![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelZwischenbericht 6 Monate 2016ZWISCHENBERICHT 1. HALBJAHR 2016STADA-KENNZAHLENscroll
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1)
Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Vorjahres entspricht der
für die Kennzahl des aktuellen Berichtsjahres relevanten Vergleichsbasis. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTÜberblickUngeachtet schwieriger Rahmenbedingungen verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr
2016 eine positive Geschäftsentwicklung. Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres
leicht um 1% auf 1.034,7 Mio. € (1-6/2015: 1.025,9 Mio. €). Unter Herausrechnung von
Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzernportfolio und Währungseffekte zurückzuführen
waren, erhöhte sich der bereinigte Konzernumsatz um 4% auf 1.061,0 Mio. € (1-6/2015:
1.017,7 Mio. €). Insbesondere die Marktregionen Deutschland sowie Asien/Pazifik &
MENA wiesen erfreuliche Umsatzsteigerungen auf. Im Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
verbesserten Bruttoergebnisses, geringer ausfallender Sondereffekte sowie rückläufiger
negativer Währungseffekte lagen sowohl die ausgewiesenen als auch die bereinigten
Ertragskennzahlen über denen des 1. Halbjahres 2015. Das ausgewiesene EBITDA nahm
um 11% auf 200,7 Mio. € zu (1-6/2015: 181,4 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn
legte um 53% auf 82,0 Mio. € zu (1-6/2015: 53,6 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies
einen Anstieg von 7% auf 202,3 Mio. € auf (1-6/2015: 189,2 Mio. €). Der bereinigte
Konzerngewinn zeigte eine Steigerung von 13% auf 96,1 Mio. € (1-6/2015: 85,0 Mio.
€). Zu Letzterer trug im Wesentlichen ein weiter optimiertes Finanzergebnis bei. Im
Zusammenhang mit ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten saldierten
Kursaufwendungen infolge eines stark abwertenden russischen Rubel, eines leicht schwächeren
serbischen Dinar, einer deutlich schwächeren ukrainischen Griwna und eines sehr stark
abwertenden kasachischen Tenge fielen insgesamt Sondereffekte in Höhe von 4,4 Mio.
€ vor und 3,8 Mio. € nach Steuern an. Die Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns war im Berichtszeitraum unverändert
stabil. Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2016 auf 1.211,3 Mio. € (31.12.2015:
1.215,7 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA lag in den
ersten 6 Monaten 2016 bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA der Berichtsperiode
auf Jahresbasis bei 3,0 (1-6/2015: 3,7). Der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG hat in einer am 05.06.2016 stattgefundenen außerordentlichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.1) Aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit lässt der bisherige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff mit Wirkung zum 05.06.2016 sein Amt bis auf Weiteres ruhen. Seine bisherigen Aufgaben haben die Vorstandsmitglieder Dr. Matthias Wiedenfels und Helmut Kraft gemeinsam übernommen. Dr. Matthias Wiedenfels wurde zunächst zusätzlich zum Vorsitzenden des Vorstands berufen. Im laufenden 3. Quartal hat der Vorstand eine grundlegende Änderung der Berichtsstrukturen
beschlossen. Bislang berichtet der STADA-Konzern nach operativen Segmenten und Marktregionen.
Die geänderte Berichtsstruktur, die im 2. Halbjahr 2016 umgesetzt wird, sieht vor,
dass der Konzern nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Kernsegmenten
Generika und Markenprodukte, gesteuert wird. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie
inklusive einer zentralen Führung der Kernsegmente, einer stärkeren Internationalisierung
des Produkt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen
werden. Darüber hinaus hat der Vorstand am 11.07.2016 mittelfristige Wachstumsziele verabschiedet.
Demnach werden für 2019 ein um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz
von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA von 510 Mio. € und ein bereinigter Konzerngewinn
von 250 Mio. € in einer Bandbreite von +/-5% angestrebt. Zur Erreichung der Wachstumsziele
dient die eingeleitete Umsetzung eines konzernweiten Programms zur Verbesserung der
Performance. Im Rahmen dessen sollen unerschlossene Umsatzpotenziale gehoben, die
Marketingkosten optimiert und die Vertriebseffizienz gesteigert werden. Darüber hinaus
ist geplant, vor allem die Herstellungskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten
zu reduzieren. Die Umsetzung des Programms soll voraussichtlich 2019 abgeschlossen
werden. Weitere Details plant der Vorstand im Rahmen eines Kapitalmarkttages am 05.10.2016
in Frankfurt am Main vorzustellen. Das Programm zielt im Wesentlichen darauf ab, die
Wettbewerbsfähigkeit von STADA zu steigern und die Innovationskraft zur langfristigen
Wertschöpfung für die Aktionärinnen und Aktionäre zu verbessern. Beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt der Vorstand seine Prognose, nach
der ein leichtes Wachstum bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz,
beim bereinigten EBITDA und beim bereinigten Konzerngewinn zu erwarten ist. 1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung und Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.06.2016. Finanzielle LeistungsindikatorenÜberleitung des unbereinigten Konzernumsatzes zum um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatzscroll
Überleitung des unbereinigten EBITDA zum bereinigten EBITDAscroll
Überleitung des unbereinigten Konzerngewinns zum bereinigten Konzerngewinnscroll
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Weitere Erläuterungen über die Art der bereinigten Aufwendungen und Erträge sind in
dem Kapitel "Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns" enthalten. Umsatzentwicklung des STADA-KonzernsDer ausgewiesene Konzernumsatz verzeichnete im Berichtszeitraum ein leichtes Wachstum
von 1% auf 1.034,7 Mio. € (1-6/2015: 1.025,9 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio
und Währungseffekten resultierten, erhöhte sich der bereinigte Konzernumsatz in der
Berichtsperiode um 4% auf 1.061,0 Mio. € (1-6/2015: 1.017,7 Mio. €). Im Detail sahen die Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und
Währungseffekte zurückzuführen waren, wie folgt aus:
Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen ausgewiesen werden, ist darunter jeweils
der um diese Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen. Ertragsentwicklung des STADA-KonzernsIm Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres
gestiegenen Bruttoergebnisses, geringer ausfallender Sondereffekte sowie rückläufiger
negativer Währungseffekte lagen sowohl die ausgewiesenen als auch die bereinigten
Ertragskennzahlen über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das ausgewiesene operative Ergebnis stieg im 1. Halbjahr 2016 um 22% auf 136,3 Mio.
€ (1-6/2015: 112,1 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA erhöhte sich um 11% auf 200,7
Mio. € (1-6/2015: 181,4 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn legte um 53% auf 82,0
Mio. € zu (1-6/2015: 53,6 Mio. €). Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse
aus Sondereffekten nahm das bereinigte operative Ergebnis im Berichtszeitraum um 11%
auf 153,6 Mio. € zu (1-6/2015: 138,1 Mio. €). Das bereinigte EBITDA verzeichnete ein
Wachstum von 7% auf 202,3 Mio. € (1-6/2015: 189,2 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn
zeigte einen Anstieg von 13% auf 96,1 Mio. € (1-6/2015: 85,0 Mio. €). Die Sondereffekte addierten sich in den ersten 6 Monaten 2016 saldiert zu einer Ertragsbelastung
in Höhe von 18,0 Mio. € vor bzw. 14,1 Mio. € nach Steuern (1-6/2015: saldierte Ertragsbelastung
durch Sondereffekte in Höhe von 33,9 Mio. € vor bzw. 31,4 Mio. € nach Steuern). Im Detail sahen diese kumulierten Sondereffekte wie folgt aus:
Im 2. Quartal 2016 fiel dabei eine Ertragsbelastung in Höhe von 5,9 Mio. € vor bzw.
