutert die Ermittlung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwands als Ableitung von dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des gewichteten erwarteten Konzerndurchschnittssteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern und berücksichtigt für alle in- und ausländischen Gesellschaften die jeweils anzuwendenden landes- und rechtsformabhängigen Steuersätze. scroll
Die steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen resultieren insbesondere aus dem nach deutschem Steuerrecht beschränkten Betriebsausgabenabzug für Zinsen (so genannte Zinsschranke). Die in der Bilanz erfassten tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen und Verlustvorträgen: scroll
Die bei STADA ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten u.a. aus latenten Steuern im Zusammenhang mit durchgeführten Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3. Die Erhöhung der passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie den Kontrollerlangungen über die vietnamesische Pymepharco und die STADA Vietnam. Unter der Position "Latente Steuern aus Verlustvorträgen" werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ausgewiesen. Die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt nur dann, wenn ihre künftige Nutzung höchst wahrscheinlich ist. Die zum Stichtag 31.12.2013 der Aktivierung zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 54,0 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €). Der nach deutschem Steuerrecht beschränkte Betriebsausgabenabzug für Zinsen (so genannte Zinsschranke) führte in 2013 zu einem steuerlich nicht abzugsfähigen Nettozinsaufwand in Höhe von 25,2 Mio. € (Vorjahr: 30,7 Mio. €). Hierfür konnten keine latenten Steuern angesetzt werden, so dass dies zu einer entsprechenden steuerlichen Mehrbelastung von 6,1 Mio. € führte (Vorjahr: 7,4 Mio. €). Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren, für die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, wurden die gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern um insgesamt 0,1 Mio. € reduziert (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Die zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge sind in der nachfolgenden Tabelle nach ihrem Verfallsdatum aufgeführt: scroll
Für die folgenden Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine latenten Steuern gebildet, da für diese in absehbarer Zeit keine Realisierung wahrscheinlich ist: scroll
21. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallender Gewinnscroll
Anteile durch nicht beherrschende Gesellschafter werden an den Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/Export International, STADA Vietnam J.V., Pymepharco, Hemomont und Hemofarm Banja Luka gehalten. Der Konzerngewinn der nicht beherrschenden Gesellschafter betrifft somit die auf diese Minderheitsbeteiligungen entfallenden Anteile am Konzerngewinn. 22. Ergebnis je AktieDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie ergeben sich wie folgt: Unverwässertes Ergebnis je Aktiescroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallenden angepassten Konzerngewinns durch die zeitlich gewichtete durchschnittliche Zahl der in Umlauf befindlichen vinkulierten Namensaktien. Verwässertes Ergebnis je Aktiescroll
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie folgt grundsätzlich dem Berechnungsschema für das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Der Effekt aus noch ausstehenden Aktienoptionen wird auf Basis des durchschnittlichen Aktienkurses des Geschäftsjahres zusätzlich bereinigt. Dies erfolgt unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Aktienoptionen ausgeübt werden. Details zu den aktuell gültigen Eigenkapitalinstrumenten sind in den Erläuterungen zum Eigenkapital enthalten. 23. Anzahl der Mitarbeiter und PersonalaufwandDie durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von STADA teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche bzw. Teilfunktionsbereiche auf: scroll
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag im Berichtsjahr mit9.154 (Vorjahr: 7.814) im Wesentlichen bedingt durch die Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres 2013 über dem Niveau des Vorjahres. Zum Bilanzstichtag betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STADA-Konzerns in 2013 insgesamt 9.825 (Vorjahr: 7.761). Der Personalaufwand, der in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche entsprechend seiner sachlichen Zugehörigkeit enthalten ist, nahm im Geschäftsjahr 2013 auf 321,2 Mio. € (Vorjahr1): 291,6 Mio. €) zu.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). 24. Planmäßige Abschreibungen und WertminderungenPlanmäßige Abschreibungen und Wertminderungen sind entsprechend ihrer sachlichen Zugehörigkeit in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche enthalten und entfallen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wie folgt: scroll
Bei den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte handelt es sich um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Wertminderungen für Geschäfts- oder Firmenwerte betrafen ausschließlich die portugiesische Tochtergesellschaft Ciclum Farma, LDA. Die Wertminderungen auf Finanzanlagen betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der IIP Institut für Industrielle Pharmazie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH sowie der STADA Pharmaceuticals Australia Pty Ltd. Im Vorjahr betrafen die Wertminderungen im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der schwedischen Tochtergesellschaft STADApharm AB. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 10,6%. Weitere Erläuterungen zu planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Ausführungen zum Anlagevermögen enthalten. Angaben zur Konzern-Bilanz25. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt: 2013scroll
Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerte beziehen, resultierten mit 29,1 Mio. € aus der Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco, mit 239,2 Mio. € aus der Akquisition des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross, mit 24,8 Mio. € aus der Kontrollerlangung über das vietnamesische Tochterunternehmen STADA Vietnam sowie mit 0,8 Mio. € aus dem Erwerb des Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts der Spirig Pharma. In den immateriellen Vermögenswerten sind im Berichtsjahr Software und Softwarelizenzen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €) enthalten, die im Rahmen von Sale-and-leaseback-Geschäften gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden. Zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrags besteht für diese Vermögenswerte eine Kaufoption zum Restwert. Die in 2006 im Rahmen der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm ist als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer in den aktivierten Markenzeichen enthalten, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2013 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 50,2 Mio. € (Vorjahr: 51,4 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahreswert ergibt sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2013 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 14,7% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kontrollerlangung über die Pymepharco im Geschäftsjahr die Dachmarke Pymepharco mit einem Buchwert in Höhe von 8,4 Mio. € als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2013 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 8,0 Mio. €. Die Veränderung ergibt sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2013 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 19,1% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr. Die in 2013 für immaterielle Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, betrugen 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 3,6% (Vorjahr: 3,9%). Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 20,7 Mio. € (Vorjahr: 17,3 Mio. €) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen sowie unmittelbar zuzuordnende Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort in der Periode als Aufwand, in der sie angefallen sind (vgl. Angabe 15.). Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich diese Entwicklungskosten auf 55,7 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen hauptsächlich arzneimittelrechtliche Zulassungen sowie Markenzeichen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst. Dabei handelte es sich im Berichtsjahr um einen Betrag in Höhe von 78,1 Mio. € (Vorjahr: 69,0 Mio. €). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 22,6 Mio. € (Vorjahr: 19,8 Mio. €) vorgenommen. Details zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis (vgl. Angabe 5.) enthalten. Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt: 2012scroll
Für die immateriellen Vermögenswerte wird in den kommenden fünf Jahren mit dem folgenden Abschreibungsaufwand gerechnet: scroll
Die nachfolgende Tabelle stellt dar, auf welche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen: scroll
Im Vorjahr entfielen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt: scroll
