![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelKonzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014STADA-Geschäftsbericht 2014STADA-KENNZAHLENKonzern-Kennzahlenscroll
Aktien-Kennzahlenscroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). STADA IN KÜRZESTADA-GESCHÄFTSMODELL
STADA-GESCHÄFTSJAHR 2014
STADA-PROGNOSE
STADA-Geschäftsbericht 2014VORWORT DES STADA-VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,in 2014 waren wir sowohl in der Marktregion Deutschland als auch in der Marktregion CIS / Osteuropa mit herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert. Insgesamt mussten wir hohe einmalige Sondereffekte ausweisen, die zu einem großen Teil aus Wertberichtigungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und weiteren immateriellen Vermögenswerten infolge des stark veränderten Zins- und Währungsumfelds sowie anhaltend höherer Risiken in der Marktregion CIS / Osteuropa resultierten. Ungeachtet der Herausforderungen konnten wir unsere Umsatz- und Gewinnziele auf Konzernebene erreichen. Der Konzernumsatz erhöhte sich und insbesondere bei dem für uns zunehmend an Bedeutung gewinnenden Markenprodukt-Segment konnten wir ein starkes Umsatzwachstum erzielen. Die Ertragsentwicklung zeichnete sich durch eine Steigerung der operativen Ertragskraft aus, die sich in einem Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen des Konzerns widerspiegelte. Angesichts der hohen einmaligen Sondereffekte reduzierte sich der ausgewiesene Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte. Allerdings verzeichnete der bereinigte Konzerngewinn einen deutlichen Anstieg. Sehr erfreulich entwickelte sich auch unsere bereinigte Konzernsteuerquote, die wir deutlich reduzieren konnten. Darüber hinaus waren wir mit dem bereinigten Free Cashflow sehr zufrieden, dessen Steigerung im Wesentlichen aus einer zahlungswirksamen Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus geringeren Ertragsteuerzahlungen resultierte. Bei der Betrachtung der regionalen Umsatzentwicklung ist zum einen Zentraleuropa mit einer deutlichen Zunahme hervorzuheben, die ungeachtet einer hohen Vergleichsbasis im Vorjahr erfolgte und insbesondere auf Umsatzsteigerungen in Großbritannien, Italien, Belgien und Spanien basierte. Zum anderen entwickelte sich die Marktregion Asien & Pazifik mit einem signifikanten Umsatzplus sehr positiv, was im Wesentlichen auf die Konsolidierungen der vietnamesischen STADA Vietnam und der chinesischen STADA Pharmaceuticals (Beijing) als Tochterunternehmen zurückzuführen ist. Im Rahmen unserer aktiven Akquisitionspolitik sind wir im Geschäftsjahr 2014 weiter vorangekommen und haben unser Markenprodukt-Portfolio in Russland wie auch in Großbritannien durch attraktive Zukäufe gestärkt. Wie erfolgreich unsere Produktentwicklung ist, konnten wir wieder einmal durch die weltweite Einführung von zahlreichen Produkten unter Beweis stellen. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Biosimilar-Aktivitäten mit dem Vertriebsbeginn des Filgrastim-Präparats Grastofil® , der Einlizenzierung von Teriparatid und dem Verhandlungsbeginn über die Einlizenzierung eines Biosimilars zu Adalimumab (Humira® ) weitere Fortschritte erzielt. Die Finanzierungsstruktur des Konzerns konnten wir im Berichtsjahr durch die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen zu guten Konditionen stärken. Mit den in ihrer Fälligkeit gestaffelten Finanzierungsinstrumenten verfügen wir nach wie vor über ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine stabile Finanzierungsstruktur. Grundsätzlich zeigt sich sowohl im Rahmen unserer Refinanzierungsgespräche als auch anhand der Konditionen für die Schuldscheindarlehen, dass die Teilnehmer am Refinanzierungsmarkt unverändert großes Vertrauen in unser Geschäftsmodell und die weiteren Wachstumsmöglichkeiten von STADA haben. Die von uns in 2014 erzielten Erfolge sind maßgeblich auf die großartigen Leistungen und den unermüdlichen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Hierfür möchte ich mich bei den Beschäftigten im Namen des gesamten Vorstands ausdrücklich bedanken. Des Weiteren gilt unser Dank auch dem STADA-Aufsichtsrat und STADA-Beirat für die unverändert konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit. Beim Ausblick für den Konzern gehen wir insgesamt von einer weiteren erfolgreichen Entwicklung aus. Allerdings sind wir im laufenden Geschäftsjahr insbesondere auf Grund der CIS-Krise mit sehr schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Angesichts dessen gehen wir davon aus, bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz ein leichtes Wachstum erzielen zu können. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen des russischen Rubel und gestiegener Risiken im Zusammenhang mit der Konsumentenstimmung sowie der allgemeinen Marktlage erwarten wir jedoch einen rückläufigen Gewinnbeitrag aus Russland. Unter Einbeziehung dieser Entwicklungen und auf Basis der aktuellen Währungsrelationen rechnen wir beim bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn mit einem deutlichen Rückgang. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwarten wir ein Niveau von nahezu 3.
Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG nahm im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat überwachte die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, bezog der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und unmittelbar ein. Der Aufsichtsrat ließ sich im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit vom Vorstand monatlich durch mündliche und schriftliche Berichte und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Strategie sowie die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung im Hinblick auf die Gesellschaft und den STADA-Konzern informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für die Gesellschaft bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat - auch zwischen den ordentlichen Sitzungen - über Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden über den Gang der Geschäfte einschließlich Umsatzentwicklung und Rentabilität, wichtige Geschäftsvorfälle sowie Angelegenheiten von wesentlicher Bedeutung. Zudem überwachte der Aufsichtsrat den Rechnungslegungsprozess und die durch den Vorstand für das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem, das interne Revisionssystem sowie die Compliance getroffenen Maßnahmen. Der Vorstand erläuterte den Mitgliedern des Aufsichtsrats etwaige Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen im Einzelnen. Alle Angelegenheiten, die laut Satzung und Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat behandelte und prüfte diese Vorgänge eingehend und beriet sie mit dem Vorstand, wobei regelmäßig der Nutzen, die Risiken und die Auswirkungen des jeweiligen Vorgangs im Mittelpunkt standen. Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der TätigkeitDer Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2014 (am 17.01., 26.03., 06.05., 03.06., 09.07., 06.08., 08.10., 11.11. und 11.12.) insgesamt neun Sitzungen ab. Folgende Themen standen dabei im Mittelpunkt:
Besetzung des Vorstands und des AufsichtsratsDie Besetzung des Vorstands blieb im Geschäftsjahr 2014 unverändert. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 04.06.2014 ergaben sich - als Ergebnis einer im Mai turnusmäßig erfolgten Neuwahl - Veränderungen bei den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat. Als Arbeitnehmervertreter gehören seit diesem Tag dem Aufsichtsrat die neu gewählten Dr. Ute Pantke, Halil Duru sowie Jens Steegers an. In seiner Sitzung am 09.07.2014 wählte der Aufsichtsrat Carl Ferdinand Oetker zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Arbeit der AusschüsseDie vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse, der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss, unterstützten den Aufsichtsrat im Berichtsjahr bei seiner Tätigkeit. Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2014 vier Sitzungen ab (am 25.03., 05.05., 05.08. und 10.11.). Im Rahmen dessen befasste er sich vor allem mit den Ergebnissen, Kennzahlen, dem Rechnungswesen, den Konzernfinanzierungsgrundsätzen, dem internen Risikomanagement, der internen Revision und der Compliance im Konzern. Ferner berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat in einer Sitzung über die Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und Konzernzwischenlageberichts zum 30.06.2014. Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr 2014 zu zwei Sitzungen zusammen (am 25.03. und 05.12.) und stimmte sich darüber hinaus kontinuierlich fernmündlich ab. Dabei befasste er sich u.a. mit Vorstandspersonalia, Vergütungsfragen und Themen der betrieblichen Altersversorgung. Angesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss, wie ihn der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 24.06.2014 empfiehlt, für strukturell entbehrlich. Der Aufsichtsrat bildete jedoch ein Nominierungskomitee, bestehend aus den Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informierten das Aufsichtsratsplenum in dessen ordentlichen Sitzungen regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Corporate GovernanceAuch im Geschäftsjahr 2014 beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen und berücksichtigten dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Die auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 24.06.2014 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam am 11.11.2014 abgegebene neue Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz ist in diesem Geschäftsbericht unter dem Kapitel "Corporate Governance Bericht" abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com öffentlich zugänglich. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen gewesen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestanden für den Aufsichtsrat keine Zweifel. Der Abschlussprüfer gab die nach dem Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung ab. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Prüfungsausschuss prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und bezog dazu auch die Berichte des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung ein. In einer Sitzung des Prüfungsausschusses berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses beschäftigten sich ausführlich mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten und besprachen diese mit dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss erhob keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat, die Abschlüsse und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht zu billigen und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen. Auf der Grundlage der Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss prüfte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2014 sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die Arbeit und die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 keine Einwände und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Abschlussprüfer stellte ferner fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich den im Lagebericht des Vorstands jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 0,66 € je STADA-Stammaktie vorsieht, an. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns, dem Vorstand und dem Management für ihren großen Einsatz und das insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen in den Marktregionen CIS / Osteuropa und Deutschland gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2014.
Bad Vilbel, 25. März 2015 Dr. Martin Abend, Aufsichtsratsvorsitzender DAS GESCHÄFTSJAHR IM ÜBERBLICK5-Jahres-Vergleichscroll
Solide Geschäftsentwicklung ungeachtet herausfordernder RahmenbedingungenIn 2014 war der STADA-Konzern sowohl in der Marktregion Deutschland als auch in der Marktregion CIS / Osteuropa mit herausfordernden Rahmenbedingungen konfrontiert. Insgesamt ergaben sich im Berichtsjahr einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen von 128,6 Mio. € vor bzw. 121,6 Mio. € nach Steuern, die Wertberichtigungen von Geschäfts- oder Firmenwerten von 54,0 Mio. € vor und nach Steuern sowie von weiteren immateriellen Vermögenswerten von 22,0 Mio. € vor und 21,7 Mio. € nach Steuern infolge des stark veränderten Zins- und Währungsumfelds sowie anhaltend höherer Risiken in der Marktregion CIS / Osteuropa beinhalten.5) Ungeachtet der Herausforderungen stieg der Konzernumsatz - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - um 3% auf 2.062,2 Mio. € (Vorjahr6) : 2.003,9 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, nahm der Konzernumsatz leicht um 1% auf 2.014,3 Mio. € zu. Die Ertragsentwicklung zeichnete sich in 2014 durch eine Steigerung der operativen Ertragskraft aus, die sich in einem Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen des Konzerns widerspiegelte. Das ausgewiesene operative Ergebnis ging in 2014 im Wesentlichen bedingt durch die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA deutlich um 24% auf 188,5 Mio. € zurück (Vorjahr6) : 248,3 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA erhöhte sich um 9% auf 418,8 Mio. € (Vorjahr6) : 382,6 Mio. €). Angesichts hoher einmaliger Sondereffekte verzeichnete der ausgewiesene Konzerngewinn einen deutlichen Rückgang von 47% auf 64,6 Mio. € (Vorjahr: 121,4 Mio. €).
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Aus Gründen des in IAS 8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts
wurden die Vorjahreszahlen der Geschäftsjahre 2012 und früher diesbezüglich
nicht angepasst. Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten wies das bereinigte operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 eine Steigerung von 6% auf 320,7 Mio. € auf (Vorjahr1) : 303,1 Mio. €). Das bereinigte EBITDA zeigte einen Anstieg von 4% auf 431,9 Mio. € (Vorjahr1) : 414,3 Mio. €). Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn legte deutlich um 16% auf 186,2 Mio. € zu (Vorjahr: 160,6 Mio. €). Sehr erfreulich entwickelte sich die bereinigte Steuerquote des Konzerns. Während die ausgewiesene Steuerquote im Wesentlichen bedingt durch die steuerlich nicht abzugsfähigen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA bei 43,8% lag (Vorjahr1) : 35,1%), reduzierte sich die bereinigte Steuerquote im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf 24,2% (Vorjahr1) : 32,7%). Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen in den beiden Marktregionen Deutschland und CIS / Osteuropa erzielte STADA in der Einschätzung des Vorstands mit dieser Entwicklung in 2014 ein solides Ergebnis, das auf dem nachhaltigen, auf Marktregionen mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns basiert. Ungeachtet des schwierigen regulatorischen und wirtschaftlichen Umfelds konnte STADA die Marktpositionen in den wesentlichen nationalen Märkten behaupten. Stabile Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns war im Berichtsjahr unverändert stabil. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31.12.2014 auf 27,1% (31.12.2013: 29,6%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich. Die Nettoverschuldung betrug zum Bilanzstichtag 1.327,5 Mio. € (31.12.2013: 1.306,8 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 auf 3,1 (Vorjahr1) : 3,2). Zur Refinanzierung des Konzerns gab es zum 31.12.2014 eine in 2010 platzierte Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren in Höhe von 350 Mio. € und einer Verzinsung von 4,00% p.a., die im April des laufenden Geschäftsjahres fällig wird. Zwecks langfristiger Refinanzierung bestand zum Bilanzstichtag ein im 2. Quartal 2013 begebener fünfjähriger Bond in Höhe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 2,25% p.a. Darüber hinaus gab es zum 31.12.2014 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2015 bis 2019 in Höhe von insgesamt 552,5 Mio. €. Im 1. Quartal 2014 nahm STADA davon 200 Mio. € mit einer fünfjährigen Laufzeit auf, von denen 124 Mio. € einen fixen Zinssatz von 2,30% haben. Für 76 Mio. € gilt ein variabler Zinssatz von derzeit 1,40%. Im 2. Quartal 2014 erfolgte die Aufnahme von weiteren 20 Mio. € Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis 2019 und einem variablen Zinssatz von derzeit 1,33%. Im 4. Quartal 2014 nahm STADA weitere 50 Mio. € Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem festen Zinssatz von 1,33% auf. Insgesamt verfügt STADA mit diesen in der Fälligkeit gestaffelten Finanzierungsinstrumenten unverändert über ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine stabile Finanzierungsstruktur. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2014 223,8 Mio. € (Vorjahr1) : 203,7 Mio. €). Der Free Cashflow belief sich auf -38,2 Mio. € (Vorjahr1) : -108,2 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 157,4 Mio. € (Vorjahr1) : 133,3 Mio. €). Starke Produktentwicklung mit gut gefüllter Pipeline sowie vielversprechenden Biosimilar-AktivitätenDer STADA-Konzern verfügt über eine starke Produktentwicklung. Mit der Erweiterung des Produkt-Portfolios und der weltweiten Einführung von 626 einzelnen Produkten (Vorjahr1) : 706 Produkteinführungen) stellte STADA im Berichtsjahr erneut die Erfolge der konzernweiten Entwicklungsaktivitäten unter Beweis. Auch im Rahmen seiner Biosimilar-Aktivitäten konnte der Konzern weitere Fortschritte erzielen. So begann die deutsche STADA-Tochtergesellschaft cell pharm im 3. Quartal 2014 mit dem Vertrieb des Filgrastim-Präparats Grastofil® , das der Konzern bereits in 2013 einlizenziert hatte.2) Darüber hinaus lizenzierte STADA in 2014 Teriparatid ein, das nach dem Patentablauf des Originalpräparats Forsteo® voraussichtlich im Jahr 2019 europaweit unter dem Label von STADA eingeführt werden soll.3) Des Weiteren begannen STADA und der Biotechspezialist mAbxience im 4. Quartal 2014, Verhandlungen über die Einlizenzierung über ein Biosimilar zu Adalimumab (Humira® ) aufzunehmen.4) Angesichts der gut gefüllten Produkt-Pipeline erwartet der Vorstand, auch in Zukunft kontinuierlich neue Produkte in den einzelnen national en Märkten der jeweiligen Marktregionen einführen zu können. Der Schwerpunkt liegt dabei unverändert auf Generika in den EU-Ländern. Bei seinen Biosimilar-Aktivitäten verfolgt der Konzern auch weiterhin konsequent seine Strategie, auf die Kooperation mit hoch spezialisierten Partnern zu setzen, um sein Portfolio zu günstigen Konditionen mit qualitativ hochwertigen Präparaten zu erweitern. Aktive Akquisitionspolitik mit attraktiven ZukäufenIm Geschäftsjahr 2014 setzte der Konzern unverändert auf eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Wachstum durch externe Wachstumsimpulse voranzutreiben. Im Rahmen dessen fokussiert STADA einerseits auf die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf wachstumsstarken Schwellenländern. Andererseits stehen der Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente, insbesondere der Markenprodukte - die sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als Generika auszeichnen -, im Vordergrund. Im Berichtsjahr erzielte der Konzern im Rahmen dieser aktiven Akquisitionspolitik weitere Fortschritte. So erfolgte im 1. Quartal 2014 durch die russische STADA-Tochtergesellschaft AO Nizhpharm - nach Erfüllung umfangreicher Vollzugsbedingungen, insbesondere in den Bereichen Produktdokumentation und Lieferkette - planmäßig der Vertragsvollzug für den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® , das zehn verschreibungsfreie (OTC) Produktaufmachungen auf Meerwasserbasis in Form von Sprays und Tropfen mit dem lokalen regulatorischen Status Medizinprodukte zur Anwendung bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) und Halsschmerzen umfasst.5) Im 2. Quartal 2014 kaufte die britische STADA-Tochtergesellschaft Thornton & Ross Ltd. die Produktions- und Vertriebsrechte für das Markenprodukt-Portfolio Flexitol® für Großbritannien und Irland.6)
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Im 4. Quartal 2014 unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft Nizhpharm den Kaufvertrag für die beiden im Bereich Männergesundheit positionierten - bislang bereits über eine Lizenzvereinbarung vertriebenen - Markenprodukte AndroDoz® und NeroDoz® . Im laufenden 1. Quartal 2015 erfolgte der Erwerbsvollzug.1) Zudem erwarb die britische STADA-Tochtergesellschaft STADA UK Holdings Ltd. im 4. Quartal 2014 die britische Internis Pharmaceuticals Ltd., die im verschreibungsfähigen Bereich der therapeutischen Behandlung von Vitamin-D3-Mangel tätig ist. Volatile Entwicklung des STADA-AktienkursesDie Entwicklung des STADA-Aktienkurses war in 2014 relativ volatil, wurde aber im Wesentlichen durch die CIS-Krise und insbesondere durch die deutliche Abwertung des russischen Rubel gegenüber der Konzernwährung Euro belastet. In 2014 waren insgesamt die Aktienkurse von Unternehmen mit einem relativ hohen Geschäftsanteil in Russland beeinträchtigt. Auch STADA konnte sich mit einem Umsatzanteil von ca. 17% im russischen Markt diesem Einfluss nicht entziehen. Hatte der Schlusskurs Ende 2013 noch bei 35,93 € gelegen, notierte der Aktienkurs Ende 2014 mit einem Schlusskurs von 25,25 €. Dies entsprach insgesamt einem Rückgang von 30%. Während die STADA-Marktkapitalisierung Ende 2013 2,172 Mrd. € betragen hatte, lag sie Ende 2014 bei 1,531 Mrd. €. DividendenvorschlagAngesichts des rückläufigen ausgewiesenen Konzerngewinns schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat vor, der nächsten Hauptversammlung am 03.06.2015 zu empfehlen, für das Geschäftsjahr 2014 eine unveränderte Dividende in Höhe von 0,66 € je STADA-Stammaktie auszuschütten. 2) Dies sich daraus ergebende Ausschüttungssumme von 40,0 Mio. € (Vorjahr: 39,8 Mio. €) entspricht einer gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Ausschüttungsquote von ca. 62% des ausgewiesenen Konzerngewinns (Vorjahr: ca. 33%). Umfassendes Chancen- und RisikomanagementDas umfassende Risikomanagement-System zielt darauf ab, kontinuierlich bedeutende und bestandsgefährdende Risiken zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und Maßnahmen aufzuzeigen, die im Bedarfsfall rechtzeitig ergriffen werden können. Angesichts des aktuellen Status des Risikomanagement-Systems sind nach Einschätzung des Vorstands derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Das auf die Erkennung und Erschließung von neuen Wachstumspotenzialen sowie die Sicherung und den Ausbau von bestehenden Wachstumsopportunitäten ausgerichtete Chancenmanagement zielt darauf ab, den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Grundlage hierfür sind die strategischen Erfolgsfaktoren, die im Wesentlichen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik, einen funktional organisierten Konzern, ein effizientes Kostenmanagement sowie qualifizierte Beschäftigte umfassen.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
04.02.2015. AusblickInsgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Konzern insbesondere auf Grund der CIS-Krise mit sehr schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Angesichts dessen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 davon aus, bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz ein leichtes Wachstum erzielen zu können. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen des russischen Rubel und gestiegener Risiken im Zusammenhang mit der Konsumentenstimmung sowie der allgemeinen Marktlage erwartet er jedoch einen rückläufigen Gewinnbeitrag aus Russland. Unter Einbeziehung dieser Entwicklungen und auf Basis der aktuellen Währungsrelationen rechnet der Vorstand beim bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn mit einem deutlichen Rückgang. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand in 2015 ein Niveau von nahezu 3. Detaillierte Angaben zum Ausblick sind im Prognosebericht innerhalb des Lageberichts dieses Geschäftsberichts enthalten. PERSONALIADER STADA-AUFSICHTSRAT(Stand 01.03.2015)Dr. Martin Abend, Dresden (Vorsitzender) Carl Ferdinand Oetker, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Eckhard Brüggemann, Herne Halil Duru1) , Frankfurt am Main Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dresden Dieter Koch, Kiel Constantin Meyer, Seelze Dr. Ute Pantke1) , Wettenberg Jens Steegers1) , Bad Vilbel Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen. DER STADA-VORSTAND(Stand 01.03.2015)Hartmut RetzlaffVorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands seit 1992 Vorstandsvorsitzender seit 1993 Vertrag bis 31.08.2016 Helmut KraftVorstand Finanzen Mitglied des Vorstands seit 2010 Vertrag bis 31.12.2018 Dr. Matthias WiedenfelsVorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste Mitglied des Vorstands seit 2013 Vertrag bis 31.12.2016 Die Mitglieder des Vorstands sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen DER STADA-BEIRAT(Stand 01.03.2015)Die Mitglieder des STADA-Beirats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats berufen. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung. Der für fünf Jahre von 2014 bis 2018 berufene Beirat umfasst zurzeit folgende Mitglieder: Dr. Thomas Meyer, Seelze (Vorsitzender) Dr. Frank-R. Leu, Gießen (stellvertretender Vorsitzender) Rika Aschenbrenner, Mainburg Wolfgang Berger, Gießen Gerd Berlin, Haßloch Alfred Böhm, München Jürgen Böhm, Kirchhain Axel Boos, Darmstadt Reimar Michael von Kolczynski, Stuttgart Dr. Wolfgang Schlags, Mayen Jürgen Schneider, Offenbach Die Mitglieder des Beirats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen DIE STADA-AKTIEStammdaten der STADA-Aktiescroll
KapitalstrukturDas gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 157.629.420,00 € (31.12.2013: 157.150.500 €) war zum 31.12.2014 in 60.626.700 vinkulierte1) Namensaktien (31.12.2013: 60.442.500) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt. Die Veränderungen zum Vorjahr resultierten aus der Ausübung von 9.210 Optionsscheinen 2000/20152) . Damit standen zum 31.12.2014 noch 88.176 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 1.763.520 vinkulierten Namensaktien aus. Kapitalstruktur STADA Arzneimittel AGscroll
Volatile Entwicklung des STADA-AktienkursesDie Entwicklung des STADA-Aktienkurses war in 2014 relativ volatil, wurde aber im Wesentlichen durch die CIS-Krise und insbesondere durch die deutliche Abwertung des russischen Rubel gegenüber der Konzernwährung Euro belastet. In 2014 waren insgesamt die Aktienkurse von Unternehmen mit einem relativ hohen Geschäftsanteil in Russland beeinträchtigt. Auch STADA konnte sich mit einem Anteil der russischen Umsätze von ca. 17% am Konzernumsatz diesem Einfluss nicht entziehen. Hatte der Schlusskurs Ende 2013 noch bei 35,93 € gelegen, notierte der Aktienkurs Ende 2014 mit einem Schlusskurs von 25,25 €. Dies entsprach insgesamt einem Rückgang von 30%. Die für STADA relevanten nationalen Vergleichsindices wiesen im Jahresverlauf 2014 prozentual unterschiedliche Kursentwicklungen auf. Der deutsche Leitindex DAX®3) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3%. Der MDAX®4) , dem die STADA-Aktie angehört, stieg im selben Zeitraum um 2%. Beide Entwicklungen beziehen sich jeweils auf die XETRA®5) -Schlusskurse. Die STADA-Marktkapitalisierung belief sich Ende 2014 auf 1,531 Mrd. €. Ende 2013 hatte dieser Wert bei 2,172 Mrd. € gelegen. Gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG, die nur den Streubesitz berücksichtigt, nahm STADA in 2014 bei der Marktkapitalisierung im MDAX® Rang 24 ein. Im Jahr zuvor hatte STADA in dieser Kategorie auf Platz 17 gelegen.
1)
Die vinkulierten STADA-Namensaktien können
satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister
eingetragen werden und gewähren laut Satzung jeweils eine Stimme in
der Hauptversammlung. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher
im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt,
an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte
auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe
Sonderrechte zu. Beim Handelsvolumen im XETRA® -Handel und am Börsenplatz Frankfurt am Main betrug der durchschnittliche Tagesumsatz der STADA-Aktie in 2014 insgesamt 13,7 Mio. €. 2013 hatte das durchschnittliche Handelsvolumen der STADA-Aktie pro Tag bei 11,1 Mio. € gelegen. Damit war STADA beim Handelsvolumen der Indexsystematik der Deutschen Börse AG zufolge im Jahr 2014 auf Rang 8. Im Vorjahr hatte STADA in diesem Bereich Rang 13 eingenommen. Kennzahlen der STADA-Aktiescroll
Breit gestreute Aktionärsstruktur bei 100% FreefloatZum 31.12.2014 waren insgesamt ca. 42.000 Aktionärinnen und Aktionäre am Grundkapital der STADA Arzneimittel AG beteiligt. Nach den Ergebnissen von regelmäßig stattfindenden Analysen zur Aktionärsstruktur des Unternehmens geht STADA davon aus, dass sich ca. 58% der STADA-Aktien im Besitz von institutionellen Investoren befinden und ca. 11% von Apothekern und Ärzten gehalten werden. Im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms verkaufte STADA in 2014 2.154 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 31,62 €. Zum 31.12.2014 hielt STADA damit 89.835 eigene Aktien, während sich per 31.12.2013 91.989 eigene Aktien im Bestand des Unternehmens befunden hatten. In 2014 veröffentlichte der Konzern alle erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG. Diese 26 Veröffentlichungen und alle danach bei der Gesellschaft eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com einzusehen. Directors-DealingsIm Geschäftsjahr 2014 meldete STADA auf Basis der dem Unternehmen vorliegenden Informationen folgende Directors-Dealings. Am 29.09.2014 verkaufte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff 2.000 STADA-Optionsscheine zu einem Preis von 311,1325 € je Optionsschein. Am 17.10.2014 kaufte Silvia Retzlaff, Ehepartnerin von Hartmut Retzlaff, 400 STADA-Aktien zu einem Pries von 16,45 € (Erwerb aus Optionsausübung). Erfolgreicher Verlauf der ordentlichen HauptversammlungAm 04.06.20141) beschloss die ordentliche STADA-Hauptversammlung eine gegenüber dem Vorjahr um 32% deutlich gestiegene Dividende in Höhe von 0,66 € je Stammaktie. Damit entspricht die Ausschüttungssumme von 39,8 Mio. € (Vorjahr: 29,6 Mio. €) einer Ausschüttungsquote von ca. 33% des ausgewiesenen Konzerngewinns (Vorjahr: ca. 34%). Darüber hinaus entlastete die Hauptversammlung Vorstand und Aufsichtsrat mit hoher Zustimmung. Des Weiteren stimmte die Hauptversammlung der Anpassung der bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge der STADA Arzneimittel AG mit einigen ihrer Tochtergesellschaften auf Grund einer Gesetzesänderung zu. Zudem ergaben sich - infolge einer im Mai dieses Jahres turnusmäßig erfolgten Neuwahl - Veränderungen bei den Arbeitnehmervertretern2) im Aufsichtsrat.
1)
Die Abstimmungsergebnisse der Beschlüsse,
die auf der Hauptversammlung vom 04.06.2014 gefasst worden sind, sind
auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com
mindestens bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres publiziert. CORPORATE GOVERNANCE BERICHTDer Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB befinden sich auf der STADA-Website unter www.stada.de/cg bzw. www.stada.com/cg. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB beinhaltet die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse. 1. Entsprechenserklärung 2014Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGDie STADA Arzneimittel AG ("STADA") hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 12. November 2013 mit den dort aufgeführten Abweichungen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 (veröffentlicht am 10.06.2013 im Bundesanzeiger) entsprochen und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24.06.2014 (veröffentlicht am 30.09.2014 im Bundesanzeiger) künftig mit folgenden Abweichungen entsprechen: Ziffer 5.3.3: Nominierungsausschuss für AufsichtsratswahlenAngesichts der Größe des STADA-Aufsichtsrats mit sechs Vertretern der Anteilseigner hält der Aufsichtsrat einen solchen zusätzlichen Ausschuss für strukturell entbehrlich, hat aber die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses mit der Aufgabe eines Nominierungskomitees beauftragt; damit wird auch eine sonst nach der Satzung der Gesellschaft anfallende zusätzliche Vergütung für in einem solchen Ausschuss tätige Aufsichtsratsmitglieder vermieden. Ziffer 6.3: Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsErwerb und Veräußerung von Aktien der Gesellschaft einschließlich Optionen durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie durch die im Gesetz genannten in einer engen Beziehung zu ihnen stehenden Personen werden der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß den gesetzlichen Vorschriften mitgeteilt und von der Gesellschaft gemäß den gesetzlichen Bestimmungen publiziert. Der jeweilige Besitz an Aktien und von darauf bezogenen Erwerbs- oder Veräußerungsrechten (z.B. Optionen) der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wird jedoch nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Überzeugung, dass mit der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften ausreichende Transparenz gegeben ist. Für STADA sind die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex eine allgemeine Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit. In der täglichen Praxis können sich allerdings in Einzelfällen Situationen ergeben, in denen die Anwendung des Kodex zu Einschränkungen in der Flexibilität des Unternehmens oder in der bisher bewährten Unternehmenspraxis führen würde. Im Interesse einer guten Unternehmensführung kann es in diesen Einzelfällen zu einzelnen Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex kommen. STADA wird jedoch die Einhaltung des Kodex und die oben genannten Ausnahmen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
Bad Vilbel, den 11. November 2014 gez. Dr. Martin Abend, Vorsitzender des Aufsichtsrats gez. Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender 2. Relevante Angaben zu UnternehmenspraktikenCorporate GovernanceDie STADA Arzneimittel AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und verfügt über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur aus Vorstand und Aufsichtsrat. Das dritte Gesellschaftsorgan ist die Hauptversammlung. Darüber hinaus gibt es satzungsgemäß einen Beirat. Nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine gute Corporate Governance eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat von STADA verstehen unter Corporate Governance ein umfassendes Konzept für eine verantwortungsvolle, transparente und wertorientierte Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass die Corporate Governance in allen Bereichen bei STADA aktiv gelebt und ständig weiterentwickelt wird. Neben gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex umfasst Corporate Governance bei STADA auch die Standards des internen Kontrollsystems und der Compliance, die Regelungen zu den Organisations- und Aufsichtspflichten im Unternehmen sowie die STADA-unternehmensinternen Richtlinien und gemeinsamen Grundsätze und Werte. Risikomanagement und Interne RevisionEin Element guter Corporate Governance ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. STADA verfügt über ein systematisches Risikomanagement sowie ein Kontrollsystem, das den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen und unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils zu reagieren. Das STADA-Risikomanagement und -Kontrollsystem trägt damit zum Unternehmenserfolg bei. Das Risikomanagement ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision. Einzelheiten hierzu sind dem Lagebericht dieses Geschäftsberichts unter "Risikobericht" zu entnehmen. Der Bereich Interne Revision unterstützt darüber hinaus den Vorstand als unabhängige Funktion außerhalb des operativen Tagesgeschäfts. Der Bereich beurteilt interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen eine Optimierung der Geschäftsprozesse, eine Reduzierung der Kosten und eine Steigerung der Effizienz zu erreichen und unternehmensintern gesetzte Ziele zu erreichen. Ausgeprägte Compliance-KulturCompliance umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sowie die Ausarbeitung und Überwachung von internen Regeln, die sich ein Unternehmen selbst gibt. Ziele aller Compliance-Bemühungen sind die Abwendung möglicher Schäden vom Unternehmen und die Verhinderung von Fehlverhalten. Bei STADA ist Compliance fest im Leitbild einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -kontrolle verankert. Alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten erfolgen bei STADA ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze. Der Code of Conduct von STADA stellt die konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinie für alle Führungskräfte und Mitarbeiter des STADA-Konzerns dar und ist Basis aller Compliance-Tätigkeiten. Ziel des Code of Conduct ist es, allen Mitarbeitern bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit zur Seite zu stehen und ihnen Orientierung für richtiges Verhalten zu geben. Darüber hinaus konkretisieren interne Richtlinien, die so genannten Corporate Policies, diese Verhaltensrichtlinien zu spezifischen Themen. Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen, wie z.B. durch E-Learning-Maßnahmen, Präsenzschulungen und regelmäßige Newsletter bzw. Merkblätter zu Compliance-relevanten Inhalten, werden die STADA-Mitarbeiter fortlaufend über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen und internen Richtlinien informiert. Der für das Compliance-Management-System verantwortliche Chief Compliance Officer ist Mitglied des Vorstands, koordiniert das gesamte System und nimmt - ggf. auch anonyme - Beschwerden und Hinweise entgegen. Unterstützt wird er dabei national und international von Compliance-Managern und in Deutschland von einem externen Ombudsmann. Um die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und unternehmensinternen Regelungen zur Compliance in effektiver Weise zu gewährleisten, überprüft STADA das Compliance-Management-System regelmäßig und entwickelt es weiter. Qualität und Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie STADA-LeitbildDetails zu den Themen "Qualität", "Sicherheit", "Nachhaltigkeit" und "Umwelt" sowie zu dem Leitbild von STADA sind im Lagebericht dieses Geschäftsberichts unter den Kapiteln "Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement" bzw. "Verantwortung und Nachhaltigkeit" zu finden. 3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren AusschüssenVorstand und Aufsichtsrat von STADA arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und treffen im Rahmen ihrer gesetzlichen Verantwortlichkeiten nach eingehender Beratung die grundlegenden strategischen Entscheidungen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat gemäß seiner gesetzlichen Berichtspflicht regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab und erörtert im Zuge der Umsetzung der Strategie mit ihm in regelmäßigen Abständen den jeweiligen Status. Darüber hinaus hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft und des Konzerns. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung und haben sich jeweils eine Geschäftsordnung gegeben. a) VorstandDer Vorstand wird nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Mitglieder des Vorstands für eine Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Vorstand leitet die Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Die Mitglieder des Vorstands sind gemeinsam für die Unternehmensleitung verantwortlich. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung und des Geschäftsverteilungsplans. Der STADA-Vorstand besteht satzungsgemäß aus mindestens zwei Personen. Zum Bilanzstichtag bestand der Vorstand aus drei Mitgliedern mit der folgenden Ressortverteilung:
Arbeitsweise des VorstandsUngeachtet der Gesamtverantwortung des Vorstands leitet jedes Mitglied des Vorstands seinen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Die Verteilung der Geschäftsbereiche auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem Geschäftsverteilungsplan, der Bestandteil der Geschäftsordnung für den Vorstand ist. Über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher und/oder strategischer Bedeutung oder von besonderem Gewicht für das Unternehmen entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit. Alle Mitglieder des Vorstands haben sich über die wesentlichen Vorgänge innerhalb der Geschäftsbereiche zu unterrichten. Über Vorgänge, die auch den Geschäftsbereich eines anderen Mitglieds des Vorstands berühren, muss sich das Mitglied des Vorstands vor einer Entscheidungsfindung mit den anderen beteiligten Mitgliedern des Vorstands abstimmen. Nach der Geschäftsordnung für den Vorstand obliegt dem Vorstandsvorsitzenden die Koordination des Gesamtvorstands. Der Vorstandsvorsitzende repräsentiert den Vorstand und die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber Behörden, Verbänden, Wirtschaftsorganisationen und Publikationsorganen. Er kann diese Aufgabe für bestimmte Bereiche oder im Einzelfall auf ein anderes Mitglied des Vorstands übertragen. Der Vorstand trifft sich regelmäßig zu Vorstandssitzungen, die von dem Vorstandsvorsitzenden einberufen werden. Auf Verlangen eines Vorstandsmitglieds ist der Vorstandsvorsitzende zur Einberufung einer Vorstandssitzung verpflichtet. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder des Vorstands können ihre Stimmen schriftlich, in Textform oder fernmündlich abgeben. Vertretung ist unzulässig. Beschlüsse können auch im Umlaufverfahren gefasst werden, wenn kein Mitglied des Vorstands widerspricht. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Ist der Vorstandsvorsitzende abwesend oder verhindert, so ist bei Stimmengleichheit der Beschlussvorschlag abgelehnt. Für bestimmte in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegte Geschäfte muss der Vorstand die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Der STADA-Vorstand hat keine Vorstandsausschüsse eingerichtet. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung des Vorstands ist jedes Mitglied des Vorstands verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Ausübung von Nebentätigkeiten, insbesondere die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, bedarf der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Vorstands sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands dar. b) AufsichtsratDer STADA-Aufsichtsrat setzt sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen und besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter der Anteilseigner und drei Vertreter der Arbeitnehmer sind. Die Hauptversammlung wählt die Vertreter der Anteilseigner und die Arbeitnehmer wählen die Arbeitnehmervertreter. Aufgaben und ZuständigkeitenDer Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands. Darüber hinaus überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Durch einen regelmäßigen Dialog mit dem Vorstand wird der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance informiert. Er stimmt der Unternehmensplanung zu und billigt den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und den Konzernabschluss des STADA-Konzerns. Dem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitglieder an:
Die Amtszeit aller Aufsichtsratsvertreter der Anteilseigner endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Arbeitsweise des AufsichtsratsDie Koordination der Arbeit, die Leitung der Aufsichtsratssitzungen sowie die Wahrnehmung der Aufsichtsratsbelange nach außen übernimmt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft den Aufsichtsrat nach Bedarf mit einer Frist von 14 Tagen schriftlich ein. Eine Sitzung des Aufsichtsrats soll mindestens einmal im Kalendervierteljahr und muss zweimal im Kalenderhalbjahr stattfinden. Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden in der Regel als Präsenzsitzungen statt. In begründeten Ausnahmefällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats bestimmen, dass die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auch in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder im Wege der Telefon- oder Videoübertragung zugeschaltet werden können. Der Aufsichtsrat fasst Beschlüsse in der Regel in Sitzungen. Außerhalb von Sitzungen sind fernmündliche oder schriftliche (per Telefax oder mit Hilfe sonstiger gebräuchlicher Kommunikationsmittel wie E-Mail) erfolgende Beschlussfassungen zulässig. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter, anwesend sind oder die verhinderten Mitglieder schriftliche Stimmabgaben durch Mitglieder des Aufsichtsrats haben überreichen lassen. Aufsichtsratsbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sitzungsvorsitzenden den Ausschlag. Zusammensetzung und Arbeitsweise der AufsichtsratsausschüsseNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen folgende Aufsichtsratsausschüsse: der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss. Weitere Ausschüsse, wie etwa ein Nominierungsausschuss, werden bei Bedarf gebildet.
Ziele für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDas Nominierungskomitee hatte im Geschäftsjahr 2012 dem Aufsichtsratsplenum Ziele und einen Besetzungsplan für die Zusammensetzung für die auf der Hauptversammlung am 05.06.2013 gewählten Aufsichtsräte der Vertreter der Anteilseigner unterbreitet. Im 1. Quartal 2012 hatte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23.01.2012 gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen: 1. Allgemeine ZieleDer Aufsichtsrat der Gesellschaft soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen (Abschnitt 5.4.1 DCGK), so dass alle für den Aufsichtsrat der Gesellschaft erforderlichen Kompetenzen auch im Aufsichtsrat respektive bei den Anteilseignervertretern vertreten sind. Zu den allgemeinen Kenntnissen der Aufsichtsratsmitglieder gehören insbesondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf den Gebieten rechtliche Grundlagen und Compliance, Rechnungslegung und Risikocontrolling. Aufsichtsratsmitglieder sollen mit den Kernsegmenten der Unternehmenstätigkeit, der Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit -in der Regel - pharmazeutischen Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, und regelmäßig auch verschreibungspflichtig, apothekenpflichtig oder apothekenexklusiv sind, vertraut sein. Des Weiteren soll die internationale Tätigkeit der STADA Arzneimittel AG bei der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat berücksichtigt werden. Maßstab ist hierbei neben Kenntnis der englischen Sprache in Wort und Schrift das Verständnis für globale wirtschaftliche Zusammenhänge und für eine internationale Konzernstruktur. Insbesondere sollen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden, die durch ihre Integrität und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der börsennotierten STADA Arzneimittel AG wahrzunehmen. Des Weiteren ist auf Vielfalt (Diversity) zu achten. 2. Konkrete Ziele, Besetzungsplana) Erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche ErfahrungenJedes Aufsichtsratsmitglied sollte neben den allgemeinen Anforderungen an die Zuverlässigkeit und an die zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie der zur Beurteilung, Überwachung und Beratung des Vorstands der STADA Arzneimittel AG erforderliche Sachkunde folgende Voraussetzungen erfüllen:
Jedes Aufsichtsratsmitglied soll möglichst spezielle vertiefte Fachkenntnisse und fundierte Erfahrung auf einem oder mehreren Gebieten mitbringen, um den Aufsichtsrat insgesamt bei der Überwachungs- und Beratungsaufgabe zu ergänzen und zu unterstützen. Die vorgenannten Fachkenntnisse und Erfahrungen sollen im Aufsichtsrat möglichst breit vertreten sein. b) Persönliche VoraussetzungenEs sind solche Kandidaten vorzuschlagen, die die in der jeweils aktuellen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten persönlichen Voraussetzungen erfüllen. Auch während der Mandatszeit des Aufsichtsratsmitglieds sind die persönlichen Voraussetzungen nach der jeweils aktuellen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex einzuhalten. Weiter ist darauf zu achten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig sind. Es soll bei Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung darauf geachtet werden, dass der jeweilige Kandidat nicht in Management- oder Beraterfunktion oder in Kontrollgremien von Wettbewerbsunternehmen, Lieferanten, wesentlichen Kreditgebern oder Kunden tätig ist, um Interessenkonflikte von vornherein zu verhindern. c) BesetzungsplanBeim Vorschlag der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung ist die Vielfalt zu berücksichtigen. Die Vielfalt im Aufsichtsrat spiegelt sich u.a. durch den unterschiedlichen beruflichen Werdegang und die Tätigkeitsbereiche sowie im Hinblick auf die Internationalst der STADA Arzneimittel AG durch den unterschiedlichen Erfahrungshorizont der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wider. Die Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses unterbreiteten dem Aufsichtsrat für die Neuwahl der Anteilseignervertreter in der Hauptversammlung im Juni 2013 folgenden möglichen Besetzungsplan (hier wird der Einfachheit halber die männliche Form gewählt, gleichfalls gilt die weibliche Bezeichnung):
Bei den weiteren Kandidatinnen und Kandidaten ist die Expertise u.a. auf den Gebieten Behandlungsmethoden der Zukunft, Biotech, Health-Care-Trends, Gesundheitssysteme (stationäre und ambulante medizinische Versorgung) wünschenswert. Des Weiteren sprach sich der Aufsichtsrat gegen die Festlegung einer Altersgrenze und gegen feste Diversity-Quoten aus. Bestimmte Altersgrenzen oder feste Diversity-Quoten würden die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten pauschal einschränken. Unter Berücksichtigung dieser Ziele hatte der Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2013 einen Kandidatenvorschlag unterbreitet, der auf dieser Hauptversammlung angenommen wurde. Eine Überarbeitung der Ziele des Aufsichtsrats wird rechtzeitig vor der Aufsichtsratswahl in 2018 erfolgen. InteressenkonflikteNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sollen Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Ferner sind die Aufsichtsratsmitglieder verpflichtet, Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung, ob Interessenkonflikte auftraten und wie sie behandelt wurden. EffizienzprüfungDer Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind neben vom Aufsichtsrat festzulegenden qualitativen Kriterien insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen den Ausschüssen und dem Plenum sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung untereinander. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht, der im Lagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Aufsichtsrats sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder dar. c) BeiratDer Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Mitglieder des Beirats der STADA Arzneimittel AG. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionärinnen und Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung. Der Beirat bestand zum Bilanzstichtag aus 11 Mitgliedern. Die Amtszeit der derzeit berufenen 11 Beiratsmitglieder endet mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018. Der Vergütungsbericht, der im Lagebericht dieses Geschäftsberichts zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Beirats dar. AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE SOWIE HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre1) nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede STADA-Aktie2) gewährt eine Stimme. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder es durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, sich zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu Wort zu melden und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers sowie über Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen. TRANSPARENTE UNTERNEHMENSFÜHRUNGUm eine transparente Unternehmensführung zu gewährleisten, informiert STADA Aktionäre, Finanzanalysten, andere Kapitalmarktteilnehmer, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Um der Gleichbehandlung aller Adressaten nachzukommen und alle Marktteilnehmer zeitlich und inhaltlich mit demselben Informationsstand zu versorgen, stellt STADA alle wichtigen Dokumentationen auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com bereit. Dort werden jedem Interessenten insbesondere alle Pflichtinformationen wie Finanzberichte (Geschäfts- bzw. Zwischenberichte), Ad-hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen, Informationen zur Hauptversammlung sowie weitere umfangreiche Unternehmens- und Aktieninformationen wie Pressemitteilungen, Unternehmensprofil, Finanzkalender, Präsentationen und aktuelle Kursinformationen zu STADA (inklusive Peer-Group-Vergleichen) zugänglich gemacht. Die Gesellschaft publiziert zudem in der Regel aktuelle Präsentationen für den Kapitalmarkt auf ihrer Website. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der STADA Arzneimittel AG sowie des STADA-Konzerns erfolgt mittels der Geschäfts- und Zwischenberichte sowie auf den Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen, die in der Regel live verfolgt und für einige Zeit als Aufzeichnung auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com eingesehen werden können.