3,6 Mio. € nach Steuern an (2. Quartal 2015: saldierte Ertragsbelastung in Höhe von
14,9 Mio. € vor bzw. 14,7 Mio. € nach Steuern). Im Detail sahen diese wie folgt aus:
In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns
sowie die sich daraus ergebenden Margen sowohl ausgewiesen als auch bereinigt um die
zuvor aufgeführten Sondereffekte für das 1. Halbjahr 2016 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum
im Vergleich dargestellt. Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz. Die Herstellungskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 2,4 Mio. € auf 529,3 Mio. € (1-6/2015: 531,7 Mio. €), obwohl
die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,8 Mio. € gesteigert
werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Bruttomarge auf 48,8% (1-6/2015:
48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten Erlösminderungen in der Marktregion
Deutschland. Die Vertriebskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 2,8 Mio. € auf 232,8 Mio. € (1-6/2015: 235,7 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang in der Marktregion
CIS/Osteuropa. Die sonstigen Erträge erhöhten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 1,4 Mio. € auf 8,4 Mio. € (1-6/2015: 7,0 Mio. €), insbesondere
auf Grund einer erhaltenen Meilensteinzahlung in Großbritannien. Die anderen Aufwendungen verringerten sich in den ersten 6 Monaten 2016 im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 22,9 Mio. € (1-6/2015: 31,3 Mio. €). Diese
Entwicklung basierte im Wesentlichen auf geringeren Wertminderungen auf immaterielle
Vermögenswerte und geringeren Kursaufwendungen, insbesondere in der Marktregion CIS/Osteuropa. Der im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber
dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 27,0 Mio. € (1-6/2015: 36,2 Mio.
€) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern erhöhten sich in der Berichtsperiode verglichen
mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Mio. € auf 24,7 Mio. € (1-6/2015:
20,3 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 22,2% (1-6/2015: 26,2%),
insbesondere auf Grund einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern. Entwicklung der SegmenteDer ausgewiesene Umsatz der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte verzeichnete
in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein leichtes Wachstum von 1%.
Damit hatten diese insgesamt einen Anteil von 97,7% am ausgewiesenen Konzernumsatz
(1-6/2015: 97,9%). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz
der beiden Kernsegmente nahm gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4%
zu. Der ausgewiesene Umsatz des Kernsegments Generika verringerte sich im Berichtszeitraum
um 2% auf 603,8 Mio. € (1-6/2015: 615,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen
auf einem Umsatzrückgang in dem zu der Marktregion Zentraleuropa gehörenden belgischen
Markt sowie in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden serbischen Markt. Gegenläufig
war eine positive Umsatzentwicklung im deutschen und französischen Markt sowie durch
die neu akquirierte argentinische Gesellschaft zu verzeichnen. Der um Portfolioeffekte
und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Kernsegments Generika wies eine leichte
Steigerung von 1% gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres auf. Generika
steuerten 58,3% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 60,0%). Der ausgewiesene Umsatz des Kernsegments Markenprodukte zeigte in der Berichtsperiode
eine Steigerung von 5% auf 407,3 Mio. € (1-6/2015: 389,3 Mio. €). Das Umsatzwachstum
war maßgeblich auf die positive Entwicklung im deutschen, britischen und italienischen
Markt zurückzuführen. Gegenläufig verlief die Umsatzentwicklung der Markenprodukte
in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden russischen und kasachischen Markt.
Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Kernsegments Markenprodukte
stieg um 9% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Markenprodukte trugen
39,4% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 37,9%). Der Umsatz des nicht zu den Kernsegmenten zählenden Segments Handelsgeschäfte lag
in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 23,4 Mio. € um 10% über
dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (1-6/2015: 21,3 Mio. €). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika erhöhte sich im 1. Halbjahr
2016 um 22% auf 104,3 Mio. € (1-6/2015: 85,8 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte
u.a. aus einem starken Zuwachs des operativen Ergebnisses der deutschen Tochtergesellschaften
ALIUD PHARMA GmbH und STADApharm GmbH bedingt durch geringere Erlösschmälerungen.
Eine gegenläufige Entwicklung vollzog sich in dem zu der Marktregion Zentraleuropa
gehörenden belgischen Markt auf Grund einer geänderten Einkaufsstrategie des belgischen
Vertriebspartners. Der hierdurch verursachte Rückgang der Umsatzerlöse konnte nicht
durch entsprechende Kosteneinsparungen kompensiert werden. Darüber hinaus ergaben
sich ein Rückgang in dem britischen Markt bedingt durch temporäre Lieferengpässe eines
Lieferanten sowie in dem zu der Marktregion CIS/Osteuropa gehörenden serbischen Markt
eine Kaufzurückhaltung der serbischen Großhändler auf Grund von rückläufigen Erstattungspreisen
und der Ankündigung, dass die Erstattungspreise erneut verringert werden sollen. Die
ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika betrug 17,3% (1-6/2015: 13,9%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika stieg in der Berichtsperiode
um 21% auf 105,3 Mio. € (1-6/2015: 87,0 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika
nahm um 16% auf 129,2 Mio. € zu (1-6/2015: 111,4 Mio. €). Beide Entwicklungen basierten
vorrangig auf den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis der Generika beschriebenen
Entwicklungen in der Marktregion Deutschland. Aus geringeren Bereinigungen gegenüber
dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, die sich maßgeblich auf die ergebniswirksam
erfassten Kursaufwendungen des Teilkonzerns CIS beziehen, resultierte die im Vergleich
zu den ausgewiesenen Kennzahlen etwas geringere Steigerung der bereinigten Kennzahlen.
Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 17,4% (1-6/2015: 14,1%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte ging in den ersten 6
Monaten des laufenden Geschäftsjahres leicht um 1% auf 70,7 Mio. € zurück (1-6/2015:
71,1 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch eine hohe Inflation und
einen damit einhergehenden Kaufkraftverlust der Endverbraucher in dem zu der Marktregion
CIS/Osteuropa gehörenden russischen Markt bedingt. Gegenläufig verbesserten sich die
operativen Segmentergebnisse der Markenprodukte in den Marktregionen Deutschland und
Zentraleuropa. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich
auf 17,4% (1-6/2015: 18,3%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte wies im Berichtszeitraum
eine leichte Steigerung von 1% auf 88,7 Mio. € auf (1-6/2015: 88,0 Mio. €). Das bereinigte
EBITDA der Markenprodukte verringerte sich leicht um 1% auf 108,6 Mio. € (1-6/2015:
109,7 Mio. €). Beide Entwicklungen resultierten aus den bereits beim ausgewiesenen
operativen Ergebnis der Markenprodukte genannten Gründen in der Marktregion CIS/Osteuropa.
Zudem ergab sich auf Grund höherer Sondereffekte im Vergleich zu dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum beim bereinigten operativen Ergebnis eine leicht positivere Entwicklung
als beim ausgewiesenen operativen Ergebnis. Die bereinigte operative Gewinnmarge der
Markenprodukte betrug 21,8% (1-6/2015: 22,6%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Handelsgeschäfte belief sich im 1.
Halbjahr 2016 auf 0,4 Mio. € (1-6/2015: 0,1 Mio. €). Entwicklung der MarktregionenNachfolgend wird auf die Entwicklung von STADA in den ersten 6 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres in den vier Marktregionen Zentraleuropa, Deutschland, CIS/Osteuropa
sowie Asien/Pazifik & MENA eingegangen. Darüber hinaus erfolgt innerhalb der einzelnen
Marktregionen eine Beschreibung der Entwicklung in den Ländern, die in der jeweiligen
Marktregion umsatzmäßig die größte Bedeutung haben. Marktregion ZentraleuropaIn der Marktregion Zentraleuropa zeigte der Umsatz in der Berichtsperiode - bei unterschiedlicher
Entwicklung der zugehörigen Länder - einen leichten Rückgang von 1% auf 494,0 Mio.