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten für Zwecke des Impairmenttests der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte definiert STADA gemäß der strategischen Planung und Steuerung des Konzerns die jeweiligen Marktregionen innerhalb der operativen Segmente. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich bei den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte folgende wesentliche Veränderungen:
Im Rahmen der Werthaltigkeitstests für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter: Jeweils bezogen auf Segmente, definiert als zahlungsmittelgenerierende Einheitenscroll
Im Vorjahr waren die zur Anwendung gekommenen Parameter wie folgt: Jeweils bezogen auf Segmente, definiert als zahlungsmittelgenerierende Einheitenscroll
Die Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Ein solcher Detailplanungszeitraum spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Dem Detailplanungszeitraum für die Ermittlung der Nutzungswerte liegen Annahmen zu Grunde, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit aufbauen, um aktuelle interne Entwicklungen erweitert und anhand externer Marktdaten sowie -analysen verifiziert werden. Zu den wesentlichen Annahmen zählen hierbei die Entwicklung künftiger Verkaufspreise bzw. -mengen, Kosten, der Einfluss des regulatorischen Marktumfelds, Investitionen, Marktanteile, Wechselkurse sowie Wachstumsraten. Wesentliche Änderungen der zuvor beschriebenen Annahmen hätten einen Einfluss auf die Ermittlung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen würden sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch den anhaltend harten Wettbewerb sowie regulatorische Eingriffe negativ auswirken. Die verwendeten Diskontierungszinssätze werden anhand externer, vom Markt abgeleiteter Faktoren bestimmt und um die mit den in den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorherrschenden Risiken adjustiert. Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Wertminderungen sich für das Segment Generika bei einem um 1,0 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz, einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Reduzierung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte ergeben hätten: Sensitivitätsanalyse Segment Generika Auswirkungen auf den Wertminderungsbedarf in Mio. €scroll
Für die Segmente Markenprodukte und Handelsgeschäfte hätte sich aufgrund der Sensitivitätsanalyse in keiner der Marktregionen ein Wertminderungsbedarf ergeben. Auch bei einer Reduzierung der Diskontierungszinssätze um 1,0 Prozentpunkte, einer Erhöhung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Erhöhung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte hätten sich keine Wertminderungen ergeben. 26. SachanlagenDie Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt: 2013scroll
In den Sachanlagen sind Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing in Höhe 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €) enthalten, die sich im Wesentlichen auf Kraft- und Personenfahrzeuge beziehen und die gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlung angesetzt und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Fremdkapitalkosten für Sachanlagen aktiviert (Vorjahr: 0,02 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz betrug im Vorjahr 5,1%. Im Vorjahr entwickelten sich die Sachanlagen wie folgt: 2012scroll
27. FinanzanlagenDie Finanzanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 folgendermaßen: 2013scroll
Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels der Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Eine Veräußerungsabsicht besteht hierfür derzeit nicht. In den sonstigen Finanzanlagen sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen enthalten. Im Vorjahr entwickelten sich die Finanzanlagen wie folgt: 2012scroll
28. Anteile an assoziierten UnternehmenDer Ausweis betrifft die Bilanzierung der Anteile an den assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG sowie Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS nach der Equity-Methode. Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen auf Grund der zum 01.01.2013 erlangten Kontrolle über das Tochterunternehmen Pymepharco, das vormals als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen war und seit 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. 29. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Zum 31.12.2013 bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nach einem Jahr fällig sind (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Für einen Teil der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Sicherheiten in Form von Hypotheken, Bank- bzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändeten Vorräten vor. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen. Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden Überfälligkeiten: scroll
Zum Bilanzstichtag waren keine Anzeichen erkennbar, dass die Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Daher werden die weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als uneingeschränkt werthaltig erachtet. Auch für die überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Hinweise auf eine Wertminderung vor. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich insgesamt wie folgt: scroll
30. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Darlehensforderungen umfassen im Wesentlichen seitens der STADA Arzneimittel AG an die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG gewährte Kredite. Von dem zur Verfügung gestellten Darlehensrahmen waren zum Bilanzstichtag 15,6 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) ausgeschöpft. Die offenen Kaufpreisforderungen betreffen im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr im Wesentlichen die noch ausstehenden Teilbeträge aus dem Verkauf eines Produkt-Portfolios in Italien. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die positiven Marktwerte aus den Cross-Currency-Swaps (vgl. Angabe 47.7.). Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Aktien, die auf Basis von Börsenkursen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten in Höhe von 5,4 Mio. € Forderungen aus deutschen Factoring-Geschäften und setzen sich darüber hinaus aus einer Vielzahl unwesentlicher Einzelsachverhalte in den Konzerngesellschaften zusammen. Zum 31.12.2013 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte keine Wertminderungen. Die Wertminderung aus dem Vorjahr in Höhe von 9,4 Mio. € besteht nicht mehr, da die betreffenden Forderungen im Geschäftsjahr 2013 ausgebucht wurden. Überfälligkeiten bestehen für die nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie im Vorjahr nicht. 31. Andere VermögenswerteDie anderen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Die übrigen Vermögenswerte setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die anderen Vermögenswerte sind in Höhe von 6,2 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) wertgemindert. 32. VorräteDie Vorräte lassen sich wie folgt untergliedern: scroll
Der Anstieg der Vorräte ist im Wesentlichen bedingt durch die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 übernommenen Bestände. Im Geschäftsjahr 2013 wurden bei Vorräten mit Wertaufholungen saldierte Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 29,9 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €) vorgenommen, die von den oben ausgewiesenen Beständen bereits erfolgswirksam abgesetzt wurden. Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Wertaufholungen dabei auf 7,7 Mio. €. 33. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenBei den als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) handelte es sich im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr um Immobilien einer STADA-Tochtergesellschaft in Serbien. Davon sind 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) dem operativen Segment Generika, 0,3 Mio. € dem operativen Segment Markenprodukte (Vorjahr: 0,2 Mio. €) sowie 0,0 Mio. € dem operativen Segment Handelsgeschäfte (Vorjahr: 0,1 Mio. €) zuzuordnen. 34. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt. In wenigen Ländern unterliegen bestimmte Transaktionen einer besonderen Überwachung im Rahmen der Anforderungen der jeweiligen Nationalbank bzw. geltenden Devisengesetzen. Darüber hinausgehende Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen nicht. Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 92,7 Mio. € zum 31.12.2012 auf 126,2 Mio. € zum 31.12.2013 ist im Wesentlichen auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. 35. EigenkapitalDas Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 1.010,1 Mio. € (Vorjahr1): 910,3 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 29,6% (Vorjahr): 30,5%). 35.1. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital belief sich zum 31.12.2013 auf 157.150.500,00 € (31.12.2012: 154.263.876,00 €) und ist in 60.442.500 vinkulierte Namensaktien (31.12.2012: 59.332.260) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt und voll eingezahlt. Jede vinkulierte Namensaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die in 2013 erfolgte Erhöhung der Aktienanzahl war auf die Ausübung von 55.512 Optionen aus den STADA-Optionsscheinen 2000/2015 in 2013 zurückzuführen. Die Aktienanzahl stieg dadurch zum 31.12.2013 um 1.110.240 Stück auf 60.442.500 Stück und das Grundkapital der STADA Arzneimittel AG erhöhte sich um 2.886.624,00 € auf 157.150.500,00 €. Zum 31.12.2013 standen noch 97.386 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 1.947.720 vinkulierten Namensaktien aus. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital setzten sich zum 31.12.2013 folgendermaßen zusammen: scroll
