![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelZwischenbericht 9 Monate 2016ZWISCHENBERICHT9 MONATE 2016STADA-KENNZAHLENKonzern-Kennzahlen in Mio. €scroll
Aktien-Kennzahlenscroll
1)
Die Zahlen der Berichtsperiode sowie des entsprechenden Vorjahreszeitraums enthalten
die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTÜberblickUngeachtet schwieriger Rahmenbedingungen konnte der STADA-Konzern in den ersten 9
Monaten 2016 eine solide Geschäftsentwicklung verzeichnen. Der ausgewiesene Konzernumsatz zeigte im Berichtszeitraum einen leichten Anstieg von
0,5% auf 1.541,7 Mio. € (1-9/2015: 1.533,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen,
die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, stieg der
bereinigte Konzernumsatz um 3,0% auf 1.568,4 Mio. € (1-9/2015: 1.522,1 Mio. €). Im Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
verbesserten Bruttoergebnisses sowie rückläufiger negativer Währungsaufwendungen lagen
nahezu alle ausgewiesenen wie auch alle bereinigten Ertragskennzahlen in den ersten
9 Monaten 2016 über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Entwicklung des
ausgewiesenen operativen Ergebnisses war dabei stark durch negative Translationseffekte
beeinflusst, die auf einen schwächeren russischen Rubel und eine seit dem EU-Referendum
zunehmende Schwäche des britischen Pfund zurückzuführen waren. Die Ertragslage des
reinen 3. Quartals 2016 wurde dabei maßgeblich durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen
geprägt. Aus den im Juli 2016 geänderten Berichtsstrukturen, die eine Abkehr von regionalen
Verantwortlichkeiten hin zu einer zentralen Steuerung der Segmente Generika und Markenprodukte
bedeuten, resultierten eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, die sich insbesondere
auf Desinvestitionen, Personalentscheidungen wie auch die Neubewertung von Portfolioaktivitäten
bezogen. Infolgedessen entwickelten sich das ausgewiesene operative Ergebnis, EBIT
und EBT deutlich anders als die jeweils bereinigten Ertragskennzahlen. Ungeachtet
dieser negativen Einflüsse konnte in den ersten 9 Monaten 2016 sowohl der ausgewiesene
als auch der bereinigte Konzerngewinn gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
deutlich gesteigert werden. Diese Entwicklung basierte insbesondere auf weiterhin
rückläufigen Zinsaufwendungen sowie einer anhaltend guten Konzernsteuerquote. Darüber
hinaus zeigte auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - stark beeinflusst
von rückläufigen Auszahlungen für Zinsen und Steuern - mit einem Anstieg von 44% eine
außerordentlich positive Entwicklung. Das ausgewiesene EBITDA erhöhte sich in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres
um 3% auf 289,1 Mio. € (1-9/2015: 281,2 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn nahm
um 11% auf 100,3 Mio. € zu (1-9/2015: 89,9 Mio. €). Das bereinigte EBITDA verzeichnete
eine Steigerung von 2% auf 300,6 Mio. € (1-9/2015: 293,8 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn
wies ein Wachstum von 10% auf 139,9 Mio. € auf (1-9/2015: 126,9 Mio. €). Der Anstieg
des ausgewiesenen und bereinigten Konzerngewinns basierte maßgeblich auf einem weiter
optimierten Finanzergebnis sowie einer unverändert niedrigen effektiven Steuerquote. Die Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns verzeichnete in den ersten 9 Monaten
des laufenden Geschäftsjahres eine positive Entwicklung. Die Nettoverschuldung betrug
zum 30.09.2016 1.187,0 Mio. € (31.12.2015: 1.215,7 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung
zum bereinigten EBITDA verbesserte sich in den ersten 3 Quartalen 2016 bei linearer
Hochrechnung des bereinigten EBITDA der Berichtsperiode auf Jahresbasis auf 3,0 (1-9/2015:
3,4). Am 15.08.2016 legte der langjährige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff sein Amt als Mitglied des Vorstands mit sofortiger Wirkung nieder. Das zwischen ihm und der STADA Arzneimittel AG bestehende Dienstverhältnis wurde auf Grund persönlicher Umstände einvernehmlich mit Wirkung zum 31.12.2016 beendet.1) Bereits am 05.06.2016 hatte der STADA-Aufsichtsrat aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit von Herrn Retzlaff in einer außerordentIichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.2) Im Zuge dessen war Dr. Matthias Wiedenfels zum Vorsitzenden des Vorstands berufen worden. Im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres beschloss der Vorstand eine grundlegende
Änderung der Berichtsstrukturen. Bislang berichtete der STADA-Konzern nach operativen
Segmenten und Marktregionen. Gemäß der seit dem 3. Quartal 2016 geänderten Berichtsstruktur
wird der Konzern nun nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten
Generika und Markenprodukte, gesteuert. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie
inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung
des Produkt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen
werden. Im Zuge der Änderung erfolgte auch eine Integration der Randaktivität Handelsgeschäfte
in das Segment Generika. Aus diesem Grund umfassen die für die ersten 9 Monate 2016
im Segment Generika berichteten Zahlen sowie die des entsprechenden Vorjahreszeitraums
die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte. Im Zuge der angekündigten strategischen Weiterentwicklung des Konzerns ist geplant,
die Organisations- und Vertriebsstrukturen der deutschen Geschäftsaktivitäten zu bündeln
und wettbewerbsfähiger zu gestalten, um eine bessere Wahrnehmung im Markt sowie Umsatz-
und Kostenvorteile zu erreichen. Im Rahmen dessen ist beabsichtigt, die STADA GmbH
und STADAvita sowie STADApharm und cell pharm künftig zusammenzulegen. Am 11.07.2016 verabschiedete der Vorstand mittelfristige Wachstumsziele.1) Demnach werden für 2019 ein Konzernumsatz von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA von 510 Mio. € und ein bereinigter Konzerngewinn von 250 Mio. € jeweils in einer Bandbreite von +/-5% angestrebt. Zur Erreichung der Wachstumsziele dient die eingeleitete Umsetzung konzernweiter Initiativen zur Verbesserung der Performance. Im Rahmen dessen sollen unerschlossene Umsatzpotenziale gehoben, die Marketingkosten optimiert und die Vertriebseffizienz gesteigert werden. Des Weiteren ist geplant, vor allem die Herstellungskosten und die allgemeinen Verwaltungskosten zu reduzieren. Die Umsetzung dieser Initiativen soll voraussichtlich 2019 abgeschlossen werden. Weitere Details dazu stellte der Vorstand im Rahmen eines Kapitalmarkttages am 05.10.2016 in Frankfurt am Main vor.1) 2) Demnach wurden bei der Umsetzung der Initiativen zur Verbesserung der Performance, mit denen das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und seine Innovationskraft steigern möchte, um langfristig mehr Wert zu schaffen, bereits Fortschritte erzielt. Beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand unverändert von einem leichten
Wachstum bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz und dem
bereinigten EBITDA aus. Bei dem bereinigten Konzerngewinn rechnet er insbesondere
auf Grund eines weiter optimierten Finanzergebnisses sowie einer verbesserten Steuerquote
als Folge einer geänderten Ergebnisallokation nun mit einem Wert von mindestens 180
Mio. €. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen
und dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand weiterhin ein Niveau von nahezu 3. 1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 15.08.2016. Umsatzentwicklung des STADA-KonzernsDer ausgewiesene Konzernumsatz wies in den ersten 9 Monaten 2016 eine leichte Steigerung
von 0,5% auf 1.541,7 Mio. € auf (1-9/2015: 1.533,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio
und Währungseffekten resultierten, nahm der bereinigte Konzernumsatz in der Berichtsperiode
um 3,0% auf 1.568,4 Mio. € zu (1-9/2015: 1.522,1 Mio. €). Die Überleitung des ausgewiesenen Konzernumsatzes zum um Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigten Konzernumsatz ergibt sich wie folgt: scroll
Im Detail sahen die Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und
Währungseffekte zurückzuführen waren, wie folgt aus:
Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen ausgewiesen werden, ist darunter jeweils
der um diese Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen. 1)
Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 11.07.2016. Ertragsentwicklung des STADA-KonzernsIm Wesentlichen auf Grund eines im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
verbesserten Bruttoergebnisses sowie rückläufiger negativer Währungseffekte lagen
nahezu alle ausgewiesenen wie auch alle bereinigten Ertragskennzahlen in den ersten
9 Monaten 2016 über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Ertragslage des
reinen 3. Quartals 2016 wurde dabei maßgeblich durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen
geprägt. Aus den im Juli 2016 geänderten Berichtsstrukturen, die eine Abkehr von regionalen
Verantwortlichkeiten hin zu einer zentralen Steuerung der Segmente Generika und Markenprodukte
bedeuten, resultierten eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, die sich insbesondere
auf Desinvestitionen, Personalentscheidungen wie auch die Neubewertung von Portfolioaktivitäten
bezogen. Infolgedessen entwickelten sich das ausgewiesene operative Ergebnis, EBIT
und EBT deutlich anders als die jeweils bereinigten Ertragskennzahlen. Das ausgewiesene operative Ergebnis verzeichnete in den ersten 9 Monaten 2016 einen
Rückgang von 4% auf 173,0 Mio. € (1-9/2015: 179,8 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA
stieg um 3% auf 289,1 Mio. € (1-9/2015: 281,2 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn
nahm um 11% auf 100,3 Mio. € zu (1-9/2015: 89,9 Mio. €). Das bereinigte operative Ergebnis zeigte in der Berichtsperiode ein Wachstum von 4%
auf 225,9 Mio. € (1-9/2015: 217,8 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies eine Steigerung
von 2% auf 300,6 Mio. € auf (1-9/2015: 293,8 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn
legte um 10% auf 139,9 Mio. € zu (1-9/2015: 126,9 Mio. €). Die Sondereffekte addierten sich in den ersten 9 Monaten 2016 saldiert zu einer Ertragsbelastung
in Höhe von 53,3 Mio. € vor Steuern bzw. 39,6 Mio. € nach Steuern. Die Überleitung
der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren
und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns ergibt sich dabei wie
folgt: scroll
scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergab sich durch Sondereffekte eine saldierte
Ertragsbelastung in Höhe von 40,5 Mio. € vor Steuern bzw. 37,0 Mio. € nach Steuern,
die sich wie folgt auf die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten
finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des
STADA-Konzerns in den ersten 9 Monaten 2015 auswirkte: scroll
scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. Im 3. Quartal 2016 summierten sich die Sondereffekte saldiert zu einer Ertragsbelastung
in Höhe von 35,4 Mio. € vor Steuern bzw. 25,5 Mio. € nach Steuern. Die Überleitung
der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren
und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns ergibt sich dabei wie
folgt: scroll
scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum ergab sich durch Sondereffekte eine saldierte
Ertragsbelastung in Höhe von 6,6 Mio. € vor Steuern bzw. 5,6 Mio. € nach Steuern,
die sich wie folgt auf die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten
finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des
STADA-Konzerns im 3. Quartal 2015 auswirkten: scroll
scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. In den nachfolgenden Tabellen werden die wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns
einschließlich der sich daraus er gebenden Margen sowohl ausgewiesen als auch bereinigt
um die zuvor aufgeführten Sondereffekte für die ersten 9 Monate 2016 und den entsprechenden
Vorjahreszeitraum im Vergleich dargestellt. Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz. Die Herstellungskosten reduzierten sich in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1 Mio. € auf 793,0 Mio. € (1-9/2015: 794,1
Mio. €), obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 8,2 Mio. € gesteigert werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der
Bruttomarge auf 48,6% (1-9/2015: 48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten
Erlösminderungen im Generika-Segment in Deutschland. Die Vertriebskosten reduzierten sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 3,9 Mio. € auf 339,8 Mio. € (1-9/2015: 343,7 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang im russischen Teilkonzern
STADA CIS. Die sonstigen Erträge erhöhten sich in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,0 Mio. € auf 13,7 Mio. € (1-9/2015: 10,7 Mio.
€), insbesondere auf Grund einer erhaltenen Meilensteinzahlung im Segment Markenprodukte
in Großbritannien. Die anderen Aufwendungen stiegen in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum auf 67,9 Mio. € (1-9/2015: 47,9 Mio. €). Diese Entwicklung basierte
im Wesentlichen auf erhöhten Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten insbesondere
im Segment Markenprodukte sowie der Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden.
Gegenläufig wirkten sich die geringeren Kursaufwendungen in beiden Segmenten, insbesondere
im russischen Teilkonzern STADA CIS, aus. Der im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber
dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 41,0 Mio. € (1-9/2015: 52,5 Mio.
€) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern verringerten sich in der Berichtsperiode verglichen
mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,8 Mio. € auf 27,6 Mio. € (1-9/2015:
34,4 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 20,4% (1-9/2015: 26,6%),
insbesondere auf Grund einer Steuersatzänderung in Großbritannien sowie einer geänderten
Ergebnisallokation im STADA-Konzern. Umsatzentwicklung der Segmente Generika und MarkenprodukteGemäß der im 3. Quartal 2016 vom Vorstand beschlossenen und im Kapitel "Überblick"
kurz beschriebenen grundlegenden Änderung der Berichtsstrukturen berichtet der STADA-Konzern
nun nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten Generika und
Markenprodukte. Bei der Darstellung der beiden Segmente beschreibt STADA zudem, wie
sich innerhalb dieser beiden Segmente die jeweils wichtigsten Länder entwickelt haben. Der ausgewiesene Umsatz des Segments Generika lag in den ersten 9 Monaten 2016 mit
931,8 Mio. € leicht über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (1-9/2015:
928,2 Mio. €). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des
Segments Generika erhöhte sich um 2% gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.
Generika hatten einen Anteil von 60,4% am Konzernumsatz (1-9/2015: 60,5%). Für das Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand beim Segment Generika von einem Umsatz
aus, der ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Innerhalb des Segments Generika entwickelten sich die am Umsatz gemessen acht größten
Länder wie folgt: Der Umsatz des Generika-Segments in Deutschland ging in den ersten 9 Monaten 2016 um 2% auf 223,2 Mio. € zurück (1-9/2015: 227,7 Mio. €). Hierzu trug insbesondere das zunehmende Auslaufen der Rabattverträge bei der STADApharm bei. Der im deutschen Markt mit Generika erzielte Umsatz hatte einen Anteil von 61% an dem in Deutschland insgesamt generierten Umsatz (1-9/2015: 70%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag nach Absatz im Berichtszeitraum bei ca. 11,5%1) (1-9/2015: ca. 12,7%1) ). Damit ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt unverändert die klare Nummer 31) . Der in Italien mit Generika erreichte Umsatz stieg in den ersten 3 Quartalen des laufenden
Geschäftsjahres insbesondere auf Grund von positiven Volumeneffekten um 3% auf 116,8
Mio. € (1-9/2015: 113,7 Mio. €). Generika trugen 80% zum lokalen Umsatz bei (1-9/2015:
81%). In Spanien konnte der Umsatz im Berichtszeitraum mit 79,1 Mio. € (1-9/2015: 80,2 Mio.
€) ungefähr auf Vorjahresniveau gehalten werden, obwohl die Vergleichsbasis auf Grund
von zahlreichen Produkteinführungen im Vorjahr hoch war und die gesetzliche Freigabe
von Rabatten in diesem Jahr zu steigenden Erlösminderungen führte. Generika leisteten
einen Beitrag von 86% zum Umsatz im spanischen Markt (1-9/2015: 89%). Der mit Generika in Russland in den ersten 3 Quartalen 2016 realisierte Umsatz stieg
bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 51%. In Euro erhöhte sich der Umsatz ungeachtet
eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel um 31% auf 75,5 Mio.