€ (1-6/2015: 499,1 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus dem Umsatzrückgang
im belgischen Markt. Die in dieser Marktregion erzielten Umsätze trugen 47,8% zum
Konzernumsatz bei (1-6/2015: 48,7%). Von dem in der Marktregion Zentraleuropa erreichten
Umsatz entfielen 20,4 Mio. € auf Exportumsätze (1-6/2015: 21,2 Mio. €). Der bereinigte
Umsatz fiel in dieser Marktregion ebenfalls leicht um 1%. Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand in der Marktregion Zentraleuropa von
einem Umsatzwachstum bei einer im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität
aus. Nachfolgend werden die Geschäftsverläufe der am Umsatz gemessen fünf größten Märkte
dieser Marktregion dargestellt. Der in Italien erreichte Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5% auf 101,2 Mio.
€ (1-6/2015: 96,7 Mio. €). Der Umsatz, der im italienischen Markt mit Generika erzielt wird, nahm insbesondere
auf Grund von positiven Volumeneffekten leicht um 1% auf 79,8 Mio. € zu (1-6/2015:
79,3 Mio. €). Generika steuerten einen Beitrag von 79% zum lokalen Umsatz bei (1-6/2015:
82%). Der in Italien mit Markenprodukten realisierte Umsatz zeigte maßgeblich auf Grund
von Zukäufen einen Anstieg von 23% auf 21,4 Mio. € (1-6/2015: 17,4 Mio. €). Markenprodukte
hatten einen Anteil von 21% am italienischen Umsatz (1-6/2015: 18%). Der in Großbritannien im 1. Halbjahr 2016 erzielte Umsatz verzeichnete bei Anwendung
vorjähriger Wechselkurse eine Steigerung von 14%. Das britische Pfund entwickelte
sich im 1. Halbjahr 2016 insbesondere auf Grund der Diskussionen um einen Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der Entscheidung Großbritanniens
für einen Austritt schwächer. Ungeachtet dieses negativen Währungseffekts erhöhte
sich der Umsatz in Euro um 7% auf 93,9 Mio. € (1-6/2015: 87,6 Mio. €). Diese Entwicklung
konnte trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis sowie einer schwachen Erkältungssaison
im britischen Markt und einer dementsprechend geringeren Nachfrage bei Erkältungsprodukten
erreicht werden. Der im britischen Markt mit Markenprodukten erzielte Umsatz verzeichnete einen Zuwachs
von 12% auf 83,6 Mio. € (1-6/2015: 74,8 Mio. €). Zu dem Umsatzanstieg trug auch der
im 4. Quartal 2015 erfolgte Kauf der britischen Socialites-Gruppe bei. Markenprodukte
steuerten 89% zu dem in Großbritannien erreichten Umsatz bei (1-6/2015: 85%). Der in Großbritannien realisierte Umsatz mit Generika, bei denen STADA im dortigen
Markt Nischenanbieter von ausgewählten Generika mit nur wenigen pharmazeutischen Wirkstoffen
ist, verringerte sich um 20% auf 10,3 Mio. € (1-6/2015: 12,8 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf einem temporären Lieferengpass eines Lieferanten. Generika
trugen 11% zum lokalen Umsatz bei (1-6/2015: 15%). Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2.
Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union und den damit verbundenen Unsicherheiten negativ. Insgesamt ergeben sich für
STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte
auf den in Euro berichteten Umsatz. In Spanien wies der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen
leichten Anstieg von 1% auf 61,9 Mio. € auf (1-6/2015: 61,6 Mio. €). Diese Entwicklung
resultierte aus einer hohen Vergleichsbasis im Generika-Segment im entsprechenden
Vorjahreszeitraum, die auf zahlreichen Produkteinführungen basierte. Der im spanischen Markt mit Generika erreichte Umsatz ging um 2% auf 52,8 Mio. € zurück
(1-6/2015: 54,1 Mio. €). Der Anteil von Generika belief sich auf 85% am lokalen Umsatz
(1-6/2015: 88%). Der in Spanien mit Markenprodukten realisierte Umsatz erhöhte sich um 22% auf 9,1
Mio. € (1-6/2015: 7,5 Mio. €). Markenprodukte leisteten einen Beitrag von 15% zum
lokalen Umsatz (1-6/2015: 12%). In Belgien reduzierte sich der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres
um 34% auf 46,1 Mio. € (1-6/2015: 70,0 Mio. €). Der im belgischen Markt mit Generika generierte Umsatz ging um 37% auf 40,8 Mio. €
zurück (1-6/2015: 65,0 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf eine geänderte
Einkaufsstrategie des belgischen Vertriebspartners zurückzuführen. Jedoch konnte die
belgische STADA-Tochtergesellschaft, die ohnehin klarer Marktführer im belgischen
Generika-Markt ist, maßgeblich auf Grund sehr guter Sell-out-Daten, d.h. einer starken
Nachfrage auf Seiten der Verbraucher, leichte Marktanteile hinzugewinnen. Generika
leisteten einen Beitrag von 88% zum lokalen Umsatz (1-6/2015: 93%). Der in Belgien mit Markenprodukten erreichte Umsatz zeigte eine Steigerung von 8%
auf 5,4 Mio. € (1-6/2015: 5,0 Mio. €). Der Anteil von Markenprodukten belief sich
auf 12% am belgischen Umsatz (1-6/2015: 7%). Der in Frankreich erzielte Umsatz wies im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
ein Wachstum von 2% auf 42,0 Mio. € auf (1-6/2015: 41,2 Mio. €). Der mit Generika im französischen Markt erzielte Umsatz stieg - ungeachtet eines unverändert
starken Preis- und Rabattwettbewerbs - um 13% auf 40,4 Mio. € (1-6/2015: 35,9 Mio.
€). Generika leisteten einen Beitrag von 96% zum lokalen Umsatz (1-6/2015: 87%). Der Umsatz, der in Frankreich mit Markenprodukten generiert wird, reduzierte sich
um 70% auf 1,6 Mio. € (1-6/2015: 5,3 Mio. €). Der deutliche Umsatzrückgang war insbesondere
auf den im Dezember 2015 erfolgten Verkauf der auf Markenprodukte spezialisierten
französischen Gesellschaft Laboratoires d'études et de recherches en oligo éléments
thérapie SA zurückzuführen. Markenprodukte trugen 4% zum französischen Umsatz bei
(1-6/2015: 13%). Marktregion DeutschlandRückwirkend zum 01.01.2016 wurde auf Grund einer veränderten Managementverantwortung
die Hemopharm GmbH inklusive ihres Bulgarien-, Ungarn-, Kroatien- und Sloweniengeschäfts
vollständig der Marktregion CIS/Osteuropa zugeordnet. Angesichts dessen sind die Umsätze
aus den Exportaktivitäten der Hemopharm GmbH nicht mehr in den Umsätzen der Marktregion
Deutschland enthalten. Ungeachtet dieser Umgliederung nahm der Umsatz der Marktregion
Deutschland im 1. Halbjahr 2016 um 12% auf 254,7 Mio. € zu (1-6/2015: 227,9 Mio. €).