35.2. KapitalrücklageDie Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der STADA Arzneimittel AG. Unterschiede zu der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Kapitalrücklage ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ansatz der in 2003 neu ausgegebenen Aktien der STADA Arzneimittel AG zu deren Marktwert sowie der damit zusammenhängenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden. 35.3. Gewinnrücklagen einschließlich KonzerngewinnDie Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. 35.4. Sonstige RücklagenDie sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft unter anderem die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Die Rücklage available-for-sale und die Rücklage Cashflow-Hedges enthalten die Ergebnisse aus der Bewertung der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bzw. die aus Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Cashflows resultierenden Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherung, jeweils nach Berücksichtigung latenter Steuern. Der Rückgang der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr war insbesondere bedingt durch die negative Entwicklung des russischen Rubel zum Euro, die sich eigenkapitalmindernd in der Währungsumrechnungsrücklage niederschlug. 35.5. Eigene AnteileDie Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 91.989 eigene Aktien (Vorjahr: 93.676), die entsprechend ihrem rechnerischen Nennbetrag von 2,60 € je Aktie einem Anteil von 0,15% (Vorjahr: 0,16%) am Grundkapital entsprechen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden damit 1.687 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 34,43 € je Aktie verkauft. 35.6. Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die Minderheitsanteile anderer Gesellschafter an den Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/Export International, STADA Vietnam, Pymepharco, Hemomont und Hemofarm Banja Luka. 36. Sonstige langfristige RückstellungenIn den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind die von STADA zum Bilanzstichtag im In- und Ausland wie folgt gebildeten Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen berücksichtigt: scroll
STADA verfügt in Deutschland über ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung, aus der die Pensionsansprüche eines kleinen Kreises von ehemaligen Beschäftigten bedient werden. Die Pensionsansprüche aller anderen Beschäftigten werden im Rahmen der ausgewiesenen Pensionsrückstellungen abgedeckt. Darüber hinaus besteht bei einigen ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen, u.a. in Form von Staatsanleihen und Wertpapierfonds. Im Geschäftsjahr 2013 überstieg das Planvermögen einer ausländischen Tochtergesellschaft deren Pensionsverpflichtungen, so dass für diesen Aktivüberhang ein Ausweis unter den anderen Vermögenswerten als Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen in Höhe von 0,7 Mio. € erfolgte. Das Planvermögen setzt sich getrennt nach Anlagekategorien wie folgt zusammen: Anteil am Planvermögen in T €scroll
Das Planvermögen, für das eine Preisnotierung ("quoted market price") am Markt vorliegt, teilt sich wie folgt auf: Anteil am Planvermögen ("quoted market price") in T €scroll
Für deutsche Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen wie folgt: Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen in T €scroll
Für ausländische Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen: Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen in T €scroll
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für deutsche Konzernunternehmen wie folgt: Beizulegender Zeitwert des Planvermögens in T €scroll
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für ausländische Konzernunternehmen wie folgt: Beizulegender Zeitwert des Planvermögens in T €scroll
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften mit Planvermögen wie folgt: scroll
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften ohne Planvermögen wie folgt: scroll
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 5,4 Mio. € (Vorjahr1): 4,7 Mio. €) und setzten sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 2013 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) für deutsche Konzernunternehmen und 0,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) für ausländische Konzernunternehmen. Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der deutschen Pensionsverplichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt: Parameter Pensionsverpflichtungen für deutsche Konzernunternehmenscroll
Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der ausländischen Pensionsverplichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt: Parameter Pensionsverpflichtungen für ausländische Konzernunternehmen (gewichtet)scroll
Es wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei jeweils nur eine Annahme auf einmal geändert wurde. Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverplichtungen (DBO) für die deutschen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt. Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2013 (49.794 T €) bei Änderung von Annahmenscroll
Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die ausländischen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt. Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2013 (61.395 T €) bei Änderung von Annahmenscroll
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2013 beträgt 20 Jahre für die deutschen und 18 Jahre für die ausländischen Konzernunternehmen. In den kommenden Geschäftsjahren werden für die leistungsorientierten Pensionspläne insgesamt folgende Auszahlungen der Gesellschaft und aus dem Planvermögen erwartet: Erwartete Pensionszahlungen in Abhängigkeit von ihrer Fälligkeit in T €scroll
Für das kommende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge, bestehend aus direkten Pensionsauszahlungen und Beiträgen in den Plan, in Höhe von 0,8 Mio. € für deutsche Konzernunternehmen und 2,0 Mio. € für ausländische Konzernunternehmen erwartet. Die Vorschriften des geänderten IAS 19 erfordern eine Darstellung der Versorgungssysteme, die eine Verpflichtung für das Unternehmen generieren. Für den STADA-Konzern stellen die Altersversorgungssysteme in Deutschland, den Niederlanden, in Großbritannien und in der Schweiz mit insgesamt 85% den Hauptteil des Verpflichtungsumfangs dar. Folglich liegt der Schwerpunkt der weiteren Ausführungen auf den Gegebenheiten in diesen Ländern. In Deutschland wird der gesetzliche Rahmen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) durch das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vorgegeben, in dem die gesetzlichen Mindestanforderungen an die bAV verankert sind. Des Weiteren müssen Regelungen und Urteile aus dem Arbeitsrecht befolgt werden. Bei den Altersversorgungssystemen handelt es sich vorwiegend um endgehaltsabhängige Pläne, die für Neueintritte geschlossen sind. Bei den Planteilnehmern handelt es sich hauptsächlich um Leistungsempfänger. Die Leistungen werden in Form einer Rente ausgezahlt. STADA verfügt in Deutschland über ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2013 12,0 Mio. € und teilt sich auf drei verschiedene Pläne auf. Für einen weiteren Plan besteht kein Planvermögen. In Deutschland spielt im Rahmen einer Risikobetrachtung die Lebenserwartung der Planteilnehmer eine besondere Rolle, da sich die Pensionsverpflichtung auf wenige Planteilnehmer verteilt. Darüber hinaus bestehen das übliche Risiko der Zinsentwicklung sowie das Risiko, dass die zukünftige tatsächliche Gehaltsentwicklung die in den Bewertungsannahmen abgebildete Gehaltsentwicklung übersteigt. Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich in Deutschland eine Methodenänderung für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung eines Plans, die zwei Annahmen betrifft. Durch den Ansatz individualisierter Parameter für den in der Pensionsverpflichtung für einen Planteilnehmer enthaltenen, auf die Ehefrau entfallenden Witwenrentenanteil werden gegenüber der vorherigen kollektiven Methode relevantere Informationen im Abschluss vermittelt. Des Weiteren wurde das Renteneintrittsalter für einen Planteilnehmer den aktuellen Gegebenheiten angepasst. In Übereinstimmung mit IAS 8 wurden die Vorjahreszahlen diesbezüglich rückwirkend angepasst. Das niederländische Rentengesetz schreibt vor, dass die Pensionspläne so weit mit Vermögenswerten ausgestattet sind, dass die unverfallbaren Ansprüche vollständig abgedeckt werden. Der in den Niederlanden zu Grunde liegende Karrieredurchschnitts-Pensionsplan ist zum Teil durch Beiträge in eine Versicherung finanziert, die so bemessen sind, dass die genannte Voraussetzung erfüllt wird. Der Plan ist für Neueintritte offen und beinhaltet Leistungen im Falle des Renteneintritts und des vorzeitigen Todes. In den Niederlanden ist der Pensionsplan zum Teil über Beiträge in eine Versicherungsgesellschaft finanziert. Die von der Versicherungsgesellschaft gehaltenen Vermögenswerte können dabei den einzelnen teilnehmenden Unternehmen nicht zugeordnet werden. Insbesondere können die Vermögenswerte nicht durch eine Preisnotierung eines aktiven Markts bestimmt werden. In der Praxis werden die Vermögenswerte anhand des Verpflichtungsumfangs der unverfallbaren Ansprüche geschätzt. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2013 17,6 Mio. €. Die niederländische Gesellschaft zahlt die jährlichen Pensionszuwächse ein. Dabei werden das Risiko des Alters (Lebenserwartung) sowie das Zinsrisiko auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Ebenfalls übernimmt die Versicherungsgesellschaft das Risiko des Investments für die Einzahlungen. Diese Risiken werden von der Versicherung für die gesamte Dauer des Vertrags übernommen. Sollte sich z.B. der Rechnungszins, mit dem die Versicherungsgesellschaft kalkuliert, verändern, so kann ein eventuell neu abgeschlossener Vertrag den neuen Rechnungszins nur für die zukünftigen Einzahlungen zu Grunde legen. Nicht alle Risiken wurden auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Zum Beispiel schreibt das niederländische Gesetz fest, dass ein ehemaliger Mitarbeiter das Recht darauf hat, dass seine Pensionsansprüche auf den Pensionsplan beim neuen Arbeitgeber übertragen werden. Wenn die bei der Übertragung angewendeten Bewertungsannahmen sich von den von der Versicherung ursprünglich verwendeten Annahmen unterscheiden, kann dies eine zusätzliche Beitragszahlung für die Gesellschaft nach sich ziehen. In Großbritannien gewährt STADA seinen Mitarbeitern Leistungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen, die für Neueintritte geschlossen sind. Die Mitarbeiter können zudem keine weitere Erhöhung ihrer Anwartschaften mehr verdienen. Die Pensionspläne unterliegen dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Die Pensionspläne stehen unter der Aufsicht von Treuhändern (Trustees), die die Anlagenstrategie festlegen. In den Aufgabenbereich der Trustees fällt auch, die gesetzlich geforderte Dotierung des Pensionsplans zu erfüllen und somit für ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans zu sorgen. Der Pensionsplan sieht sich Risiken in Bezug auf den Rechnungszins und die Lebenserwartung der Planteilnehmer sowie einem Inflationsrisiko ausgesetzt, falls sich die Werte anders entwickeln als angenommen. Durch einen niedrigeren Rechnungszinssatz reduziert sich der Dotierungsgrad und dadurch werden gegebenenfalls zusätzliche Beiträge in Fonds fällig. Ein Finanzierungsrisiko bei dem Planvermögen besteht derart, dass sich das Planvermögen anders entwickelt als erwartet und dass das Planvermögen Änderungen im Verpflichtungsumfang damit ggf. nur teilweise kompensiert. Zudem ist ein Großteil des Planvermögens in Aktien oder anderen Finanzprodukten angelegt, die eine höhere Rendite als Unternehmensanleihen erwirtschaften sollen, jedoch volatiler sind. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2013 19,8 Mio. €. Alle Vermögenswerte haben eine Marktpreisnotierung auf einem aktiven Markt. In der Schweiz muss jeder Arbeitgeber gemäß Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) für seine Arbeitnehmer einen Pensionsplan anbieten. Obligatorisch versichert werden Arbeitnehmer, deren Lohn die Eintrittsschwelle übertrifft - diese wird periodisch neu festgelegt. Das BVG schreibt einen Minimalplan, das "BVG-Minimum", vor, das in jedem Fall gedeckt werden muss. Der schweizerische Vorsorgeplan bei STADA sieht die Leistungen im Falle des Todes, der Invalidität und des Erreichens der Altersgrenze vor. Die jährliche Altersrente berechnet sich anhand eines Sparguthabens und des dem Renteneintrittsalter zugeordneten Umwandlungssatzes. Die Planteilnehmer können sich für eine Kapitaloption entscheiden. In der Schweiz war der Vorsorgeplan bis zum 31.12.2013 an eine teilautonome Pensionskasse angeschlossen. Die Pensionskasse hat eine Rückversicherung - die Risiken Tod und Invalidität waren dabei bis zum 31.12.2013 rückversichert. Folglich trug der Vorsorgeplan nur das Risiko des Alters (Lebenserwartung) und das Anlagerisiko. Allerdings besteht unter IAS 19 das Diskontierungszinsrisiko, da alle Schweizer Vorsorgepläne unter IFRS als leistungsorientiert bewertet werden. In der Schweiz wurde per 01.03.2013 das erworbene Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft in den Vorsorgeplan integriert. Der akquirierte Wert für die Nettoverpflichtung, d.h. die leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) nach Verrechnung des Planvermögens, betrug 0,3 Mio. €. Des Weiteren fand in der Schweiz zum Jahreswechsel 2014 ein Wechsel der Pensionskasse statt. Bis zum 31.12.2013 war die Spirig Healthcare bei der Personalvorsorgestiftung der Spirig Pharma versichert. Zum 01.01.2014 erfolgte ein Beitritt zu einer Sammelstiftung. Die Leistungen bei Tod und Invalidität bleiben identisch. Die Altersleistungen sind auf Grund eines zurzeit noch höheren Umwandlungssatzes leicht höher. Auf Grund der Größe der Sammelstiftung sind die Risiken Tod und Invalidität nicht rückversichert. Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen werden, betrugen im Geschäftsjahr 2013 27,8 Mio. €. Die anderen langfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: Andere langfristige Rückstellungen in T €scroll
Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der anderen langfristigen Rückstellungen zu Grunde gelegt: Parameter andere langfristige Rückstellungen für ausländische Konzernunternehmen (gewichtet)scroll
37. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten untergliedern sich nach ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag wie folgt: scroll
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Die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe mit einem Volumen von 350,0 Mio. €. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2013 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Finanzverbindlichkeiten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten: scroll
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Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurde in der Regel eine Rückzahlung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Fristigkeit unterstellt. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde teilweise eine Prolongation der bestehenden Kreditlinien angenommen. Die variablen Zinszahlungen aus den Schuldscheindarlehen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2013 gefixten Zinssätze ermittelt. Die internen Maßnahmen zur Sicherstellung der für die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten erforderlichen Liquidität sind in den Angaben zum Management des Liquiditätsrisikos (Angabe 47.5.) beschrieben. 38. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) nach einem Jahr fällig. Im Wesentlichen basierte die Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf stichtagsbezogenen Effekten und den daraus ableitbaren Zahlungsströmen. Darüber hinaus ergab sich eine Zunahme im Rahmen der Konsolidierung der beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam sowie des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. 39. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt: scroll
Die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten resultieren im Berichtsjahr wie im Vorjahr im Wesentlichen aus noch nicht fälligen Teilbeträgen aus der Akquisition von Markenprodukten in Russland. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betrafen Sale-and-leaseback-Geschäfte für Software und Softwarelizenzen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) sowie weitere Leasingverbindlichkeiten, u.a. für Kraft- und Personenfahrzeuge, in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Zinsanteils in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) belaufen sich die in Folgejahren zu zahlenden Leasingraten insgesamt auf 10,2 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €). Die Leasingverbindlichkeiten werden wie folgt fällig: scroll
Des Weiteren wurden in den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten die negativen Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013 betraf dies unverändert zum Vorjahr Zinsswaps, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sowie darüber hinaus Cross-Currency-Swaps (vgl. Angabe 47.7.). Zusätzlich waren im Vorjahr noch Zinsswaps enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente eingesetzt wurden. Im Rahmen der Fälligkeitsanalyse ergaben sich für diese derivativen finanziellen Verbindlichkeiten die folgenden vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten: scroll