1)
Zur Kapital- und Aktionärsstruktur vgl. "Die
STADA-Aktie". RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGSTADA stellt den Konzernabschluss und die Konzernzwischenabschlüsse unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze und den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf. Abschlussprüfer und Aufsichtsrat prüfen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr. Der Prüfungsausschuss erörtert Zwischenberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. STADA veröffentlicht den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG (einschließlich Lagebericht) und den Konzernabschluss für den STADA-Konzern (einschließlich Konzernlagebericht) innerhalb von 90 Tagen nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres und unterrichtet während des Geschäftsjahres Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch die Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums. Der Zwischenbericht zum Halbjahr wird freiwillig einer prüferischen Durchsicht durch den auch für diesen Zweck durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer unterzogen. Die Gesellschaft hat kein Aktienoptionsprogramm und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft sowie die Beziehungen zu nahestehenden Personen sind im Konzernanhang dargestellt. Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und STADA und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch darauf, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Aufsichtsrat hat weiterhin mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, sowie dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Halbjahres-, Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Lagebericht des VorstandsGRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell des KonzernsFokus auf Gesundheitsmarkt mit Schwerpunkt PharmamarktDer Fokus des STADA-Geschäftsmodells liegt auf dem Gesundheitsmarkt, wobei im Zentrum der international ausgerichteten Konzernaktivitäten der Pharmamarkt als eine der globalen Wachstumsbranchen steht. Im Jahr 2014 verzeichneten die weltweiten Gesundheits- und Pharmamärkte weitere Zuwächse. So stieg der Umsatz des internationalen Pharmamarkts im Vergleich zum Vorjahr um ca. 8,1%1) auf ca. 856,2 Mrd. €1) . In der Einschätzung des Vorstands werden zahlreiche nationale Gesundheits- und insbesondere Pharmamärkte auch in Zukunft hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Die Grundlage hierfür bilden zum einen allgemeine Wachstumstreiber in Form einer globalen Bevölkerungszunahme, einer alternden Gesellschaft in den Industrieländern und eines weiteren medizinischen Fortschritts. Zum anderen basieren die Wachstumsopportunitäten auf generikaspezifischen Treibern wie einer fortschreitenden Generika-Penetration infolge eines zunehmenden Sparzwangs in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen sowie kontinuierlichen Patentabläufen. Dies gilt auch für den zukunftweisenden Bereich der Biopharmazeutika mit hohen Umsatz- und Ertragspotenzialen. Resultierend aus dieser stetig steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt und angesichts der Tatsache, dass Arzneimittel verglichen mit anderen Behandlungsmethoden als relativ effizient gelten, wird für den internationalen Pharmamarkt auch künftig weiteres Wachstum erwartet. Prognosen zufolge soll der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts bis 2019 um 5% bis 7% pro Jahr steigen (vgl. "Prognose-bericht").1) Im Gesundheits- und Pharmamarkt konzentriert sich der STADA-Konzern auf ausgewählte Segmente. Unter Kosten- und Risikogesichtspunkten ist STADA bewusst nicht in der Forschung nach bzw. der Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig, sondern fokussiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, unterliegen. Dabei sind die von STADA vertriebenen Produkte überwiegend in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte positioniert. Mit Blick auf die regionale Aufteilung sind die STADA-Geschäftsaktivitäten auf die vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS / Osteuropa und Asien & Pazifik2) ausgerichtet.3) Kernsegmente und RandaktivitätenIm Rahmen der strategischen Positionierung des Konzerns ist das Geschäftsmodell von STADA auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgerichtet. Während der vertriebliche Schwerpunkt bei den Generika auf einem günstigen Preis und/oder einer produkt- und indikationsübergreifenden Vermarktung liegt, stehen bei den Markenprodukten die jeweiligen Produkteigenschaften und insbesondere der Markenname der einzelnen Produkte im Vordergrund.4)
1)
IMS Market Prognosis, September 2014; IMS
Market Prognosis Global, September 2014; IMS Syndicated Analytics
Service (September) 2014; prepared for STADA February 2015. Abgesehen von der unterschiedlichen vertrieblichen Positionierung unterscheiden sich die beiden Kernsegmente auch in anderen Punkten wie der Nachfragestruktur, den Wachstums- und Margenerwartungen, den Anforderungen an den jeweiligen Portfolioaufbau sowie den Entwicklungsstrategien. Im Segment Generika sind die Anforderungen an das Produkt-Portfolio stark auf die regulative Struktur der einzelnen Märkte in den jeweiligen Marktregionen und die regionale Vertriebsstärke der dort tätigen STADA-Tochtergesellschaften ausgerichtet. In der Regel ist STADA in diesem Segment als so genannter Vollsortimenter tätig. Dabei beinhaltet das Produkt-Portfolio für die meisten relevanten pharmazeutischen Wirkstoffe zahlreiche Darreichungsformen und Stärken und somit auch zum Teil Produkte mit nur geringer Umsatzbedeutung. Nur in einigen Märkten, wie bspw. Großbritannien - wo sich STADA insbesondere seit dem Erwerb der britischen OTC-Gesellschaft Thornton & Ross1) noch stärker als bislang auf den Bereich Markenprodukte konzentriert - ist STADA dagegen als Nischenanbieter positioniert und bietet dort ein ausgewähltes Produkt-Portfolio mit bestimmten pharmazeutischen Wirkstoffen an, für das in dem jeweiligen Markt gute Vertriebsmöglichkeiten bestehen. Für ein solches Portfolioangebot entscheidet sich der Konzern dann, wenn es auf Grund lokaler Gegebenheiten insbesondere unter Ertragsgesichtspunkten erfolgversprechend scheint. Einen grundsätzlich selektiven Portfolioansatz verfolgt der Konzern im Kernsegment Markenprodukte. Im Rahmen dessen vertreibt STADA die Markenprodukte in Abhängigkeit von Verfügbarkeit und Nachfrage in ausgewählten Märkten der einzelnen Marktregionen. Dabei setzt der Konzern auf ein Konzept der so genannten "starken Marken", die auf Grund ihres hohen Bekanntheitsgrads - idealerweise als lokaler Marktführer - und mit umfangreicher werblicher bzw. vertrieblicher Unterstützung über ein von lokalen Markttrends möglichst unabhängiges Wachstum verfügen. Anteile Kernsegmente und Randaktivitäten am STADA-Konzernumsatz![]() Im Geschäftsjahr 2014 hatten die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte einen Anteil von insgesamt 97,9% am Konzernumsatz (Vorjahr2) : 96,4%). Das Kernsegment Generika leistete dabei einen Beitrag von 59,1% zum Konzernumsatz (Vorjahr2) : 61,3%) und beinhaltete zu 89% verschreibungspflichtige Produkte (Vorjahr2) : 86%). Das Kernsegment Markenprodukte trug 38,8% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr2) : 35,2%) und umfasste zu 63% nicht verschreibungspflichtige Produkte (Vorjahr2) : 59%).3)
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
06.08.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 16.08.2013. Geschäfte bzw. Beteiligungen außerhalb der beiden Kernsegmente zählen bei STADA zu den Randaktivitäten. Dabei sind im Segment Handelsgeschäfte Aktivitäten zusammengefasst, die im Wesentlichen Handelscharakter haben wie bspw. Großhandelstätigkeiten. Im Berichtsjahr belief sich der Anteil dieser Position auf 2,1% am Konzernumsatz (Vorjahr1) : 2,0%). Weitere Randaktivitäten, die nicht gesondert dargestellt werden, sowie die Konzernholding betreffende Positionen werden unter Konzernholding / Sonstiges ausgewiesen. Diese leisteten im Geschäftsjahr 2014 keinen Beitrag zum Konzernumsatz (Vorjahr1 : 1,5%). Das Kernsegment GenerikaIn 2014 stieg der Umsatz des weltweiten Generika-Markts im Vergleich zum Vorjahr um 9,9%2) auf ca. 116,6 Mrd. €2) . Der Marktanteil von Generika am globalen Pharmamarkt lag bei ca. 13,6%2) . Innerhalb des Pharmamarkts verfügen nach Ansicht des Vorstands insbesondere Generika über Wachstumschancen, da sie eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche ermöglichen und damit dem steigenden Kostendruck in den einzelnen Gesundheitsmärkten entgegenwirken. Darüber hinaus nehmen auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale kontinuierlich zu. Diese Einschätzung bestätigen auch Prognosen von IMS Health, einem führenden internationalen Pharma-Marktforschungsinstitut (vgl. "Prognosebericht"). Im Bereich Generika werden in Zukunft insbesondere Biosimilars eine immer wichtigere Rolle spielen, da sie auf der Kostenseite erheblich dazu beitragen können, die einzelnen nationalen Gesundheitsmärkte zu entlasten. Insgesamt verlieren bis 20203) zwölf der umsatzstärksten Biologika ihren Patentschutz. Im laufenden Jahr steht in diesem Zusammenhang insofern ein Paradigmenwechsel an, da erstmalig mehr biopharmazeutische Arzneimittel patentfrei werden als chemisch-synthetisch hergestellte. Angesichts dieser Potenziale verfolgt STADA konsequent die Strategie, Biosimilars selektiv von profilierten Partnern einzulizenzieren, da dies für den Konzern der risikoärmere und vor allem kostengünstigere Weg ist, als auf Eigenentwicklungen zu setzen (vgl. "Produktentwicklung"). Das Kernsegment MarkenprodukteUnter Wachstums- und Ertragsgesichtspunkten verfolgt der Vorstand seit einigen Jahren die Strategie, den Bereich der Markenprodukte weiter zu stärken, da er in der Regel weniger regulatorischen Eingriffen unterliegt und deutlich attraktivere Margen aufweist als das Segment Generika. Bei der internationalen Positionierung der Markenprodukte wird der Konzern verstärkt Synergien nutzen. Mit der Einführung einer zentralen Struktur beim Portfoliomanagement und den Vorteilen einer dezentralen Vermarktung trägt STADA der wachsenden konzernweiten Bedeutung dieses Segments Rechnung. Im Rahmen dessen werden bestehende Markenprodukte in neue Märkte eingeführt und gleichzeitig das Portfolio erweitert, um so den Ausbau und die Internationalisierung des Markenprodukt-Segments stärker voranzutreiben.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Bei der Umsetzung dieser Strategie wird die Expertise der britischen STADA-Tochtergesellschaft, die im britischen OTC-Markt derzeit die Nummer 4 ist und für die weltweit tätigen STADA-Gesellschaften an neuen Markenprodukten arbeitet, bei der Unterstützung des zentralen "Center of OTC Excellence" der STADA Arzneimittel AG eine Rolle spielen. Angesichts der Kompetenz, Infrastruktur und technischen Möglichkeiten von Thornton & Ross haben sich durch den Erwerb der Gesellschaft für den Konzern neue Chancen in den Bereichen OTC, Verbrauchermarketing und Dermatologie eröffnet. Grundsätzlich ist das "Center of OTC Excellence" der STADA Arzneimittel AG als Denkfabrik für den gesamten Konzern konzipiert. Hauptziel ist die langfristige Pipeline- und Portfolioentwicklung in den Bereichen OTC und Dermatologie. Derzeit ist STADA eine der am schnellsten wachsenden OTC-Gesellschaften in den Top 10.1) In 2014 stieg der Umsatz des weltweiten OTC-Markts im Vergleich zum Vorjahr um 4,6%2) auf ca. 62,60 Mrd. €2) . Der Marktanteil von OTC-Produkten am globalen Pharmamarkt lag bei ca. 8,2%2) . Im Berichtsjahr konnte STADA das Markenprodukt-Segment durch den Kauf des russischen Markenprodukts Aqualor®3) , den Erwerb der Rechte an Flexitol®4) für Großbritannien und Irland, die Unterzeichnung des Kaufvertrags für die beiden russischen Markenprodukte AndroDoz® und NeroDoz®5) sowie den Erwerb der britischen Gesellschaft Internis stärken (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Operative AufstellungIn den Bereichen Entwicklung, Produktion, Beschaffung, zentraler Einkauf, Qualitätsmanagement, Finanzen, Risikomanagement, Compliance, Corporate Governance sowie bei der Gesamtverantwortung bezüglich der Konzernstrategie verfügt STADA über eine vorwiegend funktionale Organisationsstruktur. Hiervon bewusst ausgenommen sind Teile der Vertriebsfunktionen, die lokal ausgerichtet und gemäß der Konzernstrategie über die STADA-Marktregionen mit einem vorwiegend regionalen Fokus organisiert sind, um dadurch eine größtmögliche Marktnähe zu erreichen. Im Rahmen dessen liegt die vertriebliche Verantwortung - die Umsatz und Ergebnis der Marktregionen, deren Produkt-Portfolio und deren Personalmanagement umfasst - bei dem jeweiligen regionalen Management. Ungeachtet einer zur Effizienzsteigerung erforderlichen konzernweiten Harmonisierung und Zentralisierung zielt STADA mit dieser operativen Aufstellung darauf ab, über die für das Geschäftsmodell notwendige Flexibilität und Marktnähe zu verfügen. Damit möchte der Konzern erreichen, kurzfristig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Angesichts dessen erfolgt die Aufteilung in die Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäfte im Wesentlichen unter vertrieblichen Gesichtspunkten. Somit spiegeln sich in der operativen Konzernsteuerung auch die unterschiedlichen vertrieblichen Anforderungen der einzelnen Produktkategorien wider.
1)
Quelle: IMS Health MIDAS - EU28+RU+CH+NO+RS
- Panel: Retail + Hospital - MAT/12/2014, ohne Kosmetika und RX-Markenprodukte. ProduktentwicklungStrategische und organisatorische Prämissen der EntwicklungsaktivitätenAuf Basis des Geschäftsmodells und der strategischen Positionierung des Konzerns betreibt STADA bewusst keine Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen, sondern fokussiert auf die Entwicklung von Produkten mit Wirkstoffen - in der Regel pharmazeutischen -, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen. Der Schwerpunkt der konzernweiten Entwicklungsarbeiten liegt auf der Entwicklung neuer Generika und Markenprodukte für die internationale Vermarktung durch die konzerneigenen Vertriebsgesellschaften. Weitere Entwicklungstätigkeiten sind auf den Ausbau des vorhandenen Produkt-Portfolios durch zusätzliche Darreichungsformen oder Stärken und die Internationalisierung national erfolgreicher Produkte ausgerichtet. Darüber hinaus beschäftigt sich der Konzern mit der Unterstützung von Transferprojekten wie bspw. dem Wissenstransfer im Bereich Produktion oder der Optimierung bereits eingeführter Produkte, die auf die Reduzierung von Herstellungskosten oder die Verbesserung von Anwendungsmöglichkeiten zielen. Im Zentrum der Entwicklungsaktivitäten für neue Produkte steht deren Marktreife. Bei Arzneimitteln bedeutet dies in der Regel, im Rahmen von unterschiedlichen, teilweise supranationalen Zulassungsverfahren eine nationale Zulassung durch die jeweils verantwortlichen Aufsichtsbehörden zu erhalten. Mehrheitlich favorisiert STADA supranationale - insbesondere EU-weite - Zulassungsverfahren, da sich hierdurch zahlreiche nationale Zulassungen eines Produkts nahezu zeitgleich in verschiedenen Ländern erlangen lassen. Zulassungsverfahren außerhalb der EU erfolgen sofern möglich auf Basis der EU-Dossiers der einzelnen Produkte, so dass der Konzern auf eine einheitliche Formulierung zurückgreifen kann. Zudem zielt STADA mit der internationalen Ausrichtung der Entwicklungstätigkeiten darauf ab, mit Hilfe optimierter Chargengrößen Skaleneffekte zu erreichen. Die konzernweiten Entwicklungsarbeiten sind langfristig angelegt, um - insbesondere im Bereich Generika - einen kontinuierlichen Fluss von Neueinführungen zu gewährleisten und so das organische Wachstum zu beschleunigen. Angesichts dessen befasst sich STADA schon heute mit der Entwicklung von generischen Produkten, deren potenzielle Einführungszeitpunkte jenseits von 2024 liegen. Für Generika, die eine konzernweite Relevanz haben, bemisst STADA den regulatorischen Vorbereitungszeitraum inklusive Zulassungsdauer auf derzeit durchschnittlich drei Jahre. Generell verfolgt STADA eine so genannte "Time and cheap to market"-Strategie, die darauf ausgerichtet ist, Neueinführungen nicht nur zum frühestmöglichen Zeitpunkt, sondern auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten einzuführen. Mit Blick auf die große Bedeutung, die eine starke Produktentwicklung für den weiteren Konzernerfolg hat, erfolgen Planung und Organisation der Entwicklungstätigkeiten im Wesentlichen zentral über die STADA Arzneimittel AG. Unter Kosten- und damit Effizienzgesichtspunkten setzt der Konzern sowohl auf Eigen- als auch auf Lohnentwicklung. Entwicklungszentren für globale Projekte befinden sich in Bad Vilbel, Deutschland, und in Vrsac, Serbien. Im Bereich Fremdentwicklung bestehen derzeit vier Projekte in Zusammenarbeit mit indischen Lohnentwicklern. Bei ausgewählten Projekten greift STADA zudem auf ein internationales Netzwerk von externen Entwicklungspartnern zurück, über das der Konzern Dossiers oder Zulassungen erwirbt. Darüber hinaus geht STADA - wie in der Branche teilweise üblich - auch Entwicklungskooperationen mit Wettbewerbern ein. Angesichts des hohen Stellenwerts einer starken Produktentwicklung zählt die termingenaue Koordination eines solchen Netzwerks - auch unter Kostengesichtspunkten und unter Beachtung der jeweiligen gewerblichen Schutzrechte - zu den strategischen Erfolgsfaktoren des Konzerns. Mit dem Ziel, die Zahl der Eigenentwicklungen von strategisch bedeutsamen und umsatzstarken Produkten zu erhöhen, hat STADA - auch im Hinblick auf Kosteneinsparungen - die internen Entwicklungstätigkeiten in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Auf diese Art lassen sich in den ersten Jahren u.a. die Beschaffungs- und Herstellungskosten optimieren, da der Kauf von Dossiers und damit verbundene initiale Lieferbindungen verringert werden können. Darüber hinaus lassen sich bei Eigenentwicklungen Kosten reduzieren, indem sie an kostengünstigen Konzernstandorten gebündelt werden. So erfolgen mittlerweile ca. 54% der intern laufenden konzernweiten Eigenentwicklungen von Generika im Entwicklungszentrum im serbischen Vrsac. Sofern Produkte keine Konzernbedeutung haben, werden eigene Entwicklungsaktivitäten hierfür in Einzelfällen auch von lokalen Geschäftseinheiten übernommen. Zur konzernweiten Steuerung aller Entwicklungsprojekte verfügt STADA, ausgehend von einer Konzernleitungsfunktion der STADA Arzneimittel AG, über ein zentrales Projektmanagement mit einem Schnittstellenmanagement, das im Konzern eine transparente Steuerung der Produktentwicklung ermöglicht. Der klare Fokus der Entwicklungsaktivitäten liegt auf dem Kernsegment Generika. In Abhängigkeit von der lokalen Patent- und Zulassungssituation sowie der jeweiligen Marktstrategie wird zusammen mit dem Management der betreffenden Marktregion entschieden, welcher pharmazeutische Wirkstoff zu welchem Zeitpunkt in einem Markt eingeführt wird. Grundsätzlich strebt STADA die fertige Entwicklung der am Umsatz gemessen konzernrelevanten Wirkstärken und Darreichungsformen eines pharmazeutischen Wirkstoffs zum frühestmöglichen Zeitpunkt an, um sie den einzelnen Vertriebsgesellschaften inklusive aller erforderlichen Zulassungen möglichst zeitnah zum Ablauf des jeweiligen Patents bzw. gewerblichen Schutzrechts zur Verfügung stellen zu können. Bei der Festlegung eines konkreten Einführungszeitpunkts für ein Generikum in einem Markt sind die jeweiligen zu beachtenden gewerblichen Schutzrechte von hoher Bedeutung, da deren Umfang und Laufzeit von Markt zu Markt sehr unterschiedlich sein können. Unter Sicherheitsaspekten erhalten die STADA-Konzernleitung und das regionale Management sowohl von in- als auch von externen Experten regelmäßig juristische Empfehlungen zu gewerblichen Schutzrechten. Ungeachtet dessen kann es jedoch vor und nach der Einführung von neuen Generika zu teilweise von Erstanbietern initiierten rechtlichen Auseinandersetzungen kommen, bei denen es im Wesentlichen um die Gültigkeit gewerblicher Schutzrechte wie bspw. von Patenten geht, die konträr zu der Einschätzung des Konzerns stehen und in Einzelfällen auch zu einem negativen Ergebnis für STADA führen können. Im Kernsegment Markenprodukte sind die Entwicklungstätigkeiten gezielter auf einzelne Märkte ausgerichtet und vom Zeithorizont flexibler als bei Generika, da sie sich an produkt- und länderspezifischen Wachstums- und/oder Ertragschancen sowie an der Kompatibilität mit bestehenden Sortimenten und Konzernstrukturen orientieren. Bei der Umsetzung dieser Strategie kommt dem "Center of OTC Excellence" der STADA Arzneimittel AG eine Lenkungsfunktion zu. Nachhaltige Entwicklungs- und ZulassungsstärkeDie nachhaltige Entwicklungs- und Zulassungsstärke von STADA zeigt sich jedes Jahr an der hohen Zahl von Neueinführungen. Mit der Einführung von weltweit 626 einzelnen Produkten (Vorjahr1) : 706) konnte STADA diese Stärke auch 2014 unter Beweis stellen. Wie wichtig eine erfolgreiche Produktentwicklung ist, lässt sich an dem Umsatzanteil in Höhe von 5% ablesen (Vorjahr1) : 7%), den der Konzern mit Produkten erzielt, die in den letzten zwei Jahren2) 3) am Markt eingeführt worden sind. Die STADA-Produkt-Pipeline ist unverändert gut gefüllt. Diese Einschätzung belegt auch die hohe Zahl der zum 31.12.2014 laufenden Zulassungsverfahren von insgesamt über 1.300 für mehr als 150 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 55 Länder. Dies trifft insbesondere für Generika in der EU zu. Darüber hinaus betreibt der Konzern auch in Märkten außerhalb der EU Zulassungsverfahren, in denen STADA mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten oder im Exportgeschäft tätig ist. 5-Jahres-Entwicklung: Anzahl Produkteinführungen![]()
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Die hohe Expertise in der Produktentwicklung wird neben der großen Zahl erfolgreicher Neueinführungen im Bereich der klassischen Generika auch anhand von Aktivitäten im Bereich der immer wichtiger werdenden Biosimilars deutlich. So ist STADA unter Wettbewerbs- und Margengesichtspunkten seit Längerem in dem Bereich der Biosimilars aktiv und bereits seit 2008 mit SILAPO® , einem Biosimilar Epoetin, erfolgreich in Deutschland am Markt. Neben der seit 2011 bestehenden Kooperation mit Gedeon-Richter, u.a. für den monoklonalen Antikörper Rituximab1) , dessen Zulassung aus heutiger Sicht in 2018 erwartet wird, konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2014 auf diesem zukunftweisenden Gebiet weitere Fortschritte erzielen. So begann die deutsche STADA-Tochtergesellschaft cell pharm im 3. Quartal 2014 mit dem Vertrieb des bereits in 2013 einlizenzierten Filgrastim-Präparats Grastofil® .2) Darüber hinaus lizenzierte STADA im Berichtsjahr Teriparatid ein, das nach dem Patentablauf des Originalpräparats Forsteo® voraussichtlich im Jahr 2019 europaweit unter dem Label von STADA eingeführt werden soll.3) Des Weiteren begannen STADA und der Biotechspezialist mAbxience im 4. Quartal 2014, Verhandlungen über die Einlizenzierung über ein Biosimilar zu Adalimumab (Humira® ) aufzunehmen.4) Mit Blick auf die bestehenden Potenziale im Bereich Biosimilars (vgl. "Prognosebericht") verfolgt STADA auch künftig konsequent die Strategie, Biosimilars selektiv von profilierten Partnern einzulizenzieren und nicht auf Eigenentwicklungen zu setzen, da dies für den Konzern der risikoärmere und vor allem kostengünstigere Weg ist. Angesichts dessen prüft STADA regelmäßig Angebote zur Einlizenzierung von Biosimilars für verschiedene Indikationen, die sich mittlerweile auch auf Biosimilars für monoklonale Antikörper erstrecken, deren Patente ab 2020 ablaufen, um so das bestehende Biosimilar-Portfolio kontinuierlich gezielt weiter ausbauen zu können. Aufwendungen für Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 56,9 Mio. € (Vorjahr5) : 55,5 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ergebnis- und Kostenentwicklung"). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Entwicklungskosten, da STADA auf Grund seines Geschäftsmodells nicht in der Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist. Zudem aktivierte der Konzern im Berichtsjahr Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 27,5 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €). Daraus ergibt sich eine Aktivierungsquote von 32,6% (Vorjahr5) : 25,3%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten lagen bei ca. 6 Mio. € (Vorjahr: ca. 6 Mio. €). In 2014 beschäftigte der Konzern im Bereich Produktentwicklung 571 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr5) : 524).
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
30.08.2011. Beschaffung, Produktion und QualitätsmanagementInternationales Netzwerk für Beschaffung von Wirk- und HilfsstoffenUnter Flexibilitäts- und Kostengesichtspunkten stellt STADA in der Regel keine der zur pharmazeutischen Produktion im Konzern benötigten Wirk- und Hilfsstoffe her, sondern greift auf ein internationales Netzwerk von Rohstofflieferanten zurück. Dabei fokussiert sich STADA - insbesondere bei der Beschaffung von pharmazeutischen Wirkstoffen - auf preisgünstige Lieferanten aus Niedrigkostenländern, schwerpunktmäßig aus Asien. Ungeachtet dessen schließt der Konzern weiterhin nicht grundsätzlich aus, in Zukunft evtl. Kooperationen einzugehen, um eine höhere vertikale Integration bei der pharmazeutischen Wirkstoffproduktion zu erreichen. Mit Blick auf die konzernweit geltende kontinuierliche Kostenoptimierung sind für STADA sowohl China als auch Indien wichtige Bezugsquellen für eine kostengünstige Beschaffung von Wirkstoffen. Derzeit verfügt STADA über ein Beschaffungsbüro in Schanghai, Volksrepublik China, und in Mumbai, Indien. In den Fällen, in denen der Konzern Produkte im Rahmen von Lohnherstellung fertigen lässt, ist STADA sowohl von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für die benötigten Wirk- und Hilfsstoffe als auch von den mit den Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die je nach Produkt sehr unterschiedlich sein können, abhängig. Mit dem Ziel, das Risiko marktbedingter Margenverluste durch rückläufige Absatzpreise zu minimieren, beteiligt STADA - soweit möglich - Lieferanten an diesem Marktpreisrisiko. Dies geschieht bspw. durch Preisgleitklauseln, bei denen Bezugspreise an Absatzpreise gekoppelt werden, Nachverhandlungen oder Vereinbarungen zu Sonderbeschaffungspreisen bei speziellen Absatzmengen, u.a. für Mengen, die von Krankenkassen im Rahmen von Rabattverträgen ausgeschrieben werden. Zentrale BedarfsplanungIm Bereich Supply Chain wird die konzernweite Bedarfsplanung für wichtige Produkte zentral durchgeführt. Dazu existieren drei Supply-Chain-Hubs an den Standorten in Bad Vilbel, Deutschland, Vrsac, Serbien, und Moskau, Russland, die über die STADA Arzneimittel AG gesteuert werden und an denen die zentrale Bedarfsplanung für nach bestimmten Kriterien ausgewählte Top-Produkte im Konzern vorgenommen wird. Angesichts der damit einhergehenden Bündelung der einzelnen Leistungen erzielt der Konzern Kostensynergien und damit Kosteneinsparungen. Mit Blick auf die kontinuierliche Kostenoptimierung wird das Konzept dieses bereits im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Projekts im Rahmen eines laufenden Verbesserungsprozesses stetig weiterentwickelt. Lieferkette und pharmazeutische Produktion im Kennzeichen hoher Flexibilität und kontinuierlicher KostenoptimierungIm Hinblick auf das umfangreiche Produkt-Portfolio von mehr als 800 pharmazeutischen Wirkstoffen mit über 16.000 durch den Konzern vertriebenen Produktaufmachungen, die sich jeweils bei den Wirkstoffen und/oder Wirkstoffmengen und/oder Darreichungsformen und/ oder Packungsgrößen unterscheiden, bedient sich STADA bei Lieferkette und pharmazeutischer Produktion eines internationalen Netzwerks von in- und externen Ressourcen. Auch im Jahr 2014 wurde die Konzentration der Produktionsprozesse an eigenen Standorten fortgeführt. Diese Maßnahme umfasste sowohl die sukzessive Überführung von Produktionsmengen aus Lohnherstellung als auch die Verschiebung von Produktionsmengen innerhalb konzerneigener Werke. Ziel des Konzentrationsprozesses ist es, zum einen von den strukturellen Kostenvorteilen insbesondere der Standorte in Niedriglohnländern zu profitieren und zum anderen durch die Erhöhung der Auslastungen die Stückkosten der jeweiligen Produkte zu verringern. Darüber hinaus nahm STADA im Berichtsjahr Investitionen vor, um die unterschiedlichen Kapazitäten der einzelnen Prozessschritte bei der pharmazeutischen Herstellung an den einzelnen Standorten in ihrer jeweiligen Kapazität anzugleichen. Die in 2013 im Zuge des Erwerbs des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross neu in das konzerneigene Produktionsnetzwerk aufgenommene EU-GMP-zertifizierte Produktionsstätte in Huddersfield, Großbritannien, wurde in 2014 stärker in das Produktionsnetzwerk der STADA Arzneimittel AG integriert. Durch verschiedene Produkttransfers von bisher extern hergestellten Produkten wurde die zentrale Auslastung weiter erhöht, wodurch sich die Stückkosten reduziert haben. Das in den Vorjahren im Bereich Produktion gestartete Programm zur Prozessoptimierung, das bereits zu deutlichen Ergebnisverbesserungen geführt hat, wurde in 2014 auf die gesamten technischen Bereiche ausgeweitet. Eine kontinuierliche Verbesserung in allen technischen / operativen Abläufen ist für den STADA-Konzern zur kontinuierlichen Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von großer Bedeutung. Zum 01.03.2015 verfügte der Konzern über pharmazeutische Produktionsstätten an den folgenden Standorten: scroll
Alle konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore hält STADA grundsätzlich durch angemessene jährliche Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau. Die Investitionen für den Ausbau sowie die Erneuerung von Fertigungsstätten und Fertigungsanlagen sowie von Prüflaboren betrugen im Berichtsjahr 19,7 Mio. € (Vorjahr2) : 27,3 Mio. €).
1)
Ausschließlich oder vorwiegend auf den lokalen
Bedarf ausgerichtete Produktionseinheit, die im Konzern nicht integriert
ist. Höchste Qualitäts- und SicherheitsstandardsAls Gesundheitskonzern stellt STADA höchste Ansprüche an die Qualität und die Sicherheit seiner Produkte. Diese Anforderungen beziehen sich auf die Qualität der Rohstoffe - die das Unternehmen verarbeitet, der Produkte - die STADA herstellt, der Serviceleistungen - die der Konzern weltweit anbietet, und der Arbeitsbedingungen - unter denen die Leistungen von STADA entstehen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden umfangreichen Audits überprüft das konzernweite Qualitätsmanagement sowohl in den eigenen Produktionsstätten als auch bei Lieferanten und Lohnherstellern die vom Konzern festgelegten und zum Teil weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden Qualitätsstandards. Von externer Seite führen zudem die jeweils zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden in den konzerneigenen Fertigungsstätten regelmäßig Inspektionen durch. Innerhalb der EU finden solche Inspektionen alle zwei bis drei Jahre statt. Außerhalb der EU beantragt STADA neben den nationalen Inspektionen durch die zuständigen Behörden zusätzlich EU-Good-Manufacturing-Practice-Compliance-Inspektionen (EU-GMP-Compliance-Inspektionen), um die für jeweils drei Jahre gültige Verlängerung der erforderlichen EU-Importerlaubnis zu erhalten. Im Rahmen dieser Inspektionen prüfen die für STADA zuständigen Behörden, ob die inspizierten Produktionsstätten den GMP-Standards der EU entsprechen. Zwischen 2012 und 2014 wurden in Drittländern konzernweit insgesamt zwölf Inspektionen erfolgreich absolviert. Hierzu zählen Inspektionen in den Produktionsstätten Hemofarm A.D., Vrsac, Serbien, Hemofarm Banja Luka d.o.o., Banja Luka, BosnienHerzegowina, Hemofarm d.o.o., Sabac, Serbien, Hemomont d.o.o., Podgorica, Montenegro, LCC Nizhpharm J.S.C., Nizhny Novgorod, Russland, Hemofarm LLC, Obninsk, Russland, Pymepharco Joint Stock Company, Tuy Hoa, Vietnam, und STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Da der Konzern bestrebt ist, auch in Ländern außerhalb der EU die häufig über die lokalen Anforderungen hinausgehenden EU-Qualitätsstandards für Arzneimittel sicherzustellen, sind die konzerneigenen nicht in der EU ansässigen Produktionsstätten in Banja Luka, im Großraum Ho-Chi-Minh-Stadt (Binh Duong Branch), in Nizhny Novgorod, in Obninsk, in Podgorica, in Sabac, in Tuy Hoa und in Vrsac auf die Produktion von bestimmten pharmazeutischen Darreichungsformen für EU-Länder ausgerichtet und dafür von den zuständigen EU-Aufsichtsbehörden gemäß den zuvor erwähnten Inspektionen zur Lieferung in die EU freigegeben. Neben den gesetzlichen Bestimmungen verfügt STADA über internationale Zertifizierungen gemäß externen QualitätsmanagementSystemen. So orientiert sich der Konzern an zahlreichen Produktionsstandorten nicht nur an den GMP-Standards, sondern auch an den einschlägigen ISO-Normen. An mehreren Standorten hält STADA verschiedene ISO-Zertifikate wie bspw. ISO-9001:2008 und ISO-14001:2004. Sollten ungeachtet aller Vorbeugungs- und Kontrollmaßnahmen vereinzelt Qualitätsprobleme auftreten, ist der Bereich Qualitätsmanagement auf eine aktive Vorgehensweise ausgerichtet, um möglichst kurzfristig die jeweilige Ursache zu identifizieren und eine geeignete Problemlösung zu finden. Diese Vorgehensweise hatte sich bspw. auch in der serbischen Produktionsstätte in Vrsac bewährt, als im 3. Quartal 2011 in dem vorwiegend zur Lohnherstellung ausgelegten Teil der Injektabilia technische Probleme aufgetreten waren. Im Zuge des fortlaufenden GMP-Optimierungsprogramms zeigte STADA im 4. Quartal 2014 die Bereitschaft zur Reinspektion durch die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA an. Die Reinspektion wurde von der US-Behörde für das 2. Quartal 2015 bestätigt. Grundsätzlich ist das Qualitätsmanagement des Konzerns über die STADA Arzneimittel AG zentral und international ausgerichtet und auf eine kostengünstige Tätigkeit ausgelegt. Im Zuge der Umsetzung weiterer Optimierungsprozesse führte STADA die bereits in 2012 eingeleitete zweite Ausbaustufe des in Timisoara gelegenen konzerneigenen Laborgebäudes, in dem der Konzern Laboruntersuchungen zur Produktfreigabe betreibt, fort und erreichte mit der im 1. Quartal 2014 erfolgten Fertigstellung des Gesamtprojekts die Voraussetzungen für eine Verdoppelung der dortigen Prüfkapazitäten. Vertrieb und MarketingFunktional organisierter Konzern mit lokalen und marktnahen VertriebsgesellschaftenDie internationale Vertriebsstruktur des STADA-Konzerns setzt sich aus zahlreichen national ausgerichteten und damit marktnahen Vertriebsgesellschaften zusammen, die innerhalb der vier STADA-Marktregionen durch zentrale Konzernfunktionen strategisch organisiert und innerhalb der lokal ausgerichteten Vertriebsfunktionen regional gesteuert werden. Je nach Marktstruktur und der jeweiligen Nachfragestruktur fokussieren sich die einzelnen STADA-Tochtergesellschaften in Abstimmung mit dem Management der entsprechenden Marktregion im Bereich Vertrieb und Marketing auf unterschiedliche Zielgruppen wie Patienten bzw. Verbraucher, Ärzte, Arztkooperationen, Apotheken, Apothekenkooperationen, Kliniken, Großhandlungen und andere Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt sowie Kostenträger in Form von gesetzlichen Krankenkassen und Privatversicherungen. Grundsätzlich werden die Vertriebsaktivitäten im Konzern international abgestimmt. Dies ist bspw. bei der Strukturierung des Portfolios im Zuge der weiteren Internationalisierung einzelner Produkte oder bei Vertriebsaktivitäten wie Großhandelskooperationen der Fall. Sofern es auf Grund struktureller oder rechtlicher Rahmenbedingungen erforderlich ist, trennt STADA die Marketing- und Vertriebsaktivitäten verschiedener Vertriebsgesellschaften innerhalb der einzelnen Marktregionen. In manchen Fällen agiert STADA in ausgewählten Marktregionen auch mit parallel tätigen Vertriebsgesellschaften. Unter Berücksichtigung von strategischen Konzernvorgaben sind die einzelnen Tochtergesellschaften bei vertrieblichen Entscheidungen in ihrem jeweiligen lokalen Markt verantwortlich, um so den jeweiligen lokalen Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden. Dieses sich an Marktregionen orientierende Vertriebskonzept ermöglicht es STADA, kurzfristig auf Veränderungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregion zu reagieren und den lokalen Vertrieb zeitnah an die entsprechenden Anforderungen anzupassen. Hierbei kann es sich bspw. um eine andere Produktzuordnung, einen modifizierten Marktauftritt oder die Diversifizierung, den Ausbau oder die Reduzierung der lokalen Vertriebsstruktur handeln. Stetiger Ausbau und zunehmende Internationalisierung des konzernweiten VertriebsnetzesIm Rahmen der aktiven Akquisitionspolitik verfolgt STADA auch künftig das Ziel, das bestehende Vertriebsnetz kontinuierlich auszubauen. Einerseits sollen dadurch Abhängigkeiten von einzelnen Ländern - wie bspw. Deutschland, dessen Gesundheitssystem schwierige lokale Rahmenbedingungen für Generika aufweist - weiter verringert werden. Andererseits beabsichtigt STADA, durch den Ausbau die sich bietenden Wachstumschancen optimal nutzen zu können. Zum 01.03.2015 war der Konzern mit zahlreichen Vertriebsgesellschaften in den vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS / Osteuropa und Asien / Pazifik & MENA vertreten. Der vertriebliche Schwerpunkt lag in 2014 auf den Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa und CIS / Osteuropa. In der Marktregion Asien / Pazifik & MENA war der Konzern zum 01.03.2015 mit eigenen Vertriebsgesellschaften in China, auf den Philippinen, in Thailand, in Vietnam sowie in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv. Weitere Informationen zu der Entwicklung der im Berichtsjahr erfolgten vertrieblichen Konzernaktivitäten in den einzelnen Marktregionen finden sich unter "Wirtschaftsbericht - Lage - Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen". STADA-Vertriebsstruktur (Stand 01.03.2015)1)Die nachfolgende Übersicht zeigt die STADA-Vertriebsstruktur mit allen wesentlichen Vertriebsgesellschaften entsprechend ihrer Zuordnung zu den vier Marktregionen des Konzerns. scroll
1)
Aufgeführt sind alle wesentlichen Gesellschaften
mit einem STADA-Anteil von mindestens 50%. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterLangfristig orientierte PersonalpolitikBasis der operativen Aufstellung des STADA-Konzerns ist im Wesentlichen die Steuerung eines umfangreichen Netzwerks von in- und externen Ressourcen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Beschaffung und Produktion, Produktentwicklung sowie Vertrieb und Marketing. Angesichts dessen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem umfangreichen Fachwissen, ihrer großen Erfahrung und ihrer hohen Leistungsbereitschaft einen maßgeblichen Anteil an dem langjährigen Konzernerfolg. Grundsätzlich verfolgt STADA eine langfristig orientierte Personalpolitik, die darauf zielt, die Beschäftigten optimal zu fördern, an den Konzern zu binden und die für eine nachhaltige Entwicklung erforderlichen personellen Veränderungen vorzunehmen. Darüber hinaus ist die Personalpolitik von STADA darauf ausgerichtet, mögliche Interessenten anzusprechen und als Beschäftigte zu gewinnen. Dezentrales PersonalmanagementIm Bereich Personalmanagement setzt STADA auf eine dezentrale Organisation, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den einzelnen Standorten der jeweiligen Marktregionen optimal eingehen zu können. Unter Einhaltung der Unternehmensrichtlinien sind die internationalen STADA-Tochtergesellschaften in vielen Bereichen wie Personalauswahl, Qualifizierung und Vergütung weitgehend unabhängig. Im Rahmen dessen sind jeweils die operativen und strategischen Vorgaben des Konzerns - insbesondere die Compliance-Richtlinien - zu beachten. Detaillierte Informationen zur Personalpolitik an den deutschen Konzernstandorten sind dem einmal jährlich erscheinenden Personal- und Sozialbericht von STADA zu entnehmen, der auf der deutschen Website der Gesellschaft unter www.stada.de zu finden ist. Aus- und Weiterbildung als fester Bestandteil des PersonalmanagementsAngesichts des hohen Anteils, den die STADA-Beschäftigten an der erfolgreichen Entwicklung des Konzerns haben, kommt dem Thema Aus- und Weiterbildung eine wichtige Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund bietet STADA in den Bereichen Pharmazie, Verwaltung und Lagerlogistik verschiedene Ausbildungsberufe an. Darüber hinaus gewährt der Konzern jungen Menschen in Form von Praktika Einblicke in die Abläufe eines pharmazeutischen Unternehmens. Die im Konzern Beschäftigten selbst erhalten eine ihrem jeweiligen Tätigkeitsgebiet entsprechende Unterstützung und Auffrischung ihres Wissens, u.a. in Form von Fremdsprachenförderung oder fachspezifischen Workshops und Seminaren. Kontinuierliche Personalentwicklung durch gezielte MitarbeiterprogrammeZur optimalen Förderung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat STADA verschiedene Mitarbeiterprogramme aufgelegt, bei denen die Mitarbeiterentwicklung und die Mitarbeiterförderung durch individuelle Karriereplanung und institutionelle Talentförderung im Fokus stehen. So gibt es im Konzern bspw. speziell auf einzelne Karrierestufen ausgerichtete Förderprogramme. Unter dem Kürzel "STARS - Searching Talents in All Regions of STADA" bietet der Konzern ein internationales Talent-Management- und -Entwicklungsprogramm zur frühzeitigen und zielgerichteten Förderung von Nachwuchs-Führungskräften. Dies ermöglicht es STADA, Führungskräfte nicht nur aus einem externen Bewerber-Pool zu rekrutieren, sondern Führungspositionen auch aus den eigenen Reihen zu besetzen. Darüber hinaus gibt es unter dem Titel "Secondment" ein stark individualisiertes Austauschprogramm zwischen den in- und ausländischen Tochtergesellschaften, das darauf zielt, durch Vernetzung zu wachsen und innerhalb der STADA-Gruppe frühzeitig Talente auch individuell und zielgerichtet zu fördern. Des Weiteren bietet STADA Führungskräften auf einer bestimmten Ebene das so genannte "Führungskolleg" an, bei dem die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem mehrtägigen und mehrphasigen Programm in ihrer Rolle als Führungskraft unterstützt werden. Mitarbeiterdialog und Mitarbeiterbeteiligung als feste Größe der internen KommunikationIm Bereich der internen Kommunikation hat STADA neben zahlreichen anderen Maßnahmen damit begonnen, im Rahmen eines kontinuierlichen Mitarbeiterdialogs den Beschäftigten die Möglichkeit zu geben, einerseits mit einzelnen Mitgliedern des Vorstands in Kontakt zu treten, um sich über wichtige Themen zu informieren, und sich andererseits auch untereinander auszutauschen. Da diese Art der Mitarbeiterkommunikation seit ihrer Einführung auf überaus positive Resonanz gestoßen ist und sowohl die Zusammenarbeit fördert als auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt, baut STADA dieses Kommunikationsinstrument derzeit weiter aus. Auch Mitarbeiterbeteiligung spielt bei STADA eine wichtige Rolle. Darunter versteht der Konzern - abgesehen von einem finanziellen Zuschuss, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Erwerb von STADA-Aktien gewährt wird - die Beteiligung in Form von Ideenmanagement inklusive der Honorierung durch Prämien. Um das bis dato bestehende System zu optimieren, wird der gesamte Prozess zurzeit überarbeitet. Entwicklung des PersonalstandsIm Vergleich zu 2013 verzeichnete der Konzern beim Personalstand im Geschäftsjahr 2014 einen deutlichen Anstieg - sowohl im Durchschnitt als auch stichtagsbezogen. So nahm die Zahl der in 2014 durchschnittlich tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf 10.209 zu (Vorjahr1) : 8.841). Stichtagsbezogen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigt en zum 31.12.2014 auf 10.363 (31.12.2013: 9.825). Im Wesentlichen basierte die Steigerung der im Konzern durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross zum 01.09.2013 und der Kontrollerlangung über die STADA Vietnam zum 01.10.2013. Darüber hinaus trugen hierzu auch die Aufnahme der chinesischen STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd. in den Konsolidierungskreis zum 01.01.2014 und eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl der serbischen Hemofarm A.D. auf Grund gestiegener Produktionskapazitäten bei. Die Betrachtung der regionalen Verteilung der im Konzern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigt im Berichtsjahr im Durchschnitt 1.318 Beschäftigte in Deutschland (Vorjahr: 1.269). Am Konzernsitz in Bad Vilbel waren durchschnittlich 978 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 988). Die Zahl der an ausländischen Konzernstandorten Tätigen lag im Durchschnitt bei 8.891 (Vorjahr1) : 7.572). STADA-Beschäftigtenentwicklung im Jahresdurchschnitt![]()
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Für die einzelnen Funktionsbereiche sah die prozentuale Verteilung bezogen auf die durchschnittliche Gesamtzahl der im Konzern Beschäftigten zum 31.12.2014 wie folgt aus: STADA-Beschäftigte nach Funktionsbereichen![]() Der konzernweite Anteil von Frauen in Führungspositionen belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf ca. 51% (Vorjahr: ca. 51%). PersonalaufwandDer Personalaufwand betrug im Berichtsjahr 305,1 Mio. € (Vorjahr2) : 319,6 Mio. €). Die Personalaufwandsquote lag in 2014 bei 14,8% (Vorjahr2) : 15,9%). Der Rückgang der Personalaufwandsquote basierte im Wesentlichen auf einem Ertrag aus einem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand im Zusammenhang mit einer Planänderung des leistungsorientierten Versorgungsplans für den Vorstandsvorsitzenden.