Ohne Berücksichtigung dieser Umgliederung, d.h. inklusive der Exportaktivitäten, stieg
der Umsatz in der Marktregion Deutschland um 17% auf 267,6 Mio. € (1-6/2015: 227,9
Mio. €). Insgesamt hatte diese Marktregion einen Anteil von 24,6% am Konzernumsatz
(1-6/2015: 22,2%). Von dem in der Marktregion Deutschland realisierten Umsatz waren
7,7 Mio. € Exportumsätzen zuzurechnen (1-6/2015: 18,2 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand in der Marktregion Deutschland mit
einem Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus bei einer unterhalb des Konzerndurchschnitts
liegenden operativen Profitabilität. Der in Deutschland realisierte Umsatz, d.h. der Umsatz ohne Exportumsätze der Marktregion
Deutschland und ohne Umsätze anderer Marktregionen in Deutschland, verzeichnete im
Berichtszeitraum eine Zunahme von 18% auf 246,9 Mio. € (1-6/2015: 209,8 Mio. €). Ungeachtet der unverändert schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika, die aus dem intensiven Wettbewerb bei Ausschreibungen von Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen resultierten, erhöhte sich der Umsatz des deutschen Generika-Segments in den ersten 6 Monaten 2016 um 4% auf 149,0 Mio. € (1-6/2015: 143,6 Mio. €). Die positive Entwicklung basierte im Wesentlichen auf einer veränderten Wettbewerbssituation, der Möglichkeit zur Bildung von Bietergemeinschaften und einer Portfoliooptimierung. Darüber hinaus resultierte sie aus der Konzentration im Konzern auf nur noch eine Ausschreibungsgesellschaft. Der in Deutschland mit Generika generierte Umsatz trug 60% zu dem im deutschen Markt insgesamt erreichten Umsatz bei (1-6/2015: 68%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag nach Absatz in der Berichtsperiode bei ca. 11,6%1) (1-6/2015: ca. 13,0%1)). Damit ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt unverändert die klare Nummer 31). Der im deutschen Markt mit Markenprodukten realisierte Umsatz zeigte im 1. Halbjahr
2016 einen deutlichen Anstieg von 48% auf 98,0 Mio. € (1-6/2015: 66,2 Mio. €). Diese
erfreuliche Entwicklung resultierte aus Optimierungen im Produkt-Portfolio, verringerten
Retouren sowie der Faktura von hohen Saisonaufträgen. Insgesamt leisteten Markenprodukte
im Berichtszeitraum im deutschen Markt einen Beitrag von 40% zu dem in Deutschland
erreichten Umsatz (1-6/2015: 32%). Marktregion CIS/OsteuropaIn der Marktregion CIS/Osteuropa2) erhöhte sich der Umsatz - auch auf Grund der zuvor erwähnten Umgliederung der Exportaktivitäten der Hemopharm GmbH - in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 8%. Angesichts negativer Währungseffekte reduzierte sich der Umsatz in Euro um 8% auf 209,2 Mio. € (1-6/2015: 227,2 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Umgliederung, d.h. exklusive der Aktivitäten in Bulgarien, Ungarn, Kroatien sowie Slowenien, nahm der Umsatz in der Marktregion CIS/Osteuropa um 14% auf 196,2 Mio. € ab (1-6/2015: 227,2 Mio. €). Die in dieser Marktregion erreichten Umsätze steuerten 20,2% zum Konzernumsatz bei (1-6/2015: 22,1%). Von dem in der Marktregion CIS/ Osteuropa erzielten Umsatz entfielen 4,1 Mio. € auf Exportumsätze (1-6/2015: 5,9 Mio. €). Der bereinigte Umsatz wies in dieser Marktregion einen Anstieg von 8% auf. Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand für die Marktregion CIS/Osteuropa bei
Anwendung vorjähriger Wechselkurse von einer Umsatzsteigerung aus. Die um negative
Währungseffekte bereinigte operative Profitabilität sollte dabei oberhalb des Konzerndurchschnitts
liegen. Nachfolgend wird die Entwicklung der umsatzmäßig beiden größten Märkte dieser Marktregion
beschrieben. In Russland stieg der Umsatz in den ersten 6 Monaten 2016 bei Anwendung vorjähriger
Wechselkurse ungeachtet weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere im Selbstzahlermarkt
um 7%. Angesichts eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel ging
der Umsatz in Euro um 13% auf 109,5 Mio. € zurück (1-6/2015: 125,5 Mio. €). Auf Grund
der hohen Inflation und eines damit einhergehenden Kaufkraftverlusts ist diese Entwicklung
als positiv zu werten. Im 2. Halbjahr 2016 geht STADA von einem unverändert schwierigen
Marktumfeld in der Russischen Föderation aus. Der im Rahmen des staatlichen Programms
zur Kostenerstattung ausgewählter Arzneimittel für einzelne Bevölkerungsgruppen (DLO-Programm)
generierte Umsatz, der ca. 5% der russischen Umsätze ausmachte, lag in lokaler Währung
unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Der mit Generika im russischen Markt erzielte Umsatz stieg um 19% auf 49,3 Mio. €
(1-6/2015: 41,3 Mio. €). Der Anteil von Generika belief sich auf 45% am lokalen Umsatz
(1-6/2015: 33%). Der mit Markenprodukten realisierte Umsatz verringerte sich um 29% auf 60,2 Mio. €
(1-6/2015: 84,3 Mio. €). Markenprodukte steuerten 55% zu dem im russischen Markt erzielten
Umsatz bei (1-6/2015: 67%). Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen STADA-Geschäftsaktivitäten
maßgeblich durch die Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro
beeinflusst sein. Des Weiteren stellen die unverändert eingetrübten Aussichten für
die russische Wirtschaft und die starke Abwertung des russischen Rubel ein gestiegenes
Risiko in Bezug auf die Konsumentenstimmung und Verbraucherausgaben dar. In Serbien verzeichnete der Umsatz in der Berichtsperiode bei Anwendung vorjähriger
Wechselkurse einen Rückgang von 27%. In Euro ging der Umsatz auf Grund eines leicht
negativen Währungseffekts des serbischen Dinar um 28% auf 33,6 Mio. € zurück (1-6/2015:
46,9 Mio. €). Bei der Betrachtung des Umsatzmixes ist im serbischen Markt weiterhin
eine grundsätzliche Verlagerung von Generika hin zu Markenprodukten zu beobachten. Der im serbischen Markt mit Generika erreichte Umsatz verringerte sich um 31% auf
25,5 Mio. € (1-6/2015: 36,9 Mio. €). Diese Entwicklung hing u.a. mit der Entscheidung
über rückläufige Erstattungspreise zusammen. Zunächst kam es zum 01.01.2015 zu einer
Verringerung der Erstattungspreise. Außerdem wurde angekündigt, dass die Erstattungspreise
erneut reduziert werden sollen. Da im 1. Halbjahr 2016 jedoch keine Details dazu bekannt
gegeben wurden, wann diese Reduzierung erfolgen soll und in welcher Höhe, hielten
sich die serbischen Großhändler mit ihrer Nachfrage zurück. Der Anteil von Generika
betrug 76% am serbischen Umsatz (1-6/2015: 79%). Der Umsatz, der in Serbien mit Markenprodukten ausgewiesen wurde, war um 22% auf 7,9
Mio. € rückläufig (1-6/2015: 10,0 Mio. €). Markenprodukte trugen 23% zum lokalen Umsatz
bei (1-6/2015: 21%). 2)
So genannte CEE-Länder (Central and Eastern Europe) inklusive Russland. Marktregion Asien/Pazifik & MENAIn der Marktregion Asien/Pazifik & MENA wies der Umsatz in den ersten 6 Monaten des
laufenden Geschäftsjahres ein Wachstum von 7% auf 76,8 Mio. € auf (1-6/2015: 71,7
Mio. €). Diese verglichen mit den Vorquartalen verhaltene Entwicklung war insbesondere
auf eine hohe Vergleichsbasis des korrespondierenden Zeitraums des Vorjahres zurückzuführen.
Ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks in den beiden größten Märkten dieser Marktregion,
Vietnam und China, stieg der dortige Umsatz infolge von gewonnenen lokalen Ausschreibungsverfahren.