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften in Höhe von 214,7 Mio. € (Vorjahr: 189,7 Mio. €) und setzen sich darüber hinaus aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten werden in Höhe von 250,3 Mio. € (Vorjahr: 213,1 Mio. €) innerhalb eines Jahres und in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) nach einem Jahr bis zu fünf Jahren fällig. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2013 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und für die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing sowie aus Derivaten: scroll
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Einbezogen wurden dabei alle von STADA genutzten Finanzinstrumente, die am 31.12.2013 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten in Angabe 46. und Angabe 47.7. enthalten. 40. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Personalverbindlichkeiten betreffen zum 31.12.2013 mit 1,0 Mio. € Abgrenzungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem geänderten Standard IAS 19 angepasst (vgl. Angabe 3.). Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. 41. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Schadensersatzrückstellungen beinhalten mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten und entwickelten sich wie folgt: scroll
Die Rückstellungen für Gewährleistungen entwickelten sich folgendermaßen: scroll
Sonstige Angaben42. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 205,4 Mio. € (Vorjahr: 212,7 Mio. €). Die Veränderung um 7,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus der deutlich höheren zahlungswirksamen Abnahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der höheren zahlungswirksamen Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig ergab sich ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich geringerer zahlungswirksamer Anstieg der Vorräte sowie eine höhere zahlungswirksame Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die den Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit jedoch nicht vollumfänglich kompensieren konnten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen. Dieser betrug im Berichtsjahr -312,4 Mio. € (Vorjahr: -468,4 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2013 wurden Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 53,0 Mio. € (Vorjahr: 115,3 Mio. €) vorgenommen, hiervon entfielen 13,5 Mio. € (Vorjahr: 77,4 Mio. €) auf wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios. Mit diesen Investitionen war im Berichtsjahr prinzipiell ein akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum verbunden. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 5,4 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €). Die Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen konsolidierter Unternehmen resultierten dabei im Vorjahr insbesondere aus der im Zuge der Umsetzung des Projekts "STADA - build the future" veräußerten irischen Tochtergesellschaft STADA Production Ireland Limited, Clonmel, Irland, der nicht zum Kerngeschäft des Konzerns gehörenden Engineering-Gesellschaften sowie der beiden russischen Produktionsstätten OOO Makiz Pharma, Moskau, Russland, und OOO Skopin Pharmaceutical Plant, Ryazanskaya obl., Russland. Im Geschäftsjahr 2013 haben sich dagegen keine Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen konsolidierter Unternehmen ergeben. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr insbesondere durch hohe Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst. Die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse betrafen im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Kaufpreiszahlungen für den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie die abschließenden Kaufpreiszahlungen für die zusätzlichen Anteile und die Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco und für das von der Spirig Pharma erworbene Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft, jeweils nach Abzug von erworbenen Zahlungsmitteln. Im Vorjahr hatten die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 im Wesentlichen die Akquisition des Grünenthal-Markenprodukt-Portfolios einschließlich der dazugehörigen Vertriebsgesellschaften sowie den Erwerb des Generika-Geschäfts der Spirig Pharma inklusive der entsprechenden Vertriebsstrukturen betroffen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen und beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 147,3 Mio. € (Vorjahr: 30,6 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus der von STADA im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe. Gegenläufig nahm die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu. Die Auszahlungen aus Dividendenausschüttungen betrafen mit 29,6 Mio. € im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2012 gezahlte Dividende an die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG. Die Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung sind das Ergebnis der Ausübung von STADA-Optionsscheinen 2000/2015 (vgl. Angabe 35.1.). Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf -107,0 Mio. € (Vorjahr: -255,8 Mio. €) und ist damit noch immer wesentlich durch das hohe Akquisitionsvolumen gekennzeichnet. Der um Effekte aus Auszahlungen für wesentliche Investitionen und Effekte aus Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bezüglich immaterieller Vermögenswerte, Unternehmenszusammenschlüssen und Zu- bzw. Abgängen von Anteilen konsolidierter Unternehmen bereinigte Free Cashflow errechnet sich wie folgt: scroll
43. SegmentberichterstattungDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Die Segmentierung im STADA-Konzern basiert auf vertrieblicher Differenzierung. Damit wird die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten wesentlich durch die vertriebliche Positionierung determiniert. Ändert sich diese für Teile des Produkt-Portfolios, werden die dazugehörigen Umsätze umgegliedert. Grundsätzlich gliedern sich die operativen Segmente von STADA in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie in die Randaktivität Handelsgeschäfte. Bei Generika handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt - in der Regel mit Arzneimittel-Charakter -, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind oder in Kürze ablaufen und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
Bei Markenprodukten handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte in der Regel abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
STADA betreibt Geschäfte bzw. hält Beteiligungen auch außerhalb der Kernsegmente. Diese Aktivitäten haben in der Regel das Ziel, das Konzerngeschäft in den Kernsegmenten zu ergänzen und zu unterstützen. Soweit diese Geschäfte überwiegend Handelscharakter haben, indem sie bspw. eine Großhandelstätigkeit darstellen, werden sie im Segment der Handelsgeschäfte zusammengefasst. Alle weiteren Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte, die den Segmenten nicht direkt zugeordnet werden können, sowie die Eliminierung von Umsatzerlösen zwischen Segmenten werden unter der Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung ausgewiesen. Die Angaben zu den wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten beinhalten Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, jedoch nicht planmäßige Abschreibungen sowie die Saldierung aus Wertminderungen und Zuschreibungen. Darüber hinaus sind weitere zahlungsunwirksame Sachverhalte, insbesondere nicht zahlungswirksame Effekte aus Abgrenzungen für Krankenkassen-Abrechnungen, hier enthalten. Auf einen Ausweis der Segmentschulden sowie des langfristigen Segmentvermögens wird verzichtet, da diese für die Konzernsteuerung und für das Konzernreporting ohne Relevanz sind. 43.1. Informationen nach operativen Segmentenscroll
43.2. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
43.3. Überleitung Segmentvermögen zu Konzernvermögenscroll
43.4. Informationen nach Ländernscroll