1)
In 2013 wurden die Facility-Management-Mitarbeiter
ausschließlich im Funktionsbereich Verwaltung geführt. In 2014 sind
die Facility-Management-Mitarbeiter der Produktion dem Funktionsbereich
Herstellung/ Qualitätsmanagement zugeordnet und die übrigen Facility-Management-Mitarbeiter
im Funktionsbereich Verwaltung geführt. Personalstruktur nach Marktregionen und FunktionsbereichenDurchschnittliche Anzahl STADA-Beschäftigte in 2014scroll
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1)
Die Facility-Management-Mitarbeiter der Produktion
sind dem Funktionsbereich Herstellung / Qualitätsmanagement zugeordnet,
die übrigen Facility-Management-Mitarbeiter werden im Funktionsbereich
Verwaltung geführt Ziele und StrategienAktive Akquisitionspolitik basiert auf MehrsäulenstrategieDas Geschäftsmodell von STADA ist darauf ausgerichtet, weiteres Wachstum zu erzielen. Dabei strebt der Konzern grundsätzlich an, mit den Tochtergesellschaften in wichtigen Märkten der einzelnen Marktregionen führende Positionen in den jeweils relevanten Marktsegmenten zu halten bzw. einzunehmen. Um das zu erreichen, setzt der Konzern sowohl auf den Ausbau des organischen Wachstums als auch auf Zukäufe. Im Rahmen einer aktiven Akquisitionspolitik verfolgt STADA eine Mehrsäulenstrategie, die auf eine zunehmende Diversifizierung des Portfolios zielt. Damit sollen potenzielle Risiken reduziert und bestehende Chancen erweitert werden. Die Mehrsäulenstrategie sieht vor, die Geschäftsaktivitäten zum einen regional zu erweitern - wobei der Fokus auf wachstumsstarken Schwellenländern liegt. Zum anderen soll das Markenprodukt-Segment ausgebaut und zunehmend internationalisiert werden, da es sich in der Regel durch weniger regulatorische Eingriffe und attraktivere Margen als der Bereich Generika auszeichnet. Diese Ziele verfolgte der STADA-Konzern auch im Geschäftsjahr 2014. Nutzung bestehender Wachstumspotenziale durch strategische ErfolgsfaktorenBasis für die Nutzung bestehender Wachstumschancen zur Sicherung des nachhaltigen Konzernerfolgs sind die strategischen Erfolgsfaktoren von STADA. Hierzu zählen eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik inklusive eines erfahrenen Integrationsmanagements, ein funktional organisierter Konzern mit kurzen Entscheidungswegen und marktnahen Vertriebsgesellschaften sowie eine Kultur der kontinuierlichen Kostenoptimierung inklusive eines effizienten Kostenmanagements (vgl. "Prognosebericht"). Basis für einen stetigen Fluss an Neueinführungen und damit für den kontinuierlichen Ausbau des bestehenden Produkt-Portfolios insbesondere im Segment Generika sind die starke Produktentwicklung und eine damit einhergehende gut gefüllte Produkt-Pipeline. Die internationale Vertriebsstruktur mit vier Marktregionen ist darauf ausgerichtet, die Produkte aus dem konzernweiten Produkt-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen zu vertreiben. Im Rahmen der aktiven Akquisitionspolitik zielt STADA darauf ab, die Geschäftsaktivitäten des Konzerns weiter auszubauen. Dabei fokussiert der Konzern einerseits auf die regionale Erweiterung in ausgewählten Märkten - schwerpunktmäßig in wachstumsstarken Schwellenländern. Andererseits stehen der Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente - insbesondere der Markenprodukte - im Vordergrund, da sie in der Regel bessere Margen aufweisen und weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen. Mit Blick auf weiteres Konzernwachstum kommt der Organisation nach Marktregionen mit kurzen Entscheidungswegen bei gleichzeitig starker lokaler Marktpräsenz eine wichtige Funktion zu. Dies bezieht sich vor allem auf die vertrieblichen Aktivitäten, da die Fähigkeit, kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können, sowohl bei der Wahrnehmung von Chancen als auch bei der Reduzierung von Risiken eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus kommen unter Ertragsgesichtspunkten einer kontinuierlichen Kostenoptimierung und einem effizienten Kostenmanagement eine hohe Bedeutung zu. SteuerungssystemDie Steuerung der Unternehmensbereiche im STADA-Konzern erfolgt anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen. Die finanziellen Leistungsindikatoren, die der Konzern als Kennzahlen zur operativen Konzernsteuerung heranzieht, sind der Konzernumsatz und das bereinigte EBITDA, die jeweils auf Segmentebene gesteuert werden, sowie der bereinigte Konzerngewinn und das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, die jeweils auf Konzernebene gesteuert werden. Die Entwicklung des Konzernumsatzes ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Unternehmenserfolgs. Angesichts dessen bilden Top-Line-Programme zur Steigerung des Umsatzes im STADA-Konzern eine wichtige Grundlage für die künftige Entwicklung. Maßgeblich ist bei STADA der ausgewiesene Umsatz, da der Konzern im Rahmen seiner Wachstumsstrategie sowohl auf organisches als auch akquisitorisches Wachstum setzt. Das bereinigte EBITDA1) entspricht im STADA-Konzern dem EBITDA bereinigt um einmalige Sondereffekte innerhalb des operativen Ergebnisses mit Ausnahme der einmaligen Sondereffekte, die sich auf Wertberichtigungen und Zuschreibungen von Anlagevermögen beziehen. Mit der Entwicklung des bereinigten EBITDA misst der Konzern die operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche bereinigt um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten. Dabei werden das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sowie das Beteiligungsergebnis einbezogen. Der bereinigte Konzerngewinn1) stellt im STADA-Konzern den Konzerngewinn bereinigt um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen dar. Der bereinigte Konzerngewinn ist bei STADA eine Kennzahl zur Messung des Gesamterfolgs im Konzern. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ist ein Gradmesser für die finanzielle Stabilität des Konzerns und wird als Maßstab bei der Aufnahme von Fremdkapital herangezogen. Die Ableitung der finanziellen Leistungsindikatoren bereinigtes EBITDA, bereinigter Konzerngewinn und Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA stellt sich wie folgt dar: scroll
Verantwortung und NachhaltigkeitStrategische Positionierung im Zeichen von NachhaltigkeitDie strategische Positionierung des STADA-Konzerns zeichnet sich per se durch Nachhaltigkeit aus, da das Unternehmen mit preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zu einer kosteneffektiven Gesundheitsversorgung und so zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung in einem für die Menschen maßgeblichen Lebensbereich beiträgt. Die Fürsorge um Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen liegt im Zentrum des Handelns von STADA. "Alles Gute" beschreibt das Leitbild, das zum einen eine Richtschnur für die über 10.000 Beschäftigten darstellt und zum anderen die Qualität der Geschäftsaktivitäten widerspiegelt: die Qualität der Rohstoffe - die das Unternehmen verarbeitet, der Produkte - die STADA herstellt, der Serviceleistungen - die der Konzern weltweit anbietet, und der Arbeitsbedingungen - unter denen die Leistungen von STADA entstehen. Verantwortungsvolles Handeln und nachhaltiges Wirtschaften werden bei STADA innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt, damit der ökonomische Erfolg des Konzerns im Einklang mit den umweltbedingten und gesellschaftlichen Auswirkungen steht. Um die Verantwortung und das nachhaltige Engagement der Konzernaktivitäten zu demonstrieren, den Status sowie die künftigen Ziele zu dokumentieren und einem jährlichen Vergleich zu unterziehen, plant STADA, dem UN Global Compact beizutreten. "Alles Gute" - eine Initiative von STADAIm Herbst 2014 gründete die STADA Arzneimittel AG die "Alles Gute"-Initiative, deren Ziel es ist, Menschen mit nützlichen Informationen zu versorgen, um sie im täglichen Umgang mit ihrer Gesundheit zu unterstützen. Herzstück der Initiative ist der STADA Gesundheitsreport, der interessante Einblicke in die Einstellungen der Deutschen zu ganz unterschiedlichen Gesundheitsthemen gibt. Das Thema des ersten Gesundheitsreports, der einmal pro Jahr mit wechselnden Themenschwerpunkten erscheint, beschäftigte sich mit den Einstellungen, den Wünschen und dem Verhalten der Deutschen zu ihrer Gesundheit im täglichen Leben. Mit der "Alles Gute"-Initiative zeigt STADA auf, was jeder Einzelne tun kann, um fit und gesund zu bleiben, da Gesundheit und Wohlbefinden wesentliche Voraussetzungen dafür sind, den täglichen Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein und sie bewältigen zu können. Unterstützt wird die Initiative von hochkarätigen Experten aus Medizin, Wissenschaft, Sport und Lifestyle-Bereichen. Im Rahmen des Pressegesprächs zur Vorstellung der "Alles Gute"-Initiative waren neben dem STADA-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff auch die ehemalige Weltklasseschwimmerin Franziska van Almsick, die Trendforscherin Corinna Mühlhausen und der Geschäftsführer von Kantar Health Werner Guminski, dessen Institut die repräsentative Online-Befragung unter 2.000 Deutschen zwischen 18 und 70 Jahren durchgeführt hatte, zugegen und unterstrichen mit ihren Standpunkten die Inhalte des STADA-Gesundheitsreports. Aktuelle Informationen zu der Initiative sind unter www.stada.de/initiative bzw. www.stada.com/initiative zu finden. Aktive Förderung von Gesundheit und SportAls Gesundheitsunternehmen engagieren sich die STADA Arzneimittel AG und verschiedene Tochtergesellschaften bei zahlreichen Projekten im Breiten-, Behinderten- und Profisport. Darüber hinaus unterstützt STADA auch die Möglichkeiten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sich über Gesundheit und Sport nicht nur zu informieren, sondern sich auch aktiv fit zu halten. Das Gesundheitsvorsorgezentrum in der Konzernzentrale in Bad Vilbel, Deutschland, bietet u.a. Fitnesstrainings, Yoga-Kurse und Massageanwendungen an. Außerdem führt STADA für die Beschäftigten an mehreren Tagen im Jahr eine innerbetriebliche Gesundheitsberatung durch. Unter dem Motto "STADAktiv" hat STADA in 2014 eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, im Rahmen derer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Sport- und Freizeit-Events wahrnehmen können. STADAktiv möchte motivieren, gemeinsam aktiv zu werden, um so einerseits die Gesundheit und das Wohlbefinden und andererseits das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Neben einer Wintersportreise nach Oberstdorf, die den Auftakt der neuen Eventreihe gab, folgten Aktivcamps mit Spitzentriathleten für ein anspruchsvolles Lauftraining sowie eine Poolbillard-Veranstaltung. Highlights mit STADA-Beteiligung waren der J.P. Morgan Corporate Challenge, ein Lauf in Frankfurt am Main mit mehr als 71.000 Teilnehmern, und der Firmen Datterich Ultra-Triathlon in Darmstadt, bei dem jeder Starter ein Zehntel der Ironman-Distanz bewältigen musste. Das Jahr 2014 schloss STADAktiv mit dem vorweihnachtlichen Event ab, eigenhändig Weihnachtsbäume im Taunus zu schlagen. Seit 1995 unterstützt STADA den in der Basketball-Bundesliga wie auch auf europäischer Ebene sehr erfolgreich agierenden Rollstuhlbasketball-Verein (RSV) Lahn-Dill. In 2014 holte sich das erfolgreiche Wetzlarer paralympische Team den elften Pokaltitel und den elften Deutscher-Meister-Titel. Die deutsche Tochtergesellschaft STADAvita GmbH hat in 2014 mit ihrem Produkt Magnetrans den "Deutsche Post Ladies Run" gesponsert, einen Lauf über fünf und zehn Kilometer, der in verschiedenen Städten Deutschlands stattfand. Neben der gesundheitsfördernden Bewegung für die rund 7.000 Teilnehmerinnen wurde durch die Veranstaltungsreihe auch eine Stiftung für bedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt. Darüber hinaus richtete die STADAvita einen "STADA Family Day" auf dem Nürburgring aus, an dem die STADA-Beschäftigten mit ihren Familien teilnehmen konnten. Die STADA-Tochtergesellschaft ALIUD PHARMA GmbH unterstützt seit 2006 die Doppel-Olympiasiegerin Hanne Brenner im Dressurreiten, die auch bei den Paralympics 2012 in London teilgenommen hat. Die seit einem Reitunfall inkomplett querschnittsgelähmte Spitzensportlerin ist angesichts ihrer Leistungen für viele ebenfalls gehandicapte Sportler ein Vorbild und ermutigt sie dazu, sich trotz Behinderung schwierigen Herausforderungen zu stellen. In 2014 gewann die Sportlerin mit ihrem Pferd "Woman of the World" bei den Weltreiterspielen in den Einzelwettbewerben jeweils einmal Gold und Silber sowie Bronze in der Teamwertung. Daneben fördert ALIUD PHARMA den von Hanne Brenner initiierten Verein "Kleine Glücksritter e.V.", der schwerkranken Kindern und ihren Geschwistern auf schnelle und unkomplizierte Weise einige glückliche Stunden mit Pferden ermöglicht, um ihnen so zu helfen, für einen Moment ihr schweres Schicksal in den Hintergrund treten zu lassen. Seit Beginn des Jahres 2015 sponsert ALIUD PHARMA außerdem die Goldmedaillen-Teamgewinnerin bei der Europameisterschaft Para Archery, Lucia Kupczyk. Die Bogenschützin mit Behinderung, die seit 2005 durch eine Erkrankung an den Rollstuhl gebunden ist, stellte mit dem deutschen Team sogar einen neuen Weltrekord auf. Gesellschaftliches EngagementSeit 2012 fördert die STADA Arzneimittel AG die Stiftung "Kinderzukunft" für in Not geratene Kinder. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der finanziellen Unterstützung des Kinderdorfs im rumänischen Timisoara, das in 2014 sein 20-jähriges Bestehen feiern konnte. Die Einrichtung, die sich Waisen und Kindern ohne jede Perspektive annimmt, bietet seinen rund 200 Schützlingen zwischen drei und 18 Jahren neben der notwendigen Zuwendung und Geborgenheit ein ganzheitliches Konzept mit Schulausbildung und eigenen Ausbildungswerkstätten mit staatlich anerkannter Berufsausbildung. In Zusammenarbeit mit der in Idstein, Deutschland, ansässigen Hochschule Fresenius unterhält STADA seit 2003 die STADA-Stiftungsprofessur "Gesundheitsökonomie", um der Diskussion hinsichtlich Kostenoptimierung im Gesundheitswesen neue Impulse zu geben. Die Stiftungsprofessur zielt auf die Förderung praxisbezogener Versorgungsforschung zur Optimierung der Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ab. Seit 2011 hat die STADA Arzneimittel AG einen Fonds angelegt, der in Deutschland beschäftigten STADA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern bzw. ihren Familien finanzielle Hilfestellung bietet, sofern sie unverschuldet in Not geraten sind. Seit der Einrichtung des Fonds konnte bereits 15 STADA-Beschäftigten geholfen werden. Eine seit nunmehr 27 Jahren feste Größe in der regionalen Förderung von STADA sind die Burgfestspiele in Bad Vilbel, Deutschland. Das kulturell wichtigste Ereignis am Hauptsitz des Konzerns lockte in 2014 mit seinen kurzweiligen Produktionen jeglicher Art über 100.000 Gäste. Darunter besuchte gut ein Drittel die Aufführungen speziell für Familien und Kinder. Nachdem es im Mai 2014 in weiten Teilen Serbiens und Bosniens durch die schwersten Regenfälle seit 120 Jahren zu dramatischen Überschwemmungen gekommen war, schickte die serbische STADA-Tochtergesellschaft nicht nur Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete, sondern unterstützte den Katastrophenschutz mit Hilfe der Werksfeuerwehr und dem Einsatz zahlreicher Beschäftigter. Darüber hinaus sammelten STADA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in Deutschland für die Opfer in den betroffenen Regionen Hilfsgüter, deren Transport STADA finanzierte. Darüber hinaus übernahm der STADA-Vorstand die Kosten für die Behebung der privaten Schäden der in den Gebieten lebenden Hemofarm-Beschäftigten. Als Hauptsponsor engagiert sich die STADA Arzneimittel AG seit 2007 für den gemeinnützigen Verein dolphin aid e.V. mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland. Dolphin aid fördert alternative Therapiemöglichkeiten und bietet kranken und behinderten Kindern die Möglichkeit einer "Delphin-Therapie". Mit dem Sponsoring von dolphin aid hat sich STADA bewusst für die Unterstützung einer nicht auf Arzneimitteln basierenden Therapiemethode entschieden, um ein ganzheitliches, nicht allein auf Arzneimittel gerichtetes Verständnis von Gesundheit aufzuzeigen. In Zusammenarbeit mit der Charité-Universitätsmedizin Berlin fördert die deutsche Tochtergesellschaft STADApharm GmbH bereits im dritten Jahr das so genannte "Deutschlandstipendium". Hierbei handelt es sich um eine Studienfinanzierung der Bundesregierung, die darauf zielt, neue Talente zu unterstützen, Anreize für Spitzenleistungen zu schaffen und zu einer neuen Stipendienkultur in Deutschland zu kommen. Das Deutschlandstipendium wird zur einen Hälfte vom Bund gezahlt und zur anderen Hälfte von privaten Förderern übernommen. ALIUD PHARMA engagiert sich seit Beginn des Schuljahres 2013/14 im Rahmen des Erziehungsprogramms "Klasse 2000" als Pate in der ersten Klasse einer Grundschule. Ziel ist es, Gesundheits- und Lebenskompetenzen von Kindern schon im Grundschulalter zu stärken, um Sucht- und Gewaltpotenzialen frühzeitig entgegenzuwirken. Dabei sollen den Kindern Bewegung, Ernährung und Entspannung sowie der Umgang mit Gefühlen wie Stress, aber auch Strategien zur Problem- und Konfliktlösung nahegebracht werden. Soziales Engagement ausländischer STADA-TochtergesellschaftenVon der spanischen STADA-Tochtergesellschaft Laboratorio STADA wurde im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit spanischen fachspezifischen Institutionen das Projekt "kNOW Alzheimer" ins Leben gerufen. Das Projekt dient insbesondere dazu, die Forschungsmöglichkeiten zu erweitern und die Kenntnisse über Morbus Alzheimer zu steigern, um die Situation der Patienten zu verbessern. Anlässlich des 21. September, des Welt-Alzheimer-Tags, wurde eine Kampagne lanciert, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für diese Krankheit erhöhen soll. Die Herausforderung der Kampagne, die eine eigene Website hat und parallel in sozialen Medien läuft, besteht darin, 800.000 Statements zu sammeln - eines für jeden Alzheimer-Patienten in Spanien. Im Sommer 2014 spendete die spanische Sonnenschutzmittel-Sparte Ladival® in Kooperation mit dem "Cruz Roja Espanola" (Rotes Kreuz Spanien) Sonnencreme, um das Bewusstsein für ausreichenden Sonnenschutz zu stärken und damit früher Hautalterung und schweren Hauterkrankungen entgegenzuwirken. Die Zusammenarbeit fand an 245 Stränden statt, an denen über 1.500 Rettungsschwimmer von dem Projekt profitierten. Bereits seit 2012 fördert Ladival® in Spanien als einer der Hauptsponsoren den größten europäischen Damen-Sportevent "Carrera de la Mujer" mit über 90.000 Teilnehmerinnen. Der fünf bis sieben Kilometer lange Lauf, der jedes Jahr in acht verschiedenen Städten Spaniens stattfindet, unterstützt die spanische Vereinigung gegen Krebs. Im Rahmen der Veranstaltungen macht Ladival® insbesondere auf die Notwendigkeit eines frühzeitigen und richtigen Sonnenschutzes aufmerksam. Seit Herbst 2013 sponsert die Schweizer Tochtergesellschaft Spirig HealthCare AG die Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz - eine Patientenorganisation, die Menschen mit Allergien, Asthma, Neurodermitis und Lebensmittelunverträglichkeiten berät und unterstützt. Mit dem Ziel, die Lebensqualität der betroffenen Patienten zu steigern, stehen ihnen mittels Website, Ratgebern und Seminaren vielfältige Informationen zur Verfügung. Bereits im Jahr 2011 hat die russische Holding STADA CIS das Projekt "Medicine for life" ins Leben gerufen, das darauf abzielt, den russischen Bürgern einen achtsameren Umgang mit ihrer Gesundheit und ein Basiswissen über die Anwendung von Medikamenten zu vermitteln. Neben Broschüren, eigenen Radioprogrammen, Social-Media-Aktivitäten und Medienevents wurde in 2014 die Website modernisiert, die anschaulich über verschiedene Themenbereiche informiert. Auch regional war STADA CIS in 2014 gesellschaftlich aktiv. So engagierte sich die russische STADA-Tochtergesellschaft Nizhpharm bspw. als Co-Organisator bei einer Prämierung der beliebtesten Ärzte durch die Bürger in der Region Nizhny Novgorod, die u.a. darauf zielt, das positive Image der Ärzteschaft zu fördern. Darüber hinaus unterstützte STADA CIS Kinder, die zum einen unter Leukämie und rheumatischen Krankheiten leiden und zum anderen aus kritischen Familienverhältnissen stammen oder in Waisenhäusern aufgewachsen sind. Zum 95. Jahrestag der Tochtergesellschaft Nizhpharm organisierte STADA CIS im September 2014 das Projekt "Mobile Diagnostics: Get Your Health under Control", das insbesondere auf nichtinfektiöse chronische Krankheiten aufmerksam macht, die statistisch gesehen mehr als 80% aller Arbeitsunfähigkeits- bzw. Sterblichkeitsfälle in Russland ausmachen. In regionalen Krankenhäusern und mobilen medizinischen Stätten konnte sich die Bevölkerung von mehr als 50 führenden Spezialisten unterschiedlichster medizinischer Fachgebiete untersuchen lassen. Im Rahmen dieser sorgfältigen Gesundheitsprüfung wurden innerhalb von zehn Tagen 2.000 Bürger aus 31 Distrikten von Nizhny Novgorod untersucht - darunter auch in Gegenden, in denen medizinische Hilfe rar ist. Diagnostiziert wurden u.a. Fälle von Bluthochdruck, Schilddrüsenleiden, Zuckerkrankheit oder Gefäßsymptomatik. Je nach Krankheitsbild wurden die Patienten zur Behandlung in Hospitäler eingewiesen bzw. erhielten entsprechende Gesundheitstipps. Darüber hinaus engagiert sich STADA CIS auch in verwandten Bereichen der Pharmabranche. Das von STADA initiierte Fotoprojekt "Der Beruf des Arztes" bringt mittlerweile die dritte Edition eines Fotobuchs heraus, in dem rund einhundert Ärzte aus verschiedenen Städten Russlands ihren Beruf in anschaulichen Fotos vorstellen, um einerseits das Vertrauen in die Leistung von Ärzten zu stärken und andererseits die Bevölkerung zu ermutigen, medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm initiierte in Zusammenarbeit mit der Hemofarm Foundation eine Vielzahl von nachhaltigen Projekten, die gesellschaftliche Belange unterstützt. Neben der zuvor erwähnten finanziellen und menschlichen Hilfe bei der Balkan-Flut stiftete Hemofarm im Geschäftsjahr 2014 für verschiedene Krankenhäuser u.a. medizinische Apparaturen für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Darüber hinaus erhielten bedürftige serbische Institutionen, wie Schulen oder Vereine, Sach- oder Geldspenden. Zu den sportlichen Veranstaltungen, die das serbische Unternehmen 2014 unterstützte, gehörten die Meisterschaft im serbischen Behindertensport und der 27. Belgrad Marathon. Im kulturellen Bereich förderte Hemofarm u.a. junge Pianisten aus Serbien in einem internationalen Wettbewerb und ein nationales Chor-Festival in Belgrad. Zudem war die Hemofarm Foundation Partner der Serbinale 2014, eines Festivals für junge serbische, in Berlin lebende Künstler, das u.a. die Zusammenführung von serbischen und deutschen Talenten unterschiedlichster Künste ermöglicht. Des Weiteren engagierte sich Hemofarm auch auf dem Gebiet der Bildung. So kam Biologiestudenten aus Belgrad bei der Organisation ihrer europäischen Winterkonferenz finanzielle Unterstützung zu und Grundschüler konnten an einem Quizwettbewerb teilnehmen, der auf Suchtgefahren bei jungen Menschen aufmerksam macht. Darüber hinaus führte die Hemofarm Foundation in Zusammenarbeit mit der UNICEF Serbien die Studie "Happiness and Families with Children in Serbia" durch, die aufzeigt, dass starke Familien für das Glück am wichtigsten sind. Diese Schlussfolgerung basiert auf der Erkenntnis, dass die Funktion und die Gewohnheiten von Familien, die Art und Weise der Kindererziehung sowie die enge Bindung mit dem näheren und weiteren sozialen Umfeld der Schlüssel zum Glück sind. Im Rahmen der Studie sollen serbische Familien motiviert werden, respektvoll miteinander umzugehen, Konflikte friedlich zu lösen und Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Begleitet wird das Projekt von einer Medienkampagne, Workshops und verschiedenen Aktivitäten für Familien. Vielseitig gesellschaftlich engagiert sind auch STADA-Tochtergesellschaften in der Marktregion Asien & Pazifik. So wurden 2014 bspw. in unterschiedlichen, insbesondere abgelegenen bzw. schwer zugänglichen Landesteilen von Vietnam Gesundheitskontrollen organisiert. Hierdurch kam vielen Kindern und bedürftigen Menschen eine Krankenversorgung zugute, die sie ansonsten auf Grund einer fehlenden Versorgung durch Ärzte und Medikamente nicht erfahren hätten. Neben der Unterstützung verschiedener Konferenzen, die von Krankenhäusern und Forschungsinstituten durchgeführt wurden, sponserte STADA Vietnam im Februar 2014 die Organisation des Vietnam Doctors' Day und im Juni 2014 den Children's Day. Darüber hinaus engagierte sich STADA Vietnam in Form von Geld- oder Sachspenden an Krankenhäuser und Institute für Kinder, Behinderte und ältere Menschen. Auch die vietnamesische STADA-Tochtergesellschaft Pymepharco förderte in 2014 Projekte im gesellschaftlichen Bereich. Dabei gingen u.a. Sachspenden in Form von Medizin an Arme, Behinderte, Waisen und Menschen in allgemein schwierigen Lebenssituationen. Weitere Informationen zum gesellschaftlichen Engagement von STADA und seinen Tochtergesellschaften sind auf der Website des Unternehmens unter www.stada.de bzw. www.stada.com dargestellt. Verantwortungsvolles Handeln für die UmweltAuch im Bereich Umweltschutz verfolgt STADA ein verantwortungsvolles Handeln und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung von Verfahren und Prozessen, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen sowie Risiken für die Gesundheit zu minimieren. Im Rahmen dessen sind die Produktionsprozesse von STADA in aller Regel durch keine bzw. sehr niedrige Emissionsbelastungen gekennzeichnet, da der Konzern gezielt auf die chemische Synthese von Wirk- und Hilfsstoffen verzichtet. Darüber hinaus kommt das auf bekannte und bewährte Wirkstoffe fokussierte STADA-Geschäftsmodell ohne gentechnische Forschungsalternativen mit Embryonen aus. Der Konzern fördert auch das Umweltbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So erstattet STADA bspw. bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Fahrtkosten bzw. bezuschusst Fahrgemeinschaften unter den Beschäftigten. Compliance-System im STADA-KonzernSeit Jahren ist Compliance, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln, ein fester Bestandteil im STADA-Konzern. Ausführliche Informationen zu der Compliance und dem Code of Conduct von STADA sind im Lagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Corporate Governance Bericht" enthalten. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungIn 2014 waren die Finanzmärkte von Unsicherheit - insbesondere durch geopolitische Entwicklungen im Osten Europas sowie im Nahen Osten - geprägt. Darüber hinaus machten sich die geldpolitischen Entscheidungen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der russischen Notenbank Rossii bemerkbar. Der Ölpreis reduzierte sich im Laufe des Jahres deutlich. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahm die weltweite Wirtschaftsleistung in 2014 um 3,3% zu.1) Dabei näherten sich die Wachstumsraten der fortgeschrittenen Länder mit 1,8% und die der Emerging Markets mit 4,4% leicht an.1) Die Wirtschaftsleistung der USA, der weltweit größten Volkswirtschaft, nahm um 2,4% zu, während Chinas Wirtschaft um 7,4% wuchs.1) Die Euro-Staaten kehrten mit einem Zuwachs von 0,8% auf den Wachstumspfad zurück.1) Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland mit 1,5%, in Frankreich mit 0,4% und in Spanien mit 1,4% positiv war, zeigte es in Italien mit -0,4% einen leichten Rückgang.1) In den so genannten CIS-Ländern (Commonwealth of Independent States) wies das BIP ein Wachstum von 0,9% auf, wobei Russland ein leichtes Plus von 0,6% verzeichnete. Die Region Emerging and Developing Europe2) zeigte ein Wachstum von 2,7%, während die Wirtschaftsleistung in Serbien3) um 0,5% leicht zurückging. Branchenspezifische EntwicklungDer Umsatz des weltweiten Generika-Markts stieg in 2014 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 9,9%4) auf ca. 116,6 Mrd. €4) . Der Marktanteil von Generika am globalen Pharmamarkt belief sich auf ca. 13,6%4) . Die Umsatzentwicklung von Generika in den vier STADA-Marktregionen stellte sich im selben Zeitraum wie folgt dar: Deutschland ca. +6,3%5) auf ca. 6,28 Mrd. €5) , Zentraleuropa ca. +3,9%5) auf ca. 23,10 Mrd. €5) , CIS / Osteuropa ca. +9,0%5) auf ca. 6,10 Mrd. €5) , Asien & Pazifik ca. +7,5%5) 6) auf ca. 8,14 Mrd. €5) 6) . Der Umsatz des weltweiten OTC-Markts erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahr um ca. 4,6%7) auf ca. 62,60 Mrd. €7) . Der Marktanteil von OTC-Produkten betrug ca. 8,2%7) . Die Umsatzentwicklung von OTC-Produkten in den vier STADA-Marktregionen sah im selben Zeitraum wie folgt aus: Deutschland ca. +1,5%5) auf ca. 4,82 Mrd. €5) , Zentraleuropa ca. -1,4%5) auf ca. 11,40 Mrd. €5) , CIS / Osteuropa ca. +6,0%5) auf ca. 5,44 Mrd. €5) , Asien & Pazifik ca. +5,6%5) 6) auf ca. 3,97 Mrd. €5) 6) .
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook January 2015. Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen RahmenbedingungenDa das Geschäftsmodell von STADA auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtet ist, der eine relativ konjunkturunabhängige Nachfrage aufweist, haben die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen Märkten der vier STADA-Marktregionen. Ungeachtet dessen haben die konjunkturellen Rahmenbedingungen jedoch insofern Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns, als sie von Währungs- und Zinsvolatilitäten geprägt ist. Angesichts dessen trifft STADA regelmäßig Vorkehrungen, um auf starke Schwankungen von Zinsen und konzernrelevanten Währungsrelationen angemessen reagieren zu können (vgl. "Risikobericht" sowie Konzernanhang - 46.). Darüber hinaus wirken sich konjunkturelle Einflüsse auf den Konzern in den Märkten stärker aus, die zu den so genannten Selbstzahlermärkten zählen, da die Nachfrage nach STADA-Produkten dort zu einem gewissen Grad von der finanziellen Situation der jeweiligen Bevölkerung abhängt. Zudem lastet auf den einzelnen Gesundheitssystemen je nach konjunktureller Lage ein mehr oder weniger starker Kostendruck, der durch die Umsetzung von entsprechenden regulatorischen Maßnahmen auch dämpfende Auswirkungen auf Generika-Anbieter haben kann. Des Weiteren können sich makroökonomische Einflüsse auf die Entwicklung von STADA auswirken, wenn einzelne staatliche Gesundheitssysteme nicht mehr über ausreichende Mittel zur Finanzierung einer angemessenen Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung verfügen. Bei der Betrachtung der Währungseinflüsse zeigte sich im Geschäftsjahr 2014 mit Blick auf die Translation der Umsätze und Erträge in den für STADA wichtigsten Landeswährungen russischer Rubel, serbischer Dinar und britisches Pfund eine uneinheitliche Entwicklung. Während der russische Rubel eine deutlich schwächere und der serbische Dinar eine schwächere Entwicklung zeigten, wies das britische Pfund einen positiven Währungseffekt auf. Darüber hinaus zeigte die ukrainische Griwna eine deutlich schwächere Entwicklung auf. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro. Mit Blick auf Selbstzahlermärkte war die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr in der Marktregion CIS / Osteuropa - insbesondere in Russland - von den Auswirkungen der CIS-Krise beeinträchtigt. Neben dem soeben erwähnten deutlich schwächeren Währungskurs machte sich bei den Endverbrauchern, mit denen ca. 92% der russischen STADA-Umsätze erzielt werden, eine Kaufzurückhaltung bemerkbar. Darüber hinaus trug zu dieser Entwicklung auch eine nachlassende Nachfrage auf Seiten der Großhändler bei. Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung 2014 im Vergleich zum AusblickBeim Ausblick für 2014 hatte der Vorstand im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2013 ein leichtes Wachstum beim Konzernumsatz, bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn in Aussicht gestellt. Dabei war der Vorstand im Kernsegment Generika von einem leicht steigenden Umsatz und im Kernsegment Markenprodukte von einem deutlichen Umsatzanstieg ausgegangen. Darüber hinaus sollte im Kernsegment Generika ein bereinigtes EBITDA erreicht werden, das leicht über dem Niveau von 2013 liegt. Im Kernsegment Markenprodukte sollte ein bereinigtes EBITDA erzielt werden, das im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigt. Für das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA hatte der Vorstand ein Niveau von 3 angestrebt - wobei die Prognose für diese Kennziffer im Zwischenbericht 9 Monate 2014 auf ein Niveau von nahezu 3 leicht angepasst wurde. Im Berichtsjahr erhöhte sich der Konzernumsatz - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - um 3% auf 2.062,2 Mio. €. Der Umsatz des Kernsegments Generika war - entgegen der Erwartung des Vorstands - um 1% auf 1.217,7 Mio. € leicht rückläufig. Diese Entwicklung basierte zum einen auf den schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika in Deutschland infolge des intensiven Wettbewerbs bei Ausschreibungen von Rabattverträgen. Zum anderen machten sich in Russland infolge der CIS-Krise die deutliche Rubelschwäche, eine Kaufzurückhaltung der Endverbraucher und ein Nachfragerückgang auf Seiten der Großhändler dämpfend bemerkbar. Der Umsatz des Kernsegments Markenprodukte erhöhte sich deutlich um 14% auf 800,5 Mio. €. Das bereinigte EBITDA stieg um 4% auf 431,9 Mio. €. Dabei nahm das bereinigte EBITDA des Kernsegments Generika um 7% auf 228,7 Mio. € zu. Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Markenprodukte wies einen Anstieg von 7% auf 240,0 Mio. € auf. Der bereinigte Konzerngewinn konnte deutlich um 16% auf 186,2 Mio. € gesteigert werden. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte sich auf 3,1. Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung der LeistungsindikatorenDie Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren des STADA-Konzerns sah im Geschäftsjahr 2014 wie folgt aus: Finanzielle Leistungsindikatoren des STADA-Konzernsscroll
Nähere Erläuterungen zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren von STADA sind den nachfolgenden Ausführungen zur Ertragslage zu entnehmen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren des STADA-KonzernsHinsichtlich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auf das Kapitel "Verantwortung und Nachhaltigkeit" in diesem Geschäftsbericht verwiesen. Geschäftsverlauf und Lage | ErtragslageUmsatzentwicklungSteigerung des Konzernumsatzes ungeachtet herausfordernder Rahmenbedingungen in zwei von vier MarktregionenUngeachtet herausfordernder Rahmenbedingungen stieg der Konzernumsatz - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen - im Berichtsjahr um 3% auf 2.062,2 Mio. € (Vorjahr1) : 2.003,9 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten resultierten, nahm der Konzernumsatz im Berichtsjahr leicht um 1% auf 2.014,3 Mio. € zu. Die Portfolioveränderungen beliefen sich in 2014 auf insgesamt 139,2 Mio. € bzw. 6,9 Prozentpunkte, die sich wie folgt auf die betroffenen Marktregionen aufteilten: Marktregion Zentraleuropa 65,6 Mio. €, Marktregion CIS / Osteuropa 40,9 Mio. €, Marktregion Asien & Pazifik 32,7 Mio. €. Im Detail sahen die Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekte zurückzuführen sind, wie folgt aus: Bei Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro verzeichnete STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 91,9 Mio. € bzw. -4,6 Prozentpunkten, da sich zwei der drei für STADA wichtigsten Landeswährungen in Relation zur Konzernwährung Euro schwächer entwickelten. Dabei zeigte der russische Rubel eine deutlich schwächere und der serbische Dinar eine schwächere Entwicklung. Die für den Konzern dritte wichtigste Landeswährung, das britische Pfund, wies dagegen einen positiven Währungseffekt auf. Darüber hinaus entwickelte sich auch die ukrainische Griwna in Relation zum Euro deutlich schwächer. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro. Sofern in diesem Geschäftsbericht über bereinigte Umsatzzahlen berichtet wird, ist darunter jeweils der um Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen. Konzernumsatz in Mio. € über 5 Jahre![]()
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Geschäftsverlauf und Lage |ErtragslageErgebnis- und KostenentwicklungBereinigtes EBITDA in Mio. €![]() Bereinigtes EBIT in Mio. €![]() Bereinigter Konzerngewinn in Mio. €![]() Steigerung der operativen Ertragskraft - Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen des KonzernsDie Ertragsentwicklung zeichnete sich im Berichtsjahr durch eine Steigerung der operativen Ertragskraft aus, die sich in einem Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen des Konzerns widerspiegelte. Das ausgewiesene operative Ergebnis ging in 2014 im Wesentlichen bedingt durch die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA deutlich um 24% auf 188,5 Mio. € zurück (Vorjahr2) : 248,3 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA nahm um 9% auf 418,8 Mio. € zu (Vorjahr2) : 382,6 Mio. €). Angesichts hoher einmaliger Sondereffekte zeigte der ausgewiesene Konzerngewinn einen deutlichen Rückgang von 47% auf 64,6 Mio. € (Vorjahr: 121,4 Mio. €). Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten erhöhte sich das bereinigte operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 um 6% auf 320,7 Mio. € (Vorjahr2) : 303,1 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 4% auf 431,9 Mio. € auf (Vorjahr2) : 414,3 Mio. €). Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn zeigte einen deutIichen Anstieg von 16% auf 186,2 Mio. € (Vorjahr: 160,6 Mio. €).
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Aus Gründen des in IAS 8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts
wurden die Vorjahreszahlen der Geschäftsjahre 2012 und früher diesbezüglich
nicht angepasst. Die überproportionale Zunahme des bereinigten Konzerngewinns basierte im Wesentlichen auf einer substanziellen Rückführung der bereinigten Steuerquote beginnend ab dem 1. Quartal 2014. Diese Entwicklung stellt das Ergebnis einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern dar, die maßgeblich durch den erfolgreichen Abschluss des "STADA - build the future"-Projekts gegen Ende des Geschäftsjahres 2013 und eine damit zusammenhängende Anpassung des internen Verrechnungspreismodells beeinflusst ist. Angesichts dessen reduzierte sich die bereinigte Steuerquote im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf 24,2% (Vorjahr1) : 32,7%). Die ausgewiesene Steuerquote nahm im Wesentlichen bedingt durch die steuerlich nicht abzugsfähigen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA im Vergleich zum Vorjahr auf 43,8% zu (Vorjahr1) : 35,1%). Ertragsbeeinflussung durch einmalige SondereffekteDie einmaligen Sondereffekte addierten sich im Berichtsjahr saldiert zu einer Ertragsbelastung in Höhe von 132,2 Mio. € vor bzw. 125,2 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: saldierte Ertragsbelastung durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 54,8 Mio. € vor bzw. 41,7 Mio. € nach Steuern). Diese sahen im Einzelnen wie folgt aus:
Ertragsbeeinflussung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und AufwendungenDie Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen addierten sich in 2014 zu einer saldierten Ertragsentlastung in Höhe von 3,6 Mio. € vor bzw. 3,6 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: saldierte Ertragsentlastung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. € vor bzw. 2,5 Mio. € nach Steuern). Sofern in diesem Geschäftsbericht bereinigte Ertragskennzahlen ausgewiesen werden, beinhalten die vorgenommenen Ertragsbereinigungen jeweils diese Effekte insgesamt sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr. Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar. In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns und die sich daraus ergebenden Margen jeweils auch bereinigt um die zuvor aufgeführten einmaligen Sondereffekte bzw. um die zuvor aufgeführten einmaligen Sondereffekte und die Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2014 und das Vorjahr vergleichend dargestellt. Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Gewinn- und Verlustrechnung sowie KostenentwicklungDie nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns - sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr, jeweils unter Einbeziehung der zu bereinigenden Effekte, wie diese für das Geschäftsjahr 2014 detailliert unter den Punkten "Ertragsbeeinflussung durch einmalige Sondereffekte" sowie "Ertragsbeeinflussung durch Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen" dargestellt sind. Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)scroll
Die Herstellungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1.070,4 Mio. € (Vorjahr1) : 1.024,5 Mio. €). Damit betrug das Bruttoergebnis, d.h. der Umsatz nach Abzug der Herstellungskosten, 991,8 Mio. € (Vorjahr1) : 979,4 Mio. €). Insgesamt enthielten die Herstellungskosten im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 100,8 Mio. € (Vorjahr1) : 86,3 Mio. €), die im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen für solche immateriellen Vermögenswerte entfallen, die eine Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen - darstellen. Die Herstellungskostenquote, d.h. der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz, lag in 2014 bei 51,9% (Vorjahr1) : 51,1%). Die zur Herstellungskostenquote reziproke umsatzbezogene Bruttomarge reduzierte sich im Berichtsjahr auf 48,1% (Vorjahr1) : 48,9%). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen war die Bruttomarge durch zusätzliche Abschreibungen aus Akquisitionen wie des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross2) , den Erwerb des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor®3) sowie die Kontrollerlangung der STADA Vietnam zurückzuführen (vgl. teilweise "Finanzlage - Akquisitionen und Desinvestitionen"). Zum anderen machten sich die Belastungen im Rahmen der CIS-Krise bemerkbar (vgl. "Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen - Russland"). Die Vertriebskosten, die sich bei STADA im Wesentlichen aus den Kosten für die Außendienst- und Vertriebsmitarbeiter sowie den produktbezogenen Marketingaufwendungen zusammensetzen, gingen im Berichtsjahr auf 458,4 Mio. € zurück (Vorjahr1) : 488,2 Mio. €). Der Rückgang war insbesondere auf hohe Einsparungen durch das neue Vertriebsabkommen in Belgien sowie auf Kosteneinsparungen innerhalb des Teilkonzerns CIS, der eine Straffung der Marketingaktivitäten zwecks stärkerer Konzentration auf margenstarke Produkte vorgenommen hat, zurückzuführen. Die Vertriebskostenquote betrug 22,2% (Vorjahr1) : 24,4%). Die allgemeinen Verwaltungskosten reduzierten sich in 2014 auf 152,8 Mio. € (Vorjahr1) : 159,5 Mio. €) und hatten einen Anteil von 7,4% am Konzernumsatz (Vorjahr1) : 8,0%). Der Rückgang resultierte aus einem saldierten Ertrag in Höhe von 15,9 Mio. €, im Wesentlichen aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, im Zusammenhang mit einer Planänderung des leistungsorientierten Versorgungsplans für den Vorstandsvorsitzenden und den sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 56,9 Mio. € (Vorjahr1) : 55,5 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten lag bei 2,8% (Vorjahr1) : 2,8%). Die von STADA ausgewiesenen Entwicklungskosten umfassen die nicht aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen, die sich im Wesentlichen aus den Kosten für regulatorische Anforderungen und die Optimierung von bestehenden Produkten zusammensetzen. Zahlungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte sind in dieser Kostenposition nicht enthalten, da sie von STADA in der Regel aktiviert werden (vgl. Konzernanhang - 15.).4) Die sonstigen Erträge gingen im Berichtsjahr auf 20,1 Mio. € zurück (Vorjahr1) : 53,8 Mio. €). Der Rückgang resultierte unter anderem aus den im Vorjahr in dieser Position ausgewiesenen Erträgen aus der Neubewertung der Anteile an den vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam im Rahmen der Kontrollerlangungen. Des Weiteren ergab sich im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisaufteilung für diesen Unternehmenszusammenschluss.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Die anderen Aufwendungen nahmen im Geschäftsjahr 2014 auf 155,2 Mio. € zu (Vorjahr1) : 72,6 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus den erfassten Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA sowie aus der starken Abwertung der wesentlichen Währungen der Marktregion CIS / Osteuropa und den daraus resultierenden, als einmalige Sondereffekte ausgewiesenen Kursaufwendungen. Darüber hinaus führten erhöhte Wertberichtigungen von immateriellen Vermögenswerten, die ebenfalls als einmalige Sondereffekte ausgewiesen wurden, zu einer entsprechenden Erhöhung der anderen Aufwendungen. Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €) ausgewiesen. Der in 2014 erfolgte Rückgang des Ergebnisses aus at equity bewerteten Anteilen auf 1,6 Mio. € (Vorjahr1) : 3,7 Mio. €) basierte auf der gemäß dem neuen Standard IFRS 11 erfolgten rückwirkenden Bilanzierung der Gesellschaft STADA Vietnam nach der Equity-Methode im Vorjahr. Im Zuge der Kontrollerlangung über die STADA Vietnam erfolgt seit dem 4. Quartal 2013 die Konsolidierung dieser Gesellschaft als Tochterunternehmen. Das Finanzergebnis, das sich im Wesentlichen aus den finanziellen Erträgen und den finanziellen Aufwendungen zusammensetzt, belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf -63,8 Mio. € (Vorjahr1) : -59,0 Mio. €). Der Zinsaufwand in Höhe von 70,4 Mio. € (Vorjahr1) : 69,9 Mio. €) stellte dabei den größten operativ bedingten Einzelposten dar. Des Weiteren enthielt das Finanzergebnis im Berichtsjahr Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die sich zu einer saldierten Ertragsentlastung in Höhe von 3,6 Mio. € summierten (Vorjahr: Ertragsentlastung in Höhe von 3,4 Mio. €). In 2014 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,9% p.a. und 12,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2014 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,3% p.a. (Vorjahr: ca. 3,5% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 4,6% p.a. (Vorjahr: ca. 2,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,7% p.a. (Vorjahr: ca. 3,3% p.a.). Die Aufwendungen aus Ertragsteuern nahmen im Geschäftsjahr auf 54,6 Mio. € ab (Vorjahr1) : 66,5 Mio. €). Diese Entwicklung stellt das Ergebnis einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern dar, die maßgeblich durch den erfolgreichen Abschluss des "STADA -build the future"-Projekts gegen Ende des Geschäftsjahres 2013 und eine damit zusammenhängende Anpassung des internen Verrechnungspreismodells beeinflusst ist. Die bereinigte Steuerquote reduzierte sich im Berichtsjahr auf 24,2% (Vorjahr1) : 32,7%). Die ausgewiesene Steuerquote nahm im selben Zeitraum auf 43,8% zu (Vorjahr1) : 35,1%), im Wesentlichen bedingt durch die steuerlich nicht abzugsfähigen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA. Geschäftsverlauf und Lage |ErtragslageSegmententwicklung: Informationen nach operativen SegmentenEntwicklung der KernsegmenteDie Informationen nach operativen Segmenten orientieren sich an der von STADA verwendeten Segmentdefinition nach vertrieblichen Differenzierungsmöglichkeiten und sind dementsprechend in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie die Randaktivität Handelsgeschäfte gegliedert (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell"). Der Umsatz der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte stieg im Berichtsjahr um 4%. Damit hatten sie insgesamt einen Anteil von 97,9% am Konzernumsatz (Vorjahr1) : 96,4%). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der beiden Kernsegmente stieg leicht um 2% (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Der Umsatz des Kernsegments Generika reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 leicht um 1% auf 1.217,7 Mio. € (Vorjahr1) : 1.227,9 Mio. €). Dieser Rückgang resultierte maßgeblich aus der Entwicklung in den Märkten Deutschland und Russland. Generika leisteten einen Beitrag von 59,1% zum Konzernumsatz (Vorjahr1) : 61,3%). Bereinigt war der Generika-Umsatz im Konzern auf Vorjahresniveau (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Generika-Wirkstoffe in Produkten des STADA-Konzerns 2014scroll
Insgesamt erzielte STADA mit Produkten, die die fünf umsatzstärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, in 2014 einen Umsatz in Höhe von 119,1 Mio. € (Vorjahr: 124,9 Mio. €). Damit trugen diese Produkte 9,8% zum Umsatz des Segments Generika bei (Vorjahr1) : 10,3%). Das Magentherapeutikum Omeprazol war im Kernsegment Generika im Berichtsjahr der umsatzstärkste pharmazeutische Wirkstoff. Der Umsatz des Kernsegments Markenprodukte wies im Berichtsjahr eine deutliche Steigerung von 14% auf 800,5 Mio. € auf (Vorjahr1) : 704,4 Mio. €). Damit trugen Markenprodukte 38,8% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr1) : 35,2%). Der bereinigte Umsatz der Markenprodukte erhöhte sich deutlich um 6% auf 747,6 Mio. € (Vorjahr1) : 704,3 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung"). Top-5-Markenprodukte des STADA-Konzerns 2014scroll
Mit den am Umsatz gemessen fünf stärksten Markenprodukten des Konzerns erzielte STADA im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 184,4 Mio. € (Vorjahr: 154,7 Mio. €). Damit leisteten diese Produkte einen Beitrag von 23,0% zum Umsatz des Segments Markenprodukte (Vorjahr1) : 22,0%). Mit einem Umsatz in Höhe von 51,3 Mio. € (Vorjahr: 43,5 Mio. €) war das Parkinson-Mittel APO-go® im Berichtsjahr sowohl im Kernsegment Markenprodukte als auch im Konzern das umsatzstärkste Produkt. Randaktivitäten zur Unterstützung der KernsegmenteDer Umsatz des nicht zu den Kernsegmenten zählenden Segments Handelsgeschäfte nahm in 2014 auf 44,0 Mio. € zu (Vorjahr1) : 41,0 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Zukauf eines Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäfts in der Schweiz zurückzuführen, das seit 01.03.2013 konsolidiert wird. Der unter der Position Konzernholding / Sonstiges ausgewiesene Umsatz betrug im Vorjahr 30,6 Mio. €. Dieser Betrag resultierte maßgeblich aus einem im Vorjahr erfolgten Verkauf mit anschließender Rücklizenzierung, im Rahmen dessen immaterielle Vermögenswerte veräußert und gleichzeitig zur weiteren vertrieblichen Nutzung rücklizenziert worden waren. Im Berichtsjahr wurde unter dieser Position kein Umsatz ausgewiesen.
