STADA Arzneimittel AG

Bad Vilbel

Zwischenbericht 6 Monate 2016

ZWISCHENBERICHT 1. HALBJAHR 2016

STADA-KENNZAHLEN

scroll

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
Konzern-Kennzahlen in Mio. € 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. ± %
Konzernumsatz 1.034,7 1.025,9 +1%
• Generika (Kernsegment) 603,8 615,3 -2%
• Markenprodukte (Kernsegment) 407,3 389,3 +5%
Konzernumsatz bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte 1.061,0 1.017,71) +4%
• Generika 618,1 614,01) +1%
• Markenprodukte 420,0 385,91) +9%
Operatives Ergebnis 136,3 112,1 +22%
Operatives Ergebnis bereinigt2)3) 153,6 138,1 +11%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 200,7 181,4 +11%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bereinigt2)3) 202,3 189,2 +7%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 137,3 113,0 +21%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bereinigt2)3) 154,6 139,0 +11%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 111,3 77,5 +44%
Ergebnis vor Steuern (EBT) bereinigt2)4) 129,3 111,4 +16%
Konzerngewinn 82,0 53,6 +53%
Konzerngewinn bereinigt2)4) 96,1 85,0 +13%
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 113,0 40,4 >+100%
Investitionen 95,0 57,2 +66%
Abschreibungen (saldiert mit Zuschreibungen) 63,4 68,4 -7%
Mitarbeiterinnen (Anzahl im Durchschnitt gerechnet auf Basis von
Vollzeitkräften)5)
10.781 10.391 +4%
Mitarbeiterinnen (stichtagsbezogen gerechnet auf Basis von Vollzeitkräften) 10.809 10.358 +4%


scroll

1. Halbjahr 2016
1. Halbjahr 2015

Aktien-Kennzahlen 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. ± %
Marktkapitalisierung in Mio. € (30.06.) 2.895,2 1.886,5 +53%
Schlusskurs (XETRA®) in € (30.06.) 46,44 30,26 +53%
Anzahl der Aktien (im Durchschnitt, ohne eigene Aktien, 01.01. - 30.06.) 62.256.297 61.020.667 +2%
Ergebnis je Aktie in € 1,32 0,88 +50%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt2)4) 1,54 1,39 +11%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in €6) - 0,88 -%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € bereinigt2)4)6) - 1,39 -%


1) Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Vorjahres entspricht der für die Kennzahl des aktuellen Berichtsjahres relevanten Vergleichsbasis.
2) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.
3) Sofern in diesem Zwischenbericht Bereinigungen im Zusammenhang mit dem operativen Ergebnis, dem EBITDA und dem EBIT genannt sind, beziehen sich diese grundsätzlich auf Sondereffekte.
4) Sofern in diesem Zwischenbericht Bereinigungen im Zusammenhang mit dem EBT, dem Konzerngewinn, dem Ergebnis je Aktie und dem verwässerten Ergebnis je Aktie genannt sind, beziehen sich diese grundsätzlich auf Sondereffekte und Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der finanziellen Erträge und Aufwendungen.
5) In dieser Durchschnittszahl sind Änderungen im Konsolidierungskreis zeitanteilig enthalten.
6) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.


KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

Überblick

Ungeachtet schwieriger Rahmenbedingungen verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr 2016 eine positive Geschäftsentwicklung.

Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres leicht um 1% auf 1.034,7 Mio. € (1-6/2015: 1.025,9 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzernportfolio und Währungseffekte zurückzuführen waren, erhöhte sich der bereinigte Konzernumsatz um 4% auf 1.061,0 Mio. € (1-6/2015: 1.017,7 Mio. €). Insbesondere die Marktregionen Deutschland sowie Asien/Pazifik & MENA wiesen erfreuliche Umsatzsteigerungen auf.

Im Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verbesserten Bruttoergebnisses, geringer ausfallender Sondereffekte sowie rückläufiger negativer Währungseffekte lagen sowohl die ausgewiesenen als auch die bereinigten Ertragskennzahlen über denen des 1. Halbjahres 2015. Das ausgewiesene EBITDA nahm um 11% auf 200,7 Mio. € zu (1-6/2015: 181,4 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn legte um 53% auf 82,0 Mio. € zu (1-6/2015: 53,6 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies einen Anstieg von 7% auf 202,3 Mio. € auf (1-6/2015: 189,2 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn zeigte eine Steigerung von 13% auf 96,1 Mio. € (1-6/2015: 85,0 Mio. €). Zu Letzterer trug im Wesentlichen ein weiter optimiertes Finanzergebnis bei. Im Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten saldierten Kursaufwendungen infolge eines stark abwertenden russischen Rubel, eines leicht schwächeren serbischen Dinar, einer deutlich schwächeren ukrainischen Griwna und eines sehr stark abwertenden kasachischen Tenge fielen insgesamt Sondereffekte in Höhe von 4,4 Mio. € vor und 3,8 Mio. € nach Steuern an.

Die Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns war im Berichtszeitraum unverändert stabil. Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2016 auf 1.211,3 Mio. € (31.12.2015: 1.215,7 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag in den ersten 6 Monaten 2016 bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA der Berichtsperiode auf Jahresbasis bei 3,0 (1-6/2015: 3,7).

Der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG hat in einer am 05.06.2016 stattgefundenen außerordentlichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.1) Aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit lässt der bisherige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff mit Wirkung zum 05.06.2016 sein Amt bis auf Weiteres ruhen. Seine bisherigen Aufgaben haben die Vorstandsmitglieder Dr. Matthias Wiedenfels und Helmut Kraft gemeinsam übernommen. Dr. Matthias Wiedenfels wurde zunächst zusätzlich zum Vorsitzenden des Vorstands berufen.

Im laufenden 3. Quartal hat der Vorstand eine grundlegende Änderung der Berichtsstrukturen beschlossen. Bislang berichtet der STADA-Konzern nach operativen Segmenten und Marktregionen. Die geänderte Berichtsstruktur, die im 2. Halbjahr 2016 umgesetzt wird, sieht vor, dass der Konzern nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Kernsegmenten Generika und Markenprodukte, gesteuert wird. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie inklusive einer zentralen Führung der Kernsegmente, einer stärkeren Internationalisierung des Produkt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen werden.

Darüber hinaus hat der Vorstand am 11.07.2016 mittelfristige Wachstumsziele verabschiedet. Demnach werden für 2019 ein um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA von 510 Mio. € und ein bereinigter Konzerngewinn von 250 Mio. € in einer Bandbreite von +/-5% angestrebt. Zur Erreichung der Wachstumsziele dient die eingeleitete Umsetzung eines konzernweiten Programms zur Verbesserung der Performance. Im Rahmen dessen sollen unerschlossene Umsatzpotenziale gehoben, die Marketingkosten optimiert und die Vertriebseffizienz gesteigert werden. Darüber hinaus ist geplant, vor allem die Herstellungskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten zu reduzieren. Die Umsetzung des Programms soll voraussichtlich 2019 abgeschlossen werden. Weitere Details plant der Vorstand im Rahmen eines Kapitalmarkttages am 05.10.2016 in Frankfurt am Main vorzustellen. Das Programm zielt im Wesentlichen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von STADA zu steigern und die Innovationskraft zur langfristigen Wertschöpfung für die Aktionärinnen und Aktionäre zu verbessern.

Beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt der Vorstand seine Prognose, nach der ein leichtes Wachstum bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz, beim bereinigten EBITDA und beim bereinigten Konzerngewinn zu erwarten ist.

1) Vgl. Ad-hoc-Meldung und Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.06.2016.


Finanzielle Leistungsindikatoren

Überleitung des unbereinigten Konzernumsatzes zum um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz

scroll
in Mio. € 1. Halbjahr 2016
01.01. - 30.06.
Vergleichsbasis
Vorjahreszeitraum
für 2016
+/- % 1. Halbjahr 2015
01.01. - 30.06.
Vergleichsbasis
Vorjahreszeitraum
für 2015
+/- %
Unbereinigter Konzernumsatz 1.034,7 1.025,9 +1% 1.025,9 1.002,8 +2%
• Generika (Kernsegment) 603,8 615,3 -2% 615,3 598,7 +3%
• Markenprodukte (Kernsegment) 407,3 389,3 +5% 389,3 381,6 +2%
Währungseffekte 47,5 -
19,6 -
• Generika (Kernsegment) 17,9 -
7,2 -
• Markenprodukte (Kernsegment) 28,8 -
14,9 -
Portfolioveränderungen 21,2 8,2
20,2 1,8
• Generika (Kernsegment) 3,6 1,2
3,2 1,6
• Markenprodukte (Kernsegment) 16,1 3,4
17,0 0,2
Um Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigter Konzernumsatz
1.061,0 1.017,7 +4% 1.025,3 1.000,9 +2%
• Generika (Kernsegment) 618,1 614,0 +1% 619,3 597,1 +4%
• Markenprodukte (Kernsegment) 420,0 385,9 +9% 387,2 381,3 +2%


Überleitung des unbereinigten EBITDA zum bereinigten EBITDA

scroll
in Mio. € 1. Halbjahr 2016
01.01. - 30.06.
1. Halbjahr 2015
01.01. - 30.06.
+/- %
Unbereinigtes EBITDA 200,7 181,4 +11%
Eine saldierte Belastung im Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfassten Kursaufwendungen bzw. Kurserträgen resultierend
aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer wesentlicher Währungen
der Marktregion CIS/Osteuropa
4,4 8,6
Aus Kaufpreisaufteilungen resultierende Bewertungseffekte. Dabei handelt es sich um
den Verbrauch von im Rahmen von Kaufpreisallokationen zum Fair Value bewerteten Vorratsbeständen
1,2 -0,8
Eine saldierte Entlastung durch verschiedene außerordentliche Erträge, u.a. für eine
erhaltene Meilensteinzahlung in Großbritannien (Vorjahr: eine saldierte Belastung durch
verschiedene außerordentliche Aufwendungen und Erträge, u.a. für geleistete und
erhaltene Schadenersatzleistungen und im Zusammenhang mit der Abgabe der
deutschen Logistikaktivitäten)
-4,0 0,0
Bereinigtes EBITDA 202,3 189,2 +7%