In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft werden die Umsatzerlöse mit fremden Dritten nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft der genannten Länder ausgewiesen. Die Angaben zu dem Vermögen nach Ländern beziehen sich auf langfristige Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen). 43.5. Informationen über wichtige KundenGemäß IFRS 8.34 hat ein Unternehmen anzugeben, wenn sich die Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf mindestens 10% der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen. Im Berichtsjahr traf dies wie im Vorjahr auf keinen Kunden zu. 44. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Bei STADA bestehen Eventualverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit rechtlichen Risiken aus anhängigen Verfahren. Im Wesentlichen betrifft dies Patentrisiken für bestimmte pharmazeutische Wirkstoffe. Die daraus resultierenden möglichen Verpflichtungen beliefen sich auf ca. 11,1 Mio. € (Vorjahr: 14,9 Mio. €). Die im Geschäftsbericht 2012 ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus rechtlichen Risiken in Höhe von 4,0 Mio. € aus einem Verfahren wegen Wettbewerbsverletzung in Serbien sowie bezüglich einer ausstehenden Entscheidung zur Zulassungsverlängerung eines Produkts in Deutschland in Höhe von 2,6 Mio. € bestehen nicht mehr, da eine Inanspruchnahme hierfür nunmehr ausgeschlossen ist. Rückstellungen wurden hierfür nicht gebildet, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vermögensabflusses unter 50% liegt. Die sich aus diesen Risiken potenziell ergebenden Abflüsse wären in der Regel kurzfristiger Art. Darüber hinaus reichte der Insolvenzverwalter der Velefarm Holding und der Velefarm VFB im 1. Quartal 2014 beim Handelsgericht in Belgrad Klage gegen die Hemofarm A.D., eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und die Velefarm Prolek, eine Gesellschaft der Velefarm-Gruppe, ein.1) In der Klageschrift werden mögliche Rückzahlungen an die Insolvenzmasse, welche sich aus dieser Klage ergeben könnten, mit Beträgen von ca. 54,2 Mio. € (in lokaler Währung) beziffert. Dabei wäre allerdings zu berücksichtigen, dass der Hemofarm als Gläubigerin der Insolvenzmasse eine Quote von der Insolvenzmasse in erheblichem Maße zusteht. Hemofarm und STADA halten die Klage für unbegründet, deshalb wurde hierfür keine Rückstellung gebildet.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. 45. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen insbesondere IT-Equipment und Kraftfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von vier Jahren. Ein wesentlicher neuer Leasingvertrag, der im Berichtsjahr abgeschlossen wurde, ist eine Lizenzvereinbarung und betrifft die Rücklizenzierung eines im Berichtsjahr verkauften immateriellen Vermögenswerts zur weiteren exklusiven vertrieblichen Nutzung. Die Vereinbarung sieht eine jährliche Lizenzgebühr in Höhe von 10% der Nettoumsatzerlöse vor, die mit den dazugehörigen Produkten in der Europäischen Union erzielt wurden, mindestens jedoch eine fest vereinbarte Mindestlizenzgebühr. Der Lizenzvertrag trat mit Wirkung zum 1. Dezember 2013 in Kraft und besitzt eine Grundlaufzeit von 85 Monaten. STADA besitzt ein sowohl während als auch nach der Grundlaufzeit vertraglich festgelegtes Vorkaufsrecht sowie eine Rückkaufoption nach Beendigung der Grundlaufzeit. Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von Operating-Leasing-Verhältnissen belief sich zum Geschäftsjahresende auf 71,0 Mio. € (Vorjahr: 50,6 Mio. €) und setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen: scroll
Im Geschäftsjahr 2013 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 29,5 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €) aufwandswirksam erfasst. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen eine Verpflichtung seitens der OAO Nizhpharm über 131,0 Mio. € gegenüber der Butterwood Holdings Limited, Zypern, für den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor®, wobei der Vertragsvollzug zum 31.12.2013 unter umfangreichen Vollzugsbedingungen stand.1) Darüber hinaus besteht unverändert eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft wird aktuell nicht ausgegangen. Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
18.10.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 28.02.2014. 46. Angaben zu Finanzinstrumenten46.1. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach BewertungskategorienZu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien werden folgende Angaben gemacht, wobei für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 folgende Abkürzungen angewandt werden: LaR ("loans and receivables") entsprechen Krediten und Forderungen, HtM ("held-to-maturity investments") sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, AfS ("available-for-sale financial assets") zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, FAHfT ("financial assets held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, FLHfT ("financial liabilities held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und FLAC ("financial liabilities measured at amortized cost") finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. scroll
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Da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Abweichungen der beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten ergeben sich wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt bei den Schuldscheindarlehen, den Anleihen sowie den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich neben einem kleineren Anteil von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels der Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen ebenfalls regelmäßig kurze Restlaufzeiten auf, so dass die bilanzierten Werte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die nach IFRS 7 erforderlichen Angaben je Klasse von Finanzinstrumenten definiert STADA jede Bewertungskategorie als eine Klasse. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente für die jeweiligen Klassen von Finanzinstrumenten ermittelt wurden: Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen in T € auf wiederkehrender Grundlagescroll
STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Im Geschäftsjahr ergab sich eine Umgliederung der Zins-/Währungsswaps, der Devisentermingeschäfte sowie der Zinsswaps von der Hierarchiestufe 2 in die Hierarchiestufe 3. Diese Umgliederung ergab sich aus einer Klarstellung im Rahmen des Anhangs des in 2013 neu anzuwendenden IFRS 13. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS) betreffen Aktien, für die Marktpreise zur Bewertung vorliegen. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zinsswaps bzw. Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zinsswaps reflektieren. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der auf nicht wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte ermittelt wurden: Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen in T € auf nicht wiederkehrender Grundlagescroll
Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Immobilien einer STADA-Tochtergesellschaft in Serbien. Die nicht wiederkehrende Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts stellt ein von einem unabhängigen Gutachter erstelltes Wertgutachten dar, welches weitestgehend mit am Markt beobachtbaren Inputparametern ermittelt wurde. Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet. scroll
46.2. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach BewertungskategorienDas erfolgswirksame Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt aufgliedern: Nettoergebnisse nach Bewertungskategorienscroll
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Der Ausweis der Zinsen aus Finanzinstrumenten erfolgt in den finanziellen Erträgen und finanziellen Aufwendungen im Zinsergebnis. Erhaltene Dividenden werden im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit Ausnahme des Abgangseffekts für die zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und der Bewertungsergebnisse der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps, die in den finanziellen Erträgen bzw. in den finanziellen Aufwendungen sowie bezüglich der Zins-/Währungsswaps teilweise auch im Kursergebnis erfasst werden, erfolgt der Ausweis der übrigen Komponenten des Nettoergebnisses in den sonstigen Erträgen bzw. in den anderen Aufwendungen. Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten bezieht sich auf im Geschäftsjahr 2013 ausgelaufene Devisenswaps. Bewertungsergebnisse von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Cashflow-Hedges, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden, sind in dieser Darstellung mangels Erfolgswirksamkeit nicht enthalten. 47. Risikomanagement, derivative Finanzinstrumente und Angaben zum Kapitalmanagement47.1. Grundsätze des RisikomanagementsDie Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken aus den laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. 47.2. WährungsrisikenDie Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken bestehen einerseits in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. STADA nutzt neben natürlichen Absicherungen (Natural Hedges) grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr 2013 setzte STADA u.a. Devisenterminkontrakte und Zins-/Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Kontrakte laufen aktuell bis zu vier Jahre. Andererseits führen Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzposition sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko). Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus. Wechselkursrisiken stammen im Wesentlichen aus Geschäften in den folgenden Währungen: russischer Rubel, britisches Pfund, serbischer Dinar, Schweizer Franken und vietnamesischer Dong. Dieses Risiko wird nicht gesichert. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen. Die quantitativen Angaben zum Währungsänderungsrisiko ermittelt STADA durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind. Sofern Sicherungsgeschäfte vorliegen, werden diese dem aus der Aggregation entstandenen aktivischen oder passivischen Saldo gegenübergestellt. Dabei ergeben sich die nachfolgend dargestellten wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, die sich bei einer Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung bzw. 10%ige Abwertung des Euro wie folgt darstellen: scroll