€ (1-9/2015: 57,5 Mio. €). Generika steuerten 43% zum lokalen Umsatz bei (1-9/2015:
28%). Der in Frankreich mit Generika erzielte Umsatz verzeichnete - ungeachtet eines unverändert
starken Preis- und Rabattwettbewerbs - in der Berichtsperiode einen Anstieg von 9%
auf 60,5 Mio. € (1-9/2015: 55,6 Mio. €). Generika trugen 96% zum lokalen Umsatz bei
(1-9/2015: 88%). In Belgien ging der mit Generika erwirtschaftete Umsatz in den ersten 9 Monaten 2016
insbesondere auf Grund einer unverändert zurückhaltenden Einkaufs- und Absatzstrategie
des belgischen Vertriebspartners um 25% auf 57,7 Mio. € zurück (1-9/2015: 76,5 Mio.
€). Allerdings war hier im reinen 3. Quartal 2016 eine positive Umsatzentwicklung
zu beobachten. Während der Umsatz im 2. Quartal noch um 66% zurückgegangen war, zeigte
er im 3. Quartal einen Anstieg von 47%. Generika hatten einen Anteil von 88% am lokalen
Umsatz (1-9/2015: 92%). Auf Jahressicht geht STADA von einer weiteren Erholung aus. Ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks nahm in Vietnam der mit Generika realisierte
Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 12% zu. Auf Grund eines schwächeren
vietnamesischen Dong stieg der Umsatz in Euro um 9% auf 49,5 Mio. € (1-9/2015: 45,4
Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus gewonnenen lokalen Ausschreibungsverfahren.
Generika hatten einen Anteil von 65% am lokalen Umsatz (1-9/2015: 66%). Der in Serbien mit Generika erreichte Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum
bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 27%. In Euro ging der Umsatz auf Grund eines
leicht negativen Währungseffekts des serbischen Dinar um 28% auf 37,2 Mio. € zurück
(1-9/2015: 51,8 Mio. €). Diese Entwicklung hing u.a. mit der Entscheidung über rückläufige
Erstattungspreise zusammen. Hinzu kam ein weiterhin hoher Lagerbestand auf Seiten
der Großhandlungen. Generika leisteten einen Beitrag von 75% zum serbischen Umsatz
(1-9/2015: 78%). Insgesamt ist bei der Betrachtung des Umsatzmixes im serbischen Markt
unverändert eine grundsätzliche Verlagerung von Generika hin zu Markenprodukten zu
beobachten. Der ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte nahm in den ersten 3 Quartalen
2016 leicht um 1% auf 609,9 Mio. € zu (1-9/2015: 605,3 Mio. €). Diese Entwicklung
war insbesondere auf eine starke Entwicklung im deutschen Markt zurückzuführen. Der
um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte
erhöhte sich um 4% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Markenprodukte
trugen 39,6% zum Konzernumsatz bei (1-9/2015: 39,5%). Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand beim Segment Markenprodukte ein Umsatzwachstum. Innerhalb des Segments Markenprodukte sah die Entwicklung der umsatzmäßig fünf größten
Länder wie folgt aus: Der in Deutschland mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete im Berichtszeitraum
ein deutliches Wachstum von 47% auf 143,1 Mio. € (1-9/2015: 97,3 Mio. €). Diese starke
Entwicklung war auf Optimierungen im Produkt-Portfolio, verringerte Retouren und die
Faktura von hohen Saisonaufträgen zurückzuführen. Insgesamt trugen Markenprodukte
39% zu dem im deutschen Markt erreichten Umsatz bei (1-9/2015: 30%). Der in Großbritannien in den ersten 9 Monaten 2016 mit Markenprodukten erzielte Umsatz
erhöhte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 15%. Ungeachtet des negativen
Währungseffekts infolge des Referendums zugunsten eines Austritts Großbritanniens
aus der Europäischen Union stieg der Umsatz in Euro um 5% auf 118,2 Mio. € (1-9/2015:
112,8 Mio. €). Die Akquisition sowohl der Socialites-Gruppe im Dezember 2015 als auch
der BSMW Limited im Februar 2016 trug zu diesem Umsatzwachstum der Markenprodukte
bei. Umsatzdämpfend machten sich hingegen eine schwache Erkältungssaison zu Beginn
des Jahres sowie verminderte Umsätze mit Sonnenschutzprodukten durch das sehr regnerische
und bewölkte Wetter im Juni und Juli bemerkbar. Markenprodukte hatten einen Anteil
von 89% an dem im britischen Markt insgesamt erreichten Umsatz (1-9/2015: 86%). Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2.
Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union und den damit verbundenen Unsicherheiten weiterhin negativ. Insgesamt ergeben
sich für STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte
auf den in Euro berichteten Umsatz. Angesichts weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere im Selbstzahlermarkt
verringerte sich der in Russland mit Markenprodukten realisierte Umsatz bei Anwendung
vorjähriger Wechselkurse um 21%. Auf Grund eines deutlich negativen Währungseffekts
des russischen Rubel ging der Umsatz in Euro um 30% auf 101,8 Mio. € zurück (1-9/2015:
144,9 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch die zunehmende Konsolidierung
auf der Nachfrageseite und demzufolge erhöhte Rabattbelastungen getrieben. Darüber
hinaus konnten Preissteigerungen bei der so genannten Vital and Essential Drugs List
(EDL) nicht die hohe Inflationsrate kompensieren. Markenprodukte hatten einen Anteil
von 57% an dem im russischen Markt erzielten Umsatz (1-9/2015: 72%). Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen STADA-Geschäftsaktivitäten
maßgeblich durch die Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro
beeinflusst sein. Darüber hinaus stellen die unverändert eingetrübten Aussichten für
die russische Wirtschaft und die starke Abwertung des russischen Rubel ein gestiegenes
Risiko in Bezug auf die Konsumentenstimmung und Verbraucherausgaben dar. Der in Italien mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete in der Berichtsperiode
insbesondere auf Grund von Zukäufen eine Steigerung von 10% auf 30,1 Mio. € (1-9/2015:
27,4 Mio. €). Markenprodukte steuerten 20% zum italienischen Umsatz bei (1-9/2015:
19%). Der Umsatz, der in Vietnam mit Markenprodukten ausgewiesen wurde, erhöhte sich im
Berichtszeitraum bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 18%. In Euro stieg der
Umsatz angesichts eines leicht negativen Währungseffekts des vietnamesischen Dong
um 15% auf 26,4 Mio. € (1-9/2015: 22,9 Mio. €). Markenprodukte trugen 35% zum vietnamesischen
Umsatz bei (1-9/2015: 34%). Ertragsentwicklung der Segmente Generika und MarkenprodukteDas ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika nahm in den ersten 3 Quartalen
des laufenden Geschäftsjahres um 23% auf 149,9 Mio. € zu (1-9/2015: 122,1 Mio. €).
Diese Entwicklung basierte auf einem signifikanten Zuwachs des operativen Ergebnisses
der deutschen Vertriebsgesellschaften bedingt durch geringere Erlösschmälerungen sowie
Einsparungen im Marketing- und Vertriebskostenbereich. Darüber hinaus wirkte sich
die gute Umsatzperformance in Italien, Frankreich und Vietnam positiv auf die Ertragskennzahlen
aus. Eine gegenläufige Entwicklung vollzog sich weiterhin in Belgien auf Grund einer
unverändert zurückhaltenden Einkaufs- und Absatzstrategie des belgischen Vertriebspartners.
Der hierdurch verursachte Rückgang der Umsatzerlöse konnte nicht durch entsprechende
Kosteneinsparungen kompensiert werden. Des Weiteren ergab sich ein Rückgang im serbischen
Markt auf Grund der Kaufzurückhaltung der serbischen Großhändler infolge der Entscheidung
über rückläufige Erstattungspreise und der Ankündigung, dass die Erstattungspreise
erneut verringert werden sollen. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika
belief sich auf 16,1% (1-9/2015: 13,2%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika erhöhte sich in den ersten 9
Monaten 2016 um 26% auf 156,8 Mio. € (1-9/2015: 124,4 Mio. €). Das bereinigte EBITDA
der Generika zeigte einen Anstieg von 20% auf 193,6 Mio. € (1-9/2015: 160,7 Mio. €).