Überleitung des unbereinigten Konzerngewinns zum bereinigten Konzerngewinn

scroll

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015

01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06.
Gewinn- und Verlustrechnung
(Kurzfassung) in T €
ohne Heraus-
rechnung zu
bereinigender Effekte
zu bereinigende
Effekte
nach Heraus-
rechnung zu
bereinigender Effekte
ohne Heraus-
rechnung zu
bereinigender Effekte
zu bereinigende
Effekte
nach Heraus-
rechnung zu
bereinigender Effekte
Umsatzerlöse 1.034.665 - 1.034.665 1.025.885 - 1.025.885
Herstellungskosten 529.299 9.914 519.385 531.704 7.847 523.857
Bruttoergebnis vom Umsatz 505.366 9.914 515.280 494.181 7.847 502.028
Vertriebskosten 232.847 - 232.847 235.686 - 235.686
Allgemeine Verwaltungskosten 90.730 - 90.730 88.436 1.597 86.839
Forschungs- und Entwicklungskosten 31.026 - 31.026 33.612 - 33.612
Sonstige Erträge 8.372 -4.715 3.657 6.963 -5.294 1.669
Andere Aufwendungen 22.857 12.091 10.766 31.301 21.852 9.449
Operatives Ergebnis 136.278 17.290 153.568 112.109 26.002 138.111
Ergebnis aus at equity bewerteten
Anteilen
999 - 999 845 - 845
Beteiligungsergebnis 23 - 23 60 - 60
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 137.300 17.290 154.590 113.014 26.002 139.016
Finanzielle Erträge 971 343 1.314 668 - 668
Finanzielle Aufwendungen 26.961 337 26.624 36.163 7.928 28.235
Ergebnis vor Steuern (EBT) 111.310 17.970 129.280 77.519 33.930 111.449
Ertragsteuern 24.748 -3.601 28.349 20.296 -2.371 22.667
Ergebnis nach Steuern 86.562 14.369 100.931 57.223 31.559 88.782
Auf nicht beherrschende
Gesellschafter entfallendes Ergebnis
4.557 -271 4.828 3.600 -221 3.821
Auf die Aktionäre der STADA
Arzneimittel AG entfallendes
Ergebnis (Konzerngewinn)
82.005 14.098 96.103 53.623 31.338 84.961
Ergebnis je Aktie in € 1,32 - 1,54 0,88 - 1,39
EBIT 137.300 17.290 154.590 113.014 26.002 139.016
Saldo aus planmäßigen
Abschreibungen und
Wertminderungen/Zuschreibungen
auf immaterielle Vermögenswerte
(einschl. Geschäfts- oder
Firmenwerten), Sachanlagen
und Finanzanlagen
63.359 -15.652 47.707 68.424 -18.226 50.198
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
200.659 1.638 202.297 181.438 7.776 189.214


scroll
Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) in T € +/- % nach Herausrechnung zu bereinigender Effekte
Umsatzerlöse +1%
Herstellungskosten
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebskosten
Allgemeine Verwaltungskosten
Forschungs- und Entwicklungskosten
Sonstige Erträge
Andere Aufwendungen
Operatives Ergebnis +11%
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen
Beteiligungsergebnis
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) +11%
Finanzielle Erträge
Finanzielle Aufwendungen
Ergebnis vor Steuern (EBT) +16%
Ertragsteuern
Ergebnis nach Steuern
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) +13%
Ergebnis je Aktie in €
EBIT +11%
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) +7%


Weitere Erläuterungen über die Art der bereinigten Aufwendungen und Erträge sind in dem Kapitel "Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns" enthalten.

Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns

Der ausgewiesene Konzernumsatz verzeichnete im Berichtszeitraum ein leichtes Wachstum von 1% auf 1.034,7 Mio. € (1-6/2015: 1.025,9 Mio. €).

Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten resultierten, erhöhte sich der bereinigte Konzernumsatz in der Berichtsperiode um 4% auf 1.061,0 Mio. € (1-6/2015: 1.017,7 Mio. €).

Im Detail sahen die Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekte zurückzuführen waren, wie folgt aus:

Portfolioveränderungen betrugen in den ersten 6 Monaten 2016 insgesamt 21,2 Mio. € sowie in der rückwärtigen Betrachtung als Anpassung für den entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt 8,2 Mio. €. Dies entspricht 1,3 Prozentpunkten.

Bei Anwendung der Wechselkurse des 1. Halbjahres 2016 im Vergleich zu denen des 1. Halbjahres 2015 für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro wies STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 47,5 Mio. € bzw. -4,6 Prozentpunkten auf, da sich alle drei der für STADA wichtigsten Landeswährungen in Relation zur Konzernwährung Euro schwächer entwickelten. Dabei zeigte der russische Rubel eine deutlich schlechtere, der serbische Dinar eine leicht schwächere und das britische Pfund eine schwächere Entwicklung. Darüber hinaus entwickelten sich die ukrainische Griwna sowie der kasachische Tenge deutlich schwächer und der vietnamesische Dong als auch der Schweizer Franken schwächer. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro.

Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen ausgewiesen werden, ist darunter jeweils der um diese Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen.

Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns

Im Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres gestiegenen Bruttoergebnisses, geringer ausfallender Sondereffekte sowie rückläufiger negativer Währungseffekte lagen sowohl die ausgewiesenen als auch die bereinigten Ertragskennzahlen über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Das ausgewiesene operative Ergebnis stieg im 1. Halbjahr 2016 um 22% auf 136,3 Mio. € (1-6/2015: 112,1 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA erhöhte sich um 11% auf 200,7 Mio. € (1-6/2015: 181,4 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn legte um 53% auf 82,0 Mio. € zu (1-6/2015: 53,6 Mio. €).

Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus Sondereffekten nahm das bereinigte operative Ergebnis im Berichtszeitraum um 11% auf 153,6 Mio. € zu (1-6/2015: 138,1 Mio. €). Das bereinigte EBITDA verzeichnete ein Wachstum von 7% auf 202,3 Mio. € (1-6/2015: 189,2 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn zeigte einen Anstieg von 13% auf 96,1 Mio. € (1-6/2015: 85,0 Mio. €).

Die Sondereffekte addierten sich in den ersten 6 Monaten 2016 saldiert zu einer Ertragsbelastung in Höhe von 18,0 Mio. € vor bzw. 14,1 Mio. € nach Steuern (1-6/2015: saldierte Ertragsbelastung durch Sondereffekte in Höhe von 33,9 Mio. € vor bzw. 31,4 Mio. € nach Steuern).

Im Detail sahen diese kumulierten Sondereffekte wie folgt aus:

eine Belastung in Höhe von 10,0 Mio. € vor bzw. 8,1 Mio. € nach Steuern resultierend aus zusätzlichen Abschreibungen und anderen Bewertungseffekten bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013 (1-6/2015: eine Belastung in Höhe 7,8 Mio. € vor bzw. 7,2 Mio. € nach Steuern)

eine saldierte Belastung in Höhe von 6,9 Mio. € vor bzw. 5,4 Mio. € nach Steuern für Wertberichtigungen saldiert mit Zuschreibungen von immateriellen Vermögenswerten nach Werthaltigkeitstests (1-6/2015: eine saldierte Belastung in Höhe 9,6 Mio. € vor bzw. 8,5 Mio. € nach Steuern)

eine saldierte Belastung in Höhe von 4,4 Mio. € vor bzw. 3,8 Mio. € nach Steuern im Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Kursaufwendungen bzw. Kurserträgen resultierend aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer wesentlicher Währungen der Marktregion CIS/Osteuropa (1-6/2015: eine saldierte Belastung in Höhe 8,6 Mio. € vor bzw. 7,0 Mio. € nach Steuern)

eine Belastung in Höhe von 0,7 Mio. € vor bzw. 0,5 Mio. € nach Steuern im Zusammenhang mit der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und diesen zu Grunde liegenden Geschäften (1-6/2015: eine Belastung in Höhe 8,6 Mio. € vor bzw. 8,6 Mio. € nach Steuern)

eine saldierte Entlastung in Höhe von 4,0 Mio. € vor bzw. 3,7 Mio. € nach Steuern durch verschiedene außerordentliche Erträge, u.a. für eine erhaltene Meilensteinzahlung in Großbritannien (1-6/2015: eine saldierte Entlastung in Höhe von 0,7 Mio. € vor bzw. eine saldierte Belastung in Höhe von 0,1 Mio. € nach Steuern durch verschiedene außerordentliche Aufwendungen und Erträge, u.a. für geleistete und erhaltene Schadenersatzleistungen und im Zusammenhang mit der Abgabe der deutschen Logistikaktivitäten)

Im 2. Quartal 2016 fiel dabei eine Ertragsbelastung in Höhe von 5,9 Mio. € vor bzw. 3,6 Mio. € nach Steuern an (2. Quartal 2015: saldierte Ertragsbelastung in Höhe von 14,9 Mio. € vor bzw. 14,7 Mio. € nach Steuern).

Im Detail sahen diese wie folgt aus:

eine saldierte Belastung in Höhe von 6,4 Mio. € vor bzw. 5,0 Mio. € nach Steuern für Wertberichtigungen saldiert mit Zuschreibungen von immateriellen Vermögenswerten nach Werthaltigkeitstests (2. Quartal 2015: eine saldierte Belastung in Höhe 9,6 Mio. € vor bzw. 8,5 Mio. € nach Steuern)

eine Belastung in Höhe von 5,0 Mio. € vor bzw. 4,0 Mio. € nach Steuern resultierend aus zusätzlichen Abschreibungen und anderen Bewertungseffekten bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013 (2. Quartal 2015: eine saldierte Belastung in Höhe 4,0 Mio. € vor bzw. 3,7 Mio. € nach Steuern)

eine Belastung in Höhe von 0,5 Mio. € vor bzw. 0,3 Mio. € nach Steuern im Zusammenhang mit der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und diesen zu Grunde liegenden Geschäften (2. Quartal 2015: eine saldierte Belastung in Höhe 6,0 Mio. € vor bzw. 6,0 Mio. € nach Steuern)

eine saldierte Entlastung von 4,0 Mio. € vor bzw. 3,7 Mio. € nach Steuern durch verschiedene außerordentliche Erträge, u.a. für eine erhaltene Meilensteinzahlung in Großbritannien (2. Quartal 2015: eine saldierte Entlastung in Höhe von 2,2 Mio. € vor bzw. 1,4 Mio. € nach Steuern durch verschiedene außerordentliche Aufwendungen und Erträge, u.a. für geleistete und erhaltene Schadenersatzleistungen und im Zusammenhang mit der Abgabe der deutschen Logistikaktivitäten)

eine saldierte Entlastung in Höhe von 2,0 Mio. € vor bzw. 2,0 Mio. € nach Steuern im Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Kursaufwendungen bzw. Kurserträgen resultierend aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer wesentlicher Währungen der Marktregion CIS/Osteuropa (2. Quartal 2015: eine saldierte Entlastung in Höhe 2,5 Mio. € vor bzw. 2,1 Mio. € nach Steuern)

In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns sowie die sich daraus ergebenden Margen sowohl ausgewiesen als auch bereinigt um die zuvor aufgeführten Sondereffekte für das 1. Halbjahr 2016 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum im Vergleich dargestellt.

Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

scroll
Marge1)
Marge1)

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
in Mio. € 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. ± % 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06.
Operatives Ergebnis 136,3 112,1 +22% 13,2% 10,9%
• Operatives Segmentergebnis Generika 104,3 85,8 +22% 17,3% 13,9%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte 70,7 71,1 -1% 17,4% 18,3%
EBITDA2) 200,7 181,4 +11% 19,4% 17,7%
EBIT3) 137,3 113,0 +21% 13,3% 11,0%
EBT4) 111,3 77,5 +44% 10,8% 7,6%
Konzerngewinn 82,0 53,6 +53% 7,9% 5,2%
Ergebnis je Aktie in € 1,32 0,88 +50%

Verwässertes Ergebnis je Aktie in €5) - 0,88 -%


Entwicklung der bereinigten6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

scroll
Marge1)
Marge1)

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
in Mio. € 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. ± % 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06.
Operatives Ergebnis bereinigt 153,6 138,1 +11% 14 8% 13,5%
• Operatives Segmentergebnis Generika bereinigt 105,3 87,0 +21% 17,4% 14,1%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte
bereinigt
88,7 88,0 +1% 21 8% 22,6%
EBITDA2) bereinigt 202,3 189,2 +7% 19,6% 18,4%
• EBITDA Generika bereinigt 129,2 111,4 +16% 21,4% 18,1%
• EBITDA Markenprodukte bereinigt 108,6 109,7 -1% 26,7% 28,2%
EBIT3) bereinigt 154,6 139,0 +11% 14,9% 13,6%
EBT4) bereinigt 129,3 111,4 +16% 12,5% 10,9%
Konzerngewinn bereinigt 96,1 85,0 +13% 9,3% 8,3%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt 1,54 1,39 +11%

Verwässertes Ergebnis je Aktie in €5) bereinigt - 1,39 -%



1) Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz.
2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
3) Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
4) Ergebnis vor Steuern.
5) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.
6) Bereinigt um Sondereffekte.


Die Herstellungskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,4 Mio. € auf 529,3 Mio. € (1-6/2015: 531,7 Mio. €), obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,8 Mio. € gesteigert werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Bruttomarge auf 48,8% (1-6/2015: 48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten Erlösminderungen in der Marktregion Deutschland.

Die Vertriebskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,8 Mio. € auf 232,8 Mio. € (1-6/2015: 235,7 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang in der Marktregion CIS/Osteuropa.

Die sonstigen Erträge erhöhten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4 Mio. € auf 8,4 Mio. € (1-6/2015: 7,0 Mio. €), insbesondere auf Grund einer erhaltenen Meilensteinzahlung in Großbritannien.

Die anderen Aufwendungen verringerten sich in den ersten 6 Monaten 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 22,9 Mio. € (1-6/2015: 31,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf geringeren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und geringeren Kursaufwendungen, insbesondere in der Marktregion CIS/Osteuropa.

Der im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 27,0 Mio. € (1-6/2015: 36,2 Mio. €) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern erhöhten sich in der Berichtsperiode verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Mio. € auf 24,7 Mio. € (1-6/2015: 20,3 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 22,2% (1-6/2015: 26,2%), insbesondere auf Grund einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern.

Entwicklung der Segmente

Der ausgewiesene Umsatz der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte verzeichnete in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein leichtes Wachstum von 1%. Damit hatten diese insgesamt einen Anteil von 97,7% am ausgewiesenen Konzernumsatz (1-6/2015: 97,9%). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der beiden Kernsegmente nahm gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4% zu.

Der ausgewiesene Umsatz des Kernsegments Generika verringerte sich im Berichtszeitraum um 2% auf 603,8 Mio. € (1-6/2015: 615,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einem Umsatzrückgang in dem zu der Marktregion Zentraleuropa gehörenden belgischen Markt sowie in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden serbischen Markt. Gegenläufig war eine positive Umsatzentwicklung im deutschen und französischen Markt sowie durch die neu akquirierte argentinische Gesellschaft zu verzeichnen. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Kernsegments Generika wies eine leichte Steigerung von 1% gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres auf. Generika steuerten 58,3% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 60,0%).

Der ausgewiesene Umsatz des Kernsegments Markenprodukte zeigte in der Berichtsperiode eine Steigerung von 5% auf 407,3 Mio. € (1-6/2015: 389,3 Mio. €). Das Umsatzwachstum war maßgeblich auf die positive Entwicklung im deutschen, britischen und italienischen Markt zurückzuführen. Gegenläufig verlief die Umsatzentwicklung der Markenprodukte in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden russischen und kasachischen Markt. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Kernsegments Markenprodukte stieg um 9% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Markenprodukte trugen 39,4% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 37,9%).

Der Umsatz des nicht zu den Kernsegmenten zählenden Segments Handelsgeschäfte lag in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 23,4 Mio. € um 10% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (1-6/2015: 21,3 Mio. €).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika erhöhte sich im 1. Halbjahr 2016 um 22% auf 104,3 Mio. € (1-6/2015: 85,8 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte u.a. aus einem starken Zuwachs des operativen Ergebnisses der deutschen Tochtergesellschaften ALIUD PHARMA GmbH und STADApharm GmbH bedingt durch geringere Erlösschmälerungen. Eine gegenläufige Entwicklung vollzog sich in dem zu der Marktregion Zentraleuropa gehörenden belgischen Markt auf Grund einer geänderten Einkaufsstrategie des belgischen Vertriebspartners. Der hierdurch verursachte Rückgang der Umsatzerlöse konnte nicht durch entsprechende Kosteneinsparungen kompensiert werden. Darüber hinaus ergaben sich ein Rückgang in dem britischen Markt bedingt durch temporäre Lieferengpässe eines Lieferanten sowie in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden serbischen Markt eine Kaufzurückhaltung der serbischen Großhändler auf Grund von rückläufigen Erstattungspreisen und der Ankündigung, dass die Erstattungspreise erneut verringert werden sollen. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika betrug 17,3% (1-6/2015: 13,9%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika stieg in der Berichtsperiode um 21% auf 105,3 Mio. € (1-6/2015: 87,0 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika nahm um 16% auf 129,2 Mio. € zu (1-6/2015: 111,4 Mio. €). Beide Entwicklungen basierten vorrangig auf den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis der Generika beschriebenen Entwicklungen in der Marktregion Deutschland. Aus geringeren Bereinigungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, die sich maßgeblich auf die ergebniswirksam erfassten Kursaufwendungen des Teilkonzerns CIS beziehen, resultierte die im Vergleich zu den ausgewiesenen Kennzahlen etwas geringere Steigerung der bereinigten Kennzahlen. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 17,4% (1-6/2015: 14,1%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte ging in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres leicht um 1% auf 70,7 Mio. € zurück (1-6/2015: 71,1 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch eine hohe Inflation und einen damit einhergehenden Kaufkraftverlust der Endverbraucher in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden russischen Markt bedingt. Gegenläufig verbesserten sich die operativen Segmentergebnisse der Markenprodukte in den Marktregionen Deutschland und Zentraleuropa. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 17,4% (1-6/2015: 18,3%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte wies im Berichtszeitraum eine leichte Steigerung von 1% auf 88,7 Mio. € auf (1-6/2015: 88,0 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte verringerte sich leicht um 1% auf 108,6 Mio. € (1-6/2015: 109,7 Mio. €). Beide Entwicklungen resultierten aus den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis der Markenprodukte genannten Gründen in der Marktregion CIS/Osteuropa. Zudem ergab sich auf Grund höherer Sondereffekte im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahreszeitraum beim bereinigten operativen Ergebnis eine leicht positivere Entwicklung als beim ausgewiesenen operativen Ergebnis. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 21,8% (1-6/2015: 22,6%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Handelsgeschäfte belief sich im 1. Halbjahr 2016 auf 0,4 Mio. € (1-6/2015: 0,1 Mio. €).

Entwicklung der Marktregionen

Nachfolgend wird auf die Entwicklung von STADA in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den vier Marktregionen Zentraleuropa, Deutschland, CIS/Osteuropa sowie Asien/Pazifik & MENA eingegangen. Darüber hinaus erfolgt innerhalb der einzelnen Marktregionen eine Beschreibung der Entwicklung in den Ländern, die in der jeweiligen Marktregion umsatzmäßig die größte Bedeutung haben.

Marktregion Zentraleuropa

In der Marktregion Zentraleuropa zeigte der Umsatz in der Berichtsperiode - bei unterschiedlicher Entwicklung der zugehörigen Länder - einen leichten Rückgang von 1% auf 494,0 Mio. € (1-6/2015: 499,1 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus dem Umsatzrückgang im belgischen Markt. Die in dieser Marktregion erzielten Umsätze trugen 47,8% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 48,7%). Von dem in der Marktregion Zentraleuropa erreichten Umsatz entfielen 20,4 Mio. € auf Exportumsätze (1-6/2015: 21,2 Mio. €). Der bereinigte Umsatz fiel in dieser Marktregion ebenfalls leicht um 1%.

Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand in der Marktregion Zentraleuropa von einem Umsatzwachstum bei einer im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität aus.

Nachfolgend werden die Geschäftsverläufe der am Umsatz gemessen fünf größten Märkte dieser Marktregion dargestellt.

Der in Italien erreichte Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5% auf 101,2 Mio. € (1-6/2015: 96,7 Mio. €).

Der Umsatz, der im italienischen Markt mit Generika erzielt wird, nahm insbesondere auf Grund von positiven Volumeneffekten leicht um 1% auf 79,8 Mio. € zu (1-6/2015: 79,3 Mio. €). Generika steuerten einen Beitrag von 79% zum lokalen Umsatz bei (1-6/2015: 82%).

Der in Italien mit Markenprodukten realisierte Umsatz zeigte maßgeblich auf Grund von Zukäufen einen Anstieg von 23% auf 21,4 Mio. € (1-6/2015: 17,4 Mio. €). Markenprodukte hatten einen Anteil von 21% am italienischen Umsatz (1-6/2015: 18%).

Der in Großbritannien im 1. Halbjahr 2016 erzielte Umsatz verzeichnete bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse eine Steigerung von 14%. Das britische Pfund entwickelte sich im 1. Halbjahr 2016 insbesondere auf Grund der Diskussionen um einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der Entscheidung Großbritanniens für einen Austritt schwächer. Ungeachtet dieses negativen Währungseffekts erhöhte sich der Umsatz in Euro um 7% auf 93,9 Mio. € (1-6/2015: 87,6 Mio. €). Diese Entwicklung konnte trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis sowie einer schwachen Erkältungssaison im britischen Markt und einer dementsprechend geringeren Nachfrage bei Erkältungsprodukten erreicht werden.

Der im britischen Markt mit Markenprodukten erzielte Umsatz verzeichnete einen Zuwachs von 12% auf 83,6 Mio. € (1-6/2015: 74,8 Mio. €). Zu dem Umsatzanstieg trug auch der im 4. Quartal 2015 erfolgte Kauf der britischen Socialites-Gruppe bei. Markenprodukte steuerten 89% zu dem in Großbritannien erreichten Umsatz bei (1-6/2015: 85%).

Der in Großbritannien realisierte Umsatz mit Generika, bei denen STADA im dortigen Markt Nischenanbieter von ausgewählten Generika mit nur wenigen pharmazeutischen Wirkstoffen ist, verringerte sich um 20% auf 10,3 Mio. € (1-6/2015: 12,8 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einem temporären Lieferengpass eines Lieferanten. Generika trugen 11% zum lokalen Umsatz bei (1-6/2015: 15%).

Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2. Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und den damit verbundenen Unsicherheiten negativ. Insgesamt ergeben sich für STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte auf den in Euro berichteten Umsatz.

In Spanien wies der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen leichten Anstieg von 1% auf 61,9 Mio. € auf (1-6/2015: 61,6 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte aus einer hohen Vergleichsbasis im Generika-Segment im entsprechenden Vorjahreszeitraum, die auf zahlreichen Produkteinführungen basierte.