Hierbei wird jedes Währungsrisiko isoliert, d.h. ohne wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt. Im Berichtsjahr betrifft die ausgewiesene offene Fremdwährungsposition in US-Dollar ausschließlich Fremdwährungsbestände bei ausländischen Konzerngesellschaften in US-Dollar. Bei den ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in russischen Rubel handelt es sich um einen Saldo aus Fremdwährungsbeständen bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro und offenen Fremdwährungsbeständen in russischen Rubel. Die ausgewiesene offene Fremdwährungsposition in kasachischem Tenge betrifft ausschließlich Fremdwährungsbestände bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro. Das Währungsänderungsrisiko aus Konzernsicht ergibt sich bei den offenen Fremdwährungsbeständen in Euro aus der funktionalen Währung der jeweiligen ausländischen Konzerngesellschaft. 47.3. ZinsrisikenZinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen als auch Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland. Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko soweit möglich für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps und nicht in einer Sicherungsbeziehung stehende Zinsswaps. Unter Berücksichtigung dieser Sicherungsgeschäfte waren in 2013 durchschnittlich 72% (Vorjahr: 84%) der auf Euro und 100% (Vorjahr: 100%) der auf Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. In die Berechnung werden folgende Sachverhalte einbezogen:
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47.4. AusfallrisikenAußerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich sind entsprechende Kreditmanagementprozesse vorhanden und entsprechende Geschäfte werden in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Ausfallrisiken bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Akkreditive, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit internationalen Großhändlern unterliegen einer besonderen Überwachung. Von Risikokonzentrationen wird ausgegangen, wenn Schuldner ein bestimmtes Kreditvolumen überschreiten, für das keine Sicherheiten übertragen wurden. Bedeutsame Risikokonzentrationen, die über die in Vorjahren als Sondereffekt klassifizierten Wertberichtigungen für Forderungen gegenüber Großhändlern in CEE-Ländern hinausgehen, bestehen bei STADA zum Bilanzstichtag jedoch nicht. Das maximale Kreditausfallrisiko von STADA ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte. Daneben hat STADA Bürgschaften und Garantien gewährt, die zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von insgesamt 156,4 Mio. € (Vorjahr: 25,4 Mio. €) ausmachten (vgl. Angabe 45.). Als Kreditbesicherungen werden verschiedenartige Sicherheiten von STADA gehalten, darunter Hypotheken, Bank- bzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändete Vorräte. 47.5. LiquiditätsrisikenDie Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr 2013 jederzeit gewährleistet. Im Rahmen der rollierenden Liquiditätsplanung werden die Zahlungsströme aller Gesellschaften regelmäßig überwacht. Um die finanzielle Flexibilität und die Finanzierungssicherheit von STADA sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln vorgehalten und um freie Kreditlinien ergänzt. Hierzu schließt STADA mit verschiedenen Banken regelmäßig bilaterale Kreditverträge für eine Laufzeit von mindestens zwölf Monaten ab. Die Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten wird im Rahmen der rollierenden Liquiditätsplanung entsprechend überwacht. 47.6. Sonstige PreisrisikenEs bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem geringen Umfang aus. 47.7. Derivative Finanzinstrumente und SicherungsinstrumenteSTADA begegnet den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Im Geschäftsjahr 2013 bestehen Cashflow-Hedges ausschließlich in Form von Payer-Zinsswaps. Hierbei werden variable Zinszahlungen in feste Zinszahlungen getauscht und damit das Zahlungsstromrisiko variabel verzinslicher Verbindlichkeiten abgesichert. Zinsbezogene Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte werden im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine neuen Payer-Zinsswaps als Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zinszahlungen aus Schuldscheindarlehen designiert. Fremdwährungsderivate werden in der Regel zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten gehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen vier Devisenswaps, welche der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen dienen, jedoch nicht als Fair-Value-Hedge designiert wurden. scroll
Der Verlust aus der Bewertung dieser Sicherungsgeschäfte in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. € wurde saldiert im Kursergebnis in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag vier Zins-/Währungsswaps in Form von Cross-Currency-Swaps, welche der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen dienen, jedoch nicht als Fair-Value-Hedge designiert wurden. scroll
Die Erträge aus der Bewertung dieser Sicherungsgeschäfte wurden in Höhe von insgesamt 8,0 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) saldiert im Kursergebnis in den sonstigen Aufwendungen und in Höhe von 1,6 Mio. € in den sonstigen finanziellen Erträgen erfasst. Im Vorjahr wurde aus der Bewertung ein Aufwand in Höhe von 1,7 Mio. € in den sonstigen finanziellen Aufwendungen erfasst. Die Kurseffekte aus den jeweiligen Grundgeschäften sowie aus den Cross-Currency-Swaps saldieren sich dabei innerhalb des Kursergebnisses. Das Gesamtvolumen Währungs- und zinsbezogener Derivate setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Cashflow-Hedges enden die Laufzeiten zwischen 2014 und 2016. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird retrospektiv und prospektiv auf Basis eines Effektivitätstests überprüft. Zum Bilanzstichtag waren alle der oben dargestellten Sicherungsbeziehungen effektiv. Alle Änderungen im beizulegenden Zeitwert der derivativen Sicherungsinstrumente wurden daher erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die daraus resultierenden Erträge auf 2,3 Mio. € nach Berücksichtigung latenter Steuern (Vorjahr Aufwendungen: 1,3 Mio. €). 47.8. Angaben zum KapitalmanagementZiele des Kapitalmanagements der STADA sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des profitablen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Das Kapitalmanagement der STADA zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Bei der Umsetzung und Prüfung des Kapitals und der Liquidität des Konzerns werden die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt. Die Überwachung des Kapitals erfolgt auf Basis der Nettoverschuldung, die sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" ergibt. Als wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements von STADA gilt das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, das im Geschäftsjahr 2013 bei 3,1 lag (Vorjahr1): 3,2). Die Nettoverschuldung und das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt: scroll
48. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. 48.1. Beziehungen zu nahestehenden PersonenPersonen in Schlüsselpositionen sind die Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG, deren Bezüge einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Lagebericht (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Vergütungsbericht") sowie bezüglich der quantitativen Angaben zusammenfassend in Angabe 49. dargestellt werden. Im Rahmen der ordentlichen Berufsausübung einzelner Aufsichtsräte und Beiräte als Freiberufler bestehen Geschäftsbeziehungen dieser Aufsichtsräte und Beiräte mit STADA, die nach Umfang und Art keinen signifikanten Charakter haben. Im Geschäftsjahr 2013 war Steffen Retzlaff, Sohn des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, als Geschäftsführer der Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, der STADAvita GmbH, der PharmaSwyzz Deutschland GmbH und der STADA PHARMA Bulgaria EOOD sowie als Mitglied des Board of Directors der STADA MENA DWC-LLC tätig. 