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Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Operative SegmentergebnisseIm Geschäftsjahr 2014 reduzierte sich das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika deutlich um 30% auf 108,3 Mio. € (Vorjahr1) : 154,4 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf die darin enthaltenen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregion CIS / Osteuropa sowie weiterer immaterieller Vermögenswerte zurückzuführen. Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte ging im Wesentlichen auf Grund von darin enthaltenen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregion Asien / Pazifik & MENA sowie weiterer immaterieller Vermögenswerte, insbesondere in der Marktregion CIS / Osteuropa, um 14% auf 138,2 Mio. € zurück (Vorjahr1) : 160,2 Mio. €). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika belief sich auf 8,9% (Vorjahr1) : 12,6%). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte lag bei 17,3% (Vorjahr1) : 22,7%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika nahm im Berichtsjahr um 7% auf 176,9 Mio. € zu (Vorjahr1) : 165,5 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika erhöhte sich um 7% auf 228,7 Mio. € (Vorjahr1) : 213,4 Mio. €). Beide Entwicklungen waren i nsbesondere auf hohe Einsparungen infolge des neuen Vertriebsabkommens in Belgien zurückzuführen. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika betrug 14,5% (Vorjahr1) : 13,5%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte stieg in 2014 um 11% auf 192,9 Mio. € (Vorjahr1) : 173,5 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte zeigte einen Anstieg von 7% auf 240,0 Mio. € (Vorjahr1) : 225,1 Mio. €). Beide Entwicklungen basierten maßgeblich auf dem Ergebnisanteil des seit 01.09.2013 konsolidierten britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 24,4% (Vorjahr1) : 24,6%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Handelsgeschäfte reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 leicht auf 0,9 Mio. € (Vorjahr1) : 1,3 Mio. €). Geschäftsverlauf und Lage |ErtragslageSegmententwicklung: Informationen nach MarktregionenEntwicklung der MarktregionenDie Informationen nach Marktregionen basieren im STADA-Konzern auf der regionalen Differenzierung nach Marktregionen. Dabei werden in den einzelnen Marktregionen jeweils segmentspezifisch alle Nettoumsätze ausgewiesen, die konsolidierte Konzerngesellschaften mit fremden Dritten erzielen. Insgesamt gibt es im STADA-Konzern die vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS / Osteuropa sowie Asien & Pazifik. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015 wird auf Grund einer veränderten Managementverantwortung die bisherige Marktregion Asien & Pazifik um wesentliche Teile der Geschäftsaktivitäten im Nahen Osten und Nordafrika (MENA-Region) erweitert. Damit sollen die Aktivitäten in dieser Region, die bisher im Wesentlichen der Marktregion Deutschland zugeordnet waren, weitestgehend zentralisiert werden. Die Marktregion wird daher ab 2015 als Marktregion Asien / Pazifik & MENA geführt. Grundsätzlich ist bei der Betrachtung der in den einzelnen Marktregionen ausgewiesenen Umsätze zu beachten, dass sie der Marktregion zugeordnet werden, in der sich der Sitz der Vertriebsgesellschaft, die sie erzielt hat, befindet. Dementsprechend beinhalten die Umsätze der einzelnen Marktregionen sowohl die Umsätze, die die jeweiligen Vertriebsgesellschaften im Land ihres Unternehmenssitzes erzielen, als auch die von ihnen erreichten Exportumsätze. Umsätze 2014 nach Segmenten, Marktregionen und Märkten in Mio. €scroll
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Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Nachfolgend wird die Entwicklung von STADA in den vier Marktregionen Deutschland, Zentraleuropa, CIS / Osteuropa und Asien & Pazifik im Geschäftsjahr 2014 erläutert. Darüber hinaus erfolgt innerhalb dieser Marktregionen jeweils eine Beschreibung der Entwicklung in den Ländern, denen am Umsatz gemessen die größte Bedeutung in der entsprechenden Marktregion zukommt. Marktregion DeutschlandIn der Marktregion Deutschland reduzierte sich der Umsatz im Berichtsjahr um 2% auf 447,3 Mio. € (Vorjahr: 454,1 Mio. €). Diese Entwicklung war auf unterschiedliche Effekte zurückzuführen. Während die Generika-Umsätze bedingt durch einen Anstieg der Exportumsätze in dieser Marktregion auf Vorjahresniveau lagen, konnten im Markenprodukt-Segment deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden. Gegenläufig zeigt sich in den Umsätzen dieser Marktregion der im Vorjahr realisierte Verkauf von immateriellen Vermögenswerten mit deren anschließender Rücklizenzierung zur weiteren vertrieblichen Nutzung. Diese Umsätze wurden im Vorjahr außerhalb der operativen Segmente unter der Position "Konzernholding / Sonstiges" ausgewiesen. Insgesamt trug diese Marktregion 21,7% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr1) : 22,6%). Von dem in der Marktregion Deutschland erzielten Umsatz entfielen 58,0 Mio. € auf Exportumsätze (Vorjahr: 33,9 Mio. €). Bereinigt reduzierte sich der Umsatz in dieser Marktregion leicht um 2%. Der in Deutschland erzielte Umsatz, d.h. der Umsatz ohne Exportumsätze der Marktregion Deutschland und ohne Umsätze anderer Marktregionen in Deutschland, reduzierte sich in 2014 um 7% auf 389,3 Mio. € (Vorjahr: 420,2 Mio. €). Die im deutschen Markt erfolgte Umsatzentwicklung resultierte unverändert aus den schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika, die auf den intensiven Wettbewerb bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen zurückzuführen sind. Angesichts dessen verringerte sich der Umsatz des deutschen Generika-Segments im Berichtsjahr um 5% auf 265,3 Mio. € (Vorjahr: 278,9 Mio. €). Der in Deutschland mit Generika erreichte Umsatz trug 68% zu dem im deutschen Markt insgesamt erzielten Umsatz bei (Vorjahr: 66%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag mit ca. 13,7%2) in 2014 nach Absatz leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: ca. 13,5%2) ). Ungeachtet der im Berichtsjahr erfolgten Entwicklung im deutschen Segment Generika ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt weiterhin die klare Nummer 32) . Der in Deutschland realisierte Generika-Umsatz wird fast ausschließlich von den Vertriebsgesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, STADApharm GmbH und cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH erzielt. Der darin enthaltene Umsatz der Generika-Vertriebsgesellschaft cell pharm, Spezialanbieter für die Indikationsgebiete Onkologie und Nephrologie, nahm im Berichtsjahr um 8% auf 30,7 Mio. € ab (Vorjahr: 33,3 Mio. €). Auf Grund der zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen im deutschen Generika-Markt wurde im Geschäftsjahr 2014 entschieden, dass nur noch eine von bis dato zwei deutschen Tochtergesellschaften an den Ausschreibungen für Rabattverträge teilnimmt. Angesichts dessen bietet nur noch die ALIUD PHARMA im Rahmen dieser Ausschreibungen, während die STADApharm die Abgabe von Geboten eingestellt hat. Die bereits geschlossenen, teilweise bis 2017 laufenden Verträge werden von der STADApharm noch erfüllt. Mit diesem Schritt folgt der Konzern der seit Jahren auch kommunizierten Entscheidung, sich an den deutschen Rabattvertragsausschreibungen immer mit dem übergeordneten Ziel einer angemessenen operativen Profitabilität zu beteiligen. In 2014 unterzeichnete STADA einen Letter of Intent für die Abgabe der deutschen Logistikaktivitäten an das weltweit führende Logistikunternehmen DHL.3) Der damit einhergehende Betriebsteilübergang umfasst die STADA-Logistikaktivitäten an den Standorten Florstadt und Bad Vilbel mit rund 160 Beschäftigten. Angesichts des zunehmenden Kostendrucks in Deutschland und des damit verbundenen Ausstiegs der STADApharm aus den Rabattvertragsausschreibungen hatte sich im Laufe des Berichtsjahres zum einen der Bedarf an Logistikleistungen verändert. Zum anderen muss sich der Konzern mit Blick auf die Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit zunehmend auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Im laufenden 1. Quartal 2015 wurde der Vertrag zur Abgabe der deutschen Logistikaktivitäten unterzeichnet.4)
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Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Bereits im 4. Quartal 2013 hatte STADA die Optimierung der deutschen Vertriebsaktivitäten und die Gründung der STADAvita GmbH bekannt gegeben.1) In deren Folge ist die STADAvita seit Anfang 2014 für den Verkauf von präventiv eingesetzten Markenprodukten, Nahrungsergänzungsmittel sowie Produkten auf pflanzlicher Basis verantwortlich. Der mit Markenprodukten im deutschen Markt erzielte Umsatz - im Wesentlichen mit den beiden Vertriebsgesellschaften STADA GmbH, Bad Vilbel, und STADAvita, Bad Homburg - erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 deutlich um 12% auf 124,0 Mio. € (Vorjahr: 110,7 Mio. €). Insgesamt betrug der Anteil der Markenprodukte in Deutschland 32% an dem im deutschen Markt erreichten Umsatz (Vorjahr: 26%). Im Berichtsjahr zählten bedeutende Markenprodukte von STADA in ihren Marktsegmenten unverändert zu den jeweiligen Marktführern im deutschen Apothekenmarkt. Beispiele hierfür sind das Erkältungsmittel Grippostad® C mit einem Umsatz in Deutschland von 33,9 Mio. € (Vorjahr: 36,7 Mio. €) und einem Marktanteil von ca. 32% im Markt für Erkältungspräparate2) 3) sowie das STADA-Sonnenschutzsortiment unter der Marke Ladival® mit 27,3 Mio. €4) Umsatz in Deutschland (Vorjahr: 28,7 Mio. €4) ). Dieses ist mit einem Marktanteil von ca. 36%4) unverändert klar marktführend im Apothekenmarkt der Sonnenschutzmittel. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet der Vorstand in der Marktregion Deutschland mit einem Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus bei einer unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Marktregion ZentraleuropaIn der Marktregion Zentraleuropa erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 deutlich um 11% auf 956,3 Mio. € (Vorjahr: 858,7 Mio. €). Diese erfreuliche Entwicklung basierte insbesondere auf Umsatzsteigerungen in Großbritannien - maßgeblich auf Grund des Erwerbs des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross -, in Italien, in Belgien sowie in Spanien und erfolgte ungeachtet einer hohen Vergleichsbasis im Vorjahr. Die Umsätze, die in dieser Marktregion erzielt wurden, hatten einen Anteil von 46,4% am Konzernumsatz (Vorjahr5) : 42,9%). Von dem in der Marktregion Zentraleuropa erreichten Umsatz stammten 38,5 Mio. € aus Exportumsätzen (Vorjahr: 37,0 Mio. €). Der bereinigte Umsatz stieg in dieser Marktregion um 3%. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand in der Marktregion Zentraleuropa einen Umsatzzuwachs bei einer im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität. Die zu der Marktregion Zentraleuropa zählenden Länder entwickelten sich im Berichtsjahr unterschiedlich. Nachfolgend werden die Geschäftsverläufe der umsatzmäßig fünf größten Märkte dieser Marktregion beschrieben. Der Umsatz, der in Italien erzielt wurde, nahm in 2014 um 7% auf 181,2 Mio. € zu (Vorjahr: 169,5 Mio. €) und ist auf weiterhin positive regulatorische Rahmenbedingungen zurückzuführen. Diese erfreuliche Entwicklung zeigten sowohl das Segment Generika als auch das Segment Markenprodukte. Der mit Generika im italienischen Markt realisierte Umsatz wies - ungeachtet eines hohen Vorjahresniveaus - ein Wachstum von 5% auf 150,5 Mio. € auf (Vorjahr: 143,6 Mio. €). Generika steuerten 83% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 85%). Mit einem Marktanteil von ca. 14,8% (Vorjahr: ca. 14,6%) hatte STADA im italienischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2014 Rang 5 inne.6) Der Umsatz, der in Italien mit Markenprodukten erreicht wurde, verzeichnete eine deutliche Steigerung von 19% auf 30,7 Mio. € (Vorjahr: 25,9 Mio. €). Der Beitrag der Markenprodukte belief sich auf 17% vom italienischen Umsatz (Vorjahr: 15%).
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom
01.10.2013. In Belgien nahm der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 um 2% auf 150,2 Mio. € zu (Vorjahr: 147,7 Mio. €). Der Umsatz, der im belgischen Markt mit Generika realisiert wurde, stieg leicht um 1% auf 141,6 Mio. € (Vorjahr: 140,1 Mio. €). Die Zunahme resultierte maßgeblich aus einem starken Volumenwachstum. Generika hatten einen Anteil von 94% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 95%). Mit einem Marktanteil von ca. 50,0% (Vorjahr: ca. 49,9%) war STADA in 2014 im belgischen Generika-Markt unverändert klarer Marktführer.1) Der in Belgien mit Markenprodukten erreichte Umsatz erhöhte sich deutlich um 13% auf 8,6 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €). Markenprodukte trugen 6% zum belgischen Umsatz bei (Vorjahr: 5%). Der Umsatz, der im Berichtsjahr in Großbritannien erreicht wurde, nahm bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um signifikante 65% zu. In Euro konnte angesichts eines positiven Währungseffekts des britischen Pfund ein noch stärkerer Anstieg in Höhe von 71% auf 135,2 Mio. € erzielt werden (Vorjahr: 79,1 Mio. €). Diese erfreuliche Entwicklung basierte im Wesentlichen auf der Konsolidierung des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross. Bereinigt erhöhte sich der Umsatz um 7% auf 84,3 Mio. €. Der mit Markenprodukten im britischen Markt generierte Umsatz verzeichnete mit 73% auf 118,2 Mio. € ein deutliches Wachstum (Vorjahr: 68,2 Mio. €). Damit trugen Markenprodukte 87% zu dem in Großbritannien erreichten Umsatz bei (Vorjahr: 86%). Der Umsatz, der im britischen Markt mit Generika realisiert wurde, bei denen STADA im dortigen Markt Nischenanbieter von ausgewählten Generika mit nur wenigen pharmazeutischen Wirkstoffen ist, stieg ungeachtet eines hohen Wettbewerbs um starke 56% auf 17,0 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €). Generika hatten einen Anteil von 13% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 14%). Bereits im 4. Quartal 2013 hatte der Konzern in Großbritannien eine gesellschaftsrechtliche Restrukturierung umgesetzt, mit der die Anteile der beiden dort ansässigen Vertriebsgesellschaften Genus Pharmaceuticals Ltd. und Britannia Pharmaceuticals Ltd. auf die STADA UK Holdings Ltd. übertragen worden waren. Mit Wirkung zum 01.01.2014 erfolgten darüber hinaus eine grundsätzliche Neuordnung der Vertriebsverantwortung und eine stärkere Bündelung von Kompetenzen für das Gesamtprodukt-Portfolio der britischen Gesellschaften. Im Zuge dessen wurden ein Großteil der Markenprodukte und das Generika-Portfolio der Genus Pharmaceuticals auf Thornton & Ross übertragen, während die Britannia Pharmaceuticals die weltweite Umsatzverantwortung für das Parkinson-Mittel APO-go® übernahm. Zur Stärkung der von Thornton & Ross vertriebenen Markenprodukte erwarb die britische STADA-Tochtergesellschaft im 2. Quartal 2014 die Produktions- und Vertriebsrechte für das Markenprodukt-Portfolio Flexitol®2) für Großbritannien und Irland3) (vgl. "Wirtschaftsbericht -Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Des Weiteren akquirierte die STADA UK Holdings im 4. Quartal 2014 die britische Gesellschaft Internis, die im verschreibungsfähigen Bereich der therapeutischen Behandlung von Vitamin-D3-Mangel tätig ist und die seit dem 19.12.2014 im STADA-Konzern konsolidiert wird (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). In Spanien konnte der Umsatz - ungeachtet eines weiterhin hohen Preiswettbewerbs und fortgeführter Ausschreibungsverfahren in Andalusien - im Berichtsjahr um 5% auf 113,0 Mio. € erhöht werden (Vorjahr: 107,7 Mio. €). Diese Entwicklung war sowohl im Segment Generika als auch im Segment Markenprodukte auf ein unverändert starkes Volumenwachstum zurückzuführen. Der mit Generika im spanischen Markt ausgewiesene Umsatz stieg um 4% auf 101,0 Mio. € (Vorjahr: 97,2 Mio. €). Generika leisteten einen Beitrag von 89% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 90%). Mit einem Marktanteil von ca. 9,4% (Vorjahr: ca. 9,3%) nahm STADA im spanischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2014 Platz 2 ein, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr darstellt.1)
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Der mit Markenprodukten in Spanien realisierte Umsatz wies mit 14% auf 12,0 Mio. € einen deutlichen Anstieg auf (Vorjahr: 10,5 Mio. €). Markenprodukte steuerten 11% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 10%). In Frankreich lag der Umsatz in 2014 mit 95,4 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 95,0 Mio. €). Der Umsatz, der im französischen Markt mit Generika erzielt wurde, ging um 10% auf 75,5 Mio. € zurück (Vorjahr: 84,3 Mio. €). Neben einer hohen Vergleichsbasis des Vorjahres resultierte diese Entwicklung aus einem starken Preiswettbewerb. Dieser war insbesondere darauf zurückzuführen, dass eine zum 01.09.2014 erfolgte grundlegende regulatorische Änderung in Form einer Reduzierung der Referenzpreise mit einer deutlichen Anhebung der im französischen Generika-Markt maximal möglichen Rabatte verbunden war. Die maximal zulässige Rabattquote wurde deutlich erhöht, was die Umsatzentwicklung entsprechend beeinträchtigte. Insgesamt ist im französischen Generika-Markt in den letzten Monaten ein genereller Umsatzrückgang zu beobachten, der sich auch in den nächsten Monaten fortzusetzen scheint. Generika leisteten einen Beitrag von 79% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 89%). Mit einem Marktanteil von ca. 3,5% (Vorjahr: 3,5%) lag STADA im französischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2014 auf Platz 7.1) Der mit Markenprodukten in Frankreich erreichte Umsatz zeigte dagegen ein deutliches Plus von 86% auf 19,9 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €). Markenprodukte trugen 21% zum französischen Umsatz bei (Vorjahr: 11%). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf dem Verkauf von Zulassungen und Markenzeichen. Marktregion CIS / OsteuropaIn der Marktregion CIS / Osteuropa2) erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 5%. In Euro reduzierte sich der Umsatz angesichts negativer Währungseffekte um 10% auf 564,5 Mio. € (Vorjahr: 629,2 Mio. €). Damit hatten die Umsätze in dieser Marktregion einen Anteil von 27,4% am Konzernumsatz (Vorjahr3) : 31,4%). Von dem in der Marktregion CIS / Osteuropa erzielten Umsatz entfielen 9,5 Mio. € auf Exportumsätze (Vorjahr: 12,2 Mio. €). Der um Portfolio- und Währungseffekte bereinigte Umsatz verringerte sich in dieser Marktregion um 1%. Für das Geschäftsjahr 2015 geht der Vorstand in der Marktregion CIS / Osteuropa auch mit Blick auf die Akquisition des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® und die Konsolidierung der daraus resultierenden Umsätze seit 01.03.2014 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse von einem Umsatzanstieg aus. Die um negative Währungseffekte bereinigte operative Profitabilität sollte dabei oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen. Nachfolgend wird die Entwicklung der am Umsatz gemessen beiden größten Märkte dieser Marktregion beschrieben. In Russland erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 4%. Angesichts eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel nahm der Umsatz in Euro stark um 14% auf 360,7 Mio. € ab (Vorjahr: 418,8 Mio. €). Der Umsatzrückgang war im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen. Neben einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächeren Währungskurs war bei den Endverbrauchern, mit denen ca. 92% der russischen STADA-Umsätze erzielt werden, eine Kaufzurückhaltung zu beobachten. Darüber hinaus trug zu der Entwicklung eine nachlassende Nachfrage auf Seiten der Großhändler bei. Im Rahmen des staatlichen Programms zur Kostenerstattung ausgewählter Arzneimittel für einzelne Bevölkerungsgruppen (DLO-Programm), das auf Grund kontinuierlich zurückgehender Margen nicht mehr im Fokus der Vertriebsstrategie steht, wurden in 2014 ca. 5% der russischen Umsätze realisiert. Des Weiteren entfielen ca. 3% der Umsätze direkt oder indirekt auf andere staatliche Auftraggeber - maßgeblich im Rahmen von Tendern. An dem Umsatzrückgang hatte auch eine im Zuge von Ausschreibungen verringerte Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von HIV-Erkrankungen infolge rückläufiger Krankenhaus-Budgets einen geringen Anteil.
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Der im russischen Markt mit Generika realisierte Umsatz war um 29% auf 118,0 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 166,5 Mio. €). Generika Ieisteten einen Beitrag von 33% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 40%). Mit einem Marktanteil von ca. 5,1% (Vorjahr: ca. 4,7%) lag STADA in 2014 auf Platz 2 im russischen Markt.1) Der Umsatz, der in Russland mit Markenprodukten generiert wurde, reduzierte sich um 4% auf 242,7 Mio. € (Vorjahr: 252,3 Mio. €). Markenprodukte hatten einen Anteil von 67% an dem im russischen Markt erreichten Umsatz (Vorjahr: 60%). Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Geschäftsaktivitäten in Russland maßgeblich von der Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro beeinflusst bleiben. Darüber hinaus stellen die sich deutlich eintrübenden Aussichten für die russische Wirtschaft und die damit einhergehende starke Abwertung des russischen Rubel ein gestiegenes Risiko hinsichtlich der Konsumentenstimmung und Verbraucherausgaben dar. Zur weiteren Stärkung der russischen Geschäftsaktivitäten erwarb die russische STADA-Tochtergesellschaft Nizhpharm im 1. Quartal 2014 - nach Erfüllung umfangreicher Vollzugsbedingungen, insbesondere in den Bereichen Produktdokumentation und Lieferkette - planmäßig das russische Markenprodukt-Portfolio Aqualor® , das zehn verschreibungsfreie (OTC) Produktaufmachungen auf Meerwasserbasis in Form von Sprays und Tropfen mit dem lokalen regulatorischen Status Medizinprodukte zur Anwendung bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) und Halsschmerzen umfasst2) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Darüber hinaus unterzeichnete die Nizhpharm im 4. Quartal 2014 den Kaufvertrag für die beiden im Bereich Männergesundheit positionierten und bereits in den Vorjahren in Lizenz vertriebenen Markenprodukte AndroDoz® und NeroDoz® . Im laufenden 1. Quartal 2015 erfolgte der Erwerbsvollzug3) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). In Serbien erhöhte sich der Umsatz in 2014 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse deutlich um 13%. In Euro wies der Umsatz angesichts eines negativen Währungseffekts des serbischen Dinar eine Steigerung von 9% auf 93,4 Mio. € auf (Vorjahr: 86,0 Mio. €). Beim Umsatzmix ist im serbischen Markt grundsätzlich eine Verlagerung von Generika hin zu Markenprodukten zu beobachten. Der Umsatz, der in Serbien mit Generika erreicht wurde, erhöhte sich um 7% auf 76,8 Mio. € (Vorjahr: 71,8 Mio. €). Seit Beginn des Geschäftsjahres 2014 zeichnet sich die Entwicklung im serbischen Generika-Markt durch regulatorische Änderungen bei den Erstattungspreisen und Erstattungslisten sowie durch zunehmende nationale Ausschreibungsverfahren für die Versorgung von Krankenhäusern und staatlichen Apotheken aus. Angesichts weiterhin anstehender Preiskürzungen hält sich der Großhandel seit einiger Zeit mit Bestellungen zurück. Generika steuerten 82% zum serbischen Umsatz bei (Vorjahr: 83%). Mit einem Marktanteil von ca. 36,1% (Vorjahr: ca. 35,6%) war STADA in 2014 im serbischen Markt unverändert Marktführer.1) Der mit Markenprodukten in Serbien ausgewiesene Umsatz verzeichnete einen starken Zuwachs von 20% auf 16,6 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €). Markenprodukte leisteten einen Beitrag von 18% zum lokalen Umsatz (Vorjahr: 16%). Im 1. Quartal 2014 hatte der Insolvenzverwalter der Velefarm Holding und der Velefarm VFB beim Handelsgericht in Belgrad Klage gegen die Hemofarm A.D., eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und die Velefarm Prolek, eine Gesellschaft der Velefarm-Gruppe, eingereicht, die STADA und Hemofarm weiterhin für unbegründet halten.4)
1)
STADA-Schätzung auf Basis von IMS-Health-Daten
zu Herstellerabgabepreisen. Insgesamt geht STADA davon aus, dass das eigene operative Geschäft im serbischen Markt stabil ist und weiteres Wachstumspotenzial bietet. Die Umsatz- und Ergebnisbeiträge in Serbien werden auch in Zukunft insbesondere von der Währungsrelation des serbischen Dinar zum Euro sowie von der lokalen Liquiditätssituation der Großhändler und Distributionspartner geprägt sein. Marktregion Asien & PazifikIn der Marktregion Asien & Pazifik zeigte der Umsatz im Berichtsjahr eine signifikante Steigerung von 52% auf 94,1 Mio. € (Vorjahr1) : 61,9 Mio. €). Der Umsatzbeitrag, den diese Marktregion zum Konzernumsatz beisteuerte, belief sich auf 4,5% (Vorjahr1) : 3,1%). Die erfreuliche Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Umsatzzuwachs infolge der Konsolidierungen der vietnamesischen STADA Vietnam und der chinesischen STADA Pharmaceuticals (Beijing) als Tochterunternehmen zurückzuführen. Der bereinigte Umsatz dieser Marktregion lag mit 60,9 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr1) : 61,2 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet der Vorstand in der seit 01.01.2015 erweiterten Marktregion Asien / Pazifik & MENA mit einer Umsatzsteigerung bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Geschäftsverlauf und Lage |FinanzlageUnverändert stabile FinanzlageNach Ansicht des Vorstands ist die Finanzlage des STADA-Konzerns unverändert stabil. Diese Einschätzung zeigt sich - in Ergänzung zu einigen in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Positionen - anhand verschiedener Kennzahlen, die u.a. der Liquiditätsanalyse in diesem Kapitel zu entnehmen sind. Prämissen und Ziele des STADA-FinanzmanagementsGrundsätzlich verfolgt STADA eine konservative Finanzpolitik, die sich durch langfristig gesicherte Finanzierungen und eine vorausschauende Steuerung finanzieller Risiken auszeichnet. Das STADA-Finanzmanagement zielt darauf ab, dem operativen Geschäft jederzeit genügend Liquidität zur Verfügung stellen zu können. Im Rahmen seiner vorausschauenden Steuerung des Finanzmanagements hat STADA die Kennzahl Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA als dynamische Verschuldungskapazität definiert, die nicht höher als 3 sein soll. Im Fall von temporären Überschreitungen, bspw. infolge wachstumsfördernder Akquisitionen, strebt STADA an, diesen Zielwert innerhalb von zwölf bis 18 Monaten wieder zu erreichen. Das Finanzmanagement erstreckt sich auch auf finanzielle Risiken wie bspw. Währungs- und Zinspreisrisiken. Dabei verfolgt STADA das Ziel, bestehende finanzielle Risiken über eine natürliche Absicherung (Natural Hedges) oder derivative Finanzinstrumente auf ein Minimum zu reduzieren. STADA hält oder begibt keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Grundsätzlich werden nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf die Cashflows des Konzerns haben. Nähere Ausführungen zum Management der einzelnen finanziellen Risiken sind dem Risikobericht zu entnehmen. Im Rahmen der konzernweiten Finanzierungsstrategie steht bei STADA eine hohe finanzielle Flexibilität im Vordergrund. Um diese Flexibilität zu erreichen, setzt STADA auf verschiedene Finanzierungsinstrumente sowie eine diversifizierte Investorenstruktur. Das Fälligkeitsprofil des Konzerns weist eine breite Streuung mit einem großen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungsinstrumenten auf. Der Finanzierungsbedarf wird durch eine Kombination aus operativem Cashflow und der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Forderungsverkaufsprogrammen gedeckt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eines Zahlungsmittelzuflusses aus der Ausübung ausstehender Optionsscheine 2000/2015. Des Weiteren verfügt STADA über Kreditlinien als Liquiditätsreserve. Erfolgreiche Aufnahme von weiteren SchuldscheindarlehenZur Refinanzierung des Konzerns gab es zum 31.12.2014 eine in 2010 platzierte Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren in Höhe von 350 Mio. € und einer Verzinsung von 4,00% p.a., die im April des laufenden Geschäftsjahres fällig wird. Zwecks langfristiger Refinanzierung bestand zum Bilanzstichtag ein im 2. Quartal 2013 begebener fünfjähriger Bond in Höhe von 350 Mio. € mit einer Verzinsung von 2,25% p.a. Darüber hinaus gab es zum 31.12.2014 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich 2015 bis 2019 mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 552,5 Mio. €. Im 1. Quartal 2014 nahm STADA davon 200 Mio. € mit einer fünfjährigen Laufzeit auf, von denen 124 Mio. € einen fixen Zinssatz von 2,30% haben. Für 76 Mio. € gilt ein variabler Zinssatz von derzeit 1,40%. Im 2. Quartal 2014 erfolgte die Aufnahme von weiteren 20 Mio. € Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis 2019 und einem variablen Zinssatz von derzeit 1,33%. Im 4. Quartal 2014 nahm STADA weitere 50 Mio. € Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem festen Zinssatz von 1,33% auf. Des Weiteren erfolgte in Russland die Aufnahme eines größeren Einzeldarlehens in lokaler Währung in Höhe von zum Bilanzstichtag umgerechnet rund 83 Mio. € zur Finanzierung des Erwerbs des Markenprodukt-Portfolios Aqualor® , das sukzessive von 2015 bis 2021 fällig wird. Insgesamt verfügt STADA mit diesen in der Fälligkeit gestaffelten Finanzierungsinstrumenten unverändert über ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine stabile Finanzierungsstruktur. Finanzschulden in einer von der funktionalen Währung des Konzerns abweichenden Währung bestehen im Wesentlichen bei Konzerngesellschaften innerhalb der Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien & Pazifik. In 2014 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,9% p.a. und 12,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2014 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,3% p.a. (Vorjahr: ca. 3,5% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 4,6% p.a. (Vorjahr: ca. 2,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,7% p.a. (Vorjahr: ca. 3,3% p.a.). Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Überblick über die Strukturierung der Finanzverbindlichkeiten im STADA-Konzern: Aktuelle Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2014scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Regel zwar kurzfristig kündbar und werden dementsprechend unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten unter einem Jahr ausgewiesen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele dieser Kreditlinien teilweise schon seit Jahren bestehen. LiquiditätsanalyseIm Berichtsjahr war die Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit gewährleistet. Die Liquiditätsquellen des Konzerns bestanden im Wesentlichen aus Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Darüber hinaus erhielt STADA Zahlungsmittelzuflüsse aus Forderungsverkaufsprogrammen und der Ausübung ausstehender Optionsscheine 2000/2015. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden durch die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und durch das Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital), u.a. durch den Forderungsbestand, beeinflusst. Neben zwei Unternehmensanleihen, langfristigen Kreditlinien und verschiedenen Schuldscheindarlehen hält STADA eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, ergänzt um kurzfristige Kreditlinien. Die kurzfristigen, mit verschiedenen Banken bilateral vereinbarten Kreditlinien haben Laufzeiten von jeweils zwölf Monaten und liegen derzeit bei über 500 Mio. €. Cashflow-AnalyseKapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2014 bei 223,8 Mio. € (Vorjahr1) : 203,7 Mio. €). Die Steigerung um 20,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus einer zahlungswirksamen Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während im Vorjahr eine deutliche zahlungswirksame Zunahme zu verzeichnen war, sowie aus reduzierten Ertragsteuerzahlungen. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise kompensiert durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer deutlichen zahlungswirksamen Zunahme dieser Verbindlichkeiten im Vorjahr. Des Weiteren war im Geschäftsjahr 2014 eine deutlich erhöhte zahlungswirksame Abnahme bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen zu verzeichnen, die im Zusammenhang mit der Übertragung eines leistungsorientierten Versorgungsplans an einen externen Pensionsfonds steht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf -262,0 Mio. € (Vorjahr1) : -312,0 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war in 2014 insbesondere durch hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse aus dem Erwerb des Markenprodukt-Portfolios Flexitol® sowie aus der Akquisition der britischen Gesellschaft Internis. Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung von Zulassungen und Markenzeichen in Frankreich und Italien und dem Verkauf eines Gebäudes in Großbritannien. Im Vorjahr resultierten die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse im Wesentlichen aus den Kaufpreiszahlungen für den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie den abschließenden Kaufpreiszahlungen für die zusätzlichen Anteile und die Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco und für das von der Spirig Pharma erworbene Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft, jeweils nach Abzug von erworbenen Zahlungsmitteln. Für Akquisitionen - sowohl für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 als auch für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios (in der Regel im Berichtsjahr) - wendete STADA in 2014 insgesamt 202,5 Mio. € auf (Vorjahr1) : 243,2 Mio. €). Auf Grund von Desinvestitionen war im Geschäftsjahr 2014 beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit ein Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von insgesamt 12,0 Mio. € zu verzeichnen (Vorjahr1) : 5,4 Mio. €). Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, d.h. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Rahmen des I aufenden operativen Geschäfts und somit ohne Berücksichtigung von wesentlichen Investitionen bzw. Akquisitionen für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios, beliefen sich auf 33,9 Mio. € fVorjahr: 39,5 Mio. €) und umfassten im Berichtsjahr schwerpunktmäßig Auszahlungen für den Erwerb von Zulassungen bzw. Zulassungsdossiers. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 37,5 Mio. € (Vorjahr1) : 33,9 Mio. €). Dabei beinhalteten die Investitionen in Sachanlagen in 2014 Investitionen in Produktionsstätten, Fabrikationsanlagen und Prüflabore in Höhe von insgesamt 19,7 Mio. € (Vorjahr1) : 27,3 Mio. €) (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement"). Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen lagen im Berichtsjahr bei 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 83,7 Mio. € (Vorjahr1) : 148,8 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit der erfolgten Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 270 Mio. € und eines Darlehens in Höhe von rund 121 Mio. € zur Finanzierung des Erwerbs des Markenprodukt-Portfolios Aqualor® . Im Vorjahr waren - insbesondere auf Grund der im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe -höhere Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten zu verzeichnen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr im Vergleich zum Berichtszeitraum mehr Finanzverbindlichkeiten getilgt. Die Auszahlungen aus Dividendenausschüttungen betrafen mit 39,8 Mio. € im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2013 gezahlte Dividende an die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG. Dabei erfolgte eine deutliche Steigerung des Ausschüttungsvolumens gegenüber der Dividende für das Geschäftsjahr 2012. Darüber hinaus erhielt der Konzern in 2014 im Rahmen der Wandlung von STADA-Optionsscheinen in Aktien eine Einzahlung aus Kapitalerhöhung in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 18,3 Mio. €) (vgl. Konzernanhang - 35.1.). Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, belief sich in 2014 auf -38,2 Mio. € (Vorjahr1) : -108,2 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag im Berichtsjahr bei 157,4 Mio. € (Vorjahr1) : 133,3 Mio. €). Insgesamt betrug der Cashflow für das Geschäftsjahr 2014 als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse 38,0 Mio. € (Vorjahr1) : 33,6 Mio. €). InvestitionenDas Investitionsvolumen des Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 279,0 Mio. € (Vorjahr1) : 365,0 Mio. €). Dabei lagen in 2014 die Investitionen in Sachanlagen bei 37,9 Mio. € (Vorjahr1) : 78,7 Mio. €), von denen 0,1 Mio. € (Vorjahr: 35,3 Mio. €) auf Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 entfielen. Der am Umsatz gemessene Anteil der Investitionen in Sachanlagen betrug 1,8% (Vorjahr1) : 3,9% vom Umsatz). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 241,0 Mio. € (Vorjahr1) : 285,4 Mio. €), von denen 85,5 Mio. € für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 verwendet wurden (Vorjahr: 228,5 Mio. €). Damit entfielen von dem Gesamt- Investitionsvolumen im Berichtsjahr 14% auf Sachanlagen (Vorjahr1) : 22%) und 86% auf immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr1) : 78%). Aktive Akquisitionspolitik mit attraktiven ZukäufenIm Geschäftsjahr 2014 setzte der STADA-Konzern unverändert auf eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Konzernwachstum durch externe Wachstumsimpulse weiter voranzutreiben. Im Rahmen dessen fokussiert der Konzern einerseits auf die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf wachstumsstarken Schwellenländern. Andererseits stehen der Ausbau und die Internationalisierung der Kernsegmente, insbesondere der Markenprodukte - die sich in der Regel durch bessere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als Generika auszeichnen - im Vordergrund. Ungeachtet dieses aktiven Erwerbsansatzes müssen bei Akquisitionen aus Sicht des Vorstands die Rentabilität und der Kaufpreis in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Für größere Akquisitionen oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind unverändert geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde. Im Berichtsjahr erzielte der STADA-Konzern im Rahmen seiner aktiven Akquisitionspolitik weitere Fortschritte. Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor®Bereits im 4. Quartal 2013 hatte die russische STADA-Tochtergesellschaft Nizhpharm einen Rahmenvertrag für den Kauf des Markenprodukt-Portfolios Aqualor® unterzeichnet. 1) Der Kaufpreis für das Aqualor® -Produktpaket betrug insgesamt 131 Mio. € in bar. Das Produktpaket umfasst zehn verschreibungsfreie (OTC) Produktaufmachungen auf Meerwasserbasis in Form von Sprays und Tropfen mit dem Iokalen regulatorischen Status Medizinprodukte zur Anwendung bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) und Halsschmerzen. Der Kauf beinhaltete keine Produktionsstätten und keine Übernahme von Personal. Die Verkäufer des Portfolios sind im Wesentlichen Butterwood Holdings Limited, ein Unternehmen mit Sitz in Zypern, und ZAO Pharmamed, ein russisches Pharmaunternehmen mit Sitz in Moskau. Im 1. Quartal 2014 erfolgte - nach Erfüllung umfangreicher Vollzugsbedingungen, insbesondere in den Bereichen Produktdokumentation und Lieferkette - planmäßig der Vertragsvollzug für diesen Kauf.1) Die Produktumsätze aus dem Markenprodukt-Paket werden seit dem 01.03.2014 im STADA-Konzern konsolidiert. Stärkung des Markenprodukt-Portfolios der britischen STADA-Tochtergesellschaft Thornton & RossIm 2. Quartal 2014 kaufte die britische STADA-Tochtergesellschaft Thornton & Ross die Produktions- und Vertriebsrechte für das Markenprodukt-Portfolio Flexitol®2) für Großbritannien und Irland.3) Der Kaufpreis betrug 10 Mio. GBP (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 12,5 Mio. €) vorbehaltlich eines Lagerwertausgleichs. Verkäufer ist die LaCorium-Gruppe mit Sitz in Sydney. In 2013 belief sich der mit Flexitol® erzielte Nettoumsatz in Großbritannien und Irland auf ca. 3,3 Mio. GBP (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 4,1 Mio. €). Die Produktumsätze werden seit 16.06.2014 im STADA-Konzern konsolidiert. Des Weiteren erwarb die STADA UK Holdings im 4. Quartal 2014 die britische Internis, die im verschreibungsfähigen Bereich der therapeutischen Behandlung von Vitamin-D3-Mangel tätig ist. Der Kaufpreis, der bestimmte bedingte Kaufpreisbestandteile enthält, beläuft sich auf maximal 49,0 Mio. GBP (nach dem Wechselkurs zum Erwerbszeitpunkt ca. 62,3 Mio. €). Verkäufer sind verschiedene Einzelpersonen. Die Konsolidierung der Umsätze im STADA-Konzern erfolgt seit dem 19.12.2014. Weiterer Ausbau des russischen MarkengeschäftsIm 4. Quartal 2014 unterzeichnete die russische STADA-Tochtergesellschaft Nizhpharm den Kaufvertrag für die beiden im Bereich Männergesundheit positionierten Markenprodukte AndroDoz® und NeroDoz® . Der Kaufpreis betrug 526,5 Mio. RUB (nach dem offiziellen Wechselkurs der russischen Zentralbank vom 25.12.2014 ca. 7,9 Mio. €). Verkäufer ist OOO PharmEnergy, ein russisches Pharmaunternehmen mit Sitz in Moskau. Der mit diesen beiden Produkten in Russland erzielte Nettoumsatz betrug in 2014 ca. 3,0 Mio. €. Die Produktumsätze werden bereits seit 2012 im STADA-Konzern konsolidiert, da Nizhpharm die Produkte zuvor in Lizenz vertrieben hatte. Der Erwerbsvollzug erfolgte im laufenden 1. Quartal 2015.4) Kontinuierliche Fortsetzung der aktiven AkquisitionspolitikIm Geschäftsjahr 2015 wird STADA die aktive Akquisitionspolitik kontinuierlich fortsetzen.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
18.10.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 28.02.2014. Geschäftsverlauf und Lage |VermögenslageBilanzentwicklungBilanz (Kurzfassung)scroll
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Nach Ansicht des Vorstands ist die Vermögenslage des Konzerns unverändert stabil. In Ergänzung zu den in der Bilanz ausgewiesenen Positionen zeigte sich dies anhand verschiedener abgeleiteter Kennzahlen. Die Nettoverschuldung belief sich zum 31.12.2014 auf 1.327,5 Mio. € (31.12.2013: 1.306,8 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte sich im Berichtsjahr auf 3,1 (Vorjahr1) : 3,2). Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 27,1% (31.12.2013: 29,6%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich. Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31.12.2014 auf 3.335,5 Mio. € (31.12.2013: 3.413,2 Mio. €). Die Reduzierung ergab sich ungeachtet eines Zugangs von Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen und Produktakquisitionen, insbesondere bei den immateriellen Vermögenswerten. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Schwäche des russischen Rubel und eine damit einhergehende niedrigere Translation von in Fremdwährung berichteten Vermögenswerten in die Konzernwährung Euro sowie auf die im Geschäftsjahr 2014 erfassten Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich zum 31.12.2014 auf insgesamt 1.631,5 Mio. € (31.12.2013: 1.641,6 Mio. €). Die Höhe dieses Bilanzpostens basiert auf der langjährigen aktiven Akquisitionspolitik des Konzerns mit entsprechenden Investitionen in den Kauf von Unternehmen und Produkten inklusive Marken und Lizenzen sowie in den Bereich Produktentwicklung für den Erwerb von Dossiers und Zulassungen. Zum 31.12.2014 enthielten die immateriellen Vermögenswerte 372,3 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2013: 458,0 Mio. €). Bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergaben sich Zugänge aus der Akquisition des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® - ohne Berücksichtigung von Abschreibungen im Berichtsjahr - in Höhe von 89,4 Mio. €. Zudem wurden in 2014 Entwicklungskosten in Höhe von 28,7 Mio. € (31.12.2013: 20,7 Mio. €) als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert (vgl. Konzernanhang - 25.). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 104,8 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 22,6 Mio. €). Der Rückgang der Sachanlagen zum 31.12.2014 auf 305,4 Mio. € (31.12.2013: 318,4 Mio. €) basierte insbesondere auf einer Schwäche des russischen Rubel und einer damit einhergehenden niedrigeren Translation von in Fremdwährung berichteten Vermögenswerten in die Konzernwährung Euro. Die übrigen Vermögenswerte beinhalten verschiedene Positionen, zu denen u.a. die Finanzanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen zählen. Die Finanzanlagen gingen per 31.12.2014 auf 2,0 Mio. € zurück (31.12.2013: 9,0 Mio. €). Im Wesentlichen resultierte diese Entwicklung aus der Aufnahme der chinesischen Tochtergesellschaft STADA Pharmaceuticals (Beijing) in den Konsolidierungskreis der STADA Arzneimittel AG sowie aus der Liquidation der schwedischen Beteiligung STADApharm AB. Die at equity bewerteten Anteile erhöhten sich auf 10,6 Mio. € (31.12.2013: 9,0 Mio. €). Die Zunahme dieses Bilanzpostens resultierte ausschließlich aus dem Ergebnisbeitrag assoziierter Unternehmen im Berichtsjahr. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 98,7 Mio. € (Vorjahr: 77,9 Mio. €) beinhalten Darlehensforderungen und Kaufpreisforderungen. Darin enthalten ist unter anderem das seitens der STADA Arzneimittel AG gewährte Darlehen gegenüber der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, das zum Bilanzstichtag mit 3,3 Mio. € (31.12.2013: 15,6 Mio. €) in Anspruch genommen wurde. Darüber hinaus sind in dieser Position die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten enthalten, die sich zum Bilanzstichtag auf 33,3 Mio. € belaufen (31.12.2013: 10,5 Mio. €) und im Wesentlichen aus den Cross-Currency-Swaps resultierten. Der zum 31.12.2014 erfolgte Rückgang der Vorräte auf 498,8 Mio. € (31.12.2013: 524,4 Mio. €) basierte maßgeblich auf einer Schwäche des russischen Rubel und einer damit einhergehenden niedrigeren Translation von in Fremdwährung berichteten Vermögenswerten in die Konzernwährung Euro sowie auf Stichtagseffekten. Situationsbedingt stellt STADA mit Blick auf das Prinzip der Marktnähe (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Vertrieb und Marketing") Reichweitenbetrachtungen zu Gunsten potenzieller operativer Chancen zurück. In Einzelfällen kann dies zu ertragsbelastenden Wertberichtigungen von Vorräten führen, sofern sich die Chancen entgegen den Erwartungen nicht verwirklichen lassen. Zum 31.12.2014 war das Vorratsvermögen durch Wertberichtigungen saldiert mit Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 33,7 Mio. € belastet (Vorjahr1) : 29,9 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 502,8 Mio. € (31.12.2013: 591,7 Mio. €). Dies resultierte u.a. aus Stichtagseffekten sowie Translationseffekten im Rahmen der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften mit einer von der Konzernwährung Euro abweichenden Berichtswährung. Darüber hinaus erhöhte sich zum 31.12.2014 das Factoringvolumen gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres. In bestimmten Marktsituationen nimmt der Konzern ggf. höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Kauf, sofern dadurch Chancen für eine bessere Marktposition bestehen. Grundsätzlich achtet STADA im Rahmen des Forderungsmanagements jedoch sehr genau auf die Bonität der Kunden. Ungeachtet dessen lässt sich ein Zahlungsausfall allerdings nie vollständig ausschließen (vgl. "Risikobericht"). Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Finanzinvestitionen umfasst, nahm zum 31.12.2014 auf 164,2 Mio. € zu (31.12.2013: 126,2 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten. Das Eigenkapital reduzierte sich zum 31.12.2014 auf 903,3 Mio. € (31.12.2013: 1.010,1 Mio. €). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern durch die Wandlung von STADA-Optionsscheinen im Berichtsjahr Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 3,0 Mio. € erhielt (Vorjahr: 18,3 Mio. €) (vgl. "Die STADA-Aktie"). Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse - soweit diese nicht ausgeschüttet wurden - einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus weist diese Position die ergebnisneutral erfassten Effekte aus Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern aus. Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2014 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 15,5 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf dem deutlichen Rückgang des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2014 im Vergleich zum 31.12.2013. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Im Berichtsjahr entstand hieraus ein ergebnisneutraler Aufwand in Höhe von 131,9 Mio. €, der sich im Wesentlichen aus den folgenden gegenläufigen Effekten zusammensetzt: Einerseits waren auf Grund der Aufwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2013 ergebnisneutrale Erträge aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in britischem Pfund bilanzierenden Gesellschaften zu verzeichnen. Andererseits ergaben sich höhere ergebnisneutrale Aufwendungen maßgeblich aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in russischem Rubel und serbischem Dinar bilanzierenden Gesellschaften, die aus der deutlichen Abschwächung des russischen Rubel und der Abschwächung des serbischen Dinar seit dem 31.12.2013 resultierten. Insgesamt reduzierten sich die sonstigen Rücklagen zum 31.12.2014 auf -371,9 Mio. € (31.12.2013: -241,5 Mio. €). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen gingen zum 31.12.2014 auf 30,1 Mio. € zurück (31.12.2013: 51,5 Mio. €). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer Planänderung des leistungsorientierten Versorgungsplans für den Vorstandsvorsitzenden und den sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen. Ungeachtet einer Übertragung des leistungsorientierten Versorgungsplans des Vorstandsvorsitzenden an einen externen Pensionsfonds besteht auf Grund der Subsidiärhaftung von STADA weiterhin die Notwendigkeit, den Versorgungsplan als leistungsorientierten Plan gemäß IAS 19 zu behandeln und entsprechend zu bewerten sowie bilanziell abzubilden. Das im Zusammenhang mit der Übertragung entstandene Planvermögen führt auf Grund der in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung vorzunehmenden Saldierung zum Zeitpunkt der Planänderung für diesen Versorgungsplan zu einer Rückstellung von null. Die Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31.12.2014 bei 1.491,7 Mio. € (31.12.2013: 1.433,1 Mio. €). In der Position sind insbesondere Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von 552,5 Mio. € (31.12.2013: 436,5 Mio. €) und zwei Anleihen mit einem Nominalwert in Höhe von jeweils 350,0 Mio. € (31.12.2013: zwei Anleihen von jeweils 350,0 Mio. €) enthalten. Die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 270 Mio. € und eines Darlehens in Höhe von rund 83 Mio. € bewertet zum aktuellen Stichtagskurs zur Finanzierung des Erwerbs des Marken-Produktportfolios Aqualor® . Gegenläufig wurden Finanzverbindlichkeiten im aktuellen Geschäftsjahr getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum 31.12.2014 auf 340,8 Mio. € zu (31.12.2013: 331,7 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf temporären Auswirkungen von Stichtagseffekten. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen u.a. die passiven latenten Steuern, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die anderen Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich zum 31.12.2014 auf 166,7 Mio. € (31.12.2013: 150,4 Mio. €). Die Steigerung ist insbesondere auf die Akquisition der britischen Gesellschaft Internis Pharmaceuticals Ltd. und die in diesem Zusammenhang durchgeführte Kaufpreisallokation zurückzuführen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 262,7 Mio. € (31.12.2013: 274,1 Mio. €) enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beliefen sich zum 31.12.2014 auf 3,1 Mio. € (31.12.2013: 8,5 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten betrugen zum Bilanzstichtag 3,1 Mio. € (31.12.2013: 5,6 Mio. €) und resultierten aus den negativen Marktwerten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten, die teilweise als Sicherungsinstrumente eingesetzt wurden. Der zum 31.12.2014 erfolgte Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten auf 262,7 Mio. € (31.12.2013: 274,1 Mio. €) war im Wesentlichen auf gesunkene Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen, unter anderem auf Grund einer schnelleren Abrechnung bestehender Rabattverträge, zurückzuführen. Darüber hinaus resultierte diese Entwicklung aus der Entscheidung, in Zukunft nur noch mit einer deutschen Tochtergesellschaft an den Ausschreibungen für Rabattverträge teilzunehmen. Mit diesem Schritt folgt der Konzern der seit Jahren auch kommunizierten Entscheidung, sich an den deutschen Rabattvertragsausschreibungen immer mit dem übergeordneten Ziel einer angemessenen operativen Profitabilität zu beteiligen. Der Rückgang der anderen Verbindlichkeiten auf 88,9 Mio. € (31.12.2013: 114,3 Mio. €) resultierte im Wesentlichen aus gesunkenen Steuerverbindlichkeiten. Geschäftsverlauf und Lage |Gesamtaussagen des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2014Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen in den beiden Marktregionen Deutschland und CIS / Osteuropa erzielte STADA in der Einschätzung des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 ein solides Ergebnis, das im Wesentlichen dem zu Jahresbeginn veröffentlichten Ausblick entsprach und auf dem nachhaltigen, auf Marktregionen mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns basiert. Insgesamt ergaben sich im Berichtsjahr einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen von 128,6 Mio. € vor bzw. 121,6 Mio. € nach Steuern, die Wertberichtigungen von Geschäfts- oder Firmenwerten von 54,0 Mio. € vor und nach Steuern sowie von weiteren immateriellen Vermögenswerten von 22,0 Mio. € vor und 21,7 Mio. € nach Steuern infolge des stark veränderten Zins- und Währungsumfelds sowie anhaltend höherer Risiken in der Marktregion CIS / Osteuropa beinhalten.1) Ungeachtet der Herausforderungen stieg der Konzernumsatz - bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Marktregionen -im Berichtsjahr um 3% auf 2.062,2 Mio. € (Vorjahr2) : 2.003,9 Mio. €). Der Umsatz des Kernsegments Generika reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 leicht um 1% auf 1.217,7 Mio. € (Vorjahr2) : 1.227,9 Mio. €). Dieser Rückgang resultierte maßgeblich aus der Entwicklung in den Märkten Deutschland und Russland. Der Umsatz des Kernsegments Markenprodukte wies im Berichtsjahr eine deutliche Steigerung von 14% auf 800,5 Mio. € auf (Vorjahr2) : 704,4 Mio. €). Dieser Anstieg basierte im Wesentlichen auf der Entwicklung in den Märkten Italien, Belgien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Serbien. Die Ertragsentwicklung zeichnete sich im Geschäftsjahr 2014 durch eine Steigerung der operativen Ertragskraft aus, die sich in einem Anstieg aller bereinigten Ertragskennzahlen des Konzerns widerspiegelte. Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Jahresvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten zeigte das bereinigte EBITDA einen Anstieg von 4% auf 431,9 Mio. € (Vorjahr2) : 414,3 Mio. €). Der um einmalige Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen bereinigte Konzerngewinn nahm deutlich um 16% auf 186,2 Mio. € zu (Vorjahr: 160,6 Mio. €). Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Generika verzeichnete eine Steigerung um 7% auf 228,7 Mio. € (Vorjahr2) : 213,4 Mio. €). Das bereinigte EBITDA des Kernsegments Markenprodukte zeigte einen Zuwachs von 7% auf 240,0 Mio. € (Vorjahr2) : 225,1 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 auf 3,1 (Vorjahr2) : 3,2).