Der Beitrag, den diese Marktregion am Konzernumsatz hatte, betrug 7,4% (1-6/2015:
7,0%). Der bereinigte Umsatz dieser Marktregion verzeichnete einen Anstieg von 11%. Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand in der Marktregion Asien/Pazifik &
MENA mit einem Umsatzanstieg bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden
operativen Profitabilität. Entwicklung, Produktion und BeschaffungDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in der Berichtsperiode auf 31,0
Mio. € (1-6/2015: 33,6 Mio. €). Basierend auf dem Geschäftsmodell, nach dem STADA
nicht in der Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist, handelt
es sich hierbei ausschließlich um Entwicklungskosten. Darüber hinaus aktivierte der
Konzern im 1. Halbjahr 2016 Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von
13,0 Mio. € (1-6/2015: 10,8 Mio. €). Insgesamt führte STADA in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres weltweit
358 einzelne Produkte in einzelnen nationalen Märkten ein (1-6/2015: 270 Produkteinführungen). Angesichts der weiterhin gut gefüllten Produkt-Pipeline erwartet der Vorstand auch
in Zukunft die kontinuierliche Einführung neuer Produkte in den einzelnen nationalen
Märkten der jeweiligen Marktregionen. Der Fokus liegt dabei nach wie vor auf Generika
in den EU-Ländern. Alle konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore werden bei STADA grundsätzlich
durch angemessene Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen
Niveau gehalten. Im Berichtszeitraum lagen die Investitionen für den Ausbau und die
Erneuerung von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen und Prüflaboren bei 11,6 Mio.
€ (1-6/2015: 15,6 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage sowie CashflowDie Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns zeigt sich unverändert stabil. Zum
Stichtag 30.06.2016 belief sich die Eigenkapitalquote auf 30,4% (31.12.2015: 31,0%)
und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich. Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 30.06.2016 1.211,3 Mio. € (31.12.2015: 1.215,7
Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA belief sich im 1.
Halbjahr 2016 bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA der ersten 6 Monte
2016 auf Jahresbasis auf 3,0 (1-6/2015: 3,7). Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns verfügte STADA per 30.06.2016 über einen
im 2. Quartal 2013 platzierten Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen
von 350 Mio. € und einer Verzinsung von 2,25% p.a. sowie eine im 1. Quartal 2015 begebene
siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 300 Mio. € mit einer Verzinsung von
1,75% p.a. Zudem bestanden zum 30.06.2016 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im
Bereich Ende 2016 bis 2021 mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 830,5 Mio.
€. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur sind die Schuldscheindarlehen
hinsichtlich Volumen und Laufzeit gestaffelt. Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich zum 30.06.2016 um 35,8 Mio. € auf
1.613,2 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen
auf planmäßigen Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen. Zum 30.06.2016 enthielten
die immateriellen Vermögenswerte 400,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2015:
391,6 Mio. €). Die Zunahme der Sachanlagen zum 30.06.2016 auf 348,7 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio.
€) war überwiegend auf Investitionen in die Produktionsstätten in der Marktregion
CIS/Osteuropa zurückzuführen. Die Finanzanlagen stiegen zum Stichtag 30.06.2016 um 3,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € (31.12.2015:
1,3 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus einer Kapitalerhöhung im
Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Vertriebsgesellschaften von der CROMA-PHARMA GmbH. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum Stichtag 30.06.2016
um 1,0 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück (31.12.2015: 8,7 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2016 auf 56,5 Mio. € ab (31.12.2015:
74,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf einer Verringerung der positiven
Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie einer Verringerung der Settlement-Forderungen
in der Marktregion Deutschland. Die Reduzierung der Ertragsteuerforderungen zum 30.06.2016 auf 14,9 Mio. € (31.12.2015:
21,2 Mio. €) war überwiegend durch erhaltene Zahlungen aufgrund der Erstattung der
steuerlichen Vorauszahlungen in der Marktregion Deutschland bedingt. Die Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.06.2016 um 14,3
Mio. € auf 43,3 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) resultierte vor allem aus erhöhten
Umsatzsteuerforderungen in der Marktregion CIS/Osteuropa sowie Zentraleuropa. Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des
Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet
wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind
in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.
Eine deutliche Verringerung der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
wurde zum Anlass genommen, die Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen in diesen Ländern auf den 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung des
zum 30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssatzes führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung
der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung
der sonstigen Rücklagen in Höhe von 35,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den
folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015
und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der
in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise
durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2016 in
Höhe von 222,4 Mio. € bzw. 1.374,5 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio.
€) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von
830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert
in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0
Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und
eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten
resultierte aus der Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350
Mio. €, die letztendlich zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen
in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen. Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht zum
Bilanzstichtag auf 7,5 Mio. € (31.12.2015: 7,2 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten nahmen im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Abgrenzungen
für Krankenkassenrabatte um 17,3 Mio. € auf 201,5 Mio. € ab (31.12.2015: 218,8 Mio.
€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Stichtag 30.06.2016
um 42,4 Mio. € auf 286,1 Mio. € ab (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte
im Wesentlichen auf reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte sowie für
Dossiererwerbe in der Marktregion Deutschland. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 17,0 Mio.
€ auf 56,4 Mio. € (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf erhöhten
Ertragsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Deutschland auf Grund der verbesserten
operativen Entwicklung. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Stichtag 30.06.2016
um 14,4 Mio. € auf 88,0 Mio. € (31.12.2015: 102,4 Mio. €) im Wesentlichen bedingt
durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Zentraleuropa sowie
geringere sonstige Verbindlichkeiten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen
umfasst, lag im 1. Halbjahr 2016 bei 113,0 Mio. € (1-6/2015: 40,4 Mio. €). Der starke
Anstieg um 72,6 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum basierte
im Wesentlichen auf dem gestiegenen Konzerngewinn, einer geringeren zahlungswirksamen
Zunahme der Vorräte sowie auf einer verringerten zahlungswirksamen Veränderung des
übrigen Nettovermögens. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise
durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum
-98,1 Mio. € (1-6/2015: -84,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
war in den ersten 6 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen
geleistete Anzahlungen für den Kauf von Produktionsausstattung in Serbien sowie für
die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland und in Großbritannien
betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse
aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. sowie der britischen BSMW
Limited. Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich
des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, belief sich in der Berichtsperiode auf
15,0 Mio. € (1-6/2015: -44,3 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen
bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free
Cashflow lag bei 42,5 Mio. € (1-6/2015: -5,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 229,3 Mio.
€ (1-6/2015: -18,3 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer
Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. € zur Refinanzierung der im Dezember
2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € zurückzuführen.
Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt. Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem operativen Cashflow, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds
belief sich in den ersten 6 Monaten 2016 auf 242,3 Mio. € (1-6/2015: -51,8 Mio. €). Akquisitionen und DesinvestitionenDer STADA-Konzern verfolgt eine aktive Akquisitionspolitik, um das organische Wachstum
durch externe Impulse zusätzlich voranzutreiben. Im Rahmen dessen liegt der Fokus
zum einen auf dem regionalen Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf
wachstumsstarken Schwellenländern. Zum anderen konzentriert sich der Konzern auf die
Erweiterung und die Internationalisierung der Kernsegmente - insbesondere der Markenprodukte,
die in der Regel durch attraktivere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als
der Bereich Generika gekennzeichnet sind. Unabhängig von dem aktiven Erwerbsansatz werden Akquisitionsprojekte einem strikten
Auswahlprozess mit einheitlichen Kriterien unterzogen und müssen neben strategischen
Kriterien insbesondere festgelegte Renditevorgaben erfüllen. Für größere Akquisitionen
oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind nach wie vor geeignete Kapitalmaßnahmen
vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen
zu stark belastet werden würde. Zur Stärkung des Kernsegments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier.1) Der Kaufpreis liegt bei maximal 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Durch die Akquisition erweiterte STADA zugleich sein internationales Vertriebsnetz in einem Land, in dem der Konzern bislang noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war. Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW Limited mit Sitz in Stockport.
Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis
für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde in Zahlungsmitteln beglichen. 1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 10.12.2015. STADA-AktieIm 1. Halbjahr 2016 erhöhte sich der Aktienkurs von STADA deutlich um 24%. Während
der Schlusskurs Ende 2015 bei 37,34 € gelegen hatte, belief er sich Ende des 1. Halbjahres
2016 auf 46,44 €. Die Marktkapitalisierung nahm in diesem Zeitraum von 2,328 Mrd.