Der im spanischen Markt mit Generika erreichte Umsatz ging um 2% auf 52,8 Mio. € zurück (1-6/2015: 54,1 Mio. €). Der Anteil von Generika belief sich auf 85% am lokalen Umsatz (1-6/2015: 88%).

Der in Spanien mit Markenprodukten realisierte Umsatz erhöhte sich um 22% auf 9,1 Mio. € (1-6/2015: 7,5 Mio. €). Markenprodukte leisteten einen Beitrag von 15% zum lokalen Umsatz (1-6/2015: 12%).

In Belgien reduzierte sich der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 34% auf 46,1 Mio. € (1-6/2015: 70,0 Mio. €).

Der im belgischen Markt mit Generika generierte Umsatz ging um 37% auf 40,8 Mio. € zurück (1-6/2015: 65,0 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf eine geänderte Einkaufsstrategie des belgischen Vertriebspartners zurückzuführen. Jedoch konnte die belgische STADA-Tochtergesellschaft, die ohnehin klarer Marktführer im belgischen Generika-Markt ist, maßgeblich auf Grund sehr guter Sell-out-Daten, d.h. einer starken Nachfrage auf Seiten der Verbraucher, leichte Marktanteile hinzugewinnen. Generika leisteten einen Beitrag von 88% zum lokalen Umsatz (1-6/2015: 93%).

Der in Belgien mit Markenprodukten erreichte Umsatz zeigte eine Steigerung von 8% auf 5,4 Mio. € (1-6/2015: 5,0 Mio. €). Der Anteil von Markenprodukten belief sich auf 12% am belgischen Umsatz (1-6/2015: 7%).

Der in Frankreich erzielte Umsatz wies im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ein Wachstum von 2% auf 42,0 Mio. € auf (1-6/2015: 41,2 Mio. €).

Der mit Generika im französischen Markt erzielte Umsatz stieg - ungeachtet eines unverändert starken Preis- und Rabattwettbewerbs - um 13% auf 40,4 Mio. € (1-6/2015: 35,9 Mio. €). Generika leisteten einen Beitrag von 96% zum lokalen Umsatz (1-6/2015: 87%).

Der Umsatz, der in Frankreich mit Markenprodukten generiert wird, reduzierte sich um 70% auf 1,6 Mio. € (1-6/2015: 5,3 Mio. €). Der deutliche Umsatzrückgang war insbesondere auf den im Dezember 2015 erfolgten Verkauf der auf Markenprodukte spezialisierten französischen Gesellschaft Laboratoires d'études et de recherches en oligo éléments thérapie SA zurückzuführen. Markenprodukte trugen 4% zum französischen Umsatz bei (1-6/2015: 13%).

Marktregion Deutschland

Rückwirkend zum 01.01.2016 wurde auf Grund einer veränderten Managementverantwortung die Hemopharm GmbH inklusive ihres Bulgarien-, Ungarn-, Kroatien- und Sloweniengeschäfts vollständig der Marktregion CIS/Osteuropa zugeordnet. Angesichts dessen sind die Umsätze aus den Exportaktivitäten der Hemopharm GmbH nicht mehr in den Umsätzen der Marktregion Deutschland enthalten. Ungeachtet dieser Umgliederung nahm der Umsatz der Marktregion Deutschland im 1. Halbjahr 2016 um 12% auf 254,7 Mio. € zu (1-6/2015: 227,9 Mio. €). Ohne Berücksichtigung dieser Umgliederung, d.h. inklusive der Exportaktivitäten, stieg der Umsatz in der Marktregion Deutschland um 17% auf 267,6 Mio. € (1-6/2015: 227,9 Mio. €). Insgesamt hatte diese Marktregion einen Anteil von 24,6% am Konzernumsatz (1-6/2015: 22,2%). Von dem in der Marktregion Deutschland realisierten Umsatz waren 7,7 Mio. € Exportumsätzen zuzurechnen (1-6/2015: 18,2 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand in der Marktregion Deutschland mit einem Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus bei einer unterhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität.

Der in Deutschland realisierte Umsatz, d.h. der Umsatz ohne Exportumsätze der Marktregion Deutschland und ohne Umsätze anderer Marktregionen in Deutschland, verzeichnete im Berichtszeitraum eine Zunahme von 18% auf 246,9 Mio. € (1-6/2015: 209,8 Mio. €).

Ungeachtet der unverändert schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika, die aus dem intensiven Wettbewerb bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen resultierten, erhöhte sich der Umsatz des deutschen Generika-Segments in den ersten 6 Monaten 2016 um 4% auf 149,0 Mio. € (1-6/2015: 143,6 Mio. €). Die positive Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einer veränderten Wettbewerbssituation, der Möglichkeit zur Bildung von Bietergemeinschaften und einer Portfoliooptimierung. Darüber hinaus resultierte sie aus der Konzentration im Konzern auf nur noch eine Ausschreibungsgesellschaft. Der in Deutschland mit Generika generierte Umsatz trug 60% zu dem im deutschen Markt insgesamt erreichten Umsatz bei (1-6/2015: 68%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag nach Absatz in der Berichtsperiode bei ca. 11,6%1) (1-6/2015: ca. 13,0%1)). Damit ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt unverändert die klare Nummer 31).

Der im deutschen Markt mit Markenprodukten realisierte Umsatz zeigte im 1. Halbjahr 2016 einen deutlichen Anstieg von 48% auf 98,0 Mio. € (1-6/2015: 66,2 Mio. €). Diese erfreuliche Entwicklung resultierte aus Optimierungen im Produkt-Portfolio, verringerten Retouren sowie der Faktura von hohen Saisonaufträgen. Insgesamt leisteten Markenprodukte im Berichtszeitraum im deutschen Markt einen Beitrag von 40% zu dem in Deutschland erreichten Umsatz (1-6/2015: 32%).

1) Daten von IMS Health bezogen auf den Verkauf von Apotheken an die Kunden (Quelle: IMS/Pharmascope national).


Marktregion CIS/Osteuropa

In der Marktregion CIS/Osteuropa2) erhöhte sich der Umsatz - auch auf Grund der zuvor erwähnten Umgliederung der Exportaktivitäten der Hemopharm GmbH - in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 8%. Angesichts negativer Währungseffekte reduzierte sich der Umsatz in Euro um 8% auf 209,2 Mio. € (1-6/2015: 227,2 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Umgliederung, d.h. exklusive der Aktivitäten in Bulgarien, Ungarn, Kroatien sowie Slowenien, nahm der Umsatz in der Marktregion CIS/Osteuropa um 14% auf 196,2 Mio. € ab (1-6/2015: 227,2 Mio. €). Die in dieser Marktregion erreichten Umsätze steuerten 20,2% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 22,1%). Von dem in der Marktregion CIS/ Osteuropa erzielten Umsatz entfielen 4,1 Mio. € auf Exportumsätze (1-6/2015: 5,9 Mio. €). Der bereinigte Umsatz wies in dieser Marktregion einen Anstieg von 8% auf.

Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand für die Marktregion CIS/Osteuropa bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse von einer Umsatzsteigerung aus. Die um negative Währungseffekte bereinigte operative Profitabilität sollte dabei oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen.

Nachfolgend wird die Entwicklung der umsatzmäßig beiden größten Märkte dieser Marktregion beschrieben.

In Russland stieg der Umsatz in den ersten 6 Monaten 2016 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse ungeachtet weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere im Selbstzahlermarkt um 7%. Angesichts eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel ging der Umsatz in Euro um 13% auf 109,5 Mio. € zurück (1-6/2015: 125,5 Mio. €). Auf Grund der hohen Inflation und eines damit einhergehenden Kaufkraftverlusts ist diese Entwicklung als positiv zu werten. Im 2. Halbjahr 2016 geht STADA von einem unverändert schwierigen Marktumfeld in der Russischen Föderation aus. Der im Rahmen des staatlichen Programms zur Kostenerstattung ausgewählter Arzneimittel für einzelne Bevölkerungsgruppen (DLO-Programm) generierte Umsatz, der ca. 5% der russischen Umsätze ausmachte, lag in lokaler Währung unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Der mit Generika im russischen Markt erzielte Umsatz stieg um 19% auf 49,3 Mio. € (1-6/2015: 41,3 Mio. €). Der Anteil von Generika belief sich auf 45% am lokalen Umsatz (1-6/2015: 33%).

Der mit Markenprodukten realisierte Umsatz verringerte sich um 29% auf 60,2 Mio. € (1-6/2015: 84,3 Mio. €). Markenprodukte steuerten 55% zu dem im russischen Markt erzielten Umsatz bei (1-6/2015: 67%).

Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen STADA-Geschäftsaktivitäten maßgeblich durch die Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro beeinflusst sein. Des Weiteren stellen die unverändert eingetrübten Aussichten für die russische Wirtschaft und die starke Abwertung des russischen Rubel ein gestiegenes Risiko in Bezug auf die Konsumentenstimmung und Verbraucherausgaben dar.

In Serbien verzeichnete der Umsatz in der Berichtsperiode bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse einen Rückgang von 27%. In Euro ging der Umsatz auf Grund eines leicht negativen Währungseffekts des serbischen Dinar um 28% auf 33,6 Mio. € zurück (1-6/2015: 46,9 Mio. €). Bei der Betrachtung des Umsatzmixes ist im serbischen Markt weiterhin eine grundsätzliche Verlagerung von Generika hin zu Markenprodukten zu beobachten.

Der im serbischen Markt mit Generika erreichte Umsatz verringerte sich um 31% auf 25,5 Mio. € (1-6/2015: 36,9 Mio. €). Diese Entwicklung hing u.a. mit der Entscheidung über rückläufige Erstattungspreise zusammen. Zunächst kam es zum 01.01.2015 zu einer Verringerung der Erstattungspreise. Außerdem wurde angekündigt, dass die Erstattungspreise erneut reduziert werden sollen. Da im 1. Halbjahr 2016 jedoch keine Details dazu bekannt gegeben wurden, wann diese Reduzierung erfolgen soll und in welcher Höhe, hielten sich die serbischen Großhändler mit ihrer Nachfrage zurück. Der Anteil von Generika betrug 76% am serbischen Umsatz (1-6/2015: 79%).

Der Umsatz, der in Serbien mit Markenprodukten ausgewiesen wurde, war um 22% auf 7,9 Mio. € rückläufig (1-6/2015: 10,0 Mio. €). Markenprodukte trugen 23% zum lokalen Umsatz bei (1-6/2015: 21%).

2) So genannte CEE-Länder (Central and Eastern Europe) inklusive Russland.


Marktregion Asien/Pazifik & MENA

In der Marktregion Asien/Pazifik & MENA wies der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Wachstum von 7% auf 76,8 Mio. € auf (1-6/2015: 71,7 Mio. €). Diese verglichen mit den Vorquartalen verhaltene Entwicklung war insbesondere auf eine hohe Vergleichsbasis des korrespondierenden Zeitraums des Vorjahres zurückzuführen. Ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks in den beiden größten Märkten dieser Marktregion, Vietnam und China, stieg der dortige Umsatz infolge von gewonnenen lokalen Ausschreibungsverfahren. Der Beitrag, den diese Marktregion am Konzernumsatz hatte, betrug 7,4% (1-6/2015: 7,0%). Der bereinigte Umsatz dieser Marktregion verzeichnete einen Anstieg von 11%.