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
19.02.2015. VERGÜTUNGSBERICHTDieser Vergütungsbericht erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24.06.2014 die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der STADA Arzneimittel AG zum Bilanzstichtag und enthält die individuelle Angabe der Bezüge der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Vergütung des VorstandsDer Gesamtaufsichtsrat legt das Vergütungssystem für den Vorstand und die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder auf Vorschlag des Personalausschusses fest und überprüft es regelmäßig. Vergütungssystem für den VorstandDas von der STADA-Hauptversammlung am 16.06.2011 verabschiedete Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens entsprechend ihren persönlichen Aufgaben und Leistungen, der Gesamtleistung des Vorstands sowie den Erfolgen bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist im Rahmen dieses Vergütungssystems in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und so bemessen, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit Anreize für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld bietet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich im Rahmen dieses Vergütungssystems aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung zusammen. Aktienoptionspläne oder sonstige vergleichbare Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung bestehen nicht. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem fest vereinbarten und in zwölf gleichen monatlichen Raten ausbezahlten Grundgehalt. Dieses Jahresfestgehalt wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Sonstige Bezüge erhalten die Mitglieder des Vorstands nur in Form von Nebenleistungen, die im Wesentlichen aus der Privatnutzung eines Dienstwagens, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Versicherungsleistungen (u.a. Unfallversicherung) bestehen. Im Rahmen der Vergütungsstruktur sind unter Einhaltung der Regeln des Gesetzes über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) grundsätzlich auch einzelvertragliche Zusagen über weitere erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten gegenüber einzelnen Vorstandsmitgliedern möglich, z.B. Pensionszusagen oder Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Die erfolgsabhängige Vergütung ist in der Vergütungsstruktur für alle Vorstandsmitglieder prinzipiell gleichartig strukturiert, kann in der i ndividuellen Ausgestaltung und der Höhe für die einzelnen Vorstandsmitglieder jedoch auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen differieren. Die erfolgsabhängige Vergütung besteht dabei in der geltenden Vergütungsstruktur bei jedem Vorstandsmitglied aus folgenden Komponenten:
Die aktuellen Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder entsprechen diesem Vergütungssystem. In der konkreten Ausgestaltung der Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder lehnen sich sowohl das Langzeitziel für die variable Langzeitsondervergütung als auch die jeweiligen Zwischenziele für alle drei Vorstandsmitglieder jeweils an die im Geschäftsjahr 2010 publizierten Langzeitziele des Konzerns für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2014 an. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014Die nachfolgende Darstellung der im Berichtsjahr gewährten Vergütungen an Vorstandsmitglieder berücksichtigt zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und die in diesem Kodex in der Fassung vom 24.06.2014 enthaltenen Mustertabellen zum Ausweis des Werts der gewährten Zuwendungen einschließlich der Neben i eistungen für das Geschäftsjahr 2014. Dabei werden auch die Werte, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können, angegeben. Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2014 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar: scroll
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1)
Das Berichtsjahr entspricht dem im Rahmen
der Langzeitziele definierten Zieljahr, weshalb die gewährten Zuwendungen
aus der vertraglich vereinbarten Langzeitsondervergütung 2014 vollständig
dem aktuellen Berichtsjahr zuzuordnen sind. Hierin enthalten sind
dementsprechend auch die vertraglich vereinbarten Abschlagszahlungen
auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen der jeweiligen Zwischenziele
in den Vorjahren 2010 bis 2013. scroll
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Das prozentuale Verhältnis zwischen erfolgsunabhängiger und erfolgsabhängiger2) Vergütung der Vorstandsmitglieder bewegt sich dabei in einer Bandbreite von ca. 28%3) bis ca. 72%3) erfolgsunabhängiger und ca. 28%3) bis ca. 72%3) erfolgsabhängiger2) Vergütung.
1)
Vertraglich vereinbarte erfolgsabhängige
Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen
der jeweiligen Zwischenziele. Zusagen an VorstandsmitgliederZusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit und etwaige entsprechende LeistungsgewährungenBislang war im Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden ein Ruhegehalt auf einen jährlichen Betrag festgeschrieben, wobei sich nach Eintritt des Versorgungsfalls das monatliche Ruhegeld zum 1. Juli eines jeden Jahres jeweils um den Prozentsatz, um den sich der aktuelle Rentenwert in der gesetzlichen Rentenversicherung im Vergleich zum Vorjahr erhöht, verändert hätte. Die Zahlungen aus den Versorgungszusagen hätten danach mit Antrag als Altersleistung begonnen, grundsätzlich nach Ablauf des bis 31.08.2016 gültigen Vorstandsvertrags, sofern dieser nicht verlängert würde, bzw. als Invalidenleistung, wenn das Dienstverhältnis vorher infolge einer Berufsunfähigkeit geendet hätte. Darüber hinaus war im Fall des Ablebens eine lebenslang zu zahlende Hinterbliebenenrente zugesagt. Im 3. Quartal 2014 wurde für die Pensionsverpflichtung des Vorstandsvorsitzenden der Durchführungsweg geändert. Die Durchführung erfolgt in Zukunft - gegen Leistung einer einmaligen Beitragszahlung seitens STADA - über einen unabhängigen Pensionsfonds. Im Zuge der Auslagerung auf den Pensionsfonds wurde die Pensionszusage grundsätzlich geändert. Danach besteht für den Vorstandsvorsitzenden nunmehr eine Zusage über eine lebenslange Rente bei Erleben des vereinbarten Rentenzahlungsbeginns in Form einer im Vergleich zu der bisherigen Zusage verringerten monatlichen Garantierente sowie einer variablen, nicht garantierten Überschussbeteiligung, aus der eine entsprechende Leistungserhöhung resultieren kann. Der Rentenbeginn kann dabei - bei entsprechender Änderung der Höhe der monatlichen Rente - grundsätzlich variabel innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erfolgen, welcher über das bisherige angenommene Renteneintrittsalter hinausgeht. Darüber hinaus erfolgt im Todesfall die Zahlung einer lebenslangen Hinterbliebenenrente und einer temporären Waisenrente. Im Rahmen der Planänderung und der sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen ergibt sich ein Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand in Höhe von 17,6 Mio. €. Darüber hinaus sind ein Aufwand aus Verwaltungskosten für den Versorgungsplan in Höhe von 0,7 Mio. € und ein Aufwand aus der Anpassung des Planvermögens in Höhe von 1,0 Mio. € entstanden. Saldiert ergibt sich ein Ertrag von 15,9 Mio. €, der in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst wurde. Ungeachtet der Übertragung des leistungsorientierten Versorgungsplans des Vorstandsvorsitzenden an einen Pensionsfonds besteht auf Grund der Subsidiärhaftung von STADA weiterhin die Notwendigkeit, den Versorgungsplan als leistungsorientierten Plan gemäß IAS 19 zu behandeln und entsprechend zu bewerten sowie bilanziell abzubilden. Der Barwert der Pensionszusage nach IFRS belief sich zum 31.12.2014 auf 33,7 Mio. €. Das im Zusammenhang mit der Übertragung entstandene Planvermögen führt auf Grund der vorzunehmenden Saldierung zum Zeitpunkt der Planänderung für diesen Versorgungsplan zu einer Rückstellung von null. Auf Grund der vollständigen Ausfinanzierung der Versorgungszusage wird auch in Zukunft keine Rückstellung mehr erwartet. Ferner enthält der Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden und des Vorstands Finanzen für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) eine Abfindungsregelung, die entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht höher als der Wert für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags ist und deren Höhe auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Sonstige ZusagenDer Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden sieht vor, dass die Gesellschaft im Fall von Krankheit oder Unfall die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden fortzahlt, wobei die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten eines der beiden Fälle dem Jahresfestgehalt und der variablen Vergütung und im zweiten bzw. dritten Jahr dem Jahresfestgehalt entspricht. Für den Vorstand Finanzen und den Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste besteht jeweils eine Unfallversicherung, die im Fall von Dienstunfähigkeit wegen Erkrankung monatliche Bezüge bis zu einem Jahr, längstens jedoch bis zur Beendigung des Vertrags, und unter Anrechnung von Zahlungen Dritter vorsieht. Für den Fall der Dienstunfähigkeit von mehr als drei Monaten wird die variable Vergütung zeitanteilig gekürzt. Für alle drei Vorstandsmitglieder besteht im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder im gesetzlichen Rahmen. Leistungen von konzernfremden Dritten, die Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr zugesagt oder gewährt worden sindIm Geschäftsjahr 2014 haben nach Kenntnis der Gesellschaft konzernfremde Dritte Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr Leistungen weder zugesagt noch gewährt. Vergütung des AufsichtsratsSatzungsgemäßes Vergütungssystem für den AufsichtsratDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat regelt § 18 der Satzung der STADA Arzneimittel AG. Für das Berichtsjahr gilt § 18 der Satzung in der Fassung vom 26.02.2014, wonach die Aufsichtsratsmitglieder neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr folgende Vergütung erhalten:
Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte. Für die Tätigkeiten in einem Ausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 15.000 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält für seine Tätigkeit das Doppelte. Auf alle Vergütungen an den Aufsichtsrat ist zusätzlich Umsatzsteuer zu zahlen. Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2014 tätigen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind darüber hinaus keine weiteren Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder gewährt worden; allerdings besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder, die dem gesetzlichen Rahmen der Vorstandsmitglieder entspricht. Vergütung des BeiratsGemäß § 10 der Geschäftsordnung des Beirats der STADA Arzneimittel AG erhalten die Beiratsmitglieder eine Sitzungspauschale von 600 € pro Sitzung zuzüglich der Erstattung von Auslagen. NACHTRAGSBERICHTNach dem Abschlussstichtag ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns haben könnten. CHANCENBERICHTChancenmanagementZur Sicherung des kurz-, mittel- und langfristigen unternehmerischen Erfolgs besteht im STADA-Konzern ein kontinuierliches Chancenmanagement. Im Rahmen dessen zielt STADA darauf ab, neue Wachstumsmöglichkeiten zu eruieren und zu erschließen sowie bestehende Wachstumspotenziale zu sichern und auszubauen. Grundlage für die Nutzung sich bietender Wachstumsopportunitäten und damit zur Sicherung des nachhaltigen Konzernerfolgs sind die strategischen Erfolgsfaktoren von STADA. Zu ihnen zählen insbesondere eine starke Produktentwicklung, eine internationale Vertriebsstruktur, eine aktive Akquisitionspolitik, ein funktional organisierter Konzern, ein effizientes Kostenmanagement sowie qualifizierte Beschäftigte. Wesentliche strategische Erfolgsfaktoren des STADA-Konzerns![]() Die strategisch zentral organisierte und dezentral gesteuerte regionale Organisations- und Managementstruktur in den vertriebsnahen Bereichen des STADA-Konzerns ermöglicht es, sich abzeichnende Trends und Anforderungen in den vier Marktregionen und den dazugehörigen Märkten frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um sich bietende Chancen nutzen zu können. Unterstützt werden sie dabei von eingehenden Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie dem intensiven Kontakt mit Institutionen. Darüber hinaus verfügt der Konzern über zentral organisierte Prozesse zur Chancenerkennung wie ein konzernweites Portfoliomanagement zur Identifizierung potenzieller neuer Produkte. Auch in Zukunft wird STADA das bestehende Konzern-Portfolio - sowohl im Kernsegment Generika als auch im Kernsegment Markenprodukte - kontinuierlich ausbauen. Im Rahmen dessen besteht neben den mit der Neueinführung von Produkten erzielten Umsätzen und Erträgen die Chance auf einen verbesserten Margenmix und Skaleneffekte, sofern die Produkte mit einer besseren Marge als der des Konzerndurchschnitts bzw. mit den bestehenden Vertriebsstrukturen in den einzelnen Marktregionen eingeführt werden können. Insbesondere der Bereich Markenprodukte zeichnet sich durch attraktivere Margen aus und unterliegt zudem weniger regulatorischen Eingriffen als der Bereich Generika. Mit der im Konzern verfolgten "Time and cheap to market"-Strategie beabsichtigt STADA, Neueinführungen nicht nur zum frühestmöglichen Zeitpunkt, sondern auch zu den möglichst optimalen Herstellungskosten in den Markt zu bringen. Zur Nutzung der jeweiligen Wachstumschancen in den vier vom Konzern definierten Marktregionen wird STADA das bestehende weltweite Vertriebsnetz auch in Zukunft weiter ausbauen. Damit beabsichtigt der Konzern, die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten dieser Marktregionen vertreiben zu können. Darüber hinaus verfolgt STADA weiterhin eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Wachstum durch gezielte Zukäufe zu beschleunigen. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf dem regionalen Ausbau mit dem Fokus auf wachstumsstarken Schwellenländern. Zum anderen konzentriert sich der Konzern auf die Erweiterung und die Internationalisierung insbesondere des Kernsegments Markenprodukte. Angesichts der zunehmenden Sparzwänge der einzelnen nationalen Gesundheitssysteme in den jeweiligen Märkten der vier STADA-Marktregionen sieht der Vorstand vor allem bei den Markenprodukten weitere Wachstumsmöglichkeiten, da sie weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen und sich zudem durch bessere Margen als die der Generika auszeichnen. Mit Blick auf weiteres Wachstum werden auch künftig die funktionalen Berichtsstrukturen mit kurzen Entscheidungswegen bei zugleich starker regionaler Präsenz einen hohen Stellenwert einnehmen. Dies bezieht sich vor allem auf die vertrieblichen Aktivitäten, da die Fähigkeit, sich kurzfristig auf strukturelle, regulatorische oder wettbewerbliche Veränderungen einstellen zu können, nicht nur bei der Reduzierung von Risiken eine bedeutende Rolle spielt, sondern auch bei der Wahrnehmung von Chancen. In Einzelfällen ist STADA bereit, auch künftig eine aggressive Preispolitik zu verfolgen, um eine bessere Marktposition bzw. einen höheren Marktanteil zu erreichen - immer jedoch vorausgesetzt, dass die Geschäftsaktivitäten in dem betreffenden Markt einer Marktregion profitabel sind bzw. es in einem absehbaren Zeitraum werden. Unter Ertragsgesichtspunkten wird auch in Zukunft ein effizientes Kostenmanagement eine wichtige Rolle spielen. Im Rahmen der kontinuierlichen Kostenoptimierung wird ein Schwerpunkt dabei unverändert auf den Herstellungskosten und allen damit verbundenen Kosten liegen, da sie die mit Abstand größte Kostenposition im Konzern darstellen. Um Chancen zur Reduzierung dieser Kosten nutzen zu können, wird STADA auch weiterhin Lieferanten am Marktrisiko beteiligen und Anbieter aus Niedrigkostenländern beauftragen. Darüber hinaus sieht STADA in qualifizierten Beschäftigten eine wesentliche Chance, da sie mit ihrer hohen Expertise, ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer Einsatzbereitschaft auch künftig maßgeblich zum weiteren Erfolg des Konzerns beitragen werden. RISIKOBERICHTAls international tätiges Pharmaunternehmen ist STADA Teil einer globalen Geschäftswelt und dementsprechend einer Vielzahl von Risiken in einem dynamischen Marktumfeld ausgesetzt. Unter Risiken versteht STADA mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von den von STADA prognostizierten Unternehmenszielen führen könnten. Das Management von Risiken ist bei STADA als eine permanente Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit definiert. Aus diesem Grund hat der Vorstand von STADA ein in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integriertes, kontinuierliches Risikomanagement-System implementiert, das auf einem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten "Enterprise Risk Management - Integrated Framework" (2004), basiert. Damit ist das Risikomanagement-System integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Grundlage für die Risikostrategie ist die Unternehmensstrategie von STADA. Sie zielt darauf ab, den Vorstand in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig steuernd eingreifen zu können. Die Risikostrategie findet in allen Geschäftssegmenten des STADA-Konzerns Anwendung. RisikomanagementAls in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt STADA den deutschen Rechtsvorschriften zum Risikomanagement wie bspw. § 91 Abs. 2 AktG. Der Vorstand hat ein konzernweites Risikomanagement-System eingerichtet, um die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ein effektives Management von Risiken sicherzustellen. Ziel des Risikomanagement-Systems ist es, für STADA signifikante und bestandsgefährdende Risiken systematisch und regelmäßig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf den Konzern zu bewerten und mögliche Maßnahmen zu eruieren, die im Bedarfsfall rechtzeitig eingeleitet werden können. Daneben soll das Risikomanagement-System hinreichende Sicherheit gewährleisten, dass die Ziele von STADA, insbesondere die finanziellen, operativen und strategischen Ziele, planmäßig erreicht werden können. Das Risikomanagement-System bildet bei STADA ein wesentliches Element im unternehmerischen Entscheidungsprozess und ist daher als integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im gesamten STADA-Konzern implementiert. Der unternehmensweit einheitliche, integrierte Ansatz zum Management von Risiken soll die Effektivität des konzernweiten Risikomanagements sicherstellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung ermöglichen. Die wesentlichen Elemente des konzernweiten Risikomanagement-Systems sind: 1. der im Unternehmen vertikal und horizontal integrierte Fachbereich Risk Management, der für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der konzernweiten Einrichtung der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"), die Methoden und Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist; 2. die konzernweit in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften integrierten dezentralen Risikobeauftragten, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren (Bottom-up-Kommunikation); 3. schriftliche und mündliche Abfragen (Top-down-Kommunikation) bei den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten durch den Fachbereich Risk Management zu aktuellen Themen und zur Risikolage in den einzelnen Bereichen im Konzern; 4. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem der Risikomanagement-Prozess, die Verantwortlichkeiten innerhalb des Risikomanagement-Prozesses und das Risikomanagement-System definiert sind; 5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das konzernweite Risikomanagement von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und auch nicht einbezogene Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% erkennbare Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im Risikomanagement-System des Konzerns erfasst. Im Risikomanagement-System werden ausschließlich Risiken erfasst. Eine Erfassung von Chancen im Risikomanagement-System analog den Risiken erfolgt nicht. Die Identifikation und Bewertung von Chancen erfolgt in den entsprechenden Geschäftsumfeldern. Die Chancen sind im Chancenbericht innerhalb des Lageberichts dieses Geschäftsberichts abgebildet. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess umfasst bei STADA die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoaggregation, Risiko-Monitoring und Risiko-Reporting. ![]() Phase 1: RisikoidentifikationIn der Phase "Risikoidentifikation" werden in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften von STADA systematisch alle möglichen zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse erhoben, die erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA haben könnten oder das Risikoprofil von STADA verändern würden. Diese möglichen zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse werden nach ihrer Erhebung einer Kategorie im unternehmensspezifischen Risikoatlas zugeordnet. Die Identifikation dieser Einzelrisiken erfolgt zum einen durch Self-Assessment der Risikobeauftragten (bottom up) und zum anderen durch schriftliche und mündliche Abfragen durch den Fachbereich Risk Management (top down). Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und den Risikobeauftragten in den einzelnen Geschäftsbereichen und weltweiten Standorten soll sicherstellen, dass, neben der inhaltlichen Konsistenz der Einzelrisiken, ein durchgängiges Risikomanagement über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg stattfinden kann. Phase 2: RisikobewertungIn der Phase "Risikobewertung" wird nach einer Analyse der Ursache-Wirkungs-Struktur durch den jeweiligen Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, eine Bewertung für jedes identifizierte Einzelrisiko durchgeführt. Die Bewertung der Einzelrisiken erfolgt quantitativ auf der Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und soll sowohl mögliche direkte Schäden als auch mögliche indirekte Folgen durch den möglichen Eintritt des Einzelrisikos berücksichtigen. In einem weiteren Schritt wird jedes bewertete Einzelrisiko einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten diskutiert und bereinigt. Phase 3: RisikosteuerungIn der Phase "Risikosteuerung" werden durch den Risikoverantwortlichen, einzeln oder in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Risk Management, mögliche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduktion, -transferierung und/oder -kompensation identifiziert. Bei den identifizierten Maßnahmen kann es sich sowohl um ursachenbezogene (präventive) als auch um wirkungsbezogene (reaktive) Maßnahmen handeln. In einigen Fällen kann auch die Akzeptanz des Einzelrisikos als Maßnahme zugelassen werden. In einem weiteren Schritt wird jede identifizierte Maßnahme einer Plausibilitätsprüfung durch den Fachbereich Risk Management unterzogen. Die bei der Plausibilitätsprüfung identifizierten Inkonsistenzen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Risk Management und dem verantwortlichen Risikobeauftragten diskutiert und bereinigt. Phase 4: RisikoaggregationIn der Phase "Risikoaggregation" werden durch den Fachbereich Risk Management in einem ersten Schritt die Risikoursachen der Einzelrisiken analysiert. Im Anschluss an die Analyse werden Einzelrisiken mit identischer bzw. ähnlicher Risikoursache zur Erhöhung der Transparenz in einem Risikoaggregat zusammengefasst. Die Risikobeschreibungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten der in einem Risikoaggregat zusammengefassten Einzelrisiken werden nach eingehender Analyse aufeinander abgestimmt. Phase 5: Risiko-MonitoringIn der Phase "Risiko-Monitoring" werden die Entwicklung der Risiken sowie die Durchführung und die Effektivität der identifizierten Maßnahmen durch den Risikoverantwortlichen kontinuierlich überwacht, der durch den Fachbereich Risk Management unterstützt wird. Bei einzelnen potenziell hoch risikobehafteten Geschäftsprozessen begleitet der Fachbereich Risk Management beobachtend auch die operative Umsetzung. Phase 6: Risiko-ReportingIn der Phase "Risiko-Reporting" wird durch den Fachbereich Risk Management aus den identifizierten Einzelrisiken und den Risikoaggregaten quartalsweise jeweils ein empfängerorientierter Risikobericht für den Vorstand, die Vice Presidents und die Geschäftsführer erstellt und zeitnah zur Verfügung gestellt. Der Risikobericht für den Vorstand geht auch an den Aufsichtsrat. Signifikante Einzelrisiken und Risikoaggregate aus dem empfängerorientierten Risikobericht werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. werden weitere Maßnahmen zur Risikobewältigung adressiert. Bei zwischen zwei Berichtszeitpunkten im Rahmen des Risikomanagement-Systems neu auftretenden signifikanten Einzelrisiken oder Risikoaggregaten werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert. Das von STADA betriebene Risikomanagement-System wird regelmäßig durch die Interne Revision auf Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien überprüft und beurteilt. Zusätzlich überprüft und beurteilt der Abschlussprüfer von STADA im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung das in das Risikomanagement-System integrierte Risikofrüherkennungs-System auf seine grundsätzliche Eignung, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkennen zu können. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass das Risikofrüherkennungs-System von STADA den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (IKRMS) ist Bestandteil des konzernweiten Risikomanagement-Systems von STADA. Es verfolgt das Ziel, durch Implementierung von angemessenen und wirksamen Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung (Buchführung, Einzel- und Konzernabschlüsse sowie Lageberichte) im Sinne einer Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften sowie die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Dabei greifen eine zentrale systemische Organisation und Steuerung sowie eine jeweils regionale Verantwortung einzelner Teilprozesse ineinander. Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des IKRMS obliegt dem Vorstand der STADA Arzneimittel AG. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS wird vom Vorstand mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Grundlage von konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien, die von der Abteilung Corporate Accounting vorgegeben werden, und einem konzerneinheitlichen Kontenplan. Neuerungen im Bereich der Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend überwacht. Soweit diese für STADA relevant sind, werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst. Die Änderungen werden zeitnah an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen kommuniziert. Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Die eingesetzten Softwaresysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich gegen unbefugte externe Zugriffe geschützt. Darüber hinaus stellen interne Genehmigungsverfahren sicher, dass nur die jeweils relevanten Personen Zugriff auf die einzelnen Systeme haben. Außerhalb der durch Software unterstützten Systeme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Konzernebenen durchgeführt. Alle Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften, die Eingang in den Konzernabschluss von STADA finden, unterliegen grundsätzlich einmal pro Jahr der Prüfung bzw. der prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus erfolgt durch diesen auch eine prüferische Durchsicht der Halbjahresabschlüsse wesentlicher konsolidierter Konzerngesellschaften. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Konzernrechnungswesen für die Konzernabschlüsse sowie Rechnungswesen für die Einzelabschlüsse sind innerhalb des Finanzbereichs organisatorisch getrennt. Im Rahmen der Tätigkeit der Internen Revision als weiteres Element des internen Überwachungssystems werden Angemessenheit und Wirksamkeit des IKRMS regelmäßigen konzernweiten Prüfungen unterzogen, um so die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollmechanismen sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems und die Einhaltung konzerninterner Richtlinien sicherzustellen. Als Kontrollorgan überwacht auch der Aufsichtsrat über seinen Prüfungsausschuss regelmäßig den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Der Umfang und die Ausrichtung des eingerichteten IKRMS sind insgesamt auf unternehmensspezifische Anforderungen von STADA ausgelegt. Nach Ansicht des Vorstands verfügt STADA über ein angemessenes und ausreichendes Überwachungssystem, das die für den Konzern notwendigen Elemente eines IKRMS umfasst. Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Betrachtung eines jeden IKRMS sind jedoch Einschränkungen bezüglich dessen Wirksamkeit hinzunehmen. Des Weiteren können - auch bei Existenz von als wirksam erachteten Kontrollmechanismen - Fehler bzw. eine unzutreffende Einschätzung von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. BeurteilungszeitraumAls Beurteilungszeitraum für diesen Risikobericht ist, sofern im Einzelfall nicht eine andere Zeitspanne angegeben ist, grundsätzlich ein Zeitraum von 24 Monaten in der Zukunft zu Grunde gelegt. Die Einschätzung der Einzelrisiken bezieht sich auf den 31. Dezember 2014. Relevante Änderungen nach dem Bilanzstichtag, die eine veränderte Darstellung der Risikolage von STADA erforderlich gemacht hätten, lagen nicht vor. Prinzipiell kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Geschäftsverlauf während des Beurteilungszeitraums der Einzelrisiken weitere, auch wesentliche Einzelrisiken ergeben, die zu den nachfolgend genannten Einzelrisiken hinzutreten können. Bewertung der RisikokategorienDie aus heutiger Sicht des STADA-Vorstands antizipierbaren relevanten Risiken für die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfassen die im Folgenden in Risikokategorien zusammengefassten Einzelrisiken. Durch die Zusammenfassung gleichartiger Einzelrisiken werden die Einzelrisiken stärker aggregiert, als sie zur internen Steuerung mit Hilfe der Risikomanagement-Software verwendet werden. Wenn nicht anders angegeben, betreffen alle beschriebenen Einzelrisiken in unterschiedlichem Ausmaß alle Unternehmenssegmente (Generika, Markenprodukte und Handelsgeschäfte). Um zu ermitteln, welche Risikokategorien am ehesten für den STADA-Konzern bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Einzelrisiken gemäß ihrer geschätzten bzw. abgeleiteten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt: Eintrittswahrscheinlichkeitscroll
Auswirkungscroll
STADA bewertet und berichtet nur Einzelrisiken quantitativ auf der Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung des Risikos, unabhängig von ihrer Risikokategorisierung. Eine interne Steuerung findet daher nur auf der Ebene der Einzelrisiken und nicht auf der Ebene aggregierter Risikokategorien statt. Zum Zweck der Darstellung in diesem Risikobericht werden nachfolgend die Auswirkungen der bewerteten Einzelrisiken in Jahreswerte umgerechnet. Die umgerechneten Einzelrisiken werden jeweils in einer aggregierten Risikokategorie zusammengefasst und in "hoch", "mittel" oder "gering" gewichtet. Die nachfolgenden Risiken werden grundsätzlich als Nettorisiken, also als Risiken inklusive der ergriffenen Maßnahmen zur Risikobewältigung, dargestellt. Umfeld- und BranchenrisikenSTADA ist im Gesundheits- und Pharmamarkt in Marktregionen bzw. Marktsegmenten tätig, die sich u.a. durch hohe Preissensibilität, kontinuierlichen Margendruck, intensiven Wettbewerb und sich stetig verändernde regulatorische Rahmenbedingungen auszeichnen. Von wesentlicher Bedeutung für STADA sind Risiken, die im Zusammenhang mit Änderungen der Marktbedingungen ausgehend von einem starken Wettbewerb oder im Zusammenhang mit Veränderungen durch von STADA nicht beeinflussbare Strukturen und Mechanismen in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen oder der Marktsegmente stehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den STADA-Kernsegmenten Generika und Markenprodukte. Einige Wettbewerber können auf Grund ihrer finanziellen und/oder organisatorischen Ressourcen und/oder Produktionskapazitäten und/ oder Vertriebsstärke und/oder Marktmacht die Marktbedingungen in für STADA negativer Weise beeinflussen. Dies betrifft insbesondere solche Aktivitäten der Wettbewerber, die die Preisstellung (bspw. bei Ausschreibungen von Rabattverträgen), den Sortiments- und Serviceumfang und/oder die Liefer- und Rabattkonditionen beeinflussen, um die eigene Wettbewerbsposition zu sichern oder auszubauen. Des Weiteren können die Marktbedingungen auch durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern beeinflusst werden. Gleichzeitig ist eine Veränderung der Marktbedingungen ebenso durch eine steigende Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen (wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen, Versandhändlern) möglich, die eine Verschärfung des Preis-, Service- und/oder Konditionenwettbewerbs sowie ungünstigere Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen von Rabattverträgen zur Folge haben können. Dies kann dazu führen, dass STADA vor die Alternative gestellt wird, in einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen entweder zu nicht kostendeckenden Preisen zu verkaufen oder auf wesentliche Umsätze zu verzichten und eine Wertberichtigung sowie Vernichtung von nicht mehr benötigten Lagerbeständen in Kauf zu nehmen. Der Ausfall dieser Umsätze kann zu einer Verschlechterung der Ertragslage bei bestehenden Umsätzen bspw. durch eine geringere Auslastung bestehender Kapazitäten oder eine verschlechterte Mengenstaffel bei Fremdbezug führen. Prinzipiell ist STADA bereit, Chancen zu nutzen und in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen und/oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen ggf. Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in Marktregionen mit großem Wachstumspotenzial für Umsatz und/oder Ertrag oder mit strategischer und/oder operativer Notwendigkeit zum Erhalt oder zum Ausbau der eigenen Marktposition. Diese Verluste können infolge des Wettbewerbs, des Kundenverhaltens oder staatlicher Regulierung auch höher als erwartet ausfallen. STADA betreibt eine aktive Risikominimierung, indem das Marktgeschehen aller Marktteilnehmer umfassend beobachtet wird und auf Basis der Beobachtungen Handlungsalternativen aufgezeigt werden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Unternehmensstrategische RisikenDie Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Gesundheits- und Pharmamarkt in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte ausgelegt. Unter Kosten- und Risikoaspekten ist STADA grundsätzlich nicht in der Forschung nach bzw. Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen aktiv, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit - in der Regel pharmazeutischen - Wirkstoffen, die frei von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, sind. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass STADA Schwierigkeiten im Zusammenhang mit bestimmten betrieblichen und/oder finanziellen Anforderungen entstehen, die operativ nicht oder nicht in ausreichendem Umfang erfüllt werden können. Sollten die sachlichen und personellen Kapazitäten, die internen Strukturen, die Steuerungsinstrumente sowie die Finanzmittel des Konzerns mit der Wachstumsstrategie des Konzerns nicht Schritt halten, kann sich dies für STADA wesentlich nachteilig auswirken. In der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder erworbene oder selbst erstellte andere Wirtschaftsgüter können möglicherweise nicht wie geplant oder nur zu höheren als den ursprünglich erwarteten Kosten in den Konzern integriert und/oder beabsichtigte Synergieeffekte möglicherweise nicht oder nicht in der beabsichtigten Höhe erzielt werden. Ferner können akquirierte Gesellschaften und/oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen. Darüber hinaus können akquirierte Produkte möglicherweise nur mit unerwarteten Schwierigkeiten in neue Märkte eingeführt werden oder sich in ihren bestehenden Marktpositionen behaupten. Jeder der vorgenannten Sachverhalte kann insbesondere zu Wertminderungen von Vermögenswerten führen. Die Umsetzung der im Grundsatz wachstumsorientierten Unternehmensstrategie setzt eine signifikante Fremdfinanzierung voraus. Bei der Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten sowie insbesondere der beabsichtigten künftigen Expansion besteht damit das Risiko, dass sich der Konzern nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen Kapital oder Kredite beschaffen kann. Prinzipiell setzen sich international tätige Unternehmen wie STADA dem Risiko aus, bei der Geschäftstätigkeit den von Region zu Region und ggf. von Land zu Land unterschiedlichen und sich ändernden rechtlichen sowie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, dem jeweiligen spezifischen Marktumfeld sowie außerhalb des Euro-Raums den unterschiedlichen Währungen differenziert und mit möglicherweise erheblichem Aufwand Rechnung tragen zu müssen. Für STADA ist es möglicherweise schwierig, nach dem Recht eines Landes, in dem STADA Geschäfte betreibt, ihre eigenen Ansprüche zu bezahlbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft in diesem Land durchzusetzen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land, in dem STADA geschäftlich aktiv ist, nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für die Geschäftstätigkeit in diesem Land, aber auch bei international vernetzten Geschäftsprozessen für den Konzern insgesamt haben. Da STADA Waren und Dienstleistungen innerhalb des Konzerns überträgt bzw. erbringt, besteht das Risiko, dass die Finanzbehörden in einzelnen Ländern die jeweiligen Verrechnungspreise anders bewerten und nachträgliche Steuerforderungen gegenüber einer Gesellschaft des STADA Konzerns erheben. Zusätzlich besteht das Risiko, dass für die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Rahmenbedingungen - insbesondere steuerrechtliche Rahmenbedingungen - durch nationale oder supranationale Regulation in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Zudem besteht im Rahmen der Internationalisierung das Risiko, dass sich das politische Umfeld in einzelnen Ländern im Allgemeinen und für STADA bzw. die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Speziellen wesentlich nachteilig verändert, bspw. durch internationale Spannungen oder durch innere politische Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen STADA geschäftlich tätig ist. Ferner können Teile der Geschäftstätigkeit von STADA, vor allem in den Bereichen Produktentwicklung und Beschaffung, Bezug zu den USA haben und dort gegenüber anderen Ländern nach Einschätzung der Gesellschaft erhöhten rechtlichen Risiken unterliegen, insbesondere in den Bereichen Haftung und Patentstreitigkeiten. Dies kann dort mit erheblichen Kosten, vor allem für Rechtsberatung, verbunden sein. Gleiches gilt für Streitigkeiten in den USA bezüglich vertraglicher Vereinbarungen mit Dritten sowie der Verletzung der Vertraulichkeit von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Des Weiteren liegt ein prinzipielles unternehmensstrategisches Risiko, so auch von STADA, darin, dass sich die Märkte, Marktregionen und Marktsegmente, auf die sich ein Unternehmen strategisch konzentriert, anders als erwartet entwickeln. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, diese Erwartungen im Vorfeld sorgfältig zu analysieren, und dabei teilweise auch auf externe Daten und Einschätzungen zurückgreift, können Einschätzungsfehler von STADA, bspw. auf Grund ungenügender Datenlage, unerwarteter regulatorischer oder wettbewerblicher Einflüsse, neuer technologischer Entwicklungen oder veränderter gesellschaftlicher und makro- bzw. mikroökonomischer Trends, nicht ausgeschlossen werden, die mit erheblichen wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften verbunden sein können. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Regulatorische RisikenDer Gesundheits- und Pharmamarkt ist durch eine Vielzahl von Vorschriften gekennzeichnet. Die Änderung oder Aufhebung bestehender oder der Erlass neuer Vorschriften (insbesondere Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene in Bezug auf die Marktstruktur, Preisgestaltung und/oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens bspw. durch Gerichtsentscheidungen oder Gesetzesänderungen) kann erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf den Geschäftserfolg von STADA haben. Für STADA von wesentlicher Bedeutung sind Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, die die Marktstruktur, Preisgestaltung und/ oder Zulassung von Produkten des öffentlichen Gesundheitswesens betreffen. Daher besteht für das Geschäftsmodell von STADA das Risiko, dass sich von dem Unternehmen im Vertrauen auf den Fortbestand von bestehenden Marktstrukturen getätigte Investitionen nach regulatorischen Eingriffen als nicht werthaltig erweisen oder bestehende Marktpositionen sogar gefährdet sind. Dies betrifft bspw. die einzelnen nationalen Vertriebsstrukturen von STADA, die an den national unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Vermarktung sowie den Vertrieb von und den Handel mit pharmazeutischen Produkten ausgerichtet sind, aber auch Veränderungen der direkten oder indirekten Nachfragemacht von einzelnen Kunden oder Kundengruppen oder geändertes Nachfrageverhalten. Auf vielen Märkten der jeweiligen Marktregionen sind die Preise pharmazeutischer Produkte staatlicher Kontrolle und Regulation ausgesetzt. In einigen Märkten nehmen die Regierungen auch direkt Einfluss auf die Preisbildung. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen bzw. Vorgaben zur Rabattgewährung, Schaffung von einen intensiveren Wettbewerb stimulierenden Rahmenbedingungen) reguliert oder durch supranationale Vorschriften beeinflusst werden. Der Preisdruck durch staatliche Erstattungssysteme kann die Profitabilität einzelner Produkte schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel machen. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen bleibt oder sich sogar noch vergrößert. Prinzipiell besteht für alle Produkte im Gesundheitsmarkt, insbesondere jedoch für pharmazeutische Produkte, das Risiko der Ausgrenzung oder Reduzierung der Kostenerstattung durch regulatorische Eingriffe im Rahmen der jeweiligen nationalen Gesundheitssysteme. Dies kann dazu führen, dass die Profitabilität einzelner Produkte geschmälert und im Einzelfall die Markteinführung eines neuen Produkts unrentabel wird. Zusätzlich besteht für pharmazeutische Produkte das Risiko, dass arzneimittelrechtliche Rahmenbedingungen oder Bestimmungen zu gewerblichen Schutzrechten oder andere für den Ausbau des Produkt-Portfolios relevante Bestimmungen durch nationale oder supranationale Vorschriften in für STADA wesentlich nachteiliger Weise geändert werden. Gleichartige Risiken bestehen auch für andere teilregulierte Produktkategorien im Gesundheitsmarkt wie z.B. Medizinprodukte. Eine exakte Prognose zu Einführung und Ausmaß von etwaigen Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf für STADA relevante Marktstrukturen und/oder Geschäftsprozesse ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess in dem jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und nach dem Inkrafttreten solcher Regelungen die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten von STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulation könnte es notwendig werden, das Geschäftsmodell anzupassen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Risiken des Produkt-PortfoliosEine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des ProduktPortfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass Produkte, die entgegen den Planungen dem Produkt-Portfolio von STADA hinzugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse und/oder fehlerhafte Ausführungen der den Markteintritt vorbereitenden Aktivitäten wie bspw. Produktentwicklung und Zulassung nicht oder verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- und/oder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Gesundheitssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet. Zudem ist auch bei der Entwicklung und Zulassung bei jedem einzelnen Produkt die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften von großer Bedeutung. Bei Generika gilt dies in besonderem Maß für die Beachtung von gewerblichen Schutzrechten (wie bspw. Patenten, SPCs und so genannten Bezugnahmesperren). Werden einzelne rechtliche Vorschriften verletzt, kann dies zu einer Verzögerung oder sogar Verhinderung der Ausbietung eines neuen Produkts durch rechtliche Schritte von Wettbewerbern oder Zurückweisung durch die Zulassungsbehörden führen. Sofern STADA unter der Annahme der rechtlichen Unbedenklichkeit Produkte angeboten hat und sich im Zuge gerichtlicher Entscheidungen herausstellt, dass diese Annahme irrig war, so besteht das Risiko, dass STADA eingeführte Produkte mit erheblichen Kosten vom Markt nehmen muss, vorhandene und zurückgenommene Bestände wertberichtigen und vernichten muss sowie auch signifikante Schadensersatzleistungen, unter anderem auch bei Verletzung gewerblicher Schutzrechte, erbringen muss. Trotz intensiver Tests ist es möglich, dass potenzielle Nebenwirkungen oder anfänglich verborgene Mängel bei bestehenden Produkten erst nach der Zulassung oder bei der Vermarktung entdeckt werden oder dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Auswertungen zu einer ungünstigeren Risiko-Nutzen-Analyse führen können, wodurch das Produkt ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Ein solcher Vertriebsstopp kann in freiwilliger Selbstverantwortung oder auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Zudem könnten Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadensersatzforderungen auf Grund potenzieller Nebenwirkungen oder anfänglich verborgener Mängel das Ergebnis erheblich belasten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein Rechtliche RisikenDie Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten auftreten, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist insbesondere im Kernsegment Generika mit dem erhöhten Risiko von Streitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und SPCs) sowie um die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verbunden, die von Dritten gegenüber STADA oder von STADA gegenüber Dritten eingeleitet werden könnten. Als Folge davon könnten erhebliche Kosten entstehen, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen. Außerdem könnten erhebliche Schadensersatzverpflichtungen drohen und/oder die Vermarktung von Produkten könnte vollständig oder zeitweise untersagt werden. Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Schadensersatzansprüche produktbezogene, aus Sicht von STADA angemessene Rückstellungen, die im Konzern zum 31.12.2014 insgesamt 0,3 Mio. € betrugen (31.12.2013: 0,6 Mio. €). STADA kann prinzipiell nicht gewährleisten, dass diese gebildeten Rückstellungen im Einzelfall und in der Summe ausreichend sind. Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit dem Risiko von Haftungsansprüchen verbunden. Sollten einzelne Produkte des Konzerns fehlerhaft sein und/oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen oder einzelne Dienstleistungen oder Tätigkeiten des Konzerns in fehlerhafter Weise ausgeführt werden, könnte dies zu erheblichen Schadensersatzverpflichtungen führen und die Einschränkung oder Aufhebung der Zulassung der betroffenen Produkte oder die Aufhebung der Genehmigung der Dienstleistung zur Folge haben. Es kann prinzipiell nicht gewährleistet werden, dass die vom Konzern abgeschlossenen Versicherungen nach Art und Umfang ausreichend sein werden, um den Konzern vor allen möglichen Schadensersatzansprüchen oder Verlusten zu schützen. Zudem unterliegt STADA dem Risiko der Rechtsprechung, die in wesentlich nachteiligerer Weise als von STADA zunächst erwartet ausfallen kann. Dieses Risiko bezieht sich sowohl auf Verfahren, in denen STADA selbst Prozessbeteiligte ist, als auch auf Verfahren Dritter, bei denen Urteile indirekte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf STADA bzw. das für STADA relevante Marktumfeld haben könnten. Dies gilt insbesondere für Urteile im Wettbewerbs- und Kartellrecht, im Steuerrecht, im Patentrecht und zur Umsetzung einzelner regulativer Vorschriften der Gesundheitsversorgung auf nationaler und/oder supranationaler Ebene. Darüber hinaus besteht ein rechtliches Risiko, das sich aus der Einreichung einer Klage ergibt, die der Insolvenzverwalter der Velefarm Holding und der Velefarm VFB im 1. Quartal 2014 beim Handelsgericht (Commercial Court) in Belgrad gegen die Hemofarm A.D., eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und die Velefarm Prolek, eine Gesellschaft der Velefarm-Gruppe, eingereicht hat.1) Mit der Klage verlangt der Insolvenzverwalter, dass bestimmte Vereinbarungen und Erklärungen aus den Jahren 2010 und 2011 zwischen Hemofarm und Gesellschaften der serbischen Großhandelsgruppe Velefarm gegenüber der Insolvenzmasse der Velefarm Holding und der Velefarm VFB für unwirksam erklärt werden und infolgedessen Rückzahlungen an die Insolvenzmasse zu leisten seien. Im September 2010 hatte die Hemofarm mit der Velefarm Holding und der Velefarm VFB einen Restrukturierungsplan für Verbindlichkeiten der Velefarm Holding und der Velefarm VFB gegenüber Hemofarm unterzeichnet. Damit sollte die Velefarm in die Lage versetzt werden, die noch ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Hemofarm schrittweise über mehrere Jahre zu begleichen (vgl. Ad-hoc-Meldung vom 28.09.2010). Im Jahr 2012 haben die Velefarm Holding und die Velefarm VFB das Insolvenzverfahren beantragt, in dem ein Insolvenzverwalter als Vertreter beider Gesellschaften bestellt wurde. Der Insolvenzverwalter behauptet in seiner Klage, dass die Hemofarm andere Gläubiger der Velefarm Holding und der Velefarm VFB bei Vollzug des Restrukturierungsplans und damit in Zusammenhang stehender Vereinbarungen und Handlungen benachteiligt habe. Daneben verlangt der Insolvenzverwalter Rückzahlungen an die Insolvenzmasse der Velefarm Holding und der Velefarm VFB zuzüglich Zinsen und Verfahrenskosten. In der Klageschrift werden diese Beträge mit ca. 54,2 Mio. € (in lokaler Währung umgerechnet zu damaligen Wechselkursen) beziffert. Dabei wäre allerdings zu berücksichtigen, dass der Hemofarm als Gläubigerin der Insolvenzmasse eine Quote von der Insolvenzmasse in erheblichem Maße zusteht. Die Voraussetzungen der vorsätzlichen Gläubigerschädigung sind im vorliegenden Fall nicht gegeben. Der Restrukturierungsplan zwischen der Hemofarm, der Velefarm Holding und der Velefarm VFB wurde von Hemofarm unter Beachtung aller gesetzlichen Anforderungen vollzogen und diente der Restrukturierung der Velefarm-Gruppe und nicht der Benachteiligung anderer Gläubiger. Insbesondere kam es im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsplan bei der Hemofarm als einem der größten Gläubiger der Velefarm-Gruppe zu signifikanten Abschreibungen. Hemofarm stützt sich bei dieser Einschätzung unter anderem auf das Gutachten einer namhaften lokalen Rechtsanwaltskanzlei. STADA und Hemofarm halten die Klage weiterhin für unbegründet. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. Leistungswirtschaftliche RisikenDie konzerneigenen Produktionsstätten sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter Produktionsstörungen und -ausfälle ausgesetzt. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, ausschließlich sichere Geschäftsprozesse - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Logistik - auszuführen, so kann prinzipiell nicht ausgeschlossen werden, dass es bei solchen Prozessen zu unerwarteten Störungen kommt, die die Gesundheit von Mitarbeitern von STADA oder Dritten gefährden und/oder Umweltschäden hervorrufen können, da STADA bei der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Produkten des Konzern-Portfolios, insbesondere bei Arzneimitteln, regelmäßig mit Stoffen arbeitet, die Gefahrstoffcharakter aufweisen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass im Schadensfall die dafür getroffenen Vorsorgemaßnahmen und Versicherungen keine ausreichende Deckung gewähren. Einzelne nationale Märkte zeichnen sich im Kernsegment Generika zunehmend durch sehr hohe Volumenvolatilitäten aus, die sich im Umfeld von Ausschreibungen durch staatliche Institutionen oder Krankenkassen regelmäßig ergeben. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt (z.B. durch Szenariokalkulationen und eine spezifische operative Aufstellung der jeweiligen Lieferkette), Lieferengpässe und/ oder einen unbeabsichtigten Bestandsaufbau zu vermeiden, so können solche Ereignisse angesichts des umfangreichen Portfolios dennoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Bei den Geschäftsprozessen von STADA sind insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung, Beschaffung und Produktion, Verpackung, Logistik und Vertrieb, aber zunehmend auch in anderen Bereichen in erheblichem Umfang externe Zulieferer, Lohnhersteller, Vertriebslizenznehmer oder sonstige Auftragnehmer integriert. Darüber hinaus bedient sich der Konzern in verstärktem Umfang der Möglichkeit, durch Kooperationen auch für den Konzernerfolg wesentliche Leistungen durch Dritte erbringen zu lassen. Außerdem hat STADA deutsche Apotheken bei derzeit zwei Markenprodukten speziell dafür lizenziert, von STADA gelieferte teilverpackte Produkte in der eigenen Apotheke endzuverpacken. Mit jeder Einbindung von Dritten in die eigenen Geschäftsprozesse ist das Risiko verbunden, dass einzelne Geschäfts- oder Kooperationspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommen oder den Vertrag mit der Gesellschaft kündigen und STADA dadurch wesentliche Nachteile entstehen. Außerdem könnte STADA für Pflichtverletzungen der Geschäfts- und Kooperationspartner einstehen müssen. STADA ist abhängig von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen des Konzerns führen können. Eine Vielzahl von Verträgen im STADA-Konzern enthalten - insbesondere in den Bereichen Produktentwicklung und Produktion sowie bei Vertriebsrechten - so genannte "Change of Control"-Klauseln, die in der Regel beiden Vertragsparteien branchenübliche wechselseitige Sonderkündigungsrechte für zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarungen für den Fall einräumen, dass bei einem Vertragspartner ein so genannter Kontrollwechsel (Änderung des Mehrheitsbesitzes) erfolgt, bspw. nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot. Für den Fall eines Kontrollwechsels im STADA-Konzern könnte es sich wesentlich nachteilig für STADA auswirken, wenn Vertragspartner von solchen Sonderkündigungsrechten Gebrauch machen, insbesondere wenn diese Kündigungen einen über Einzelfälle hinausgehenden Umfang annehmen. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. PersonalrisikenSTADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften in Schlüsselpositionen könnte wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg des Konzerns ist außerdem davon abhängig, auch in Zukunft, ungeachtet der demografischen Herausforderungen, im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und langfristig binden zu können. Länder- und industriespezifische Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. STADA begegnet diesen Risiken zum einen durch weltweit eingeführte Personalentwicklungs- und Nachfolgeprozesse, nach denen das Potenzial der Beschäftigten systematisch erkannt und gefördert wird. Darüber hinaus setzt STADA gezielte Entwicklungsmaßnahmen ein, um sowohl junge als auch erfahrene hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen und erfolgskritische Kompetenzen im Unternehmen zu entwickeln und zu halten. Es ist das ausdrückliche Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse und Konzernaktivitäten ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen Gesetze abzuwickeln. Im Rahmen des bei STADA eingerichteten Compliance-Systems werden dazu alle Beschäftigten regelmäßig und im Umfang angepasst an ihren jeweiligen Verantwortungsbereich geschult und unterwiesen. Dennoch kann es nicht ausgeschlossen werden, dass Beschäftigte bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen in Abweichung von den Konzernvorgaben einer vollständigen Compliance fahrlässig oder vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und dass sich solche Verstöße wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Tochtergesellschaften sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA auswirken, bspw. nach Aufdeckung solcher Gesetzesverstöße durch auferlegte Schadensersatz- und/oder Kompensations- und/oder Strafzahlungen, Ausschluss von Ausschreibungen oder Schaden in der Reputation. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Risiken in Bezug auf die InformationstechnologieDie strategischen Ziele von STADA sind nur durch eine optimale Ausrichtung und angemessene Unterstützung durch die Nutzung einer Vielzahl von IT-Systemen und -Prozessen zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese komplexen und leistungsfähigen Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen. Dabei bilden die weltweit genutzten IT-Anwendungen in der Prozesssteuerung die Basis für die vertragsgerechte Lieferung der Produkte an die weltweiten Kunden des STADA-Konzerns. Sollten bei den informationstechnischen Prozessen des Konzerns trotz aller Vorsorgemaßnahmen Insuffizienz und/oder Ineffizienz auftreten, könnte dies wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse von STADA haben. Auch Schwankungen in der Qualität der internen IT-Services können zum Ausfall geschäftskritischer IT-Anwendungen führen, die einen direkten Einfluss auf die Lieferfähigkeit von STADA hätten. Ebenso könnte der Ausfall eines Rechenzentrums die Servicequalität beeinträchtigen bzw. zu einem vollständigen Ausfall kritischer Applikationen führen. Das Internet als Tatmittel und der Missbrauch digitaler Technologien als Begehungsform neuer Arten der Kriminalität, d.h. insgesamt die Computerkriminalität (E-Crime), entwickelt sich mit großer Geschwindigkeit und stellt eine weitere Herausforderung dar. Daraus können sich Bedrohungen wie der Ausfall zentraler IT-Systeme, die Preisgabe von vertraulichen Daten aus Entwicklung und Geschäftstätigkeit, die Manipulation von IT-Systemen in der Prozesssteuerung oder eine erhöhte Belastung und/oder Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken ergeben. Dieses Szenario beinhaltet auch die vorübergehende Übernahme von exponierten Systemen durch Hacker sowie daraus folgend den möglichen Widerruf von Arzneimittelzulassungen auf Grund mangelbehafteter Validierung relevanter IT-Systeme. Solch ein unberechtigter Datenzugriff, Datenmissbrauch oder Datenverlust könnte ebenfalls wesentlich nachteilige Auswirkungen auf den Konzern haben. Derzeit wird im Konzern die schrittweise Umstellung verschiedener informationstechnischer Systeme (IT-Systeme) auf ein integriertes SAP-System vorgenommen. Prinzipiell besteht bei der Einführung neuer oder der Umstellung bestehender IT-Systeme ein erhöhtes Risiko für das Auftreten nicht vorhersehbarer Ereignisse, die während der Startphase und auch während der Integrations- und Ausbauphase den Ablauf der Geschäftsprozesse wesentlich nachteilig beeinflussen und sich somit wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns und/oder einzelner Konzerngesellschaften auswirken könnten. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Konjunkturelle RisikenDer Geschäftserfolg von STADA hängt in der Regel auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig den ohnehin herrschenden Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen verstärken kann und damit möglicherweise Geschwindigkeit und Ausmaß regionaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöht. Infolgedessen sind für STADA wesentlich nachteilige Ausgestaltungen insbesondere für die verschreibungspflichtigen Arzneimittel, bspw. staatlich angeordnete Preissenkungen, nicht auszuschließen. Des Weiteren sind Absatz und Umsatz solcher Produkte bzw. Produktlinien des Konzerns besonders konjunkturabhängig, bei denen der Konsument die Kosten dieser Produkte nicht im Rahmen des jeweiligen nationalen Versicherungssystems erstattet bekommt, sondern diese ganz oder zu einem überwiegenden Teil selbst trägt. Dies gilt im STADA-Produkt-Portfolio insbesondere für Arzneimittel zur Selbstmedikation, für Produkte ohne Arzneimittelcharakter sowie für angebotene Dienstleistungen und für verschreibungspflichtige Medikamente in Marktregionen mit Ländern ohne umfassendes staatliches Gesundheitssystem, wie bspw. Russland in der Marktregion CIS / Osteuropa. Ein weiteres wesentliches Risiko für STADA besteht im Bereich Finanzwirtschaft. Den Konzernerfolg in diesem Bereich wesentlich beeinflussende Parameter, wie bspw. Finanzierungsmöglichkeiten, Zinssätze, Inflationsraten, Währungsrelationen und Kundenliquidität, können starken konjunkturellen Einflüssen unterliegen und damit den Geschäftserfolg von STADA im Falle einer Konjunkturschwäche auch wesentlich nachteilig beeinflussen. Zudem sind für die Akquisitionspolitik von STADA liquide Finanzmärkte zur Refinanzierung eine wichtige Voraussetzung. Im Falle von Störungen der Finanzmärkte - seien sie global oder regional in für STADA wichtigen Marktregionen - sind wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern nicht auszuschließen. Zudem wickelt STADA Geschäfte in aller Regel nicht gegen Barzahlung, sondern auf Rechnung gegenüber einer Vielzahl von Debitoren ab. Damit ist das prinzipielle, teilweise auch konjunkturabhängige Geschäftsrisiko des Debitorenausfalls verbunden. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften / Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat seit 2014 zu einem zusätzlichen Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft und des STADA-Konzerns geführt. Durch dieses Risiko hat sich die makroökonomische Unsicherheit erhöht, die sich insbesondere negativ auf das wirtschaftliche Klima, das Verbrauchervertrauen und die Nachfrage seitens der Großhändler in diesen Märkten des STADA-Konzerns auswirkt. Es ist derzeit nicht absehbar, wie lange die politischen Unruhen und die damit verbundene rückläufige Nachfrage seitens der Verbraucher und Großhändler anhalten wird. Im Fall einer Fortdauer der Krise kann es zu weiteren Umsatzrückgängen in diesen Märkten sowie zu zusätzlichen Effekten auf Grund einer Abwertung der jeweiligen Währungen (vgl. "Finanzielle Risiken") kommen, was eine negative Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage des STADA Konzerns hätte. Ein weiteres Risiko besteht in der Werthaltigkeit der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte, insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte. Sie unterliegen sorgfältigen und detaillierten Prüfungen. Im Rahmen eines jährlichen Werthaltigkeitstests wird die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer und unbestimmbarer Nutzungsdauer überprüft. Darüber hinaus werden bei Vorliegen bestimmter Anhaltspunkte sowohl immaterielle Vermögenswerte als auch Sachanlagen einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundsätzlich kann hier nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit oder bei unterjährigen anlassbezogenen Prüfungen der Werthaltigkeit, bspw. durch das Auftreten von neuen Erkenntnissen bei Zulassungen oder die Veränderung der Marktbedingungen in den einzelnen Marktregionen oder in einzelnen Ländern einer Marktregion, zur Feststellung eines entsprechenden Wertminderungsbedarfs kommen kann. Im Fall einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise können sich die vorstehend geschilderten konjunkturabhängigen Risiken erheblich verschärfen. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein. Finanzielle RisikenIm Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanziellen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, Marktrisiken aus laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Liquiditätsrisiken bestehen, wenn STADA nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Diese können bspw. durch den Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und freien Kreditlinien. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow und über weitere bilaterale Kreditverträge bei verschiedenen Banken (Kreditlinien), die im Bedarfsfall genutzt werden können. Die Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA jedoch Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken bestehen in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. STADA nutzt neben natürlichen Absicherungen (Natural Hedges) grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente, um den Risiken von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten zukünftigen Devisenströmen zu begegnen. Im Berichtsjahr setzte STADA Devisenterminkontrakte und Zins- / Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Restlaufzeit der Kontrakte beträgt aktuell bis zu drei Jahre. Zusätzliche Risiken bestehen dadurch, dass Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko) führen. In diesem Zusammenhang könnte die aktuelle politische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation sich mittelbar weiter nachteilig auf die Ertragslage und die Wechselkurse auswirken. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus. Wechselkursrisiken stammen im Wesentlichen aus Geschäften in den folgenden Währungen: russischer Rubel, britisches Pfund und serbischer Dinar. Dieses Risiko wird nicht gesichert. Gemäß der Währungssensitivitätsanalyse im Rahmen der Regelungen des IFRS 7 auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum Bilanzstichtag hätte eine Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber den relevanten Währungen für den Konzern um 10% zu einem Ergebniseffekt in Höhe eines Aufwands von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) bzw. in Höhe eines Ertrags von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) geführt. Von diesen Ergebniseffekten beziehen sich -0,6 Mio. € bzw. 0,6 Mio. € auf den russischen Rubel, -1,5 Mio. € bzw. 1,5 Mio. € auf den kasachischen Tenge, -2,8 Mio. € bzw. 2,8 Mio. € auf die ukrainische Griwna und 1,3 Mio. € bzw. -1,3 Mio. € auf den serbischen Dinar. Grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen. Zinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen und Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland. Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Eine Sensitivitätsanalyse gemäß den Regelungen des IFRS 7 hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2014 eine Erhöhung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) und eine Verringerung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) geführt hätte. Im Geschäftsjahr 2014 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Außerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich gibt es zum einen entsprechende Kreditmanagementprozesse und zum anderen werden entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Ausfallrisiken bestehen auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften / Garantien, Akkreditive, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Allerdings weist STADA zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, zum Bilanzstichtag nur in einem geringen Umfang aus. STADA bedient sich seines internationalen Netzwerks und führt strategische Konzernfunktionen zentral über die STADA Arzneimittel AG aus. Dadurch kommt einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung der entsprechenden konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Eine Nichtanerkennung von Verrechnungspreisen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Des Weiteren hat STADA Verpflichtungen im Zusammenhang mit Pensionszusagen. Der Barwert der Versorgungsverpflichtungen gemäß IFRS wird durch Veränderungen relevanter Bewertungsparameter, zum Beispiel Veränderungen des Zinssatzes oder der zukünftigen Gehaltssteigerung, beeinflusst. Es besteht somit das Risiko, dass sich die relevanten Bewertungsparameter in für STADA ungünstiger Weise verändern und sich der Barwert der Versorgungsverpflichtungen als Resultat wesentlich erhöht. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass die vorstehend beschriebenen von STADA eingesetzten finanzpolitischen Methoden und das spezifische finanzwirtschaftliche Risikomanagement sich als nicht ausreichend erweisen könnten, um alle finanzwirtschaftlichen Risiken und damit verbundenen möglichen wesentlichen Nachteile für STADA abzuwenden. STADA stuft diese Risikokategorie als "mittel" ein. Andere RisikenSTADA verfügt über eine Vielzahl als vertraulich zu behandelnde Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Zu deren Schutz verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern, Leistungserbringern oder bestimmten anderen Vertragspartnern. Es kann jedoch nicht gewährleistet werden, dass diese Vereinbarungen und andere Schutzmaßnahmen für Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse einen wirksamen Schutz darstellen oder unverletzt bleiben. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Wettbewerbern auf andere Weise bekannt werden. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf den Konzern auswirken. Wie jedes Unternehmen, so tragen auch STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in den Marktregionen bzw. Märkten weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streiks, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichen. Sollte STADA auf Grund von besonderen Kapitalbeschränkungen oder anderen Maßnahmen - bspw. ausgelöst durch politische oder militärische Konflikte - nicht mehr die nach IFRS 10 ("Konzernabschlüsse") notwendigen Kriterien zur Kontrolle und damit zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften erfüllen, müsste STADA diese Gesellschaften entkonsolidieren. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind abhängig von der Bedeutung der betroffenen Gesellschaften für STADA und könnten sich wesentlich nachteilig für den Konzern auswirken. STADA stuft diese Risikokategorie als "gering" ein Zusammenfassende Beurteilung der Risikenscroll
Sollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten des Konzerns auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Das Risikoumfeld von STADA hat sich gegenüber dem Vorjahr auf Grund der geopolitischen Entwicklung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, die zu einer erhöhten Unsicherheit der makroökonomischen bzw. politischen Lage geführt hat, geändert. Trotzdem sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENGemäß § 315 Abs. 4 HGB ist STADA zu folgenden Angaben im Geschäftsbericht verpflichtet: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, mit Aktien verbundene Rechte und Pflichten / Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffenDas Grundkapital war zum 31.12.2014 in 60.626.700 Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt. Bei den Stammaktien der Gesellschaft handelt es sich ausnahmslos um vinkulierte Namensaktien, die satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister eingetragen werden und laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung gewähren. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von Mitarbeitern erworbenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Veräußerungssperre. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder / SatzungsänderungenDer Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Satzung kann grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Die Änderung wird mit der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Absatz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Absatz 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstands betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung macht in § 23 Absatz 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Absatz 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden und, soweit das Aktiengesetz zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, mit einfacher Kapitalmehrheit des vertretenen Kapitals, soweit dies gesetzlich zulässig ist, gefasst werden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 32 der Satzung ermächtigt, Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Hauptversammlung hat am 05.06.2013 den Vorstand zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ermächtigt. Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals um bis zu 77.134.304,00 € durch Ausgabe von bis zu 29.667.040 Stück vinkulierten Namensaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erhöhen kann. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 den Vorstand ermächtigt, bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 26.610.900 Stück vinkulierte Namensaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 69.188.340,00 € nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Bedienung dieser Schuldverschreibungen hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 das Grundkapital um bis zu 69.188.340,00 € durch Ausgabe von bis zu 26.610.900 Stück vinkulierten Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital 2013). Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Das Grundkapital der Gesellschaft war zum 31.12.2014 um bis zu 4.585.152,00 € durch die Ausgabe von bis zu 1.763.520 vinkulierten Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 06.06.2013 bis zum 05.06.2018 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines KontrollwechselsIm Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) als Folge eines Übernahmeangebots für die Gesellschaft bestehen, den üblichen Gepflogenheiten im Geschäftsverkehr entsprechend, Kündigungsmöglichkeiten für bestimmte Lieferverträge, die Kreditgeber mehrerer Kreditverträge, der begebenen Unternehmensanleihen und der begebenen Schuldscheindarlehen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage"). Zu der Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels wird auf den Vergütungsbericht in diesem Geschäftsbericht verwiesen. PROGNOSEBERICHTBewährtes Geschäftsmodell mit nachhaltigen WachstumspotenzialenDas bewährte STADA-Geschäftsmodell zeichnet sich seit Jahren durch eine konstante und nachhaltige Entwicklung aus. Mit Blick auf die insgesamt erfolgreiche Entwicklung wird der Vorstand auch in Zukunft an der strategischen Ausrichtung des Konzerns festhalten. Angesichts dessen wird der Fokus der Geschäftsaktivitäten weiterhin auf Produkten mit patenfreien pharmazeutischen Wirkstoffen in ausgewählten Segmenten des Pharmamarkts liegen. Unverändert werden Generika und Markenprodukte die beiden Kernsegmente des Konzerns bilden. Neben der regionalen Erweiterung seiner Geschäftsaktivitäten wird sich STADA unter Wachstums- und Margengesichtspunkten im Bereich Generika zunehmend auf den vielversprechenden Bereich der Biosimilars konzentrieren. Im Kernsegment Markenprodukte stehen sowohl der Ausbau als auch die Internationalisierung im Vordergrund. Aus Sicht des Vorstands sind die Konzernaktivitäten damit auch künftig auf Marktregionen mit langfristigen Wachstumschancen ausgerichtet. Da diese in Abhängigkeit von konjunkturellen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Marktregionen von Jahr zu Jahr variieren können, wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 durch unterschiedliche und teilweise gegenläufige Faktoren beeinflusst sein. Zu detaillierten Erwartungen des Vorstands die Chancen und Risiken innerhalb der einzelnen Marktregionen betreffend verweist STADA auf die Segmentberichterstattung in diesem Geschäftsbericht (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Segmententwicklung - Informationen nach Marktregionen"). Grundsätzlich kann im Fall einer Kumulation schwieriger Rahmenbedingungen eine Abschwächung oder ein temporärer Rückgang des Wachstums nicht ausgeschlossen werden. Angesichts der strategischen Erfolgsfaktoren sieht der Vorstand für den Konzern jedoch auch in Zukunft klare Chancen für weiteres Wachstum. Gesamtwirtschaftlicher AusblickFür 2015 erwartet der IWF ein moderates Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums in Höhe von 3,5%.1) Dabei gehen die Schätzungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den Emerging Markets von 4,3% aus, wobei für Chinas Wirtschaft ein Zuwachs von 6,8% vorhergesagt wird.1) Die Prognose des IWF für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften beträgt 2,4%.1) Im Rahmen dessen wird für das BIP der USA ein Wachstum von 3,6% prognostiziert, während die Voraussagen für die Wirtschaftsentwicklung in den Euro-Ländern von einem Plus in Höhe von 1,2% ausgehen.1) Den Schätzungen zufolge wird für Deutschland ein Wachstum des BIP von 1,3%, für Frankreich von 0,9%, für Spanien von 2,0% und für Italien von 0,4% erwartet.1) In den so genannten CIS-Ländern (Commonwealth of Independent States) wird für 2015 von einem Rückgang des BIP von 1,4% ausgegangen, wobei das Minus in Russland auf 3,0% prognostiziert wird. Für die Region Emerging and Developing Europe2) sagen die Experten ein Wachstum von 2,9% voraus mit einem Plus in Serbien3) von 1,0%. Auch die EZB sieht 2015 die Perspektive für eine mäßige Erholung in der Euro-Zone. Die Binnennachfrage dürfte durch die geldpolitischen Maßnahmen, die anhaltenden Verbesserungen der Finanzierungsbedingungen und die niedrigeren, das real verfügbare Einkommen stützenden Energiepreise begünstigt werden.4) Die Exportnachfrage sollte von der globalen Erholung profitieren.4) Ungeachtet dessen wird die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum hoch bleiben und die notwendigen Bilanzanpassungen im öffentlichen wie im privaten Sektor werden die Wirtschaftsentwicklung weiterhin belasten.4) Insgesamt betont die EZB zunehmend die Risiken für private Investitionen und den unzureichenden Fortschritt bei Strukturreformen in den Ländern der Euro-Zone. Der STADA-Vorstand verfolgt kontinuierlich die weltweite Wirtschaftsentwicklung - immer auch mit Blick auf die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für den Konzern. Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand in diesem Zusammenhang keine Veranlassung, das Geschäftsmodell von STADA grundsätzlich in Frage zu stellen.
1)
Quelle: International Monetary Fund: World
Economic Outlook January 2015. Branchenspezifischer AusblickIn der Einschätzung des Vorstands werden zahlreiche nationale Gesundheits- und insbesondere Pharmamärkte auch künftig hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumsmöglichkeiten bieten. Basis hierfür sind zum einen allgemeine Wachstumstreiber in Form einer globalen Bevölkerungszunahme, einer alternden Gesellschaft in den Industrienationen und eines weiteren medizinischen Fortschritts. Zum anderen basieren die Wachstumschancen auf generikaspezifischen Treibern wie einer fortschreitenden Generika-Penetration infolge eines zunehmenden Sparzwangs in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen sowie kontinuierlichen Patentabläufen. Dies gilt auch für den zukunftweisenden Bereich der Biopharmazeutika mit hohen Umsatz- und Ertragspotenzialen. Resultierend aus dieser stetig steigenden Nachfrage im Gesundheitsmarkt und angesichts der Tatsache, dass Arzneimittel verglichen mit anderen Behandlungsmethoden als relativ effizient gelten, wird für den internationalen Pharmamarkt auch künftig weiteres Wachstum erwartet. Prognosen zufolge soll der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts bis 2019 um 5% bis 7% pro Jahr steigen.1) Innerhalb des Pharmamarkts verfügen nach Ansicht des Vorstands insbesondere Generika über Wachstumschancen, da sie eine preisgünstige medikamentöse Therapie ohne Qualitätsabstriche gewährleisten und damit dem steigenden Kostendruck in den einzelnen Gesundheitsmärkten entgegenwirken. Darüber hinaus nehmen die für den generischen Wettbewerb zur Verfügung stehenden Potenziale auf Grund des kontinuierlichen Ablaufs von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten zu. Diese Einschätzung bestätigen auch Prognosen von IMS Health, denen zufolge das jährliche Wachstum für den globalen Generika-Markt bis 2019 bis zu 7,4%2) beträgt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Wachstumsraten beim ausgewiesenen Umsatz in den Märkten, in denen signifikante Rabatte gewährt werden müssen, deutlich unter denen der von den Marktforschungsinstituten in der Regel erfassten Bruttoumsätze vor Rabatten liegen dürften. Angesichts des Umsatzvolumens für die von 2015 bis 2018 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten - Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien der beiden STADA-Marktregionen Deutschland und Zentraleuropa -, das Marktforschungszahlen zufolge über 12,1 Mrd. € beträgt, geht der Vorstand von weiteren Wachstumschancen im Generika-Markt der EU aus.3) Diese Annahme wird auch durch Schätzungen von IMS Health unterstützt, denen zufolge das jährliche Generika-Wachstum in der EU von 2014 bis 2016 im Durchschnitt bei 5,4%1) liegt. Für ausgewählte Märkte Osteuropas4) der Marktregionen Zentraleuropa und CIS / Osteuropa prognostiziert IMS Health bis 2019 ein jährliches Generika-Wachstum von durchschnittlich 5,8%5) . In Russland gehen die Prognosen von IMS Health - nach Ausbruch der CIS-Krise - von einem Generika-Wachstum von 2015 bis 2019 von durchschnittlich 9,2%5) aus. Im Bereich Generika werden in Zukunft insbesondere Biosimilars eine immer wichtigere Rolle spielen, da sie auf der Kostenseite erheblich dazu beitragen können, die einzelnen nationalen Gesundheitsmärkte zu entlasten. Insgesamt verlieren bis 20206) zwölf der umsatzstärksten Biologika ihren Patentschutz. Im laufenden Jahr steht in diesem Zusammenhang insofern ein Paradigmenwechsel an, da erstmalig mehr biopharmazeutische Arzneimittel patentfrei werden als chemisch-synthetisch hergestellte. Weltweit laufen bis 2018 insgesamt Biopharmazeutika im Wert von ca. 51 Mrd. € aus dem Patentschutz.7) Angesichts der Potenziale, die dieser Bereich bietet, verfolgt der STADA-Konzern bei seinen Biosimilar-Aktivitäten auch weiterhin konsequent die Strategie, auf die Kooperation mit hoch spezialisierten Partnern zu setzen, um sein Portfolio zu günstigen Konditionen mit qualitativ hochwertigen Präparaten zu erweitern.
1)
IMS Market Prognosis, September 2014; IMS
Market Prognosis Global, September 2014; IMS Syndicated Analytics
Service (September) 2014; prepared for STADA February 2015. Unter Wachstums- und Ertragsgesichtspunkten treibt STADA zunehmend den Ausbau und die Internationalisierung des Bereichs Markenprodukte voran, da er in der Regel weniger regulatorischen Eingriffen unterliegt und deutlich attraktivere Margen aufweist als das Segment Generika. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der Entlastung der weltweiten Gesundheitssysteme, da frei verkäufliche Arzneimittel bis auf wenige Ausnahmen nicht erstattungsfähig sind. Zum anderen nimmt insbesondere in den westlichen Industrienationen die Zahl der so genannten Selbstoptimierer zu, die im gesundheitlichen Bereich auf Selbstmedikation setzen und dafür mit steigender Tendenz mehr Geld ausgeben. Für den weltweiten OTC-Markt sagt IMS Health bis 2019 ein jährliches Wachstum bis zu 6,9%1) vorher. Für den europäischen OTC-Markt wird von Experten ein Anstieg von bis zu 0,9% prognostiziert.1) Herausforderungen und RisikenNeben den in diesem Geschäftsbericht vorab beschriebenen Wachstumschancen ist der Konzern auch operativen Herausforderungen und Risiken ausgesetzt, die u.a. im Rahmen der Berichterstattung zu den Segmenten und zu der regionalen Entwicklung in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen sowie im Risikobericht ausgeführt werden. Viele dieser Herausforderungen und Risiken resultieren nach Auffassung des Vorstands aus für den Konzern relevanten und nicht beeinflussbaren Strukturen und Mechanismen der Marktsegmente und Marktregionen. Da diese jedoch in hohem Maß untrennbar mit den strukturellen Wachstumschancen verbunden sind, lassen sie sich zur optimalen Nutzung dieser Wachstumsmöglichkeiten auch künftig nicht vermeiden (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell" sowie "Risikobericht"). Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell von STADA zwar auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtet, der eine relativ konjunkturunabhängige Nachfrage aufweist, so dass die internationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns haben als das jeweilige regulatorische Umfeld in den einzelnen Märkten der vier STADA-Marktregionen. Ungeachtet dessen wird der Konzern neben den mit dem Geschäftsmodell verbundenen allgemeinen Herausforderungen und Risiken jedoch auch künftig mit spezifischen Auswirkungen von konjunkturellen Einflüssen konfrontiert (vgl. "Risikobericht"). Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand insgesamt keine den Bestand des Konzerns gefährdenden Herausforderungen oder Risiken. Prämissen der PrognoseDie Prognose für das Geschäftsjahr 2015 wurde unter Berücksichtigung der zu dem Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts bekannten Ereignisse getroffen, die die Geschäftsentwicklung des STADA-Konzerns beeinflussen könnten. Darüber hinaus basiert sie auf den Ausführungen zum gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblick. Des Weiteren wurde die Prognose im Wesentlichen unter den folgenden Annahmen getroffen:
Zusammenfassender AusblickDas STADA-Geschäftsmodell ist grundsätzlich auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Untrennbar verbunden sind damit jedoch auch Risiken und Herausforderungen, die sich insbesondere aus einer geänderten bzw. zusätzlichen staatlichen Regulation und einem intensiven Wettbewerb ergeben. Angesichts dessen kann es nach Einschätzung des Vorstands in einzelnen Märkten der jeweiligen Marktregionen auch künftig immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt im Wesentlichen für die steigende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäftsaktivitäten im Kernsegment Generika. Darüber hinaus wird der Konzern auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein, so dass im Geschäftsjahr 2015 konzernrelevante Währungsrelationen - insbesondere des russischen Rubel, des serbischen Dinar und des britischen Pfund zum Euro - Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben werden. Des Weiteren wird sich STADA unverändert mit den Ausläufern der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den Auswirkungen der CIS-Krise auseinanderzusetzen haben. Vor diesem Hintergrund bereitet sich der Konzern zwar im Rahmen des Möglichen weiterhin auf potenzielle davon ausgehende spezifische Risiken wie ein deutlich erhöhtes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, etwaige wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings lassen sich mit Blick auf die Ausläufer der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Auswirkungen der CIS-Krise daraus resultierende Belastungen wie einmalige Sondereffekte durch Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Zahlungsausfälle, nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen - insbesondere aus der Abwertung des russischen Rubel und der ukrainischen Griwna - sowie eine gedämpfte oder eine weiter zurückgehende Nachfrage im russischen Pharmamarkt nicht ausschließen. In Bezug auf die derzeit geltenden Sanktionen gegen Russland sieht STADA aus heutiger Sicht indessen keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns. Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der jeweiligen STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Konzern insbesondere auf Grund der CIS-Krise mit sehr schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Angesichts dessen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 davon aus, bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz ein leichtes Wachstum erzielen zu können. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen des russischen Rubel und gestiegener Risiken im Zusammenhang mit der Konsumentenstimmung sowie der allgemeinen Marktlage erwartet er jedoch einen rückläufigen Gewinnbeitrag aus Russland. Unter Einbeziehung dieser Entwicklungen und auf Basis der aktuellen Währungsrelationen rechnet der Vorstand beim bereinigten EBITDA und bereinigten Konzerngewinn mit einem deutlichen Rückgang. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand in 2015 ein Niveau von nahezu 3. STADA-KonzernabschlussKONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGKonzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KONZERN-BILANZKonzern-Bilanz zum 31. DezemberAktivascroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGKonzern-Kapitalflussrechnungscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-AnhangAllgemeine Angaben1. Informationen zum UnternehmenDie STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft (STADA Arzneimittel AG) als Muttergesellschaft des STADA-Konzerns (im Nachfolgenden "STADA" genannt) mit Sitz in der Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, ist ein in Deutschland ansässiges, international ausgerichtetes Unternehmen, das weltweit im Gesundheits- und Pharmamarkt, insbesondere in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte, tätig ist. Der Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2014 wurde am 23.03.2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. In der Bilanzgliederung wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die teilweise im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit dargestellt werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Zahlen im Anhang in Tausend Euro (T €) dargestellt. In diesem Zusammenhang sind Rundungen notwendig, die naturgemäß jedoch keinen signifikanten Charakter haben. 3. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und InterpretationenIm Geschäftsjahr 2014 hat STADA die folgenden vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt für das Geschäftsjahr 2014 beachtet und, sofern relevant, angewandt, die jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA hatten:
Im Mai 2011 verabschiedete das IASB die neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen". IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsleitlinien des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" und führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Beteiligungsunternehmen ein. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und ersetzt damit IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen wird zu Gunsten einer zwingenden Anwendung der Equity-Methode abgeschafft. Im Rahmen des IFRS 12 werden Angabepflichten zu Tochtergesellschaften, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften zusammengeführt, erweitert und ersetzt. Die neuen Regelungen, die in 2012 in europäisches Recht übernommen wurden, sind in der EU für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Im Juni 2012 veröffentlichte das IASB in Bezug auf die im Mai 2011 verabschiedeten Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12), die im April 2013 in europäisches Recht übernommen wurden. Im Rahmen dieser Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die wesentliche Änderung ergibt sich hierbei aus IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Gemeinschaftsunternehmen, die bislang quotal konsolidiert wurden, sind danach beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 sowie retrospektiv im Rahmen der Anpassung der Vorjahreszahlen mittels der Equity-Methode zu bilanzieren. Die anteiligen Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften werden danach nicht mehr in die Konzernbilanz übernommen und das anteilige Ergebnis dieser Einheiten wird aggregiert in einer Linie innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, während gemäß den alten Regelungen ein Ausweis in den jeweiligen Aufwands- und Ertragspositionen vorzunehmen war. Bei der Erstanwendung der neuen Standards haben sich für STADA rückwirkend anzuwendende Änderungen in Bezug auf die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen gemäß IFRS 11 ergeben. Die bis zum Zeitpunkt ihres Statuswechsels zum Tochterunternehmen im vergangenen Geschäftsjahr als Gemeinschaftsunternehmen quotal konsolidierte Gesellschaft STADA Vietnam wurde gemäß IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 bis zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung durch STADA rückwirkend gemäß der Equity-Methode in den Konzernabschluss von STADA einbezogen. Durch die im Rahmen der Kontrollerlangung über die STADA Vietnam seit dem 4. Quartal 2013 erfolgte Konsolidierung dieses Unternehmens als Tochtergesellschaft bestanden zum 31.12.2013 keine Gemeinschaftsunternehmen mehr im Konsolidierungskreis von STADA. Somit ergeben sich für das Geschäftsjahr 2014 keine Auswirkungen aus dieser Änderung der Rechnungslegungsmethode für STADA. Im Rahmen der gemäß dem neuen Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 vorgenommenen rückwirkenden Anpassungen änderten sich die Bilanzpositionen zum 01.01.2013 zusammengefasst wie folgt: scroll
Für die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich auf Grund der rückwirkenden Anpassungen die folgenden Änderungen: scroll
STADA hat darüber hinaus eine Reihe von weiteren Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die vom IASB verabschiedet wurden, im Geschäftsjahr 2014 jedoch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht angewandt. Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen des neuen Standards zur Umsatzrealisierung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden derzeit noch geprüft. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. 4. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenÄnderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben sich - mit Ausnahme der unter Angabe 3. dargestellten geänderten Standards - im Geschäftsjahr 2014 nicht ergeben. 5. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von STADA direkt oder indirekt beherrscht und daher voll konsolidiert werden. Eine Beherrschung (Control) liegt vor, wenn die STADA Arzneimittel AG oder deren Tochterunternehmen die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen innehat, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und aufgrund der Verfügungsgewalt über bestehende Rechte die Fähigkeit besitzt, die variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen wesentlich zu beeinflussen. Die Verfügungsgewalt wird grundsätzlich durch einen Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begründet. Gemeinsame Vereinbarungen sind durch eine gemeinschaftliche Führung durch zwei oder mehrere Parteien gekennzeichnet und entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit besitzen die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden. Dagegen bestehen bei einem Gemeinschaftsunternehmen Rechte am Nettovermögen durch die beteiligten Parteien an der Gesellschaft. Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen. Durch den Statuswechsel der zuvor als Gemeinschaftsunternehmen bilanzierten Gesellschaft STADA Vietnam J.V. Co., Ltd. sowie durch die Entkonsolidierung der STADA Import/Export im Geschäftsjahr 2013 bestehen keine Gemeinschaftsunternehmen mehr im Konsolidierungskreis von STADA. Die Konsolidierung der STADA Vietnam J.V. Co., Ltd. erfolgt ungeachtet ihres Anteils am Kapital in Höhe von 50% als Tochterunternehmen aufgrund der Tatsache, dass STADA diese Gesellschaft über gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen kontrolliert. Als assoziierte Unternehmen werden Gesellschaften bezeichnet, auf die STADA maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die keine Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach der Equity-Methode. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert oder nach der Equity-Methode bewertet. Die Bilanzierung der Anteile an diesen Unternehmen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen. Bezogen auf den Gesamtumsatz bzw. die Bilanzsumme des Konzerns macht der Umsatz und bzw. oder die Bilanzsumme dieser Unternehmen kumuliert weniger als 1% aus. Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich hinsichtlich der Anzahl der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreisscroll
Änderungen im Konsolidierungskreis zum 31.12.2014 im Vergleich zum 31.12.2013 ergaben sich durch die Verschmelzung der konsolidierten Tochtergesellschaft S.A. Neocare N.V., Brüssel, Belgien, mit der ebenfalls konsolidierten Tochtergesellschaft S.A. Eurogenerics N.V., Brüssel, Belgien, im 2. Quartal 2014. Hieraus ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Im 1. Quartal 2014 erfolgte zudem planmäßig der Vertragsvollzug für den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® . Seit dem 01.03.2014 werden die Aqualor® -Produktumsätze im STADA-Konzern konsolidiert. Ebenfalls erfolgte in diesem Zusammenhang die Aufnahme der russischen STADA-Tochtergesellschaft OOO Aqualor in den Konsolidierungskreis der STADA Arzneimittel AG. Darüber hinaus erfolgte zum 01.01.2014 die Aufnahme der chinesischen Tochtergesellschaft STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd., Beijing, China, in den Konsolidierungskreis von STADA. Auch aus diesen Veränderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Zudem erfolgte im 4. Quartal 2014 durch die Akquisition der britischen Gesellschaft Internis Pharmaceuticals Ltd., London, Großbritannien, die Aufnahme dieses Unternehmens als Tochtergesellschaft in den Konsolidierungskreis von STADA. Zu den Auswirkungen aus diesem Unternehmenszusammenschluss auf den Konzernabschluss von STADA wird auf die Ausführungen unter Angabe 8. verwiesen. In der oben vorangestellten Tabelle ist unverändert zum Vorjahr die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG enthalten, die als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. STADA hält 15,86% der Anteile an diesem Unternehmen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich daher nicht direkt aus der Beteiligungshöhe, sondern ist insbesondere in Verbindung mit der teilweisen Personenidentität im Management zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und der STADA Arzneimittel AG zu sehen. Details zu den Verbindungen zwischen der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG und STADA sind in den Erläuterungen der Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen enthalten (vgl. Angabe 48.2.). Darüber hinaus sind in der oben dargestellten Tabelle wie im Vorjahr die beiden französischen Gesellschaften Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS gemäß den von STADA erworbenen Anteilen von 25,0% und 20,0% als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst. Für diese drei assoziierten Unternehmen werden die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen gemacht: scroll
Zum 31.12.2014 bestand seitens STADA unverändert eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. Wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen im STADA-Konzern bei den beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco Joint Stock Company und STADA Vietnam J.V. Co. Im Folgenden wird der Einfluss anderer Gesellschafter an diesen Tochterunternehmen zum 31.12.2014 dargestellt: scroll
Für das Vorjahr ergeben sich die folgenden Angaben: scroll
Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen für die beiden Tochterunternehmen zum 31.12.2014 bzw. für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt: scroll
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Das auf STADA entfallende Ergebnis der Pymepharco und der STADA Vietnam beinhaltet Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Rahmen der Kontrollerlangung gemäß der Partial-Goodwill-Methode bilanziert wurden. Für das Vorjahr werden zu den zusammengefassten Finanzinformationen die folgenden Angaben gemacht: scroll
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Für das Geschäftsjahr 2013 erfolgen Angaben für die Gesellschaft STADA Vietnam jeweils erst beginnend mit der im Rahmen der Kontrollerlangung über diese Gesellschaft seit dem 4. Quartal 2013 erfolgten Konsolidierung als Tochterunternehmen. Die bis zum Zeitpunkt ihres Statuswechsels zum Tochterunternehmen im vergangenen Geschäftsjahr als Gemeinschaftsunternehmen quotal konsolidierte Gesellschaft STADA Vietnam wurde gemäß IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 bis zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung durch STADA rückwirkend gemäß der Equity-Methode in den Konzernabschluss von STADA einbezogen. Im Folgenden sind die als Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen sowie alle nicht konsolidierten und sonstigen Beteiligungen aufgeführt. Direkte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG: scroll
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Thornton & Ross Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA GmbH: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Centrafarm Nederland B.V.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Centrafarm Nederland B.V. und über die Quatropharma Holding B.V.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd. und über die Well Light Investment Services JSC: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Pymepharco JSC bzw. indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., über die Well Light Investment Services JSC und über die Pymepharco JSC: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Clonmel Healthcare Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd., über die Clonmel Healthcare Ltd. und über die Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd.: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die AO Nizhpharm: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Ciclum Farma, Unipessoal, LDA: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über Laboratorio STADA, S.L.: scroll
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Befindet sich im Liquidationsprozess. Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Hemofarm A.D scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Hemofarm A.D. und über die Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen: scroll
Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Pegach AG: scroll
Bei den Gesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, STADA GmbH, STADA Medical GmbH, STADA CEE GmbH, STADApharm GmbH, STADAvita GmbH, STADA Pharma International GmbH und Mobilat Produktions GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
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Befindet sich im Liquidationsprozess. 6. Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten UnternehmenUnternehmenszusammenschlüsse sind gemäß IFRS nach der Erwerbsmethode abzubilden. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei - unabhängig von der Beteiligungshöhe - zum Erwerbszeitpunkt in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Übersteigen die Anschaffungskosten des erworbenen Tochterunternehmens das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts, bilanziert STADA in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags einen Geschäfts- oder Firmenwert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird - nach kritischer Prüfung der der Kaufpreisallokation zu Grunde liegenden Prämissen - in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird darüber hinaus eine erfolgswirksame Neubewertung der zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung bereits gehaltenen Altanteile vorgenommen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils am Reinvermögen des Tochterunternehmens ausgewiesen. Der Erwerb zusätzlicher Anteile aus einer bereits beherrschenden Stellung an einem Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 10 ergebnisneutral, da es sich um eine Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern handelt. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt und bis zum Ende der Beherrschungsmöglichkeit durch das Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, konzerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst. Soweit diese Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden führen, werden latente Steuern erfasst. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zum Zeitpunkt der Begründung der gemeinschaftlichen Führung (Gemeinschaftsunternehmen) bzw. der Entstehung des maßgeblichen Einflusses (assoziiertes Unternehmen) mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und ab diesem Zeitpunkt um die anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres fortgeschrieben. Ein im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelter positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen erfasst. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird als Ertrag in der Periode des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nur entsprechend dem Anteil der anderen Gesellschafter im Konzernabschluss erfasst. Sofern sich aus der Anwendung des IAS 39 Anzeichen für eine Wertminderung des aus der Equity-Methode resultierenden Buchwerts ergeben, wird dessen Werthaltigkeit geprüft und ggf. ein Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Anteile. 7. WährungsumrechnungDie funktionale Währung der STADA Arzneimittel AG lautet auf Euro und entspricht der Berichtswährung des Konzerns. In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungstransaktionen mit dem im Zeitpunkt der Transaktion gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als Kursgewinne bzw. Kursverluste ergebniswirksam erfasst. Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro in die funktionale Währung des Konzerns erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu Stichtagskursen umgerechnet, während für die Umrechnung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals die historischen Kurse der jeweiligen Zugangszeitpunkte aus Konzernsicht verwendet werden. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - und damit auch die daraus resultierende Umrechnung der in das Eigenkapital eingehenden Jahresergebnisse - erfolgt zu Durchschnittskursen der Periode. Die aus der Anwendung der unterschiedlichen Wechselkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der "Rücklage Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden. Die Entwicklung der Wechselkurse der für STADA wichtigen Landeswährungen zum Euro ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