Beide Entwicklungen waren im Wesentlichen auf die bereits zuvor beschriebenen Entwicklungen
in Deutschland, Italien, Frankreich und Vietnam zurückzuführen. Aus höheren Bereinigungen
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, die sich maßgeblich auf Wertminderungen
von immateriellen Vermögenswerten beziehen, resultierte die im Vergleich zu dem ausgewiesenen
operativen Ergebnis leicht positivere Entwicklung des bereinigten operativen Ergebnisses.
Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 16,8% (1-9/2015: 13,4%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte verringerte sich in
der Berichtsperiode um 25% auf 90,8 Mio. € (1-9/2015: 121,3 Mio. €). Diese Entwicklung
resultierte vorrangig aus diversen Effekten im russischen Markt: Zum einen beeinträchtigte
die hohe Inflation die Konsumentenstimmung und Kaufkraft der Endverbraucher, zum anderen
wirkten sich die gestiegenen Rabattbelastungen und Vertriebsmaßnahmen, verbunden mit
einem deutlich negativen Währungseffekt des russischen Rubel, negativ auf das operative
Segmentergebnis der Markenprodukte aus. Zudem führten eine schwache Erkältungssaison
sowie negative Translationseffekte infolge des EU-Referendums bei dem britischen Teilkonzern
Thornton & Ross zu einer Belastung der Ertragskennzahlen. Gegenläufig verbesserten
sich die operativen Segmentergebnisse der Markenprodukte in Deutschland trotz einer
leichten Erhöhung der Vertriebs- und Marketingaufwendungen. Die ausgewiesene operative
Gewinnmarge der Markenprodukte lag bei 14,9% (1-9/2015: 20,0%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte wies in der Berichtsperiode
einen Rückgang von 14% auf 127,5 Mio. € auf (1-9/2015: 148,6 Mio. €). Das bereinigte
EBITDA der Markenprodukte ging um 11% auf 161,1 Mio. € zurück (1-9/2015: 181,4 Mio.
€). Beide Entwicklungen basierten auf den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis
der Markenprodukte genannten Gründen in den Märkten Russland und Großbritannien. Darüber
hinaus ergab sich auf Grund höherer Sondereffekte im Vergleich zu dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum, die sich maßgeblich auf Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten
beziehen, bei dem ausgewiesenen operativen Ergebnis ein höherer Rückgang als bei der
bereinigten Kennzahl. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief
sich auf 20,9% (1-9/2015: 24,6%). Entwicklung, Produktion und BeschaffungDie Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen in den ersten 9 Monaten 2016 46,4
Mio. € (1-9/2015: 47,9 Mio. €). Angesichts des Geschäftsmodells, nach dem STADA nicht
in der Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist, handelt es sich
hierbei ausschließlich um Entwicklungskosten. Zudem aktivierte der Konzern in den
ersten 9 Monaten 2016 Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 18,9
Mio. € (1-9/2015: 18,8 Mio. €). Insgesamt führte STADA in der Berichtsperiode weltweit 502 einzelne Produkte in einzelnen
nationalen Märkten ein (1-9/2015: 405 Produkteinführungen). Mit Blick auf die unverändert gut gefüllte Produkt-Pipeline geht der Vorstand davon
aus, auch in Zukunft die kontinuierliche Einführung neuer Produkte fortführen zu können.
Weiterhin liegt der Schwerpunkt dabei auf Generika in den EU-Ländern. Grundsätzlich hält STADA alle konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore durch
angemessene Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen
Niveau. Im Berichtszeitraum lagen die Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung
von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen und Prüflaboren bei 16,4 Mio. € (1-9/2015:
23,4 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage sowie CashflowDie Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns verzeichnete in den ersten 9 Monaten
2016 eine positive Entwicklung. Zum Stichtag 30.09.2016 betrug die Eigenkapitalquote
29,6% (31.12.2015: 31,0%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden
Bereich. Die Nettoverschuldung belief sich zum Stichtag 30.09.2016 auf 1.187,0 Mio. € (31.12.2015:
1.215,7 Mio. €). Das Verhältnis Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA verbesserte
sich in den ersten 3 Quartalen 2016 bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA
der Berichtsperiode auf Jahresbasis auf 3,0 (1-9/2015: 3,4). Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns verfügte der Konzern per 30.09.2016
über einen im 2. Quartal 2013 platzierten Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren,
einem Volumen von 350,0 Mio. € und einer Verzinsung von 2,25% p.a. sowie über eine
im 1. Quartal 2015 begebene siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 300,0 Mio.
€ mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Zudem gab es zum 30.09.2016 Schuldscheindarlehen
mit Fristigkeiten im Bereich Ende 2016 bis 2023 mit einem Nominalwert in Höhe von
insgesamt 830,5 Mio. €. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur
sind die Schuldscheindarlehen hinsichtlich Volumen und Laufzeit gestaffelt. Die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich zum 30.09.2016 um 61,9 Mio. € auf
1.587,1 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang war im Wesentlichen auf
planmäßige Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen zurückzuführen. Zum 30.09.2016
enthielten die immateriellen Vermögenswerte 399,0 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte
(31.12.2015: 391,6 Mio. €). Der Anstieg der Sachanlagen zum 30.09.2016 auf 329,5 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio.
€) resultierte überwiegend aus Investitionen in die Produktionsstätten im serbischen
Teilkonzern. Die Finanzanlagen erhöhten sich zum Stichtag 30.09.2016 um 2,2 Mio. € auf 3,5 Mio.
€ (31.12.2015: 1,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf einer Kapitalerhöhung
im Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Tochtergesellschaften. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum 30.09.2016 auf
48,1 Mio. € zurück (31.12.2015: 74,3 Mio. €). Diese Entwicklung war u.a. durch einen
Rückgang der positiven Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie eine Reduzierung
der Settlement-Forderungen in Deutschland bedingt. Die Verringerung der Ertragsteuerforderungen zum 30.09.2016 auf 12,2 Mio. € (31.12.2015:
21,2 Mio. €) war überwiegend auf erhaltene Zahlungen auf Grund der Erstattung der
steuerlichen Vorauszahlungen in Deutschland zurückzuführen. Die Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.09.2016 um 10,9
Mio. € auf 39,9 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) basierte vor allem auf erhöhten Umsatzsteuerforderungen
im serbischen Teilkonzern sowie erhöhten unterjährigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten,
insbesondere in Deutschland sowie im serbischen und russischen Teilkonzern. Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des
Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet
wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind
in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.
Ein deutlicher Rückgang der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
wurde zum Anlass genommen, eine unterjährige Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen in diesen Ländern zum 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung der zum
30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssätze führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung
der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung
der sonstigen Rücklagen in Höhe von 48,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den
folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015
und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der
in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise
durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.09.2016 in
Höhe von 202,5 Mio. € bzw. 1.374,9 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio.
€) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von
830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert
in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0
Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und
eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Die Steigerung der Finanzverbindlichkeiten
war auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio.
€ zurückzuführen, die zur Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen
in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Stichtag
30.09.2016 um 22,2 Mio. € auf 306,3 Mio. € (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung
resultierte maßgeblich aus reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte
sowie für Dossiererwerbe in Deutschland. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich im Wesentlichen
bedingt durch rückläufige Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte um 11,5 Mio. € auf
207,3 Mio. € (31.12.2015: 218,8 Mio. €). Die Ertragsteuerverbindlichkeiten stiegen zum Stichtag 30.09.2016 um 20,6 Mio. € auf
60,0 Mio. € an (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung war u.a. durch gestiegene
Ertragsteuerverbindlichkeiten in Deutschland auf Grund der verbesserten operativen
Entwicklung bedingt. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten gingen zum Stichtag 30.09.2016 um 10,6
Mio. € auf 91,8 Mio. € zurück (31.12.2015: 102,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte
im Wesentlichen auf geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Deutschland sowie
geringeren sonstigen Verbindlichkeiten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen
umfasst, lag in den ersten 9 Monaten 2016 bei 198,0 Mio. € (1-9/2015: 137,7 Mio. €).