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand in der Marktregion Asien/Pazifik & MENA mit einem Umsatzanstieg bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität.

Entwicklung, Produktion und Beschaffung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in der Berichtsperiode auf 31,0 Mio. € (1-6/2015: 33,6 Mio. €). Basierend auf dem Geschäftsmodell, nach dem STADA nicht in der Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist, handelt es sich hierbei ausschließlich um Entwicklungskosten. Darüber hinaus aktivierte der Konzern im 1. Halbjahr 2016 Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 13,0 Mio. € (1-6/2015: 10,8 Mio. €).

Insgesamt führte STADA in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres weltweit 358 einzelne Produkte in einzelnen nationalen Märkten ein (1-6/2015: 270 Produkteinführungen).

Angesichts der weiterhin gut gefüllten Produkt-Pipeline erwartet der Vorstand auch in Zukunft die kontinuierliche Einführung neuer Produkte in den einzelnen nationalen Märkten der jeweiligen Marktregionen. Der Fokus liegt dabei nach wie vor auf Generika in den EU-Ländern.

Alle konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore werden bei STADA grundsätzlich durch angemessene Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau gehalten. Im Berichtszeitraum lagen die Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen und Prüflaboren bei 11,6 Mio. € (1-6/2015: 15,6 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage sowie Cashflow

Die Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns zeigt sich unverändert stabil. Zum Stichtag 30.06.2016 belief sich die Eigenkapitalquote auf 30,4% (31.12.2015: 31,0%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich.

Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 30.06.2016 1.211,3 Mio. € (31.12.2015: 1.215,7 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA belief sich im 1. Halbjahr 2016 bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA der ersten 6 Monte 2016 auf Jahresbasis auf 3,0 (1-6/2015: 3,7).

Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns verfügte STADA per 30.06.2016 über einen im 2. Quartal 2013 platzierten Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen von 350 Mio. € und einer Verzinsung von 2,25% p.a. sowie eine im 1. Quartal 2015 begebene siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 300 Mio. € mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Zudem bestanden zum 30.06.2016 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich Ende 2016 bis 2021 mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 830,5 Mio. €. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur sind die Schuldscheindarlehen hinsichtlich Volumen und Laufzeit gestaffelt.

Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich zum 30.06.2016 um 35,8 Mio. € auf 1.613,2 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf planmäßigen Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen. Zum 30.06.2016 enthielten die immateriellen Vermögenswerte 400,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2015: 391,6 Mio. €).

Die Zunahme der Sachanlagen zum 30.06.2016 auf 348,7 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio. €) war überwiegend auf Investitionen in die Produktionsstätten in der Marktregion CIS/Osteuropa zurückzuführen.

Die Finanzanlagen stiegen zum Stichtag 30.06.2016 um 3,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € (31.12.2015: 1,3 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus einer Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Vertriebsgesellschaften von der CROMA-PHARMA GmbH.

Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum Stichtag 30.06.2016 um 1,0 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück (31.12.2015: 8,7 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2016 auf 56,5 Mio. € ab (31.12.2015: 74,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf einer Verringerung der positiven Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie einer Verringerung der Settlement-Forderungen in der Marktregion Deutschland.

Die Reduzierung der Ertragsteuerforderungen zum 30.06.2016 auf 14,9 Mio. € (31.12.2015: 21,2 Mio. €) war überwiegend durch erhaltene Zahlungen aufgrund der Erstattung der steuerlichen Vorauszahlungen in der Marktregion Deutschland bedingt.

Die Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.06.2016 um 14,3 Mio. € auf 43,3 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) resultierte vor allem aus erhöhten Umsatzsteuerforderungen in der Marktregion CIS/Osteuropa sowie Zentraleuropa.

Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Eine deutliche Verringerung der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen wurde zum Anlass genommen, die Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen in diesen Ländern auf den 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung des zum 30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssatzes führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung der sonstigen Rücklagen in Höhe von 35,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015 und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden.

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2016 in Höhe von 222,4 Mio. € bzw. 1.374,5 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio. €) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von 830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten resultierte aus der Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. €, die letztendlich zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen.

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht zum Bilanzstichtag auf 7,5 Mio. € (31.12.2015: 7,2 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte um 17,3 Mio. € auf 201,5 Mio. € ab (31.12.2015: 218,8 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Stichtag 30.06.2016 um 42,4 Mio. € auf 286,1 Mio. € ab (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte sowie für Dossiererwerbe in der Marktregion Deutschland.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 17,0 Mio. € auf 56,4 Mio. € (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf erhöhten Ertragsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Deutschland auf Grund der verbesserten operativen Entwicklung.

Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 14,4 Mio. € auf 88,0 Mio. € (31.12.2015: 102,4 Mio. €) im Wesentlichen bedingt durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Zentraleuropa sowie geringere sonstige Verbindlichkeiten.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen umfasst, lag im 1. Halbjahr 2016 bei 113,0 Mio. € (1-6/2015: 40,4 Mio. €). Der starke Anstieg um 72,6 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum basierte im Wesentlichen auf dem gestiegenen Konzerngewinn, einer geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte sowie auf einer verringerten zahlungswirksamen Veränderung des übrigen Nettovermögens. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum -98,1 Mio. € (1-6/2015: -84,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war in den ersten 6 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für den Kauf von Produktionsausstattung in Serbien sowie für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland und in Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. sowie der britischen BSMW Limited.

Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, belief sich in der Berichtsperiode auf 15,0 Mio. € (1-6/2015: -44,3 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 42,5 Mio. € (1-6/2015: -5,7 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 229,3 Mio. € (1-6/2015: -18,3 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. € zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt.

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem operativen Cashflow, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds belief sich in den ersten 6 Monaten 2016 auf 242,3 Mio. € (1-6/2015: -51,8 Mio. €).

Akquisitionen und Desinvestitionen

Der STADA-Konzern verfolgt eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Wachstum durch externe Impulse zusätzlich voranzutreiben. Im Rahmen dessen liegt der Fokus zum einen auf dem regionalen Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf wachstumsstarken Schwellenländern. Zum anderen konzentriert sich der Konzern auf die Erweiterung und die Internationalisierung der Kernsegmente - insbesondere der Markenprodukte, die in der Regel durch attraktivere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als der Bereich Generika gekennzeichnet sind.

Unabhängig von dem aktiven Erwerbsansatz werden Akquisitionsprojekte einem strikten Auswahlprozess mit einheitlichen Kriterien unterzogen und müssen neben strategischen Kriterien insbesondere festgelegte Renditevorgaben erfüllen. Für größere Akquisitionen oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind nach wie vor geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde.

Zur Stärkung des Kernsegments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier.1) Der Kaufpreis liegt bei maximal 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Durch die Akquisition erweiterte STADA zugleich sein internationales Vertriebsnetz in einem Land, in dem der Konzern bislang noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war.

Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW Limited mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde in Zahlungsmitteln beglichen.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 10.12.2015.


STADA-Aktie

Im 1. Halbjahr 2016 erhöhte sich der Aktienkurs von STADA deutlich um 24%. Während der Schlusskurs Ende 2015 bei 37,34 € gelegen hatte, belief er sich Ende des 1. Halbjahres 2016 auf 46,44 €. Die Marktkapitalisierung nahm in diesem Zeitraum von 2,328 Mrd. € auf 2,895 Mrd. € zu.

Per 30.06.2016 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 162.090.344,00 € (31.12.2015: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 vinkulierte2) Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2015: 62.342.440 vinkulierte Namensaktien).

Im Berichtszeitraum veröffentlichte der Konzern alle neun erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG. Die bei STADA eingehenden Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar.

Im 1. Halbjahr 2016 hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die für 2018 geplante Wahl des neuen Aufsichtsrats für vier Anteilseignervertreter um zwei Jahre vorzuziehen. Um ein ordnungsgemäßes und transparentes Verfahren bei der Kandidatenauswahl sowie der Vorbereitung zur Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder sicherzustellen, beschloss der Vorstand, die ursprünglich für den 09.06.2016 terminierte Hauptversammlung auf den 26.08.2016 zu vertagen. Im Zuge dessen wird auch die Dividendenzahlung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

2) Die vinkulierten STADA-Namensaktien können satzungsgemäß nur mit Zustimmung der Gesellschaft im Aktienregister eingetragen werden und gewähren laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe Sonderrechte zu.


Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Der Vorstand bestätigt den im Lagebericht des STADA-Geschäftsberichts 2015 veröffentlichten Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 sowie den Chancen- und Risikobericht für den Konzern. Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht enthaltenen Ergänzungen und Aktualisierungen ergibt sich aus Sicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der Chancen und Risiken für den STADA-Konzern.

Demnach ist das STADA-Geschäftsmodell grundsätzlich auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch untrennbar auch Risiken und Herausforderungen verbunden, die auf eine geänderte bzw. zusätzliche staatliche Regulation und einen intensiven Wettbewerb zurückzuführen sind. Angesichts dessen kann STADA in einzelnen Märkten seiner vier Marktregionen auch in Zukunft einschneidenden regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck ausgesetzt sein. Letzteres gilt insbesondere für die im Kernsegment Generika steigende Zahl von Geschäftsaktivitäten, die Ausschreibungen unterliegen.

Zudem wird der Konzern auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren konfrontiert sein, infolge deren die Entwicklung des Konzerns von konzernrelevanten Währungsrelationen - insbesondere des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna, des kasachischen Tenge und des britischen Pfund zum Euro - beeinflusst sein wird. Darüber hinaus wird STADA unverändert den Auswirkungen der CIS-Krise unterliegen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten bereitet sich der Konzern zwar auf potenzielle davon ausgehende Risiken wie ein deutlich gestiegenes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings lassen sich mit Blick auf die Auswirkungen der CIS-Krise sich daraus ergebende Belastungen wie Sondereffekte durch Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Zahlungsausfälle, nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen - insbesondere aus der Abwertung des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge - sowie eine gedämpfte oder eine weiter zurückgehende Nachfrage im russischen Pharmamarkt nicht ausschließen. In Bezug auf die derzeit geltenden Sanktionen gegen Russland sieht STADA aus heutiger Sicht indessen keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns.

Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2. Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und den damit verbundenen Unsicherheiten negativ. Insgesamt ergeben sich für STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte. Bei den britischen Gesellschaften handelt es sich um voll integrierte Tochtergesellschaften, deren Transaktionen im Wesentlichen in lokaler Währung anfallen. Insgesamt übersteigen bei diesen Gesellschaften zurzeit die Vermögenswerte, deren Transaktionswährung vom britischen Pfund abweicht, die entsprechenden Verbindlichkeiten, so dass STADA aus der Abwertung des britischen Pfund derzeit keine wesentlichen negativen Transaktionseffekte erwartet. Aus heutiger Sicht geht STADA nicht davon aus, dass sich aus dieser möglichen Währungsentwicklung substanzielle Kurseffekte für die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben werden. Eine Prognose über die möglichen makroökonomischen Auswirkungen der Austrittsentscheidung Großbritanniens ist auf Grund fehlender Erfahrungswerte sehr schwierig. Allgemein ist von geringeren Investitionen und einem damit verbundenen langsameren Wachstum auszugehen. Die Entwicklungen und potenziellen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA in Großbritannien werden daher kontinuierlich beobachtet.

Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten der vier STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein, wobei in der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2016 die positiven Aussichten überwiegen sollten. Angesichts dessen rechnet der Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz, dem bereinigten EBITDA sowie dem bereinigten Konzerngewinn in 2016 mit einem leichten Wachstum. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand ein Niveau von nahezu 3.

Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand am 11.07.2016 Wachstumsziele verabschiedet. Wesentlicher Bestandteil dieser Prognose ist ein bereits eingeleitetes konzernweites Programm zur Verbesserung der Performance, das neben der Hebung unerschlossener Umsatzpotenziale auch Effizienzsteigerungen und die Reduzierung von Funktionskosten umfasst.

Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen strebt der Vorstand für 2019 einen um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA von 510 Mio. € und einen bereinigten Konzerngewinn von 250 Mio. € in einer Bandbreite von +/-5% an. Diese Ziele gehen von einem überwiegend organischen Umsatzwachstum in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte aus und verstehen sich vor signifikanten Desinvestitionen mit Umsatz- und Ertragsauswirkung. Zu den Annahmen gehören weiterhin die Fortschreibung der aktuellen Währungsrelationen, des aktuellen Zinsniveaus und weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA über Konzerngesellschaften verfügt. Zudem wird für die Zielerreichung ein stabiles regulatorisches Umfeld in den für STADA relevanten Märkten vorausgesetzt.


scroll
Dr. M. Wiedenfels H. Kraft


KONZERNZWISCHENABSCHLUSS FÜR DAS 1. HALBJAHR 2016 (VERKÜRZT)

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

scroll

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 2. Quartal 2016 2. Quartal 2015
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom
01.01. bis 30.06. in T €
01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. 01.04. - 30.06. 01.04. - 30.06.
Umsatzerlöse 1.034.665 1.025.885 537.543 539.711
Herstellungskosten 529.299 531.704 273.686 278.944
Bruttoergebnis vom Umsatz 505.366 494.181 263.857 260.767
Vertriebskosten 232.847 235.686 115.824 125.378
Allgemeine Verwaltungskosten 90.730 88.436 47.036 44.413
Forschungs- und Entwicklungskosten 31.026 33.612 16.165 17.447
Sonstige Erträge 8.372 6.963 5.085 3.815
Andere Aufwendungen 22.857 31.301 9.974 15.675
Operatives Ergebnis 136.278 112.109 79.973 61.669
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 999 845 1.007 880
Beteiligungsergebnis 23 60 23 5
Finanzielle Erträge 971 668 302 183
Finanzielle Aufwendungen 26.961 36.163 13.737 19.298
Finanzergebnis -24.968 -34.590 -12.405 -18.230
Ergebnis vor Steuern 111.310 77.519 67.538 43.439
Ertragsteuern 24.748 20.296 12.909 9.075
Ergebnis nach Steuern 86.562 57.223 54.629 34.364
davon



• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend
(Konzerngewinn)
82.005 53.623 52.399 32.415
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 4.557 3.600 2.230 1.949
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1,32 0,88 0,84 0,53
Ergebnis je Aktie in € (verwässert)1) - 0,88 - 0,53


1) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scroll

1. Halbjahr
2016
1. Halbjahr
2015
2. Quartal
2016
2. Quartal
2015
Konzern-Gesamtergebnisrechnung in T € 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06. 01.04. - 30.06. 01.04. - 30.06.
Ergebnis nach Steuern 86.562 57.223 54.629 34.364
Zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare
Beträge:




Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung -35.633 100.343 -395 -853
davon



• Ertragsteuern 282 -351 191 -82
Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten ("available-for-sale")
- -1 - -5
davon



• Ertragsteuern - 0 - 1
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten
(Cashflow-Hedges)
913 639 687 254
davon



• Ertragsteuern -360 -207 -272 -64
Zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgliederbare Beträge:




Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Versorgungsplänen
-6.208 - -6.208 -
davon



• Ertragsteuern 1.808 - 1.808 -
Sonstiges Ergebnis -40.928 100.981 -5.916 -604
Konzern-Gesamtergebnis 45.634 158.204 48.713 33.760
davon



• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend 41.607 151.713 45.004 34.617
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 4.027 6.491 3.709 -857


KONZERN-BILANZ

Aktiva

scroll
Konzern-Bilanz zum 30. Juni in T € 30.06.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 2.015.244 2.032.309
Immaterielle Vermögenswerte 1.613.151 1.649.020
Sachanlagen 348.658 321.617
Finanzanlagen 4.318 1.339
At equity bewertete Anteile 14.168 13.168
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.654 8.718
Andere Vermögenswerte 2.541 4.374
Aktive latente Steuern 24.754 34.073
Kurzfristige Vermögenswerte 1.481.282 1.255.106
Vorräte 500.516 501.520
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 480.554 485.901
Ertragsteuerforderungen 14.883 21.182
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 56.538 74.279
Andere Vermögenswerte 43.291 29.046
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 385.500 143.178
Bilanzsumme 3.496.526 3.287.415


Passiva

scroll
Konzern-Bilanz zum 30. Juni in T € 30.06.2016 31.12.2015
Eigenkapital 1.061.600 1.018.530
Gezeichnetes Kapital 162.090 162.090
Kapitalrücklage 514.176 514.171
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 711.430 635.344
Sonstige Rücklagen -398.584 -364.105
Eigene Anteile -1.434 -1.458
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 987.678 946.042
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 73.922 72.488
Langfristiges Fremdkapital 1.562.039 1.282.577
Sonstige langfristige Rückstellungen 37.288 28.869
Finanzverbindlichkeiten 1.374.484 1.084.213
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.455 7.201
Andere Verbindlichkeiten 1.916 2.053
Passive latente Steuern 140.896 160.241
Kurzfristiges Fremdkapital 872.887 986.308
Sonstige Rückstellungen 18.541 22.532
Finanzverbindlichkeiten 222.362 274.672
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 286.085 328.487
Ertragsteuerverbindlichkeiten 56.366 39.444
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 201.503 218.792
Andere Verbindlichkeiten 88.030 102.381
Bilanzsumme 3.496.526 3.287.415


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung in T € 30.06.2016 30.06.2015
Ergebnis nach Steuern 86.562 57.223
Abschreibungen saldiert mit Zuschreibungen auf Anlagevermögen 63.359 68.424
Ertragsteuern 24.748 20.296
Ertragsteuerzahlungen -18.568 -24.820
Zinserträge und -aufwendungen 25.995 27.566
Erhaltene Zinsen und Dividenden 2.173 2.621
Gezahlte Zinsen -28.264 -42.138
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen -999 -845
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -53 256
Zuführungen/Auflösungen sonstiger langfristiger Rückstellungen 1.837 87
Kurserträge und -aufwendungen 6.525 7.281
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge1) 166.758 185.833
Brutto-Cashflow 330.073 301.784
Veränderung der Vorräte -7.555 -46.504
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.351 5.853
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -38.360 -20.315
Veränderung des übrigen Nettovermögens, soweit nicht der Investitions- bzw.
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen1)
-188.473 -200.446
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 113.036 40.372
Auszahlungen für Investitionen in

• immaterielle Vermögenswerte -37.990 -46.294
• Sachanlagen -46.751 -25.616
• Finanzanlagen -3.005 -96
• Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 -13.242 -14.086
Einzahlungen aus Abgängen von

• immateriellen Vermögenswerten 1.223 767
• Sachanlagen 862 621
• Finanzanlagen 42 35
• Anteilen an konsolidierten Unternehmen 800 -
Cashflow aus Investitionstätigkeit -98.061 -84.669
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 450.804 564.880
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -218.910 -569.791
Dividendenausschüttungen -4.216 -43.106
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen - 28.224
Veränderung von Minderheitsanteilen 1.623 1.507
Veränderung von eigenen Anteilen 29 30
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 229.330 -18.256
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 244.305 -62.553
Konzernkreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds - 228
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -1.983 10.499
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 242.322 -51.826
Bestand am Anfang der Periode 143.178 164.209
Bestand am Ende der Periode 385.500 112.383


1) Die nicht zahlungswirksamen Zuführungen von Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte im 1. Halbjahr 2016 in Höhe von 143,87 Mio. € (1-6/2015: 157,28 Mio. €) werden innerhalb des Brutto-Cashflows ausgewiesen und sind somit nicht in der Veränderung des übrigen Nettovermögens enthalten.


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungs-
rechnung in T € 2016
Anzahl der
Aktien
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
einschließlich
Konzerngewinn
Rücklage
Währungs-
umrechnung
Rücklage
"available-for-sale"
Stand zum 30.06.2016 62.342.440 162.090 514.176 711.430 -398.584 -
Dividendenausschüttungen





Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen





Veränderung eigener Anteile

5


Veränderung Gewinnrücklagen





Veränderung Minderheitsanteile





Veränderung Konsolidierungskreis





Sonstiges Ergebnis


-5.919 -35.392
Konzerngewinn


82.005

Stand zum 01.01.2016 62.342.440 162.090 514.171 635.344 -363.192 -
Vorjahr





Stand zum 30.06.2015 62.342.440 162.090 514.166 575.846 -272.175 25
Dividendenausschüttungen


-39.955

Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen 1.715.740 4.461 23.763


Veränderung eigener Anteile

2


Anpassung Vorjahr


1.177

Veränderung Gewinnrücklagen





Veränderung Minderheitsanteile





Veränderung Konsolidierungskreis


-92

Sonstiges Ergebnis


-283 97.731 3
Konzerngewinn


53.623

Stand zum 01.01.2015 60.626.700 157.629 490.401 561.376 -369.906 22


scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T € 2016 Rücklage Cashflow-Hedges Eigene Anteile Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Konzern-Eigenkapital
Stand zum 30.06.2016 0 -1.434 987.678 73.922 1.061.600
Dividendenausschüttungen

- -4.216 -4.216
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen

-
-
Veränderung eigener Anteile
24 29
29
Veränderung Gewinnrücklagen

-
-
Veränderung Minderheitsanteile

- 1.623 1.623
Veränderung Konsolidierungskreis

-
-
Sonstiges Ergebnis 913
-40.398 -530 -40.928
Konzerngewinn

82.005 4.557 86.562
Stand zum 01.01.2016 -913 -1.458 946.042 72.488 1.018.530
Vorjahr




Stand zum 30.06.2015 -1.328 -1.476 977.148 69.704 1.046.852
Dividendenausschüttungen

-39.955
-45.537
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen

28.224
28.224
Veränderung eigener Anteile
28 30
30
Anpassung Vorjahr

1.177
1.177
Veränderung Gewinnrücklagen

-
-
Veränderung Minderheitsanteile

- 1.507 1.507
Veränderung Konsolidierungskreis

-92
-92
Sonstiges Ergebnis 639
98.090 2.891 100.981
Konzerngewinn

53.623 3.600 57.223
Stand zum 01.01.2015 -1.967 -1.504 836.051 67.288 903.339


ANHANG

1. Allgemeines

1.1. Rechnungslegungsmethoden

Der Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 37w Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2016 wurde unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2015 gewählt.

Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2016 verpflichtend anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet.

In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden grundsätzlich auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2015 verwiesen.

1.2. Geänderte Rechnungslegungsmethoden

In den ersten 6 Monaten 2016 hat STADA die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2016 beachtet und, sofern relevant, angewandt. Sämtliche Änderungen hatten jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA.

Folgende noch nicht angewendete IFRS-Standards wurden vom IASB veröffentlicht, eine Übernahme in europäisches Recht steht noch aus:

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments". IFRS 9 soll IAS 39 ablösen und beinhaltet Vorschriften zu Klassifizierung, Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Des Weiteren umfasst IFRS 9 Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der neuen Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten können künftig in einigen Fällen erwartete Verluste zu einem früheren Zeitpunkt zu einer aufwandswirksamen Erfassung führen.

Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht final abgeschlossen. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung wird jedoch kaum Auswirkungen auf die Umsatzbilanzierung haben, da der wesentliche Teil der Umsätze im Konzernabschluss auf Grund von Routinetransaktionen realisiert wird. Es liegen im Konzern keine Vereinbarungen vor, die mehrere Leistungen innerhalb eines Vertrags oder innerhalb mehrerer Verträge regeln (Multielement-Arrangements). Einzig bei der Bilanzierung von Lizenzvereinbarungen, die sich im Geschäftsjahr 2015 auf weniger als 2% der gesamten Umsatzerlöse beliefen, kann es zu Änderungen kommen. Dies betrifft jedoch ausschließlich solche Lizenzvereinbarungen, die keine Bindung an den realisierten Umsatz des Lizenznehmers haben und dem Lizenznehmer ein Recht zur Nutzung der Lizenz gewähren, ohne dass von Seiten STADAs weitere Aktivitäten notwendig sind. Bei solchen Lizenzvereinbarungen wird auf Grund des neuen Standards IFRS 15 zukünftig die Umsatzrealisierung in Höhe des gesamten Lizenzentgelts bei Gewährung der Lizenz stattfinden und somit nicht - wie aktuell - verteilt über die Laufzeit der Lizenz.

Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung der mit Leasingverhältnissen verbundenen vertraglichen Rechte (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers wird zum Erstanwendungszeitpunkt eine Erhöhung der Bilanzsumme erwartet. Anstelle von Leasingaufwendungen werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge zukünftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - mit entsprechend positiver Auswirkung auf das EBITDA.

Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

1.3. Konsolidierungskreis

Der Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellt.

Im 1. Halbjahr 2016 wurde die gesellschaftsrechtliche Akquisition der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. vollzogen. Die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.01.2016. Darüber hinaus wurde der Vollzug der gesellschaftsrechtlichen Akquisition der britischen BSMW Limited realisiert, deren erstmalige Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 01.02.2016 erfolgte.

Des Weiteren wurde im 2. Quartal 2016 die finnische Gesellschaft Oy STADA Pharma Ab auf Grund der abgeschlossenen Liquidation entkonsolidiert.

Damit waren zum Bilanzstichtag 30.06.2016 84 Gesellschaften als Tochterunternehmen und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernzwischenabschluss einbezogen.

1.4. Unternehmenszusammenschlüsse

In den ersten 6 Monaten 2016 gab es die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3, auf deren Kaufpreisaufteilungen nachfolgend näher eingegangen wird.

Im 1. Quartal 2016 erfolgte die Finalisierung der Kaufpreisaufteilung der im 4. Quartal 2015 erworbenen britischen Socialites-Gruppe mit Sitz in Chesterfield. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 04.12.2015. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 21,0 Mio. GBP und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen.

Aus der finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,6 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

scroll
in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 29,5
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 12,9
Geschäfts- oder Firmenwert 16,6


Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten in der Marktregion Zentraleuropa und dort insbesondere im britischen Markt.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

scroll
Beizulegende Zeitwerte in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 13,9
Andere langfristige Vermögenswerte 0,4
Vorräte 2,8
Andere kurzfristige Vermögenswerte 1,5
Vermögenswerte 18,6
Passive latente Steuern 2,8
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,1
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0,8
Schulden 5,7


Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die in der Marktregion Zentraleuropa mit der Socialites-Gruppe erreichten Umsätze betrugen in den ersten 6 Monaten 2016 rund 6 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtszeitraum auf rund 1 Mio. €.

Zur Stärkung des Kernsegments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier. Der Kaufpreis lag bei 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wurde bzw. wird in Zahlungsmitteln beglichen. Darin enthalten sind bestimmte bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit von dem Erreichen einer festgelegten Ergebniskennzahl zu begleichen sind. Diese belaufen sich mindestens auf 1 Mio. USD, maximal jedoch auf 1,5 Mio. USD. Der Verkäufer war eine Privatperson. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Die Beherrschung erlangte STADA am 04.01.2016.

Im Rahmen der im 1. Halbjahr 2016 vorgenommenen vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

scroll
in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 11,9
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 6,0
Geschäfts- oder Firmenwert 5,9


Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Erweiterung des internationalen Vertriebsnetzes in einem Land, in dem der STADA-Konzern bisher noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

scroll
Beizulegende Zeitwerte in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 5,6
Andere langfristige Vermögenswerte 0,2
Vorräte und andere kurzfristige Vermögenswerte 2,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,2
Vermögenswerte 9,5
Passive latente Steuern 1,9
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,2
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1,4
Schulden 3,5


Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die in der Marktregion Deutschland mit Laboratorio Vannier erreichten Umsätze betrugen in den ersten 6 Monaten 2016 rund 3,5 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,1 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtszeitraum auf rund 0,5 Mio. €.

Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen.

Im Rahmen der im 1. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,5 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

scroll
in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 4,4
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 0,9
Geschäfts- oder Firmenwert 3,5


Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten in der Marktregion Zentraleuropa und dort insbesondere im britischen Markt.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

scroll
Beizulegende Zeitwerte in Mio. €
Sachanlagen 0,1
Vorräte 0,3
Andere kurzfristige Vermögenswerte 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,6
Vermögenswerte 1,2
Passive latente Steuern 0,0
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0,3
Schulden 0,3


Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die in der Marktregion Zentraleuropa mit der BSMW erreichten Umsätze betrugen in den 5 Monaten seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 1,5 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtszeitraum auf rund 0,9 Mio. €. Hätte STADA die BSMW bereits zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 1,8 Mio. € und ein um Effekte aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung (rund 0,3 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 1,1 Mio. € erzielt worden.

2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

2.1. Umsatzerlöse

Die Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum resultierte maßgeblich auf Umsatzzuwächsen in der Marktregion Deutschland und in dem zu der Marktregion Zentraleuropa gehörenden italienischen und britischen Markt. Die Einflüsse von wechselkursbedingten Effekten und Portfolioveränderungen auf den Umsatzzuwachs beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt -3,3 Prozentpunkte. Einzelheiten zu der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente und Regionen finden sich in der Segmentberichterstattung (vgl. Konzernanhang unter Angabe 5.) und in den weiteren Informationen (vgl. Konzernanhang unter Angabe 6.).

2.2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,4 Mio. € auf 529,3 Mio. € (1-6/2015: 531,7 Mio. €), obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,8 Mio. € gesteigert werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Bruttomarge auf 48,8% (1-6/2015: 48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten Erlösminderungen in der Marktregion Deutschland.

2.3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,8 Mio. € auf 232,8 Mio. € (1-6/2015: 235,7 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang in der Marktregion CIS/Osteuropa.

2.4. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge erhöhten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4 Mio. € auf 8,4 Mio. € (1-6/2015: 7,0 Mio. €), insbesondere auf Grund einer erhaltenen Meilensteinzahlung in Großbritannien.

2.5. Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen verringerten sich in den ersten 6 Monaten 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 22,9 Mio. € (1-6/2015: 31,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf geringeren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie geringeren Kursaufwendungen, insbesondere in der Marktregion CIS/Osteuropa.

2.6. Finanzielle Aufwendungen

Der im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 27,0 Mio. € (1-6/2015: 36,2 Mio. €) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt.

2.7. Ertragsteuern

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern erhöhten sich in der Berichtsperiode verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Mio. € auf 24,7 Mio. € (1-6/2015: 20,3 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 22,2% (1-6/2015: 26,2%), insbesondere auf Grund einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern.

2.8. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie stieg im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,44 € auf 1,32 € (1-6/2015: 0,88 €). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergab sich aus den STADA-Optionsscheinen (im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I), deren Ausübungsfrist zum 26.06.2015 ausgelaufen ist, ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 0,88 €.

3. Angaben zur Konzernbilanz

3.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich zum 30.06.2016 um 35,8 Mio. € auf 1.613,2 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf planmäßigen Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen. Zum 30.06.2016 enthielten die immateriellen Vermögenswerte 400,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2015: 391,6 Mio. €).

3.2. Sachanlagen

Die Zunahme der Sachanlagen zum 30.06.2016 auf 348,7 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio. €) war überwiegend auf Investitionen in die Produktionsstätten in der Marktregion CIS/Osteuropa zurückzuführen.

3.3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen stiegen zum Stichtag 30.06.2016 um 3,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € (31.12.2015: 1,3 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus einer Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Vertriebsgesellschaften von der CROMA-PHARMA GmbH.

3.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum Stichtag 30.06.2016 um 1,0 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück (31.12.2015: 8,7 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2016 auf 56,5 Mio. € ab (31.12.2015: 74,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf einer Verringerung der positiven Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie einer Verringerung der Settlement-Forderungen in der Marktregion Deutschland.

3.5. Ertragsteuerforderungen

Die Reduzierung der Ertragsteuerforderungen zum 30.06.2016 auf 14,9 Mio. € (31.12.2015: 21,2 Mio. €) war überwiegend durch erhaltene Zahlungen aufgrund der Erstattung der steuerlichen Vorauszahlungen in der Marktregion Deutschland bedingt.

3.6. Andere Vermögenswerte

Die Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.06.2016 um 14,3 Mio. € auf 43,3 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) resultierte vor allem aus erhöhten Umsatzsteuerforderungen in der Marktregion CIS/Osteuropa sowie Zentraleuropa.

3.7. Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Eine deutliche Verringerung der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen wurde zum Anlass genommen, die Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen in diesen Ländern auf den 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung des zum 30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssatzes führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung der sonstigen Rücklagen in Höhe von 35,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015 und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden.

3.8. Finanzverbindlichkeiten

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2016 in Höhe von 222,4 Mio. € bzw. 1.374,5 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio. €) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von 830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten resultierte aus der Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. €, die letztendlich zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen.

3.9. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht zum Bilanzstichtag auf 7,5 Mio. € (31.12.2015: 7,2 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte um 17,3 Mio. € auf 201,5 Mio. € ab (31.12.2015: 218,8 Mio. €).

3.10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Stichtag 30.06.2016 um 42,4 Mio. € auf 286,1 Mio. € ab (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte sowie für Dossiererwerbe in der Marktregion Deutschland.