8. UnternehmenszusammenschlüsseIm Geschäftsjahr 2014 waren die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, deren Kaufpreisaufteilungen im Folgenden näher erläutert werden. Im 2. Quartal 2014 erwarb STADA von der LaCorium-Gruppe die Produktions- und Vertriebsrechte für das Markenprodukt-Portfolio Flexitol® inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 16.06.2014. Der Kaufpreis für die Akquisition der Produktions- und Vertriebsrechte inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen betrug insgesamt 8,3 Mio. GBP (ca. 10,3 Mio. €) inklusive eines Lagerwertausgleichs in Höhe von 1,7 Mio. GBP (ca. 2,2 Mio. €) und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Das akquirierte Produkt-Portfolio umfasst 15 verschreibungsfreie (OTC) und verschreibungsfähige (OTX) Produkte im Hand- und Fußpflegebereich. Im Rahmen der Kaufpreisallokation geht aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von ca. 1 € hervor, der sich wie folgt ergibt: scroll
Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Die in der Marktregion Zentraleuropa mit dem Markenprodukt-Portfolio Flexitol® seit dem Erwerbszeitpunkt erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2014 rund 2 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,3 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf rund 1 Mio. €. Hätte STADA das Markenprodukt-Portfolio Flexitol® bereits zum 01.01.2014 erworben, wären im Geschäftsjahr 2014 bei linearer Hochrechnung ein Umsatz von rund 4 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,6 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 2 Mio. € erzielt worden. Ein weiterer wesentlicher Unternehmenszusammenschluss ergab sich im Rahmen der Akquisition der britischen Gesellschaft Internis Pharmaceuticals Limited, London, Großbritannien, die im verschreibungsfähigen Bereich der therapeutischen Behandlung von Vitamin-D3-Mangel tätig ist. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 19.12.2014. Der Kaufpreis für die Akquisition beläuft sich auf maximal 49,0 Mio. GBP (nach dem Wechselkurs zum Erwerbszeitpunkt ca. 62,3 Mio. €) und wird bzw. wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Darin enthalten sind bestimmte bedingte Kaufpreisbestandteile. Die bedingten Kaufpreisbestandteile belaufen sich in Summe auf 20,0 Mio. GBP und teilen sich hälftig auf zwei Kaufpreisbedingungen auf. Bei der ersten Kaufpreisbedingung handelt es sich um die Erlangung einer arzneimittelrechtlichen Zulassung. Der finale Kaufpreis bestimmt sich dabei anhand des Zeitpunkts der Zulassungserreichung. In Abhängigkeit bestimmter Veränderungen von Wettbewerbsparametern bzw. von festgelegten Umsatzzielen bestimmt sich der finale Kaufpreis für den zweiten bedingten Kaufpreisbestandteil. Der zum Erwerbszeitpunkt erfasste Betrag für die bedingte Gegenleistung beläuft sich auf 20,0 Mio. GBP. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die arzneimittelrechtliche Zulassung zu einem sehr frühen Zeitpunkt erlangt wird und sich hierdurch die Wettbewerbsparameter zu diesem Zeitpunkt nicht verändert haben werden. Für die bedingten Kaufpreisbestandteile wird eine Bandbreite von 0 bis 20,0 Mio. GBP angenommen, wobei eine Abweichung von 20,0 Mio. GBP als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 39,0 Mio. GBP bereits gezahlt. Die gesamte Kaufpreisallokation für diesen Unternehmenszusammenschluss ist auf Grund der zeitlichen Nähe der Akquisition zum Bilanzstichtag noch als vorläufig anzusehen. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation geht aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von ca. 8,9 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergibt: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz in der Marktregion Zentraleuropa, der Übernahme einer hoch qualifizierten Belegschaft sowie einem möglichen Ausbau der Vertriebsaktivitäten in der Marktregion Zentraleuropa. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden vorläufig beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Die in der Marktregion Zentraleuropa mit der Gesellschaft Internis seit dem Erwerbszeitpunkt erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2014 rund 0,4 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,0 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf rund 0,1 Mio. €. Hätte STADA die Gesellschaft bereits zum 01.01.2014 erworben, wären im Geschäftsjahr 2014 bei linearer Hochrechnung ein Umsatz von rund 13 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 2 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 5 Mio. € erzielt worden. 9. RechnungslegungsmethodenDer Konzernabschluss von STADA basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Grundlage hierfür bilden die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die im Folgenden näher erläutert werden. Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Lieferung erfolgt bzw. die Dienstleistung erbracht ist. Voraussetzung hierfür ist, dass mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein quantifizierbarer wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und dass die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum auf den Käufer übertragen wurden. Darüber hinaus müssen die eigenen angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Die Umsatzerlöse werden vor Steuern und nach Abzug von Erlösschmälerungen (Rabatten oder Skonti) zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung werden auf Basis von geschätzten Beträgen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen hinsichtlich Inanspruchnahmen in der Vergangenheit, wobei der geschätzte Aufwand aus der Rückstellungsbildung prozentual zum Umsatz ermittelt wird. Rabatte an Krankenkassen werden auf Grundlage des jeweils geltenden Vertrags ebenfalls umsatzmindernd erfasst. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen werden in der Regel in derselben Periode bilanziert. Aufwendungen zur Bildung von Abgrenzungen für künftige Erlösschmälerungen werden daher in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt ist. Herstellungskosten beinhalten die Kosten der umgesetzten Produkte sowie die Einstandskosten der verkauften oder kostenlos abgegebenen Handelswaren. Die Erfassung des Aufwands erfolgt dabei in der Periode, in der die zugehörigen Erträge realisiert werden. Des Weiteren beinhalten die Herstellungskosten die den Handelswaren direkt zurechenbaren Kosten (z.B. Material- und Personalaufwand), Gemeinkosten (z.B. Abschreibungen auf Produktionsanlagen und arzneimittelrechtliche Zulassungen und Lizenzen) sowie Wertberichtigungen von Überbeständen bzw. nicht mehr gängigen Vorräten. Forschungskosten sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Forschungstätigkeit eines Unternehmens stehen, die darauf zielt, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu liefern. STADA konzentriert das Produkt-Portfolio des Konzerns unverändert auf Produkte, die ohne eigene Forschung zugänglich sind. Im Geschäftsjahr 2014 fielen somit wie in den Vorjahren keine Forschungskosten an. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse zunächst technisch im Rahmen der Produktion und der Produktionsverfahren und schließlich kommerziell umzusetzen. In der Regel besteht das Ziel eines Entwicklungsprozesses bei STADA in der Erlangung einer nationalen bzw. multinationalen arzneimittelrechtlichen Zulassung. Entwicklungskosten neuer selbst geschaffener arzneimittelrechtlicher Zulassungen führen dann zu der Aktivierung als immaterieller Vermögenswert, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind. Darunter fallen auch Aufwendungen zur technischen und regulativen Pflege der vermarkteten Produkte. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Komponente der finanziellen Erträge ausgewiesen. Dabei werden Zinserträge ebenso wie Zinsaufwendungen bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten auf Basis des Effektivzinssatzes erfasst. Von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erhaltene Dividenden werden innerhalb des Beteiligungsergebnisses ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung. Die Ertragsteuern beinhalten die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern. Die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten umfassen Ansprüche bzw. Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern aus dem Geschäftsjahr 2014 sowie ggf. aus Vorjahren. Die Berechnung der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze der Länder, in denen das zu versteuernde Einkommen erwirtschaftet wird. Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn entsteht, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet. STADA ermittelt die Iatenten Steuern auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze. Eine Saldierung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten wird vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Der Ausweis des Steueraufwands der Periode erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern nicht die Wertänderungen betroffen sind, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. Sofern sich Änderungen des Steuersatzes mit Auswirkungen auf die latenten Steuern ergeben, werden die daraus resultierenden Effekte in der Periode ihres Entstehens erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen ("impairment-only approach"). Hierfür erfolgt eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu unterhalb der Segmentebene auf Marktregionen aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash-generating units"), wobei eine "cash-generating unit" für Zwecke des Impairmenttests der Geschäfts- oder Firmenwerte damit jeweils einer Marktregion innerhalb der drei operativen Segmente des STADA-Konzerns entspricht. STADA nimmt für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests eine Prüfung auf Wertminderung vor. Darüber hinaus werden zusätzlich Überprüfungen durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit umfasst dabei die Buchwerte aller der Bewertungseinheit zugerechneten Vermögenswerte und Schulden einschließlich des zu testenden Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert, ergibt sich daraus eine Wertminderung. Dabei ist der erzielbare Betrag grundsätzlich der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, sofern ermittelbar, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Zu den wesentlichen Annahmen, die zur Ermittlung des Nutzungswerts herangezogen werden, gehörenAnnahmen bezüglich Umsatzentwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen, Investitionen, Diskontierungszinssatz, Währungsrelationen sowie Wachstumsrate. Diese Annahmen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten individuell getroffen und basieren teilweise auf intern ermittelten Annahmen, die sowohl vergangene Erfahrungen widerspiegeln als auch externe Marktdaten mit einbeziehen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. sich in dem beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. Bei arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Markenzeichen, Lizenzen, Dossiers mit Daten für arzneimittelrechtliche Zulassungen bzw. zur Vorbereitung von arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Software, Konzessionen, Schutzrechten und dazu ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei und 30 Jahren. Soweit zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Vermögenswerte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts neu ermittelt und Wertminderungen entsprechend der Differenz zum Buchwert erfasst. Beim Wegfall der Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben. Im Rahmen von jährlichen Werthaltigkeitstests und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag dieser Vermögenswerte mit deren Buchwert verglichen und, sofern erforderlich, eine Wertminderung erfasst. Hierzu wird der beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Verkaufskosten mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Bei STADA betrifft dies die im Zuge der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm sowie die im Zuge der Kontrollerlangung über die Pymepharco aktivierte Dachmarke Pymepharco. Auch immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden grundsätzlich jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgt in jeder Berichtsperiode eine Prüfung, ob die Gründe für den Ansatz einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin bestehen. Die Aktivierung von internen Entwicklungskosten erfolgt entsprechend den Kriterien des IAS 38. Dabei umfassen die aktivierten Entwicklungskosten im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen und die unmittelbar zuzuordnenden Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. Wertminderungen zuzüglich Zuschreibungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert zur Verfügung steht und sich demnach in betriebsbereitem Zustand befindet. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert. Die Aktivierung setzt voraus, dass zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss stattfindet und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 50 Jahre, bei technischen Anlagen acht bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 14 Jahre. Der Komponentenansatz, nach dem jeder wesentliche Bestandteil einer Sachanlage bei unterschiedlichen Nutzungsdauern getrennt abgeschrieben werden muss, kommt bei STADA mangels Relevanz nicht zur Anwendung. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei Anschaffungen in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung beeinflussen nachträgliche Kursänderungen nicht den Bilanzansatz zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen liegen vor, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts geringer ist als dessen Buchwert. STADA prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte hierfür vorliegen. Ist dies der Fall, z.B. bei Überschreitung definierter kritischer Werte, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Als erzielbarer Betrag wird der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert definiert, wobei der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dabei werden die zukünftigen Cashflows der immateriellen Vermögenswerte mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert, der individuell für die verschiedenen Marktregionen anhand spezifischer Parameter ermittelt wird. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Position "Andere Aufwendungen" ausgewiesen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird im STADA-Konzern in der Regel der einzelne Vermögenswert innerhalb der berichtspflichtigen Segmente Markenprodukte, Generika und Handelsgeschäft definiert. Soweit die Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Ausweis der Erträge aus Zuschreibungen erfolgt unter der Position "Sonstige Erträge". Leasingverhältnisse werden abhängig vom Verbleib der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber oder beim Leasingnehmer als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Beim Operating-Leasing erfolgt kein Ansatz des Leasinggegenstands in der Bilanz des Leasingnehmers. STADA erfasst die hierfür geleisteten Leasingzahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zum Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer oder kürzeren Vertragslaufzeit abgeschrieben. Als Leasingverbindlichkeit wird ein Betrag passiviert, der im Zugangszeitpunkt dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht und der in den Folgeperioden effektivzinskonstant getilgt und fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus wird bei Sale-and-leaseback-Geschäften, die ein Finanzierungsleasing darstellen, der Überschuss des Verkaufserlöses über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Gesamtwert der aktivierten Leasinggegenstände ist, gemessen an der Summe des gesamten Anlagevermögens, für STADA von untergeordneter Bedeutung. In den Finanzanlagen weist STADA Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Beteiligungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere aus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen werden dabei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt für die Bewertung dieser Anteile verfügbar sind und der beizulegende Zeitwert daher nicht verlässlich bestimmt werden kann, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beim Vorliegen von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden diese im Rahmen eines Werthaltigkeitstests gemäß IAS 39 quantifiziert und ergebniswirksam erfasst. Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich im Prozess der Herstellung für einen Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse und Waren) und die im Rahmen der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, sondern in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Als Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Vertrieb definiert. Finanzielle Vermögenswerte können gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Kredite und Forderungen ("loans and receivables"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("at fair value through profit or loss"), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available-for-sale") und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ("held-to-maturity"). Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IAS 39 vorgenommen. Danach erfolgt der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Zusätzlich sind bei den in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Für die Folgebewertung gelten unterschiedliche Bewertungsregeln entsprechend den jeweiligen Kategorien finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, für die keine Notierung auf einem aktiven Markt besteht. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet, soweit sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind. STADA weist Kredite und Forderungen unter den Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" aus. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte weist STADA Forderungen aus Derivaten aus, die ggf. auch in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Vermögenswerte dieser Kategorie werden unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sofern die Vermögenswerte nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wird die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand von geeigneten Bewertungsmodellen vorgenommen. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung ergebniswirksam erfasst. In den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen werden nicht derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit erfasst, die STADA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. STADA weist diese Vermögenswerte in den Finanzanlagen unter dem Posten "Sonstige Finanzanlagen" aus. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht derivative Vermögenswerte, die keiner der zuvor aufgeführten Kategorien zugeordnet wurden. Insbesondere umfassen diese neben den in den Finanzanlagen enthaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen Eigenkapitaltitel in Form von Aktien, die unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" erfasst werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgsneutral in der Rücklage available-for-sale im Eigenkapital ausgewiesen werden. Eine ergebniswirksame Umgliederung dieser Bewertungsergebnisse wird bei Verkauf vorgenommen oder wenn eine Wertberichtigung der Vermögenswerte erfolgt. Hierfür müssen objektive Hinweise auf einen wesentlichen oder anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten vorliegen. In der Regel kann bezüglich des beizulegenden Zeitwerts auf notierte Marktpreise zurückgegriffen werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden in Form von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen für konkrete Ausfälle und erwartete Ausfallrisiken, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren, vorgenommen. Zur Quantifizierung der erwarteten Ausfallrisiken ermittelt STADA die erwarteten künftigen Cashflows der Forderungen, die nach den jeweiligen Debitoren gruppiert werden. Hierfür werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungswerte in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen berücksichtigt. Zusätzlich ist für verschiedene Konzerngesellschaften eine Warenkreditversicherung zu berücksichtigen, die im Fall eines Zahlungsausfalls einen Teil des Verlusts abdeckt. Der so ermittelte Wertminderungsbedarf verringert den Buchwert der Vermögenswerte durch den Ansatz eines Wertminderungskontos. Der Verlust wird ergebniswirksam unter dem Posten "Andere Aufwendungen" erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf bereits ausgebuchte Forderungen werden saldiert mit den Aufwendungen dargestellt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft statt durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll und der Verkauf als höchst wahrscheinlich gilt. Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt ausgewiesen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bilden den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7. Sonstige Vermögenswerte, denen keine vertraglichen Ansprüche zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten Andere Vermögenswerte ausgewiesen. STADA unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungssysteme ("Defined Benefit Plans"), nach denen der Betrag an Pensionsleistungen von der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Beschäftigten und ihrer Dienstzeiten abhängig ist oder die Garantien enthalten, welche die Bilanzierung als Beitragsplan ("Defined Contribution Plan") nicht gestatten. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method"). Die in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens angepasst um den Effekt auf Grund einer Begrenzung des Vermögenswerts. Hierfür werden neben erdienten Renten und Anwartschaften auch künftige Gehalts- und Rentensteigerungen in die Berechnung einbezogen. Für die deutschen Konzernunternehmen werden die Pensionsverpflichtungen auf Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck-Richttafel 2005G bewertet. Im Ausland kommen landesspezifische Sterbetafeln zur Anwendung. Die künftigen Pensionsleistungen hängen von den individuellen Versorgungszusagen ab. Der Rechnungszins basiert auf Renditen für qualitativ hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag. Existiert in einem Land kein liquider Markt für solche Unternehmensanleihen, wird der Rechnungszins auf Basis von Marktrenditen für Staatsanleihen ermittelt. Der Standard IAS 19 erlaubt ausschließlich die erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese gliedern sich in Gewinne und Verluste auf Grund von Änderungen von demographischen Annahmen, auf Grund von Änderungen von finanziellen Annahmen sowie auf Grund von erfahrungsbedingten Änderungen. Sie werden in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im Eigenkapital ("Other Comprehensive Income", OCI) erfasst. Die entsprechenden Beträge sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Für den erfolgswirksamen Teil des Zinsertrags aus dem Planvermögen sieht der Standard IAS 19 vor, dass zu dessen Berechnung der bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegende Rechnungszins angewendet wird. Der restliche Teil des tatsächlichen Ertrags des Planvermögens ist erfolgsneutral im OCI zu erfassen. Der laufende Dienstzeitaufwand wird in den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche erfasst. Der im Geschäftsjahr angefallene nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird in voller Höhe erfolgswirksam gebucht. Darüber hinaus gewähren verschiedene Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitern Beitragspläne ("Defined Contribution Plans"). Hierbei entrichten die Konzerngesellschaften auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis festgelegte Beiträge an eigenständige Versorgungsträger, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Die in die jeweiligen Pläne zu zahlenden Beiträge sind als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen erfasst. Die anderen langfristigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Zusagen auf Jubiläumsleistungen werden nach den Grundsätzen des Standards IAS 19 als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bilanziert. Eine erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten erfolgt im Gegensatz zu den Pensionsrückstellungen nicht. Etwaige derartige Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst und als Ertrag oder Aufwand in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen. Des Weiteren existiert ein Zeitwertkontenplan, dessen Bilanzierung auf die gleiche Weise erfolgt wie bei den Zusagen auf Jubiläumsleistungen. Sonstige Rückstellungen werden von STADA gebildet, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, der verlässlich ermittelt werden kann. Ein Vermögensabfluss gilt als wahrscheinlich, wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu einem Betrag, der unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Ausgaben darstellt. Ggf. bestehende Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten zugeordnet. Sofern sich auf Grund geänderter Schätzungen ein reduzierter Verpflichtungsumfang ergibt, werden die sonstigen Rückstellungen anteilig aufgelöst und erfolgswirksam in dem Posten erfasst, in dem der ursprüngliche Aufwand gebucht wurde. STADA weist alle sonstigen Rückstellungen als kurzfristige Verbindlichkeiten aus, da mit einem voraussichtlichen Erfüllungstag innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag gerechnet wird. Eine Abzinsung der passivierten Beträge wird daher nicht vorgenommen. Verpflichtungen aus ausstehenden Kostenrechnungen, gegenüber Personal und Steuerbehörden sowie sonstige Verpflichtungen werden nicht als Rückstellung, sondern unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In Abgrenzung zu den Rückstellungen bestehen Eventualverbindlichkeiten bei möglichen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch erst durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer Ereignisse in der Zukunft manifest werden, die nicht unter der Kontrolle von STADA stehen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten auch bei gegenwärtigen Verpflichtungen, bei denen der damit verbundene Ressourcenabfluss jedoch nicht als wahrscheinlich angesehen wird bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend geschätzt werden kann. Gemäß IAS 37 erfolgt kein Ansatz solcher Eventualverbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Für in der Folge weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden Transaktionskosten in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Dies betrifft die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und gemäß IAS 39 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit or loss") zugeordnet werden. STADA weist diese Verbindlichkeiten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" aus. Hierin sind auch die derivativen Finanzinstrumente enthalten, die zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken dienen und gemäß den Vorschriften des IAS 39 zum Hedge-Accounting ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Sofern keine Marktpreise vorliegen, kommen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle auf Basis von Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung. Derivative Finanzinstrumente liegen bei STADA im Rahmen von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten sowie im Rahmen von derivativen Sicherungsinstrumenten vor. Der Ausweis erfolgt in beiden Fällen, abhängig von einem positiven bzw. negativen Marktwert der Derivate, unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (vgl. Rechnungslegungsmethoden zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten). Als derivative Sicherungsinstrumente können grundsätzlich Cashflow-Hedges, Fair-Value-Hedges und Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit im Rahmen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 bilanziert werden. Bei STADA dienen Cashflow-Hedges der Absicherung gegen Schwankungen von Zahlungsströmen aus bilanzierten Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente werden in Höhe des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen von Fair-Value-Hedges wird das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts von bilanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bzw. festen außerbilanziellen Verpflichtungen abgesichert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Sicherungsgeschäfte werden wie auch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern die Voraussetzungen für das Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind, erfolgt die Anpassung des Buchwerts der vormals gesicherten Grundgeschäfte über deren Restlaufzeit. Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit ("hedge of a net investment in a foreign operation") werden nach den gleichen Bewertungsmethoden wie für Cashflow-Hedges behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen als Voraussetzung für eine Bilanzierung im Rahmen von Hedge-Accounting gemäß IAS 39 wird von STADA regelmäßig überprüft. Eine Sicherungsbeziehung gilt grundsätzlich als effektiv, wenn Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten, bewertet STADA zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, hat STADA bislang keinen Gebrauch gemacht. Sonstige Verbindlichkeiten, denen keine vertraglichen Verpflichtungen zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten "Andere Verbindlichkeiten" ausgewiesen. 10. Schätzungen, Annahmen und Ermessen bei der Anwendung von RechnungslegungsgrundsätzenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft STADA Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Im Folgenden sind die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sowie die zugehörigen Annahmen für die betroffenen Bilanzierungssachverhalte aufgeführt. Im Rahmen von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben ergibt sich der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem gemäß IFRS 3 bewerteten erworbenen Nettovermögen und der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Anteile und des für nicht beherrschende Gesellschafter angesetzten Betrags. Hierbei kommen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, die im Wesentlichen auf Einschätzungen und Annahmen beruhen. STADA führt mindestens jährlich einen Werthaltigkeitstest für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Hierfür sind die abgezinsten zukünftigen Cashflows der unterhalb der Segmentebene zu Marktregionen aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln, die auf bestimmten Annahmen basieren. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren auf Basis genehmigter Budgets. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die auf Grund nicht absehbarer zukünftiger rechtlicher Entwicklungen und Entwicklungen im Gesundheitsmarkt mit einer gewissen Unsicherheit behafteten Budgetwerte für zukünftige Geschäftsjahre sowie die weiteren im Rahmen von aktuellen Marktinformationen, aber auch als bestmögliche Schätzung ermittelten Parameter bedingen, dass die Einschätzung der Werthaltigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen und in Folgejahren trotz guter Prognosen im Berichtsjahr ein Wertminderungsbedarf gegeben sein kann. Bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten werden jeweils die erwartete Nutzungsdauer und der damit verbundene Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen und Beurteilungen des Managements bestimmt. Wenn die tatsächliche Nutzungsdauer unter der erwarteten Nutzungsdauer liegt, wird die Höhe der Abschreibung entsprechend angepasst. Im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen des Anlagevermögens werden ferner Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderungen vorgenommen. Insbesondere im Rahmen des Werthaltigkeitstests für noch nicht genutzte Zulassungen, die als geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden, unterliegen die für den Barwerttest herangezogenen Wachstumsraten sowie die langfristige Preis- und Kostenentwicklung der Wirkstoffe bestmöglichen Schätzungen. Dies gilt entsprechend für die Prüfung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer. Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt auf Basis der Einschätzung, ob die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Dabei sind für die Bestimmung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens Planrechnungen notwendig, die naturgemäß Schätzungen unterliegen und daher von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Zukunft ggf. abweichen können. STADA bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwartete Verluste im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu antizipieren. Hierbei werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und historische Erfahrungen bezüglich Forderungsausfällen sowie die Bonität der Kunden als Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen herangezogen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die tatsächlichen Ausbuchungen die erwarteten Wertberichtigungen auf Grund einer signifikanten Verschlechterung der Finanzlage des Kunden übersteigen. Ermessensentscheidungen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen betreffen dabei insbesondere wertgeminderte Forderungen gegenüber Schuldnern in CEE-Ländern. STADA ist in verschiedenen Ländern tätig und in jeder Steuerjurisdiktion jeweils zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Für die Berechnung der Ertragsteuerrückstellungen sowie der latenten Steuern im Konzern sind auf der Basis von Annahmen jeweils die erwartete Ertragsteuer sowie die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten nach IFRS und ihrer steuerrechtlichen Bilanzierung zu ermitteln. Sofern sich in der endgültigen Besteuerung Abweichungen von den angenommenen Werten ergeben, wirkt sich dies entsprechend auf die tatsächlichen und latenten Steuern und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der jeweiligen Periode aus. Darüber hinaus kommt im STADA-Konzern einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung von konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer und sonstiger Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise auf aktiven Märkten vorliegen, kommen Bewertungsmodelle auf Basis von am Markt beobachtbaren Inputparametern zur Anwendung. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über so genannte "Forward Rates" ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen von leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt. Diesen Verfahren liegen Annahmen u.a. bezüglich des Rechnungszinssatzes, der Lebenserwartung sowie künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen zu Grunde. Änderungen dieser Annahmen können die künftige Höhe des Pensionsaufwands wesentlich beeinflussen. Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. STADA bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie STADA die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Zudem ist die Ermittlung der Rückstellungen für Schadensersatz mit erheblichen Schätzungen verbunden, die sich auf Grund einer neuen Informationslage ändern können. Gleiches gilt für den Ausweis der Höhe von Eventualschulden. In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgsmindernd berücksichtigt. Hierbei werden geschätzte Werte angesetzt, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen. Dies bedingt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Gewährleistungen von der Schätzung abweichen können und die Umsatzerlöse dementsprechend höher oder niedriger ausfallen würden. Gleiches gilt für die umsatzmindernde Berücksichtigung von gesetzlich vorgeschriebenen und durch sonstige regulatorische Anforderungen bedingten Rabatten (z.B. Krankenkassenrabatte), die auf Basis des jeweils zu Grunde liegenden Vertrags mit einem geschätzten Betrag in Erwartung eines voraussichtlichen Umsatzes erfasst werden. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung11. UmsatzerlöseUmsätze resultieren bei STADA im Wesentlichen aus Produktlieferungen. Zur Erfassung der Umsatzerlöse wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Der Anstieg der Umsatzerlöse in 2014 gegenüber 2013 resultierte im Wesentlichen aufgrund einer guten Umsatzentwicklung in den beiden Marktregionen Zentraleuropa und Asien & Pazifik. Diese Entwicklung war maßgeblich durch den Erwerb des britischen OTC Anbieters Thornton & Ross sowie aus den Konsolidierungen der vietnamesischen STADA Vietnam und der chinesischen STADA Pharmaceuticals (Beijing) geprägt. Wechselkursbedingte Effekte und Portfolioveränderungen beeinflussten die Umsätze im Berichtsjahr insgesamt mit 47,3 Mio. €. Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente und Marktregionen wird auf die Segmentberichterstattung unter Angabe 43. verwiesen. 12. HerstellungskostenDie Herstellungskosten untergliedern sich in folgende Sachverhalte: scroll
Die Abschreibungen in Höhe von 100,8 Mio. € (Vorjahr1) : 86,3 Mio. €) enthalten im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf solche immateriellen Vermögenswerte, deren Besitz eine notwendige Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte darstellt -insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen. Die Aufwendungen aus Bestandsabwertungen umfassen Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert von Vorräten saldiert mit Wertaufholungen. Die Wertaufholungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 9,3 Mio. € (Vorjahr1) : 7,3 Mio. €). 13. VertriebskostenDie Vertriebskosten beinhalten neben den Kosten für die Vertriebsabteilungen und den Außendienst auch die Kosten für Werbung und Marketingmaßnahmen einschließlich Ärztemustern. Ebenfalls enthalten sind alle Logistikkosten, die für fertiggestellte Endprodukte anfallen. Nicht enthalten sind Rabatte, die - soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einem nationalen Markt möglich ist - in Form kostenloser Verkaufspackungen gewährt werden, so genannte Naturalrabatte. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Teil der Herstellungskosten ausgewiesen. Im Berichtsjahr entsprachen Marketingaufwendungen in Höhe von 186,4 Mio. € (Vorjahr1) : 196,6 Mio. €) einem Anteil von 41% an den Vertriebskosten (Vorjahr1) : 40%). Ferner enthielten die Vertriebskosten Abschreibungen in Höhe von 7,4 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €). 14. Allgemeine VerwaltungskostenIn den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit diese nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind. Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalteten in 2014 Abschreibungen in Höhe von 10,2 Mio. € (Vorjahr1) : 10,6 Mio. €). Insgesamt reduzierten sich die allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr um 6,7 Mio. €. Der Rückgang resultierte aus einem saldierten Ertrag in Höhe von 15,9 Mio. €, im Wesentlichen aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, im Zusammenhang mit einer Planänderung des leistungsorientierten Versorgungsplans für den Vorstandsvorsitzenden und den sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen. 15. Forschungs- und EntwicklungskostenZur Zusammensetzung der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. € zu. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten Abschreibungen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr1) : 2,6 Mio. €). Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 27,5 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €) aktiviert (vgl. Erläuterungen zum Posten "Immaterielle Vermögenswerte"). 16. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge untergliedern sich in die folgenden Sachverhalte: scroll
Die Erträge im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen resultierten im Vorjahr aus den Kontrollerlangungen über die vietnamesischen Pharmaunternehmen Pymepharco und STADA Vietnam und den damit verbundenen Kaufpreisaufteilungen einschließlich Effekten aus der Auflösung der jeweiligen Währungsumrechnungsrücklagen. Des Weiteren ergab sich im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisaufteilung für diesen Unternehmenszusammenschluss. Derartige Erträge waren im Geschäftsjahr 2014 nicht zu verzeichnen. Die übrigen sonstigen Erträge beinhalten u.a. Erträge aus erhaltenen Schadensersatzleistungen sowie andere nicht den Funktionskosten unmittelbar zurechenbare Erträge, die sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammensetzen. 17. Andere AufwendungenDie Aufteilung der anderen Aufwendungen ergibt sich wie folgt: scroll
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen wurden saldiert mit den korrespondierenden Erträgen aus deren Auflösung ausgewiesen. In den anderen Aufwendungen sind Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 47,7 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr auch Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte, welche die Marktregionen CIS / Osteuropa sowie Asien / Pazifik & MENA betreffen, erfasst. Diese wurden von STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2014 betrachtet. Darüber hinaus enthielt diese Position im Berichtsjahr saldierte Kursaufwendungen in Höhe von 29,4 Mio. € (Vorjahr1) : 16,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf der starken Abwertung der wesentlichen Währungen der Marktregion CIS / Osteuropa und den daraus resultierenden, als einmalige Sondereffekte ausgewiesenen Kursaufwendungen. Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €) ausgewiesen. 18. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future"Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Projekt "STADA - build the future", welche seit dem Geschäftsjahr 2010 als Sondereffekte sowie gesondert in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen wurden, beliefen sich im Vorjahr auf 9,1 Mio. € und betrafen im Wesentlichen die Belastungen für externe Beratungsleistungen, zugehörige Nachfolgeprojekte sowie außerplanmäßige Personalaufwendungen im Rahmen dieses Projekts. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich im Zusammenhang mit dem gegen Ende des Geschäftsjahres 2013 erfolgreich abgeschlossenen "STADA - build the future"-Projekt keine Aufwendungen mehr. 19. FinanzergebnisDas Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen betrifft im Geschäftsjahr 2014 die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS. Im Vorjahr betraf dies - im Rahmen der gemäß dem neuen Standard IFRS 11 vorgenommenen rückwirkenden Anpassungen - außerdem noch das vietnamesische Unternehmen STADA Vietnam, welches seit dem 4. Quartal 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. Im Beteiligungsergebnis werden hauptsächlich Gewinnausschüttungen von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Die finanziellen Erträge und finanziellen Aufwendungen setzen sich aus dem Zinsergebnis und den sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen zusammen. Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt: scroll
Darüber hinaus ist im Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2014 ein Nettozinsaufwand aus sonstigen langfristigen Rückstellungen, der die Zinserträge aus Planvermögen sowie Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und anderen langfristigen Rückstellungen umfasst, in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2014 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,9% p.a. und 12,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,8% p.a. und 13,8% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2014 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 3,3% p.a. (Vorjahr: ca. 3,5% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 4,6% p.a. (Vorjahr: ca. 2,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,7% p.a. (Vorjahr: ca. 3,3% p.a.). Zinszahlungen, die aus den von STADA teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps resultieren, werden für jeden Swapkontrakt unsaldiert als Zinsertrag oder -aufwand in der Bewertungskategorie des dazugehörigen Grundgeschäfts erfasst. Für den Berichtszeitraum betrifft dies ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögensgegenständen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Hierfür wurde ein Finanzierungskostensatz von 3,1% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 3,6%) zu Grunde gelegt. Die sonstigen finanziellen Erträge und sonstigen finanziellen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Das Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten resultierte im Berichtszeitraum aus den als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Zinsswaps bzw. Zins- / Währungsswaps. Es ergab sich eine saldierte Ertragsentlastung in Höhe von 3,6 Mio. € vor bzw. 3,6 Mio. € nach Steuern. Im Vorjahr ergab sich eine saldierte Ertragsentlastung aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 3,4 Mio. € vor bzw. 2,5 Mio. € nach Steuern. Die Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte ist dabei abhängig von der Kapitalmarktzinsentwicklung. 20. ErtragsteuernDie tatsächlichen Ertragsteuern in der Gewinn- und Verlustrechnung entfallen wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Steuern sind, sofern sie den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung oder Forschung und Entwicklung nicht sinnvoll zugeordnet werden konnten, in den anderen Aufwendungen enthalten. Die tatsächlichen Ertragsteuern untergliedern sich gemäß ihrem zeitlichen Bezug wie folgt: scroll
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Ertragsteuersatz belief sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 43,8%. Im Vorjahr betrug der Ertragsteuersatz 35,1%1) . Die nachfolgende Übersicht erläutert die Ermittlung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwands als Ableitung von dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des gewichteten erwarteten Konzerndurchschnittssteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern und berücksichtigt für alle in- und ausländischen Gesellschaften die jeweils anzuwendenden landes- und rechtsformabhängigen Steuersätze. scroll
Die Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Wertminderungen auf Beteiligungen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren dabei im Wesentlichen aus der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in der Marktregion CIS / Osteuropa bzw. der Marktregion Asien / Pazifik & MENA. Die steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen resultieren insbesondere aus dem steuerlich beschränkten Betriebsausgabenabzug für Aufwendungen im Zusammenhang mit Beteiligungen. Die in der Bilanz erfassten tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen und Verlustvorträgen: scroll
Die bei STADA ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten u.a. aus latenten Steuern im Zusammenhang mit durchgeführten Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3. Die Erhöhung der passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition der britischen Gesellschaft Internis. Unter der Position "Latente Steuern aus Verlustvorträgen" werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ausgewiesen. Die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt nur dann, wenn ihre künftige Nutzung höchst wahrscheinlich ist. Die zum Stichtag 31.12.2014 der Aktivierung zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 60,1 Mio. € (Vorjahr: 54,0 Mio. €). Der nach deutschem Steuerrecht beschränkte Betriebsausgabenabzug für Zinsen (so genannte Zinsschranke) führte in 2014 zu keinem steuerlich nicht abzugsfähigen Nettozinsaufwand (Vorjahr: 25,2 Mio. €) und demnach zu keiner steuerlichen Mehrbelastung (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren, für die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, sowie steuerlicher Verlustvorträge des aktuellen Berichtsjahres, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, erhöhten sich die gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern um insgesamt 0,1 Mio. € (Vorjahr: Reduzierung um 1,1 Mio. €). Die zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge sind in der nachfolgenden Tabelle nach ihrem Verfallsdatum aufgeführt: scroll
Für die folgenden Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine latenten Steuern gebildet, da für diese in absehbarer Zeit keine Realisierung wahrscheinlich ist: scroll
21. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallender Gewinnscroll
Der Konzerngewinn der nicht beherrschenden Gesellschafter betrifft die Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/Export International, STADA Vietnam J.V., Pymepharco, STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd., Hemomont und Hemofarm Banja Luka. 22. Ergebnis je AktieDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie ergeben sich wie folgt: scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallenden angepassten Konzerngewinns durch die zeitlich gewichtete durchschnittliche Zahl der in Umlauf befindlichen vinkulierten Namensaktien. scroll
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie folgt grundsätzlich dem Berechnungsschema für das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Der Effekt aus noch ausstehenden Aktienoptionen wird auf Basis des durchschnittlichen Aktienkurses des Geschäftsjahres zusätzlich bereinigt. Dies erfolgt unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Aktienoptionen ausgeübt werden. Details zu den aktuell gültigen Eigenkapitalinstrumenten sind in den Erläuterungen zum Eigenkapital enthalten. 23. Anzahl der Mitarbeiter und PersonalaufwandDie durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von STADA teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche bzw. Teilfunktionsbereiche auf: scroll
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag im Berichtsjahr mit 10.209 über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr1) : 8.841). Im Wesentlichen basierte diese Steigerung auf dem Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross zum 01.09.2013 und der Kontrollerlangung über die STADA Vietnam zum 01.10.2013. Darüber hinaus trugen hierzu auch die Aufnahme der chinesischen STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd. in den Konsolidierungskreis zum 01.01.2014 und eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl der serbischen Hemofarm A.D. auf Grund einer gestiegenen Auslastung der Produktionskapazitäten bei. Zum Bilanzstichtag betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STADA-Konzerns in 2014 insgesamt 10.363 (Vorjahr: 9.825). Der Personalaufwand, der in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche entsprechend seiner sachlichen Zugehörigkeit enthalten ist, nahm im Geschäftsjahr 2014 auf 305,1 Mio. € ab (Vorjahr1) : 319,6 Mio. €). Der Rückgang resultierte aus einem innerhalb der Personalaufwendungen erfassten Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand im Zusammenhang mit einer Planänderung des leistungsorientierten Versorgungsplans für den Vorstandsvorsitzenden und den sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen.