Der starke Anstieg um 60,3 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
resultierte maßgeblich aus verringerten Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern
sowie aus einer deutlich geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte und einer
deutlich verringerten zahlungswirksamen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise durch
eine höhere Zahlungswirksamkeit im Bereich des übrigen Nettovermögens im Vergleich
zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum
-119,5 Mio. € (1-9/2015: -127,1 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
war in den ersten 9 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen
geleistete Anzahlungen für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland
und in Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse
aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier S.A., der britischen BSMW Limited
sowie eines Produkt-Portfolios in Serbien. Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich
des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, belief sich in der Berichtsperiode auf
78,6 Mio. € (1-9/2015: 10,6 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen
bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free
Cashflow lag bei 132,8 Mio. € (1-9/2015: 68,6 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 164,4 Mio.
€ (1-9/2015: -85,5 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer
Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zur Refinanzierung der im
Geschäftsjahr 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio.
€ zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt. Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds belief sich in den ersten 9 Monaten 2016 auf 247,2
Mio. € (1-9/2015: -61,5 Mio. €). Akquisitionen und DesinvestitionenMit dem Ziel, das organische Wachstum durch externe Impulse weiter voranzutreiben,
verfolgt der STADA-Konzern eine aktive Akquisitionspolitik. Dabei liegt der Schwerpunkt
einerseits auf der regionalen Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Fokus auf
wachstumsstarken Schwellenländern. Andererseits konzentriert sich STADA auf den Ausbau
und die Internationalisierung der Segmente - insbesondere der Markenprodukte, die
sich in der Regel durch attraktivere Margen und weniger regulatorische Eingriffe als
der Bereich Generika auszeichnen. Ungeachtet dieses aktiven Erwerbsansatzes werden Akquisitionsprojekte einem strikten
Auswahlprozess mit einheitlichen Kriterien unterzogen und müssen neben strategischen
Kriterien vor allem bestimmte Renditevorgaben erfüllen. Für größere Akquisitionen
oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind unverändert geeignete Kapitalmaßnahmen
vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen
zu stark belastet werden würde. Zur Stärkung des Segments Generika Unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier.1) Der Kaufpreis liegt bei maximal 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Durch die Akquisition erweiterte STADA zugleich sein internationales Vertriebsnetz in einem Land, in dem der Konzern bislang noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war. Im 1. Quartal 2016 akquirierte STADA die britische BSMW Limited mit Sitz in Stockport.
Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis
für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Im 3. Quartal 2016 erwarb die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. zur
Stärkung ihrer Position im Bereich Consumer Health ein lokales Produkt-Portfolio,
das sich vorwiegend auf die Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen konzentriert. Der
Kaufpreis für das Portfolio inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen lag bei
insgesamt 21,6 Mio. € und wird bzw. wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen.
Das erworbene Geschäft wird seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern konsolidiert. STADA-AktieIn den ersten 9 Monaten 2016 entwickelte sich der STADA-Aktienkurs mit einer Steigerung
von 32% sehr erfreulich. Hatte der Schlusskurs Ende 2015 bei 37,34 € gelegen, belief
er sich gegen Ende der ersten 9 Monate 2016 auf 49,46 €. Die Marktkapitalisierung
stieg in diesem Zeitraum von 2,328 Mrd. € auf 3,083 Mrd. €. Per 30.09.2016 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 162.090.344,00 € (31.12.2015: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 vinkulierte1) 2) Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2015: 62.342.440 vinkulierte Namensaktien). In den ersten 9 Monaten veröffentlichte der Konzern alle zwölf erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen
gemäß § 26 WpHG. Die bei STADA eingehenden Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website
unter www.stada.com abrufbar. Am 26.08.2016 entlastete die ordentliche Hauptversammlung sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat und folgte bei den Abstimmungen wesentlichen Vorschlägen der Verwaltung.3) So wurde eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 um 6% auf 0,70 € je Aktie beschlossen und einer Aufhebung der Vinkulierung der Namensaktien im Wege der Satzungsänderung4) zugestimmt. Zudem wurde der Prozess zur vorgezogenen Neuaufstellung des Aufsichtsrats abgeschlossen. Auf Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch und Constantin Meyer folgten Dr. Eric Cornut, Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller und Dr. Gunnar Riemann als neue Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Carl Ferdinand Oetker zu seinem Vorsitzenden und Jens Steegers zum stellvertretenden Vorsitzenden. 1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 10.12.2015. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDer Vorstand bestätigt den im Lagebericht des STADA-Geschäftsberichts 2015 veröffentlichten
Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 sowie den Chancen- und Risikobericht für den Konzern.
Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht enthaltenen Ergänzungen und Aktualisierungen
ergibt sich aus Sicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der Chancen und
Risiken für den STADA-Konzern. Demnach ist das STADA-Geschäftsmodell grundsätzlich auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen
im Gesundheits- und Pharmamarkt ausgerichtet. Damit sind jedoch untrennbar auch Risiken
und Herausforderungen verbunden, die auf eine geänderte bzw. zusätzliche staatliche
Regulation und einen intensiven Wettbewerb zurückzuführen sind. Angesichts dessen
kann STADA in einzelnen Märkten auch in Zukunft einschneidenden regulatorischen Eingriffen,
hohem Wettbewerb, Ausfallrisiken und signifikantem Margendruck ausgesetzt sein. Letzteres
gilt insbesondere für die im Segment Generika steigende Zahl von Geschäftsaktivitäten,
die Ausschreibungen unterliegen. Zudem wird der Konzern auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren
konfrontiert sein, infolge deren die Entwicklung des Konzerns von konzernrelevanten
Währungsrelationen - insbesondere des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna, des
kasachischen Tenge und des britischen Pfund zum Euro - beeinflusst sein wird. Darüber
hinaus wird STADA unverändert den Auswirkungen der CIS-Krise unterliegen. Im Rahmen
seiner Möglichkeiten bereitet sich der Konzern zwar auf potenzielle davon ausgehende
Risiken wie ein deutlich gestiegenes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, wettbewerbsverzerrende
Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus
und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings lassen sich mit Blick auf
die Auswirkungen der CIS-Krise daraus ergebende Belastungen wie Sondereffekte durch
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Zahlungsausfälle,
nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen - insbesondere aus
der Abwertung des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge
- sowie eine gedämpfte oder eine weiter zurückgehende Nachfrage im russischen Pharmamarkt
nicht ausschließen. In Bezug auf die derzeit geltenden Sanktionen gegen Russland sieht
STADA aus heutiger Sicht indessen keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf
die Geschäftsaktivitäten des Konzerns. Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2.
Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union und den damit verbundenen Unsicherheiten negativ. Insgesamt ergeben sich für
STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte.
Bei den britischen Gesellschaften handelt es sich um voll integrierte Tochtergesellschaften,
deren Transaktionen im Wesentlichen in lokaler Währung anfallen. Insgesamt übersteigen
bei diesen Gesellschaften zurzeit die Vermögenswerte, deren Transaktionswährung vom
britischen Pfund abweicht, die entsprechenden Verbindlichkeiten, so dass STADA aus
der Abwertung des britischen Pfund derzeit keine wesentlichen negativen Transaktionseffekte
erwartet. Aus heutiger Sicht geht STADA nicht davon aus, dass sich aus dieser möglichen
Währungsentwicklung substanzielle Kurseffekte für die Gewinn- und Verlustrechnung
ergeben werden. Eine Prognose über die möglichen makroökonomischen Auswirkungen der
Austrittsentscheidung Großbritanniens ist auf Grund fehlender Erfahrungswerte sehr
schwierig. Allgemein ist von geringeren Investitionen und einem damit verbundenen
langsameren Wachstum auszugehen. Die Entwicklungen und potenziellen Auswirkungen auf
das Geschäftsmodell von STADA in Großbritannien werden daher kontinuierlich beobachtet. Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch
wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten
gekennzeichnet sein, wobei in der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren
im Geschäftsjahr 2016 die positiven Aussichten überwiegen sollten. Angesichts dessen
geht der Vorstand beim Ausblick für 2016 unverändert von einem leichten Wachstum bei
dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz und dem bereinigten
EBITDA aus. Bei dem bereinigten Konzerngewinn rechnet er insbesondere auf Grund eines
weiter optimierten Finanzergebnisses sowie einer verbesserten Steuerquote als Folge
einer geänderten Ergebnisallokation nun mit einem Wert von mindestens 180 Mio. €.
Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und
dem bereinigten EBITDA erwartet der Vorstand weiterhin ein Niveau von nahezu 3. Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand am 11.07.2016 Wachstumsziele verabschiedet.
Wesentlicher Bestandteil dieser Prognose sind bereits eingeleitete konzernweite Initiativen
zur Verbesserung der Performance, die neben der Hebung unerschlossener Umsatzpotenziale
auch Effizienzsteigerungen und die Reduzierung von Funktionskosten umfasst. Unter
Berücksichtigung dieser Maßnahmen strebt der Vorstand für 2019 einen Konzernumsatz
von 2,6 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA von 510 Mio. € und einen bereinigten Konzerngewinn
von 250 Mio. € jeweils in einer Bandbreite von +/-5% an. Diese Ziele gehen von einem
überwiegend organischen Umsatzwachstum in den Segmenten Generika und Markenprodukte
aus und verstehen sich vor signifikanten Desinvestitionen mit Umsatz- und Ertragsauswirkung.
Zu den Annahmen gehören weiterhin die Fortschreibung der aktuellen Währungsrelationen,
des aktuellen Zinsniveaus und weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen
in den Ländern, in denen STADA über Konzerngesellschaften verfügt. Zudem wird für
die Zielerreichung ein stabiles regulatorisches Umfeld in den für STADA relevanten
Märkten vorausgesetzt. scroll
KONZERNZWISCHENABSCHLUSSFÜR DIE ERSTEN 9 MONATE 2016 (VERKÜRZT)KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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ANHANG1. Allgemeines1.1. RechnungslegungsmethodenDer Zwischenbericht von STADA umfasst nach den Vorschriften des § 51a Abs. 6 Börsenordnung
der Frankfurter Wertpapierbörse i.V.m. § 37w Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen
Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss
wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die
Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind,
aufgestellt. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.09.2016 wurde unter Beachtung
der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung
mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss
zum 31.12.2015 gewählt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der
EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2016 verpflichtend
anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet. In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten
geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden
wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich
der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden grundsätzlich
auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2015 verwiesen. 1.2. Geänderte RechnungslegungsmethodenIn den ersten 9 Monaten 2016 hat STADA die vom IASB veröffentlichten und von der EU
endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem
erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2016 beachtet und, sofern relevant, angewandt.
Sämtliche Änderungen hatten jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA. Folgende noch nicht angewendete IFRS-Standards wurden vom IASB veröffentlicht, eine
Übernahme in europäisches Recht steht noch aus: Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments".
IFRS 9 soll IAS 39 ablösen und beinhaltet Vorschriften zu Klassifizierung, Ansatz
und Bewertung von Finanzinstrumenten. Des Weiteren umfasst IFRS 9 Vorschriften zur
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die
am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss
ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der neuen Vorschriften zur Wertminderung von
Finanzinstrumenten können künftig in einigen Fällen erwartete Verluste zu einem früheren
Zeitpunkt zu einer aufwandswirksamen Erfassung führen. Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts
with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für
Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction
Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am
oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die
Untersuchung der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist
noch nicht final abgeschlossen. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung wird jedoch
kaum Auswirkungen auf die Umsatzbilanzierung haben, da der wesentliche Teil der Umsätze
im Konzernabschluss auf Grund von Routinetransaktionen realisiert wird. Es liegen
im Konzern keine Vereinbarungen vor, die mehrere Leistungen innerhalb eines Vertrags
oder innerhalb mehrerer Verträge regeln (Multielement-Arrangements). Einzig bei der
Bilanzierung von Lizenzvereinbarungen, die sich im Geschäftsjahr 2015 auf weniger
als 2% der gesamten Umsatzerlöse beliefen, kann es zu Änderungen kommen. Dies betrifft
jedoch ausschließlich solche Lizenzvereinbarungen, die keine Bindung an den realisierten
Umsatz des Lizenznehmers haben und dem Lizenznehmer ein Recht zur Nutzung der Lizenz
gewähren, ohne dass von Seiten STADAs weitere Aktivitäten notwendig sind. Bei solchen
Lizenzvereinbarungen wird auf Grund des neuen Standards IFRS 15 zukünftig die Umsatzrealisierung
in Höhe des gesamten Lizenzentgelts bei Gewährung der Lizenz stattfinden und somit
nicht - wie aktuell - verteilt über die Laufzeit der Lizenz. Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim
Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung der mit Leasingverhältnissen verbundenen
vertraglichen Rechte (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der
Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing
ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf
den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen
Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers
wird zum Erstanwendungszeitpunkt eine Erhöhung der Bilanzsumme erwartet. Anstelle
von Leasingaufwendungen werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge zukünftig
Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - mit
entsprechend positiver Auswirkung auf das EBITDA. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen
werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
erwartet. 1.3. KonsolidierungskreisDer Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft
aufgestellt. In den ersten 9 Monaten 2016 wurde die gesellschaftsrechtliche Akquisition der argentinischen
Laboratorio Vannier S.A. vollzogen. Die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft
als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.01.2016. Darüber hinaus wurde der Vollzug der
gesellschaftsrechtlichen Akquisition der britischen BSMW Limited realisiert, deren
erstmalige Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 01.02.2016 erfolgte. Des Weiteren
wurde im 2. Quartal 2016 die finnische Gesellschaft Oy STADA Pharma Ab auf Grund der
abgeschlossenen Liquidation entkonsolidiert. Zudem erfolgte zum 30.09.2016 die Entkonsolidierung der ägyptischen Gesellschaft STADA
Egypt Ltd. auf Grund der eingeleiteten Liquidierung. Damit waren zum Bilanzstichtag 30.09.2016 83 Gesellschaften als Tochterunternehmen
und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernzwischenabschluss
einbezogen. 1.4. UnternehmenszusammenschlüsseIn den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres gab es die folgenden wesentlichen
Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3, auf deren Kaufpreisaufteilungen
nachfolgend näher eingegangen wird. Im 1. Quartal 2016 erfolgte die Finalisierung der Kaufpreisaufteilung der im 4. Quartal
2015 erworbenen britischen Socialites-Gruppe mit Sitz in Chesterfield. Die Beherrschung
erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 04.12.2015. Der Kaufpreis für die Akquisition
belief sich auf 21,0 Mio. GBP und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Aus der finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss
ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,6 Mio. € hervor, der sich wie folgt
ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau
der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im britischen Markt und dort im Segment Markenprodukte. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die im Segment Markenprodukte mit der Socialites-Gruppe erreichten Umsätze betrugen
in den ersten 9 Monaten 2016 rund 9,4 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung
(rund 1,9 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses
belief sich im Berichtszeitraum auf rund 1,2 Mio. €. Zur Stärkung des Segments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft
BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag
für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier. Der Kaufpreis
lag bei 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio.