€ auf 2,895 Mrd. € zu. Per 30.06.2016 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 162.090.344,00 € (31.12.2015: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 vinkulierte2) Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2015: 62.342.440 vinkulierte Namensaktien). Im Berichtszeitraum veröffentlichte der Konzern alle neun erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen
gemäß § 26 WpHG. Die bei STADA eingehenden Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website
unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar. Im 1. Halbjahr 2016 hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die für 2018 geplante Wahl
des neuen Aufsichtsrats für vier Anteilseignervertreter um zwei Jahre vorzuziehen.
Um ein ordnungsgemäßes und transparentes Verfahren bei der Kandidatenauswahl sowie
der Vorbereitung zur Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder sicherzustellen, beschloss
der Vorstand, die ursprünglich für den 09.06.2016 terminierte Hauptversammlung auf
den 26.08.2016 zu vertagen. Im Zuge dessen wird auch die Dividendenzahlung zu einem
späteren Zeitpunkt erfolgen. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDer Vorstand bestätigt den im Lagebericht des STADA-Geschäftsberichts 2015 veröffentlichten
Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 sowie den Chancen- und Risikobericht für den Konzern.
Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht enthaltenen Ergänzungen und Aktualisierungen
ergibt sich aus Sicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der Chancen und
Risiken für den STADA-Konzern. Demnach ist das STADA-Geschäftsmodell grundsätzlich auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen
im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch untrennbar auch Risiken
und Herausforderungen verbunden, die auf eine geänderte bzw. zusätzliche staatliche
Regulation und einen intensiven Wettbewerb zurückzuführen sind. Angesichts dessen
kann STADA in einzelnen Märkten seiner vier Marktregionen auch in Zukunft einschneidenden
regulatorischen Eingriffen, hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck
ausgesetzt sein. Letzteres gilt insbesondere für die im Kernsegment Generika steigende
Zahl von Geschäftsaktivitäten, die Ausschreibungen unterliegen. Zudem wird der Konzern auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren
konfrontiert sein, infolge deren die Entwicklung des Konzerns von konzernrelevanten
Währungsrelationen - insbesondere des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna, des
kasachischen Tenge und des britischen Pfund zum Euro - beeinflusst sein wird. Darüber
hinaus wird STADA unverändert den Auswirkungen der CIS-Krise unterliegen. Im Rahmen
seiner Möglichkeiten bereitet sich der Konzern zwar auf potenzielle davon ausgehende
Risiken wie ein deutlich gestiegenes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, wettbewerbsverzerrende
Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus
und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings lassen sich mit Blick auf
die Auswirkungen der CIS-Krise sich daraus ergebende Belastungen wie Sondereffekte
durch Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Zahlungsausfälle,
nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen - insbesondere aus
der Abwertung des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge
- sowie eine gedämpfte oder eine weiter zurückgehende Nachfrage im russischen Pharmamarkt
nicht ausschließen. In Bezug auf die derzeit geltenden Sanktionen gegen Russland sieht
STADA aus heutiger Sicht indessen keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf
die Geschäftsaktivitäten des Konzerns. Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2.
Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union und den damit verbundenen Unsicherheiten negativ. Insgesamt ergeben sich für
STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte.
Bei den britischen Gesellschaften handelt es sich um voll integrierte Tochtergesellschaften,
deren Transaktionen im Wesentlichen in lokaler Währung anfallen. Insgesamt übersteigen
bei diesen Gesellschaften zurzeit die Vermögenswerte, deren Transaktionswährung vom
britischen Pfund abweicht, die entsprechenden Verbindlichkeiten, so dass STADA aus
der Abwertung des britischen Pfund derzeit keine wesentlichen negativen Transaktionseffekte
erwartet. Aus heutiger Sicht geht STADA nicht davon aus, dass sich aus dieser möglichen
Währungsentwicklung substanzielle Kurseffekte für die Gewinn- und Verlustrechnung
ergeben werden. Eine Prognose über die möglichen makroökonomischen Auswirkungen der
Austrittsentscheidung Großbritanniens ist auf Grund fehlender Erfahrungswerte sehr
schwierig. Allgemein ist von geringeren Investitionen und einem damit verbundenen
langsameren Wachstum auszugehen. Die Entwicklungen und potenziellen Auswirkungen auf
das Geschäftsmodell von STADA in Großbritannien werden daher kontinuierlich beobachtet. Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch
wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten
der vier STADA-Marktregionen gekennzeichnet sein, wobei in der Gesamtbewertung der
gegenläufigen Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2016 die positiven Aussichten überwiegen
sollten. Angesichts dessen rechnet der Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigten Konzernumsatz, dem bereinigten EBITDA sowie dem bereinigten Konzerngewinn
in 2016 mit einem leichten Wachstum. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung
exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand
ein Niveau von nahezu 3. Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand am 11.07.2016 Wachstumsziele verabschiedet.
Wesentlicher Bestandteil dieser Prognose ist ein bereits eingeleitetes konzernweites
Programm zur Verbesserung der Performance, das neben der Hebung unerschlossener Umsatzpotenziale
auch Effizienzsteigerungen und die Reduzierung von Funktionskosten umfasst. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen strebt der Vorstand für 2019 einen um Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA
von 510 Mio. € und einen bereinigten Konzerngewinn von 250 Mio. € in einer Bandbreite
von +/-5% an. Diese Ziele gehen von einem überwiegend organischen Umsatzwachstum in
den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte aus und verstehen sich vor signifikanten
Desinvestitionen mit Umsatz- und Ertragsauswirkung. Zu den Annahmen gehören weiterhin
die Fortschreibung der aktuellen Währungsrelationen, des aktuellen Zinsniveaus und
weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA
über Konzerngesellschaften verfügt. Zudem wird für die Zielerreichung ein stabiles
regulatorisches Umfeld in den für STADA relevanten Märkten vorausgesetzt. scroll
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS FÜR DAS 1. HALBJAHR 2016 (VERKÜRZT)KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
scroll
ANHANG1. Allgemeines1.1. RechnungslegungsmethodenDer Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 37w Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 37w Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss
wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die
Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind,
aufgestellt. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2016 wurde unter Beachtung
der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung
mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss
zum 31.12.2015 gewählt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der
EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2016 verpflichtend
anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet. In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten
geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden
wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich
der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden grundsätzlich
auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2015 verwiesen. 1.2. Geänderte RechnungslegungsmethodenIn den ersten 6 Monaten 2016 hat STADA die vom IASB veröffentlichten und von der EU
endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem
erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2016 beachtet und, sofern relevant, angewandt.
Sämtliche Änderungen hatten jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA. Folgende noch nicht angewendete IFRS-Standards wurden vom IASB veröffentlicht, eine Übernahme in europäisches Recht steht noch aus:Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments".