1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). 24. Planmäßige Abschreibungen und WertminderungenPlanmäßige Abschreibungen und Wertminderungen sind entsprechend ihrer sachlichen Zugehörigkeit in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche enthalten und entfallen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wie folgt: scroll
Bei den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte handelt es sich um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen. Die im Geschäftsjahr 2014 erfassten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen die Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregion CIS / Osteuropa sowie der Marktregion Asien / Pazifik & MENA. Die Wertminderungen auf Finanzanlagen betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der STADApharm AB in Schweden. Im Vorjahr betrafen die Wertminderungen im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der IIP Institut für Industrielle Pharmazie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH sowie der STADA Pharmaceuticals Australia Pty Ltd. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 12,9%. Weitere Erläuterungen zu planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Ausführungen zum Anlagevermögen enthalten. Angaben zur Konzern-Bilanz25. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: scroll
Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerte beziehen, resultierten mit 72,7 Mio. € aus der Akquisition des britischen OTC-Anbieters Internis sowie mit 12,8 Mio. € aus dem Erwerb des britischen Markenprodukt-Portfolios Flexitol® . In den immateriellen Vermögenswerten waren im Vorjahr Software und Softwarelizenzen in Höhe von 2,6 Mio. € enthalten, die im Rahmen von Sale-and-leaseback-Geschäften gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt wurden und einer planmäßigen Abschreibung unterzogen wurden. Zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrags wurde eine bestehende Kaufoption in Anspruch genommen. Die entsprechenden Vermögenswerte sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 voll abgeschrieben. Die in 2006 im Rahmen der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm ist als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer in den aktivierten Markenzeichen enthalten, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2014 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 47,6 Mio. € (Vorjahr: 50,2 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahreswert ergibt sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2014 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 14,2% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kontrollerlangung über die Pymepharco im Vorjahr die Dachmarke Pymepharco als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2014 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Die Veränderung ergibt sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2014 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 16,5% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr. Die in 2014 für immaterielle Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, betrugen 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 3,1% (Vorjahr: 3,6%). Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 28,7 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen sowie unmittelbar zuzuordnende Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort in der Periode als Aufwand, in der sie angefallen sind (vgl. Angabe 15.). Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich diese Entwicklungskosten auf 56,9 Mio. € (Vorjahr1) : 55,5 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen hauptsächlich arzneimittelrechtliche Zulassungen sowie Markenzeichen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst. Dabei handelte es sich im Berichtsjahr um einen Betrag in Höhe von 87,7 Mio. € (Vorjahr1) : 78,1 Mio. €). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2014 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 104,8 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 22,6 Mio. €). Diese beinhalten im Wesentlichen Wertberichtigungen von Geschäfts- oder Firmenwerten von 54,0 Mio. € sowie von weiteren immateriellen Vermögenswerten von 22,0 Mio. € infolge des stark veränderten Zins- und Währungsumfelds sowie anhaltend höherer Risiken in der Marktregion CIS / Osteuropa. Details zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis (vgl. Angabe 5.) enthalten. Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt: scroll
Für die immateriellen Vermögenswerte wird in den kommenden fünf Jahren mit dem folgenden Abschreibungsaufwand gerechnet: scroll
Die nachfolgende Tabelle stellt dar, auf welche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen: scroll
Im Vorjahr entfielen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt: scroll
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten für Zwecke des Impairmenttests der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte definiert STADA gemäß der strategischen Planung und Steuerung des Konzerns die jeweiligen Marktregionen innerhalb der operativen Segmente. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich bei den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte folgende wesentliche Veränderungen:
Im Rahmen des regulären Werthaltigkeitstests für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30.09.2014 erfolgt die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter: scroll
Im Vorjahr waren die zur Anwendung gekommenen Parameter wie folgt: scroll
Die Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Ein solcher Detailplanungszeitraum spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Dem Detailplanungszeitraum für die Ermittlung der Nutzungswerte liegen Annahmen zu Grunde, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit aufbauen, um aktuelle interne Entwicklungen erweitert und anhand externer Marktdaten sowie -analysen verifiziert werden. Zu den wesentlichen Annahmen zählen hierbei die Entwicklung künftiger Verkaufspreise bzw. -mengen, Kosten, der Einfluss des regulatorischen Marktumfelds, Investitionen, Marktanteile, Wechselkurse sowie Wachstumsraten. Wesentliche Änderungen der zuvor beschriebenen Annahmen hätten einen Einfluss auf die Ermittlung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen würden sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch den anhaltend harten Wettbewerb sowie regulatorische Eingriffe negativ auswirken. Die verwendeten Diskontierungszinssätze werden anhand externer, vom Markt abgeleiteter Faktoren bestimmt und um die mit den in den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorherrschenden Risiken adjustiert. Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Die folgende Tabelle zeigt, welche zusätzlichen Wertminderungen sich für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bei einem um 1,0 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz, einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Reduzierung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte ergeben hätten: scroll
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Für das Segment Handelsgeschäfte hätte sich auf Grund der Sensitivitätsanalyse in keiner der Marktregionen ein Wertminderungsbedarf ergeben. Bei einer Reduzierung der Diskontierungszinssätze um 1,0 Prozentpunkte, einer Erhöhung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Erhöhung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte hätten sich folgende geringere Wertminderungen ergeben: scroll
Auf Grund des massiven Kursverfalls des russischen Rubel seit dem 4. Quartal 2014 und der deutlichen Zinserhöhung durch die russische Notenbank im Dezember 2014 ergaben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung. Daher wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Marktregion CIS / Osteuropa, Segment Generika, sowie für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Marktregion CIS / Osteuropa, Segment Markenprodukte, ein außerordentlicher Werthaltigkeitstest zum 31.12.2014 durchgeführt. Die verwendeten Parameter zur Ermittlung des Nutzungswerts im Rahmen der regulären Werthaltigkeitsüberprüfung zum 30.09.2014 wurden daraufhin insbesondere in Bezug auf Währungsrelationen, Zinssätze sowie Länderrisiken auf aktuelle Marktkonditionen zum neuen Bewertungsstichtag aktualisiert. Die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens erfolgt mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter: scroll
Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Die folgende Tabelle zeigt, welche zusätzlichen Wertminderungen sich für die Marktregion CIS / Osteuropa bei einem um 1,0 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz, einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Reduzierung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte ergeben hätten: scroll
Die folgende Tabelle zeigt, welche geringeren Wertminderungen sich für die Marktregion CIS / Osteuropa bei einem um 1,0 Prozentpunkte geringeren Diskontierungszinssatz, einer Erhöhung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Erhöhung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte ergeben hätten: scroll
26. SachanlagenDie Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: scroll
In den Sachanlagen sind Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) enthalten, die sich im Wesentlichen auf Kraft- und Personenfahrzeuge beziehen und die gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlung angesetzt wurden und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten für Sachanlagen aktiviert. Im Vorjahr entwickelten sich die Sachanlagen wie folgt: scroll
27. FinanzanlagenDie Finanzanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2014 folgendermaßen: scroll
Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Eine Veräußerungsabsicht besteht hierfür derzeit nicht. In den sonstigen Finanzanlagen waren bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen enthalten. Im Vorjahr entwickelten sich die Finanzanlagen wie folgt: scroll
28. At equity bewertete AnteileDer Ausweis betrifft die Bilanzierung der Anteile an den assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG sowie Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS nach der Equity-Methode. Die at equity bewerteten Anteile haben sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich im Vorjahr auf Grund der zum 01.01.2013 erlangten Kontrolle über das Tochterunternehmen Pymepharco, das vormals als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen war und seit 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. Darüber hinaus resultierte der Rückgang im Geschäftsjahr 2013 aus der Kontrollerlangung über das vietnamesische Unternehmen STADA Vietnam, welches im Rahmen der gemäß dem neuen Standard IFRS 11 vorgenommenen rückwirkenden Anpassungen bis zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung als at equity bewertetes Unternehmen ausgewiesen wurde und seit dem 4. Quartal 2013 als Tochterunternehmen konsolidiert wird. 29. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Zum 31.12.2014 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nach einem Jahr fällig sind, in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: keine). Für einen Teil der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Sicherheiten in Form von Hypotheken, Bankbzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändeten Vorräten vor. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen. Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden Überfälligkeiten scroll
Zum Bilanzstichtag waren keine Anzeichen erkennbar, dass die Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Daher werden die nicht wertgeminderten und sich nicht in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als uneingeschränkt werthaltig erachtet. Auch für die überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Hinweise auf eine Wertminderung vor. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich insgesamt wie folgt: scroll
30. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Darlehensforderungen umfassen im Wesentlichen seitens der STADA Arzneimittel AG an die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG gewährte Kredite. Von dem zur Verfügung gestellten Darlehensrahmen waren zum Bilanzstichtag 3,3 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) ausgeschöpft. Die offenen Kaufpreisforderungen betreffen im Geschäftsjahr 2014 wie auch im Wesentlichen im Vorjahr die noch ausstehenden Teilbeträge aus dem Verkauf eines Produkt-Portfolios in Italien. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die positiven Marktwerte aus den Cross-Currency-Swaps sowie aus Devisentermingeschäften (vgl. Angabe 47.7.). Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Aktien, die auf Basis von Börsenkursen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Abgrenzungen für Preiskompensationen im Zusammenhang mit Tenderverträgen in Höhe von 36,6 Mio. €, Forderungen aus deutschen Factoring-Geschäften in Höhe von 6,2 Mio. € und setzen sich darüber hinaus aus einer Vielzahl unwesentlicher Einzelsachverhalte in den Konzerngesellschaften zusammen. Zum 31.12.2014 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte Wertminderungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Überfälligkeiten bestehen für die nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie im Vorjahr nicht. 31. Andere VermögenswerteDie anderen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
Die übrigen Vermögenswerte setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die anderen Vermögenswerte sind in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 6,2 Mio. €) wertgemindert. 32. VorräteDie Vorräte lassen sich wie folgt untergliedern: scroll
Der Rückgang der Vorräte resultierte im Wesentlichen aus einer Schwäche des russischen Rubel und einer damit einhergehenden niedrigeren Translation von in Fremdwährung berichteten Vermögenswerten in die Konzernwährung Euro sowie aus Stichtagseffekten. Im Geschäftsjahr 2014 wurden bei Vorräten mit Wertaufholungen saldierte Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 33,7 Mio. € (Vorjahr1) : 29,9 Mio. €) vorgenommen, die von den oben ausgewiesenen Beständen bereits erfolgswirksam abgesetzt wurden. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Wertaufholungen dabei auf 9,3 Mio. € (Vorjahr1) : 7,3 Mio. €). 33. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenBei den als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) handelte es sich im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr um Immobilien einer STADA-Tochtergesellschaft in Serbien. Davon sind 0,2 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) dem operativen Segment Generika und 0,1 Mio. € dem operativen Segment Markenprodukte (Vorjahr: 0,3 Mio. €) zuzuordnen. 34. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt. In wenigen Ländern unterliegen bestimmte Transaktionen einer besonderen Überwachung im Rahmen der Anforderungen der jeweiligen Nationalbank bzw. geltenden Devisengesetzen. Darüber hinausgehende Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen nicht. Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 126,2 Mio. € zum 31.12.2013 auf 164,2 Mio. € zum 31.12.2014 ist im Wesentlichen auf Stichtagseffekte zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der KonzernKapitalflussrechnung zu entnehmen. 35. EigenkapitalDas Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 903,3 Mio. € (Vorjahr: 1.010,1 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 27,1% (Vorjahr: 29,6%). 35.1. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital belief sich zum 31.12.2014 auf 157.629.420,00 € (31.12.2013: 157.150.500,00 €) und war in 60.626.700 vinkulierte Namensaktien (31.12.2013: 60.442.500) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt und voll eingezahlt. Jede vinkulierte Namensaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die in 2014 erfolgte Erhöhung der Aktienanzahl war auf die Ausübung von 9.210 Optionen aus den STADA-Optionsscheinen 2000/2015 in 2014 zurückzuführen. Die Aktienanzahl stieg dadurch zum 31.12.2014 um 184.200 Stück auf 60.626.700 Stück und das Grundkapital der STADA Arzneimittel AG erhöhte sich um 478.920,00 € auf 157.629.420,00 €. Zum 31.12.2014 standen noch 88.176 Optionsscheine 2000/2015 zum Bezug von 1.763.520 vinkulierten Namensaktien aus. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital setzten sich zum 31.12.2014 folgendermaßen zusammen: scroll
35.2. KapitalrücklageDie Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der STADA Arzneimittel AG. Unterschiede zu der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Kapitalrücklage ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ansatz der in 2003 neu ausgegebenen Aktien der STADA Arzneimittel AG zu deren Marktwert sowie der damit zusammenhängenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden. 35.3. Gewinnrücklagen einschließlich KonzerngewinnDie Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2014 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 15,5 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf dem deutlichen Rückgang des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2014 im Vergleich zum 31.12.2013. 35.4. Sonstige RücklagenDie sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft unter anderem die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Die Rücklage available-for-sale und die Rücklage Cashflow-Hedges enthalten die Ergebnisse aus der Bewertung der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bzw. die aus Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Cashflows resultierenden Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherung, jeweils nach Berücksichtigung latenter Steuern. Der Rückgang der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr setzt sich aus gegenläufigen Effekten zusammen. Einerseits war im Wesentlichen auf Grund der Aufwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2013 eine Erhöhung der sonstigen Rücklagen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in britischem Pfund bilanzierenden Gesellschaften zu verzeichnen. Andererseits ergab sich ein deutlich höherer Rückgang der sonstigen Rücklagen, maßgeblich aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in russischem Rubel und serbischem Dinar bilanzierenden Gesellschaften als Ergebnis der deutlichen Abwertung des russischen Rubel und der Abschwächung des serbischen Dinar seit dem 31.12.2013. 35.5. Eigene AnteileDie Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 89.835 eigene Aktien (Vorjahr: 91.989), die entsprechend ihrem rechnerischen Nennbetrag von 2,60 € je Aktie einem Anteil von 0,15% (Vorjahr: 0,15%) am Grundkapital entsprechen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 2.154 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 31,62 € je Aktie verkauft. 35.6. Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die Minderheitsanteile anderer Gesellschafter an den Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/Export International, STADA Vietnam, Pymepharco, STADA Pharmaceuticals (Beijing), Well Light Investment Services, Hemomont und Hemofarm Banja Luka. 36. Sonstige langfristige RückstellungenIn den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind die von STADA zum Bilanzstichtag im In- und Ausland wie folgt gebildeten Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Zeitwertkonten berücksichtigt: scroll
STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen, aus denen die Pensionsansprüche eines kleinen Kreises von ehemaligen Beschäftigten bedient werden. Zudem existiert Planvermögen für eine Pensionsverpflichtung, die auf einen Pensionsfonds ausgelagert wurde. Alle weiteren Pensionsansprüche werden intern über Pensionsrückstellungen finanziert. Darüber hinaus besteht bei einigen ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen, u.a. in Form von Staatsanleihen und Wertpapierfonds. In Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2014 das Planvermögen durch zusätzliche Beiträge erhöht. Dies führte zu einem Rückgang der Rückstellung. Im Geschäftsjahr 2014 überstieg das Planvermögen einer ausländischen Tochtergesellschaft deren Pensionsverpflichtungen, so dass für diesen Aktivüberhang analog zum Vorjahr ein Ausweis unter den anderen Vermögenswerten als Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) erfolgte. Das Planvermögen setzt sich getrennt nach Anlagekategorien wie folgt zusammen: scroll
Das Planvermögen, für das eine Preisnotierung ("quoted market price") am Markt vorliegt, teilt sich wie folgt auf: scroll
Für deutsche Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen wie folgt: scroll
Für ausländische Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen: scroll
Der negative nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand (als Ertrag) ist hauptsächlich auf Planänderungen in Serbien, den Niederlanden und Russland zurückzuführen. In Serbien wurde die Definition des pensionsfähigen Gehalts geändert, in den Niederlanden wurde der Pensionsplan an die ab 2015 geltenden steuerlichen Vorschriften angepasst und in Russland resultierte der Effekt größtenteils aus einer Planschließung. Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für deutsche Konzernunternehmen wie folgt: scroll
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für ausländische Konzernunternehmen wie folgt: scroll
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften mit Planvermögen wie folgt: scroll
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften ohne Planvermögen wie folgt: scroll
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf einen saldierten Ertrag von insgesamt 15,1 Mio. € (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 5,4 Mio. €) und setzten sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 2014 3,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) für deutsche Konzernunternehmen und 9,9 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) für ausländische Konzernunternehmen. Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der deutschen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt: scroll
Die Änderung des durchschnittlichen Gehalts- und des Pensionstrends lässt sich durch die Auslagerung einer Pensionszusage auf einen Pensionsfonds begründen. Für diese Pensionszusage wird die Annahme einer langfristigen Überschussbeteiligung in der Aktivphase als Gehaltstrend und in der Leistungsphase als Pensionstrend angesetzt. Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der ausländischen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt: scroll
Der gegenüber dem Vorjahr niedrigere durchschnittliche Pensionstrend resultierte im Wesentlichen aus der Absenkung des Pensionstrends in Großbritannien, Russland und den Niederlanden. Es wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei jeweils nur eine Annahme geändert wurde und alle anderen Annahmen nicht verändert wurden. Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die deutschen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt. scroll
Die höhere Sensitivität beim Gehaltstrend lässt sich durch die Auslagerung einer Pensionszusage auf einen Pensionsfonds begründen. Für diese Pensionszusage wird die Annahme einer langfristigen Überschussbeteiligung in der Aktivphase als Gehaltstrend angesetzt. Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die ausländischen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt. scroll
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 beträgt 23 Jahre (Vorjahr: 20 Jahre) für die deutschen und 19 Jahre (Vorjahr: 18 Jahre) für die ausländischen Konzernunternehmen. In den kommenden Geschäftsjahren werden für die leistungsorientierten Pensionspläne insgesamt folgende Auszahlungen der Gesellschaft und aus dem Planvermögen erwartet: scroll
Für das kommende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge, bestehend aus direkten Pensionsauszahlungen und Beiträgen in den Plan, in Höhe von 0,8 Mio. € für deutsche Konzernunternehmen und 1,7 Mio. € für ausländische Konzernunternehmen erwartet. Die Vorschriften des Standards IAS 19 erfordern eine Darstellung der Versorgungssysteme, die eine Verpflichtung für das Unternehmen generieren. Für den STADA-Konzern stellen die Altersversorgungssysteme in Deutschland, den Niederlanden, in Großbritannien und in der Schweiz mit insgesamt 87% den Hauptteil des Verpflichtungsumfangs dar. Folglich liegt der Schwerpunkt der weiteren Ausführungen auf den Gegebenheiten in diesen Ländern. In Deutschland wird der gesetzliche Rahmen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) durch das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vorgegeben, in dem die gesetzlichen Mindestanforderungen an die bAV verankert sind. Des Weiteren müssen Regelungen und Urteile aus dem Arbeitsrecht befolgt werden. Bei den Altersversorgungssystemen handelt es sich vorwiegend um endgehaltsabhängige Pläne, die für Neueintritte geschlossen sind. Bei den Planteilnehmern handelt es sich hauptsächlich um Leistungsempfänger. Die Leistungen werden in Form einer Rente ausgezahlt. STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und in Form von Vermögen im Pensionsfonds. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2014 39,3 Mio. € und teilt sich auf drei verschiedene Pläne auf. Für zwei weitere Pläne bestehen keine Planvermögen. In Deutschland spielt im Rahmen einer Risikobetrachtung die Lebenserwartung der Planteilnehmer eine untergeordnete Rolle, da die der Höhe nach wesentliche Verpflichtung einschließlich der damit verbundenen Risiken im Geschäftsjahr 2014 ausgelagert wurde. Darüber hinaus bestehen das übliche Risiko der Zinsentwicklung sowie das Risiko, dass die zukünftige tatsächliche Gehaltsentwicklung die in den Bewertungsannahmen abgebildete Gehaltsentwicklung übersteigt. Im 3. Quartal 2014 wurde für die Pensionsverpflichtung des Vorstandsvorsitzenden der Durchführungsweg geändert. Die Durchführung erfolgt in Zukunft über einen unabhängigen Pensionsfonds. Im Zuge der Auslagerung auf den Pensionsfonds wurde die Pensionszusage grundsätzlich geändert. Danach besteht für den Vorstandsvorsitzenden nunmehr eine Zusage über eine lebenslange Rente bei Erleben des vereinbarten Rentenzahlungsbeginns in Form einer im Vergleich zu der bisherigen Zusage verringerten monatlichen Garantierente sowie einer variablen, nicht garantierten Überschussbeteiligung, aus der eine entsprechende Leistungserhöhung resultieren kann. Der Rentenbeginn kann dabei - bei entsprechender Änderung der Höhe der monatlichen Rente - grundsätzlich variabel innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erfolgen, welcher über das bisherige angenommene Renteneintrittsalter hinausgeht. Darüber hinaus erfolgt im Todesfall die Zahlung einer lebenslangen Hinterbliebenenrente und einer temporären Waisenrente. Im Rahmen der Planänderung und der sich hieraus ergebenden Veränderungen im Hinblick auf die gemäß dem vorherigen Versorgungsplan gewährten Leistungen ergibt sich ein Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand in Höhe von 17,6 Mio. €. Darüber hinaus sind ein Aufwand aus Verwaltungskosten für den Versorgungsplan in Höhe von 0,7 Mio. € und ein Aufwand aus der Anpassung des Planvermögens in Höhe von 1,0 Mio. € entstanden. Saldiert ergibt sich ein Ertrag von 15,9 Mio. €, der in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst wurde. Ungeachtet der Übertragung des leistungsorientierten Versorgungsplans des Vorstandsvorsitzenden an einen Pensionsfonds besteht auf Grund der Subsidiärhaftung von STADA weiterhin die Notwendigkeit, den Versorgungsplan als leistungsorientierten Plan gemäß IAS 19 zu behandeln und entsprechend zu bewerten sowie bilanziell abzubilden. Das im Zusammenhang mit der Übertragung entstandene Planvermögen führt auf Grund der vorzunehmenden Saldierung zum Zeitpunkt der Planänderung für diesen Versorgungsplan zu einer Rückstellung von null. Auf Grund der vollständigen Ausfinanzierung der Versorgungszusage wird auch in Zukunft keine Rückstellung mehr erwartet. Das niederländische Rentengesetz schreibt vor, dass die Pensionspläne so weit mit Vermögenswerten ausgestattet sind, dass die unverfall-baren Ansprüche vollständig abgedeckt werden. Der in den Niederlanden zu Grunde liegende Karrieredurchschnitts-Pensionsplan ist zum Teil durch Beiträge in eine Versicherung finanziert, die so bemessen sind, dass die genannte Voraussetzung erfüllt wird. Der Plan ist für Neueintritte offen und beinhaltet Leistungen im Falle des Renteneintritts und des vorzeitigen Todes. In den Niederlanden ist der Pensionsplan zum Teil über Beiträge in eine Versicherungsgesellschaft finanziert. Die von der Versicherungsgesellschaft gehaltenen Vermögenswerte können dabei den einzelnen teilnehmenden Unternehmen nicht zugeordnet werden. Insbesondere können die Vermögenswerte nicht durch eine Preisnotierung eines aktiven Markts bestimmt werden. In der Praxis werden die Vermögenswerte anhand des Verpflichtungsumfangs der unverfallbaren Ansprüche geschätzt. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2014 22,8 Mio. €. Die niederländische Gesellschaft zahlt die jährlichen Pensionszuwächse ein. Dabei werden das Risiko des Alters (Lebenserwartung) sowie das Zinsrisiko auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Ebenfalls übernimmt die Versicherungsgesellschaft das Risiko des Investments für die Einzahlungen. Diese Risiken werden von der Versicherung für die gesamte Dauer des Vertrags übernommen. Sollte sich z.B. der Rechnungszins, mit dem die Versicherungsgesellschaft kalkuliert, verändern, so kann ein eventuell neu abgeschlossener Vertrag den neuen Rechnungszins nur für die zukünftigen Einzahlungen zu Grunde legen. Nicht alle Risiken wurden auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Zum Beispiel schreibt das niederländische Gesetz fest, dass ein ehemaliger Mitarbeiter das Recht darauf hat, dass seine Pensionsansprüche auf den Pensionsplan beim neuen Arbeitgeber übertragen werden. Wenn die bei der Übertragung angewendeten Bewertungsannahmen sich von den von der Versicherung ursprünglich verwendeten Annahmen unterscheiden, kann dies eine zusätzliche Beitragszahlung für die Gesellschaft nach sich ziehen. In den Niederlanden gelten ab dem 1. Januar 2015 neue Höchstgrenzen für die steuerlich noch anerkannten jährlichen Zurechnungsraten; eine Obergrenze für das maximal pensionsfähige Gehalt wurde ebenfalls neu vorgeschrieben. Um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen, wurde der Pensionsplan entsprechend angepasst. Die Auswirkung der darauf basierenden Änderungen wurde als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ("Past Service Cost") ausgewiesen. Es entstand insgesamt ein Ertrag. In Großbritannien gewährt STADA seinen Mitarbeitern Leistungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen, die für Neueintritte geschlossen sind. Die Mitarbeiter können zudem keine weitere Erhöhung ihrer Anwartschaften mehr verdienen. Die Pensionspläne unterliegen dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Die Pensionspläne stehen unter der Aufsicht von Treuhändern (Trustees), die die Anlagenstrategie festlegen. In den Aufgabenbereich der Trustees fällt auch, die gesetzlich geforderte Dotierung des Pensionsplans zu erfüllen und somit für ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans zu sorgen. Der Pensionsplan sieht sich Risiken in Bezug auf den Rechnungszins und die Lebenserwartung der Planteilnehmer sowie einem Inflationsrisiko ausgesetzt, falls sich die Werte anders entwickeln als angenommen. Durch einen niedrigeren Rechnungszinssatz reduziert sich der Dotierungsgrad und dadurch werden gegebenenfalls zusätzliche Beiträge in Fonds fällig. Ein Finanzierungsrisiko bei dem Planvermögen besteht derart, dass sich das Planvermögen anders entwickelt als erwartet und dass das Planvermögen Änderungen im Verpflichtungsumfang damit ggf. nur teilweise kompensiert. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Anlagestrategie in Großbritannien insoweit verändert, als dass die in der Anlagekategorie Eigenkapitalpapiere gehaltenen Titel, die allgemein einem höheren Volatilitätsrisiko ausgesetzt sind, sowie die in der Anlagekategorie Immobilien gehaltenen Titel verkauft wurden und in weniger risikobehafteten Anlageklassen reinvestiert wurden. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2014 23,9 Mio. €. Alle Vermögenswerte haben eine Marktpreisnotierung auf einem aktiven Markt. In der Schweiz muss jeder Arbeitgeber gemäß Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) für seine Arbeitnehmer einen Pensionsplan anbieten. Obligatorisch versichert werden Arbeitnehmer, deren Lohn die Eintrittsschwelle übertrifft - diese wird periodisch neu festgelegt. Das BVG schreibt einen Minimalplan, das "BVG-Minimum", vor, das in jedem Fall gedeckt werden muss. Der schweizerische Vorsorgeplan bei STADA sieht die Leistungen im Falle des Todes, der Invalidität, des Dienstaustritts und des Erreichens der Altersgrenze vor. Die jährliche Altersrente berechnet sich anhand eines Sparguthabens und des dem Renteneintrittsalter zugeordneten Umwandlungssatzes. Die Planteilnehmer können sich für eine Kapitaloption entscheiden. Im Schweizer Vorsorgeplan existieren drei Unterpläne - für zwei der Unterpläne waren bisher schon Rentenleistungen vorgesehen, ein Unterplan sah bisher lediglich eine Kapitalleistung vor. Dieser Unterplan wurde insoweit geändert, als dass die zugesagten Leistungen ab sofort nicht mehr nur in Form eines Kapitals zur Auszahlung kommen, sondern es wurde ebenfalls die Auszahlungsoption in Form einer Rente eingeführt. Die Auswirkung der Planänderung wurde als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen werden, betrugen im Geschäftsjahr 2014 23,9 Mio. €. Die anderen langfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der anderen langfristigen Rückstellungen zu Grunde gelegt: scroll
37. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten untergliedern sich nach ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag wie folgt: scroll
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Die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 270 Mio. € und eines Darlehens in Höhe von rund 83 Mio. € bewertet zum aktuellen Stichtagskurs zur Finanzierung des Erwerbs des Marken-Produktportfolios Aqualor® . Gegenläufig wurden Finanzverbindlichkeiten im aktuellen Geschäftsjahr getilgt. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2014 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Finanzverbindlichkeiten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten: scroll
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Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurde in der Regel eine Rückzahlung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Fristigkeit unterstellt. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde teilweise eine Prolongation der bestehenden Kreditlinien angenommen. Die variablen Zinszahlungen aus den Schuldscheindarlehen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2014 gefixten Zinssätze ermittelt. Die internen Maßnahmen zur Sicherstellung der für die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten erforderlichen Liquidität sind in den Angaben zum Management des Liquiditätsrisikos (vgl. Angabe 47.5.) beschrieben. 38. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) nach einem Jahr fällig. Im Wesentlichen basierte die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf stichtagsbezogenen Effekten und den daraus ableitbaren Zahlungsströmen. 39. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt: scroll
Die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten resultierten im Berichtsjahr wie im Vorjahr im Wesentlichen aus noch nicht fälligen Teilbeträgen aus der Akquisition von Markenprodukten in Russland. Im Geschäftsjahr 2014 ist darüber hinaus die ausstehende bedingte Kaufpreiszahlung für die Akquisition der britischen Gesellschaft Internis enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, u.a. für Kraft- und Personenfahrzeuge, belaufen sich auf 3,1 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €). Im Vorjahr vorhandene Verbindlichkeiten für Sale-and-leaseback-Geschäfte für Software und Softwarelizenzen bestehen zum Bilanzstichtag 31.12.2014 nicht mehr. Unter Berücksichtigung des Zinsanteils in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) belaufen sich die in Folgejahren zu zahlenden Leasingraten insgesamt auf 3,7 Mio. € (Vorjahr: 10,2 Mio. €). Die Leasingverbindlichkeiten werden wie folgt fällig: scroll
Des Weiteren wurden in den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten die negativen Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2014 betraf dies unverändert zum Vorjahr Zinsswaps, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sowie darüber hinaus Cross-Currency-Swaps und Devisentermingeschäfte (vgl. Angabe 47.7.). Im Rahmen der Fälligkeitsanalyse ergaben sich für diese derivativen finanziellen Verbindlichkeiten die folgenden vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten: scroll
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften in Höhe von 192,1 Mio. € (Vorjahr: 214,7 Mio. €) und setzen sich darüber hinaus aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten werden in Höhe von 223,8 Mio. € (Vorjahr: 250,3 Mio. €) innerhalb eines Jahres und in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) nach einem Jahr bis zu fünf Jahren fällig. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2014 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cash-flows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und für die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten der nächsten Jahre ersichtlich: scroll
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Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing sowie aus Derivaten: scroll
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Einbezogen wurden dabei alle von STADA genutzten Finanzinstrumente, die am 31.12.2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten in Angabe 46. und Angabe 47.7. enthalten. 40. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Personalverbindlichkeiten betreffen zum 31.12.2014 mit 0,4 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) Abgrenzungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen. Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. 41. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Schadensersatzrückstellungen beinhalten mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten und entwickelten sich wie folgt: scroll
Die Rückstellungen für Gewährleistungen entwickelten sich folgendermaßen: scroll
Sonstige Angaben42. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 223,8 Mio. € (Vorjahr1) : 203,7 Mio. €). Die Steigerung um 20,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus einer zahlungswirksamen Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während im Vorjahr eine deutliche zahlungswirksame Zunahme zu verzeichnen war, sowie aus reduzierten Ertragsteuerzahlungen. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise kompensiert durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer deutlichen zahlungswirksamen Zunahme dieser Verbindlichkeiten im Vorjahr. Des Weiteren war im Geschäftsjahr 2014 eine deutlich erhöhte zahlungswirksame Abnahme bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen zu verzeichnen, die im Zusammenhang mit der Übertragung eines leistungsorientierten Versorgungsplans an einen externen Pensionsfonds steht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen. Dieser betrug im Berichtsjahr -262,0 Mio. € (Vorjahr1) : -312,0 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2014 wurden Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 181,4 Mio. € (Vorjahr: 53,0 Mio. €) vorgenommen, hiervon entfielen 147,5 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €) auf wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios. Mit diesen Investitionen war im Berichtsjahr prinzipiell ein akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum verbunden. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 12,0 Mio. € (Vorjahr1) : 5,4 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2014 insbesondere durch hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor® betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse aus dem Erwerb des Markenprodukt-Portfolios Flexitol® sowie aus der Akquisition der britischen Gesellschaft Internis. Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung von Zulassungen und Markenzeichen in Frankreich und Italien. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen betrafen im Wesentlichen den Verkauf eines Gebäudes in Großbritannien. Im Vorjahr resultierten die Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse im Wesentlichen aus den Kaufpreiszahlungen für den Erwerb des britischen OTC-Anbieters Thornton & Ross sowie den abschließenden Kaufpreiszahlungen für die zusätzlichen Anteile und die Kontrollerlangung über das vietnamesische Pharmaunternehmen Pymepharco und für das von der Spirig Pharma erworbene Pharmagroßhandels- und Handelswarengeschäft, jeweils nach Abzug von erworbenen Zahlungsmitteln. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen und beläuft sich im Geschäftsjahr 2014 auf 83,7 Mio. € (Vorjahr1) : 148,8 Mio. €). Im Berichtsjahr ergaben sich Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 270 Mio. € und eines Darlehens in Höhe von rund 121 Mio. € zur Finanzierung des Erwerbs des Markenprodukt-Portfolios Aqualor® . Im Vorjahr waren - insbesondere auf Grund der im 2. Quartal 2013 platzierten Anleihe - höhere Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten zu verzeichnen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr im Vergleich zum Berichtszeitraum mehr Finanzverbindlichkeiten getilgt. Die Auszahlungen aus Dividendenausschüttungen betrafen mit 39,8 Mio. € im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2013 gezahlte Dividende an die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG. Dabei erfolgte eine deutliche Steigerung des Ausschüttungsvolumens gegenüber der Dividende für das Geschäftsjahr 2012. Die Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung sind das Ergebnis der Ausübung von STADA-Optionsscheinen 2000/2015 (vgl. Angabe 35.1.). Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf -38,2 Mio. € (Vorjahr1) : -108,2 Mio. €) und ist damit noch immer durch ein hohes Akquisitionsvolumen gekennzeichnet. Der um Effekte aus Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Effekte aus Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow errechnet sich wie folgt: scroll
43. SegmentberichterstattungDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Die Segmentierung im STADA-Konzern basiert auf vertrieblicher Differenzierung. Damit wird die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten wesentlich durch die vertriebliche Positionierung determiniert. Ändert sich diese für Teile des Produkt-Portfolios, werden die dazugehörigen Umsätze umgegliedert. Grundsätzlich gliedern sich die operativen Segmente von STADA in die beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte sowie in die Randaktivität Handelsgeschäfte. Bei Generika handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt - in der Regel mit Arzneimittel-Charakter -, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind oder in Kürze ablaufen und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
Bei Markenprodukten handelt es sich gemäß der seit 2006 verwendeten STADA-Segmentdefinition um Produkte für den Gesundheitsmarkt, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte in der Regel abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
STADA betreibt Geschäfte bzw. hält Beteiligungen auch außerhalb der Kernsegmente. Diese Aktivitäten haben in der Regel das Ziel, das Konzerngeschäft in den Kernsegmenten zu ergänzen und zu unterstützen. Soweit diese Geschäfte überwiegend Handelscharakter haben, indem sie bspw. eine Großhandelstätigkeit darstellen, werden sie im Segment der Handelsgeschäfte zusammengefasst. Alle weiteren Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte, die den Segmenten nicht direkt zugeordnet werden können, sowie die Eliminierung von Umsatzerlösen zwischen Segmenten werden unter der Überleitung Konzernholding / Sonstiges und Konsolidierung ausgewiesen. Die Angaben zu den wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten beinhalten Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, jedoch nicht planmäßige Abschreibungen sowie die Saldierung aus Wertminderungen und Zuschreibungen. Darüber hinaus sind weitere zahlungsunwirksame Sachverhalte, insbesondere nicht zahlungswirksame Effekte aus Abgrenzungen für Krankenkassen-Abrechnungen, hier enthalten. Auf einen Ausweis der Segmentschulden sowie des langfristigen Segmentvermögens wird verzichtet, da diese für die Konzernsteuerung und für das Konzernreporting ohne Relevanz sind. 43.1. Informationen nach operativen Segmentenscroll
43.2. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
43.3. Überleitung Segmentvermögen zu Konzernvermögenscroll
43.4. Informationen nach Ländernscroll
In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft werden die Umsatzerlöse mit fremden Dritten nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft der genannten Länder ausgewiesen. Die Angaben zu dem Vermögen nach Ländern beziehen sich auf Teile der langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen). 43.5. Informationen über wichtige KundenGemäß IFRS 8.34 hat ein Unternehmen anzugeben, wenn sich die Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf mindestens 10% der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen. Im Berichtsjahr traf dies wie im Vorjahr auf keinen Kunden zu. 44. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Bei STADA bestehen Eventualverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit Patentrisiken für bestimmte pharmazeutische Wirkstoffe und damit verbundenen anhängigen bzw. drohenden Verfahren. Die daraus resultierenden möglichen Verpflichtungen beliefen sich auf ca. 18,9 Mio. € (Vorjahr: 11,1 Mio. €), von denen sich zusätzlich zu den im Geschäftsbericht 2013 ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten für Patentrisiken weitere mögliche Verpflichtungen in Höhe von 5,6 Mio. € in der Marktregion Zentraleuropa und in Höhe von 2,8 Mio. € in der Marktregion CIS / Osteuropa ergaben. Bisher bestehende Eventualverbindlichkeiten für Patentrisiken in Höhe von 0,6 Mio. € in der Marktregion Zentraleuropa existieren dagegen nicht mehr, da für diesen Sachverhalt auf Grund eines verlorenen Patentstreits nunmehr ein Vergleich erzielt wurde und durch eine Vergleichszahlung jegliche weitere mögliche Verpflichtungen abgegolten wurden. Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vermögensabflusses unter 50% liegt. Die sich aus diesen Risiken potenziell ergebenden Abflüsse wären in der Regel kurzfristiger Art. Darüber hinaus reichte der Insolvenzverwalter der Velefarm Holding und der Velefarm VFB im 1. Quartal 2014 beim Handelsgericht in Belgrad Klage gegen die Hemofarm A.D., eine Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, und die Velefarm Prolek, eine Gesellschaft der Velefarm-Gruppe, ein.1) In der Klageschrift werden mögliche Rückzahlungen an die Insolvenzmasse, die sich aus dieser Klage ergeben könnten, mit Beträgen von ca. 54,2 Mio. € (in lokaler Währung umgerechnet zu damaligen Währungskursen) beziffert. Dabei wäre allerdings zu berücksichtigen, dass der Hemofarm als Gläubigerin der Insolvenzmasse eine Quote von der Insolvenzmasse in erheblichem Maße zusteht. Hemofarm und STADA halten die Klage nach wie vor für unbegründet. Aus diesem Grund wurde hierfür keine Rückstellung gebildet.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
14.02.2014. 45. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen insbesondere IT-Equipment und Kraftfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von 4 Jahren. Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von Operating-Leasing-Verhältnissen belief sich zum Geschäftsjahresende auf 72,9 Mio. € (Vorjahr: 71,0 Mio. €) und setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen: scroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 29,2 Mio. € (Vorjahr1) : 29,5 Mio. €) aufwandswirksam erfasst. Zum 31.12.2013 resultierten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einer Verpflichtung seitens der Nizhpharm über 131,0 Mio. € gegenüber der Butterwood Holdings Limited, Zypern, für den Kauf des russischen Markenprodukt-Portfolios Aqualor®1) , wobei der Vertragsvollzug zum 31.12.2013 noch unter umfangreichen Vollzugsbedingungen stand. Zum 31.12.2014 bestand diese sonstige finanzielle Verpflichtung nicht mehr, da der zum 31.12.2014 noch nicht gezahlte Restbetrag der Kaufpreisverbindlichkeit von 13,1 Mio. € in der Bilanz in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfasst wurde. Darüber hinaus besteht unverändert eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft wird aktuell nicht ausgegangen. Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.
1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom
18.10.2013 sowie Ad-hoc-Aktualisierung vom 28.02.2014. 46. Angaben zu Finanzinstrumenten46.1. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach BewertungskategorienZu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien werden folgende Angaben gemacht, wobei für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 folgende Abkürzungen angewandt werden: LaR ("loans and receivables") entsprechen Krediten und Forderungen, HtM ("held-to-maturity investments") sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, AfS ("available-for-sale financial assets") zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, FAHfT ("financial assets held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, FLHfT ("financial liabilities held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und FLAC ("financial liabilities measured at amortized cost") finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. scroll
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Da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Abweichungen der beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten ergeben sich wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt bei den Schuldscheindarlehen, den Anleihen sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich neben einem kleineren Anteil von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen ebenfalls regelmäßig kurze Restlaufzeiten auf, so dass die bilanzierten Werte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die nach IFRS 7 erforderlichen Angaben je Klasse von Finanzinstrumenten definiert STADA jede Bewertungskategorie als eine Klasse. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente für die jeweiligen Klassen von Finanzinstrumenten ermittelt wurden: scroll
STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Umgliederungen zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS) betreffen Aktien, für die Marktpreise zur Bewertung vorliegen. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zins- / Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zinsswaps reflektieren. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der auf nicht wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte ermittelt wurden: scroll
Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Immobilien einer STADA-Tochtergesellschaft in Serbien. Die nicht wiederkehrende Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts stellt ein von einem unabhängigen Gutachter erstelltes Wertgutachten dar, welches weitestgehend mit am Markt beobachtbaren Inputparametern ermittelt wurde. Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet. Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: scroll
Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll
46.2. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach BewertungskategorienDas erfolgswirksame Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt aufgliedern: scroll
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Der Ausweis der Zinsen aus Finanzinstrumenten erfolgt in den finanziellen Erträgen und finanziellen Aufwendungen im Zinsergebnis. Erhaltene Dividenden werden im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit Ausnahme der Bewertungsergebnisse der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Zins- /Währungsswaps, die in den finanziellen Erträgen bzw. in den finanziellen Aufwendungen sowie teilweise auch im Kursergebnis erfasst werden, erfolgt der Ausweis der übrigen Komponenten des Nettoergebnisses in den sonstigen Erträgen bzw. in den anderen Aufwendungen. Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten bezieht sich auf im Geschäftsjahr 2014 ausgelaufene Devisenswaps. Bewertungsergebnisse von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Cashflow-Hedges, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden, sind in dieser Darstellung mangels Erfolgswirksamkeit nicht enthalten. 47. Risikomanagement, derivative Finanzinstrumente und Angaben zum Kapitalmanagement47.1. Grundsätze des RisikomanagementsDie Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert. Diese Risiken umfassen mit Blick auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen insbesondere Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken aus den laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des finanziellen Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur finanzielle Risiken besichert, die signifikante Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. 47.2. WährungsrisikenDie Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken bestehen einerseits in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen begegnet STADA durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. STADA nutzt neben natürlichen Absicherungen (Natural Hedges) grundsätzlich unterschiedliche derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten zukünftigen Devisenströmen. Im Berichtsjahr 2014 setzte STADA Devisenterminkontrakte und Zins- /Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Kontrakte laufen aktuell bis zu drei Jahre. Andererseits führen Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko). Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus. Wechselkursrisiken stammen im Wesentlichen aus Geschäften in den folgenden Währungen: russischer Rubel, britisches Pfund und serbischer Dinar. Dieses Risiko wird nicht gesichert. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass sich Absicherungsstrategien gegenüber Währungsrisiken als unzureichend, falsch oder suboptimal herausstellen. Die quantitativen Angaben zum Währungsänderungsrisiko ermittelt STADA durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind. Sofern Sicherungsgeschäfte vorliegen, werden diese dem aus der Aggregation entstandenen aktivischen oder passivischen Saldo gegenübergestellt. Dabei ergeben sich die nachfolgend dargestellten wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, die sich bei einer Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung bzw. 10%ige Abwertung des Euro wie folgt darstellen: scroll
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Hierbei wird jedes Währungsrisiko isoliert, d.h. ohne wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt. Bei den ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in russischem Rubel und serbischem Dinar handelt es sich um einen Saldo aus Fremdwährungsbeständen bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro und offenen Fremdwährungsbeständen in russischem Rubel und serbischem Dinar. Die ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in kasachischem Tenge und ukrainischer Griwna betreffen ausschließlich Fremdwährungsbestände bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro. Das Währungsänderungsrisiko aus Konzernsicht ergibt sich bei den offenen Fremdwährungsbeständen in Euro aus der funktionalen Währung der jeweiligen ausländischen Konzerngesellschaft. Insgesamt hätte sich auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum Bilanzstichtag bei einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber den relevanten Währungen für den Konzern um 10% ein Ergebniseffekt in Höhe eines Aufwands von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) bzw. in Höhe eines Ertrags von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €) ergeben. 47.3. ZinsrisikenZinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen als auch Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland. Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsrisiko soweit möglich für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Im Geschäftsjahr 2014 bestanden zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps. Unter Berücksichtigung dieser Sicherungsgeschäfte waren in 2014 durchschnittlich 85% (Vorjahr: 72%) der auf Euro und 41% (Vorjahr: 100%) der auf Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. In die Berechnung werden grundsätzlich folgende Sachverhalte einbezogen:
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47.4. AusfallrisikenAußerdem kann STADA einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich sind entsprechende Kreditmanagementprozesse vorhanden und entsprechende Geschäfte werden in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen. Ausfallrisiken bestehen auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Außerdem besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen. Aus diesem Grund strebt STADA an, Geschäftsverbindungen nur mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität zu pflegen, und sichert sich darüber hinaus gegen das Ausfallrisiko teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften / Garantien, Akkreditive, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind und es in signifikantem Umfang zum Ausfall einzelner Debitoren und somit zu Belastungen aus einmaligen Sondereffekten kommen kann. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit internationalen Großhändlern unterliegen einer besonderen Überwachung. Von Risikokonzentrationen wird ausgegangen, wenn Schuldner ein bestimmtes Kreditvolumen überschreiten, für das keine Sicherheiten übertragen wurden. Bedeutsame Risikokonzentrationen, die über die in Vorjahren als Sondereffekt klassifizierten Wertberichtigungen für Forderungen gegenüber Großhändlern in CEE-Ländern hinausgehen, bestehen bei STADA zum Bilanzstichtag jedoch nicht. Das maximale Kreditausfallrisiko von STADA ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte. Daneben hat STADA Bürgschaften und Garantien gewährt, die zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von insgesamt 25,3 Mio. € (Vorjahr: 156,4 Mio. €) ausmachten (vgl. Angabe 45.). Als Kreditbesicherungen werden verschiedenartige Sicherheiten von STADA gehalten, darunter Hypotheken, Bank- bzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändete Vorräte. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen. 47.5. LiquiditätsrisikenDie Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit gewährleistet. Im Rahmen der rollierenden Liquiditätsplanung werden die Zahlungsströme aller Gesellschaften regelmäßig überwacht. Um die finanzielle Flexibilität und die Finanzierungssicherheit von STADA sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln vorgehalten und um freie Kreditlinien ergänzt. Hierzu schließt STADA mit verschiedenen Banken regelmäßig bilaterale Kreditverträge für eine Laufzeit von mindestens zwölf Monaten ab. Die Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten wird im Rahmen der rollierenden Liquiditätsplanung entsprechend überwacht. 47.6. Sonstige PreisrisikenEs bestehen im Rahmen einer hypothetischen Risikobetrachtung sonstige Preisänderungsrisiken in Bezug auf Börsenkurse. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wird, weist STADA zum Bilanzstichtag jedoch nur in einem geringen Umfang aus. 47.7. Derivative Finanzinstrumente und SicherungsinstrumenteSTADA begegnet den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Im Geschäftsjahr 2014 bestehen Cashflow-Hedges ausschließlich in Form von Payer-Zinsswaps. Hierbei werden variable Zinszahlungen in feste Zinszahlungen getauscht und damit das Zahlungsstromrisiko variabel verzinslicher Verbindlichkeiten abgesichert. Zinsbezogene Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte werden im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine neuen Payer-Zinsswaps als Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zinszahlungen aus Schuldscheindarlehen designiert. Fremdwährungsderivate werden in der Regel zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten gehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen drei Devisenswaps, welche der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen dienen, jedoch nicht als Fair-Value-Hedge designiert wurden. scroll
Der Ertrag aus der Bewertung dieser Sicherungsgeschäfte in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. € wurde saldiert im Kursergebnis in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag vier Zins- / Währungsswaps in Form von Cross-Currency-Swaps, welche der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen dienen, jedoch nicht als Fair-Value-Hedge designiert wurden. scroll
Die Erträge aus der Bewertung dieser Sicherungsgeschäfte wurden in Höhe von insgesamt 18,4 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €) saldiert im Kursergebnis in den sonstigen Aufwendungen und in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) in den sonstigen finanziellen Erträgen erfasst. Die Kurseffekte aus den jeweiligen Grundgeschäften sowie aus den Cross-Currency-Swaps saldieren sich dabei innerhalb des Kursergebnisses. Das Gesamtvolumen währungs- und zinsbezogener Derivate setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Cashflow-Hedges enden die Laufzeiten zwischen 2015 und 2016. Für alle Bewertungseinheiten wird von einer hohen Effektivität ausgegangen, da die wesentlichen Ausstattungsmerkmale nahezu identisch sind (Critical-Terms-Match). Zum Bilanzstichtag waren alle der oben dargestellten Sicherungsbeziehungen effektiv. Alle Änderungen im beizulegenden Zeitwert der derivativen Sicherungsinstrumente wurden daher erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die daraus resultierenden Erträge auf 1,5 Mio. € nach Berücksichtigung latenter Steuern (Vorjahr: 2,3 Mio. €). 47.8. Angaben zum KapitalmanagementZiele des Kapitalmanagements der STADA sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des profitablen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Das Kapitalmanagement der STADA zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Bei der Umsetzung und Prüfung des Kapitals und der Liquidität des Konzerns werden die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt. Die Überwachung des Kapitals erfolgt auf Basis der Nettoverschuldung, die sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" ergibt. Als wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements von STADA gilt das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, das sich im Geschäftsjahr 2014 auf 3,1 verbesserte (Vorjahr1) : 3,2). Die Nettoverschuldung und das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt: scroll
48. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. 48.1. Beziehungen zu nahestehenden PersonenPersonen in Schlüsselpositionen sind die Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG, deren Bezüge einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Lagebericht (vgl. "Vergütungsbericht") sowie bezüglich der quantitativen Angaben zusammenfassend in Angabe 49. dargestellt werden. Im Rahmen der ordentlichen Berufsausübung einzelner Aufsichtsräte und Beiräte als Freiberufler bestehen Geschäftsbeziehungen dieser Aufsichtsräte und Beiräte mit STADA, die nach Umfang und Art keinen signifikanten Charakter haben. Im Geschäftsjahr 2014 war Steffen Retzlaff, Sohn des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, als Geschäftsführer der Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, der STADAvita GmbH, der PharmaSwyzz Deutschland GmbH und der STADA PHARMA Bulgaria EOOD sowie als Mitglied des Board of Directors der STADA MENA DWC-LLC tätig. 48.2. Beziehungen zu nahestehenden UnternehmenInnerhalb der Aktiva und Passiva entfielen im Wesentlichen folgende Beträge auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Die Aufwendungen und Erträge entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen: scroll
Darüber hinaus werden die folgenden Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen gemacht: Unverändert stellt STADA für das assoziierte Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG einen mit zum Teil für Risikokapital üblichen Zinssatz versehenen Darlehensrahmen zur Verfügung, von dem per 31.12.2014 insgesamt 3,3 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) ausgeschöpft waren. Mit der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bestehen ein Dienstleistungsvertrag sowie u.a. für die cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH ein von der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG eingeräumtes semiexklusives Vertriebsrecht für Epo-zeta für Deutschland. In einigen weiteren europäischen Ländern (wie bspw. Serbien oder Russland) hat bzw. kann eine lokale STADA-eigene Tochtergesellschaft parallel dazu ebenfalls eine semi-exklusive lokale Vertriebslizenz erhalten. Die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bedient sich - mit Ausnahme der aktienrechtlichen Organe der Gesellschaft - unverändert bisher keines eigenen Personals, sondern beauftragt damit exklusiv Gesellschaften des STADA-Konzerns, die dafür marktübliche Konditionen in Rechnung stellen. Darüber hinaus unterhält STADA Geschäftsbeziehungen zu dem Mitgesellschafter des chinesischen Tochterunternehmens STADA Import/ Export International Ltd. Aus dieser Geschäftsbeziehung bestanden zum Bilanzstichtag offene Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. €. 49. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats werden einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Lagebericht (vgl. "Vergütungsbericht") dargestellt. Zusammenfassend werden gemäß IAS 24 unter Berücksichtigung der Angabepflichten des § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 1-4 HGB die folgenden Angaben zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG gemacht: scroll
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1)
Davon Abschlagszahlungen auf variable Langzeitsondervergütung
in Höhe von insgesamt 2.759.275 € auf Grund Erreichung der jeweiligen
einzelvertraglichen Jahreszwischenziele für das Geschäftsjahr 2014. Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt 293 T €. Der Barwert der Pensionszusagen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrug zum 31.12.2014 12.514 T €. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADA keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen. 50. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PKF Deutschland GmbH sind folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2014 erfasst worden: scroll
Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum Geschäftsjahresende. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni des entsprechenden Geschäftsjahres. 51. Corporate GovernanceDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 11.11.2014 abgegeben. Die Erklärung ist über die Website der Gesellschaft (www.stada.de in deutscher bzw. www.stada.com in englischer Sprache) öffentlich zugänglich und wird darüber hinaus auch im Geschäftsbericht dargestellt. 52. Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresNach dem Abschlussstichtag ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns haben könnten. 53. DividendeLaut Aktiengesetz bestimmt sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die STADA Arzneimittel AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzes aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Dieser betrug zum 31.12.2014 49.317.995,91 €. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 zur Ausschüttung einer Dividende von 0,66 € je STADA-Stammaktie zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Dividende in Höhe von 0,66 € je STADA-Stammaktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 an die Aktionäre ausgeschüttet.
Bad Vilbel, 23. März 2015 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bad Vilbel, 23. März 2015 H. Retzlaff, Vorstandsvorsitzender H. Kraft, Vorstand Finanzen Dr. M. Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung & Zentrale Dienste BESTÄTIGUNGSVERMERK DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft, Bad Vilbel, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt, den 23. März 2015 PKF Deutschland GmbH Annika Fröde, Wirtschaftsprüferin Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer GLOSSAR A-ZAdalimumab:Adalimumab ist der erste vollständig humane monoklonale Antikörper (gegen den Tumornekrosefaktor ɑ, TNFɑ). Adalimumab wird zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans und Morbus Crohn eingesetzt. Audit:Im Pharmamarkt: Kontrolle der Einrichtungen und Dokumentationen von Herstellern oder Vorlieferanten. Biosimilar:Unter einem Biosimilar versteht man ein Arzneimittel mit einem biotechnologisch hergestellten Wirkstoff, das im Vergleich mit einem sich bereits im Markt befindlichen Erstanbieterprodukt entwickelt wurde. Es ist diesem so ähnlich, dass es eine nachgewiesene therapeutische Äquivalenz aufweist und in Bezug auf Sicherheit und Qualität vergleichbar ist. Damit ist ein Biosimilar ein gleichwertiges Nachfolgeprodukt eines patentfreien Biopharmazeutikums. Dossier:Benötigte Unterlagen für einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels, die die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels beschreiben. Epoetin oder Erythropoetin:Epoetin oder Erythropoetin ist ein biopharmazeutischer Wirkstoff in Proteinform, der aus lebenden Zelllinien gewonnen wird. Bei dem von der BIOCEUTICALS entwickelten Erythropoetin-Biosimilar handelt es sich um Epoetin-zeta. Erythropoetin wird u.a. in der Nephrologie bei Dialysepatienten zur Stimulierung der Blutbildung sowie in der Krebstherapie angewendet. Filgrastim:Filgrastim ist die biotechnologisch hergestellte Form des humanen Granulozyten-Koloniestimulierenden Faktors (G-CSF). Filgrastim wird u.a. zur Behandlung von Neutropenie angewendet, einer Verminderung der Anzahl spezieller weißer Blutkörperchen. Neutropenie kann bspw. nach einer zytotoxischen Chemotherapie oder Knochenmarktransplantation auftreten. Gewerbliche Schutzrechte:Bieten Erfindern bzw. Unternehmen einen zeitlich begrenzten Konkurrenzschutz für eine Erfindung. Das bekannteste gewerbliche Schutzrecht ist das Patent. Weiterhin spielt im Pharmamarkt das Supplementary Protection Certificate (SPC) eine wichtige Rolle. GMP:Good Manufacturing Practice, internationaler Produktionsstandard in der pharmazeutischen Industrie. Handelsgeschäfte:Kauf und Weiterverkauf von Produkten Dritter; häufig handelt es sich im Pharmamarkt dabei um Großhandelsgeschäfte oder Parallelimporte. Indikation:Krankheitsbild, bei dem ein bestimmtes Arzneimittel eingesetzt wird. Monoklonale Antikörper:Monoklonale Antikörper sind immunologisch aktive Proteine (Eiweißmoleküle), die gegen ein einzelnes Epitop (Oberflächenstruktur) eines Antigens (Krankheitserreger oder bestimmte Moleküle) gerichtet sind und dieses mit höchster Spezifität binden. Monoklonale Antikörper werden mit molekularbiologischen Methoden generiert und biotechnologisch durch gentechnisch veränderte Zelllinien hergestellt. Nephrologie:Ein Teilgebiet der inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik und der nichtchirurgischen Therapie von Nierenerkrankungen befasst. Onkologie:Ein Teilgebiet der inneren Medizin, das sich mit Krebserkrankungen befasst. Patent:Im Pharmamarkt: gewerbliches Schutzrecht, das neuen pharmazeutischen Wirkstoffen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität (in der EU bspw. 20 Jahre) gewährt. Rituximab:Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen wie z.B. der Non-Hodgkin-Lymphome sowie verschiedener Autoimmunerkrankungen wie bspw. der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. Teriparatid:Teriparatid ist ein rekombinant hergestelltes Fragment des körpereigenen Parathormons zur subkutanen Injektion. Teriparatid wird zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit manifester Osteoporose und hohem Frakturrisiko, bei Männern mit Osteoporose in Verbindung mit hohem Frakturrisiko sowie bei Glucocorticoid-induzierter Osteoporose bei Erwachsenen mit erhöhtem Frakturrisiko eingesetzt. Verschreibungspflicht:Die gesetzliche Vorgabe, dass Arzneimittel in Abhängigkeit von ihrem Risikopotenzial nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung an Patienten abgegeben werden dürfen. Wirkstoff:Im Pharmamarkt: der arzneilich wirksame Bestandteil einer Arzneiform (auch API - Active Pharmaceutical Ingredient). Zulassung:Arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Vermarktung eines Arzneimittels in einem nationalen Markt. FINANZKALENDER2015scroll
2016scroll
Stand bei Drucklegung, Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie unter: www.stada.de bzw. www.stada.com. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden auf der Website der Gesellschaft (www.stada.de bzw. www.stada.com) zu den angegebenen Terminen in der Regel vor Öffnung der Frankfurter Wertpapierbörse publiziert. Aktionäre erhalten die Berichte auf Anforderung in gedruckter Form übersandt. IMPRESSUMHerausgeberSTADA Arzneimittel AG Stadastraße 2-18 61118 Bad Vilbel Telefon: 0 61 01/6 03-0 Fax: 0 61 01/6 03-2 59 E-Mail: info@stada.de Website: www.stada.de bzw. www.stada.com KontaktSTADA Arzneimittel AG STADA-Unternehmenskommunikation Telefon: 0 61 01/6 03-1 13 Fax: 0 61 01/6 03-5 06 E-Mail: communications@stada.de TextSTADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel Dieser Geschäftsbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. PublikationDer vollständige Geschäftsbericht sowie aktuelle Informationen über den STADA-Konzern sind im Internet unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar. Gestaltung und Realisierungwagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main ÜbersetzungMBETraining & Translations, Wiesbaden FotografieAndreas Pohlmann, München Getty Images Deutschland GmbH, München iStockphoto LP, Calgary, Kanada DruckGrafik & Druck Steiner oHG, Alzenau Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen. RundungenIm allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. UMSATZ-UBERSICHTscroll
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FÜNF-JAHRES-VERGLEICHscroll
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1)
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß dem neuen
Standard IFRS 11 i.V.m. IAS 8 sowie i.V.m. IAS 1 angepasst (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 3.). Aus Gründen des in IAS 8.43 ff. dargestellten Praktikabilitätsvorbehalts
wurden die Vorjahreszahlen der Geschäftsjahre 2012 und früher diesbezüglich
nicht angepasst. www.stada.de www.stada.com Beschluss des VorstandsVerwendung Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats fasst der Vorstand der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, in seiner Sitzung vom heutigen Tag einstimmig folgenden Beschluss: Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG am 3. Juni 2015 folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2014 vorschlagen: scroll
Bad Vilbel, 23. März 2015 Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender Helmut Kraft, Vorstand Finanzen Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstand Unternehmensentwicklung und Zentrale Dienste |
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