€) und wurde bzw. wird in Zahlungsmitteln beglichen. Darin enthalten sind bestimmte
bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit von dem Erreichen einer festgelegten
Ergebniskennzahl zu begleichen sind. Diese belaufen sich mindestens auf 1 Mio. USD,
maximal jedoch auf 1,5 Mio. USD. Der Verkäufer war eine Privatperson. Der Erwerbsvollzug
erfolgte im 1. Quartal 2016. Die Beherrschung erlangte STADA am 04.01.2016. Im Rahmen der im 3. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem
Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. €
hervor, der sich wie folgt ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Erweiterung
des internationalen Vertriebsnetzes in einem Land, in dem der STADA-Konzern bisher
noch nicht im Segment Generika mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die im Segment Generika mit Laboratorio Vannier erreichten Umsätze betrugen in den
ersten 9 Monaten 2016 rund 5,6 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung
(rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses
belief sich im Berichtszeitraum auf rund 1,1 Mio. €. Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung
erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition
belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Im Rahmen der im 1. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem
Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts-oder Firmenwert in Höhe von 3,5 Mio. € hervor,
der sich wie folgt ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau
der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im britischen Markt und dort im Segment Markenprodukte. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die im Segment Markenprodukte mit der BSMW erreichten Umsätze betrugen in den 8 Monaten
seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 3,1 Mio. €. Das um Effekte aus
der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses
belief sich im Berichtszeitraum auf rund 1,7 Mio. €. Hätte STADA die BSMW bereits
zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 3,5
Mio. € und ein um Effekte aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €)
bereinigtes operatives Ergebnis von rund 1,9 Mio. € erzielt worden. Im 3. Quartal 2016 erwarb die serbische Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel
AG, Hemofarm A.D., ein lokales Produkt-Portfolio, das sich vorwiegend auf die Behandlung
von Magen-Darm-Entzündungen konzentriert, inklusive dazugehöriger Prozesse. Der Kaufpreis für die Akquisition des Produkt-Portfolios inklusive der dazugehörigen
Vertriebsstrukturen betrug insgesamt 21,6 Mio. € und wird bzw. wurde vollumfänglich
in Zahlungsmitteln beglichen. Die Akquisition beinhaltete ein Portfolio von 50 Produktaufmachungen
für den Vertrieb in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Montenegro, die entsprechenden
IP-Rechte sowie Lizenzvereinbarungen und eine lokale Produktions- und Verpackungsstätte.
Darüber hinaus übernahm Hemofarm rund 94 Mitarbeiter. Die Beherrschung wurde mit Vertragsabschluss
zum 01.08.2016 erlangt, weshalb das erworbene Geschäft seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern
konsolidiert wird. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss
ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,2 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau
der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im Segment Markenprodukte und dort insbesondere
im serbischen Markt. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
angesetzt: scroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen.
Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte
Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden
zur Anwendung. Die erreichten Umsätze betrugen in den 2 Monaten seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt
rund 1,6 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,0 Mio. €) bereinigte
operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtszeitraum
auf rund 0,9 Mio. €. Hätte STADA das serbische Produkt-Portfolio bereits zum 01.01.2016
erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 7,2 Mio. € und ein
um Effekte aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung (rund 0,0 Mio. €) bereinigtes operatives
Ergebnis von rund 4,0 Mio. € erzielt worden. Im Zuge der Verhandlungen mit dem Veräußerer der Rechte für das Produkt-Portfolio
erwarb die Hemofarm A.D. im Mai 2016 Vorräte für einen Kaufpreis in Höhe von 1,9 Mio.
€, der vollständig in Zahlungsmitteln beglichen wird. Die entsprechende Verpflichtung
wurde als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Seit dem Erwerbszeitpunkt
wird das erworbene Vorratsvermögen an Drittkunden fakturiert. 2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung2.1. UmsatzerlöseDie Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum resultierte
maßgeblich aus Umsatzzuwächsen in den Märkten Deutschland, Italien sowie Vietnam.
Die Einflüsse von wechselkursbedingten Effekten und Portfolioveränderungen auf den
Umsatzzuwachs beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt -2,5 Prozentpunkte.
Einzelheiten zu der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente und Regionen finden sich
in der Segmentberichterstattung (vgl. Konzernanhang unter Angabe 5.) und in den weiteren
Informationen (vgl. Konzernanhang unter Angabe 6.). 2.2. HerstellungskostenDie Herstellungskosten reduzierten sich in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich
zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1 Mio. € auf 793,0 Mio. € (1-9/2015: 794,1
Mio. €), obwohl die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 8,2 Mio. € gesteigert werden konnten. Die hiermit einhergehende Verbesserung der
Bruttomarge auf 48,6% (1-9/2015: 48,2%) resultierte im Wesentlichen aus reduzierten
Erlösminderungen im Generika-Segment in Deutschland. 2.3. VertriebskostenDie Vertriebskosten reduzierten sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 3,9 Mio. € auf 339,8 Mio. € (1-9/2015: 343,7 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf einem translationsbedingten Rückgang im russischen Teilkonzern
STADA CIS. 2.4. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge erhöhten sich in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,0 Mio. € auf 13,7 Mio. € (1-9/2015: 10,7 Mio. €), insbesondere auf Grund einer erhaltenen
Meilensteinzahlung im Segment Markenprodukte in Großbritannien. 2.5. Andere AufwendungenDie anderen Aufwendungen erhöhten sich in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 67,9 Mio. € (1-9/2015: 47,9 Mio. €). Diese Entwicklung
basierte im Wesentlichen auf erhöhten Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten
insbesondere im Segment Markenprodukte sowie der Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden.
Gegenläufig wirkten sich die geringeren Kursaufwendungen in beiden Segmenten, insbesondere
im russischen Teilkonzern STADA CIS, aus. 2.6. Finanzielle AufwendungenDer im Berichtszeitraum erfolgte Rückgang der finanziellen Aufwendungen gegenüber
dem korrespondierenden Zeitraum des Vorjahres auf 41,0 Mio. € (1-9/2015: 52,5 Mio.
€) war im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen
Finanzinstrumenten sowie geringere Zinsaufwendungen bedingt. 2.7. ErtragsteuernDie Aufwendungen aus Ertragsteuern reduzierten sich in der Berichtsperiode verglichen
mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,8 Mio. € auf 27,6 Mio. € (1-9/2015:
34,4 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 20,4% (1-9/2015: 26,6%),
insbesondere auf Grund einer Steuersatzänderung in Großbritannien sowie einer geänderten
Ergebnisallokation im STADA-Konzern. 2.8. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie stieg in den ersten 9 Monaten 2016 im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 0,15 € auf 1,61 € (1-9/2015: 1,46 €). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum
ergab sich aus den STADA-Optionsscheinen (im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung
2004/I), deren Ausübungsfrist zum 26.06.2015 ausgelaufen ist, ein verwässertes Ergebnis
je Aktie von 1,46 €. 3. Angaben zur Konzernbilanz3.1. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich zum 30.09.2016 um 61,9 Mio. € auf
1.587,1 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang war im Wesentlichen auf
planmäßige Abschreibungen sowie Währungskursdifferenzen zurückzuführen. Zum 30.09.2016
enthielten die immateriellen Vermögenswerte 399,0 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte
(31.12.2015: 391,6 Mio. €). 3.2. SachanlagenDer Anstieg der Sachanlagen zum 30.09.2016 auf 329,5 Mio. € (31.12.2015: 321,6 Mio.
€) resultierte überwiegend aus Investitionen in die Produktionsstätten im serbischen
Teilkonzern. 3.3. FinanzanlagenDie Finanzanlagen erhöhten sich zum Stichtag 30.09.2016 um 2,2 Mio. € auf 3,5 Mio.
€ (31.12.2015: 1,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf einer Kapitalerhöhung
im Zusammenhang mit dem Erwerb zweier Tochtergesellschaften. 3.4. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen zum 30.09.2016 auf
48,1 Mio. € zurück (31.12.2015: 74,3 Mio. €). Diese Entwicklung war u.a. durch einen
Rückgang der positiven Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten sowie eine Reduzierung
der Settlement-Forderungen in Deutschland bedingt. 3.5. ErtragsteuerforderungenDie Verringerung der Ertragsteuerforderungen zum 30.09.2016 auf 12,2 Mio. € (31.12.2015:
21,2 Mio. €) war überwiegend auf erhaltene Zahlungen auf Grund der Erstattung der
steuerlichen Vorauszahlungen in Deutschland zurückzuführen. 3.6. Andere VermögenswerteDie Zunahme der kurzfristigen anderen Vermögenswerte zum Stichtag 30.09.2016 um 10,9
Mio. € auf 39,9 Mio. € (31.12.2015: 29,0 Mio. €) basierte vor allem auf erhöhten Umsatzsteuerforderungen
im serbischen Teilkonzern sowie erhöhten unterjährigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten,
insbesondere in Deutschland sowie im serbischen und russischen Teilkonzern. 3.7. Gewinnrücklagen und sonstige RücklagenDie Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des
Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet
wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind
in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.