48.2. Beziehungen zu nahestehenden UnternehmenInnerhalb der Aktiva und Passiva entfielen im Wesentlichen folgende Beträge auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Die Aufwendungen und Erträge entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Darüber hinaus werden die folgenden Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen gemacht: Unverändert stellt STADA für das assoziierte Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG einen mit zum Teil für Risikokapital üblichen Zinssatz versehenen Darlehensrahmen zur Verfügung, von dem per 31.12.2013 insgesamt 15,6 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) ausgeschöpft waren. Mit der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bestehen ein Dienstleistungsvertrag sowie u.a. für die cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH ein von der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG eingeräumtes semi-exklusives Vertriebsrecht für Epozeta für Deutschland. In einigen weiteren europäischen Ländern (wie bspw. Serbien oder Russland) hat bzw. kann eine lokale STADA-eigene Tochtergesellschaft parallel dazu ebenfalls eine semi-exklusive lokale Vertriebslizenz erhalten. Die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bedient sich - mit Ausnahme der aktienrechtlichen Organe der Gesellschaft - unverändert bisher keines eigenen Personals, sondern beauftragt damit exklusiv Gesellschaften des STADA-Konzerns, die dafür marktübliche Konditionen in Rechnung stellen. STADA unterhielt im Geschäftsjahr 2013 ebenfalls verschiedene Geschäftsbeziehungen mit den gemeinsamen Mitgesellschaftern der zuvor als Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen STADA Import/Export, British Virgin Islands, welche zum 30.11.2013 entkonsolidiert wurde, sowie der STADA Vietnam, Vietnam, welche seit dem 4. Quartal im Rahmen der Kontrollerlangung als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Mitgesellschafter der STADA Import/Export und der STADA Vietnam erhielten für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der Gemeinschaftsunternehmen eine entsprechende Geschäftsführervergütung, welche sich anteilig für das Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 75 T € belief (Vorjahr: 137 T €). Im Geschäftsjahr 2013 erzielte STADA bis zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung zudem Umsatzerlöse mit dem Mitgesellschafter der STADA Vietnam in Höhe von insgesamt 9,3 Mio. € (Vorjahr: 12,8 Mio. €). Darüber hinaus unterhält STADA Geschäftsbeziehungen zu dem Mitgesellschafter des nicht konsolidierten Gemeinschaftsunternehmens Hetmak FZCO, Dubai. Aus dieser Geschäftsbeziehung bestanden zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. €. 49. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats werden einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Lagebericht (vgl. "Geschäft und Rahmenbedingungen - Vergütungsbericht") dargestellt. Zusammenfassend werden gemäß IAS 24 unter Berücksichtigung der Angabepflichten des § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 1-4 HGB die folgenden Angaben zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG gemacht: scroll
scroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 3.040 T €, wovon 2.753 T € auf das in 2013 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Axel Müller entfallen. Der Barwert der Pensionszusagen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrug zum 31.12.2013 9.598 T €. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADA keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen. 50. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PKF Deutschland GmbH sind folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2013 erfasst worden: scroll
Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum Geschäftsjahresende. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni des entsprechenden Geschäftsjahres. Sonstige Leistungen betreffen im Wesentlichen die Erteilung eines Comfort Letters. 51. Corporate GovernanceDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 12.11.2013 abgegeben. Die Erklärung ist über die Website der Gesellschaft (www.stada.de in deutscher bzw. www.stada.com in englischer Sprache) öffentlich zugänglich und wird darüber hinaus auch im Geschäftsbericht unter "Weitere Informationen" dargestellt. 52. Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresDie zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2013 und dem Unterzeichnungsdatum des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses für 2013 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns sahen wie folgt aus:
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. 53. DividendeLaut Aktiengesetz bestimmt sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die STADA Arzneimittel AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzes aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Dieser betrug zum 31.12.2013 116.578.257,14 €. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 zur Ausschüttung einer Dividende von 0,66 € je STADA-Stammaktie zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Dividende in Höhe von 0,50 € je STADA-Stammaktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 an die Aktionäre ausgeschüttet.
Bad Vilbel, 24. März 2014 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bad Vilbel, 24. März 2014 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste BESTÄTIGUNGSVERMERK DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft, Bad Vilbel, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt, den 24. März 2014 PKF Deutschland GmbH Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer GLOSSAR A-ZAudit: Im Pharmamarkt: Kontrolle der Einrichtungen und Dokumentationen von Herstellern oder Vorlieferanten. Biosimilar: Unter einem Biosimilar versteht man ein Arzneimittel mit einem biotechnologisch hergestellten Protein als Wirkstoff, das im Vergleich mit einem sich bereits im Markt befindlichen Erstanbieterprodukt entwickelt wurde und diesem so ähnlich ist, dass das Biosimilar dazu eine nachgewiesene therapeutische Äquivalenz aufweist. Dossier: Benötigte Unterlagen für einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels, die die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels beschreiben. Gewerbliche Schutzrechte: Bieten Erfindern bzw. Unternehmen einen zeitlich begrenzten Konkurrenzschutz für eine Erfindung. Das bekannteste gewerbliche Schutzrecht ist das Patent. Weiterhin spielt im Pharmamarkt das Supplementary Protection Certificate (SPC) eine wichtige Rolle. GMP: Good Manufacturing Practice, internationaler Produktionsstandard in der pharmazeutischen Industrie. Handelsgeschäfte: Kauf und Weiterverkauf von Produkten Dritter; häufig handelt es sich im Pharmamarkt dabei um Großhandelsgeschäfte oder Parallelimporte. Indikation: Krankheitsbild, bei dem ein bestimmtes Arzneimittel eingesetzt wird. Monoklonale Antikörper: Monoklonale Antikörper sind immunologisch aktive Proteine (Eiweißmoleküle), die gegen ein einzelnes Epitop (Oberflächenstruktur) eines Antigens (Krankheitserreger oder bestimmte Moleküle) gerichtet sind und dieses mit höchster Spezifität binden. Monoklonale Antikörper werden mit molekularbiologischen Methoden generiert und biotechnologisch durch gentechnisch veränderte Zelllinien hergestellt. Nephrologie: Ein Teilgebiet der inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik und der nichtchirurgischen Therapie von Nierenerkrankungen befasst. Onkologie: Ein Teilgebiet der inneren Medizin, das sich mit Krebserkrankungen befasst. Patent: Im Pharmamarkt: gewerbliches Schutzrecht, das neuen pharmazeutischen Wirkstoffen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität (in der EU bspw. 20 Jahre) gewährt. Rituximab: Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen wie z.B. der Non-Hodgkin-Lymphome sowie verschiedener Autoimmunerkrankungen wie bspw. der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. Trastuzumab: Trastuzumab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung bestimmter Formen des Brustkrebses und des Magenkrebses. Verschreibungspflicht: Die gesetzliche Vorgabe, dass Arzneimittel in Abhängigkeit von ihrem Risikopotenzial nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung an Patienten abgegeben werden dürfen. Wirkstoff: Im Pharmamarkt: der arzneilich wirksame Bestandteil einer Arzneiform (auch API - Active Pharmaceutical Ingredient). Zulassung: Arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Vermarktung eines Arzneimittels in einem nationalen Markt. FINANZKALENDER2014scroll
2015scroll
Stand bei Drucklegung, Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie unter: www.stada.de bzw. www.stada.com. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden auf der Website der Gesellschaft (www.stada.de bzw. www.stada.com) zu den angegebenen Terminen in der Regel vor Öffnung der Frankfurter Wertpapierbörse publiziert. Aktionäre erhalten die Berichte auf Anforderung in gedruckter Form übersandt. IMPRESSUMscroll
Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen (im Sinne des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995), die Überzeugungen und Erwartungen der Unternehmensführung zum Ausdruck bringen. Solche Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung und beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. Die STADA Arzneimittel AG übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse und Entwicklungen anzupassen. RundungenIm allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. UMSATZ-ÜBERSICHTKonzernumsätze in Mio. €scroll
Umsätze nach Marktregionen in Mio. €scroll
FÜNF-JAHRES-VERGLEICHFinanzkennzahlenscroll
Vermögens-/Kapitalstrukturscroll
Investitionen/Abschreibungenscroll
Mitarbeiter/-innenscroll
Kennzahlen STADA-Aktiescroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden im Rahmen einer
im Geschäftsjahr 2013 vorgenommenen Methodenänderung sowie gemäß dem
geänderten Standard IAS 19 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst
(vgl. Konzernanhang unter Angaben 3. und 4.). Aus Gründen des in IAS
8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts wurden die Vorjahreszahlen
der Geschäftsjahre 2011 und früher diesbezüglich nicht angepasst. www.stada.de www.stada.com |
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