3.11. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 17,0 Mio. € auf 56,4 Mio. € (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf erhöhten Ertragsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Deutschland auf Grund der verbesserten operativen Entwicklung.

3.12. Andere Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 14,4 Mio. € auf 88,0 Mio. € (31.12.2015: 102,4 Mio. €) im Wesentlichen bedingt durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Zentraleuropa sowie geringere sonstige Verbindlichkeiten.

4. Angaben zur Kapitalflussrechnung

4.1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen umfasst, lag im 1. Halbjahr 2016 bei 113,0 Mio. € (1-6/2015: 40,4 Mio. €). Der starke Anstieg um 72,6 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum basierte im Wesentlichen auf dem gestiegenen Konzerngewinn, einer geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte sowie auf einer verringerten zahlungswirksamen Veränderung des übrigen Nettovermögens. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert.

4.2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum -98,1 Mio. € (1-6/2015: -84,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war in den ersten 6 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für den Kauf von Produktionsausstattung in Serbien sowie für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland und in Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier sowie der britischen BSMW Limited.

4.3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 229,3 Mio. € (1-6/2015: -18,3 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. € zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt.

4.4. Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem operativen Cashflow, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds belief sich in den ersten 6 Monaten 2016 auf 242,3 Mio. € (1-6/2015: -51,8 Mio. €).

5. Segmentberichterstattung

5.1. Allgemeine Informationen

Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

5.2. Informationen nach operativen Segmenten

scroll


1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
in T €
01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06.
Generika Externe Umsatzerlöse 603.805 615.252

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 146 250

Gesamter Umsatz 603.951 615.502

Operatives Ergebnis 104.260 85.776

Planmäßige Abschreibungen 24.206 24.892

Wertminderungen 346 501

Wertaufholungen -3 -

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten
des operativen Ergebnisses
-153.427 -170.794
Markenprodukte Externe Umsatzerlöse 407.301 389.308

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - -

Gesamter Umsatz 407.301 389.308

Operatives Ergebnis 70.705 71.078

Planmäßige Abschreibungen 28.321 29.542

Wertminderungen 5.720 3.924

Wertaufholungen - -

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten
des operativen Ergebnisses
-15.736 -10.819
Handelsgeschäfte Externe Umsatzerlöse 23.363 21.325

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 8 -

Gesamter Umsatz 23.371 21.325

Operatives Ergebnis 362 94

Planmäßige Abschreibungen 66 64

Wertminderungen - -

Wertaufholungen - -

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten
des operativen Ergebnisses
-18 -114
Überleitung Konzernholding/Sonstiges
und Konsolidierung
Externe Umsatzerlöse 196

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -154 -250

Gesamter Umsatz 42 -250

Operatives Ergebnis -39.049 -44.839

Planmäßige Abschreibungen 3.865 4.120

Wertminderungen 838 5.381

Wertaufholungen - -

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten
des operativen Ergebnisses
-5.974 -1.878
Konzern Externe Umsatzerlöse 1.034.665 1.025.885

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - -

Gesamter Umsatz 1.034.665 1.025.885

Operatives Ergebnis 136.278 112.109

Planmäßige Abschreibungen 56.458 58.618

Wertminderungen 6.904 9.806

Wertaufholungen -3 -

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten
des operativen Ergebnisses
-175.155 -183.605


5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnis

scroll

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
in T € 01.01. - 30.06. 01.01. - 30.06.
Operatives Ergebnis der Segmente 175.327 156.948
Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung -39.049 -44.839
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 999 845
Beteiligungsergebnis 23 60
Finanzielle Erträge 971 668
Finanzielle Aufwendungen 26.961 36.163
Ergebnis vor Steuern Konzern 111.310 77.519


6. Weitere Informationen

6.1. Informationen nach Marktregionen

scroll

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015

Umsätze nach Marktregionen in T € 01.01.-30.06. 01.01.-30.06. ±%1) ±% bereinigt2)
Zentraleuropa 493.996 499.116 -1% -1%
• Italien 101.195 96.672 +5% 0%
• Großbritannien 93.874 87.606 +7% +5%
• Spanien 61.909 61.598 +1% 0%
• Belgien 46.139 69.986 -34% -34%
• Frankreich 41.984 41.213 +2% +11%
• Schweiz 30.000 28.306 +6% +10%
• Niederlande 23.909 21.454 +11% +12%
• Irland 12.928 12.173 +6% +6%
• Österreich 11.284 10.873 +4% -6%
• Tschechische Republik 9.372 7.111 +32% +30%
• Sonstige/Rest von Zentraleuropa 40.966 40.920 0% +5%
• Exportumsätze der Marktregion Zentraleuropa 20.436 21.204 -4% -1%
Deutschland 254.662 227.926 +12% +10%
• Deutschland 246.928 209.755 +18% +18%
• Exportumsätze der Marktregion Deutschland 7.734 18.171 -57% -77%
CIS/Osteuropa 209.160 227.193 -8% +8%
• Russland 109.505 125.543 -13% +8%
• Serbien 33.649 46.944 -28% -30%
• Ukraine 11.561 11.024 +5% +25%
• Bosnien-Herzegowina 9.001 7.744 +16% +16%
• Kasachstan 8.011 10.087 -21% +49%
• Sonstige/Rest von CIS/Osteuropa 33.376 19.942 +67% +78%
• Exportumsätze der Marktregion CIS/Osteuropa 4.057 5.907 -31% -31%
Asien/Pazifik & MENA 76.847 71.650 +7% +11%
• Vietnam 49.900 44.927 +11% +15%
• China 8.566 7.393 +16% +19%
• Philippinen 4.497 3.135 +43% +51%
• Saudi-Arabien 3.020 3.057 -1% +1%
• Kuwait 1.671 1.196 +40% +43%
• Sonstige/Rest von Asien/Pazifik & MENA 8.972 11.723 -23% -21%
• Exportumsätze der Marktregion Asien/Pazifik & MENA 221 219 +1% +4%


1) Gerechnet auf T-€-Basis.
2) Bereinigungen durch Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekte.


7. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu Finanzinstrumenten

Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden:

scroll

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen in T € auf wiederkehrender Grundlage Notierte Preise auf aktiven
Märkten
Bewertungsmethoden mit
am Markt beobachtbaren
Inputparametern
Bewertungsmethoden mit
nicht am Markt beobachtbaren
Inputparametern

30.06.2016 31.12.2015 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2016 31.12.2015
Available-for-sale financial assets (AfS)





• Wertpapiere - - - - - -
Financial assets held for trading (FAHfT)





• Devisentermingeschäfte - - - - 371 3.118
• Zins-/Währungsswaps - - - - 16.424 24.343
Financial liabilities held for trading (FLHfT)





• Devisentermingeschäfte - - - - 15.967 9
• Zins-/Währungsswaps - - - - 3.397 3.329
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung





• Cashflow-Hedges - - - - - 1.274


STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen.

Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen.

Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung im Vorjahr, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zinsswaps reflektierten.

Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet.

Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im 1. Halbjahr 2016 wie folgt:

scroll
in T € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2016 27.461 -4.611
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen - -
Gesamtergebnis -5.607 -16.057
• erfolgswirksam -5.607 -17.331
• erfolgsneutral - 1.274
Zugänge - -
Realisierungen -5.059 1.314
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 30.06.2016 16.795 -19.354
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -5.607 -17.331
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen -6.094 -10.522
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -6.094 -10.529
Finanzergebnis 487 -6.809
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend 487 -5.497


Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im 1. Halbjahr 2015 wie folgt:

scroll
in T € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2015 33.250 -3.124
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen - -
Gesamtergebnis -13.933 -13.040
• erfolgswirksam -13.933 -13.886
• erfolgsneutral - 846
Zugänge - -
Realisierungen 3.574 241
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 30.06.2015 22.891 15.923
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -13.933 -13.886
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen -11.945 -7.488
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -10.469 -7.247
Finanzergebnis -1.988 -6.398
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -1.711 -6.399


Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert vom Buchwert abweicht, werden zum 30.06.2016 die folgenden Angaben gemacht:

scroll
in T € Buchwert 30.06.2016 Fair Value 30.06.2016 Buchwert 31.12.2015 Fair Value 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 121.979 123.666 167.290 165.045
Schuldscheindarlehen 828.619 878.384 545.921 577.812
Anleihen 646.248 666.460 645.673 659.125
Finanzverbindlichkeiten 1.596.846 1.668.510 1.358.884 1.401.982


Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind der Bewertungskategorie "Financial liabilities measured at amortized cost" (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten) gemäß IAS 39 zugeordnet. Bezüglich der Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Bewertungskategorien gemäß IAS 39 haben sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 in den ersten 6 Monaten 2016 keine Änderungen ergeben.

Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

8. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert.

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergaben sich im 1. Halbjahr 2016 keine wesentlichen Änderungen.

Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen:

scroll
in T € 30.06.2016 31.12.2015
Verpflichtungen aus Operating-Leasing 67.401 81.288
Übrige finanzielle Verpflichtungen 33.288 33.634
Summe 100.689 114.922


Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betrafen zum 30.06.2016 im Wesentlichen eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG.

STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von nur 0,3 Mio. € (31.12.2015: 0,3 Mio. €), da STADA von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft aktuell nicht ausgeht.

Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

9. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen ergaben sich im 1. Halbjahr 2016 keine wesentlichen Änderungen.

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Personen kam es im Berichtszeitraum zu folgenden Änderungen: Angesichts dessen, dass sich Steffen Retzlaff, Sohn des dienstbefreiten Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, auf seine Tätigkeit als Senior Vice President der Marktregion Asien/Pazifik & MENA konzentriert, endeten seine übrigen Mandate im Juni 2016 mit Ausnahme seiner Position als Mitglied des Board of Directors der STADA MENA DWC-LLC und der STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.

10. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im 3. Quartal 2016 erwarb die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. zur Stärkung ihrer Position im Bereich Consumer Health ein lokales Markenprodukt-Portfolio, das sich vorwiegend auf die Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen konzentriert. Das erworbene Geschäft wird seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern konsolidiert.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bad Vilbel, 3. August 2016

scroll
Dr. M. Wiedenfels H. Kraft


BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.


Frankfurt am Main, den 3. August 2016

PKF Deutschland GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scroll
Arno Kramer Annika Fröde
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin


Herausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0, Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de

Der Vorstand: Dr. Matthias Wiedenfels (Vorsitzender), Helmut Kraft, Hartmut Retzlaff (dienstbefreit)

Der Aufsichtsrat: Dr. Martin Abend (Vorsitzender), Carl Ferdinand Oetker (stv. Vorsitzender), Dr. Eckhard Brüggemann, Halil Duru1), Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch, Constantin Meyer, Dr. Ute Pantke1), Jens Steegers1)

Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen.

Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht.

Kontakt: STADA Arzneimittel AG ■ STADA-Unternehmenskommunikation ■ Telefon: 06101/603-113 ■ Fax: 06101/603-215 ■ E-Mail: communications@stada.de

STADA im Internet: www.stada.de (deutsch) und www.stada.com (englisch)

1) Arbeitnehmervertreter.


www.stada.de

www.stada.com