Ein deutlicher Rückgang der Rechnungszinssätze in Ländern mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
wurde zum Anlass genommen, eine unterjährige Bewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen in diesen Ländern zum 30.06.2016 vorzunehmen. Die Anwendung der zum
30.06.2016 aktualisierten Rechnungszinssätze führte zu der erfolgsneutralen Reduzierung
der Gewinnrücklagen in Höhe von 6,2 Mio. € nach latenten Steuern. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum entstand hieraus eine ergebnisneutrale Reduzierung
der sonstigen Rücklagen in Höhe von 48,4 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus den
folgenden Effekten zusammensetzte: Die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015
und die damit verbundenen Auswirkungen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der
in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften konnten nur teilweise
durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 kompensiert werden. 3.8. FinanzverbindlichkeitenDie kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.09.2016 in
Höhe von 202,5 Mio. € bzw. 1.374,9 Mio. € (31.12.2015: 274,7 Mio. € bzw. 1.084,2 Mio.
€) enthalten insbesondere Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von
830,5 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert
in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0
Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und
eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Die Steigerung der Finanzverbindlichkeiten
war auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio.
€ zurückzuführen, die zur Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen
in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen. 3.9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Stichtag
30.09.2016 um 22,2 Mio. € auf 306,3 Mio. € (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung
resultierte maßgeblich aus reduzierten Verbindlichkeiten für Krankenkassenrabatte
sowie für Dossiererwerbe in Deutschland. 3.10. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich im Wesentlichen
bedingt durch rückläufige Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte um 11,5 Mio. € auf
207,3 Mio. € (31.12.2015: 218,8 Mio. €). 3.11. ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Ertragsteuerverbindlichkeiten stiegen zum Stichtag 30.09.2016 um 20,6 Mio. € auf
60,0 Mio. € an (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung war u.a. durch gestiegene
Ertragsteuerverbindlichkeiten in Deutschland auf Grund der verbesserten operativen
Entwicklung bedingt. 3.12. Andere VerbindlichkeitenDie kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten gingen zum Stichtag 30.09.2016 um 10,6
Mio. € auf 91,8 Mio. € zurück (31.12.2015: 102,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte
im Wesentlichen auf geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Deutschland sowie
geringeren sonstigen Verbindlichkeiten. 4. Angaben zur Kapitalflussrechnung4.1. Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionstätigkeit, die Finanzierungstätigkeit oder durch wechselkurs- und/oder
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds abgedeckten Positionen
umfasst, lag in den ersten 9 Monaten 2016 bei 198,0 Mio. € (1-9/2015: 137,7 Mio. €).
Der starke Anstieg um 60,3 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
resultierte maßgeblich aus verringerten Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern
sowie aus einer deutlich geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte und einer
deutlich verringerten zahlungswirksamen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Die hieraus resultierenden positiven Effekte wurden teilweise durch
eine höhere Zahlungswirksamkeit im Bereich des übrigen Nettovermögens im Vergleich
zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum kompensiert. 4.2. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
abzüglich Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhaltet, betrug im Berichtszeitraum
-119,5 Mio. € (1-9/2015: -127,1 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
war in den ersten 9 Monaten 2016 insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen
geleistete Anzahlungen für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen in Deutschland
und in Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse
aus dem Erwerb der argentinischen Laboratorio Vannier S.A., der britischen BSMW Limited
sowie eines Produkt-Portfolios in Serbien. 4.3. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 164,4 Mio.
€ (1-9/2015: -85,5 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer
Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zur Refinanzierung der im
Geschäftsjahr 2016 auslaufenden Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio.
€ zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum deutlich weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt. 4.4. Cashflow der aktuellen GeschäftsperiodeDer Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds belief sich in den ersten 9 Monaten 2016 auf 247,2
Mio. € (1-9/2015: -61,5 Mio. €). 5. Segmentberichterstattung5.1. Allgemeine InformationenDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss
angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden
auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und
Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen
Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen
nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden. Im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres beschloss der Vorstand eine grundlegende
Änderung der Berichtsstrukturen. Bislang berichtete der STADA-Konzern nach operativen
Segmenten und Marktregionen. Gemäß der seit dem 3. Quartal 2016 geänderten Berichtsstruktur
wird der Konzern nun nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten
Generika und Markenprodukte, gesteuert. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie
inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung
des Produkt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen
werden. Im Zuge der Änderung erfolgte auch eine Integration der Randaktivität Handelsgeschäfte
in das Segment Generika. Aus diesem Grund umfassen die für die ersten 9 Monate 2016
im Segment Generika berichteten Zahlen sowie die des entsprechenden Vorjahreszeitraums
die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte. 5.2. Informationen nach operativen Segmentenscroll
5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
6. Weitere Informationen6.1. Informationen nach Segmentenscroll
scroll
1)
Gerechnet auf T-€-Basis. 7. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden: scroll
STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen
Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung
zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu
werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen
Finanzinstrumenten (Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung
stehen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von geeigneten Bewertungsmodellen
durch externe Dritte ermittelt. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung,
die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden
die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten
Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten
Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung
im Vorjahr, die die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten
Zinsswaps reflektierten. Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen
von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen,
nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf
die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet. Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich in den ersten 9 Monaten 2016
wie folgt: scroll
Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich in den ersten 9 Monaten 2015
wie folgt: scroll
Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert
vom Buchwert abweicht, werden zum 30.09.2016 die folgenden Angaben gemacht: scroll
Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind der Bewertungskategorie
"Financial liabilities measured at amortized cost" (zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten) gemäß IAS 39 zugeordnet. Bezüglich der Aufteilung der
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Bewertungskategorien gemäß IAS
39 haben sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 in den ersten 9 Monaten
2016 keine Änderungen ergeben. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben
tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend
auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder
am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der
einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. 8. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten,
die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten
Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese
als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergaben
sich in den ersten 9 Monaten 2016 keine wesentlichen Änderungen. Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen,
die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betrafen zum 30.09.2016 im Wesentlichen eine
Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im
Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode
bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG. STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie
gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von nur 0,3 Mio. € (31.12.2015: 0,3 Mio.
€), da STADA von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft aktuell nicht ausgeht. Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns
in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. 9. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel
AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt
beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen
und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen ergaben sich in den ersten 9 Monaten 2016, auch unter Berücksichtigung
der personellen Veränderungen im Aufsichtsrat im 3. Quartal 2016, keine wesentlichen
Änderungen. Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Personen kam es im Berichtszeitraum zu folgenden Änderungen: Angesichts dessen, dass
sich Steffen Retzlaff, Sohn des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff,
auf seine Tätigkeit als Senior Vice President Asien/Pazifik & MENA konzentriert, endeten
seine übrigen Mandate im Juni 2016 mit Ausnahme seiner Position als Mitglied des Board
of Directors der STADA MENA DWC-LLC und der STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd. 10. Wesentliche Ereignisse nach dem AbschlussstichtagNach dem Abschlussstichtag ergaben sich folgende wesentliche Ereignisse, die einen
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben
könnten: Zu Beginn des 4. Quartals 2016 nahm die Geschäftsleitung der STADA GmbH und STADAvita
sowie STADApharm und cell pharm Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu den Details einer
Zusammenlegung sowie Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan auf. Herausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0,
Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de Der Vorstand: Dr. Matthias Wiedenfels (Vorsitzender), Helmut Kraft Der Aufsichtsrat: Carl Ferdinand Oetker (Vorsitzender), Jens Steegers1) (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Eric Cornut, Halil Duru1) , Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller, Dr. Ute Pantke1) , Dr. Gunnar Riemann Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im
Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den
gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der
STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung
oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum
Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung
von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen"
und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird
gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an
Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen
tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete
Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten
Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten,
dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere:
der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer
Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden,
das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen
verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen
Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten
und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer
Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer
Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung
von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen
der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die
in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert
werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter
Aussagen. Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen
in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen
mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen
Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht
bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. Kontakt: STADA Arzneimittel AG · Investor Relations · Telefon: 06101/603-113 · Fax:
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