IFRS 9 soll IAS 39 ablösen und beinhaltet Vorschriften zu Klassifizierung, Ansatz
und Bewertung von Finanzinstrumenten. Des Weiteren umfasst IFRS 9 Vorschriften zur
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die
am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss
ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der neuen Vorschriften zur Wertminderung von
Finanzinstrumenten können künftig in einigen Fällen erwartete Verluste zu einem früheren
Zeitpunkt zu einer aufwandswirksamen Erfassung führen. Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts
with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für
Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction
Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am
oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die
Untersuchung der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist
noch nicht final abgeschlossen. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung wird jedoch
kaum Auswirkungen auf die Umsatzbilanzierung haben, da der wesentliche Teil der Umsätze
im Konzernabschluss auf Grund von Routinetransaktionen realisiert wird. Es liegen
im Konzern keine Vereinbarungen vor, die mehrere Leistungen innerhalb eines Vertrags
oder innerhalb mehrerer Verträge regeln (Multielement-Arrangements). Einzig bei der
Bilanzierung von Lizenzvereinbarungen, die sich im Geschäftsjahr 2015 auf weniger
als 2% der gesamten Umsatzerlöse beliefen, kann es zu Änderungen kommen. Dies betrifft
jedoch ausschließlich solche Lizenzvereinbarungen, die keine Bindung an den realisierten
Umsatz des Lizenznehmers haben und dem Lizenznehmer ein Recht zur Nutzung der Lizenz
gewähren, ohne dass von Seiten STADAs weitere Aktivitäten notwendig sind. Bei solchen
Lizenzvereinbarungen wird auf Grund des neuen Standards IFRS 15 zukünftig die Umsatzrealisierung
in Höhe des gesamten Lizenzentgelts bei Gewährung der Lizenz stattfinden und somit
nicht - wie aktuell - verteilt über die Laufzeit der Lizenz. Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim
Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung der mit Leasingverhältnissen verbundenen
vertraglichen Rechte (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der
Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing
ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf
den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen
Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers
wird zum Erstanwendungszeitpunkt eine Erhöhung der Bilanzsumme erwartet. Anstelle
von Leasingaufwendungen werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge zukünftig
Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - mit
entsprechend positiver Auswirkung auf das EBITDA. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen
werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
erwartet. 1.3. KonsolidierungskreisDer Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft
aufgestellt. Im 1. Halbjahr 2016 wurde die gesellschaftsrechtliche Akquisition der argentinischen
Laboratorio Vannier S.A. vollzogen. Die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft
als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.01.2016. Darüber hinaus wurde der Vollzug der
gesellschaftsrechtlichen Akquisition der britischen BSMW Limited realisiert, deren
erstmalige Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 01.02.2016 erfolgte. Des Weiteren wurde im 2. Quartal 2016 die finnische Gesellschaft Oy STADA Pharma Ab
auf Grund der abgeschlossenen Liquidation entkonsolidiert. Damit waren zum Bilanzstichtag 30.06.2016 84 Gesellschaften als Tochterunternehmen
und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernzwischenabschluss
einbezogen. 1.4. UnternehmenszusammenschlüsseIn den ersten 6 Monaten 2016 gab es die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse
im Sinne des IFRS 3, auf deren Kaufpreisaufteilungen nachfolgend näher eingegangen
wird. Im 1. Quartal 2016 erfolgte die Finalisierung der Kaufpreisaufteilung der im 4. Quartal
2015 erworbenen britischen Socialites-Gruppe mit Sitz in Chesterfield. Die Beherrschung
erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 04.12.2015. Der Kaufpreis für die Akquisition
belief sich auf 21,0 Mio. GBP und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Aus der finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss
ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,6 Mio. € hervor, der sich wie folgt
ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau
der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten in der Marktregion Zentraleuropa und dort
insbesondere im britischen Markt. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die in der Marktregion Zentraleuropa mit der Socialites-Gruppe erreichten Umsätze
betrugen in den ersten 6 Monaten 2016 rund 6 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung
(rund 2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses
belief sich im Berichtszeitraum auf rund 1 Mio. €. Zur Stärkung des Kernsegments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft
BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag
für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier. Der Kaufpreis
lag bei 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio.
€) und wurde bzw. wird in Zahlungsmitteln beglichen. Darin enthalten sind bestimmte
bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit von dem Erreichen einer festgelegten
Ergebniskennzahl zu begleichen sind. Diese belaufen sich mindestens auf 1 Mio. USD,
maximal jedoch auf 1,5 Mio. USD. Der Verkäufer war eine Privatperson. Der Erwerbsvollzug
erfolgte im 1. Quartal 2016. Die Beherrschung erlangte STADA am 04.01.2016. Im Rahmen der im 1. Halbjahr 2016 vorgenommenen vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging
aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von
5,9 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Erweiterung
des internationalen Vertriebsnetzes in einem Land, in dem der STADA-Konzern bisher
noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die in der Marktregion Deutschland mit Laboratorio Vannier erreichten Umsätze betrugen
in den ersten 6 Monaten 2016 rund 3,5 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung
(rund 0,1 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses
belief sich im Berichtszeitraum auf rund 0,5 Mio. €. Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung
erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition
belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Im Rahmen der im 1. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem
Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,5 Mio. €
hervor, der sich wie folgt ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau
der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten in der Marktregion Zentraleuropa und dort
insbesondere im britischen Markt. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die in der Marktregion Zentraleuropa mit der BSMW erreichten Umsätze betrugen in den
5 Monaten seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 1,5 Mio. €. Das um Effekte
aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses
Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtszeitraum auf rund 0,9 Mio. €.
Hätte STADA die BSMW bereits zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in
2016 ein Umsatz von rund 1,8 Mio. € und ein um Effekte aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung
(rund 0,3 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 1,1 Mio. € erzielt worden. 2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung2.1. UmsatzerlöseDie Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum resultierte
maßgeblich auf Umsatzzuwächsen in der Marktregion Deutschland und in dem zu der Marktregion
Zentraleuropa gehörenden italienischen und britischen Markt. Die Einflüsse von wechselkursbedingten
Effekten und Portfolioveränderungen auf den Umsatzzuwachs beliefen sich im Berichtszeitraum
auf insgesamt -3,3 Prozentpunkte. Einzelheiten zu der Aufteilung der Umsatzerlöse
auf Segmente und Regionen finden sich in der Segmentberichterstattung (vgl. Konzernanhang
unter Angabe 5.) und in den weiteren Informationen (vgl. Konzernanhang unter Angabe
6.). 2.2. HerstellungskostenDie Herstellungskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 2,4 Mio. € auf 529,3 Mio. € (1-6/2015: 531,7 Mio. €), obwohl
die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,8 Mio. € gesteigert
werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Bruttomarge auf 48,8% (1-6/2015:
48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten Erlösminderungen in der Marktregion
Deutschland. 2.3. VertriebskostenDie Vertriebskosten reduzierten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 2,8 Mio. € auf 232,8 Mio. € (1-6/2015: 235,7 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang in der Marktregion
CIS/Osteuropa. 2.4. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge erhöhten sich im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 1,4 Mio. € auf 8,4 Mio. € (1-6/2015: 7,0 Mio. €), insbesondere
auf Grund einer erhaltenen Meilensteinzahlung in Großbritannien. 2.5. Andere AufwendungenDie anderen Aufwendungen verringerten sich in den ersten 6 Monaten 2016 im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 22,9 Mio. € (1-6/2015: 31,3 Mio. €). Diese
Entwicklung basierte im Wesentlichen auf geringeren Wertminderungen auf immaterielle
Vermögenswerte sowie geringeren Kursaufwendungen, insbesondere in der Marktregion
CIS/Osteuropa. 2.6. Finanzielle AufwendungenDer im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber
dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 27,0 Mio. € (1-6/2015: 36,2 Mio.
€) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt. 2.7. ErtragsteuernDie Aufwendungen aus Ertragsteuern erhöhten sich in der Berichtsperiode verglichen
mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Mio. € auf 24,7 Mio. € (1-6/2015:
20,3 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 22,2% (1-6/2015: 26,2%),
insbesondere auf Grund einer geänderten Ergebnisallokation im STADA-Konzern. 2.8. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie stieg im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 0,44 € auf 1,32 € (1-6/2015: 0,88 €). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergab
sich aus den STADA-Optionsscheinen (im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung
2004/I), deren Ausübungsfrist zum 26.06.2015 ausgelaufen ist, ein verwässertes Ergebnis
je Aktie von 0,88 €. 3. Angaben zur Konzernbilanz3.1. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte verringerten sich zum 30.06.2016 um 35,8 Mio. € auf
1.613,2 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen
auf planmäßigen Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen. Zum 30.06.2016 enthielten
die immateriellen Vermögenswerte 400,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2015:
391,6 Mio. €). 3.2. SachanlagenDie Zunahme der Sachanlagen zum 30.06.2016 auf 348,7 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio.
€) war überwiegend auf Investitionen in die Produktionsstätten in der Marktregion
CIS/Osteuropa zurückzuführen. 3.3. FinanzanlagenDie Finanzanlagen stiegen zum Stichtag 30.06.2016 um 3,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € (31.12.2015:
1,3 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus einer Kapitalerhöhung im
Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Vertriebsgesellschaften von der CROMA-PHARMA GmbH. 3.4. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum Stichtag 30.06.2016
um 1,0 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück (31.12.2015: 8,7 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2016 auf 56,5 Mio. € ab (31.12.2015:
74,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf einer Verringerung der positiven
Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie einer Verringerung der Settlement-Forderungen
in der Marktregion Deutschland. 3.5. ErtragsteuerforderungenDie Reduzierung der Ertragsteuerforderungen zum 30.06.2016 auf 14,9 Mio. € (31.12.2015:
21,2 Mio. €) war überwiegend durch erhaltene Zahlungen aufgrund der Erstattung der
steuerlichen Vorauszahlungen in der Marktregion Deutschland bedingt. 3.6. Andere VermögenswerteDie Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.06.2016 um 14,3
Mio. € auf 43,3 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) resultierte vor allem aus erhöhten
Umsatzsteuerforderungen in der Marktregion CIS/Osteuropa sowie Zentraleuropa. 3.7. Gewinnrücklagen und sonstige RücklagenDie Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des
Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet
wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind
in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.
Eine deutliche Verringerung der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
wurde zum Anlass genommen, die Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen in diesen Ländern auf den 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung des
zum 30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssatzes führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung
der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung
der sonstigen Rücklagen in Höhe von 35,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den
folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015
und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der
in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise
durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden. 3.8. FinanzverbindlichkeitenDie kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2016 in
Höhe von 222,4 Mio. € bzw. 1.374,5 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio.
€) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von
830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert
in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0
Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und
eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten
resultierte aus der Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350
Mio. €, die letztendlich zur Refinanzierung der im Dezember 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen
in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen. 3.9. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht zum
Bilanzstichtag auf 7,5 Mio. € (31.12.2015: 7,2 Mio. €). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten nahmen im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Abgrenzungen
für Krankenkassenrabatte um 17,3 Mio. € auf 201,5 Mio. € ab (31.12.2015: 218,8 Mio.
€). 3.10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Stichtag 30.06.2016
um 42,4 Mio. € auf 286,1 Mio. € ab (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte
im Wesentlichen auf reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte sowie für
Dossiererwerbe in der Marktregion Deutschland. 3.11. ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Stichtag 30.06.2016 um 17,0 Mio.
€ auf 56,4 Mio. € (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte u.a. auf erhöhten
Ertragsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Deutschland auf Grund der verbesserten
operativen Entwicklung. 3.12. Andere VerbindlichkeitenDie kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Stichtag 30.06.2016
um 14,4 Mio. € auf 88,0 Mio. € (31.12.2015: 102,4 Mio. €) im Wesentlichen bedingt
durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten in der Marktregion Zentraleuropa sowie
geringere sonstige Verbindlichkeiten. 4. Angaben zur Kapitalflussrechnung4.1. Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen
umfasst, lag im 1. Halbjahr 2016 bei 113,0 Mio. € (1-6/2015: 40,4 Mio. €). Der starke
Anstieg um 72,6 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum basierte
im Wesentlichen auf dem gestiegenen Konzerngewinn, einer geringeren zahlungswirksamen
Zunahme der Vorräte sowie auf einer verringerten zahlungswirksamen Veränderung des
übrigen Nettovermögens. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise
durch eine deutliche zahlungswirksame Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert. 4.2. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum
-98,1 Mio. € (1-6/2015: -84,7 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
war in den ersten 6 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen
geleistete Anzahlungen für den Kauf von Produktionsausstattung in Serbien sowie für
die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland und in Großbritannien
betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse
aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier sowie der britischen BSMW Limited. 4.3. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 229,3 Mio.
€ (1-6/2015: -18,3 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer
Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350 Mio. € zur Refinanzierung der im Dezember
2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € zurückzuführen.
Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt. 4.4. Cashflow der aktuellen GeschäftsperiodeDer Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem operativen Cashflow, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds
belief sich in den ersten 6 Monaten 2016 auf 242,3 Mio. € (1-6/2015: -51,8 Mio. €). 5. Segmentberichterstattung5.1. Allgemeine InformationenDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss
angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden
auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und
Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen
Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen
nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden. 5.2. Informationen nach operativen Segmentenscroll
5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
6. Weitere Informationen6.1. Informationen nach Marktregionenscroll
1)
Gerechnet auf T-€-Basis. 7. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden: scroll
STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen
Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung
zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu
werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen
Finanzinstrumenten (Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung
stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen
durch externe Dritte ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung,
die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden
die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten
Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten
Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung
im Vorjahr, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten
Zinsswaps reflektierten. Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen
von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen,
nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf
die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet. Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im 1. Halbjahr 2016 wie folgt: scroll
Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im 1. Halbjahr 2015 wie folgt: scroll
Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert
vom Buchwert abweicht, werden zum 30.06.2016 die folgenden Angaben gemacht: scroll
Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind der Bewertungskategorie
"Financial liabilities measured at amortized cost" (zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten) gemäß IAS 39 zugeordnet. Bezüglich der Aufteilung der
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Bewertungskategorien gemäß IAS
39 haben sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 in den ersten 6 Monaten
2016 keine Änderungen ergeben. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben
tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend
auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder
am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der
einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. 8. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten,
die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten
Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese
als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergaben
sich im 1. Halbjahr 2016 keine wesentlichen Änderungen. Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen,
die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betrafen zum 30.06.2016 im Wesentlichen eine
Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im
Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode
bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie
gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von nur 0,3 Mio. € (31.12.2015: 0,3 Mio.
€), da STADA von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft aktuell nicht ausgeht. Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns
in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. 9. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel
AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt
beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen
und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen ergaben sich im 1. Halbjahr 2016 keine wesentlichen Änderungen. Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Personen kam es im Berichtszeitraum zu folgenden Änderungen: Angesichts dessen, dass
sich Steffen Retzlaff, Sohn des dienstbefreiten Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff,
auf seine Tätigkeit als Senior Vice President der Marktregion Asien/Pazifik & MENA
konzentriert, endeten seine übrigen Mandate im Juni 2016 mit Ausnahme seiner Position
als Mitglied des Board of Directors der STADA MENA DWC-LLC und der STADA Pharmaceuticals
(Asia) Ltd. 10. Wesentliche Ereignisse nach dem AbschlussstichtagIm 3. Quartal 2016 erwarb die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. zur
Stärkung ihrer Position im Bereich Consumer Health ein lokales Markenprodukt-Portfolio,
das sich vorwiegend auf die Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen konzentriert. Das
erworbene Geschäft wird seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern konsolidiert. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Bad Vilbel, 3. August 2016 scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Frankfurt am Main, den 3. August 2016 PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Herausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0,
Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de Der Vorstand: Dr. Matthias Wiedenfels (Vorsitzender), Helmut Kraft, Hartmut Retzlaff
(dienstbefreit) Der Aufsichtsrat: Dr. Martin Abend (Vorsitzender), Carl Ferdinand Oetker (stv. Vorsitzender), Dr. Eckhard Brüggemann, Halil Duru1), Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch, Constantin Meyer, Dr. Ute Pantke1), Jens Steegers1) Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im
Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den
gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der
STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung
oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum
Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung
von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen"
und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA ist
zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen
Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen
tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss
der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage
über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld
und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder,
Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse
klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit
und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe,
Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig
verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur,
die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der
Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten
sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine
Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen. Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen
in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen
mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen
Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht
bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. Kontakt: STADA Arzneimittel AG ■ STADA-Unternehmenskommunikation ■ Telefon: 06101/603-113
■ Fax: 06101/603-215 ■ E-Mail: communications@stada.de STADA im Internet: www.stada.de (deutsch) und www.stada.com (englisch) www.stada.de www.stada.com |
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